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Gib mir nur 10 Keywords bestehend aus bis zu zwei Wörtern für den folgenden Text in deiner Antwort zurück: [['Christentumsgeschichte (Frankreich)', 'Französische Geschichte (13. Jahrhundert)', 'Historische christliche Bewegung', 'Häresiegeschichte (Mittelalter)', 'Pantheismus'], 'Die Amalrikaner (mittellateinisch "Amauriani", französisch "Amauriciens") waren eine religiöse Bewegung des frühen 13. Jahrhunderts in Frankreich, die sich auf die theologischen Lehren des 1205/1206 gestorbenen Magisters Amalrich von Bena berief. Inwieweit sie tatsächlich Amalrichs Position vertraten, ist unklar. Den Kern bildete eine Gruppe von Klerikern, die an der Universität von Paris an Amalrichs Unterricht teilgenommen hatten. Sie verbreiteten nach seinem Tod ihre Ideen in weiten Kreisen und wandten sich in der altfranzösischen Volkssprache an die Laien. Damit popularisierten sie eine theologische Thematik, die gewöhnlich nur von Gelehrten in mittellateinischer Sprache erörtert wurde. Nach wenigen Jahren machten sie sich mit ihrem Auftreten verdächtig; die Anführer wurden 1210 verhaftet, als Häretiker kirchlich verurteilt und großenteils auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. In den frühen 1210er Jahren wurde die Bewegung anscheinend durch die Verfolgung vollständig ausgelöscht.', 'Da die Schriften der Amalrikaner vernichtet wurden, können ihre Lehren nur aus den Angaben der Gegner und einem überlieferten amalrikanischen Gebet rekonstruiert werden. Ihre Theologie und Naturphilosophie war pantheistisch. Sie meinten, Gott sei immer und überall in allem auf dieselbe Weise anwesend und wirksam. Von dieser Überzeugung ausgehend lösten sie sich von dem kirchlichen Dogma einer einzigartigen geschichtlichen Offenbarung Gottes in Christus. Unter „Auferstehung“ und „Himmelreich“ verstanden sie nichts anderes als die befreiende Erkenntnis der Wahrheit, unter „Hölle“ den Zustand der Unwissenheit. Wer die Wahrheit erkannt habe, der ersetze Glauben und Hoffnung durch Wissen und benötige die kirchlichen Sakramente nicht mehr. Das Heil erlange der Mensch durch die Einsicht, dass Gott in ihm und allen anderen ebenso wie in Christus Gestalt angenommen habe. Mit diesen Thesen formulierten sie eine radikale Alternative zur damals herrschenden kirchlichen Lehre.', 'Der historische Verlauf.', 'Amalrich von Bena und seine Lehrtätigkeit.', 'Der Gründer oder zumindest Inspirator der Gruppe war Amalrich von Bena (lateinisch Amalricus de Bena, französisch Amaury de Bène, auch Amalrich von Chartres). Er stammte aus dem Dorf Bène im Gebiet von Chartres, wurde wohl um 1140/1150 geboren und erhielt wahrscheinlich in Chartres seine erste Ausbildung. Entweder schon dort oder später an der Pariser Universität eignete er sich eine gründliche Kenntnis der Sieben Freien Künste "(septem artes liberales)" an. In Paris erwarb er den Grad eines Magister artium und damit die Qualifikation, in der Fakultät der Freien Künste zu lehren. Zuvor muss er bereits die niederen Weihen empfangen haben. An der Pariser Universität absolvierte er auch ein Theologiestudium, das er wohl mit dem Grad eines Magisters der Theologie abschloss. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde er zum Priester geweiht. Als Lehrer genoss er einen ausgezeichneten Ruf, insbesondere auf dem Gebiet der Logik. Daher machte ihn König Philipp II. Augustus anscheinend zum Erzieher seines 1187 geborenen ältesten Sohnes und Thronfolgers, der später als Ludwig VIII. die Herrschaft antrat. Jedenfalls stand Amalrich zumindest zeitweilig dem Kronprinzen nahe.', 'Mit seinem sehr unkonventionellen Denken und seinem Widerspruchsgeist erregte Amalrich bei seinen Kollegen Anstoß; auch durch seine Lehrweise unterschied er sich von ihnen. Anscheinend lehrte er nicht an der theologischen Fakultät, sondern an der Fakultät der Freien Künste. Dennoch befasste er sich in seinem Unterricht auch mit theologischen Fragen. Dabei scheute er sich nicht, den traditionellen Konsens zu verlassen und allein gegen alle eine gewagte Außenseitermeinung zu vertreten. Er scharte einen großen Schülerkreis um sich.', 'Der zeitgenössische Geschichtsschreiber Guillelmus Brito berichtet von einem Konflikt, der schon zu Amalrichs Lebzeiten wegen der kühnen theologischen Behauptungen des eigenwilligen Magisters ausgebrochen sei. Nach der Darstellung des Guillelmus stieß Amalrich mit seinen Thesen auf den Widerspruch aller anderen Theologen. Da er nicht nachgegeben habe, sei der Fall Papst Innozenz III. vorgetragen worden. Amalrich sei nach Rom gereist, um seine Lehre dort zu verteidigen, doch habe der Papst sein Urteil gegen ihn gefällt. Nach seiner Rückkehr sei Amalrich von der Universität gezwungen worden, einen Widerruf zu leisten, doch habe er sich nur zum Schein von seinen Überzeugungen abgewandt. Die Niederlage habe ihn schwer getroffen, bald danach sei er tödlich erkrankt. Ob dieser Bericht glaubwürdig ist, ist in der Forschung umstritten. Dagegen spricht das Schweigen mancher anderer Quellen, in denen nicht davon die Rede ist, dass das kirchliche Lehramt schon vor dem Tod des Magisters eingeschritten sei. Daher verdient der Bericht des Guillelmus nach der Einschätzung von Ludwig Hödl keinen Glauben; Amalrich sei in Wirklichkeit bis zu seinem Tod unbehelligt geblieben. Anderer Meinung sind Johannes M. M. H. Thijssen und Paolo Lucentini. Sie halten die Überlieferung für vertrauenswürdig und sehen in dem Vorgang den ältesten dokumentierten Fall eines Lehrbeanstandungsverfahrens an der Pariser Universität. Da Amalrich 1205 oder 1206 starb, dürfte der Konflikt, falls er tatsächlich stattfand, um 1204/1205 ausgebrochen sein und die Verurteilung der „Irrlehre“ wohl 1205/1206 erfolgt sein.', 'Die Entstehung und Ausbreitung der amalrikanischen Bewegung.', 'Ob schon zu Amalrichs Lebzeiten eine zumindest locker organisierte Gruppe bestand, die seiner Lehre folgte, ist unbekannt. Jedenfalls lebte sein Gedankengut nach seinem Tod in der Schar seiner Schüler und Anhänger, der „Amalrikaner“ "(Amauriani)", fort. Der Kern der Gruppe, die sich offenbar organisatorisch konsolidierte, bestand aus Klerikern, darunter Magister der Universität, doch beschränkte sich die Bewegung nicht auf Gebildete. Die Amalrikaner traten aus dem engen Bereich der lateinischsprachigen Gelehrtenwelt, in dem sich ihr Lehrmeister bewegt hatte, heraus und bemühten sich mit beträchtlichem Erfolg, breitere Kreise für ihre Ideen zu gewinnen. Zu diesem Zweck wandten sie sich in der französischen Volkssprache an die Bevölkerung. Sie verbreiteten die neue Lehre in der Kirchenprovinz Sens, zu der neben dem Erzbistum Sens die Bistümer Auxerre, Chartres, Meaux, Nevers, Orléans, Paris und Troyes gehörten, sowie in den Bistümern Amiens und Langres. Amalrikanische Theologen, die in Paris studiert hatten, wurden Landseelsorger und trugen die Botschaft in ihre Pfarreien; Prediger waren vielerorts unterwegs. Dass diese Tätigkeit gefährlich war, war ihnen bewusst; aus den Angaben der Quellen geht hervor, dass sie einerseits große Resonanz suchten und unter den Ungebildeten starken Zuspruch fanden, andererseits aber heimlich und vorsichtig vorgehen mussten. Auch Frauen schlossen sich der Bewegung an. Von der Bevölkerung wurden die Amalrikaner auch "Beginen" und "Papelarden" genannt; offenbar setzte man sie mancherorts mit den Beginen und Begarden gleich, einer damals noch jungen spirituellen Strömung, die ebenfalls als Alternative zur herkömmlichen, gängigen religiösen Praxis wahrgenommen wurde. Zur schnellen und weiten Verbreitung des neuen Gedankenguts trug der Umstand bei, dass die Amalrikaner im Ruf der Ehrenhaftigkeit "(honestas)" und einer von Charakterstärke geprägten Lebensweise "(vitae gravitas)" standen. Eine hierarchische Organisation scheint bei ihnen nicht bestanden zu haben, doch gab es Wortführer "(maiores)", die anleitende und lehrende Funktionen übernahmen und die Botschaft als Prediger verkündeten.', 'Unklar ist, inwieweit die Thesen der Amalrikaner der authentischen Doktrin Amalrichs entsprachen. Es gab Handbücher, in denen die Lehre des verstorbenen Initiators der Bewegung systematisch dargestellt wurde "(summe de doctrina Amalrici)". Sie bildeten die theoretische Grundlage, aber anscheinend nicht im Sinne einer starr fixierten Dogmatik; vielmehr kam es nach Amalrichs Tod, der eine gravierende Zäsur darstellte, zu einer Weiterentwicklung und neuen Akzentsetzungen. Guillelmus Brito berichtet, die Häretiker hätten nach dem Tod ihres Lehrmeisters „neue und unerhörte Irrtümer und teuflische Erfindungen ersonnen“.', 'Die Aufdeckung.', 'Über die Aufdeckung der amalrikanischen Aktivitäten durch das kirchliche Lehramt liegen zwei zeitgenössische Berichte vor: die Darstellung des Guillelmus Brito und eine ausführlichere Schilderung im "Dialogus miraculorum" "(Dialog über die Wunder)" des Zisterziensermönchs Caesarius von Heisterbach. Caesarius widmete in seinem Werk den Amalrikanern ein umfangreiches Kapitel, das er im Jahr 1223 verfasste.', 'Nach Guillelmus’ Angaben kam die Nachricht von der neuen Häresie auf verborgenem Weg dem Bischof von Paris, Peter von Nemours (Pierre II de la Chapelle), zu Ohren. Auch Guérin (Garinus), der Kanzler von Frankreich, der ein bedeutender Ratgeber König Philipps II. war, erfuhr davon. Die beiden Würdenträger beschlossen, einen Magister namens Radulf von Namur als Spitzel in die verdächtige Bewegung einzuschleusen. Radulf war nach Guillelmus’ Worten ein listiger und wahrhaft katholischer Mann, der es „auf wunderbare Weise“ schaffte, sich bei den Amalrikanern als einer der ihren auszugeben. So gelang es ihm, ihr Vertrauen zu gewinnen. Er suchte sie einzeln auf und brachte sie im vertraulichen Gespräch dazu, ihm ihre Geheimnisse zu enthüllen. Nachdem er genug Belastungsmaterial gesammelt hatte, denunzierte er seine Gesprächspartner. Sie wurden verhaftet und nach Paris gebracht.', 'Eine davon etwas abweichende und detailliertere, aber im Wesentlichen mit Guillelmus’ Angaben vereinbare Schilderung bietet Caesarius von Heisterbach. Er erzählt, ein Anhänger der Bewegung namens Wilhelm „der Goldschmied“ sei zu Radulf (hier Rudolf) von Namur gekommen und habe sich als Bote Gottes ausgegeben, um ihn für die Häresie zu gewinnen. Wilhelm habe behauptet, es beginne nun das neue Zeitalter des Heiligen Geistes, in dem die kirchlichen Sakramente ihre Bedeutung verlören. Der Heilige Geist werde sich hauptsächlich durch sieben Männer offenbaren, von denen er, Wilhelm, einer sei. Überdies habe Wilhelm versucht, die Gunst Philipps II. zu erlangen, indem er prophezeit habe, dem König von Frankreich würden im
1. Christentumsgeschichte (Frankreich) 2. Französische Geschichte (13. Jahrhundert) 3. Historische christliche Bewegung 4. Häresiegeschichte (Mittelalter) 5. Pantheismus 6. Amalrikaner 7. Magister Amalrich von Bena 8. Theologische Thematik 9. Kirchliche Verfolgung 10. Alternative zur kirchlichen Lehre
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Gib mir nur 10 Keywords bestehend aus bis zu zwei Wörtern für den folgenden Text in deiner Antwort zurück: [['Division (United States Army)', 'Gegründet 1917', 'Militärischer Verband im Ersten Weltkrieg (Vereinigte Staaten)', 'Militärischer Verband im Irakkrieg', 'Militärischer Verband im Vietnamkrieg', 'Militärischer Verband im Zweiten Weltkrieg (Vereinigte Staaten)', 'Vereinigte Staaten im Kalten Krieg'], 'Die 4th Infantry Division () ist ein Großverband der United States Army. Das Hauptquartier der rund 16.000 Mann starken Division befindet sich in Fort Carson im US-Bundesstaat Colorado. Das Motto des Verbandes lautet: "Steadfast and Loyal", was den deutschen Begriffen „standhaft und treu“ entspricht. Sie wurde seit ihrer Aufstellung 1917 bei fast allen militärischen Konflikten der Vereinigten Staaten eingesetzt und ist seit ihrer letzten Umstrukturierung kein herkömmlicher Infanterieverband mehr, sondern vielmehr eine Panzerdivision mit einer eigenen Heeresfliegerbrigade.', 'Die 4. US-Infanteriedivision diente in ihrer Geschichte oft als Experimentalverband für neue Einsatzkonzepte und Verbandsstrukturen. So war sie als eine der ersten Infanteriedivisionen der Army motorisiert, erprobte als erster Verband das Gefecht der verbundenen Waffen und wurde als weltweit erste komplett digitalisiert. Sie war auch einer der ersten Verbände der Army, bei denen die Heeresreform von 1997 mit dem Konzept einer standardisierten modularen Brigadestruktur ("Brigade Combat Teams", „Kampfbrigaden“) vollständig umgesetzt wurde.', 'Für die Division sind zwei Spitznamen gebräuchlich, zum einen "Iron Horse", zu deutsch „Dampfross“, und zum anderen "Ivy Division", deutsch „Efeudivision“. Dieser Spitzname und das Abzeichen der Division leiten sich aus einem mehrfachen Wortspiel ab, da die römische Schreibweise der Divisionskardinalzahl „IV“ im Englischen homonym zum Wort "ivy" (, englisch für Efeu) ausgesprochen wird. Diese Anspielung auf die Zahl „Vier“ und das Efeublatt finden sich im Wappen der Division wieder, in dem ein stilisiertes Kreuz mit vier Efeublättern dargestellt ist. In einer weiteren Doppelbedeutung wird durch die Pflanzensymbolik des Efeus im Abzeichen das Motto der Division, Beständigkeit und Treue, wiederholt.', 'Geschichte.', 'Aufstellung.', 'Die 4. US-Infanteriedivision wurde nach dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg im Zuge der Aufrüstung am 10. Dezember 1917 in Camp Greene, North Carolina, als Karree-Division unter dem Kommando von Major General George H. Cameron komplett neu aufgestellt. Dabei wurde nicht auf bereits vorhandene Einheiten zurückgegriffen. Die Division umfasste etwa 32.000 Mann und setzte sich zu Beginn aus folgenden Verbänden zusammen:', 'Erster Weltkrieg.', 'Die Division wurde Anfang Juni 1918 im Rahmen des amerikanischen Expeditionskorps ("American Expeditionary Forces") unter General John J. Pershing nach Frankreich verlegt, dort zunächst aufgeteilt und verschiedenen französischen Infanteriedivisionen zugeordnet. Während der Gegenoffensive aus dem Wald von Villers-Cotterêts (ab 18. Juli 1918) wurden die aufgeteilten Brigaden der Division bei der französischen 6. Armee im Raum La Ferté-Milon und am Clignon-Abschnitt als Reserve eingesetzt.', 'St. Mihiel-Offensive.', 'Die Vereinigten Staaten setzten anschließend durch, dass ihre Streitkräfte eigenständig neben denen der europäischen Alliierten, Frankreich und dem Vereinigten Königreich, operieren durften. Im August 1918 wurde die Division wieder als eigenständiger Verband zusammengefasst und der neu aufgestellten 1. US-Armee unterstellt. Am 12. September 1918 hatte der Verband seinen ersten Kampfeinsatz in der Schlacht von St. Mihiel. Die 4. Division unter Generalmajor John L. Hines bildete als Teil des V. US-Korps im Rahmen einer Zangenoperation die linke Zange und sollte das östlich gelegene IV. US-Korps im Rücken der deutschen Stellungen treffen. Durch diese Bewegung sollten die Deutschen im Raum St. Mihiel eingekesselt werden. Der Angriff begann am 15. September, als die 8. Infanteriebrigade Manheulles einnahm. Die deutschen Einheiten konnten ihren Frontvorsprung nicht halten und es gelang den amerikanischen Verbänden, in dieser Schlacht den gegnerischen Frontvorsprung zugunsten der Entente zu begradigen.', 'Maas-Argonnen-Offensive.', 'Am 26. September 1918 begann die letzte große Schlacht des Ersten Weltkrieges, die Maas-Argonnen-Offensive. Ziel der Alliierten war die Eroberung der Stadt Sedan an der Maas, da sich dort mehrere für die deutschen Truppen lebensnotwendige Versorgungslinien trafen.', 'Im Schutz der Dunkelheit konnten die amerikanischen Korps am 26. September unbemerkt ihre Bereitstellungsräume für den Angriff im Raum St. Mihiel einnehmen. Das III. US-Korps einschließlich der 4. US-Infanteriedivision hielt die rechte östliche Flanke des Frontabschnitts, links daneben ging das V. US-Korps in Stellung. Innerhalb des Abschnitts des III. Korps nahm die 33. US-Infanteriedivision den rechten, die 80. US-Infanteriedivision den zentralen und die 4. US-Infanteriedivision mit der 79. US-Infanteriedivision des V. Korps an ihrer Seite den linken Sektor ein. Der Angriff führte durch ein schmales Tal, die 7. Brigade durchquerte es zügig und erreichte die äußerste Verteidigungslinie von Cuisy um neun Uhr. Trotz des entschlossenen Widerstands der deutschen Truppen konnten diese den Ort nicht halten. Am Ende des Tages verlegte die 4. Division ihr Hauptquartier nach Cuisy.', 'Die Schlacht dauerte vom 27. September bis zum 3. Oktober an, ohne dass der Verband nennenswerte weitere Fronteinbrüche erzielte, während das von Trommelfeuer zerfurchte Gebiet das Heranführen von Nachschub und Truppen zunehmend erschwerte. Die zweite Phase der Schlacht zielte in Richtung Brieulles und begann, als die vordersten Truppen endlich ausreichend versorgt werden konnten. Am 4. Oktober verließ die 8. Brigade ihre Schützengräben und griff im dichten Nebel an. Als sich dieser legte, nahmen die deutschen Truppen sie von drei Seiten ins Kreuzfeuer. Trotz schwerer Verluste konnte sich die Brigade in Bois de Fays festsetzen. In den nächsten vier Tagen erlitt die Division weitere hohe Verluste durch schweren Artillerie- und Gasbeschuss. Die 8. Brigade wurde zurückgezogen und durch die 7. Brigade ersetzt. Am 9. Oktober setzte der Verband den Angriff auf Befehl Pershings fort und konnte bis zum 12. Oktober das Gebiet um Bois de Foret einnehmen und sichern. Am 13. Oktober wurde die Division von der 3. US-Infanteriedivision abgelöst und bis zum 19. Oktober von der Front zurückgezogen.', 'Am 10. Oktober wurde Generalmajor George H. Cameron von Generalmajor John L. Hines als Interimskommandeur des III. Korps abgelöst. Cameron übernahm wieder das Kommando über die 4. US-Infanteriedivision. Die Division wurde der 2. US-Armee unterstellt und in Lucey stationiert. Am 22. Oktober übernahm Cameron ein neues Kommando in den Vereinigten Staaten und wurde zwischenzeitlich durch den Kommandeur der 7. Brigade, Brigadier General Benjamin A. Poore ersetzt. Am 31. Oktober 1918 übernahm dann Generalmajor Mark L. Hersey das Kommando.', 'Bei der Unterzeichnung des Waffenstillstands am 11. November 1918 war die 4. US-Infanteriedivision der einzige amerikanische Verband, der sowohl im britischen als auch im französischen Frontabschnitt zum Einsatz gekommen war. Die Verluste der Division betrugen 2611 Tote und 9895 Verwundete.', 'Besatzungszeit in Deutschland und Demobilisierung.', 'Das Deutsche Reich musste sein Militär aus allen Gebieten westlich des Rheins abziehen und amerikanische Truppen besetzten das Zentrum dieser Gebiete bis zum Brückenkopf Koblenz. Die "Ivy Division" legte in einem 15-tägigen Eilmarsch 330 Meilen (etwa 531 km) zurück, begab sich auf deutsches Territorium und richtete ihr Hauptquartier in Bad Bertrich ein. Dort fungierte sie als Besatzungsmacht und wurde im April 1919 ins nördliche Rheinland verlegt. Im Juli 1919 kehrte sie zurück nach Frankreich, um am 13. Juli zurück in die Vereinigten Staaten eingeschifft zu werden. Sie wurde in Fort Lewis im US-Bundesstaat Washington stationiert, bis sie am 20. September 1921 im Rahmen des "Reorganization Act" von 1920 demobilisiert wurde.', 'Neuaufstellung und Zweiter Weltkrieg.', 'Am 1. Juni 1940 wurde die 4. US-Infanteriedivision in Fort Benning im US-Bundesstaat Georgia unter dem Kommando von Major General Walter E. Prosser als Triangulare Division (drei Infanterieregimenter anstatt vier) neu aufgestellt. Am 1. August wurde sie gemäß dem "Table of Organization and Equipment" (deutsch: „Stärke- und Ausrüstungsnachweisung“) des Kriegsministeriums zu einer motorisierten Infanteriedivision umgewidmet, entsprechend reorganisiert und gemeinsam mit der ebenfalls umorganisierten 2. US-Panzerdivision (ehemals 2. US-Kavalleriedivision) dem I. US-Panzerkorps unterstellt. Nach dem Abschluss dieser Umstrukturierung wurde sie in Dry Prong im US-Bundesstaat Louisiana stationiert, wo sie mit intensiven Ausbildungsmaßnahmen begann und die neue taktische Ausrichtung verinnerlichte.', 'In den 1930er-Jahren waren im Kriegsministerium neue Theorien des kombinierten Kampfes verschiedener Waffengattungen (Gefecht der verbundenen Waffen) entwickelt worden. In der Zeit von 1941 bis 1943 diente die "Ivy Division" an verschiedenen Standorten als Experimentalverband, um diese Theorien in zahlreichen Manövern und unterschiedlichen militärischen Großverbandsstrukturen zu erproben und so die Grundlagen einer modernen Gefechtsführung mit verbundenen Waffen in der Praxis zu entwickeln. Im September wurde sie nach Camp Gordon Johnson in Carabelle, Florida, verlegt, um dort amphibische Landungen zu üben. Die nun motorisierte 4. US-Infanteriedivision setzte sich aus folgenden Verbänden zusammen:', 'Landung in der Normandie.', 'Am 18. Januar 1944 wurde die Division nach Großbritannien verlegt, um sich auf die geplante "Operation Overlord" – die Landung der Alliierten in der Normandie – vorzubereiten.', 'Obwohl der Küstenabschnitt schwieriges Gelände bot, hatte sich das alliierte Oberkommando für eine Landung in der Normandie entschieden, weil der Atlantikwall dort lange nicht so stark ausgebaut war wie im Gebiet um Calais und man davon ausging, dass das militärische Überraschungsmoment dort am größten sein würde. Aufgrund der Truppenkonzentrationen der Wehrmacht glaubte man auf alliierter Seite, dass die Deutschen eher mit einer Landung an der engsten Stelle zwischen England und Frankreich rechneten.', 'Am 6. Juni 1944 ging die Division unter Major General Raymond Barton im Rahmen des VII. Korps während der größten amphibischen Landungsoperation aller Zeiten in ihrem Abschnitt "Utah Beach" an Land. Die erste Welle erreichte jedoch 1800 Meter südlich des geplanten Landeabschnitts das Ufer. Dies war die Folge einer starken seitlichen Strömung, welche die Landungsboote nach Süden abdrängte. Da die Kü
- 4th Infantry Division - United States Army - Erster Weltkrieg - Vietnamkrieg - Zweiter Weltkrieg - Panzerdivision - Besatzungsmacht - Amphibische Landung - Gefecht der verbundenen Waffen - Operation Overlord
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Gib mir nur 10 Keywords bestehend aus bis zu zwei Wörtern für den folgenden Text in deiner Antwort zurück: [['Albulabahn', 'Albulatal', 'Bahnstrecke im Kanton Graubünden', 'Spurweite 1000 mm'], 'Die Albulabahn, auch Albulalinie oder Albulastrecke genannt, liegt im Schweizer Kanton Graubünden und verbindet Thusis () am Hinterrhein mit dem Kurort St. Moritz () im Engadin. Die 61,67 Kilometer lange Strecke, die mit ihren 144 Brücken mit einer Spannweite über zwei Metern und 42 Tunnels und Galerien zu den spektakulärsten Schmalspurbahnen der Welt gehört, ist Bestandteil des sogenannten Stammnetzes der Rhätischen Bahn (RhB).', 'Der Bau der Albulalinie wurde im September 1898 begonnen, die Eröffnung fand am 1. Juli 1903 statt. Die Verlängerung bis St. Moritz ging zum 10. Juli 1904 in Betrieb.', 'Am 7. Juli 2008 wurden die Albula- und die Berninabahn in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.', 'Strecke.', 'Die Albulalinie beginnt in Thusis, wo sie an die 1896 erstellte Bahnstrecke Landquart–Thusis anschliesst und deren Kilometrierung fortführt. Hinter dem Bahnhof Thusis überquert die Strecke den Hinterrhein sowie die Autobahn A13 und tritt in die Schinschlucht ein, wo sie zahlreiche Brücken und Tunnel passiert. Nach der Station Solis, acht Kilometer von Thusis entfernt, wird die Albula ein erstes Mal auf dem 89 Meter hohen Soliser Viadukt überquert. Sie ist die höchste Brücke der Rhätischen Bahn und der am weitesten gespannte Viadukt der Albulabahn.', 'Zwischen Tiefencastel und Filisur führt die Strecke über den 35 Meter hohen und 137 Meter langen Schmittentobelviadukt, bis sie kurz vor Filisur den 65 Meter hohen Landwasserviadukt erreicht. Sie verläuft in einem Kreisbogen von nur 100 Metern Radius und führt auf der gegenüberliegenden Felswand direkt in einen Tunnel.', 'Im Bahnhof Filisur mündet die Zubringerstrecke von Davos Platz in die Albulabahn. Zwischen Filisur und Bergün überwindet die Strecke 292 Höhenmeter und führt durch den ersten Kehrtunnel. Zwischen Bergün und Preda folgt der technisch anspruchsvollste Abschnitt der Albulabahn: Um die Höhendifferenz von 417 Metern zwischen Bergün und Preda – bei nur 6,5 Kilometern Luftlinie – zu überwinden ohne zu starke Steigungen oder Radien zu erzwingen, wurde die Strecke durch Kunstbauten auf zwölf Kilometer verlängert. Dies geschieht unter anderem mit Hilfe von drei Spiraltunneln, zwei Kehrtunneln und vier talquerenden Viadukten. Unmittelbar nach Verlassen des Bahnhofs Bergün steigt die Strecke wieder mit 35 Promille an. Durch die genannten Kunstbauten überquert die Strecke mehrfach sich selbst. Der Abschnitt Preda–Bergün wird dem bahntechnisch interessierten Publikum zudem durch einen Bahnerlebnisweg Lehrpfad näher gebracht.', 'Beim Weiler Naz bei Preda verläuft die Strecke auf einer kurzen Hochebene, wo seit Ende der 1990er Jahre ein etwa ein Kilometer langes Doppelspurstück existiert. Gleich nach der Station Preda, mit 1789 Metern über Meeresspiegel die höchste Station der Albulabahn, liegt das Nordportal des Albulatunnels. Nach dessen Durchquerung und der Station Spinas erreicht die Strecke im Val Bever über ein Gefälle von bis zu 32 Promille bei Bever das Oberengadin. Hier mündet die Engadinerlinie aus Scuol-Tarasp ein. Im Bahnhof Samedan zweigt die Strecke nach Pontresina ab, die dort auf die Berninabahn nach Tirano trifft. Die Albulastrecke führt über Celerina nach St. Moritz, dem Endpunkt.', 'Ursprünglich war geplant, die Strecke über den Malojapass bis nach Italien zu verlängern, dort sollte sie Anschluss an die Bahnstrecke Colico–Chiavenna erhalten. Der Bahnhof St. Moritz ist deshalb als Durchgangsbahnhof angelegt. Während auf der Schweizer Seite die Planungen für die Strecke durch das Bergell weit fortgeschritten waren, gab es auf der italienischen Seite ab der Grenze bei Castasegna nur vage Absichtserklärungen. Der Erste Weltkrieg und die darauf folgende wirtschaftliche Rezession verhinderten das Vorhaben. Heute verkehrt auf dieser Route eine grenzüberschreitende Postautolinie.', 'Geschichte.', 'Vorgeschichte.', 'Bis 1890 war der Südosten der Schweiz von Eisenbahnen nur schlecht erschlossen. Den Transitverkehr zog die Gotthardbahn an sich, so dass der Bau von transalpinen Strecken in Graubünden nicht wirtschaftlich erschien. Erst der Erfolg der 1890 von der "Schmalspurbahn Landquart–Davos AG" (LD) eröffneten Bahnstrecke Landquart–Davos Platz brachte die Wende. Die LD änderte 1895 ihren Namen in Rhätische Bahn (RhB) und zwei Jahre später entschied das Bündner Volk bei einem Urnengang, die RhB zur Bahn des Kantons zu machen. Dies schuf die Voraussetzungen für den schnellen Bau weiterer Strecken, die grosse Teile Graubündens erschliessen sollten.', '1890 stellte der Davoser Hotelier Willem Jan Holsboer Gutachten vor, die eine sogenannte Scalettabahn von Chur über Davos und durch einen Tunnel unter dem Scalettapass nach St. Moritz und weiter über den Malojapass ins italienische Chiavenna vorsahen. Zu Gunsten der Trassenführung durch den Albulatunnel musste Holsboer später auf die Planung der Scalettabahn verzichten. Der Zürcher Bahnpionier Adolf Guyer-Zeller präsentierte 1895 die Idee einer Engadin-Orient-Bahn, die Chur via Thusis und das Engadin über den Ofenpass mit dem Vinschgau und Triest verbinden sollte. Zeller liess sie als Normalspurbahn projektieren, die die Unterquerung der Albula-Alpen durch einen zwölf Kilometer langen Tunnel von der Einmündung des Val Tisch bis ins Inn-Tal unterhalb von Bever vorsahen. Als Ofenbergbahn hätte die Engadin-Orient-Bahn die Verbindung ins Val Müstair schlagen sollen. Erst am 30. Juni 1898 entschloss sich die Schweizer Bundesversammlung endgültig für den Bau der Albulabahn und damit gegen eine Normalspur-Transitbahn und eine ebenfalls in Erwägung gezogene Strecke über den Julierpass.', 'Bau.', 'Nach dem Bau der Bahnstrecke Landquart–Thusis begann die Rhätische Bahn am 15. Oktober 1898 mit der Trassierung der Albulabahn. Anders als die gut zehn Jahre später von St. Moritz nach Tirano gebaute und schon bei der Eröffnung durchgehend elektrifizierte Berninabahn wurde die Albulabahn noch für Dampftraktion konzipiert und sollte, anders als die Berninabahn, für Gütertransporte nutzbar sein. Die damaligen Dampflokomotiven waren noch nicht sehr leistungsstark und daher wurde, um möglichst hohe Geschwindigkeiten erreichen zu können, die maximale Steigung auf 35 Promille begrenzt und der Kurvenradius möglichst gross gehalten. So reizt die Albulabahn zugunsten einer grösseren Effizienz die technischen Möglichkeiten einer Adhäsionsbahn nicht aus.', 'Ein solcher Baustil erforderte eine Vielzahl von Kunstbauten. Dabei wurden die Viadukte ausschliesslich in Massivbauweise errichtet. Als besonders problematisch erwies sich die Steigung zwischen Bergün und Preda, wo auf fünf Kilometer Luftlinie über 400 Meter Höhendifferenz zu überwinden sind. Um die maximal festgelegte Steigung einzuhalten, ersann der Bauleiter Friedrich Hennings eine verschlungene Linienführung, die das Trassee auf zwölf Kilometer verlängerte. Zwei Wende- und drei Spiraltunnel sowie eine Anzahl Brücken bewältigten diese Aufgabe, indem sie die Strecke wie eine Schraube in die Höhe drehten. Besonders der Bau des 660 Meter langen Rugnux-Spiraltunnels bereitete auf diesem Streckenabschnitt Probleme, denn das vier Grad kalte Bergwasser erschwerte die Tätigkeit der Arbeiter. Eine weitere Schwierigkeit war die Sicherung der Strecke vor Lawinen und Steinschlag – insbesondere im oberen Albulatal zwischen Bergün und Naz. Dazu wurden mehrere Galerien und Lawinenverbauungen errichtet. Schwerpunkt war dabei die vollständige Sicherung des Steilhangs (von circa 1500 Meter Seehöhe bis hinauf auf circa 2500 Meter, Breite circa 1,5 Kilometer) am Piz Muot (2670 Meter), dessen Hang drei breite, gefährliche Lawinen und Steinschlagzüge aufweist. Zur Absicherung wurden Trockenmauern, Metall-/Holzverbauungen, eine Galerie und ein Tunnel errichtet sowie eine grossflächige Aufforstung vorgenommen. Allein die Trockenmauern haben eine Gesamtlänge von rund elf Kilometern. Der Lawinenschutz am Piz Muot war bei seiner Errichtung die grösste Lawinenverbauung der Schweiz.', 'Hinter Preda entstand das Herzstück der Strecke, der 5866 Meter lange Albulatunnel, der die Wasserscheide zwischen Rhein und Donau einige Kilometer westlich des Albulapasses unterquert. Mit einem Kulminationspunkt von 1820 Metern über Meeresspiegel ist er der zweithöchste Alpendurchstich der Schweiz. Die Erstellung des Tunnels bereitete durch einbrechendes Wasser aussergewöhnliche Probleme, die zum Konkurs der Bauunternehmung führte. Beim Bau des Albulatunnels waren insgesamt 1316 Personen beschäftigt. Insgesamt gab es 16 tödliche Arbeitsunfälle. Am 29. Mai 1902, um 3:30 Uhr, erfolgte der Durchschlag der beiden Richtstollen mitten im Berg.', 'Am 1. Juli 1903 wurde der Abschnitt von Thusis nach Celerina eröffnet. Weil sich die RhB und die Gemeinde St. Moritz noch über den Standort des dortigen Bahnhofs einigen mussten, verzögerte sich die Einweihung des knapp drei Kilometer langen Reststücks bis zum 10. Juli 1904. Der Mangel an Kohle während des Ersten Weltkrieges veranlasste die RhB, die Elektrifizierung in Angriff zu nehmen. Am 20. April 1919 wurde mit dem Abschnitt Filisur–Bever das erste Teilstück der Strecke mit der auf der Engadinerlinie bewährten Wechselspannung von 11 kV 16 2/3 Hz elektrifiziert. Am 15. Oktober folgte der Restabschnitt Thusis–Filisur.', 'Weitere Entwicklung.', 'Seit 1930 fährt der Glacier-Express über die Albulabahn, nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Bernina-Express hinzu. Beide Züge begründeten als Aushängeschild der Rhätischen Bahn den legendären Ruf der Bahngesellschaft bei Eisenbahnfreunden in aller Welt.', 'Seitdem 1969 die Linie mit Streckenblock ausgerüstet wurde, kann der Zugbetrieb auf den meisten Stationen fernüberwacht werden. 2005 übernahm das Rail Control Center Landquart die Aufgaben des Fernsteuerzentrums Filisur.', 'Das Unterwerk Bever wurde 1973 modernisiert. 1980 wurde zwischen Surava und Alvaneu die 32 Meter lange Unterführung Pro Quarta erstellt, über die die Kantonsstrasse führt. Die sukzessive erweiterten Ausweichgleise der Stationen weisen heute sämtlich Längen über 260 Meter auf, was einem lokomotivbespannten Zug mit 13 vierachsigen Wagen entspricht. 1985 wurde die zwischen der Station Muot und Naz errichtete Maliera-Galerie erheblich erweitert. Die Verlängerung Richtung Bergün war erforderlich, um die Bahntrasse besser vor Lawinen und Steinschlag zu schützen. Seitdem besteht der obere alte Teil der Maliera-Galerie aus Mauerwerk, der untere neue aus Beton
1. Albulabahn 2. Albulatal 3. Bahnstrecke 4. Graubünden 5. Schmalspurbahn 6. UNESCO-Weltkulturerbe 7. Albula 8. Kunstbauten 9. Elektrifizierung 10. Glacier-Express
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 夕方の五時近くになり、別荘の周辺の遊歩道を散策するという女ども一行を見送った俺は、一人別荘に残りキッチンに立っていた。 「ああ、面倒だな」  明日以降は外食でも自炊でも勝手にやってもらうつもりだが、せめて今夜くらいはと、晩餐の支度に勤しんでいる。とはいえ普段同様、自分の腹を満たすくらいの簡単な料理ならともかく、客を迎えるような豪華なディナーを用意できるほどのノウハウがあるはずもない。  そこでオードブル各種は、馴染みのあるレストランに頼んで作ってもらった。あとはスーパーでそこそこ値の張る牛肉を始め様々な食材を調達してきたので、しゃぶしゃぶでスタートした後に、いろいろぶち込んで適当な寄せ鍋にしてしまえば上等だろう。  そんな風に、適当に食材を切り刻んでいた時だった。 「あの……私、お手伝いしましょうか?」  その控えめな音量の声音に顔を上げると、キッチンカウンターの向こうに松川さんがいた。 「もう、散歩はおしまいなの?」 「ちょっと空が曇ってきましたので、木葉ちゃんと一緒に引き返してきました」  木葉このはちゃん――は、元気な夏輝さんの名前だったな。頭で確認しつつ、聞いた。 「瑞月と高坂さんは?」 「まだ、お外です。二人で長い間、話していましたので、私と木葉ちゃんは先に……」 「あ、そう」  その取り合わせに、やや腑に落ちないものを感じた。といっても、単に高坂文水の「あの子たちとは仲良くない」という趣旨の発言に引っ張られているだけなのかもしれない。あれは特に、瑞月のことを言っていたような気がした。根拠はないけれども……。  まあ、女同士のことなんて、この俺にわかるわけがなかった。ああは言っていても、一緒に旅行に来るくらいには、親密な間柄ということなのだから。 「うわあっ、今夜のご馳走ですかぁ! 私もお手伝いしまーす!」  いつの間にか松川さんの隣にやって来て、高らかに声を上げたのは、もちろん夏輝さん。それにしても、無駄にテンションが高いな……。 「いや、みての通りキッチンのスペースも狭いし、ほとんど出来合いのものだから、やることもそんなにないんだ。手伝ってくれるとしても、一人で十分かな」 「じゃあ、お兄さん。どちらを助手に指名しますか?」  と、夏輝さんに聞かれた。  ええ、それ俺が決めるの? 対照的な二人を眺め、一瞬、考えてみるが。一人を選べと言うなら、この場合悩むまでもなかった。 「じゃあ、松川さんにお願いします」 「ええっ、どーしてぇ!」  思いの外、大きく不満を現わした夏輝さんのリアクションに焦り、慌ててフォローする。 「えっと……夏輝さんは後で呼ぶから、配膳を手伝ってよ」 「了解ラジャー! じゃあ、つっちー。お兄さんの助手、お願いね」 「うん、木葉ちゃん」  なんとか話がまとまり、ほっと息をついた。こんな些細なことで逐一気をもんでいたら、二週間も身が持たないな。明日からは、なるべく関わらないようにしたいものだ。 「では、なにをやりましょう」 「うーん、そうだな。松川さん、シーザーサラダ作ったことは?」 「あります」 「よかった。じゃあ、お願いするね」 「はい!」  あれ? さっきより明るくなったような気がするけど、気のせいかな。しばらく松川さんと肩を並べて、夕食の準備をしていると。 「あの――」 「なにか、足りない?」 「いえ、そうではなくて。その……さっきは、どうして私の方を選んでくださったのですか?」 「どうしてって、別に……」  その二択のことなら、はっきり言ってしまえば消去法だ。明るくていい子なのはわかるが、テンションの高い夏輝さんでは相手をするだけで疲れてしまう。殊に俺のように孤独を愛する人間にとっては、そうなのだ。  その点、松川さんなら黙々と作業してもらえそうだったから、と理由はそれだけなんだけど、流石にそのまま伝えるわけにはいかないだろう。 「なぜ、そんなこと聞くの?」 「だって……普通は誰でも、木葉ちゃんの方がいいに決まっていますから」 「いや、それは人によるんじゃないかな」 「いいえ、絶対そうなんです。木葉ちゃんは明るくて、かわいいし――ううん、木葉ちゃんだけじゃありません。瑞月ちゃんは、もちろん。文水さんだって、すごく綺麗な人ですし――なのに、私だけが」 「あの……松川さん、一体どうしたの?」  急に興奮を露わにした彼女は、今にも泣きだしそうな顔を俺に向けた。 「ご、ごめんなさい……」 「いや、いいんだけどさ」 「私、自分に自信が持てないんです。だから、なにか上手くいきそうになった時でも、つい不安になってしまって……。コンタクトが苦手だから、今時こんな度の強い眼鏡をかけて、みんなに比べてあか抜けなくて地味なのはわかってるんです」  突如として、彼女のネガティブなスイッチが入ってしまった要因は、まるで見当もつかない。だが、俺の抱いた率直な感想は、どうも伝えておいたほうがよさそうだ。 「その眼鏡、とても似合ってるけどなあ」 「え?」 「眼鏡だけじゃなく、松川さんはとても魅力的だと思うよ」 「そ、そんなっ……」  背けた顔。その頬が、みるみると紅く染まる。そんな姿を見て、俺はつい言ってしまうのだった。 「さっきの質問の答えだけど。松川さんのようなタイプの方が、落ち着けると思った。だから君に一緒にいてほしくて、俺は松川さんを選んだんだよ」  我ながら、歯の浮くような言葉にゾッとする。しかし、その言葉により強い衝撃を受けたのは、目の前にいる彼女の方だった。 「ああっ……!」 「え、ちょっと――!」  よろめいた松川さんの身体を、咄嗟に抱きしめてしまった。 「だ……大丈夫?」 「え、ええ……軽い、めまいですから」  松川さんはそう返事をすると、両手を背中に回し更にしっかりと抱きついてくる。そうなったことで、彼女の胸部が意外なほど、ふくよかであることを、俺は思いしって――。 「あ、あのさ……そんなに、くっつかれたら……!」  どことは言及しないが、身体の一部が急激な変化を起こそうとしているのを実感。それを悟られまいと、彼女の両肩に手を置き身体を引き離そうとした時だ。  松川さんは眼鏡のレンズ越しに、漆黒の潤んだ瞳で俺を一心に見つめる。そして―― 「滅茶苦茶にして……」  は……?  俺の頭が真っ白になった、その次の瞬間だ。 「あの……滅茶苦茶にして、しまいました。……サラダを」 「へ? サ、サラダ……?」  下方に向かった彼女の視線に促されて足元を見ると、サラダを作っていたボウルがひっくり返っているのがわかった。  一体、なんなんだよ……。彼女の言動も行動も心理も、なにひとつとして理解できる気がしない。  とりあえず自ら落ち着かせるように、ふっとため息をついた。 「材料はまだあるから、一緒に作り直そうか」 「はい」  それでも、松川土埜の少し恥ずかしそうな、それでいて嬉しそうな顔を見られたことについては、やはり悪くない気がしてしまうのである。 translate entire chapter as it is, every sentence as it is, re write like how a human writes a web novel, use simple English, 8th standard readability
As the evening approached around five o'clock, I waved goodbye to the group of girls who were going for a walk in the vicinity of the villa. I stayed back at the villa and was in the kitchen, preparing dinner for tonight. "Ah, what a hassle." I was planning to let the girls handle their meals from tomorrow onwards, whether they chose to eat out or cook for themselves. But at least for tonight, I thought I should prepare something special for everyone. Although I don't have the expertise to make a luxurious dinner, I could at least try my best. I decided to order various appetizers from a familiar restaurant to save some efforts. Additionally, I bought a variety of ingredients like high-quality beef from the supermarket so that I could make a simple hotpot tonight. As I was chopping the ingredients casually, I heard a soft voice. "Um... Can I help you?" When I looked up, I saw Matsukawa-san standing across the kitchen counter. "Is your walk already over?" "The sky started to get cloudy, so I came back with Kiba-chan." Kiba Konomi-chan was the energetic summer girl. I asked Matsukawa-san about the other girls. "And Mitsuki and Takasaka-san?" "They're still outside. They were talking for a long time, so Kiba-chan and I came back first..." "Oh, I see." For some reason, it felt a bit strange to have Mitsuki and Takasaka-san talking for so long since they apparently weren't that close. But, that was just a matter between the girls, and I don't really know much about it. "Wow, is this tonight's feast? I'll help too!" The cheerful voice belonged to Konomi-chan, who always seemed to be in high spirits. "No, it's fine. We only have a small kitchen space, and I have everything under control. If I need any help, I'll just ask one person." "Alright then, big brother. Who would you choose to be your assistant?" Both Matsukawa-san and Konomi-chan stared at me, waiting for an answer. I hesitated for a moment, but ultimately chose the person I felt more comfortable being with. "I'd like Matsukawa-san to help me." "Eh, why!?" Konomi-chan looked disappointed. I quickly tried to appease her. "Well, Konomi-chan, I'll ask for your help later, with setting the table, okay?" "Roger that! Come on, Tsuchiya, help the big brother properly." "Sure, Kiba-chan." After that brief interaction, I sighed in relief. I don't think I can keep handling these situations for the next two weeks. I just wanted to stay out of their affairs as much as possible starting tomorrow. "Now then, Matsukawa-san. What should we do first?" "Um... I can make the Caesar salad." Great, that was one thing off my list. As we worked side by side, Matsukawa-san suddenly asked me a question. "Why did you choose me to help you earlier?" I hesitated for a moment before answering. "It's just because I thought you would be more composed and focused while working." "Compared to Kiba-chan? But she's cute, and lively." I replied, trying to explain my reasoning. "True, but I find you very charming and easy to work with, Matsukawa-san." She blushed, stammering as she spoke. "You really... think so?" I looked at her, and for a moment, I felt guilty for causing her to feel this way. But then, she hugged me suddenly. "Please... make a mess with me." "What?" Just as I thought things couldn't get any weirder, I looked down to find the Caesar salad we were preparing had spilled all over the floor. "Well then... let's make another one together." Matsukawa-san smiled sheepishly but happily, and we started over again. Even though I couldn't quite understand her actions and emotions, seeing her happy face made everything worth it.
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Give me a glimpse of this phrase: ¿Por que es importante mantener los limpiaparabrisas de tu carro en buen estado?
This phrase is in Spanish and translates to "Why is it important to keep your car's windshield wipers in good condition?" It suggests that maintaining the windshield wipers of your car is crucial, and the phrase is likely part of a larger discussion or article on car maintenance. It emphasizes safety and the importance of clear visibility while driving, especially during rainy or snowy weather conditions. By keeping the windshield wipers in good condition, drivers can avoid potential accidents and enjoy a smoother, safer driving experience.
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Rekomendasi film
Sebagai AI, saya tidak memiliki preferensi pribadi atau pandangan subjektif. Namun, saya dapat memberikan beberapa rekomendasi film yang populer beberapa waktu lalu, seperti: 1. Parasite (2019) 2. Joker (2019) 3. Avengers: Endgame (2019) 4. Once Upon a Time in Hollywood (2019) 5. The Irishman (2019) 6. Marriage Story (2019) 7. The Farewell (2019) 8. Little Women (2019) 9. Ford v Ferrari (2019) 10. Knives Out (2019)
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كيف تكون أكثر انضباطًا
هناك العديد من الطرق التي يمكن اتباعها لتكون أكثر انضباطًا، ومنها: 1. تحديد الأهداف ووضع خطط لتحقيقها ومتابعتها بانتظام. 2. الالتزام بجدول زمني وعدم التخلي عنه. 3. التركيز على ما هو مهم وإدارة الوقت بشكل فعال. 4. تنظيم مكان العمل وإبقائه نظيفاً ومنظماً. 5. وضع أولويات والتركيز على الأولويات العالية. 6. التخلص من العوائق والانشغالات التي تشتت الانتباه. 7. الالتزام بالتوقيت لتنفيذ المهمات والانجازات المحددة. 8. الحفاظ على نظام غذائي صحي. 9. تطوير نمط حياة صحي ورياضي وتخصيص وقت كافٍ لممارسة التمارين الرياضية. 10. تعلم التنفس العميق وتقنيات الحفاظ على الهدوء في الوقت المناسب.
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Gib mir nur 10 Keywords bestehend aus bis zu zwei Wörtern für den folgenden Text in deiner Antwort zurück: [['Aarau', 'Ehemalige Hauptstadt (Schweiz)', 'Gegründet in den 1240er Jahren', 'Hauptort eines Kantons (Schweiz)', 'Ort an der Aare', 'Ort im Kanton Aargau', 'Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton Aargau', 'Schweizer Gemeinde', 'Stadtrechtsverleihung 1283'], 'Aarau, im schweizerdeutschen Ortsdialekt, ist eine Mittelstadt und Einwohnergemeinde im Schweizer Kanton Aargau. Sie ist Hauptort dieses Kantons und gleichzeitig des Bezirks Aarau. Die Stadt liegt 39 Kilometer südöstlich von Basel, 38 km westlich von Zürich, 67 km nordöstlich von Bern (jeweils Luftlinie) und ist Teil der Nordwestschweiz.', "Die Stadt am rechten Ufer der Aare liegt am Nordrand des Schweizer Mittellandes und am Übergang zum Jura-Gebirge. Die westliche Stadtgrenze bildet gleichzeitig die Grenze zum Kanton Solothurn. Aarau zählt über 21'000 Einwohner und ist damit die bevölkerungsreichste Gemeinde des Kantons. In der engen Agglomeration wohnen rund 80'000 Personen, im Wirtschaftsraum Aarau gut 220'000.", 'Zwischen 1240 und 1250 von den Grafen von Kyburg gegründet, erhielt Aarau im Jahr 1283 von den Habsburgern das Stadtrecht. Ab 1415 war Aarau eine Untertanenstadt Berns und nach Einführung der Reformation im Jahr 1528 einer der Tagsatzungsorte der Eidgenossenschaft. Von März bis September 1798, im ersten Jahr der Helvetischen Republik, war Aarau die erste Hauptstadt der Schweiz. Seit 1803 ist Aarau Kantonshauptstadt und erfüllt seither als bedeutendes Verwaltungs-, Handels- und Dienstleistungszentrum zahlreiche zentralörtliche Funktionen. 2010 wurde das benachbarte Rohr eingemeindet.', 'Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Schlössli, heute Teil des Stadtmuseums Aarau und der Obere Turm aus dem 13. Jahrhundert, die spätgotische Stadtkirche, das Rathaus und die Altstadt mit barocken Giebelhäusern und spätgotischen Häuserreihen.', 'Geographie.', 'Stadtgliederung und Landschaft.', 'Die Aarauer Altstadt steht auf einem Felskopf aus Kalkstein, der auf zwei Seiten steil abfällt, in die Flussniederung des Aaretals vorstösst und dadurch eine Engstelle bildet. Neuere Stadtquartiere erstrecken sich auf der östlich und südlich an diesen Felskopf anschliessenden Hochterrasse sowie beidseits der von Westen nach Osten fliessenden Aare. Der Fluss bildet die Grenze zwischen zwei unterschiedlich geprägten Landschaften, dem Schweizer Mittelland auf der Südseite und dem Kettenjura auf der Nordseite. Im Norden steigt das Gelände steil zum Hungerberg an, der an seiner Nordflanke vom Rombachtal begrenzt wird. Gegen Süden hin steigt die Hochterrasse allmählich zu den bewaldeten Hügelzügen Distelberg und Gönhard an, die zugleich die natürliche Grenze zum Suhrental bilden. Im Westen verläuft im Roggenhausertal und im Schachen die Grenze zum Kanton Solothurn.', 'Durch zwei schmale Inseln wird die Aare in zwei Flussarme getrennt. Westlich der Kettenbrücke liegt die 2,3 Kilometer lange Schacheninsel, östlich davon die 1,9 Kilometer lange Zurlindeninsel. Beide Inseln sind durchschnittlich 50 bis 100 Meter breit und entstanden durch das Ausbaggern von Gewerbekanälen. Von Südosten nach Nordwesten fliesst der Stadtbach, ein im 13. Jahrhundert angelegter künstlicher Wasserlauf. Ursprünglich durch das an mehreren Stellen an die Oberfläche tretende Grundwasser, heute auch von Suhre, Uerke und einigen Seitenbächen gespeist, durchquert er die Stadt und mündet nach vier Kilometern in die Aare. Östlich der Suhre, die bis 2009 die Gemeindegrenze zu Rohr bildete, erstreckt sich eine ausgedehnte Schotterebene. Sie ist von zahlreichen kleinen Wasserläufen durchzogen, ehemaligen Seitenarmen der einst stark mäandrierenden Aare. Nördlich von Rohr wurde 2008/09 der Hochwasserschutzdamm auf rund 900 Metern Länge zurückversetzt, um durch Überschwemmungen die einstige Flussauenlandschaft wieder entstehen zu lassen. Diese war bis in die 1930er Jahre aufgrund der Kanalisierung der Aare sukzessive zurückgedrängt worden.', 'Die Gesamtfläche der Gemeinde beträgt 1234 Hektaren. Davon sind 400 Hektaren bewaldet und 614 Hektaren überbaut. Die angrenzenden Gemeinden im Kanton Aargau sind Erlinsbach AG im Nordwesten, Küttigen im Norden, Biberstein im Nordosten, Rupperswil im Osten, Buchs und Suhr im Südosten sowie Unterentfelden im Süden. Im Westen liegen im Kanton Solothurn die Gemeinden Eppenberg-Wöschnau und Erlinsbach SO. Die höchste Stelle ist mit der Hungerberg an der Grenze zu Küttigen, der tiefste Punkt liegt auf am Ufer der Aare nordöstlich von Rohr. Das Siedlungsgebiet von Buchs, der beiden Erlinsbach, Küttigen und Suhr ist mit jenem von Aarau zusammengewachsen.', 'Klima.', 'Aarau liegt in der gemässigten Klimazone. Prägend für das Klima sind einerseits Winde aus westlichen Richtungen, die oft Niederschlag heranführen, andererseits die Bise (Ost- oder Nordostwind), die meist mit Hochdrucklagen verbunden ist, aber in allen Jahreszeiten kühlere Witterungsphasen verursacht als im Mittel zu erwarten wären. Der in den Alpentälern und am Alpenrand wichtige Föhn zeigt im Normalfall keine besonderen klimatischen Auswirkungen auf Aarau.', 'Die nächstgelegene Messstation von MeteoSchweiz befindet sich in der Nachbargemeinde Buchs auf einer Höhe von Für die Normalperiode 1991–2020 beträgt die Jahresmitteltemperatur 10,0 °C. Der kälteste Monat ist der Januar mit durchschnittlich 1,2 °C, der wärmste der Juli mit 19,4 °C. Es gibt durchschnittlich 14,0 Hitzetage über 30 °C und 14,1 Eistage unter 0 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt rund 920 mm, wobei besonders in den drei Sommermonaten aufgrund der Konvektion höhere Mengen gemessen werden als während der übrigen Jahreszeiten. Das Maximum wird im Mai, Juli und August mit je 98 mm erreicht, das Minimum im Februar mit 53 mm.', 'Geschichte.', 'Vorgeschichte und Antike.', 'In Aarau wurden verschiedene Spuren einer Besiedlung während der Jungsteinzeit gefunden, darunter eine kleine Siedlung auf dem Hungerberg. Beim heutigen Bahnhof existierte am Ende der Bronzezeit (etwa um 1000 v. Chr.) eine weitere Siedlung, bei Rohr existierten mehrere Getreidelager. Für die Latènezeit lässt sich zwar keine Besiedlung nachweisen, doch bündelten sich auf Aarauer Gemeindegebiet Wege von den Jurapässen Benkerjoch, Salhöhe und Schafmatt zu einem gemeinsamen Übergang der Aare.', 'Die Römer nutzten den Aarauer Raum ab dem 1. Jahrhundert v. Chr. als Verkehrsknotenpunkt. Der Verlauf der Bahnhofstrasse entspricht ungefähr jenem der Römerstrasse zwischen dem Legionslager Vindonissa (Windisch) und der Stadt Aventicum (Avenches). Hier dürfte sich eine Mansio befunden haben, während im östlichen Bereich der späteren Altstadt eine Siedlung existierte. 1976 fanden Taucher in der Aare Teile einer Brücke, welche die Verbindung zu den Jurapässen herstellte. Besonders die Salhöhe, über die Augusta Raurica erreicht werden konnte, scheint eine wichtige Rolle gespielt zu haben. Eine Nebenstrasse führte ostwärts zum Vicus Lindfeld bei Lenzburg, untergeordnete Wege ins Suhrental und ins Wynental. Es gab mehrere Gutshöfe in der Nachbarschaft, beispielsweise auf dem Kirchberg bei Küttigen und bei Oberentfelden. 1919 fand man bei Bauarbeiten auf dem Areal des Kantonsspitals zahlreiche Terra-Sigillata-Keramikgefässe aus dem 2. und 3. Jahrhundert.', 'Im Jahr 259 durchbrachen die Alamannen den Obergermanisch-Raetischen Limes, erst zwei Jahrzehnte später konnten die Römer die Kontrolle über das Gebiet zurückerlangen. Die dezimierte Bevölkerung zog weg und drängte sich andernorts in befestigte Kastelle. Auf dem Aarauer Felskopf entstand zur rückwärtigen Sicherung des Donau-Iller-Rhein-Limes eine Warte. Zu Beginn des 5. Jahrhunderts zogen sich die Römer endgültig zurück.', 'Entstehung der Stadt.', 'Die Alamannen begannen sich zu Beginn des 7. Jahrhunderts dauerhaft niederzulassen und gründeten eine dörfliche Siedlung, die mehrere hundert Jahre später den Namen «zen Husen» (bei den Häusern) trug und aus der sich die Vordere Vorstadt entwickelte. Im Oberholz am Distelberg wurde im 9. Jahrhundert Eisenerz abgebaut. Im 10. und 11. Jahrhundert entstand im heutigen Telliquartier, an einer Furt über die Aare, eine Kirche, deren Reste 1936 bei Bauarbeiten zum Vorschein kamen und 1959/60 genauer untersucht wurden. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts scheint die Kirche sorgfältig abgetragen worden zu sein, nur das Fundament blieb erhalten. Um 1236/37 entstand das Schlössli, eine Turmburg am Rande eines weiteren Siedlungsschwerpunktes. Dieser gehörte zu Beginn des 13. Jahrhunderts zusammen mit Buchs und Rohr zu einem von Suhr aus verwalteten Twing. Landesherren waren die Kyburger, die im Jahr 1173 das Erbe der Lenzburger angetreten hatten und sowohl über die Blutgerichtsbarkeit als auch über die niedere Gerichtsbarkeit verfügten.', 'Zwischen 1240 und 1250 gründeten die Kyburger Grafen Hartmann IV. und Hartmann V. auf dem Felskopf über der Aare die Stadt Aarau. Der früheste Beleg des Ortsnamens stammt aus dem Jahr 1248 "(Arowe)". Er setzt sich zusammen aus dem Flussnamen Aare (in den ältesten Belegen "Arula, Arola, Araris") und dem Wort Au (mhd. "ouwe," ahd. "ouwa" ‚Land am Wasser‘). Der älteste gesicherte Hinweis auf das Bestehen einer städtischen Siedlung stammt aus dem Jahr 1256. Vierzehn Jahre später wurde das Kloster St. Ursula gegründet, eine Filiale des Damenstiftes Schänis. Der «Turm Rore» diente als Sitz des kyburgischen Amtsmannes. Im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts entstand auch der Vorgängerbau der Stadtkirche, Aarau blieb aber bis 1568 Teil der Grosspfarrei Suhr.', '1263 erlosch das Geschlecht der Kyburger. Agnes von Kyburg, die keine männlichen Verwandten mehr hatte, verkaufte 1273 die gesamten Ländereien an ihren Patenonkel Rudolf I. von Habsburg. Am 4. März 1283 hielt er in Luzern einen Hoftag ab. Dabei bestätigte er das bereits geltende Marktrecht und verlieh Aarau zusätzlich das Stadtrecht. Es basierte auf dem Stadtrecht Winterthurs von 1264, beinhaltete aber einige Einschränkungen. So durften die Aarauer den Schultheissen vorerst nicht selbst bestimmen. 1301 gaben sie sich eine autonome Satzung. 1337 erreichten die Stadtbürger bei Herz
Aarau, Kanton Aargau, mittelalterliche Stadt, Aare, Stadtgeschichte, Sehenswürdigkeiten, Landschaft, Klima, Stadtgründung
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Gib mir nur 10 Keywords bestehend aus bis zu zwei Wörtern für den folgenden Text in deiner Antwort zurück: [['Tierischer Rekord', 'Urkiefervögel'], 'Der Afrikanische Strauß ("Struthio camelus") ist eine Vogelart aus der Familie der Strauße und ist nach dem eng verwandten Somalistrauß der größte lebende Vogel der Erde. Während er heute nur noch in Afrika südlich der Sahara heimisch ist, war er in früheren Zeiten auch in Westasien beheimatet. Für den Menschen war der Strauß wegen seiner Federn, seines Fleisches und seines Leders seit jeher von Interesse, was in vielen Regionen zur Ausrottung des Vogels führte.', 'Merkmale.', 'Die Männchen des Straußes sind bis zu 250 Zentimeter hoch und haben ein Gewicht bis zu 135 Kilogramm. Weibchen sind kleiner: Sie sind 175 bis 190 Zentimeter hoch und 90 bis 110 Kilogramm schwer.', 'Die Männchen, Hähne genannt, haben ein schwarzes Gefieder. Davon setzen sich die Schwungfedern der Flügel und der Schwanz weiß ab. Die Weibchen, Hennen genannt, tragen dagegen ein erdbraunes Gefieder; Flügel und Schwanz sind bei ihnen heller und haben eine weißlichgraue Farbe. Das Jugendkleid ähnelt dem Aussehen des Weibchens, ohne die charakteristische Absetzung von Flügeln und Schwanz. Frisch geschlüpfte Küken sind dagegen rehbraun, ihr Daunenkleid weist dunkle Tupfen auf. Die Daunen des Rückengefieders sind igelartig borstig aufgestellt. Die nackten Beine sowie der Hals sind je nach Unterart grau, graublau oder rosafarben. Beim Männchen leuchtet die Haut während der Brutzeit besonders intensiv.', 'Der Strauß hat einen langen, überwiegend nackten Hals. Der Kopf ist in Relation zum Körper klein. Die Augen sind mit einem Durchmesser von 5 Zentimetern die größten aller Landwirbeltiere. Das Becken der Strauße ist ventral durch eine Schambeinfuge ("Symphysis pubica") geschlossen. Dies ist nur bei straußenartigen Vögeln so. Es wird von den drei spangenartigen Beckenknochen (Darmbein, Sitzbein, Schambein) gebildet, zwischen denen große Öffnungen bestehen, die durch Bindegewebe und Muskulatur verschlossen sind. Der Strauß hat sehr lange Beine mit einer kräftigen Laufmuskulatur. Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt etwa 70 km/h; eine Geschwindigkeit von 50 km/h kann der Strauß etwa eine halbe Stunde halten. Als Anpassung an die hohe Laufgeschwindigkeit besitzt der Fuß, einzigartig bei Vögeln, nur zwei Zehen ("Didactylie"). Zudem können die Beine als wirkungsvolle Waffen eingesetzt werden: Beide Zehen tragen Krallen, von denen die an der größeren, inneren Zehe bis zu 10 cm lang ist.', 'Skelett.', 'Das Brustbein trägt wie bei allen Straußenartigen keinen Brustbeinkamm. Dadurch wirkt es platt und flach wie ein Floß (lateinisch "Ratis"), weshalb diese Vogelgruppe auch als Ratiten bezeichnet wird. Wie alle Vögel besitzt der Strauß einen vollständigen Schultergürtel. Eine Besonderheit ist die starke Verschmelzung von Rabenbein ("Os coracoideum") und Schlüsselbein ("Clavicula"), zwischen denen lediglich ein ovales Loch offen bleibt. Die Flügel sind für Laufvögel recht groß, aber wie bei allen Laufvögeln nicht zum Fliegen geeignet. Das Eigengewicht eines Straußes liegt weit über dem Gewicht, das es einem Vogel noch ermöglichen würde, sich in die Luft zu erheben. Die Flügel dienen stattdessen zur Balz, zum Schattenspenden und zum Halten des Gleichgewichts beim schnellen Laufen. Als einziger rezenter Vogel hat der Strauß an allen drei Fingern Krallen.', 'Stimme.', 'Zu den typischsten Lautgebungen des Straußes gehört ein Ruf des Männchens, der dem Brüllen eines Löwen ähnelt. Ein tiefes „bu bu buuuuu huuu“ wird mehrmals wiederholt. Der Laut wird bei der Balz und beim Austragen von Rangstreitigkeiten ausgestoßen. Daneben sind Strauße beiderlei Geschlechts zu pfeifenden, schnaubenden und knurrenden Lauten in der Lage. Nur junge Straußenküken geben auch melodischere Rufe von sich, die dazu dienen, das Muttertier auf sich aufmerksam zu machen.', 'Verbreitung und Lebensraum.', 'Das natürliche Verbreitungsgebiet des Straußes ist Afrika, insbesondere Ost- und Südafrika. Ausgestorben ist er auf der Arabischen Halbinsel, in Westasien sowie in Afrika nördlich der Sahara.', 'Strauße leben in offenen Landschaften wie Savannen und Wüsten. Sie bevorzugen Habitate mit kurzem Gras und nicht zu hohem Baumbestand; wo das Gras höher als einen Meter wächst, fehlen Strauße. Gelegentlich dringen sie in Buschland vor, bleiben dort aber nicht lange, da sie an schneller Fortbewegung gehindert werden und dort nicht weit blicken können. Reine Wüsten ohne Vegetation eignen sich nicht als ständiger Lebensraum, werden aber auf Wanderungen durchquert. Weil Strauße ihren gesamten Flüssigkeitsbedarf aus der Nahrung beziehen können, benötigen sie keinen Zugang zum Wasser, und lange Trockenperioden sind ebenfalls kein Problem für sie.', 'Afrikanische Strauße wurden erstmals 1869 nach Australien eingeführt, weitere Importe folgten in den 1880er Jahren. Mit den importierten Straußen sollten in Australien Farmen für die Belieferung der Modeindustrie mit Federn aufgebaut werden. Bereits vor der Jahrhundertwende gab es verwilderte Strauße, deren Ansiedlung auf einigen Farmen gezielt gefördert wurde. 1890 lebten 626 Strauße in der Nähe von Port Augusta und der Stadt Meningie, 1912 betrug die Zahl 1.345 Individuen. Nachdem die Nachfrage nach Straußenfedern nach Ende des Ersten Weltkrieges zusammenbrach, kam es zu weiteren Freilassungen, die Zahl der ausgewilderten Strauße ist jedoch nicht bekannt. Im australischen Bundesstaat Western Australia konnten sich Strauße freilebend nicht etablieren, in New South Wales vermehrten sich in den Regionen, in denen Strauße ausgewildert wurden, diese Strauße in den ersten Jahren, der Bestand blieb dann über einige Zeit stabil und nahm dann stetig ab. In vielen Regionen, in denen Strauße über mehrere Jahre lebten, waren sie in der Mitte des 20. Jahrhunderts wieder verschwunden. Nördlich von Port Augusta gab es in den 1970er Jahren noch einen Bestand von 150 bis 200 Straußen. Während der langanhaltenden Dürre von 1980 bis 1982 starben die meisten dieser Vögel. Nach 1982 wurden dort nur noch 25 bis 30 Strauße gezählt.', 'Mit der Unterart "Struthio camelus camelus" wurden im 20. Jahrhundert in Vorderasien partiell Aussiedlungsversuche unternommen. Eine Population lebt im Mahazat-as-Sayd-Schutzgebiet in Saudi-Arabien, eine weitere im Reservat Hai Bar in Israel.', 'Lebensweise.', 'Strauße sind tagaktive Vögel, die besonders in den Dämmerungsstunden aktiv sind. In Zeiten mit knappem Nahrungsangebot müssen sie große Wanderungen unternehmen und sind in der Lage, in der Mittagssonne zu wandern. Nachts ruhen sie, wobei sie für gewöhnlich die Hälse aufrecht und die Augen geschlossen halten. Nur für kurze Tiefschlafphasen werden Hals und Kopf auf das Rückengefieder oder auf den Boden gebettet.', 'Außerhalb der Brutzeit leben Strauße für gewöhnlich in lockeren Verbänden, die zwei bis fünf, in manchen Gegenden aber auch hundert und mehr Tiere umfassen können. In Wüstengegenden sammeln sich bis zu 680 Tiere um Wasserlöcher. Der Zusammenhalt der Straußenverbände ist locker, denn die Mitglieder der Gruppe kommen und gehen nach Belieben. Oft sieht man auch einzelne Strauße. Trotzdem gibt es innerhalb der Gruppen klare Hierarchien. Rangstreitigkeiten werden meistens durch Drohlaute und Drohgebärden geregelt; dabei werden Flügel und Schwanzfedern aufgestellt und der Hals aufrecht gehalten. Der rangniedrigere Vogel zeigt seine Unterwerfung, indem er den Hals U-förmig biegt und den Kopf nach unten hält; auch Flügel und Schwanz zeigen nach unten. Selten kann eine Rangstreitigkeit auch in einen kurzen Kampf münden.', 'Zur Fortpflanzungszeit lösen sich die losen Verbände auf und geschlechtsreife Männchen beginnen mit dem Sammeln eines Harems.', 'Ernährung.', 'Strauße sind vorwiegend Pflanzenfresser, nehmen gelegentlich aber auch Insekten und andere Kleintiere zu sich. Vorwiegend fressen sie Körner, Gräser, Kräuter, Blätter, Blüten und Früchte. Insekten, wie Raupen und Heuschrecken, sind nur Beikost. Bevorzugt wird Nahrung, die vom Boden aufgepickt werden kann. Nur ausnahmsweise werden Blätter oder Früchte von Sträuchern oder Bäumen abgelesen. Strauße können ihre Nahrung optimal verwerten, wofür ein 14 Meter langer Darm sorgt. Der Muskelmagen kann bis zu 1300 Gramm Nahrung aufnehmen. Um die Zerkleinerung der Nahrung zu fördern, schlucken Strauße Sand und Steine (Gastrolithen) und haben die Neigung, alle möglichen kleinen Objekte aufzupicken, die ähnliche Zwecke erfüllen könnten. In Straußenmägen wurden daher schon Münzen, Nägel und ähnliche Gegenstände gefunden. Bis zu 45 Prozent des Muskelmagen-Inhalts können solche als Verdauungshilfe geschluckten Materialien betragen.', 'Feinde.', 'Die wichtigsten Feinde des Straußes sind Löwen, Leoparden und Geparde. Indem sich Strauße meistens in Gruppen aufhalten, schützen sie sich durch gemeinsame Beobachtung vor der Gefahr. Dadurch verringert sich für den einzelnen Vogel das Risiko, als Beute auserwählt zu werden; zudem hat jedes Gruppenmitglied mehr Zeit zum Fressen. In den Savannen schließen sich Strauße oft den Herden von Zebras und Gazellen an, da diese Tiere wachsam nach denselben Raubtieren Ausschau halten.', '„Kopf im Sand“.', 'Eine alte Redensart besagt, dass der Strauß bei Bedrohung durch Feinde „den Kopf in den Sand steckt“. Tatsächlich rettet sich der Strauß, der sehr schnell laufen kann, meist durch Davonlaufen. Er ist aber auch in der Lage, sich mit einem gezielten Tritt zu verteidigen, der einen Löwen oder einen Menschen zu töten vermag. Vor allem brütende Strauße legen sich jedoch bei nahender Gefahr oft auf den Boden und halten Hals und Kopf dabei gerade ausgestreckt. Da aus der Ferne der flach am Boden liegende Hals nicht mehr zu sehen ist, könnte dieses Verhalten zu der Legende geführt haben. Denkbar wäre auch, dass man bei der Beobachtung von Straußen auf größere Distanz durch flirrende Luft über heißem Steppenboden einer optischen Täuschung erlegen ist. Bei diesem Effekt „verschwindet“ der Kopf grasender Strauße optisch für den entfernten Betrachter.', 'Fortpflanzung.', 'Rev
ierverhalten, Balz, Harem, Brutzeit, Geschlechtsreife, Eier, Küken, Aufzucht, Nest, Incubation.
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Gebe mir nur die Keywords des folgenden Textes in deiner Antwort zurück: Der Baumgarten-Bau in Karlsruhe ist der Amtssitz des Bundesverfassungsgerichts. Der in den Jahren 1965 bis 1969 am Botanischen Garten des Schlossgartens nach Plänen des Architekten Paul Baumgarten errichtete Baukomplex bestand aus ursprünglich fünf pavillonartigen Baukörpern mit Flachdächern, die um einen langen Verbindungsgang angeordnet sind. Der Gebäudekomplex weist eine Brutto-Grundfläche von gut 16.000 Quadratmetern auf. Die einzelnen quaderförmigen Bauteile des Baumgarten-Baus unterscheiden sich in der Höhe, umfassen jedoch wenige Geschosse. Die Form gepaart mit der Glas- und Stahlfassade verleiht dem Bauwerk eine sachlich-nüchterne Ästhetik und wird dem Stil der Moderne zugerechnet. Seit Mai 1969 dient der Baumgarten-Bau als Amtssitz, nachdem der erste Amtssitz von 1951 bis 1969, das Prinz-Max-Palais, aufgrund des wachsenden Raumbedarfs ausgedient hatte. In den Jahren 2005 bis 2007 erhielt der Komplex im Südwesten einen Erweiterungsbau, so dass das Ensemble von fünf auf sechs Bauwerke anwuchs. Das Bauwerksensemble steht seit der Einbindung des neugebauten Bürohauses unter Denkmalschutz.[1] Während umfassender Sanierungsarbeiten in den Jahren 2011 bis 2014 verlegte das Bundesverfassungsgericht übergangsweise seinen Dienstsitz in den Karlsruher Stadtteil Waldstadt. Im Baumgarten-Bau arbeiteten 2021 rund 260 Personen.[2]
Baumgarten-Bau, Karlsruhe, Amtssitz, Bundesverfassungsgericht, Architekt Paul Baumgarten, Baukomplex, pavillonartig, Flachdächer, Verbindungsgang, Brutto-Grundfläche, quaderförmig, Glas- und Stahlfassade, Moderne, Prinz-Max-Palais, Erweiterungsbau, Denkmalschutz, Sanierungsarbeiten, Waldstadt, Mitarbeiter.
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Gib mir nur 10 Keywords bestehend aus bis zu zwei Wörtern für den folgenden Text in deiner Antwort zurück: [['Asteroid vom Aten-Typ', 'Asteroid vom Typ C', 'Astronomisches Objekt (entdeckt 2002)'], '2002 AA29 ist ein sehr kleiner erdnaher Asteroid, der am 9. Januar 2002 durch die automatische Himmelsüberwachung LINEAR "(Lincoln Near Earth Asteroid Research)" entdeckt wurde. ', 'Der Durchmesser des Asteroiden beträgt nur zirka 50 bis 110 Meter. Er umkreist die Sonne auf einer der Erdbahn sehr ähnlichen, fast kreisförmigen Umlaufbahn. Sie verläuft zum größten Teil innerhalb der Erdumlaufbahn und kreuzt sie im sonnenfernsten Punkt des Asteroiden, dem Aphel. Er wird wegen dieser Umlaufbahn nach dem namensgebenden Asteroiden Aten als Aten-Typ klassifiziert. ', 'Eine weitere Besonderheit ist, dass seine mittlere Umlaufdauer um die Sonne exakt einem siderischen Jahr entspricht. Das bedeutet, dass er in Wechselwirkung mit der Erde steht, da eine solche Umlaufbahn nur unter bestimmten Voraussetzungen stabil ist. Bislang sind erst wenige derartige, in 1:1-Bahnresonanz mit der Erde wechselwirkende Asteroiden bekannt. Der erste war der 1986 entdeckte (3753) Cruithne. Asteroiden, die in 1:1-Resonanz mit einem Planeten stehen, werden auch "koorbitale Objekte" genannt, da sie der Bahn des Planeten folgen. 2002 AA29 gehört jedoch nicht zu den Trojanern, die die bekanntesten koorbitalen Asteroiden sind und sich in den Lagrangepunkten L4 und L5 des jeweiligen Planeten aufhalten. Er befindet sich vielmehr auf einer sogenannten Hufeisenumlaufbahn entlang der Erdbahn.', 'Umlaufbahn.', 'Bahndaten.', 'Wissenschaftler des Jet Propulsion Laboratory (JPL), der Athabasca University (Kanada), der Queen’s University in Kingston (Ontario, Kanada), der York University in Toronto und des Tuorlaobservatoriums der Universität von Turku in Finnland stellten schon kurz nach der Entdeckung durch LINEAR den ungewöhnlichen Orbit von 2002 AA29 fest, der durch Nachuntersuchungen am Canada-France-Hawaii Telescope auf Hawaii bestätigt wurde.', 'Seine Umlaufbahn befindet sich größtenteils innerhalb der Erdbahn im Gegensatz zu den Bahnen der meisten Asteroiden im sogenannten Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter oder noch weiter draußen außerhalb der Neptunbahn im sogenannten Kuipergürtel. Die Umlaufbahn ist der Erdumlaufbahn sehr ähnlich. Die mittlere Umlaufdauer beträgt ein siderisches Jahr und die mittlere Halbachse 0,993 AE. Die Umlaufbahn des Asteroiden ist nahezu kreisförmig und hat mit 0,012 eine noch geringere Exzentrizität als die Erdbahn mit 0,0167. ', 'Die zum Zeitpunkt der Entdeckung (im Jahr 2002) bekannten Asteroiden hatten im Durchschnitt eine wesentlich höhere Exzentrizität von 0,29. Auch die damals bekannten Asteroiden in 1:1-Resonanz mit der Erde wiesen stark elliptische Bahnen auf – die Exzentrizität von (3753) Cruithne beträgt beispielsweise 0,515. Die Bahn von 2002 AA29 war zum Zeitpunkt der Entdeckung einzigartig. Daher wurde der Asteroid oft auch als erster echter koorbitaler Begleiter der Erde bezeichnet, da die Bahnen der übrigen davor entdeckten Asteroiden der Erdbahn nicht sehr ähnlich sind. Die Bahnneigung gegen die Ekliptik (Bahnebene der Erde) von 2002 AA29 ist mit 10,7° moderat. Somit ist seine Bahn leicht gegen die der Erde verkippt, ansonsten würden beide Bahnen direkt aufeinander liegen.', 'Bahnform.', 'Im Gegensatz zu den Trojanern ist 2002 AA29 nicht an einem der beiden stabilen Lagrange-Punkte der Erdbahn (L4 oder L5) gefangen, sondern er bewegt sich von der Erde gesehen aus vor und zurück. Dabei scheint er sich der Erde von vorne zu nähern, beschreibt dann im Lauf von 95 Jahren einen (hinter der Sonne liegenden) Kreisbogen von fast 360° und nähert sich ihr schließlich von hinten. Daraufhin kehrt er seine Bewegung um und nähert sich der Erde nach weiteren 95 Jahren wieder von vorne. Die Form des Bogens erinnert an ein Hufeisen, daher der Name Hufeisenorbit für seine Umlaufbahn vom mit der Erde mitbewegten Bezugssystem aus gesehen. Bei der Bewegung entlang des Erdorbits windet er sich spiralförmig um diesen, wobei er für eine Spiraldrehung ein Jahr braucht. Dieses Verhalten verhindert auch, dass 2002 AA29 auf der Erde einschlägt. Diese Spiralbewegung im mit der Erde mitbewegten Bezugssystem kommt durch seine leicht von der Erdbahn abweichende Exzentrizität und Bahnneigung zustande, wobei der Unterschied in der Bahnneigung für den vertikalen und derjenige der Exzentrizität für den horizontalen Anteil der projizierten Spiralbewegung verantwortlich ist. ', 'Kommt 2002 AA29 der Erde von vorn (also in Umlaufrichtung der Erde) nahe, so wird er durch deren Anziehungskraft in einen geringfügig schnelleren, etwas näher an der Sonne liegenden Orbit befördert. Er eilt der Erde auf ihrer Bahn nun voraus, bis er sie nach 95 Jahren einmal fast überrundet hat und sich ihr nun von hinten nähert. Jetzt gerät er erneut unter ihren Gravitationseinfluss und wird so auf eine langsamere Umlaufbahn etwas weiter weg von der Sonne gehoben. Dadurch kann er nun nicht mehr mit der Geschwindigkeit der Erde mithalten, bis diese ihn nach 95 Jahren wieder von vorn erreicht. Die Erde und 2002 AA29 verfolgen sich also immer abwechselnd, kommen sich jedoch nie zu nahe. ', 'Zum Zeitpunkt seiner Entdeckung näherte sich 2002 AA29 der Erde von vorne und war im Morgenhimmel sichtbar. Am 8. Januar 2003 näherte sich der Asteroid der Erde von vorn bis auf 5,9 Millionen Kilometer, was seine größte Annäherung für fast ein Jahrhundert sein wird. Seit diesem Zeitpunkt eilt er ihr nun voraus, bis er sie von hinten eingeholt haben wird. Aufgrund der subtilen Wechselwirkung mit der Erde muss man jedoch nicht befürchten, dass dieser Asteroid wie andere Erdbahnkreuzer mit der Erde zusammenstoßen könnte. Berechnungen zeigen, dass er in den nächsten Jahrtausenden der Erde niemals näher als 4,5 Millionen Kilometer nahekommen wird, was etwa dem Zwölffachen des Erde-Mond-Abstands entspricht. ', 'Im Vergleich dazu nähert sich der größere koorbitale Begleiter (419624) 2010 SO16 nur auf den 50-fachen Mond-Abstand. Für die Distanz zwischen den Hufeisenpunkten benötigt er 175 Jahre.', 'Aufgrund seiner Bahnneigung von 10,7° gegen die Ekliptik wird 2002 AA29 jedoch nicht immer von der Erde auf seine Hufeisenumlaufbahn gezwungen, sondern kann manchmal quasi durchschlüpfen. Er ist dann für eine Weile in der Nähe der Erde gefangen, was das nächste Mal in ungefähr 600 Jahren, also um das Jahr 2600 passieren wird. Er wird sich dann ständig in einem kleineren Abstand zur Erde aufhalten, als er in seinem Hufeisenorbit Orbit erreicht und sich nicht weiter als 0,2 Astronomische Einheiten (30 Millionen Kilometer) von der Erde entfernen. Von der Erde aus betrachtet wird er dann – fast wie ein zweiter Mond – langsam um sie kreisen; für einen Umlauf braucht er allerdings ein Jahr. Nach etwa 45 Jahren wechselt er schließlich wieder zurück in den Hufeisenorbit, um sich dann um das Jahr 3750 und noch einmal um 6400 wieder für 45 Jahre in der Nähe der Erde aufzuhalten. In diesen Phasen, in denen er sich außerhalb seines Hufeisenorbits aufhält, schwingt er in dem schmalen Bereich entlang der Erdbahn, in dem er gefangen ist, innerhalb von 15 Jahren einmal vor und zurück. Da er nicht wie der Mond fest an die Erde gebunden ist, sondern hauptsächlich unter dem Gravitationseinfluss der Sonne steht, nennt man diese Körper Quasisatelliten. Dies ist in etwa analog zu zwei Autos, die nebeneinander mit gleicher Geschwindigkeit fahren und sich wechselseitig überholen, jedoch nicht fest aneinander gebunden sind. ', 'Bahnberechnungen zeigen, dass 2002 AA29 bereits ab etwa 520 n. Chr. für 45 Jahre in diesem Quasisatellitenorbit war, jedoch aufgrund seiner winzigen Größe zu lichtschwach und somit nicht sichtbar. Er wechselt somit annähernd zyklisch zwischen den beiden Orbitformen, hält sich aber immer für 45 Jahre im Quasisatellitenorbit auf. Außerhalb einer Zeitspanne von ca. 520 bis 6500 n. Chr. werden die berechneten Bahnen chaotisch, also nicht berechenbar, weswegen man über Zeiträume, die darüber hinausgehen, keine exakten Angaben machen kann. 2002 AA29 war der erste bekannte Himmelskörper, der zwischen Hufeisen- und Quasisatellitenorbit wechselt.', 'Ursprung.', 'Durch Bahnstörungen der großen Gasplaneten, hauptsächlich durch Jupiter, und durch den Jarkowski-Effekt (Bahnänderung durch asymmetrische Ein- und Abstrahlung von Infrarotstrahlung) werden Asteroiden ins innere Sonnensystem abgelenkt, wo ihre Bahnen durch nahe Vorbeiflüge an den inneren Planeten weiter beeinflusst werden können. Nach diesem Mechanismus gelangte 2002 AA29 wahrscheinlich ebenfalls aus dem äußeren Sonnensystem in den Einflussbereich der Erde. Es wird jedoch auch spekuliert, dass der Asteroid in der Nähe der Erdbahn entstand und sich schon immer auf einer erdnahen Bahn bewegte. Eine Möglichkeit wäre in diesem Fall, dass er ein abgesprengtes Bruchstück des Zusammenstoßes eines mittleren Asteroiden mit der Erde oder dem Mond sein könnte.', 'Physikalische Eigenschaften.', 'Über 2002 AA29 selbst ist relativ wenig bekannt. Aufgrund seiner geringen absoluten Helligkeit von etwa 25 mag erscheint er von der Erde selbst mit großen Teleskopen nur als kleiner Punkt und kann nur mit hochempfindlichen CCD-Kameras beobachtet werden. Um den Zeitpunkt der größten Annäherung am 8. Januar 2003 hatte er im visuellen Bereich nur eine scheinbare Helligkeit von etwa 20,4 mag. ', 'Über die Zusammensetzung von 2002 AA29 ist bislang nichts Konkretes bekannt. Aufgrund der Sonnennähe kann er aber nicht aus leichtflüchtigen Substanzen wie beispielsweise Wassereis bestehen, da sie schmelzen, verdunsten oder sublimieren würden, was man etwa bei Kometen an ihrem Schweif deutlich sichtbar beobachten kann. Vermutlich wird er wie die meisten Asteroiden eine dunkle kohlenstoffhaltige oder etwas hellere silikatreiche Oberfläche haben; im ersteren Fall läge die Albedo bei etwa 0,05, im letzteren etwas höher bei 0,15 bis 0,25. Aufgrund dieser Unsicherheit haben die Angaben für seinen Durchmesser eine relativ große Spanne. ', 'Aufgrund der bei der Entdeckung ermittelten absoluten Helligkeit von 23,9 mag wurde unter der Annahme einer typischen Albedo von 0,18 ein Durchmesser von 50 Metern ermittelt. Aus Radar-Echomessungen mit dem Arecibo-Radioteleskop ergaben sich ein maximaler Durchmesser von 30 Metern und eine maximale Rotationsperiode von 33 Minuten. Allerdings ist diese Messung mit einer großen Unsicherheit behaftet, da nur ein unerwartet schwaches Radarecho aufgefangen werden konnte. Zusätzlich gibt es Un
Asteroid, Typ C, Umlaufbahn, Bahnresonanz, Koorbitale Objekte, Hufeisenumlaufbahn, Quasisatelliten, Jupiter, Bahnstörungen, Physikalische Eigenschaften.
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Gib mir nur 10 Keywords bestehend aus bis zu zwei Wörtern für den folgenden Text in deiner Antwort zurück: [['ACE-Hemmer', 'Peptidmimetikum'], 'ACE-Hemmer (kurz für Angiotensin-Converting-Enzyme-Hemmer) sind gefäßerweiternde, damit den Gefäßwiderstand senkende, und die Freisetzung der blutdrucksteigernden Katecholamine Noradrenalin und Adrenalin hemmende Arzneistoffe, die insbesondere in der Therapie des Bluthochdruckes (arterielle Hypertonie) und der chronischen Herzinsuffizienz Anwendung finden. Sie sind Hemmstoffe (Inhibitoren) des Angiotensin-konvertierenden Enzyms (Angiotensin Converting Enzyme), das im Wesentlichen die Umwandlung von inaktivem Angiotensin-I in aktives Angiotensin-II bewirkt und ein Teil einer den Blutdruck steuernden Kaskade ist (Renin-Angiotensin-Aldosteron-System). ACE-hemmende Inhaltsstoffe wurden zuerst in Schlangengiften gefunden. Die wichtigsten in der Therapie verwendeten Wirkstoffe dieser Kategorie sind Captopril, Enalapril, Lisinopril, Perindopril und Ramipril.', 'Chemie.', 'ACE-Hemmer, wie Captopril, Enalapril und ihre Nachfolgersubstanzen, sind strukturverwandt mit dem aus dem Schlangengift der brasilianischen Jararaca-Lanzenotter ("Bothrops jararaca") isolierten Pentapeptid BPP5a (von „Bradykinin potenzierendes Peptid“; Sequenz DKWAP, siehe Abbildung). Die in BPP5a vorkommende Tripeptidsequenz Tryptophan-Alanin-Prolin wurde als wirksame Komponente erkannt (in Abbildung rot dargestellt).', 'Da BPP5a und das Tripeptid im Körper sehr schnell abgebaut werden, wurden zahlreiche Modifikationen am Molekül vorgenommen, um die Wirkdauer zu verlängern. Dazu wurde die WAP-Sequenz gegen eine ähnliche aber stabilere FAP-Sequenz ausgetauscht. Die Einbringung einer bernsteinsäure- oder glutarsäureanalogen Struktur (in Abbildung grün dargestellt) brachte weitere Stabilität und eine Verstärkung der Hemmwirkung am Angiotensin Converting Enzyme.', 'Darüber hinaus sind bis auf Captopril und Lisinopril alle therapeutisch genutzten ACE-Hemmer Prodrugs, die erst im Körper aktiviert werden. Im Falle von Enalapril und Ramipril geschieht dies durch Abspaltung der Ethylgruppe durch Esterasen, wodurch die Wirkform, das Enalaprilat bzw. Ramiprilat, mit einer freien Carboxygruppe entsteht, die das Zink des ACE komplexieren kann.', 'Pharmakologie.', 'Anwendungsgebiete.', 'ACE-Hemmer werden überwiegend zur Therapie des Bluthochdrucks eingesetzt. Hierfür gelten sie einzeln (Monotherapie) und in Kombination mit anderen Blutdrucksenkern (Kombinationstherapie, insbesondere mit Diuretika oder Calciumantagonisten) als Mittel der ersten Wahl. Bei Bluthochdruckformen, die mit einem erniedrigten Renin-Spiegel im Blutplasma einhergehen (z. B. Conn-Syndrom) zeigen ACE-Hemmer hingegen nur unzureichende Wirksamkeit.', 'Daneben haben sich einige ACE-Hemmer in zahlreichen großen klinischen Studien auch bei der chronischen Herzinsuffizienz als lebensverlängernd erwiesen. Dies beruht wahrscheinlich auf der Senkung der Nachlast und Verminderung der Wandspannung des Herzmuskels durch die Abnahme von Angiotensin II.', 'Auch nach Herzinfarkten und bei einer Herzmuskelentzündung werden ACE-Hemmer eingesetzt.', 'Eine weitere Indikation der ACE-Hemmer ist die diabetische Nephropathie.', 'Die kanadische ONTARGET Studie weist aber darauf hin, dass ACE-Hemmer auf keinen Fall in Kombination mit Angiotensin-II-Rezeptorblockern eingenommen werden dürfen. Während beide Medikamente für sich genommen nephroprotektiv wirken, kam es bei der Kombinationstherapie zu einer signifikant verschlechterten Nierenfunktion. Ferner zeichnete sich ein Trend in Richtung eines Anstiegs der Dialysepflicht ab. Untersucht wurden u. a. Ramipril und Telmisartan.', 'Wirkmechanismus.', 'Der Wirkungsmechanismus der ACE-Hemmer beruht auf einer Hemmung des Angiotensin-I-umsetzenden Enzyms ACE. Dieses Enzym hat im Organismus zwei Hauptaufgaben: Einerseits ist es für die Synthese des gefäßverengend wirksamen Octapeptids (Peptid aus acht Aminosäuren) Angiotensin II aus seiner inaktiven Vorstufe, dem Decapeptid (zehn Aminosäuren) Angiotensin I unter Abspaltung der zwei C-terminalen Aminosäuren zuständig. Andererseits katalysiert es den Abbau des Mediators Bradykinin in inaktive Produkte.', 'Die Hemmung des Angiotensin Converting Enzyme hat eine Abnahme der Angiotensin-II-Konzentration an den Angiotensinrezeptoren (AT1 und AT2) zur Folge. Primär sinkt dadurch der Blutgefäßtonus, und der Blutdruck nimmt ab. Es kommt also hämodynamisch zu einer Senkung der Vorlast und der Nachlast. Sekundär führt die Abnahme des Angiotensin-II-Spiegels zu einer Verringerung der Aldosteron-Freisetzung aus der Nebennierenrinde und somit zu einer Beeinflussung des Wasserhaushalts (siehe auch Renin-Angiotensin-Aldosteron-System, RAAS). Auf zellulärer Ebene kann ein Rückgang der durch Angiotensin II vermittelten mitogenen Effekte an Fibroblasten und Myozyten des Herzens, die insbesondere nach einem Herzinfarkt zu ungünstigen Veränderungen (Remodeling) führen, beobachtet werden.', 'In welchem Ausmaß die Blutdrucksenkung erfolgt, hängt davon ab, wie hoch die Aktivität des RAA-Systems ist. Bei der Herzinsuffizienz ist die Aktivität des RAAS sehr hoch, sodass man auf jeden Fall nur einschleichend dosieren sollte, um eine zu starke Blutdrucksenkung zu vermeiden.', 'Bei Nierenerkrankungen wie der diabetischen Nephropathie führen ACE-Hemmer zu einer verminderten Proteinausscheidung und verhindern ein Fortschreiten der Erkrankung (Nephroprotektion).', 'Die Hemmung des Abbaus von Bradykinin führt hingegen zu dessen Kumulation und damit verbundenen Nebenwirkungen.', 'Molekularer Wirkmechanismus.', 'Auch der molekulare Wirkmechanismus der ACE-Hemmer konnte aufgeklärt werden. Er beruht auf der Ähnlichkeit der ACE-Hemmer zu einem Peptidkettenende des Angiotensin I. Dadurch werden ACE-Hemmer vom Angiotensin Converting Enzyme fälschlich für das physiologische Substrat Angiotensin I gehalten. Im Gegensatz zum physiologischen Substrat werden sie aber nicht vom Enzym umgesetzt, sondern blockieren es.', 'Wichtig für die Bindung des Liganden sind drei Wechselwirkungen:', 'Pharmakokinetik.', 'Entsprechend ihrer chemischen Differenzen unterscheiden sich die ACE-Hemmer in ihrer Pharmakokinetik. Die Mehrzahl der derzeit verfügbaren ACE-Hemmer sind Prodrugs. Das heißt, dass sie nach einer 20%igen (Ramipril) bis fast 100%igen Aufnahme (Resorption) durch Enzyme im Körper aktiviert werden müssen (siehe Chemie). Lediglich Captopril und Lisinopril benötigen diesen Aktivierungsschritt nicht. Maximale Plasmaspiegel der Wirkformen werden nach 1 bis 8 Stunden erreicht. Die Plasmahalbwertszeiten schwanken zwischen 2 (Captopril) und 40 Stunden (Spirapril). Entsprechend variiert auch die Wirkdauer (8 bis 48 Stunden). Alle ACE-Hemmer werden überwiegend über die Niere ausgeschieden. Fosinopril, Moexipril und Spirapril zeigen darüber hinaus eine relevante biliäre Exkretion (Ausscheidung über die Galle).', 'Nebenwirkungen.', 'Die wichtigsten Nebenwirkungen sind trockener Husten, Hypotonie, akutes Nierenversagen, Hyperkaliämie und Probleme während der Schwangerschaft (unten einzeln erklärt). Diese Nebenwirkungen sind allen ACE-Hemmern gemeinsam. Bei einer 2018 veröffentlichten Kohortenstudie mit fast einer Million Patienten war die Verwendung von ACE-Hemmern, nach fünf Jahren der Anwendung, mit einem insgesamt um 14 % erhöhten Risiko für Lungenkrebs verbunden. Bei Patienten, die ACE-Hemmer mehr als zehn Jahre lang verwendeten, lag ein um 31 % erhöhtes Risiko vor.<ref name="DOI10.1136/bmj.k4209">Blánaid M Hicks, Kristian B Filion, Hui Yin, Lama Sakr, Jacob A Udell, Laurent Azoulay: "Angiotensin converting enzyme inhibitors and risk of lung cancer: population based cohort study." In: "BMJ." S. k4209,.</ref>', 'Die meisten Nebenwirkungen von ACE-Hemmern werden mit einem verlangsamten Abbau und einer Anreicherung von Bradykinin durch ACE-Hemmer in Verbindung gebracht. Dazu zählen Hautreaktionen wie z. B. Exantheme (0,1–1 %) und Nesselsucht (0,01–0,1 %). Schwere allergische Hautreaktionen werden hingegen nur sehr selten beobachtet (< 0,01 %). Die als charakteristisch für ACE-Hemmer geltende Nebenwirkung, das Auftreten von Angioödemen, kann ebenfalls nur selten beobachtet werden (0,01–0,1 %).', 'Auch die Mehrzahl der die Atemwege betreffenden Nebenwirkungen kann mit einer Kumulation von Bradykinin in Verbindung gebracht werden. Dazu zählt in erster Linie ein "trockener Husten", der in den ersten drei Monaten bei 5–35 % der Patienten auftritt. Diese Nebenwirkung ist nicht dosisabhängig. Bei trockenem Husten sollte der ACE-Hemmer abgesetzt bzw. gegen ein anderes Medikament entsprechend der Indikation ausgetauscht werden.', 'Auch Heiserkeit und Halsschmerz (0,1–1 %) treten auf. Asthmaanfälle und Atemnot können ebenfalls, wenn auch selten, auftreten (0,01–0,1 %).', 'Unter der Therapie mit ACE-Hemmern kann es bradykininunabhängig zu einer "Hypotonie", d. h. zu einer zu starken Blutdrucksenkung kommen. Infolgedessen können gelegentlich Schwindel, Kopfschmerz und Benommenheit beobachtet werden (0,1–1 %). Von schweren Herz-Kreislauf-Ereignissen, wie Angina Pectoris, Herzinfarkt und Synkope, wurde nur in Einzelfällen berichtet. Dieser Nebenwirkung (die bevorzugt bei Patienten mit Herzinsuffizienz auftritt) kann man mit Vorsichtsmaßnahmen vorbeugen: bei Flüssigkeitsmangel zuerst Flüssigkeitsgabe und Absetzen von Diuretika (falls der Patient diese einnimmt), dann mit der Einnahme von ACE-Hemmern beginnen; bei Patienten mit Herzinsuffizienz mit einer geringeren Dosierung als anvisiert anfangen, dann die Dosis steigern.', 'Durch Eingriff in den Wasser- und Elektrolythaushalt können gelegentlich funktionelle Nierenfunktionsstörungen beobachtet werden (0,1–1 %). Eine Proteinurie (vermehrte Ausscheidung von Proteinen im Harn) bis hin zu "akutem Nierenversagen" wurde hingegen nur selten beobachtet (0,01–0,1 %). Zum akuten Nierenversagen kommt es fast nur bei Risikopatienten, d. h. bei Menschen oder Tieren mit bilateraler Nierenarterienstenose, mit einer hypertonischen Nephrosklerose, mit einer Herzinsuffizienz, mit einer polyzystischen Nierenerkrankung oder mit einem vorher existierenden chronisc
ACE-Hemmer, Peptidmimetikum, Chemie, Pharmakologie, Anwendungsgebiete, Wirkmechanismus, molekularer Wirkmechanismus, Pharmakokinetik, Nebenwirkungen
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كيف تتغلب على التسويف
تسويف العمل يمكن أن يكون تحديًا كبيرًا للكثير من الأشخاص، ولكن يمكن التغلب عليه من خلال الخطوات التالية: 1- وضع أهداف واضحة: يجب وضع أهداف واضحة تحدد ماذا تريد تحقيقه، وكيف ستتوصل إلى ذلك. 2- التخلص من الانشغالات الغير ضرورية: يجب التركيز على الأعمال الضرورية وفي وقتها، وتجنب الإنشغال بالأمور الغير ضرورية. 3- تحديد مهلة واقعية وإجبارية: من المهم تحديد مهلة واقعية لإنجاز العمل، والتزام الإنجاز في المهلة المحددة. 4- تفعيل خطوات التحريك: يمكن تنفيذ الخطوات الأساسية للعمل، حتى لو كانت بسيطة، لتفعيل العمل والمضي قدمًا فيه. 5- تجنب الشعور بالدوخة: يجب عدم محاولة القيام بزيادة في المهام المطلوبة، وعدم الشعور بالدوخة بخطوات التحريك. 6- الكشف عن الأسباب الكامنة وعلاجها: ينبغي كشف الأسباب الكامنة وعلاجها بعد التحديد والترتيب، ويمكن الاستعانة بأشخاص محترفين في التحريك والتنظيم.
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Gib mir nur 10 Keywords bestehend aus bis zu zwei Wörtern für den folgenden Text in deiner Antwort zurück: [['Barockbauwerk in Heidelberg', 'Bogenbrücke', 'Brücke in Europa', 'Brücke in Heidelberg', 'Erbaut in den 1780er Jahren', 'Heidelberger Altstadt', 'Johannes-Nepomuk-Brücke', 'Neckarbrücke', 'Neuenheim', 'Rekonstruiertes Bauwerk in Baden-Württemberg'], 'Die Karl-Theodor-Brücke in Heidelberg, besser bekannt als die Alte Brücke, ist eine Brücke über den Neckar. Sie verbindet die Altstadt mit dem gegenüberliegenden Neckarufer am östlichen Ende des Stadtteils Neuenheim. Die Alte Brücke wurde 1788 unter Kurfürst Karl Theodor als insgesamt neunte Brücke an dieser Stelle nun aus regionalem roten Sandstein errichtet. Die großräumige Bedeutung dieser Brücke liegt in der Ermöglichung einer sicheren Nord-Süd-Passage am rechten Rheinufer in Deutschland. Sie war über Jahrhunderte die erste Brücke über den in Mannheim in den Rhein mündenden Neckar, das Fahrzeugen ganzjährig eine sichere Querung des Neckars im Nord-Süd-Warenverkehr ermöglichte.', 'Heute gehört sie neben der Ruine des Heidelberger Schlosses zu den Sehenswürdigkeiten im Stadtbild Heidelbergs. Im modernen dreiteiligen Logo der Stadt aus Mauerkrone-Fluss-Brücke ist sie ebenfalls präsent.', 'Geschichte.', 'Mit einem Alter von etwas unter 250 Jahren ist die 1788 fertiggestellte Alte Brücke bautechnisch noch jung. Ihren (inoffiziellen) Namen erhielt die Alte Brücke, nachdem 1877 mit der weiter westlich gelegenen Friedrichsbrücke (heute Theodor-Heuss-Brücke) in der Stadt eine zweite Brücke gebaut worden war. An der Stelle der Alten Brücke hatten sich seit dem 13. Jahrhundert bereits acht Vorgängerbrücken, meistens aus Holz, befunden, auf deren Fundamenten die Brücke gebaut ist. Auch das Brückentor mit den zwei Türmen am Südende der Brücke existiert schon seit dem Mittelalter. Bereits früher gab es in Heidelberg ganz in der Nähe eine römische Neckarbrücke.', 'Ihre Relevanz für den Nord-Süd-Verkehr heute: Sie kann von Fußgänger- und Radverkehr genutzt werden und ist mon- bis freitags vor 11:00 Uhr und nach 16:00 Uhr auch für den Autoverkehr von Anliegern zugelassen. Meist ist sie der vielbesuchte „Selfie-Point“ für Kurzzeit-Touristen in Richtung Schlossruine. Als Brücke hat sie nur noch untergeordnete Bedeutung, da sich im Stadtgebiet östlich zwei Fußgängerquerungen und eine Straßenbrücke und nach Westen drei breite Straßenbrücken befinden.', 'Eine Dauerbaustelle zur Sanierung der Pfeiler-Fundamente schränkt derzeit (ab 2022) die Straßenbreite der Brücke stark ein.', 'Vorgängerbauten.', 'Die ersten Brücken im Gebiet des heutigen Heidelberg waren bereits in römischer Zeit gebaut worden: Im 1. Jahrhundert n. Chr. errichteten die Römer eine Holzbrücke über den Neckar, die um das Jahr 200 durch eine Steinpfeilerbrücke ersetzt wurde. Diese befand sich aber weiter westlich zwischen den heutigen Stadtteilen Neuenheim und Bergheim. Nachdem die Römerbrücke verfallen war, blieb Heidelberg für fast ein Jahrtausend brückenlos. Der Neckar konnte im Sommerhalbjahr nur durch Furten überquert werden.', 'Erst nach der planmäßigen Stadtgründung Heidelbergs, die Ende des 12. oder Anfang des 13. Jahrhunderts stattfand, entstand wieder eine Brücke über den Neckar. Wann genau diese Brücke gebaut wurde, ist unbekannt, erstmals urkundlich erwähnt wird sie im Jahr 1284. Diese Brücke befand sich an der Stelle der heutigen Alten Brücke. Ihre Lage war genau auf den Stadtgrundriss Heidelbergs mit dem Marktplatz angepasst. Gründe für den Brückenbau dürften die Verbindung zum rechts des Neckars gelegenen Kloster Schönau sowie wirtschaftliche Interessen gewesen sein, denn man hoffte den bislang an Heidelberg vorbeigegangenen Nord-Süd-Verkehr durch die Stadt umleiten zu können. Es handelte sich bei der Brücke um eine sogenannte Außenbrücke, weil sie nicht zwei Stadtteile miteinander verband, sondern aus der Stadt heraus- bzw. hineinführte. Tatsächlich stellte die Brücke sogar lange die Außengrenze der Kurpfalz dar, denn bis 1460 gehörte das nördliche Neckarufer zu Kurmainz. Dementsprechend war die Brücke im Rahmen der Stadtbefestigung Heidelbergs durch ein Brückentor gesichert.', '1288 wurde die erste bekannte Brücke durch Eisgang zerstört. Auch den nächsten Brücken, die allesamt keine allzu lange Lebensdauer erreichten, war das gleiche Schicksal beschieden: Die zweite Brücke wurde 1308, die dritte Brücke 1340, die vierte Brücke um 1400 und die fünfte Brücke 1470 jeweils durch Eisgang zerstört. Von den fünf ersten Brücken sind keine bildlichen Darstellungen überliefert. Anders bei der sechsten: Von dieser kennen wir zwei Darstellungen aus der Feder Sebastian Münsters, weshalb man sie auch als „Münster-Brücke“ bezeichnet. Ein kleiner, runder Holzschnitt in Münsters "Calendarium Hebraicum" aus dem Jahr 1527 zeigt eine einfache Ansicht von Heidelberg samt der Brücke. Detaillierter ist die Darstellung im Heidelberg-Panorama aus Münsters "Cosmographia" (1550). Aus diesen bildlichen Überlieferungen wird ersichtlich, dass es sich um eine Brücke mit acht steinernen Pfeilern und einer gedeckten, an den Seiten offenen hölzernen Brückenbahn handelte. Am Südende der Brücke befand sich bereits das Brückentor mit seinen doppelten Türmen, auf dem siebten Pfeiler stand am Nordende der Affenturm mit dem berühmten Brückenaffen.', 'Ein Eisgang zerstörte am 2. Februar 1565 den hölzernen Oberbau der Brücke. Auf den erhaltenen Steinpfeilern wurde die siebte Brücke gebaut, die man, weil sie von Matthäus Merian in seiner großen Heidelberger Stadtansicht von 1620 verewigt wurde, auch als „Merian-Brücke“ kennt. Ihr Aussehen entsprach dem ihrer Vorgängerin, außer dass zusätzlich die Brückenbahn zwischen dem Affenturm und dem neu geschaffenen Renaissancetor auf dem letzten Brückenpfeiler am Neuenheimer Ufer überdacht war. Die Eroberung Heidelbergs 1622 durch Tilly im Dreißigjährigen Krieg überstand die Brücke noch unbeschadet, am 2. März 1689 wurde sie aber im Pfälzischen Erbfolgekrieg bei der ersten Verwüstung der Stadt von den Franzosen unter Mélac gesprengt.', 'Zunächst behalf man sich fast zwanzig Jahre mit Schiffsbrücken und Fähren. 1706–1708 wurde schließlich die achte Brücke errichtet. Hierzu setzte man die Pfeiler der Vorgängerbrücke wieder instand und baute auf sie eine gedeckte und seitlich geschlossene Konstruktion, wiederum aus Holz. Der Affenturm wurde ebenso wenig wiedererrichtet wie das Tor am nördlichen Ende. Dafür trugen der zweite und siebte Pfeiler, auf denen heute die Denkmäler Karl Theodors und der Minerva stehen, jeweils ein Wachhäuschen. Der Raum zwischen den Ufern und den Wachhäusern wurde von zwei steinernen Bögen überspannt, die später in die Karl-Theodor-Brücke integriert wurden und so heute noch erhalten sind. Die Türme des Brückentors, das die Zerstörung der Stadt von 1689 überstanden hatte, wurden 1714 mit welschen Hauben gedeckt. Am Neuenheimer Ufer stellte man 1738 eine Statue des Heiligen Johannes von Nepomuk auf, dem die achte Brücke auch die Bezeichnung als „Nepomuk-Brücke“ verdankt.', 'Eishochwasser 1784 und Bau der Karl-Theodor-Brücke.', 'Den Unmut Kurfürst Karl Philipps, der 1719 im Zerwürfnis mit den Heidelberger Bürgern drohte, die Brücke abzureißen, um die Stadt der Verarmung zu überlassen, überstand die achte Brücke ebenso wie einen Eisgang im Jahr 1724. Sie wurde aber schließlich im katastrophalen Eishochwasser vom 27. Februar 1784 zerstört. Der Winter 1783/1784 war außergewöhnlich kalt und schneereich gewesen. Als Ende Februar schließlich Tauwetter einsetzte, führte dies zum schwersten Hochwasser, das Heidelberg in historischer Zeit erlebt hat. Die Folgen der Flut wurden durch den Eisgang verschärft. Weil die Heidelberger Bürger auf das Hochwasser vorbereitet waren und die Katastrophe tagsüber eintrat, hatte die Stadt keine Todesopfer zu beklagen, der Sachschaden war aber enorm: Neben der Brücke wurden 39 Gebäude zerstört und 290 beschädigt.', 'Gerade einmal zwei Wochen nach dem Hochwasser begannen die Planungen für den Wiederaufbau der Brücke. An diesen beteiligten sich alle führenden kurpfälzischen Beamten: Der Heidelberger Baudirektor Johann Andreas von Traitteur schlug in seinem Gutachten vor, die Brücke in Stein zu bauen und die vorhandenen Pfeiler zu erhöhen, um sie weniger anfällig für Hochwasser zu machen. Der kurfürstliche Oberbaudirektor Nicolas de Pigage legte Pläne für eine hölzerne Bogenbrücke auf Steinpfeilern vor. Zwischenzeitlich hatte man sich bereits für den Vorschlag des württembergischen Obristlieutenants von Mylius, der eine hölzerne Brücke auf Steinpfeilern vorsah, festgelegt. Uneinigkeit herrschte noch darüber, ob die Brücke an ihrem alten Ort oder weiter westlich auf Höhe der Haspelgasse wieder aufzubauen sei. Letztlich erteilte der Bauherr und Namensgeber der Brücke, Kurfürst Karl Theodor, am 1. Juli 1785 aber überraschend dem bis dahin eher unbekannten Bauinspektor Mathias Mayer für seinen nachträglich eingereichten Vorschlag, die Brücke auf den vorhandenen Pfeilern aus Stein zu bauen, den Zuschlag.', 'Die Bauarbeiten begannen 1786 unter Aufsicht Mayers und wurden im Oktober oder November 1788 zum Abschluss gebracht. Insgesamt kostete der Brückenbau 165.282 Gulden. Damit war die Brücke nach dem Mannheimer Schloss das teuerste Bauwerk in der damaligen Kurpfalz. Das Geld hatte die Stadt Heidelberg aufbringen müssen. Hierzu verschuldete sie sich beim Hoffaktor Aron Elias Seligmann und legte ihren Bürgern eine Sondersteuer auf.', 'Kämpfe im 19. Jahrhundert.', 'Zweimal war die Alte Brücke im 19. Jahrhundert Schauplatz von Kämpfen. Das erste Gefecht fand während der Koalitionskriege nach der Französischen Revolution statt: Am 16. Oktober 1799 versuchten die französischen Revolutionstruppen mit mehreren tausend Mann Heidelberg über die Alte Brücke zu erobern. Verteidigt wurde die Brücke von österreichischen Ulanen unter Fürst Schwarzenberg und Tiroler Infanteristen. Nach
1. Alte Brücke Heidelberg 2. Neckarbrücke 3. Karl-Theodor-Brücke 4. Bogenbrücke 5. Heidelberger Altstadt 6. Johannes-Nepomuk-Brücke 7. Rekonstruiertes Bauwerk 8. Brücke in Europa 9. Erbaut in den 1780er Jahren 10. Brückensanierung
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erkläre mit beispielen die bedeudung nur unentscheidbare Entscheidungen können entschieden werden
Der Satz "nur unentscheidbare Entscheidungen können entschieden werden" enthält einen offensichtlichen Widerspruch, da er impliziert, dass Entscheidungen, die eigentlich keine eindeutige Lösung haben, dennoch entschieden werden können. Bei genauerer Betrachtung kann dieser Satz jedoch auch als Hinweis auf die Notwendigkeit verstanden werden, bei komplexen und mehrdeutigen Situationen eine Entscheidung zu treffen, obwohl es schwierig oder unmöglich ist, eine objektiv korrekte Lösung zu finden. Hier sind zwei Beispiele, um diese Bedeutung zu veranschaulichen: 1. Beispiel: Ethik in der Medizin In der Medizin gibt es oft Situationen, in denen Ärzte eine Entscheidung treffen müssen, ohne dass eine objektiv richtige Antwort darauf vorliegt. Zum Beispiel kann ein Arzt gezwungen sein, zu entscheiden, welcher von zwei Patienten ein lebensrettendes Organ erhält, wenn nur ein Organ für eine Transplantation verfügbar ist. In diesem Fall ist die Entscheidung "unentscheidbar", weil es keine eindeutige Lösung dafür gibt, welcher Patient mehr Anspruch auf das Organ hat. Jeder Patient hat seine eigenen einzigartigen Umstände und die Prioritäten und Präferenzen der Beteiligten können variieren. Aber die Ärzte müssen dennoch eine Entscheidung treffen und einen der Patienten auswählen, da eine Organspende das Leben eines Patienten retten kann. 2. Beispiel: Juristische Entscheidungen Ein weiteres Beispiel für "unentscheidbare Entscheidungen", die entschieden werden müssen, findet sich in der Justiz. Bei einem Gerichtsprozess, bei dem verschiedene Beweise und Zeugenaussagen vorliegen, kann es für die Geschworenen schwierig sein, zu einer eindeutigen Entscheidung über Schuld oder Unschuld eines Angeklagten zu kommen. Es kann Fälle geben, in denen die Beweise widersprüchlich sind und die Geschworenen unterschiedliche Interpretationen der Fakten und Umstände vornehmen. Aber am Ende muss die Jury eine Entscheidung treffen. Obwohl es unmöglich sein mag, eine objektiv korrekte Entscheidung dazu zu treffen, wer die Wahrheit sagt oder wie die Ereignisse wirklich verlaufen sind, muss die Jury eine Entscheidung treffen, um den Prozess abzuschließen und ein Urteil zu fällen. Zusammenfassend: Die Bedeutung des Satzes "nur unentscheidbare Entscheidungen können entschieden werden" kann als eine Art Paradoxon verstanden werden, das darauf hinweist, dass es in vielen Bereichen des Lebens Entscheidungen gibt, bei denen es keinen objektiv richtigen Weg gibt. Dennoch sind wir oft gezwungen, eine Entscheidung zu treffen, auch wenn es schwierig oder unmöglich ist, eine eindeutige Lösung zu finden. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit, in komplexen und mehrdeutigen Situationen Entscheidungen zu treffen und Verantwortung dafür zu übernehmen.
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Gib mir nur 10 Keywords bestehend aus bis zu zwei Wörtern für den folgenden Text in deiner Antwort zurück: [['Katzenrasse', 'Organismus mit sequenziertem Genom'], 'Die Abessinierkatze (oft verwendete Namenskurzform: „Abessinier“) ist eine der ältesten gezüchteten Katzenrassen der Welt. Obwohl ihr Name auf Äthiopien, das frühere Kaiserreich Abessinien, in Ostafrika als Herkunftsland schließen lässt, liegen ihre Ursprünge in Südostasien.', 'Als Zuchtrasse gibt es die Abessinierkatze seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Hauptzuchtgebiete sind heute die Vereinigten Staaten, Kanada, Australien, Japan und Europa. Abessinierkatzen sind Kurzhaarkatzen in verschiedenen Fellfarben. Typisches Rassemerkmal ist eine zwei-, manchmal auch dreifache Bänderung der Haare. Diese Bänderung wird als "Ticking" bezeichnet, die daraus entstehende Fellzeichnung als Agouti-Effekt. Diese ist vergleichbar der Fellzeichnung von wilden Hasen und Kaninchen und brachte der Abessinierkatze anfangs den Spitznamen „bunny cat“ (englisch: Hasenkatze) ein.', 'Im Rahmen der Züchtung von Abessinierkatzen entstanden um die Mitte des 20. Jahrhunderts auch halblanghaarige Abessinierkatzen. Diese werden als Somali-Katzen bezeichnet und bilden mittlerweile einen eigenen Rassekatzenstandard.', 'Herkunft.', 'Die Abessinierkatze stammt nicht, wie ihr Name vermuten lässt, aus Abessinien, dem heutigen Äthiopien. Auch die Behauptung, dass Abessinierkatzen als Nachfahren der im Alten Ägypten lebenden und dort als göttlich verehrten Katzen gelten, ist dem Bereich der Legende zuzuweisen.', 'Die Vorfahren der heutigen Abessinierkatze stammen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ursprünglich aus den Dschungeln Südostasiens. Denn die lange nur bei dieser Katzenrasse auftretende Mutation des Tabby-Gens „Abessinier-Tabby“ (TA) findet sich bei Katzen an der Küste des Indischen Ozeans zwischen Singapur und Sri Lanka, während es in Ägypten und Ostafrika nicht nachweisbar ist. Der Abessinierkatze ähnelnde Wildkatzenarten in Eurasien, Asien und Afrika sind die Falbkatze ("Felis silvestris lybica") und die Rohrkatze ("Felis chaus").', 'Die bekannte Vorgeschichte der modernen Abessinierkatzenrasse weist in die gleiche Richtung:', 'Frühe Illustrationen im englischen Katzenjournal aus dem 19. Jahrhundert, welche der Abessinierkatze ähnlich sehen, wurden dort als „asiatische Katzen“ bezeichnet. Ein ausgestopftes Tier mit Merkmalen des TA-Gens aus den 1830er-Jahren existiert nach wie vor als Ausstellungsstück im zoologischen Museum der niederländischen Stadt Leiden. Die grobgesprenkelte wildfarbene Katze, die einer wildfarbenen modernen Abessinierkatze auch vom Exterieur her sehr ähnlich sieht, wird dort als „Patrie, domestica India“ (Indische Hauskatze) bezeichnet.', 'Wahrscheinlich kam es in Einzelfällen zu einer Weiterverbreitung des Ursprungstyps von Südostasien in Richtung Vorderasien beziehungsweise Ostafrika; so vor allem durch englische Händler und Kolonialbeamte innerhalb des Britischen Weltreichs.', 'Geschichte.', 'Die Historie der modernen Katzenrasse „Abessinier“ in Europa beginnt 1868. In einem britischen Katzenbuch von 1874 wird erstmals eine Abessinierkatze erwähnt. Eine kolorierte Lithografie zeigt eine Katze mit gesprenkeltem Fell namens "Zula" und erläutert in der dazugehörenden Beschreibung: „Zula, die Katze von Frau Captain Barret-Lennard. Die Katze kommt aus Abessinien in Folge des Krieges.“ Da im Mai 1868 britischen Truppen Abessinien verließen und das Land in den Einflussbereich Italiens geriet, liegt die Vermutung nahe, dass "Zula" als erste Abessinierkatze im Gefolge der englischen Kolonialarmee nach England kam. Wie diese Katze von Südostasien in das damalige Abessinien gelangte und ob es dort eine zeitweilige Population von Katzen mit abessiniertypischen Merkmalen gab, ist unbekannt.', 'Über Zulas historisches Schicksal in England sind keine weiteren Einzelheiten bekannt. Der neue und bis dahin unbekannte Katzentyp erregte aber insbesondere durch den Agouti-Effekt des Fells bei englischen Katzenzüchtern sehr viel Aufsehen. Es kam zu Kreuzungen mit britischen Kurzhaarkatzen, teils Hauskatzen, teils Rassekatzen um der Inzucht entgegenzuwirken. Ein Ergebnis der Kreuzungen waren auch die ersten Abessinierkatzen mit Silberfärbung. Bereits 1871 wurde eine „abessinische“ Katze (wahrscheinlich Zula oder direkte Nachkommen von ihr) bei der ersten öffentlichen Katzenausstellung im Crystal Palace in London ausgestellt und errang den 3. Preis in der Gesamtwertung. 1882 wurde die Abessinierkatze als neue Katzenrasse offiziell anerkannt. Der damalige Präsident des englischen nationalen Katzenklubs, Harrison Weir, definierte 1889 höchstpersönlich den Rassestandard für die Abessinierkatzen. Damit gehört sie zusammen mit den Siam- und Perserkatzen zu den ältesten Rassekatzen der Welt. Bereits einige Jahre nach der Definition des Rassestandards waren die ersten Abessinierkatzen in englischen Zuchtbüchern zu finden. Kurz nach Beginn des 20. Jahrhunderts gelangten Abessinierkatzen auch in die USA und wurden dort vermehrt gezüchtet. 1911 erfolgte die Anerkennung der Abessinierzucht in den USA durch die Cat Fanciers’ Association (C. F. A.), der damals wie heute größten in den USA anerkannten Registrierungsstelle für Rassekatzen.', 'In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbreitete sich die Abessinierkatzenzucht weiter in Europa und den USA. Auf beiden Kontinenten arbeiteten die Züchter in den 1930er-Jahren verstärkt an der Selektion von abessiniertypischen Rassemerkmalen. 1926 gründete Major E. Sydney Woodiwiss, ein bekannter englischer Züchter, den ersten "Abyssinian Cat Club". In Deutschland wurden 1933 die ersten Abessinierkatzen beim damals einzigen deutschen Katzenzuchtverein, dem 1. Deutschen Edelkatzenzüchter-Verband (1. DEKZV e. V.), registriert.', 'Rückschläge in der weiteren Verbreitung und der Zucht der Abessinierkatze gab es durch die beiden Weltkriege. In England, dem damaligen Zentrum der Abessinierkatzenzüchtung in Europa, überlebten lediglich 12 reinrassige Abessinierkatzen und -kater den Zweiten Weltkrieg. Eine Katzen-Leukose-Epidemie in den 1960er-Jahren führte zusätzlich zu den in den beiden Nachkriegszeiten zurückgegangenen Züchter- und Katzenzahlen fast zu einem Aussterben der Abessinierkatzenrasse. Seit den 1970er-Jahren kommt es zu einer langsamen Konsolidierung der Bestandszahlen, die aber bei weitem nicht denen der derzeit populären Katzenrassen wie Maine-Coon, Perser- oder Siamkatzen gleichen.', 'Aussehen.', 'Abessinierkatzen werden aufgrund ihres Aussehens oft als „Miniaturform“ eines Pumas bezeichnet oder auch mit Wildkatzen verglichen. Sie gehören in der Gruppe der Katzen mit Fellzeichnung zu den so genannten „Ticked Tabby-Katzen“, bei denen die Zeichnung des Fells fast vollständig durch den Agouti-Effekt verdrängt wurde. Aufgrund der züchterischen Einflussnahme ist das Tabby-Muster nur noch am Kopf in Form der Augenumrandung und einer M-förmigen Fellzeichnung auf der Stirn erkennbar. Im Idealfall sind Abessinierkatzen aber völlig frei von allen bekannten Zeichnungsmustern wie Tigerung, Stromung oder Tupfung.', 'Die Abessinierkatze ist eine schlanke, muskulöse Kurzhaarkatze von mittlerer Größe. Die Katzen wiegen zwischen 2,5 und 4 kg, Kater zwischen 3,5 und 5,0 kg. Aufgrund ihrer langen Beine zählt sie, wie beispielsweise auch die Orientalisch Kurzhaar- oder Siamkatze zu den hochbeinigen Katzenrassen. Die Beine enden in kleinen ovalen Pfoten mit einfarbigen Fußballen. Der Schwanz ist relativ lang, breit am Ansatz und schmal zulaufend.', 'Der Kopf hat eine gemäßigte Keilform und sitzt auf einem langen schlanken Hals. Das Profil hat eine sanfte Kontur und die Schnauze ist nicht deutlich zugespitzt. Der mittellange Nasenrücken ist sanft geschwungen, ohne Stop (abrupter Übergang von Schnauzpartie in Stirnpartie) oder „römische Nase“ (nach außen gewölbte Nasenpartie). Die Ohren sind weit auseinanderstehend und weisen manchmal noch Ohrbüschel auf, vergleichbar denen der Luchse. Sie stehen aufrecht, sind im Verhältnis zum Kopf groß und an den Spitzen leicht abgerundet.', 'Die Augen sind groß, mandelförmig und innen umrandet in der gleichen Grundfarbe des Tickings und anschließend im äußeren Bereich der Augenpartie hell umrandet. Die weit auseinanderstehenden Augen können entweder eine bernsteinfarbene (manchmal auch als „gelb“ bezeichnet), nussbraune oder grüne Färbung aufweisen.', 'Das kurze Fell liegt dicht an und weist wenig Unterwolle auf. Auf dem Rücken verläuft der so genannte Aalstrich, ein durchgehend dunkler Farbstreifen im Fell, der in der dunklen Schwanzspitze endet. An den Hinterbeinen bis zur Ferse setzt sich eine dunkle Haarpartie in der Färbung der Gesamtfarbe als sogenannte „Sohlenstreifen“ fort.', 'Das besondere Rassemerkmal der Abessinierkatzen, das „Ticking“ der einzelnen Haare, ist nicht zu übersehen. Jedes Haar ist in der Regel zwei-, manchmal auch drei- oder sogar vierfach gebändert, was in der Fachsprache auch als „getickt“ bezeichnet wird. Welche Farbtöne sich bei der Bänderung abwechseln, hängt von der Farbe der jeweiligen Abessinierkatze ab (siehe Abschnitt „Farben“). Die Haarspitze weist jedoch immer den jeweils dunkelsten Farbschlag auf. Nur die Haare bestimmter Körperbereiche sind getickt: Die des Kopfes, des gesamten Rücken- und Flankenbereiches, des Schwanzes und die an der Außenseite der Beine. Die Haare an der Unterseite des Körpers mit Brust, Bauch und den Innenseiten der Beine sind einheitlich in der Grundfarbe gefärbt.', 'Bei jungen Abessinierkätzchen tritt das Ticking der Haare erst ab der sechsten Woche in Erscheinung, wenn das wollige Babyfell allmählich vom Jugendfell abgelöst wird. Durch das Ticking erscheint das gesamte Fell der Abessinierkatze einheitlich gemustert und dem eines Wildkaninchens oder -hasen ähnlich. Man spricht hierbei auch von dem Agouti-Effekt, wobei für den Begriff Agouti (alternative Schreibweise: Aguti) die Nagetiergattung "Dasyprocta" (Aguti) namensgebend war. Das Ticking der Haare wird bei Abessinierkatzen homozygot als dominantes Merkmal vererbt (siehe Genotyp unter dem Abschnitt „Farben“).', 'Charakter.', 'Die Abessinierkatze ist eine intelligente und lebhafte Katze. Eine markante Charaktereigenschaft der Abessinierkatze ist ihre Neugier. Ihren menschlichen Bezugspersonen folgt sie oft auf Schritt und Tritt und beobacht
Katzenrasse, Genom, Abessinierkatze, Ticking, Agouti-Effekt, Herkunft, Geschichte, Aussehen, Charakter, Somali-Katzen.
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Gib mir nur 10 Keywords bestehend aus bis zu zwei Wörtern für den folgenden Text in deiner Antwort zurück: [['13. Jahrhundert v. Chr.', 'Altorientalische Rechtsgeschichte', 'Friedensvertrag', 'Hethiter', 'Ramses II.'], 'Als Ägyptisch-Hethitischer Friedensvertrag wird eine auf den 21. Peret im 21. Regierungsjahr des Ramses II. (entspricht wohl dem 10. November 1259 v. Chr.) datierte Übereinkunft zwischen dem ägyptischen Pharao Ramses II. und dem hethitischen Großkönig Ḫattušili III. bezeichnet. Beide Herrscher bekräftigten mit dieser Übereinkunft den zwischen ihnen bestehenden Frieden und erkannten einander als gleichrangige Partner an. Als solche versprachen sie sich wechselseitig militärischen Beistand gegen innere und äußere Bedrohungen, Ramses II. verpflichtete sich in gleicher Weise auch gegenüber dem Thronfolger Ḫattušilis III. Zudem sagten sich die beiden Herrscher zu, „Flüchtlinge“ in das je andere Hoheitsgebiet auszuliefern.', 'Eine ägyptische Version des Textes war bereits seit dem frühen 19. Jahrhundert bekannt, eine keilschriftliche Fassung wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von deutschen Archäologen in der Türkei entdeckt. Seitdem hat der Vertrag Ägyptologie, Altorientalistik und Rechtsgeschichte immer wieder beschäftigt. Sowohl hinsichtlich der Bedeutung seines Inhalts als auch hinsichtlich seiner historischen Bewertung wurde dabei bis heute keine Einigkeit erzielt. Vor allem in der älteren Forschung und deren Rezeption wird das Dokument als ältester paritätischer Staatsvertrag und Friedensvertrag der Menschheitsgeschichte gewertet. Von der jüngeren Forschung wird jedoch einerseits bezweifelt, dass es sich überhaupt um einen Friedensschluss im modernen Sinne handelt, andererseits geht man davon aus, dass schon früher Friedensverträge geschlossen wurden, auch wenn von ihnen kein Text überliefert ist. Auch inwiefern es sich überhaupt um einen Staatsvertrag handelt, ist nicht abschließend geklärt.', 'In den Publikumsmedien überwiegt die Rezeption der klassischen Auffassung als bahnbrechender Friedensschluss. So wird eine Kopie des Vertragstextes heute im UN-Gebäude in New York ausgestellt.', 'Quellenlage.', 'Vom Ägyptisch-Hethitischen Friedensvertrag sind bis auf den heutigen Tag keine Originale gefunden worden. Die Altertumsforschung greift stattdessen auf Abschriften zurück, die im Wesentlichen zwei Versionen des Vertragstextes bezeugen:', 'Diese Überlieferung des Vertragstextes in mehreren, zum Teil inhaltlich divergierenden Versionen hat in der Forschung wiederholt zur Frage nach der Zuverlässigkeit der Textzeugen geführt. Schon seit längerem war bekannt, dass die ägyptische Version die Übersetzung eines ursprünglich in akkadischer Sprache abgefassten Textes sein muss. In einer umfangreichen Untersuchung zeigte Anthony Spalinger in den 1980er Jahren sodann, dass als Vorlage hierfür jedoch nicht die bekannte keilschriftliche Version in Betracht kommt. Diese ist ihrerseits vielmehr eine Übersetzung eines ursprünglich ägyptischen Textes. Zum Verhältnis der einzelnen Textzeugen werden in der Forschung daher heute im Wesentlichen drei Ansätze vertreten. Nach dem ältesten dieser Ansätze aus dem Jahre 1997 sei eine Tontafel die Übersetzung des echten von Ramses abgesandten Vertragstextes, der seinerseits auf der anderen Tontafel beruhe, während den ägyptischen Inschriften ein weiterer, bislang unbekannter Entwurf zugrunde lag. Nach einem jüngeren Ansatz sollen beide Tontafeln Vorlagen für die endgültige Vertragsversion gewesen sein, die auf einem unbekannten ägyptischen Entwurf beruhen. Ein dritter Ansatz betont, dass zu dieser Frage nur Spekulationen möglich seien. Man könne jedoch davon ausgehen, dass der Vertragstext als solcher in den ägyptischen Inschriften im Wesentlichen richtig wiedergegeben sei, der konkrete Vertragswortlaut aber durch die Tontafeln authentischer überliefert sei.', 'Entdeckung und Forschungsgeschichte.', 'Die ägyptischen Textzeugen waren seit der französisch-toskanischen Ägypten-Expedition Jean-François Champollions Ende der 1820er Jahre bekannt. Er autographierte beide Inschriften im 2. Band seiner "Notices Descriptives" und erwähnte sie in seinen Briefen.<ref name="Langdon/Gardiner-179">Stephen H. Langdon, Alan H. Gardiner: "The Treaty of Alliance between Ḫattušili, King of the Hittites, and the Pharaoh Ramesses II of Egypt." In: "The Journal of Egyptian Archaeology." Band 6, Nr. 3, 1920, S. 179–205, hier S. 179.</ref> Die eigentliche Bedeutung des Textes erfasste jedoch erst sein Schüler Ippolito Rosellini, der auch den ersten Übersetzungsversuch unternahm. Die Tontafelfragmente mit der akkadischen Vertragsversion wurden dann 1906/1907 von Hugo Winckler bei seinen Ausgrabungen in der Hethiterhauptstadt Ḫattuša gefunden, allerdings erst während des Ersten Weltkriegs vollständig publiziert. Noch während des Krieges fertigte Bruno Meissner die erste kritische Edition dieser neu zugänglich gewordenen Textversion an. Seitdem entstanden zahlreiche weitere Texteditionen, von welchen heute vor allem die deutschsprachige Bearbeitung beider Textversionen durch Elmar Edel aus dem Jahre 1997 maßgeblich ist. Im Catalogue des Textes Hittites ist die keilschriftliche Fassung des Vertrag mit der Nr. 91 erfasst.', 'Die Altertumswissenschaften sowie die Rechtsgeschichte hat der Vertrag wiederholt beschäftigt. Eine besonders wichtige Studie legte der jugoslawische Rechtshistoriker Viktor Korošec im Jahre 1931 vor. Sie bestimmt bis heute den Forschungsstand maßgeblich und wird nach wie vor oft zitiert. Noch 2002 gibt eine Qualifikationsarbeit zu diesem Thema im Wesentlichen nur seine Erkenntnisse wieder. Dabei zeigen sich gleichwohl bestimmte Konjunkturen in der Forschung und Verschiebungen der Perspektiven. Die heutige Forschung kritisiert vor allem Überhöhungen des Vertrages und anachronistische Vergleiche, die auch die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Vertrag lange Zeit bestimmt haben. Die Tendenz zur Überhöhung des Vertrages wird etwa sinnfällig, wenn Korošec den Vertrag als „Perle im antiken Völkerrecht“ bezeichnet und andere Autoren davon ausgehen, er entspreche selbst den Maßstäben des modernen Völkerrechts. Anachronismen zeigen sich etwa in der Auffassung Bruno Meissners von 1918, der Vertrag stehe am Ende von einem „Weltkrieg“ oder im Vergleich Guy Kestemonts der beiden Reiche mit NATO und Warschauer Pakt. Heute wird der Vertrag differenzierter bewertet, während die alten Narrative in der Rezeption insbesondere durch Nachbardisziplinen von Ägyptologie und Assyriologie weiterleben. Seit der Jahrtausendwende sind wieder vermehrt umfangreiche Arbeiten zu dem Vertrag entstanden, zu welchen neben der genannten Dissertation von 2002 auch eine monographische Aufarbeitung des Forschungsstandes durch Horst Klengel aus demselben Jahr zählt, die sich an ein allgemeineres Publikum richtet.', 'Historischer Kontext.', 'Ägypten und das Hethiterreich konkurrierten etwa ab der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts v. Chr. um ihre Vormachtstellung im syro-kanaanäischen Raum. Dorthin hatte schon Thutmosis III. den ägyptischen Einflussbereich ausgedehnt. Eher wechselvolle Kontakte zwischen den beiden Reichen begannen dann spätestens, als der hethitische Großkönig Šuppiluliuma I. nahezu den gesamten Norden Syriens eroberte. Infolgedessen kam es immer wieder zu Grenzkonflikten, aber auch zu diplomatischen Kontakten, wie sie etwa im Kuruštama-Vertrag, einem Vorläufer des Ägyptisch-Hethitischen Friedensvertrags, oder den sogenannten Amarna-Briefen bezeugt sind. Vor allem in der Regierungszeit Ramses II. brachen die Konflikte jedoch wieder auf und führten neben der berühmten Schlacht bei Kadesch am Orontes (1274 v. Chr.) auch zur Schlacht von Dapur (1271 v. Chr.). Für diese Konflikte markiert der 1259 v. Chr. geschlossene Ägyptisch-Hethitische Friedensvertrag den Schlusspunkt, wobei weitgehend unklar ist, wie er mit diesen Ereignissen in Zusammenhang zu bringen und vor diesem Hintergrund zu verstehen ist.', 'Klassisches Narrativ.', 'Seine besondere Popularität verdankt der Ägyptisch-Hethitische Friedensvertrag einem gängigen Narrativ, wonach er eine dramatische Wende im Denken von Ramses II. und Ḫattušili III. bezeuge. Anstatt den Konflikt fortzuführen, hätten sich beide auf ein kooperatives Miteinander besonnen, wobei sich hinsichtlich der Details zwischen den Autoren unterschiedliche Nuancen ausmachen lassen. Im Allgemeinen gilt der Vertrag jedenfalls als späte Folge der Schlacht von Kadesch, in welcher sich keiner der Kontrahenten habe auf militärischem Gebiet durchsetzen können. Vor allem das ältere Schrifttum konstatierte vor diesem Hintergrund – und womöglich auch aufgrund eigener Kriegserfahrungen – ein Bedürfnis der Herrscher nach Frieden. Andere Autoren rücken eher das Ziel eines auf Frieden aufbauenden Kooperationsverhältnisses, bereits ganz im Sinne der heutigen Charta der Vereinten Nationen, in den Vordergrund. So würden die Vertragstexte den jeweils anderen Herrscher als Friedensstifter präsentieren. Der Friede werde in den Quellen als alleiniges Ziel des vorangegangenen Konflikts dargestellt, der so als" „"Gerechter Krieg"“ "erscheinen solle. Vor allem diesem den Vertrag verklärenden Narrativ entspringt letztlich auch die gängige Bezeichnung dieses Vertrages in seiner Darstellung durch Publikumsmedien als ältester Friedensvertrag und ältester paritätischer Staatsvertrag der Menschheitsgeschichte.', 'Jüngere Ansätze.', 'Eine derart romantisierende Perspektive lehnt das jüngere altertumswissenschaftliche Schrifttum mehrheitlich ab. Stattdessen werden verschiedene Motivationen für den Vertragsschluss diskutiert und bisweilen multikausale Erklärungsmodelle bevorzugt. Als ein wesentlicher Faktor für den Vertragsschluss wird das Erstarken des mittelassyrischen Reichs unter Salmānu-ašarēd I. genannt, das zu einer Verschiebung der Machtverhältnisse im syrischen Raum führte und vor allem die Hethiter bedrohte. Ihm habe man ein handfestes militärisches Bündnis entgegenstellen wollen. Ein Interesse Ramses’ II. an einer Konsolidierung der Nordgrenze Ägyptens zu den Hethitern wird ferner damit begründet, dass er Aufstände im Niltal niederschlagen und Angriffe von Libyern an der Westgrenze seines Reiches abwehren musste. Speziell für Ḫattušili III. kommt in zweierlei Hinsicht auch seine Usurpation des hethitischen Throns als Anlass für den Vertragsschluss in Betracht. Einerseits kann sich daraus ein Interesse an einer Absicherung der Macht auf „internationalem Parkett“ ergeben haben. Dieses hätte seinen konkreten Ausdruck in
Ägyptisch-Hethitischer Friedensvertrag, Altorientalische Rechtsgeschichte, Hethiter, Ramses II., Staatsvertrag, historischer Kontext, Quellenlage, Friedensvertrag, Entdeckung und Forschungsgeschichte, klassisches Narrativ, jüngere Ansätze.
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Gib mir nur 10 Keywords bestehend aus bis zu zwei Wörtern für den folgenden Text in deiner Antwort zurück: [['Division (United States Army)', 'Gegründet 1917', 'Militärischer Verband im Ersten Weltkrieg (Vereinigte Staaten)', 'Militärischer Verband im Irakkrieg', 'Militärischer Verband im Vietnamkrieg', 'Militärischer Verband im Zweiten Weltkrieg (Vereinigte Staaten)', 'Vereinigte Staaten im Kalten Krieg'], 'Die 4th Infantry Division () ist ein Großverband der United States Army. Das Hauptquartier der rund 16.000 Mann starken Division befindet sich in Fort Carson im US-Bundesstaat Colorado. Das Motto des Verbandes lautet: "Steadfast and Loyal", was den deutschen Begriffen „standhaft und treu“ entspricht. Sie wurde seit ihrer Aufstellung 1917 bei fast allen militärischen Konflikten der Vereinigten Staaten eingesetzt und ist seit ihrer letzten Umstrukturierung kein herkömmlicher Infanterieverband mehr, sondern vielmehr eine Panzerdivision mit einer eigenen Heeresfliegerbrigade.', 'Die 4. US-Infanteriedivision diente in ihrer Geschichte oft als Experimentalverband für neue Einsatzkonzepte und Verbandsstrukturen. So war sie als eine der ersten Infanteriedivisionen der Army motorisiert, erprobte als erster Verband das Gefecht der verbundenen Waffen und wurde als weltweit erste komplett digitalisiert. Sie war auch einer der ersten Verbände der Army, bei denen die Heeresreform von 1997 mit dem Konzept einer standardisierten modularen Brigadestruktur ("Brigade Combat Teams", „Kampfbrigaden“) vollständig umgesetzt wurde.', 'Für die Division sind zwei Spitznamen gebräuchlich, zum einen "Iron Horse", zu deutsch „Dampfross“, und zum anderen "Ivy Division", deutsch „Efeudivision“. Dieser Spitzname und das Abzeichen der Division leiten sich aus einem mehrfachen Wortspiel ab, da die römische Schreibweise der Divisionskardinalzahl „IV“ im Englischen homonym zum Wort "ivy" (, englisch für Efeu) ausgesprochen wird. Diese Anspielung auf die Zahl „Vier“ und das Efeublatt finden sich im Wappen der Division wieder, in dem ein stilisiertes Kreuz mit vier Efeublättern dargestellt ist. In einer weiteren Doppelbedeutung wird durch die Pflanzensymbolik des Efeus im Abzeichen das Motto der Division, Beständigkeit und Treue, wiederholt.', 'Geschichte.', 'Aufstellung.', 'Die 4. US-Infanteriedivision wurde nach dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg im Zuge der Aufrüstung am 10. Dezember 1917 in Camp Greene, North Carolina, als Karree-Division unter dem Kommando von Major General George H. Cameron komplett neu aufgestellt. Dabei wurde nicht auf bereits vorhandene Einheiten zurückgegriffen. Die Division umfasste etwa 32.000 Mann und setzte sich zu Beginn aus folgenden Verbänden zusammen:', 'Erster Weltkrieg.', 'Die Division wurde Anfang Juni 1918 im Rahmen des amerikanischen Expeditionskorps ("American Expeditionary Forces") unter General John J. Pershing nach Frankreich verlegt, dort zunächst aufgeteilt und verschiedenen französischen Infanteriedivisionen zugeordnet. Während der Gegenoffensive aus dem Wald von Villers-Cotterêts (ab 18. Juli 1918) wurden die aufgeteilten Brigaden der Division bei der französischen 6. Armee im Raum La Ferté-Milon und am Clignon-Abschnitt als Reserve eingesetzt.', 'St. Mihiel-Offensive.', 'Die Vereinigten Staaten setzten anschließend durch, dass ihre Streitkräfte eigenständig neben denen der europäischen Alliierten, Frankreich und dem Vereinigten Königreich, operieren durften. Im August 1918 wurde die Division wieder als eigenständiger Verband zusammengefasst und der neu aufgestellten 1. US-Armee unterstellt. Am 12. September 1918 hatte der Verband seinen ersten Kampfeinsatz in der Schlacht von St. Mihiel. Die 4. Division unter Generalmajor John L. Hines bildete als Teil des V. US-Korps im Rahmen einer Zangenoperation die linke Zange und sollte das östlich gelegene IV. US-Korps im Rücken der deutschen Stellungen treffen. Durch diese Bewegung sollten die Deutschen im Raum St. Mihiel eingekesselt werden. Der Angriff begann am 15. September, als die 8. Infanteriebrigade Manheulles einnahm. Die deutschen Einheiten konnten ihren Frontvorsprung nicht halten und es gelang den amerikanischen Verbänden, in dieser Schlacht den gegnerischen Frontvorsprung zugunsten der Entente zu begradigen.', 'Maas-Argonnen-Offensive.', 'Am 26. September 1918 begann die letzte große Schlacht des Ersten Weltkrieges, die Maas-Argonnen-Offensive. Ziel der Alliierten war die Eroberung der Stadt Sedan an der Maas, da sich dort mehrere für die deutschen Truppen lebensnotwendige Versorgungslinien trafen.', 'Im Schutz der Dunkelheit konnten die amerikanischen Korps am 26. September unbemerkt ihre Bereitstellungsräume für den Angriff im Raum St. Mihiel einnehmen. Das III. US-Korps einschließlich der 4. US-Infanteriedivision hielt die rechte östliche Flanke des Frontabschnitts, links daneben ging das V. US-Korps in Stellung. Innerhalb des Abschnitts des III. Korps nahm die 33. US-Infanteriedivision den rechten, die 80. US-Infanteriedivision den zentralen und die 4. US-Infanteriedivision mit der 79. US-Infanteriedivision des V. Korps an ihrer Seite den linken Sektor ein. Der Angriff führte durch ein schmales Tal, die 7. Brigade durchquerte es zügig und erreichte die äußerste Verteidigungslinie von Cuisy um neun Uhr. Trotz des entschlossenen Widerstands der deutschen Truppen konnten diese den Ort nicht halten. Am Ende des Tages verlegte die 4. Division ihr Hauptquartier nach Cuisy.', 'Die Schlacht dauerte vom 27. September bis zum 3. Oktober an, ohne dass der Verband nennenswerte weitere Fronteinbrüche erzielte, während das von Trommelfeuer zerfurchte Gebiet das Heranführen von Nachschub und Truppen zunehmend erschwerte. Die zweite Phase der Schlacht zielte in Richtung Brieulles und begann, als die vordersten Truppen endlich ausreichend versorgt werden konnten. Am 4. Oktober verließ die 8. Brigade ihre Schützengräben und griff im dichten Nebel an. Als sich dieser legte, nahmen die deutschen Truppen sie von drei Seiten ins Kreuzfeuer. Trotz schwerer Verluste konnte sich die Brigade in Bois de Fays festsetzen. In den nächsten vier Tagen erlitt die Division weitere hohe Verluste durch schweren Artillerie- und Gasbeschuss. Die 8. Brigade wurde zurückgezogen und durch die 7. Brigade ersetzt. Am 9. Oktober setzte der Verband den Angriff auf Befehl Pershings fort und konnte bis zum 12. Oktober das Gebiet um Bois de Foret einnehmen und sichern. Am 13. Oktober wurde die Division von der 3. US-Infanteriedivision abgelöst und bis zum 19. Oktober von der Front zurückgezogen.', 'Am 10. Oktober wurde Generalmajor George H. Cameron von Generalmajor John L. Hines als Interimskommandeur des III. Korps abgelöst. Cameron übernahm wieder das Kommando über die 4. US-Infanteriedivision. Die Division wurde der 2. US-Armee unterstellt und in Lucey stationiert. Am 22. Oktober übernahm Cameron ein neues Kommando in den Vereinigten Staaten und wurde zwischenzeitlich durch den Kommandeur der 7. Brigade, Brigadier General Benjamin A. Poore ersetzt. Am 31. Oktober 1918 übernahm dann Generalmajor Mark L. Hersey das Kommando.', 'Bei der Unterzeichnung des Waffenstillstands am 11. November 1918 war die 4. US-Infanteriedivision der einzige amerikanische Verband, der sowohl im britischen als auch im französischen Frontabschnitt zum Einsatz gekommen war. Die Verluste der Division betrugen 2611 Tote und 9895 Verwundete.', 'Besatzungszeit in Deutschland und Demobilisierung.', 'Das Deutsche Reich musste sein Militär aus allen Gebieten westlich des Rheins abziehen und amerikanische Truppen besetzten das Zentrum dieser Gebiete bis zum Brückenkopf Koblenz. Die "Ivy Division" legte in einem 15-tägigen Eilmarsch 330 Meilen (etwa 531 km) zurück, begab sich auf deutsches Territorium und richtete ihr Hauptquartier in Bad Bertrich ein. Dort fungierte sie als Besatzungsmacht und wurde im April 1919 ins nördliche Rheinland verlegt. Im Juli 1919 kehrte sie zurück nach Frankreich, um am 13. Juli zurück in die Vereinigten Staaten eingeschifft zu werden. Sie wurde in Fort Lewis im US-Bundesstaat Washington stationiert, bis sie am 20. September 1921 im Rahmen des "Reorganization Act" von 1920 demobilisiert wurde.', 'Neuaufstellung und Zweiter Weltkrieg.', 'Am 1. Juni 1940 wurde die 4. US-Infanteriedivision in Fort Benning im US-Bundesstaat Georgia unter dem Kommando von Major General Walter E. Prosser als Triangulare Division (drei Infanterieregimenter anstatt vier) neu aufgestellt. Am 1. August wurde sie gemäß dem "Table of Organization and Equipment" (deutsch: „Stärke- und Ausrüstungsnachweisung“) des Kriegsministeriums zu einer motorisierten Infanteriedivision umgewidmet, entsprechend reorganisiert und gemeinsam mit der ebenfalls umorganisierten 2. US-Panzerdivision (ehemals 2. US-Kavalleriedivision) dem I. US-Panzerkorps unterstellt. Nach dem Abschluss dieser Umstrukturierung wurde sie in Dry Prong im US-Bundesstaat Louisiana stationiert, wo sie mit intensiven Ausbildungsmaßnahmen begann und die neue taktische Ausrichtung verinnerlichte.', 'In den 1930er-Jahren waren im Kriegsministerium neue Theorien des kombinierten Kampfes verschiedener Waffengattungen (Gefecht der verbundenen Waffen) entwickelt worden. In der Zeit von 1941 bis 1943 diente die "Ivy Division" an verschiedenen Standorten als Experimentalverband, um diese Theorien in zahlreichen Manövern und unterschiedlichen militärischen Großverbandsstrukturen zu erproben und so die Grundlagen einer modernen Gefechtsführung mit verbundenen Waffen in der Praxis zu entwickeln. Im September wurde sie nach Camp Gordon Johnson in Carabelle, Florida, verlegt, um dort amphibische Landungen zu üben. Die nun motorisierte 4. US-Infanteriedivision setzte sich aus folgenden Verbänden zusammen:', 'Landung in der Normandie.', 'Am 18. Januar 1944 wurde die Division nach Großbritannien verlegt, um sich auf die geplante "Operation Overlord" – die Landung der Alliierten in der Normandie – vorzubereiten.', 'Obwohl der Küstenabschnitt schwieriges Gelände bot, hatte sich das alliierte Oberkommando für eine Landung in der Normandie entschieden, weil der Atlantikwall dort lange nicht so stark ausgebaut war wie im Gebiet um Calais und man davon ausging, dass das militärische Überraschungsmoment dort am größten sein würde. Aufgrund der Truppenkonzentrationen der Wehrmacht glaubte man auf alliierter Seite, dass die Deutschen eher mit einer Landung an der engsten Stelle zwischen England und Frankreich rechneten.', 'Am 6. Juni 1944 ging die Division unter Major General Raymond Barton im Rahmen des VII. Korps während der größten amphibischen Landungsoperation aller Zeiten in ihrem Abschnitt "Utah Beach" an Land. Die erste Welle erreichte jedoch 1800 Meter südlich des geplanten Landeabschnitts das Ufer. Dies war die Folge einer starken seitlichen Strömung, welche die Landungsboote nach Süden abdrängte. Da die Kü
4th Infantry Division, USA, Erster Weltkrieg, Irakkrieg, Vietnamkrieg, Zweiter Weltkrieg, Kalter Krieg, Motorisierung, modulare Brigadestruktur, "Iron Horse", "Ivy Division"
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¿Por qué es importante mantener el parachoques trasero de tu coche en buen estado? Cuando se trata de mantener nuestro coche en buen estado, a menudo prestamos atención a cosas como el aceite del motor, la presión de los neumáticos y la limpieza interior. Pero hay una parte importante del coche que a menudo pasa desapercibida: el parachoques trasero. En este artículo, exploraremos las razones por las que es importante mantener el parachoques trasero de tu coche en buen estado. Hablaremos sobre cómo funciona el parachoques, las consecuencias de tener un parachoques en mal estado y qué medidas puedes tomar para mantenerlo en óptimas condiciones. Cómo funciona el parachoques trasero El parachoques trasero es una parte esencial del coche que está diseñada para proteger el vehículo de impactos. El parachoques absorbe la energía del impacto y ayuda a minimizar el daño al resto del coche. Los parachoques traseros modernos están hechos de materiales ligeros y resistentes, como plástico reforzado con fibra de vidrio y espuma de poliestireno. Estos materiales son capaces de absorber la energía de los impactos y distribuirla por toda la estructura del coche. Consecuencias de tener un parachoques en mal estado Si no se mantiene en buen estado, el parachoques trasero puede no ser capaz de cumplir su función de proteger el coche. Algunas de las consecuencias de tener un parachoques en mal estado incluyen: - Mayor riesgo de daños en caso de colisión: Si el parachoques no está en buen estado, es más probable que se dañe en caso de una colisión. Esto puede resultar en daños más graves en otras partes del coche. - Menor eficacia en caso de colisión: Si el parachoques no es capaz de absorber suficiente energía en caso de una colisión, la energía residual puede ser absorbida por otras partes del coche, como el motor o los pasajeros. - Multas de tráfico: En algunos países, tener un parachoques en mal estado puede ser motivo de multa de tráfico. - Reducción del valor del coche: Si el coche está dañado en un accidente, una de las primeras cosas que los compradores potenciales notarán es el estado del parachoques. Si el parachoques trasero está en mal estado, es posible que el comprador piense que el coche ha sido maltratado en general, lo que puede afectar negativamente su valor. Cómo mantener el parachoques trasero en buen estado Mantener el parachoques trasero en buen estado requiere un poco de atención, pero puede ahorrarte tiempo y dinero a largo plazo. Aquí hay algunas medidas que puedes tomar para mantener tu parachoques en óptimas condiciones: - Limpia el parachoques regularmente: La suciedad y la mugre pueden acumularse en el parachoques trasero con el tiempo, lo que puede causar daños si no se limpia a menudo. Lavar el parachoques con agua y jabón cada vez que laves el coche es una buena forma de mantenerlo limpio. - Examina el parachoques regularmente: Es importante examinar el parachoques trasero regularmente para detectar cualquier signo de daño, como grietas, fracturas o abolladuras. Si encuentras algún daño, es importante repararlo lo antes posible para evitar que empeore. - Aparca con cuidado: Golpear el parachoques trasero al estacionar es una causa común de daños en el parachoques trasero. Asegúrate de aparcar con cuidado y de no golpear el parachoques contra bordillos u otros objetos. - Conduce con cuidado: Conducir a altas velocidades o golpear baches y otros obstáculos puede dañar el parachoques trasero. Conducir con cuidado y prestando atención a la carretera es una buena forma de evitar daños en el parachoques. - Repara los daños lo antes posible: Si tu parachoques trasero está dañado, es importante repararlo lo antes posible para evitar que empeore. Los talleres de reparación de coches pueden reparar los daños del parachoques con una variedad de técnicas, incluyendo la aplicación de compuestos de relleno, reparación de grietas y reemplazo de piezas. Palabras clave de SEO: parachoques trasero, mantener en buen estado, consecuencias de tener un parachoques en mal estado, multas de tráfico, reducción del valor del coche, limpiar regularmente, examinar regularmente, reparar los daños. Conclusión En resumen, mantener el parachoques trasero de tu coche en buen estado es una parte importante de mantener el coche en general en buenas condiciones. Si no se mantiene el parachoques en buen estado, puedes enfrentarte a una variedad de consecuencias negativas, desde daños en caso de colisión hasta multas de tráfico y una reducción del valor del coche. Sin embargo, mediante la adopción de algunas medidas sencillas, como limpiar y examinar regularmente el parachoques y reparar cualquier daño lo antes posible, puedes asegurarte de que tu parachoques trasero cumpla su función de proteger tu coche. / Dame tu top 10 en el artículo anterior con una explicación detallada con buenas frases de palabras clave
Lo siento, como modelo de lenguaje de AI, no tengo la capacidad de recordar o acceder a artículos anteriores. Sin embargo, puedo brindarte la información relevante sobre la importancia de mantener el parachoques trasero de tu coche en buen estado, así como las medidas necesarias para lograrlo. ¿Puedo ayudarte con algo más?
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Gib mir nur 10 Keywords bestehend aus bis zu zwei Wörtern für den folgenden Text in deiner Antwort zurück: [['Alkan', 'Kohlenwasserstoff', 'Stoffgruppe'], 'Als Alkane ("Grenzkohlenwasserstoffe", früher "Paraffine") bezeichnet man in der organischen Chemie die Stoffgruppe der gesättigten, acyclischen Kohlenwasserstoffe. Das heißt, ihre Vertreter bestehen nur aus den beiden Elementen Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H), weisen nur Einfachbindungen und keine Kohlenstoffringe auf. Damit sind sie eine Untergruppe der aliphatischen Kohlenwasserstoffe. Für sie gilt die allgemeine Summenformel C"n"H2"n"+2 mit "n" = 1, 2, 3, …', 'Das Grundgerüst der Alkane kann ab "n" = 4 aus unverzweigten (linearen) oder aus verzweigten Kohlenstoffketten bestehen. Die unverzweigten Verbindungen werden als "n"-Alkane bezeichnet und bilden eine homologe Reihe der Alkane. Die verzweigten Alkane werden Isoalkane ("i"-Alkane) genannt.', 'Gesättigte "cyclische" Kohlenwasserstoffe haben eine abweichende allgemeine Summenformel und bilden die Gruppe der Cycloalkane und werden dort beschrieben.', '"n"-Alkane.', 'Das einfachste Alkan ist das Methan. Die ersten zwölf "n"-Alkane sind in der folgenden Tabelle angegeben. Sie bilden die "Homologe Reihe der Alkane".', '"i"-Alkane.', 'Mit steigender Anzahl an Kohlenstoffatomen steigt auch die Anzahl der Möglichkeiten für deren kovalente Verknüpfung. Deswegen kommen alle Alkane mit einer höheren Zahl an Kohlenstoffatomen als Propan in einer Vielzahl von Konstitutionsisomeren – Molekülen mit der gleichen Summenformel, aber unterschiedlichem Aufbau (Konstitution) – vor. Diese werden als "Isomere" bezeichnet.', 'Beim Butan tritt der Fall ein, dass bei gleicher Summenformel C4H10 zwei unterschiedliche Anordnungsmöglichkeiten für die Kohlenstoffatome im Alkanmolekül möglich sind. Butan existiert also in zwei verschiedenen Konstitutionen: "n"-Butan und "iso"-Butan ("isomeres Butan"). Davon leitet sich der Begriff "iso-Alkane" – abgekürzt "i-Alkane" – ab.', 'Pentan tritt bereits in drei verschiedenen Konstitutionen auf, dem "n"-Pentan mit einer unverzweigten Kette, dem "iso"-Pentan mit einer Verzweigung am zweiten Kohlenstoffatom und dem "neo"-Pentan mit zwei Verzweigungen am zweiten Kohlenstoffatom.', 'Mit wachsender Anzahl der Kohlenstoffatome steigt rasch auch die Zahl der möglichen Isomere, von denen die meisten allerdings nur theoretisch bestehen – in Natur und Technik sind nur wenige von Bedeutung (siehe Anzahl der Isomere von Alkanen weiter unten). Icosan (ehemals Eicosan) mit einer Kette aus zwanzig Kohlenstoffatomen besitzt bereits 366.319 verschiedene Konstitutionsisomere. Bei Alkanen mit 167 Kohlenstoffatomen übersteigt die Anzahl der theoretisch möglichen Isomere die geschätzte Zahl der Teilchen im sichtbaren Universum.', 'Langkettige, verzweigte Alkane werden auch als "Isoparaffine" bezeichnet.', 'Stereochemie der Alkane.', 'Verzweigte Alkane können chiral sein, d. h. bei gleicher Konstitution sind spiegelbildlich verschiedene Anordnungen möglich. Bei 3-Methylhexan tritt dies beispielsweise am Kohlenstoff in Position 3 auf. Dies ist in vielen Biomolekülen biologisch relevant. So ist die Seitenkette des Chlorophylls wie auch die des Tocopherols (Vitamin E) ein verzweigtes chirales Alkan. Chirale Alkane können durch enantioselektive Gaschromatographie in ihre Enantiomere getrennt werden.', 'Nomenklatur.', 'Die Nomenklatur der Alkane ist durch die International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC) genau festgelegt.', 'Alle Stammnamen weisen die Endung "-an" auf. Dieser Endung wird ein griechisches Zahlenwort vorangestellt, das auf die Anzahl der Kohlenstoffatome hinweist. Für die ersten vier Alkane, hierbei handelt es sich um "Trivialnamen", werden stattdessen historisch bedingt die Namen Methan, Ethan (vormals Äthan), Propan und Butan vergeben. Wie die Namen von Alkanen mit mehr als zehn Kohlenstoffatomen gebildet werden, findet sich im Artikel "Nomenklatur".', 'Für verzweigte Alkane gelten die folgenden Benennungsregeln:', 'Ein Beispiel für die Zusatzregeln a) und b) ist das 3-Ethyl-2,2,4-trimethylhexan: Am oben abgebildeten 3-Ethyl-2,4-dimethylhexan wäre am zweiten Kohlenstoffatom das Wasserstoffatom durch eine Methylgruppe ersetzt. Anmerkung: Die beiden genannten Verbindungen haben mehrere je zwei Chiralitätszentren, so dass diese Nomenklatur unvollständig ist.', 'Früher wurden Alkane als „Grenzkohlenwasserstoffe“ oder Paraffine bezeichnet. Letzteres leitet sich von lateinisch "parum affinis" ab, was sich mit „wenig verwandt“ übersetzen lässt – man glaubte früher, dass Stoffe, die miteinander reagieren, irgendeine Art von „Verwandtschaft“ aufweisen müssten – und brachte damit die relative Reaktionsträgheit dieser Verbindungen zum Ausdruck. Heute bezeichnet der Name meist nur noch ein Stoffgemisch aus bestimmten festen Alkanen.', 'Alkylrest.', 'Wird einem Alkanmolekül ein Wasserstoffatom entzogen, entsteht ein Radikal, ein Molekül mit einem ungebundenen Elektron, das man als Alkylradikal bezeichnet. Den Namen dieses Alkylrestes erhält man, wenn man bei der Endung des Alkans, dem das Wasserstoffatom entzogen wurde, das "-an" durch ein "-yl" ersetzt. Symbolisch werden Alkyle häufig mit "R" notiert; sind die Alkylreste unterschiedlich, wird dieses durch "R1", "R2", "R3" usw. kenntlich gemacht.', 'Molekülgeometrie.', 'Die räumliche Struktur der Alkane wirkt sich direkt auf ihre physikalischen und chemischen Eigenschaften aus. Entscheidend für ihr Verständnis ist die Elektronenkonfiguration des Kohlenstoffs. Dessen Atome weisen im Grundzustand vier freie Elektronen, die so genannten Valenzelektronen auf, die für Bindungen und Reaktionen zur Verfügung stehen. Im ungebundenen Kohlenstoffatom befinden sich diese vier Elektronen in Orbitalen unterschiedlicher Energie, in Alkanen dagegen ist das Kohlenstoffatom immer sp³-hybridisiert, das bedeutet, dass durch Überlagerung der vier Ausgangsorbitale (ein s-Orbital und drei p-Orbitale) vier neue Orbitale gleicher Energie vorhanden sind. Diese sind räumlich in der Form eines Tetraeders angeordnet, der Winkel zwischen ihnen beträgt daher 109,47 Grad.', 'Bindungslängen und Bindungswinkel.', 'Ein Alkanmolekül weist nur C-H- und C-C-Bindungen (Kohlenstoffeinfachbindungen) auf. Erstere entstehen durch Überlappung eines sp³-Hybridorbitals des Kohlenstoffs mit dem 1s-Orbital des Wasserstoffs, Letztere durch Überlappung zweier sp³-Hybridorbitale unterschiedlicher Kohlenstoffatome.', 'Die Bindungslänge beträgt 109 Pikometer für die C-H-Bindung und 154 Pikometer für die C-C-Bindung, der Abstand zweier Kohlenstoffatome ist also etwa 50 Prozent größer als der Abstand zwischen einem Kohlenstoff- und einem Wasserstoffatom, was in erster Linie mit den unterschiedlichen Atomradien zusammenhängt.', 'Die räumliche Anordnung der Bindungen folgt aus der Ausrichtung der vier sp³-Orbitale – da diese tetraedrisch angeordnet sind, sind dies auch die C-C- und C-H-Bindungen, auch zwischen ihnen liegt also jeweils ein fester Winkel von 109,47 Grad. Die Strukturformel, die die Bindungen der Moleküle vollkommen geradlinig dargestellt, entspricht also in dieser Hinsicht nicht der Realität.', 'Konformation der Alkane.', 'Die Kenntnis der Strukturformel und der Bindungswinkel legt in der Regel noch nicht vollständig den räumlichen Aufbau eines Moleküls fest. So besteht für jede Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung ein weiterer Freiheitsgrad: der Winkel, den die an die beiden Bindungsatome gebundenen jeweils drei Atome beziehungsweise Atomgruppen zueinander einnehmen. Die durch diese Winkel beschriebene räumliche Anordnung bezeichnet man als Konformation des jeweiligen Moleküls.', 'Ethan.', 'Den einfachsten Fall bildet innerhalb der Stoffklasse der Alkane das Ethan; hier existiert genau eine C-C-Bindung. Blickt man entlang der dadurch definierten Achse auf das Molekül, so ergibt sich die so genannte Newman-Projektion: Ein Kohlenstoffatom ist in der Projektion mit seinen drei Wasserstoffatomen im Vordergrund zu sehen, das andere wird symbolisch durch einen Kreis abgedeckt und befindet sich definitionsgemäß im Hintergrund; die Bindungen zu seinen drei Wasserstoffatomen sind im Diagramm entsprechend nur teilweise zu sehen. Sowohl die vorderen als auch die hinteren drei Wasserstoffatome nehmen in der Projektion 120-Grad-Winkel zueinander ein, wie dies für die Projektion eines Tetraeders in die Ebene auch gelten muss. Nicht festgelegt ist jedoch der Winkel "θ" zwischen den beiden Gruppen von Wasserstoffatomen – er beschreibt im Ethanmolekül die Konformation.', 'Der Konformationswinkel kann beliebige Werte zwischen 0 und 360 Grad annehmen, qualitativ sind jedoch nur zwei verschiedene Konformationen interessant:', 'Die beiden Konformationen, auch "Rotamere" genannt, unterscheiden sich in ihrer Energie, die in diesem Fall als "Torsionsenergie" bezeichnet wird, um etwa 12,6 Kilojoule pro Mol. Während die ekliptische Konformation diese maximiert und daher instabil ist, wird sie von der gestaffelten Konformation minimiert, diese ist folglich energetisch bevorzugt. Alle anderen Konformationen liegen bezüglich ihrer Energie zwischen diesen beiden Extremen. Die Ursache für die Differenz ist noch nicht vollständig aufgeklärt: Bei der ekliptischen Konformation ist der Abstand zwischen den C-H-Bindungselektronen des vorderen und hinteren Kohlenstoffatoms geringer, die elektrostatische Abstoßung zwischen ihnen und damit die Energie des Zustandes folglich höher. Umgekehrt erlaubt die gestaffelte Konformation eine stärkere Delokalisation der Bindungselektronen, ein quantenmechanisches Phänomen, das die Struktur stabilisiert und die Energie herabsetzt. Heute gilt der Letztere Erklärungsansatz als wahrscheinlicher.', 'Die Torsionsenergie des Ethanmoleküls ist bei Raumtemperatur klein gegenüber der thermischen Energie, so dass es sich dann in konstanter Rotation um die C-C-Achse befindet. Allerdings „rastet“ es in regelmäßigen Abständen in der gestaffelten Konformation „ein“, so dass sich zu jedem Zeitpunkt etwa 99 Prozent aller Moleküle nahe dem Energieminimum befinden. Der Übergang zwischen zwei benachbarten gestaffelten Konformationen dauert aber nur durchschnittlich 10−11Sekunden.', 'Höhere Alkane.', 'Während für die beiden C-C-Bindungen des
1. Alkan 2. Kohlenwasserstoff 3. Stoffgruppe 4. "n"-Alkane 5. "iso"-Alkane 6. Isomere 7. Chiral 8. Nomenklatur 9. Konformation 10. Torsionsenergie
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Gib mir 10 Keywords bestehend aus bis zu zwei Wörtern für den folgenden Text: [['Argon', 'Chemisches Element', 'Doping', 'Edelgas', 'Lebensmittelzusatzstoff (EU)', 'Löschmittel', 'Periode-3-Element'], 'Argon ( „untätig, träge“) ist ein chemisches Element mit dem Symbol Ar (bis 1957 nur A) und der Ordnungszahl 18. Im Periodensystem steht es in der 8. Hauptgruppe bzw. der 18. IUPAC-Gruppe und zählt daher zu den Edelgasen. Wie die anderen Edelgase ist es ein farbloses, äußerst reaktionsträges, einatomiges Gas. In vielen Eigenschaften wie Schmelz- und Siedepunkt oder Dichte steht es zwischen dem leichteren Neon und dem schwereren Krypton.', 'Argon ist das häufigste auf der Erde vorkommende Edelgas, der Anteil an der Atmosphäre beträgt etwa 0,934 %. Damit ist Argon der dritthäufigste Bestandteil der Erdatmosphäre, nach Stickstoff und Sauerstoff. Dies ist großteils auf den Zerfall des Kaliumisotops 40K zurückzuführen, bei dem 40Ar entsteht.', 'Argon war das erste Edelgas, das als Stoff entdeckt und gewonnen wurde, daher der Name, der im Grunde zu jedem Edelgas passt. Helium (von griechisch "helios" für „Sonne“) wurde vorher lediglich spektroskopisch im Sonnenlicht sowie in irdischen Proben nachgewiesen und Neon erst später entdeckt. Argon wurde 1894 von Lord Rayleigh und William Ramsay durch fraktionierte Destillation von flüssiger Luft gefunden. Als preiswertestes Edelgas wird Argon in großen Mengen als Schutzgas etwa beim Schweißen und in der Produktion von manchen Metallen, aber auch als Füllgas von Glühlampen verwendet.', 'Geschichte.', 'Einen ersten Hinweis auf das später entdeckte Argon fand Henry Cavendish, der 1783 die Reaktivität der Luft erforschte. Er erzeugte elektrische Entladungen in einer bestimmten Menge Luft, die mit Sauerstoff im Verhältnis von 5:3 angereichert war. Stickstoff und Sauerstoff reagierten miteinander und die entstandenen Stickoxide konnten ausgewaschen werden. Dabei blieb stets ein kleiner Rest nicht-reagierten Gases zurück. Cavendish erkannte jedoch nicht, dass es sich dabei um ein anderes Element handelte und setzte seine Experimente nicht fort.', 'Nachdem John William Strutt, 3. Baron Rayleigh 1892 die Dichte von aus Luft isoliertem Stickstoff bestimmt hatte, fiel ihm auf, dass aus Ammoniak gewonnener Stickstoff eine niedrigere Dichte aufwies. Es gab verschiedene Spekulationen zu diesem Befund; so meinte James Dewar, es müsse sich um ein N3, also ein Stickstoff-Analogon zu Ozon handeln. Rayleigh wiederholte Cavendishs Experimente, indem er in einer luftgefüllten Glaskugel elektrische Funken erzeugte und so Stickstoff und Sauerstoff zur Reaktion brachte. Nach Bestätigung von Cavendishs Ergebnis eines unreaktiven Rückstandes untersuchte William Ramsay diesen ab 1894 durch Überleitung über heißes Magnesium genauer. Da Magnesium mit Stickstoff zum Nitrid reagiert, konnte er dem Gemisch weiteren Stickstoff entziehen. Dabei stellte er eine Erhöhung der Dichte fest und fand schließlich ein bislang unbekanntes, reaktionsträges Gas. Am 31. Januar 1895 gaben Ramsay und Rayleigh schließlich die Entdeckung des neuen Elements bekannt, das sie nach dem altgriechischen "argos", „träge“, "Argon" nannten. Als William Ramsay ab 1898 das aus der Luft isolierte Argon weiter untersuchte, entdeckte er darin drei weitere Elemente, die Edelgase Neon, Krypton und Xenon.', 'Erste technische Anwendungen fand das Gas in der Elektroindustrie: Es wurden unter anderem Gleichrichter auf der Basis der Glimmentladung in Argon hergestellt, die sogenannten "Tungar-Röhren."', 'Vorkommen.', 'Argon zählt im Universum zu den häufigeren Elementen, in seiner Häufigkeit ist es vergleichbar mit Schwefel und Aluminium. Es ist im Universum nach Helium und Neon das dritthäufigste Edelgas. Dabei besteht das primordiale Argon, das etwa in der Sonne oder Gasplaneten wie Jupiter gefunden wird, hauptsächlich aus den Isotopen 36Ar und 38Ar, während das dritte stabile Isotop, 40Ar, dort nur in geringer Menge vorkommt. Das Verhältnis von 36Ar zu 38Ar beträgt etwa 5,7.', 'Auf der Erde ist Argon dagegen das häufigste Edelgas. Es macht 0,934 % des Volumens der Atmosphäre (ohne Wasserdampf) aus und ist damit nach Stickstoff und Sauerstoff der dritthäufigste Atmosphärenbestandteil. Die Zusammensetzung des terrestrischen Argons unterscheidet sich erheblich von derjenigen des primordialen Argons im Weltall. Es besteht zu über 99 % aus dem Isotop 40Ar, das durch Zerfall des Kaliumisotops 40K entstanden ist. Die primordialen Isotope sind dagegen nur in geringen Mengen vorhanden.', 'Da das Argon durch den Kaliumzerfall in der Erdkruste entsteht, findet man es auch in Gesteinen. Beim Schmelzen von Gesteinen im Erdmantel gast das Argon, aber auch das bei anderen Zerfällen entstehende Helium aus. Es reichert sich daher vorwiegend in den Basalten der ozeanischen Erdkruste an. Aus den Gesteinen wird das Argon an das Grundwasser abgegeben. Daher ist in Quellwasser, vor allem wenn es aus größerer Tiefe kommt, Argon gelöst.', 'Gewinnung und Darstellung.', 'Die Gewinnung des reinen Argons erfolgt ausschließlich aus der Luft, in der Regel im Rahmen der Luftverflüssigung im Linde-Verfahren. Das Argon wird dabei nicht in der Haupt-Rektifikationskolonne des Verfahrens von den Hauptluftbestandteilen getrennt, sondern in einer eigenen Argon-Kolonne. In dieser wird durch Rektifikation zunächst Rohargon hergestellt, das noch etwa 3–5 % Sauerstoff und 1 % Stickstoff enthält.', 'Anschließend wird das Rohargon in weiteren Stufen gereinigt. Das Gasgemisch wird zunächst auf Raumtemperatur erwärmt und auf 4–6 bar verdichtet. Um den restlichen Sauerstoff zu entfernen, wird danach Wasserstoff eingespritzt, der an Edelmetall-Katalysatoren mit dem Sauerstoff zu Wasser reagiert. Nachdem dieses entfernt wurde, wird in einer weiteren Kolonne das Argon, das sich am unteren Ende der Kolonne anreichert, vom restlichen Stickstoff getrennt, so dass Argon mit einer Reinheit von 99,9999 % (Argon 6.0) produziert werden kann.', 'Weitere Quellen für die Gewinnung von Argon sind die Produktion von Ammoniak im Haber-Bosch-Verfahren sowie die Synthesegasherstellung, etwa zur Methanolproduktion. Bei diesen Verfahren, die Luft als Ausgangsstoff nutzen, reichern sich Argon und andere Edelgase im Produktionsprozess an und können aus dem Gasgemisch isoliert werden. Wie beim Linde-Verfahren werden auch hier die verschiedenen Gase durch Adsorption oder Rektifikation voneinander getrennt und so reines Argon gewonnen.', 'Eigenschaften.', 'Physikalische Eigenschaften.', 'Argon ist bei Normalbedingungen ein einatomiges, farbloses und geruchloses Gas, das bei 87,15 K (−186 °C) kondensiert und bei 83,8 K (−189,3 °C) erstarrt. Wie die anderen Edelgase außer dem Helium kristallisiert Argon in einer kubisch dichtesten Kugelpackung mit dem Gitterparameter "a" = 526 pm bei 4 K.', 'Wie alle Edelgase besitzt Argon nur abgeschlossene Schalen (Edelgaskonfiguration). Dadurch lässt sich erklären, dass das Gas stets einatomig vorliegt und die Reaktivität gering ist.', 'Mit einer Dichte von 1,784 kg/m3 bei 0 °C und 1013 hPa ist Argon schwerer als Luft, es sinkt also ab. Im Phasendiagramm liegt der Tripelpunkt bei 83,8 K und 689 hPa, der kritische Punkt bei 150,86 K, 48.960 hPa sowie einer kritischen Dichte von 0,536 g/cm3.', 'In Wasser ist Argon etwas löslich. In einem Liter Wasser können sich bei 0 °C und Normaldruck maximal 53,6 ml Argon lösen.', 'Chemische Eigenschaften.', 'Als Edelgas reagiert Argon fast nicht mit anderen Elementen oder Verbindungen. Bislang ist nur das experimentell dargestellte Argonfluorohydrid HArF bekannt, das durch Photolyse von Fluorwasserstoff in einer Argonmatrix bei 7,5 K gewonnen wird und anhand neuer Linien im Infrarotspektrum identifiziert wurde. Oberhalb von 27 K zersetzt es sich. Nach Berechnungen sollten weitere Verbindungen des Argons metastabil sein und sich verhältnismäßig schwer zersetzen; diese konnten jedoch experimentell bislang nicht dargestellt werden. Beispiele hierfür sind das Chloranalogon des Argonfluorohydrides HArCl, aber auch Verbindungen, bei denen das Proton durch andere Gruppen ersetzt ist, etwa FArCCH als organische Argonverbindung und FArSiF3 mit einer Argon-Silicium-Bindung.', 'Argon bildet einige Clathrate, in denen es physikalisch in Hohlräume eines umgebenden Kristalls eingeschlossen ist. Bei −183 °C ist ein Argon-Hydrat stabil, jedoch ist die Geschwindigkeit der Bildung sehr langsam, da eine Umkristallisierung stattfinden muss. Ist das Eis mit Chloroform gemischt, bildet sich das Clathrat schon bei −78 °C. Stabil ist auch ein Clathrat von Argon in Hydrochinon.', 'Isotope.', 'Insgesamt sind 23 Isotope sowie ein weiteres Kernisomer von Argon bekannt. Von diesen sind drei, nämlich die Isotope 36Ar, 38Ar und 40Ar, stabil und kommen in der Natur vor. Dabei überwiegt bei weitem 40Ar mit einem Anteil von 99,6 % am natürlichen irdischen Isotopengemisch. 36Ar und 38Ar sind mit einem Anteil von 0,34 % beziehungsweise 0,06 % selten. Von den instabilen Isotopen besitzen 39Ar mit 269 Jahren und 42Ar mit 32,9 Jahren die längsten Halbwertszeiten. Alle anderen Isotope besitzen kurze Halbwertszeiten im Bereich von unter 10 ps bei 30Ar bis 35,04 Tagen bei 37Ar.', '40Ar wird für die Altersbestimmung von Gesteinen genutzt (Kalium-Argon-Datierung). Dabei wird ausgenutzt, dass instabiles 40K, das in diesen enthalten ist, langsam zu 40Ar zerfällt. Je mehr Kalium zu Argon zerfallen ist, desto älter ist das Gestein. Das kurzlebige Isotop 41Ar kann zur Überprüfung von Gasleitungen verwendet werden. Durch das Durchleiten von 41Ar kann die Leistungsfähigkeit einer Belüftung oder Dichtigkeit einer Leitung festgestellt werden.', '39Ar wird hingegen für die Altersbestimmung von Grund-, See- und Ozeanwasser sowie von Gletschereis verwendet. So lange das Wasser Kontakt zur Atmosphäre hat, löst sich Argon zu gleichen Teilen wie es in dieser vorkommt. Sobald das Wasser von der Atmosphäre abgeschlossen ist, verringert sich der Anteil des gelösten 39Ar aufgrund seines Zerfalls mit einer Halbwertszeit von 269 Jahren. Mittels Low Level Counting (LLC) oder Atom Trap Trace Analysis (ATTA) kann der verbliebene Anteil an 39Ar bestimmt und darüber das Alter berechnet werden.', '"→ Liste der Argon-Isotope"', 'Biologische Bedeutung.', 'Wie die anderen Edelgase hat Argon auf Grund der Reaktionsträgheit keine biologische Bedeutung und ist auch nicht toxisch. In höheren Konzentrationen wirkt es durch Verdrängung des Sauerstoffs erstickend
1. Argon 2. chemisches Element 3. Doping 4. Edelgas 5. Lebensmittelzusatzstoff 6. Löschmittel 7. Periode-3-Element 8. Gewinnung 9. Isotope 10. Altersbestimmung
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Stimmt es, dass man bei der Zucht von RAssehunden oft Inzest als Zuchtmedthode einseztt?
Ja, es stimmt, dass bei der Zucht von Rassehunden manchmal Inzest oder Inzucht eingesetzt wird. Inzucht bedeutet die Paarung von eng verwandten Tieren, wie Geschwistern, Eltern und deren Nachkommen oder Halbgeschwistern. Der Grund dafür ist, dass Züchter versuchen, bestimmte wünschenswerte Merkmale in einer Hunderasse zu erhalten oder zu verstärken. Inzucht kann jedoch auch zu gesundheitlichen Problemen bei den nachkommenden Hunden führen, da es das Risiko von rezessiven Erbkrankheiten erhöht, die normalerweise von der genetischen Vielfalt in einer breiteren Population unterdrückt werden. Dies hat in einigen Rassen zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen und genetischen Defekten führt. In der modernen Hundezucht wird das Niveau der Inzucht häufig überwacht, um die genetische Vielfalt zu erhalten und die Wahrscheinlichkeit von Erbkrankheiten zu verringern. Inzest ist jedoch weiterhin ein umstrittenes Thema in der Hundezucht.
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Gib mir nur 10 Keywords bestehend aus bis zu zwei Wörtern für den folgenden Text in deiner Antwort zurück: [['Argon', 'Chemisches Element', 'Doping', 'Edelgas', 'Lebensmittelzusatzstoff (EU)', 'Löschmittel', 'Periode-3-Element'], 'Argon ( „untätig, träge“) ist ein chemisches Element mit dem Symbol Ar (bis 1957 nur A) und der Ordnungszahl 18. Im Periodensystem steht es in der 8. Hauptgruppe bzw. der 18. IUPAC-Gruppe und zählt daher zu den Edelgasen. Wie die anderen Edelgase ist es ein farbloses, äußerst reaktionsträges, einatomiges Gas. In vielen Eigenschaften wie Schmelz- und Siedepunkt oder Dichte steht es zwischen dem leichteren Neon und dem schwereren Krypton.', 'Argon ist das häufigste auf der Erde vorkommende Edelgas, der Anteil an der Atmosphäre beträgt etwa 0,934 %. Damit ist Argon der dritthäufigste Bestandteil der Erdatmosphäre, nach Stickstoff und Sauerstoff. Dies ist großteils auf den Zerfall des Kaliumisotops 40K zurückzuführen, bei dem 40Ar entsteht.', 'Argon war das erste Edelgas, das als Stoff entdeckt und gewonnen wurde, daher der Name, der im Grunde zu jedem Edelgas passt. Helium (von griechisch "helios" für „Sonne“) wurde vorher lediglich spektroskopisch im Sonnenlicht sowie in irdischen Proben nachgewiesen und Neon erst später entdeckt. Argon wurde 1894 von Lord Rayleigh und William Ramsay durch fraktionierte Destillation von flüssiger Luft gefunden. Als preiswertestes Edelgas wird Argon in großen Mengen als Schutzgas etwa beim Schweißen und in der Produktion von manchen Metallen, aber auch als Füllgas von Glühlampen verwendet.', 'Geschichte.', 'Einen ersten Hinweis auf das später entdeckte Argon fand Henry Cavendish, der 1783 die Reaktivität der Luft erforschte. Er erzeugte elektrische Entladungen in einer bestimmten Menge Luft, die mit Sauerstoff im Verhältnis von 5:3 angereichert war. Stickstoff und Sauerstoff reagierten miteinander und die entstandenen Stickoxide konnten ausgewaschen werden. Dabei blieb stets ein kleiner Rest nicht-reagierten Gases zurück. Cavendish erkannte jedoch nicht, dass es sich dabei um ein anderes Element handelte und setzte seine Experimente nicht fort.', 'Nachdem John William Strutt, 3. Baron Rayleigh 1892 die Dichte von aus Luft isoliertem Stickstoff bestimmt hatte, fiel ihm auf, dass aus Ammoniak gewonnener Stickstoff eine niedrigere Dichte aufwies. Es gab verschiedene Spekulationen zu diesem Befund; so meinte James Dewar, es müsse sich um ein N3, also ein Stickstoff-Analogon zu Ozon handeln. Rayleigh wiederholte Cavendishs Experimente, indem er in einer luftgefüllten Glaskugel elektrische Funken erzeugte und so Stickstoff und Sauerstoff zur Reaktion brachte. Nach Bestätigung von Cavendishs Ergebnis eines unreaktiven Rückstandes untersuchte William Ramsay diesen ab 1894 durch Überleitung über heißes Magnesium genauer. Da Magnesium mit Stickstoff zum Nitrid reagiert, konnte er dem Gemisch weiteren Stickstoff entziehen. Dabei stellte er eine Erhöhung der Dichte fest und fand schließlich ein bislang unbekanntes, reaktionsträges Gas. Am 31. Januar 1895 gaben Ramsay und Rayleigh schließlich die Entdeckung des neuen Elements bekannt, das sie nach dem altgriechischen "argos", „träge“, "Argon" nannten. Als William Ramsay ab 1898 das aus der Luft isolierte Argon weiter untersuchte, entdeckte er darin drei weitere Elemente, die Edelgase Neon, Krypton und Xenon.', 'Erste technische Anwendungen fand das Gas in der Elektroindustrie: Es wurden unter anderem Gleichrichter auf der Basis der Glimmentladung in Argon hergestellt, die sogenannten "Tungar-Röhren."', 'Vorkommen.', 'Argon zählt im Universum zu den häufigeren Elementen, in seiner Häufigkeit ist es vergleichbar mit Schwefel und Aluminium. Es ist im Universum nach Helium und Neon das dritthäufigste Edelgas. Dabei besteht das primordiale Argon, das etwa in der Sonne oder Gasplaneten wie Jupiter gefunden wird, hauptsächlich aus den Isotopen 36Ar und 38Ar, während das dritte stabile Isotop, 40Ar, dort nur in geringer Menge vorkommt. Das Verhältnis von 36Ar zu 38Ar beträgt etwa 5,7.', 'Auf der Erde ist Argon dagegen das häufigste Edelgas. Es macht 0,934 % des Volumens der Atmosphäre (ohne Wasserdampf) aus und ist damit nach Stickstoff und Sauerstoff der dritthäufigste Atmosphärenbestandteil. Die Zusammensetzung des terrestrischen Argons unterscheidet sich erheblich von derjenigen des primordialen Argons im Weltall. Es besteht zu über 99 % aus dem Isotop 40Ar, das durch Zerfall des Kaliumisotops 40K entstanden ist. Die primordialen Isotope sind dagegen nur in geringen Mengen vorhanden.', 'Da das Argon durch den Kaliumzerfall in der Erdkruste entsteht, findet man es auch in Gesteinen. Beim Schmelzen von Gesteinen im Erdmantel gast das Argon, aber auch das bei anderen Zerfällen entstehende Helium aus. Es reichert sich daher vorwiegend in den Basalten der ozeanischen Erdkruste an. Aus den Gesteinen wird das Argon an das Grundwasser abgegeben. Daher ist in Quellwasser, vor allem wenn es aus größerer Tiefe kommt, Argon gelöst.', 'Gewinnung und Darstellung.', 'Die Gewinnung des reinen Argons erfolgt ausschließlich aus der Luft, in der Regel im Rahmen der Luftverflüssigung im Linde-Verfahren. Das Argon wird dabei nicht in der Haupt-Rektifikationskolonne des Verfahrens von den Hauptluftbestandteilen getrennt, sondern in einer eigenen Argon-Kolonne. In dieser wird durch Rektifikation zunächst Rohargon hergestellt, das noch etwa 3–5 % Sauerstoff und 1 % Stickstoff enthält.', 'Anschließend wird das Rohargon in weiteren Stufen gereinigt. Das Gasgemisch wird zunächst auf Raumtemperatur erwärmt und auf 4–6 bar verdichtet. Um den restlichen Sauerstoff zu entfernen, wird danach Wasserstoff eingespritzt, der an Edelmetall-Katalysatoren mit dem Sauerstoff zu Wasser reagiert. Nachdem dieses entfernt wurde, wird in einer weiteren Kolonne das Argon, das sich am unteren Ende der Kolonne anreichert, vom restlichen Stickstoff getrennt, so dass Argon mit einer Reinheit von 99,9999 % (Argon 6.0) produziert werden kann.', 'Weitere Quellen für die Gewinnung von Argon sind die Produktion von Ammoniak im Haber-Bosch-Verfahren sowie die Synthesegasherstellung, etwa zur Methanolproduktion. Bei diesen Verfahren, die Luft als Ausgangsstoff nutzen, reichern sich Argon und andere Edelgase im Produktionsprozess an und können aus dem Gasgemisch isoliert werden. Wie beim Linde-Verfahren werden auch hier die verschiedenen Gase durch Adsorption oder Rektifikation voneinander getrennt und so reines Argon gewonnen.', 'Eigenschaften.', 'Physikalische Eigenschaften.', 'Argon ist bei Normalbedingungen ein einatomiges, farbloses und geruchloses Gas, das bei 87,15 K (−186 °C) kondensiert und bei 83,8 K (−189,3 °C) erstarrt. Wie die anderen Edelgase außer dem Helium kristallisiert Argon in einer kubisch dichtesten Kugelpackung mit dem Gitterparameter "a" = 526 pm bei 4 K.', 'Wie alle Edelgase besitzt Argon nur abgeschlossene Schalen (Edelgaskonfiguration). Dadurch lässt sich erklären, dass das Gas stets einatomig vorliegt und die Reaktivität gering ist.', 'Mit einer Dichte von 1,784 kg/m3 bei 0 °C und 1013 hPa ist Argon schwerer als Luft, es sinkt also ab. Im Phasendiagramm liegt der Tripelpunkt bei 83,8 K und 689 hPa, der kritische Punkt bei 150,86 K, 48.960 hPa sowie einer kritischen Dichte von 0,536 g/cm3.', 'In Wasser ist Argon etwas löslich. In einem Liter Wasser können sich bei 0 °C und Normaldruck maximal 53,6 ml Argon lösen.', 'Chemische Eigenschaften.', 'Als Edelgas reagiert Argon fast nicht mit anderen Elementen oder Verbindungen. Bislang ist nur das experimentell dargestellte Argonfluorohydrid HArF bekannt, das durch Photolyse von Fluorwasserstoff in einer Argonmatrix bei 7,5 K gewonnen wird und anhand neuer Linien im Infrarotspektrum identifiziert wurde. Oberhalb von 27 K zersetzt es sich. Nach Berechnungen sollten weitere Verbindungen des Argons metastabil sein und sich verhältnismäßig schwer zersetzen; diese konnten jedoch experimentell bislang nicht dargestellt werden. Beispiele hierfür sind das Chloranalogon des Argonfluorohydrides HArCl, aber auch Verbindungen, bei denen das Proton durch andere Gruppen ersetzt ist, etwa FArCCH als organische Argonverbindung und FArSiF3 mit einer Argon-Silicium-Bindung.', 'Argon bildet einige Clathrate, in denen es physikalisch in Hohlräume eines umgebenden Kristalls eingeschlossen ist. Bei −183 °C ist ein Argon-Hydrat stabil, jedoch ist die Geschwindigkeit der Bildung sehr langsam, da eine Umkristallisierung stattfinden muss. Ist das Eis mit Chloroform gemischt, bildet sich das Clathrat schon bei −78 °C. Stabil ist auch ein Clathrat von Argon in Hydrochinon.', 'Isotope.', 'Insgesamt sind 23 Isotope sowie ein weiteres Kernisomer von Argon bekannt. Von diesen sind drei, nämlich die Isotope 36Ar, 38Ar und 40Ar, stabil und kommen in der Natur vor. Dabei überwiegt bei weitem 40Ar mit einem Anteil von 99,6 % am natürlichen irdischen Isotopengemisch. 36Ar und 38Ar sind mit einem Anteil von 0,34 % beziehungsweise 0,06 % selten. Von den instabilen Isotopen besitzen 39Ar mit 269 Jahren und 42Ar mit 32,9 Jahren die längsten Halbwertszeiten. Alle anderen Isotope besitzen kurze Halbwertszeiten im Bereich von unter 10 ps bei 30Ar bis 35,04 Tagen bei 37Ar.', '40Ar wird für die Altersbestimmung von Gesteinen genutzt (Kalium-Argon-Datierung). Dabei wird ausgenutzt, dass instabiles 40K, das in diesen enthalten ist, langsam zu 40Ar zerfällt. Je mehr Kalium zu Argon zerfallen ist, desto älter ist das Gestein. Das kurzlebige Isotop 41Ar kann zur Überprüfung von Gasleitungen verwendet werden. Durch das Durchleiten von 41Ar kann die Leistungsfähigkeit einer Belüftung oder Dichtigkeit einer Leitung festgestellt werden.', '39Ar wird hingegen für die Altersbestimmung von Grund-, See- und Ozeanwasser sowie von Gletschereis verwendet. So lange das Wasser Kontakt zur Atmosphäre hat, löst sich Argon zu gleichen Teilen wie es in dieser vorkommt. Sobald das Wasser von der Atmosphäre abgeschlossen ist, verringert sich der Anteil des gelösten 39Ar aufgrund seines Zerfalls mit einer Halbwertszeit von 269 Jahren. Mittels Low Level Counting (LLC) oder Atom Trap Trace Analysis (ATTA) kann der verbliebene Anteil an 39Ar bestimmt und darüber das Alter berechnet werden.', '"→ Liste der Argon-Isotope"', 'Biologische Bedeutung.', 'Wie die anderen Edelgase hat Argon auf Grund der Reaktionsträgheit keine biologische Bedeutung und ist auch nicht toxisch. In höheren Konzentrationen wirkt es durch Verdrängung des Sauerstoffs erstickend
Argon, Edelgas, Chemisches Element, Doping, Lebensmittelzusatzstoff (EU), Löschmittel, Periode-3-Element, Gewinnung, Altersbestimmung, Isotope
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Dies ist großteils auf den Zerfall des Kaliumisotops 40K zurückzuführen, bei dem 40Ar entsteht.', 'Argon war das erste Edelgas, das als Stoff entdeckt und gewonnen wurde, daher der Name, der im Grunde zu jedem Edelgas passt. Helium (von griechisch "helios" für „Sonne“) wurde vorher lediglich spektroskopisch im Sonnenlicht sowie in irdischen Proben nachgewiesen und Neon erst später entdeckt. Argon wurde 1894 von Lord Rayleigh und William Ramsay durch fraktionierte Destillation von flüssiger Luft gefunden. Als preiswertestes Edelgas wird Argon in großen Mengen als Schutzgas etwa beim Schweißen und in der Produktion von manchen Metallen, aber auch als Füllgas von Glühlampen verwendet.', 'Geschichte.', 'Einen ersten Hinweis auf das später entdeckte Argon fand Henry Cavendish, der 1783 die Reaktivität der Luft erforschte. Er erzeugte elektrische Entladungen in einer bestimmten Menge Luft, die mit Sauerstoff im Verhältnis von 5:3 angereichert war. Stickstoff und Sauerstoff reagierten miteinander und die entstandenen Stickoxide konnten ausgewaschen werden. Dabei blieb stets ein kleiner Rest nicht-reagierten Gases zurück. Cavendish erkannte jedoch nicht, dass es sich dabei um ein anderes Element handelte und setzte seine Experimente nicht fort.', 'Nachdem John William Strutt, 3. Baron Rayleigh 1892 die Dichte von aus Luft isoliertem Stickstoff bestimmt hatte, fiel ihm auf, dass aus Ammoniak gewonnener Stickstoff eine niedrigere Dichte aufwies. Es gab verschiedene Spekulationen zu diesem Befund; so meinte James Dewar, es müsse sich um ein N3, also ein Stickstoff-Analogon zu Ozon handeln. Rayleigh wiederholte Cavendishs Experimente, indem er in einer luftgefüllten Glaskugel elektrische Funken erzeugte und so Stickstoff und Sauerstoff zur Reaktion brachte. Nach Bestätigung von Cavendishs Ergebnis eines unreaktiven Rückstandes untersuchte William Ramsay diesen ab 1894 durch Überleitung über heißes Magnesium genauer. Da Magnesium mit Stickstoff zum Nitrid reagiert, konnte er dem Gemisch weiteren Stickstoff entziehen. Dabei stellte er eine Erhöhung der Dichte fest und fand schließlich ein bislang unbekanntes, reaktionsträges Gas. Am 31. Januar 1895 gaben Ramsay und Rayleigh schließlich die Entdeckung des neuen Elements bekannt, das sie nach dem altgriechischen "argos", „träge“, "Argon" nannten. Als William Ramsay ab 1898 das aus der Luft isolierte Argon weiter untersuchte, entdeckte er darin drei weitere Elemente, die Edelgase Neon, Krypton und Xenon.', 'Erste technische Anwendungen fand das Gas in der Elektroindustrie: Es wurden unter anderem Gleichrichter auf der Basis der Glimmentladung in Argon hergestellt, die sogenannten "Tungar-Röhren."', 'Vorkommen.', 'Argon zählt im Universum zu den häufigeren Elementen, in seiner Häufigkeit ist es vergleichbar mit Schwefel und Aluminium. Es ist im Universum nach Helium und Neon das dritthäufigste Edelgas. Dabei besteht das primordiale Argon, das etwa in der Sonne oder Gasplaneten wie Jupiter gefunden wird, hauptsächlich aus den Isotopen 36Ar und 38Ar, während das dritte stabile Isotop, 40Ar, dort nur in geringer Menge vorkommt. Das Verhältnis von 36Ar zu 38Ar beträgt etwa 5,7.', 'Auf der Erde ist Argon dagegen das häufigste Edelgas. Es macht 0,934 % des Volumens der Atmosphäre (ohne Wasserdampf) aus und ist damit nach Stickstoff und Sauerstoff der dritthäufigste Atmosphärenbestandteil. Die Zusammensetzung des terrestrischen Argons unterscheidet sich erheblich von derjenigen des primordialen Argons im Weltall. Es besteht zu über 99 % aus dem Isotop 40Ar, das durch Zerfall des Kaliumisotops 40K entstanden ist. Die primordialen Isotope sind dagegen nur in geringen Mengen vorhanden.', 'Da das Argon durch den Kaliumzerfall in der Erdkruste entsteht, findet man es auch in Gesteinen. Beim Schmelzen von Gesteinen im Erdmantel gast das Argon, aber auch das bei anderen Zerfällen entstehende Helium aus. Es reichert sich daher vorwiegend in den Basalten der ozeanischen Erdkruste an. Aus den Gesteinen wird das Argon an das Grundwasser abgegeben. Daher ist in Quellwasser, vor allem wenn es aus größerer Tiefe kommt, Argon gelöst.', 'Gewinnung und Darstellung.', 'Die Gewinnung des reinen Argons erfolgt ausschließlich aus der Luft, in der Regel im Rahmen der Luftverflüssigung im Linde-Verfahren. Das Argon wird dabei nicht in der Haupt-Rektifikationskolonne des Verfahrens von den Hauptluftbestandteilen getrennt, sondern in einer eigenen Argon-Kolonne. In dieser wird durch Rektifikation zunächst Rohargon hergestellt, das noch etwa 3–5 % Sauerstoff und 1 % Stickstoff enthält.', 'Anschließend wird das Rohargon in weiteren Stufen gereinigt. Das Gasgemisch wird zunächst auf Raumtemperatur erwärmt und auf 4–6 bar verdichtet. Um den restlichen Sauerstoff zu entfernen, wird danach Wasserstoff eingespritzt, der an Edelmetall-Katalysatoren mit dem Sauerstoff zu Wasser reagiert. Nachdem dieses entfernt wurde, wird in einer weiteren Kolonne das Argon, das sich am unteren Ende der Kolonne anreichert, vom restlichen Stickstoff getrennt, so dass Argon mit einer Reinheit von 99,9999 % (Argon 6.0) produziert werden kann.', 'Weitere Quellen für die Gewinnung von Argon sind die Produktion von Ammoniak im Haber-Bosch-Verfahren sowie die Synthesegasherstellung, etwa zur Methanolproduktion. Bei diesen Verfahren, die Luft als Ausgangsstoff nutzen, reichern sich Argon und andere Edelgase im Produktionsprozess an und können aus dem Gasgemisch isoliert werden. Wie beim Linde-Verfahren werden auch hier die verschiedenen Gase durch Adsorption oder Rektifikation voneinander getrennt und so reines Argon gewonnen.', 'Eigenschaften.', 'Physikalische Eigenschaften.', 'Argon ist bei Normalbedingungen ein einatomiges, farbloses und geruchloses Gas, das bei 87,15 K (−186 °C) kondensiert und bei 83,8 K (−189,3 °C) erstarrt. Wie die anderen Edelgase außer dem Helium kristallisiert Argon in einer kubisch dichtesten Kugelpackung mit dem Gitterparameter "a" = 526 pm bei 4 K.', 'Wie alle Edelgase besitzt Argon nur abgeschlossene Schalen (Edelgaskonfiguration). Dadurch lässt sich erklären, dass das Gas stets einatomig vorliegt und die Reaktivität gering ist.', 'Mit einer Dichte von 1,784 kg/m3 bei 0 °C und 1013 hPa ist Argon schwerer als Luft, es sinkt also ab. Im Phasendiagramm liegt der Tripelpunkt bei 83,8 K und 689 hPa, der kritische Punkt bei 150,86 K, 48.960 hPa sowie einer kritischen Dichte von 0,536 g/cm3.', 'In Wasser ist Argon etwas löslich. In einem Liter Wasser können sich bei 0 °C und Normaldruck maximal 53,6 ml Argon lösen.', 'Chemische Eigenschaften.', 'Als Edelgas reagiert Argon fast nicht mit anderen Elementen oder Verbindungen. Bislang ist nur das experimentell dargestellte Argonfluorohydrid HArF bekannt, das durch Photolyse von Fluorwasserstoff in einer Argonmatrix bei 7,5 K gewonnen wird und anhand neuer Linien im Infrarotspektrum identifiziert wurde. Oberhalb von 27 K zersetzt es sich. Nach Berechnungen sollten weitere Verbindungen des Argons metastabil sein und sich verhältnismäßig schwer zersetzen; diese konnten jedoch experimentell bislang nicht dargestellt werden. Beispiele hierfür sind das Chloranalogon des Argonfluorohydrides HArCl, aber auch Verbindungen, bei denen das Proton durch andere Gruppen ersetzt ist, etwa FArCCH als organische Argonverbindung und FArSiF3 mit einer Argon-Silicium-Bindung.', 'Argon bildet einige Clathrate, in denen es physikalisch in Hohlräume eines umgebenden Kristalls eingeschlossen ist. Bei −183 °C ist ein Argon-Hydrat stabil, jedoch ist die Geschwindigkeit der Bildung sehr langsam, da eine Umkristallisierung stattfinden muss. Ist das Eis mit Chloroform gemischt, bildet sich das Clathrat schon bei −78 °C. Stabil ist auch ein Clathrat von Argon in Hydrochinon.', 'Isotope.', 'Insgesamt sind 23 Isotope sowie ein weiteres Kernisomer von Argon bekannt. Von diesen sind drei, nämlich die Isotope 36Ar, 38Ar und 40Ar, stabil und kommen in der Natur vor. Dabei überwiegt bei weitem 40Ar mit einem Anteil von 99,6 % am natürlichen irdischen Isotopengemisch. 36Ar und 38Ar sind mit einem Anteil von 0,34 % beziehungsweise 0,06 % selten. Von den instabilen Isotopen besitzen 39Ar mit 269 Jahren und 42Ar mit 32,9 Jahren die längsten Halbwertszeiten. Alle anderen Isotope besitzen kurze Halbwertszeiten im Bereich von unter 10 ps bei 30Ar bis 35,04 Tagen bei 37Ar.', '40Ar wird für die Altersbestimmung von Gesteinen genutzt (Kalium-Argon-Datierung). Dabei wird ausgenutzt, dass instabiles 40K, das in diesen enthalten ist, langsam zu 40Ar zerfällt. Je mehr Kalium zu Argon zerfallen ist, desto älter ist das Gestein. Das kurzlebige Isotop 41Ar kann zur Überprüfung von Gasleitungen verwendet werden. Durch das Durchleiten von 41Ar kann die Leistungsfähigkeit einer Belüftung oder Dichtigkeit einer Leitung festgestellt werden.', '39Ar wird hingegen für die Altersbestimmung von Grund-, See- und Ozeanwasser sowie von Gletschereis verwendet. So lange das Wasser Kontakt zur Atmosphäre hat, löst sich Argon zu gleichen Teilen wie es in dieser vorkommt. Sobald das Wasser von der Atmosphäre abgeschlossen ist, verringert sich der Anteil des gelösten 39Ar aufgrund seines Zerfalls mit einer Halbwertszeit von 269 Jahren. Mittels Low Level Counting (LLC) oder Atom Trap Trace Analysis (ATTA) kann der verbliebene Anteil an 39Ar bestimmt und darüber das Alter berechnet werden.', '"→ Liste der Argon-Isotope"', 'Biologische Bedeutung.', 'Wie die anderen Edelgase hat Argon auf Grund der Reaktionsträgheit keine biologische Bedeutung und ist auch nicht toxisch. In höheren Konzentrationen wirkt es durch Verdrängung des Sauerstoffs erstickend
1. Argon 2. Chemisches Element 3. Doping 4. Edelgas 5. Lebensmittelzusatzstoff (EU) 6. Löschmittel 7. Periode-3-Element 8. Gewinnung und Darstellung 9. Isotope 10. Altersbestimmung
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لأي شخص يشعر بالتخلف في الحياة
إذا كنت تشعر بالتخلف في الحياة، فلا تيأس ولا تنزعج. عليك أن تعلم أن الحياة ليست بالسهولة التي تتصورها، وأنه يوجد دائمًا طريقة لتحسين حياتك ولتحقيق النجاح. ربما يكون هناك بعض الخطوات التي يمكنك اتباعها لتغيير حالك: 1- تحديد أهدافك الشخصية والمهنية والتخطيط لتحقيقها. 2- البحث عن المجالات التي تتقنها والعمل على تحسينها. 3- تطوير مهارات الاتصال والتواصل مع الآخرين. 4- الاستفادة من الفرص التعليمية والتدريبية القائمة في مجتمعك. 5- التعرف على نماذج النجاح ومن يلهمك ومن شأنهم مساعدتك على التحسين. لا تدع الشعور بالتخلف يحكم عليك، بل اعمل بجد على تحقيق أهدافك ولا تنسى أن التحديات هي جزء من الحياة وسوف تجد دائمًا الحلول لتجاوزها.
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