| { | |
| "date_scraped": 1733219127, | |
| "url": "https://de.wikipedia.org/wiki/Ilke_Wyludda", | |
| "content": "Ilke Wyludda am 13. September 1988 bei derVerabschiedung der Olympiastarter in Ost-Berlin\n\nIlke Wyludda ) war eine deutsche Diskuswerferin. Sie war Olympiasiegerin der Spiele 1996 in Atlanta.\n\nVon den 1980er-Jahren bis zum Ende des 20. Jahrhunderts gehörte sie zur Weltspitze, wobei sie bis zu deren Ende für die DDR startete.\n\nIlke Wyludda betrieb zunächst neben dem Diskuswurf auch das Kugelstoßen und gewann 1985 bei den Junioreneuropameisterschaften in Cottbus neben dem Titel im Diskuswurf auch die Silbermedaille im Kugelstoßen. Ihre 1986 aufgestellten Jugendbestleistungen sind gültige Jugendweltbestleistungen.\n\nSpäter konzentrierte sie sich auf den Diskuswurf. In einem inoffiziellen Qualifikationswettkampf der DDR-Spitze erzielte sie mit 75,36 m die drittbeste je erzielte Weite , verlor aber gegen die spätere Olympiasiegerin Martina Hellmann und verpasste damit auch die Olympiateilnahme in Seoul 1988. Ihre im gleichen Sommer erzielte Weite von 74,40 m ist gültiger Juniorenweltrekord.\n\nAb 1989 bestimmte sie mit Siegen im Welt- und Europacup und bei den Europameisterschaften die Weltspitze mit. Nach einem Einbruch bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona und Verletzungen begann 1994 eine neue Erfolgsserie, die nach ihrem Olympiasieg 1996 durch eine neuerliche lange Verletzungspause beendet wurde, wodurch sie in der Saison 1997 ganz ausfiel. Danach gelang ihr ein Comeback, allerdings ohne Medaillenränge bei relevanten internationalen Wettbewerben.\n\nIlke Wyludda startete in der DDR für den SC Chemie Halle , später für den LAC Chemnitz. Sie trainierte zunächst bei Siegfried Eichfeld, später bei Gerhard Böttcher. Sie war 1,84 m groß und wog in ihrer aktiven Zeit 97 kg. Nach ihrer Sportlerkarriere wurde sie Diplom-Sportlehrerin für Therapie-Rehabilitation und Behindertensport-Physiotherapeutin. Später absolvierte sie das Studium der Medizin, wurde Ärztin und arbeitete als Anästhesistin.\n\nAm 9. Dezember 2010 musste sich Wyludda einer Amputation des rechten Unterschenkels unterziehen, nachdem sich eine offene Wunde durch Bakterien infiziert hatte und eine Sepsis auslösten.\n\n2012 startete sie bei den Sommer-Paralympics 2012 in London in der Klasse F58. Sie erreichte im Diskuswurf Platz 9 und im Kugelstoßen Platz 5 mit deutlich verbessertem deutschen Rekord von 10,23 m. Im Jahr darauf startete sie in Lyon zu den Weltmeisterschaften und konnte ihre eigenen deutschen Rekorde auf 11,05 m im Kugelstoßen und 29,91 m im Diskuswurf verbessern.\n\n2014 kam es zu einer Regeländerung im Wurf sitzend. Seitdem startete Wyludda in der Startklasse F57. Die Änderung erforderte viele Neuerungen im Bewegungsablauf. Bei den Europameisterschaften 2014 in Swansea gewann sie ihre ersten Medaillen im Behindertensport und erreichte mit 10,46 m im Kugelstoßen und 27,87 m im Diskuswurf zwei neue deutsche Rekorde.\n\nIm Rahmen der Gala der Deutschen Sporthilfe zur Auszeichnung des Juniorsportlers des Jahres am 14. Oktober 2017 in Köln wurde Wyludda zu ihrem Karriereende verabschiedet.\n\nIlke Wyludda starb am 1. Dezember 2024 im Alter von 55 Jahren in Halle an den Folgen einer schweren Krankheit.\n\n1928: Polen 1919 Halina Konopacka |\n1932: Vereinigte Staaten 48 Lillian Copeland |\n1936: Deutsches Reich NS Gisela Mauermayer |\n1948: Frankreich 1946 Micheline Ostermeyer |\n1952: Sowjetunion 1923 Nina Romaschkowa |\n1956: Tschechoslowakei Olga Fikotová |\n1960: Sowjetunion 1955 Nina Ponomarjowa |\n1964: Sowjetunion 1955 Tamara Press |\n1968: Rumänien 1965 Lia Manoliu |\n1972: Sowjetunion 1955 Faina Melnik |\n1976: Deutschland Demokratische Republik 1949 Evelin Schlaak |\n1980: Deutschland Demokratische Republik 1949 Evelin Jahl |\n1984: Niederlande Ria Stalman |\n1988: Deutschland Demokratische Republik 1949 Martina Hellmann |\n1992: Kuba Maritza Martén |\n1996: Deutschland Ilke Wyludda |\n2000: Belarus 1995 Elina Swerawa |\n2004: Russland Natalja Sadowa |\n2008: Vereinigte Staaten Stephanie Brown Trafton |\n2012: Kroatien Sandra Perković |\n2016: Kroatien Sandra Perković |\n2020: Vereinigte Staaten Valarie Allman |\n2024: Vereinigte Staaten Valarie Allman\n\nListe der Olympiasieger in der Leichtathletik\n\n1938: Gisela Mauermayer |\n1946: Nina Dumbadse |\n1950: Nina Dumbadse |\n1954: Nina Ponomarjowa |\n1958: Tamara Press |\n1962: Tamara Press |\n1966: Christine Spielberg |\n1969: Tamara Danilowa |\n1971: Faina Melnik |\n1974: Faina Melnik |\n1978: Evelin Jahl |\n1982: Zwetanka Christowa |\n1986: Diana Sachse |\n1990: Ilke Wyludda |\n1994: Ilke Wyludda |\n1998: Franka Dietzsch |\n2002: Ekaterini Vongoli |\n2006: Darja Pischtschalnikowa |\n2010: Sandra Perković |\n2012: Sandra Perković |\n2014: Sandra Perković |\n2016: Sandra Perković |\n2018: Sandra Perković |\n2022: Sandra Perković |\n2024: Sandra Elkasević" | |
| } |