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Das mag damit zusammenhängen , daß die Buche auf den armen Sandsteinböden viel leichter zurückgedrängt werden kann als im Kreidekalkgebiet , wo sie sich dank ihrer hier größeren Regenerationskraft besser behaupten kann .
Mit der Auflichtung der Buchenwälder und der Förderung der Eiche durch den Menschen ist wohl auch die Birke auf der Sandsteinegge begünstigt worden ; leider wird das in den Diagrammen durch die birkenreichen Bruchwälder der Moore verdeckt .
Die hohen Kiefernwerte der Oberflächenprobe sind vor allem auf den Anbau der Kiefer in der näheren Moorumgebung ( Jg . 191 , 197 , 207 u . a . ) zurückzuführen , im Gegensatz zu Profil I , wo diePmwspollen in Xc im wesentlichen aus den Forsten der Senne stammen dürften .
Aus der heutigen Vegetation in der Umgebung zweier Moore des Eggegebirges wurde die heutige potentielle natürliche Vegetation dieser Gebiete abgeleitet und in zwei Vegetationskarten der Naturlandschaft dargestellt ( Abb .
Danach liegt das Eggemoor I auf der Grenze von zwei Gesellschaftskomplexen : Im Westen des Moores wachsen von Natur aus krautreiche Melica-Buchenwälder und Buchenmischwälder mit Edellaub- hölzern sowie hygrophile Eichen-Hainbuchenwälder , während das östlich angrenzende Gebiet durch krautarme Luzula-Buchenwälder , azidophile Buchen- Eichenwälder und Birkenbrücher gekennzeichnet ist .
Demgegenüber wird die nähere Umgebung des Eggemoores II unter natürlichen Verhältnissen von Luzula-Buchenwäldern beherrscht ; anspruchsvolle Waldgesellschaften würden hier fehlen .
Nach den Pollenspektren der älteren Nachwärmezeit war in der Umgebung des Eggemoores I — ohne Berücksichtigung der örtlichen Bruchwälder — neben der vorherrschenden Buche die Eiche stark verbreitet ( Tab .
5 ) , daneben müssen Edellaubhölzer , vor allem Linde , Ulme und Esche , regelmäßig , wenn auch nicht mit großem Mengenanteil , vorgekommen sein ( Tab .
Dagegen trat im Gebiet des Eggemoores II die Eiche gegenüber der Buche zurück , Edellaubhölzer waren kaum vorhanden oder fehlten vollständig .
So sind die pflanzensoziologischen Vorstellungen von der natürlichen Vegetation der Egge und ihrer angrenzenden Landschaften durch die pollenanalytischen Befunde voll bestätigt worden .
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295 Zu W . TRATTTMAM : Eggegebirge .
Die wichtigsten Waldg esellschaften des Melico-Fa getum-Gebietes geT a = Melico-Fagetum luzuletosum b = Melico-Pagetum typicum c = Melico-Pagetum allietosum d = Melico-Pagetum dryopteridetoaum e = Querceto-Carpinetum asperuletosum f = Cariceto remotae-Praxinetum Zahl der Aufnahmen : III III III III III III III III1 III2 III III III III Bäume : Pagus silvatica Fraxinus excelsior Acer pseudoplatanus Sorbus aucuparia Carpinus betulus Acer campestre Quercus robur Ulmus scabra Acer platanoides Quercus petraea Prunus avium Alnus glutinosa Verbands-Kennarten des Asperulo- Fagion , zugleich Kennarten des Melico-Fagetum und Trennarten des Querceto-Carpinetum asperuletosum : Asperula odorata Melica uniflora Elymus europaeus Heottia nidus-avis Trennarten des Melico-Fagetum luzuletosum : luzula nemorosa Polytrichum attenuatum Trennarten des Melico-Fagetum allietosum : Allium ursinum Corydalis Cava Trennarten des Melico-Pagetum dryopteridetosum : Dryopteris linnaeana Verbands-Kennarten des Fraxino-Carp inj on : Festuca gigantea Stachys silvatica Primula elatior Veronica montana Geum urbanum Potentilla sterilis Rumex sanguineus Eanunculus ficaria Stellaria holostea Kenn- und Trennarten des Cariceto remotae-Fraxinetum : Carex remota Ranunculus repens Equisetum arvense — 3ifl * y s Crtrpi ICtciri Chrysosplenium oppositifolium Circaea intermedia Carex pendula Ordnungs- und Klassen-Kennarten : Viola silvatica Carex silvatica lamium galeobdolon Poa nemoralis Catharinaea undulata Anemone nemorosa Milium effusum Scrophularia nodosa Arum maculatum Dryopteris filix-mas Circaea lutetiana Mercurialis perennis Eanunculus auricomus coli .
Crataegus oxyacantha Epilobium montanum Impatiens noli-tangere Mycelis muralis Polygonatum multiflorum Moehringia trinervia Hedera helix Dactylis aschersoniana Viburnum opulus Phyteuma spicatum Paris quadrifolia Anemone ranunculoides Anemone hepatica Daphne mezereum Pissidens taxifolius Eurhynchium striatum Rosa spec .
Evonymus europaeus Brachypodium silvaticum Corylus avellana Häufigste Begleiter : Oxalis acetosella Athyrium filix-femina Deschampsia caespitosa Rubus idaeus Vicia sepium Rubus spec .
Dryopteris austriaca ssp . spinulosa Pragaria vesca Geranium robertianum Urtica dioica Ajuga reptans Taraxacum officinale Deschampsia flexuosa Equisetum silvaticum Agrosti3 tenuis Dryopteris austriaca ssp . dilatata Vaccinium myrtillus ) Catharinaea undulata , die als Fraxino-Carpinion-Verbands-Kermart gilt , ist im Weserbergland auch in den frischen Ausbildungen der Melica-Buchenwälder regelmäßig anzutreffen .
III III III III III III III III III III III III III III III III III III9 III III III III III Trautmann : Eggegebirge .
Egge TL 330m NN Oesamtdiagramm Abb .
Pollendiagramme der Eggemoore I und II . ( Zeichenerklärung vgl . Abb . 6 ) .
Trautmann : Eggegebirge .
Teildiagramm des Eggemoores I . ( Zeichenerklärung vgl . Abb . 6 . )
Im folgenden Sommer 1932 vermauserte der Falke verhält- nismäßig gut .
Im Gesamteindruck war der Vogel wesentlich dunkler geworden , das Gefieder hatte sich also der normalen Färbung der weiblichen Turmfalken genähert .