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1001
GrldStR
SS21
Erbschaftsteuer 1
Erbschaftsteuer
3
Die in Wien lebende Berta (B) schenkt ihrer in Österreich geborenen und dort lebenden Tochter Caroline (C) eine Wohnung in Berlin. Sie hatte sich die Wohnung vor vielen Jahren mit der Absicht gekauft, sie als Ferienwohnung zu nutzen. Berlin hat ihr aber nicht gefallen, deswegen vermietet Sie die Wohnung nun schon lange. Caroline, die keinerlei Bezug zu Deutschland hat, lässt die Vermietung unbesehen weiterlaufen. Um welchen Vorgang handelt es sich bei dem Verschenken der Wohnung? Unterliegt dieser in Deutschland der Erbschaftsteuer? Gehen Sie auch auf die Steuerschuldnerschaft ein.
1002
GrldStR
SS21
Einkommensteuer 1
Einkommensteuer
2
Der 38 jährige Tassilo Schultz (T) lebt noch in dem Haus seiner Eltern in einem Vorort von Dortmund. Er arbeitet dort als mäßig fleißiger Angestellter in einem Getränkemarkt. Weil man ihm gesagt hat, dass er das müsse, hat er beschlossen, für alle seine Einkünfte in 2020 eine Steuererklärung abzugeben. Unter Berücksichtigung aller abziehbaren Aufwendungen hat er für seine Tätigkeit im Getränkemarkt korrekterweise Einkünfte in Höhe von 30.000 Euro bestimmt. Folgende Sachverhalte hat er aber in seiner Steuererklärung noch nicht berücksichtigt: Um bei der allgemeinen Grundstücksspekulation mitzumachen, hat er von seinem Erbe zum 01.10.2016 billig ein heruntergekommenes kleines Haus an der Hauptstraße seines Ortes gekauft. Anstatt es zu renovieren, hat er es zu einem guten Preis an eine Zeitarbeitsfirma vermietet, die darin regelmäßig wechselnde Arbeitskräfte unterbringt. Für Haus und Grund hatte er damals 150.000 Euro bezahlt, wobei 100.000 Euro auf den Grund und 50.000 Euro auf das Haus entfielen. Der Zustand des Hauses ist zwar schlecht, aber nicht so schlecht, dass man von einer eingeschränkten Nutzungsdauer ausgehen müsste. Im Monat verlangt Tassilo eine Miete in Höhe von 1.000 Euro. Außer 70 Euro Grundsteuer in 2020 hat er keine weiteren Aufwendungen für das Haus, da er sich weigert, das Haus zu renovieren oder zu versichern. Allerdings musste er für den Erwerb des Hauses einen Kredit aufnehmen, da sein Erbe nicht gereicht hätte und er auch sonst kein Erspartes hatte. Tassilo hat sich für einen endfälligen Kredit entschieden, für den er jeden Monat 50 Euro Zinsen zahlen muss. Weil die Zeitarbeitsfirma zunehmend unzufrieden mit dem Zustand der Zimmer ist und weil die Immobilienpreise inzwischen tatsächlich gestiegen sind, kündigt er den Mietvertrag zum 30. Juni 2020 und verkauft das Haus am 1. Juli 2020 an eine Dortmunder Immobiliengesellschaft. Er erzielt einen Verkaufspreis von 230.000 Euro. Um keine Strafzinsen zahlen zu müssen, zahlt er seinen Kredit zum erstmöglichen vertraglichen Rückzahlungstermin am 31.12.2020 vollständig zurück. Weitere Einkünfte hat T nicht. Bestimmen Sie die subjektive Steuerpflicht von Tassilo
1003
GrldStR
SS21
Einkommensteuer 2
Einkommensteuer
3
Der 38 jährige Tassilo Schultz (T) lebt noch in dem Haus seiner Eltern in einem Vorort von Dortmund. Er arbeitet dort als mäßig fleißiger Angestellter in einem Getränkemarkt. Weil man ihm gesagt hat, dass er das müsse, hat er beschlossen, für alle seine Einkünfte in 2020 eine Steuererklärung abzugeben. Unter Berücksichtigung aller abziehbaren Aufwendungen hat er für seine Tätigkeit im Getränkemarkt korrekterweise Einkünfte in Höhe von 30.000 Euro bestimmt. Folgende Sachverhalte hat er aber in seiner Steuererklärung noch nicht berücksichtigt: Um bei der allgemeinen Grundstücksspekulation mitzumachen, hat er von seinem Erbe zum 01.10.2016 billig ein heruntergekommenes kleines Haus an der Hauptstraße seines Ortes gekauft. Anstatt es zu renovieren, hat er es zu einem guten Preis an eine Zeitarbeitsfirma vermietet, die darin regelmäßig wechselnde Arbeitskräfte unterbringt. Für Haus und Grund hatte er damals 150.000 Euro bezahlt, wobei 100.000 Euro auf den Grund und 50.000 Euro auf das Haus entfielen. Der Zustand des Hauses ist zwar schlecht, aber nicht so schlecht, dass man von einer eingeschränkten Nutzungsdauer ausgehen müsste. Im Monat verlangt Tassilo eine Miete in Höhe von 1.000 Euro. Außer 70 Euro Grundsteuer in 2020 hat er keine weiteren Aufwendungen für das Haus, da er sich weigert, das Haus zu renovieren oder zu versichern. Allerdings musste er für den Erwerb des Hauses einen Kredit aufnehmen, da sein Erbe nicht gereicht hätte und er auch sonst kein Erspartes hatte. Tassilo hat sich für einen endfälligen Kredit entschieden, für den er jeden Monat 50 Euro Zinsen zahlen muss. Weil die Zeitarbeitsfirma zunehmend unzufrieden mit dem Zustand der Zimmer ist und weil die Immobilienpreise inzwischen tatsächlich gestiegen sind, kündigt er den Mietvertrag zum 30. Juni 2020 und verkauft das Haus am 1. Juli 2020 an eine Dortmunder Immobiliengesellschaft. Er erzielt einen Verkaufspreis von 230.000 Euro. Um keine Strafzinsen zahlen zu müssen, zahlt er seinen Kredit zum erstmöglichen vertraglichen Rückzahlungstermin am 31.12.2020 vollständig zurück. Weitere Einkünfte hat T nicht. Welche Einkünfte erzielt T mit seiner Tätigkeit beim Getränkemarkt? Um welche Art von Einkünften handelt es sich und welcher theoretischen Grundlage folgen diese?
1004
GrldStR
SS21
Einkommensteuer 3
Einkommensteuer
18.5
Der 38 jährige Tassilo Schultz (T) lebt noch in dem Haus seiner Eltern in einem Vorort von Dortmund. Er arbeitet dort als mäßig fleißiger Angestellter in einem Getränkemarkt. Weil man ihm gesagt hat, dass er das müsse, hat er beschlossen, für alle seine Einkünfte in 2020 eine Steuererklärung abzugeben. Unter Berücksichtigung aller abziehbaren Aufwendungen hat er für seine Tätigkeit im Getränkemarkt korrekterweise Einkünfte in Höhe von 30.000 Euro bestimmt. Folgende Sachverhalte hat er aber in seiner Steuererklärung noch nicht berücksichtigt: Um bei der allgemeinen Grundstücksspekulation mitzumachen, hat er von seinem Erbe zum 01.10.2016 billig ein heruntergekommenes kleines Haus an der Hauptstraße seines Ortes gekauft. Anstatt es zu renovieren, hat er es zu einem guten Preis an eine Zeitarbeitsfirma vermietet, die darin regelmäßig wechselnde Arbeitskräfte unterbringt. Für Haus und Grund hatte er damals 150.000 Euro bezahlt, wobei 100.000 Euro auf den Grund und 50.000 Euro auf das Haus entfielen. Der Zustand des Hauses ist zwar schlecht, aber nicht so schlecht, dass man von einer eingeschränkten Nutzungsdauer ausgehen müsste. Im Monat verlangt Tassilo eine Miete in Höhe von 1.000 Euro. Außer 70 Euro Grundsteuer in 2020 hat er keine weiteren Aufwendungen für das Haus, da er sich weigert, das Haus zu renovieren oder zu versichern. Allerdings musste er für den Erwerb des Hauses einen Kredit aufnehmen, da sein Erbe nicht gereicht hätte und er auch sonst kein Erspartes hatte. Tassilo hat sich für einen endfälligen Kredit entschieden, für den er jeden Monat 50 Euro Zinsen zahlen muss. Weil die Zeitarbeitsfirma zunehmend unzufrieden mit dem Zustand der Zimmer ist und weil die Immobilienpreise inzwischen tatsächlich gestiegen sind, kündigt er den Mietvertrag zum 30. Juni 2020 und verkauft das Haus am 1. Juli 2020 an eine Dortmunder Immobiliengesellschaft. Er erzielt einen Verkaufspreis von 230.000 Euro. Um keine Strafzinsen zahlen zu müssen, zahlt er seinen Kredit zum erstmöglichen vertraglichen Rückzahlungstermin am 31.12.2020 vollständig zurück. Weitere Einkünfte hat T nicht. Bestimmen Sie die Summe der Einkünfte des T. Wie ist insbesondere die Nutzung und der Verkauf des Hauses zu bewerten?
1005
GrldStR
SS21
Einkommensteuer 4
Einkommensteuer
4
Der 38 jährige Tassilo Schultz (T) lebt noch in dem Haus seiner Eltern in einem Vorort von Dortmund. Er arbeitet dort als mäßig fleißiger Angestellter in einem Getränkemarkt. Weil man ihm gesagt hat, dass er das müsse, hat er beschlossen, für alle seine Einkünfte in 2020 eine Steuererklärung abzugeben. Unter Berücksichtigung aller abziehbaren Aufwendungen hat er für seine Tätigkeit im Getränkemarkt korrekterweise Einkünfte in Höhe von 30.000 Euro bestimmt. Folgende Sachverhalte hat er aber in seiner Steuererklärung noch nicht berücksichtigt: Um bei der allgemeinen Grundstücksspekulation mitzumachen, hat er von seinem Erbe zum 01.10.2016 billig ein heruntergekommenes kleines Haus an der Hauptstraße seines Ortes gekauft. Anstatt es zu renovieren, hat er es zu einem guten Preis an eine Zeitarbeitsfirma vermietet, die darin regelmäßig wechselnde Arbeitskräfte unterbringt. Für Haus und Grund hatte er damals 150.000 Euro bezahlt, wobei 100.000 Euro auf den Grund und 50.000 Euro auf das Haus entfielen. Der Zustand des Hauses ist zwar schlecht, aber nicht so schlecht, dass man von einer eingeschränkten Nutzungsdauer ausgehen müsste. Im Monat verlangt Tassilo eine Miete in Höhe von 1.000 Euro. Außer 70 Euro Grundsteuer in 2020 hat er keine weiteren Aufwendungen für das Haus, da er sich weigert, das Haus zu renovieren oder zu versichern. Allerdings musste er für den Erwerb des Hauses einen Kredit aufnehmen, da sein Erbe nicht gereicht hätte und er auch sonst kein Erspartes hatte. Tassilo hat sich für einen endfälligen Kredit entschieden, für den er jeden Monat 50 Euro Zinsen zahlen muss. Weil die Zeitarbeitsfirma zunehmend unzufrieden mit dem Zustand der Zimmer ist und weil die Immobilienpreise inzwischen tatsächlich gestiegen sind, kündigt er den Mietvertrag zum 30. Juni 2020 und verkauft das Haus am 1. Juli 2020 an eine Dortmunder Immobiliengesellschaft. Er erzielt einen Verkaufspreis von 230.000 Euro. Um keine Strafzinsen zahlen zu müssen, zahlt er seinen Kredit zum erstmöglichen vertraglichen Rückzahlungstermin am 31.12.2020 vollständig zurück. Weitere Einkünfte hat T nicht. Stimmt es, dass er zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet war? (Begründen Sie anhand des Gesetzes). Kommt es bei allen seinen Einkünften zur Veranlagung?
1006
GrldStR
SS21
Abgabenordnung 1
Abgabenordnung
2
Felix Labrecht (F) hatte seine Einkommensteuererklärung für das Jahr 2019 fristgerecht eingereicht. Er freute sich auf eine hohe Steuererstattung. Den Bescheid, der mit Datum vom 25.08.2020 (Dienstag) zur Post aufgegeben wurde, erhält er am 31.08.2020 (Montag). Bis wann hatte Felix Labrecht Zeit, seine Einkommensteuererklärung für das Jahr 2019 abzugeben? Er war zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet.
1007
GrldStR
SS21
Abgabenordnung 2
Abgabenordnung
4
Felix Labrecht (F) hatte seine Einkommensteuererklärung für das Jahr 2019 fristgerecht eingereicht. Er freute sich auf eine hohe Steuererstattung. Den Bescheid, der mit Datum vom 25.08.2020 (Dienstag) zur Post aufgegeben wurde, erhält er am 31.08.2020 (Montag). Wann wird der Einkommensteuerbescheid 2019 gegenüber Felix Labrecht wirksam bekanntgegeben? Geben Sie den Wochentag und das Datum an und begründen Sie Ihre Antwort.
1008
GrldStR
SS21
Abgabenordnung 3
Abgabenordnung
4
Felix Labrecht (F) hatte seine Einkommensteuererklärung für das Jahr 2019 fristgerecht eingereicht. Er freute sich auf eine hohe Steuererstattung. Den Bescheid, der mit Datum vom 25.08.2020 (Dienstag) zur Post aufgegeben wurde, erhält er am 31.08.2020 (Montag). Bis zu welchem Zeitpunkt kann Felix Labrecht noch gegen den Bescheid Einspruch einlegen? Geben Sie ein Datum an und begründen Sie Ihre Antwort. Hinweis: Auf einzelne Wochentage ist in dieser Teilaufgabe nicht einzugehen. Sonderregelungen für Feiertage, Samstage und Sonntage sind zu vernachlässigen.
1009
GrldStR
SS21
Abgabenordnung 4
Abgabenordnung
1
Felix Labrecht (F) hatte seine Einkommensteuererklärung für das Jahr 2019 fristgerecht eingereicht. Er freute sich auf eine hohe Steuererstattung. Den Bescheid, der mit Datum vom 25.08.2020 (Dienstag) zur Post aufgegeben wurde, erhält er am 31.08.2020 (Montag). Ist es möglich, dass Felix Labrecht den Einspruch telefonisch einlegt?
1010
GrldStR
SS21
Abgabenordnung 5
Abgabenordnung
1
Felix Labrecht (F) hatte seine Einkommensteuererklärung für das Jahr 2019 fristgerecht eingereicht. Er freute sich auf eine hohe Steuererstattung. Den Bescheid, der mit Datum vom 25.08.2020 (Dienstag) zur Post aufgegeben wurde, erhält er am 31.08.2020 (Montag). Welche andere Möglichkeit außer eines Einspruchs hat Felix Labrecht, um gegen den Bescheid vorzugehen?
1011
GrldStR
SS21
Umsatzsteuer 1
Umsatzsteuer
9.5
Aufgrund eines Rechtsstreits in den USA lässt sich der in Deutschland wohnhafte Tommi Schmidt (T) von einer dort ansässigen Rechtsanwaltsgesellschaft namens Angry Ltd. (A) beraten. Zwar ist Tommi umsatzsteuerlicher Unternehmer, da er als Autor und Podcaster tätig ist, der Rechtsstreit betrifft jedoch Unterhaltszahlungen für seine Kinder und sind daher privater Natur. Die Angry Ltd. verlangt für die Leistung 1.800 Dollar. Ist die Leistung der Angry Ltd. in Deutschland steuerbar? Prüfen Sie alle Voraussetzungen.
1012
GrldStR
SS21
Umsatzsteuer 2
Umsatzsteuer
5
2019 ließ die umsatzsteuerliche Unternehmerin Maria Kondo eine ihrer Immobilien renovieren. Die in den Rechnungen enthaltenen Vorsteuerbeträge i.H.v. über 20.000 Euro konnte sie im Rahmen der Umsatzsteuererklärung 2019 geltend machen, denn sie vermietete das Gebäude steuerpflichtig an einen anderen umsatzsteuerlichen Unternehmer, einen Architekten. Bei der Vermietung wurde auf die Umsatzsteuerbefreiung nach § 4 Nr. 12 Buchst. a UStG wirksam verzichtet. 2020 möchte Maria Kondos Freundin, die keine Unternehmerin i.S.d. Umsatzsteuergesetzes ist, in das Gebäude einziehen und dort wohnen. Maria Kondo überlegt daher, den bestehenden Mietvertrag mit dem Architekturbüro zu kündigen. Würden Sie Maria Kondo aus finanzieller Sicht im Hinblick auf den Vorsteuerabzug zu diesem Schritt raten? Gehen Sie auf etwaige Konsequenzen für den Vorsteuerabzug bei einer Kündigung des Mietvertrages ein. Genaue Beträge sind nicht anzugeben.
1013
GrldStR
WS21/22
Einkommensteuer 5
Einkommensteuer
17
Giulia Bäcker (B) wohnt in Köln und schreibt im Jahr 2021 als angestellte Autorin für eine bekannte Comedy-Show eines öffentlich-rechtlichen Senders. Dafür erhält sie pro Monat eine Vergütung von EUR 1.800. Um zu dem Sender zu gelangen, fährt sie das ganze Jahr über an vier Tagen pro Woche 32 km (einfach) mit dem Auto. Aufgrund eines internen, durch die Vorstandschaft des Senders vorgegebenen Dresscodes muss sie immer „schick angezogen und gepflegt“ zur Arbeit erscheinen. Sie gibt dafür EUR 20 pro Monat für die Kosmetikerin und EUR 200 pro Monat für angemessene Kleidung aus. Für den Besuch des Humorkongresses 2021 in Berlin hatte sie Aufwendungen i.H.v. EUR 1.800. Die Veranstaltung, die sich an Autoren im Comedybereich richtete, fand am 6.1.2021 statt. Bezahlt hatte Giulia den Preis bereits am 27.12.2020. Weiterhin vermietet sie gelegentlich einen Oldtimer, den sie von ihrem Vater geerbt hat an einen Bekannten. Dafür erhält sie im Jahr 2021 insgesamt EUR 2.200. Den Oldtimer hatte der Vater im Januar 2021 für EUR 30.000 erworben. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Oldtimer eine Restnutzungsdauer 15 Jahren. Ermitteln Sie das zu versteuernde Einkommen von B im Jahr 2021. Gehen Sie auch auf die subjektive Steuerpflicht, die einzelnen Einkunftsarten und die Ermittlung der Einkünfte ein. Hinweis: auf die LSt, KiSt oder den SolZ ist nicht einzugehen.
1014
GrldStR
WS21/22
Einkommensteuer 6
Einkommensteuer
3
Beschreiben Sie kurz, welchen Zweck die Mobilitätsprämie verfolgt. Geben Sie auch die entsprechenden Rechtsgrundlagen an.
1015
GrldStR
WS21/22
Umsatzsteuer 3
Umsatzsteuer
10
Johann Lichter (L) betreibt ein 3-Sterne-Restaurant in Stromberg (Deutschland). Dort bietet er verschiedenste Gerichte an. Touristen aus der ganzen Welt zählen zu seinen Kunden. Im Februar 2021 bewirtet er ein Ehepaar aus Südkorea. Die beiden speisen für insgesamt EUR 535 in seinem Lokal. Getränke werden dabei nicht konsumiert. Ist die Bewirtungsleistung in Deutschland steuerbar? Gehen Sie ggf. auch darauf ein, wie hoch die umsatzsteuerliche Bemessungsgrundlage ist und in welcher Höhe Umsatzsteuer entrichtet werden muss.
1016
GrldStR
WS21/22
Umsatzsteuer 4
Umsatzsteuer
2
Nennen Sie eine echt steuerbefreite Leistung und begründen Sie Ihre Antwort. Geben Sie die entsprechenden Rechtsgrundlagen an.
1017
GrldStR
WS21/22
Abgabenordnung 6
Abgabenordnung
16
Kalender 2021, Feiertage sind dick gedruckt ### Juni 2021 | Woche | Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So | |-------|----|----|----|----|----|----|----| | KW 22 | | 1 | 2 | **3** | 4 | 5 | 6 | | KW 23 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | | KW 24 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | | KW 25 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | | KW 26 | 28 | 29 | 30 | | | | | ### Juli 2021 | Woche | Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So | |-------|----|----|----|----|----|----|----| | KW 26 | | | 1 | 2 | 3 | 4 | | | KW 27 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | | KW 28 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | | KW 29 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | | KW 30 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | | Als der leicht cholerische Gustav Grantig (G) am 22.07.2021 aus seinem längeren Urlaub kommt und seinen am 23.06.2021 bekanntgegebenen Steuerbescheid im Briefkasten findet, ist die Urlaubslaune sofort verflogen: Entsetzt stellt er fest, dass er bei seiner Tätigkeit aus nichtselbständiger Arbeit die von ihm in der Steuererklärung angegebenen Werbungskosten i.H.v. EUR 531,00 nicht exakt so wiederfindet, wie er sie angegeben hat. Deshalb ist er sich sicher, dass das Finanzamt ihn „wieder übers Ohr hauen will“. Dass der zuständige Bearbeiter im Finanzamt automatisch den Pauschbetrag für Werbungskosten nach § 9a S.1 Nr. 1 lit. a EStG in Höhe von 1.000 Euro angesetzt hat, entgeht ihm in seiner Wut völlig. Sofort setzt er einen Brief auf: „Ans Finanzamt, ich beziehe mich auf den Steuerbescheid vom 23.06.2021, der mal wieder in jeglicher Hinsicht falsch ist. Zu was mache ich mir eigentlich die Mühe, eine Steuererklärung abzugeben? Ich will dass der Fall vollumfänglich geprüft wird, und zwar dieses Mal von jemandem, der seine Arbeit versteht. Wahrscheinlich wurden noch tausend andere Fehler gemacht, aber was mir sofort auffiel, ist dass meine Werbungskosten in Höhe von 531 Euro nicht berücksichtigt wurden. Ich fordere eine Korrektur und ich bin gewillt, nein sogar schon in Vorfreude, das im Zweifel auch vor Gericht zu diskutieren. Grüße Gustav Grantler“ Er unterschreibt den Brief und sendet ihn sofort ab, am 23.07 geht der Brief beim Finanzamt ein. Prüfen Sie, wie dieser Brief zu bewerten ist und wie das Finanzamt darauf reagieren wird.
1018
GrldStR
WS21/22
Abgabenordnung 7
Abgabenordnung
2
Welchem Teil der Abgabenordnung lassen sich folgende Aussagen am besten zuordnen? a) Der Teil betrifft ganz überwiegend das materielle Steuerrecht, ist aber nicht abschließend. Weitere Vorschriften zum materiellen Steuerschuldrecht finden sich auch im fünften Teil. Andersherum hätte auch die in diesem Teil verortete Norm zum Steuerpflichtigen in den steuerlichen Begriffsbestimmungen des ersten Teils geregelt werden können. Denn der Steuerschuldner ist zwar steuerpflichtig, der steuerpflichtige muss jedoch nicht der Steuerschuldner sein. b) Es ist der erste der drei Teile, die in der Abgabenordnung die Stationen des Steuerverfahrens regeln. Hier ist z.B. der Prozess von der Steuererklärung hin zum Steuerbescheid, also die Steuerfestsetzung geregelt.
1019
GrldStR
WS22/23
Einkommensteuer 7
Einkommensteuer
13.5
Hazel Brucker (H) nahm 2022 an der Reality-TV Show „Promi Big Sister“ teil. Zwar soll die Show den Eindruck vermitteln, dass das Verhalten der prominenten Teilnehmerinnen und Teilnehmer vollkommen natürlich und realitätsgerecht ist, tatsächlich beruhen alle Unterhaltungen zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern jedoch auf vorab ausgehändigten Drehbüchern. Ebenfalls werden während der Dreharbeiten konstant Anweisungen gegeben, wie die Akteure sich zu verhalten haben (obwohl bei Ausstrahlung der Eindruck einer LiveVeranstaltung vermittelt wird). Die Dreharbeiten für die Show dauern 6 Monate. In Bruckers Arbeitsvertrag werden ihr pro Monat ein Bruttogehalt von EUR 10.000 zugesichert. Die Dreharbeiten fanden von Montag - Freitag von 9 - 17 Uhr statt. Brucker hatte Anspruch auf Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Da sie am Ende der Show von den Zuschauerinnen und Zuschauern der Sendung zum „beliebtesten B-Promi aller Zeiten“ gewählt wurde, erhält sie von der Produktionsfirma zusätzlich einen Bonus i.H.v. EUR 50.000. Weitere Einnahmen hatte sie im Jahr 2022 nicht. Glücklicherweise war das PromiBB-Haus, in dem die Dreharbeiten stattfanden nur 2 km (einfach) von ihrer Wohnung entfernt, weshalb sie an den 110 Tagen, in denen sie dort arbeitete, zu Fuß gehen konnte. Dafür erwarb sie 2022 extra bequeme Schuhe für EUR 150. Auf dem Weg nach Hause wurde sie regelmäßig von einer Freundin mit dem Auto mitgenommen. Berechnen Sie das Einkommen (§ 2 IV EStG) für H. Gehen Sie dabei auch auf die einzelnen Einkunftsarten und die Art der Einkünfte ein (9P). Hinweis: H wohnt in Köln (Deutschland) und ist daher unbeschränkt einkommensteuerpflichtig nach § 1 I Nr. 1 EStG. Die Voraussetzungen müssen nicht geprüft werden.
1020
GrldStR
WS22/23
Einkommensteuer 8
Einkommensteuer
4.5
Justus Jonas (J) mit Wohnsitz (§ 8 AO) in Nürnberg nimmt zu Weihnachten an der spanischen Lotterie „El Gordo“ teil und gewinnt EUR 100.000, die ihm noch im Dezember 2022 auf sein deutsches Konto ausgezahlt werden. Das zwischen Deutschland und Spanien vereinbarte Doppelbesteuerungsabkommen, das auf Justus Jonas‘ Fall anwendbar ist, spricht Deutschland das Besteuerungsrecht für den Gewinn zu. Unterliegt der Gewinn in Deutschland der Einkommensteuer? Begründen Sie Ihre Antwort. Gehen Sie auch auf die Steuerpflicht des J und deren Umfang ein.
1021
GrldStR
WS22/23
Einkommensteuer 9
Einkommensteuer
5
Der unbeschränkt steuerpflichtige Bob Andrews (B) ist im Jahr 2022 knapp bei Kasse und benötigt dringend Geld. Daher veräußert er zunächst sein Einfamilienhaus, in dem er seit dessen Erwerb 2014 alleine gewohnt hatte. Weiterhin veräußert er 2022 0,8% einer Beteiligung an einer Aktiengesellschaft (AG). Im Vorjahr hatte er bereits 6,3% der Beteiligung an derselben AG verkauft. Bei beiden Verkäufen, die im Jahr 2022 stattfanden erzielte B einen Gewinn. Erzielt er durch die beiden Veräußerungen Einkünfte im Sinne des EStG? Begründen Sie Ihre Antwort und gehen Sie ggf. auch darauf ein, um welche Einkünfte es sich handelt.
1022
GrldStR
WS22/23
Umsatzsteuer 5
Umsatzsteuer
2
Koch Thomas Wenigerspitz (T) betreibt ein Restaurant in Nürnberg. Gäste können sowohl in dem Restaurant essen (dort werden sie von Kellnern bedient, es gib hochwertiges Geschirr und Besteck, die Tische sind ordentlich gedeckt) als auch das Essen in einem Einwegplastik-behältnis mitnehmen. Einer seiner Gäste bestellt im Dezember 2022 an der Theke einen Wrap und bezahlt die EUR 12,90 direkt in bar. Als er das Essen an der Theke bekommt, zahlt er, packt den Wrap in seine Hosentasche und isst ihn in seinem Auto auf dem Parkplatz. Thomas ist sich über die umsatzsteuerliche Behandlung des Verkaufs unsicher und fragt sich, ob in dem Fall eine Lieferung oder eine sonstige Leistung vorliegt. Erläutern Sie, in welchem Fall allgemein der Verkauf eines Wraps eine Lieferung und wann eine sonstige Leistung darstellt und begründen Sie Ihre Antwort.
1023
GrldStR
WS22/23
Umsatzsteuer 6
Umsatzsteuer
6.5
Koch Thomas Wenigerspitz (T) betreibt ein Restaurant in Nürnberg. Gäste können sowohl in dem Restaurant essen (dort werden sie von Kellnern bedient, es gib hochwertiges Geschirr und Besteck, die Tische sind ordentlich gedeckt) als auch das Essen in einem Einwegplastikbehältnis mitnehmen. Einer seiner Gäste bestellt im Dezember 2022 an der Theke einen Wrap und bezahlt die EUR 12,90 direkt in bar. Als er das Essen an der Theke bekommt, zahlt er, packt den Wrap in seine Hosentasche und isst ihn in seinem Auto auf dem Parkplatz. Thomas ist sich über die umsatzsteuerliche Behandlung des Verkaufs unsicher und fragt sich, ob in dem Fall eine Lieferung oder eine sonstige Leistung vorliegt. Handelt es sich bei dem Verkauf des Wraps um einen steuerbaren Umsatz? Prüfen Sie alle Kriterien.
1024
GrldStR
WS22/23
Umsatzsteuer 7
Umsatzsteuer
2.5
Koch Thomas Wenigerspitz (T) betreibt ein Restaurant in Nürnberg. Gäste können sowohl in dem Restaurant essen (dort werden sie von Kellnern bedient, es gib hochwertiges Geschirr und Besteck, die Tische sind ordentlich gedeckt) als auch das Essen in einem Einwegplastikbehältnis mitnehmen. Einer seiner Gäste bestellt im Dezember 2022 an der Theke einen Wrap und bezahlt die EUR 12,90 direkt in bar. Als er das Essen an der Theke bekommt, zahlt er, packt den Wrap in seine Hosentasche und isst ihn in seinem Auto auf dem Parkplatz. Thomas ist sich über die umsatzsteuerliche Behandlung des Verkaufs unsicher und fragt sich, ob in dem Fall eine Lieferung oder eine sonstige Leistung vorliegt. Ermitteln Sie die Höhe der zu entrichtenden Umsatzsteuer.
1025
GrldStR
WS22/23
Umsatzsteuer 8
Umsatzsteuer
3
Koch Thomas Wenigerspitz (T) betreibt ein Restaurant in Nürnberg. Gäste können sowohl in dem Restaurant essen (dort werden sie von Kellnern bedient, es gib hochwertiges Geschirr und Besteck, die Tische sind ordentlich gedeckt) als auch das Essen in einem Einwegplastikbehältnis mitnehmen. Einer seiner Gäste bestellt im Dezember 2022 an der Theke einen Wrap und bezahlt die EUR 12,90 direkt in bar. Als er das Essen an der Theke bekommt, zahlt er, packt den Wrap in seine Hosentasche und isst ihn in seinem Auto auf dem Parkplatz. Thomas ist sich über die umsatzsteuerliche Behandlung des Verkaufs unsicher und fragt sich, ob in dem Fall eine Lieferung oder eine sonstige Leistung vorliegt. Erläutern Sie, warum sich die Steuerbarkeit des Umsatzes und die Höhe der Steuer nicht ändert, auch wenn Thomas hinsichtlich der Art der Transaktion zu einem falschen Ergebnis kommt.
1026
GrldStR
WS22/23
Abgabenordnung 8
Abgabenordnung
2
Peter Shaw (P) erhält für den Veranlagungszeitraum 2020 am Donnerstag, den 26.01.2022 einen fehlerhaften Einkommensteuerbescheid. Werbungskosten in Höhe von EUR 7.000 wurden vom zuständigen Finanzbeamten nicht anerkannt, wodurch die Einkommensteuerzahllast viel zu hoch festgesetzt wurde. Der Bescheid wurde am Mittwoch, den 25.01.2022 zur Post aufgegeben. Bis wann hatte Peter Shaw Zeit, seine Einkommensteuererklärung für das Jahr 2020 abzugeben? Er war zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet.
1027
GrldStR
WS22/23
Abgabenordnung 9
Abgabenordnung
4
Peter Shaw (P) erhält für den Veranlagungszeitraum 2020 am Donnerstag, den 26.01.2022 einen fehlerhaften Einkommensteuerbescheid. Werbungskosten in Höhe von EUR 7.000 wurden vom zuständigen Finanzbeamten nicht anerkannt, wodurch die Einkommensteuerzahllast viel zu hoch festgesetzt wurde. Der Bescheid wurde am Mittwoch, den 25.01.2022 zur Post aufgegeben. Wann wird der Einkommensteuerbescheid 2020 gegenüber Peter Shaw wirksam bekanntgegeben? Geben Sie den Wochentag und das Datum an und begründen Sie Ihre Antwort.
1028
GrldStR
WS22/23
Abgabenordnung 10
Abgabenordnung
4
Peter Shaw (P) erhält für den Veranlagungszeitraum 2020 am Donnerstag, den 26.01.2022 einen fehlerhaften Einkommensteuerbescheid. Werbungskosten in Höhe von EUR 7.000 wurden vom zuständigen Finanzbeamten nicht anerkannt, wodurch die Einkommensteuerzahllast viel zu hoch festgesetzt wurde. Der Bescheid wurde am Mittwoch, den 25.01.2022 zur Post aufgegeben. Bis zu welchem Zeitpunkt kann Peter Shaw noch gegen den Bescheid Einspruch einlegen? Geben Sie ein Datum an und begründen Sie Ihre Antwort (4P). Hinweis: Auf einzelne Wochentage ist in dieser Teilaufgabe nicht einzugehen. Sonderregelungen für Feiertage, Samstage und Sonntage sind zu vernachlässigen.
1029
GrldStR
WS22/23
Erbschaftsteuer 2
Erbschaftsteuer
2
Charles Windsor erbt von seiner Mutter Elizabeth Windsor einen hohen Geldbetrag. Es wurde bereits zutreffend festgestellt, dass Charles unbeschränkt erbschaftsteuerpflichtig ist. Sein steuerpflichtiger Erwerb (§ 10 ErbStG) beträgt 5.387.000 € (Nachlassverbindlichkeiten und Freibeträge wurden in dem Betrag bereits berücksichtigt). Welche Steuerklasse findet auf den geerbten Betrag Anwendung und wie hoch ist der Steuersatz?
1030
GrldStR
WS19/20
Einkommensteuer 10
Einkommensteuer
3
Die Kommanditgesellschaft „SuchOpt KG“ ist im Bereich der gewerblichen Suchmaschinenoptimierung tätig und hat ihren Sitz in Schwabach (Deutschland). Ist die SuchOpt KG einkommensteuerpflichtig?
1031
GrldStR
WS19/20
Einkommensteuer 11
Einkommensteuer
4
Die unbeschränkt einkommensteuerpflichtige Felicitas Lucky (L) hat im Jahr 2019 in dem rein auf Glück basierenden Lottospiel „6 aus 49“ einen Betrag von EUR 150.000 gewonnen. Ihr Spieleinsatz betrug EUR 2,60. Sind die Einnahmen aus dem Lotteriegewinn steuerpflichtig und kann der Spieleinsatz als Erwerbsaufwendungen abgezogen werden?
1032
GrldStR
WS19/20
Einkommensteuer 12
Einkommensteuer
5
Die unbeschränkt einkommensteuerpflichtige Felicitas Lucky (L) hat im Jahr 2019 in dem rein auf Glück basierenden Lottospiel „6 aus 49“ einen Betrag von EUR 150.000 gewonnen. Ihr Spieleinsatz betrug EUR 2,60. Felicitas Lucky studierte im Jahr 2019 den Bachelorstudiengang Wirtschaftswissenschaften an der WISO in Nürnberg. Sie fing direkt nach ihrem Abitur mit diesem Studium an; eine Berufsausbildung hat sie nicht. Aufgrund des Lottogewinnes hat Felicitas Lucky mehr als genug Geld. Daher geht sie keiner Erwerbsarbeit nach, sondern widmet sich Vollzeit ihrem Studium. Im Jahr 2019 hatte Felicitas Lucky Aufwendungen im Zusammenhang mit ihrem Studium in Höhe von insgesamt EUR 2.100. Wie werden die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Bachelorstudium einkommensteuerlich behandelt?
1033
GrldStR
WS19/20
Einkommensteuer 13
Einkommensteuer
4.5
Die unbeschränkt einkommensteuerpflichtige Sabrina Grau (G) ist zu 10% an der Süßwaren GmbH beteiligt. Sie ist zudem auch deren Geschäftsführerin, sodass sie maßgeblichen unternehmerischen Einfluss auf die wirtschaftliche Tätigkeit der Süßwaren GmbH nimmt. Die Beteiligung hält sie in ihrem Privatvermögen. Am 01.03.2019 wird an Sabrina Grau eine Bruttobardividende der Süßwaren GmbH in Höhe von EUR 50.801 ausgeschüttet. Die Beteiligung hatte Sabrina Grau vor einigen Jahren erworben. Da sie zum Zeitpunkt des Erwerbs nicht über genügend Liquidität verfügte, um den Kaufpreis für die Beteiligung zahlen zu können, nahm sie einen Kredit bei einer Bank auf. Für diesen Kredit muss Sabrina Grau im Jahr 2019 Zinsen in Höhe von EUR 50.000 zahlen. Diese von Sabrina Grau gezahlten Zinsen stehen unstrittig in einem Veranlassungszusammenhang mit den Dividenden, die sie von der Süßwaren GmbH erhält. Welche Einkunftsart erzielt Sabrina Grau aus der Vereinnahmung der Dividende und wie hoch sind die steuerpflichtigen Einkünfte im Veranlagungszeitraum 2019? Hinweis: Ein Antrag wurde noch nicht gestellt. Außerdem ist auf die Art der Steuererhebung nicht einzugehen (somit ist auf die §§ 43 ff. EStG nicht einzugehen)!
1034
GrldStR
WS19/20
Einkommensteuer 14
Einkommensteuer
7.5
Die unbeschränkt einkommensteuerpflichtige Sabrina Grau (G) ist zu 10% an der Süßwaren GmbH beteiligt. Sie ist zudem auch deren Geschäftsführerin, sodass sie maßgeblichen unternehmerischen Einfluss auf die wirtschaftliche Tätigkeit der Süßwaren GmbH nimmt. Die Beteiligung hält sie in ihrem Privatvermögen. Am 01.03.2019 wird an Sabrina Grau eine Bruttobardividende der Süßwaren GmbH in Höhe von EUR 50.801 ausgeschüttet. Die Beteiligung hatte Sabrina Grau vor einigen Jahren erworben. Da sie zum Zeitpunkt des Erwerbs nicht über genügend Liquidität verfügte, um den Kaufpreis für die Beteiligung zahlen zu können, nahm sie einen Kredit bei einer Bank auf. Für diesen Kredit muss Sabrina Grau im Jahr 2019 Zinsen in Höhe von EUR 50.000 zahlen. Diese von Sabrina Grau gezahlten Zinsen stehen unstrittig in einem Veranlassungszusammenhang mit den Dividenden, die sie von der Süßwaren GmbH erhält. Gibt es eine Möglichkeit, wie Sabrina Grau im Hinblick auf die steuerliche Behandlung der Kreditzinsen ein für sich günstigeres steuerliches Ergebnis erzielen kann? Was ändert sich gegenüber Teilaufgabe a) und wie hoch sind die steuerpflichtigen Einkünfte, wenn Sabrina Grau von dieser Möglichkeit Gebrauch macht? Hinweis: Auf die Art der Steuererhebung ist nicht einzugehen (somit ist auf die §§ 43 ff. EStG nicht einzugehen)!
1035
GrldStR
WS19/20
Abgabenordnung 11
Abgabenordnung
1
Wie lautet die Legaldefinition des Begriffes „Steuern“ und wo ist diese geregelt?
1036
GrldStR
WS19/20
Abgabenordnung 12
Abgabenordnung
2
Auf Wunsch mancher Bürger, die um die deutschen Staatsfinanzen besorgt sind, wurde vor einigen Jahren ein Bankkonto eingerichtet, auf das Bürger freiwillig Einzahlungen leisten können. Die vom Staat mit Hilfe dieses Kontos eingenommenen Finanzmittel fließen in den allgemeinen Bundeshaushalt. Handelt es sich bei den überwiesenen Geldbeträgen um eine Steuer im Sinne der Abgabenordnung? Begründen Sie Ihre Aussage kurz.
1037
GrldStR
WS19/20
Abgabenordnung 13
Abgabenordnung
4
Der in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtige Karl Kleber (K) ist Inhaber eines Einzelunternehmens in Nürnberg. Karl Kleber hatte im Jahr 2014 zudem eine Betriebsstätte in Ungarn. Zwischen Deutschland und Ungarn besteht ein Doppelbesteuerungsabkommen. Dieses hat letztlich zur Konsequenz, dass Karl Klebers Unternehmensgewinne aufzuteilen sind. Soweit die Gewinne der in Ungarn belegenen Betriebsstätte zuzuordnen sind, werden sie in Deutschland steuerfrei gestellt und nur in Ungarn besteuert. Der restliche Teil der Gewinne, der nicht auf die ungarische Betriebsstätte entfällt, wird hingegen nur in Deutschland besteuert. Bei korrekter Anwendung aller einschlägiger Vorschriften erzielt Klaus Kleber im Jahr 2014 in Deutschland einen Gewinn von EUR 500.000 und in Ungarn von EUR 200.000. Dies weiß Karl Kleber auch, da er sich diesbezüglich als Absolvent eines steuerrechtlichen Masterstudienganges und dank seiner Masterarbeit zu diesem Thema (Note 1,0) nachweisbar sehr gut auskennt. Da Ungarn einen Steuersatz von lediglich 15% aufweist und Karl Kleber in Deutschland einem Einkommensteuersatz von 45% unterliegt, möchte er jedoch erreichen, dass ein möglichst großer Teil seiner Unternehmensgewinne nur in Ungarn besteuert wird. Aus diesem Grund gibt Karl Kleber am 15.04.2015 bewusst eine unrichtige Steuererklärung ab, in der er die Gewinne der ungarischen Betriebsstätte massiv übertreibt. Hierzu verschweigt er Sachverhalte und Vorgänge, die in Deutschland zu höheren und in Ungarn zu niedrigeren Gewinnen führen. Auf der Basis dieser Täuschung erklärt er wahrheitswidrig, der Gewinn der ungarischen Betriebsstätte betrüge EUR 600.000 und auf Deutschland entfiele ein Gewinn von lediglich EUR 100.000. Da Karl Kleber bei seiner Täuschung sehr akribisch vorgeht, hat das Finanzamt keine Möglichkeit, die Unrichtigkeit der Steuererklärung zu erkennen und stellt daher mit Einkommensteuerbescheid vom 26.08.2015 (Tag der Bekanntgabe) die Einkünfte wie erklärt mit EUR 100.000 fest. Die Einkommensteuer wird mithin niedriger festgesetzt, als sie gesetzlich entstanden ist. Der Einkommensteuerbescheid erfolgt weder vorläufig, noch unter dem Vorbehalt der Nachprüfung. Im Jahr 2019 wird in den Geschäftsräumlichkeiten von Karl Kleber eine steuerliche Außenprüfung (§§ 193 ff. AO) durchgeführt. Die Betriebsprüfer entdecken nach gründlicher Prüfung aller Dokumente die in der Steuererklärung des Jahres 2015 (für VZ 2014) verschwiegenen Sachverhalte und Vorgänge sowie die Täuschung belegende Unterlagen und leiten ihre Erkenntnisse sofort an das für Karl Kleber zuständige Finanzamt weiter. In einem hitzigen Streitgespräch mit dem Betriebsprüfer verliert Klaus Kleber die Nerven und gibt zu, dass er durch die Falschangabe in der Steuererklärung seine deutsche Steuerlast reduzieren wollte. Wie ist das pflichtwidrige Verhalten von Karl Kleber in Deutschland rechtlich zu beurteilen?
1038
GrldStR
WS19/20
Abgabenordnung 14
Abgabenordnung
8
Der in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtige Karl Kleber (K) ist Inhaber eines Einzelunternehmens in Nürnberg. Karl Kleber hatte im Jahr 2014 zudem eine Betriebsstätte in Ungarn. Zwischen Deutschland und Ungarn besteht ein Doppelbesteuerungsabkommen. Dieses hat letztlich zur Konsequenz, dass Karl Klebers Unternehmensgewinne aufzuteilen sind. Soweit die Gewinne der in Ungarn belegenen Betriebsstätte zuzuordnen sind, werden sie in Deutschland steuerfrei gestellt und nur in Ungarn besteuert. Der restliche Teil der Gewinne, der nicht auf die ungarische Betriebsstätte entfällt, wird hingegen nur in Deutschland besteuert. Bei korrekter Anwendung aller einschlägiger Vorschriften erzielt Klaus Kleber im Jahr 2014 in Deutschland einen Gewinn von EUR 500.000 und in Ungarn von EUR 200.000. Dies weiß Karl Kleber auch, da er sich diesbezüglich als Absolvent eines steuerrechtlichen Masterstudienganges und dank seiner Masterarbeit zu diesem Thema (Note 1,0) nachweisbar sehr gut auskennt. Da Ungarn einen Steuersatz von lediglich 15% aufweist und Karl Kleber in Deutschland einem Einkommensteuersatz von 45% unterliegt, möchte er jedoch erreichen, dass ein möglichst großer Teil seiner Unternehmensgewinne nur in Ungarn besteuert wird. Aus diesem Grund gibt Karl Kleber am 15.04.2015 bewusst eine unrichtige Steuererklärung ab, in der er die Gewinne der ungarischen Betriebsstätte massiv übertreibt. Hierzu verschweigt er Sachverhalte und Vorgänge, die in Deutschland zu höheren und in Ungarn zu niedrigeren Gewinnen führen. Auf der Basis dieser Täuschung erklärt er wahrheitswidrig, der Gewinn der ungarischen Betriebsstätte betrüge EUR 600.000 und auf Deutschland entfiele ein Gewinn von lediglich EUR 100.000. Da Karl Kleber bei seiner Täuschung sehr akribisch vorgeht, hat das Finanzamt keine Möglichkeit, die Unrichtigkeit der Steuererklärung zu erkennen und stellt daher mit Einkommensteuerbescheid vom 26.08.2015 (Tag der Bekanntgabe) die Einkünfte wie erklärt mit EUR 100.000 fest. Die Einkommensteuer wird mithin niedriger festgesetzt, als sie gesetzlich entstanden ist. Der Einkommensteuerbescheid erfolgt weder vorläufig, noch unter dem Vorbehalt der Nachprüfung. Im Jahr 2019 wird in den Geschäftsräumlichkeiten von Karl Kleber eine steuerliche Außenprüfung (§§ 193 ff. AO) durchgeführt. Die Betriebsprüfer entdecken nach gründlicher Prüfung aller Dokumente die in der Steuererklärung des Jahres 2015 (für VZ 2014) verschwiegenen Sachverhalte und Vorgänge sowie die Täuschung belegende Unterlagen und leiten ihre Erkenntnisse sofort an das für Karl Kleber zuständige Finanzamt weiter. In einem hitzigen Streitgespräch mit dem Betriebsprüfer verliert Klaus Kleber die Nerven und gibt zu, dass er durch die Falschangabe in der Steuererklärung seine deutsche Steuerlast reduzieren wollte. Kann das Finanzamt im Jahr 2019 aufgrund der Erkenntnisse, die im Zuge der steuerlichen Außenprüfung gewonnen wurden, den Einkommensteuerbescheid des Jahres 2015 (für VZ 2014) ändern? Prüfen Sie dabei die einschlägige Frist und ob eine Korrekturnorm tatbestandlich greift. Hinweis: Bei der Ermittlung des Fristendes dürfen Sonderregelungen für Feiertage, Samstage und Sonntage vernachlässigt werden.
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GrldStR
WS19/20
Abgabenordnung 15
Abgabenordnung
3
Der in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtige Karl Kleber (K) ist Inhaber eines Einzelunternehmens in Nürnberg. Karl Kleber hatte im Jahr 2014 zudem eine Betriebsstätte in Ungarn. Zwischen Deutschland und Ungarn besteht ein Doppelbesteuerungsabkommen. Dieses hat letztlich zur Konsequenz, dass Karl Klebers Unternehmensgewinne aufzuteilen sind. Soweit die Gewinne der in Ungarn belegenen Betriebsstätte zuzuordnen sind, werden sie in Deutschland steuerfrei gestellt und nur in Ungarn besteuert. Der restliche Teil der Gewinne, der nicht auf die ungarische Betriebsstätte entfällt, wird hingegen nur in Deutschland besteuert. Bei korrekter Anwendung aller einschlägiger Vorschriften erzielt Klaus Kleber im Jahr 2014 in Deutschland einen Gewinn von EUR 500.000 und in Ungarn von EUR 200.000. Dies weiß Karl Kleber auch, da er sich diesbezüglich als Absolvent eines steuerrechtlichen Masterstudienganges und dank seiner Masterarbeit zu diesem Thema (Note 1,0) nachweisbar sehr gut auskennt. Da Ungarn einen Steuersatz von lediglich 15% aufweist und Karl Kleber in Deutschland einem Einkommensteuersatz von 45% unterliegt, möchte er jedoch erreichen, dass ein möglichst großer Teil seiner Unternehmensgewinne nur in Ungarn besteuert wird. Aus diesem Grund gibt Karl Kleber am 15.04.2015 bewusst eine unrichtige Steuererklärung ab, in der er die Gewinne der ungarischen Betriebsstätte massiv übertreibt. Hierzu verschweigt er Sachverhalte und Vorgänge, die in Deutschland zu höheren und in Ungarn zu niedrigeren Gewinnen führen. Auf der Basis dieser Täuschung erklärt er wahrheitswidrig, der Gewinn der ungarischen Betriebsstätte betrüge EUR 600.000 und auf Deutschland entfiele ein Gewinn von lediglich EUR 100.000. Da Karl Kleber bei seiner Täuschung sehr akribisch vorgeht, hat das Finanzamt keine Möglichkeit, die Unrichtigkeit der Steuererklärung zu erkennen und stellt daher mit Einkommensteuerbescheid vom 26.08.2015 (Tag der Bekanntgabe) die Einkünfte wie erklärt mit EUR 100.000 fest. Die Einkommensteuer wird mithin niedriger festgesetzt, als sie gesetzlich entstanden ist. Der Einkommensteuerbescheid erfolgt weder vorläufig, noch unter dem Vorbehalt der Nachprüfung. Im Jahr 2019 wird in den Geschäftsräumlichkeiten von Karl Kleber eine steuerliche Außenprüfung (§§ 193 ff. AO) durchgeführt. Die Betriebsprüfer entdecken nach gründlicher Prüfung aller Dokumente die in der Steuererklärung des Jahres 2015 (für VZ 2014) verschwiegenen Sachverhalte und Vorgänge sowie die Täuschung belegende Unterlagen und leiten ihre Erkenntnisse sofort an das für Karl Kleber zuständige Finanzamt weiter. In einem hitzigen Streitgespräch mit dem Betriebsprüfer verliert Klaus Kleber die Nerven und gibt zu, dass er durch die Falschangabe in der Steuererklärung seine deutsche Steuerlast reduzieren wollte. Frage zum Internationalen Steuerrecht: Aus welchen Normen des OECD-Musterabkommens ergibt sich die Verteilung der Besteuerungsbefugnisse zwischen Deutschland und Ungarn im Hinblick auf die gewerblichen Einkünfte des Klaus Kleber, wenn das DBA mit Ungarn dem OECD-MA entspricht und die Freistellungsmethode vereinbart wurde?
1040
GrldStR
WS19/20
Umsatzsteuer 9
Umsatzsteuer
3
Das U.S.-amerikanische Digitalunternehmen Banana Inc. bietet in seinem Handy-Online-Portal selbst entwickelte Apps kostenpflichtig zum Download an. Der Privatmann Schubert mit Wohnsitz in Nürnberg erwirbt eine dieser Apps und lädt sie sich auf sein Smartphone herunter. Liegt eine Lieferung oder eine sonstige Leistung vor?
1041
GrldStR
WS19/20
Umsatzsteuer 10
Umsatzsteuer
4
Das U.S.-amerikanische Digitalunternehmen Banana Inc. bietet in seinem Handy-Online-Portal selbst entwickelte Apps kostenpflichtig zum Download an. Der Privatmann Schubert mit Wohnsitz in Nürnberg erwirbt eine dieser Apps und lädt sie sich auf sein Smartphone herunter. Wo wird die Leistung ausgeführt?
1042
GrldStR
WS19/20
Umsatzsteuer 11
Umsatzsteuer
2
Das U.S.-amerikanische Digitalunternehmen Banana Inc. bietet in seinem Handy-Online-Portal selbst entwickelte Apps kostenpflichtig zum Download an. Der Privatmann Schubert mit Wohnsitz in Nürnberg erwirbt eine dieser Apps und lädt sie sich auf sein Smartphone herunter. Welches Prinzip zur Vermeidung einer umsatzsteuerlichen Doppelbesteuerung bei grenzüberschreitenden Leistungen wird vorliegend umgesetzt? Begründen Sie ihre Antwort kurz.
1043
GrldStR
WS19/20
Umsatzsteuer 12
Umsatzsteuer
2
Der Unternehmer Matthias Mittelstand (M) lässt auf seinem Grundstück vom Bauunternehmer Bauer (B) eine Produktionshalle für EUR 1.000.000 zzgl. EUR 190.000 Umsatzsteuer errichten. Die Voraussetzungen des § 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 UStG liegen vor. Karl Mittelstand beabsichtigt, in der Produktionshalle industrielle Erzeugnisse herzustellen, die im Inland umsatzsteuerpflichtig geliefert werden. Er nutzt die Halle im Zeitraum zwischen Baufertigstellung am 01.01.2019 und dem 30.06.2019 auch entsprechend seiner Verwendungsabsicht. Ab dem 01.07.2019 disponiert Matthias Mittelstand um und lässt in der Halle Erzeugnisse fertigen, die an Kunden in die U.S.A. im Rahmen steuerbarer, aber steuerbefreiter Ausfuhrlieferungen (§ 4 Nr. 1 lit. a, § 6 UStG) verkauft werden. Welche Voraussetzungen müssen im Allgemeinen für eine Berichtigung des Vorsteuerabzugs nach § 15a Abs. 1 UStG bei Grundstücken in zeitlicher und sachlicher Hinsicht erfüllt sein?
1044
GrldStR
WS19/20
Umsatzsteuer 13
Umsatzsteuer
5
Der Unternehmer Matthias Mittelstand (M) lässt auf seinem Grundstück vom Bauunternehmer Bauer (B) eine Produktionshalle für EUR 1.000.000 zzgl. EUR 190.000 Umsatzsteuer errichten. Die Voraussetzungen des § 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 UStG liegen vor. Karl Mittelstand beabsichtigt, in der Produktionshalle industrielle Erzeugnisse herzustellen, die im Inland umsatzsteuerpflichtig geliefert werden. Er nutzt die Halle im Zeitraum zwischen Baufertigstellung am 01.01.2019 und dem 30.06.2019 auch entsprechend seiner Verwendungsabsicht. Ab dem 01.07.2019 disponiert Matthias Mittelstand um und lässt in der Halle Erzeugnisse fertigen, die an Kunden in die U.S.A. im Rahmen steuerbarer, aber steuerbefreiter Ausfuhrlieferungen (§ 4 Nr. 1 lit. a, § 6 UStG) verkauft werden. Ist der Vorsteuerabzug im Zuge der Nutzungsänderung des Gebäudes nach § 15a Abs. 1 UStG zu berichtigen?
1045
GrldStR
WS23/24
Einkommensteuer 15
Einkommensteuer
3
Anja (A) ist eine deutsche Rentnerin, die ihren goldenen Lebensabend an der Costa Blanca in Spanien verbringt. Die schicke Wohnung, die sie sich vor vielen Jahren in Nürnberg gekauft hat, kann sie aber auch noch nicht so recht aufgeben. Deshalb hat sie sich vorgenommen, diese über eine Onlineplattform privat an Touristen zu vermieten, und selbst kleine Urlaube in ihrer alten Heimat zu verbringen, wann immer sie möchte. Weil sie nur schwer Personal findet, dass nach dem Rechten sehen könnte, hat sie die Wohnung in 2023 nur hin und wieder vermieten können. Sie selbst kommt hingegen regelmäßig in die Wohnung (alle 1-2 Monate für eine Woche), im Sommer ist sie sogar zwei Monate der spanischen Hitze in ihre Nürnberger Wohnung entflohen. Ist A in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig? Bitte begründen Sie kurz.
1046
GrldStR
WS23/24
Abgabenordnung 16
Abgabenordnung
3
Nachdem er seine Steuererklärung schon im Januar abgegeben hat, erhält Fridolin Franz (F) den Steuerbescheid für 2022 schon am 14.07.2023 (Tag der Bekanntgabe). Erbost sieht er, dass seine geltend gemachten Werbungskosten in Höhe von 175 Euro für Büromaterial nicht berücksichtigt wurden. Stattdessen wurde ein Pauschbetrag in Höhe von 1.230 Euro berücksichtigt. Er versteht nicht so recht, was ein Pauschbetrag ist, und schreibt dem Finanzamt folgenden Brief: **Beschwerde!** Ich beziehe mich auf den Steuerbescheid vom 15.07.2023. Die Steuer ist zu hoch, weil meine Werbungskosten nicht berücksichtigt wurden. Ich will, dass meine Werbungskosten von 175 Euro zusätzlich zu dem Pauschbetrag, der ja anscheinend jedem zusteht, berücksichtigt werden. Ich kann diese Ausgaben nachweisen. Sollten Sie meiner Forderung nicht nachkommen, werde ich mein Recht auch gerne vor Gericht einfordern. Vielen Dank, Fridolin Franz Der Brief geht am 11.08.2023 beim Finanzamt ein. Wie ist der Brief des Fridolin auszulegen?
1047
GrldStR
WS23/24
Umsatzsteuer 14
Umsatzsteuer
7
Daniel (D) hat keine Lust auf einen Chef, deshalb will er sich sein Leben unabhängig selbst finanzieren und wird Influencer. Ihm gefällt dabei auch, dass er sein Büro daheim in Stuttgart vor dem Computer hat. Es zeigt sich schnell, dass er geschickt darin ist, Leute von allem nur denkbarem zu überzeugen. Zwar will ihn noch kein Unternehmen direkt bezahlen, aber er bekommt schon gratis Produkte, die er in seinen Videos „auf Mark und Bein testet“ und in höchsten Tönen lobt. Dabei stellt er einen Link zur Verfügung, über den seine Fans zum Onlineshop des Herstellers kommen und das Produkt kaufen können. Wird über diesen Link ein Produkt gekauft, erhält Daniel eine Provision in Höhe von 2,30 Euro. Hauptsächlich testet Daniel Werkzeuge eines deutschen Herstellers mit Sitz in Köln (und nach seinen weniger geglückten Videos manchmal auch Verbandsmaterial von einem deutschen Hersteller, ebenso mit Sitz in Köln). Sind die Umsätze in Deutschland steuerbar? Begründen Sie anhand der Prüfung aller Merkmale der Steuerbarkeit.
1048
GrldStR
WS23/24
Einkommensteuer 16
Einkommensteuer
3
Bella (B) arbeitet für die Tageszeitung Würzburger Regional Gazette, kurz WüRG, als Journalistin. Sie hat Germanistik und Journalismus studiert und sich aufgrund der sehr flexiblen Arbeitszeiten für die Stelle bei der WüRG entschieden. Obwohl sie ein voll ausgestattetes eigenes Büro hat, kann sie jederzeit von zu Hause arbeiten. Dort hat sie sich in einer größeren Ecke ihres kleinen Schlafzimmers (ca. 15 Quadratmeter) in ihrer 90 Quadratmeter großen Mietwohnung deshalb ebenso ein Büro ausgerüstet, in dem sie in 2023 an 120 Tagen gearbeitet hat. Allerdings musste sie an 20 von diesen Tagen auch die 10 Kilometer in die Redaktion fahren, um Unterlagen zu holen und Dokumente zu unterschreiben. Sie war nie länger als eine Stunde im Büro vor Ort. Auch sucht sie sich oft Aufträge, für die sie reisen muss und kann aufgrund der Themen keine geregelten Arbeitszeiten haben. Solange sie die geforderte Anzahl an Artikeln einreicht, muss sie auch keine Stunden aufschreiben und kann zu jeder Zeit arbeiten. Bezahlt wird sie dennoch nicht pro Artikel, sondern mit einem festen Monatsgehalt von 3.000 Euro. Auch hat sie einen regulären Arbeitsvertrag und es stehen 25 Tage Urlaub im Jahr zu. Bella zahlt im Jahr 12.000 Euro Miete und Nebenkosten. Um die Konkurrenz einzuschätzen, ist sie außerdem Abonnentin der etwas besseren konkurrierenden Tageszeitung, dem Morgendlichen Ersten Herald (MEH) für 480 Euro pro Jahr. Bella hat weitere Ausgaben/Werbungskosten in Höhe von 1.000 Euro, die sie in 2023 geltend machen kann. Welche Einkünfte erzielt B? Um welche Einkunftsart handelt es sich?
1049
GrldStR
WS23/24
Einkommensteuer 17
Einkommensteuer
7
Bella (B) arbeitet für die Tageszeitung Würzburger Regional Gazette, kurz WüRG, als Journalistin. Sie hat Germanistik und Journalismus studiert und sich aufgrund der sehr flexiblen Arbeitszeiten für die Stelle bei der WüRG entschieden. Obwohl sie ein voll ausgestattetes eigenes Büro hat, kann sie jederzeit von zu Hause arbeiten. Dort hat sie sich in einer größeren Ecke ihres kleinen Schlafzimmers (ca. 15 Quadratmeter) in ihrer 90 Quadratmeter großen Mietwohnung deshalb ebenso ein Büro ausgerüstet, in dem sie in 2023 an 120 Tagen gearbeitet hat. Allerdings musste sie an 20 von diesen Tagen auch die 10 Kilometer in die Redaktion fahren, um Unterlagen zu holen und Dokumente zu unterschreiben. Sie war nie länger als eine Stunde im Büro vor Ort. Auch sucht sie sich oft Aufträge, für die sie reisen muss und kann aufgrund der Themen keine geregelten Arbeitszeiten haben. Solange sie die geforderte Anzahl an Artikeln einreicht, muss sie auch keine Stunden aufschreiben und kann zu jeder Zeit arbeiten. Bezahlt wird sie dennoch nicht pro Artikel, sondern mit einem festen Monatsgehalt von 3.000 Euro. Auch hat sie einen regulären Arbeitsvertrag und es stehen 25 Tage Urlaub im Jahr zu. Bella zahlt im Jahr 12.000 Euro Miete und Nebenkosten. Um die Konkurrenz einzuschätzen, ist sie außerdem Abonnentin der etwas besseren konkurrierenden Tageszeitung, dem Morgendlichen Ersten Herald (MEH) für 480 Euro pro Jahr. Bella hat weitere Ausgaben/Werbungskosten in Höhe von 1.000 Euro, die sie in 2023 geltend machen kann. Wie hoch sind die Einkünfte der B?
1050
GrldStR
WS23/24
Einkommensteuer 18
Einkommensteuer
4
Christian hatte etwas Pech: Er hat sich hoch verschuldet, um sein Traumhaus in Alleinlage am Bach mit Teich zu kaufen. Leider lag das Haus in einem überschwemmungsgefährdeten Gebiet, das Risiko war so hoch, dass C sich nicht gegen Überschwemmungen versichern konnte. In 2023 kam es dann auch zur Überschwemmung, das Haus wurde stark beschädigt und lässt sich nicht bewohnen. Christian hat aber auch kein Geld für eine richtige Renovierung, einen Neubau oder Umzug und den Kredit kann er auch nicht abbezahlen, wenn er zusätzlich Miete zahlen muss. Sein ganzes Geld verwendet er deshalb dafür, das Haus zumindest wieder bewohnbar zu machen, weil er sonst keinen Ort hat, wo er schlafen könnte. Kann Christian die Aufwendungen, die ihm zusammen mit der Flut entstehen, als außergewöhnliche Belastungen geltend machen? Begründen Sie Ihre Antwort mit wenigen Sätzen.
1051
GrldStR
WS23/24
Abgabenordnung 17
Abgabenordnung
2
Nachdem er seine Steuererklärung schon im Januar abgegeben hat, erhält Fridolin Franz (F) den Steuerbescheid für 2022 schon am 14.07.2023 (Tag der Bekanntgabe). Erbost sieht er, dass seine geltend gemachten Werbungskosten in Höhe von 175 Euro für Büromaterial nicht berücksichtigt wurden. Stattdessen wurde ein Pauschbetrag in Höhe von 1.230 Euro berücksichtigt. Er versteht nicht so recht, was ein Pauschbetrag ist, und schreibt dem Finanzamt folgenden Brief: **Beschwerde!** Ich beziehe mich auf den Steuerbescheid vom 15.07.2023. Die Steuer ist zu hoch, weil meine Werbungskosten nicht berücksichtigt wurden. Ich will, dass meine Werbungskosten von 175 Euro zusätzlich zu dem Pauschbetrag, der ja anscheinend jedem zusteht, berücksichtigt werden. Ich kann diese Ausgaben nachweisen. Sollten Sie meiner Forderung nicht nachkommen, werde ich mein Recht auch gerne vor Gericht einfordern. Vielen Dank, Fridolin Franz Der Brief geht am 11.08.2023 beim Finanzamt ein. Kann Fridolin geltend machen, von dem materiell richtigen Steuerbescheid beschwert zu sein?
1052
GrldStR
WS23/24
Abgabenordnung 18
Abgabenordnung
6
Nachdem er seine Steuererklärung schon im Januar abgegeben hat, erhält Fridolin Franz (F) den Steuerbescheid für 2022 schon am 14.07.2023 (Tag der Bekanntgabe). Erbost sieht er, dass seine geltend gemachten Werbungskosten in Höhe von 175 Euro für Büromaterial nicht berücksichtigt wurden. Stattdessen wurde ein Pauschbetrag in Höhe von 1.230 Euro berücksichtigt. Er versteht nicht so recht, was ein Pauschbetrag ist, und schreibt dem Finanzamt folgenden Brief: **Beschwerde!** Ich beziehe mich auf den Steuerbescheid vom 15.07.2023. Die Steuer ist zu hoch, weil meine Werbungskosten nicht berücksichtigt wurden. Ich will, dass meine Werbungskosten von 175 Euro zusätzlich zu dem Pauschbetrag, der ja anscheinend jedem zusteht, berücksichtigt werden. Ich kann diese Ausgaben nachweisen. Sollten Sie meiner Forderung nicht nachkommen, werde ich mein Recht auch gerne vor Gericht einfordern. Vielen Dank, Fridolin Franz Der Brief geht am 11.08.2023 beim Finanzamt ein. Nehmen Sie an, dass Fridolin erfolgreich geltend gemacht hat, beschwert zu sein. Prüfen Sie die Zulässigkeit des Einspruchs.
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GrldStR
WS23/24
Umsatzsteuer 15
Umsatzsteuer
7
Daniel (D) hat keine Lust auf einen Chef, deshalb will er sich sein Leben unabhängig selbst finanzieren und wird Influencer. Ihm gefällt dabei auch, dass er sein Büro daheim in Stuttgart vor dem Computer hat. Es zeigt sich schnell, dass er geschickt darin ist, Leute von allem nur denkbarem zu überzeugen. Zwar will ihn noch kein Unternehmen direkt bezahlen, aber er bekommt schon gratis Produkte, die er in seinen Videos „auf Mark und Bein testet“ und in höchsten Tönen lobt. Dabei stellt er einen Link zur Verfügung, über den seine Fans zum Onlineshop des Herstellers kommen und das Produkt kaufen können. Wird über diesen Link ein Produkt gekauft, erhält Daniel eine Provision in Höhe von 2,30 Euro. Hauptsächlich testet Daniel Werkzeuge eines deutschen Herstellers mit Sitz in Köln (und nach seinen weniger geglückten Videos manchmal auch Verbandsmaterial von einem deutschen Hersteller, ebenso mit Sitz in Köln). Sind die Umsätze in Deutschland steuerbar? Begründen Sie anhand der Prüfung aller Merkmale der Steuerbarkeit.
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GrldStR
WS23/24
Umsatzsteuer 16
Umsatzsteuer
4
Handelt es sich bei den folgenden Vorfällen um Lieferungen oder sonstige Leistungen und wo ist der genaue Ort der Lieferung oder sonstigen Leistung? Begründen Sie anhand des Gesetzes. Die Best-Events GmbH mit Sitz in Bonn organisiert eine Tagung im Superior Hotel in Düsseldorf über die aktuellen technischen Entwicklungen in der Logistikbranche. Im Rahmen der ganztägigen Veranstaltung werden den Teilnehmern gratis Wasser, Kaffee und Brezen zur Verfügung gestellt. Die Transport AG mit Sitz in Dresden hat einen ihrer Bereichsleiter ein Ticket gebucht.
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GrldStR
WS23/24
Umsatzsteuer 17
Umsatzsteuer
2
Handelt es sich bei den folgenden Vorfällen um Lieferungen oder sonstige Leistungen und wo ist der genaue Ort der Lieferung oder sonstigen Leistung? Begründen Sie anhand des Gesetzes. Die Druck Dich KG mit Sitz in Bamberg hat für ihren Kunden, die Kauf Mich AG, ein sehr ausgefallenes, individuell gestaltetes Plakatkonzept entwickelt und die Plakate zum Sitz der Kauf Mich AG nach Frankfurt geschickt.
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GrldStR
WS23/24
Internationales Steuerrecht 1
Internationales Steuerrecht
7
Elisabeth hat zwei Wohnungen. Eine sehr kleine in München, wo sie arbeitet und seit über 10 Jahren lebt, und eine geräumige zweite in einem kleinen Tiroler Städtchen (Österreich), die sie von ihren Eltern geerbt hat. Die Wohnung in Tirol will sie nicht aufgeben, weil sie Angst hat, sonst keinen Zweitwohnsitz mehr anmelden zu dürfen und außerdem, weil sie diese mehrmals im Jahr nutzt, um Münchner Freunde zum Skifahren einzuladen. Sonst verbringt sie aber nie Zeit in Tirol, da sich alle ihre Freunde in München befinden, wo sich auch ihr ganzes Leben abspielt. Ist Elisabeth nach dem DBA-Musterabkommen abkommensberechtigt und wo ist sie ansässig? Nehmen Sie an, dass das österreichische Steuerrecht dem deutschen Steuerrecht entspricht.
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UnternehmenSt
SS22
Körperschaftsteuer 1
Körperschaftsteuer
1
Die Felix Lobrecht GmbH (F-GmbH) hält 8% der Anteile an der Gemischtes Hack GmbH (G-GmbH). Die G-GmbH produziert verschiedene Podcasts und verkauft Merch, wie T-Shirts und Kaffeebecher an Fans über einen Onlineshop. Die Gesellschaft hat ihren Sitz und auch den Ort der Geschäftsleitung in Berlin. Die G-GmbH hatte in den vergangenen Jahren hohe Finanzierungsaufwendungen und hat aufgrund der Pandemie hohe Verluste gemacht. Aus diesem Grund hat die Gesellschaft zum 31.12.2021 einen Verlustvortrag i.H.v. EUR 800.000 und Zinsvorträge i.H.v. EUR 70.000. Die Situation bessert sich jedoch und im Februar 2022 schüttet die G-GmbH ihren Gewinn an die Gesellschafter aus. Auf dem Konto der F-GmbH werden EUR 37.500 gutgeschrieben. Der Steuerberater der F-GmbH rät deren Geschäftsführer, im März 2022 weitere 3% der Anteile an der G-GmbH zu erwerben, da die Gewinnausschüttung dann steuerfrei wäre. Die F-GmbH kommt der Empfehlung allerdings nicht nach. Ist die G-GmbH in Deutschland körperschaftsteuerpflichtig?
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UnternehmenSt
SS22
Körperschaftsteuer 2
Körperschaftsteuer
2
Die Felix Lobrecht GmbH (F-GmbH) hält 8% der Anteile an der Gemischtes Hack GmbH (G-GmbH). Die G-GmbH produziert verschiedene Podcasts und verkauft Merch, wie T-Shirts und Kaffeebecher an Fans über einen Onlineshop. Die Gesellschaft hat ihren Sitz und auch den Ort der Geschäftsleitung in Berlin. Die G-GmbH hatte in den vergangenen Jahren hohe Finanzierungsaufwendungen und hat aufgrund der Pandemie hohe Verluste gemacht. Aus diesem Grund hat die Gesellschaft zum 31.12.2021 einen Verlustvortrag i.H.v. EUR 800.000 und Zinsvorträge i.H.v. EUR 70.000. Die Situation bessert sich jedoch und im Februar 2022 schüttet die G-GmbH ihren Gewinn an die Gesellschafter aus. Auf dem Konto der F-GmbH werden EUR 37.500 gutgeschrieben. Der Steuerberater der F-GmbH rät deren Geschäftsführer, im März 2022 weitere 3% der Anteile an der G-GmbH zu erwerben, da die Gewinnausschüttung dann steuerfrei wäre. Die F-GmbH kommt der Empfehlung allerdings nicht nach. Welche Einkünfte erzielt die G-GmbH und wie wird das Einkommen der G-GmbH ermittelt?
1059
UnternehmenSt
SS22
Körperschaftsteuer 3
Körperschaftsteuer
1
Die Felix Lobrecht GmbH (F-GmbH) hält 8% der Anteile an der Gemischtes Hack GmbH (G-GmbH). Die G-GmbH produziert verschiedene Podcasts und verkauft Merch, wie T-Shirts und Kaffeebecher an Fans über einen Onlineshop. Die Gesellschaft hat ihren Sitz und auch den Ort der Geschäftsleitung in Berlin. Die G-GmbH hatte in den vergangenen Jahren hohe Finanzierungsaufwendungen und hat aufgrund der Pandemie hohe Verluste gemacht. Aus diesem Grund hat die Gesellschaft zum 31.12.2021 einen Verlustvortrag i.H.v. EUR 800.000 und Zinsvorträge i.H.v. EUR 70.000. Die Situation bessert sich jedoch und im Februar 2022 schüttet die G-GmbH ihren Gewinn an die Gesellschafter aus. Auf dem Konto der F-GmbH werden EUR 37.500 gutgeschrieben. Der Steuerberater der F-GmbH rät deren Geschäftsführer, im März 2022 weitere 3% der Anteile an der G-GmbH zu erwerben, da die Gewinnausschüttung dann steuerfrei wäre. Die F-GmbH kommt der Empfehlung allerdings nicht nach. Wie wirkt sich die Gewinnausschüttung auf das zu versteuernde Einkommen der G-GmbH aus?
1060
UnternehmenSt
SS22
Körperschaftsteuer 4
Körperschaftsteuer
6.5
Die Felix Lobrecht GmbH (F-GmbH) hält 8% der Anteile an der Gemischtes Hack GmbH (G-GmbH). Die G-GmbH produziert verschiedene Podcasts und verkauft Merch, wie T-Shirts und Kaffeebecher an Fans über einen Onlineshop. Die Gesellschaft hat ihren Sitz und auch den Ort der Geschäftsleitung in Berlin. Die G-GmbH hatte in den vergangenen Jahren hohe Finanzierungsaufwendungen und hat aufgrund der Pandemie hohe Verluste gemacht. Aus diesem Grund hat die Gesellschaft zum 31.12.2021 einen Verlustvortrag i.H.v. EUR 800.000 und Zinsvorträge i.H.v. EUR 70.000. Die Situation bessert sich jedoch und im Februar 2022 schüttet die G-GmbH ihren Gewinn an die Gesellschafter aus. Auf dem Konto der F-GmbH werden EUR 37.500 gutgeschrieben. Der Steuerberater der F-GmbH rät deren Geschäftsführer, im März 2022 weitere 3% der Anteile an der G-GmbH zu erwerben, da die Gewinnausschüttung dann steuerfrei wäre. Die F-GmbH kommt der Empfehlung allerdings nicht nach. Wie wirkt sich die Gewinnausschüttung auf das zu versteuernde Einkommen der F-GmbH aus? Erklären Sie, ob der Steuerberater Recht hat. (Die F-GmbH ist in Deutschland unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtig; die Voraussetzungen müssen nicht geprüft werden)
1061
UnternehmenSt
SS22
Körperschaftsteuer 5
Körperschaftsteuer
8
Die Felix Lobrecht GmbH (F-GmbH) hält 8% der Anteile an der Gemischtes Hack GmbH (G-GmbH). Die G-GmbH produziert verschiedene Podcasts und verkauft Merch, wie T-Shirts und Kaffeebecher an Fans über einen Onlineshop. Die Gesellschaft hat ihren Sitz und auch den Ort der Geschäftsleitung in Berlin. Die G-GmbH hatte in den vergangenen Jahren hohe Finanzierungsaufwendungen und hat aufgrund der Pandemie hohe Verluste gemacht. Aus diesem Grund hat die Gesellschaft zum 31.12.2021 einen Verlustvortrag i.H.v. EUR 800.000 und Zinsvorträge i.H.v. EUR 70.000. Die Situation bessert sich jedoch und im Februar 2022 schüttet die G-GmbH ihren Gewinn an die Gesellschafter aus. Auf dem Konto der F-GmbH werden EUR 37.500 gutgeschrieben. Der Steuerberater der F-GmbH rät deren Geschäftsführer, im März 2022 weitere 3% der Anteile an der G-GmbH zu erwerben, da die Gewinnausschüttung dann steuerfrei wäre. Die F-GmbH kommt der Empfehlung allerdings nicht nach. Im Mai 2022 erfährt der Geschäftsführer der F-GmbH, dass die Mehrheitsgesellschafterin der G-GmbH, die in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtige Tommi Schmitt AG (T-AG), ihren Anteil von 49% verkaufen möchte. Die F-GmbH hatte bereits ihren Anteil von 8% im Jahr 2019 von dieser Gesellschafterin gekauft und überlegt sich nun, auch die 49% der Anteile von ihr zu erwerben. Die übrigen 43% der Anteile an der G-GmbH werden schon seit über 10 Jahren von Becky gehalten. Die G-GmbH verfügt über keinerlei stille Reserven. Welche Auswirkungen würden sich durch die Übertragung der Anteile auf Ebene der G-GmbH ergeben? Anträge würden nicht gestellt. Die F-GmbH und die T-AG haben keine gemeinsamen Anteilseigner. Die F-GmbH ist nicht an der T-AG, die T-AG nicht an der F-GmbH beteiligt.
1062
UnternehmenSt
SS22
Gewerbesteuer 1
Gewerbesteuer
10.5
Die Zypris AG (Z-AG) mit Sitz und auch Ort der Geschäftsleitung in Nürnberg ist im Bereich des Zitrusfrüchtevertriebs tätig. Im Jahr 2022 erzielte sie einen Gewinn aus Gewerbebetrieb i.H.v. EUR 5.800.000. Da die Gesellschaft ihre Produktionsstätten für Orangensaft und Limoneneis aufgrund der steigenden Nachfrage umfassend ausbauen wollte, hatte sie 2021 ein Darlehen aufgenommen. Die dafür jährlich anfallenden Zinsen betragen EUR 5.000.000. Nach § 4h EStG konnten davon EUR 400.000 im Rahmen der Einkommensermittlung nicht abgezogen werden und haben so den Gewinn aus Gewerbebetrieb nicht gemindert. Aufgrund der Zinszahlungen hatte die Gesellschaft im Jahr 2021 hohe Verluste erlitten. Aus diesem Grund besteht 2022 noch ein gewerbesteuerlicher Verlustvortrag i.H.v. EUR 600.000. Da die Geschäftsführer merken, dass sich mehr junge Mitarbeiter anwerben lassen, wenn das Unternehmen umweltfreundlich handelt, werden 2022 erstmalig Fahrräder statt PKWs genutzt. Ab 1. März 2022 werden 11 Fahrräder für monatlich EUR 50 geleast. Ermitteln Sie den Gewerbeertrag der Zypris AG für das Jahr 2022. Der angegebene Gewinn aus Gewerbebetrieb wurde zutreffend ermittelt. Stellen Sie die einzelnen Ermittlungsschritte dar und begründen Sie ihr Vorgehen jeweils anhand der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen.
1063
UnternehmenSt
SS22
Umwandlungssteuer 1
Umwandlungssteuer
2
Beschreiben Sie kurz, welche umwandlungssteuerrechtlichen Konsequenzen sich für eine Personengesellschaft, die die Option nach § 1a KStG ausübt, ergeben.
1064
UnternehmenSt
SS22
Umwandlungssteuer 2
Umwandlungssteuer
2
Die N-GmbH wird 2022 durch einen Formwechsel in die N-OHG umgewandelt. In der steuerlichen Übertragungsbilanz der N-GmbH wird das Betriebsvermögen zu Buchwerten angesetzt, sodass die Übertragungsbilanz der Schlussbilanz der N-GmbH zum 31.12.2021 entspricht. Die gemeinen Werte einzelner Wirtschaftsgüter im Anlagevermögen liegen deutlich über den Buchwerten. Die Gesellschaft verfügt daher über stille Reserven i.H.v. EUR 300.000. Beschreiben Sie kurz, unter welchen Voraussetzungen das Betriebsvermögen der N-GmbH zum Buchwert angesetzt werden kann.
1065
UnternehmenSt
SS22
Umwandlungssteuer 3
Umwandlungssteuer
2
Die N-GmbH wird 2022 durch einen Formwechsel in die N-OHG umgewandelt. In der steuerlichen Übertragungsbilanz der N-GmbH wird das Betriebsvermögen zu Buchwerten angesetzt, sodass die Übertragungsbilanz der Schlussbilanz der N-GmbH zum 31.12.2021 entspricht. Die gemeinen Werte einzelner Wirtschaftsgüter im Anlagevermögen liegen deutlich über den Buchwerten. Die Gesellschaft verfügt daher über stille Reserven i.H.v. EUR 300.000. Wie hoch ist der Übertragungsgewinn der N-GmbH, wenn in der steuerlichen Schlussbilanz die Buchwerte angesetzt werden?
1066
UnternehmenSt
SS22
Körperschaftsteuer 6
Körperschaftsteuer
2
Im Rahmen der Betriebsprüfung wird bei der unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtigen Mordlust-GmbH (M-GmbH) eine materielle verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) i.H.v. EUR 20.000 festgestellt. Die Gesellschaft hatte für Gesellschafterin Paulina K. (P), die zu 20% beteiligt ist, ein zu hohes Gehalt i.H.v. EUR 55.000 für ihre Tätigkeit als Mitarbeiterin am Empfang gezahlt und als Betriebsausgabe abgezogen. Paulina K. hatte auf das fremdunübliche Gehalt bestanden (der Mitarbeiter, der vorher den Posten innehatte, hatte nur EUR 35.000 bekommen), um die Tierarztkosten für ihre Hündin bezahlen zu können. Hinweise: Es liegt i.H.v. EUR 20.000 unstrittig eine materielle vGA der Höhe nach vor. Die Voraussetzungen sind nicht zu prüfen. In den Teilaufgaben a) und b) können die Steuerbescheide der M-GmbH und der P für den Veranlagungszeitraum noch geändert werden. Wie wirkt sich die Entdeckung der vGA auf das zu versteuernde Einkommen der M-GmbH aus?
1067
UnternehmenSt
SS22
Körperschaftsteuer 7
Körperschaftsteuer
6
Im Rahmen der Betriebsprüfung wird bei der unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtigen Mordlust-GmbH (M-GmbH) eine materielle verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) i.H.v. EUR 20.000 festgestellt. Die Gesellschaft hatte für Gesellschafterin Paulina K. (P), die zu 20% beteiligt ist, ein zu hohes Gehalt i.H.v. EUR 55.000 für ihre Tätigkeit als Mitarbeiterin am Empfang gezahlt und als Betriebsausgabe abgezogen. Paulina K. hatte auf das fremdunübliche Gehalt bestanden (der Mitarbeiter, der vorher den Posten innehatte, hatte nur EUR 35.000 bekommen), um die Tierarztkosten für ihre Hündin bezahlen zu können. Hinweise: Es liegt i.H.v. EUR 20.000 unstrittig eine materielle vGA der Höhe nach vor. Die Voraussetzungen sind nicht zu prüfen. In den Teilaufgaben a) und b) können die Steuerbescheide der M-GmbH und der P für den Veranlagungszeitraum noch geändert werden. Wie wirkt sich die Entdeckung der vGA auf das zu versteuernde Einkommen der Gesellschafterin P aus und welcher Steuersatz findet Anwendung, wenn sie die Beteiligung im Privatvermögen (PV) hält? Hinweis: Steuerbeträge sind nicht anzugeben.
1068
UnternehmenSt
SS22
Körperschaftsteuer 8
Körperschaftsteuer
4.5
Im Rahmen der Betriebsprüfung wird bei der unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtigen Mordlust-GmbH (M-GmbH) eine materielle verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) i.H.v. EUR 20.000 festgestellt. Die Gesellschaft hatte für Gesellschafterin Paulina K. (P), die zu 20% beteiligt ist, ein zu hohes Gehalt i.H.v. EUR 55.000 für ihre Tätigkeit als Mitarbeiterin am Empfang gezahlt und als Betriebsausgabe abgezogen. Paulina K. hatte auf das fremdunübliche Gehalt bestanden (der Mitarbeiter, der vorher den Posten innehatte, hatte nur EUR 35.000 bekommen), um die Tierarztkosten für ihre Hündin bezahlen zu können. Hinweise: Es liegt i.H.v. EUR 20.000 unstrittig eine materielle vGA der Höhe nach vor. Die Voraussetzungen sind nicht zu prüfen. In den Teilaufgaben a) und b) können die Steuerbescheide der M-GmbH und der P für den Veranlagungszeitraum noch geändert werden. Wie ist die vGA bei P zu behandeln, wenn der Körperschaftsteuerbescheid der M-GmbH nicht mehr geändert werden kann?
1069
UnternehmenSt
SS22
Körperschaftsteuer 9
Körperschaftsteuer
2
Die EU Kommission machte am 11.05.2022 einen Vorschlag zur Reduzierung der steuerlichen Begünstigung von Fremd- gegenüber Eigenkapitalfinanzierungen. Beschreiben Sie, warum steuerlich eine Ausstattung mit Fremdkapital für Kapitalgesellschaften günstiger ist, als die Ausstattung mit Eigenkapital (2 P).
1070
UnternehmenSt
SS22
Körperschaftsteuer 10
Körperschaftsteuer
3
Die EU Kommission machte am 11.05.2022 einen Vorschlag zur Reduzierung der steuerlichen Begünstigung von Fremd- gegenüber Eigenkapitalfinanzierungen. Welche zwei Maßnahmen schlug die Kommission vor, um diese Begünstigung zu verringern? Nennen Sie die beiden Maßnahmen und beschreiben Sie diese kurz. (3 P)
1071
UnternehmenSt
SS23
Körperschaftsteuer 11
Körperschaftsteuer
2
Der österreichische Autmobilhändler AUTO-AG (A-AG) erwirbt Restbestände von Auslaufmodellen weltweit direkt von Autmobilherstellern sowie seltene und historische Fahrzeuge von Privatpersonen und verkauft sie in Europa weiter. Die AUTO-AG hat ihren Sitz in Wien (Österreich) und ihren Ort der Geschäftsleitung in Augsburg. Die österreichische Gesellschaftsform einer AG entspricht in ihrer Ausprägung im Wesentlichen einer deutschen AG. Der Buchhalter der Gesellschaft hat für das Jahr 2022 (unter Berücksichtigung der nachfolgenden Geschäftsvorfälle aber ohne Berücksichtigung der Steuer) ein vorläufiges Ergebnis von 10.000.000 EUR ermittelt. Die folgenden Sachverhalte haben sich in 2022 ereignet: Alexander, der Geschäftsführer der AUTO-AG, hatte während seines Urlaubs in Andorra die einmalige Gelegenheit, einen gut erhaltenen gebrauchten Aston Martin DB5 (Filmauto von James Bond) zu erwerben (Kaufpreis 3.000.000 EUR). Die Entscheidung war unzweifelhaft im Sinne der Gesellschaft, da der gemeine Wert des Autos deutlich höher liegt. Das Auto ist gut in Schuss, deshalb beschließt er kurzerhand, es nach Hause (Augsburg, Wohnort) zurückzufahren. In der Schweiz fährt er dabei mit deutlich überhöhtem Tempo in eine Geschwindigkeitskontrolle. Er muss eine Geldstrafe von umgerechnet 2.000 EUR bezahlen. Diese wurde direkt von der AUTO-AG bezahlt und als Betriebsausgabe erfasst. Die AUTO-AG zahlt monatlich eine Gebühr von 5.000 EUR an die Brand Holding Ltd. für die Überlassung von Nutzungsrechten an verschiedenen Markennamen, unter denen die AUTO-AG am europäischen Markt auftritt. Diese Gebühren wurden unterjährig als Betriebsausgaben erfasst. Die Brand Holding Ltd. mit Sitz in Irland hält 30% der Anteile an der AUTO-AG. In Irland unterliegt die Brand Holding Ltd. mit allen Einkünften einer Besteuerung mit einem Steuersatz von 12,5%. Ist die AUTO-AG in Deutschland körperschaftsteuerpflichtig?
1072
UnternehmenSt
SS23
Körperschaftsteuer 12
Körperschaftsteuer
2
Der österreichische Autmobilhändler AUTO-AG (A-AG) erwirbt Restbestände von Auslaufmodellen weltweit direkt von Autmobilherstellern sowie seltene und historische Fahrzeuge von Privatpersonen und verkauft sie in Europa weiter. Die AUTO-AG hat ihren Sitz in Wien (Österreich) und ihren Ort der Geschäftsleitung in Augsburg. Die österreichische Gesellschaftsform einer AG entspricht in ihrer Ausprägung im Wesentlichen einer deutschen AG. Der Buchhalter der Gesellschaft hat für das Jahr 2022 (unter Berücksichtigung der nachfolgenden Geschäftsvorfälle aber ohne Berücksichtigung der Steuer) ein vorläufiges Ergebnis von 10.000.000 EUR ermittelt. Die folgenden Sachverhalte haben sich in 2022 ereignet: Alexander, der Geschäftsführer der AUTO-AG, hatte während seines Urlaubs in Andorra die einmalige Gelegenheit, einen gut erhaltenen gebrauchten Aston Martin DB5 (Filmauto von James Bond) zu erwerben (Kaufpreis 3.000.000 EUR). Die Entscheidung war unzweifelhaft im Sinne der Gesellschaft, da der gemeine Wert des Autos deutlich höher liegt. Das Auto ist gut in Schuss, deshalb beschließt er kurzerhand, es nach Hause (Augsburg, Wohnort) zurückzufahren. In der Schweiz fährt er dabei mit deutlich überhöhtem Tempo in eine Geschwindigkeitskontrolle. Er muss eine Geldstrafe von umgerechnet 2.000 EUR bezahlen. Diese wurde direkt von der AUTO-AG bezahlt und als Betriebsausgabe erfasst. Die AUTO-AG zahlt monatlich eine Gebühr von 5.000 EUR an die Brand Holding Ltd. für die Überlassung von Nutzungsrechten an verschiedenen Markennamen, unter denen die AUTO-AG am europäischen Markt auftritt. Diese Gebühren wurden unterjährig als Betriebsausgaben erfasst. Die Brand Holding Ltd. mit Sitz in Irland hält 30% der Anteile an der AUTO-AG. In Irland unterliegt die Brand Holding Ltd. mit allen Einkünften einer Besteuerung mit einem Steuersatz von 12,5%. Welche Art von Einkünften erzielt die AUTO-AG und wie wird ihr Einkommen ermittelt?
1073
UnternehmenSt
SS23
Körperschaftsteuer 13
Körperschaftsteuer
6
Der österreichische Autmobilhändler AUTO-AG (A-AG) erwirbt Restbestände von Auslaufmodellen weltweit direkt von Autmobilherstellern sowie seltene und historische Fahrzeuge von Privatpersonen und verkauft sie in Europa weiter. Die AUTO-AG hat ihren Sitz in Wien (Österreich) und ihren Ort der Geschäftsleitung in Augsburg. Die österreichische Gesellschaftsform einer AG entspricht in ihrer Ausprägung im Wesentlichen einer deutschen AG. Der Buchhalter der Gesellschaft hat für das Jahr 2022 (unter Berücksichtigung der nachfolgenden Geschäftsvorfälle aber ohne Berücksichtigung der Steuer) ein vorläufiges Ergebnis von 10.000.000 EUR ermittelt. Die folgenden Sachverhalte haben sich in 2022 ereignet: Alexander, der Geschäftsführer der AUTO-AG, hatte während seines Urlaubs in Andorra die einmalige Gelegenheit, einen gut erhaltenen gebrauchten Aston Martin DB5 (Filmauto von James Bond) zu erwerben (Kaufpreis 3.000.000 EUR). Die Entscheidung war unzweifelhaft im Sinne der Gesellschaft, da der gemeine Wert des Autos deutlich höher liegt. Das Auto ist gut in Schuss, deshalb beschließt er kurzerhand, es nach Hause (Augsburg, Wohnort) zurückzufahren. In der Schweiz fährt er dabei mit deutlich überhöhtem Tempo in eine Geschwindigkeitskontrolle. Er muss eine Geldstrafe von umgerechnet 2.000 EUR bezahlen. Diese wurde direkt von der AUTO-AG bezahlt und als Betriebsausgabe erfasst. Die AUTO-AG zahlt monatlich eine Gebühr von 5.000 EUR an die Brand Holding Ltd. für die Überlassung von Nutzungsrechten an verschiedenen Markennamen, unter denen die AUTO-AG am europäischen Markt auftritt. Diese Gebühren wurden unterjährig als Betriebsausgaben erfasst. Die Brand Holding Ltd. mit Sitz in Irland hält 30% der Anteile an der AUTO-AG. In Irland unterliegt die Brand Holding Ltd. mit allen Einkünften einer Besteuerung mit einem Steuersatz von 12,5%. Ermitteln Sie das zu versteuernde Einkommen sowie die zu entrichtende Körperschaftsteuer der AUTO-AG für den Veranlagungszeitraum 2022.
1074
UnternehmenSt
SS23
Körperschaftsteuer 14
Körperschaftsteuer
10
Der österreichische Autmobilhändler AUTO-AG (A-AG) erwirbt Restbestände von Auslaufmodellen weltweit direkt von Autmobilherstellern sowie seltene und historische Fahrzeuge von Privatpersonen und verkauft sie in Europa weiter. Die AUTO-AG hat ihren Sitz in Wien (Österreich) und ihren Ort der Geschäftsleitung in Augsburg. Die österreichische Gesellschaftsform einer AG entspricht in ihrer Ausprägung im Wesentlichen einer deutschen AG. Der Buchhalter der Gesellschaft hat für das Jahr 2022 (unter Berücksichtigung der nachfolgenden Geschäftsvorfälle aber ohne Berücksichtigung der Steuer) ein vorläufiges Ergebnis von 10.000.000 EUR ermittelt. Die folgenden Sachverhalte haben sich in 2022 ereignet: Alexander, der Geschäftsführer der AUTO-AG, hatte während seines Urlaubs in Andorra die einmalige Gelegenheit, einen gut erhaltenen gebrauchten Aston Martin DB5 (Filmauto von James Bond) zu erwerben (Kaufpreis 3.000.000 EUR). Die Entscheidung war unzweifelhaft im Sinne der Gesellschaft, da der gemeine Wert des Autos deutlich höher liegt. Das Auto ist gut in Schuss, deshalb beschließt er kurzerhand, es nach Hause (Augsburg, Wohnort) zurückzufahren. In der Schweiz fährt er dabei mit deutlich überhöhtem Tempo in eine Geschwindigkeitskontrolle. Er muss eine Geldstrafe von umgerechnet 2.000 EUR bezahlen. Diese wurde direkt von der AUTO-AG bezahlt und als Betriebsausgabe erfasst. Die AUTO-AG zahlt monatlich eine Gebühr von 5.000 EUR an die Brand Holding Ltd. für die Überlassung von Nutzungsrechten an verschiedenen Markennamen, unter denen die AUTO-AG am europäischen Markt auftritt. Diese Gebühren wurden unterjährig als Betriebsausgaben erfasst. Die Brand Holding Ltd. mit Sitz in Irland hält 30% der Anteile an der AUTO-AG. In Irland unterliegt die Brand Holding Ltd. mit allen Einkünften einer Besteuerung mit einem Steuersatz von 12,5%. An der AUTO-AG ist neben der Brand Holding Ltd. (30%) auch der Geschäftsführer Alexander mit 10% beteiligt. Er hält die Anteile in seinem Privatvermögen und hatte im Zusammenhang mit der Beteiligung Aufwendungen in Höhe von 5.000 EUR. Die AUTO AG plant ihren gesamten (handelsrechtlichen) Gewinn an die Anteilseigner auszuschütten. An der AUTO-AG ist neben der Brand Holding Ltd. (30%) auch der Geschäftsführer Alexander mit 10% beteiligt. Er hält die Anteile in seinem Privatvermögen und hatte im Zusammenhang mit der Beteiligung Aufwendungen in Höhe von 5.000 EUR. Die AUTO AG plant ihren gesamten (handelsrechtlichen) Gewinn an die Anteilseigner auszuschütten. Ermitteln Sie den Betrag, der durch die Ausschüttung bei Alexander auf dem Konto eingeht. Was würden Sie ihm raten, wenn das Ziel ist möglichst wenig Steuern zu zahlen? Begründen Sie Ihre Antwort und ermitteln Sie ggf. den Erstattungsbetrag.
1075
UnternehmenSt
SS23
Körperschaft- & Gewerbesteuer 1
Körperschaft- & Gewerbesteuer
2
Die Brauerei GmbH hat ihren Sitz und Ort der Geschäftsleitung in Bamberg. Die Catering AG mit Sitz und Ort der Geschäftsleitung in Coburg ist alleiniger Anteilseigner der Brauerei GmbH.Nach den aufgrund der Coronapandemie wirtschaftlich schwierigeren vergangenen Jahren erzielt die Brauerei GmbH im Veranlagungszeitraum 2022 nun erstmals wieder einen vorläufigenGewinn von 15.000.000 EUR. - Die Catering AG hat in den letzten Jahren vermehrt Darlehen an die Brauerei GmbH vergeben. Für das Darlehen fallen in 2022 monatlich 50.000 EUR an Zinsen an (die auch monatlich verbucht wurden). Der Zinssatz entspricht dem marktüblichen Zins in Höhe von 5%. DieBrauerei GmbH erzielt gleichzeitig selbst Zinseinnahmen aus ihrem Bankguthaben in Höhevon insgesamt 100.000 EUR (ebenfalls bereits verbucht). - Ende Juni entscheidet die Catering AG (da sie selbst keinerlei Schulden machen musste und,um der Brauerei GmbH eine schnellere Erholung von der Krise zu ermöglichen), der Brauerei GmbH für das gesamte Jahr 2022 lediglich Zinsen in Höhe von 3% zu berechnen. (Diegeringeren Zinsen wurden ab Juli gebucht. Der Forderungsverzicht Jan - Juni wurde als Ertrag erfasst). Die Forderung gegen die Brauerei GmbH ist in 2022 noch voll werthaltig. - Die Brauerei GmbH erwarb im Februar 2022 eine 15%-Beteiligung an der Dosen GmbH. ImAugust 2022 gingen aufgrund einer Ausschüttung bei der GmbH bereits im 375.000 EURauf dem Konto ein - diese wurden vollständig als Beteiligungsertrag erfasst. - Die Brauerei GmbH unterhält selbst auch einige Brauereigaststätten. Da die Räumlichkeitennur angemietet sind, zahlt die Brauerei GmbH insgesamt monatliche Mieten in Höhe von10.000 EUR. Davon entfallen jeweils 4.000 EUR auf die Einrichtung (monatlich erfasst). - Das Brauereigelände gehört zum Betriebsvermögen der Brauerei GmbH. Zum letzten Feststellungszeitpunkt (1964) wurde der Einheitswert auf 100.000 EUR festgestellt. Maßgeblichist somit nach § 121a BewG ein Wert von 140.000 EUR. - Für den Veranlagungszeitraum 2021 wurde gem. § 10d IV EStG ein Verlustvortrag in Höhe von 10.000.000 EUR festgestellt. Gehen Sie knapp auf die Steuerpflicht sowie die Steuerschuldnerschaft der BrauereiGmbH ein. Hinweis: Auf einen möglicherweise vorhandenen gewerbesteuerlichen Verlust nach § 10a GewStG ist nicht einzugehen.
1076
UnternehmenSt
SS23
Körperschaft- & Gewerbesteuer 2
Körperschaft- & Gewerbesteuer
14
Die Brauerei GmbH hat ihren Sitz und Ort der Geschäftsleitung in Bamberg. Die Catering AG mit Sitz und Ort der Geschäftsleitung in Coburg ist alleiniger Anteilseigner der Brauerei GmbH.Nach den aufgrund der Coronapandemie wirtschaftlich schwierigeren vergangenen Jahren erzielt die Brauerei GmbH im Veranlagungszeitraum 2022 nun erstmals wieder einen vorläufigenGewinn von 15.000.000 EUR. - Die Catering AG hat in den letzten Jahren vermehrt Darlehen an die Brauerei GmbH vergeben. Für das Darlehen fallen in 2022 monatlich 50.000 EUR an Zinsen an (die auch monatlich verbucht wurden). Der Zinssatz entspricht dem marktüblichen Zins in Höhe von 5%. DieBrauerei GmbH erzielt gleichzeitig selbst Zinseinnahmen aus ihrem Bankguthaben in Höhevon insgesamt 100.000 EUR (ebenfalls bereits verbucht). - Ende Juni entscheidet die Catering AG (da sie selbst keinerlei Schulden machen musste und,um der Brauerei GmbH eine schnellere Erholung von der Krise zu ermöglichen), der Brauerei GmbH für das gesamte Jahr 2022 lediglich Zinsen in Höhe von 3% zu berechnen. (Diegeringeren Zinsen wurden ab Juli gebucht. Der Forderungsverzicht Jan - Juni wurde als Ertrag erfasst). Die Forderung gegen die Brauerei GmbH ist in 2022 noch voll werthaltig. - Die Brauerei GmbH erwarb im Februar 2022 eine 15%-Beteiligung an der Dosen GmbH. ImAugust 2022 gingen aufgrund einer Ausschüttung bei der GmbH bereits im 375.000 EURauf dem Konto ein - diese wurden vollständig als Beteiligungsertrag erfasst. - Die Brauerei GmbH unterhält selbst auch einige Brauereigaststätten. Da die Räumlichkeitennur angemietet sind, zahlt die Brauerei GmbH insgesamt monatliche Mieten in Höhe von10.000 EUR. Davon entfallen jeweils 4.000 EUR auf die Einrichtung (monatlich erfasst). - Das Brauereigelände gehört zum Betriebsvermögen der Brauerei GmbH. Zum letzten Feststellungszeitpunkt (1964) wurde der Einheitswert auf 100.000 EUR festgestellt. Maßgeblichist somit nach § 121a BewG ein Wert von 140.000 EUR. - Für den Veranlagungszeitraum 2021 wurde gem. § 10d IV EStG ein Verlustvortrag in Höhe von 10.000.000 EUR festgestellt. Ermitteln Sie das zu versteuernde Einkommen für die Brauerei GmbH für den Veranlagungszeitraum 2022. Hinweis: Auf einen möglicherweise vorhandenen gewerbesteuerlichen Verlust nach § 10a GewStG ist nicht einzugehen.
1077
UnternehmenSt
SS23
Körperschaft- & Gewerbesteuer 3
Körperschaft- & Gewerbesteuer
8
Die Brauerei GmbH hat ihren Sitz und Ort der Geschäftsleitung in Bamberg. Die Catering AG mit Sitz und Ort der Geschäftsleitung in Coburg ist alleiniger Anteilseigner der Brauerei GmbH.Nach den aufgrund der Coronapandemie wirtschaftlich schwierigeren vergangenen Jahren erzielt die Brauerei GmbH im Veranlagungszeitraum 2022 nun erstmals wieder einen vorläufigenGewinn von 15.000.000 EUR. - Die Catering AG hat in den letzten Jahren vermehrt Darlehen an die Brauerei GmbH vergeben. Für das Darlehen fallen in 2022 monatlich 50.000 EUR an Zinsen an (die auch monatlich verbucht wurden). Der Zinssatz entspricht dem marktüblichen Zins in Höhe von 5%. DieBrauerei GmbH erzielt gleichzeitig selbst Zinseinnahmen aus ihrem Bankguthaben in Höhevon insgesamt 100.000 EUR (ebenfalls bereits verbucht). - Ende Juni entscheidet die Catering AG (da sie selbst keinerlei Schulden machen musste und,um der Brauerei GmbH eine schnellere Erholung von der Krise zu ermöglichen), der Brauerei GmbH für das gesamte Jahr 2022 lediglich Zinsen in Höhe von 3% zu berechnen. (Diegeringeren Zinsen wurden ab Juli gebucht. Der Forderungsverzicht Jan - Juni wurde als Ertrag erfasst). Die Forderung gegen die Brauerei GmbH ist in 2022 noch voll werthaltig. - Die Brauerei GmbH erwarb im Februar 2022 eine 15%-Beteiligung an der Dosen GmbH. ImAugust 2022 gingen aufgrund einer Ausschüttung bei der GmbH bereits im 375.000 EURauf dem Konto ein - diese wurden vollständig als Beteiligungsertrag erfasst. - Die Brauerei GmbH unterhält selbst auch einige Brauereigaststätten. Da die Räumlichkeitennur angemietet sind, zahlt die Brauerei GmbH insgesamt monatliche Mieten in Höhe von10.000 EUR. Davon entfallen jeweils 4.000 EUR auf die Einrichtung (monatlich erfasst). - Das Brauereigelände gehört zum Betriebsvermögen der Brauerei GmbH. Zum letzten Feststellungszeitpunkt (1964) wurde der Einheitswert auf 100.000 EUR festgestellt. Maßgeblichist somit nach § 121a BewG ein Wert von 140.000 EUR. - Für den Veranlagungszeitraum 2021 wurde gem. § 10d IV EStG ein Verlustvortrag in Höhe von 10.000.000 EUR festgestellt. Ermitteln Sie den Gewerbeertrag der Brauerei GmbH für den Erhebungszeitraum 2022. Hinweis: Auf einen möglicherweise vorhandenen gewerbesteuerlichen Verlust nach § 10a GewStG ist nicht einzugehen.
1078
UnternehmenSt
SS23
Umwandlungssteuer 4
Umwandlungssteuer
2
Erläutern Sie kurz die steuerlichen Konsequenzen für eine Gesellschaft, die nach § 1a KStG zur Körperschaftsbesteuerung optiert.
1079
UnternehmenSt
SS19
Körperschaftsteuer 15
Körperschaftsteuer
10
Die nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG in Deutschland unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtige Hohenhorst AG (H-AG) ist zu 12% an der ebenfalls nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG in Deutschland unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtigen Langenhorst GmbH (L-GmbH) beteiligt. Am 01.01.2019 vergibt die H-AG ein Darlehen an die L-GmbH. Hierfür erhält die H-AG am 31.12.2019 Zinsen in Höhe von EUR 7.000.000. Diesen Betrag hat die L-GmbH bislang in voller Höhe steuerbilanziell als Aufwand erfasst. Von einem fremden Dritten hätte die H-AG unter sonst gleichen Umständen für denselben Darlehensbetrag und Zeitraum lediglich marktübliche Zinsen in Höhe von EUR 4.000.000 erhalten. Welche körperschaftsteuerlichen Konsequenzen ergeben sich aus der Zinszahlung auf Ebene der L-GmbH? Bestimmen Sie die Auswirkungen auf die körperschaftsteuerliche Bemessungsgrundlage. Auf etwaige steuerliche Folgen auf Ebene der H-AG ist nicht einzugehen. Hinweise: Auf die §§ 43 ff. EStG, § 27 KStG und die § 4h EStG, § 8a KStG ist nicht einzugehen. Zum Zeitpunkt der Feststellung des Sachverhaltes durch die Betriebsprüfung sind alle betreffenden Steuerbescheide noch änderbar.
1080
UnternehmenSt
SS19
Körperschaftsteuer 16
Körperschaftsteuer
4
Die nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG in Deutschland unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtige Mater AG (M-AG) erwirbt am 23.03.2019 zu einem Kaufpreis von EUR 200.000 eine 25%-Beteiligung an der Filia GmbH (F-GmbH). Zum 31.12.2019 sinkt der Teilwert (§ 6 Abs. 1 Nr. 1 S. 3 EStG) der Beteiligung voraussichtlich dauernd auf EUR 100.000. Obwohl die Wertminderung aus der Sicht des Bilanzstichtages zum 31.12.2019 als voraussichtlich dauernd anzusehen ist, kann der Vorstandsvorsitzende der M-AG auch nicht gänzlich ausschließen, dass sich der Wert der Beteiligung an der F-GmbH in späteren Jahren eventuell wieder erholen könnte. Ebenfalls hält er es nicht für völlig ausgeschlossen, dass die Branchenwettbewerberin Antagonist SE (A-SE) zukünftig ein Interesse an der Beteiligung an der F-GmbH entwickeln könnte und im Falle eines etwaigen künftigen Kaufes bereit sein würde, einen Aufpreis auf den Teilwert zum 31.12.2019 zu zahlen. Stellen Sie die körperschaftsteuerliche Behandlung einer Teilwertabschreibung auf die Beteiligung im Sachverhalt dar und erläutern Sie, welche körperschaftsteuerlichen Folgen eine Wertaufholung bzw. ein Anteilsveräußerungsgewinn hätte. Hinweis: Gehen Sie davon aus, dass die Voraussetzungen für eine steuerbilanzielle Teilwertabschreibung unstrittig vorliegen.
1081
UnternehmenSt
SS19
Körperschaftsteuer 17
Körperschaftsteuer
2
Die nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG in Deutschland unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtige Mater AG (M-AG) erwirbt am 23.03.2019 zu einem Kaufpreis von EUR 200.000 eine 25%-Beteiligung an der Filia GmbH (F-GmbH). Zum 31.12.2019 sinkt der Teilwert (§ 6 Abs. 1 Nr. 1 S. 3 EStG) der Beteiligung voraussichtlich dauernd auf EUR 100.000. Obwohl die Wertminderung aus der Sicht des Bilanzstichtages zum 31.12.2019 als voraussichtlich dauernd anzusehen ist, kann der Vorstandsvorsitzende der M-AG auch nicht gänzlich ausschließen, dass sich der Wert der Beteiligung an der F-GmbH in späteren Jahren eventuell wieder erholen könnte. Ebenfalls hält er es nicht für völlig ausgeschlossen, dass die Branchenwettbewerberin Antagonist SE (A-SE) zukünftig ein Interesse an der Beteiligung an der F-GmbH entwickeln könnte und im Falle eines etwaigen künftigen Kaufes bereit sein würde, einen Aufpreis auf den Teilwert zum 31.12.2019 zu zahlen. Der Vorstandsvorsitzende der M-AG möchte von Ihnen wissen, ob die M-AG vom steuerlichen Wahlrecht zur Vornahme einer Teilwertabschreibung gemäß § 8 Abs. 1 S. 1 KStG i.V.m. § 6 Abs. 1 Nr. 2 S. 2 EStG Gebrauch machen sollte. Was empfehlen Sie ihm unter den gegebenen Umständen, wenn die M-AG sicher gehen möchte, in der Totalperiode eine möglichst geringe Steuerbelastung zu tragen?
1082
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SS19
Körperschaftsteuer 18
Körperschaftsteuer
13
Die nicht von der Körperschaftsteuer befreite Brutto GmbH (B-GmbH) mit Sitz und Geschäftsleitung in München (Deutschland) betreibt deutschlandweit eine Vielzahl an Einzelhandelsfilialen. Sie ist zu 100% an der Einkaufsgemeinschaft GmbH (E-GmbH) mit Sitz und Geschäftsleitung in Kassel (Deutschland) beteiligt. Die Stimmrechte entsprechen den Beteiligungsrechten. Am 01.02.2019 schließen die B-GmbH und die E-GmbH mit Wirkung zum 01.01.2019 einen schriftlichen Vertrag, der bis zum 31.12.2024 unkündbar ist. In diesem wird Folgendes vereinbart: • Die E-GmbH führt ihren ganzen Gewinn an die B-GmbH ab, wobei die Gewinnabführung den in § 301 AktG genannten Betrag nicht überschreiten darf. • Die B-GmbH verpflichtet sich, die Verluste der E-GmbH nach Maßgabe des § 302 AktG in seiner jeweils geltenden Fassung zu übernehmen. • Die E-GmbH darf Beträge aus dem Jahresüberschuss nur insoweit in die Gewinnrücklagen (§ 272 Abs. 3 HGB) mit Ausnahme der gesetzlichen Rücklagen einstellen, als dies bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung wirtschaftlich begründet ist. Am 03.06.2019 stimmt die Gesellschafterversammlung der B-GmbH, am 01.07.2019 die Gesellschafterversammlung der E-GmbH einstimmig dem Vertrag zu. Die Zustimmungsbeschlüsse werden an den jeweiligen Tagen notariell beurkundet. Entsprechende Handelsregistereintragungen erfolgen am 16.09.2019. Der Vertrag zwischen der B-GmbH und der E-GmbH wird auch tatsächlich durchgeführt. Die E-GmbH ist ihrerseits seit Jahren zu 20% an der Lebensmittel-AG (L-AG) beteiligt. Am 04.07.2019 veräußert die E-GmbH die Beteiligung an der L-AG und erzielt einen Veräußerungsgewinn von EUR 100.000. Erläutern Sie jeweils unter Angabe der einschlägigen gesetzlichen Fundstelle, ob die Voraussetzungen einer körperschaftsteuerlichen Organschaft zwischen der B-GmbH und der E-GmbH im Jahr 2019 im Einzelnen vorliegen.
1083
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SS19
Körperschaftsteuer 19
Körperschaftsteuer
3
Die nicht von der Körperschaftsteuer befreite Brutto GmbH (B-GmbH) mit Sitz und Geschäftsleitung in München (Deutschland) betreibt deutschlandweit eine Vielzahl an Einzelhandelsfilialen. Sie ist zu 100% an der Einkaufsgemeinschaft GmbH (E-GmbH) mit Sitz und Geschäftsleitung in Kassel (Deutschland) beteiligt. Die Stimmrechte entsprechen den Beteiligungsrechten. Am 01.02.2019 schließen die B-GmbH und die E-GmbH mit Wirkung zum 01.01.2019 einen schriftlichen Vertrag, der bis zum 31.12.2024 unkündbar ist. In diesem wird Folgendes vereinbart: • Die E-GmbH führt ihren ganzen Gewinn an die B-GmbH ab, wobei die Gewinnabführung den in § 301 AktG genannten Betrag nicht überschreiten darf. • Die B-GmbH verpflichtet sich, die Verluste der E-GmbH nach Maßgabe des § 302 AktG in seiner jeweils geltenden Fassung zu übernehmen. • Die E-GmbH darf Beträge aus dem Jahresüberschuss nur insoweit in die Gewinnrücklagen (§ 272 Abs. 3 HGB) mit Ausnahme der gesetzlichen Rücklagen einstellen, als dies bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung wirtschaftlich begründet ist. Am 03.06.2019 stimmt die Gesellschafterversammlung der B-GmbH, am 01.07.2019 die Gesellschafterversammlung der E-GmbH einstimmig dem Vertrag zu. Die Zustimmungsbeschlüsse werden an den jeweiligen Tagen notariell beurkundet. Entsprechende Handelsregistereintragungen erfolgen am 16.09.2019. Der Vertrag zwischen der B-GmbH und der E-GmbH wird auch tatsächlich durchgeführt. Die E-GmbH ist ihrerseits seit Jahren zu 20% an der Lebensmittel-AG (L-AG) beteiligt. Am 04.07.2019 veräußert die E-GmbH die Beteiligung an der L-AG und erzielt einen Veräußerungsgewinn von EUR 100.000. Ist die E-GmbH subjektiv körperschaftsteuerpflichtig?
1084
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SS19
Körperschaftsteuer 20
Körperschaftsteuer
2
Die nicht von der Körperschaftsteuer befreite Brutto GmbH (B-GmbH) mit Sitz und Geschäftsleitung in München (Deutschland) betreibt deutschlandweit eine Vielzahl an Einzelhandelsfilialen. Sie ist zu 100% an der Einkaufsgemeinschaft GmbH (E-GmbH) mit Sitz und Geschäftsleitung in Kassel (Deutschland) beteiligt. Die Stimmrechte entsprechen den Beteiligungsrechten. Am 01.02.2019 schließen die B-GmbH und die E-GmbH mit Wirkung zum 01.01.2019 einen schriftlichen Vertrag, der bis zum 31.12.2024 unkündbar ist. In diesem wird Folgendes vereinbart: • Die E-GmbH führt ihren ganzen Gewinn an die B-GmbH ab, wobei die Gewinnabführung den in § 301 AktG genannten Betrag nicht überschreiten darf. • Die B-GmbH verpflichtet sich, die Verluste der E-GmbH nach Maßgabe des § 302 AktG in seiner jeweils geltenden Fassung zu übernehmen. • Die E-GmbH darf Beträge aus dem Jahresüberschuss nur insoweit in die Gewinnrücklagen (§ 272 Abs. 3 HGB) mit Ausnahme der gesetzlichen Rücklagen einstellen, als dies bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung wirtschaftlich begründet ist. Am 03.06.2019 stimmt die Gesellschafterversammlung der B-GmbH, am 01.07.2019 die Gesellschafterversammlung der E-GmbH einstimmig dem Vertrag zu. Die Zustimmungsbeschlüsse werden an den jeweiligen Tagen notariell beurkundet. Entsprechende Handelsregistereintragungen erfolgen am 16.09.2019. Der Vertrag zwischen der B-GmbH und der E-GmbH wird auch tatsächlich durchgeführt. Die E-GmbH ist ihrerseits seit Jahren zu 20% an der Lebensmittel-AG (L-AG) beteiligt. Am 04.07.2019 veräußert die E-GmbH die Beteiligung an der L-AG und erzielt einen Veräußerungsgewinn von EUR 100.000. Was ist hinsichtlich des von der E-GmbH erzielten Anteilsveräußerungsgewinnes bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens der B-GmbH und der E-GmbH zu beachten?
1085
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SS19
Gewerbesteuer 2
Gewerbesteuer
13
Der Einzelunternehmer Fred Flixx (F) betreibt eine Spedition in Nürnberg (Deutschland). Er ist seit Jahren zu 12% an der DonnieTrucker GmbH (D-GmbH) mit Sitz in Hamburg (Deutschland) beteiligt. Die Beteiligung wird unstreitig im Betriebsvermögen seines Einzelunternehmens gehalten. Die Gewinnermittlung von F erfolgt nach § 4 Abs. 1, § 5 EStG. Im Jahr 2019 hat die D-GmbH an F eine Bruttobardividende von EUR 100.000 ausgeschüttet. Nach Einbehalt der Kapitalertragsteuer in Höhe von zutreffend EUR 25.000 hat sie an F einen Betrag in Höhe von EUR 75.000 ausgezahlt. F hat handelsrechtlich die Bruttobardividende gewinnerhöhend als Beteiligungsertrag und die Kapitalertragsteuer gewinnmindernd als Steueraufwand erfasst. An Mietaufwendungen für das Betriebsgrundstück sind ihm EUR 180.000 entstanden. Außerdem betrugen die Leasingaufwendungen für die betrieblichen LKW EUR 100.000. F hat für das Jahr 2019 den Gewerbesteuerrückstellungen aufwandswirksam einen Betrag von EUR 24.500 zugeführt. Sämtliche Aufwendungen wurden von F handelsrechtlich gewinnmindernd erfasst. Der so zutreffend ermittelte handelsrechtliche Jahresüberschuss beträgt im Jahr 2019 EUR 195.000. Ermitteln Sie den Gewerbeertrag für das Jahr 2019. Stellen Sie die einzelnen Ermittlungsschritte dar und begründen Sie ihr Vorgehen jeweils anhand der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen.
1086
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SS19
Umwandlungssteuer 5
Umwandlungssteuer
6
Die im Vertrieb tätige Streetplot-GmbH (S-GmbH) mit Sitz und Ort der Geschäftsleitung in Nürnberg (Deutschland), soll in die auch weiterhin originär gewerblich tätige Streetplot-OHG (S-OHG) umgewandelt werden. An der S-GmbH sind die natürlichen Personen A und B zu gleichen Teilen beteiligt. Dieses Beteiligungsverhältnis soll auch für S-OHG gelten. Der Stand des steuerlichen Einlagekontos beläuft sich auf EUR 0. Der Verlustvortrag der S-GmbH beträgt EUR 100.000. Die S-GmbH verfügt über keine unentgeltlich erworbenen, selbst geschaffenen immateriellen Wirtschaftsgüter und auch über keinen originären Geschäfts- oder Firmenwert. Die S-GmbH weist zum Übertragungsstichtag folgende Bilanz auf: | Position | Buchwert | Gemeiner Wert | Passiva | Betrag | |---------------------------------|--------------|---------------|--------------|----------| | **Aktiva** | | | | | | Fuhrpark (Anlagevermögen) | 100.000 EUR | 200.000 EUR | | | | Umlaufvermögen | 300.000 EUR | 300.000 EUR | | | | **Summe Aktiva** | 400.000 EUR | 500.000 EUR | | | | **Passiva** | | | | | | Stammkapital | | | 100.000 EUR | | | Gewinnrücklage | | | 100.000 EUR | | | Verbindlichkeit | | | 200.000 EUR | | | **Summe Passiva** | | | 400.000 EUR | | Mit welchen Werten sollten die Wirtschaftsgüter in der Übertragungsbilanz der S-GmbH angesetzt werden, wenn aus dem Umwandlungsvorgang auf Ebene der S-GmbH eine möglichst niedrige Steuerbelastung resultieren soll und ferner in Zukunft die Erzielung möglichst niedriger Einkünfte aus Gewerbebetrieb durch die S-OHG erwünscht ist? Begründen Sie Ihre Antwort. Hinweis: Die Voraussetzungen des § 3 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 bis 3 UmwStG liegen vor.
1087
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SS20
Körperschaftsteuer 21
Körperschaftsteuer
2
Paul Peters (P) ist Alleingesellschafter der Papier&Karton GmbH (P-GmbH) mit Sitz und Ort der Geschäftsleitung in Passau (Deutschland). In ihrer Papierfabrik produziert und vertreibt die P-GmbH verschiedenartige Verpackungen auf Papierbasis. Im Juni 2020 übertrug P ein unbebautes Grundstück auf die P-GmbH. Für das Grundstück berechnet P der P-GmbH keinen Kaufpreis, da er keinen Sinn darin sieht, einen Kaufpreis von „seiner“ GmbH zu verlangen. Die P-GmbH benötigt das Grundstück als zusätzlichen Lagerplatz für angeliefertes Holz, das als Rohmaterial für die Papierproduktion dient. P hatte das Grundstück im Jahr 2001 für EUR 50.000 erworben und bislang als Weideplatz für seine privat gehaltenen Pferde genutzt. Im Juni 2020 hatte das Grundstück einen Verkehrswert (= Teilwert) in Höhe von EUR 150.000. Die P-GmbH buchte den Vorgang wie folgt: Unbebaute Grundstücke EUR 150.000 an außerordentlicher Ertrag EUR 150.000 Hinweis: Alle Steuerbescheide sind noch änderbar. Auf § 27 KStG ist nicht einzugehen. Ist die P-GmbH in Deutschland körperschaftsteuerpflichtig?
1088
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SS20
Körperschaftsteuer 22
Körperschaftsteuer
2
Paul Peters (P) ist Alleingesellschafter der Papier&Karton GmbH (P-GmbH) mit Sitz und Ort der Geschäftsleitung in Passau (Deutschland). In ihrer Papierfabrik produziert und vertreibt die P-GmbH verschiedenartige Verpackungen auf Papierbasis. Im Juni 2020 übertrug P ein unbebautes Grundstück auf die P-GmbH. Für das Grundstück berechnet P der P-GmbH keinen Kaufpreis, da er keinen Sinn darin sieht, einen Kaufpreis von „seiner“ GmbH zu verlangen. Die P-GmbH benötigt das Grundstück als zusätzlichen Lagerplatz für angeliefertes Holz, das als Rohmaterial für die Papierproduktion dient. P hatte das Grundstück im Jahr 2001 für EUR 50.000 erworben und bislang als Weideplatz für seine privat gehaltenen Pferde genutzt. Im Juni 2020 hatte das Grundstück einen Verkehrswert (= Teilwert) in Höhe von EUR 150.000. Die P-GmbH buchte den Vorgang wie folgt: Unbebaute Grundstücke EUR 150.000 an außerordentlicher Ertrag EUR 150.000 Hinweis: Alle Steuerbescheide sind noch änderbar. Auf § 27 KStG ist nicht einzugehen. Welche Einkünfte erzielt die P-GmbH aus dem Betrieb der Papierfabrik und wie wird das Einkommen der P-GmbH ermittelt?
1089
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SS20
Körperschaftsteuer 23
Körperschaftsteuer
7
Paul Peters (P) ist Alleingesellschafter der Papier&Karton GmbH (P-GmbH) mit Sitz und Ort der Geschäftsleitung in Passau (Deutschland). In ihrer Papierfabrik produziert und vertreibt die P-GmbH verschiedenartige Verpackungen auf Papierbasis. Im Juni 2020 übertrug P ein unbebautes Grundstück auf die P-GmbH. Für das Grundstück berechnet P der P-GmbH keinen Kaufpreis, da er keinen Sinn darin sieht, einen Kaufpreis von „seiner“ GmbH zu verlangen. Die P-GmbH benötigt das Grundstück als zusätzlichen Lagerplatz für angeliefertes Holz, das als Rohmaterial für die Papierproduktion dient. P hatte das Grundstück im Jahr 2001 für EUR 50.000 erworben und bislang als Weideplatz für seine privat gehaltenen Pferde genutzt. Im Juni 2020 hatte das Grundstück einen Verkehrswert (= Teilwert) in Höhe von EUR 150.000. Die P-GmbH buchte den Vorgang wie folgt: Unbebaute Grundstücke EUR 150.000 an außerordentlicher Ertrag EUR 150.000 Hinweis: Alle Steuerbescheide sind noch änderbar. Auf § 27 KStG ist nicht einzugehen. Wie ist die unentgeltliche Übertragung des Grundstücks auf Ebene der P-GmbH zu behandeln?
1090
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SS20
Körperschaftsteuer 24
Körperschaftsteuer
9
Die in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtige Frau Frank (F) ist zu 40% an der nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG in Deutschland unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtigen Lagerbau GmbH (L-GmbH) beteiligt. Die L-GmbH kann nach keinem Rechnungslegungsstandard mit einem oder mehreren anderen Betrieben konsolidiert werden und wird daher auch nicht konsolidiert. Ferner kann ihre Finanz- und Geschäftspolitik auch nicht mit einem oder mehreren anderen Betrieben einheitlich bestimmt werden. Am 01.01.2020 vergibt Frau Frank ein Darlehen an die L-GmbH. Hierfür zahlt die L-GmbH an Frau Frank am 31.12.2020 marktübliche Zinsen in Höhe von EUR 10.000.000. Andere Zinsaufwendungen hatte die L-GmbH nicht. Im Jahr 2020 erzielte die L-GmbH Zinserträge aus Finanzanlagen i.H.v. EUR 5.000.000. Was versteht man allgemein unter der „Konzernklausel“ im Rahmen der Zinsschranke (§ 4h EStG, § 8a KStG)? Ist die Konzernklausel auf den vorliegenden Fall anzuwenden?
1091
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SS20
Körperschaftsteuer 25
Körperschaftsteuer
10
Die beiden gemäß § 1 Abs. 1 EStG unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen Abiturienten Kevin (K) und Silke (S) beschließen, sich direkt nach ihrem Abschluss weiter dem Umweltschutz zu verschreiben und wollen ein nachhaltiges Modelabel gründen. Zur Umsetzung ihrer Geschäftsidee fassen sie am 01.03.2020 den ernstgemeinten Entschluss, eine GmbH („W-GmbH“) zu gründen und nehmen sofort den Betrieb auf. Gegenstand des Geschäftsbetriebes der W-GmbH ist die unstrittig gewerbliche Durchführung von Design, Beschaffung und Absatz nachhaltiger T-Shirts. Der Gesellschaftsvertrag wird im Beisein des Notars N am 01.08.2020 unterzeichnet, § 2 Abs. 1 GmbHG. Die Eintragung der GmbH ins Handelsregister erfolgt am 01.10.2020. Der Sitz der GmbH ist in Nürnberg (Deutschland), § 4a GmbHG. In dem Zeitraum zwischen dem 01.03.2020 und dem 01.08.2020 entstehen aufgrund von Werbemaßnahmen Anlaufverluste in Höhe von EUR 30.000. Ab dem 01.08.2020 und bis zum 31.12.2020 wird ein Gewinn in Höhe von EUR 50.000 erzielt. Können die Anlaufverluste bei der Ermittlung der körperschaftsteuerpflichtigen Bemessungsgrundlage der W-GmbH für das Jahr 2020 mit den Gewinnen des Jahres 2020 verrechnet werden? Gehen Sie in Ihren Ausführungen auch kurz auf die jeweilige zivilrechtliche Behandlung der Rechtsgebilde ein.
1092
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SS20
Umwandlungssteuer 6
Umwandlungssteuer
7
Die Schneider-GmbH (S-GmbH) mit Sitz und Ort der Geschäftsleitung in Nürnberg (Deutschland), wird in die Schneider-OHG (S-OHG) umgewandelt. An der S-GmbH ist die unbeschränkt einkommensteuerpflichtige natürliche Person A (Anteile im Privatvermögen) und die unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtige B-GmbH seit vielen Jahren zu gleichen Teilen beteiligt. Dieses Beteiligungsverhältnis soll auch für die S-OHG gelten. Der Stand des steuerlichen Einlagekontos beläuft sich auf EUR 0. Da keine Verlustvorträge vorhanden sind, erfolgt die Umwandlung zu Buchwerten. Die S-GmbH weist zum Übertragungsstichtag folgende Bilanz auf: | Position | Buchwert | Gemeiner Wert | Passiva | Betrag | |---------------------------------|--------------|---------------|--------------|----------| | **Aktiva** | | | | | | Fuhrpark (Anlagevermögen) | 50.000 EUR | 150.000 EUR | | | | Umlaufvermögen | 250.000 EUR | 250.000 EUR | | | | **Summe Aktiva** | 300.000 EUR | 400.000 EUR | | | | **Passiva** | | | | | | Stammkapital | | | 100.000 EUR | | | Gewinnrücklage | | | 100.000 EUR | | | Verbindlichkeit | | | 100.000 EUR | | | **Summe Passiva** | | | 300.000 EUR | | Wie erfolgt die Besteuerung der in der Bilanz ausgewiesenen Gewinnrücklagen im Rahmen der Umwandlung? Erläutern Sie kurz den steuersystematischen Hintergrund dieser steuerlichen Behandlung der Gewinnrücklagen
1093
UnternehmenSt
SS20
Gewerbesteuer 3
Gewerbesteuer
19
Die Jansen GmbH (J-GmbH) hat ihren Sitz in Nürnberg (Deutschland). Seit 2006 betreibt die J-GmbH eine Produktionshalle. Diese wird im Jahr 2020 ganzjährig für monatlich EUR 5.000 angemietet. Am 31.12.2020 hat die J-GmbH für EUR 6.000.000 (Einheitswert EUR 2.000.000) eine eigene Produktionshalle erworben, in die sie im Jahr 2021 ihre Produktion umziehen möchte. Die Schuldzinsen für ein aufgenommenes Bankdarlehen zur Finanzierung des Erwerbs der Halle betragen im Jahr 2020 EUR 25.000. Außerdem betrugen die Leasingaufwendungen für die betrieblichen LKWs EUR 175.000. Alle Vorgänge wurden handelsrechtlich korrekt erfasst. Die J-GmbH unterhält seit Jahren eine Betriebsstätte in Brasilien. Für das Wirtschaftsjahr 2020 beträgt der nach den deutschen Gewinnermittlungsvorschriften berechnete Gewinn der Betriebsstätte EUR 50.000. Mit diesem Betriebsstättengewinn ist die J-GmbH in Brasilien beschränkt steuerpflichtig. Die brasilianische Steuer (imposto de renda), zu der die J-GmbH herangezogen wurde, beträgt für das Jahr 2020 EUR 7.500. Zwischen Deutschland und Brasilien besteht kein Abkommen zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung. Dies hat zur Konsequenz, dass der Betriebsstättengewinn in Deutschland bei der Ermittlung des körperschaftsteuerpflichtigen Gewinnes der J-GmbH nicht freigestellt wird, sondern voll körperschaftsteuerpflichtig ist. Ferner sind ausländische Steuern vom Einkommen (wie z.B. die brasilianische imposto de renda) laut eines auch im vorliegenden Sachverhalt zu befolgenden Urteils des Bundesfinanzhofes (Urteil vom 16.05.1990 - I R 80/87, BStBl. 1990 II, S. 920) in Deutschland bei der Ermittlung der körperschaftsteuerpflichtigen Bemessungsgrundlage genauso zu behandeln, wie deutsche Steuern vom Einkommen. Im handelsrechtlichen Jahresüberschuss ist der Betriebsstättenertrag mit EUR 50.000 und der Steueraufwand von EUR 7.500 bereits enthalten. Die J-GmbH ist an der gewerblich tätigen B-KG mit Sitz in Düsseldorf beteiligt. Die B-KG erzielt im Jahr 2020 einen Gewinn, von dem EUR 30.000 auf die J-GmbH als Mitunternehmerin entfällt. Dieser Anteil am Gewinn der B-KG hat den Jahresüberschuss bereits erhöht. Die J-GmbH hält seit vielen Jahren eine 20%-Beteiligung an der G-GmbH. Diese schüttet in 2020 eine Bruttobardividende an die J-GmbH von EUR 20.000 aus. Nach Einbehalt der Kapitalertragsteuer in Höhe von zutreffend EUR 5.000 wurde an die J-GmbH ein Betrag in Höhe von EUR 15.000 ausgezahlt. Die J-GmbH hat handelsrechtlich die Bruttobardividende gewinnerhöhend als Beteiligungsertrag und die Kapitalertragsteuer gewinnmindernd als Steueraufwand erfasst. Weiterer Steueraufwand wurde im Jahr 2020 handelsrechtlich nicht verbucht. Der so zutreffend ermittelte handelsrechtliche Jahresüberschuss beträgt im Jahr 2020 EUR 221.500. Ermitteln Sie den Gewerbeertrag für das Jahr 2020. Stellen Sie die einzelnen Ermittlungsschritte dar und begründen Sie ihr Vorgehen jeweils anhand der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen.
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USt
SS21
Umsatzsteuer 18
Umsatzsteuer
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Beurteilen Sie die nachfolgenden Sachverhalte in Teil I hinsichtlich ihrer umsatzsteuerlichen Auswirkungen für Gerti Gabler (G) und Heribert Gabler (H) für den Besteuerungszeitraum 2020. Erörtern Sie die steuerlichen Folgen der Sachverhalte in Teil I auf Grundlage des deutschen Umsatzsteuergesetzes. Beantworten Sie Teil II auf Grundlage der Mehrwertsteuersystemrichtlinie.Beschränken Sie sich in Teil II auf die gestellte Aufgabe, beurteilen Sie im Teil II keine Auswirkungen für Gerti oder Heribert. Für die einzelnen Sachverhalte ist, soweir möglich, insbesondere auf Steuerbarkeit, Steuerpflicht, Bemessungsgrundlage, Steuerentstehung, Steuerschuldnerschaft und den Vorsteuerabzug einzugehen. Die Steuer für steuerpflichtige Umsätze ist zu berechnen, wo dies möglich ist. G und H sind keine Kleinunternehmer. Wo es der Sachverhalt erlaubt, ist auch anzugeben, für welchen Voranmeldungszeitraum die Vorgänge zu berücksichtigen sind. Voranmeldungszeitraum ist der Kalendermonat. Auch für steuerfreie Umsätze sind, wenn möglich, die Entgelte anzugeben. Gehen Sie davon aus, dass alle Akteure mögliche Wahlrechte und Optionsmöglichkeiten in Anspruch genommen haben und diese formgerecht erklärt haben, außer es werden dazu explizit Angaben im Sachverhalt gemacht. Soweit aus dem Sachverhalt nichts anderes hervorgeht, sind erforderliche ordnungsgemäße Rechnungen mit allen erforderlichen Angaben für den Vorsteuerabzug, sowie Nachweise, Belege und Aufzeichnungen für etwaige Steuerbefreiungen vorhanden. Alle Unternehmer verwenden, sofern nicht ausdrücklich anderweitig im Sachverhalt angegeben, im innergemeinschaftlichen Waren- und Dienstleistungsverkehr die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-Id.Nr.) ihres Heimatlandes, die Geschäftspartnern auch rechtzeitig mitgeteilt wird. Alle nachfolgend erwähnten Staaten gehören der Europäischen Union an. Gehen Sie davon aus, dass relevante Umsatzschwellen überschritten werden. Die Änderungen des UStG aufgrund des Corona-Steuerhilfegesetzes bzw. des Zweiten Corona-Steuerhilfegesetzes sind nicht zu berücksichtigen. Insbesondere ist der Steuersatz von 19 % und 7 % sowie der reguläre Steuersatz (19%) für Restaurations- und Verpflegungsdienstleistungen anzunehmen Bitte beachten Sie außerdem das Urteil des EuGH vom 27. November 2003, Rs. C-497/01, das der Klausur angehängt ist. Die Clever-Immo GmbH ist Unternehmerin, entsprechende § müssen nicht geprüft werden. Verkäufer auf Flohmärkten sind regelmäßig keine Unternehmer. Teil I Gerti Gabler (G) betreibt einen kleinen Schreibwarenladen in einem Vorort von Nürnberg. Der Schreibwarenladen ist kaum rentabel, nur weil sie das zugehörige Haus (Baujahr 2000) geerbt hat und deshalb keine Miete zahlen muss, macht sie überhaupt einen kleinen Gewinn. Ihr Mann, Heribert Gabler (H), verdient sein Geld seit Jahren mit einem kleinen Taxi-Betrieb. Er hat nur ein Taxi, das er vor drei Jahren neu und ausschließlich für seinen Taxibetrieb angeschafft hat. Neben seinem Taxi-Geschäft ist er regelmäßig damit beschäftigt, seine Einkünfte mit anderen Tätigkeiten aufzubessern. So ist er im Sommer als Teilzeitkraft im Freibad als Bademeister angestellt (auch in 2020 wieder), im Winter gibt er Langlaufkurse in der fränkischen Schweiz. Er hat sich dazu eine Homepage erstellt, über die man die Kurse direkt bei ihm buchen kann und vermietet auch Ausrüstung, die er auf Flohmärkten zusammengesucht und billig gekauft hat. Gerti verdient sich ein Zubrot als Brezenverkäuferin. Dabei trägt sie Riesenbrezen in einem Korb durch die vränkischen Festzelte und verkauft diese an den Tischen der Besucher(so wie man es aus dem Oktoberfest in München kennt). An die Festwirte zahlt sie eine feste Gebühr abhängig von Größe und Attraktivität der Veranstaltung. Schließlich stellen die Wirte Zelt, Biergarnitur und Musik und damit das Umfeld, in dem sie ihre Brezen verkaufen kann. Die Höhe der Gebühr verhandelt Gerti jedes Jahr aufs Neue. Bei größeren Festen stellt sie Aushilfskräfte ein, die sie beim Verkauf unterstützen. Für jede Breze verlangt sie Euro 2,50. Über Steuern hat sie sich noch keine Gedanken gemacht. Sie weiß nur, dass sie für jede Breze selbst 40 Cent plus 3 Cent Umsatzsteuer zahlen muss und im April, Mai und Juni 2020 jeweils 200 Brezen verkauft hat. Am 02. Januar 2020 hatte Heribert einen Unfall mit seinem Privatwagen. Er ist bei Glatteis an einen Baum gerutscht. Beide wollen seit diesem Schock nicht mehr gerne Auto fahren, und auch weil das Geld knapp ist, haben sie sich entschieden, keinen neuen Wagen mehr anzuschaffen. Stattdessen wollen sie nur noch öffentliche Verkehrsmittel nutzen und für Fahrten, bei denen es unerlässlich ist, auf das Taxi-Auto von Heribert zurückgreifen. Für Heribert waren das, neben seiner Tätigkeit als Taxifahrer, fünf Fahrten in die Fränkische Schweiz (zwei im Januar, drei im Februar) für seine Langlaufkurse (28km einfach) und im Juni und Juli je 15 Fahrten zu seiner Tätigkeit im Freibad (14 km einfach). Dass es nicht mehr war, weiß er genau, da er ein Fahrtenbuch führt. Wenn man einen Sachverständigen fragen würde, würde der sagen, dass für die Fahrten in die Fränkische Schweiz jeweils Euro 10, die Fahrten zum Freibad jeweils Euro 5 Kosten angefallen sind. Heribert hätte da nur gelacht, und gesagt, er hätte Euro 70 bzw. Euro 35 verlangt. Da Heribert das Auto nach wie vor fast nur als Taxi nutzt, zieht er bei allen Rechnungen im Zusammenhang mit dem Auto die volle Vorsteuer. Gerti hat der Verzicht auf das Auto keine Probleme gemacht, die Brezen konnte sie sich direkt an die Feste liefern lassen und mit dem Zug fahren. Im August, als sich abzeichnet, dass Heribert und Gerti in nächster Zeit kaum Nebeneinkünfte haben werden, beschließen sie, ihr Leben komplett umzukrempeln. Sie ziehen aus der großen Wohnung über dem Schreibwarenladen aus und begnügen sich fortan mit einem festen Wohnwagen auf einem Dauercampingplatz in Nürnberg. Gerti gibt den Schreibwarenladen zum 31. August 2020 auf. Stattdessen vermietet Gerti ihr Haus ab dem 1. November 2020. Ohne jegliche Kosten kann sie die von Heribert und ihr vorher bewohnte Wohnung in eine von ihr verwaltete Wohngemeinschaft verwandeln. Dabei vermietet sie jedes der sechs Zimmer separat, Küche Bad und Wohnzimmer werden gemeinsam genutzt. In zwei Zimmern hat sie Austauschstudierende, die einen Vertrag mit einer Laufzeit von einem Jahr haben, in den restlichen vier Zimmern hat sie verschiedene Sprachschüler, die jeweils 1-2 Monate bleiben und auch gelegentlich Touristen, die nur wenige Tage ein Zimmer mieten. Das Erdgeschoss renoviert sie für Euro 4.000 zzgl. Euro 760 Umsatzsteuer und vermietet es an die Clever-Immo GmbH, die die Räumlichkeit „maximaleffizient“ weiter untervermieten will. Die Räume werden dann unter der Woche nachmittags von einem Nachhilfeunternehmen und abends von einer Fahrschule für den Theorie-Unterricht angemietet, und am Wochenende hält ein erfolgreicher Live-Coach dort Seminare für kleine Gruppen betuchter Nürnberger. Sie fragt sich, ob sie die Vorsteuer ziehen kann. Auf die Idee hat sie der Vorstand der Clever-Immo GmbH gebracht, der gesagt hat, dass er mit Umsatzsteuer vermieten werde, um die Vorsteuer geltend machen zu können. Gleichzeitig gibt Heribert sein Taxigewerbe auf. Er verkauft sein Auto an einen jungen Mann, der Heribert erklärt hat, dass er das Auto im Grunde auch als Taxi nutzen werde, aber die Lizenz nicht brauche, weil er seine Fahrten über eine allgemein bekannte Online-Plattform organisiere. Heribert war zwar erst skeptisch, weil er die Online-Konkurrenz gar nicht leiden (?) kann. Aber es gab wenig Nachfrage nach seinem Auto und als ihm der Käufer erklärt hat, dass er seine Tätigkeit ganz legal und unabhängig ausübt, ein Gewerbe angemeldet hat und die Plattform die Fahrten nur vermittelt, war Heribert doch bereit, zu verkaufen. Seine Taxi-Lizenz gibt Heribert zurück. Der Käufer beginnt sofort nach Übergabe des Wagens vor Heriberts Garage damit, über die Vermittlungsplattform als Fahrer zu arbeiten.
1095
USt
SS21
Umsatzsteuer 19
Umsatzsteuer
10
Beurteilen Sie die nachfolgenden Sachverhalte in Teil I hinsichtlich ihrer umsatzsteuerlichen Auswirkungen für Gerti Gabler (G) und Heribert Gabler (H) für den Besteuerungszeitraum 2020. Erörtern Sie die steuerlichen Folgen der Sachverhalte in Teil I auf Grundlage des deutschen Umsatzsteuergesetzes. Beantworten Sie Teil II auf Grundlage der Mehrwertsteuersystemrichtlinie.Beschränken Sie sich in Teil II auf die gestellte Aufgabe, beurteilen Sie im Teil II keine Auswirkungen für Gerti oder Heribert. Für die einzelnen Sachverhalte ist, soweir möglich, insbesondere auf Steuerbarkeit, Steuerpflicht, Bemessungsgrundlage, Steuerentstehung, Steuerschuldnerschaft und den Vorsteuerabzug einzugehen. Die Steuer für steuerpflichtige Umsätze ist zu berechnen, wo dies möglich ist. G und H sind keine Kleinunternehmer. Wo es der Sachverhalt erlaubt, ist auch anzugeben, für welchen Voranmeldungszeitraum die Vorgänge zu berücksichtigen sind. Voranmeldungszeitraum ist der Kalendermonat. Auch für steuerfreie Umsätze sind, wenn möglich, die Entgelte anzugeben. Gehen Sie davon aus, dass alle Akteure mögliche Wahlrechte und Optionsmöglichkeiten in Anspruch genommen haben und diese formgerecht erklärt haben, außer es werden dazu explizit Angaben im Sachverhalt gemacht. Soweit aus dem Sachverhalt nichts anderes hervorgeht, sind erforderliche ordnungsgemäße Rechnungen mit allen erforderlichen Angaben für den Vorsteuerabzug, sowie Nachweise, Belege und Aufzeichnungen für etwaige Steuerbefreiungen vorhanden. Alle Unternehmer verwenden, sofern nicht ausdrücklich anderweitig im Sachverhalt angegeben, im innergemeinschaftlichen Waren- und Dienstleistungsverkehr die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-Id.Nr.) ihres Heimatlandes, die Geschäftspartnern auch rechtzeitig mitgeteilt wird. Alle nachfolgend erwähnten Staaten gehören der Europäischen Union an. Gehen Sie davon aus, dass relevante Umsatzschwellen überschritten werden. Die Änderungen des UStG aufgrund des Corona-Steuerhilfegesetzes bzw. des Zweiten Corona-Steuerhilfegesetzes sind nicht zu berücksichtigen. Insbesondere ist der Steuersatz von 19 % und 7 % sowie der reguläre Steuersatz (19%) für Restaurations- und Verpflegungsdienstleistungen anzunehmen Bitte beachten Sie außerdem das Urteil des EuGH vom 27. November 2003, Rs. C-497/01, das der Klausur angehängt ist. Die Clever-Immo GmbH ist Unternehmerin, entsprechende § müssen nicht geprüft werden. Verkäufer auf Flohmärkten sind regelmäßig keine Unternehmer. Bestimmen Sie die Steuerbarkeit und den Leistungsort/Ort der Steuerbarkeit folgender Umsätze auf Grundlage der MwStSystRL Die Spiritcoaching AG (S) verspricht ihren gutgläubigen Kunden Lösungen, damit sie Glück und Erfolg im Leben finden. Inzwischen ist aus einer kleinen Gruppe von Anhängern ein riesiges, multinationales Unternehmen geworden. Von ihrem Sitz in den Niederlanden aus vertreibt die S die verschiedensten Produkte und Leistungen nach ganz Europa. Heribert hat zufällig über einen Mieter seiner Frau einen Vertreter der Spiritcoaching AG kennengelernt und ist seitdem überzeugter Kunde: Er hat in 2020 an einem teuren Einstiegskurs, einem noch teureren „1on1 digital lifecoaching“ und letztendlich sogar an einer sündhaft teuren Präsenzveranstaltung in Köln teilgenommen. Bei dem Einstiegskurs handelt es sich um einen digitalen Online-Kurs, bestehend aus aufgezeichneten Lehrvideos und automatisierten, interaktiven Klick-Elementen. Beim „1on1 digital lifecoaching“ handelt es sich um eine ganz persönliche Videokonferenz, in der einer der Gurus vom Sitz in den Niederlanden aus ein persönliches Coaching durchführt. Bei der Präsenzveranstaltung handelt es sich um ein Seminar in einer großen Kölner Hotelhalle, in der die besten Coaches persönlich anreisen und ihre Erkenntnisse teilen.
1096
UnternehmenSt
SS18
Körperschaftsteuer 26
Körperschaftsteuer
3
Die Helikopter GmbH hat ihren Sitz in Köln, Deutschland, die Geschäftsleitung befindet sich in Hamburg, Deutschland. Im Jahr 2017 erzielt die Helikopter GmbH einen vorläufigen steuerlichen Gewinn nach § 8 Abs. 1 KStG, §§ 4, 5 EStG in Höhe von EUR 950.000. Die Helikopter GmbH hält seit 2015 zwei Beteiligungen: an der Ruder GmbH hält sie 4 % der Anteile, an der Triebwerk GmbH ist sie mit 70 % beteiligt. Im Zusammenhang mit diesen Beteiligungen sind die folgenden Geschäftsvorfälle noch nicht im angegebenen steuerlichen Ergebnis des Jahres 2017 berücksichtigt: • Die Ruder GmbH schüttet am 28.04.2017 eine Bruttobardividende in Höhe von EUR 14.800 an die Helikopter GmbH aus. • Die Triebwerk AG schüttet bereits am 04.01.2017 eine Bruttobardividende in Höhe von EUR 9.200 aus. Im Zusammenhang damit sind der Helikopter GmbH Beteiligungsaufwendungen in Höhe von EUR 3.200 entstanden. • Am 27.11.2017 veräußert die Helikopter GmbH ihre gesamten Anteile an der Triebwerk AG und erzielt dadurch einen Gewinn in Höhe von EUR 26.000. Prüfen Sie die Körperschaftsteuerpflicht der Helikopter GmbH. Welche Art von Einkünften erzielt sie? Hinweis: Auf die §§ 43 ff. EStG muss nicht eingegangen werden. Das Wirtschaftsjahr der Helikopter GmbH entspricht dem Kalenderjahr.
1097
UnternehmenSt
SS18
Körperschaftsteuer 27
Körperschaftsteuer
8
Die Helikopter GmbH hat ihren Sitz in Köln, Deutschland, die Geschäftsleitung befindet sich in Hamburg, Deutschland. Im Jahr 2017 erzielt die Helikopter GmbH einen vorläufigen steuerlichen Gewinn nach § 8 Abs. 1 KStG, §§ 4, 5 EStG in Höhe von EUR 950.000. Die Helikopter GmbH hält seit 2015 zwei Beteiligungen: an der Ruder GmbH hält sie 4 % der Anteile, an der Triebwerk GmbH ist sie mit 70 % beteiligt. Im Zusammenhang mit diesen Beteiligungen sind die folgenden Geschäftsvorfälle noch nicht im angegebenen steuerlichen Ergebnis des Jahres 2017 berücksichtigt: • Die Ruder GmbH schüttet am 28.04.2017 eine Bruttobardividende in Höhe von EUR 14.800 an die Helikopter GmbH aus. • Die Triebwerk AG schüttet bereits am 04.01.2017 eine Bruttobardividende in Höhe von EUR 9.200 aus. Im Zusammenhang damit sind der Helikopter GmbH Beteiligungsaufwendungen in Höhe von EUR 3.200 entstanden. • Am 27.11.2017 veräußert die Helikopter GmbH ihre gesamten Anteile an der Triebwerk AG und erzielt dadurch einen Gewinn in Höhe von EUR 26.000. Wie hoch ist die zu zahlende Körperschaftsteuer der Helikopter GmbH im Veranlagungszeitraum 2017? Hinweis: Auf die §§ 43 ff. EStG muss nicht eingegangen werden. Das Wirtschaftsjahr der Helikopter GmbH entspricht dem Kalenderjahr.
1098
UnternehmenSt
SS18
Körperschaftsteuer 28
Körperschaftsteuer
17
Die in Deutschland unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtige Propeller GmbH wurde 2014 gegründet und hat insgesamt drei Anteilseigner: Anton ist zu 65 % beteiligt, Ben zu 20 % und Caspar zu 15 %. Alle Anteilseigner sind in Deutschland gemäß § 1 Abs. 1 EStG unbeschränkt einkommensteuerpflichtig. Anton ist von Beginn an Geschäftsführer der Propeller GmbH. Auf der Basis eines expliziten Geschäftsführungsvertrages zwischen der Propeller GmbH und Anton, der vor Beginn seiner Tätigkeit geschlossen wurde, erhält Anton pro Jahr ein Gehalt in Höhe von EUR 400.000. Die Propeller GmbH überlegt jedoch, einen externen Geschäftsführer einzustellen, der Antons Aufgaben übernimmt. In diesem Fall wäre die Propeller GmbH jedoch lediglich bereit, einen fremdüblichen Arbeitslohn in Höhe von EUR 250.000 zu zahlen. Welche steuerlichen Konsequenzen ergeben sich aus der Zahlung an Anton auf Ebene der Propeller GmbH sowie auf Ebene des Anton? Bestimmen Sie dazu jeweils die Auswirkungen auf die steuerliche Bemessungsgrundlage. Hinweis: Anträge wurden nicht gestellt. Auf die §§ 43 ff. EStG muss nicht eingegangen werden.
1099
UnternehmenSt
SS18
Körperschaftsteuer 29
Körperschaftsteuer
8
Nach langjähriger gewinnbringender Tätigkeit wurde bei der Berg&Thal GmbH im Jahr 2016 nach Berücksichtigung des maximalen Verlustrücktrags in das Vorjahr 2015 ein Verlust in Höhe von EUR 480.000 festgestellt. Im Jahr 2017 macht die Berg&Thal GmbH wiederum einen Verlust in Höhe von EUR 1.360.000. Welche Möglichkeiten zur Verlustnutzung hat die Berg&Thal GmbH, wenn sie in 2018 voraussichtlich einen Gewinn in Höhe von EUR 1.500.000 erzielt? Hinweis: Der Gewinn nach § 8 I KStG, §§ 4, 5 EStG entspricht dem Gesamtbetrag der Einkünfte nach § 2 Abs. 3 EStG. Das Wirtschaftsjahr der Berg&Thal GmbH entspricht dem Kalenerjahr.
1100
UnternehmenSt
SS18
Gewerbesteuer 4
Gewerbesteuer
12
Die Einzelunternehmerin Frieda Fliege produziert und vertreibt Holzpellets. Im Jahr 2017 erzielt sie damit einen steuerlichen Gewinn nach § 4 Abs. 1 EStG in Höhe von EUR 428.000. Im Rahmen ihres Unternehmens muss Frieda Fliege Miete für eine Lagerhalle in Höhe von EUR 6.000 pro Monat sowie für die Produktionshalle in Höhe von EUR 8.000 pro Monat entrichten. Für die Reinigung dieser Produktionshalle least sie einen Putzroboter für EUR 200 pro Monat. Zudem least Frieda Fliege für die Instandhaltung der Außenanlagen einen Rasentraktor für EUR 800 pro Monat. Frieda Fliege plant den Kauf eines zusätzlichen Grundstücks und hat daher bereits 2016 bei der Piloten-Bank ein Darlehen aufgenommen, für das sie in 2017 Zinsen p.a. in Höhe von EUR 15.000 entrichten muss. Im Jahr 2017 spendet Frieda Fliege aus dem Betriebsvermögen einen Betrag in Höhe von EUR 42.000 für steuerbegünstige Zwecke im Sinne der §§ 52 - 54 AO; dieser Betrag entspricht dem Höchstbetrag nach § 9 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b) KStG. Ermitteln Sie den Gewerbeertrag für das Jahr 2017.
End of preview.

SteuerEx Benchmark Dataset

Overview

The SteuerEx Benchmark is an evaluation framework for assessing language model performance on German tax law questions. This benchmark uses a rigorous bootstrap-based evaluation methodology to ensure reliable and reproducible results. This benchmark is based on the SteuerLLM paper (SteuerLLM: Local specialized large language model for German tax law analysis).

Official Server: https://steuerllm.i5.ai.fau.de/benchmark SteuerLLM Demo: https://steuerllm.i5.ai.fau.de

Dataset

The benchmark consists of 115 questions covering various aspects of German tax law. All questions are evaluated using the same bootstrap methodology used in the original paper.

Question Categories (click to expand)
Category Exam Name Subtopic (German) Subtopic (English) Questions [n] Max. Points
Corporate tax (Unternehmensbesteuerung) UnternehmenSt SS18 Gewerbesteuer Trade tax 1 12.0
Corporate tax (Unternehmensbesteuerung) UnternehmenSt SS18 Körperschaftsteuer Corporate income tax 4 36.0
Corporate tax (Unternehmensbesteuerung) UnternehmenSt SS18 Umwandlungssteuer Reorganization tax 2 6.0
Corporate tax (Unternehmensbesteuerung) UnternehmenSt SS19 Gewerbesteuer Trade tax 1 13.0
Corporate tax (Unternehmensbesteuerung) UnternehmenSt SS19 Körperschaftsteuer Corporate income tax 6 34.0
Corporate tax (Unternehmensbesteuerung) UnternehmenSt SS19 Umwandlungssteuer Reorganization tax 1 6.0
Corporate tax (Unternehmensbesteuerung) UnternehmenSt SS20 Gewerbesteuer Trade tax 1 19.0
Corporate tax (Unternehmensbesteuerung) UnternehmenSt SS20 Körperschaftsteuer Corporate income tax 5 30.0
Corporate tax (Unternehmensbesteuerung) UnternehmenSt SS20 Umwandlungssteuer Reorganization tax 1 7.0
Corporate tax (Unternehmensbesteuerung) UnternehmenSt SS22 Gewerbesteuer Trade tax 1 10.5
Corporate tax (Unternehmensbesteuerung) UnternehmenSt SS22 Körperschaftsteuer Corporate income tax 10 36.0
Corporate tax (Unternehmensbesteuerung) UnternehmenSt SS22 Umwandlungssteuer Reorganization tax 3 6.0
Corporate tax (Unternehmensbesteuerung) UnternehmenSt SS23 Körperschaftsteuer Corporate income tax 4 20.0
Corporate tax (Unternehmensbesteuerung) UnternehmenSt SS23 Körperschaft- & Gewerbesteuer Corporate & trade tax 3 24.0
Corporate tax (Unternehmensbesteuerung) UnternehmenSt SS23 Umwandlungssteuer Reorganization tax 1 2.0
Fundamentals of tax law (Grundlagen des Steuerrechts) GrldStR WS23/24 International tax law International tax law 1 7.0
Fundamentals of tax law (Grundlagen des Steuerrechts) GrldStR WS23/24 Umsatzsteuer Value-added tax 4 20.0
@article{steuerllm,
  author = {Wind, Sebastian and Sopa, Jeta and Schmid, Laurin and Jackl, Quirin and Kiefer, Sebastian and Wu, Fei and Mayr, Martin and Köstler, Harald and Wellein, Gerhard and Maier, Andreas and Tayebi Arasteh, Soroosh},
  title = {SteuerLLM: Local specialized large language model for German tax law analysis},
  year = {2026},
  journal = {arXiv preprint arXiv:2602.11081},
  url = {https://arxiv.org/abs/2602.11081}
}

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Models trained or fine-tuned on windprak/SteuerEx

Paper for windprak/SteuerEx