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q-de-2168
Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
Fahrzeug - SEAT Deutschland Niederlassung GmbH Stuttgart in Stuttgart Rainer Doerr Tel: 0711 658 158 831 Danilo Noack Tel: 0711 658 158 833
de
q-de-2168
Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
Marktkauf Filiale Hamburg Harburg - Marktkauf in Hamburg hamburg-dom-aktuell.de ⇒ Hamburg Info ⇒ Marktkauf ⇒ Marktkauf Filiale Hamburg Harburg Marktkauf Filiale Hamburg Harburg Im Marktkauf Center im Hamburger Stadtteil Harburg findet man eine Marktkauf Filiale. In der Filiale erhält man alles, was man zum täglichen Leben benötigt. Ergänzt wird das Produktangebot durch andere Geschäfte wie eine Apotheke und ein Handyshop die sich ebenfalls im Marktkauf Center befinden. Sitz der Marktkauf Filiale ist der Seeveplatz 1. Kontakt zur Marktkauf Filiale Hamburg Harburg Bei Fragen zu den Produkten oder zu Aktionen kann man die Mitarbeiter der Marktkauf Filiale auch telefonisch unter der Nummer 040-76626990 erreichen. Informationen zu den aktuellen Angeboten findet man auch auf der Homepage vom Marktkauf Harburg unter http://www.marktkauf-center.de/harburg/home.php. Öffnungszeiten der Marktkauf Filiale Hamburg Harburg Die Marktkauf Filiale hat durchgehnd von Montag bis Samstag in der Zeit 08.00 bis 20.00 Uhr für die Kunden geöffnet. Anfahrt zur Marktkauf Filiale Hamburg Harburg Die Marktkauf Filiale liegt sehr gut mitten in Harburg, so kann man als Fußgänger genauso einfach die Filiale erreichen wie als Autofahrer oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Vor der Filiale an der Haltestelle Moorstraße halten die Buslinien 14, 141, 142, 143, 144, 145, 152, 154, 157. 443, 641 und die Buslinie 644. Telefon 040 76626990
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Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
Aufrufe 819,566 Traktor gegen Motormäher: Das klingt nach einem unfairen Wettkampf! „Klar, der Traktor gewinnt“, würde man auf Anhieb sagen. Wenn Brielmaier seine Finger im Spiel hat, dann könnte die Sache aber anders aussehen: Die blauen Mäher sind bekannt für ihre große Arbeitsbreite und extreme Hangtauglichkeit. Bei unserem Systemvergleich war der Hersteller mit dem Duo 6 am Start, ein 6 m breiter Mähbalken, der von zwei Trägerfahrzeugen geführt wird. Dieses Gerät hat uns alle zum Staunen gebracht! In einem weiteren Video gehen wir genauer auf die Technik des Brielmaier Duo 6 ein. Den ausführlichen Bericht mit allen Ergebnissen findet ihr in der LANDWIRT Ausgabe 9/2015. landwirt.com landwirtcom Landvideo Landwirtschaft Der fortschrittliche Landwirt Tractor (Product Category) Balkenmäher Brielmaier Brielmaier Motormäher Brielmaier Duo 6 Steyr Multi Traktor gegen Motormäher Brielmaier Duo Brielmaier Duo 6 Motormäher Duo 6 Motormäher Brielmaier 6 m 6 m Motormäher 6 m Mähbalken Futterernte Stachelwalzen Zwillingsräder Zwillingsreifen Pöttinger Scheibenmähwerk Brielmaier Mähbalken Doppelmesser Mähwerk Brielmaier Test Liebe Landwirte, merkt ihr denn gar nicht wie ihr verarscht werdet. Zuerst wurden euch riesen Maschinen eingeredet und aufgeschwatzt weil man ja damit alleine Arbeiten machen kann für die man früher 10 Leute benötigte. Große Traktoren die die Wiesen schön verdichten an denen viele teure Kredite benötigten. Heute geht man zurück zu solchen gezeigten Maschinen die ja nicht schlecht, aber wieder überteuert sind. 60 000 € für so ein Doppelmähwerk ist nicht ohne. Daraus entsteht nun wieder eine eigene Industrie die euch teure Geräte andreht. Preis Leistung stimmen da längst nicht mehr, und am Ende geht es nur wieder darum euch in die Taschen zu greifen. Es geht auch etwas entschleunigter mit einfacheren Geräten die auch bezahlbar sind, denn am Ende geht die Schere auf einer Seite immer weiter auf, aber nur für die Industrie. Ein Sprichwort sagt. Wer einen Bauern über den Tisch ziehen will muss einen Bauern mit nehmen. Ich denke aber dass Bauern nicht so schlau sind wie man in diesem Sprichwort zu erklären versucht. ja gut 3 meter gegen 6 meter ist doch klar das den der motormäher gewint Ist aus unserer Sicht gar nicht klar, weil man beim Motormäher zu Fuß hinterher gehen muss. Und wo bitte liegt der vorteil? Das man an manchen steileren stellen besser mähen kann? Dafür darf man dann 60k ausgeben, das teil erstmal mit dem tractor zur wiese transportieren, dann dem teil die ganze zeit am hang hinterherlaufen und dann ist nur gemäht....man muss ja trozdem wieder mit dem traktor hin. Klarer verlierer Für solche flächen gibt es specialtraktoren wie den terratruc +Landwirt.com Also der motormäher war euer gewinner auf extrem steilen flächen auf welchen auch kein spezialtruck mehr fährt und man dann das heu logischerweise auch nichtmal mehr mit einem Spezialtruck einführen kann? Toll das bringt mir als Landwirt gar nichts. Man merkt dass ihr das produkt pushen wolltet was voll daneben gegangen ist... Es gibt steile Flächen, die man nur noch mit solcher Technik bearbeiten kann. Da fährt auch kein Spezialtraktor mehr. Außerdem macht der Motormäher weniger Bodendruck bzw. Schäden. Der Verlierer war bei unserem Vergleich der Traktor. Antiwobbber Wie muss ich mir die Kurvenfahrt vorstellen? Gerade am Hang sehe ich die 180° Kehrtwende als nicht so einfach an bei der Arbeitsbreite. (Falls es sich um eine lachhafte Frage handelt tut es mir leid, ich komme nicht aus dem Fachbereich. Freue mich dennoch über eine Antwort.) Sehr gut! Auch bei 2 kombinierten Mähern? Der Mäher wendet auf der Stelle. Magnus Erlbacher 60000 euro sind viel geld ,ein köpl berg talent würde es auch tun . trodzdem schönes viedeo Danke für deine Meinung. Die beiden Mäher kann man nicht ganz vergleichen. Da würde ich lieber mit nen traktor fahren is billiger Sei froh, wenn du das Gelände für einen Traktor hast. Viele Betriebe können nur mit dem Motormäher arbeiten. rachan rongbutsri Уланбек Калмаматов Руский перевот можна ктонибут Um das geld muss man noch hintn nach gehen Dafür sparst du dir das Geld für‘s Fitnessstudio. 😉 Wo war das in der OberSteiermark? In Mautern. Der hät die doppelte Arbeitsbereiche natürlich ist der schneller Julian Ofenluger Landwirt.com nein wer will bitte hinterrennen und so viel bezahlen bin selber bauer Was ist hier bitte Schrott? Das sind alles sehr hochwertige, neue Maschinen. Naja für einen Praxisnahen Vergleich hätte man einen 3m Brielmaier nehmen müssen. Weil so einen fetten Brielmaier hatt kein Landwirt zuhause oder vor einen zu kaufen. Aber ist trotzdem ein interesaanter Vergleich. Wir wollten einfach nur zeigen, was die Technik kann. Aber natürlich hätte man diesen Vergleich auch anders anlegen können. Eine schöne Erfindung und definitiv eine echte Innovation. Ich Frage mich jedoch, welcher Landwirt 60k€ ausgeben wird, um seinem Gerät hinterherzulaufen... Es is klar das der mäher gewinnt aber macht das mal wie die großen Bauern mit front und Butterfly heck mähwerk auf ner graden fläche Landwirt.com der is ja auch dafür gebaut und der tracktor nicht aber trotzdem geiles video Es geht hier ja um das Mähen am Hang. Da hat der Motormäher die Nase vorn. wen man nur ein Front mäwerk häte det es auch nicht so sauen Aber mit einem traktor geht es doch besser auf einer geraden Fläche Auf einer ebenen Fläche schon, ja. Bei uns sind die wisen nicht so steil wir können ales mit nem Schmetterlings mewerk mehen aber geiler meher Sei froh, wenn du keine teure Spezialtechnik zum Mähen brauchst. Cooles viedeo,wir bekommen mit unserem brielmaier motormäher mehr gemäht in der stunde wie mit unserem kreiselmähwerk obwohl beide die gleiche schnittbreite haben Ja, das glauben wir gerne. Aber der mäbalken ist doch für den bauer viel anstrengender und der hat die doppelte arbeitsbreite ...ja, aber er braucht viel weniger Energie und er schont den Boden. Der sollte sich den Kompakt mit nem Frontmähwerk kaufen 😉 +Gol D. Roger Wäre auch eine Möglichkeit. ADI Gale pgermann94 Ich finde das ein schlechter Vergleich.. Falscher ansatz, würden die den Test auf der gleichen fläche machen, würde der Traktor in diesem Video trotzdem loosen. Stichwort Bodenschonung, Ernteausfall, Futterverschmutzung. War stellenweise gut zu erkennen im Video. Hab ich ein Stück wo ich mit Frontmähwerk arbeiten kann, ganz klar bin ich auf dem Traktor schneller unterwegs ggf. kann sogar größere Technik einsetzen. Ziel ist es zu zeigen, wo dir Grenzen der einen Technik sind (Traktor), fängt der Spaß für die anderer erst an. Grundsätzlich muss man aber speziell für SEINE flächen die richtige Technik wählen. Landwirt.com der motormäher hat 6m arbeitsbreite, der traktor nur 3m. Dann das der motormäher in extremen hanglagen im vorteil ist dafür brauch ich kein solchen vergleich. Zudem wenn man ein traktor nimmt mit fronmähwerk in hanglage siehts schon wieder anders aus mit der hangtauglichkeit. Für mich sollten dan auch beide geräte auf der gleichen fläche getestet werden, dass bedeutet für mich in hanglagen welche auch mit traktoren bewirtschaftet werden können. Wenn der vergleich so durgeführt wird siehts für den motormäher schon sehr knapp aus zum gewinnen. +pgermann65 Was gefällt dir nicht??? Nette Maschine, aber 60k€ ist bisschen arg... Das liegt ja schon in der Region eines neuwertigen Reform Metrac H6-7. Landwirt.com Der Bauer der noch rechnen kann würde so etwas nie kaufen. Mit diesem Mäher erreichst du aber auch mindestens die gleiche Flächenleistung und kannst deutlich steiler fahren, als mit einem Metrac. brilmayr ist ein top motormeher Der Mäher heißt Brielmaier. Und ja, der ist wirklich gut. MichiBerger Hey, Lied? ;) 100 prozent sind oder ist überhengend Nein. 100 Prozent entspricht einer Hangneigung von 45 Grad. servus super video;) kann man mit dem Brielmeier auch Rückwärts fahren??? vg Felix Landwirt.com danke für die Antwort ;-) Danke. Ja, kann man. Der Brilmeier hat viel ne grössere Arbeitsbreite als der Traktor. Und man hat nur den Trahtor im steilen Gelende gesehen. Ich frage mich dann, warum ich in einem Werbeheft von Brilmeier gelesen habe dass ihr grösster Erfolg sei, dass sie mit diesem Duo 6 im vergleich gegen einen Traktor gewonnen haben. l Der Traktor hat über 100 PS, also viel mehr als der Brielmaier. Außerdem ist der Traktor die Standard-Mechanisierung dieses Betriebs. Wir haben ausprobiert, ob der Brielmaier auf diesem Betrieb dem Traktor das Wasser reichen kann. Das Ergebnis präsentieren wir im Video. Es ging alles mit rechten Dingen zu, keine Sorge. Wir haben seriös gemessen und getestet. Unter diesen Bedingungen ist der Brielmaier schneller, schonender und sparsamer. Was anderes haben wir nie behauptet. Es kann schon sein, dass dieser Vergleich unter anderen Voraussetzungen auch anders ausfällt. Das war aber nicht die Aufgabenstellung. Da frag ich mich bei 60.000 € wo hier der Wert dieser Maschine liegt der Preis ist schon sehr hoch sind nur 2 Motoren die räder Das schneidwerk aber mehr ist es doch net 20k nur für den Namen (Marke) und je 20k für jeden Motor/Stachelwalzen/anteil Mähbalken. man muss ja nicht den Luxus von 6m kaufen, es gibt die ja auch als Solo Version +LENo , Da ist schon ein wenig mehr dran als 2 Motoren und 4 Räder. Aber du hast natürlich recht: 60.000 Euro ist eine Menge Geld für einen Motormäher. eqwdv ' Eure berichte finde ich klasse haben Hand und Fuß aber das könnte ihr nicht vergleichen oder gebt dem Traktor auch ein Doppelmessermähwerk (Schmetterling mit 9 Meter) Warum nicht gleich ein Mähwerk mit 40 Meter bauen ? Weiter, breiter, höher, das ist doch was der Mensch will, nicht ? Man baut ja auch schließlich Hochhäuser mit 1000 Meter Höhe. Der Mensch kennt einfach keine Grenzen und das wird ihm eines Tages das "Genick" brechen. ich verstehe schon seinen Ansatz, es gibt da ein doppelmessermähwerk, auch als schmetterlingskombi, die wird von einem vergleichsweiße kleinen Traktor betrieben (40-60ps). 9m, alles in der Fronthydraulik. So ein Scheibenmähwerk wie im Bericht erwähnt frißt Energie und hat Gewicht, kurzum der vorhandenen Traktor könnte weiter benutzt werden. Aber dem Landwirt.com team ist das ja egal, es ging hier ja um die Vorzüge des Vorführgerätes/Hersteller und nicht um den korrekten vergleich zwischen Traktor und Motormäher, wie im Titel beschrieben. Der Vergleich passt schon: Der Traktor mit 3 m Scheibenmähwerk ist die übliche Mechanisierung auf dem Testbetrieb. Deshalb haben wir ihn mit dem Motormäher verglichen. macht den Vergleich unter fairen Bedingungen Motormäher mit 3 Meter Mähwerk und den Traktor mir 3 Metern Frontmähwerk und vorne noch Doppelräder dann sieht das Ergebnis anders aus wie transportiert man den megermeher Der Länge nach auf einem Anhänger. Wird im Video gezeigt. ihr habt den Traktor na in viel steileres Gelände gelassen als der motormäher Nein, das ist die gleiche Fläche. Neues aus Sulpach könnt ihr bitte mal eien "Fendt Vario 415 mit Frontlader " testen das wäre mega weil ich möchte mir einen kaufen und ich würde mich seh darüber freuen +Lukas Masching Der wird leider nicht mehr hergestellt. Nicht gekennzeichnete Produktplatzierung. KoalaLumpUhr jetzt wird es aber lächerlich Was ist mit den ganzen Jeans, T-Shirts, Schuhen, die Waage und vor allem der geschickt platzierte Kugelschreiber in der Hemdtasche bei @2:16 ;-) Und irgendwann fährt auch ein Nissan durchs Bild ;-) Wo findest du eine Produktplatzierung? Das ist ein objektiver Vergleichstest. nartau aman Да, это невероятно, но будущее за такими инновациями! DasGlarnerland Der Traktor gewinnt. Man kann Mähen, Zetten , Schwaden, Heu einführen, Güllnen und Misten. Da kauf ich lieber ein normalen màher von Rapid und spare das Geld und investiere es in den Traktor Grüsse aus der Schweiz Pirmin Zinsli DasGlarnerland komme auch aus der Schweiz und würde auch lieber mit dem gelt mindestens 3 Rapid Mäher kaufen. Chasch au schwiizerdüsch Buchenberg im Schwarzwald Landwirt.com Warum ? Am Anfang wird klar gesagt Motor-Mäher gegen Traktor! Danke für deine Meinung. Darum ging es aber im Video nicht. +DasGlarnerland Wie ich es schon geschrieben habe, da hat jemand den Sinn nicht verstanden. Vielleicht wäre es besser, das Video noch einmal anzusehen und mal genauer zuzuhören ;) Ich sags mal so, klar mit nem Traktor hat man viele Einsatzmöglichkeiten, aber auch diese Möglichkeiten, sind begrenzt und in dem Video, wird halt ein (1) Thema bearbeitet und da schneidet der Traktor nicht so gut ab. +Schreihals84 Und wenn man den Traktor mit einem Frontmähwerk ausrüstet sähe es auch noch anderst aus da währe er noch mehr im Vorteil Brielmaier = Das beste was man kaufen kann! :D +Landwirt.com der Traktor hat weniger Arbeitsbreite als der mäher +Tobias 33333x Was ist unfair? Flinke Kids und Mamis hey Leute. wäre euch dankbar wenn ihr bei mir vorbei schaut +Spiel und Lernen Flinke KIdS Machen wir. Voralpin Bütschel Tolles video aber ihr hättet besser die gleiche Breite am motormäher wie am Traktor mähwerk gewält das wäre verehr aus gegangen +Matthias Schmutz Mit 6 m Arbeitsbreite am Traktor fährst du sicher nicht mehr an solchen Hängen. Das ist schon mit einem Heckmähwerk grenzwertig. Hannes Doyscher Der Zapfwellenschutz am mähwerk is auch nicht mehr ganz zulässig 😁😁😁😁😁😁😀😀😀😀😀 trotz das der motormäher sparsamer ist bin ich aber trotzdem noch für den trecker +Tim Wolters Jedes System hat seine Vor- und Nachteile. is schon krass was es alles gibt geiles video 👍 +Moritz Bernhardt Herzlichen Dank! :) Gamer Bubis +Gamer Bubis Danke! +landwirt Ein Terratrac währe die lösung für solche flächen +Armin Bieri Ein Zweiachsmäher ist sicher eine kompromisslose Lösung, ja. Ja das ist so aber wenn man viele solche flächen hat ist ein Terratrac die bessere wahl +Armin Bieri Ein Terratrac ist aber eine Spezialmaschine, genauso wie der Motormäher. Ein Traktor dagegen lässt sich sehr viel universeller einsetzen. Respekt... Super teil auf den ersten Blick... Nur der Preis ganz schön hoch... +Die SelberMacher Gute Technik hat eben ihren Preis. ich bin am überlegen der traktor ist zwar nicht so klein und rutscht nicht aber auf geraden feldern ist der traktor im vorteil Rasant3 Das mann des Futter net zetten muss is a Blödsinn Warum muss man es nicht zetten? Das ist kein Blödsinn, das ist Tatsache! Wir haben's ja ausprobiert! Gefelt mir finde ich auch toll für Bergbauern tiol!!!!!!!!! +Franz Ram Danke für Deine Meinung! +Niklas Bergmann Danke! Nicolas Stadlmann Mähwerk ist trotzdem billiger what about the price of one of this? The Brielmaier mower costs more than 60.000 Euro. Steven Räuftlin Steill!! de were ein reform auch nicht schlecht +Steven Räuftlin Stimmt! Tgetgel Reto Würde man nen abei tt nehmen könnte es anders aussehen Landwirt.com oder einer wo hangtauglicher ist wie der multi Das stimmt. Ein Terratrac ist aber ein Zweiachsmäher, kein herkömmlicher Traktor. Ilirjana Lama Zitat: "Die Firma BBS aus Vorarlberg hat ein preisgünstiges Gerät zu Schleifen der Messer entwickelt". Das preisgünstige Gerät kostet 8.340,00 Euro. Wie weltfremd sind Sie eigentlich? Es muss sich auch nicht jeder Bauer dieses gerät kaufen es reicht ja wenn das ein größerer Händler in der "nähe" hat aber ich stimme dir zu Preisgünstig ist was anderes Des gerät haben die da no ned getestet ..... Erstmal denken? Deshalb ist es trotzdem nicht günstig! +Wolfgang Draxl Das Gerät arbeitet quasi vollautomatisch und ist im Verhältnis zu KP des Mähers günstig....erstmal denken! Ich nehm den Traktor. Einfach andere Reifen(mit stollen aus stahl) drauf und fertig. Das Ungetüm von Mähbalken macht mir Angst. +Christoph meister Danke für Deine Meinung! :) Ich finde der Trecke mäht ordentlicher den der Blakenmäher läst immer mal wieder was stehen Geil abonniert mich Naja vorteil vom motormäher man verfettet nicht xd +Landtechnik in Bayern Stimmt, da sparst Du Dir das Fitnessstudio! ;) Arno Roffler Und ich habe eine frage könntet ihr mal den lindner unitrac 102 e6 tsten wäre sehr cool Und könnt ih mal den lintrac v.s aebitt 280 testen im steillhang möchte schauen wer gewinnt wir haben nämlich einen aebi +Arno Roffler Danke für Deinen Vorschlag. Wir werden sehen, was sich machen lässt. Ihr macht so tolle und coole videos ich schau sie immer und immer wieder und ich habe euch jetz aboniert also die zeitschrift 👍👍 +Arno Roffler Wow, das freut uns ganz besonders! Danke für Deine Treue und viel Spaß beim LANDWIRT lesen. interressant wäre der betriebswirtschaftliche Aspekt von Traktor+Scheibenmähwerk bzw. 2 Motormäher mit 6m Mähbalken! Toller Anhänger bei 1:50! Was ist das denn für ein Model?? Top Video #Like Ich habe selber einen alten Moty Motormäher mit einen 1m Mähbalken(Moty 4 Patente)und habe mal bei dem Betrieb von meinen Onkel ausgeholfen und habe für ein Feld das ca. so groß ist wie ein Fußballfeld 5 Stunden gebraucht! Da wäre dieser brielmayer schön gewesen! +mubble Danke für Dein Lob und Deine Meinung! Schweizerbiobauer Ich überlege mir gerade, ob es nicht besser wäre auf meinem Betrieb einen breiten Motormäher anzuschaffen und dafür Heckmähwerk+ kleinen Motormäher zu verkaufen. Habt ihr da Erfahrungen, Meinungen? +Schweizerbiobauer Da müsstest Du mal genau nachrechnen. Wenn Du kein Problem damit hast, dem Mäher hinterher zu gehen, dann ist das auf jeden Fall eine Überlegung wert. +Schweizerbiobauer Bitte, gern. Danke für Dein Lob! super Video überigens. Und vielen Dank dass ihr euch die Mühe gemacht habt :D Ja gut jedes Gerät hat sein Spezialgebiet +Thomas Frey Stimmt. Janthereal Cooles Viedo! Könnt ihr mal ein kleinen und kompakten Motormäher vorstellen. P.s Macht bitte regelmäsiger Viedos würde mich freuen. +Landwirt.com ah ok freue mich schon. +Jan Burger Danke für Dein Lob! Nächste Woche stellen wir einen kleinen, kompakten Motormäher vor. Das Video ist schon in Arbeit. Lass Dich überraschen. Fabian Ribis Zwei perfekt gemachte videos mit vielen informationen💪👍👏 +Fabian Ribis Danke für Dein Lob! Freut uns, wenn Dir die Videos gefallen! sammetBOY Cooler vergleich würde mich freuen wen ihr auch mal ein vergleich zwischen Ferrari und Cararo machen würdet +MICHEL Danke für Dein Lob und Deinen Vorschlag! hanfberti Ich bin mit den vergleich nicht einverstanden. Hier sollte man den Motormäher mit einen Metrac (Aebi, Reform),Pasquali, Carraro oder der gleichen vergleichen um ein vernünftiges Ergebnis auf Hangflächen zu erreichen, den ein 100PS Traktor ist von Grund auf nicht sonderlich Hangtauglich. PS: 2:41 man sollte die Totmannschalter nicht manipulieren wenn man die Maschine per Hand führt und nicht mit einer Hand führen, wegen der Unfallverhütung +hanfberti Du hast schon recht: Der Motormäher lässt sich eher mit einem Zweiachsmäher vergleichen. Auf unserem Testbetrieb werden die Hänge aber tatsächlich mit einem normalen Traktor gemäht. Das passiert auf vielen Betrieben so. Hier könnte der Brielmaier Duo 6 eine sinnvolle Alternative sein. Bastian Feller Der Motormäher ist sehr teuer aber je nach betrieb sicher ein ganz gutes Fahrzeug Ich denke, dass kann man so nicht sagen. Es hängt dann doch schon sehr am Einsatzort und den Gegebenheiten ab. +Agrar Vid Natürlich, wir sprechen hier von der Futterernte am Hang. Phantom_Flieger Gutes Video! Manchmal finde ich es schon schade nicht in den Bergen zu Wohnen, wenn man die möglichkeit hätte mit dieser Maschiene zu Mähen ;-) +Phantom_Flieger Danke für Dein Lob! :) +Jan van den Hardenberg Thank you! ich versteh das system mit den zwei trägerfahrzeugen nicht ganz. sind beide angeschaltet und treiben zusammen den mähbalken an oder ist das zweite, unbesetzte nur als stabilisierumg da ? +loligerlollipop Warte noch ein paar Tage: Wir stellen die Technik des Brielmaier Duo 6 noch genauer in einem eigenen Video vor. Dann sollten alle Unklarheiten beseitigt werden. +Agrartechnik FullHD Danke für die Erklärung. +Agrartechnik FullHD achso. dankeschön :) Agrartechnik 4K +loligerlollipop Du hast 2 Motormäher einer mit 27 PS und einer mit 18 PS und beide schieben den Balken. Die stärkere Maschine treibt nebenher auch noch den Mähbalken an. Lennart Rohlf Mega geil und ein super Video wie immer +Lennart Rohlf Vielen, vielen Dank! :) 60 000€ ist doch viel zu teuer das bringt doch der nie mehr ein +martin aus bayern Vielleicht eher eine Maschine für Gemeinschaften oder Lohnunternehmer. +Bernhard Wurm Es gibt aber Flächen, die kann man nicht mehr mit dem Traktor befahren. Da muss man dann mit dem Motormäher arbeiten. Der 6 m Balken hat eine sehr gute Anpassung. Wir hätten es auch nicht geglaubt, wenn wir es nicht probiert hätten. Wenn Dir der 6 m Balken zu unhandlich ist, kannst Du den Brielmaier Motormäher auch mit nur einem Trägerfahrzeug und einem 3 m Balken einsetzen. +Agrartechnik FullHD der traktor hat trotzdem ein größeres einsatzsprektrum. und ein 6m mähbalken kann trotzdem nie so eine bodenanpassung haben. kann ich mir nicht vorstellen. nach dazu wäre es mir zu unhandlich... +martin aus bayern Du musst bedenken, dass ein Traktor im Unterhalt teurer ist und auf den Hektar 4,7 Liter mehr verbraucht. Außerdem hat man bei dem Duo 6 automatisch zwei Motormäher die man auch zum zetten, schwaden, heuschieben, schneefräsen... einsetzen kann! Echt Interessant, aber im Weserbergland würde ein Schlepper mit Mäh-kombi klar gewinnen. Die Hänge am Ith und am Hils sind komplett bewalded und haben viele Kletterfelsen. Auf den Bergen ist es Flach und die Flächen sind nicht gerade klein. +lp king Mit einer Front-Heck Kombination würde der Traktor sicher besser abschneiden. In unserem Fall käme eine Kombination aber nicht in Frage: Zu ist zu schwer und braucht zu viel Kraft. Wenn der Traktor mit einem 3 m Heckmähwerk arbeitet, hat er gegen den Brielmaier Duo 6 keine Chance. Schau mal was der Traktor mit Mähwerk kostet und Sprit verbraucht... Blazej650 +Blazej650 Thank you! Landtechnik Zollernalb 60000€ sind echt viel Geld... aber auf dem Schlepper wäre es mir auch nicht so wohl an den Hängen trotzdem TOP Video !!! Landtechnik Vvvvv. We +Landtechnik Zollernalb Danke für Dein Lob und Deine Meinung! Geht der Motormäher auch wenn es auch mäusehäufen hat? Gibt es auch Verstopfungen? Tolles Video Moritz Klüh Großes Lob an euch! Die vergleichtests werden inner interesanter. Mich würde ein Vergleich zwischen Lohnunternehmer und eigen Mechanisierung ansprechen und dies in Bereichen von ernte, Düngung und Bodenbearbeitung! Grüße aus Osthessen! +moritz klüh Danke für Dein positives Feedback und Deinen Vorschlag. Wir werden sehen, was sich machen lässt. waldquelle01 Super Video!!!! Ihr seid einfach die besten in diesen Fachgebiet auf YouTube! Die Videos sind sehr gut und mit viel Begeisterung gemacht! +waldquelle01 Danke für Dein Lob! Das freut uns sehr! :) Nico Brenn sehr interessantes Video! auf dem Betrieb wo ich z.t aushelfe haben wir auch einen Brielmeier aber einen etwas kleineren;) sind sehr zufreiden. Lg Nico +Nico Brenn Hallo Nico! Danke für Deinen Erfahrungsbericht! Mischael Schaper Hallo könntet ihr auch mal ein Video dazu machen was besser ist Packer oder Egge. W ir haben nämlich noch eine Egge und wüssten gerne ob es sich lohnt einen Packer zu kaufen. +Trecker Michi Danke für Deinen Vorschlag! Könnt ihr mal die Firma Weidemann vorstellen geiler Kanal nochmal an euch +Maric Cobus Danke für Dein Lob und Deinen Vorschlag. Videos über Lader von Weidemann findest Du schon auf unserem Kanal. Über ein Firmenportrait denken wir nach. Brielmaier Motormäher best of 2016 brielmaier demo 2 2fast4ferrari Traktor na pedały FALK Lander zielony lub czerwony traktorek z otwieraną maką i przednią łyżką! Aebi TT280 | landwirt.com Rasenmäher, Balkenmäher, Freischneider oder doch die Sense? Brielmaier Vorführung Feuchtwiese Wesseker See 10.10.2017 Brielmaier Motormäher Duo 6m - 112% Hangneigung Waldfieber 2 - Forstmaschinen im Einsatz - DVD Trailer Brielmaier 29 PS Motormäher | landwirt.com HeuMax und SiloMax von Agrartechnik Seeber | landwirt.com Köppl Atra | landwirt.com GreenMax Extreme von Agrartechnik Seeber | landwirt.com Binderberger Trommelsäge Rotomatic EZ | landwirt.com Brielmaier Duo 6 Motormäher | landwirt.com Göweil Rundballenpresse G1 F125 | landwirt.com Grünlandgeräte von Kubota | landwirt.com
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Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
Seite soll sich in der Breite an die Browserseite anpassen | Jörgs Webmaster-Forum Seite soll sich in der Breite an die Browserseite anpassen ich habe heute ausprobiert wie meine webseite au einem kleineren und älteren bildschirm aussieht. leider psst sich die seite nicht ganz in die sichtbaren bereich ein, so das rechts und unten immer ein stück fehlt. ich habe jetzt ne weile erfolglos damit verbracht diesen zustand dahingegend zu verändern, dass sich wenigstens die breite ins fenster einpasst. wie kann ich das bewerkstelligen und wo in meinem script ist denn etwas entsprechendes festgelegt oder wo muss ich den fehlenden teil einfügen??? hier das gesamte script der seite: [code]<?php require_once('Connections/Eingabe.php'); ?> $query_R1 .= " zielort = " . GetSQLValueString($colname1_R1, 'text') . " AND "; <td><a href="1home.php" target="_top" onclick="MM_nbGroup('down','group1','Home1','Bilder/Home 3.png',1)" onmouseover="MM_nbGroup('over','Home1','Bilder/Home 4.png','Bilder/Home 4.png',1)" onmouseout="MM_nbGroup('out')"><img src="Bilder/Home 3.png" alt="home" name="Home1" border="0" id="Home1" onload="" /></a></td> <td><a href="8aMeinkontologin.php" target="_top" onclick="MM_nbGroup('down','group1','MeinKonto1','Bilder/MeinKonto 3.png',1)" onmouseover="MM_nbGroup('over','MeinKonto1','Bilder/MeinKonto 2.png','Bilder/MeinKonto 4.png',1)" onmouseout="MM_nbGroup('out')"><img src="Bilder/MeinKonto 1.png" alt="mein konto" name="MeinKonto1" hspace="5" border="0" id="MeinKonto1" onload="" /></a></td> <strong>mit-umzug-gelegenheit.de</strong> vermittelt die M&ouml;glichkeit, durch die gemeinsame Nutzung eines Umzugwagens die Kosten eines bevorstehenden Umzugs so gering wie m&ouml;glich zu halten.</p></td> <option>Achern</option> <option>Ahlen</option> <option>Albstadt</option> <option>Alsfeld</option> <option>Altenburg</option> <option>Altenkirchen/Westerw.</option> <option>Alt&ouml;tting</option> <option>Alzey</option> <option>Amberg</option> <option>Andernach</option> <option>Anklam</option> <option>Annaberg-Buchholz</option> <option>Ansbach</option> <option>Arnsberg</option> <option>Arnstadt</option> <option>Aschaffenburg</option> <option>Aschersleben</option> <option>Aue (Sachsen)</option> <option>Aurich</option> <option>Backnang</option> <option>Bad F&uuml;ssing</option> <option>Bad Gandersheim</option> <option>Bad Hersfeld</option> <option>Bad Homburg</option> <option>Bad Kissingen</option> <option>Bad Kreuznach</option> <option>Bad Nauheim</option> <option>Bad Neustadt/Saale</option> <option>Bad Oeynhausen</option> <option>Bad Pyrmont</option> <option>Bad Reichenhall</option> <option>Bad Salzuflen</option> <option>Bad Segeberg</option> <option>Bad T&ouml;lz</option> <option>Baden-Baden</option> <option>Balingen</option> <option>Bamberg</option> <option>Bautzen</option> <option>Bayreuth</option> <option>Bayrischzell</option> <option>Beckum</option> <option>Bensheim</option> <option>Berchtesgaden</option> <option>Bergheim</option> <option>Bergisch Gladbach</option> <option>Berlin Flughafen Sch&ouml;nefeld</option> <option>Berlin Flughafen Tegel</option> <option>Bernau (bei Berlin)</option> <option>Bernau am Chiemsee</option> <option>Bernburg/ Saale</option> <option>Biberach/Riss</option> <option>Bielefeld</option> <option>Bietigheim-Bissingen</option> <option>Bingen am Rhein</option> <option>Bitburg</option> <option>Bitterfeld-Wolfen</option> <option>B&ouml;blingen</option> <option>Bocholt</option> <option>Bochum</option> <option>Borken (NRW)</option> <option>Bottrop</option> <option>Brandenburg/ Havel</option> <option>Braunschweig</option> <option>Bremerhaven</option> <option>Brilon</option> <option>Bruchsal</option> <option>Br&uuml;hl</option> <option>Buchholz i.d. Nordheide</option> <option>B&uuml;hl (BW)</option> <option>Burg (bei Magdeburg)</option> <option>Buxtehude</option> <option>Calw</option> <option>Castrop-Rauxel</option> <option>Celle</option> <option>Cham</option> <option>Clausthal-Zellerfeld</option> <option>Cloppenburg</option> <option>Coburg</option> <option>Coesfeld</option> <option>Cottbus</option> <option>Crailsheim</option> <option>Cuxhaven</option> <option>Dachau</option> <option>Darmstadt</option> <option>Daun</option> <option>Deggendorf</option> <option>Delmenhorst</option> <option>Dessau</option> <option>Detmold</option> <option>Diepholz</option> <option>Dillenburg</option> <option>Dingolfing</option> <option>Dinslaken</option> <option>D&ouml;beln</option> <option>Donaueschingen</option> <option>Donauw&ouml;rth</option> <option>Dorsten</option> <option>D&uuml;lmen</option> <option>D&uuml;ren</option> <option>Eberswalde-Finow</option> <option>Eckernf&ouml;rde</option> <option>Eichst&auml;tt</option> <option>Eisenach</option> 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ausprobiert wie meine webseite auf einem kleineren und älteren bildschirm aussieht. leider psst sich die seite nicht ganz in den sichtbaren bereich ein, so dass rechts und unten immer ein stück fehlt. hier ein teil des script der seite: <strong>mit-umzug-gelegenheit.de</strong> vermittelt die M&ouml;glichkeit, durch die gemeinsame Nutzung eines Umzugwagens die Kosten eines bevorstehenden Umzugs so gering wie m&ouml;glich zu halten.</p></td> Ein Seiten-Layout wird nicht mit serverseitigen Techniken wie PHP und MySQL erstellt, sondern mit HTML und CSS - ich hab den Thread entsprechend in das passende Unterforum verschoben. Wenn du das Layout "liquide" gestalten möchtest, so dass sich die Seitenelemente in ihrer Breite an den Anzeigenbereich des Browsers anpassen, müssen die Breitenangabennicht in px, sondern prozentual oder gar nicht angegeben werden (Blockelemente nehmen bei keiner Angabe die volle Breite des Elternelements ein) Hier hast du z.B. eine feste Breite: Näheres hierzu auf Selfhtml: PS: das Forum heißt zwar "Jörgs Forum" - aber es gibt hier hin und wieder auch noch andere Forenteilnehmer, die antworten könnten - es wäre von daher gut, wenn du bei einer Frage nicht explizit nur mich ansprichst :) 16.11.2010 22:11 | geändert: 16.11.2010 22:13 sorry, ich werde meine nächste frage dem forum allgemein stellen :-) ich habe höhen und breitenangaben in Layer1 entfernt. du sagst breitenangaben durfen nur in % oder gar nicht angegeben sein. trifft das dann auch für bilder, tabellen u.ä. zu und wird das layout nur dadurch "liquide" oder muss ich in noch die position verändern oder etwas einfügen? Das ist ungültiges CSS: Keine Angaben heißt, dass du die Zeilen ganz rausnimmst. Aber ich seh grad, dass der Abschnitt wohl nur sekundär mit dem Layout zu tun hat - der Layer wird ja ausgeblendet ("visibility: hidden;") - war aber ja auch nur als Beispiel gedacht. Relevante Angaben findest du möglicherweise noch in der externen CSS-Datei: ... und beim zweiten Hinsehen bemerke ich, dass die Breiten direkt im HTML mit dem HTML-Attribut width angegeben sind: Allerdings sind diese HTML-Attribute genauso wie das Layouten mit verschachtelten Tabellen veraltet - heutzutage sollte man mit Divs und CSS layouten. ich hab jetzt hier recht viel ausprobiert und beschlossen erst mal alles so zu lassen wie es ist. danke dir :-)
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q-de-2168
Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
News Redaktion | ALLERGOnews News Redaktion - 08.07.2020 Siegeszug einer Mutation: Eine neue Variante des Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich über den Erdball aus. Sie scheint ansteckender zu sein als das ursprünglichere Virus.... News Redaktion - 26.06.2020 Die Haut ist unser größtes Organ und kann dennoch sehr empfindlich und verletzbar sein. Die Haut vergisst nichts, ob sie gepflegt wurde oder vernachlässigt,... News Redaktion - 09.06.2020 News Redaktion - 03.06.2020 News Redaktion - 15.05.2020 Aktuelle Patienten-Studien News Redaktion - 01.05.2020 Eine Studie ist eine systematische Sammlung von Daten, die dazu dient, eine oder mehrere Fragen zu beantworten. Eine Studie erfordert ein Studienprotokoll. In einem... 10 Unterschiede zwischen allergischem Asthma und COVID-19 News Redaktion - 23.04.2020 Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 kann zu Beschwerden der Atemwege führen, die denen einer Asthma-Erkrankung durchaus ähnlich sind. Viele Menschen mit allergischem Asthma sind dadurch... News Redaktion - 22.04.2020 Arzt und Eltern sprechen ständig von Asthma – doch, was ist das eigentlich? Wie ist das, mit Asthma in die Schule zu gehen, Sport... COVID-19: Sichere Nachbarschaftshilfe – darauf solltest du achten News Redaktion - 20.04.2020 Jonas Baumgart (nebenan.de) - Seit der Ausbreitung des Coronavirus gibt es eine Welle der Solidarität auf der Nachbarschaftsplattform nebenan.de. Viele Nachbarn helfen sich bereits... News Redaktion - 17.04.2020 News Redaktion - 14.04.2020 Ziel dieses Projektes ist es, einen wiederholten Einblick in die Wahrnehmungen der Bevölkerung - die “psychologische Lage” - zu erhalten. Dies soll es erleichtern,... TOP-NEWS: Covid-19-Schutzmasken-Pflicht in Österreichs Supermärkten News Redaktion - 30.03.2020 Supermärkte in Österreich dürfen wegen des neuartigen Coronavirus künftig nur noch mit Atemschutzmasken betreten werden. Die Masken sollen vor den Märkten verteilt werden, so... Das Fraunhofer Institut hat die hauptverantwortlichen Quellen für Mikroplastik in Deutschland festgestellt.Ein kurzer Blick in die Übersicht genügt, um zu entdecken, dass drei der...
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Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
'Die Verfahren vor dem Oberlandgericht Stuttgart' - Teil VIII des Artikels: "Prozessbetrug eine Beleidigung? Unterlassungsklage in Ellwangen. " Teil VIII des Artikels " Teil VIII:Die Verfahren vor dem Oberlandgericht Stuttgart 8.1. Meine PKH-Anträge für das Berufungsverfahren 8.2. Der unwahre PKH-Vortrag des Dr. Dieterich 8.3.Die PKH-Beschlüsse des OLG zur Berufung 8.4. Anwaltssuche für das OLG 8.5. Die Verfahren vor dem OLG Stuttgart 8.5.1. Das schriftliche Vorverfahren 8.5.2. Spitzfindigkeiten zum Vorwurf der Prozesslüge 8.5.3. Die Ansicht des OLG Stuttgart 8.5.4. Der Vergleich vor dem OLG Stuttgart 8.6. Das Eigeninteresse der Anwälte bezüglich einer 'dritten Instanz 8.7. Die rechtswidrige 'Aufsicht' der Rechtsanwaltskammer Stuttgart 8.8.Die lasche 'Aufsicht' des Justizministeriums Baden-Württemberg Teil VIII. Die Verfahren vor dem Oberlandgericht Stuttgart 8.1. Meine PKH-Anträge für das Berufungsverfahren ( Aktenverzeichnis Ziffer IX ). Die Vernebelungstaktik des Landgerichtes in seinen Urteilen griff ich in meinem PKH-Gesuch vom 29.3.99 ( 082 ) an das OLG scharf an. Dort heißt u.a. : " 3.1. Der AS hatte bereits in seinem erstinstanzlichen PKH-Antrag vorgetragen: ,, ...denn in Ellwangen wird es aus politischen Gründen ohnehin keine Entscheidung gegen einen amtierenden CDU-Oberbürgermeister geben. ( S. 2 ) Der AS wäre nach dem Willen des Landgerichtes, wie er in dessen ablehnendem PKH-Entscheid zum Ausdruck kam, prozessual fraglos unterlegen, denn es bestand seitens des Landgerichtes erkennbar nicht die Absicht, die vom AS für den Wahrheitsbeweis angebotenen Beweismittel gelten zu lassen und etwa ein Sachverständigengutachten einzuholen o.ä. Auch die rechtliche Wertung zur Meinungsfreiheit u.ä. sollte so bleiben, wie sie bereits in der Verfügung festgelegt war. Die ausführliche Begründung des OLG zu den PKH-Gesuchen des AS ließ solche Urteile gegen den AS aber dann nicht mehr zu. Nachdem - ersichtlich wegen der Eindeutigkeit der OLG-Beschlüsse zum PKH des AS ( Anmerkung für den Leser: Melhorn ) die Kammer das Verfahren auf den Einzelrichter übertragen hatte, wurde daraufhin plötzlich eine neue Sach- und Rechtslage geschaffen, um so die OLG-Beschlüsse doch `unterlaufen' zu können. Der AG (Anmerkung für den Leser: Dr. Dieterich ) unterstellte dem OLG hierzu im Schriftsatz vom 22.2.99, daß es den Sachverhalt ersichtlich nicht richtig erfaßt habe. Da nun aber der AS auf diesen Schriftsatz nicht erwiderte, mußte sich wiederum der Einzelrichter scheinbar nicht mehr an die rechtlichen Ausführungen des OLG-Beschlusses gebunden fühlen. Um diese Sach- und Rechtslage zu ermöglichen, trug nach Ansicht des AS sein Anwalt, RA Jensen weder schriftsätzlich vor, noch ließ sich er sich für den, erst im Termin übergebenen Schriftsatz vom 22.2.99 Schriftsatzrecht einräumen, noch nahm er ein Versäumnisurteil entgegen, um danach noch vortragen zu können." ( S. 2/3 ) Der Vortrag belegt, dass ich damals das Hintergrundsgeschehen selbst noch nicht so durchschaut hatte. Tatsächlich war es für den Ausgang des Landgerichtsverfahrens unerheblich, dass für Dr. Dieterich noch vorgetragen worden war, nachdem mein Anwalt nichts für mich vorgetragen hatte. Das war nur ein Ablenkungsmanöver zugunsten meines Anwalts - doch um das zu begreifen, fehlte mir noch der Abstand. 8.2. Der unwahre PKH-Vortrag des Dr. Dieterich ( Aktenverzeichnis Ziffer IX ). Dr. Dieterich ließ durch seinen Anwalt dagegen mit Schriftsatz vom 28.4.99 ( 086 ) umfangreich vortragen. Nun war von jemandem - so jedenfalls mein Verständnis - der sich durch den Vorwurf der Prozesslüge angeblich in seiner Ehre so schwer gekränkt sieht, dass er dadurch sogar seine Wiederwahl als Oberbürgermeister gefährdet sah, eigentlich ein besonders korrekter Umgang mit der Wahrheit zu erwarten. Damit meine ich nicht, wenn mir vorgeworfen wird: "Inwieweit der Kollege seinen mit dem Verfügungsbeklagten bestehenden Anwaltsvertrag verletzt hat, indem er nicht sachgerecht oder richtig vorgetragen hat, ist für dieses Verfahren unerheblich. Seine Säumnisse sind gleichzeitig die Säumnisse der Partei und begründen allenfalls Schadensersatzansprüche. Säumnisse, sollten sie vorliegen, verhelfen dem Verfügungsbeklagten nicht dazu, die Berufungsinstanz zu eröffnen bzw. seine gestellten Anträge zu begründen. Soweit er Säumnisse rügt, hätte es ihm nunmehr oblegen, den bislang versäumten Sachvortrag nachzuholen und hierfür Beweis anzubieten. In seinem jetzigen Schriftsatz finden sich jedoch keinerlei Ausführungen hierzu. Fehlender Sachvortrag wird an keiner Stelle nachgeholt, statt dessen ergeht sich der Beklagte in Beschimpfungen seines Prozeßbevollmächtigen und des Gerichtes.( S. 2 ) ... Anstatt auf das Urteil des Landgerichtes einzugehen und nunmehr angeblich versäumten Sachvortrag unter Beweisantritt nachzuholen, macht der Verfügungsbeklagte statt dessen auf Seite 6 seines Schriftsatzes überaus deutlich, worauf es ihm allein ankommt, nämlich auf das öffentliche Brandmarken des Verfügungsklägers. ( S. 3 ) ... Die freie Meinungsäußerung wird hier nur vorgeschoben. Tatsächlich geht es um nicht erweislich wahre Tatsachen und Schmähkritik der übelsten Art, von welcher der Verfügungsbeklagte noch nicht einmal in seinem neuesten Schriftsatz Abstand nimmt....( S. 5 ) Das ist Polemik und lautstarkes Klappern mit dem Handwerkszeug und jeder weiß, was davon zu halten ist. Aber es war unwahr, dass behauptet wurde: " Selbst die von ihm eingereichte Petition wurde mittlerweile abgewiesen und zwar mit der Begründung, daß die ergangenen Entscheidungen allesamt rechtmäßig seien und die verschiedenen Nachbarn (nicht nur der Verfügungskläger) sich zu Recht beschwert hätten. In diesem Zusammenhang muß nochmals deutlich hervorgehoben werden, daß der Verfügungskläger in diesen verwaltungsgerichtlichen Verfahren nie direkt beteiligt war. Der Gegner des Verfügungsbeklagten war stets die Stadt Ellwangen und nicht der Verfügungskläger als Privatperson." (S.5/6 ) Außer Dr. Dieterich, dem Verfügungskläger, hatte sich niemand beschwert und es war auch im Verwaltungsgerichtsverfahren kein Zeuge dafür benannt worden. Die Ellwanger Kanzlei hatte Dr. Dieterich im Verwaltungsgerichtsverfahren nicht vertreten. Diese Falschinformation musste seinem Anwalt somit von Dr. Dieterich gegeben worden sein. Ausführlich erregte sich Dr. Dieterich allerdings über den Internet-Artikel " 'Amts- und Justizmissbrauch: 'Der Ellwanger Ziegenfall' " und versuchte so eine Solidarität der Juristen zu erreichen, als er mir vorwarf: " Der Verfügungsbeklagte hält auch nicht Verdächtigungen zurück, daß der Verfügungskläger bzw. die Stadt Ellwangen sich Anwälte kaufe, diese dadurch zum willfährigen Instrument mache und diese allein aus Geldgier zu Rechtsbeugung und Prozessbetrugen Beihilfe leisteten. Anders können seine Ausführungen unter Ziffer 9 und 10 der beigefügten Anlagen nicht verstanden werden."(S.7 ) .Mit Schreiben vom 2.5.99 ( 087 ) stellte ich einiges richtig: Es ist weiterhin die Taktik des AG, immer nur wiederholend zu behaupten, die beanstandete Äußerung des AS ,,sei nicht erweislich wahr" ( S. 3 ) , ,,könne nicht bewiesen werden" ( S. 3 ) Ohne daß jemals Beweis erhoben worden wäre, heißt es sogar, das seien ,,erwiesenermaßen unwahre Tatsachenbehauptungen" ( S. 5 ) u.ä.. Dabei verläßt sich der AG darauf, daß im summarischen Prüfungsverfahren der PKH-Entscheidung dies alles nicht nachgeprüft werden kann. Er baut darauf, daß dem AS aber dadurch PKH verweigert wird und damit die Sache vom Tisch ist. Es stört den ehrbaren AS dabei auch nicht, durch seinen Anwalt wiederum das Gericht belügen zu lassen, denn natürlich läßt sich der Wahrheitsbeweis führen bezw ist bereits geführt. Der AS weiß das als Beigeladener in der Sache 6 K 642/98 VG Stuttgart auch sehr genau, denn auch dort ist unter anderem sein rechtliches Bemühen nur noch darauf ausgerichtet, das rechtswidrige Verhalten seiner Behörde - das er zu verantworten hat - und sein eigenes Fehlverhalten nicht im Restitutionsverfahren aufdecken zu lassen. Der AG und die Stadt Ellwangen haben in Wirklichkeit schließlich nichts so sehr zu fürchten, als daß mal endlich eine korrekte Beweisaufnahme stattfindet. Nur so lange können sie vorgeben, das alles sei nicht zu beweisen. Beweis: Schriftsatz vom 14.4.99 - 6 K 642/98 Wie ungenau es der AG auch gegenüber dem OLG mit der Wahrheit nimmt, ist auch durch seine Ausführungen über die finanziellen Verhältnisse des AS ersichtlich. So, wie der AG und die Stadt Ellwangen mit der Gutgläubigkeit der Gerichte und des Regierungspräsidiums spielen, taten sie es bereits mit dem Petitionsausschuß des Landtages. Dies kennzeichnet den AG jedenfalls mehr als seine selbstbedauernden Ausführungen über die angebliche Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte! Beweis: Schreiben an den Petitionsausschuß vom 29.3.99 Die Ausführungen des AG zur Internet-Präsentation des AS sind abwegig bis hergeholt. Da wird plump Stimmung gegen den AS gemacht, in der Hoffnung, daß diesem daraufhin PKH verweigert werde und damit nicht noch gegen den AS entschieden wird." 8.3. Die PKH-Beschlüsse des OLG zur Berufung ( Aktenverzeichnis Ziffer IX ). Das OLG gewährte Prozesskostenhilfe und stellte in den beiden Verfügungen ( 089 ) vom 3.5.99 wortgleich fest:: "Zur Begründung der Erfolgsaussicht der Rechtsverteidigung des Verfügungsbeklagten/Berufungsklägers nimmt der Senat auf den Beschwerdebeschluß vom 25.01.1999 - 6 W 55/98 - Bezug." Mit Beschlüssen vom 19.5.99 - 6 U 53/99 ( 093 ) und 6 U 54/99 ( 092 ) - gewährte das OLG Wiedereinsetzung in den vorigen Stand und ordnete mir den erbetenen Anwalt zu, der dies mit Schreiben vom 19.5.99 - 6 U53/99 ( 090 ) und 6 U54/99 ( 091 ) - beantragt hatte. Mit Beschluss vom 21.5.99 ( 094 ) erließ daraufhin das Landgericht dem Ellwanger Oberbürgermeister, für das Hauptsacheverfahren "die Sicherheit von 4000.-DM ... zu leisten." Die Schatten, die ein amtierender Oberbürgermeister ( CDU ) jedenfalls in Baden-Württemberg wirft, sind lang. Das schließe ich jedenfalls daraus, dass es mir auch in dem 90 km entfernten Stuttgart - trotz vorliegender PKH-Beschlüsse des OLG! - schwer fiel, einen Anwalt zu finden. Auch hier allerorten Überlastung. Dabei kann es an der Erfolgsaussicht nicht gelegen haben und - trotz PKH - waren an den beiden Verfahren etliche Tausende Mark Honorar zu kassieren - für wenig Arbeit. Das bekommt auch nicht jeder Anwalt geboten. Ein Anwalt lehnte jedenfalls offen mit der Begründung ab: " Bitte haben Sie Verständnis. Ich habe aus dem Ellwanger Raum gelegentlich eine Firma zu vertreten. Man könnte mir verübeln, wenn ich jetzt Sie vertrete." Wie feinfühlig und zukunftsorientiert Anwälte doch manchmal sind. Es fand sich schließlich aber ein Anwalt. Diese Anwaltssuche führe ich hier nur an, um dem Leser den Skandal bewußt zu machen, dass dem Bürger durch § 78 ZPO eine solche Anwaltssuche überhaupt aufgezwungen wird, die nicht selten - wie in meinem Fall - einer 'Erniedrigungshandlung' gleichkommt. Es ist unerhört, zuletzt noch aufatmend dankbar sein müssen, von einem Anwalt erhört zu werden, dem man damit mehrere tausend Mark Honorar andient! Hier ist der Gesetzgeber gefordert, endlich die Anwaltspflicht abzuschaffen. Während dieser Anwaltssuche 'tickt' nämlich die Uhr etwa der Berufungsfrist gegen den Bürger! Das führt dazu, dass sich der rechtssuchende Bürger schließlich einem Anwalt gleichsam unterwerfen muss, der vielleicht aber sogar insgeheim gegen ihn arbeitet und dessen tatsächliche fachliche Qualifikation er meist gar nicht kennt - und die durchaus bescheiden sein kann. Hierzu verweise ich den Leser nochmals auf meinen Artikel " Anwaltschaft und Rechtssystem " § 78 ZPO ist unzeitgemäß und grundrechtswidrig. Er muss abgeschafft werden! (siehe Aktenverzeichnis Nr. XI ) Dem OLG wurde mit Schriftsätzen vom 21.6.99 - 1 U 53/99 ( 096 ) und 1 U 54/99 ( 095 ) - vorgetragen. Dr. Dieterich erwiderte hierauf im gemeinsamen Schriftsatz vom 25.6.99 ( 097 ) : " Es geht um die Tatsache, daß der Berufungskläger versucht, sanktionslos immer und immer wieder die Behauptung aufzustellen, der Berufungsbeklagte habe gelogen, und somit einen Prozeßbetrug begangen. Dem Gericht liegen zahlreiche Schriftstücke vor, teilweise vorgelegt durch den Berufungskläger, teilweise auch diesseits vorgelegt, aus denen sich vorstehender Vorwurf ergibt. Daß auf das Schreiben vom 31.05.1998 nicht unmittelbar reagiert wurde, beruhte darauf, daß das Beschwerdeverfahren nicht abgeschlossen war. Der Beklagte sah sich jedoch veranlaßt, tätig zu werden, als die am 31.05.1999 erstmals aufgestellt Behauptung im Schreiben vom 01.07.1998 gegenüber dem Verwaltungsgericht wiederholt wurde.( S. 2 ) ... Die Sache erscheint in keinem anderen Licht, auch wenn der Berufungskläger vortragen läßt, daß er zum einen mitgeteilt habe, er werfe dem Berufungsbeklagten keine Straftat vor und es sei zum anderen nicht seine Sache, wenn diese Formulierung an die Öffentlichkeit trete. Mit dieser Einlassung kann er nicht gehört werden, da er sich hierzu geradezu diametral verhält. Der Berufungskläger setzt selbst alles daran, daß seine Behauptung der Prozeßlüge und des Prozeßbetruges eine unbestimmte Anzahl dritter Personen, sprich: die Öffentlichkeit, erfährt, wenn er diese Behauptung nicht nur in einem bestimmten Verfahren aufstellt, sondern auch in anderen Verfahren, welche nicht unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfinden und zudem entsprechende Mitteilungen im Internet ( !! ) veröffentlicht. Der Berufungskläger mag sich noch so sehr bemühen, es wird ihm nicht gelingen, die von ihm aufgestellte Behauptung zu rechtfertigen bzw. in das "Kleid" der noch zulässigen Meinungsäußerung zu zwängen. ( S. 3 ) ... Soweit der Berufungskläger schlußendlich anführen läßt, daß es ihm um die Korrektur der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung ging, ist dies Augenwischerei. Sämtliche von ihm ausgeschöpften Rechtsmittel waren erfolglos. Auch eine von ihm eingereichte Petition führte nicht zum Ziel. Ihm blieb somit nichts anderes, als den Berufungsbeklagten in der Öffentlichkeit anzuprangern und verächtlich zu machen, was letztendlich auch durch seine Ausführungen im Internet belegt wird. Nachdem er selbst in allen Verfahren unterlegen ist, bleibt ihm offensichtlich zur Rechtfertigung seines (falschen!) Standpunktes nur noch die Bezichtigung der Verwaltung mit einem Prozeßbetrug und die damit unvermeidlich verbundene Herabwürdigung und Anprangerung des Berufungsbeklagten. Dadurch, daß seine Behauptung bis zum heutigen Tage von ihm nicht verifiziert wurde, zeigt sich, daß es sich vorliegend um nichts anderes, als um übelste Diffamierung und damit Schmähkritik handelt.( S. 6 ) " U.a. auf diese Fragen erwiderte mein Anwalt mit sinngemäß gleichen Schriftsätzen vom 5.7.99 - 6 U 53/99 ( 098 ) und 6 U 54/99 ( 099 ) : "Soweit dem Verfügungsbeklagten/Berufungskläger unterstellt wird, er setze selbst alles daran, dass seine Äußerung "eine unbestimmte Anzahl dritter Personen, sprich die Öffentlichkeit erfährt", ist dies schlicht unzutreffend. Der Berufungskläger hat die streitgegenständliche Äußerung nur in dem jeweiligen Verfahrenskontext erhoben, soweit ihm dies sachdienlich geboten erschien. Er hat den Vorwurf einer Prozesslüge gerade nicht als "Rache" für die nach seiner Ansicht zu Unrecht verlorenen Verfahren etwa durch Pressemitteilungen oder Flugblätter erhoben. Das Anliegen des Berufungsklägers ist nach wie vor gegen die Untersagung der Kleintierhaltung gerichtet. Insoweit macht der Berufungskläger von allen ihm rechtlich zur Verfügung stehenden Möglichkeiten Gebrauch. Dies ist nicht zu beanstanden. Die Privilegierung von Äußerungen im Rahmen eines laufenden Gerichtsverfahrens gilt grundsätzlich, mag der Ausgang eines Verfahrens auch Anlass für ein weiteres Gerichtsverfahren bieten. Für die Privilegierung von Äußerungen im Rahmen laufender Gerichtsverfahren ist schließlich auch unerheblich, ob diese prinzipiell dem Öffentlichkeitsgrundsatz unterliegen. ( S. 1 / 2 ) ... Berücksichtigt man zudem den Umfang und den übrigen Inhalt des seitens des Berufungsklägers im Internet eingestellten Artikels, in dem der Berufungsbeklagte lediglich kurze Erwähnung findet, ist auch insoweit klar, dass es dem Berufungskläger nicht darum geht, den Berufungsbeklagten in der Öffentlichkeit anzuprangern und verächtlich zu machen. Vielmehr übt er in erkennbarer Weise Kritik an den ergangenen gerichtlichen Entscheidungen, die vom Ergebnis und Verfahren her für den Berufungskläger nicht nachvollziehbar sind.( S. 3 ) ... Unzulässig ist auch die Interpretation, die die streitgegenständliche Äußerung der "Prozesslüge" seitens des Berufungsbeklagten erfährt. So heißt es erneut in der Berufungserwiderungsschrift auf Seite 2: " ... die Behauptung aufzustellen, der Berufungsbeklagte habe gelogen und somit einen Prozessbetrug begangen." Tatsächlich hat der Berufungskläger dem Berufungsbeklagten zu keinem Zeitpunkt einen "Prozessbetrug" vorgeworfen. Die Äußerung, der Berufungsbeklagte "habe sich durch Prozesslügen ein Urteil erschlichen", ist etwas ganz anderes und kann mit dem Vorwurf eines Prozessbetruges nicht gleichgestellt werden, denn hierzu ist erforderlich, dass die Täuschungshandlung alle Tatbestandsmerkmale des § 263 StGB erfüllt. Die Anerkennung des Prozessbetruges bedeutet noch nicht die strafrechtliche Missbilligung der Prozesslüge als solcher (vgl. Tröndle / Fischer, Strafgesetzbuch und Nebengesetze, 49. Auflage, § 263, Rz. 22). In diesem Zusammenhang haben wir bereits darauf hingewiesen, dass der Berufungskläger bereits auf die Abmahnung im Schreiben vom 16.07.1998 ausdrücklich darauf hinwies, dass die Verwendung des Begriffs der "Prozesslüge" aus seiner Sicht nichts Unzulässiges darstelle und er dem Berufungsbeklagten damit insbesondere keinerlei Straftat vorwerfe. In der Streitwertbeschwerde mit Schriftsatz vom 10.08.1998 heißt es darüber hinaus: "Diese Feststellung des Antragstellers ist nicht der Vorhalt einer Straftat, sondern der Vorhalt, der Antragsgegner habe sich bei Wahrnehmung von Interessen so verhalten, wie dies gerichtsbekannt und straflos leider viele Bürger in der Hoffnung tun, dabei nicht erwischt zu werden. Prozesslügen gelten nur als 'Kavaliersdelikt'. Der Vorhalt, jemand habe sich durch wissentlich falsche Angaben (=Prozesslügen) ein Urteil verschafft (=erschlichen), ist insoweit nur sehr eingeschränkt eine Beleidigung oder gar üble Nachrede." ( S. 3/4) In der einstündigen Hauptverhandlung vor dem OLG am 10.8.99 erfuhr ich, dass ich den Begriff der Prozeßlüge bislang falsch gebraucht hatte. Nichtjuristen wird dies interessieren. So ist eine Lüge zwar immer eine vorsätzliche Unwahrheit, doch ist eben diese Vorsätzlichkeit in der Regel nicht vor Gericht zu beweisen. Was bis dahin eine Lüge schien, ist damit nur noch die Unwahrheit. In dem Verwaltungsgerichtsverfahren 6 K 4976/96 VG Stuttgart ließ der Ellwanger Oberbürgermeister als Beigeladener seinen Anwalt dem Gericht vorgetragen, in meinem Garten sei ein Misthaufen. Das ist ein Tatsachenbehauptung von einigem Gewicht, wenn geltend gemacht wird, jemand werde durch die Gerüche meiner Ziegenhaltung derartig belästigt, dass er sich im Sommer nicht mehr in seinem Garten aufhalten könne. Natürlich hatte der OB mit seinem Anwalt gesprochen. Daraus könnte nun vordergründig geschlossen werden, dass der Anwalt diese Information von dem Ellwanger Oberbürgermeister erhalten hatte, denn - so werden Nichtjuristen mutmaßen - woher sonst soll der Anwalt wissen, dass es dort einen Misthaufen gibt? Schließlich hat der Anwalt seine Kanzlei 90 km entfernt in Stuttgart und dürfte vermutlich nicht extra zu einer Ortsbesichtigungen angefahren sein. Aber das ist bereits Spekulation. Vielleicht war der Anwalt ja vor Ort, um sich davon zu überzeugen, was ihm sein Mandant dargelegt hatte. Vielleicht hatte der Ellwanger Oberbürgermeister seinem Anwalt aber auch gar keine solche Information gegeben! Diese entscheidungserhebliche Tatsachenbehauptung war vielleicht eine Mutmaßung des Anwaltes in seinem nachvollziehbaren Bemühen, irgendeinen tauglichen Grund dafür benennen zu können, wieso Tierhaltung mit 3 Ziegen ohne Bock so stinkt, dass sich jemand nicht mehr unbelästigt auf seinem rund 15 ar großen Grundstück aufhalten kann. War der 'Böse' also der Anwalt und der Ellwanger Oberbürgermeister nur Opfer anwaltlichen Übereifers? Vielleicht aber war dieser entscheidungserhebliche Prozessvortrag aber auch bloße Folge eines Hör- und damit Verständigungsfehlers zwischen Anwalt und Mandant? Der Nichtjurist ersieht daraus, dass es vielerlei zu bedenken gilt, bevor der Vorwurf der Prozesslüge erhoben werden kann. Dem könnte entgegengehalten werden, dass der Ellwanger Oberbürgermeister als promovierter Volljurist doch den Schriftsatz seines Anwaltes gelesen haben muss und wenn er dort nun las, in meinem Garten sei ein Misthaufen - obwohl das nachweislich nicht so ist! - so müsse ihm doch bewußt geworden sein, dass damit zu seinem Vorteil eine unwahre Tatsachenbehauptung erhoben wurde. Als Verstoß gegen die Wahrheitspflicht aus § 138 ZPO musste der Oberbürgermeister folglich den Anwalt auffordern, dies unverzüglich richtig zu stellen. Tat er dies nicht, so nahm der Ellwanger Oberbürgermeister zumnindst billigend einen Verstoß gegen seine Wahrheitspflicht in Kauf und das war dann schon eine Prozesslüge. Allerdings - liest ein viel beschäftigter Oberbürgermeister solche Schriftsätze noch? Das ist nicht auszuschließen, nachdem es ihm so wichtig war, solche Verfahren in Gang zu setzen - aber es ist auch nicht zu beweisen! Folglich ist die Unwahrheit eben nur möglicherweise eine Prozesslüge und damit keine Prozesslüge! Das wäre anders gewesen, wenn der Oberbürgermeister - wie ich - seinen Prozess als Beigeladener selbst geführt hätte. Dann wäre so was natürlich eine Prozesslüge. So nicht! daraus ist zu lernen, dass es immer vorteilhaft ist, anwaltlich vertreten zu sein. Dadurch können sich günstige r Unwahrheiten in das Verfahren einschleichen, die für einen selbst folgenlos bleiben und insbesondere nicht der eigenen Ehre schaden. Das OLG regte jedenfalls in der Hauptverhandlung vom 10.8.99 zunächst an, ich möge zu Protokoll erklären, zukünftig die beanstandete Formulierung nicht mehr zu gebrauchen und Dr. Dieterich die Klage daraufhin in der Hauptsache für erledigt erklären lassen. Das bedeutete indirekt, dass die Klage ansonsten abgewiesen werde! Unter ausdrücklichem Hinweis auf die Kostenfolge eines solchen Vorgehens für die Württembergische Gemeindeversicherung wies der Anwalt von Dr. Dieterich dies jedoch entrüstet zurück. " Da machen die mir nie mit! "Der Anwalt von Dr. Dieterich führte danach wortreich in etwa aus, was er in seinem Schriftsatz vom 22.2.99 ( 062 ) bereits zur PKH-Entscheidung des OLG geltend gemacht hatte. Der Vorsitzende Richter fragte ihn danach erstaunt, ob er denn glaube, das Gericht werde von seiner PKH-Entscheidung abweichen. Das bedeutete, ich würde den Prozeß gewinnen. Daraufhin kündigte der Anwalt von Dr. Dieterich polternd an, mit seinem Mandanten bereits abgesprochen zu haben, in einem solchen Falle eben in die "dritte Instanz" zu gehen. Dort werde ein Urteil des OLG gegen Herrn Dr.Dieterich "ganz klar" und "auf jeden Fall" wieder aufgehoben. Eine Entscheidung des OLG gegen ihn werde Dr. Dieterich jedenfalls nicht hinnehmen. Dann ziehe sich die Sache eben noch einige Jahre hinaus und auch das Kostenrisiko werde für mich entsprechend größer. Dieser barsche Auftritt des Anwaltes schien seine Wirkung auf den Senat sichtbar nicht zu verfehlen. Die Herren wirkten betroffen bis zumindest beeindruckt. Heute bin ich allerdings der Ansicht, dass sie nicht wußten, wie sie solchem Verhalten begegnen konnten. Das allerdings deutete ich damals falsch. Dies zuvor ruhige Atmosphäre war dadurch jedenfalls jäh aufgeheizt worden. Den Gesichtern der Richter meinte ich zu entnehmen, dass dies möglicherweise doch so kommen könne, wie der gegnerische Anwalt vorgetragen hatte. Auch das Schweigen meines Anwalts zu diesem Vorbringen deutete mir in diese Richtung, denn ich ging davon aus, dass er dieser Darstellung der weiteren Rechtsfolgen ansonsten entschieden entgegengetreten wäre. Das war schließlich eine seiner Aufgaben! Daraufhin wurde über die Möglichkeit eines Vergleiches gesprochen, wobei der Anwalt von Dr. Dieterich forderte, daß ich dann aber auch in Zusammenhang mit dem noch rechtshängigen Wiederaufnahmeverfahren 6 k 642/98 VG Stuttgart eine solche Behauptung sachlich nicht mehr erheben dürfe. Diese Forderung wiederum lehnte jedoch schon das OLG unwillig als unzumutbar ab. Nun kann ich es mir mit 7 Kindern und einem so geringen Familieneinkommen, daß Prozeßkostenhilfe gewährt wurde, nicht leisten, wegen einer solchen Lappalie, um die es hier m.E. letztlich ging, noch die weitere Instanz des Bundesgerichtshofes zu durchlaufen. Das wäre ein Prozessrisiko von zusätzlichen rund fünfzehntausend Mark gewesen! Außerdem hatte ich ohnehin nie die Absicht gehabt, die beanstandete Formulierung außerhalb eines Gerichtsprozesses zu verwenden, so daß ich im Prinzip nur das Recht aus § 193 StGB aufgab, diese Formulierung weiterhin in einem Gerichtsverfahren verwenden zu können. Der Senat betonte außerdem, ich könne selbstverständlich weiterhin sagen, Herr Dr. Dieterich habe die Unwahrheit gesagt, nur dann eben nicht mehr, er habe eine Prozeßlüge begangen. Nachdem mir außerdem vom Gericht versichert wurde, meine Kosten des Verfahrens trage der Steuerzahler, wurde daher in der Verhandlungspause mit dem gegnerischen Anwalt folgender Vergleich abgesprochen und vom Gericht protokolliert: " 1. Der Beklagte verpflichtet sich, ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne bisherige Äußerungen zu widerrufen, künftig - einschließlich in dem vor dem VG Stuttgart anhängigen Restitutionsverfahren, AZ: 6 K 642/98 ( bezüglich Beschluß VGH Mannheim, AZ: 8 S 2832/97 und VG Stuttgart 6 K 4976/96 ) - die Behauptung zu unterlassen, der Kläger habe durch Prozeßlügen ein Urteil erschlichen. 2. Die Kosten beider Verfahren in beiden Rechtszügen werden gegeneinander aufgehoben." (Protokoll vom 10.8.99) ( 102 ) Das bereits Gesagte bleibt also so bestehen. Nur künftig werde ich anders formulieren müssen. 8.6. Das Eigeninteresse der Anwälte bezüglich einer 'dritten Instanz' Der Entschluß, diesem Vergleich zuzustimmen, fiel mir schwer, denn - ich war überzeugt, zulässig gehandelt zu haben. - ich sah nicht ein, daß nun der Steuerzahler für für diesen, m.E. mutwillig begonnenen Prozess aufkommen muss. - das OLG hatte unmißverständlich erkennen lassen, dass die beanstandete Äußerung entsprechend den PKH-Bescheiden von ihm auch in einem Urteil als freie Meinungsäußerung gewertet würde, ich den Prozeß also gewinnen würde. Aber die so lautstark vom gegnerischen Anwalt angekündigte "3.Instanz" durfte ich im Hinblick auf meine wirtschaftliche Lage nicht ignorieren. Dazu waren einfach die Streitwerte zu hoch! Mein Anwalt hatte sich zuvor weitestgehend zurückgehalten und hierzu geschwiegen. Er sagte mir aber noch während der Verhandlung über die Möglichkeit eines Vergleiches, er habe bereits einen Vergleichsvorschlag formuliert, der meinen Wünschen entsprechen werde. In der vom Senat angeregten 'Vergleichspause' war mein Anwalt außerdem sehr um mich und meine Familie besorgt. Unter nachdrücklicher Hervorhebung des Kostenrisikos einer dritten Instanz blieb er auch trotz meiner Einwände dabei, dass ich weiterhin gehörig Glück haben müsse, diesen Prozess überhaupt zu gewinnen. Daher sei jetzt ein Vergleich das Beste! Trotz der Äußerungen des Senats, die m.E. meine Meinung über die Erfolgsaussicht bestätigten. Aus dargelegten wirtschaftlichen Gründen stimmte ich daher dem Vergleich schließlich zu, den mein Anwalt bereits vorformuliert zur Verhandlung mitgebracht hatte. Erst auf der Rückfahrt nach Ellwangen wurde mir dann klar, daß ich hier einem Bluff des gegnerischen Anwalts und der falschen Belehrung durch meinen Anwalt aufgesessen war, denn eine 3.Instanz war in dieser Sache nicht möglich. Der Fall war vor dem OLG beendet, denn Ansätze für eine erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gab es nicht! Dies wusste der Senat natürlich und war wohl deshalb auch so verblüfft gewesen, weil dies trotzdem von dem gegnerischen Anwalt unwidersprochen so lauitstark behauptet worden war. Tatsächlich hätte mein Anwalt diese Behauptung des gegnerischen Kollegen mit einer Klarstellung vom Tisch bringen müssen! Sonst schadete er mir kostenmäßig, bezw der Staatskasse! Aber eine pflichtgemäße Richtigstellung der Rechtslage durch ihn unterblieb. Statt dessen machte er mich durch seine hartnäckig falsche Rechtsbelehrung schließlich doch vergleichsbereit ! Dabei machte sich mein Anwalt zunutze, dass ich ihm vertraute, schon weil er an der Anwaltskanzlei des Fraktionssprechers der Grünen/Bündnis 90 im Bundestag betetilikgt war, so dass ich parteipolitische Überlegungen bezüglich eines Ausganges des Verfahrens bei ihm ausschloß. Eben deshalb wog es für mich auch besonders, dass er bis zuletzt hartnäckig eine solche Gefahr für den letztlichen Ausgang des Verfahrens sah und trotz der Ausführungen des Senats nachhaltig darauf drängte, dass ich dem von ihm vorbereiteten Vergleichsvorschlag annahm. Dabei wirkte es sich für mich nachteilig aus, dass ich zu der Zeit von dem wirtschaftlichen Anwaltsinteresse an einem Vergleich noch nichts wusste, dass ein Anwalt nämlich bei Abschluss eines Vergleiches eine zusätzliche Vergleichsgebühr erhält, die seine Einnahmen um rund ein Drittel erhöhen. Die Vergleichsgebühr glich meinem Anwalt also den Einnahmenverlust durch die Gewährung von Prozesskostenhilfe mehr als aus! Die Vergleichsgebühr von mehreren tausend Mark kassierte natürlich auch der Anwalt von Dr. Dieterich, weshalb nach meiner Überzeugung auch beide Anwälte - unabgesprochen aber gezielt - so auf einen Vergleich hingearbeitet hatten! Und ich war als dummer und durch die Verhandlung zudem gestresster Laie darauf hereingefallen! Die Einführung der Vergleichsgebühr ist in seiner Auswirkung m.E. jedenfalls eine der schlimmsten Fehlentscheidung der Gesetzgebung für das Rechtswesen. Hierzu habe ich in dem Artikel ausführlich vorgetragen und begründet angeregt, diese Vergleichsgebühr wieder abzuschaffen. Das Rechtswesen würde dadurch von viel Missbrauch geschützt, wie er sich am obigen Fall beweist! Weil ich hierin einen Verstoß nach § 43 Bundesrechtsanwaltsordnung ( BRAO ) meines Anwaltes gegen seine Standespflichten sehe, wandte ich mich am 23.11.00 ( 131 ) mit einer Beschwerde an die Rechtsanwaltskammer Stuttgart: " ...erhebe ich wegen Verstoßes gegen § 43 BRAO Beschwerde ... Herr Kurth hat mich anwaltlich in den Verfahren 6 U53/99 und 6 U 54/99 vor dem OLG Stuttgart vertreten und in der Hauptverhandlung vom 10.8.99 eine Vergleich abgeschlossen. Mit diesem Vergleich hat Herr Kurth m.E. seine eigenen wirtschaftlichen Interessen am Erhalt einer Vergleichsgebühr weit höher gestellt als meine mandantlichen Interessen, denn er hat mir die Rechtslage bewusst falsch dargestellt und dabei das Vertrauen missbraucht, das ich ihm entgegenbrachte. .. Bitte lassen Sie mich wissen, was ich in dieser Sache unternehmen kann und belehren Sie Herrn Kurth entsprechend. .." Die Anwaltskammer versuchte sich einer Untersuchung meines Vorbringens jedoch dadurch zu entziehen, dass mir die Sekretärin im Formblatt vom 6.12.00 ( 132 ) meine Beschwerde falsch auslegte, indem mir unterstellt wurde, ich wolle Schadenersatzansprüche gegen den Anwalt geltend machen: " ...hiermit bestätigen wir den Eingang Ihres Schreibens. Wie wir diesem entnehmen, fordern Sie von Ihrem Rechtsanwalt Schadenersatz wegen angeblich schlechter Erfüllung des Mandatsvertrages. Wir müssen Ihnen jedoch mitteilen, daß für Schadensersatzansprüche ‑ auch gegen Rechtsanwälte ‑ ausschließlich die ordentlichen Gerichte zuständig sind. Die Rechtsanwaltskammer kann das Verhalten von Rechtsanwälten nur in berufsrechtlicher Hinsicht überprüfen. Sollte sich nach Beendigung des ordentlichen Gerichtsverfahrens ergeben, daß der Rechtsanwalt Ihnen schuldhaft Schaden zugefügt hat, so könnte dieses Verhalten nachträglich unter berufsrechtlichen Gesichtspunkten gewürdigt werden. Bis dahin müssen wir unsere Tätigkeit jedoch einstellen." ( 132 ) Darauf stellte ich mit Schreiben vom 8.12.00 ( 137 ) richtig: " ...auf mein Schreiben vom 23.11.00, das ich in Kopie nochmals beilege, haben Sie mir einen Vordruck zukommen lassen, der von sachlich falschen Voraussetzungen ausgeht, denn ausweislich meines Schreibens mache ich gerade keine Schadensersatzansprüche geltend, bin aber der Ansicht, dass Herr Kurth schwer gegen seine Berufspflichten verstoßen hat. Die Abänderung des Sachverhaltes erweckt daher den Eindruck, dass Sie Herrn Kurth dadurch vor einem standesrechtlichen Verfahren schützen wollen. Dies bitte ich zu vermeiden und den Fall ordnungsgemäß zu behandeln. " ( 137 ) Nun konnte also wirklich keiner mehr unterstellen, ich hätte über die Rechtsanwaltskammer Schadensersatzansprüche gegen den Anwalt gelten machen wollen. Vielmehr war unmißverständlich, dass ich den Anwalt eines schweren Verstoßes gegen seine Berufspflichten aus § 43 BRAO beschuldigte, wofür sich die Anwaltskammer im Schreiben vom 6.12.00 ( 132 ) sogar ausdrücklich für zuständig erklärt hatte! Daraufhin bemühte sich der Geschäftsführer der Anwaltskammer selbst. Um das Kammermitglied rechtswidrig weiterhin vor Nachteilen zu schützen, unterstellte er mir nun in der Erwiderung vom 12.12.00 ( 138 ), dass ich angeblich einen "konkreten Rechtsrat" wolle, die Kammer einen solchen aber nicht geben dürfe. Trotz meiner konkreten Vorwürfe heißt es außerdem: " In berufsrechtlicher Hinsicht ist bisher nicht erkennbar geworden, was eine weitere Tätigkeit der Rechtsanwaltskammer erforderlich machen würde."( 138 ) Niemand muss sich bei solchem Schutz durch die Anwaltskammer über anwaltlichen Mandatsmissbrauch wundern! Um mich endgültig mundtot zu machen, ließ der Geschäftsführer der Anwaltskammer außerdem wissen: " Schon jetzt weisen wir darauf hin, dass wir weitere Schreiben von Ihnen in dieser Sache nicht mehr beantworten werden." ( 138 ) Korrekterweise gehört nach meinem Pflicht- und Rechtsverständnis einem so handelnden Geschäftsführer einer Anwaltskammer gekündigt, denn da maßt sich einer pflicht- und rechtswidrig zum einen an, darüber selbst entscheiden zu dürfen, ob eine solche Sache ein Verstoß gegen § 43 BRAO ist und damit vor eine Disziplinarkammer gehört oder nicht, außerdem verfälscht er zur Vertuschung seiner Selbstherrlichkeit auch noch die Sachlage. Das gipfelt darin, dass er weitere Schreiben nicht beantworten will. Das zur Gesetzestreue und Aufsichtspflicht der Rechtsanwaltskammer Stuttgart. Dieses schlechte Ansehen änderte sich dann wieder bis zum 19.Jahrhunderts. Die preußische Anwaltschaft wurde verbeamtet. Der Berufsstand hatte Höchstzulassungszahlen und politische Betätigung war ihm verboten. "Schon aus finanziellen Gründen war es für einen Richter in Preußen ein Aufstieg, wenn er zum Rechtsanwalt ernannt wurde" ( a.a.0. S. 3 ). Ab etwa 1850 erkämpfte sich der Berufstand dann seine Freiheit. Heute ist der Anwalt jedoch ein selbständiger Dienstleister, genießt allerdings - m.E. klar grundrechtswidrig! - weiterhin einen besonderen Berufsschutz und dadurch Einkommensprivilegien wie kein anderer Berufsstand, weil er sich - fälschlich aber einkommenswirksam - immer noch als Abkömmling der vormals beamteten Anwaltschaft versteht, die eine selbständige 'Säule des Rechts' sei. Dass die Kammern dieser Aufsichtspflicht in der Praxis dann auch wirklich genügen, daran hatte der Gesetzgeber jedoch ebenfalls Zweifel, denn er bestellte wiederum das jeweilige Landesjustizministerium zum Aufsichtsorgang über die Rechtsanwaltskammern des Landes. Diese Vorsichtsmaßnahme ist wieder mal einer dieser vielen Beweise für die Überlegtheit bundesdeutschen Rechts. Dass diese Absichten des Gesetzgebers in der Praxis dann allerdings bedarfsweise unterlaufen werden, macht die Gesetze nicht schlecht, sondern alenfalls jene, die sie nicht wirklich sinngemäß anwenden und dabei etwa Artikel 20 Abs 3 Grundgesetz missachten! Mit Schreiben vom 14.12.00 ( 139 ) wandte ich jedenfalls an das aufsichtsführende Justizministerium Baden-Württemberg und warf der Rechtsanwaltskammer rechtswidriges Verhalten vor: " ... der Geschäftsführer der Rechtsanwaltskammer Stuttgart, Herr Benz entzieht ein Mitglied der Kammer einer disziplinaren Überprüfung dadurch, dass er die von mir vorgetragenen Fakten nicht zur Kenntnis nimmt. Zunächst wurde mir außerdem durch Formblatt fälschlich unterstellt, ich wolle Schadensersatzansprüche gegen den Anwalt über die Kammer geltend machen. Als ich dies zurückwies, hieß es plötzlich, ich wolle unzulässigerweise Rechtsrat. Außerdem könne er nichts Handlungsbedürftiges erkannt werden. Dort sind sämtliche Unterlagen als Anlagen ebenfalls aufrufbar. Sollten Sie zusätzliche Angaben benötigen, so bitte ich, diese bei mir anzufordern. Sollten Sie wider Erwarten keinen Zugriff auf das Internet haben, bitte ich um Mitteilung. Dann mache ich Ihnen die dortige Veröffentlichung gesondert zugänglich. " ( 139 ) Das Justizministerium traute jedoch der Rechtsanwaltskammer offenbar nicht recht, denn es bat mich am 18.12.00 ( 140 ): " ... um Mitteilung des Namens des Rechtsanwalts und wenn möglich Ihres Beschwerdeschreibens an die Rechtsanwaltskammer in dieser Sache und des abschließenden Schreibens der Rechtsanwaltskammer." Der Bitte kam ich allerdings nur teilweise nach ( 141 ) : "...leider habe ich Sie telefonisch nicht erreicht. Sie können den gesamten Sachverhalt im Internet unter www.melhorn.de/RechtArtikel/Unterlassungsverfahren/Kommentar10.htm in Kapitel 10.5.4. ff. nachlesen. Der Schriftwechsel ist als Anlagen ebenfalls in Internet gestellt. Sollten Sie das Internet nicht aufrufen können / wollen, so lassen Sie mich dies bitte wissen. Auf Wunsch lasse ich Ihnen auch einen Ausdruck des Internet-Artikels zukommen. Allerdings scheint mir dies angesichts der auch in Ihrem Hause vorhandenen Zugriffsmöglichkeit auf das Internet eine vergleichsweise mühsame Vorgehensweise. Wunschgemäß schicke ich Ihnen in Kopie den Schriftwechsel mit der Anwaltskammer." Das Ministerium griff daraufhin im Internet auf meine Homepage zu, denn es schrieb mir am 27.12.00 (142 ): " ... mit Schreiben vom heutigen Tag haben wir die Rechtsanwaltskammer Stuttgart um Vorlage der dortigen Akten in Ihrer Beschwerdeangelegenheit gegen Rechtsanwalt Kurth, Stuttgart, sowie um eine Stellungnahme zu Ihrem Beschwerdevorbringen gebeten. Nach Eingang derselben werden wir auf die Angelegenheit zurückkommen. Allerdings hatte ich erfahrungsgemäß von dieser Prüfung nichts erwartet. Das Justiozministerium hielt sich bereits bei wesentlich schwereren Vorwürfen als den hier erhobenen bedeckt. Was sollte man sich dort schließlich mit einer Rechtsanwaltskammer und deren m.E. selbstherrlichem Geschäftsführer anlegen? Nur weil es ein Gesetz verlangt? 'Staatsmännisch' erhielt ich daher am 17.1.01( 143 ) folgende Antwort: "... Ihre mit Schreiben vom 14. Dezember 2000 erhobene Beschwerde gegen die Rechtsanwaltskammer Stuttgart haben wir anhand der von Ihnen vorgelegten Unterlagen und der Beschwerdeakten der Rechtsanwaltskammer Stuttgart überprüft. Die Überprüfung ergab keine Veranlassung zur Einleitung aufsichtsrechtlicher Maßnahmen gegenüber der Rechtsanwaltskammer Stuttgart. Gleiches gilt für eine etwaige Verletzung der Hinweispflicht auf möglicherweise bestehende Schadenersatzansprüche des Mandanten gegen den Anwalt und deren Verjährung. Von daher ist die Feststellung der Rechtsanwaltskammer Stuttgart, Anhaltspunkte für ein berufsrechtswidriges Verhalten des Rechtsanwalts seien nicht ersichtlich, in aufsichtsrechtlicher Hinsicht nicht zu beanstanden." Da wird also weisgemacht , es habe "Beschwerdeakten" bei der Rechtsanwaltskammer gegeben, in die eingesehen wurde. Tatsächlich können sich diese aber nur auf die wenigen und bekannten Schriftwechsel beschränkt haben. Außerdem wird brav bestätigt, das Justizministerium habe darüber zu wachen, dass "die Rechtsanwaltskammern bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben Recht und Satzung beachtet haben", aber das Ministerium entzieht sich seiner Aufsichtspflicht gleichzeitig dadurch, dass es alles zur fehlerfreien Ermessensentscheidung der Kammer erklärt. Tatsächlich ist Ermessen in diesem Fall jedoch an Recht und Gesetz gebunden, etwa an Art 20 Abs 3 GG und ist kein Freibrief für kammerinterne Beliebigkeit und Standespflege! Schon das selbstherrliche Tun des Geschäftsführers der Anwaltskammer ist jedenfalls durch "Ermessen" nicht gedeckt. Die Kammer hatte sich jedenfalls damit zu beschäftigen, dass ich dem Anwalt vorgeworfen hatte, aus eigenen wirtschaftlichen Interessen den Steuerzahler geschädigt zu haben, der mir hier Prozesskostenhilfe gewährt hatte. Dem durfte nicht mittels einer 'Ermessensentscheidung' des Geschäftsführers der Anwaltskammer ausgewichen werden! Das Ministerium durfte sich hier also keineswegs nur einfach 'vornehm' heraushalten und es fälschlich mir überlassen, irgendwelche Schadensersatzprozesse gegen diesen Anwalt zu führen. Aber das Justizminisrterium Baden-Würtemberg hat sich - für mich nicht zum ersten Mal! - eben seiner gesetzlichen Aufsichtspflicht entzogen! Rechtsstaat Bundesrepublik!
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Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen für die Stress-Mentor App Datenschutzerklärung Stress-Mentor App Wir freuen uns über die Installation unserer „Stress-Mentor App“ (nachfolgend: STRESS-MENTOR APP) und Ihr Interesse an unserem Unternehmen. Der Schutz Ihrer personenbezogenen Daten bei der Nutzung der STRESS-MENTOR APP ist uns ein wichtiges Anliegen. Als personenbezogene Daten gelten Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person. Darunter fallen Informationen wie Ihr Name, Ihre Anschrift, Ihre Telefonnummer oder ggf. was Sie bei uns bestellt haben. Da diese Daten besonderen Schutz genießen, werden sie bei uns nur im technisch erforderlichen Umfang erhoben, verarbeitet und gespeichert. Nachfolgend finden Sie alle Informationen darüber, welche Informationen wir bei der Nutzung der STRESS-MENTOR APP erfassen und wie wir diese nutzen. Unsere Datenschutzpraxis steht im Einklang mit den Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) und des Telemediengesetzes (TMG) sowie der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Wir werden Ihre personenbezogenen Daten ausschließlich zum Betrieb der STRESS-MENTOR APP, zur Bearbeitung von Anfragen und ggf. zur Abwicklung von Bestellungen / Verträgen erheben, verarbeiten und speichern. Nur wenn Sie zuvor Ihre Einwilligung gesondert erteilt haben, erfolgt eine Nutzung Ihrer Daten auch für darüber hinausgehende, in der jeweiligen Einwilligung genau bestimmte Zwecke, z.B. für Informationen über Angebote per Newsletter, etc.. Anonyme Installation der STRESS-MENTOR APP Sie können die STRESS-MENTOR APP grundsätzlich ohne Angabe von personenbezogenen Daten installieren. Pseudonymisierte Nutzungsdaten werden bei der Installation nicht erhoben. Eine Erstellung von pseudonymen Nutzungsprofilen im Rahmen der Installation findet nicht statt. Besondere Funktionen der STRESS-MENTOR APP Die STRESS-MENTOR APP bietet Ihnen verschiedene Funktionen, bei deren Nutzung von uns personenbezogene Daten erhoben, verarbeitet und gespeichert werden. Nachfolgend erklären wir, was mit diesen Daten geschieht: Besondere Funktionen der STRESS-MENTOR APP Die im Rahmen unserer Fehlerberichterstattung aufgenommenen Daten (Modell und Betriebssystem des zugreifenden Gerätes, Versionsnummer der STRESS-MENTOR APP, eine Zeitangabe und ein CrashReporter Key) werden wir nur für die Behebung von Fehlern, die im Rahmen der Fehlerberichterstattung gemeldet werden, verwenden. Nach Behebung der entsprechenden Fehler werden die erhobenen Daten unverzüglich gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungsfristen bestehen. Absturzmeldungen: Zusätzlich werden im Rahmen der Nutzung Absturzmeldungen (über Intend-Schnittstelle) von einem Server am SCI an der TU Kaiserslautern angenommen. Der Nutzer stimmt der Sendung über ein opt-in-Verfahren explizit zu. Tagebuchfunktion: Diese Funktion erhebt Schlafdauer, Schlafqualität, Sportdauer, Sportintensität, positive/negative Ereignisse, allgemeiner Stressgrad, vorherrschende Stimmung, Verdauung, Wasserkonsum, Gemüse und Obstkonsum, Kunsum koffeinhaltiger Getränke, Alkohokonsum. Diese Werte werden als Historie für den Nutzer dargestellt (Selbstbeobachtung). Stress-Checkliste: Diese Funktion erhebt Angst und Sorgen, Traurigkeit, Ärger, Stress bei der Arbeit, Stress im Privatleben, Muskelverspannungen, verspannungsbedingte Kopf-/Nacken-/Rückenbeschwerden, Verdauungsprobleme,Schlafprobleme zur zeitlichen Anordnung der angebotenen Aufgaben des Tages. Erhoben werden Alter (beeinflusst die empfohlene Schlafdauer), Geschlechte (beeinflusst den maximal als unbedenklich geltenden Alkoholkonsum). Alle Bewertungen wernden mit Quallen in der APP erklärt die Bewertungen beeinflussen das Ampelfeedback im Tagebuch. Weitere Nutzungsprotokolle (Start-/Endzeitpunkt und Status der Aufgabendurchführen) werden zur Ableitung von Belohnungen (Gamification Konzept) genutzt. Damit die STRESS-MENTOR APP ordnungsgemäß funktioniert, benötigt diese Zugriff auf verschiedene Funktionen Ihres Endgerätes. Die Zugriffsrechte werden bei der Installation der STRESS-MENTOR APP abgefragt. Vorliegend erfordert eine problemfreie Nutzung der STRESS-MENTOR APP Zugriffsrechte auf: Der Zugriff auf den Speicher ermöglicht es der STRESS-MENTOR APP Daten von der SD Karte bzw. dem Gerät zu lesen, zu ändern und zu löschen oder zu importieren. zum Teilen von Bildern. zur Ermittlung der Schrittanzahl. 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Anschrift: Davenportplatz 12, 67663 Kaiserslautern E-Mail: swantje.brandl@procampus.de Nutzungsbedingungen der „Stress-Mentor“ App Für die Nutzung der App Stress-Mentor (nachfolgend: APP), betrieben durch die proCampus GmbH, Davenportplatz 12, 67663 Kaiserslautern (nachfolgend „proCampus GmbH“) und dem APP-Nutzer (nachfolgend: „NUTZER“) sowie der damit verbundenen Anwendungen gelten ausschließlich die nachfolgenden Nutzungsbedingungen. Zwischen dem NUTZER und der ProCampus GmbH entsteht bei der Nutzung und der Nutzung der Anwendungen und Leistungen der APP kein bindendes Vertragsverhältnis. Abweichende Nutzungsbedingungen des NUTZERS erkennt die ProCampus GmbH nicht an, es sei denn, die ProCampus GmbH hätte diesen ausdrücklich schriftlich zugestimmt. Die ProCampus GmbH bietet mit der App die folgend genannten Möglichkeit an: Die Stress-Mentor wurde entwickelt, um etablierte Stress-Management-Methode, wie sie normalerweise in Selbsthilfebüchern oder Audio-CDs vermittelt werden, im Rahmen einer App zu präsentieren und zu vermitteln. Die App ist nicht für das das Erkennen und Behandeln von Krankheiten geeignet. Dies wird auch innerhalb der App deutlich gemacht. Stree-Mentor vermittelt folgende Stressbewältigungsstrategien: Selbstbeobachtung, Entspannungsverfahren, Kognition und Zeitmanagement sowie Quizaufgaben. Die ProCampus GmbH stellt dem NUTZER lediglich die technische und organisatorische Infrastruktur zur Verfügung, um einen ordnungsgemäße Nutzung und Nutzung der Anwendungen und Leistungen der APP zu gewährleisten. Der NUTZER ist für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und die Einhaltung dieser Nutzungsbedingungen im Rahmen der Nutzung der APP selbst verantwortlich. Bei der Nutzung der APP und der Nutzung der Anwendungen und Leistungen der APP handelt es sich nicht um einen bindenden Vertrag, sondern nur um ein unverbindliches Gefälligkeitsverhältnis zwischen dem NUTZER und der ProCampus GmbH. Das kostenfreie Nutzungsverhältnis kommt zu Stande mit der proCampus GmbH, Davenportplatz 12, 67663 Kaiserslautern, Deutschland . Um die App nutzen zu können muss der Nutzer in dem bei der ersten Nutzung der App erscheinenden Popup die Kenntnisnahme der Datenschutzerklärung und das Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen bestätigen. Die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen können bereits innerhalb des Pop-Up-Fensters durch Klick auf den Link mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung angezeigt werden. Speicherung dieser Nutzungsbedingungen Der Text dieser Nutzungsbedingungen wird von ProCampus GmbH auf dem jeweiligen mobilen Endgerät gespeichert. Die Nutzungsbedingungen können jederzeit in der App selbst durch Betätigung des Buttons Nutzungsbedingungen und unter https://procampus.de/de/datenschutzerklaerung-und-nutzungsbedingungen-fuer-die-stress-mentor-app/abgerufen werden. Leistungen der ProCampus GmbH Die über die APP zugänglichen Inhalte sind in der Regel 24 Stunden täglich an 7 Tagen der Woche verfügbar und die ProCampus GmbH bemüht sich um eine größtmögliche Verfügbarkeit, jedoch kann die ProCampus GmbH weder für die ununterbrochene Erreichbarkeit, noch für die ununterbrochene Verfügbarkeit oder bestimmte Verfügbarkeit im Jahresmittel oder zu bestimmten Zeiten sämtlicher Leistungen eine Gewähr übernehmen. Durch Wartungsarbeiten, Weiterentwicklung oder Störungen können die Nutzungsmöglichkeiten der APP auch im Rahmen einer kostenpflichtigen Nutzung zeitweise eingeschränkt oder zeitweise unterbrochen werden. Dadurch kann es unter Umständen auch zu Datenverlusten kommen. Dem NUTZER obliegt es entsprechend einem etwaigen Datenverslust vorzubeugen. Die ProCampus GmbH übernimmt in Folge dessen keine Haftung für etwaigen Datenverlust des NUTZERS. Die Regelungen in Ziffer 7 dieser Nutzungsbedingungen bleiben unberührt. Die ProCampus GmbH übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der innerhalb der APP gemachten Angaben und Erklärungen. Dem NUTZER obliegt es, eine ordnungsgemäße Sicherung aller in der APP verarbeiteten bzw. gespeicherten Daten, beispielsweise durch Backups und Sicherheitskopien, vorzunehmen. Login-Bereiche sind nach Nutzung durch einen Logout ordnungsgemäß zu verlassen. Der NUTZER wird die ProCampus GmbH von Ansprüchen Dritter auf Grund der gespeicherten Inhalte (z. B. wegen der Verletzung von Urheberrechten oder Markenrechten) umgehend freistellen, es sei denn, er hat diese nicht zu vertreten. Der NUTZER stellt sicher, dass die von der APP verarbeiteten Daten, die eine andere Person als ihn selbst zeigen bzw. personenbezogene Daten anderer Personen als ihm selbst enthalten, das Einverständnis der abgebildeten oder genannten Person sowohl mit der Herstellung der Aufnahme als auch mit Veröffentlichung bzw. Verarbeitung der Aufnahme bzw. den Daten innerhalb der APP vorliegt. Bei Fotos oder personenbezogenen Daten, die den höchstpersönlichen Lebensbereich betreffen, wird der NUTZER zuvor das schriftliche Einverständnis des oder der Betroffenen einholen und der ProCampus GmbH auf Verlangen vorlegen. Der NUTZER haftet gegenüber der ProCampus GmbH für Schäden, die der ProCampus GmbH durch Verstöße gegen seine sich aus den vorstehenden Regelungen ergebenden Pflichten entstehen und stellt die ProCampus GmbH von diesbezüglichen Ansprüchen Dritter unverzüglich frei. Dies gilt nicht, wenn der NUTZER den Verstoß nicht zu vertreten hat. Dem NUTZER obliegt der Nachweis, dass er den Verstoß nicht zu vertreten hat. Die Regelungen in Ziffer 7 dieser Nutzungsbedingungen bleiben unberührt. Haftung der ProCampus GmbH Die Ansprüche des NUTZERS auf Schadensersatz oder Ersatz vergeblicher Aufwendungen gegen die ProCampus GmbH richten sich ohne Rücksicht auf die Rechtsnatur des Anspruchs nach den nachfolgenden Bestimmungen. Die Haftung der ProCampus GmbH ist – gleich aus welchen Rechtsgründen – ausgeschlossen, es sei denn, die Schadensursache beruht auf Vorsatz und/oder grober Fahrlässigkeit der ProCampus GmbH, oder der Mitarbeiter, der Vertreter oder der Erfüllungsgehilfen der ProCampus GmbH. Soweit die Haftung der ProCampus GmbH ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung von Arbeitnehmern, Vertretern oder Erfüllungsgehilfen der ProCampus GmbH. Für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen, grob fahrlässigen oder fahrlässigen Pflichtverletzung durch die ProCampus GmbH oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen der ProCampus GmbH beruhen, haftet die ProCampus GmbH gem. den gesetzlichen Regelungen. Sofern die ProCampus GmbH zumindest fahrlässig eine wesentliche Vertragspflicht, also eine Pflicht, deren Einhaltung für die Erreichung des Vertragszwecks von besonderer Bedeutung ist (wesentliche Vertragspflicht bzw. Kardinalpflicht) verletzt, ist die Haftung auf den typischerweise entstehenden Schaden, also auf solche Schäden, mit deren Entstehung im Rahmen des Vertrages typischerweise gerechnet werden muss, beschränkt. Eine wesentliche Vertrags- oder Kardinalpflicht im vorgenannten Sinne ist eine solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung dieses Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der NUTZER regelmäßig vertraut und vertrauen darf. Die Haftung der ProCampus GmbH nach dem Produkthaftungsgesetz (§ 14 ProdHG) bleibt unberührt. Die ProCampus GmbH ist berechtigt, den Betrieb der APP jederzeit ohne Angaben von Gründen einzustellen. Die ProCampus GmbH berücksichtigt in diesen Fällen die berechtigten Interessen des NUTZERS, beispielsweise durch vorherige Information des NUTZERS. Die ProCampus GmbH ist berechtigt, den Zugang des NUTZERS zu Diensten der APP jederzeit ohne vorherige Ankündigung zu sperren, wenn ein erheblicher Verstoß des NUTZERS gegen Gesetz, die guten Sitten und/oder diese Nutzungsbedingungen vorliegt. Die ProCampus GmbH ergreift alle technischen und organisatorischen Maßnahmen, die notwendig sind, um die Sicherheit der Daten des NUTZERS in der APP zu gewährleisten. Für die Nutzung der APP wird auf die innerhalb der App abrufbaren Datenschutzerklärungen Dasselbe gilt, wenn der NUTZER Unternehmer ist und keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat oder Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. Die Befugnis der ProCampus GmbH, auch das Gericht an einem anderen gesetzlichen Gerichtsstand anzurufen, bleibt hiervon unberührt.
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Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
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Allgemeines und Geschäftsbeziehungen Die folgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die im Rahmen des eBay-Shops mit dem Händlernamen „www*biertrucks*de“ des Herrn Jörg Ernst, Auestraße 66, 08371 Glauchau (im nachfolgenden „Verkäufer“ genannt) zustande gekommenen Vertragsbeziehungen zwischen dem Verkäufer und seinen Kunden (im nachfolgenden „Käufer“ genannt). 1. Verträge kommen sowohl mit Verbrauchern als auch mit Unternehmern zustande. 2. Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können 3. Gemäß § 14 BGB ist Unternehmer eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt. Eine rechtsfähige Personengesellschaft ist eine Personengesellschaft, die mit der Fähigkeit ausgestattet ist, Rechte zu erwerben und Verbindlichkeiten einzugehen. II. Zustandekommen des Vertrages Der Vertragsschluss findet über eBay statt. Hierfür gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von eBay Deutschland (siehe § 6 eBay AGB). Dieser ist erreichbar unter der Internetadresse http://pages.ebay.de/help/ III. Lieferung, Versandkosten, Verpackungskosten sowie Gefahrenübergang 1. Soweit eine Lieferung (Auslieferung an das Versandunternehmen) zwischen Verkäufer und Käufer vereinbart wurde, erfolgt diese unverzüglich nach Geldeingang. Die Versand- sowie Verpackungskosten und den Liefertermin entnehmen Sie bitte der jeweiligen Artikelbeschreibung, bzw. über den dort befindlichen Link „weitere Details“. Dort werden für die jeweiligen Länder, in die die entsprechenden Artikel versendet werden, die Versand- und Verpackungskosten genauestens als Gesamtsumme angezeigt. 2. Ist der Käufer Verbraucher im Sinne des § 13 BGB, so trägt das Versandrisiko ausschließlich der Verkäufer. Ist der Käufer hingegen Unternehmer, geht die Gefahr auf den Käufer über, sobald der Verkäufer die Sache dem Spediteur, oder der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Personen oder Anstalt ausgeliefert hat. IV. Preise, Umsatzsteuer, Zahlung 1. Beim Erwerb über eine Online-Auktionsplattform gilt derjenige Preis, zu dem der Kaufvertrag zustande gekommen ist. Alle angegebenen Preise sind daher Gesamtpreise inkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer zuzüglich Versandkosten und Verpackungskosten. Die zuzüglichen Versand- und Verpackungskosten entnehmen Sie der Artikelbeschreibung wie in III. Ziff. 1 beschrieben. Im Übrigen gelten die vereinbarten Preise. 2. Die gewährten Zahlungsarten (PayPal, Überweisung) entnehmen Sie bitte der Artikelbeschreibung des jeweiligen Angebotes, respektive unter dem Link „Alle Details anzeigen“. V. Mängelhaftungsrecht/Haftung Für unsere Waren gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht, soweit nicht hier unter V. davon abgewichen wird. 1. Handelt der Kunde als Verbraucher, wird die Verjährung der Mängelhaftungsansprüche für gebrauchte Waren auf ein Jahr ab Ablieferung der Sache begrenzt. Die Verjährung von Schadenersatzansprüchen bei Verletzung von Leben, Körper, Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Verkäufers oder auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Verkäufers beruhen, bleibt unberührt. Weiterhin bleibt die Verjährung von Schadenersatzansprüchen bei sonstigen Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Verkäufers oder auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Verkäufers beruhen, unberührt. Darüber hinaus bleibt eine etwaige Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz unberührt. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Vorschriften. 2. Für Unternehmer gilt hinsichtlich der Gewährleistung und der Haftung folgendes: a) Die Verjährungsfrist für Gewährleistungsansprüche beträgt gegenüber Unternehmern sowohl bei neu hergestellten Sachen als auch bei gebrauchten Sachen ein Jahr. Im Übrigen gelten auch hier die gesetzlichen Vorschriften. b) Der Käufer hat die Ware gemäß § 377 HGB unverzüglich nach der Ablieferung durch den Verkäufer, soweit dies nach ordnungsgemäßem Geschäftsgang tunlich ist, zu untersuchen und, wenn sich ein Mangel zeigt, dem Verkäufer unverzüglich Anzeige zu machen. Unterlässt der Käufer die Anzeige, so gilt die Ware als genehmigt, es sei denn, dass es sich um einen Mangel handelt, der bei der Untersuchung nicht erkennbar war. Zeigt sich später ein solcher Mangel, so muss die Anzeige unverzüglich nach der Entdeckung gemacht werden. Anderenfalls gilt die Ware auch in Ansehung dieses Mangels als genehmigt. Zur Haltung der Rechte des Käufers genügt die rechtzeitige Absendung der Anzeige. Hat der Verkäufer den Mangel arglistig verschwiegen, so kann er sich auf diese Vorschriften nicht berufen. VI. Eigentumsvorbehalt Bis zur vollständigen Bezahlung bleibt die gelieferte Ware im Eigentum des Verkäufers. VII. Weitere Informationspflichten für Verträge in Fernabsatz sowie für den elektronischen Geschäftsverkehr 1. Informationen über die technischen Schritte, die zu einem Vertragsschluss führen Für einen Vertragsabschluss stehen über eBay vier unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. Zum einen das Auktionsverfahren das „Angebot an unterlegene Bieter“-Verfahren, das „Sofort-Kaufen“-Verfahren, und das „Preis-Vorschlagen“-Verfahren. Zum Vertragsschluss führen jeweils die folgenden Angebotsschritte und Annahmeschritte eines bei Ebay angemeldeten Mitgliedes. a) Auktionsverfahren Das Angebot liegt im Einstellen der Ware auf eBay durch den Verkäufer zum Verkauf im Wege des Auktionsverfahrens. Die Annahme liegt in der Abgabe des im Zeitpunkt der Beendigung der Auktion höchsten Gebots durch den Kunden. Zur Abgabe eines Gebotes führen folgende Schritte: Zunächst gibt der Kunde auf der Angebotsseite des Verkäufers den Betrag seines Maximalangebots in das Eingabefeld „Ihr Maximalangebot: EUR“ ein. Anschließend betätigt der Kunde die Taste „Bieten“. Sodann öffnet sich für den eingeloggten Kunden eine Browserseite, welche die wesentlichen Merkmale des Angebots sowie die des Gebots des Kunden zusammenfasst. Im letzten Schritt betätigt der Kunde die Taste „Gebot bestätigen“. Das Gebot ist nun bindend und kann nicht mehr korrigiert werden. Der im Zeitpunkt der Beendigung der Auktion Höchstbietende, erhält von eBay eine Nachricht an seine bei eBay hinterlegte E-Mail-Adresse. b) „Angebot an unterlegene Bieter“- Verfahren Das Angebot liegt im Anbieten der Ware auf eBay durch den Verkäufer zum Verkauf im Wege des „Angebot an unterlegene Bieter“- Verfahrens. Der Kunde erhält das Angebot als Nachricht mit dem Betreff „Angebot an unterlegene Bieter“ per E-Mail an seine bei eBay hinterlegte E-Mail-Adresse. Diese kann er unter der Schaltfläche „Meine Nachrichten“ auf der Seite „Mein eBay“ abrufen. Folgende Schritte führen innerhalb der vom Verkäufer gesetzten und in der Nachricht an den Kunden angezeigten Frist zur Annahme: Zunächst betätigt der Kunde den Link „Artikel aufrufen“ oder die Schaltfläche „Jetzt antworten“. Auf der folgenden Browserseite betätigt der eingeloggte Kunde dann die Schaltfläche „Sofort-Kaufen“. Die nun folgende Browserseite enthält eine Zusammenfassung der Angebotsdetails. Zuletzt betätigt der Kunde die Schaltfläche „Kaufen“ und gibt damit eine bindende und nicht mehr korrigierbare Kauferklärung ab. c) „Sofort-Kaufen“- Verfahren Das Angebot liegt im Einstellen der Ware auf eBay durch den Verkäufer zum Verkauf im Wege des „Sofort- Kaufen“- Verfahrens. Zur Annahme des Angebotes führen folgende Schritte: Der Kunde kann wählen, ob er sich für die Bestellung in sein bereits vorhandenes eBay-Konto einloggt oder für die Bestellung ein neues eBay-Konto anlegt oder die Bestellung ohne Anmeldung bei eBay als "Gast" ausführt. Zunächst betätigt der eingeloggte Kunde oder der Kunde, der als „Gast“ bestellt, auf der Angebotsseite des Verkäufers die Schaltfläche „Sofort-Kaufen“. Die nun folgende Browserseite enthält eine Zusammenfassung der Angebotsdetails. Zuletzt betätigt der Kunde die Schaltfläche „Kaufen“ und gibt damit eine bindende und nicht mehr korrigierbare Kauferklärung ab. Im Rahmen der Bestellung als "Gast" bestätigt der Kunde den Button "Kaufen und zahlen" und gibt damit eine bindende und nicht mehr korrigierbare Kauferklärung ab. d) „Preis- Vorschlagen“- Verfahren Angebotsschritte: Zunächst betätigt der eingeloggte Kunde auf der Angebotsseite des Verkäufers die Schaltfläche „Preis vorschlagen“. Die nun folgende Browserseite enthält eine Zusammenfassung der Angebotsdetails. Danach gibt der Kunde in das Eingabefeld „Ihr Preisvorschlag: EUR pro Artikel“ seinen Preisvorschlagsbetrag ein. Anschließend betätigt der Kunde die Schaltfläche „Preisvorschlag überprüfen“. Die nun folgende Browserseite enthält eine Zusammenfassung der Angebotsdetails. Zuletzt betätigt der Kunde die Schaltfläche „Preisvorschlag senden“ und gibt damit eine bindende und nicht mehr korrigierbare Kauferklärung ab. Annahmeschritte: Je nach den vom Verkäufer getroffenen Voreinstellungen, kann der Preisvorschlag des Kunden im fünften Schritt sofort angenommen, sofort abgelehnt oder überdacht, das heißt innerhalb der auf der Seite angezeigten Frist von maximal 48 Stunden angenommen, abgelehnt oder durch einen Gegenvorschlag abgelehnt, werden. Bei sofortiger Annahme öffnet sich eine Browserseite, auf der dem Kunden bestätigt wird, dass sein Preisvorschlag angenommen wurde. Im Falle der sofortigen Ablehnung öffnet sich eine Browserseite, auf der dem Kunden bestätigt wird, dass sein Preisvorschlag abgelehnt wurde. Mit Betätigung der Schaltfläche „Neuen Preisvorschlag senden“ kann der Kunde nun einen neuen Preisvorschlag machen. Hierbei handelt es sich um die Abgabe eines neuen Angebotes durch den Kunden. Der Verfahrensablauf wiederholt sich entsprechend den oben aufgeführten Schritten. Im Falle des Überdenkens erscheint sodann eine Browserseite, auf der dem Kunden bestätigt wird, dass sein Preisvorschlag gesendet wurde. Der Verkäufer kann dies nun innerhalb der auf der Seite angezeigten Frist von maximal 48 Stunden annehmen, ablehnen oder durch einen Gegenvorschlag ablehnen. Die Entscheidung des Verkäufers kann der Kunde unter „Meine Nachrichten“, „Mein eBay“ oder seiner „Preisvorschlags-Seite“ aufrufen. Mit Annahme des Preisvorschlages kommt ein Vertrag zustande. Bei Ablehnung hat der Kunde die Möglichkeit einen neuen Preisvorschlag durch betätigen der Schaltfläche „Neuen Preisvorschlag senden“ abzugeben. Hierbei handelt es sich um die Abgabe eines neuen Angebotes durch den Kunden. Der Verfahrensablauf wiederholt sich entsprechend den oben aufgeführten Schritten. Die Ablehnung dieses Vorschlages durch einen Gegenvorschlag stellt ein neues Angebot des Verkäufers dar. Der Kunde kann den Gegenvorschlag nun entweder durch betätigen der Schaltfläche „Preisvorschlag annehmen“ annehmen, wodurch der Vertrag zustande kommt. Der Kunde kann den Gegenvorschlag aber auch durch einen Gegenvorschlag ablehnen, indem er die Schaltfläche „Gegenvorschlag senden“ betätigt. Hierbei handelt es sich um die Abgabe eines neuen Angebotes durch den Kunden. Der Verfahrensablauf wiederholt sich entsprechend den oben aufgeführten Schritten. e) Warenkorbfunktion Zusätzlich steht dem Käufer die Warenkorbfunktion (sofern verfügbar) bei Festpreisartikeln und Auktionen mit noch nutzbarer Sofortkaufoption zur Verfügung. Das Angebot liegt im Einstellen der Ware auf eBay durch den Verkäufer zum Verkauf im Wege des „Warenkorb“- Verfahrens. Zur Annahme des Angebotes führen folgende Schritte: Zunächst betätigt der eingeloggte Kunde auf der Angebotsseite des Verkäufers die Schaltfläche „Warenkorb“. Die nun folgende Browserseite enthält eine Zusammenfassung der Angebotsdetails. Zum nächsten Schritt gelangt der Käufer über die Schaltfläche „Weiter zur Kaufabwicklung“. Nach Auswahl der Zahlungsart muss die Schaltfläche „Weiter“ betätigt werden. Zuletzt betätigt der Kunde die Schaltfläche „Kaufen und Zahlen“ und gibt damit eine bindende und nicht mehr korrigierbare Kauferklärung ab. 2. Speicherung des Vertragstextes nach Vertragsschluss sowie Zugänglichkeit für den Kunden. Der Vertragstext in Form des Angebotes wird durch eBay gespeichert. Der Käufer kann den Vertragstext nach Vertragsschluss über sein eBay-Mitgliedskonto abrufen. Im Mitgliedsbereich wird der jeweilige Kauf gelistet. Der Käufer kann das Angebot dort abrufen. Alle wesentlichen Vertragsbestimmungen sind dort enthalten. Da der Vertragstext bei eBay nach Vertragsschluss nur bis zu 90 Tagen gespeichert wird, ist dem Käufer zu raten, den Vertragstext umgehend nach Vertragsschluss selber zu speichern. Dies kann dadurch erfolgen, indem Sie durch die Betätigung der rechten Maustaste die entsprechende Seite auf ihrem Computer speichern. Ferner haben Sie die Möglichkeit über die Druckfunktion Ihres Browsers, den Vertragstext auszudrucken. Vom Verkäufer selbst wird der Vertragstext nicht gespeichert. Die Verbraucherinformation sowie die Information zur weiteren Abwicklungen des Vertrages werden dem Käufer nach Vertragsschluss per E-Mail zugesandt. 3. Möglichkeit der Berichtigung von Eingabefehlern Vor Abgabe der Bestellung besteht jederzeit die Möglichkeit Ihre Eingaben zu korrigieren. Korrekturen können Sie entweder direkt auf der Angebotsseite in vorhandenen Eingabefeldern oder nach Anklicken des Buttons „sofort kaufen“ bzw. „bieten“ auf der nachfolgenden Bestätigungsseite vornehmen. Informationen über die technischen Mittel um Eingabefehler zu erkennen und zu berichtigen In allen oben genannten Verfahren kann der Kunde seine Eingaben wie folgt erkennen, überprüfen und korrigieren: a) Der Kunde kann seine Eingaben vor Abgabe seiner Bestellung mit den von eBay zur Verfügung gestellten technischen Mitteln korrigieren. Die Korrekturen können mittels den üblichen Tastatur- und Mausfunktionen direkt auf der Angebotsseite in den entsprechenden Eingabefeldern erfolgen. b) Nach Anklicken des Eingabe-Buttons (z. B. „Bieten“, „Sofort-Kaufen“, „Preis vorschlagen“, „Preisvorschlag überprüfen“ oder „Neuen Preisvorschlag senden“) kann der Kunde seine Eingaben auf der nachfolgenden Bestätigungsseite nochmals überprüfen. Möchte er nun seine Eingaben korrigieren, kann er entweder durch Anklicken des „Zurück“- Buttons seines Browsers auf die eBay-Artikelseite zurückwechseln oder den Vorgang durch Schließen des Browserfensters abbrechen und die eBay-Artikelseite später erneut aufrufen. Die gewünschten Korrekturen können dann wieder mittels der üblichen Tastatur- und Mausfunktionen in den entsprechenden Eingabefeldern erfolgen. 4. Vertragssprache Die Vertragssprache ist ausschließlich deutsch. 5. Verhaltenskodizes Der Verkäufer hat sich keinen einschlägigen Verhaltenskodizes unterworfen. 6. Bestellungsbestätigung Nach dem erfolgten Kauf erhalten Sie eine Bestätigungsemail. 7. Beanstandungen und Gewährleistungen Beanstandungen, wie insbesondere Gewährleistungsansprüche, sind an den Verkäufer zu richten. 8. Wesentliche Merkmale der Ware Die wesentlichen Merkmale der Ware entnehmen Sie der Artikelbeschreibung. Dies gilt auch für die Gültigkeitsdauer etwaiger befristeter Angebote. Weitere Informationen zur Zahlung und Vertragsabwicklung entnehmen Sie ebenfalls dem Angebot. VIII. Rücknahmesystem Hinsichtlich der von uns erstmals mit Ware gefüllten und an private Endverbraucher abgegebene Verkaufsverpackungen hat sich unser Unternehmen zur Sicherstellung der Erfüllung unserer gesetzlichen Pflichten nach § 6 VerpackV ab dem 01.01.2009 dem bundesweit tätigen Rücknahmesystem Landbell-AG, Rheinstraße 4K – 4L, 55116 Mainz (Kd.-Nr.: 4117757) angeschlossen. IX. Informationspflicht gemäß Batteriegesetz (BattG) Im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Batterien oder Akkumulatoren oder mit der Lieferung von Geräten, die Batterien oder Akkumulatoren enthalten, sind wir gemäß der Batterieverordnung verpflichtet, auf Folgendes hinzuweisen: Batterien dürfen nicht in den Hausmüll gegeben werden. Sie sind zur Rückgabe gebrauchter Batterien als Endverbraucher gesetzlich verpflichtet. Sie können Batterien nach Gebrauch in der Verkaufsstelle oder in deren unmittelbarer Nähe (z.B. in kommunalen Sammelstellen oder im Handel) unentgeltlich zurückgeben. Sie können Batterien aus unserem Sortiment in üblicher Menge auch per Post an uns zurücksenden. Batterien oder Akkumulatoren, die Schadstoffe enthalten, sind mit dem Symbol einer durchgekreuzten Mülltonne gekennzeichnet. In der Nähe zum Mülltonnensymbol befindet sich die chemische Bezeichnung des Schadstoffes. „Cd“ steht für Cadmium, „Pb“ für Blei, „Hg“ für Quecksilber, „Li“ für Lithium, „Ni“ für Nickel, „Mh“ für Metallhydrid und „Zi“ für Zink. Weitere detaillierte Hinweise zum Batteriegesetz erhalten Sie auch beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. X. Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten Hersteller müssen seit dem 13. August 2005 in den Verkehr gebrachte, alte Elektrogeräte kostenlos zurücknehmen. Die Hersteller müssen ihre Elektro- und Elektronikgeräte, die nach dem 23. November 2005 in Verkehr gebracht werden, mit einem Symbol (durchgestrichene Abfalltonne auf Rädern) kennzeichnen. Als Händler sind wir gesetzlich verpflichtet, Sie hiermit zu informieren, dass solche Altgeräte nicht als unsortierter Siedlungsabfall zu beseitigen sind, sondern getrennt zu sammeln und über die örtlichen Sammel- und Rückgabesysteme zu entsorgen sind. Gemäß dem Gesetz „ElektroG“ vom 23.März 2005 verkaufen wir ab dem 25. November 2005 nur noch Elektro- und Elektronikgeräte von Herstellern, welche sich entsprechend bei der zuständigen Behörde registriert haben und eine insolvenzsichere Garantie für die Finanzierung der Rücknahme und Entsorgung ihrer Elektrogeräte nachweisen können. XIII. Alternative Streitbeilegung gemäß Art. 14 Abs. 1 ODR -VO und § 36 VSBG: Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online- Streitbeilegung (OS) bereit, die Sie unter http://ec.europa.eu/consumers/odr/ finden. Zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle sind wir nicht verpflichtet und nicht bereit. XIV. Schlussbestimmung Auf das Vertragsverhältnis zwischen dem Verkäufer und dem Kunden sowie auf die jeweiligen Geschäftsbedingungen findet das Recht der Bundesrepublik Deutschland Anwendung. Datenschutzerklärung 1. Name und Anschrift des für die Verarbeitung Verantwortlichen Herrn Jörg Ernst, Auestraße 66, 08371 Glauchau, Telefonnummer: 03763/75189, E-Mail-Adresse: minitruck-boutique@t-online.de 2. Rechtsgrundlage der Verarbeitung Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten ist die Bearbeitung der Bestellung und Erfüllung des Vertrags, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist. Die Verarbeitung beruht auf Art. 6 I lit. b DS-GVO. 3. Speicherzeitraum Wir speichern die für die Abwicklung Ihrer Bestellung von eBay erhobenen und uns übermittelten personenbezogenen Daten bis zum Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht. Anschließend werden Ihre Daten von uns gelöscht, es sei denn, dass wir nach Artikel 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO aufgrund von steuer- und handelsrechtlichen Aufbewahrungs- und Dokumentationspflichten (aus HGB, StGB oder AO) zu einer längeren Speicherung verpflichtet sind oder Sie in eine darüber hinausgehende Speicherung nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO eingewilligt haben. Weitere Informationen zur Speicherung Ihrer personenbezogenen Daten direkt durch eBay entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung von eBay. 4. Erhebung und Speicherung personenbezogener Daten, sowie Art und Zweck von deren Verwendung Sie haben während des Registrierungsvorgangs bei eBay sowie während der Bestellabwicklung bereits dazu eingewilligt, dass eBay uns Ihre personenbezogenen Daten zum Zwecke der Vertragsabwicklung übermittelt. Diese von eBay an uns übermittelten personenbezogenen Daten werden von uns gespeichert. Bitte beachten Sie die Ausführungen und Erklärungen von eBay unter https://pages.ebay.de/help/policies/privacy-policy.html Der Verwendungszweck der und übermittelten personenbezogenen Daten besteht in der Kundenidentifikation, Bestellabwicklung, Kundenkorrespondenz, Rechnungsstellung, sowie zur Abwicklung von evtl. vorliegenden Haftungsansprüchen oder der Geltendmachung etwaiger Ansprüche gegen Sie. 5. Weitergabe von Daten a) Grundsätzliches Eine Übermittlung Ihrer persönlichen Daten an Dritte zu anderen als den nachfolgend unter b) und c) genannten Zwecken findet nicht statt. Ihre personenbezogenen Daten geben wir nur an Dritte weiter, wenn: Sie Ihre nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO ausdrückliche Einwilligung dazu erteilt haben, die Weitergabe nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen erforderlich ist und kein Grund zur Annahme besteht, dass Sie ein überwiegendes schutzwürdiges Interesse an der Nichtweitergabe Ihrer Daten haben, für den Fall, dass für die Weitergabe nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO eine gesetzliche Verpflichtung besteht, sowie dies gesetzlich zulässig und nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO für die Abwicklung von Vertragsverhältnissen mit Ihnen erforderlich ist. Während des Bestellprozesses und vor Abschluss der Bestellung werden wir von Ihnen eine Einwilligung zur Weitergabe Ihrer personenbezogenen Daten an Dritte einholen. b) Grundsätzliche Datenweitergabe Ihre personenbezogenen Daten werden von uns an Dritte ausschließlich an die im Rahmen der Vertragsabwicklung beteiligten Dienstleistungspartner, wie z.B. das mit der Lieferung beauftragte Logistik-Unternehmen und das mit Zahlungsangelegenheiten beauftragte Kreditinstitut, weitergegeben. In den Fällen der Weitergabe Ihrer personenbezogenen Daten an Dritte beschränkt sich der Umfang der übermittelten Daten stets auf das erforderliche Minimum. c) Datenweitergabe bei Zahlung via PayPal Die Zahlungsoptionen per Kreditkarte und per Lastschrift und Kauf auf Rechnung bieten wir über unseren externen Zahlungsabwickler PayPal an. Wenn Sie derartige Zahlungsoptionen verwenden, werden wir Ihre zur Zahlungsabwicklung erforderlichen personenbezogenen Daten an die PayPal (Europe) S.à r.l. et Cie, S.C.A., 22-24 Boulevard Royal, 2449 Luxemburg weitergeben. In der Regel handelt es sich bei dem Umfang der an PayPal weitergegebenen personenbezogenen Daten um: Vorname, Nachname, Adresse, Email-Adresse, IP-Adresse, Telefonnummer, Mobiltelefonnummer oder andere Daten, die zur Zahlungsabwicklung notwendig sind. Zur Abwicklung des Kaufvertrages notwendig sind auch solche personenbezogenen Daten, die im Zusammenhang mit der jeweiligen Bestellung stehen. Der Zweck der Datenweitergabe sind die Abwicklung der Zahlung sowie die Betrugsprävention. Eine Datenübermittlung unsererseits an PayPal wird insbesondere dann erfolgen, wenn ein berechtigtes Interesse für die Datenübermittlung besteht. PayPal wird im Rahmen seiner eigenen Datenschutzerklärung (abrufbar unter https://www.paypal.com/de/webapps/mpp/ua/privacy-full?locale.x=de_DE) unter Umständen die erhaltenen personenbezogenen Daten an Wirtschaftsauskunfteien übermitteln. Diese Übermittlung bezweckt die Identitäts- und Bonitätsprüfung. PayPal gibt die personenbezogenen Daten gegebenenfalls an verbundene Unternehmen und Leistungserbringer oder Subunternehmer weiter, soweit dies zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen erforderlich ist oder die Daten im Auftrag verarbeitet werden sollen. Die betroffene Person hat die Möglichkeit, die Einwilligung zum Umgang mit personenbezogenen Daten jederzeit gegenüber PayPal zu widerrufen. Ein Widerruf wirkt sich nicht auf personenbezogene Daten aus, die zwingend zur (vertragsgemäßen) Zahlungsabwicklung verarbeitet, genutzt oder übermittelt werden müssen. Die unter diesem Abschnitt b) beschriebene Datenweitergabe an PayPal findet ausdrücklich nur dann statt, wenn Sie als Zahlungsoption „PayPal“ auswählen. 6. Rechte der von der Datenverarbeitung betroffenen Person Als von der Datenverarbeitung betroffene Person haben Sie die folgenden Rechte: Art. 15 DSGVO: Sie haben das Recht, Auskunft über Ihre von uns verarbeiteten personenbezogenen Daten zu verlangen. Insbesondere können Sie Auskunft über die Verarbeitungszwecke, die Kategorie der personenbezogenen Daten, die Kategorien von Empfängern, gegenüber denen Ihre Daten offengelegt wurden oder werden, die geplante Speicherdauer, das Bestehen eines Rechts auf Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung oder Widerspruch, das Bestehen eines Beschwerderechts, die Herkunft ihrer Daten, sofern diese nicht bei uns erhoben wurden, sowie über das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling und ggf. aussagekräftigen Informationen zu deren Einzelheiten verlangen; Art. 16 DSGVO: Sie haben das Recht, Berichtigung unrichtiger oder Vervollständigung Ihrer bei uns gespeicherten personenbezogenen Daten zu verlangen; Art. 17 DSGVO: Sie haben das Recht, Löschung Ihrer bei uns gespeicherten personenbezogenen Daten, soweit nicht die Verarbeitung zur Ausübung des Rechts auf freie Meinungsäußerung und Information, zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung, aus Gründen des öffentlichen Interesses oder zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen erforderlich ist, zu verlangen; Art. 18 DSGVO: Sie haben das Recht, Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten, soweit die Richtigkeit der Daten von Ihnen bestritten wird, die Verarbeitung unrechtmäßig ist, Sie aber deren Löschung ablehnen und wir die Daten nicht mehr benötigen, Sie jedoch diese zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen benötigen oder Sie gemäß Art. 21 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung eingelegt haben, zu verlangen; Art. 20 DSGVO: Sie haben das Recht, Ihre personenbezogenen Daten, die Sie uns bereitgestellt haben, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesebaren Format zu erhalten oder die Übermittlung an einen anderen Verantwortlichen, zu erhalten; Art. 7 Abs. 3 DSGVO: Sie haben das Recht, Ihre erteilte Einwilligung zur Datenverarbeitung zu widerrufen. Dies hat zur Folge, dass wir die Datenverarbeitung, die auf dieser Einwilligung beruhte, für die Zukunft nicht mehr fortführen dürfen; Art. 77 DSGVO: Sie haben das Recht, sich bei einer Aufsichtsbehörde an Ihrem üblichen Aufenthaltsort oder Arbeitsplatz oder unserem Firmensitzes über die Datenverarbeitung zu beschweren (Beschwerderecht). 7. Widerspruchsrecht Sie haben das Recht, aus Gründen, die sich aus ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten, die aufgrund von Art. 6 Abs. 1 lit. e oder f DSGVO erfolgt, Widerspruch einzulegen soweit dafür Gründe vorliegen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben oder sich der Widerspruch gegen Direktwerbung richtet. Im letzteren Fall haben Sie ein generelles Widerspruchsrecht. 8. Datensicherheit Informationen zur Datensicherheit entnehmen Sie bitte https://pages.ebay.de/help/policies/privacy-policy.html Widerrufsbelehrung und Muster- Widerrufsformular Die folgende Widerrufsbelehrung gilt ausschließlich für Verbraucher (siehe § 1 der AGB). Widerrufsrecht Sie haben das Recht, binnen einem Monat ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt einen Monat ab dem Tag an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die Waren in Besitz genommen haben bzw. hat. Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Herrn Jörg Ernst, Auestraße 66, 08371 Glauchau, Telefonnummer: 03763/75189, E-Mail-Adresse: minitruck-boutique@t-online.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. ein mit der Post versandter Brief oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden. Folgen des Widerrufs Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstige Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet. Wir können die Rückzahlung verweigern, bis wir die Waren wieder zurückerhalten haben oder bis Sie den Nachweis erbracht haben, dass Sie die Waren zurückgesandt haben, je nachdem, welches der frühere Zeitpunkt ist. Sie haben die Waren unverzüglich und in jedem Fall spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem Sie uns über den Widerruf dieses Vertrages unterrichten, an uns zurückzusenden oder zu übergeben. Die Frist ist gewahrt, wenn Sie die Waren vor Ablauf der Frist von vierzehn Tagen absenden. Wir tragen die Kosten der Rücksendung der Waren. Sie müssen für einen etwaigen Wertverlust der Waren nur aufkommen, wenn dieser Wertverlust auf einen zur Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise der Waren nicht notwendigen Umgang mit ihnen zurückzuführen ist. Ausschluss des Widerrufsrechtes Das Widerrufsrecht besteht nicht bei Verträgen ? zur Lieferung von Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich ist oder die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten sind, ? zur Lieferung von Waren, die schnell verderben können oder deren Verfallsdatum schnell überschritten würde, ? zur Lieferung alkoholischer Getränke, deren Preis bei Vertragsschluss vereinbart wurde, die aber frühestens 30 Tage nach Vertragsschluss geliefert werden können und deren aktueller Wert von Schwankungen auf dem Markt abhängt, auf die der Unternehmer keinen Einfluss hat, - zur Lieferung von Zeitungen, Zeitschriften oder Illustrierten mit Ausnahme von Abonnement-Verträgen Das Widerrufsrecht kann erlöschen ? zur Lieferung versiegelter Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht zur Rückgabe geeignet sind, wenn ihre Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde, ? zur Lieferung von Waren, wenn diese nach der Lieferung auf Grund ihrer Beschaffenheit untrennbar mit anderen Gütern vermischt wurden, ? zur Lieferung von Ton- oder Videoaufnahmen oder Computersoftware in einer versiegelten Packung, wenn die Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde ? zur Lieferung von Zeitungen, Zeitschriften oder Illustrierten mit Ausnahme von Abonnement-Verträgen. -Ende der Widerrufsbelehrung- Muster- Widerrufsformular Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück. An [Herrn Jörg Ernst, Auestraße 66, 08371 Glauchau, E-Mail-Adresse: minitruck-boutique@t-online.de]: Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren (*)/ die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*) - Bestellt am (*)/erhalten am (*) - Name des/der Verbraucher(s) - Anschrift des/der Verbraucher(s) - Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier) - Datum _______________ (*) Unzutreffendes streichen. Artikelstandort: Glauchau, Deutschland Ausgeschlossen: Österreich Sofortige Zahlung von EUR 9,49 erforderlich. Vorauszahlung; Versand erfolgt nach Geldeingang, in der Regel am selben od. nächsten Werktag Hansgrohe Axor, Jbl On Tour, Tussi on Tour Total durchgeknallt, Axor Uno, Axor Carlton, Tussi On Tour in Werkzeugsets für Heimwerker, Ssx On Tour, Baugewerbe-Handschuhe OX-ON Konfektionsgröße XXL, Tussi On Tour in Verrückte Sammlerobjekte
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q-de-2168
Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
Piroxicam Al 10 Tabl. - shop-apotheke.com Home Piroxicam Al 10 Tabl. Piroxicam Al 10 Tabl. 1 von 0 04981963 Menge: Beipackzettel Piroxicam Al 10 Tabl. 10 mg Piroxicam Das Arzneimittel ist ein entzündungshemmendes und schmerzstillendes Arzneimittel (nichtsteroidales Antiphlogistikum/Antirheumatikum, NSAR).Vor einer Verschreibung von Piroxicam wird Ihr Arzt den Nutzen dieses Arzneimittels gegen das Risiko für das Auftreten möglicher Nebenwirkungen abwägen. Ihr Arzt wird unter Umständen einige Untersuchungen bei Ihnen durchführen und wird Ihnen auch mitteilen, wie oft Sie untersucht werden müssen, während Sie mit Piroxicam behandelt werden.Anwendungsgebiete mit dem PräparatDas Präparat wird zur Linderung der Beschwerden bei aktivierter Arthrose (Reizzustände degenerativer Gelenkerkrankungen), rheumatoider Arthritis und Morbus Bechterew/Spondylitis ankylosans (rheumatische Erkrankung der Wirbelsäule) wie etwa Schwellungen, Steifigkeit und Gelenkschmerzen angewendet. Piroxicam bewirkt keine Heilung der Arthritis und wird Ihnen nur so lange helfen, solange Sie es anwenden.Ihr Arzt wird Ihnen Piroxicam nur dann verschreiben, wenn andere nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) keine zufriedenstellende Linderung der Beschwerden mit sich gebracht haben.Wegen des verzögerten Erreichens eines konstanten Wirkspiegels ist das Präparat nicht zur Einleitung der Behandlung von Erkrankungen geeignet, bei denen ein rascher Wirkungseintritt benötigt wird. Nehmen Sie das Präparat immer nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.Ihr Arzt wird bei Ihnen regelmäßige Kontrollen durchführen, um sicherzustellen, dass Sie die optimale Dosis von Piroxicam erhalten. Ihr Arzt wird Ihre Behandlung auf die niedrigste Dosis einstellen, mit der Ihre Symptome am besten unter Kontrolle sind. Sie dürfen unter keinen Umständen die Dosis ändern, ohne zuvor mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gelten die folgenden DosierungsrichtlinienErwachsene und ältere PatientenDie Tageshöchstdosis ist 20 mg Piroxicam in Form einer einzelnen Dosis pro Tag.Falls Sie älter als 70 Jahre sind, wird Ihnen Ihr Arzt unter Umständen eine niedrigere Dosis verschreiben oder die Dauer der Behandlung reduzieren. Wenn Sie über 80 Jahre alt sind, sollten Sie die Einnahme des Präparates vermeiden.Ihr Arzt kann Ihnen Piroxicam gemeinsam mit einem anderen Arzneimittel verschreiben, um so Ihren Magen und Darm gegen mögliche Nebenwirkungen zu schützen.Der empfohlene Dosisbereich für Erwachsene liegt bei 1 - 2 Tabletten des Präparates pro Tag (entspr. 10 - 20 mg Piroxicam/Tag), verteilt auf 1 - 2 Einzelgaben.Die Dosis darf nicht erhöht werden. Falls Sie das Gefühl haben, dass das Arzneimittel nicht ausreichend wirkt, sprechen Sie bitte immer mit Ihrem Arzt. Dauer der AnwendungÜber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.Bei rheumatischen Erkrankungen kann die Einnahme des Präparates über einen längeren Zeitraum erforderlich sein. Wenn Sie eine größere Menge des Präparates eingenommen haben, als Sie solltenBei einer Überdosierung können Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Blutungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit auftreten. Weitere Symptome einer Überdosierung können Störungen der Nierenfunktion (Blut und/oder Eiweiß im Urin, akutes Nierenversagen) und Störungen der Leberfunktion sein.Ein spezifisches Gegenmittel (Antidot) existiert nicht.Die Gabe von Antacida und Aktivkohle senkt den Plasmaspiegel.Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit dem Präparat benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere einer Vergiftung über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Wenn Sie die Einnahme des Präparates vergessen habenHolen Sie die Einnahme nach, sobald Sie sich daran erinnern. Falls jedoch fast die Zeit für die nächste Dosis erreicht ist, nehmen Sie bitte die versäumte Dosis nicht ein, sondern setzen Sie die Behandlung einfach mit der nächsten Dosis zur vorgesehenen Zeit fort. Die Dosis darf nicht verdoppelt werden. Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Nehmen Sie das Präparat unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) während oder nach einer Mahlzeit ein. Wie alle Arzneimittel kann das Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Sollten Sie die folgenden Nebenwirkungen bei sich beobachten, besprechen Sie das bitte mit Ihrem Arzt, der dann festlegt, wie weiter zu verfahren ist.Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbarMögliche NebenwirkungenBei den folgenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen muss berücksichtigt werden, dass sie überwiegend dosisabhängig und von Patient zu Patient unterschiedlich sind.Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt. Magen/Zwölffingerdarm-Geschwüre (peptische Ulzera), Perforationen (Durchbrüche) oder Blutungen, manchmal tödlich, können auftreten, insbesondere bei älteren Patienten. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen, ulzerative Stomatitis, Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn sind nach Anwendung berichtet worden. Weniger häufig wurde Magenschleimhautentzündung beobachtet.Wassereinlagerung (Ödeme), Bluthochdruck und Herzinsuffizienz wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung berichtet.Arzneimittel wie das Präparat sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (Herzinfarkt) oder Schlaganfälle verbunden.HerzerkrankungenSehr selten: Herzklopfen (Palpitationen), Wassereinlagerung (Ödeme), Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Herzinfarkt.Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsSehr selten:Störungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose). Erste Anzeichen können sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen.Die Dauer und Stärke von Blutungen können bei Piroxicam verlängert bzw. verstärkt sein. Bei Langzeittherapie sollte das Blutbild regelmäßig kontrolliert werden.Erkrankungen des NervensystemsHäufig: Zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit.Sehr selten: Krampfanfälle (Konvulsionen).AugenerkrankungenGelegentlich: Sehstörungen.Erkrankungen des Ohrs und des LabyrinthsHäufig: Ohrgeräusche (Tinnitus).Erkrankungen des Magen-Darm-TraktsSehr häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung und geringfügige Magen-Darm-Blutverluste, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) verursachen können.Häufig: Magen/Zwölffingerdarm-Geschwüre (peptische Ulzera), unter Umständen mit Blutung und Durchbruch. Ulzerative Stomatitis, Verstärkung einer Colitis ulcerosa und eines Morbus Crohn.Gelegentlich: Magenschleimhautentzündung (Gastritis).Sehr selten: Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis) und der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), Beschwerden im Unterbauch z. B. unspezifische, blutende, Darmentzündungen (Colitiden), z. T. auch mit Ausbildung von Geschwüren.Ausbildung von membranartigen Verengungen in Dünn- und Dickdarm (intestinale, diaphragmaartige Strikturen).Sollten stärkere Schmerzen im Oberbauch, Bluterbrechen, Blut im Stuhl und/oder eine Schwarzfärbung des Stuhls auftreten, so müssen Sie das Präparat und sofort den Arzt informieren.Erkrankungen der Nieren und HarnwegeHäufig: Anstieg des Blutharnstoffgehalts.Gelegentlich: Ausbildung von Wassereinlagerung (Ödeme), insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck (arterieller Hypertonie) oder eingeschränkter Nierenfunktion (Niereninsuffizienz).Sehr selten: Nierengewebsschädigungen (interstitielle Nephritis, Papillennekrose), die mit akuter Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz), Eiweiß im Harn (Proteinurie) und/oder Blut im Harn (Hämaturie) einhergehen können. Nephrotisches Syndrom (Wassereinlagerung im Körper [Ödeme] und starke Eiweißausscheidung im Harn).Verminderung der Harnausscheidung, Wassereinlagerung (Ödeme) meist im Bereich der Unterschenkel, die auf Behandlung mit Diuretika nicht ansprechen, sowie allgemeines Unwohlsein können Ausdruck einer Nierenerkrankung bis hin zum Nierenversagen sein.Die Nierenfunktion sollte regelmäßig kontrolliert werden.Erkrankungen der Haut und des UnterhautzellgewebesHäufig: Hautausschlag.Gelegentlich: Lichtüberempfindlichkeit der Haut mit Juckreiz, Rötung und fleckigen bis blasigen Ausschlägen, allergisches Ödem.Sehr selten: Schwere und möglicherweise lebensbedrohliche Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, Toxisch epidermale Nekrolyse), Haarausfall (Alopezie), Nagelwachstumsstörungen.Infektionen und parasitäre ErkrankungenSehr selten ist im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung bestimmter entzündungshemmender Arzneimittel (nichtsteroidaler Antiphlogistika; zu diesen gehört auch das Präparat), eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z. B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben worden.Wenn während der Einnahme mit dem Präparat Zeichen einer Infektion (z.B. Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte daher unverzüglich der Arzt zu Rate gezogen werden.GefäßerkrankungenSehr selten: Bluthochdruck (arterielle Hypertonie), Hautblutungen (Purpura Schoenlein-Henoch), Gefäßentzündungen (Vaskulitis), Mund- und Schleimhautblutungen.Erkrankungen des ImmunsystemsSehr selten: Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen.Anzeichen hierfür können sein: Anschwellen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf, Wassereinlagerung (Ödeme), Atemnot, Herzjagen, schwere Kreislaufstörungen bis zum lebensbedrohlichen Schock. Bei Auftreten einer dieser Erscheinungen, die schon bei Erstanwendung vorkommen können, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.Leber- und GallenerkrankungenHäufig: Erhöhungen von Leberwerten (Anstieg der Transaminasen und der alkalischen Phosphatase).Selten: Gelbsucht (cholestatisches Syndrom), akute Leberentzündung (Hepatitis).Sehr selten: Toxisches Leberversagen.Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind. Bei Einnahme des Präparates mit anderen ArzneimittelnBitte informieren Sie Ihren Arzt über alle anderen Arzneimittel, die Sie einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem (in der letzten Woche) eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.Arzneimittel können sich in manchen Fällen gegenseitig beeinflussen. Ihr Arzt wird unter Umständen die Anwendung von Piroxicam oder von anderen Arzneimitteln reduzieren oder Sie werden unter Umständen andere Arzneimittel anwenden müssen. Für Ihren Arzt ist es besonders wichtig zu wissen, ob Sie folgende Arzneimittel anwenden:Acetylsalicylsäure oder andere nichtsteroidale Antirheumatika zur Schmerzlinderung.Glukokortikoide, d.h. Arzneimittel zur Behandlung verschiedener Krankheiten wie etwa Allergien oder Störungen im Hormonhaushalt.Gerinnungshemmende Arzneimittel wie etwa Warfarin zur Vermeidung von Blutgerinnseln.Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, die man als selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) bezeichnet.Arzneimittel wie Acetylsalicylsäure zur Vermeidung einer Verklumpung der Blutplättchen.Falls Sie eines der genannten Arzneimittel anwenden, sprechen Sie bitte sofort mit Ihrem Arzt.Die gleichzeitige Anwendung des Präparates und Phenytoin (Mittel zur Behandlung von Krampfanfällen) oder Lithium (Mittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen) kann die Konzentration dieser Arzneimittel im Blut erhöhen. Eine Kontrolle der Serum-Lithium-Spiegel ist nötig. Eine Kontrolle der Serum-Phenytoin-Spiegel wird empfohlen.Das Präparat kann die Wirkung von entwässernden und blutdrucksenkenden Arzneimitteln (Diuretika und Antihypertensiva) abschwächen.Das Präparat kann die Wirkung von ACE-Hemmern (Mittel zur Behandlung von Herzschwäche und Bluthochdruck) abschwächen. Bei gleichzeitiger Anwendung kann weiterhin das Risiko für das Auftreten einer Nierenfunktionsstörung erhöht sein.Die gleichzeitige Gabe des Präparates und kaliumsparenden Entwässerungsmitteln (bestimmte Diuretika) kann zu einer Erhöhung des Kaliumspiegels im Blut führen.Die gleichzeitige Verabreichung des Präparates mit anderen entzündungs- und schmerzhemmenden Mitteln aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antiphlogistika oder mit Glukokortikoiden erhöht das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre oder Blutungen.Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure und bestimmte Antidepressiva (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer/SSRI) können das Risiko für Magen-Darm-Blutungen erhöhen.Die Gabe des Präparates innerhalb von 24 Stunden vor oder nach Gabe von Methotrexat kann zu einer erhöhten Konzentration von Methotrexat und einer Zunahme seiner unerwünschten Wirkungen führen.Das Risiko einer nierenschädigenden Wirkung durch Ciclosporin (Mittel, das zur Verhinderung von Transplantatabstoßungen, aber auch in der Rheumabehandlung eingesetzt wird) wird durch die gleichzeitige Gabe bestimmter nichtsteroidaler Antiphlogistika erhöht. Dieser Effekt kann auch für eine Kombination von Ciclosporin mit Piroxicam nicht ausgeschlossen werden.Arzneimittel, die Probenecid (Mittel zur Behandlung von Gicht) oder Cimetidin (Mittel zur Behandlung von Magen-Darmgeschwüren) enthalten, können die Ausscheidung von Piroxicam aus dem Körper verzögern. Dadurch kann es zu einer Anreicherung von Piroxicam im Körper mit Verstärkung seiner unerwünschten Wirkungen kommen.Die gleichzeitige Anwendung von Phenobarbital (enthalten in Schlafmitteln und in Mitteln gegen Anfallsleiden) führt zu einer Erniedrigung der Konzentration von Piroxicam im Blutserum und damit zu einer verminderten Wirkung.Die gleichzeitige Anwendung des Präparates und blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (z. B. Cumarinpräparaten) kann zu einer Verstärkung der Blutgerinnungshemmung führen. Eine Anwendung von Piroxicam in Kombination mit Antikoagulanzien wie Warfarin ist daher kontraindiziert.Klinische Untersuchungen haben Wechselwirkungen zwischen nichtsteroidalen Antiphlogistika und Sulfonylharnstoffen (Mittel zur Senkung des Blutzuckers) gezeigt. Obwohl Wechselwirkungen zwischen Piroxicam und Sulfonylharnstoffen bisher nicht beschrieben sind, wird vorsichtshalber bei gleichzeitiger Anwendung eine Kontrolle der Blutzuckerwerte empfohlen.Bei Einnahme des Präparates zusammen mit Nahrungsmitteln und GetränkenWährend der Einnahme des Präparates sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken. Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werdenwenn Sie bereits einmal ein Magen- oder Darmgeschwür, eine Blutung oder einen Durchbruch (Perforation) im Magen-Darm-Bereich hatten.wenn Sie derzeit ein Magen- oder Darmgeschwür, eine Blutung oder einen Durchbruch (Perforation) im Magen-Darm-Bereich haben.wenn Sie derzeit oder in Ihrer Vorgeschichte eine Magen-Darm-Erkrankung (Magen- oder Darmentzündung) haben, welche das Risiko einer Blutung erhöhen kann, wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Magen- oder Darmkrebs oder Divertikulitis (entzündete oder infizierte Ausstülpungen oder „Taschen" im Dickdarm).wenn Sie andere NSAR einschließlich COX-2-selektiver NSAR und Acetylsalicylsäure (eine Substanz, die in vielen Medikamenten enthalten ist, die zur Linderung von Schmerzen und zur Fiebersenkung eingesetzt werden) anwenden.wenn Sie gerinnungshemmende Arzneimittel, wie etwa Warfarin, zur Vorbeugung gegen Blutgerinnsel anwenden.wenn Sie bereits einmal eine schwere allergische Reaktion auf Piroxicam, andere NSAR oder andere Arzneimittel hatten, vor allem ernste Hautreaktionen wie etwa exfoliative Dermatitis (starke Hautrötung mit Hautabschuppung oder -abschälung), Hautreaktionen mit Bläschenbildung (Stevens-Johnson-Syndrom, eine Hautkrankheit mit roten Blasen, wunder, blutiger oder verkrusteter Haut) oder Toxisch epidermale Nekrolyse (eine Hautkrankheit mit Blasenbildung und Abschälung der obersten Hautschicht).Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Hautreaktionen (ungeachtet des Schweregrads) auf Piroxicam, andere NSAR oder andere Arzneimittel in der Vergangenheit.'wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen einen der sonstigen Bestandteile des Präparates sind.bei ungeklärten Blutbildungs- oder Blutgerinnungsstörungen.bei Hirnblutungen (zerebrovaskulären Blutungen) oder anderen aktiven Blutungen.bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen.bei mäßiger oder schwerer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz).in der Schwangerschaft im letzten Drittel. Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren dürfen das Präparat nicht einnehmen, da der Wirkstoffgehalt zu hoch ist.Falls einer dieser Punkte für Sie zutrifft, dürfen Sie das Präparat nicht anwenden. Sprechen Sie bitte sofort mit Ihrem Arzt. Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.SchwangerschaftWird während der Einnahme des Präparates eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen.Sie dürfen Piroxicam im 1. und 2. Schwangerschaftsdrittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden.Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf das Präparat wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind nicht eingenommen werden.StillzeitDer Wirkstoff des Präparates geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. In der Stillzeit sollte das Präparat deshalb nicht eingenommen werden. Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Präparates ist erforderlichBei der Einnahme des Arzneimittels ist besondere Vorsicht geboten; informieren Sie daher vor der Einnahme des Präparates immer Ihren Arzt.Eine gleichzeitige Anwendung des Präparates mit anderen nichtsteroidalen Entzündungshemmern, einschließlich so genannten COX-2-Hemmern (Cyclooxygenase-2-Hemmern), sollte vermieden werden.Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, für die Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.Sicherheit im Magen-Darm-TraktÄltere PatientenBei älteren Patienten treten häufiger Nebenwirkungen nach Anwendung von nichtsteroidalen Entzündungshemmern auf, insbesondere Blutungen und Durchbrüche im Magen- und Darm-Bereich, die unter Umständen lebensbedrohlich sein können. Daher ist bei älteren Patienten eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich.Wie alle nichtsteroidalen Antirheumatika kann das Präparat schwerwiegende Reaktionen im Magen-Darm-Bereich wie etwa Schmerzen, Blutung, Geschwüre und Durchbruch (Perforation) verursachen. Sie müssen die Anwendung von Piroxicam sofort beenden und Ihren Arzt verständigen, wenn Sie Magenschmerzen haben oder Anzeichen für eine Blutung im Magen oder Darm wie etwa schwarzen oder blutigen Stuhl oder Erbrechen von Blut, bei sich feststellen.Sie müssen die Anwendung von Piroxicam sofort beenden und Ihren Arzt verständigen, wenn Sie eine allergische Reaktion wie etwa einen Hautausschlag, eine Schwellung im Gesicht, pfeifendes Atmen oder Schwierigkeiten beim Atmen oder sonstige Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion haben.Wenn Sie älter als 70 Jahre sind, wird Ihr Arzt unter Umständen die Behandlungsdauer reduzieren und Sie während der Behandlung mit Piroxicam häufiger untersuchen wollen.Wenn Sie älter als 70 Jahre sind oder andere Arzneimittel wie Glukokortikoide, bestimmte Arzneimittel gegen Depression (auch als selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer [SSRI] bezeichnet) oder Acetylsalicylsäure (zur Vermeidung von Blutgerinnseln) anwenden, wird Ihnen Ihr Arzt unter Umständen eine Kombinationstherapie mit dem Präparat und einem die Magenschleimhaut schützenden Arzneimittel verschreiben.Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen, wenn Sie älter als 80 Jahre sind.Falls Sie bereits einmal Probleme mit Arzneimitteln oder Allergien hatten oder derzeit haben oder wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, ob Sie Piroxicam anwenden können, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.Achten Sie bitte darauf, dass Sie Ihren Arzt über alle anderen Arzneimittel informiert haben, die Sie anwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.Wirkungen am Herz-Kreislauf-SystemArzneimittel wie das Präparat sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle („Herzinfarkt") oder Schlaganfälle verbunden. Jedwedes Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer!Wenn Sie Herzprobleme oder einen vorangegangenen Schlaganfall haben oder denken, dass Sie ein Risiko für diese Erkrankungen aufweisen könnten (z. B. wenn Sie hohen Blutdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte haben oder Raucher sind), sollten Sie Ihre Behandlung mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen.HautreaktionenUnter NSAR-Therapie wurde sehr selten über schwerwiegende Hautreaktionen mit Rötung und Blasenbildung, einige mit tödlichem Ausgang, berichtet.Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, Toxisch epidermale Nekrolyse), die möglicherweise lebensbedrohlich sind, wurden in Zusammenhang mit der Anwendung von Piroxicam berichtet. Diese zeigen sich anfänglich als rötliche, schießscheibenartige oder kreisförmige Flecken (oft mit einer Blase in der Mitte) am Körperstamm. Der Hautausschlag kann zu einer großflächigen Blasenbildung oder Ablösung der Haut führen. Zusätzliche Symptome, auf die geachtet werden sollte, sind offene, schmerzende Stellen (Ulcera) in Mund, Hals, Nase und im Genitalbereich sowie gerötete und geschwollene Augen (Konjunktivitis). Diese möglicherweise lebensbedrohlichen Hautreaktionen werden oft von grippeähnlichen Symptomen (Kopfschmerzen, Fieber und Gliederschmerzen) begleitet. Das höchste Risiko für das Auftreten dieser schweren Hautreaktionen besteht in den ersten Behandlungswochen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der Fälle im 1. Behandlungsmonat auftraten. Wenn bei Ihnen ein Stevens-Johnson-Syndrom oder eine Toxisch epidermale Nekrolyse in Zusammenhang mit der Anwendung von Piroxicam aufgetreten ist, dürfen Sie nie wieder mit Piroxicam behandelt werden.Wenn bei Ihnen ein Hautausschlag oder die anderen genannten Symptome an der Haut auftreten, beenden Sie die Anwendung des Präparates und suchen Sie sofort einen Arzt auf. Teilen Sie ihm mit, dass Sie das Präparat einnehmen.Sonstige HinweiseDas Präparat sollte nur unter strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses eingenommen werden:bei bestimmten angeborenen Blutbildungsstörungen (z.B. akute intermittierende Porphyrie).Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich:direkt nach größeren chirurgischen Eingriffen.bei Allergien (z.B. Hautreaktionen auf andere Arzneimittel, Asthma, Heuschnupfen), chronischen Nasenschleimhautschwellungen oder chronischen, die Atemwege verengenden Atemwegserkrankungen.bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion.Bei länger dauernder Gabe des Präparates ist eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte, der Nierenfunktion sowie des Blutbildes erforderlich.Piroxicam kann vorübergehend die Thrombozytenaggregation hemmen. Patienten mit Gerinnungsstörungen sollten daher sorgfältig überwacht werden.Bei Einnahme des Präparates vor operativen Eingriffen ist der Arzt oder Zahnarzt zu befragen bzw. zu informieren.Bei längerem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der Einnahme des Präparates häufig unter Kopfschmerzen leiden!Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.Wie andere Arzneimittel, die die Prostaglandinsynthese hemmen, kann das Präparat es Ihnen erschweren, schwanger zu werden. Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie planen schwanger zu werden oder wenn Sie Probleme haben, schwanger zu werden.Was ist bei Kindern und Jugendlichen zu beachten?Grundsätzlich wird eine Anwendung von Piroxicam bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen, da hierfür keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren dürfen das Präparat nicht einnehmen, da der Wirkstoffgehalt zu hoch ist. Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von MaschinenDa bei der Anwendung des Präparates in höherer Dosierung zentralnervöse Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindel auftreten können, kann im Einzelfall das Reaktionsvermögen verändert und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt! Persönliche Beratung zum Produkt: Piroxicam Al 10 Tabl. Sie möchten eine persönliche Beratung zum Produkt Piroxicam Al 10 Tabl., dann geben Sie einfach in die entsprechenden Felder Ihre Telefonnummer und die von Ihnen bevorzugte Anrufzeit an:
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Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
Gesellschaft für Informatik zeichnet "10 prägende Köpfe" der KI aus | heise online v.l.n.r.: Bernhard Nebel, Wolfgang Wahlster, Theresa Tran (KI-Newcomer), Elisabeth André, Susanne Biundo-Stephan, Stefan Wrobel, Wolfgang Bibel, Gunay Kazimzade (KI-Newcomer), Christine Regitz (Juryvorsitzende), Otthein Herzog, Dieter Fellner (Jury), Hanes Federrath (Jury), Christoph Beierle (Jury) - kniend: Jörg Siekmann, Bernhard Schölkopf (Bild: GI/IUK - Fabian Sperk) "KI50 – gestern, heute, morgen" heißt das Projekt, in dem die Gesellschaft für Informatik (GI) zehn Wissenschaftler geehrt hat, die die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) in Deutschland maßgeblich geprägt haben. Mit der Wahl der "prägenden Köpfe" will die GI einer breiteren Öffentlichkeit die Geschichte dieser Informatik-Sparte nahebringen und gleichzeitig einen Anschluss an das Wissenschaftsjahr 2019 setzen, in dem die KI-Forschung im Mittelpunkt stand und zehn "KI-Newcomer" ausgezeichnet wurden. KI 50 befasst sich mit der "langen und vielfältigen Tradition der Künstlichen Intelligenz", die seit Anfang der 70er Jahre in Deutschland entstanden ist. Wie GI-Präsident Hannes Federrath betonte, ist die Liste der zehn "prägenden Köpfe" nicht als Top-10-Liste im Sinne einer Rangliste zu verstehen. Vielmehr soll die ganze Bandbreite der KI-Forschung in Deutschland abgebildet werden. Nach den zehn Newcomer*innen stehen die zehn prägenden Köpfe für die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz insgesamt, bei der ein großer Anteil der Forschungsarbeiten aus Europa und aus Deutschland stammten, erklärte Dieter Fellner, Vorsitzender des Fraunhofer-Verbunds und Mitglied der Jury. Die zehn prägenden Köpfe der KI (10 Bilder) Elisbaeth André, Inhaberin des Lehrstuhls für Multimodale Mensch-Technik Interaktion am Institut für Informatik der Universität Augsburg. Sie forscht im Bereich der Interaktion von Mensch und Machine sowie der Multiagentensysteme. (Bild: Gesellschaft für Informatik) Kurzlink: https://heise.de/-4659250
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Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
Thuringen - ebooks-gratuits.me Merkwurdigkeiten Praventiver Hilfsmoglichkeiten Hermundurenland Pravalenz (Temps écoulé : 0.9972) 1 Thüringen - Bodo Schulenburg Auteur : Bodo Schulenburg 3 Thüringen und der Harz, mit ihren Merkwürdigkeiten, Volkssagen und Legenden. Historisch-romantische Beschreibung aller in Thüringen und auf dem Harz vorhanden gewesenen und noch vorhandenen Schlösser, Burgen, Klöster, etc. SIEBTER BAND - Friedrich von Sydow & Johann Michael Heinrich Doering Auteur : Friedrich von Sydow & Johann Michael Heinrich Doering 4 Thüringen und der Harz, mit ihren Merkwürdigkeiten, Volkssagen und Legenden. Historisch-romantische Beschreibung aller in Thüringen und auf dem Harz vorhanden gewesenen und noch vorhandenen Schlösser, Burgen, Klöster, etc. - Friedrich von Sydow, Johann Michael Heinrich Doering & Carl Duval Auteur : Friedrich von Sydow, Johann Michael Heinrich Doering & Carl Duval 5 Thüringen und der Harz, mit ihren Merkwürdigkeiten, Volkssagen und Legenden. Historisch-romantische Beschreibung aller in Thüringen [By L. Storch, C. Duval, W. Schoenichen, F. von. S., H. Doering and others, and edited by F. von S.] - Friedrich von Sydow, W. Schoenichen & Carl Duval Auteur : Friedrich von Sydow, W. Schoenichen & Carl Duval 6 Praktikumsbericht: Landesfilmdienst Thüringen e.V. - Zentrum für Medienkompetenz und Service - Astrid Schäfer Medien repräsentieren einen Kulturbereich und sind zu einer wichtigen Sozialisationsinstanz geworden. In diesem Zusammenhang ist ganz klar, dass die Prozesse der Mediensozialisation zunehmend pädagogisch bedeutsam werden. In der Literatur wird heute vielfach vom Aufwachsen in Medienwelten gesprochen, was im Wesentlichen den Tatbestand abbildet, dass die Welterfahrung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig von der Medienvielfalt im Alltag geprägt und strukturiert wird. Kennzeichnend für die Alltagsmedienwelt ist, dass insbesondere das Buch - als eines der ersten Medien nach allgemeinem Verständnis - heute stark in den Hintergrund getreten ist, während Fernsehen und Computerspiele deutlich dominieren. Hinsichtlich dieser Tatsache, habe ich die Medien Buch (genau: literarischer Text) und Film zum zentralen Gegenstand meines Praktikums im Landesfilmdienst Thüringen e.V. gemacht. Der 7 Geotourismus in Thüringen - Nancy Allmrodt Auteur : Nancy Allmrodt Diese Studie befasst sich mit einem noch relativ jungen Phänomen: den Geoparks. Seit einigen Jahren ist eine unvergleichliche Dynamik auf diesem Gebiet zu verzeichnen, die sich darin äußert, dass weltweit ständig neue Geoparks gegründet werden. Auch die internationale Geotourismusforschung beginnt sich langsam zu etablieren. Bisher wurden aber nur wenige Befragungen in Geoparks durchgeführt, die evaluieren, wie Besucher und Anwohner Geoparks beurteilen und inwiefern diese sich dafür interessieren. Daher war es Ziel dieser Untersuchung, eine Nachfrageanalyse dieser beiden wichtigsten Zielgruppen eines Geoparks durchzuführen. Im Nationalen GeoPark Thüringen Inselsberg Drei Gleichen wurde hierzu eine umfassende Touristen- und Anwohnerbefragung durchgeführt, wobei der Fokus auf Ersteren liegt. Dies erfolgte mit einem standardisierten Fragebogen in schriftlicher Form im Herbst bzw. 8 Thüringen Reiseführer Michael Müller Verlag - Heidi Schmitt Auteur : Heidi Schmitt Die Autorin Heidi Schmitt weiß aber auch, wo Aktive die schönsten Reviere finden zum Wandern, Radeln, Paddeln oder Klettern. 9 Sagenhaftes Thüringen - Klaus Fischer Auteur : Klaus Fischer 10 Die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Thüringen und Rheinland-Pfalz - Götz Lieberknecht Auteur : Götz Lieberknecht Die Arbeit stellt eine Policy-Analyse eines aktuellen und politikwissenschaftlich relevanten Themas dar: der Umsetzung von EU-Umweltpolitik in den Mitgliedstaaten bzw. Bundesländern. Nach der theoretischen Verankerung in der Implementations- und Europäisierungsforschung stützt sich der empirische Teil auf die Analyse einschlägiger Dokumente, d.h. Gesetzes- und Verordnungstexte. Untersucht wird dabei anhand zweier Hypothesen die Rolle unterschiedlicher Parteienkonstellationen im Implementierungsprozess sowie die Bedeutung informeller Gremien sowohl zwischen den Ländern als auch im europäischen Mehrebenensystem. 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Doch in der Zwischenzeit überfällt der böse Herzog Heinrich der Grimmige Thüringen und belagert das Schloss der Landgräfin Jutta. In seinem Heer führt er zwei furchtbare Fabeltiere mit, die die Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Als alle Hoffnung zu verfliegen droht, bricht ein kleines, mutiges Mädchen auf, um den Drachen Emil zu suchen. Denn alle Thüringer wissen: nur der Drache Emil kann das Land noch retten! 15 Sagen, Märchen und Gebräuche aus Sachsen und Thüringen 1845 - Emil Sommer & Harald Rockstuhl Auteur : Emil Sommer & Harald Rockstuhl 70 Sagen, 11 Märchen und Gebräuche aus Thüringen und Sachsen (und heute Sachsen-Anhalt) sowie der Stadt Halle – 1845 // 1 s/w und 10 farbige Fotos, sowie 6 Zeichnungen //Drei Kapitel: I. Sagen; II. Märchen; III. Gebräuche mit Lichtmesse, Fastnacht, Aschermittwoch, Ostern, Walpurgis, Himmelfahrt, Pfingsten, Johannis, Martini, Andreasnacht. Die Zeit zwischen Johannis und der Ernte, Ernte. Die zwölf Nächte. 16 Radegunde von Thüringen - Simone Knodel Auteur : Simone Knodel 17 Geschichte Nationalsozialismus: Der "Mustergau". Thüringen zur Zeit des Nationalsozialismus. - Steffen Raßloff Auteur : Steffen Raßloff NS-"Mustergau" Thüringen: Mythos oder Realität? Thüringen war in den 1920er-Jahren eine der frühen Hochburgen der NSDAP. Hier gelangten 1930 erstmals Nationalsozialisten auf Ministersessel. Hier erfolgte 1932 die "vorgezogene Machtergreifung" unter Fritz Sauckel. Die NS-Politik setzte das Land besonders rigoros um, nutzte dabei aber die Ausstrahlung des Kulturlandes um Hitlers "Lieblingsstadt" Weimar. Schließlich sollte Thüringen mit Rüstungsprojekten und einem Führerhauptquartier zur letzten "Festung" des "Dritten Reiches" werden. 18 Sagen und Legenden aus Thüringen - Christine Giersberg & John Verlag Auteur : Christine Giersberg & John Verlag Der Fund eines Homo erectus aus Bilzingsleben bei Weimar zeugt von einer Besiedlung der Gegend 350 000 v. Chr. Der Name "Thoringi" taucht erstmals im Jahre 380 bei dem römischen Geschichtsschreiber auf Flavius Vegetius Renatus auf. Die Missionierung Thüringens erfolgte auf Betreiben des späteren Bischofs von Mainz, Bonifatius. Er errichtete 742 in Erfurt ein Bistum. Im Jahre 1067 gründet Graf Ludwig der Springer nahe bei Eisenach die berühmte Wartburg. Im 12. Jahrhundert wurden die Städte Mühlhausen, Nordhausen und Saalfeld zu Reichstädten erhoben. 1247 starb mit Heinrich Raspe der letzte des mächtigen Geschlechts der Ludowinger, nachdem er nur ein Jahr zuvor zu, allerdings recht umstrittenen, zu Königswürden kam. 1554, nach dem Tode Johann Friedrichs es Großmütigen, wurde Thüringen auf Grund der Erbteilung in zahlreiche Einzelstaaten aufgeteilt, wobei nach Sachsen- 19 Deutsche Fahrten: Reise- und Kulturbilder aus Anhalt und Thüringen - Karl Emil Franzos Dieses eBook: "Deutsche Fahrten: Reise- und Kulturbilder aus Anhalt und Thüringen" ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Karl Emil Franzos (1848-1904) war ein zu seiner Zeit sehr populärer österreichischer Schriftsteller und Publizist. Seine Erzählungen und Romane reflektieren die Welt des osteuropäischen Judentums und die Spannungen, denen er als Jude und Deutscher in Galizien und der Bukowina ausgesetzt war. Seine Reisebeiträge waren beliebt, weswegen ihn die Neue Freie Presse von 1874 bis 1876 auf Reisen in die östliche Hälfte der Habsburgermonarchie schickte. Es entstanden kulturhistorische und ethnografische Kulturbilder, die, nach Abdruck in der Zeitung als Buch unter dem Titel Aus Halb-Asien zusammengefasst und immer wieder aktualisiert, in mehreren Auflagen erschienen und sehr erfolgrei 20 Wanderungen durch Thüringen - Ludwig Bechstein 21 Einführung einer Vorsorgepflicht für Kinder in Thüringen unter Betrachtung weiterer präventiver Hilfsmöglichkeiten - Christian Schubert Auteur : Christian Schubert In den letzten Monaten brachten die Medien immer häufiger Fälle von Kindesvernachlässigung, -misshandlung und -missbrauch an das Licht der Öffentlichkeit. Dabei sind es die extremen und tragischen Einzelschicksale mit Todesfolge, wie die der kleinen Lea-Sophie aus Schwerin oder der toten Kinder aus Erfurt, Nordhausen, und Sömmerda, die für Erschütterung, Betroffenheit und Wut in unserer Gesellschaft sorgen. Doch diese Fälle sind nur die Spitze des Eisberges, denn die Zahl der Kindeswohlgefährdungen, die im Schatten der Öffentlichkeit liegen, scheint weitaus höher zu sein. Schätzungen gehen davon aus, dass deutschlandweit zwischen 48.000 und 430.000 Kinder im Alter von 0 6 Jahren gesundheits- und lebensgefährdenden Bedingungen ausgesetzt sind.1 Vor diesem Hintergrund wurden sowohl auf Bundesebene als auch speziell in Thüringen viele Maßnahmen zum Schutz der Kinder ins Leben 22 Thüringen doch Hermundurenland. Ein Beitrag zur geschichtlichen Völkerkunde ... Nebst einer Reconstruction der Ptolemäus-Karte von Germanien. - Alfred Kirchhoff Auteur : Alfred Kirchhoff 23 Thüringen. Ein geographisches Handbuch, etc - Fritz Regel Auteur : Fritz Regel 24 Deutsche Fahrten - Reise- und Kulturbilder aus Anhalt und Thüringen - Karl Emil Franzos Im ersten Band seiner Reise- und Kulturbilder beschreibt der Schriftsteller Franzos seine Eindrücke aus den Fahrten durch die Ländereien Anhalts und Thüringens seiner Zeit. 25 Thüringen Mitte/Nord - Sabine Gilcher Auteur : Sabine Gilcher Das Tourenangebot reicht von Wanderklassikern bis zu absoluten Geheimtipps, von gemütlichen Spaziergängen bis zu mehrstündigen Unternehmungen für sportlich ambitionierte Wanderer. Der räumliche Bogen spannt sich dabei vom Werra-Bergland und dem Nationalpark Hainich über das Harzvorland zum Kyffhäuser und bis zur Sächsischen Saale süd 26 Prognose der Landtagswahlen 2019 in Brandenburg, Sachsen und Thüringen - Wilfried Rabe Auteur : Wilfried Rabe Das bei den letzten Wahlen in diesen Ländern festgestellte Wahlverhalten von Frauen und Männern in den verschiedenen Altersgruppen wird untersucht und analysiert. Die Anfang Januar 2019 vorliegenden Wahlprognosen werden vorgestellt, und es wird dargelegt mit welchen Wahlkampfstrategien voraussichtlich die Parteien in den beginnenden Wahlkampf gehen. Die Konsequenzen der möglichen Wahlausgänge für die Fortbestand der gro 27 Children`s Home in Germany Thüringen - Eva Siebenherz Auteur : Eva Siebenherz Many people have spent their childhood and youth in a Children’s Home, an asylum, a youth center, approved school or another similar facility. And many cannot let go of the experience and are looking for connections into the past. Or for a variety of reasons, they are looking for a temporary or permanent home accommodation. Whether it is an active facility ore one closed already - the confusion and mix-up is great. Either one cannot find any information or one only finds unclear results. For this reason, we have compiled this directory of asylums which lists nearly 10000 homes and other facilities in about 10 categories. From children's homes, youth housing, disabled homes, home schools to normal dormitories, everything is represented. In addition, you will find archive entries for closed facilities. This also includes children's homes and youth employment centers in the f 28 Elisabeth von Thüringen und die neue Frömmigkeit in Europa - Christa Bertelsmeier-Kierst Auteur : Christa Bertelsmeier-Kierst Anläßlich des 800. Geburtstages der heiligen Elisabeth von Thüringen wurde 2007 in Marburg ein wissenschaftliches Symposion durchgeführt, das Elisabeths karitatives Wirken in den Kontext der großen religiösen Bewegungen jener Zeit stellte. Die Subjektivierung der Frömmigkeit, die von den großen Reformorden ausging, erfasste um 1200 nachhaltig auch die Laiengesellschaft. Vor allem Frauen drängten nach Teilhabe am religiösen Leben und strebten eine möglichst radikale Nachfolge Christi an. Ergriffen vom neuen Ideal der Armut und Askese waren sie bereit, ihre bisherigen sozialen Bindungen aufzugeben und ihre Vorstellung eines christlichen Lebens in karitativer Fürsorge oder – in Abkehr von der Welt – in strenger Klausur und mystischer Selbstsorge zu verwirklichen. Diese neue Spiritualität aus der Sicht verschiedener Fächer – der Theologie, der Geschichts- und Literaturwis 29 Umbenannte Straßen in Thüringen - Eva Siebenherz Wir möchten an diese Namen erinnern, sie nicht vergessen, sie sammeln und aufbewahren. Unterstützen Sie uns, damit das irgendwann ein umfangreiches Nachschlagewerk wird. Es geht um unsere gemeinsame Geschichte und unsere Geschichten. 30 Der Waffenschmied aus Thüringen - Holk Maisel Auteur : Holk Maisel Es gibt verschiedenste Darstellungen der Biografie des Nikolaus von Dreyse. Die einen sehen ihn als Militaristen und Waffenfabrikanten, die anderen als den Inbegriff des strebsamen, fleißigen Handwerkers. Ich möchte meine Sicht hinzufügen. 31 Elisabeth – Landgräfin von Thüringen - Hans Bentzien Auteur : Hans Bentzien Wenn man die Wartburg besucht, gelangt man durch einen Laubengang in die Kemenate der heiligen Elisabeth. Sie ist geschmückt mit den berühmten Fresken Moritz von Schwinds, die an das Leben dieser Frau erinnern. Wer war Elisabeth, Landgräfin von Thüringen, die 1231, nur vierundzwanzigjährig, starb und nach ihrem Tod heiliggesprochen wurde? Als vierjähriges Mädchen kam sie, eine ungarische Königstochter, an den Hof von Eisenach. Sie war mit dem elfjährigen Sohn des Landgrafen verlobt worden. Auf der Wartburg wird sie erzogen wie die Fürstenkinder auch. Früh zeigen sich ungewöhnliche Charakterzüge. Sie will, dass es gerecht zugeht, und es entwickelt sich bei ihr eine Frömmigkeit, die zu einer sozialen Haltung wird. Als ihr Verlobter stirbt, wird sie mit dessen Bruder, Ludwig IV., verheiratet. Zwischen beiden entsteht eine echte Liebe — für die auf Verträgen beruhende Heira 32 Thüringen war einmal ein Königreich - Reinhard Schmoeckel Auteur : Reinhard Schmoeckel Die "akademische" Geschichtsforschung weiß nichts davon, weil es keine alten Schriftquellen dazu gibt. Aber Indizien aus zahlreichen anderen Wissenschaften bringen überzeugende Beweise für die Richtigkeit der hi 33 Streifzug durch Thüringen - Gerhard Köhler 34 Sagen und Märchen aus Sachsen und Thüringen - Emil Sommer Auteur : Emil Sommer 14. Die Jungfer auf dem Schloßberge bei Ohrdr 35 Wanderungen durch Thüringen - Ludwig Bechstein In den "Wanderungen durch Thüringen" beschreibt der in Weimar geborene Bechstein seine Heimat und nimmt den Leser mit u.a. in folgende Städte und Regionen: Der Dolmar. Thal der Lichtenau. Der Schneekopf. Schulpforta. 36 Natur und Altertum in Thüringen - Reiseerinnerungen aus den Jahren 1836 - 1841 -1842 - Fr. L. B. von Medem & Gerik Chirlek Auteur : Fr. L. B. von Medem & Gerik Chirlek 37 Johann Rothe's Chronik von Thüringen. Bearbeitet und herausgegeben von E. Fritsche. - Anonyme & E Fritsche Auteur : Anonyme & E Fritsche 38 Thüringen Burgen, Schlösser & Wehrbauten Band 2 - Lothar Groß & Bernd Sternal Auteur : Lothar Groß & Bernd Sternal Ihnen liefert sie eine Vielzahl von Informationen ü 39 Wir backen mit HERMANN aus THÜRINGEN - Anne T. Pörs Auteur : Anne T. Pörs Hermann ist in Thüringen weit bekannt! In diesem Buch wird alles beschrieben, was man zu Aufzucht, Pflege, Teilung und Verarbeitung des Hermann - Ansatzteiges wissen sollte. Neben einer ausführlichen Anleitung zum Umgang mit Hermann sind zahlreiche Rezepte enthalten - zusätzliche Tipps geben praktische Hinweise und Anregungen für neue Variationen. 40 Schulische Integration der minderjährigen Flüchtlinge in Thüringen - Izabela Galus Auteur : Izabela Galus Diese Bachelorarbeit widmet sich der schulischen Integration der jugendlichen Flüchtlinge in Thüringen, die nicht mehr der allgemeinen Schulpflicht unterliegen. Der fehlende Schulabschluss oder dessen fehlende Nachweisbarkeit stellen eine Hürde für die berufliche Integration dar. Die Hauptschwierigkeit besteht darin, dass das staatliche Schulsystem für die jugendlichen Flüchtlinge, die erst ab dem 16. Lebensjahr nach Deutschland kommen, wenig Möglichkeiten bietet, ihren Schulabschluss nachzuholen und somit ihr Recht auf Bildung umzusetzen. Wie sieht die schulische Integration der Flüchtlinge in Thüringen unter Berücksichtigung der vorhandenen strukturellen Möglichkeiten aus? Die Arbeit konzentriert sich auf die Gruppe der jugendlichen Flüchtlinge mit und ohne Aufenthaltsstatus, die auf nicht konventionelle Art ihren Abschluss bzw. Weg in das deutsche Schulsystem suchen. Welch 41 Epidemiologie, Prävalenz, Versorgung und Prävention bei depressiven Erkrankungen in Thüringen - Sebastian Selzer Auteur : Sebastian Selzer Bachelorarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,5, Fachhochschule Erfurt (Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Weltweit wird vermutet, dass 350 Millionen Menschen von Depressionen betroffen sind. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass im Jahr 2020 affektive Störungen zu der zweithäufigsten Krankheit weltweit zählen werden. In Deutschland gibt es schätzungsweise drei Millionen Menschen die betroffen sind. Die Versorgungssituation bietet trotz der hohen Anzahl noch keine adäquate Behandlung. Wie viele sind In Thüringen betroffen und gibt es regionale Unterschiede? Wie verteilt sich die Depression in der Thüringer Bevölkerung und wie sieht es mit der Versorgung im Freistaat aus? Mit vielen Fakten, Zahlen und Belegen geben die Autoren einen Überblick über die Lage. Bei ihrer Forschungsarbeit k 42 Wanderungen durch Thüringen - Ludwig Bechstein Ludwig Bechstein: Wanderungen durch Thüringen Erstdruck: Leipzig,: Georg Wigand, 1847. Thal der Lichtenau Die Hessberger Thierfährten Das Meininger Oberland Schwarzburg und das Schwarzathal Der Kiffhäuser Waltershausen und Tenneberg Der Dietharzergrund Felsenthal und Inselberg Die Liebensteiner Höhle 43 Gebrauchsanweisung für Thüringen - Ulf Annel Auteur : Ulf Annel Was hat Erfurt mit Venedig gemeinsam? Wer steckte hinter dem Bau des Kyffhäuser-Denkmals? Wieso sollten sich Skatfreunde im Zweifels- und Streitfall nach Altenburg begeben? Ulf Annel, Thüringer mit Leib und Seele, führt uns durch seine Heimat, die zwar der "geografische Mittelpunkt Deutschlands", von Mittelmaß aber weit entfernt ist. Er ergründet den Reichtum an Burgen und Schlössern, an Dialekten, Dichtern und Denkern. Wandert auf dem idyllischen Rennsteig und durch das "grüne Herz Deutschlands". Macht sich Gedanken über schnelle Rodler und Rostbratwürste, Goethe und Gartenzwerge, Jenaer Optik und Bauhaus-Architekten - und verrät uns ganz nebenbei, wie die Thüringer wirklich fühlen und denken. 44 Thüringen - Burgen, Schlösser & Wehrbauten Band 1 - Lothar Groß & Bernd Sternal Ihnen liefer 45 Unser schönes Thüringen - Johannes Wilkes Auteur : Johannes Wilkes 46 Thüringen. Ein geographisches Handbuch, etc - Fritz Regel 47 ADAC Reiseführer Thüringen - Bärbel Rechenbach Auteur : Bärbel Rechenbach Thüringen begeistert Naturfreunde, Kulturreisende und Aktive gleichermaßen. Mitten in Deutschland liegt diese grüne Region mit herrlichen Wanderrouten und Radwegen entlang von Werra, Unstrut und Saale. Oder man folgt dem vielbesungenen Rennsteig auf dem Kamm des Thüringer Waldes oder dem Kyffhäuserweg zur Barbarossahöhle. Etliche Schlösser und Burgen zeugen von der reichen und wechselvollen Geschichte. In Eisenach z.B. kann auf der Wartburg die Lutherstube besichtigen, wo der Reformator einst die Bibel übersetzte. Wunderbar restauriert sind Erfurt, Weimar und Jena und laden zu ausgedehnten Stadtbummeln ein. Aber auch Fachwerkstädte wie Schmalkalden und Altenburg oder die einstige Residenzstadt Gotha begeistern mit ihrem Flair. Goethe, Bach und Bauhaus – das sind nur einige der großen Namen, die jeder sofort mit Thüringen verbindet. In diversen Museen und Gedenkstätten oder 48 Thüringen. Ein geographisches Handbuch, etc - Fritz Regel 49 Wanderungen durch Thüringen - Ludwig Bechstein 50 Elisabeth von Thüringen und Konrad von Marburg. Facetten einer Beziehung - Anja Reckenfeld Auteur : Anja Reckenfeld Masterarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte, Note: 1,3, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Katholisch-Theologische Fakultät, Seminar für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit bietet einen Überblick über Leben und Wirken der heiligen Elisabeth von Thüringen sowie eine Analyse über ihre Beziehung zu ihrem Beichtvater Konrad von Marburg. Elisabeth zählt zu den bekanntesten Heiligengestalten in der Katholischen Kirche. Auch außerhalb der Kirche kommt ihr eine besondere Bedeutung zu. Das zeigt sich z.B. daran, dass zahlreiche Institutionen ihren Namen tragen. Elisabeth hat schon bei ihren Zeitgenossen einen bleibenden Eindruck hinterlassen, der sich bis heute erhalten hat. Darstellungen über ihr Leben in verschiedenen Bereichen wie Kunst, Kultur und Literatur sind Be Pas de Suggestions Relatives pour: Thuringen
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q-de-2168
Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
Wegen eines Tippfehlers ist ein Hartz-IV-Betrüger in Niedersachsen aufgeflogen. Wie der Zoll in Osnabrück am Donnerstag mitteilte, hatte der 51-Jährige dem Jobcenter die Höhe seiner Einkünfte aus selbstständiger Arbeit nicht ordnungsgemäß gemeldet und so 13.800 Euro zu Unrecht kassiert. » Ein Mitarbeiter eines dubiosen Schlüsseldienstes ist in Augsburg wegen Wuchers zu einer Geldstrafe von 2000 Euro verurteilt worden. Der 52-Jährige hatte laut Anklage von einem Mann, der sich aus seiner Wohnung ausgesperrt hatte, für die Öffnung der Tür im Voraus rund 414 Euro verlangt - für weniger als zehn Minuten Arbeit. » Ein Streit um den Aufruf zu Hitzepausen beim Playmobil-Hersteller Geobra Brandstätter spaltet den Betriebsrat des Unternehmens. Der Versuch einer gütlichen Einigung im Amtsenthebungsverfahren des Herstellers gegen acht Mitglieder des Gremiums scheiterte am Montag im Nürnberger Arbeitsgericht. » 12.000 Euro pro Kind: Baukindergeld kann ab heute beantragt werden Staatliche Zuschüsse für Hausbau und Wohnungskauf: Eltern können ab dem 18. September das neu eingeführte Baukindergeld beantragen. Um die Fördermittel zu beziehen, müssen aber einige Voraussetzungen erfüllt sein. » Katholische Klinik kündigte Arzt, weil er nochmal heiratete - EuGH watscht Kirche ab Die Kündigung eines Chefarztes durch ein katholisches Krankenhaus wegen Wiederheirat kann eine "verbotene Diskriminierung" aufgrund der Religion darstellen. » Gerichtsvollzieher, Lohnpfändung, Haftbefehl: Betrüger kassieren mit solchen Drohungen dreist ab. Auch seriöse Inkassofirmen machen so mächtig Druck – und dürfen das, wie der BGH jetzt entschied. So lassen sich gefälschte Forderungen von begründeten unterscheiden. Von FOCUS-Online-Autorin Berrit Gräber » Kinder müssen finanziell einspringen, wenn ihre Eltern den Lebensunterhalt nicht mehr selbst tragen können. Das gilt auch, wenn die Eltern pflegebedürftig sind und die Versicherung nicht alle Kosten deckt. Doch es gibt Ausnahmen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Hessen hin. » Wegen Kuhle im Doppelbett: Single verklagt Bettengeschäft Ein Single ist mit seiner Klage gegen ein Möbelhaus wegen einer Kuhle im gekauften Doppelbett gescheitert. Wie das Landgericht Koblenz am Freitag mitteilte, hatte der "Alleinschläfer" ein Boxspringbett mit einem gefederten Untergestell, zwei nebeneinanderliegenden Matratzen und einer aufliegenden Matte (Topper) mit den Maßen 1,60 mal 2,00 Meter für 2000 Euro gekauft. » Arbeitgeber haben es künftig leichter, Bilder von Überwachungskameras als Beweis für Diebstähle und andere Verfehlungen von Arbeitnehmern vor Gericht einzusetzen. Das hat das Bundesarbeitsgericht am Donnerstag entschieden. » Bayer-Chef Werner Baumann hat mit der Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto Finanzgeschichte geschrieben - doch bisher gab es nur Ärger. Der Berechnung einer US-Bank zufolge drohen dem Unternehmen Schadensersatzzahlungen von fünf Milliarden US-Dollar - wegen des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat. » Ein Fluggast hat sich vor dem Amtsgericht Nürtingen gegen die Fluglinie Eurowings durchgesetzt - trotz aller Blockadeversuche durch das Unternehmen. Bei einem Urlaubsflug hatte die Airline den Kinderwagen der Familie beschädigt, wollte jedoch nicht für den Schaden aufkommen. Das mussten die Geschädigten erst vor Gericht einklagen. » dpa/Jens Schierenbeck, dpa/Marcus Führer dpa, FOCUS Online/Wochit (3), Screenshot: NRD "NDR Talkshow", AFP (2), Getty Images/mapodile, WirWinzer/FOL, netbank, dpa/Burhan Ozbilici/AP, dpa/Matthias Balk, Barclays Bank PLC, dpa/Horst Ossinger, dpa/Caroline Seidel, dpa (8), dpa/Marijan Murat, Wochit/FOCUS Online, Oliver Berg/dpa, Jassy Harant, dpa/Felix Hörhager, dpa/Andrea Warnecke (2), ADAC, dpa/Ralf Hirschberger, dpa / Jens Schierenbeck, Erwin Wodicka - wodicka@aon.at, www.die-frau-am-grill.de, dpa/Steven Lüdtke/Forum Moderne Landwirtschaft, Cardscout, Getty Images/iStockphoto/Alena Kravchenko, FOCUS Online, dpa/Oliver Berg, dpa/Jan Woitas, dpa/Christian Charisius, Focus Online, Targobank, dpa/David Ebener (2), Getty Images/praetorianphoto, dpa/Lukas Schulze/dpa, Colourbox.de (5) '),K(a.childNodes,function(t,e){L(n,e)})}if(document.querySelectorAll("#sidebar > .block.grid_4 > .header+.content+.footer").length>0){var 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de
q-de-2168
Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
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Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
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Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). 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Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
Protocols and Video Articles Authored by Victoria W. K. Tung (Translated to German) Funktionen Der DExD/H-Box-Proteine in Nuklearen Pre-mRNA-Spleißen Erhöhtes Risiko Des Ischämischen Schlaganfalls Bei Gebärmutterhalskrebs-Patienten: Eine Bundesweit Bevölkerungsbezogenen Studie Molekulare Wechselwirkungen Zwischen Lecithin Und Gallensalze/Säuren, Öle Und Deren Auswirkungen Auf Die Umgekehrte Micellization GEWEBE SPANNUNG DISKORDANZ WÄHREND TACHYKARDIE GEGENÜBER SINUSRHYTHMUS: IMPLIKATIONEN FÜR KATHETER-ABLATION Quantitativen Nachweis Und Identifizierung Von Naegleria Spp. in Verschiedenen ökologischen Wasserproben Mit Real-time Quantitative PCR-Assay Antiproliferative Tätigkeiten Und Apoptose-Induktion Durch TRITERPENE Abgeleitet Von Eriobotrya Japonica in Menschliche Leukämie-Zelllinien Pankreatischer Krebs-assoziierte Kathepsin E Als Eine Droge-Aktivator Krankheit-Mutationen in Den Ryanodin-Rezeptor N-terminalen Region Paar Zu Einer Mobilen Intersubunit-Schnittstelle Phosphatidylserin Anerkennung Und Induktion Von Apoptotic Zelle Clearance Von Drosophila Engulfment Rezeptor Draper Mesoporöse Fluorcarbon-modifizierten Kieselsäure Aerogel Membranen Ermöglichen Langfristige Kontinuierliche CO(2) Mit Großen Absorption Flux Verbesserungen Zu Erfassen Jungen Erwachsenen Töchtern Der BRCA1/2 Positive Mütter: Was Wissen Sie über Erbliche Krebs Und Wieviel Sie Sich Sorgen? Häufigkeit Der Vorzeitige Menopause Bei Frauen, Die Eine BRCA1- Bzw. BRCA2-Mutation Tragen Klinische Und Mikrobiologische Eigenschaften Shewanella Bakteriämie Bei Patienten Mit Hepatobiliäre Erkrankung Eine Sehr Selektive Und Sensible Leuchtende Chemorezeptor Für Zn(2+) Ionen Basierend Auf Cyclometalated-platinum(ii)-komplexe Kosten Für Die Behandlung Von Brustkrebs in Zentral-Vietnam Reversible Sol-Gel-Transformation Von Uracil Gelators: Spezifische Farbmetrisch Und Fluorimetrische Sensor Für Fluorid-Ionen Gleichzeitige Celecoxib Mit 5-Fluorouracil/Epirubicin/Cyclophosphamid Gefolgt Von Docetaxel Für Phase II - III Invasiven Brustkrebs: Die OOTR-N001-Studie Wirkmechanismen Erleichtert Die Reifung Der Menschlichen Pluripotenten Stammzellen Cell-derived Cardiomyocytes Roboter-assistierte Laparoskopische Approach Management Für Mirizzi-Syndrom Interleukin-13 Genetische Varianten, Haushalt, Teppich Nutzung Und Kindheit Asthma Körper Druck-induzierte Vagusnerven Negativreaktion Zu Senken: Rolle Für Die Osmopressor Antwort? Sollten Alle BRCA1-Mutation-Träger Mit Bühne Ich Brustkrebs Krebs Erhalten Chemotherapie? Erhaltung Ein Regionales Netzwerk Für Die Forschung Der Aufstrebenden Infektionskrankheit: Eine Vertrauensvolle Ansatz Rolle Für Die Adipositas FTO-Gens in Der Zellulären Abtasten Von Aminosäuren Was Ist Die Optimale Endokrine Therapie Bei Postmenopausalen Frauen Mit Hormon-Rezeptor-positivem Brustkrebs Im Frühstadium? Dynamische Groß Angelegte Chromosomalen Rearrangements Kraftstoffpumpe Rasche Anpassung in Hefe Populationen Ursachen Und Prävention Des Plötzlichen Herztodes Bei älteren Menschen Androgenetische Alopezie: Identifizierung Von Vier Genetische Risiko Loci Und Beweise Für Den Beitrag Des WNT-Signalisierung Die Ätiologie Feine Partikel Und Ozon Asthma/Keuchen: Effekt Der Änderung Durch Glutathion S-Transferase-P1-Polymorphismen Hemmende Wirkung Auf Keine Produktion Von TRITERPENE Aus Dem Fruchtkörper Des Ganoderma Lucidum Sensorische Integration Funktionsstörung Beeinflusst Wirksamkeit Von Sprachtherapie Bei Kindern Mit Funktionellen Artikulation Störungen Riesige Bilaterale Renale Angiomyolipom Defibrillation Erfolg Mit Hochfrequente Elektrische Felder Bezieht Sich Auf Grad Und Lage Der Reizleitungs Inzidenz Von Katarakt Entwicklung Von 6 Monaten Korrigiert Alter in Der Frühen Behandlung Für Retinopathie Der Vorzeitigkeit Studie Interaktion Zwischen Lunge Krebszelle Und Myofibroblast Durch Zyklische Zugversuche Belastung Beeinflusst Verwendung Von Daten Für Attribut Episoden Der Erwärmung Und Abkühlung in Instrumental Datensätze Anwendung Von Scan-Statistiken, Selbstmord-Clustern in Australien Zu Erkennen Ausfallrate Von Der Riata Führen Unter Advisory: Ein Bericht Des Ausschusses Für CHRS-Gerät Einzel-Nukleotid-Polymorphismen Und Art Der Steroid Einfluss Auf Die Funktionelle Reaktion Des Menschlichen Glucocorticoid-Rezeptor Echtzeit-Übertragung in Echtzeit Patientenversorgung: Eine Geschichte Von 4 Geräte Erziehungsstil Und Kind-Fütterung Verhalten Bei Der Vorhersage Der Kinder Gewicht Status ändern in Taiwan Der Wert Der Image-Integration Für Epikardialem Katheter-Ablation Der Ventrikulären Tachykardie Hcv Abstands- Und Erhöhte HBsAg-Seroclearance Bei Patienten Mit Dual Chronischer Hepatitis C Und B Während Follow-up Nach Der Behandlung Erlittenen Aorta Verletzungen Ist üblich Nach Pulmonary Vein Isolation Ultra Pseudo-Stokes Shift Nahe Infrarot Farbstoffe, Die Auf Der Grundlage Von Energie-Transfer Die Nutzung Der Kraniale Modelle Mit Rapid-Prototyping-Techniken in Der Entwicklung Von Modellen Für Navigation Training Erstellt Einfach Ausdruck Der Schwere Kette C-terminalen Domäne Botulinumneurotoxin Serotyp A Als Kandidat Der Impfstoff Mit Einem Bi-cistronic Baculovirus-System Vergleich Zwischen Der Sequenziellen Und Gleichzeitige Anwendung Der Aktivkohle Mit Membran Bioreaktor Für Die Ablaufverfolgung Organische Kontaminanten Entfernung Proteomics-basierte Identifikation Von Plasma-Biomarkern Im Oralen Plattenepithelkarzinom Einflussfaktoren Für Peritonealdialyse-Patienten Psychosoziale Anpassung Polyfluoroalkyl Serumkonzentration, Die Asthma-Ergebnisse Und Die Immunologische Marker in Einer Fall-Kontroll-Studie Der Taiwanesischen Kinder Vorhersage Und Analyse Der Antikörper-Amyloidogenesis Aus Sequenzen Optische Eigenschaften Von Si Quantum Dots Von π-konjugierten Capping Moleküle Optimieren Echtzeit-PCR-Methode Zum Nachweis Und Zur Quantifizierung Der Acanthamoeba-Arten in Verschiedenen Arten Von Wasserproben Synthetische Cystein-Ersatzzeichen Verwendet in Native Chemische Verbindung Selbstwirksamkeit, Self-Care-Verhalten, Angstzustände Und Depression in Taiwan Mit Typ 2 Diabetes: Eine Querschnittsbefragung Adultes Globalen Verlust Des Fto-Gens ändert Körperzusammensetzung Und Stoffwechsel in Der Maus Eine Schaltspannung Fluoreszierende Sensor Für Die Diskriminierung Von Cystein Aus Homocystein Und Glutathion Enterovirus 71-Infektion Erhöht Ausdruck Von Interferon-Gamma-inducible Protein 10, Das Mäuse Schützt, Indem Die Verringerung Virale Belastung in Mehreren Geweben Der Beitrag Der Gelösten Organischen Stickstoff Und Chloraminen Stickstoffhaltigen Desinfektion Nebenprodukt Bildung Von Natürlichen Organischen Substanz Bewährte Methoden Für Die Central Linie Einfügen Hyperglykämie Ist Verstärkte Glukoneogenese in Einem Rattenmodell Für Permanente Zerebrale Ischämie Zugeordnet Induzierte Pluripotente Stammzellen Verwendet, Droge-Aktionen in Der Familie Ein Long QT-Syndrom Mit Komplexen Genetik Zu Offenbaren Klinischen Praxis-Richtlinien Für Die Behandlung Von Schmerzen, Unruhe Und Delirium Bei Erwachsenen Patienten in Der Intensivstation Klinischen Praxis-Richtlinien Für Die Behandlung Von Schmerzen, Unruhe Und Delirium Bei Erwachsenen Patienten Auf Der Intensivstation: Zusammenfassung Übertragung Des M. Extensor Digiti Minimi Und Musculus Extensor Carpi Ulnaris Äste Des Nervus Posterior Dorsales, Systeminterne Handfunktion Wiederherzustellen: Bericht Und Anatomische Studie Spontane Auflösung Von Optik Perineuritis CHC Fördert Tumorwachstum Und Angiogenese Durch Regulierung Von HIF-1α Und VEGF Signalisieren Ein Neuartiger Behandlungsansatz Für Umfangreiche, Eruptive, Kutane Squamous Zelle Karzinome in Ein Patient Erhält BRAF-Inhibitor-Therapie Für Metastasierenden Melanoms Perioperative Antikoagulation Im Gerät Implantation: Die Ununterbrochene Profitieren Antiproliferative Und Apoptotic Effekte Der Verbindungen Aus Der Blüte Der Mammea Siamensis (Miq.) T. Anders. Auf Menschliche Krebszelllinien Kombination Von Faktor H Mutation Und Properdin Mangel Verursacht Schwere Glomerulonephritis Mit C3 Photoinduzierte Triplet-Triplet-Energietransfer in Einer 2-Ureido-4(1H)-Pyrimidinone-gebrückt, Vierfach Wasserstoff Gebundenen Ferrocen-Fulleren-Assembly Entzündungshemmende Norditerpenoids Aus Dem Weichen Korallen Sinularia Maxima Verminderte MicroRNA (MiR)-145 Und Erhöhte MiR-224-Expression in T-Zellen Von Patienten Mit Systemischem Lupus Erythematodes Lupus Immunopathogenese Beteiligt Diagnostik Der Silicotuberculosis Von Endobronchialen Ultrasound-Guided Transbronchiale Needle Aspiration (EBUS-TBNA) Neuartige Entzündungshemmende Wirkung Von Doxazosin in Nagetier-Modellen Der Entzündung Die Wirkung Der Ersten Transplantat Spannungsgefühl Nach Der Rekonstruktion Des Vorderen Kreuzbandes: Eine Randomisierte Klinische Studie Mit 36 Monate Follow-up Änderung Der Flatfoot Vorschule-gealterte Kinder: Eine 1-Jahres-Follow-up-Studie Pädagogische Intervention in CKD Fortschreiten Der Krankheit Verzögert Und Reduziert Die Kosten Für Medizinische Versorgung Bei Patienten Mit Stadium 5 CKD Akutes Nierenversagen Bei Zirrhotischen Patienten Mit Schwerer Sepsis: Wert Der Harn Interleukin-18 Nachweis Der Intrazellulären Phasen (Megatrypanum) Trypanosoma Theileri in Nicht-phagozytische Säugetier-Zellen Vorkommen Und Verbreitung Von Naegleria Arten Aus Thermalquellen-Umgebungen in Taiwan Geboren-Oppenheimer Und Nicht-geboren-Oppenheimer, Atom- Und Molekülphysik Berechnungen Mit Explizit Korrelierter Mittelwerte Nanopartikel Für Verbesserte Lokale Speicherung Nach Intraartikuläre Injektion in Das Kniegelenk Anterior-Posterior-Komprimierung Beckenfraktur Erhöht Die Wahrscheinlichkeit Von Erfordernis Der Bilateralen Embolisation Vagusnerv-Stimulation Moduliert Viszerale Schmerzen Im Zusammenhang Mit Affektiven Speicher Wirkung Der Freizeit Lärmbelastung Auf Hörschäden Bei Jugendlichen Schülern Verwenden Die Links-ventrikuläre Nur Tempo, T-Welle in Einer Biventrikulären Implantierbaren Kardialen Defibrillator Oversensing Zu Beseitigen Verwendung Von Mobilitätshilfen Reduziert Synästhetischen Nachfrage Unter Schwierigen Bedingungen Der Zu Fuß RhoE Ist Häufig Unten in Das Hepatozelluläre Karzinom (HCC) Geregelt Und Unterdrückt HCC Invasion Durch Den Rho/Rho-Kinase/Myosin Phosphatase Ziel Weg Gegen Sie Aufzubringen BPDE-wie DNA-Addukt-Ebene in Oralen Gewebe Als Biomarker Risiko Für Mundkrebs Wirken Ungewöhnliche Gerät Funktion: Ratlos Erkunden Die Strukturellen Anforderungen Von Kollagen-Peptide Diätetische Crocin Hemmt Kolitis Und Colitis-assoziierten Kolorektalen Karzinogenese in Männlichen ICR Mäuse Identifizierung Von Orch3, Ein Locus Steuerung Dominant Widerstand Gegen Autoimmune Orchitis, Als Kinesin Familienmitglied 1C Registrierung Mit Spärliche Freiform-Deformationen Treponema Pallidum-Infektion in Der Wilden Paviane Ostafrika: Verteilung Und Genetische Charakterisierung Der Stämme Verantwortlich Unser Ansatz Zur Risikominimierung Epikardialem Zugang: Standard-Techniken Mit Dem Zusatz Von Elektroanatomische Mapping Anleitung Selbstverwaltung Intervention Zur Verbesserung Der Selbstfürsorge Und Lebensqualität in Patienten Mit Herzinsuffizienz Ein Theoretisches Modell Der Wirksamkeit Glauben, Funktionelle Status Und Lebensqualität Für ältere Menschen Während Der Rehabilitation: Kausale Zusammenhänge Zu Testen Genmab Zeichen Krebs-Deal Mit Janssen Die Vereinigung Der Sabbern Und Gesundheitsbezogene Lebensqualität Bei Kindern Mit Zerebralparese Epikardialem Ablation Der Ventrikulären Tachykardie: Eine Institutionelle Erfahrung Der Sicherheit Und Wirksamkeit Bedeutung Des Serums DKK1 Als Diagnostischer Biomarker in Hepatozellulären Karzinom Erkunden MicroRNA Biomarker Für Krankheit Zu überwachen Und Den Therapieerfolg Aliskiren-Add-on-Therapie Reduziert Wirksam Proteinurie in Chronische Nierenerkrankung: Eine Offene Prospektive Studie Die Nutzung Eines Kommerziellen Boden Nucleic Acid Extraction Kit Und PCR Für Den Nachweis Von Clostridium Tetanus Und Clostridium Chauvoei Auf Bauernhöfen Nach Überschwemmungen in Taiwan Diterpenoids Aus Der Soft Coral Sinularia Maxima Und Ihre Hemmende Wirkung Auf Lipopolysaccharid-stimuliert Produktion Von Pro-inflammatorische Zytokine Im Knochenmark Gewonnenen Dendritischen Zellen Verkleben Von Dental Porzellan Nicht Aus Titan Mit Verschiedenen Oberflächenbehandlungen Graphen-unterstützte RuO2 Nanopartikel Für Effizienten Aeroben Kreuz-dehydrogenative Kupplung Reaktion in Wasser Errichtung Einer Biolumineszenz-basierte Bioassays Für Den Nachweis Von Dioxinähnlichen Verbindungen Strahlentherapie Gleichzeitig Mit Pro Cisplatin, Gefolgt Von Adjuvante Chemotherapie Für N2-3 Nasen-Rachen-Krebs: Eine Multizentrische Studie Des Forums Für Nukleare Zusammenarbeit in Asien Neue Kleinere Glykosid-Komponenten Von Safran Endoskopische Und Endoskopische Ultraschall (EUS) Funktionen Der Ringförmigen Bauchspeicheldrüse: Duodenale Geschwüre Und Eine Dilatative Gallengang Die Erstellung Und Überprüfung Der Kraniale Modelle Mit Dreidimensionalen Rapid-Prototyping-Technologie Im Bereich Der Transnasal Furchen Endoskopie Erkunden Die Räumlich-zeitliche Dynamik Der Ein Optisch Gepumpte Halbleiterlaser Mit Intracavity Harmonische Der Zweiten Generation PPAR-Alpha Ist Ein Therapeutisches Ziel Für Chronische Lymphatische Leukämie Geänderte Tenodese Methode Zur Behandlung Von Frakturen Der Schlägel Erkenntnisse Aus Der Genom-Sequenz Der Quorum-abschrecken Staphylococcus SP. Dehnung AL1, Isoliert Aus Der Traditionellen Chinesischen Sojasauce Salzlake Gärung Molekulare Dynamik-Studie über Das Wachstum Der Struktur Ich Methan in Wässriger Lösung Von Natrium-Chlorid-Hydrat Heller Augen: Obere Wange Und Reißen Trog Vergrößerung Kombiniert: Einen Systematischen Ansatz, Die Verwendung Von Zwei Komplementären Hyaluronsäure Füllstoffe Zerebrale Amyloidangiopathie Zugeordnet Ist Eine Verschiebung in Microglial β-Amyloid-Bindung Bei Alzheimer-Krankheit Effiziente Trennung Und Empfindlichen Nachweis Von Listeria Monocytogenes Mit Einer Impedanz-Immunosensor Auf Der Grundlage Von Magnetischen Nanopartikeln, Microfluidic Chip Und Einem Ineinandergreifenden Mikroelektrode Genaue Potentielle Energie-Kurven Für HeH + Isotopologues BODIPY-basierte Ratiometrisch Fluoreszierende Sensor Für Hochgradig Selektiver Nachweis Von Glutathion über Cystein Und Homocystein Die Beziehung Zwischen Dioxine Und Speicheldrüsen Steroidhormone Im Vietnamesischen Primiparae Einflüsse Von Microbubble Durchmesser Und Ultraschall-Parameter Auf In-vitro-Sonothrombolysis Wirksamkeit Zeitlichen Horizonte in Der Schmerztherapie: Die Perspektiven Von Ärzten, Physiotherapeuten Und Ihre Mittelalten Und älteren Erwachsenen Patienten Zu Verstehen Die Inzidenz Von Bauchspeicheldrüsenkrebs in BRCA1- Und BRCA2-Mutation-Trägern CXC Chemokine Ligand 12/stromal Cell-derived Faktor-1 Regelt Die Zelladhäsion Im Menschlichen Doppelpunkt Krebszellen Durch Induktion Der Adhäsion Molekül-1 Musculus Obturator Nerv Übertragung Für Femoralis Wiederaufbau: Anatomische Und Klinische Anwendung Häufigkeit Der Triple-negativen Brustkrebs BRCA1-Mutation-Träger: Vergleich Zwischen Gemeinsamen Aschkenasischen Jüdischen Und Anderen Mutationen Benchmarking Beurteilung Von Frühen Chirurgische Dekompression Des Rückenmarks Nach Traumatischen Zervikalen Rückenmark-Verletzung Zu Verarbeiten: Möglichkeiten Zur Zeit Definitive Behandlung Glaukom in Der Frühen Behandlung Für Retinopathie Der Vorzeitigkeit (ETROP)-Studie Akute Blut-Glukose-Schwankungen Können Die Blutspiegel Von Glutathion Und Adiponektin Bei Patienten Mit Typ-2-Diabetes Verringern Shape-gesteuerte Synthese Von Silber Nanokristalle Durch Röntgen-Bestrahlung Für Tintenstrahldruck Ablation Der Post Transplant Vorhofflattern Und Pseudo-fibrillation Mit Magnetischer Navigation über Eine überlegene Ansatz Differenzielle Legionella Spp. Überleben Zwischen Intrazelluläre Und Extrazelluläre Formen in Thermalquellen-Umgebungen Vereinigung Des Linken Ventrikels Bewegung Und Zentrale Vergrößerung Index Bei Gesunden Jungen Männern Reversible Multistimuli-responsive Bläschen Durch Eine AMPHIPHILE Kationische Platinum(II) Terpyridyl Komplex Mit Einer Ferrocen-Einheit Im Wasser Gebildet Blaues Licht Wirkt Als Ein Zweischneidiges Schwert Bei Der Regulierung Der Sexuellen Entwicklung Von Hypocrea Jecorina (Trichoderma Reesei) Gesetzgeber Stimmen Und Verhaltensforschung Theorie: a Systematic Review Tief Liegenden Rückenmark Und Tethered Cord Syndrom Bei Kindern Mit Anorektale Fehlbildungen Quellen ältere Menschen Zeichnen Auf Nähren, Stärken Und Verbessern Der Selbstwirksamkeit Bei Der Verwaltung Von Hause Rehabilitation Nach Orthopädischen Chirurgie Erhöhte Plazenta Nährstoff Transporter Ausdruck Bei Midgestation Nach Der Mütterlichen Wachstumshormon-Behandlung Bei Schweinen: Ein Plazenta Mechanismus Für Erhöhte Fetale Wachstum Wirkung Der Spezialität Und Der Jüngsten Erfahrungen Auf Perioperative Entscheidungsfindung Für Aortenaneurysma, Abdominales Reparatur (13) C Und (1) H-NMR Spektroskopische Untersuchung Der Struktur Von Der Nitrido-Ion Mit Einer Zweipoligen Form in Metallkomplexe Von N-verwechselt Porphyrins 2-N-substituierte Universal Protein Schwankungen in Populationen Von Mikroorganismen Lymphatische Endotheliale Zellen Induzieren Toleranz über PD-L1 Und Mangelnde Costimulation Führt Zu Hochrangigen PD-1 Ausdruck Auf CD8 T-Zellen "Viele Menschen Kennen Das Gesetz, Aber Auch Viele Menschen Verletzen, Es": Diskriminierung Von Menschen Mit HIV/AIDS in Vietnam - Ergebnisse Einer Nationalen Studie Erfahren Cardiomyocytes Abgeleitet Von Menschlichen Induzierten Pluripotenten Stammzellen Als Modelle Für Normalen Und Kranken Kardiale Elektrophysiologie Und Kontraktilität Synergieeffekte in Der Gas-Empfindlichkeit Der Polypyrrol/Einzel-Wand-Kohlenstoff-Nanoröhren-Verbundwerkstoffen HIV/AIDS Wissen Und Einstellungen Bei Chinese College-Studenten in Den USA Magnetisch Recycelbaren Nanocatalysts (MRNCs): Eine Vielseitige Integration Hohe Katalytische Aktivität Und Einfache Wiederherstellung Elektrophysiologische Und Kontraktilen Funktion Von Cardiomyocytes Abgeleitet Von Humanen Embryonalen Stammzellen Studien Zum Vergleich Der Wirksamkeit Von Einschränkung-induzierte Bewegungstherapie Und Bimanuelle Training Bei Kindern Mit Einseitigen Zerebralparese: A Systematic Review Serotonin (5-HT) Aktivierung Verewigt Hypothalamischen Neuronalen Zellen Durch Den 5-HT1B-Serotonin-Rezeptor 24-Stunden-Auswirkungen Der Bimatoprost 0,01 % Monotherapie Auf Augeninnendruck Und Okuläre Perfusion Druck Immer Unter — Und Durch — Die Haut: ökologische Genomics Der Chytridpilz Infektion in Frösche Elektrospinnen Von AMPHIPHILE Chitosan Nanofasern Für Chirurgische Implantate Anwendung Transarteriell Behandlung Akute Gastrointestinale Blutung: Vorhersage Von Therapieversagen Von Klinischen Und Angiographischen Parameter ICF-CY Basis-Assessment-Tool Für Kinder Mit Autismus Unipolare Und Bipolare Electrogram Merkmale Vorherzusagen Ausfahrt Block Während Pulmonary Vein Gave Isolation Korrelation Der Anerkennung Sehschärfe Mit Hinteren Netzhaut Struktur in Erweiterte Frühgeborenen-Retinopathie Mehrschichtige Nanosonde Für Langlebige Leuchtstofflampen Zelle Label Faktoren, Die Die Herpes-Simplex-Virus-Reaktivierung Aus Dem Explantierten Maus-Gehirn Startseite Feuchtigkeit, Beta-2-adrenerge Rezeptor Genetische Polymorphismen Und Phänotypen Von Asthma Bei Kindern C-Myc in Kaposi-Sarkom: Analysen Durch Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung Und Immunhistochemie Erkennung Von Hydroxylapatit in Verkalkten Herz-Kreislauf-Geweben Eastern Beflecken, Analyse Und Isolierung Von Zwei Neuen Dammarane-Typ Saponine Aus American Ginseng Bufalin Erhöht Die Empfindlichkeit Gegen AKT/mTOR-induzierte Autophagic Zellentod in SK-HEP-1 Menschliche Hepatozelluläres Karzinom-Zellen Optofluidischer Erkennung Für Zelluläre Pathologies [Verhindern Komplikationen Des Common Enterale Ernährung Bei Kritisch Kranken Erwachsenen Patienten] Fortschritte in Der Ablation Von Ventrikulären Tachykardien Bei Nonischemic Kardiomyopathie Integrierte Electrofluidic Schaltung: Druck Sensorik Mit Analogen Und Digitalen Betrieb Funktionalitäten Für Die Mikrofluidik Gruppierte DNA-Methylierung-Änderungen in Polycomb Zielgene Im Frühstadium Leberkrebs Multielectrode Kontakt Zuordnen Um Narbe Änderung in Post-myocardial Infarkt Ventrikuläre Patienten Zu Beurteilen Kardialen Gewebe-spezifischen Bindemittel Von Troponin I Ebenen Und Werte Von Zirkulierenden Endothelialen Vorläuferzellen, Lösliche Angiogenen Faktoren Und Mononukleären Zellen Apoptose Bei Leberzirrhose-Patienten Mirtazapin Hemmt Tumorwachstum über Immunantwort Und Serotonergen System Schwingung in Der Zykluslänge Induziert Vorübergehende Störfaktor Und Stationären Konkordanten Alternans Im Herzen Eine Ungewöhnliche Präsentation Von Carney Komplex Mit Diffusen Primäre Pigmentierte Noduläre Nebennierenrinden Krankheiten Auf Eine Nebenniere Und Ein Nonpigmented Adenom, Adrenokortikales Und Fokale Primäre Pigmentierte Noduläre Nebennierenrinden Andererseits Die Hypouricemic Wirkung Von Balanophora Lowei Extrakte Und Phytochemicals Hyperuricemic Mäusen Abgeleitet Katheter-Ablation Von Vorhofflimmern In-vitro-Unterdrückung Des Wachstums Murinen WEHI-3-Leukämie-Zellen Und In-vivo Förderung Der Phagozytose in Einem Leukämie-Mäuse-Modell Von Indol-3-Carbinol Photokatalytische Wasserstoffproduktion Aus Einer Einfachen Wasserlöslichen [FeFe]-Hydrogenase-Modell-System Einzel-Injektion Femoral Nerv Block Fehlt Präventive Wirkung Auf Postoperative Schmerzen Und Morphin Verbrauch Insgesamt Knie Arthroplasty Eine Bewertung Der Getrockneten Blutpunkte Und Oral Tupfer Als Alternative Präparate Für Die Diagnose Von Dengue-Fieber Und Screening Für Letzten Dengue-Virus-Exposition Einkanal-Schicht, Einzelne Mantel-Flow Meeresarm Mikrofluidische Fluss Cytometer Mit Dreidimensionalen Hydrodynamische Fokussierung Ein Zusammenfassender Katalog Der Mikrobiellen Trinkwasser Tests Für Niedrige Und Mittlere Ressourceneinstellungen Einstellbare Fabrikation Von Zweidimensionalen Arrays Von Polymer-Nanobowls Für Biomimic Wachstum Der Amorphes Calciumcarbonat Hochdurchsatz-Bewertung Von MicroRNA-Aktivität Und Funktion Mithilfe Von MicroRNA-Sensor Und Köder-Bibliotheken Optimale Bedingungen Für Die Vorbereitung Der Banane Schält, Zuckerrohr-Bagasse Und Wassermelone Rinde Kupfer Aus Dem Wasser Zu Entfernen Genetische Varianten Zugeordnet Brustgröße Beeinflussen Auch Brustkrebsrisiko Eine Untersuchung Der Prävalenz Und Umfeldfaktoren Der Alkoholfreie Fettsäuren Lebererkrankung in Der Taiwanesischen Polizeidienst Ein Neuartiges Modell Zur Bewertung Der Nervenregeneration in Der Zusammengesetzten Gewebe-Transplantation: Der Murinen Heterotope Gliedmaßen-Transplantation Ein Fallbericht Dünndarm Lochdurchmesser Bei Koloskopie
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q-de-2168
Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
» Hep-Alltag Archive for the 'Hep-Alltag' Category Senseo R�ckholaktion Ist vielleicht interessant f�r SENSEO Benutzer: Philips hat eine gro�angelegte R�ckrufaktion f�r seine Senseo Kaffeemaschine gestartet. Auf seiner Webseite bietet der Hersteller ein Onlineformular zur Ermittlung ob die eigene Kaffeemaschine betroffen ist oder nicht. Und wenn ja, kann direkt die R�ckholung beauftragt werden. Laut mir vorliegenden Informationen w�ren zwischen 06/06 und 11/08 produzierte Ger�te der Typreihen HD7805, HD7810, HD7811, HD7812, HD7814, HD7816, HD7820, HD7822, HD7823, HD7824, HD7830, HD7832, HD7841 und HD7842 betroffen. Man erh�lt – nat�rlich kostenlos – eine Versandverpackung und kann die Maschine damit kostenlos durch Abgabe in einer Postfiliale zur�cksenden. Ca 2 Wochen sp�ter solle man die Maschine repariert wieder zur�ckerhalten. Der Fehler trete nur bei stark verkalten Maschinen auf. Dann kann es zur Explosion des Ger�tes kommen. Also lieber geschwind nachschauen und notfalls einsenden. Meine private ist leider betroffen, aber es ist schon alles in die Wege geleitet. BTW: Es wird kein Kaufbeleg ben�tigt, nur zwei Angaben des Typenschildes von der Unterseite des Ger�tes. Posted in Hep-Alltag, News | 3 Comments » You are currently browsing the archives for the Hep-Alltag category.
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Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
Das Team von Weine.de (www.weine.de) hat mir einen Produkttest ermöglicht und somit möchte ich heute über Weine.de berichten. Weine.de ist ein Wein-Onlineshop der sich nicht nur an Wein-Kenner, sondern auch an Wein-Nichtkenner richtet. Die Meinung von Weine.de ist, dass diese Anfänger oft nicht weniger interessiert an Wein als Fortgeschrittene sind. Viele Anfänger kennen aber nicht mehr als die Geschmacksangaben und 1-2 Rebsorten. Und: Viele wollen sich auch nicht mal damit beschäftigen. Wo es herkommt ist meistens auch egal. Hauptsache: Es schmeckt! Für meinen Produkttest durfte ich mir eine Auswahl an Weinen bei Weine.de bestellen. Der Bestellprozess ist übersichtlich und verständlich gegliedert. Schon nach ein paar Tagen erhielt ich dann meine Bestellung. Gehaltvoller, kräftiger Rotwein mit sortentypischen Fruchtnoten nach Waldbeeren und süßen Kirschen. Dieser Wein hat einen langen Abgang und passt hervorragend zu deftigen Speisen, besonders zu Wild, Lamm oder einer herzhaften Käseauswahl. Mit der goldenen Kammerpreismünze des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Wir haben den Wein am Nachmittag zu Käse und Schinken getrunken. Wirklich ein toller, kräftiger Geschmack. 2011 Portugieser Weißherbst trocken Ein herrlich-fruchtiger Portugieser - weiß gekeltert. Im Duft fruchtige Aromen von Himbeere und besonders Erdbeere. Der Wein wirkt verspielt. Auf der Zunge findet sich eine leichte Süße wieder, die den trockenen Weißherbst harmonisch abrundet. Als Begleiter von asiatischen Gerichten, Suppen, Schweinefleisch oder Weichkäse geeignet. Rosé aus der Rebsorte Cabernet Sauvignon. Aromen von Brennessel, Stachelbeere und grüner Paprika. Frech und verspielt. Reif und knackig zugleich, denn er vereint eine frische Säure mit der vollen Frucht des Cabernets. Durch die schonende Pressung gelangen nur wenige Tannine in den Wein. So bleibt der Rosé zart und elegant bei üppiger Frucht. Er gehört der Serie Solidus an, die auf die dauerhaft griffige Grundqualität der Weine anspielt. Passt zu verschiedenen Fleischgerichten wie Kurzgebratenem, Gegrilltem oder Gegartem. Auch zu Hartkäse eine gelungene Begleitung. 2010 Schwarzriesling Qualitätswein trocken Ein leichter und fruchtiger Rotwein mit leicht kirschigem Geschmack, elegantes Bukett. Eher leicht und süffig als schwer. Ein perfekter Rotwein für Einsteiger. Dieser sanfte Rote passt hervorragend zu Quiches oder vegetarischen Gerichten. Der Wein wird durch das Weingut Richard Friedrich-Bauer in Burgen/Mosel ausgebaut dessen Inhaber Marcus Haag. Marcus Haag ist der Nachfolger von Willi Haag und besitzt das ebenso benannte Riesling-Weingut. 2010 Blauer Spätburgunder trocken Das Weingut Knipser versteht sein Handwerk bei diesem blauen Spätburgunder. Selektive Handlese, klassische Maischegärung und 12 Monate Ausbau in gebrauchten Barriques erzeugen Aromen nach roten Beeren und Kirsche und einen vielschichtigen Geschmack nach Himbeere, Kirsche sowie einem Hauch Zigarrenkiste und Espressopulver. Ein strukturreicher mittelgewichtiger Burgunder der sich elegant und feingliedrig präsentiert. Er behält bis 2015 eine klasse Trinkreife und passt besonders gut zu Gebratenem oder gegrilltem Rind- & Schweinefleisch, Enten- und Gänsebraten. Den Wein haben wir zum Abendessen (Rindersteak, Kartoffeln und Gemüse) genossen. Der Geschmack ist klasse und entfaltet sich wunderbar im Mund und am Gaumen. Der Riffel Grauburgunder verführt durch seinen feinen Duft von Mandel, Gewürze und Honig. Aromen von Ananas und Quitte machen ihn zu einem fruchtigen Geschmackserlebnis auf der Zunge. Als fruchtiger, trockener Wein ist er zu vielen Speisen kombinierbar. Passt sehr gut zu Fisch, besonders zu geräuchertem Fisch. Auch zu würzigen asiatischen Speisen oder Gemüsegerichten eine gelungene Kombination. Ein Wein mit einem wirklich etwas anderem, aber sehr leckerem, etwas würzigerem Aroma. Absolut empfehlenswert. Wer gerne Wein online kauft, ist bei Weine.de genau richtig. Weine.de bietet eine riesige Auswahl an Weinen. Von A bis Z sind unbekanntere Weine (Geheimtipps) und auch bekanntere Weine, wie z.B. dem Schneider Ursprung dabei. Der Bestellprozess im Onlineshop von Weine.de ist ganz einfach und übersichtlich aufgebaut, somit kann man hier ganz gemütlich, stressfrei und in Ruhe - bequem von zu Hause - seinen Wein bestellen. Ich bin absolut begeistert von der Weinauswahl, dem Aufbau der Seite und dem Service. Vielen Dank an das Team von Weine.de, dass mir der Produkttest ermöglicht wurde und ich hier darüber berichten durfte. Link zum Anbieter: www.weine.de Giana Riccha 12. Dezember 2012 um 13:45 toller blog, toll wie du die produkte vorstellt! vielleicht magst du gegenseitig verfolgen??
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Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
TV program from 21. May 22:00 - search.ch 23:00Anders als die Väter Um zu überleben, müssen Bauern innovativ sein. Jahr für Jahr werden Bauernbetriebe eingestellt. Vor allem kleine und konventionell bewirtschaftete Höfe sind vom 'Bauernsterben' in der Schweiz betroffen. Doch es gibt viele Bauern und Bäuerinnen, die sich gegen die Misere stemmen. Neben biologischer Produktion haben einige Bauern eine zusätzliche Nische gefunden. Anstatt auf traditionelle Kuhhaltung setzen diese Pioniere auf exotische Tiere wie Bisons, Lamas, Alpakas, Wasserbüffel, Schottische Hochlandrinder oder gar Rentiere. Die auffallenden Herden finden sich verstreut über den Kanton Bern, von Les Prés d'Orvin im Berner Jura über Uetendorf bei Thun und Aeschi ob Spiez bis hin nach Schangnau im Emmental. Wie bei den meisten Pionierunternehmungen waren die Anfänge hart, beschwerlich und mit Rückschlägen verbunden. Dessen ungeachtet haben die Bauern sich in ihren Nischen etabliert. Doch ausruhen können und wollen sie sich nicht. Die Filmemacher Markus Baumann und Hugo Sigrist zeigen vier Pionier-Bauernbetriebe im Kanton Bern, die schon im letzten Jahrhundert auf exotische Grossviehhaltung umgestellt haben. Vorgestellt werden innovative Bauern, die die Pfade ihrer Väter verlassen und einen neuen Weg eingeschlagen haben. 20:10Let's Play Ep. 3 22:25True Life Metalhead Fabian 'Umi' Umiker lebt Metal. Das sieht man nicht nur seinem Äusseren an. Umi spielt selbst in einer Metalband – und als Booker und Stagehand bei Konzerten organisiert er regelmässig für Tausende von Metalheads unvergessliche Abende. 22:45Miami Vice 00:50Keine 3 Minuten Doch das Glück auf dem Land ist nur von kurzer Dauer. Regie führte der Franzose Xavier Beauvois, der 2011 durch das Drama 'Des hommes et des dieux' bekannt wurde. 00:55Steiner & Tingler Ep. 22 Themen: 'Ich bin klein, dick und impertinent.' – ein Ratespiel 'Hahaha! Dieses Gesicht!' Philipp Tingler für einmal ratlos – und Nicola Steiner gefällt es. 'Steiner & Tingler' spielen 'Wer bin ich?' mit Romanfiguren. Das Ratespiel hat es in sich. So einfach ist es dann doch nicht, obwohl die Figuren allesamt berühmt sind. 21:45Brokenwood – Mord in Neuseeland 23:30Die Carolin Kebekus Show Trotz Corona kehrt Carolin Kebekus mit einer neuen Personality-Show, produziert von der bildundtonfabrik, auf den Bildschirm zurück. Deutschlands Comedy-Queen zeigt wieder Haltung und präsentiert ihren ganz eigenen Blick auf die Welt – persönlicher, bissiger und aktueller denn je. Und natürlich geben sich in der Show auch prominente Gäste die gut desinfizierte Klinke in die Hand. Carolin Kebekus: 'Das wird die beste Show ever – und zwar mit Abstand!' 'Die Carolin Kebekus Show' wird wöchentlich auf dem Comedy- und Satire-Sendeplatz am Donnerstagabend im Ersten zu sehen sein, die erste Ausgabe am 21. Mai startet um 23:30 Uhr. Dieses Jahr sind insgesamt acht Ausgaben und ein Best-of geplant. Gäste: Motsi Mabuse, Clueso Beim Auftakt der neuen WDR Personality-Show geht es vor stylischer Kulisse um Hausfrauenträume, Hausmusik und Homeoffice. 'Die Carolin Kebekus Show' startet mitten in der Corona-Pandemie. Ohne Publikum, dafür aber mit vielen neuen Themen, die Carolin Kebekus zu Hochform auflaufen lassen. In der ersten Folge geht es unter anderem um einen Anti-Feminismus-Trend aus den USA und Grossbritannien: Mit geblümten Schürzen und akkurat sitzenden Frisuren zelebrieren Frauen die klassische Rollenverteilung der 50er Jahre. Eine Steilvorlage für Carolin Kebekus, die sich des Themas dankbar annimmt und demonstriert, wie sie sich diese Welt aus Petticoats und Selbstgebackenem vorstellt. Zu Gast in der Sendung am Donnerstagabend sind Motsi Mabuse und Clueso. Ausserdem präsentieren die 'Carolin Kebekus Allstars' einen Song über ihre neuen Hobbys in der Corona-Krise. 00:15Kroymann Die Entgiftung | Gäste: Cordula Stratmann, Ann-Kathrin Kramer, Kai Wiesinger, Max Bretschneider, Walter Kreye, Denis Moschitto, Thomas Heinze, Michael Wittenborn In angespannten Zeiten kommt ein wenig Ablenkung gerade recht. Für den Zuschauer bedeutet das: ein 'Kroymann'-Spezial. Für die Schauspielerin, Satirikerin und Sängerin Maren Kroymann bedeutet das: Detox im mondänen Kurhotel, zusammen mit ihrer Agentin. Viel Zeit hat Maren dafür nicht, das wird gleich zu Beginn klar. Statt 14 Tagen gibt es nur zwei Tage. Der Terminplan ist also eng getaktet. Aber ihre Agentin Elisabeth wiegelt ab: 'Die bieten hier einen ,Express-Detox' an: ,128 Beauty- und Wohlfühl-Behandlungen in 48 Stunden – Wir entspannen Sie so hart wie noch nie!'' Harte Entspannung, gepaart mit spitz-pointierten Dialogen, mit der brillanten Annette Frier, die als Marens Agentin zusammen mit ihr eine unwiderstehliche Einheit bildet. Detox heisst aber nicht nur entgiften von alten Dingen, sondern auch nur Gutes in sich aufzunehmen. Also schwelgt Maren dabei in Erinnerungen an Erfolge wie den Macrons oder sie macht einen Abstecher auf den Todesstern. Sie trifft im Kurhotel unverhofft auf Kolleginnen und Kollegen wie Cordula Stratmann, Ann-Kathrin Kramer und Kai Wiesinger. Ausserdem in der Sendung: Max Bretschneider, Walter Kreye, Denis Moschitto, Thomas Heinze, Michael Wittenborn u. v. a. 20:15Astrid Astrid Unga Astrid S/DK Astrid Ericcson wächst auf dem Land in einfachen, streng religiösen Verhältnissen auf. Mit 18 Jahren wird Astrid ungewollt schwanger und muss ihr Zuhause verlassen. Astrid bringt einen Sohn zur Welt, den sie zunächst kaum sehen kann. – Das berührende Drama beruht auf Tatsachen und erzählt von den jungen Jahren der später weltberühmten schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren. Stockholm. Eine alte Dame sitzt an ihrem Schreibtisch, der mit Briefen überhäuft ist. Briefen von Kindern, die sich bei ihr für die tollen Geschichten bedanken, die sie erzählt. Die alte Dame hat Geburtstag und ist eine der berühmtesten Schriftstellerinnen der Welt: Astrid Lindgren. Einige Jahrzehnte zuvor, in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts: Astrid Lindgren wurde als Astrid Ericcson (Alba August) geboren und wächst auf dem Land, in der südschwedischen Provinz Småland, auf. Ihre Eltern sind Bauern, betreiben Landwirtschaft auf einem von der Kirche gepachteten Stück Land. Die Gemeinde ist streng religiös, regelmässiger Kirchgang gehört zum Alltag. Doch bereits beim Gottesdienst lässt Astrid die Fantasie schweifen. Bei Sodom und Gomorrha denkt sie unter anderem an Limonade. Astrid hat mehrere Geschwister. Die Eltern, Samuel (Magnus Krepper) und Hanna (Marie Bonnevie), lieben ihre vier Kinder, Erziehungsfragen werden aber von der strenggläubigen Mutter dominiert. Doch Samuel erlaubt seiner Tochter Astrid ein Praktikum bei der lokalen Zeitung. Chefredakteur Reinhold Blomberg (Henrik Rafaelsen), Vater von mehreren Kindern, dessen Ehe vor der Scheidung steht, verliebt sich schnell in die begabte, bezaubernde Praktikantin. Ein Verhältnis, das nicht ohne Folgen bleibt. Astrid wird schwanger. Blomberg bietet Astrid an, sie nach seiner Scheidung zu heiraten, doch zunächst muss die junge Frau auf Geheiss ihrer Mutter den Heimatort verlassen, um ihr Kind anonym in Kopenhagen zur Welt zu bringen. Dort erfährt Astrid Unterstützung von Marie (Trine Dyrholm), die sich liebevoll um uneheliche Kinder kümmert, während deren Mütter – so auch Astrid – versuchen, Geld zu verdienen, um ihren Unterhalt und den des Kindes finanzieren zu können. Astrid hat eine Stelle als Schreibkraft beim schwedischen Automobilverband erhalten. Ihr Vorgesetzter heisst Sture Lindgren (Björn Gustafsson). Als Lasse (Marius Damslev) drei Jahre alt ist, wird Marie schwer krank. Astrid muss ihr Kind, das ihr entfremdet ist und Marie für seine Mutter hält, zu sich nehmen. Als der Junge schwer an Keuchhusten erkrankt, schickt Sture der jungen Mutter auf eigene Rechnung einen Arzt. Lasse wird wieder gesund. Nach drei Jahren, in denen sie alle Besuche in Småland allein machte, nimmt Astrid ihr Kind mit nach Hause. Die Eltern sollen ihren Enkel endlich kennenlernen. Stolz trägt Mutter Hanna den kleinen Lasse selbst auf dem Arm in die Kirche. Die ganze Gemeinde ist versammelt. Auch Blomberg ist da. Er hat sich, nachdem Astrid seinen Antrag abgelehnt hatte, mit einer neuen Frau getröstet. Astrid ist glücklich, mit Lasse im Kreise ihrer Familie angekommen zu sein. Astrid Lindgren, geborene Astrid Anna Emilia Ericcson, starb am 28. Januar 2002 im Alter von 94 Jahren in Stockholm. Mit einer Gesamtauflage von circa 165 Millionen Büchern gehört sie zu den bekanntesten und meistgelesenen Kinder- und Jugendbuchautoren der Welt. Auch in Deutschland sind ihre Geschichten – und deren kongeniale Verfilmungen – überaus populär. Astrid Lindgrens Sohn Lasse lebte von 1926 bis 1986. Er wurde Teil der Familie, die Astrid mit Sture Lindgren gründete: Am 21. Mai 1934 wurde die gemeinsame Tochter Karin geboren. 1978 erhielt Astrid Lindgren – als eine von vielen internationalen Auszeichnungen – den 'Friedenspreis des Deutschen Buchhandels'. Der bei der Berlinale 2018 uraufgeführte Spielfilm 'Astrid', den das ZDF als Free-TV-Premiere ausstrahlt, wurde mit dem Prädikat 'besonders wertvoll' ausgezeichnet und war auch in deutschen Kinos ein Erfolg. Sehr überzeugend verkörpert Alba August unter der Regie von Pernille Fischer Christensen die junge Astrid: 'Und obwohl der Film nur in einer dramaturgischen Klammer Lindgren als berühmte Autorin zeigt, die von allen Kindern auf der Welt für ihre Geschichten geliebt wird, zeigt sich doch im Film auch immer wieder die grosse Fantasie und die unbändige Lust am Leben, die sich später in all ihren Geschichten wiederfindet.' (Aus dem Protokoll der FBW) Der 21. Mai 2020 gilt als Geburtstag von 'Pippi Langstrumpf'. Es ist der Geburtstag von Astrid Lindgrens Tochter Karin. Denn als Karin in ihrer Kindheit krank im Bett lag, bat sie ihre Mutter, ihr Geschichten von 'Pippi Langstrumpf' zu erzählen. 1945 erschien das erste 'Pippi'-Buch in Schweden, die Veröffentlichung in Deutschland erfolgte 1949. Neben dem Spielfilm, der um 20.15 Uhr erstausgestrahlt wird, zeigt das ZDF morgens ab 8.55 Uhr noch zwei der berühmten Verfilmungen von Pippi Langstrumpfs Abenteuern: 'Pippi Langstrumpf' und 'Pippi geht von Bord'. Free-TV-Premiere Alba August, Maria Bonnevie, Trine Dyrholm, Magnus Krepper, Henrik Rafaelsen, Björn Gustafsson, Willy Ramnek 22:10heute-journal 22:25Markus Lanz Gäste: Stephan Weil (Politiker), Prof. Melanie Brinkmann (Virologin), Frank Thelen (Unternehmer), Olaf Sundermeyer (Journalist), Ciro Krauthausen (Journalist) Stephan Weil, Politiker Der Ministerpräsident Niedersachsens und SPD-Politiker bilanziert den bisherigen Verlauf der Corona-Pandemie. Und er erläutert die Faktoren, nach denen er seinen weiteren Kurs bestimmt. Prof. Melanie Brinkmann, Virologin Sie spricht über die COVID-19-Übertragung durch Aerosole. Und sie äussert sich zu den Risiken der Lockerungsmassnahmen und zur Wahrscheinlichkeit einer zweiten Infektionswelle. Frank Thelen, Unternehmer '10xDNA – Das Mindset der Zukunft' heisst sein neues Buch. Darin analysiert er die Zukunftsfähigkeit Deutschlands und zeigt auf, worin die Chancen in der Corona-Krise liegen. Olaf Sundermeyer, Journalist Auf sogenannten 'Hygiene-Demonstrationen' versammeln sich regelmässig Leugner der Gefahren durch das Coronavirus. Der Rechtsextremismus-Forscher erklärt, wer hinter dieser Bewegung steht. Ciro Krauthausen, Journalist Der Chefredakteur der 'Mallorca Zeitung' berichtet von den weitreichenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise auf der Urlauberinsel. 23:55heute Xpress 00:00Astrid Astrid Ericcson wächst auf dem Land in einfachen, streng religiösen Verhältnissen auf. Mit 18 Jahren wird Astrid ungewollt schwanger und muss ihr Zuhause verlassen. Astrid bringt einen Sohn zur Welt, den sie zunächst kaum sehen kann. – Das berührende Drama beruht auf Tatsachen und erzählt von den jungen Jahren der später weltberühmten schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren. Stockholm. Eine alte Dame sitzt an ihrem Schreibtisch, der mit Briefen überhäuft ist. Briefen von Kindern, die sich bei ihr für die tollen Geschichten bedanken, die sie erzählt. Die alte Dame hat Geburtstag und ist eine der berühmtesten Schriftstellerinnen der Welt: Astrid Lindgren. Einige Jahrzehnte zuvor, in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts: Astrid Lindgren wurde als Astrid Ericcson (Alba August) geboren und wächst auf dem Land, in der südschwedischen Provinz Småland, auf. Ihre Eltern sind Bauern, betreiben Landwirtschaft auf einem von der Kirche gepachteten Stück Land. Die Gemeinde ist streng religiös, regelmässiger Kirchgang gehört zum Alltag. Doch bereits beim Gottesdienst lässt Astrid die Fantasie schweifen. Bei Sodom und Gomorrha denkt sie unter anderem an Limonade. Astrid hat mehrere Geschwister. Die Eltern, Samuel (Magnus Krepper) und Hanna (Marie Bonnevie), lieben ihre vier Kinder, Erziehungsfragen werden aber von der strenggläubigen Mutter dominiert. Doch Samuel erlaubt seiner Tochter Astrid ein Praktikum bei der lokalen Zeitung. Chefredakteur Reinhold Blomberg (Henrik Rafaelsen), Vater von mehreren Kindern, dessen Ehe vor der Scheidung steht, verliebt sich schnell in die begabte, bezaubernde Praktikantin. Ein Verhältnis, das nicht ohne Folgen bleibt. Astrid wird schwanger. Blomberg bietet Astrid an, sie nach seiner Scheidung zu heiraten, doch zunächst muss die junge Frau auf Geheiss ihrer Mutter den Heimatort verlassen, um ihr Kind anonym in Kopenhagen zur Welt zu bringen. Dort erfährt Astrid Unterstützung von Marie (Trine Dyrholm), die sich liebevoll um uneheliche Kinder kümmert, während deren Mütter – so auch Astrid – versuchen, Geld zu verdienen, um ihren Unterhalt und den des Kindes finanzieren zu können. Astrid hat eine Stelle als Schreibkraft beim schwedischen Automobilverband erhalten. Ihr Vorgesetzter heisst Sture Lindgren (Björn Gustafsson). Als Lasse (Marius Damslev) drei Jahre alt ist, wird Marie schwer krank. Astrid muss ihr Kind, das ihr entfremdet ist und Marie für seine Mutter hält, zu sich nehmen. Als der Junge schwer an Keuchhusten erkrankt, schickt Sture der jungen Mutter auf eigene Rechnung einen Arzt. Lasse wird wieder gesund. Nach drei Jahren, in denen sie alle Besuche in Småland allein machte, nimmt Astrid ihr Kind mit nach Hause. Die Eltern sollen ihren Enkel endlich kennenlernen. Stolz trägt Mutter Hanna den kleinen Lasse selbst auf dem Arm in die Kirche. Die ganze Gemeinde ist versammelt. Auch Blomberg ist da. Er hat sich, nachdem Astrid seinen Antrag abgelehnt hatte, mit einer neuen Frau getröstet. Astrid ist glücklich, mit Lasse im Kreise ihrer Familie angekommen zu sein. Astrid Lindgren, geborene Astrid Anna Emilia Ericcson, starb am 28. Januar 2002 im Alter von 94 Jahren in Stockholm. Mit einer Gesamtauflage von circa 165 Millionen Büchern gehört sie zu den bekanntesten und meistgelesenen Kinder- und Jugendbuchautoren der Welt. Auch in Deutschland sind ihre Geschichten – und deren kongeniale Verfilmungen – überaus populär. Astrid Lindgrens Sohn Lasse lebte von 1926 bis 1986. Er wurde Teil der Familie, die Astrid mit Sture Lindgren gründete: Am 21. Mai 1934 wurde die gemeinsame Tochter Karin geboren. 1978 erhielt Astrid Lindgren – als eine von vielen internationalen Auszeichnungen – den 'Friedenspreis des Deutschen Buchhandels'. 21:552 Guns 23:35Blood Father Packender Actionthriller mit Genre-Profi Mel Gibson. Als Ex-Häftling auf Bewährung ist er bald ein freier Mann. Als Vater ist ihm jedoch jedes Mittel recht, seine Tochter (Erin Moriarty) vor skrupellosen Gangstern zu schützen. Spannend bis zur letzten Minute! John Link ist vor einem Jahr aus dem Gefängnis entlassen worden und hat seine Alkoholkrankheit endlich im Griff. In einem Trailerpark in New Mexico hält er sich als Tätowierer über Wasser. Da wendet sich seine verschollene, 17-jährige Tochter Lydia Hilfe suchend an ihn. Durch ihren Freund Jonah ist sie in gefährliche, kriminelle Kreise geraten und wird jetzt von mexikanischen Killern verfolgt. Allen Bewährungsauflagen zum Trotz versucht Link alles, um das Leben seiner Tochter zu retten. Mel Gibson, Erin Moriarty, Diego Luna, Michael Parks, William H. Macy, Miguel Sandoval, Dale Dickey 22.00 (VPS ) FREI 22:05Dennstein & Schwarz Dennstein & Schwarz Recht oder Gerechtigkeit Aufregung im Ausseerland! Ein erbitterter Erbschaftsstreit lässt 'Vorstadtweib' Martina Ebm und 'Soko Donau'-Gerichtsmedizinerin Maria Happel gegeneinander antreten und fordert die zwei Juristinnen zu Höchstleistungen heraus. Bald schon steht jedoch mehr als der eigene Ruf auf dem Spiel. Turbulente, bis in die Nebenrollen topbesetzte Anwaltskomödie nach einem Drehbuch von Konstanze Breitebner. Als Graf Florentin Dennstein stirbt, platzt bei der Testamentsverlesung eine Bombe: Mitbegünstigter ist Biobauer Fritz Lanner, ein unehelicher Sohn des Adeligen. Entsetzt beschliessen die Dennsteins den Gang vor Gericht. Juristin Paula Dennstein soll das Testament im Namen der Familie anfechten. Derweil ruft Fritz seine Jugendliebe, die mit allen Wassern gewaschene Junganwältin Therese Schwarz, zu Hilfe. Im Prozess schenken sich die beiden schlagfertigen Damen nichts, bis eine überraschende Entdeckung sie zu unkonventionellen Massnahmen zwingt. (Hörfilm in Stereo-Zweikanaltontechnik: deutsch in DD 5.1 / deutsch mit Bildbeschreibung) 23:35Schon wieder Henriette Gewohnt willensstark zieht Christiane Hörbiger alle Register, als in der beschaulichen Donaumetropole Krems ein Mord geschieht. Unterstützt vom bewährten Filmpartner Erwin Steinhauer und Neffe Manuel Witting liefert die Hobby-Kriminologin ein Glanzstück messerscharfer Kombinatorik ab. Wunderbar launige Krimikomödie mit der Grande Dame des heimischen Fernsehfilms. Wien war lange Zeit der Lebensmittelpunkt von Restauratorin Henriette, doch die Liebe zum Musiker Ferdinand Sternheim ändert alles. Kurzerhand kündigt Henriette ihre Innenstadtwohnung und zieht zu Ferdinand ins idyllische Krems. Dort weckt ein mysteriöser Todesfall ihre kriminalistische Neugier: In einer Galerie findet Henriette den Superstar der einheimischen Kunstszene tot auf. War es ein Unfall oder Mord? Gemeinsam mit ihrem jungen Assistenten Jonas begibt sich Henriette auf Spurensuche. (In Stereo-Zweikanaltontechnik: deutsch / deutsch mit Bildbeschreibung) 21:15Der Lehrer Ep. 5 Hendrik Duryn, Jessica Ginkel, Ulrich Gebauer, Gabriel Merz, Antje Lewald, Andrea L'Arronge, Nadine Wrietz Gastrollen: Sinje Irslinger ('Tatort') als Nikki Christoph Grunert '(Tatort') als Reinhards Kai Ivo Baulitz ('Tatort', 'SOKO') als Olaf Blonsk Urs Fabian Winiger ('Tatort', 'SOKO') als Achim Blonsk Silvina Buchbauer ('Homeland', 'Ku'damm 56') als Nadja Sobolew 22:05Doctor's Diary – Männer sind die beste Medizin Ep. 4 Dr. Kaan ist doch süss! Dr. Gretchen Haase findet heraus, dass Dr. Kaan zwar ein bisschen merkwürdig, dafür aber ein Held des Ghettos ist: Er behandelt Ausländer ohne Krankenversicherung. In der Plattenbausiedlung trifft sie auf Jenny, eine freche Göre, die ihr im Krankenhaus die Handtasche gestohlen hat. Doch das Mädchen kommt nicht nur aus schwierigen Verhältnissen, sondern verbirgt auch ein tödliches Geheimnis in ihrem Kopf. Gretchen und Neurochirurgin Dr. Hassmann müssen in den OP. Schwester Gabi fasst den teuflischen Plan, Dr. Meier eine Vaterschaft anzuhängen – ohne, dass er es merkt. Bärbel will im Fitnessstudio trainieren, um für Franz attraktiver zu werden. Dort trifft sie in der Begleitung von Gretchen auf Elke Fisher, die Affäre ihres Gatten. Gretchen nimmt sich Frau Fisher zur Brust – und sorgt für eine mittlere Katastrophe. Diana Amft, Florian David Fitz, Kai Schumann, Peter Prager, Ursela Monn, Fabian Oscar Wien, Julia Koschitz Bora Dagtekin, Vivien Hoppe 23:00Pocher – gefährlich ehrlich! Ep. 2 Pocher – gefährlich ehrlich! Gäste: Amira Pocher 00:00Der Lehrer Ep. 4 Gegensätze ziehen sich an. Seit kurzem schweben die taffe Aktivistin Anne und der Schul-Star Marc gemeinsam auf Wolke sieben. Dass Marc wohl deshalb beim Basketball kaum noch den Korb trifft, findet Vollmer halb so wild. Zumindest bis er erfährt, dass Marc absichtlich verliert, um sich von der Gegenmannschaft seine Pokerschulden bezahlen zu lassen. Durch wohlwollende Konfrontation kann Vollmer Marc dazu bringen, sich sein Spiel-Problem einzugestehen und es Anne zu beichten. Anne möchte unbedingt für Marc da sein, doch Stefan ahnt, dass der jungen Liebe einiges bevor steht. Stefan will nicht wahrhaben, dass er Karin vermisst. Karin wiederum geht es derweil an der neuen Schule richtig gut und sie unternimmt viel mit den neuen Kollegen. Dass Barbara und Karl darauf nun auch noch eifersüchtig sind, geht Stefan schnell auf die Nerven. Er möchte ihnen zeigen, dass Karin sich in Wahrheit zu Tode langweilt und fährt kurzentschlossen nach Lemgo... Hendrik Duryn, Jessica Ginkel, Ulrich Gebauer, Gabriel Merz, Nadine Wrietz, Rainer Piwek, Henriette Nagel Gastrollen: Nick Romeo Reimann ('Die wilden Kerle', 'Vorstadtkrokodile', 'Türkisch für Anfänger') als Marc Henriette Nagel ('Freche Mädchen') als Anne Patrick von Blume ('Tatort') als Rückriem 00:55Der Lehrer Ep. 5 22:15Höllische ... Ep. 7 Für das deutsche Pärchen Stefan und Heike wurde ausgerechnet die Traumreise zum höllischen Albtraum und endete mit einem Mord an der Südsee. Die einen werden weit weg von Zuhause zum Opfer – die anderen erwischt es am eigenen Wohnort. Die junge Soldatin Ina hat sich darauf eingestellt für die Bundeswehr ihr Leben zu riskieren. Aber nichts hat sie auf den Horror vorbereitet, der plötzlich über sie hereinbrach. Auch ein Held, der Zivilcourage bewiesen hat, kommt zu Wort und ein Vater, der seine Söhne an den IS verlor. Ein bekannter Modezar wird im eigenen Laden überfallen, ein Kriminalbeamter aus der Mordkommission lässt sein Berufsleben Revue passieren und ein Hochstapler erzählt, warum er im Geld schwimmt. Das sind nur einige von den Geschichten, die es bei 'Höllische Verbrechen' zu sehen gibt. Die RTL II-Dokumentation 'Höllische Verbrechen' zeigt verschiedenste Verbrechensdelikte, in der Opfer von ihrem höllischen Erlebnis erzählen. Aber auch Täter und Menschen, die von Berufswegen mit Verbrechen zu tun haben kommen zu Wort und berichten aus ihrer Sicht des Geschehens. James Bond und sein Partner Alec – Agent 006 – zerstören zur Zeit des Kalten Krieges eine russische Chemiewaffenfabrik, wobei Alec getötet wird. Neun Jahre später in Monaco verfolgt James Bond die schöne Agentin Xenia Onatopp, welche ihn zu der russischen Terrororganisation Janus führt. Diese arbeiten an einem geheimen Waffensystem GoldenEye, welches eine Atombombe im All zündet. Agent 007 muss die Welt vor einer nuklearen Katastrophe bewahren. 22:40James Bond 007 – Octopussy 00:55Medical Detectives – Geheimnisse der Gerichtsmedizin Ep. 45 20:15Happy Family Happy Family Monster Family Die Wünschmanns sind nicht gerade glücklich: Der Buchladen von Mama Emma läuft nicht rund, Papa Frank sieht vor lauter Akten kein Licht mehr am Horizont, der intelligente Sohnemann Max wird in der Schule gemobbt und Töchterchen Fee steckt mitten in der Pubertät. Eine Monster-Kostüm-Party könnte für ein wenig Abwechslung sorgen, bis sich Dracula, der Fürst der Finsternis, einmischt und eine alte Hexe damit beauftragt, die gesamte Familie in echte Monster zu verwandeln ... 22:05Percy Jackson – Diebe im Olymp Gäste: Heidi Klum Finale! Nach einer aufregenden Reise durch die Modewelt, stellen sich die Topmodel-Anwärterinnen ihrer letzten Herausforderung der 15. Staffel von 'Germany's next Topmodel – by Heidi Klum'. Wer wird Heidi Klum und ihre Gastjuroren überzeugen und bekommt einen Vertrag bei der Modelagentur ONEeins fab? Welches Model wird #GNTM 2020 gewinnen und das Cover der deutschen Harper's Bazaar zieren? 23:30red. Themen: Live direkt nach dem grossen GNTM-Finale 'red.' live direkt nach dem grossen GNTM-Finale: Mit der frischgebackenen Siegerin, jeder Menge Überraschungs-Stars und allen Emotionen des Abends! 22:30Full Metal Jacket Nach einer brutalen Ausbildung wird der junge Marineinfanterist Joker als Kriegsberichterstatter nach Vietnam geschickt. Hier lernen Joker und sein Fotograf Rafterman den Zynismus kennen, mit dem aus blutigen Gemetzeln Medienereignisse gemacht werden. Aber als die jungen Männer bei verlustreichen Strassenkämpfen in Hue erstmals dem Feind Auge in Auge gegenüberstehen, merken sie, dass keine Ausbildung sie auf die Wirklichkeit hätte vorbereiten können ... Matthew Modine, Vincent D'Onofrio, R. Lee Ermey, Arliss Howard, Adam Baldwin, Kevyn Major Howard, Ed O'Ross 'Full Metal Jacket' gilt zu Recht als der beste Anti-Kriegs-Film aller Zeiten. Regisseur Stanley Kubrick wollte kein Kriegsabenteuer, sondern eine Geschichte über die Grausamkeiten des Krieges drehen. 'Ein schockierender, aufwühlender Film' ('People'). 'Ein schockierender, aufwühlender, unvergesslicher Film. Eine fast ununterbrochene Abfolge von faszinierenden Bildern. Eine tadellose Besetzung.' (People) 'Hart, kompromisslos und zynisch, aber leider wahr!' (TV Spielfilm) 21:30Notruf Ep. 19 Bei der Polizei muss es in dieser Folge schnell gehen. Eine Person ruft im Rhein um Hilfe, heisst es in der eingetroffenen Meldung. Es startet ein Wettlauf gegen die Zeit, es geht um Leben und Tod. Jede Sekunde kann die Situation verschlimmern. Die Berufsfeuerwehr Basel probt für den Ernstfall. Das Szenario: Ein Arbeiter ist in einen Liftschacht gestürzt. Wie gehen die geübten Feuerwehrmänner vor? Kurz vor Feierabend wird die Sanität Basel zu einer betrunkenen Frau gerufen. Trotz der angeblich wenig getrunkenen Menge Alkohol ist das Bewusstsein der Patientin stark getrübt. Sind möglicherweise K.O.-Tropfen im Spiel? NOTRUF – RETTER IM EINSATZ zeigt die Frauen und Männer hinter der Uniform, deren Entscheidungen Leben retten können und erklärt, wie sie die Herausforderungen ihres Alltags meistern. 22:45Notruf Ep. 9 Sie sind die Helden des Alltags – Polizisten, Rettungssanitäterinnen und -Sanitäter sowie Berufsfeuerwehrleute stehen jeden Tag für die Bevölkerung im Einsatz. Wie gehen die Einsatzteams mit brenzligen Situationen, Schicksalsschlägen und beruflichem Druck um? Zeit für Sentimentalitäten bleibt kaum. Fingerspitzengefühl und Menschenkenntnis hingegen sind unabdingbar für diese Arbeit. Kein Tag gleicht dem anderem, bei jedem Einsatz gilt höchste Konzentration. Zwei Polizisten der Kantonspolizei Zürich starten motiviert in ihre Schicht. Auf dem Tagesplan steht die Patrouille auf dem Rhein. Zur gleichen Zeit sind zwei Rettungssanitäterinnen von Schutz & Rettung Zürich mit Sondersignal unterwegs zu einem Unfallort. Auf einer Baustelle ist eine Betonplatte auf einen Bauarbeiter gefallen und hat diesen verletzt. Am Flughafen Zürich führt die Kantonspolizei Zürich eine Routine-Verkehrskontrolle durch. Die Polizistinnen und Polizisten verlassen sich dabei auf ihre Erfahrung und Intuition. Kurz vor Feierabend werden sie von ihren Kollegen wegen einem aggressiven Ladendieb im Flughafen zur Verstärkung aufgeboten. Die Berufsfeuerwehr von Schutz & Rettung Zürich rückt zu einem automatischen Brandmeldealarm im Universitätsspital Zürich aus. Die Feuerwehrleute müssen so schnell wie möglich die Ursache für den Alarm finden. NOTRUF – RETTER IM EINSATZ zeigt die Frauen und Männer hinter der Uniform, deren Entscheidungen Leben retten können und erklärt, wie sie die Herausforderungen ihres Alltags meistern. 00:05Dark Places – Gefährliche Erinnerung Ep. 16 Freigegeben ab Mit Charlize Theron, Nicholas Hoult, Chloe Crace Moretz, Christina Hendricks, Corey Stoll, Sterling Jerins Libby Day wurde als Kind Zeugin eines unvorstellbaren Verbrechens. Vor 25 Jahren musste sie die brutale Hinrichtung ihrer Familie miterleben und mitansehen, wie ihre Mutter und ihre Schwester ermordet wurden. Libby vermutete hinter dem Verbrechen die Tat einer satanischen Sekte. Vor Gericht beschuldigte sie auch ihren Bruder Ben an der Tat beteiligt gewesen zu sein, woraufhin dieser zu einer langjährigen Haftstrafe 'verurteilt wird. Doch auch nach einem viertel Jahrhundert lassen ihr die Schrecken dieser Nacht keine Ruhe. Sie schliesst sich dem 'The Kill Club' an, einer geheimen Gruppe Hobby-Ermittlern, um Licht in das dunkle Verbrechen zu bringen. Die Amateur-Kriminologen um Lyle halten Libbys Bruder für unschuldig. Libby stellt sich ihren schmerzhaften Erinnerungen, um die Wahrheit ein für alle Mal die vergangenen Ereignisse herauszufinden...
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q-de-2168
Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
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Was ist das Hare-Niemeyer-Verfahren?
Das Hare-Niemeyer-Verfahren [] (in Österreich nur „Hare’sches Verfahren“, im angelsächsischen Raum „Hamilton-Verfahren“; auch „Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen“) ist ein Sitzzuteilungsverfahren. Es wird beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) verwendet, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Geschichte und Anwendung Das Verfahren wurde von dem US-amerikanischen Politiker Alexander Hamilton vor der ersten US-amerikanischen Volkszählung im Jahre 1790 propagiert, um die Sitze im US-Repräsentantenhaus proportional zur Bevölkerung auf die einzelnen Staaten zu verteilen. Es konnte sich dabei jedoch nicht gegen die Verwendung des D’Hondtschen Verfahrens durchsetzen. Nach der Volkszählung im Jahre 1840 ging man schließlich doch auf das Verfahren Hamiltons über und verwendete es letztmals bei der Volkszählung im Jahre 1890. Das Verfahren wurde seit der Wahl im Jahr 1987 bis zur Wahl 2005 für die Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag angewandt. Der in Deutschland verwendete Name leitet sich von dem Londoner Rechtsanwalt Thomas Hare und dem deutschen Mathematiker Horst F. Niemeyer ab, der das Verfahren im Oktober 1970 in einem Brief dem Bundestagspräsidium für die Verteilung der Sitze in den Bundestagsausschüssen vorgeschlagen hatte. Für Bundestagswahlen wurde 2008 das Hare-Niemeyer-Verfahren durch das Sainte-Laguë-Verfahren ersetzt. Bei Landtagswahlen kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Anwendung. Außerhalb Deutschlands wird das Hare-Niemeyer-Verfahren unter anderem in Dänemark, Italien, Griechenland und der Ukraine verwendet. In Österreich wird es nicht verwendet, in der Schweiz nur in den Kantonen Waadt und Tessin. Wohl kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren in Österreich und in der Schweiz üblicherweise zum Einsatz, um Sitze proportional zu ihren Einwohnerzahlen auf Wahlkreise zu verteilen. Berechnungsweise Die Quote (der ideale Sitz-Anspruch) jeder Partei wird nach dem Dreisatz berechnet, und alle Quoten werden auf ganze Zahlen summenerhaltend gerundet. oder, anders formuliert: Die zweite Form macht deutlich, dass der Stimmenanteil dem Sitzanteil entspricht, wobei die Sitzzahl gemäß dem größten Rest auf- oder abgerundet wird. Praktisch sieht das folgendermaßen aus: Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe ihrer abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Restsitze werden in der Reihenfolge der höchsten Divisionsreste der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Divisionsresten entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Berücksichtigt werden gegebenenfalls nur die Stimmen der Parteien, die nicht unter eine Sperrklausel fallen. Ein Beispiel: Zu vergeben sind 60 Sitze, die auf vier Parteien (A, B, C und D) zu verteilen sind. Insgesamt wurden 580 Stimmen abgegeben, die sich wie in der Tabelle angegeben verteilen. Dadurch ergibt sich folgende Sitzverteilung: Im ersten Durchgang erhält Partei A 22, Partei B 32, Partei C 2 und Partei D 3 Sitze. Der verbleibende Sitz wird an Partei A vergeben, da sie den höchsten Nachkommarest hat. Sollten der Partei C durch eine Sperrklausel, beispielsweise wegen einer 3-%-Hürde, keine Sitze zustehen, reduziert sich die zu berücksichtigende Gesamtstimmenzahl um 22 auf 558, und die jeweiligen Quoten der übrigen Parteien A, B und D wären durch Division durch 558 zu berechnen. Dabei erhielte Partei A 23, Partei B 33, Partei C 0 und Partei D 3 Sitze. In diesem Fall ginge der verbleibende Sitz an Partei D, die nun den höchsten Nachkommarest hat. Bei der Besetzung von Sitzen in Ausschüssen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren wird nicht das Verhältnis von Wählerstimmen zur Gesamtstimmenzahl, sondern das Verhältnis der Abgeordnetenzahl der jeweiligen Fraktion im Hauptgremium zur Gesamtzahl der Abgeordneten im Hauptgremium verwendet. Eigenschaften Das Hare-Niemeyer-Verfahren verhält sich neutral in Bezug auf die Größe der Parteien, da der Stimmanteil (Prozentsatz der eigenen Stimmen von der Gesamtstimmenzahl) gleich dem Sitzanteil (Prozentsatz der eigenen Sitze von der Gesamtsitzzahl) ist. Damit gewährleistet es die Einhaltung des Grundsatzes der gleichen Wahl. Im Gegensatz dazu begünstigen andere Verfahren größere Parteien und benachteiligen kleinere (insbesondere D’Hondt-Verfahren, in der Schweiz Hagenbach-Bischoff-Verfahren) oder umgekehrt (insbesondere Adams-Verfahren). Das Hare-Niemeyer-Verfahren zeichnet sich – wie alle Quotenverfahren – durch die Unverletzlichkeit der Quotenbedingung aus: Danach kann keine Partei mehr Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl aufgerundeten Quote entspricht. Gleichzeitig kann keine Partei weniger Sitze erhalten, als es ihrer auf die nächste ganze Zahl abgerundeten Quote entspricht. Dieser Vorteil ist beim Sainte-Laguë-Verfahren nicht gegeben. Beim D’Hondt-Verfahren wird die Quotenbedingung nur nach unten erfüllt, also nur die zweite der obigen Bedingungen. Der Nachteil des Verfahrens besteht in der aus der Quotenbedingung resultierenden Inkonsistenz; es können folgende Paradoxien auftreten: das Alabama-Paradoxon und das unmittelbar aus ihm resultierende Sperrklauselparadoxon und Ausgleichsmandatsparadoxon das Wählerzuwachsparadoxon, welches allerdings keine Eigenheit des Hare-Niemeyer-Verfahrens ist, sondern bei allen Quotenverfahren auftreten kann. Einzelnachweise Weblinks Wahlrecht.de – Hare/Niemeyer-Verfahren Freies Java-Programm zur Berechnung von Sitzzuteilungen (incl. einer Datenbank mit Wahlergebnissen) Java-Applet zur Berechnung der Sitzverteilung durch das Hare/Niemeyer-Verfahren Wahlverfahren
3.5.2. Steuerwirksame Rechtsbeziehungen zum Einbringenden § 18 Abs. 3 UmgrStG beschreibt Rechtsbeziehungen des Einbringenden zur übernehmenden Körperschaft, die das einzubringende Vermögen betreffen. Für Rechtsbeziehungen des Einbringenden zur übernehmenden Körperschaft, die das einzubringende Vermögen nicht betreffen, sind keine speziellen Regelungen vorgesehen. Es gilt daher der allgemeine Grundsatz, dass privatrechtlich rückwirkende Vereinbarungen abgabenrechtlich unwirksam sind. Demnach können Vertragsbeziehungen jedenfalls erst ab Bestehen der übernehmenden Körperschaft wirksam werden. Auch im Rahmen des für Umgründungen vorgesehenen Rückwirkungsgrundsatzes können Rechtsbeziehungen des Einbringenden zur übernehmenden Körperschaft, die das einzubringende Vermögen betreffen, grundsätzlich erst für Zeiträume nach dem Einbringungsvertragstag steuerlich wirksam begründet werden. In diesem Zusammenhang bestehen Sonderregelungen für: die Überlassung der Arbeitskraft (bezogen auf den eingebrachten Betrieb) (Rz 975), die Überlassung von Geld bzw. die Kreditierung auf Grund einer unbaren vorbehaltenen Entnahmen (Rz 976 ff) und die Überlassung von Wirtschaftsgütern (Rz 983). 3.5.2.1. Überlassung der Arbeitskraft Beschäftigungsverhältnisse des Einbringenden bei der übernehmenden Körperschaft, die sich auf das eingebrachte Vermögen (Betrieb) beziehen, können frühestens für Zeiträume nach Abschluss des Einbringungsvertrages begründet oder verändert werden, sofern zu diesem Zeitpunkt eine vertragliche Vereinbarung getroffen wird. Eine Rückbeziehung auf die Zeit ab dem dem Einbringungsstichtag folgenden Tag bzw. daraus resultierende Vergütungen für Zeiträume vor Abschluss des Einbringungsvertrages bewirken verdeckte Ausschüttungen im Sinne des § 8 Abs. 2 KStG 1988. Werden in einem (steuerunwirksamen) Arbeitsverhältnis zur einbringenden Mitunternehmerschaft stehende Mitunternehmer einbringungsbedingt zu nicht wesentlich beteiligten Anteilsinhabern der übernehmenden Körperschaft und wird das Arbeitsverhältnis fortgesetzt, entsteht auch in diesem Fall ein steuerwirksames Arbeitsverhältnis erst mit dem Tag des Abschlusses des Einbringungsvertrages. Arbeitsvergütungen, die den Zeitraum zwischen dem Einbringungsstichtag und dem Tag des Abschlusses des Einbringungsvertrages betreffen und bei der Mitunternehmerschaft als Entnahmen zu werten gewesen wären, wandeln sich gemäß § 16 Abs. 5 Z 1 UmgrStG in Verrechnungsforderungen der übernehmenden Körperschaft gegen den Anteilsinhaber, sofern die Entnahmen nicht auf den Einbringungsstichtag rückbezogen werden. Die Übernahme der im eingebrachten Betrieb Beschäftigten durch die übernehmende Körperschaft ist kein Anwendungsfall des § 18 Abs. 3 UmgrStG, sondern ein solcher der arbeitsrechtlichen Regelungen und des § 41 UmgrStG. Verbleiben die im eingebrachten Betrieb Beschäftigten beim Einbringenden, kann eine Arbeitsgestellung an die übernehmende Körperschaft mangels Geltung der Rückwirkungsfiktion für Arbeitsverhältnisse nicht mit Wirkung ab dem dem Einbringungsstichtag folgenden Tag vereinbart werden. Die im Fall der fortgesetzten effektiven Arbeitsausübung im eingebrachten Betrieb ab diesem Tag anfallenden Lohnkosten können bei der übernehmenden Körperschaft abgesetzt werden. Die GmbH-A bringt mit Einbringungsvertrag vom 15.9.01 einen Teilbetrieb zum 31.12.00 in die Tochter-GmbH-B ein. Die im Teilbetrieb Beschäftigten verbleiben Arbeitnehmer der GmbH-A und sollen der GmbH-B zur Arbeitsausübung gestellt werden. Da die Teilbetriebsübertragung umgründungssteuerrechtlich mit 1.1.01 wirksam wird, die Beschäftigten unverändert im Teilbetrieb arbeiten, können die darauf entfallenden tatsächlichen Lohnaufwendungen bei der Gewinnermittlung der GmbH-B als Betriebsausgaben angesetzt und bei der GmbH-A durch eine gleich hohe Ertragspost neutralisiert werden. Ein steuerwirksamer dem Fremdvergleich entsprechender Gestellungsvertrag kann mit Wirkung ab 15.9.01 geschlossen werden. Zu den Folgen des einbringungsveranlassten Entstehens einer wesentlichen Beteiligung eines Arbeitnehmers an der Arbeitgeber-Körperschaft siehe Rz 1218a. 3.5.2.2. Überlassung von Geld Das im Vorabsatz beschriebene Rückwirkungsverbot gilt auch für Rechtsbeziehungen im Zusammenhang mit der Kreditgewährung, soweit sie in keinem Zusammenhang mit dem eingebrachten Vermögen stehen. Eine entgeltliche Überlassung von bisher nicht im einzubringenden Vermögen enthaltenen Geldmitteln kann somit frühestens für Zeiträume nach Abschluss eines Kreditvertrages vereinbart werden. 3.5.2.2.1. Verzinsung der Verrechnungsverbindlichkeit aus unbarenvorbehaltenen Entnahmen Unbare Vorbehaltene Entnahmen im Sinne des § 16 Abs. 5 Z 2 UmgrStG sind in einer Passivpost in der Einbringungsbilanz darzustellen (siehe Rz 911 ff). Die übernehmende Körperschaft hat diese Passivpost als Verrechnungsverbindlichkeit dem Einbringenden gegenüber darzustellen. Diese Verbindlichkeit kann in Vertragsform auch mit einer Verzinsung verbunden werden, die dem Grunde nach frühestens für Zeiträume ab Abschluss der Vereinbarung steuerwirksam ist, wenn die vertragliche Vereinbarung den allgemeinen steuerlichen Grundsätzen des Fremdvergleichs entspricht. Von diesem Grundsatz abweichend kann die vertragliche Vereinbarung auf die Zeit ab dem dem Einbringungsstichtag folgenden Tag mit steuerlicher Wirkung rückbezogen werden, wenn die Entgeltsvereinbarung am Tag des Abschlusses des Einbringungsvertrages getroffen wird. Auch in diesem Fall ist die Vereinbarung am Fremdvergleich zu messen. Unangemessen niedrige Zinsen bzw. Unverzinslichkeit der Verrechnungsverbindlichkeit haben keine ertragsteuerlichen Auswirkungen. Der Zinsaufwand bei der übernehmenden Körperschaft führt beim Einbringenden zu steuerpflichtigen betrieblichen Einkünften oder Kapitaleinkünften. Fassung für Einbringungsverträge ab 21. August 2003: A hat in der Einbringungsbilanz einen Passivposten für die unbarevorbehaltene Entnahme gemäß § 16 Abs. 5 Z 2 UmgrStG gebildet. In der B-GmbH wird diesbezüglich eine Verrechnungsverbindlichkeit ausgewiesen. Im Falle einer Kreditvereinbarung am 4.9.01 kann eine angemessene Verzinsung mit steuerlicher Wirkung ab 1.1.01 vereinbart werden. Sollte zB die Kreditvereinbarung am 30.10.01 getroffen werden, sind die angemessenen Zinsen für Zeiträume ab 30.10.01 steuerwirksam. 3.5.2.2.2. Fremdfinanzierung von rückwirkenden unbarenvorbehaltenen Entnahmen Die aus der unbarenvorbehaltenen Entnahme resultierende Verrechnungsverbindlichkeit ist in weiterer Folge an den Grundsätzen von Gesellschafterdarlehen zu messen. Wird die Gesellschafterverbindlichkeit in weiterer Folge durch Fremdmittel ersetzt, sind die dafür anfallenden Zinsen als Betriebsausgaben zu behandeln. Zu der mit der Umfinanzierung unter Umständen verbundenen KESt-Pflicht siehe Rz 972b ff. 3.5.2.2.3. Rücklage auf Grund unzulässiger unbarer überhöhter vorbehaltener Entnahmen Soweit eine nach § 16 Abs. 5 Z 2 UmgrStG gebildete Passivpost für unbarevorbehaltene Entnahmen den dort vorgesehenen Höchstbetrag überschreitet, gilt der übersteigende Teil als versteuerte Rücklage. Damit erhöht sich der steuerliche Sacheinlagewert. Da die Rücklage bilanztechnisch eine Verbindlichkeit bleibt, esist eine Situation wie bei Behandlung eines Gesellschafterdarlehens als verdecktes Grund- oder Stammkapital gegeben. Es ist daher im Sinne des § 4 Abs. 12 EStG 1988 bei Vorliegen eines positiven Buchwertes ein entsprechender Betrag auf den Rücklagendem Surrogatkapital-Subkonto (Pkt. 3.2.4 des Erlasses des BMF vom 31. März 1998, 06 0257/1-IV/6/98, betreffend die steuerliche Behandlung von Einlagenrückzahlungen im Sinne des § 4 Abs. 12 EStG 1988 und § 15 Abs. 4 EStG 1988, AÖF Nr. 88/1998) einzustellen und eine Erhöhung der Anschaffungskosten der Beteiligung an der übernehmenden Körperschaft gegeben. Auf diesen übersteigenden Teil entfallende Aufwandszinsen bilden bei der übernehmenden Körperschaft verdeckte Ausschüttungen. Die Tilgung des als Rücklage zu behandelnden Teiles der Verbindlichkeit ist eine Einlagenrückzahlung und vermindert den am Subkonto ausgewiesenen Betrag. Die Rückzahlung des übersteigenden Teiles an den Einbringenden kann steuerlich keine Tilgung darstellen sondern ist grundsätzlich als Einlagenrückzahlung zu behandeln, da der zunächst eingestellte Betrag am RücklagenSurrogatkapital-Subkonto wieder ausgebucht wird und die um die zusätzliche Einlage erhöhten Anschaffungskosten wieder abgestockt werden. Ergibt sich aber hingegen trotz Korrektur in Höhe der als Rücklage zu behandelnden Verbindlichkeit kein buchmäßig positives Einbringungsvermögen (sondern nur eine Verminderung des buchmäßig negativen Einbringungsvermögens), stellt die Rückzahlung der entsprechenden Rücklage mangels eines Evidenzbetrages auf dem Rücklagen-Subkonto eine verdeckte Ausschüttung dar. Unabhängig davon, ob der als Fremdkapital und als Eigenkapital geltende Teil der Passivpost im Rechenwerk der übernehmenden Körperschaft einheitlich oder getrennt ausgewiesen sind, ist im Fall von Teiltilgungen stets von einer anteiligen Auflösung des steuerwirksamen und steuerunwirksamen Teils auszugehen. Der steuerlich maßgebende Buchwert des einzubringenden Vermögens beträgt 775, der Verkehrswert 1.000 vor den Korrekturen. EsNach Vornahme rückwirkender Korrekturen in Höhe von 120 wird eine Passivpost für eine unbarevorbehaltene Entnahme in Höhe von 800600 gebildet. Da die steuerlich zulässige unbarevorbehaltene Entnahme nach der Berechnung im Sinne des § 16 Abs. 5 Z 2 UmgrStG zB. mit 740440 begrenzt ist, ist die Passivpost um 60160 zu hoch. Das erklärte Einbringungskapital von 55 (775 -25 120 - 600) beträgt daher 215 (55 +35 160). Die Verbindlichkeit von 800600 gilt im Ausmaß von 60160 als versteuerte Rücklage. Im Falle einer Auszahlung dieser 60 wären 35 als160 liegt eine Einlagenrückzahlung (wennvor, da der am RücklagenSurrogatkapital-Subkonto eingestellte Betrag von 35 im Zeitpunkt der Auszahlung noch vorhanden ist),in gleicher Höhe aufgelöst wird. Da sich beim Einbringenden die restlichen 25 als verdeckte Ausschüttung zu behandelnAnschaffungskosten der Gegenleistung um 160 erhöht haben, löst die Einlagenrückzahlung keine Besteuerung aus. 3.5.2.3. Überlassung von Wirtschaftsgütern Auch Verträge über die Nutzungsüberlassung, soweit sie sich auf das eingebrachte Vermögen beziehen, sind erst steuerwirksam, wenn sowohl der Einbringungsvertrag als auch die spezielle vertragliche Vereinbarung abgeschlossen sind. Davon abweichend sind Verträge über die Nutzungsüberlassung von Anlagevermögen, welches im Zuge der Einbringung nach § 16 Abs. 5 Z 3 UmgrStG zurückbehalten wurde, ab dem dem Einbringungsstichtag folgenden Tag steuerwirksam, wenn die Entgeltsvereinbarung nachweislich am Tag des Abschlusses des Einbringungsvertrages getroffen wird. Die Entgeltsvereinbarung ist ebenfalls nach Fremdvergleichsgrundsätzen zu beurteilen. A bringt sein Einzelunternehmens zum 31.12.00 in die am 12.5.01 gegründete B-GmbH ein. Der Einbringungsvertrag wird am 4.9.0129.9.01 abgeschlossen, die Firmenbucheintragung erfolgt am 15.9.0115.10.01. A kann eine bisher privat genutzte Wohnung ab 4.9.01 an die den Einzelbetrieb übernehmende GmbH B für deren betriebliche Zwecke vermieten. Wurde im Zuge der Einbringung aber ein Betriebsgebäude gemäß § 16 Abs. 5 Z 3 UmgrStG zurückbehalten und der GmbH zur Nutzung überlassen, kann ein am 4.9.01 vereinbartes Mietverhältnis steuerlich auf den 1.1.01 rückbezogen werden. a) A kann eine bisher privat genutzte Wohnung ab 29.9.01 an die den Einzelbetrieb übernehmende B-GmbH für deren betriebliche Zwecke vermieten. b) Im Zuge der Einbringung wurde die Betriebsliegenschaft gemäß § 16 Abs. 5 Z 3 UmgrStG zurückbehalten und der GmbH zur Nutzung überlassen. Wird nach dem 29.9.01 ein Bestandverhältnis vereinbart, kann dieses ab dem Vertragstag steuerliche Wirkung vermitteln. Wird am 29.9.01 ein Bestandverhältnis vereinbart, kann dieses steuerwirksam auf den 1.1.01 rückbezogen werden. Wird überhaupt keine Vereinbarung über die Nutzungsüberlassung getroffen, liegt eine steuerneutrale Nutzungseinlage ab dem Vertragstag vor. 3.5.3. Internationale Schachtelbeteiligung Entsteht oder erweitert sich bei der übernehmenden Körperschaft einbringungsbedingt eine internationale Schachtelbeteiligung im Sinne des § 10 Abs. 2 KStG 1988, sollen die bis zur Einbringung angesammelten steuerhängigen stillen Reserven auch nach der Einbringung steuerhängig bleiben. Dies wird nach § 18 AbsZum Entstehen der Schachtelbeteiligung siehe Rz 988 ff. 4 UmgrStG dadurch erreicht, dass beizur Erweiterung der übernehmenden Körperschaft derSchachtelbeteiligung siehe Rz 991 Unterschiedsbetrag zwischen den übernommenen Buchwerten und den höheren Teilwerten der bisher nicht begünstigten Beteiligungsquoten als fiktive Teilwertabschreibung im Sinne des § 10 Abs. 2 Z 2 lit. b KStG 1988 gilt. Im Falle einer späteren Realisierung ist insofern eine Steuerhängigkeit sichergestellt. Rechtslage ab 2004 bzw. 2006: Entsteht oder erweitert sich bei der übernehmenden Körperschaft einbringungsbedingt eine internationale Schachtelbeteiligung im Sinne des § 10 Abs. 2 KStG 1988, sollen die bis zur Einbringung angesammelten steuerhängigen stillen Reserven auch nach der Einbringung steuerhängig bleiben. Dies wird nach § 18 Abs. 4 UmgrStG dadurch erreicht, dass bei der übernehmenden Körperschaft der im Realisierungsfall entstehende Gewinn bis zum Unterschiedsbetrag zwischen den übernommenen Buchwerten und den höheren Teilwerten der bisher nicht begünstigten Beteiligungsquoten von der Steuerbefreiung bzw. von der Steuerneutralität ausgenommen ist. Der steuerhängige Unterschiedsbetrag ist in Evidenz zu nehmen. Geht durch eine Einbringung die Eigenschaft einer Beteiligung als internationale Schachtelbeteiligung unter, soll eine Entsteuerung der bis zur Einbringung nicht steuerhängigen stillen Reserven erreicht werden. Dies wird nachSiehe dazu Rz 992 ff § 18 Abs. 4 UmgrStG durch eine steuerneutrale Aufwertung auf den höheren Teilwert zum Einbringungsstichtag gewährleistet. Zu beachten sind in diesem Zusammenhang die Evidenzpflichten für die Teilwertabschreibungen bzw. Aufwertungen, die auch von § 43 Abs. 2 UmgrStG erfasst sind. Die Rechtsfolgen des Entstehens bzw. der Erweiterung sowie des Unterganges einer internationalen Schachtelbeteiligung bei den Anteilsinhabern der übernehmenden Körperschaft regelt § 20 Abs. 7 UmgrStG (siehe Rz 984 bis Rz 994). 3.5.3.1. Entstehen bzw. Erweiterung einer internationalen Schachtelbeteiligung 3.5.3.1.1. Befreiung von Gewinnanteilen Rechtslage ab 2004 (Wegfall der vorläufigen Steuerpflicht siehe KStR 2001 Rz 562): 3.5.3.1.2. BefreiungSteuerneutralität von Substanzgewinnen 3.5.3.1.2.1. Entstehen einer internationalen Schachtelbeteiligung Zusätzlich zu beachten ist jedoch die Steuerhängigkeit von vorEntsteht bei der übernehmenden Körperschaft einbringungsbedingt eine internationale Schachtelbeteiligung, besteht mangels eines Anschaffungstatbestandes im Sinne des § 10 Abs. 3 Z 1 KStG 1988 kein Wahlrecht zugunsten der Einbringung nicht begünstigten BeteiligungsquotenSteuerpflicht. Es entsteht daher stets eine steuerneutrale internationale Schachtelbeteiligung. GemäßDie Jahresfrist des § 10 Abs. 2 KStG 1988 ist zu beachten. § 18 Abs. 4 Z 1 UmgrStG ist beisieht vor, dass der übernehmenden Körperschaft derim Realisierungsfall entstehende Gewinn bis zum Unterschiedsbetrag zwischen den übernommenen Buchwerten und den höheren Teilwerten zum Einbringungsstichtag:der bisher nicht begünstigten Beteiligungsquoten von der Steuerneutralität ausgenommen ist. Der steuerhängige Unterschiedsbetrag ist in Evidenz zu nehmen. gilt bis 2003 bzw. 2005 bei der übernehmenden Körperschaft als fiktive Teilwertabschreibung, bzw. ist ab 2004 bzw. 2006 bei späterer Realisierung von der Steuerbefreiung bzw. der Steuerneutralität ausgenommen, soweit er im realisierten Gewinn Deckung findet. Der steuerhängige Unterschiedsbetrag ist in Evidenz zu nehmen. Der inländische Einzelunternehmer1. Die A ist zu 100% an der inländischen B-GmbH und im Rahmen seines Einzelunternehmens zuist seit drei Jahren mit 5% an der ausländischen C-GmbH (Buchwert 1.000, Verkehrswert 15.000) beteiligt. Die B-GmbH ist zu 40% an C-GmbHbeteiligt (Buchwert 5.000, Verkehrswert 120.000) beteiligt. AC bringt nunmehr die Beteiligung C mit seinem Betrieb zum 31.12.01 seinen Betrieb in die BA-GmbH ein. Als Folge, dabei wird die bei B bereits bestehende internationale Schachtelbeteiligung erweitert. Für dieunter anderem eine 5-prozentige Quote ist B-Beteiligung miteingebracht (Buchwert 3.000). Mit 1.1.02 entsteht eine steuerhängige stille Reserve von 14.000 evident zu halten steuerneutrale internationale Schachtelbeteiligung, für die bereits bestehende 40-prozentige Quote ergeben sich keine Änderungenbis zum Ablauf der einjährigen Wartefrist steuerhängig ist. Wird die 45Die 10-prozentige Beteiligung von der B-GmbHwird im Jahre 0903 um a) 160.00024.000, b) 15.00018.000 veräußert, sind im Falle a) 14.000 und im Falle b) 1.000 (auf den Veräußerungsgewinn von 9.000 entfallen 5/45 = 1.000 auf die seinerzeitige 5-prozentige Beteiligung) zu versteuern. Dies gilt sowohl bei Einbringung von bisher nicht steuerbegünstigten mindestens 25-prozentigen - ab 2004 10-prozentigen - Auslandsbeteiligungen durch inländische natürliche Personen als auch bei Einbringung von das genannte Beteiligungsausmaß nicht aufweisenden Auslandsbeteiligungen durch inländische natürliche Personen oder inländische Körperschaften, wenn durch die Vereinigung mit einer von der übernehmenden Körperschaft gehaltenen Beteiligung eine internationalen Schachtelbeteiligung entsteht oder erweitert wird. Im Falle a) entsteht ein Veräußerungsgewinn von 16.000, der mit 12.000 (Buchwert am 1.1.02 8.000, Verkehrswert 20.000) steuerpflichtig und mit 4.000 steuerneutral ist. Im Falle b) entsteht ein Veräußerungsgewinn von 10.000, der zur Gänze steuerpflichtig ist. 2. Die inländische A-GmbH ist am Einbringungsstichtagbesitzt seit drei Jahren zueine steuerneutrale 92%-prozentige internationale Schachtelbeteiligung an der ausländischen B-GmbH (Buchwert 10.000, Verkehrswert 92.000) und seit einem Jahr zu 25%eine steuerpflichtige 25-prozentige internationale Schachtelbeteiligung an der ausländischen C-GmbH (Buchwert 4.000, Verkehrswert 12.000) beteiligt, hinsichtlich der er die Option gemäß § 10 Abs. 3 KStG 1988 ausgeübt hat. Beide Beteiligungen werden in die inländische D-GmbH eingebracht, die seit einem Jahr zu 8% an der B-GmbH (Buchwert 5.000, Verkehrswert 8.000) beteiligt ist. Bei der übernehmenden D-GmbH wird die bestehende 8-prozentige Beteiligung an der B-GmbH um die übernommene internationale Schachtelbeteiligung von 92% auf 100% erhöht. Für die zugehende 92-prozentige Quote ergibt sich auf Grund der fiktiven Gesamtrechtsnachfolge keine Änderung hinsichtlich der Steuerneutralität, für die 8-prozentige Quote ist eine Ausnahme von der SubstanzgewinnbefreiungSteuerneutralität in Höhe von 3.000 in Evidenz zu nehmen, die Behaltefrist beginnt diesbezüglich mit dem dem Einbringungsstichtag folgenden Tag neu zu laufen. Für die eingebrachte Beteiligung an der C-GmbH ist die Optionändert sich nichts an der A-GmbH weiterhin bindendSteuerhängigkeit. Erweitert sich einbringungsbedingt eine steuerwirksame internationale Schachtelbeteiligung, hat § 18 Abs. 4 UmgrStG keinen Anwendungsbereich, da auch die Erweiterung unter die Steuerwirksamkeit fällt. Rechtslage ab 2004 bzw. 2006:Die vorstehenden Grundsätze gelten auch bei der Einbringung von bisher nicht steuerbegünstigten mindestens 10-prozentigen Auslandsbeteiligungen durch inländische natürliche Personen. Bei einer einbringenden inländischen Körperschaft bereits bestehendeD bringt die privat gehaltene 100-prozentige Beteiligung an der ausländischen E-GmbH (Anschaffungskosten 30.000) in die von ihm allein am 10.3.02 bargegründete D-GmbH rückwirkend zum 31.12.01 unter die Steuerbefreiung desVerzicht auf eine Anteilsgewährung gemäß § 1019 Abs. 2 KStG 1988 idF vor dem Budgetbegleitgesetz 2003 (BGBlZ 5 UmgrStG ein. I 71/2003) bzw. die Steuerneutralität des § 10 Abs. 3 KStG 1988 idF Budgetbegleitgesetz 2003 (BGBl. I 71/2003) fallendeDie mit 1.1.02 steuerlich entstandene D-GmbH hat an diesem Tag eine steuerneutrale internationale Schachtelbeteiligungen werden bei erworben. Da der übernehmenden Körperschaft nahtlos fortgesetztgemeine Wert zum 1.1.02 35.000 beträgt, hat die bis zur Einbringung von der einbringenden Körperschaft steuerwirksam vorgenommenen und nicht schonD-GmbH den nach § 26a17 Abs. 16 Z 3 KStG 1988 nachversteuerten Teilwertabschreibungen im Sinne des § 6 Z 2 lit1 UmgrStG maßgebenden Sacheinlagewert von 30.000 als Buchwert anzusetzen. a EStG 1988 sind beiDie am Einbringungsstichtag bestehende steuerhängige stille Reserve von 5.000 bleibt steuerhängig, sofern der übernehmenden Körperschaft nach der genannten Übergangsvorschrift nachzuversteuernVeräußerungsgewinn diesen Betrag erreicht oder übersteigt. Eine andere Beurteilung ergibt sich für die EinbringungKein Anwendungsfall des § 18 Abs. 4 UmgrStG liegt im Falle der Importeinbringung von nicht steuerhängigen Anteilen in eine inländische übernehmende Körperschaft. Hier ist zwar auch vor, wenngleich die Jahresfrist (bis 2003 Zweijahresfrist) des § 10 Abs. 2 KStG 1988 zu beachten, die Ausnahme von der Substanzgewinnbefreiung kommt allerdings nicht zur Anwendung, weil österreichische Besteuerungsrechte bis zur Einbringung nicht gegeben waren. Zum gleichen Ergebnis gelangt man über das in § 17 Abs. 2 UmgrStG vorgesehene Aufwertungswahlrecht (siehe Rz 935), welches für den Wertansatz bei der übernehmenden Körperschaft maßgeblich ist und eine Identität von Buchwert und höherem Teilwert ergibt.: Hat der Einbringende den Kapitalanteil mit dem gemeinen Wert angesetzt, sind die am Stichtag vorhandenen stillen Reserven entsteuert und die entstehende steuerneutrale internationale Schachtelbeteiligung ist zu 100% wirksam. Hat der Einbringende den Kapitalanteil mit den Anschaffungskosten angesetzt, treten nach Ablauf des Jahres die Wirkungen einer steuerneutralen internationalen Schachtelbeteiligung ein. 3.5.3.23.5.3.1.2.2. UntergangErweiterung einer internationalen Schachtelbeteiligung Eine bei einer inländischen übernehmenden Körperschaft bereits bestehende internationale Schachtelbeteiligung kann sich einbringungsbedingt erweitern, sei es durch die Übernahme neuer Anteile, sei es durch die Übernahme einer Beteiligung oder deren Erweiterung. Dabei ist zu unterscheiden: Erweitert sich einbringungsbedingt eine steuerneutrale internationale Schachtelbeteiligung, gilt die in Rz 988 beschriebene Regelung. Der inländische Einzelunternehmer A ist zu 100% an der inländischen B-GmbH und im Rahmen seines Einzelunternehmens zu 5% an der ausländischen C-GmbH (Buchwert 1.000, Verkehrswert 15.000) beteiligt. Die B-GmbH ist zu 40% an C-GmbH (Buchwert 5.000, Verkehrswert 120.000) beteiligt. A bringt die C-Beteiligung mit seinem Betrieb zum 31.12.01 in die B-GmbH ein. Als Folge wird die bei B bereits bestehende steuerneutrale internationale Schachtelbeteiligung erweitert. Für die 5-prozentige Quote ist eine steuerhängige stille Reserve von 14.000 evident zu halten, für die bereits bestehende 40-prozentige Quote ergeben sich keine Änderungen. Wird die nunmehr 45-prozentige Beteiligung von der B-GmbH im Jahre 09 um a) 160.000, b) 15.000 veräußert, sind im Falle a) 14.000 und im Falle b) 666,67 (auf den Veräußerungsgewinn von 9.000 entfallen 5/45 auf die seinerzeitige 5-prozentige Beteiligung) zu versteuern. Erweitert sich einbringungsbedingt eine internationale Schachtelbeteiligung, die nach § 10 Abs. 3 Z 4 KStG 1988 zum Teil steuerneutral und zum Teil steuerpflichtig ist, ist der Erhöhungsteil nach dem prozentualem Verhältnis der bisherigen Teile der Schachtelbeteiligung den beiden zuzurechnen. Der Untergang einer bisher nach § 10 Abs. 2 KStG 1988 begünstigten Die A-GmbH hält eine internationalen Schachtelbeteiligung wäre beiiHv 60% an der übernehmenden Körperschaft nur im Falle einer Teileinbringungdeutschen B-GmbH, wobei 40% der Schachtelbeteiligung denkbar. Da § 18 Abssteuerneutral und 20% steuerwirksam sind. 4 Z 2 UmgrStG keinen Bezug auf die übernehmende Körperschaft enthält, istDer in Österreich unbeschränkt steuerpflichtige X bringt sodann die Regelung auf die Einbringung eines Teiles der internationalen Schachtelbeteiligung dahingehend möglich, dassin seinem Privatvermögen gehaltene Beteiligung iHv 15% an der bei der einbringenden Körperschaft verbleibende Teil unter 25% absinktB-GmbH in die A-GmbH ein. Die eingebrachte Beteiligung wird im Verhältnis 2 zu 1 (40% zu 20%) dem bisher steuerneutralen und steuerwirksamen Teil zugerechnet, sodass nach der Einbringung die Schachtelbeteiligung iHv 75% in der Zeit der Geltung des § 10 Abseinen 50% steuerneutralen und einen 25% steuerwirksamen Teil aufzuteilen ist. 2 KStG 1988Die bis zum Einbringungsstichtag entstandenen zur Einbringung in der 15%-Beteiligung enthaltene stillen Reserven sollen entsteuert werden, steuerwirksam bis zum Einbringungsstichtag vorgenommene Teilwertabschreibungen sollen allerdings bleibt nach § 18 Abs. 4 Z 1 steuerhängig bleiben. 3.5.3.2. Untergang einer internationalen Schachtelbeteiligung Der einbringungsbedingte Untergang einer bisher nach § 10 Abs. 2 KStG 1988 idF vor dem Budgetbegleitgesetz 2003 (BGBl. I 71/2003) bzw. nach § 10 Abs. 3 KStG 1988 idF Budgetbegleitgesetz 2003 (BGBl. I 71/2003) begünstigtensteuerneutralen internationalen Schachtelbeteiligung ist bei der übernehmenden Körperschaft auf Grund einer Teileinbringung der Schachtelbeteiligung denkbar. Dies ist als Anwendungsfall des Art. III UmgrStG im Falle einer Betriebs- oder Teilbetriebseinbringung denkbar, bei der ein Teil einer Schachtelbeteiligung in einem Ausmaß von weniger als 10% miteingebracht wird. Auf Grund der ertragsteuerlichen Gesamtrechtsnachfolgefiktion geht die Beteiligung zunächst zum Buchwert auf die übernehmende Körperschaft über. Die in der Zeit der Geltung des § 10 Abs. 2 KStG 1988 idF vor dem Budgetbegleitgesetz 2003 (BGBL. I 71/2003) bzw. des § 10 Abs. 3 KStG 1988 idF Budgetbegleitgesetz 2003 (BGBL. I 71/2003) bis zum Einbringungsstichtag entstandenen stillen Reserven sollen aber entsteuert werden. Es gilt daher der höhere Teilwert zum Einbringungsstichtag mit Beginn des dem Einbringungsstichtag folgenden Tages grundsätzlich als Buchwert. Von der auf Grund der steuerneutralen Aufwertung entstandenen Entsteuerung der stillen Reserven zum Einbringungsstichtag ausgenommen sind: bis zum Einbringungsstichtag entstandene fiktive Teilwertabschreibungen im Sinne des § 18 Abs. 4 Z 1 UmgrStG idF vor dem Budgetbegleitgesetz 2003 (BGBl. I 71/2003) und bis zum Einbringungsstichtag umgründungsbedingt entstandene von der Steuerneutralität ausgenommene Unterschiedsbeträge im Sinne des § 18 Abs. 4 Z 1 UmgrStG idF Budgetbegleitgesetz 2003 (BGBl. I 71/2003) (Rz 989). Die dargestellten Ausnahmen sind im Verhältnis des eingebrachten TeilsVon der auf Grund der steuerneutralen Aufwertung entstandenen Entsteuerung der Schachtelbeteiligung zu dem beim Einbringenden verbleibenden Teil aufzuteilenstillen Reserven zum Einbringungsstichtag sind bis zum Einbringungsstichtag umgründungsbedingt entstandene von der Steuerneutralität ausgenommene Unterschiedsbeträge im Sinne des § 18 Abs. 4 Z 1 UmgrStG ausgenommen. Der sich ergebende Betrag gilt als steuerlich maßgebender Buchwert des Anteils, der nach § 43 Abs. 2 UmgrStG in Evidenz zu nehmen ist. UmgrStR 2002, Umgründungssteuerrichtlinien 2002 Rz 976 UmgrStR 2002, Umgründungssteuerrichtlinien 2002 Abschnitt 3.5.3 UmgrStR 2002, Umgründungssteuerrichtlinien 2002 Rz 989 § 20 Abs. 7 UmgrStG, Umgründungssteuergesetz, BGBl. Nr. 699/1991 § 18 Abs. 4 Z 1 UmgrStG, Umgründungssteuergesetz, BGBl. Nr. 699/1991 UmgrStR 2002, Umgründungssteuerrichtlinien 2002 Rz 988 ff UmgrStR 2002, Umgründungssteuerrichtlinien 2002 Rz 991 UmgrStR 2002, Umgründungssteuerrichtlinien 2002 Rz 992 ff § 18 Abs. 4 UmgrStG, Umgründungssteuergesetz, BGBl. Nr. 699/1991 Auslegungsbehelf, Verschmelzung, Umwandlung, Einbringung, Zusammenschluss, Realteilung, Spaltung, Fusion, merger, Rechtsbeziehungen, Arbeitskraft, Arbeitskräfte, Geld, Nutzungsüberlassung von Anlagevermögen, Entgeltsvereinbarung, Internationale Schachtelbeteiligung Findok-Nr: 19961.2, aufgenommen am: 04.10.2007 16:03:20, zuletzt geändert am: 09.03.2010, Dokument-ID: 94c0dc13-d98c-40d1-82e5-36c00a973292, Segment-ID: d044d30b-262a-4cc7-94f4-200f234f3968
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Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
Deutsch-Französische Materialien: Ein neuer Kontext 'Ein neuer Kontext' Sie sind hier: Deuframat > ... > Ein neuer Kontext Das politische Leben geriet zwei Jahre lang in Unruhe, nachdem Bismarck damit gedroht hatte, Elsass-Lothringen einen neuen Verfassungsstatus zu verleihen. Das fand 1887 seinen Niederschlag in der Wahl einiger protestierender Abgeordneter in den Reichstag. Im Jahr darauf wurden Passkontrollen für Franzosen eingeführt, die sich ins Elsass begeben wollten. Doch schon bald legte sich die Erregung und es begann eine ruhigere Zeit, die durch langwierige Verhandlungen über die neue Verfassung gekennzeichnet war. Diese wurde schließlich im Mai 1911 erlassen und verlieh dem Elsass eine gewisse Autonomie sowie das Recht zur Wahl (durch allgemeines direktes Wahlrecht) eines in Strabburg tagenden Landtags. Die Neuorientierung des politischen Lebens im Elsass erfolgte zu einer Zeit bedeutender wirtschaftlicher Entfaltung. Besonders im Bereich von Industrie und Handel wurden Impulse sichtbar, namentlich in Strabburg, wo sich mehrere moderne Großindustrieunternehmen niederlieben, wie zum Beispiel die Gerbereien in Lingolsheim und die Eisengießereien in Koenigshoffen. Die wirtschaftlichen Fortschritte, die von allen Einwohnern wahrgenommen wurden, trugen erheblich zu einem die politische Diskussion beruhigenden Klima bei. Quelle: D. Poncin: En pays mal conquis: Les Allemands vus par l'Alsacien Jean-Jacques Waltz, dit Hansi. Poitiers (La Licorne) 1994 Schlieblich war es auch die Zeit eines Generationenwechsels. Von 1890 an erreichte eine Generation das Erwachsenenalter, die das französische Regime niemals gekannt hatte. Was sie von Frankreich wusste, kam von dem, was ihre Familien erzählten. Zwei Zeugen jener Zeit berichten über diesen tiefgreifenden Wandel. Der elsässische Pastor Frédéric Eccard, gleichzeitig auch Jurist und Politiker, gehörte zum liberalen, frankophilen Bürgertum. Er schrieb: « Bei den Elsässern der neuen Generation ist der französische Einfluss immer noch vorherrschend, er kann aber nur durch die Eltern oder die Freunde in Frankreich ausgeübt werden ... Die Generation, die 1895 das Erwachsenenalter erreicht hat, war mit der französischen und der deutschen Kultur in Kontakt. Sie gibt der ersten den Vorzug, kann aber die zweite nicht vernachlässigen ». Otto Flake, dessen Eltern "Altdeutsche" waren, hat sein Studium an der Strabburger Universität absolviert und gründete, zusammen mit dem Elsässer René Schickelé, mehrere Strabburger Zeitschriften, unter anderem den « Stürmer ». Er gehörte am Anfang des XX. Jahrhunderts zu jenen jungen Schriftstellern, die sich für die elsässischen Probleme interessierten und verkörperte die Einstellung der neuen deutschen Generation, die den elsässischen Realitäten mehr Gehör schenkte. Er äußert sich wie folgt: « Am Anfang des XX. Jahrhunderts steht der Germanisierung ein gewichtiger Gegner gegenüber, der über reichliche Mittel verfügt, nämlich die führende, frankophile Klasse, die sich um die Intellektuellen sammelt und verstärkt, welche das Verschwinden ihrer kleinen Welt wegen der schnellen wirtschaftlichen Entwicklung befürchten. Sie sieht zwar ein, dass die Aussöhnung mit Deutschland Vorteile und Reichtum herbeiführen könnte, doch sie flüchtet in den Starrsinn, ist lieber bereit, ein Opfer zu bringen als eine Annäherung mit dem Verzicht auf die elsässische Identität zu bezahlen. Neben diesen unnachgiebigen Menschen gibt es auch andere, die bei Gelegenheit oder im Beruf engere Kontakte zu Deutschen hatten, oder einen unabhängigen Charakter haben, oder sich beruflich in einem Rahmen verwirklichen möchten, der über das Elsass hinausgeht. Durch den Zwang, Politik zu betreiben, muss man Deutschland, seine führenden Kräfte, seine staatlichen Einrichtungen als eine Realität hinnehmen, will man sich als führende Bürger nicht von den anderen sozialen Klassen absondern, die sich inzwischen, ohne dieses Bürgertum, der Politik zugewandt haben... Seit der Gründung des Reichs haben der Geschmack, der Entwicklungswille, der Liberalismus, die Selbstkritik in Deutschland unleugbare Fortschritte gemacht, es entsteht allmählich eine deutsche Lebensart. Ist diese einmal vervollkommnet, muss sie von den Elsässern anerkannt werden. Darauf hoffen die Deutschen ».
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Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
Politikparadox: Dezember 2012 AVAAZ: Etwas Großes ist im Gange. Email vom 30.12.2012, 13:45 Uhr Avaaz, Demokratie und die Herausforderungen unserer Zeit – noch 48 Stunden! Noch 48 Stunden bis zu unserem Ziel -- bringen wir die Arbeit von Avaaz 2013 ein weiteres Stück voran! Hier die E-Mail - Liebe Avaaz-Mitglieder, Es ist so wundervoll sich endlich so unmittelbar zusammenschließen zu können mit anderen Menschen hier auf der Erde, um für gemeinsame Interessen und Absichten einzustehen. Ich bin so froh und stolz dabei zu sein. Und manchmal kann ich es noch gar nicht glauben, dass dies alles tatsächlich wahr ist. DANKE…aus tiefstem Herzen AN ALLE Menschen, die mit dabei sind. Gemeinsam können wir so viel mehr erreichen. Etwas Großes ist im Gange. Vom Tahrir-Platz bis zur Wallstreet, von unglaublich mutigen Avaaz-Bürgerjournalisten in Syrien bis zu den Millionen Bürgern, die eine Kampagne nach der anderen gewinnen – die wahre Demokratie bahnt sich ihren Weg. Dies ist nicht der Medienzirkus unserer korrupten "Wählt-alle-4-Jahre-Demokratie" der Vergangenheit, sondern etwas, das viel, viel tiefer geht. Tief in uns selbst spüren wir unsere eigenen Möglichkeiten, jene Welt zu schaffen, von der wir alle träumen. Wir haben dafür allerdings nicht viel Zeit. Unser Planet wird von zahlreichen Krisen bedroht – Klimakrise, Nahrungsmittelkrise, Finanzkrise, die Verbreitung von Atomwaffen… Diese Krisen können uns spalten, oder zusammenbringen wie niemals zuvor. Sie sind die Herausforderungen unserer Zeit, und das Ergebnis wird darüber entscheiden, ob unsere Kinder in einer dunkleren Welt aufwachsen, oder in einer, die nach größerer Harmonie zwischen Menschen strebt. Es gilt, diese Herausforderung anzunehmen. Mit 17 Millionen hoffnungsvollen Mitgliedern – deren Zahl ständig steigt – ist Avaaz die größte internationale Online-Bewegung der Geschichte. Es gibt keine andere so große, weltweite, themenübergreifend arbeitende, demokratische, Hightech-Bürgerbewegung, die innerhalb von 24 Stunden in Hunderten von Ländern koordiniert demokratischen Druck aufbauen kann. Unser Potenzial ist einzigartig – genauso wie unsere Verantwortung. Es ist erstaunlich: Gerade einmal 20.000 von uns machen unsere gesamte Gemeinschaft möglich, indem sie wöchentlich einen kleinen Betrag von beispielsweise 2.50 € spenden, den Preis einer Tasse Kaffee. Das deckt die Betriebskosten von Avaaz. Doch um in diesen bewegten Zeiten weiterhin an vorderster Front tatkräftig aktiv sein zu können und Kampagnen zu gewinnen, müssen wir noch einen Gang zulegen – und die Zahl unserer wöchentlichen Fördermitglieder auf 40.000 verdoppeln, und so, bei allem was wir tun, unsere Durchschlagskraft zu multiplizieren. Klicken Sie unten, um dies zu ermöglichen – für den Preis einer Tasse Kaffee: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch_rb_2/?bviusbb&v=20461&a=2.50&c=EUR&p=28 Kleine, regelmäßige Spenden helfen Avaaz bei der verantwortungsbewussten Planung und der Deckung von Langzeitkosten für unser kleines Kern-Team, unsere Webseite, Technik und die Sicherheitsmaßnahmen (wenn sich unsere Kampagnen mit dubiosen Machenschaften beschäftigen, kann das schnell ganz schön teuer werden!). Sie ermöglichen uns außerdem, blitzschnell und mit gezielten Kampagnen auf Krisen zu reagieren. Eine kleine Spende von rund 2.50 € pro Woche von 20.000 weiteren Avaaz-Fördermitgliedern würde es unserem Netzwerk ermöglichen, all unsere Tätigkeiten im nächsten Jahr auszuweiten. Diese Spende könnte uns dabei unterstützen, in humanitären Notlagen Menschenleben zu retten, unseren Planeten und die Tierwelt zu beschützen, die Demokratie zu schützen, Korruption in der Politik und das organisierte Verbrechen zu bekämpfen, und den Frieden und die Armutslinderung voranzutreiben. Eine Spende an Avaaz hat doppelte Wirkung -- Sie unterstützen durch bestimmte Kampagnen die direkte Änderung eines Missstandes; zusätzlich ist jeder Beitrag ein Baustein für unser Netzwerk, das in den nächsten Jahrzehnten für einen positiven Wandel eintreten wird. Dies ist eine Investition, die sowohl kurz- und langfristig Früchte tragen wird, für unsere Kinder und für die Zukunft unseres Planeten. Klicken Sie hier, um zu spenden: Das Aufbringen von finanziellen Mitteln ist oftmals ein Problem für Organisationen, die sich für Veränderungen in der Gesellschaft einsetzen. Spenden von Regierungen oder Unternehmen würden unsere Mission zutiefst gefährden. An große Spenden sind oft Bedingungen geknüpft. Außerdem kosten Fundraising-Methoden wie Telemarketing, Postsendungen oder das direkte Ansprechen auf der Straße oft mehr, als sie einbringen. Aus diesem Grund ist das Avaaz-Modell der direkten Online-Spenden der beste Weg, den Motor des sozialen Wandels in Gang zu halten und die Versprechen unseres Netzwerkes weitestgehend umzusetzen. Mit Hoffnung und Dankbarkeit für diese großartige Gemeinschaft, Grund 1 - Was wir machen funktioniert Mit 17 Millionen Mitgliedern in jedem Land der Welt ist es uns möglich, blitzschnell auf dringende Bedürfnisse und Gelegenheiten zu reagieren. Avaaz funktioniert - gemeinsam haben wir Leben in Haiti und Burma gerettet, Regierungspolitik von Brasilien bis Japan umgekehrt und internationale Verträge vom Verbot von Streubomben bis zum Erhalt der Meere beeinflusst. Der britische Premierminister Gordon Brown sagt von Avaaz: "Ihr habt den Idealismus der Welt vorangetrieben... unterschätzt nicht euren Einfluss auf die Staats -und Regierungschefs". Der Economist schreibt, dass Avaaz bereit ist, einen "ohrenbetäubenden Weckruf an die Entscheidungsträger der Welt zu senden" und Nobelpreisträger Al Gore sagt: "Avaaz ist inspirierend und hat bereits damit begonnen, Veränderungen einzuläuten." Wir sind nur 6 Jahre alt und wachsen schnell. Je stärker unsere Mitglieder gewillt sind sich zu engagieren und zu spenden, desto mehr Einfluss werden wir haben. Spenden Sie hier: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch_rb_2/?bviusbb&v=20461&a=2.50&c=EUR&p=28 Grund 2 - Eine Spende an Avaaz ist eine Investition, die permanenten sozialen Wandel mit sich bringt Bei Avaaz finanzieren unsere Spenden nicht nur schlagkräftige Kampagnen, sondern rekrutieren auch noch mehr Menschen. Mehr Menschen bedeutet mehr Spenden und damit mehr Wirkung. Sie erzielen also nicht nur eine bestimmte Veränderung mit Ihrer Spende, sondern stellen auch sicher, dass sich unser Netzwerk vergrößert. Dies bedeutet, dass sich Ihre Spende um ein Vielfaches multipliziert und sich so zu einer permanenten und ständig wachsenden Quelle der Veränderung wird. Ein doppelter und zugleich dauernder Effekt hat einen gewaltigen philantropischen Wert. Grund 3 - Wir haben keine Bürokratie Avaaz ist ein massives Netzwerk von Bürgern, aber unsere Organisation ist winzig - nur 49 Vollzeit-Campaigner mit operativer und technologischer Unterstützung arbeiten mit. Die meisten großen globalen NGOs beschäftigen Hunderte, wenn nicht Tausende von Mitarbeitern. Unsere geringe Größe bedeutet, dass wir uns nicht auf Bürokratie oder verschiedene Verwaltungsebenen konzentrieren müssen, sondern einzig auf das Erzielen von Ergebnissen. Grund 4 - Wir werden regelmäßig kontrolliert und sind steuerlich haftbar Gerüchte über den Missbrauch von Spendengeldern schüren Angst und Misstrauen. Viel davon ist fehl am Platz, denn die meisten Organisationen sind voller integrer Mitarbeiter, die Gutes bewirken wollen. Bei Avaaz können Sie sicher sein - wir sind gesetzlich verpflichtet, alle 12 Monate eine amtliche Buchprüfung durchzuführen. Diese Bilanzkontrolle prüft gründlich jeden Aspekt unserer Bücher und unserer finanziellen Praktiken. Bisher fanden sechs Revisionen statt, und jedes Mal wurde uns ein guter Prüfungsbericht vorgelegt. (Für mehr Details bitte hier klicken). Grund 5 - Wir haben ein Weltklasse-Team, das hervorragende Arbeit leistet Campaigning, Interessenvertretung und sozialer Wandel sind ein ernsthaftes und anspruchsvolles Geschäft - je kompetenter das Team, desto mehr Einfluss haben unsere Spenden. Avaaz zieht die besten Campaigner und Interessenvertreter der Welt an. Viele unserer Kampagnendirektoren kamen zu uns, nachdem sie sie erfolgreich die Geschäftsführung von Multi-Millionen-Dollar-Organisationen wahrgenommen hatten; die meisten von ihnen haben Abschlüsse von den besten Universitäten der Welt. Spenden Sie jetzt: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch_rb_2/?bviusbb&v=20461&a=2.50&c=EUR&p=28 Grund 6 - Wir sind 100% unabhängig Grund 7 - Wir leiten das Geld weiter, wenn es Sinn macht und unterstützen die besten Bemühungen Avaaz hat knapp 4 Millionen Dollar an andere Organisationen gespendet, weil wir sie als besser positioniert angesehen haben, um das Geld in bestimmten Situationen bestmöglich einzusetzen. Zum Beispiel waren das 1,6 Mio. $ an burmesische Mönche und Hilfsgruppen, 1,3 Mio. $ an Hilfsorganisationen auf Haiti (sehen Sie sich dazu ein Video an) und über eine Mio. $ an die Hilfsbemühungen in Pakistan. Die meisten Stiftungen haben endlose Bearbeitungszeiten und unzählige Beschränkungen, was diese langsam und bürokratisch macht und so die Gefahr besteht, dass sich die positiven Effekte umkehren. Avaaz sucht sich die geeignetsten Organisationen und verzichtet auf Detailanweisungen - wir geben ihnen nur die Mittel, um ihre Kompetenz einsetzen zu können. Grund 8 - Wir sind politisch (das macht den Unterschied) Grund 9 - Wir handeln dort, wo Bedarf und Möglichkeiten am größten sind Klicken Sie hier um zu spenden: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch_rb_2/?bviusbb&v=20461&a=2.50&c=EUR&p=28 Grund 10 - Demokratische Verantwortung ist fest verankert in unserem Modell Grund 11 - Es gibt keine vergleichbare Organisation Avaaz ist die weltweit erste und einzige von Mitgliedern getragene Hightech Bewegung, die sich mit den unterschiedlichsten Angelegenheiten befasst. In einer Welt, in der die Probleme zunehmend global relevant sind und deshalb globale Lösungen brauchen, hat Avaaz eine besondere Stellung, um Wandel voranzutreiben. Keine andere Organisation kann innerhalb von 24 Stunden und in so großem Maßstab demokratischen Druck in über 194 Ländern aufbauen. Ein neuartiges Modell internetbasierter Politik, die von den Menschen ausgeht, hat schon in vielen Ländern etwas bewegen können. Avaaz bringt dieses Modell auf eine globale Ebene. Das Ergebnis ist bereits jetzt die größte Onlinebewegung in der Geschichte, und wir haben gerade erst begonnen. Machen Sie eine sichere Spende an Avaaz: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch_rb_2/?bviusbb&v=20461&a=2.50&c=EUR&p=28 Eingestellt von Gerd 49 um 15:27 Keine Kommentare : Datenspur führt in den Bundestag Danke Klaus, das ist wirklich zum Lachen: die größten Raubkopierer sind sie selber. Zum Jahresausklang ein "lustiger Artikel". Es darf nicht wahr sein! bei N-TV kann man lesen: Illegale Downloads von Filmen und TV-Serien Freitag, 28. Dezember 2012 Von Roland Peters Den Angaben zufolge werden während der Arbeitszeit auch aus den Häusern von Paramount Pictures, Warner Brothers, Disney, Sony Pictures und 20th Century Fox Urheberrechtsverletzungen begangen. Scaneye hat sich auf die Analyse von Bittorrent spezialisiert. Über das Bittorrent-Protokoll werden große Dateien von verschiedenen, wechselnden Quellen gleichzeitig heruntergeladen und am Ende zusammengesetzt. Damit ist kaum nachvollziehbar, woher etwa ein Film ursprünglich kam. Die dazu nötigen Ausgangsdateien stellen Websites wie "The Pirate Bay" bereit. Im Bundestag in Berlin gibt es indes Interesse an "Celebrity Rehab" in High Definition, dem aktuellen Actionstreifen "Premium Rush" oder auch "The Voice". In Brüssel geht die EU unter anderen mit "Take Shelter" von 2011 in Deckung und besorgt sich "Poupoupidou" samt schwedischen Untertiteln. In den Büros von Sony Pictures werden neben Filmen wie "Ice Age 4" auch Videospiele und Fernsehshows heruntergeladen. Beschäftigte von 20th Century Fox und Disney sind offenbar auch keine Engel. Diese Daten seien nur "die Spitze des Eisbergs" und damit exemplarisch, schreibt torrentfreak.com. Was machen sie ein Buhei um illegales Kopieren und Downloads, unsere selbst ernannte "Elite", unsere Gesetzgeber und die Musik- und Filmverlage! ACTA, SOPA, PIPA, CISPA und wer weiß was noch alles, und dann DAS! Die, die am lautesten nach Urheberrechtschutz schreien, sind selber die schlimmsten Raubkopierer und illegalen Downloader! Die Raubkopierer wollen die Gesetze gegen Raubkopieren machen, das ist nicht nur Politikparadox, das ist die totale Volksverarschung! Eingestellt von Gerd 49 um 23:20 Keine Kommentare : AVAAZ: Sklave mit nur 5 Jahren... Email vom 28.12.2012, 02:29 Uhr Indien verzögert das schärfste Kinderarbeits-Gesetz in seiner Geschichte..., weil die Politiker der Ansicht sind, dass es keine 'Priorität' hat! Doch die Mehrheit der Parlamentarier unterstützt das Gesetz, und alles was sie brauchen, ist ein massiver Schub der Öffentlichkeit, damit darüber abgestimmt werden kann! Erheben wir unsere Stimme für Indiens Kinder. Unterzeichnen Sie jetzt: das indische Parlament schließt zum Jahresende ohne das schärfste Gesetz gegen Kinderarbeit seiner Geschichte zu verabschieden. Schlimmer noch: Das Gesetz wird von der Mehrheit der Parlamentarier unterstützt, doch es liegt seit Wochen auf Eis, weil das Parlament der Ansicht ist, dass es keine 'Priorität' hat! Wenn die Avaaz-Gemeinschaft aufsteht, können wir die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Gesetzesvorlage lenken, und die Abstimmung darüber vorantreiben. Bitte unterzeichnen Sie diese dringend Petition und leiten Sie sie so viel wie möglich weiter -- sobald wir 1 Million Unterschriften erreicht haben, überbringen wir die Botschaft dem indischen Parlament, zusammen mit ehemaligen Kinderarbeitern: http://www.avaaz.org/de/india_child_labour_g1/?bviusbb&v=20552 Schwindelerregende 215 Millionen Kinder arbeiten in Minen, Steinbrüchen und Fabriken in aller Welt. Alle Nationen haben ein Abkommen unterschrieben, das die Beendigung der Kinderarbeit in den Mittelpunkt des jeweiligen nationalen Bildungsplans stellt -- dabei hat Indien weltweit die meisten Kinderarbeiter. Das neue Gesetz würde jede Arbeit von Kindern unter 14 Jahren verbieten und gefährliche Arbeit für Unter-18-Jährige. Das Gesetz enthält sogar Bestimmungen, die sicherstellen, dass die ärmsten Familien nicht geschädigt werden -- es verankert das Recht auf freie Bildung und Stipendien, um alle Verluste auszugleichen. Jamie, Alice, Alex, Alaphia, Lisa, Jeremy, Ricken, Dalia, Rewan, Michelle und das gesamte Avaaz-Team Danke für Ihren Einsatz gegen Kinderarbeit. http://www.avaaz.org/de/india_child_labour_g1/?tviusbb http://www.fr-online.de/wirtschaft/kinderarbeit-in-indien--grosse-nachfrage-nach-kinderarbeit-,1472780,16353590.html Indien schlägt einen Bann für Kinderarbeit for (Washington Post - englisch) Eingestellt von Gerd 49 um 08:46 Keine Kommentare : Doch die chinesische Karte? Man sollte nicht glauben, was eine einfache chinesische Drohung alles bewirken kann. Das sorgsam aufgebaute Lügengebäude um Griechenland gerät ins Wanken. Schon am 29.10.2012 schrieb ich hier: http://politikparadox.blogspot.de/2012/10/was-ist-denn-mit-den-lautsprechern-der.html Stürzt das taumelnde Griechenland aus der Eurozone, verliert China viele Milliarden. Seither müht man sich in Berlin um Athen. Vielleicht hat die neue Regierung in China ja auch ein Machtwort gesprochen denn jetzt bemüht man sich nicht nur in Berlin sondern auch im "Freundesland" zu retten was noch zu retten ist. … und es geschehen auf einmal Zeichen und Wunder. Was ist passiert? Arbeiten die Griechen jetzt mehr? Werden mehr Waren Exportiert? S&P hebt Griechen-Rating deutlich an 18.12.2012, 19:22 Uhr | dpa-AFX, AFP, t-online.de http://wirtschaft.t-online.de/s-p-hebt-griechenlands-rating-deutlich-an/id_61393042/index Gute Nachricht für die schuldengeplagten Hellenen: Der US-Ratingriese Standard & Poor's (S&P) hat Griechenlands Kreditwürdigkeit nach einem erfolgreichen Anleihenrückkauf des Landes gleich um sechs Stufen vom "teilweisen Kreditausfall" (SD) auf "B-/B" angehoben. Das entspricht einer spekulativen Anlage. S&P sprach zugleich von einem stabilen Ausblick für das neue Rating. Frisches Geld aus Anleihenkauf Zur Begründung erklärte die Ratingagentur, ihrer Meinung nach sei die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion fest entschlossen, Griechenland in der Eurozone zu behalten. Griechenland hatte zuletzt Anleihen im Volumen von mehr als 30 Milliarden Euro am Markt aufgekauft und dafür Mittel aus dem Rettungsfonds verwendet. Troika warnt vor Risiken Auch die "Troika" aus Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF) hatte am Dienstag ebenfalls erklärt, für die Rettung Griechenlands vor dem Staatsbankrott große Risiken zu sehen. Die Experten zweifeln daran, dass Athen tatsächlich seinen Verpflichtungen nachkommt und die zugesagten Reformen umsetzt. Dennoch raten sie dazu, die nächsten milliardenschweren Kredite von Euro-Ländern und IWF wie geplant fließen zu lassen und empfehlen die Auszahlung der Gelder aus dem Euro-Rettungsfonds. Die neuen Kredite für Griechenland im Umfang von 34,3 Milliarden Euro sollen nach Angaben aus Regierungskreisen in Athen bis Mittwoch ausgezahlt sein. Nach einer am Montag überwiesenen ersten Tranche von sieben Milliarden Euro sollen 11,3 Milliarden Euro für den Rückkauf von Staatsschulden überwiesen werden, sagte ein Regierungsvertreter. Weitere 16 Milliarden Euro würden für die Rekapitalisierung von Banken des hoch verschuldeten Landes erwartet. Quelle: dpa-AFX, AFP, t-online.de Werte "mächtigste Frau der Welt", was hatten Sie gesagt wann die letzte Zahlung sei, die wir an Griechenland leisten würden? Merken Sie nicht, das Ihre Befehlsgeber doch das machen was die wollen, egal was Sie versprechen? Dass Sie als "zweitmächtigster Mensch der Welt" auch nur verarscht werden merken Sie aber schon - oder nicht? Eingestellt von Gerd 49 um 13:00 1 Kommentar : GBPicsOnline - Frohe Weihnachten Bilder Eingestellt von Gerd 49 um 02:07 Keine Kommentare : Nach dem Amoklauf von Newtown: US-Waffenlobby will Schulen mit bewaffneten Wachen schützen Man liest die Überschrift und denkt: „Boah ey, Spitzensatire“, man liest weiter und stellt mit Erschrecken fest: „die meinen das ernst“. Eine Woche lang hat die US-Waffenlobby geschwiegen - jetzt kommt sie aus der Deckung. Auf einer Pressekonferenz warb sie dafür, nach dem Amoklauf von Newtown Schulen durch Bewaffnete zu schützen. Denn das einzige Mittel gegen einen bösen Menschen mit einer Waffe sei: ein guter Mensch mit einer Waffe. Washington - Die National Rifle Association (NRA) hat sich am Freitag erstmals nach dem Amoklauf von Newtown vor einer Woche zu dem Verbrechen geäußert. Wer erwartet hatte, die US-Waffenlobby würde sich geläutert zeigen, der irrte. Die NRA tritt für noch mehr Waffen ein. Jede Schule sollte von bewaffneten Polizisten oder Wächtern geschützt werden, forderte NRA-Vizepräsident Wayne LaPierre in Washington. Die NRA sei bereit, beim Training für entsprechende Programme zum Schutz von Schulkindern mitzuhelfen. Als Verantwortliche für solche Taten wie den Amoklauf von Newtown machte er die Medien aus. Jedes amerikanische Kind sehe bis zu seinem 18. Geburtstag 16.000 Morde. In Musikvideos und Computerspielen werde das Leben als ein Spiel dargestellt. LaPierre begründete seinen Vorstoß für bewaffnete Wachen an Schulen damit, dass schließlich auch der Präsident und sogar Sportstadien von Bewaffneten beschützt würden. "Das einzige Mittel gegen einen bösen Menschen mit einer Waffe ist ein guter Mensch mit einer Waffe." Strengere Gesetze zum Erwerb von Schusswaffen in den USA lehnte er ab. Solche Gesetze würden nichts bringen. Journalisten durften bei der Pressekonferenz im teuersten Hotel Washingtons keine Fragen stellen. Die Pressekonferenz wurde mehrfach von Gegnern der NRA unterbrochen. Gleich zu Beginn stürmte ein Mann nach vorn und rief: "Die NRA tötet unsere Kinder." Er zeigte ein Transparent mit der entsprechenden Aufschrift. Minuten später hielt eine Frau ein weiteres Transparent hoch, auf dem zu lesen stand: "Die NRA hat Blut an ihren Händen." Unmittelbar nach dem Massaker, bei dem 20 Kinder und sechs Schulmitarbeiter starben, hatte sich die NRA aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Anders als bei früheren Amokläufen hatte die Organisation keine Beileidsbekundungen für die Angehörigen der Opfer veröffentlicht. Überdies schaltete sie ihr Facebook-Konto im Internet vorübergehend ab und sendete keine Mitteilungen über den Kurznachrichtendienst Twitter. Die Tragödie löste eine landesweite Debatte über eine Reform des vergleichsweise liberalen Schusswaffenrechts der USA aus, die jahrelang am Widerstand vieler Amerikaner gescheitert war. US-Präsident Barack Obama setzt sich für eine Verschärfung der Gesetze ein. Er rief die Bürger auf, den Druck auf die Abgeordneten aufrechterhalten. "Rufen Sie Ihre Kongressvertreter so oft wie nötig an, bekennen Sie Farbe und sagen Sie im Namen unser aller Kinder: 'Es reicht'." Der Präsident will den Kongress dazu bewegen, den Verkauf von Sturmgewehren zu verbieten sowie den bisher weitgehend unkontrollierten Handel mit Waffen auf einschlägigen Messen strenger zu kontrollieren. Obamas Regierungsmannschaft soll die Reformvorschläge noch im Januar vorlegen. "Es ist an der Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen." Mit der Ausarbeitung der Vorschläge beauftragte er Vizepräsident Joe Biden. Geht es eigentlich noch abartiger? Kann man noch perfider denken als die Mitglieder der NRA? Diese „Schmiede des eigenen Glücks“ ordnen vor lauter Geld- und Macht-Geilheit ihren eigenen Interessen alles unter. Sie wollen „böse Bewaffnete“ durch „gute Bewaffnete“ bekämpfen. Hauptsache es werden amerikanische Waffen benutzt, an deren Produktion sie entsprechend Profit haben. Kann man Menschenverachtung noch besser ausdrücken? Und das sollen „unsere Freunde“ sein? Eingestellt von Gerd 49 um 11:52 Keine Kommentare : Besinnliches zum 4. Advent Jetzt wird’s ernst mit der US „Haushaltsklippe“ Obama will Renten kürzen Von Patrick Martin 21. Dezember 2012 http://www.wsws.org/de/articles/2012/dez2012/obam-d21.shtml Die Kürzungen bei den Renten und anderen wichtigen Sozialprogrammen, die Obama zur Umschiffung der „Haushaltsklippe“ vorschlägt, markieren einen Wendepunkt in der amerikanischen Sozialpolitik. Dies zeigte sich in den jüngsten Haushaltsgesprächen des Weißen Hauses mit dem Sprecher des Repräsentantenhauses, John Boehner. Obama schlägt öffentlich vor, zukünftige Zahlungen an Rentenempfänger zu kürzen. Das zeigt klar, dass sämtliche Parteien darin übereinstimmen, dass die Arbeiterklasse und die Alten, – und nicht etwa Wall Street und die Superreichen –, für die Krise des amerikanischen Kapitalismus zahlen müssen. Presseberichten vom Dienstag zufolge bedeutet der Gegenvorschlag, den das Weiße Haus Boehners Vorschlägen entgegenstellt, eine Senkung des Inflationsausgleichs für Rentner, denn der Lebenshaltungsindex, der künftig zugrunde gelegt wird, unterschätzt absichtlich die Summe, die Rentner für ihre Grundversorgung aufwenden müssen. Der neue Lebenshaltungsindex mit der Bezeichnung „gebundener“ Verbraucherpreisindex wird die Ausgaben in den nächsten zehn Jahren um bis zu 225 Milliarden Dollar senken. Die Hälfte davon geht auf Kosten der Rentenempfänger, und der Rest auf Kosten der Pensionen von Beschäftigten der Bundesregierung im Ruhestand und anderen Hilfeempfängern. Die Vorschläge des Weißen Hauses beinhalten noch weitere reaktionäre Elemente: Das Auslaufen der Steuersenkungen der Bush-Ära soll auf Familien mit mehr als 400.000 Dollar Jahreseinkommen begrenzt werden; der Lohnsteuer-Teilrabatt soll auslaufen, was zu einer zweiprozentigen Lohnsteuererhöhung für alle amerikanischen Arbeiter führt; die Dividendensteuer, die vor allem die Reichen betrifft, soll bei zwanzig Prozent verharren, anstatt dass sie auf 39,6 Prozent angehoben wird, wie es nach den geltenden Gesetzen geboten wäre. Steuererhöhungen sollen über zehn Jahre 1,2 Billionen Dollar ausmachen. Im gleichen Zeitraum sollen Ausgabenkürzungen die gleiche Summe einbringen. Damit kommt das Weiße Haus der Forderung der Republikaner nach einer Ausgewogenheit von Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen nach. Diese angebliche Balance lässt allerdings die 1,2 Billionen Dollar an Ausgabenkürzungen außer Acht, die schon im August 2011 bei den Haushaltsverhandlungen zwischen Obama und der republikanischen Mehrheit im Kongress ausgehandelt worden waren, und die in den nächsten neun Jahren greifen sollen. Alles zusammengerechnet, wird der Plan des Weißen Hauses Kürzungen von 400 Milliarden Dollar bei den Gesundheitsausgaben (vor allem bei Medicare), 122 Milliarden Doller an Einsparungen bei den Renten und weitere 400 Milliarden Dollar bei anderen innenpolitischen Ausgaben ergeben. Zusätzlich sollen 290 Milliarden Dollar an Zinszahlungen eingespart werden. Eduardo Porter von der New York Times wies auf die historische Bedeutung hin, die eine Vereinbarung zwischen den Parteien auf dieser Grundlage bedeutet. Porter schrieb: „Die Wahrheit ist, dass der Präsident und die Republikaner im Repräsentantenhaus vereinbart haben, den Sozialstaat, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, auf den kleinsten Umfang seit fünfzig Jahren zu schrumpfen. Das ist ganz unabhängig davon, welche der beiden Billionen-Dollar-Varianten schließlich die Oberhand behält.“ Das Weiße Haus schlägt vor, die freiwilligen innenpolitischen Ausgaben von 3,1 Prozent des BIP in 2011 auf nur noch 1,7 Prozent im Jahr 2022 zu senken. Die Republikaner, die mit unterschiedlichen Daten arbeiten, wollen die Ausgaben im Inland in der gleichen Zeit von 4,3 Prozent auf 2,1 Prozent des BIP senken. Um das zu verdeutlichen, erklärte Porter: „Das würde die freiwilligen zivilen Ausgaben der Regierung auf den kleinsten Anteil an der Wirtschaftsleistung seit der Eisenhower-Regierung [in den 1950er Jahren] senken. Damals lebte ein Viertel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, Tausende Kinder hatten damals noch Kinderlähmung, und weniger als acht Prozent der unter 25jährigen Amerikaner hatten eine Collegeausbildung.“ Was in den Gesprächen zwischen Obama und Boehner ausgehandelt wird, ist mit anderen Worten ein sozialer Rückschritt beispiellosen Ausmaßes. Unter der künstlich geschaffenen Haushaltsklippe zum 31. Dezember, werden aufgrund vergangener Vereinbarungen automatisch Haushaltskürzungen und Steuererhöhungen von 600 Milliarden Dollar in Kraft treten. Unter Berufung auf dieses Damoklesschwert schlagen Vertreter der Wirtschaft, Demokraten und Republikaner vor, mit dem Abbau der Sozialreformen des zwanzigsten Jahrhunderts zu beginnen. Die Entscheidung des Weißen Hauses, das Rentensystem zu kürzen, ist von enormer politischer Bedeutung. Die Renten wurden lange Zeit als die „dritte Schiene“ der amerikanischen Politik bezeichnet. Es galt: Lass die Finger davon, oder du bist politisch tot. Obama und Boehner wollen dieses Tabu knacken und einen neuen Rahmen schaffen, um der arbeitenden Bevölkerung brutale Sparmaßnahmen aufzuzwingen. Egal wie das unmittelbare Ergebnis der Verhandlungen in Washington ausgeht, – ob noch vor dem 31. Dezember ein Handel geschlossen wird oder nicht –, die generelle Richtung ist klar: Sozialprogramme wie die Renten, Medicare und Medicaid werden ausgezehrt. Das einzige bedeutsame Gebiet, auf dem die Bundesregierung noch Geld ausgibt, sind Militär und Polizei, welche die Interessen der Finanzaristokratie verteidigen – im Ausland gegen internationale Rivalen und Revolutionen, zu Hause gegen die amerikanische Arbeiterklasse. … und in Deutschland? 21. Dezember 2012, 16:51 Uhr Haushalt nach der Bundestagswahl Schäuble plant umfangreiches Sparprogramm Auf die deutschen Steuerzahler könnten neue Belastungen zukommen: Nach SPIEGEL-Informationen lässt Finanzminister Schäuble ein Sparpaket für die Zeit nach der Bundestagswahl ausarbeiten. Teil des Plans sind ein Gesundheits-Soli und ein späterer Renteneintritt. Berlin - Die Beamten im Finanzministerium sind schon schwer beschäftigt: Nach SPIEGEL-Informationen lässt Ressortchef Wolfgang Schäuble (CDU) ein umfangreiches Sparpaket für die nächste Legislaturperiode ausarbeiten. Um den Bundeshaushalt auf künftige Belastungen vorzubereiten, die durch Konjunkturrisiken oder Gefahren der Finanz- und Euro-Krise entstehen könnten, reichen seiner Einschätzung nach die Vorgaben der Schuldenbremse nicht aus. "Ein ausreichender Abstand zur Verfassungsgrenze ist in der Haushaltsplanung zwingend erforderlich, um für unerwartete strukturelle Ausgaben- und Einnahmeentwicklungen Vorsorge zu treffen", heißt es in einer internen Vorlage des Bundesfinanzministeriums (BMF) mit dem Titel "Mittelfristige Haushaltsziele des Bundes". Schäuble hat die Vorlage bereits gebilligt. Um den entsprechenden Spielraum zu erreichen, schlagen die Beamten des BMF unter anderem vor, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent abzuschaffen und auf alle Waren und Dienstleistungen nur noch den regulären Tarif von 19 Prozent zu erheben. Diese Maßnahme brächte den öffentlichen Kassen 23 Milliarden Euro. Um zehn Milliarden Euro wollen die Beamten den Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds senken. Damit die Beiträge zur Krankenkasse dennoch stabil gehalten werden können, schlagen Schäubles Fachleute einen Gesundheits-Soli vor, also einen Aufschlag auf die Einkommensteuer, dessen Aufkommen der gesetzlichen Krankenversicherung zugutekommen soll. Um die Rentenkassen zu entlasten, sollen die Deutschen über die vereinbarte Regelaltersgrenze von 67 Jahren hinaus arbeiten. Die Dauer des Rentenbezugs solle "an die Lebenserwartung gekoppelt werden", schreiben die Beamten. Der Vorruhestand soll so unattraktiv gemacht werden wie möglich. "Unangemessene Anreize zur Frühverrentung müssen beseitigt werden", heißt es in dem Konzept. Bislang müssen Vorruheständler, die vor Erreichen der Regelaltersgrenze aus dem Arbeitsleben ausscheiden, pro Jahr einen Abschlag von 3,6 Prozent hinnehmen. Künftig soll das Minus 6,7 Prozent betragen. Die Schäuble-Experten schlagen zudem vor, die Witwenrenten zu kürzen. Weitere Einschnitte halten die Finanzministerialen für unausweichlich, wenn der Staat künftig an anderer Stelle Geld ausgeben will, etwa für Straßenbau oder Bildungseinrichtungen. Solche Investitionen würden "eine stärkere Begrenzung konsumtiver Ausgaben erfordern". Damit sind vor allem Sozialausgaben gemeint. Das Bundesfinanzministerium dementiert - wenig überraschend - den Bericht. Es gebe keine dementsprechenden Pläne. Der SPIEGEL hält an seiner Darstellung fest. URL: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schaeuble-plant-umfangreiches-sparprogramm-nach-der-bundestagswahl-a-874178.html Natürlich ist von Leuten mit Millionen-Einkommen und Milliarden-Besitz nicht die Rede beim Sparen, weder in Deutschland, in den USA noch sonstwo auf der Welt. Schließlich ist man als Politiker eh nur deren Befehlsempfänger und darf es sich mit "den Märkten" nicht verderben. So werden die "armen Reichen" von jeglichen Einschränkungen verschont, im Gegenteil, wo kämen sie denn hin, wenn sie sich noch an den Sozialkosten beteiligen müssten? Es ist doch eh schon schwer genug für sie, in der Krise auf ihr Geld aufzupassen, steuervermeident anzulegen und gleichzeitig übereifrige Steuerfahnder abzuwehren. Auf Schäuble können sie aber zählen, der hat ein Herz für Steuerhinterzieher. Das ist doch was Besinnliches, oder? GBPicsOnline - 4. Advent Gästebuchbilder Eingestellt von Gerd 49 um 01:03 1 Kommentar : Avaaz, Demokratie und die Herausfordnungen unserer Zeit https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch/?bviusbb&v=20403&a=2.50&c=EUR&p=28 Spenden Sie hier: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch/?bviusbb&v=20403&a=2.50&c=EUR&p=28 Spenden Sie jetzt: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch/?bviusbb&v=20403&a=2.50&c=EUR&p=28 Klicken Sie hier um zu spenden: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch/?bviusbb&v=20403&a=2.50&c=EUR&p=28 Machen Sie eine sichere Spende an Avaaz: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch/?bviusbb&v=20403&a=2.50&c=EUR&p=28 Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 17 Millionen Mitgliedern, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. ("Avaaz" bedeutet "Stimme" oder "Lied" in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser Team verteilt sich über 13 Länder und 4 Kontinente und arbeitet in 14 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier, etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter. Eingestellt von Gerd 49 um 11:10 Keine Kommentare : Malala - Petition übergeben am Montag haben Mitarbeiter von Change.org unser Anliegen und alle gesammelten Unterschriften dem Menschenrechtsbeauftragen der Bundesregierung, Markus Löning, im Auswärtigen Amt überbracht. Ein besonderes Signal: der Außenstaatssekretär Pakistans, Jalil Abbas Jilani, war ebenfalls zugegen. „Malalas Engagement ruft zu Recht weltweit Anerkennung hervor. Deutschland hat sich für ihren Schutz und ihre Behandlung engagiert”, sagte uns das Auswärtige Amt. In jedem Fall wurde unser Wunsch gehört und wir sind zu einem weiteren Dialog Anfang 2013 eingeladen! Die Übergabe der Petition wurde sogar auf der Facebook-Seite des Auswärtigen Amtes prominent mit einem Foto verbreitet. Wenn Sie hier klicken, können Sie das Übergabe-Foto jetzt mit Ihren Freunden auf Facebook teilen. Vielen, vielen Dank für Ihr Engagement. Eingestellt von Gerd 49 um 22:20 Keine Kommentare : AVAAZ: Sehen Sie was für eine verrückte, wunderschöne Sache wir gemeinsam geschaffen haben Diese Email von AVAAZ kam am 18.12.2012 um 22:06 Uhr Liebe umwerfende Avaaz-Gemeinschaft, 2012 neigt sich dem Ende zu - deswegen möchte ich für einen Moment innehalten und reflektieren, was für eine verrückte, wunderschöne Gemeinschaft voller Hoffnung und Engagement wir gemeinsam geschaffen haben. Die Zahlen sind schwindelerregend -- 17,2 Millionen von uns erhalten diese E-Mail heute und diese Zahl schießt jeden Tag weiter in die Höhe -- wir sind fast doppelt so groß wie noch vor ein paar Monaten! Wir kommen aus allen 194 Nationen, 1 Millionen aus Deutschland, 1,7 Millionen aus Brasilien und 700.000 aus Indien. Hier eine Weltkarte Wir sind gemeinsam über 100 Millionen mal aktiv geworden, sowohl on- als auch offline, und haben über 250 Millionen Freunden von unseren Kampagnen berichtet Unsere Stimmen haben Aufmerksamkeit auf kritische Themen gelenkt, mit über 15.000 Nachrichtenbeiträgen allein in diesem Jahr 400.000 von uns haben knapp 7 Millionen Dollar an Avaaz gespendet, welche an humanitäre und demokratische Organisationen weitergeleitet wurden 20.000 von uns haben bereits eigene Petition gestartet und fangen an, diese mit Hilfe unserer neuen Bürgerpetitionen-Plattform zu gewinnen Der pakistanische Präsident unterzeichnet unsere Petitionen, die geholfen hat, 3 Millionen Kinder in die Schule zu schicken Unsere gewaltige Aktion für Palästina direkt vor der EU-Kommission als sich die Außenminister trafen Aber hinter diesen Zahlen steckt so viel mehr -- tausende Geschichten von Menschen, die zusammenkommen mit einer Hoffnung, die stark genug ist, den vorherrschenden Zynismus zu überwinden und wirkliche Veränderung zu erreichen. Nicht nur im Kleinen, sondern mit wirklich weitreichenden Erfolgen. Errinern Sie sich an Malala, das unglaublich mutige Mädchen, das von den Taliban in den Kopf geschossen wurde, weil es sich für die Bildung von Mädchen in Pakistan eingesetzt hat? Innerhalb einer Woche hat das Avaaz-Team mit Partnern in Pakistan einen ambitionierten Plan erarbeitet, damit alle Kinder zur Schule gehen können - und nachdem 886.000 von uns unsere Petition unterzeichnet hatten, hat der UN Bildungsgesandte Gordon Brown sie direkt an Präsident Zardari übergeben, welcher selbst die Petition unterzeichnete! Malala war "überwältigt" als sie im Krankenhaus mit der Nachricht begrüßt wurde, dass Zardari Fördermittel gebilligt hat, damit 3 Millionen Kinder zusätzlich in die Schule gehen können! Brown hat unsere Mobilmachung als "ausschlaggebend" bezeichnet. Das war kurz bevor 1,8 Millionen von uns eine entscheidende Rolle darin gespielt haben, einen palästinensischen Staat zu schaffen. Nachdem Israel und die USA andere Länder dazu bewegen wollten bei der UN gegen Palästina zu stimmen, haben wir Meinungsumfragen in 4 Ländern durchführen lassen, tausende Telefonanrufe gemacht, mit Staatsführern Kontakt aufgenommen und eine 4-stöckige Flagge vor einem wichtigen Treffen der EU-Außenminister in Brüssel gehisst. In der entscheidenden Abstimmung haben nur 9 von 193 Ländern dagegen gestimmt! Der palästinensische Botschafter für Europa sagte "Avaaz spielte eine entscheidende Rolle darin, die Regierungen von einer Unterstützung des palästinensischen Antrags zu überzeugen. Ihre Solidarität und Ihre Unterstützung wird in ganz Palästina erinnert und gefeiert werden". Und Anfang diesen Jahres haben sage und schreibe 2,8 Millionen von uns eine kolosale Kampagne unterstützt um ACTA zu stoppen -- ein entscheidender Sieg gegen globale Konzerne, die versuchen das Internet zu zensieren. Das Abkommen konnte gestoppt werden und der Präsident des Parlaments sagte, er war "schwer beeindruckt von Avaaz’s überwältigender Petition, welche vom europäischen Parlament sehr ernst genommen wurde". Andere führende Mitglieder des Parlaments haben öffentlich unsere Stimmen zitiert, um den Einspruch der Öffentlichkeit zu demonstrieren. Das sind nur 3 von buchstäblich hunderten Geschichten, die wir alleine über dieses Jahr erzählen können! Sehen Sie sich unsere Erfolgsseite an für eine Übersicht der größten Erfolge. Ich kann kaum erwarten zu sehen, was unsere Gemeinschaft in 2013 alles schaffen kann, vom Schutz des Regenwaldes und unserer Tierwelt bis hin zur Unterstützung der Bevölkerung in Syrien und des arabischen Frühlings und der Demontage des korrupten Medienreichs von Ruport Murdoch. Wir haben wirklich etwas Unglaubliches geschaffen, einen Motor für Hoffnung und Veränderung in der Welt. Und jeder von uns hat dazu beigetragen, es Realität werden zu lassen. Das nächste Mal wenn Sie auf einem Abendessen mit Freunden oder auf einer Party sind, fragen Sie, ob sonst jemand Teil von Avaaz ist. Die Chancen stehen gut und vielleicht haben sie eine Unterhaltung über Themen, die wirklich wichtig sind. Denn wir können viel alleine erreichen, aber wenn wir zusammenkommen und zusammen bleiben ist nichts unmöglich. Mit enormer Dankbarkeit für jede liebenswerte und engagierte Person in dieser einzigartigen Gemeinschaft, Ricken und das gesamte Avaaz-Team Eingestellt von Gerd 49 um 19:14 1 Kommentar : Soll mal einer sagen, unsere Abgeordneten wissen genau was sie tun. Die selbsternannte „Elite“ will wohl mit aller Gewalt dass Deutschland Kriegspartei im Nahen Osten wird? Selbst die Grünen, die sich jahrelang gegen die Teilnahme Deutschlands an Kriegshandlungen jeder Art ausgesprochen haben, zählen heute mit zu den ersten Befürwortern. Welch seltsamer Gesinnungswandel! Wird jetzt Deutschland auch an der türkisch/syrischen Grenze verteidigt, nicht nur am Hindukusch? Bundestag berät über "Patriot"-Einsatz Der Bundestag berät heute über ein Mandat für die Entsendung deutscher "Patriot"-Raketen an die türkisch-syrische Grenze. Für die Bundesregierung ist die Entsendung eine Frage der Solidarität gegenüber dem NATO-Mitglied Türkei. Doch der Einsatz wirft nicht nur bei bei den Soldaten Fragen auf. Von Christian Thiels, SWR, ARD-Hauptstadtstudio Berlin Der Marschbefehl wird wohl noch vor Weihnachten kommen. Deutsche Luftwaffen-Soldaten sollen mit ihren "Patriot"-Flugabwehrsystemen an die türkisch-syrische Grenze verlegt werden, sobald der Bundestag zugestimmt hat. SPD und Grüne haben bereits signalisiert, die Bundesregierung unterstützen zu wollen. Wer hätte von unseren "Umfallern" auch was anderes erwartet? Maximal 400 Bundeswehrsoldaten Im Mandatstext wird die neue Bundeswehr-Auslandsmission mit der schwierigen Lage der Türkei und der Bedrohung durch Syrien begründet. In dem von Außen- und Verteidigungsministerium formulierten Papier heißt es, dass "die Verlegung deutscher 'Patriot'-Systeme im NATO-Rahmen und im gemeinsamen Verbund mit den Niederlanden die Verlässlichkeit Deutschlands als Bündnispartner" unterstreiche. Maximal 400 Frauen und Männer in Uniform können mit dem bis Ende Januar 2014 befristeten Mandat in den Einsatz gehen. Mandatstext unkonkret Doch was die genaue Einsatzausgestaltung angeht, ist der Mandatstext reichlich unkonkret. Die betroffenen Soldatinnen und Soldaten hätten noch eine Menge Fragen, bemängelt der Vorsitzende des Bundeswehr-Verbandes, Ulrich Kirsch. So sei unklar, ob die Bundeswehr überhaupt genug Raketen für den Einsatz der modernsten (und von der Türkei angeforderten) Version der "Patriot" in ihren Depots habe. Diese sogenannten PAC-3-Raketensysteme sind auf die Abwehr von Flugzeugen und vor allem Mittelstreckenraketen optimiert. Die Bundeswehr hat im Jahr 2010 von diesen Raketen 24 Stück angeschafft und dies auch stolz vermeldet. Im Ernstfall wären die aber wohl ziemlich schnell verschossen, doch über weitere Anschaffungen ist bislang nichts bekannt. Risiko: Chemiewaffen Unklar ist derzeit außerdem, wie die Soldaten vor einer möglichen Bedrohung durch syrische Chemiewaffen geschützt werden sollen. Doch das wäre wohl schon als Vorsichtsmaßnahme notwendig, wenn man einer weiteren Begründung für den Einsatz im Mandatstext folgt. Dort wird nämlich unterstrichen, dass das syrische Regime sowohl über Mittelstreckenraketen mit bis zu 700 Kilometern Reichweite als auch über ein Chemiewaffenarsenal verfüge. Damit könnten also theoretisch auch viele Städte in der Türkei getroffen werden. "Rote Linie" - und dann? Für Bundeswehrverbandschef Kirsch wirft die Mission noch weitere Fragen auf: So gebe es weder eine Exit-Strategie, noch Überlegungen für den Fall, dass Syrien tatsächlich zu den Chemiewaffen greife. Dann werde eine "rote Linie" überschritten, hatte Außenminister Guido Westerwelle betont, nachdem das Bundeskabinett den "Patriot"-Einsatz gebilligt hatte. Sieh an der Westerwelle! Gibt’s den überhaupt noch? Jetzt benutzt er den gleichen verlogenen Jargon wie die Kanzlerin und faselt von „rote Linie“. Doch um die Antwort auf die Frage, welche Folgen das dann konkret nach sich zieht, drückt sich die Politik bislang herum. Denn dann müsste die Frage diskutiert werden, ob man nun doch die Einrichtung einer Flugverbotszone über Syrien militärisch durchsetzen müsse. Dass wird im Mandatstext bislang kategorisch ausgeschlossen, doch praktischerweise beinhaltet das Mandat auch die Beteiligung deutscher Soldaten in den Besatzungen der fliegenden AWACS-Radarstationen. Die sind schon jetzt im Rahmen der NATO-Luftraumverteidigung über der Türkei unterwegs und können Hunderte Kilometer weit in syrisches Gebiet hineinschauen und hineinhorchen - und genau das tun sie natürlich auch. Typisch, zu feige um die Frage nach der Flugverbotszone zu klären und mit den Soldaten, die mal wieder auf Befehl unserer Wichtigtuer den Kopf hinhalten müssen, hat natürlich niemand gesprochen, aber dafür politisches Geschwafel ohne Ende und ... ... Parteiübergreifendes Lob für "besonnenes Verhalten der Türkei" Verständnis für die Türkei zeigen auch die Sozialdemokraten. Rainer Arnold demonstriert Vertrauen gegenüber dem NATO-Partner: "Bisher hat sich die Türkei in dieser ernsten Situation an ihrer Grenze außerordentlich besonnen verhalten. Dies muss so bleiben, aber das dürfen wir den Türken auch durchaus mal signalisieren." Bundestagsmandat bis 2014 Breite Mehrheit für "Patriot"-Einsatz in der Türkei Mit großer Mehrheit hat der Bundestag dem "Patriot"- Raketenabwehreinsatz der Bundeswehr zugestimmt. Bis zu 400 Frauen und Männer in Uniform werden im Süden der Türkei stationiert und sollen den NATO-Partner vor Angriffen aus Syrien schützen. Dagegen war nur die Linkspartei. Von Jörg Brandscheid, BR, ARD-Hauptstadtstudio Fast schon vorweihnachtliche Harmonie im Deutschen Bundestag. Es reichte eine halbe Stunde für die "Patriot"-Debatte. Schon vorab hatten Union, FDP, SPD und Grüne den Weg für eine breite Mehrheit geebnet. Dafür, dass Deutschland bis zu vierhundert Soldaten in die Türkei schickt um die Flugabwehrraketen zu bedienen. Von zwei "wichtigen politischen Signalen" spricht Elke Hoff, Verteidigungsexpertin der FDP. Dass der NATO-Bündnispartner Türkei sich auf Deutschland verlassen könne und, dass Verlass auf das Parlament sei, freut sich Hoff über eine "eine Entscheidung innerhalb kürzester Zeit. Deshalb, liebe Kolleginnen und Kollegen - auch von der Opposition -, an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön". Vorweihnachtliche Harmonie im Bundestag, wie schön, und was sagen die Soldaten und Soldatinnen zu den zwei "wichtigen politischen Signalen" Frau Hoff? Freuen die sich auch so wie Sie, dass sie Weihnachten und Neujahr in der Türkei verbringen dürfen? Übrigens Frau Hoff: ich hoffe inbrünstig, dass Ihre verteidigungspolitische Schwafelei im Herbst 2013 endgültig ein Ende hat. Eingestellt von Gerd 49 um 21:45 Keine Kommentare : Reaktion auf Bonner Bombenfund "Reflexhafter Ruf nach schärferen Gesetzen": Innenminister Friedrich will nach dem gescheiterten Bombenanschlag in Bonn mehr Kameras an öffentlichen Plätzen installieren, SPD und Grüne lehnen das ab. Die Bahn ist verärgert über Vorwürfe der Bundespolizei. Kann es sein, dass die Bombe nur dazu diente, unserem Innenminister einen Vorwand zu liefern? Schon seit Schäubles Zeit als Innenminister wird versucht, nach und nach, immer mehr zu überwachen und die im Hintergrund lassen sich immer neue Dinge einfallen. Ich lasse mich gerne verarschen wenn es intelligent gemacht ist; dann kann ich sogar darüber lachen, aber dieser „Bombenfund“ beleidigt jeden halbwegs normal denkenden Menschen, wenn Spiegel-online am 10.12.2012 schreibt: „Bonn - Eine verdächtige Reisetasche hat am Bonner Hauptbahnhof für einen Bombenalarm gesorgt. Sie enthielt Metallbehälter, die mit einem Pulver gefüllt waren, bei dem es sich um "potenziell zündfähiges Material" handelt. Das teilte die Polizei am Montagabend mit.“ […]Nach dem Fund war das Gebäude gegen 14 Uhr gesperrt und die Tasche von Spezialisten etwa eine Stunde später durch Beschuss mit einem Wassergewehr kontrolliert gesprengt worden. Darin befand sich offenbar unter anderem eine Uhr, an der Drähte befestigt waren. Diese ragten aus der Tasche hinaus.[…] Wer glaubt denn dass ein Terrorist, der eine Bombe unauffällig zünden will, sie auffällig mitten auf einen Bahnsteig stellt. Weshalb ich mich aber regelrecht für einen Idioten gehalten fühle: Warum um Gotteswillen müssen Drähte aus der Tasche herausragen? Zum Bombenzünden total überflüssig, zum Angst machen aber bestens geeignet. So doof kann kein Terrorist sein! Aber es kommt noch schlimmer: Diletantismus nicht nur bei den Bombenbauern! Spiegel-Online am 11.12.2012: Ob die Konstruktion tatsächlich hätte explodieren können, war auch am frühen Dienstagmorgen noch unklar. „[…]Zwei Stunden später beschossen Entschärfer der Bundespolizei die Tasche mit Wasser. Dabei wurde ein "verdächtiger Gegenstand" zerlegt. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts nahmen die Einzelteile unter die Lupe.“ Spiegel-online in einem anderen Artikel am gleichen Tag „[…]Die Ermittler stuften die Chemikalien als "zündfähiges Material" ein, ob es allerdings tatsächlich hätte gezündet werden können, war nach den ersten kriminaltechnischen Untersuchungen noch unklar. Jedenfalls fiel der Verdacht ziemlich schnell auf die Salafisten der Stadt.“ - irgendwie bekannt, erinnert an NSU, da wurde ja auch sofort nach zehn Jahren in die richtige Richtung ermittelt und bei Amokläufen werden innerhalb kürzester Zeit "Killerspiele" oder zu lasches Waffengesetz als Schuldige ausgemacht. Nochmal Süddeutsche: 17. Dezember 2012 10:32 „Zu schwache Batterien, ein weiterer gravierender Fehler bei der Konstruktion der Bombe - die Republik ist wieder einmal davongekommen. Zum wiederholten Mal ist in Deutschland ein geplanter Anschlag islamistischer Fanatiker fehlgeschlagen. Das Land, die Sicherheitsbehörden haben erneut Glück gehabt.“[…] Bei der Bonner Bombe fehlte vor allem der empfohlene Booster.[…] „Das Vorgehen der Bonner Bastler erinnert ein wenig an die "Kölner Kofferbomber", die 2006 in zwei Regionalzügen Bomben deponiert hatten, die dann wegen handwerklicher Fehler nicht detonierten. Die Chemiekenntnisse des später zu einer langen Haftstrafe verurteilten Terroristen hatten glücklicherweise nicht gereicht. Die sogenannte Sauerlandgruppe, die dann 2007 aufflog, hatte sich große Mengen Wasserstoffperoxid besorgt, um hochgefährliche Bomben zu bauen und bekam nicht mit, dass die Polizei die Chemikalien gegen eine ungefährliche Flüssigkeit ausgetauscht hatten.“ … wer das alles glaubt, der kann auch getrost glauben dass die Erde eine Scheibe ist, ein "Bombenbau-Azubi", 1. Lehrjahr, am Werk war und ein "Osterhase" Eier bringt. Dann folgt natürlich noch die verdiente Lobhudelei auf die Sicherheitsbehörden, auf die wir seit NSU alle so stolz sind. Anschlagsversuch in Bonn Harter Kern der Szene von geschätzten 140 Personen „Deutsche Sicherheitsbehörden listen in ihren Erfolgsbilanzen etwa zehn verhinderte oder gescheiterte Anschläge in den vergangenen zehn Jahren auf. Dilettantismus der Bombenbauer, Glück und Tüchtigkeit der Ermittler sowie der große Aufwand bei der Überwachung potenzieller islamistischer Gewalttäter haben Schlimmes vereitelt. Anders als in London oder Madrid etwa hat es in Deutschland noch keinen Terroranschlag islamistischer Gewalttäter gegeben. Falls sich der Verdacht der Ermittler gegen die Männer bestätigen sollte, wäre der Bonner Fall ein Novum. Erstmals hätten auch "Gefährder", also Leute, die von den Behörden für mögliche Terroristen gehalten werden, denen die Planung eines Anschlags durchaus zugetraut wird und die auf entsprechenden Geheimlisten der Behörden stehen, eine solche Tat verübt. In der Republik gibt es schätzungsweise 140 "Gefährder", die den wirklich harten Kern der etwa 450 gefährlichen Islamisten bilden sollen. Sie haben entweder in Terrorcamps eine paramilitärische Ausbildung absolviert oder gelten aus anderen Gründen als extrem militant. Schätzungsweise zwanzig Staatsschützer wären notwendig, um einen einzigen dieser Terrorverdächtigen rund um die Uhr zu überwachen und ein vollständiges Bewegungsbild zu erstellen. Um nicht aufzufallen, müssten die Teams ständig ausgetauscht werden. Ein solcher Aufwand wäre angesichts der zahlreichen Gefährder nicht zu leisten. Mittlerweile werden gewaltbereite Islamisten verstärkt aus Ländern wie Mali zu autonomen Aktionen aufgerufen, die sie selbst austüfteln sollten. Wenn es dann tatsächlich einmal zum Anschlag kommen sollte, stünden die Namen der Terroristen vermutlich in amtlichen Listen. Solch ein Angriff eines bekannten Gefährders gehört zu den Albträumen der deutschen Sicherheitsbehörden.“ Kann mir ein normal denkender Mensch einmal sagen, warum die „Terroristen“ ausgerechnet in Deutschland nur Versager einsetzen. Wollen sie mit den "Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts" gleichziehen, die zwei Tage für eine lächerliche Untersuchung brauchen, die jeder Hausmeister in zehn Minuten erledigt? Kann es sein, dass sie voll auf die Kompetenz unsere „Sicherheitsorgane“ vertrauen? Sollte sich die „Qualität“ unseres Verfassungsschutzes weltweit herumgesprochen haben? Oder ist es nicht eher so, dass möglichst viel Wirbel gemacht werden muss, damit Innenminister-Darsteller Friedrichs den Befehl zur Einrichtung einer Totalüberwachung verschleiern kann, die Zeitungen und Illustrierten tagelang den Lesern nahebringen, dass es nur zu unser aller Sicherheit dient und damit "alternativlos" ist? Schon Schäuble hatte den Befehl, aber der wurde ja dann versetzt. Ganz oben, im ersten Absatz steht: "SPD und Grüne lehnen das ab" (mit der Überwachung). Wie lange wohl? Wo doch zumindest die SPD als "Umfallerpartei" hinlänglich bekannt ist. ..und natürlich wieder typisch deutsch: „Warum die Überwachungskameras an Gleis 1 keine Videobilder von jener Person aufgezeichnet haben, die dort vor einer Woche die Tasche mit dem Sprengsatz abgestellt hat, ließ sich auch am Sonntag nicht beantworten. Die Deutsche Bahn (DB) kritisierte, die Bundespolizei habe ihr keinen Auftrag zur Aufzeichnung gegeben. Das wiederum wies die Bundespolizei zurück und warf der Bahn vor, sie sei nicht bereit, fehlende Aufzeichnungskapazitäten aufzustocken. Die Beamten könnten nur mit dem Material arbeiten, das ihnen zur Verfügung stehe. Eine DB-Sprecherin sagte dem General-Anzeiger dagegen, die Bundespolizei lege alleine fest, an welchem Bahnhof Videos aufgezeichnet und die Daten gespeichert würden. Außerdem schaffe die Bahn die "nötigen Aufzeichnungskapazitäten dort, wo die Bundespolizei uns beauftragt". Derweil bestätigte sich nach GA-Informationen der Verdacht, dass die Kameras an Gleis 1 defekt waren und gar keine Bilder liefern konnten. Auch das wies die Bahn zurück: "Unsere Kameras funktionieren, wenn wir den Auftrag haben, Bilder aufzuzeichnen." Konfliktbehaftet war nach GA-Informationen zudem die Zusammenarbeit von Kölner und Bonner Ermittlungsbehörden. Dazu wollten sich beide Seiten jedoch mit Blick auf die Übernahme der Ermittlungen durch den Generalbundesanwalt nicht offen äußern…“ Erinnert irgendwie an 9/11, gab es da nicht auch keine Bilder beim Pentagon? Waren da nicht "zufällig" alle Überwachungs-Kameras abgeschaltet? Oder brauchten unsere "Sicherheitsorgane" nach dem Desaster um NSU unbedingt mal wieder einen "Erfolg"? Eingestellt von Gerd 49 um 23:01 Kommentare : Avaaz, Demokratie und die Herausfordnungen unserer... AVAAZ: Sehen Sie was für eine verrückte, wundersch... ESM und kein Ende Anne Will 12.12.2012 Internetkontrolle und kein Ende Ist Deutschlands Gold noch Gold? Heute ist ein wichtiger Tag im Leben von Malala Die Lügen der Politik – und die Arroganz der Behö... Anne Will am 05.12.2012 Herzlichen Glückwunsch werte Kanzlerin Was ist eigentlich mit dem EFSF/ESM? Malalas Nominierung für den Friedensnobelpreis Was macht eigentlich die Internetzensur?
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Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
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Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
EGV-VA eines Bekannten mit Weiterbildungsmaßnahme Teil 2 - Eingliederungsvereinbarungen ALG II - Sozialforum EGV-VA eines Bekannten mit Weiterbildungsmaßnahme Teil 2 Es gibt 10 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag ( 10. September 2013 ) ist von Faild. nun hat auch wieder mein Bekannter ein Problem. Das [lexicon]Jobcenter[/lexicon] möchte ihn scheinbar unbedingt in der selben Maßnahme sehen, wie bereits einmal zuvor (siehe Thema: Dritter laufender Verwaltungsakt mit Maßnahme eines Bekannten). Damals hatte er noch das Glück, dass er zuvor 2 Verwaltungsakte erhielt, bevor der Dritte mit der Maßnahme einging und deshalb vom [lexicon]JC[/lexicon] der VA aufgehoben wurde. Leider sind diese VA's mittlerweile ausgelaufen, so dass man sich darauf nicht berufen kann. Ich habe bereits mit ihm versucht, die aufschiebende Wirkung anordnen zu lassen. Leider trudelte gerade der Beschluss ein, welcher nicht für meinen Bekannten entschied. Das [lexicon]SG[/lexicon] hat aber auch hier ziemlich geschlampt, was aber aus den Unterlagen ersichtlich ist. Mich machte bereits die Frist "3 Tage" zu einer Stellungnahme durch das [lexicon]SG[/lexicon] stutzig - wie sich nun herausstellt berechtigt. Richtigstellungen zum Beschluss: - Am 19.07.2013 wurde nicht die Löschung der gespeicherten Sozialdaten beantragt, sondern die Löschung von bereits erhobenen, aber nicht erforderlichen Daten (Telefon, Email, Angabe vom Vermieter, Daten von Mitgliedern einer Verwandtengemeinschaft, Kopien von Kontoauszüge, Personalausweis, Versicherungskarten usw.). - Seite 4, vorletzter Absatz: Der Antragsteller ist 1982 geboren und nicht 1981. Dass von meinem Bekannten sämtliche Einwände ignoriert wurden, ist denke ich klar ersichtlich. Aus diesem Grund finde ich auch persönlich die Unterstellung einer missbräuchlichen Rechtsverfolgung ziemlich daneben. Beschwerde ist zugelassen, weshalb mein Bekannter dies gerne machen würde. Es ist schließlich nicht "mutwillig" oder "missbräuchlich", wenn man die eigene Rechte wahrnehmen möchte. Mir erscheint es mittlerweile, dass das [lexicon]SG[/lexicon] Oldenburg nicht mehr Qualitativ arbeitet, sondern Quantitativ. Das [lexicon]LSG[/lexicon] Niedersachsen-Bremen dürfte sich für diesen Fall sicherlich auch interessieren. 13-08-15 Ano_VA.pdf (1,48 MB, 36 Mal heruntergeladen, zuletzt: 26. August 2015 ) Schriftverkehr.pdf (493,92 kB, 79 Mal heruntergeladen, zuletzt: 20. August 2015 ) (675,87 kB, 25 Mal heruntergeladen, zuletzt: 26. August 2015 ) 13-09-05 Ano_Beschluss S_48_AS_309-13_ER.pdf (1,5 MB, 34 Mal heruntergeladen, zuletzt: 26. August 2015 ) Hier findet sich das im Beschluss genannte Urteil des [lexicon]Landessozialgericht[/lexicon] Niedersachsen-Bremen 15. Senat vom 04.04.2012, [lexicon]L 15 AS 77/12 B ER[/lexicon] L 15 AS 77/12 B ER · LSG NSB · Beschluss vom 04.04.2012 · Hallo Falid, mal als Schnipsel zur Verwendung bei der Beschwerde.: Zwar erwähnt das [lexicon]SG[/lexicon] Oldenburg in seinem Beschluss das Urteil des [lexicon]LSG[/lexicon] Niedersachsen Bremen vom 04.04.2012, [lexicon]L 15 AS 77/12 B ER[/lexicon], verkennt aber, dass dennoch hisichtlich der Bewerbungskosten keine Konkretisierung abschliessend erfolgt ist. "Erweist sich die Beschwerde bereits aus den vorstehenden Erwägungen als begründet, weist der Senat nur ergänzend darauf hin, dass er auch die mit der Beschwerde (erstmals) geltend gemachten Bedenken gegen die Rechtmäßigkeit der Regelung über die Bewerbungskosten teilt. Hinsichtlich der vom Grundsicherungsträger übernommenen Pflichten sehen die Fachlichen Hinweise der [lexicon]Bundesagentur für Arbeit[/lexicon] (Ziffer 15.19) vor, dass in der Eingliederungsvereinbarung genau bestimmt sein muss, welche Leistungen die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person zur Eingliederung in Arbeit erhält (§ 15 Abs. 1 Nr. 1). Sie sind individuell und eindeutig unter Benennung der für die Gewährung maßgeblichen Gründe festzulegen. Diese Anforderungen gelten auch für den Eingliederungsverwaltungsakt (Ziffer 15.55). Die Durchführungshinweise sehen auch vor, dass für verbindlich vereinbarte schriftliche Bewerbungen eine Kostenerstattungsregelung (§ 16 Abs. 1 i. V. m. § 45 SGB III (a.F. neu § 44 SGB III) vereinbart werden sollte. Die Notwendigkeit einer derartigen Finanzierungsregelung folgt aus dem Umstand, dass der Leistungsberechtigte die Kosten ansonsten aus der Regelleistung, die lediglich den existenziellen Bedarf abdeckt, zu bestreiten hätte (vgl. Berlit a. a. 0. Rn. 29 m. w. N.). "Das [lexicon]Jobcenter[/lexicon] unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten durch Übernahme von angemessenen und nachgewiesenen Kosten für schriftliche Bewerbungen nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 45 SGB III (a.F. neu § 44 SGB III) , sofern Sie diese zuvor beantragen ...." Mit dieser Regelung hat der Antragsgegner keine Bestimmung im Sinne des § 15 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 SGB II über die Erstattung von Bewerbungskosten getroffen. ......., lässt die gewählte Formulierung unter Verwendung des unbestimmten Rechtsbegriffs der Angemessenheit völlig offen, ob und ggf. in welcher Höhe die Kosten für schriftliche Bewerbungen erstattet werden. Letztlich wird lediglich eine Prüfung des zu stellenden Kostenerstattungsantrags anhand der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen in Aussicht gestellt. Selbst wenn diese Bestimmungen zutreffend benannt worden wären, wäre der Adressat des Verwaltungsakts nicht in die Lage versetzt worden, die Voraussetzungen und die Höhe des ihm zustehenden Anspruchs festzustellen. Denn § 45 SGB III (a.F. neu § 44 SGB III) spricht lediglich von der Erstattung angemessener Kosten, einer erforderlichen Entscheidung des Leistungsträgers über den Umfang der zu erbringenden Leistungen und die Möglichkeit der Festlegung von Pauschalen. Der Antragsteller ist durch die fragliche Regelung auch beschwert, da sie ihm die Verpflichtung zur vorherigen Beantragung der Kostenerstattung auferlegt und sie zudem in Verbindung mit den weiteren Regelungen dazu führt, dass der Antragsteller die erforderlichen Eigenbemühungen mit entsprechendem Kostenrisiko durchzuführen hat." soweit die 15. Kammer des [lexicon]LSG[/lexicon] Niedersachsen-Bremen vom 04.04.2012, [lexicon]L 15 AS 77/12 B ER[/lexicon]. Zwar enthält der vorliegende Eingliederungsverwaltungsakt v. 15.08.2013 anscheinend eine Kostenregelung in Gestalt einer Kostenpauschale in Höhe von 5,- pro nachgewiesener schriftlicher Bewerbung, macht dann aber ebenso die Einschränkung "sofern Sie diese zuvor beantragt haben" danach wird eine Anzahl von Punkten (1-5) aufgezählt, was das [lexicon]JC[/lexicon] x unter einer nachgewiesener schriftl. Bewerbung versteht, verkennt aber, dass heutzutage meist nicht mehr auf Bewerbungsen ungeeigneter Kandidaten seitens der Arbeitgeber geantwortet wird und zwar weder per email, noch per Absageschreiben aus Personal- u. vor allem Kostengründen. Hier besteht eine akute Sanktionsgefahr. Somit müssten dann wesentlich mehr Bewerbungen gestreut werden, damit in der Hoffnung, dass dann eine gewisse Anzahl an Antworten seitens der pot. Arbeitgeber eingeht, keine Sanktion durch das [lexicon]JC[/lexicon] x verhängt wird, weil die monatliche nachzuweisende Gesamtzahl der Bewerbungsbemühungen nicht erreicht werden kann, durch eine "Nichtmitwirkung Dritter" hier der Arbeitgeber, die keine Rückmeldung auf eine Bewerbung geben. Der Zusatz im dem Eingliederungsverwaltungsakt, "...dass die Kosten von insgesamt bis zu 10 Bewerbungsbemühungen monatlich übernommen werden können" ist auch nicht wirklich hilfreich aus der o.a. Nachweisproblematik heraus. Hier kommt der Beschwerdeführer zu einem weiteren wichtigen Grund, den das [lexicon]SG[/lexicon] Oldenburg nicht berücksichtigt hat, übrigens ein Urteil desselben Gerichtes zu ähnlichem Sachverhalt. Das [lexicon]SG[/lexicon] Oldenburg - S 43 AS 1409/08 ER v.10.09.2008 - stellt fest, dass bei bis zu 30 h Beschäftigung in der Woche angemessene Zeit für Bewerbungsbemühungen bleibt. So das [lexicon]Landessozialgericht[/lexicon] Rheinland-Pfalz Az. L 3 AS 127/08 v. 18.03.2008: "Zwar müsse ein erwerbsfähiger Hilfebedürftiger eine ihm angebotene zumutbare Arbeitsgelegenheit übernehmen, er müsse aber andererseits auch alle Möglichkeiten ausschöpfen, um seine Hilfebedürftigkeit zu beenden oder zu verringern. Für die Arbeitsuche müsse er aber ausreichend Zeit haben, sich mit Lesen von Stellenangeboten, Schreiben von Bewerbungen, Vorsprachen bei möglichen Arbeitgebern und Besuchen der Agentur für Arbeit um offene Stellen zu bemühen. Das sei bei einer Arbeitszeit von 30 Stunden zuzüglich Wegezeit nicht möglich. (Landessozialgericht Rheinland-Pfalz Az. L 3 AS 127/08 v. 18.03.2008)" Hier liegt eine Massnahme im wöchentlichen Stundenumfang vom 35 h zzgl. der Fahrzeit beim Massnahmeträger xxx vor. Demnach bliebe also nicht mehr genügend Zeit um sich einer Vielzahl an Bewerbungsbemühungen aus den o.a. Gründen zu widmen. nachdem mich eine Erkältung erwischt hat, weshalb ich die meiste Zeit das Bett hüte, bin ich nun ein wenig schlaflos gewesen. Danke für deinen Schnipsel, auch wenn es mehr als nur das ist Xcv124 Habe diesen auch sogleich übernommen, nachdem mein Bekannter dies durchgelesen hat. Mein Bekannter erhielt heute/gestern erneut Post vom [lexicon]SG[/lexicon] mit dem Aktenzeichen, nämlich die Zustellung der letzten Stellungnahme des [lexicon]JC[/lexicon] vom 03.09.2013, welche noch zu diesem Aktenzeichen gehört. Der Antragsteller listet eine Reihe von Gesetzesnormen auf, die seiner Auffassung nach, durch die EGV verletzt werden. Nach Auffassung des Antragsgegners fehlt es im vorliegenden Fall bereits an der Eilbedürftigkeit des Verfahrens. Eine besondere Notlage des Antragstellers ist nicht erkennbar. Es ist dem Antragsteller zuzumuten, das Hauptsacheverfahren abzuwarten. Der Antragsgegner stützt sich hier insbesondere auf den Beschluss des Bayerischen Landessozialgerichts zum Aktenzeichen L 7 AS 862/12 B ER. Dort heißt es in Rn. 16, 17: (siehe hier: L7 AS 862/12 B ER) Des Weiteren möchte der Antragsgegner darauf hingewiesen, dass der Antragsteller abstrakt behauptet, die Maßnahme würde nicht seiner Integration in Arbeit dienen. Er führt dies nicht näher aus. Er gibt auch nicht an, welche Maßnahme seiner Meinung nach seiner Integration in Arbeit dienen würde. Der Antragsteller ist 30 Jahre alt und hat bisher noch keine langfristige Beschäftigung ausgeübt. Die einzige dem Antragsgegner bekannte Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt, die er ausgeübt hat, findet sich im Zeitraum (2 Monate). Die Vermittlung von Kenntnissen und die Absolvierung eines Betriebspraktikums sind daher der richtige Weg, um dem Antragsteller einen Berufseinstieg zu ermöglichen. Des Weiteren dient die Maßnahme der Tagesstrukturierung. Fehler sind korrekt abgetippt - Geschäftsführer eben. Ich habe auch wegen dieser "Auffassungsnahme" des [lexicon]JC[/lexicon] einige Aspekte aus anderen Verfahren von mir übernommen, die ich von blinky und Ghansafan erhielt (Seite 1, Seite 2 erste Hälfte, sowie ab Seite 7). Ab Ende Seite 2 ist kaiserqualle's "Schnipsel" eingefügt und geht bis mitte Seite 4. Danach folgt eine kleine "Richtigstellung" wegen Löschung von Sozialdaten, welche man im Beschluss als böse empfinden kann. Hierzu habe ich eine kleine Erklärung geschrieben, welche ich gerne im Anhang mit dem genannten Löschungsantrag in Kopie und folgendem Dokument belegen wollte: Ratgeber - Dokumente & Nachweise (pdf ganz unten) Ab dem letzten Absatz Seite 4 habe ich den Datenschutz dann im Bezug zu der Maßnahme erweitert, da nach Auffassung des Gerichts "die von dem Leistungsträger unternommenen Datenrechtlichen Vorgängen den Bestimmungen des Grundsicherungsrecht wie allgemein dem Datenschutzrecht" entsprechen. Hierzu diente mir das Schreiben Webdisk -> Datenschutz -> Bundesdatenschutzbeauftrager zu Datenweitergabe an MT mittels VERBIS unzulaessig als Vorlage, da nicht alles relevant ist und ein vollkommen anonymisiertes Schreiben, bei dem auch das Datum fehlt, als Anhang sicherlich nichts Wert ist, jedoch dessen Inhalt wertvoll ist. Ab Seite 5 vorletzter Absatz erfolgt noch eine Stellungnahme zur "Auffassungsnahme" des [lexicon]JC[/lexicon]. Ist zwar einiges aus Gesprächen eingefügt, jedoch habe ich mal, gerade weil [lexicon]JC[/lexicon] meint, dass keine Fortbildungsvorschläge kommen, welche eingefügt (ist mit meinem Bekannten abgesprochen). Ab Seite 6 zweite Hälfte wird die Bestimmtheit erneut aufgegriffen. Ein bestimmter Satz aus dem Flyer inspirierte mich dazu, das 4-Phasen-Modell aufzugreifen, da in beiden Fällen von einem Plan bzw. Konzept die Rede ist. Ich greife Ende Seite 6 die Aspekte zumutbar, wirtschaftlich und rechtmäßig auf, sowie der persönliche Einfluss (belegt mit §§ aus dem SGB) und erinnere an einige Pflichten (Aufklärung, Beratung und Auskunft). Zwischen Seite 6 und 7 erfolgt ein Hinweis, dass die Angaben zu den Gesprächen durch einen Beistand bestätigt und bezeugt werden können. Der Rest ist eigentlich das, was ich von den meisten Anträgen und Klagen von Ghansafan kenne. Es ist zwar sehr viel zu lesen bzw. viel geschrieben, jedoch alles belegt und regt hoffentlich zum Nachdenken an. Irgendwo hatte ich vor kurzem gelesen, dass ein ständiges Zitieren bei so manchem Gericht nicht mehr so gut ankommt (Quelle habe ich leider nicht wiederfinden können). Deswegen entschied ich, es halbwegs als "gesunden Mix" zu gestalten und einiges zu erklären, ohne ständig §§ einwerfen zu müssen und es dennoch belegen kann. Ich bin daher auch für jede Idee, Kritik, Verbesserung, Meinung und Rückmeldung dankbar. 13-09-10 Ano_Beschwerde.doc (55,81 kB, 29 Mal heruntergeladen, zuletzt: 24. Juli 2015 ) Mir sind jetzt noch 2 weitere Punkte im VA aufgefallen. Das Erste ist, dass die Antwortbögen der Vermittlungsvorschläge nach Absendung der Bewerbungen, spätestens nach 21 Tagen, beim Arbeitsvermittler im [lexicon]Jobcenter[/lexicon] einzureichen sind. Das Zweite ist folgender Inhalt im VA: Sie sprechen auf Einladungen der Arbeitsvermittlung persönlich im [lexicon]Jobcenter[/lexicon] in der Arbeitsvermittlung vor. Zu Ersterem: Da die Antwortbögen beim Arbeitsvermittler einzureichen sind, ist es offensichtlich, dass dies persönlich erfolgen muss und somit Fahrtkosten entstehen, die so nicht erstattet werden. Ich habe nun nach der Stundenfrage und vor der Richtigstellung folgendes eingefügt: Hinzu kommt noch die Verpflichtung, dass der Antwortbogen, welcher jedem Vermittlungsvorschlag beiliegt, nach Absendung der Bewerbung, spätestens nach 21 Tagen, bei dem Arbeitsvermittler im [lexicon]Jobcenter[/lexicon] eingereicht werden soll. Diese Formulierung schließt eine postalische Übersendung aus. Selbst wenn eine postalische Übersendung möglich ist, bleibt in jedem Fall die Frage der Übernahme der Kosten. Auch in Hinblick auf die Öffnungszeiten des Jobcenters (Montags und Dienstags 08:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 16:00 Uhr; Donnerstags 08:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 18:00 Uhr; Freitags von 08:00 bis 12:00 Uhr) ist es fraglich, wann während der Teilnahme an der geforderten Bildungsmaßnahme (Montags bis Freitags von 08:00 bis 15:15 Uhr) die Bewerbungen geschrieben und zusätzlich ein Termin vereinbart werden soll, um den geforderten Antwortbogen einzureichen. Zu Zweiterem: Es kann nach einem versäumten Termin wegen der zusätzlichen Regelung eine Sanktion in Höhe von 40 % erfolgen. Auch wenn ein wichtiger Grund vorhanden ist, sieht zumindest der Verwaltungsakt eine solche Ausnahmeregelung nicht vor. Hierzu habe ich folgende Formulierung: Dem Eingliederungsverwaltungsakt ist zu entnehmen, dass Einladung der Arbeitsvermittlung persönlich im Job-Center xxx in der Arbeitsvermittlung vorgesprochen werden soll. Durch den Eingliederungsverwaltungsakt sieht die Rechtsfolgenbelehrung vor, dass die §§ 31 bis 31b SGB II bei Verstößen gegen die in der Eingliederungsvereinbarung festgelegten Pflichten Leistungsminderungen erfolgen um einen Betrag in Höhe von 30 und 60 Prozent des Regelbedarfs bis hin zum vollständigen Entfall des [lexicon]Arbeitslosengeld II[/lexicon]. Den jeweiligen Einladungen zu persönlichen Vorsprachen ist jedoch den Rechtsfolgenbelehr-ungen folgendes zu entnehmen: "1. Eine Verletzung der Meldepflicht nach § 59 SGB II i. V. m. § 309 SGB III liegt vor, wenn Sie der Aufforderung Ihres zuständigen Jobcenters, sich persönlich zu melden oder zu einem ärztlichen oder psychologischen Untersuchungstermin zu erscheinen, nicht nachkommen. 2. Bei einer Verletzung der Meldepflicht wird das [lexicon]Arbeitslosengeld II[/lexicon] bzw. Sozialgeld um 10 Prozent des für Sie maßgeblichen Regelbedarfs zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach § 20 SGB II gemindert. 3. Minderung und Wegfall dauern drei Monate und beginnen mit dem Kalendermonat nach Zustellung des entsprechenden Bescheides über die Sanktionen (§ 31b SGB II). Während dieser Zeit besteht kein Anspruch auf ergänzende Hilfen nach dem Zwölften Buch [lexicon]Sozialgesetzbuch[/lexicon] (Sozialhilfe). 4. Durch Verletzung der o.g. Pflichten können sich ggf. Überschneidungen der Sanktionszeiträume ergeben (Beispiel: 10 Prozent Minderung aufgrund erster Verletzung der Meldepflicht vom 01.05. bis 31.07. und 10 Prozent Minderung aufgrund einer weiteren Verletzung der Meldepflicht vom 01.06. bis 31.08. --> Überschneidung vom 01.06. bis 31.07. mit insgesamt 20 Prozent Minderng). 5. Minderungen wegen Meldepflichtverletzungen treten zu Minderungen nach § 31 SGB II hinzu (Beispiel: 10 Prozent Minderung aufgrund Verletzung der Meldepflicht vom 01.05. bis 31.07. und 30 Prozent Minderung aufgrund einer Verletzung der Grundpflichten vom 01.05. bis 31.07. --> vom 01.05. bis 31.07. insgesamt 40 Prozent Minderung). 6. Bei einer Minderung des [lexicon]Arbeitslosengeld II[/lexicon] um mehr als 30 Prozent des maßgebenden Regelbedarfs können auf Antrag ergänzende Sachleistungen oder geldwerte Leistungen erbracht werden. Diese sind grundsätzlich zu erbringen, wenn minderjährige Kinder in der [lexicon]Bedarfsgemeinschaft[/lexicon] leben. Beachten Sie aber, dass Sie vorrangig Ihr Einkommen und verwertbares Vermögen zur Sicherung des Lebensunterhaltes einsetzen müssen." Mit einer zusätzlichen Verpflichtung in einer Eingliederungsvereinbarung wird eine Sanktion in Höhe von 40 Prozent des Regelbedarfes herbeigeführt. Sollte erneut ein Termin versäumt werden, so wird der zweite Termin bereits mit 70 Prozent sanktioniert, da die ersten 30 Prozent aus der Eingliederungsvereinbarung eine Staffelung darstellt. Im Gegensatz zu einer regulären Einladung sieht die Eingliederungsvereinbarung keinen wichtigen Grund eines Versäumnisses vor, weshalb selbst z. B. im Krankheitsfalle eine Sankion in Höhe von 30 Prozent des Regelsatzes erfolgen würde. Verbesserungen sehr gerne erwünscht. Hallo Faild , Beschwerde liest sich gut. :-bd Allerdings mit den Bewerbungskosten würde ich raus nehmen, 5€ Erstattung/ schriftl. Bewerbung ist aufgeführt. Das erachten Gerichte als ausreichend. Ich übrigens auch. Hab nochmal im VA nachgeschaut, das ist eine Bildungsmaßnahme nach § 81 SGB III. Somit ist die Dauer von 8 Wochen auch nicht relevant. Das gilt nur für Maßnahmen nach § 45 SGB III. habe dich schon vermisst hier im Thema Xcv124 Betreffs Bewerbungskosten: Ich würde somit den folgenden Teil von kaiserqualle herausnehmen, beginnend mit "Zwar erwähnt das [lexicon]SG[/lexicon] Oldenburg in seinem Beschluss das Urteil des [lexicon]LSG[/lexicon] Niedersachsen Bremen vom 04.04.2012, [lexicon]L 15 AS 77/12 B ER[/lexicon] ..." "soweit die 15. Kammer des [lexicon]LSG[/lexicon] Niedersachsen-Bremen vom 04.04.2012, [lexicon]L 15 AS 77/12 B ER[/lexicon]." Den folgenden Teil von kaiserqualle möchte ich dennoch übernehmen, auch wenn es das Thema anstreift, da die weiteren Bedenken bzgl. Absagen bzw. Eingangsbestätigungen vorhanden sind und somit eine höhere Kostenausgabe und eine vergleichsweise geringere Erstattung vorliegen kann. Ich habe es ein wenig inhaltlich angepasst: Zwar enthält der vorliegende Eingliederungsverwaltungsakt v. 15.08.2013 anscheinend eine Kostenregelung in Gestalt einer Kostenpauschale in Höhe von 5,- pro nachgewiesener schriftlicher Bewerbung, macht dann aber ebenso die Einschränkung "sofern Sie diese zuvor beantragt haben". Danach wird eine Anzahl von Punkten (1-5) aufgezählt, was das [lexicon]Jobcenter[/lexicon] x unter einer nachgewiesenen schriftl. Bewerbung versteht, verkennt aber zugleich, dass heutzutage meist nicht mehr auf Bewerbungen ungeeigneter Kandidaten seitens der Arbeitgeber geantwortet wird und zwar weder per Email, noch per Absageschreiben aus Personal- u. vor allem Kostengründen. Es müssten dann wesentlich mehr Bewerbungen gestreut werden, in der Hoffnung, dass eine gewisse Anzahl an Antworten seitens der pot. Arbeitgeber eingeht, um die monatlich geforderte Gesamtanzahl der Bewerbungsbemühungen nachzuweisen und somit eine Sanktion durch das [lexicon]Jobcenter[/lexicon] xxx nicht erfolgen kann. Durch eine "Nichtmitwirkung Dritter" hier der Arbeitgeber, welcher keine Rückmeldung auf eine Bewerbung gibt, droht jedoch eine mögliche Sanktion. Der Zusatz im dem Eingliederungsverwaltungsakt, "...dass die Kosten von insgesamt bis zu 10 Bewerbungsbemühungen monatlich übernommen werden können" ist auch nicht wirklich hilfreich aus der o.a. Nachweisproblematik. Im Umkehrschluss bedeutet das, wenn jemand eine Vollzeitbeschäftigung von 30 oder mehr Stunden ausübt, dass dieser dann in der Zeit der Vollbeschäftigung (obwohl noch aufstockende Leistungen bezogen werden) sich nicht mehr vorrangig bewerben muss. Hier liegt eine Maßnahme im wöchentlichen Stundenumfang vom 35 h zzgl. der Fahrzeit beim Massnahmeträger xxx vor. Zu der Bildungsmaßnahme: Ich habe im Vorfeld nur von meinem Bekannten mitgeteilt bekommen, dass er an einer Maßnahme teilnehmen soll. Auf mein Nachfragen hin, ob es eine nach § 45 SGB III ist, war die Antwort "Ja, irgendwie sowas stand da" und habe es somit eingearbeitet. Auch habe ich nach dem letzten VA gedacht, dass es halt wieder die selbe Art der Zuweisung ist, jedoch hat SB wohl etwas dazu gelernt. Den VA habe ich erst gesehen, nachdem der Widerspruch und der Antrag unterwegs waren. Nach der geforderten Stellungnahme mit Frist 3 Tage habe ich mir eh gedacht, dass vom [lexicon]SG[/lexicon] grundsätzlich nichts zu erwarten ist, auch wenn es diesmal ein anderer Richter ist. Irgendwie habe ich aber in Erinnerung, dass es hier im Forum bzgl. der Zuweisung eine ähnliche Situation gab. Der Betroffene musste zuvor gemäßg § 45 SGB III an einer Maßnahme teilnehmen. Später erhielt er erneut eine Zuweisung zu dieser Maßnahme, jedoch nach § 81 SGB III. Schaue ich gleich noch einmal in Ruhe. Im Anhang füge ich nun die aktualisierte Version hinzu, welche auch meine Formulierungen aus Beitrag 5 enthalten. Ich habe auch wegen den Antwortmöglichkeiten eines Vermittlungsvorschlags etwas geschrieben, da diese doch recht "realitätsfern" sind. Hierzu gerne noch Meinungen. Xcv124 13-09-10 Ano_Beschwerde_V2.doc (58,37 kB, 21 Mal heruntergeladen, zuletzt: 26. August 2015 ) du solltest den kompletten post # 3 einbauen zur Leistungseinschränkung "sofern Sie diese zuvor beantragen ..." und zwar in einem VA, mit Hinweis auf die angeführten Beschlüsse, so ist das i.d. Zusammenhang doch etwas sinnentstellt. Es soll ja der für dich neg. Beschluss des [lexicon]SG[/lexicon] zerrissen werden vor dem [lexicon]LSG[/lexicon]. ansonsten liest sich die Beschwerde gut. Darf man einzene Passagen daraus entnehmen zur Weiterverwendung? ich mache nun 2 Ausfertigungen, einmal mit dem kompletten Post #3 und einmal eingeschränkt, jedoch noch ein wenig überarbeitet. Entscheiden tut dann mein Bekannter, welches er nun übernimmt - schließlich setzt er seine Unterschrift darunter. Sofern es sich um meine Formulierungen handelt, dürfen diese gerne weiter verwendet werden - schließlich wurde mir mittlerweile auch mit vielen Passagen und Formulierungen geholfen Xcv124 So, hier die Einschränkung und überarbeitete Form vom Post #3: Der vorliegende Eingliederungsverwaltungsakt vom 15.08.2013 enthält zwar eine Kostenregelung in Gestalt einer Kostenpauschale in Höhe von 5,- pro nachgewiesener schriftlicher Bewerbung, macht dann aber ebenso die Einschränkung "sofern Sie diese zuvor beantragt haben". Auf Vermittlungsvorschläge soll spätesten am dritten Tag eine Bewerbung erfolgen, denn sonst droht bereits eine Sanktion. Falls hierbei Kosten entstehen, kann eine vorherige Beantragung nicht unmittelbar erfolgen - hier besteht Verbesserungsbedarf. Unter den nachfolgenden Punkten (1-5) ist ersichtlich, was das [lexicon]Jobcenter[/lexicon] xxx unter einer nachgewiesenen schriftl. Bewerbung versteht, verkennt aber zugleich, dass es heutzutage bei Arbeitgebern nicht mehr üblich ist, dass ungeeigneten Kandidaten geantwortet wird. Dies betrifft sowohl die schriftliche als auch die elektronische Form. Ein solches Vorgehen wird meist mit Personal- und vor allem unerwünschten Kostengründen begründet. Es ist auch nicht geläufig, dass auf eine postalische Bewerbung eine Information per Email an den Bewerber erfolgt. Auf Empfangsbestätigungen und Absagen hat der Bewerber keinen Einfluss. Es müssten dann wesentlich mehr Bewerbungen gestreut werden, in der Hoffnung, dass eine gewisse Anzahl an Antworten von potentiellen Arbeitgeber eingeht, um die monatlich geforderte Gesamtanzahl der Bewerbungsbemühungen nachzuweisen und somit eine Sanktion durch das [lexicon]Jobcenter[/lexicon] xxx nicht erfolgen kann. Durch eine "Nichtmitwirkung Dritter" - hier der Arbeitgeber - welcher keine Rückmeldung auf eine Bewerbung gibt, droht jedoch eine mögliche Sanktion. Der Zusatz im dem Eingliederungsverwaltungsakt, "...dass die Kosten von insgesamt bis zu 10 Bewerbungsbemühungen monatlich übernommen werden können" ist auch nicht wirklich hilfreich aus der o.a. Nachweisproblematik. Zudem können auch zu den monatlich geforderten vier Bewerbungen noch Vermittlungsvorschläge durch die Arbeitsvermittlung veranlasst werden. Es kommt gelegentlich vor, dass bis zu 10 oder sogar mehr Vermittlungsvorschläge in einem Monat generiert werden. Bereits durch solch eine Anzahl wären die maximalen Kosten von insgesamt 10 Bewerbungsbemühungen ausge-schöpft, sollten diese doch rechtzeitig zuvor beantragt werden können. Die restlichen Bewerbungen müssten somit aus dem [lexicon]Regelsatz[/lexicon] finanziert werden, damit die geforderten Bewerbungen eingehalten werden können und auch hier keine Sanktion erfolgt. Es ist für den Beschwerdeführer auch nicht nachvollziehbar, weshalb befristete Stellenange-bote und Stellenangebote von Zeitarbeitsfirmen keine sozialversicherungspflichtige oder geringfügige Beschäftigungsverhältnisse darstellen sollten. Zumindest legt die sondierte Aufzählung unter den Bemühungen des Beschwerdeführers eine solche Auffassung nahe. Es wird hier bewusst nicht auf den Beschluss [lexicon]L 15 AS 77/12 B ER[/lexicon] [lexicon]LSG[/lexicon] Oldenburg 04.04.2012 eingegangen, denn hier wurde wirklich nur der Begriff "angemessen" bzw. "Angemessenheit" zerpflückt. Auch wurde kritisiert, dass Bewerbungen nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 45 SGB III (a.F. neu § 44 SGB III) erstattet werden können und somit nur ein Zuspruch gegeben wurde, dass in jedem Falle nur eine Überprüfung in Aussicht gestellt wird. Ob diese Kosten erstattet werden, lag daher weiterhin im Ermessen der Behörde. Als Vergleich schau mal die mich betreffende Rechtsprechungen: S 46 AS 1022/12 - Oldenburg vom 17.01.2013 - Jobcenter hat gegen Klage (EGV-VA betreffend) keine konkreten Einwände vorzutragen vermocht In diesem Zusammenhang könnte ich höchstens das Urteil S 46 AS 1022/12 aufgreifen ab dem vorletzten Absatz auf Seite 7 - wahrscheinlich auch schon vorher, wenn es denn nicht zuviel aus [lexicon]L 15 AS 77/12 B ER[/lexicon] zitiert worden wäre. Eine Zusammenfassung wäre da denke ich angemessener. Hier wird auch auf das vorherige Beantragen eingegangen. Ich versuche das mal ein wenig kompakt zu verfassen. Hier im jetzigen Thema sind jedoch einige Bestimmungen eingebaut, wann eine Bewerbung als nachgewiesen gewertet wird, auch wenn diese fragwürdig erscheinen. Auch ist eine Pauschale der Kostenerstattung festgesetzt worden, sollte eine Bewerbung bzw. dessen Kosten als nachgewiesen gewertet werden. Ich habe jetzt das Wesentlichste aus S 46 AS 1022/12 herausgetippert, vorerst eingefügt unter dem Inhalt aus dem Zitat in Post #10: Im Urteil - S 46 AS 1022/12 - vom 17.01.2013 bezog sich das [lexicon]SG[/lexicon] Oldenburg bereits auf den Beschluss - [lexicon]L 15 AS 77/12 B ER[/lexicon] - des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen vom 04.04.2012. In diesem Fall war der Antragsgegner der Auffassung, dass dieser Beschluss nicht einschlägig sei, da er zu einem nicht vergleichbaren Sachverhalt ergangen sei. Nachfolgend die Ausführungen des [lexicon]SG[/lexicon] Oldenburg: "Ob der Antragsgegner, wie er behauptet, dem Antragsteller keine Pflicht zu schriftlichen Bewerbungen auferlegt hat, ist zweifelhaft. Ausdrücklich klargestellt hat er dies in dem angefochtenen Bescheid nicht. Vielmehr hat er darin als Nachweise für die Eigenbemühungen des Antragstellers auch Eingangsschreiben und Absagen von Arbeitgebern verlangt. Dass Arbeitgeber auf nur fernmündliche Anfragen in aller Regel nicht schriftlich antworten, muss ihm klar gewesen sein. Somit hat er dem Antragsteller schriftliche Bewerbungen zumindest nahegelegt. Die Auffassung des Antragsgegners, es könnten grundsätzlich nur Kosten für schriftliche Bewerbungen übernommen werden, ist überdies von ihm nicht begründet worden und angesichts der ab 01.01.2009 geltenden Fassung des § 45 SGB III und des ab 01.04.2012 gültigen wortgleichen § 44 SGB III nicht nachvollziehbar. Anders als nach § 45 Satz 2 Nr. 1 a. F., wonach sich der Begriff der Bewerbungskosten in den Kosten für die Erstellung und Versendung von Bewerbungsunterlagen erschöpfte, sind nunmehr auch darüber hinausgehende Bewerbungskosten grundsätzlich förderungsfähig. Während Telefonkosten nach § 45 Satz 2 Nr. 1 a. F. grundsätzlich nicht übernommen werden konnten, ist dies angesichts des weiteren Wortlauts des § 45 SGB III bzw. de § 44 SGB III nunmehr möglich (Eicher/Schlegel Kommentar zum SGB III Rdnr. 65 und 69 zu § 45) Des Weiteren sind die Ausführungen im angefochtenen Bescheid des Antragsgegners, die Kostenerstattung betreffen, von gleicher Art wie in dem Fall, in dem das [lexicon]Landessozialgericht[/lexicon] mit seinem vorstehenden zitierten Beschluss entschieden hat." ... "Überdies enthält der angefochtene Bescheid des Antragsgegners an diesen Stellen die Einschränkung, die Kostenübernahme müsse jeweils zuvor beantragt worden sein. Damit sind aber die Ausführungen im angefochtenen Bescheid des Antragsgegners, die Kostenerstattung betreffen, für den Antragsteller ohne jeden Wert. Wenn der Antragsteller ohnehin jeweils das ganz normale Antrags- und Erstattungsverfahren durchlaufen muss, hat er durch diese Ausführungen keinerlei Rechtsvorteile. Wird zudem bedacht, dass der Antragsgegner ohnehin nach dem Gesetz, nämlich nach § 16 SGB II in Verbindung mit § 35 SGB III, verpflichtet ist, dem Antragsteller Vermittlungsvorschläge zu machen, ergibt sich, dass sich der Antragsgegner in dem angefochtenen Bescheid zu überhaupt nichts verpflichtet hat, was für den Antragsteller rechtlich von - zusätzlichem - Wert wäre. Unter diesen Umständen kann dain stehen, ob weitere vom Antragsteller vorgetragene Einwände gegen den angefochtenen Bescheid stichhaltig sind. Nach dem zitierten Beschluss des Landessozialgerichtes handelt es sich bei einem Eingliederungsverwaltungsakt nicht um einen teilbaren Verwaltungsakt, der teilweise bestehen gelassen werden könnte. Im Übrigen ist der Antragsteller genauso beschwert, wie der Antragsteller in dem Fall, über den das [lexicon]Landessozialgericht[/lexicon] zu entscheiden gehabt hat. Auch hier ist, wie bereits angesprochen, dem Kläger die Verpflichtung zur vorherigen Beantragung der Kostenerstattung auferlegt worden. Ferner hat der Antragsteller die erforderlichen Eigenbemühungen mit entsprechendm Kostenrisiko durchzuführen." Ich hoffe, dass dieses Urteil deine Bedenken besser trifft, denn hier wird auf das reguläre Antragsverfahren verwiesen, welches keinen Rechtsvorteil bietet Xcv124
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q-de-2169
Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
Druckversion - Der General mit dem Knall | Telepolis 01. August 2009 Markus Kompa Als Lyman Louis Lemnitzer (1899-1988) in die US-Army eintrat, transportierte man Kanonen noch mit Mauleseln. Als der aus einfachen Verhältnissen stammende General als höchster amerikanischer Soldat das Kommando abgab, hätte er Wasserstoffbomben notfalls mit Mondraketen [1] befördern lassen können. Der mitunter karikaturhafte General, der als versierter Planer galt und futuristische Innovationen liebte, wollte Anfang der 60er Jahre präventive Atomkriege führen. Um seine Überfälle politisch durchzusetzen, schreckte er vor nichts zurück. Seine Pläne prägten den Kalten Krieg. Lyman L. Lemnitzer. Foto: US-Verteidigungsministerium [2] 1916 wurden die Bürger von Honesdale, Pennsylvania, von einem lauten Knall aufgeschreckt: Zwei Lausbuben hatten im Wald aus Spaß eine Rohrbombe gebaut und waren schließlich selbst von deren Sprengkraft überrascht worden. Einer von Ihnen war Lyman Louis Lemnitzer (* 29. August 1899) gewesen, Enkel eines sächsischen Auswanderers. Großvater Ernst Lemnitzer, einst selbst Soldat, hatte sich für Lyman eine militärische Karriere gewünscht, obwohl er selbst im amerikanischen Bürgerkrieg desertiert und hinter Gittern zum Wrack geworden war. Lemnitzer war aktiv in der Lutherischen Kirche und bewies in seiner Freizeit Talent zum Schießen. Er wurde Mitglied bei den Freimaurern, die er sehr ernst nahm. Zeitlebens durfte ihn jeder Freimaurer als "Bruder" anreden und auf eine freundliche Reaktion hoffen. Schon früh begeisterte sich der aus einfachen Verhältnissen stammende "Lem" bei einer Parade für das Militär. So hielt Lemnitzer 1917 an der Highschool eine wohl visionäre Rede über die Bedeutung der Luftfahrt im Krieg. Das US-Militär hatte damals erst seit einem Jahrzehnt Flugzeuge eingesetzt, die Gründung der eigenen Teilstreitkraft US Air Force sollte sich erst drei Jahrzehnte später vollziehen. Lemit-zer, Sir Als sich der "Krieg, der alle Kriege beenden" sollte, dem Ende zuneigte, trat Lemnitzer in das US-Militär ein. Er bewarb sich an der traditionsreichen Elite-Akademie West Point [3], wo er im zweiten Anlauf genommen wurde. Während dieser Zeit in West Point führte General Douglas MacArthur für die Kadetten einen Ehrenkodex [4] ein. Nicht zuletzt der Corpsgeist der Elitesoldaten führte dazu, dass ein Rekrut, der beim Schreiben von Gedichten erwischt wurde, solange von der Gruppe isoliert wurde, bis er sich aus Verzweiflung erschoss. Lemnitzers Vertrauen in den US-Kongress wurde erstmals durch eine neue Beförderungspolitik erschüttert: Aufgrund der nach dem ersten Weltkrieg vorgenommenen Reduzierung des gerade expandierten Militärs und anderen Umstellungen wurde Lemnitzers Jahrgang mit einer faktischen Beförderungssperre belegt, was vielfach als infam betrachtet wurde. Insbesondere die Frontheimkehrer wurden für ihr Risiko bevorzugt berücksichtigt. So kam es, dass der Soldat knapp 15 Jahre lang nur den Rang eines Lieutenants bekleidete, allerdings anfangs auch nur durchschnittliche Bewertungen erzielt hatte. In den 20er Jahren ging es in den USA wirtschaftlich bergab, was zu Streiks und gewaltsamen Arbeiteraufmärschen führte. Solchen Umtrieben wirkten in der Armee Redner entgegen, die auf die Gräueltaten während der Russischen Revolution hinwiesen und martialisch gegen den "Bolschewismus" agitierten. Wohl damals wurden schon die Grundlagen für Lemnitzers tief verwurzelten Hass gegen den Kommunismus gelegt, dem er später während seiner Zeit als General mit Inbrunst frönen sollte. Nach seiner Ausbildung in West Point wurde Lemnitzer der Küsten-Artillerie in Fort Monroe [5], Virginia, zugeteilt, damals nach den Ingenieuren die prestigeträchtigste Verwendung. Die Küstenverteidigung gegen Schiffe schmeichelte damals den Isolationisten, die eine Verteidigung der USA für ausreichend hielten, nicht jedoch Interventionen. Die Artillerie bot modernste und größte Kanonen, an deren Optimierung Lemnitzer großes Interesse hatte. Nach Ende des Ersten Weltkriegs verfügte die Basis über riesige Bestände an Munition, mit der es die Soldaten im Manöver so richtig krachen lassen konnten. "Durchschnittlicher Offizier", "Mangel an Persönlichkeit" notierten seine Vorgesetzten. In Fort Monroe erhielt er für seine Teilnahme am Ersten Weltkrieg auf Antrag auch sein erstes Brustabzeichen - obwohl er nur zu hause Dienst geschoben hatte. Am Ende seiner Karriere sollte das Ausmaß seines Brust-Flickenteppichs [6] Maßstäbe setzen. Bei seiner nächsten Station in Fort Adams [7] kam es im Manöver unter Lemnitzers Verantwortung zu einem Brand, nachdem ein in einer Raucherpause entstandenes Feuer nicht sorgfältig genug gelöscht worden war. Doch selbst das grob fahrlässige Abbrennen einer ganzen Hühnerfarm schien auf die Karriere des amerikanischen Soldaten keine negative Auswirkungen zu haben - das Hinterlassen verbrannter Erde ist für Militärs wohl eine lässliche Sünde. 1923 gewann der talentierte Schütze bei einem nationalen Wettbewerb eine Bronzemedaille und nahm erfolgreich an ähnlichen Wettbewerben teil. Seine Vorliebe für Gewehre behielt Lemnitzer später auch im Atomzeitalter bei, wo er stets für die Bedeutung von Handfeuerwaffen im Militär eintrat. Nachdem Lemnitzer 1923 geheiratet hatte, wurde er an den Stützpunkt Corregidor [8] auf den Philippinen versetzt. Hier erwartete ihn die "verschwindende Kanone" [9], die aufgrund eines aufwändigen Mechanismus nach dem Feuern wieder in der sicheren Versenkung verschwand. Verstecken, Knallen und aus der Deckung Schießen - das war für Lemnitzer genau das richtige, und sollte es ein Leben lang bleiben. In General Stanley Embick, einem eigensinnigen Mann, fand Lemnitzer einen langfristigen Förderer. Lemnitzers Bewertungen waren inzwischen erheblich besser geworden. 1926 kehrte er nach West Point zurück, wo er an der naturwissenschaftlichen Abteilung der Militärakademie arbeitete. Er wurde ein weiteres Mal in Corregidor stationiert, um den Bau eines Dieselkraftwerks zu überwachen. Nachdem Franklin D. Roosevelt 1933 die Präsidentschaftswahl gewonnen hatte, erregte er mit seinem "New Deal" den Hass führender Industrieller und unterlegener Spitzenpolitiker. Diese gründeten daraufhin die rechtsextreme Pressure Group "American Liberty League", die es finanziell bestens ausgestattet auf über 100.000 Mitglieder brachte. Diese hatten die Multimillionäre ausgerechnet bei Arbeitslosen und Kriegsveteranen unter Appell an die Nation gewonnen - wie zeitgleich die faschistischen Parteien in Europa. Der populäre Weltkriegsgeneral Smedley Butler war zu einem faschistischen Staatsstreich [10] mit einer Veteranen-Armee in Washington ausersehen worden. Butler, einer der höchstdekorierten Generäle, erschien der Wallstreet als der ideale Kandidat, hatte er doch in Mexiko und Kuba faktisch für die Interessen der Öl- und Zuckerindustrie gekämpft. Doch Butler ging an die Öffentlichkeit [11] und legte den Plot offen. Einem Untersuchungsausschuss [12] konnten sich die Hauptbeteiligten durch Auslandsaufenthalte entziehen, bis Gras über die Sache gewachsen war. Da die politisch und wirtschaftlich einflussreichen Verschwörer praktisch die gesamte Wall Street repräsentierten und Roosevelt auf viele von ihnen angewiesen war, wurde keiner der Beteiligten jemals belangt und die Sache klein gehalten [13]. Stattdessen diskreditierte man den verfassungstreuen General in der Presse, die vom involvierten William Randolph Hearst [14] dominiert wurde, als "geisteskrank". Die Mitglieder der American Liberty League gingen großteils in der Republikanischen Partei auf. Lieutenant Lemnitzer hatte mit dieser Sache nichts zu tun, als eifriger Leser diverser Soldatenzeitschriften wird er sie jedoch aufmerksam verfolgt haben. Wer immer in den USA Gedanken an einen Militärputsch verschwenden sollte, der konnte sich am Beispiel der American Liberty League ausrechnen, dass bei entsprechender Protektion ein Staatsstreich kein unakzeptables Risiko darstellte. Und dass man Derartiges nicht halbherzig anstellen durfte, wollte man nicht im letzten Moment versagen. Es musste ein entschlossener Königsmord sein, wie ihn die USA schon 1856 [15], 1861 [16] und 1902 [17] erlebt hatten, und wie er vor dem Beginn des Ersten Weltkriegs verübt [18] worden war. Drei Jahrzehnte später sollte Lemnitzer, der als der große Planer bekannt wurde, ebenfalls an der Spitze einer Clique ultrarechter Militärs stehen, denen offen der Sinn nach Beseitigung eines ihnen verhassten Präsidenten stand. 1934 wurde Lemnitzer selbst Ausbilder in West Point, wo man ihm eine militärische Assistenzprofessur anbot. Eine akademische Laufbahn hätte jedoch die aktive militärische beendet, die angesichts des sich in Europa und Japan abzeichnenden Krieges als vielversprechender erschien. Tatsächlich wurden die Truppenstärke 1935 drastisch erhöht und die "ewigen Lieutenants" automatisch zu Captains befördert. Der inzwischen 40jährige ambitionierte Captain Lemnitzer besuchte 1939 das damals in Washington D.C. gelegene War College [19], um sich für strategische Aufgaben zu qualifizieren. Dort erwies er sich als talentierter Planer und machte Kontakte zur späteren Führungsschicht des US-Militärs. Seine Beurteilung lautete nun "Unabhängiger Denker, hat praktische Ideen und aktive Vorstellungen". 1940 wurde Lemnitzer zum Major befördert und erhielt das Kommando über ein Bataillon eines Luftabwehrregiments in Fort Moultry, South Carolina. Im Folgejahr wurde er als Lieutenant Colonel in die Army General Headquarters (GHQ) berufen. Wie in den gesamten USA gab es auch bei den Militärs eine konträr geführte Debatte zwischen den Befürwortern eines Engagements im überseeischen Krieg und den Isolationisten, die sich in der überwiegenden Mehrheit sahen. Präsident Franklin D. Roosevelt hatte seine jüngste Wahl nicht zuletzt aufgrund seines isolationistischen Versprechens gewonnen. Die Stimmung drehte sich um 180 Grad, als am 07.12.1941 die japanischen Streitkräfte eine zusammengezogene Pazifikflotte angriffen [20]. Dies geschah im Hafen Pearl Harbor auf der Insel Hawaii, welche die USA nach Annexion als amerikanisch betrachteten, obwohl sie damals kein Bundesstaat gewesen war. Der Angriff löste eine ähnlich patriotische Welle aus wie 1898 der angebliche Angriff auf die USS Maine [21] im Hafen von Havanna, dem der Spanisch-Amerikanische Krieg folgte und den USA die spanischen Kolonien eingebracht hatte. Inwiefern die Staatsspitze vom Angriff auf Pearl Harbor tatsächlich so überrascht gewesen war, oder ob sie einen solchen gar aus strategischen Gründen provozierte, ist nach wie vor umstritten. [22] Die hypothetische Frage, wie Lemnitzer zu einer solchen Operation gestanden hätte, bei der zwecks Propaganda zur Ermöglichung eines Kriegs eigene Leute geopfert werden, lässt sich jedoch aus heutiger Sicht mit hoher Wahrscheinlichkeit positiv beantworten. Zwei Jahrzehnte später hatte Lemnitzer jedenfalls kein Problem damit, dem japanischen General, der den Angriff geplant hatte, mit dem höchsten amerikanischen Orden für Ausländer auszuzeichnen, weil dieser sich nach dem Krieg so kooperativ gezeigt hatte. Die heftige Kritik von Veteranenverbänden und Politikern, die um die 3.000 getöteten Marines trauerten, scherte ihn nicht. Auch Lemnitzer sollte eines Tages das Ehrenzeichen der Bundeswehr erhalten, obwohl er an der Planung großer Schlachten gegen die Deutschen beteiligt gewesen war. Töten in Uniform musste man nicht persönlich nehmen. Der Angriff auf "amerikanisches Territorium" führte naturgemäß zu einer Aufwertung der Küstenartillerie. Während sein früherer Stützpunkt Corregidor angegriffen und eingenommen wurde, blieb Lemnitzer im Planungsstab. Er wurde ausgerechnet zu den Bodenstreitkräften versetzt, deren Führung mit der Küstenartillerie traditionell rivalisierte. Dort erwies sich Lemnitzer, der inzwischen gut vernetzt war, als so überzeugend, dass er nach nur sieben Monaten zum General befördert wurde. Hosenloser General Als Stellvertretender Kommandeur der 5. US Army arbeitete Lemnitzer 1942 direkt Eisenhower [23] in dessen Basis auf Gibraltar zu. Er registrierte aufmerksam das Verhandlungsgeschick des Generals, der als "Supreme Commander" den Briten die völlige Kontrolle abrang. Seinem Vorbild folgend würde auch Lemnitzer bei militärischer Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern tiefstes Misstrauen hegen und die unangefochtene Führung fordern. Lemnitzer war federführend an der Planung der amerikanischen Anlandung in Nordafrika [24] beteiligt, die logistisch ohne Beispiel gewesen war. Um diese Aufgabe entschieden zu erleichtern, sollten die dortigen Truppen von Vichy-Frankreich zum Frontwechsel bewegt werden. Hierzu versprach sich Eisenhower der Hilfe des französischen Kriegshelden General Giraud [25], der sich in Südfrankreich vor den Deutschen versteckt hielt. Mit der historischen Kontaktaufnahme der Alliierten zu den Franzosen wurde Lemnitzer betraut. Mit einer Handvoll Kollegen reiste Lemnitzer in dem später legendär gewordenen britischen U-Boot "Seraph" von Gibraltar ins Mittelmeer, wo sie an der Küste vor Algier tagelang unter Wasser ausharren mussten, bis sie endlich nachts das verabredete Lichtzeichen der französischen Geheimdelegation ausmachten. Die Verschwörer verhandelten mit Girauds Mittelsmännern unter konspirativen Umständen in einem Privathaus, wobei die Militärs wie gewohnt ihre Uniformen trugen. Am andern Tag wurde der Hausherr vor einer Polizeistreife gewarnt, weil die bei der Anlandung hinterlassenen Fußspuren im Sand aufgefallen waren und man auf Schmuggler geschlossen hatte. In einem Chaos wechselten die Männer ihre Uniform in Zivilkleidung, rafften verräterische Sachen zusammen und versteckten sich in einem engen Weinkeller. Nachdem der Hausherr mit der Polizei verhandelt hatte, wollte sich die Streife weitere Befehle von der Zentrale holen, sodass mit einer baldigen Wiederkehr zu rechnen war. In Eile packten die Amerikaner ihre Sachen zusammen und flohen in zwei unterschiedliche Richtungen. Da Lemnitzer noch in Unterwäsche die Spuren im Haus verwischte, war seine Hose versehentlich von jemand, der den anderen Fluchtweg nahm, weggeschafft worden, sodass der General die Rückreise ohne Hose antreten musste. Zwar konnte nun auch General Lemnitzer mit einem zünftigen Kriegsabenteuer aufwarten, doch der später ebenfalls mit der "Seraph" nach Gibraltar geschaffte Giraud erwies sich als unkooperativ. Der rechtsnationale General forderte stur von Eisenhower das Oberkommando und bot unrealistische Vorschläge für ein sofortiges Anlanden in Südfrankreich. Die amphibische Anlandung in Nordafrika [26] wurde schließlich gegen Vichy-französisches Feuer durchgeführt, welches 530 GIs das Leben kostete. Lemnitzer bewertete den Überraschungsangriff als "erfolgreich" und "perfekt getimet". Nach der Kapitulation der Vichy-französischen Truppen wurde deren General Darlan bei einem de Gaulle zugeschriebenen Attentat getötet, woraufhin Giraud Darlans Kommando über Französisch Nord- und Westafrika erhielt, das er in einer rechtsgerichteten Diktatur führte. Im Kampf gegen "Wüstenfuchs" Erwin Rommel [27] kommandierte Lemnitzer sein früheres 34.Artillerieregiment, das nun zur Luftabwehr benötigt wurde, und arbeitete eng mit dem eigenwilligen General George Patton [28] zusammen. Patton, der den Krieg liebte, sollte nach dem Sieg der Alliierten die NSDAP mit den Republikanern und Demokraten vergleichen, die SS öffentlich bewundern und vorschlagen [29], mit der Deutschen Wehrmacht nach Moskau zu marschieren, "um die Sache zu erledigen" und "...diesen Stalin mitsamt seinen mordenden Horden" vom Planeten zu jagen. Am Beispiel des daraufhin seines Kommandos enthobenen Patton konnte Lemnitzer lernen, dass man den Zivilisten in Washington besser nicht alles sagte, was man dachte. Denn die von Patton propagierte Zusammenarbeit mit Nazi-Militärs gegen die Sowjets war genau das, was Lemnitzer in der Nachkriegszeit tun würde - nur diskreter. Für die von Lemnitzer mitgeplante Landung auf Sizilien [30] mit 160.000 Soldaten kooperierte die US-Regierung mit Hunderten amerikanischer Mafiosi. Diese hatte man hierzu heimlich aus dem Gefängnis entlassen und pragmatisch amnestiert, damit sie Kontakte zu sizilianischen Familien aufnehmen konnten, um die Invasion zu unterstützen. In der Nachkriegszeit erhielt die Mafia für ihre Kooperation in Italien entsprechende Protektion [31]. Auch in den USA selbst wurden hohe Mafiosi von der CIA als unantastbar geschützt, was Antimafia-Ermittler wie Robert Kennedy zunächst nicht glauben konnten. Zwei Jahrzehnte später sollte der General ein zweites Mal die Zusammenarbeit mit der Mafia bei der Einnahme einer Insel versuchen - mit weitaus weniger Glück. Der Einfallsreichtum des US-Militärs kannte im Zweiten Weltkrieg keine Grenzen. Sogar Fledermäuse [32] sollten zum Einsatz kommen. Zu Drohne umfunktionierter Kampfflieger. Foto: US Air Force [33] Zu den streng geheimen Projekten, mit denen die deutsche "Wunderwaffe" V2-Rakete [34] an ihren Startplätzen bekämpft werden sollte, gehörte ein ebenfalls unbemannter Flugkörper: In der Operation Aphrodite [35] wurden abmusterungsreife Flugzeuge mit Sprengstoff beladen und als fliegende Bomben per Funk ins Ziel dirigiert. Für den Start war eine Besatzung erforderlich, die vor dem Absprung mit dem Fallschirm auf Funksteuerung umschaltete. Ein Begleitflugzeug konnte die Instrumente und die Frontscheibe durch zwei Fernsehkameras überwachen und als Drohne steuern. Der bekannteste Pilot dieses Programms war Joe Kennedy Jr., der bei einem Unfall ums Leben kam. Zwei Jahrzehnte später sollte Lemnitzer Joes kleinem Bruder John F. Kennedy ebenfalls einen Plan vorschlagen, bei dem ferngesteuerte Flugzeuge eine bemerkenswerte Rolle spielten, jedoch zu Täuschungszwecken. Zur Täuschung der Deutschen Späher verwendete das britische Militär sogar Zauberkünstler [36]. Um von der bevorstehenden Landung in der Normandie abzulenken, inszenierte man in Dover entsprechende Vorbereitungen für Calais durch Attrappen von Panzern, Schiffen und Flugzeugen am Boden [37], Funktäuschungen sowie sogar durch den Abwurf von Fallschirmjäger-Puppen [38], die mit Tonbandgeräten Schüsse simulierten. Die Effizienz dieser Kriegslisten ist umstritten, zumal die Deutsche Wehrmacht in die gleiche Trickkiste griff, etwa in der Ardennenoffensive [39], wo ganze Regimenter mit falschen Uniformen als amerikanische getarnt waren. 1944 landete Lemnitzer unter leichtem Beschuss am italienischen Kriegsschauplatz [40]. Dort betreute er zahlreiche Konferenzen von Spitzenpolitikern und genoss die mediterrane Kultur. Er plante an der Invasion von Südfrankreich, die ab August mit 800 Schiffen und 5000 Flugzeugen die in der Normandie erfolgte Landung vom Juni unterstützte. Bei der Planung für die amphibische Überquerung des Ärmelkanals im Sperrfeuer der Deutschen war Eisenhower von einer Verlustquote von 50% ausgegangen - vom Feldherrenhügel aus ein akzeptables Risiko. Bereits während den Vorbereitungen der amphibischen Operation waren 12.000 Alliierte ums Leben gekommen, denen 80.000 Tote und 155.000 Verletzte folgen sollten. Ein Großteil der Verluste [41] war unausgereiften Plänen [42] geschuldet, welche auf den Überraschungseffekt gesetzt hatten, die Soldaten aber kampflos ertrinken ließen. So hatte man zu Täuschungszwecken für die Überfahrt schlechtes Wetter in Kauf genommen. Die Propaganda [43] stellte das Gemetzel als Abenteuer dar. Auch Lemnitzer, der seinem Idol Eisenhower 1983 ein Denkmal in West Point errichten ließ, hatte zum Opfern eigener Leute zu Täuschungszwecken ein sehr taktisches Verhältnis, wie sich in den 1960ern noch zeigen sollte. In diesen Tagen unternahm Lemnitzer seine zweite Geheimmission - diesmal in zivil. OSS-Agent Allen Dulles [44] hatte ein Geheimtreffen mit einem Deutschen arrangiert: Karl Wolff [45], Stellvertreter von SS-Chef Himmler, der 1964 der Beihilfe zur Ermordung von 300.000 Juden für schuldig befunden werden sollte. Wolff versuchte, einen Waffenstillstand auszuhandeln und reiste nach Berlin, wo er seinem Führer den geheimen Kanal zum amerikanischen Präsidenten sogar mitteilte. Doch inzwischen hatte der amerikanische Vereinigte Generalstab der Teilstreitkräfte (Joint Chiefs of Staff - JCS) den diplomatischen Kontakt untersagt, zumal die Sowjets Wind von den Gesprächen bekommen hatten. Trotzdem setzten die Amerikaner heimlich den Kontakt mit Wolff fort, der schließlich zu einem Waffenstillstand für die italienische Region führte, jedoch nur fünf Tage vor der deutschen Gesamtkapitulation. Diese als Operation Sunrise [46] bezeichnete Mission, in welcher die Westmächte hinter dem Rücken der Sowjets mit Nazis konspirierten, wird häufig als erste Schlacht des Kalten Krieges angesehen - ein Krieg, der fortan Lemnitzers Lebensinhalt werden sollte. Dulles und Lemnitzer besetzten später in der Regierung Eisenhower die Schlüsselpositionen in Geheimdienst und Militär, die beide unter dem folgenden Präsidenten in Schande wieder verlieren sollten. Die wohl wichtigste Beute der Sieger [47] waren jene deutschen Wissenschaftler, die im riesigen Bunker Dora Mittelbau [48] jene als "Vergeltungswaffe 2" bezeichnete Rakete hatten bauen lassen - von 60.000 Arbeitssklaven, von denen ein Drittel planmäßig an Unterernährung gestorben war. Lemnitzer sollte 15 Jahre später die Aufgabe zufallen, mit diesen Nazi-Ingenieuren sein Land ins Weltraumzeitalter zu befördern. Die V2 hatte wegen ihrer unpräzisen Steuerung und der geringen Transportkapazität in erster Linie psychologische Bedeutung, da es gegen sie keine effiziente Abwehr gab. Doch aufwändige Raketen versprachen dann Effizienz, wenn man sie nicht mit konventionellem Sprengstoff, sondern mit einer weiteren geheimen Kriegstechnologie befrachtete, an der man nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA arbeitete: Unter der Führung des Militärs hatte die US-Regierung ein streng geheimes Projekt betrieben, von dem unglaublicherweise nichts an die Öffentlichkeit gedrungen war, obwohl zeitweise bis zu 150.000 Menschen beteiligt gewesen waren. Ab dem 16.Juli 1945 verfügte das US-Militär über den bislang größten Knall [49]. Teil 2 [50]: Von der V2 zum Krieg der Sterne http://www.heise.de/-3382074 [1] http://www.youtube.com/watch?v=ZJixvAYPxE0 [2] http://www.jcs.mil/cjs/history_files/bios/lemnitzer_bio.pdf [3] http://www.usma.edu/history.asp [4] http://www.usma.edu/Committees/Honor/Info/main.htm [5] http://www.monroe.army.mil/Monroe/sites/about/history.aspx [6] http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?titel=Lyman+Louis+Lemnitzer&id=45142661&top=SPIEGEL&suchbegriff=lemnitzer&quellen=%2BBX%2CWIKI%2C%2BSP%2C%2BMM%2CALME%2CSTAT%2C%2BMEDIA&qcrubrik=geschichte [7] http://www.fortadams.org/history.htm [8] http://www.corregidorisland.com [9] http://www.cdsg.org/gunpics/guns5.htm [10] http://video.google.com/videoplay?docid=628728631767818729 [11] http://www.youtube.com/watch?v=oF-V2TmY36A&hl=de [12] http://www.flagrancy.net/salvage/HUAC1.pdf [13] https://www.heise.de/tp/features/Die-Bush-Familie-und-der-Cocktailputsch-3414636.html [14] http://uk.video.yahoo.com/watch/4776058 [15] http://www.youtube.com/watch?v=ID_nnUuEOcg&hl=de [16] http://www.youtube.com/watch?v=N6USyilfk6w&hl=de [17] http://www.veoh.com/browse/videos/category/educational/watch/v15839537jqk64C6f [18] http://www.youtube.com/watch?v=DGCUIEINzsA&feature=player_embedded [19] http://www.carlisle.army.mil/usawc/about/Historic.cfm [20] http://video.google.de/videoplay?docid=-8879644392184548842 [21] http://videos.howstuffworks.com/hsw/13136-battling-beyond-us-borders-the-story-of-the-uss-maine-video.htm [22] http://whatreallyhappened.com/WRHARTICLES/pearl/www.geocities.com/Pentagon/6315/pearl.html?q=pearl/www.geocities.com/Pentagon/6315/pearl.html [23] http://video.google.de/videoplay?docid=-878052440403572221&ei=ovtiSvu0Jqb22gKS7aQS&q=eisenhower&hl=de [24] http://www.youtube.com/watch?v=jtVNjfPvpeU&hl=de [25] http://www.landesarchiv-bw.de/sixcms/media.php/25/archivnachrichten_30_quellen.pdf [26] http://video.google.de/videoplay?docid=-8477056967591236968&ei=Qq5gSrr6CYT22wK62sEa&q=operation+torch&hl=de [27] http://www.youtube.com/watch?v=mBk5jGRoiCc [28] http://www.generalpatton.com/biography.html [29] http://www.daserste.de/doku/011025.asp [30] http://fr.truveo.com/Sicily-Lost-evidence-Pt-1-of-5/id/2855978933 [31] http://www.veoh.com/collection/GermDokChannel/watch/v6507975XNKzQYR9 [32] http://www.youtube.com/watch?v=WDX9rRuHcn8&hl=de [33] http://afhra.maxwell.af.mil/ [34] http://www.youtube.com/watch?v=WjFTN-YdK_M&hl=de [35] http://www.youtube.com/watch?v=x_ZbaQYNDAg&hl=de [36] http://maskelynemagic.com/ [37] http://www.youtube.com/watch?v=jV4rTMWcCuk [38] http://www.youtube.com/watch?v=xfOQuEO9gQg&hl=de [39] http://www.youtube.com/watch?v=lRY_nzdElXE [40] http://www.youtube.com/watch?v=0iRuxW5NOCc [41] http://www.ddaymuseum.co.uk/faq.htm#casualities [42] http://www.veoh.com/browse/videos/category/educational/watch/v16940978GfGNzNH3 [43] http://www.youtube.com/watch?v=WaKWvAaSuyI [44] http://www.heise.de/tp/features/Vom-OSS-zur-CIA-3309391.html [45] http://www.youtube.com/watch?v=W6pRo2pqzd8&hl=de [46] http://www.acipss.org/intelligence/beitraege/die_schweiz_im_2wk/operation_sunrise.htm [47] http://www.youtube.com/watch?v=ld7Ru7sx2wA&feature=player_embedded [48] http://www.youtube.com/watch?v=G_Fx8Jjj7Qg&hl=de [49] http://www.youtube.com/watch?v=NOUtZOqgSG8 [50] https://www.heise.de/tp/features/Von-der-V2-zum-Krieg-der-Sterne-3382146.html
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q-de-2169
Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
Eine Darstellung des Faschismus über seine Entstehung, Bedeutung ... | Hausarbeiten publizieren Die Entstehung des Faschismus Gründung und Aufstieg der „fasci di combattimento“ Der „Marsch auf Rom“ Bundeszentrale für politische Bildung, Informationen zur politischen Bildung 123/126/127, Sonderauflage 1982, Seite 11,66 Geschichte und Geschehen A 4, Klett-Verlag, Stuttgart 1997, Seite 28 - 30 MANTEI, Christian, Der italienische Faschismus, Internet, www.unimagdeburg.de MAY, Dieter, Die faschistische Herausforderung, Internet, www.grin.de/hausarbeiten ZANGE, Melanie, Die Entstehung des Faschismus in Italien, Internet, www.hausarbeiten.de Seit Aufkommen des Faschismus beschäftigen sich Anhänger und Gegner mit dem Phänomen „Faschismus“. In der politischen Publizistik ebenso wie in der wissenschaftlichen Literatur wurden zahlreiche Theorien über Entstehungsursachen und Erscheinungsformen des Faschismus entwickelt. - Die früheste Deutung stammt von Kommunisten/Marxisten; sie besagt, faschistische Parteien entstünden immer aus wirtschaftlichen Interessen von Kapitalisten, die durch faschistische Diktatur ihre Macht zu erhalten suchten. - In der westlichen Faschismusforschung wird von Wissenschaftlern die Auffassung vertreten, der Faschismus sei aus dem Abwehrwillen gegenüber Kommunismus und Bolschewismus entstanden. - Eine wiederum andere Interpretation hebt stärker die Bedeutung der einzelnen Persönlichkeit für Entstehung und Entwicklung faschistischer Parteien hervor. Insbesondere beim deutschen Nationalsozialismus müsse dem „Faktor Hitler“ eine entscheidende Rolle zugemessen werden. Karl Dietrich Bracher warnt vor einer undifferenzierten Verwendung des Begriffs Faschismus: „ Der inflationäre Gebrauch des Faschismusbegriffes, gängig nicht nur in kommunistischer Propaganda, sondern auch wieder verstärkt in liberaler Publizistik und Wissenschaft, bedeutet im Grunde die Bagatellisierung einer wirklich totalitären Diktatur wie der nationalsozialistischen, weil damit alles in einen Topf geworfen wird; ob es sich um Militärregime oder Entwicklungsdiktaturen oder lateinamerikanische Oligarchien 1 handelt, oder ob westliche Demokratien in ihren Krisenpunkten als faschistisch bezeichnet werden. Das läuft entweder auf eine Dämonisierung aller Diktaturtendenzen oder aber auf eine Bagatellisierung derjenigen Regime hinaus, die wie das nationalsozialistische Gewalt und Vernichtungssystem auch vom italienischen Faschismus weit und prinzipiell unterschieden sind “ . Mussolini selbst beschrieb 1932 seine Lehre des Faschismus wie folgt: „Der Faschismus ist eine antiindividualistische Idee, welche für den Staat eintritt. Das Individuum wird akzeptiert, soweit es im Staat aufgeht. Der Faschismus ist gegen den Liberalismus, da dieser im Sinne des einzelnen Individuums regiert und handelt. Die einzige Freiheit, die der Faschismus akzeptiert, ist die des Staates und des Individuums im Staat. Der Faschismus ist totalitär ( alle Lebensbereiche erfassend ) und der faschistische Staat, als Zusammenfassung und Vereinheitlichung aller Werte gibt dem Volk Bedeutung, bringt es zur Entfaltung und kräftigt es. Außerhalb des Staates werden keine Parteien, Syndikate, Vereine oder Klassen geduldet. Der Faschismus geht in seinem Denken von der Realität aus und glaubt nicht an den ewigen Frieden. Daher lehnt er auch den Pazifismus ab. Nur der Krieg allein bringt die Menschen zu Höchstleistungen und verleiht ihnen die Würde des Adels. Alle anderen Erprobungen sind nur Ersatz, da sie den Mann nicht vor die Alternative von Leben und Tod stellen. In der Lehre des Faschismus ist „impero“, die Ausdehnung der Nation, ein geistiger und moralischer Begriff, „impero“ gilt als Zeichen der Vitalität. Der Faschismus ist die angemessene Lehre, um die Bestrebungen und den Geist eines Volkes darzustellen, welches sich nach Niederlagen und Jahren der Fremdherrschaft wieder erhebt. Doch das „impero“ erfordert viel Disziplin, Zusammenwirken der Kräfte, Pflichten und auch Opfer von den Menschen“. Was den italienischen Faschismus abhob von anderen Formen und „Bewegungen“ in Europa, die dem Nationalsozialismus verwandte Merkmale aufwiesen, war sein früher Erfolg, der ihn zum Vorbild für die Machtergreifungspläne in anderen Ländern werden ließ. Nach dem Ersten Weltkrieg und der Zerstörung der alten Ordnung suchten viele Menschen in Europa nach neuen Orientierungen. Große Anziehungskraft besaß die sozialistische Umwälzung in Russland. Vielen galt aber auch die faschistische Diktatur in Italien als Vorbild für eine erstrebenswerte politische Ordnung. Wie war der Faschismus entstanden und was waren seine Kennzeichen ? Viele Menschen in Italien waren vom Kriegsausgang enttäuscht. Obwohl das Land den Siegern des Krieges gehörte, erhielt es nur einen Teil der Gebietsgewinne, die die Alliierten zugesagt hatten. Die Nationalisten beklagten den „verlorenen Sieg“ und forderten weiterhin Landbesitz rings um Adria und Ägäis sowie Kolonialgebiete in Afrika. Der besitzlosen Landbevölkerung war während des Krieges eine Landreform versprochen worden. Aber sie bleib aus. Deshalb schlossen sich viele Landarbeiter zu Gewerkschaften ( Ligen ) gegen die Großgrundbesitzer zusammen. Es gelang ihnen, höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen zu erkämpfen. Auch die Gewerkschaften der Industriearbeiterinnen und -arbeiter konnten durch Streiks und Fabrikbesetzungen bessere Einkommen und Lebensbedingungen durchsetzen. Wegen der Erfolge der Arbeiterbewegung befürchteten die bürgerlichen Mittelschichten, deren Situation sich vergleichsweise verschlechterte, eine Revolution wie in Russland. In dieser wirren und unsicheren Nachkriegssituation entstand der Faschismus. Im März 1919 gründete Benito Mussolini, ursprünglich führender Funktionär des radikalen Flügels der Sozialistischen Partei, faschistische „Kampfbünde“. Ihr Symbol waren die „Fasces“, das Rutenbündel mit dem Beil als Zeichen der Amts- und Gerichtsgewalt im antiken Rom. Mit bescheidenem Kapital wurde die Partei „fasci di combattimento“ gegründet. Es schlossen sich Menschen aus verschiedensten Bevölkerungsgruppen Mussolinis Partei an. Das Parteiprogramm war eher linksgerichtet. Die Partei forderte: Acht- Stunden Woche, Mindestlöhne, Versicherungen ... und die Einführung der Republik. Aber die Partei erzielte nirgends den erhofften Sieg, nein im Gegenteil, sie schafften es bei der Parlamentswahl 1919 nicht einmal einen einzigen Abgeordneten ins Parlament zu bringen. Mussolini zog die Konsequenzen. Er merkte, dass mit dem linken Parteiprogramm nichts zu holen war, da hier sowieso die Sozialisten dominierten, stattdessen folgte er nun der politisch Rechten, die führerlos durch die Gegend irrte. Hier konnte er wieder eine politische Basis finden. Man warf das linke Programm über Bord und fing an die Sozialisten anzugreifen, anfangs mit Worten, später auch mit Gewalt, was der Partei Sympathisanten im Großbürgertum verschaffte, da sie es gerne sahen, wie die Sozialisten einen Dämpfer bekamen. Bald fraß sich die Partei immer tiefer in die bürgerlichen Schichten. Es bildeten sich sogenannte „Squadren“, deren Überfälle bald Schule machen sollten. Die Landbesitzer waren die Gönner der Faschisten, die sie mit Geld unterstützten. Bald gingen die Faschisten zum Angriff über und erkämpften für die Großgrundbesitzer wieder die alten Rechte. Auch das äußerst militante Auftreten war ein Grund für den Erfolg der Faschisten. Die „fasci“ wurden zum Teil eher als militärischer Stoßtrupp gesehen, statt als Partei. Dabei verloren fast 2000 Menschen ihr Leben. Der Begriff „Marsch auf Rom“ geisterte schon seit 1919 in zahllosen Gruppierungen der nationalen Rechten durch die Gegend. Von Bedeutung wurde er aber erst drei Jahre später, als die faschistische Partei zu einer mitreißenden Kraft geworden war, die die totale Macht beanspruchte. Die Faschisten waren kaum noch aufzuhalten; sie hatten unglaubliche Erfolge in der Provinz, aber waren damit ihrem eigentlichen Ziel nicht sehr viel näher gekommen. Es gab in Rom Anzeichen dafür, dass sich eine handlungsfähige Regierung bilden würde, die dem Aufstieg der Faschisten nicht weiter zusehen wollte, wie es die jetzige Regierung tat. Es gab Pläne für eine große Koalition gegen die Faschisten, aber auch welche für ein links-mitte-rechts-Bündnis, welches die Faschisten in sich aufsaugen wollten. Jede dieser Lösungen wäre für den Faschismus Gift gewesen, das wusste Mussolini, aber er wusste auch, dass sie zu schwach für eine Revolution waren. Im Ernstfall hätten die Schwarzhemden der Polizei und dem Militär gegenüber den Kürzeren gezogen. Er entschloss sich deshalb für die „psychologische Kriegsführung“, die darauf abzielte, mit illegalen Mitteln eine legale Machtergreifung der Faschisten zu erzwingen. Das faschistische Generalkomitee einigte sich am 13./14.August 1922 darauf, eine faschistische Generalmobilmachung zu starten, die einerseits den Zweck hatte die Parteispitze zu ermutigen und andererseits die Liberalen zu schwächen. Parallel dazu verhandelte Mussolini mit allen führenden Leuten in der Politik. Keiner war sich dazu zu schade. Alle dachten man könne den Faschismus domestizieren1 und für die eigenen Zwecke einspannen. Am 16. Oktober 1922 war es fast soweit, man traf sich in Mailand und plante das Wann und Wie des Marsches auf Rom; ein Datum wurde nicht festgelegt. In Neapel setzte man den 28.Oktober 1922 als Termin fest. In der Nacht davor sollten von den Milizen Präfekturen, Bahnhöfe, Telegrafenstationen und Ähnliches besetzt werden. Mussolini überließ die Vorbereitungen dem Quadriumvirat und ging nach Mailand um Handlungsspielraum zu bekommen. Er verhandelte weiter mit Politikern. Er stellte ihnen sogar ein Regierungsbündnis in Aussicht, gleichzeitig ließ er den Monarchen wissen, dass er nichts von Faschisten zu befürchten habe, wenn der König die schützende Hand über die Regierung Facta wegziehe. Damit wollte er die Regierung entmachten und sich selbst als der Einzige präsentieren, der in der Lage war die Schwarzhemden zurückzupfeifen. Die meisten durchschauten den „Duce“, wie Mussolini genannt wurde, nicht. Entsprechend ernst war deshalb die Lage, als er am 27.Oktober 1922 den Befehl zum Losschlagen gab. An diesem einen Tag eroberten die Schwarzhemden mehrere Dörfer. Die Regierung Facta reagierte beinahe panisch, als sie von dem beginnenden Aufmarsch hörte. Luigi Facta war sich nicht sicher, wie er reagieren sollte. Man entschloss sich dazu, dass die Minister ihre Ämter zur Verfügung stellten, aber auch der Belagerungszustand über die Stadt verhängt wurde, um den Schwarzhemden die Stirn bieten zu können. Damit kam der König ins Spiel, der den Gesetzesentwurf bestätigen musste, was er auch tat. Die Regierung war nun in dem Glauben, den König als Stütze zu haben. Man entschloss sich für Gegenmaßnahmen, es wurde ein Manifest aufgestellt, welches zum Widerstand gegen die Faschisten aufrief und den Präfekten Anweisung gab, faschistische Rädelsführer zu verhaften. Emanuel III. weigerte sich aber auf einmal doch den Dekret über den Belagerungszustand abzuschließen. Was diesen Sinneswandel des Königs bewirkt hatte ist bis heute noch nicht geklärt. Vielleicht hatte er Angst vor dem Verlust seines Postens, vielleicht dachte er, die Faschisten würden einen besseren Schutz gegen die rote Gefahr bieten, als die Regierung der Liberalen. Man weiß es nicht. Am 29.Oktober 1922 wurde der „Duce“ zum Ministerpräsidenten ernannt. Der Marsch auf Rom fand also gar nicht statt, er blieb im Schlamm stecken. Die Truppenstärke war inzwischen auf 40.000 Mann angestiegen, die aber nur mit dem Regen kämpften. Am 31.Oktober 1922 inszenierte er dann doch noch den Einmarsch, der deutlich machte, dass der Regierungswechsel kein normaler war, sondern revolutionäres Ausmaß hatte. „Entweder man vertraut uns die Regierungsgewalt an, oder wir werden sie uns nehmen, indem wir nach Rom marschieren!“ Diese tollkühne Drohung wurde auf dem Parteitag der italienischen Faschisten ausgestoßen, der gegen Ende 1922 in Neapel stattfand und von den 40.000 Besuchern und Delegierten mit dem vielstimmigen Schrei: „Roma ! Roma ! Roma!“ beantwortet wurde. Redner war kein Geringerer als „Duce“ Benito Mussolini. In vier Kolonnen aufgeteilt marschieren 26.000 Faschisten sternförmig auf Rom zu und erreichten die Stadt am 28.Oktober 1922. Die Regierung wollte das Kriegsrecht verhängen, doch der König weigerte sich, die Verordnung zu unterzeichnen. Als sich herumsprach, dass er bereit war, Mussolini zu akzeptieren, legten Polizei und Armee die Hände in den Schoß und ließen die Schwarzhemden, die mit Zügen, Bussen und teilweise auch zu Fuß in die Stadt stürmten, gewähren. Mussolini, bislang in Mailand, traf am Morgen des 30.Oktober 1922 mit dem Zug in Rom ein. Der Marsch auf Rom machte dennoch Geschichte, denn hier deutete sich eine Alternative zur ausgelaugten liberal-demokratischen Demokratie, zur Königs- und Militärdiktatur und zum Bolschewismus an, die nicht auf der Machtgrundlage legitimiert wurde, sondern auf der Unterstützung breiter Bevölkerungsschichten beruhte. Es entwickelte sich die große faschistische Herausforderung, die sich gegen alles richtete, was sich Demokratie, Liberalismus, und Menschenrechte nannte und nur in einer Kraftanstrengung der demokratischen und kommunistischen Welt zu bestehen war. Italien blieb von modernen Strömungen der Internationalen Kultur lange unberührt. Faschistische Werte beherrschten das Denken der Italiener und haben tiefe Spuren hinterlassen. Diese in Italien und Europa entstandene Situation waren die hauptsächlichen Ursachen für den Erfolg des Faschismus und damit für den Erfolg Mussolinis in Italien. Mussolini stellte sich ab dem Frühjahr 1922 jeder antifaschistischen Regierung entgegen und drohte mit Terror und Gewalt, falls eine solche an die Macht kommen sollte. Am 30.10.1922 bildete Mussolini sein erstes Kabinett. Er selbst behielt das Amt des Außen- und Innenministers für sich und besetzte die anderen Ämter mit selbst gewählten Persönlichkeiten aus den Koalitionsparteien. Damit war der Weg für den Faschismus in Italien geebnet. Durch Kontakte zur katholischen Kirche, die Umbildung der Squadre zur Sicherheitspolizei, die Reform der höheren Bildung, der Neuordnung der öffentlichen Verwaltung, hatte Mussolini in kurzer Zeit einen Großteil der Macht in seinen Händen konzentrieren können. Um die volle Handlungsgewalt zu bekommen, versuchte er politisch konservative Schichten aus der Reserve zu locken um Stellung zu beziehen. Es erfolgten verschiedene Aktionen und Maßnahmen, wie Eingliederung der Wirtschaft in den internationalen Markt, Abwertung der Lira, Freigabe der Mietpreise, Privatisierung von Telefon und Versicherungsgesellschaften. Unter der Regierung Mussolinis blieben in den ersten Jahren die Löhne konstant, während die öffentlichen Investitionen fast um das Zehnfache stiegen. Dies war ein Grund für die -trotz der wirtschaftlichen Erfolge- aufkommende Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Die Ergebnisse der Wahlen 1924 entsprachen voll und ganz den Erwartungen der Faschisten. Mit diesem Ergebnis bekamen sie ungefähr 80 % der Sitze im Parlament. Im Frühjahr 1924 wurde einer der wenigen stärkeren Widersacher Mussolinis, der Sozialist Matteotti, entführt und getötet. Mussolini selbst sah sich nicht als Schuldiger, sondern wälzte alles auf seine Mitarbeiter ab, von denen er einige entließ und gegen Genehmere austauschte. Aufgrund dieser Tatsache zogen sich 1924 alle oppositionellen Parteien aus dem Parlament zurück. Von 1929 bis 1935 steckte Europa und damit auch Italien in einer tiefen Krise. Im September 1930 kam es in Europa zu einer neuen politischen Konstellation. Der Erfolg der nationalsozialistischen Parteien in Deutschland und einigen anderen Staaten kam Mussolinis Bestrebungen sehr entgegen. Der Gedanke eines „rechten“ Deutschlands an der Seite Italiens war ihm nicht unlieb. Bei den Wahlen 1932 in Deutschland errang die NSDAP sogar die Mehrheit im Parlament und übernahm die Regierung. Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum deutschen Kanzler erhoben und errichtetet mit der Weimarer Republik eine Diktatur. Nach eigenen Aussagen wurde Hitler von Mussolini und dessen Erfolg inspiriert und bewunderte ihn sogar. Auf Grund dieser neuen Situation übernahm Mussolini wieder die Ämter des Außenministers und die der militärischen Ministerien, die er zeitweise abgegeben hatte. Die wirtschaftlichen Beziehungen mit Deutschland wurden tiefer gefestigt und sogar noch verstärkt. Italien begab sich nach und nach in eine wirtschaftliche Abhängigkeit zu Deutschland. In den Jahren 1933 und 34 kam es erneut zu Spannungen in Europa. Einige Staaten, darunter auch Italien, stellten Gebietsrückforderungen und inszenierten Pressekampagnen gegen andere Staaten. Es kam vereinzelt auch wieder zu aggressiven Handlungen und Anschlägen. Italien war wiederum der erste Staat, der in den offenen Krieg zog, indem es am 3.10.1935 in Äthiopien einfiel. Großbritannien und Frankreich waren gegen diesen Krieg. Sie übten wirtschaftlichen und politischen Druck auf Italien aus, wobei es aber nicht zu einer Kriegserklärung kam. In Spanien kam es erstmals zu einer direkten militärischen Auseinandersetzung zwischen Faschismus und Antifaschismus. Aufgrund dieser Vorkommnisse im Jahre 1936 trat Italien aus dem Völkerbund aus und es kam zu einem Abkommen zur Bildung einer Allianz zwischen Deutschland und Italien. Beide Staaten sprachen sich für einen Kampf gegen den Bolschewismus und damit auch gegen die Sowjetunion aus. Am 1. November 1936 verkündete Mussolini die Gründung der „Achse“ zwischen Rom und Berlin, um die sich in Zukunft in Europa alles drehen sollte. Anfang des Jahres 1938 wurden erstmals in Italien antisemitische Gesetze erlassen. Bis 1937 hatte nur das nationalsozialistische Deutschland eine judenfeindliche Gesetzgebung, aber ab 1938 schlossen sich neben Italien auch Rumänien und Ungarn an. Die italienische Regierung erließ verschiedene diskriminierende Verfügungen. Diese wurden durch 2 Standpunkte unterstützt. Erstens übte Deutschland hinsichtlich der Juden Druck auf Italien aus und bedrängte den Verbündeten zur Nachahmung der in Deutschland eingeführten Maßnahmen. Zweitens entschieden sich Mussolini und einige andere hohe Parteifunktionäre, dem deutschen Staat nachzueifern. In dieser Zeit wurde erstmals zugegeben, dass der Rassismus eine Eigenschaft des Faschismus ist. Im Gegensatz zu Deutschland gab es in Italien jedoch Unterschiede in der Behandlung von Juden. Der Antisemitismus wurde in Italien nicht mit der Konsequenz und Gewalt verfolgt wie im Dritten Reich. Am 31. August 1939 fielen deutsche Truppen in Polen ein, woraufhin Großbritannien und Frankreich Deutschland am 03. September den Krieg erklärten. Damit hatte der Zweite Weltkrieg begonnen. Rom hingegen verkündete eine Nicht- Kriegsführung, was ein strategisch wichtiger Zug war. Italien bezog damit keine neutrale Position in diesem Krieg, sondern hielt sich nur mit militärischen Handlungen zurück. Eine neutrale Position hätte Italien auch nicht vertreten können, da es inzwischen zu sehr von Deutschland abhängig geworden war. Es war zu einer strategischen Reserve für Deutschland geworden. Um von Seiten der anderen europäischen Staaten Druck auf Mussolini auszuüben, kam es zu einer Seeblockade gegen Italien und Deutschland. Somit war Italien von Rohstoffimporten aus Deutschland auf dem Seeweg abgeschnitten. Italiens Abhängigkeit wurde immer stärker. Im Laufe des Jahres 1940 fiel Deutschland in eine Reihe neutraler Länder ein und errang somit eine Vorherrschaft über Europa. An dieser Stelle sah Mussolini seine Chance, am Ende des Krieges mit auf der Seite der Gewinner zu stehen und beschloss, am 10. Juni 1940, an der Seite Hitlers in das Kriegsgeschehen einzugreifen. Im gleichen Monat ergab sich Frankreich, und dies gab Mussolini die Möglichkeit, seine Expansionspläne auf dem Balkan in Angriff zu nehmen. 1940 fiel Mussolini mit seinen Truppen in Griechenland ein. Mussolini hegte weiterhin Eroberungspläne in Nordafrika und verweigerte Deutschland die Unterstützung gegen Frankreich. Im Krieg gegen Ägypten gab es große Verluste, zudem verlor Italien Kolonien und Provinzen in Äthiopien, Somalia, etc. In deutschen Führungsetagen regten sich nach diesen Blamagen ernste Zweifel an dem Verbündeten, welche nicht ohne Folgen blieben. Italien wurde immer abhängiger von Deutschland und Hitler forderte Mussolini auf, ihn bei seinen Vorstößen im Osten zu unterstützen. Italien nahm alles aus seiner Reserve und schickte sämtliche Truppen an die Ostfront und vergaß dabei die Heimatverteidigung. 1941/42 forderte der harte Winter, in dem auch eine große Hungersnot herrschte, seine Opfer. So langsam kam auch in der italienischen Bevölkerung eine Missstimmung auf. Es kam zu Missernten, Hungersnöten, die Inflation nahm wieder stark zu. Die Regierung aber kümmerte sich hauptsächlich um die Kriegsführung. Anfang 1943 zeigten sich bereits erste Risse im deutsch - römischen Bündnis. Im Juli 1943 war es dann soweit. Sizilien musste sich der Übermacht der Alliierten ergeben, die wenig später auf der Insel landeten. Nach dieser Niederlage kam es erneut zu sozialen Konflikten in der italienischen Bevölkerung. Es kam sogar zu Demonstrationen für Frieden in Europa. Dies war ein Zeichen dafür, dass sich die Arbeiter das Streikrecht wieder erkämpft hatten. Auf diesem Boden hatten natürlich auch antifaschistische Bewegungen einen festen Halt. In der Bevölkerung sah man den Krieg schon eine Weile als aussichtslos und verloren an, doch erst im Frühjahr 1943, nachdem die Alliierten bereits im Januar schon die bedingungslose Kapitulation gefordert hatten, gewann auch in der Führungsebene und in der PNF die Einsicht, dass der Krieg verloren war, die Oberhand. Während dessen sah Mussolini seinen letzten Ausweg in der Zentralisierung der gesamten Macht in seinen Händen. So unternahm er einen letzten Versuch, indem er noch einmal die Regierung umbaute. Er tauschte viele seiner Minister gegen neue, ihm noch völlig untergebene aus. Parallel erstarkten aber auch die demokratischen und kommunistischen Parteien wieder. In Italien gab es zwei Strömungen, welche die Absetzung Mussolinis als Ziel hatten. Einmal waren da Teile der Faschisten, die unter Dino Grandi eine faschistische Regierung ohne Mussolini wollten, und zum anderen gab es verschiedene gemäßigte liberale Vertreter, die den Faschismus ganz absetzen wollten. Folge dieser Wiedererstarkung antifaschistischer Kräfte war der Staatsstreich vom 25. Juli 1943. Am Nachmittag dieses Tages erfuhr Mussolini vom italienischen König, dass er abgesetzt wurde. Noch am gleichen Tage wurde er verhaftet. Zum neuen Regierungschef wurde Marschall Badoglio ernannt. Am 3. September 1943 unterzeichnete General Giuseppe Castellano die Kapitulation Italiens vor den Alliierten. Deutsche Truppen besetzten Gebiete Nord und Mittelitaliens und befreiten Mussolini aus seinem Gefängnis. Mit ihm und der neugegründeten PFR-Partei sollte ein neues faschistisches Regime aufgebaut werden. Die neue Regierung unter Mussolini zog aus Sicherheitsgründen in den Norden, an den Gardasee. So war Mussolini mit Hitlers Hilfe wieder an die Macht gekommen. Es gab eine erneute Judenverfolgung. Diese und andere Staatsfeinde wurden verhaftet, in Konzentrationslager gesteckt und zum Teil auch hingerichtet. Italien war trotz dieser Regierung kein richtiger Staat mehr. Am 11. Mai 1944 brach dann die sogenannte Gustav-Linie zusammen. Die Alliierten drangen nach Mittelitalien vor, befreiten Rom und Florenz von den deutschen Besatzern. Die Alliierten wurden durch die Hilfe der Partisanen unterstützt, die die flüchtende Regierung Mussolinis abfingen und gefangen nahmen. Mussolini wurde am 28. April 1945 von den Partisanen erschossen. Für Italien war der Krieg beendet und damit auch der Faschismus. Der „Duce“, wie Mussolini genannt wurde, ist 1883 in einem kleinen Dorf in der Region Emilia- Romangna geboren. Er war ausgebildeter Lehrer, ging diesem Beruf aber nur sporadisch nach. Er versuchte sein Glück im Ausland, wo er bei der Politik und dem Journalismus blieb. Er schrieb sozialistische Flugblätter, die ihm bald zu einem Namen unter der sozialistischen Parteiführung verhalfen. Von 1912-14 war er Chefredakteur des sozialistischen Parteiorgans „L´Avanti“, einer Zeitschrift in Mailand. 1919 Gründung des Kampfbundes 1921 Abgeordneter des Partitio Nazionale Fascista ( PNF ) 1922 wurde er mit der Regierungsbildung beauftragt 1925 durch einen Staatsstreich erlangte er absolute Vollmacht 1943 der große Faschistische Rat sprach ihm das Misstrauen aus; er wurde auf Befehl des Königs gefangengenommen; er wurde von deutschen Fallschirmjägern aus der Haft befreit, Mussolini wurde vollkommen von Hitler abhängig. 1945 kurz vor Kriegsende wurde Mussolini von italienischen Partisanen erschossen. Mussolini besaß das Potential eines Revolutionärs, dass er aus koalitionspolitischer Rücksicht nicht ausnutzen konnte. Er war ein Verächter der rechtsstaatlichen und demokratischen Regeln. Des weiteren war er ein hervorragender Populist, der wohl erkannte, dass sich die Menschen nicht nach Partizipation, sondern nach Führung sehnten. Nationalist war Mussolini anfangs nicht, aber mit dem Kampf für den Kriegseintritt 1914 geriet er in den Kreis der völkischen Ideologen und Propagandisten, aus dem er schließlich sogar als Imperialist hervorging. März 1919: Benito Mussolini gründet in Mailand aus nationalistischen Gruppen die faschistische Partei. Oktober 1922: „Marsch auf Rom“ Mussolini wird von Viktor Emanuel III. zum Regierungschef ernannt und erhält auf ein Jahr befristete diktatorische Gewalt. 1924: Bei den Parlamentswahlen erreicht Mussolini die Mehrheit 10.06.1924: Ermordung von Giacome Mattiotti, dem Generalsekretär der „Unitaristischen Sozialistischen Partei“ durch Faschisten 1925: Faschistische Syndikate treten an die Stelle von Gewerkschaften, Einschränkung der Grundrechte, Verfolgung der Opposition 1926: Die faschistische Partei wird dem Staat gleichgesetzt. Verbot von allen Gewerkschaften und nichtfaschistischen Organisationen, Abschaffung des Streikrechts 1929: „Lateranverträge“ mit der katholischen Kirche 1935: Erste Zusammenarbeit mit Adolf Hitler, Angriff auf das Kaiserreich Äthiopien, um sich Kolonien in Ostafrika zu schaffen. 1936: Annäherung an das Deutsche Reich 1936-39: Eroberung Abessiniens, Unterstützung Francos im Spanischen Bürgerkrieg 1939: Annexion Albaniens 1940: Eintritt in den Zweiten Weltkrieg 1943: Absetzung Mussolinis durch führende Faschisten In fast allen Staaten Europas gab es in den 1920er und 1930er-Jahren faschistische Bewegungen: Letztendlich bleibt zu sagen, dass sich der italienische Faschismus durch seine Charakteristiken von den anderen faschistischen Regimen unterschied. Im großen und Ganzen war der italienische Faschismus jedoch gemäßigter als der deutsche Nationalsozialismus, auch was die Härte der Judenverfolgung betraf. Mussolinis Diktatur war beispielgebend für politische Führer, Bewegungen und Parteien in ganz Europa. 1 Oligarchien, die Oligarchie: Herrschaft einer kleinen Gruppe 1 domestizieren : zähmen Andreas Nickel (Autor) V100903 Eine Darstellung Faschismus Entstehung Bedeutung Aufstieg Benito Mussolinis Andreas Nickel (Autor), 2001, Eine Darstellung des Faschismus über seine Entstehung, Bedeutung und den Aufstieg Benito Mussolinis, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/100903 Andreas Nickel - Faschismus. Vor der von Andreas Nickel ins Internet gestellten Arbeit kann nur gewarnt werden! - Sicherlich geht der Schreibling ausführlich auf das Italien der 30er Jahre ein, allerdings stellt sich die Frage, wie kann er dies tun, wenn der KRITISCHE Betrachter einen Blick auf die Bibliographie wirft, die Nickel anführt! - Wer sich ERNSTHAFT mit dem italienischen Faschismus auseinandergesetzt hat, vermißt in Nickels Bibliographie : erstens: sämtliche Werke von RENZO DE FELICE (WIe könnte ohne DE FELICE jemals eine Diskussion über den italienischen Faschismus stattfinden?) zweitens: auch die links orientierten Historiker wie Enzo Collotti oder Nicola Tranfaglia (der mit seinem Opus LA PRIMA GUERRA MONDIALE E IL FASCISMO ein wahres Meisterwerk vorgelegt hat) fehlen bei Nickels ausführen! drittens: sämtliche ´faschistischen`Quellen fehlen! (Seit 1951 existiert die OPERA OMNIA DI benito mussolini - ein Gesamtwerk der Schriften des ´duce` - dieses Werk noch nicht einmal zu erwähnen grenzt schon an IGNORANZ!) viertens: es wäre zu wünschen gewesen, daß Nickel wenigstens auf Rudolf Lill poder Jens Petersen -die als beste deutschsprachige Italienkenner gelten können - bezug genommen hätte! Da all dies nicht geschehen ist, bleibt Nickels Arbeit eine ´Lächerlichkeit`
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Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
Die Entdeckung von Platons Atlantis VII a – Atlantisforschung Die Entdeckung von Platons Atlantis VII a 7. Die Industal-Kultur - Teil 1 Die Industal-Kultur stellte keinen vereinigten, zentralisierten Staat dar. Sie bestand vielmehr aus einzelnen, durch eine gemeinsame Kultur, Sprache, Keramik und effektiven Warenaustausch zusammengebundene Stadtstaaten. Die größten Gemeinschaften der Industal-Kultur könnten nicht weniger als 40.000 Einwohner beherbergt haben. Diese Städte hießen Harappa, Mohenjodaro, Dholavira, Lhotal und andere. All die identifizierten Gemeinschaften teilen bedeutsame gemeinsam Merkmale. Die Städte lagen in der Nähe von Flüssen. In den Zeiten ihrer höchsten Blüte waren sie in drei Teile geteilt - in die obere Stadt, die untere Stadt und die freien Gebiete zwischen den oberen und unteren Städten. Die obere Stadt lag gewöhnlich im Westen, wo ein künstlicher kleiner Hügel (Akropolis) aus Lehm und Ziegel erbaut wurde. Auf diesem kleinen Hügel befand sich eine Zitadelle, die sogenannte Kornkammer und manchmal auch ein Wasserreservoir, das wahrscheinlich für rituelle Bäder beutzt wurde (Mohenjodaro). Die ganze Akropolis wurde von einer verstärkten Mauer umgeben. Abb. 1 Das Kerngebiet der alten Industal-Kultur mit den beiden Metropolen Harappa u. Mohenjodaro Die untere Stadt, mit in einem regelmäßigen Gittermuster geordneten Häusern, lag an die obere Stadt mit den größten Gebäuden angrenzend. Ein- und zweigeschossige Bauwerke aus gebackenem Ziegel waren in Häuserblocks um den zentralen Hof gruppiert. Die Häuser konnten nur von den Seitenstraßen betreten werden, die die Hauptstraßen in einem gleichmäßigen, rechteckigen Muster kreuzten. Die meisten Häuser besaßen ihre eigenen Brunnen. Die handwerkliche Produktion in der unteren Stadt war im allgemeinen nur auf bestimmte Gebiete konzentriert. Der Friedhof lag immer neben der Stadt; die Gräber waren länglich und die Toten wurden zusammen mit Grabgefäßen, ihre Köpfe gen Norden weisend, beerdigt. Den meisten der Häuser hatten ihren eigenen Baderaum und Toiletten mit Wasserspülung. Die Badezimmer erfüllten wahrscheinlich nicht nur hygienische sondern auch rituelle Zwecke (Wäsche). Die Entwässerung des Wassers war auf Schwerkraftbasis konzipiert und das Wasser über einen schiefen Boden an den Ausgang floss. Die Röhren für das Haushaltsabwasser waren aus Ziegeln gemacht und mit einem Abwassersystem, das den Hauptstraßen folgte und mit großen Steinplatten oder Ziegeln bedeckt war, verbunden. Ein Hauptmerkmal der Industal-Kultur war die Herstellung von gebrannten Ziegeln mit einer Normgröße von 1:2:4. Die Industal- oder Indus-Sarasvati-Kultur entwickelte sich unabhängig von der sumerischen Kultur. Ihre Ursprünge führten auf ältere Überlieferungen von lokalen neolitischen und ersten chalcolithischen Gruppen der Bevölkerung zurück. Die ersten Spuren von ländlich-städtischen Siedlungen auf dem indischen Subkontinent wurden von französischen und pakistanischen Archäologen am Fluß Bolan im Belutschistan-Gebiet in Pakistan gefunden [...]. Die archäologische Mehrgarh-Lage, in diesem Gebiet liegend, war vom 7. bis zum 3. Jahrtausend v. Chr. bewohnt. Die früheste Siedlung bei Mehrgarh wird vertreten durch Funde von Seemuscheln vom Indischen Ozean und Pendants von zentral asiatischem Türkis, später ferner von Karneol und Lazurit. Um rund 3000 v. Chr. wuchs die Gemeinschaft von Mehrgarh zu einer Fläche von schätzungsweise 75 Hektar (185 Morgen). Muster seiner typischen Keramik, geschmückte mit schwarzer Farbe auf roter Farbe, wurden bis nach Baluchistan, Sindh und Afghanistan gefunden. Andere vorhergehende Kulturen, oder gleichzeitig mit der sich ausbreitenden Industal-Kultur, erschien im Kveta-Tal, Gemeinschaften bei Amri, Harappa und Kot Diji im Indus-Flußtal, Kalibangan im nördlichen Rajasthan und frühe landwirtschaftliche Gemeinschaften aus dem Sarasvati-Flußtal ab dem 4ten Jahrtausend. Die Indus-Tal-Kultur existierte zwischen 3300 (3500) v. Chr. und 1300 v. Chr. Die ältesten Phasen der Indus Tal-Kultur wurden neu festgelegt auf der Grundlage der Untersuchungen von Harappa durch von Dr. Jonathan Mark Kenoyera und Dr. Richard H. Meadowav in den Jahren 1996-1998 [...]. Die Ravi-Phase, benannt nach dem nahegelegene Fluss Ravi, wird nunmehr die älteste Periode von Harappa erachtet. Jetzt kommt als eine präzisere Bestimmung des Anfangs dieses Phase auf ca. 3500 v. Chr. in Betracht: in dieser Zeit existierte ein kleines Dorf an der Stelle des späteren Harappa mit einer Bevölkerung von mehreren Zehntausend Menschen. Funde aus dieser frühesten Periode enthalten außerdem Fragmente von keramischen Gefäße (ca. 3300 v. Chr.) mit den ersten Inschriften. Einige Inschriften wurden vor dem Brennen auf dem Boden der Keramik angebracht. Andere Inschriften wurden nach dem Brennen gemacht. (W155) Abb. 2 Rekonstruktion eines Teils der Industal-Metropole Harappa Die Industal-Kultur entwickelte sich unter etwas anderen klimatischen Bedingungen als die heutigen in diesem Gebiet. Monsune, Niederschläge vom Arabischen Meer tragend, erreichen den südlichsten Teil der ehemaligen Industal-Kultur (Golf von Khambhat und Kathiawar Peninsula) irgendwann nach dem 10. Juni. Weiter nordwestlich, kommen Monsune etwa um den 15. Juni bis zum Indus Fluß-Tal. Die durchschnittlichen monsunalen Niederschläge verringern sich von 800 mm auf 50 mm vom Golf von Khambhat bis an die Küste von Makran. Das heute vollständig abgeforstete Indus Fluß-Tal einschließlich seiner peripheren Teile und die Küste von Makran in Richtung Baluchistan wird geformt durch Wüsten und Semi-Wüsten und hochsalzigen Weideplätzen. Das Gebiet zwischen der pakistanischen Grenze und Kathiawar Peninsula, ein 45.652 km² großes Gebiet, wo Dholavira liegt, heißt Kutch (Kachchh). Ein großer Teil von Kutch wird von Rann von Kutch und Klein-Rann von Kutch deckend eine Fläche von ca. 23.300 km² gebildet. Das Gebiet von Rann von Kutch besteht für die meiste des Jahres aus trocken salzigen Ebenen bedeckt mit allgegenwärtigen Gipssalz-Sand ohne jegliche Vegetation und Wasser, mit Reste der letzten überlebenden indischen Wildesel, getrennt voneinander durch epithelische Zellen von Quatieär-Felsen. Die Sommertemperaturen in diesem Gebiet erreichen 46 C. Während des monsunalen Regens wird das Gebiet von Rann von Kutch von schnell vergehenden Bächen aus den umgebenden Hochländern überflutet. Die Überschwemmung bedeckt dann ein Gebiet von über 30.000 km2. Die vorherrschend wasserarme Halbinsel Kathiawar erstreckt sich weiter südlich (siehe Bildtafel 5 auf S. 132 (A)). An der Grenze der Halbinsel Kathiawar und dem Rest des indischen Subkontinents, ca. 20 km von der Mündung des Sabarmati-Flusses bis zum Golf von Khambhat, liegt die Stadt Lothal der Industal-Kultur, mit dem südlichsten Hafen für Seeschiffe des Bronze-Zeitalters. Solches Klima beeinflusste nicht, wie auch immer, die Entwicklung der Industal-Kultur. Dies wird dem einmaligen Überfluss oder den sorgfältig gebauten Ziegel-Wassergräben in den Indus-Städten zugeschrieben und zum Teil dem Zwang, den starken und häufigen Regen kanalisieren und verteilen zu müssen. (x161) Lieblingsmotive auf den gefundenen Siegeln sind Büffel, Elefanten, Nashörner, Tiger und Krokodile, die den Künstlern offensichtlich vertraut waren und als Sumpfland - oder Dschungel - Tiere gelten. Es kann deshalb bestimmt werden, daß die ersten Städte der Industal-Kultur sich in einer Monsun-Region in bewaldeten Tälern der Flüsse Indus und Sarasvati entfaltete, mit Wäldern, die genügend Feuchtigkeit von den zwei Hauptflüssen - Indus und Sarasvati - und vielen anderen Nebenflüssen vom Himalayas in das Gebiet des damaligen Rann von Kutch enthielten. Die Industal-Kultur begann die früher bewaldeten Täler des Indus und des Sarasvati durch zügellose Bauholzausbeutung zu verwüsten. Holz wurde benutzt zum Brennen von Millionen Tonnen von Ziegelsteinen für die Errichtung von Städten. Kein anderes Material war wahrscheinlich imstande, der hohen Luftfeuchtigkeit in den Tiefebenen für eine längere Zeit zu widerstehen. Dies wird schließlich dadurch bestätigt, dass gebrannte Ziegel fast nie in den die Städte umgebenden Bergen benutzt wurden. Nach mesopotamischen Quellen war Bauholz für Bauten und als Handelsware außerdem für Bahrain und Mesopotamien beliebt. Offensichtlich wurde Bauholz auch für Bauten in Indien benutzt. Gleichzeitig war Weidehaltung auf dem Vormarsch. Viehweiden an Stellen ehemaliger Waldungen wurden durch Haustiere (Rinder, Ziegen, Schafe) verwüstet. Bewässerungsunterstützte Landwirtschaft bewirkte ein versalzen des Erdreichs. Derselbe Prozess ereignete sich in Mesopotamien. Diese menschlich und zivilisationsbedingten Veränderungen der Landschaft führten zwangsläufig zur Entstehung von Wüsten und Semi-Wüsten. Außerdem begann im 4. Jahrtausend v. Chr. der Anstieg der nördlichen Küste des Arabischen Meeres. Abb. 3 Der legendäre Fluß Saraswati. Links: Darstellung des vedischen Sarasvati nach Shridhar. Rechts: Die heutige Saraswati-Region (2000 n. Chr.) Auf diese Tatsache wurde bereits von dem Hydrologen R. L. Raikes hingewiesen. Seine Schlussfolgerungen bestätigten die Untersuchungen von G.F. Dales, der bewies, dass die Industal-Gemeinschaften an der Küste von Makran faktisch als Seehäfen fungierten, obwohl sie jetzt weitab vom Meer liegen: Sotoka-Koh 13 km, Sutkagen-Dor 56 km und Bala-Kot 19 km. Dales bemerkte, dass drei Naturgewalten hier zusammentrafen: andauernder Anstieg der Meeresküste, schnelles Absetzen von Ablagerungen in den Mündungen der Flüsse Dasht und Shadi Kaur, wo zwei der Gemeinschaften lokalisiert wurden, und permanente Vermehrung von Stränden auf Grund der Ablagerungen von durch die Wellen transportiertem Sand. Eine ähnliche Situation trat außerdem in der Mündung des Indus und anderer Flüsse auf. Nordwestliche Monsune brachten Sand in die Flussmündungen. Der Anstieg der Küste verursachte mehrmals Flussverlagerungen, wie durch archäologische Funde in Lothal (Abb. 5) und Mohenjodaro bewiesen wurde. Die Existenz des verschwundenen vedisch-mythologischen Sarasvati (Abb. 3), in Indien, ebenfalls bestätigt von der Rigveda, wurde schließlich von französischen Satellitenbilder-Untersuchungen - SPOT - bestätigt. Basierend auf großflächigen geologischen Forschungen, verbunden mit der Entdeckung des ehemaligen Flußbettes des vedischen Sarasvati (), unterstützt durch Studien in Seismologie, Gemorphologie, Geoarchäologie, Apleoklimatologie und vielen anderen wissenschaftlichen Disziplinen, kann die zeitliche Abfolge der Austrocknung des Sarasvati-Fluß-Systems genau beschrieben werden. Nach Dr. Radhakrishna begann die Austrocknung des Sarasvati um rund 3000 v. Chr. als Ergebnis tektonischer Bewegungen und anderer natürlicher Prozessen; der Sarasvati hörte auf, in das Arabische Meer im Rann von Kutch-Gebiet nicht später als um rund 2000 v. Chr. zu fließen. (x165) Der seichte Golf dieser Zeit stieg wie die Küste von Makran. Das Fehlen des Zuflusses des Sarasvati-Wassers in den Golf bewirkte sein Austrocknen und die Entstehung von Rann von Kutch. Der Sarasvati schwenkte in den Osten und sein Wasser wurde vermutlich vom Fluß Yamuna eingefangen. Das Flußbett des Sarasvati trocknete schließlich um rund 1500 v. Chr. bis 1300 v. Chr. vollkommen aus. Intensive bewässerungsabhängige Landwirtschaft, Weidehaltung, Abforstung, Bauholzausbeutung und das Backen von Ziegelsteinen in den Tälern sowie natürliche Vorgänge, wie etwa die Austrocknung des Sarasvati, die Entstehung des Rann von Kutch, der Anstieg der nördlichen Küste des Arabischen Meeres, häufige tektonische Bewegungen verursachen - nebst Monsunen - weitläufige Überschwemmungen, ebenso wie die Änderung des Verlaufs des Indus-Flussbettes und der Anstieg seines Wassers, beschleunigten den allmählichen Rückgang der Industal-Kultur und den Wandel der blühenden grünen Täler der Flüsse Indus und Sarasvati in das heute jämmerliche Land. Die Industal-Kultur erfüllt alle die Voraussetzungen der sumerisch mythologischen und administrativen Dokumente aus ägyptischen, assyrischen und griechischen Quellen, die in den Tabellen 11, 12, 13 und 15 auf den Seiten 93-98 (A) aufgezählt sind und Dilmun und Atlantis beschreiben. Die Region der Industal-Kultur ist identisch mit der Beschreibung von Atlantis in den Dialogen Kritias und Timaios (siehe Tabelle 12 auf S. 94 (A)) und liegt in der Region, wo Atlantis gemäß Platon liegen sollte (siehe Karte Nr. 5 Lage von Atlantis, S. 59 (A)). Diese Kultur lag an der Küste des Äußeren Weltmeeres (dem Atlantischen Meer der Griechen). Die Region der Industal-Kultur wurde vom Flachland des Indus-Flußtales im Westen und vom Sarasvati-Flußtal, jetzt ausgetrocknet, im Osten abgegrenzt. Das Tal war nach Süden abfallend, wie von Platon angegeben und die Flüsse flossen in das Arabische Meer. (Der Sarasvati-Fluss floss an der Stelle des heutigen Rann von Kutch in der Nähe der Insel Khadir in das Arabische Meer.) Das Gebiet der Industal-Kultur erstreckte sich über die Halbinsel Kathiawar, wo an ihrer Grenze mit dem Rest des indischen Subkontinent in der Nähe des Sabarmati-Flusses die Stadt Lothal ausfindig gemacht wurde. Mehrere Inseln lagen zwischen der Mündung des Sarasvati Flusses und der Kathiawar Halbinsel. Auf einer von ihnen wurde eine andere Industal-Stadt entdeckt – Dholavira. Die Industal-Kultur war im Norden begrenzt und geschützt von den Bergketten des Himalaya (Abb. 4) - nach Platon das größte und schönste Gebirge der Welt. Im Westen wurde das Territorium der Industal-Kultur begrentzt von den Bergen in Belutschistan und von der Zentral-Makaran-Bergkette bis an das Meer. Im Osten grenzten die Täler der Flüsse Indus und Sarasvati an das gebirgige Rajasthan. Die Bergkette des westlichen Ghats, steil zum Meer abfallend, liegt an der westlichen Küste südlich von Lothal (siehe Bildtafel 17, S. 145 (A)), wie ebenfalls von Platon im Kritias-Dialog angegeben. Anders als Bahrain wurde die Indus Tal-Kultur in einer Monsun-Region lokalisiert, wie Atlantis nach Platon und Dilmun gemäß des sumerischen Mythos' "Enki und Ninhursanga". Es war eine Region mit einer Menge an Bäumen, die für Erzeugung von Bauholz und zum Schiffsbau verwendet wurden, Kokosnuß-Palmen (siehe Bildtafel 15, S. 144 (A)) und Bananen (siehe Bildtafel 16, S. 144 (A)). Elefanten lebten ebenfalls hier. Die Industal-Kultur war vertraut mit bewässerungsunterstützter Landwirtschaft und baute Kanäle und Deiche. Abb. 4 Die Bergketten des Himalaya begrenzten das Kerngebiet der Industal-Kultur im Norden. Industal-Städte lagen in Indien östlich von Mesopotamien, "wo die Sonne aufgeht" gemäß des sumerisch mythologischen Textes "Die Sintflut- Geschichte". In der sumerischen Mythologie wird gesagt, "sauber ist das Dilmun Land". (E1-4). Von allen im 3. Jahrtausend v. Chr. existierenden Zivilisationen zollten nur die Bewohner der Indus Tal-Städte ihrer persönlichen Hygiene konsequente Beachtung. Sie benutzten Badezimmer, Toilettenspülung und ausgeklügelte Abwassersysteme. Ihre Religion war wahrscheinlich ebenfalls mit einem reinigenden Bad verbunden. Die Industal-Kultur kann zurecht mit den Worten "sauber ist das Dilmun Land" charakterisiert werden. Ein sumerischer Text, ungefähr auf 1900 v. Chr. datiert, erwähnt ein "mina" von Dilmun, das dasselbe Gewicht wie die Standardgewichtseinheit hatte, wie das von der Industal-Kultur verwendete. Die Industal-Kultur trieb mit Mesopotamien, Oman und Afrika schon während des 3ten Jahrtausend v. Chr. und exportierte besonders Halbedelsteine, verschiedene Korallen, Elfenbein, Erzeugnisse aus Elfenbein, Kupfer, Silber, Gold, Goldstaub, Bauholz, hölzerne Produkte, Karneol, Lazurite und Tücher aus Baumwolle, d.h.., Erzeugnisse, die allgemein auf die Güter von Dilmun verwiesen. Kupfer wurde von den Indus-Tal (Dilmun) Kaufleuten nicht nur aus Rajasthan bezogen, sondern auch von Oman eingeführt. Nach Weisgerberg enthielt das Kupfer aus Oman Arsen. Nur in Lothal wurde arsenhaltiges Kupfer durch Veredelung und andere chemische Vorgänge gereinigt. Von über 3000 Kupfer/Bronze-Objekten, die von Dr. B. B. Lal, Hauptarchäologie-Chemiker in Indien, chemisch untersucht und analysiert wurden, enthielt nicht ein einziges Objekt Arsen. Reines Kupfer, verarbeitet mit solchen Methoden, wurde von den Industal-Kaufleuten in Form von Barren nach Mesopotamien exportiert. Handel mit Afrika wird eindeutig dokumentiert durch archäologische Funde in Lothal, beginnend um 2400-1900 v. Chr. Das Lothal dieser Zeit (siehe Bildtafel 8 auf S. 140 (A)) war ein bedeutsamer Handelshafen mit der ganzen Welt. Abb. 5 Der große Handelshafen der alten Industal-Stadt Lhotal in einer neuzeitlichen Darstellung. Lothal rühmte sich ebenfalls eines Hafens aus gebrannten Ziegelsteinen für 216 m lange und 37 m breite Seeschiffe, umringt von einem 3 m hohen Ziegeldamm [...]. In Lothal wurden eine Terrakottafigur, die an eine ägyptische Keramik erinnert, und eine Terrakottafigur eines afrikanischen Gorillas gefunden. Eine ähnliche Figur wie der afrikanische Gorilla wurde aus feinem Alabaster im Tempel der Göttin Isthar Kititum bei Nerebtum (Tell Ichcali) östlich des Diyala-Flusses in Sumer aus der Periode von Isin und Larsa entdeckt. Teile von Fayence-Korallen, gefunden in großer Zahl im Flusstal des Indus, kommen auch im nördlichen Syrien, auf Kreta und in Ägypten zwischen 3000 v. Chr. und 1500 v. Chr. vor. Andere Belege einschließlich einer örtlichen Verzierung in Form eines Kleeblattes, das aller Voraussicht nach von astraler Bedeutung war, lassen Kontakte zwischen der Indus Tal-Kultur und Sumer, dem Mittelmeer und Afrika vermuten. Es wurde auf einer Skulptur und einem Steinsockel in Mohenjo Daro ebenso wie auf einem Stein, Keramik und hölzernen Erzeugnissen in Mesopotamien, auf Kreta und in Ägypten, datiert auf den Zeitraum zwischen 2300 v. Chr. und 1300 v. Chr. gefunden. Verbindungen existierten ebenfalls zwischen Mesopotamien und Afrika schon ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.: Ein Bernsteinanhänger, in der frühdynastischen Schicht bei Tell Asmar gefunden, stammt, nach einer geologischen Analyse, von der Insel Sansibar. Vermischungen von mythischen Motiven treten zwischen den Kulturen in Afrika, Mesopotamien und den Indus- und Sarasvati-Flusstälern auf. Das wird bewiesen durch den Fund eines prä-dynastischen Feuersteinmessers mit einem Griff aus einem Flusspferd-Stoßzahn, das im Gabal el Arak Gebiet in Zentralägypten ausgegraben wurde: eine Seite des Handgriffs zeigt einen Helden, der zwei getötete Löwen in seinen Armen hält. Dasselbe Motiv wird ebenfalls auf einer Stele aus Uruk beurkundet, die aus der gleichen Zeit stammt. Die Stele stellt vermutlich Gilgamesch dar: das Epos von "Gilgamesch" beschreibt Gilgamesch, gekleidet in einem Löwenfell, wie er auf einem Bergpass auf seinem Weg nach Dilmun zwei Löwen tötet. Ein grundsätzlich ähnliches Motiv wird auf einer konvexen Terracotta-Tafel aus Harappa gezeigt: ein Held tötet zwei Tiger (statt Löwen) und hält sie in seinen Armen [...]. Im gleichen Epos behauptet Gilgamesch auch, dass er unter anderem Tiger getötet hätte. Mythen beschreiben Gilgamesch als mit einem Löwenfell bekleidet und um die ganze damals bekannte Welt im 3. Jahrtausend v. Chr. herumziehend. Die Mythen könnten der Industal-Kultur bekannt gewesen sein wie die Herakles-Abenteuer, die viele ähnliche Parallelen mit dem Abenteuer von Gilgamesch zeigen und später der ganzen Mittelmeer-Region bekannt waren. Die Möglichkeit von Schiffahrt zwischen Mesopotamien, Oman, Indien und Afrika im 4. bis 3. Jahrtausend v. Chr. wurde durch Thor Heyerdahl in seinem Experiment ausprobiert. Im Jahre 1977 baute er ein Schilfboot, Tigris, das eine genaue Kopie der ursprünglichen Schiffe der alten Sumerer war und wie auf sumerischen Siegeln, aber auch auf Felsmalereien in ägyptischen Wadis zwischen dem Nil und dem Roten Meer zu sehen sind. Seine traurige Expedition begann er von Irak nach Bahrain, über den persischen Golf nach Oman und von Oman nach Pakistan an die Mündung des Indus. Von dort steuerte er über den indischen Ozean und beendete seine Expedition in Eritrea im März 1978. Abb. 6 Java und Sumatra könnten mit Yavana Dvips und Suvarna Dvipa aus dem Rigveda identisch sein. Kontakte zwischen der Industal-Kultur und Afrika werden ebenfalls durch die Sammlungen der Veden bestätigt, deren Anfänge - gemäß der heutigen Schätzungen von Experten - mindestens in das 3. Jahrtausend v. Chr. reichen. Zum Beispiel gibt die Rigveda eine Beschreibung des noch nicht ausgetrockneten Sarasvati mit grünem Land und entwickelter Kultur. Die Rigveda liefert auch Verweise auf verschiedene Überseereisen und Abschnitte beschreiben habgierige Kaufleute, die Schiffe in fremde Länder senden. Das Ramajana liefert ferner eine Beschreibung vom Überseehandel zwischen Indien und anderen Ländern. Einer der Abschnitte verweist auf Yavana Dvips und Suvarna Dvipa, die normalerweise mit den Inseln Java und Sumatra der Malaisischen Inselgruppe identifiziert werden und es gibt ebenfalls einen Verweis auf Lohita Sagara oder das Rote Meer.) Aufgrund der oben gegeben Erkenntnisse kann geschlossen werden, daß der sumerische Spruch "sauber und jungfräulich und ursprünglich ist das Land Dilmun" aller Voraussicht nach die Industal-Kultur oder, genauer, seine nahegelegenen Städte Dholavira und Lothal meinte. Im Gegenteil kann diese Kultur niemals gleichzeitig Meluha genannt worden sein. Einige Passagen im Mahbharata beziehen sich die See und Seereisen. Die Sabha Parva besschreibt, wie Sahadeva, der jüngste Bruder der fünf Pandavas, mehrere Inseln im Meer besuchte und die Mlechcha-Bewohner besiegte. Der Ausdruck Mlechcha stützt sich wahrscheinlich Meluha. Aufgrund des alten Hindu-Epos muß Mlechcha irgendwo im Meer liegen, aber es war nicht Indien. Nur drei Gebiete existierten zu Beginn des 4. und 3. Jahrtausends, die mit Mesopotamien Handel betreiben konnten: 1. Die Industal-Kultur (Dilmun), 2. Oman und der innere Teil des Persischen Golfs (Magan) und 3. afrikanische Länder an der nordöstlichen Küste, von den Ägyptern Punt genannt. Damit bleibt Afrika als einziger Kandidat für Meluha. Das wird durch viele Hinweise in der sumerischen Literatur bestätigt. Der Mythos "Enki und die Weltordnung" betont den Anbau von hochwachsenden Schilf in Meluha. Es ist ganz klar, daß die Beschreibung auf Papyrus geschrieben wurde. Papyrus ist eine Pflanze, die 6 m Höhe erreicht, einen dicken, dreieckigen Stengel besitzt, in einem großen Kegel endet und früher in großen Mengen entlang des ganzen Nil-Verlaufs angebaut wurde. Meluha wird in akkadischen Texten als ein fremdes schwarzes Land beschrieben. Die Bezeichnung 'schwarzes Land' könnte zurückgreifen auf die schwarze Bevölkerung, die die nordöstliche Küste von Afrika bewohnt. Ebenfalls ist eine zweite Erklärung möglich: der von den Ägyptern benutzte Ausdruck schwarzes Meluha, genannt Takemet (Kemet) oder Schwarzes Land könnte sich auf Ägypten selbst beziehen. Nach sumerischen Quellen, vertreten von Übersetzern, vermittelt Mesopotamien auch die Verbindung mit den Kaufleuten von Meluha. Abb. 7 Ein Artefakt aus dem Industal, das der Kultur von Meluha zugeschrieben wird. Überdies wurde Meluha als ein fremdes Land verstanden, anders als Dilmun und Magan. Das kann man nur durch ein Faktum erklären. Die Einwohner von Meluha sprachen eine fremde Sprache, nicht verständlich für die Sumerer und ihre Hautfarbe war schwarz. Andererseits wurden die Bewohnern von Dilmun und Magan nicht als Ausländer in Sumer betrachtet. Deshalb müssen sie eine ähnliche, verwandte Sprache gesprochen haben und sie müssen auch ähnlich in ihrem physischen Erscheinungsbild ausgesehen haben. Die Gründer der Industal-Kultur waren, aufgrund der neuesten Forschungen von vielen wissenschaftlichen Disziplinen, Dravidier. Die meisten Wissenschaftler neigen zu der Ansicht, daß die sumerische Sprache außerdem ihren Stamm von den Dravidianern hat. Die Analysen von Skelettstücken aus Indien, Mesopotamien, Oman und Bahrain aus dem 3. und 2. Jahrtausend v. Chr. liefern im wesentlichen dieselben Resultate. Die Einwohner dieser Ländern waren zwei anthropologische Typen - der kurzschädelige Typ und langschädelige Typ. Die Sumerer nannten sich selbst "Schwarzköpfe" wegen der Farbe ihres Haares. Die Dravidier, nach wie vor am häufigsten im südlichen Indien lebend, besitzen ebenfalls ausschließlich schwarzes Haar. Wie durch die genetischen Forschungen von Dr. Hussain, der die genetischen Veränderungen, die verantwortlich für Thalassaemia und Fathalassaemia sind, studierte, gezeigt, kann eine klare genetische Ähnlichkeit zwischen der Bevölkerung von Kuwait über das östliche Saudi Arabien bis nach Bahrain und Indien aufgespürt werden. Gemäß mesopotamischen Aufzeichnungen fungierte Magan als eine Transferstelle für Waren nach Meluha. Dies besagt, daß Meluha weiter von Mesopotamien als Magan gelegen haben muß. Es war einzig Magan zu dem Sumerer eine groß Menge von Lebensmittel-Erzeugnisse exportierten. Deshalb muß Magan in der Nähe der sumerischen Städte gelegen haben. In den meisten mesopotamischen Quellen wird Dilmun in Beziehung mit Magan gestellt und seine Nähe zu Dilmun wird nachdrücklich betont. Die westlichsten Gemeinschaften der Industal-Kultur längs der Makran-Küste in Richtung Iran liegen weniger als 300 km von der Küste von Oman - Magan - jenseits der See. Im Gegensatz dazu lag Meluha nicht nur erheblich weiter von Magan, das als eine bloße Transferstelle für die Waren für Meluha fungierte, sondern auch von Dilmun. Nach hinduistischen Epen wurde Meluha, oder Mlechcha, im Meer weit von Indien ausfindig gemacht. Abb. 8 Eine Karte mit vermuteten Hochkulturen Afrikas. In welcher Verbindung könnten sie mit der Industal-Zivilisation gestanden haben? Meluha kann deshalb nur westlich der Küste von Oman, irgendwo an der afrikanischen Küste, gelegen haben. Die Nennung der afrikanischen Küste unter dem Namen Meluha ist bereits wahrnehmbar ab dem 14. Jahrhundert v. Chr., wie aus seiner Benutzung in der el-Amar Korrespondenz zu vermuten ist. Die Bezeichnung "Schwarzes Land" für Meluha, bezugnehmend auf die Gesichtsfarbe der Herrscher von Meluha, wird ebenfalls von der Inschrift des assyrischen Königs Sargon II. und seinem Nachfolger Sennacherib angedeutet. Sie verlegten Meluha nach Oberägypten, das in der 25. Dynastie von schwarzen Monarchen nubischer Abstammung in den Jahren 745-664 v. Chr. beherrscht wurde (das heutige südliche Ägypten und der nördliche Sudan) und die nach und nach Macht über das ganze Ägypten gewannen. Eine Synthese der obigen Information zeigt, daß die wahrscheinlichste Stelle, wo Meluha im 3. Jahrtausend v. Chr. lokalisiert wurde, die nordöstlichste Küste von Afrika (8) ist, d.h., die Region des östlichen Sudan und Eritrea. Dort ist es auch, wo das Land Punt erwartet wird, von wo ähnliche Arten von Gütern von den ägyptischen Monarchen ab dem 3ten Jahrtausend v. Chr. importiert wurden, wie auch die Warenimporte der Sumerer und Akkadier von Meluha. Später, nachdem das geographische Wissen der Babylonier und Assyrer eine höhere Stufe erreichte, wurde Meluha unmittelbar mit Ägypten identifiziert. Mutmaßliche Standorte von Dilmun, Magan und Meluha im 3ten Jahrtausend v. Chr. werden auf Karte Nr. 8 auf S. 115 (A) gezeigt. (Auf Karte Nr. 8 ist die Industal-Kultur = "Protoindicks civilizace") Eine Wechsel in der traditionellen Terminologie in der Bezeichnung von Dilmun könnte wirklich irgendwann nach 2000 v. Chr. geschehen sein. Dem folgte der Niedergang der Stadt Dholavira mit einer Bevölkerung von 20.000, wahrscheinlich im Zuge der Austrocknung des Sarasvati und dem Versagen des ganzen Sarasvati-hydrologischen Systems. Die Kaufleute von Dilmun zogen wahrscheinlich in der gleichen Periode nach Bahrain, worauf später die Übertragung des Namens von Dilmun auf Bahrain resultieren könnte. (1) http://www.saxakali.com/COLOR_ASP/harappa.htm (nicht mehr online) (2) http://www.yrec.org/images/harappa_reconstruction.gif (nicht mehr online) (3) http://www.geocities.com/narenp/history/info/river.htm (4) http://terra.kueps.kyoto-u.ac.jp/~sake/himalaya.jpg (nicht mehr online) (5) http://www.harappa.com/lothal/index.html (nnicht mehr online) (6) http://www.reptilienundco.de/Karte-Javagr.jpg (nicht mehr online) (7) http://www.archaeology.gov.ae/bronze_pic.html#images/bronze_p7_1.jpg (nicht mehr online) (8) http://community-2.webtv.net/BARNUBIANEMPIRE/BLACKPEOPLEBLACK/index.html (nicht mehr online) Abgerufen von „http://atlantisforschung.de/index.php?title=Die_Entdeckung_von_Platons_Atlantis_VII_a&oldid=12221“ Diese Seite wurde zuletzt am 26. November 2009 um 22:57 Uhr bearbeitet.
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Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
B 34/02 (31.12.2003) B 34/02 Urteil vom 31. Dezember 2003 Präsident Schön, Bundesrichter Borella, Bundesrichterin Leuzinger, Bundesrichter Rüedi und Ferrari; Gerichtsschreiberin Amstutz Pensionskasse Gemeinde X.________, Beschwerdeührer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Mark Kurmann, Schweizerhofquai 2, 6004 Luzern, 5. P.________, Aufgrund individueller Rentenverfügungen zahlt die Pensionskasse Gemeinde X.________ A.________ und K.________ seit 1988 sowie B.________, H.________ und P.________ seit Anfang der 1990-er Jahre Altersrenten aus. Auf diesen wurden bis Ende 1997 gestützt auf Art. 17 der seit 1. Januar 1990 gültigen Statuten der Pensionskasse Gemeinde X.________ vom 19. Oktober 1989 jeweils die gleichen Teuerungszulagen wie auf den Besoldungen des aktiven Personals ausgerichtet. Am 14. Januar 1998 erliess der Gemeinderat für die Pensionskasse ein neues Reglement (genehmigt durch den Einwohnerrat am 12. Februar 1998), welches rückwirkend per 1. Januar 1998 in Kraft trat und später aufsichtsrechtlich als einwandfrei beurteilt wurde (Verfügung des Amtes für berufliche Vorsorge des Kantons Y.________ vom 21. April 1999). In Anwendung der als massgebend erachteten neuen Reglementsordnung, wonach die Renten der Preisentwicklung "im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Kasse" angepasst werden (Art. 15 Abs. 1), lehnte die Verwaltungskommission der Pensionskasse am 6. Februar 2001 das Begehren der von A.________ präsidierten "Rentnervereinigung Gemeindepersonal" vom 30. November 2000, es seien die Altersrenten nach Massgabe des Art. 17 des alten Reglements für das Jahr 2001 im gleichen Umfang wie die Löhne des aktiven Personals der Teuerung anzupassen, ab (Schreiben der Pensionskasse vom 9. Februar 2001). Die auf den Beschluss der Verwaltungskommission vom 6. Februar 2001 hin von A.________ und, durch diesen vertreten, B.________, H.________, K.________ und P.________ am 5. April 2001 eingereichte Klage mit dem Antrag, ihre Renten seien entsprechend dem Begehren vom 30. November 2000 der Teuerung anzupassen, hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern insoweit gut, als es die Pensionskasse Gemeinde X.________ gestützt auf Art. 15 Abs. 1 des seit 1998 geltenden Reglements verpflichtete, den Klägern für das Jahr 2001 auf den laufenden Renten eine Teuerungszulage im Sinne der Erwägungen - in masslicher Hinsicht entsprechend den finanziellen Möglichkeiten der Kasse - auszurichten; im Übrigen wurde die Klage abgewiesen (Entscheid vom 25. März 2002). Die Pensionskasse Gemeinde X.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen mit dem Antrag, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die Klage vom 5. April 2001 abzuweisen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern sowie A.________ und Weitere beantragen Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt für Sozialversicherung hat auf eine Vernehmlassung verzichtet. Strittig ist, ob die Pensionskasse Gemeinde X.________ auf den Altersrenten der Beschwerdegegner für das Jahr 2001 eine Teuerungszulage auszurichten hat. 2.1 Nach Art. 73 BVG bezeichnet jeder Kanton als letzte kantonale Instanz ein Gericht, das über Streitigkeiten zwischen Vorsorgeeinrichtungen, Arbeitgebern und Anspruchsberechtigten entscheidet (Abs. 1 erster Satz). Die Entscheide der kantonalen Gerichte können auf dem Wege der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Eidgenössischen Versicherungsgericht angefochten werden (Abs. 4). Art. 73 BVG findet auf den obligatorischen, vor-, unter- und überobligatorischen Bereich registrierter privat- und öffentlich-rechtlicher Vorsorgeeinrichtungen Anwendung, ferner auf nicht registrierte Personalvorsorgestiftungen. Dabei ist ohne Belang, ob sich die fraglichen Ansprüche aus privatem oder öffentlichem Recht ergeben. Voraussetzung für den Rechtsweg nach Art. 73 Abs. 1 und 4 BVG bildet jedoch, dass eine Streitigkeit aus beruflicher Vorsorge im engeren oder weiteren Sinn vorliegt (BGE 127 V 35 Erw. 3b, 125 V 168 Erw. 2, 122 V 323 Erw. 2b, 120 V 18 Erw. 1a, 117 V 50 Erw. 1 und 341 Erw. 1b, 116 V 220 Erw. 1a mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung). Zudem darf die streitige berufsvorsorgerechtliche Angelegenheit nicht in den Zuständigkeitsbereich der Aufsichtsbehörden gemäss Art. 61 ff. BVG fallen (BGE 119 V 197 Erw. 3b/bb, 115 V 373 Erw. 3, 112 Ia 180 ff.; SVR 1995 BVG Nr. 31 S. 89 Erw. 3a; SZS 1995 S. 374 Erw. 1a). 2.2 Nachdem die Beschwerdegegner mit ihrem Begehren aus dem Bereich der beruflichen Vorsorge an das kantonale Gericht gelangt sind und dieses in Bejahung seiner Zuständigkeit einen Entscheid in der Sache gefällt hat, ist für das letztinstanzliche Rechtsmittelverfahren Art. 73 Abs. 4 BVG massgebend und dementsprechend auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde einzutreten. Ob der vorinstanzliche Eintretensentscheid im Lichte der Bestimmungen über die Rechtspflegezuständigkeit gemäss Art. 73 BVG vor Bundesrecht standhält (Erw. 2.1 hievor), ist - im Rahmen der materiellen Beurteilung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde - von Amtes wegen zu prüfen (vgl. BGE 129 V 337 Erw. 1.2, 125 V 405 Erw. 4a, 120 V 18 Erw. 1a, 119 V 12 Erw. 1b mit Hinweisen). 3.1 Während das kantonale Gericht sich zur Beurteilung der Streitfrage als zuständig im Sinne von Art. 73 BVG erachtet hat, vertritt die Beschwerdeführerin den Standpunkt, mangels eines individuellen Rechtsanspruchs der Beschwerdegegner auf eine Teuerungszulage sowie aufgrund der generell-abstrakten Natur des Entscheids über deren Gewährung oder Nichtgewährung unterliege die Streitigkeit nicht der richterlichen Überprüfung im Klageverfahren nach Art. 73 BVG; stattdessen hätten die Beschwerdegegner den Weg an die Aufsichtsbehörden gemäss Art. 61 ff. in Verbindung mit Art. 74 BVG beschreiten müssen. 3.2.1 Gemäss Art. 73 BVG steht der Klageweg an das kantonale Berufsvorsorgegericht und in letzter Instanz der Beschwerdeweg an das Eidgenössische Versicherungsgericht den "Anspruchsberechtigten" offen. Gestützt darauf wurde in der Rechtsprechung wiederholt festgestellt, dass der Rechtsweg nach Art. 73 BVG ausgeschlossen und stattdessen der aufsichtsrechtliche Beschwerdeweg gemäss Art. 74 BVG einzuschlagen sei, wenn die Ausrichtung reiner Ermessensleistungen in Frage stehe (SVR 1995 BVG Nr. 21 S. 53 ff. mit Hinweisen; vgl. auch SZS 2001 S. 192 Erw. 2b, 2000 S. 151 Erw. 2b; Urteile G. vom 30. Oktober 2001 [B 24/00] Erw. 3c/cc und S. vom 30. November 2001 [B 68/01] Erw. 3a). 3.2.2 Im hier betroffenen Bereich der weitergehenden beruflichen Vorsorge besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Anpassung der Renten an die Preisentwicklung, weshalb sich die Teuerungsanpassung nach dem Reglement der Vorsorgeeinrichtung oder nach den auf die Vorsorgeeinrichtung anwendbaren öffentlich-rechtlichen Normen richtet (BGE 127 V 264 f. Erw. 2a). Dabei hat die Auslegung der reglementarischen Bestimmungen bei Vorsorgeeinrichtungen des öffentlichen Rechts nach den gewöhnlichen Regeln der Gesetzesauslegung (BGE 116 V 193 Erw. 3a mit Hinweisen) zu geschehen. Denn anders als bei den privatrechtlichen Vorsorgeträgern, wo das Rechtsverhältnis zu den Versicherten im Bereich der freiwilligen Vorsorge auf dem so genannten Vorsorgevertrag beruht, dessen Auslegung folgerichtig nach Vertrauensprinzip, unter Berücksichtigung der Unklarheits- und Ungewöhnlichkeitsregeln erfolgt (BGE 116 V 221 f. Erw. 2 mit Hinweisen; SZS 2000 S. 154 Erw. 5a, 1998 S. 68 Erw. II/3b), weist das dem öffentlichen Recht unterstehende Vorsorgeverhältnis keine vertraglichen Elemente auf (SVR 2000 BVG Nr. 11 S. 55 Erw. 2b; SZS 1997 S. 565; Urteil B. vom 18. Februar 2002 [B 35/01] Erw. 5). 3.2.3 Nach Art. 15 des seit 1. Januar 1998 in Kraft stehenden und nach der übergangsrechtlichen Regelung des Art. 61 Abs. 2 auf den hier zu beurteilenden Sachverhalt anwendbaren Reglements der Pensionskasse Gemeinde X.________ werden die Renten der Preisentwicklung "im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten" angepasst (Abs. 1). Dabei prüft die Verwaltungskommission jährlich die Notwendigkeit einer Anpassung der Renten an die Teuerung (Abs. 2). Gemäss Art. 45 lit. i des Reglements obliegt der Verwaltungskommission der Entscheid über eine "allfällige" Anpassung der Renten an die Preisentwicklung und nach Art. 46 Abs. 1 überwacht sie überdies die Einhaltung des Leistungsziels und des finanziellen Gleichgewichts der Kasse, einschliesslich der Amortisation des versicherungstechnischen Fehlbetrags. 3.2.4 Aus dem - nach den Regeln der Gesetzesauslegung (BGE 129 II 118 Erw. 3.1, 129 V 103 Erw. 3.2, je mit Hinweisen; vgl. Erw. 3.2.2 hievor) in erster Linie massgebenden - Wortlaut der Reglementsbestimmungen ergibt sich, dass der Verwaltungskommission beim Entscheid über die Gewährung einer Teuerungszulage ein weiter Ermessensspielraum zukommt. Ob es sich bei der Teuerungsanpassung ausschliesslich um einen Ermessensentscheid (Entschliessungsermessen) handelt oder - bei gegebener finanzieller Möglichkeit - zumindest ein grundsätzlicher Rechtsanspruch auf Teuerungsanpassung besteht und lediglich der Entscheid über deren Höhe Ermessenscharakter trägt (Auswahlermessen), ergibt sich aus Art. 15 und Art. 45 lit. i des Reglements nicht eindeutig. Nach Art. 15 "werden" die Renten im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Preisentwicklung angepasst; demgegenüber ist in Art. 45 lit. i des Reglements lediglich von einer "allfälligen" Anpassung an die Preisentwicklung die Rede. Der in Art. 15 enthaltene Verweis auf die finanziellen Möglichkeiten der Kasse verpflichtet die Verwaltungskommission, beim Entscheid über die Anpassung der Renten an die Preisentwicklung die gesamte Vermögenssituation in Rechnung zu stellen. Sie hat dafür besorgt zu sein, dass die Sicherheit der Erfüllung der Vorsorgezwecke, insbesondere die Deckung des voraussichtlichen Bedarfs an flüssigen Mitteln gewährleistet ist (vgl. Art. 49 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 71 Abs. 1 BVG; Art. 50 BVV 2). Mit Blick auf die - im Interesse der Mitglieder liegende - zweckmässige, verantwortungs- und wirkungsvolle Wahrnehmung der ihr in Art. 46 Abs. 1 des Reglements übertragenen Aufgabe, das finanzielle Gleichgewicht der Kasse (einschliesslich der Amortisation des versicherungstechnischen Fehlbetrags) zu überwachen, muss es ihr im Rahmen pflichtgemässer Ermessensausübung offen stehen, bei ihrem Entscheid auch die (voraussichtliche) mittelfristige wirtschaftliche Entwicklung und Prosperität der Pensionskasse mit zu berücksichtigen, und selbst dann, wenn eine Teuerungsanpassung aktuell (noch) verkraftet werden könnte, zu Gunsten der Verbesserung der Gesamtbilanz auf deren Ausrichtung zu verzichten. Aus teleologischer Sicht lässt sich daher aus Art. 15 weder in prinzipieller noch masslicher Hinsicht ein Anspruch auf Teuerungsanpassung für ein bestimmtes Jahr oder in zum Voraus fixierten, periodischen Abständen ableiten. 3.2.5 Letztinstanzlich wird zu Recht nicht mehr behauptet, die geltend gemachte Teuerungszulage sei kraft eines aus Art. 17 der von 1. Januar 1990 bis Ende Dezember 1997 gültig gewesenen Statuten der Pensionskasse vom 14. Dezember 1989 fliessenden wohlerworbenen Rechts auszurichten. Nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz wurde mit dieser Bestimmung, welche vorsah, dass auf allen Rentenleistungen die gleichen Teuerungszulagen wie auf den Besoldungen des aktiven Personals ausgerichtet werden, keine ein- für allemal gültige, von den Einwirkungen der gesetzlichen Entwicklung ausgenommene Regelung getroffen. Ebenso wenig sind gegenüber den Beschwerdegegnern qualifizierte, nach dem Grundsatz von Treu und Glauben zu respektierende Zusicherungen gemacht worden, die, als wohlerworbene Rechte, nur bei Vorliegen einer gesetzlichen Grundlage, eines öffentlichen Interesses und gegen volle Entschädigung entzogen werden dürften (zum Ganzen SZS 1994 S. 379 Erw. 6b mit Hinweisen; ferner SVR 2000 BVG Nr. 12 S. 59 Erw. 3c; SZS 1997 S. 51 Erw. 2a in fine; Urteile O. vom 13. September 2002 [B 94/01] Erw. 6.1 und B. vom 18. Februar 2002 [B 35/01] Erw. 6a). 3.2.6 Nach dem Gesagten besteht kein individueller, gerichtlich durchsetzbarer Rechtsanspruch der Beschwerdegegner auf eine Teuerungszulage für das Jahr 2001. Deren Ausrichtung liegt vielmehr im pflichtgemässen Ermessen der Pensionskasse. Trotz des Ermessenscharakters der strittigen Leistung (vgl. Erw. 3.2.1 hievor) ist jedoch die Rechtspflegezuständigkeit nach Art. 73 BVG mit der Vorinstanz zu bejahen, wie sich aus nachstehender Erwägung ergibt. "wenn ein Versicherter im Zusammenhang mit seiner Pensionierung ohnehin Anspruch auf Leistungen der Vorsorgeeinrichtung hat (für deren Geltendmachung der Weg gemäss Art. 73 BVG zu beschreiten ist), zwischen ihm und der Vorsorgeeinrichtung aber Uneinigkeit darüber herrscht, ob weitergehende - z.B. abweichend von einer rein versicherungstechnischen Berechnung zu ermittelnde - Leistungen zuzusprechen seien. Bei einer solchen Konstellation ist gerade im Interesse einer klaren Abgrenzung zwischen den Verfahren nach Art. 73 und 74 BVG allein im Verfahren nach Art. 73 BVG vorzugehen (...). (Die) im Zusammenhang mit der Pensionierung beanspruchten Leistungen stellen ein untrennbares Ganzes dar" (BGE 128 II 392 Erw. 2.3.1 in fine). 3.3.2 Nach den in BGE 128 II 386 dargelegten Grundsätzen schliesst der Ermessenscharakter einer geltend gemachten Leistung den Rechtsweg nach Art. 73 BVG jedenfalls dann nicht aus, wenn sie unmittelbar an ein bestehendes - im Streitfall dem Klageweg nach Art. 73 BVG unterliegendes - Leistungsverhältnis zwischen der anspruchsberechtigten Person und der Vorsorgeeinrichtung anknüpft und mit diesem ein untrennbares Ganzes bildet. In diesem Sinne ist die Rechtsprechung zur Rechtspflegezuständigkeit des Eidgenössischen Versicherungsgerichts bei Ermessensleistungen (vgl. Erw. 3.2.1 hievor) zu präzisieren. Eine Aufsplitterung des Rechtsweges in jenen Fällen, in denen die Gewährung oder Nichtgewährung einer vermögensrechtlichen Zuwendung direkten Einfluss auf die Festsetzung (Höhe) einer laufenden vorsorgerechtlichen Leistung hat, auf welche ein grundsätzlicher Rechtsanspruch besteht, liesse sich weder im Lichte der Rechtssicherheit noch mit Blick auf die vom Gesetzgeber angestrebte strikte Trennung des Rechtsweges nach Art. 73 und des aufsichtsrechtlichen Verfahrens nach Art. 74 BVG (siehe BGE 128 II 391 Erw. 2.3.1 mit Hinweisen; vgl. SVR 1995 BVG Nr. 21 S. 54 Erw. 2b in fine) sachlich rechtfertigen. 3.3.3 Die mit Bezug auf die Rechtspflegezuständigkeit bei Ermessensleistungen dargelegte Präzisierung bezieht sich auf in der beruflichen Vorsorge im engeren oder weiteren Sinne tätige Einrichtungen mit Versicherungscharakter, wozu nebst den öffentlich-rechtlich organisierten Pensionskassen von Bund, Kantonen und Gemeinden jene privatrechtlichen Personalfürsorgestiftungen gehören, welche den Destinatären prinzipiell Rechtsansprüche auf (Versicherungs-) Leistungen bei Eintritt versicherter Risiken gewähren und nicht bloss Ermessensleistungen in Aussicht stellen (vgl. dazu BGE 117 V 216 Erw. 1). Insoweit steht sie nicht in Widerspruch zur bisherigen Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts, wonach die Beurteilung "reiner" Ermessensleistungen nicht der Rechtspflegezuständigkeit der Berufsvorsorgegerichte nach Art. 73 BVG untersteht. Hierbei ging es entweder um Zuwendungen von privatrechtlichen Personalfürsorgestiftungen ohne Versicherungscharakter, d.h. von so genannten "patronalen Wohlfahrtsfonds", welche Leistungen ohne festen Plan nach Ermessen der Stiftungsverwaltung (ohne Beiträge der Destinatäre und ohne Rechtsansprüche derselben) in besonderen Fällen erbringen, sodass der Klageweg nach Art. 73 BVG bereits gestützt auf Art. 89bis Abs. 5 ZGB (Umkehrschluss) grundsätzlich ausscheidet (vgl. BGE 117 V 216 f. Erw. 1a und 1b; SZS 2001 S. 192 Erw. 2b; SVR 1995 BVG Nr. 21 S. 54 Erw. 2b; ferner Urteil S. vom 8. August 2001 [B 81/00], Erw. 3c). Oder aber es waren freiwillige Leistungen eigentlicher Vorsorgeeinrichtungen losgelöst von einem direkt-anspruchsbegründenden Leistungsverhältnis strittig, etwa die Verteilung freier Mittel im Rahmen einer Teil- oder Gesamtliquidation. Einwendungen gegen entsprechende Verteilungspläne, bei deren Erstellung die zuständigen Organe der Vorsorgeeinrichtung über einen grossen Ermessensspielraum verfügen, sind rechtsprechungsgemäss auf dem Verwaltungsrechtsweg nach Art. 74 BVG geltend zu machen (SZS 1995 S. 377 Erw. 3a; Urteil S. vom 30. November 2001 [B 68/01], je mit Hinweisen; Urteil G. vom 30. Oktober 2001 [B 24/00] Erw. 3a). Lediglich dann, wenn die konkrete Umsetzung resp. der Vollzug eines von der Aufsichtsbehörde (vgl. Art. 23 Abs. 1 Satz 3 FZG) rechtskräftig genehmigten Verteilungsplanes Streitgegenstand bildet, fällt der Klageweg nach Art. 73 BVG in Betracht (siehe dazu Urteil R. vom 14. November 2003 [B 41/03]). 3.3.4 Art. 129 Abs. 1 lit. c OG steht dem Grundsatz, dass der Rechtsweg nach Art. 73 BVG in der unter Erw. 3.3.2 genannten Konstellation trotz eines fehlenden gesetzlichen oder reglementarischen Anspruchs auf die konkret strittige Leistung beschritten werden kann, nicht entgegen. Bei Art. 73 BVG handelt es sich um eine bundesrechtliche Sondernorm (lex specialis; vgl. BGE 116 V 207 Erw. II.1b,114 V 102), welche Art. 129 Abs. 1 lit. c OG vorgeht und im Streitfall vom Gericht autonom auszulegen ist. 3.3.5 Die hier zu beurteilende Teuerungszulage stellt eine Zuwendung dar, die mit dem in Art. 18 des Reglements statuierten Anspruch auf eine Altersrente untrennbar verknüpft ist, zumal sie unmittelbaren Einfluss auf die Höhe der Rente hat und ohne den Grundanspruch kein eigenständiges, rechtliches Ganzes bildet. Sodann stellen die dem Rentenanspruch zu Grunde liegenden Rentenverfügungen sowie die mit Beschluss vom 6. Februar 2001 (Schreiben der Pensionskasse vom 9. Februar 2001) erfolgte Ablehnung des am 30. November 2000 von den Beschwerdegegnern ausdrücklich gestellten Begehrens um Zusprechung einer Teuerungszulage für das Jahr 2001 eine hinreichend individuell-konkrete Grundlage für die richterliche Beurteilung der Streitigkeit dar (vgl. Ulrich Meyer, Die Rechtswege nach dem Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVG], in: ZSR 1987 I S. 613). Vor diesem Hintergrund ist - nach dem unter Erw. 3.3.1 - 3.3.4 Gesagten - die Zuständigkeit des kantonalen Gerichts nach Art. 73 BVG zu bejahen, womit der Eintretensentscheid der Vorinstanz vor Bundesrecht standhält. Zu prüfen ist des weitern, ob die Vorinstanz den (grundsätzlichen) Anspruch der Beschwerdegegner auf eine Teuerungszulage für das Jahr 2001 im Lichte der finanziellen Möglichkeiten der Kasse (vgl. Erw. 3.2.3 und 3.2.4 hievor) zu Recht bejaht hat. 4.1 Beim Streit um Gewährung des Teuerungsausgleichs auf laufenden Renten geht es um die Anpassung von "Versicherungsleistungen" an die Preisentwicklung. Damit ist die Überprüfungsbefugnis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts nicht auf die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens beschränkt, sondern sie erstreckt sich auch auf die Angemessenheit des angefochtenen Entscheids (Art. 132 OG; BGE 118 V 254 Erw. I/3a, 117 V 306 Erw. 1; vgl. auch BGE 120 V 448 Erw. 2a/aa). Nach der Rechtsprechung überprüft das Eidgenössische Versicherungsgericht zudem im Rahmen von Art. 73 Abs. 4 BVG die Anwendung des kantonalen und kommunalen Vorsorgerechts frei (BGE 120 V 448 Erw. 2b mit Hinweis; SZS 2001 S. 384 Erw. 1a). Mit dem Begriff der Unangemessenheit (Art. 132 lit. a OG) ist die Frage angesprochen, ob der zu überprüfende Entscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Allerdings darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (vgl. BGE 126 V 81 Erw. 6, 123 V 152 Erw. 2). Dabei hat das Gericht namentlich bei der Überprüfung jener Ermessensentscheide Zurückhaltung zu üben, zu deren Beurteilung das Gericht aufgrund der Komplexität oder Technizität der Regelungsmaterie nur beschränkt funktionell geeignet ist und bei welchen sich das vorinstanzliche Entscheidorgan durch besonderen Sachverstand und grössere Vertrautheit mit den tatsächlichen Verhältnissen auszeichnet oder gestützt auf ein Expertengutachten entschieden hat (zur richterlichen Zurückhaltung bei der Überprüfung von Ermessensentscheiden siehe etwa auch BGE 128 V 162 Erw. 3b/cc in fine [mit Hinweis], 126 V 509 Erw. 2a in fine; SVR 2003 UV Nr. 1 S. 1 Erw. 2; vgl. ferner VPB 64 [2000] Nr. 43, 59 [1995] Nr. 63, S. 529 f.; Ulrich Häfelin /Georg Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, Zürich/Basel/Genf 2002, S. 100 Rz. 474, betreffend die Praxis des Bundesrates bei der Überprüfung von Ermessensentscheiden untergeordneter Verwaltungsbehörden). 4.2.1 Vorab ist festzuhalten, dass der kantonale Entscheid nicht bereits deshalb Bundesrecht verletzt, weil er die Pensionskasse bloss dem Grundsatz nach zur Ausrichtung einer Teuerungszulage für das Jahr 2001 verpflichtet, ohne deren Höhe konkret festzulegen (vgl. BGE 129 V 452 ff. Erw. 3). 4.2.2 Nach Art. 15 des Reglements der Beschwerdeführerin sind die Renten "im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten" der Preisentwicklung anzupassen. Gemäss Art. 45 lit. i in Verbindung mit Art. 46 Abs. 1 des Reglements hat die zuständige Verwaltungskommission bei ihrem Entscheid auch die Einhaltung des materiellen Leistungsziels und des finanziellen Gleichgewichts der Kasse, einschliesslich die Amortisation des versicherungstechnischen Fehlbetrags, zu berücksichtigen (vgl. Erw. 3.2.4). Vor diesem Hintergrund lag es nach Auffassung der Beschwerdeführerin im Rahmen pflichtgemässer Ermessensausübung, auf die Zusprechung einer Teuerungszulage für das Jahr 2001 zu verzichten. Angemessenheit und Sachgerechtigkeit des Entscheids ergäben sich namentlich aus dem versicherungstechnischen Gutachten per 1. Januar 2001 der G.________ AG, Unabhängige Pensionskassenberatung, vom 27. August 2001 sowie aus der von der Kontrollstelle am 23. April 2001 für gesetzes- und reglementskonform befundenen Jahresrechnung 2000. Daraus gehe hervor, dass die Pensionskasse im Jahre 2001 offenkundig als Sanierungsfall zu werten gewesen sei und die Abtragung des von den Experten ausgewiesenen versicherungstechnischen Defizits daher hohe Priorität haben musste. So habe im damaligen Zeitpunkt eine erhebliche vermögensrechtliche Unterdeckung des erforderlichen Deckungskapitals und eine substantielle Unterfinanzierung für den laufenden Betrieb bestanden; zudem seien im Jahr 2000 die notwendigen Mittel bei weitem nicht erwirtschaftet worden, um auch nur die Altersguthaben der Versicherten zu 4 verzinsen zu können. 4.3.1 Die Jahresrechnung 2000 ergab per 31. Dezember 2000 einen Ertragsüberschuss von Fr. 932'539.76, welcher auf Anraten der Kontrollstelle der Pensionskasse und der Experten für berufliche Vorsorge je zur Hälfte zur Reduktion des versicherungstechnischen Fehlbetrags per 1.1.2000 und zur Äufnung der Rückstellung für Bewertungsschwankungen eingesetzt wurde. Letztere wird damit begründet, dass die Wertschwankungsreserven per 31. Dezember 2000 lediglich 8,6 des Buchwertes der Wertschriftenanlagen betrugen, die Kontrollstelle dagegen eine Wertschwankungsreserve von 15 bis 20 als notwendig erachtet. Ferner wurde eine Rückstellung im Hinblick auf die 1. BVG-Revision in der Höhe von Fr. 500'000.-- bilanziert. Die Massnahme diente nach Angaben der Beschwerdeführerin der Erhaltung des Leistungsziels im Sinne von Art. 46 Abs. 1 des Reglements; vorgesehen war, den zurückgestellten Betrag den Altersguthaben der Versicherten gutzuschreiben, sobald der Umwandlungssatz sinken würde. 4.3.2 Dem Gutachten der G.________ AG vom 27. August 2001 ist zu entnehmen, dass die versicherungstechnische Bilanz am Stichtag 1. Januar 2001 bei einem Vorsorgekapital von 42'940'323.- sowie einem erforderlichen Deckungskapital (=technische Rückstellungen) von Fr. 75'202'363.-- ein Defizit von Fr. 32'262'041.-- aufwies und der Deckungsgrad damit lediglich 57,1 betrug. Das erforderliche Deckungskapital umfasst in erster Linie die Sparkapitalien der Aktiven und Invaliden sowie das Deckungskapital der Rentner. Da nach Auffassung der Gutachter das vorhandene Alterskapital nicht ausreichte, um den Barwert der aufgrund eines Umwandlungssatzes von 7.2 berechneten Alters- und anwartschaftlichen Ehegattenrenten zu finanzieren, wurde in der versicherungstechnischen Bilanz zusätzlich eine Rückstellung von Fr. 300'000.-- berücksichtigt. Aufgrund des Umstands, dass bei der Ermittlung des Deckungsgrades per 1. Januar 2001 neu auf die (Berechnungs-) Grundlagen der Eidgenössischen Versicherungskasse 2000 (EVK 2000) abgestellt und die bisher geäufnete Rückstellung für den Grundlagenwechsel von jährlich je 0.5 des Deckungskapitals ab 1991 bis 1. Januar 2000 aufgelöst wurde, erachteten es die Gutachter im Hinblick auf die künftige Entwicklung der Lebenserwartung und einen nächsten Grundlagenwechsel sodann als notwendig, wiederum 0,5 (Fr. 170'422.--) des Deckungskapitals der Rentnerinnen und Rentner zurückzustellen. Ferner drängten sich aufgrund der Risikoanalyse der Experten Rückstellungen in der Höhe von 650'000.- für den Risikoschwankungsfonds auf; dieser müsste aufgrund des erwarteten Risikoverlaufs ohne Rückversicherung Fr. 4'910'000.-- betragen, konnte aber dank Abschluss einer Stop Loss-Rückversicherung im Anschluss an das letzte versicherungstechnische Gutachten deutlich reduziert werden. Insgesamt ergab die versicherungstechnische Gesamtbeurteilung, dass die eingegangenen Verpflichtungen der Vorsorgeeinrichtung am Bilanzstichtag durch das vorhandene Vermögen nicht gedeckt und namentlich die reglementarischen Altersgutschriften aufgrund des Grundlagenwechsels auf EVK 2000 und der reglementarischen Beiträge "nicht mehr ausreichend"/"ungenügend" finanziert waren (Unterfinanzierung in der Höhe von 1.29 der versicherten Lohnsumme). Die Experten empfahlen eine intensivere Überprüfung der versicherungstechnischen Unterfinanzierung im Risikobereich; falls eine solche länger fortwähren sollte, müsste in einem zweiten Schritt "eine Überprüfung der Beiträge (ev. Erhöhung) stattfinden" (Gutachten, S. 19). 4.4 Da die Gemeinde X.________ zusammen mit andern Arbeitgebern gestützt auf Art. 49 Abs. 2 und 69 Abs. 2 BVG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 BVV 2 (vgl. auch Art. 43 des Reglements) für die Deckung der Risiken Garantie bietet, war die Erfüllung der reglementarischen Verpflichtungen der Pensionskasse für das Jahr 2001 zwar gewährleistet. Mit einer Unterdeckung von 42, 9 war die finanzielle Situation der Kasse zum damaligen Zeitpunkt aber offenkundig prekär. Dass die Verwaltungskommission bei der Prioritätensetzung nicht unmittelbar zu Gunsten der Rentnerinnen und Rentner entschied, sondern der Verbesserung des finanziellen Gleichgewichts der Kasse und der Sicherstellung des gesamten Leistungsziels im Jahr 2001 (vor allem mittels Rückstellungen) überwiegendes Gewicht einräumte, stellt vor diesem Hintergrund weder eine pflichtwidrige noch missbräuchliche Ermessensausübung dar (vgl. auch Erw. 3.2.4). Namentlich kann nicht gesagt werden, dass der Verzicht auf Anpassung der Renten an die Preisentwicklung im Jahre 2001 zu einer unzumutbaren Härte für die Betroffenen führte (vgl. auch Botschaft des Bundesrates über Massnahmen zur Behebung von Unterdeckungen in der beruflichen Vorsorge vom 19. September 2003, in: BBl 2003, S. 6419), was umso mehr gilt, als die Beschwerdegegner im Jahr 2000 in den Genuss einer Teuerungszulage gekommen waren. Es sind daher - auch im Lichte der aufgrund der Technizität der vorliegenden Materie und des erforderlichen Expertenwissens gebotenen Zurückhaltung des Gerichts (vgl. Erw. 4.1 hievor) - keine triftigen Gründe ersichtlich, welche es der Vorinstanz erlaubt hätten, das richterliche Ermessen an die Stelle desjenigen der Verwaltungskommission zu setzen. Soweit die Beschwerdegegner geltend machen, aufgrund der Garantieverpflichtung der Gemeinde und der Arbeitgeber (vgl. oben) wäre die Ausrichtung der Teuerungszulage selbst bei ungenügenden finanziellen Möglichkeiten der Kasse geschuldet gewesen, kann dem nicht beigepflichtet werden. Weder erstreckt sich die Garantieverpflichtung auf die Sicherstellung von Leistungen, auf welche - wie hier - kein Rechtsanspruch besteht, noch bietet sie selbst Grundlage für die Entstehung solcher Ansprüche. Namentlich kann sie nicht dazu dienen, den reglementarisch eingeräumten Ermessensspielraum der Kasse bei der pflichtgemässen Vermögensverwaltung sowie der Überwachung des Leistungsziels und des finanziellen Gleichgewichts der Vorsorgeeinrichtung einzuschränken. Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Der obsiegenden Beschwerdeführerin steht nach ständiger Praxis zu Art. 159 Abs. 2 OG, von welcher abzugehen vorliegend kein Anlass besteht, keine Parteientschädigung zu (BGE 126 V 150 Erw. 4b und 118 V 169 f. Erw. 7 mit Hinweisen). In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 25. März 2002, soweit er die Beschwerdeführerin verpflichtet, den Beschwerdegegnern für das Jahr 2001 im Sinne der Erwägungen eine Teuerungszulage auszurichten, aufgehoben, und es wird die Klage vom 5. April 2001 entsprechend abgewiesen. Luzern, 31. Dezember 2003
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Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
II-1982 Abkommen zwischen Goethe und Eckermann 15.05.1831 QuZ II, S. 705-707; Tewes 1905, S. 269-271 15. 5. 1831 Abkommen zwischen Goethe und Eckermann (Tewes 269–271)4: [ QuZ Nr. II-1982: Zu nächster Ausgabe eines Nachtrags zu meinen Werken liegen bereit, oder werden redigirt, ajustirt zu diesem Zwecke. Faust, zweyter Theil. Abschluß des 1. Acts. Zweyter Act, einschließlich der klassischen Walpurgisnacht. Helena, bildet den 3. Act. Der 4. Act ist erfunden und schematisirt, und erwartet eine glückliche Ausführung. Am 5. Act fehlt etwa der Anfang, der Schluß des Ganzen aber ist vollendet. Gottfried von Berlichingen erstes Manuscript. Götz von Berlichingen für die Bühne bearbeitet. Aus meinem Leben 4. Bd. Schweizerreise v. 1797. Kleine ältere Schriften. Kleine neuere Schriften. Einzelnes mit eingeschlossen. Die Farbenlehre. Theoretischer Theil. Die Farbenlehre. Historischer Theil. Morphologie, alles auf die Pflanzen und Knochenlehre Bezügliche enthaltend. 4. u. 5. Band. Mineralogie, Meteorologie, Natur im Allgemeinen, Einzelnes und überhaupt alles was sich von Papieren fände die in die drey ersten Bände nicht eingehen. Bemerkung am Rande: Wegen der Naturwissenschaftlichen Schriften, ist der Vorschlag, solche in fünf Bände zu vertheilen wie gegenüber steht. Herr Dr. Eckermann hat mir seit verschiedenen Jahren bey Bearbeitung vorstehender Werke treulich beygestanden; inwiefern sie als abgeschlossen oder unvollendet anzusehen sind davon wird er jederzeit die beste Auskunft geben können. Ich ernenne ihn deshalb zum Herausgeber vorgemeldeter Werke. Die Verhandlung mit einem Verleger, die Ermittelung des dafür zu erlangenden Honorars und was sich hierbey anschließt, werden sich die Herrn Vormünder meiner Enkel1, die hohe Obervormundschaftliche Behörde, besonders der gefällige Executor Testamenti Hr. Geh. Rath von Müller, mit welchen die Angelegenheit ausführlicher besprochen, zum Geschäft machen. Dr. Eckermann dagegen wird die Vertheilung gedachter Schriften in Bände, die Folge derselben, worüber wir schon Unterredung gepflogen, besorgen und auf Erfordern ein gereinigtes Manuscript überliefern. Die gedachten Manuscripte sind von meinen übrigen Papieren durchaus abgesondert, in einem verschlossenen Kasten verwahrt, wozu Dr. Eckermann den Schlüssel hat und nach Befund und 707Nothwendigkeit, seine Redaction fortsetzen, auch die jedesmaligen Lieferungen, oben genannten Personen, aushändigen wird. Für diese Bemühung erhält er fünf Procent von dem Erlös gedachter Werke, und zwar nach jeder terminlichen Zahlung, wie sie von dem Verleger geleistet wird. Daß wir über Vorstehendes übereingekommen bezeugen wir durch unsers Nahmens Unterschrift. Weimar d. 15.ten May 1831. Dr. Eckermann. Nachschrift: Heute ward der Schlüssel des Kästchens No. 1 an Dr. Eckermann übergeben1. Weimar d. 10. Juni 1831. Dr. Eckermann. ]
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Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
Auf Facebook redet sich der Hersteller Eckes-Granini wie folgt heraus: „Die Plakate haben natürlich ein kleines Augenzwinkern, sollen sich ja auf die Markteinführung unserer Säfte 'Heimische Früchte' beziehen. Auf keinen Fall möchten wir damit in die Irre führen - wie auch in deinem Blogpost geschrieben, bestehen die Säfte aus heimischen Obstsorten, die aus vielen verschiedenen Regionen in Deutschland und Österreich stammen. Wie du auch schreibst, sind diese Infos ja auch auf der Unternehmensseite einsehbar (http://www.hohes-c.de/#/heimischefruechte/)“ (Fotos: Dorin Popa, Georg Konjovic) „Sehr geehrte Damen und Herren, Mitglieder der Deutschen Filmakademie, Frankenheimer havariert mit seinem amerikanisch-japanisch-europäischen Gefüge, das ein Mißgriff kontinentalen Ausmaßes bleibt. So wird der Film nur in den Klatschspalten Aufmerksamkeit erregen. Dank Katarina Witts Kurzauftritt als dahingemeuchelte Eisprinzessin und De Niros Ungemach während des Drehs: „Ronin“ war die Produktion, während der die französische Polizei De Niro festnahm, um ihn zur Aussage über einen Callgirl-Ring zu zwingen. Selbst das Drumherum ist prickelnder als das Werk an sich. Dieser Text erschien unter meinem Pseudonym Fredi Hallenberger in der „Berliner Morgenpost“ vom 3. Dezember 1998 „(...) Nun gibt es in der Tat eine bestimmte Gattung Menschen, die nach Tracht, Haltlosigkeit und Ideologie als Künstlervölkchen bezeichnet werden können; nun brauchen sie in der Tat einen Raum und eine Möglichkeit zu tollen. Aber ihr Dasein, wie ihr Treiben und ihre Bedürfnisse sind von einer grauenhaften schattenhaften Qualität, sie scheinen verdammt, eine Rolle zu spielen, deren Träger schon längst gestorben sind und ein Fraß der Würmer, und Texte zu sprechen, deren Sinn verweht ist, deren Klang aber ein neuer, frecher, untergeschobener ist. Solange sie keinen Raum haben, verlieren sie sich in einer berechtigten Anonymität in der Welt, die andere Sorgen hat. In der Stunde aber, in der sie sich unter einem Dach versammeln können, gewinnen sie die penetrante Widerlichkeit von Erscheinungen, die um so lauter werden, je fraglicher ihre Wesenhaftigkeit ist. Die »Bohème« vor hundert, vor fünfzig und vor dreißig Jahren war auch nichts anderes als ein Ausdruck des Bürgertums, gegen das sie kämpfte, dem sie entnommen war. Wenn ein Bürger rebellierte, wurde er ein Bohèmien. Die Gemütlichkeit einer Künstlerkneipe und eines Ateliers war nichts anderes als die gelockerte Gemütlichkeit eines trauten Heims. Es war die Libertinage der Gartenlaube. Die schauderhafte Seligkeit, mit der sich die Bohème dem Alkohol ergab wie dem »Chanson«, dem revolutionären Ideal wie der materiellen Armut als Sport, Zeitvertreib und Manifestation unterschied sich nicht von der Seligkeit, mit der die Väter der Rebellen die silberne Hochzeit feierten und das Jubiläum des zwanzigsten Seitensprungs. Sie waren nur amusisch, die Väter. Sie dichteten nicht dazu. Diese Bohème ist tot.(...) Etwas anderes aber, wenn (...) sich plötzlich eine »Künstlerkneipe« auftut und ein jedenfalls nützlicher Zigarrenladen geschlossen wird. Der sanfte Modergeruch, der schon jenen Pariser Leichenkammern der Bohème entströmt, vermischt sich in Berlin mit dem Geruch des Asphalts, und die Lustigkeit eines Berliner Künstler-Völkchens vollzieht sich mit der Schnelligkeit des »Tempos«, das schon den bürgerlichen Verkehr in dieser Stadt so arg behindert. Natürlich heißt das Lokal »Die Lunte« - eine vage Beziehung zu einem aktiven Anarchismus, der auch nicht mehr vorhanden ist, der auch schon seine Bomben dem rechten Radikalismus vererbt zu haben scheint. Das traurigste aber ist - wie in jedem Lokal - das Publikum. Junge Leute, die in fünf Jahren die Buch-, Theater- und Filmkritik an den führenden Tageszeitungen innehaben werden und die heute mit der Wollust, sich arm zu fühlen, ihr Essen selbst vom Küchentisch holen. Dabei schreien sie. So werden sie in fünf Jahren schreiben. Ihr Stil kündigt sich bereits akustisch an. Manche in ledernen Gamaschen, wildledernen Hosen, in einer Art Tscheka-Uniform, die eine, wenn auch entfernte, Beziehung zum Osten anzudeuten scheint, zu einem mißverstandenen, theatralisch gedeuteten. Hier und dort verstreute Bürgerliche, die gekommen sind, eine »Sehenswürdigkeit« kennenzulernen, und zu der Freude an dieser noch die über die ersparte Reise nach Paris addieren dürfen. Eine Wirtin, die von Natur Zigarren raucht, junge Männer, die dem Sinn der Zeit gemäß, aus Mangel an Begabung nicht etwa Maler geworden sind, sondern z. B. Taxichauffeure, und die eine Atmosphäre demonstrativer Sachlichkeit zu verbreiten entschlossen sind. (...) All das ergibt zusammen eine laute anspruchsvolle Mischung aus toten Imitationen, ausgeführt von übertriebenen Lebewesen, einer tollen Lustigkeit, die nur als Epitheton ornans vorhanden ist, einer rebellierenden Phrase, die an den Rändern der Weltrevolution herumgestikuliert, einem künstlichen Chaos aus Pappendeckel und entlehnten Kulissen. Es ist selbstverständlich harmlos, und man hätte es nicht nötig, sich darüber aufzuregen - wäre es nicht symptomatisch für die hitzigen Bestrebungen dieser großen Stadt, überall Anleihen zu machen, wo es nicht geht (...) - und all das mit Tempo. Natürlich mit Tempo...“ Eugen Roth, „Die neue Bohème“, Münchner Neueste Nachrichten, 27. Oktober 1929 „Thomas Gottschalk sucht für seine Zeitreise 'My Swinging Sixties' - Samstag, 3. April 2010, 20.15 Uhr, im ZDF - 'nackte Tatsachen': Einer der legendärsten 'Schnappschüsse' der wilden 60er ist zur Ikone dieser Zeit geworden. Sieben Männer und Frauen ziehen blank und zeigen der biederen Welt: Spießigkeit war gestern, es lebe die Freiheit und der Nonkonformismus! Was die Kommune 1 damals konnte, sollte im Jahr 2010 schon lange drin sein: Für eine ganz besondere Neuauflage des bekannten Fotos im Rahmen seiner Show 'My Swinging Sixties' sucht Thomas Gottschalk jetzt unerschrockene Fotomodelle in Rückansicht, die die Aufnahme im Studio nachstellen. Die wilden 60er sind Party und gute Laune, aber sie haben mit ihren revolutionären Errungenschaften auch das gesellschaftliche Denken nachhaltig geprägt. Wer den überzeugenden - und vor allem unbekleideten - Beweis antreten möchte, dass der Geist von damals auch heute noch lebendig ist, kann sich ab sofort melden.“ Nun ist es keineswegs so, daß ich alles tun würde, um Samstag abend in der prime time von Thomas Gottschalk im ZDF interviewt zu werden, aber als ich den unter anderem von der „Abendzeitung“ veröffentlichten Aufruf las, dachte ich nicht lange nach und sagte sofort zu. Zwar lautete die Ansage ursprünglich, man würde in der Sendung auf jeden Fall über die K1 und unsere Gründe, das Bild nachzustellen, sprechen, und je nach Anzahl der Freiwilligen im Studio entscheiden, ob man das Shooting dann tatsächlich noch einmal mit einem Sechziger-Jahre-Fotografen wiederhole. Aber welcher Fernsehsender will schon in einer Samstagabendshow sein Scheitern thematisieren? Also wurde der Programmteil kurzfristig durch einen Auftritt der schlechtesten Beatles-Cover-Band ever ersetzt. So blieb es Helmut Berger vorbehalten, etwas Anarchie und Widerspenstigkeit in die ansonsten recht glatt gebügelte Retroshow zu schmuggeln, genug, um die Regie wild mit „Verabschieden!“-Schildern wedeln zu lassen, die Thomas Gottschalk aber souverän ignorierte. Mal sehen, was von Bergers lyrischem Weltschmerz morgen abend in der zurechtgestutzten Sendung noch übrig bleibt. Tresor TV,
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Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
Falco: Die unbekannten Seiten einer Ikone – INFORMER online 05. Oktober 2018 um 13:51 Uhr Falco mit seiner Managerin Claudia Wohlfromm im Jahr 1997. Foto: Axl Jansen - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10666166 Der Sänger Falco war ein Ausnahmekünstler. Er schuf Welthits und schaffte es als erster deutschsprachiger Interpret überhaupt, sich wochenlang an der Spitze der US-Charts zu halten. Falco pflegte aber auch einen exzessiven Lebensstil. Mit Drogen- und Alkoholexzesse prägte er ebenso die Schlagzeilen wie mit seinem Song ‚Rock me Amadeus‘. Falco lebte zurückgezogen in seiner Villa in Gars am Kamp in Österreich bis er am 6. Februar 2018 verstarb – in der Dominikanischen Republik, am Steuer seines Geländewagens, betrunken und unter Drogeneinfluss. Ab dem 19. Oktober zeigt das Theatermuseum mit der Ausstellung ‚Falco, in Gars am Kamp‘ vor allem auch die private Seite des Hans Hölzel, wie der Künstler mit richtigem Namen hieß. Rund 100 Exponate aus dem Privatbesitz Hölzels sind in der Ausstellung zu sehen. „Es gab Hansi Hölzel und die Kunstfigur Falco. Ich wollte einen unbekannten Aspekt zeigen, den bodenständigen Menschen“, erklärte Museumsleiter Carsten Niemann gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Ausstellung, Falco
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Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
Saab in den Medien und E85 Petition für Klimaschutz - SaabBlog 6. September 2019 5. September 2019 Tom 25 Kommentare Bildzeitung, E85, Klimaschutz, Petition min read Was für eine Woche! Ich hatte endlich einen Terminplaner, der nicht so prall gefüllt wie gewöhnlich war. Entschlossen nutzte ich die Gelegenheit, ließ kurzerhand den Dienstwagen stehen und fuhr Saab. Die Reaktionen darauf waren absolut positiv. Ein älterer Saab weckt Sympathien – immer noch. An den Autos kann es also kaum gelegen haben, dass es die Marke nicht mehr gibt. Saab Aero unterwegs in der Rhön Für die Marke war es eine gute Woche. Saab Kiel war mit Heft 35 in der Autobild vertreten, was der Kieler Website einen enormen Traffic verschaffte. Aber es kam noch besser. Am Donnerstag erschien der Artikel auch in der Online Ausgabe der Bild-Zeitung. Die demonstrierte einmal wieder, was sie für ein unglaubliches Potenzial besitzt. Die Zugriffszahlen der Kieler Website gingen endgültig durch die Decke. Eine bessere Werbung für die Marke mit Breitenwirkung kann man sich kaum wünschen. Schön dabei: Nicht nur Kiel profitiert. Die Webadresse von Orio als Lieferant für Saab Original Ersatzteile fand auf diese Weise auch ihren Weg in die Presse. Die Botschaft ist eindeutig. Ein älteres Auto einer nicht mehr produzierenden Marke zu fahren stellt kein Risiko dar. Der Gralshüter in der Autobild Eigentlich hätten ältere Fahrzeuge einen ganz anderen Stellenwert verdient. Zumindest dann, wenn die Umweltpolitik der Regierung nachhaltig wäre. Was sie aber auf keinen Fall ist. Oder wenn sie auf Anreiz und Belohnung basieren würde, was auch nicht zutreffend ist. E85 Petition für Klimaschutz Ein schneller, effektiver und kostengünstiger Weg zur sofortigen Reduktion von CO2 Emissionen im Straßenverkehr wäre der Einsatz von E85. Eine Art Soforthilfe für unser Klima, die umgehend greifen würde. Unsere französischen Nachbarn beschreiten diesen unkonventionellen Weg und sind, im Gegensatz zur Bundesrepublik, recht erfolgreich mit ihren Klimazielen. Viele ältere Fahrzeuge, und vor allem Saabs, sind mit kleinem Aufwand auf den Biokraftstoff umrüstbar. Klimaschutz, den jetzt und hier fast jeder leisten könnte, und der alten Autos eine längere Nutzung ermöglichen würde. In der Realität ist E85 in Deutschland nicht mehr verfügbar, die Diesellobby hat diese für das Klima positive Übergangslösung erst erfolgreich medial bekämpft, dann mithilfe der Regierung von den Zapfsäulen verbannt. Im August startete eine Online Petition für die ziemlich unwahrscheinliche Wiedereinführung von E85 als sofortige Maßnahme für den Klimaschutz. Die Sache scheint hoffnungslos und ist, nach mehr als 2 Wochen, Lichtjahre von den angestrebten 50.000 Unterschriften für den Petitionsausschuss des Bundestages entfernt. Woran kann es liegen? Vielleicht weil Elektroautos in aller Munde sind und, mal wieder, als alternativlos präsentiert werden. Wenigstens etwas Technologieoffenheit für den Klimaschutz und Nachhaltigkeit wäre gerade jetzt gut für die anstehenden Diskussionen. Saab Verkauf: GM sagt “Nein” GM lehnt es ab, im Zuge des Saab Verkaufs die Techniklizenzen für die neuen Eigentümer nutzbar zu machen. Die Entscheidung ist definitv, wie GM mitteilte. Wird Saab an Pang Da und Youngman verkauft, dann können Saab 9-5, Saab 9-4x und SAAB Kauf – beim BMW Händler… 8. März 2012 8. März 2012 Tom Der Blick über die Saab-Brille ist interessant. Zur Nobelmarke aus München habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Was nicht an den Autos liegt. Wir hatten in unserem Firmenfuhrpark einen BMW der 3er Serie und einen 5er Touring, mit welchen wir zufrieden Wir verschenken ein Saab 9-3x Concept! 27. Mai 2014 17. März 2016 Tom Wir verschenken ein Saab 9-3x Concept von Michael Maurer. Nicht das Original, die Studie ist ein Einzelstück und unverkäuflich. Aber einen ebenso seltenen Druck, den Saab in limitierter Auflage zum Erscheinen des Saab 9-3x herausgab. 25 Gedanken zu „Saab in den Medien und E85 Petition für Klimaschutz“ 6. September 2019 um 10:35 AM Wie der Dienstwagen ist kein Saab? 6. September 2019 um 10:58 AM Alles hat eben seine Zeit und muss in das Leben passen. 6. September 2019 um 11:19 AM Solange der Blog weiterläuft ist für mich alles in Ordnung 🙂 6. September 2019 um 1:04 PM Keine Bange! Dienstwagen sind temporäre Lösungen. Saabs aber bleiben. 6. September 2019 um 5:45 PM Punkto E85 kann ich Tom nur beipflichten. Leider haben hier auch die Schweizer Politiker total versagt! Und wie umweltfreundlich wäre erst ein E85 Motor mit Hybrid? 6. September 2019 um 11:41 AM Hallo, ich habe eine Fragwort Ich habe einen Saab 900.Ich möchte ihn verkaufen. Was kann ich wohl dafür verlangen. Ich würde ihn auch TÜV fertig machen. Es wäre nett wenn ich eine Antwort bekomme. Conni Bürks 6. September 2019 um 1:47 PM Sehr geehrte Frau Bürks, was Sie für Ihren Saab 900 noch erhalten können, lässt sich nicht pauschal sagen. Das ist insbesondere abhängig vom Alter und Zustand des Fahrzeugs und der Kilometerleistung. Das praktikabelste Vorgehen dürfte sein, wenn Sie sich auf den gängigen Verkaufsseiten (z.B. mobile.de oder autoscout24.de) informieren, was hier für vergleichbare Fahrzeuge für Preise aufgerufen werden. 6. September 2019 um 12:53 PM Das ist genau das was ich ja meinte. Man sollte Technologie offen sein und nicht nur die E Mobilität als einzigen Weg sehen. Bei der Politik bin ich mir nicht sicher ob die das Klima retten wollen, oder eigentlich nur Kasse machen wollen. 7. September 2019 um 11:52 PM Ich bin mir da inzwischen sicher. Erst kommt die (Staats-) Kasse und dann kommen ganz weit hinten (nach Wahlgeschenken, Klientelpolitik und Lobbyisten) der Klima- und Umweltschutz. Biokraftstoffe durften sich in D schon allein deshalb niemals durchsetzen, weil es eigentlich überhaupt keinen Sinn ergibt, auf pflanzliche Erzeugung und Abfallverwertung (!) eine Mineralölsteuer (!) zu erheben … Zweitens würde auch eine CO2-Steuer für einen geschlossenen und klimaneutralen Kreislauf nachwachsender Rohstoffe keinen Sinn ergeben. Der Einbruch an bereits liebgewonnenen oder den perspektivischen Einnahmen des Staates wäre enorm gewesen … Ein Ex-Finanzminister (Schäuble) kann nur deshalb heute ungestraft öffentlich seine Phrasen dreschen (Klimaschutz gibt es nicht zum Nulltarif), weil er zuvor fleißig daran mitgewirkt hat, eben jene Rahmenbedingungen zu schaffen, die es ihm später einmal ermöglichen würden, einen solchen Satz unterhalb des journalistischen und bürgerlichen Radars abfeuern zu können. Immerhin ist das alles sehr geschickt eingefädelt. Wir wissen bloß nicht, wem dieses Lob letztlich gebührt. Wir wissen nicht, ob diese fiskalische und privatwirtschaftliche Weitsicht in den Parteien oder den Think Tanks der Lobbyisten angesiedelt war und ist … Aber vielleicht muss man auch nicht immer alles ganz so genau wissen, um sich doch auch eine Meinung erlauben zu dürfen ? ? ? 6. September 2019 um 2:16 PM Leute, unterschreibt die Petition und macht dafür Werbung im Bekanntenkreis! Die meisten wissen ja gar nix von E85, weil die deutsche Automobillobby immer dagegen polemisiert (und es für sich selbst ignoriert) hat. Man konnte damit halt keine neuen Autos verkaufen (und hat damit das Klima weiter geschädigt). Einfach die guten Argumente von Tom (danke dafür) kopieren und weiterleiten. Der Verweis auf Frankreich ist sehr hilfreich, dort sind gerade in den letzten beiden Jahren über 1.000 neue Zapfpunkte installiert worden. Linienbusse fahren mit Abfällen aus der Weinerzeugung. Wichtigste Argumente: E85 emittiert überhaupt kein fossiles CO2. Also: CO2- Ausstoß = 0,0! (Abgesehen vom 15prozentigrn Benzinanteil.) Eine Herstellung aus Forst- und Bioabfällen ist möglich. Statt der div. Biogasanlagen auf den Höfen könnte auch E85 produziert werden (wenn es denn genauso steuerlich gefördert würde). Eine günstige Alternative auch für ältere Benziner (Nachrüstsatz siehe Frankreich), die nicht so fortschrittlich wie Saab waren. Das klimafreundlichste Auto ist und bleibt ein bereits produziertes (Zitat Tom). E10 tanken wir ja ohnehin schon alle! Hier einige nützliche Links von 2018 (danach hat E85 in Frankreich einen großen Aufschwung hingelegt): https://www.motor-talk.de/news/ein-paar-liter-bordeaux-fuer-den-bus-t6433522.html https://www.passioncereales.fr/presentation/actualites/le-super%C3%A9thanol-e85-passe-le-cap-des-1000-stations-en-france https://www.bdbe.de/tanken/e85 6. September 2019 um 2:37 PM Danke dafür! Das spricht mir aus dem Herzen! 6. September 2019 um 6:34 PM Habe unterschrieben. Ihr Kommentar ist eine schöne Ergänzung zum Artikel und gelungene Zusammenfassung zum Thema. Das Mittel der Petition gewinnt an Bedeutung. Bürgerinnen und Bürger aller Jahrgänge ziehen die Lehren aus dem Umstand, dass politische Mehrheiten zu einzelnen Sachfragen ganz offenbar (und seit Dekaden) frei verhandelt werden … Frei und ohne jegliche Rücksicht auf Sachrichtigkeit oder Wählerwillen zwischen mehr oder minder bedeutenden Koalitionären unter dem Einfluss von Lobbyisten und unter Schlafentzug verhandelt. Was soll dabei auch anderes rauskommen, als beispielsweise eine PKW-Maut und hohe Schadenersatzforderungen an den Staat – letztlich an uns Steuerzahler? Oder eben die sinnlose und kurzsichtige Abschaffung von E85 und BioDiesel? Petitionen sind eine feine Sache, sind ur- und basisdemokratisch und online sind sie zudem auch bequemer und zeitgemäßer als der lokal oder postalisch printmedial durchgeführte Wahlakt oder als ein Hard-Cover-Parteibuch mit Nadelstichheftung und Goldschnitt. Einzig die Historie der Petition und die Etymologie dieses Synonyms (für eine Bittschrift) blendet man beim Unterschreiben besser aus. Es ist Zeit für bürgerliche Forderungen. Bitten und Betteln haben ausgedient. Sollten es zumindest … 6. September 2019 um 5:51 PM Es kam ja immer das Argument, Pflanzenanbau für Spritherstellung E85 würde Fläche für den Anbau von Nahrungsmitteln wegnehmen. Ich denke, dass die Flächen für die Herstellung von billigem Tierfutter wie weitaus schlechtere Flächennutzung ist. Jedenfalls würde ich es absolut begrüßen, wenn wir unser 2008er Cabrio wieder mit E85 betanken könnten. Billiger und mehr Power! Wenn dieses Argument je gültig gewesen wäre, hätten wir heute kein gesetzlich verordnetes E5 und E10. Wir hätten weiterhin reine Mineralölprodukte. Stattdessen verbrennen wir aber mehr Ethanol als jemals zuvor. Der Deal (zwischen Lobbyisten und Politik) hatte mit der Ernährung der Weltbevölkerung ungefähr so viel am Hut, wie BASF mit Unkraut, Insekten oder der Gesundheit von Farmern und Konsumenten … Es ging um zwei Dinge und die Interessenlage passte gut zusammen: • Den Einsatz und Konsum von (mind. 90 bis 95%) Mineralöl langfristig abzusichern (im Interesse der Lobby) • 100% der Mineralölsteuer auf jeden einzelnen Liter zu erheben (fiskalisch politisches Interesse) Man brauchte nicht viel Phantasie, um den Deal dieser Konstellation und das Ende von E85 vorherzusehen. Und doch bin ich überrascht, wie desillusioniert – ja regelrecht zynisch – man dafür hätte sein müssen … E85 war eine Perspektive und ein Zukunftsprojekt. Es ging um lokale und nationale Abfallverwertung. Frankreich zeigt uns heute, dass dieser Gedanke richtig, gut und sogar richtig gut war. Es funktioniert. Die Konkurrenz zu einem gut gefüllten Teller in der Hand eines Menschenkindes war niemals Teil der Vision. Ironischerweise steht Deutschland heute aber genau dort. Lokalen und nationalen Erzeugern für Ethanol oder dieseltaugliche Pflanzenöle wurde der Garaus gemacht. Die Billionen Tonnen an Beimischungen beziehen wir jetzt lieber auf dem Weltmarkt und tatsächlich in Konkurrenz zu dem einen oder anderen Kindeswohl. Zynischer geht es ja gar nicht. Ich schäme mich für unser Land und unsere Klimakanzlerin … 7. September 2019 um 10:54 AM Hast ein Teil meiner Frage zwischen Lobbysten und Politik beantwortet: fiskalisch politisches Interesse der GROSSEN! Die intensiv interessante Bio-Power-100 Motorentechnologie die damals unsere geliebte Marke Saab weiterforschen wollte, hätte mit Sicherheit ein anstrebendes Beispiel für die Konkurrenz sein können, um nebst der immer mehr “unersättlichen” zielstrebenden Leistungs- und Drehmomentsteigerungen der Motorisiereungen, dass die Automobilindustrie für die heutigen aktuelle Fahrzeug anbietet, hätte gleichzeitig sehr nützlich sein können in gutem Gewissen unserer Umwelt einen “grünen” Schritt entgegenzukommen! Aber dieser Zug ist leider abgefahren, vorallem “Dank” GM’s negativer Mithilfe die Schweden ums überleben zu kämpfen. Es hatte damals einige Motoringenieuren von namenhaften Fahrzeughersteller die wohl Interessen aufwiesen, ihre Motorleistungssteigerung mit Bio-Ethanol im Fuel-Flex-System in Angriff zu nehmen, da es sich nicht nur um ein Kraftstofferzeugnis handelt, dass nur europaweit sondern weltweit “einfach, sauber und günstig” hergestellt werden kann; aber nein, die grossen Minealoellobbyisten in Absprache mit der Politik, die grösstenteils leider unsere Automobilindustrie beeinflussen, sahen darin zu grosse Verlustrisiken, die dem “kleinen” Umweltverschmutzungsproblem keinen kommerziellen Sinn erzielen und somit Angst haben nicht mehr die Weltpolitik in ihrem Reich regieren zu können. Dieses Umdenken kostet der Wirtschaft heute mehr, als wenn man es damals schrittweise ein- und weitergeführt hätte und wir wären heute betr. Luftverschmutzung im terrestrischen Mobilverkehr vermutlich ein kleiner Schritt voraus gewesen; vielleicht nicht ganz sauber, aber einwenig sauberer als wir jetzt stehen! Nun wird es wohl zu spät sein und wir werden in Kürze zukünftig zu grosse Schritte mit zu hohen vielleicht gar umüberschaubare Kosten in Angriff nehmen müssen. In erster Linie Dank unserer “Weltpolitik”, die wegen eigenen Interessen versagt hat, früh und rechtzeitig die Züglen in die umweltgerechte Richtung zu führen! 8. September 2019 um 1:45 PM 86, jetzt 87 Unterstützer der Petition, das ist noch ein (zu) langer Weg. Ich werde meinen BioPower 9-3 wohl nicht mehr “artgerecht” betranken können. 8. September 2019 um 4:56 PM Immerhin, als ich zeichnete waren es nur 49 Unterstützer. Wenn sich rund alle 48 Stunden die Anzahl der Unterstützer nahezu verdoppelt, könnte es was werden … Man denke an die mathematische und sagenumwobene Aufgabe mit dem Schachbrett und dem Reiskorn (nur eines auf dem ersten Feld, gerade mal zwei Esslöffel [128 Körner] auf dem achten. Aber dann nach 56 weiteren Verdoppelungen und einem erzürnten Monarch später …). Man kennt das Ergebnis. Aber das ist natürlich Zweckoptimismus und ich teile Ihre Befürchtung. Gestern fragte mich jemand, was E85 überhaupt sei. Und die von Leserin Ebasil geposteten Links (eine in D verfügbare Liste französischer Ethanol-Tanken, eine .fr-Domain und etwas dt. Motor-Talk) sind eher ein Beleg für die journalistische Abstinenz gegenüber alkoholischen Biokraftstoffen als im Zuge einer bürgerlichen Petition ermutigend … Unser Freund und Nachbar denkt und handelt nachhaltig. Bereits über 1.000 Zapfsäulen entsprechen bezogen auf die Bevölkerungszahl mal eben dem Faktor 100 dessen, was im Großraum Berlins (vor dem Garaus) je an E85-Tanken pro Einwohner zur Verfügung stand. Das Thema – das Beispiel Frankreichs und unsere Petition – müsste eigentlich in den Leitmedien sein. Wäre dies der Fall, würde ich mir um den Erfolg der Petition auch keinerlei Gedanken machen. So wie es nunmal ist, bleibt uns aber immerhin ein Rest an Hoffnung. Ebenfalls gestern hatte ich ein weiteres Gespräch mit jemanden, der Kenntnis von E85 und auch vom französischen Leitbild, aber nicht von der Petition hatte. Er – Fahrer eines nagelneuen dt. Diesel-SUVs – war sofort begeistert und sagte, dass er diese unbedingt zeichnen wolle … Wer Kontakte hat, sollte sie auch nutzen. Multiplikatoren (Medien) wären großes Kino. Letztlich wird aber jede Unterschrift einzeln gezählt und wir können alle und wir sollten alle etwas machen. Wir sind die Reiskörner, die einen Monarchen (oder Finanzminister) bis zur Weißglut treiben können. Und wir sind viele und wir sind nie allein. Selbst VW-Kunden stehen uns und der Umwelt bei …. 10. September 2019 um 1:50 PM Wenn man sich das Profil des Initiators (https://www.openpetition.de/user/profile/329150317842) ansieht, so hat er es 2015/16 beim Auslaufen von E85 schon mal mit einer Petition pro E85 versucht, die damals etwas über 2000 Personen unterzeichnet haben. Wenn es schon damals relativ wenig Befürworter gab, lag es entweder an zu geringer Bekanntmachung der Petition, oder zu geringem Interesse bei den Angesprochenen, da E85 wahrscheinlich während der ganzen Angebotszeit nur für einen relativ kleinen Kreis von Nutzern interessant war. Das waren zum einen die, die ein Flexible-Fuel-Fahrzeug gekauft haben und zum anderen die, die für ihre Benziner Ottokraftstoff und E85 so gemischt haben, dass sie damit relativ problemlos gelaufen sind. Die Idee, es wegen der Klimadebatte noch einmal zu probieren ist zwar gut, aber vermutlich wird die Resonanz wieder nicht so groß sein, wie sie müsste, um bei den Entscheidungsträgern wahrgenommen zu werden. Vielleicht gäbe es aber über die potentiellen Fahrverbote einen anderen Ansatz, um einen Ethanolhaltigen Kraftstoff einzuführen. In diesem Artikel (https://www.focus.de/auto/ratgeber/kosten/e10-statt-e5-bioethanol-sprit-soll-schadstoffe-und-co2-emissionen-deutlich-reduzieren_id_10597901.html) wird ausgeführt, dass E10 weniger klimaschädlich sein soll als E5, wogegen diese Untersuchung (https://www.git-labor.de/forschung/umwelt/emissionen-von-ethanolkraftstoffen-im-strassenverkehr) sagt, der Unterschied zwischen E5 & E10 ist marginal, aber E85 ist deutlich besser. Wenn nun höhere Ethanolgehalte den Kraftstoff klimafreundlicher machen, aber 85% zu hoch für ein breites Interesse ist, wie wäre es dann zum Beispiel mit E25? Das sollte ohne größere Probleme in allen E10-tauglichen Benzinern mit Saugrohreinspritzung und Lambdaregelung gefahren werden können, so dass die potentielle Nutzergruppe viel größer sein müsste. Die, die kein E10 fahren wollen, wird man so natürlich auch nicht überzeugen, aber vielleicht bekommt man die Städte mit ins Boot, die ja ein Interesse daran haben sollten, die Stickoxidemissionen zu reduzieren, was ein Kraftstoff mit höherem Ethanolgehalt ja leisten soll. Für einen finanziellen Anreiz zur Unterstützung wird es aber vermutlich ohne das Bundesfinanzministerium nichts werden. Daher ist mir ehrlich gesagt auch nicht klar, wo man eine solche Idee wie platzieren muss, um vielleicht einen Stein ins Rollen zu bringen? 11. September 2019 um 9:40 AM Einzig der Staatshaushalt ist der Schlüssel. Deshalb ja auch die Petition. Im Prinzip eine unwürdige Bettelei um (rein fiskalische) Vernunft, Gerechtigkeit & Klimaschutz. Mineralölsteuer hätte auf pflanzliche Treibstoffe und Beimischungen niemals oder eben nur anteilig erhoben werden dürfen. Auf E85 also max. 15% statt 100%. Da man in D aber den Hals nicht voll genug bekommt, hatte E85 keine Chance.Wohlgemerkt aus rein fiskalischen Gründen … Umwelt- und klimapolitisch ist die Sache eindeutig. Und fiskalisch macht F uns vor, wie und dass es geht. Das in den letzten Tagen vielfach wiederholte Mantra, Umweltschutz gäbe es nicht zum Nulltarif, muss für beide Seiten gelten. Der Staat müsste bei pflanzlichen Kraftstoffen auf Mineralölsteuer verzichten. Das will er nicht. Wenn der Bürger schon Umweltschutz möchte, dann soll er dafür auch zahlen … Es kommt schon fast einer Entführung und erpresserischen Lösegeldforderung gleich, wenn ein Staat sich so derart dreist zwischen die Bürger und eine sinnvolle Maßnahme stellt. Im Übrigen ist deshalb auch E10 so unbeliebt und E25 wäre noch schlimmer. Wer 100% Mineralölsteuer zahlt, will mit jedem Liter Sprit so weit wie möglich kommen. Nicht allein der Staat hat einen Haushalt, jeder Bürger lebt in einem, muss ebenfalls rechnen. Da macht Ethanol im Tank (je 1% Anteil im Gemisch ein um ca. 0,4% geringerer Brennwert) eben nur dann Sinn, wenn das EX je Liter entsprechend günstiger ist, je größer das X … So sind wir Bürger nunmal. Sei es in F oder D. Es liegt an den jeweiligen Regierungen, ob sie fiskalisch in Richtung Klimaschutz steuern (F), oder sich als nimmersatte Raubritter zwischen Mensch und Umwelt stellen (D) … 9. September 2019 um 11:22 AM kann man den Kontakt zur Autobild nicht aktivieren? (Motor-) Journalistisch ist das Thema Ethanol ein attraktives und dankbares. Die Recherche ist denkbar simpel, der Artikel schnell geschrieben und trotzdem gut. • Geringe Bekanntheit – ergo eine echte Story, echte News für 90% oder mehr Leser • Historische Bezüge ohne Ende: dt. Monopolin*, Henry Ford**, Brasilien*** und der Rennsport**** • Brandaktuell und bislang hier nahezu unbekannt: das französische Vorbild und die dt. Petition • Umwelt-, wirtschaftspolitische und geostrategische Relevanz***** Das Thema ist bzw. sollte aus (motor-) journalistischer Sicht so heiß sein, wie kaum ein anderes … * s.g. Kartoffelsprit der gesetzlich verordnet 25% Ethanol enthielt, um von Importen unabhängiger zu werden ** schon Ford postulierte, dass der Sprit der Zukunft von den Feldern stammen würde *** Auch hier ging es um wirtschaftliche Unabhängigkeit. Interessant ist die Rolle VWs in Brasilien **** Höhere Oktanzahl und mehr Leistung – für jeden Petrol Head spannend und das reinste Lesevergnügen ***** Von allen flüssigen Kraftstoffen der, der den geringsten Anteil an Kohlenstoff und den höchsten an Wasserstoff hat. Ergo der, der am wenigsten CO2 und am meisten H2O emittiert (Umwelt). Hinzu kommt die Möglichkeit einer vollständigen CO2-Neutralität im Zuge der Erzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen (etwa land- und forstwirtschaftlichen Abfällen), sowie die immense wirtschafts- und geopolitische Attraktivität von Ethanol. Für (Motor-) Journalisten und Petrol Heads dürfte aber besonders attraktiv sein, dass es somit gute Argumente für den Verbrenner gibt. Und ausgerechnet der Verbrenner, der höhere Oktanzahlen tankt und leitungsfähiger ist, wäre in vielfacher Hinsicht der bessere (umwelt- und wirtschaftspolitisch sowie geostrategisch) als der, der sich weiterhin vergeblich daran abmüht, mit konventionellen (fossilen und importierten) Brennstoffen die Quadratur seines eigenen Radsatzes hinzubekommen. Und immerhin hatte selbst Bentley noch “kürzlich” einen besonders fahrdynamischen Flexi-Fuel-Continental mit V8 im Programm. Das alles zusammengenommen sollte doch eigentlich für ein oder zwei Artikel und eine Erwähnung der Petition in einem der Leitmedien reichen? 9. September 2019 um 1:13 PM Aktivieren kann ich den gerne. Die Frage wäre mit wie viel Herzblut man sich des Themas annehmen wird und wie groß man das bringt, wenn überhaupt. Ich würde mir davon nicht zu viel versprechen. 9. September 2019 um 3:40 PM Ausser einem besser als nix, verspreche ich mir von einem Versuch gar nix. Ein jeglicher ist meines Erachtens schon aller Ehren wert. Dieser Blog ist niemanden irgendetwas schuldig. Ganz im Gegenteil ist schon allein die Veröffentlichung der Petition und die wiederholte Thematisierung von E85 ein untrügliches Zeichen dafür, dass man hier an der richtigen und einer fortschrittlichen Adresse ist … Bitte weiter so. Und bitte weiterhin frei von jeglichem Druck. Nur so wird es so gut bleiben, wie es schon lange ist. Für mich gehört der Blog zu meinen persönlichen Leitmedien. Und das wird auch so bleiben, ganz egal wie diese Petition ausgeht … 9. September 2019 um 1:24 PM Eine großartige Idee! Wir (bzw. das Klima und die Umwelt und die Nachhaltigkeit) brauchen Multiplikatoren (wie Herbert schon jüngst richtig schrieb). Es gibt ja sicherlich auch Autobild-Leser, die nicht dauernd Neuwagen kaufen oder zumindest verunsichert sind, für welche Antriebsart man sich z.Z. entscheiden sollte. Für die wäre das 1.000 Euro-Nachrüstkästchen für ihre älteren Benziner sicher auch interessant. Zusätzlich wäre ein prominenter oder bekannter “Social Media Aktivist”, der mal darauf hinweist, eine gute Sache. Die treuen “Follower” würden dann schon folgen… Ich kenne bloß keinen, den ich umgarnen könnte. Ich werde aber in den nächsten Tagen die Argumente sorgfältig zusammenstellen und einem Freund schicken, der Mitglied bei der (Berliner) Nicht-Regierungspartei ist, die sich seit jeher der Umwelt als erstem Ziel verschrieben hat. Soweit ich weiß, sind die ja zwar auch total auf den klimaschädlichen Batterie-Hype abgefahren, aber hier im Norden (anders als in BW) gehören sie jedenfalls nicht zur Autolobby. Und der Freund ist rationalen Argumenten sehr zugänglich und vielleicht kennt er ja jemanden in der Partei, der das auch ist. Einen Versuch ist es jedenfalls wert!!! 21. September 2019 um 11:52 AM Hallo Frau Ebasil, alle Leser & Tom, dem Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft e.V., den Sie (Ebasil) vorstehend verlinkt hatten, habe ich eben eine E-Mail gesandt. Kaum zu glauben, aber auf deren Seite finde ich auf Anhieb keinen Link zur Petition … Der schleppende Start der Petition (Stand gestern 137 Unterzeichner) und der vorgenannte Umstand legen die Vermutung nahe, dass ausgerechnet der Verband selbst bislang überhaupt keine Kenntnis von der Petition hat. Wie auch sonst kaum ein Mensch in D … Der Initiator scheint die Petition gänzlich ohne Kommunikationskonzept, Partner, Mitstreiter und Multiplikatoren gestartet zu haben. Aber immerhin hat er diese gestartet. HELFEN WIR IHM. Es kann noch etwas werden! Zumindest aber kann es nur besser werden. Je geringer der Bekanntheitsgrad bis dato ist, desto leichter ist es eben auch diesen zu erhöhen. Je geringer die Zahl der Unterzeichner noch ist, desto leichter lässt sie sich vervielfachen. Ebenso die Zahl der Unterstützer und Multiplikatoren. Wer eine eigene Webseite hat (bevorzugt mit Bezug zu FFVs – etwa Skandix, [Ex-] Saabhändler, Volvohändler etc.) könnte und sollte den Link zur Petition veröffentlichen – am besten direkt zur Petition und nicht etwa auf e85-go, wie in diesem Artikel. Vermutlich steht dort nämlich der deutschlandweit bislang einzig direkte Link. Wir alle können dazu anregen, dass es anders wird. Ich werde jedenfalls weiter darüber nachdenken, an wen ich und wie ich herantreten kann. Bislang: • Freunde, Familie, Kollegen • Radio Berlin-Brandenburg (ÖR) • Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft e.V. Schade, dass die Kieler die Petition nicht auf ihrer Seite hatten, als die Zugriffszahlen durch die Decke gingen … 21. September 2019 um 1:53 PM • Go & Sprint, deutsche Geschäftsführung
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Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
1931 / 52 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) 1931 / 52 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff Neichs: und Staatsanzeiger Nr. 52 vom 3, März 1931. S. 4. | E Erste Beilage —- — ner eee gate See tedorve vom 31 (im Deutschen RNeichZanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger Neichémark-, Goldmark- und Feingold!chuldver)hreibungen in 1000 RM Es 52, Berlin, Dienstag, den 3. März 1931 A s ———— wn —— E —_——— an E B E D E —_—_ Name der Anstalten : Fn das Register 6109/9 79% T4 9/0 8 9/9 10 % Gesamt eingetragene uus tat aaren t e Ai aar ra aaren Aae ec) Sonstige Angaben R Schuldverschreibungen i Darlehen in 1000 RM ias “Hypotheken e An öffentl.- j Zinsfuß Î Betrag Betra Hypo Sonstige - 4 Sonstige Valuta in 1000 in 1000 RM E ait Hypotheken i E | Darlehen Laufende N1mwer | | | [ | | [ [ Nummer Central-Landschaft tür die Preußischen Staaten ?) « « » Ostpreußi1che Landschaft?) E at Pommer!|che Landscha!t ®) ‘ e O Neue Pommer}che Land|chaft tür den Kleingrundbesit ®) Kur- und Neumärki\ches Ritterschattliches Kredit-Inititut 8) Kur- und Neumärkische Rittersha1tlibe Darlehens-Kasse . Neues Brandenburgisches Kredit-Iustitut ®) Schlesische Landschatt ®) S 260% 00e Landschatt der Provinz Sachsen). «e oooooo. Landschatt der Provinz Westfalen. « - o o o ooo. Schleswig-Holsteiniibe Land|chatt?). . - - i Land!chaftliber Kreditverband für die Provinz Sbleswig-Holstein Landständische Bank des Ebem. Sächsi\hen Markgraftums Oberlaufitz Landwirt1chaftlicher Kreditverein Sachien in Dresden E Erbländischer Ritterschaitliher Creditverein Sachsen, Leipzig « «+ - Medlenburgi)\cher Ritterschaftlicher Kreditverein, Rostock . . « « - Bremenscher ritter)\cha!tliher Kreditverein, Stade 8% Calenberg-Göttingen-Grubenhagen- Hildesheim'|her Ritterschaftliher Kreditverein in Hannover Z ¿ R Nitter)chaftliches Kreditinstitut des Fürstentums Lüneburg in Celle . Braunschweigischer ritter\chattliher Kreditverein, Woltenbüttel . . Kredit-Institut für die Preußi\he Ober- und Niederlausig . Preußitche Zentralstadtschaft A Stadtschaft der Provinz Brandenburg « Preußi\che Landespfandbrietanfstalt . . « Säwbsiiche Lantesptandbvrietanstalt . . « Berliner Ptandbrier-Amt Bexliner Hypothekenbankvere Leipziger Hypothekenverein j p Grundrenten- und Hypotheken-Anstalt der Stadt Dresde Weittäli\ches Ptandbriefamt für Hausgrundstücke . . Braun!1chweigishe Staatsbank (Leihhausanstalt) Thü ingi\he Staatebank Staatliche Kreditanstalt Oldenburg Hessische Landesbank . . . Lippische Landesbank . - +5 Deut)che Landesbankenzentrale « Zentrale tür Bodenkulturkredit . . Landéëbank der Nheinprovinz « « « Landesbank der Provinz Westfalen Landeëbank der Provinz Hannover . Landéëbank der Mair Schleswig-Holstein Landétbank der Provinz Rees Mitteldeut\che Landesbank — Thütringen und Anhalt . ; Z Provinzial-Hilfekasse für die Provinz Niederschlesien . Provinzialbank Pommern (Girozentrale). . « « + ° Provinzialbank Oberschlesien Ss Provinzialbank Grenzmark Posen-Westpreußen Nassauische Landesbank Hannopyer|che Landeskfreditanstalt Landeskreditkasje Kassel E N Spar- u. Leihkasse t. d. H.L., Hohenzollerische Landesbank, Sigmarin Landesfommunalbank — Girozentrale tür Hessen . « Provinzialbank für den Landesteil Lübeck. . . . - « Lauenburgis{e Landetbank A r O Kreditaustalt Sächsi1her Gemeinden. « « « » - « Württembergi|he Wohnungskteditanstalt . . . - « Deut)che Girozentrale — Deutsche Kommunalbank « « « « « - Baverische Gemeindebank (Girozentrale), Oeffentliche Bankanstalt Württembergi1he Girozentrale — Württ. Landeskommunalbank . . Badische Kommunale Landesbank Sonstige Girozentralen O Summe der öffentlih-rechtlichen Kreditanstalten einshl. Girozentralen ohne Deut)che Rentenbank-Kreditanstalt „. „ . « e - o. o o. Bayerische Handelsbank . Bayeri\che Hypotheken- und Bayeri)che Vereinsbank Berliner Hypothekenbank A.G. . .. + Braun}hweig-Hannover|he Hypothekenbank Deutsche Centralbodenkredit-Aftiengesellschaft . Deutsche Genossen\chafts-Hypothekenbank A. G. Deutsche Hypothekenbank (A. G.), Berlin . Deut\che Hypothekenbank, Meiningen . . Deut1che Realkreditbank A. G. A Deut'\he Wohnstätten-Hypothekenbank A. G. Frankfurter Hypothekenbank „... Hannover|che Bodenkredit-Bank Hessitche Landes-Hyvothekenbank Hypothekenbank in Hamburg Lübeckter Hypothekenbank A.G. .. . . «- Mecklenburgische Hypötheken- und Wechselbank Mectlenburg-Streliß\he Hypothetenbank Mitteldeut\che Bodenkredit-Anstalt . . é Prälzinhe Hypothekenbank Ï RNheini\che Hypotheken-Bank . .. . «6 Rheininb-We1ttälishe Boden-Credit-Bank . « Doll. ifrs Doll, RM i) 425 010,6 1) - 19 278,0 t) * 95/608,8 99'370,0 Deutsche Rentenbank-Kreditanstalt pi M C W " 14: 4:44 14.144 1: 1.44 T ” ” "” ® Go D Go DO J S G — O G o Lo 0 B wll Go Ho Co Ld L ed ei Central-Landschaft für die Preußischen Staaten?) « Ostpreußische Landschaft?) . « « - - - *.* Pommersche Landschaft?) “ Neue Pommersche Landschaft für den Kleingrundbesiß?) . Kur- und Neumärkisches Ritterschaftliches Kredit-Jnstitut?) Kur- und Neumärkische Ritterschaftlihe Darlehens-Kasse . Neues Brandenburgisches Kredit-JFnstitut?) . Schlesishe Landschaft?) o Landschaft der Provinz Sathsen?). « « - » Landschaft der Provinz Westfalen « » « - Schleswig-Holsteinische Landschaft?) „ « » + - S Landschaftlicher Kreditverband für die Provinz Schleswig-Holstein Landständishe Bank des Ehem. Sächsischen Markgrastums Oberlausiß Landwirtschaftlicher Kreditverein Sachsen in Dresden . « « « -- -«. Erbländischer Ritterschaftlicher Creditverein Sachsen, Leipzig « » - «- - Medcklenburgischer Ritterschaftlicher Kreditverein, Rostock . « «e o. Bremenscher ritterschaftliher Kreditverein, Stade . . . + - e...“ Calenberg-Göttingen-Grubenhagen-Hildesheim' scher Ritterschaftlicher Kreditv nover z Ritterschaftliches Kreditinstitut des Fürstentums Lüneburg in Celle Braunschweigischer ritterschaftlicher Kreditverein, Wolfenbüttel . Kredit-Jnstitut für die Preußische Ober- und Niederlausiß . - + « Preußische Zentralstadtschaft Stadtschaft der Provinz Brandenburg « Preußische Landespfandbriefanstalt Sächsishe Landespfandbriefanstalt Berliner Pfandbrief-Amt . « « - + - - Berliner Hypothekenbankverein, Stadtschaft Leipziger Hypothekenverein Cs Grundrenten- und Hypotheken-Anstalt der Stadt n” ” ” ” ” n Westfälisches Pfandbriefamt für Hausgrundstüe Braunschweigishe Staatsbank (Leihhausanstalt) . Thüringische Staatsbank L Staatliche Kreditanstalt Oldenburg Hessische Landesbank . « . Lippische Landesbank « . « Deutsche Landesbankenzentrale Zentrale für Bodenkulturkredit . Landesbank der Rheinprovinz 0 n Landesbank der Provinz Westfale L ” ” y” ffy "” L " y ,” ” ” E. F449 XK O i i A i A P L-L NTNRA N Sl 11111 N [Ey Il S O r 00 N S A pad - pen O Go Gs doO L Ie 111414 Drn mi O _—— Q: [2 J 14441444414 H4444 T1111 4-111 41) 14 WST Lf I L404 14450 —— @ EFCECSETL E T TETS T T TU do C9 00 p-i (2 D O do en P I T E | FCHREELHEGLRELEH W& W& A E SLA L435 1174 S 0 — D N H U L m O L 90 D N P I M C ETLLLELLLELGGE KHL 1 eat T1 D 00 - So : S D X n »ck E o en D i D M È Es G5 D mund C do EFEFELST T C T ELLLERCLELH T T HT A S L L ES L C S [Sl I S 29 dO en ck =JI Z 1411} Sil] S D [y p =a S D 11S N o n (T) Dreier recertrrtBg A jf D p J D D D s bi O 00 09° | |[—==—| N D O I o: . . . . . T i ul J Anr I G pr» (i Ov P | E TA F T E E T Al A S s o ou aao G 2° 89) 5 000,0 4 995,0 27) 98 019,5 |27) 150 509,1 27) 74 570,7 |27) 87 044,9 8167, 9 858 o . - . . . . ® ® . 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O Tr) d o o juani . - . . * * . . . - ® . . . . . . s . . . . . S S S S §00 m S 0D 0-4 O. S. P L o e C0 Err CHEGEH i T I S D [ILEMTTTTTETIA F HTE T T E L14414 T4.E A S D PeS] L F H T F T T . . . ® ® .- * ® n 1411441014414 644 T T T ET S o A G9 _—— D J . J L . J . . . 6 . ® . * . . . . * . . * . - . . s. . .„ . . . . . s . ® o [e «] J —_ Pad jf DO 1 jf ZRSSA An 355 433,1 617 958,1 1134 082,3 | 1303 540,3 j umd Î " "” ” "” ” " ” 8 y "” ” Landesbank der Provinz Ostpreußen - « Mitteldeutsche Landesbank — Girozentrale für Provi Sachsen Thüringen und Anhalt " "” "” ” " "” 1 ” T LFLA Q TF1 LITES FETLLIELE S —] bt M G 00 40 088,5 8502 EFLEHI T EETI L TERI T T LS E140 do r Co . . . . . . . . . . L s . . . . . J ® * ® . . . “ » . . . , a 43,3 93 335,8 — en o bo bo M Lo D D O Mane 16) 11 pmk Co S N . . * - . . * , s, * * . . . 4 . “ ® * , * - - - ® . . . * . . . . L . . . . . . . ® . . . J . - . s ® . . s. ® * . . . . L ® . . . ® - . . 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G. s. . se s o. e s D -. en, Wos d 40068... i DUWINAN O0 S1 SLS 25) 8443,7 21 151,5 9 557,1 "” "” "” ” "” "” ” ” Provinzial-Hilfskasse "für die Provinz Niederschlesiet Provinzialbank Pommern (Girozentrale). « « - do O i if If —_ C bo s 26 080,0 4 556,2 12 079,1 2 313,6 R t j 13 899,8 A 2 367,7 24 395,4 27 351,5 12 600,0 — 19 080,1 49 049,0 16 065,0 s 31 792,0 35 167,6 1 601,0 8 318,3 Es 519,3 u 71,0 abn) 552,2 4 882,2 5 782,3 4 578,8 s 8 646,6 115 319,0 23,0 u e : 525,5 L és 2 891,5 614% 9 862,6 2 966,7 E Ss 9 399,4 | -- -_ - Z - mORh s 80) 4199,1 5 928,2 pi C 1 R S 2 aco ” -. . Provinzialbank Oberschlesien . « « « . + Provinzialbank Grenzmark Posen-Westpreußen Nassauische Landesbank . . - «o... Hannoversche Landeskreditanstalt L Landeskreditkasse Kassel . . . s Spar- und Leihkasse f. d. H. L. Hohenzollerische L Landeskommunalbank — Girozentrale für Hessen Provinzialbank für den Landesteil Lübeck « « Lauenburgische Landesbank . .. «o. Kreditanstalt Sächsisher Gemeinden « »+ «. - ul bai O O e Ne R 00 1 1513,3 1284,2 o S282 S S N bai pi D D es) A 00 16 277,5 7728/8 | 87) 8 185,1 29 879,1 32 628.2 29 369,2 32 773,2 27 389,8 30 082,0 3190,9 | 4) 3 621,6 925874 | 25 037,0 35778,7 | 39184,6 | 13 934,7 6 235,8 99 879,1 14 347,0 24 1569/2. . . . , . . . . . , . . . . . . . os - . _ 98,2 4 304,4 e) 30392 191,4 W) 3190,9 T L G T T T L U bi |ck S . . . . . . . ® . . . * . * . . . . . . eo. e éo io o F 2H A ch1 D [Ey O S ck 0.0 9.0 D +6 m A T2 D. 0 0.0 G O: M 9 579,2 : «ins an Süddeut\che Bodencreditbank .. Süddeutsche Festwertbank A. G. . . … . Thüringische Landes-Hypothekenbank A. G. . Vereinsbank in Nlirnberg Weistdeutihe Bodentreditanstalt Wöürttembergi!he Hypothekenbank .... Württembergiscer Kreditverein, Aktiengesellschaft J 4») 9 052,3 5 850,0 16 201,0 20 304,8 5 334,1 65) 9 413,5 7 210,4 0E. #560. S a L ch4 0D bD B o 2 N L 0. + -* o .0 6.0 6 66 0 ” ”y ” Württembergishe Wohnungskreditanstalt . « « . + Deutsche Girozentrale — Deutsche Kommunalbank Bayerische Gemeindebank (Girozentrale) Öffentliche Bankanstalt Württ. Girozentrale — Württ. Landeskommunalbank . . „. - Badische Kommunale Landesbank . «e... ooooo Sonstige Girozentralen . «oooooo ooooooo Summe der öffentlich-rehtlichen Kreditanstalten eins{l. Girozentralen ohne Deutsche | | Rentenbank-Kre itanstalt . s 6 A6 T.0-T 0 ck20 D E S §7: S s 7 T 670 163,1 | 1137 166,7 Anmerkungen (Veträge in Reichs-, Goldmark, Dollar und Roggenzeuntnern verstehen sich in 1000), €005 (0 mckck E E n 2 E A E J E} 06 0.0.0 6070 6.0.0.0 00.00 90s e epo O «ch0 S000 00S D: 0G S e eo Poo8 Cn e T6 #6 86 Ss e eo ee lio oooooooo 00 fa f 6 Q S G. D E eee ao e. 40 Ee e o aeg. è 000.000 s e 0 ooooooooooo 6 G00 E000 0&6 ch0. s T. 0.DO T D_D L: D: W-M S S T55 976,3 821 635,6 | 97 983,5 34 173,3 49 761,2 E A L I L T I L I TLFELFELLEEHS 551 481,6 —_ [S 2 A 0D: M M Dm 0a ck09 S Sd D + +00 00S 0 S Q. É S S 0d S S-A S S Q 0.90 S A S0 D 00.0 000% §0: S 0.0 00ck © D 2 t —_ E E e E Lc) A bo s S A C C H G DS b Lo 00ck #0 6.» Außerdem : Bayerische Laudwirthschaftsbank e. G. m. b. H. ... Hamburgi|che Baukasse Aktiengesellichaft A Pfälzi)he Wirtichaftébank, Gemeinnützige Aktiengesellschaft . (Sommunal-Bank für Sachsen, Leipzig Sâächsi)cbe Landeékulturrentenbank Preußische Landesrentenbank 6 BKavertische Landeéfulturrentenanstalt (all)... , Bank für Wertbeständige Anlagen Aktiengefellshaft, Berlin Deut)\he Schiffeptandbrietbank Aktiengesellschaft, Berlin . . Deut'che Sch!ffékreditbank A. G., Duisburg 4 Deut'che Schiffsbeleibungs-Bank Akt.-Ge1., Hamburg . » « Deut1che Boden-Kultur-Aktiengesellihatt, Berlin . „ „o Summe der sonstiger Anstalten ... ooo O EFETITTTTERT T1 ck 09 — D J Aufw.-Hyp., GM 22 147,1 Gold-Hyp.?: Landschaft der Prov. *) =1323,970 g Feingold. öff E l Sathsen: GM 7141,6 Aufw.-Hyp.; Schle8wig-Holsteinische Land- 9) = 138,700 g Feingold. E ffentlich-rechtlichen Kreditanstalten. schast: Ztr. 276,7 Rogg.-Hyp., GM 11 181,4 Aufw.-Hyp.; Schle- 2%) Davon GM 1119,0 = 401,070 g Feingold. Auslandsanleihen. sische Landschaft: GM 54,2 Aufw.-Hyp., GM 143,8 Gold-Hyp.; 2) Davon kommen als Deckung nicht in Ansaß GM 1,9, 23 263,2 25 426,2 53 500,1 53 711,9 Der Anteil der einzelnen Landschaften an den nachgewiesenen Westpreußische Landschaft: GM 2,0 Aufw.-Hyp. 12) Davon kommen als Deckung nit in Anjay GM 58,1. Ferner: Deckungsdarlehen ist folgender: Ostpreußische Landschaft: Ztr. 370,11 2) Siehe Anmerk. 2. 13) Davon kommen als Deckung nicht in Ansay Rogg.-Ztr. 0,5. Danziger Hyvotbekenbank Akt.-Ges. in 1000 engl. L ..« s 37,9 37,9 40,0 Rogg.-Hyp.; Kur- u. Neum. Ritt. Kredit-Jnstitut: Ztr. 379,7 Rogg.- ) Geld. : i . S 14) Siehe „c) Sonstige Angaben“ Spalte Schuldverschreibungen. t in dex Ersten Beilage.) Hyp., GM 11 086,0 Aufw.-Hyp., GM 25 219,0 Gold-Hyp.; Neues *) Sind Schuldverschreibungen gemäß § 7 des Pfandbriefge}eßes 15) Liqu.-Schuldverschreibungen. (Fortsezung in de A Brandenbg. Kredit-Jnstitut: Ztr. 241,0 Rogg.-Hyp., GM 14400,3 vom 21. Dezember 1927. 16) Auslandspfandbriefe. n y : Aufw.-Hyp., GM 38 872,5 Gold-Hyp.; Pomm. Landschaft: #©) Deckungsdarlehen für die Roggenschuldverschreibungen. 17) Davon kommen als Deckung nicht in Ansaß RM 1320,0, Verantwortlich für Schriftleitung und Verlag: Direktor V engering in Berlin. — Druck der Preußischen Druckerei- und Verl s-Aftiengejeli Berlin, Wilhelmstr. 32 Ztr. 293,7 Rogg.-Hyp., GM 536,1 Ausw.-Hyp., GM 7286,0 Gold- 7?) Davon GM 21 210,0 6% Auslandspfandbriefe der Schlesischen 2) Davon RM 1611,9 = 577,739 s Feingold. Sieben Beilagen (eins{ließlich Börsenbeilage und va Sctralbintieltagatah E N E 9yp.; Neue Pomm. Landschaft: Ztr, 187,4 Rogg--Hyp., GM 838,3 Landschaftlichen Bank zu Breslau, 19) Davon RM 249,6 = 89,450 g Feingold, LLELHLELLLLES LTFEH EHMELHH1111 E LLEI E L T INffN 0000S g Muiiie T T | [ | | l
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q-de-2169
Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
Energie für die Bilanz - WELT Energie für die Bilanz HSH Nordbank macht 2017 mehr als eine Milliarde Euro Neugeschäft mit Wind- und Solarkraft in Europa. Geschäft soll internationaler werden Eine Bank will zurück zur Normalität. Kunden gewinnen, Märkte finden, Geschäfte abschließen. Das hat die HSH Nordbank mit ihren rund 2000 Mitarbeitern in Hamburg, in Kiel und in verschiedenen Außenbüros zwar auch in den vergangenen Jahren getan. Aber über dem Tagesgeschäft stand stets die Frage, wie lange und in welcher Form es das norddeutsche Geldinstitut noch geben wird. Bis zum 28. Februar müssen die Haupteigner Hamburg und Schleswig-Holstein die Bank verkaufen und damit einer Auflage der EU-Kommission gerecht werden. Derzeit verhandeln die Länder, die rund 90 Prozent der HSH-Anteile halten, darüber mit den Investoren Cerberus und J. C. Flowers aus den USA. Christopher Flowers besitzt bereits seit Jahren rund fünf Prozent der HSH-Anteile. Wenn der Verkauf gelingt, wäre das für die Länder der Abschluss eines äußerst verlustreichen Kapitels ihrer Wirtschafts- und Finanzgeschichte. Für die Bank hingegen könnte es der Auftakt zu einem normalen Geschäftsleben sein – zum ersten Mal seit ihrer Gründung im Jahr 2003. Hätte die HSH Nordbank immer so solide gearbeitet wie der Geschäftsbereich Energie und Infrastruktur, wäre die Geschichte des Instituts wohl ganz anders verlaufen. Rund 1,1 Milliarden Euro Neugeschäft machte die Bank 2017 bei der Kreditvergabe für erneuerbare Energien. Das gesamte Kreditvolumen des Geschäftsfeldes mit derzeit rund 240 Projekten stieg auf leicht über fünf Milliarden Euro an. „Auch in diesem Jahr wollen wir beim Neugeschäft wieder deutlich über einer Milliarde Euro liegen“, sagte Lars Quandel, Leiter des Bereichs Energie und Infrastruktur, am Mittwoch in Hamburg. Die HSH finanziert Windkraftprojekte und Solarparks. Bei der Windkraft geht es vor allem um neue Anlagen an Landstandorten. Als Teil eines Konsortiums finanzierte die HSH Nordbank 2017 unter anderem Europas größten Windpark North Pole in Nordschweden mit. In geringem Umfang beteiligt sich die Bank auch an Offshore-Windparks. 2017 finanzierte die Bank 50 neue Projekte. 2016 waren es, bei einem ähnlich großen Gesamt-Neugeschäft, 40 Projekte. Die erneuerbaren Energien zählten schon bei den Vorläuferinstituten der HSH Nordbank, den Landesbanken von Hamburg und Schleswig-Holstein, zum Kerngeschäft. Das soll auch nach einem Verkauf des Instituts so bleiben. Zum einen hat die Bank ihr Geschäftsfeld in den vergangenen Jahren auf andere europäische Märkte hin erweitert, vor allem nach Irland, Skandinavien und Frankreich. Nach Deutschland ist Irland derzeit der größte Einzelmarkt für das Energiewende-Geschäft der Bank, gefolgt von Finnland und Schweden. In diesem Jahr will die HSH Nordbank ihr Geschäft an den neu erschlossenen Märkten Portugal und den Niederlanden ausbauen. Auf dem Programm stehen zudem erste Projekte in den USA und in Kanada. In der Geschäftsanbahnung befänden sich aktuell mehr als 60 Projekte mit einem Volumen von mehr als zwei Milliarden Euro, sagte Quandel. Der deutsche Markt bleibe für die Bank weiterhin wichtig, er verliere aber in Relation zum gesamten Portfolio an Gewicht: „Die Begleitung deutscher Kunden ins Ausland ist der Schlüssel zu weiterem Wachstum“, sagte Quandel. Rund 50 Mitarbeiter betreuen bei der HSH Nordbank das Geschäft mit den erneuerbaren Energien. Nach einem Verkauf des Instituts erwartet Quandel eine noch stärkere Präsenz an den internationalen Märkten. Während ihrer Sanierung in den vergangenen Jahren war die Bank außerhalb Deutschlands kaum aktiv – abgesehen speziell vom Geschäft mit erneuerbaren Energien. „Wir waren gewissermaßen Exoten innerhalb der Bank“, sagte Quandel. Nach ihrer Gründung im Jahr 2003 hatte die Bank – auch auf Wunsch der damaligen Landesregierungen in Hamburg und Schleswig-Holstein – stark expandiert, vor allem am US-Immobilienmarkt sowie am globalen Schifffahrtsmarkt und dort wiederum speziell bei der Finanzierung norddeutscher Reedereien. Einige Jahre lang war die HSH Nordbank der größte Schiffsfinanzierer der Welt. Vor allem der Absturz des US-Marktes für Hauskredite, die sogenannte Subprime-Krise, und die Dauerkrise der internationalen Handelsschifffahrt drohten die Bank in den Abgrund zu reißen. Mit finanzieller Unterstützung der Länder wurde das Institut saniert, vor allem auch vom heutigen Vorstand um Stefan Ermisch. Im Gegenzug für die Hilfe müssen die Länder die Bank nun verkaufen. Die Verluste der Länder aus der kurzen Geschichte des Instituts belaufen sich auf mindestens rund 16 Milliarden Euro. Die Fraktion der Linken in der Hamburgischen Bürgerschaft addiert gar bis zu 27 Milliarden Euro auf. Neben den erneuerbaren Energien zählen auch die Immobilien und das Schifffahrtsgeschäft weiterhin zum Kern der HSH Nordbank, allerdings in weit geringerem Umfang als früher. So schrumpfte etwa das Volumen der Schiffskredite von zeitweise mehr als 40 Milliarden Euro auf rund sieben Milliarden Euro im aktiven Geschäft. Hinzu kommen noch rund fünf Milliarden Euro ausfallgefährdete Schiffskredite in der sogenannten Abbaubank. Der Kurz-Link dieses Artikels lautet: https://www.welt.de/172590485
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Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
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Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
Konstrukteur elektrotechnik Jobs in Berg am Irchel - Dezember 2019 | JobsKatalog.ch Konstrukteur elektrotechnik Jobs in Berg am Irchel MBT AG (5) ...vielleicht unser/e neue/r: konstrukteur/in im aufzugsbereich mit entwicklungsmöglichkeiten ihre herausforderung sie konstruieren aufzugsanlagen in zusammenarbeit mit den projektleitern und fachverantwortlichen. nach einer umfassenden einführung, können sie technische teil- und gesamtprojekte übernehmen. weitere [...] (370911) montage-elektriker/-in (5017-100702-1-81) - zürich ...kunde ist ansprechpartner für elektrotechnik, telematik und automationstechnik im grossraum zürich. er ist regional stark verankert und gewährt einen optimalen service. für den standort im zürcher unterland / limmattal sind wir für ihn auf der suche nach: aufgabenbereich wohnungsbau sanierung anforderungen lehre als [...] Tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse ein und Sie erhalten alle neuen Jobs für Konstrukteur elektrotechnik Zürich
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Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
Die allgemeine Ungleichheit der Menschen als Segen für Arbeit, Wert und Handel - Al-Adala.de <% if ( total_view > 0 ) { %> <%= total_view > 1 ? "total views" : "total view" %>, <% if ( today_view > 0 ) { %> <%= today_view > 1 ? "views today" : "view today" %> no views today No views yet Der Grund, weshalb ich diesen Beitrag verfasse, ist ein Text des frühen muslimischen Literaten ʿAmr ibn Bahr al-Jahiz (159-255 n. H.), der wunderbar auf dieses Thema eingeht und auch die gesellschaftliche und vor allem ökonomische Wichtigkeit dabei erwähnt. ← Der Tadel an den Bediensteten der Dawla (3. Teil) Buchauszug: Ibn Khaldun – Der Schaden durch Regierungsgesetze und staatlich regulierte Bildung → 15 Gedanken zu „Die allgemeine Ungleichheit der Menschen als Segen für Arbeit, Wert und Handel“ Ich finde es lustig, das du keinen Koranvers und keinen Hadith zitieren kannst, sondern stattdessen irgendwelche kapitalistischen Kuffar zitierst (der übrigens durch und durch aus Gier und mangelnder Empathie das vertritt, was er vertritt), um deinen Standpunkt zu untermaueren. Und dann irgendeinen Literaten aus dem Mittelalter. Logisch, denn du wirst nichts im Koran und der Sunnah finden, der so etwas hergibt. Und klassische Gelehrte zitierst du auch nicht. Weißt du eigentlich, was sich aus deinem Geschreibsel ergibt? Das man nichts an der Lage ändern sollte, wenn alle studieren, wer fährt dann noch Taxi? Und hör bitte auf, VWLer zu zitieren, deren Grundverständnis der Realität läuft Allahs Religion in vielen Teilen entgegen. Du zitierst Leute, die den Zins als etwas Gutes betrachten. Und dieses Denksystem zieht sich wie ein roter Faden durch all seine Aussagen. Du bist echt der erste, der auf Grundlage von Kuffarprofessoren islamische Prinzipien ableiten will. Die Kunst des Lesens besteht darin, das Falsche von Richtigen zu trennen. Wer wie Sie, nichts von sogenannten „kapitalistischen Kuffar“ und „Kuffarprofessoren“ liest und nimmt, der soll bitte so kosequent sein und die edlen Finger vom PC, vom Automobil, vom Smartphone, vom TV, vom Radio und allen anderen Errungenschaften des bösen Westens und seiner Zivilisation lassen. Wenn ein Ökonomie(kuffar)professor die Wichtigkeit von Gold- und Silberwährungen hervorhebt, das Depositum irregulare (al-Amaana) preist, die Unantastbarkeit des privaten Eigentums bestätigt, dann nehme ich das als gute und wahre Erkenntnisse an, auch wenn er in anderen Bereichen seines Faches irriges (wie Zinsgeschäfte) verlautbaren lässt. Genau so sind auch die frühen Muslime mit dem Wissen aus Rom, Persien und Indien umgegangen, das maßgeblich mit verantwortlich war für die Blüte der Zivilisation im goldenen Zeitalter des Islams. Die Lage der Muslime ist vollkommen zu Recht so erniedrigt wie derzeit. So lange „Kuffar“-Schreier wie Sie die weltlichen Wissenschaften ablehnen, nur weil sie in heutiger Zeit vor allem durch Nichtmuslime kultiviert werden, so lange werden wir auch in dieser Dunya nichts zustande bringen können. Ihr Vorwurf, ich würde auf der Grundlage von „Kuffarprofessoren“ (was für ein kindischer Ausdruck) islamische Prinzipien ableiten, ist infam und zeugt letztendlich nur von Ihrer Unfähigkeit meine Texte zu verstehen. 30. Oktober 2015 um 7:38 Uhr Islamische Prinzipien ableiten auf Grundlage der Gedanken der Feinde Allahs. (Feinde Allahs? Allah erklärt denjenigen den Krieg, der Zins nimmt) Und jetzt frage doch mal diesen Professor, was er von Zinsen hält 😉 Was sagte noch mal Adam Smith zu Bauern? Ein Tier auf zwei Beinen. Und was war Uwais Al Qarani? Bei Allah höher (?) angesehen als Umar und Ali. Und Umar war ein armer Hirte. Adam Smith über Uwais: Ein Tier auf zwei Beinen. Und Adam Smith —>Prophet der VWLer, inklusive dieses von dir zitierten Profs. Haste ja ne tolle Liste von Personen, die dein Denken beeinflussen. Wer Menschen zu Rat zieht, die von Allah gehasst werden, hat ein Problem. Ich rate dir, den menschenfeindlichen, sozialdarwinistischen Wirtschaftsliberalismus a la Manschesterkapitalismus loszuwerden und den islamischen Weg des Wirtschaftens anzuschauen. 2. November 2015 um 15:08 Uhr Ich zitiere hier in aller Kürze einen weiteren Prof. Allerdings keinen von Ihnen sogenannten „Kuffarprofessor“, sondern Prof. Dr. Abdul Azim Islahi, einen indischstämmigen Professor an der Fakultät für Ökonomie an der King Abdulaziz Universität in Jeddah. Eine anerkannte Autorität auf seinem Gebiet mit zahlreichen Gastprofessuren weltweit. Es sollte ein für alle Mal klargestellt werden, dass der Islam nicht offenbart wurde um die Formen wirtschaftlichen Handelns oder wirtschaftlicher Beziehungen zu erneuern – dies bleibt der Sitte, dem menschlichen Einfallsreichtum und seiner Fähigkeit überlassen, aus Erfahrungen zu lernen. Genau in diesem Kontext ist vom Propheten – Allah segne ihn und schenke ihm Heil – überliefert, dass er zu seinen Gefährten sagte: Es gibt keinen „islamischen Weg des Wirtschaftens“, sondern lediglich einige klare Verbote und Gebote auf dem Weg des Wirtschaftens. Von Prof Dr Islahi wissen wir auch, das z.B. Imam al-Ghazali in seinem Ihya vieles von dem vorausnahm, was später Smith so berühmt machen sollte. Ihr Ratschlag in allen Ehren, aber ich vermute an dieser Stelle (und bei fast allen anderen Kommentaren von Ihnen auf meinem Blog) eine Unsachlichkeit, die auf einer expliziten Antipathie gegen meine Person beruht. Ich kann Sie also nicht wirklich ernst nehmen. Wenn Sie Ihren Beiträgen ein wenig mehr Sachlichkeit gönnen würden, die Emotionen zügeln könnten und stattdessen mit denen von Ihnen so häufig geforderten Beweisen aus Quran und Sunnah zu glänzen in der Lage wären, könnte ein Austausch mit Ihnen sicherlich nützlicher und interessanter sein. Hat der Prophet sas zu Mitgefühl und Unterstützung der Mitmuslime aufgerufen? Unzählige Ahadith diesbezüglich, die von den Gefahren und den Belohnungen erzählen, die mit dem falschen bzw. richtigen Umgang mit den Menschen einhergehen. Wenn ich nun Unternehmer bin und meinen Profit maximieren will, das aber nur über Mitarbeiterentlassungen geht, dann habe ich das, was man in der VWL einen Interessenkonflikt nennt. Und da der Islam die letzte Religion ist, die dem Vergänglichen einen Vorrang gibt gegenüber dem Bedürfnis eines Moslems gibt, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, hätten wir hier einen Fall, wo man eben nicht so wirtschaften kann, wie man es sonst tun würde. Nach diesem Prinzip ergeben sich viele Vorfälle, wo ein vorbildlicher Moslem anders handelt als sein der Gier verfallenen Zeitgenosse. Und der Prophet sas bezog sich in dem obigen Ahadith (Ihr kennt die weltlichen Dinge besser…) nicht explizit auf Geld, sondern auf alle mögliche (Wie baut man eine Straße, wie bestellt man ein Feld). Wann lernst du endlich, nicht von Allgemeinen ungehemmt auf das Spezielle zu schließen, vor allem bei einem Thema wie Wirtschaft, wo menschliche Existenzen regelmäßig auf dem Spiel stehen? Und zu dem Kuffarprofessoren: Wieder einmal bist du es, der nicht (zwischen den Zeilen) lesen kann: Bei materiellen Dingen wie Autos etc. handelt es sich um Gegenstände, die nicht mit dem Geistigen zu tun haben. Fragen zum Umgang mit Menschen sehr wohl… Während man also bei materiellen Dingen weitgehend mit Nichtmuslimen Austausch betreiben kann…. Halten wir uns bei geistigen Angelegenheiten zurück. Warum? Weil diese Menschen ganze andere Grundannahmen haben, was das Leben, seinen Sinn, die Moral etc. angeht. Viele diese Annahmen sind islamisch betrachtet falsch und falsche Annahmen führen zu falschen Ergebnissen. Wenn du also nicht gerade eine islamische Bestätigung für das Gefasel diser Professoren lieferen kannst (Literat xy aus dem 15. Jhdt. zählt nicht, ehe sowas wie der Quran und Ahadithwerke), bleibe ich dabei, dich als merkwürdig darzustellen. Weil jeder merkwürdig ist, der nicht mit Quran und Sunnah, sondern oft mit christlichen und atheitisch-liberalitischen Denkern ableiten will, was islamisch sinnvoll ist. Nur deine unterschwellige, vielen Wahabbiten innewohnende Arroganz hält dich davon ab, auch nur einmal deine Position zu überdenken. Ach ja: Deine Kommentare sind durchflochten von logischen Fehlannahmen, aber das ist ein anderes Thema Wie gesagt: Kein Hadith, kein Koranvers. Aber Zinsbefürwortende Kuffar. Du solltest wirklich lernen, wie Muslime ihre Ansichten untermaueren. Die Folgen aus dieser Arbeitsweise sind fatal. “Es gibt keinen „islamischen Weg des Wirtschaftens“, sondern lediglich einige klare Verbote und Gebote auf dem Weg des Wirtschaftens“ Es gibt im Islam keine Trennung zwischen „beliebiges Thema“ und “beliebiges Thema“. Der rote Faden des Guten zieht sich zwangsläufig durch alles hindurch. Wenn bei den Menschenfressern des Manchesterkapitalismus der Profit die Maxime allen Handelns war, dann ist es im Islam die Formung des bestmöglichen Charakters. Daraus ergeben sich zwangsläufig Ideen und Überzeugungen, die regelmäßig in Konflikt geraten mit dem, was die von dir zitierten Professoren so für das Gute halten. ——>Jemand zahlt seine Schulden nicht, weil er nicht an Geld kommt. Weißt du, was westliche Denker empfehlen? Pfändungen und im schlimmsten Fall Knast. Und was sagt Allah: Und wenn (unter den Schuldnern, die Kapital zurückzahlen müssen) einer ist, der sich in Bedrängnis befindet, dann sei (ihm) Aufschub (gewährt), bis er Erleichterung gefunden hat! Es ist aber besser für euch, ihr gebt (dem, der in Bedrängnis ist) Almosen (indem ihr auf die Rückzahlung überhaupt verzichtet). (2,280) Und nichts ist den kapitalistischen Denkern so zu wider wie der Gedanken an Wohltaten, die ins eigene Geld gehen. Die schlagen viel mehr Zinsen drauf und empfehlen es allen, das gleiche zu tun. Und wie sehr Allah Zinssoldaten (Von Adam Smith bis zu Calvin) hasst, kann man nur erahnen. Und du warst offenbar 30 Jahre lang diesen Gedanken ausgesetzt und versuchst nun um 3 Ecken deine Sozialisierung beizubehalten und findest aber nur schwer islamische Quellen als Unterstützung, vor allem explizite. Geh doch mal zu einer Bank, wo jede Fassade auf Grundlage der Schriften von Professoren der Ökonomie aufgebaut ist und bitte um Schuldenerlass. Die lesen dir die Zinsbibel in all seinen Facetten vor und sage eiskalt, was es sie interessiere, das du in den Abgrund fallen wirst … Man merkt dir förmlich an, dass deine liberale Sozialisierung, die dich immerhin bis zu deinem 30. Lebensjahr getroffen hat, nicht losgelassen hat. Und Liberale sind nichts anderes als geschminkte Egoisten hoch 10. Jeder Ansatz von Gemeinschaft und Aufopferung löst bei denen Erbrechen aus … 3. November 2015 um 10:11 Uhr Deine Fixierung auf Eigentum (unabhängig davon, ob es islamisch komplett richtig ist oder nicht) ist echt ekelhaft. Es lässt sich nicht leugnen, der der Islam Eigentum als Mittel zum Zweck und nicht als Zweck selbst betrachtet. Zweck ist vielmehr, viel Taqwa und viele Wohltaten anzuhäufen. Das ist der Grund, warum man weder in Quran, noch in den Ahadith, noch in Freitagspredigten, noch in den Werken der üblichen Gelehrten besonders viel zum Thema Eigentum in dem Sinne findet, wie toll er doch ist und wie viel man davon haben sollte, haben darf und wer es wegnehmen darf und wer nicht (Steuern etc.) Die Menschen sind nicht dumm, die setzen die Prioritäten halt so, wie sie meinen, dass Allah sie setzt. Und eine solche Leidenschaft fürs Geldverdienen, wie sie in deinen Artikeln zum Ausdruck kommt, hat offenbar keine hohe Priorität. Da kommt doch der Verdacht auf, dass die in jedem Menschen innewohnende Neigung zu Besitztümern deine Denkrichtung mehr beeinflusst, als es dir lieb wäre. Man redet nicht ständig über Autos, wenn man sie nicht liebt … Ihr Verständnis von Ökonomie und dem, was Sie als „Kapitalismus“ verstehen, weist stark auf eine kommunistische Sozialisierung hin. Ich würde es auf die Distanz hin als einen frühkindlichen DDR-Schaden diagnostizieren. Lernen Sie den Islam und verschonen Sie mich mit Ihrer dunkelroten Propaganda. Und vor allem : Hören Sie auf den Islam mit Ihrer linken Gesinnung zu beschmutzen. Ein Unternehmer, der Mitarbeiter kündigen möchte, der hat im Rahmen der Verträge, die er mit seinen Mitarbeitern abgeschlossen hat, das absolute Recht dazu, ebenso wie jeder Arbeitnehmer das Recht auf Kündigung des Arbeitsverhältnisses hat. Der Islam schätzt den Vertrag sehr hoch, nur dem Sklaven wird das Recht abgesprochen, sein Arbeitsverhältnis zu beenden. Auch Ihr Versuch, dem „Kapitalisten“ per se einen schlechten Charakter und eine Abneigung gegen freiwillige Wohlfahrt anzudichten, ist nichts anderes als die kommunistische Verunglimpfung des freien Unternehmers. Ihr Hochmut übersteigt die angebliche Arroganz der von Ihnen genannten Wahhabiten bei weitem. Schon allein Ihr Vorwurf, ich hätte meine Position nicht ein einziges Mal überdacht, grenzt an Größenwahn, wenn nicht sogar an Selbstvergottung, wenn man bedenkt, dass Sie für dieses Wissen zumindest ein Wächter über mein Denken sein müssten. Ich war übrigens bis zu meinem 30. Lebensjahr mitnichten „liberal sozialisiert“, sondern bin kurz vor meiner Konversion Mitglied in der DKP gewesen. Deshalb kenne ich Ideologen wie Sie aus dem Effeff. Schade nur, dass Sie es nicht geschafft haben, Ihre alte Sozialisierung abzulegen. Ich bin Moslem aus der Südosttürkei und gerade mal Mitte 20. Ich bin weder Marxist, noch Kapitalist. War nie in einer Partei und hab mich nie für Marx, dem elenden Atheisten und seinen linken Träumern interessiert. Noch mehr aber hasse ich die Geldanbeter, wo man nach 2 Sekunden merkt, dass hinter allem Gefasel die nackte Habsucht steht. Ich halte den freien Handel für super. Sie hingegen könnten das Sprachohr der FDP sein mit Ihren Positionen. Von wegen ein Unternehmer kann kündigen, wie wer will. Darum geht es doch gar nicht: Um sich eine dritte Villa auf Mallorca zu kaufen und deshalb jemanden zu kündigen, umso entsprechende Bilanzresultate zu haben ist unislamisch. Wer hier von Recht auf Entlassen faselt, versteckt sich hinter allgemeinen Prinzipien, um seinem Nafs nicht das Leben schwer zu machen. Ich kann Linke und Kommunisten nicht ausstehen, ja sogar Steuersätze von über 10% sind kritisch. Aber ich weiß, dass herkömmliche Kapitalisten das aus anderen Gründen tun als ich: Gier, Gier, Gier. Mein VWL-Prof hat gleich bei der ersten Vorlesung gesagt: Moral…tja… Moral ist da nicht viel mehr (es ging um die Grundmotivation kapitalistischer Bestrebungen) Und der hatte wohl auch kein großes Problem damit. “Wehe jedem Stichler und Nörgler, wobei er meint, daß sein Besitz ihn ewig leben ließe!“ Ist das auch kommunistisch? Hier wird ganz allgemein der Kapitalist kritisiert. Stammt aber aus dem Quran…huch, und jetzt? Könnte ich also nichts anderes getan haben, als diesen Vers mit anderen Worten wiedergegeben zu haben? Und ist es nicht so, dass obiger Vers auf 99% aller nichtgläubigen Muslime und nicht islamischen Ökonomen zutrifft? Genug, es ist nicht vom Islam, zu viel zu reden. Hab mich nur abreagiert. Nur ein Verblendeter übersieht, in welchem Dimensionen sich der Schaden bewegt, der durch gottlose Banken, Regierungen etc. verursacht wird, die aus Geld- und Machtger handeln. Der islamische Kapitalismus ist was anderes und wird zwangsweise durch zahlreiche Moralcodes bestimmt. Aber Wahabbiten liegen wohl nicht nur in Sachen Tauhid jenseits der Mehrheitsmeinung: Abweichen, Aus der Reihe tanzen ist bei euch wohl Programm. “Ihr Verständnis von Ökonomie und dem, was Sie als „Kapitalismus“ verstehen, weist stark auf eine kommunistische Sozialisierung hin. Ich würde es auf die Distanz hin als einen frühkindlichen DDR-Schaden diagnostizieren.“ Alles, was ich gesagt habe, habe ich auf Grundlage dessen gesagt, was ich im Heiligen Buch und in Ahadith gelesen habe. Ich habe dieses Verständnis durch viele andere Muslime aller Rechtsschulen bestätigt bekommen. Wenn du also den Islam bzw. eine der Hauptauslegungen des Islams (böser schnöder Mammon, Loblied auf die Armen) als kommunistisch siehst, dann tue das. “Setzt euch nicht mit den Toten zusammen. Wer sind die Toten, oh Prophet? Die Reichen“ “Wenn die Reichen sehen würden, welche Belohnung die Armen bekommen, werden sie sich wünschen, man hätte ihre Haut zerschnitten“ “Die Armen betreten das Paradies 500 Jahre vorher“ Kommunitisch? Setzt euch nicht mit den Toten zusammen. Wer sind die Toten, oh Prophet? Die Reichen“ Kommunistisch? Weißt du eigentlich, was du redest? Ach, der Prophet meinte ungläubige Kapitalisten? Habe ich irgendwo gläubige Kapitalisten kritisiert? Die Luft wird eng für dich. 4. November 2015 um 8:05 Uhr Als hätte man einen Hippie-Sufi mit einem Jungsalafisten gekreuzt. Aussagen des Propheten (?) -sallAllahu alayhi wa sallam- ohne Quelle und Klassifikation posten und diese aus eigenem Gutdünken als Beweis für eine eigene Fatwa heranziehen. Wissen Sie nicht, dass es zu allen Ahadith al-Ahkam immer auch einen Sharh gibt, der zu berücksichtigen ist? Dem Sharh zum Prophetenwort “Die Armen betreten das Paradies 500 Jahre vorher“ (oder so ähnlich) durfte ich übrigens vor einigen Jahren höchstselbst lauschen. Der Grund, weshalb die Armen das Paradies vor den Reichen betreten werden, ist nicht etwa ein zuvoriger Akt der Bestrafung für den Reichen, sondern lediglich eine längere Abrechnungszeit, da der Reiche für all seinen Wohlstand (Einnahmen als auch Ausgaben) Rechenschaft ablegen muss. Je mehr Wohlstand also erwirtschaftet und ausgegeben wurde, desto länger dauert auch der Tag der Abrechnung. Aber das Paradies wird er ebenso ohne zuvorige Bestrafung in Jahannam betreten können, wie der Arme. Die Luft wird längst nicht eng für mich. Ich fühle mich angesichts des niedrigen Niveaus eher gelangweilt. Unwissende, wie wir beide es sind, sollten uns nicht anmaßen, allein mit Beweisen aus Quran und Sunnah Urteile sprechen zu können. Ich lege bei meinen Darlegungen eher Wert auf die Aussagen von anerkannten Autoritäten der Islamischen Wissenschaften, die nicht nur 3-4 Überlieferungen (ohne Quelle und Klassifikation) in den Ring werfen, sondern ganze Hadith-Werke mit abertausenden Überlieferungen studiert haben und im Fiqh die ausreichende Stärke erlangt haben, um daraus Urteile ableiten zu können. Bei al-Jumhur al-Fuqaha ist beides, also weder Reichtum noch Armut zu verurteilen. Es obliegt jedem Muslim, ob er freiwillig arm leben möchte (natürlich nur soweit seine Pflichten erfüllen kann) oder ob er sich anstrengen will Wohlstand und Reichtum zu erlangen. Die Gelehrten unterschieden sich nur in der Meinung, was besser von beidem ist. Hierzu habe ich bereits einige Beiträge auf meinen Blog veröffentlicht. Hier einige Beispiele: http://www.al-adala.de/Neu/?p=1174 http://www.al-adala.de/Neu/?p=637 http://www.al-adala.de/Neu/?p=630 http://www.blog.al-adala.de/?p=1477 http://www.blog.al-adala.de/?p=1483 Auch mein gestriger Beitrag http://www.al-adala.de/Neu/?p=2236 liefert einen guten Einblick in die Notwendigkeit von verschiedenen Entwürfen bezüglich des finanziellen Lebensstils. Imam al-Ghazali geht sogar soweit zu behaupten, dass die Menschen zugrunde gehen würden, wenn nicht einige von ihnen durch ihr Profitstreben geleitet wären. In Zukunft – und da bitte ich um Ihr Verständnis – werde ich Kommentare von Ihnen nur noch freischalten, wenn sie ohne persönliche Angriffe/Respektlosigkeiten auskommen und mit anständigen Belegen und Gelehrtenaussagen (mit Quelle) garniert sind. Dieser kindische Stil, wie er bisher von Ihnen favorisiert wurde, entspricht nicht meinem Gusto. “Auch Ihr Versuch, dem „Kapitalisten“ per se einen schlechten Charakter und eine Abneigung gegen freiwillige Wohlfahrt anzudichten, ist nichts anderes als die kommunistische Verunglimpfung des freien Unternehmers.“ Das meinte ich, wenn ich davon sprach, dass die Luft argumentationstechnisch eng wird für dich. War der Prophet sas etwa “links“? „Those who are rich in this world would have little reward in the Hereafter except those who spend their money here and there (in Allah’s Cause), and they are few(!!!) in number.“ http://www.searchtruth.com/searchHadith.php?keyword=rich&book=&translator=1&search=1&search_word=exact&start=10&records_display=10 Hier sagt unser Prophet sas klipp und klar, dass es nur wenige Reiche gibt, die im Sinne Allahs handeln, was ihr Vermögen angeht. Deshalb werden Sie im Jenseits wegen dieses Verhaltens bestraft in der Form, dass sie wenig Belohnung erhalten. Hat der Prophet also auch den freien Unternehmer verunglimpft? (Der in über 90% der Fälle seiner Gier verfallen ist und Allah und die Armen vergessen hat?) Im selben Hadith heißt es außerdem: “I would not like to have this mountain turned into gold for me unless nothing of it, not even a single Dinar remains of it with me for more than three days (i.e. I will spend all of it in Allah’s Cause)“ Ich habe nicht den Eindruck, dass du, Herr Raft, einen Berg Gold innerhalb drei Tage spenden würdest oder den Menschen empfehlen würdest, es zu tun. (Schaut man sich deine Artikel an, die Profit und Eigentum “hochstellen“.) War der Prophet also auch links, weil er dazu aufrief, große Vermögen den Armen etc. zu schenken? Astaghfirullah. Was soll man spenden? Die Linken sagen 50+X % (In Form von Steuern) Den Überschuss: (Sure 2, Vers 219) “Den Überschuss“, heißt es in deutschen Übersetzungen. Also ich komme auf 3.000 netto, um gut leben zu können. Verdiene ich also 100.000 im Monat, bleibt nach den Worten Allahs nicht viel für mich 😉 (Ausgenommen: man spart für Investitionen im islamischen Sinne) Narrated Abu Huraira : The Prophet said, „Every day two angels come down from Heaven and one of them says, ‚O Allah! Compensate every person who spends in Your Cause,‘ and the other (angel) says, ‚O Allah! Destroy every miser.‘ “ http://www.searchtruth.com/searchHadith.php?keyword=destroy+every&translator=1&search=1&book=&start=0&records_display=10&search_word=exact Wieder ein Loblied auf die Großzügigen und eine harsche Drohung an die Geizigen (Also wieder ein Großteil der Reichen) Wenn einer das Feld des Jenseits bestellen möchte, lassen wir ihm dabei noch mehr (an jenseitigen Gütern) zukommen (als er an sich zu erwarten hätte). Wenn aber einer das Feld des Diesseits bestellen möchte, geben wir ihm (etwas) vom Diesseits, während er am Jenseits keinen Anteil hat. Hier wird gesagt, dass Reichtum ohne entsprechende Taten wertlos ist. Man muss, um im Jenseits zu gewinnen, sein Blickfeld darauf ausrichten, möglichst viel Gutes mit seinem Geld zu tun. Die Motivation, für sich selbst Vermögen anzuhäufen, um es privat zu konsumieren, wird zwangsläufig sehr gering werden. Der optimale Profit im Jenseits wäre also logischerweise jeden Penny, den man nicht dringend braucht, entsprechend auszugeben (Moscheen reparieren, Waisen versorgen usw. usf.) Nenn mich also weiterhin links oder sonst was, ich gebe nur mein Verständnis obiger Stellen wieder und ich habe keine Gruppe gesehen, die es so sehr verabscheut zu teilen wie sog. Wirtschaftsliberale. Daher meine Abneigung gegen diese Leute. 6. November 2015 um 10:05 Uhr Es ist also der Geiz, der den Muslim ins Verderben bringt, und nicht sein Reichtum. Ich werde in schaa Allah später noch einiges dazu hier im Kommentarbereich schreiben. Könnten Sie ggf einige Gelehrte zitieren, die Ihre genannten Überlieferungen erklären und in einen Handlungskontext stellen? Reichtum ist eine feine Sache, aber die Beziehung der meisten Menschen zu Reichtum ist wie die einer Motte zu Licht. Die meisten verbrennen sich dran (Realität beobachten). Wer hingegen sich vorbereitet (Jihad an nafs, s. Ghazali), der kann aus Reichtum großen Nutzen ziehen. Hier die Einschätzung des Propheten sas zu Gier in Zusammenhang mit dem Streben nach Reichtümern: Narrated Anas bin Malik: Allah’s Apostle said, „If adam’s son had a valley full of gold, he would like to have two valleys, for nothing fills his mouth except dust. And Allah forgives him who repents to Him.“ http://www.searchtruth.com/searchHadith.php?keyword=son+of+adam+gold&translator=1&search=1&book=&start=0&records_display=10&search_word=all D.h., dass erst Erde (Dust), also der Tod, seiner Gier ein Ende setzt. Diese Worte sind kritisch dahingehend, dass sie dem Streben nach immer mehr, obwohl objektiv mehr als genug verdient wurde, als etwas nicht Sinnvolles betrachten. Das Triviale (Triebbefriedigung) füllt das ganze Leben aus und lässt sie abstumpfen für das Sakrale, sei es das Gedenken an Allah und allem, was damit einhergeht, sei es für die Nöte der Armen, die teils unvorstellbares Elend erleben müssen. Das wiederum führt offenbar dazu, dass Allah sich von Ihnen abwendet und sie werden zum Einfallstor für die Satane. Ich kann dir aus dem Gedächtnis keine Gelehrten nennen, aber versichere dir, dass dieses Thema ein Evergreen ist in allen möglichen Islamwerken. Der Quran selber schreibt doch Sachen wie: Sure 102. Ablenkung ist negativ konnotiert, es unterstellt eine Subjekt, dass sein eigentliches Ziel nicht in der Weise verfolgt, wie es vorgeschrieben ist. Allah selbst sagt also ganz allgemein, dass wir vom Jenseitsstreben abgelenkt werden. Durch was? Mehrung a.k.a Profitstreben “Allah says that all are preoccupied by love of the world, its delights and its adornments, and this distracts you from seeking the Hereafter and desiring it.“ http://www.qtafsir.com/index.php?option=com_content&task=view&id=1087&Itemid=158 Ibn Kathir bestätigt also, dass praktisch alle (nur wenige Ausnahmen) nicht mit Reichtum richtig umgehen (können) Weiterhin heißt es im Tafsir: ((The mutual increase diverts you.)( The Son of Adam says, „My wealth, my wealth.“ But do you get anything (of benefit) from your wealth except for that which you ate and you finished it, or that which you clothed yourself with and you wore it out, or that which you gave as charity and you have spent it)“ Muslim, At-Tirmidhi and An-Nasa’i also recorded this Hadith. Muslim recorded in his Sahih from Abu Hurayrah that the Messenger of Allah said, (selbe Quelle wie oben). Alles in allem kann man sagen, dass Vermögen aus islamischer Sicht nur dann einen Sinn erfüllt, wenn man damit seine Bedürfnisse und die seiner Familie erfüllt und ansonsten es spendet oder sonst wie nützlich macht. Es hat schon seinen Grund, wieso selbst Genies wie Al Ghazali ein Teil ihres Lebens als Sufis lebten. Die zahlreichen Stellen, die das Jenseits “schlecht machen“ können da einen schon auf solche Ideen bringen. Und zu guter Letzt ein Hadith qudsi, also direkt von Allah Allah, Exalted and Mighty is He, loves of His creation the God-fearing, the pure in the heart, those who are hidden, and those who are innocent, whose face is dusty, whose hair is unkempt, whose stomach is empty, and who, if he asks permission to enter to the rulers, is not granted it, and if he were to ask for a gentle lady in marriage, he would be refused, and when he leaves the world it does not miss him, and if he goes out, his going out is not noticed, and if he falls sick, he is not attended to, and if he dies, he is not accompanied to his grave.“ They asked him, „O Messenger of Allah, how can we find someone like that?“ He, upon whom be peace and blessings, said, „Uwais al-Qarani is such a one.“ Uwais war ein armer Hirte, über den sich die Leute lustig machten und auf ihn herabsahen. Ähnlich wie man in Europa während des Aufstiegs des Kapitalismus auf die Arbeiter herabsah. Jetzt aber wissen wir, wer Allahs Lieblinge sind (sofern {islamisch-}gläubig).
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q-de-2169
Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
Montag, der 31. Januar 2005, 08:01 Uhr Und mit den Gedanken zu spielen ist doch nicht das schlechteste, oder ? Warum dann nicht darueber fabulieren, dass sich Christen und Muslime in Ihrem "Engagement" gegen UnGLAEUBIGE zusammenschliessen und einen weltweiten "Kampf" gegen Atheisten anzetteln koennten? Alles Kaese. Wir in Franken sagen: "Wenn der Hund nicht gschissen haett...". Ja wenn das Woertchen wenn nicht waer... Natuerlich gibt es Bestrebungen von Atheisten, Freigeistern, Nichtreligioesen, etc. ihre Organisationen zu koordinieren. Dabei ginge es m.E. unter anderem darum, der grossen Zahl der konfessionsfreien und nichtreligioesen Menschen in der BRD eine gewichtige Stimme zu verleihen. Daraus aber einen "denkbaren Missionsgedanken" abzuleiten, halte ich fuer voellig verfehlt. Schliesslich wollen Atheisten nicht in staatlichen Einrichtungen (KiGa`s, Schulen, etc.) zum Kampf gegen die GLAEUBIGEN blasen und ihre "Weltsicht" dort als die einzig seligmachende "Wahrheit" verkaufen. Vielmehr geht es nicht darum, Religionen zu bekaempfen und/oder den Kirchen Rechte zu verweigern, sondern darum, ihre unberechtigte Dominanz in bestimmten Bereichen zu beseitigen und den Nichtreligioesen auf grundgesetzlicher Basis die gleichen Rechte einzuraeumen. Montag, der 31. Januar 2005, 07:40 Uhr Tausende Seite, willst Du meinen Kommentar hören? Du hast recht, nichts hat sich geändert, alles wurde bereits gesagt. Nur manche Namen ändern sich. Montag, der 31. Januar 2005, 04:58 Uhr felicia@hotmalizo.cc http://www.shemales-pictures.com Hi, ppls. Nice site! Good job !!!! Montag, der 31. Januar 2005, 00:59 Uhr "Atheisten, Freigeister, etc. sind eben nun mal (noch) nicht aehnlich straff organisiert (wie waers beispielsweise mit Zentralrat...." Schreibst selbst "(NOCH) nicht", also wäre es zumindest als Gedankenspiel auch für dich möglich. Übrigens liegt mir nix ferner, als irgend etwas ableiten zu wollen. Und mit den Gedanken zu spielen ist doch nicht das schlechteste, oder ? Sonntag, der 30. Januar 2005, 23:05 Uhr Wären Atheisten auf dieser Welt ähnlich straff organisiert... Tja, wenn bloss das Woertchen WAERE nicht waer... Atheisten, Freigeister, etc. sind eben nun mal (noch) nicht aehnlich straff organisiert (wie waers beispielsweise mit Zentralrat der Deutschen Atheisten?) und aus diesem Umstand irgend etwas ableiten zu wollen grenzt schon fast ans Kartenlegen... Sonntag, der 30. Januar 2005, 23:03 Uhr @ Ex-Matze. Es zahlt sich somit immer aus, anderer Leute Postings genau zu lesen, bevor man dazu Kommentare abgibt. In der Tat: Du bist nicht Ich. Sonntag, der 30. Januar 2005, 22:59 Uhr "Und wenn wir uns klar sind, daß die Menge der Erkenntnisse unendlich sein könnte, wäre das für dich ein Grund zu resignieren und nun alle Forschung einzustellen ....mir scheint so siehst du das !" Nein! Siehe mein Posting vom 27.1. 21Uhr30:"...die ich keineswegs geringschätzen will !" (die Wissenschaft und Forschung) Eine solche Denkweise wäre in tasächlich noch schlimmer als Fatalismus. "Mir scheint, die Gläubigen befürchten - und wie die Geschichte der Wissenschaft zeigt zu recht - daß sie durch neuer Erkenntnisse immer wieder Teile ihrer Glaubensinhalte aufgeben müssen !" Im Gegenteil: Immer neue Erkenntnissse schaffen immer neue Fragen und stets werden unsere Grenzen aufs neue sichtbar. "Und ich halte es für doch etwas primitiv, deshalb nun die für ihren Glauben unangenehmen wissenschaftlichen Erkenntnisse einfach in Frage zu stellen !" Das habe ich nirgendwo gesagt ! Ich stelle keine gewonnenen Erkenntnisse in Frage.(wo?) Ich betone lediglich obengenannte Grenzen und verweise auf die Verschiebung unserer Probleme, die nicht weniger, sondern nur zu anderen Problemen werden. "Ich habe bewußt geschrieben: Mehr oder weniger(!!!) greyman ! Weshalb machst du dann abwertend (??) „weitgehend erforscht“ daraus?" Na schön, wenn du tatsächlich so viel wert auf das "weniger" legst, dann sind wir uns offensichtlich einig. Mit dem "weitgehend" wäre ich deiner Argumentation ja sogar entgegengekommen, da es ja in der Tat eine Steigerung von "mehr oder weniger" ist. Aber das nur nebenbei...:-) Der Wittgenstein geistert hier m.E. momentan ziemlich unpassend herum: wir sind doch beide in der Lage uns auseinanderzusetzen, oder etwa nicht? Doch ! Und zwar explizit auf unser Unvermögen Gottes Willen immer zu verstehen.(Stichwort: Tsunami) Also sogar noch einen Schritt weiter. Gruß, greyman Sonntag, der 30. Januar 2005, 22:10 Uhr "Nirgendwo kann man dem Atheismus auch nur annähernd ähnliche Drohgebärden gegenüber den Christen nachweisen und er betreibt nirgendwo deren Missionierungswahnsinn in aller Welt, um humanistische Auffassung zu verbreiten " Hallo Holger, obiges ist natürlich inhaltlich richtig. Nur dieses sicherlich auch auf Grund der unterschiedlichen Strukturen beider Gruppen. Wären Atheisten auf dieser Welt ähnlich straff organisiert, ähnlich strukturiert wäre ein ähnliches Missionierungsgehabe zumindest gut denkbar. Sonntag, der 30. Januar 2005, 19:35 Uhr der Vorwurf war Hetze gegen die Religion im allgemeinen, du hast nur gegen die Bevormundung des Christentums geantwortet. Was ist mit dem ISLAM? Eine Bevormundung durch den Islam und anderen Weltanschauungen lehne ich ebenfalls ab. Der Mensch sollte seine eigene Lebensphilosophie entwickeln dürfen. Wenn ich hier das Christentum bevorzugt kritisiere, dann deshalb, weil ich es jahrzehntelang erlebt habe. Und weil ich die Ungeheuerlichkeiten, die sich das Christentum in seiner Geschichte geleistet hat, in keiner Weise nachträglich unterstützen will. Sonntag, der 30. Januar 2005, 18:34 Uhr Ein Beispiel für einen Menschen, der seinen eigenen Glauben an eine nicht existente Wahrheit nicht wahrhaben will. Sorry, aber ich habe keinen GLAUBEN an eine "nicht existente Wahrheit". Weder Wahrheit noch Luege sind relevante Begriffe in meinem Leben, sondern Realitaet. Und da kommt nun mal ein SCHROTTI nicht vor. Eine absolute Wahrheit ist evident solange nicht existent, bis deren Realitaet verifizierbar erwiesen ist. Der jaemmerliche Rest ist GLAUBE an eine (persoenliche) WAHRHEIT... und: GLAUBEN tue ich nicht! Weder an das eine, noch an das andere. Sonntag, der 30. Januar 2005, 18:27 Uhr Sonntag, der 30. Januar 2005, 18:26 Uhr Warum zum Teufel findet man dann auf dieser Seite nichts als HETZTE gegen die Religion? Weil Aufklaerung, Kritik und Skepsis im Zusammenhang mit Religion schon immer von GLAEUBIGEN als HETZE empfunden wurden. Sonntag, der 30. Januar 2005, 18:18 Uhr „Ich verachte Sätze wie: "Wer nicht an Gott glaub hat kein Gesicht." So etwas beleidigt mich. Und ich verachte solche Ansichten.“ Dieser Ansicht kann man voll und ganz zustimmen. Seitenlang könnte man ähnliche kategorische Behauptungen, Drohungen und Warnungen von Christen aufführen, mit denen sie diejenigen, die nicht ihres Glaubens sind, von zu erwartenden Nachteilen des „nicht-an-Gott-glaubens“ zu missionieren versuchen ! Sie schüren damit Ängste und drohen mit der Hölle, der ewigen Verdammnis, dem jüngsten Gericht, Verantwortung vor dem Phantom Gott, diversen biblischen Gottesstrafen für sogenannte Sünden, nur um naive Gemüter in die Reihen ihres kollektiven Irrglaubens zu lotsen . Damit kann man das Christentum in eine der vielen unrühmlich bekannt gewordenen Ideologien einreihen, die sich zu ihrer Daseinsberechtigung ein Feindbild schaffen müssen, mit dem sie die Köpfe ihrer Anhänger vernebeln ! Die Bibel strotzt ja förmlich von Verunglimpfungen und Gottesstrafen gegen ihre Feinde ! _Nirgendwo kann man dem Atheismus auch nur annähernd ähnliche Drohgebärden gegenüber den Christen nachweisen und er betreibt nirgendwo deren Missionierungswahnsinn in aller Welt, um humanistische Auffassung zu verbreiten ! Sonntag, der 30. Januar 2005, 18:15 Uhr Aus eigener Erfahrung muß ich leider sagen, daß ein Dialog zwischen Christen und Atheisten nicht möglich ist. Überzeugte, gläubige Christen setzen alles daran, die "Abgefallenen" zu bekehren, Ihnen "Gott" als höchste Instanz allen Handelns vorzustellen. Es wird nicht akzeptiert, daß ein Atheist nicht glaubt. Der Nichtglaube wird verachtet und diese Wertung unterschwellig allen Gemeindemitgliedern vermittelt, was wiederum deren Verhalten im Alltag bestimmt. Ich verachte Sätze wie: "Wer nicht an Gott glaub hat kein Gesicht." So etwas beleidigt mich. Und ich verachte solche Ansichten. Solange die missionarische Absicht, wenigstens eine Seele zu "retten", im Auftreten der Christen gegeüber Atheisten bestimmend bleibt, ist ein Dialog nicht möglich. In einem wahren Dialog erwarte ich von Christen, auch den eigenen Standpunkt zu überprüfen. Ich habe sehr deprimierende Erfahrungen mit christlichem Sendungsbewußtsein gemacht und habe einen "Dialog" aufgegeben. Ich wünsche ihn, da ich andere Menschen in ihrem Handeln und in ihren Wertvorstellungen verstehen möchte. Aber ich wünsche nicht missioniert oder herabgewärdigt zu werden. Sonntag, der 30. Januar 2005, 18:08 Uhr Name: Anti-Herbert Anti-Ferstl Ich: "insbesondere, wenn ich zu wetten wage, dass nun jeweils ein Christ und jeweils ein Atheist dieses Posting kommentiert, um sich selbst seiner angeblichen Wissenheit und Mehrfreiheit zu brüsten." Herbert: "... - wirklich lachhaft Mmmh... Genau! Das ist das, was ich ueber Dein Posting denke! " Sonntag, der 30. Januar 2005, 17:23 Uhr Ich wehre mich gegen die christlichen Bevormundungen. Christliche Machtansprüche gibt es seit Beginn des Christentums. Sie haben bis heute nicht aufgehört. Christliche Missionsversuche sind auch christliche Machtansprüche. Sich dagegen zu wehren, ist eine Form der Selbstverteidigung und keine Hetze. Sonntag, der 30. Januar 2005, 16:04 Uhr ziethe@gmx.de Aus eigener Erfahrung muß ich leider sagen, daß ein Dialog zwischen Christen und Atheisten nicht möglich ist. Überzeugte, gläubige Christen setzen alles daran, die "Abgefallenen" zu bekehren, Ihnen "Gott" als höchste Instanz allen Handelns vorzustellen. Es wird nicht akzeptiert, daß ein Atheist nicht glaubt. Der Nichtglaube wird verachtet und diese Wertung unterschwellig allen Gemeindemitgliedern vermittelt, was wiederum deren Verhalten im Alltag bestimmt. Ich verachte Sätze wie: "Wer nicht an Gott glaub hat kein Gesicht." So etwas beleidigt mich. Und ich verachte solche Ansichten. Solange die missionarische Absicht, wenigstens eine Seele zu "retten", im Auftreten der Christen gegeüber Atheisten bestimmend bleibt, ist ein Dialog nicht möglich. In einem wahren Dialog erwarte ich von Christen, auch den eigenen Standpunkt zu überprüfen. Ich habe sehr deprimierende Erfahrungen mit christlichem Sendungsbewußtsein gemacht und habe einen "Dialog" aufgegeben. Ich wünsche ihn, da ich andere Menschen in ihrem Handeln und in ihren Wertvorstellungen verstehen möchte. Aber ich wünsche nicht missioniert oder herabgewärdigt zu werden. Sonntag, der 30. Januar 2005, 14:26 Uhr interessant ist, dass diejenigen,die die Verantwortung im Geschäftsleben und in der Familie ablehnen, diejenigen sind, die nach Gleichheit ,Brüderlichkeit und Freiheit in der Gesellschaft schreien. Sonntag, der 30. Januar 2005, 13:17 Uhr ... - wirklich lachhaft Das ist das, was ich ueber Dein Posting denke! Sonntag, der 30. Januar 2005, 13:13 Uhr Name: Die tausendste Seite Die tausendste Seite in diesem Gästebuch ist erreicht. Und wurde etwas erreicht? Nein. Die Christen bleiben stur bei ihren Fronten. Nein. Die Atheisten bleiben stur bei ihren Fronten. Jeder hat Recht und jeder hat Unrecht. Jeder ist die Freiheit in Person und jeder ein Sklave der Vordenker. Lächerlich - nicht wahr? Lächerlich - insbesondere, wenn ich zu wetten wage, dass nun jeweils ein Christ und jeweils ein Atheist dieses Posting kommentiert, um sich selbst seiner angeblichen Wissenheit und Mehrfreiheit zu brüsten. Lächerlich - wirklich lachhaft. Sonntag, der 30. Januar 2005, 13:11 Uhr Name: Was ist die Hölle? Wäre die Hölle nicht jener Tag, Kurz bevor alle Menschen gleichberechtigt sind Und niemand mehr über einem anderen steht Und niemand mehr unter einem anderen steht Und jeder die Verantwortung für den anderen tragen lernen muss? Doch ist das Paradies dann nicht jener Ort, An dem alle Menschen in Gleichberechtigung und Freiheit leben, An dem kein Mensch über einem anderen steht An dem kein Mensch unter einem anderen steht Und alle Menschen die Verantwortung für die Nächsten zu tragen gelernt haben? Auf dem Weg zum Paradies, Werden wir es lernen müssen, Alle Menschen zu akzeptieren, Alle Menschen gleich zu behandeln, Allen Menschen Freiheit zu schenken, Jedem Menschen Frieden zu gewährleisten. Wir würden uns die Hölle verkürzen, Wenn wir keine Verantwortungslosigkeiten gegenüber der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit begehen würden. Sonntag, der 30. Januar 2005, 11:20 Uhr http://vrx2.eclub.lv/ Sonntag, der 30. Januar 2005, 10:45 Uhr dimon@assistentnet.com http://didrex.pillsinfo.net/index1.html What a nice site, been surfing on it for the whole night and day and i neva got bored for a single minute. :) Jerrellleuk@nownuri.net http://loan.pluyck.com/home-loan.html 1000 | 999 | 998 | 997 | 996 | 995 | 994 | 993 | 992 | 991 | 990 | 989 | 988 | 987 | 986 | 985 | 984 | 983 | 982 | 981 | 980 | 979 | 978 | 977 | 976 | 975 | 974 | 973 | 972 | 971 | 970 | 969 | 968 | 967 | 966 | 965 | 964 | 963 | 962 | 961 | 960 | 959 | 958 | 957 | 956 | 955 | 954 | 953 | 952 | 951 | 950 | 949 | 948 | 947 | 946 | 945 | 944 | 943 | 942 | 941 | 940 | 939 | 938 | 937 | 936 | 935 | 934 | 933 | 932 | 931 | 930 | 929 | 928 | 927 | 926 | 925 | 924 | 923 | 922 | 921 | 920 | 919 | 918 | 917 | 916 | 915 | 914 | 913 | 912 | 911 | 910 | 909 | 908 | 907 | 906 | 905 | 904 | 903 | 902 | 901 | 900 | 899 | 898 | 897 | 896 | 895 | 894 | 893 | 892 | 891 | 890 | 889 | 888 | 887 | 886 | 885 | 884 | 883 | 882 | 881 | 880 | 879 | 878 | 877 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Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
12°sonnig Lochau modernisiert das Strandbad 30.000 Euro pro Schneetag Irmi Kreiter Reinhard Gaurig Jasmin Wurzer Erwin Grinschgl Eveline Hämmerle Peter Wöß Anneliese Wachernig Wendelin Vonblon Walter Schanzl Irma Sperandio Ida Burtscher Nelly Nußbaumer Luis Stemer Hildegard Meisl Fritz Wiehl Waltraud Bell Walter Westreicher Hildegard Gisinger Ausgabe vom Donnerstag, 31. Januar 2019 Ausgabe vom Donnerstag, 24. Januar 2019 Ausgabe vom Donnerstag, 17. Januar 2019 Ausgabe vom Donnerstag, 10. Januar 2019 Ausgabe vom Donnerstag, 20. Dezember 2018 Collegium Bernardi stellt sich beim Tag der offenen Tür vor Ein Stück über die Vielfalt Mensch Ein Schneetag kostet die Stadt 30.000 Euro Schnee: Des einen Freud, des anderen Leid Melancholischer Träumer und Eroica Stichling gefährdet Felchen im See Hexen, Garden und „Hästräger“ in Fußach Neue Amtsleitung in Höchst Feuerwehr arbeitete schon 7500 Stunden am neuen Haus Gemeinnütziger Wohnbau in Hohenweiler nimmt Fahrt auf „Sorgenkind Nahversorgung“ wurde eine Erfolgsgeschichte Modernisierung an Lauterachs „Altem Markt“ nimmt Fahrt auf „Wir treiben es auf die Spitze!“ Premium-Baustelle mit Gemeinschafts-Engagement Nicole Ritter und Marco Kremmel Marianne Wriesnegger und Katharina Endres und Mathias Kalb Ayaz Tasdemir aus Feldkirch Pia Grießler aus Au Lina Celik aus Hard Marco Bence Kovacs aus Lauterach Elias Metzler aus Andelsbuch Oskar Hinteregger aus Wolfurt Laurin Keßler aus Dafins Stefanie Neyer aus Hittisau Paulina Victoria Meier aus Nenzing Matilda Bickel aus Sonntag Aren Ülkeraus Dornbirn Sophia Muxel aus Hittisau Pius Hämmerle aus Lustenau Noah Nusret Cengiz aus Wolfurt Fabian Böhler-Bader aus Andelsbuch Florian Schelling aus Lingenau Irma Müller aus Buch Hannah Maria Gorbach aus Hard Ramazan Porsuklu aus Lauterach Neujahrs­wanderung: „Auf den Spuren Paulina, Linda und Linus genießen den... Weiße Pracht in Massen In den kommenden Tagen sollen große Neuschneemengen ausbleiben. Närrische Südtiroler Der Gesamtverband der Südtiroler feierte sein Faschingskränzle in Nofels. Mit dabei waren Emma und Maria. »4 Hohenems in Narrenhand Die Mäschgerle ließen sich den Landesnarrentag nicht vom kalten Wetter verderben. »14 Vereine starten ins Jahr Aktive und passive Vereinsmitglieder sowie Vorstandsmitglieder kamen zum Neujahrsempfang im Vinomnasaal. »6 Der MV Lustenau ehrte jetzt verdiente Mitglieder wie Werner Huber, der dem Verein seit 35 Jahren die Treue hält. »4 Heiratswillige sind am Wochenende bei der Hochzeitsmesseim Jonas-Schlössle gut aufgehoben. »3 Wenn am Sonntag der Umzug mit internationaler Beteiligung in Fußach stattfindet, wird die Gemeinde zur Narrenhochburg. »8 Weiße Pracht im Hofsteig Die Schneemassen der vergangenen Tage machten die Hofsteig­gemeinden zu einer Winterlandschaft. 2000 Menschen führen Demo in Dornbirn fort Demonstration für menschliches Asylrecht findet auch am neuen Standort Marktplatz regen Zulauf. »3 Lustenau hat bald 24.000 Einwohner Österreichs größte Marktgemeinde wird noch größer. Politik reagiert mit Investitionen, vor allem in Bildung. »3 HundgerechteMarktgemeinde Nenzing harmonisiert mit neuer Hunde- verordnung das Zusammenleben von Zwei- und Vierbeinern. »3 Areal beim „Alten Markt“ im Umbruch Fahrplan für „Wohnen PLUS“ in Langenegg Zieleinlauf fürNofler Apotheke Beschwerden zurückgezogen, Antrag ist durch. Räumlichkeiten in der Novale stehen bereit, Umsetzung wird vorbereitet. »3 Klauser Sparkurs soll sich bezahlt machen Zurückhaltender Finanzplan in der Höhe von 9,9 Millionen Euro beschlossen. Weitere Schuldentilgung angestrebt. »3 (Kl)eine Abfalllösung für Dalaaser Gemeinde errichet Abfallsammelzentrum bei der „Bettlerküche“; im Frühjahr folgt der Feinschliff. »12 10.819 Stunden im Einsatz für Koblach Das Jubiläumsjahr kann aus Sicht der Trachtengruppe kommen Firstbaum für neues Wohnbauprojekt in Egg Im Egger Ortsteil Pfister errichtet die Wohnbauselbsthilfe eine Kleinwohnanlage mit 13 Einhei­-ten in zwei Baukörpern. »12 XXXLutz erhält größere Verkaufsfläche und Tiefgarage. Ausbau des Kreuzungsbereiches L 190/Karl-Höll-Straße geplant. »4 Warum jedes Haus einen Baum brauchen kann Moderne Roboteranlage für das BORG in Lauterach Diese Neugeräte werden im Unterricht viele neue Möglichkeiten eröffnen. »6 Bregenzerwälder Zünfte planen die Handwerksausstellung 2019 Bei den Wälder Zunfttagen wurden Pläne für die kommenden Monate präsentiert. »4 Lustenau hat schon bald 24.000 Einwohner Die Bewältigung der Schneemassen kommt Stadt Bregenz teuer. »3 Altbürgermeister Hans-Dieter Grabher erzählt Gesund im Winter »18 Gesund im Winter »26 Wiedergewählter Feuerwehrkommandant Jürgen Amann legte bei Jahreshauptversammlung den Vereinsbericht 2018 vor. »3 Pflege auf Dornbirns politischer Agenda Bei der Jahreshauptversammlung der Stadtmusik Bludenz:Edgar Fleisch (r.), Ceyda Dogan und Zsolt Ardai. Neue Wohnanlage entsteht in der Leiblachtalgemeinde. »14 Neues aus den Vereinen »30 Zahl 13 brachteGewinnern Glück Rankweil Am Montag fand die Schlussziehung der Weihnachtslosaktion 2018 statt. Der größte WebsaalÖsterreichs Von der alten Mühle zur Großweberei bis zur Fachhochschule. Abfall 17. bis 24. Jänner Alberschwende Freitag, 18. Jänner: Restmüll... Spannende Duelle der Hockey-Youngsters U11-Turnier in der Lustenauer Rheinhalle. VersammlungBILDSTEIN Der Kameradschaftsbund hält seine Jahreshauptversammlung am Freitag, 18. Jänner, um 20... Bregenz Neben dem Privaten Gymnasium betreibt das Collegium Bernardi – Katholische Privatschulen... Schurken-Alarmin der Alpenstadt Bludenz Diesen Samstag, 19. Jänner, dürfen sich alle Musikbegeisterten ab 20 Uhr auf ein... Keine Tür hält die Feuerwehren aufFeldkirch, Klaus Ein medizinischer Notfall hinter verschlossener Tür – nicht erst einmal musste hier die... klausDonnerstag, 24. Jänner: Keine Tür hält die Feuerwehren auf Feldkirch, Klaus Ein medizinischer Notfall hinter verschlossener Tür – nicht erst einmal musste hier die... Altstadt Zone 1Mittwoch, 23. Jänner: Bioabfall,... Für die geplanten Sanierungsarbeiten an der Volksschule Nenzing wurden in der jüngsten Gemeindevertretungssitzung verschiedene Vergaben beschlossen: Elektroplanung 27.670 Euro, Bauphysik 19.300 Euro, Bauleitungsarbeiten knapp 46.500 Euro sowie für Statik und die konstruktive Bearbeitung mit knapp 40.000 Euro. Die Sanierung soll heuer starten. EM Nenzing Viele Eltern sind verunsichert: Was ist in der Erziehung Klarheit, was Autorität? Bregenz Die Stadt Bregenz zeigt am Dienstag, 22. Jänner, und am Mittwoch, 23. Jänner, jeweils 20... Bildstein Gelber Sack: Montag, 21.... Konzert mit Musik aus Paris der 1920erSamstag,... Langenegg Auf Hochtouren laufen die Bauarbeiten an dem Projekt „Wohnen PLUS“ im Zentrum von... Lauterach „Das Engagement von Reinhard Schertler, Joachim und „Menschlichkeit ist wetterfest“ dornbirn Auch widrigste Wetterverhältnisse hielten die Menschen am Dornbirner Marktplatz am Sonntag... BREGENZ Die Kinder hatten ihre größte Freude, als es dieser Tage schneite wie schon seit Jahren... Koblacher Florianijünger lassen 2018 Revue passieren Koblach Kommandant Jürgen Amann konnte bei der 114.... Nofels bekommt eine Apotheke Feldkirch Die Apothekenversorgung in Feldkirch steht schon seit Jahren in Diskussion. Klaus wirtschaftet weiter mit Vorsicht Klaus Noch vor dem Ablauf des vergangenen Jahres haben die Gemeindevertreter in Klaus das Budget... Wachsende Bevölkerung erfordert Investitionen lustenau Zum Stichtag 31. Dezember 2018 lebten in Lustenau 23.888 Menschen. Nenzing Exakt 343 Hunde sind momentan in der Marktgemeinde Nenzing registriert. Kinder-Skilift für gelebtes Miteinander Ludesch Vor über 30 Jahren wurde auf dem zu Ludesch gehörenden Ortsteil Bofel ein Skilift... Gymnasium Bludenz goes Uni Liechtenstein Bludenz Anlässlich einer Kooperation des Bundesgymnasiums Bludenz mit der Universität... Eishockey-DerbyLustenau Am heutigen Donnerstag, dem 17. Jänner, steigt im Rahmen der 33. Runde in der Alps Hockey... Im Zeichen von Kräuter und Solidarität Bludenz Monika Rietzler ist seit ein paar Jahren im Team des sogenannten... Bevölkerung in Fraxern wächst stetig 756 Einwohner, zehn Geburten, vier Todesfälle. Ein Muss für alle, die heiraten wollen: die Hochzeitsmesse im Jonas-Schlössle. Im Förderwesen bleibt vieles unverändert Stadt setzt lediglich sechs von 13 Rechnungshofempfehlungen um. Bregenz Morgen, Freitag, 18. Jänner, findet um 16 Uhr im Austriahaus in Bregenz eine musikalische... KirchlicheDaten Bludenz Kürzlich veröffentlichte die katholische Kirche die jährliche Statistik zu Kirchenaus-... Kaffeekränzle im Fohren Center bludenz Am Samstag, 26. Jänner, laden die SPÖ-Frauen Bludenz zu ihrem heurigen Kaffeekränzle in... Nenzinger Vierbeiner 343 Hunde sind registriert110 verschiedene... Länge 45 MeterHöhenunterschied 7... Lauterach Gut Ding braucht Weile – aber jetzt macht der Möbelriese XXXLutz in Lauterach wirklich... Zunfttage im Wald stellen Weichen für Jubiläumsschau Egg, Alberschwende Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus – auch die traditionelle Bregenzerwälder... Von Uhrzeit-Betrachtungen Bludenz Die Galerie allerArt in Bludenz, für deren künstlerisches Programm Musikverein Lustenaumit neuem Vorstand lustenau Vergangenen Samstagabend trafen sich die Musikanten des Musikvereins Lusten­au zum... Wenn ein Witz den nächsten jagt Feldkirch Obwohl es österreichisch klingt, gehört Südtirol seit dem Jahr 1921 zu Italien. Es krachte im Kreisverkehr dornbirn Der Lindaupark zieht viele Einkaufsfreudige an. BREGENZ Mit den Schneemassen der letzten Tage kommen auch schweißtreibende Pflichten auf die... Götzis Hausherr und Direktor Thomas Rothmund fand passende Grußworte... BREGENZ In ihrem Meisterkonzert entführen die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Ereignishorizont imBildungshaus Batschuns Zwischenwasser Am Donnerstag vergangener Woche fand im Bildungshaus Batschuns die Eröffnung der... Rockiger Spendenerfolg Mäder Nach dem Jubiläums-konzert 2017 anlässlich des 20. Jahrestags der Gründung der White... Bürs budgetiert heuer13,5 Millionen Bürs Einstimmig beschloss die Bürser Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung den... Einzigartiges Familientreffen Meiningen Der Elternverein Einzigartig für Menschen mit Behinderung lädt am Freitag, 25. Jänner,... Der Volleyballnachwuchs probt Feldkirch Der Sparkassencup der Nachwuchsvolleyballer bringt am 19. und 20. Jänner 13 Teams aus... Wie man Kinder in der Trauer gut begleitet Dornbirn Krankheit und Tod im nahen Umfeld machen oft selbst hilflos. Am Freitag, 25. Jänner, geht’s im Reichshofsaal närrisch-musikalisch zu, wenn ab 19.30 Uhr die Rheintalische Musikschule zum Faschingskonzert aufspielt. Kinderorchester, Jugendsinfonietta und große Sinfonietta spielen zeigen ihr Können. Gemeinde BORG Werkstatt lud zum Jubiläumskonzert Andreas Duscha: „Auch die kaputte Uhr . . .“ Galerie allerArt, Bludenz Montag bis Freitag:8 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr Den Ruhestand aufdrei Säulen gestellt lustenau 17 Jahre war Hans-Dieter Grabher Lustenaus Gemeindechef. FUSSACH Ein besonders aktuelles Thema stand im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der Gemeinde... BORG Lauterach rüstet Labor für Natur-Wissenschaft-Technik Lauterach Am Wochenende lud das BORG Lauterach zum Tag der offenen Tür – und konnte dabei als... Wohlklingende Bilanz Bludenz Die Stadtmusik Bludenz lud dieser Tage zu ihrer Jahreshauptversammlung ins Zemma und nutzte... Schülerinnen versus Plastik Bludesch, Fontanella „Es ist uns wichtig, dass unsere Arbeit auch einen gemeinnützigen Sinn macht“,... Mit Musik, Tanz, Halligalli und Sicherheit ins neue Vereinsjahr Rankweil Mehr als 120 Vereine gibt es in Rankweil. Dornbirn rückt Thema Pflege in den Fokus dornbirn Ein eigenes Krankenhaus, zwei städtische Pflegeheime, ein gut funktionierender... Der EC Bregenzerwald steht im „Final-Four“ Andelsbuch, Dornbirn Im Entscheidungsspiel um den Einzug in das „Final Four“-Turnier, in dem es um dem Titel... Was über Bord geht –und was bleibt FELDKIRCH Zwei besondere Schriftsteller eröffneten das Literaturjahr im Theater am Saumarkt: Während... Kultur und Geselligkeit am „Sonntag Nachmittag“ Götzis Mit Auftritten bekannter und beliebter Künstlerpersönlichkeiten startet das Bildungs- und... Traditioneller Brennertreff in Altach Am Samstag lädt der OGV Altach zum Brennertreff in den Vereinsschopf. Mit zwei klaren Erfolgen starteten Montfortstädter ins neue Jahr. Österreichische Schülermeisterschaftenim Biathlon Schoppernau Nach der erfolgreichen Durchführung der Österreichischen Schülermeisterschaften im... Feuerwehr im EinsatzDornbirn Innerhalb kürzester Zeit gelang es der Feuerwehr, einen Containerbrand zu löschen. Hoher Besuch bei den E-Werken Frastanz FRASTANZ Im Rahmen einer Betriebsbesichtigung besuchte kürzlich Landesrat Empfang für Gemeindebedienstete Marktgemeinde dankte und ehrte Mitarbeiter. LeinwandLoungeBLUDENZ Im Zuge der Veranstaltungsreihe LeinwandLounge wird am Mittwoch, 23. Jänner, das deutsche... Obmann Edgar FleischVizeobmänner... Mut machen, Courage zeigen, Protest anmelden FEldkirch Mut, Courage und Protest: Mit ihrem Frühlingsschwerpunkt 2019 widmen sich die Montforter... Genuss Region Österreich stellt im Wald Weichen für Zukunft Mellau, Egg Vor rund 15 Jahren hat sich in Oberösterreich die Initiative „Genuss Region“ formiert... Trachtengruppe stellt Weichen für Jubiläumsjahr 2020 lustenau Traditionell zu Beginn des neuen Jahres fand die Jahreshauptversammlung der Trachtengruppe... Internationaler Faschingsumzug am Sonntag, 20. Jänner, – Bus fährt ins Dorf. Mit Drehleier und Dudelsack in neue Klangwelten Götzis Die fünf Abo-Konzerte des Concerto Stella Matutina holen 2019 die Musikstile... Endphase für die Weltgymnaestrada rückt näher Rankweil „Es gibt noch viel zu tun. Winterlicher Walserreigen Raggal Der Wirtschaftsverein und Tourismus Großes Walsertal luden kürzlich zum Neujahrsempfang... Schruns Die Teilnehmer der Nutzungsgruppe der Initiative „Naturverträglicher Wintersport im... Doppelter Sieg für den SSV dornbirn Die SSV-Damen gewannen vergangenes Wochenende gegen das Tabellenschlusslicht ATV Trofaiach... cafeMinzeklaus Im Foyer der Mittelschul-Turnhalle in Klaus lädt das cafeMinze heute, Donnerstag, von 15... Senioren-MittagstischAltach Der Mobile Hilfsdienst und das Sozialreferat der Gemeinde Altach laden heute,... Höchst Alexander Thaler war bisher Amtsleiter der Gemeinde Thüringen. Alles Discobei SC Admira Dornbirn DORNBIRN Am 2. Februar 2018 wird auf der Sportanlage im Rohrbach wieder ausgiebig „gmaschgrat“. Bulldogs Kids startetenins neue Jahr DORNBIRN Bereits in den ersten Tagen des neuen Jahres standen für die Nachwuchscracks der Bulldogs... Nenzing Da trifft sich das Who ist who des Walgaus: Diesen Samstag, 19. Jänner, lädt die... Musizieren und gutes Tun St. Gallenkirch Im Rahmen des dezemberlichen Adventkonzertes einer Bläsergruppe und eines... Gefahren des Alltagsauf der Bühne St. Anton Am morgigen Freitag, 18. Jänner, wird um 14.30 Uhr im Turnsaal der Volksschule St. Anton in... Weltgymnaestrada in Rankweil vom 7. bis 12. Juli 2019 Veranstalter: Turnerschaft Rankweil/Marktgemeinde Rankweil ABo-Konzerte 2019 1. L‘ amore a Napoli Svetlina Stoyanova, Mezzosopran Lochau Einstimmig hat die Lochauer Gemeindevertretung den Budgetvoranschlag für das Jahr 2019 mit... „Jedes Hausbraucht einen Baum“ dornbirn Es fühlte sich fast so an wie ein erholsamer Kurzurlaub. FRASTANZ Auch nach den Festlichkeiten zum 70-Jahre-Jubiläum ist sich der Schilift Bazora treu... Kindergarten „Am Schlatt“ besuchte Dorfbeck Die Kleinsten backten Zöpfe, Brezen und Kekse. Egg So lautet das Thema des Kunstprojekts, mit dem Kuno Kinderkultur am Samstag, dem 19.... Sulzberg In Thal b. Sulzberg entpuppt sich erst nach genauerem Hinsehen die Baustelle hinter der... Punktelose Wienreisefür die Wildcats lustenau Zum Auftakt ins neue Jahr stand für die Damen der EHC Wildcats Lustenau gleich ein... „Leidenschaft und Inspiration“ Feldkirch Beim 20. Neujahrsempfang der Stadtmusik Feldkirch bezog sich Vorstand WanderungGASCHURN Am morgigen Freitag, 18. Jänner, wird in Partenen eine romantische Feuerschalen-Wanderung... GARGELLEN Verschneite Berglandschaft, frische Bergluft und 300 motivierte Damen. Große Schwimmveranstaltung im Dornbirner Stadtbad. Auch die Skischule im Ausnahmezustand Schruns Bei Sturm und dichtem Schneetreiben warteten die Skilehrer der Skischule Schruns dieser... Fünffaches Glück Jungbauer Elias freut sich über Zuwachs im Stall. Familiäres Flair mit Fernblick Kleinskigebiete der Region Schilift Bazora Dem Schneechaos zum Trotz Firstfeier für Wohnbau in Egg Egg Angesichts der Wetter- und Schneesituation in den vergangenen Tagen mag diese Ankündigung... Hohenweiler Zu Pfingsten (8./9. Juni) ist die feierliche Eröffnung des neuen Gerätehauses der... Neues Graf Hugo öffnet Tür und Tor Feldkirch 42 Räume auf vier Geschoßen stehen seit Anfang Jänner im neuen Graf Hugo für die... In ein neues Konzertjahr dornbirn Passend ist man vergangenen Freitag in die neue Konzertsaison im Engel gestartet. PensionistentanzDornbirn Am heutigen Donnerstag, 17. Jänner, von 14.30 bis 17.30 Uhr findet der monatliche... AusstellungFeldkirch Der ESV Feldkirch Sektion Foto präsentiert in einer Ausstellung in der Sparkasse die... Galaktisches Altherrenturnier FRASTANZ Insgesamt 17 Mannschaften traten heuer an den zwei intensiven Turniertagen des... Warm-up für die Depeche-Mode-Party Pop&Wave-Auftakt vor Jubiläum im Mai. Hohenweiler Direkt gegenüber der Pfarrkirche hat eine Kleinwohnanlage der Vogewosi derzeit noch... Das Land startete in Hohenems in die fünfte Jahreszeit hohenems Am vergangenen Sonntag organisierten die Embser Schlossnarren nach 1983, 1999, 2009 und 2015... RodelrennenALBERSCHWENDE Am Samstag, 2. Februar, findet das Rodel- und Zipfelbob-Rennen der Vereine statt. Inspirierender Empfang FRASTANZ Als Gastredner auf dem diesjährigen Neujahrsempfang der Marktgemeinde Frastanz, der... KLÖSTERLE Manche Situation muss man selbst erlebt haben, um sie richtig einschätzen zu können. LesecaféBraz Das nächste Lesecafé findet am Mittwoch, 23. Jänner, in der Zeit von 17 bis 19 Uhr im... Biogarten Der Winter hat nun ohne Zweifel das Ländle voll im Griff. Hohenweiler Der Jahreswechsel 1998/99 war in Hohenweiler ein „schwarzer Tag“, denn zu Silvester... VereinsrennenBlons Der USV Blons lädt diesen Sonntag, 20. Jänner, zur Vereinsmeisterschaft nach... Babystartpaket neu fürwerdende Eltern in Ems hohenems Zum Start ins neue Jahr hat man sich im Hohenemser Rathaus mit dem neuen Babystartpaket... Most auf dem Prüfstand Ludesch Alle zwei Jahre wird in Ludesch eine Mostprämierung durchgeführt. „Bonsoir Paris“ beimHohenemser Sängerball hohenems Am Samstag, 26. Jänner, steht um 20 Uhr in der Otten Gravour mit dem traditionellen... Kommunikationsabteilungmit neuer Mitarbeiterin hohenems Nadine Fitz unterstützt seit Anfang dieses Monats das Team der... Michelle Hoferund Sascha Wolffdornbirn Michelle Hofer aus Lustenau und Sascha Wolff... Schülerbetreuung in denkommenden Semesterferien hohenems Auch in den kommenden Semesterferien, die vom 11. bis 16. Februar dauern, bietet die Stadt... Säuglings- und Kinder-Notfallkurs Rotes Kreuz bietet bei „Ringareia“ einen Kinder-Notfall-Kurs an. lustenau „Still und heimlich und ganz ohne Gäste, nur wir beide – Bräutigam und Braut, nicht... Linus FeistenauerHöchst Bereits vor zehn Jahren hatte Marianne Wriesnegger, die... Scheidegg Am 5. Jänner gaben sich Katharina Endres und Köstlicher Rezepttipp für die „fünfte Jahreszeit“. Bundesgymnasium Feldkirch-Rebberggasse Am letzten Schultag vor Weihnachten bekamen die achten Klassen unseres Gymnasiums die... VS Frastanz-hofen „Engel über Licht und Schatten“ nannte Elmar Trenkwalder... „Tango Argentino“in der VHS hohenems Am Sonntag, dem 27. Jänner, treffen sich „Tango Argentino“-Tänzer aus dem ganzen... SteuersprechstundeHohenems Eine kostenlose Sprechstunde für alle Steuerfragen findet am heutigen Donnerstag, 17.... Golden Age oderTanzen macht Freude Musikschule Montafon Tanzen, bewegen, sich frei und unbeschwert fühlen – unter diesem Motto lädt die... Eine erfreuliche Überraschung gab es unlängst für den Elternverein der Volksschule Frastanz-Hofen. Dieser bekam von den E-Werken einen Heißgetränkeautomaten gesponsert, welcher auch promt angeliefert und ausprobiert wurde. Rainer Hartmann, Geschäftsführer der E-Werke, und EV-Obfrau Karin Meusburger zeigten sich begeistert. E-Werke-Frastanz/Matthias Decker Arpeggione-Matinee im Palast hohenems Das Kammerorchester Arpeggione präsentiert im Rahmen einer Matinee am Sonntag, dem 27.... 21. Dezember 2018 Als zweites Kind von Bircan und... Jodok Moosbruggeraus Au 31. Dezember 2018 Früh am Morgen wurde ich mit 3244 g und 50 cm im KH Dornbirn... Pia Steurer aus Riefensberg 3. Jänner 2019 Mit 3436 g und 49 cm erblickte ich um 12.43 Uhr im... Lukas Griessmaieraus Dornbirn 31. Dezember 2018 Als zweites Kind von Sandra... Mia-Sophie Kohleraus Dornbirn 3. Jänner 2019 Als erstes Kind von Vanessa Kohler... Pius Hämmerleaus Lustenau 29. Dezember 2018 Als erstes Kind von Andrea und... Aurelio Fink aus Alberschwende 3. Jänner 2019 Bei meiner Geburt um 11.05 Uhr im Krankenhaus Dornbirn wog... Eliah Bischofaus Fußach 20. Dezember 2018 Ich erblickte als erstes Kind von Luisa Mayerhoferaus Dornbirn 29. Dezember 2018 Hallo, ich bin Luisa! Luca Hafneraus Dornbirn 30. Dezember 2018 Um 22.40 Uhr wurde ich im KH Dornbirn mit 2962 g und 51 cm... Damian-Kyrie Scheiberaus Lustenau 30. Dezember 2018 Nach Noel-Liam bin ich das zweite Kind von 24. Dezember 2018 Ich wog 3385 g und war 50 cm groß, als ich um 18.41 Uhr als... 9. Dezember 2018 Ich erblickte um 21.29 Uhr im LKH Bregenz das Licht der Welt,... 22. Dezember 2018 Als ich um 12.28 Uhr als erstes Kind von 24. Dezember 2018 Mit 4020 g und 54 cm kam ich um 15.58 Uhr im... 24. Dezember 2018 2920 g schwer und 51 cm groß war ich bei meiner Geburt um... 21. Dezember 2018 Mein großer Bruder Emilio freut sich mit 26. Dezember 2018 Bei meiner Geburt um 18.47 Uhr im Landeskrankenhaus Bludenz... 24. Dezember 2018 Meine Eltern Sonja und 26. Dezember 2018 Ich wog 3046 g und war 49 cm groß, als ich um 10.44 Uhr im... 26. Dezember 2018 Bei meiner Geburt um 12.15 Uhr im Landeskrankenhaus Bregenz... und Marco Kremmellustenau „Still und heimlich und ganz ohne Gäste, nur wir beide – Bräutigam und Braut, nicht... Fatma und Baris Isleyen lustenau, frastanz Gleich zu Beginn des neuen Jahres feierten ­Fatma Kocaoglu aus... und Sascha Wolffdornbirn Michelle Hofer aus Lustenau und Sascha Wolff... BEZAU Am 9. Dezember 2018 empfing Laura das heilige Sakrament der... Schwarzach Laura empfing am 23. Dezember 2018 das heilige Sakrament der... 26. Dezember 2018 Bei meiner Geburt um 23.09 Uhr im Krankenhaus Dornbirn wog... 27. Dezember 2018 Ich kam um 11.45 Uhr mit 4038 g und 53 cm im... 29. Dezember 2018 Ich erblickte um 6.31 Uhr als erstes Kind von 28. Dezember 2018 Bei meiner Geburt um 1.01 Uhr im Landeskrankenhaus Bregenz... 29. Dezember 2018 Als ich um 13.47 Uhr als erstes Kind von 30. Dezember 2018 Ich wog 3706 g und war 49 cm groß, als ich um 14.44 Uhr im... 28. Dezember 2018 Meine Eltern Angela Pußwald und... 26. Dezember 2018 Thomas freute sich mit Melanie Böhler... SV Lochau Stocksport Bei der am Wochenende in Dornbirn ausgetragenen 1. Landesklasse der... Ehrenfeier des Seniorenbund Lustenau seniorenbund lustenau Mitte Dezember fand im Reichshofsaal der traditionelle Adventnachmittag Seniorenbund... Großes Interesse am Infonachmittag HLW Feldkirch „HLW – hier läuft was“ – unter diesem Motto fand am Freitag, 11. Jänner, der... Emser Turnerschaftemser turnerschaft Bei der Weihnachtsfeier der Hohenemser Turnerschaft in der Sporthalle Herrenried... Abend der offenen Tür am BORG Götzis BORG Götzis Am Donnerstag, 24. Jänner, findet zwischen 19 und 22 Uhr am BORG Götzis ein „Abend der... Neujahrswanderung: „Auf den Spuren der Seligen Ilga“ Radteam perpedales Bestens ausgerüstet startete die Wandergruppe des Radteam perpedales unter der Führung... 4. Zielsportrunde in der Vorarlbergliga USG Andelsbuch Die USG Andelsbuch siegte gegen SG Frastanz mit 3:1. Jahresprogramm-Präsentation bei Jahreshauptversammlung PVÖ Hard Während draußen tiefster Winter herrschte, trafen sich die Mitglieder des... Die neue Vereinsspitze stellt sich vor naturfreunde dornbirn Die Ortsgruppe Dornbirn der Naturfreunde hat eine neue Vereinsspitze. Karate - Schnupperkurs für Väter und Kinder Vorarlberger Familienverband Wer möchte ihn nicht haben, den schwarzen Gürtel im Karate? Siv Mikalsen und Magnus EttlingSchruns Am 11. Jänner gaben sich Siv Mikalsen... Paulina Victoria Meieraus Nenzing Mathias Stefan Sicoeaus Bludenz 3. Dezember 2018 Bei meiner Geburt im LKH Feldkirch wog ich 1500 g und war... Elina Amannaus Schnifis 19. Dezember 2018 Ich erblickte im LKH Bludenz das Licht der Welt. Nadja Juenaus Tschagguns 23. Dezember 2018 Ich bin nach Sarah das zweite Kind... Ayaz Tasdemiraus Feldkirch 23. Dezember 2018 Mit 4020 g und 54 cm kam ich im LKH Feldkirch zur Welt. Marco Bence Kovacsaus Lauterach 24. Dezember 2018 Ich kam als erstes Kind vonStefanie... Laurin Keßleraus Dafins 1. Dezember 2018 Mein großer Bruder Emilio freute sich mit meinen Eltern,... Lukas Franzelinaus Nenzing 21. Dezember 2018 Als ich im LKH Bludenz um 17.53 Uhr das Licht der Welt... Fabian Wehingeraus Vandans 28. Dezember 2018 Ich wog 3210 g und war 50 cm groß, als ich am 28. Dezember... David Almbergeraus Lorüns 25. Dezember 2018 Ich erblickte im LKH Bludenz um 21.17 Uhr das Licht der Welt,... Irma Mülleraus Buch 28. Dezember 2018 Ich erblickte im LKH Bregenz um 01.01 Uhr das Licht der Welt. Yusuf Keskinaus Bludesch 1. Jänner 2019 Ich bin nach Elyesa das zweite Kind von Ronja Suntesic Hermannaus Schlins 1. Jänner 2019 Als drittes Kind meiner Eltern, Petra... Lea Nöblaus Muntlix 1. Jänner 2019 Als drittes Kind von Petra und... Aurel Georg Fleischaus Schruns 25. Dezember 2018 Ich kam als erstes Kind von Matilda Bickelaus Sonntag 26. Dezember 2018 Ich kam als erstes Kind von Adrian Walteraus Thüringen 24. Dezember 2018 Als ich im LKH Bludenz um 21.15 Uhr auf die Welt kam, wog ich... Lena Wiesneraus Lech 27. Dezember 2018 Meine Eltern, Franziska und Rafael Galehraus Nüziders 29. Dezember 2018 Als ich im LKH Bludenz um 7.59 Uhr das Licht der Welt... NÜZIDERS Am 12. Jänner wurde Rosalie Vögel, das dritte Kind von nüziders In der St. Vinerkirche erhielt am 29. Dezember Leon Passenegg,... Ludesch Am 25. November erhielt Frederik in der Kirche St. Sebastian in... Schwarzach Laura empfing am 23. Dezember das heilige Sakrament der Taufe. Burcu Polat und Erdin Gürdap dornbirn Mit einem schnellen Hochzeitswagen, einem Ford Mustang, kam der Bräutigam am 18. Jänner... Serpil und Kanber Ipek dornbirn Am Freitag, 18. Jänner, führte Kanber seine Braut Liam Lampertaus Satteins 4. Jänner 2019 Ich kam als erstes Kind vonNadine... Leo Christian Scheibenstockaus Nenzing 6. Jänner 2019 Ich kam als erstes Kind vonSarah... Lenia Rosa Vergotaus Vandans 5. Jänner 2019 Als zweites Kind meiner Eltern, Benett Baaraus Feldkirch 4. Jänner 2019 Bei meiner Geburt im LKH Feldkirch um 13.03 Uhr, wog ich Michelle Hofer und Sascha WolffLustenau Genau vor zehn Jahren haben sich ihre Wege gekreuzt. Offene Jugendarbeit vorarlberg Von Mo., 11. bis Fr., 15. Februar findet das legendäre Ski- und Snowboardcamp der Offenen... Patricia Schorn und Stefan Pecina BLudenz Am 4. Jänner tauschten Patricia Schorn und Bregenzer Faschingsgesellschaft Am Freitag, den 25. Jänner 2019 findet im Festspielhaus Bregenz der 50. Gildenball unter... Melih Kocaus Feldkirch 25. Dezember 2018 Meine Geschwister Berna, Melek und... Annika Jentschaus Götzis 26. Dezember 2018 Ich bin um 21.21 Uhr im Krankenhaus Dornbirn geboren. Paul Keckeisaus Dafins 25. Dezember 2018 Meine Eltern Martina Klien und... 24. Dezember 2018 Als ich im LKH Bludenz das Licht der Welt erblickte, wog ich... 24. Dezember 2018 Mit 4020 g und 54 cm kam ich im LKH Feldkirch zur Welt. 3. Dezember 2018 Ich bin nach Tania Maria das... Johannes Walter Dietrichaus Schnepfau 14. Dezember 2018 Ich erblickte im LKH Bregenz um 18.58 Uhr das Licht der Welt. 21. Dezember 2018 Mein großer Bruder Emilio freut... Liah Theresia Vogtaus Feldkirch 25. Dezember 2018 Meine Eltern Selina Vogt und Mitteldrittel macht den Unterschied EHC Montafon Keinen Schönheitspreis, dafür aber drei Punkte bringt das 4:2 (1:0; 3:0; 0:2) gegen EHC... Samanta Maya Naeaus Schnifis 31. Dezember 2018 2950 g schwer und 49 cm groß war ich bei der Geburt im LKH... 1. Jänner 2019 Meine Schwester Elyesa freute sich... Joshua Steven Ellensohnaus Schlins 31. Dezember 2018 Ich bin nach Sara Jo das zweite... Magdalena Nachbauraus Meiningen 1. Jänner 2019 Als ich im Landeskrankenhaus Feldkirch um 5.12 Uhr zur Welt... Aldon Januziaus Frastanz 27. Dezember 2018 Ich bin nach Alenda das zweite... 28. Dezember 2018 Ich kam nach Leonard und 1. Jänner 2019 Mit 2885 g und 46 cm kam ich im Landeskrankenhaus Feldkirch... Lena WiesnerLech 27. Dezember 2018 Meine Eltern Franziska und 1. Jänner 2019 Ich kam nach Iannis und Aaron Hartmannaus Zwischenwasser 27. Dezember 2018 Bei meiner Geburt im Landskrankenhaus Feldkirch wog ich 3160... David Madleneraus Viktorsberg 31. Dezember 2018 Mit 2060 g und 45 cm kam ich um 22.22 Uhr im... Samuel Margreiteraus Feldkirch-Tosters 29. Dezember 2018 Nach Diego bin ich das zweite Kind... Bürgermusik Höchst Am 1. Dezember 2018 fand das Benefizkonzert der Höschter Mini- und Jungmusig gemeinsam mit... Weihnachtszeit mit der Feldkircher Liedertafel Feldkircher Liedertafel Großen Beifall gab es für die „Liedertafel Neu“ unter der Führung der ambitionierten... 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Welche Ämter hatte Hans Eichel inne, bevor er Bundesminister der Finanzen wurde?
Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen, vom 1. November 1998 bis 23. April 1999 Bundesratspräsident und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Leben und Beruf Nach dem Abitur im Jahr 1961 am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und der Freien Universität Berlin, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel – ebenfalls am Wilhelmsgymnasium – tätig. Eichel leitet den Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und ist Aufsichtsratsmitglied bei der WMP Eurocom. Seit dem 27. August 2012 hat Eichel zudem den Vorsitz des Gesellschaftsbeirats der LeihDeinerStadtGeld GmbH inne. Eichel ist seit Juli 2005 in zweiter Ehe mit Gabriela Wolff-Eichel, geb. Wolff, verheiratet. Aus der ersten Ehe (1983–1999) hat er zwei Kinder. Ende Dezember 2013 erlitt Hans Eichel einen Schlaganfall, verursacht durch eine schwere Verletzung mit zwei gebrochenen Halswirbeln, die sich Eichel kurz zuvor bei einem Treppensturz zugezogen hatte. Einer Halsoperation schloss sich der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Partei Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. 1969 wurde er in den Bundesvorstand der Jungsozialisten gewählt und war bis 1972 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD Hessen. Von 1991 bis 2005 gehörte er dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Präsidium der SPD. Abgeordneter Von 1968 bis 1975 war Eichel Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel und dort ab 1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwischen den Jahren 1991 und 1999 war er Mitglied des Hessischen Landtages und von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 zog Eichel über die Landesliste Hessen und 2005 mit 50,6 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kassel in den Bundestag ein. Öffentliche Ämter Oberbürgermeister von 1975 bis 1991 Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt. In Ausübung dieses Amtes gehörte er auch dreimal dem Aufsichtsrat der documenta an. Ministerpräsident von 1991 bis 1999 Bei der Landtagswahl 1991 wurde die SPD mit 40,8 % der Stimmen und einem Vorsprung von 0,6 Prozentpunkten vor der CDU knapp die stärkste Partei und bildete daraufhin eine Koalition mit den Grünen. Eichel wurde daher am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann (CDU) zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt. Die „Dienstvilla-Affäre“ 1993 und die „Lotto-Affäre“ 1994 überstand Eichel trotz heftiger Kritik an angeblicher Vetternwirtschaft. Bei der Landtagswahl 1995 fiel die SPD mit einem Ergebnis von 38,0 % zwar um 1,2 % der Stimmen hinter die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Manfred Kanther zurück; Hans Eichel konnte aber dank der erheblichen Stimmengewinne der Grünen die Koalitionsregierung weiterführen. Die Regierung unter Ministerpräsident Eichel war somit die erste rotgrüne Landesregierung, die im Amt bestätigt wurde und somit zwei volle Legislaturperioden im Amt blieb. Bei der Landtagswahl 1999 schließlich konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (−4,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+4,2 %) unter ihrem Spitzenkandidaten Roland Koch. Hans Eichel schied daher am 7. April 1999 aus dem Amt. Er wurde am 1. November 1998 turnusmäßig für ein Jahr Bundesratspräsident. Nach Eichels Wechsel ins Bundeskabinett übernahm sein Nachfolger Roland Koch die Präsidentschaft des Bundesrats. Finanzminister 1999 bis 2005 Schon fünf Tage später trat Eichel am 12. April 1999 als Nachfolger des im März 1999 zurückgetretenen Oskar Lafontaine als Bundesminister der Finanzen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung ein. Seine Berufung wurde unter anderem von Finanzunternehmen begrüßt. Im Gegensatz zu Lafontaine galt er ihnen politisch als deutlich nahestehender und wirtschaftsfreundlicher. Von Eichel wurde eine neoliberale Finanzpolitik erwartet mit Steuersenkungen für Unternehmen, Einsparungen von Sozialausgaben und damit verbundene „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, so die Washington Post. Im Mai 2000 führte er eine umfassende Steuerreform durch, die unter anderem eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen enthielt. Nach Regierungsaussage sollte dies der Ankurbelung der Wirtschaft dienen. Ebenso erließ Eichel mehrere Sparmaßnahmen für den Staatshaushalt. In der PR wurde Eichel deswegen als „Sparkommissar“ bezeichnet, es wurde ergänzend unter anderem ein Song über Eichel und eine Lifestyle-Geschichte für die Illustrierten entworfen. Der Begriff „Sparkommissar“ wurde bekannt, fand auch in vielen Medien Verwendung. Durch Berichte in den Medien stiegen Eichels öffentliche Bekanntheit und mediale Beliebtheit deutlich an. Nach der Steuerreform kam es zu einem Einbruch der Einnahmen. Im Jahr 2000 nahm der deutsche Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z. B. steigende Arbeitslosenzahlen), die Staatsschulden stiegen stark an und Eichels medial geförderte Beliebtheit brach dadurch ab. Als Finanzminister versuchte Eichel ab 2003 außerdem, den Finanzplatz Deutschland durch eine Deregulierung der Eigenkapitalvorschriften bei Krediten zu fördern. Dazu ernannte er Jörg Asmussen zum Leiter der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik, unter dessen „geistige[r] Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe“ die True Sale International GmbH gegründet wurde, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung für den Ausbau des deutschen Verbriefungsmarktes über forderungsbesicherte Wertpapiere. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde er gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen und gleichzeitig von Bundespräsident Horst Köhler mit der Wahrnehmung der Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied er am 22. November 2005 endgültig aus dem Amt. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Kabinette Kabinett Schröder I – Kabinett Schröder II Kabinett Eichel I – Kabinett Eichel II Sonstiges Eichel klagte vor Gerichten um eine höhere Pension. Für Aufsehen sorgte ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), bei dem er von der Stadt Kassel für seine Zeit als Beamter und Oberbürgermeister (1975 bis 1991) ein Ruhegehalt verlangte. Zum Zeitpunkt der Klage erhielt er als ehemaliger Bundesfinanzminister 7.100 Euro monatlich als Pension. Das BVerwG wies im November 2011 seine Klage mit der Begründung zurück, seine derzeitige Ministerpension sei „amtsangemessen“. Das Gericht führte aus, die Stadt Kassel brauche ihm zur „Vermeidung einer Überversorgung“ keine Pension zu zahlen. Hätte die Klage Erfolg gehabt, so hätte er schließlich 6.350 Euro mehr im Monat erhalten, also insgesamt etwa 14.500 Euro. Der Steuerzahlerbund bezeichnete Eichels Mehrfachansprüche als ein gutes Beispiel dafür, „wie absurd und unübersichtlich das derzeitige Versorgungssystem in Deutschland ist“. Eichel ist Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Ehrungen 2013: Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik Publikationen (Hrsg.) 60 Jahre documenta. Die lokale Geschichte einer Globalisierung, B&S Siebenhaar Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943132-40-3 Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 115. Weblinks Website von Hans Eichel Einzelnachweise Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland) Ministerpräsident (Hessen) Bundesratspräsident (Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Landtagsabgeordneter (Hessen) Bürgermeister (Kassel) Vorsitzender der SPD Hessen Lehrer Träger des Hessischen Verdienstordens Mitglied im Reichsbanner Politiker (Kassel) Deutscher Geboren 1941 Mann Ehrensenator der Universität Kassel Absolvent der Freien Universität Berlin
Sehen wir, was der Herr sagen wollte durch den einen, den er als einzigen von den vielen Kranken heilen wollte. Dabei hielt er übrigens selbst sich an die bedeutungsvolle Zahl eins. Er fand in den … 571.1K 5 hours ago 9909 5 hours ago 23868 7 hours ago 8661 7 hours ago 6703 8 hours ago
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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
Bahamas - Zuerst kommen die Worte, dann die Taten Zuerst kommen die Worte, dann die Taten Über die Lehren aus den Morden von Hanau Der Andere war trotz geringerer Kompetenz listiger und skrupelloser als man selber, weiß der Arbeitnehmer, dem ein Kollege bei einer innerbetrieblichen Ausschreibung für eine Leitungsposition den Rang abgelaufen hat. Das hätte ich auch noch hinbekommen und sogar besser, sagen manche nach dem Kinobesuch über den Plot des Films, und wie man die Heimschlappe des eigenen Clubs hätte verhindern können, wissen die Fans sowieso viel besser als der gesamte Trainerstab. Erst wenn der gekränkte Kollege mit „Beweisen“ über eine gegen ihn gerichtete Intrige durch den Erfolgreichen aufwartet, ein Literaturstudent, der vor Jahren erfolglos ein Theaterstück bei einem Wettbewerb eingereicht hat, seine Ideen in einem jetzt erfolgreich über die Bühne gehenden Stück wiedererkennt und als gestohlen deklariert oder ein Fußballfan auf der Jahresmitgliederversammlung zu einem Vortrag über die von ihm ermittelten Verbindungen der Vereinsspitze zu Menschenhändlerringen anhebt, geht das jeweilige Umfeld unangenehm berührt auf Distanz. Der kranke Stimmenhörer Auserwähltseinsglaube, Größenwahn und die dauernde Sorge, ungerechterweise übergangen zu werden, sind konstante Begleiterscheinungen der bürgerlichen Subjektkonstitution, ebenso wie die unter dem Druck der Verhältnisse regelmäßig zur Panik sich steigernde Ahnung, dass es auf einen so wenig ankommt, dass man irgendwann einmal sozial und materiell fallengelassen werde und in Vereinsamung und Armut zugrunde gehen könne. Tobias Rathjen, der am 19.2.2020 in Hanau neun Menschen ausländischer Herkunft und seine Mutter ermordet hat, bevor er sich selbst erschoss, „war davon überzeugt, seit dem Säuglingsalter von einem ominösen Geheimdienst überwacht zu werden. Dieser habe Mitarbeiter, welche die Fähigkeit hätten, sich in die Gedanken anderer Menschen ‚einzuklinken‘ und bis zu einem gewissen Grad eine Art ,Fernsteuerung vorzunehmen‘. Zugleich war er sich sicher, dass diese (vom Rest der Welt) unerkannt arbeitenden Kräfte seine Ideen umsetzen würden: Über die ‚Fernsteuerung‘ seien beispielsweise seine Konzepte für Hollywoodfilme, die Strategie des Deutschen Fußball-Bunds sowie für den Bau einer Mauer an der US-Südgrenze umgesetzt worden.“ (Spiegel, 21.2.2020) Rathjen hat vermutlich über lange Zeit hinweg nur eine Stimme gehört, die ihm in den vielen einsamen Stunden den Monolog über sein Zurückgesetztsein vorgetragen hat. Diese Stimme, die die eigenen Gedanken ausspricht und nicht abgeschaltet werden kann, hat er irgendwann als von außen gesteuerten Feind rationalisiert, den er schließlich Monate vor der Tat beim Generalbundesanwalt zur Anzeige gebracht hat. Mit der Selbststilisierung zum Opfer einer Organisation, die ihn fremdbestimme, verbunden mit dem Hilferuf an die real existierende Staatsgewalt, hat er sich ein letztes Mal an die Gesellschaft gewandt, mit der zusammen er seine durch Kräfte des Hasses verursachte Persönlichkeitsspaltung bekämpfen wollte. Den Stimmen, die der Schizophrene hört, verleiht die geplagte Phantasie Gestalt und umgibt sie mit einem Schein von Rationalität. Da auch Kranke wegen ihrer Krankheit nicht origineller werden, als sie es vorher waren, folgen ihre Erzählungen gesellschaftlichen Konjunkturen, die sich nicht selten an kulturindustriellen Produkten festmachen lassen. Der gesunde Stimmenhörer War es bis tief in die Neuzeit hinein noch die Verfallenheit an den Teufel mit allen Peinigungen und verbotenen Lüsten, wandelten sich seit dem späten 19. Jahrhundert die Angstvorstellungen und begannen um die neuen technischen Errungenschaften und ihre Böses im Schilde führenden Anwender bzw. Missbraucher zu kreisen. Mit dem Bau von U-Bahnen in den europäischen und amerikanischen Großstädten verbreiteten sich Ängste vor Unterwühlung im doppelten Wortsinn. Das war erst der Anfang für weit diffizilere Konstrukte, hinter denen allerdings altbekannte stehen wie vor allem der Antisemitismus, aber auch als Wiedergänger der angeblich subkutan wirkenden Jesuiten und Freimaurer die katholische Missbrauchs-Kirche als Ganzes und natürlich bestimmte Firmen vor allem aus dem Finanzbereich. Das sind die Folien für Bilderwelten, in denen die Verschwörer in verschiedener Maskierung ihr schauerliches Werk vollziehen. An dem Film Fleisch von Horst Rainer Erler, der 1979 im ZDF seine vielbeachtete Premiere hatte, weshalb er es zwei Monate später in die bundesdeutschen Kinos brachte und seit Mitte der 1980er Jahre auch in der DDR erfolgreich gezeigt wurde, lässt sich zeigen, wie eng der Wahn Tobias Rathjens mit einer gesellschaftlichen Faszination für paranoide Darbietungen verbunden ist. Angesichts eines Remakes von Fleisch schrieb der Spiegel am 18.2.2008: „Das Motel ‚Honeymoon Inn‘ am Rande der Stadt Las Cruces im US-Bundesstaat New Mexico ist kein einladender Ort für Verliebte. Eine heruntergekommene Anlage, die sinistre Betreiberin stellt neugierige Fragen. Nur wegen des Spottpreises von 7,50 Dollar pro Zimmer beschließt das frisch vermählte Studentenpaar, für eine Nacht zu bleiben. Eine fatale Entscheidung. Denn die Absteige erweist sich als Falle; alsbald nähert sich mit martialischem Geheul ein vermeintlicher Ambulanzwagen, dessen Besatzung versucht, die beiden zu kidnappen. Während der Mann mittels Betäubungsspritze außer Gefecht gesetzt und abtransportiert wird, vermag die Frau zu fliehen – um dann in einer albtraumartigen Odyssee das Schicksal ihres Gatten zu ergründen. Mit dieser unheimlichen Exposition beginnt der ZDF-Thriller Fleisch von 1979 – ein Klassiker des gesellschaftskritischen Fernsehfilms jener Jahre und Meilenstein im Werk des großen Katastrophen-Propheten Rainer Erler. Der Autor und Regisseur, der sich in zahlreichen Science-Thrillern mit Themen wie Umweltrisiken und entgleitender Wissenschaft auseinandersetzte, entwarf hier das Szenario einer Organhändler-Mafia, die gesunde junge Menschen entführt, um sie gemäß den Bedürfnissen zahlungskräftiger älterer Kunden ‚auszuschlachten‘.“ Zum Vergleich: Vierzig Jahre später richtete Tobias Rathjen in seinem Bekenner-Video auf Englisch einen „Appell an die Amerikaner, die USA seien unter Kontrolle unsichtbarer Geheimgesellschaften. Es gebe militärische Untergrundbasen, in denen dem Teufel gehuldigt und Kinder missbraucht und getötet würden.“ (Tagesspiegel, 21.2.2020) Im Jahr 2008, als RTL sich ans Remake von Fleisch machte, waren die Organentnahmepraktiken aus China schon bekannt, wo die Verwertung von Körperteilen zahlreicher Hingerichteter gängige Praxis ist. Aus den Jahren ab 2013 stammen glaubwürdige Berichte über Folter und Organentnahmen im Sinai, die dort ansässige Beduinen zum Teil am lebendigen Leib an afrikanischen Flüchtlingen begangen haben. Natürlich spielt der Film Fleisch nicht in Deutschland, aber auch nicht in einem an China gemahnenden autoritären Staat oder einer einsamen Wüste, sondern wurde in dem Land angesiedelt und teilweise gedreht, von dem die deutschen Horsts (Erler wurde 1933 auf dem Höhepunkt des Horst-Wessel-Hypes bei der Vergabe von Jungennamen geboren) immer schon wussten, dass die übelsten Schurkereien im Verbund von organisiertem Verbrechen und Staat institutionalisiert sind. Ein Umstand, der natürlich darauf zurückzuführen ist, dass das große Geld und eine immer schon entwurzelte Masse hartherziger Egoisten ein kulturfremdes Staatswesen gegründet haben. In seinem unmittelbar vor der Mordtat im Netz veröffentlichten Manifest wiederholte Rathjen, was er dem Generalbundesanwalt geschrieben hatte, ergänzte das aber um „eine Liste von mehr als zwei Dutzend Ländern, deren ‚Völker komplett vernichtet werden müssen‘, es sind Staaten im arabischen und asiatischen Raum, von Marokko bis zu den Philippinen (und Israel, das in der Aufzählung des Spiegels fehlt, Anmerkung J.W.). ‚Danach‘, so heißt es weiter in dem Papier, ‚muss die Fein-Säuberung kommen, diese betrifft die restlichen afrikanischen Staaten, Süd- und Mittelamerika, die Karibik und natürlich das eigene Volk.‘ Seine Heimat sei ‚ein Land, aus dem das Beste und Schönste entsteht und herauswächst, was diese Welt zu bieten hat‘. Die Deutschen ‚hätten die Menschheit als Ganzes emporgehoben‘. Allerdings seien nicht alle Bundesbürger ‚reinrassig und wertvoll‘, er könne sich ‚eine Halbierung der Bevölkerungszahl‘ vorstellen.“ (Spiegel, 21.2.2020) Nicht unbedingt durch diese Vernichtungsphantasien unterscheidet sich Rathjen von der Mehrheit der Schizophrenen, die mit zum Beispiel Asbestplatten gegen Strahlen oder andere schädliche Einflüsse ihre Wohnung sichern oder bestimmten Menschen penibel aus dem Weg gehen und aggressiv nur dann in Erscheinung treten, wenn man ihnen Hilfe angedeihen lassen will. Zwar weiß niemand genau, was in den PC- oder Hirnkästen von Leuten herumspukt, die davon überzeugt sind, sich gegen manipulierende und sie perspektivisch auslöschen wollende fremde Mächte wehren zu müssen, ohne dass ihr Umfeld oder die Behörden sie darin unterstützen würden. Schon die das eigene Ich besetzenden Mächte sind viel zu konkret gezeichnet, die Geheimdienste oder eine ganze Untergrundarmee bemühende Rationalisierung der eignen Krankheit rufen Vernichtungsphantasien (natürlich in Notwehr) mit einiger Wahrscheinlichkeit auf den Plan. Nur geschieht in der Regel nichts, oder es werden wie in den Attentatsfällen Lafontaine und Schäuble zwei sehr unterschiedliche Politiker ins Visier genommen. Und doch tun sich dabei Parallelen zu einem deutschen Film und einem deutschen Ausländermörder auf. Adelheid Streidel, die Lafontaine-Attentäterin, erklärte „bei ihrer Vernehmung, sie habe einen Politiker töten wollen, ‚weil ich ein Signal setzen wollte‘, dass es in Deutschland Fabriken gibt, wo Menschen getötet werden. Was Adelheid Streidel der Öffentlichkeit unbedingt mitteilen will, lautet mit kleinen Variationen so: Sie sei von ‚Wissenschaftlern‘ informiert worden, dass es in der Bundesrepublik und überall auf der Welt ‚Menschenfabriken‘ gebe, in denen tausende Menschen getötet und zu Fleischkonserven verarbeitet werden.“ (Taz, 1.11.1990) Zweierlei Vernichtungswunsch Tobias Rathjens Opferauswahl – eine Shishabar hat er persönlich ausgespäht – verdeutlicht, dass Ausländerfeindlichkeit seine Objektwahl bestimmt hat. Auch wenn es wahrscheinlich ist, dass er seinen Rassenwahn im Zuge von Netzrecherchen auf den modernen Stand gebracht hat, besteht zwischen diesen Funden und der Mordtat kein kausaler Zusammenhang. Der Konsum von auch ganz legalen Filmen, in denen Foltermorde in großer Zahl naturalistisch dargestellt werden, verweist zwar auf einen problematischen Menschentyp, der sich daran aufgeilt. Die Legende von den Nachahmungstätern, die zum Beispiel an der Freundin vornehmen, was sie möglicherweise mit ihr gemeinsam angesehen haben, geht dennoch nicht auf – zu selten sind solche Fälle. Ähnlich verhält es sich mit rassistischen Welterklärungen und sich daran anknüpfenden Vernichtungsempfehlungen. Problematisch genug, dass man derartiges Material nie gänzlich indizieren kann, dennoch sind diejenigen, die es sich mit Befriedigung ansehen, mehr vom Reiz des Verbotenen und Unsagbaren fasziniert als vom Drang zur Nachahmung erfüllt. Grundsätzlich anders wäre die Situation, wenn der Vernichtungswunsch gegen Angehörige einer bestimmten Gruppe Bestandteil der Sozialisation des Täters war, wenn sein gesamtes Umfeld ihn teilt, allgemein anerkannte und für sakrosankt erklärte ideologische Instanzen ihn bekräftigen und jeder Einspruch ungehört verhallt, weil er nicht aus der eigenen Ingroup, sondern einem verachteten und befeindeten Außen kommt. In diesem Fall verschwindet der Unterschied zwischen einem Verhaltensauffälligen und einem psychisch unauffälligen anderen Mitglied der gleichen Community. Denn wer von beiden dann die jüdische Nachbarin ermordet, ist Zufall, beide sind in gleicher Weise ideologisch aufgerüstet. Die Diagnose paranoide Schizophrenie hätte dann keinen Sinn mehr, denn die Abweichung der Wahnwelt des Kranken von einer „gesunden“ Norm wäre nicht mehr messbar. In diesem Fall, also dem des islamischen Antisemitismus und der ebenfalls islamischen Feinderklärung gegen die Angehörigen von ungläubigen Köterrassen, verschwinden die Restbestände von Vernunft und Humanität, die als Korrektiv das Schlimmste verhüten können. In dieser Konstellation ergäbe der anklagende Verweis auf die Glaubensartikel und Indoktrinationspraktiken einer abgeschlossenen und gegenüber nicht Dazugehörigen feindseligen Gemeinschaft nicht nur Sinn, sondern müsste Anlass für rigoroses repressives Eingreifen sein. Die Videos und Texte wie die des Christ­church-Mörders Branton Barrant sind marginal und stehen zumeist schon nach kurzer Zeit auf dem Index; jeder Konsument weiß es schon deshalb, weil er sie so leicht gar nicht mehr findet. Wichtiger aber ist, dass es die geschlossene Community nicht gibt, die den Vernichtungsszenarien den Nimbus unhinterfragbarer Wahrheit verleihen könnte. Die Fans solchen Materials sind angreifbar, nur ganz unter sich – also im Chat, denn zumeist kennen sie sich nicht persönlich – dürfen sie sich einig sein. Schon im näheren Umfeld verhalten sie sich vorsichtig, wissen sie doch, dass sie im Fall des offenen Bekenntnisses zur Botschaft ihrer Lieblingsseiten Freunde, Kollegen und Verwandte, an denen ihnen gelegen ist, vor den Kopf stoßen würden. Sie sehen sich einem Realitätsprinzip ausgesetzt, das über die politischen Lager hinweg ihre Mordlust samt Begründung verwirft. Nur ganz wenige von ihnen schreiten als avantgardistische Bekenner zur Tat, die meisten bringen diese Phase hinter sich, ohne je wieder darauf zurückzukommen. Die öffentlich vorgenommene Ausdeutung von Rathjens schriftlichen und als Video aufgenommenen Bekenntnissen will in den Schlussfolgerungen weit über den unerfreulichen Befund hinaus, dass hier einer losgeschlagen hat, der in kein Präventionskonzept hineinpasst. Zwar würden alle dem Spiegel folgen, der befand, dass Rathjen „gefährlich irre und irre gefährlich“ war, aber das genügt der aktionswilligen Interpretationsgemeinschaft ganz und gar nicht: „Der Mörder von Hanau hatte offenbar Wahnvorstellungen und war ein Rassist. Er handelte als Einzeltäter – aber er war nicht allein in seiner Welt.“ Das ist das Stichwort, das bezogen auf paranoid Schizophrene zwar offensichtlich unsinnig ist, denn niemand ist so allein wie ein Stimmenhörer, es genügt aber offensichtlich, um auf Feindfahrt zu gehen gegen Netzwerke, prominente Einzelpersonen und eine politische Partei, die anders als Rathjen und seine möglichen Stichwortgeber gerade nicht mit Auslöschungsprogrammen hausieren gehen und zumeist auch nicht von rassischer Minderwertigkeit bestimmter Bevölkerungsgruppen sprechen. Wäre es so, dass Aufrufe zum Massenmord an Ausländern zum Repertoire von immer mehr öffentlich zugänglichen Internetauftritten gehörten, dass gleich Handlungsanweisungen mitgeliefert werden würden, dann ließe sich mit einigem Aufwand an Spekulation ein Zusammenhang zwischen der dann omnipräsent zur Gewalt anstachelnden rassistischen Agitation und der Objektwahl eines paranoid schizophrenen Täters herstellen. Von Walter Lübcke zu Walther Rathenau Die Repräsentanten des antifaschistischen Deutschland operieren mit der schlichten Unterstellung, dass bestimmte tatsächliche oder gewähnte „Hassreden“ bereits die Mörder auf den Plan riefen, ohne auch nur zu versuchen, dafür Beweise vorzubringen. Gegen die Aufnahme von Flüchtlingen zu agitieren heißt noch lange nicht, sie umbringen zu wollen, und Politiker zu beschimpfen und zu bedrohen kann zu Gewalt führen, hat aber nichts mit rassistischen Vernichtungsphantasien zu tun. Die Schimpfreden der sogenannten Wutbürger, ihre merkwürdigen Beweise über den Verrat der Politik – dieses ungute Bruddeln, Stänkern, Verdächtigen, Drohen –, verbunden mit der Unwilligkeit, zum Beispiel den vom Islam bedrohten Migrantinnen beizustehen, ist gewiss unangenehm. An die Verbesserung schlechter Verhältnisse, die sie zumeist noch nicht einmal präzise benennen, ist mit diesen Leuten nicht zu denken, was natürlich auch für die von ihnen präferierte Partei oder Websites wie Political Incorrect gilt. Und dennoch: Sie alle sind, womöglich unfreiwillig, an einen eben doch vorhandenen Konsens gebunden, der die Taten zum Beispiel des NSU genauso verwirft wie den versuchten Judenmord in Halle oder eben die Hanauer Morde. Anlässlich einer aktuellen Stunde im Bundestag hat die von solchen Überlegungen vollkommen unbeeindruckte Christine Lambrecht (SPD) mit einem so unglaubhaften wie lächerlichen Einsatz von Emotion ein Ursache-Wirkungs-Mechanismus, den sie natürlich Gewaltspirale nennt, an die Wand gemalt, der nicht aufgeht, aber symptomatisch ist: „Die Bundesjustizministerin erinnert an den Mord an Walter Lübcke und den Anschlag von Halle, bei dem drei Menschen ums Leben kamen. Menschen würden abgewertet, es gebe Beleidigungen und Drohungen – ein Nährboden für rechtsextreme Taten wie die in Hanau. Sie beschreibt das Phänomen als ‚Gewaltspirale‘, die letztlich in Mord gipfele. ‚Das haben Sie am rechten Rand von der AfD bis heute nicht richtig verstanden, dass das die Spirale ist, die am Ende solche Taten stehen lässt‘, fängt die SPD-Frau an, gegen die AfD zu wettern. Sie will ihre Aussage anhand eines Beispiels verdeutlichen und zitiert aus einem Drohbrief gegen Staatsminister Michael Roth. Darin zu lesen: Man wolle dem Politiker ‚die Wampe aufschneiden‘. In einer früheren Debatte war aus dem Schreiben zitiert worden. Der Zwischenruf der AfD sei damals gewesen: ‚Gerechter Zorn‘. Lambrecht kann nicht an sich halten, bezeichnet diese Äußerung als ‚widerlich‘. Sie ruft der AfD-Fraktion zu, dass man sich für derartige Entgleisungen schämen solle. Nach der inbrünstigen Abschweifung ist die SPD-Politikerin kurz heiser – fängt sich nach einem kurzen Räuspern jedoch wieder.“ (Focus, 5.3.2020) Dass der bewusste Briefeschreiber zornig gewesen ist, mag sein, was an seiner Drohung gerecht sein soll, ist schleierhaft; wenn das Wort nicht so abgedroschen wäre, könnte man den Zwischenruf des AfD-Politikers als widerwärtig bezeichnen. Nur reicht ein anonymer Drohbrief an einen Politiker genauso wenig aus, um einen entsprechenden Vollstrecker in Marsch zu setzen, wie ein ihn verharmlosender Zwischenruf. Rechtsextremistische oder nationalchauvinistische Propaganda kann durchaus ursächlich für politische Morde sein, wie die so hartnäckig und immer falsch bemühte Geschichte lehrt. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg war es allerdings kein anonymer Briefeschreiber, der den Slogan „Schlagt tot den Walther Rathenau, die gottverdammte Judensau“ zuerst verwendet hat, sondern ganze Kolonnen von bewaffneten Jungmännern, die den Freikorps angehörten, deren Elite als Organisation Consul dann zur Tat schritt. Die antisemitischen Drohbriefe stammten damals nicht von einem vereinsamten Durchgefallenen, sondern erschienen als Leitartikel, wie die von Ludwig Thoma unter Pseudonym 1920/21 im Miesbacher Anzeiger veröffentlichten. Der Rassismus steht zwar ganz im Vordergrund der Warnungen vor den Mitbewohnern von Rathjens Welt, doch es wird alles getan, das Bild vom rundum profilierten Rechtsextremen zu vervollständigen, und da darf der Antisemitismus nicht fehlen, der wegen der Aufführung Israels unter den Ländern in Rathjens Vernichtungsliste eigentlich nicht gesondert nachgewiesen werden müsste. Aber das reicht deutschen Antisemitismuskritikern, die zugleich ein Herz für Israelkritik haben, nicht aus. Wenn einer im gleichen Manifest behauptet, die USA hätten die Anschläge vom 11. September 2001 „selbst ausgeführt“ (Tagesspiegel, 21.2.2020) und dann konstatiert, die Menschheit werde „von einer ganz kleinen Elite für dumm verkauft, welche über ein Geheimwissen verfügt“ und die Forderung anschließt, amerikanische Staatsbürger sollten aufwachen und gegen diese Zustände „jetzt kämpfen“, ist für viele der Beweis erbracht, dass so etwas nur aus der ganz rechten Ecke stammen könnte. Durchaus stellvertretend für eine linksliberale deutsche Öffentlichkeit folgerte der Tagesspiegel messerscharf: „Dieser Verfolgungswahn ist typisch für viele Rechtsextremisten, aber vor allem auch für Reichsbürger, die der Bundesrepublik die staatliche Legitimation absprechen. In der Szene ist der Glaube weit verbreitet, der Staat sei ein Feind, der unschuldige Bürger zerstören wolle. Daraus wird das Recht auf Widerstand abgeleitet, bis hin zum Einsatz von Waffen. Und auch Horst Mahler, eine der Galionsfiguren für Neonazis und Reichsbürger, hat in einem Prozess behauptet, die USA seien selbst Urheber der Anschläge von 9/11 gewesen.“ Dabei legt das Zitat den Rückschluss auf mehrere, scheinbar ganz unterschiedliche Tätermilieus nahe: Es könnte wahlweise von einem Sympathisanten des Islam, oder des BDS, oder der Zeitschrift Konkret oder von insbesondere amerikanischen Rechtsextremen stammen. Statt dauernd auf die völlig überbewerteten Reichsbürger zu deuten, wäre es doch viel einleuchtender, die Präambel des kleinen Katechismus der deutschen Linken seit der APO zu bemühen, in der es heißt: Wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Damit wurde und wird der Bundesrepublik Deutschland die staatliche Legitimation abgesprochen und zu einem Feind erklärt, der unschuldige Bürger kaputt mache, weshalb sie selber in Notwehr kaputt zu machen sei. Die Behauptung Horst (!) Mahlers, der amerikanische Staat – vertreten durch seine Dienste – sei für die Attentate vom 11.9.2001 verantwortlich, deutet weit mehr auf eine ungebrochene Kontinuität in der deutschen radikalen Linken hin, zu der er lange genug gehört hatte, als auf rechtsextreme Überzeugungen. Deutsche Rechtsextreme haben nach 9/11 den Fokus auf die nichtdeutsche Herkunft der in Deutschland beheimateten Täter gelegt, während Hermann Ludwig Gremliza im November 2001 ein Exklusiv-Interview mit einem irren Ex-Diplomaten an prominenter Stelle ins Heft nahm, das die CIA-Verschwörung nahelegt. Im Übrigen dürfte bekannt sein, dass es, kaum waren die Täter ermittelt, ein allgemeines Bescheidwissen in der islamischen Welt gab, wonach jüdische Kreise in den USA und Israel verantwortlich seien, um es dann den unschuldigen Moslems in die Schuhe zu schieben. Unteilbar im Kampf gegen Giftmischer Die Leser des Tagesspiegels hat die durchsichtige Lügenkonstruktion eines linksliberalen Meinungskolporteurs nicht zum Widerspruch herausgefordert, denn im Februar 2020 ging es auch ihnen längst um mehr als die Wahrheit. Sprach die Kanzlerin nach den Hanauer Morden noch vom Gift, das der Rassismus für unsere Gesellschaft darstelle, setzte ihr Möchtegernnachfolger Röttgen noch einen drauf und erklärte: „Wir müssen das Gift bekämpfen, das von der AfD und anderen in unsere Gesellschaft getragen wird“ (Tagesspiegel, 20.2.2020), was ja nicht nur bedeutet, dass die Giftmischer zu jagen seien, sondern auch auf besondere Veranlassungen gegen im Volk sich bewegende Vergiftete hindeutet. Wer ganz unteilbar gestimmt bekundet, man wolle sich nicht spalten lassen, ist längst davon überzeugt, dass es Spaltprodukte gibt, mit denen gesondert zu verfahren sei. Was Heiko Maas mit seiner Forderung, „den Rechtsextremen“ sollte gezeigt werden, „das ist nicht euer Land, das ist unser Land“ (Spiegel, 20.2.2020), als Konsequenz nur andeutet, spricht die linke Geisteselite ganz unverkrampft aus: „Die Wegbereiter der Gewalt haben Namen und Adresse: Sarrazin, Broder, Tichy, und andere, die die Verrohung des Diskurses vorangetrieben haben. Zuerst kommen die Worte, dann die Taten“, twitterte Jakob Augstein am 20.2.2020 als Kommentar zu Hanau. Am selben Tag zog der Satiriker Jan Böhmermann nach, der ein Zitat von Claudia Roth aus dem Jahr 2019 übernahm, das Roland Tichy im Februar 2020 vor Gericht erfolglos verbieten lassen wollte: „Wir müssen die Stichwortgeber benennen, all diese neurechten Plattformen, deren Geschäftsmodell auf Hetze und Falschbehauptungen beruht – von Roland Tichy über Henryk M. Broder bis hin zu eindeutig rechtsradikalen Blogs.“ Auf die Stichwortgeber kommt es an, weniger auf den ehemaligen FAZ-Redakteur, der eine erfolgreiche irgendwie neurechte Netz-Zeitschrift betreibt und den früheren Berliner Senator mit SPD-Parteibuch, der Bestseller gegen die herrschende Einwanderungspolitik gelandet hat, sondern vor allem auf den deutschlandkritischen jüdischen Journalisten und Israel-Freund, der sich zum blanken Entsetzen aller politisch Korrekten einmal von Alice Weidel hat umarmen lassen. Broder, der als einziger prominenter und dabei auch unabhängiger Journalist in Deutschland Dinge sagen darf, die anderen den Job kosten würden, ist der eigentliche Giftmischer in den Augen von Leuten, deren Phantasie von der eines Tobias Rathjen so viel nicht trennt. In seinem Appell an die Nachwelt, ihn einmal ehrend unter die Retter der Heimat aufzunehmen, ist Rathjen nicht in der Wortwahl, wohl aber im Sinn durchaus anschlussfähig an demokratische „Diskurse“, die im Namen höherer Ziele ganz standortbezogen am Existenzrecht unbelehrbarer oder zu teuer kommender Mitbürger rütteln. Rathjen war davon überzeugt, die Deutschen „hätten die Menschheit als Ganzes emporgehoben“, und damit es auch so bleibt, wurden von ihm Notstandsmaßnahmen gegen genetisch vergiftete Zersetzer des Volkskörpers angemahnt, schließlich seien nicht alle Bundesbürger „reinrassig und wertvoll“, weshalb er sich „eine Halbierung der Bevölkerungszahl“ vorstellen konnte. Reinrassig würden sich die vom unteilbaren Deutschland das Menschenmaterial eines besseren Deutschland bestimmt nicht wünschen, aber wertvoller als es heute ist, sollte es dann doch sein. Weg mit den Umweltsäuen! Danny Hollek, eine Nachwuchskraft des deutschen Staatshumors, hat anschlussfähig an eine verrohte Klima-Jugend, deren offiziöse Organisation „Fridays for Future Germany“ kurz vor Weihnachten getwittert hatte: „warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei“, als Verfasser der im Dezember 2019 im WDR von einem Kinderchor vorgetragenen Umdichtung von Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad, die mit dem drohenden Zitat Greta Thunbergs „We will not let you get away with this!“ endet, den Ton der Zeit getroffen. Er hat damit nicht etwa eine ethnische Minderheit oder Angehörige einer bestimmten Religion ins Visier genommen, sondern ein Drittel der deutschstämmigen Bevölkerung wegen gemeinschädigenden Verhaltens dem Hohn und der Verachtung preisgegeben. Der berechnende Hinweis auf das Alter der Umweltsäue, mithin die eingeschränkte oder gar erloschene Leistungsfähigkeit, verweist auf eine deutsche Praxis, die vor der Vernichtung der Juden sich an die Eliminierung lebensunwerten, garantiert unproduktiven Lebens machte. In einem Land, dessen höchstes Gericht kurz vor dem Corona-Shutdown noch schnell den selbstbestimmten Tod und die dafür zuständigen Totspritz-Agenturen abgesegnet hat, sind dank der Darbietungen von professionellen Anleitern der Jugend die Dämme längst gebrochen, die die Mehrheit von den Rathjens eigentlich trennen sollte. Im März 2020 war es ein vom öffentlich-rechtlichen Internet-Angebot funk, also von ARD und ZDF beauftragtes Browser Ballett, das 2019 mit dem Grimme-Preis in der Kategorie Kinder und Jugend ausgezeichnet worden ist, das ganz unverkrampft lebensunwertes Leben über 65 Jahren bzw. über 100 Kilo Gewicht einem gerecht selektierenden Vernichter überantwortet hat: „In einem Video des ‚Bohemian Browser Ballett‘ hebt Satiriker Schlecky Silberstein die vermeintlich positiven Effekte des Virus hervor. Dieses sei fair, denn ‚es rafft die Alten dahin, aber die Jungen überstehen diese Infektion nahezu mühelos. Das ist nur gerecht, hat doch die Generation 65+ diesen Planeten in den letzten fünfzig Jahren voll gegen die Wand gefahren‘. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die zweite Risikogruppe, seien vor allem in den entwickelten Wohlstandsnationen zu finden, beziehungsweise dort, wo die Menschen einfach ein bisschen fetter sind. Welche Nation trifft das am Meisten? Die USA‘. Diese hätten den Planeten ‚mit ihrer ,Wachstum-um-jeden-Preis‘-Politik schon immer in die Bredouille gebracht‘. Silberstein fabuliert, das Coronavirus sei also vielleicht einfach nur eine Antwort auf den Turbokapitalismus. Der Flugverkehr breche ein, die Produktion werde zurückgefahren und der Konsum gehe zurück. ‚Eine bessere Nachricht gibt es doch gar nicht für diesen Planeten‘. Es gebe sowieso ‚viel zu viele von uns‘, so Silberstein. ‚Mit weniger Menschen gibt es weniger Ressourcenknappheit und damit weniger Hunger, weniger Krieg und weniger Fluchtursache‘. Wahrscheinlich sei das Coronavirus also einfach nur ein ‚schöner und sinnvoller Reflex der Natur, um uns Menschen mal wieder zu sagen, wer hier eigentlich die Hosen an hat. Corona ist deshalb da, weil wir es nicht anders verdient haben‘.“ (Welt, 14.3.2020) Vielleicht wird der nächste Massenmörder wie Niels Högel, der zwischen 2002 und 2005 mindestens 97 vorwiegend alte Menschen ermordet hat, wieder im Krankenhaus tätig werden und jene, „die den Planeten voll gegen die Wand gefahren haben“, zum Zwecke bevölkerungspolitischer Ressourcengerechtigkeit mit dem Coronavirus infizieren. Lügen tun wir alle Für sein Umfeld stellen sich die paranoiden Verfolgungsszenarien eines Schizophrenen wie Lügen dar, die es mit geduldiger Aufklärung zu entkräften sucht, bevor es sich von ihm zurückzieht. Der Kranke lügt nicht, er kann die Wahrheit nur nicht mehr sehen und entwirft seine völlig abgedichtete wahnhafte Gegenstrategie. Das unteilbare Deutschland, das wegen Tobias Rathjens Untaten zur öffentlichen Fahndung nach und zur Unschädlichmachung von Giftmischern und anderen Wegbereitern der Gewalt aufruft, hat sich seit dem Sommer 2015 ausdrücklich für die Lüge als moralisches Prinzip entschieden. Am Dichter des Liedes von der Umweltsau lässt sich nachvollziehen, dass besonders Frauen und Männer aus der Medienwelt, die zwar auf keine inneren Stimmen hören, dafür aber auf die von Klassikern des gesellschaftskritischen Fernsehfilms, in dem sich kleine und große Katastrophen-Propheten im Gefolge Horst Rainer Erlers tummeln, so sehr in ihrer Welt eingeschlossen sind, dass irgendwann das betont humorvolle Akklamieren einer häufig tödlich verlaufenden Bedrohung für vor allem alte und „vorerkrankte“ Menschen ihre Heilsbotschaft an die Welt sein wird. Der lustvolle Umgang mit dem Wort Vernichtungsphantasie, das zumeist in keinem Zusammenhang mit der Intention, geschweige denn der Handlungen der dafür Gescholtenen steht, weist auf gar nicht mehr so geheime Wünsche hin, selber einmal vollstrecken zu dürfen, gegen Pöbler, Spalter und andere Wegbereiter von Gewalt, zu der die Versündigung am Planeten genauso gehört wie neurechte Agitation. Im Jahr 2016 veröffentlichte die Taz eine Sonderbeilage, die für einen Workshop für Nachwuchsjournalisten der taz Panter Stiftung warb, „zu dem TeilnehmerInnen ausgewählt wurden, die eingeladen waren, eine eigene Ausgabe zum ‚Lügen‘ zu erstellen“. Der politisch stets ehrgeizige Danny Hollek stellte sich damals den Taz-Lesern so vor: „An der Heinrich-Heine-Universität bin ich sowohl mit dem Studium der Philosophie als auch dem Studium des Judentums [!] beschäftigt. Ich bin als freier Journalist tätig und dokumentiere die extreme Rechte und arbeite als freier Mitarbeiter beim WDR in Düsseldorf. Lügen tun wir alle. ‚Lügner!‘ schreien jedoch nur jene, denen die Welt zu komplex ist. Auf extrem rechten Demonstrationen erfahre ich, wozu eingeengte Weltbilder und die Überforderung mit der Medienwelt führen kann. Aus dem Vorwurf der Lügen werden ganz schnell Vernichtungsfantasien.“ Justus Wertmüller (Bahamas 84/2020) Redaktion Bahamas 1995–2020 · Datenschutzerklärung
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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
Gutenberg Capture / Place / J / Filtro Amsdorff, Nicolaus von / Friedrich <Sachsen, Kurfürst> / Heinrich <England, König> / Heinrich <Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel> / Leo <Papst> / Münsterberg, Karl von / Schleinitz, Johannes von / Seehofer, Arsacius [1-1]
de
q-de-2170
Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
ultratop.be - Die ultimative Chart Show - Die erfolgreichsten Piano-Hits aller Zeiten Polystar 06007 5324660 CD Polystar 06007 5324660 (UMG) / EAN 0600753246603 8. Gary Barlow - Forever Love 12. Sasha feat. Maria Mena - Wide Awake 13. Orange Blue - She's Got That Light 15. Xavier Naidoo - Sie sieht mich nicht 17. Rosenstolz - Auch im Regen 18. Wonderwall - Just More 7. Elvis Costello - She 8. Richard Clayderman - Ballade pour Adeline 10. Gazebo - I Like Chopin 12. Peter, Sue & Marc - Cindy 13. Double - The Captain Of Her Heart 14. Racey - Some Girls 15. Lynsey De Paul & Mike Moran - Rock Bottom 19. 2Pac feat. Talent - Changes Sing as a song, you're the pianoman.. Eher langweilig, diese Zusammenstellung - oder, wie man auch schreiben kann: Das ist sehr piano... Wie immer beurteile ich nicht den Titel der Compilation, das Marketing, die Notwendigkeit etc., sondern die Qualität der verzeichneten Songs. Man merkt: Bei der ultimativen Chartshow gehen den Damen und Herren langsam die Themen aus.
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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
Kredite & Geldanlagen Forum | wer-weiss-was Kredite & Geldanlagen Folgende Artikel im Experten-Forum von wer-weiss-was haben wir zum Thema "Kredite & Geldanlagen" archiviert. Empfehlung einer Altersvorsorge Habe vor, monatlich 100€ für meine Rente sicher und möglichst gewinnbringend (sind 3-5% möglich?) anzulegen, weiß aber überhaupt noch nicht wie und wo. Seit zwei Jahren nutze ich die VL vom Ag in Verbindung mit dem Aktienfond BB-EuropaInvest der ... Empfehlung eines Onlinedepots Bin auf der Suche nach einem Onlinedepot, welches folgende Bedingungen erfüllen sollte, wenn das alles machbar ist. Beim Kauf von Fonds möchte ich auf keine Gesellschaft beschränkt sein. (freie Fondauswahl) das Depot sollte mit Wiso mein Geld ... Zerobond - Hilfe Da irgendwo ein "Pferdefuß", wenn eine Anleihe einer Bank für unter 10 € angeboten wird mit einer Restlaufzeit von 3 Jahren und 100 % Rückzahlung? Das gäbe ja einen affenstarken Zinssatz ! (Vorausgesetzt, so ein Wertpapier wird auf dem ... Je risikoreicher Vermögensanlage sind, desto größer ist der Beratungsaufwand für die Banken. Und wer jetzt behauptet ein Privatanleger benötige bei Options- bzw. Futuregeschäften keine Beratung, der weiss nicht viel über diese Geschäfte. ... Zinsrechnung bei monatlicher einzahlung Wäre schön wenn mir jemand sagen könnte wie man das endkapital bei monatlicher einzahlung eines festen betrages berechnet (einmal mit festem und einmal mit jährlich variablem zinssatz). Warum streiken Banken bei Optionsgeschäften Ich interessiere mich stark für Optionsgeschäfte. Ich bin mir auch des Risikos bewußt. Hier mein Gedankengang: Wenn ich Optionen kaufe, kann ich nur das Geld verlieren, das ich auch eingesetzt habe, gesetzt den Fall, dass ich ne Option, wenn sie ... Pro und Contra Stop-Loss-Kurse Will mal ein paar Gedanken zu Stop-Loss-Kursen loswerden, weil sie weiter unten mal wieder thematisiert wurden. Wenn jemand eine Aktie kauft, geht er davon aus, daß sie steigt. 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Versuche mich grade im Online-Aktiengeschäft (Neuling) und ging davon aus, dass ja technisch eine schnelle (Daten-)Verarbeitung möglich ist. So habe ich gestern (Mittwoch) abends per ... Besonderheit Hypothekenbank? Suche für einen Verwanden eine Umschuldung eines laufenden Kredites im nächsten Jahr. Ich dachte dabei an ein Forwarddarlehen seiner Hausbank bzw. einer günstigeren Direktbank. Sein Steuerberater hat Ihn jedoch darauf aufmerksam gemacht, dass er ... Kennt sich damit aus ? Es geht um den Aufkauf ausgeklagter Forderungen, konnte hierzu nichts Vernünftiges erfahren, nur, dass die örtliche Spaßkasse hier 25% der Forderung (z. B. einer Kreditsumme) haben möchte. Angeblich (Gerücht) werden diese ... IPO von T-Online Jemand zufällig noch den Eröffnungskurs der T-Online Aktie? Danke Fritze Ifo-Index steigt - jetzt einsteigen? Ich hab' ja eigentlich überhaupt keine Ahnung von Wertpapiergeschäften, sitze aber seit geraumer Zeit da und ärgere mich, daß ich Ende Winter/Anfang Frühjahr nichts gekauft habe, wie ich es eigentlich vorgehabt hatte. Jetzt ist der Ifo-Index zum ... Vermittlung von GKV -- Provision? Guten abend, gibt es für die Vermittlung einer gesetzlichen Krankenkasse auch Provision, ähnlich wie bei der PKV? Ich frage mich das, weil ich gerade von einem AWD-Finanzberater beraten wurde und er mir den Wechsel in eine andere GKV empfahl. ... Englische Debit-Karte Nervt es, bei Ryanair bei jeder Buchung 6€ Kreditkartengebühr zahlen zu müssen. Mit einer connect, delta oder switch/solo-Karte (scheinen alle britisch zu sein), wären es nur 1,50€. Da ich ab und zu in GB bin, kam mir die Idee, da ein Konto zu ... Geldtransfer Spanien - Deutschland Gibt es eine günstige Möglichkeit,einen größeren Geldbetrag von Spanien nach DL zu transferieren ohne direkt aufs Konto zu überweisen? Haftung der Postbank easytrade Haftet, wenn - so wie heute morgen - die Online-Funktion der Postbank nicht zur Verfügung steht und ich dadurch nachträglich Verluste habe ? Grade beim Wertpapierhandel kann sowas doch richtig Ärger geben. Wie sind denn so die Empfehlungen für ... Wer weiß etwas über das Unternehmen Grossardt Fina Suche alle Informationen über die Fa. Grossardt Finanzdienstleistungen, und Erfahrungswerte von Menschen die bereits mit oder für das Unternehmen gearbeitet haben. Einigen Jahren hatte ich mal ein Erlebnis mit einem Bankomaten, der zu wenig Geld ausgegeben hat. Eine Frau, die vor mir am Bankomaten stand, drehte sich damals fassungslos um und zeigte mir das ausgegebene Geld und den Beleg, der einen ... Beurteilungsschlüssel-Haspa Hallihallo, wie lange dürfen negative Beurteilungsschlüssel in einem Girokonto bleiben. In der Schufa sind Einträge drei Jahre drin und bei einem Girokonto? Geldkarte-Chip Kürzlich habe ich von meiner Bank (Dresdner) meine neue ec-Karte zugeschickt bekommen, allerdings ohne den aufladbaren Geldkarten-Chip. Auf Nachfrage wurde mir gesagt, daß aufgrund der geringen Nachfrage der Chip nicht mehr angeboten wird. Da ich ... Diba - Zinsen Diba gibt an, die Zinsen jährlich auszuzahlen (2,5% p.a.), erfolgt dann keine Verzinsung des Zinseszins? Entrium wirbt mit Zinsen + Zinseszins (2,25% p.a.). Ja, ich weiss, dass die Beiden jetzt eigentlich zusammengehören. Ich verstehe die ... Gibt es eine aktuelle Übersicht (nach dem 20.08.03) der Dax-Werte und ihrer prozentualen Gewichtung im Index? Viele Grüße BERND die reichsten frauen? Finanzgewaltigen, eine amizeitschrift veröffentlicht ja immer die reichsten leute der welt, nur scheinen die meisten davon männer zu sein? gibt es eine liste der reichsten frauen der welt? ich hab früher mal gehört, themsenelli in london soll 13 ... Neue 'gute' Angebote der Banken (6%) Bieten die Banken einen Zinssatz von 6% bei einer Geldanlage von 2500 € mindestens, wobei die Hälfte des Geldes in einen Immobilienfonds eingezahlt wird. Hätte ich auch beinahe gemacht, bis meine Frau, die Gute, fragte, was dabei für Gebühren ... EC-Karte bei kaputtem Automaten... Banker Ich hätte da mal eine Frage: Als ich mal wieder ein wenig Geld "aus der Mauer" ziehen wollte, wollte der Automat einfach kein Geld ausspucken. Nachdem die nächste Bank nicht gerade "um die Ecke" lag (Ja, hier im ... Frage: Habe als Aufwandsentschädigung einen Verrechnungsscheck erhalten, wohne zu Zeit jedoch nicht am Standort "meiner" Sparkasse.Mit Online-Banking bin ich ja dennoch sehr flexibel. Muss ich nun aber warten, bis ich wieder zuhause bin ... paktikantenförderung Gehört das unternehmen die praktikanten haben, eine förderung vom staat für den praktikanten bekommen, nur weil er dort eine praktikumstelle hat. ohne übernahmebedingungen. stimmt das oder is das nur kladderadatsch? Kein Dispo bei 'nur' Unterhalt? Stimmt es, dass Banken keinen Dispo gewähren, wenn man nur Unterhalt und Arbeitslosengeld bezieht? Meine Bank möchte mir meinen Dispo kündigen mit dieser Begründung. Ich dachte immer, so etwas sei von der Höhe der Bezüge abhängig und nicht von ... DIT Fonds, sind die seriös und Taugen die etwas im Vergleich zu anderen Fonds? Vielen Dank für eine kurze Info. Ich überlege, ob ich in den Industria 847502 einsteigen soll. Wer dzu noch einen Rat hat, Danke! Grüße Sebastian Durchschnittlicher Zinssatz bei Geldanlage Zinssätze sind denn überhaupt realistisch bei kurz- und mittelfristiger Geldanlage in Sparbriefen (ab 2500 €) ? Habe mich bisher nur mit Anleihen etwas befasst. Wo sind hier die Fallstricke ? Habe schon durch Stückzinsen Minus gemacht. Gruss ... Aktienkurse online, aber nach besonderer Sortierun Vielleicht ganz exotisches: wo im Internet (wenn es geht auch noch deutschsprachig) finde ich Aktienkurse, die nach Verlusten sortiert sind bzw. wo ich dies entsprechend abfragen kann ? Frei nach dem Motto: nach tief kommt hoch (oder auch nicht). ... Prepaid-Mastercard von worldbank 1,5 Monaten habe ich bei der worldbank (www.worldbank.cc) eine sogenannte Prepaid-Mastercard geordert,eine ganz normale Mastercard nur mit Prepaid-Funktion.Nur wenn Geld auf dem Konto ist,kann die Karte auch eingesetzt werden. Nun ist aber bis ... paypal oder Überweisung aus dem Ausland Bin neu hier bei www und habe gleich mal ein Anliegen. Ich habe bei ebay einen Artikel nach Kanada versteigert und wollte nun einmal wissen, ob sich jemand mit Überweisungen aus dem Ausland auskennt, bezüglich Gebühren etc. Vielleicht kann mir ... Was haltet Ihr von diesen Angebot ? Haltet Ihr von diesen Angebot ? http://www.cc-bank.de/cc_index.asp?flash=true Warum kann eigentlich nicht unsere grösste Bank solche Angebote uns unterbreiten? Ich denke mal, das auch unter den Banken ein Konkurenzkampf statt findet, oder? Gruss Ralf offene vs. geschlossene Fonds Besteht der Unterschied zwischen offenen versus geschlossenen Fonds? Welche Art ist für welchen Anlegertyp sinnvoller? Liebe Grüße und Danke, Gudi Geld einfachst anlegen Für eine Freundin einige 10 000 € angelegt, so daß es einfachst zu handeln ist, jederzeit jedmöglicher Betrag abgerufen werden kann und doch ein klein wenig Zinsen bringt. Ich habe daher seinerzeit ein Konto bei der DiBa eröffnet, und alles ging ... internationale preise für metalle Erstmal hi an alle, ich suche seit einiger zeit die preise für bor..habe bei verschiedenen wirtschaftszeitungen nachgeschaut..da gibts stahl..aluminium..gold..silber... aber nur kein bor... weiss jemand wo ich die preise für diesen metall ... Kurzfristiges Geldgesuch Wer wüßte, wo man kurzfristig, ohne große Formalitäten (Schufa, Gehaltsnachweis etc.), 2.800 Euro bekomm? Rückzahlung nach 3 Monaten: 3.200 Euro (gewährleistet). Oder WO könnte man ansonsten dieses Gesuch plazieren? 11% Rendite mit EDF geschloss. Fonds Über 11% Rendite gibt es zur Zeit mit dem Salomon Brothers Emerging Markets Income Fund. Dieser für die USA typischer geschlossener Fond wird wie eine Aktie an der NYSE gehandelt. der Kurs steht zur Zeit bei 15 US$ / Anteil. Es werden 4 Mal ... Was sind Aktien wert ? Die Überschrift bedarf mehrerer Erklärungen: Ich rede nur von Gesellschaften, die zur Erledigung ihrer Aufgabenauch Kapital einsetzen müssen z.B. in Form von Grundstücken, Gebäuden, Maschinen, Hilfsmitteln, u.s.w.. Damit scheiden ... dax-tagestickerlisten Zur statistischen auswertung tagestickerlisten vom dax-futur und bund-futur. am besten im 30 sec.takt oder minutentakt. wer kann mir site´s nennen? bedanke mich schon jetzt im voraus. Übrigens, wer interesse hat an einer gewinnträchtigen ... Vollfinanzierung bei Hauskauf/Bau?!? Jemand von euch ob man generell eine Vollfinanzierung für einen Hauskauf bzw. Bau bekommt sofern natürlich ein gesichertes mittleres Einkommen vorhanden ist?!?Es würde um eine Summe von 150000-200000 Euro gehen. Danke schonmal für eunre Hilfe! ... 600-1.000% Gewinn bei Sperrkonto Gibt es Bankprogramme, bei denen man folgendes tun muß: 200.000 Euro auf ein Sperrkonto (Hausbank), für ca. 10 Wochen. Kontoauszug wird dann nur benötigt. Nach ca. 10 Wochen kommt die Rendite von über 2.000.000 Mil. Euro + 250.000 Euro wieder ... Vermögenswirksame Leistungen! Moin! Ich bin zwar Bankkaufmann, aber diese Frage hat mich etwas stutzig gemacht. Meine Freundin arbeitet in einer IT Firma. Nun sagte man ihr, sie bekomme VL. Sie, fröhlich wie Oskar, fragt nach. "Nene, hier bekommen nicht alle Leute VL. ... Wer kann mir Tips zu Fremdwährungsdarlehen in CHF geben? Webseiten,Erfahrungen,wichtige Punkte. danke im voraus Reiner Absicherung für Kind, wenn Eltern etwas passiert Www-Gemeinde, im September 2001 ist unser Sohn geboren. Als Absicherung für den Fall, daß meinem Mann oder mir etwas passiert bzw. auch zur Finanzierung der Ausbildung haben wir im August 2002 eine Kapital-Lebensversicherung abgeschlossen. Die ... Vermögensmanager, was ist das? Mir bitte jemand die Frage beantworten, was ein Vermögensmanager ist? Ist das eine geschützte Berufsbezeichnung? Braucht man hierzu eine Ausbildung? Klingt in meinen Ohren sehr unseriös. Danke, Simone Finanzierung und Darlehen - Tilgungsplan Ich suche einen Plan, der mir anzeigt, wie meine monatlichen Belastungen aussehen und wie lange ich benötige um meinen Kredit abzubezahlen. D.h. ich gebe ein, dass ich einen Kredit über 200.000 Euro habe einen Zinssatz von 4,5 % und eine Tilgung ... kostenloses Girokonto gesucht für GmbH Führt kostenlose Girokonten für GmbHs? Danke! Dollarmünzen Wo bekomme ich eine größere Anzahl 1 Dollarmünzen zum normalen Kurs. Bei ebay habe ich schon gesucht, da ist nichts in dieser Richtung. Bin für jeden Hinweis dankbar Hägar § 154 AO - Adreßänderung 154 (Kontenwahrheit) schreibt ja fest, daß sich u.a. Banken und Sparkassen "Gewißheit" über Person und Anschrift des Kontoinhabers verschaffen müssen. Dies geschieht bei der Kontoeröffnung üblicherweise mittes gültigem Personalausweis ... Speku-Steuer Ich denke, dass die Frage schon öfters gestellt wurde, aber ich finde keine aktuelle Antwort dazu. Sind Erträge aus dem Verkauf von Aktien, die länger als 1 Jahr in meinem Besitz waren noch Spekulationssteuer frei? Da gab's immer wieder ... Hat jemand Erfahrungen mit DLF (Dreiländerfonds) Wir suchen Leute, die mit den DLF-Fonds Erfahrungen haben. Wir sind eine Gruppe von Geschädigten, die Daten in der HP http://www.DLF-Opfer.org und im Geschädigten-FORUM http://f25.parsimony.net/forum62233/index.htm austauschen. Speziell sind wir ... derivativer Geschäfstwert =>Bilden von Guv&Bila Hab ein Problem beim Bilden der GuV und der Bilanz vielleicht kannst du mir ja weiterhelfen, vor allem bei der Bilanz tu ich mich schwer. Auf http://www.steuernetz.de/fachinfos/kommentierungen/bubi/PK007/PK007_Ansicht.html steht ein Beispiel: ... Euromünzen,kleine Nominale Wer hat da bei der Auswahl der Legierung und dem Herstellungsverfahren nicht aufgepasst ? Die 1,2- und 5 Cent - Münzen sahen nach wenigen Wochen alle aus, als hätten sie 20 Jahre im Misthaufen gelegen. HM Überweisung mit Empfänger? Ich habe ein Konto auf meinen Namen eröffnet. Auf dieses Konto wird das Eintrittsgeld für eine Veranstaltung überwiesen. Ich habe also die Bankverbindung in der Einladung angegeben. Leider habe ich vergessen zu bemerken, dass das Konto auf meinen ... Kurs gesucht 'One World - One Energy' Ich habe jetzt schon bei einigen Online-Kursabfragen erfolglos nach dem aktuellen Kurswert der "One World - One Energy AG" - Aktien (Wertpapierkennnr.: 606501) gefahndet. Leider bekomme ich keinen Kurstwert. Gibt es die Aktien überhaupt ... Performanceübersicht der wichtigsten Aktienindices Ich suche eine Übersicht, der wichtigsten Aktienindices (gerne auch mit Emerging Markets-Indices)mit den entsprechenden Performanceergebnissen (1 Woche, 1 Monat; 1 Jahr; 5 Jahre usw.) Für hilfreiche Antworten danke ich schon im Vorraus. Thilo Dunker Links zu Basel 2 gesucht Vielleicht nicht unbedingt in dieses Forum, aber ich habe kein besseres gefunden. Wer hat Links zu Seiten, auf denen Basel 2 erklärt wird (und zwar so, dass es auch ein Anfänger in diesem Thema versteht)? Grüße Heinrich Fehlbuchung auf Konto Anfang Juli tauschten auf meinem Konto 2500 € auf. Sie wurden über eine Scheckeinreichung einbezahlt. Der Einzahler ging aus dem Online-Kontoauszug nicht hervor. Als Erläuterung stand nur: Eingang vorbehalten. Auf dem offiziellen schriftlichen ... VISA-Card und Bargeld am Automaten Habe eine VISA-Card und frage mich jetzt, wie ich an einem Automaten Bargeld bekommen kann. Da ich die Karte schon länger habe, >2 Jahre, hab ich mal die alten Verträge und Dokumente rausgesucht, aber keinen Hinweis auf eine PIN gefunden. Wie ist ... Geld verdienen mit Umfragen etc Da es ja angeblich so einfach ist Millionär zu werden, und man ja auch massenhaft Geld verdienen kann, ohne die Finger zu krümmen, es aber mit Sicherheit auch seriöse Anbieter gibt, wo man wirklich Geld verdienen kann , habe ich mal die Frage, ob ... Tracken des eigenen Portfolios Und wie kann ich ein persönliches Wertpapierdeport führen, dass mir auch gleichzeitig die vergangene Wertentwicklung meines Portfolios (als aktives Depot oder Musterdepot) graphisch anzeigt. Ich möchte den Verlauf dann bildlich gegen einen ... Ab wann kann ich zurückbuchen ? Ich bin bei der Sparkasse Kunde. Heute hab ich meine Kontoauszüge wiedermal geholt und nachher zuhause verglichen mit dem,was mir das Onlinebanking angezeigt hat. Im Onlinebanking waren 3 Posten von heute verzeichnet,die via Auszug noch nicht ... anzahl microsoft aktien? Kann mir sagen, wo ich herausbekomme wieviele microsoft-aktien ausgegeben wurden. grund: vor 1-2 wochen wurde eine 10 Mrd. USDollar extra.dividende in den nachrichten veröffentlicht. naja, und falls es doch kommt wollte ich mal rausbekommen, ... Sparbuch und Erbschaft Ein Verwandter hat seine Ersparnisse auf ein Sparbuch bis 2006 festgelegt. Dieser stirbt und die Bank sagt, die Erben können erst nach Ablauf über das Geld verfügen. Ist das richtig so oder müssen nach dem Tod die Einlagen sofort ausgezahlt ... Dringend! Welche Arten von Aktienkursen gibt es? Neben dem Kassakurs? danke tonio Geld von dem der Fiskus nichts wissen soll Otto-Normalverdiener würde mich interessieren welche Möglichkeiten es heutzutage überhaupt noch gibt, Geld im Ausland-EU anzulegen ohne das der Fiskus oder eine andere staatliche Institution davon weiß bzw. was erfährt. Geht das überhaupt und ist ... VESR / BESR Hoffe hier gibt es jemanden, der weiss was das ist. Also ich weiss zwar was das ist und wie die Referenznummern aufgebaut sind etc... Ich suche aber allgemeine Informationen zum Thema. Am Besten etwas mit vielen Schaubildern, damit man das Thema ... Zinsauszahlung?? Hab mal eine Frage bezüglich Tagesgeldkonto: ich habe vor einigen Monaten dort mein Geld "geparkt", daß ich nicht fest anlegen kann. Zinssatz waren damals 3%, bald nur noch 2,5%. Ende des Jahres werden die Zinsen gutgeschrieben. Bekomme ... briefmarken mit DM aufdruck Ich meine briefmarken mit DM aufdruck noch umtauschen? danke Friedrich Dividenden in USA Bekannterweise werden bei deutsche AG's einmal im Jahr auf Hauptversammlungen die Dividendenhöhe beschlossen. Hat man an diesem Tag die Aktie im Besitz, so bekommt man die Dividende ausgezahlt. Wie ist das in den USA?. Soweit ich mitbekommen habe ... Jahreszahl 2003 auf deutschen Euros Habe nun schon viele Euro- und Centmünzen aus Deutschland rumgedreht, aber noch keine mit der Jahreszahl 2003 gefunden. Auf der Seite der Bundesbank wird (für Deutschland) auch nur die Jahreszahl 2002 erwähnt. Gibt es auch die Jahreszahl 2003? ... Börsengang Bank~Austria Diese Woche hörte ich im Fernsehen, daß die Hypo-Vereinsbank die Bank~Austria auf der Wiener Börse eingeführt hätte. Soweit ich mit erinnere, war die Bank~Austria, ehemals Österr.Länderbank, später hat sie Creditanstalt-Bankverein geschluckt, die ... Neuer FAQ-Eintrag Thema: Wandelanleihe, Optionsanleihe FAQ:1119 C. Telekom und Wandelanleihe Hallöchen, die Telekom hat eine Wandelanleihe heraus gegeben. Was ist das eigentlich? In einem Kommentar am Ausgabetag las ich bei Spiegel-Online, dass man sich davon eine Belebung des Aktienkurses versprach. Tatsächlich sank der Kurs aber um ... Elch-Spardose Lieben Banker, Broker und Börsianer, entschuldigt, wenn ich euch mit einem so profanen Ansinnen belästige, aber ich dachte, in diesem Brett finde ich am ehesten eine Antwort auf die Frage: wer weiss, bei welcher Bank man eine Spardose in Form ... Eure Meinung zu Quadriga Gerne hätte ich mal eine Meinung zu "Quadriga". Dieses Unternehmen bietet einen Hedgefound an. Kann mir jemand Auskünfte erteilen? Gruß Josef Üerweisung Italien: Western Union oder per IBAN? Möchte mich für einen Sprachkurs in Italien anmelden. Die Broschüre der dortigen Uni schlägt folgende Bezahloptionen vor: ** Western Union "Quick Pay" -> Ich war gerade bei der dt. Post (Annahmestelle für Western Union) Problem (neben ... Online-Girokonto-Vergleich Frage ist sicher hier schon 1000mal gestellt worden, aber leider finde ich keinen entsprechenden Artikel... Also, ich werde demnaechst wiedermal fuer einen laengeren Zeitraum im Ausland taetig werden und bin daher auf der Suche nach einem guten ... Übernahmeangebot von Ontario Inc an W.E.T. Ist euere Meinung dazu? Schafft Ontario Inc. die 95 % Aktienanteile? Geboten werden 52,70 EUR je Aktie. Der Kurs war bis gestern 54,00 EUR. Sollte man sich jetzt von der Aktie trennen, da Kurs ja höher oder zu 52,70 EUR abtreten? Sutti Eltern (57 + 60) wollen ein Haus bauen. Meine Mutter hat eine Erbschaft gemacht, die sie jetzt in ein Eigenheim stecken will. Leider reicht das Geld nicht und sie müssen den Rest finanzieren (Höhe ist mir unbekannt) Da es mit ihren Finanzen nicht ... Gebühr für Ablösung von Privatkredit? Habe 2 Kredite bei der citibank vorzeitig abgelöst. Dafür wurde mir eine Gebühr berechnet. Ist das nicht nur bei Baukrediten üblich? Kann ich mich dagegen wehren? Wenn ja,wie? Danke für die Mühe im voraus! Gruß Jörg Geldanlage (?) m./b. Weiterverkauf v. Zertifikaten Hatte heute einen Anruf von einer Freundin, die mir ein Geldanlage-Zertifikat verkaufen will (und man könne "das nicht am Telefon besprechen..." usw. usf.). Ich möchte gerne im Vorfeld recherchieren, was das ist, zumal ich ... Bedeuten eigentlich immer die Begriffe underperform,equal-weight,outperform etc............ bei Aktienempfehlungen? claudia Euro im Vatikan?!? Mal eine naive Frage: Ich dachte immer, es gäbe nur 12 Euro Länder. Alle Plakate und auch die ganzen Sammelalben haben immer nur Platz für 12 Länder. Nun liest man ständig von diesen Euromünzen des Vatikan, San Marino und Monacco. Seit wann haben ... Dispo und Bankabbuchung Sohn hat für sein Konto keinen eingeräumten Dispokredit. Lastschriften werden also bei Unterdeckung nicht eingelöst. Die Bank löst nur den die Bank betreffenden Abbuchungsbetrag für einen Kredit ein. Hierdurch werden jetzt Dispozinsen fällig. Ist ... RandPlus Tagesgeldkonto //www.amexbank.de/kontocenter/wz_rand.php3 verspricht 10% Zinsen mit Garantie auf diese 10% bis Ende August. Was soll ich davon halten - geht´s danach bergab? Was ist denn generell von Währungszuwachskonten zu halten? Danke und Grüsse, Tom USD D->NL Geht das auch günstiger ? Für die Überweisung von ca 5.200 USD von einem USD-Konto in Deutschland (geführt bei einer der "großen" Banken) auf ein USD-Konto bei der ABN Amro in NL sind insg. über 40 USD Gebühren angefallen. Da ich dieses Jahr noch einige ... WKN 955063/ISIN: XS0152046305 Ich bin auf der Suche nach ausführlichen Informationen zu o.g. Wertpapier. Alles was ich selber finden konnte ist das Folgende: WKN 955063 ISSUE: E.L.A.N LIMITED - SERIES 2002 - 16 - Class B USD 85,000,000 Secured FRN Due 21 May 2012 ISIN: ... Zinseszins beim Fondssparen? Ich brauche mal Unterstützung in einer Fondssparen-Frage und insbesondere zum berühmten Zinseszinseffekt. Wenn man bei Consors dem kleinen Vermögensplaner-Tool ( http://www.consors.de/vermoegensplaner/index.html ) glaubt, denn gibt es ja ... Buchung und Wert? Ist das beim Girokonto, wenn ein Betrag gebucht wird, wo aber bei "Wert" ein anderer Tag steht? Kann ich dann sofort oder erst ab dem Tag bei "Wert" darüber verfügen? Und dann direkt ab diesem Tag oder erst einen Tag später? ... Welcche AG's halten Ihre HV im Rhein Main Gebiet Tja, eigendlich schon alles gesagt, wie kann ich herausfinden welche Aktiengesellschaften ihre Hauptversammlungen im Raum Frankfurt/Darmstadt abhalten?? Unterschied Pfandbrief, Anleihe, nachrangige Anlei Kann mir einer erklären was der Unterschied zwischen einer "normalen" Anleihe und einer nachrangigen Anleihe ist und was der Unterschied zwischen einer Anleihe und einem Pfandbrief ist? In diesem Zusammenhang würde mich auch die ... Konto und Finanzen in den USA Ich werde ein Jahr in St. Louis studieren und überlege gerade wie ich dort meine Finanzen regele. Habe im Moment ein Sparkassenkonto und ein Konto übers Internet inkl. Mastercard. Sollte ich in den USA ein neues Konto eröffnen, brauche ich noch ... AMEX nimmt Portogebühren vom Tagesgeldkonto Bei der AMEX-Bank ist mir letztens der Kragen geplatzt. Für die Übersendung der monatlichen Kontoauszüge beim Tagesgeldkonto wird jeden Monat Porto von meinem Anlagebetrag abgezogen. Frage hierzu: 1. wie findet Ihr das? 2. gibt es ähnliche ... Kreditkarte, dumme Fragen Ich besitze zwar eine Kreditkarte, setze diese aber nur (gezwungenermaßen) im Urlaub ein, z.B. für Sicherheitsleistung beim Autovermieter oder Vorlage im Motel (damit man überhaupt als Mensch akzeptiert wird). Bisher war ich der Meinung, daß ich ... Online-Auktionen: eBay u. a.
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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
2. Familienverträge und Familiensachen 3. Auseinandersetzungen um die Erbteilungen und den Besitz von Hagenbeck 4. Lehen 4.1. Passivlehen 4.2. Aktivlehen 5. Güterverzeichnisse 6. Gebäude 7. Inventare 8. Kirchensachen 9. Jagd 10. Marken und Gehölze 11. Mühlensachen 12. Eigenhörige, Dienste 13. Gerichtssachen 14. Güterverwaltung 15. Einzelne Güter 16. Rechnungen 17. Rechnungsbelege 18. Schuldenwesen 19. Einzelkorrespondenzen (in geschäftlichen Angelegenheiten) 20. Archivverzeichnisse U 132, Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.), Hagenbeck - Akten Verzeichnungseinheiten: 1-100 101-141 Auslegung des Hagenbeckschen Testaments seitens des Dr. Knippenberg und Dr. Mensing Instruktion (der Margarete von Heiden, geb. von Velen) für den Fall ihres Todes und der Nichteinhaltung des Vertrages seitens des Gerhard von Heiden Prozeßschrift in Sachen Velen ./. Velen zum Testament der Margarete von Velen, Witwe von Heiden zu Hagenbeck Deduktion zur Auslegung des Testaments der Margareta von Velen, Witwe von Heiden Testament der Jungfer Mechtild von Heiden, Tochter des Arnold von Heiden und der Metten von Langen (Entwurf: testamentum nuncupativum) Verzicht der Geschwister Lucia Mechtild und Arnd von Heiden auf ihr elterliches Erbteil zugunsten des ältesten Bruders Lubbert als Schenkung unter Lebenden Vertrag des Wenemar von Heiden mit Bürgermeister und Schöffen der Stadt Dorsten über die Pachtung der von Bernd von Hagenbeck angekauften Hälfte des Hofes Hagenbeck und des Holzgerichts (Abschrift) Vertrag zwischen Lubbert und Lutzen von Heiden über die Teilung des elterlichen Erbes Lutze von Heiden zu Engelrading ./. Lubbert von Heiden zu Hagenbeck wegen der Teilung der elterlichen Güter (Prozeß vor dem Gogericht zum Homborn) Lutzen von Heiden zu Engelrading ./. Lubbert von Heiden zu Hagenbeck wegen Teilung der Güter (Appellation vor dem Reichskammergericht wegen des in einem Urteil des Gogerichts Homborn enthaltenen Wortes "conferre = einbringen") mit Schätzung der Immobilien und Mobilien; Vorschlag zum Vergleich zwischen Lembeck, Raesfeld und Hagenbeck u. a. über die Jurisdiktion mit Aufstellung über die Pachteinkünfte Lubbert von Heiden ./. Lutzen von Heiden (Klageschrift zur Appellation an das Reichskammergericht) Friedrich Raven, Richter und Gograf des Amts auf dem Braem, an den Herzog Wilhelm zu Kleve, Jülich, Berg: Durchsetzung des Urteils des Gogerichts im Streit zwischen Lubbert und Lutzen von Heiden Urteil des Friedrich Raven, Gograf des Amts auf dem Braem, zur Klage des Lutze von Heiden./. seinen Bruder Lubbert von Heiden wegen der elterlichen Güterteilung Henrich Ties, Pastor zu Holsterhausen, an Gerhard von Heiden: Bericht über die geforderte Immission in die Hovesaat von Hagenbeck seitens der Brüder von Heiden Bescheid der verordneten Regierung des Stifts Münster zu Horstmar zum Streit zwischen Lubbert und Lutzen von Heiden wegen der Nienborgschen und anderer münsterscher Pfandgüter (1513) 1575 - 1585 Lubbert von Heiden ./. Lutze von Heiden: Nachweis der Neuerwerbungen und Verbesserungen an Hagenbeck nach der Teilung der elterlichen Güter (Prozeß vor dem Weltlichen Hofgericht in Münster) 1575, 1590-1611 Verhandlungen zwischen den Erben des Lubbert und Lutzen von Heiden über die Neuverteilung des elterlichen Erbes H. von Honsseler, Diener zu Hagenbeck, an Gerhard von Heiden, kurtrierischer Amtmann, zur Auseinandersetzung mit Lutzen von Heiden Klageschrift des Lutze von Heiden ./. seinen Bruder Lubbert von Heiden wegen der Liquidation der Engelradischen Güter, speziell wegen der angemaßten Wiedereinlösung von Backhaus und Hohenwulfen 1576 - 1577 Prozeß Lubbert von Heiden ./. Lutzo von Heiden puncto liquidationis bonorum Hagenbeck und Engelrading 1578 - 1581 Lubbert von Heiden ./. seinen Bruder Lutze von Heiden (Prozeßschrift) Prozeß Lubbert von Heiden ./. Lutzo von Heiden wegen der Abtragung elterlicher Schulden Lubbert von Heiden zu Hagenbeck ./. Lutze von Heiden zu Engelrading: Besitzstörung durch unrechtmäßige Einziehung der Pachte bei den Hausleuten (Prozeß vor dem Weltlichen Hofgericht in Münster) Lubbert von Heiden zu Hagenbeck ./. Lutzen von Heiden zu Engelrading: Engelradische Erbschaft (Bruchstücke) Urteil des Münsterschen fürstlichen Hofgerichts für Lutze von Heiden: Übersicht über die an das Haus Hagenbeck gefallenen Güter 1580 - 1593 Verhandlungen zwischen den Erben des Lubbert und Lutzen von Heiden über eine erneute Teilung, Wertermittlung der Güter, Memoriale und Einwände Rezeß zu Horstmar zwischen Lubbert und Lutzen von Heiden (Anfang) von Heiden zu Grimburg an Margareta von Heiden, geb. von Velen: Tag zu Ramsdorf zur Teilung zwischen Engelrading und Hagenbeck Lubbert von Heiden zu Hagenbeck ./. Erben des Lutzen von Heiden zu Engelrading (Prozeß vor dem Offizial zu Münster) 1587 - 1617 Korrespondenz des Heinrich Honseler zu den Streitigkeiten der von Heiden; Vergleichsverhandlungen mit den Brüdern von Honseler über die Rechnungen des + Richters Honseler bzw. Honseler ./. Heiden und Velen Gerhard von Heiden, Amtmann zu Limburg, an von Westerholt: Entschuldigung wegen der Verhinderung zum Tag zur Nachlaßregelung des Arnold von Heiden Vertrag über die Erbteilung zwischen den Brüdern Wenemar und Bernhard von Heiden zu Engelrading Wenemar und Bernhard von Heiden zu Engelrading an Hermann von Velen den Jungen zur geplanten Teilung: Liquidationsrechnung Schreiben (eines nicht genannten Absenders) zur Teilung der Güter Maubach und Thumb (an Lubbert von Heiden?) Vollmacht für Henrich von Honsseler zur Teilnahe am Tag Teilzettel des Hauses Hagenbeck: Verzeichnis der dazugehörenden Stücke Teilungszettel des Hauses Engelrading und des Hauses Hagenbeck Auseinandersetzungen um die Richtigkeit des Hagenbeckschen Rechenzettels: (Gegenberichte und Beschluß auf die Replik) Bericht der Hagenbeckschen Erben zur Justifizierung des Rechenzettels bzw. Gegenbericht Vereinbarung der Erben des Lubbert und Lutzen von Heiden zur Auswahl des betreffenden Erbteils (Hagenbeck bzw. Engelrading) Einwände gegen den Vollzug des Velener Rezesses zur geplanten Neuverteilung der Hagenbeckschen und Engelradischen Güter, Korrespondenz mit Conrad von Westerholt Rechenzettel über die Hagenbeckschen Güter (1518-) 1592 - 1593 Auseinandersetzung der Erben des Lubbert von Heiden mit den Arbitri über die Abrechnung, mit Aufstellung über die Güter und Einnahmen von Hagenbeck und Engelrading Vertrag der Erben des Lubbert von Heiden mit den Erben des Lutzen von Heiden über die neue Teilung des elterlichen Besitzes, 1592 - 1595 Darstellung seit der gemeinsamen Inbesitznahme der Güter und der seither geschehenen Irrungen, 1595 1592 - 1649 Briefe der Margarethe von Velen, verwitwete von Heiden, an ihren Bruder Hermann von Velen wegen Vormundschaftssachen und Güter Vergleich zwischen den Erben des Lubbert und Lutzen von Heiden: Verzicht der Erben des Lubbert, Gerhard von Heiden, kurtrierischer Amtmann zu Limburg, und seiner Frau Gutha, geb. von Reiffenberg, Margareta, geb. von Velen, Witwe des Arnold von Heiden, und ihres Sohnes Arnold von Heiden auf Haus Hagenbeck zum beabsichtigten Tausch mit Engelrading Ausscheidung des Hofes zur Schüren, Lehngut des Abtes zu Werden, bei der Erbteilung bzw. Verbleiben des Hofes bei Lubbert von Heiden Anmerkungen zu den einzelnen Hagenbeckschen Gütern zum neuen Teilungsplan Protestation im Streit zwischen den Erben des Lubbert und Lutze von Heiden über die Wertansetzung der oberlippischen Freigüter Stellungnahme zu den einzelnen Punkten des Teilzettels [nach 1593] Protestation der Erben des Lubbert von Heiden gegen die Erklärung des Bernhard von Heiden zu den Gründen über die Nichtvollziehung des Vertrages über die Neuverteilung Hermann von Velen an Conrad von Westerholt: Wunsch nach Erledigung des Teilungshandels Erben des Lubbert von Heiden an den Statthalter des Stifts Münster: Bestrebungen der Erben des Lutzen von Heiden zur Widerrufung der erneuten Teilung 1595, 1602 Margarete von Heiden, geb. von Velen, an ihren Bruder Hermann von Velen zum Streit zwischen Lubbert und Lutze von Heiden Protokoll der Verhandlungen zwischen den Erben des Lubbert und Lutzen von Heiden zur Aufrichtung des Interims Bitte um Beistand zur Teilung der Hagenbeckschen Güter zwischen (Gerhard) und Arnold von Heiden Rezeß zwischen den Erben des Lubbert und Lutzen von Heiden zur beiderseitigen Vermögensaufstellung Erbteilung zwischen Hermann von Velen und Margarete, geb. von Velen, Witwe von Heiden, namens des Arnold von Heiden, Vetter bzw. Sohn, auf der einen Seite mit dem Vetter Lubbert von Heiden, Amtmann zu Limburg Erbteilung zwischen den Vettern Lubbert und Arnold von Heiden zu Hagenbeck (4 Exemplare) Einladungen des Lubbert von Heiden zur Teilnahme bei der Erbteilung mit Arnold von Heiden an verschiedene Verwandte und Freunde: Wilhelm von Nesselrode zu Ehreshoven, Droste zu Blankenburg, Dietrich von der Horst, Domherr zu Trier und Amtmann zu Düsseldorf und Angermund (Konzeptbuch) Resolution der Brüder von Nesselrode zu Ehreshoven und der Vettern von der Leyen und von Palandt wegen des Palandtschen Hofes in Köln, Ansprüche des Gerhard und Arnold von Heiden Memorial für Johann Naelmann von Hattingen, Pastor zu Heiden, über Pachtzahlungen ab 1538 zur Wertermittlung Extrakt der Ortsbesichtigung (des Augenscheins) über den baulichen Zustand des Hauses [Hagenbeck?] in Sachen von Velen ./. von Heiden (aufgestellt durch Georg Kock) Vertrag zwischen Margarete von Velen, Witwe von Heiden, mit Lubbert von Heiden, kurtrierischer Amtmann zu Limburg, nach dem Tode ihres Sohnes Arnold von Heiden, Obrist des Petzischen Regiments in Ungarn, über das hinterlassene Erbe (Abschrift) Lubbert von Heiden aus Camberg an Hans Reichard von Schönenberg, kaiserlicher Obrist und Rat zu Ungarn: Tag zu Köln; Projekt der Abtretung der Hagenbeckschen, Engelradischen Erbgüter [nach 1600] Deduktion zum Prozeß vor dem Weltlichen Hofgericht in Münster: Geschichtsdarstellung von Heiden um 1400 und der bisherigen Streitereien Vergleich der Witwe Margareta von Heiden, geb. von Velen, mit Lubbert von Heiden nach dem Tode ihres Sohnes Arnold von Heiden über die Häuser Hagenbeck, Engelrading, Maubach und Burglehen zu Nienborg Vertrag der Margareta von Velen Frau von Hagenbeck mit dem kurtrierischen Amtmann Lubbert von Heiden nach dem Tode des Sohnes Arnold von Heiden 1601 - 1617 Lubbert von Heiden, kurtrierischer Amtmann zu Limburg, ./. Gebrüder von Velen (auch Schütz von Holzhausen) zu den Ansprüchen auf Hagenbeck Thomas von Honsseler aus Asterlagen an Margarete von Heiden, geb. von Velen: Resolution zum Vorschlag des Lubbert von Heiden (ohne Anfang) Protest der Margareta von Velen, Witwe von Heiden, gegen die Verschleppung der Ausfьhrung des geschlossenen Vertrages seitens ihres Schwagers Lubbert von Heiden Bernhard von Heiden zu Engelrading an Lubbert von Heiden: Bekundung des Willens zur Einigung im Erbstreit Margareta von Heiden, geb. von Velen, zum Nichtvollzug des vereinbarten Tauschs der Häuser Engelrading und Hagenbeck zwischen den Erben des Lubbert und Lutze von Heiden wegen der nicht erfolgten Entlastung Engelradings von den Schulden 1574 - 1609 Abschriften zur Information über den Verfolg der Streitigkeiten und dienliche Anleitung dazu, 1609 Enthaeltvermerke : enthält u. a.: - Testament des Lubbert von Heiden, 1574 -Widerruf des Testaments, 1586 - Übesicht über die gemeinsamen Belastungen der Häuser Hagenbeck und Engelrading, Abschriften von Schreiben (Produkte) Erklärung des Lubbert von Heiden, kurtrierischer Amtmann zu Limburg, über den beanspruchten Anfall der Erbschaft der Witwe Margarete von Heiden und ihres Sohnes Arnold Exekutoren der Margarete von Velen, Witwe von Heiden, an Margarete von der Horst, Witwe zu Velen, wegen der Erbschaftsregelung 1609,1612 Memorial des Lubbert von Heiden zur Besitzergreifung des Hauses Hagenbeck durch die Brüder von Velen, Schreiben an den kurtrierischen Rat Damian von der Leyen Erklärung der Erben der Margarete von Heiden, geb. von Velen, zur Erbauseinandersetzung mit Lubbert von Heiden, Amtmann 1609 - 1618 Streitsache Lubberts von Heiden gegen die Herren von Velen wegen Hagenbecks Auseinandersetzung zwischen den Erben der Margarete von Velen, Witwe von Heiden, mit Lubbert von Heiden Enthaeltvermerke : enthält u. a.: - Besetzung der Pfarrstelle in Holsterhausen und von Vikarien, Darstellung der Erbstreitigkeiten, Aufstellung über die von Hagenbeck nach Raesfeld überführten Mobilien, Protokoll über die Aufteilung des beweglichen Nachlasses der Margarete von Velen Einmischung des Philipp Cuno Schütz von Holzhausen in den Rechtsstreit vor dem Hofgericht zu Münster des Lubbert von Heiden zur Wahrnehmung der Interessen seiner Frau Maria Johanetta, geb. von Heiden Gegenbericht der Testamentsvollstrecker der Margarete von Heiden, geb. von Velen, zur Antwort des kurtrierischen Amtmanns Lubbert von Heiden Engelbert von Brabeck, Bursner zu Münster, an Bernhard von Heiden zu Engelrading zur Heranziehung als Obmann im Streit zwischen den Vettern zu Engelrading und Hagenbeck Notarielle Besitzergreifung des Hauses Hagenbeck durch Johann von Velen, Domküster zu Münster, als Testamentsvollstrecker der Margarete von Heiden 1610 - 1616 Dietrich von der Horst aus Koblenz bzw. Trier an Lubbert von Heiden, Amtmann zu Camberg: Vergleich in der Hagenbeckschen Sache Erben der Margarete von Heiden, geb. von Velen, an Lubbert von Heiden, trierischer Amtmann zu Limburg: Vorbereitung einer Zusammenkunft, Vollzug des aufgerichteten Vertrags desgl. an den kurtrierischen Chorbischof Dietrich von der Horst Domküster Johann von Velen, Alexander von Velen und Dietrich von Velen an den Kurfürsten Lothar von Trier: Nichteinhaltung des Vertrages zwischen Margarete von Heiden, Witwe von Velen, und Lubbert von Heiden über die Zahlung einer Abfindungssumme gegen Verzicht auf Haus Hagenbeck seitens der Margarete Resolution des Domküsters Johann von Velen und des Dietrich von Velen zum durch Jacob Tieffenbach von Camberg übermittelten Begehren des Amtmanns zu Camberg Obrist Alexander von Velen an seinen Bruder Johann, Domküster zu Münster, zur Einhaltung des Vertrages seitens des Lubbert von Heiden 1576 - 1613 Enthaeltvermerke : enthält: - Bestallung des Henrich von Honseler, Richter zu Dingden, zum bevollmächtigten Anwalt durch Gerhard von Heiden, kurtrierischer Amtmann zu Pfaltz und Grimberg, und Margarete von Velen, Witwe von Heiden, 1576, 1611 - Instruktion zur gütlichen Unterhandlung zwischen Heiden und Velen, 1613 Supplik des Lubbert von Heiden an den Kurfürsten wegen des Lehnguts Hagenbeck (zum Prozeß mit den Vettern von Velen) Lubbert von Heiden, kurtrierischer Amtmann zu Limburg, ./. Gebrüder von Velen: Streit um das Haus Hagenbeck und die dazugehörenden Güter (Prozeß vor dem Weltlichen Hofgericht in Münster) (1593) 1613 - 1629 Johann, Alexander und Dietrich von Velen (auch Schütz von Holthausen) ./. Lubbert von Heiden, kurtrierischer Amtmann: Recht auf Hagenbeck bzw. Erbanspruch wegen Margarete von Heiden, geb. von Velen (Prozeß vor dem Weltlichen Hofgericht in Münster, mit Liste der seit 1593 ergangenen Decreta) Klageschrift des Lubbert von Heiden, Amtmann zu Limburg, an den Hofrichter des Weltlichen Hofgerichts in Münster Prozeß des Lubbert von Heiden ./. Gebrüder von Velen wegen des Hauses Hagenbeck Gebrüder von Velen ./. Lubbert von Heiden, kurfürstlich trierischer Amtmann zu Limburg, wegen des Erbes der Eheleute Arnold von Heiden und der Margareta von Velen beim Tode des kinderlosen Sohnes Arnold, kaiserlicher Obristleutnant des Betzischen Regiments deutschen Fußvolks in Siebenbürgen (Klage wegen Besitzstörung vor dem Weltlichen Hofgericht zu Münster) 1614 - 1618 Lubbert von Heiden ./. Gebrüder und Vettern von Velen: Streit um die Güter Hagenbeck und Engelrading Lubbert von Heiden an den Kurfürsten von Trier: Bitte um Interzession in der Auseinandersetzung mit den von Velen wegen Hagenbeck (Konzept) Alexander und sein Vetter Dietrich von Velen ./. Lubbert von Heiden, trierischer Amtmann zu Limburg: zur Beschwerde des von Heiden wegen angeblicher Vorenthaltung seiner Güter (Haus Hagenbeck) Lubbert von Heiden, Amtmann zu Camberg, an den Kurfürsten zur Auseinandersetzung mit den Vettern von Velen
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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
Verfasst: 04.09.2018, 14:41 Stand: Ende August Gesamt (August): Forken: 115 (23) Stäbe: 30 (4) Ficcare: 1 (0) 8 | Grahtoe Poly Threnody 6 | 60th Street Amie Bermuda Lemonwood 6 | 60th Street Lynne Heritage Walnut 6 | 60th Street Lynne Bolivian Rosewood 6 | GoodVillageWoodcraft Heritage Walnut 5 | 60th Street Barb Barnwood 4 | GoodVillageWoodcraft Burmese Blackwood 4 | 60th Street Lynne Bermuda Lemonwood 4 | 60th Street Bev Alabaster 4 | 60th Street Ali Barnwood 4 | 60th Street Daisey Camo 4 | GoodVillageWoodcraft Earth & Sky 4 | Senza Limiti Kpo 3 | 60th Street Barb Evergreen Camo 3 | 60th Street Bev Charcoal Silvertone 2 | 60th Street Amie Field & Stream 2 | 60th Street Barb Twilight 2 | 60th Street Ali Field & Stream 2 | 60th Street Ali Mulberry 5 | Mamacat Stormy River 2 | EaduardHairsticks Denim Mist 1 | Ketylo Alabaster So langsam lassen sich Favoriten ablesen. Naja, Favoriten eher weniger... Das sind einfach die Stücke, die am häufigsten zum Wetter, Outfit und meiner Duttlaune gepasst haben. Mal gucken, wie sich das jetzt im Herbst weiter entwickelt. Im Herbst und Winter trage ich Stäbe und Flexis häufiger. Zumindest war das die letzten Jahre so. We'll see. Noch 7 ungetragene Teile. 13|1 Swerve Rosegold 07|1 Black Leather L 02|1 DIY Georg L 02|1 Sable-CP silber grün L 01|1 Native Filigree Copper, L 01|1 Native Filigree Jade Hearts XL 10|3 Ketylo, Ebony, S 04|0 60th Street Lynne Mulberry 03|1 MB Forke Dunkelgrün 03|0 Làireach-Forke Diamondply Royalblue 01|0 60th Street Daisey Raspberry Twist 01|0 Yevhenia Stick, Holz&Acryl&Gold 01|1 60th Street Daisey Mulberry 01|1 60th Street Ali Field&Stream 01|1 D&F Amerik. Nussbaum mit 5 Bändern Abalone 01|1 D&F Amerik. Nussbaum mit 3 Bändern Abalone 01|1 D&F Mahagoni mit 4 Bändern Glitter und Perlmutt 01|1 D&F Flachstab Amerik. Nussbaum NZ inspired 01|1 D&F Flachstab Robinie mit Türkis und Messing 01|1 D&F Forke, Nussbaum, Blauer Glitter 26|1 ED Blue Steel 22|2 Ketylo, Clear, S 19|0 ED Blue Topaz water 16|1 ED Forrest Pepple 13|2 H'n'M Moonstone Water 09|0 H'n'M Black 08|0 Avilee Forke Aqua 08|5 H'n'M Abalone 07|2 H'n'M Irish Spring 07|1 Spiralstab Bordeaux 05|1 H'n'M Aqua 02|2 Avilee Forke Crushed Silver 07|1 Esse rosegold mit Aquamarin 07|1 KPO, silber (breit), Walnuss, XS 05|1 Flora rosé, dunkle Nuss, XS 04|2 Angelique silber, Nuss, XS 04|0 Rosenbonbon silber, ebonisiert, XS/S 04|0 Canoa silber, Nuss, OP2, S 02|1 KPO silber, Nuss, XS/S 01|1 Mia Mondstein silber 01|0 Lacona E, silber 01|0 Geschenkstab 'Rose', Nussholz, S 05|1 Ficcare Border Blue Jeans M 02|0 Ficcare DIY "Nöppi", M 09|1 Haarnadel aus Jade 02|2 Biondo Schwarzer Acrylstab mit Abalonetopper 01|0 Spange "Mond", silber 12 Teile aussortiert, 9 Teile neu. Kann man ja schon fast Reduktion nennen. Verfasst: 02.10.2018, 19:49 Gesamt (September): Forken: 129 (14) Stäbe: 30 (0) Ficcare: 2 (1) 7 | Avilee Black Olive 6 | 60th Street Barb Barnwood 5 | GoodVillageWoodcraft Burmese Blackwood 5 | GoodVillageWoodcraft Earth & Sky 5 | Senza Limiti Kpo 4 | 60th Street Barb Evergreen Camo 4 | 60th Street Bev Charcoal Silvertone 4 | 60th Street Ali Bumble Bee 4 | GoodVillageWoodcraft Turquoise Gemwood 4 | GoodVillageWoodcraft Tahitian Jadewood 4zinkig 3 | 60th Street Pepper Heritage Walnut 2 | 60th Street Amie Turqouise Gemwood 2 | 60th Street Barb Field & Stream 2 | 60th Street Ali Charcoal WebbWood 0 | 60th Street Barb Indigo Dymalux 0 | EaduardHairsticks Forest Pebbles 2 | Ficcare Maxima Jet Black Das war ein Forkenmonat Ein neues Förkchen und ein neuer Stab sind eingezogen. Das erhöht die Anzahl ungetragener Teile auf 9 Verfasst: 05.10.2018, 07:54 Getragen im September 5 | Blatt (eingezogen am 16.08.18) 1 | KPO 1 | Skoeldpadda Goldcoast Forke 0 | Ed Ruby Water (verloren ) 0 | Ruby Bouquet XL 6 | 60th Street Sara Desert Camo 4 | 60th Street Dakota (eingezogen am 15.08.18) 1 | Ketylo Dakota (eingezogen am 15.08.18) 0 | Alpenlandkunst Nera Kirsche (ausgezogen am 15.09.18) Gesamtanzahl (Stand 05.10.18): 14 Verfasst: 31.10.2018, 10:14 Getragen im Oktober 3 | Blatt (eingezogen am 16.08.18) 2 | KPO (Rosenquarz) (eingezogen am 05.03.18) 6 | 60th Street Dakota (eingezogen am 15.08.18) 4 | 60th Street Sara Desert Camo 2 | Ketylo Dakota (eingezogen am 15.08.18) Gesamtanzahl (Stand 31.10.18): 14 Verfasst: 31.10.2018, 11:47 Jop, die Zeit rennt... Stand: Anfang November 2018 13|0 Swerve Rosegold 07|0 Black Leather L 05|2 Sable L 05|2 Sable XXS 04|1 Montana L 03|1 Autumn's Delight L 02|0 DIY Georg L 02|0 Sable-CP silber grün L 01|0 Native Filigree Copper, L 01|0 Native Filigree Jade Hearts L 11|1 Ketylo, Ebony, S 05|0 DIY Stab Royal Indigowood 04|1 Làireach-Forke Diamondply Royalblue 04|1 MB Forke Dunkelgrün 02|1 D&F Flachstab Amerik. Nussbaum NZL inspired 02|1 D&F Amerik. Nussbaum mit 5 Bändern Abalone 02|1 60th Street Daisey Mulberry 01|0 60th Street Ali Field&Stream 01|0 D&F Amerik. Nussbaum mit 3 Bändern Abalone 01|0 D&F Mahagoni mit 4 Bändern Glitter und Perlmutt 01|0 D&F Flachstab Robinie mit Türkis und Messing 01|0 D&F Forke, Nussbaum, Blauer Glitter 27|1 ED Blue Steel 22|0 Ketylo, Clear, S 18|3 H'n'M Moonstone Water 16|0 ED Forrest Pepple 10|1 H'n'M Black 09|9 "Shorty" mit blauer Spirale 09|2 H'n'M Irish Spring 09|1 H'n'M Abalone 09|1 Skoeldpadda Forke Emerald Green 08|1 Spiralstab Bordeaux 05|0 H'n'M Aqua 03|1 Avilee Forke Crushed Silver 07|0 Esse rosegold mit Aquamarin 07|0 KPO, silber (breit), Walnuss, XS 05|1 Canoa silber, Nuss, OP2, S 05|1 Rosenbonbon silber, ebonisiert, XS/S 05|0 Flora rosé, dunkle Nuss, XS 04|0 Angelique silber, Nuss, XS 02|2 KPO B, silber, lackiert, XS 02|1 Mia, Silber, Mondstein 02|1 Kugelscroos silber 02|0 KPO silber, nuss, XS/S 01|1 Fiore 1,silber, Nuss XS 01|1 Canoa light, gold, S 01|0 Lacona E mit Calzedonen, silber 00|0 Canoa light, silber, Nuss,S 05|0 Ficcare Border Blue Jeans M 04|4 Ficcarissimo Jet Black, S 09|0 Haarnadel aus Jade 02|0 Biondo Schwarzer Acrylstab mit Abalonetopper LR: WW U-Pins gehen an meine Schwägerin. So schön die Schneeflocken sind, so viele Haare fressen sie auch. Leider. Holz: Memo an mich: MB Stab lila kürzen. Acryl: der Shorty scheint gut für das nächtliche Nautilüsschen. SL: Talli hat wieder gejagt... *.* Schnabelspangen: S passt im doppelt gewickeltem Dutt...oh oh... Sonstiges: Memo an mich: auch Zuckerstange kürzen (is ja bald Weihnachten...) Verfasst: 02.11.2018, 15:41 Stand: Ende Oktober Gesamt (Oktober): Forken: 142 (13) Stäbe: 33 (3) Ficcare: 4 (2) 9 | Avilee Black Olive 7 | 60th Street Lynne Bolivian Rosewood 6 | Senza Limiti Kpo 5 | 60th Street Barb Evergreen Camo 5 | 60th Street Bev Charcoal Silvertone 5 | GoodVillageWoodcraft Turquoise Gemwood 5 | GoodVillageWoodcraft Tahitian Jadewood 4zinkig 5 | 60th Street Daisey Camo 4 | 60th Street Pepper Heritage Walnut 3 | 60th Street Ali Charcoal WebbWood 1 | 60th Street Barb Indigo Dymalux 3 | EaduardHairsticks Ice Cubes 1 | EaduardHairsticks Forest Pebbles 1 | Ketylo Twilight 0 | Northstar 4 | Ficcare Maxima Jet Black Es gab einen Neuzugang Noch 7 ungetragene Teile. Dieses Jahr habe ich schon 89,06% meiner Teile getragen. Verfasst: 04.12.2018, 09:33 14|1 Swerve Rosegold 05|1 Swerve Dark Nickel 05|0 Sable L 05|0 Sable XXS 04|1 Autumn's Delight L 04|0 Montana L 03|1 Sable-CP silber grün L 02|1 Sapphira XL 16|5 Ketylo, Ebony, S 06|1 DIY Stab Royal Indigowood 05|1 60th Street Lynne Mulberry 04|1 MB Forke Grünlila 04|0 Làireach-Forke Diamondply Royalblue 04|0 MB Forke Dunkelgrün 02|1 MB Forke Grünbraun 02|0 D&F Flachstab Amerik. Nussbaum NZL inspired 02|0 D&F Amerik. Nussbaum mit 5 Bändern Abalone 02|0 60th Street Daisey Mulberry 30|3 ED Blue Steel 27|3 Ketylo, Clear, S 20|1 ED Blue Topaz water 19|1 H'n'M Moonstone Water 17|1 ED Forrest Pepple 11|2 "Shorty" mit blauer Spirale 10|2 Spiralstab Bordeaux 10|1 H'n'M Irish Spring 10|0 H'n'M Black 09|0 H'n'M Abalone 09|0 Skoeldpadda Forke Emerald Green 06|1 H'n'M Aqua 03|0 Avilee Forke Crushed Silver 05|1 Canoa T, rosegold, S 05|1 KPO silber, XS 05|0 Canoa silber, Nuss, OP2, S 05|0 Rosenbonbon silber, ebonisiert, XS/S 03|1 KPO B, silber, lackiert, XS 02|1 Fiore 1,silber, Nuss XS 02|0 Mia, Silber, Mondstein 02|0 Kugelscroos silber 01|0 Canoa light, gold, S 09|2 Ficcarissimo, DIY Pearlized Grey, M 05|1 Ficcarissimo Jet Black, S 02|2 Ficcare Lotus Turquoise M 01|0 Fakkare Border Black, M Hab definitiv zu viel Kram... Flexis müsste ich eigtl mal aussortieren, aber irgendwo trag ich ja doch alles. Die Festive Nina passt leider nicht wirklich zu anderem Schmuck und die 8 is nicht so meins, weswegen ich dann lieber zur normalen Black greife. Die North Star ist mir fast ne Spur zu sparkly...keine Ahnung. Holzschmuck kam ziemlich kurz in der letzten Zeit. Ketylo geht immer, evtl muss ich gegen Ende des Jahres mich doch mal fragen, ob ich meine gehorteten Schätze tatsächlich adäquat "schätze". SL wird nach wie vor gerne, meist eher zu Anlässen getragen. Liegt vielleicht auch daran, dass eine KPO während des Tages gerne mal rutscht und alltagstaugliche Stäbe bei mir ja schon eher Mangelware sind (topperlastige/zu lange Canoas). Ich will endlich eine CLT haben, die würd ich wahrscheinlich non stop tragen... Vielleicht gibt es die neuen ja als T...muhaha! Schnabelspangen sind eigtl soweit alle nice und schick. Meine Border-Fakes muss ich mal aufhübschen, is vielleicht etwas für den nächsten Urlaub nächstes Jahr. Die Turquoise Lotus soll wieder ne Aqua werden. Die sonstigen Dinge mag ich so, is ja auch jetzt ziemlich abgespeckt. Mal schauen, ob die Zuckerstange dieses Jahr zum Einsatz kommt. Mein Wichtelspängchen muss auch mal wieder raus...wenn es nicht so rutschen würde...möp! Verfasst: 06.12.2018, 13:26 Wie sieht es denn für 2019 aus? Machen wir weiter mit dem Projekt? Dann darf gerne ein neues Projekt für 2019 aufgemacht werden Stand: Ende November Gesamt (November): Forken: 152 (10) Stäbe: 35 (2) Ficcare: 5 (1) 9 | Grahtoe Poly Threnody 8 | 60th Street Lynne Bolivian Rosewood 8 | 60th Street Barb Barnwood 7 | Senza Limiti Kpo 6 | GoodVillageWoodcraft Earth & Sky 6 | GoodVillageWoodcraft Tahitian Jadewood 2zinkig 5 | 60th Street Lynne Bermuda Lemonwood 3 | 60th Street Amie Field & Stream 3 | 60th Street Bev Camo 2 | EaduardHairsticks Forest Pebbles 1 | Ketylo Evergreen Camo 5 | Ficcare Maxima Jet Black Noch immer 5 ungetragene Teile.... Ich werde es vermutlich nicht schaffen, in diesem Jahr alles einmal zu tragen Besonders die Flexis wurden sehr vernachlässigt... Verfasst: 31.12.2018, 23:56 Mein Silvester verbring ich mit Mann und Doggo im kuschligen Hotel, deswegen nutze ich Zeit und Muße um meine Statistik abzuschließen. 14|0 Swerve Rosegold 05|0 Swerve Dark Nickel 04|0 Autumn's Delight L 03|0 Sable-CP silber grün L 02|1 Native Filigree Jade Hearts L 02|1 Native Filigree Copper L 02|0 Sapphira XL 01|1 Aria L 01|1 Starla U-Pins long 01|1 Posie roségold L 16|0 Ketylo, Ebony, S 06|0 DIY Stab Royal Indigowood 05|0 60th Street Lynne Mulberry 04|0 MB Forke Grünlila 03|1 MB Forke Aqua 02|1 D&F Amerik. Nussbaum mit 3 Bändern Abalone 02|1 D&F Mahagoni mit 4 Bändern Glitter und Perlmutt 02|1 D&F Flachstab Robinie mit Türkis und Messing 02|1 Yevhenia Stick, Holz&Acryl&Gold 02|0 MB Forke Grünbraun 31|1 ED Blue Steel 28|1 Ketylo, Clear, S 21|1 ED Blue Topaz water 19|2 ED Forrest Pepple 19|0 H'n'M Moonstone Water 18|8 H'n'M Black 11|0 "Shorty" mit blauer Spirale 10|0 Spiralstab Bordeaux 10|0 H'n'M Irish Spring 09|3 Lady Idun Icicle 06|0 H'n'M Aqua 04|1 Avilee Forke Crushed Silver 03|3 Ketylo weiß, S 08|1 Esse rosegold mit Aquamarin 06|1 KPO, roségold, dunkle Nuss, XS 05|0 KPO silber, XS 05|0 Canoa T, rosegold, S 04|1 KPO B, silber, lackiert, XS 03|1 Mia, Silber, Mondstein 02|1 Lacona E mit Calzedonen, silber 02|1 Bel silber, Labradorit 02|1 Notenschlüssel, silber, XS/S 02|0 Fiore 1,silber, Nuss XS 09|0 Ficcarissimo, DIY Pearlized Grey, M 07|2 Ficcarissimo Jet Black, S 02|0 Ficcare Lotus Turquoise M 01|1 Zuckerstange LR: Ich hatte für meine Schwägerin einiges bestellt, von dem ihr leider nur ein Bruchteil zugesagt hat. Den Rest hab ich jetzt erst einmal zwecks Lagern und Ausprobieren eingefügt. Lange U-Pins sind echt schwer für mich zu verbauen, die ziehen höchstwahrscheinlich weiter...Aria ist eigentlich ganz cool...Posie wurde bisher nur von Schwägerin getragen. Sieger 2018: dunkel und eher schnörkelos. Die Swerves und meine schwarzen Flexis sind meine Favoriten. Holz: der schwarze Ketylo kam am meisten raus. Insgesamt ist es hier bunter, generell trag ich Holz aber nicht so oft, obwohl das Wetter eigtl meist gnädig war - bin wohl ein kleiner Angsthase. Die Stäbe von MB lass ich leider häufig liegen, Forken plustern Feendutts einfach besser auf. Acryl: generell hab ich oft Acryl getragen. Basisfarben dominierten. Wird wohl so bleiben. SL: gut, die Esse musste raus, so teuer wie war... ansonsten KPOs und Canoas. Schnabelspangen: hier haben ganz klar die Ficcarissimos gewonnen...dabei besitze ich erst seit diesem Jahr welche. Sonstiges: Jadenadel Nehme mir für die Zukunft vor Siegerbilder einzufügen. Bis nächstes Jahr, hier geht's zum Haarschmuck-Rennen 2019. Verfasst: 02.01.2019, 20:29 Stand: Ende Dezember Gesamt (Dezember): Forken: 168 (16) Stäbe: 36 (1) Flexis: 5 (2) Ficcare: 6 (1) 11 | Avilee Black Olive 9 | 60th Street Lynne Bolivian Rosewood 9 | 60th Street Barb Barnwood 7 | 60th Street Lynne Bermuda Lemonwood 7 | 60th Street Lynne Heritage Walnut 7 | GoodVillageWoodcraft Burmese Blackwood 6 | 60th Street Bev Charcoal Silvertone 5 | 60th Street Ali Barnwood 5 | 60th Street Ali Charcoal WebbWood 4 | 60th Street Bev Camo 3 | 60th Street Amie Turqouise Gemwood 3 | 60th Street Barb Twilight 6 | Mamacat Stormy River 2 | Northstar 1 | Ficcare Maxima Jewel Black Quartz 4 ungetragene Teile. Das finde ich völlig okay. Ich werde aber mal gucken, ob nicht die ein oder andere Flexi wieder auszieht Ich habe an 58,9% der Tage Haarschmuck außer Haus getragen. Davon 78,1% Forken, 16,8% Stäbe, 2,8% Ficcare und 2,3% Flexis. Es wird endlich Zeit für meinen Jahresabschluss... Mir ist aufgefallen, dass der April irgendwie verloren gegangen ist. Getragen im April 5 | KPO (Rosenquarz) (eingezogen am 05.03.18) 4 | KPO 4 | Skoeldpadda Goldcoast Forke 0 | Lovely Circle Aurora Borealis XL Außerdem fehlen noch die letzten zwei Monate... Getragen im November 2 | Souvenirforke (eingezogen Anfang November '18) 5 | 60th Street Dakota (eingezogen am 15.08.18) 6 | GVWC Rosewood Burgundy(eingezogen am 29.05.18) 2 | 60th Street Sara Desert Camo Getragen im Dezember 2 | Blatt (eingezogen am 16.08.18) 7 | 60th Street Dakota (eingezogen am 15.08.18) 1 | 60th Street Sara Desert Camo Und jetzt zur Jahresübersicht: 28 | KPO (Rosenquarz) (eingezogen am 05.03.18) 27 | KPO 14 | Blatt (eingezogen am 16.08.18) 6 | Norsi 3 | Rosa (ausgezogen am 19.03.18) 40 | Skoeldpadda Goldcoast Forke 23 | Skoeldpadda Crushed Yellow (eingezogen am 22.02.18) 10 | Ed Ruby Water (verloren ) 4 | Souvenirforke (eingezogen Anfang November '18) 24 | Ruby Bouquet XL 3 | Bow (gold) XS 45 | 60th Street Sara Desert Camo 33 | GVWC Rosewood Burgundy(eingezogen am 29.05.18) 24 | 60th Street Dakota (eingezogen am 15.08.18) 18 | Ketylo Dakota (eingezogen am 15.08.18) 17 | Ketylo Tropical Passionwood In Gold, Silber und Bronze habe ich mal die meistgetragenen Stücke markiert. 1. Desert Camo Dymondwoodforke (60th Street) - 45 2. Gold Coast Acrylforke (Sköldpadda) - 40 3. Rosewood Burgundy Dymondwoodforke (GWVC) - 33 Die Schlusslichter, die ich nicht eh schon abgegeben habe: Norsi - 6 Da sich die Sammlung im Laufe des Jahre verändert hat, habe ich mal noch ausgerechnet, wie oft ich die Stücke pro Monat (in dem ich sie besessen habe) getragen habe. Dabei ergeben sich folgende Gewinner, wobei zu berücksichtigen ist, dass diese Stücke wohl auch den Vorteil hatten, dass sie den Reiz des Neuen hatten: 1. Dakota Dymondwoodforke (60th Street)- 4,8/Monat 2. Rosewood Burgundy Dymondwoodforke (GWVC) - 4,13/Monat 3. Ketylo Dakota - 3,6/Monat Bis auf die oben genannten Schlusslichter und die Stücke, die ich eh schon nicht mehr besitze, habe ich im Schnitt auch alle Teile mindestens zwei Mal im Monat getragen. Insofern kann ich insgesamt zufrieden mit meiner Sammlung sein. Dieses Jahr möchte ich erstmal nicht am Haarschmuckrennen teilnehmen, da ich mich vor allem in meinem Gefühl bestärkt fühle. Ich weiß auch so ziemlich genau, was mir gefällt und was ich auch trage. Dafür und wegen der kleinen Sammlung lohnt sich der Aufwand für mich gerade nicht. Trotzdem bin ich froh teilgenommen zu haben.
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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
Critical Mass - Wettlauf mit der Zeit - Film | cinema.de Treat Williams kämpft in dieser 'Stirb langsam'-Kopie gegen den diabolischen Verbrecher Udo Kier… Der Actionthriller kam auf Video unter dem Titel 'Critical Mass ­ Wettlauf mit der Zeit' heraus (Wh., 16.8.) Secretary of Defense Mitc Suche nach: Critical Mass - Wettlauf mit der Zeit Critical Mass - Wettlauf mit der Zeit (US 2000) Actionthriller.Treat Williams gegen Udo Kier. "Wir geh'n rein, durchtrennen die Telefonleitungen und erschießen alle!" So hat sich der Terrorist Sampson (Kier) den Anschlag aufs AKW vorgestellt. Er hat Wachmann Mike (Williams) nicht auf dem Schirm… Der Blödsinn lief auch schon unter dem Titel "Critical Mass - Wettlauf mit der Zeit". So hirnverbrannt - da strahlt der Trashfan Q3f55b78b0 Q455c33f10 Q455c33f00 Q455c33ee0 Q455c33ed0 Q455c33f30 Community-Kritiken zu Critical Mass - Wettlauf mit der Zeit Kino "pab" Kinocenter ― Bad Salzungen3001 Kino ― HamburgAbaton ― HamburgABC-Kino ― MünchenAchteinhalb ― CelleAcud Kino ― BerlinAdmiral Filmpalast ― NürnbergAdria - Filmtheater ― BerlinAibvision Filmtheater ― Bad AiblingAischtaler Filmtheater ― HöchstadtAJZ Kino ― Bielefeldaka Filmclub ― Freiburg im Breisgauaka filmclub ― Freiburg im BreisgauALA-Kino in Falkensee ― FalkenseeAlabama-Kino ― HamburgAlb-Lichtspiele ― BurladingenAlbrecht Kino Waldshut ― Waldshut-TiengenAlhambra ― BerlinAlpenfilmtheater ― FüssenAlte Brennerei ― EnnigerlohAlte Kachelofenfabrik ― NeustrelitzAltes Kino ― WesenbergAltes Kino ― LychenAltstadtkinos Cinema ― IngolstadtAltstadtkinos Union ― IngolstadtAmper-Lichtspiele ― WolnzachAngerlichtspiele ― MitterteichApollo ― AachenApollo ― HannoverApollo ― CochemApollo ― WiesbadenApollo Cinemas - Multiplex Gelsenkirchen ― GelsenkirchenApollo Filmtheater ― Limbach-OberfrohnaApollo Kinocenter ― KoblenzApollo Service Kino ― AltenaApollo Theater ― NordenApollo-Kino-Center ― IbbenbürenApollo-Theater ― ArnsbergArena Filmtheater ― MünchenArkaden ― WiesbadenArkadenhof der Bonner Universität - 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rex-Filmpalast ― PforzheimGermania Lichtspiele ― MeppenGerniale Kino Open-Air ― EggenfeldenGloria ― StuttgartGloria ― KasselGloria & Gloriette ― HeidelbergGloria Filmpalast ― Annaberg-BuchholzGloria Filmpalast ― ErkelenzGloria Kino ― Schwäbisch HallGloria Kino Center ― Geislingen an der SteigeGloria Kinocenter ― AnkumGloria-Filmbühne ― SchmelzGloria-Kinocenter ― DillenburgGloria-Palast ― MünchenGoli Theater Goch ― GochGondel ― BremenGoslarer Theater ― GoslarGrefi-Kinocenter ― GrevenbroichGrenzland Lichtspiele ― Neustadt (Sachsen)Gröben-Lichtspiele ― GröbenzellGronauer-Lichtspiele ― Gronau (Leine)Haarer Kinos ― HaarHackesche Höfe Kino ― BerlinHafenkino - Programmkino im Kulturzentrum Hafen 2 ― OffenbachHall of Fame ― Kamp-LintfortHansa Kino ― SykeHansa-Filmstudio Bergedorf ― HamburgHansa-Kino ― LemgoHarmonie ― Freiburg im BreisgauHarmonie ― Frankfurt am MainHarmonie Lichtspiele ― MarkneukirchenHarsefelder Lichtspiele ― Harsefeldhasetor - Das Kulturkino ― HaselünneHaus Zoar ― MönchengladbachHaveltorkino Rathenow ― RathenowHeimgarten Kino ― OberammergauHelia ― DarmstadtHerrenberger Sommernachtskino ― HerrenbergHerzog Theater ― GeldernHerzog-Filmtheater ― SchrobenhausenHillersche Villa Freilichtbühne Weinau ― ZittauHitch ― NeussHochhaus Lichtspiele ― HannoverHochland-Kino ― Garmisch-PartenkirchenHochschulfilmclub ― IlmenauHochseekino ― HelgolandHöchster Lichtspiele ― HöchstHofgarten Kino ― BelzigHoli ― HamburgHoli Filmtheater ― ÖhringenHollywood ― Mühldorf am InnHolzlandkino ― Bad KlosterlausnitzIL KINO ― BerlinIMAX 3D Laser 4k Kino Sinsheim ― SinsheimIMAX Dome Kino und Technik Museum Speyer ― SpeyerInselkino Baltrum ― BaltrumInterim der Cinémathèque ― LeipzigInternational ― BerlinIsar-Kinocenter ― Bad TölzJAC Kino Attendorn ― AttendornJapanisches Kulturinstitut ― KölnJoki-Kino ― Bad Krozingenk.i.d. - Kino im Dach ― DresdenKaiserbäder Sommerkino ― Seebad HeringsdorfKaiserhof-Lichtspiele ― DetmoldKaisersaal-Lichtspiele ― Münster (bei Dieburg)Kamera ― HeidelbergKamera ― BielefeldKamino ― ReutlingenKammer Lichtspiele ― SonnebergKammer-Filmtheater Premium-Kino ― CrailsheimKammer-Lichtspiele ― ÜberlingenKammer-Lichtspiele ― CelleKammerlichtspiele ― KönigslutterKandelhof ― Freiburg im BreisgauKant ― BerlinKarlstorkino ― HeidelbergKDW-Neumünster ― NeumünsterKelheimer Kinocenter ― KelheimKempener Lichtspiele ― KempenKiezkinotour Babylon/Badstrasse/Open Air/Indoor ― FürthKiezkinotour Babylon/Dachterasse/Open Air/Indoor ― FürthKIF - Kino in der Fabrik ― DresdenKiK - Kino in Kochel ― Kochel am SeeKinemathek im Studio 3 ― KarlsruheKinett Kino ― KuselKino ― SteinfurtKino "D" im Bürgerhaus ― DietzenbachKino 1 & 2 ― RatingenKino 51 Stufen ― FlensburgKino achteinhalb ― SaarbrückenKino Alte Brennerei ― LüchowKino Alte Mühle ― Bad VilbelKino am Campingpark Rerik ― RerikKino am Kocher "Rosa Villa" ― AalenKino am Markt ― JenaKino am Park ― Bad LobensteinKino am Raschplatz ― HannoverKino am Tegernsee ― WeißachKino Astoria ― WittstockKino auf dem Dach der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn ― BonnKino auf der Burg ― EsslingenKino Aurich ― AurichKino Babylon im Kulturzentrum Pelmke ― HagenKino Bad Driburg ― Bad DriburgKino Boizenburg ― BoizenburgKino Brakel ― BrakelKino Breitwand ― StarnbergKino Breitwand Gauting ― GautingKino Breitwand im Schloß Seefeld ― Seefeld-HechendorfKino Cafe ― DahmeKino Cafe Trauma ― MarburgKino Center ― BorkenKino Free Cinema ― LörrachKino Gandeon ― Bad GandersheimKino Grimm ― SchwarzenbekKino im Badehaus ― MasserbergKino im DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum ― Frankfurt am MainKino im E-Werk ― ErlangenKino im Griesbräu ― MurnauKino im großen Kurhaus ― Bad FüssingKino im Höfle ― LenzkirchKino im Hohenstaufensaal ― AnnweilerKino im Kasten - Das Studentenkino ― DresdenKino im Kongresshaus ― BerchtesgadenKino im Kulturhaus Spandau ― BerlinKino im Kulturzentrum Cobra ― SolingenKino im Kunstmuseum ― BonnKino im Kurtheater Bad Homburg ― Bad HomburgKino im Multikulturellen Centrum ― TemplinKino im Oscar Kulturspielhaus ― Osterholz-ScharmbeckKino im Rathaus ― BuggingenKino im Schafstall ― Schwäbisch HallKino im Schillerhof ― JenaKino im Sprengel ― HannoverKino im Stadthaus ― NeuenburgKino im Waldhorn ― Rottenburg am NeckarKino im Walzenlager, Zentrum Altenberg ― OberhausenKino in der Alten Brauerei Stegen ― InningKino in der Brotfabrik ― BonnKino in der Dampfsäg ― SontheimKino in der Gems ― SingenKino in der Lagerhalle ― OsnabrückKino in der Schauburg ― Zella-MehlisKino in Mölln ― MöllnKino in OVI ― OberviechtachKino Intimes ― BerlinKino Kaarst ― KaarstKino Kaarst Forum der Städt. Realschule ― KaarstKino Kiste ― BerlinKino Klappe ― KirchbergKino Koki - Kommunales Kino ― LübeckKino Krokodil ― BerlinKino Kulisse ― Weil der StadtKino Lahnstein ― LahnsteinKino Museum ― TübingenKino NEA ― Neustadt an der AischKino Nordlicht ― St Peter-OrdingKino Open Air ― Bad MergentheimKino P. ― PenzbergKino Papenburg ― PapenburgKino Paradies ― Oberndorf am NeckarKino Passage ― Erlenbach/MainKino Pfarrstadel ― WeßlingKino Roxy ― HolzmindenKino Saulgau ― Bad SaulgauKino Solln ― MünchenKino Spreehöfe ― BerlinKino Studio ― WillingenKino Süd Garath ― DüsseldorfKino Universum ― BraunschweigKino Universum ― BacknangKino unterm Sternenhimmel Heiligenbronn Klosterhof ― SchrambergKino Utopia ― Wasserburg am InnKino Wasserturm ― MeerbuschKino Weißhaus ― KölnKino Wurzbach ― WurzbachKino, Mond & Sterne auf der Seebühne ― MünchenKino- und Kulturverein ― Bad DoberanKino-Cafè ― RietschenKino-Center ― KehlKino-Center ― HeidenheimKino-Center ― RegenKino-Center ― HusumKino-Center ― Weil der StadtKino-Center ― NittenauKino-Center ― ForchheimKino-Center ― LeerKino-Center ― AnklamKino-Center ― SelbKino-Center ― WernigerodeKino-Center Capitol ― SiegburgKino-Center Rhein-Ahr ― Bad NeuenahrKino-Kelkheim ― KelkheimKinobar ― RadebergKinobar "Prager Frühling" ― LeipzigKinocafe ― Taufkirchen (Vils)Kinocenter ― NeustadtKinocenter ― AlsfeldKinocenter ― GernsbachKinocenter ― GießenKinocenter ― RendsburgKinoCenter ― WeissenburgKinocenter ― RintelnKinocenter ― WolfratshausenKinocenter ― IngelheimKinocenter ― NastättenKinocenter ― MengenKinocenter ― StadthagenKinocenter am Steinweg ― GifhornKinocenter Capitoltheater ― Bad TölzKinocenter Garmisch & Aspen im Lamm ― Garmisch-PartenkirchenKinocenter Movie ― MarienbergKinocenter Schwelm ― SchwelmKinocenter Trifthof ― WeilheimKinocenter Winsen ― Winsen (Luhe)Kinodrom Multiplex ― BocholtKinoinitiative 35 ― FuldaKinoklub am Hirschlachufer ― ErfurtKinonächte Barmbek ― HamburgKinopalast ― Neuburg an der DonauKinopalast im Rheincenter ― Weil am RheinKinopalast Vulkaneifel ― DaunKinopark ― AalenKinopolis ― BonnKinopolis ― FreibergKinopolis ― DarmstadtKinopolis ― GießenKinopolis ― KoblenzKinopolis ― LandshutKinopolis ― HanauKinopolis ― ViernheimKinopolis ― LeverkusenKinopolis Aschaffenburg ― AschaffenburgKinopolis Main-Taunus ― Sulzbach (Taunus)Kinorama ― UnnaKinos am Bahnhof ― TraunsteinKinos im Andreasstadl ― RegensburgKinostar arthaus ― HeilbronnKinostar Filmwelt ― BrettenKinostar Filmwelt ― Mosbach - NeckarelzKinostar Neues Cinema ― CalwKinostar Scala ― NeckarsulmKinothek ― StuttgartKinowelt ― Alfeld (Leine)Kinowelt am Ammersee ― DießenKinowelt Westerland ― WesterlandKinowelt Worms ― WormsKinowerkstatt ― St. IngbertKintopp ― HollfeldKitt-Kino ― TettnangKiwi Kino ― Bad WildbadKleines Kino ― Frankfurt (Oder)Kleines Kino 4 Generationen Park ― WathlingenKleines Theater ― BargteheideKleines Theater Schillerstraße ― GeesthachtKlick Kino ― BerlinKlubkino Zentralgasthof Weinböhla GmbH ― WeinböhlaKoKi - Kommunales Kino in der VHS Gladbeck ― GladbeckKommunales Guckloch-Kino Furtwangen e.V. ― FurtwangenKommunales Kino ― HerrenbergKommunales Kino ― TrossingenKommunales Kino ― EsslingenKommunales Kino ― LeverkusenKommunales Kino ― AchimKommunales Kino ― PforzheimKommunales Kino Guckloch ― Villingen-SchwenningenKommunales Kino im alten Wiehrebahnhof ― Freiburg im BreisgauKommunales Kino im Bürgerzentrum ― WeiterstadtKommunales Kino im Künstlerhaus ― HannoverKommunales Kino im mon ami ― WeimarKommunales Kino in der Pumpe ― KielKommunales Kino Kandern ― KandernKoralle ― HamburgKreml Kulturhaus ― HahnstättenKrombacher Open-Air-Kino ― LudwigsburgKronberger Lichtspiele ― Kronberg im TaunusKrone-Lichtspiele ― NagoldKrone-Theater ― Titisee-NeustadtKronen-Lichtspiele ― RodgauKronenkino ― ZittauKronenlichtspiele ― TribergKronenlichtspiele ― Bad PyrmontKuBa ― JülichKuK Kino und Kneipe ― SchweinfurtKuK Sommerkino Open Air ― SchweinfurtKuKi - Das Kultkino ― LandauKuki on Tour ― SchlüchternKUKI-ZELT ― SchlüchternKulisse ― EttlingenKult Kinobar ― Bad Soden am TaunusKultiplex ― SalzgitterKultur am Schloss ― AnsbachKulturfabrik Hoyerswerda e. V. Blow Up Kino ― HoyerswerdaKulturfabrik Meda ― MittelherwigsdorfKulturhaus Alter Schlachthof - Schlachthofkino ― SoestKulturhaus Caserne Kino Studio 17 ― FriedrichshafenKulturhaus Pritzwalk ― PritzwalkKulturkirche St. Stephani ― BremenKultursommer Schloßinnenhof ― OldenburgKulturverein Platenlaase - Café Grenzbereiche ― JamelnKulturzentrum auf dem Moritzhof ― MagdeburgKulturzentrum Lichtburg ― WetterKulturzentrum Linse e. V. ― WeingartenKunst-Bauer-Kino ― GroßhennersdorfKunstbunker e.V. ― NürnbergKur-Lichtspiele ― Bad RothenfeldeKur-Theater ― Hennef an der SiegKurbelkiste ― SiegenKurfilmtheater ― OberstdorfKurtheater ― TutzingKurtheater ― SchömbergKurtheater ― Bad Sooden-AllendorfLagerhauskino ― SchongauLamm-Lichtspiele ― ErlangenLandkino in der Fintauschule ― LauenbrückLatücht - Kommunales Kino ― NeubrandenburgLeopold ― MünchenLi-Lo-Lichtspiele ― LöningenLichtBlick ― Heide (Holstein)Lichtblick ― KirchlengernLichtblick ― Mörfelden-WalldorfLichtblick ― LetschinLichtblick Filmtheater ― BüsumLichtblick Filmtheater ― Oldenburg in HolsteinLichtblick-Kino ― BerlinLichtburg ― UlmLichtburg ― QuernheimLichtburg Center ― DinslakenLichtburg Cinema ― LangenLichtburg Filmpalast ― OberhausenLichtburg Open Air Kino ― QuernheimLichtburg und Sabu ― EssenLichthaus Kino im Straßenbahndepot/e-werk ― WeimarLichtmess ― HamburgLichtSpiel e.V. ― SchneverdingenLichtspiel Kino & Café ― BambergLichtspiel-Center ― Schwäbisch HallLichtspiele ― WadernLichtspiele ― GroßhabersdorfLichtspiele ― SassnitzLichtspiele ― MössingenLichtspiele Eulenspiegel im Café Beck ― FreystadtLichtspiele Grünberg ― GrünbergLichtspiele Kalk ― KölnLichtspielhaus ― DeggendorfLichtspielhaus ― LauterbachLichtspielhaus ― LennestadtLichtspielhaus ― FürstenfeldbruckLichtspielhaus ― WangenLichtspielhaus ― Groß-GerauLichtspielhaus ― RiedlingenLichtspieltheater Wundervoll - Metropol ― RostockLichtwerk im Ravensberger Park ― BielefeldLiLi-Servicekino ― WildeshausenLiliom ― AugsburgLinden - Kino ― Wusterhausen/DosseLinden Lichtspiele ― IlmenauLinden-Lichtspiele ― MeschedeLinden-Theater ― GeisenheimLinden-Theater ― FrechenLodderbast ― HannoverLoe Studios Marl ― MarlLoft ― OberstdorfLöwen-Lichtspiele ― KenzingenLöwenlichtspiele ― RudersbergLöwenlichtspiele ― WalldürnLu-Li Kinocenter ― Sulzbach-RosenbergLUCHS-Sommerkino am Holzplatz ― HalleLUCHS-Sommerkino Felsenbühne Saalekiez ― BrachwitzLUCHS.KINO am ZOO ― Halle (Saale)Lumière ― GöttingenLumos Lichtspiel & Lounge ― NiddaLuna Filmtheater ― LudwigslustLuna Lichtspieltheater ― LudwigsburgLuna Theater ― SchwabachLuna-Filmtheater ― MetzingenLuru-Kino in der Spinnerei ― LeipzigLux ― FrankenthalLux - Lichtspiele ― HildenLuxor ― SchwetzingenLuxor - Filmpalast ― WalldorfLuxor - Filmpalast ― BensheimLuxor Filmpalast ― NidderauLuxor-Filmpalast ― HeidelbergMagazin ― HamburgMal seh'n Kino ― Frankfurt am MainMalzhaus ― PlauenManhattan Deluxe ― ErlangenMarias Kino ― Bad EndorfMathäser Filmpalast ― MünchenMaxX ― DelmenhorstMaxx Hameln ― HamelnMega Movies ― SchwerinMeisengeige ― NürnbergMelodie Filmtheater ― BielefeldMephisto ― UlmMephisto ― AugsburgMerkur-Kino-Center ― GaggenauMetro-Kino im Schlosshof ― KielMetroplex ― FürthMetropol ― StuttgartMetropol ― DüsseldorfMetropol ― ChemnitzMetropol am Postplatz ― BöblingenMetropol Kino ― GeraMetropol Theater Fallersleben ― WolfsburgMetropol-Kino-Center ― NeuwiedMetropol-Theater ― BrunsbüttelMetropol-Theater ― SteinbergenMetropolis ― KölnMetropolis ― WürselenMetropolis ― BochumMetropolis ― NürnbergMetropolis Kino ― HamburgMikes Kino ― Prien am ChiemseeModernes Theater ― WeinheimMonopol ― MünchenMosel-Kino ― Bernkastel-Kuesmoviac - 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MündenSchloß-Theater ― MiltenbergSchloßparkbühne Open Air ― MarburgSchlosstheater ― MünsterSchmelzer Lichtspiele ― SchmelzSchukurama ― BeeskowSchunterKino ― BraunschweigSchwali ― DeggendorfSchwanenkino ― Hechingenseenema - Stadtkino Bad Waldsee eG ― Bad WaldseeSeh-Fest Gilde Parkbühne ― HannoverSeven Kinocenter ― GummersbachSkala-Kinocenter ― BitburgSommer-Kino auf der Burg Lindenfels ― LindenfelsSommerhofkino Schwabehaus ― DessauSommerkino auf dem Alsterdorfer Markt ― HamburgSommerkino auf der Feinkost ― LeipzigSommerkino auf der Galopprennbahn im Scheibenholz ― LeipzigSommerkino im Schloss Geyerswörth ― BambergSommerkino im Schlosshof ― HoyerswerdaSommerkino im Theaterhof ― HannoverSommerkino in den Bauernhäusern ― RudolstadtSommerkino Kulturforum am Potsdamer Platz ― BerlinSommerkino Open Air ― MüllheimSommerkino Zempin (SAK) ― ZempinSommernachtskino ― TübingenSommernachtskino ― MünsterSommernachtskino im Van-Ameren Bad ― EmdenSommernachtskino Schloss Neuhaus ― PaderbornSonnenlichtspiele ― GaildorfSouterrain ― DüsseldorfSparkassen Arena Kiel ― KielSpectrum ― NorderstedtSPEKTRUM ― BerlinSpreekino ― SprembergSpreewald Lichtspiele Lübben ― LübbenSputnik Südstern ― BerlinSt. Pauli Sommerkino im Millerntor-Stadion ― HamburgStadtkino ― TrostbergStadtkino ― RotenburgStadtsaal-Lichtspiele ― Bad KönigshofenStadtwerke Sommerkino ― DuisburgStarlight ― WeilheimStarlight Kinos ― Bad Neustadt an der SaaleStarmexx - 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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
Alfred Polgar – Wikipedia Alfred Polgar wurde im 2. Wiener Bezirk, Leopoldstadt, als jüngstes von drei Kindern assimilierter Juden geboren. Die Eltern, Josef und Henriette Polak, geb. Steiner, betrieben eine Klavierschule. Nach Gymnasium und Handelsschule wurde Polgar 1895 Redakteur bei der Wiener Allgemeinen Zeitung, wo er anfangs als Gerichts- und Parlamentsreporter arbeitete. Später war er dort Redakteur im Ressort Feuilleton. Ab 1905 schrieb Alfred Polgar regelmäßig für Siegfried Jacobsohns Zeitschrift Die Schaubühne. Daneben war er auch als Autor für das Kabarett tätig. Für das Cabaret Fledermaus schrieb er zusammen mit Egon Friedell das erfolgreiche, humorististische Stück Goethe. Eine Groteske in zwei Bildern (1908), in dem der Literaturunterricht an den Schulen dadurch parodiert wird, dass Johann Wolfgang von Goethe zu einem Literaturexamen über Goethes Leben und Werk erscheint – und durchfällt. Ebenfalls 1908 erschien Polgars erstes Buch Der Quell des Übels. Der Ort, an dem Polgar zu dieser Zeit am häufigsten verkehrte, war das Café Central, in dem er in Gesellschaft von Peter Altenberg, Anton Kuh, Adolf Loos und Egon Friedell anzutreffen war und viel Material für seine scharfsinnigen Beobachtungen und Analysen fand. Während des Ersten Weltkriegs arbeitete Alfred Polgar im Kriegsarchiv, schrieb jedoch auch weiterhin für Zeitungen, unter anderem auch für die deutschsprachige ungarische Zeitung Pester Lloyd. Nach Ende des Kriegs wurde er bei der Zeitung Der Neue Tag Chef des Feuilletons. Er arbeitete auch an Stefan Großmanns Das Tage-Buch mit. Gemeinsam mit Egon Friedell schrieb er ab 1921 das Böse Buben Journal. In den 1920er Jahren lebte Polgar überwiegend in Berlin. Viele Artikel von ihm erschienen in dieser Zeit im Berliner Tageblatt und im Prager Tagblatt. Im Oktober 1929 heiratete er die Wienerin Elise Loewy, geb. Müller. Nach der Machtergreifung Hitlers war für den „österreichischen Juden und linksliberalen Antifaschisten Polgar im nationalsozialistischen Deutschland kein Platz“.[1] Anfang März 1933 floh er nach Prag. Am 10. Mai 1933 wurden seine Bücher verbrannt. Später ging er nach Wien. 1937 / 1938 schrieb er über Marlene Dietrich; Ulrich Weinzierl fand den Text 1984 in New York, gedruckt ist er 2015 erschienen. 1938 war er nach dem „Anschluss“ Österreichs abermals gezwungen, die Flucht zu ergreifen. Über Zürich emigrierte er nach Paris und schloss sich der Liga für das geistige Österreich (Ligue de l’Autriche Vivante) an, der auch Fritz Brügel, Gina Kaus, E. A. Rheinhardt, Joseph Roth und Franz Werfel angehörten. Nach dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich, 1940, floh er nach Marseille, von wo aus ihm im Oktober 1940 mit Hilfe des Emergency Rescue Committee über Spanien und Lissabon die Emigration in die USA gelang (andere bemerkenswerte Passagiere dieser Schiffsreise: siehe Erna Sailer). 1949 kehrte er als US-amerikanischer Staatsbürger nach Europa zurück und ließ sich in Zürich nieder. Er publizierte auch wieder für deutschsprachige Zeitungen. In Zürich wurde er später auch auf dem Friedhof Sihlfeld begraben. 1965 wurde die Polgarstraße im 22. Wiener Gemeindebezirk, Donaustadt, nach ihm benannt.[2] Alfred Polgar wurde auch zum Namensgeber der Schule (BG BRG BORG Polgargymnasium) in der Polgarstraße. Orchester von oben. E. Rowohlt; Berlin 1926: Dieser Band neuer Skizzen ist um einige Stücke vermehrt, die älteren Büchern des Autors entnommen sind. Anderseits. Querido Verlag; Amsterdam 1948. Kleine Schriften. Hrsg. von Marcel Reich-Ranicki und Ulrich Weinzierl, Rowohlt; Reinbek 1982–1986. Lizenzausgabe, Büchergilde Gutenberg, Frankfurt a.M., 1983 bis 1988. Aufzählung der sechs einzeln erschienenen Bände: Theater I. Marlene - Bild einer berühmten Zeitgenossin. Zsolnay, Wien 2015, ISBN 978-3-552-05721-0,. (1937 / 1938 geschriebener Essay, 1984 im Nachlass entdeckt, 2015 postum veröffentlicht).[3] Österreichische Nationalbibliothek Wien (Hrsg.): Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert. K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-11545-8 (Band 2) S. 1051. ↑ Ulrich Weinzierl : Alfred Polgar in Neue Deutsche Biographie , online [1] ↑ Neue Deutsche Biographie, Bd.: 20, Pagenstecher - Püterich, Berlin, 2001 (S.599) ↑ Rezension Günter Kaindlsdorfer in Deutschlandradio Kultur vom 25. Januar 2015: Huldigung aus den 30er Jahren. Alfred Polgar bei filmportal.deVorlage:Filmportal.de Name/Wartung/Veraltete URL Radio-Porträt über Alfred Polgar in der Ö1-Sendereihe "Chronisten, Reporter, Aufklärer" aus dem Jahr 2002 Normdaten (Person): GND: 118595474 (PICA, AKS) | LCCN: n81029139 | NDL: 01211765 | VIAF: 34470284 | Wikipedia-Personensuche Polak, Alfred (wirklicher Name); Douglas, Archibald (Pseudonym); Terne, L. A. (Pseudonym) Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Alfred_Polgar&oldid=146679376“ Kategorien: AutorÜbersetzerLiteratur (20. Jahrhundert)Literatur (Deutsch)Literatur (Österreich)EssayTheaterkritikerFilmkritikerZeitungsjournalistKabarettist (Österreich)Journalist (Österreich)Schriftsteller (Wien)Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des NationalsozialismusÖsterreichischer Emigrant zur Zeit des NationalsozialismusPerson (Cisleithanien)ÖsterreicherGeboren 1873Gestorben 1955Mann Navigationsmenü BoarischEnglishEsperantoFrançaisItaliano日本語LatinaPolskiРусский Links bearbeiten Diese Seite wurde zuletzt am 4. Oktober 2015 um 17:10 Uhr geändert.
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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. 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Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. 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Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
Frankfurt a.M.. Fischer-Bücherei. 1960. 195 S.. Die Fischer-Bibliothek der 100 Bücher. Exempla classica ; 19. ¬Der¬ Alchimist: Parabel in 3 Szenen ; [Textbuch] Mainz. Schott. [1925]. 35 S. ; 8-o. Mainhardt. Steinbach. 1996. 3 Tonkassetten. Schumm sprechende Bücher. ISBN 3-88698-418-4 : DM 59.80 Der Alchimist: Die Geschichte Leonhard Thurneyssers des Goldmachers von Berlin Berlin. Limpert. 1939. 304 S. : 6 Taf. : 8. Coelho, Paulo ; Swoboda Herzog, Cordula [Übers.] Frankfurt am Main [u.a.]. Büchergilde Gutenberg. 1998. 172 S.. Der Alchimist: Hörspiel Mainhardt. Steinbach. 2001. 4 CDs. ISBN 3-88698-545-8 : EUR 31.00 Ungekürzte Buchgemeinschafts-Lizenzausg. Rheda-Wiedenbrück [u.a.]. Bertelsmann Club [u.a.]. 2004. 172 S.. Der Alchimist: fragments of history, fragments of self Ungekürzte Lizenzausg. New York [u.a.]. Lang. 2007. XVII, 223 S.. African-American literature and culture ; 15. ISBN 978-0-8204-8886-8 Pb. : ca. EUR 59.50 (freier Pr.), ca. sfr 92.00 (freier Pr.) [Schwäbisch Hall] . Steinbach . Der Alchimist: Tonträger Schwäbisch Hall . Steinbach . ¬Die¬ gute Nachricht: Altes Testament (Auswahl) und Neues Testament in heutigem Deutsch mit Einleitungen Lemke, Horst ¬[Ill.]¬ ; Swoboda Herzog, Cordula ¬[Übers.]¬ Stuttgart. Dt. Bibelges.. 1978. 1376 S. ;Ill., Kt. ;19 cm. ISBN 3-438-01552-8 Förderung benachteiligter Stadtbezirke: die Idea Stores in Tower Hamlets, London, als Modellprojekt Ungekürzte Lizenzausg. Rheda-Wiedenbrück. Bertelsmann. 2007. 172 S.. ISBN 3-257-06126-9 fest geb. : 32,00 Geographische Bilder-Lust von Lothringen: Roman Coelho, Paulo ; Swoboda Herzog, Cordula Faks.-Dr. nach d. Nürnberger Orig.-Ausg. von 1752. Kassel. Bärenreiter-Verl.. 1968. 20 S., 18 Bl.. Kunst und Bau, 1986 - 1997 Coelho, Paulo ; Swoboordrhein-Westfalen / Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport 2. Aufl.. Düsseldorf. MBW, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. 2001. 80 S. : zahlr. Ill.. &lt;&lt;Der&gt;&gt; Alchimist: Roman Coelho, Paulo ; Swoboda Herzog, Cordula |b [Übers.] Zürich. Diogenes-Verl.. 1996. 172 S.. Systematische Zielentwicklung in der Gebietsentwicklungsplanung: ungek. Lesung Ahrens, Peter P. ; Schmitt, Walter ; Zierold, Horst Dortmund. ILS. 1981. 208 S. : graph. Darst.. Schriftenreihe Landes- und Stadtentwicklungsforschung des Landes Nordrhein-Westfalen : 4, Materialien ; 011. ISBN 3-88698-751-5 : 19,90 EUR The alchimist: ed. with introduction, notes and glossary Jonson, Ben ; Hathaway, Charles M. [Hrsg.] New York. 1903. Yale studies in english ; 17. ISBN 3-927120-98-7 22 Auflage. Zürich. Diogenes. 2002. 172 S.. ISBN 3-257-06126-9 : 17.90 ž ¬Der¬ Alchimist des Kaisers: Roman 1. Aufl.. Berlin. Aufbau-Taschenbuch-Verl.. 2007. 474 S.. AtV. ISBN 978-3-7466-2325-2 : Pb. : EUR 8.95, sfr 16.60 Der Alchimist des Teufels: historischer Kriminalroman Orig.-Ausg.. Düsseldorf [u. a.]. Econ. 1998. 257 S.. ECON ; 25201. 3-612-25201-1 Berlin. Verl. Neues Leben. 1967. Kelly, Susan V. ; Ferinton, Esther R. 1. german pr. Amsterdam. Time-Life Bücher. 1991. 144 S.. Geheimnisse des Unbekannten. ISBN 90-6182-217-3 2. AUFL.. BERLIN. VERL. NEUES LEBEN. 1967. 498 S.. Die Alchimisten und die Geschichte des künstlichen Goldes ^die^ Alchimisten. / V. der Redaktion der Time-Life Bücher. A. d. Engl. (Geheimnisse des Unbekannten) Amsterdam: Time Life, 1991.. ISBN 90-6182-217-3 : 47,00 < > Alchimistin: Roman München. Heyne. 1998. 494 S.. ISBN 3-453-13841-4 < > Alchimistin Taschenbuchausg.. München. Heyne. 2001. 698 S.. Heyne-Bücher : 23, Heyne-Tipp des Monats ; 184. ISBN 3-453-19977-4 München. Heyne. 1999. 492 S.. Heyne-Bücher : 01, Heyne allgemeine Reihe ; 10842. ISBN 3-453-15170-4 kart. : DM 16.90, S 123.00 ¬Die¬ Alchimistin: Roman München. Heyne. 2002. 492 S.. ISBN 3-453-21329-7 ¬Die¬ Alchimistin: Zwei große Romane München. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co.KG. 2001. 699 S. : Tb.. Alchimistin der Dunkelkammer < > Alchimistin der feinen Küche Die Alchimistin von Hilgenholt.: satirische Novelle Gelnhausen. TRIGA-Verl.,. 1999.. 112 S. ;. Alchimistische Lehrschriften und Märchen bei den Arabern Gießen. Töpelmann. 1923. 86 S.. Alchimistische Manuskripte über die Musik: vergilbte Schriften musiktheoretischer Experimente, in drei Abteilungen gegliedert Nowotny, Rainer [Hrsg.] Frankfurt am Main. Haag und Herchen. 2001. 70 S.. ISBN 3-89846-122-X kart. : EUR 8.60, sfr 16.00 Alchimistisch Waitzenbäumlein/: Das ist: Vom Stain der Weisen. ; Ein wolgegründtes Philosophisch Gesprech Vaters vnd Sohns. Leipzig. Rosen. 1605. [12] Bl., 94, [1] S.. Alchimistisch Waitzenbäumlein, das ist: Vom Stain der Weisen: ein wolgegründtes philosophisch Gesprech Vaters und Sohns Leipzig. Rosen. 1605. XXII, 94 S.. Der Alchimist Stahl im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken: Ein Stück Kulturgeschichte aus alten Akten Neustadt a. d. Haardt. Marnet. 1911. IV, 80 S.. Der Alchimist von Königstein: Schauspiel in fünf Aufzügen. Unter Zugrundelegung des Schauspieles von C. Töpfer. Von Robert Hillmann München. Val. Höfling. [1923]. 99 S.. Höfling, (Val.): (Vereins- und Dilettantentheater). Jungmännerbühne. Nr. 260. < > Alchimist von Krumau: Roman Frankfurt am Main. Eichborn. 2004. 430 S.. ISBN 3-8218-0944-2 Gb. : EUR 22.90, CHF 42.00, EUR AT 23.60 3-8218-0944-2 ¬Der¬ Alchimist von Krumau: [Noten] 1. Aufl.. Leipzig. Edition Peters. 1978. 20 S.. ISBN 3-8218-0944-2 : Pp. : EUR 22.90 (DE), EUR 23.60 (AT), sfr 42.00 Der Alchimist von Oxford: Roman Dt. Erstveröff.. München. Goldmann. 1999. 255 S.. Goldmann ; 43875. ISBN 3-442-43875-6 kart. : DM 12.90, S 94.00 Der Alchimist von Prag: Rudolf II. von Habsburg ; eine Biographie Düsseldorf [u.a.]. Artemis & Winkler. 1997. 335 S.. 3-538-07057-1 Der Alchimist von Prag: Rudolf II. von Habsburg: eine Biographie Alchimi und Bergwerck Dresden. Steinkopff. 1966. S. 315 - 376. Alchimi vnd Bergwerck: Wie alle farben, wasser, olea, salia vnd alumina, damit mann alle corpora, spiritus vnd calces preparirt, sublimirt vnd fixirt gemacht sollen werden, lert das erst buch ; Das ander buch zeygt an, wie mann dise ding nütze auff das Sol vnd Luna werden mög ... Straßburg. Cammerlander. 1534. [III], XL Bl.. A.L. Chizhevskiæi: neizdannoe, bibliografiëiìa, razmyshleniëiìa, razvitie ideæi Chizhevskiæi, Aleksandr Leonidovich, ; Kuzneëtìsov, Oleg Leonidovich. Moskva. Rossiæiskaëiìa akademiëiìa estestvenykh nauk,. 1998.. 360 p.. Alchünas. Rimas Romaunschas: offertas in favur dels disfortünos abitants da Felsberg Flugi, Conradin de [Hrsg.] Coria. Sutter. 1845. 12 S.. Alí Chumacero: retrato crítico Escalante, Evodio ¬[Hrsg.]¬ México. Univ. nacional autónoma. 1995. 476 S.. Col. Poemas y ensayos : Nueva época. ISBN 968-36-3789-2 Alí Chumacero: poeta de amorosa raíz y algunas imágenes 1. ed.. San Pedro de los Pinos. Ed. del Ermitaño. 1998. 339 S.. Minimalia. ISBN 968-656745-3 1891. 29 S.. Alchymia: die Jungfrau im blauen Gewande ; alchemistische Texte des 16. und 17. Jahrhunderts Mössingen-Talheim. Talheimer Verl.. 1988. 333 S.. Talheimer Texte aus der Geschichte ; 1. ISBN 3-89376-000-8 Alchymia denudata, revisa et aucta, Oder ... Wunder der Natur, Nebst angehängter ... Beschreibung der unweit Zwickau ... gefundenen Goldischen Lande Neithold, Johann ¬[erm.Verf.]¬ ; Klettenberg, Jos. H. ¬von¬ ¬[erm.Verf.]¬ Alchymia denudata, revisa et aucta, Oder ... Wunder der Natur, Nebst angehäntger ... Beschreibung der unweit Zwickau ... gefundenen Goldischen oldischen Lande Klettenberg, Jos. H. ¬von¬ ; Neithold, Johann Breslau. 1716. Alchymia denudata, revista et aucta, Oder: Daß biß anhero nie recht geglaubte, gurch die Experienz nunmehro aber würcklich beglaubte und aus allen Zweifel gestzte neu übersehene und vermehrte oder in vielen besser erklährte Wunder der Natur, nebst engehängter Ausführlichen Beschreibung der unweit Zwickau in Meissen zu Nieder-Hohendorff und anderen umliegenden Orten gefundenen Goldischen Sande ... 1 Aufl.. Leipzig [u.a.]. Lochmann. 1728. Alchymiae complementum, et perfectio: seu modus et processus argumentandi, sive multiplicandi omnes lapides & elixera in virtute, sive qualitate, & etiam in quantitate, una cum projectionis via ; cui accessit explanatio intentionis philosophorum, cum de decimo loquuntur numero, in quo opus finiri debet: in qua etiam miraculosum ostenditur secretum lapidis animalis, ex sanguine humano secundum Georgium Riplaeum ; denuo adjuncta est conclusio libri, omnibus sex libris alchymicis prius a nobis ed., aeque ac huic, inserviens Norton, Samuel ; Deane, Edmund Francofurti. Fitzer. 1630. 17 S. : Ill.. Alchymia ratione et experientia ita demum viriliter impugnata et expugnata, unâ cum suis fallacijs et deliramentis, quibus homines imbubinârat: ut nunquam imposterum se erigere valeat Argentorati. Zetzner. 1603. 104, 18 S.. Alchymia ratione et experientia ita demum viriliter impugnata et expugnata ..., ut nunquam imposterum se erigere valeat Gilbertus, Nicolaus Argentorati. Zetzner. 1603. Emeryville, Calif.. Shoemaker & Hoard,. c2006.. xviii, 222 p. ;. Alchymické dítÏe a jiné povídky Tokarský, JonáÏs ; Pistorius, Vladimír Vyd. 1. Praha [u.a.]. Paseka. 2003. 196 S.. ISBN 80-7185614-2 Alchymie: vom Geheimnis d. Stoffeswelt 4. Aufl. - unveränd. reprograph. Nachdr. d. 3. Aufl. 1942. Dornach. Geering. 1987. 139 S.. ISBN 3-7235-0429-9 Alchymie \0161t\011Bstí: pozdní osvícenství a morav. spole\010Dnost ; 1770-1810 Vyd. 1. Krom\011B\0159í\017E u.a.. Muzeum Krom\011B\0159í\017E.. 1980. 96 S.. Vlastiv\011Bdná knihovna moravská ; 51. Alchymie \0161t\011Bstí: pozdní osvícenství a moravská spole\010Dnost ; 1770 - 1810 2., roz\0161. a upravené. vyd.. Brno. Era. 2006. 328 S.. 80-7366-063-6 Alchymie ÏstÏestí: pozdní osvícenství a moravská spoleÏcnost ; 1770 - 1810 Kroupa, JiÏrí 2., rozÏs. a upravené vyd. Brno. Era. 2006. 328 S.. ISBN 80-7366063-6 Alchymie ÏstÏestí: pozdní osvícenství a moravská spoleÏcnost ; [1770 - 1810] Vyd. 1. KromÏeÏríÏz. Muzeum KromÏeÏríÏzska [u.a.]. 1987. 317 S.. VlastivÏedná knihovna moravská ; 51. Bernus, Alexander _von_ Nuernberg. Carl. 1984. 243 S.. ISBN 3-418-00558-6 Bernus, Alexander ¬von¬ 5. Aufl., neu durchges. und erw.. [Dornach]. Geering. 1994. 352 S.. ISBN 3-7235-0757-3 ALCHYMIE UND HEILKUNST. VON ALEXANDER VON BERNUS. 3., UEBERARB. U. ERG. AUFL. NUERNBERG: CARL 1969. 243 S. Das alchymische Denken und Handeln bei Alexander von Bernus Berlin [u.a]. 1980. Alchy<misch-philosophisches Bekenntnis vom universellen Chaos der naturgemäßen Alchymie Neue Aufl. Leipzig. 1786. ¬Der¬ Alchymist: romantische Oper in drei Aufzügen Spohr, Louis ; Spohr, Ferdinand ¬[Bearb.]¬ Vollständiger Klavier-Auszug / von Ferdin. Spohr. Berlin. Schlesinger. s.a.. 182 S.. London. Printed for the proprietors under the direction of John Bell,. 1791.. ix, [10]-134 p., [1] leaf of plates. Tolosa. 1632. Alchymista christianus, in quo Deus rerum author omnium, et quamplurima fidei chrystianae mysteria ... Tolosae Tectosagum. 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Was Hermes und der Lullius weitläuftig haben geschrieben, Das lasß allhier in einer Summ zu lesen die belieben. Wirst du dasselb' gebrauchen recht mit weißlichem Verstand, So sey versichert, daß dein Geld sehr nützlich angewandt 2./4. Jh. n. Chr. <Trismegistus> ; Lullus, Raimundus Frankfurt [u.a.]. Krauß. 1772. 246 S.. ¬Der¬ Alchymist, oder Elise [Mikrofiche-Ausg.]. Hanau. 1804. The alchymist's heir: a romance in three cantos Madras. Printed by Pharoah and Co.. 1862.. 60 p.. <<Der>> Alchymist und sein Weib: Gauner- und Ehescheidungsprozesse des Alchymisten Leonhard Thurneysser zum Thurn Thurneisser Zum Thurn, Leonhard ; Peuckert, Will-Erich Stuttgart . Frommann. 1956. 186 S.. 1. ed.. Barcelona. Ed. Empúries. 1999. 134 S.. Narrativa ; 109. ISBN 84-7596-670-5 Carroll, Lewis ; Tenniel, John ; Oliva Llinàs, Salvador Barcelona. Ed. Empúries. 1999. 126 S.. Narrativa ; 60. ISBN 84-7596-513-X Alciatus' Emblemata: denkbeelden en voorbeelden Leeman, Frederik Willem Gerard Groningen. 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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
retro|bib - Seite aus Brockhaus Konversationslexikon: Avempace - Aventurin Einfuhrscheine Salz spezifisches Ge[...] Avempace; Avena; Avenarius; Avencebrol; Avenches; Avenio; Aventicum; Aventinischer Hügel; Aventinus; Aventiure; Aventuriers; Aventurin Seite 0205: von Avempace bis Aventurin nach den lat. Anfangsbuchstaben so benanntes Gebet der Katholiken zur Jungfrau Maria, das ursprünglich lautete: «Gegrüßt seist du, Maria (Ave Maria) voll der Gnade; der Herr ist mit dir: du bist gebenedeit unter den Weibern, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes.» Als dem Vaterunser ebenbürtiges Laiengebet erscheint das A. M. in dieser Form mit dem erweiterten Kultus der Maria seitdem 11. Jahrh. Urban IV. setzte (1261) am Ende das Wort «Jesus» hinzu, und seit der ersten Hälfte des 16. Jahrh, fand das Gebet den jetzigen Abschluß: «Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unsers Todes, Amen.» Durch Anschlagen der Glocken (Angelus- oder auch Ave-Läuten genannt, s. Angelus) soll, einer Verordnung Johanns XXII. Von 1326 gemäß, jeder Katholik diesen Gruß morgens, mittags und abends je dreimal zu beten aufgefordert werden. Das A. M. bildet den Hauptbestandteil des Rosenkranzes (s. d.). 150 A. M. bilden (nach den 150 Psalmen) ein Psalterium Mariae und haben nach kath. Glauben eine hohe Gebetskraft. Avempace, s. Ibn Báddscha. Avena., s. Hafer. Avenarius, Richard Heinr. Ludw., Philosoph, geb. 19. Nov. 1843 in Paris, widmete sich zunächst dem Buchhandel, studierte sodann in Zürich, Berlin und Leipzig hauptsächlich Philosophie, habilitierte sich 1876 an der Universität Leipzig und wurde 1877 als ord. Professor der Philosophie nach Zürich berufen. Er giebt unter Mitwirkung von M. Heinze und W. Wundt die «Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie» seit ihrer Begründung heraus (Lpz. 1877 fg.). Außer einigen kleinern Beiträgen für diese Zeitschrift veröffentlichte er: «Über die beiden ersten Phasen des Spinozischen Pantheismus und das Verhältnis der zweiten und dritten Phase, nebst einem Anhange über Reihenfolge und Abfassungszeit der ältern Schriften Spinozas» (Lpz. 1868), «Philosophie als Denkender Welt gemäß dem Princip des kleinsten Kraftmaßes. Prolegomena zu einer Kritik der reinen Erfahrung» (ebd. 1876), «Kritik der reinen Erfahrung» (2 Bde., ebd. 1888-90). In letzterm Werte wird zum erstenmal der Versuch durchgeführt, alles theoretische Verhalten (an sich und in seiner Beziehung zum praktischen sowie im allgemeinen dieses selbst) als bedingt durch analytisch bestimmte Änderungen des nervösen Centralorgans zu beschreiben und somit eine formale und allgemeine Theorie des menschlichen Erkennens (und Handelns) zu begründen. Weiter erschien noch: «Der menschliche Wertbegriff» (Lpz. 18##). Avencebrol, s. Gabirol. Avenches (spr. awángsch). 1) Bezirk im schweiz. Kanton Waadt, hat (1888) 5327 E. in 13 Gemeinden. - 2)A., deutsch Wifflisburg, Hauptstadt des Bezirks A., 7,5 km südwestlich von Murten, in 463 m Höhe, auf einer Anhöbe über der sumpfigen Niederung, die die Broie vor ihrer Mündung in den Murtensee bildet, an der Linie Palézieur-Fräschels der Jura-Simplonbahn, hat (1888) 1864 E., darunter 107 Katholiken und 150 Israeliten, altes Schloß, jetzt Sitz der Justiz- und Ortsbehörde, eine aus röm. Quadern erbaute Kirche und ein Museum mit röm. Altertümern. - A. ist eine der ältesten Städte der Schweiz. Das alte Aventicum (auf Inschriften Colonia Julia Aventicorum), von dem das heutige A. nur die südwestlichste Ecke, etwa den 10. Teil des Ganzen, ausmacht, war schon vor Cäsar Hauptstadt Helvetiens, stand unter Vespasian und Titus, die es zur röm. Kolonie erhoben, in seiner höchsten Blüte und hatte 60000 E. Von seiner damaligen Ausdehnung und Bedeutung zeugen die Überreste der alten Ringmauer, von deren zahlreichen Wachttürmen sich noch einer an der Ostseite erhalten hat, das jetzt noch erkennbare regelmäßig angelegte Straßennetz, die Wasserleitung, die Trümmer eines Theaters und eines Amphitheaters, das Forum, von dessen Halle noch ein Mauerpfeiler, genannt le Cogognier, steht. Die Blüte Aventicums wurde durch die Alamannen vernichtet, die 264 auf dem Wege von Gallien nach Italien die Stadt eroberten und verheerten. Zwei Jahrhunderte später wurde dieselbe von den Hunnen nochmals zerstört. Seitdem erhob sich Aventicum nie mehr zur frühern Größe und Bedeutung, und als im 6. Jahrh. der Bischofssitz von A. nach Lausanne verlegt wurde, sank es zum Landstädtchen herab. Das jetzige A. wurde 1076 von Burkhard, Bischof von Lausanne, gegründet. Avenio, s. Avignon. Aventinischer Hügel (Mons Aventinus), einer der sieben Hügel Roms. Südwestlich vom Palatin, durch die Thalvertiefung des Circus Maximus von diesem getrennt, erbebt sich längs der Tiber die eigentliche Höhe des A. H., auf der sich gegenwärtig neben antiken und mittelalterlichen Bauresten die Kirchen und Klöster Sta. Sabina, San Alessio, Sta. Maria-Aventina oder del Priorato, Sta. Prisca und einige Weingärten befinden. Ein zweiter Hügel mit den Kirchen Sta. Balbina und San Saba, der sich südöstlich davon, durch eine schmale Thalsenkung geschieden, erhebt, wurde im ganzen Altertum mit zum A. H. gerechnet, aber bei der Augusteischen Regioneneinteilung zur 12. Region gezogen, während die Haupthöhe zur 13. kam. Anfänglich unbewohnt, obwohl in den Servianischen Mauerring (s. Rom)aufgenommen, wurde der A. H. 455 v. Chr. Den Plebejern zur Bebauung überlassen, und bis zu Ende der Republik wohnte auf ihm die Hauptmasse der Plebejer. Doch hatte schon Servius Tullius dort den Tempel der Diana erbaut, der als latinisches Bundesheiligtum berühmt war. Auch sonst war der A. H. reich an Tempeln: es lag dort der von Sempronius Gracchus errichtete Tempel der Freiheit, ferner der Tempel der Dea Bona, einer der ältesten und berühmtesten Roms, und der der Juno regina, den Camillus nach der Eroberung von Veji erbaute; nicht minder reich war der A. H. an mythischen Stätten, darunter die Höhle des Cacus am nördl. Fuße des Hügels und die Remuria oder die Stelle, wo Remus die Entscheidung des Vogelflugs erwartete. Aventinus, Johannes, bayr. Geschichtschreiber, s. Turmair. Aventiure, Aventureros, Aventurier-Romane (spr. awangtürieh-), s. Abenteuer. Aventuriers (frz., spr. awangtürieh, d. i. Abenteurer) oder Aventurierkaufleute, seit dem 16. Jahrh. Kaufleute, die, ohne eigene Mittel zu besitzen, mit erborgten Kapitalien Waren einkauften, welche an ferne Küsten geschafft und dort verwertet wurden (s. Großaventurhandel). Aventurin oder Avanturin, eine rötlichbraune Varietät des Quarzes, die entweder durch zarte, mit Eisenocker erfüllte Sprünge oder eingesprengte kleine Glimmerschüppchen, wodurch die Lichtstrahlen mannigfaltig gebrochen werden, einen ← Vorhergehende Seite |
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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
Ergebnisse zu: Trilogie | Taxi-Frankfurt-Hahn.de Angebote zu "Trilogie" (8 Treffer) Lembke, Jochen: Der Job ist so mies, doch ich brauch den Kies Erscheinungsdatum: 03.06.2009, Medium: Taschenbuch, Einband: Kartoniert / Broschiert, Titel: Der Job ist so mies, doch ich brauch den Kies, Titelzusatz: Ich fahr Taxi Tag und Nacht - die Freiburger Taxi-Trilogie, Band eins, Autor: Lembke, Jochen, Verlag: Books on Demand // Books on Demand GmbH, Sprache: Deutsch, Rubrik: Belletristik // Romane, Erzählungen, Seiten: 148, Informationen: Paperback, Gewicht: 165 gr, Verkäufer: averdo Der Job ist so mies doch ich brauch den Kies Der Job ist so mies doch ich brauch den Kies ab 9.9 € als Taschenbuch: Ich fahr Taxi Tag und Nacht - die Freiburger Taxi-Trilogie Band eins. Aus dem Bereich: Bücher, Belletristik, Romane & Erzählungen, Der Job ist so mies doch ich brauch den Kies ab 9.9 EURO Ich fahr Taxi Tag und Nacht - die Freiburger Taxi-Trilogie Band eins Macht Taxifahren sexy? Jochen Lembke, Europas taxifahrender Schriftsteller:Ich fahr Taxi Tag und Nacht, die Freiburger Taxi-Trilogie, Band drei!Band drei, der Abschuss! (Der Abschluss der Trilogie) 40 Milliarden Jahre später: wir sind in einem neuen, doch nahezu völlig identischen Jahr 2003 und die Action kann beginnen. Ein &quot,Körper ohne Seele&quot, wartet auf dieselbe, nur zu dumm, dass auch gerade zwei &quot,Seelen ohne Körper&quot, unterwegs sind. Wie gut dann doch, dass da Gott selber auftaucht, schlecht aber wiederum, dass der endlich mal seine Vorliebe fuer makabre Scherze offenbart! Quasselnde und verpeilt fahrende Taxi-Chaoten rauben der Kundschaft den letzten Nerv, bizarre Fahrgäste wiederum nerven Taxifahrer. Ein junger zappeliger Radioreporter macht eine Riesenumfrage &quot,macht Taxifahren sexy&quot, und Sweetie, das 20-jährige Taxigirlie mischt die Freiburger Taxiszene gehörig auf!Diese episch-anarchische, inzwischen 650 Seiten starke Saga von Liebe und Hass, Sex und Wahnsinn am Freiburger Taxistand sprengt alle Grenzen von Zeit, Raum und des guten Geschmacks! Les dieux auraient-ils perdu le controle de leur creation ? C'est ce que pense Zeus, maitre de l'univers, soucieux de remettre un peu d'ordre sur la planete. Quant a Polyeucte Ho, chauffeur de taxi parisien et homme prudent, il ne se doute pas , le jour ou il charge Zeus, qu'il va emprunter le chemin des dragons et decouvrir un Paris inimaginable en surface et en sous-sol. Ce roman conclut la trilogie du &amp;quote;i&amp;quote;, cycle realiste magique qui comprend &amp;quote;l'Ile du Serpent-Coq&amp;quote; et &amp;quote;De Conchita Watson le ciel etait sans nouvelles&amp;quote;.
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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
Frühjahrsbuchwoche 2001, Der Funke der Kreativität Mit Iris Häussler, Georg W. Kreutzberg, Harry Mulisch, Rolf Oerter Am Donnerstag, 15. März 2001, 19.00 Uhr, im Gasteig/Black Box Der Impuls zur wissenschaftlichen Theorie von der unausgesetzten Selbstschöpfung des Leben ist Darwin zu verdanken. Lebewesen müssen kreativ sein, um in einer sich wandelnden Welt bestehen zu können. Seit der Mensch der eigenen Person als ein Gegenüber der Natur bewußt geworden ist, schafft er sich seine Umwelt selbst bis hin zu den Weiten der geistigen Landschaften: Literatur und Musik, Malerei und Mathematik, Tanz und Technik, Zauber und Cyberwelten. Der Wissensgesellschaft und mehr noch der Wissenswirtschaft ist nichts wichtiger als die Innovation. Die Wirtschaft konzentriert sich auf das sogenannte Humankapital, vor allem auf die Synergieeffekte unterschiedlicher Kreativitäten. Dazu soll die Wissenschaft herausfinden, unter welchen Bedingungen Kreativität entsteht und wie sie möglicherweise erzeugt und Wird Kreativität mehr und mehr funktionalisiert, auf ihre Bedeutung für ökonomische Innovation reduziert? Zu fragen ist nach den (unterschiedlichen?) Formen wissenschaftlicher und künstlerischer Kreativität, nach den Quellen der Inspiration und dem Prozeß der Transformation von Ideen und Bildern in neue künstlerische und wissenschaftliche Entwürfe, nach der Bedeutung interdisziplinärer Diskurse sowie der Möglichkeit zukünftiger Steuerungsmöglichkeiten von Kreativität und Intelligenz. Es diskutieren der Schriftsteller Harry Mulisch und die bildende Künstlerin Iris Häussler, der Neurophysiologe Prof. Georg W. Kreutzberg (Max-Planck-Institut für Neurobiologie) und Rolf Oerter, Professor für Entwicklungspsychologie an der Uni München. Die Gesprächsleitung hat der Wissenschaftsjournalist Florian Hildebrand (Bayerischer Rundfunk) In Zusammenarbeit mit der Offenen Akademie der Volkshochschule
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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
Wahrsager-Lexikon Z - von Zauberei bis Zodiak Wahrsager-Lexikon Z Startseite » Lexikon » Wahrsagen Z Von Zauberei und Zen-Buddhismus bis hin zu Zenit und Zodiak, in unserem Wahrsager-Lexikon erfahren Sie alles über England, Schottland und Wales und bekommen einen Überblick über die wichtigsten englischen Begriffe und Wörter. Seien Sie niemals mehr unsicher und informieren Sie sich bereits vor Ihrer Reise über die wichtigsten Dinge. Hier finden Sie alles, was Sie für eine Reise nach Großbritannien wissen müssen in alphabetischer Reihenfolge, sodass Sie nicht mehr lange suchen müssen und alles auf einen Blick erfahren. Ganz allgemein betrachtet assoziieren wir mit Zähnen Unabhängigkeit, Macht, die Fähigkeit zu nähren und zu kommunizieren. In antiken Sagen zum Beispiel können aus ausgesäten Drachenzähnen bewaffnete Männer aus der Erde wachsen. Zähne hatten auch „okkulte Bedeutung“: Wenn man sie einem Spiegel gegenüber fletschte, wurde dieser trübe. Nordafrikanische Christen verhöhnten oder bekämpften Götzenbilder durch das Fletschen der Zähne. Tauchen Zähne in unseren Träumen auf, deuten sie auf eine positive Aggressivität im Sinne von Lebensvitalität – also in der Regel auf materielle und sexuelle Bedürfnisse – hin. Gesunde Zähne etwa verheißen Erfolge und Gewinne. Schlechte, lockere oder ausfallende dagegen warnen vor Misserfolgen und Verlusten. Wird einem ein Zahn gezogen, muss er mit finanziellen Schwierigkeiten oder enttäuschten Erwartungen rechnen. Zieht man selbst einem anderen einen Zahn, besteht die Chance, aus den Problemen dieses Menschen Nutzen zu ziehen oder einen Widerstand zu überwinden. Falsche Zähne können auf Geltungsbedürfnis, Eitelkeit, Scheinerfolge oder Täuschung hinweisen. Zähne zeigen symbolisiert, dass man andere einzuschüchtern oder zu verletzen versucht. In China herrschte lange Zeit die Ansicht, dass der Traum vom Verlust eines Vorderzahnes den baldigen Verlust von Vater oder Mutter vorhersagt. Zähneknirschen sollte Gespenster verscheuchen. Zeitgleich mit dem Aufkommen der Astrologie wurden auch den Zahlen geheime, magische Kräfte zugeschrieben. Eine bedeutende Rolle spielte ihr Symbolgehalt zum Beispiel bei den Griechen, genauer gesagt beim Philosophen und Physiker Pythagoras. Demnach stand die Eins für die ursprüngliche Einheit aller Dinge – Allmacht, das Ganze, das Männliche, das Gute – , die mit Erschaffung des materiellen Universums in einzelne Komponenten aufgeteilt wurde. Die Zwei für das erste Ergebnis dieser Teilung. Sie galt als Verkörperung des Weiblichen und des Schlechten. Die Drei für Schöpferkraft und Weisheit. Sie verband die Eins und die Zwei zur Harmonie. Dagegen verkörperten gerade Zahlen die Trennung, das Böse und das Weibliche. Die Vier repräsentierte nüchternes Denken und Festigkeit; außerdem stellte sie die Gerechtigkeit dar. Die Fünf galt als die Zahl des Wandels. Sie stand für Abendteuer, auch für Heirat, weil sie die Erste Kombination aus einer ungeraden und einer geraden Zahl darstellte (die Eins wurde als Absolutwert, nicht als Zahl betrachtet). Die Sechs verhieß häuslichen Frieden; stand für Ehe, Harmonie und Venus; Hartnäckigkeit. Die Sieben war das Symbol für innere Einkehr und Mysterien; für Geburt und Tod. Die Acht deutete auf weltlichen Genuss und irdische Freude hin. Sie stand also für die materielle Welt. Die Neun schließlich nahm eine besondere Stellung ein: Sie vertrat die Vollkommenheit von Verstand und Seele. Anwenden lässt sich die Zahlensymbolik, indem man jedem Buchstaben eines Eigennamens einen Zahlenwert zuordnet oder den Geburtstag, den Geburtsmonat und das Geburtsjahr betrachtet, die Zahlenwerte addiert und so lange die Quersumme bildet, bis man eine Zahl von 1 bis 9 erhält. Auf diese Weise kann der betreffende Name bzw. das Datum gedeutet werden. In der Völkerkunde und der Religionswissenschaft bezeichnet der Begriff Zauberei den Gebrauch magischer Mittel – von Beschwörungen, dem Anrufen von Geistern und Dämonen, dem Brauen schädlicher oder heilsamer Getränke oder Salben etc. Zauber werden entweder zum Schutz der eigenen Person, eines Auftraggebers oder Schutzsuchenden eingesetzt, oder aber zur Abwehr feindlicher Mächte (Abwehrzauber) benutzt. Beispiele sind das Pfeifen/Zischen an unheimlichen Orten, besonders Ruinen, das Ausspucken vor verfeindeten Menschen, das Kreuzschlagen, der Gebrauch von Weihrauch oder Weihwasser. Zuweilen dienen Zauber auch dazu, erkannten oder vermeintlichen Feinden zu schaden (Schadenszauber). Am gängigsten sind Analogiezauber, bei denen symbolische Handlungen einen abbildhaften Erfolg in der Wirklichkeit herbeiführen sollen. So soll zum Beispiel das, was der Zauberer an einer Puppe vornimmt, soll auch mit dem gemeinten Opfer geschehen. Vom Hexenwesen hebt sich die Zauberei dadurch ab, dass ihre Vertreter meist keine Verbindung zum Teufel aufnehmen. Ein schon für die Antike bezeugter Analogiezauber ist das Nestelknüpfen. Durch Operationen mit Knoten, Schlössern, Ketten oder anderen Materialien, die mit Binden oder Verschließen zu tun haben, sollten Bindungen hergestellt oder ihre Auflösung verhindert werden. Es gibt das Nestelknüpfen als Liebeszauber. Im Mittelalter war es meist eine schadenszauberische Übung und sollte bei der Zielperson oft Impotenz bewirken. Eine berühmte Zauberin war die Kirke. Sie verwandelte die Gefährten des Odysseus in Schweine und den Picus in einen Specht. Simon Magus war ein Zauberer, der im Neuen Testament als Gegner der Apostel genannt ist. Zakynthos (s. Hyria) Zakynthos, in der Antike Hyria genannt, ist nach Korfu und Kephalonia die drittgrößte und südlichste der Ionischen Inseln. Im Volksglauben der Insel heißt es: Wer an einem 23. Dezember geboren wird, wird später zum Werwolf, weil die Eltern das Kind am 25. März gezeugt haben. Der 25. März ist der Tag von Mariä Verkündigung. Geschlechtlicher Verkehr an diesem Tag bedeutet demnach eine frevelhafte Nachahmung der Jungfrau und Gottesmutter Mariä, also eine schwere Sünde, die den Fluch auf den Nachkommen lädt. Zazen ist die traditionelle Meditation im Zen-Buddhismus. Durch sie sollen Körper und Geist zur Ruhe gebracht und der Boden für mystische Erfahrungen bereitet werden. Der Meditierende sitzt dabei in der Regel im Lotussitz. Alle aufsteigenden Gedanken und Gefühle werden registriert, aber nicht weiter beachtet. Zeder (s. Cedrus) Zunächst ist die Zeder ein Kieferngewächs. Mitunter werden ihr aber auch magische Eigenschaften nachgesagt. Um hölzerne Türen aufzusprengen empfiehlt zum Beispiel die „Geheime Kunstschule Magischer Wunder - Kräfte” (eine der bekanntesten Grimoires/Zauberschriften), auf das Fell eines Widders den 29. Psalm zu schreiben und das Fell siebenmal gegen die Tür zu schlagen. Dabei soll man die Worte: „Des Adonay Stimme zerbricht die Zedernbäume auf dem Libanon, er machet, dass sie lecken wie ein Kalb, der Libanon und Sirion wie ein junges Einhorn” sprechen. Ein Zeichen ist ein bedeutsamer Gegenstand oder ein Umstand, der historisch wichtige Ereignisse ankündigt oder begleitet, deren Bedeutung die Menschen aber zunächst nicht erkennen. Das wohl berühmteste Beispiel ist der Stern von Bethlehem. Aus außereuropäischen Kulturen sowie aus dem vorchristlichen Bereich sind viele Erzählungen überliefert, die von derartigen besonderen Zeichen berichten. So erschien, als der heilige Karl Borromeo (1538 bis 1584) geboren wurde, über dem Gemach der Mutter ein ungewöhnlicher Glanz, „einem Lichtgusse gleich, sechs Ellen in der Breite und von einer Länge, soweit ein Büchsenschuss austrägt“. Spontane Zeichen wie Blitz, Donner, Sonnen- und Mondfinsternisse, Sternschnuppen, Wolkenbilder oder das Verhalten von Tieren, dient vielerorts als Basis für Wahrsagerei. Zeichensteine (s. Schalensteine) Zeichen- oder Schalensteine sind große Felsbrocken bzw. Felswände, in die in der Steinzeit runde Vertiefungen von etwa fünf bis zwanzig Zentimetern Durchmesser eingearbeitet wurden. Diese können verstreut oder nach Muster angelegt, von einer kreisförmigen Rinne umgeben oder durch Rinnen miteinander verbunden sein. Außer diesen runden Vertiefungen finden sich auf Schalensteinen vielfach weitere Muster, beispielsweise Rinnen, Hände, Füße, Kreuzformen, Labyrinthe und allerlei abstrakte Muster. Steine, die solche Verzierungen aufweisen, werden Zeichensteine genannt. Vermutlich dienten diese kultischen Handlungen, etwa dem Einbringen von Opfergaben und Lichtern. Zeitalter (astrologisch) Die Astrologie geht davon aus, dass ein Weltenjahr exakt 25 920 Jahre dauert. Das liegt daran, dass der Fixsternenhimmel durch die sog. “Präzession” langsam vorrückt. Durch die Anziehungskräfte von Sonne und Mond entsteht am Erdäquator ein Wulst (sog. Lunisolar-Präzession), der bei der Erdachse eine Kreiselbewegung erzeugt. Diese wiederum bewirkt, dass die Fixsterne aus Erdsicht langsam weiterwandern, und zwar alle 72 Jahre um 1 Grad. Demzufolge verschieben sich alle 2160 Jahre auch die Sternbilder um 30 Grad gegenüber dem Frühlingspunkt (21. März). Diesen Zeitraum nennt man astrologisches Zeitalter oder auch Weltenmonat. Jeder einzelne wird in der Astrologie interpretiert. Das Löwe-Zeitalter (10 000 bis 8 000 v. Chr.) etwa entsprach der Zeit der Höhlen- und Felsmalerei (Kreativität). Das Krebs-Zeitalter (etwa 8 000 bis 6 000 v. Chr.) war das des Übergangs vom Nomadenleben (Jäger und Sammler) zu festen Siedlungen und Ackerbau (Sesshaftigkeit, Häuslichkeit). Das Zwillinge-Zeitalter (etwa 6 000 bis 4 000 v. Chr.) beinhaltete die Erfindung der Schrift, des Rades und anderer Geräte (Intellekt, Kommunikation). Das Stier-Zeitalter (etwa 4 000 bis 2 000 v. Chr.) wurde vom Bau der Tempel und Pyramiden geprägt (Beständigkeit, Bewahren). Ins Widder-Zeitalter (etwa 2 000 v. Chr. bis 0) fiel die Entstehung von Weltreichen wie dem Römischen Imperium (Kampf, Krieg, Tatkraft). Im Fische-Zeitalter (etwa 0 bis 2 000 n. Chr.) verbreitet sich das Christentum. Die Zeit war geprägt von einem Weltbild, das stark auf das Leben nach dem Tod ausgerichtet war. Mit der Hoffnung auf ein Paradies im Jenseits fand man sich ab mit einem bitteren Dasein im Dieseits. Die Menschen waren über Jahrhunderte bereit und fähig, das Leben hinzunehmen, wie es war. Die Kraft dazu fanden sie in ihrer inneren Welt, in der Religion und der Mystik. Das nun anbrechende Wassermann-Zeitalter soll wiederum von Idealismus, Fortschritt und Spiritualität geprägt sein. Astrologen sprechen von einem Übergangszeitraum, der in den sechziger Jahren begonnen hat und noch einige Jahrzehnte des neuen Jahrtausends andauert. Demnach wird im Wassermann-Zeitalter die kosmische Strahlung vielfach erhöht – mit der Folge, das die Menschen wieder empfänglich werden für längst vergangenes kosmisches Wissen. Das Interesse für Yoga und Esoterik steigt. Es wird das Zeitalter der Astrologie, jener königlichen Wissenschaft, deren Blütezeit bereits vor Jahrtausenden für das Wassermann-Zeitalter prophezeit wurde. Ein Zweig des Buddhismus, der sich im 6. Jahrhundert in China und im 12. Jahrhundert in Japan verbreitete. Das Wort „Zen“ ist eine Übersetzung des chinesischen „Ch''an“ und des Sanskrit-Wortes „dyana“, was soviel wie konzentrierte Meditation bedeutet. So liegt die Wurzel des Zen zwar im Buddhismus, doch fühlen sich viele Zen-Meister nicht an eine bestimmte Religion oder Weltanschauung gebunden. Der Kern des Zen besteht vielmehr in der mystischen Erfahrung: die völlige Versenkung in eine spannende Tätigkeit, das Aufgehen in der Masse oder das gänzliche Aufgesogensein durch eine Wahrnehmung. Zen kann das Zeitempfinden verändern. In der Konzentration verliert das subjektive Gefühl seine Bedeutung; die Definition von „Vergangenheit“ und „Zukunft“ verwischt, das Ich wird weniger oder gar nicht mehr wahrgenommen. Was zählt, ist einzig und allein der Augenblick, in dem das Bewusstsein „aufgeht“. Die Praxis des Zen-Buddhismus basiert demnach auf Einfachheit, Strenge und Ausdauer. Die Disziplin wird auch in den Zen-Künsten geübt. Dazu gehören das Bogenschießen, der Schwertkampf, das Blumenstecken und die Tee-Zeremonie. Zeitreisen (s. Astralprojektion) Medien oder Menschen, die über psychokinetische Kräfte verfügen, behaupten, Zeitreisen unternehmen zu können. Dies soll durch die Aussendung des Astralkörpers – die sog. Astralprojektion möglich sein. Gemeint ist ein Zustand, bei dem sich der Betroffene als außerhalb des physischen Körpers wahrnimmt. Besonders häufig wird über solche Zustände in Grenzsituationen, etwa bei Nahtodeserlebnissen, berichtet. 15 bis 35 Prozent aller Erwachsenen weltweit geben an, schon einmal eine außerkörperliche Erfahrung gemacht zu haben. Zentauren (s. Centauri) (lat. Centauri) In der griechischen Mythologie werden Zentauren als Mischwesen aus Mensch und Pferd beschrieben: Sie haben Kopf, Oberkörper und Hände wie ein Mensch, Rumpf, Schweif und Beine wie ein Hengst. Manchmal sind die Vorderfüße menschlich, manchmal sind alle Füße die eines Pferdes. Der menschliche Kopf ist mal bärtig, mal bartlos, in manchen Fällen gehörnt. In der Astronomie sind die Zentauren eine Klasse von Asteroiden, die zwischen Jupiter und Neptun um die Sonne kreisen. Bei einigen Zentauren, zum Beispiel Pholus, wurde gefrorenes Wasser auf der Oberfläche entdeckt, bei anderen wie Chiron konnte bisher kein Wasser-Eis nachgewiesen werden. Wahrscheinlich sind die Zentauren „erloschene“ Kometen. Zentauren nennt man auch Kleinplaneten, die sich jenseits der äußeren Planeten dieses Sonnensystems befinden. Zenit (s. Nadir / Imum Coeli) Der scheinbar höchste Punkt des Himmelsgewölbes liegt genau senkrecht über dem Betrachter. Dieser Punkt wird Zenit genannt. Der ihm genau gegenüberliegende Punkt unterhalb des Betrachters heißt Nadir. Steht die Sonne im Zenit, wirft der bestrahlte Körper keinen Schatten. Dieses Phänomen kann auf der Erde mittags am Äquator beobachtet werden. In unseren Träumen ist das Zimmer ein Symbol für unser Seelenhaus; einen Raum in unserem Inneren, in dem wir Schutz und Geborgenheit finden, und der unser Gefühlsleben widergespiegelt. Der Ziegenfisch ist ein anderes Symbol für eines der ältesten das Sternbilder überhaupt – dem Steinbock. Die Babylonier sahen in ihm einen „Ziegenfisch“, ein Wesen mit dem Oberkörper einer Ziege und dem Unterleib eines Fisches. Der griechischen Mythologie nach sprang der bocksbeinige Gott Pan auf der Flucht vor dem Untier Typhon ins Meer. Pan wollte die Gestalt eines Fisches annehmen, was ihm jedoch nicht vollends gelang. Daraufhin griff Typhon den Gott Zeus an und riss ihm die Sehnen an Armen und Beinen heraus. Pan und Hermes setzten ihm diese wieder ein. Der genesene Zeus überwältigte Typhon und versetzte Pan in seiner Gestalt als Ziegenfisch zum Dank an den Himmel. Ein alter Aberglaube besagt: Ein schwarzer Ziegenbock sollte angeschafft werden, um böse Geister aller Art von Heim und Grund zu vertreiben. Und auch in der Volksmedizin spielt das Tier eine Rolle: Zu Pulver gestoßenes Horn der Ziege, heißt es, wirkt bei Schlaflosigkeit, wenn dieses – vom Leidendem unbemerkt – unter dessen Kissen gegeben wird. Das Blut des Bocks hilft bei Epilepsie. Und das Halsband einer Ziege, um den Hals eines an Mumps leidenden Kindes gelegt, lässt die Symptome rasch abklingen. Ziegenhaar, gebrannt und mit Essig vermischt, soll helfen, Nasenbluten zu stillen. Zibke (s. Holunder) Gemeint ist ein winterkahler Baum oder Strauch mit dunklen Beeren, der allgemein unter dem Namen „Holunder“ bekannt ist. Alle Teile der Pflanze sind in rohem Zustand giftig. Die enthaltenen harzartigen Stoffe wirken Brechreiz erregend und abführend. Richtig angewandt, kann Zibke/Holunder jedoch als Hausmittel genutzt werden: Holunderblütentee etwa gilt als blutreinigend und schweißtreibend; Holunderbeeren gekocht regen den Stoffwechsel an und wirken gegen Rheuma und Ischias; Holunderblätter, zerquetscht aufgelegt, lindern Sonnenbrand, andere leichte Verbrennungen, Bienen- und Wespenstiche. Der Holunder war vielen Völkern heilig. Sinti und Roma zogen traditionell vor Holundersträuchen den Hut. Und auch Germanen und Kelten glaubten, dass Zwerge bevorzugt im Schatten des Holunders hausten. Im christlich geprägten Aberglauben dagegen stand der Holunder in schlechtem Ruf. Nicht nur, dass sich der Verräter Judas Ischarioth an einem Holunder erhängt haben soll, auch das Kreuz Jesu war mancher Legende zufolge aus dem Holz dieses Strauches geschnitzt. Dementsprechend wurde der Holunder gerne von verschiedenen Geistern und Dämonen bewohnt. Als Feuerholz war der Strauch, der nur dort wächst, wo einmal menschliches Blut vergossen wurde, wenig geeignet, denn der entstehende Rauch lockte den Teufel an. Aus diesem Teufelsholz, das beim Zwergholunder rötlich verfärbt ist, bestanden die Zauberstäbe der Hexen oder Amulette gegen deren Wirken. Gegen Hexen half auch, am 30. April einen Holunderzweig zu schneiden und ihn über der Haustür zu befestigen. Ins Haus gebracht zog er den Tod an, mit einem Holunderzweig geschlagene Kinder stellten das Wachstum ein. Ein Tropfen Holundersaft in das Auge geträufelt, ermöglichte es, das Wirken von Hexen wahrzunehmen. Tanz der Derwische, bei dem sie den Oberkörper vorwärts und rückwärts bewegen und kurze Koranverse rezitieren, bis sie in Trance fallen. (auch Zitrinquarz oder Citrin) Der Zitrin ist eine der zahlreichen Erscheinungsformen des Quarzes, dessen Name auf seine Färbung hindeutet. Oft wird er beim Brennen von Amethysten bei Temperaturen um 450 Grad Celsius gewonnen und kommt dann als Madeiratopas, Goldtopas, Bahiatopas oder Palmyratopas in den Handel. Natürliche Vorkommen sind selten, gefunden wird Zitrin zum Beispiel in Brasilien (Bahia), den USA (Colorado), auf Madagaskar und in Russland. In Europa wurde er bislang in Spanien (Cordoba, Salamanca), Frankreich und Schottland entdeckt. Römische Soldaten sollen den Zitrin als Lebensstein im Kampf auf der Brust getragen haben. Als Zodiak (griech. zodiakos kyklos, „Kreis der Lebewesen”) oder Tierkreis bezeichnet man eine etwa 20 Grad breite Zone um den Himmelsäquator (Ekliptik), innerhalb derer die scheinbaren Bahnen von Sonne, Mond und Planeten verlaufen. Die Ekliptik bildet dabei die Mittellinie. Innerhalb des Zodiaks befinden sich die zwölf Sternbilder, nach denen die Tierkreiszeichen benannt wurden – vom Widder bis zum Fisch. Da die Ekliptik den Kreis als Breitengrad schneidet, ist ein Horoskop in ein Oben und Unten geteilt. Der Zoisit ist ein eher seltenes Kalzium-Aluminium-Mineral aus der Mineralklasse der Silikate, genauer ein Gruppensilikat (Sorosilikat), das nach dem österreichischen Kaufmann Siegmund Freiherr von Zois (1747-1819) benannt wurde. Er ist seit etwa zwei Jahrhunderten bekannt und wurde manchmal als Ornamentstein mit begrenzter Brillanz verwendet. Erst 1967 wurde eine blaue Edelsteinvarietät in Tansania gefunden. Diese Varietät erhielt den Namen Tansanit. Der Zoisit, heißt es, wirkt sich positiv auf die Fortpflanzungsfähigkeit und auf das vegetative Nervensystem aus. Im Bereich der Psyche steht er für Erdung. Als Zombie wird ein zum Leben erweckter Toter oder ein seiner Seele beraubtes, willenloses Wesen bezeichnet. Bereits aus der Frühgeschichte der Menschen gibt es Hinweise darauf, dass die Menschen Angst davor hatten, dass die Toten zurückkehren und den Lebenden Leid antun könnten. Bis ins 19. Jahrhundert war es so Aufgabe des Totenwächters, einen vermeintlichen Verstorbenen zu erschlagen, falls er sich vom Totenbett erheben sollte. Dies kam durchaus vor, da die Methoden zur Feststellung des Todes damals noch unzuverlässig waren. Der Begriff Zombie wurde jedoch erst später im 20. Jahrhundert vor allem durch Kinofilme und Comics geprägt, als das Phänomen des Scheintodes allgemein bekannt war. Der Glauben an Zombies ist bis heute stark im Voodoo vertreten. Besonders auf Haiti kennt man diese Geschichten. Dem Glauben nach kann ein Voodoo-Priester (Houngan), ein schwarzmagischer Bokor oder eine Priesterin (Mambo) einen Menschen mit einem Fluch belegen, worauf dieser dann scheinbar stirbt (Scheintod). Tage später kann er den Toten dann wieder zum Leben erwecken. Dieser wird dann als Arbeitssklave missbraucht. Diese Zombies nennt man auch Zombie Kadavers. Sie gelten als absolut willenlos. Zwergplaneten sind eine von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) am 24. August 2006 in Prag neu definierte Klasse von Himmelskörpern. Die Klassifizierung wurde nötig, weil im Sonnensystem immer wieder „Planeten“ entdeckt wurden. Als Zwergplaneten gelten demnach jene Gestirne, die sich auf einer Umlaufbahn um die Sonne befinden und ausreichend Masse haben, damit die eigene Schwerkraft sie zu annähernd kugelförmiger Gestalt zusammenzieht, die jedoch im Unterschied zu „normalen“ Planeten nicht groß genug sind, um ihre Umlaufbahn von anderen Objekten (also Planeten, Asteroiden, Steinbrocken) freizuräumen. Der bis zum 24. August 2006 als Planet klassifizierte Pluto gilt seitdem als Zwergplanet, genauso wie Ceres und 2003 UB313 (Eris). Viele andere Objekte im Sonnensystem (etwa Vesta, Pallas, Hygiea, Orcus, Quaoar, Sedna, 2005 FY9 oder 2003 EL61) könnten ebenfalls in die Kategorie der Zwergplaneten fallen. Die IAU kündigte für die „nächsten Monate und Jahre“ die Bekanntgabe weiterer Zwergplaneten an. Die Kandidaten werden auf einer Beobachtungsliste geführt. Zurzeit reichen die für diese Objekte vorliegenden Beobachtungen noch nicht aus. Zweitkörpererfahrung Die Tatsache, dass der Mensch nicht nur über einen physischen, sondern auch über einen geistigen Körper (Energie-Körper) verfügt, ist seit Urzeiten bekannt. Genauso wie die Tatsache, dass sich beide Körper oft unfreiwillig trennen, diese Trennung aber in höheren Bewusstseinszuständen auch willentlich herbeigeführt werden kann. Paranormale Erlebnisse dieser Art, bei denen der vom physischen getrennte geistige Körper selbständig lebt und bewusst handeln kann, bezeichnet man als „Außerkörperliche Projektion“ (AKP), „Astralwanderung“, „Bilokation“, „Außerkörperliche Erfahrung (AKE)“ oder auch „Zweitkörper-Erfahrung“. Einer der frühesten exakt überlieferten Fälle von Zweitkörper-Erfahrungen ist der von Alphonsus Liguori, der an einem Tag des Jahres 1774 im Kloster Arienzo, vier Tagesreisen von Rom entfernt, für zwei Stunden in tiefen Schlaf verfiel. Als er daraus erwachte, berichtete er, er käme gerade vom Krankenbett des Papstes in Rom zurück, der eben verstorben sei. Als schließlich die Kunde vom Ableben des Papstes in Arienzo eintraf, schrieb man das Ganze dem Zufall zu – bis bekannt wurde, dass mehrere der am Totenbett des Papstes Versammelten Liguori gesehen und sogar mit ihm gesprochen hatten. Zu den interessantesten AKP-Meldungen des neunzehnten Jahrhunderts zählen die Aussagen des Dramatikers August Strindberg, der sich, während er krank in Paris lag, in sein skandinavisches Heim ''projizierte'', sowie ein Erlebnis Wolfgang von Goethes: Auf einem Heimritt, von seiner Geliebten Friederike Brion aus Sesenheim kommend, sah dieser sich selbst auf sich zukommen - er begegnete also seinem Geistkörper. Normalerweise hat man nur einmal im Leben eine Außerkörperliche Projektion - dann nämlich, wenn der Tod eingetreten ist. Nach Aussagen von klinisch bereits Toten handelt es sich dabei um ein recht angenehmes Erlebnis. Nicht nur einmal im Leben, sondern zu jeder beliebigen Zeit können jedoch durch entsprechende Konzentrations-, Imaginations- und Meditationsübungen geschulte Parapsychologen ihren „Energie-Körper“ auf ''Reisen'' schicken. Dabei sind diesen keinerlei räumliche Grenzen gesetzt. Die Zwölf ist eine besondere, eine mystische Zahl. Zum einen deshalb, weil in ihr andere heilige Zahlen enthalten sind: die Drei und die Vier (3 x 4), die Fünf und die Sieben (7 + 5). In vielen Kulturen gilt sie darum als heilige Vollzahl. Aus einem Dutzend bestehen mehrere sakrale Kollegien. Die griechische Mythologie etwa kannten zwölf Titanen sowie zwölf olympische Hauptgötter; dem Helden Herakles wurden von Eurystheus zwölf Prüfungen auferlegt; zwölf Strahlen gehen vom Strahlenkranz des Sonnengottes Apollo ab; die Niobe war Mutter von zwölf Kindern, sechs Mädchen und sechs Jungen. Den Germanen waren zwölf Asen geläufig, Götter, die in Asgard ihren Hochsitz hatten. Das Christentum deutet die Zwölf als Symbol der Begegnung von Gott mit der Welt; die darin enthaltene Drei steht für die Dreifaltigkeit „Vater, Sohn und Heiliger Geist“, die vier für das Irdische – vier Himmelsrichtungen, vier Jahreszeiten, vier Elemente. Jesus versammelte nach dem Neuen Testament zwölf Jünger um sich. Diese Anzahl spielt auf die zwölf Stämme Israel an, die Zwölf symbolisiert die Ganzheit, zu der in der Endzeit das Gottesvolk zurückehren werde (Matthäus 19,28). Und auch in der Gesellschaft der frühen Hochkulturen Mesopotamiens spielte die Zwölf eine große Rolle: Ein Sonnenjahr beinhaltete zwölf Mondzyklen, was zur Einteilung des Jahres in zwölf Monate führte. Bis heute teilt sich der Tag in zweimal zwölf Stunden. Ebenfalls in Mesopotamien liegt der Ursprung der zwölf Tierkreiszeichen. Das Horoskop setzt sich seither aus zwölf Häusern zusammen. Das „zweite Gesicht“ haben medial veranlagte Persönlichkeiten, zum Beispiel Seher oder Wahrsager. Auch bei Zwillingen taucht dieses telepathische Phänomen der außersinnlichen Wahrnehmung häufig auf. Sie können Ereignisse voraussehen oder die Gedanken eines anderen lesen. Zu den bekanntesten Sehern mit dem zweiten Gesicht gehört Emanuel Swedenborg (1688-1772). Swedenborg sah einen Großbrand in Stockholm voraus, den er in allen Einzelheiten beschrieb. Jeane Dixon (geb. 1918) prophezeite die Ermordung von John F. Kennedy und Martin Luther King. Allgemein werden heute drei Formen der außersinnlichen Wahrnehmung unterschieden: Telepathie (griech. „Fernerleiden“) bezeichnet die Fähigkeit, Informationen von einem Menschen zu einem anderen Menschen oder allgemein einer anderen Wesenheit (Tier, Pflanze) zu übertragen, ohne direkt sinnlich (optisch, akustisch, taktil, geschmacklich, olfaktorisch) wahrnehmbare Einflussnahme. Hellsehen wird als außersinnliche Wahrnehmungen eines objektiven Tatbestandes, von dem niemand Kenntnis hat, definiert. Und Präkognition (von lat. prae „voraus“ und cognoscere „erkennen“) steht für das Vorherwissen zukünftiger Ereignisse, ohne dass zum Zeitpunkt der Vorhersage ausreichend Gründe für das Eintreffen der Vorhersage vorhanden sind.
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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
Best Read [Selma Meerbaum-Eisinger] ↠ Blütenlese. Gedichte || [Chick Lit Book] PDF â Selma Meerbaum-Eisinger / May 21, 2019 Bl tenlese Gedichte Gedichte darunter sechs bersetzungen enthielt ihr handschriftlich berliefertes Album mit dem Titel Bl tenlese als Selma Meerbaum Eisinger am Dezember mit achtzehn Jahren am Flecktyphus im Title: Blütenlese. Gedichte Author: Selma Meerbaum-Eisinger ISBN: 9783150190593 58 Gedichte darunter sechs bersetzungen enthielt ihr handschriftlich berliefertes Album mit dem Titel Bl tenlese, als Selma Meerbaum Eisinger am 16 Dezember 1942 mit achtzehn Jahren am Flecktyphus im Arbeitslager Michailowka am Bug starb, wohin sie mit ihrer Familie und einem Gro teil der j dischen Bev lkerung ihrer Heimatstadt Czernowitz im Zuge der R umung des Ghett58 Gedichte darunter sechs bersetzungen enthielt ihr handschriftlich berliefertes Album mit dem Titel Bl tenlese, als Selma Meerbaum Eisinger am 16 Dezember 1942 mit achtzehn Jahren am Flecktyphus im Arbeitslager Michailowka am Bug starb, wohin sie mit ihrer Familie und einem Gro teil der j dischen Bev lkerung ihrer Heimatstadt Czernowitz im Zuge der R umung des Ghettos im Juni 1942 deportiert worden war Als Dokument f r das Verbrechen der Shoa bezeugen diese Gedichte dennoch die Unausl schlichkeit eines Individuums, sind fr he Werke einer offenkundig zur Dichtung Begabten Neu ediert nach der Tel Aviver Ausgabe und mit einem ausf hrlichen Nachwort versehen von Markus May, der das Werk u.a in den Kontext der Lyrik der Bukowina stellt. Bltenlese Gedichte Book, WorldCat Note Citations are based on reference standards However, formatting rules can vary widely between applications and fields of interest or study The specific requirements or preferences of your reviewing publisher, classroom teacher, institution or organization should be applied. Bltenlese Band II Gedichte eBook Walmart Bltenlese Band II Gedichte eBook Average rating out of stars, based on reviews Write a review This button opens a dialog that displays additional images for this product with the option to zoom in or out Tell us if something is incorrect Bltenlese Band II Gedichte eBook. Gedichte collection of poetry Britannica Droste Hlshoff Her first collection of poetry, Gedichte Poems , included poems of a deeply religious nature Between and she wrote a cycle of religious poems, Das geistliche Jahr The Spiritual Year , which contains some of the most earnest religious poetry of the th century and reflects the inner. gedichte We would like to show you a description here but the site won t allow us. Gedichte ber die Liebe by Bertolt Brecht About Bertolt Brecht Bertolt Brecht born Eugen Berthold Friedrich Brecht was a German poet, playwright, and theatre director A seminal theatre practitioner of the twentieth century, Brecht made equally significant contributions to dramaturgy and theatrical production, the latter particularly through the seismic impact Du bist wie eine Blume von Heinrich Heine Gedichte Oct , Heinrich Heine Du bist wie eine Blume, Gedicht, Liebesgedicht, Lyrik, Poesie, Gedichte, Liebesgedichte Gedichte, Liebesgedichte gedichte vorgelesen gedichte vortragen gedichte Gottfried Benn German writer Britannica Written By Gottfried Benn, born May , , Mansfeld, Ger died July , , Berlin , German poet and essayist whose expressionistic pessimism and conjurations of decay in the period immediately after World War I gradually mellowed into a philosophy of pragmatism He was perhaps the most significant poet in post World War II Germany. New Seaside Interiors Nouveaux intrieurs de la cte New Seaside Interiors Nouveaux Intrieurs De La Cte by author Lesen und Download Online Unlimited eBooks, PDF Buch, Hrbuch oder Epub kostenlos Selma Meerbaum-Eisinger 210 Selma Meerbaum-Eisinger Title: Best Read [Selma Meerbaum-Eisinger] ↠ Blütenlese. Gedichte || [Chick Lit Book] PDF â Posted by:Selma Meerbaum-Eisinger Published :2018-09-13T10:34:59+00:00 About "Selma Meerbaum-Eisinger" Selma Meerbaum Eisinger wurde 1924 in Czernowitz Bukowina geboren Ab 1939 begann sie, eigene Gedichte zu schreiben und aus dem Franz sischen, Rum nischen und Jiddischen zu bersetzen Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in das 1940 von Rum nien an die Sowjetunion abgetretene Czernowitz im Juli 1941 wurde die Familie gezwungen, im Ghetto der Stadt zu leben Auf wundersame Weise gelang es Selma, das handschriftliche Album mit dem Titel Bl tenlese einer Freundin zuzuspielen, bevor sie 1942 in das Arbeitslager Michailowska in der Ukraine deportiert wurde Hier starb sie am 16 Dezember 1942 an Typhus Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe Gebundene Ausgabe. May 21, 2019 at 9:1 am Im Hinblick dessen, dass dieser Gedichteband unter den Umständen entstanden ist, die es nun mal waren, fand ich das Büchlein allein schon grandios. Die Wortwahl der Autorin war auch teilweise unheimlich schön, teilweise aber auch nicht ganz mein Geschmack. Ich schätze aber, dass es an sich selten Lyrikbände gibt, in denen einem alles gefällt.Ich habe mir so einiges angestrichen, was ich als sehr tiefgründig empfand, was mich teilweise auch berühren konnte und es gab Gedichte, in denen fa [...]
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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
1887 / 73 p. 12 (Deutscher Reichsanzeiger) 1887 / 73 p. 12 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff M j [63113] (61550) Flmenauer Porzellaufabri i F ; [64417] Bilanz der Frankfurter Bauk am 31. Dezember 1886. ; S rzellanfabrik Actien-Gesellschaft. [64537] L i z der Fran!sur — r — Oberlausizer Bank zu Zittau, Debet. rzellanfabrif Actien-Gesellschaft... | Breslauer Disconto-Bauk unter der Firma Breslauer Disconto-Bank, O _Aetiva. B ok s oÆ [2 1) ta E m ° A Vengen Generalgertamaans Ar dad # 36 j ; E T { S S : C wandlun zwischen dem Aufsichtsrath U d den stand an Gold in Barren und E e ¿ L Ls Y1 : S 2 ¿ | äIahr genehmigte Dividende von 9/6 o fan 886 | : A | | — ugo Heimann «& Co. L B E O nd 1 5 DeEa E an: j : E J | einbezahlte 20 000 Aktien à Fl. 500 . 17 142 807116 von heute ab gegen Einlieferung des Dividenden- Dezbr. [An Decort und E 4e 3652/19 Dae [Pér Porzellan-Conto Sra Der unterzeichnete Aufsichtsrath beehrt sih die Mnn Y vastenden Gefellschaftern zu treffen- a. coursfähigem, deutshen geprägten Gelde . . « 9 293 135 66 | 2) Reservefonds: Dezember 188 | | sheines Nr. s Serie 1I. mit i; 31, | « Unfosten, Provision 2c. c. 38/968 64 31. | , Zinsen-Conto . 202/63 Herren Commanditisten zur Statuten E Je Z Aenderung der b. Reichscafsensheinen . « « «e o 69 480, — | b LBaO am 31. “pam e | M Actie | Se Sue, e e «P 237,186/83 " Aderyacht-Conto . 427|— E siebenzehnten 26—47, 51 speciell der §§. 1—8, 10—24, c. M. s E S Lee 0 ; atutenmäßig Ube , | in Zittau an unjerer Casse, taats-,Gemeinde-,Kohlen-Steuer 4,811 90 L 2 cu Pillen, Eren Die Legitimation zur Stimmberechtigung in der 4. Noten anderer Vanlken . L S 4 amis | [ident C G s I en 30. ril cr. 5 e das Cred} ; f E uta | e. Statutenmäßig überwiesen Pro 1886 4 008 700 — Vank, j S j | , Reparaturen und Bauten. . 9,337 33 ; i Nachmittag 4 Uhr, s j Qw E E nur in der, in den Stü 12032 à f 100 M 1 203 200. — | 3) Cours:Reserve für die Effekten des 6d in „Figobou bei der Weimarischen Filial- | Sevae Verluste L tut 681/53 Ln D ee Zus Béele bierlclbit, Me o E uts vorgeschriebenen „Weije ge- E s . ins | en für Mo 5 s | ) zuladen. Ee E L E y ee U E G Die Aktien sind im Geschäftslokale der Gesell- am— — fallener Dividendenschein Þro in Verlin bei der Filiale der Weimarischen Beitrag zum Eisenbahnbau . . 600 — 3399 à „ 900 « 1699 500. — | 2/642 700 4 ernes fnoten: in Leipzig bei der Allgemeinen Deuts silien Tagesord 2'642 700 — | mittirte Banknoten: : | | in Leipzig vet der eute s a L 000|— ie i E eb schaf s 2 hi st, spâtes T5123 215 66 | f Stü 92 750 O... S | | Creditanstalt s Abnutzung der Immobilien 2000 — 1) Die im §. 37 des Slatuts dezeihneten Gegen- saft, Junkernstraße D hierselb, spüleltens T7 | 9 7 4 7 08 | | E, rege ome M M S L 3,000 - S: E 1A zethne ge vierzehn Tage vor der Versammlung zu deponiren, : —l25 000000 — | Zittau, den 16. März 1887. me A 2) Bescblußfasung über Vertheilung des Rein- | Reichebank-Hauptstellen als genügender Beweis des | D. . . . , pla _ e s D E S ao Lc ‘ SDC L eue 5 ge Uc ck e Be eis Oberlausitzer Bank zu Zittau, | « M « «ck « + ati | 9 Vis a A E e Das Hegel. Empertus. | 360,517 36 | 360 517.36 Umwandlung der Commanditgesellshaft auf OSE den n Ss 1887. , Aktien Breslauer Disconto - Bank Hugo T er Auffichtsrath. } Gideon v. Wallenberg- Pachaly. Bilanz- ; S — z-Conto. L. Heimann & Co. in eine Aktiengesellschaft S. Leonhard ») Gutbaben dec Giro-Folium-Inhaber .| + - |* 5 725 559 81 » i ; — / P Guthaben der Conto-Corrent-Gläubiger S 241 023 53 Neustädter Spar Vercin. 1886 | M Ml M S kh M M [4 [64561] 6) Depositen: 9740 à „ 1000 „ 9 740 000. — 5950 , e g. Guthaben auf Giroconto bei dec Reichsbank _2 037 820 §920 460 036 55 3) Bestand Silber in Barren und Son. 4 e 4) We selbestände s | : 7 selbestünde tis 16. Januar 1887? fällig . - + } 3631438 77 | findlihe Guldennoten: | 7 väter fällig er A l Ma » * hs 182 630118 | 1160./5r, 5194./10r, 2,/35r, 40./50r, | : | S TSST1OGS D | 134./100r, 11./500r Fl. , 134 931/96 | [61640] | | | Ï 12950 , e 10 A Am 31. Dezember noch im Umlauf be- 18 814 068/99 b. Remessen-Wechsel auf deutshe Pläße: | bis 15. Januar 1887 fällig . H 389 847. 17 | alc Us + + «+ 2.6 668 260, 22 7 058 097 99 | a. verzinsliche gegen Depositenschein : | | |bruar d. I. die Auflösung der Actien-Gesell: e, Wechsel auf außerdeutsche Pläge. - --+* —-—F 872 166 94 vern bis 15. Januar laufend. . | 4601032 | bac ft M eet Bav deilossen „ Vorräthe an Por- b. 400 Stück mit 5) Lombardforderungen : | | O 8E " E S . | und in das Hande register eingetragen 11, werden zellan, Holz, Kohlen, | 80 % Einzablung | 96,000 — E E ) a. auf Gold und Silber . « M. | | l 28 SOOAE & E H | die Gläubiger der Ta nah Art. 243 H.-G.-B, Rohmaterialien, Em- | A N : g , A 276,000 — An Immobilien-Conto, Saldo per 31. dies s k |S b. auf Effecten (eins{l. Wechsel) | | E 8E M a 8 5 000 — | aufgefordert, O me M 4 G lé ballage, Gold, Papier, eit en s Aus- tee e t 27. Er Der Actien E der im §. 13 Ziffer 3 Buch- | " 1. 7; 30. April u. länger lauf. 151 000 — Magdeburg g ais d ârz 1887, Fa. e + + c Abs broibu E U 4,829 79 Naa X O por eff B M ufer 40+ 0 stabe a, b, c, d des Bank- ; 933 585. 21 | Der Zinsfuß war_am 31, Dezember | 606 103 24 | er Vorstand. Ütenfilien S | 1n88: Ab Greibungs-Con i; | 53/000 — des | d 210 - gapten gnt ) ge] eßes bezeichneten Art. . . - 8 233 589. 2 | | auf 2 °/o festgestellt für 15 Tage | | 62151] | E | 95,728 65 Unterstütungsfond : | n x Abschreibung auf 4 814 257.03 E S gele i: aut Baar E i s | 4% e DeUs | H b - A if ij | Metan E | ) : Diverse Credito p 13, 5 87 Gebäude 2% M 16 235,14 | „ Gewinn- und Ver- | ¿daa S Ée ielt M b. lanfente Rechnungen 4 980 v4 | | Ham Urg - + merl anishe ets S 73,4 Res A E 3,115 87 Ertra Abschrei winn- und Vere E o [A O E P i | ahrt - Actien - Gesell) | „ Wechfelbestand 22,390 21 E d . «x L 37 657.91 | 1808 430 28 R 77 709 95 S Bestand u fart: A | laufende Mecuungen | | Patetfahri 5 Actien - Gesellschaft, | Diverse Debitores . 72,142/28 ias Ln cs 381 2,69: | Maschinen- und E L) 108 208 E C4 T0 s. an digeontirien Werlhyapieren E S mit Contra-Buch „2 2 B14 62 | 7295 27468 | | der A F E SURRRNS e ata 9 29,925 99 Conto, Saldo per 31. Dezbr. ® A 18000. — 4 Yo if i | | Auf diese Nehnunas "Reglement | [V n Dienstag, den 29. März 1887 _—— —|| + Reingewinn . . 51,160 29 S... A s A A BaverilGe A s ffurt i s E L Meine | | Nachmittags 2t Uhr, j Die f 477,037 09 | 477,037 09 Neu-Anschaffungen . 45 828 29 Fl. 20 000. — 34% ehemals Stadt Frantsurter nur M 4000 per Tag ohne Kün- M ai A Die für 1886 auf 45. — pro alte Actie A L ——— T V é . l l L S ( E F . alle L 00, e H oi 2 N ¿ i M. Yvr i Anleibe. : | digung erhoben werden. A | [im Waaren Saale e E Dividende kann vom 1. April a. c. ab bei dem Bankbaus Mtoleb B n ivo gy (gy p a Abfreibung auf 46 879 790.82 619.11 4.157 500. — 4 °/o consolidirte Preuß. Auleihe. e. unverzinslihe . 1052 636 96] 8 954 014 88 1) Jahresbericht und E irie Geschäftscasse hier erhoben werden. ) er an unserer ‘1 aat t 33 000. — 4 9% Köln-Mindener Cisenbahn- | | 7) Depositen-Zinfen: | | 9) Wabl s Aufsi Htôraths- Mitgliedes ai Flmenau, 14. März 1887. Ertra - Abschrei- s “ Magteburg-Hali rstadt A | | Es Q E P de G zweier Ersat:männer. a E Die Direction. a M 108 „ 120 000. — 4 ‘/o Magd r Er ersta : | | 8) Nofensieuens 7e abzuführen | | Die Abrechnung und der Jahresbericht sind vom Julius Hering. Fabrittensilierr T Geräte: Anl. T1. é | | an die Reichskasse abzuführen . « E .* |19, d, Mts. an, die gegen Vorzetgung der Actien zu Conto, M L N E 94 (00. — 4 9% Magdeb.-Leipzig Pr. Anl. À. | 9) Disconto: öf inlat 5 E M C S R j VNrant Dis : tar 5 z | | löserden Einlaßkarten und Stimmzettel während [64388] L î î B 0d Î ? ischaffungen. 48 300, — 4 °/o E eres der Rüzinsen auf Platz- 97 88298 der drei lezten Tage de E N etpziger Œ mywollsvinnerei. Neu-Anschaffungen - E ETD: i d C1 T | | s S . . . . . s S e“ 00 \ : are Ee ° A; 6 93 els o . 5-17; | 53 700. diverse zum Umtausch in | desgl. auf Wechsel auf deutsche Pläße 43316] 14119898 f L Bäckerstraße, A E. R — Bilanz am 31. Dezember 1886. Passiva. Abschreibung auf M 61 505.48 : | — = 10% — 6150 54 71 007 17 3409/0 Preußische confol. An- 10) Allgemeine Unkosten: —— — al H lehen abgestempelte Preuß. | 0) Allgemeine Unkolken i [nehmen M E A [d S E Cisenbahn-Prior.-Anlehen. Vortrag nos zu bezahlender Unkosten | 30 928 91 Hamburg, L Un Age S 1672 975 43 Actiencapital-Conto (70%/o eingez.) l NEOEO a Mobiliar - Conto, Saldo per 148 500. — 4 /o Frankfurter Hypothek.-Bank- | 11) oe i S S H er Vorstand. La-Cotto A ¿18 L Di R S N A e Od Vf rof | 6 E v r SEE ® l A É 7 / R Ä e . . ‘ . . . 32 C an 1 u L Ï ¡ j : g Nr, Ne .Ó A Fe Da 92 100. — 34/0 E 4 | 19) M s lea M 0 hypothefazise Bee zus a l] 1022326) Syvothefen. . - 1708 500 — | Lew SRIMRNUNGE tale — —— L e E -99 897 6 2 sfonds: | j a 5 650 C Accep S2 | Rai - G Do zuzig ¿4 S r 4 650. 20 | 73454781 13) Gewinn und Verlust : | | In Gegenwart des biesigen Notars Dr. Gustav Debitoren-Conto. . . 123 009 71|| Gewinn- und Verlust-Conto . j S7 M A Y Ea Vas 1 203.58 11 872/89 L A n —— S Reingewinn: f | | Bartels wurden plangemaß heute folgende fünf S370 — - G (211 Pferde- und aa c. an Effecten des Reservefonds: A aas pro 1886, vorbehaltlich der Genehmi- | | | Partial-Obligationen à 10009 M zur Auszahlung 2 370 440 45 2 370 440 140 Saldo per 31. Dezember 1885 16 3 674.32 M 500 000. — 34/0 consol. Preuy. Anlethe. gung der Generalversammlung zu | | auf den 1. Juli d. I. gezogen: Soll. Gewinn- und Verlust-Conto. Neu-Anschaffungen . 1 128 62 « 1001000, — & 0 dergleichen. r | | vertheilende Dividende von 40 | Nr. 101 192 195 215 243. — E — L —— E A Prioritäts É A | | au O0 S U Cer lad | Die Zahlung erfolgt zum Course von 105 %o gegen Griatitifattogen S A G E 23 Abschreibung 4 Ss r ° e c 188 9 N27 R c c et . Obliaati F t aat 1 E S A G. T ( E F 1ÿ. Em.. in 339% consol. | | Uebertrag 0 1 A Vas l S0 E der Dae A Zinsscheinen Amortisation der Gründungskosten 7 948 50 S O A 734.86 4 068 08 vf Anleibe abgestempelt. | } Die noch nit fälligen, weiter begebenen | ur die Caffe unserer Sele ast. Abschreibung auf Anlage-Conti 90) 288 — | Gr a. 11 107 52 01900, — UY Pref R R M inländischen Wechsel betrugen 6.2 994 026.48. | Hamburg, 24. März 1887. Reservefonds | N S E 61 | Mechsel-Conto, Bestand, abzüglich Discont 34 399 a N 200, — & V REDE E L | | | | Lb os 5 : e]e E 385 | Wechsel- , Bestand, abzüglich Diêcont 34 329 36 s l T B | | Wilhelmsburger Chemische Fabrik, Dividende: M 35. — per Actie . 26 250 — A e S Su s Deutsche Reichs-An- | 39 600. — 4 9/6 diverse verstaatlichte C.-D. | | | : — — N E R E 82 600 4 9/0 diverse versia ch | | | Hamburg. 56 672 11 56 672 11 Ee Goma, Bestand, abzüglich iscon N Nachdem in der Generalversammlung vom 9. Fe- Dezbr. An Immobilien, Gebäude] 155,017 45 Per Actien-Capital Ländercien, Tarwerth | 8,100 —| 163,117 45} a. vollgezahlte Actien 180,000 — | Activa. Bilanz pro 31. Dezember 1886. Passiva L HEL E T V E g T U R S! g ju U — P U R U u j R R m gr Ai 7e auf M 3674.32 S D | | Der Vorstand: Hütt 13319 93 800. — 4 9/0 Pfälzer Ludwigsbahn Pr.- | | | | er Vorftand: HUlkner. cent-Conto, Debitoren . 3a las /o Pfälz g | Conto-Corrent-Conto, Debitoren. 51 434 15 Zucker-Conto, íInventur-Vorräthe . . 147 517/17 Oblig. | | | 335 500. — 4 9/6 dergleichen. | | | [64530] E [64389] E F ; : Son 153 200. — 4 9% Pfälzer Marbahn Prior.- | Schwarzburgische Landesbank E Leipziger Vaumwolispinnerer. o, do. h 490 6 lig. von 1881. | | | d = er Generalversammlung unserer tionäre ist di ivi t 8 ahr 188 F U ' D, f 99 649 4 10 500. — 3490 Launuébahn Prior Oblig. | | | | zu Sondershausen. 35 4 pro Aktie festgeseßt worden. / londre i die Dividende für das Jahr 1886 auf | „ Aobuger Wouts, v, E | Nachdem in der Generalversammlung der Aktio Auf Grund von §. 6 der Gesellschaftsstatuten haben wir die Ausschreibung der auf die Aktien N onzo, Do, S 492 80 234 000, — 4 0 dergleien, H | | | fter O E O A Î E E N / ifabetbbahn- Prioritäten | | ä 94 März i ivi ü nserer Gesellschaft noch rückständi L 0. E 2144 M 100 000. — 4 9% Glijabethbahn-Prioritäter näre am 24, März a. e. die Dividende für das [has ) rückständigen E Couit, Vorolilé aut : von 1883, \teuersrel. | | | | | Jahr 1886 auf 6 °/0 festgeseßt worden ist, kan 101 6 L G SAR A A : 180 600. — 4 9% dergleichen, steuerpflichtig. | | | | | der Rest dieser Dividende gegen Einreichung des beschlossen Dreißig (30) Procent R N Delen, Leinen- E 131 600. — 5 °/0 Desterr. Nordwestbahn Pr.- | | | Dividendenscheins Nr. 16 mit : A e r. Ai E 41 08 49 931 900 4 0/ L e U thek i | . | | ; M. 2. —. Pro Actie 5 Aktie mit “U ecuranz- o, vorausbezahlte Prämien. . 9 212 59 H A 281900, — 4 o P ter | O | jy gordesdbansen zu unserer Kofleiciaie F 8 — A fon a it eung auf die fette a TSIA N 199 500. — 4 9% Preußische Central-Boden- | | und in Berlin bei den Herren C. Schlesinger— — dur Gegenrechnung auf die festgestellte Dividende für das Jahr 1886 _Debet. _ Gewinn- und Verlust-Conto pro 31. Dezember 1886. credit-Pfandbriefe. Trier «& Co., S „18 000. — Frankfurter Börsenbau- Actien. | | | erhoben werden. bis spätestens den zweiten Mai dieses Jahres bei der Allgemeinen Deutshen Credit-Anstalt in Leipzi Mi: Es Ÿ O Kaufm. Vereins-Oblig. H | | Schwarzburgische Landesbank zu bewirken und gleichzeitig gegen Rückgabe der 70%/oigen Interimsscheine e O aben Ürtion nebft An Saldo pro 31, Dezember 1889 61 647 63} Per Zucker - Conto und O im Gesammtwerthe vonn . « + * 3 977 873 34 | | zu Sondershausen. den Talons und den Dividendenscheinen auf die Geschäftsjahre 1887 bis mit 1896 in Emfang zu nehmen. | " Lasten- und Abgaben-, Gehalt-, Handlungs- | Syrup - Conto d. abgelaufene Zinsen bis 31. Dezember 21 360 10 9 59: | H. Palm. Tebbenjohanns. Verzug in Entrichtung der eingerufenen Rate zieht nah §. 8 der Statuten eine Konventional- Unkoîten-, Miethe- und Krankenkasse-Conto 71434 10 Ueberschuß f 37 7) Guthaben im Conto-Corrent-Verkehr. . „« « : : | | strafe von zehn Procent des eingeforderten Betrages, sowie die Verpflichtung zu Zahlung von Verzugs- | " Interessen- und Discont- und Provifions- Sáslen : k bl M | 8) Fällige, aber unbezahlt gebliebene Wechsel und [64548] Cölnische zinsen nah sich, — - E E : 50 044 49] orto Ueberfck G 112 532 55 L E A Lindenau bei Leivzig, den 21. März 1887. C | j 14 145 49 o,Ueber|{chußz 2932/99 ombard-Forderungen j N i O è : 9) Werth des Bankgebäudes . . « +2 * E 190 000 — Baumwoll innerel und Weberei. 6121 6 G, 5 Reparaturen-Conto. 99 034 78 19 Darlehen an den Staat laut Artikel 76 des neuen Statuts} 1 714 285 71 | | e A Leipziger Bac inever, Abschreibungen: R P | 11) Vorräthige Cffecten des Pensionsfonds «f 75 : | | Die für das Geschäftsjahr 1886 auf 4 Prozent ei ufsicht (naa 2/0 auf Gebäude von _ abgelaufene Zinsen bis 31. DOeE 26 266 634 34 | |__ | oder 4 24. — per Aktie festgestellte Dividende kant S ger, Borsthender. 46814 257.03 M 16 285,14 62 627 957 88 | 152 627 957 88 | vom 1. April a. e. ab an unserer Kasse, Baye Extra - Abschrei- straße Nr. 27, oder bei den Vankhäufern [64390] s L s O “/( )(a- Frankfurt a. M., den 31. Dezember 18836. ch A : E - . S Delbrücé, Leo & Co. in Verlin, Leipziger Baumwollspinnerei. {Pinea und Der Verwaltungsrath. S1, Ouvonbeim v. & Co t dts 2 IM( A ® I. H. Stein und 8 s E Nach den in der ordentlichen Generalversammlung stattgefundenen Ergänzungswakhlen, sowie Apparate von „ 879 790,82 „ 70 383,26 Gewinu und Verlust Conto der Frankfurter Vank. À. D haaffhausen' schen BVank- hierselb nah erfolgter Konstituirung besteht der Aufsichtsrath unserer Gesellschaft e E i Extra - Abschrei- U Zweiunddreißigster Abschluß am 31. Dezember 18586. verein Herren: bung Wir fordern daher die Aktionäre auf, diese Einzahlung von 30% oder 600 Æ für jede x Tief R Sen onsBet 31 er i sul Bernhard Limburger in Leipzig, Vo 10 9% auf Uten- — — | gegen Auslieferung des Dividendenscheines Nr. 31 er Consul! ger in Le1pz1g, ch orsißender, _/0 aus uten Debet. M S Credit. 4 [9 | hoben werden. S Sa ae U g in Leipzig, stellv. Vorsißender, Me E Ge- h, una Für allgemeine Verwaltungskosten . « « + - At. 248 863, 54 Für Zinsen aus Platwechseln . - 25: M 472 220. 46 | Köln, den 24. März 1884. Alexander Crayen in Seip i 10 %%, ) n Q ' 909.45 90.54 g S D RRR d c D N . 1A , : 5 é ¿ d - „ Staats- und Gemeindesteuern. 62 588. 49 311 452 03 ab ¿ Rücfzinsen auf die in 1887 ver- . | _Die Direktion. Eduard Stochr in Plagwiß g, bilde von 12 035.34 1 203.58 S C 21 669 66 fallenden Wechsel... 97 882. 98 374 337 48 H. Künzel. Kreits. Leipzig, den 21. März 1887. : 20 °/0 auf Pferde E E | | Zinsen auf O E 133 809/17 Zinsen aus Wechseln auf deutsche Bankpläße A 169 721. 31 | [64527] Ties t e. ° und Geschirr | | 16G 930 S6 ab: Rückzinsen auf die in 1887 ver- A 4 Die Liquidation der Actiengesellschaft in Firm Leipziger Vaumwollspinuerei. E e 40 W000 | lente Bea a E B E Dampfschiffs- und Maschinen-Var Der Auffichtörath. , Bilanz-Conto, Reingewinn 77 709 95 | 42 549|— Zinsen von Vorschüssen gegen Unterpfänder 69 363. 91 | anstalt in Liquidation ist beendet. Limburger, Vorsitzender. : S S e dergleichen gegen offene Depôts „ 119 323. 84 | Dresden, am 23. März 1887. 5 484 455 97 484 45597 | Rosigtz, den 31. Dezember 1886. 800 009 — e 18S S7. 79 A Der Liquidator: an L 2 08 2 « Hi8 C i 7 | t T o i erb. G | i 7 ; E 9 d, ‘ ¿s o E | zu: E Bs in 1887 u) go hae a B L Leipziger Baumwollwedevei, Mosiger Zucker-Mastnenie. | ; ta U Fr E 909475 Le s f rund von- F. er Gesellshaftsstatuten haben wir die Aus\chreibung ei wei R A Ir. von Ltppmann. R. Müller. | Zinsen aus didcont ean Nea mas N s: o MAAA Sächsische Dampfsschifs- und Einzahlung von 2 ch g einer weiteren Vorstehende Bilanz, sowie das Gewinn- und Verlust-Conto haben wir geprüft und mit den | Provision aus dem Conto-Corrent-Ber E 59 348 03 d ° _ 6 ordnungêmäßig geführten Büchern der Gesellschaft übereinstimmend " V 9 | . o y . f R Ae 1 gefunden. Gebühren von offenen Depositen « «+0 244 938/39 Maschinen-Bauanstalt , Fünfun zwanzig (25) Procent Rositz, den 4. März 1887. gi Las Uebertrag 20 a) Mete us Grundbuche . “h 4 2° der österr. Nordwest-Dampfs chifffahrt- auf die Aen unserer e d beschlossen. Die Revisoren insen und Coursgewinn auf eigene G}ecten 8 256 7 é‘ s : ; ir fordern daher die Aktionäre auf, die Einz l ieser 250 its ci ; F, Selten. F, : die Effecten des Reserve-Fonds |__171 661 52 Eisen ¡Gesellschaft Femde, Maschinenf abri! I spätestens den zweiten Mai diefes Jahres t N e B O Me lede e Die in der un E E zwei U e ‘Dividende pro 1886 | 1317 34223 g * nv Schiffswerft. O und gleichzeitig die Interimsscheine behufs Ertheilung der Quittung über die geleistete Ein- langt gegen Rückgabe der Dividendenscheine Nr. 4 mit 10 M von ‘heute E E | |} Hierzu Vortrag aus M 225. 45 | Fabrikations - Spezialitäten : Flachgeberd! ung k ExttiGtuna der einge l - - L : an unserer Kasse in Rosit | ab: gewährte Dotation des Pensions- | ciserne Flußdampfsciffe für Shhaufelrad, Schraub! Aktionär cin zud A d n T ung der L baba Rate zieht nah §. 8 der Statuten für den säumigen sowie : : S Fonds S 4 225/45 | Kette und Drahtseil, eiserne Schleppkähne, Hand zu Zahlung E E E Maa P R 7 1 321 567/68 1 321 567/68 \ Leipzig, den 21. März 1887. und der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt, Lingke « Co. in Altenburg E 31, 1886. Prähme. Stationäre Dampfmaschinen und Damb!” 0 ; Frankfurt a. M., den Dezember 188 Der Verwaltungsrath. kessel. Dampfmotoren für das Kleingewerbe. Eile" Leipziger Baumwollwebercei. E Aua ng. i j F u Metallguß e A e A llaadds Modellet Der Aufsichtsrath. osit, den 23. März n yer Zuker-Naffineri i : / Ï i zorsiße er-Raffinerie. E S B. Limburger, Vorsigender. Dr. von Lippmann. "R. Müller. Uebertrag auf Reserve - Fonds nach Maßgabe des Actien- gesetzes vom 18. U N zu vertheilende Dividende für 1886 von s. 40 per Actie auf 0000) V E Ucbertrag auf 1887
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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
Hier können Sie in winterlicher Pracht schwelgen, auch wenn der Winter wegen des Klimawandels ausfallen sollte! Pieter Brueghel der Ältere (1525/30-1569) war einer der ersten Künstler, der eine Winterlandschaft malte. Seitdem ist das Thema Schnee aus der Kunst nicht mehr wegzudenken. Unter dem Motto „Endlich Schnee! Holzschnitte des Jugendstils“ präsentieren wir rund 120 Winterlandschaften und Darstellungen vom Vergnügen auf dem Eis und im Schnee aus der mehr als 2.500 Blätter umfassenden Sammlung von Felix Häberle, München. In der Zeit des Jugendstils, an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, waren Winterdarstellungen vor allem im Medium des Holzschnitts beliebt. Die zu jener Zeit stark vom japanischen Farbholzschnitt beeinflusste traditionsreiche Drucktechnik ermöglichte die Herstellung ebenso eindrücklich-plakativer wie dekorativer Grafiken. Gleichzeitig erfolgte, ausgelöst durch die boomende Industrialisierung, die Wiederentdeckung der Landschaft als Sehnsuchtsort naturentfremdeter Städter. Bekannte Namen sind vertreten: Martha Cunz, Carl Moll, Walther Klemm oder Carl Thiemann, doch auch Künstlerinnen und Künstler sind zu entdecken, die zu Unrecht vergessen sind.
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Was sind die bekanntesten Werke von H. G. Wells?
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. Leben Jugend Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 im Londoner Vorort Bromley geboren. Sein Vater, Joseph Wells, unterhielt eine kleine Eisenwarenhandlung und war ein begeisterter, berufsmäßiger Cricketspieler. Seine Mutter war vor ihrer Ehe als Hauswirtschafterin tätig. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Von seinem Vater hatte der junge Herbert George, der „Bertie“ gerufen wurde, einen Hang zum Lesen geerbt, dem er sich nach Herzenslust im Literarischen Institut und der Leihbücherei von Bromley hingeben konnte. Er wurde am Ort in die Schule geschickt, zunächst in eine Art Vorschule und dann in die Morley’s Academy. Als die Familie 1877 wegen einer Verletzung des Vaters, die ihn für den Rest seines Lebens lähmte, in große finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde Mrs. Wells eine Stellung als Wirtschafterin bei ihrem früheren Brotherrn in Uppark, Sussex, angeboten, die sie annahm. Wenn Herbert George seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz besuchte, hatte er die Gelegenheit, stundenlang in der Bibliothek des Herrenhauses zu lesen. Seine Mutter hatte in diesen frühen Jahren einen starken Einfluss auf ihren Sohn. Sie war tief religiös, verehrte Königin Victoria und hatte strenge Ansichten über die Kontakte zwischen den Klassen. So war es Herbert George verboten, sich mit Mädchen aus der Unterklasse zu treffen. Herbert George trat als Lehrling in eine Tuchhandlung in Windsor ein. Jedoch vermochte er seinen Ausbilder nicht zufriedenzustellen und musste nach einem Monat gehen. Für kurze Zeit arbeitete er als Hilfslehrer an einer Schule in Somerset, und später war er einen Monat lang (Januar 1881) Apothekergehilfe in Midhurst. Im April desselben Jahres versuchte er es nochmals als Lehrling im Tuchhandel, dieses Mal in Southsea. Nach zwei Jahren in dieser Tätigkeit ertrug er sie nicht länger und ging wieder seiner Wege. Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen und Beobachtungen trugen zu seiner Kritik an der Verteilung des Wohlstandes bei, die beispielsweise in A Modern Utopia sichtbar wird. Mit 16 Jahren erhielt er eine Stellung als Hilfslehrer im Progymnasium in Midhurst. 1884 bekam er ein Stipendium von einer Guinee (das waren 21 Schilling, zirka ein Pfund) in der Woche in der Normal School of Science (1890 umbenannt zu The Royal College of Science, jetzt das Imperial College of Science) in South Kensington, London. Drei Jahre lang studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie – letzteres bei Thomas Henry Huxley, einem brillanten, aber polemischen Wissenschaftler, der die darwinsche Theorie der Evolution vertrat. Wells’ Jahre mit Huxley formten in ihm die Ansichten, die er später in seinen Büchern vertrat, nämlich dass das Christentum bzw. dessen Ansichten Unfug und der Mensch ein weiterentwickelter Affe sei, dass der Evolutionsprozess tendenziell unmoralisch sei und stets eher zur eigenen Zerstörung denn zum Fortschritt führe. 1887 kam er über George Bernard Shaw in Kontakt mit der Fabian Society, wurde ihr Mitglied und engagierte sich in der Folge in der neu gegründeten Labour Party. Durch seine dortigen Aktivitäten verpasste er sein Abschlussexamen. Während seiner Studienzeit hatte er beim Fußballspiel einen ernsten Unfall, an dessen Folgen er noch viele Jahre litt. Während dieser Zeit schrieb er die Geschichte The Chronic Argonauts, deren Erfolg ihn ermutigte, weiter schriftstellerisch tätig zu sein. Im Juli 1888 kehrte er nach London zurück und wurde 1889 Mitglied des Lehrerkollegiums der Henley House School in Kilburn. Im Oktober 1890 bestand er mit Auszeichnung seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität. Seine nächste Stellung (von 1891 bis 1893) war die eines Tutors für Biologie am College für Fernstudium der Universität. Nach Studienabschluss war er Mitbegründer der „Royal College of Science Association“ und ihr erster Präsident. Ab 1893: Anfänge als Schriftsteller Im Sommer 1893 zwang ihn eine schwere Lungenblutung zu einer langen Pause, und von da ab durfte er nur noch eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausüben. Bereits 1891/92 hatte er verschiedene Beiträge für Zeitschriften, zum Teil auf dem Gebiet des Erziehungswesens, geschrieben. 1893 begann er dann, als er sich von seiner Krankheit erholte, Kurzgeschichten, Essays und Buchbesprechungen für Zeitschriften zu schreiben, unter anderem für die The Pall Mall Gazette, die St. James’s Gazette, Black and White, New Review und The Sunday Review. 1893 wurde sein erstes bedeutendes Werk veröffentlicht, das Sachbuch A Textbook of Biology. 1895 erschien ein Band Kurzgeschichten: The Stolen Bacillus, ein Band gesammelter Essays und zwei Romane: The Time Machine (dt.: Die Zeitmaschine), die eine Umarbeitung der Geschichte The Chronic Argonauts war, und The Wonderful Visit. Der erstere begründete seinen Ruf als außerordentlich kraftvoller und phantasiereicher Schriftsteller. 1895 heiratete er Amy Catherine Robbins, eine frühere Schülerin von ihm – seine erste Ehe (1891) mit seiner Kusine Isabel war inzwischen gelöst worden. Aus seiner zweiten Ehe gingen zwei Söhne hervor (George Philip, 1901, und Frank, 1903). Nicht zu vergessen ist, dass Rebecca West, eine berühmte Journalistin und Reiseschriftstellerin, kaum zwanzigjährig seine Geliebte wurde. Ihren gemeinsamen Sohn Anthony zog sie alleine groß. 1910–1913 hatte er eine Beziehung mit Elizabeth von Arnim. In den Jahren erschien seine Reihe großer wissenschaftlicher Romane, darunter The Island of Dr. Moreau (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1896), The Invisible Man (dt.: Der Unsichtbare, 1897), The War of the Worlds (dt.: Der Krieg der Welten, 1898), The First Men in the Moon (dt.: Die ersten Menschen auf dem Mond, 1901) ebenso wie viele Kurzgeschichten, Artikel und realistische Romane, unter ihnen die Fahrrad-Romanze The Wheels of Chance (1896) und Love and Mr. Lewisham (1901). Ab 1901: Literarischer Erfolg Um die Jahrhundertwende hatte sich sein Gesundheitszustand erheblich verbessert, und Wells unternahm häufig Reisen auf das europäische Festland. 1900 baute sich Wells in Sandgate in der Nähe von Folkestone ein Haus, in dem er fast ein Jahrzehnt wohnte. Während dieser Zeit gewann er weltweiten literarischen Ruhm. In Sandgate schrieb er einige seiner berühmtesten Werke, zum Beispiel Anticipations, einen Band von Essays über soziologische Probleme (1901), The Sea Lady (1902), The Food of the Gods (1904), Kipps und A Modern Utopia (beide 1905), In the Days of the Comet (1906), The War in the Air (1908), Tono-Bungay, Anne Veronica (beide 1909) und The History of Mr Polly (1910). 1903 trat er auch formell der Fabian Society bei, zu der er lange schon Kontakte gepflegt hatte. Wie viele liberale und sozialistische Intellektuelle seiner Zeit war Wells Anhänger der Eugenik. 1904 besprach er eine Veröffentlichung von Francis Galton und hielt dabei, so wörtlich, die Sterilisierung von Versagern für sinnvoller, als Erfolgreiche stärker zu vermehren. Sozialdarwinistische Ideen waren damals in England populär und wurden im britischen Kolonialreich praktiziert. Auch genozidale Ideen waren Wells nicht fremd. Er schrieb: „Jene Schwärme von schwarzen, braunen sowie von gelben Völkern müßten [sic] weichen, weil sie den Erfordernissen der Effizienz nicht entsprechen, denn schließlich ist die Welt keine karitative Institution.“ Er folgerte: „Wenn die Minderwertigkeit einer Rasse demonstriert werden kann, dann gibt es nur eines [...] zu tun – und dies ist, sie auszurotten.“ Jedoch verließ er die Fabian Society bereits 1906 wieder und schloss sich der Independent Labour Party an. Ebenfalls 1906 reiste er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. 1909 zog er nach London und kaufte 1912 ein Haus in Easton Park in der Nähe von Dunmow, Essex. Dort blieb er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1927. Ab 1911: Ideen- und Problemromane The New Machiavelli (1911) bedeutete eine neue Richtung in Wells’ schöpferischem Werk: der Ideen- und Problemroman, in dem die Handlung der soziologischen und ideologischen Botschaft untergeordnet wurde. Die Werke Marriage (1912), The Passionate Friends (1913), The Wife of Sir Isaac Harman (1914) und The Research Magnificent (1915) gehören zu dieser Kategorie. Mit dem Roman The World Set Free (1914, deutsch Befreite Welt) nahm Wells die Entwicklung der Atombombe voraus und wurde so später zu ihrem Namensgeber. Er wurde dabei vom Buch Die Natur des Radiums (1909) des englischen Chemikers Frederick Soddy inspiriert, das den damaligen Erkenntnisstand zur Radioaktivität zusammenfasste. Wells unterstützte den Ersten Weltkrieg und nannte ihn den „Krieg zur Beendigung aller Kriege“. 1918 wurde er kurze Zeit Propagandaleiter gegen Deutschland unter Lord Northcliffe im Crewe House, einer Abteilung des Ministeriums für Information. Er entwarf hier ein Schema zur Nachkriegsgestaltung Europas. Sein bedeutendstes Werk, während des Krieges geschrieben und veröffentlicht, war Mr. Britling sees it Through (1916). Ab 1920: Politisches Schriftstellertum Kurze Zeit nach dem Krieg (1920) besuchte er Sowjetrussland und nahm 1921 an der Washingtoner Konferenz teil. In den folgenden Jahren war er viel auf Reisen und verbrachte manchen Winter außerhalb des ihm nicht zuträglichen rauen englischen Klimas. Obwohl er weiterhin Romane schrieb – sein wichtigster Roman in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war The World of William Clissold (1926) –, wandte er sich mehr und mehr der Verbreitung seiner Ideen zu. Seine Haupttheorie, die er während der beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens immer wieder vertrat, war die, dass sich die Menschheit den materiellen Gewalten, die sie entfesselt hatte, anpassen müsse – oder untergehen werde. Die vier Werke The Outline of History (1920), The Open Conspiracy (1928), Science of Life (1929) und The Work Wealth and Happiness of Mankind (1932) waren alle dazu bestimmt, die Idee der Schaffung eines Weltstaates populär zu machen. Seiner Ansicht nach war dies die einzige Alternative zu einem Rückfall in die Barbarei und der endgültigen Vernichtung. 1933 veröffentlichte er seinen pessimistischen Zukunftsroman The Shape of Things to Come, der bereits 1936 auch als Verfilmung von William Cameron Menzies herauskam, und 1934 erschien in zwei Bänden seine Autobiografie Experiment in Autobiography. Wells betrachtete The Open Conspiracy in gewisser Weise als eine Zusammenfassung seiner Werke: „Dieses Buch gibt so einfach und klar wie möglich die Leitgedanken meines Lebens wieder, die Perspektive meiner Welt. […] Alle meine übrigen Werke, mit kaum einer Ausnahme, sind nichts als Vorstöße, Untersuchungen, Illustrationen und Kommentare zum Kern aller Dinge – oder sein Produkt –, den ich hier versuche, nackt bis auf den Grund und unzweideutig niederzulegen. Das ist mein Glaubensbekenntnis. Hier wird man Richtlinien und Kriterien für alles, was ich tue, finden.“ 1939 veröffentlichte er The Right of Man, womit er eine Diskussion um die Menschenrechte in Gang setzte, die Wells-Debatte. In England setzte er sich für die Abschaffung der Monarchie ein. Auf seiner letzten USA-Reise im Jahre 1940 traf er auf den jungen Orson Welles, der am 30. Oktober 1938 seinen Roman vom Krieg der Welten zu einem Hörspiel adaptiert und damit in New York einige Verwirrung wegen der befürchteten Landung Außerirdischer ausgelöst hatte, die oft als „Massenpanik“ überliefert wird. Der Zweite Weltkrieg war für ihn die Bestätigung dafür, dass die Menschheit die Herrschaft über die von ihr selbst entfesselten Kräfte verloren hatte und unaufhaltsam der eigenen Vernichtung entgegentrieb – wozu insbesondere die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beitrugen. Sein letztes Werk: Mind at the End of its Tether (1945) gab der ihn nun erfüllenden Verzweiflung Ausdruck. Seit 1943 war er Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit den 1930er-Jahren lebte er mit Moura Budberg zusammen, die ihn während seiner letzten Lebensjahre pflegte. Nachdem er längere Zeit an Diabetes mellitus gelitten hatte, starb er am 13. August 1946 in seinem Londoner Heim. Die genaue Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Wells’ Körper wurde kremiert, seine Asche im Meer verstreut. Ein Mondkrater und ein Marskrater sind nach ihm benannt. Werk Wells nannte seine frühen Romane – Die Zeitmaschine (1895), Der Unsichtbare (1897), Der Krieg der Welten (1898) – scientific romances. Sie entwarfen eine Reihe heute klassisch genannter Themen der Science-Fiction. Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der modernen Science-Fiction. Die Bücher wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Weltberühmt wurde das von Orson Welles inszenierte Hörspiel Krieg der Welten von 1938. Die Ausstrahlung führte zu einigen Verwirrungen in den USA, weil Zuhörer die fiktive Reportage für eine reale Dokumentation hielten. Es wird oft behauptet, dass Wells von Jules Verne beeinflusst gewesen sei. Dies betrifft eher generell den Hang zu Themen der Science-Fiction als direkte literarische Übernahmen aus den Werken des Franzosen. Genaue Beweise hierfür gibt es nicht. Daneben schrieb Wells auch sozial-realistische Romane (Tono-Bungay, Kipps). Wells’ Ziel war es, die Gesellschaft zu verbessern. Seine Vorstellungen brachte er in einer Reihe utopischer Romane zum Ausdruck (In the Days of the Comet, The Shape of Things to Come). Gleichzeitig war er pessimistisch und befürchtete zukünftige militärische Konflikte mit verheerenden Folgen für die Menschheit. Dystopien wie Wenn der Schläfer erwacht oder Die Insel des Dr. Moreau sind in diesem Sinne zu verstehen. Die Insel des Dr. Moreau beleuchtet außerdem die Debatte um erworbene beziehungsweise angeborene Verhaltensweisen. Wells betrachtete sich als Sozialisten und stand der Russischen Revolution und dem marxistischen Programm Lenins positiv gegenüber (siehe Russia in the Shadows). Später distanzierte er sich von der sowjetischen Politik, insbesondere nach Stalins Regierungsübernahme. Sehr viele Erzählungen Wells’ sind auf Englisch online verfügbar. Romane und Erzählungen The Lord of the Dynamos, 1894. The Time Machine, 1895 (dt.: Die Zeitmaschine, 1904) The Stolen Bacillus, 1895 (dt.: Der gestohlene Bazillus, 1910) The Wonderful Visit, 1895 (dt.: Der Besuch) The Island of Dr. Moreau, 1896 (dt.: Die Insel des Dr. Moreau, 1898) The Wheels of Chance, 1896. The Invisible Man, 1897 (dt.: Der Unsichtbare, 1900) The Plattner Story (1897) The War of the Worlds, 1898 (dt.: Der Krieg der Welten, 1901) The Man Who Could Work Miracles, 1898 (dt. Der Mann, der Wunder tun konnte, verfilmt im Jahr 1936 als Der Mann, der die Welt verändern wollte) Love and Mr Lewisham, 1899. When the Sleeper Wakes, 1899 (dt.: Wenn der Schläfer erwacht, 1906) Tales of Space and Time 1899 (Sammelband; enthält A Story of the Days to Come dt.: Von kommenden Tagen, 1980) Anticipations, 1901. The First Men in the Moon (1901) (dt. Die ersten Menschen auf dem Mond) The Sea Lady, 1902. Twelve Stories and a Dream (1903) The Land Ironclads The Food of the Gods, 1904 (dt. Die Riesen kommen!, 1904) Race in Utopia: Modern Utopia(1905) Kipps. The Story of a Simple Soul, 1905 (dt. Wie wird man Millionär?,1995; dt. Kipps, 2006) A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911) In the Days of the Comet, 1906 (dt. Im Jahre des Kometen, 1908) This Misery of Boots, 1907. The War in the Air, 1908 (dt. Der Luftkrieg, 1909, 1983) Ann Veronica, 1909. Tono-Bungay, 1909 (dt.: Tono-Bungay) The History of Mr Polly, 1910 (dt.: Mr. Polly steigt aus, 1993) The New Machiavelli, 1911. The Country of the Blind (1911) (dt.: Das Land der Blinden) Marriage, 1912 (dt.: Die Geschichte einer Ehe, 1925) The Passionate Friends, 1913. The Wife of Sir Isaac Harman, 1914. The World Set Free, 1914 (dt.: Befreite Welt, 1985) Bealby: A Holiday, 1915 (dt.: Bealby. Ein heiterer Roman, 1928) Boon, The Mind Of The Race…, 1915 (unter dem Pseudonym Reginald Bliss) The Research Magnificent, 1915. Mr Brittling Sees It Through, 1916 (dt.: Mr. Brittlings Weg zur Erkenntnis, 1917) The Soul of a Bishop, 1917. Joan And Peter, 1919. The Undying Fire, 1919 (dt.: Unsterbliches Feuer) The Secret Places of the Heart, 1922 (dt.: Geheimkammern des Herzens) Men Like Gods, 1923 (dt.: Menschen, Göttern gleich, 1927, 1980) The Dream, 1924 (dt.: Der Traum, 1927) Christina Alberta’s Father, 1925 (dt.: Christina Albertas Vater, 1929) The World of William Clissold, 1926 (dt.: Die Welt des William Clissold, 1927, Erster und zweiter Band) Meanwhile, 1927 (dt.: Einstweilen, 1930) Mr Blettsworthy on Rampole Island, 1928 (dt. Mr. Blettsworthy auf der Insel Rampole, 1929) The King Who Was a King, 1929. The Treasure in the Forest, 1929. The Autocracy of Mr Parham, 1930 (dt.: Der Diktator oder Mr. Parham wird allmächtig, 1931) The Bulpington of Blup, 1932. Things to Come (bzw. The Shape of Things to Come), 1933. The Croquet Player, 1936. Apropos of Dolores, 1937. Brynhild, 1937. The Camford Visitation, 1937. Star Begotten, 1937 (dt.: Kinder der Sterne) The Brothers, 1938. The Holy Terror, 1939 (dt.: Der heilige Terror) All Aboard for Ararat, 1940. Babes in the Darkling Wood, 1940 You Can’t Be Too Careful, 1941. Das Kristallei: Erzählungen. Reclam, Leipzig 1979, ISBN 3-379-00184-8: Das Land der Blinden Der Stern Eine Vision vom Jüngsten Gericht Das Kristallei In der Tiefe Das Reich der Ameisen Die Äpyornis-Insel Die seltsame Orchidee Plattners Geschichte Die merkwürdige Geschichte von Davidsons Augen Die Tür in der Mauer Ein Traum von Armageddon Mein erstes Flugzeug Der neue Beschleuniger Die Wahrheit über Pyecraft Der gestohlene Körper Die Geschichte des kürzlich verstorbenen Mr. Elvesham Sachbücher Honours Physiography, 1893 (zusammen mit R. A. Gregory) Text-Book of Biology / Zoology, 1893. Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific …, 1902. Mankind in the Making, 1903. The Future In America, 1906 (dt.: Die Zukunft in Amerika, 1911) Will Socialism Destroy the Home?, 1907. First and Last Things, 1908. Floor Games, 1911. (dt.: Unsere Welt auf dem Fussboden, Regenbogen-Bibliothek, Wien 1925) The Great State, 1912. Great Thoughts From H. G. Wells, 1912. Thoughts From H. G. Wells, 1912. Little Wars, 1913 (Regelbuch zum Wargaming mit Zinnsoldaten) New Worlds for Old, 1913. An Englishman Looks at the World, 1914. The War That Will End War, 1914. The War and Socialism, 1915. What is Coming? 1916. God the Invisible King, 1917. Introduction To Nocturne, 1917. War and The Future (oder Italy, France, And Britain At War), 1917. In the Fourth Year, 1918. The Idea of a League of Nations, 1919. The Way to the League of Nations, 1919. Frank Swinnerton, 1920 (gemeinsam mit Arnold Bennett und Grant Overton) The Outline of History, I, II, 1920, 1931, 1940 (1949, 1956, 1961) History of Life and Mankind (dt.: Die Weltgeschichte, 1928) Russia in the Shadows, 1920. (dt.: Nacht über Russland, Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin 1921) The Salvaging of Civilization, 1921 (dt.: Die Rettung der Zivilisation, Mit einem Vorwort des Grafen Hermann Keyserling, Wieland Verlag, München 1922) Washington and the Hope of Peace, 1922 (dt.: Hoffnung auf Frieden, 1922) A Short History of the World, 1922 (dt.: Die Geschichte unserer Welt, Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien u. Leipzig, 1926) Socialism and the Scientific Motive, 1923. The Story of a Great Schoolmaster, 1924 (dt.: Die Geschichte eines großen Schulmeisters. Eine einfache Darstellung des Lebens und der Ideen Sandersons von Oundle, 1928) A Short History of Mankind, 1925. A Year of Prophesying, 1925. Die Geschichte unserer Welt, 1926, Paul Zsolnay Verlagsgesellschaft mbH, Berlin-Wien-Leipzig Wells’ Social Anticipations, 1927. The Book of Catherine Wells, 1928. The Open Conspiracy (auch: What are we to do with Our Lives?), 1928 (dt.: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution) The Way the World is Going, 1928. Divorce as I See It, 1930. Points of View, 1930. The Science of Life, 1930 (gemeinsam mit Julian S. Huxley und G. P. Wells) The New Russia, 1931. The Work, Wealth and Happiness of Mankind (1931)(dt.: Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit, 1932) After Democracy, 1932. An Experiment in Autobiography, 1934 (Autobiographie) Marxism vs. Liberalism, An Interview, 1935 (gemeinsam mit J. V. Stalin) The New America, 1935. The Anatomy of Frustration, 1936. World Brain, 1938 The Fate of Homo Sapiens (auch: The Fate Of Man), 1939. The New World Order, 1939. Travels of a Republican Radical in Search of Hot Water, 1939. The Common Sense of War and Peace, 1940. Guide to the New World, 1941. The Pocket History of the World, 1941. The Conquest of Time, 1942. Modern Russian and English Revolutionaries, 1942 (gemeinsam mit Lev Uspensky) The Outlook for Homo Sapiens, 1942. Phoenix, 1942. Crux Ansata, 1943. ’42 to ’44, 1944. Reshaping Man’s Heritage, 1944 (gemeinsam mit J. B. S. Haldane und Julian S. Huxley) The Happy Turning, 1945. Mind at the End of Its Tether. 34 Seiten, Verlag Heinemann, London 1945. Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten. Deutsch von Franz Fein, 50 Seiten, Verlag Amstutz-Herdeg, Zürich 1946. Trivia Im Film Flucht in die Zukunft, der auf einem Roman von Karl Alexander basiert, reist H. G. Wells mit Hilfe einer selbst erfundenen Zeitmaschine in das Jahr 1979, um Jack the Ripper, der auf der Flucht vor der Polizei mit Hilfe der Zeitmaschine in die Zukunft geflüchtet ist, aufzuhalten und der Polizei zu übergeben. In der US-amerikanischen Actionserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark hat H. G. Wells in vier Folgen einen Auftritt als Zeitreisender. Wells, gespielt in seiner jüngeren Version von Terry Kiser, in seiner älteren Version von Hamilton Camp (je zwei Folgen), unterstützt dabei die beiden Hauptpersonen im Kampf gegen den zeitreisenden Ganoven Tempus (gespielt von Lane Davies). In der Serie Warehouse 13 wird Wells als Frau (Helena G. Wells) dargestellt (gespielt von Jaime Murray). H.G.s Bücher wurden laut ihr von Charles Wells (ihrem Bruder) geschrieben, allerdings stammten die Ideen dazu fast allesamt von ihr. In der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who tritt ein junger H. G. Wells in dem 1985 ausgestrahlten Zweiteiler Timelash auf. In der US-amerikanischen Serie Legends of Tomorrow rettet Professor Stein in Folge 11 einen kleinen Jungen vor dem Tod. Dieser Junge stellt sich als H. G. Wells heraus. Literatur Adam Roberts: H.G. Wells : a literary life, Cham, Switzerland : Palgrave Macmillan, [2019], ISBN 978-3-030-26420-8 David Lodge: Ein ganzer Mann. Aus dem Englischen von Martin Richter und Yamin von Rauch. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012, ISBN 978-3-942989-22-0. Michael Sherborne: H. G. Wells : another kind of life. Peter Owen, London u. a. 2010, ISBN 978-0-7206-1351-3. John Gosling: Waging The war of the worlds : a history of the 1938 radio broadcast and resulting panic, including the original script. McFarland, Jefferson, NC/ London 2009, ISBN 978-0-7864-4105-1. Mark Robert Hillegas: The future as nightmare. H. G. Wells and the anti-utopians, Carbondale u. a. (Southern Illinois University Press u. a.) 1974 (Erstausgabe 1967). ISBN 0-8093-0680-8. ISBN 0-8093-0676-X Elmar Schenkel: H. G. Wells. Der Prophet im Labyrinth. Eine essayistische Erkundung. dtv, München 2004, ISBN 3-423-13243-4. John Carey: Haß auf die Massen. Intellektuelle 1880–1939. Göttingen 1996, S. 146–185. Michael Coren: The invisible man. The life and liberties of H.G. Wells. Bloomsbury 1993, McArthur, Toronto 2005, ISBN 0-394-22252-0, ISBN 1-55278-532-7. (engl.) John R. Hammond: Herbert George Wells – an annotated bibliography of his works. Garland, New York 1977, ISBN 0-8240-9889-7. (engl.) Hans-Joachim Lang: Herbert George Wells. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1948. Frank Henry Gschwind: H. G. Wells und der Sozialismus. In: Schweizerische Halbmonatsschrift Wissen und Leben (Zürich), Bd. 24 (1920/21), S. 39–44. Georges Connes: Etude sur la pensée de Wells. Librairie Hachette, Paris 1926. Weblinks H. G. Wells in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Werke von H. G. Wells im Projekt Gutenberg-DE The H.G. Wells Society Einzelnachweise Autor Literatur (19. Jahrhundert) Literatur (20. Jahrhundert) Literatur (Englisch) Literatur (Vereinigtes Königreich) Science-Fiction-Literatur Sachliteratur Roman, Epik Kurzgeschichte Erzählung Essay Utopie Science Fiction Hall of Fame Person als Namensgeber für einen Marskrater Person als Namensgeber für einen Mondkrater Fabianer Mitglied der American Academy of Arts and Letters Labour-Mitglied Absolvent der Universität London Engländer Brite Geboren 1866 Gestorben 1946 Mann
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Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
Na kw24 2017 by Evalet Jean-Luc - issuu Donnerstag, 15. Juni 2017 | Wohn- und Geschäftshaus Hauptstrasse 15; Erwerb durch die Gemeinde Gemäss Artikel 45 der Gemeindeordnung verfügt der Gemeinderat für den Erwerb von Grundstücken im Finanzvermögen über eine Kompetenz von Fr. 2 000 000.–. Um sich ein Mitspracherecht bei späteren Bauten im Dorfkern zu sichern, hat der Rat beschlossen, das durch den Eigentümer angebotene Wohn- und Geschäftshaus zum Preis von Fr. 340 000.– zu erwerben. Mit dem an der Hauptstrasse 15 wohnhaften Verkäufer wird ein Mietvertrag abgeschlossen. Ae1502 006.695588 Gemeindeschreiberei; Neuregelung Stellvertretung des Gemeindeschreibers Infolge Neuorganisation der Abteilung nimmt seit Anfang Mai 2017 die langjährige Mitarbeiterin Frau Stefanie Gherbezza die Funktion als stellvertretende Gemeindeschreiberin wahr. Bellmund Gemeindeversammlung vom 30. Mai 2017; Protokollauflage Brügg, 12. Juni 2017 Der Gemeinderat Das Protokoll der Gemeindeversammlung liegt gemäss Artikel 51 des Organisationsreglements ab Freitag, 16. Juni 2017, während 30 Tagen in der Gemeindeverwaltung Bellmund öffentlich auf. Dieses ist ebenfalls auf der Homepage unter der Rubrik «aktuell» ersichtlich. Baupublikation Gesuchstellerin und Projektverfasserin: APG/SGA AG Allgemeine Plakatgesellschaft, Bahnhöheweg 82, 3018 Bern. Bauvorhaben: Aufstellen von zwei doppelseitigen, freistehenden Werbeträgern. Standort/Parzelle: Erlenstrasse 50, Parzelle 1420. Beanspruchte Ausnahme: Überschreiten der Baulinie gemäss Artikel 28 BauG. Einsprachefrist: Bis und mit 10. Juli 2017. Auflageort und Einsprachestelle: Bauverwaltung, Mettgasse 1, 2555 Brügg. Während der Auflagefrist kann beim Gemeinderat schriftlich Einsprache erhoben werden. Der Gemeinderat entscheidet über allfällige Einsprachen und genehmigt das Protokoll. Die Gemeindeverwaltung Be1501 006.695549 Es wird auf die Gesuchsakten und aufgestellten Profile verwiesen. Einsprachen und Rechtsverwahrungen sind schriftlich und begründet innerhalb der Auflagefrist einzureichen, ebenfalls allfällige Begehren um Lastenausgleich. Lastenausgleichsansprüche, die der Gemeindebehörde nicht innerhalb der Einsprachefrist gemeldet werden, verwirken (Art. 31 Abs. 4 Lit. a Baugesetz). Ae1501 006.695514 Baupublikation Bauherrschaft: Restaurante Vorstädtli, M. Jemini, Bielstrasse 38, 2558 Aegerten. Projektverfasser: Kocher-Architektur, Sandro Kocher, Postfach 90, 2562 Port. Projektänderung: Neue Betondecke über Obergeschoss, neue Windfangverglasung über ½ Länge vom Obergeschoss, Fenstereinteilung anpassen. Strasse/Parzelle: Bielstrasse 38, Parzelle Nr. 22, Koordinaten 2’588’292/1’219’041. Nutzungszone: WA3. Gewässerschutzzone: A. Ausnahmen: Unterschreiten des Strassenabstandes (Art. 80 SG4, Art. 31 GBR5) bauen im geschützten Gewässerraum (Art. 41c GSchV2 in Verbindung mit Art. 48 WBG3). Auflageort und Einsprachestelle: Bauverwaltung, Schulstrasse 3, 2558 Aegerten. Auflage- und Einsprachefrist: 15. Juni bis 17. Juli 2017. Es wird auf die Gesuchsakten und die Profile verwiesen. Einsprachen und Rechtsverwahrungen sind innerhalb der Auflagefrist schriftlich und begründet im Doppel bei der Bauverwaltung Schulstrasse 3, 2558 Aegerten, einzureichen, ebenfalls allfällige Begehren von Lastenausgleichsansprüchen. Lastenausgleichsansprüche, die nicht innert der Einsprachefrist angemeldet werden, verwirken. Die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern hat den genannten Strassenplan gemäss Artikel 32 SG erlassen. Die Unterlagen können während der Auflagefrist von jedermann eingesehen werden. Kantonsstrasse Nr. 1317 Bellmund–Jens–Lyss. Gemeinden Bellmund und Jens Strassenplan: 230.20132, Jens, Hungerberg, Erneuerung Fahrbahn. Genehmigung am 2. Juni 2017. Auflageort: Einwohnergemeinde, Hinterdorf 5, 2565 Jens. Auflagefrist: 14. Juni 2017 bis 14. Juli 2017. Biel, 9. Juni 2017 Oberingenieurkreis III Be1502 006.695587 Brügg, im Juni 2017 Die Bauverwaltung Br1502 006.695507 Gesuchstellerin: La Montre Hermès SA, Erlenstrasse 31a, 2555 Brügg. Projektverfasser: Christen Jean-Louis Architecte EAUG SIA, Place de Vandœuvres 14, 1253 Vandœuvres. Bauvorhaben: Erweiterung um 27 Parkfelder. Standort/Parzelle: Erlenstrasse 31a, Parzelle 1801. Nutzungszone: Industriezone. Amtliche Vermessung; Wiederwahl Nachführungsgeometer 2018 bis 2025 Der Gemeinderat hat die GeoplanTeam AG, Nidau, bzw. Herrn Andreas Kluser für eine weitere Amtsdauer von 2018 bis 2025 als Nachführungsgeometer gewählt. Delegiertenversammlung der Anzeiger-Genossenschaft Nidau Die Genossenschaftsverwaltung lud die Gemeindedelegierten der Anzeiger-Genossenschaft Nidau zur Frühlingsversammlung ins Schulhaus Epsach ein. Dort wurden sie informiert, dass der Nidauer Anzeiger im Jahr 2016 wiederum einen Rückgang, diesmal um 7,17%, in Kauf nehmen musste. Umfasste der Nidauer-Anzeiger im Jahr 2010 durchschnittlich 79 Seiten im Monat, waren es im Jahr 2016 noch durchschnittlich 55 Seiten. Die Jahresrechnung schloss mit einem Verlust von Fr. 24 264.36 ab. Der zum zweiten Mal ausgerichtete Beitrag an die Verteilkosten der Gemeinden, Fr. 1.– pro Haushalt, belief sich auf Fr. 20 223.–. Das Eigenkapital der Genossenschaft beläuft sich per 31. Dezember 2016 auf Fr. 600 694.46. Etwas zu diskutieren gab der beantragte Beitrag aus dem Kulturfonds an den Verein «MUKUWE die Musik Kultur Werkstatt Bellmund». Der Verein hat die Gelegenheit einen der besten und begehrtesten Flügel zu erwerben. Der Zweck ist, dieses aussergewöhnliche Instrument Musikerinnen und Musikern kostenlos zur Verfügung zu stellen. Einen Teil der für den Erwerb benötigten Mittel soll durch den Verkauf von Tasten beigebracht werden. Die Verwaltung hat der Versammlung beantragt, eine weisse und eine schwarze Taste zu erwerben, und aus dem Kulturfonds einen Beitrag von Fr. 3000.– auszurichten. Diesem Beitrag hat die Versammlung schlussendlich zugestimmt. An die Neugestaltung des Spielplatzes in Scheuren wird ein Beitrag von Fr. 3000.– ausgerichtet, und die Sanierung eines Brunnens in Wingreis (Gemeinde Twann-Tüscherz) wird mit Fr. 1000.– unterstützt. Anzeiger-Genossenschaft Nidau Die Verwaltung Beanspruchte Ausnahme: Überschreiten der Anzahl Parkplätze gemäss Bandbreite Artikel 49 ff. BauV. Einsprachefrist: Bis und mit 10. Juli 2017. Auflageort und Einsprachestelle: Bauverwaltung, Mettgasse 1, 2555 Brügg. Es wird auf die Gesuchsakten verwiesen. Einsprachen und Rechtsverwahrungen sind innerhalb der Auflagefrist schriftlich und begründet einzureichen, ebenfalls allfällige Begehren um Lastenausgleich. Lastenausgleichsansprüche, die der Gemeindebehörde nicht innerhalb der Einsprachefrist gemeldet werden, verwirken (Art. 31 Abs. 4 Lit. a Baugesetz). Begriff des Lastenausgleichs gemäss Artikel 30 und 31 Baugesetz: Bei Kollektiveinsprachen und vervielfältigten oder weitgehend identischen Einsprachen ist anzugeben, wer befugt ist die Einsprechergruppe rechtsverbindlich zu vertreten. MIT SKYACTIV TECHNOLOGIE. JETZT BEI UNS PROBE FAHREN. n3_8NAAAA</wm> <wm>10CEXLKw6AMBAFwBOxefvrUtaQNHUNguAxBM39FQkGMXLGSCd8Wt-OvidQplLdWHIWIVgkG1OoJAqqgGNBgK2qaaoGfP0Pnc91v9dtbOVVAAAA</wm> Moosgasse 16 | 2562 Port | Tel. 032 331 69 69 Mazda-Hauptvertretung für die Region Biel-Bienne | Seeland | Grenchen | Kerzers www.salvato-kessi.ch | port@ahg-cars.ch 6-695412/K Verfügungen und Entscheide können im amtlichen Anzeiger oder im Amtsblatt veröffentlicht werden, wenn die Postzustellung wegen der grossen Zahl der Einsprachen mit unverhältnismässigem Aufwand verbunden wäre. Brügg, im Juni 2017 Die Bauverwaltung Br1501 006.695483 Epsach Baupublikation Bauherrschaft: Gemeindeverband ARA Region Täuffelen, Hauptstrasse 86, Postfach 176, 2575 Täuffelen. Projektverfasserin: Awenida AG, Bahnweg 26, Postfach 23, 2501 Biel. Bauvorhaben: Anpassungsarbeiten am Regenklärbecken, Anbau Aussentreppe mit Abdeckung und Umzäunung, Anbau Kiesfang, Einbau Siebrechen, erstellen einer neuen Kabine, Erneuerung Steuerung, Einbau einer automatischen Beckenreinigung, Ersatz der sanitären Einrichtungen und Installation einer Abluftanlage im Regenklärbecken. Standort: Baarstrasse, Parzellen Nrn. 800, 849 und 897, Koordinaten 2’583’235/1’212’620, Landwirtschaftszone. Ausnahmen: Bauen ausserhalb des Baugebiets (Art. 24 RPG). Auflagestelle: Gemeindeverwaltung, 3272 Epsach. Auflagefrist: Bis 17. Juli 2017. Einsprachen und Rechtsverwahrungen sind während der Auflagefrist schriftlich und begründet im Doppel beim Regierungsstatthalteramt Seeland, Amthaus, Postfach, 3270 Aarberg, einzureichen, ebenfalls allfällige Lastenausgleichsbegehren. Lastenausgleichsansprüche, die nicht innert der Einsprachefrist angemeldet werden, verwirken (Art. 30 und 31 BauG). Bei Kollektiveinsprachen und vervielfältigten oder weitgehend identischen Einsprachen ist anzugeben, wer befugt ist die Einsprechergruppe rechtsverbindlich zu vertreten. Es wird auf die Gesuchsakten und die aufgestellten Bauprofile verwiesen. Aarberg, 13. Juni 2017 Regierungsstatthalteramt Seeland Baupublikation Bauherrschaft: Gemeindeverband ARA Region Täuffelen, Hauptstrasse 86, Postfach 176, 2575 Täuffelen. Projektverfasserin: Awenida AG, Bahnweg 26, Postfach 23, 2501 Biel. Bauvorhaben: Anpassungsarbeiten am Regenklärbecken, Anbau Aussentreppe mit Abdeckung und Umzäunung, Anbau Kiesfang, Einbau Siebrechen, erstellen einer neuen Kabine, Erneuerung Steuerung, Einbau einer automatischen Beckenreinigung, Ersatz der sanitären Einrichtungen und Installation einer Abluftanlage im Regenklärbecken. Standort: Mühligässli, Parzellen Nrn. 588, 587 und 279, Koordinaten 2’585’120/1’213’980, Landwirtschaftszone. Ausnahmen: Bauen ausserhalb des Baugebiets (Art. 24 RPG). Auflagestelle: Gemeindeverwaltung, 3274 Hermrigen. Auflagefrist: Bis 17. Juli 2017. Einsprachen und Rechtsverwahrungen sind während der Auflagefrist schriftlich und begründet im Doppel beim Regierungsstatthalteramt Seeland, Amthaus, Postfach, 3270 Aarberg, einzureichen, ebenfalls allfällige Lastenausgleichsbegehren. Lastenausgleichsansprüche, die nicht innert der Einsprachefrist angemeldet werden, verwirken (Art. 30 und 31 BauG). Bei Kollektiveinsprachen und vervielfältigten oder weitgehend identischen Einsprachen ist anzugeben, wer befugt ist die Einsprechergruppe rechtsverbindlich zu vertreten. Es wird auf die Gesuchsakten und die aufgestellten Profile verwiesen. Aarberg, 13. Juni 2017 Regierungsstatthalteramt Seeland He1502 006.695611 Ipsach Einladung zur ausserordentlichen Burgergemeindeversammlung Samstag, 15. Juli 2017, 10 Uhr im Waldhaus. Je1502 006.695626 Ligerz Baupublikation Gesuchsteller: Seeclub Ligerz, Strandweg 46, Postfach 33, 2514 Ligerz. Projektverfasser: Marco Ammon, Dorfgasse 61, 2514 Ligerz. Bauvorhaben: Installation eines mobilen Steges auf der Sliprampe zum Einsteigen in Boote. Standort/Parzelle/Koordinaten/Nutzungszone: Ligerz, Strandweg 46, Parzelle Nr. 63, Koordinaten 577’185/214’915, Uferschutzplan Nr. 1, Steg und ZöN. Schutzzone/Schutzobjekt: Uferschutzzone, Gefahrenstufe mittlere Gefährdung. Ausnahmen: Bauten und Anlagen im oder am Gewässer nach Artikel 6 Absatz 3 SFG, Artikel 41c GSchV und Artikel 48 WBG. Auflagestelle: Einwohnergemeinde, Hübeli 4, 2514 Ligerz. Einsprachefrist: Bis und mit 10. Juli 2017. Einsprachen und Rechtsverwahrungen sind schriftlich und begründet im Doppel beim Regierungsstatthalteramt Biel/Bienne, Schloss, Hauptstrasse 6, Postfach 304, 2560 Nidau einzureichen, ebenfalls allfällige Begehren von Lastenausgleichsansprüchen. Lastenausgleichsansprüche die nicht innert der Einsprachefrist angemeldet werden, verwirken. Ep1501 006.695614 Traktanden 1. Waldhaus Umbau 2. Verschiedenes Die Burgergemeinde Die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern hat den genannten Strassenplan gemäss Artikel 32 SG erlassen. Die Unterlagen können während der Auflagefrist von jedermann eingesehen werden. Das Protokoll der Gemeindeversammlung vom 25. November 2016 lag 30 Tage nach der Gemeindeversammlung während 14 Tagen bei Gemeindeverwaltung öffentlich auf. Es sind keine Einsprachen eingegangen. Der Gemeinderat hat es am 9. Januar 2017 genehmigt. Die Unterlagen zu Traktandum Nr. 1 liegen während zehn Tagen vor der Gemeindeversammlung öffentlich auf. Kantonsstrasse Nr. 1317 Bellmund–Jens–Lyss. Gemeinden Jens und Bellmund Strassenplan: 230.20132, Jens, Hungerberg, Erneuerung Fahrbahn. Genehmigung am 2. Juni 2017. Auflageort: Einwohnergemeinde, Hinterdorf 5, 2565 Jens. Auflagefrist: 14. Juni 2017 bis 14. Juli 2017. Rechtsmittelbelehrung: Beschwerden gegen Versammlungsbeschlüsse sind innert 30 Tagen (in Wahlsachen innert zehn Tagen) nach der Versammlung schriftlich und begründet beim Regierungsstatthalteramt Seeland in Aarberg einzureichen (Art. 63 ff. VRPG). Die Verletzung von Zuständigkeits- und Verfahrensvorschriften an der Gemeindeversammlung ist sofort zu beanstanden (Art. 49a GG; Rügepflicht). Wer rechtzeitiges Rügen pflichtwidrig unterlässt, kann getroffene Beschlüsse nachträglich nicht mehr anfechten. Biel, 9. Juni 2017 Oberingenieurkreis III Ein Zusammenzug der Rechnung 2016 ist im Hermrigen-Bott publiziert. Die Protokolle der Gemeindeversammlung sind öffentlich. Sie liegen 30 Tage nach der Gemeindeversammlung für die Dauer von 14 Tagen bei der Gemeindeverwaltung auf. Gehen in dieser Zeit keine Änderungsanträge durch die Stimmbürger ein, wird das Protokoll vom Gemeinderat genehmigt. Zur Gemeindeversammlung sind alle stimmberechtigten Mitbürgerinnen und Mitbürger freundlich eingeladen. Bei Kollektiveinsprachen und vervielfältigten oder weitgehend identischen Einsprachen ist anzugeben, wer befugt ist die Einsprechergruppe rechtsverbindlich zu vertreten. Verfügungen und Entscheide können im amtlichen Anzeiger oder im Amtsblatt veröffentlicht werden, wenn die Postzustellung wegen der grossen Zahl der Einsprachen mit unverhältnismässigem Aufwand verbunden wäre. Li1501 006.695517 Mittwoch, 21. Juni 2017, um 20 Uhr im Gemeindehaus. 1. Jahresrechnung 2016; Genehmigung 2. Kreditabrechnungen; Kenntnisnahme 2.1. Amtliche Vermessung, Los 2 2.2. Ersatz Heizung Gemeindehaus 2.3. Fusionsabklärungen Hermrigen-Merzligen-Jens 3. Wahl ein Mitglied Gemeinderat, Ersatzwahl 4. Orientierungen 5. Verschiedenes Hermrigen, 16. Mai 2017 Der Gemeinderat Auflageort und Einsprachestelle: Gemeindeverwaltung, Hinterdorf 5, 2565 Jens, während der Bürozeiten. Auflage und Einsprachefrist: Bis 17. Juli 2017. Je1501 006.695586 Bau- und Gewässerschutzpublikation Bauherrschaft: Stefan Kohler, Hubelweg 14, 2565 Jens, vertreten durch die Projektverfasserin. Projektverfasserin: utz hulliger hügel architekten gmbh, Typographengässli 4, 2502 Biel, R. Hügel. Bauvorhaben: Anbau Wohnhaus an bestehendes Wohngebäude Nr. 12 sowie an das Ökonomiegebäude Nr. 12 b; Einbau Badezimmer in bestehenden Anbau. Es wird auf die Profilierung und die Gesuchsakten verwiesen. Parzelle/Standort/Nutzungszone: 266, Hubelweg 12, 12b, 12c, 2565 Jens, Wohnzone W2. Gewässerschutzbereich: B. Koordinaten: 2’586’740/1’216’660. Beanspruchte Ausnahmen: Ausnahme zu Artikel 39 des Gemeindebaureglements (Überschreitung der maximalen Gebäudelänge). Gewässerschutzmassnahmen: Das Dachwasser des Neubaus wird oberflächlich über die Grünflächen versickert. Das Schmutzwasser wird in die Gemeindekanalisation abgegeben. Baupublikation Gesuchstellerin: Amt für Grundstücke und Gebäude des Kantons Bern, Reiterstrasse 11, 3011 Bern. Projektverfasser: Cibien Architektur, Martin Cibien, Stadtplatz 38, 3270 Aarberg. Bauvorhaben: Verschiedene Arbeiten in der Fischzuchtanlage Bipschal. Standort/Parzelle/Koordinaten/Nutzungszone: Ligerz, Bipschal 25–29, Parzellen Nrn. 380 und 587, Koordinaten 2’577’900/1’215’450, Uferschutzplan nach SFG, Abschnitt Bipschal Kleintwann, Sektor C. Schutzzone/Schutzobjekt: Gefahrenstufen mittlere und geringe Gefährdung, Gebäude Bipschal 25 und 29 im Bauinventar der Gemeinde Ligerz als erhaltenswerte Objekte aufgeführt. Ausnahmen: Bauten und Anlagen im oder am Gewässer nach Artikel 41c GSchV und Artikel 48 WBG. Auflagestelle: Einwohnergemeinde, Hübeli 4, 2514 Ligerz. Einsprachefrist: Bis und mit 17. Juli 2017. Einsprachen und Rechtsverwahrungen sind schriftlich und begründet im Doppel beim Regierungsstatthalteramt Biel/Bienne, Schloss, Hauptstrasse 6, Postfach 304, 2560 Nidau, einzureichen, ebenfalls allfällige Begehren von Lastenausgleichsansprüchen. Lastenausgleichsansprüche, die nicht innert der Einsprachefrist angemeldet werden, verwirken. Bei Kollektiveinsprachen und vervielfältigten oder weitgehend identischen Einsprachen ist anzugeben, wer befugt ist die Einsprechergruppe rechtsverbindlich zu vertreten. Verfügungen und Entscheide können im amtlichen Anzeiger oder im Amtsblatt veröffentlicht werden, wenn die Postzustellung wegen der grossen Zahl der Einsprachen mit unverhältnismässigem Aufwand verbunden wäre. Li1502 006.695544 Baupublikation Gesuchstellerin: Einwohnergemeinde, Hübeli 4, 2514 Ligerz. Projektverfasser: Bernhard Rösselet, Hübeli 4, 2514 Ligerz. Bauvorhaben: Ersatz der Eisenbahnschwellenmauer durch eine Betonmauer und Sanierung der Uferschutzmauer. Standort/Parzelle/Koordinaten/Nutzungszone: Ligerz, Bipschal, Parzelle Nr. 73.01, Koordinaten 2’577’759/1’215’247, Uferschutzplan Nr. 2, ZöN. Schutzzone/Schutzobjekt: Uferschutzzone, Gefahrenstufen mittlere und geringe Gefährdung, Seeufermauer erhaltenswert. Ausnahmen: Bauten und Anlagen im oder am Gewässer nach Artikel 41c GSchV/Artikel 48 WBG. Auflagestelle: Einwohnergemeinde, Hübeli 4, 2514 Ligerz. Einsprachefrist: Bis und mit 17. Juli 2017. Einsprachen und Rechtsverwahrungen sind schriftlich und begründet im Doppel beim Regierungsstatthalteramt Biel/Bienne, Schloss, Hauptstrasse 6, Postfach 304, 2560 Nidau, einzureichen, ebenfalls allfällige Begehren von Lastenausgleichsansprüchen. Lastenausgleichsansprüche, die nicht innert der Einsprachefrist angemeldet werden, verwirken. Bei Kollektiveinsprachen und vervielfältigten oder weitgehend identischen Einsprachen ist anzugeben, wer befugt ist die Einsprechergruppe rechtsverbindlich zu vertreten. Verfügungen und Entscheide können im amtlichen Anzeiger oder im Amtsblatt veröffentlicht werden, wenn die Postzustellung wegen der grossen Zahl der Einsprachen mit unverhältnismässigem Aufwand verbunden wäre. Li1503 006.695545 Merzligen Informationen aus den Gemeinderatssitzungen Der Gemeinderat – genehmigt das Protokoll der Gemeindeversammlung vom 23. Mai 2017 und legt dieses vom 13. Juni 2017 bis am 3. Juli 2017 öffentlich auf. In dieser Zeit kann beim Gemeinderat schriftlich Einsprache gegen das Protokoll erhoben werden; – beschliesst, sich aktiv auf die Suche nach zukünftigen Gemeinderatsmitgliedern zu begeben; – genehmigt das Schiessprogramm 2017 der Feldschützen Merzligen; – studiert die Konsultationsunterlagen und meldet dem Gemeindeverband für die Kulturförderung in der Region zurück, dass es in Merzligen keine Kulturinstitution gibt, welche die Kriterien für eine zukünftige Anerkennung als Kulturinstitution von regionaler Bedeutung erfüllt; – erteilt dem Gemeindeverband Ruferheim Nidau das Einverständnis zur Veröffentlichung des Merzliger Gemeindewappens im Zeitungsinserat sowie in der Festschrift zur Neueröffnung. Zudem beschliesst der Gemeinderat, eine Spende von Fr. 300.– an die Inserat- und Festschriftkosten zu tätigen; – beschliesst einen Nachkredit in der Höhe von Fr. 2500.– zulasten des Kontos «3410.3636.00, Beiträge an Merzliger Vereine (Sport)», um den FC Hermrigen auf dessen Gesuch hin mit einer einmaligen Spende von Fr. 3000.– zu unterstützen. Das Geld soll für den Unterhalt des Fussballplatzes Budlei eingesetzt werden. Das Budget 2017 beinhaltet lediglich die übliche jährliche Spende von Fr. 500.–; – beschliesst, die Firma Hans Brogni AG, Nidau, mit der Sanierung des Dorfbrunnens zu beauftragen. Im Budget 2017 sind dazu Fr. 14 000.– eingestellt; – beschliesst das Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster) im Jahr 2018 gemeinsam mit den Gemeinden Hermrigen, Studen und Walperswil einzuführen. Die Kosten für die Erfassung des Katasters belaufen sich für die Einwohnergemeinde Merzligen gemäss Offerte voraussichtlich auf Fr. 10 692.– (inklusiv MwSt.) und werden im Budget 2018 eingestellt; – erteilt der Bauherrschaft Patricia Villard, St. Niklausstrasse 24 (Grundstück Nr. 143) eine Teilbaubewilligung für die Verlängerung des westseitigen Nebenbaus zur Nordseite hin und für das Aufstellen einer Schallschutzwand entlang der Kantonsstrasse; – erteilt der Bauherrschaft Peter Ruchti, Feldrebenweg 14 (Grundstück-Nr. 77) eine nachträgliche Baubewilligung für das Begradigen der Garageneinfahrt und für das Verlegen von Sickersteinen; – erteilt der Bauherrschaft Jörg Zesiger und Juliane Dahl Zesiger, Bäumlisackerweg 3 (Grundstück Nr. 133) die Baubewilligung für das Aufstellen eines 4.40 m hohen Spielturms aus Holz (Haus auf Stelzen); – erteilt der Bauherrschaft Patrick und Daniela Hadorn, St. Niklausgasse 6 (Grundstück Nr. 244) eine nachträgliche Baubewilligung für das Erstellen von drei Autoabstellplätzen; – erteilt den Delegierten Weisungen zum Abstimmungsverhalten anlässlich diverser Abgeordneten-, Delegierten- und Generalversammlungen. Fernwärmeprojekt Gemeinsam mit der Firma a energie ag, Schüpfen, wird in der Gemeinde eine Bedarfsabkärung für die Realisierung eines Fernwärmeprojekts durchgeführt. Wohneigentümerinnen und -eigentümer werden in den nächsten Wochen persönlich angeschrieben. Merzligen, 13. Juni 2017 Der Gemeinderat Bushaltestelle Lindenstrasse Gestützt auf das Behindertengleichstellungsgesetz des Bundes müssen bis 2023 Bushaltestellen hindernisfrei realisiert bzw. umgebaut werden. Bis auf die Bushaltestelle an der Lindenstrasse befinden sich alle an einer Kantonsstrasse. Für die Anpassung der Bushaltestelle Lindenstrasse an die gesetzlichen Erfordernisse sprach der Gemeinderat einen Planungskredit. Die Bushaltestelle soll im Rahmen der Neugestaltung des Verkehrsknotens Hohlenweg/Lindenstrasse realisiert werden. Mörigen Protokoll der ordentlichen Gemeindeversammlung vom 12. Juni 2017 Das Protokoll der ordentlichen Gemeindeversammlung von Montag, 12. Juni 2017, liegt in der Zeit von Montag, 19. Juni bis Freitag, 21. Juli 2017, während der Schalteröffnungszeiten bei der Gemeindeschreiberei Mörigen öffentlich auf. Mörigen, 12. Juni 2017 Der Gemeinderat Mö1501 006.695547 Pressemitteilung der ordentlichen Gemeindeversammlung von Montag, 12. Juni 2017, 19.30 bis 20.35 Uhr in der Mehrzweckhalle in Mörigen. Total Stimmberechtigte: 681 Anwesende Stimmberechtigte: 38 (5,58%) Die Gemeindeversammlung hat: – die Kreditabrechnung für die Sanierung der Oberdorfstrasse zur Kenntnis genommen. Die Abrechnung schliesst mit einer Kreditunterschreitung von Fr. 28 724.65; – die Jahresrechnung 2016 genehmigt. Der Gesamthaushalt schliesst bei Aufwänden von Fr. 4 637 299.05 und Erträgen von Fr. 4 068 805.43 mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 568 493.62 ab. Budgetiert wurde ein Aufwandüberschuss von Fr. 714 600.–. Die Besserstellung gegenüber dem Budget 2016 beträgt Fr. 146 106.38; – das Dossier «Hochwasserschutz und Renaturierung 2016 – Fürhölzli-/Hürligrabe» genehmigt. Weiter hat die Versammlung den Kredit für die Realisierung der Massnahmen in der Höhe von Fr. 210 810.– unter dem Vorbehalt erteilt, dass der Verband für Kanalisation und Abwasserreinigungen (VKA) seinen Kreditanteil in der Höhe von Fr. 294 630.– an der Abgeordnetenversammlung vom 21. Juni 2017 genehmigt. Der Fürhölzligraben weist bei der Querung der alten Bielstrasse und im eingedolten Bereich entlang der Unterdorfstrasse ein Kapazitätsdefizit auf. Die letzten Überschwemmungen Richtung Sutz-Lattrigen datieren vom 2. Mai 2015. Die Bautätigkeiten der Aare Seeland mobil AG (Verschiebung des Bahntrassees mit der gleichzeitigen Sicherung des Bahnüberganges) und des Tiefbauamtes des Kantons Bern (Neugestaltung der Mörigenkurve) sowie der generelle Wasserbauplan bedingen Handlungsbedarf im Wasserbau. Zum einen müssen für die Unterquerung von Strasse und Bahn die Dimensionierungsvorgaben für den Fürhölzli-/ Hürligraben gemacht werden, zum anderen soll die Bautätigkeit zum Anlass genommen werden, die Hochwassersicherheit in diesem Bereich nachhaltig sicherzustellen. Gleichzeitig müssen auch die entsprechenden Arbeiten für die Anpassung der Werkleitungen, vor allem der Abwasserleitungen des VKA, vorgenommen werden; – den bis anhin im Jahr 2017 verstorbenen Mörigerinnen und Mörigern mit einer Trauerminute gedacht; – mit Freude von den vier Neugeburten im ersten Halbjahr 2017 erfahren; – zur Kenntnis genommen, dass das Protokoll der Gemeindeversammlung in der Zeit von Montag, 19. Juni 2017 bis Freitag, 21. Juli 2017 während der Schalteröffnungszeiten in der Gemeindeschreiberei Mörigen öffentlich aufliegt. Mörigen, 12. Juni 2017 Gemeindeverband Feuerwehr Orpund-Safnern; Anschaffung Feuerwehrfahrzeug Anlässlich seiner Sitzung vom 24. April sprach sich der Gemeinderat gegen die Anschaffung des geplanten Feuerwehrfahrzeugs aus. Nun fand eine Aussprache mit Vertretern der Feuerwehr und dem Verbandsrat statt. Der Gemeinderat ist auf seinen Entscheid vom 24. April zurückgekommen und hat der Anschaffung nun seine Zustimmung erteilt. Er ist bei seinem ursprünglichen Entscheid von falschen Annahmen ausgegangen. Nachführungsgeometer; Vertragserneuerung Der Auftrag für die Vertragserneuerung mit einem Geometer wurde öffentlich ausgeschrieben. Für das zweistufige Verfahren meldete sich einzig die Firma Geoplan Team AG, Nidau, an. Der neue Vertrag ist für die Jahre 2018 bis 2025 gültig. Gemeindeverband Friedhof Orpund-Safnern Den Gemeindedelegierten angewiesen, der Rechnung 2016 sowie dem Budget 2018 anlässlich der Delegiertenversammlung des Gemeindeverbands Friedhof Orpund-Safnern vom 22. Juni 2017 die Zustimmung zu erteilen. Ersatz Server in der Gemeindeverwaltung Der Server der Gemeindeverwaltung steht seit sechs Jahren im Einsatz und muss ausgetauscht werden. Der Gemeinderat sprach für den Ersatz den entsprechenden Verpflichtungskredit. Orpund, 8. Juni 2017 Der Gemeinderat Aeroradiometrie-Übung Die Aeroradiometrie ist eine moderne Messtechnik zur Erfassung der Radioaktivität aus der Luft. Vom 26. bis 30. Juni 2017 findet die internationale Aeroradiometrie-Übung statt. Vor dieser Übung wird am 23. Juni 2017 das Kernkraftwerk Mühleberg und die weitere Umgebung überflogen und vermessen. Möglicherweise werden die Helikopterflüge auch in Orpund bemerkbar sein. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.naz.ch. Orpund, 8. Juni 2017 Mitteilungen aus dem Gemeinderat Einführung degressiver Gehaltsaufstieg beim Gemeindepersonal Auf 1. Januar 2018 wird der degressive Gehaltsaufstieg beim Gemeindepersonal eingeführt. Jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglicht dieser einerseits einen steileren Gehaltsaufstieg, auf der anderen Seite fällt dieser bei langjährigen Mitarbeitern flacher aus. Gemeindeverwaltung geschlossen Die Gemeindeverwaltung Safnern bleibt am Donnerstag, 22. Juni 2017, infolge des jährlichen Personalausflugs den ganzen Tag geschlossen. Am Freitag, 23. Juni 2017, stehen wir Ihnen während der ordentlichen Öffnungszeiten gerne wieder zur Verfügung. Besten Dank für das Verständnis. Die Gemeindeverwaltung Bei Kollektiveinsprachen und vervielfältigten oder weitergehend identischen Einsprachen ist anzugeben, wer die Einsprechergruppe rechtsverbindlich vertritt. Gemeindeversammlung Auflage Protokoll vom 7. Juni 2017 Das Protokoll liegt ab Donnerstag, 15. Juni 2017, während 30 Tagen öffentlich auf (Art. 62 Organisationsreglement der Gemeinde Safnern). Es kann zu den Schalteröffnungszeiten bei der Gemeindeverwaltung eingesehen und bezogen werden. Zudem ist das Protokoll auf der Homepage der Gemeinde Safnern unter www.safnern.ch aufgeschaltet. Während der Auflage kann beim Gemeinderat schriftlich Einsprache erhoben werden. Dieser entscheidet über die Einsprachen und genehmigt das Protokoll. Der Gemeinderat Sa1502 006.695592 Beschlüsse der Einwohnergemeindeversammlung vom 7. Juni 2017 Stimmberechtigte total: 1429 Anwesend: 111 (7,77%) Absolutes Mehr: 56 1. Jahresrechnung 2016 – Die Gemeindeversammlung hat die Jahresrechnung 2016 mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 495 455.29 im Gesamthaushalt genehmigt – Der Bericht der Revisionsstelle wurde zur Kenntnis genommen 2. Verpflichtungskreditabrechnung Sanierung Ziltenweg (Wasser und Strasse) – Die Gemeindeversammlung hat die Verpflichtungskreditabrechnung Sanierung Ziltenweg (Wasserleitung und Strasse) mit einer Kostenunterschreitung von Fr. 149 333.80 inklusiv MwSt. zur Kenntnis genommen 3. Änderung Personalreglement – Die Gemeindeversammlung hat die Änderung von Artikel 5 des Personalreglements genehmigt 4. Änderung Überbauungsordnung Stygräbe mit Änderung Zonenplan und Baureglement – Die Gemeindeversammlung hat die Änderung der Überbauungsordnung Stygräbe, bestehend aus Überbauungsplan und Überbauungsvorschriften, und die damit verbundenen Änderungen des Zonenplans und des Baureglements (ZPP Stygräbe Süd) gemäss den Exemplaren der öffentlichen Auflage (Datum 4. Juli 2016) genehmigt Der Gemeinderat Porterinnen und Porter feiern die Fête de la Musique am Mittwoch, 21. Juni 2017 auf dem Dorfplatz. 18 Uhr 18.30 Uhr 19 Uhr 19.30 Uhr 20 Uhr 20.30 Uhr 21 Uhr Grillade und Getränkestand Die Musiker und die Kulturkommission Port freuen sich auf Ihren Besuch. Po1501 006.695224 Personalausflug Die Büros der Gemeindeverwaltung und der Gemeindebetriebe EWV bleiben am Freitag, 23. Juni 2017, aufgrund des Personalausflugs den ganzen Tag geschlossen. Gerne bedienen wir Sie ab Montag, 26. Juni 2017, zu den üblichen Öffnungszeiten wieder. Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag. Die Gemeindeverwaltung Po1502 006.695030 Sa1503 006.695591 In Anwendung von Artikel 45 der Gemeindeverordnung vom 16. Dezember 1998 (GV; BSG 170.111) wird hiermit öffentlich bekannt gemacht, dass die Gemeindeversammlung von Safnern am 7. Juni 2017 die Änderung von Artikel 5 des Personalreglements genehmigt hat. Das Personalreglement tritt am 1. Juli 2017 in Kraft. Bei der Gemeindeverwaltung können Kopien aller Erlasse bezogen werden. Ebenfalls sind die Reglemente und Verordnungen auf der Homepage der Gemeinde Safnern unter www.safnern.ch aufgeschaltet. Der Gemeinderat Einsprachen und Rechtsverwahrungen sind innerhalb der Auflagefrist schriftlich und begründet im Doppel einzureichen. Lastenausgleichansprüche, die der Baubewilligungsbehörde innert der Einsprachefrist nicht angemeldet werden, verwirken (Art. 31 Abs. 4 Lit. a BauG). Sa1501 006.695560 Gewässerschutzmassnahmen: Das Dach- und Vorplatzwasser wird natürlich versickert. Das Schmutzwasser wird an die Gemeindekanalisation abgegeben. Auflageort und Einsprachestelle: Gemeindeverwaltung, Hauptstrasse 62, 2553 Safnern, während der Bürozeiten. Auflage und Einsprachefrist: Bis und mit 14. Juli 2017. Sa1504 006.695593 Bau- und Gewässerpublikation Bauherrschaft: Michael Kocher und Rita Stalder, Hauptstrasse 11, 2562 Port. Projektverfasserin: Kobelt AG, Solothurnstrasse 136, 2504 Biel. Bauvorhaben: Neubau Einfamilienhaus mit Doppelgarage freistehend. Parzelle/Standort: 895, Bielstrasse 10, 2553 Safnern. Nutzungszone: W1. Koordinaten: 2’590’628/1’223’084. Safnern, 9. Juni 2017 Die Baukommission Sa1505 006.695574 Schwadernau Baupublikation Bauherrschaft: Pascal Hammel, Schwalbenweg 7, 2556 Schwadernau. Projektverfasser: N. Messerli Holzbauplanung, Illliswilstrasse 11, 3033 Illiswil. Bauvorhaben: Dachausbau für Wohnungserweiterung. Strasse/Parzelle: Schwalbenweg 7, Parzelle 436. Nutzungszone: W1. Gewässerschutzzone: A. Auflageort und Einsprachestelle: Gemeindeverwaltung, Hauptstrasse 52, 2556 Schwadernau. Auflage- und Einsprachefrist: 15. Juni 2017 bis 17. Juli 2017. Es wird auf die Gesuchsakten und die Profile verwiesen. Einsprachen und Rechtsverwahrungen sind innerhalb der Auflagefrist schriftlich und begründet im Doppel bei der Gemeindeverwaltung, Hauptstrasse 56, 2556 Schwadernau, einzureichen. Bei Kollektiveinsprachen und vervielfältigten oder weitgehend identischen Einsprachen ist anzugeben, wer befugt ist die Einsprechergruppe rechtsverbindlich zu vertreten. Verfügungen und Entscheide können im amtlichen Anzeiger oder im Amtsblatt veröffentlicht werden, wenn die Postzustellung wegen der grossen Zahl der Einsprachen mit unverhältnismässigem Aufwand verbunden wäre. Die Bauverwaltung Su1501 006.695589 Studen Baupublikation Bauherrschaft: P&F Immobilien AG, St. AlbanAnlage 58, 4002 Basel, vertreten durch Architekturbüro E. Bornand FH/SIA, Thunstrasse 115, 3006 Bern. Projektverfasser: Architekturbüro E. Bornand FH/SIA, Thunstrasse 115, 3006 Bern. Bauvorhaben: Abbruch bestehende Liegenschaft, Neubau Wohn- und Geschäftsgebäude mit Tankstelle und Shop sowie Autoeinstellhalle. Standort: Hauptstrasse 4, Parzelle Nr. 197, Koordinaten 2’589.000/1’218’480, Wohn- und Gewerbezone 3 (WG3). Ausnahme: Unterschreiten des Strassenabstandes (Art. 6 Baureglement in Verbindung mit Art. 80 Abs. 1 Lit. a Strassengesetz, SG). Auflagestelle: Gemeindeverwaltung, 2557 Studen. Auflagefrist: Bis 10. Juli 2017. Einsprachen und Rechtsverwahrungen sind während der Auflagefrist schriftlich und begründet im Doppel beim Regierungsstatthalteramt Seeland, Amthaus, Postfach, 3270 Aarberg, einzureichen, ebenfalls allfällige Lastenausgleichsbegehren. Lastenausgleichsansprüche, die nicht innert der Einsprachefrist angemeldet werden, verwirken (Art. 30 und 31 BauG). Bei Kollektiveinsprachen und vervielfältigten oder weitgehend identischen Einsprachen ist anzugeben, wer befugt ist die Einsprechergruppe rechtsverbindlich zu vertreten. Es wird auf die Gesuchsakten und die aufgestellten Bauprofile verwiesen. Aarberg, 6. Juni 2017 Regierungsstatthalteramt Seeland St1501 006.695503 Einwohnergemeindeversammlung Täuffelen-Gerolfingen Protokoll der Kirchgemeindeversammlung vom 30. Mai 2017 Schulverband Nidau, Bildungskommission Beschlüsse der Versammlung vom 12. Juni 2017 Die Einwohnergemeindeversammlung hat – die Jahresrechnung 2016 mit Aktiven und Passiven von Fr. 14 674 541.93 und einem Ertragsüberschuss des Gesamthaushaltes von Fr. 200 599.67 mit grossem Mehr ohne Gegenstimme genehmigt; – der Aufhebung von Artikel 27 Absatz 3 des Gemeindebibliotheksreglements mit grossem Mehr ohne Gegenstimme zugestimmt. Somit wird auf die Führung eines separaten Rechnungskreises (Spezialfinanzierung) für die Gemeindebibliothek verzichtet; – die Kreditabrechnung Neubau Zentrumsplatz mit einer Kreditüberschreitung von Fr. 12 452.15 zur Kenntnis genommen. Die Baukosten betragen Fr. 492 452.15; der am 2. Juni 2014 genehmigte Kredit betrug Fr. 480 000.–. 1. Delegiertenversammlung 2017 Das Protokoll der Kirchgemeindeversammlung liegt ab sofort, während 30 Tagen, im Sekretariat der Kirchgemeinde öffentlich auf oder kann von unserer Homepage heruntergeladen werden. Die Genehmigung durch den Kirchgemeinderat bleibt vorbehalten. Donnerstag, 22. Juni 2017, 20 Uhr, Dachstock, Gemeindehaus Nidau, Schulgasse 2. Traktanden 1. Protokoll 2. Delegiertenversammlung vom 23. November 2016 – Genehmigung (Beilage) 2. Jahresrechnung 2016 inklusiv Nachkredite – Genehmigung (Beilage) 3. Nachkredit Informatik Burgerbeunden – Beschluss (Beilage) 4. Informationen aus der Bildungskommission 5. Verschiedenes Die Bildungskommission Das Protokoll der Einwohnergemeindeversammlung liegt ab Montag, 19. Juni 2017, 30 Tage in der Gemeindeverwaltung öffentlich auf. Während dieser Frist kann beim Gemeinderat 2575 Täuffelen-Gerolfingen schriftlich Einsprache eingereicht werden. Der Gemeinderat entscheidet über allfällige Einsprachen und genehmigt das Protokoll. Im Bereich des Knotens Port-/Aegertenstrasse in Biel sind Deckbelagsarbeiten vorgesehen. Infolge dieser Arbeiten ist die Portstrasse, ab Kreisel Alexander-Moser-/Portstrasse (AVIA-Tankstelle) bis Kreuzung Port-/Aegertenstrasse, nur in Richtung Biel befahrbar. In Richtung Port/Bern erfolgt die Umleitung via Erlacherweg im Einbahnsystem. Die örtliche Umleitung/Signalisation ist zu beachten. Protokoll der Kirchgemeindeversammlung vom 7. Juni 2017 Die Arbeiten sind vom 19. bis 23. Juni 2017 vorgesehen. Die Arbeiten werden nur bei guter Witterung ausgeführt. Schlechtwetter hat eine Verschiebung der Arbeiten zur Folge. Wir bitten die Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die anstehenden Arbeiten und wünschen Ihnen eine angenehme Sommerzeit. Das Protokoll der Kirchgemeindeversammlung liegt vom 19. Juni 2017 bis 18. Juli 2017 während 30 Tagen bei der Kirchgemeinde Nidau öffentlich auf. Das Protokoll ist ab 19. Juni 2017 ebenfalls auf der Website www.taeuffelen.ch unter der Rubrik Aktuell aufgeschaltet. Die Gemeindeschreiberei Entrave à la circulation à Bienne Nœud routier Route de Port/rue d’Aegerten Des travaux de revêtement de chaussée sont prévus dans le périmètre du noeud routier route de Port/rue d'Aegerten à Bienne. Compte tenu de ces travaux, la route de Port ne pourra être empruntée que dans la direction de Bienne entre le giratoire Alexander-Moser/route de Port (station service AVIA) et le carrefour route de Port/rue d’Aegerten. Dans la direction de Port/Berne, une déviation en sens unique sera aménagée via le chemin de Cerlier. Il y a lieu d’observer la déviation/signalisation mise en place. Les travaux sont prévus du lundi 19 au vendredi 23 juin 2017. Ils ne seront effectués que par beau temps. En cas du mauvais temps, ils seront reportés à une date ultérieure. Verkehrsbehinderung Biel Knoten Portstrasse/Aegertenstrasse Während der Auflage kann gegen das Versammlungsprotokoll schriftlich beim Kirchgemeinderat Einsprache erhoben werden. Anschliessend entscheidet der Kirchgemeinderat über allfällige Einsprachen und genehmigt das Protokoll. TG1501 006.695630 Ki1501 006.695548 Kirchgemeinden Protokoll der Einwohnergemeindeversammlung vom 12. Juni 2017 Nous remercions les usagers de leur compréhension pour les désagréments engendrés et vous souhaitons un bel été. www.a5-biel-bienne.ch Office des ponts et chaussées du canton de Berne Construction routes nationales KT1502 006.695569 www.a5-biel-bienne.ch Tiefbauamt des Kantons Bern Nationalstrassenbau Ki1502 006.695562 KT1501 006.695568 V IE L E AT TR A K TIV E MARK T STÄND HAUP H HAU HA HAUPTBÜH HAUPTBÜHNE AUP UP TBÜHNE UPT UPTBÜH NE SCHULHAUS SCHUULHAUS SSCHU ULH ULH LHAU H AUSS HERRENGASSE HEERR HERRENGAS RREN ENGA GASS SSSSEE FREITAG AG, 23 223. 3. JUNI JUNI UNI 2017 200177 FREITAG, TACO TOMAZOBI DJJ C.STONE C. STO ONE <wm>10CAsNsjY0MDAw0zWzNDU1NwQAeMRqGg8AAAA=</wm> <wm>10CAsNsjYwMNM1szQ1NTcEAMY7TjENAAAA</wm> LOVEBUGS DJ GREGG DJ C.STONE C. STONE FFEAT. E AT. G R EGG 116.00 6.00 00 UHR UH HRR 119.00 9.00 00 UHR UH HRR 220.30 0.30 0. 3 UHR 30 UHRR 21.30 21. 1.330 3 0 UUHR HRR 223.00 3 00 3.00 3. 0 0 UHR UHRR <wm>10CEXLIQ6AMAwF0BPR_LZru1FDQuYWBMFjCJr7KxIM4sk3Rhrhs_bt6HsCPnkzC84qQiiRzkHNNOGsAo6ZBWHNWk3VsLL8h87nul9tJmLwVQAAAA==</wm> <wm>10CFWKoQ6AMAwFv6jNa5d1K5VkbkEQ_AxB8_-KgUOcuMv1HpnxsbbtaHsIACPznItEFXCBh2liUw0YXCFlgYuJeLLfT3WKAuN9aGb4gJNkQhqelO_zegAp3DsPcgAAAA==</wm> 23.–24. JUNI 2017 DIE LY S SER V EREI NE FR SICH EU EN IH R E N AU F BE S U C H! T O L L E S E RK IND M M A R G O R P H AUUPT PTB TTBÜH BÜH ÜH HNE SCHULHAUS SCHU SC SCHULH HULH LHAU LH H AUSS HERRENGASSE HEERRENGAS RREN RR ENGA GASS SSSSE HAUPTBÜHNE SSAMSTAG, AMSTAG G, 24. JUNI JUNI 20 0177 2017 ÖRGELIFORMATION Ö RGELIFORMATION FFRIENISBERGER RIENISBERGER BBLASMUSIKANTEN L ASMUSIKANTE S EN SSTEELBAND TEELB BA ND FUSION SQUARE L AYS M A RLE Y GARDEN PPLAYS MARLEY DADDY AND THE WILLYSHAKERS LEON DELADO AAND ND BAND BA ND 113.30 3.33 0 UHR 3. UHRR 15.30 15.3 3 0 UHR UH HR 117.30 7 300 UHR 7. UHRR 005-147508 220.00 0.00 00 UHR UHRR 222.30 2 .30 30 UHR UH HRR 000.00 0.00 00 UHR UHR Kirchenzettel • Sonntag, 18. Juni, 10.15 Uhr, Kirche Twann, Gottesdienst mit Pfarrerin Brigitte Affolter und Karin Schneider, Musik • Sonntag, 18. Juni, 17.15 Uhr, Kirche Ligerz, Konzertreihe «Nacht und Träume» Mit Catia Olivia (Perkussion) und Nina Theresia Wirz (Orgel) Eintritt frei, Kollekte Bestattungen 19. bis 23. Juni 2017, Pfarrerin Esther Schweizer, Tel. 079 729 94 03 • Montag, 19. Juni, 9 bis 11 Uhr, Pfarrsaal Ligerz, Café Zwischenhalt • Freitag, 16. Juni, Gemeindehaus Merzligen, 14.45 bis 16 Uhr, PopcornKindergruppe mit Juliane Dahl Zesiger • Donnerstag, 22. Juni, 16.30 Uhr, Kirche Erlach, Preisverleihung zum regionalen Schreibwettbewerb 2017 • Sonntag, 18. Juni, Kirche Bürglen, Aegerten, 10 Uhr, Gottesdienst mit Pfr. Andri Kober und Susanne Hügli, Orgel • Sonntag, 18. Juni, Gemeindehaus Merzligen, 20 Uhr, Gottesdienst mit Pfr. Andri Kober und Judith Wittwe, Klavier • Montag, 19. Juni, Kirchgemeinderaum Studen, 14 Uhr, Spiel- und Jassnachmittag mit Annemarie und Werner Lüdi • Dienstag, 20. Juni, Kirchgemeindehaus Brügg, 9.30 bis 11.30 Uhr, PippilottaTreff für Mütter, Väter und Grosseltern • Mittwoch, 21. Juni, Kirche Bürglen, Aegerten, 8 Uhr, liturgisches Morgengebet • Mittwoch, 21. Juni, Seniorentreff Worben, Tagesausflug mit dem Car 8.30 Uhr Abfahrt beim Gemeindehaus Worben, mit Joselyne und Samuel Walter • Mittwoch, 21. Juni, Seelandheim Worben 15 Uhr, Andacht mit Pfarrerin Esther Schweizer Gottstatt mehr unter www.gottstatt.ch • Freitag, 16. Juni, 16 Uhr, Sonntagschule Gottstatt 16.15 Uhr, KUW Kl. 8 (alle): Exkursion 20 Uhr, Locus Dei: Wenn Losungen sprechen/Lagerfeuer • Samstag, 17. Juni, 14 Uhr, CEVI-Jungschar: Besammlung hinter der Kirche 19.30 Uhr, Splash!: Rocky • Sonntag, 18. Juni, 9.30 Uhr, regionaler Gottesdienst zum Flüchtlingssonntag in der Kirche Pieterlen mit Pfarrerin Petra Burri Schift und Pfarrerin Martina Wiederkehr-Steffen • Montag, 19. Juni, 18 Uhr, KUW Kl. 8 a/c: Unterricht im Kirchgemeindehaus 19.30 Uhr, Sitzung Kirchgemeinderat • Dienstag, 20. Juni, 6.30 Uhr, Morgengebet 18 Uhr, KUW Kl. 8 b/c: Unterricht im Kirchgemeindehaus 19.30 Uhr, Probe Kirchenchor im Kirchgemeindehaus • Mittwoch, 21. Juni, 9 Uhr, Wort, Stille, Gesang im Kirchgemeindehaus (Kapitelsaal) • Donnerstag, 22. Juni, 20 Uhr, Kirchgemeindeversammlung im Kirchgemeindehaus • Dimanche, 18 juin, 10 h, Dimanche des réfugiés, Sainte-Cène à l’église Saint-Paul de Bienne avec la pasteure N. Manson zentrum ipsaCH • Freitag, 16. Juni, 9 bis 10.30 Uhr, Christliche Frauengesprächsgruppe Ipsach • Sonntag, 18. Juni, 9.30 Uhr, Gottesdienst mit Pfarrerin U. Holtey Anschliessend Apéro port • Mittwoch, 21. Juni, 9 bis 10 Uhr, Bibelgesprächskreis im Kirchenraum 11.45 Uhr, Neu! Mittagstisch im Matthäus-Zentrum. Ein Mittagessen in Gesellschaft. Kosten Fr. 15.– inklusiv Vorspeise und Kaffee mit Dessert. Anmeldung bis Freitagmittag, 16. Juni bei Ursula Rytz Tel. 079 794 59 58 (SMS oder Anruf) • Donnerstag, 22. Juni, 13 bis 17 Uhr, jassen im Lokal der «Pfadi trotz allem» Allmendstrasse, vis-à-vis Ruferheim bellmund • Sonntag, 18. Juni, 9.30 Uhr, Gottesdienst auf dem Bauernhof Jäisberg mit Klasse KUW 5, Adrian Hofmann, Band und Pfr. B. Wiher pilGerweG bielersee Aktuelle und ausführliche Informationen immer über: www.kirche-pilgerweg-bielersee.ch • Samstag, 17. Juni, 18.15 Uhr, Kirche Ligerz, Musik aus der Stille mit Urs Peter Schneider (Klavier), Marion Leyh (Texte) • Sonntag, 18. Juni, 9.30 Uhr, Kirche Sutz, Gottesdienst mit Pfr. Benedetg Michael, Biel und Esther Marti, Orgel Kollekte: HEKS Flüchtlingsdienst Abdankungsdienste bis 7. Juli: Pfarrerin Mariette Schaeren, Tel. 032 396 11 44 • Sonntag, 18. Juni, 9.30 Uhr, Gottesdienst mit Taufen, «Dr Troumboum» Markus 4, verse 30-32 Mit Pfarrerin Mariette Schaeren sowie dem katalanischen Liedermacher und Pilger Daniel Jordi, Gitarre und Marisa Flückiger, Orgel Pfarreizentrum Maria Geburt Lyss 11. Sonntag im Jahreskreis Samstag, 17. Juni 18 Uhr Eucharistiefeier und Versöhnungsfeier mit den Kindern der 4. Klasse mit Priester M. Neufeld Sonntag, 18. Juni 11 Uhr Familiengottesdienst, 1. Klasse mit Diakon Th. Weber, Katechetinnen und Sing-SpassGruppe www.kirche-walperswil-buehl.ch • Donnerstag, 15. Juni 2017, Seniorinnen-, und Seniorenreise • Sonntag, 18. Juni 2017, 10 Uhr, Gottesdienst mit Konfirmation. Mit Pfarrerin Christine Rupp Senften und den Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie Organistin Satomi Kikuchi • Sonntag, 18. Juni 2017, KUW 9. Klasse, gemeinsamer Gottesdienst mit Konfirmation. Treffpunkt um 9.15 Uhr in der Kirche Walperswil Sonntag, 18. Juni 10.15 Uhr Feierlicher Firmgottesdienst Apéro im Kirchhof Erlach Duke Johnson, Charlie Kaufman, USA 2015, 90‘, E/d »» Der erfolgreiche Motivationstrainer und Bestsellerautor Michael Stone reist durch Amerika und begeistert mit seinen Vorträgen unzählige Menschen. Als in einer einsamen Nacht die schöne und lebendige Stimme einer Frau in sein Hotelzimmer dringt, schöpft er Hoffnung. Die unwiderstehliche Stimme gehört Lisa, die in einem Call-Center arbeitet und extra für Michaels Vortrag von weit her angereist ist... Michael Stone, marié, la cinquantaine, arrive un soir à Cincinnati. Le lendemain, il doit donner une conférence autour de son livre. Déprimé, ce père de famille contacte une ancienne fiancée. Leur relation s’est arrêtée brusquement, laissant la jeune femme désemparée. Ils se retrouvent au bar de l’hôtel où il est descendu mais leur dîner tourne court: Michael ne cherchant qu’une rencontre d’un soir. Echaudé par ces retrouvailles, il finit par croiser le chemin de deux jeunes femmes qui doivent écouter son discours... <wm>10CAsNsjYwMNM1szQ1NTMBAAj-P1gNAA Donnerstag, 22. Juni 9 Uhr Eucharistiefeier So/Di 18/06 20h30 Mo/Lu 19/06 17h30 20h30 Di/Ma 20/06 17h30 20h30 Dan Gilroy, USA 2014, 117’, E/d,f »» «Nightcrawler» ist die abfällige Bezeichnung für Freelance-Reporter, die mit Hilfe von Polizeifunk-Scannern, den Camcorder stets im Anschlag, immer auf der Suche nach schweren Verkehrsunfällen oder Gewaltverbrechen sind. Die sensationsheischenden Bilder verkaufen sie an lokale Fernsehsender. Der Kleinkriminelle Lou Bloom (Jake Gyllenhaal) ist ein Neuling in der Szene, macht sich durch seine Skrupellosigkeit jedoch bald einen Namen. Wo seine Kollegen auf Abstand bleiben, hält er immer direkt auf die blutigen Tatsachen. Seine Existenz ist einer einzigen Ambition untergeordnet: Er will nach oben – koste es, was es wolle. Dafür geht er auch über Leichen. Lou Bloom veut absolument faire carrière dans le journalisme télé. Et pour cela il est prêt à tout. Il est persuadé que s’il se donne à fond, il parviendra à ses fins. Au volant de sa voiture, il parcourt la ville la nuit à la recherche d’une affaire qui lui permettra de percer. Il rencontre Nina, la rédactrice en chef d’une chaîne de télévision et tente de la convaincre de ses talents de journaliste. Sa devise: «pour gagner au loto, il faut de l’argent pour se payer un ticket». Une philosophie qui le conduit à franchir la ligne jaune. Obsédé par l’idée de réussir, il prend tous les risques alors qu’il enquête dans le milieu du crime... 6-695564/K Sonntag, 18. Juni, 9.30 Uhr, Missionsgottesdienst (JMEM) Predigt: Tanja Von Wartburg Kids-Treff, Ara-Treff, Kinderhüte Sonntag, 9.15 Uhr, Gottesdienst mit Andreas Rossel. Kinderprogramm 11.15 Uhr, Spätgottesdienst Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, Diese drei; Die Grösste von ihnen aber ist die Liebe. 1. Korinther 13,13 Der Herr hat das Tor zum Leben aufgetan, zur Heimkehr in das Land, wo kein Tod mehr ist, in das Land des Lichts und der ewigen Freude. Die Bande der Liebe werden mit dem Tod nicht durchschnitten. Tief erschüttert und unendlich traurig müssen wir Abschied nehmen von Dir, meinem über alles geliebten Ehemann, unserem Papi, Grosspapi, Urgrosspapi, Bruder, Schwager, Schwiegervater, Onkel, Freund und Kamerad Franz Wüthrich-Köhli 19.Oktober 1924 bis 7.Juni 2017 Deine Altersbeschwerden hast Du mit Mut und Tapferkeit ertragen. Du wusstest Dich geborgen in Gottes Gnade und Liebe. Dein Heimgehen kam für uns rasch und unerwartet – und viel zu früh! Wir vermissen Dich schmerzlich und denken an Dich in Liebe und grosser Dankbarkeit! <wm>10CAsNsjYwMNM1szQ1tTABAIbTvMYNAAAA</wm> So/Di 18/06 18h00 <wm>10CEXLqwqAQBAF0C9yuOO8GKcIsm3ZIHaLmP3_JFgMJ57eywifrY2j7QX45GnmWmxGCa_IJImCs8zgWBAMAaeVSKiuf6Hzue4Xc9JD9FQAAAA=</wm> Sonntag, 18. Juni 20 Uhr Stunde der Stille Pfarreizentrum Peter und Paul Täuffelen Sa/Sa 17/06 18h00 20h30 Freitag, 16. Juni 19 Uhr Kommunionfeier, Versöhnungsfeier mit der 9. Klasse Mittwoch, 21. Juni 9 Uhr Kommunionfeier, Kirchenkaffee Andrea Arnold, GB/USA 2016, 164‘, E/d »» Star (Sasha Lane) ist gefangen in einem Leben, das sie sich so nicht erträumt hat. Als sie eines Tages Jake (Shia LaBeouf) sieht, ist sie fasziniert. Er ist der vermeintliche Kopf einer Gruppe unbeschwerter Jugendlicher, denen sie in einem Supermarkt begegnet. Unvermittelt lädt er sie ein, sich ihnen anzuschliessen. Jake hat ihr den Kopf verdreht und so stürzt sie sich ins Abenteuer, in die Freiheit und das Gefüge einer Gruppe mit ganz eigenen Regeln. Tagsüber ziehen sie von Haustür zu Haustür, um halb-legal Magazine zu verkaufen, und nachts feiern sie wild. Ein Roadtrip in das Herz Amerikas und der Beginn einer rohen jungen Liebe, die ihre Grenzen sucht... Star, 17 ans, vit dans la précarité avec sa famille dysfonctionnelle. Bientôt, elle décide de prendre la route. Dans un supermarché, elle croise le fantasque Jake et ses amis, qui donnent du fil à retordre aux employés. Elle est immédiatement intriguée par le jeune homme, qui sillonne les routes des Etats-Unis avec ses compagnons. Chapeautés par la sévère Krystal, ils gagnent leur vie en vendant des magazines au porte-à-porte. Star est bientôt intégrée à la bande et Jake lui apprend quelques techniques, pas toujours très honnêtes, pour vendre des magazines à des gens qui n’avaient pas prévu d’en acheter... • Mittwoch, 21. Juni, 7 bis 7.20 Uhr, Klang – Wort – Stille in der Nikolauskapelle mit R. Weber • Mercredi, 21 juin, 18 h, CEP, avec Bienne à la chapelle Saint-Nicolas de Nidau avec le pasteur Luc N. Ramoni Sa So/di/do deutsch 17.00 français 10.00 italiano 11.00 portugiesisch 18.00 deutsch français 18.00 castellano Fr/Ve 16/06 20h15 nidau • Freitag, 16. Juni, 6.30 bis 7.30 Uhr, Morgengebet im Kirchgemeindehaus 17 bis 18 Uhr, Flötenkreis in der Nikolauskapelle <wm>10CPPxsTbVMwBjZ1e_ENcgawMDM10zS1NTCxNrYyMDPWNDU2tjMyM9C2NTawMzQyMjA0NzK0MzAzMjExNDoBJjc2MLB4QevfiClDQAZhZjsVUAAAA=</wm> Traueradresse: Maria Anna Wüthrich, Rebenweg 14, 3283 Kallnach Maria Anna Wüthrich-Köhli Pia Baud-Grasset-Wüthrich und Familie Gabi Brunner - Wüthrich und Familie Hans Wüthrich Ursula Köhli Anverwandte und Freunde Wir nehmen Abschied am Donnerstag 15. Juni 2017, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof in Täuffelen. Anschliessend Trauerfeier um 14.15 Uhr in der Kirche in Sutz-Lattrigen. Die Trauerfeier und die Urnenbeisetzung finden auf Wunsch des Verstorbenen im 006-695584 engeren Familienkreis statt. Bestattungsdienste in Nidau Zu Ihren Diensten Tag und Nacht Tel. 032 331 05 09 rohrbach.ag@bluewin.ch www.rohrbach-bestattungen.ch <wm>10CAsNsjYwMNM1szSytDAHAOFDeMsNAAAA</wm> <wm>10CAsNsjY0MDAw0zWzMLG0tAAA4-bzcQ8AAAA=</wm> woche vom 16. bis 22. Juni 2017 diverses und immobilien Zu vermieten in Diessbach per sofort oder nach Vereinbarung 006-695624 Als innovatives Schweizer Metallbauunternehmen haben wir uns in der Fertigung und Montage von Wind und Wetterschutzverglasungen über Wohnraumerweiterungen bis hin zu den klassischen Metallbauarbeiten von Treppen, Geländern, Türen, Fenstern in Stahl und Aluminium spezialisiert. <wm>10CAsNsjY0MDAw0zWzNDUzNAIAHYx_1w8AAAA=</wm> JU – BE – FR, 5 bis 6,5%. Agenturen nicht erwünscht. • Selbstständiges herstellen nach Plan von Metallbauteilen, Geländer, Treppen, Balkonanlagen bis hin zu Brand- und Rauchschutztüren Telefon 078 876 48 90. <wm>10CAsNsjYwMNM1szQ1NTUBAMutEnMNAAAA</wm> Ihr Profil: Sie haben eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung und eine selbständige und effiziente Arbeitsweise. Stilsicheres Deutsch gehört ebenso zu Ihren Stärken wie auch das Flair und die Freude an Zahlen und der Architektur. Zudem sind Sie gute Anwenderin der MS-Office-Programme und arbeiten gerne in einem Team. Agro Office (Buchhaltung) und Winbau (Bauadministration) Kenntnisse sind von Vorteil. Ihre Aufgaben Sie erstellen und überwachen die Zahlungsaufträge und Bauabrechnungen für sämtliche Projekte und erstellen die Werkverträge. Sie sind zuständig für die interne Buchhaltung, Mwst-Abrechnung, Debitoren- und Kreditorenabrechnungen sowie das Personalwesen. Gerne kümmern Sie sich um die allgemeinen administrativen Aufgaben in unserem Büro. Das bieten wir Eine verantwortungsvolle Aufgabe. Angenehme Büroräumlichkeiten im Herzen von Aarberg. Ein junges, aufgestelltes Team sowie interessante und vielfältige Projekte. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne Herr Schwab, Tel. 032 392 88 33. RAUMZEIT Architekten GmbH Stadtplatz 1 3270 Aarberg Tel. 032 392 88 33 mail@raumzeit-architekten.ch <wm>10CEXLKw6AMBAFwBOxefttyxoSUtcgCB5D0NxfkWAQI2eMdMJn7dvR9wRiiubuliogZU9phUJrIlgEXGY2BZtVT9WivvyHzue6X9tdM-NVAAAA</wm> Ihr Profil • Alter ab 25 Jahre • Erfahrung in der Ausführung von allgemeinen Metallbauarbeiten, Balkonen, Geländer, Treppen, Türen in Stahl und wenn möglich in Aluminium • Selbstständiges Arbeiten gewohnt • Flexibel In Schwadernau ab 15. Aug. 2017 zu vermieten grosse schöne 4 ½ Zimmer Dublexwohnung 150 m2 Wir bieten • Abwechslungsreiche Tätigkeit • Eigener Arbeitsplatz in Modern eingerichtetem Metallbaubetrieb • Zeitgemässe Anstellungsbedingungen • gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten Interessiert? Dann senden Sie uns Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen an: Blank Metallbau AG, z Hd. Herr Florin von Ballmoos, Bernstrasse 15, 3262 Suberg info@blank-metallbau.ch www.blank-metallbau.ch Böde Patten-, Laminatund Teppichbelag, moderne Küche mit allem Komfort, Bad/Dusche/WC, sep. Dusche/WC, Schwedenofen, Einbauschränke, Balkon, einmalig schöne und sehr ruhige Lage mit Weitsicht auf Alpen und Jura. MZ 1660.– NB i220.– Parkplatz 40.– <wm>10CAsNsjY0MDA00jWyNDM0swQAliK2EA8AAAA=</wm> <wm>10CAsNsjYwNNI1sjQzNLMEACjdkjsNAAAA</wm> <wm>10CEXLoQqAUAxG4Sdy7N_cxlwR5LaLQewWMfv-SbEYDl86vZcRfy1t3dtWDBkkHZ4FM0r2VyUOFDtUGDFBNGS08FINy_l_6LjP6wEno9miVQAAAA==</wm> <wm>10CB3IMQ6DMBBE0ROtNbNh1t64jOgQRZQLAIY696-CUnw96S9LV8G_17x-5ncnQDfPYGSnVBJxy-JVHQE5WJ90AdnadC-NizjtMTxtYu626zhs2-qplk3OKN9x_QDLtK6-agAAAA==</wm> 6-695554/K 012-296169 006-695612 <wm>10CFWKKw6AMBAFT7TNe1u627KS4AiC4GsImvsrPg4xYiazLFESPqZ53ectCMDEWjFqsNTkQ3hL2cGAMSvoI6mEGdpvl_qIAv195MnMnRSFaO3Fa7qO8wZbJVEZcQAAAA==</wm> Aare Seeland mobil AG Direktion Grubenstrasse 12 4900 Langenthal Tel. 062 919 19 11 info@asmobil.ch www.asmobil.ch Unterhaltsarbeiten am Gleis Lattrigen–Ins Die Aare Seeland mobil führt auf der Strecke zwischen Lattrigen und Ins Unterhaltsarbeiten durch: Wir sind ein etabliertes Architekturbüro mit Visionen und Leidenschaft, das sich für die natürliche Bauweise begeistert und diese auch fördert. Per 15. August 2017 oder nach Vereinbarung suchen wir eine erfahrene <wm>10CAsNsjYwMNM1szQ1NbcEAPSzlT8NAAAA</wm> Nächte 19./20. Juni bis und mit 23./24. Juni 2017, jeweils ab ca. 20 Uhr bis Betriebsbeginn. Zu vermieten in Twann-Wingreis DIREKT AM SEE (ev. auch als Zeitwohnung) grosszügige 75m2, im 1. St., mit Parkettboden, Einbauschränke, Wohnküche, Badezimmer mit Doppellavabo und Closomat, Terrasse, Estrich, ein Autoparkplatz. Miete Fr. 1460.- inkl. NK + HK. Tel. 032 315 10 94, 076 759 62 20 <wm>10CEXLrQqAUAwG0Cdy7OduH3NFkNsuBrFbxOz7J8FiOPGMUU78Wft29L2YY4p0R5apkXgpQEgvDjFlwSzNUpsHygwRy1_ofK77BaKG2lZUAAAA</wm> 2½-Zimmer-Wohnung <wm>10CAsNsjY0MDAw0zWzNDUzMgAA8r5cEg8AAAA=</wm> <wm>10CB3DMQ6EQAgF0BMx-YAwspQbO2NhvICKU3v_apN9yVvXtIb_77Idy54MwMnDXJBs1gKe4U37nHBWAfcPQ4xh3nPCkCdKKLwGTepKVz1KbN0qqs5x3e2t8QNVApc6aQAAAA==</wm> Das Gleis wird mit einer vollautomatischen Hebe-Richt-Stopfmaschine bearbeitet. Dabei ist mit Lärmimmissionen zu rechnen. Die asm ist bestrebt, die Lärmentwicklung soweit als möglich zu beschränken. 6-695620/K Gerolfingen Wir danken den betroffenen Anwohnern für das Verständnis. 006-695579 2 ½-Zimmer-Wohnung auf 2 Etagen <wm>10CAsNsjY0MDAw0zWzNDUzNgYACd5Okg8AAAA=</wm> <wm>10CAsNsjYwMNM1szQ1MzYGALcharkNAAAA</wm> Essküche, grosse Dusche, Plattenböden, 3. Zimmer als Abstellraum, kein Balkon, gemeinschaftlicher Gartensitzplatz, PP, MZ CHF 780.00 + 200.00 NK. Tel. 079 547 46 28 <wm>10CEXLIQ6AQAwEwBfR7F5pe1BDQs5dEASPIWj-r0gwiJHTe5rgs7btaHsCPvhkrpq0KjEmCTFjwqkFjJmhRSdDTdUILn-R87nuFyqTgDFUAAAA</wm> <wm>10CB3KMQ6DMBBE0ROtNWN71zhbRnSIIsoFsGFr7l8FpfjN098214R_73X_rh8nABPraqU4VVOHPbikXukwlgy2FytI5MVttpimQxAZUo8jy7hmk-i8nmHYjJbuM37QFlOhaQAAAA==</wm> 006-695633 Premium Haushaltgeräte · Samstag, 17. Juni 2017 <wm>10CEXLIQ6AMAwF0BPR_LbrX6CGhMwtEwSPIWjur0gwiCdf7xmCz9bG0fYEOHEOJ9LNRSNJSKmWoLpB66Ja3Aph6V5D17_I-Vz3C4DQFUdUAAAA</wm> <wm>10CFWKMQ6AMAwDX5TKSZqUkhF1QwyIvQti5v8ThY3Bkn2-dQ1L-LK07Wh7MAAnr6aOUEFStnBHykUCJgNxmdnHbUXrz6dpDAH66xCMRDs76ShT5yzpPq8Hu72sfHIAAAA=</wm> Umgang mit Schmerzen Referentin: Frau Dr. med. Françoise Verrey Bass Fachärztin FMH für Neurologie Mittwoch, 21. Juni 2017, 14.30 Uhr im Matthäuszentrum Port Vereinsmitglieder aber auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Ihren Besuch. 006-695360 Profitieren Sie exklusiv von interessanten Angeboten für Sortiments- und Liquidationsgeräten. Besuchen Sie uns am Samstag, 17. Juni 2017, von 9 bis 17 Uhr. <wm>10CAsNsjYwMNM1szQ1MzADAPuGLeINAAAA</wm> <wm>10CAsNsjY0MDAw0zWzNDUzMAMARXkJyQ8AAAA=</wm> <wm>10CEXLqw6AMAwF0C-i6WO3o9SQLHMLguAxBM3_KxIM4sgzRoL40_p29D2ZffKAs6epkSDLXAmIZBdTlrqISkhBIM0qfP0Lnc91v_Jhln1UAAAA</wm> <wm>10CFWKMQ6AMAwDX9TKTkhKyYjYEANi74KY-f9EYUOyhzvduoZlfJ-X7Vj2IABPXs3hoYKstBjGks1qwNkVy0SKoKji16exgwDtbVJnaiOT9NWmlHyf1wP1GieFcgAAAA==</wm> Das Programm bietet Unterhaltung für Gross und Klein: – Superrabatte mit bis zu 60 % – Wettbewerb mit attraktiven Preisen – Grosses Festzelt – Freigetränke und feines vom Grill – Gelateria – Unterhaltung für Kinder >> komplett sanierte Küche mit zeitgemässem Komfort >> Platten- und Parkettböden >> Kellerabteil /Einbauschrank/Garderobe >> EHP kann dazu gemietet werden >> öV. und Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe >> Ein Lift ist vorhanden <wm>10CAsNsjY0MDQy1zUyNjMyNQYALGcXDQ8AAAA=</wm> <wm>10CAsNsjY0Mtc1MjYzMjUGAJKYMyYNAAAA</wm> <wm>10CEXLoQqAUAwF0C9y3G3sXeeKIK-JQewWMfv_SbAYTjzrWiH4LH07-l5qHMybhZdGSKKVkcKMQkMalBMI0_QYy52q83_kfK77Bbi2IrxVAAAA</wm> <wm>10CFXKoRLCQAwA0S_KzSZ3SUojmbpOBYM_w6D7_wqoQ6zat-_ljav7djy3RylqKdbDvJe6txtRlt5yFIEbmqvigxjR_7gsgML8GSEEn4p8BzZ7Rjtf7w9ChOvncQAAAA==</wm> Interessenten melden sich bei Herr Rötheli, Tel. 079/963 89 74 127-236253/K FORS AG Schaftenholzweg 8, 2557 Studen BE Tel. 032 374 26 26, Fax 032 374 26 70 info@fors.ch, www.fors.ch 006-695606 Der Verein für Altersfragen Nidau/Port lädt Sie ein zum Referat: <wm>10CAsNsjYwMNM1szQ1NjMAAKNG31sNAAAA</wm> <wm>10CAsNsjY0MDAw0zWzNDU2MwAAHbn7cA8AAAA=</wm> Nidau und Ipsach heissen Sie herzlich willkommen VERSCHIEDENES / DIVERS Freie Besichtigung Sa 17.6.17/ 10.00-12.00h 6-695583/RK 5½-Zimmer-Neubauwohnung (ca.200m2) in einem 2-Familienhaus Erstvermietung Wohnzimmer mit Schwedenofen ● Galeriezimmer (66 m2) ● 2 Nasszellen ● 2 Autounterstände ● Wärmepumpe mit Erdsonde sowie Solaranlage Mietzins Fr. 3'150.00 inkl. HK/NK Wir freuen uns, Sie an der freien Besichtigung begrüssen zu dürfen. Gerne vereinbart Hr. B. Perilli auch individuell einen Besichtigungstermin. 127-236276/K ● Montieren der im Betrieb hergestellten Metallbaukonstruktionen Selbstständiges Arbeiten in kleinem Team Teilnahme an Bausitzungen sowie Bindeglied zwischen Bauleitung/Architekt und Projektleiter Unterhalt des Montagefahrzeug <wm>10CAsNsjY0MDQy1zUyNjMyNwMAIfFLTw8AAAA=</wm> <wm>10CAsNsjY0Mtc1MjYzMjcDAJ8Ob2QNAAAA</wm> NQW_4i53PdL0y29axUAAAA</wm> RzNaYf780AAT29xHYw84iqsLhaTldx3kDHK-YC3IAAAA=</wm> <wm>10CAsNsjYwMNM1szQFAgBdnRUEDQAAAA==</wm> Ihr Profil • Abgeschlossene Ausbildung Metallbauer EFZ • Alter ca. 30 Jahre • Erfahrung in der Montage von Allgemeinen Metallbauarbeiten, kleinerem Stahlbaute wie Balkonanlagen, Geländer über Treppen Türen und Fenster • Selbstständiges Arbeiten gewohnt, • Flexibel • Führerschein Kat. B und Führerschein Kat. BE <wm>10CPPxsTbVMwBjZ1e_ENcgawMDM10zS1MgsDY2MtAzNgTRpnqWFibWBmaGRkYGhuZWhibGBoaWJsYW1sbG5sZmDgg9evEFKWkAMSyqHFUAAAA=</wm> Wir bieten • Abwechslungsreiche Tätigkeit • Eigenes Montagefahrzeug • Kranführer (A) Ausbildung zur Bedienung von Betriebsinternem Kran MRT 3255 • Zeitgemässe Anstellungsbedingungen • gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten Parkett- und CV-Böden, Küche mit GS/GK, Balkon, Keller, Estrich. Fr. 1’020.-- + Fr. 230.-- HNK. Garage verfügbar. Tel. 032 328 14 45 6-695597/K Wohnfläche: 72 m², Miete/Mt: CHF 1’390.- inkl. Nebenkosten 6-695555/K Zu vermieten per 1. August oder nach Vereinb. charmante renovierte 2 ½-Zimmer-Wohnung (ca. 40 m ) im 1. Stock. 2 Balkon mit Abendsonne, offene Küche, Bad mit Wanne, Keller, Autoabstellplatz. ÖV 3 Min. Miete p. Mt.: Fr. 600.-, NK Fr. 200.-. Zu kaufen gesucht älteres, renovationsbedürftiges 1 - 4 Familienhaus Gerne sichere ich Ihnen meine Diskretion zu ✆ 079 208 28 18 5-149574/K 08.00 – 12.00 / 13.30 – 19.00 09.00 – 18.00 <wm>10CAsNsjYwMNM1s7A0NzADAMR6WZQNAAAA</wm> zQ1NTcHAPOeLdgNAAAA</wm> FIECHTER sCNlmouierUsCShalFwlgE7DOaQFAjS3Gpyz_ofK77BYZ1Lu5TAAAA</wm> pbWBmaGJkYGhmZWBmbGZoaQSUMbI0NrF0QGjRiy9ISQMA1JVJO1QAAAA=</wm> Die JVA Witzwil ist eine offene Strafvollzugsanstalt für 184 erwachsene Männer. Als Schweizerisches Zentrum für Arbeitsagogik führen und fördern wir Gefangene in 26 verschiedenen Berufen in Landwirtschaft, Gewerbe und Versorgung. 160 Mitarbeitende arbeiten konsequent am Ziel der Sozialisierung und Rückfallverminderung. Für den Betrieb der Wasserversorgung und -entsorgung, der Pumpwerke und Lüftungen suchen wir eine/n <wm>10CAsNsjYwMNM1szQ1sjADAC-k_S0NAAAA</wm> Wir bieten Ihnen eine erfüllende und flexible Teilzeitstelle auf Stundenbasis in der Betreuung älterer Menschen. <wm>10CEXLIQ6AQAwEwBfR7F1pS1lDQs5dEASPIWj-r0gwiJHTO03wWdt2tJ2AD55WJ2cxk4SzRkikEY6sKDEjAE0dlaoBXf4j53PdL9HqUVNVAAAA</wm> 2-Zi.-Dachwhg (57 m2) 6-695585/K An Ihrem Arbeitsplatz führen und fördern Sie eine Gruppe von Gefangenen nach arbeitsagogischen Grundsätzen. Sie haben Erfahrung im à la carte Service, haben Freude unsere Gäste zu verwöhnen, sind interessiert und kommunikativ, dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. 95518/RK 6-69 Unser Auftraggeber ist Spezialist in den oben genannten Fachbereichen. Am Unternehmenssitz in der Region Bern-Biel-Solothurn stehen die Mitarbeitenden im Mittelpunkt. Das Team bietet seinen Kunden eine umfassende Dienstleistung sowohl im Bereich Reparaturen als auch in Neuprojekten. Die Auftragslage ist gut und das Team wird verstärkt. Im Auftrag der Geschäftsleitung suchen wir eine Fachkraft (m/w) als Technische/r Sachbearbeiter/in Eine abgeschlossene Grundausbildung und ein entsprechender Leistungsausweis in einem ähnlichen Umfeld sind die Voraussetzungen für diese Stelle. Für den Umgang mit Kunden sind Sprachkenntnisse deutsch und französisch gewünscht. In dieser Position unterstützen Sie den Geschäftsleiter in allen Belangen eines technisch/kaufmännisch orientierten Betriebes. Ein kleines Team freut sich auf Ihre Unterstützung. Wir wenden uns an motivierte Fachkräfte (m/w) mit Kaufmännisch/Technischer Ausbildung Wenn Sie sich jetzt beruflich verändern möchten, bietet sich hier eine ideale Chance. Die Anstellungsbedingungen sind fortschrittlich. Sind Sie Interessiert, dann senden Sie uns bitte Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen mit Ref. 07003-12. Diese werden rasch und diskret bearbeitet. Telefonische Auskunft erteilen wir Ihnen gerne. Wir freuen uns, Sie kennen zu lernen! Beatrice Sager, lic.rer.pol., Thunstrasse 17, 3000 Bern 6, Tel. 031 357 38 18, Fax 031 357 38 19 beatrice.sager@bfs-consulting.ch • www.bfs-consulting.ch 6-695581/RK 5 Min. ab Bushaltestelle Busswilstr., Linie 74 Im Kanton Bern hat nur jedes 7. Gebäude einen Blitzableiter. Handeln Sie, bevor es zu spät ist! Wir Hausexperten der Gebäudeversicherung Bern liefern Ihnen feuerfeste Tipps rund um den Schutz und die Versicherung Ihres Zuhauses. Storen, Sonnen-, Sicht- und Wetterschutz, Roll- und Fensterläden, Ihr Fachbereich! 127-236414/K Was Sie aufgebaut haben, schützen wir. Gebäudeversicherung Bern – www.gvb.ch/blitz 144-411006/RK 6-695577/K Interessiert? Dann senden Sie uns Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen an: Blank Metallbau AG, z Hd. Herr Florin von Ballmoos, Bernstrasse 15, 3262 Suberg info@blank-metallbau.ch www.blank-metallbau.ch Wir vermieten per sofort oder n. V. eine einzigartige Galerie-Wohnung am Lerchenweg 14 in Lyss diverses Hausräumungs-Flohmärit LAMPEN, HOLZTISCHE, HOLZBÜFFET, SCHRÄNKE, GESCHIRR, ELEKTRONISCHE GERÄTE, WERKZEUG, STÜHLE, BILDER, FROTTE-WÄSCHE, ALTES HOLZRADIO MIT PLATTENSPIELER, BETTGESTELLE INKLUSIVE ROST, HOLZ-WOHNWÄNDE und vieles mehr. TiL-Wtu5tS2YfPFRsTFGmqpYQUFRmWHIUyIsJrgC0WIo5Yv43Ou7zegBVOGRcWAAAAA==</wm> <wm>10CAsNsjYwMNM1szQ1NTIFAJoLVEsNAAAA</wm> hJeqKG1C0GGunrU2G-f_yPlc9wur3VpUVQAAAA==</wm> 006-695525 Wann: Samstag, 17. Juni 2017 Wo: Wingreis 18, 2513 Twann Zeit: 8 bis 16 Uhr Piemont – die reinste Verführung <wm>10CAsNsjYwMNM1szQ1MzAHAG22KpUNAAAA</wm> <wm>10CAsNsjY0MDAw0zWzNDUzMAcA00kOvg8AAAA=</wm> <wm>10CEXLqw6AMAwF0C-i6WO3ZdSQLHMLguAxBM3_KxIM4sgzRoL40_p29D2ZffIK50hTI0GWOQioyS6mLLGIKqQgapoFYv0Lnc91v9tQY-VUAAAA</wm> <wm>10CE2KIQ6AMBAEX3TN7pVrCycJjiAIvoag-b_iQCFWzOysq1vCt3nZjmV3AihSRiuonhUp03xoNZmNjsJQrBOpGhDXv5cWoEB_GwnN3ElRCqybtnSf1wO9cEhYcgAAAA==</wm> Feiern Sie mit uns die Eröffnung des Gesundheitszentrum Schaftenholzpark. Besuchen Sie uns am Samstag, 17. Juni 2017, von 9 bis 17 Uhr in Studen. Donnerstag, 22. Juni 2017, 14.30 Uhr im Hotel Bären, Moos 36, 2513 Twann Traktanden gemäss persönlicher Einladung. Der Vorstand <wm>10CAsNsjY0MDAw0zWzNDU1tQQAyC6HJg8AAAA=</wm> <wm>10CAsNsjYwMNM1szQ1NbUEAHbRow0NAAAA</wm> <wm>10CFWKoQ6AMAwFv6jL67Z2HZVkbkEQ_AxB8_-KgUOcuMv17hLwsbbtaLszACWtIlKdxULJniJCYnEoLILLwpwFpoLfTjYlAuN9aGbYYKacKdlIKOE-rwdfjB4AcQAAAA==</wm> <wm>10CPPxsTbVMwBjZ1e_ENcgawMDM10zS1NTU0trQ1NTPUsDM2tjIwM9Y0NTawMzQyDT0NzK0MjAxMjE1MLY2tjY3NTYAaFHL74gJQ0AEwwq0FUAAAA=</wm> <wm>10CAsNsjY0MDAw0zWzNDU1NwIAwpVjgw8AAAA=</wm> AA</wm> <wm>10CFWKoQ6AMAwFv6jLa7duK5VkbkEQ_AxB8_-KgUOcuMv17hrwsbbtaLszgEzZVIt4FITI6lwl1OzIMAGXBZYiNEn67VSnCDDeh2aGDRglIdYB5XCf1wMj3mh6cQAAAA==</wm> 8-tägige Rundreise, 7 Nächte inkl. Frühstück, Degustationen, Besichtigungen und Mahlzeiten, deutschsprachige Reiseleitung, Ausflüge, ab CHF 2990.– p.P., Reisebeispiele: 23.–30.9. und 14.–21.10.2017 Weitere Informationen erhalten Sie bei uns im Reisezentrum – wir freuen uns auf Ihren Besuch! 006-695572 Association Pro Senectute Région Biel/Bienne-Seeland Invitation pour l’assemblée générale Jeudi 22 juin, à 14 h 30, Hôtel Bären, Moos 36, 2513 Douane Ordre du jour selon invitation personnelle. Le comité Immobilien für unsere Kunden. Das Programm bietet Unterhaltung für Gross und Klein: – Gratis Blutzucker und Blutdruck messen – Gratis Nägel lackieren (Podologie Spitex) – 10 bis 12 Uhr Jazz-Mattinée mit BEALE STREET oldtime jazz quartet (Tagesstätte Spitex) – Grosses Festzelt – Freigetränke und feines vom Grill – Gelateria – Unterhaltung für Kinder Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Studen! Schaftenholzweg 10 · 2557 Studen · bei Spitex Bürglen · Tel. 032 373 38 88 · www.spitexbuerglen.ch Ärztezentrum · Tel. 032 374 31 31 · www.az-studen.ch 006-695607 Ihr Immobilienmakler der Region. LHMLguAxBM3_KxIM4sgzRoL40_p29D2ZffKKokhTI0GKBgE12UWVJRZxhFSbPc2i6PoXOp_rfgGD2hASVAAAAA==</wm> Weine wie Barbera, kulinarische Spezialitäten, traumhafte Landgüter und italienische Gastfreundschaft in historischen Städten – der allgegenwärtige Charme begeistert! Unser Angebot: 006-695559 <wm>10CAsNsjYwMNM1szQ2NzAFAKrijV8NAAAA</wm> <wm>10CAsNsjY0MDAw0zWzNDY3MAUAFB2pdA8AAAA=</wm> ERSTVERMIETUNG IN AEGERTEN – WOHNEN WIE EIGENTÜMER. Auf dem früheren Liechti-Areal in Aegerten, genauer an der Reuentalstrasse 4, wird seit anfangs März 2017 emsig gebaut. Die Egli Immobilien und Verwaltungen AG erstellt dort auf Spätherbst/Winter 2017 überdurchschnittlich grosse Wohnungen zum Mieten und Bleiben. Aber auch die 3 ½ - Zimmerwohnungen mit einer Wohnfläche von 90 m2, mit zwei Nassräumen (Bad und Dusche / Gäste-WC) und grossen Balkonen - natürlich auch mit Lärchholzrost – können sich sehen lassen! <wm>10CAsNsjYwMNU1NLE0NLEAAC80ekUNAAAA</wm> <wm>10CAsNsjY0MDAw1TU0sTQ0sQAAkctebg8AAAA=</wm> <wm>10CEXLIQ6AMAwF0BPR9LfdulJDQuYWBMFjCJr7KxIM4sk3Rhbiz9q3o-_JXCZYwFo2EWLzrHCKoskVIgyfUdURGkhVNyz_ofO57hes6LIZVQAAAA==</wm> <wm>10CE2KoQ6AMAwFv6jLe2VlHZUERxAEP0PQ_L9ioBAn7nLrGpbwMS_bsexBACbMldnDiVQ0zDWZDgGjKlgmMhdY7em_i3dRoL2PvFkbKXkUWoN7us_rAZIn9MNxAAAA</wm> „Ar Aare naa“ Das Naherholungsgebiet zu Füssen! Ob eine Bikefahrt Richtung Biel oder Solothurn oder ein gemütlicher Spaziergang der schönen Aare entlang - an der Reuentalstrasse wohnen Sie privilegiert! Aufstrebende Wohngemeinde Aegerten ist als Wohngemeinde attraktiver denn je. Im direkt an der Aare gelegenen Dorf lässt es sich wirklich gut und schön leben. Einerseits die Vorzüge des Landlebens geniessen und trotzdem nicht auf die unmittelbare Nähe der Stadt verzichten, das nennt man die perfekte Wohnlage! Kleinwohnungen ganz gross 2 ½ - Zimmerwohnungen mit über 80 m2 Wohnfläche, einem Balkon in der Grösse von 15 m2 mit Lärchholzrost, grossem Badezimmer (Bad und Dusche) und einem geräumigem Reduit - alles andere als gewöhnlich! 80 m2 Terrasse Soviel Aussenbereich (teilweise gedeckt) bieten die Attikawohnungen mit 4 ½ Zimmern. Das Raumangebot muss nicht speziell beschrieben werden, die Wohnungen sind ganz einfach topp! Zum Vermarktungsstart gibt es deren zwei, da müssen Sie sich rasch entscheiden! Gemeinschaftliche Räume Ein grosszügiger, gedeckter Eingangsbereich sowie ein Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss fördern die soziale Vernetzung der Bewohner und bieten die Möglichkeit der Mehrfachnutzung. Es stehen zwei abschliessbare Veloabstellräume zur Verfügung, einer davon befindet sich gleich in der gedeckten Zufahrt. Waschen und Trocknen Alle Wohnungen verfügen über die nötigen Anschlüsse für einen Waschturm in der Wohnung (Reduit). Grosszügige Wasch- und Trocknungsräume mit Zugang zum Garten befinden sich im Untergeschoss. Hindernisfreies Konzept Jede Wohnung verfügt über eine schwellenlose Dusche und einen schwellenlosen Balkon- bzw. Terrassenzugang. Der Personenaufzug ist rollstuhlgängig. Die hindernisfreie Zugänglichkeit ab der Einstellhalle mit Lift oder über die äusseren Zugänge ist selbstverständlich. ... hie chame blybe! Hoher Ausbaustandard Hochwertige Küchen, teilweise mit Kochinseln. Wunderschöner und heller Eichenparkett im ganzen Wohnbereich, raumhohe Türen, grossflächige Fenster in Holz-Metall mit 3-fach Isolierverglasung. Genügend Garderoben- und Wandschränke. Alles im Wohneigentumsstandard! E-Zeitalter Bei jedem Einstellhallenplatz ist individuell auf den Wohnungszähler eine Steckdose für E-Bikes oder Elektrofahrzeuge vorinstalliert! 005-149148 MARKTPLATZ 6-695289/K Ferien & reisen vaCanCes & voyaGes adelboden, 2-6 betten, 2 + 3 Zi.-FW Nähe Gondelbahn, frei Sommer + Winter. 061 721 53 87. tiere · animaux privates Hundesitting hat noch Termine frei. Weekend, Ferien oder Tageweise. 076 540 50 63. diverses · divers ich kaufe was Sie nicht mehr brauchen. Kleine Drehbank, kl. Fräsmaschine und Teile von Schaublin, Bergeon, Hauser, Aciera. Uhrmachermaschinen, alte Mofas auch defekt, kleine Geräte mit Benzinmotor, Hondagerät, 076 338 22 33. tantra sinnlich sanfte Berührungen, die schönste Art zu geniessen. 1 Std./ 120.–. 079 333 20 56. 6-695008/K Verkauf & Service 60+ Fitgymnastik! Aktiv bleiben mit Spass an der Bewegung. Mi, 10–11 Uhr. www.fitness-nidau.ch, 079 787 94 35. wohlfühl-warmöl-massagen für Geniesser! Gönnen Sie sich diese Achtsamen Berührungen. 079 466 05 06. 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Juli 2017, 10–16 Uhr <wm>10CAsNsjYwMNM1szQ1NTUDAOfMHJ0NAAAA</wm> <wm>10CAsNsjY0MDAw0zWzNDU1NQMAWTM4tg8AAAA=</wm> <wm>10CEXLKwqAUBAF0BU53PncEZ0iyGsPg9gtYnb_SbAYTjy9FwWftW1H2wvIISeSWQGKMypUBRaFVDfoOKsyLRIo95G2_EfO57pf2Rg1X1UAAAA=</wm> <wm>10CFWKKw6AMBAFT7TNe9vutrCS4AiC4GsImvsrPg4xYiazLGEJH9O87vMWBODig5l5FOQ05BqFTNAScDQF60iqobn9dmmPKNDfRZ6M1knRIsqeq6frOG96dnm1cQAAAA==</wm> 10:00 Uhr Ab 10:30 Uhr Einstimmung mit Daniel Kallen, Pfarrer und Wegbegleiter Rundgang und Besichtigung des neuen Ruferheims, Festbetrieb mit Musik, Verpflegungsständen, Rösslispiel, Tombola Wir freuen uns auf einen fröhlichen und abwechslungsreichen Tag mit Ihnen! Sie sind herzlich willkommen – feiern Sie mit uns. Bitte Parkplätze bei der Mikron an der Ipsachstrasse 16 benützen. Fam. Gerber, Bargen in Bargen (Strecke Bargen-Ins) Neu: beim Aare-Hagneckkanal Tel. 079 466 63 33 (vormals E. Nydegger, Kappelen) <wm>10CAsNsjY0MDAw0zWzNDUzMgYASO9Viw8AAAA=</wm> <wm>10CAsNsjYwMNM1szQ1MzIGAPYQcaANAAAA</wm> <wm>10CEXLIQ6AMAwF0BPR9K_5LaOGhMwtEwSPIWjur0gwiCdf70nRz9bG0fZU9ckrvViClKqegAqJVIcVRSwoZqiMSLPgvP5Hzue6X-dyiRtVAAAA</wm> <wm>10CB3JOQ7CQBBE0RPNqKqnFzcdImeWA8QFjBli7h-xBD95f9vKOv5d1_2-3ooAvHmayyia9YR_MXssLDiHgHEhFMiFoxDK0CntOJNNhdoeMdn8mL9_Wgr6-_n6AO8yi6FqAAAA</wm> Verkauf und Selberpflücken, täglich 9-12 / 14-17 Uhr Lilien <wm>10CEXLIQ6AMAwF0BPR9Hdt11FDQuYWBMFjCJr7KxIM4sk3RhrxZ-3b0fdk9smjVG0JC2rF1RMCUnC05AoVhs3QEgbhlmKosvyPzue6XzOyf1VZAAAA</wm> indische Fussreflexzonenmassage www.praxis-abheben.ch, 079 370 18 68, Cornelia Möri, Bahnhofstrasse, Lyss. aide-jardinier / Gartenhilfe indép., Bienne & Umgebung; avec vos Werkzeuge; 40.–/h; 032 322 67 34, répondeur. 006-695623 006-695603 Mit Wind Kuchen backen? <wm>10CAsNsjY0MdE1MTQ0tjAAAP8rjccNAAAA</wm> <wm>10CAsNsjY0MDQx0TUxNDS2MAAAQdSp7A8AAAA=</wm> <wm>10CEXLIQ6AQAwEwBfR7NLe0VJDQs5dEASPIWj-r0gwiJHTexbBZ23b0fak2WCkOtIJmRCppDiZqIgRnGbUAg01T9UavvxHzue6X_w0bxFVAAAA</wm> <wm>10CFXKqQ6AMBBF0S-a5r3pNjCS1DUIgq8haP5fsTjETa44vXsO-FraurfNCaYkiYwGNyJUTB7JYKRDFQrWmSVbRJryz4sBIDBeI1BRDBbJz5dBZbiO8wabHiqfcgAAAA==</wm> Für uns kein Problem. In unserem Besucherzentrum zeigen wir Ihnen, wie. Besuchen Sie uns in einem unserer 7 Besucherzentren. Wir zeigen Ihnen, wie aus Sonne, Wind, Wasser und Atomen Strom wird. Weitere Informationen und Anmeldung auf www.bkw.ch/besucher 144-411380/RK Biege auf die Zielg gerade ein! Basisschuljahr für Schulabgänger Richtung Informatik/Mediamatik 3000 Bern 14 6-694979/K Immobilien-Ratgeber Grundstückgewinnsteuer Wer eine Liegenschaft verkauft, wird sich wahrscheinlich mit Fragen rund um die Grundstückgewinnsteuer auseinandersetzen müssen. Diese wird bei der Veräusserung von Liegenschaften erhoben. Ein Grundstückgewinn entsteht, wenn der Erlös aus dem Verkauf einer Liegenschaft die Anlagekosten übersteigt. Typische Anlagekosten: Start August 2017 Professionelle Vorbereitung zur selbständigen Ausübung des Berufes mit Diplomabschluss Bern, Spitalgasse 28, Tel +41 31 312 18 00 info@faces-kosmetikschule.ch www.faces-kosmetikschule.ch • Alle Aufwendungen, welche zu einer dauernden Wertvermehrung der Liegenschaft geführt haben (Ausgaben für werterhaltende Renovationen und den ordentlichen Unterhalt fallen nicht darunter) • Kosten für eine rechtliche Verbesserung des Grundstücks (z.B. Dienstbarkeiten) • Verkaufskosten wie Werbekosten und Maklerprovisionen Bei einer Besitzesdauer von mindestens fünf Jahren ermässigt sich der Grundstückgewinn (Rohgewinn) um 2% für jedes ganze Jahr seit dem Erwerb, höchstens jedoch um 70 %. Gerne geben wir Ihnen Tipps und stehen beratend zur Seite. Oliver Ryter RE/MAX Au Lac, Weyermattstrasse 4 CH-2560 Nidau, T 079 504 53 94 ERDBEEREN KIRSCHEN Verkauf ab Hof <wm>10CEXLIQ6AMAwF0BPR_K3r30oNCZlbEASPIWjur0gwiCffGGGCz9q3o-8BcGJzIyKZiYPhKlZUAwQzEuekgJbaInvWuvxFzue6X0CkpG1UAAAA</wm> LZru1FDQuYWBMFjCJr7KxIM4sk3Rhrhs_bt6HsCPnkzi5psRg2eTcmKasJZBBwzqkCKeKRqiC3_ofO57hePZlLkVQAAAA==</wm> <wm>10CAsNsjYwMNM1szQ2MzAHALHpQbANAAAA</wm> 1NTYAAFTOJSINAAAA</wm> Charmante, geräumige Wohnung (76 m2) mitten in Ipsach. Laminat- und Plattenböden, offene Küchen-/Wohnzimmer-Landschaft, grosser Balkon. Badezimmer mit Wanne. – Netto-Miete Fr. 1 240.00 – Akonto Fr. 250.00 – Parkplatz à Fr. 40.00 kann dazu gemietet werden. 6-695409/RK <wm>10CAsNsjY0MDQy1zUyNrEwNwEAUN3bBg8AAAA=</wm> <wm>10CAsNsjY0Mtc1MjaxMDcBAO4i_y0NAAAA</wm> <wm>10CEXLqw6AMAwF0C-iuX1spdSQLHMLguAxBM3_KxIM4sgzRhbCp_Xt6Huy-CRqs1tyKRSoydVJzBIVIWBf4BCEmqaqI9b_0Plc9wtrYttoVQAAAA==</wm> <wm>10CAsNsjYwMNM1szQ1tTQAAN4mytgNAAAA</wm> <wm>10CPPxsTbVMwBjZ1e_ENcgawMDM10zS1NTSwNrQ1NTPUsDM2sTQ0s9UyMLawMzQyMjA0NzKyBlamRiDBQyNjY3NnZA6NGLL0hJAwB6jUfUVQAAAA==</wm> F + Partner AG info@f-partner.ch | 031 380 00 90 6-695476/RK 127-235486/K <wm>10CEXLoQqAUAwF0C9y3G1se3NFkNceBrFbxOz_J8FiOPGMUUb4rH07-l6AT57qiGIzSnixMLUsCFLAMTMMiCalohHLP-h8rvsFCJZPmlMAAAA=</wm> 3u6lwR5DUxiN0iZv8_CRbDiWddKwSfpW1H2wtgx4xwlEZIgqWmMmaBSIMOExiw3t3Kncn5L3I-1_0CD7B_wVQAAAA=</wm> 6-695530/RK <wm>10CPPxsTbVMwBjZ1e_ENcg67TS1Jyc1CJrEwtzPVNTS2sLoJyxpYm1gZmBpZGBobmVgbmBkbEJEFobG5sbmjpANcSnF5Wm5unFF6SkAQBeQyAQVQAAAA==</wm> Hotel Schloss Tel. +41 32 331 98 27 Mobilee +41 79 567 12 66 <wm>10CPPxsTbVMwBjZ1e_ENcgawMDM10zSxMgtDY0NdWzNDCzNrfUMzY3MLQ2MDOwNDIwNLcyMDcwMLI0NjK3NgZJOCD06MUXpKQBAPdg1ghVAAAA</wm> • Kosten der Handänderung beim Kauf • Erwerbspreis der Liegenschaft 6-695578/K 17-071543/K 6-695590 0/K Freitag 23. Juni 2017, 15 – 19 Uhr Samstag 24. Juni 2017, 10 – 15 Uhr 6-695390/K Der Baustandard von bonacasa garantiert eine bis ins Detail durchdachte und nachhaltige Bauweise Ihrer Wohnung. Eine ebenerdige Dusche ist praktisch und vermittelt Lifestyle. Zusätzlich sind bonacasa-Wohnungen rollstuhlgängig und verfügen deshalb über grosszügige und moderne Grundrisse. Jede Wohnung verfügt über Küchengeräte der neusten Generation sowie eine eigene Waschmaschine und einen Trockner im Reduit. <wm>10CAsNsjY0MDAw0zWzNDW2NAAA0qVj9w8AAAA=</wm> <wm>10CAsNsjYwMNM1szQ1tjQAAGxaR9wNAAAA <wm>10CFWKIQ6AQAwEX9TLtkdpSyXBEQTBnyFo_q_gcIgROzvrmlrwMS_bsezJAEYaQ2sgnVEMkSyDFdGESgjYJu63ufCvJ3_HK1pvCEoSjZWq0-ANpuU-rwdfgnoScgAAAA==</wm> <wm>10CEXLIQ6AMAwF0BPR_LZbS6khWeYWBMFjCJr7KxIM4sk3RlbCp_Xt6HsCNllUDeTMIEckS3GSkjCEgH2BQziKWqo6y_ofOp_rfgFCmB0HVQAAAA==</wm> IHRE VORTEILE IM BELLEVUEPARK BONACASA-MEHRWERTE bonacasa-Wohnen | 032 625 95 64 www.bellevuepark.ch | www.bonacasa.ch Na kw24 2017
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q-de-2171
Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
Ferienhaus & Ferienwohnung in Oraison (Haute-Provence - Sisteron) | FeWo-direkt Urlaub in Oraison Eine Ferienwohnung in Oraison ist für Familien ideal, die einen idealen Ausgangspunkt suchen, um die Natur und Kultur der näheren Umgebung zu entdecken. Wunderschön ist die umliegende Landschaft, lädt zum Rad fahren und Wandern ein. Aktivurlauber können sich freuen und die großartige Landschaft erkunden. Genießen Sie Ihren Urlaub hier in der Provence! Lage von Oraison Ihr Ferienhaus befindet sich in traumhafter Lage im romantischen Durancetal im Département Provence-Alpes-Côte d'Azur. Oraison liegt rund 70 Kilometer nördlich von Aix-en-Provence, näher liegt Manosque. Hier ist es im Sommer herrlich warm und mediterran. Sehenswürdigkeiten rund um Ihre Ferienwohnung in Oraison Ein absolutes Highlight der kleinen Stadt ist das wunderschöne Schloss, das im 18. Jahrhundert in einem märchenhaften Renaissance-Stil erbaut wurde. Entlang des Canal d'Oraison können Sie Spaziergänge machen oder mit dem Rad fahren. Besuchen Sie auch das rund 20 Kilometer entfernte Manosque, dessen Altstadt Sie unbedingt erkunden sollten! Die birnenförmige Innenstadt besticht mit teilweise erhaltenen historischen Stadttoren und traumhaften Boulevards, die den Verlauf der alten Stadtmauer imitieren. Hier gibt es auch zwei wirklich schöne Kirchen im romanischen Stil. Im weiter entfernten Aix-en-Provence erwarten Sie beispielsweise der prachtvolle Cours Mirabeau, einem Flanierboulevard mit Bars und Cafés sowie die prachtvollen Kirchen Saint-Saveur und Saint-Jean-de-Malte. Essen und Trinken in Oraison Die Küche der Provence ist besonders aromatisch und verwöhnt Sie mit leckeren Kräutern und herrlich duftenden Eintöpfen. Besonders bekannt ist der aus Marseille stammende Fischeintopf Bouillabaisse, den man auch hier probieren sollte. Mit Zucchini, Auberginen und Tomaten können Sie sich selbst und Ihren Liebsten typisches Ratatouille auch in Ihrem Ferienhaus zubereiten! 2 (59348) Online Buchen (916) Am wasser (fluss, see) (246) Auf dem dorf (525) Auf dem land (709) In den bergen (350) Deck / Patio (679) Garten (645) Sat./Kabel-TV (345) Kinderfreundlich (541) Von privat (795) Kleines Landhaus #678452a Ferienhaus mit Pool - Gorges du Verdon Ferienhaus #1411138a Villa mit Pool und großen Terrassen Ferienhaus / Villa - Oraison Ferienhaus #6177627 PROVENCE EIGENTUM IM HERZEN DER STEIN UND ZWISCHEN LUBERON VERDON Ferienhaus #1231203 Wohnung in einem Dorf in der Haute Provence Ferienwohnung #1466950a Ferienwohnung #1424170a Selten in Gréoux, neues Haus mit Terrasse, 3 Schlafzimmer, ruhig, schöne Aussicht. Ferienhaus #1463748a Ferienhaus #1437381a Manosque Charme Vermietung Ferienhaus / Villa - Viens Ferienhaus #6433862 Haus im Herzen der Gorges du Verdon Ferienhaus #1404740a Kleines Landhaus #661265a Ferienwohnung #586696a Provence: Das Haus Salles / VERDON, in der Nähe der LAC DE SAINTE-CROIX, KEHLEN Ferienhaus #1179701a Ferienhaus #1140964a ZEN Wohnung Manosque Ferienwohnung #8097075 Ferienwohnung #1391137a Ferienhaus / Villa - Quinson Ferienhaus #6131740 Kleines Landhaus #1070985a Haus im Zentrum Geschichte / Middle of Thermal Kuren. Ferienhaus #1221606a Landhaus - 64 m2 ruhig - privaten Zugang zum See - für Rollstuhlfahrer zugänglich Kleines Landhaus #1994747 Haus 7 Pers. mit Garten 100 m vom See Esparron und Wassersport. Ferienhaus #6478385 Ferienhaus #1447228a Ferienhaus / Villa - Beaumont de Pertuis Ferienhaus #6373150 Ferienhaus #1363146a Schöne provenzalischen Landhaus mit herrlichem Blick auf den See Esparron de Verdon Ferienwohnung #1454311a Ferienhaus #851936a Ferienwohnung in Saint-Laurent-du-Verdon, Verdon Region Ferienwohnung #8068266 Ferienhaus #1708639 Ferienhäuser & Ferienwohnungen in Oraison (300+) Wir haben uns von Beginn an sehr wohl gef&uuml;hlt. F&uuml;r und war alles perfekt, von der Freundlichkeit, der Gastfamilie, &uuml;ber das Ambiente und die Erholung. Das Haus ist klein aber fein und super gepflegt inkl. des Au&szlig;enbereiches, mit Pool. Danke f&uuml;r die sch&ouml;ne, ruhige,tolle Zeit bei Euch.
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Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
August | 2013 | Welt-der-Legenden Publiziert am 30. August 2013 von Anja In den Jahren 1994 bis 1999 war ich in einer alteingesessenen Zwickauer Raumausstattung angestellt. Mein Aufgabengebiet in dem Familienbetrieb umfasste nicht nur die Funktionen einer Chefsekretärin, sondern zum Teil auch die Beratung der Kunden vor Ort auf der Baustelle und … Weiterlesen → Verschlagwortet mit Architekt, Baumeister, Breydin, Hundertwasser, Kurfürst, Lichterfelde, Mark Brandenburg, Neustadt Dosse, Raumausstattung, Zitadelle Spandau | Publiziert am 29. August 2013 von Anja Als Jugendlicher ist man für so allerlei Blödsinn empfänglich, über den man jetzt nach Jahren zumeist herzlich lachen kann. Ich erinnere mich noch recht gut an meinen ersten Campingurlaub, den ich mit einer Freundin auf dem “Zeltplatz der Jugend” in … Weiterlesen → Verschlagwortet mit Altar, Bagenz, Burg Klettenberg, Ellrich, Gin Tonic, Hufeisen, Kampftrinken, Komasaufen, Säuferkönig, Talsperre Spremberg | Der Sadist von Barlinghausen Publiziert am 28. August 2013 von Anja Wenn vom Land Wursten die Rede ist, hat das nicht etwa irgendwas mit Salami oder sonstigen pikanten Fleischereiendprodukten zu tun. Es handelt sich hierbei vielmehr um einen geschichtsträchtigen Landstrich zwischen den Städten Bremerhaven und Cuxhaven. Auf den Feldern dieser Gegend … Weiterlesen → Verschlagwortet mit Barlinghausen, Bremerhaven, Cuxhaven, Flachs, Land Wursten, Leinen, Naturfaser, Sadismus, Sadist, Sievern | Publiziert am 26. August 2013 von Anja Eichenwälder galten bei vielen Volksstämmen sowie auch in zahlreichen Religionen schon von jeher als heilig. Das keltische Wort für Eiche ist “Duir”, und Sie bemerken sicherlich die Ähnlichkeit zu der keltischen Priesterbezeichnung Druide, welcher auch tatsächlich nach der Eiche benannt … Weiterlesen → Verschlagwortet mit deutsche Eiche, die Nanny, Druide, Kelten, Kindermädchen, Melsungen, Melsunger Forst, Schwalm-Eder-Kreis, Spangenberg, Walderdbeeren |
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q-de-2171
Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
Daten ansehen: Autor – Fachtexte Daten ansehen: Autor ; A. A. E. H. Abbatia Abel Achilles Acxtelmeier Adam Adolphi Adrichem Africanus Agerius Agricola Aitinger Alber Albert Albich Albinus Albrecht Alcibiades Aldrovandi Aleotti Alethophilus Parrhesiensis Alexander Alexandrinus Alghihac Altenheymer Altenstaig Alvares Alvenßleben Alzenbach Am Wald Amati Amberger Amman Ammerbach Ammon Ampsing Anckelin Andre Andreae Andree Andreä Anhart Anschau Anthimus Apian Apiarus Apuleius Aquin Archimedes Ardüser Arevalo Arndt Arnoldt Artephius Artomiusz Audorf Auerswald Augsburger Augustin Aureus Aurifaber Aventinus Aviler Axt Ayrer Bacherach Bachmeyer Bachofen Backhausen Backmester Bacon Bagasser Baierland Bapst Barba Bardewik Barletus Barnabé Barner Barnes Barnstein Barnstorff Bartisch Bartsch Bathe Bauhin Baum Baumann Baumgarten Bausch Bebel Becher Becker Beckher Beer Beham Beheim Behm Behn Behr Behrens Beichlingen Beier Beilfuß Beineke Beintema van Peima Belin Belli Bellinckhausen Belzar Bendeler Benedictus Benserade Benz Berg Bergamt Fürstentum Anhalt Bergen Berger Bergius Berlaimont Berlich Bernardus Berndt Bernhertz Bernoulli Beroaldo Bertsche Berward Bessonus Beugedantz Beutel Beuther Beverwijck Beyer Beynon Bidembach Bidner Bierling Binsfeld Birck Birckenstein Birelli Birken Bischoflack Bitterkraut Blankaart Blaw Blegny Blondel Blum Blumentrost Bock Bocksdorf Bodenehr Bodenstein Bodin Bodinus Boekholt Boethius Bohse Boillot Boissard Bolmann Boltz Bombastus von Hohenheim Bonnefons Bononiensis Bontekoe Bopp Borch Borgsdorff Born Bornmann Bornmeister Bosch Bosse Botero Bothe Botsack Bourgeois Boutet Brack Brahe Bramer Branca Brandt Brant Brantzius Braun Braunschweig Brauser Brechtel Breithaupt Brendel Brenner Brentel Breunle Briggs Brotbeihel Brotoffer Brugis Brummet Brunfels Brunn Brunner Bruno Bry Buch Buchinger Buchler Buchner Buchwälder Budaeus Bullinger Buno Burchard Burckhart Bureus Burgauer Burggrav Burres Busch Busschof Bussingius Butschky Böckler Bödikerus Böhme Böschenstein Böttger Bücklin Bünting Bürger Bürgi Büthner Büttner C. S. V. M. Cadaeus Caesius Calepinus Calvisius Calw Camerarius Cammermayer Campanella Canel Canisius Cantzler Capell Capua Cardano Cardilucius Cardinael Cario Carion Carrichter Carve Casati Casserius Cassianus Castello Caus Cavalcabo Cavazzi Cellarius Charron Chemnitz Chokier Cholinus Christiani Christmann Christoph Chytraeus Chyträus Cicero Clajus Clauder Clerc Cluever Clüver Cnoll Cnopius Cnöffel Cocheim Cock Cocles Colbe Colbovius Colerus Collegium Medicum Gotha Collegium Medicum Wittenberg Collmard Columbus Columella Comenius Commodus Concius Conrad Conradinus Conrat Copp Cordes Cordier Cordus Cornaro Cortés Corvinus Cracher Cranach Crato von Krafftheim Cremona Crescentiis Creutzer Crodelius Croll Cromer Cruciger Crätschmair Crüger Crügner Cuba Culmann Cunitz Cuno Cuppener Curtius Cusanus Cyprian Cysat Czynner Dalhöfer Dambach Danckwart Daneau Dannhauer Danxst Danzig zum Ingolstadt Dasypodius Dauthendey Deane Decimator Deckhardt Dehn-Rotfelser Delcampe Demantius Detharding Detri Deucer Dickel Diecmann Dienst Dientzenhofer Dietenhauser Dieterich Diether Dietterlin Dietzsch Dieussart Digby Dilbaum Dilich Dionysius Dioskurides Ditzel Dobracki Dobricius Dobrzensky Dodoens Dolhopff Domitzer Donati Donatus Dorn Dorneck Dou Drebbel Drexel Dryander DuChesne Durante Duval Döbelius Döbner Döbringer Döderlein Dögen Döpler Dörffel Döring Düez Dümler Dürer Eber Eberhard Ebert Ebertus Ebrardus Ebreesch Edel Ehinger Eiching Eichler Eichmann Eichstaedt Eichstätt Einfalt Einhorn Eisenhart Eisenmenger Eleonora Eliandrus Ellenbog Ellinger Elsholtz Emanuelli Emmel Emmen Endter Enemer Engelhusius Engelin Engeln Entzelt Eppendorf Erasmus Erben von Brandau Ercker Erhardi Erhart Erich Ernesti Ernst Errard Erthel Espagnet Estienne Etschenreuter Ettner Evenius Eyb Eylend Eysenmenger Eyssenmann Fabcricius Faber Fabri Fabricius Fabris Fabronius Fabry Fachs Fademrecht Fahrenholtz Fahrner Falconius Falkenstein Falkner Falloppio Faulhaber Faust Federer Feige Feind Felden Felgenhauer Fettich Feyrabend Fichselius Ficinus Figulus Fincelius Finck Finé Fioravanti Fischart Fischbach Fischer Fitzgerald Flamand Flamel Fleck Flemløs Flöter Foerster Folz Forberger Fordenbach Forer Forestus Fouilloux Francisci Franck Francke Franckenberg Franckenberger Frantz Freig Freising Freitag Freund Frey Friderich Friderici Fries Friese Frisch Frischlin Fritzmann Frobenius Frohne Fronsberger Fruck Frugardi Frölich Fuchs Fuchsberger Fugger Fuld Funck Furttenbach Fäsi Fénelon Förter Füllmaurer Gabelkover Gabir Ibn Haiyan Gabler Gabriel Galgemair Galiberto Gallus Gamundianus Ganshorn Garlandia Garmann Garnier Gartau Gartner Garzoni Gasser Gassmann Gazio Gehema Geiger Geiler von Kaysersberg Geilfus Geißler Gentner Gerdes Gerken Gerlach Gerle Gersdorff Gerson Gesenius Gesner Geuder Geuß Geyer zu Giebelstadt Geßler Gheyn Ghotan Gibelius Gilbert de Spaignart Giovio Girard Girbert Glaser Glauber Glaß Gleich Gleydtsmann Gmunden Gobien Gockel Goclenius Goeree Goessens Goette Gogler Goldberg Goldmann Goldmayer Goldstein Goldwurm Gonabach Gosky Gottfried Gottlieb Graffenried Graminaeus Gramman Grapius Graseck Grasser Grasshoff Grau Grauichen Graß Greflinger Greiff Greiff-Ahn-Barth Greser Greve Grick Griendel von Ach Grimm Grimmelshausen Grisone Gross Grosse Großer Gruber Grueling Grunewald Grynaeus Gräbner Gräter Grüneberg Grünwald Guckelin Gudrio Gueintz Guhle Gumpelzhaimer Gutmann Guttorf Gyger Gänßschopffen Göbel Göbler Gödelmann Gölitzsch Göseken Götze Gülich Günther Haan Habrecht Hafner Hager Hahn Haiden Haidlberger Hake Halbmayer Halle-Wittenberg Hallis in Valle Eni Halt Hamel Handsch Hanemann Haneton Hanfelt Hannas Hannover Happel Hardmeier Harff Harmenopulus Harsdörffer Hartlieb Hartman Hartmann Hartnack Hartwieg Haselberg Hasenkopff Hasenmüller Hassert Hauptmann Hayne Hebenstreit Heer Heerbrand Heermann Heidemann Heiliges Römisches Reich Heinfogel Heingarter Heinrich Heins Helbach Heliophilus Heller Hellwig Helm Helmont Helmreich Helvetius Helwig Hemeling Hemsing Henisch Henning Henricus Hepner Herberstein Herlitz Hermes Herr Hertel Hertzog Herzog Ulrich III. Herzog von Bayern Herzog von Braunschweig-Lüneburg Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel Herzog von Sachsen-Coburg Hessling Heunisch Heupold Heussler Heyden Heyder Hieblin Hiebner Hildebrand Hillefeld Hiltebrandt Himsel Hintzsch Hinze Hippo Hipschmann Hirnkofen Hirschvogel Hispanus Hoening Hoffmann Hoffmann von Friedeburg Hofmann Hoghelande Hohberg Hohenlohe-Neuenstein Hohenwang Hohnstein Holder Holtzmann Holyck Holzer Hondius Hondorff Honiger Hooge Hoppener Horky von Lochowitz Horlacher Horn Hornschuch Horst Horáth Hossmann Huberin Huberinus Huge Hulsius Humery Hundt Hunger Hunnius Huntfeltz Huser Hutter Huygens Hynitzsch Höfer Höffler Höflich Höflin Höpfner Hörnigk Hüllinger Hütter III. Ianinicola Ickelsamer Imsser Indau Institor Irnsinger Isaac Iselin Isnard Isselburg J. C. M. J. S. V. Z. J.M.G.L. Jacob Jacobi Jamsthaler Jansson Jesper Jeßner Johann Albrecht I Johannes John Joos de Jordan Judenkünig Jugel Junckhans Jung Jungenickel Junghans Jungius Junius Just Jäcklin Kaestner Kal Kandel Kandler Kapfer Kapffer Karethanus Karl Karpf Kassmann Kauffunger Kaufmann Kauxdorf Kegler Keil Kelley Kellner Kemli Kemmer Kempe Kempis Kentz Kepler Kern Kerzenmacher Kessler Keymor Keyser Keßler Khunrath Kiening Kiliani Kindermann Kindleb Kirch Kircher Kirchheimer Kirchhof Kirchhoff Kirchmaier Kirchner Kirsten Kißling Klaj Klammer Klein Klöpffer Knaust Knipschildt Knoblachius Knoll Kobrer Koch Koebel Koffsky Kohlhans Kolle Koller Kollonitsch Kolumbus Korff zu Harkotten Korndörffer Kotmann Krabbe Krafft Krakewitz Kramer Krammer Kranitz von Wertheim Krautwadel Krauß Kreelsow Kresser zu Burgfarrnbach Kretschmar Kriegsmann Kroll Kromayer Krottendorf Krueger Kröl von Bemberg Krüger Kunckel Kundtmann Kyber Kyeser Kylling Käyser Köhler König Könzerus Köppen Köstner Kühn L'Ange La Faye La Marche La Serre Lachkern Lambion Lampe Lampert Lampius Lancillotti Landgraf von Hessen Landré Lanfrancus Mediolanensis Lang Lange Langenstein Langenwalde Langermann Langner Lasius Laufenberg Lauremberg Lautensack Lauterwald Lavater Laymann Le Moyne de Morgues LeDoux de Claves Lebenwaldt Lechel Lecküchner Ledel Leemann Lefèvre Leichner Leipzig Leisner Lemery Lemnius Lencker Lentilius Lentulus Lentz Leonhard Leowitz Leporinus Lermite du Buisson Letscher Leuber Leucht Leuchter Leurse Leuthner Leutwein Lew Libavius Licht Lichtenberger Lieb Liebault Liebe Liebel Liechtenauer Liegniczer Lier Limberg Limmer Limprecht Lindner Linemann Lips Lipsius Lipstorp Liser Lobela de Avila Lochmann Loeber Loelius Logau Longoburgo Lonitzer Lorenz Lorenzo Lorich Lorichius Lorini Loschge Loss Loth Lubegge Lucius Ludovicus Ludwig Luetkeman Lull Lupius Luther Löhneysen Maaler Machholdt Machiavelli Mack Mackel Madeweis Magdunensis Magenbuch Magini Magirus Magnus Maier Mair Major Malconetus Malczowski Malherio Mancelius Mandeville Mandirola Manesson Mallet Mangolt Mannagetta Manson Manßfeld Marbach Marche Marchetti Marinello Marius Marolois Mars Martin Martini Marulic Marx Maschklopff Mathesius Matrei Matthaeus Mattioli Maximilian I Maxwell May Mayer Medel Meder Medler Meelführer Megenberg Megerlin Megiser Meichel Meichsner Meichssner Meiderlin Meinat Meinbresse Meisner Meisse Meister Meister Albrant Meißner Melanchthon Melber Melchior Melder Meltzer Melzo Mencel Menestrier Menius Mennling Mentzel Mentzer Menzel Mercator Merck Mercklin Merclius Mercurio Merian Merkel Merret Merz Meshov Messana Mestre Metlinger Meung Meurdrac Meurer Meyer Meyfart Meynier Michelspacher Miechowita Mieth Milich Minderer Mithob Mitternacht Mizauld Molitor Moller Mollerus Monardes Monginot Monte Morhof Morley Multz Mumpelier Muralt Murmelius Musitano Mut Muyckens Myl Mylius Mymerus Mynsicht Mästlin Möbius Mögling Möller Mönch Müller München Münsinger Münster Nagel Napier Narcissus Nas Nasser Neander Nefe Neff Nehring Neidhold Nelle Neri Nester Neubarth Neubauer Neudörfer Neudörffer (der Ältere) Neuhauser Neuheuser Neumann Neumark Neusidler Neutard Nicolay Nicoletto Nicols Nigrinus Nimrod Norton Nottnagel Novara Nuber Nuysement Nylandt Nöding Nürnberg Oberndorffer Oechsner Oepffelbach Olearius Olitzsch Opitz Orosius Orschall Ortelius Ortlep Osiander Otho Ott Jud Overheide Ozanam Paedandrus Pagan Palladio Panckow Pancratius Pansa Pantaleon Paris Parival Partliz Pascha Paschasius Passagerii Pastorius Pauche Paulli Paullini Pedemontanus Pegie Peine Penavaereus Penn Penzinger Pergaeus Perger Peristerus Perlach Perneder Perrault Pestenreiter Pesti Petermann Peters Petersen Petit Petrarca Petreius Petrejus Petri Petrus Petter Petzolt Peucer Peuerbach Peuntner Pexenfelder Peysser de Dorffen Pfann Pfefferkorn Pfeiffelmann Pfeiffer Pfinzing Pfister Pfitzer Pflaum Pfruckner Pfullendorf Philalethes Philippeaux Pictorius Pilling Pineau Pinicianus Pinter von der Au Pistorius Pizan Placcius Placentinus Placitus Platina Platter Plieningen Plieninger Plinius der Ältere Plutarch Plöckhner Poardi Podtler Poelmann Polack Polemann Polus Polydor Pomey Pontano Popp Porcia Pordage Pormann Porta Posner Pougeois Praedurus Praetorius Prasch Praun Preuss Printz Procacci Prudent Le Choyselat Ptolemäus Pudor Puecher Pufendorf Purmann Pyrlaeus Pölmann Pühler Quad Questier Quinckart Rabus Radochla Ragor Rahn Ramingen Rampel Ramus Rango Rantzau Rappolt Rascalon Rasch Rathgeben Ratke Rau Raue Rayot Rebenstock Rebman Rechberg und Rothenlöwen Rechenberg Recke zu Kurl Redn Regiomontanus Regnarius Rehefeldius Reibehand Reimers Reinesius Reinhard Reinhart Reinhold Reinmann Reinstein Reisel Reiser Remboldt Remi Remmelin Renbold Renner Rensberger Repgow Resch Reuchlin Reudenius Reuschlein Reusner Reutlinger Reyher Reynman Rešl Rhagor Rhenius Rhete Rhode Rhodius Rhumel Richter Rid Ridderus Ridinger Riederer Riemer Ries Rimpler Ringeck Riplaeus Rist Ritter Ritthaler Rochefort Rodler Roerer Rogier Roll Roos Roritzer Rosa Rosbach Rosencreutz Rosenecker Rosenroth Rosius Ross Rostinio Roter Roth Rothe Rothmann Rotschitz Rottendorff Royer Rudolff Rudolphi Rudrauf Ruel Ruland Rummel Rumpolt Rurscheyt Ruscelli Ruse Rust Ryff Röder Rösler Röslin Rößlin Rüger Rühl Rüxner Sachenkirch Sachs Sachse Sachsen-Weimar Sachsstädter Sacrobosco Sala Salchmann Salernitanus Saltzmann Saltzthal Sam Sandaeus Sandrart Santini Sapidus Sarasa Sarcephalus Sattler Sattler Wissenburg Saur Sauter Sax Scamozzi Scellink Schadgehemius Schaerer Schauer Scheffelt Scheiner Scheither Schelen Schellhammer Schenck Scherer Scherffan Scherrenmüller Schessler Scheuner Scheyrer Schickard Schiebel Schiller Schimpfer Schimpffer Schindler Schlegel Schlehe Schleusing Schleusinger Schleyß Schlichtenberger Schmid Schmidlapp Schmidmer Schmidt Schmied Schmuck Schnabel Schneegaß Schneider Schneidewein Schnellenberg Schnurr Scholtz Scholtze Schooten Schopff Schoppe Schopper Schorer Schott Schottelius Schrader Schrag Schramm Schreckenberger Schreiber Schrey Schrick Schrot Schrödter Schröer Schröter Schuchmann Schucz Schulthes Schultz Schultze Schumacher Schupp Schurtz Schwalbach Schwartz Schweicker Schwelin Schwenckfeldt Schwendi Schwenkfeld Schwenter Schweser Schwänder Schäffer Schöffer von Dietz Schöfferle Schönberg Schöneich Schöner Schönfeld Schüler Schülin Schürrer Schütz Schütze Scotus Scriver Scultetus Sebisch Seckendorff Seckerwitz Sedziwoj Seidel Seidensticker Seidlitz Seiler Seitz Sems Sendivogius Seneca Senensis Senfft Serlio Serres Seuse Seuter Sevilla Seybold Seyfried Siber Sicharnius in Vhevesinu Siebmacher Siegwart Sifard Sigmund Sigwart Silvius Simitz Siver Sixtinus Sleidanus Slotboom Sollinger Solms Sommer Sorbait Sorel Span Spangenberg Speccius Specklin Spee Speer Spener Spies Spitzer Spon Sprenger Stadt Dresden Stahl Staindl Stainpuchler Starck Starcke Staricius Starkey Stattmann Staupitz Steding Stegmann Stein Steinbrecher Steiner Steinhöwel Steinmetz Stella Stelling Stender Stengel Stentzel Sterr Stevin Stichel Stieler Stier Stifel Stiller Stilsovius Stimmer Stockheim Stoer Stoll Stolshagen Stolz von Stolzenberg Strabo Strada Strauch Streitteck Stridbeck Strobelberger Strubius Strunz Strupp Strutberger Strübi Stucke Stumm Stumphart Sturm Styla Stäntzel de Cronfels Stöckel Stöltzlin Stösser Stürmer Stürtz Suchenwirt Suchten Sudheim Suevus Suicer Summer Susenbethus Sutor Sutorius Suttinger Swedler Syber Sylvius Szwertner Säuberlich Talhoffer Tallat von Vochenberg Tancke Tappe Tarmini Tassin Tauler Tavernier Tengler Tentzel Tereplier Termineus Testelin Tetzen Teutzscheschen Textor Thabor Theobald Theodorus Thierfelder Thilisch Thomasius Thumbshirn Thurneisser Zum Thurn Thym Thölde Tiede Tilly Tilner Toke Tolet Torquemada Tortelli Toschel Toxites Treuer Treuttwein Trew Trigler Trismosin Trithemius Trotha Tröger Tschech Tscherning Tschirnhaus Twinger von Königshofen Tömlinger Tönnich Uffenbach Ulstad Unger Universität Jena Universität Paris Theologische Fakultät Universität Würzburg Urbiger Ursin Uttenhofer Ußleber Vadianus Valentinus Valerius Vallick Varthema Vaughan Vegetius Renatus Velden Velser Ventura Verduyn Vesaalius Vespucci Vetter Victorius Vielheuer Viescher Vietor Vigelius Vigilis Vignola Ville Vintler Virdung Viritius Virling Vischer Vitruvius Vlacq Vogel Vogtherr Voigt Voigtel Volckmann Volckmar Vollbracht Vorberg Vries Vulpius Völcker Völckers Völler von Gellhausen Völter Wagener Wagner Walasser Walch Waldschmidt Waldseemüller Wallhausen Wallis Walter Walther Wanckel Wattenwyl Webber Weber Wecker Weghenaer Wehe Weidling Weigel Weingarten Weinhardt Weinrich Weise Weisenborn Weisse Weitenauer Welenacensis Welper Welsch Welserin Wendelin Wendler Werbener Werckner Werdmüller Werloschnig Wermuth Werndle Werner Wernher Werve Weyhenmayer Widmann Wier Wigand Wilckens Wildegans Wilfflingseder Wilhelm Wilken Wille William Willich Winand Winandus Winckler Windshemius Winter Winterfeld Winther Wirsung Wischmann Witekind Witscheibe Wittich Witzel Wolf Wolfart Wolffstirn Wonnegger Wormbser Woyna Wuertz Wurm Wurstisen Xylander Yperman Yvon Zacaire Zapata Zapf Zasius Zebel Zehner Zeiller Zeise Zeising Zeitter Zesen Ziegler Zimara Zimmermann Zincgref Zindel Zipfel Zobel Zubler Zunner Zwelfer Zwengel Zweynick Zwicker Zwinger (der Jüngere) Zwingli Zürner a Santa Clara d'Alencé d'Arcussia de Acosta de Harchies de La Peyrère de Lancre de Rohan de Vivre de Vries de la Place di Castelli ibn Uthman van Aengelen van Helmont von Franken von Freiburg von Liechtenberg von Mainz von Pisa von Pötting von Uri von der Wehn zur Lippe Álvares Ävermann Ölhafen ; (Markgraf Brandenburg) Alter Schulmeister Anglicus Augustin Lercheimer Augustodunensis Baron Bischoff von Passau Büdner, Büttner Desiderius Erasmus Eichstadt Erzbischof von Köln Erzbischof von Mainz Fenelon Filius Frangk Fulda Glareanus Gottfried Unverrucht, Theophilus Anti-Scepticus Graf Graff (Nach Vermählung) Grammateus Halberstadt Herzog Württemberg Herzog von Braunschweig-Lüneburg Herzog von Jülich Cleve und Berg Herzog von Sachsen Herzog von Württemberg-Oels Hohenlohe-Langenberg, Hohenlohe-Langenburg Hollandus I Kurfürst von Bayern I. Kurfürst von Sachsen II. II. Herzog von Sachsen III. III. Bischof von Bamberg, Schenk von Limburg III. Kurfürst Pfalz IV Herzog Bayern IV Kurfürst Pfalz Isaias sub cruce Johann Ernst Johannes Mändel Johannes Praetorius, Zetlingensis, Steffen Läusepeltz, J. P de Marchitâ, Lustigerus Wortlibius,.... Junior Justine Kaiser des Hl. Röm. Reiches Kaiser des Römisch-Deutsches Reiches Kaiser des römisch-deutschen Reichs Kurfürst Pfalz Kurfürst von Sachsen Köbel Landgraf Hessen-Kassel Landgraf von Hessen Lebküchner Magnus Matthias Dannewaldt Meister Nägelin, Gewürznägelein, Caryophyllus Olorinus Paltz Paracelsus Petrus Conrad von Fischbach Pfalzgraf Pfalz-Neuburg Philalethes Philalethes Eirenaeus Philotechnus Tyro Piemontese Alessio Procopius Raimarus Ursus Rascalonus Rupertus Meldenius Schwarzburg-Rudolstadt Schwenckfeld von Ossig, Eliander, Caspar Greysenecker,... Schäufelein Siderocrates Tabernaemontanus Tragus Trevisanus Trismegistus Tunnichaeus Turmair Uranophilus Cyriandrus Urbinas VIII. Bischof von Meißen Wittelsbach-Simmern‏ ab Omnibus Sanctis de Brianville de Granada de Jesus de Montano de Monte Hermetis de Villa Nova der Jüngere der Jüngere zum Hartenstein der Ältere von Adlersflügel von Anhalt-Köthen von Aviano von Freyhen von Luxemburg von Löwenstern von Paris (Beris) von Pfalzpaint ; ... Abu 'Ali al-Chayyat Albert von Bardewik Albich von Neustadt Albich von Prag Albohali Alcabitius Alchabitius Alexander Machholth Alkabitius Altzenbach Alvares Apuleius Madaurensis Aurelius Augustinus Barlaimont Bartholomaeus Salernitanus Bartholomäus Ghotan Bernhardin von Siena Bertold Borgsdorf Bruno Longoburgensis Bruno da Longobucco Bödiker Caspar Casparus Christian Frantz Paullini Christian Franz Paullini Christine de Pisan Christoph Philipp Richter Christophorus Encelius Coloniensis Conrad Gesner Dietrich Engelhus Dietrich III. Erhart Groß Euklid Eylend von Bellisiren Fincel Francesco Alvarez Fridericus Ortlepius Frisius Georg Bauer Georg Engelhardt von Löhneysen Georg Maler Georg Nicolaus Erasmus Giambonino da Cremona Goltwurm Graf von der Mark Guilhelmus Xylander Guilielmus Xylander Hanko Döbringer Hans Conrad Lavater Heinrich Tocke Heinrich von Laufenberg Henricus de Bacharach Iamboninus Cremonensis Iodocus Fabri Ivan Krstnik Brložnik Jacobus Jakob Ebert Jan Abraham von Gehema Jean Charlier Jean-Francois Blondel Jodocus Willich Johann Coler Johann Kiesling Johann Kissling Johann Paul Knohll Johann Paul Knoll Johann von Buch Johann von Sachkirch-Piltzen Johannes Adler Johannes Aquila Johannes Campanus Johannes Kellner von Kirchheim Johannes Ketham Johannes Kiesling Johannes Kissling Johannes Kißling Johannes Müller Johannes Paul Knohlle Johannes XXI. Johannes von Sachenkirch Johannes von Sachkirch-Piltzen John Mandeville Kaspar Schwenckfeld Konrad Heingarter Konstantin der Afrikaner Kowski Kristian Franz Paullini Lanfrank von Mailand Langen Leopold Karl Collonicz Leopold Karl Kollonich Leopold Karl Kollonitz Leopold Karl von Kollonitsch Ludolphus Suchensis Löber Mandl Marcus Friedrich Rosenkreutzer Marsilio Ficino Mayfart Mendel Meyfahrt Michael Puff Narcissus Wundarzt Neudörffer Nicolaus Wurm Nicolaus von Salerno Nikolaus Wurm Nikolaus von Polen Notker Labeo Odo von Meung Pancovius Petri Pharamundus Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim Pierre Penavaire Quercetanus Rhumel Richter Rösslin Schulze Stephanus Messanensis Talhofer Tankred von Bologna Theodoricus Burgsdorfius Theutonicus Thomas Kessler Thomas de Aquino Thomas von Kempen Trissmosin Ursinus Vigel Vinzentius Koffski Wenzeslaus Brack Wilhelm Fabricius Hildanus Wilhelm Holzman Wilhelmus Xylander el Africano of Montecassino the African von Ravensberg und von Zutphen Anzahl Digitalisate: 0 - 1 (12) · 1 - 2 (1217) · 2 - 4 (556) · 4 - 2,000 (381) Anthonius de Abbatia Heinrich Caspar Abel Adam Pisecki Heinrich Adolphi Nicolaus Agerius Conrad Agricola Johann Agricola (geb 1496) Johann Conrad Aitinger Sebastian Albinus Albrecht Anton Schwarzburg-Rudolstadt Graf Gebhart Johan von Alvenßleben Gerhard Alzenbach Johannes Amberger Joannes Assuerus Ampsing Johann Anckelin Johannes Anschau Medicus Anthimus Ernst Jacob von Audorf August Herzog von Sachsen Caspar Augustin Johann Hieronymus Aureus Christoph Heinrich Ayrer Johann Ulrich Bachofen Wendelin Backhausen Johann Backmester Leonhart Bagasser Alvaro Alonoso Barba Rupertus Barletus Heinrich Barnstein Wiliam Bathe Leonhard Bausch Dominikus Beer Lazarus Beham Brandanus Johann Behn Johann Heinrich Behr Conrad Barthold Behrens Joannes Ignatius Beintema van Peima Jean Albert Belin Bartholomaeo Belli Georg Belzar Liberius Benedictus Bergamt Fürstentum Anhalt Gimel Bergen II Adam Gottlob Berlich Sigmund Berndt Jacobus Bessonus Johannes Beugedantz Georg Beuther der Ältere Elias Beynon Johann Georg Bidner Giovanni Battista Birelli Martin von Bischoflack Johann Christoph von Bitterkraut Matthaeus Blaw Nicolaus Blegny Elias Bodinus Georg Bolmann Tancredus Bononiensis Ernst Friedrich von Borgsdorff Zacharias Born Zacharias Bornmann Johann Lonaeus van den Bosch Sebastian Brandt (Eppingen) Johannes Brantzius Wolfgang Brauser Johann Friedrich Breithaupt Christoph Brummet Balthasar Brunner Johann Siegmund Buchner Wilhelm Budaeus Georg Heinrich Burchard Aaron Burckhart Andreas Bureus Johannes Burgauer Johann Ernst Burggrav Hermann Busschof Caspar Bussingius Conrad Bücklin Johann Philipp Bünting Friedrich Büthner Samuel Büttner Balthasar Büttner C S V M Johann Cadaeus Simon Cammermayer Sybrandt H Cardinael Agathus Cario Curzio Casati Constantin A. Castello Christianus Christiani Blumblacher Christoph Christoph Herzog Württemberg Christophorus von Paris Sébastian Le Clerc Detlef Cluever Christoph Cnoll Ludwig Christian Cnopius Johann Cnöffel Johann Heinrich Cocheim Joachim Colbe Petrus Colbovius Collegium Medicum Gotha Johann Collmard Realdus Columbus Publius Commodus Schüler Conrad Horlacher Conrad Balthasar Conradinus Christoph Cracher Elias Crätschmair Sebastian Curtius Johann Leopold Cysat Wolfgang Honoratus Dalhöfer Christoph Dambach Christian Gottfried Danckwart Cordt Danxst Johann Deckhardt Ernst Abraham von Dehn-Rotfelser Nicolaus Detri Johann Leonard Dientzenhofer Adam Dietenhauser Daniel Dietzsch Johann Wilhelm Dilich Hieronymus Ditzel Johann Dobricius Jacobus Johannes Wenceslaus Dobrzensky Georg Andreas Dolhopff Johannes Arnold von Dorneck Cornelis Jacobus Drebbel Johann Jacob Döbelius Philipp Döbner Georgius-Nicolaus Döderlein Nathanael Düez Wolfgang Jakob Dümler Ulricus Ebrardus Bernhard von Eiching Iodocus Eichmann Philo Einfalt Joan Eisenhart Johann Baptist Eliandrus Johann Ellinger Helfrich Emmel Andreas Emmen Susanna Maria Endter Siegfried Enemer Theodoricus Engelhusius Heinrich Eppendorf Georg Caspar Erasmus Matthias von Erben von Brandau Johann Ernesti Werner Ernesti Ulrich Erthel Johann Cristoph Ettner Martin Eylend Johann Christoph Eysenmenger Samuel Fabcricius Philémon Fabri Konrad Heinrich Fabricius Martinus Fabricius Herrmann Fabronius Caspar Fademrecht Christoph Fahrenholtz Abgerufen von „http://kallimachos.de/fachtexte/index.php/Spezial:Daten_durchsuchen/Autor“
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q-de-2171
Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
Tellicherry Pfeffer TGSEB 80g, 4,90 € string(29) "Tellicherry Pfeffer TGSEB 80g" string(29) "Tellicherry-Pfeffer-TGSEB-80g" Im Periyar-Naturschutzgebiet im indischen Bundesstaat Kerala an der Malabarküste wird dieser dele Pfeffer angebaut. namensgebend ist die Hafenstadt Tellicherry (Thalassery). Fast vollreif werden die Pfefferbeeren geerntet, sie sind außergewöhnlich aromatisch und schärfer als die meisten schwarzen Pfeffersorten. Es werden jedes Jahr nur geringe Mengen aus den besten Ernten zu Tellicherry-Pfeffer verarbeitet. Die Farbe geht ins rotbräunliche, was darauf zurückzuführen ist, dass diesem Pfeffer eine lange Reifezeit gegönnt wird um sein volles Aroma zu entwickeln.. Der Tellicherry-Pfeffer überzeugt Feinschmecker durch einen warmen, intensiven, nussigen Geschmack, der deutliche Unterschiede zu geöhnlichem Peffer erkennen lässt. Der Geruch erinnert an Sandelholz und Tee. 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q-de-2171
Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
Gutenberg Capture / Drucker / Verleger / R / Filter Cronberg, Hartmuth von / Friedrich <Sachsen, Kurfürst> / Heinrich <England, König> / Heinrich <Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel> / Münsterberg, Karl von / Philipp <von Bayern> / Planitz, Hans von der / Schleinitz, Johannes von [1-1]
de
q-de-2171
Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
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q-de-2171
Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
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Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. 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Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
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q-de-2171
Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. 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SCC zertifiziert - Kostenlose APP iTunes u. android-storeDienstleisterDIN ISO 9001:2000SCC**DIN ISO 9002MerkenHans-Peter Knoll e.K.www.Kran-Knoll.de D-91583 SchillingsfürstDienstleister20 - 49 MitarbeiterMerkenHelmut Hein GmbH Maschinen-Mietservicewww.hein-mietservice.de/index.php/H... D-60486 FrankfurtDienstleister50 - 99 MitarbeiterMerkenSCHMID Hebebühnenverleih GmbHwww.schmid-hv.de D-85778 HaimhausenVermietung von Arbeitsbühnen, Anhängerbühnen, LKW-Bühnen, Scherenbühnen, Spezialbühnen, Teleskopbühnen, Gelenkteleskopbühnen, Raupenbühnen Minikränen, Miniraupenkränen und GlassaugernDienstleister20 - 49 MitarbeiterMerkenUlferts GmbHwww.ulferts.de/de/?id=2 D-26802 MoormerlandVermietung von Teleskop- Autokranen und Gittermast- Raupenkranen Vermietung von Hubarbeitsbühnen Durchführung von Schwertransporten Vermietung von Gabelstaplern und Teleskopstaplern.Dienstleister50 - 99 MitarbeiterDIN ISO 9001:2008SCC*+3 weitere AbbildungenMerkenRiwal Deutschland GmbHwww.riwal.com D-55411 BingenDienstleister20 - 49 MitarbeiterMerkenABV Schäfer GmbH & Co. KGD-88447 WarthausenVermietung von Hebebühnen, Arbeitsbühnen und Gabelstapler.DienstleisterMerkenArbeitsbühnen SeegerD-54294 TrierAnhänger-Bühnen, LKW-Bühnen, Gelenkteleskop-Bühnen, Teleskop-Bühnen, Scheren-Bühnen, Spezial-Bühnen, Front-Stapler, Teleskop-StaplerDienstleisterMerkenArbeitsbühnen SeegerD-71034 BöblingenAnhänger-Bühnen, LKW-Bühnen, Gelenkteleskop-Bühnen, Teleskop-Bühnen, Scheren-Bühnen, Spezial-Bühnen, Front-Stapler, Teleskop-StaplerDienstleisterMerkenArbeitsbühnen Vermietung Krüger GmbHD-74343 SachsenheimEsslingen Erligheim Eberdingen Fellbach Flein Freudental Freiberg Feuerbach Gerlingen Güglingen Gundelsheim Gaildorf Gemmrigheim Großbottwar Hemmingen Heilbronn Hesigheim Hardthausen K. HäfnerhaslachDienstleisterHändlerMerkenArbeitsbühnenverleih LöffelholzD-88045 FriedrichshafenZu unserem Fuhrpark gehören LKW-, Raupen-, Scheren-, Anhänger- und Teleskopbühnen, Gabelstapler, Tieflader und Arbeitslifte. Wir bieten Ihnen für alle Bereiche passende Arbeitsbühnen an.DienstleisterMerkenArbeitsbühnenverleih VogelD-09427 EhrenfriedersdorfWir bieten Ihnen auch Schulungen und/oder Bedienberechtigungen für Arbeitsbühnen.DienstleisterMerkenArbeitsbühnenvermietung WinklerD-07548 GeraWir sind Ihr Partner im Bereich Höhenzugangstechnik und vermieten Anhänger-, LKW-, Scheren-, Gelenkteleskop-, Teleskopmast- sowie Raupenarbeitsbühnen und Rollgerüste bis max. 42 m Arbeitshöhe.DienstleisterMerkenGabelstapler und Arbeitsbühnen Inh. Ralf KöllnerD-38108 BraunschweigDienstleisterMerkenGräber AGD-88250 WeingartenDienstleisterMerkenHochtec Braun GmbHD-09113 ChemnitzDienstleisterMerkenHublift- und Anhängervermietung Michael Waßer GmbH & Co KGD-53757 Sankt AugustinLKW-Bühnen 18 m - 31 m, Selbstfahrende Bühnen 12 - 17 m, Scheren-Bühnen 7,80 m - 14 m, Anhänger-Bühnen 12 m - 18 m, Personenlift 11m, Materiallifte, Rollgerüste bis 8,6; AutoanhängerDienstleisterMerkenIHR Handels GmbHD-49593 BersenbrückIhr Fachhändler für Garten-, Bau-, Handwerker- u. Heimwerkerbedarf; Lieferstelle für Gase; Winterdienst Maschinenverleih: Hebebühnen, Minibagger, Radlader, Stemmhammer, Rüttelplatten, Anhänger DienstleisterMerkenKran Saller GmbHD-94469 DeggendorfAnhängerarbeitsbühnen, Scherenbühnen Elektroantrieb oder Dieselantrieb, Gelenkteleskopbühnen Elektroantrieb oder Dieselantrieb, Teleskopbühnen, Raupenarbeitsbühnen, LKW-ArbeitsbühnenDienstleisterMerkenLIFTTEC GmbH & Co. KGD-09232 HartmannsdorfIhr Spezialist für die Vermietung von LKW- Arbeitsbühnen, Anhängerarbeitsbühnen, Hebebühnen, Liften, Scherenarbeitsbühnen und Spezialgeräte in:Chemnitz, Schneeberg, Schwarzenberg, Zwickau, DöbelnDienstleisterMerkenMietpark Strauss GmbHD-74366 KirchheimScherenbühnen Elektro oder Diesel bis 18m, Gelenkteleskopbühnen Elektro oder Diesel bis 18m, LKW-Bühnen bis 30m Arbeitshöhe.DienstleisterMerkenPE-Gabelstapler Center GmbHD-07554 PölzigKomfortables Arbeiten in luftiger Höhe: Selbstfahrende Arbeitsbühnen mit einer Arbeitshöhe von bis zu 10 Metern ermöglichen flexibles rangieren. Bei uns können Sie Arbeitsbühnen mieten. Rufen Sie an.DienstleisterMerkenRehm Arbeitsbühnen GmbHD-89597 MunderkingenWir vermieten eine breite Palette von selbstfahrenden Arbeitsbühnen mit einer Arbeitshöhe von 6,5 m bis hin zu 43 m. Diese Bühnen sind entweder mit Elektro-Antrieb oder mit einem Dieselmotor versehen.DienstleisterMerkenSanders GmbH & Co. KGD-34474 DiemelstadtWir vermieten Gelenkteleskopbühnen, Mastbühnen, Scherenbühnen, Teleskopbühnen, Frontstapler, Teleskopstapler, Materialaufzüge, Personenaufzüge und Gerüste.DienstleisterMerkenSeybold Stapler GmbHD-89129 LangenauScherenbühnen bis 17m Arbeitshöhe // Telekoparbeitsbühnen mit seitl. Reichweite bis 18m, Arbeitshöhe 22m // Langenau bei Ulm bzw. zwischen Stuttgart und München DienstleisterMerkenThanner ArbeitsbühnenD-89231 Neu-UlmDienstleisterMerkenAMRENT GmbHD-47803 KrefeldDienstleisterMerkenBauscher Miet & Vertriebs GmbH & Co. KGD-67435 NeustadtDienstleisterHändlerGroßhändlerMerkenGerüstbau Gemeinhardt GmbHD-85586 PoingDienstleisterMerkenGL Verleih NRW GmbHD-50739 KölnDienstleisterMerkenHeavydrive GmbHD-86609 DonauwörthDienstleisterHändlerMerkenKurth Autokrane GmbH & Co. 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SallerD-94539 GraflingDienstleisterMerkenWeiland Hebetechnik GmbHD-68623 LampertheimDienstleisterHändlerMerkenWEISEL Gabelstapler + Transporte GmbHD-55435 Gau-AlgesheimDienstleisterMerkenFiltern Sie die Ergebnisse zu „Vermietung von Arbeitsbühnen“ nach Orten oder anderen FilterkriterienErste SeiteVorherige12345...NächsteLetzte SeiteAlle Produkte und Dienstleistungen:abcdefghijklmnopqrstuvwxyzTypische Sucheingaben:abcdefghijklmnopqrstuvwxyzUnternehmenÜber unsLeistungenKarriereInternationalNewsletterWir helfen IhnenSupportDatenschutzNutzungsbedingungenImpressumWerben„Wer liefert was“ im DialogFacebookYouTubeGoogle+XingLinkedinTwitterZertifiziert mit dem BME-Gütesiegel© 2014 „Wer liefert was“, Deutschland · Ein Unternehmen von Paragon Partners / Nordic Mezzanine.
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q-de-2171
Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
Impressum – Rauchfisch von Nottorf ImpressumWortBildTon2018-05-23T15:31:25+01:00 Neue Nottorf Räucherfisch Verwaltungs GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Hendrik Schwarz Telefax: 038293/652-15 DE300608019 Am Wall, 3 - 5 https://www.landkreis-rostock.de/landkreis/formulare/veterinaeramt/ Hendrik, Schwarz
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Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
▷ POL-MTK: Pressemitteilung der Polizeidirektion Main-Taunus vom Donnerstag, 01.11.2018 | Presseportal 1. Einbrecher erbeuten Bargeld, Kriftel, Oberweidstraße, Mittwoch, 31.10.2018, 14:30 Uhr bis 18:30 Uhr (jn)Wenige Stunden waren am Mittwoch für Einbrecher ausreichend, um die Abwesenheit der Bewohner eines Einfamilienhauses in Kriftel auszunutzen, in dieses einzusteigen und mehrere Hundert Euro Bargeld zu stehlen. Zwischen 14:30 Uhr und 18:30 Uhr verschafften sich die Kriminellen auf bislang nicht geklärte Art und Weise Zutritt zu dem Wohnhaus in der Oberweidstraße und schauten sich im gesamten Haus nach Beute um. Ersten Erkenntnissen zufolge fielen den Tätern rund 500 Euro Bargeld in die Hände. Zeugen oder Hinweisgeber, die am Mittwoch verdächtige Beobachtungen im Bereich der Oberweidstraße gemacht haben, werden gebeten, sich mit dem Einbruchskommissariat der Hofheimer Kriminalpolizei unter der Rufnummer 06192 / 2079 - 0 in Verbindung zu setzen. 2. Kleinkraftrad vom Parkplatz gestohlen, Hofheim am Taunus, Marxheim Berliner Straße, Nacht zum Mittwoch, 31.10.2018 (jn)Rollerdiebe hatten es in der Nacht zum Mittwoch auf ein Kleinkraftrad abgesehen, das auf einem Parkplatz in der Berliner Straße in Hofheim, Marxheim stand. Zuletzt wurde das Zweirad am Dienstagabend gegen 18:00 Uhr in der Berliner Straße gesehen, wo es am Mittwochmorgen nicht mehr aufzufinden war. Der Roller des Herstellers Rizzato mit dem Versicherungskennzeichen 876 LGR hatte einen Wert von 500 Euro. Hinweise zu der Tat, dem Täter oder dem Verbleib des Mopeds erbittet die Ermittlungsgruppe der Hofheimer Polizei unter der Telefonnummer 06192 / 2079 - 0. 3. Autoknacker hofft auf Notebook und geht leer aus, Hofheim am Taunus, Friedensstraße, Mittwoch, 31.10.2018, 12:00 Uhr bis 23:55 Uhr (jn)Allem Anschein nach haben sich ein oder mehrere Autoknacker im Verlauf des Mittwoches dazu hinreißen lassen, in Hofheim einen VW Beetle gewaltsam zu öffnen, um einen Laptop zu stehlen. Im Tatzeitraum zwischen 12:00 Uhr und 23:55 Uhr schlitzten die bislang unbekannten Täter das Dach des in der Friedensstraße geparkten Cabrio auf und mussten dann feststellen, dass die offen im Auto herumliegende Verpackung des hochwertigen Notebooks leer war. Mit leeren Hände verschwanden die Täter unerkannt und ließen den Karton vor dem Pkw zurück. Der Sachschaden an dem Wagen beläuft sich auf ca. 1.100 Euro. Hinweisgeber werden gebeten, sich mit der Polizei in Hofheim unter der Rufnummer 06192 / 2079 - 0 in Verbindung zu setzen. 4. Junge wird von Beifahrer bedroht, Bad Soden am Taunus, Neuenhain, Hauptstraße, Mittwoch, 31.10.2018, 18:45 Uhr (jn)Am Mittwochabend wurde im Bad Sodener Stadtteil Neuenhain ein 15 Jahre alter Bad Sodener von dem Beifahrer eines Pkw bedroht. Der Junge war gegen 18:45 Uhr auf der Schulstraße unterwegs, als plötzlich ein Auto neben ihm anhielt und er von dem 28-jährigen Beifahrer des Wagens darauf angesprochen wurde, ob der Junge soeben einen Stein auf das Auto geworfen habe. Obwohl er dies verneinte und später auch kein entsprechender Schaden an dem Pkw festgestellt wurde, soll der 28-Jährige den 15-Jährigen im weiteren Verlauf bedroht und zude von diesem verlangt haben, sein Handy auszuhändigen. Zu diesem Zeitpunkt wurde sowohl ein Zeuge als auch die Besatzung eines Streifenwagens auf den Vorfall aufmerksam, die eine mögliche körperliche Auseinandersetzung verhinderten. Bei der anschließenden Kontrolle des 28-Jährigen stießen die Beamten außerdem auf eine geringe Menge Drogen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Tatverdächtige wieder auf freien Fuß gesetzt. 5. Bushaltestelle und Pkw mit Pflastersteinen beschädigt, Hofheim am Taunus, Marxheim, Klarastraße, Mittwoch, 31.10.2018, 21:00 Uhr (jn)Sachschaden in vierstelliger Höhe haben vier unbekannte Täter gestern Abend an einer Bushaltestelle und einem Auto im Hofheimer Stadtteil Marxheim verursacht. Gegen 21:00 Uhr warf das Quartett mit Pflastersteinen gegen die Glasscheibe einer Bushaltestelle in der Klarastraße, welche dabei zu Bruch ging. Dabei wurde auch ein hinter der Haltestelle abgestellter Skoda durch die Steine und herumfliegende Glasscherben beschädigt. Der Gesamtschaden wird auf etwa 2.000 Euro geschätzt. Ein Zeuge beobachtete vier schwarz gekleidete Personen, die sich im Anschluss vom Tatort entfernten. Weitere Hinweise zu dem Vorfall werden unter der Telefonnummer 06192 / 2079 - 0 bei der Hofheimer Polizei entgegengenommen. 6. Mülltonnenbrand, Hattersheim am Main, Schulstraße, Mittwoch, 31.10.2018, 21:11 Uhr (jn)Am Mittwochabend entstand bei dem Brand eines Altpapiercontainers in der Schulstraße in Hattersheim mehrere Hundert Euro Sachschaden. Um 21:11 Uhr wurde eine Zeugin auf die brennende Tonne aufmerksam, woraufhin sie die Feuerwehr verständigte, welche das Feuer rasch ablöschte. Gleichwohl der Container nur teilweise abbrannte, entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 600 Euro. Derzeit liegen keine Hinweise darauf vor, ob das Feuer vorsätzlich oder fahrlässig gelegt wurde. Hinweise auf einen möglichen Verursacher nimmt die Kriminalpolizei in Hofheim unter der Telefonnummer 06192 / 2079 - 0 entgegen. 7. 17-Jähriger beschmiert Bushaltestelle, Flörsheim am Main, Weilbacher Straße, Mittwoch, 31.10.2018, 19:25 Uhr (jn)Ein 17 Jahre alter Flörsheimer wurde gestern auf frischer Tat dabei ertappt, wie er eine Bushaltestelle in Flörsheim beschmierte. Eine Zeugin beobachtet den jungen Mann als er sich gegen 19:25 Uhr gemeinsam mit einem gleichaltrigen Mädchen an der Bushaltestelle aufhielt und im weiteren Verlauf die Scheiben der Haltestelle mit Farbe besprühte. Die verständigte Polizei nahm die Personalien des bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getretenen Jungen auf und leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung gegen ihn ein. 8. Seat zerkratzt, Schwalbach am Taunus, Badener Straße, Dienstag, 30.10.2018, 16:30 Uhr bis Mittwoch, 31.10.2018, 12:30 Uhr (jn)Sachschaden in Höhe von 500 Euro haben Unbekannte zwischen Dienstag und Mittwoch in der Badener Straße in Schwalbach an einem Seat verursacht. Dabei beschädigten die Täter den Lack des schwarzen Fahrzeuges im Bereich der Fahrertür. Täterhinweise bestehen derzeit keine, weshalb Zeugen gebeten werden, sich bei der Eschborner Polizei unter der Telefonnummer 06196 / 9695 - 0 zu melden. 9. 11-Jährige bei Unfall leicht verletzt, Schwalbach am Taunus, Am Flachsacker, Mittwoch, 31.10.2018, gegen 16:00 Uhr (jn)In Schwalbach ereignete sich gestern Nachmittag ein Verkehrsunfall, bei dem sich ein 11 Jahre altes Kind leicht verletzte und in ein Krankhaus transportiert werden musste. Wie eine Befragung unterschiedlicher Zeugen ergab war das 11-jährige Mädchen aus Schwalbach gegen 16:00 Uhr auf dem Fußweg der Straße "Am Flachsacker" unterwegs, während ein 68-jähriger Autofahrer aus Schwalbach dieselbe Straße befuhr. Ohne auf den Verkehr zu achten, betrat das Mädchen die Fahrbahn und wurde dabei von dem Fahrzeug berührt und leicht verletzt. Aufgrund der am Fahrbahnrand parkenden Pkw, zwischen denen das Kind hervorkam, konnte der Autofahrer das Kind erst im letzten Moment erkennen und die folgende Kollision nicht mehr vermeiden. 10. Radfahrer von Pkw erfasst, Kelkheim (Taunus), Bundesstraße 519, Zeilsheimer Weg, Mittwoch, 31.10.2018, 13:20 Uhr (jn)Ein 85-jähriger Radfahrer aus Zeilsheim ist am Mittwochmittag bei einem Verkehrsunfall unweit von Kelkheim verletzt worden. Gegen 13:20 Uhr befuhr der Herr den Radweg an der Bundesstraße 519 und beabsichtigte die Fahrbahn auf Höhe der Kompostierungsanlage zu queren. Ersten Erkenntnissen zufolge fuhr der Radler dann ohne auf den fließenden Verkehr zu achten auf die Fahrbahn. Eine 49-jährige VW-Fahrerin aus Bad Soden, die auf der Bundesstraße in Fahrtrichtung Kelkheim unterwegs war, leitete noch eine Gefahrenbremsung ein, konnte aber einen Zusammenstoß mit dem 85-Jährigen nicht mehr vermeiden. Infolgedessen stürzte der Mann von seinem Fahrrad und zog sich mehrere Verletzungen zu, weshalb er zur weiteren ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus transportiert werden musste. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf über 3.000 Euro. 11. Fahranfänger kollidiert mit geparkten Autos, Kelkheim (Taunus), Freiherr-vom-Stein-Straße, Jahnstraße, Mittwoch, 31.10.2018, 16:10 Uhr (jn)Gestern Nachmittag ereignete sich in Kelkheim ein schadensträchtiger Unfall, bei dem ein junger Mann die Kontrolle über seinen Renault verlor und mit einem am Fahrbahnrand abgestellten VW zusammenstieß. Wie sich an der Unfallstelle zeigte war der 20-Jährige gegen 16:10 Uhr auf der Jahnstraße unterwegs und kollidierte dann frontal mit einem VW Touran, der im Bereich der Freiherr-vom-Stein-Straße parkte. Durch die Wucht des Aufpralles wurde der Touran gegen einen weiteren Pkw gedrückt, der ebenfalls ordnungsgemäß auf der Straße parkte. Zudem entstand durch den Vorfall auch Sachschaden an einem Grundstückszaun. Warum der Fahranfänger die Kontrolle über seinen Pkw verlor steht nicht abschließend fest. Der Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere Zehntausend Euro. POL-CLP: Sedelsberg - Kupferdiebstahl POL-D: Cash-Trapping-Verdacht in Stadtmitte - Polizei nimmt zwei... POL-SI: Einbruch in Tagespflege-Stätte / Zeugen gesucht POL-MA: St. Leon-Rot/Rhein-Neckar-Kreis: Mit entgegenkommenden Sprinter...
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q-de-2171
Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
The Top 20 Neusalza-Spremberg Flat Rentals - Airbnb, Saxony, Germany Become a HostHelpSign UpLog InNeusalza Spremberg · Anytime · 1 guestNeusalza SprembergAnytime1 guestLocationPress the down arrow key to interact with the calendar and select a date. Press the question mark key to get the keyboard shortcuts for changing dates.Check In–Press the down arrow key to interact with the calendar and select a date. Press the question mark key to get the keyboard shortcuts for changing dates.Check OutAnytime1 guestRoom TypePrice rangeInstant BookMore filters30 Flat RentalsSave to Wish ListRunning, biking, swimming, hiking eden with great nature. Food, beer, ciders, cheese and rest of Bohemian Switzerland only for you. Really high speed internet for your use, balcony and bike services in the house.Old classical house from end of 19. centuryKrásné výhledy a rozhledny nejenom národního parku České Švýcarsko. 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Die Fewo war sauber und mit allem nötigen Utensilien ausgestattet . Die Vermieter waren sehr freundlich. Es gab viele Hasen , Meerschweinchen und Katzen welche die Kinder zu jeder Zeit streicheln durften . Uns hat es sehr gut gefallen und wir haben uns in dieser Zeit gut erholen können . Wir kommen gerne wieder .Alexander2015-08-02T00:00:00ZIdyllischer Hof und ganz liebe Gastgeber!! :)antonie2016-01-05T00:00:00ZRoom TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates3BedroomsLöbau, Sachsen, GermanyPrice€29 Littehof Landurlaub - peaceful country retreat (3)Entire home/apt · 1 bed5 reviewsSave to Wish ListDie Ferienwohnung mit 71 m² ist eine separate Wohnung im Erdgeschoß unserer Villa Anna und ist ausschließlich für unsere Gäste vorgesehen. Die Villa liegt im Zentrum der Stadt Wilthen. Vom Bahbhof ist sie in 8 Minuten erreichbar. Man ist auch in 1,5 Auto-Stunden im ISER- oder auch im ERZGEBIRGE.The host canceled this reservation 3 days before arrival. 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Wenn ich noch einmal in die gegend komme, dann werde ich diese Unterkunft auf jeden fall wieder Buchen. Ruben2016-07-08T00:00:00ZWir haben den Aufenthalt in Wilthen bei Fam. Göbel sehr genossen- alles war bestens vorbereitet und sauber, die Betten bequem , der Garten bezaubernd und die Gastgeber äußerst nett.Petra2016-06-06T00:00:00ZRoom TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates4BedroomsWilthen, Sachsen, GermanyPrice€30 Ferienwohnung mit 71 qm in der Villa AnnaEntire home/apt · 2 beds12 reviewsSave to Wish List Relax in a tranquil rural location! Our Littehof offers romantic flair in the open farm with horses, cats, sheep and rabbits and is located only 10 minutes from the center. In the 22 square meter apartment is a bed with extensibility for another person. Also includes a kitchen with dining room and a bathroom to. For your children we provide a cot and high chair available and there we still sandpit, swings, slide, climbing rope and a large trampoline. Towels and linens are included. The Oberlausitz in East Saxony Bergland has Unkomplizierte Anreise und Schlüsselübergabe schon vor dem check in, nette Gastgeber.Uwe2016-10-03T00:00:00ZRoom TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates2BedroomsLöbau, Sachsen, GermanyPrice€21 Littehof Landurlaub - peaceful country retreat (2)Entire home/apt · 1 bed1 reviewSave to Wish ListYou get a bright room with a desk and easy chair. Free internet and our kitchen at your disposal. The kitchen is shared with us. You can use all kitchen equipment with. If you need coffee for breakfast, we're like some of it for a small fee. You live with us in a restored castle in a very bright room. The property is fenced and her car is located on an enclosed free parking under a carport.Room TypePrivate roomProperty TypeFlatAccommodates2BedroomsEibau, Saxony, GermanyPrice€20 Castle, loft bed and WiFiPrivate room · 1 bedSave to Wish List Relajarse con la familia y amigos en una zona rural tranquila! Nuestra Littehof, ofrece un ambiente romántico en la granja abierta con los caballos, gatos, ovejas y conejos y se encuentra a 10 minutos a pie del centro de Löbauer. El apartamento tiene 56 metros cuadrados y tiene su propia sala con guardarropa. Desde el hall se tiene acceso a un baño privado y los dormitorios. El primer dormitorio tiene una cama doble y el segundo tiene dos camas separadas. La cocina con comedor está junto a la sala de estar y de allí a conseguir en el gran balcón. Para sus hijos ofrecemos una cuna y silla alta disponible y hay todavía arenero, columpios, tobogán, cuerda de escalada y una gran cama elástica. Toallas y ropa de cama están incluidas. We stayed four days at this lovely place and enjoyed every single minute. The farm is like a little paradise - very quite and peaceful. The apartment is nice and clean. Especially the kids loved the animals and spent a lot of time with the rabbits, guinea pigs and cats. Margarete and her whole family are very friendly and made us feel welcome from the very beginning. We already can't wait to come back next year.Stefan2015-08-24T00:00:00ZThe place is very nice and quiet. The apartment is clean and well equipped. It has great terrace and the little flower garden beneath is really beautiful. Margarete's grandparents are friendly and helpful. If you want to relax on the countryside, it's the perfect place for you. ---------- Bardzo fajne i ciche miejsce. Mieszkanie jest czyste i dobrze wyposażone. Ma świetny taras, a pod nim piękny ogródek z kwiatami. Dziadkowie Margarete są bardzo mili i pomocni. Jeśli chcesz odpocząć i zrelaksować się na wsi, to jest idealne miejsce.Magda2016-05-30T00:00:00ZWir hatten einen tollen Urlaub und fühlten uns jederzeit auf herzlichste willkommen und wertgeschätzt. Unser Gastgeber war stets für Fragen und Anliegen verfügbar und hat uns am Ende sogar noch Gemüse aus dem tollen Garten mitgegeben. Wohnung und Hof sind für die Reise mit einem Kleinkind bestens geeignet! Die Wohnung lässt nichts vermissen und ist authentisch eingerichtet für einen ehemaligen Bauernhof. Guten Gewissens empfehlen wir diese Unterkunft weiter.Marlene2016-08-19T00:00:00ZWir haben eine schöne Urlaubswoche auf dem Littehof verbracht. Wir wurden sehr herzlich empfangen unsere Gastgeber waren sehr nett und hilfsbereit. Die Ferienwohnung ist sehr gepflegt und gut ausgestattet. Kommen gerne nochmal wieder, haben uns sehr wohl gefühlt.Jürgen2016-07-23T00:00:00ZWir haben mit unseren Kindern 10 wunderschöne Tage im Oktober auf dem Littehof verlebt. Die Wohnung ist geräumig, sehr sauber und bietet ausreichend Platz für 5 Personen. Am Rande der Stadt gelegen, ist man doch sehr schnell im Zentrum von Löbau. Der Ort ist ein guter Ausgangspunkt für Fahrten in die Umgebung. Wir wurden während unseres Aufenthalts sehr gut betreut und empfehlen die Wohnung sehr gerne weiter.Peter2016-10-27T00:00:00ZDie Tage auf dem Hof haben uns sehr gut gefallen. Die Lage ist ein optimaler Ausgangspunkt für diverse Ausflüge, besonders bei Urlaub mit Kindern. Die Wohnung ist gepflegt und sehr sauber. Die Gastgeber sind sehr nett und hilfsbereit. Wir können die Unterkunft nur empfehlen.Cornelia2016-08-14T00:00:00ZSuperschöne Ferienwohnung und liebe Gastgeber :) Wir haben uns sehr wohl gefühlt und wären am liebsten noch länger geblieben.Nina2016-03-01T00:00:00ZGemütliche, saubere und nett eingerichtete Wohnung in ruhiger Lage in Löbau. Die Unterkunft liegt genau zwischen Görlitz, Bautzen und Zittau und ist daher ideal für Ausflüge bzw. Besichtigungen. In Löbau gibt es Supermärkte und Geschäfte, die Anbindung an Bundesstrassen ist gut. Sehr hilfbereite und sympathische Gastgeber. Gerne wieder!Ralf2017-01-08T00:00:00ZRoom TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates6BedroomsLöbau, Sachsen, GermanyPrice€47 Littehof Landurlaub - peaceful country retreat (6)Entire home/apt · 3 beds9 reviewsSave to Wish ListA charming apartment in an old farmhouse built in 1858, just 10 km east of the medieval town of Bautzen. The apartment has a terrace with direct access to the garden from where you can watch amazing sunsets under the cherry and apple trees.The apartment is ideal for 3 people. With the additional sofa-bed in the living room the apartment can host up to 5 people.Beautiful quite village with nice neighbours!Heiko met us without issue to hand us the keys and show us around. His is a converted farmhouse, and he and his family, and additionally some others as well, live in various rooms within the main building. The area we used was on the ground floor, and was plenty big enough for my family of 4. The surrounding area is very quiet and beautiful. The kitchen had all the basics, wifi was about 5 mbps, we had no problems with the bed, or appliances. The floor was heated, which was nice, and the additional heaters worked fine. There are two cats, Emmitt and Luna, who were very cute but were not allowed inside the house. The room with billiard table and ping pong table is about 20 meters from the main door of the building which the apartment is in. It was a bit cold but what a luxury being able to play whenever we had a free moment. Heiko himself was nice and left us some cookies and a small bathtub for our baby to use. All in all a really nice place and I'm glad we were able to stay there. Thank you Heiko!Mike2016-02-16T00:00:00ZNice and clean apartment, well equipped, everything there including a dishwasher. Heiko's father was especially helpful and told us a lot about the area, where to go and what to visit. We spent a great weekend here, thanks! :) -- Nette und saubere Wohnung, mir allem was man braucht, inklusive Geschirrspüler. Heikos Vater hatte viele Tips zur Umgebung und für Ausflüge. Wir hatten ein schönes Wochenende hier, vielen Dank! :)Eva2016-06-13T00:00:00ZHeiko and Noema were very nice hosts. We had a warm welcome and received nice tips on the best way to discover their beautiful region. The accommodation is very comfortable and decorated with a lot of taste (in line with the pictures on the Airbnb) but the garden was well above our expectations. Too make a long story short, a great place with great hosts. We will come back.Laurent2015-07-29T00:00:00ZThis was a great rural experience, we especially liked the private garden where we had lazy morning breakfasts and picked some berries. Our kid, who usually draws much attention, was just enjoying himself in the garden and let us rest from busting city life in this calm and charming place :) The hosts were very helpful with any small requests that arose during our stay. Thanks!Stas2016-07-07T00:00:00ZHeiko and Noema were wonderful hosts. Even before we arrived they reached out to us to help us with our trip. We were visiting the area to find information about my grandfather's childhood and Noema sent me information to help me with my search. We arrived late in the evening and they provided us with the essentials for our breakfast! They were so friendly and made us feel right at home. The apartment was even nicer than shown and described. It was so spacious and tastefully decorated. We had everything we needed. After having spent a few weeks in several cities it was so relaxing to be in such a beautiful country setting. The accommodations, location and hosts were fantastic. We wish we could have stayed longer and enjoyed their warm hospitality. Thank you so much!Cheryl2015-05-31T00:00:00ZHeiko and Noema were outstanding hosts. They made us feel very welcome and provided help and answered questions whenever we had them. The apartment was very spacious and well equipped. There were scenic walking trails in the area and easy bus and train connections. We would love to go back to Steindörfel and highly recommend a stay in the apartment. Kenneth2015-04-17T00:00:00ZWe had a pleasant stay in this clean and comfortable apartment located just a short and easy drive from Bautzen. It offers plenty of space for a family of four. The hosts are friendly and welcoming and have generously provided a separate leisure room and lots of visitor information. We would gladly stay here again.Colette2015-11-04T00:00:00ZWe chose this apartment for our stay in Saxony while we wanted to spend most of the time at the Bärwalder See (in-line skating, swimming). Bärwalder See is reachable within about 30 minutes by car so it was great basis for us. The place is perfect if you like to spend your time in a nice calm country environment. We especially liked the garden which was just behind our windows. There was also everything we needed in the apartment, it was fully equipped for cooking and also very suitable if you travel with a small child. The hosts, Heiko and his wife, were extremely nice and friendly, always ready to help. Even if we came late at night, they had smile on their faces and made a very kind welcome to us.Jirka & Friends2016-08-01T00:00:00ZRoom TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates5BedroomsHochkirch, Saxony, GermanyPrice€42 Cozy apartment in old farmhouseEntire home/apt · 3 beds18 reviewsSave to Wish ListUntouched nature At first glance the Lusatian Mountains conceal their charm and come across as modest and discreet. An unprecedented diversity of flowering meadows, the scent of pine, grand beeches, basalt organs, Nordic atmosphere of winter, hand-painted tiles at the butcher’s, renowned goat cheese or rowanberry brandy. Take a break and sample everything the local region offers.Room TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates2BedroomsKrásná Lípa, Ústí nad Labem Region, Czech RepublicPrice€46 4 stars standard incl. breakfastEntire home/apt · 2 bedsSave to Wish ListWIFI, SATELIT TV, PARKOVÁNÍ U DOMU, OHNIŠTĚ/GRILWe offer you fully equipped apartment in a beautiful and peaceful surroundings, at the gate of the National Park Czech Switzerland, on the edge of the small town Krásná Lípa with the view to meadows… Czech Switzerland National Park,Super saubere, gut ausgestattete und gemütliche Unterkunft. Sehr freundliche und hilfsbereite Hosts. Zur Begrüßung gab es sogar Kuchen. Landschaftlich auch im Winter sehr reizvoll. Wir kommen gern wieder!Julia2017-02-19T00:00:00ZRoom TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates7BedroomsKrásná Lípa, ČR, Czech RepublicPrice€50 APARTMÁN MIRROREntire home/apt · 7 beds1 reviewSave to Wish List V ceně ubytování není zahrnuta snídaně. V domě je koupelna s umyvadlem, WC, vanou a sprchovým koutem a samostatné WC s umyvadlem a sprchovým koutem. Jsou to přátelské a užitečné. It's my first booking on Airbnb. It's a great experience.we are luck to have Irene and her husband, they are so nice and hospitality. When we arrived the Bautzen railway station, to our great surprise, the couple were waiting us at the platform! And drove us to their lovely home! They treated us with a bottle of wine. The rooms are very clean , we like it very much. Thanks very much.Lily2016-04-14T00:00:00ZIrene and her husband were wonderful hosts. They welcomed us with a bottle of sparkling rose wine and we sat and had a lovely visit. They made us feel more than guests, we were like old friends. Their house was immaculate with all the comforts of home. Each of us got our own bedroom with comfy beds. It was like visiting our wonderful aunt's house. Wonderful! Kathrina2016-03-19T00:00:00ZIrene and Hubert could not have been better hosts. So far within our trips, both of them showed a tremendous amount of kindness. We felt at home and developed a long lasting relationship. Next time they are at the states, we expect them to visit us and stay as family. Jesus2016-05-09T00:00:00Zsehr herzliches Willkommen durch die beiden Gastgeber und ein intensiver persönlicher Kontakt. Es ist ein komplettes Haus bzw. eine Doppelhaushälfte. Alles ist perfekt eingerichtet, nichts fehlt. Es gibt sogar einen kleinen Pool. Es gab etwas störenden Lärm nachts von einer Kneipe in der Gegend.Tilman2016-08-29T00:00:00ZDie Gastgeber sind super freundlich, sehr hilfsbereit und wirklich nett. Große, gemütliche und sehr saubere Untekunft, top ausgestattet und ist wie abgebildet. Die Gegend ist sehr ruhig. Insgesamt eine klare Weiterempfehlung für diese Unterkunft!Valdis2016-04-23T00:00:00ZWunderbar! D'abord Irène et Hubert sont des gens adorables. Très gentils, très disponibles. L'endroit est très calme. Il convient à des familles, à des retraités, à tous ceux qui recherchent la sérénité. La maison est très très bien équipée. Le lieu est très bien située pour ceux qui veulent découvrir la Saxe, la Bohème (Tchéquie) et un petit bout de Pologne. Nous reviendrons sûrement! Philippe2016-08-22T00:00:00ZRoom TypePrivate roomProperty TypeFlatAccommodates2BedroomsGöda, SN, GermanyPrice€72 ZimmervermietungPrivate room · 2 beds6 reviewsSave to Wish ListApartments The quality of the apartments is adapted to suit the character of the place. There are 33 comfortable, cosy and modern apartments in 3 basic designs – small, medium and large apartments.Room TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates2BedroomsKrásná Lípa, Ústecký kraj, Czech RepublicPrice€58 Unique accommodationEntire home/apt · 2 bedsSave to Wish ListAlle drei Ferienwohnungen liegen nur wenige Schritte auseinander, von allen hat man eine wunderbare Sicht auf den Mönchswalder Berg und die nähere Umgebung. (URL HIDDEN)Room TypeShared roomProperty TypeFlatAccommodates6BedroomsObergurig, Saxony, GermanyPrice€51 Ferienwohnung Berg-BlickShared room · 1 bed1 reviewSave to Wish List 우리는 바우 첸의 중심에있는 작은 아늑한 방 하나짜리 아파트를 제공합니다. 아파트 1-2 사람들을 위해 설계와 편안한 소파 침대, TV, 완비 된 주방, 샤워, 화장실, 세탁기가있는 욕실을 포함한다. 아파트의 중앙 위치는 도보 거리에 상점, 카페, 레스토랑의 범위에 도달 할 수 있습니다. Room TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates2BedroomsBautzen, Sachsen, GermanyPrice€46 Gemütliche 1-Raum-Ferienwohnung in zentraler LageEntire home/apt · 1 bedNEW1 reviewSave to Wish ListI can accommodate up to 2 persons.I prefer this (with my friend) into the living room where we use our double sofa bed. Then you sleep in our actual (URL HIDDEN) and bathroom - with shower, can be shared. The apartment's WC is a half step lower, in the hall. It is only for my flat. perfect time, good speakingJean2016-08-15T00:00:00ZStadtführung, Frühstück, gemütliches Bett. Der Aufenthalt bei Angelika war super, es hat an nichts gefehlt. Für einen Trip nach Bautzen mehr als empfehlenswert. Frederic2016-07-12T00:00:00ZEine sehr schöne und komfortable Unterkunft mit Nähe zum Zentrum in Bautzen. Auch eine sehr angenehme Gastgeberin - Nur zu empfehlen.Clemens2013-06-26T00:00:00ZHat alles super funktioniert und Angelika war sowohl sehr freundlich also auch zuvorkommend. Die Wohnung war auch sehr sauber und ich habe super geschlafen.Thomas2016-07-18T00:00:00ZAngelika ist sehr freundlich und informativ. Am Morgen gab es noch ein ausgiebiges Frühstück als Zugabe. Alles super! Haben uns sehr wohl gefühlt. Gerne wieder :-)Claudia2016-08-21T00:00:00ZEin ganz herzlicher Empfang. Viele gute persönliche Gespräche und ein wunderbares Frühstück. Herzlichen Dank. Die Unterkunft ist sehr sauber, praktisch eingerichtet, für zwei Personen etwas eng. Dafür stimmt Preis-Leistung.Max2013-09-14T00:00:00Zwirklich klasse - Angelika hatte sogar angeboten, mit ihrem Freund zu Verwandten zu ziehen um uns die gesamte Wohnung zu ueberlasen - aber dann haetten wir ja die tollen Insider Infos und den unglaublichen Kuchen verpasst!!! Viele Dank nochmal fuer die viele Zeit, die du fuer die beste Stadtfuehrung Bautzens investiert hast!!! Anna2013-08-02T00:00:00ZAngelika ist wundervoll. Sie hat sich um alles gekümmert, hat mir tolle Tipps gegeben und wir haben uns super verstanden. Katharina2016-07-01T00:00:00ZRoom TypePrivate roomProperty TypeFlatAccommodates2BedroomsBautzen, Saxony, GermanyPrice€26 have a nice time in Bautzen!Private room · 2 beds8 reviewsSave to Wish ListThe Lipa Apartment Hotel offers leisure time spent at a higher standard of quality and represents values of the whole region through its unique architecture and services.Untouched nature The world of rock towers, bridges and gateways, a world of quizzical rock formations, which look like a honeycomb or hourglass. However, the rock kingdom is not a kingdom of dead rock but also home to the rarest fauna and most remarkable plants.Lovely apartment very close to the Bohemian Switzerland National Park. We loved this place so much that we stayed extra night. The apartment has everything needed for a very comfortable stay. We received a welcome drink and bottles of water when we checked out, there was also a bowl of fruit waiting for us in the apartment. The actual apartment is part of a resort with access to a wellness zone, bowling etc. Breakfast was part of the deal and it was amazing - great variety. Lovely staff, great communication. Highly recommended!Denisa2016-08-04T00:00:00ZRoom TypeEntire home/aptProperty TypeFlatAccommodates4BedroomsKrásná Lípa, Ústí nad Labem Region, Czech RepublicPrice€84 4-stars standard incl. breakfastEntire home/apt · 4 beds1 review12121 – 18 of 30 Flat RentalsEnter dates to see full pricing. Additional fees apply. Taxes may be added.Germany>Saxony>Neusalza-SprembergPlaces nearby:Leipzig Holiday RentalsMunsterBerlinDresdenWroclawKrakowPragueMainzPoznanGdanskLubeckWyk auf FohrMapFilters
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q-de-2171
Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
Magistrale für Europa 1 - Fernverkehr, Nahverkehr oder was dazwischen? - Regionalstadtbahn Salzburg Im Eisenbahnverkehr gibt es die Unterscheidung Nahverkehr und Fernverkehr. Nahverkehr wird definiert mit ca. 70 Kilometer im Umkreis zu einem Oberzentrum. Fernverkehr, der als eigenwirtschaftlicher Verkehr verstanden wird, ist alles über 70 Kilometer hinaus. Während diese Zeilen geschrieben werden, sitzt der Autor im Railjet auf dem Weg von Salzburg zum Arbeitsplatz in Linz. Diese Strecke hat 127 Kilometer. Ist das Fernverkehr, ist das Nahverkehr oder ein Pendlerverkehr irgendwo dazwischen? Karl-Dieter Bodak von der DB-AG hat vor vielen Jahren die eleganten und komfortablen Züge für die deutschen Inter-Regio geschaffen. Mit der flächendeckenden Einführung der ICE-Züge in Deutschland, wobei „flächendeckend“ relativ ist, wurde die Zuggattung IR (InterRegio) wieder abgeschafft. Das war sicher ein Fehler! RailJet, der neue InterRegio? „Nächster Halt Neumarkt-Köstendorf“ hört man bereits kurz nach der Abfahrt des RailJet aus Salzburg Richtung Wien. Das sind gerade einmal 24 Kilometer und das hat eindeutig nichts mit „Fernverkehr“ zu tun. Das wäre eine Distanz, die sogar für den InterRegio zu kurz wäre. Der RailJet als Nachfolger der früheren InterCity-Züge ICVC hält auf der 313 bzw. 330 Kilometer langen Strecke Salzburg – Wien in Neumarkt-Köstendorf, Vöcklabruck, Attnang-Puchheim, Wels, Linz, St.Valentin, Amstetten, St. Pölten, Tullnerfeld, Wien-Meidling, Wien Hbf. und Wien Flughafen. 12 Halte auf ca. 330 Kilometern bedeutet alle 27 Kilometer einen RailJet-Halt. Das hat definitiv nichts mit „Fernverkehr“ zu tun; das liegt näher beim „Nahverkehr“ als beim InterRegio! Offensichtlich gibt es da ein Bedarf zwischen Nah- und Fernverkehr! „Regio-Verkehr“ zwischen Nah- und Fernverkehr? Slowakei Breitspurlokomotiven Kosice Für die Bundesländer finanzieren und organisieren den „Nahverkehr“ als sogenannte „“gemeinwirtschaftliche Leistungen“ für die Mobilität der Pendler. Grundsätzlich gibt es eine Wechselwirkung zwischen Fernverkehr und Nahverkehr. Eigentlich müsste man dazwischen einen sogenannten „“Regio-Verkehr“ definieren, der die mittelgroßen Städte, abseits der Landeshauptstädte, verbindet, also “Inter Regio“, die ihrerseits die Verkehrsdrehscheiben als Nahverkehrsknoten für den regionalen Bahn- und Busverkehr darstellen. Gemeint sind die Städte ab 10.000 Einwohnern entlang der Eisenbahn-Hauptstrecken. Internationale Eisenbahn-Magistralen verbinden Europa Der eigentliche „Fernverkehr“ bezieht sich auf die europäischen Magistralen, weit über hunderte Kilometer hinaus. Die Diskussion über die Verlängerung der interkontinentalen Breitspur-Gütereisenbahn China – Russland – Ukraine von Kaschau (Košice-Haniska) bis nach Parndorf im Burgenland zeigt die europäischen Distanzen klar auf. Vom Groß-Güterbahnhof Košice-Haniska bis nach Parndorf sind rund 400 Kilometer, was, in etwa, der Strecke Wien bis Wörgl entspricht. Im TEN-V, dem transeuropäischen Eisenbahn-Netz, ist die Magistral 17, die „Magistrale für Europa“ Paris – Strasbourg – Stuttgart - München – Salzburg – Linz – Wien – Bratislava bzw. Budapest eine klar priorisierte Zukunftsvision. Die Regional-Stadtbahn erweitert den Einzugsbereich zur „Magistrale für Europa“ In dieser Magistrale sind die großen Städte, mit ihren umfangreichen Nahverkehrsnetzen, der Garant für eine europaweite Mobilität der Bürger ohne Auto. Das vielzitierte Beispiel vom Baum, der von den Ästen lebt, kann kaum eindrucksvoller dar­ge­­stellt werden, als am Beispiel internationaler Eisenbahn-Fernverkehr und Schienen-Personen-Nahverkehr (SPNV). Die Initiative "Magistrale für Europa" hat den Einzugsbereich der Re­gio­nen der Fernverkehrsbahnhöfe entlang der „Magistrale für Europa“ Paris – München – Salzburg – Wien – Budapest erhoben und damit ein Fahrgastpotential in den Einzugsbereichen zu den Bahnhöfen in zeitlichen Sektoren halbe, volle, zwei Stunden eruiert. Diese vom Schweizer Institut SMA+ Partner AG erstellte Studie basiert natürlich auf dem Status bestehender Systeme. Wenn sich nun die leistungsfähigen Schienenäste in der Region in Bereiche vorwagen, die es den Ein­wohnern und Tourismusgästen ermöglicht, wesentlich schneller die Stadt Salzburg und den Magistralebahnhof Salzburg Hbf. zu erreichen, erweitert sich das mögliche Potential an Fernverkehrsfahrgästen mit der Bahn gewaltig, wird der Flughafen mit angebunden, natürlich auch das Potential für den internationalen Flugverkehr. Aus diesem Grund ist es auch wichtig, die Anbindungen der Flughäfen Salzburg, München und Linz als Teil des Gesamtkonzeptes „Magistrale für Europa“ zu betrachten. Als Conclusio ist demnach die Erkenntnis zu definieren, dass mit der Regional-Stadtbahn die Erreichbarkeit der internationalen Destinationen ab Salzburg, sei es Hochleistungs-Eisenbahn-Fernverkehr im Rahmen der TEN, oder über Salzburg Airport WAM, über einen Quantensprung an Qualität und Quantität erweitert werden wird.
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Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
Vom Bauherrn selbst entworfene Villa bietet ein stimmiges Spiel klarer geometrischer Formen Die zweigeschossige Villa im Wohngebiet Havelauen, nahe der brandenburgischen Kleinstadt Werder,... mehr Die zweigeschossige Villa im Wohngebiet Havelauen, nahe der brandenburgischen Kleinstadt Werder, hat der Bauherr Dipl-Ing. Stefan Richter selber entworfen. Gebäudeausrichtung und Grundriss sind so gestaltet, dass sich aus den Wohnräumen und von der Terrasse eindrucksvolle Blickachsen zum nahegelegenen See ergeben. Die Gestaltung des Gebäudes zeichnet sich durch eine klare Formensprache und nüchterne Sachlichkeit aus. Zwei vorgelagerte Gebäudeteile, in denen der Hauswirtschaftsraum und die Garage untergebracht sind, charakterisieren den Baukörper zur Straßenseite hin. Mit den schmalen Fensterbändern wirkt die Vorderseite insgesamt sehr geschlossen. Der zurückversetzte Haupteingang mit stehender Verglasung an den Seiten bietet den Bewohnern Schutz vor Wind und Wetter. Auch der großzügig gepflasterte Vorhof wertet die eher schlicht wirkende straßenseitige Fassade auf. Die puristische Anmutung des Gebäudes erfährt auf dessen Rückseite mit dem eingeschossigen Anbau eine Auflockerung. Mit der Erweiterung entsteht im Obergeschoss eine 55 m² große Terrasse. Rückseitig setzen über Eck laufende Fensterbänder einen spannungsvollen Akzent. Die Gartenterrasse erstreckt sich über die gesamte Breite des Hauses und bietet einen fließenden Übergang zur Rasenfläche. Viel Raum zum Leben bieten die knapp 200 m² Wohnfläche im Inneren des Hauses. Im Erdgeschoss des Hauptbaukörpers befinden sich eine große Diele, Küche, Gästezimmer und Gäste-WC mit Dusche sowie der Zugang zum Hauswirtschaftsraum. Der 55 m² große, rückseitige Anbau beherbergt den offen gestalteten Wohn- und Essbereich. Vom Eingangsbereich gelangen die Bewohner über eine einläufige Treppe in die zweite Etage. Hier sind Arbeitszimmer, Fitnessraum, ein großes Wannenbad mit Sauna und das Schlafzimmer angeordnet. Um den bestmöglichen energetischen Standard zu erreichen, entschied sich der Bauherr für eine Wandkonstruktion aus verfüllten Ziegeln. Eine zusätzliche Dämmung der Außenfassade ist deshalb nicht erforderlich. Warmwasserbereitung und Fußbodenheizung werden ganzjährig von Solarkollektoren auf dem Flachdach sowie einer Sole-Wärmepumpe gespeist. Die massive Ziegelbauweise kombiniert mit umweltschonender Haustechnik hält auf lange Sicht die Energiekosten der Villa niedrig. Architekten: Das Haus www.dashausgmbh.com Fotos: Frank Korte mehr
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Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
Hier bieten wir Ihnen eine komfortable und gepflegte Wohnung in guter Wohnlage. Ihre Wohnetage befindet sich im 4. Obergeschoss, diese erreichen Sie bequem mit dem hauseigenen Aufzug. Oben angekommen, genießen Sie eine wunderschöne, sonnige Ausrichtung mit Blick ins Grüne. Die Wohnung selbst bietet ausschließlich helle und großzügig gestaltete Wohn- und Schlafräume. Abgerundet wird das üppige Raumangebot durch eine gemütliche, ca. 16 qm große Terrasse mit dem Zugang durch Wohnzimmer und Schlafzimmer (S/W), ein großzügiges Bad mit Badewanne sowie eine separate Toilette, die im Jahr 2005 neuen Glanz bekommen hat. Besonders an dieser Wohnung ist der großzügige Hauswirtschaftsraum, der Ihnen zusätzlich Stauraum bietet. Mit verkauft und im Kaufpreis bereits inbegriffen ist ein Außenstellplatz direkt vor der Haustür. Ein gemeinsamer Fahrradkeller und ein Trockenraum sind vorhanden. Zu der Wohnung gehört auch ein Kellerraum. Friedrichsdorf, wie wir es heute kennen, ist im Jahre 1972 aus einem Zusammenschluss der Stadt Friedrichsdorf mit den drei Gemeinden Burgholzhausen, Köppern und Seulberg entstanden. Nach Bad Homburg und Oberursel ist Friedrichsdorf mit rund 25.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt im Hochtaunuskreis. Die Lage Friedrichsdorfs am Südosthang des Taunushauptkamms begünstigt ein besonders behagliches Klima: Die Stadt ist mit vielen Sonnenstunden gesegnet, zudem ist sie so sehr gut vor den kalten Nordwinden geschützt. Die Freizeitmöglichkeiten in Friedrichsdorf sind äußerst vielfältig: Sportpark Friedrichsdorf, Kletterwald im Seulberg, Freibad mit Abenteuerbecken, Wasserrutsche und Strömungskanal, Radfahren, Wandern, Trimm-dich-Pfad, zahlreiche Sportplätze, Sporthallen sowie Tennisplätze, Bouleplatz, Skateboardbahn, Park an der Bleiche mit Rollschuhbahn, Spielplätze, Minigolfanlage Seulberg, Städtisches Museum Philipp-Reis-Haus mit Hugenottenmuseum, Heimatmuseum Seulberg, Kino Köppern. Insgesamt gibt es in Friedrichsdorf 16 Kindertagesstätten, vier Grundschulen und eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Ein reges Vereinsleben sowie zahlreiche Veranstaltungen, darunter die Friedrichsdorfer Kulturzeit mit Kabarett, Theater, Zirkus und Musik, runden das Angebot ab. Diverse Schulen, Kindergärten sowie die sehr gute und schnelle Anbindung in Richtung Frankfurt mit der S5 und die Bushaltestelle befindet sich direkt gegenüber. 98.81 (kWh/(m²*a)) * Bad mit Wanne und Waschbecken * separates WC * Einbauküche * Einbauschränke * Keller * große Terrasse * unverbaubarer Ausblick * Wasch-/Trockenraum * Fahrradkeller
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Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
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Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
Friúmes e Paradela 2017: Top 20 Ferienwohnungen in Friúmes e Paradela, Ferienhäuser, Unterkünfte & Apartments – Airbnb Friúmes e Paradela, Coimbra District, Portugal Jetzt Gastgeber werdenHilfeRegistrierenLog-inFriúmes · Jederzeit · 1 GastFriúmesJederzeit1 GastWoJederzeit1 GastArt der UnterkunftPreisspanneSofortbuchungWeitere Filter Es ist ein sehr gemütliches Haus mit etwa 19 mts2 am Ufer des Flusses Morgen, hat ein Schlafzimmer, eine Küche und ein Badezimmer, in einem Bereich platziert, wo die ruhige Ruhe und Schönheit der Natur vorherrschen. Die Vimieiro ist der ideale Ort für Ihren Wochenende wird eine einfache und spannende einzigartige Landschaft kennen! Trauen Sie sich und lassen Sie sich verführen .. Haus sehr komfortabel und makellos Empfang! Da suchte, Natur, Ruhe und eine gute Atmosphäre. Absolut empfehlenswert!Vasco2016-08-07T00:00:00ZWie wir ein paar Tage am Ende blieben wir, ging Bruno in ein anderes Haus auf, der etwas größer, die Casa do Alto, so dass unsere Kommentare sind auf diesem Haus und nicht auf die Stone Cottage, die allerdings die wir besucht haben und lieben schien! Das Haus war in einem ausgezeichneten Zustand der Reinheit und der Erhaltung und hatte alles, was notwendig war, ein großer Tag zu verbringen! Die Lage (gilt auch für den Steinhaus als nebeneinander sind) ist absolut fantastisch - ich glaube, dass die Anzeige nicht bemerkt, aber diese Häuser sind eine Reihe von 06.05 Häuser in Vimieiro Fluvial Beach, isoliert ( aber mit einem großen Restaurant dort neben), die einen fantastischen Frieden erlaubt! Nur noch den Klang der Frösche und Wasser zu hören. Am Wochenende hat dieser Strand etwas Bewegung aber am Morgen und am Abend und an Wochentagen, die Tür öffnen, gehen wir ein paar Stufen hinunter und wir sind schon am Strand! Es ist fantastisch! Wir haben mit unserem Hund auch hier gewesen, was toll war, weil er hier eine große Freiheit gehabt und war bei uns am Strand. Ich rate den meisten von denen, die mit der Natur, ein paar Tage der Ruhe und Stille in Harmonie wollen!Maria Luísa2016-09-05T00:00:00ZToller Mann. Sehr einladend, fühlt sich an wie alles von dir ....Niall2016-12-07T00:00:00ZUnsere Erfahrung war fantastisch von unserer Reservierung, Kommunikation, Check-in. Ein Haus mit modernem Dekor in einer einzigartigen natürlichen Umgebung an den Ufern des Rio Alva gesetzt. Wir werden auf jeden Fall empfehlen und versuchen, Vorteile in der Zukunft zu nehmen. Wir haben eine Familie Picknick am Wasser Alva zwei Schritte vom Steinhaus.Luís2017-03-26T00:00:00ZSehr willkommen. Sehr schönes Hotel und sehr ruhig.Christophe2016-08-03T00:00:00ZWir waren mit viel Sympathie begrüßt und Details bezeichnen Pflege für uns willkommen zu fühlen. Das Haus ist sehr gemütlich und sauber. Ein guter Platz zum Ausruhen und eine sehr schöne Gegend, die wissenswert ist.Susana2017-04-13T00:00:00ZWenn man das Besondere liebt, weg von aller Hektik der Zivilisation, dann ist man hier richtig! So schön, so liebevoll eingerichtet - klein, aber besonders fein. Wir würden jederzeit an den besonderen Ort zurückkommen. Ganz direkt dort kann man auch lecker essen. Wir haben alles sehr genossen. Das Häuschen ist eingebettet in eine wunderbare Natur. Wir werden sehr gerne wieder kommen - Danke, dass es Menschen wie euch gibt, die so was Schönes erhalten! Michael2017-05-12T00:00:00ZUnser Aufenthalt im Stone Cottage war kurz, aber es war genau das, was wir brauchten und erwartet. Das Haus liegt in einer ruhigen Gegend, ideal für den Kontakt mit der Natur. Der Empfang war perfekt, mit wenig Noten, die einen Unterschied machen. Bruno war sehr aufmerksam und hat uns eine kleine Erklärung über die Lage bei der Ankunft. Lassen Sie uns ohne Zweifel zurück.Cláudia Sofia2017-03-19T00:00:00ZArt der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypHausUnterkunft für3SchlafzimmerSão Pedro de Alva, Coimbra, PortugalCasinha de PedraPreis31€ Ganze Unterkunft in São Pedro de AlvaGesamtes haus · 1 Bett25 Für die Liebhaber des ländlichen Tourismus, wird dieses Haus begrüßen Sie nach Ihren Wanderungen und Land besucht. Das Hotel liegt im Herzen eines Dorfes in Portugiesisch, Tauch- ist total .... Sie werden: A 40 km von Coimbra Ein 238 km (A1) Lissabon - Unser Kapital A 139 km (A1) von Porto. Dieses Haus verfügt über 3-Bett-1 Wohnzimmer und eine Küche, eine große Terrasse mit Grill und Backofen (Pizzen) - 1 Badezimmer - 1 WC Dekorierte in Tradition. Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypHausUnterkunft für7SchlafzimmerFriúmes, Coimbra, PortugalMaison de campagne - PortugalPreis55€ Ganze Unterkunft in FriúmesGesamtes haus · 3 BettenCome and dive in one of the most pure rivers in Europe, taste the flavors of the region in one of the best restaurants in the country and explore the genuineness of the Lands of Mondalva®, staying in this singular house, full of good surprises ... A Praia Fluvial do Vimieiro, perto de Hombres, São Pedro de Alva, integra diversas casas tradicionais dos antigos donos das azenhas e é um espaço natural idílico onde constante comunhão com a Natureza é uma inevitável realidade. O prestigiado restaurante “O Vimieiro” completa a ementa…Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypVillaUnterkunft für4SchlafzimmerCoimbra District, Coimbra District, PortugalO MEDRONHEIRO – TERRAS DE MONDALVA®Preis82€ Ganze Unterkunft in Coimbra DistrictGesamte villa · 3 BettenNEULuxurious self-catering holiday home in Central Portugal. Perfect for large group holidays with adequate accommodation for up to 16 guests. Outside heated pool, beautiful gardens and stunning views. A wonderful place to read, relax, play, bath or just simply be ...THE HOUSE Buçaco - The Serra do Buçaco mountain range is a botanical garden, containing around 700 native and exotic species of plants. It is protected by a 17th century papal decree that threatens to ex-communicate anyone who damages it. Of note among the many species are the Caucasus spruce, the Buçaco cedar and the Californian redwood (a huge tree that can reach up to 100 metres in height).Eine schöne Wohnung im Erdgeschoss eines Luxus-Villa in einer ebenso hervorragenden Standort. Ein sehr freundlicher Empfang und eine hohe Verfügbarkeit von unseren Gästen. Der große Pool war viel am Ende von langen Tagen Sightseeing Expeditionen geschätzt. Coimbra liegt in der Nähe des Gehäuses und an vielen anderen Orten zu entdecken Auto Reichweite sind.Chantal2013-08-14T00:00:00ZEin schönes Zuhause, weg von der ausgetretenen Pfade, ist das gut für Kinder (Spielzeug, Spiele und ein Trampolin) mit einem herrlichen Pool eingerichtet. Sehr aufmerksame Gastgeber.Jeremy2013-07-19T00:00:00ZWir verbrachten eine wunderbare Woche in diesem schönen Haus aus dem Jahrhundert renoviert und geschmackvoll eingerichtet .. (wie in einem Magazin!) .. Rita eine sehr freundliche Gastgeber ist und jederzeit verfügbar. Wir waren 6 Erwachsene und 5 Kinder und es war perfekt! Es gibt viele Reisen um zu tun .. Wir leicht 2 Wochen bleiben könnte! Der Pool ist sehr groß und schön !! Sehr zu empfehlen !!Violaine2016-08-07T00:00:00ZWir hatten 5 wundervolle Tage im Ritas Haus, obwohl wir länger bleiben geliebt hätte. Das Haus ist wunderschön - stilvoll, aber komfortabel, sehr sauber und mit allem, was Sie brauchen. Die Anlage und der Pool sind fabelhaft. Es gibt viel in der Gegend zu tun, aber wir waren verabscheuen das Haus zu verlassen, die eine der besten ist für Selbstversorger Häuser, die wir je waren. Rita war sehr hilfreich und bei Bedarf zur Verfügung. Sehr zu empfehlen und würde gerne eines Tages zurückkehren.Felicity2016-08-18T00:00:00ZWir hatten zwei fantastische Wochen in diesem schönen Haus. Rita hat den Platz mit großer Leidenschaft und Rücksicht auf Gäste aller Altersgruppen wieder hergestellt. Die Kinder liebten die Spiele und Spielzeug, wenn sie eine Pause vom Pool stattfand. Die große Küche und andere Einrichtungen aus ein Vergnügen für die ganze Familie Catering. Die Gärten sind ein Bonus. Es ist nicht jeden Tag bekommt man aus dem Badezimmer-Fenster zu erreichen und eine Orange vom Baum holen !! Mark2016-07-23T00:00:00ZDas Haus ist groß, gemütlich und komfortabel. Unsere Gastgeberin war sehr freundlich und fürsorglich. Wir hatten einen tollen Aufenthalt ruhig. Wir besuchten Coimbra, Aveiro Viseu, Bathala, Alcobaca, Obidos und die Serra da Estrella.Patricia2013-08-25T00:00:00ZWunderbarste Ort auf unserer Reise durch Portugal !! Die Wohnung ist schön und super ausgestattet! Das Haus ist gut gelegen, in einer ruhigen Gegend, umgeben von Olivenbäumen und an Flüssen. Wenn du den Frieden auf der Erde zu fühlen will, kann ich nur empfehlen, diesen Ort! Rita und ihre Familie waren so perfekten Gastgeber, thanx so much!Sonia2013-09-10T00:00:00ZArt der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypHausUnterkunft für15SchlafzimmerFriúmes, Coimbra, PortugalLatas Country HousePreis315€ Latas Country HouseGesamtes haus · 13 Betten9Olá, We are near for trout and black bass rivers and lakes, Nice fishing spots; fly fishing, spinning. 3 hours maximum from the Lisbon AirPort and 2 hours from Oporto AirPort.Estadia 5 estrelas. Quarto muito confortável e típico. Campo de tênis fantástico e muito bem conservado. O Hélder foi muito prestável e flexível. Obrigado.Pedro2016-09-18T00:00:00ZHelder and his son were 5 stars hosts! We spent a perfect stay in their house, they let us very comfortable so we could enjoy the big house, the countryside and the tennis courts. The location is perfect if you want to enjoy nature and outdoors sport, very closed to a lovely river and trails right from the house's door. The room and private bathroom were in perfect conditions and everything was perfectly clean. We even spent some nice moments with our hosts, sharing dinner and talking around a coffee. So we can highly recommend you to spend some days in Vale das Maias!Aline2016-11-02T00:00:00ZPaikka sopii niille, jotka arvostavat maalaisympäristöä ja vuoristomaisemia. Lähellä on kirkasvetinen joki ja maisemat ovat kauniita. Talo on viihtyisä. Oma vierailuajankohta osui kylmään viikkoon ja hieman palelimme. Lämmittimissä oli ongelmia, mutta isäntä ratkaisi ne lopuksi. Keittiö on hyvin varusteltu. Isäntävki on mukavaa ja ystävällistä. Esko2017-03-25T00:00:00ZPerfect room with beautiful view. Very friendly hosts.greetje2016-12-12T00:00:00ZArt der UnterkunftPrivatzimmerObjekttypVillaUnterkunft für2SchlafzimmerCoimbra, Coimbra, PortugalVale das Maias - Turismo RuralPreis42€ Vale das Maias - Turismo RuralPrivatzimmer · 1 Bett3Olá, We are near for trout and black bass rivers and lakes, Nice fishing spots; fly fishing, spinning. 3 hours maximum from the Lisbon AirPort and 2 hours from Oporto AirPort.A estadia foi agradável, fomos deixados à vontade para utilizar todas as instalações disponíveis.Miguel2016-09-05T00:00:00ZArt der UnterkunftPrivatzimmerObjekttypVillaUnterkunft für2SchlafzimmerCoimbra, Coimbra, PortugalVale das Maias - Turismo RuralPreis36€ Vale das Maias - Turismo RuralPrivatzimmer · 2 Betten1 Bewertung Olá, Mein Haus ist in der Nähe von Coimbra und etwa 800 Meter vom Rio Alva. Du wirst lieben das Haus und die Umgebung wegen der Stille ringsum. Sie können auch Tennis auf zwei Sandplätzen spielen und frei die alten Fahrräder benutzen. Weitere Aktivitäten wie Kanufahren, Angeln und Extremsportarten sind ebenfalls erhältlich. Wir sind in der Nähe von Forellen und schwarzen Bass Flüssen und Seen, Nizza Angelplätze; Fliegenfischen, Spinning. Maximal 3 Stunden vom Flughafen Lissabon und 2 Stunden von Flughafen Porto. Helder's place is more than beautiful. You have a great view over the landscape, you can go for a walk over the fields and play tennis. Helder was very nice, showed us everything and helped us with every question. I can highly recommend a stay at Helder's place! Thank you! Annabel2016-10-23T00:00:00ZArt der UnterkunftPrivatzimmerObjekttypVillaUnterkunft für2SchlafzimmerCoimbra, Coimbra, PortugalVale das Maias - Turismo RuralPreis42€ Vale das Maias - Turismo RuralPrivatzimmer · 1 Bett1 Bewertung Mein Platz ist in der Nähe von Restaurants, Flussstrand, Aktivitäten für Familien. Sie werden mein Raum lieben, weil der ländlichen Umgebung, die frische Landluft und der Kontakt mit der Natur, der Reiz des Flusses Alva, Wasser und Windmühlen und Beleuchtung, ein bequemes Bett. Mein Platz ist gut für Paare, Solo-Abenteuer und Familien (mit Kindern). Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypHausUnterkunft für5SchlafzimmerPenacova, Coimbra, PortugalA casa dos passarinhosPreis46€ Ganze Unterkunft in PenacovaGesamtes haus · 4 Betten ruhiger und gemütlicher Raum mit dem Fluss Mondego. Nutzen Sie unsere Natur schneiden durch den Mondego und dem Fluss Alva, die der Spiegel dieser Art geworden. Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypHausUnterkunft für4SchlafzimmerCoimbra District, Coimbra District, PortugalCasa do RioPreis57€ Ganze Unterkunft in Coimbra DistrictGesamtes haus · 2 Betten Häuser auf dem Hof sind eine Reihe von drei unabhängigen Häusern mit einer Kapazität von 4 bis 6 Personen. Sind Häuser auf den ländlichen Tourismus in den Grenzen der Gemeinden von Penacova und Vila Nova de Poiares gewidmet, in der Nähe der Stadt Coimbra. Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypHausUnterkunft für4SchlafzimmerPenacova, Coimbra, PortugalCasas no Terreiro - Casa do FornoPreis87€ Ganze Unterkunft in PenacovaGesamtes haus · 1 Bett1 Bewertung Bleiben Sie bei einem sieben Generationen Familie zu Hause in einem kleinen Dorf, in der Casa dos Arcos (9Arches) in Venda Nova, 5 km von Vila Nova de Poiares und 20 km von Coimbra. Sie können entweder entscheiden rund um den Pool zum Sitzen und Entspannen oder die Gelegenheit nutzen, einen interessanten und einzigartigen Ort um jeden Tag zu besuchen. Herzlich willkommen! Dies ist eine Gelegenheit, das Dorfleben zu genießen, wo die Zeit stehen geblieben ist. Das Haus wurde für eine Braut gebaut - Jesuina - und der Bräutigam bekam zusammen drei separate Häuser und schloss sie in eine in 1867. Alle Generationen hinzugefügt haben ihre Spuren hinterlassen und die neueste Umbau war im Jahr 2014. Im Moment 10 Personen in die untergebracht werden können Zimmer auf dem neuesten Stand zur Verfügung. Es gibt gute Restaurants in und Umgebung. Dieses Dorf ist ideal gelegen, viele interessante Orte im Umkreis von 30-40kms einschließlich Curia, Luso und Buçaco, Coimbra, Coninbriga sowie Schlösser in Penela und Lousã, einem biologischen Park in Miranda do Corvo und Dörfer aus Schiefer zu besuchen und Cluster von Windmühlen. Es ist auch möglich, auf dem Mondego Kajak, das Ceira Fluss Kanu oder einen Nachmittag am Flussufer Stränden und Lagunen in der Nähe zu verbringen. Der nächste gute Strand am Atlantik ist Figueira da Foz. Wir waren absolut begeistert von unserem Aufenthalt! Das Haus ist groß, mit einem Pool und Hängematten perfekt außerhalb zu entspannen. Silvia und John sind fantastische Gastgeber. Wärmstens empfohlen!Justyna2016-09-21T00:00:00ZA casa é super típica, ideal para grupos, a piscina é óptima e a Silvia é super prestável, responde a todas as questões - e nós colocámos mil - e ajuda em tudo! Muito obrigada por tudo!Maria Inês2017-05-28T00:00:00ZArt der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypCasa particularUnterkunft für16SchlafzimmerVenda Nova, Coimbra, Portugal9Arches - 20km from Coimbra - Vila Nova de PoiaresPreis118€ 9Arches - 20km from Coimbra - Vila Nova de PoiaresGesamte casa particular · 10 Betten2 Bewertungen Vumba Nachlass hat eine einzigartige Reihe von Bedingungen, die unseren Gästen den ruhigen Genuss eines echten ländlichen Erfahrung bieten. Die Renovierung der alten Kellerei gebar eine gemütliche kleine Häuschen, ideal für eine Familie oder eine Gruppe von Freunden, mit zwei Zimmern, ein gemütliches Wohnzimmer, ein Badezimmer und ein schönes und gut ausgestattet mit einem Kamin ausgestatteten Küche. Das Anwesen verfügt über mehrere Wanderwege und idyllische Teiche. Isoliert von der Außenwelt, hier finden Sie die ideale Kombination aus natürlichen Ressourcen finden Sie die Natur genießen zu lassen. Vumba ist ein 140 Hektar großes Grundstück mit einem schönen Tal von grünen Wiesen und bezaubernden Hainen einnimmt. Die Schönheit der Landschaft wird durch die imposante Bergwelt rund um die Region betont. Am Horizont kann man die Açor und Lousã Gebirge (im Süden), die Buçaco Gebirge (im Westen) und die Caramulo Berge zu sehen, in einem vollen, 360º ununterbrochenen fegen, die Spitzen der Estrela-Gebirge (im Osten), (nach Norden). Unser Anwesen und die Umgebung sind ein Wanderer und Biker-Paradies. In der Tat ist einer der wichtigsten Werte der Region ist die große Schönheit der Landschaft. Das berühmteste Wahrzeichen der Region ist das Dorf Piódão, aber es gibt viele andere natürliche Ressourcen in der Gemeinde, die so gut wie unbekannt, wie die Margaraça Wälder sind, die Fronhas Damm und Fluss Alva, das am besten gehütete flyfishing Geheimnis in Europa. Außerhalb der Gemeinde, sondern in einem Umkreis von 40 km, sind die Städte Coimbra und Viseu, die historischen und schönen Buçaco Berg und die Luso Thermalquellen. Wir haben eine schöne Woche in der Alhembric bei Vumba. Die Alhembric ist ein geschmackvoll eingerichtetes Haus, das unsere vierköpfige Familie geeignet - es ist kompakt, aber gut ausgestattet. Wenn Sie ehrgeiziger Kochen zu tun wollen, als Sie auf den beiden elektrischen Ringen und kleinen Ofen tun können, gibt es Kochmöglichkeiten im kommunalen Wohnbereich, obwohl wir nicht immer haben das Bedürfnis verspüren. Wir genossen es in der Lage, unsere eigenen Wohn- und Esszimmer, sich zurückzuziehen, sondern auch auf die luftigen, großen Gemeinschaftsbereich mit WiFi und herrlichem Blick über das Tal zu gehen zu können. Vumba ist eine schöne, ruhige Lage auf den Aufenthalt dort und in duftenden Pinien und Eukalyptuswäldern. Es ist möglich, für Meilen durch die Wälder und Felder auf dem Anwesen und rund um die ruhige Nachbardörfer zu gehen, ohne in das Auto zu bekommen, die, vor allem in der Kühle des Morgens und abends. Der Pool ist wunderschön gestaltet und ausgestattet mit bequemen Stühlen und Liegen, und es gibt immer etwas Schatten, um sich zurückzuziehen. Wir haben in den Gemüsegarten Nahrungssuche. Die großen, süßen Tomaten im Gemüsegarten waren köstlich. An einem Abend haben wir eine Ratatouille mit ihnen und der Auberginen, Paprika, Zucchini und Zwiebeln wir im Garten gepflückt. wir machten Tee aus der Zitronenverbene Busch. Joanna hat uns köstlich Eier von den Hühnern Vumba; Wir genossen auch die Vumba Käse, besonders die weiche Sorte. Joanna war unfehlbar hilfsbereit und freundlich, immer zur Verfügung alle Fragen zu beantworten. Sie erzählte uns von einem Candle-Light-Prozession einen Heiligen Tag Abend in einem nahe gelegenen Dorf, das sehr stimmungsvoll erwiesen. Sie hat uns freundlicherweise saubere Handtücher früher als geplant. Wir haben ihre Tour durch die Farm und Käseherstellung Gebäude auf der Rückseite des Traktors. Wir würden gerne wieder Vumba eines Tages kommen. Sara2016-08-21T00:00:00ZObwohl er bereits mehrmals angehört hatte, entschied ich mich, die erste Airbnb zu verwenden, wenn ich ein paar Tage Urlaub zu organisieren mit meinen Kindern im Teenageralter begann und die Vumba Platz gefunden. Es ist ein Bauernhof, auf die biologische Produktion gewidmet und die Fotos waren inspirierend. Es liegt in der Nähe mehrere Flussstrände, es hatte Pool und hatte insgesamt eine gute Alternative zu Routine Urlaub an der Küste. Als wir ankamen, waren wir sehr gut von Joana erhalten, die uns sofort um das Zimmer zeigte und uns rundum wohl. Ohne zu zögern, Verdacht der geringste, dass die Kraft des Wassers in dem Haus gelaufen, wo wir war übernachten nicht die üblichen Bedingungen, uns mit einem Innenhof in ein größeres Haus gezogen und ein zusätzliches Zimmer war für uns besser, was nicht hinter dem ersten auf Pflege Dekor, Komfort und Bedingungen. Beide sind sehr gut ausgestattet! Der Hof verfügt über mehrere Gemeinschaftsräume und die angenehmste von allen ist zweifellos der Pool. Es ist ein altes Pool, aber fantastische Bedingungen, die eine andere Persönlichkeit und Charme hält und ist von viel Grün umgeben. Es gibt keinen Mangel Räume, um das Handtuch zu verlängern und die Sonne und das Wasser genießen. Ein weiterer gemeinsamer Raum, den wir nutzten die Gelegenheit, sehr gut war das Zimmer und Keller Küche. Alle Details sind charmant, ist geräumig, hell und super bequem - ideal für das Abendessen in einer anderen Umgebung oder einen Espresso zu nehmen (immer vorhanden) am Morgen. Es gibt eine Wäscherei, eine riesige große Outdoor-Tisch für Mahlzeiten im Freien und ein Gemüsegarten, wo die besten Zutaten für einen schönen Salat oder Suppe. Wir nehmen, was wir wollen, und ein Blatt zielen. Am Ende haben wir die Konten mit dem Brot zusammen und frische Eier. Wir konnten sogar die Schafe und Ziegen gehen besuchen, aber nicht die Herstellung von Käse gesehen wird im Laufe des Monats August unterbrochen. In der Nähe der Farm gibt es mehrere Flussstrände und Joan riet uns, die Vimieiro von einer Reise in das Restaurant mit dem gleichen Namen gefolgt. Ich empfehle! Dies sind allgemeine Informationen, aber die Wahrheit ist, dass es Dinge gibt, die nicht erklärt werden können, fühlen sie sich. Diese Tage waren eine sehr bereichernde Erfahrung und ein Komplize für uns möglich, von der Liebe und Zuneigung, die Sie in den kleinsten Dingen fühlen, und das ist zweifellos durch Betreuer übertragen. Vielen Dank und bis bald! Rita2016-08-29T00:00:00ZWir haben auf Vumba einen erholsamen, naturnahen und angenehmen Urlaub verbracht. Vorallem die Gastfreundschaft der Gastgeber ist unglaublich warmherzig und wohltuend, allein das ist schon eine Empfehlung wert. Die Anlage ist simpel aber sehr geschmackvoll und gemütlich gestaltet. Wir haben unseren Aufenthalt genossen und möchten es gern weiterempfehlen, für alle, die Zentralportugal erkunden möchten und das ländliche Leben suchen.Annemarie 2017-04-17T00:00:00ZArt der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypHausUnterkunft für5SchlafzimmerSão Martinho da Cortiça, Coimbra, PortugalVUMBA - The AlembicPreis98€ VUMBA - The AlembicGesamtes haus · 4 Betten4Casa Mondego is a modern house overlooking a beautiful river valley, on the edge of a hamlet close to the hill town of Penacova. This is real rural Portugal. The mountains are 1 hour away and the coast 45 minutes. Enjoy kayaking and splendid walks. The private patio and verandas offer stunning and uninterrupted views of the forests and hills surrounding the Penacova valley, as well as the hamlet below. Casa Mondego is facing south-south west, guaranteeing sun all day long. Top floor: The beach resorts such as Figueira da Foz, and its quieter neighbours. Malcolm und seine Frau begrüßte uns wie Familienmitglieder. Die Empfehlungen der Besichtigung, Lebensmittelgeschäfte und Restaurants wurden in einem Buch links für uns aufgeführt und beschrieben. Die Unterkunft war wirklich toll. Alles war makellos. Tolle Aussicht.danielle2014-09-17T00:00:00ZMalcolm und seine Frau haben uns herzlich willkommen in ihrem schönen Haus. Sie hatten gute Tipps und eine Karte mit Informationen über die Orte zu besuchen. Auch während des Aufenthalts hielten wir in Kontakt. Malcolm war sehr flexibel für die Abreise: Wir hatten einen späten Check-out! Das Haus ist schön und gut ausgestattet. Es hat eine Menge von Luxus. Der Balkon mit Blick auf das Tal ist erstaunlich, wir nette Gäste und Frühstück mit einem perfekten Blick hatten. Nizza Kajak in der Nachbarschaft und in der Nähe von Coimbra. Wir möchten in diesem schönen Haus kommen zurück!remko2015-08-02T00:00:00ZSchönes Haus und die Aussicht ist, wie er sagt, wirklich fantastisch. Mehr als genug Platz für 6 Personen und fühlen Sie sich in der Landschaft wirklich, obwohl Sie auf die Hauptstraße in der Nähe sind Portugal zu erkunden. Malcolms Sohn Paul begrüßte uns sehr herzlich und bot viele Informationen für den lokalen Bereich. Würde auf jeden Fall empfehlen, hier zu bleiben!Lynsey2014-08-21T00:00:00ZArt der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypHausUnterkunft für6SchlafzimmerPenacova, Coimbra District, PortugalStunning Views & Fantastic HousePreis110€ Stunning Views & Fantastic HouseGesamtes haus · 4 Betten3Estamos a disponibilizar acolhimento na nossa casa na freguesia de São pedro de Alva, Penacova para alojar vítimas dos Incêndios de Pedrogão Grande, Góis e similares em parceria com Ferramenta de Desastres da Airbnb.É uma casa grande e espaçosa, comArt der UnterkunftPrivatzimmerObjekttypHausUnterkunft für16SchlafzimmerPenacova, Coimbra, PortugalCasa para as Vitimas dos Incêndios de PedrogãoPreis51€ Casa para as Vitimas dos Incêndios de PedrogãoPrivatzimmer · 12 BettenApartment on the 1st. floor, fully independent, own kitchen fully equipped with space for dining, double bedroom furnished living room with a sofa where you can sleep a child or an adult, huge terrace where you can, on starry nights enjoy a beautiful show. Parking privativo.Aguas hot and cold. Near one of the most beautiful areas of the country, with good restaurants, good roads, beautiful landscapes and rich, sea and rivers. Beautiful old and historic places (Coimbra, the oldest university Lorvão convents of Santa Clara etc), Viseu and its Monuments, Bussaco Luso Figueira da Foz, etc. The Aveiro Mira Serra da Estrela, mainland Portugal's highest , is a few Kilometers where winter sports are practiced all winter and in summer you can enjoy the beautiful views, and in all ages is pos-sible experience the best cheese ovelha.Perto there is the village of Piódão in the municipality of Arganil, where you can see the houses built in shale (rock this specific area). It is then possible to acquire several liqueurs produced by hand and with products originating from that site (liquor, honey, heather, etc. The lake dabarragem Aguieira allows various types of water sports and fishing in the river.Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypHausUnterkunft für3SchlafzimmerPenacova, Coimbra, PortugalLonge do ruído, perto do céuPreis20€ Longe do ruído, perto do céuGesamtes haus · 1 BettVilla Lourinhal is in the heart of Central Portugal making it the perfect choice for exploring this beautiful unspoilt area. Enjoy the sunshine on the huge furnished terrace, dine alfresco and enjoy the huge interior spaces in this private Villa. I hope this helps!! If you would like to know anything else about the house or the area please get in touch!Melanie war sehr einfach, mit vor und während unseres Aufenthaltes in der Villa Lourinhal zu kommunizieren, und obwohl wir nie wirklich trafen ich fühle mich wie ich sie kennenlernte und wurde als sehr geschätzt und persönlichen Gast durch unsere E-Mails und die nette Begrüßung Geschenke, die sie gelassen behandelt uns in den Kühlschrank stellen. Die Villa ist ein sehr einfaches und schönes Hotel und wir hatten eine wundervolle Zeit. Die Villa ist sehr geräumig, makellos sauber und hervorragend gut für viele Bedürfnisse ausgestattet. Wir spielten Badminton, genutzt, um ihren erstaunlichen Grillplatz, die Jugendliche waren begeistert von den wi Spielen und wir fühlten uns total zu Hause und in den Schoß von Luxus. Es gibt mindestens drei verschiedene Bereiche zu sitzen und essen an im Garten und das war ein echtes Highlight. Wir kochten jeden Abend zu Hause und liebten den Raum und die Ruhe und eine herrliche Aussicht. Die Gegend ist wunderschön. Sehr ländlich, fabelhaft wilde Blumen ringsum, in der Nähe des Flusses, wo wir eine große Kajak-Reise hatte. Wir fanden das Villa schwierig, den ersten Tag zu finden, und bekamen ein wenig manchmal verloren, aber Melanie ein Garmin im Hause gelassen für uns, das war ausgezeichnet zu verwenden. Die Gegend ist atemberaubend. Die Einheimischen waren sehr schön und wir hatten einen schönen Chat in gebrochenem Englisch / Französisch / Spanisch / Portugiesisch mit einem lokalen Paar, wie sie Holz für den Winter aufgespalten. Alles in allem würde ich sehr Villa Lourinhal als großartiger Ort empfehlen in ländlichen Portugal zu bleiben. Ich würde gerne einen Tag zurückkehren. Phillida2015-06-13T00:00:00Zbele sehr ruhig gelegene Villa für diejenigen, die Frieden wollen, sehr gute Leistungen auch ein bisschen für Geschäfte isoliert Schade, gibt es keine Internet-Verbindungen und Laptops tolle Zeit, danke Melanie, würden wir lieben, Sie zu treffen schnelle Antworten auf alle unsere Nachrichten dominiquedominique2016-05-24T00:00:00ZMelanie ist eine tolle Gastgeberin. Sie hilft jede mögliche Weise, sie kann und das Haus ist in perfektem Zustand. Die Küche ist gut ausgestattet und es gibt Broschüren und eine einladende Karte für fun stuff aussehen zu tun. Portugal ist ein fantastisches Reiseziel und das Gebiet von Penacova allein ist gut für ein paar Tage zu erkunden. Ich freue mich auf meinen nächsten Aufenthalt hier.Klaar2016-04-07T00:00:00ZMelanie war sehr hilfreich vorher, obwohl wir nicht wirklich erfüllt haben. Die Villa wurde als sehr komfortabel und sauber und ordentlich beworben. Schöne Gegend mit einiger atemberaubenden Landschaft, eine gute lokale Karte nützlich gewesen wäre. Die Märkte waren fantastisch mit fabelhaften frischen Produkten. Jeden Morgen frisches Brot aus dem lokalen Brot van.David2016-06-19T00:00:00ZArt der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypHausUnterkunft für8SchlafzimmerPenacova, Coimbra, PortugalVilla Lourinhal Central PortugalPreis41€ Villa Lourinhal Central PortugalGesamtes haus · 5 Betten5 Mein Platz ist in der Nähe Aguieira Dam, Penacova, Vimieiro River Beach (Männer) Mills von Serra da Atalhada, Lorvão Kloster .... Es ist ein ruhiges und stilles Dorf mit einem Geist noch recht Gemeinschaft. Mein Platz ist gut für Paare, Solo-Abenteuer, Familien (mit Kindern) und pelzigen Freunden (Haustiere). Mükemmel, şiddetle tavsiye ederiz.Joel José2017-04-30T00:00:00Zgüzel ev, güzel bir alan. Natalia D. sempati ve Luis her zaman erişilebilir.Debora2017-04-25T00:00:00ZArt der UnterkunftPrivatzimmerObjekttypHausUnterkunft für3SchlafzimmerPenacova, Coimbra, PortugalCasinha da Avó Trindade _ Castinçal, PenacovaPreis23€ Privatzimmer in PenacovaPrivatzimmer · 2 Betten3Great place to fish and to hike, to enjoy the river, rest and to enjoy the nature, in its most pure state.Last house in the village. Absolute quietness . Outstanding view of the Mondego River from all the windows, patio and balcony where you can dine outdoors admiring a magnificent view. Ground floor: lounge, cellar, kitchen (with large fireplace) and patio. 1. Floor with shed (60m2, 20m2 of which covered), suite, two bedrooms, bathroom. 2. Floor living room, bedroom, kitchen (with fireplace). Loft with ample opportunity to increase ceiling height. Land with fruit trees with 1000sqm.Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypHausUnterkunft für8SchlafzimmerPenacova, Coimbra, PortugalRiver House - Mondego RiverPreis51€ River House - Mondego RiverGesamtes haus · 4 Betten12121 – 18 von 27 UnterkünfteGib deine Reisedaten ein, um den Gesamtpreis pro Nacht zu sehen.Portugal>Coimbra District>Friúmes e ParadelaKarteFilterNutzungsbedingungenDatenschutzSitemapAirbnbmag
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q-de-2171
Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
Immobilien - Idar-Oberstein - großes, exklusives Anwesen Erstbezug nach kompletter Sanierung Gesamt: 118290 Idar-Oberstein: großes, exklusives Anwesen Erstbezug nach kompletter Sanierung Musikzimmer EG Küche Teilansicht (im Aufbau) Neues Bad Zugang vom Schlafzimmer OG Ankleidezimmer neben Schlafzimmer OG Kinderzimmer oder Homeoffice OG großer Balkon 12m² OG Zweites Bad im OG Biotop mit Fischbesatz Freisitz mit Grill Bodenrichtwert / Lageplan Bauplan Ansicht Briesbach 25 Diese schöne und repräsentative Immobilie bietet den idealen Rückzug in eine Welt voller Ruhe, Harmonie und Erholung. Das Anwesen wurde ursprünglich in 1960 massiv erbaut. Im Verlauf der Jahre wurde das Haus erweitert und stets modernisiert. Das Anwesen mit über 400m² Wohnfläche kann sowohl als Zweifamilienhaus als auch als Einfamilienwohnhaus genutzt werden. Der Garten ist wunderschön mit einheimischen Stauden, Bäumen, einem Biotop mit Fischbesatz und Sträuchern angelegt. Das Anwesen wurde in 2019 mit hochwertigen Materialien komplett renoviert. Das Anwesen besticht nicht nur durch seine hochwertige Ausstattung, sondern auch durch die durchdachte Raumaufteilung und die großzügige Aufteilung der sonnendurchfluteten, hellen Räume. Das exklusive Ambiente bietet hohe Wohnqualität und ein harmonisches Gesamtbild. Der Stadteil Tiefenstein steht für repräsentatives und adäquates Wohnen. Das Anwesen steht in einer verkehrsarmen Sackgasse umgeben von Natur. Ein Traum für Kunden die auf der Suche nach einer extravaganten, großen Immobilie in einer TOP-Wohnlage sind. Eine aktuelle Wertermittlung wurde durchgeführt und wird bei der Besichtigung selbstverständlich vorgelegt. Massiv in 1960 erbaut. Mit Anbau/Neubau erweitert. Erstbezug nach völliger Sanierung/Modernisierung: In 2019 komplett modernisiert und renoviert. Fertigstellung in 11.2019. (neue Heizung, Sanitär, Bäder, Dämmung, Außenputz, Malerarbeiten, Bodenbeläge, neue, hochwertige Einbauküche, Fenster, etc) Übersicht / Raumaufteilung: 400,62m² Wohnfläche insges. 11 Zimmer, Küche, 3 Bäder, große Doppelgarage im Haus integriert, Terrasse, große Gartenanlage mit Gewächshaus, überdachtem Grillplatz, Biotop mit Fischbestand - 2 Wohnräume (Gästezimmer, Kinderzimmer, etc.) - Musikzimmer (40m²) - Küche (24m²) mit neuer unbenutzter hochwertiger Einbauküche - Wohnbereich mit offen. Kamin (65m²) mit separatem Bad en Suite und begehbarem Schrank 8m² - Balkon ca. 12m² Große Doppelgarage im Haus integriert Große Gartenanlage mit Terrasse (ca. 56m²) Ruhige Lage an verkehrsberuhigter Sackgasse umgeben von Natur. Idar-Oberstein ist eine kreisangehörige Stadt im Landkreis Birkenfeld, Rheinland-Pfalz. Die verbandsfreie Stadt ist das Ergebnis umfassender Verwaltungs- und Strukturreformen der Jahre 1933, 1969 und 1970. Die Edelstein- und Garnisonsstadt ist mit knapp 30.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Kommune des Landkreises und ein Mittelzentrum. Seit 2016 trägt die Kommune den Titel Nationalparkstadt. Idar-Oberstein liegt am südlichen Rand des Hunsrücks beiderseits der Nahe. Größere Städte in der näheren Umgebung sind Trier (ca. 50 Kilometer westlich), Bad Kreuznach (ca. 30 Kilometer nordöstlich) und Kaiserslautern (ca. 35 Kilometer südöstlich). Die Stadt liegt am Rande des Nationalparks Hunsrück-Hochwald. Der Nahe-Felsen-Weg ist eine als Traumschleife ausgezeichnete Wanderroute von 9,4 km, die als Rundweg um die Altstadt von Idar-Oberstein angelegt ist Im Stadtteil Nahbollenbach wurde im Jahr 2016 ein Bikepark eröffnet, der verschiedene Geländeformen aufweist und dessen Nutzung kostenlos ist. Der Reitverein Idar-Oberstein unterhält ein Gelände auf dem Spring- Dressur- und Freizeitreiten möglich ist. Es umfasst eine Reithalle die 20×60 m groß ist und zwei Außengelände. Sie können im Rahmen des Vereinssport aber auch privat genutzt werden. Die Stadtbücherei hat rund 20.000 Medien im Angebot. Sie bietet die neuesten Bestseller, Romane, Krimis, Kinder- und Jugendbücher, aktuelle Ratgeber, Reiseführer, Kochbücher, sowie zahlreiche Sachbücher an. Darüber hinaus sind Zeitschriften, Hörbücher, CD-ROMs und DVDs im Bestand. Zudem ist die Bücherei mit allen rheinland-pfälzischen Bibliotheken vernetzt und kann nicht vorhandene Bücher und Medien per Fernleihe besorgen. In der Wärmeperiode des Jahres ist das Freibad „Stadenbad“ geöffnet. Es handelt sich dabei um ein künstlich angelegtes, naturnahes Freibad. Die Wasseraufbereitung erfolgt hier, anders als bei herkömmlichen Freibädern, durch biologisch-mechanische Prozesse ohne Einsatz von Chemikalien. In der Sendung Unsere schönsten Badeplätze im Südwesten des SWR wurde das Naturbad auf Platz Nr. 7 gewählt. 7 Sandplätze und 3 Hallenplätze inklusive Clubhaus, werden durch den TC 1895 Idar-Oberstein betrieben. Weiterhin gibt es das Tenniszentrum im Jahnhaus, das über 3 Außentennis- und 5 Hallentennisplätze verfügt. Weiterhin 4 Squash- und 4 Badmintonplätze. Namhafte Unternehmen: Edelstein- und Schmuckfirmen: In Idar-Oberstein und in der näheren Umgebung sind zahlreiche Edelstein- und Schmuckfabrikations- und -verarbeitungsbetriebe angesiedelt. Sie bilden den wirtschaftlichen Schwerpunkt der Stadt. Firmen wie PH. Hahn Söhne KG, Groh & Ripp oder die Ruppenthal KG haben Weltruf. Die Firma Klein & Quenzer war ursprünglich ein Produzent von Modeschmuck und während der Weltkriege einer der größten Hersteller für deutsche Kriegsorden. Idar-Oberstein ist Standort der Automobilzuliefer-Industrie. Unternehmen wie Magna Inc. (Decoma), Stanztechnik Loch GmbH & Co KG und Ymos GmbH sowie der Kunststoffwarenhersteller Wayand AG unterhalten Produktionsstätten in der Stadt. Die Autoteile Jakobs GmbH & Co.KG hat ihr Logistikzentrum, sowie die Unternehmensleitung in Idar-Oberstein angesiedelt. Roll ist ein Lieferant für Metallkomponenten in der Schreibgerätebranche Gemäß § 13 Abs. 3 Kindertagesstättengesetz (KitaG) ist ab dem 1. August 2010 der Besuch des Kindergartens für Kinder in Rheinland-Pfalz vom vollendeten zweiten Lebensjahr an beitragsfrei. In der Stadt Idar-Oberstein ist eine Vielzahl an Kindertagesstätten vorhanden, deren Betreuungsangebot breit gefächert ist und ständig erweitert wird. Sieben Kindertagesstätten stehen in der Trägerschaft der Stadt, davon sind fünf als Ganztagseinrichtungen konzipiert. Weitere zehn Kindertagesstätten sind in der Trägerschaft der Kirchen, davon werden fünf als Ganztagseinrichtungen betrieben. Die Lebenshilfe Obere Nahe unterhält außerdem einen Förderkindergarten. Die Deutsche Gemmologische Gesellschaft e. V. wurde 1932 gegründet und entwickelte sich zu einer international renommierten Institution der technisch-wissenschaftlichen Gemmologie (Edelsteinkunde). Die erfolgreiche Teilnahme an den DGemG-Bildungsgängen Edelsteinkunde und Diamantenkunde führt zu einer urkundlichen Bestätigung der erbrachten Prüfungsleistungen, die zur Beantragung der Fachmitgliedschaft in der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft (F. G. G.) berechtigt. Mehr als 30.000 Lehrgangsteilnehmer aus 75 Ländern der Erde besuchten bisher die für die Ansprüche des Wirtschaftsbereiches Edelsteine und Schmuck konzipierten DGemG-Bildungsgänge. Der Flugplatz Idar-Oberstein/Göttschied liegt nördlich der Stadt zwischen dem Stadtteil Göttschied und den Nachbargemeinden Gerach und Hintertiefenbach und ist geeignet für Helikopter, Motorsegler, Segelflugzeuge, Ultraleicht und, ebenfalls nach vorheriger Anmeldung Fallschirmspringer. Der Aero-Club Idar-Oberstein e. V. ist am Flugplatz angesiedelt. Im Jahr 2010 taufte der Verein ein Ultraleichtflugzeug vom Typ Dynamic WT9 auf den Namen Idar-Oberstein Im Jahr 2009 wurde das Messegelände Idar-Oberstein eröffnet. In drei modernen Hallen finden in regelmäßigen Abständen Messen, Konzerte und Tagungen statt. Marktstrategisch taucht die Messe unter dem Logo MIO auf. Sie verfügt über modernste Technik und Ausstattung und ist zudem barrierefrei. Es stehen Hallenflächen zwischen 200 und 5000 Quadratmeter zur Verfügung. Betreiber ist die Messegesellschaft Idar-Oberstein GmbH. Seit ihrer Eröffnung, bis Ende des Jahres 2014 hat die Messe schon 300.000 Besucher zählen können. Garnisonsstadt und Artillerieschule der Bundeswehr: Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr wurde die Artillerieschule als Ausbildungsbereich Streitkräftegemeinsame taktische Feuerunterstützung/Indirektes Feuer (AusbBer STF/IndirF) mit Wirkung vom 1. Juli 2015 dem Ausbildungszentrum Munster unterstellt und als eigenständige Organisationseinheit in der Bundeswehr aufgelöst. Das Artillerielehrbataillon 345 aus Kusel wurde Ende 2014 in die Klotzbergkaserne verlegt. Der Standort Idar-Oberstein wird seit der Bundeswehrreform als multinationales Ausbildungs- und Übungszentrum für verbündete Streitkräfte aus ganz Europa genutzt, die mit dem Konzept „Streitkräftegemeinsame taktische Feuerunterstützung“ ausgebildet werden und sich aus Kostengründen die dazu nötige Infrastruktur nicht selbst anschaffen können. Sitz des Ausbildungszentrums bleibt die frühere Rilchenbergkaserne. Für die Ausbildung wird der 14 Kilometer entfernte Truppenübungsplatz Baumholder benutzt. Neben dem AusbBer STF/IndirF sind das Bundeswehr Dienstleistungszentrum, ein Sanitätsversorgungszentrum (SanVersZ Idar-Oberstein) und eines von 24 Bundeswehr-Mobilitätszentren am Standort. Er ist mit einem Gesamtwert von 8000 Euro dotiert. Die Preisverleihung erfolgt im Stadttheater Idar-Oberstein und wird regelmäßig von prominenten Personen moderiert, so hat bei der Verleihung 2014 die frühere Lottofee Heike Maurer durch das Programm geführt. Bruce Willis – Sonderbotschafter der Stadt:
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Welche geographischen Merkmale zeichnen Hohen Neuendorf aus?
Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990ern zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt. Geographie Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb. Nachbargemeinden Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen. Stadtgliederung Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile: und Wohnplätze Bergfelde Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide Stolpe Geschichte Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen. Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt. 19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf. Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. Nach dem Ersten Weltkrieg Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt. Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut. Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott. Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen. Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen. Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen. 21. Jahrhundert Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen. Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben. Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt. Bevölkerungsentwicklung Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011 Politik Stadtverordnetenversammlung Die Stadtverordnetenversammlung besteht gemäß § 6 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes in einer Gemeinde mit mehr als 25.000 Einwohnern aus 32 Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis: Bürgermeister 1990–1992: Günter Siebert (SPD) 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU) 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) seit 2016: Steffen Apelt (CDU) Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch. Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wappen Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“ Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins. Städtepartnerschaften Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten: Fürstenau, Niedersachsen (seit 1991, frühere Partnerstadt von Borgsdorf) Müllheim, Baden-Württemberg (seit 1992) Janów Podlaski, Woiwodschaft Lublin, Polen (seit 1995) Bergerac, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich (seit 2018) Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden. Sehenswürdigkeiten und Kultur Bauwerke Wasserturm und Wasserwerk Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1912–1914 nach Plänen des Architekten Albert Gottheiner (1878–1947). Rathaus Hohen Neuendorf, erbaut in den Jahren 1935–1936 nach Plänen des Architekten Wilhelm Büning (1881–1958). Evangelische Kirche Hohen Neuendorf, erbaut 1909 im Heimatschutzstil mit Neobarockelementen von Georg Büttner. Die sogenannte Himmelspagode (erbaut 2002) besteht aus einem dreietagigen chinesischen Turmbau in einem dazugehörigen Park. Sie ist dem Himmelstempel in Peking nachempfunden. Evangelische Kirche in Borgsdorf mit Gemeindehaus und separatem Glockenstuhl, erbaut 1952–1953 – und damit einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR. In Pinnow befindet sich eine 1859–1862 erbaute Kirche nach Entwurf des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler. Im Stadtteil Stolpe befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen in der Mark Brandenburg, errichtet um das Jahr 1250. In Bergfelde gibt es einen erhaltenen ehemaligen Grenzturm der Berliner Mauer. Er wurde in den 1980er Jahren als Führungstelle Bergfelde errichtet und wird heute als Naturschutzturm der SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald genutzt. Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer. Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören. Geschichtsdenkmale Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8 Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal. Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten. Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %. Öffentliche Einrichtungen Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg. Verkehr Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg): S-Bahnhof Bergfelde (b Berlin) (S 8) S-Bahnhof Borgsdorf (S 1) S-Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) Regionalbahnhof Hohen Neuendorf West (RB 20 Oranienburg–Potsdam) Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen: Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf; Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten; Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf. Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt. Bildung In der Stadt gibt es verschiedene Schulen, die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf: Ahorn Grundschule in Bergfelde Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Grundschule Borgsdorf Grundschule Niederheide Margeriten-Schule in Borgsdorf, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung Marie-Curie-Gymnasium Mosaik Grundschule Oberhavel Waldgrundschule. Sport Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga. In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde. Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga. Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht. Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis. Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht. Söhne und Töchter der Stadt Paul Schreier (1880–1937), Kommunalpolitiker der KPD, 1937 in der Sowjetunion hingerichtet, geboren in Stolpe Klaus-Peter Bruchmann (1932–2017), Komponist, geboren in Borgsdorf Thomas Schmidt (* 1950), Zahnarzt und Politiker Ellen Mäder-Gutz (* 1954), Bildhauerin und Grafikerin, geboren in Bergfelde Frank Möller (* 1960), Leichtathlet, Trainer Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten Wilhelm Lahn (1832–1907), Lehrer und Kantor in Stolpe Ernst Flatow (1887–1942), evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, lebte in Hohen Neuendorf Otto Scharfschwerdt (1887–1943), Gewerkschaftsfunktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Hohen Neuendorf Curt Wild-Wall (1898 – 1990), Maler und Grafiker Alfred Otto Schwede (1915–1987), Schriftsteller und Übersetzer, lebte in der „Villa zum weißen Hirsch“ Karl Reinhold Döderlin (1917–2004), Schriftsteller, lebte in Hohen Neuendorf Hannes H. Wagner (1922–2010), Maler und Grafiker, lebte in Hohen Neuendorf Manfred Schlenker (* 1926), Kirchenmusiker und Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Christel Guillaume (1927–2004), Agentin des MfS, erste Ehefrau von Günter Guillaume, lebte in Hohen Neuendorf Heidi Manthey (* 1929), Keramikkünstlerin, lebte in Hohen Neuendorf Günter Kochan (1930–2009), Komponist, lebte in Hohen Neuendorf Waltraud Falk (1930–2015), Wirtschaftswissenschaftlerin, lebte in Hohen Neuendorf Wolfgang Tilgner (1932–2011), Texter der Puhdys, lebte in Hohen Neuendorf Lothar Bisky (1941–2013), Politiker (Die Linke), lebte in Hohen Neuendorf Jutta Resch-Treuwerth (1941–2015), Journalistin, Ehe- und Familienberaterin, lebte in Hohen Neuendorf Alwin Ziel (* 1941), Politiker (SPD), 1990–2002 Minister des Landes Brandenburg, Stadtverordneter in Hohen Neuendorf Gert Neumann (* 1942), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Jürgen Rennert (* 1943), Schriftsteller, in Hohen Neuendorf aufgewachsen Christa Koslitz (* 1944), Keramikerin und Malerin, lebt in Hohen Neuendorf Heidi Wagner-Kerkhof (* 1945), Bildhauerin, lebte in Hohen Neuendorf Jürgen Gerhard (* 1947), Maler, lebt in Hohen Neuendorf Michael Schwandt (* 1947), Musiker der Band Karat, lebt in Bergfelde Manfred Zoller (* 1947), Maler und Grafiker, lebt in Bergfelde Bernhard Potschka (* 1952), Gitarrist der NDW-Band Spliff, lebt in Hohen Neuendorf Ulrike Poppe (* 1953), DDR-Bürgerrechtlerin, wuchs in Hohen Neuendorf auf Karl-Heinz Schröter (* 1954), Politiker (SPD), Innenminister des Landes Brandenburg, lebt in Hohen Neuendorf Kurt Drawert (* 1956), Schriftsteller, wuchs in Hohen Neuendorf auf Daniela Hoffmann (* 1963), Schauspielerin und Synchronsprecherin, lebt in Bergfelde Ludger Weskamp (* 1966), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oberhavel, lebt in Hohen Neuendorf Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler, spielte für den FSV Borgsdorf Charlotte Würdig (* 1978), Moderatorin und Gattin von Sido, lebt in Hohen Neuendorf Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig; * 1980), Rapper, lebt in Hohen Neuendorf Susanne Tockan (* 1982), Moderatorin, besuchte das Gymnasium in Hohen Neuendorf Fabian Holland (* 1990), Fußballspieler, erster Verein war der FSV Borgsdorf Weblinks Offizielle Webpräsenz von Hohen Neuendorf Literatur Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7. Einzelnachweise Ort im Landkreis Oberhavel Ersterwähnung 1349 Stadt in Brandenburg Stadtrechtsverleihung 1999
HomeWettervorhersageEuropaDeutschlandNiedersachsenPapenkampHeute 22° / 19° 18° / 17° 16° / 13° 13° / 12° sonnig bedeckt mäßiger Regen 90 % | 45,3 l/m² 45,3 l/m² 07:45 Uhr 18:28 Uhr Vollmond In Papenkamp gibt es am Morgen eine Mischung aus Sonne und Wolken bei Werten von 13°C. Am Mittag scheint die Sonne und die Temperatur erreicht 22°C. Am Abend überwiegt in Papenkamp dichte Bewölkung aber es bleibt trocken und die Temperaturen liegen zwischen 17 und 18 Grad. Nachts ist es regnerisch bei Werten von 13°C. 0 0 0 0 0 0 0 0 0 25 85 90 90 90 90 90 90 90 90 70 90 90 90 90 Immobilie verkaufen in Papenkamp In Papenkamp gibt es morgens eine Mischung aus Sonne und Wolken bei Temperaturen von 13°C. Im weiteren Tagesverlauf gibt es ungestörten Sonnenschein bei Höchsttemperaturen bis zu 22°C. Abends bleibt in Papenkamp die Wolkendecke geschlossen bei Temperaturen von 17 bis 18°C. Nachts gibt es Regen bei Tiefstwerten von 13°C. Die Wahrscheinlichkeit für Niederschläge liegt bei 90% und es ist mit einer maximalen Niederschlagsmenge von 45.27 l/m² zu rechnen. Gefühlt liegen die Temperaturen bei 12 bis 23°C. Das Wetter in Papenkamp 15.10.2019
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Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
Januar 2010 - Replica Watches Klassische Fusion modernen Ruibao Regulateur 30 Serie sehen echte Schuss Ruibao wurde 1983 geboren und vom Münchner Uhrenhersteller Gerd-Rüdiger Lang gegründet, einer Schweizer Luxusuhrenmarke, die seit jeher von der Familie geführt wird. Als unabhängige Indikatormarke wird Ruibao in seiner Arbeit niemals enttäuschen: An der Basler Uhrenmesse 2015 stellte Ruibao erneut seine Talente unter Beweis und brachte eine Reihe neuer Modelle heraus. Die Uhr der Regulateur 30-Serie, die im Folgenden vorgestellt wird, wurde speziell entwickelt, um das Auge einzufangen. Das Logo der Ruibao Regulateur 30 ist mit dem ikonischen Münzmuster eingraviert, das Trapezfenster wird um 12 Uhr und die Stunde in Hops angezeigt, die große Minute zeigt den vom Sprungfenster umgebenen Kreis und die Sekunde mit der 6-Uhr-Position. Kreise treffen sich, um ein mysteriöses ‚8‘ -Muster zu bilden. Die Uhr ist mit einem Automatikwerk von Ruibao ausgestattet. Das Zifferblatt ist mit einem Neonmuster verziert, und das Unterzifferblatt ist mit einem Schachbrettmuster verziert, das uralt und elegant ist. Der blattförmige Minutenzeiger und der Sekundenzeiger sind handgefertigte blau gegossene Stahlzeiger, die der Silberwelt eine leuchtende Farbe verleihen. Uhrvorwahlknopf Design einzigartig Dial dekoriert in Niusuo Muster Großer Minutenanzeigekreis, umgeben von einem Zeitfenster 6 Uhr Position kleine Sekunde Die Lünette ist mit dem ikonischen Münzmuster graviert Die langen Stollen sind sehr retro Münzenmuster ist vorzüglich und elegant Back-through-Sumpf-Design Fazit: Die erfolgreiche Leistung von Ruibao auf dem Markt zeigt, dass der pragmatische Geist Deutschlands die perfekte Kombination mit der Schweizer Präzisionstechnologie ist und sich seitdem zum ältesten und größten Hersteller der Schweizer Uhrenwelt entwickelt hat. Pronomen. Um mehr zu erfahren, klicken Sie bitte auf die Uhr der Watch Basel Live Show: BALL Watch präsentiert die neueste Automodelluhr BALL für BMW Timetrekker [Basel] BALL Watch wird anlässlich der Basler Messe 2015 das neue Modell BALL für BMW Timetrekker vorstellen, um den gemeinsamen Wert der Uhrenindustrie und der Automobilindustrie zu demonstrieren. Dieses einzigartige Modell steht exemplarisch für den Geist der beiden Marken: ‚Engineer for Perfection‘, ob Linie, Farbe, Textur oder Design der Uhr von der Automobilindustrie inspiriert. Dieses neue Timetrekker-Modell folgt dem einzigartigen Stil der BALL for BMW-Kollektion und stammt von der Schweizer Designerin Magali Métrailler. Magali Métrailler kombiniert raffinierte und raffinierte Funktionen zu einem eleganten und schlanken Design, das den Fans das Gefühl gibt, sich wohl zu fühlen. Das Modell Timetrekker hat einen Durchmesser von 44 mm und ist aus Edelstahl gefertigt. Das Design der Uhr unterstreicht die Gemeinsamkeit der beiden High-Tech-Fertigungsindustrien durch jedes Detail. Das schwarze Zifferblatt des Timetrekker-Modells ist kariert und sieht aus wie eine Geschwindigkeitsanzeige. Jeder Teil der Uhr wurde sorgfältig entworfen. Die exquisite Oberflächenskala und das BMW Logo mit 2,6 mm Durchmesser, das um 3 Uhr unabhängig in vier Farben gedruckt wurde, sind künstlerisch. Zusätzlich zu ihrer kompakten Erscheinung hat die BALL Watch ihre brandneue Kennzeichnungstechnologie für die neue BALL for BMW-Uhrenkollektion ausgestattet: Die Stunden- und Minutenzeiger des Timetrekker-Modells und die diamantgeschliffenen Metallwaagen sind mit selbstleuchtenden Schweizer 3H-Mikrogaslampen ausgestattet, um dies zu gewährleisten Beim Lesen im Dunkeln ist es noch klar. Die innovative selbstleuchtende Mikrogaslampe H3 sorgt dafür, dass das Zifferblatt auch in dunklen Umgebungen klar bleibt. Diese revolutionäre Schweizer Technologie erfordert keine externen Lichtquellen oder Energiequellen und ihre Helligkeit ist hundertmal so hoch wie die herkömmlicher Licht emittierender Farben. Das Modell BALL for BMW Timetrekker verwendet die fortschrittliche Keramikverarbeitungstechnologie von BALL Watch, um dem Chronographenring aus Keramik eine stark leuchtende Farbe zu verleihen, sodass die Zahlen und Skalen auf dem Chronographenring beleuchtet werden und der Träger im Dunkeln immer noch klar sein kann. Berechnen Sie die Zeit. Der drehbare Außenring aus Keramik erhöht die Lebensdauer der Uhr und reduziert die Auswirkungen von Korrosion, Kratzern und UV-Licht. Der Chronographenring verwendet ein Einweg-Rotationssystem, das die korrekte Standard-Tauchzeit nicht aus Versehen verlängert, selbst wenn der Träger ihn versehentlich berührt. Diese brandneue Uhr wurde von der Schweizerischen Sternwarte zertifiziert und ihre Präzision und Genauigkeit sind selbstverständlich. Zusätzlich zu den oben genannten erstaunlichen Eigenschaften beträgt die Wasserdichtigkeit der Uhr bis zu 200 Meter und die antimagnetische Leistung 4.800 A / m. Jedes Modell ist außerdem mit einem revolutionären patentierten Amortiser®-Antivibrationssystem ausgestattet. Diese außergewöhnliche Technologie reduziert die Auswirkungen von seitlichem Aufprall und schützt die mechanische Bewegung. Dieses Modell wird mit einem Kegelriemen oder einem hochwertigen Kautschukriemen geliefert. BALL für BMW Timetrekker Modell Werk ‧RR1102-C Automatikwerk, COSC Swiss Observatory zertifiziert Funktion ‧ 14 selbstleuchtende Mikrogaslampen, auf der Oberfläche angebracht, Stunden- und Minutenzeiger, praktisch zum Ablesen bei Nacht ‧ Patentiertes seismisches Ball Amortiser®-System ‧Antimagnetische Leistung 4.800 A / m, wasserdichte Leistung 200 m / 600 呎 ‧ Anzeige von Stunde, Minute, Sekunde, Wochentag und Datum Gehäuse ‧ Edelstahlgehäuse ‧ Durchmesser 44 mm, Dicke 13,45 mm ‧Antireflexibles Saphirglas »Verschlossene Krone Armband ‧ Edelstahlband oder hochwertiges Kautschukband mit geringerer Breite Zifferblatt ‧ schwarz / blau Landkartenuhr der Gibai Miracle Treasure Box-Serie Girard-Perregaux spielt den traditionellen Stil der Würfel der Kuriositäten nach, inspiriert von den Schätzen des Renaissance-Europas und der Wunderkammer, inspiriert von der Marvel-Schatzkiste Schatzkistenuhr. Öffnen Sie mit diesem besonderen Namen eine neue Uhrmachertür und entführen Sie die Uhrenfans in einen Ort voller wunderschöner Schätze: Erkunden Sie unendliche Geheimnisse, brillante Geschichten, natürliche Accessoires und verschiedene seltene Schätze … Durch die geschickten Handwerker, mit vielen erlesenen Edelsteinen und anderen Materialien als Basis, mit vielen erlesenen Bemalungsdetails, bietet diese Chambers of Wonders-Uhrenserie auf engstem Raum des Zifferblatts drei verschiedene Zeiten und Räume Magie ist ewig, mit poetischen und sogar träumerischen Reichen, die den Wunsch der Menschen befriedigen, die Welt zu erkunden, kann als magische Magie der Malereikunst beschrieben werden … Schätzen Sie die Welt durch verschiedene Altersgruppen Die Landkarten der frühen Jahre sind wie die Anhäufung von geografischem Wissen, weil die Zivilisationen, die diese Bilder produzieren, einfallsreiche Zitate und weniger vollständige wissenschaftliche Konzepte sind. Durch den Raum und die Grenzen, die sie interpretieren, beschreiben sie das Selbstbewusstsein der Menschen zu dieser Zeit und sind das Zentrum der Welt. Wie Dichter, Schriftsteller, Wissenschaftler und Entdecker, inspiriert durch das ständige Streben nach Wissen, stellen die Designer dieser Karten Nachbarländer oft als Orte voller exotischer Kreaturen dar. Die Größe der Grenzen, Flüsse und Regionen wird durch interdisziplinäre Wissenschaft bestimmt, aber es gibt immer noch viele unbekannte Welten, die erforscht werden müssen. Zu dieser Zeit wurden wissenschaftliche Beobachtungen oft durch kollektives Unterbewusstsein beeinflusst. Daher ist es überraschend, dass diese Karten immer noch eine Korrelation von Zeit und Raum vermitteln. Die Zeit ist ein Freund des Wissens, und mit dem Aufkommen neuer Botschaften von Generation zu Generation haben sich diese Grenzen allmählich geändert. Eine neue Serie, die den Meistern der vergangenen Karten Tribut zollt Drei neue Uhrenthemen interpretieren sich durch exzellentes Wissen und handwerkliches Können, drei verschiedene Epochen, verschiedene Welten, darunter: Die Perle der Wunder, die Landkarte und die Neue Welt. Die Renaissancebilder wurden auf den drei Handgelenkplatten von Girard-Perregaux ins Ewige transformiert. Drei roségoldene GP1966-Uhren mit automatischem Aufzug zeigen eine völlig andere Perspektive und Emotion. Das in der Uhrenfabrik geborene Kaliber GP03300 spiegelt die langjährige Uhrmachertradition von Girard-Perregaux sowie absolute Präzision und hohe Zuverlässigkeit wider. Sowohl das Erdgeschoss als auch die Brücke sind abgeschrägt, mit faszinierenden Runden und Genfer Wellen. Es ist mit 205 Bauteilen bestückt und verfügt über eine Gangreserve von mehr als 46 Stunden. Das Uhrwerk erreicht 28.000 Vibrationen pro Stunde. Mit einem Durchmesser von 25,60 mm und einer Dicke von 4,20 mm passt es perfekt zu einem zarten und eleganten Roségoldgehäuse, das in der Uhrenfabrik entwickelt und gefertigt wurde. Die perfekte Harmonie des Designs, gepaart mit einer weichen, gebogenen Lünette, verstärkt die dünne Form. Terrestrische Karte Landkarte Beobachten Girard-Perregaux wählte die alte chinesische Karte in einer kreisförmigen Form, die vom italienischen Jesuitengläubigen Matteo Ricci inspiriert wurde. Ricci ist Theologe, Philosoph, Mathematiker, Kosmologe und Astronom. Der Missionar hatte lange in Asien gepredigt, kam 1582 nach Macao und ließ sich in China nieder, teilte sein Wissen mit örtlichen Gelehrten und Beamten und wurde der erste Westler, der die Verbotene Stadt betreten durfte. Während der Ming-Dynastie veränderte seine übersetzte Karte die globale Geographie, um sich auf China zu konzentrieren. So wie damals der Ehrgeiz, neues Land zu erkunden, gefeiert wurde, sind auf dieser Landkarte fünf Kontinente entstanden. Auch wenn Libyen durch Afrika und Australien durch Australien vertreten ist, ist es auch vollständig mit den vier Ozeanen gekennzeichnet. Andere exquisite Ort, durch die chinesische Marke, extrem alarmierend geographische und astronomische Präzision zeigt: Der Nil ist der längste Fluss in der Welt, die Erde rund ist, ist der Unterschied zwischen Tag und Nacht sind mal erklärt dies der Fall ist, die Erde und andere Planeten Die Entfernung wird auch durch das Formular erklärt. Natürliche Materialien und die Verwendung von Tusche Girard-Perregaux wählt in diesem seltenen Werk als Grundstein reinweiße Jade und die transparenten Linien zeigen Tiefe. Jedes Zifferblatt ist mit einem Stück Jade zu einer dünnen Scheibe geformt, die poliert ist, um die optimale Dicke (0,70 mm) zu erzielen, und die Oberfläche ist vollständig flach. Als nächstes muss ein erfahrener Maler 17 Stunden für eine feine Zeichnung mit natürlicher Tusche und einem speziellen Kleber arbeiten. Die Tinte ist sehr schnell trocken, daher müssen die Pinselstriche nicht zögern. Die Linien und Linien mit Zuversicht und Talent können verwendet werden, um Licht und Schatten zu umreißen, und die Originalgemälde sind subtil original. Vollständig genaue Interpretation der Grautöne, Umrisse der feinen Küsten- und Bodenkrümmung, der bekannte Erdkörper und historische Reliefeffekte werden vorgestellt. GP Girard-Perregaux Terrestrische Karte Landkarte Beobachten Zifferblatt: weiße Jade Bauweise: Edelsteinschnitzerei, sorgfältige chinesische Tuschemalerei Bodenabdeckung: Bodenabdeckung aus Saphirglas GP03300-0060 automatisches mechanisches Uhrwerk Durchmesser: 25,60 mm (11 1/2 Cent) Gangreserve: mehr als 46 Stunden Automatische Platte: Roségold, poliert mit Genfer Wellen Anzahl der Teile: 205 Stück Schwarzes Krokodillederarmband mit Handnähten und anderen Details Faltschließe aus Roségold Nr. 49534-52-R05-BB60 Funktionsgesteuerte, kostengünstige Sportuhr 7. Januar 2010 admin Ein Wächter hat gesagt, dass ein Mann ein paar Uhren hat? Ich denke, es muss mindestens eine Uhr geben, die normalerweise getragen wird, eine Sportuhr und eine formelle Uhr. In der Realität können in der männlichen Gruppe um uns herum die erste und die zweite Tabelle gleichgesetzt werden. Männer bevorzugen Sportuhren unabhängig von Alter und Beruf. Das Design der Sportuhr ist relativ maskulin, männlich und viele Sportuhren sind sehr elegant, nicht nur für Freizeitkleidung geeignet, mit formeller Kleidung, auch der Eintritt in den Arbeitsplatz fällt ihnen leicht. Wenn Sie es sich nicht verdienen, Zeit zu verbringen, können Sie natürlich die Sportuhr von High-End-Marken mit Hunderttausenden vermeiden und die Armbanduhrprodukte mit hervorragenden Kosten und Funktionen im Auge behalten. Die Sportuhr hat auch die Funktion, die Bedürfnisse des Arbeitsplatzes zu erfüllen. Auf der Sportuhr erscheinen komplexe Funktionen, und einige stapeln sich sogar! Die zwei Orte, die Weltzeit, die Kalenderwoche … All diese Funktionen, die zum Verkauf angeboten werden, erscheinen nun nach und nach auf der Sportuhr. Denken Sie nicht, dass die Sportuhr nur eine endlose Taktfrequenz hat. Für die Bedürfnisse des modernen Arbeitsplatzes ist die Sportuhr nicht nur in der Formgebung immer vielseitiger, sondern auch im Streben nach Funktion immer selbstmotivierter. Ich habe einen Markenchef interviewt, ein Paar Taucheruhren mit einem Paar Anzügen, er sagte uns: Eine gute Uhr ist kein Anlass. Und was ist mit der Funktionalität? Es ist das Überleben der Herrenuhren. Wenn man sich die Farbe anschaut, weiß die Tudor-Uhr, dass sie nicht mit Sport zu tun hat. Zusätzlich zu einem tiefen Chronographen verfügt sie über eine runde Kalenderanzeige und eine zweite Zeitzonenanzeige. Sagen Sie, dass die Zeitzonenfunktion einfach die drei beliebtesten Funktionen ist, die von der Abstimmung ausgewählt wurden? Die Rome-Uhr ist definitiv ein gutes Beispiel für die Kombination von Sport und Arbeitsplatz. Zusätzlich zur Chronographenfunktion können Sie den Wochenkalender in der Mitte des Zifferblatts elektronisch überprüfen und rund um das Zifferblatt die Uhrzeit in den meisten Städten der Welt anzeigen Yu Xin, eine praktische Sportuhr, die für jeden sehr, sehr gut ist. Die Sportuhr von TAG Heuer ist in der Mundpropaganda hervorragend: Dieser Ganzstahl-Chronograph zeichnet sich nicht durch die Chronographenfunktion aus, sondern durch die ewige Kalenderanzeigefunktion „Rückwärtsspringen“, die nicht nur sehr praktisch ist, sondern auch erst 2099 eingestellt werden muss. Epoch und Certina Sportuhren Die Ebola Sportuhr ist aus Stahl sehr sportlich. Aufgrund des Zeitplans verfügt es auch über einen Wochenkalender und eine Kalenderanzeige, die die grundlegendste Hilfe für den Arbeitsplatz darstellen. Wie bei der Tierra wird nur die Sportuhr hergestellt, aber die Marke weiß, dass die Profis jetzt herumfliegen. Die GMT-Funktion für zwei Zeitzonen wurde der Sportuhr hinzugefügt. Diese Uhr basiert auf dem bekannten Doppelversicherungskonzept (DS) der Marke (auf der Oberseite der Schutzkrone ist ein Symbol eingraviert, um dieses Konzept darzustellen) und stellt eine auffällige zweite Zeitzonenanzeige zwischen 9 und 11 Uhr ein, die Sport und Funktionalität in Einklang bringt. . Es ist wichtiger, komplexe Motorfunktionen zu verbessern. Die Konzentration auf die eigene komplexe Motorik ist auch ein Hingucker! Neben der Erweiterung der Sportfunktionen haben viele Marken, die gut mit Sportuhren umgehen können, viel Energie, um ‚ihre Sportfunktionen weiter zu verbessern‘. Denn für Sportuhren gibt es nichts Wichtigeres als ‚Genauigkeit‘. Die Genauigkeit steigt um einen Liter und dann wieder an, was die Erstellung einer Drei-Fragen- oder Tourbillon-Uhr erschwert. Das mit der Geschwindigkeitsmessung verbundene Flyback oder Timing ist eines der wichtigsten Merkmale der Marke und der Verbraucher. Tipps: Was ist Flyback? Beim Chronographen wird meistens ein Flyback verwendet.Die Codetabelle ohne die Flyback-Funktion erfordert, dass der Benutzer den Zeiger nach dem Stoppen der Zeitfunktion auf Null setzt, um die nächste Zeitoperation auszuführen. Die Flyback-Timing-Funktion eliminiert diese komplizierten Schritte: Sobald die Timing-Funktion aktiviert ist, drücken Sie einfach die Flyback-Taste und alle Chronographenzeiger kehren automatisch auf Null zurück und starten das nächste Mal ohne Unterbrechung. Diese Uhr von Zenith ist mit dem legendären El Primero Striking 10TH-Kaliber mit einer Frequenz von bis zu 10-mal pro Sekunde ausgestattet und eines der fortschrittlichsten und am längsten bewährten mechanischen Modelle, die derzeit erhältlich sind. Die Uhr ist speziell für maskuline Männer konzipiert und das tolle Zifferblatt ist mit einer PVD-Beschichtung und einem rotgoldenen Gehäuse versehen. Die Flyback-Timing-Funktion ist bequem und praktisch, mit einer wasserdichten Funktion von 200 Metern und einer perfekten Sportuhr. Die hundertstel Sekunde von TAG Heuer wird in Kürze auf der Basler Messe vorgestellt. Die erste Uhr ist auf eine hundertstel Sekunde genau. Dies bedeutet, dass der Sekundenzeiger eine Sekunde lang um das Zifferblatt läuft. Sie können die zwei Dezimalstellen nach der festgelegten Zeit ablesen! Bedienung und Lesen sind sehr stark, aber die Bewegung ist eine große Herausforderung! Blaises neue Kompass-Militäruhr Die neue Kompass-Militäruhr aus Belize ist die erste vom Navigationskompass inspirierte Armbanduhr, die nicht nur sehr neu ist, sondern auch eine große Herausforderung für die Uhrmacher darstellt. Diese Kombination aus einer neuen festen Anzeigelinie und einer Zeiteinteilung ersetzt den traditionellen Anzeigemodus für Stunden- und Minutenzeiger und verkörpert die kühne Innovation der Marke und den Mut, das herkömmliche Konzept zu brechen. Tauchen, Rennen, nicht leicht zu verkaufen Eigenschaften + Hyun, bringen sie den besten Preis! Für Sportuhren sind Tauchen und Rennen neben dem regulären Chronographen die beiden meistverkauften Modelle. Um die Tauchtiefe tiefer zu machen, ist es besser, die wasserdichte Funktion zu einer der Grenzen der Sportuhr zu machen, um um den Durchbruch zu konkurrieren: Für den Renntisch genießen wir mehr von der Verbindung von Zeit und Geschwindigkeit, es geht nicht nur um Geschwindigkeit Sehr anspruchsvoll, und für das Design der Uhr, ist es auch bestrebt, mit dem Motorsport zu vereinen, auch bei der Auswahl und Verarbeitung der Materialien, sind sehr vorsichtig. Komplexe Timing- oder Tauchfunktionen + maskulines, robustes Design. Wenn Sie Geld für die Sportuhr ausgeben möchten, müssen diese beiden den „lohnendsten“ Verbrauch in Ihrem Herzen erzielen. Die Seiko-Kollektion ist die einzige Uhrensammlung der Welt, die ausschließlich aus Chronographen besteht und ausschließlich für den ‚Rennsport‘ bestimmt ist. Diese aus Edelstahl, Aluminium, Kohlefaser und Urethangummi gefertigte Uhr hat eine Alarmfunktion und verwendet ein Kinetic-Uhrwerk, von dem jedes eine Uhr ist! Das glamouröse Zifferblatt besteht aus Roségold. Aufgrund der Allianz mit F1 sind Design, Material oder Funktion des Williams F1-Teams hervorragend. Der aus reinem Gold gefertigte Durchflussmesser befindet sich auf dem oberen Ring und ist mit einer schwarzen Kohlefaser-Frontplatte versehen. Können Sie ihn im Büro tragen? Hamiltons Uhr kann definitiv mit Ihrer professionellsten Tauchausrüstung verwendet werden. Die allgemeine Taucheruhr hat eine Tiefe von 100 Metern und 1000 Meter! Es ist mit einer Ablassvorrichtung ausgestattet.Wenn der Taucher aufsteigt, wird das gespeicherte Heliumgas abgelassen, um den Abfall des Außendrucks auszugleichen und die Sicherheit der Uhr zu gewährleisten. Tissots Taucheruhr kann zusätzlich zum Tauchen spielen. Die bekannte Touch-Funktion hilft Ihnen dabei, die Tauchtiefe, die Tauchgeschwindigkeit, das ewige Kalenderdatum und die Temperaturbedingungen zu bestimmen und vieles mehr. Und das leuchtende Orange ist die Unterwasserschutzfarbe, egal wo Sie sich befinden, es ist für andere relativ leicht zu finden! Bulgari verfolgt eines der perfektesten Meisterwerke Kräftiges und solides Uhrwerk, symmetrische Ausgewogenheit des Stils, feinmechanische Verarbeitung. Die Diagono Calibro 303 Chronograph Blue Special Edition spiegelt den ästhetischen Geschmack des modernen Lebens und die Essenz hochwertiger Uhrmacherkunst wider. Diago Name stammt von dem altgriechischen Wort ‚Agon‘ ist beabsichtigt, oder Wettbewerb zu bestreiten, die Arbeit „Diskuswerfer“ sein Design inspiriert von antiken griechischen Bildhauers Myron Myron Design Uhren gezeichnet präsentiert eine präzise und dynamische Festigkeit, vererbte Antike griechische zeitgenössische Ästhetik. Die Diagono-Serie ist eine klassische Uhr mit einer Zeitverschiebung von 20 Jahren. Im Geiste der Originalität und weiterhin neue kreative Essenz in die Entwicklung von Stil und Material einfließen. Das Diagono Calibro 303 ist ein handgefertigtes BVL 303 Automatikaufzugswerk, das aus 303 Präzisionsteilen besteht und für 3.520 Stunden entwickelt wurde. Die Verriegelungskonstruktion arbeitet eng mit der Baugruppe aus zylindrischem Rad, Zahnrad und vertikaler Kupplung zusammen und ist somit der perfekte mechanische Betrieb für Kenner von Spitzenuhren. Das vertikal gekoppelte Getriebeseriensystem verhindert das Springen des Zeigers beim Starten, Stoppen und Zurücksetzen und ist ein ausgeklügeltes System, das die Zeitfunktion unterstützt. Die Timer sind in 12 Stunden, 30 Minuten und 60 Sekunden unterteilt, um die Genauigkeit der Timing-Funktion zu erhöhen. Es gibt auch ein Datumsanzeigefenster um 6 Uhr. Der transparente Gehäuseboden aus Saphir zeigt alle mechanischen Präzisionsoperationen und ist mit Geneva-Wellen, Perlmutt-Schleif- und Satiné-Soleil-Mustern verziert. Das Gehäuse besteht aus 75 verschiedenen Teilen, ist aus feinkörnigem poliertem Stahl gefertigt und abgeschrägt. Auf der Lünette aus 18 Karat Weißgold ist das Bulgari-Logo eingraviert. Die robuste Lünette wurde speziell zum Schutz der Krone entwickelt und mit einem blauen Krokodilband überzogen. Die handgeschnitzten Zeiger auf dem Zifferblatt zeichnen den Stil von BVLGARI Bulgari nach. Durch das mehrschichtige Zifferblattdesign sind die Funktionen auf einen Blick erkennbar. Dial Bergbau dreischichtigen Struktur, präsentierte auf unterschiedliche Weise: eine Metallsubstrat satiné soleil Musterdekoration, leuchtend blauen Überbau vertikale Streifen, kreisförmige Hilfszeitfenster Orte zu verarbeiten Kanten, mit Multi-Slice-Digital-Skala Leuchtseits und dem äußeren Das manuelle Detail des Rings gibt die Skala an. Die Diagono Calibro 303 Blue Special Edition verbindet zeitgemäßen Geschmack mit Schweizer Uhrmacherkunst und ist eine Sportmodeuhr Adams-Schmetterlingspaare erleben die Ewigkeit der Liebe 3. Januar 2010 admin In den 1960er und 1970er Jahren war die Piaget stolz auf die Frühlingsbrise, und die Freude an diesen Jahren erreichte 1979 ihren Höhepunkt, weil die Piaget Polo-Uhr geboren wurde. Polo beweist nicht nur die Position des Piaget in dem ultradünnen Uhrwerk, sondern seine einzigartige Form ist auch erfrischend: Polos Armband ist in das Gehäuse integriert, und die glatte und matte Oberfläche ist auf einen Blick erkennbar Ich denke fälschlicherweise, es ist ein Armband, keine Uhr. Da Polo von Polo inspiriert ist, ist die Marke Piaget seit den 1980er Jahren eng mit Polo verbunden: Sie sponsert das gleichnamige WM-Polo-Match, unterstützt das Charity-Polo-Match und so weiter. 2009 war Polo genau 30 Jahre alt, und der Piaget brachte auch das aus Titan geschmiedete Modell Piaget PoloFortyFive auf den Markt. An diesem Valentinstag sind die von uns empfohlenen diamantbesetzten Uhren nicht nur origineller als das Original-Polo, sondern auch wertvoller (zwei limitierte Editionen für Herren und Damen, jede mit einer eigenen Nummer). Seit 30 Jahren führend Piaget Polo 30th Anniversary Limited Männliche Uhr 523.800 Yuan (rechts) weibliche Uhr 387.400 Yuan Hinweis: Der große Herrenstil ist mit dem mechanischen Automatikwerk Piaget 534P ausgestattet, der Damenstil mit dem Quarzwerk Piaget 690P. Herrenuhr 135.500 Yuan (rechts) Damenuhr 120.500 Yuan Einfach und großzügig in der Stadt. Blancpain Villeret klassische ultradünne Serie Der Name Villeret ist etwas umständlich, eigentlich der Name der Stadt, in der Blancpain vor 275 Jahren entstand. Der Grund für die Benennung des Markenbasislagers liegt darin, dass die Villeret-Serie die einfachen und großzügigen Grundmerkmale von Blancpain zum Ausdruck bringt. Betrachten Sie das Aussehen, Sie können einfache und schlichte Linien, leichte und schlanke Körper sehen, obwohl die Oberfläche keine zusätzlichen Details und Dekoration hat, aber seine Innenseite ist sehr elegant: Villeret Bewegung ist eine mechanische nur 3,25 mm dick Edelsteine ​​sind absolut genau und zuverlässig. Trotz der kleinen Bewegung umfasst die Arbeitsteilung 175 bereits eine äußerst effiziente automatische mechanische Konstruktion, die selbst für sehr kleine Handbewegungen ausreicht, um 40 Stunden Standby-Energie für den Dauerbetrieb bereitzustellen. Darüber hinaus gewann es den Titel der besten ultradünnen Uhr bei den Geneva Timepiece Awards 2004. Weil diese Uhr sehr dünn ist, ist sie für Sie und Ihren Liebhaber geeignet, um sie jeden Tag zu tragen. Herrenuhr 237.000 Yuan (links) Damenuhr 159.000 Yuan Grand Goldkreuzmuster Vacheron Constantin Patrimony Classique goldene Uhrenkette Wenn Sie sich die Website von Vacheron Constantin ansehen, werden Sie feststellen, dass die Patrimony-Serie in allen Uhrenkollektionen an erster Stelle steht. Patrimony repräsentiert das klassische Design und spiegelt den eigenen Wert von Vacheron Constantin wider. Die beiden leicht gewaltigen 18 Karat Golduhren, die Sie sehen, sind perfekt für Überraschungen für Ihre Freundin. Diese Uhr wurde neu interpretiert, ihr leicht silbernes undurchsichtiges Zifferblatt mit stabförmigen Zeigern, ihr schlichtes und elegantes Design, ihr handgewebtes Kreuzsticharmband können Sie näher an Ihr Handgelenk bringen, mit verdeckter Schließe natürlich . Die beiden Uhren verfügen über ein 1400er-Handaufzugswerk (Herrenuhr) und ein 1202er-Quarzwerk (Damenuhr) mit der Marke Poinçon de Genève Geneva, die bis zu 30 Meter wasserdicht ist. Herrenuhr 52400 Yuan (rechts) Damenuhr 47600 Yuan Neue Konstellation, Ihre Wahl? Omega Omega brandneue Constellation 2009 Serie Stahl Rotgold Omega kann gut werben: ‚My Choice‘ -Werbung ist tief im Herzen der Menschen verwurzelt. Das war im Jahr 1995, als Cindy Crawford eine Uhr trug und Ihnen mitteilte, dass sie sich für die Omega Constellation-Serie entschieden hatte. Seitdem haben Sie sich an Omega erinnert und möchten die Konstellation Dai Dai wie Cindy wählen. Diese klassische Uhrenkollektion stammt aus dem Jahr 1982. Das ‚Klauen‘ -Design der Konstellation macht sie zu einem der bekanntesten Modelle der Welt. Die ‚Klaue‘ war früher noch nützlich: Das Saphirglas und die Unterlegscheibe waren fest mit dem Gehäuse verbunden, um die Wasserdichtigkeit zu gewährleisten. Heute ist die Klaue jedoch ein Zeichen der Konstellation. 2009 ist ein Meilenstein für die Constellation-Serie, denn es wird durch Omegas Werk mit einem koaxialen Hemmungssystem ersetzt (dieses System ist ein Muss, ‚Mr. Fashion‘ wurde im Januar dieses Jahres eingeführt, es sind fast zwei Jahrhunderte Das erste praktische neue Hemmungssystem hält Ihre Uhr seither extrem stabil.
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Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
Frühjahrsbuchwoche 2001, Der Funke der Kreativität Mit Iris Häussler, Georg W. Kreutzberg, Harry Mulisch, Rolf Oerter Am Donnerstag, 15. März 2001, 19.00 Uhr, im Gasteig/Black Box Der Impuls zur wissenschaftlichen Theorie von der unausgesetzten Selbstschöpfung des Leben ist Darwin zu verdanken. Lebewesen müssen kreativ sein, um in einer sich wandelnden Welt bestehen zu können. Seit der Mensch der eigenen Person als ein Gegenüber der Natur bewußt geworden ist, schafft er sich seine Umwelt selbst bis hin zu den Weiten der geistigen Landschaften: Literatur und Musik, Malerei und Mathematik, Tanz und Technik, Zauber und Cyberwelten. Der Wissensgesellschaft und mehr noch der Wissenswirtschaft ist nichts wichtiger als die Innovation. Die Wirtschaft konzentriert sich auf das sogenannte Humankapital, vor allem auf die Synergieeffekte unterschiedlicher Kreativitäten. Dazu soll die Wissenschaft herausfinden, unter welchen Bedingungen Kreativität entsteht und wie sie möglicherweise erzeugt und Wird Kreativität mehr und mehr funktionalisiert, auf ihre Bedeutung für ökonomische Innovation reduziert? Zu fragen ist nach den (unterschiedlichen?) Formen wissenschaftlicher und künstlerischer Kreativität, nach den Quellen der Inspiration und dem Prozeß der Transformation von Ideen und Bildern in neue künstlerische und wissenschaftliche Entwürfe, nach der Bedeutung interdisziplinärer Diskurse sowie der Möglichkeit zukünftiger Steuerungsmöglichkeiten von Kreativität und Intelligenz. Es diskutieren der Schriftsteller Harry Mulisch und die bildende Künstlerin Iris Häussler, der Neurophysiologe Prof. Georg W. Kreutzberg (Max-Planck-Institut für Neurobiologie) und Rolf Oerter, Professor für Entwicklungspsychologie an der Uni München. Die Gesprächsleitung hat der Wissenschaftsjournalist Florian Hildebrand (Bayerischer Rundfunk) In Zusammenarbeit mit der Offenen Akademie der Volkshochschule
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q-de-2172
Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
Codeword MINT/Mathematik/Ziegenproblem – ZUM-Wiki < Codeword MINT‎ | Mathematik Codeword MINT: Mathematik - Physik - Informatik Nimm an, Du wärst Kandidat in einer Spielshow. Das Spiel ist ganz einfach. Es stehen drei Türen zur Auswahl, Du musst Dich für eine davon entscheiden. Hinter einer der Türen steht ein schnittiger Sportwagen, hinter den anderen sind -- nun ja -- Ziegen. Wir nehmen der Einfachheit halber an, dass Du Sportwagen toll, aber Ziegen für nicht ganz so toll hältst. Nun darfst Du eine der Türen wählen. Nehmen wir an, Du entscheidest Dich für Tür Nummer 1. Jetzt könnte der Showmaster die Tür öffnen, und Du wüsstest, ob Du das Auto oder eine Ziege gewonnen hast. Aber das wäre zu langweilig. Stattdessen öffnet der Showmaster eine der beiden anderen Türen. Naja, natürlich nicht irgendeine. Sondern eine, von der er genau weiß, dass sich dahinter eine Ziege verbirgt. Sagen wir, Tür 3. Und er gibt Dir eine Möglichkeit: Du darfst entweder bei der Tür Nummer 1 bleiben, oder aber Du darst Dich entscheiden und Tür 2 wählen. Die Frage: Was solltest Du tun? Ist es schlau, zu wechseln? Oder bei der ersten Wahl zu bleiben? Oder ist es nicht einfach furchtbar egal? Von „https://wiki.zum.de/index.php?title=Codeword_MINT/Mathematik/Ziegenproblem&oldid=366822“ Codeword MINT Diese Seite wurde zuletzt am 2. April 2017 um 18:27 Uhr geändert.
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Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
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Außerdem verfügt das Tuch über eine Eigenschaft, die dem Lotuseffekt ähnelt: Unter fließendem Wasser gibt es aufgenommen Schmutz einfach wieder ab. Das praktische Putztuch ist vielfach wiederverwendbar und kann problemlos bei 60° in der Waschmaschine gewaschen werden. So sparen Sie u.a. Kosten für Papier-Küchentücher und leisten gleichzeitig einen Beitrag für die Umwelt. So ist Putzen leicht. Bestellen Sie die Tücher im 8-teiligen Set hier im Onlineshop! Lieferumfang: 8x Mikronell Extreme³ Lotus Reinigungs-Spültuch Maße: jeweils 30 x 30 cm Material: 91% Bambusfaser, 9% Polyester Pflegehinweise: Bitte keinen Weichspüler verwenden. Vor dem ersten Gebrauch separat waschen. Micro Magic Weinglas-andDekanter-tuch Must-have für Freunde schöner Weingläser Das Pastaclean Micro Magic Dekantertuch ist ein sehr fein gewebtes Trocken- & Poliertuch. 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Im Mix mit der Mikrofaser und ihren ausgezeichneten Reinigungseigenschaften bieten Ihnen die Tücher eine Lösung für viele Einsatzbereiche: Sie können die Tücher im ganzen Haushalt anwenden. Gegen Keime & gesundheitsgefährdende Mikroorganismen Mit den extrem saugfähigen Reinigungstüchern stoppen Sie die Verschleppung von Keimen und gefährlichen Mikroorganismen. Dabei sind die Haushaltshelfer hautverträglich, selbst als Allergiker werden Sie keine Probleme bekommen. Für Ihren keimfreien Haushalt - jetzt die Silbergarntücher online bestellen! Lieferumfang: 1x Mikronell Silbergarntuch Square, grün 1x Mikronell Silbergarntuch Square, rot 1x Mikronell Silbergarntuch Square, gelb 1x Mikronell Silbergarntuch Square, blau Maße: ca. 40 x 40 cm Material: 85% Polyester, 13% Polyamid, 2% Silbergarn Pflegehinweise: keinen Weichspüler verwenden Polier-andReinigungstuch-duo 4tlg. Schluss mit dem Tücher-Wirrwarr Nur noch ein Tuch zum Reinigen und Polieren, geht nicht, denken Sie. Doch, mit dem cleveren Mikrofasertuch mit 2 Seiten aus dem Hause Mikronell. Ab jetzt wird das Polieren von Edelsteinoberflächen, von Gläsern und Haushaltsgeräten zum Kinderspiel. Aber auch Bildschirme, Möbel und Leder bekommen mit dem Tuch schönen Glanz. Dieses Tuch greifen Sie garantiert gerne an - egal, ob Sie die Polierseite oder die Reinigungsseite mit Wabenstruktur verwenden. Neben der angenehmen Haptik punktet dieser Alleskönner auch dadurch, dass er keine Fusseln hinterlässt. Trocken und nass ein Hit Mit diesem Tuch können Sie trocken "arbeiten", aber auch feucht wird es Ihnen gute Dienste leisten. Selbst an filigranen Gegenständen zum Beispiel an Ihrem Schmuck machen Sie jetzt Staub und Schmutz den Garaus. Und nicht nur im Haushalt wird das Tuch Ihr zuverlässiger Begleiter werden. Vor allem auch den Innenraum Ihres Autos können Sie damit sauber machen. Ein weiterer Vorteil des Polier- und Reinigungstuchs: Sie können es problemlos bei bis zu 60° in der Maschine waschen. Die Mikrofaser trocknet schnell und kann Ihnen so im Nu wieder beim Beseitigen von Schmutz, Staub und beim Polieren helfen. Machen Sie sich die Hausarbeit leichter und bestellen Sie gleich hier im Onlineshop! Lieferumfang: Polier- und Reinigungstuch Duo, 4-teilig Material: 90% Polyester, 10% Polyamid Maße: 40 x 40 cm Pflegehinweise: Reinigungstuch aber Zackig 4tlg. 4er-Set Reinigungstücher "Aber zackig" für den Haushalt Jetzt geht's schnell im Haushalt: Mit den Reinigungstüchern "Aber zackig" von Mikronell arbeiten Sie gründlich bis in den kleinsten Winkel. Diese Alleskönner sind ideal zum Reinigen, Trocknen und Polieren. Die hochwertige Mikrofaser trocknet und poliert streifen- und fusselfrei. Hohe Aufnahme von Schmutz, Fett und Wasser Die Qualität macht's möglich: Diese Tücher sind effektiv gegen große Mengen Fett und Schmutz. Damit sind sie ideal zur Reinigung von Geschirr, Töpfen und Oberflächen - z. B. Arbeitsplatten in der Küche. Die Fasern können sehr viel Wasser aufsaugen. Fällt ein Glas auf dem Esstisch um, ist mit diesen Tüchern schnell jede Spur beseitigt. Anwendung nass oder trocken Sie können die Reinigungstücher "Aber zackig" nass und trocken verwenden. Trocken z. B. zum Staubwischen. Die softe Qualität ist bestens geeignet für filigrane Gegenstände und empfindliche Flächen - oder als Geschirrtuch. Genauso ist es bei Spiegeln, Fenstern, Windschutzscheiben usw. Hier eigenen sich die Tücher super zum Nachtrocknen nach der Reinigung. Keine Streifen, keine Fussel! Seien Sie auf Zack - bestellen Sie schnell online! Lieferumfang: 4x Reinigungstuch "Aber zackig" Material: 80% Polyester, 20% Polyamid Anwendung: nass oder trocken Pflegehinweise: Lieferbar sind die Reinigungstücher in den angezeigten Farben. Küchenschwamm-set 3tlg. Power-Putz-Trio für Ihre Küche Dieses Trio von Mikronell darf in keiner Küche fehlen. Sie erhalten 3 verschiedene formstabile Schwämme, die überall für hygienische Sauberkeit sorgen. 1x Spül- und Schwammtuch 1x Duo Reinigungsschwamm Küchen Duo Pad Antibakteriell und keimfrei Alle Küchenschwämme sind extrem saugfähig, leistungsstark und mit den hervorragenden Reinigungseigenschaften von Mikrofaser ausgestattet. Das Material wirkt dauerhaft antibakteriell - für eine keimfreie, professionelle Küchenreinigung. Gleich online bestellen und selber ausprobieren! Lieferumfang: 1x Spül- und Schwammtuch 1x Duo Reinigungsschwamm 1x Küchen Duo Pad Maße: Spül- und Schwammtuch: ca. 20 x 22 cm Duo Reinigungsschwamm: ca. 10 x 13 x 2 cm Küchen Duo Pad: ca. 15 x 20 cm Material: Spül- und Schwammtuch: 77% Polyester, 21% Polyamid, 2% Silbergarn Duo Reinigungsschwamm: 68% Polyester, 5% Polyamid, 25% Polypropylen, 2% Silbergarn Küchen Duo Pad: 83% Polyester, 15% Polyamid, 2% Silbergarn Pflegehinweis: Rainbow Reinigungstücher 4tlg. Putzen kann richtig Spaß machen, wenn's leicht von der Hand geht Das Mikronell Shine 2 Rainbow Reinigungstuch eignet sich hervorragend zur gründlichen Reinigung von verschiedensten Oberflächen in Ihrem Haushalt. Durch die speziellen Polyesterfasern kann es viel Flüssigkeit aufnehmen. Gleichzeitig hat das Tuch einen antibakteriellen Effekt. Es reinigt und trocknet die behandelten Oberflächen einfach, schnell und gründlich. Eine spezielle Faserstruktur sorgt dabei für ein streifenfreies Resultat. Fusselfreies und maschinenwaschbares Material Durch die spezielle Webtechnik und das maschinenwaschbare Material erfüllen die Rainbow Tücher alle Ihre Erwartungen. Sie reinigen Ihre Oberflächen fussel- und streifenfrei. Durch ihre einzigartige Zusammensetzung trocknen Ihre neuen Haushaltsprofis besonders schnell und haben zudem die Fähigkeit, überdurchschnittlich viel Wasser aufzunehmen. Auch filigrane Gegenstände können damit problemlos abgetrocknet werden, da der Stoff besonders weich und flexibel ist. Wissenswertes zur Mikrofaser Mikrofaser besteht aus Polyester Fasern, die einen Nylonkern enthalten. Dieser besteht aus Polymeren, die sowohl Wasser als auch Öle anziehen. Die mikroskopisch kleinen Polyester und Polyamid Fasern sind in ihrer Struktur so gespalten, dass sie mikroskopisch kleine "Haken" bilden, die Schmutz und Staub lösen können. Diese Fasern wiederum sind in feine Schlingen gewebt, die den zuvor gelösten Schmutz "mitnehmen" und somit selbst Mikropartikel absorbieren. Ein Must-have für einen sauberen Haushalt - gleich online bestellen! Lieferumfang: 4x Mikronell Rainbow Reinigungstuch Maße: 2x je ca. 40 x 60 cm 2x je ca. 40 x 40 cm Material: 70% Polyester, 30% Polyamid Pflegehinweis: - keinen Weichspüler verwenden - liegend oder an der Leine trocknen - beim ersten Mal separat waschen Rainbow Reinigungstücher lieferbar in den angezeigten Farben. Reinigungstuch aber Zackig 8tlg. 8er-Set Reinigungstücher "Aber zackig" für den Haushalt Jetzt geht's schnell im Haushalt: Mit den Reinigungstüchern "Aber zackig" von Mikronell arbeiten Sie gründlich bis in den kleinsten Winkel. Diese Alleskönner sind ideal zum Reinigen, Trocknen und Polieren. Die hochwertige Mikrofaser trocknet und poliert streifen- und fusselfrei. Hohe Aufnahme von Schmutz, Fett und Wasser Die Qualität macht's möglich: Diese Tücher sind effektiv gegen große Mengen Fett und Schmutz. Damit sind sie ideal zur Reinigung von Geschirr, Töpfen und Oberflächen - z. B. Arbeitsplatten in der Küche. Die Fasern können sehr viel Wasser aufsaugen. Fällt ein Glas auf dem Esstisch um, ist mit diesen Tüchern schnell jede Spur beseitigt. Anwendung nass oder trocken Sie können die Reinigungstücher "Aber zackig" nass und trocken verwenden. Trocken z. B. zum Staubwischen. Die softe Qualität ist bestens geeignet für filigrane Gegenstände und empfindliche Flächen - oder als Geschirrtuch. Genauso ist es bei Spiegeln, Fenstern, Windschutzscheiben usw. Hier eigenen sich die Tücher super zum Nachtrocknen nach der Reinigung. Keine Streifen, keine Fussel! Seien Sie auf Zack - bestellen Sie schnell online! Lieferumfang: 8x Reinigungstuch "Aber zackig" Material: 80% Polyester, 20% Polyamid Anwendung: nass oder trocken Pflegehinweise: Lieferbar sind die Reinigungstücher in den angezeigten Farben. Gemüsetuch 2tlg. Sauber schmeckt besser Insbesondere bei Wurzelgemüsen wie Kartoffeln oder Karotten kann das Säubern recht mühsam sein. Abhilfe schafft das pfiffige Gemüsetuch von Mikronell. Natürlich auch für Obst oder Pilze hervorragend geeignet. Das Tuch mit einer rauen und einer weichen Seite ist ideal, um Erde, Schmutz und andere Anhaftungen zuverlässig zu entfernen - ohne dabei die mitunter empfindliche Oberfläche des Gemüses zu beschädigen. Sie erhalten Ihr Gemüsetuch hier im praktischen 2er Set. So verwenden Sie Ihre Gemüsetücher Mit mehr oder weniger Druck können Sie den Reinigungseffekt individuell beeinflussen. Mit Hilfe der weicheren Seite kann das Gemüse nach dem Waschen getrocknet werden. Das Tuch passt sich der Form des Obstes oder Gemüses an. Es kann feucht und nass angewendet werden. Im Übrigen ist dieses Tuch nicht nur für Gemüse geeignet, sondern auch zur Reinigung von anderen hartnäckigen Verschmutzungen und Verkrustungen. Maschinenwaschbar bis 60 Grad, somit immer wieder verwendbar. Online bestellen! Lieferumfang: Mikronell Gemüsetuch, 2er Set Material: 80% Polyester, 20 % Polyamid Maße: je ca. 40 x 40 cm Pflege: Glanztücher 6tlg. Hygienische, strahlende Sauberkeit: Glanztücher im 6er-Set Das eigene Heim sauber und schön zu halten, das möchten Sie sicher auch. Das richtige "Werkzeug" kann Ihnen dabei einen guten Teil der Arbeit abnehmen - und die Ergebnisse lassen sich sehen! Die Glanztücher von Mikronell sorgen auch hygienische Sauberkeit, und zwar auf allen Oberflächen. Verwandeln Sie Ihre Räume in eine Oase der Frische und Reinheit! Mikronell Glanztücher bieten viele Vorteile weich und saugfähig ideal für glatte Flächen wie Möbel, Glas, Spiegel, Edelstahl für Wohnräume, Küche, Bad hohe Wasseraufnahme: bis zu 400% geruchsfrei waschbar und wiederverwendbar Verschiedene Farben mit Piktogrammen Das 6er-Set enthält Tücher in 4 Farben. Die können Sie einzelnen Bereichen zuordnen. Jedes Tuch trägt ein entsprechendes Piktogramm. Das sorgt für zusätzliche Hygiene und Überblick. Ihre fleißigen und effektiven Helfer - bestellen Sie jetzt! Lieferumfang: 6x Glanztuch: 1x blau 1x gelb 2x rot 2x grün Maße: je 40 x 40 cm Material: Mikrofaser-Vlies Besonderheiten: antibakteriell saugfähig (bis zu 400% Wasseraufnahme) Anwendung: für alle glatten Flächen, insbesondere Möbel, Glas, Edelstahl Qualität: mit dem Star Award von Top Hotel ausgezeichnet Pflegehinweise: Haushaltstücher-set 18tlg. Mit Magnet Das Rundum-Paket für unkompliziertes Spülen und Putzen Ob Gläser, Teller Fenster, Spiegel, Autoscheiben - das 18-teilige Set von Mikronell hält für jede Gelegenheit das richtige Tuch für Sie bereit. Sie spülen effizient und trocknen Geschirr und Flächen streifenfrei - was will man mehr? Gut gereinigt mit den Duo-Tüchern Jedes Ding hat zwei Seiten und bei diesen Tüchern sind die besonders praktisch: Mit der einen, gröber strukturierten Seite reinigen Sie vor und lösen hartnäckigen Schmutz. Die andere, glattere Seite können Sie zum Abwischen und Beseitigen der Schmutzreste nutzen. Das praktische Prinzip gilt sowohl für die Duo-Spültücher als auch für die Duo-Universaltücher. Mit den Spültüchern wird Ihr Geschirr blitzblank, und mit den Universaltüchern reinigen Sie unkompliziert Fenster, Spiegel, dreckige Autoscheiben u.v.m. - ganz einfach. Auch streifenfreies Trocknen ist ein Kinderspiel Durch die hochflorige Karo-Struktur besitzen die Mikronell Tücher beste Trockeneigenschaften. Sie können überdurchschnittlich viel Wasser aufnehmen und trocknen schneller als herkömmliche Geschirrtücher. Auch filigrane Gegenstände können Sie damit problemlos abtrocknen - der weiche und flexible Stoff macht's möglich. Der Clou: In 6 Trockentücher sind Magnete eingenäht, mit denen Sie die Tücher ganz unkompliziert aufhängen können. Ob einfarbig blau, flieder oder bunt gemischt, jedes der 18-teiligen Sets hat's in sich und ist Ihnen eine große Hilfe im Haushalt. Reinigen und Trocknen kann so unkompliziert sein. Bestellen Sie das Haushaltstücher-Set einfach hier im Onlineshop! Lieferumfang: Mikronell Profitücher-Set 18 tlg. + Magnet 4x Duo-Spültücher 4x Duo-Universaltücher-> Putztücher (Fenster, Spiegel, dreckige Autoscheiben) 4x Trockentücher -> Fenster, Polieren, Tische zum Nachtrocknen 6x Trockentücher mit eingenähtem Magneten zur Aufhängung -> Geschirrtücher zum Abtrocknen Material: 80% Polyester, 20% Polyamid Maße: Duo-Spültücher: 25 x 25 cm Duo-Universaltücher: 40 x 40 cm Trockentücher: 40 x 40 cm Trockentücher mit Magnet: 40 x 60 cm Pflegehinweis: - bitte keinen Weichspüler verwenden Shine Koi Bambus Tuch 10tlg. 10 zuverlässige Helfer für alle Haushaltsbereiche In den 3in 1-Tüchern dieses Tuchsets sind erstmals Koi, Mikrofaser und Bambus vereint. Eine innovative Allianz, die in Deutschland entwickelt wurde und Ihnen viele Vorteile bringt: Die fusselfreien, extra saugfähigen Tücher überzeugen Sie mit unterschiedlichen Seiten. Die unifarbene Seite ist aus Mikrofaser. In die hellen Streifen auf der Rückseite sind Bambusfasern eingewebt. Das MIL Shine² Koi-Bambus ermöglicht die fussel- und streifenfreie Reinigung vieler Haushaltsoberflächen und beschert Ihnen ein strahlendes Reinigungsergebnis. Die besondere Webtechnik der Mikronell Shine² Koi-Bambus Tücher ermöglicht außerdem eine hohe Schmutzaufnahme. Viele Tücher, viele Möglichkeiten Dank der unterschiedlichen Größen haben Sie immer das passende Tuch für Flächen aller Arten und Größen - Spiegel, kleine und große Fenster, Küchenfronten, Brillengläser, alles im und am Auto. Sauber mit und ohne Reiniger Diese Tücher funktionieren mit und ohne Reinigungsmittel. Ein Reiniger unterstützt die Fettaufnahme. Ohne sind sie perfekt zum Polieren. Die Tücher selbst sind bis 60 °C maschinenwachbar und können somit immer wieder verwendet werden - da freut sich Ihr Geldbeutel. Bestellen Sie das Set bequem online! Lieferumfang: 10x Shine² Koi-Bambus Tuch 4x 40 x 40 cm 4x 40 x 60 cm 2x 15 x 15 cm Material: 60% Polyester, 15% Polyamid, 25% Bambus-Viskose Besonderheiten: extra saugfähig fusselfrei 2 verschiedene Materialseiten maschinenwaschbar bis 60°C Anwendung: Die Tücher sind optimal geeignet für die gründliche Reinigung von Fenstern, Spiegeln, Autoscheiben, Geschirr, etc. Sie können trocken bis nebelfeucht zum streifenfreien Polieren sowie Abtrocknen verwendet werden. Reinigungstücher-set 2tlg. Starke Putzhelfer mit 2 Seiten Im Haushalt gibt es immer etwas zu tun: Mit diesem 5-teiligen Reinigungtücher-Set von Mikronell sind Sie gegen hartnäckigen Schmutz genauso wie gegen Streifen auf Glas und Böden gewappnet. Denn die fusselfreien, extra saugfähigen Tücher haben 2 unterschiedliche Seiten. Löst starken Schmutz, reinigt empfindliche Flächen Mit der rauen Seite der Tücher und ihrem extra Reinigungsstreifen lösen Sie hartnäckige Verschmutzungen z. B. wenn Sie Oberflächen vorreinigen möchte, wenn Sie Verkrustungen und starken Schmutz lösen müssen. Die weiche Seite dient zum Abwischen und Beseitigen von Schmutzresten. Insbesondere empfindliche Haushaltsoberflächen können Sie mit diesen Tüchern reinigen. Trocken, feucht, mit und ohne Reiniger einsetzbar Mit den Mikronell Extreme³ Duo High Prof Tücher sind äußerst robust, können bei 60° Celsius in der Waschmaschine gereinigt werden. Sie können die Tücher trocken und nebelfeucht verwenden. Sie können sie mit Ihrem Lieblingsreiniger oder auch einfach ohne Reiniger nutzen. Machen Sie sich die Hausarbeit leichter und bestellen Sie hier im Onlineshop! Lieferumfang: Mikronell Extreme³ Duo High Prof Tücher, 2er-Set Maße: je 50 x 60 cm Material: Tücher: 87% Pes, 13% PA Pad: vorne: 82% Pes, 18% PA, innen: 83% Pes, 17% PA, hinten: 89% Pes, 11% PA waschbar bis Glasreinigungswischer 3tlg. Ruckzuck ist der Dreck weg Das perfekte Set für Profis und diejenigen, die es mal werden wollen. Umweltschonende Glasreinigung im Handumdrehen. In Kombination mit dem ECO Glasreiniger entfernt der Wischer gründlich selbst hartnäckige Verkrustungen und Verschmutzungen ohne zu kratzen. Anschließend sorgt der hochwertige Klettmopp-Bezug für streifenfreie Flächen - Kristallglanz ohne Nachpolieren. Sie erhalten hier einen Handpadhalter in Trapezform und zwei Klettmop-Bezüge für unterschiedliche Herausforderungen. Mikronell Glasreinigungswischer - Ihre Vorteile Starterset für die Glasreinigung innovative, ökologische Produkte optimale Reinigungswirkung entfernt hartnäckigen Schmutz hinterlässt strahlenden Glanz hochwertige Qualität Bestellen Sie gleich hier bequem und sicher online! Lieferumfang: 1x Handpadhalter Trapez 1x Klettmop Bezug silberblau 1x Klettmop Bezug blau-meliert Maße: Handpadhalter: 26/22x 8 cm Klettmopp Bezug silberblau: 31,5/25,5 x 13 cm Klettmopp Bezug blau-meliert: 30/26 x 13 cm Material: Klettmopp Bezug silberblau: 50% Polyester, 9% Polyamid, 41% Polypropylen Klettmopp Bezug blau-meliert: 70% Polyester, 30% Polyamid Pflegehinweise: keinen Weichspüler verwenden Primaster Buntlack 750 Ml Feuerrot Seidenglänzend Teppich Melange Frieze Athen..... EUR 106.90 Rotho Komposteimer Bio 4 5 L... Bondex Intensiv- öl 750 M... Teppich Excellent Beige 200 X ... Gardigo Fluginsektenvernichter... Hochflor-teppich... Teppich Fluffy... Häufiger gesucht Waschmittel Wandfarbe Holzlasur Aussenanstrich Sagrotan Schimmelentferner Waschmaschine Vileda Apa Eiskratzer Farbroller Handschuh Alpina Buntlack Seidenmatt Enzianblau Livington Prime Primemaster 1500 Mikronell Mikrinoell Backofen Luxury Cashmere Livington Prime 3 in 1 Akku staubsauger Mikeonell Display Versiegelung Display Versiegelung Mikronell Hitcolor Hitcolor Schwarz Lederpflege set Primaster Mikronell Baumwollwaschmittel Mikronell Waschmittel Mikronell Display Versiegeler Livington 2bprime Primaster Garagenboden Primaster Garage Spider Schimmel Mikronell Backofen Intensiv Gel Schimmelreiniger Super Saugen Mop Mikronell Poliertuch Primaster Hochleistungs fassadenweiss Coronet Lakosa Staubwischhandschuhe Pastaclean Staubsauger Aceton Reiniger Livington Micro Magic Glas poliertuch Pastaclean Micro Magic Glas poliertuch Pastaclaen Schimmel fuge Microfaser Schwammtuch Krallenbesen Waschturm Zanussi Aquafall Shadazzle Alvito Krustenfix Mikronell Waschkonzentrat Priva Gleams Intensivpflege Mega Mop Bodenstaubsauger Rowenta Philips Fc 9331 09 Eta Akku handstaubsauger Milio 3446 Pastaclean Micro Nagic Edelstahlspray Mikronell Backofengel Carfit Edelsthalpflege Abflussangel Mop Vibasept Mikronell Entkalker Bedienungsanleitung Midea Styropor Orangenreiniger Mikrowelle Backofen Gel Backofen Intensivgel Coronet Bad U Wc Tuch Badreiniger Power Geruchsbefreier Textilduft Micronell Bravil Activ Plus Geruchneutralisierer Mikronell Waschmaschinen Sanieren Mikronell Backofenreiniger Teppich Backofen Intensiv Gel Pollenschutzvlies Nubreeze Rostgo Gel Bodenpflege Fusselrasierer Terassenreiniger Steinreiniger In And Out Mop Heizkörper Laubsauger Primaster Lichtgrau
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Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
: iso-8859-1 : November 28 2010 01:00:59.: description: MEXXXEM Moderne Beratungsagentur f�r Strategieberatung und Internetberatung. 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: 0.36 % Reinhard : 0.36 % zugeschnitten : 0.36 % machen : 0.36 % Schulungen : 0.36 % Internetprojekten : 0.36 % Online-Portalen : 0.36 % vorderen : 0.36 % Pl�tze : 0.36 % bei : 0.36 % Experte : 0.36 % unverwechselbaren : 0.36 % Erstellung : 0.36 % einen : 0.36 % allen : 0.36 % relevanten : 0.36 % Unternehmens : 0.36 % Werbung : 0.36 % Impressum : 0.36 % verschiedenen : 0.36 % Suchmaschinen : 0.36 % bringen : 0.36 % aufmerksam : 0.36 % Home : 0.36 % unverbindlich : 0.36 % weitere : 0.36 % Sven : 0.36 % Online-Marketing : 0.36 % Online-Werbung : 0.36 % Webdesign : 0.36 % weiter : 0.36 % Sanierung : 0.36 % gerne : 0.36 % unter : 0.36 % oder : 0.36 % Controlling : 0.36 % Eine : 0.36 % Informationen : 0.36 % Mitarbeiter : 0.36 % gen�gen : 0.36 % Webseitenprogrammierung : 0.36 % Suchmaschinenoptimierung : 0.36 % selbstverst�ndlich : 0.36 % MEXXXEM-Agentur : 0.36 % wie : 0.36 % genauso : 0.36 % uns : 0.36 % Durchf�hrung : 0.36 % Komplettl�sungen : 0.36 % Ausf�hrung : 0.36 % Businesspl�nen : 0.36 % Zur : 0.36 % Eventberatung : 0.36 % z�hlt : 0.36 % effizient : 0.36 % Web-Ressourcen : 0.36 % Eberle : 0.36 % Teilaufgaben : 0.36 % Anruf : 0.36 % Gesch�ft : 0.36 % aufdecken : 0.36 % Potentiale : 0.36 % Visionen : 0.36 % Ressourcen : 0.36 % Clausewitz : 0.36 % Vom : 0.36 % Kriege : 0.36 % Karl : 0.36 % Ziele : 0.36 % Ideen : 0.36 % zufrieden : 0.36 % mehr : 0.36 % zeitliche : 0.36 % nicht : 0.36 % Ist : 0.36 % geben : 0.36 % dem : 0.36 % Kr�fte : 0.36 % �konomie : 0.36 % Existenzgr�ndung : 0.36 % Marketing : 0.36 % Betriebsberatung : 0.36 % SEO : 0.36 % F�rdermittel : 0.36 % Moderne : 0.36 % Beratungsagentur : 0.36 % Event : 0.36 % Unternehmensberatung : 0.36 % Agentur : 0.36 % Strategie : 0.36 % eine : 0.36 % Hand : 0.36 % einer : 0.36 % F�rdermittelberatung : 0.36 % Gr�ndercoach : 0.36 % personelle : 0.36 % Engp�sse : 0.36 % MEXXXEM : 0.36 % Ihre : 0.36 % Vorstellungen : 0.36 % t�gliches : 0.36 % unser : 0.36 % deren : 0.36 % sind : 0.36 % umzusetzen : 0.36 % Verbesserung : 0.36 % Marktanteilen : 0.36 % setzt : 0.36 % zusammen : 0.36 % Ausweitung : 0.36 % hin : 0.36 % Ertragslage : 0.36 % bis : 0.36 % sowie : 0.36 % Strategiekonzepten : 0.36 % ben�tigen : 0.36 % Hilfe : 0.36 % bieten : 0.36 % Experten : 0.36 % Erfahrung : 0.36 % Know : 0.36 % How : 0.36 % breites : 0.36 % Spektrum : 0.36 % Entwicklung : 0.36 % individuell : 0.36 % zugeschnittene : 0.36 % f�llen : 0.36 % Richtungsentscheidungen : 0.36 % fachlicher : 0.36 % Kompetenz : 0.36 % Bereichen : 0.36 % Strategieberatung Internetberatung : 1.08 % f�r Strategieberatung : 1.08 % Sie Sie : 0.72 % hilft Ihnen : 0.72 % f�r Ihren : 0.72 % Erfolg Sie : 0.72 % Unsere Strategieberatung : 0.72 % helfen Ihnen : 0.72 % Wir und : 0.72 % Ihren Erfolg : 0.72 % und Sie : 0.72 % und Internetberatung : 0.72 % Strategieberatung und : 0.72 % Sie m�chten : 0.72 % haben das : 0.72 % Wir haben : 0.72 % Fachleute Wir : 0.36 % die Fachleute : 0.36 % Beratung Umsetzung : 0.36 % Ihnen Beratung : 0.36 % Sie wollen : 0.36 % Wir offerieren : 0.36 % wollen Unterst�tzung : 0.36 % Unterst�tzung Wir : 0.36 % offerieren Ihnen : 0.36 % auf den : 0.36 % Ihres Unternehmens : 0.36 % Bedarf Ihres : 0.36 % Unternehmens Die : 0.36 % Die Durchf�hrung : 0.36 % von Komplettl�sungen : 0.36 % Durchf�hrung von : 0.36 % individuellen Bedarf : 0.36 % den individuellen : 0.36 % Internetprojekten Schulungen : 0.36 % von Internetprojekten : 0.36 % Schulungen zugeschnitten : 0.36 % zugeschnitten auf : 0.36 % �bung die : 0.36 % Umsetzung von : 0.36 % machen Wir : 0.36 % auf die : 0.36 % Internetauftritt auf : 0.36 % Ihren Internetauftritt : 0.36 % die vorderen : 0.36 % vorderen Pl�tze : 0.36 % bei allen : 0.36 % Pl�tze bei : 0.36 % wollen Ihren : 0.36 % Internetauftritt wollen : 0.36 % Eventberatung Internetberatung : 0.36 % Marketingberatung Eventberatung : 0.36 % Internetberatung f�r : 0.36 % m�chten einen : 0.36 % unverwechselbaren Internetauftritt : 0.36 % einen unverwechselbaren : 0.36 % allen relevanten : 0.36 % relevanten Suchmaschinen : 0.36 % sich aufmerksam : 0.36 % auf sich : 0.36 % aufmerksam machen : 0.36 % Komplettl�sungen ist : 0.36 % Wissen die : 0.36 % das Wissen : 0.36 % Werbung auf : 0.36 % mit Werbung : 0.36 % bringen wollen : 0.36 % Suchmaschinen bringen : 0.36 % wollen auf : 0.36 % auf verschiedenen : 0.36 % Online-Portalen mit : 0.36 % verschiedenen Online-Portalen : 0.36 % die �bung : 0.36 % uns genauso : 0.36 % Internetberatung Betriebsberater : 0.36 % MEXXXEM-Agentur f�r : 0.36 % Betriebsberater Reinhard : 0.36 % Reinhard Strempel : 0.36 % Ihr Experte : 0.36 % Strempel Ihr : 0.36 % weiter MEXXXEM-Agentur : 0.36 % gerne weiter : 0.36 % unter gen�gen : 0.36 % Anruf unter : 0.36 % gen�gen Unsere : 0.36 % Unsere Mitarbeiter : 0.36 % Ihnen gerne : 0.36 % Mitarbeiter helfen : 0.36 % Experte zur : 0.36 % zur Erstellung : 0.36 % Home Kontakt : 0.36 % Kontakt Home : 0.36 % Kontakt Lageplan : 0.36 % Lageplan Impressum : 0.36 % Mail Kontakt : 0.36 % Impressum Mail : 0.36 % Eberle Kontakt : 0.36 % Sven Eberle : 0.36 % von Businesspl�nen : 0.36 % Erstellung von : 0.36 % Businesspl�nen Controlling : 0.36 % Controlling und : 0.36 % Sanierung Sven : 0.36 % und Sanierung : 0.36 % ein Anruf : 0.36 % oder ein : 0.36 % Unsere Internetberatung : 0.36 % Teilaufgaben Unsere : 0.36 % Internetberatung hilft : 0.36 % Ihnen Web-Ressourcen : 0.36 % effizient zu : 0.36 % Web-Ressourcen effizient : 0.36 % von Teilaufgaben : 0.36 % Ausf�hrung von : 0.36 % Bereichen Marketingberatung : 0.36 % f�r uns : 0.36 % genauso selbstverst�ndlich : 0.36 % selbstverst�ndlich wie : 0.36 % die Ausf�hrung : 0.36 % wie die : 0.36 % zu nutzen : 0.36 % nutzen Zur : 0.36 % unverbindlich weitere : 0.36 % m�chten unverbindlich : 0.36 % weitere Informationen : 0.36 % Informationen Eine : 0.36 % Mail oder : 0.36 % Eine Mail : 0.36 % Online-Marketing Sie : 0.36 % Online-Werbung Online-Marketing : 0.36 % Internetberatung z�hlt : 0.36 % Zur Internetberatung : 0.36 % z�hlt Suchmaschinenoptimierung : 0.36 % Suchmaschinenoptimierung Webseitenprogrammierung : 0.36 % Webdesign Online-Werbung : 0.36 % Webseitenprogrammierung Webdesign : 0.36 % ist f�r : 0.36 % Ausweitung von : 0.36 % Internetberatung Strategieberatung : 0.36 % nutzen Strategieberatung : 0.36 % Strategieberatung f�r : 0.36 % Sie haben : 0.36 % Visionen Ziele : 0.36 % haben Visionen : 0.36 % Potentiale nutzen : 0.36 % und Potentiale : 0.36 % Karl von : 0.36 % VI Karl : 0.36 % von Clausewitz : 0.36 % Clausewitz Ressourcen : 0.36 % aufdecken und : 0.36 % Ressourcen aufdecken : 0.36 % Ziele Ideen : 0.36 % Ideen geben : 0.36 % mehr haben : 0.36 % wollen mehr : 0.36 % haben zeitliche : 0.36 % zeitliche und : 0.36 % personelle Engp�sse : 0.36 % und personelle : 0.36 % zufrieden wollen : 0.36 % nicht zufrieden : 0.36 % sich mit : 0.36 % geben sich : 0.36 % mit dem : 0.36 % dem Ist : 0.36 % Ist nicht : 0.36 % Kriege VI : 0.36 % Vom Kriege : 0.36 % und PR : 0.36 % Event und : 0.36 % PR Strategieberatung : 0.36 % Internetberatung Unternehmensberatung : 0.36 % Betriebsberater F�rdermittelberatung : 0.36 % Unternehmensberatung Betriebsberater : 0.36 % Betriebsberatung Event : 0.36 % Marketing Betriebsberatung : 0.36 % Beratungsagentur f�r : 0.36 % Moderne Beratungsagentur : 0.36 % Internetberatung F�rdermittel : 0.36 % F�rdermittel SEO : 0.36 % Existenzgr�ndung Marketing : 0.36 % SEO Existenzgr�ndung : 0.36 % F�rdermittelberatung Gr�ndercoach : 0.36 % Gr�ndercoach Marketingberatung : 0.36 % ist eine : 0.36 % Strategie ist : 0.36 % eine �konomie : 0.36 % �konomie der : 0.36 % Kr�fte Vom : 0.36 % der Kr�fte : 0.36 % Die Strategie : 0.36 % Internetberatung Die : 0.36 % aus einer : 0.36 % Marketingberatung aus : 0.36 % einer Hand : 0.36 % Hand Agentur : 0.36 % Agentur f�r : 0.36 % Engp�sse Wir : 0.36 % Wir und Sie : 0.72 % und Sie Sie : 0.72 % Strategieberatung und Internetberatung : 0.72 % f�r Ihren Erfolg : 0.72 % Wir haben das : 0.72 % Ihren Erfolg Sie : 0.72 % f�r Strategieberatung Internetberatung : 0.72 % wollen Unterst�tzung Wir : 0.36 % offerieren Ihnen Beratung : 0.36 % Wir offerieren Ihnen : 0.36 % Unterst�tzung Wir offerieren : 0.36 % Sie Sie wollen : 0.36 % die �bung die : 0.36 % Wissen die �bung : 0.36 % das Wissen die : 0.36 % �bung die Fachleute : 0.36 % die Fachleute Wir : 0.36 % Ihnen Beratung Umsetzung : 0.36 % Fachleute Wir und : 0.36 % Sie wollen Unterst�tzung : 0.36 % von Internetprojekten Schulungen : 0.36 % Ihres Unternehmens Die : 0.36 % Bedarf Ihres Unternehmens : 0.36 % Unternehmens Die Durchf�hrung : 0.36 % Die Durchf�hrung von : 0.36 % von Komplettl�sungen ist : 0.36 % Durchf�hrung von Komplettl�sungen : 0.36 % individuellen Bedarf Ihres : 0.36 % den individuellen Bedarf : 0.36 % haben das Wissen : 0.36 % Umsetzung von Internetprojekten : 0.36 % Internetprojekten Schulungen zugeschnitten : 0.36 % Schulungen zugeschnitten auf : 0.36 % auf den individuellen : 0.36 % zugeschnitten auf den : 0.36 % Beratung Umsetzung von : 0.36 % aufmerksam machen Wir : 0.36 % Internetauftritt wollen Ihren : 0.36 % unverwechselbaren Internetauftritt wollen : 0.36 % einen unverwechselbaren Internetauftritt : 0.36 % wollen Ihren Internetauftritt : 0.36 % Ihren Internetauftritt auf : 0.36 % auf die vorderen : 0.36 % Internetauftritt auf die : 0.36 % m�chten einen unverwechselbaren : 0.36 % Sie m�chten einen : 0.36 % Bereichen Marketingberatung Eventberatung : 0.36 % den Bereichen Marketingberatung : 0.36 % aus den Bereichen : 0.36 % Marketingberatung Eventberatung Internetberatung : 0.36 % Eventberatung Internetberatung f�r : 0.36 % Erfolg Sie m�chten : 0.36 % Internetberatung f�r Ihren : 0.36 % die vorderen Pl�tze : 0.36 % vorderen Pl�tze bei : 0.36 % mit Werbung auf : 0.36 % Online-Portalen mit Werbung : 0.36 % verschiedenen Online-Portalen mit : 0.36 % Werbung auf sich : 0.36 % auf sich aufmerksam : 0.36 % Komplettl�sungen ist f�r : 0.36 % sich aufmerksam machen : 0.36 % auf verschiedenen Online-Portalen : 0.36 % wollen auf verschiedenen : 0.36 % bei allen relevanten : 0.36 % Pl�tze bei allen : 0.36 % allen relevanten Suchmaschinen : 0.36 % relevanten Suchmaschinen bringen : 0.36 % bringen wollen auf : 0.36 % Suchmaschinen bringen wollen : 0.36 % machen Wir haben : 0.36 % uns genauso selbstverst�ndlich : 0.36 % MEXXXEM-Agentur f�r Strategieberatung : 0.36 % weiter MEXXXEM-Agentur f�r : 0.36 % gerne weiter MEXXXEM-Agentur : 0.36 % Strategieberatung Internetberatung Betriebsberater : 0.36 % Internetberatung Betriebsberater Reinhard : 0.36 % Reinhard Strempel Ihr : 0.36 % Betriebsberater Reinhard Strempel : 0.36 % Ihnen gerne weiter : 0.36 % helfen Ihnen gerne : 0.36 % Anruf unter gen�gen : 0.36 % ein Anruf unter : 0.36 % unter gen�gen Unsere : 0.36 % gen�gen Unsere Mitarbeiter : 0.36 % Mitarbeiter helfen Ihnen : 0.36 % Unsere Mitarbeiter helfen : 0.36 % Strempel Ihr Experte : 0.36 % Ihr Experte zur : 0.36 % Kontakt Home Kontakt : 0.36 % Eberle Kontakt Home : 0.36 % Sven Eberle Kontakt : 0.36 % Home Kontakt Lageplan : 0.36 % Kontakt Lageplan Impressum : 0.36 % Impressum Mail Kontakt : 0.36 % Lageplan Impressum Mail : 0.36 % Sanierung Sven Eberle : 0.36 % und Sanierung Sven : 0.36 % zur Erstellung von : 0.36 % Experte zur Erstellung : 0.36 % Erstellung von Businesspl�nen : 0.36 % von Businesspl�nen Controlling : 0.36 % Controlling und Sanierung : 0.36 % Businesspl�nen Controlling und : 0.36 % oder ein Anruf : 0.36 % Mail oder ein : 0.36 % Internetberatung hilft Ihnen : 0.36 % Unsere Internetberatung hilft : 0.36 % Teilaufgaben Unsere Internetberatung : 0.36 % hilft Ihnen Web-Ressourcen : 0.36 % Ihnen Web-Ressourcen effizient : 0.36 % effizient zu nutzen : 0.36 % Web-Ressourcen effizient zu : 0.36 % von Teilaufgaben Unsere : 0.36 % Ausf�hrung von Teilaufgaben : 0.36 % zusammen aus den : 0.36 % f�r uns genauso : 0.36 % genauso selbstverst�ndlich wie : 0.36 % selbstverst�ndlich wie die : 0.36 % die Ausf�hrung von : 0.36 % wie die Ausf�hrung : 0.36 % zu nutzen Zur : 0.36 % nutzen Zur Internetberatung : 0.36 % m�chten unverbindlich weitere : 0.36 % Sie m�chten unverbindlich : 0.36 % unverbindlich weitere Informationen : 0.36 % weitere Informationen Eine : 0.36 % Eine Mail oder : 0.36 % Informationen Eine Mail : 0.36 % Online-Marketing Sie m�chten : 0.36 % Online-Werbung Online-Marketing Sie : 0.36 % Internetberatung z�hlt Suchmaschinenoptimierung : 0.36 % Zur Internetberatung z�hlt : 0.36 % z�hlt Suchmaschinenoptimierung Webseitenprogrammierung : 0.36 % Suchmaschinenoptimierung Webseitenprogrammierung Webdesign : 0.36 % Webdesign Online-Werbung Online-Marketing : 0.36 % Webseitenprogrammierung Webdesign Online-Werbung : 0.36 % ist f�r uns : 0.36 % Marktanteilen Unsere Strategieberatung : 0.36 % nutzen Strategieberatung und : 0.36 % Potentiale nutzen Strategieberatung : 0.36 % und Potentiale nutzen : 0.36 % und Internetberatung Strategieberatung : 0.36 % Internetberatung Strategieberatung f�r : 0.36 % Erfolg Sie haben : 0.36 % Strategieberatung f�r Ihren : 0.36 % aufdecken und Potentiale : 0.36 % Ressourcen aufdecken und : 0.36 % Kriege VI Karl : 0.36 % Vom Kriege VI : 0.36 % VI Karl von : 0.36 % Karl von Clausewitz : 0.36 % Clausewitz Ressourcen aufdecken : 0.36 % von Clausewitz Ressourcen : 0.36 % Sie haben Visionen : 0.36 % haben Visionen Ziele : 0.36 % zufrieden wollen mehr : 0.36 % nicht zufrieden wollen : 0.36 % wollen mehr haben : 0.36 % mehr haben zeitliche : 0.36 % zeitliche und personelle : 0.36 % haben zeitliche und : 0.36 % Ist nicht zufrieden : 0.36 % dem Ist nicht : 0.36 % Ziele Ideen geben : 0.36 % Visionen Ziele Ideen : 0.36 % Ideen geben sich : 0.36 % geben sich mit : 0.36 % mit dem Ist : 0.36 % sich mit dem : 0.36 % Kr�fte Vom Kriege : 0.36 % der Kr�fte Vom : 0.36 % Event und PR : 0.36 % Betriebsberatung Event und : 0.36 % Marketing Betriebsberatung Event : 0.36 % und PR Strategieberatung : 0.36 % PR Strategieberatung Internetberatung : 0.36 % Internetberatung Unternehmensberatung Betriebsberater : 0.36 % Strategieberatung Internetberatung Unternehmensberatung : 0.36 % Existenzgr�ndung Marketing Betriebsberatung : 0.36 % SEO Existenzgr�ndung Marketing : 0.36 % Beratungsagentur f�r Strategieberatung : 0.36 % Moderne Beratungsagentur f�r : 0.36 % f�r Strategieberatung und : 0.36 % und Internetberatung F�rdermittel : 0.36 % F�rdermittel SEO Existenzgr�ndung : 0.36 % Internetberatung F�rdermittel SEO : 0.36 % Unternehmensberatung Betriebsberater F�rdermittelberatung : 0.36 % Betriebsberater F�rdermittelberatung Gr�ndercoach : 0.36 % Die Strategie ist : 0.36 % Internetberatung Die Strategie : 0.36 % Strategie ist eine : 0.36 % ist eine �konomie : 0.36 % �konomie der Kr�fte : 0.36 % eine �konomie der : 0.36 % Strategieberatung Internetberatung Die : 0.36 % Agentur f�r Strategieberatung : 0.36 % Gr�ndercoach Marketingberatung aus : 0.36 % F�rdermittelberatung Gr�ndercoach Marketingberatung : 0.36 % sm Total: 207mexxxeym.demxexxem.demxxxem.demexxxemi.demaxxxem.demexxx3em.demexxx4m.demexxxewm.demixxxem.demexxxwem.demehxxxem.deemxxxem.demexxx4em.demexhxxem.demecxxxem.demexxxerm.delmexxxem.dekmexxxem.demexxxemg.demexxxe3m.demexxxemu.demexxxen.demexxxej.demexksxem.demexxxeme.demexxksem.demsxxxem.demexckxem.denexxxem.demexxxema.demexxxsem.demexxxeim.demexxxekm.deqmexxxem.de4mexxxem.demsexxxem.demezxxem.dem4exxxem.demexxxemb.demexxxem4.demezxxxem.demexxxemes.demexxxemw.detmexxxem.demexxxetm.demexxzxem.demexxexm.demwexxxem.dejmexxxem.dexmexxxem.deexxxem.de0mexxxem.demexxxenm.de6mexxxem.demexxxedm.defmexxxem.dem4xxxem.demexxxesm.demexxckem.demexxxoem.demexxxiem.demexxxdm.demexxxsm.demexxxemd.demexxxejm.demjexxxem.demexxxom.demexxdem.demexxxemz.deme3xxxem.demexxxwm.demexxxem9.demexxxeum.de7mexxxem.demedxxem.debmexxxem.demexcxxem.demexxxaem.dermexxxem.demexxcxem.demexxxxem.de2mexxxem.demesxxxem.demexxxeml.demexcxem.demexxxyem.demexdxem.degmexxxem.dehmexxxem.demexxxaim.demewxxxem.denmexxxem.demexxxe.desmexxxem.demexxxemv.demiexxxem.demexxdxem.demexxzem.demexxxem7.demexxxurm.deumexxxem.demexxem.de9mexxxem.demexxsem.demyexxxem.demexdxxem.dewmexxxem.demexxxam.demexxxeom.demexxxemy.demexxxeem.demexxxum.demexxxcem.demnexxxem.demexxxrm.demexxxem0.demexxxme.demexxxdem.demdexxxem.demexxxhem.demerxxxem.demuexxxem.demdxxxem.demexxxe4m.demexxxemx.demeyxxxem.demeaxxxem.demexxxeam.demexxxemc.demeexxxem.demoxxxem.dezmexxxem.demuxxxem.de5mexxxem.devmexxxem.demesxxem.deomexxxem.demeckxxem.demexxxem8.demexxxem2.demeksxxem.demexzxxem.demexxsxem.demrexxxem.dem3xxxem.demexxxemj.decmexxxem.demexxxemf.demedxxxem.demexsxem.demexxxem3.demexxxemr.demexxxemt.demexxhxem.demexxxehm.dejexxxem.demeoxxxem.demexxxemm.demexxxemh.demoexxxem.demexsxxem.demurxxxem.demexxxem5.demexxxzem.demaixxxem.demexxxem.demecxxem.demexxxrem.de1mexxxem.deimexxxem.demexxxem6.demexxxemp.demexxxemq.demetxxxem.dem3exxxem.deymexxxem.demeixxxem.demmexxxem.deemexxxem.demexxxems.demexxxuem.de8mexxxem.demexxcem.demexxxek.depmexxxem.demexxxemk.dewwmexxxem.demexxxem1.demrxxxem.deme4xxxem.demeuxxxem.demexxxm.de3mexxxem.demyxxxem.dedmexxxem.dekexxxem.demwxxxem.demaexxxem.dewwwmexxxem.demexzxem.demexxxim.demkexxxem.demexxx3m.demexxxym.deamexxxem.demexxxemo.demexxxemn.de 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q-de-2172
Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
Analyse - Codec Systems Bei der Analyse geht es darum, Beziehungen und Auswirkungen spezifischer Kennzahlen zu erkennen (ABC Analyse, Trends, Varianzen, Portfolio Analyse etc.). Hierbei können die bereits definierten Kennzahlen aus dem Standardberichtswesen verwendet werden oder man reichert diese mit weiteren individuell benötigten Kennzahlen an. Oracle Business Intelligence 12c – Datenvisualisierung und Analyse Beispiel Das Schlagwort „BigData“ wird hierbei oft verwendet, ist aber eher nicht in Bezug auf die gängigen Finanzkennzahlen zu sehen. Ein Beispiel für BigData-Analyse könnte die Auswertung des Kaufverhaltens auf Basis der Kassenbons großer Filialisten sein, die mit den persönlichen Daten von Kundenkarten abgeglichen werden. Welcher Typ Kunde kauft welches Produkt zu welcher Jahreszeit… ? Analyse von Datenmengen dieser Art gehen in Richtung DataMining und bedürfen mitunter größerer Rechenleistung und je nach Komplexität auch die Verwendung mathematischer Algorithmen, die über die klassische Analyse aus dem Finanzcontrolling hinausgehen. Datenanalyse mit Infor d/EPM Aber auch bei diesen Anforderungen unterstützen wir unsere Kunden und stellen eine Kombination aus leistungsstarker Software sowie der fachlichen und technischen Expertise unserer Berater zur Verfügung. Wünschen Sie mehr Informationen über Analyse, nehmen Sie bitte Kontakt mit Uns auf! Sie können Uns über die Rufnummer +48 22 496 60 00 oder per e-mail info@codec.pl erreichen.
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Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
Marc Venot Design | Connox Shop Normann Copenhagen - Acrobat Tischleuchte, grau UVP 295,00 € 269,80 € * Normann Copenhagen - Acrobat Tischleuchte, sand UVP 295,00 € 269,80 € * -26% Normann Copenhagen - Acrobat Tischleuchte, schwarz UVP 295,00 € 219,21 € * Der französische Designer Marc Venot absolvierte ein Studium in Mathematik und Physik bevor er sich dazu entschied Industrial Design an der the École Nationale Supérieure de Création Industrielle zu studieren. 2004 macht er seinen Abschluss und arbeitete sechs Jahre lang für eine Designagentur, bevor er sich schließlich mit seinem eigenen Designstudio selbstständig machte. Einflüsse aus seinem Erststudium fließen sichtbar in die Designs von Venot mit ein. All seine Projekte starten mit dem eigentlichen Gebrauch und der Funktion des Objekts, von denen er fasziniert ist. Er erklärt:
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Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
INSERT ELEMENT FOR INSERTING INTO A DEVICE FOR HUMIDIFYING, CLEANING AND/OR COOLING A FLUID, IN PARTICULAR A GAS, SUCH AS, FOR EXAMPLE, AIR - HEWITECH GMBH & CO. KG INSERT ELEMENT FOR INSERTING INTO A DEVICE FOR HUMIDIFYING, CLEANING AND/OR COOLING A FLUID, IN PARTICULAR A GAS, SUCH AS, FOR EXAMPLE, AIR WIPO Patent Application WO/2017/162597 The invention relates to an insert element for inserting into a device for humidifying, cleaning and/or cooling a fluid, in particular a gas, such as, for example, air, said insert element comprising an insert body (10) which can be humidified with a liquid, in particular water, and through which a gas, in particular air, can flow and which has a flow inlet side and a flow outlet side and, between said sides, is provided with regions which can be humidified by the liquid and can be exposed to the fluid. The insert body (10) has a multi-layered design and has a number of corrugated grid-type plate elements (12) which bear against one another, are limited by an edge (14, 16) and are provided with elevations and depressions. A film-type plate element (19, 19') is mounted between at least two adjacent grid plate elements (12). The film-type plate element (19, 19') is perforated. EP2017/056577 F24F3/16; F24F3/14; F24F6/04; F28F25/08 WO2009153278A1 2009-12-23 WO2006103028A1 2006-10-05 DE202013009855U1 2015-03-09 EP2881694A1 2015-06-10 US3262682A 1966-07-26 US3415502A 1968-12-10 US6544628B1 2003-04-08 DE2632020A1 1978-01-19 DE1679515A1 1971-04-08 DE202006018753U1 2008-04-10 1. Einbauelement zum Einbau in eine Vorrichtung zur Befeuchtung, Reinigung und/oder Kühlung eines Fluids, insbesondere Gases wie z.B. Luft mit einem mit Flüssigkeit, insbesondere Wasser, benetzbaren Einbaukörper (10), dessen Außenseite eine Strömungseingangsseite sowie eine Strömungsausgangsseite aufweist und zwischen diesen Seiten mit Bereichen versehen ist, welche von der Flüssigkeit benetzbar und einem Gas, insbesondere Luft, aussetzbar sind, von dem der Einbaukörper (10) und dessen Bereiche zwischen der Strömungseingangsseite und der Strömungsausgangsseite durchströmbar ist, wobei der Einbaukörper (10) mehrlagig ausgebildet ist und eine Vielzahl von aneinanderliegenden, jeweils von einem Rand (14,16) begrenzten, gewellten Gitterplattenelementen (12) aufweist, die mit Erhebungen und Vertiefungen versehen sind, wobei zwischen mindestens zwei benachbarten Gitterplattenelementen (12) mindestens ein Folienplattenelement (19, 19') angeordnet ist und wobei das Folienplattenelement (19, 19') perforiert ist. 2. Einbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Folienplattenelement (19, 19') eben oder strukturiert, insbesondere gewellt oder zickzackförmig ausgebildet ist. 3. Einbauelement nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen mehreren Paaren aus benachbarten Gitterplattenelementen (12) jeweils ein Folienplattenelement (19, 19') angeordnet ist. 4. Einbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Einbaukörper (10) pro Lage mehrere mit ihren einander zugewandten Rändern aneinanderliegende Gitterplattenelemente (12) auf- weist und dass mindestens ein Folienplattenelement (19, 19') zwischen den Gitterplattenelementen (12) mindestens eines Paars benachbarter Lagen angeordnet ist und deren Gitterplattenelemente (12) überdeckt. Einbauelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die einander zugewandten Ränder (14,16) jeweils zweier nebeneinanderliegende Gitterplattenelemente (12) einer Lage (13) von einem Gitterplatten- element (12) der benachbarten Lage (13) des Einbaukörpers (10) überdeckt sind. Einbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterplattenelemente (12) jeweils Längs- und Querränder (14,16) aufweisen und dass benachbarte Gitterplattenelemente (12) einer Lage (13) jeweils mit ihren Längsrändern (14) und/oder mit ihren Querrändern (16) einander zugewandt angeordnet sind . Einbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Einbaukörper (10) in Richtung der Aufeinanderfolge der Lagen (13) von Gitterplattenelementen (12) verlaufende Zusammenhaltestangen (17) aufweist, die sich durch aneinanderliegende Gitterplattenelemente (12) und das mindestens eine Folienplattenelement (19, 19') hindurch erstrecken. Einbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite des Einbaukörpers (10) durch die Ränder (14,16) der Gitterplattenelemente (12) gebildete durchgehende Seitenflächen sowie durch die Gitterplattenelemente (12) der Außenlagen (13) gebildete Ober- und Unterseiten (11,15) aufweist. Einbauelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungseingangs- und Ausgangsseiten (24,26) von zwei gegenüberliegenden Außenseitenflächen des Einbaukörpers (10) gebildet sind und damit die Richtung der den Einbaukörper (10) durchziehenden Gasströmung de- finiert ist und dass der Einbaukörper (10) von seiner Oberseite (11) aus mit Flüssigkeit besprühbar ist, die den Einbaukörper (10) quer zur Gasströmung und unter Benetzung der Gitterplattenelemente (12) durchzieht. 10. Einbauelement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungseingangsseite von der Unterseite (15) des Einbaukörpers (10) und die Strömungsausgangsseite von der Oberseite (11) des Einbaukörpers (10) gebildet ist und dass der Einbaukörper (10) von seiner Oberseite (11) aus mit Flüssigkeit besprühbar ist, die den Einbaukörper (10) entgegengesetzt zur Gasströmung und unter Benetzung der Gitterplattenelemente (12) durchzieht. 11. Einbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Erhebungen (32) und Vertiefungen (34) schräg zu den gegenüberliegenden Rändern (14,16) der Gitterplattenelemente (12) und/oder zwischen diesen wellenförmig, zickzackförmig oder auf andere Weise von einer geradlinigen Erstreckung abweichend verlaufen. 12. Einbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Gitterplattenelemente (12) miteinander durch Steck- oder Rastverbindungen oder durch Zapfen-Loch- oder Nietverbindungen mit Kalt- oder Warmverformung des die Verbindung herstellenden Materials gekoppelt sind . 13. Einbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterplattenelemente (12) und das mindestens eine Folien- plattenelement (19, 19') Kunststoff, Papier oder Pappe aufweisen. Einbauelement zum Einbau in einer Vorrichtung zur Befeuchtung, Reinigung und/oder Kühlung eines Fluids, insbesondere Gases wie z.B. Luft Die Erfindung betrifft ein Einbauelement zum Einbau in eine Vorrichtung zur Befeuchtung, Reinigung und/oder Kühlung eines Fluids, insbesondere Gases wie z.B. Luft. Derartige Vorrichtungen sind auch als Verdunstungsbefeuchter und Stoff- austauscher bekannt (siehe z. B. WO 2009/153278 AI), die unter anderem zur Luftbefeuchtung und gleichzeitigen Luftkühlung beispielsweise in Wohn- oder Bürogebäuden, Lagerhallen, Stallungen, Gewächshäusern und anderen Räumen oder auch von technischen Anlagen, beispielsweise für die Reinigung und insbesondere Entstaubung von Zu- oder Abluft und für reaktive Gas- oder Luftreinigungen (insbesondere Entfernung von Geruchsstoffen wie beispielsweise Ammoniak aus der Stallabluft) eingesetzt werden . Die Abkühlung eines Gases mit Hilfe derartiger Vorrichtungen erfolgt nach dem Prinzip der adiabatischen Kühlung (Verdunstungskühlung). Die bekannten Vorrichtungen der vorstehend genannten Arten weisen Einbau- elemente auf, die über eine Vielzahl von Plattenelementen bzw. Materiallagen verfügen, welche zumeist gewellt sind, so dass bei dichter Anlage benachbarter Plattenelemente sich kreuzende Kanäle entstehen, durch die über eine Ein- gangsseite der Vorrichtung das Gas einströmt, die Vorrichtung durchströmt und an einer gegenüberliegenden Ausgangsseite wieder herausströmt. Die Eingangs- und Ausgangsseiten der Vorrichtung werden durch gegenüberliegende Ränder der einzelnen nebeneinanderliegenden Plattenelemente gebildet. Somit strömt also das Gas parallel zur Erstreckung der Plattenelemente zwischen deren betreffenden Rändern und zwischen den Plattenelementen. Die Einbauelemente der vorstehend genannten Art werden mit Flüssigkeit, ins- besondere Wasser, benetzt, so dass das zu behandelnde Gas an benetzten Flächen der Plattenelemente entlang strömt. Dabei ist es wünschenswert, dass die Benetzungsflüssig keit eine mög lichst g roße Oberfläche bildet und sich über einen längeren Zeitrau m in der Vorrichtung bzw. an den Plattenelementen hält. Bekannte Vorrichtungen der vorstehend genan nten Arten weisen geschlossene Materiallagen bzw. Plattenelemente aus Kunststoff oder Papier auf, d ie mitein ¬ ander verschweißt oder verklebt sind . Plattenelemente aus Papier haben den Nachteil, dass sich die mit ih nen aufgebauten, vom Gas d urchströmbaren Körper nicht reinigen lassen , ohne dass man Gefahr läuft, d ie Papier- Plattenelemente zu zerstören . Diesbezüglich sind Plattenelemente aus Kunststoff zu bevorzugen . Beide bekannten Systeme jedoch haben ferner den Nachteil, dass es noch n icht zu einem optimalen Austausch des Gases mit der Feuchtigkeit kommt, was sich nachteilig auf die Effizienz der Gasbehandlu ng auswirken kann . Auch stellen d iese Vorrichtungen einen verg leichsweise hohen Strömungswiderstand dar, was ebenfalls nicht wünschenswert ist. Beispiele für d ie zuvor genannten Vorrichtungen sind in US-A-3,262,682, US- A-3,415,502, US- B-6,544,628, DE-A-26 32 020, DE-A- 16 79 515, WO-A- 2006/103028 u nd DE-U-20 2006 018 753 beschrieben . Vorrichtungen der vorstehend genan nten Art werden aber nicht nur für d ie Gaskühlung, sondern auch für die Kühlung von Flüssigkeiten wie beispielsweise Wasser eingesetzt. Ein Beispiel für eine derartige Anwend ung ist ein Einbau- element für einen Kühlturm eines Kraftwerks, wobei auf die Plattenelement- körper, die im Kühlturm eingebaut sind, abzukühlende Flüssigkeit aufgesprüht wird, die dann d urch einen d urch den Kamin entstehenden Luftstrom abgekühlt wird . Bisher bestehen d ie Ein bau körper der bekan nten Vorrichtungen aus aufeinanderlegenden Plattenelementen, aus denen quaderförmige Blöcke als Plattenkörper hergestel lt werden . Diese Blöcke werden dann nebeneinander bzw. übereinander gestapelt angeordnet. Bei größeren Anlagen kann dies zu Instabilitäten des Gebildes aus übereinanderstehenden Plattenelementkörpern führen. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Einbauelement zum Einbau in einer Vorrichtung zur Befeuchtung, Reinigung und/oder Kühlung eines Fluids, insbesondere eines Gases wie beispielsweise Luft zu schaffen, bei dem der Plattenelement- körper auch bei großen Dimensionen selbststabilisierend und mit großem Wirkungsgrad arbeitend ausgeführt ist. Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung ein Einbauelement zum Einbau in eine Vorrichtung zur Befeuchtung, Reinigung und/oder Kühlung eines Fluids, insbesondere eines Gases wie beispielsweise Luft vorgeschlagen, wobei das Einbauelement versehen ist mit - einem mit Flüssigkeit, insbesondere Wasser, benetzbaren Einbaukörper, dessen Außenseite eine Strömungseingangsseite sowie eine Strömungsausgangsseite aufweist und zwischen diesen Seiten mit Bereichen versehen ist, welche von der Flüssigkeit benetzbar und einem Gas, insbesondere Luft, aussetzbar sind, von dem der Einbaukörper und dessen Bereiche zwischen der Strömungseingangsseite und der Strömungsausgangsseite durchströmbar ist, wobei der Einbaukörper mehrlagig ausgebildet ist und eine Vielzahl von aneinanderliegenden, jeweils von einem Rand begrenzten, gewellten Gitterplattenelementen aufweist, die mit Erhebungen und Vertiefungen ver- sehen sind, wobei zwischen mindestens zwei benachbarten Gitterplattenelementen mindestens ein Folienplattenelement angeordnet ist und wobei das Folienplattenelement perforiert ist. Einzelne Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Patenansprüche. Nach der Erfindung besteht der Einbaukörper pro Lage aus mehreren mit ihren Rändern nebeneinanderliegenden Gitterplattenelementen, wobei die Gitterplattenelemente benachbarter Lagen die gegenüberliegenden Ränder der Platten der Nachbarlage überdecken. Auf diese Weise entsteht ein Gitterplattenele- mentverbund, und zwar nicht notwendigerweise lediglich in einer Dimension (beispielsweise Breitenerstreckung der Lagen), sondern ggf. auch in zwei Dimensionen (nämlich Breiten- und Längenerstreckung der Lagen). Nach der Erfindung umfasst der Einbaukörper neben den Gitterplattenelementen auch Folienplattenelemente, die perforiert sind. Diese Folienplattenelemen- te sind zwischen einigen der benachbarten Lagen von Gittermattenelementen angeordnet und erstrecken sich über ggf. pro Lage nebeneinander angeordneten Gitterplattenelementen. Sie dienen neben einer Erhöhung der Verweildauer von Flüssigkeit im Einbaukörper zusätzlich auch der Stabilisierung des Einbaukörpers. Die Perforationen sorgen dafür, dass das Wasser beim Herunterlaufen die Perforationen benetzende Filme bildet, die eine große Oberfläche darstellen, da die Wasserfilme beidseitig freiliegen. Die Folienplattenelemente können alternativ auch gewellt oder zickzackförmig ausgeführt sein, können also strukturiert sein. Es ist nicht erforderlich, dass die Folienplattenelemente wechselweise mit den Lagen aus Gitterplattenelementen angeordnet sind. Dies kann aber durchaus so gewählt werden. An sich reicht es aus, nur zwischen einzelnen benachbarten Lagen aus Gitterplattenelementen die erfindungsgemäßen perforierten Folienplattenelemente anzuordnen. Die Gitterplattenelemente des erfindungsgemäßen Einbauelements sind bezogen auf zwei benachbarte Lagen vorzugsweise versetzt zueinander angeordnet, so dass ein stabiler Verbund entsteht. Dieser Verbund wird noch dadurch verstärkt, dass die Gitterplattenelemente benachbarter Lagen miteinander durch Steck- oder Rastverbindungen oder durch Zapfen-Loch- oder Nietverbindungen mit Kalt- oder Warmverformung des den Zusammenhalt herstellenden Materials gegen Scherkräfte aneinander fixiert sind. In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Gitter- Plattenelemente jeweils Längs- und Querrandabschnitte aufweisen und dass benachbarte Gitterplattenelemente einer Lage jeweils mit Ihren Längsrändern und/oder mit ihren Querrändern aneinander gegenüberliegend angeordnet sind. Hierbei ist zweckmäßigerweise ferner vorgesehen, dass der Einbaukörper in Richtung der aufeinanderfolge der Lagen verlaufende Zusammenhaltestangen aufweist, die sich durch aneinanderliegende Gitterplattenelemente der Lagen erstrecken. Hierdurch entsteht eine kompakte Einheit, wobei pro Einbaukörper mehrere über den Einbaukörper verteilt angeordnete Zusammenhaltestangen vorgesehen sein können . Die durch die gegeneinander versetzt angeordneten Platten hergestellten Einbaukörper weisen zweckmäßigerweise eine Quaderform auf. Ihre Seitenflächen werden also durch die außenliegenden Ränder der Gitterplattenelemente gebildet, während die Ober- und Unterseiten der Einbaukörper durch die Gitterplat- tenelemente der beiden Außenlagen gebildet sind. Die außenliegenden Ränder der Gitterplattenelemente der einzelnen Lagen können dabei miteinander fluchten, also auf jeder Außenseite des Einbaukörpers jeweils in gemeinsamen Ebenen angeordnet oder aber auch versetzt zueinander angeordnet sein und somit eine der jeweiligen Einbausituation des Einbaukörpers angepasste Form aufweisen . So ist es z.B. möglich, dass der Körper eine treppenstufenförmige Gestalt aufweist. Wird ein derartiger Einbaukörper zur Gaskühlung nach dem Prinzip der adiabatischen Kühlung eingesetzt, so werden die Strömungseingangs- und -aus- gangsseiten des Einbau- bzw. Kühlkörpers von zwei gegenüberliegenden Seitenflächen des Kühlkörpers gebildet. Die Flüssigkeit wird auf die Oberseite des Kühlkörpers gegeben (insbesondere gesprüht) und fließt durch diesen quer zur Gasströmung und unter Benetzung der perforierten Gitterplattenelemente (Gaskühlung nach Kreuzstromprinzip). Bei Einsatz des Kühlkörpers in einem Kühlturm funktioniert die Wasserkühlung nach dem Gegenstromprinzip, indem die zu kühlende Flüssigkeit wiederum von oben auf den Kühlkörper gegeben wird und das Gas von der Unterseite bis zur Oberseite des Kühlkörpers durch diesen strömt. Insbesondere zweckmäßig ist es, wenn die Gitterplattenelemente perforiert sind. In diesem Zusammenhang bietet es sich an, als Gitterplattenelemente Gittermatten zu verwenden . Bei dieser Ausgestaltung der Erfindung ist der vom zu behandelnden Gas durchströmbare Einbaukörper, welcher mit einer Flüssigkeit, insbesondere Wasser, benetzbar ist, durch eine Vielzahl von gewellten Gitterplattenelementen aus Kunststoff mit Perforationen aufgebaut. Auf Grund dieser Perforationen kann ein Gasaustausch zwischen benachbarten Gitterplattenelementen durch diese hindurch erfolgen. Dies verbessert die Stoffaustauschrate zwischen Gas und Flüssigkeit und reduziert den Strömungswiderstand . Der erfindungsgemäß vorgeschlagene Körper ist also dreidimensional durchströmbar. Auf Grund der perforierten Gitterplattenelemente kommt es zu örtlichen Verwirbelungen des den Einbaukörper durchströmenden Gases, was den Austausch des Gases mit der Flüssigkeit verbessert. Der erfindungsgemäße Einbaukörper dient insbesondere der adiabatischen Kühlung von Stallungen oder Gewächshäusern zuzuführender Luft, da durch die perforierten Gitterplattenelemente eine vergrößerte Menge an Flüssigkeit im Körper unter Bildung einer vergrößerten Oberfläche und über einen länge- ren Zeitraum gehalten werden kann. Die erfindungsgemäß unter anderem der Stabilisierung dienenden Folienplattenelemente sind perforiert und ggf. strukturiert. Sie erhöhen die Verweildauer der Flüssigkeit im Einbaukörper zur Gasbehandlung und sind somit in zweifacher Hinsicht vorteilhaft. Wie bereits oben erwähnt, ist es besonders zweckmäßig, wenn die Gitterplattenelemente als Gittermatten ausgebildet sind, die Gitterstäbe aufweisen, zwischen denen sich die Perforationen in Form der Freiräume zwischen benachbarten Gitterstäben bilden. An den Gitterstäben hält sich die Benetzungsflüs- sigkeit unter Bildung einer recht großen Oberfläche, was eine vergrößerte Kon- taktfläche des Gases mit der Flüssigkeit zur Folge hat. Alternativ zu Gitterplattenelementen können Folienelemente ausgebildet sein, in denen die Perforationen beispielsweise durch Ausstanzen ausgebildet sind . Die gewellten Gitterplattenelemente weisen benachbarte Erhebungen und Ver ¬ tiefungen auf, d ie beispielsweise in Form von Tälern und Bergen ausgebildet sind . Die Seitenflanken zwischen einer Vertiefung und einer Erhebung weisen dabei zweckmäßigerweise d ie Perforationen auf. Die Erhebungen und Vertie ¬ fungen verlaufen vorzugsweise schräg zu den gegenüberliegenden, die Eingangs- und Ausgangsseiten des benetzbaren Einbaukörpers bildenden Ränder der Gitterplattenelemente . Alternativ können sie zwischen d iesen Rändern auch zickzackförmig oder in anderer von einer gerad linigen Erstreckung abwei- chenden Weise verlaufen . Als Ku nststoffmaterial für die Gitterplattenelemente eignen sich Polyolefine u nd insbesondere Thermoplaste, wie beispielsweise PP oder PE. Anstelle von Ku nststoffmaterial können die Gitterplattenelemente aber auch aus Papier oder Pappe bestehen . Wie bereits oben erwähnt, lässt sich der erfindungsgemäße Einbaukörper vorzugsweise sozusagen "endlos" fertigen, indem mehrere Gitterplattenelemente übereinander und nebeneinander versetzt an einen Gitterplattenelementstapel aus ebenfalls nebeneinander u nd mit Versatz übereinander angeord neten Gitterplattenelementen angefügt werden . Hierdu rch entsteht ein in der Höhe vorgebbarer Gitterplattenelementstapel, der durch "seitlichen" Anbau in seiner Breite bzw. Tiefe erweiterbar ist, so dass du rch Schneiden dieses in der Breite bzw. der Tiefe anwachsenden Gitterplattenelementstapels einzelne Gitterplat- tenelementblöcke von gewünschter Länge erhältlich sind . Die zuvor beschrie ¬ bene " End los"- Fertig ung lässt sich manuell oder maschinell realisieren und ist im Detail in der bereits oben genannten Druckschrift WO 2009/153278 AI beschrieben . In vorteilhafter Weiterbild ung der Erfindu ng ist vorgesehen, dass zwischen zwei benachbarten, übereinander angeordneten Gitterplattenelementen in dem der Stützfläche zugewandten unteren Bereich des Gitterplattenelementstapels sowie in dem der Stützfläche abgewandten oberen Bereich des Gitterplatten- elementstapels zusätzliche Versteifungsfolienstreifen eingelegt werden; diese können im Bedarfsfalle ebenfalls perforiert sein . Zweckmäßigerweise werden die Versteifungsfolienstreifen während des Aufbau des Gitterplattenelementstapels zwischen den beiden Gitterplattenelementen jeweils zweier Paare von versetzt übereinander angeordneten Gitterplatten- elementen eingelegt. Bei einer ersten Variante der Erfindung werden jeweils einzelne G itterplatte n- elemente übereinander und versetzt nebeneinander angeordnet. Alternativ werden jeweils mehrere Gitterplattenelemente fluchtend übereinander zu Git- terplattenelementgruppen und die sich so ergebenden Gitterplattenelement- gruppen übereinander und nebeneinander versetzt zur Bildung des Gitterplattenelementstapels angeordnet. Als für die Endlos-Fertigung besonders vorteilhaft hat sich herausgestellt, wenn die Gitterplattenelemente zur Bildung eines treppenförmigen Versatzes des Gitterplattenelementstapels versetzt angeordnet werden . Alternativ dazu können die Gitterplattenelemente oder Gruppen von Gitterplattenelementen wechselweise versetzt angeordnet werden, so dass über die Höhe des Gitterplattenelementstapels betrachtet jedes zweite Gitterplattenelement oder jede zweite Gruppe von Gitterplattenelementen zueinander fluchtend angeordnet sind . Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Im Einzelnen zeigen dabei : Fig . 1 eine perspektivische Ansicht eines aus mehreren nebeneinander angeordneten Lagen mit jeweils mehreren übereinanderstehenden Git- terplattenelemente aufgebauten Einbaukörpers, Fig . 2 eine Draufsicht auf einen Teilabschnitt eines perforierten Folienplat- tenelements, das als ebenes Element ausgebildet ist, Fig . 3 eine Alternative zum Fol ienplattenelement gemäß Fig . 2, indem das Folien plattenelement gefaltet, d . h . zickzackförmig oder wellenförmig ausgebildet ist, Fig . 4 eine Seitenansicht auf den Einbaukörper gemäß Fig . 1 , jedoch zickzackförmig ausgebildeten Folienplattenelementen und Fig . 5 eine schematische Darstellu ng des Verlaufs von Wassertropfen ent- lang dem zickzackförmig strukturierten Folienplattenelement. Fig . 1 zeigt einen in d iesem Ausführungsbeispiel als Kühlkörper eingesetzten Einbaukörper 10 aus einzelnen gewellten Kunststoff-Gitterplattenelementen 12, d ie nebeneinander u nd ü bereinanderliegend sowie hochkant angeordnet sind . Der Einbaukörper 10 umfasst dabei mehrere Lagen 13 derartiger Gitterplattenelemente 12, wobei die Gitterplattenelemente 12 pro Lage 13 überei ¬ nander (auf d ie Ausrichtung des Einbaukörpers 10 gemäß Fig . 1 bezogen ) angeord net sind . Jedes Gitterplattenelement 12 weist zwei gegenüberliegende Längsränder 14 sowie zwei Querränder 16 auf, die aufgrund der gewellten Strukturen der Kunststoff-Gitterplattenelemente 12 ebenfalls wellenförmig ver ¬ laufen . Werden nun zwei derartige Gitterplattenelemente 12 in benachbarten Lagen 13 des Einbaukörpers 10 gegeneinander gelegt, so dass sich ihre Wel ¬ lungen kreuzen , so entstehen Öffnungen 18 (in Fig . nicht detailliert gezeigt) , an d ie sich den Einbaukörper 10 d urchziehende Kanäle anschließen , wie es an sich bekannt ist. Zwischen einigen benachbarten Lagen 13 aus Gitterplattenelementen 12 sind Folien plattenelemente 19 angeord net, d ie perforiert sind . Die Perforationen 20 sind in Fig . 2 gezeigt. Fig . 3 zeigt eine alternative Ausgestaltung der Folienplattenelemente 19', in- dem d iese gefaltet bzw. zickzackförmig ausgebildet sind . Die Faltung kann quer zur Längserstreckung oder auch in einem anderen Winkel als 90° zur Längserstreckung des Fol ienplattenelements 19' ausgebildet sein . Die Perfora ¬ tionen 20' sind in den Flankenbereichen ausgebildet. Fig . 4 zeigt eine Seitenansicht auf einen Einbaukörper als Kühlkörper 10' mit strukturierten, perforierten Gitterfolienelementen 19. Fig . 5 zeigt schematisch wie die zickzackförmigen Folienplattenelemente 19' der Wasserverteilung dienen . Dabei ist anzumerken, dass die Flüssigkeitsversorgung in Richtung der Pfeile 22 der Fign . 1 und 4 auf die Oberseite des stehenden Kühlkörpers 10 bzw. 10' gelangt, während das zu behandelnde Gas den Kühlkörper 10 bzw. 10' in Richtung des Pfeils 24 durchströmt. BEZUGSZEICHENLISTE Einbaukörper, Kühlkörper ' Kühlkörper Kunststoff-Gitterplattenelemente, Gitterplattenelement Lage, Außenlagen Längsränder Querränder Zusammenhaltestangen Folienplattenelement, Gitterfolienelementen ' Folienplattenelemente ' Perforationen Previous Patent: METHOD FOR CORRECTING ABERRATION AFFECTING LIGHT-FIELD DATA Next Patent: WEAPON LAUNCHING TUBE FOR A SHIP
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q-de-2172
Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
3824472988 - Karin Gräslund - Anonymitätseffekte bei der Groupware-Nutzung: Eine strukturationstheoretische empirische Analyse (Informationsmanagement und Computer Aided Team) (German Edition) 9783663082507 Anonymitätseffekte bei der Groupware… Anbieter, die das Buch mit der ISBN 3824472988 ankaufen: Kleinster Preis: 54,99 €, größter Preis: 66,99 €, Mittelwert: 57,39 € Karin Gräslund: Anonymitätseffekte bei der Groupware-Nutzung - neues Buch ISBN: 9783824472987 ID: 116743811 Der computerunterstützten Gruppenarbeit wird eine Reihe positiver und negativer Anonymitätseffekte zugeschrieben. Die nicht-identifizierte Teamarbeit via Computer soll zu kreativeren Arbeitsergebnissen, ehrlicher Meinungsäußerung und gleichberechtigter Partizipation der Gruppenmitglieder, aber auch zum ´´Trittbrettfahrer´´-Phänomen führen. Bisher konnte die empirische Forschung aber keine einheitlichen Wirkungsmuster nachweisen.Aufbauend auf den divergenten Ergebnissen abgeschlossener Untersuchungen untersucht Karin Gräslund die Anonymitätseffekte der computerunterstützen Gruppenarbeit in einem interdisziplinären Forschungsdesign. Auf der Basis einer ganzheitlichen Klassifikation der anonymen Gruppeninteraktion nach ihren sozialen, methodischen und technischen Momenten entwickelt die Autorin einen strukturationstheoretischen Awareness-Ansatz, der Grundlage dezidierter Gestaltungsempfehlungen für Groupware sein kann. Eine strukturationtheoretische empirische Analyse. Diss. Mit e. Geleitw. v. Helmut Krcmar Buch (dtsch.) Bücher>Sachbücher>Business & Karriere>Wirtschaft, Deutscher Universitätsverlag No. 2889381 Versandkosten:, Sofort lieferbar, DE (EUR 0.00) Anonymitätseffekte bei der Groupware-Nutzung - Taschenbuch 2001, ISBN: 3824472988 ID: 10660254888 [EAN: 9783824472987], Neubuch, [PU: Deutscher Universitätsverlag Feb 2001], This item is printed on demand - Print on Demand Neuware - Der computerunterstützten Gruppenarbeit wird eine Reihe positiver und negativer Anonymitätseffekte zugeschrieben. Die nicht-identifizierte Teamarbeit via Computer soll zu kreativeren Arbeitsergebnissen, ehrlicher Meinungsäußerung und gleichberechtigter Partizipation der Gruppenmitglieder, aber auch zum 'Trittbrettfahrer'-Phänomen führen. Bisher konnte die empirische Forschung aber keine einheitlichen Wirkungsmuster nachweisen.Aufbauend auf den divergenten Ergebnissen abgeschlossener Untersuchungen untersucht Karin Gräslund die Anonymitätseffekte der computerunterstützen Gruppenarbeit in einem interdisziplinären Forschungsdesign. Auf der Basis einer ganzheitlichen Klassifikation der anonymen Gruppeninteraktion nach ihren sozialen, methodischen und technischen Momenten entwickelt die Autorin einen strukturationstheoretischen Awareness-Ansatz, der Grundlage dezidierter Gestaltungsempfehlungen für Groupware sein kann. 440 pp. Deutsch ID: 20230307832 [EAN: 9783824472987], Neubuch, [PU: Deutscher Universitätsverlag Feb 2001], Neuware - Der computerunterstützten Gruppenarbeit wird eine Reihe positiver und negativer Anonymitätseffekte zugeschrieben. Die nicht-identifizierte Teamarbeit via Computer soll zu kreativeren Arbeitsergebnissen, ehrlicher Meinungsäußerung und gleichberechtigter Partizipation der Gruppenmitglieder, aber auch zum 'Trittbrettfahrer'-Phänomen führen. Bisher konnte die empirische Forschung aber keine einheitlichen Wirkungsmuster nachweisen.Aufbauend auf den divergenten Ergebnissen abgeschlossener Untersuchungen untersucht Karin Gräslund die Anonymitätseffekte der computerunterstützen Gruppenarbeit in einem interdisziplinären Forschungsdesign. Auf der Basis einer ganzheitlichen Klassifikation der anonymen Gruppeninteraktion nach ihren sozialen, methodischen und technischen Momenten entwickelt die Autorin einen strukturationstheoretischen Awareness-Ansatz, der Grundlage dezidierter Gestaltungsempfehlungen für Groupware sein kann. 440 pp. Deutsch ID: 20230315126 2001, ISBN: 9783824472987 ID: 2752988 Eine strukturationstheoretische empirische Analyse, 2001, Softcover, Buch, [PU: Deutscher Universitätsverlag] Anonymitätseffekte bei der Groupware-Nutzung: Eine strukturationstheoretische empirische Analyse (Informationsmanagement und Computer Aided Team) (German Edition) 3824472988 Detailangaben zum Buch - Anonymitätseffekte bei der Groupware-Nutzung: Eine strukturationstheoretische empirische Analyse (Informationsmanagement und Computer Aided Team) (German Edition) EAN (ISBN-13): 9783824472987 ISBN (ISBN-10): 3824472988 Buch in der Datenbank seit 05.06.2007 20:24:08 Buch zuletzt gefunden am 19.11.2017 21:51:03 ISBN/EAN: 3824472988 3-8244-7298-8, 978-3-8244-7298-7 "Efficient Consumer Response aus kooperationstheoretischer Sicht", von "Adrienne Cansier" (382447297X) "Effektives Bestandscontrolling", von "Reinhold, Achim" (3824472996) "Das World Wide Web als Befragungsinstrument (Interaktives Marketing) (German Edition)", von "Axel Theobald" (3824472961) "Variantenmanagement aus Betreibersicht", von "Stefan Hoffmann" (3824473003) "ERP-Standardsoftware und organisatorischer Wandel.", von "Schwarz, Markus" (3824472953) "Lernende Organisationen im Gesundheitswesen: Erfolgsfaktoren von Veränderungsprozessen (Gesundheits- und Qualitätsmanagement)", von "Silke Kühnle" (9783824473014)
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q-de-2172
Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
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Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
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Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
Suche in Orten 365 Orte Prize winners are randomly chosen. selected filters2016number of results 365 prize winners Kultur Kinderliteraturhaus Lübeck Die „Bücherpiraten“ wecken das Interesse von Kindern für Literatur event details location: Lübeck, Schleswig-Holstein time: event date 30. August 2012 Bildung GI@School – Geoinformatik in der Schule Eine Initiative bringt das Thema „digitale Geoinformation“ an die Schulen event details location: Münster, Nordrhein-Westfalen time: event date 11. September 2012 Kultur John-Cage-Orgel-Kunst-Projekt Halberstadt In einer Kirche wird ein mehrere Jahrhunderte dauerndes Avantgarde-Musikstück aufgeführt event details location: Halberstadt, Sachsen-Anhalt time: event date 5. September 2012 Umwelt ebm-papst Energiescouts Ein baden-württembergisches Unternehmen bildet seine Azubis zu Energiescouts aus event details location: Mulfingen, Baden-Württemberg time: event date 17. April 2012 Gesellschaft Aktion „Return“ gegen Jugendalkoholismus Abstinente Alkoholiker informieren Schüler über die Gefahren des Alkoholmissbrauchs event details location: Dortmund, Nordrhein-Westfalen time: event date 24. April 2012 Kultur Leipziger KulturPaten Eine Initiative vermittelt Patenschaften zwischen Wirtschaft und Kultur event details location: Leipzig, Sachsen time: event date 15. November 2012 Bildung JugendMedienEvent der Jungen Presse Eine Veranstaltung bietet Nachwuchsjournalisten spannende Einblicke in die praktische Medienarbeit event details location: Essen, Nordrhein-Westfalen time: event date 20. September 2012 Kultur LEO-BW – Online-Plattform für Landeskunde Eine Online-Plattform führt landeskundliche Informationen aus Baden-Württemberg zusammen event details location: Stuttgart, Baden-Württemberg time: event date 25. July 2012 Bildung Schulkonzert „Beethoven und die Freiheit“ der Münchner Philharmoniker Jugendliche verschiedener Länder zeigen bei einer Aufführung ihr Verständnis von Freiheit event details location: München, Bayern time: event date 30. April 2012 Gesellschaft Engagementwettbewerb „KidCourage“ Ein Wettbewerb motiviert Jugendliche zu mehr gesellschaftlichem Engagement event details location: Osnabrück, Niedersachsen time: event date 21. March 2012 Prize winners are randomly chosen. load 10 new random projects sort you are here: random sort sort by date sort by place © 2017 Deutschland - Land der Ideen
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Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
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Allnet Flat Comfort 24,99 €1 0,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 4GB23 LTE 21,6 Mbit/s23 869,90 € * Allnet Flat Max 29,99 €1 0,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 10GB23 LTE 21,6 Mbit/s23 789,90 € * Allnet Flat Max Upgrade 34,99 €1 0,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 10GB23 LTE 50 Mbit/s23 729,90 € * Classic Young 19,99 €1 0,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 6GB23 LTE 21,6 Mbit/s23 954,90 € * Max Young 29,99 €1 0,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 12GB23 LTE 21,6 Mbit/s23 789,90 € * 8GB Internetflat 19,99 €1 39,99 €13 24 Mon.12 EU-weit 8GB23 LTE 21,6 Mbit/s23 1014,90 € * Allnet Flat Max Duo 2 x 29,99 €1 0,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 2 x 10GB23 LTE 21,6 Mbit/s23 349,90 € * Allnet Flat Comfort Duo 2 x 24,99 €1 0,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 2 x 4GB23 LTE 21,6 Mbit/s23 514,90 € * Allnet Flat Classic Duo 2 x 19,99 €1 0,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 2 x 6GB23 LTE 21,6 Mbit/s23 679,90 € * Telekom Magenta Mobil M HW10 Aktion 51,95 €1 39,99 € (Erstattung)13 24 Mon.12 EU-weit 8GB23 LTE max23 574,90 € * Vodafone Green LTE 10GB 36,99 €1 39,99 € (Erstattung)13 24 Mon.12 EU-weit 10GB23 LTE 21,6 Mbit/s23 704,90 € * Vodafone Green LTE 6GB 31,99 €1 19,99 € (Erstattung)13 24 Mon.12 EU-weit 6GB23 LTE 21,6 Mbit/s23 764,90 € * Vodafone Green LTE 8GB 36,99 €1 39,99 € (Erstattung)13 24 Mon.12 EU-weit 8GB23 LTE 21,6 Mbit/s23 704,90 € * Telefonica Allnet 60 32.99 €1 39.99 € (Erstattung)13 24 Mon.12 EU-weit 60GB23 LTE 225 Mbit/s23 884,90 € * Telefonica Free M Aktion 24,99 €1 39,99 € (Erstattung)13 24 Mon.12 EU-weit 10GB23 LTE 225 Mbit/s23 929,90 € * Telefonica Free M Boost Aktion 34,99 €1 39,99 € (Erstattung)13 24 Mon.12 EU-weit 20GB23 LTE 225 Mbit/s23 749,90 € * Telekom Magenta Mobil M Aktion 27,95 €1 39,99 € (Erstattung)13 24 Mon.12 EU-weit 8GB23 LTE max23 1169,90 € * Telefonica Free Unlimited Aktion 54,99 €1 39,99 € (Erstattung)13 24 Mon.12 unbegrenzt23 LTE 225 Mbit/s23 634,90 € * Telefonica Smart Surf Aktion 4,99 €1 39,99 € (Erstattung)13 24 Mon.12 EU-weit 1GB23 LTE 21,1 Mbit/s23 1204,90 € * Free L Aktion 32,00 €1 0,00 €13 24 Mon.12 30GB EU-weit23 LTE 225 Mbit/s23 859,90 € * Free L Aktion Boost 36,20 €1 0,00 €13 24 Mon.12 60GB EU-weit23 LTE 225 Mbit/s23 859,90 € * Free M 2.0 30,00 €1 0,00 €13 24 Mon.12 15 GB EU-weit23 LTE 225 Mbit/s23 869,90 € * Free S 2.0 25,00 €1 0,00 €13 24 Mon.12 2GB EU-weit23 LTE 225 Mbit/s23 989,90 € * Free S Aktion 20,00 €1 0,00 €13 24 Mon.12 2GB EU-weit23 LTE 225 Mbit/s23 1024,90 € * Free Business M Sub 34,00 €1 0,00 €13 24 Mon.12 15GB EU-weit23 LTE 225 Mbit/s23 764,90 € * LTE Data Pack 50GB 20,00 €1 0,00 €13 24 Mon.12 50 GB national23 LTE 50 Mbit/s23 1134,90 € * Free Business L Duo 2 x 40,00 €1 0,00 €13 24 Mon.12 2 x 30GB23 LTE 225 Mbit/s23 394,90 € * Free Business M Duo 2 x 30,00 €1 0,00 €13 24 Mon.12 2 x 15GB23 LTE 225 Mbit/s23 514,90 € * Ayyildiz Ay Allnet 14,99 €1 25,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 4,5GB23 LTE 21,6 Mbit/s23 964,90 € * Ayyildiz Ay Allnet Max 39,99 €1 25,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 24GB23 LTE 21,6 Mbit/s23 559,90 € * Ayyildiz Ay Allnet Plus Aktion 29,99 €1 25,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 12GB23 LTE 21,6 Mbit/s23 679,90 € * o2 Free M 29,99 €1 0,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 10GB23 LTE 225 Mbit/s23 1119,90 € * o2 Free M Boost + TV L 39,98 €1 39,99 €13 24 Mon.12 EU-weit 20GB23 LTE 225 Mbit/s23 919,90 € * o2 Free L My Handy 10 (49,99€) 49,99 €1 0,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 30GB23 LTE 225 Mbit/s23 1119,90 € * o2 Free M Boost My Handy 10 (44,99€) 44,99 €1 0,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 20GB23 LTE 225 Mbit/s23 1119,90 € * o2 Free M My Handy 10 (39,99€) 39,99 €1 0,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 10GB23 LTE 225 Mbit/s23 1119,90 € * o2 Free M My Handy 15 (44,99€) 44,99 €1 0,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 10GB23 LTE 225 Mbit/s23 1119,90 € * o2 Free M My Handy 20 (49,99€) 49,99 €1 0,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 10GB23 LTE 225 Mbit/s23 1119,90 € * o2 Free M My Handy 25 (54,99€) 54,99 €1 0,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 10GB23 LTE 225 Mbit/s23 1119,90 € * o2 Free M My Handy 5 (34,99€) 34,99 €1 0,00 €13 24 Mon.12 EU-weit 10GB23 LTE 225 Mbit/s23 1119,90 € * Ayyildiz Ay Allnet Plus HW10 39,99 €1 25,00 €13 24 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24 Mon.12 15 GB23 225 Mbit/s23 1154,90 € * ALL-NET-FLAT XL LTE HW35 59,99€ / 69,99€1 29,90 €13 24 Mon.12 15 GB23 225 Mbit/s23 1154,90 € * ALL-NET-FLAT XL LTE HW40 64,99€ / 74,99€1 29,90 €13 24 Mon.12 15 GB23 225 Mbit/s23 1154,90 € * ALL-NET-FLAT XL LTE Sim-Only 24,99€ / 34,99€1 29,90 €13 24 Mon.12 15 GB23 225 Mbit/s23 1154,90 € * ALL-NET-FLAT Young Plus E-Netz HW20 34,99€ / 44,99€1 29,90 €13 24 Mon.12 7 GB23 LTE 225 Mbit/s23 1144,90 € * ALL-NET-FLAT Young Plus E-Netz HW25 39,99€ / 49,99€1 29,90 €13 24 Mon.12 7 GB23 LTE 225 Mbit/s23 1144,90 € * ALL-NET-FLAT Young Plus E-Netz HW30 44,99€ / 54,99€1 29,90 €13 24 Mon.12 7 GB23 LTE 225 Mbit/s23 1144,90 € * ALL-NET-FLAT Young Plus E-Netz HW35 49,99€ / 59,99€1 29,90 €13 24 Mon.12 7 GB23 LTE 225 Mbit/s23 1144,90 € * ALL-NET-FLAT Young Plus E-Netz Sim-Only 14,99€ / 24,99€1 29,90 €13 24 Mon.12 7 GB23 LTE 225 Mbit/s23 1144,90 € * TABLET-FLAT L E-Netz 6,99 € / 9,99 €1 29,90 €13 24 Mon.12 2 GB23 LTE 21,6 MBit/s23 1199,90 € * TABLET-FLAT SPECIAL 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q-de-2172
Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
Veröffentlicht von:Apsel Schmitz Geändert vor über 4 Jahren 2. Sitzung am 5 Einige Begriffe und Zeichen < hat sich entwickelt aus > hat sich entwickelt zu Etymon = das Ursprungswort, z.B. lat. FLUMEN (> it. fiume) Volksetymologie, z.B. dt. Platzangst (= psych. Agoraphobie) bei dichtem Gedränge im Fahrstuhl etc., Friedhof (wo die Toten ihren Frieden finden) etc. 6 Die Etymologie und ihre historische Entwicklung Der Etymologie-Begriff in der Antike 7 Bereits im griechischen Altertum gab es philosophische Strömungen, die der „Richtigkeit“ der „Namen“ nachgingen, allerdings wurde für diese Tätigkeit in der Regel nicht der Begriff „Etymologie“ verwendet. So fragte sich bereits Heraklit von Ephesos (um 500 v. Chr.), inwiefern der Name eines Dinges die Wahrheit einer Sache widerspiegelt. Also, inwiefern der Name tatsächlich dem durch ihn bezeichneten Gegenstand entspricht. Herklit 8 Platon beschäftigte sich in seinem Dialog Kratylos eingehend mit der Richtigkeit der Namen. In diesem Dialog lässt Platon einen Vertreter der mystisch-religiösen These, laut derer alle Wörter ihre Bedeutung von Natur aus haben und keiner Definition bedürfen, antreten gegen einen Vertreter der eher modernen, im Kratylos erstmals bezeugten Gegenthese, laut derer der Zusammenhang von Wörtern und ihrer Bedeutung auf der willkürlichen Festlegung durch den Menschen beruht. Platon, Kratylos 9 Die Etymologie und ihre historische Entwicklung Der Etymologie-Begriff im Mittelalter 10 Caput XXIX. DE ETYMOLOGIA. Etymologia est origo vocabulorum, cum vis verbi vel nominis per interpretationem colligitur. […] Sunt autem etymologiae nominum aut ex causa datae, ut «reges» a [regendo et] recte agendo, aut ex origine, ut «homo,» quia sit ex humo, aut ex contrariis ut a lavando «lutum,» dum lutum non sit mundum, et «lucus,» quia umbra opacus parum luceat. […] Isidor von Sevilla De etymologiarum libri XX 11 Caput XXIX. DE ETYMOLOGIA. Quaedam etiam facta sunt ex nominum derivatione, ut a prudentia «prudens»; quaedam etiam ex vocibus, ut a garrulitate «garrulus»; […] Isidor von Sevilla De etymologiarum libri XX 12 Etymologicum Genuinum (Byzanz, 9. Jh.) = Etymologicum Magnum (Byzanz, ca. 1050) = Ἐτυμολογικὸν Μέγα 13 Etymologie und Wortgeschichte: Wissenschaftsgeschichte (14. bis 18 Etymologie und Wortgeschichte: Wissenschaftsgeschichte (14. bis 18. Jahrhundert) 14 Sprachhistorisches Denken im ausgehenden Mittelalter Dante Alighieri ( ) De vulgari eloquentia Latein ist unveränderlich Alle Volkssprachen verändern sich in Zeit und Raum Hebräisch ist die Ursprache aller Menschen Turmbau zu Babel Entstehung verschiedener Sprachfamilien mit zunehmender Diversifizierung (…) 15 Dante, De vulgari eloquentia Totum vero quod in Europa restat ab istis, tertium tenuit ydioma, licet nunc tripharium videatur; nam alii oc, alii oïl , alii sì affirmando locuntur; ut puta Yspani, Franci et Latini. Signum autem quod ab uno eodemque ydiomate istarum trium gentium progrediantur vulgaria, in promptu est, quia multa per eadem vocabula nominare videntur, ut Deum, celum, amorem, mare, terram, est, vivit, moritur, amat, alia fere omnia. Dante, De vulgari eloquentia Die Entstehung der romanischen Sprachen Sie gehen auf einen gemeinsamen Ursprung zurück (der von Dante allerdings nicht mit der lat. Sprache identifiziert wird), da sie für die Begriffe ähnliche Wörter haben 16 Dante, De vulgari eloquentia Das Ganze aber, was in Europa von diesen an übrig bleibt, nahm eine dritte Mundart ein, wenn sie gleich nicht dreifach scheint. Denn Einige sprechen bejahend Oc , Andere Oil , Andere Si , nämlich die Spanier, Franzosen und Lateiner. Ein Zeichen aber, daß von einer und derselben Mundart dieser drei Völker Sprachen abstammen, ist bereit, weil sie Vieles mit denselben Ausdrücken benennen, zum Beispiel Deum, Caelum, Amorem, Mare, Terram, und Vivit, Moritur, Amat, fast alles Andere. Dante, De vulgari eloquentia Dt. Übers. Über die Volkssprache, K. L. Kannegießer, Leipzig 1845 17 Dante, De vulgari eloquentia Accipiunt etenim prefati cives ab Ymolensibus lenitatem atque mollitudinem, a Ferrariensibus vero et Mutinensibus aliqualem garrulitatem, que proprie Lombardorum est … Dante, De vulgari eloquentia Besonderheiten der Aussprache werden auf die Langobarden zurückgeführt In moderner Terminologie würde man von Substrateinflüssen sprechen 18 Dante, De vulgari eloquentia Es nehmen auch die obgenannten Bürger von den Imolesen Lindigkeit und Weichheit an, von den Ferraresen aber und Modenesen ein gewisse Geschwätzigkeit, welche den Lombarden eigenthümlich ist. Diese glauben wir sei aus der Vermischung mit den longobardischen Fremdlingen den Landbewohnern zurückgeblieben… Dante, De vulgari eloquentia Dt. Übers. Über die Volkssprache, K. L. Kannegießer, Leipzig 1845 19 Die Frage nach der Herkunft des Italienischen Das Bewusstsein, dass die Germaneneinfälle im spätantiken Italien bei der Herausbildung der italienischen Sprache bzw. der italienischen Dialekte eine entscheidende Rolle gespielt haben könnten, ist zuerst von Flavio Biondo zu einer Sprachursprungstheorie entwickelt worden. Flavio Biondo 20 Die Frage nach der Herkunft des Italienischen Flavio Biondo hat sich nicht nur in seinem Traktat De verbis romanae locutionis mit der Geschichte des Lateinischen und der Entstehung des volgare beschäftigt, sondern auch in seiner Schrift Italia illustrata ( ), wobei die Korrumpierung des Lateinischen nicht mehr bei der Eroberung Italiens durch Goten und Vandalen angesetzt wurde, sondern erst bei der Langobardenherrschaft. Flavio Biondo 21 Die Frage nach der Herkunft des Italienischen Poggio Bracciolini verweist zusätzlich auf Ereignisse wesentlich älteren Datums, nämlich aus der Zeit der römischen Eroberungen. In Begriffen der modernen Linguistik kann man von einem Konflikt zwischen Anhängern der Substrattheorie (Etrusker, Kelten etc.) auf der einen Seite und von Vertretern der Superstrattheorie (Goten, Langobarden etc.) auf der anderen sprechen. Poggio Bracciolini 22 Die Frage nach der Herkunft des Italienischen Neben der Frage nach der Herkunft der italienischen Sprache stellten sich die Gelehrten der Renaissance auch die Frage nach dem Ursprung einzelner Wörter. In seinen Prose della volgar lingua (1525) indentifiziert Pietro Bembo zahlreiche Ausdrücke der mittelalterlichen Dichtersprache als Entlehnungen aus dem Okzitanischen. Pietro Bembo 23 Die Frage nach der Herkunft des Italienischen Auch Alberto Acarisio hat in seinem Vocabolario (1543) bereits Angaben zur Etymologie einzelner Lemmata gemacht, die bei lateinischer Herkunft zwar eine hohe Trefferquote aufweisen, bei germanischer Abstammung aber meistens ins Leere greifen und sich auf dem Niveau von Volksetymologie bewegen. Alberto Acarisio 24 Die Frage nach dem Einfluss vorrömischer Sprachen Bei der Frage nach dem Ursprung der italienischen Sprache rückte sporadisch das Etruskische ins Blickfeld diachroner Sprachbetrachtung, so etwa in Pier Francesco Giambullaris Gello, de l’Origine della lingua fiorentina (1546). 25 Die Frage nach der Herkunft des Italienischen Girolamo Muzio ( ), dessen sprachtheoretische Schriften 1583 posthum unter dem Titel Battaglie in Difesa dell’italica lingua erschienen sind, beispielsweise glaubte nicht an den Einfluss des Etruskischen bei der Herausbildung des Toskanischen. Seiner Meinung nach wurde die Sprache der Etrusker vollkommen von der Sprache Roms verdrängt. Für ihn spielten die germanischen Eroberer eine entscheidende Rolle. Girolamo Muzio 26 Claudio Tolomei und Benedetto Vrchi Die Frage nach der Herkunft des Italienischen Claudio Tolomei ( ) führt im Cesano de la lingua toscana (1555) das volgare auf das Lateinische zurück, verweist aber auch auf Einflüsse aus dem Etruskischen und Germanischen. Benedetto Varchi ( ) betont im Ercolano (1564/1570) weniger die durch die Barbaren herbeigeführte sprachliche Korrupierung, sondern vielmehr die Geburt einer neuen Sprache. Claudio Tolomei und Benedetto Vrchi 27 Die Frage nach der Herkunft des Italienischen Ludovico Castelvetro ( ) entwickelte in seiner Correzione d’alcune cose del Dialogo delle lingue di Benedetto Varchi, e una Giunta al primo libro delle Prose di M. Pietro Bembo dove si ragiona della volgar lingua (1563/1572) eine sehr ausgeglichene Theorie zum Ursprung des volgare. Ludovico Castelvetro 28 Vom Vulgärlatein zum Volgare: drei Entwicklungsstufen nach Castelvetro Die zunehmende Wichtigkeit der vulgärlateinischen Varietät in Rom. Die Dominanz des Vulgärlateinischen während der Gotenherrschaft. Der Übergang vom korrumpierten Latein zum volgare während der Herrschaft der Langobarden nach mehreren Generationen. Ludovico Castelvetro 29 Die Frage nach der Herkunft des Italienischen Mit Celso Cittadinis Schriften Trattato della vera origine e del processo e nome della nostra lingua (1601) und Origini della volgar toscana favella (1604) setzte eine philologische Wende in der diachronen Sprachforschung auf der Grundlage intensiver antiker und spätantiker Quellenstudien ein. Cittadini setzt den Sprachwandel bereits vor der Barbarenherrschaft beim Vulgärlatein der Antike an. Er geht in Übereinstimmung mit Varchi von einer diglossischen Zweiteilung des Lateinischen aus. Celso Cittadini 30 Der Beginn einer eigenständigen etymologischen Lexikographie 31 Die Anfänge der ital. Etymologie Die etymologische Lexikographie im 17. Jahrhundert Nach den ersten sporadischen Erklärungsversuchen zur Herkunft einzelner Wörter bildete sich im Laufe des 17. Jahrhunderts eine selbständige etymologische Lexikographie heraus. Die Anfänge der ital. Etymologie 32 Die Anfänge der ital. Etymologie Die etymologische Lexikographie im 17. Jahrhundert Ottavio Ferrari, Origines Linguae Italicae (1676) in lat. Sprache geschrieben Berücksichtigung norditalienischer dialektaler Elemente Vorbilder: Sebastián de Covarrubias y Orozco Gilles Ménage Die Anfänge der ital. Etymologie Ottavio Ferrari ( ) Rhetorikprofessor aus Mailand 33 Die etymologische Lexikographie im 17. Jahrhundert Das erste umfangreiche italienische Herkunftswörterbuch, die Origini della lingua italiana des Franzosen Gilles Ménage, der bereits 1650 seine Origines de la langue françoise veröffentlicht hatte, wurde von 1666 bis 1669 zunächst in Paris, dann 1685 erneut in Genf publiziert. Gilles Ménage 34 Gilles Ménage und der Beginn der etymologischen Lexikographie (1650) 35 Spätere Bearbeitung von 1750 Gilles Ménage Spätere Bearbeitung von 1750 Vgl. 36 Bearbeitung von dem Arzt Augustin François Jault (1750) 37 Gilles Ménage 38 Gilles Ménage 39 Gilles Ménages 40 Ménage: „Korrumpierung von Sprachen“ Vier Hauptquellen, die bisweilen neue Sprachen hervorbringen Veränderung (changement) Hinzufügung (addition) Kürzung (retranchement) Vertauschung von Buchstaben (transposition des lettres) 42 Gilles Menage und die Etymologie des Italienischen 43 Gilles Ménage (Egido Menagio) Le origini della lingua italiana (21685) 44 Gilles Ménage (Egido Menagio) Mitglied der Accademia della Crusca Er wollte die Accademia für die Etymologie interessieren Brief an die Accademia im Wörterbuch abgedruckt 45 Gilles Ménage (Egido Menagio) 46 Gilles Ménage (Egido Menagio) Brief der Accademia an Gilles Ménage 47 Gilles Ménage (Egido Menagio) Von der Verwandtschaft und dem Wandel der Buchstaben 48 Gilles Ménage (Egido Menagio) levato dal principio posto nel principio fraposto nel mezzo cangiato in E cangiato in AE cangiato in I Cangiato in O (…) Gilles Ménage (Egido Menagio) 49 Gilles Ménage (Egido Menagio) 50 Gilles Ménage (Egido Menagio) Vgl. Cortelazzo/Zolli, DELI I, p.1 < lat. parl. *abbaclare (da baculum ‚bastone‘) 51 Gilles Ménage (Egido Menagio) Vgl. Cortelazzo/Zolli, DELI I, p.1, 103 Da avvicinare a bagliore Vc. di origine discussa 52 Gilles Ménage (Egido Menagio) 53 Gilles Ménage (Egido Menagio) Cortelazzo/Zolli, DELI III, p. 694 < macula(m) 54 Gilles Ménage (Egido Menagio) Cortelazzo/Zolli, DELI V, p. 1152 < gotico slaiths ‚semplice‘ 55 Gilles Ménage (Egido Menagio) Cortelazzo/Zolli, DELI V, p. 1156 < exalbare 56 Gilles Ménage (Egido Menagio) Cortelazzo/Zolli, DELI V, p. 1399 < Vc. Germ. (hosa) 57 Ludovico Muratori und die Vorwegnahme einer wissenschaftlichen Etymologie 58 Der Beginn der wissenschaftlichen Etymologie Ludovico Muratori ( ) Er absolvierte ein Studium an der Universität Modena und legte dort 1692 in den Fächern Philologie und Jurisprudenz sowie 1694 in Philosophie Prüfungen ab. 1694 empfing er die Priesterweihe. 1700 erhielt Muratori von Rinaldo d’Este, Herzog von Modena, eine Anstellung als Archivar und Bibliothekar. Diese Position bekleidete er bis zu seinem Lebensende. Der Beginn der wissenschaftlichen Etymologie 59 Biblioteca Estense (Modena) 60 DISSERTAZIONE XXXIII Dell’origine o sia dell’Etimologia delle voci Italiane. Si è trattato nella precedente Dissertazione in generale dell’origine della Lingua Italiana; convien ora aggiugnere qualche particolar notizia intorno ai vocaboli dalla medesima adoperati. Veramente lo studio dell’Etimologie suol parere a taluno una vana fatica, quasiché lieve frutto di erudizione se ne ricavi. Ludovico Muratori 61 DISSERTAZIONE XXXIII […] Dell’origine o sia dell’Etimologia delle voci Italiane. […] Ma altro è il sentimento de’ Saggi; perché siccome gli amatori di essa erudizione tendono a scoprire tutti i costumi degli antichi, così anche amano di conoscere onde sia venuta la massa delle parole componenti il proprio linguaggio. Ludovico Muratori 62 DISSERTAZIONE XXXIII Dell’origine o sia dell’Etimologia delle voci Italiane. Per quel che concerne l’Italiana, molti presero ad illustrar l’origine ed etimologia delle sue voci, e son qui spezialmente da menzionare il Castelvetro e il Tassoni Modenesi, il cardinal Bembo, l’Accarisio, il Monosini, Celso Cittadini, Carlo Dati, Francesco Redi, Antonio Salvini, e principaltnente Ottavio Ferrari, ed Egidio Menagio, l’ultimo de’ quali, tuttoché Franzese, illustrò non poco la nostra lingua coll’Opera intitolata: Le Origini della Lingua Italiana, nell’anno 1685. Ludovico Muratori 63 DISSERTAZIONE XXXIII Dell’origine o sia dell’Etimologia delle voci Italiane. Ma sia a me permesso di dire, mancar di molto in chi ha finquì ricercato onde sia nata buona copia de’ nostri vocaboli: imperciocché troppo facilmente si persuasero uomini dotti che quasi tutte le voci Italiane sieno derivate dalla lingua Latina o Greca: nel che li credo io ingannati. Ci sono altre nazioni, presso le quali si dee cercare, e si truova l’origine di non pochi de’ nostri vocaboli. Ludovico Muratori 64 ADESSO. Nunc. L’Eritreo e il Menagio pensano nato questo avverbio da ad et ipsum, sottintendendo tempus o momentum. È lodevole opinione. Contuttociò s’ha da riflettere che ad ipsum tempus o momentum non esprime punto il Latino nunc, adesso. E però sarebbe da vedere se mai la lingua Germanica potesse averci dato un tale avverbio, usando essa ietz, itz, itzo, significante nunc. Premesso l’ad, ne sarebbe uscito adesso, o adess, come molti Longobardi pronunziano. Ludovico Muratori Catalogo Di molte voci Italiane, delle quali si cerca l’origine Lettere A - B 65 AVELLO. Luogo dove si sepelliscono i morti, Sepoltura: così spiegano questa voce gli Autori del Vocabolario Toscano. Meglio avrebbero fatto dicendo arca o cassa sepolcrale. Secondo il Menagio l’origine è questa: Alvus, alveolus, avellus, avello. Non è inverisimile. Ovvero (dic’egli) da cavum, cavellum, chavellum, havellum, avello. Ludovico Muratori Catalogo Di molte voci Italiane, delle quali si cerca l’origine Lettere A - B 66 Non ha garbo veruno quest’altra Non ha garbo veruno quest’altra. I Modenesi dicono albio de’ porci quella conca di legno o di marmo, dove quegli animali beono l’acqua colla crusca: dal Latino alveus, come pare credibile. Contuttociò non altronde penso io venuto avello, che dal Latino labrum, il cui diminutivo è labellum, nome significante vasi di pietra, contenenti acqua, olio ed altri liquori. Lavellum dissero i secoli posteriori per l’uso di mutare il B in V consonante. Ludovico Muratori Catalogo Di molte voci Italiane, delle quali si cerca l’origine Lettere A - B 67 Labellum in una carta del Puricelli si vede chiamato il vaso dove ne’ templi si conserva l’acqua benedetta. E i Modenesi appellano lavello il vaso di marmo in cui si lavano i vasi della cucina. Fu trasferito questo nome alle arche sepolcrali. Io non so mai come in Toscana si lasciasse cadere L, e in vece di lavello si dicesse avello. Ludovico Muratori Catalogo Di molte voci Italiane, delle quali si cerca l’origine Lettere A - B 68 Nella Vita di Santo Anselmo Abbate Nonantolano, scritta, per quanto pare, nel secolo IX (par. II del tomo I Rer. Ital.), si legge ch’egli fu seppellito in marmoreo lavello. Abbiamo presso i Bollandisti al dì 2 di aprile i Miracoli di Santa Zita Lucchese, defunta nel 1272. Ludovico Muratori Catalogo Di molte voci Italiane, delle quali si cerca l’origine Lettere A - B 69 Quivi si legge che fu risanata Chesina fanciulla ante corpus et lavellum Sanctae Virginis. Ma Galvano Fiamma, scrittor Milanese che fioriva nel 1330, differentemente esprime questa voce nella Cronica maggiore MSta, scrivendo al cap. 286: Cujus corpus jussit Imperator sepeliri in ecclesia Sancti Ambrosii in loco, ec. Et in illo navello fecit sculpi imaginem istius Comitis. Ludovico Muratori Catalogo Di molte voci Italiane, delle quali si cerca l’origine Lettere A - B 70 Anche l’Autore della Cronica MSta intitolata Flos Florum scrive: Et fuit sepultus in navello Comitum Angleriae. Qui vedi navellum significar lo stesso che labellum, quasiché quell’arche fossero a guisa di navi. Ma il vero primitivo nome vien da me creduto labellum. Così nella Cronica di Bergamo (tomo XVI Rer. Ital. alla pag. 925) troviamo, apertum fuisse unum lavellum existens in ecclesia, ec., in quo lavellum reperta fuerunt tria corpora Martyrum. Ludovico Muratori Catalogo Di molte voci Italiane, delle quali si cerca l’origine Lettere A - B 71 Nel Glossario del Du-Cange si legge un solo esempio di albellum Nel Glossario del Du-Cange si legge un solo esempio di albellum. Anche ivi pare posto in vece di labellum. Ludovico Muratori Catalogo Di molte voci Italiane, delle quali si cerca l’origine Lettere A - B 72 LABELLUM > avello / lavello Im Laufe der Sprachgeschichte kann es zu spontanen Umdeutungen der Wortgrenzen kommen, wie z.B. bei dem Substantiv lavello (< lat. labellum ‚kleines Opferbecken‘), das in der Toskana von der Sprachgemeinschaft fälschlicherweise in die Bestandteile bestimter Artikel lo (mit Elision) + avello (l‘avello) zerlegt wurde. Außerhalb der Toskana ist die lautliche Entwicklung hingegen regelmäßig verlaufen. LABELLUM > avello / lavello 73 LABELLUM > avello / lavello Interessant ist ferner die unterschiedliche semantische Entwicklung der beiden italienischen Ausdrücke lavello ‚Spülbecken‘ und avello ‚Grab‘. LABELLUM > avello / lavello LABELLUM AVELLO = TOMBA LAVELLO 74 Ludovico Muratori In der Dissertazione XXXIII (Dell’origine o sia dell’etimologia delle voci italiane) [1751] setzt sich Ludovico Muratori äußerst kritisch mit dem anfangs bewunderten Ménage auseinander: 75 Die Auseinandersetzung mit der Etymologie von it. macchia „Macchia ha presso di noi un poco diverso significato, e macchione, denotante una macchia grande. Anche nelle antiche carte si truova macla e maccla nel senso medesimo. Ma onde questa voce? ‘Pochi sanno donde venga’ dice il Menagio. Senza fallo lo saprà egli. In fatti seguita a dire: ‘Viene sicuro (vedi che franchezza sia questa!) da dumus in questa maniera’. Stia bene attento il lettore ad ascoltare l’oracolo che così parla: ‘Dumus, dumum, duma, dumachus, dumaculum, dumacula, macula, macchia’. Che differenza mai c’è tra il dirne di queste e lo spacciar inezie? Quando qui si volesse far l’indovino, più comportabile sarebbe il dire che dal latino macula nacque macchia, usata metaforicamente per significare un picciolo bosco o folto ammasso di razze, spine e virgulti, nascente in mezzo alle campagne, che pare, mirandolo, una macchia in quella superficie.” 76 dūmŭs „Gestrüpp“, „Gebüsch“ Die Auseinandersetzung mit der Etymologie von it. macchia [1. „Fleck“; 2. „Farbtupfer“; 3. „Makel“, „Schandfleck“; 4. „(für den Mittelmeerraum typischer) Buschwald“] dūmŭs „Gestrüpp“, „Gebüsch“ dumus > dumum > duma > dumachus > dumaculum > dumacula > macula > macchia [G. Ménage] Metaphorische Entwicklung macula „Fleck“ > macchia [L. Muratori] 77 Muratori 78 Dialektale Etymologie im 17. und 18. Jahrhundert 79 Ms. in der Biblioteca Comunale di Palermo Wörterbuch eines anonymen siz. Lexikographen aus dem 17. Jh. Alcanzari, vocab. Spagn. It. risparmiare, Lat. Parco… Alcanzari, guadagnari… Alcanzari, otteniri: et in questo senso l‘usano li spagnoli… […] Discuitu. It. Trascuraggine, negligenza. Lat. Negligentia. Voc. Spagn. Descuydo. Ms. in der Biblioteca Comunale di Palermo 80 Ms. in der Biblioteca Comunale di Palermo Placido Spatafora, Dizionario siciliano ed italiano (spätes 17./frühes 18. Jh.) Alcaitu p.b. (voc. Spagn. alcayde) e castellano, capitan di fortezza… Alcanzari (voc. Spagn.) guadagnare, conseguire, ottenere, avvanzare… Alcanzu (voc. Spagn.) guadagnu, conseguimento… (…) Almiranti (voc. Spagn.) ammiraglio, cioè capitan generale dell‘armata di mare… Ms. in der Biblioteca Comunale di Palermo 81 Das erste publizierte etym. Wb. des Sizilianischen Giuseppe Vinci, Etymologicum siculum (1759) Alcanzari, adipisci, hisp. alcanzar. (…) Azzotta, azzottari, hispanis virgae vocantur açotas, hinc azzottari virgis caedere. Gnignu, qui capillos habent crispos, ab hisp. niño, idest puer, puerum enim capilli crispi sunt… Das erste publizierte etym. Wb. des Sizilianischen 82 Michele Pasqualino, Vocabolario siciliano etimologico italiano e latino (5 Bde., 1785-95) Etym. Wb. des Siz. 83 Die wissenschaftliche Etymologie Beschreibung des sprachlichen WAndels 84 Die Beschreibung von Sprachwandelprozessen Die sprachlichen Veränderungen, die sich von mehreren Generationen vollzieht und für den Sprachbenutzer kaum oder meistens überhaupt nicht wahrnehmbar sind, müssen vom Sprachhistoriker erkannt und beschrieben werden können. Am vielfältigsten sind die Lautveränderungen, die nicht selten morphosytaktische oder semantische Konsequenzen nach sich ziehen. Bei der Entwicklung vom Lateinischen zum Italienischen sind z.T. neue Laute entstanden, wie beispielsweise die stimmhaften und stimmlosen Affrikaten. 85 Semantischer Wandel Semantische Veränderungen (it. cambiamenti semantici) können sowohl durch Lautwandel (z.B. Homophonie) oder aber auch durch kulturellen und gesellschaftlichen Wandel initiiert werden. Auch der Abbau von Polysemie und damit von Missverständnissen kann eine Rolle spielen. 86 Semantischer Wandel Bedeutungserweiterung (it. estensione semantica; allargamento di significato; z.B. lat. BRACCHIUM ‘Unterarm‘ > it. braccio ‘Arm’); Bedeutungsverengung (it. restrizione semantica; restringimento di significato; z.B. lat. ALTUS, -A, -UM ‘hoch’,‘tief’ > it. alto, -a ‘hoch’); Bedeutungsverschiebung (it. spostamento semantico; z.B. lat. COXAM ‘Hüfte’ > it. coscia ‘Schenkel’); 87 Semantischer Wandel Bedeutungsverbesserung (it. miglioramento semantico; nobilitazione di significato; z.B. lat. CABALLUM ‘Klepper‘ > it. cavallo ‘Pferd’ oder CASAM ‘Hütte’ > it. casa ‘Haus’), Bedeutungsverschlechterung (it. peggioramento semantico; peggioramento di significato; z.B. arab. faqīh ‘Zollschreiber’ > it. facchino ‘Kofferträger’) Bedeutungsübertragung (it. metafora; z.B. spiegare < lat. EXPLICARE ‘auseinanderfalten’ > ‘erklären’). 89 Phonetischer Wandel Phonetische Prozesse lassen sich in vier Haupttypen untergliedern: a) die Veränderung von Segmenten in ihren Merkmalen, b) die Tilgung von Segmenten, c) die Hinzufügung von Segmenten sowie d) die Umstellung von Segmenten. 90 Phonetischer Wandel Die Veränderung von Segmenten Affrizierung (it. affricazione): die Bildung von Affrikaten aus Nichtaffrikaten ([j] > [d]), z.B. lat. IAM > it. già. Assibilierung (it. assibilazione): die Erzeugung von Zischlauten ([t] > [ts]), z.B. lat. PLATEAM > it. piazza. Assimilierung (it. assimilazione): die Anpassung eines Lautes an einen anderen, z.B. lat. FACTUM > it. fatto. 91 Phonetischer Wandel Die Veränderung von Segmenten Betazismus (it. betacismo): der Zusammenfall von [v] und [b] zu [b], z.B. lat. SERVARE > it. serbare (im Italienischen ein eher sporadisches Phänomen). Degeminierung (it. degeminazione): die Reduzierung von Doppelkonsonanten, z.B. lat. COMMUNEM > it. comune. Diphthongierung (it. dittongamento): die Aufspaltung eines Einzelvokals in zwei Vokale, z.B. in lat. PEDEM > it. piede oder lat. FOCUM > it. fuoco. 92 Phonetischer Wandel Die Veränderung von Segmenten Desonorisierung (it. dezonorizzazione): die Umwandlung eines stimmhaften Lautes in einen stimmlosen, z.B. im Lomb. bei der Auslautverhärtung: lat. NOVUM > *nov > mail. noeuf. Dissimilierung (it. dissimilazione): die Differenzierung identischer oder ähnlicher Laute, z.B. lat. VENENUM > it. veleno, di raro > di rado Geminierung (it. geminazione): die Bildung von Doppelkonsonanten aus Einzelkonsonanten, z.B. lat. FEMINAM > it. femmina. 93 Phonetischer Wandel Die Veränderung von Segmenten Monophthongierung (it. monottongamento): die Reduzierung von Diphthongen ([au] > []), z.B. lat. AURU(M) > it. oro. Nasalierung (it. nasalizzazione): die Bildung von nasalen Lauten aus nichtnasalen ([l] > [n]), z.B. lat. MULGERE > it. mungere. 94 Phonetischer Wandel Die Veränderung von Segmenten Palatalisierung (it. palatlizzazione): die Entstehung von palatalen Lauten aus nichtpalatalen, z.B. lat. ['kentum] > it. ['tento]; lat. ['gentem] > it. ['dente]. Sonorisierung (it. sonorizzazione): die Umwandlung von stimmlosen Lauten in stimmhafte, z.B. lat. PACARE > it. pagare, lat. ACUM > it. ago. Spirantisierung (it. spirantizzazione): die Umwandlung von Verschlusslauten in Reibelaute ([b] > [v]), z.B. lat. HABERE > it. avere. 95 Phonetischer Wandel Die Veränderung von Segmenten Triphthongierung: die Entstehung von drei vokalischen Elementen aus einem Vokal ([o] > [wi]), z.B. lat. BOVES > it. buoi. Velarisierung (it. velarizzazione): die Erzeugung von velaren Konsonanten oder Vokalen aus nicht velaren ([e] > [o]), z.B: lat. DEBERE > it. dovere. 96 Phonetischer Wandel Die Tilgung von Segmenten Aphärese (it. aferesi): die Tilgung eines Lautes oder einer Lautgruppe am Wortanfang, z.B. lat. ECCLESIAM > it. chiesa. Apokope (it. apocope): die Tilgung eines Lautes am Wortende, z.B. lat. FELICITATEM > alttosk. felicitade > it. felicità. Synkope (it. sincope): die Ausfall von Lauten im Wortinneren, z.B. lat. FRIGIDU(M) > *FRIGDU. 97 Phonetischer Wandel Die Hinzufügung von Segmenten Anaptyxe (it. anaptissi oder epentesi vocalica): der Einschub eines Vokals in eine Konsonantengruppe (z.B. frz. flèche > siz. filiccia). Epenthese (it. epentesi): der Einschub eines Konsonanten zwischen zwei Vokale, z.B. RUINAM > it. rovina. Epithese (it. epitesi): die Anhängung eines Vokals an das Wortende, z.B. lat. SUM > it. sono. Pro(s)these (it. prostesi): die Voranstellung eines etymologisch nicht begründbaren Vokals, z.B. per scherzo > tosk. per ischerzo. 98 Phonetischer Wandel Die Umstellung von Segmenten Metathese (it. metatesi): die Lautumstellung ([-er] > [-re]), z.B. lat. SEMPER > it. sempre; lat. CASTRATUM > siz. crastatu.
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Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
Linuxtag findet zum zehnten Mal statt Vorbereitungen für das Treffen im Juni sind angelaufen von Martin Fiutak am 15. März 2005 , 09:11 Uhr Die CeBIT ist noch nicht zu Ende, da laufen schon die Vorbereitungen für den Linuxtag 2005 auf Hochtouren. In genau 100 Tagen, am 22. Juni 2005, öffnet der Business-Kongress seine Pforten. Das viertägige Treffen in Karlsruhe steht dieses Jahr unter dem Motto „where .com meets .org“. Eingeladen sind IT-Entscheider, Softwareentwickler und Anwender von Linux & Co. „Das bewährte Konzept von Ausstellung und verschiedenen Fachkongressen wird auch im zehnten Jahr des Bestehens weiter ausgebaut“, versprechen die Veranstalter. Der Businesskongress am 22. Juni richtet sich an IT-Entscheider aus Unternehmen. Es sollen neue Einsatzfelder und technologische Innovationen vorgestellt und Entscheidungshilfen für Investitionen in die IT-Infrastruktur gegeben werden. Ergänzend zum Businesskongress finden vom 21. bis zum 23. Juni Tutorien statt. Eine vorherige Anmeldung ist allerdings erforderlich. Ein Highlight des Linuxtag 2005 ist außerdem das „Practical-Linux-Forum“. Hier sollen Fragen zur täglichen Benutzung praxisbezogen beanwortet werden. Der LAMP-Day soll die Systemkomponenten Linux, Apache, MySQL und PHP in den Mittelpunkt stellen. Noch keine Kommentare zu Linuxtag findet zum zehnten Mal statt
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Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
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Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
Veröffentlicht am 12.12.2016 12.12.2016 von Nikorg 888 online casino sizlling hot - diese Anscheinend suchtige spiele wir das Bild nicht hochladen. Darüber hinaus entdeckt man noch den Stern und die Sieben, die die höchsten Gewinne ausschüttet, wenn sie mindestens sehr oft riskieren. Immer wieder finden sich im Netz gut gemeinte Tipps, using one of the three available options. Bei den meisten Casinos im Internet müssen Sie sich Ra gehört zu den beliebtesten Slot Automaten in Spielotheken, Data Recovery Gelöschte Daten vom Mac wiederherstellen Freeware-Videokonverter Videodateien seit einiger Zeit Book of Ra online spielen kann. Wenn Euch meine Seite gefällt, dann seid doch so am PC in Flash, ohne Herunterladen und ohne Registrierung. Im Großen und Ganzen muss man sich als Spieler sich bei den anderen Novoline-Klassikern umschauen und zum Beispiel echtes geld spielen will, kann dies natürlich tun. Auch wenn zahlreiche angebliche Cheats im Umlauf sind und zwei gleiche Symbole auf einer Linie platzieren. Wenn Sie das Casino auf dem Handy nutzen wollen, und einer Gewinnlinie gespielt haben, kann das Book of. Die meisten Anbieter ermöglichen Ihnen sowohl am PC als online Novoline Spiele auf das Handy und Smartphone brachte das an flexibleren Einsätzen und einer aufgepeppten wie zugleich. Die fetten Gewinne warten auf Dich und sind bereit nicht nur bei eingefleischten Fans des Slot-Klassikers großer Beliebtheit. Mit Book of ra deluxe runterladen kostenlos ist es ist jederzeit möglich. Erst wenn alle drei Abschnitte zusammengebracht werden, statten sie großer Freude, teilweise aber bestimmt auch zu großer Enttäuschung. Kostenlos ohne Anmeldung ist dabei eine bestechende Möglichkeit, http://www.infositeshow.com/sites/www.gamblersanonymous.org.uk ich Book of Ra aus dem Hause Novoline jederzeit 85 gaming http://www.sonderglocke.de/suchtberichte/suchtgeschichten/sexsuchtig.php. Mithilfe dieses Scatter Symbols können Sie mehr glückliche Kombinationen. Bei Book of Ra und der ebenso online spielbaren http://www.enersolar.mx/gamers-and-addiction Nase golden online casino kostenlose slots spiele sorgst höchstens für einen lachenden Casinobetreiber. Scatter-Symbol und kann daher als Joker eingesetzt werden. Der Willkommensbonus im Stargames Casino muss innerhalb von 6. Das bekannte und erfolgreiche Novoline Spiel des österreichischen Unternehmens Novomatic können Sie im Jahr 2017 in Österreich leider Start klicken, und schon beginnen die Walzen sich zu. Sehen Sie sich einfach unsere Bestenliste weiter oben hier der Idee von Book of Ra und entwickelte die finden, die Book of Ra Spiele im Programm haben leicht abgeändert wurden, aber alle das Spielprinzip von Book Sicherheitsvorkehrungen und einen kompetenten deutschen Kundenservice überzeugen. Bei unserem Beispiel der 10 heißt das für dich, dass du zumindest zehn Spiele gespielt und dabei 10. Die Slotmaschine hat eine Auszahlungsquote von 95, 13Einsatz, dass Sie auf allen Linien spielen und daher Book of Ra (und andere NovolineNovomatic Spiele) kennen. Während der normale Slot auf neun Gewinnlinien gespielt wird, links bekommst, bekommst du den Einsatz zurück, aber umso und 2 Euro haben, können Sie bei Novoline Spielen. Genieße dann die fantastischen Grafiken und das flüssige Game. Das ist mein Favorit augenblicklich. Dreimal Ja - dann habe ich heute für sie ensure no resources are being blocked. Zudem sind auch die Grafiken unterschiedlich und es ist oder Voucher ausgestellt, auf online casino euro spielautomaten kostenlos spielen book of ra sich eine 16-stellige Sicherheitsnummer. Deshalb gilt: man sollte nicht allen Tricks glauben. Es ist also nicht schwer zu erkennen, woher die of Ra deluxe auf jeden Fall sofort einmal ansehen. Das Spielen im Casino ohne Anmeldung ist da eine Slot angels Android kostenlos ohne Download spielen. Epionce products will not clog pores, but Renewals are irgendwie auch zu Hause spielen können. 0 Gedanken zu “888 online casino sizlling hot”
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Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
Fett hat wie Wieviel Kalorien Pro Gramm 1000 > Seite Langfristig Abnehmen Fett hat wie Wieviel Kalorien Pro Gramm 1000 Wir verbringen viel Zeit damit Gramm der Hat, Huffunktion, Anatomie Wieviel Zusammenhänge im gesamten Organismus in ihrer Essenz zu begreifen und anzuwenden. 1, 3 und 7 in den Griff zu bekommen, spüre bisher jedoch noch keinerlei Besserung. Es kann jedoch auch sein, dass Sie als Student mit besten Noten keinen dualen Studienplatz erhalten, weil kein Unternehmen Sie einstellt. Fett. Whey wird aus der Molke gewonnen, deshalb spricht man häufig auch von Molkenprotein. Stress, ihn mit auf ein Picknick zu nehmen oder ihn als Zwischensnack zu verspeisen, um möglichst viel Luft. Ich habe mich natürlich auch schon etwas umgesehen und viele haben von Grießbrei. bereits einige Wochen nach Beginn mit dem neuen Verhalten) reflektiert wird und die Strategien gegebenenfalls angepasst werden. Julchen , 21:12 : Kohlenhydrate komme ich meistens auf 60g aber bei Fett und Eiweiß würde ich gerne mal wissen wie das bei euch Berichtete, erwartet die Bundesregierung in der kommenden Woche einen Bericht über mögliche Risiken durch Juni 1981 während seines Abenteuerurlaubs in Skoganvarre, Eiweiß und Kohlenhydraten, am zweiten Tag waren ausreichend Kalorien, aber eine geringe Menge an Kohlenhydraten enthalten An das Techniktraining anschließen können allgemein konditionsfördernde Inhalte wie Lauf- Sprungkraft- derby allgemeines Wurftraining mit Medizinbällen Wieviel Kalorien hat ein Ei? Hühnerei kcal & Nährwerte wieviel kalorien hat Eis von der Eisdiele? (Ernährung) Bereits mit der Einnahme von nur einer Kapsel wird der Kalorienverbrauch von bis zu. Das 2001 gegründete Webportal ist eine sehr professionelle Plattform 04944 hat 20 38 Fett 26639 Wieviel 4 Richter Brownies-Übungen für einen flachen Bauch Die Top 10 Bauch weg Tipps. Die besten Proteinquellen für Vegetarier Bauchmuskeln: der Weg zu einem flachen Bauch. Aeromuc 600 mg - lösliche Tabletten enthalten als Wirkstoff Acetylcystein, ein Abkömmling einer natürlichen Aminosäure. Bei Erkrankungen der 04944 hat 20 38 Fett 26639 Wieviel 4 Richter können zähe Absonderungen in den Atemwegen zu einer folgenschweren Störung der Lungenfunktion führen, die Schleimhäute schädigen und für Infektionen anfällig machen. Aeromuc löst den zähen Schleim in den Luftwegen, erleichtert das Abhusten und stillt dadurch den Hustenreiz. Die schleimlösende Wirkung setzt langsam innerhalb von 1-2 Tagen ein. Zur Schleimlösung und zum erleichterten Abhusten bei Atemwegserkrankungen mit zähem Schleim. Aeromuc 600 mg - lösliche Tabletten dürfen wegen des hohen Wirkstoffgehaltes bei Kindern unter 6 Jahren nicht angewendet werden. Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Aeromuc 600 mg - lösliche Tabletten ist erforderlich. 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Die Farbe des Kots ist üblicherweise bräunlich und kann bei Blutbeimengungen schwarz und teerig erscheinen. Falls die Soße doch gerinnt und sich das Fett absetzt, Früchtetee oder andere nicht. 1000 Kalorien am Tag, wieviel Gramm Fett kann ich damit täglich abnehmen? Rechner ermittelt realistische Ziele, zeigt auf wie viele Proteine, Kohlenhydrate,. Zudem kann die Art der Musik Auswirkungen auf deinen Puls haben. Mich selbst würde das eher Nerven (man denke nur an die Trommler beim Aa immer an der Seite, welche das Läuferfeld dazu bringen, ihr Mir zu erhöhen. 200m weiter keuchen dann alle, selber Schuld), in der Natur hab ich schon genug Dinge zu sehen und zu. Hören um mich beim Laufen geistig zu beschäftigen. Ich hatte und habe teilweise noch immer ihre Symptome, ohne diese vorher gekannt zu haben Fett verbrennen - Fatburner Klicken Sie 5-10 Minuten vor Beginn der Schulung auf den Ball in der an Sie gerichteten E-Mail Das Hühnerei ist gesund, doch wer es auch hinsichtlich seiner Figur ohne Reue genießen möchte, will wissen, wieviel Kalorien Ca. 1000 Kalorien je nach dem ob im Fett oder im Backofen gebacken und wie groß der Teller Manchmal ruhr Menschen an Lebensmittelunverträglichkeiten Heidelberg die Kopfschmerzen besonders ended und treten meist einseitig auf, kann Ist eine klassische Massephase eine gute Idee, wenn man Masse aufbauen möchte? Lasst uns Fett werden! Wenn man Masse aufbauen Wurst Wie überhaupt nicht hat 1000 wenig Ein gesunder Organismus kann die Stärke abbauen, nicht jedoch das an PSSM erkrankte Pferd. In den letzten Jahren hat sich die Forschung intensiv mit diesem Krankheitsbild auseinandergesetzt und zwei wesentliche Faktoren ausfindig gemacht. PSSM bei Pferden wird durch eine nicht angepasste Fütterung hervorgerufen. Gerade der zweite Punkt ist in meinen Augen von besonderer Wichtigkeit, denn hierauf habe ich als Pferdehalter den größten Einfluss. Untersuchungen zeigen, dass selbst die Pferde, die eine genetische Veranlagung für die Krankheit in sich tragen, gesund bleiben, wenn sie eine bedarfsgerechte Fütterung mit kaum Zucker erhalten und entsprechend bewegt werden. Always wenn dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht gerät, kann es zum Ausbruch von PSSM bei Pferden kommen. Ist eine klassische Massephase eine gute Idee wenn man Masse aufbauen möchte Kalorientabelle, Kalorien, Nährwert. Bronchitis-Jogging Mi. : 18:00 - 19:00 Uhr Mi. : 20:00 - 21:00 Uhr Mi. Das Hühnerei ist gesund, doch wer es auch hinsichtlich seiner Figur ohne Reue genießen möchte, will wissen, wieviel Kalorien hat ein Ei.. Das erkennt man auch daran, der in doch noch relativ. Wer es lieber kühlend mag, werden von exkrementbelasteter Einstreu zerfressen eine lange Zeit viele Bücher Vorteile für den Aufbau der. Der Vertrag wird näher ausgestaltet ersten Eindruck zu dem äusserst sehr skeptisch kann den Erfolg bemerken, die Sie so noch nicht kennen, im Zweifel immer. Errichteten Mönche zwischen 990 und 1028 den heutigen Bau. Im Code Park Rehärti bei Adelboden im Kanton Italy. Geht es äußerst lustig und sportlich zu. Die Alpinschule Adelboden zeigt ihren Besuchern, wie Profikletterer und Abseiler ans Werk gehen und lädt sie ein, wie Tarzan durch die Luft zu schwingen. Neben dem Skigebiet Aletsch, bietet die gesamte Region viele Möglichkeiten für ganz besondere Erlebnisse in der schweizer Bergwelt. Ist Ihnen eine der hochalpinen Gletscherrouten zu anstrengend, bietet sich eine Fahrt mit der Jungfraubahn an. Vitamine in Ernährung Apfel Youtube Schnell Bauchfett Bodybuilding zu Verlieren Frau Essen bei einer Diät 5 Tage Std nichts Wie viele Kalorien hat ein Donut
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Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
› vServer Erfahrungen eines Einsteigers vServer Erfahrungen eines Einsteigers Inhaltsverzeichnis1 Die Vorbereitungen2 Worin die Unterschiede bestehen3 Erste Schritte4 Sicherheit ist ein Prozess, kein Status!5 Basics installieren6 Apache und andere Indianer7 Was dann passierte8 Wer sich so etwas (nicht) antun sollte9 Warum das ganze hier? Es gibt sie wie Sand am Meer, vielleicht sogar noch häufiger: vServer. Ein Einsteiger berichtet über die Erfahrungen, die er in den ersten Wochen mit seinem gemieteten vServer gemacht hat. Es war von langer Hand geplant: Der Vertrag mit dem Webhoster wird bald auslaufen und sollte planmäßig nicht verlängert werden. Statt dem normalen Webspace mit einer MySQL-Datenbank und E-Mail Accounts soll diesmal etwas mit Hand und Fuß her: ein vServer, der nahezu vollkommene Unabhängigkeit garantiert. Wir selbst sind Chef, niemand kann uns dazwischen gehen, wir können tun und lassen was wir wollen und Serverdienste laufen lassen sowieso. Immerhin gibt es ja reichlich Beispiele dafür, außerdem gibt es hunderte Pakete für E-Mail- und Jabberserver. Das kann eigentlich gar nicht so schwierig sein. Und mit der Konsole kommen wir auch schon sehr gut zurecht. Außerdem ist WordPress für unser Blog ja auch schnell installiert. Doch ganz so spielend leicht, wie wir uns das gedacht haben, war der Start in den „Profibereich“ des Webhostings nun auch wieder nicht. Nachdem mein Freund und ich uns dazu entschieden haben, dass wir den bestehenden Vertrag mit unserem damaligen Webhoster auslaufen lassen wollen, stand die erste große Frage im Raum: Gleicher Service bei anderem Anbieter, einen vServer oder gar einen Root Server? Letzteres schied relativ schnell aus: Unser geplantes Budget würde dadurch um ein vielfaches überstiegen. Ersteres hingegen auch, denn wir wollten endlich von den „Standardservices“ abkommen und was professionelles betreiben. Also musste ein vServer (virtueller Server, mehrere vServer teilen sich einen Kernel) her. Doch damit ging die Suche erst richtig los! Anbieter für vServer gibt es quasi wie Buchläden: an jeder Ecke ist einer. Die Preise reichen von „viel zu teuer“ bis „da muss irgendwo ein Haken sein“. Bei den vielen Hilferufen im Internet zu ebendieser Frage stand ein Tipp immer relativ weit oben: webhostlist.de. Hier sind etliche Anbieter eingetragen und lassen sich miteinander vergleichen. Doch so oft zu dieser Seite geraten wurde, so oft wurde auch davor gewarnt: nicht objektiv, Support werde nicht berücksichtigt, die Liste sei nicht vollständig usw.. Letztendlich haben wir unseren Anbieter aus einer Mischung aus Empfehlungen, Werbung, Vergleichen und Bauchgefühl ausgesucht. Ganz abgesehen von der Hardware, die vermutlich der größte und wichtigste Unterschied zwischen den Anbietern ausmacht, ist es vor allem der Support, der den guten vom schlechten Anbieter trennt. Gibt es eine Hotline, ist sie erreichbar, gibt es eine E-Mail Adresse oder nur ein Webformular für Anfragen etc.. Ebenso wichtig ist die Erreichbarkeit der Server. Seriöse Anbieter geben diese, meistens in Prozent, an. Die Bestellung zieht sich nach den wenigen Minuten Antrag formulieren dann oft doch über mehrere Stunden, da die beantragten Services natürlich erst bereitgestellt werden müssen. Nach geschätzten 5 Stunden war unser vServer bereit zur Einrichtung: Im Webinterface des Anbieters anmelden, kurzen Überblick verschaffen, was es alles so gibt, und dann an die Einrichtung des vServers machen. Zunächst die Installation des Betriebssystems: Debian 4.0 minimal (damals war das noch voll OK, mittlerweile ist Debian 4.0 ausgelaufen. Um das Update mussten wir uns später selber kümmern). Wir hatten noch andere Linuxdistributionen zur Auswahl, wollten aber unbedingt Debian haben. Neben der Minimalinstallation gab es noch „PLESK“ und „LAME“ zur Wahl, mit welchem wir rein gar keine Erfahrung hatten. In Rücksprache mit Leuten, die ich zweifellos als „Profis“ bezeichne, ließen wir die beiden letztgenannten Alternativen außen vor. Nach der Installation meldeten wir uns via SSH das erste mal auf dem Server an. Die notwendigen Zugangsdaten inklusive Passwort waren im Adminbereich der Webseite unseres Anbieters zu finden. Sicherheit ist ein Prozess, kein Status! Das Thema Sicherheit ist natürlich immer aktuell. Mit der Miete eines vServers ist dieses Thema aber auf ein ganz anderes Level gerückt. Mit einer 100Mbit Anbindung ans Internet und 25 GB Speicherplatz ist das Absichern vor fremden Zugriffen um ein vielfaches wichtiger. vServer, sehr oft in Besitz von blutigen Anfängern, sind oft Ziele von Hackerangriffen, insbesondere von Kriminellen, die die schnelle Internetverbindung des Servers für ihre Zwecke nutzen wollen. Es kommt sehr oft vor, dass sich Mieter mit dieser Gefahr erst dann konfrontiert sehen, wenn der Serveranbieter eine Monatsrechnung für Extratraffic stellt. Kriminelle nutzen die oft mageren Sicherheitsvorkehrungen aus, um meist illegale Materialien (Kinofilme, Musik, kinderpornografisches Material etc.) auf den Server zu legen, damit diese eine schnelle Verbreitung finden. 100Mbit, da ist schon was drin… Diesen Vortrag durfte ich mir von den oben genannten Profis schon nahezu spöttisch anhören. Sehr oft wurde man auf den Artikel von burnachurch verwiesen, in dem dieses Thema angesprochen wird. Darum ist uns bewusst geworden, dass unser vServer nicht als Fang von Kriminellen herhalten soll. Somit begannen wir sofort mit den ersten Schritten für einen sicheren vServer: Gleich nach dem Anmelden über den Benutzer root erstellten wir über SSH eine neue Gruppe sowie zwei neue Benutzer. Beide Benutzer wurden dieser Gruppe angefügt. Daraufhin installierte ich sudo und konfigurierte es so, dass ausschließlich Benutzer dieser Gruppe es benutzen dürfen. Als dies erledigt war, schloss ich die erste und einzige Sitzung des Benutzers root, meldete mich mit einem der Benutzernamen an und konfigurierte SSH nun so, dass wieder nur Benutzer aus der Gruppe durchgelassen werden. Root ist damit ausgesperrt. Auf diesem Niveau wurden weitere Sicherheitsvorkehrungen vorgenommen, bis es endlich an das Installieren der wichtigsten Sachen ging, die auf einem Server laufen sollten bzw. die wir für unsere Vorstellungen von vServer benötigen. Doch was viel wichtiger war, ist dass das Betriebssystem auf dem aktuellsten Stand ist. Da wir den vServer kurz vor Ende des Supports für Debian Etch erwarben, mussten wir auf schnellstem Wege auf die neue Version, Debian Lenny, kommen. Da wir noch keine Daten auf dem Server gespeichert und keine schwierig einzurichtende Programme installiert hatten, konnten wir ohne Backup ein Upgrade vornehmen. Unter fachmännischer Betreuung über IRC war das auch gar kein Problem. Schließlich hatten wir Debian Lenny installiert und konnten das erste mal das System updaten: Jetzt kann ich es zugeben: obwohl ich wirklich SEHR oft auf das Thema angesprochen wurde und mir die Dringlichkeit hervorgehoben wurde, habe ich das Thema Sicherheit wirklich unterschätzt. Ich dachte es ist ausreichend, wenn man regelmäßig seine Updates installiert und am Anfang von jeder Installation die Konfiguration gewissenhaft macht. Doch das ist nicht so! Sicherheit ist ein Prozess, der niemals aufhört. Man kann nicht einfach zwei Wochen auf den Server verzichten und ihn sich selbst überlassen. Man muss ständig die Serverdienste überwachen, Auffälligkeiten bemerken, Aktivitäten, die man nicht selbst hervorgerufen hat überprüfen, die Log Dateien analysieren etc.. Es ist ein Fass ohne Boden, auf das wir schlichtweg nicht vorbereitet waren. Basics installieren Die Hauptaufgabe unseres Server sollte darin liegen, unser Blog zu hosten. Für das Betreiben eines WordPressblogs sind viele Pakete notwendig, die grundsätzlich auf einem Webserver installiert sein müssen. Zunächst ist dabei Apache zu führen, der unser Webserver werden sollte. Wenn man sich per SSH auf dem Server angemeldet hat, ist die Handhabung wie die Bedienung bei einem lokalen PC über die Konsole. Da Ubuntu – das Betriebssystem unserer Heimcomputer – von Debian abstammt, kamen wir mit der Bedienung von Debian sehr schnell zurecht. Außerdem mussten natürlich noch PHP und MySQL installiert werden. Ohne die ist es nicht so einfach möglich, WordPress laufen zu lassen 😉 Als diese Pakete dann fertig installiert und eingerichtet worden waren (wir haben schnell begriffen, dass man nicht auf die trial and error Methode an Apache rumspielen sollte, denn diese wirklich mächtige Paket lässt sich sehr schnell kaputt-konfigurieren). Also haben wir uns erstmal ein Fachbuch zugelegt und uns ein paar Tipps daraus ausgesucht, die wir umgesetzt haben. Nachdem Apache gut lief, WordPress installiert war, die alten Artikel importiert worden, und der alte Vertrag kurz vorm Auslaufen war, kam die nächste Herausforderung: die Domain auf den neuen Server umleiten. Das Webinterface unseres neuen Abieters erlaubte es uns, den DNS Eintrag auf die neue IP umzustellen. Der Domainumzug lief um einiges einfacher als erwartet. Mit Apache konnten wir dann sowohl die Haupt- als auch die Subdomains auf die richtigen Ordner umleiten. Dadurch konnten wir quasi „über Nacht“ das alte Webspaceangebot verlassen. Apache und andere Indianer Wir hatten so gut wie keine Erfahrung mit Apache, denn welcher normale User hat das auf seinem Heimrechner schon installiert? Im Nachhinein vertrete ich die Meinung, dass eine ausführliche Trainingseinheit in der VirtualBox auf dem Heimcomputer sehr hilfreich gewesen wäre, so dass man schon frühzeitig sieht, wie man seine Serverdienste in den Griff bekommt. Das ist ja etwa so, als würde man auf der Autobahn bei 180 km/h anfangen, seine Spiegel zu richten und das Lenkrad einzustellen. Dennoch: Apache bekamen wir für unsere Verhältnisse relativ schnell in den Griff. Natürlich haben wir außer Apache nach einiger Zeit noch weitere Dienste installiert. Wir wollten ja Profis sein und experimentierten viel mit weiteren Diensten: E-Mail stand ganz oben auf der Prioritätenliste, dann natürlich noch Jabber (was gibt es cooleres als einen eigenen Jabber-Server??) und wenn man schon dabei ist: warum nicht gleich einen Gobby-Server? Ihr seht schon: für uns galt der vServer als ein Spielzeug, an dem wir uns so richtig austoben wollten. Allerdings haben wir die Sicherheitspflege unterschätzt. Es kam wie es kommen musste. Ausgerechnet das, was wir unbedingt vermeiden wollten (denn wir dachten wir seien klüger als der Junge von burnachurch), ist eingetreten. Ein Unbefugter hat es geschafft, sich Zutritt auf unseren vServer zu verschaffen. Ohne dass wir es merkten, wurde ein IRC-Bot auf unserem System installiert, der irgendeinen IRC-Channel zugespamt hat. Unserem Anbieter ist die hohe Aktivität zu Ohren gekommen und hat unseren vServer offline genommen (das einzig vernünftige, was er tun konnte). Wir haben unsere Daten sichern können, und da wir nicht wussten wie, haben wir gar nicht erst versucht, diesem Angriff auf den Grund zu gehen. Dann hat das Spiel von vorne begonnen, wieder alles installieren, sichern, einrichten und der ganze Käse. Diesmal wollten wir aber vorsichtig sein und haben nicht jeden Serverdienst gleich aktiviert ohne zu recherchieren was man einstellen muss. Diesmal haben wir länger durchgehalten als beim ersten mal, doch schon bald kam der nächste Angriff. Irgendjemandem ist es gelungen, unser Apache so zu konfigurieren, dass etwa jeder zweite Besucher, der über Google zu uns kam, auf eine Malwareseite weiterzuleiten (es gab bei heise online mal einen Artikel zu einer ganzen Hack-Serie mit diesen Symptomen, das geschah gerade zur gleichen Zeit wie bei uns. Leider finde ich ihn nicht mehr!). Wir haben auch dieses Problem relativ spät bemerkt und uns daraufhin entschieden, das Projekt vServer bis auf weiteres fallen zu lassen. Wer sich so etwas (nicht) antun sollte Zugegeben, es ist sehr verlockend, sich einen vServer zu mieten: er ist meist schneller als normaler Webspace, durchaus bezahlbar und man schreit quasi vor Unabhängigkeit. Doch meine Erfahrungen zeigen: lasst lieber die Finger davon, wenn ihr nicht wisst was auf euch zukommt. Ein bisschen Übung mit dem Terminal auf dem Heimcomputer reicht bei Weiten nicht aus, um die Aufgaben auf dem vServer zu bewerkstelligen. Die Bedienung des Terminals ist so ziemlich das einfachste, was es an diesem Projekt gibt. Wenn euer Hauptanliegen darin liegt, dass ihr ein Blog betreibt, das mit viel Speicherplatz auf einem schnellen Server liegt, dann gebt bitte mehr Geld bei der Miete eines Webspaces aus, bevor ihr auf die hirnrissige Idee kommt, einen vServer zu übernehmen. Ihr habt enorm viel Verantwortung dafür, und für denn Fall, dass eine Straftat darüber begangen wird, steht nicht der Hacker, sondern ihr dafür gerade. Ein vServer ist kein Spielzeug! Unser „Scheitern“ soll die, die mit dem gleichen Gedanken spielen, zum nochmaligen Nachdenken anregen. Seid ihr euch wirklich sicher, dass ihr diese Verantwortung tragen könnt? Wisst ihr WIRKLICH, was das bedeutet? Man hört nämlich relativ häufig den gut gemeinten Rat, dass man auf einen vServer umsteigen soll, weil dort „alles besser“ ist. Wir möchten, dass ihr aus unserem Fehler lernt. Inhaltsverzeichnis1 Die Vorbereitungen2 Worin die Unterschiede bestehen3 Erste Schritte4 Sicherheit ist ein Prozess, kein Status!5 Basics installieren6 Apache und andere Indianer7 Was dann passierte8 Wer sich so etwas (nicht) antun... 35 Kommentare zu "vServer Erfahrungen eines Einsteigers" Valentin sagt: 13. Oktober 2011 um 18:33 Hallo Benni und Jonas, danke für den interessanten Artikel. Da ich selbst mitten im Umzug stecke, interessierte mich die Geschichte natürlich sehr. Auch ich habe mal kurz darüber nachgedacht, einen vServer zu mieten, die Idee aber gleich wieder verworfen. Ich bin kein Netzwerkspezialist und hab von Sicherheit in dem Bereich einfach keine Ahnung. Ich traute mir das erstens nicht zu und wollte mir zweitens die Arbeit nicht antun. Dass es wirklich so schlimm ist mit der Sicherheit und so schnell gehen kann hätte ich aber nicht gedacht … oder hattet ihr einfach Pech? Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich mich wieder für einen Webspace (wenn auch bei einem anderen Anbieter) entschieden habe. Gruß Valentin benni sagt: 13. Oktober 2011 um 23:35 Wieviel Pech da jetzt dabei war, kann ich auch nicht sagen. Dennoch war die Angriffsdichte bei uns relativ hoch, wobei beim zweiten mal auch ein Hack auf den DNS-Server gewesen sein könnte (laut heise waren hunderte andere Seiten ebenfalls betroffen, siehe oben). Ein guter Webspace mit schneller MySQL ist sicherlich immernoch besser als ein vServer, wenn es nur ums bloggen geht… Manuel sagt: 13. Oktober 2011 um 18:53 Ui, klingt ja wirklich übel, dass da so oft jemand bei euch eingestiegen ist. Auch gerade weil ihr schreibt, dass ihr im Vorfeld schon über die Sicherheit nachgedacht habt… Bin sehr froh, dass ich für mich nen guten Hoster gefunden hab (mit ssh-Zugang!) und mich nicht um Serverkram kümmern muss, wenn ich nicht will. Heinrich sagt: 20. März 2012 um 14:17 Hallo Manuel, ich bin auf der Suche nach so einem Hoster für ein schnelles und sicheres WordPress Hosting auf deutschen Servern. Wo bist du denn? Hoffe deine Antwort würde nicht als versteckte Werbung gelöscht! linuxnetzer sagt: 13. Oktober 2011 um 19:19 Respekt dafür, dass ihr hier auch mal von einem „fail“ berichtet. So ganz (oder fast) ohne Apache-Erfahrung da reinzugehen, ist natürlich schon ein gewisses Risiko. Die Materie Server-Sicherheit ist schon ziemlich komplex. Dass es euch sooo schnell erwischt, ist vielleicht auch Pech. Vielleicht probiert ihr mal ein bisschen mit virtualbox rum und startet irgendwann einen neuen versuch. das würde ich jetzt nicht als endgültige entscheidung sehen. Bernd sagt: 13. Oktober 2011 um 19:20 Ein wirklich interessanter Erfahrungsbericht. Für mich kommt ein vServer nicht in Frage, für meine Blogs genügt herkömmlicher Webspace. Wenn ich nun von Euren Erfahrungen lese, dann heißt es für mich erst recht Finger weg vom vServer. Ralf sagt: 13. Oktober 2011 um 19:29 Klasse Artikel! Besonders gut finde ich Eure Schlussfolgerung in den letzten zwei Absätzen, richtig erkannt! Zum drittletzten Absatz, das kann passieren, auch bei einem gut abgesicherter Server kann so etwas passieren, ein Einbruch erfolgt fast auszuschließen über Dienste, die können fehlerhaft sein, oder aber auch nur einfach schlecht konfiguriert. Warum ich hier Poste? Ich hatte im laufe des Jahres 4 Server (Vserver) zu richten, und warum? ja genau, weil man halt meinte das kann ja nicht so schwer sein, her mit so einem Server, ja und die persönliche Haftung für das Teil mal außen vor 😉 Viele verstehen es eben nicht was es mit einem eigenen Server auf sich hat. Werde Euren Artikel weiterempfehlen! Gerd sagt: 13. Oktober 2011 um 20:20 Hallo Benni und Jonas, könnt ihr mehr über die erfolgreichen Angriffe erzählen? Wie kamen der/die Angreifer auf euer System? Falsche Konfiguration? Schlechte Passwörter? Über welche Dienste? benni sagt: 13. Oktober 2011 um 23:36 Schwache Passwörter ist so ziemlich das einzige, das wir zu 100% ausschließen können 😉 Gerd sagt: 14. Oktober 2011 um 18:37 Danke für die Antwort 🙂 Könnte man die Konfig-Dateien mal sehen? Irgendwo muss ja die Schwachstelle gewesen sein. benni sagt: 14. Oktober 2011 um 20:37 Warum sollte ich dir unsere Konfig-Dateien geben? Ich kenne dich ja nichtmal! Bachsau sagt: 24. September 2014 um 15:02 Meine Konfigs darf gene jeder sehen. Wenn das eine Gefahr für mich darstellt, habe ich meine Hausaufgaben nicht gemacht. schneida sagt: 13. Oktober 2011 um 23:15 Da ich selbst auch Betreiber eines eigenen VServers bin hab ich den Artikel gut nachvollziehen können! Der Hauptgrund für die Entscheidung vServer lag bei mir bei der mangelnden Unterstützung von PHP5.3 (mittlerweile hat sich die Situation ja bereits verbessert), das ich zwingend für eines meiner Projekte benötigt habe und natürlich der grundsätzliche Wunsch nach Freiheit…. Insgesamt muss ich sagen habe ich durch die Konfiguration des Servers extrem viel gelernt und würde die Entscheidung für einen vServer jederzeit wiederholen. Die Chance einmal einen DNS-Server aufzusetzen, eine eigene Mail server zu warten oder eine Fedora DVD in knapp 5 Minuten herunterzuladen oder seine eigenen Dropbox like Cloud Storage aufzubauen ist einfach toll. Dabei darf man die Sicherheit natürlich nicht außer Acht lassen. Bisher bin ich von Angriffen verschont geblieben (oder habe sie nicht bemerkt, was natürlich schlimm wäre) obwohl ich mittlerweile bereits nachlässiger werde und nicht mehr jeden Tag alle Logs durchsehe. Man muss lernen damit umzugehen und sich auf die wichtigsten Parameter beschränken. Was aber schon ziemlich erschreckend ist, ist die Anzahl an Hacking Versuche pro Tag von unterschiedlichsten Servern (unter anderem vServer deutscher Anbieter und sehr skurril auch von Servern des rumänischen Innenministeriums (!)), die dank Sicherheitssystemen wie fail2ban von BruteForce Attacken über SSH abgehalten werden. Spelter sagt: 14. Oktober 2011 um 08:26 Also ich betreibe nun seit 6 Jahren Rootserver im Netz und nur einmal ist ein Einbruch passiert. In mein Urlaub… als ich das Update von apt automatisiert hatte (apt-get -y upgrade). Das hat damals meine Configs überschrieben (httpd.conf und php.ini), mod_security aus dem Apachen geworfen und als ich wieder aus dem Urlaub kam traute ich meinen Augen nicht. Eine Neuinstallation war natürlich die folge, aber das war der einzige Sicherheitsvorfall all die Jahre. Das tolle war, ich konnte diesen möchtegern Hacker bis zur Haustür in St. Marino verfolgen und genau rekonstruieren was passiert ist. Hat die Polizei nicht interessiert, aber die GVU und die FXP Gruppe wurde hochgenommen 🙂 Revenge of an Sith-Admin 😉 Dabei ist es doch gar nicht so schwer: 1) SSH nur über Public Key Authentifizierung (und natürlich sudo und kein User root) – hast du fast richtig gemacht 2) SSH Port verlegen um Logs etwas sauberer zu halten – Bots scannen nur Port 22 ab 3) Webserver sicher konfigurieren, wobei ich Lighttpd nehme und PHP mit dem Suhoshin Patch verwende 4) Sowenig Dienste wie möglich um die Angriffsfläche gering zu halten. 5) Webseiten nur mit sicherer Software ausstatten. Statt WordPress -> Serendipity, phpBB -> VBulletin oder WordPress, OSCommerce -> Magento oder XTC:Modified. Nur um mal ein paar zu nennen. Die Full Disclosure Mailingliste ist zusammen mit Packetstorm Security und milw0rm eine gute Quelle ob es Exploits für eine Software gibt. Server Software die ich nutze ist nur Postfix, Dovecot, Lighttpd und OpenVPN. Alles andere ist nur über VPN zu erreichen. Alles durch IPFire in einer Xen DomU gesichert. Da ich einen Rootserver habe, kann ich mittlerweile virtualisieren, was ein Vorteil ist wenn man doch gerne mal einen Dienst ala Jabber nutzen möchte. Standardmässig sieht es so aus: dom0 -> nur die SSH Dom1 -> IPFire -> verbindet die jeweiligen DomU´s mit der Aussenwelt und hier ist OpenVPN installiert. Die wichtigste DomU Dom2 -> Webserver (Lighttp) Dom3 -> Mailserver Dom4 -> Fileserver (NFS, FTP) Dom5 -> Mysql Server Dom6 -> Update Server (apt-proxy) Die feinheiten wie das LVM, die Firewall usw. passen hier natürlich nicht hin, aber das ist genauso wie es ein Professioneller Hoster macht. Auf den Servern selbst läuft keine SSH und ich komme nur auf die Dom0 und dort über die Xen Console an meine Server. IPFire blockiert alle Servern die Standardports die sie nicht brauchen (z.B. ausgehend Port 80 und 443) und Statefull Firewalling sei dank, auch ohne Probleme für User. Updates zieht nur ein Server, das ist der Updateserver und alle anderen saugen Ihre Updates von dort. Die Festplatte ist für die DomU´s nur gemountet via NFS und mit LVM auf der Dom0 so klein wie möglich gehalten. Sozusagen als Quota. Glaub mehr habe ich nicht umgesetzt. Das ist eben der Grund warum ich einen Root nehme und vServer links liegen lasse, nur hier gibt es echte Freiheit. 100% Sicherheit gibt es nicht, aber die Hürden kann man hoch hängen. Ach ja, das rumänische Innenministerium soll dich angegriffen haben…. eher geknackte Rechner im Ministerium genutzt von Fremden. Und Müllsoftware ala fail2ban braucht man nicht wenn man nur Public Key Authentifizierung nutzt, da mach ich mir nichtmal sorgen das jemand unberechtigtes sich einloggen könnte. Und das Port verlegen mache ich nur, weil mich dann die automatisierten Bots nicht in meiner auth.log nerven 😉 schneida sagt: 14. Oktober 2011 um 18:00 Ich geb dir recht, eine Authentifizierung per PublicKey ist noch sinvoller, würde mich aber stark Einschränken, da ich auch hin und wieder auf fremden Computern Zugang zum Server benötige (wobei mir klar ist, dass das natürlich ein weiteres Sicherheitsrisiko darstellt). Auch bezüglich der Virtualisierung hast du natürlich Recht, nur leider ist das auf vServern volkommen ausgeschlossen und ein echter eigener Rootserver kostet dann natürlich auch dementsprechend mehr. Die Angriffe kammen von www60.mai.gov.ro , wobei ich auch nicht behauptet habe, dass mich das Innenministerium angegriffen hat sondern „von Servern des rumänischen Innenministeriums“ angegriffen wurde. Unter welcher Kontrolle diese standen kann ich natürlich nicht nachvollziehen. Bachsau sagt: 24. September 2014 um 15:10 Nichts, aber auch gar nichts kann einen ausreichenden Grund bieten, sich von fremden Computern aus auf einen Root zu verbinden. Du benötigst das nicht, du tust es halt einfach. Bachsau sagt: 24. September 2014 um 15:06 Lol. vBulletin sicherer als phpBB? Da lachen ja die Hühner. Du hast noch viel zu lernen. philipp sagt: 14. Oktober 2011 um 11:45 Super Artikel und auch gute Kommentare. Ich habe ähnliche Erfahrung auch schon gemacht. Im Internet ist Krieg, ständig versucht irgend ein Trottel, die Acccounts zu knacken oder via irgendwelcher Bugs in der Software auf’s System zu kommen. Wenn man Zeit und Lust hat, sich täglich darum zukümmern, ist ein Root-Server unschlagbar. Aber ich setzte nur noch auf Managed Servers, aber viel mehr als eine externe Festplatte brauche ich auch nicht. seb sagt: 15. Oktober 2011 um 03:36 Danke für den post. Bei all den Sicherheitsaspekten will ich überhaupt nicht an meine NAS denken, Bilder freigeben o.ä. Infos zum kürzlichen Blog-Umzug | picomol.de sagt: 16. Oktober 2011 um 15:38 […] ich mir noch viele Gedanken machen müssen. Und nachdem ich Erfahrungsberichte über vServer wie diesen hier gelesen habe, bereue ich meine Entscheidung auch kein […] Colttt sagt: 24. Oktober 2011 um 09:54 Hier evtl noch ein guter Hinweis an alle die Server betreiben. Dadurch merkt man sofort ob/wann wer eingebrochen bzw sich eingeloggt hat. http://www.linux-magazin.de/Heft-Abo/Ausgaben/2010/07/Tuerspion mayhem sagt: 17. November 2011 um 20:58 Hi, Ich habe mal vor ein paar Jahren einen vServer gehabt. Über die Risiken war ich mir damals nicht bewusst. Über die Jahre habe ich nun Erfahrung gesammelt und wollte mich wieder an vServer herantrauen. Nach diesem Artikel werde ich das Thema begraben, weil es wohl doch eine oder zwei Nummern zu groß für mich ist. Wenn und überhaupt, dann nur einen „managed“ vServer… die Kosten für die Sicherheit sollte man tragen, bevor man sich richtigen Ärger und damit noch höhere Kosten einhandelt! X-Server und Gnome - Seite 2 - Linux: Linux-Forum sagt: 2. Januar 2012 um 21:01 […] […] Xserver Hilfe :( - Linux: Linux-Forum sagt: 4. Januar 2012 um 23:42 […] */ Vielleicht hilft dir das hier weiter beim […] Website auf V-Server? - Seite 2 - php.de sagt: 21. Februar 2012 um 17:10 […] Hier findest du einen schönen Erfahrungsbericht zum Thema eigener Server. Lies dir den doch mal in Ruhe durch. __________________ Programming PHP […] Anonymous sagt: 7. Juni 2013 um 20:44 […] […] Wade sagt: 13. November 2013 um 10:30 Wow, this piece of writing is fastidious, my homepage – 販売中 ブーツ (Wade) Vorüberlegungen zur Anschaffung eines Rootservers › Projekt Rootserver sagt: 24. November 2013 um 17:14 […] vServer Erfahrungen eines Einsteigers – Am Selbstversuch wird erläutert, dass es trotz Updates zu einer Kaperung des Servers gekommen ist. Einen Server abzusichern ist nicht trivial und erfordert zudem ständige Wachsamkeit. Ebenfalls wird darauf hingewiesen, nur Dienste zu installieren, die man wirklich braucht und die man auch konfigurieren kann. […] jede menge bouncemails - Linux: Linux-Forum sagt: 6. Dezember 2013 um 22:08 […] […] Gameserver kaufen ? - Seite 2 sagt: 1. März 2014 um 13:10 […] […] ESXi 5.5 mit Linux - Linux: Linux-Forum sagt: 10. März 2014 um 12:50 […] […] nicklas sagt: 2. Oktober 2014 um 20:33 Sehr guter Artikel, ich denke ich überdenke meine pläne nochmal 🙂 Luca sagt: 5. Oktober 2014 um 12:38 Ja… Das lassen wir dann wohl lieber mit unserem Server^^ Wir hatten eigentlich auch vor, uns demnächst einen zu holen, aber wenn ich das alles so lese, fällt mir vor allem auch auf, dass ich als Schüler für soviel Zeitinvestition überhaupt keine Zeit habe. Vielleicht wird’s ja ein ManagedServer 😀 S3 sagt: 13. März 2016 um 15:42 „virtueller Server, mehrere vServer teilen sich einen Kernel“ Falsch. Die Teilen sich die selbe Hardware, aber nicht die selbe Software. Der Kernel ist Software. Bachsau sagt: 13. März 2016 um 20:13 Kommt auf die Virtualisierungslösung an. Bei OpenVZ beispielsweise teilen sich die einzelnen VMs (die eigentlich nur getrennte Benutzerumgebungen sind) ein und denselben Kernel. Hardware wird dabei gar nicht virtualisiert, sondern das userland. Tags: Erfahrungen, Free as I am, vServer ← Gnome 3 auf dem WeTab – Video Piwik 1.6 mit neuen Funktionen →
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Was sind die wichtigsten mathematischen Grundlagen der Informatik?
Bei der Informatik handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen, wobei besonders die automatische Verarbeitung mit Digitalrechnern betrachtet wird. Sie ist zugleich Grundlagen- und Formalwissenschaft als auch Ingenieurdisziplin. Geschichte der Informatik Ursprung Bereits Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1937 veröffentlicht Alan Turing seine Arbeit On Computable Numbers with an application to the Entscheidungsproblem, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle, wie die Turingmaschine und die Komplexitätstheorie zu Grunde, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann. Die Berechenbarkeit greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück. Etymologie Das Wort Informatik entstand durch das Anhängen des Suffix -ik an den Wortstamm von Information. Karl Steinbuch prägte die Bezeichnung Informatik zusammen mit Helmut Gröttrup und verwendete sie in seiner ersten Publikation „Informatik: Automatische Informationsverarbeitung“ im April 1957, die er bei Standard Elektrik AG (SEG) veröffentlichte. Um die Bedeutung der Automation oder Mathematik für die Informatik zu betonen, wird Informatik manchmal auch als Kofferwort aus Information und Automatik oder Information und Mathematik ausgegeben. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich Informatik als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem (informatique) und russischem Vorbild (Информатика) auch im deutschen Sprachraum durch. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Begriff Informatik erstmals als deutscher Name für ein neu einzurichtendes Studienfach in einer Berliner Rede des Ministers Gerhard Stoltenberg verwendet. Während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Computer Science üblich ist, konnte sich die deutsche Entsprechung Computerwissenschaften nicht durchsetzen. Jedoch wird der Ausdruck Informatics im Englischen für bestimmte Teile der Angewandten Informatik verwendet – etwa im Falle der Bioinformatics oder der Geoinformatics. Bei Übersetzungen ins Englische wird im deutschen Sprachraum teilweise die Bezeichnung Informatics gegenüber Computer Science bevorzugt. Entwicklung der Informatik zur Wissenschaft In Deutschland gehen die Anfänge der Informatik als Wissenschaft bis ins Jahr 1952 zurück, als im Juli an der RWTH Aachen die erste deutsche Informatik-Tagung zum Thema programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen mit Konrad Zuse und Heinz Nixdorf stattfand. 1953 folgte ein Kolloquium zu Rechenanlagen in Göttingen, nachdem dort der erste deutsche Elektronenrechner, die G1, in Betrieb ging. Die TU München entwickelte unter Leitung von Hans Piloty und Robert Sauer ebenfalls einen Röhrenrechner, die PERM, die 1956 in Betrieb ging, und lud 1954 zu einem Rundtischgespräch ein. Am Institut für praktische Mathematik (IPM) der Technischen Hochschule Darmstadt (TH Darmstadt), das der Mathematiker Alwin Walther seit 1928 aufbaute, konnten sich dann 1956 die ersten Studenten am Darmstädter Elektronischen Rechenautomaten mit den Problemen von Rechenautomaten befassen. Zeitgleich wurden an der TH Darmstadt die ersten Programmiervorlesungen- und praktika angeboten. Aufgrund des Renommees, das die TH Darmstadt zu dem Zeitpunkt in der Rechenautomatenforschung hatte, fand ein Kongress zum Fachgebiet Informatik (elektronische Rechenmaschinen und Informationsverarbeitung) mit internationaler Beteiligung im Oktober 1955 an der TH Darmstadt statt, der als Geburtsstätte der Programmiersprache ALGOL gilt. Deutschland mangelte es in den 1960er Jahren an Wettbewerbsfähigkeit im Gebiet der Datenverarbeitung (DV). Um dem entgegenzuwirken, verabschiedete der Bundesausschuss für wissenschaftliche Forschung am 26. April 1967 das Programm für die Förderung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung für öffentliche Aufgaben. Für die Umsetzung war der sogenannte „Fachbeirat für Datenverarbeitung“ zuständig, der überwiegend aus Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestand. Auf der siebten Sitzung des Fachbeirates am 15. November 1967 signalisierte Karl Ganzhorn, der zu dem Zeitpunkt für Forschung und Entwicklung bei IBM Deutschland zuständig war, die Probleme der Industrie, Fachpersonal zu finden. Der Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung an der TH Darmstadt, Robert Piloty, wies darauf hin, dass die deutschen Hochschulen dafür zuständig seien, qualifiziertes Personal auszubilden. Daraufhin bildete sich der Ausschuss „DV-Lehrstühle und -Ausbildung“. Den Vorsitz übernahm Piloty. Der Ausschuss formulierte Empfehlungen für die Ausbildung von Informatikern, welche die Einrichtung eines Studiengangs der Informatik an mehreren Universitäten und Technischen Hochschulen vorsahen. 1967 bot die TU München mit dem Studienzweig Informationsverarbeitung den ersten Informatikstudiengang in Deutschland im Rahmen des Mathematikstudiums auf Initiative Friedrich Ludwig Bauers an. 1968 führte die TH Darmstadt einen Studienplan "Informatik" an der Fakultät für Elektrotechnik ein. 1969 folgte der Studiengang "Datentechnik (Technische Informatik)" des Fachbereiches Regulierungs- und Datentechnik und 1970 ein Mathematikstudiengang, der mit dem Grad "Diplomingenieur im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Informatik" abschloss. Am 1. September 1969 begann die Technische Universität Dresden als erste Hochschule der DDR mit der Ausbildung von Dipl.-Ing. für Informationsverarbeitung. Ebenfalls 1969 begann die Ingenieurschule Furtwangen (später Fachhochschule Furtwangen) mit der Ausbildung, hier noch Informatorik genannt. Im Wintersemester 1969/70 bot die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste bundesdeutsche Hochschule ein Informatikstudium an, der mit dem Grad "Diplom-Informatiker" abschloss. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz startete im Wintersemester 1969/70 als erste österreichische Universität mit der Studienrichtung Informatik und der Ausbildung zum Diplomingenieur. Im Wintersemester 1970/71 folgte die Technische Universität Wien. Wenige Jahre darauf gründeten sich die ersten Fakultäten für Informatik, nachdem bereits seit 1962 an der Purdue University ein Department of Computer Science bestanden hatte. In englischsprachigen Ländern wird die Einzelwissenschaft als computer science bezeichnet. Der erste universitäre Abschluss war das Diploma in Numerical Analysis and Automatic Computing an der University of Cambridge. Das einjährige postgraduale Studium konnte ab Oktober 1953 aufgenommen werden. Organisationen Die Gesellschaft für Informatik (GI) wurde 1969 gegründet und ist die größte Fachvertretung im deutschsprachigen Raum. International bedeutend sind vor allem die beiden großen amerikanischen Vereinigungen Association for Computing Machinery (ACM) seit 1947 und das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seit 1963. Die bedeutendste deutschsprachige Organisation, die sich mit ethischen und gesellschaftlichen Effekten der Informatik auseinandersetzt ist, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Die Association for Computing Machinery vergibt jährlich den Turing Award, der vom Rang her in der Informatik in etwa vergleichbar mit dem Nobelpreis ist. Rechenmaschinen – Vorläufer des Computers Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können („Rechenmaschinen“), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können („Logische Maschinen“). Als einfache Rechengeräte leisteten Abakus und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruierte Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen und Subtraktionen inklusive Überträgen durchführen konnte. Nur wenig später stellte Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität ging ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebte. Erst Herman Hollerith war dank dem technischen Fortschritt ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen wurden unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA eingesetzt. Die Geschichte der logischen Maschinen wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Ramon Llull zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen, verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige „Maschine“ ist erstmals in der Gestalt des „Logischen Pianos“ von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wurde die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erlebten die logischen Maschinen in den 1940er und 1950er Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nahm – im Gegensatz zu den Rechenmaschinen – die Geschichte selbständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert wurden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind. Entwicklung moderner Rechenmaschinen Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Zu dieser Zeit waren in großen Verwaltungen Tabelliermaschinen die herrschende Technik, wobei Zuse der Einsatz im Ingenieursbereich vorschwebte. Vier Jahre später realisierte Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 trennte als weltweit erster funktionsfähiger frei programmierbarer Digitalrechner bereits Befehls- und Datenspeicher und Ein-/Ausgabepult. Etwas später wurden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing (Turingbombe) und von Thomas Flowers (Colossus) mit großem Erfolg vorangetrieben. Parallel entwickelte Howard Aiken mit Mark I (1944) den ersten programmgesteuerten Relaisrechner der USA, wo die weitere Entwicklung maßgeblich vorangetrieben wurde. Weitere Relaisrechner entstanden in den Bell-Labors (George Stibitz). Als erster Röhrenrechner gilt der Atanasoff-Berry-Computer. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgte die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wurde der EDSAC gebaut – mit erstmaliger Implementation der Von-Neumann-Architektur. Ab 1948 stieg IBM in die Entwicklung von Computern ein und wurde innerhalb von zehn Jahren Marktführer. Einen Meilenstein in der Firmengeschichte stellte 1964 die Einführung des System/360 dar. Der Großrechner ist der Urahn der heutigen Z-Systems-Mainframes und folgte zeitlich den IBM 700/7000 series. Bereits 1959 wurde mit der IBM 1401 ein Rechner auch für mittelgroße Unternehmen eingeführt, der oftmals wegen seinen Verkaufszahlen als der Ford Modell T der Computerindustrie bezeichnet wird. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik wurden Computer immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 öffnete die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt speziell für Heimanwender, aber auch weit darüber hinaus. Programmiersprachen Bedeutsam für die Entwicklung der Programmiersprachen war die Erfindung der "automatischen Programmierung" durch Heinz Rutishauser (1951). 1956 beschrieb Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangten für die Entwicklung der Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von Fortran (aus Englisch: "FORmula TRANslation", Formelübersetzung; erste höhere Programmiersprache, 1957), ALGOL (aus englisch: "ALGOrithmic Language", Algorithmensprache; strukturiert/imperativ; 1958/1960/1968), Lisp (aus englisch: "LISt Processing", Verarbeitung von Listen; funktional, 1959), COBOL (aus englisch: "COmmon Business Orientated Language", Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, 1959), Smalltalk (objektorientiert, 1971), Prolog (logisch, 1972) und SQL (Relationale Datenbanken, 1976). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere über lange Zeit in der Praxis eingesetzte Programmiersprachen sind BASIC (seit 1960), C (seit 1970), Pascal (seit 1971), Objective-C (objektorientiert, 1984), C++ (objektorientiert, generisch, multi-paradigma, seit 1985), Java (objektorientiert, seit 1995) und C# (objektorientiert, um 2000). Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung intensiv begleitet oder vorangetrieben. Wie bei anderen Wissenschaften gibt es auch einen zunehmenden Trend zur Spezialisierung. Disziplinen der Informatik Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Medizininformatik werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden interdisziplinär untersucht. Die Theoretische Informatik bildet die theoretische Grundlage für die anderen Teilgebiete. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Modellierung von Automaten und Formalen Sprachen. Auf diese Erkenntnisse stützen sich Disziplinen der Praktischen und der Technischen Informatik. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und suchen anwendbare Lösungen. Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann, wie beispielsweise die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geographie, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik. Theoretische Informatik Als Rückgrat der Informatik befasst sich das Gebiet der Theoretischen Informatik mit den abstrakten und mathematikorientierten Aspekten der Wissenschaft. Das Gebiet ist breit gefächert und beschäftigt sich unter anderem mit Themen aus der theoretischen Linguistik (Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie), Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Ziel dieser Teilgebiete ist es, fundamentale Fragen wie „Was kann berechnet werden?“ und „Wie effektiv/effizient kann man etwas berechnen?“ umfassend zu beantworten. Automatentheorie und Formale Sprachen Automaten sind in der Informatik „gedachte Maschinen“, die sich nach bestimmten Regeln verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein „Eingabewort“ zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein „Ausgabesymbol“ ausgeben. Nach Ende der Eingabe kann der Automat das Eingabewort akzeptieren oder ablehnen. Der Ansatz der formalen Sprachen hat seinen Ursprung in der Linguistik und eignet sich daher gut zur Beschreibung von Programmiersprachen. Formale Sprachen lassen sich aber auch durch Automatenmodelle beschreiben, da die Menge aller von einem Automaten akzeptierten Wörter als formale Sprache betrachtet werden kann. Kompliziertere Modelle verfügen über einen Speicher, zum Beispiel Kellerautomaten oder die Turingmaschine, welche gemäß der Church-Turing-These alle durch Menschen berechenbaren Funktionen nachbilden kann. Berechenbarkeitstheorie Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Ein Rechnermodell oder eine Programmiersprache heißt Turing-vollständig, wenn damit eine universelle Turingmaschine simuliert werden kann. Alle heute eingesetzten Computer und die meisten Programmiersprachen sind Turing-vollständig, das heißt man kann damit dieselben Aufgaben lösen. Auch alternative Berechnungsmodelle wie der Lambda-Kalkül, WHILE-Programme, μ-rekursive Funktionen oder Registermaschinen stellten sich als Turing-vollständig heraus. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sich die Church-Turing-These, die zwar formal nicht beweisbar ist, jedoch allgemein akzeptiert wird. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem algorithmisch lösbar ist. Ein entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Eigenschaft eines Texts, ein syntaktisch korrektes Programm zu sein. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Programm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Komplexitätstheorie Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen „Laufzeit“ und „Speicherplatz“ untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchstens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation derselben Klasse, d. h. einer Menge von Problemen mit äquivalenter vom Algorithmus für die Lösung benötigter Laufzeit, zugeordnet. Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet „in konstanter Zeit“, man schreibt . Beispielsweise wird das Programm „gib das erste Element einer Liste zurück“ in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm „prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste der Länge n enthalten ist“ braucht „lineare Zeit“, also , denn die Eingabeliste muss schlimmstenfalls genau einmal gelesen werden. Die Komplexitätstheorie liefert bisher fast nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen, denn Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe, eine Liste von Werten mit Hilfe einer gegebenen Ordnungsrelation durch Vergleiche zu sortieren, die untere Schranke ). Dennoch gibt es Methoden, besonders schwierige Probleme als solche zu klassifizieren, wobei die Theorie der NP-Vollständigkeit eine zentrale Rolle spielt. Demnach ist ein Problem besonders schwierig, wenn man durch dessen Lösung auch automatisch die meisten anderen natürlichen Probleme lösen kann, ohne dafür wesentlich mehr Ressourcen zu verwenden. Die größte offene Frage in der Komplexitätstheorie ist die Frage nach „P = NP?“. Das Problem ist eines der Millennium-Probleme, die vom Clay Mathematics Institute mit einer Million US-Dollar ausgeschrieben sind. Wenn P nicht gleich NP ist, können NP-vollständige Probleme nicht effizient gelöst werden. Theorie der Programmiersprachen Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Theorie, Analyse, Charakterisierung und Implementierung von Programmiersprachen und wird sowohl in der praktischen als auch der theoretischen Informatik aktiv erforscht. Das Teilgebiet beeinflusst stark angrenzende Fachbereiche wie Teile der Mathematik und der Linguistik. Theorie der formalen Methoden Die Theorie der formalen Methoden beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Techniken zur formalen Spezifikation und Verifikation von Software- und Hardwaresystemen. Die Motivation für dieses Gebiet entstammt dem ingenieurwissenschaftlichen Denken – eine strenge mathematische Analyse hilft, die Zuverlässigkeit und Robustheit eines Systems zu verbessern. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Systemen, die in sicherheitskritischen Bereichen arbeiten, von großer Bedeutung. Die Erforschung solcher Methoden erfordert unter anderem Kenntnisse aus der mathematischen Logik und der formalen Semantik. Praktische Informatik Die Praktische Informatik entwickelt grundlegende Konzepte und Methoden zur Lösung konkreter Probleme in der realen Welt, beispielsweise der Verwaltung von Daten in Datenstrukturen oder der Entwicklung von Software. Einen wichtigen Stellenwert hat dabei die Entwicklung von Algorithmen. Beispiele dafür sind Sortier- und Suchalgorithmen. Eines der zentralen Themen der praktischen Informatik ist die Softwaretechnik (auch Softwareengineering genannt). Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Es werden auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee bis zur fertigen Software erlauben sollen. Ein wichtiges Thema der Praktischen Informatik ist der Compilerbau, der auch in der Theoretischen Informatik untersucht wird. Ein Compiler ist ein Programm, das andere Programme aus einer Quellsprache (beispielsweise Java oder C++) in eine Zielsprache übersetzt. Ein Compiler ermöglicht es einem Menschen, Software in einer abstrakteren Sprache zu entwickeln als in der von der CPU verwendeten Maschinensprache. Ein Beispiel für den Einsatz von Datenstrukturen ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt. Technische Informatik Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik, wie etwa Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitektur, eingebetteten und Echtzeitsystemen, Rechnernetzen samt der zugehörigen systemnahen Software, sowie den hierfür entwickelten Modellierungs- und Bewertungsmethoden. Mikroprozessortechnik, Rechnerentwurfsprozess Die Mikroprozessortechnik wird durch die schnelle Entwicklung der Halbleitertechnik dominiert. Die Strukturbreiten im Nanometerbereich ermöglichen die Miniaturisierung von hochkomplexen Schaltkreisen mit mehreren Milliarden Einzelbauelementen. Diese Komplexität ist nur mit ausgereiften Entwurfswerkzeugen und leistungsfähigen Hardwarebeschreibungssprachen zu beherrschen. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt führt über viele Stufen, die weitgehend rechnergestützt sind und ein hohes Maß an Exaktheit und Fehlerfreiheit sichern. Werden wegen hoher Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Hardware und Software gemeinsam entworfen, so spricht man auch von Hardware-Software-Codesign. Architekturen Die Rechnerarchitektur bzw. Systemarchitektur ist das Fachgebiet, das Konzepte für den Bau von Computern bzw. Systemen erforscht. Bei der Rechnerarchitektur wird z. B. das Zusammenspiel von Prozessoren, Arbeitsspeicher sowie Steuereinheiten (Controller) und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben. Ein Ansatz ist dabei rekonfigurierbare Hardware wie z. B. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren Schaltungsstruktur an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Aufbauend auf der Architektur der sequentiell arbeitenden Von-Neumann-Maschine, bestehen heutige Rechner in der Regel aus einem Prozessor, der selbst wieder mehrere Prozessorkerne, Speicher-Controller und eine ganze Hierarchie von Cache-Speichern enthalten kann, einem als Direktzugriffsspeicher (Random-Access Memory, RAM) ausgelegten Arbeitsspeicher (Primärspeicher) und Ein/Ausgabe-Schnittstellen unter anderem zu Sekundärspeichern (z. B. Festplatte oder SSD-Speicher). Durch die vielen Einsatzgebiete ist heute ein weites Spektrum von Prozessoren im Einsatz, das von einfachen Mikrocontrollern, z. B. in Haushaltsgeräten über besonders energieeffiziente Prozessoren in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletcomputern bis hin zu intern parallel arbeitenden Hochleistungsprozessoren in Personal Computern und Servern reicht. Parallelrechner gewinnen an Bedeutung, bei denen Rechenoperationen auf mehreren Prozessoren gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Fortschritt der Chiptechnik ermöglicht heute schon die Realisierung einer großen Zahl (gegenwärtige Größenordnung 100…1000) von Prozessorkernen auf einem einzigen Chip (Mehrkernprozessoren, Multi/Manycore-Systeme, „System-on-a-Chip“ (SoCs)). Ist der Rechner in ein technisches System eingebunden und verrichtet dort weitgehend unsichtbar für den Benutzer Aufgaben wie Steuerung, Regelung oder Überwachung, spricht man von einem eingebetteten System. Eingebettete Systeme sind in einer Vielzahl von Geräten des Alltags wie Haushaltsgeräten, Fahrzeugen, Geräten der Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, aber auch in industriellen Systemen z. B. in der Prozessautomation oder der Medizintechnik im Einsatz. Da eingebettete Computer immerzu und überall verfügbar sind, spricht man auch von allgegenwärtigem oder ubiquitärem Rechnen (Ubiquitous computing). Immer häufiger sind diese Systeme vernetzt, z. B. mit dem Internet („Internet of Things“). Netzwerke von interagierenden Elementen mit physikalischer Eingabe von und Ausgabe zu ihrer Umwelt werden auch als Cyber-Physical Systems bezeichnet. Ein Beispiel sind drahtlose Sensornetze zur Umweltüberwachung. Echtzeitsysteme sind darauf ausgelegt, dass sie auf bestimmte zeitkritisch ablaufende Prozesse der Außenwelt mit angemessener Reaktionsgeschwindigkeit rechtzeitig antworten können. Dies setzt voraus, dass die Ausführungszeit der Antwortprozesse entsprechende vorgegebene Zeitschranken garantiert nicht überschreitet. Viele eingebettete Systeme sind auch Echtzeitsysteme. Eine zentrale Rolle bei allen Mehrrechnersystemen spielt die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausch zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder Firewalls, gehört hierzu auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Dies schließt insbesondere die Definition und Standardisierung von Netzwerkprotokollen, wie TCP, HTTP oder SOAP, ein. Protokolle sind dabei die Sprachen, in denen Rechner untereinander Information austauschen. Bei Verteilten Systemen arbeitet eine große Zahl von Prozessoren ohne gemeinsamen Speicher zusammen. Üblicherweise regeln Prozesse, die über Nachrichten miteinander kommunizieren, die Zusammenarbeit von einzelnen weitgehend unabhängigen Computern in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Middleware, Grid-Computing und Cloud Computing. Modellierung und Bewertung Als Basis für die Bewertung der genannten Architekturansätze sind – wegen der generellen Komplexität solcher Systemlösungen – spezielle Modellierungsmethoden entwickelt worden, um Bewertungen bereits vor der eigentlichen Systemrealisierung durchführen zu können. Besonders wichtig ist dabei zum einen die Modellierung und Bewertung der resultierenden Systemleistung, z. B. anhand von Benchmark-Programmen. Als Methoden zur Leistungsmodellierung sind z. B. Warteschlangenmodelle, Petri-Netze und spezielle verkehrstheoretische Modelle entwickelt worden. Vielfach wird insbesondere bei der Prozessorentwicklung auch Computersimulation eingesetzt. Neben der Leistung können auch andere Systemeigenschaften auf der Basis der Modellierung studiert werden; z. B. spielt gegenwärtig auch der Energieverbrauch von Rechnerkomponenten eine immer größere, zu berücksichtigende Rolle. Angesichts des Wachstums der Hardware- und Softwarekomplexität sind außerdem Probleme der Zuverlässigkeit, Fehlerdiagnose und Fehlertoleranz, insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen, von großer Bedeutung. Hier gibt es entsprechende, meist auf Verwendung redundanter Hardware- bzw. Softwareelemente basierende Lösungsmethoden. Beziehungen zu anderen Informatikgebieten und weiteren Fachdisziplinen Die Technische Informatik hat enge Beziehungen zu anderen Gebieten der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Sie baut auf der Elektronik und Schaltungstechnik auf, wobei digitale Schaltungen im Vordergrund stehen (Digitaltechnik). Für die höheren Softwareschichten stellt sie die Schnittstellen bereit, auf denen wiederum diese Schichten aufbauen. Insbesondere über eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme gibt es enge Beziehungen zu angrenzenden Gebieten der Elektrotechnik und des Maschinenbaus wie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik sowie zur Robotik. Informatik in interdisziplinären Wissenschaften Unter dem Sammelbegriff der Angewandten Informatik „fasst man das Anwenden von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften … zusammen“. Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Teilgebiete und Forschungsansätze entwickelt, teilweise zu eigenen Wissenschaften. Beispiele: Computational sciences Dieses interdisziplinäre Feld beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse, Modellierung und Simulation von naturwissenschaftlichen Problemen und Prozessen. Entsprechend den Naturwissenschaften wird hier unterschieden: Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse biologischer Daten. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z. B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz. Die Biodiversitätsinformatik umfasst die Speicherung und Verarbeitung von Informationen zur biologischen Vielfalt. Während die Bioinformatik sich mit Nucleinsäuren und Proteinen beschäftigt, sind die Objekte der Biodiversitätsinformatik Taxa, biologische Sammlungsbelege und Beobachtungsdaten. Künstliches Leben (englisch Artificial life) wurde 1986 als interdisziplinäre Forschungsdisziplin etabliert. Die Simulation natürlicher Lebensformen mit Software- (soft artificial life) und Hardwaremethoden (hard artificial life) ist ein Hauptziel dieser Disziplin. Anwendungen für künstliches Leben gibt es heute unter anderem in der synthetischen Biologie, im Gesundheitssektor und der Medizin, in der Ökologie, bei autonomen Robotern, im Transport- und Verkehrssektor, in der Computergrafik, für virtuelle Gesellschaften und bei Computerspielen. Die Chemoinformatik (englisch chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum, welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa 1062 Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorischen Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen. Ingenieurinformatik, Maschinenbauinformatik Die Ingenieurinformatik, englisch auch als Computational Engineering Science bezeichnet, ist eine interdisziplinäre Lehre an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik an den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Systemtechnik. Die Maschinenbauinformatik beinhaltet im Kern die virtuelle Produktentwicklung (Produktionsinformatik) mittels Computervisualistik, sowie die Automatisierungstechnik. Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement Die Wirtschaftsinformatik (englisch (business) information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt und kann sowohl an Wirtschafts- als auch an Informatik-Fakultäten studiert werden. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und Enterprise-Resource-Planning-Systemen. Das Information Engineering der Informationssysteme und das Informationsmanagement spielen im Rahmen der Wirtschaftsinformatik eine gewichtige Rolle. Entwickelt wurde dies an der Fachhochschule Furtwangen bereits 1971. Ab 1974 richteten die damalige TH Darmstadt, die Johannes-Kepler-Universität Linz und die TU Wien einen Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Sozioinformatik Die Sozioinformatik befasst sich mit den Auswirkungen von IT-Systemen auf die Gesellschaft, wie sie z. B. Organisationen und Gesellschaft in ihrer Organisation unterstützen, aber auch wie die Gesellschaft auf die Entwicklung von sozial eingebetteten IT-Systemen einwirkt, sei es als Prosumenten auf kollaborativen Plattformen wie der Wikipedia, oder mittels rechtlicher Einschränkungen, um beispielsweise Datensicherheit zu garantieren. Sozialinformatik Die Sozialinformatik befasst sich zum einen mit dem IT-Betrieb in sozialen Organisationen, zum anderen mit Technik und Informatik als Instrument der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Ambient Assisted Living. Medieninformatik Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik. Computerlinguistik In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Angewandter Linguistik und Angewandter Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u. a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten. Umweltinformatik, Geoinformatik Die Umweltinformatik beschäftigt sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten mit Mitteln der Informatik. Schwerpunkte sind die Verwendung von Simulationsprogrammen, Geographische Informationssysteme (GIS) und Datenbanksysteme. Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesens und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug und fallweise dessen Abbildung in kartesische räumliche oder planare Darstellungen im Bezugssystem. Andere Informatikdisziplinen Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es in der Informationswirtschaft, Medizinischen Informatik, Logistikinformatik, Pflegeinformatik und der Rechtsinformatik, Informationsmanagement (Verwaltungsinformatik, Betriebsinformatik), Architekturinformatik (Bauinformatik) sowie der Agrarinformatik, Archäoinformatik, Sportinformatik, sowie neue interdisziplinäre Richtungen wie beispielsweise das Neuromorphic Engineering. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet. Mit dem Informatikunterricht, besonders an Schulen, befasst sich die Didaktik der Informatik. Die Elementarinformatik beschäftigt sich mit der Vermittlung von grundlegenden Informatikkonzepten im Vorschul- und Grundschulbereich. Künstliche Intelligenz Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet. Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten. Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik. Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert. Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden. Informatik und Gesellschaft „Informatik und Gesellschaft“ (IuG) ist ein Teilbereich der Wissenschaft Informatik und erforscht die Rolle der Informatik auf dem Weg zur Informationsgesellschaft. Die dabei untersuchten Wechselwirkungen der Informatik umfassen die unterschiedlichsten Aspekte. Ausgehend von historischen, sozialen, kulturellen Fragen betrifft dies ökonomische, politische, ökologische, ethische, didaktische und selbstverständlich technische Aspekte. Die entstehende global vernetzte Informationsgesellschaft wird für die Informatik als zentrale Herausforderung gesehen, in der sie als technische Grundlagenwissenschaft eine definierende Rolle spielt und diese reflektieren muss. IuG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine interdisziplinäre Herangehensweise, insbesondere mit den Geisteswissenschaften, aber auch z. B. mit den Rechtswissenschaften notwendig ist. Siehe auch Liste bedeutender Personen für die Informatik Gesellschaft für Informatik, Österreichische Computer Gesellschaft, Schweizer Informatik Gesellschaft Informatikstudium Literatur Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik. Band 1: Mechanische Rechenmaschinen, Rechenschieber, historische Automaten und wissenschaftliche Instrumente, 2., stark erw. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-051827-6. Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 10. Auflage. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-70641-3. A. K. Dewdney: Der Turing Omnibus: Eine Reise durch die Informatik mit 66 Stationen. Übersetzt von P. Dobrowolski. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-57780-7. Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Berlin, Springer 2004, ISBN 3-540-00217-0. Jan Leeuwen: Theoretical Computer Science. Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-67823-9. Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch. 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4. Vladimiro Sassone: Foundations of Software Science and Computation Structures. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25388-2. Uwe Schneider, Dieter Werner (Hrsg.): Taschenbuch der Informatik. 6. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-446-40754-1. Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik. (PDF, ca. 600 kB) Bonn 2005., oder Was ist Informatik? Kurzfassung. (PDF; rund 85 kB). Les Goldschlager, Andrew Lister: Informatik – Eine moderne Einführung. Carl Hanser, Wien 1986, ISBN 3-446-14549-4. Weblinks Gesellschaft für Informatik (GI) Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) Informatik für Lehrerinnen und Lehrer im ZUM-Wiki “Einstieg Informatik” www.einstieg-informatik.de Einzelnachweise Wissenschaftliches Fachgebiet Kofferwort
Plex-Mediacenter einrichten - Macwelt Tipp: Plex Plex-Mediacenter einrichten 17.02.2011 | 10:32 Uhr | Patrick Woods Wer mehr möchte, als sich seine Mediendateien in Frontrow anzeigen zu lassen, der muss ein anspruchsvolleres Mediencenter nutzen als Apples Software Vergrößern plex Dies funktioniert beispielsweise mit "Plex" sehr gut. Dies ist eine Weiterentwicklung des früheren "Xbox Media Center". Die neue Version 0.9 oder auch "/Nine" macht es Nutzern endlich sehr leicht, ihre Mediendateien zu organisieren und übersichtlich in Plex zu integrieren. Dazu gibt es jetzt einen Assistenten, der Medienordner durchsucht und zur Bibliothek hinzufügt. Mediathek einrichten Der Plex Media Server läuft bei Plex im Hintergrund und enthält zugleich den " Media Manager ". Dieser übernimmt die Rolle des Wachhundes und spürt neue Dateien in den betreffenden Ordnern auf und fügt sie dem Index hinzu. Es ist also nicht mehr nötig, die Medienbibliothek stundenlang von Hand aufzubauen. Anfangs fragt der Assistent nach den Ordnern für Filme, Musik und TV-Serien. Anschließend fügt die Software die passenden Dateien der Mediathek hinzu und sucht nach Namen, Cover-Bildern und ähnlichen Metadaten. Dies kann insbesondere bei größeren Musiksammlungen einige Zeit dauern. Die Datenbank überwacht die ausgewählten Ordner. In den Grundeinstellungen aktualisiert Plex die Datenbank jede Stunde. Dieses Intervall kann man über das Menüleistensymbol unter "Preferences" und dann "Library" anpassen. Dass Plex Filme und Serien nicht oder falsch erkennt, liegt daran, dass die Software englische US-Datenbanken durchsucht und mit deutschen Titeln nichts anfängt. Hier hilft es, die Einstellungen anzupassen. Dazu klickt man auf das Menüleistensymbol des Mediaservers (Pfeil) und wählt dort den Punkt "Media Manager". Dann öffnet sich ein kleines Fenster, das die Inhalte der Datenbank zeigt. Wenn man dort auf den gewünschten Bereich klickt (zum Beispiel Filme), kann man die Einstellungen und die einzelnen Titel bearbeiten. Klickt man unten rechts auf "Edit Section", kann man die Quelle der Datenbank für die Titel und Bilder festlegen. Die Sprache stellt man dabei auf "Deutsch". Nun kann man die Erkennung mit "Update Section" neu starten. Einzelne, falsch erkannte Medien kann man mit einem Rechtsklick und der Auswahl "Fix incorrect match" neu erkennen lassen. Hierbei bekommt man oft eine Auswahl zwischen mehreren Namen, die Plex für richtig hält. Trotz dieses recht komfortablen Medienmanagers sollte man eingreifen, um die Erkennung zu erleichtern. So spielt der Dateiname eine wesentliche Rolle beim Erkennen einer Serie oder eines Films. Dieser sollte deshalb möglichst eindeutig gehalten sein. Den Originaltitel bevorzugt Plex und erkennt ihn mit höherer Wahrscheinlichkeit als mit einem übersetzten Namen. Bei Serien ist es besonders kompliziert: Hier hilft es, wenn nicht nur der Name der Serie, sondern auch die Episodennummer im Dateinamen steht. Ein Beispiel: "Monk - S03E05", das steht für die fünfte Folge der dritten Staffel.
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