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q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn: Reclams Science-fiction-Führer. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6, S. 20–24.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
Mann | ISBN: 978-3-492-95825-7
Wer nach Norwegen reist, will nichts weniger als action and nightlife. Der Urlauber sucht Ruhe, ein Eckchen heile Welt und vor allem unberührte Natur. Kaum einer kommt wegen der Küche, der Museen oder der Festivals, nur wenige kommen wegen der Norweger. »Ich war zehn Tage in Norwegen wandern und habe die ganze Zeit keine Menschenseele getroffen !« schildert in aller Regel einen gelungenen Urlaub, während es schwer vorstellbar ist, dass der Satz »Ich war zehn Tage in der Toskana wandern und habe keine Menschenseele getroffen!« etwas anderes [...]
Wer nach Norwegen reist, will nichts weniger als action and nightlife. Der Urlauber sucht Ruhe, ein Eckchen heile Welt und vor allem unberührte Natur. Kaum einer kommt wegen der Küche, der Museen oder der Festivals, nur wenige kommen wegen der Norweger. »Ich war zehn Tage in Norwegen wandern und habe die ganze Zeit keine Menschenseele getroffen !« schildert in aller Regel einen gelungenen Urlaub, während es schwer vorstellbar ist, dass der Satz »Ich war zehn Tage in der Toskana wandern und habe keine Menschenseele getroffen!« etwas anderes einleiten kann als die Beschreibung einer ziemlichen Enttäuschung. Das Ideal des unberührten, menschenleeren Freilichtmuseums geht so weit, dass das Eindringen » echter« Norweger, Einheimischer also, die weder Fremdenführer noch Hüttenvermieter sind, als unangenehm, ja bedrohlich empfunden wird. Sie führen sich auf, als gehöre ihnen das alles, und machen das wahre Norwegen kaputt, das man selbst in Erbpacht genommen hat. Im Reiseteil einer deutschen Kleinstadtzeitung kam ein zornbebender Journalist zu Wort, der Norwegen aus tiefstem und reinstem Herzen liebt und es nicht fassen kann, mit welcher Niedertracht sein Refugium von Leuten zerstört wird, die dort wirklich nichts verloren haben: »Alles hatte den Charme von gestern, vorgestern, dem vorigen Jahrhundert. Eine Ansammlung von verwitterten Blockhütten, ein einziges Berggasthaus hat überlebt, wo drei Hotels aufgegeben haben: eine lauschige Idylle im fernen Norwegen, wo man nichts tun kann außer Skilanglauf, den aber ausgiebig. Skilangläufer gehen abends nicht auf die Walz, sie sind froh, früh im Bett zu sein, um am nächsten Morgen wieder fit in die Loipe zu gehen. Das war zwanzig Jahre so. Und es war gut so. Dieses Jahr aber hat die Zivilisation ausgeholt, das norwegische Idyll zu vereinnahmen: Ein neu gebautes Blockhäuschen am andern dokumentiert den Drang neureicher Norweger aus der Hauptstadt Oslo, ihren neuen Reichtum nicht allein mit ihrer eigenen Ölbohrinsel in der Nordsee und ihrer riesigen Jacht im Hafen öffentlich zur Schau zu stellen. Sie wollen in ihrem Bekanntenkreis noch eins draufsetzen mit ihrem Ferienhäuschen dort im Gebirge, wo zwanzig Jahre die wenigen Ortsansässigen und ein paar Touristen unter sich waren … So erfährt man als Tourist zum ersten Mal das Gefühl, das den einstigen Helden der Jugendzeit, James Fenimore Coopers unvergessenen Lederstrumpf, beseelt haben muss, als ihn im fernen Westen der USA die beginnende Zivilisation zu umzüngeln begann: Man sieht ihrem Vordringen fassungslos zu und versteht die Welt nicht mehr.«
Die Welt kann ich ihm nicht erklären. Aber ich erzähle gern etwas über ein Land, das eine Vergangenheit, eine Gegenwart und eine Zukunft hat. Dieses Land ist weder »idyllisch« noch »lauschig«. Von Mitternachtssonne und ekstatischem Naturerleben wird ebenso wenig die Rede sein wie – beispielsweise – von dem Triumvirat Ibsen, Munch und Grieg, das bis heute die Fahne der norwegischen Kultur hochhalten muss, als habe es nach ihnen nichts Lohnendes mehr gegeben. Die Wahrheit, meinte Ingeborg Bachmann, sei dem Menschen zumutbar. Dem Norwegenreisenden auch.
Humor ist nicht das Erste, woran man bei Norwegern denkt, aber das ist ungerechtfertigt. Früher lachten sie über Schwedenwitze: »Wie luchst man einem Schweden auf dem Flug nach London einen Fensterplatz ab? Man sagt ihm, dass nur die Gangplätze bis London gehen.« Die Schweden revanchierten sich mit Norwegerwitzen wie der Lautsprecherdurchsage auf dem Stockholmer Flughafen Arlanda: »Reisende nach Oslo, bitte stellen Sie Ihre Uhren um fünfzig Jahre zurück.« Dergleichen kommt einem bekannt vor, diese Albernheiten kursierten in Deutschland über Ostfriesen und zuvor jahrzehntelang in den USA über polnische Einwanderer. In Norwegen werden Schwedenwitze nur noch von Schulkindern erzählt. Dieser oder jener Erwachsene mag darüber noch lächeln, ansonsten aber zeichnen die Norweger sich durch Ironie, Selbstironie und feinen Humor aus. Nehmen Sie die norwegische Botschaft in Berlin. Sie verleiht alljährlich einen »Goldenen Lachs« an Menschen, »die dazu beigetragen haben, Norwegen bekannt zu machen und Sympathien zu schaffen«. Im Jahr 2002 war die Preisträgerin Sandra Maischberger, Anlass war ihr Fernsehinterview mit Kronprinz Haakon und seiner Frau Mette-Marit. Über dieses Interview wurde nicht nur in Deutschland und Norwegen, sondern in vielen Ländern ausgiebig berichtet, weil Mette-Marit während der Aufnahmen so heftig von der Sonne und einem fehlerhaften Scheinwerfer bestrahlt worden war, dass sie Gesichtsverbrennungen davontrug. Der damalige Botschafter betonte, selbstverständlich erhalte Maischberger den Preis nicht für diese »Leistung«. Aber das Missgeschick habe nichtsdestotrotz große Medienaufmerksamkeit bekommen und so für Norwegen geworben. Die Zeitungsberichte darüber entsprächen einem Wert von mehreren Millionen Kronen, eine PR-Arbeit, die der Botschaft angesichts ihres notorisch klammen Werbeetats sehr gelegen gekommen sei. Die Regierung in Oslo war konsterniert, die Herrschaften im Schloss ebenso. Ehrlich gesagt: die ganz besonders. Man war not amused. Dabei war bei der Preisverleihung ein besonders schönes und passendes Lied gespielt worden, das obendrein von der norwegischen Stargruppe a-ha stammte: The sun always shines on TV. Aber auch das konnte es nicht rausreißen. Gerüchten zufolge wurde der Botschafter nicht nur aus Berlin abgezogen, sondern sogar gedrängt, den diplomatischen Dienst zu verlassen. Beides wurde von offiziellen Stellen entschieden dementiert. Mir fällt gerade zweierlei auf: Zum einen ist das vielleicht doch kein so gutes Beispiel für den Humor der Norweger. Und wenn ich so weitermache, bekomme ich den Preis nie.
Der Osloer Flughafen Gardermoen ist sehr schön. Er ist aus einheimischen Materialien wie Granit, Schiefer und Holz erbaut – Materialien also, die man eher in Einfamilienhäusern der gehobenen Preisklasse erwarten würde. Die Konstruktion vermittelt ein Gefühl von Geräumigkeit, Leichtigkeit, rätselhafterweise aber auch von Verankerung. Man verbinde mit dem Bauwerk »Ruhe«, »Klarheit«, »Übersichtlichkeit« sowie eine »besondere Lichtfülle«, schreibt die norwegische Architekturhistorikerin Ingerid Helsing Almaas. Sie findet die Wortwahl »bezeichnend. Sie beschreibt nicht nur die räumlichen Ideale der Gebäude, sie zeichnet auch ein Bild des idealisierten norwegischen Bürgers: gut organisiert, offen, einfach, dabei voller Vertrauen in die Authentizität lokaler Erfahrungen, vom nördlichen Licht erhellt, von Holz und Stein gestärkt. Mit seiner geschwungenen Laminatholzdecke begrüßt das Terminalgebäude die Welt wie ein betuchter und großzügiger Gastgeber – wohlmeinend, elegant, nach der letzten Mode gekleidet, das Beste, was das kleine Land zu bieten hat.« Die Zeiten, als ein schwedischer SAS-Präsident Oslos Flugplatz – den Gardermoen-Vorgänger Fornebu – als »Cafeteria mit Landebahn« verspotten konnte, sind lange vorbei. Vom nördlichen Licht erhellt. Und zwar vom ersten Moment an, denn man verlässt das Flugzeug durch einen Glastunnel und findet sich nicht in einem neonbeleuchteten, ortlosen Airport-Land wieder, sondern an einem Ort, der noch nicht Oslo ist, aber bereits dessen Licht und Wetter hat. Wer aufmerksam ist, kann ab jetzt, also vom ersten Moment an, einiges über Norwegen lernen: 1. Der Weg zum Koffer führt fast bis zum Gepäckband an einer Glaswand entlang, auf einem Steg, hoch über den Abflug-Gates und den dort wartenden Abreisenden. Auf der einen Seite sieht man sie, auf der anderen Seite geht der Blick auf einen Wald jenseits des Rollfelds, der während der Bauarbeiten mit großem Aufwand bewahrt wurde. Während man so vor sich hingeht, kann man über das Reisen, über Ankommen und Abfahren nachdenken und die Aussicht genießen. Glücklich ist, wer sein Handgepäck nicht tragen muss, denn in der Zeit, die man zum Ausgang unterwegs ist, absolviert man in anderen europäischen Ländern einen Sonntagsspaziergang. Wir lernen: In Norwegen wandert man in der Höhe, denkt nach und guckt auf Natur. Natürlich gibt es ein paar Meter Rollband. Die dienen aber nur dem Nachweis, dass man dergleichen in Norwegen kennt. Man ist nicht rückständig. Man läuft einfach gern. 2. In der Ankunftshalle kommt man an mehreren Kiosken vorbei. Hier könnte man lernen, dass Norwegen sehr viele Tageszeitungen hat. Das aber geht unter, weil man nur die Zeitungen mit extrem überschaubaren Titelseiten sieht, deren Schrift und Bild etwa dreimal so groß sind wie bei der deutschen Bildzeitung. Auf die erste Seite passen kaum mehr als eine Vier-Wort-Überschrift und ein großes Foto. So entsteht der (falsche) Eindruck: Hier leben extrem kurzsichtige Menschen. 3. Spätestens wenn man für die zwanzigminütige Zugfahrt in die Stadt die geforderten 170 Kronen (22 Euro) bezahlt hat, fällt einem wieder ein, dass Oslo eine der teuersten Städte der Welt ist. Ab sofort sollte man jedes Umrechnen in eine vertrautere Währung unterlassen. Das macht schlechte Laune und ändert nichts. 4. Zwanzig Minuten vor Oslo fährt der Zug an Feldern und Bauernhöfen vorbei. Zehn Minuten vor Oslo immer noch. Von Industriegebieten oder Suburbia keine Spur. Man fragt sich, ob die norwegische Hauptstadt sehr klein ist oder vielleicht ganz woanders liegt. Die Wahrheit ist: Die Ackerflächen, Weiden und Pferdekoppeln, die man vor dem Fenster sieht, sind Oslo. Dann taucht der Zug in einen Tunnel. Kein besonderer Tunnel, eben lang genug, um anzudeuten, dass sich die Norweger auf Tunnelbau verstehen. Der dezente Hinweis lautet: Wir haben sehr viele Tunnels. Wer eine Tunnelphobie hat, hat jetzt noch Zeit zum Umkehren. 5. Man geht, man sitzt, man schaut sich um. Irgendwann wird einem bewusst, dass viele junge Norwegerinnen tatsächlich sehr blond und sehr schön sind. Die jungen Männer sind auch blond und schön – aber die Frauen fallen eben mehr auf. Wie überall.
Oslo, im Juni 2011. Der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg, der Schriftsteller Jo Nesbø sowie ein weiterer Freund radeln durch die Stadt. Ihnen folgen, ebenfalls auf Rädern, zwei Leibwächter. Das Grüppchen hält an einer roten Ampel, neben ihnen wartet außerdem ein Auto auf grünes Licht. Durch das offene Fenster ruft dessen Fahrer dem Ministerpräsidenten zu: »Jens! Hier ist ein kleiner Junge, der es cool fände, dir mal Guten Tag zu sagen!« Stoltenberg lächelt, schüttelt dem kleinen Jungen auf dem Rücksitz die Hand und sagt: »Guten Tag, ich heiße Jens.« Jo Nesbø hat diese kleine Begebenheit in der New York Times erzählt: »Der Ministerpräsident trägt einen Fahrradhelm, der Junge einen Sicherheitsgurt; sie haben an einer roten Ampel angehalten. Die Leibwächter stehen dahinter, in diskretem Abstand. Lächelnd. Ein Bild von Sicherheit und gegenseitigem Vertrauen. Ein Bild der normalen, idyllischen Gesellschaft, die wir alle für selbstverständlich hielten. Wie sollte da etwas schiefgehen? Wir trugen Fahrradhelme und Sicherheitsgurte, wir beachteten die Verkehrsregeln.« Wenig später ging wirklich etwas furchtbar schief. Am 22. Juli 2011, um 15 Uhr 25, explodierte vor dem Bürogebäude des Ministerpräsidenten eine Autobombe. Teile des Regierungsgeländes in der Osloer Innenstadt wurden verwüstet, acht Menschen starben. Auf die Täter und deren Motive gab es keinerlei Hinweise. Wenig später sprach Ministerpräsident Stoltenberg im Fernsehen von dem »größten Verbrechen, das Norwegen seit dem Zweiten Weltkrieg« getroffen habe. Man wisse nicht, wer dafür verantwortlich sei, es sei aber »in einer solchen Stunde wichtig, für das einzustehen, woran wir glauben. Sie werden uns nicht zerstören. Wenn es darauf ankommt, wird die norwegische Demokratie stärker.« Auch Oslos Bürgermeister Fabian Stang blieb ruhig: » Wir werden das schaffen, wir werden zusammenhalten. Wir dürfen nicht destruktiv sein, wir dürfen nicht zulassen, dass die Angst gewinnt.« In die ersten chaotischen Berichte platzte die Nachricht, dass es im Sommerlager der Sozialdemokratischen Jugend auf der Insel Utøya eine Schießerei gegeben habe. Man sprach von fünf, möglicherweise sogar zehn Toten. Tatsächlich waren zu diesem Zeitpunkt bereits 69 Menschen geradezu hingerichtet worden, zahllose waren verletzt. Als die ersten Polizisten auf die Insel kamen, war seit dem ersten Hilferuf mehr als eine Stunde vergangen. Der Täter ließ sich bereitwillig festnehmen. Er bekannte sich sofort zu den Morden und dem Bombenanschlag, er habe alles jahrelang vorbereitet. Die Taten, sagte er, seien »grausam, aber notwendig« gewesen. Er habe sie auf sich nehmen müssen, um Norwegen vor »Kulturmarxismus und Islamisierung« zu bewahren. Regierungschef Jens Stoltenberg beharrte weiter darauf, dass man auf diese ungeheure Tragödie mit mehr Demokratie und mehr Freiheit reagieren müsse. Und erwies sich als großer Staatsmann, indem er zunächst ostentativ nichts tat – jedenfalls nichts, was auch nur im Entferntesten als politische Tat zu werten gewesen wäre. In den Tagen nach den Anschlägen war er quasi rund um die Uhr im Fernsehen präsent. Was er ( sichtbar ) tat, war vor allem das: Er umarmte die Überlebenden der Anschläge und die Angehörigen der Ermordeten, weinte mit ihnen, sprach mit ihnen. Er fand für alle die richtigen Worte, und er mahnte immer wieder: »Halten wir inne, nehmen wir uns Zeit, zu trauern.« Seine Reaktion war das Gegenteil von dem, was spätestens seit dem 11. September 2001 die Regel ist: Führungskraft demonstrieren und etwas tun. Vor allem das: Etwas tun. Es war eine Sensation, die weltweit Aufsehen erregte und verwirrte: In einer der größten Krisen seines Landes nahm ein Regierungschef sich das Recht, innezuhalten. Nichts zu tun. Zum Nichtstun aufzufordern. Eine weitere Sensation war, dass 96 Prozent der Norweger das nicht als Führungsschwäche interpretierten, sondern als eine besonnene Art der Krisenbewältigung, die sie befürworteten. Sie wussten, dass Stoltenberg Betroffenheit und Trauer nicht vorspiegelte. Er hatte Mitarbeiter verloren, und er kannte die Familien einiger ermordeter Kinder und Jugendlicher. Auch die Königsfamilie war unmittelbar betroffen, denn unter den Toten war ein Stiefbruder von Kronprinzessin Mette-Marit. Alle Parteien schlossen sich dem Kurs an, die Geschehnisse (nicht sofort) in Politik umzumünzen. Die Botschaft lautete: Wir stehen zusammen, die Trauer eint uns. Dieses Nicht-Handeln spiegelte die Sprachlosigkeit und Lähmung der ganzen Nation, es beruhigte die Norweger und bestätigte sie in ihrem tiefen Vertrauen in ihren Staat: Wenn wir ihn wirklich brauchen, ist er für uns da. Wir werden von Menschen regiert, die gar nicht so anders sind als wir. Sie sahen ihren König mit hochrotem Kopf weinen und fühlten sich getröstet, denn alle weinten, trauerten, waren vor Entsetzen gelähmt. Wörter wie »Rache«, »Vergeltung« und »Hass« fielen anfangs selten, und wenn, dann in unerwarteten Zusammenhängen: » Unsere Jugendlichen sind nicht dafür gestorben, dass wir mehr hassen«, sagte der Leiter der Sozialdemokratischen Jugend, der viele Freunde verloren hatte. Nur einige Insassen des Gefängnisses, in das der Täter gebracht wurde, äußerten eine explizite Drohung: Sollte man ihn in die Hände bekommen, wisse man, was man mit ihm anfangen werde. Drei andere Wörter – der Name des Mörders – fielen fast nur in den Medien. Wörter wie »Teufel«, »Monster« oder »Killer-Bestie« blieben ausländischen Medien vorbehalten, sie tauchten auch in Äußerungen rechtsradikaler Gesinnungsgenossen außerhalb von Norwegen auf. Sie waren bemüht, sich schnell und radikal von einem zu distanzieren, der sie mit sich zu reißen drohte. Die Norweger hingegen weigerten sich lange, seinen Namen auszusprechen, und boykottierten Zeitungen, die sein Bild auf der Titelseite hatten. Es war die intuitive Reaktion darauf, einem nach Medienaufmerksamkeit gierenden Mann zu verweigern, wonach er sich am meisten sehnte, und auch dem entgegenzusteuern, was bei Grausamkeiten dieser Art immer geschieht: Während der Name des Täters in die Geschichte eingeht, bleiben seine Opfer nur als eine Zahl in Erinnerung. Siv Jensen, Parteichefin der rechtspopulistischen Fortschrittspartei (Frp), beteuerte sofort, es belaste sie unerträglich, dass dieser Mann einmal Mitglied ihrer Partei gewesen sei. Dann beging sie die große Dummheit, ihre Partei als »unschuldiges Opfer« der Morde zu bezeichnen. Der Empörungssturm über die Instinktlosigkeit, sich in eine Reihe mit den Opfern eines Rechtsradikalen zu stellen, zwang sie zu umgehenden und umfänglichen Entschuldigungen. Geholfen hat es wenig, in den Monaten nach den Anschlägen halbierte sich ihre Wählerschaft. Demonstrativ besuchten der Kronprinz, der Außenminister, Oslos Bürgermeister und der Bischof von Oslo eine große Osloer Moschee, der Außenminister zitierte Tröstendes aus dem Koran, der Bischof sagte, das norwegische Volk sei eine vielfältige Gemeinschaft in Trauer. Könighaus, Regierung und Geistliche führten praktisch vor, worauf es ankommt: Wir lassen uns nicht aufhetzen und nicht spalten. Rückblickend kann man vielleicht sagen, dass sie in diesen Tagen anfingen, sich um die Lösung eines weitreichenden und schwierigen gesellschaftlichen Problems zu bemühen, das der Schriftsteller Karl Ove Knausgård später so beschrieb: »Man kann Hass nicht verbieten. Man kann nur dafür sorgen, dass der Abstand zwischen denen, die hassen, und der Gesellschaft, die sie hassen, nicht gefährlich groß wird.« Drei Tage nach den Anschlägen fanden im ganzen Land Gedenkfeiern statt. Es wurde nicht geschrien, es wurden keine aufpeitschenden Reden gehalten. Es herrschte Stille, alle hatten Rosen dabei. Seit 1945 waren nicht mehr so viele Menschen gleichzeitig auf der Straße gewesen, 200 000 sollen es allein in Oslo gewesen sein, in einem entlegenen Weiler an der Westküste waren es acht. Als Stoltenberg seine Rede vor den 200 000 Osloern (und der Nation ) mit den Worten schloss » Unsere Mütter und Väter haben gesagt: ›Nie mehr 9. April!‹ Wir sagen: ›Nie mehr 22. Juli!‹«, verstand ihn jedes Kind. Kein Ereignis in der norwegischen Geschichte hat die Nation so tief und so dauerhaft traumatisiert wie der deutsche Überfall vom 9. April 1940. Was er sagte, war also: Damals standen wir gegen den übermächtigen Feind zusammen, wir sind gestärkt aus den Zeiten des Leids hervorgegangen. So wird es auch diesmal sein. Wir haben eine Zukunft. Implizit an die Besatzungszeit erinnerte auch das (sehr bekannte ) Lied An die Jugend, das der Schriftsteller Nordahl Grieg 1936 gegen den Faschismus verfasst hatte. Es wurde binnen Stunden zur nationalen Hymne. Die zentrale Strophe stellt die Frage, womit man den Feind bekämpfen könne. Stoltenbergs Antwort lautete: »Engagiert euch. Setzt euch ein. Werdet Mitglied in Organisationen. Beteiligt euch an Debatten. Geht wählen.« Und das taten sie. Alle Parteien erlebten einen Zustrom neuer Mitglieder, vor allem von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Eine Überlebende von Utøya sagte, sie werde politisch weiterkämpfen, auch für ihre vielen toten Freunde. Und sie werde beim Prozess vor den Mörder treten. » Ich werde ihm in die Augen sehen und sagen: ›Du wolltest uns zerstören, aber du hast uns stärker gemacht. Du hast verloren.‹«
Einerseits haben die Anschläge das Land verändert. Politiker haben mehr Personenschutz, öffentliche Gebäude sind stärker gesichert, viele Bürger finden die neuen Regelungen zum Schutz ihrer Politiker nicht umfassend genug. Die Polizei muss vermutlich grundlegend reformiert werden, vieles weist darauf hin, dass sich die Einsatzkräfte am 22. Juli gravierende Versäumnisse und Pannen haben zuschulden kommen lassen. Die Stadt Oslo ist für immer gezeichnet, das Regierungsviertel für den Autoverkehr gesperrt. Was mit den beschädigten Regierungsgebäuden geschehen soll, ist ungewiss. Das Gebot absoluter Meinungsfreiheit, das jedem zugesteht, sich völlig unzensiert zu äußern, steht auf dem Prüfstand. Vor allem aber rangen und ringen Justiz und Bevölkerung um den richtigen Umgang mit einem, dessen Taten und dessen Kaltblütigkeit unbegreiflich bleiben. An seinem Vorsatz gibt es keine Zweifel, vielen Norwegern ist allein der Gedanke, dass er, wie psychiatrische Gutachter meinen, schuldunfähig sein soll, unerträglich. Er hat 77 Menschen ermordet, zudem hat er Hunderten von Überlebenden schwere körperliche und seelische Schäden zugefügt. Zahllose Menschen müssen damit weiterleben, dass ein geliebter Mensch nicht mehr da ist. Andererseits zeigen Umfragen, dass die Norweger sich nicht bedroht fühlen und nicht ängstlicher geworden sind. Selbst führende Politiker und die Königsfamilie mischen sich weiterhin (fast) ungeschützt unter das Volk. Die Norweger honorieren, wie ruhig, würdig und umsichtig die Regierenden und ihr König sie durch die ersten Tage und Wochen der Krise führten. Man kann es positiv oder negativ sehen, dass die Gesellschaft im Wesentlichen gleich geblieben ist, sicher ist: Man kämpft darum, eine offene Gesellschaft und ein offenes Land zu bleiben. Der Täter soll nicht den Sieg davontragen, die Sicherheit und das gegenseitige Vertrauen, von denen Jo Nesbø sprach, zerstört zu haben. Niemand könne die Anschläge vom 22. Juli ungeschehen machen, sagte Kronprinz Haakon im Juli 2011, »aber wir können wählen, was sie mit uns machen«.
Jahrzehntelang hatte Norwegen die mit Abstand erfolgreichste und stabilste rechtspopulistische Partei Europas. Es ist die gerade erwähnte Fremskrittspartiet (Frp), Die Fortschrittspartei. Sie gehört zu den unerquicklichen Aspekten des heutigen Norwegen, weswegen ich sie jetzt abhandle, dann habe ich es hinter mir. Die Frp wurde 1973 als »Anders Langes Partei für die deutliche Reduzierung von Steuern, Abgaben und staatlichen Eingriffen« gegründet. Seither wuchs sie stetig und lag bei Umfragen konstant zwischen zwanzig und dreißig Prozent. Sie war im Auf und Ab der Wählerbefragungen immer wieder einmal Norwegens größte Partei. Sobald ein »moslemisches« Thema Schlagzeilen machte, Themen wie der Karikaturenstreit, die Kopftücher moslimischer Schülerinnen oder eine Gewalttat, die von einem moslemischen Einwanderer begangen wurde, konnte die Zahl auf 35 Prozent steigen. Konkret bedeutet das, dass nur 65 Prozent der fünf Millionen Norweger für rechtspopulistische Parolen völlig unempfänglich sind. Daraus muss man wohl den Schluss ziehen, dass es in Norwegen kaum offene, aber ziemlich viele undercover-Nationalisten gibt. Wie alle Politiker populistischer Parteien behaupten auch die der Frp, das »Sprachrohr des Volkes« zu sein. Sie legen sich auf keine politische Seite fest und passen ihre Forderungen der jeweils herrschenden Stimmung an. Man könnte auch sagen: Politisches Rückgrat ist ihnen wesensfremd. Folglich kann der durchschnittliche Frp-Wähler über das Programm seiner Partei selten mehr sagen als: »Das mit den Ausländern und dem Ölgeld geht nicht so weiter.« Denn das wirklich große Thema, noch größer als der Fremdenhass, sind die Ölmilliarden, zu denen der Frp und ihren Wählern immer nur eines einfällt: Das Ölgeld gehört der Bevölkerung, nicht den Politikern. Wir wollen das Geld. Jetzt. Sofort. Für uns. Wir wollen mehr Geld für Krankenhäuser (dem muss man zustimmen, denn vieles am norwegischen Gesundheitssystem ist nicht mies oder krank, sondern todkrank) und Rentner (da staunt man als Deutscher, ist doch die Kaufkraft der Rentner in den letzten zehn Jahren um sage und schreibe vierzig Prozent gestiegen). Wir wollen eine höhere Mindestrente, bessere Straßen, billigeres Benzin (es kostet ein Euro neunzig pro Liter, dabei sitzt man doch buchstäblich an der Quelle), billigere Flugreisen, einen Computer für jeden Schüler. Kurz gesagt, finden die Politiker (und Wähler) der Fortschrittspartei an ihrem Land nur eines nicht schlecht: seine finanzielle Situation. Und was wollen die Frp-Poliker mit dem Ölgeld machen? Nahezu alle Wirtschaftsexperten befürworten Norwegens restriktive Finanzpolitik. Gäbe man die Ölmilliarden im eigenen Land aus, wären Inflation und Preissteigerungen die zwingende Folge. Aber es gibt ja andere schöne Orte auf der Welt. Ein Abgeordneter der Frp brachte sich mit dem Vorschlag ins Gespräch, jedem Norweger eine Kreditkarte mit einem Guthaben von 18 000 Kronen (2400 Euro) zur Verfügung zu stellen, das nur im Ausland ausgegeben werden darf, beispielsweise für – wie er explizit sagte – »Shopping, Sangria und Spanferkel«. Und der ehemalige Parteivorsitzende Carl I. Hagen wäre nicht Europas erfolgreichster Rechtspopulist geworden, wenn nicht auch er ein Gespür für die tiefsten Sehnsüchte und Ängste der Menschen hätte. Er forderte, der norwegische Staat solle für seine Rentner Pflegeheime in Mittelmeerländern bauen. Er hat noch mehr einfache Lösungen für komplexe Probleme parat: Ende August 2011 schlug er vor, spanische Gastarbeiter ins Land zu holen. In Spanien betrage die Arbeitslosigkeit immerhin zwanzig Prozent, hier könne man die Männer gut gebrauchen, damit sie einen Tunnel unter dem Oslofjord bauen. Sie könnten in Zwölfstunden-Schichten für spanische Löhne arbeiten und in Baracken wohnen. Nach ein paar Wochen müsse man sie allerdings wieder nach Hause schicken und neue holen, sonst würden sie mit ihren Löhnen womöglich die Inflation anheizen. Da die Frp grundsätzlich für Ausgeben plädiert, müssen die Parteien des bürgerlichen und linken Spektrums erklären, warum sie dagegen sind. Darin sind sie sich ziemlich einig, da alle mehr oder weniger sozialdemokratisch sind. Deshalb war die Fortschrittspartei lange Zeit nicht nur die größte, sondern auch die einzige Oppositionspartei. Sie ist lediglich innerhalb dieses norwegischen Spektrums rechtspopulistisch und keineswegs so radikal wie beispielsweise die Le-Pen-Rechten in Frankreich. Die Frp-Politiker gelten seit jeher nur als spezielle Spezies Demokraten, durchaus als Schmuddelkinder. Sie sind nicht geächtet, aber die meisten anderen Politiker halten betont Distanz zu ihnen.
© Ulrike Holzinger-Deutsch
Ebba D. Drolshagen, geboren in Büdingen, wuchs bis zu ihrem fünften Lebensjahr in Norwegen auf. Heute lebt sie als Journalistin, Autorin und Übersetzerin in Frankfurt am Main. Neben politischen Sachbüchern veröffentlichte sie bei Piper ihre erfolgreiche »Gebrauchsanweisung für Norwegen« und bei mehr ...
1. Gebrauchsanweisung für Norwegen
Detlef Fischer am 11.05.2013 - 11:20:32
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q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn: Reclams Science-fiction-Führer. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6, S. 20–24.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
Mann | Kategorie: NewsletterFoto: skeddy, nycNumberland Technology NewsOktober 2012Newsletterarchiv InhaltVorträge und Exkursionen13 neue Anfragen09 neue Angebotekein neues StellenangebotMessen - 10/12 - 12/12Konferenzen 10/12 - 12/12Numberland intern Vorträge und Exkursionen In diesem Newsletter finden Sie Hinweise auf:Mobilität der Zukunft - Die Rolle der Kunststoffe - 06.11. - 07.11.2012, Würzburg, Germany5. Bayerischer Werkstoffabend, 14.11.2012, BZKG, Bayreuth29th International conference of the Polymer Processing Society, Nürnberg, 15-19 JULY 2013 Vortrag des Monats Vortrag des Monats NovemberDie Kompetenzzentrum Neue Materialien Nordbayern GmbH und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) - Bezirksgruppe Bayreuth - laden herzlich zum "Vortrag des Monats November" ins Kompetenzzentrum in 95448 Bayreuth, Gottlieb-Keim-Str. 60 ein.Titel:Ressourceneffizienz – Kostensenkung mit werkstofftechnischen Lösungen.Ort und Datum:Kompetenzzentrum Neue Materialien Nordbayern GmbH, Gottlieb-Keim-Strasse 60, 95448 Bayreuth, 06. November 2012, 18:30 Uhr. Der Referent steht im Anschluss des Vortrags für Fragen zur Verfügung.Teilnahmebedingungen:Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir bitten aus organisatorischen Gründen um eine formlose Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!l.Referent:Dr.-Ing. Uwe Diekmann, geschäftsführender Gesellschafter der Metatech GmbH, Karmen.Zusammenfassung:Die Kosten für Material und Energie steigen. Als Folge werden die Substitution und Optimierung von Werkstofftechnologien zunehmend interessant für Unternehmen. Dies gilt auch für bekannte metallische Werkstoffe, wie Stahl und Aluminium in klassischen Anwendungen.Ausgehend von Potenzialanalysen für Material- und Energieeffizienz werden auch für Verbes-serungen an Produkten und Prozessen zunehmend Simulationssysteme, z.B. für die Erstarrungs-, Umform- und Wärmebehandlungssimulation eingesetzt. Entscheidend für die Qualität der Aussagen hieraus sind allerdings vielfach die zugrundeliegenden Werkstoffdaten. Werk-stoffdatenbanken und Werkstoffsimulationssysteme gewinnen daher an Bedeutung.Anhand von Beispielen der Metallverarbeitung wird im Rahmen des Vortrags gezeigt, wie Werk-stoffdatensysteme in der industriellen Praxis eingesetzt werden können. Die Ressourceneffizienz kann durch gezielte Werkstoff- und Prozessanpassung verbessert werden, z.B. durch Einsparung teurer Legierungselemente und durch Vermeidung von Ausschuss und Nacharbeit in der Produktion.Über den Referenten:Dr. Uwe Diekmann studierte und promovierte im Fachgebiet Maschinenbau/Werkstofftechnik an der Universität Hannover. Am Forschungszentrum Jülich arbeitete er an Werkstoff- und Fügetechniken im Bereich Energietechnik (Brennstoffzellen, Kraftwerkstechnik). Entwicklung und Verarbeitung hochfester Stahlwerkstoffe mit Schwerpunkt auf den Einsatz im Automobil war sein Tätigkeitsschwerpunkt als Innovationsmanager bei Benteler, Paderborn. Seit 2008 ist geschäftsführender Gesellschafter der Metatech GmbH, die sich als technisches Beratungshaus auf die Themen Ressourceneffizienz und Werkstoffdatensysteme fokussiert.Wir würden uns freuen, wenn Sie sich bei Interesse den oben genannten Termin freihalten, und uns im Kompetenzzentrum in Bayreuth besuchen. Weitere Informationen:Neue Materialien Bayreuth GmbH VDI-Bezirksgruppe BayreuthStefan Kollböck c/o Numberland - Dr. Wolfgang GrondGottlieb-Keim-Straße 60 Lohfeld 2095448 Bayreuth 95326 KulmbachTel.: +49 (0)921 507 36 0 Tel.: +49 (0)9221 6919131E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Haben Sie Interesse, selbst einen Vortrag zu halten?Sofern Sie selbst Interesse haben, einen Vortrag aus dem breiten Gebiet der (angewandten) Werkstofftechnik zu halten, setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung. Die nächsten freien Vortragstermine sind: 02.04.2013. MinistergrußwortKlimaerwärmung, wachsender Energiebedarf bei gleichzeitiger Ressourcenverknappung und die fortschreitende Motorisierung der bevölkerungsreichen Schwellenländer stellen die Gestaltung von Mobilität und Transport vor große Herausforderungen. Auch im Verkehrssektor kann der CO2-Ausstoß erheblich reduziert werden. Derzeit entfallen in Bayern rund ein Drittel des gesamten Endenergieverbrauchs und der CO2-Emissionen auf den Verkehrsbereich. Eine wesentliche Aufgabe ist daher, den Energieverbrauch und die damit verbundenen Emissionen deutlich zu senken.Die Bayerische Staatsregierung hat bereits im Mai 2009 die Zukunftsoffensive "Elektromobilität verbindet Bayern" gestartet, mit dem Ziel, die Elektromobilität als zukunftsweisende und umweltfreundliche Technologie voranzubringen und den Standort Bayern zum Vorreiter bei der Elektromobilität zu machen. Die Industrie arbeitet gemeinsam mit der Wissenschaft mit Hochdruck an der Entwicklung alternativer Antriebstechnologien und der Einführung von Elektrofahrzeugen. Einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität leisten dabei neue Werkstoffe, insbesondere Kunststoffe, wie sie im Süddeutschen Kunststoff Zentrum SKZ entwickelt und geprüft werden.Der Freistaat Bayern sieht in der Entwicklung von neuen und klimafreundlichen Werkstoffen große Chancen und Potenziale für neue Arbeitsplätze, Wachstum und Wohlstand. Ich habe deshalb gerne die Schirmherrschaft über das Forum „Mobilität der Zukunft – Die Rolle der Kunststoffe “ übernommen und wünsche den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine erfolgreiche Veranstaltung!Martin Zeil, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie,Stellvertretender Ministerpräsident des Freistaates Bayern Weiterlesen und Anmeldung Weiterlesen und Anmeldung 29th International Conference of the Polymer Processing SocietyThe Polymer Processing Society was founded with the intention to foster advancement and innovation in science, technology and engineering of polymer processing. The Annual Meeting is held to establish a discussion forum for the worldwide community of engineers and scientists in the field.The 29th Annual Meeting of the Polymer Processing Society (PPS-29) will be organized in Germany. The PPS-29 provides the- matic range for learning and exchanging of new research results covering conventional processing technologies, rheology, process modeling and simulation, morphology and structure development and nanotechnology related processing technology.The meeting will be enhanced by an exhibition and a social program presenting a typical Bavarian atmosphere. Read more ... Numberland intern Wir sind am 06.11. - 07.11. auf der Veranstaltung "Mobilität der Zukunft - Die Rolle der Kunststoffe" in WürzburgWir sind am 14.11. auf der Veranstaltung "5. Bayerischer Werkstoffabend" in BayreuthDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Bewerben Sie Ihre Werkstofftagung auf unserer Website oder/und in unserem Newsletter Numberland erreicht mit Newsletter und Website jeden Monat tausende Personen mit Interesse an Werkstoffforschung bzw. Werkstoffverarbeitung - nicht nur in Deutschland.Entsprechend den bei uns publizierten Anfragen und Angeboten zu Werkstoffen, deren Herstellungs- und Analytikverfahren aus den Bereichen Glas, Optik+Photonik, Halbleitertechnik, technische Keramik, Metalle, Polymere und technische Textilien erreichen wir Besucher, die sich für diese Werkstoffe interessieren. Die Anwendungsgebiete dazu sind sehr vielfältig, und umfassen:Aktorik + Sensorikinstrumentelle Analytik + MesstechnikBiomaterialienInformationstechnik (erzeugen, umwandeln, transportieren, verarbeiten und speichern von Informationen)Energietechnik (erzeugen, umwandeln, transportieren, speichern, sparen, dämmen von Energie)FertigungstechnikKatalyseMechanik (z. B. Formgedächtnis, Hochtemperaturbeständigkeit, Leichtbau, Mikrotechnik, Selbstheilung, Tribologie, Verbund)Oberflächentechnik (z. B. 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Sollte eine der hier publizierten Lösungen genau auf Ihr aktuelles Projekt passen, wenden Sie sich bitte unter Angabe der ID an uns.AngeboteInterferometrische OberflächenmessungPU Schaum Herstellung ohne AcrylonitrilNano-Luftfilter für PKWsGleitmittel für den Einsatz in der LebensmitteltechnologieBiotechnologische Modifikation von ZellulosesubstratenRecycling Seltener Erden aus Fluoreszenzlampen und KathodenstrahlröhrenInnovative Klebetechnologie für Naturfasern, Papier und KartonBlendschutz für AutomobilscheinwerferNeuartiges Draht-Handlingsystem für die FederherstellungDetails zu diesen und weiteren Angeboten finden Sie hier und auf unserer Website in der Rubrik "Angebote". Sollte eine der hier publizierten Lösungen genau auf Ihr aktuelles Projekt passen, wenden Sie sich bitte unter Angabe der ID an uns. Messen29.09.-14.10.2012: Mondial de l'Automobile - Internationaler Automobilsalon, Paris, FR01.10.-03.10.2012: Light Middle East - The International Trade Fair - Urban, Architectural and Retail Lighting Solutions, Dubai, AE01.10.-03.10.2012: PLME - Private Label Middle East - Private Label and Contract Manufacturing Exhibition for the Middle East, Dubai, AE02.10.-04.10.2012: Aerospace Testing / Aircraft Interiors, Moskau, RU02.10.-04.10.2012: Eurocoat, Barcelona, ES02.10.-04.10.2012: Hospital - Internationale Medizintechnologiemesse, St. Petersburg, RU02.10.-04.10.2012: Salon Industriel de Quebec, Quebec City, CA02.10.-04.10.2012: TOOLEX - Int. Fair of Machine Tools, Tools and Processing Technology, Sosnowiec, PL02.10.-05.10.2012: MERCOPAR - Subcontracting and Industrial Integration Fair, Caxias do Sul, BR02.10.-05.10.2012: TOKYO PACK - International Packaging Exhibition, Tokyo, JP02.10.-06.10.2012: BI-MU - Fachmesse für Metallverarbeitungsmaschinen, Robotik, Automation und Technologien, Mailand, IT02.10.-06.10.2012: CEATEC Japan, Chiba/Tokyo, JP02.10.-06.10.2012: SFORTEC - Messe für die Zulieferindustrie, Mailand, IT03.10.-05.10.2012: POWER-GEN Asia - The Global Power Generation Exhibition & Conference, Bangkok, TH03.10.-05.10.2012: PV TAIWAN - Taiwan Int. Photovoltaic Forum & Exhibition, Taipei, TW03.10.-05.10.2012: UZMEDEXPO - International Exhibition for Healthcare, Taschkent, UZ04.10.-06.10.2012: INDIA CHEM - International Exhibition & Conference on Chemicals, Petrochemicals & Pharmaceuticals, Mumbai (Bombay), IN04.10.-06.10.2012: METALEX Vietnam - International Machine Tools and Metalworking Technology Exhibition, Ho-Chi-Minh-Stadt, VN04.10.-06.10.2012: NEPCON Vietnam, Ho-Chi-Minh-Stadt, VN04.10.-07.10.2012: Electrotec & Lighting Salon, Athen, GR05.10.-07.10.2012: AUTOSALON/AUTOSERWIS - Internationale Automesse, Kattowitz, PL05.10.-07.10.2012: Helitech Portugal, Estoril, PT05.10.-07.10.2012: KLIMAHOUSE UMBRIA - Internationale Kongressmesse für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen, Bastia Umbra, IT05.10.-07.10.2012: MediTec Clinika - Fachmesse für Medizintechnik, Bangalore, IN05.10.-08.10.2012: Light INDIA, New Delhi, IN07.10.-10.10.2012: ATCE - SPE Annual Technical Conference and Exhibition, San Antonio, US07.10.-11.10.2012: POLAGRA TECH - International Trade Fair of Food Processing Technologies, Posen, PL08.10.-10.10.2012: Power + Water Middle East, Abu Dhabi, AE08.10.-10.10.2012: SPE ATCE - Society of Petroleum Engineers Annual Technical Conference and Exhibition, San Antonio, US08.10.-11.10.2012: MOTEK - Die internationale Fachmesse für Montage-, Handhabungstechnik und Automation, Stuttgart08.10.-11.10.2012: POLAGRA-FOOD - Internationale Fachmesse für die Lebensmittelindustrie, Posen, PL08.10.-11.10.2012: TAROPAK - Internationale Ausstellung für Verpackungstechnik und Logistik, Posen, PL08.10.-12.10.2012: AGROPRODMASH - Internationale Fachmesse für die Lebensmittelverarbeitung und -verpackung, Moskau, RU09.10.-11.10.2012: ALUMINIUM - Weltmesse & Kongress, Düsseldorf09.10.-11.10.2012: Chillventa - Internationale Fachmesse für Kälte, Raumluft, Wärmepumpen, Nürnberg09.10.-11.10.2012: COATING - Paint & Powder Coating Technologies, St. Louis, US09.10.-11.10.2012: COMPOSITES EUROPE - Europäische Fachmesse & Forum für Verbundwerkstoffe, Technologie und Anwendungen, Düsseldorf09.10.-11.10.2012: CPhI Worldwide & ICSE & InnoPack & P-MEC - International Exhibition and Conference on Pharmaceutical Ingredients and packaging Industry, Madrid, ES09.10.-11.10.2012: Foodtech - Foodtech Trade Exhibition, Auckland, NZ09.10.-11.10.2012: PACKTECH - Packaging Trade Exhibition, Auckland, NZ09.10.-12.10.2012: Industrial Show - Internationale Maschinenbaumesse, Samara, RU09.10.-12.10.2012: Sibzdravookhranenie - Siberian Health Care - Internationale Ausstellung für Medizin, Medizintechnik und Pharmazeutika, Irkutsk, RU09.10.-12.10.2012: TAITRONICS - Taipei International Electronics Show, Taipei, TW09.10.-12.10.2012: TIGIS - Taiwan International Green Industry Show, Taipei, TW09.10.-14.10.2012: Japan International Aerospace Exhibition, Yokohama, JP10.10.-11.10.2012: All-Energy Australia, Melbourne, AU10.10.-12.10.2012: BEXasia - Build Eco Xpo Asia - Southeast Asia's Building Exhibition for an Eco-Friendly Future, Singapur, SG10.10.-12.10.2012: BioJapan - Internationale Fachmesse für Biotechnologien, Yokohama, JP10.10.-12.10.2012: Health Care - Fachmesse für medizinische und Krankenhausausrüstung, Brüssel, BE10.10.-12.10.2012: Tool Japan - International Hardware & Tools Fair, Chiba/Tokyo, JP10.10.-13.10.2012: EXPOPHARM - Internationale pharmazeutische Fachmesse, München10.10.-13.10.2012: I Saloni WorldWide Moscow, Moskau, RU10.10.-13.10.2012: IGEM - International Greentech & Eco Products Exhibition & Conference Malaysia, Kuala Lumpur, MY10.10.-13.10.2012: KES - Korea Electronics Show, Goyang/Seoul, KR10.10.-13.10.2012: NACE - International Autobody Congress & Exposition, New Orleans, US10.10.-13.10.2012: Plastics and Rubber Indonesia, Jakarta, ID10.10.-13.10.2012: PROPAK Indonesia - International Food Processing and Packaging Machinery and Materials Exhibition, Jakarta, ID12.10.-13.10.2012: Medifest - Medical and Healthcare Exhibition, New Delhi, IN12.10.-15.10.2012: CSF Electronics & Components - China Sourcing Fair: Electronics & Components, Hongkong/SVR, CN13.10.-16.10.2012: electronicAsia - International Trade Fair for Components, Assemblies and Display Technologies, Hongkong/SVR, CN13.10.-16.10.2012: HKTDC Hong Kong Electronics Fair - Autumn Edition, Hongkong/SVR, CN14.10.-16.10.2012: Abu Dhabi Medical Congress/Pharma, Abu Dhabi, AE14.10.-16.10.2012: Pharma (Part of Abu Dhabi Medical Congress) - Internationale Fachmesse für pharmazeutische Produkte, Ausrüstung und Dienstleistung, Abu Dhabi, AE14.10.-17.10.2012: Can WEA - Candian Wind Energy Association's Annual Conference and Trade Show, Toronto, CA14.10.-17.10.2012: Petrotech - International Petroleum Conference and Exhibition, New Delhi, IN14.10.-18.10.2012: AAPS - American Association of Pharmaceutical Science Annual Meeting & Exposition, Chicago, US15.10.-17.10.2012: AMB China - China Metal Working & Forming Exhibition, Nanjing, CN15.10.-17.10.2012: Green Middle East, Sharjah, AE15.10.-17.10.2012: WSG - World Shale Gas Conference & Exhibition, Houston, US15.10.-19.10.2012: CIEF Phase 1 - China Import and Export Fair Phase 1, Kanton, CN16.10.-18.10.2012: analyticaChina - Internationale Fachmesse für Labortechnik, Analytik, Biotechnologie und Diagnostik, Shanghai, CN16.10.-18.10.2012: BIG Ural Construction Complex - inkl. Deutscher Gemeinschaftsstand 'AquaClimaTherm' - Sonderschau für Wasser-, Klima- und Heizungstechnik & Erneuerbare Energien, Jekaterinburg, RU16.10.-18.10.2012: BLACH-TECH-EXPO - Trade Fair for Sheet Metal Processing, Joining & Coating, Krakau, PL16.10.-18.10.2012: China Wind Power - International Exhibition & Conference, Peking, CN16.10.-18.10.2012: Convergence - Vehicle Electronics Converging on Real Costumer Needs, Detroit, US16.10.-18.10.2012: EUROTOOL (Intertool) - International Trade Fair of Machine Tools, Tools, Devices and Equipment for Material Processing, Krakau, PL16.10.-18.10.2012: ExpoWELDING - International Welding Fair, Sosnowiec, PL16.10.-18.10.2012: IEW - International Energy Week, Kuching, MY16.10.-18.10.2012: ILOPE - International Lasers, Optoelectronics and Photonics Exhibition, Peking, CN16.10.-18.10.2012: InterBev - Trade Show & Conference, Las Vegas, US16.10.-18.10.2012: MAINTAIN - Internationale Fachmesse für industrielle Instandhaltung, München16.10.-18.10.2012: Medtrade - Global Medical Products Trade Show, Atlanta, US16.10.-18.10.2012: Permian Basin International Oil Show, Odessa (TX), US16.10.-18.10.2012: PLASTO ISPACK - International Exhibition for Plastics, Rubber & Packaging, Tel Aviv, IL16.10.-18.10.2012: SPE Russian Oil & Gas - Technical Conference and Exhibition, Moskau, RU16.10.-19.10.2012: Energy-Saving.TechMachExpo, Irkutsk, RU16.10.-19.10.2012: ISSA/Interclean North America - The One Show for the Cleaning Industry, Chicago, US16.10.-19.10.2012: KIMEX - Korea International Machinery Expo, Changwon, KR16.10.-19.10.2012: MEDICAL FAIR BRNO/Rehaprotex - Internationale Fachmesse für Medizintechnik, Rehabilitation und Gesundheit, Brünn, CZ16.10.-19.10.2012: SIF - Siberian Industrial Fair (SibPolyTech), Nowosibirsk, RU16.10.-20.10.2012: Fakuma - Die internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, Friedrichshafen17.10.-18.10.2012: CEP® Clean Energy & Passive House EXPO - International Exhibition and Conference for Energy Efficient and Intelligent Buildings, Budapest, HU17.10.-19.10.2012: belektro - Fachmesse für Elektrotechnik, Elektronik und Licht, Berlin17.10.-19.10.2012: Health Industry.Kazan (formerly Volgazdravexpo) - Internationale Medizinfachmesse, Kazan, RU17.10.-19.10.2012: IPB - International Powder/Bulk Conference & Exhibition, Shanghai, CN17.10.-19.10.2012: Vacuum Show - Internationale Fachmesse für Vakuumtechnik, Tokyo, JP17.10.-20.10.2012: Aqua-Therm Baku - International Exhibition for Heating, Ventilation, Air-Conditioning, Water Supply, Sanitary and Environmental Technology, Baku, AZ17.10.-28.10.2012: S.A. Salao do Automovel - Fachmesse für die Automobilbranche, Sao Paulo, BR18.10.-20.10.2012: ADA - American Dental Association Annual Session, San Francisco, US18.10.-20.10.2012: CIPEE - China International Petroleum and Petrochemical Equipment & Technology Exhibition, Dongying, CN18.10.-20.10.2012: Dental World, Budapest, HU18.10.-20.10.2012: INTERNATIONAL EXPODENTAL - Internationale Ausstellung für Ausrüstungen und Materialien der Zahnheilkunde und Zahntechnik, Mailand, IT18.10.-21.10.2012: CMEF Autumn - Fachmesse für medizinische Geräte, Chengdu, CN18.10.-21.10.2012: eMEX, Suzhou, CN18.10.-21.10.2012: MIF - Macao International Trade & Investment Fair, Macau/SVR, CN18.10.-22.10.2012: CeramBath - China Int. Ceramic & Sanitaryware Fair Foshan, Foshan, CN19.10.-21.10.2012: LDI - Live Design International, Las Vegas, US19.10.-21.10.2012: Tbilisi Auto Show/Caucasus AutoShow - International Specialized Fair of Automobiles, Auto Business, Spare Parts, Auto-cosmetics, Tiflis, GE19.10.-28.10.2012: AIMS Sydney - Australian International Motor Show, Sydney, AU19.10.-31.10.2012: HYDRO - Internationales Symposium und technische Ausstellung für Wasserkraft, Bilbao, ES21.10.-25.10.2012: IN-FOOD - Food Industry Exhibition & Conference, Paris, FR21.10.-25.10.2012: IPA - Internationale Fachmesse der Lebensmittel-Verfahrenstechnik, Paris, FR22.10.-24.10.2012: Cinte Techtextil China - International Trade Fair for Technical Textiles and Nonwovens, Shanghai, CN22.10.-24.10.2012: Yarn Expo Autumn - China International Trade Fair for Fibres and Yarns, Shanghai, CN23.10.-25.10.2012: CiEN - Carrefour de l'Électronique - The Exhibition of Components, Production, Manufacturing and Testing, Paris, FR23.10.-25.10.2012: eCarTec / MATERIALICA / sMove 360° - Int. Leitmesse für Elektromobilität/Int. Fachmesse für Werkstoffanwendungen, Oberflächen u. Product Engineering/Int. Fachmesse für Smart Car Communications, München23.10.-25.10.2012: Expobioenergía - Technologiemesse für die energetische Nutzung von Biomasse, Valladolid, ES23.10.-25.10.2012: MESURExpoVISION - The Exhibition of Measurement, Instrumentation and Vision, Paris, FR23.10.-25.10.2012: OPTO, Paris, FR23.10.-25.10.2012: Testing Expo - Automotive Testing Expo North America, Novi, US23.10.-26.10.2012: FERREMAD - Fachmesse für Eisenwaren, Heimwerkerbedarf und Industrielieferungen, Madrid, ES23.10.-26.10.2012: glasstec - International Trade Fair for glass production, processing and products (with solarpeq - International Trade Fair for Solar Production Equipment), Düsseldorf23.10.-26.10.2012: ICA - International Chemical Assembly, Moskau, RU23.10.-26.10.2012: MATELEC - Internationale Messe für elektrische und elektronische Ausrüstungen, Madrid, ES23.10.-26.10.2012: OIL.GAS.CHEMISTRY - International Exh. of Technologies and Equipment for Oil, Gas and Chemical Industries, Perm, RU23.10.-26.10.2012: Plastics Industry Show, Moskau, RU23.10.-26.10.2012: SCANPACK - Skandinavische Verpackungs-Fachmesse, Göteborg, SE23.10.-26.10.2012: SHIPTEC CHINA (formerly SHIPORT CHINA) - International Ship Building, Port and Marine Technology and Transportation Equipment Exhibition, Dalian, CN23.10.-26.10.2012: WELDEX (ROSWELD) - Internationale Fachmesse für Schweisstechnologien, Ausrüstungen, Werkzeuge und Zubehör, Moskau, RU23.10.-27.10.2012: CIEF Phase 2 - China Import and Export Fair Phase 2, Kanton, CN23.10.-27.10.2012: EuroBLECH - Internationale Technologiemesse für Blechbearbeitung, Hannover23.10.-31.10.2012: Manufacturing & Automation Expo (SCANDINAVIAN TECHNICAL FAIR) - Internationale Technische Messe, Stockholm, SE24.10.-26.10.2012: AUTOMATION (im Rahmen des Industrieforums), St. Petersburg, RU24.10.-26.10.2012: WBT Showcase - New Technologies and Innovations, San Diego, US24.10.-27.10.2012: DenTech China - International Exhibition for the Dental Industry, Shanghai, CN24.10.-27.10.2012: Vietnam International Energy & Electricity Technology Expo, Ho-Chi-Minh-Stadt, VN24.10.-27.10.2012: VietnamPlas - Vietnam International Plastic & Rubber Industry Exhibition, Ho-Chi-Minh-Stadt, VN24.10.-27.10.2012: VnFoodtech - Vietnam International Food Processing Machinery Exhibition, Ho-Chi-Minh-Stadt, VN24.10.-27.10.2012: VnPackPrint - Packaging & Printing - Vietnam International Packaging & Printing Industry Exhibition, Ho-Chi-Minh-Stadt, VN26.10.-28.10.2012: CIAPE - China International Auto Parts Expo, Peking, CN26.10.-28.10.2012: énergivie - Fachmesse und Kongress für Niedrigenergie-Gebäudetechnik, Mulhouse, FR27.10.-29.10.2012: Hong Kong International Building and Decoration Materials & Hardware Fair, Hongkong/SVR, CN27.10.-29.10.2012: PMA Fresh Summit - Produce Marketing Association Fresh Summit International Convention & Exposition, Anaheim, US27.10.-30.10.2012: Eco Expo Asia - International Trade Fair on Environmental Protection, Hongkong/SVR, CN27.10.-30.10.2012: HKTDC Hong Kong International Lighting Fair (Autumn Edition), Hongkong/SVR, CN28.10.-31.10.2012: PACK EXPO International - the World of Packaging Technology, Chicago, US29.10.-02.11.2012: Smart City Week (formerly Green Device), Yokohama, JP30.10.-01.11.2012: AAPEX - Automotive Aftermarket Products Expo, Las Vegas, US30.10.-01.11.2012: BIO Tech Fair - International Fair on Bioenergy and Biodiesel Technology, Sao Paulo, BR30.10.-01.11.2012: DentalExpo St. Petersburg, St. Petersburg, RU30.10.-01.11.2012: India Essen Welding & Cutting - Internationale Fachmesse Fügen, Trennen, Beschichten, incl. Tube India International & Metallurgy India, incl. Wire & Cable India, Mumbai (Bombay), IN30.10.-01.11.2012: NBAA - National Business Aviation Association Annual Meeting and Convention, Orlando, US30.10.-01.11.2012: Power Kazakhstan - Kazakhstan Int. Power and Lighting Exhibition and Conference, Almaty, KZ30.10.-01.11.2012: Tube India International & Metallurgy India, Mumbai (Bombay), IN30.10.-01.11.2012: Wire & Cable India, Mumbai (Bombay), IN30.10.-02.11.2012: AusBiotech - Australia's Biotechnology Conference & Exhibition, Melbourne, AU30.10.-02.11.2012: SibLogistics - Int. exh. for transport, logistic services, warehouses new technologies & equipment, loading & unloading machinery, services of transportation Carrier, Nowosibirsk, RU30.10.-02.11.2012: SibPack.PLASTEX.InterFood/FoodTech Novosibirsk - International Specialised Exhibition of Packages, Tare, Label, Equipment. Design and Polygraphy in Packaging Industry. Food, Drinks & Ingredients Industry, Nowosibirsk, RU30.10.-31.10.2012: Carbon Forum Asia - Carbon Market Trade Fair and Conference, Bangkok, TH31.10.-02.11.2012: FPD International - Exhibition & Convention on Flat Panel Displays, Yokohama, JP31.10.-04.11.2012: CIEF Phase 3 - China Import and Export Fair Phase 3, Kanton, CN01.11.-03.11.2012: BelarusDent - Internationale Dentalfachmesse & Konferenz, Minsk, BY01.11.-04.11.2012: ENERGY-PHOTOVOLTAIC - Photovoltaic Systems - Renewable Energy Sources - Management and Saving Energy, Athen, GR01.11.-06.11.2012: JIMTOF - Japan International Machine Tool Fair, Tokyo, JP02.11.-04.11.2012: India Lab Expo, Hyderabad, IN02.11.-04.11.2012: International Dushanbe Industry & Trade Exhibition, Duschanbe, TJ02.11.-04.11.2012: UMEX - Used Machinery Expo, Mumbai (Bombay), IN03.11.-07.11.2012: American Heart Association Scientific Sessions, Los Angeles, US04.11.-06.11.2012: China Mining Congress & Expo, Tianjin, CN05.11.-08.11.2012: FCS&E - Fuel Cell Seminar & Exposition, Uncasville, US06.11.-08.11.2012: Bouw Compleet - Baumesse Venray, Venray, NL06.11.-08.11.2012: Constru India - Fachmesse fuer Bauingenieurwesen, Mumbai (Bombay), IN06.11.-08.11.2012: Cryogen-Expo - Messe fuer Kaeltetechnik, Moskau, RU06.11.-08.11.2012: Cryogen-Expo - Messe für Kültetechnik, Moskau, RU06.11.-08.11.2012: drink technology India - International trade fair for beverage and liquid food technology, Mumbai (Bombay), IN06.11.-08.11.2012: Dubai Air Medical & Rescue Show, Dubai, AE06.11.-08.11.2012: FEIPLAR + FEIPUR - International Exhibition and Conference on Composites, Polyurethane and Engineering Plastics, Sao Paulo, BR06.11.-08.11.2012: FIMAI E SIMAI (Environment Brazil) - Internationale Fachmesse fuer Umwelttechnik und Nachhaltigkeit, Sao Paulo, BR06.11.-08.11.2012: International PackTech India - International Exhibition and Conference for the Packaging and Processing Industry, incl., drink technology India, Mumbai (Bombay), IN06.11.-08.11.2012: Intersolar India, Mumbai (Bombay), IN06.11.-08.11.2012: ISA - Brazil Automation, Sao Paulo, BR06.11.-08.11.2012: Power India - Energiemesse, Mumbai (Bombay), IN06.11.-08.11.2012: Renewtech India, Mumbai (Bombay), IN06.11.-08.11.2012: SCANAUTOMATIC - Internationale Messe fuer Hydraulik, Pneumatik, Elektronik, Transmissionstechnik und Regeltechnik, Goeteborg, SE06.11.-08.11.2012: VIETWATER - International Water, Wastewater & Recycling Technology Expo, Hanoi, VN06.11.-09.11.2012: AQUA Ukraine - Internationales Wasser Forum, Kiew, UA06.11.-09.11.2012: ELMIA SUBCONTRACTOR - Internationale Fachmesse fuer Zulieferer, Joenkoeping, SE06.11.-09.11.2012: Energy Efficiency Specialized Exhibition, Kiew, UA06.11.-09.11.2012: INTERLIGHT MOSCOW powered by Light+Building - Internationale Fachmesse fuer dekorative & technische Beleuchtung und Gebaeudeautomation, Moskau, RU06.11.-09.11.2012: MIDEST - Internationale Zulieferfachmesse fuer industrielle Massarbeit, Paris, FR06.11.-09.11.2012: MITEX - Moscow International Tool Expo, Moskau, RU06.11.-10.11.2012: Industrial Automation Show - Int. Exhibition for Production and Process Automation, Electrical Systems, Robotics, Industrial Automation IT & Software and Microsystems Technology, Shanghai, CN06.11.-10.11.2012: MWCS Metalworking and CNC Machine Tool Show - International Exhibition for Machine Tools, Sheet Metal, Pipe & Tubes Production, Mould & Die Construction, Tools, Shanghai, CN07.11.-09.11.2012: Exporail - Fachmesse fuer Bahnausstattung, Systeme und Dienstleistungen, Moskau, RU07.11.-09.11.2012: FMB - Zuliefermesse Maschinenbau, Bad Salzuflen07.11.-09.11.2012: Greenergy Expo and Enersolar+ - Renewable Energy Exhibition inclusive Biogas, Enerlegno, Hydro Energy, Europellets, Cogenexpo, Geothermia, Energy Market, Mailand, IT07.11.-09.11.2012: HKTDC Hong Kong Optical Fair, Hongkong/SVR, CN07.11.-09.11.2012: HTE - Hi.Tech.Expo, Mailand, IT07.11.-09.11.2012: IFAI Expo - Industrial Fabric Association International, Boston, US07.11.-09.11.2012: Interphex China/API China - The Specialised Show for Pharmaceutical Packaging and Processing Machinery, Xiamen, CN07.11.-09.11.2012: Lift - International Exhibition of elevators, components, accessories trade publications and services, Mailand, IT07.11.-09.11.2012: Renewable Energy India Expo (Solar Tech India) - International Exhibition & Conference, New Delhi, IN07.11.-09.11.2012: RENEXPOü Poland - International Energy Trade Fair, Warschau, PL07.11.-09.11.2012: SIMEXPO - Int. Fachmesse fuer Labortechnik, Instrumente und Ausruestung zur wissenschaftlichen Forschung, Moskau, RU07.11.-10.11.2012: DENTA - Internationale Ausstellung fuer die Zahnmedizin, Bukarest, RO07.11.-10.11.2012: ECOMONDO - Internationale Fachmesse fuer Recycling, Energie und nachhaltige Entwicklung, Rimini, IT07.11.-10.11.2012: Interfood & Drink - Internationale Fachmesse fuer die Lebensmittelindustrie, Sofia, BG07.11.-10.11.2012: KEY ENERGY - Internationale Ausstellung fuer Energie, Klimaschutz und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, Rimini, IT07.11.-11.11.2012: EMAF - Internationale Ausstellung fuer Werkzeugmaschinen, Porto, PT07.11.-11.11.2012: InmoSolar Malaga - Int. Solarmesse mit Kongress, Mülaga, ES07.11.-11.11.2012: PORTUGAL METAL - Nationale Ausstellung fuer die Metallindustrie, Porto, PT07.11.-11.11.2012: SIMIEX - Internationale Ausstellung fuer Industrielle Wartungstechnik, Porto, PT08.11.-11.11.2012: Bau-Energie-Messe (bisher Hausbau- und Energiemesse), Bern, CH08.11.-11.11.2012: ID-CRüATIVES, Clermont-Ferrand-Cournon, FR08.11.-11.11.2012: Phil Construct - International Trade Fair for Construction Machinery & Building Materials with Philippines Mega Infrastructure Show, Manila, PH09.11.-10.11.2012: OPTYKA, Posen, PL12.11.-14.11.2012: FABTECH International and The AWS Welding Show, Las Vegas, US12.11.-14.11.2012: GCC Power - The GCC Cigre Conference & Exhibition for Electric Power Generation, Transmission and Distribution, Maskat, OM12.11.-14.11.2012: METALFORM Exposium (Part of FABTECH), Las Vegas, US13.11.-15.11.2012: ecoQ - Umwelt Messe und Konferenz, Doha, QA13.11.-15.11.2012: SmartCity Expo World Congress, Barcelona, ES13.11.-15.11.2012: TIV - Technik & Zuliefermesse, Venray, NL13.11.-16.11.2012: BioEnergy Decentral - Weltweiter Treffpunkt fuer dezentrale Energieversorgung, Hannover13.11.-16.11.2012: electronica - components / systems / applications, Muenchen13.11.-16.11.2012: EuroTier - mit BioEnergy Decentral - Weltweit das Top-Event fuer Tierhaltungs-Profis, Hannover13.11.-16.11.2012: Metal Expo - International Industrial Exhibition, Moskau, RU14.11.-15.11.2012: Canadian Waste & Recycling Expo - Canada's only trade show serving the waste, recycling and public works market, Toronto, CA14.11.-16.11.2012: EXPOCLEAN - International Exhibition for the Cleaning Industry, Moskau, RU14.11.-16.11.2012: Greenbuild - International Conference and Expo, San Francisco, US14.11.-16.11.2012: INSTRUTEC - Tallinner Internationale Veredelungsmesse, Werkzeug, Industriemesse und Industrietechnik, Tallinn, EE14.11.-16.11.2012: REIFEN CHINA - Asian Essen Tire Show, Shanghai, CN14.11.-16.11.2012: RubberTech China - International Exhibition on Rubber Technology, Shanghai, CN14.11.-16.11.2012: Tissue World Asia, Shanghai, CN14.11.-17.11.2012: Automechanika Argentina, Buenos Aires, AR14.11.-17.11.2012: DMP - China Dongguan International Plastics, Packaging, Rubber, Diecasting Foundry Exhibition, Dongguan, CN14.11.-17.11.2012: MEDICA - Weltforum der Medizin - Internationale Fachmesse mit Kongress, Duesseldorf14.11.-17.11.2012: Welding Busan Korea (WBK), Busan, KR14.11.-18.11.2012: ExpoDental AMIC International, Mexiko City, MX15.11.-17.11.2012: Brussels Innova - International Energy Innovation Exhibition, Bruessel, BE15.11.-17.11.2012: Central Asia Electricity / Central Asia Lighting, Almaty, KZ15.11.-17.11.2012: Central Asia Machinery, Almaty, KZ15.11.-17.11.2012: Central Asia Plast, Almaty, KZ15.11.-17.11.2012: Finnish Dental Congress & Exhibition, Helsinki, FI15.11.-17.11.2012: POWER Bangladesh - International Exhibition on Power Generation & Transmission, PV Power, Energy & Renewable Energy, Dhaka, BD15.11.-17.11.2012: SWEDENTAL - Internationale Dental-Fachmesse, Goeteborg, SE15.11.-18.11.2012: EGY-COAT, Kairo, EG15.11.-18.11.2012: Gwangju Food - International Food Industry Fair, Gwangju, KR15.11.-18.11.2012: Kablo - Cable & Wire, Istanbul, TR15.11.-18.11.2012: RENEX EURASIA - Renewable Energy Technologies, Energy Efficiency and Insulation Exhibition, Ankara, TR16.11.-21.11.2012: CHTF China Hi-Tech Fair - ELEXCON (FPD EXPO China), Shenzhen, CN18.11.-20.11.2012: TECHNO-OCEAN - International Ocean and Coastal Development Exhibition and Symposium, Kobe, JP19.11.-21.11.2012: AEW - Algeria Electricity & Water, Algier, DZ19.11.-22.11.2012: EMBALLAGE - Internationale Verpackungsmesse, Paris, FR19.11.-22.11.2012: MANUTENTION Equipements & Systümes - Internationale Fachmesse fuer Foerdertechnik und Logistik, Paris, FR20.11.-22.11.2012: China International Architectural Expo (IAE) - Internationale Baumesse China, Peking, CN20.11.-22.11.2012: Elektronik und Geraetebau (Int. Industrieforum), St. Petersburg, RU20.11.-22.11.2012: EnR - Renewable Energy Exhibition, Casablanca, MA20.11.-22.11.2012: Glasstech Asia - International Glass Products, Glass Manufacturing Processing & Materials Exhibition & Conference, Bangkok, TH20.11.-23.11.2012: International Industrial Forum, Kiew, UA20.11.-23.11.2012: PACK&MOVE - Schweizer Fachmesse fuer integrierte Logistikloesungen und Verpackungstechnik, Basel, CH20.11.-23.11.2012: POLEKO - Internationale Umweltmesse, Posen, PL20.11.-23.11.2012: PRODEX - Internationale Fachmesse fuer Werkzeugmaschinen, Werkzeuge und Fertigungsmesstechnik, Basel, CH20.11.-23.11.2012: SWISSTECH - Europas zentrale Messe der Zulieferindustrie fuer mechanisch-technische Komponenten und Systemloesungen, Basel, CH20.11.-24.11.2012: AQUA-THERM PRAHA - Internationale Fachmesse fuer Heizung, Lueftung, Klima, Sanitaer- und Umwelttechnik, Prag, CZ21.11.-22.11.2012: FinnMateria, Jyvaeskylae, FI21.11.-23.11.2012: BioFach Japan - International Organic Trade Fair, Tokyo, JP21.11.-23.11.2012: BuildExpo Uzbekistan/WinDoor - Internationale Messe für Baumaterialien, Baumaschinen, Fenster, T�ren und Fassaden, Taschkent, UZ21.11.-23.11.2012: CPhI India - Internationale Messe der Pharmaindustrie, Mumbai (Bombay), IN21.11.-23.11.2012: CWIEME - Coil Winding, Insulations & Electrical Manufacturing Exhibition, Bangalore, IN21.11.-23.11.2012: INMEX China - International Maritime Expo-China, Kanton, CN21.11.-23.11.2012: RENEXPOü South-East Europe - International Energy Trade Fair, Bukarest, RO21.11.-24.11.2012: Industrial Automation INDIA - International Trade Fair for Process and Production Automation and Industrial Building Automation, New Delhi, IN21.11.-24.11.2012: Laser INDIA - International Trade Fair for Laser Systems and Laser Technology for Manufacturing, New Delhi, IN21.11.-24.11.2012: MDA INDIA - International Trade Fair for Motion, Drive and Automation, incl., CeMAT India, incl., Surface INDIA, New Delhi, IN21.11.-24.11.2012: Metalex - International Machine Tools and Metalworking Technology Trade Exhibition and Conference for Asia, Bangkok, TH21.11.-24.11.2012: Surface INDIA - 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Building Construction, Heavy Machinery, Municipaly Equipment and natural Stone Exhibition, Erbil , IQ02.12.-07.12.2012: INDIA ITME - International Textile Machinery Exhibition, Mumbai (Bombay) , IN03.12.-04.12.2012: canSIA Solar Canada - Solar Conference and Exhibition, Toronto , CA03.12.-05.12.2012: Renewable Energy International Exhibition, Chiba/Tokyo , JP04.12.-06.12.2012: DDTE - Dubai Drink Technology Expo, Dubai , AE05.12.-05.12.2012: LifeScience Alley International Conference & Expo - Messe fuer Medizintechnik, Minneapolis , US05.12.-06.12.2012: ICCX Russia - International Concrete Conferences & Exhibition, St. Petersburg , RU05.12.-06.12.2012: Printed Electronics & Photovoltaics - Exhibition and Conference, Santa Clara , US05.12.-07.12.2012: ENERGAIA - Internationale Fachmesse fuer erneuerbare Energien, Montpellier , FR05.12.-07.12.2012: ENERGY. RESOURCE-SAVING, Kazan , RU05.12.-07.12.2012: SEMICON Japan - Fachmesse fuer Halbleitertechnik, Chiba/Tokyo , JP05.12.-08.12.2012: IMME - International Mining and Machinery Exhibition, Kalkutta , IN05.12.-08.12.2012: Machine Tool Indonesia, Jakarta , ID05.12.-08.12.2012: MANUFACTURING INDONESIA - Int. Manufacturing Machinery, Equipment, Materials and Services Exh., incl., Machine Tool Indonesia, Jakarta , ID06.12.-08.12.2012: Inno Design Tech Expo (IDT Expo) - Innovation, Technology and Design Solutions Exposition, Hongkong/SVR , CN06.12.-09.12.2012: OTOMOTIV - International Automotive Supply Industry, Components, Accessories & Service Equipments Exhibition, Istanbul , TR07.12.-09.12.2012: IHT - IndiaMart Hand Tools & Fastener Expo, Chennai (Madras) , IN11.12.-13.12.2012: POWER-GEN International - The Global Power Generation Exhibition & Conference, Orlando , US11.12.-13.12.2012: REenergized - Renewable Energy World Conference & Expo North America (formerly Power-Gen Renewable Energy and Fuels), Orlando , US11.12.-14.12.2012: Automechanika Shanghai, Shanghai , CN11.12.-14.12.2012: Motor Show and Auto Parts and Accessories, Maskat , OM12.12.-14.12.2012: Intersolar China, Peking , CN14.12.-16.12.2012: Glasstech International - International Exhibition on Glass & Glazing Technologies, New Delhi , IN14.12.-16.12.2012: IPVS - Industrial Pumps, Valves & Systems Trade Fair, Pune , IN KonferenzenOktober 201201 Power Generation and the Environment: Choices & Economic Trade-Offs Jackson Hole, United States of America05 2012 2nd International Conference on Information and Electronics Engineering (ICIEE 2012) Singapore, Singapore09 6th European Water and Wastewater Management Conference & Exhibition Manchester, United Kingdom16 Viridis Africa - investment in African clean technologies & business Johannesburg, South Africa16 4-th International Renewable Energy and Energy Efficiency Forum Kyiv, Ukraine17 Plastic Modification Technologies - Additives, Compounding, Coatings & Processing, Las Vegas, NV, USA17 20th Jubilee Conference on Materials and Technology Portoroz, Slovenia18 Nanocon 2012, 2nd International Conference on Nanotechnology - Innovative Materials, Processes, Products and Applications Pune, India24 International Conference on Advances Science and Contemporary Engineering 2012 Jakarta, Indonesia24 5th International Symposium on Fluid Machinery and Fluids Engineering (ISFMFE 2012) Jeju, Korea (south)November 201201 ICECCO 2012 - 9th International Conference on Electronics, Computer and Computation Ankara, Turkey05 3rd International Workshop on Renewable Energy for Sustainable Development in Africa (IWRESDA) Enugu, Nigeria11 Renewable Energy Congress Eindhoven, United States of America12 7th International Renewable Energy Storage Conference and Exhibition (IRES 2012) Berlin, Germany17 2012 International Conference on Power and Energy Systems (ICPES 2012) Pune, India21 SUSTAINABLE FUTURE ENERGY 2012 Bandar Seri Begawan, Brunei Darussalam21 Future World of Biogas: Europe 2012 London, United Kingdom22 mat2012 - 2nd International Conference on Engineering Antalya, Turkey24 2012 3rd International Conference on Biology, Environment and Chemistry (ICBEC 2012) Bangkok, Thailand24 2012 4th Journal Conference on Environmental Science and Development (JCESD 2012 4th) Bangkok, Thailand28 International Conference on Renewable Energies for Developing Countries Beirut, Lebanon28 International Conference on Advanced Material Engineering & Technology (ICAMET 2012) Penang Island, Malaysia29 3rd Annual Nigeria Energy and Power Summit (NEPS) Abuja, NigeriaDezember 201202 International Conference on Electrical and Electronics Engineering ICEEE-IRNet Bhopal, India05 10th EMSES (10th Eco-Energy and Materials Science and Engineering Symposium) Muang, Thailand05 Small Hydro Latin America Panama City, Panama07 International Research Symposium on Interdisciplinary Approaches in Management, Engineering and Technology Singapore, Singapore08 Nirma University International Conference on Engineering -NUiCONE2012 Ahmedabad, India10 Twenty - First International Symposium on Processing and Fabrication of Advanced Materials (PFAM XXI) Guwahati, India10 Ninth International Conference on Computational Fluid Dynamics in the Mineral & Process Industries Melbourne, Australia12 International Multi-Conference on Computer, Electrical, Electronics and Mechanical Engineering (IMCEEME'12) Batam Island, Indonesia15 International Conference on Emerging Trends and Technology,ICETT-2012 Indore, India15 2012 2nd International Conference on Electrical Engineering and Applications – ICEEA 2012 Bali Island, Indonesia18 International Conference on Ecology, Agriculture and Chemical Engineering (ICEACS'2012) Phuket, Thailand18 International Conference on Systems and Electronic Engineering (ICSEE'2012) Phuket, Thailand20 2012 International Conference on Advanced Material and Manufacturing Science (ICAMMS 2012) Beijing, China22 2012 2nd International Conference on Environment Science and Biotechnology-ICESB 2012 Kuala Lumpur, Malaysia27 The 2nd International Conference on Green Buildings Technologies and Materials (GBTM 2012) Wuhan, China28 Call For Papers: Global Engineering, Science and Technology Conference Dhaka, Bangladesh29 International Conference on Manufacturing and Industrial Engineering (ICMIE'12) Kuala Lumpur, Malaysia29 2012 International Conference on Power Science and Engineering(ICPSE 2012) Hong Kong, China29 2012 International Conference on Environment, Chemistry and Biology - ICECB 2012 Hong Kong, China Alle in diesem Newsletter gemachten Angaben erfolgen trotz sehr sorgfältiger Recherche ohne Gewähr.http://www.polymer-engineering.dehttp://www.new-materials.de/de/kompetenzzentrum/bayreuthhttp://www.wee-solve.dehttp://www.anton-paar.com < ZurückWeiter >NewsletterNumberlandTechnologyNews (en)NumberlandTechnologyNews (de)NameE-MailConnect on LinkedinWer ist onlineAktuell sind 1432 Gäste und keine Mitglieder onlineAnmeldungAngemeldet bleiben | de |
q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn: Reclams Science-fiction-Führer. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6, S. 20–24.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
Mann | neues deutschland vom 19.01.2010 (neues-deutschland.de)
Oberstes US-Gericht ordnet neue Prüfung des Falls Mumia Abu-Jamal an
Washington (AFP/ND). Der Fall des ursprünglich wegen Mordes zum Tode verurteilten US-Journalisten Mumia Abu-Jamal wird neu verhandelt. Das Oberste Gericht der USA verwies den Fall am Dienstag zurück an ein Bundesberufungsgericht im Bundesstaat Pennsylvania. Dieses solle ein Urteil aus dem Jahr 2008 überprüfen, in dem Abu-Jamals Todesstrafe in lebenslange Haft umgewandelt wurde, urteilten die höchs...
Eine aktuelle australische Studie gibt dem Begriff Fernsehduell eine völlig neue, erschreckende Bedeutung: als Duell zwischen Fernseher und Mensch. Was noch erschreckender ist: Am Ende unterliegt der Mensch. Wer nämlich mehr als vier Stunden täglich vor dem Fernseher sitzt, hat ein um 46 Prozent erhöhtes Risiko, an »verschiedenen Krankheiten« zu sterben – im Vergleich zu denen, die den tägli...
LINKE will wieder in Tritt kommen
Die Parteiführung der LINKEN versucht nach den Personaldebatten mit inhaltlicher Arbeit wieder in Tritt zu kommen. Die LINKE wolle als »geeinte soziale Kraft für Frieden, Gerechtigkeit und einen demokratischen Aufbruch« streiten, erklärte der Geschäftsführende Vorstand am Montag.
Es ist schon beinahe müßig. Die nächsten Studien zu steigender Armut, die gleichen Befürchtungen, Bedrohungsszenarien, Entwicklungsprognosen liegen vor. Dem Kommentator gehen die Worte aus. »Man sollte jetzt...«, »die Regierung wäre nun gut beraten...« und derlei Floskelwerk mehr will zu Papier. Fakt ist: Deutschland liegt, was die Armut angeht, im europäischen Vergleich auf Platz 12, hinter den s...
Taliban-Terror im Regierungsviertel: Radikal-islamische Kämpfer haben zehn Tage vor der Afghanistan-Konferenz in London das streng bewachte Machtzentrum von Kabul angegriffen.
Armutsrisiko im Osten am höchsten
Die Ungleichverteilung des Vermögens und das Risiko der Altersarmut steigen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). In Berlin ist das Armutsrisiko am höchsten.
Zweifel an Washingtons Selbstlosigkeit
An Hunderten von Orten in den USA versammelten sich am gestrigen Martin-Luther-King-Feiertag Zehntausende von Menschen, um nicht nur des ermordeten Bürgerrechtlers zu gedenken, sondern auch Lebensmittel, Kleidung und Geld für die Erdbebenopfer in Haiti zu spenden.
Hans-Ulrich Dillmann, Port-au-Prince
Suche nach Lebenszeichen in Schuttbergen
+++ Zahl der Todesopfer bis Montag auf mindestens 70 000 angestiegen +++ Regierung Haitis rief Notstand und einmonatige Staatstrauer aus +++ Errichtung von 280 Notfallzentren beschlossen +++ Welternährungsprogramm verteilte bisher mehr als 105 000 Lebensmittelrationen +++
»Das war wie ein zweites Exil«
Nach dem Putsch in Chile im September 1973 nahm die DDR rund 2000 Flüchtlinge auf. 20 Jahre nach dem Ende der Pinochet-Diktatur will in ihrer Heimat kaum jemand die Geschichten über ihr Exil hören.
Laut singender Gaul
Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Wenn man dem Kutscher schenkt, so läuft der Gaul. Wie man den Karren schmiert, so läuft er. Die FDP (Hinweis: FDP kann man wahlweise durch CSU ersetzen): ein laut singender Gaul, bei dem es läuft wie geschmiert!? Die Liberalen weisen alle Vorwürfe der Bestechlichkeit zurück, dementieren, dass sie sich die Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen von einem ...
Selten hat ein amtierender Präsident, der sich zur Wiederwahl stellte, eine so deutliche Abfuhr erfahren wie Viktor Juschtschenko. Der Held der »Revolution in Orange«, auch hierzulande vor fünf Jahren von vielen bejubelt, landete im ersten Lauf des neuerlichen Wettkampfs ums höchste Amt der Ukraine weit abgeschlagen auf Platz 5 – trotz der unbestreitbaren Startvorteile eines Staatsoberhaupts...
Unter den Machern bei Bund, Ländern und Kommunen gilt es parteiübergreifend als unumstößliche Gewissheit: Die vor allem durch die Freidemokraten gebetsmühlenartig geforderten Steuersenkungen sind nicht von dieser Welt. Angesichts der exorbitanten Etatlöcher sind sie – ungeachtet der damit verbundenen Verteilungsprobleme – schlicht und einfach nicht finanzierbar. Offenbar mit dem Vorsat...
Der ehemalige Generalkoordinator der spanischen Vereinigten Linken (IU) Gaspar Llamazares war in der übrigen Welt bisher wenig bekannt. Die US-amerikanische Bundespolizei verschaffte ihm nun zweifelhafte Popularität: Kürzlich wurde ein »zeitgemäßes« Foto des Al-Qaida-Führers Osama bin Laden veröffentlicht, das auffallende Ähnlichkeiten mit dem Porträt Llamazares' aufwies. Das FBI hatte zur Erneuer...
Unbrauchbare Parteien
Diese Welt ist leider reich an Untiefen. Nicht nur auf Haiti. Auch hier vollzieht sich Abgründiges. So sind die politischen Parteien dieses Landes gerade auf gutem Wege, sich unbrauchbar zu machen. Besonders brauchbar sind sie ja schon lange nicht mehr. Wenn reichlich die Hälfte der Wähler ihren Rufen an die Urne folgt, ist es oft schon viel. Doch anfechten lassen sie sich davon nicht. Durch die B...
Enge Kooperation mit Israel
Berlin (AFP/ND). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einen umfassenden Ausbau der technologisch-wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Israel angekündigt. »Es ist ein Glück, dass wir heute mit einer israelischen Regierung so eng kooperieren können«, sagte Merkel am Montag in Berlin nach den zweiten deutsch-israelischen Regierungskonsultationen. Merkel betonte nach einem Gespräch mit Israels Min...
Augsburg (dpa/ND). Fast 14 Jahre hat sich der Waffen- und Industrielobbyist Karlheinz Schreiber der deutschen Justiz entzogen – seit Montag muss sich der 75-Jährige vor dem Landgericht Augsburg wegen Steuerhinterziehung sowie Beihilfe zum Betrug und zur Untreue verantworten. Laut Anklage hat er 1988 bis 1993 bei Provisionsgeschäften für Flugzeuge und Panzer mehr als elf Millionen Euro Steuer...
Charme statt Inhalt
Wenn die rheinland-pfälzische CDU bei einem Landesparteitag im April Julia Klöckner zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl Anfang 2011 kürt, wird im Land zwischen Elsaß und Bonn faktisch der Wahlkampf beginnen. Mit der 37-jährigen ehemaligen Deutschen Weinkönigin als Galionsfigur und Gegenpol zu Regierungschef Kurt Beck (SPD) macht sich die Landes-CDU derzeit Hoffnungen, nach 20 Jahren auf der Oppositionsbank wieder das Regiment in der Mainzer Staatskanzlei übernehmen zu können.
LINKE will Ost und West versöhnen
Die LINKE versucht nach den Personalquerelen der letzten Zeit, zur politischen Sacharbeit zurückzukehren. Die Entscheidung übers Personal soll ab jetzt intern herbeigeführt werden.
Auch FDP und CSU zu Koch auf Distanz
Berlin (dpa/ND). Die FDP-Spitze hat den Vorstoß von Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) für eine Arbeitspflicht bei Hartz-IV-Empfängern zurückgewiesen. »Es ist jetzt schon so, dass es Sanktionsmöglichkeiten bei den Beziehern von Arbeitslosengeld II gibt«, sagte FDP-Generalsekretär Christian Lindner am Montag in Berlin. Die von Koch entfachte Debatte führe auch in eine falsche Richtung: »Wi...
Nichts Konkretes zu Hartz IV
Berlin (AFP/ND). Die SPD will gegen Lohndumping und Tarifflucht bei der Leih- und Zeitarbeit vorgehen. Der Parteivorstand beschloss am Montag in Berlin zudem ein »Arbeitsprogramm 2010«, das die Arbeitsmarktpolitik zu einem politischen Schwerpunkt der kommenden Monate machen soll. Für Leiharbeiter solle künftig nach einer Einarbeitungszeit ohne Ausnahme der Grundsatz »gleicher Lohn für gleiche Arbe...
Koalition weiter für Steuerreform
Berlin (AFP/dpa/ND). Die Regierung aus CDU, CSU und FDP will an der großen Steuerreform festhalten und künftig weniger öffentlich streiten. Dies sind die Hauptergebnisse des Koalitionsgipfels vom Sonntagabend im Bundeskanzleramt, wie CSU und FDP am Montag in Berlin mitteilten. CSU-Chef Horst Seehofer räumte »ein Kommunikationsproblem« der Regierung in den vergangenen Wochen ein. Bei ihrem Spitzent...
Hoteliers bedachten auch die CSU
Neben der FDP hat auch die CSU hohe Spenden aus dem Umfeld der Hotelunternehmer-Familie Finck kassiert. Die Opposition zeigt sich empört.
EADS baut Pfusch, will aber Geld nachtanken
»Wir sind bereit, konstruktiv an einer für alle Seiten akzeptablen Lösung zu arbeiten«, sagte Louis Gallois, Chef des Airbus-Konzerns EADS in der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«. Konstruktiv hat eine zweifache Bedeutung.
Israel hält an Blockade von Gaza fest
Jerusalem (AFP/ND). Israel hält an der Blockade des Gaza-Streifens fest. »Die Palästinenser leben unter der Knute des Regimes der Hamas, die den heiligen Krieg gegen Israel über das Wohlergehen der Bevölkerung stellt«, sagte Regierungssprecher Mark Regev am Montag. Die Hamas habe nicht die »geringsten Skrupel, die Zivilbevölkerung ihrer extremistischen Politik zu opfern«. Regev erteilte damit der ...
Ali Agca nicht tauglich
Istanbul (dpa/ND). Der türkische Papst-Attentäter Ali Agca ist knapp 29 Jahre nach seinem Anschlag auf Johannes Paul II. auf freiem Fuß. Agca sei am Montag aus dem Gefängnis direkt zu einer Musterung für den Militärdienst in Ankara gebracht worden, dort aber für nicht tauglich befunden worden, sagte der Anwalt des inzwischen 52-Jährigen. Agca, der zum Umfeld der rechtsextremen türkischen Grauen Wö...
Vatikan half Juden »im Verborgenen«
Rom (AFP/ND). Papst Benedikt XVI. hat bei einem Besuch in der Großen Synagoge von Rom die Politik des Vatikans angesichts der Judenverfolgung durch die Nazis verteidigt. Auch der Vatikan habe Juden während des Zweiten Weltkriegs geholfen, dies sei häufig »im Verborgenen« geschehen, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche. Der Papst rief die Juden zu Aussöhnung und Dialog auf. Auch die Erinneru...
»Eine Entscheidung über Leben und Tod«
»Es gibt wichtige Entwicklungen, die meinen Klienten Mumia Abu-Jamal betreffen«, teilte Anwalt Robert R. Bryan am Montag in einem seiner Schreiben an die Solidaritätsbewegung mit. »Es scheint so, als ob der Supreme Court, der Oberste Gerichtshof der USA, in der kommenden Woche seine Entscheidung bekannt geben wird, nachdem der Fall in der Sitzung vom vergangenen Freitag behandelt wurde.« Zu entsch...
ndPlusSandra Beyer
KP Japans sieht sich im Aufwind
Vier Tage beriet in der vergangenen Woche der Kongress der Kommunistischen Partei Japans (KPJ). In Atami, Präfektur Shizuoka, diskutierten mehr als 1000 Delegierte und Besucher über den Antrag zur Beschlussfassung des Zentralkomitees. Zahlreiche Redner wandten sich gegen die Auslandseinsätze der sogenannten Selbstverteidigungskräfte und den Ausbau der Militärbasen auf Okinawa. Ein wichtiges Thema ...
Panikattacken im Weißen Haus
Ob sich Edward Kennedy (1932 - 2009) hätte träumen lassen, wie entscheidend schon bald nach seinem Tumor-Tod Ende August die Nachwahl für seinen freien Sitz im US-Senat in Washington werden würde? Der Bundesstaat Massachusetts war und ist Herzland der Demokratischen Partei. Umso größer nun die Aufregung, weil ihr eine Niederlage drohen könnte – mit Auswirkungen für Präsident Obamas Gesundheitsreform.
Die Meldungen von der koreanischen Halbinsel sind wechselhaft wie das Wetter: Gerade hatte die nordkoreanische Demokratische Volksrepublik der Republik (Süd-)Korea Verhandlungen über die Wiederaufnahme gemeinsamer Tourismusprojekte vorgeschlagen und ein Angebot des Südens über Nahrungsmittelhilfe akzeptiert. Da folgte am vergangenen Freitag aus Pjöngjang die Drohung, keine Gespräche mit Südkorea mehr zu führen und einen »heiligen Krieg« zu beginnen.
Geeinte FPÖ tritt aus Haiders Schatten
Über 90 Prozent der knapp 400 Kärntner BZÖ-Delegierten stimmten am vergangenen Sonnabend für Obmann Uwe Scheuch. Der hatte in den Wochen zuvor die »Heimkehr« seiner Landesgruppe unter die Fittiche der Bundes-FPÖ und damit das Ende der BZÖ-Abspaltung betrieben. Ohne Gegenstimme besiegelte die rechte Polit-Elite Kärntens diesen Kurs. Das »dritte Lager«, wie sich die aus den Deutschnationalen hervorgegangenen Recken gerne selbst bezeichnen, ist damit wieder vereint.
Stromklau: Kündigung unwirksam
Siegen (AFP). Das Arbeitsgericht Siegen hat eine Kündigung wegen Stromdiebstahls im Wert von 1,8 Cent für unwirksam erklärt. Gerichtsdirektor Christian Vollrath bestätigte am Montag Informationen eines Anwaltsverbandes. Der Arbeitnehmer war mit einem Elektroroller zur Arbeit gefahren. Um Strom für die Heimfahrt zu haben, steckte er am Arbeitsplatz das Ladekabel in die Steckdose.Dabei entnahm er na...
Schaeffler auf dem Weg zum Kapitalmarkt
Herzogenaurach (dpa/ND). Der Autozulieferer Schaeffler bündelt weite Teile seines deutschen Geschäfts künftig unter dem Namen Schaeffler Technologies. Die Umfirmierung des Wälzlagerherstellers und Autozulieferers Schaeffler KG zum 1. Februar sei Teil eines Maßnahmenpakets, mit dem die Schaeffler-Gruppe »kapitalmarktfähige Strukturen« schaffen wolle, sagte ein Firmensprecher am Montag. Das nach der...
Umwelthilfe will Hannover verklagen
Berlin (ND). Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) fordert die Stadt Hannover dazu auf, das Fahrverbot für Autos mit gelber Plakette in der Umweltzone beizubehalten. In einem anwaltlichen Schreiben fordert die DUH am Montag den Umweltdezernenten Hannovers, Hans Mönninghoff, auf, Rechtsvorschriften einzuhalten und den Luftreinhalteplan umzusetzen. Aus diesem gehe hervor, dass die verkehrsbedingten L...
Die Hintertür ist noch offen
Die Zukunft des strahlenden Mülls aus dem Lager Asse bleibt weiter ungeklärt. Zunächst sah es so aus, als könnten sich alle Beteiligten auf eine Bergung der Fässer einigen – nun werden die Stimmen der Flutungsbefürworter aber wieder lauter.
Während die Spitzen der schwarz-gelben Koalition am Wochenende versuchten, ihre Dissonanzen bei der Frage der Steuersenkungen zu entschärfen, meldete sich das unternehmernahe Institut der deutschen Wirtschaft mit der Botschaft zu Wort: Trotz schwieriger Haushaltslage sind Steuersenkungen finanzierbar.
HEUTE IN HAMBURG – »lautlos-ja, sprachlos-nein – Grenzgänger zwischen Korea und Deutschland« Mit Martin Hyun (Autor). Hyun wurde 1979 als Sohn koreanischer Gastarbeiter in Krefeld geboren. In seinem bewegenden und humorvollen Buch erzählt er von der Integration einer Minderheit, über die in Deutschland kaum etwas bekannt ist. Obwohl Deutsch-Koreaner alle Kriterien erfüllen, die die Bun...
Von Jennie Lorentsson, Stockholm (IPS)Trotz der Weltwirtschaftskrise will Schweden die Höhe seiner Entwicklungshilfe von derzeit ein Prozent seines Bruttonationaleinkommens (BNE) beibehalten. Die Zuwendungen des skandinavischen Landes übersteigen damit die Forderungen der Vereinten Nationen von 0,7 Prozent. »Wir sind wahrscheinlich das einzige Geberland der Welt, das seine Ausgaben für die Entwick...
Exakt eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben von Haiti ist die Opferzahl nach wie vor unklar. Die Ausmaße lassen sich rational ohnehin nicht mehr erfassen. Eine weitere Unklarheit wird selbst bleiben, wenn die UNO in einigen Wochen, vielleicht Monaten, eine endgültige Zahl der Opfer nennt: Wie viele von ihnen wurden vom Erdbeben getötet, wie viele vom Kapitalismus? Wie selten in der Geschichte ...
Erinnerung an einen linken Aufbruch
Den Spuren des linken Aufbruchs in Lateinamerika in den 60er Jahren ist der lesenswerte Sammelband »Kontinent der Befreiung?« gewidmet.
ndPlusLeonhard F. Seidl, Kisii
Arbeitsurlaub auf der Ökofarm
Wer keine Lust hat, im Urlaub nur am Strand herumzuhängen und auch noch an ökologischem Landbau interessiert ist, für den erschließt sich eine ganz eigene Welt: Arbeiten auf einer der weltweiten Ökofarmen, im Zuge des Projektes World Wide Opportunities on Organic Farming (WWOOF).
Bürger lassen Schnee liegen
(dpa/ND)). Eltern zerren Kinderwagen durch Schneeberge, Autos drehen durch, Fußgänger stürzen – seit Wochen hat Berlin reichlich Schnee, wegräumen mag ihn aber kaum jemand. In einem ungewöhnlichen Aufruf wandte sich der Bezirk Mitte deshalb am Montag an seine Bürger. »Mich erstaunt, mit wie wenig Ehrgeiz viele Anlieger dieser Pflicht zeitnah nachkommen«, redete Stadtrat Ephraim Gothe den Bew...
(dpa). Kinder machen Krach – und das ist grundsätzlich zumutbar. Das hat der Umweltausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses am Montag entschieden. Die Volksvertreter fügten auf Vorschlag von SPD und LINKE diesen Passus in das Berliner Immissionsschutzgesetz ein: »Störende Geräusche, die von Kindern ausgehen, sind als Ausdruck selbstverständlicher kindlicher Entfaltung und zur Erhaltung kind...
(dpa). Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird nach der mobilen Gesundheitsstation diese Woche noch ein Hospital ins Erdbebengebiet nach Haiti entsenden. In dem Krankenhaus, dessen Kisten mit 50 Tonnen Material im DRK-Logistikzentrum in Schönefeld überprüft werden, können Ärzte nach DRK-Angaben vom Montag bis zu 700 Patienten täglich ambulant versorgen, es hat 120 stationäre Betten. Mitte der Woche sol...
Linden, Sankt-Hedwigs-Kathedrale und Alte Bibliothek grenzen an das historische Pflaster. Das Ensemble Bebelplatz in der Berliner Mitte gehört zu den schönsten der Stadt und befindet sich unter Denkmalschutz. Ein Platz, den man in solcher Harmonie und Schönheit wahrlich suchen muss. Natürlich zieht es ganz besonders all jene zuerst hierher, die auf optische Wirkungen abzielen. Denn einen besseren ...
Luxus bleibt bewährtes Konzept
(dpa). Das Luxuskaufhaus KaDeWe sieht sich zum Jahresauftakt trotz des geplanten Verkaufs der Karstadt-Warenhäuser gut aufgestellt. Nach der Pleite des Mutterkonzerns Arcandor sollen sie bis zum Frühjahr an einen neuen Investor gehen. Das vergangene Jahr sei trotz der Insolvenz recht gut verlaufen, sagt die KaDeWe-Chefin Ursula Vierkötter. Nun warte das KaDeWe unter dem Dach von Karstadt gespannt ...
Fashion Week prüft Umzug vom Bebel-Platz
(dpa). Die Berliner Fashion Week verlässt möglicherweise den Bebelplatz. »Wir prüfen, was uns Wirtschaftssenator Harald Wolf empfiehlt«, sagte Veranstaltersprecher Daniel Aubke am Montag. Die Fashion Week im Juli könnte schon eine neue Adresse in Berlin haben. An der Austragung auf dem Bebelplatz hatte es massive Kritik gegeben. Er war unter den Nazis 1933 Ort der Bücherverbrennung, daran erinnert...
Mehr Lernzuwachs für Kinder
ND: Der Landeselternausschuss fordert eine Qualitätsprüfung für Grundschulen. Aus welchem Grund? Schindler: Nicht nur für Grundschulen, für alle Schulen von der ersten bis zur letzten Klasse. Wir haben festgestellt, dass es Defizite im Bereich der Grundschulen gibt. Nehmen wir die Schulanfangsphase. Wir wissen, dass ein sehr hoher Anteil der Schüler in der Anfangsphase verbleibt. Wir wissen auch, ...
Bis vor einem Jahr spielten Rechtsextreme gern Berliner Bezirke gegeneinander aus. Klappte es etwa mit einer Raumanmietung in Friedrichshain-Kreuzberg nicht, wich man kurzerhand nach Steglitz-Zehlendorf aus. Berlin galt unter jungen und alten Nazis deshalb als günstiges Terrain und lockte auch die Bundes-NPD an, die in Reinickendorf zwei Mal – 2006 und 2009 – ihren Bundesparteitag abhi...
Lange Nacht in Wissenschaft und Forschung
(ND). Hoffentlich bei nicht ganz so eisigen Temperaturen können Wissbegierige bald wieder des Nachts durch Museen und Ausstellungen wandern. Am 30. Januar findet die 26. Lange Nacht der Museen statt. Passend zum Themenjahr »Berlin – Hauptstadt für die Wissenschaft 2010« nimmt die Lange Nacht Forschung und Wissenschaft in den Museen in den Focus, teilten die Veranstalter mit. Etwa 60 Häuser n...
Moderner Briefroman auf der Bühne
Eigentlich kann es gar nicht funktionieren: einen Roman auf die Bühne zu bringen, in dem zwei Menschen nichts anderes tun, als sich gegenseitig E-Mails zu schreiben. Doch die Berliner Komödie am Kurfürstendamm macht aus Daniel Glattauers Bestseller »Gut gegen Nordwind« ein hinreißendes, ganz und gar nicht virtuell abgedrehtes Theatervergnügen. Das Zwei-Personen-Stück erzählt, wie der 2006 erschien...
»Shut up and dance! Reloaded« in Bestform
Was den jungen Choreografen des zeitgenössischen Bereichs die Tanztage in den Sophiensaelen, ist denen vom Staatsballett die Reihe »Shut up and dance! Reloaded«. Dem harten Kern sowie Neulingen bietet sie schon im dritten Durchgang Förderung, mit der Komischen Oper ist die Spielstätte nun edler geworden. Dort geriet die Ausgabe zur besten seit Begründung 2005, vielleicht weil den Kandidaten eine B...
Liebesdrama zwischen den Schichten
Nicht in der Besenkammer, sondern in der Wäscherei des stillgelegten Stadtbades Steglitz beheimatet Regisseur Stefan Neugebauer seine modernisierte Interpretation des Strindbergschen Liebesdramas »Fräulein Julie«. Gewissermaßen als Star der Produktion hat er die an der mit Theateraura versehenen Stanislawski-Schule studierende Monika Gossmann vom fernen Moskau hinweg an den Berliner Randbezirk gel...
Stolpersteine auf Helgoland
Helgoland (epd/ND). Auf Helgoland sollen am 17. April sechs Stolpersteine für ermordete Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime verlegt werden. Zugleich plane die Berliner Historikerin Astrid Friedrichs eine umfangreiche Aufarbeitung der Geschehnisse auf dem »Roten Felsen« von 1943 bis 1945, teilte das Helgoland Museum mit. Der erste Stein gilt Heinrich Prüß (1889-1944), der auf Helgoland einen Fri...
Ein Winterparadies vor der Tür
Normalerweise lässt er keinen Marathon aus. Doch seit dem ersten Schneefall im Dezember ist Werner Scuda auf seinen Brettern im Wuhletal unterwegs. Schließlich bescherte die weiße Pracht den Marzahn-Hellersdorfern ein Wintersporteldorado – und das direkt vor der Tür. Das durch die letzte Eiszeit etwa vor 10 000 Jahren geprägte Tal bietet sich mit fast 20 Kilometern auf unterschiedlichen Wege...
Turnerkreuz oder Hakenkreuz
Ein Symbol der Turner, das einem Hakenkreuz sehr ähnlich sieht, sorgt für anhaltende Diskussionen in einem der größten Hamburger Sportvereine. Seit geraumer Zeit wird gefordert, das Kreuz zu entfernen.
Braucht Berlin die verlängerte A 100?
Der Streit über den 440 Millionen Euro teuren Weiterbau der Stadtautobahn A 100 zum Treptower Park geht weiter, auch unter Experten. Bei einer Anhörung im Stadtentwicklungsausschuss des Abgeordnetenhauses stellte Wulf Hahn vom Marburger Büro RegioConsult die Notwendigkeit der Trasse generell in Frage, während Thomas Richter von der TU Berlin den Bau wegen seiner Entlastungsfunktion befürwortet. Da...
Zukunftsagentur blickt auf Export
Die Bilanz der brandenburgischen Zukunftsagentur (ZAB) ist durch die Krise deutlich eingetrübt. Wie gestern auf einer Jahres-Pressekonferenz in Potsdam bekannt gegeben wurde, konnten im vergangenen Jahr durch die ZAB insgesamt 95 erfolgreiche Ansiedlungen betreut werden. Im Jahr zuvor seien es 125 gewesen. Die Zahl ausländischer Investitionen habe sich in der gleichen Zeit von 19 auf 11 verringert...
Feierabend heißt Ehrenamt
Ihr Arbeitstag dauert zehn, zwölf Stunden und mehr. Auch an den Wochenenden bleibt für Brandenburgs Minister kaum Zeit für Privates. Sie müssen Akten sichten, Anfragen beantworten und natürlich »Politik machen«. Freizeit ist für viele rar. Die Terminkalender sind mit dienstlichen Verpflichtungen voll, dazu fordern Familien und Freunde ihr Recht. Trotzdem liegt den Ressortchefs von SPD und Linkspar...
Die Zahl der Sozialbestattungen, bei denen Land und Bezirke die Kosten tragen, wächst auch in Berlin. Inzwischen gibt das Land rund drei Millionen Euro im Jahr aus, damit Angehörige ihre Toten würdig unter die Erde bringen können.
Akustik aus der Blechbüchse
Einer der massivsten Trends der Live-Musik-Branche der letzten Jahre, so belegen die Untersuchungen des britischen Soziologen Simon Frith, ist die sogenannte Kommodifizierung – das Konzertereignis als Ware, eine logische Entwicklung, wenn mit Tonträgern kein Geld mehr zu machen ist. Das zwingt die Künstler, die ihre großen Acts zum Teil vor über 20 Jahre hatten und deren Bands längst aufgelö...
Das Drama des romantischen Menschen
Immer den Steinen nach, hatten die Träume gesagt. Da waren die Messner-Brüder im Villnöss-Tal noch Kinder. Sie gingen den Steinen nach. So fanden sie sich wieder, aufsteigend, verstiegen ins Bodenlose hoch über der Zivilisation. Das Bergsteigen, das Unterwegssein, spiegelt die Zerrissenheit des romantischen Menschen, der, so Reinhold Messner, »von der Sehnsucht nach draußen lebt, wenn er daheim is...
Mehr als die großen Vorgänge der Welt interessieren mich die kleinen, die in ihrer Summe die großen sind. Wer das erste kleine Zittern wahrnahm, wird vom großen Beben nicht überrascht«, schrieb Erwin Strittmattter für Lothar Sell, als er ihm sein Exemplar der Erstausgabe des »Ochsenkutscher« überreichte. Worte, die auch das Schaffen des Grafikers, Malers und Bildhauers Lothar Sell charakterisieren...
Jetzt ist überall zu lesen, er sei der Autor der erfolgreichen TV-Serie »Unser Lehrer Doktor Specht« gewesen. Ach, der. Toll. Ja, war er. Aber Reihen-Popularität frisst das Wahre auf. Der Drehbuchschreiber Kurt Bartsch war einer der bissigsten, skurrilsten, witzigsten Dichter einer DDR, die er nicht so haben wollte, wie er sie verdichtete. »Immer glauben, nur nicht denken/ und das Mäntelchen im Wi...
Wie ungeteilt zu erben ist
Wer verstehen will, was in deutscher Kultur (und Politik mit der Kultur) – in Zeiten der Teilung, im Prozess demokratischen Aufbruchs mit nachfolgendem Eilanschluss der DDR und in all den Jahren seither – an gegenseitigem Verstehen möglich und was an Missverstehen und nachholendem Kulturkampf angehäuft wurde, der lese diese so dichten wie sorgsam recherchierten Essays des Ostberliner P...
Zwei befreundete Grenzgänger
So sah Gerhard Altenbourg Horst Hussel, den »Freund H.« (1961, Lithografie auf Karton): Ein Geschöpf fremder Herkunft stellt sich da als ein Wunderbares, Ungewohntes in unseren Raum, und es ist gerade die gewöhnliche Wirklichkeit, die dessen Seltsamkeit erst deutlich macht. Das imaginäre Bildnis führt ein grafisches Eigenleben. Von einem zarten Liniengespinst durchzogen, wird der kaum begonnene Rh...
Zu langes Fernsehen kann lebensgefährlich sein: Einer australischen Studie zufolge haben Menschen, die mehr als vier Stunden täglich vor dem Fernseher sitzen, ein um 46 Prozent erhöhtes Risiko, an verschiedenen Krankheiten zu sterben, im Vergleich zu denen, die den täglichen TV-Konsum auf unter zwei Stunden begrenzen. Das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sei sogar um 80 Prozent erhöht, so da...
Die Rezension - Hilfe durch Angst
Hinter körperlichen Beschwerden wie Schwindel, Herzproblemen und Übelkeit verstecken sich oft unbewusste Ängste. Ängste, die krank machen. Dabei ist Angst doch so hilfreich und gehört zum Leben. Wer sie nicht kennt, ist in höchstem Maße gefährdet. Angst erfüllt eine wichtige Schutzfunktion und verhindert, dass wir uns in Gefahr begeben. Nicht alle Menschen können Angst so erleben. Ihre Angst ist n...
Von M. Bernhardt und T. Seelig
Weniger Reiz
Ein Schlussstrich ist nicht gezogen. Die Schwimmweltrekorde der Vergangenheit werden auch die der Zukunft sein. Das beschloss der Weltverband FINA und erteilte jenen eine Abfuhr, die forderten, die mit sogenannten Hightech-Anzügen geschwommenen Fabelrekorde der vergangenen Jahre zu löschen. Eine richtige Entscheidung, nur mit der falschen Begründung: Die FINA hat auf Empfehlung ihrer Rechtskommiss...
Klopp gehen Gäule durch
Nicht der kuriose Spielverlauf mit drei Treffern in den letzten neun Minuten oder der Frust des formschwachen Kölner Nationalspielers Lukas Podolski, sondern das Verhalten von Dortmunds Trainer Jürgen Klopp sorgten für Diskussionen nach dem 3:2-Sieg seines Teams am Sonntagabend beim 1. FC Köln. Nach seiner Verbannung auf die Tribüne wegen Protesten lieferte sich Klopp Wortduelle mit Fans und macht...
Ghana nun ohne Essien
Ghana muss beim Afrika-Cup auf seinen Superstar Michael Essien verzichten. »Er wird nicht mehr bei diesem Turnier spielen können«, sagte Teamsprecher Randy Abbey gestern. Vor dem entscheidenden Vorrundenspiel heute in Luanda gegen Burkina Faso war die Nachricht für die Mannschaft ein Schock. Der Kollege von Michael Ballack beim FC Chelsea London hatte sich im Training am Knie verletzt. Als Ersatz ...
Ein Traum, viele Träumer
Es wird dieser Tage viel geträumt. »Natürlich wollen wir ganz oben stehen«, sagt Thierry Omeyer, der Torhüter der französischen Nationalmannschaft. »Unser Ziel in Österreich ist Gold«, sagt Bogdan Wenta, der polnische Trainer. Und auch Johannes Bitter strebt das Maximale an: »Der Traum ist immer der Titel«.
Operation Olympia mit neuer Musik
Das Interesse der Eiskunstlauf-Fans richtet sich ab heute auf Tallinn. Die Europameisterschaften in der Hauptstadt Estlands gelten als letzter Test vor den Olympischen Winterspielen im Februar, und aus deutscher Sicht stehen die Chemnitzer Paarlauf-Weltmeister Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy ganz besonders im Fokus. Sawtschenko kränkelte in den vergangenen Wochen, sodass das Duo nur eingesch...
Ikone der Konsumkultur
Schon Anfang des 19. Jahrhunderts hatte der britische Kaufmann Peter Durand die Idee, Nahrungsmittel in luftdicht verschlossenen Blechbehältern zu erhitzen und damit zu konservieren. Doch erst im Januar 1935, nach dem Ende der Prohibition in den USA, brachte die Gottfried Krueger Brauerei in New Jersey erstmals aus Stahl gefertigte Bierdosen auf den Markt – und dazu einen Öffner, mit dem sic...
Gefragt wie eh und je: Wahrsager
Jeden Tag gehen 33 000 Menschen in Italien zu Magiern, Kartenlesern, Astrologen und anderen Scharlatanen. Insgesamt sind es etwa 11 Millionen Menschen, 18 Prozent der Bevölkerung. Und die Wirtschaftskrise kann diesem »Industriezweig« rein gar nichts anhaben. »Ist Ihre Partnerschaft nicht mehr vital? Suchen Sie einen Menschen, den Sie vor vielen Jahren aus den Augen verloren haben? Magier Letterius... | de |
q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn: Reclams Science-fiction-Führer. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6, S. 20–24.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
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Cristi (VLAD IVANOV) ist ein vom rechten Weg abgekommener Polizist aus Bukarest, der sich vom organisierten Verbrechen einspannen lässt. Auf La Gomera soll ihm in aller Abgeschiedenheit die Pfeifsprache El Silbo beigebracht werden. Sie spielt eine zentrale Rolle bei den Versuchen, einen Vertrauten (SABIN TAMBREA) von Gangsterboss Paco (AGUSTÍ VILLARONGA) aus dem Gefängnis zu befreien, der als einziger weiß, wo 30 Millionen Euro Beute aus einem Raubzug versteckt sind. Cristi weiß nicht, dass man ihm längst auf der Spur ist: Seine Vorgesetzte Magda (RODICA LAZAR) lässt ihn abhören, überall befinden sich Wanzen und Überwachungskameras. Keiner traut keinem. Und Cristi hat eigene Pläne – erkennt aber, dass ihm die Kontrolle nach und nach entgleitet und sein Leben schon bald nichts mehr wert ist.
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q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn: Reclams Science-fiction-Führer. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6, S. 20–24.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
Mann | DAGMAR GABLER - NEWS
D A G M A R G A B L E R
N A C H T SC H A T T E N
Drehbeginn auf Usedom
https://www.daserste.de/unterhaltung/film/der-usedom-krimi/der-usedom-krimi-drehstart-nachtschatten-vom-geben-und-nehmen100.html
Der Film wird am Wettbewerb des diesjährigen Fernsehfilm-Festivals Baden-Baden teilnehmen!
Donnerstag, 30.11.2017 um 11:45 Uhr im Runden Saal
Sendetermin auf 3sat: Donnerstag, 30.11.2017 um 20:15 Uhr
http://www.fernsehfilmfestival.de/der-sohn.html
Erstausstrahlung um 20.15 h am Mi, 6.September im Ersten
Wiederholungen: 000.20 h am Do, 7. September, ARD und am So, 10.September um 20.15 h
http://www.daserste.de/unterhaltung/film/filmmittwoch-im-ersten/sendung/der-sohn-statement-dagmar-gabler-100.html
http://www.tittelbach.tv/programm/fernsehfilm/artikel-4686.html
Premiere "DER SOHN" beim
diesjährigen Filmfest München!
Es wird eine Spätvorstellung um 21.30 h am Mo, 26. Juni in München beim diesjährigen Filmfest, aber Hauptdarsteller und Stab werden anwesend sein!
http://www.filmfest-muenchen.de/de/programm/filme/film/?id=5422
Familiendrama "DER SOHN":
Dreh in Güstrow für NDR-Film mit Mina Tander
Ist ihr Sohn ein Mörder? Mit dieser Frage sieht sich eine alleinerziehende Mutter in dem NDR-Fernsehfilm konfrontiert, den der mehrfache Grimme-Preisträger Urs Egger ("Der Fall Bruckner") bis zum 15. Dezember in Güstrow dreht. Die Hauptrollen in "Der Sohn" spielen Mina Tander und Nino Böhlau (als Stefan). Vor der Kamera von Konstantin Kröning stehen zudem u. a. Muriel Baumeister, Lena Dörrie, Alea Sophia Boudodimos, Tobias Oertel, Martin Baden, Aykut Kayacik und Godehard Giese. Die Vorlage schrieben Dagmar Gabler und Peter Andersson.
Zur Handlung: Katharina und ihr 16-jähriger Sohn Stefan leben in einer norddeutschen Kleinstadt. Stefan ist mit einer schweren Form von Asthma geboren worden, Katharinas Angst und Fürsorge haben das Aufwachsen des Kindes begleitet. Ganz tief in ihr nagt jedoch ein Zweifel (....)
Produzentin ist Tanja Ziegler (Ziegler Film), Redakteur ist Donald Kraemer (NDR). Das Erste zeigt den Film voraussichtlich im kommenden Jahr.
16. November 2016 / IB
(mit freundlicher Genehmigung: presse(at)ndr.de)
http://www.ardmediathek.de/tv/Nordmagazin/Der-Sohn-Dreharbeiten-in-Güstrow/NDR-Fernsehen/Video?bcastId=25231222&documentId=39169190
http://www.rbb-online.de/kultur/beitrag/Berliner-Kommissare-Mark-Waschke-Meret-Becker.html
Aus völlig unerfindlichen Gründen wird in einem Einkaufsarkaden-Parkhaus eine Frau brutal überfahren....
Neben Meret Becker und Mark Waschke spielen Valerie Koch und Thomas Heinze in meinem rbb-Tatort „Wir - Ihr - Sie“, der heute in Berlin Drehstart hat.
Regie führt wie schon bei meinem Kölner Tatort „Der Fall Reinhardt“ T.C. Fischer, Erstausstrahlung ist voraussichtlich am 5.Juni 2016
http://www.rbb-online.de/kultur/beitrag/Torsten Fischer-Konstantin Kröning-Mark-Waschke-Meret-Becker.html
Drehstart für „TATORT: LU“
Jürgen Vogel ist der titelgebende „Lou“ in einem neuen Lena-Odenthal-„Tatort“, für den am 8. April 2015 die Drehstartklappe fällt. Produziert wird „Tatort: Lou“ (AT) vom SWR in Zusammenarbeit mit der Maran Film, Regie führt Jobst Oetzmann.
Das Buch schrieb Dagmar Gabler, die Kamera verantwortet Jürgen Carle.
Neben Ulrike Folkerts, Andreas Hoppe und Lisa Bitter spielen unter anderen Jürgen Vogel, Christoph Bach, Ingrid van Bergen, Jürg Löw, Daniel Arthur Fischer, Annalena Schmidt, Peter Espeloer.
Ausstrahlungstermin wird noch dieses Jahr, am 13.Dezember 2015 sein.
http://www.bavaria-film.de/index.php?id=4070&no_cache=1&tx_dlasnews_pi1%5Bnews%5D=13179&cHash=9d6e
6796b5a9f81da17a7dfe09c0984d
Mehr dazu bei den tatort-fundus-Kollegen:
http://www.tatort-fundus.de/web/news2014/von-der-leiche-in-der-tortenschachtel.html
Jürgen Vogel und Hendrik Heumann, Foto: Alexander Kluge, SWR -
Nach "Tatort: Der Fall Reinhardt" im letzten Jahr wird nun auch dieses Jahr ein Tatort von mir beim Deutschen Fernseh-Krimi-Festival in Wiesbaden zu sehen sein:
von Willi Huismann und mir in der Regie von F. Baxmeyer läuft im Wettbewerb und wird am Do, 5. März um 10 h gezeigt und am So 8.März wiederholt. Im Anschluss gibt es ein Filmgespräch mit der Redakteurin Annette Strelow und uns Autoren.
http://www.fernsehkrimifestival.de/tatort-brueder/
Auf Regie-Suche ist die Geissendörfer Produktion für mein Kino-Drehbuch SPLITTERFASERNACKT (nach der wahren Geschichte von Lilly Lindner).
Nach Erhalt von Media-Förderung und Zusage des WDR hat ELECTRIC GIRL nun eine Regisseurin: Ziska Riemann und darüberhinaus BKM Produktionsförderung erhalten!
Für die Bavaria in Köln entsteht darüberhinaus ein Spielfilmdrehbuch in Zusammenarbeit mit Christoph Röhl: UNBEGLEITET (AT)
Außerdem entsteht ein weiterer Tatort für Köln:
TATORT: DIE EISBÄRIN
und erstmals für das neue Team in Berlin:
TATORT: WIR-IHR-SIE (AT)
© DAGMAR GABLER | de |
q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
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Lexika
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Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
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Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
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CA50W2 Take-Two Interactive Software AG 27.03.20 - nein 2,77 sold
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q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn: Reclams Science-fiction-Führer. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6, S. 20–24.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
Mann | Anna Trökes | Die große Yoga-Box | Bognermusik - Noten - CDs - Blasmusik - Volksmusik
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Trökes,Anna:
Wir sind ständig damit beschäftigt, unser Leben so effektiv wie möglich zu gestalten, vergessen dabei aber oft das wichtigste: uns selbst. Wer Yoga praktiziert hat das beste Mittel an der Hand, sich selbst achtsam wahrzunehmen und Körper und Seele miteinander zu verbinden und in Einklang zu bringen.
01. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 005:36
02. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 003:09
03. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 006:07
04. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 007:36
05. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 011:50
06. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 010:10
07. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 007:06
08. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 007:04
09. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 007:55
10. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 005:39
01. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 004:29
02. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 004:17
03. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 004:43
04. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 005:36
05. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 006:43
06. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 007:46
07. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 005:55
08. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 007:18
09. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 005:03
10. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 010:23
11. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 007:21
01. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 014:15
02. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 004:36
03. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 003:58
04. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 005:14
05. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 006:34
06. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 007:57
07. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 012:02
08. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 008:30
09. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 000:55
10. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 006:58
11. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 006:58
12. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 006:32
01. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 007:58
02. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 009:38
03. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 007:28
04. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 008:50
05. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 010:51
06. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 008:47
07. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 005:54
08. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 019:55
01. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 004:30
02. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 005:15
03. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 006:07
04. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 006:39
05. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 007:07
06. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 006:43
07. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 007:55
08. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 005:24
09. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 006:07
10. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 005:36
Produktinformationen "Die große Yoga-Box"
EAN/UPC-Code 9783451351921
Titelergänzung 5 Übungsprogramme
Gesamtspieldauer 366:59
Interpret Trökes,Anna
Wir sind ständig damit beschäftigt, unser Leben so effektiv wie möglich zu gestalten, vergessen dabei aber oft das wichtigste: uns selbst. Wer Yoga praktiziert hat das beste Mittel an der Hand, sich selbst achtsam wahrzunehmen und Körper und Seele miteinander zu verbinden und in Einklang zu bringen. 5 Übungsprogramme hat Anna Trökes für diese Box zusammengestellt, die uns helfen, auch im hektischsten Alltag, zu uns selbst zurückzufinden.Durch die unverwechselbare Musik sind wir inzwischen für viele Menschen auf den verschiedensten Festen ein Garant für Freude und gute Stimmung. Auf dieser Seite könnt Ihr euch einen kleinen Eindruck von uns, unserer Musik und den einzelnen Musikanten machen. Ebenso könnt Ihr Euch hier über unsere aktuellen Auftritte informieren und bei Interesse auch mit uns in Kontakt treten. Wir wünschen Euch auf dieser Seite viel Vergnügen und freuen uns, Euch irgendwann persönlich auf einem Fest oder einer Spielerei begrüßen zu können. Eure Tegernseer Tanzlmusi... wurden durch viele Hit`s im In- und Ausland bekannt. (Wird schon werd\'n sag\'t Frau Kern / Der Lehrer, da Pfarrer und da Wirt...) Mit mehr als 400 TV Auftritten und zahlreichen Rundfunkeinsätzen zählen die Zwidern nach wie vor zu den erfolgreichsten Interpreten im volkstümlichen Bereich. Ein Programm der Superlative! Von Volksmusik bis Rock! Dort wo die Veranstaltung zum Erlebnis wird!Der Name 4-Klang steht für vier junge Musikanten/-innen aus dem Tiroler Unterland. Die beiden Schwestern Tina und Christina Neumayr aus Aurach b. Kitzbühel, und die beiden Brüder Hubert und Toni Klingler bilden somit die Volksmusikgruppe.Diese Zusammensetzung mit zwei Harfen, Traudl Egger und Ursula Neuhauser - Gitarre, Pepi Egger - Kontrabaß, Walter Egger, hat sich durch ihr hervorragendes Spiel weithin einen Namen gemacht. Mit Unterstützung ihres Harfenlehrers Erich Schubert, dessen Arrangements diese vier Musikanten bevorzugen, entstand im Laufe der Jahre dieser anspruchsvolle Klangkörper.Vielseitigkeit ist Programm: „Es gibt für mich keine gute oder schlechte Musik, es gibt nur gut und weniger gut gemachte Musik“ – bekennt der in München lebende Sänger Uwe Adams und schafft damit mühelos den Spagat zwischen Volksmusik, Schlager, Pop und Rock, zwischen Solo-Projekten und Chorgesang.Der kleine Ort Aidling liegt auf einer Anhöhe oberhalb des Riegsees in der Nähe von Murnau. Die fünf Musikanten widmen sich seit über 13 Jahren der instrumentalen Volksmusik in gleicher Besetzung mit Hackbrett, Zither, Harfe, Gitarre und Kontrabass. Viele ihrer Musikstücke stammen aus überlieferten Noten, die sie beim Musizieren bearbeiten und einrichten.Schon vor über 50 Jahren hatten Mitglieder der Musikkapelle Alpbach gern Weisen und Jodler geblasen. Daraus entstand 1958 die Idee, eine Bergmesse als Bläserquartett musikalisch zu umrahmen.Auf diesen Gedanken war Peter Moser gekommen. So wurden die „Alpbacher Bläser“- nicht gegründet, sondern entstanden aus der Freude am gemeinsamen Musizieren.Bei einer Jubiläumsveranstaltung in der Münchner Musikhochschule im Jahr 1987 trat die Altbairische Blasmusik zum ersten Mal an die Öffentlichkeit. Karl Edelmann hatte zu diesem Anlass einige Musikanten zusammengerufen und mangels Notenmaterial rasch ein paar Stückl im Stil seines Vorbildes, der Blaskapelle Otto Ebner arrangiert. Der Erfolg war so groß, dass der Bayerische Rundfunk zahlreiche weitere Titel für sein tägliches „Bayernmagazin“ in Auftrag gab und aufnahm.Die „Altmühldorfer Musikanten” - unter diesem Namen finden über Grenzen hinweg eine Handvoll Musikanten um das Ehepaar Ursula und Wolfgang Neumüller zum Musizieren zusammen. Eine Stimme, die sich einen Namen gemacht hat. Ein Tenor, der sein volkstümliches Publikum nicht nur mit seinen musikalischen Märchen begeistert, sondern auch als Stimmungskanone und Schlagersänger gefeiert wird.Für Andrea & Manuela ist Musik das schönste Hobby.... und dieses Hobby nehmen sie ernst! Immerhin haben es die Schwestern aus Thüringen damit zum erfolgreichsten Duo volkstümlicher Musik in Mitteldeutschland gebracht, mit über 300 Fernsehauftritten seit 1986.Der Anzenberger Dreigsang, bestehend aus Elly und Hans Anzenberger sowie deren Tochter Simone, ist bestrebt, das echte Volksgut zu pflegen und weiter zu vermitteln.Peter Aschberger, Leiter und Initiator der Aschberger Stub\'nmusi hat mit seinen Produktionen \"Meilensteine\" in seinem künstlerischen Leben gesetzt. Er beweist seine einzigartige, musikalische Vielseitigkeit und sein untrügliches Gespür für die feine, gefühlvolle Musik.Man merkt, dass Peter Aschberger und seine Musikanten die ursprüngliche Volksmusik der Alpen lieben und deshalb so hervorragend interpretieren.1955 in Bad Reichenhall geboren, bekam er schon im Alter von 6 Jahren seine erste Harmonika geschenkt. Nach der Schule absolvierte er eine Malerlehre, begann aber danach das Studium für Schulmusik in Salzburg, welches er 1976 erfolgreich abschließen konnte. Seitdem lehrt er an der Musikschule Inzell.Die Aufhamer Klarinettenmusi spielte erstmals im Spätherbst 1974 bei einem \"Hoagart\'n\" auf der alten Neubichler Alm auf. Aus den ersten Versuchen entwickelte sich eine ungewöhnlich beständige Gruppe, die seit mehr als 25 Jahren bei den \"Volkstanzlern\" und Volksmusikliebhabern im Rupertiwinkel und weit darüber hinaus für ihre abwechslungsreiche, harmonische und rassige Tanzlmusi bekannt und geschätzt.Kurz nach ihrer Heirat fanden Toni und Christina Hillebrand heraus, das sie nicht nur in der Liab sondern auch mit ihren Stimmen wunderbar harmonieren.„Slavko Avsenik und seine Original Oberkrainer“ sind schon heute eine Legende! Seit dem Jahre 1953 ist dieses Ensemble durch seine Auftritte, Schallplatten, TV- und Rundfunk Sendungen in aller Welt bekannt und beliebt. Sie haben Ihre Musik einem Millionenpublikum näher gebracht und unzählige Menschen auf der ganzen Welt begeistert. Die Erfinder des Oberkrainer-Sounds sind aus der Musikszene nicht mehr wegzudenken. Wer Slavko Avsenik und sein Ensemble gesehen und gehört hat und die überschäumende Freude an Ihren musikalischen Darbietungen erleben konnte, wird das Werk dieser Vollblutmusikanten zu schätzen wissen.Die Gruppe wurde 1991 durch die Geschwister Schabmair aus Egmating mit der Harfenistin Lisi Höß und ihrem Bruder Karl Schabmair, einem Bassspieler, ergänzt und so wurde die „Bairer Saitenmusi“ gegründet.Als der \"Zitherkönig\" Alfons Bauer am 3. Februar 1997 für immer seine Augen schloß, starb nicht nur ein großartiger Mensch und tüchtiger Geschäftsmann, sondern auch einer der hervorragendsten und vielseitigsten Musiker. Alfons Bauer war ein Musiker der Musik willen, und nicht des Geldes. Er wollte sich auch nie auf eine Musikrichtung festlegen.Uschi Bauer spielte bereits als Kind Klavier und erhielt Gesangsunterricht. Nach der Schule studierte sie an der Hochschule für Musik und Theater München. In den 1970er Jahren nahm sie an einem Wettbewerb teil, infolgedessen sie einen Schallplattenvertrag erhielt. 1978 erschien ihre erstes Album. Seit Uschi Bauer als echtes \"Münchner - Kindl\" 1987 mit ihrem Titel \"Hand auf´s Herz\" den dritten Platz beim \"Grand Prix der Volksmusik\" belegte , ist die vielseitige Sängerin aus der deutschsprachigen Unterhaltungsszene nicht mehr wegzudenken.Sieben Frauen die der Musik ihr Leben gewidmet haben und die wissen was sie wollen!Die Lady mit dem Akkordeon Wer \"A\" wie Akkordeon sagt, muß auch \"B\" wie Behnke sagen! Als Christa Behnke im Alter von 6 Jahren ihren ersten Akkordeonunterricht besuchte , ahnte noch niemand , wie sehr dieses Instrument ihr eben beeinflussen würde. Bereits als 11jährige gewann sie den 2. Preis bei der Deutschen Junioren - Meisterschaft und siegte in den darauffolgenden 3 Jahren bei den Deutschen Meisterschaften.Die Blaskapelle Gloria begeistert jeden Blasmusikfreund durch hohe künstlerische Leistungen aller Musiker und einer gefühlvollen Liedauswahl, die neben Polkas und Walzer auch moderne und klassische Kompositionen umfasst.So wie seit jeher in Bayern zum Tanz aufgespielt wird, spielt die durch Funk und Fernsehen bekannte Blaskapelle hans Niederleitner Polkas, Landler, Boarische, Märsche und Zwiefache in traditioneller Besetzung. Die Familie Bletzacher aus Alpbach in Tirol musiziert seit 1978. Die Teilnahme am \"Alpenländischen Volksmusikwettbewerb\" in Innsbruck brachte der Gruppe zweimal das Prädikat \"Ausgezeichneter Erfolg\" und war der Ansporn, auf der Linie der echten Volksmusik weiterzumachen.Das ist eine Münchner Formation von ausschließlich Studiomusikern und Sängern, die aus Spaß an der Freud eine CD in den Bogner Studios produzierten.In der heutigen Besetzung spielen das Ehepaar Albert und Simone Lahner, daheim am Hochberg bei Siegsdorf und Manfred Wörnle in unterschiedlicher Trio-Besetzung.Seit 1999 gibt es \"Die Burgenländer\", die bis im Februar 2009 unter dem Namen Blech & Brass Banda spielten. Damals haben sich 13 passionierte Musiker aus dem Bezirk Neusiedl am See (Burgenland) entschlossen, eine böhmisch-mährische Blaskapelle, angelehnt an traditionelle Kapellen, wie man sie nur in Mähren und Böhmen findet, zu gründen.Seit Jahren wirkt Christina als hervorragende Harfenistin und Hackbrettspielerin bei der \"Aschberger Stubenmusi\" mit, hat sich aber auch als Harfen-Solistin schon lange einen guten Namen gemacht. Sie lebt in Feldolling, einem kleinen, ruhigen Dorf zwischen München und Rosenheim und kann sich dort der \"Muse\" in vollen Zügen widmen.Ab 1953 trat er als Schauspieler in Filmen und am Wiener Theater in der Josefstadt auf. Die wöchentliche Fernsehsendung Guten Abend am Samstag gestaltete er ab 1955. Ab 1973 spielte er in der Wiener Volksoper häufig den \"Frosch\" in der Operette \"Die Fledermaus\". In jenem Jahr wurde ihm der Titel \"Professor\" verliehen.Willi Huber, geboren am 12.März 1967 in München, stammt aus einer musikalischen Familie. Vater und Mutter pflegten die Hausmusik und somit erhielt der kleine Willi mit 5 Jahren bereits Klavierunterricht. Mit 13 Jahren reifte in ihm der Entschluss, noch ein weiteres Instrument zu lernen...\"D\'Raith-Schwestern und da Blaimer\" entstanden eher zufällig. nämlich: ...Tanja heiratet Andi und sagt zu ihm \"Du gehst etz ah mit zum singa!\" ...Susi meint dazu nur: \"daß\'d a was gscheits machst…\" und so wandern sie jetzt durch das schöne Bayerland und gfrein se wenn Ihr Euch a gfreits. Daniel & Steffen, das sind zwei Brüder aus Göppingen. Steffen wurde am 29. September 1983 geboren, Daniel hat am 18. Mai 1985 das Licht der Welt erblickt. Schon im Kindergarten- und Vorschulalter konnte man erkennen, dass bei den Beiden ein sehr starkes Interesse am Gesang und an Musikinstrumenten vorhanden war. Dies wurde von den Eltern auch sehr schnell erkannt und durch die Verpflichtung eines Keyboard-, Akkordeon- und Gitarrenlehrers gefördert.Kurt Dehn wurde am 19. Juli 1920 in Leistadt geboren. Heute gehört Leistadt zu Bad Dürkheim, wo sich das größte Fass der Welt (Durchmesser: 13,50 m; Volumen: 1,7 Millionen Liter) befindet, das er in seinem Leben erfolgreich besungen hat.Seit 1948 gibt es die Dellnhauser Musikanten. Sie spielen Ihre eigene Musik, die als Hallertauer Volksmusik über Bayerns Grenzen hinaus bekannt geworden ist. 1998 feierten sie Jubiläum. Da war ihre Musik 50 Jahre jung. Der Donnersbacher Viergesang - eine weit über die Grenzen hinaus bekannte Gesangsgruppe aus dem steirischen Ennstal - hat sich vor über 15 Jahren zusammengetan und in dieser Zeit vielen Menschen mit ihren Liedern und Jodlern Freude bereitet.Auf der Fischbachalm im Werdenfelser Land, die vom Ehepaar Dreher - das auch den Dreher Zwoagsang bildet - bewirtschaftet wird, entstand im Laufe der Zeit, bei lockerem und lustigem Beisammensein die heutige Fischbachalm MusiKarl Bogner: \"Als ich die drei Musiker, Kurt Halletz mit der „Hohner Gola“, Helmut Wamser mit seiner originalen Wiener Knopfharmonika und Rudi Rutz mit der Kontragitarre in den „Hagrainer Stuben - beim Zotzn“ spielen hörte war für mich klar, diese Musik muss ich produzieren, um späteren Generationen die Art und Weise dieser Unterhaltungsmusik festzuhalten.\"Auf einer „Herrsching-Nachfeier“* in Allerheiligen (in der Nähe von Warngau) im August 1999 lernte Sepp Denk Katharina kennen. Nachdem sie feststellten, dass die beide gerne mit jemand zusammenspielen würden, war der erste Probentermin schnell gefunden. Ungefähr ein Jahr später fragten sie Marianne, die übrigens ebenfalls bei dieser Nachfeier anwesend war, ob sie nicht Lust hätte mit ihnen zu spielen. Um die Zithermusi dann noch abzurunden, war mit Sepps Schwester Elisabeth bald auch eine Gitarristin gefunden.Karl Edelmann wurde 1962 in Tegernsee geboren. Er wuchs im romantischen Wildbad Kreuth auf. Seine Kindheit ist entscheidend geprägt durch das volksmusikalische Schaffen seines Vaters Karl Edelmann sen., einem engen Vertrauten und Freund des Kiem Pauli.Die Hackbrettspielerin Daniela Messerer (geborene Iglhartinger), der Zitherspieler Rudi Ritter und der Gitarrist Hubert Blaser haben sich im Mai 1993 bei einem Frühschoppen zusammen gefunden. Seither spielen sie in dieser Besetzung als Eglhartinger Stub\'nmusi bei verschiedenen Volksmusikveranstaltungen.Sepp Eibl und Freunde, das ist ein Kreis von Volksmusikanten aus Bayern und Tirol, die seit Jahrzehnten miteinander musizieren. Es ist schon mehr als 20 Jahre her, dass sich in Eichenau bei Fürstenfeldbruck drei Männer zusammengefunden haben, die die Freud\' am altbairischen Liedgut verbindet. Der Zusammenstand über die Eichenauer Kolpingfamilie hat dabei eine Rolle gespielt, was im Namen der Gruppe zum Ausdruck kommt. Es sind der Breu Ludwig, der Gschnaider Rudi und der Wohlfarter Hans. Später ist der Grimmel Franz dazugekommen, der mit seinem Bass dem Gesang ein solides Fundament gibt.Eisenkeller-Musig, das sind Walter Innerhofer, Michaela Pallhuber, und Florin Pallhuber. Der Name Eisenkeller-Musig stammt daher, dass die Proben früher bei Florins Eltern im Bozener Eisenkellerweg stattfanden. Trotz des eisernen Namens - Südtiroler Volksmusik mit Herz!Seit mehr als 20 Jahren gibt es die Stubnmusik der drei Schmelmerschwestern in St.Englmar (bei Deggendorf), die sich seit 8 Jahren, verstärkt durch Karin Wurm am Kontrabaß, \"Englmarer Stubnmusik\" nennt. Sie sind mit ihrer spritzigen, mal einfühlsamen, dabei aber immer wohltuend ungekünstelten Musizierweise, aus der Volksmusikpflege in Niederbayern schon lange nicht mehr wegzudenkenWeit über Salzburgs Grenzen hinaus hat sich das Volksmusikensemble einen Namen gemacht und viele Freunde gewonnen. Es hat seinen Ursprung in dem von Tobi Reiser sen. 1953 gegründeten Quintett in der Besetzung Zither, Hackbrett, Harfe, Gitarre und Kontrabass, das vielen alpenländischen Musiziergruppen zum Vorbild wurde.Zwei Flöten mit Zitherbegleitung war unsere erste kleine „Besetzung\". Im Lauf der Jahre wechselten sie auf ihr jetziges Instrument und langsam entwickelte sich unsere Gruppe.Wenn irgendwo im bayerisch-österreichischen Raum von Volksmusikgruppen die Rede ist, wird schon bald der Name Wackersberger zu hören sein. Gemeint damit sind die „Geschwister Wackersberger“ aus dem Ortsteil Hagrain von Rottach-Egern am Tegernsee. Seit mehr als 40 Jahren spielen sie jetzt miteinander, zuerst nur zu dritt, die Vevi mit der Harfe, der Toni mit der Zither, die Monika mit der Gitarre. Im November 1965 kam die Christa mit dem Hackbrett dazu und schließlich als Jüngster der Sepp mit der so rar gewordenen Schoßgeige.Die Fischbachauer Sängerinnen - Kathi Greinsberger, Rosi Prochazka und Fanni Buchner - sind im Leitzachtal daheim und liefern mit ihrer Musik ein Beispiel dafür, wie Gruppen singen und spielen, deren musikalische Impulse und Absichten noch unmittelbar auf den Kiem Pauli und dessen engeren Kreis zurückgehen.Peter Moser aus Alpbach und Christian Margreiter aus Radfeld musizieren seit 1985 miteinander bei der Tiroler Kirchtagmusi. Auch als Flügelhornduo sind sie in Volksmusikkreisen nicht unbekannt, hat doch Peter Moser wesentlich zur Belebung des \"Weisenblasens\" in Tirol und darüber hinaus beigetragen.Ihren Anfang und auch Ihren Namen fand die Fraunhofer Saitenmusik 1978 im Fraunhofer auf der Fraunhofer Straße in München. Das Volksmusik nichts Starres und Unbewegliches ist, merkt man bei der Fraunhofer Saitenmusik nach wenigen Takten.Georg Freundorfer (* 23. Juli 1881 in München; † 18. Dezember 1940 in Berlin) war ein deutscher Zitherspieler und Komponist.Seit langem ist das Zitherspiel im Isarwinkel beliebt. Diese hauptsächlich durch die Wegscheider Musikanten begründete Tradition wird durch den Gaißacher Zitherklang fortgeführt. Schon als Kind kam der Begründer dieses Trios, Benedikt Trischberger vulgo „Grei Diktl“, mit dem Zitherspiel in Berührung, war doch sein Vater der Bassgitarrist der Wegscheider Musikanten...Vor gut acht Jahren, also Ende 2004, gründeten wir, Simone Hornsteiner, Christoph Knilling, Michael Ludwig und Seppi Stieglmeier, die Gamseck- Musi nach unserem großen Vorbild, der Rotofenmusi aus dem Berchtesgadener Land. Schon damals wollten wir vor allem eines: „Nett beinand“ sein. Und so blieb uns bis heute die Freude am gemeinsamen Musizieren der echten, unverfälschten Volksmusik erhalten.Der Georgenberger Dreigsang besteht seit rund 14 Jahren, seit 7 Jahren in dieser Besetzung. Ursprünglich waren die 3 Sängerinnen rund um den Georgenberg in Kuchl/Salzburg beheimatet. Durch Familiengründungen wurden zwar die zu überwindenden Entfernungen etwas größer, die Freude am Singen ist jedoch geblieben. So trifft sich der Georgenberger Dreigesang weiterhin zum Proben und Singen, zur eigenen Freude am Gesang und zum Genuss für die Zuhörer.Dreißig Jahre werden sie alt, die Geschwister Ertl vulgo „Breschl Malan“. So lange nämlich singen sie schon miteinander, die drei Schwestern Liesi, Maria und Hilde. Und wenn man sie so anschaut, merkt man sofort, dass sie mit dem Singen schon im frühen Kindesalter angefangen haben.Seit ihrer Kindheit singen die Geschwister Forster als gemischter Dreigesang zusammen. Die Geschwister Anneliese (1.Stimme), Marlene (2.Stimme) und Toni (3.Stimme) sind in Au bei Bad Aibling beheimatet.Wem schon lange die Lieder aus seiner Kindheit fehlen, der sollte einmal in die CD \"33 Kinderlieder aus Österreich und Bayern\" der Geschwister Köstler aus Tegernsee reinhören. Auch bei Leuten die der Mundart nicht mächtig sind, kommt da ein wenig Wehmut auf.Und z`Goaßa, da gibt`s hoit lustige Leit“, so singen die drei Geschwister Merk in einem lustigen Gstanzl über ihr Heimatdorf, das sich eigentlich richtig ausgeschrieben „Gaißach“ nennt.Die Gemeinde Gaißach liegt im Isarwinkel und grenzt an die Kurstadt Bad Tölz.Diese weitverstreute Flächengemeinde mit 23 Ortsteilen (Ortschaften, Weilern und Einöden) und rund 2900 Einwohnern liegt auf einer Höhe von ca. 700 Metern. Diese reizvolle Voralpenlandschaft beheimatet eine gedeihliche Kultur. Ein Teil dieser Kultur findet seinen Ausdruck im liebevoll gepflegtem Brauchtum und in einer variantenreichen Musik. Einen einzigartigen Stellenwert hat in Gaißach die echte, alpenländische Volksmusik, die bereits in den Grundschulklassen der Gaißacher Schule vermittelt wird.Gitte und Klaus, die sich bereist 1964 kennen lernten, träumen nicht, wie viele andere Menschen ihr Leben, sondern leben ihre Träume. Obwohl beide einen bodenständigen Beruf (Industriekauffrau & Bankkaufmann) erlernt haben, verloren sie Ihr Ziel, eine gemeinsame Karriere als Musikanten, nie aus den Augen. Das sich dieser jahrzehntelange Einsatz für die Musik lohnt, zeigen viele veröffentlichte Tonträger und Auftritte, die sie zu einem der beliebtesten Duos in den neuen Bundesländern werden ließ.Die Goinger Weisenbläser stammen aus dem Tiroler Unterland am Fuße des Wilden Kaiser. Diese jungen Musikanten musizieren schon seit Ihrer Kindheit gemeinsam mit der Musikkapelle Going. 1985 spielten sie das erste Mal in der jetzigen Form (1. und 2. Flügelhorn, Tenorhorn, Posaune und Bass) zusammen. Seitdem erfreuen Sie die Zuhörer bei Hochzeiten, Musikantentreffen und anderen Veranstaltungen mit Ihren gefühlvoll vorgetragenen Weisen.Maxl Graf wurde 1933 als Sohn eines Eisenbahners in München geboren. Sehr zur Freude seiner Fans verwirklichte er seinen ursprünglichen Berufswunsch - Lokomotivführer - nicht, sondern wurde der, als den ihn seine Fans immer in Erinnerung halten werden: Ein bayerischer Schauspieler, Sänger und Entertainer, der mit Charme und einer Portion Schlitzohrigkeit seine Zuhörer und Zuschauer in den Bann zog.Den meisten Menschen ist der Grießer Max wohl als Moosgruber aus der Polizeiinspektion 1 bekannt. Doch auch durch viele Theaterstücke wie \"Der verkaufte Großvater\" oder \"Alles für die Katz\" erlangte Max Grießer seine Popularität im deutschsprachigen Raum. Obwohl Max Grießer in Österreich geboren wurde und auch aufwuchs, gilt er als einer der letzten großen bayerischen Volksschauspieler. Er spielte mehr als 30 Singles ein und ist vielen politisch Interessierten vom Nockherberg als \"Ministerpräsident Goppel\" und \"Bruder Barnabas\" bekannt. Sehr zur Freude aller Mundartfreunde sind viele seiner Ton- und Bilddokumente erhalten geblieben.Im freundlichen Hof des Wahrstätter Bauern hat die echte Volksmusik und der Gesang eine Heimat gefunden und wird gehegt und gepflegt von Ferdl Wahrstätter und seiner Frau Lisl (dem Gruber Zwoagsang), sowie den vier Kindern: Katharina, Elisabeth, Margreth und Barbara.Heinrich Haas jr. erblickte am 08.02.1982 in München das Licht der Welt. Schon als Zweijähriger saß der kleine Heinrich mit seinem Vater an der Hammondorgel und versuchte ihn nachzuahmen. Der überaus großen Musikalität seines Vaters Heinrich Haas sen. hat er sicherlich vieles zu verdanken, hörte er doch von Kindesbeinen an nur erstklassige Musik.Der Initiator der „Hagrainer Musikanten“ Seppi Bogner ist der Sohn von Christa Bogner geb. Wackersberger. Sie spielt seit 40 Jahren bei den „Geschwister Wackersberger“ das Hackbrett, sein Vater Josef Bogner ist über 25 Jahre Sänger bei den „Rottacher Sängern“. So ist es also kein Wunder, dass der Junior schon mit 12 Jahren eine beachtliche „Steirische“ spielte.Der erste öffentliche Auftritt der Hammerauer Musikanten fand im Mai 1966 statt. Aus der damaligen Hammerauer Stubnmusi bildeten sich drei Jahre später die Hammerauer Buam, Reinhold und Gerhard Seidl, Hansl Auer und nochmals ein Jahr später Rupert Schäfer. Seit 1973 musiziert der Irlinger Wasti mit und es entstand der Name \"Hammerauer Musikanten\".Mit den beiden Musikanten Reiter Hansi und Reiter Peter ergab sich eine sehr musikantische Besetzung.Hannesla - das bedeudet Musik, Comedy und Show. Bedeutet abenteuerliche MusikinstrumenteHedi Heres ist eine Garantin für echte, unverfälschte Volksmusik. Aufgewachsen in einem Elternhaus, in dem gesungen, gespielt, getanzt wurde und bekannteste Sänger wie Musikanten ein und ausgingen, ist sie dieser echten Volksmusik von frühester Jugend an verbunden.\"Königin der Volksmusik\" - wird sie genannt, die Maria Hellwig. Wer sie sieht und hört, möchte nicht glauben, dass Sie im Jahr 2005 Ihren fünfundachtzigsten Geburtstag gefeiert hat, so jung und frisch wirkt sie. Wir hoffen, genau wie alle Ihre Fans, dass das noch lange so bleibt. Klaus, Michael und Fredi Braunsch kommen aus dem Oberallgäu - aus dem Bergdorf Hinterstein, woraus sich der Name des Trios prägte - Die \"Hintersteiner Büebe\". Ihre Karriere begann im zarten Alter von 9 Jahren, denn ihre Eltern schickten sie zu der bekannten Musiklehrerfamilie Pirner in Sonthofen, wo sie Privatunterricht erhielten. Danach wurden viele Musikstücke, vor allem volkstümliche Weisen ihrem Stil angepasst. Das war der Start zu ihrer urwüchsigen, virtuos gespielten volkstümlichen Musik.Julika erhielt eine gründliche Ausbildung bei Johanna Marksteiner, die im Jahre 2002 zu einer Auszeichnung beim Alpenländischen Volksmusikwettbewerb in Innsbruck geführt hat. Viele Auftritte – solistisch, mit ihren Geschwistern oder mit verschiedenen Gruppen (Angather Blechschad´n, Owaraua Untagrund u.a.), im Rundfunk und Fernsehen, aber auch die oftmalige Teilnahme an der Tiroler Musizierwoche in Rotholz - haben in der jungen Harfenistin den Wunsch entstehen lassen, am Tiroler Landeskonservatorium ihre Kenntnisse und Fertigkeiten auf dem Tiroler Nationalinstrument zu erweitern und zu verbessern.In den 1930er Jahren wurde Paul Hörbiger mit Tonfilmen zu einem der populärsten deutschsprachigen Schauspieler. In seinen Rollen verkörperte er den Typus eines herzensgütigen Menschen mit viel Lebenslust, in Hans Moser fand Hörbiger einen kongenialen Partner. Von 1940 bis 1943 war Paul Hörbiger im Ensemble des Wiener Burgtheaters zu sehen...Ein begnadeter Ziachspieler und Volksmusikant aus dem schönen Karwendel und Geigenbauerort Mittenwald im oberen Isartal ist Hansi Hornsteiner (Danzer).Die Zithermusi Hornsteiner ist im Jahre 1984 rein zufällig entstanden. Der Hornsteiner Anton, genannt der Krapfen Toni und der Hornsteiner Adolf, genannt Mous\'n Adolf haben bei einer Geburtstagsfeier mit ihren Zithern zur Freude der Anwesenden \"aufg\'macht\".Jörg Hube erhielt u.a. den Adolf Grimme Preis, den Münchner Theaterpreis, den DeutschenKleinkunstpreis, den Deutschen Kabarettpreis und den Oberbayerischen Kulturpreis. Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.Hermann Huber stammt aus dem Rupertiwinkel, nahe Bad Reichenhall. Als Akkordeonist mit seiner \"Steirischen Ziach\" bei den Schönauer- und Gerstreit-Musikanten sowie der Aussenfeldner Tanzlmusi ist er weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt geworden.Seit einigen Jahren hat sich Willi Huber nicht nur als Zithervirtuose sondern auch als erstklassiger Komponist und Arrangeur unter dem Pseudonym Willi März einen Namen gemacht.Im Herbst 1988 haben sich Franz Schwarzenböck, Leonhard Liebl, Norbert Hirl, Sepp Spiel und Doris Fuchs zu einer Tanzlmusi zusammengeschlossen. Da die Musikanten größtenteils zwischen Rosenheim und Gars, am Inn entlang, zu Hause waren, wurde der Name \"Innleit\'n Musi\" gefunden.Die Inntaler Sänger, - der überaus markige und wohl bekannteste Männerviergesang der bajuwarischen Region - haben sich Mitte der sechziger Jahre zusammengetan. Es ist eine wahre Freude, wie Peter Anderl (1.Stimme & Zither), Franz Singer (2.Stimme), Sepp Wieland (3.Stimme) und Konrad Bauer (Bass) mit ihrer einzigartigen Klangharmonie gestandne, altbayerische Wesensart zum Ausdruck bringen.Vom Ideenreichtum des Adi Stahuber profitiert die Isartaler Blasmusik. Er hat sie zu dem Erfolgsorchester gemacht, wie es sich heute darstellt. Seit nunmehr über 45 JAHREN leitet ADI STAHUBER aus Baierbrunn trotz beruflicher Inanspruchnahme äußerst erfolgreich diese Kapelle, die zu den bekanntesten und beliebtesten in Bayern gehört.Die Isarwinkler Sänger, ursprünglich ein Dreigesang, gibt es seit über 20 Jahren in unterschiedlichen Besetzungen. In der jetzigen Form als Viergesang sind sie seit sieben Jahren beisammen. In dieser Zeit haben sie sich zu einem gestandnen Männergesang entwickelt.Die Kreuther „Jagamusi“ , fast lauter Berufsjäger, erfreuen sich großer Beliebtheit und es sind viele Tanzböden und Musikantentreffen, ja selbst in der Kirche, wo sie mit Tuba, Flügelhorn, Trompete, Baßtrompete, „Ziachmusi“ und Harfe zur Freude der Tänzer und Zuhörer aufspielen.Die Geburtsstunde der Jetzendorfer Hinterhofmusikanten schlug eigentlich schon 1975 als der \"Daxler Hans\" und \"Ziegert Uwe\" am Faschingdienstag 1975 mit Tuba und Althorn und noch recht schrägen Tönen auf dem Odeonsplatz in München aufspielten...Die \"k. u. k. Wiener Regimentskapelle IR 4\" hat sich zur Aufgabe gemacht, die altösterreichische Traditions- und Militärmusik zu pflegen und zu erhalten. Sie ist eine der bekanntesten Aushängeschilder der österreichischen Blasmusik. Ihre beliebte, der altösterreichischen Tradition verpflichtete Musik, hat schon immer die Menschen in der ganzen Welt begeistert. Ob Walzer, Polka, Galopp oder Operettenmelodien, die \"k. u. k. Wiener Regimentskapelle IR 4\" spielt auf besondere Art und Weise viele der berühmten, österreichischen Melodien, darunter auch den berühmten Deutschmeistermarsch mit dem allseits bekannten Refrain \"Mir san vom k. u. k. Infanterieregiment Hoch- und Deutschmeister Numero 4 ...\", einen Marsch, der von Wilhelm August Jurek zu Ehren des Deutschmeister-Regiments Nr. 4 im Jahre 1893 komponiert und gedichtet wurde.Warum trägt eine deutsche Band als Showkleidung Uniformen und gibt sich den eigentümlichen Namen \"Die Kaiserlich Böhmischen\"? Weil ihre Mitglieder Humor haben und weil sie sich als musikalische und gleichzeitig humorvolle Kämpfer gegen Trübsal und Stumpfsinn unserer Tage verstehen.Das Kamke-Trio mit den Geschwistern Verena (Harfe), Tobias (Zither) und Julia Kamke (Violine) versteht es bekannte und beliebte Lieder mit Elementen der klassischen Musik zu versehen. Besonders charakteristisch ist die seltene Klangkombination mit Violine, Zither und Harfe.Ziel der Kapelle ist es, die bayrische Lebensfreude in ihrer Musik auszudrücken und das Publikum damit anzustecken.Karas Anton (* 7. Juli 1906 in Wien; † 10. Januar 1985 ebenda) war ein österreichischer Zitherspieler, Komponist und Gastwirt.Im Jahre 1988 wurde das Kärntner Doppelsextett von Margit Heissenberger gegründet. Das Kärntner Doppelsextett wird immer gerne als \"Botschafterin \" Kärntens und des Kärntnerliedes bezeichnet.Das Kerber-Ensemble gehört bayernweit zu den bekanntesten Interpreten alpenländischer Musik.Als Musikpädagoge ist Martin Kern in privaten Kinderheimen tätig, wo er neben dem Instrumentalunterricht auch Instrumentenbau anbietet. Als freier Mitarbeiter arbeitet er beim Bayerischen Rundfunk in München. Seit 30 Jahren forscht Martin Kern in alten Allgäuer Musikantenhandschriften und ist als Bearbeiter und Komponist tätig.Die „Kitzbühler Feischtagmusig“ wurde 1997 gegründet und hatte ihren ersten Auftritt im Mai 1997. Der Name der Gruppe ergab sich, da alle Musikanten auch bei anderen Gruppen mitwirken und so nur an den Feiertagen (Feischtag) Zeit zum zusammenspielen blieb.Barbara Cerny und Kathrin Schwanninger stammen aus Kitzbühl und haben sich durch Fleiß und Musikalität ein hervorragendes Harfenspiel angeeignet, wobei jede auch solistisch auftritt.Die Kitzbüheler Trachtensänger sind sehr vielseitig und erfreuen die Zuhörer nicht nur mit ihren überlieferten Liedern, sondern musizieren auch mit zwei steirischen Harmonikas, Baß und Gitarre. Ihre Auftritte sind vorwiegend bei kirchlichen Anlässen wie Hochzeiten, Passionssingen, Adventsingen, aber auch bei Volksmusikveranstaltungen, Almsingen und Sängertreffen.Einer der glücklichen, der sogar das Musizieren hauptberuflich ausübt, ist Max Klein, der nach dem Musiklehrer-Studium am Richard-Strauß-Konservatorium drei Instrumente großartig beherrscht: Zither, Gitarre und Klarinette. Seine Liebe zur Musik hat er wohl von seinem Großvater, einem damals bekannten Zitherspieler, übernommen, denn bereits im Alter von 12 Jahren war Max Klein Mitglied des »Haushamer Soat\'nquartetts«. Seine große Musikalität zeigt sich auch beim Komponieren und Arrangieren.Klostermann Michael, Blasmusik, Komponist.........Kreuther TrioKreuzalm MusiKreuzberg MusikantenLaurer ToniLemmerer TrioLenze UdoLeukentaler SaitenmusikLeukentaler SängerLindinger ReginaLindmair DreigsangLoisachtaler DreigsangLolitaLos Magicos ParaguayosMader BaschtMakulis JimmyMalat SchrammelnMayr FritzMeier WernerMilitärmusik SalzburgMitja OberkrainerMittenwalder MaultrommlerMoarhuber ZiachmusiMontara ChorMoser FamilienmusigMoser HansMoser PeterMozart Ensemble TirolMünchner Schrammel QuintettNeuhauser UrsulaNeumair RobertNovato DenisNymphenburger KinderchorOberbayerisches Städtetheater Oberlandler VolksmusikantenOberleitner MarkusOriginal Bergland Duo - Franz und AndreasPixner Herber - ProjektPoitner KlarinettenmusiPongauer TanzbodenmusiPosch FranzPrager, Christl und Heider, Walter Prell BallyProck EdtihRiederinger SängerRainbacher DreigsangRehm BrüderRoaner SängerinnenRoider JacklRöpfl Dreig\'sangRöpfl Männerg\'sangRosenheimer TanzlmusiRotofenmusiRottacher SängerRottauer KlarinettenmusiRowan tree Hill Sagfeld MusiSaitensprungSalz-Steirer ViergsangSaxndiScherfler PepiSchlaitner SängerSchlierseer ViergsangSchmid UweSchneider WilliScholz WalterSchraudolf, Kern Scherrzitherduo Schröpfer HansSchuler EvelineSchumacher IdaSchwarz StephanieSchwenk GeorgSeespitzlerSeitz DuoSilbereisen FlorianSingerl ErniSlezak LeoSolera PepeSpecht WernerStein, Dr. ArndSteirische BlasStoaberg MusiDie StoakoglerStoamugl MusiStraßner FritzStrasser DiandlnStrasser HugoTanzgeigerTegernseer AlphornbläserTegernseer ZwoagsangTiroler KirchtagmusiTiroler TanzgeigerReiser TobiTölzer GeigenmusiTölzer KnabenchorTraeger BrigitteTrettach TrioTroppmair Zwoa- und DreigsangTuxer SängerDie UnterlandlerViellechner SeppVilsleit\'n MusiWaakirchner SängerWackersberger MusikantenWalchschmiedsängerWaldecker MusikantenWegscheider MusikantenWeinberg ZithermusiWeissensteiner SonjaWell KinderWetterloch BlosWetterstoa MusikantenWiedl RichardWildalm DreigsangZapf RudiZellberg BuamZither ManäZtherduo Messerer, ÖttlZwanzleitner FamilieGröbenbachmusiDie jungen ThierseerObermüller MusikantenHaushamer BergwachtgsangMusikatzenSchabernackMünchner SalettlmusiTop 4SASAJunger Schwung, BlaskapellePeter Rist... der Glücklichmacher! \"Meine Musik soll Eure Herzen berühren und mit tiefgründigen Texten Euren Verstand gewinnen. Mit Freundlichkeit, Achtsamkeit und Wertschätzung leiste ich meinen Beitrag zu einer besseren Welt - und mit entsprechender Musik. Ich bin Liedermacher und für meine Fans DER GLÜCKLICHMACHER!\" Die AlpinkrainerJakl und HansMeine großen Vorbilder der Musik,waren damals schon die österreichischen Liedermacher Wie STS, Ambros, Fendrich, Danzer und Hirsch um nur einige zu nennen. Ich habe vor ca. drei Jahren angefangen Liedertexte zu schreiben. Durch einen guten Freund , mittlerweile mein Komponist Günther Heim, ist es uns gelungen Texte in Musik zu verwandeln. Bogner Records hat es uns dann ermöglicht, das Ganze sendetauglich zu gestalten.Ein Leben für die Blasmusik„Authentisch, persönlich ...“"Die Inntaler" stehen für qualitativ hochwertige Volksmusik für jedermann, gute Laune und beste Unterhaltung!Anfang Februar 2002 - um Maria Lichtmess herum - haben sich einige Musikanten entschlossen, eine Tanzlmusi zu gründen, daher auch ihr Name. Die Deferegger Tanzlmusik, lauter junge Leute, die nicht dem Kommerz verfallen sind, sondern die echte unverfälschte, authentische Volksmusik aufspielen.Bereits seit vier Jahrzehnten singt Mama Barbara mit ihren Schwestern im Dreigesang als „Geschwister Pilstl“. Aus diesem Grund sind ihre Kinder Martin, Elisabeth und Johannes von klein auf mit der alpenländischen Volksmusik und dem traditionellen Volkslied vertraut.Familienmusik Rohregger aus BrandenbergAndreas Estner arbeitet seit 2001 beim Bayerischen Rundfunk als Autor, Reporter und Moderator sowie als Aufnahmeleiter und Musikredakteur.romantischer Schlager aus der LausitzDie neueste Single der Trenkwalder „So Samma!“ wird bei Bogner Records produziert. Gute Laune und ein Bekenntnis zur Lebenslust – so san die Trenkwalder!Schladl MusiRiederinger MusikantenRiederinger Musikanten
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q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn: Reclams Science-fiction-Führer. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6, S. 20–24.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
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47 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreichTolles Spiel mit Schwächen im Tiefgang
am 26. Februar 2008Edition: Game of the Year EditionPlattform: PlayStation 3
The Elder Scrolls IV: Oblivion (Spiel des Jahres Edition)getestet auf: PlayStation 3Genre: Rollenspielenthält: The Elder Scrolls IV: Oblivion, Knights of the Nine, Shivering IslesStory:Zu Beginn des Spiels sitzt man im Kerker der Kaiserstadt. Eines Tages tritt neben zwei Wachen auch der Kaiser Uriel Septim in die Zelle des Helden. Der Kaiser teilt dem Spieler mit, dass er in ihm eine besondere Person sehe und flüchtet dann mit den Wachen und dem Protagonisten durch einen Geheimgang in die Katakomben. Dort wird der Kaiser von Attentätern ermordet, doch kurz vor seinem Ableben reicht er euch ein Schmuckstück, das ihr zu einem Freund bringen sollt und welches auf keinen Fall in falsche Hände fallen darf. Also auf auf und davon.Der Hauptstrang der Story webt sich fortan um die Nachfolge Uriel Septims und um die mysteriösen Oblivion-Tore, die die normale Welt Cyrodill mit der Schattenwelt Oblivion verbinden und aus denen zahllose Monster strömen.So spannend dieser Plot ansich ist, ist die Umsetzung leider nur durchschnittlich. Man wandert zwischen verschiedenen Punkten umher und erhält neue Quests, in der Einleitung dieser Quests wird durch den Auftraggeber die Story vorangetrieben. Unterstrichen wird diese Gegebenheit dadurch, dass es nahezu keine herausragenden Persönlichkeiten im Spiel gibt. Der gesamte Hauptstrang wirkt dadurch gelegentlich platt und unbedeutend.Im Zusatz "Knights of the Nine" geht es im einen dunklen Magier namens Umaril, welcher nach einem historischen Kampf mit dem Kreuzritter "Weißplanke" erneut dunkle Pläne schmiedet und die Priester der Dorfkirchen töten lässt.Lesen Sie weiter... ›
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreichGekauft und Gebannt...
am 30. Dezember 2007Edition: Game of the Year EditionPlattform: PlayStation 3
Halli Hallo!Als ich mir vor 5 Tagen meine PS3 kaufte holte ich mir (Da es noch nicht viele gute Spiele gibt) einfach mal das was mir am meisten Spielzeit versprach. TES IV: O.Als ich begann war ich etwas irritiert das der Charakter sich nicht wirklich schön im ganz Körper Modus spielen lies (Bin jetzt nicht so der Ego Fan). Aber als ich mich erst mal an den Ego Modus gewöhnt hatte war ich hin und weg. Die Freiheit die man hat! Die Leute die man trifft! Fasst jeder den man trifft hat irgend ein Bedürfnis und zahlt euch gerne etwas G für eine Erfüllte Aufgabe.Als ich aus lange Weile mit einem Freund Leute meuchelte und mich tief in einer Höhle zum schlafen legte stand als ich aufwache ein Mann mit schwarzer Kaputze vor mir und batt mich in die Gilde der Dunklen Hand zu kommen da ich Böse und Ruchlos seih. Daran sieht man wie unglaublig echt das ganze Leben in der Welt dort vor sich geht.Seid Jahren sagten die Spieleentwickler: "Dieses Spiel hat eine realistische Umgebung in der jeder Mensch und jede Figur einem normalen Tagesablauf nachgeht", und dies war immer gelogen. Aber bei Elder Scrolls IV ist dies die Wahrheit. Morgens kommen die Ladenbesitzer zu ihren Geschäften und eröffnen diese und am Abend schließen sie diese wieder ab. Die Leute Essen zu Abend und, und, und... Natürlich nicht zu vergessen die Wetter Effekte und Epischen Aufgaben die euch ein echtes Gefühl von Heldenhaftigkeit verleihen.KAUFT ES UND LEBT ES!PS: Ich habe gestern von 8 Uhr Morgens bis heute Morgen um halb 7 gespielt. Und ich halte es sonst nur 4 Std Maximal vor einem Spiel aus. Also könnt ihr euch denken wie süchtig das Spiel macht.Gruß Stefan!
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreichOblivion zeigt, wie ein guter Xbox 360-Port aussehen muss und überzeugt auch auf der PS3 auf ganzer Linie
am 22. März 2008Edition: Game of the Year EditionPlattform: PlayStation 3
The Elder Scrolls 4: Oblivion ist auch auf der PlayStation 3 ein überragendes Mega-Rollenspiel mit einer Spielzeit weit jenseits der 100 Stunden-Marke. Wer sich auf die Spielwelt Cyrodiil einlässt, wird ganz schnell in dieser versinken und so schnell nicht mehr das Tageslicht sehen. Es ist einfach unglaublich, wie viel in diesem Programm steckt. Kaum betritt man einen der etlichen Orte des riesigen Landes wird man mit Aufgaben und interessanten Gesprächsthemen überschüttet. Nicht nur einmal ist es mir passiert, dass ich nur kurz etwas erledigen wollte und mich zehn Stunden später an einem ganz anderen Ort wiederfand, weil ich "nur eben die eine Quest" machen wollte. Im Verbund mit der wunderschönen Optik und dem herausragenden Sound ergibt sich eine extrem dichte Atmosphäre, die einen vollends in die Welt eintauchen lässt. Grafisch bietet die PS3 dank besserer Texturen sogar ein bischen mehr als die Xbox 360-Version. Da verzeiht man kleinere Ruckler und Popups gerne.+ Unendliche Freiheit in einer riesigen Welt+ Langer und andauernder Spielspaß+ Umwerfende Optik+ Gutes Kampfsystem & gelungene Steuerung+ Durchdachtes Quest-Journal+ 200+ Quests+ Lebendige NPCs+ Ritter der Neun-Addon enthalten- Ruckler- Harsches Balancing- Immer noch nicht ganz bugfrei
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreichDas Beste und Größte das es je gab!!!
am 15. Dezember 2007Edition: Game of the Year EditionPlattform: PlayStation 3
Jetzt gibt es endlich auch "The Shivering Isles" für die PS3, wenn auch nur durch den Kauf der Game of the Year Edition. Obwohl ich bereits die Grundversion hatte habe ich nochmal zugeschlagen und bin keinesfalls enttäuscht. Die neuen Gebiete unterscheiden sich zwar stark vom gewohnten Tamriel, doch fügen sich dank der weitergesponnenen Geschichte nahtlos ein. Endlich gibt es auch neue Ausrüstung und Waffen.Wer die Grundversion mochte oder einfach mal TES IV spielen möchte kann hier alles richtig machen!!!
Best Gamer Ever!
einzigster kritikpunkt ist einmal das kampfsystem was man deutlich besser machen könnte und das das aufleveln später leider nix mehr bringt.
Vor 20 Monaten von SolomomKane veröffentlicht
Das Spiel ist einfach geil es ist eine gute grafik und hat jede menge spielspaß das Spiel wird nie langweilig :D
Veröffentlicht am 18. November 2011 von mike
Ungeschnittene Version kommplett auf Deutsch-SUPER!!!
Kurzbeurteilung für das Game+ Die Grafik ist atemberaubend schön!+ Langzeitmotivation garantiert,da Schwierigkeitsgrad jederzeit variabel...
Veröffentlicht am 19. November 2010 von brösel
Große, schöne, neue Welt !
Vorab zu sagen: Habe bisher (bis Oblivion) Rollenspiele gehasst,und bin Ego-Shooter-Fan. Auf der Suche nach einem Spiel, mit dem ich meine Freundin zum PS3 spielen bewegen kann,...
Veröffentlicht am 16. September 2010 von psoulsearcher
Ich habe mir dieses Spiel hier gekauft und mich schon rießig drauf gefreut.Als es wenige Tage später dann im Briefkasten war habe ich es gleich eingelegt und...
Veröffentlicht am 10. Februar 2010 von M. Sauer
Langwieriges Durchspielen....
An sich ist das Spiel ganz ok und die Grafik ist auf einem Full-HD über HDMI völlig ausreichend.
Veröffentlicht am 27. November 2009 von C. Serpi
Ich habe nie viele Games gezockt, aber muss sagen, dieses spiel hat mich gefesselt.Ich habe Stunden verzockt, etwas das ich früher nicht verstehen konnte, wenn andere es...
Veröffentlicht am 9. September 2009 von Lüdde Poldi
Rollenspiel auf der Playstation
Das ist ja eigentlich keine allzu neue Idee, denn Final Fantasy kann ja ebenfalls diesem Genre zugeordnet werden. Aber ein so freies RPG, mit einer derart großen Welt?
Veröffentlicht am 18. Januar 2009 von Gionbecell
Freiheit mit (weiten) Grenzen
Oblivion ist eines meiner ersten Rollenspiele, welches ich gespielt habe, die einem eine weitestgehende Freiheit erlauben.
Veröffentlicht am 30. November 2008 von Enrico Ehrke-Steinmetz
bis jetzt über 260 Stunden Spielzeit sagt doch allesund ich bin sicher es werden noch mehr
Veröffentlicht am 4. August 2008 von Bücherwurmzocker | de |
q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn: Reclams Science-fiction-Führer. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6, S. 20–24.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
Mann | Kommentar — Orientalisches Seminar
Geschichte des Orientalischen Seminars
Auslandsseite
Badry, Roswitha
Bağ, Şener
Bartholomä, Ruth
Brunner, Rainer
Ende, Werner
Epkenhans, Tim
Fuchs, Simon Wolfgang
Gölz, Olmo
Al Hossiny, Mohammed
Lukman, Fadhli
Megahed, Mohamed
Pink, Johanna
Raei, Shahrokh
Rebstock, Ulrich
Rysaev, Rashid
Sağır, Fatma
Samadi Rendy, Leila
Simon, Katrin
Kooperationen und Studieren im Ausland
Studierendenaustausch mit der Azhar-Universität in Kairo
Persischkurse an der Universität Isfahan
Erasmus-Studium (Tekirdağ, İstanbul, Cádiz, Thessaloniki)
Weitere Möglichkeiten für ein Studium oder Praktikum im Ausland
Impressionen vom Besuch bei der Freitagspredigt der Freiburger Naqshbandiyya am 15.6.2018 (ʿĪd al-Fiṭr)
Datenbank Persischer Urkunden
Die Türkische Bibliothek
Men of Disorder
Kooperation Cyberfatwa
Das indonesische Religionsministerium und der Koran
Bewahrung durch Abgrenzung? Aktuelle Diskurse zur Sprachpolitik und -planung in der Republik Türkei
International Conference and Workshop: The Translation of the Qur’an in Indonesia
DoktorandInnen und Fellows
Der Studiengang
Geschichte der Judaistik
Ausrichtung von Lehre und Forschung
Aktuelles und Vorträge
Vorlesungen und Seminare
Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2018
Vorlesungsverzeichnisse aus vergangenen Semestern
Vorlesungen von Prof. Dr. Gabrielle Oberhänsli-Widmer (seit Amtsantritt 2003)
Prof. Dr. Gabrielle Oberhänsli-Widmer
Raban Kluger, M. A.
Dr. Yvonne Domhardt
Haviva Berman-Bitton
Ruben Frankenstein
Jan Wacker M. A.
Regine Schmidt-Teichmanis
Cornelius Sproten
Forschung / Projekte
Habilitations- und Dissertationsprojekte
Fachschaft Judaistik
Leitfaden Judaistik
Diashow/תמונות
Seminarbibliothek
Bestände und Kataloge
Systematik der Bestände
Sinologische Bibliothek
Freiburger Fachportal Orientalistik
Fachschaft Islamwissenschaft
Fikra - Kolloquium
Fachbereich RegioKulturwissenschaften
Fachbereichssitzungen
Projekt: "Der Krieg in Syrien aus arabischer und türkischer Perspekive"
Maren Bagdahn
Zeitung und Autor
David Breckerbohm
Kommentar und Kontextualisierung
Elena Fellner
Einordnung der Zeitungen
Isabel Di Stasio
Fazit und Literatur
Johanna Kramer
Übersetzung und Einordnung
Alexandra Krämer
Kirsten Kreher
Analyse des Artikels
Sophie Moser
Analyse al-Mustaqbal
Analyse al-Manār
Nina Schad
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Die Zeitungen Hürriyet und Al Jazeera Turk
Die liberal-konservative Tageszeitung Hürriyet (zu Deutsch: Freiheit), die ihren Hauptsitz in der türkischen Millionenmetropole Istanbul hat, ist eine der meist verkauften türkischsprachigen Zeitungen des Landes (vgl. HÜT). Mit etwa 340 000 verkauften Exemplaren im April 2016 und etwa 320 000 bis 330 000 im September 2016 (vgl. MEDYA) zählt die Hürriyet zu den beliebtesten Zeitungen in der Bevölkerung. Sie gehört außerdem zu einem der wichtigsten türkischen Medienkonzerne, der Doğan Yayın Holding, die mit diversen Tageszeitungen den Pressemarkt in der Türkei dominiert (vgl. Sümer 2009: 674–675). Auf sich aufmerksam macht die Redaktion zum Beispiel durch Konflikte mit der türkischen Regierung (vgl. SPON, 25.12.2015). Immer wieder hört man auch von Ausschreitungen oder Übergriffen auf die Redaktion zum Beispiel durch AKP-Anhänger (vgl. SPON, 15.09.2015), was nicht verwundert, denn „die Hürriyet gehört zu den wenigen Zeitungen, die kritisch über die Regierung und über Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan berichten“ (SPON, 15.09.2015). Auffallend ist außerdem die Abbildung Mustafa Kemal Atatürks auf der Titelseite der Zeitung. Vor der farbigen türkischen Flagge ist in schwarz-weiß sein Kopf zu sehen; direkt darunter ist folgendes zu lesen: „Die Türkei gehört den Türken“ (türk.: Türkiye Türklerindir) (vgl. Akyol, 11.04.2008). In diesem Zusammenhang scheinen die Konflikte mit der türkischen Regierung sowie der AKP nicht verwunderlich. Im Rahmen des Global Media Forum im Juni 2016 wurde dem Chefredakteur der unabhängigen Zeitung, Sedat Ergin, der „Freedom of Speech Award“ der Deutschen Welle verliehen (vgl. Muno, 13.06.2016). Dennoch steht Ergin, wie viele andere Journalisten in der Türkei, vor Gericht: Er habe angeblich den Präsidenten Erdoğan beleidigt (vgl. FAZ, 22.04.2016). Es ist offensichtlich, dass die Hürriyet zu den wenigen Medien in der Türkei gehört, die sich nicht von der Regierung einschüchtern lassen, auch wenn dies gewisse Konsequenzen, wie Anklagen oder Verhaftungen, nach sich zieht. Pressefreiheit ist, ebenso wie Meinungsfreiheit, ein wichtiger Bestandteil jeder Demokratie. Die momentane Situation in der Türkei macht es Journalisten jedoch gar unmöglich, sich mit ihrer Arbeit nicht in Gefahr zu bringen.
Al Jazeera (zu Deutsch: die Insel) zählt wohl zu den bekanntesten und verbreitetsten Fernsehsendern der arabischen Welt. Als Nachfolger des 1994 gescheiterten Projekts BBC Arabic Television, das von der saudischen Königsfamilie gesponsert wurde (vgl. Seib 2005), ist Al Jazeera heute in mehreren Sprachen, darunter Türkisch, verfügbar. Seinen Sitz hat der von der katarischen Regierung finanzierte Sender in Doha, der Hauptstadt des Golfstaates Katar (vgl. ALB). Der Sender, der als der einflussreichste der arabischen Welt gilt, wird jedoch heutzutage für seine Einseitigkeit und angebliche Nähe zu Islamisten kritisiert:
Manche Kollegen Hejjawis haben bei Al-Dschasira gekündigt, weil sie ihren Namen nicht für ein einseitiges Programm hergeben wollten. Andere halten aus. Manche aus Überzeugung, weil sie dem Sender und seinen alten Idealen die Treue halten wollen. Andere hegen eher private Gründe. Auch ein Araber, der unerkannt bleiben möchte. In einem Hintergrundgespräch in Doha sagt er: Wenn ich durch die Büros von Al-Dschasira Mubashar gehe, dann wird mir übel: Die meisten dort sind Islamisten, keine Journalisten. Und es werden immer mehr. Zwar überlege er, zu kündigen, aber die Bezahlung sei eben gut. (Blaschke, 12.04.2014)
Auch Schulgeld sowie eine Krankenversicherung hält die Mitarbeiter wohl davon ab zu kündigen (vgl. Blaschke, 12.04.2014). Auf seiner Webseite beschreibt der Sender seinen Journalismus als einzigartig, faktenbasiert sowie als unparteiisch, indem er alle Seiten der Geschichte beleuchte und den Stimmlosen eine Stimme gebe (vgl. JAZ). Doch wird in diversen Medien die Unabhängigkeit und damit Glaubwürdigkeit des Senders in Frage gestellt, wie zum Beispiel in The Guardian:
Many say, however, the station is not free to report critically on Qatar or diverge far from Qatari foreign policy. (Whitaker, 20.09.2011)
Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete 2012 von Al Jazeera:
Hier geht es um Politik, nicht um Journalismus. (Suliman, 11.12.2012)
Bezüglich der politischen Ausrichtung des Senders sollte zwischen dem arabischsprachigen sowie dem englischsprachigen Sender unterschieden werden: Während Al Jazeera eher islamisch-konservativ geprägt sei und damit den Muslimbrüdern in Ägypten nahe stehe, so orientiere sich Al Jazeera English eher an westlichen Meinungen oder derer säkularer Araber (vgl. HIN). Fakt ist, dass das Netzwerk Al Jazeera mit Vorsicht genossen werden sollte, denn eine politische Abhängigkeit kann nicht ausgeschlossen werden.
Zur Lage in der Türkei
Seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges 2011 in Syrien fliehen immer mehr Menschen nach Europa oder in die angrenzenden Nachbarländer. Die Türkei hat bisher die meisten Flüchtenden aufgenommen. Wie viele es genau sind, ist unklar; die Angaben schwanken. In seinem Jahresbericht „Global Trends – Forced Displacement in 2015“ erklärte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) die Türkei mit 2,5 Millionen Flüchtenden zum weltweiten „Top Host“.[1] Im Juni 2016 berichtete Amnesty International von schätzungsweise 3 Millionen Flüchtenden in der Türkei[2]. Doch was geschieht mit den Geflüchteten, die in der Türkei bleiben? Welchen rechtlichen Status haben sie? Können ihnen Bildung, medizinische Versorgung, gar ein Existenzminimum garantiert werden? Ist die Türkei überhaupt in der Lage, mit solch einer großen Zahl an Geflüchteten angemessen und human umzugehen?
Die Situation der Flüchtenden
Einer Pressemitteilung des türkischen Außenministeriums vom 3. April 2016 zufolge leben 270 000 syrische Flüchtende in insgesamt 26 Schutzeinrichtungen, wo sie Schutzstatus genießen, über Zugang zu Bildung verfügen sowie medizinisch und psychologisch versorgt werden. Ebenso erhalten Syrer, die außerhalb dieser Zentren leben, Schutzstatus sowie Zugang zu medizinischer Versorgung und Bildung (vgl. MOFA, 03.04.2016). Wie viele Syrer tatsächlich außerhalb der Schutzzentren leben, wird nicht erwähnt. Berichten zufolge wird die Zahl auf über 1,7 Millionen geschätzt; konkrete Zahlen über Flüchtende aus anderen Ländern, wie beispielsweise aus Afghanistan, gibt es nicht (vgl. Walpot). Trotz anhaltender Kritik an der türkischen Flüchtlingspolitik scheint es den Menschen innerhalb der Camps besser zu gehen als außerhalb. Medienberichten zufolge soll es in einigen der Lager im Südosten des Landes sogar kleinere Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen und Supermärkte geben. Durch die Einführung eines Scheckkartensystems erhalten die Familien nun anstelle von Bargeld Karten: umgerechnet 30 Euro pro Kopf laden das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) sowie die türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD (Afet ve Acil Durum Yönetimi Başkanlığı)[3] monatlich auf (vgl. Merey, 09.03.2015). Dank der vorhandenen Krankenhäuser ist zumindest eine kostenlose medizinische Erstversorgung möglich. Syrische Kinder haben zudem die Möglichkeit, die Schule in ihrem Lager zu besuchen, wo nicht nur Türkisch, sondern auch Arabisch gelehrt wird. Der Großteil der Geflüchteten lebt jedoch außerhalb der von AFAD errichteten Schutzzentren und scheint damit erheblich schlechter gestellt. Den Angaben der „Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission“ (ECHO) zufolge finden nur etwa zehn Prozent der syrischen Flüchtenden in den Flüchtlingslagern Zuflucht (vgl. EUCOM, 2016). Einer Statistik der World Health Organization Gaziantep von Mai 2016 ist zudem zu entnehmen, dass die türkische Millionenstadt Istanbul sowie die grenznahen Provinzen Hatay, Gaziantep und Șanlıurfa die meisten syrischen Flüchtenden beherbergen. Danach folgen angrenzende Provinzen wie beispielsweise Kilis, ebenfalls grenznahe Provinz im Südosten des Landes, und Izmir an der türkischen Westküste (vgl. WHO, 08.06.2016). Menschenrechts- und Nichtregierungsorganisationen wie Human Rights Watch berichten außerdem von unzureichender Versorgung und finanzieller Unterstützung sowie Ausbeutung der Flüchtenden außerhalb der Camps (vgl. HRW, 20.06.2016). Bis Anfang 2016 war es Geflüchteten außerdem nicht möglich, eine Arbeitserlaubnis zu erhalten: Schwarzarbeit war folglich häufig der einzige Weg, um an Geld zu kommen. Erhöhte Mietpreise und unfaire Löhne erschwerten das Leben der Flüchtenden zusätzlich, wenn sie überhaupt Arbeit fanden. Oft wurden sie als Tagelöhner eingestellt und mussten für einen Hungerlohn schuften. Dies begünstigte auch Kinderarbeit, da viele Familien die Lebenshaltungskosten ansonsten nicht decken konnten. Im Januar 2016 entschied die türkische Regierung, dass Geflüchtete eine Arbeitserlaubnis beantragen können, wenn sie bereits mindestens sechs Monate registriert waren; so sollte auch sichergestellt werden, dass sie für ihre Arbeit zumindest den Mindestlohn erhielten (vgl. Weise, 17.02.2016). Was zunächst als entscheidender Fortschritt willkommen geheißen wurde, erwies sich bald als kaum effektiv: Wie die Zeitung The Guardian circa drei Monate nach der Gesetzesänderung berichtete, erhielten bis dato lediglich etwa 2000 Syrer die Möglichkeit, sich für eine Arbeitserlaubnis zu bewerben. Dies entspräche gerade einmal 0,074 Prozent der damals 2,7 Millionen in der Türkei lebenden Syrer. Grund dafür sei die Voraussetzung, bei Beantragung der Arbeitserlaubnis einen Arbeitsvertrag vorzulegen. Die meisten Arbeitgeber würden dies ablehnen, da sie den syrischen Mitarbeitern ansonsten den Mindestlohn sowie die Krankenversicherung zahlen müssten, genauso wie ihren türkischen Mitarbeitern (vgl. Kingsley, 11.04.2016). Ein Ende der Schwarz- und Kinderarbeit, der Ausbeutung und mieser Arbeitskonditionen für Syrer in der Türkei ist demnach wohl noch nicht in Sicht.
Alles in allem scheint die Situation der Flüchtenden in der Türkei eher aussichtslos:
[…] having a lack of legal status, being forced to work in the informal economy, experiencing exploitation and discrimination in the work place, high rental housing prices, being marginalized and a state of being excluded in the receiving society, limited access to education and limited access to medicine are the major problems of living in Turkey. (Şimşek 2015)
Zwar profitiert ein kleiner Teil der Geflüchteten von den Vorzügen der Schutzzentren, wenn denn von der Richtigkeit der Berichte ausgegangen werden kann. Dennoch lebt die beachtliche Mehrheit der syrischen Bürgerkriegsflüchtenden außerhalb dieser Zentren. Es ist davon auszugehen, dass die meisten Kinder seit Monaten keine Schule von innen gesehen haben. Stattdessen geht die Tendenz in Richtung Schwarz- und Kinderarbeit, eine Entwicklung, die schwer zu stoppen scheint. Auch Ausgrenzung aus der türkischen Gesellschaft sowie mangelnde medizinische Versorgung machen deutlich, dass die Türkei nicht in der Lage ist, mit einer derart hohen Flüchtlingszahl umzugehen, geschweige denn humane Lebensbedingungen für alle zu schaffen. In diesem Zusammenhang scheint die sogenannte „Politik der offenen Tür“[4], die die türkische Regierung zu führen vorgibt, eher fragwürdig. Auch die Tatsache, dass es - trotz stark zurück gegangener Zahlen – immer noch Flüchtende gibt, die versuchen über Griechenland nach Europa einzureisen, scheint angesichts der eher aussichtslosen Lage der Geflüchteten in der Türkei nicht verwunderlich.
Das türkische Asylrecht
Um die rechtliche Lage der Geflüchteten in der Türkei insgesamt besser zu verstehen, ist es notwendig, sich mit den entsprechenden Bestimmungen des türkischen Asylrechts auseinanderzusetzen. Da die bereits vor der Krise vorhandenen Gesetze nicht ausreichend waren, um die stetig wachsende Einwanderungsbewegung in den Griff zu bekommen, sah sich die Türkei gezwungen, Reformen einzuführen (vgl. Ekşi, 06.07.2016). Am 11. April 2014 wurde schließlich das sogenannte „Gesetz über Ausländer und internationalen Schutz (Nr. 6458)“ (türk.: Yabancılar ve Uluslararası Koruma Kanunu)[5] vollständig rechtswirksam, wobei die meisten Bestimmungen bezüglich institutioneller Umstrukturierung bereits am 4. April 2013 in Kraft traten (vgl. Çiçekli 2016: 75). Konnten syrische Flüchtlinge in der Türkei zuvor keinen Flüchtlingsstatus erhalten und wurden sie nur als „Gäste“, die wieder in ihr Heimatland zurückkehren würden, bezeichnet und auch dementsprechend behandelt, so hat sich dies nun mit der Verabschiedung des Gesetzes Nr. 6458 geändert. Dennoch bleibt zu beachten, dass die Türkei weiterhin am geographischen Vorbehalt der Genfer Flüchtlingskonvention festhält. Hinsichtlich der Krisensituation durch den syrischen Bürgerkrieg war es also notwendig geworden, den rechtlichen Status der Flüchtenden zu überarbeiten. Daraus ergeben sich die im Folgenden erklärten Definitionen, wie sie in der englischen Version des Gesetzes[6] festgehalten sind. Hierbei definiert Artikel 61, welche Bedingungen an den Erhalt des Flüchtlingsstatus geknüpft sind:
A person who as a result of events occurring in European countries and owing to well-founded fear of being persecuted for reasons of race, religion, nationality, membership of a particular social group or political opinion, is outside the country of his citizenship and is unable or, owing to such fear, is unwilling to avail himself or herself of the protection of that country; or who, not having a nationality and being outside the country of his former residence as a result of such events, is unable or, owing to such fear, is unwilling to return to it, shall be granted refugee status upon completion of the refugee status determination process. (MOI 2014: 64)
Wie bereits zu Beginn des Artikels erwähnt wird, muss eine Person, die als Flüchtling anerkannt werden soll, vor Ereignissen fliehen, die sich in einem europäischen Land zugetragen haben. Hier wird die Anwendung des geographischen Vorbehalts aus der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 deutlich. Somit gilt Artikel 61 nicht für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge. Artikel 62 hingegen definiert den Erhalt des Status „bedingter Flüchtling“:
A person who as a result of events occurring outside European countries and owing to well-founded fear of being persecuted for reasons of race, religion, nationality, membership of a particular social group or political opinion, is outside the country of his nationality and is unable or, owing to such fear, is unwilling to avail himself or herself of the protection of that country; or who, not having a nationality and being outside the country of former habitual residence as a result of such events, is unable or, owing to such fear, is unwilling to return to it, shall be granted conditional refugee status upon completion of the refugee status determination process. Conditional refugees shall be allowed to reside in Turkey temporarily until they are resettled to a third country. (MOI 2014: 64–65)
Hier wird ersichtlich, dass sich Artikel 61 und 62 des Gesetzes auch in Bezug auf den geographischen Herkunftsraum des Flüchtenden unterscheiden. Während ein offizieller „Flüchtling“ aus einem europäischen Land geflohen sein muss, so gilt als „bedingter Flüchtling“, wer unter denselben restlichen Voraussetzungen aus einem außereuropäischen Land geflohen ist. „Bedingte Flüchtlinge“ werden außerdem nur auf bestimmte Zeit aufgenommen mit dem Ziel, diese in ein Drittland umzusiedeln. Artikel 63 bezieht sich schließlich auf den Status des „subsidiären Schutzes“:
A foreigner or a stateless person, who neither could be qualified as a refugee nor as a conditional refugee, shall nevertheless be granted subsidiary protection upon the status determination because if returned to the country of origin or country of [former] habitual residence would: a) be sentenced to death or face the execution of the death penalty; b) face torture or inhuman or degrading treatment or punishment; c) face serious threat to himself or herself by reason of indiscriminate violence in situations of international or nationwide armed conflict; and therefore is unable or for the reason of such threat is unwilling, to avail himself or herself of the protection of his country of origin or country of [former] habitual residence. (MOI 2014: 65–66)
Dieser Artikel 63 ist, wie oben beschrieben, geographisch nicht eingeschränkt und damit Ausländern und staatenlosen Personen vorbehalten, die die Bedingungen aus Artikel 61 oder 62 nicht erfüllen, aber dennoch auf Schutz angewiesen sind. Zuletzt bleibt Artikel 91(1), der den Status des „temporären Schutzes“ definiert:
Temporary protection may be provided for foreigners who have been forced to leave their country, cannot return to the country that they have left, and have arrived at or crossed the borders of Turkey in a mass influx situation seeking immediate and temporary protection. (MOI 2014: 93)
Dieser Artikel bezieht sich ganz klar auf die Masseneinwanderung in die Türkei durch den syrischen Bürgerkrieg und sollte somit auf alle syrischen Flüchtenden angewendet werden, die die türkische Grenze passieren oder entlang derer festsitzen. Folglich bilden sowohl das Gesetz über Ausländer und internationalen Schutz von 2013 als auch die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 die Basis für die aktuelle türkische Flüchtlingspolitik (vgl. Ekşi, 06.07.2016). In Bezug auf die Vorwürfe gegenüber der türkischen Regierung, sie schiebe syrische Flüchtende wieder nach Syrien ab, ist zudem folgender Bestandteil des AFIP interessant: Das Prinzip des non-refoulement. Dazu heißt es in Artikel 4 des AFIP:
No one within the scope […] of this Law shall be returned to a place where he or she may be subjected to torture, inhuman or degrading punishment or treatment or, where his/her life or freedom would be threatened on account of his/her race, religion, nationality, membership of a particular social group or political opinion. (MOI 2014: 93)
Die genannten Punkte treffen im Falle des syrischen Bürgerkriegs auf die Flüchtenden zu und damit ist es der türkischen Regierung verboten, Syrer in ihr Heimatland abzuschieben. Erwähnung findet dasselbe Prinzip auch in anderen Konventionen: Erstens, in der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951, die besagt, dass kein Staat einen Flüchtling in ein Land zurück schicken oder ausweisen darf, in dem sein Leben oder seine Freiheit aufgrund seiner Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder politischen Meinung gefährdet sind. Zweitens, in Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention, in dem steht, dass niemand der Folter, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Bestrafung ausgesetzt werden soll. Und drittens, in der EU-Charta der Grundrechte, die das Prinzip des non-refoulement als grundlegendes Menschenrecht bestätigt (vgl. Çiçekli, 2016).
Damit würde die Türkei nicht nur entgegen ihrer eigenen anerkannten Gesetze handeln, sondern auch entgegen der Europäischen Menschenrechtskonvention, die im Jahr 1950 beschlossen und unter anderem auch von der Türkei unterzeichnet wurde (vgl. EUKON).
Zur Lage auf den griechischen Inseln
Eine andere Katastrophe spielt sich tagtäglich an der türkischen Mittelmeerküste ab. Mit dem Ziel „Europa“ vor Augen wagen schon seit langem immer wieder Flüchtende die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer nach Griechenland. Organisiert von sogenannten Schleppern bezahlen Flüchtende meist einen sehr hohen Preis für diese Überfahrt. Obwohl die griechischen Inseln oft in Sichtweite liegen, kann diese Fahrt lebensgefährlich sein. Wie die BPB berichtet, starben im Jahr 2015 etwa 3000 Flüchtende bei dem Versuch, Europa über den Seeweg zu erreichen (vgl. Şimşek, 06.07.2016). Dabei stützt man sich auf Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM). Doch mit der illegalen Überfahrt nach Europa soll nun Schluss sein: Um die Zahl der über die Türkei nach Griechenland und schließlich nach Europa kommenden Flüchtenden zu reduzieren, schloss die Europäische Union am 18. März 2016 ein Abkommen mit der türkischen Regierung, den sogenannten „EU-Türkei-Deal“.
Der EU-Türkei-Deal
Seit dem InKrafttreten des Flüchtlingsabkommens zwischen der EU und der Türkei am 18. März 2016 sitzen tausende Flüchtende auf den griechischen Inseln fest. Ihr Traum von der Weiterreise auf das europäische Festland ist geplatzt. Ihnen bleibt nur die Rückkehr in die Türkei, sollte ihr Asylantrag von den völlig überforderten griechischen Behörden abgelehnt werden. Und da die EU die Türkei als „sicheres Drittland“ bezeichnet, scheint die Chance auf eine Genehmigung gering, denn zu beweisen gilt es nicht nur die Gefahr im eigenen Heimatland, sondern auch die in der Türkei (vgl. Margaronis 2016: 24). Die EU scheint also ihr Ziel erreicht zu haben: die Masse an Flüchtenden in die EU zu stoppen. In der Tat soll die Anzahl der Überfahrten von der türkischen Westküste nach Griechenland stark abgenommen haben. Von offizieller Seite heißt es:
On 18 March, […] the European Union and Turkey decided to end the irregular migration from Turkey to the EU. Yesterday's agreement targets the people smugglers' business model and removes the incentive to seek irregular routes to the EU, in full accordance with EU and international law. (EUCOM, 19.03.2016)
Bei Human Rights Watch drückt man sich folgendermaßen aus:
An agreement, which went into effect in March 2016, between the EU and Turkey provides that many Syrian asylum seekers in Greece could be returned to Turkey without EU evaluation of their original protection claims concerning conditions in their home countries because Turkey is a “safe third country” or “first country of asylum” for them. “Safe” for the purposes of this analysis means more than being safe from war or persecution. It means that an individual refugee has protected rights in line with the Refugee Convention, including the rights to work, health care, and education. (HRW, 20.06.2016)
Dass dies in der Türkei noch nicht der Regelfall für jeden Geflüchteten ist, wurde bereits erläutert. Bleibt die Frage: Auf welche Bedingungen haben sich EU und Türkei also genau geeinigt? In der Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 19. März 2016 heißt es:
The EU and Turkey agreed that:
1) All new irregular migrants crossing from Turkey to the Greek islands as of 20 March 2016 will be returned to Turkey;
2) For every Syrian being returned to Turkey from the Greek islands, another Syrian will be resettled to the EU;
3) Turkey will take any necessary measures to prevent new sea or land routes for irregular migration opening from Turkey to the EU;
4) Once irregular crossings between Turkey and the EU are ending or have been substantially reduced, a Voluntary Humanitarian Admission Scheme will be activated;
5) The fulfilment of the visa liberalisation roadmap will be accelerated with a view to lifting the visa requirements for Turkish citizens at the latest by the end of June 2016. Turkey will take all the necessary steps to fulfil the remaining requirements;
6) The EU will, in close cooperation with Turkey, further speed up the disbursement of the initially allocated €3 billion under the Facility for Refugees in Turkey. Once these resources are about to be used in full, the EU will mobilise additional funding for the Facility up to an additional €3 billion to the end of 2018;
9) The EU and Turkey will work to improve humanitarian conditions inside Syria.
(EUCOM, 19.03.2016)
Zunächst ist zu sagen, dass Geflüchtete auf den griechischen Inseln nicht sofort abgeschoben werden können, sondern die Möglichkeit haben, einen Asylantrag zu stellen. Dieser sollte möglichst schnell geprüft und abgeschlossen werden. Alle abgelehnten Asylanträge sollten eine Rückführung in die Türkei zur Folge haben. Doch was in der Theorie anwendbar erscheint, erweist sich nun in der Praxis als eine Art humanitäre Katastrophe.
Folgen des Deals
Die negativen Folgen des vielversprechenden Abkommens zwischen der EU und der Türkei bekommen vor allem die Geflüchteten in Griechenland zu spüren: Viele von ihnen sitzen in überfüllten Flüchtlingslagern fest, den sogenannten „Hot Spots“, wo sie angeblich registriert werden sollen; doch ihnen fehlt es an Informationen, Nahrung, ärztlicher Versorgung und Sicherheit (vgl. Margaronis 2016: 25). Auf der Insel Lesbos, beispielsweise, befinden sich laut einem aktuellen Bericht der französischen Zeitung Le Monde derzeit 5650 Flüchtende, jedoch gibt es nur für 3500 Personen Unterkünfte. Seit dem Inkrafttreten des Abkommens zwischen der Europäischen Union und der Türkei säßen die Flüchtenden dort fest; der Großteil von ihnen habe zwar Asyl beantragt, doch könne die Bearbeitung Monate dauern. Lediglich 502 Personen seien in den vergangenen sechs Monaten in die Türkei abgeschoben worden (vgl. LEMO, 20.09.2016). Eine vergleichsweise geringe Zahl, könnte man denken, wenn von einer Gesamtzahl von etwa 13536 Geflüchteten auf den Inseln in der Ägäis (vgl. Smith, 20.09.2016) die Rede ist. Dennoch muss in Betracht gezogen werden, dass die Türkei zum Beispiel von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International als nicht sicheres Drittland erachtet wird, anders als von der EU. Auch der FOCUS berichtet aktuell von 509 Abgeschobenen und einer schleppenden Rückführung in die Türkei: Griechische Richter sollen immer wieder Asylanträge genehmigt haben mit der Begründung, die Flüchtenden seien in der Türkei nicht sicher (vgl. FOC, 24.09.2016). Dies ist eine Tendenz, die ein Scheitern des EU-Türkei-Deals andeuten könnte. Auch weitere Inseln in der Ägäis sind von den Folgen des Deals betroffen. Die griechische Insel Chios sei ein „Open-Air-Gefängnis“, wie Margaronis (2016: 24) die Heimatinsel ihres Großvaters bezeichnet. Das Lager „Vial“ auf Chios, von dem auch die Hürriyet berichtete, sei eigentlich eine unbenutzte Aluminiumfabrik, die nun einem Gefängnis gleiche: Da der UNHCR sowie viele weitere NGOs sich weigern, in solch geschlossenen Zentren zu arbeiten und Freiwilligen der Zugang verwehrt wird, kümmere sich nun das Militär um die Versorgung der Geflüchteten, allerdings mehr als ungenügend (vgl. Margaronis 2016: 25).
[Food] […] generally consists, the inmates say, of “macaroni, potatoes, macaroni, potatoes.” Some of the portions had maggots. […] Some detainees made a hole in the back fence, trampling crops and stealing chickens, eggs, and beans from nearby villages. A sheep was reportedly slaugtered and roasted on a spit. Fights broke out between Afghans and Syrians armed with stones, bottles, and razor blades; the police let it rage for an hour before intervening. (Margaronis 2016: 25)
Margaronis berichtet außerdem von dem Tag, an dem sich auf Chios etwas entscheidend veränderte:
On March 31, a protest against the conditions at Vial by local people, volunteers, and activists brought the refugees out to meet them, shouting “Freedom,” “Asylo,” and “No Tourkia.” The next day, Halevi [a palestinian refugee from Syria] joined 400 or 500 others who broke out of Vial for good: They walked the two hours to town and sat down at the port, refusing to be moved. (Margaronis 2016: 25)
Wie im übersetzten Artikel der Hürriyet beschrieben, ist ein Teil des besetzten Hafens auf der Insel Chios nun zu einem illegalen Camp geworden. Im Zuge dieser Proteste stellt auch der Slogan „Nein Türkei“ ein knappes, aber klares Statement der Flüchtenden dar und beweist einmal mehr, dass die Türkei nicht für eine so große Masse an Migranten sorgen kann. Die Tatsache, dass der Hafen von Chios von Flüchtenden besetzt wird, zeigt ebenso, wie aussichtslos die Lage auf den griechischen Inseln ist. Auch auf dem Festland sieht es nicht besser aus: Noch vor Abschluss des Deals seien circa 46 000 Flüchtende gestrandet, die jetzt in provisorisch errichteten Camps wie Zeltstädten, leeren Hotels oder in Containern leben (vgl. Margaronis 2016: 26). Viel haben sie nicht mehr, und die Lebensumstände in den Camps sind teils menschenunwürdig:
It’s cold at night, and the ground is hard, and there are seven people sleeping there, including children. […] [T]he tents are pitched on sharp white gravel that lets snakes and scorpions in. […] [T]he drainage is bad and […] children defecate outside, fouling the puddles where they play. The toilets are the wrong kind—sit-down Western ones rather than the hygienic squat variety used in the Middle East—so women get infections. (Margaronis 2016: 27)
Die Lage auf den griechischen Inseln erscheint chaotisch, gar katastrophal. Solange tausende Flüchtende auf eine Antwort ihres Asylantrags warten, werden sie dort festsitzen. Diejenigen, die keinen Antrag stellen konnten oder die entsprechenden Papiere auf der Flucht verloren haben, könnten wie abgemacht zurück in die Türkei geschickt werden. Und die prekäre Situation in den Camps wird sich ohne die Hilfe der NGOs wohl kaum in absehbarer Zeit bessern.
[1] UNHCR, 20.06.2016. „Global Trends – Forced Displacement in 2015“. http://www.unhcr.de/no_cache/service/zahlen-und-statistiken.html?cid=11687&did=10824&sechash=c1e47294 (zuletzt überprüft am 13.09.2016).
[2] Amnesty International, 03.06.2016. „Türkei: Ungenügender Schutz für Flüchtlinge“. https://www.amnesty.de/2016/6/3/tuerkei-ungenuegender-schutz-fuer-fluechtlinge (zuletzt überprüft am 13.09.2016).
[3] Webseite der Katastrophenschutzbehörde AFAD: https://www.afad.gov.tr/tr (zuletzt überprüft am 10.11.2016).
[4] Ein Land, das die sogenannte „Politik der offenen Tür“ (engl.: open door policy) anwendet, erlaubt allen Menschen und Gütern auf einfachem Wege einzureisen bzw. einzuwandern (vgl. Macmillan Dictionary, http://www.macmillandictionary.com/dictionary/british/open-door-policy, zuletzt überprüft am 17.11.2016).
[5] Türkische Version siehe: https://web.archive.org/web/20160811163820/http://www.resmigazete.gov.tr/eskiler/2013/04/20130411-2.htm (zuletzt überprüft am 17.11.2016).
[6] Ministry of Interior. 2014. „Law on Foreigners and International Protection“. http://www.goc.gov.tr/files/files/eng_minikanun_5_son.pdf (zuletzt überprüft am 29.09.2016).
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q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn: Reclams Science-fiction-Führer. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6, S. 20–24.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
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q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn: Reclams Science-fiction-Führer. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6, S. 20–24.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
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q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn: Reclams Science-fiction-Führer. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6, S. 20–24.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
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Merkwurdigkeiten
Praventiver
Hilfsmoglichkeiten
Hermundurenland
Pravalenz
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1 Thüringen - Bodo Schulenburg
Auteur : Bodo Schulenburg
3 Thüringen und der Harz, mit ihren Merkwürdigkeiten, Volkssagen und Legenden. Historisch-romantische Beschreibung aller in Thüringen und auf dem Harz vorhanden gewesenen und noch vorhandenen Schlösser, Burgen, Klöster, etc. SIEBTER BAND - Friedrich von Sydow & Johann Michael Heinrich Doering
Auteur : Friedrich von Sydow & Johann Michael Heinrich Doering
4 Thüringen und der Harz, mit ihren Merkwürdigkeiten, Volkssagen und Legenden. Historisch-romantische Beschreibung aller in Thüringen und auf dem Harz vorhanden gewesenen und noch vorhandenen Schlösser, Burgen, Klöster, etc. - Friedrich von Sydow, Johann Michael Heinrich Doering & Carl Duval
Auteur : Friedrich von Sydow, Johann Michael Heinrich Doering & Carl Duval
5 Thüringen und der Harz, mit ihren Merkwürdigkeiten, Volkssagen und Legenden. Historisch-romantische Beschreibung aller in Thüringen [By L. Storch, C. Duval, W. Schoenichen, F. von. S., H. Doering and others, and edited by F. von S.] - Friedrich von Sydow, W. Schoenichen & Carl Duval
Auteur : Friedrich von Sydow, W. Schoenichen & Carl Duval
6 Praktikumsbericht: Landesfilmdienst Thüringen e.V. - Zentrum für Medienkompetenz und Service - Astrid Schäfer
Medien repräsentieren einen Kulturbereich und sind zu einer wichtigen Sozialisationsinstanz geworden. In diesem Zusammenhang ist ganz klar, dass die Prozesse der Mediensozialisation zunehmend pädagogisch bedeutsam werden. In der Literatur wird heute vielfach vom Aufwachsen in Medienwelten gesprochen, was im Wesentlichen den Tatbestand abbildet, dass die Welterfahrung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig von der Medienvielfalt im Alltag geprägt und strukturiert wird. Kennzeichnend für die Alltagsmedienwelt ist, dass insbesondere das Buch - als eines der ersten Medien nach allgemeinem Verständnis - heute stark in den Hintergrund getreten ist, während Fernsehen und Computerspiele deutlich dominieren. Hinsichtlich dieser Tatsache, habe ich die Medien Buch (genau: literarischer Text) und Film zum zentralen Gegenstand meines Praktikums im Landesfilmdienst Thüringen e.V. gemacht. Der
7 Geotourismus in Thüringen - Nancy Allmrodt
Auteur : Nancy Allmrodt
Diese Studie befasst sich mit einem noch relativ jungen Phänomen: den Geoparks. Seit einigen Jahren ist eine unvergleichliche Dynamik auf diesem Gebiet zu verzeichnen, die sich darin äußert, dass weltweit ständig neue Geoparks gegründet werden. Auch die internationale Geotourismusforschung beginnt sich langsam zu etablieren. Bisher wurden aber nur wenige Befragungen in Geoparks durchgeführt, die evaluieren, wie Besucher und Anwohner Geoparks beurteilen und inwiefern diese sich dafür interessieren. Daher war es Ziel dieser Untersuchung, eine Nachfrageanalyse dieser beiden wichtigsten Zielgruppen eines Geoparks durchzuführen. Im Nationalen GeoPark Thüringen Inselsberg Drei Gleichen wurde hierzu eine umfassende Touristen- und Anwohnerbefragung durchgeführt, wobei der Fokus auf Ersteren liegt. Dies erfolgte mit einem standardisierten Fragebogen in schriftlicher Form im Herbst bzw.
8 Thüringen Reiseführer Michael Müller Verlag - Heidi Schmitt
Auteur : Heidi Schmitt
Die Autorin Heidi Schmitt weiß aber auch, wo Aktive die schönsten Reviere finden zum Wandern, Radeln, Paddeln oder Klettern.
9 Sagenhaftes Thüringen - Klaus Fischer
Auteur : Klaus Fischer
10 Die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Thüringen und Rheinland-Pfalz - Götz Lieberknecht
Auteur : Götz Lieberknecht
Die Arbeit stellt eine Policy-Analyse eines aktuellen und politikwissenschaftlich relevanten Themas dar: der Umsetzung von EU-Umweltpolitik in den Mitgliedstaaten bzw. Bundesländern.
Nach der theoretischen Verankerung in der Implementations- und Europäisierungsforschung stützt sich der empirische Teil auf die Analyse einschlägiger Dokumente, d.h. Gesetzes- und Verordnungstexte. Untersucht wird dabei anhand zweier Hypothesen die Rolle unterschiedlicher Parteienkonstellationen im Implementierungsprozess sowie die Bedeutung informeller Gremien sowohl zwischen den Ländern als auch im europäischen Mehrebenensystem.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in den beiden Bundesländern trotz unterschiedlicher Koalitionen und umweltpolitischer Interessen zu dem gleichen Ergebnis kommt, und die Koordination zu einem großen Teil in pragmatis
11 Demographische Veränderungen, Einflussfaktoren und Auswirkungen - Thüringen und die Welt im Wandel der Zeit - Susanne Grolle
Auteur : Susanne Grolle
12 Als Lehrer in Gotha/Thüringen 1950–1990 - Harald Rockstuhl & Heinz Scholz
Auteur : Harald Rockstuhl & Heinz Scholz
Da sind seine Erinnerungen an seine schlesische Kindheit und Jugend in NS-Zeit, Hitlerkrieg und das Leben im Stalingrader Lager 1944/45, an die Rückkehr aus Gefangenschaft und an den schweren Beginn eines neuen Lebens während schwieriger Nachkriegsjahre im Raum Erfurt – Langensalza bis zu seinem Eintritt als „Neulehrer“ in Gotha.
„Ich will mich da als ein Zeitzeuge verstehen, der denkt, dass manches historische Geschehen aus dem Großen und Ganzen der jüngsten Geschichte vielleicht anschaulicher und verständlicher werden kann durch subjektiv erzählte „Geschichte(n) kleiner Leute…“
Ebenso empfehlenswert sein zweites Buch „Als Le
13 Thüringen, Seine Geschichte, Die Schlacht von Jena-Auerstedt - Claus Reuter
Auteur : Claus Reuter
Die Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806 stellte das Ende der Alt-Preussischen Era dar und führte Jahre später zur Einigung Deutschlands unter der Führung Preussens.
14 Emil rettet Thüringen - Michael Kirchschlager
Auteur : Michael Kirchschlager
Der kleine Emil schläft gemächlich in seiner Höhle und träumt von seiner Mama, seinem Papa und seinen Freunden. Doch in der Zwischenzeit überfällt der böse Herzog Heinrich der Grimmige Thüringen und belagert das Schloss der Landgräfin Jutta. In seinem Heer führt er zwei furchtbare Fabeltiere mit, die die Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Als alle Hoffnung zu verfliegen droht, bricht ein kleines, mutiges Mädchen auf, um den Drachen Emil zu suchen. Denn alle Thüringer wissen: nur der Drache Emil kann das Land noch retten!
15 Sagen, Märchen und Gebräuche aus Sachsen und Thüringen 1845 - Emil Sommer & Harald Rockstuhl
Auteur : Emil Sommer & Harald Rockstuhl
70 Sagen, 11 Märchen und Gebräuche aus Thüringen und Sachsen (und heute Sachsen-Anhalt) sowie der Stadt Halle – 1845 // 1 s/w und 10 farbige Fotos, sowie 6 Zeichnungen //Drei Kapitel: I. Sagen; II. Märchen; III. Gebräuche mit Lichtmesse, Fastnacht, Aschermittwoch, Ostern, Walpurgis, Himmelfahrt, Pfingsten, Johannis, Martini, Andreasnacht. Die Zeit zwischen Johannis und der Ernte, Ernte. Die zwölf Nächte.
16 Radegunde von Thüringen - Simone Knodel
Auteur : Simone Knodel
17 Geschichte Nationalsozialismus: Der "Mustergau". Thüringen zur Zeit des Nationalsozialismus. - Steffen Raßloff
Auteur : Steffen Raßloff
NS-"Mustergau" Thüringen: Mythos oder Realität? Thüringen war in den 1920er-Jahren eine der frühen Hochburgen der NSDAP. Hier gelangten 1930 erstmals Nationalsozialisten auf Ministersessel. Hier erfolgte 1932 die "vorgezogene Machtergreifung" unter Fritz Sauckel. Die NS-Politik setzte das Land besonders rigoros um, nutzte dabei aber die Ausstrahlung des Kulturlandes um Hitlers "Lieblingsstadt" Weimar. Schließlich sollte Thüringen mit Rüstungsprojekten und einem Führerhauptquartier zur letzten "Festung" des "Dritten Reiches" werden.
18 Sagen und Legenden aus Thüringen - Christine Giersberg & John Verlag
Auteur : Christine Giersberg & John Verlag
Der Fund eines Homo erectus aus Bilzingsleben bei Weimar zeugt von einer Besiedlung der Gegend 350 000 v. Chr. Der Name "Thoringi" taucht erstmals im Jahre 380 bei dem römischen Geschichtsschreiber auf Flavius Vegetius Renatus auf. Die Missionierung Thüringens erfolgte auf Betreiben des späteren Bischofs von Mainz, Bonifatius. Er errichtete 742 in Erfurt ein Bistum. Im Jahre 1067 gründet Graf Ludwig der Springer nahe bei Eisenach die berühmte Wartburg. Im 12. Jahrhundert wurden die Städte Mühlhausen, Nordhausen und Saalfeld zu Reichstädten erhoben. 1247 starb mit Heinrich Raspe der letzte des mächtigen Geschlechts der Ludowinger, nachdem er nur ein Jahr zuvor zu, allerdings recht umstrittenen, zu Königswürden kam. 1554, nach dem Tode Johann Friedrichs es Großmütigen, wurde Thüringen auf Grund der Erbteilung in zahlreiche Einzelstaaten aufgeteilt, wobei nach Sachsen-
19 Deutsche Fahrten: Reise- und Kulturbilder aus Anhalt und Thüringen - Karl Emil Franzos
Dieses eBook: "Deutsche Fahrten: Reise- und Kulturbilder aus Anhalt und Thüringen" ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen.
Karl Emil Franzos (1848-1904) war ein zu seiner Zeit sehr populärer österreichischer Schriftsteller und Publizist. Seine Erzählungen und Romane reflektieren die Welt des osteuropäischen Judentums und die Spannungen, denen er als Jude und Deutscher in Galizien und der Bukowina ausgesetzt war. Seine Reisebeiträge waren beliebt, weswegen ihn die Neue Freie Presse von 1874 bis 1876 auf Reisen in die östliche Hälfte der Habsburgermonarchie schickte. Es entstanden kulturhistorische und ethnografische Kulturbilder, die, nach Abdruck in der Zeitung als Buch unter dem Titel Aus Halb-Asien zusammengefasst und immer wieder aktualisiert, in mehreren Auflagen erschienen und sehr erfolgrei
20 Wanderungen durch Thüringen - Ludwig Bechstein
21 Einführung einer Vorsorgepflicht für Kinder in Thüringen unter Betrachtung weiterer präventiver Hilfsmöglichkeiten - Christian Schubert
Auteur : Christian Schubert
In den letzten Monaten brachten die Medien immer häufiger Fälle von Kindesvernachlässigung, -misshandlung und -missbrauch an das Licht der Öffentlichkeit. Dabei sind es die extremen und tragischen Einzelschicksale mit Todesfolge, wie die der kleinen Lea-Sophie aus Schwerin oder der toten Kinder aus Erfurt, Nordhausen, und Sömmerda, die für Erschütterung, Betroffenheit und Wut in unserer Gesellschaft sorgen. Doch diese Fälle sind nur die Spitze des Eisberges, denn die Zahl der Kindeswohlgefährdungen, die im Schatten der Öffentlichkeit liegen, scheint weitaus höher zu sein. Schätzungen gehen davon aus, dass deutschlandweit zwischen 48.000 und 430.000 Kinder im Alter von 0 6 Jahren gesundheits- und lebensgefährdenden Bedingungen ausgesetzt sind.1 Vor diesem Hintergrund wurden sowohl auf Bundesebene als auch speziell in Thüringen viele Maßnahmen zum Schutz der Kinder ins Leben
22 Thüringen doch Hermundurenland. Ein Beitrag zur geschichtlichen Völkerkunde ... Nebst einer Reconstruction der Ptolemäus-Karte von Germanien. - Alfred Kirchhoff
Auteur : Alfred Kirchhoff
23 Thüringen. Ein geographisches Handbuch, etc - Fritz Regel
Auteur : Fritz Regel
24 Deutsche Fahrten - Reise- und Kulturbilder aus Anhalt und Thüringen - Karl Emil Franzos
Im ersten Band seiner Reise- und Kulturbilder beschreibt der Schriftsteller Franzos seine Eindrücke aus den Fahrten durch die Ländereien Anhalts und Thüringens seiner Zeit.
25 Thüringen Mitte/Nord - Sabine Gilcher
Auteur : Sabine Gilcher
Das Tourenangebot reicht von Wanderklassikern bis zu absoluten Geheimtipps, von gemütlichen Spaziergängen bis zu mehrstündigen Unternehmungen für sportlich ambitionierte Wanderer. Der räumliche Bogen spannt sich dabei vom Werra-Bergland und dem Nationalpark Hainich über das Harzvorland zum Kyffhäuser und bis zur Sächsischen Saale süd
26 Prognose der Landtagswahlen 2019 in Brandenburg, Sachsen und Thüringen - Wilfried Rabe
Auteur : Wilfried Rabe
Das bei den letzten Wahlen in diesen Ländern festgestellte Wahlverhalten von Frauen und Männern in den verschiedenen Altersgruppen wird untersucht und analysiert. Die Anfang Januar 2019 vorliegenden Wahlprognosen werden vorgestellt, und es wird dargelegt mit welchen Wahlkampfstrategien voraussichtlich die Parteien in den beginnenden Wahlkampf gehen. Die Konsequenzen der möglichen Wahlausgänge für die Fortbestand der gro
27 Children`s Home in Germany Thüringen - Eva Siebenherz
Auteur : Eva Siebenherz
Many people have spent their childhood and youth in a Children’s Home, an asylum, a youth center, approved school or another similar facility. And many cannot let go of the experience and are looking for connections into the past. Or for a variety of reasons, they are looking for a temporary or permanent home accommodation. Whether it is an active facility ore one closed already - the confusion and mix-up is great. Either one cannot find any information or one only finds unclear results. For this reason, we have compiled this directory of asylums which lists nearly 10000 homes and other facilities in about 10 categories.
From children's homes, youth housing, disabled homes, home schools to normal dormitories, everything is represented. In addition, you will find archive entries for closed facilities. This also includes children's homes and youth employment centers in the f
28 Elisabeth von Thüringen und die neue Frömmigkeit in Europa - Christa Bertelsmeier-Kierst
Auteur : Christa Bertelsmeier-Kierst
Anläßlich des 800. Geburtstages der heiligen Elisabeth von Thüringen wurde 2007 in Marburg ein wissenschaftliches Symposion durchgeführt, das Elisabeths karitatives Wirken in den Kontext der großen religiösen Bewegungen jener Zeit stellte. Die Subjektivierung der Frömmigkeit, die von den großen Reformorden ausging, erfasste um 1200 nachhaltig auch die Laiengesellschaft. Vor allem Frauen drängten nach Teilhabe am religiösen Leben und strebten eine möglichst radikale Nachfolge Christi an. Ergriffen vom neuen Ideal der Armut und Askese waren sie bereit, ihre bisherigen sozialen Bindungen aufzugeben und ihre Vorstellung eines christlichen Lebens in karitativer Fürsorge oder – in Abkehr von der Welt – in strenger Klausur und mystischer Selbstsorge zu verwirklichen. Diese neue Spiritualität aus der Sicht verschiedener Fächer – der Theologie, der Geschichts- und Literaturwis
29 Umbenannte Straßen in Thüringen - Eva Siebenherz
Wir möchten an diese Namen erinnern, sie nicht vergessen, sie sammeln und aufbewahren. Unterstützen Sie uns, damit das irgendwann ein umfangreiches Nachschlagewerk wird. Es geht um unsere gemeinsame Geschichte und unsere Geschichten.
30 Der Waffenschmied aus Thüringen - Holk Maisel
Auteur : Holk Maisel
Es gibt verschiedenste Darstellungen der Biografie des Nikolaus von Dreyse. Die einen sehen ihn als Militaristen und Waffenfabrikanten, die anderen als den Inbegriff des strebsamen, fleißigen Handwerkers. Ich möchte meine Sicht hinzufügen.
31 Elisabeth – Landgräfin von Thüringen - Hans Bentzien
Auteur : Hans Bentzien
Wenn man die Wartburg besucht, gelangt man durch einen Laubengang in die Kemenate der heiligen Elisabeth. Sie ist geschmückt mit den berühmten Fresken Moritz von Schwinds, die an das Leben dieser Frau erinnern. Wer war Elisabeth, Landgräfin von Thüringen, die 1231, nur vierundzwanzigjährig, starb und nach ihrem Tod heiliggesprochen wurde? Als vierjähriges Mädchen kam sie, eine ungarische Königstochter, an den Hof von Eisenach. Sie war mit dem elfjährigen Sohn des Landgrafen verlobt worden. Auf der Wartburg wird sie erzogen wie die Fürstenkinder auch. Früh zeigen sich ungewöhnliche Charakterzüge. Sie will, dass es gerecht zugeht, und es entwickelt sich bei ihr eine Frömmigkeit, die zu einer sozialen Haltung wird. Als ihr Verlobter stirbt, wird sie mit dessen Bruder, Ludwig IV., verheiratet. Zwischen beiden entsteht eine echte Liebe — für die auf Verträgen beruhende Heira
32 Thüringen war einmal ein Königreich - Reinhard Schmoeckel
Auteur : Reinhard Schmoeckel
Die "akademische" Geschichtsforschung weiß nichts davon, weil es keine alten Schriftquellen dazu gibt. Aber Indizien aus zahlreichen anderen Wissenschaften bringen überzeugende Beweise für die Richtigkeit der hi
33 Streifzug durch Thüringen - Gerhard Köhler
34 Sagen und Märchen aus Sachsen und Thüringen - Emil Sommer
Auteur : Emil Sommer
14. Die Jungfer auf dem Schloßberge bei Ohrdr
35 Wanderungen durch Thüringen - Ludwig Bechstein
In den "Wanderungen durch Thüringen" beschreibt der in Weimar geborene Bechstein seine Heimat und nimmt den Leser mit u.a. in folgende Städte und Regionen:
Der Dolmar.
Thal der Lichtenau.
Der Schneekopf.
Schulpforta.
36 Natur und Altertum in Thüringen - Reiseerinnerungen aus den Jahren 1836 - 1841 -1842 - Fr. L. B. von Medem & Gerik Chirlek
Auteur : Fr. L. B. von Medem & Gerik Chirlek
37 Johann Rothe's Chronik von Thüringen. Bearbeitet und herausgegeben von E. Fritsche. - Anonyme & E Fritsche
Auteur : Anonyme & E Fritsche
38 Thüringen Burgen, Schlösser & Wehrbauten Band 2 - Lothar Groß & Bernd Sternal
Auteur : Lothar Groß & Bernd Sternal
Ihnen liefert sie eine Vielzahl von Informationen ü
39 Wir backen mit HERMANN aus THÜRINGEN - Anne T. Pörs
Auteur : Anne T. Pörs
Hermann ist in Thüringen weit bekannt!
In diesem Buch wird alles beschrieben, was man zu Aufzucht, Pflege, Teilung und Verarbeitung des Hermann - Ansatzteiges wissen sollte. Neben einer ausführlichen Anleitung zum Umgang mit Hermann sind zahlreiche Rezepte enthalten - zusätzliche Tipps geben praktische Hinweise und Anregungen für neue Variationen.
40 Schulische Integration der minderjährigen Flüchtlinge in Thüringen - Izabela Galus
Auteur : Izabela Galus
Diese Bachelorarbeit widmet sich der schulischen Integration der jugendlichen Flüchtlinge in Thüringen, die nicht mehr der allgemeinen Schulpflicht unterliegen. Der fehlende Schulabschluss oder dessen fehlende Nachweisbarkeit stellen eine Hürde für die berufliche Integration dar. Die Hauptschwierigkeit besteht darin, dass das staatliche Schulsystem für die jugendlichen Flüchtlinge, die erst ab dem 16. Lebensjahr nach Deutschland kommen, wenig Möglichkeiten bietet, ihren Schulabschluss nachzuholen und somit ihr Recht auf Bildung umzusetzen. Wie sieht die schulische Integration der Flüchtlinge in Thüringen unter Berücksichtigung der vorhandenen strukturellen Möglichkeiten aus? Die Arbeit konzentriert sich auf die Gruppe der jugendlichen Flüchtlinge mit und ohne Aufenthaltsstatus, die auf nicht konventionelle Art ihren Abschluss bzw. Weg in das deutsche Schulsystem suchen. Welch
41 Epidemiologie, Prävalenz, Versorgung und Prävention bei depressiven Erkrankungen in Thüringen - Sebastian Selzer
Auteur : Sebastian Selzer
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,5, Fachhochschule Erfurt (Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Weltweit wird vermutet, dass 350 Millionen Menschen von Depressionen betroffen sind. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass im Jahr 2020 affektive Störungen zu der zweithäufigsten Krankheit weltweit zählen werden. In Deutschland gibt es schätzungsweise drei Millionen Menschen die betroffen sind. Die Versorgungssituation bietet trotz der hohen Anzahl noch keine adäquate Behandlung. Wie viele sind In Thüringen betroffen und gibt es regionale Unterschiede? Wie verteilt sich die Depression in der Thüringer Bevölkerung und wie sieht es mit der Versorgung im Freistaat aus? Mit vielen Fakten, Zahlen und Belegen geben die Autoren einen Überblick über die Lage. Bei ihrer Forschungsarbeit k
42 Wanderungen durch Thüringen - Ludwig Bechstein
Ludwig Bechstein: Wanderungen durch Thüringen
Erstdruck: Leipzig,: Georg Wigand, 1847.
Thal der Lichtenau
Die Hessberger Thierfährten
Das Meininger Oberland
Schwarzburg und das Schwarzathal
Der Kiffhäuser
Waltershausen und Tenneberg
Der Dietharzergrund
Felsenthal und Inselberg
Die Liebensteiner Höhle
43 Gebrauchsanweisung für Thüringen - Ulf Annel
Auteur : Ulf Annel
Was hat Erfurt mit Venedig gemeinsam? Wer steckte hinter dem Bau des Kyffhäuser-Denkmals? Wieso sollten sich Skatfreunde im Zweifels- und Streitfall nach Altenburg begeben? Ulf Annel, Thüringer mit Leib und Seele, führt uns durch seine Heimat, die zwar der "geografische Mittelpunkt Deutschlands", von Mittelmaß aber weit entfernt ist. Er ergründet den Reichtum an Burgen und Schlössern, an Dialekten, Dichtern und Denkern. Wandert auf dem idyllischen Rennsteig und durch das "grüne Herz Deutschlands". Macht sich Gedanken über schnelle Rodler und Rostbratwürste, Goethe und Gartenzwerge, Jenaer Optik und Bauhaus-Architekten - und verrät uns ganz nebenbei, wie die Thüringer wirklich fühlen und denken.
44 Thüringen - Burgen, Schlösser & Wehrbauten Band 1 - Lothar Groß & Bernd Sternal
Ihnen liefer
45 Unser schönes Thüringen - Johannes Wilkes
Auteur : Johannes Wilkes
46 Thüringen. Ein geographisches Handbuch, etc - Fritz Regel
47 ADAC Reiseführer Thüringen - Bärbel Rechenbach
Auteur : Bärbel Rechenbach
Thüringen begeistert Naturfreunde, Kulturreisende und Aktive gleichermaßen. Mitten in Deutschland liegt diese grüne Region mit herrlichen Wanderrouten und Radwegen entlang von Werra, Unstrut und Saale. Oder man folgt dem vielbesungenen Rennsteig auf dem Kamm des Thüringer Waldes oder dem Kyffhäuserweg zur Barbarossahöhle. Etliche Schlösser und Burgen zeugen von der reichen und wechselvollen Geschichte. In Eisenach z.B. kann auf der Wartburg die Lutherstube besichtigen, wo der Reformator einst die Bibel übersetzte. Wunderbar restauriert sind Erfurt, Weimar und Jena und laden zu ausgedehnten Stadtbummeln ein. Aber auch Fachwerkstädte wie Schmalkalden und Altenburg oder die einstige Residenzstadt Gotha begeistern mit ihrem Flair. Goethe, Bach und Bauhaus – das sind nur einige der großen Namen, die jeder sofort mit Thüringen verbindet. In diversen Museen und Gedenkstätten oder
48 Thüringen. Ein geographisches Handbuch, etc - Fritz Regel
49 Wanderungen durch Thüringen - Ludwig Bechstein
50 Elisabeth von Thüringen und Konrad von Marburg. Facetten einer Beziehung - Anja Reckenfeld
Auteur : Anja Reckenfeld
Masterarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte, Note: 1,3, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Katholisch-Theologische Fakultät, Seminar für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit bietet einen Überblick über Leben und Wirken der heiligen Elisabeth von Thüringen sowie eine Analyse über ihre Beziehung zu ihrem Beichtvater Konrad von Marburg. Elisabeth zählt zu den bekanntesten Heiligengestalten in der Katholischen Kirche. Auch außerhalb der Kirche kommt ihr eine besondere Bedeutung zu. Das zeigt sich z.B. daran, dass zahlreiche Institutionen ihren Namen tragen. Elisabeth hat schon bei ihren Zeitgenossen einen bleibenden Eindruck hinterlassen, der sich bis heute erhalten hat. Darstellungen über ihr Leben in verschiedenen Bereichen wie Kunst, Kultur und Literatur sind Be
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q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn: Reclams Science-fiction-Führer. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6, S. 20–24.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
Mann | "Schuster, bleib bei Deinem Leisten" "Rapper, bleib bei Deinem äh Nicht-sing-beweg-Dich-komisch-und-stell-Dich-bekloppt-oder-sei-halt-einfach-Du-selbst-und-vor-allem-Dicke-Brille-und-immer-mit-vermummtem-Co-Rapper" möchte man Jay-Z zurufen, als er "Wonderwall" bei seinem Auftritt in Glastonbury coverte.
Nach ca. 2:30 Minuten hat das Elend ein Ende und Jay-Z begibt sich wieder auf gewohntes Terrain. Warum laufen Rapper eigentlich immer wieder herum wie früher (oder immer noch?) die verhaltensgestörten Tiere im Grzimek-Haus im Frankfurter Zoo?
Sehr schön auch die eingeblendete Warnung vor den Stroboskop-Effekten (nach ca. 3:43 Minuten).
Technorati-Tags: Jay-Z,Wonderwall,Glastonbury,Rap
Eingestellt von Burgherr um 09:50
Für alle Menschen, die sich sowohl für Musik interessieren, als auch "American psycho" mochten können wir es kurz machen: Uneingeschränkte Leseempfehlung.
Gibt es überhaupt andere Menschen? Na gut, dann muss ich doch noch mehr dazu schreiben.
Der Protagonist des Romans (Steven Stelfox) ist als A&R Manager bei einem Plattenlabel angestellt. Bei seiner persönlichen Gier nach Erfolg verstrickt er sich immer tiefer in einem Gewirr aus Lügen, Drogen, Schulden und "kriminellen Handlungen". Die Handlung spielt sich im Jahr 1997 ab. Damals ging es der Musikindustrie noch wesentlich besser als heute. Dieser Roman liefert viele Argumente, warum es mit dieser Industrie steil abwärts geht. Und Mitleid verspürte ich bei der Lektüre diesbezüglich wirklich nicht.
Der Autor selbst war selbst als A&R Mensch tätig. Ich fürchte, er hat sich einige Sachen nicht aus den Fingern gesaugt.
Ich bin froh, dass Buch im Original gelesen zu haben. Teilweise ist es wirklich nichts für zart besaitete Gemüter. So blieb an pikanten Stellen einiges "undeutlich". Ich meiner Muttersprache möchte ich manche Sachen gar nicht so genau lesen...
Ansonsten macht die sarkastische und direkte Erzählweise des Autors wirklich Spaß.
Alle Musiker, die von dem "großen Durchbruch" träumen (und das eventuell schon seit Jahren...) sollten sich dieses Buch zwecks Desillusionierung zu Gemüte führen.
Technorati-Tags: John Niven,Kill your friends
Eingestellt von Burgherr um 10:02
Schön anzusehen: LP-Cover "ersetzen" einen Teil des Körpers der abgelichteten Person. Schwer verständlich? Auch hier sagen Bilder mehr als Worte...
Technorati-Tags: LP portraits
Klingt wie: Beck trifft Marilyn Manson, Tom Waits und irgendeinen Singer / Songwriter und man macht zusammen Musik.
Aus Island kennt man ja ansonsten eher "entrückte" Musik (Björk, Sigur Ros, Mum,...). Mugison setzt diesem Trend ein äußerst handfestes und bodenständiges Album entgegen. Und ich nehme es vorweg: Diese Platte ist ein Knaller. Einige Songs mögen den harmoniesüchtigen Hörer im ersten Moment schockieren aber gerade die Vielfalt und der Wandel zwischen den Extremen macht den Reiz dieses Albums aus.
Mugison entdeckte ich vor einigen Jahren bei einem Besuch in Reykjaviks Plattenladen Nr. 1: 12 tonar. Seine beiden Alben kaufte ich mir vor allem wegen der liebevoll gestalteten Cover (die CDs des zweiten Albums wurden gerade im Laden in die Hüllen gepackt, das Cover des ersten Albums war von Hand vernäht). Auch musikalisch überzeugte mich der Künstler: Das erste Werk "Lonely mountain" (2003) war ein Singer / Songwriter-Album. "Mugimama, is this monkey music?" (2005) ging dann mehr in die Breite, wartete mit zusätzlichen Indie-Rock Elementen auf und wurde mit einigen isländischen Awards bedacht. Nach zwei Soundtracks erblickte 2007 "Mugiboogie" das isländische Licht und nun erscheint dieses Album endlich auch offiziell in Deutschland. Angeblich musste Mugison den geliehenen Rechner (auf dem bislang seine Musik entstand) zurückgeben und war so gezwungen, mit tatsächlichen Instrumenten und Musikern zu arbeiten.
Die beiden Videos lassen erahnen, in welchem Spektrum sich die Songs auf Mugiboogie bewegen.
Technorati-Tags: Mugison,Mugiboogie
Eingestellt von Burgherr um 14:48
Die Übertragung des Spiels der deutschen Mannschaft gegen die Türkei erfüllt wohl die Kriterien eines "Staßenfegers". Während man im Fitnessstudio die (fast) freie Auswahl an Geräten hatte, blieb die Burger-Brat-und-Verkauf-Bude komplett leer.
Mal sehen, wo ich mir das Endspiel "anschaue".
Technorati-Tags: Halbfinale,Deutschland-Türkei
Eingestellt von Burgherr um 13:15
Ich suche einen Datentarif, der es mir erlaubt, mit dem Notebook über UMTS mobil ins Internet zu gelangen. Auf Vodafones Website wurde ich recht schnell fündig. Bei The Artist Formerly Known As Telekom (TAFKAT) gelang mir das auf Anhieb nicht. Also die bewährte 0800-3301000 gewählt. Dort kannte man einen mobilen Tarif, der allerdings nur im Umkreis von 2 km um den Festnetzanschluss (?) funktionieren soll. Wir einigten uns, dass ich bei den Kollegen von T-Mobile besser aufgehoben wäre. Ich wurde direkt weitervermittelt (in die nächste Warteschleife). Dann hatte ich tatsächlich eine T-Mobile Mitarbeiterin am Telefon. Diese konnte mir aber gar nicht helfen, da ich noch kein T-Mobile Kunde bin. Also wollte sie mich zurück zu T-Home schicken. Als ich protestierte und mich erkundigte, ob ich erst Kunde sein muss, um eine Tarifberatung zu erhalten, wurde ich noch einmal in ein paar Schleifen geschickt und dann auf später vertröstet. Die bei T-Mobile zuständigen Mitarbeiter für Neukunden sind anscheinend alle in Gesprächen. Das wundert mich...
Ich hoffe, dass meine Gespräche mit TAFKAT (siehe oben) abgehört und aufgezeichnet wurden, dass glaubt einem ansonsten kein Mensch.
Technorati-Tags: Telekom,T-Mobile,T-Home
Gestern bin ich einige Stunden "über Land" gefahren. Ich habe dabei gar die günstig erworbenen "blühenden Landschaften" gestreift. Ich konnte mich davon überzeugen, dass unsere ostdeutschen Brüder und Schwestern im Bereich "Schilder aufstellen" keinen weiteren Nachholbedarf haben:
Ja, richtig. Die kleinen gelben Vierecke in der Bildmitte sind bereits die Ortsausgangsschilder. ALLE Siedlungen wurden also anscheinend inzwischen erfasst.
Auf der Strecke passierte lange, lange sehr wenig. Richtig geschockt war ich aber erst, als mein Navi mir die nächste aufregende Sache ankündigte:
Einen Kreisel nach weiteren 42 km! Nach 42 km Vorfreude wollte ich dieses Bauwerk eigentlich fotografieren. Aber dass war es wirklich nicht wert.
Dieses Navi-Bild erinnert mich an eine ähnliche Situation, die ich vor einiger Zeit festgehalten hatte:
Brisant, dass die Navigationshilfe uns in Frankreich zum "Manöver" lotsen wollten. Eskaliert der Konflikt um die Agrarsubventionen?
Technorati-Tags: Autofahrt,Navi
Säue grölende Horde.
Warum dieser zwar zu häufig gespielte aber trotzdem gute Song der White Stripes (bzw. das markante Riff daraus) als Eingangslied in den EM-Stadien missbraucht wird? Keine Ahnung.
Technorati-Tags: The Wihite Stripes,Seven Nation Army,EM-Song Stadien
Mit diesem sympathischen Gesellen
wollte mich mein ehemaliger Lieblings-CD-Versender aus Fernost wieder in seinen Kundenkreis locken. Da der mit diesem Versuch verbundene Gutschein bzw. dessen Einlösung nicht funktionierte und meine entsprechende Anfrage bislang unbeantwortet blieb, müssen sie sich wohl etwas Besseres einfallen lassen.
Zuverlässige Lieferungen wären ein Ansatz...
Technorati-Tags: CD Versand,Singapur,Service
Eingestellt von Burgherr um 11:05
Gestern habe ich mit einem Kumpel in Schweden telefoniert. Dort liefen die letzten Vorbereitungen für deren Höhepunkt des Jahres: Das Midsommar-Fest. Er konnte seinen Namen noch fast fehlerlos aussprechen. Das wird nun nicht mehr der Fall sein.
Die Schweden sind uns wie immer ein paar Schritte voraus: Während wir uns noch um die EM Gedanken machen, wird dort schon gefeiert. Ich bin der festen Überzeugung, dass die schwedische Mannschaft das Viertelfinale hätte erreichen können, aber dann hätten sie Midsommar in ihrer Heimat verpasst.
Erfahrungsgemäß gibt es im Verlauf dieser Festivitäten immer ein paar Todesfälle in Skandinavien. Was tut man nicht alles zum Erhalt alter Bräuche und Sitten...
Technorati-Tags: Schweden,Midsommar
1. Die EM ist eine Erfindung der Ölkonzerne. Wie sonst bekommt man nachts noch so viele Menschen unsinnigerweise auf die Straße?
2. Ich habe empirische Untersuchungen angestellt: So beliebt wie ich dachte, scheinen BMWs bei unseren türkischen Mitbürgern gar nicht zu sein. Nur ca. jedes siebte bis achte Fahrzeug stammt von diesem Hersteller.
3. Wer meint, heute Nacht sei ein Ausnahmezustand: Bis auf die Flaggen (aber inklusive hupen) ist das der Normalzustand in Istanbul.
Technorati-Tags: Türkei,BMW,Fußball EM
Eingestellt von Burgherr um 00:29
Labels: Alltäglicher Wahnsinn, Lebensweisheiten
Eine großartige Weiterentwicklung erkenne ich nicht, aber manchmal freut man sich auch über Konstanten. Schöne Melodien beherrschen Feeder noch immer. Ein paar zusätzliche Gitarren sind zu hören, die orchestralen Anteile sind allgegenwärtig. Ein kompaktes Album ist "Silent cry" sicher nicht, aber man darf auch mal wieder in Musik schwelgen. Das Album bietet einen schöne Grundlage für einen "weniger-ist-manchmal-mehr"-Ansatz bei der Produktion des nächsten Werks.
Eingestellt von Burgherr um 13:41
Shearwater stammt aus dem Okkervil River-Dunstkreis (deren Album "The Stage Names" ich hier bereits vorstellte). Bei "Rook" handelt es sich bereits um das fünfte Album der Band. Jonathan Meiburg und Will Sheff gründeten diese Band im Jahr 1999, um ihren "ruhigeren" Songs eine Bühne zu bieten. Trotzdem finden sich auch rockige Klänge neben den unvermeidlichen folkigen Momenten. An vielen Stelle fühle ich mich an Mark Hollis und Talk Talk erinnert. Das meint anscheinend auch Pitchfork Media:
Okkervil River bringen bereits im September das neue Werk "The Stage Ins" auf den Markt. Bis dahin sollte "Rooks" die Wartezeit seit "The Stage Names" auf jeden Fall überbrücken können. Ich bin von dem Album schon ziemlich begeistert. Sollte Shearwater sich wirklich noch steigern, freue ich mich schon jetzt auch auf deren nächstes Album.
Technorati-Tags: Shearwater,Rook,Okkervil River
Eingestellt von Burgherr um 15:04
Ich habe ein unbeschreibliches Produkt entdeckt: Das Fluidometer®. Die Verpackung verspricht "Fitness und Wohlbefinden", im Internet werden gar diese positiven Wirkungen in Aussicht gestellt:
- Vorbeugen gegen Kopfschmerz und Migräne
- Entlastung der Nieren, Vorbeugen gegen Nierenleiden
- Reinigung des Körpers von Giftstoffen und Abfallprodukten
- Verminderung von Sodbrennen infolge Übersäuerung
- Beitrag zur Normalisierung des Blutdruckes
- Vorbeugen gegen Blasenkrebs
Wie dieses Zauberprodukt das alles bewirkt? Nun, es soll Menschen beim Trinken helfen...
Hier ist das Wunder der Technik
Der Clou ist das manuell zu bedienende Anzeigeelement, welches entsprechend der jeweils getrunkenen Menge weitergedreht werden muss und dann am Ende des Tages die Gesamtmenge anzeigt.
Das unnütze nützliche Produkt kostet um die 15 €, ich habe es als Reste-Schnäppchen für gut 5 € bekommen. Wer ein Exemplar möchte, bitte melden! Für Leser im Ausland: Unter Umständen muss ich prüfen, ob diese Spitzentechnologie Ausfuhrbeschränkungen unterliegt. Dann dauert der Beschaffungsprozess natürlich länger.
So, heute Abend gehe ich mit dem Ding in den Irish Pub und lasse mir meine Getränke abfüllen. Morgen suche ich dann ein Gerät, welches mir beim Atmen hilft.
Technorati-Tags: Fluidometer
Songtitel dargestellt in Diagrammen und sonstigen Grafiken. Klasse!
Technorati-Tags: Musikrätsel
Meine Vorfreude auf das neue Feeder-Album währt nun schon eine Weile. Inzwischen kann man das gesamte Album als Stream auf Feeders Myspace-Seite anhören.
Im UK ist das Album schon erschienen, selbst mit Versandkosten ist es bei einem bekannten Versandhaus dort günstiger zu beziehen als voraussichtlich hier ab Freitag. Ich hoffe, die Post ist schnell...
Das Album soll wieder rockiger werden, das wäre fein!
Eingestellt von Burgherr um 11:59
Hier im Garten treffen gerade einige junge Leute (ich tippe auf Studenten nicht-naturwissenschaftlicher Studiengänge) Vorbereitungen für ein Outdoor-Fußball-Guck-Event (wer spielt heute eigentlich?). Es werden noch Wetten angenommen:
Fällt zuerst die Leinwand um?
Oder setzt die komplizierte Technik aus?
Oder setzt sich doch die Camping-Null, bei dem Versuch, den Grill anzuzünden in Brand?
Fußball kann doch spannender sein, als ich dachte...
Die Camping-Null wurde abgezogen (oder ist verbrannt), die Kohle wird gerade geföhnt.
Technorati-Tags: Semi-Public Viewing,EM-Wetten
Eingestellt von Burgherr um 19:45
Die University of Bristol hat sich mit Treiberameisen (eciton burchellii)befasst und dabei dokumentiert, wie diese Schlaglöcher bzw. Unebenheiten auf ihrem Weg ausgleichen, damit nachfolgende (und Lasten transportierende) Artgenossen das Hindernis schnell und einfach hinter sich lassen können. Den Bericht und ein Bild gibt es hier.
Unsere Politiker sollten sich diese Vorgehensweise zum Vorbild nehmen: Haushalts- und sonstige Löcher werden durch persönlichen Einsatz gestopft. Doof, dass Herr Dr. Kohl nicht mehr aktiv ist.
Technorati-Tags: Treiberarmeisen,eciton burchellii,University of Bristol
Bis vor kurzer Zeit empfand ich die Iren als Vorbild in Europa wegen Ihres Nichtraucherschutzes (der dort übrigens funktioniert, ohne dass Kneipen zumachen mussten). Nun möchte man Irland eigentlich nicht mehr in Europa haben. Ihre Aussteuer haben sie ja schon über Jahre erhalten.
Länder, die es nicht in die EM-Endrunde geschafft haben, gehören ja eh nur bedingt dazu. Gruß an die Inselstaaten.
Technorati-Tags: Irland,EU-Referendum
Der sanfte Übergang zwischen Ende und Beginn der CD erlaubt den fast ununterbrochenen dauerhaften Genuss des neuen Werks aus dem Hause Coldplay. Aber ist es tatsächlich ein Genuss und möchte man es auf "Repeat" laufen lassen? Was ist von dem Album zu halten?
Ist es ein Leichtverdaulicher Hype?
dann ist es vielleicht ein Klassiker?
ist es denn Überambitioniert und verkopft?
aber es stammt doch von einer Konsensband?
belegt es die These der U2-isierung erfolgreicher Bands?
oder ist es einfach Das schwierige vierte Album?
Das Album ist aktuell fast überall für 10 € zu haben. Ich habe natürlich zu früh zugegriffen und erwarte nun für die zusätzlichen 7 € zusätzliche Belustigung durch die CD.
Technorati-Tags: Coldplay,Viva la vida
Eingestellt von Burgherr um 11:29
Nein, man muss kein Prophet sein, um den Erfolg des am heutigen Tag erscheinenden Coldplay-Albums "Viva la vida" vorherzusagen. Ich weiß gar nicht, ob ich mich auf das Album freue. Man wird mindestens die Hälfte der Songs als Singles im Radio hören...
Eingestellt von Burgherr um 10:37
Vergleich von Spritpreisen.
Technorati-Tags: Spritpreise
Eingestellt von Burgherr um 09:16
Nach fast zwei Monaten stark eingeschränkter Lebensweise (aka gemischte Käfig- und Freilandhaltung im Westerwald) seit meinem Sturz kann ich nun das Ergebnis der Operation vorweisen:
Der (auf dem Bild) weiße Titandraht hat meinem Knochen bei der Heilung den rechten Weg gewiesen. Zum Vergleich der Zustand nach dem Unfall:
In ein paar Monaten wird der Draht wieder entfernt. Mal gespannt, ob ich ihn behalten darf. Bezahlt ist er ja...
Technorati-Tags: Schlüsselbeinbruch,Titandraht
Vor allem muss "Sunday at Devil Dirt" sich am Vorgänger "Ballad of broken seas" messen lassen. Laut.de meint:
Für mich ist "Saturnalia" die spannendere Sache. Entsprechend bescheiden würde der Blumenstrauß ausfallen, den Isobel von mir erwarten könnte. Richtig spannend ist das Album nicht.
Technorati-Tags: Isobel Campbell,Mark Lanegan,Sunday at Devil Dirt
Eine weitere Leihgabe des Drill Instructors.
Die zwei Protagonisten des Romans sind multiple Persönlichkeiten. Andy (aka Adam, Jake, Tante Sam,...) wurde behandelt und hat so einen Weg kennengelernt, mit der Situation umzugehen. In einem imaginären Haus in seinem Inneren sind die diversen Persönlichkeiten untergebracht und er hält sie unter Kontrolle. Je nach Situation profitiert er gar von den Eigenschaften und Fähigkeiten spezieller Identitäten.
Penny (aka Mouse,...) ist sich ihrer "Krankheit" nicht bewusst, sie spürt nur die Auswirkungen. Sie erfährt diese in Form von Blackouts. Zeiten, in denen andere Identitäten ihren Körper "übernehmen" nimmt sie nicht wahr.
Als diese beiden Personen inklusive ihrer diversen Persönlichkeiten aufeinandertreffen, kommt es natürlich zu interessanten, spannenden, komischen und chaotischen Situationen.
Das Buch erlaubt es, sich mit dem Phänomen multipler Persönlichkeiten auseinanderzusetzen. Ich habe keine Ahnung, ob der Roman der Realität multipler Persönlichkeiten nahe kommt. Eine unterhaltsame Lektüre war es und vielleicht habe ich dabei sogar was gelernt.
Technorati-Tags: Matt Ruff,Ich und die anderen
Wenn Norman Cook (aka Fatboy Slim, aka Mighty Dub Katz und Ex-Housemartin) auf David Byrne (Ex-Talking Heads) trifft, ist Spaß vorprogrammiert. Das Ergebnis ist "Toe Jam" und wird unter dem Pseudonym The BPA (für Brighton Port Authority) veröffentlicht.
Technorati-Tags: The BPA,Brighton Port Authority,Norman Cook,David Byrne
Eingestellt von Burgherr um 13:27
Das letzte Wochenende habe ich im Raum Toulouse verbracht. Das Wetter war nicht so toll, die Stadt hat aber ihre Reize. Der Einfluss der ca. 100.000 Studenten war deutlich spürbar.
Ein paar Sehenswürdigkeiten gibt es auch, u. a.:
Basilika von Saint Sernin
Und vor allem nette kleine Gassen
Technorati-Tags: Toulouse
Apple überdenkt das Vertriebsmodell des iPhone. Wie kommt das? Plagt Herrn "Gutmensch" Jobs ein schlechtes Gewissen wegen der Einnahmen? Oder liegt es doch am bislang gar nicht überragenden Erfolg des Spielzeugs?
Technorati-Tags: Apple,iPhone,Jobbs
Ich denke, dass spricht für sich selbst:
Technorati-Tags: Heiratsantrag
Labels: Gefunden, Lebensweisheiten
Gleich geht es zum Flughafen. Da die Zeitung noch nicht da ist, sollte mir der Fernseher während des Frühstücks Unterhaltung bieten. Auf einem Sender fuhr eben noch die Eisenbahn, billige Vorabendserien und schlechte Comedy-Serien auf den Privatsendern, seltsame Mitmach-Spiele... Einer der Klingelton-Sender bietet ein neues Monrose-Video. Hätten die Mädels nicht in der langen Zeit seit der letzten erfolgreichen Single mal Tanzunterricht nehmen können?
Ich hätte dann doch lieber das gute alte Testbild.
Technorati-Tags: Schlaflos,TV
Eingestellt von Burgherr um 05:18
HBO zeigt tolle amerikanischen Serien. "Curb your enthusiasm" ist immer wieder ein Brüller und nun hat die Post brav die DVD der ersten Staffel von "Flight of the conchords" geliefert.
Zwei Musiker aus Neuseeland, die sich selbst spielen und nach New York ziehen, um dort den Durchbruch zu schaffen. Betreut von einem nur sehr bedingt kompetenten Manager und ständig bedroht von ihrem einzigen Fan müssen sich Jemaine und Bret durchschlagen. Dank hilfreicher Tipps zum Umgang mit Amerikanern und der dargebotenen Songs sollte jede Episode ein Genuss sein, hoffe ich.
Eingestellt von Burgherr um 05:06
Wenn es sich bewahrheitet, dass Ministerpräsident Koch das Gesetz zur Abschaffung der Studiengebühren nicht unterschrieben hat, weil es schlicht falsch formuliert wurde, setzt das der Sache die Krone auf.
Liest eigentlich irgendein Abgeordneter die Gesetze, die zur Abstimmung stehen? Hatten die Praktikanten, die den Kram sonst gegenlesen etwa Berufsschule an dem Tag?
Technorati-Tags: Studiengebühren,Hessen,Politik
In der evangelischen Lutherkirche (aka "Kulturkirche") in Köln-Nippes luden Wir sind Helden zur Lesung aus Ihrem Buch "Informationen zu Touren und anderen Einzelteilen". Die Lokation bot natürlich einen tollen Rahmen und sorgte zusammen mit dem Publikum (vornehmlich Studentinnen in Chucks) für einen entspannten Abend auf Kirchenbänken.
Da ich das Buch bereits gelesen hatte, interessierte mich dieser Teil weniger als das "Rahmenprogramm", welches aus dem Zusammenspiel der Musiker während der Lesung und der Akustik-Sessions bestand. Die eingestreuten "Interviewfragen" des 1Live-Moderators waren nur schwer zu ertragen, wurden aber knapp gehalten.
So wurde gelesen
Die Bildershow im Hintergrund erfolgte im Zufalls-Modus und sorgte für (beabsichtigte) unplanbare Lacher des Publikums. So wurden die Lese-Teile des Abends aufgelockert.
Und so wurde musiziert
Der (erwartete) Höhepunkt waren ganz klar die wirklich tollen Unplugged-Einlagen.
Ich fordere: Wir sind Helden-Unplugged CD subito! Die ist nur wirklich ein MUSS.
Wir sind Helden befinden sich m. E. in einer schwierigen Phase ihrer Karriere. Die aktuelle Platte ist nicht so eingeschlagen, wie es wohl vor allem die Plattenfirma erhofft hatte. Man hat nun auch schon drei Alben veröffentlicht und wenn dauerhafter Erfolg angestrebt ist, muss auch eine Weiterentwicklung stattfinden. Die Fraktion der Musiker schafft dass, indem sie ihren Enthusiasmus durch musikalische Ambitionen und Weiterentwicklung ergänzt. Frau Holofernes sucht m. E. noch immer ihre Rolle im Umgang mit der Situation. Natürlich kommt die Band absolut sympathisch und authentisch rüber. Aber Judith Holofernes' Art finde ich (wie schon in meinem Kommentar zum Buch angedeutet) nicht mehr erfrischend, man kennt es ja jetzt.
Richtig neue Ideen oder eine längere Pause wären vielleicht die Mittel der Wahl. Wir sind Helden sind zu wertvoll, um Grönemeyer-mäßig einfach den Mainstream-Erfolg mitzunehmen und so alt zu werden.
Technorati-Tags: Wir sind Helden,Informationen zu Touren und anderen Einzelteilen,Lesung,1Live Klubbing,Kulturkirche Köln
Eingestellt von Burgherr um 17:17
Ja, ich weiß. Bezüglich TV-Serien bin ich der Zeit nicht voraus. Ich habe es nun aber tatsächlich geschafft, die erste Staffel von "24" zu schauen.
Die Häufung von "Unglück" und Schicksalsschlägen, die Menschen in Serien erleiden erstaunte mich schon häufig. "24" konzentriert das nun auf einen Tag. Aber wer erwartet schon Serien, die irgendetwas mit der Realität zu tun haben. Die Story um Jack Bauer und den schwarzen Präsidentschaftskandidaten David Palmer (das lässt die erste Staffel brandaktuell erscheinen, obwohl sie aus dem Jahr 2001 stammt) ist natürlich... da muss man eigentlich gar nicht drüber reden.
Spannend wird die Sache durch die Idee, einen gesamten Tag in Echtzeit und somit in 24 Folgen abzubilden. Das verleiht den Episoden ein wahnsinniges Tempo und lässt nie Langweile aufkommen. Die Techniken, die hierbei angewandt wurden sind sicher an der ein oder anderen Stelle innovativ.
Beeindruckt bin ich von der unnachahmlichen Art und "Coolness", mit der Bauer sich am Telefon meldet (ich übe heimlich) und wie er mit Nina umspringt. Machte mich gleich stutzig, dass sie das mit sich machen lässt.
Die erste Staffel ist sehenswert, ansonsten vertraue ich vielleicht der Meinung, dass die weiteren Staffeln das Konzept nur noch auslutschen.
Vor allem bin ich den Machern der Serie dankbar, weil sie eine tolle Vorlage für die Simpsons-Parodie geliefert haben.
Technorati-Tags: 24
Eingestellt von Burgherr um 15:41
Geiles Video und ein Hammersong, den ich schon fast wieder vergessen hatte. Daher sei er hier verewigt. Nicht erschrecken, für jeden "härteren" Teil gibt es auch entspanntere Momente... selten habe ich einen derart dynamischen Song gehört.
Refused gibt es leider nicht mehr. Der Sänger ist u. a. bei The (International) Noise Conspiracy weiter aktiv.
Technorati-Tags: Refused,New Noise
Der Erfinder der Pringles-Verpackung lässt sich in einer Chips-Dose beerdigen. Mal gespannt, ob diesem Beispiel die Designer des iPod, des Castor-Behälters und der Konservendose folgen werden.
Technorati-Tags: Pringles,Beerdigung
Eingestellt von Burgherr um 14:35
Ich habe mich aufgrund körperlicher Unzulänglichkeiten jetzt wirklich lange geschont. So langsam wird es mal wieder Zeit für etwas Action. Eine Wir sind Helden-Lesung in einer bestuhlten "Kirche" kommt mir da gerade recht.
Vor allem freue ich mich auf die Songs in der Unplugged-Version, zumal die sicher live besser klingen als so:
Technorati-Tags: Wir sind Helden,Lesung,Informationen zu Touren und anderen Einzelteilen
Gefunden in einem Kommentar zur Gavin Rossdales gerade erschienenem Solo-Debüt "Wanderlust":
während die frau gemahlin die neue platzhirschin im pompösen mädchenpop ist (und madonna genauso alt aussehen lässt, wie sie ist), gelingt ihm nichts rechtes mehr.
Zur Erläuterung: Gavin Rossdale war früher Sänger von Bush (der Band, nicht des US-Präsidenten) und ist mit Gwen Stefani verheiratet.
Weitere Kommentare gehen in die gleiche Richtung. Vielleicht muss man das Album nicht unbedingt hören. Aber so lange er aktiv ist, passt anscheinend Gwen auf die Kids auf und wird von weiteren musikalischen Untaten abgelenkt. Ich finde, er sollte es direkt noch einmal probieren und die alten Bush-Gitarren wieder auspacken.
Technorati-Tags: Gavin Rossdale,Wanderlust,Gwen Stefani,Madonna,Bush
Dass die Telekom ihr Engagement im Radsport in Form von Sponsoring aufgrund des ein oder anderen Skandals eingestellt hat, war zum damaligen Zeitpunkt verständlich. Aber jetzt muss man sich doch um eine weiße Weste wirklich keine Gedanken mehr machen...
Technorati-Tags: Telekom,Bespitzelung,Radsport
2006 gegründet veröffentlichen The Ting Tings nach einigen reichlich beachteten Singles ihr erstes Album. "That's not my name" war eine Nummer 1-Single im UK und das Album nahm dort die gleiche Position ein. Jules De Martino und Katie White blicken jeweils aus eine Vergangenheit in Teenie Bands zurück, den Pop-Appeal haben sie nicht hinter sich gelassen. Zusätzliche Indie-Elemente und knackige Rhythmen halfen bei der Erschaffung eines kurzweiligen Werks.
Als Einflüsse nennen sie Bands wie Gorillaz, Talking heads, Blondie, Dresden Dolls, Tom Tom club, The Police, Cabaret, Bjork, singing in the rain, Joni Mitchell, Kate Bush, the Velvet underground-Nico, the Beatles, Beck, The Eels.
Gerade weil ich u. a. The Kills als Referenz zufügen möchte, muss ich dem Albumtitel absolut zustimmen. Aufmerksamkeit von der schreibenden Zunft gibt es trotzdem:
Mit minimalem Aufwand fabrizieren Sängerin Katie White und Drummer Jules de Martino maximalen Groove, packen Elektrominimalismen, Punk und Disco zusammen und kommen so innovativem Indiefunk wie "That's not my Name". Das schroffe Alternativegirl Katie White, deren Gesang mal an Debbie Harry, mal an M.I.A. und immer wieder an Le-Tigre-Sängerin Kathleen Henna erinnert, hat zudem das Zeug zur Traumfrau aller Chucksträger. kulturnews.de
Das Debüt der Ting Tings ist ein aufregendes Tête-à-tête in bester Boy-/Girl-Tradition: zwischen ›Charts‹ und ›Arts‹, zwischen Pop-Zuckerguss und Schrammel-Indie, Timbaland’schen Hiphop-Beats und dem trockenen Drumschlag des New Wave. spex.de
Das Album-Debüt "We Started Nothing" beleuchtet einerseits beschädigtes Aufwachsen im Randgebiet und den zwanghaften Beziehungswahn dieses Jahrtausends, mäht andererseits aber auch schlicht und einfach den Rasen platt: "Fruit Machine" und "Shut Up And Let Me Go" haben mehr Funk als man aus Salford erwartet hätte, "Be The One" klaut bei Blondies "Union City Blue", und das schleichende "Traffic Light" weist schon den Weg in die Zukunft, wenn die Wut einmal verraucht sein wird. spiegel.de
Wie immer bietet Myspace einige Songs als Stream. "Great DJ" gibt es als Download und wie "That's not my name" als Video.
Technorati-Tags: The Ting Tings,We started nothing
Eingestellt von Burgherr um 10:13 | de |
q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn: Reclams Science-fiction-Führer. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6, S. 20–24.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
Mann | Samstag, 25. April 2020 / Schwaderloch - Ausgebucht
Restaurant Bahnhof, Hauptstrasse 73, 5326 Schwaderloch
Samstag, 16. Mai 2020 / Zofingen
Franco Calletta
Samstag, 27. Juni 2020 / Bad Zurzach
Samstag, 21. März 2020 / Neuenegg - Abgesagt
Sonntag, 05. April 2020 / Wangen an der Aare - Abgesagt
Montag, 06. April 2020 / Grund bei Gstaad - Abgesagt
Samstag, 18. April 2020 / Thun - Ausgebucht
gk_1_kursbeschreibung_grundkurs_2020.pdf
Samstag, 18. April 2020 / Langnau im Emmental - Abgesagt
und Samstag, 25. April 2020 - Zweitägiger Kurs
Samstag, 25. April 2020 - 1330
Als Kursvorbereitung dient das Selbststudium des Lehrmittels (Schw. Sportfischer-Brevet). Die in diesen Lehrmitteln vorhandene Berechtigungskarte zur Erfolgskontrolle muss zwingend am Kurs abgegeben werden.
Samstag, 18. April 2020 / Walliswil bei Niederbipp Fischereiverein Wangen und Umgebung - Abgesagt
und Samstag, 25. April 2020 - Fischereigrundkurs
Samstag, 25. April 2020 - 07.00 bis 16.00 / 10.00 bis ca 14.00
Schulhaus Dorfstrasse 1, 3380 Walliswil bei Niederbipp Fischereiverein Wangen und Umgebung
Rene Schwab Remo Feurer
grundkurs_sana_prog._2020.doc
Grundkurs mit SaNa Brevertierung
Samstag, 18. April 2020 / Bern - Abgesagt
Restaurant Kleefeld, Mädergutstrasse 5 (Zentrum Kleefeld) (Tramm Nr. 7, Parkplätze in Einstellhalle), 3018 Bern
Fischereibedarf Niklaus Wenger
- Kosten Kinder bis 16 Jahre CHF 30.00
- Kosten Frauen CHF 30.00
Samstag, 18. April 2020 / Inkwil - Abgesagt
Der Test findet im Anschluss vom Kurs statt und kann online absolviert werden.
Freitag, 01. Mai 2020 / Riggisberg
und Freitag, 08. Mai 2020 - Zweitägiger Kurs
Freitag, 08. Mai 2020 - 19h00-22h00
Kursdatum: Samstag, 9. Mai 2020 von 08h30-12h30 direkt in der Fischzucht Grabenmühle in Sigriswil.
Anmeldungen vor oder während dem SaNa Kurs an mich. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt (Kleine Gruppe).
Samstag, 02. Mai 2020 / Sutz-Lattrigen
und Sonntag, 03. Mai 2020 - Zweitägiger Kurs
Sonntag, 03. Mai 2020 - 9.00 - 15.00
Fischereigelände SSFVB/Lattrigen & Fischereipark/Worben, 2572 Sutz-Lattrigen
R. Michel & A. Aeschlimann
079 710 30 69
SaNa-Kurs mit Praxis-Halbtag
1.Tag: Theorie SaNa-Prüfung und Praxis: Umgang mit Fisch, Gerät & Knoten
2. Tag: Praxis "Fische fangen und handeln" im Fischereipark Worben. Ein Fisch ist im Kursgeld enthalten. Theorie: Repetition/Fragerunde & Prüfung im Bären, Worben.
Die Lernbroschüre muss vor dem SaNa-Kurs gekauft werden. Wir bitten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Lernstoff gemäss den Lernzielen durchzuarbeiten.
Bezugsquellen für die Lehrmittel:
oder der Fachhändler deines Vertrauens...
(Fishing-Zone, Nidau; Fischen-Wenger, Bern; Waffen Glauser, Aarberg; Bernhard, Wichtrach usw.)
Verpflegung am Samstag inbegriffen, sonntags Verpflegung auf eigene Kosten (Mitbringen oder Menü im "Bären" Worben).
Anmeldung möglich ab 15. Februar 2020. Kurskosten: 70.- ohne Lehrmittel; für Mitglieder SSFVB entfallen die Kurskosten.
Samstag, 09. Mai 2020 / Brügg Be
Restaurant Bahnhof, Bahnhofstrasse 3, 2555 Brügg Be
kurs_2_kursbeschreibung__23.+24.05.2020.pdf
Dienstag, 09. Juni 2020 / Riggisberg
und Freitag, 12. Juni 2020 - Zweitägiger Kurs
Freitag, 12. Juni 2020 - 19h00-22h00
Kursdatum: Samstag, 13. Juni 2020 von 08h30-12h30 direkt in der Fischzucht Grabenmühle in Sigriswil.
- ID mitbringen!
kurs_ausschreibung_27._06.2020_memor_gmbh.pdf
Samstag, 11. Juli 2020 / Wangen an der Aare
Die Anmeldefrist ist am 01.02.2020 abgelaufen.
kurs_ausschreibung_03.10.2020__memor_gmbh.pdf
kurs_3_kursbeschreibung_17.+18.10.2020.pdf
Samstag, 24. Oktober 2020 / Langnau im Emmental
und Samstag, 31. Oktober 2020 - Zweitägiger Kurs
Samstag, 31. Oktober 2020 - 1330
kurs_ausschreibung_31.10.2020__memor_gmbh.pdf
kurs_ausschreibung_07.11.2020__memor_gmbh.pdf
Samstag, 16. Mai 2020 / Pratteln
Sonntag, 26. April 2020 / Basel
Tituskirche, Evang.-ref. Kirchgemeinde, Im Tiefen Boden 75, 4059 Basel, 4053 Basel
Sonntag, 07. Juni 2020 / Basel
Samstag, 04. April 2020 / Gurmels - Abgesagt
Pfarrschür , St. Germanstrasse, 3212 Gurmels
H. Affentranger und H.P. Clement
Alle Kursinteressierten werden gebeten entsprechendes Lehrmittel vorgängig zu Besorgen (Sportfischerbrevet oder Dä Neu Fischer ) bei der Anmeldung bitte alle notwendigen Daten angeben. Am Kurstag die Berechtigungskarte vollständig und gut leserlich ausgefüllt mitbringen, diese weist Sie als berechtigten Kursteilnehmer aus. Die Prüfung kann auch elektronisch abgelegt werden, Internetanschluss ist Sache der Teilnehmer, es wird kein persönlicher Hotspot zur Verfügung gestellt, ansonsten bitte Schreibzeug und gute Laune mitbringen. Kursgebühr von Fr. 40.- ist vor Ort zu entrichten. Einschreiben ab 07.00 Uhr möglich, Kursbeginn 07.30 Uhr.
Freitag, 29. Mai 2020 / Cousset - Ausgebucht
17.30 h -23.00 h
Terrapon Joël, Imp. des Prairies 2 1774 Cousset Tél. 026 660 53 70
ou Mobile 079 697 47 94
Le candidat doit se procurer le document * Brevet Suisse du Pêcheur Sportif * et avoir répondu aux 15o questions comme pré-étude
Local pour 12-14 personnes au maximum
Freitag, 19. Juni 2020 / Cousset
Joël Terrapon
Impasse des Prairies 2 , 1774 Cousset
Tél. (repas ) 026 660 53 70
Le candidat doit s'équiper d'une brochure personnelle intitulée * Brevet Suisse du Pêcheur Sportif * .
D'imprimer et de répondre aux 150 questions y relatives comme pré-étude.
Inscription jusqu'au 15 juin si le cours n'est pas complet avant cette date.
Freitag, 03. Juli 2020 / Cousset
17.30 h - 23.00 h ( le tout en une soirée )
Terrapon Joël, Tél. 026 660 53 70 ( Heures de repas )
Le candidat doit s'inscrire à l'adresse ci-dessus par mail avec coordonnées complètes et date de naissance exacte. Il lui sera envoyé la marche à suivre pour l'obtention du document et la convocation précise.
Nombre de places maximum par cours 14-15 personnes
Montag, 20. April 2020 / Genève - Abgesagt
Samstag, 18. April 2020 / Zizers - Abgesagt
Samstag, 18. April 2020 / Sils im Domleschg - Abgesagt
und Sonntag, 19. April 2020 - Fischereigrundkurs
Sonntag, 19. April 2020 - 9.00 - 15.00
Schulhaus Sils im Domleschg, 7411 Sils im Domleschg
SaNa-Kurs mit folgenden Themen:
Gewässerkunde und Umweltschutz, Fischkunde, Tierschutz-Vorschriften, korrektes betäuben und töten von Fischen, Transport und Lagerung von Fischen, Angeltechniken und Materialkunde.
Die SaNa Prüfung wird am Ende 1. Kurstages durchgeführt.
Optional mit Praxistag am Wasser 19.04.2020
ohne Praxistag reduziert sich die Kursgebühr auf Fr.50.00.-
Der Kurs basiert auf dem Lehrmittel: Schweizer Sportfischer Brevet. Dieses Lehrmittel ist vor dem Kurs zu erwerben. Das Lehrmittel ist im Kursgeld nicht inbegriffen. Die Zahlungsbestätigung (Berechtigungskarte, Kaufbestätigung der Online-Version des Sportfischerbrevets) aus dem Lehrmittel, ist am Kurstag abzugeben. Bezugsquellen: www.petri-heil.ch www.anglerausbildung.ch www.igfischerei.ch.Für allfällige Fragen stehe ich Ihnen sehr gerne unter der Tel. Nr. 081 / 651 43 41 zur Verfügung. Hinweis: Kurs wird nur bei Erreichen der Mindestteilnehmerzahl (10 Personen pro Kurs) durchgeführt.
Samstag, 18. April 2020 / Klosters - Abgesagt
Sonntag, 19. April 2020 - 09.00-16.00
Sportzentrum, Doggilochstrasse 51, 7250 Klosters
Michael Meisser
2020_information_klosters.pdf
Fischereigrundkurs mit abschliessender Erfolgskontrolle zum Erwerb des SANA-Ausweises. Der Kurs beinhaltet: Montage diverser Systeme, Fliegenfischen, Spinnfischen, Filetieren/Räuchern der Fische und Besichtigung der Kantonalen Fischaufzuchtanlage. Alles was in unserem Kurs angeboten wird, kann selbstverständlich mit Hilfe von Profis ausprobiert werden.
Der Kurs muss im Voraus bezahlt werden
Samstag, 18. April 2020 / La Punt Chamues-ch - Abgesagt
Sonntag, 19. April 2020 - 09:00 - 15:00
Gemeindesaal, Via Cumünela 43, 7522 La Punt Chamues-ch
Mareg 217a
2020_tagesprogramm_teilnehmer.docx
Kurs Sachkundenachweis Fischerei und Praxistag mit Schwerpunkt Bündner Fischerei
Achtung: Das Lehrmittel muss von jedem Teilnehmer im voraus bezogen werden. Es kann unter www.anglerausbildung.ch oder beim Präsidenten des Fischerei Vereins Oberengadin Silvano Plebani bezogen werden.
Samstag, 18. April 2020 / Trun GR - Abgesagt
Sonntag, 19. April 2020 - 08:00-12:00
Pizzeria & Ristorante da Stefano, Via Dulezi 2, 7166 Trun GR
Ueli Möller
Ulrich Möller Via Caschners 11 7402 Bondauz
18.-19.04.2020_trun_kursausschreibung.pdf
Fischereigrundkurs; organisiert durch die lokalen Fischereivereine und den Kantonalen Fischereiverband.
Kursbestätigung und Emblem des Kantonalen Fischereiverbandes als Abschluss und Belohnung für den bestandenen Sachkundenachweis!
Der Kurs basiert auf dem Lehrmittel
Samstag, 18. April 2020 / Scuol - Abgesagt
Kulturraum Bogn Engiadina, 7550 Scuol
Adrian Taisch
Christiana Zürcher
Via da Sotchà 220
scuol_einladung_jufi[12]neu.docx
Kurs Sachkundenachweis Fischerei und Praxistag mit Schwerpunkt Bündner Fischerei Details siehe Programm
Bezieht das Lehrmittel Bitte im Voraus!
Sonntag, 19. April 2020 / Chur - Abgesagt
Donnerstag, 23. April 2020 / Maienfeld - Ausgebucht
Försterschule, 7304 Maienfeld
Rino Regensburger
sana_kurs.docx
Kurs Sachkundenachweis
Sonntag, 26. April 2020 / Chur
Falk Fischereibedarf Tittwiesenstrasse 25 7000 Chur Tel.081 284 54 77 oder Mail
Der Kurs findet an einem Sonntag statt. Kursinhalte, Fischkunde, Gewässerkunde, Fische ausnehmen, Tierschutz usw.
Dienstag, 19. Januar 2038 / Chur - Abgesagt
Samstag, 09. Mai 2020 / Bassecourt
Rue de la Gare 26 - 2855 Glovelier
Date butoir d'inscription : 20 avril 2020
Samstag, 18. April 2020 / Sursee - Ausgebucht
Sonntag, 19. April 2020 / Willisau - Abgesagt
09.00 bis 15.30
Restaurant Mohren, 6130 Willisau
Emmer Fischerei-Fachcenter
041 / 282 06 00
SaNa-Kurs 09.00 bis 12.00 Uhr / 13.30 - ca. 15.30 Uhr
Mitagessen im Rest. Mohren (im Preis nicht inbegriffen)
Kurs mit folgenden Themen:
Die Prüfung wird am Ende des Kurs online durchgeführt.
Der Kurs basiert auf dem Lehrmittel: Schweizer Sportfischer Brevet. Dieses Lehrmittel ist vor dem Kurs zu erwerben (auch bei mir im Laden erhältlich). Das Lehrmittel ist im Kursgeld nicht inbegriffen. Der Kurs wird in schweizerdeutscher Sprache durchgeführt. Für allfällige Fragen stehe ich Ihnen sehr gerne bei mir im Laden oder unter der Tel. Nr. 041 / 282 06 00 zur Verfügung.
Montag, 11. Mai 2020 / Emmenbrücke
und Mittwoch, 13. Mai 2020 - Zweitägiger Kurs
Mittwoch, 13. Mai 2020 - 18.30 bis 21.30 Uhr
Restaurant Kränzlin, 6020 Emmenbrücke
SaNa-Kurs (an 2 Abenden) mit folgenden Themen:
Die SaNa Prüfung wird am Ende des 2. Kursabend durchgeführt.
Der Kurs basiert auf dem Lehrmittel: Schweizer Sportfischer Brevet. Dieses Lehrmittel ist vor dem Kurs zu erwerben (bei mir im Laden erhältlich). Das Lehrmittel ist im Kursgeld nicht inbegriffen. Der Kurs wird in schweizerdeutscher Sprache durchgeführt. Für allfällige Fragen stehe ich Ihnen sehr gerne bei mir im Laden oder unter der Tel. Nr. 041 / 282 06 00 zur Verfügung.
Sonntag, 17. Mai 2020 / Luzern
Sonntag, 14. Juni 2020 / Luzern
Montag, 20. Juli 2020 / Emmenbrücke
und Mittwoch, 22. Juli 2020 - Zweitägiger Kurs
Mittwoch, 22. Juli 2020 - 18.30 bis 21.30 Uhr
Montag, 14. September 2020 / Emmenbrücke
und Mittwoch, 16. September 2020 - Zweitägiger Kurs
Mittwoch, 16. September 2020 - 18.30 bis 21.30 Uhr
Montag, 23. November 2020 / Emmenbrücke
und Mittwoch, 25. November 2020 - Zweitägiger Kurs
Mittwoch, 25. November 2020 - 18.30 bis 21.30 Uhr
Samstag, 13. Juni 2020 / Les Ponts-de-Martel
Halle de gymnastique des Ponts-de-Martel, 2316 Les Ponts-de-Martel
Bellerive 66, 2525 Le Landeron
079 355 52 20
Rue du Premier-Mars 11,2108 Couvet
Cours destiné aux jeunes âgé(e)s entre 10-14 ans.
Pêche de truites dans l'étang avec initiation aux différentes techniques de pêche.
Taxe de cours et subsistance offertes aux participants.
La brochure peut être obtenue pour CHF 60.- auprès de:
- Royal Pêche à la Chaux-de-Fonds
- Au Pêcheur à Neuchâtel
Informations concernant l'organisation parviendront 3 semaines avant le cours
Donnerstag, 01. Oktober 2020 / Les Geneveys-sur-Coffrane
Hôtel des Communes, 2206 Les Geneveys-sur-Coffrane
Samstag, 04. April 2020 / Sarnen - Ausgebucht
Samstag, 23. Mai 2020 / Sarnen - Ausgebucht
Samstag, 18. Juli 2020 / Sarnen
Samstag, 18. April 2020 / Wil - Abgesagt
Sonntag, 19. April 2020 / Rapperswil - Abgesagt
Samstag, 02. Mai 2020 / Mörschwil - Ausgebucht
Samstag, 16. Mai 2020 / Lutzenberg ob Rheineck - Ausgebucht
Samstag, 27. Juni 2020 / Jona
Der Ausweis ist in der ganzen Schweiz gültig.
Samstag, 12. September 2020 / Jona
Freitag, 08. Januar 2021 / Wangs
und Samstag, 06. Februar 2021 - Zweitägiger Kurs
Samstag, 06. Februar 2021 - 08:45 Uhr - 17:00 Uhr
Parkhotel, Bahnhofstrasse 31, 7323 Wangs, 7323 Wangs
Am 13.11.2020 findet ein Infoabend statt. Da können bereits Lehrmittel erworben werden für die anstehende SaNa Prüfung.
Am 08.01.2021 findet dann die Prüfungsvorbereitung statt wo wir alle Fragen miteinander durchgehen und eruieren.
Am 06.02.2021 findet der obligatorische SaNa Kurs statt. Vormittags ist Theorie- und am Nachmittag der Praxisteil mit anschliessender Prüfung.
Samstag, 18. April 2020 / Schaffhausen - Abgesagt
Donnerstag, 10. September 2020 / Schaffhausen
und Donnerstag, 17. September 2020 - Zweitägiger Kurs
Donnerstag, 17. September 2020 - 18:00-21:30
Berufsbildungszentrum Schaffhausen (BBZ) Zimmer 105, 8200 Schaffhausen
SaNa-Instruktoren des Kantonalverband Schaffhausen
Koordiantor: Markus Heller, Felsenaustrasse 19, 8200 Schaffhausen
2 Tägiger Kurs mit Theorie, Praxis und Erfolgskontrolle.
Lehrmittel : Schweizer Sportfischer Brevet. Diese Lehrmittel muss vor dem Kurs bezogen werden.
Es kann Online bei www.sportfischer-brevet.ch oder direkt bei Petri Heil, Hauptplatz 5, 8640 Rapperswil, Tel: 055 450 50 60 zu 59.- CHF bestellt werden. Im Preis inbegriffen ist die Prüfungsgebühr und der Sana-Ausweis. Die im Lehrmittel eingeheftete Anmeldekarte/ Zahlungsbestätigung muss am ersten Kurstag abgegeben werden.
Ausführliche Kursbeschreibung auf der Homepage des Kantonalen Fischereiverband unter http://fischereiverband-sh.ch
Mittwoch, 01. April 2020 / Solothurn - Abgesagt
Jung- und Neufischerkurs mit insgesamt sechs Abenden bzw. Halbtagen, davon drei mal Theorie und Indoor-Praxis und drei Anlässe am Gewässer. Daten:
18. März 2020 (19-21 Uhr)
25. März 2020 (19-21 Uhr)
01. April 2020 (19-21 Uhr)
1./2. Mai 2020 (18-21 Uhr bzw. 9-12 Uhr, Datumwahl durch Teilnehmer)
13. Juni 2020 (18-23 Uhr)
30. August 2020 (8-14 Uhr)
Anmeldungen bitte per E-Mail an den Kursleiter.
Sonntag, 26. April 2020 / Olten
Samstag, 09. Mai 2020 / Fehren
Samstag, 30. Mai 2020 / Trimbach - Ausgebucht
Im Graben 1 Fv Olten Fischzucht und Umgebung, 4632 Trimbach
Olivi Luca
Mobile 076 723 46 32
4612 Wangen b Olten
Einführung zur Prüfung Sachkunde - Nachweis Angelfischerei
Samstag, 30. Mai 2020 / Riedholz
Samstag, 20. Juni 2020 / Riedholz
Samstag, 11. Juli 2020 / Olten
Samstag, 25. April 2020 / 8858 Innerthal - Abgesagt
Mittwoch, 06. Mai 2020 / Schindellegi
Mittwoch, 13. Mai 2020 - 18.15-21.15 Uhr
Schulhaus Maihhof, Forum St. Anna, Schulhausstr. 10 , 8834 Schindellegi
Auch für Kinder und Jugendliche geeiegnet!
Samstag, 09. Mai 2020 / Fischer-Outdoor Immensee
Fischer-Outdoor Müller Bahnhof Immensee, 6405 Fischer-Outdoor Immensee
Mittwoch, 20. Mai 2020 / Einsiedeln - Ausgebucht
Schulhaus Furren Trakt 3, Naturkundezimmer, 8840 Einsiedeln
Samstag, 06. Juni 2020 / Einsiedeln
Schulhaus Furren, Trakt 3, Naturkundezimmer , 8840 Einsiedeln
Samstag, 03. Oktober 2020 / Einsiedeln
Samstag, 04. April 2020 / Romanshorn - Abgesagt
Samstag, 04. April 2020 / Zihlschlacht - Abgesagt
Riet 28, 8588 Zihlschlacht
Stefan Eglauf und Ruedi Züger
Ruedi Züger
079 588 97 77
sana_grundkurs_dok.pdf
Ganztägiger SaNa-Kurs mit Praxisteilen und Erfolgskontrolle
in rustikaler, gemütlicher Hütte.
Nebst den gesetzlichen Grundlagen, dem tierschutzgerechten Umgang mit Fischen und allgemeiner Fischkunde wird auch die Gewässer .-und Gerätekunde gemäss dem Lehrmittel Sportfischer-Brevet eingehend geschult.
Den Teilnehmern steht über Mittag ein Grill zur Benutzung bereit, Verpflegung bitte selber mitbringen. Weiter Informationen können Sie in der Dokumentation mit Kursinformationen einsehen.
Bitte Lernunterlagen vorgängig beziehen (Fr.59.-) und lernen.
Wir empfehlen das Lehrmittel Schweizer Sportfischer Brevet, zu beziehen bei
http://shop.jahrundco.ch/9-brevet
http://www.petri-heil.ch/produkt-kategorie/brevet/?id_category=9
Zwingend mitzunehmen und vor Beginn abzugeben / vorzuweisen:
-gültiger Ausweis
-die ausgefüllte Zahlungsbestätigung aus dem Lernmittel
-Kursgebühr Fr.55.-
-Passfoto + 20.- für die Bestellung der kant. Fischerkarte (freiwillig, für diejenigen welche im Thurgau ein Patent erwerben möchten jedoch notwendig)
-Mittagessen (Grill steht zur Benutzung bereit)
bei Fragen bitte Kursleiter kontaktieren
Kursgebühr inkl. Getränke, Mittagessen bitte selber mitbringen, Grill steht bereit. Wir empfehlen das Lehrmittel Schweizer Sportfischerbrevet, bitte vorgängig beziehen. Für die Prüfung ist am Kurstag die Zahlungsbestätigung aus dem Lernmittel ausgefüllt abzugeben.
Samstag, 18. April 2020 / Güttingen - Abgesagt
Samstag, 18. April 2020 / Frauenfeld - Abgesagt
Freitag, 24. April 2020 / Tägerwilen
Samstag, 25. April 2020 - 08.00-16.00
Gemeindehaus,Tägerwilen/Kundelfingerhof, 8274 Tägerwilen
24. April 19:00 Uhr (2-3 Stunden Theorie)
- Gesetzliche Grundlagen, Fischkunde, Gerätekunde
25. April 08:00 Uhr (2-3 Stunden Theorie)
- Gewässerkunde, Tierschutz, Film Kurs Sachkunde Nachweis Fischerei
25. April Mittag – ca. 16.00h
- Praktischer Teil im Kundelfinger Hof in Diessenhofen (Eintrittsgebühr im Kursgeld inbegriffen). Tipps und Tricks zum Angeln, korrektes Betäuben und Töten nach Tierschutzgesetz.
Als Lehrmittel dient das „Schweiz. Sportfischerbrevet“ 22. Auflage. Dieses muss vorgängig bezogen werden.
Samstag, 25. April 2020 / Bürglen
Stutz AG Weinfelderstrasse 966 , 8575 Bürglen
Kaffee und Gipfel in der Zwischenpause, Mittagessen und Getränke in gemütlicher Runde sind im Kurspreis inbegriffen.
Spende an die Jungfischer sind wir Dankbar für Speis und Trank besten Dank.
Die Kursgebühr von 80.00 Franken wird am Ausbildungstag.
Samstag, 02. Mai 2020 / Romanshorn
Samstag, 30. Mai 2020 / Romanshorn - Abgesagt
Samstag, 13. Juni 2020 / Frauenfeld
Mark Skivinton
08.00 h bis 11.15 h Theorie
11.15 h bis 12.00 h SaNa Prüfung
13.00 h bis 16.00 h Praxis
Mittagessen im Kursgeld inbegriffen
Lernunterlagen selber bestellen ( Petri - Heil oder IG neu Fischer)
Freitag, 19. Juni 2020 / Kreuzlingen
und Samstag, 20. Juni 2020 - Zweitägiger Kurs
17:00 bis ca. 21:30 Uhr
Samstag, 20. Juni 2020 - 05:30 bis ca. 13:00 Uhr
Bootshaus SFVK, 8280 Kreuzlingen, Promenadenstrasse 38, 8280 Kreuzlingen
René Stücheli, Alfredo Sanfilippo, Raphael Mettler und Markus Weber
Sportfischerverein Kreuzlingen
Lernbroschüre in gedruckter Form über unsere Website beim Anglernetzwerk bestellen.
Anmeldung nur über Website, www.sfvk.ch
Samstag, 12. September 2020 / Schlatt bei Diessenhofen
anmeldung_2020.doc
Samstag, 07. November 2020 / Frauenfeld
Mittwoch, 22. April 2020 / Rivera
und Mittwoch, 29. April 2020 - Zweitägiger Kurs
Mittwoch, 29. April 2020 - 18:30 - 22:00
L'iscrizione a questo corso comporta la partecipazione a entrambe le serate.
L'esame SaNa si svolgerà il secondo giorno di corso, a partire dalle ore 20:30 circa.
Samstag, 16. Mai 2020 / Rivera
L'esame SaNa si svolgerà a partire dalle ore 16:30 circa.
Samstag, 06. Juni 2020 / Rivera
Samstag, 04. Juli 2020 / Rivera
Samstag, 21. November 2020 / Rivera
Mittwoch, 01. April 2020 / Clarens - Abgesagt
Restaurant Le Rialto - av. Mayor Vautier 2, sous-sol, 1815 Clarens
Donnerstag, 09. April 2020 / Les Charbonnières - Ausgebucht
Restaurant le Terminus Les Crettets 19 , 1343 Les Charbonnières
cours interne, les pêcheurs de la Vallée de Joux
Samstag, 18. April 2020 / Nyon - Abgesagt
par SMS ou tél: 078 648 31 85
Montag, 20. April 2020 / Yverdon-les-Bains - Abgesagt
Samstag, 25. April 2020 / Servion - Abgesagt
Mittwoch, 20. Mai 2020 / Nyon
Mittwoch, 27. Mai 2020 / Clarens
Donnerstag, 11. Juni 2020 / Clarens
Dienstag, 16. Juni 2020 / Nyon
Freitag, 19. Juni 2020 / Région d'Aigle (un plan d'accès sera fourni avec la convocation)
Cabane La Poudrière, Région d'Aigle (un plan d'accès sera fourni avec la convocation)
Martial Gavin
Freitag, 03. Juli 2020 / Région d'Aigle (un plan d'accès sera fourni avec la convocation)
Donnerstag, 09. Juli 2020 / Clarens
Mittwoch, 15. Juli 2020 / Nyon
Freitag, 07. August 2020 / Région d'Aigle (un plan d'accès sera fourni avec la convocation)
Freitag, 28. August 2020 / Région d'Aigle (un plan d'accès sera fourni avec la convocation)
Freitag, 04. September 2020 / Région d'Aigle (un plan d'accès sera fourni avec la convocation)
Mittwoch, 23. September 2020 / Nyon
Freitag, 25. September 2020 / Région d'Aigle (un plan d'accès sera fourni avec la convocation)
Mittwoch, 14. Oktober 2020 / Région d'Aigle (un plan d'accès sera fourni avec la convocation)
Mittwoch, 14. Oktober 2020 / Nyon
Mittwoch, 28. Oktober 2020 / Région d'Aigle (un plan d'accès sera fourni avec la convocation)
Mittwoch, 09. Dezember 2020 / Nyon
Samstag, 09. Mai 2020 / Vouvry
Jacques Dumusc Chemin des Chambettes 8 1896 Vouvry
Samstag, 16. Mai 2020 / Fully
Café de l'Avenir, route de Martigny 1, 1926 Fully
Détienne Laurent - 0798196256
Chemin des Condémines 8 à 1907 Saxon
Cours permettant d'obtenir l'attestation SANA, cours partagé entre de la pratique et de la théorie
Merci de commander le livre sur le site où auprès de Sim's Sport à Conthey
Mittwoch, 23. September 2020 / Sion
Ecole d'Agriculture Châteauneuf Av. Maurice Troillet 260, 1951 Sion
Samstag, 31. Oktober 2020 / Fully
Samstag, 14. November 2020 / Vouvry
Samstag, 25. April 2020 / Zug
Michael Brendle / Kevin Nussbaum / Daniel Gloor
Michael Brendle - 079 800 07 48
Michael, Kevin und Dani freuen sich auf einen lehrreichen und spannenden Kurstag
Es besteht die Möglichkeit in der Gruppe gemeinsam Mittag zu essen. Das Essen findet in einem Restaurant in der Nähe statt und wird von jedem Kursteilnehmer selber übernommen (ca. 15.- inkl. Getränk).
Mittwoch, 20. Mai 2020 / Zug
und Montag, 25. Mai 2020 - Zweitägiger Kurs
Montag, 25. Mai 2020 - 18.00 - 21.15 Uhr
Reformierte Kirche Kanton Zug, Bundesstrasse 15, 6300 Zug
Alle Fisch-, Krebs- und Grossmuschelarten der Schweiz stehen als Ganzpräparate für den Unterricht zur Verfügung. Die Ausbildungsunterlagen der IG "Dä Neu Fischer“ sind als Ausbildungsunterlagen sehr zu empfehlen. Verpflegung mitbringen
Samstag, 29. August 2020 / Zug
Samstag, 19. September 2020 / Zug
Samstag, 10. Oktober 2020 / Zug
Samstag, 14. November 2020 / Zug
Montag, 06. April 2020 / Volketswil - Abgesagt
und Mittwoch, 08. April 2020 - Zweitägiger Kurs
Mittwoch, 08. April 2020 - 19.00-21.45
Samstag, 18. April 2020 / Winterthur - Abgesagt
Dienstag, 21. April 2020 / Rüti
und Freitag, 24. April 2020 - Fischereigrundkurs
Freitag, 24. April 2020 - 19:00 - 22:00 Uhr
Samstag, 25. April 2020 / Egg bei Zürich
Gemeinschaftsraum, Längistrasse 8 , 8132 Egg bei Zürich
Samstag, 25. April 2020 / Winterthur
Samstag, 09. Mai 2020 / Weiningen
Jean Matzinger, Michi Binder und Albert Demut - konzessionierte Instruktoren des
Montag, 11. Mai 2020 / Winterthur
und Montag, 18. Mai 2020 - Zweitägiger Kurs
Montag, 18. Mai 2020 - 18.15 - 21.15 Uhr
Dienstag, 26. Mai 2020 / Rüti
und Freitag, 29. Mai 2020 - Fischereigrundkurs
Freitag, 29. Mai 2020 - 19:00 - 22:00 Uhr
Samstag, 06. Juni 2020 / Wetzikon
Samstag, 13. Juni 2020 / Weiningen
Montag, 17. August 2020 / Bassersdorf
und Montag, 24. August 2020 - Zweitägiger Kurs
Montag, 24. August 2020 - 18:15 - 21:15
kursausschreibung_17_08_24_08_2020.pdf
Samstag, 24. Oktober 2020 / Weiningen
Montag, 16. November 2020 / Bassersdorf
und Montag, 23. November 2020 - Zweitägiger Kurs
Montag, 23. November 2020 - 18:15 - 21:15
kursausschreibung_16_11_23_11_2020.pdf
Samstag, 28. November 2020 / Weiningen | de |
q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn: Reclams Science-fiction-Führer. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6, S. 20–24.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
Mann | Wählen Sie ein Format aus, in das die Publikationen der Seite /user/siemannherzberg/volume;%20rate-dependent%20central%20myown%20position?.entriesPerPage=5 exportiert werden sollen. | de |
q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn: Reclams Science-fiction-Führer. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6, S. 20–24.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
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2 syllable words that partially rhyme with dickenson
1 syllable words that partially rhyme with dickenson
brezina, quisenberry, albert's, wisecracks, bloodgood, detriment, handros, pellerin, popejoy, knapton, westamerica, manfredi, armoire, politz, temblors, finton, klindt, reefer, physician's, newsreel, dog. | de |
q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
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Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
Mann | ILI News am 10. März 2019
Israeli will Ebergeruch veröden
Wenn die Schaumkresse blinzelt
Asthma verursachende Blutzellen könnten helfen, Darmkrebs zu bekämpfen
Der lange Weg des Steines aus Massada
Erster internationaler Flug landet am Ramon Airport
Hotels in Eilat: Mehr Pendler aus Jordanien
Internet der Dinge wächst rasant
Israel eröffnet Markt für Importe: Landwirte sind besorgt
SPD aus der Pfalz zu Besuch bei der Startup-Nation
NRW-Wirtschaft sucht Anschluss im Heiligen Land
Selbstverständlich viel erwarten macht glücklich
Neue App für israelische Musik
Für syrische Flüchtlinge in Griechenland ist Israel nicht mehr der Feind
"Nir" - ein ganz normaler Israeli aus einer ziemlich coolen Stadt
Israel hat schon 1961 eine Rakete ins All geschickt
Kindersoldaten in Gaza: ZDF Fauxpas zeigt große Ahnungslosigkeit
Hamas: Futtern wie in Israel
Arabischer Journalist: "Atombombe auf Israel? Ist mir egal!"
Meisterleistungen Deutscher Israelberichterstattung
Israelischer Bundesligaprofi antisemitisch beleidigt
Zur Ferkelkastration heißt es jetzt in einer Fachzeitschrift für Bauern: Ist Lasertechnologie aus Israel die Lösung? Ori Weisberg, Spezialist für Lasertechnik in der Humanmedizin aus Israel, ist der Ansicht, dass Ebergeruch mithilfe von Laserbestrahlung unterbunden werden kann. Laut dem
Bauernblatt für Schleswig-Holstein und Hamburg sagte er, sei es möglich, die Leydig´schen Zellen, die für den Ebergeruch verantwortlich sind, zielgerichtet zu veröden. Der Laser arbeite dabei mit nur wenig Energie. Er habe ihn in einem Selbstversuch auf seine Hände ausgerichtet und keinen Schmerz verspürt, berichtete Weisberg. Die Strahlung wirke selektiv am Zielgewebe. Pro Tier würde die Prozedur ein bis zwei Minuten dauern. Allerdings stecke die Methode noch in den Kinderschuhen und einen Prototypen für den praktischen Einsatz gebe es auch noch nicht. (topagrar) TS
Prof. Avihai Danon von der Abteilung Pflanzen- und Umweltwissenschaften und Prof. Uri Alon von der Abteilung Molekulare Zellbiologie am Weizmann Institute of Science haben getestet, ob die Photosynthese proportional zur Sonnenlichtintensität gleichmäßig zunimmt. Zu ihrer Überraschung sahen sie ein "Hin und Her"-Muster, vergleichbar mit dem menschlichen Blinzeln. Anstatt bei ansteigendem Licht stetig zu steigen, stieg die Fluoreszenz der Arabidopsis thaliana (Acker-Schmalwand) bei jedem Schritt für kurze Zeit an und fiel dann wieder auf das ursprüngliche Niveau zurück. Jedes Mal war die Spitze
kleiner als im vorherigen Schritt. "Pflanzen behandeln die Photosynthese auf eine vorsichtige Art und Weise, die kurzfristig die Effizienz für die langfristige Stabilität einschränkt", sagte Danon. "In gewisser Weise" erfasst "die Photosynthesemaschinerie die Umgebung und nimmt rasch Änderungen an der Menge an Licht vor, bevor die Situation außer Kontrolle gerät, anstatt ihre Aktivität unkontrolliert zu steigern, bis sie Schaden erleidet." (israel21c, sciencedirect) EL
Weiße Blutkörperchen im Zusammenhang mit Allergien und Asthma können genutzt werden, Krebszellen zu zerstören. Das zeigt eine Studie für Mikrobiologie und klinische Immunologie von Prof. Ariel Munitz von der
Sackler School of Medicine der Universität Tel Aviv. "Eosinophile sind weiße Blutkörperchen, die stark destruktive Proteine ausscheiden", sagte Munitz. "Sie haben möglicherweise eine evolutionäre Rolle bei der Bekämpfung von Parasiten gespielt. Aber jetzt, wo die meisten Menschen, besonders im Westen, gute Hygiene mit wenig Parasiten genießen, sind die Eosinophilen zu zerstörerischen Wirkstoffen geworden, die Allergien und Asthma verursachen. Unsere neue Forschung hat die Theorie aufgestellt, dass Eosinophile, da sie Parasiten abtöten und Lungenschäden bei Asthmapatienten verursachen können, eine Rolle bei der Krebsbehandlung spielen und Tumorzellen abtöten könnten." Das größte Eosinophilen-Reservoir befindet sich im Verdauungssystem, weshalb die Forscher ihre Theorien zum Darmkrebs testeten. In der ersten Forschungsphase wählten sie Proben von Tumoren von 275 Patienten aus, um die Anzahl der Eosinophilen in einem Tumor im Vergleich zum Stadium und der Schwere der Erkrankung zu bestimmen. "Wir fanden heraus, dass die Erkrankung umso geringer ist, je mehr Eosinophile im Tumor vorhanden sind, was eine eindeutige Korrelation darstellt", sagte Munitz. Verschiedene Mausmodelle für Darmkrebs zeigten, dass Eosinophile starke Antitumoraktivitäten aufweisen und Tumorzellen direkt abtöten können. "Wir haben auch herausgefunden, dass Eosinophile, wenn sie durch ein Protein namens IFN-gamma aktiviert wurden, eine noch stärkere Tumorabwehrreaktion induzierten", erklärte Munitz. (israel21c) EL
Bis zu 1 Mio. israelische Internetseiten, darunter auch von großen Banken und Telekommunikationsunternehmen, wurden gehackt. Die betroffenen Seiten waren nur für kurze Zeit offline und wurden durch den Text "Jerusalem
ist die Hauptstadt von Palästina #OpJerusalem" ersetzt. Ran Bar-Zik, ein Entwickler von Verizon Media, half, den Cyberangriff zu stoppen. Er kritisierte die Nutzer wegen ihrer "unglaublichen Fahrlässigkeit in Bezug auf Warnungen, die in der letzten Zeit ausgegeben wurden." Er fügte hinzu: "Der Staat Israel, die Cyber-Nation, kam noch gut davon. Die Hacker hätten statt bloßen Vandalismus Schäden in Milliardenhöhe verursachen können." (Israelheute) KR
Die Jerusalem Post berichtete auf Seite 1 von einem Felsbrocken, der vor 35 Jahren aus der Wüstenfestung von Massada im Süden des Landes gestohlen worden war. Am Dienstag traf das Päckchen mit der simplen Anschrift "Mount Masada, Southern Israel" bei Offiziellen der touristischen Stätte ein. "Ich nahm diesen Felsen von der Festung Massada, als ich vor 35 Jahren ein junger,
dummer Reisender war", schrieb der anonyme Absender aus Neuseeland. "Ich möchte mich jetzt entschuldigen und das Stück an seinen rechtmäßigen Ort zurückschicken, da ich seine historische und spirituelle Bedeutung erkannt habe. Tut mir sehr leid. Shalom." Das Paket war 2016 abgeschickt worden und traf Ende Februar 2019 an seinem Bestimmungsort ein. Der Arbeiter, der den Brief erhielt, sagte in seinem Bericht, es sei aufregend gewesen, das Paket in Empfang zu nehmen, demonstriere dies doch, dass es immer noch Menschen mit moralischen Werten gebe. Jede Medaille hat aber auch seine Kehrseite. Die Geschichte wirft ein recht negatives Licht auf die Qualitäten der israelischen Post, die das Paket erst nach dreijähriger Irrfahrt auslieferte. (tachles, JPost) TS
Vor zwei Monaten ist der neue Flughafen im südlichen Israel offiziell eröffnet worden - jetzt wurden die ersten internationalen Linienflüge abgefertigt. Ryanair FR1916 kam zuerst aus dem polnischen Poznan am "Ilan and
Asaf Ramon International Airport" (ETM) an (hier auf Flightradar24.com), kurze Zeit später folgte eine weitere Maschine der Billig-Airline aus Prag. Der neue Flughafen von Eilat wird die zivilen Flüge des City-Airports in Eilat (von wo aus fast ausschließlich Inlandsflüge abgefertigt werden) und des Militärflughafens Uvda bündeln. (Austrianaviation) KR
Das Königreich Jordanien und Israel unterzeichneten eine Vereinbarung zur Erhöhung der Quote der jordanischen Hotelangestellten, die täglich zur Arbeit nach Eilat fahren. "Daily Jordanian Hotel Workers" ist ein Projekt, das wirtschaftliche und soziale Zusammenarbeit verbindet. Damit erhöht sich die tägliche Quote der Jordanier, die in der Hotelbranche von Eilat arbeiten, um 500 zusätzliche Arbeiter auf 2.000. (gov.il) EL
Die anti-israelische Boykott-, Divest- und Sanktionsbewegung (BDS) erlitt einen Rückschlag, als Papst Franziskus die Investition von Geldern des Vatikans in israelische Startups genehmigte. Ein Vertreter des
Investmentfonds des Vatikan, Dickson Doll, sprach auf der Investorenkonferenz Axis Tel Aviv und diskutierte mit einer Reihe israelischer Unternehmen über Investitionsmöglichkeiten. Zu den örtlichen Startups, die vom Vatikan angesprochen wurden, gehörte Air Doctor Ltd. Mit der Online-Plattform können Benutzer von überall her professionelle medizinische Hilfe rufen. Auf der Liste standen auch FruitSpec, mit dem Landwirte genau die Ernteerträge vorhersagen können, und EyeControl, ein System, das Menschen mit ALS und anderen schwächeren Erkrankungen die Kommunikation mit Angehörigen ermöglicht. (Israelheute) TS
Bis 2030 wird es mehr als 125 Mrd. IoT-Geräte ("Internet of Things") geben - eine innovative Technologie, die alles um uns herum mit dem Internet verbindet. AutoTel - אוטותל hat Autos, die Sie wissen lassen, wo sie geparkt sind, Prisma Photonics macht Straßen und Stromleitungen intelligent, und Quickwy bietet eine schnelle mobile Self-Checkout-Funktion in den Geschäften. Die IoT-Szene ist so groß, dass Investoren aus aller Welt neue israelische IoT-Startups prüfen und Forschungs- und Entwicklungszentren in Israel einrichten. (israelmfa) EL
Die israelische Regierung hat am 1. Januar 2019 den Milch-Markt für Importe geöffnet. Bereits im Oktober zuvor unterzeichnete die israelische Regierung eine Vereinbarung mit Landwirten, die die Milchindustrie in den
nächsten 10 Jahren regeln wird. Während die Vereinbarung eine Senkung der Einfuhrzölle vorsieht, wird auch ein Rückgang der Rohmilchpreise erwartet. Der Milchviehhalter Jonathan Amir ist skeptisch: "Unsere Regierung will uns wettbewerbsfähiger machen, indem wir Importen die Türen öffnen. Ich glaube nicht, dass sie uns schaden wollen, aber wir sind besorgt über eine Flut von Billigimporten, die unsere eigenen Preise schädigen." (dairyglobal) KR
Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer, ist mit SPD-Bundestagsabgeordneten zu einer sechstägigen Delegationsreise der Friedrich-Ebert-Stiftung nach Israel und in die palästinensischen Gebiete gereist. Bei der
Reise sollte es um wirtschaftliche Fragen gehen. Israel sei derzeit eines der spannendsten Startup-Ökosysteme weltweit, so Schweitzer. Wer verstehen wolle, wie Israel innerhalb weniger Jahre zu einer "Startup Nation" wurde, müsse den intensiven Austausch vor Ort suchen. "Führende deutsche Unternehmen setzen bereits heute auf die israelische Ideenschmiede. Deutsch-israelische Kooperationen sollten künftig weiter ausgebaut werden." (pfalz) KR
Eine Unternehmer-Delegation aus Nordrhein-Westfalen ist in Israel unterwegs. Auch Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) traf in Tel Aviv ein. Beim Abendessen erzählten die Besucher dem Minister von einer Reise
nach Be'er Scheva, einem einstigen Beduinendorf in der Negev-Wüste. Die dortige Ben-Gurion-Universität ist die Keimzelle des digitalen Wirtschaftswunders, das Israel gerade erlebt. In unmittelbarer Nähe arbeitet auch die bei Hackern berüchtigte Einheit 8200 der israelischen Armee, die als Pendent zur amerikanischen NSA gilt. Der "Unit 8200" sagt man nach, sie sei mitverantwortlich für den Computervirus Stuxnet, der 2010 dafür sorgte, dass sich Uran-Zentrifugen selbst zerlegten und damit das iranische Atomprogramm um Jahre zurückwarf. Diese Nähe von Militär und Forschung ist seit einigen Jahren für IT-Giganten aus aller Welt so attraktiv, dass sie Teile ihrer Forschungs- und Entwicklungsabteilungen nach Israel ausgelagert haben. (wdr) KR
Der Psychologe Sivan George-Levi der Bar-Ilan-Universität in Ramat Gan hat in einer Studie zahlreiche Paare zu ihren Erwartungen an Partner und Beziehung befragt - und zu ihrer Zufriedenheit in der Partnerschaft. Die Teilnehmer waren über 50 und alle bereits seit mehr als 20 Jahren zusammen. Seine Erkenntnis: Der maßlose Anspruchstyp, für den kein Partner gut genug ist, und der unterdrückte
Typ, der sich selbst für viel zu schlecht hält, sind in ihrer Beziehung meist unglücklich und machen auch ihre Partner nicht glücklich, während Menschen, die viel von ihren Partnern erwarten und das für selbstverständlich halten, sowohl sich, als auch ihre Partner glücklich machen. (brigitte) KR
Ganz langsam bahnt sich der Frühling seinen Weg... wer auf der Suche nach Songs ist, um sich bereits auf die wärmere Jahreszeit einzustimmen, kann mit der neuen App #Shiri, kostenfrei mehr als 40.000 israelische Lieder hören. (israelzwischenzeilen, jpost) EL
Ausgerechnet während des Pessachfestes im April, an dem die Juden des Auszugs aus Ägypten unter Moses und der biblischen Plagen gedenken, soll Israel von einer riesigen Heuschreckenplage getroffen werden. Denn gewaltige Heuschreckenschwärme hätten sich in den letzten Monaten im Nahen Osten und in Nordafrika gebildet. Nun warnen Experten der UNO davor, dass die "Locust-Pest", wie die Plage auf Englisch heißt, vom Roten Meer kommend, sich möglicherweise über ganz Israel verbreiten könnte. Die
BBC berichtete 2013 von einer kleineren Plage in Israel, wobei man dort eine ungewöhnliche Methode gefunden habe, die Heuschrecken abzuwehren. Vor allem jemenitische Juden betrachten die laubfressenden Fluginsekten gegrillt als eine Delikatesse, wie man ihren Kochbüchern entnehmen kann. (twittersmash, Fokus) TS
In Lesbos gibt es eine israelische Schule für syrische, iranische, irakische und afghanische Flüchtlinge. H., 20 Jahre, ist aus Aleppo. Er lebt in einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos als einer von 60.000 syrischen Flüchtlingen in Griechenland, von denen 14.000
auf den griechischen Inseln leben. Er erzählt: "Mein ganzes Leben lang, während meiner ganzen Kindheit in syrischen Schulen, wurde mir beigebracht, dass die Israelis der Feind sind. Als ich mich der griechischen Küste nähere, sah ich als Erstes den Davidsstern auf den Hemden der Israelis, sie halfen mir aus dem Wasser raus und stellten mich auf den Boden." Die Helfer von IsraAID und Hashomer Hatzair kamen 2015 auf die Insel, als täglich Tausende von Menschen ankamen. Heute sind die Israelis die letzte organisierte Einrichtung, die humanitäre Hilfe auf der Insel leistet, neben einem von der Europäischen Union und den griechischen Behörden finanzierten Gemeinschaftszentrum für Einzelpersonen. Der israelische Einsatz ist Teil eines Plans zur Revolutionierung des Konzepts von "Tikkun Olam" und der jüdischen Freiwilligenarbeit auf der ganzen Welt. (ynet) EL
1959 wurde er in Jerusalem geboren. Er diente sechs Jahre in der Fallschirmjäger-Brigade der israelischen Armee (1977-1983). Danach studierte er Informatik und BWL an der Hebräischen Universität Jerusalem. 1988
gründete er eine auf Antivirus-Software spezialisierte Softwarefirma. Und in diesem Bereich verdiente er auch sein Geld. Rund 10 Jahre war er Bürgermeister von Jerusalem: Nir Barkat, der auf der Likud-Liste weit oben steht, ist laut einer aktuellen Meldung von Forbes Israel mit einem geschätzten Vermögen von NIS 500 Mio. der reichste Politiker Israels. Das wäre keine Meldung wert, wenn wir ILI- Redakteure nicht selbst in Jerusalem erlebt hätten, wie tiefenentspannt sich Nir (damals noch als Bürgermeister auf einem Stadtfest) mit allen Leuten unterhalten kann: Über Stress mit Behörden, Probleme mit dem Nahverkehr oder fehlende Hausnummern. Die einzigen beiden Uniformträgerinnen waren privat da. Selbst die politischen Gegner respektieren ihn. Barkat hat 2018 nicht mehr als Bürgermeister kandidiert: "Ich habe mich entschieden, dem Land auf nationaler Ebene zu dienen". Ein kluger, ruhiger, skandalfreier Realpolitiker mit einer gediegenen Bilanz: Nicht die schlechteste Voraussetzung für ein hohes Amt im Staat. (globes, haaretz) EL
Die Nachrichtenagentur Shehab berichtet, dass Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten eine Erklärung der Union der arabischen Parlamente ablehnten, in der gefordert wurde, den Normalisierungsprozess mit Israel zu stoppen. (mena-watch) EL
Eine vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzte Untersuchungskommission hat ihren Bericht zum "Großen Rückkehrmarsch" der Palästinenser und der israelischen Reaktion darauf vorgelegt. Wie nicht anders zu erwarten, wird der jüdische Staat schwerster Verbrechen bezichtigt, während die Dominanz von Terrorgruppen bei den Ausschreitungen in Abrede gestellt wird. (menawatch) KR
Arabische und muslimische Länder auf der ganzen Welt normalisieren zusehends ihre Beziehungen zu Israel. Überraschenderweise mehren sich die Hinweise aus dem Irak, dass das neue Regime in Bagdad, im Gegensatz zu dem Saddam Husseins, gewillt ist, sich mit Tel Aviv einzulassen. Über die gesamte Zeit hinweg gibt es keinen dokumentgestützten oder auch nur auf Anekdoten basierenden Beleg dafür, dass irakische Führer - egal ob unter der Monarchie, der Militärdiktatur oder dem baathistischen Regime - jemals eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel in Betracht gezogen hätten. (menawatch) KR
1961 war das Weltraumrennen zwischen den USA und der UdSSR in vollem Gange. Ben Gurion wusste, dass das Potenzial der UdSSR, den Himmel zu kontrollieren, eine echte Bedrohung für Israel darstellte, da die ägyptische Luftwaffe Zugang zu fortschrittlichen Technologien aus
Russland hatte. Gamal Abdel-Nasser, der damalige Präsident der Vereinigten Arabischen Republik (die Vereinigung von Ägypten und Syrien von 1958 bis 1961), hatte außerdem deutsche Raketenwissenschaftler - ehemalige Nazis - für das ägyptische Rüstungsprogramm rekrutiert und führte ein Waffenentwicklungsprogramm mit ballistischen Raketen durch. Da die Raketen jedoch nicht rechtzeitig zu den Feierlichkeiten des ägyptischen Revolutionstages bereit sein würden, "wurde beschlossen, ein paar kleine Raketen aus den USA zu kaufen und ihren Start als Erfolg für ägyptische Wissenschaftler im Bereich des Weltraums zu präsentieren." Ben-Gurion wurde vom Mossad darüber informiert und entschloss sich, "Nassers Donner zu stehlen", indem er die israelische Rüstungsentwicklungsbehörde Rafael beauftragte, eine Rakete zu bauen, die vor den Ägyptern ins All starten könnte. Innerhalb weniger Wochen war die Rakete fertig. Der Start fand am 5. Juli 1961 in Anwesenheit von etwa zwei Dutzend Personen statt, darunter Ben Gurion, Außenministerin Golda Meir und der stellvertretende Verteidigungsminister Shimon Peres (der Berichten zufolge den Namen Shavit, das hebräische Wort für "Kometen" wählte). Der Raketenstart wurde so fotografiert, dass Shavit viel größer als seine tatsächlichen 3,76 Meter wirkte und obwohl die Rakete dann in der 2. Stufe explodierte, war das Verteidigungsunternehmen mit der Leistung von Shavit 2 zufrieden: "Der Start von Shavit 2 war eine bedeutende Errungenschaft in einer Zeit großer Spannungen zwischen Israel und den arabischen Staaten. Ben Gurion erhielt Tausende von Telegrammen und Briefen, mit denen Israel zum Beitritt zur Weltraum-Ära beglückwünscht wurde." (israel21c) EL
1.) Top 10 der Inspirierendsten Frauen Israels
2.) 20 (weitere) beeindruckende Israelische Frauen, die man kennen sollte...
BDS ist bekanntlich eher was für linke NGOs aus Europa. Bei den Palästinensern selbst stehen israelische Produkte immer auf dem Tisch, wenn es was zu feiern gibt. Besonders beliebt ist Gil, ein von der israelischen Firma Tnuva hergestellter Joghurt. Peinlich nur, dass die Bilder des "Heldenfutters" bei Hamas-Politikern auf Facebook und anderen Medien immer wieder von aufmerksamen Israelis entdeckt werden. (heplev) EL
Der Journalist Dr. Nasser Al-Lahan, Chefredakteur der im Jahr 2005 in der Palästinensischen
Autonomiebehörde gegründeten Nachrichtenagentur Ma'an, sagte vor kurzem in einem Fernsehinterview, dass Israel derartig arrogant sei, dass irgendjemand noch aus Ärger eine Atombombe auf das Land werfen würde. Das Interview erschien am 16. Januar auf der Internetseite von Ma'an und wurde von MEMRI (Middle East Media Institut) übersetzt und veröffentlicht. In dem Interview sagt Nasser Al-Lahan, dass er nach dem Fall einer Atombombe auf Israel einen Artikel mit der Überschrift "Lo echpat li" schreiben werde. Übersetzt heißt dieser Satz: "Ist mir egal". (israelheute) KR
Am 12. Februar hat die Staatengemeinschaft den Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten begangen. Das ZDF verfasste einen
eigenen Beitrag zum Thema. Dazu verwendete die Redaktion unter anderem eine Grafik des Kinderhilfswerks "Terre des Hommes". Diese zeigt Länder in denen Kindersoldaten eingesetzt werden. Neben Afghanistan oder Sudan findet sich darin "Israel/Palästina" als betroffenes Land wieder. Via Twitter kritisierte die israelische Botschaft in Deutschland umgehend das ZDF. "Die Erwähnung Israels ist absurd und irreführend. In Israel gehen Menschen zur Armee, wenn sie erwachsen sind". Weiterhin forderte die israelische Vertretung in Berlin das ZDF auf, das Augenmerk deutlicher auf die Hamas zu richten, die Kinder als "Schutzschild missbraucht und in Ferienlager indoktriniert". Daraufhin entfernte das ZDF die entsprechende Grafik. Der Fall zeigt auf erschreckende Weise die Unkenntnis der europäischen Medien bezüglich des Gazastreifens und der Hamas. (audiatur) KR
Es ist immer wieder mehr oder weniger das Gleiche, und das leider schon seit vielen Jahren, was auch dazu geführt hat, dass sich diese Schema noch weiter verfestigt hat: ISRAEL wird regelmäßig immer wieder von Gaza aus angegriffen; etwas worüber wir in den Medien hierzulande frühestens dann etwas erfahren - sofern überhaupt - wenn Israel VERTEIDIGUNGSmaßnahmen ergreift. Dazu 2 aktuelle Beispiele aus Deutschen Medien:
Nachdem er im Zweitliga-Spiel seines FC Ingolstadt bei Union Berlin mit einer Roten Karte des Feldes verwiesen worden war, wurde der israelische Fußballer Almog Cohen von einem mutmaßlichen Union-Fan bei Twitter auf das
Übelste antisemitisch beschimpft. Sowohl der FC Ingolstadt, als auch der 1. FC Union Berlin verurteilten schnell diesen Tweet, zudem wurde die Polizei eingeschaltet. Union veröffentlichte anschließend eine Stellungnahme, in der es abschließend in Richtung der Fans heißt: "Der 1. FC Union Berlin bittet alle Unioner um Unterstützung im Kampf gegen jegliche Art von Diskriminierung. Union steht für Mitmenschlichkeit und Toleranz!" Almog Cohen bedankte sich bei Twitter für die Unterstützung, die ihm gegenüber nach dem Vorfall bekundet wurde: "Als jüdischer Fußball-Profi in Deutschland möchte ich nur sagen: Ich bin sehr stolz auf meine Abstammung und darauf, mein Land in der 2. Bundesliga zu repräsentieren und den FC Ingolstadt 04 als Kapitän anzuführen. Und das in einem Land, in dem ich seit neun Jahren lebe und das ich für seine Offenheit schätze. Vielen Dank für den großen Zuspruch in den vergangenen Stunden sowie die damit verbundene Unterstützung von allen Seiten". Almog Cohen ist israelischer Nationalspieler. Seine Bundesliga-Karriere begann er 2010 beim 1. FC Nürnberg. (twitter, union, sky, wikipedia) JG
Am und um den 14. Mai, wird wieder bundesweit der Israeltag gefeiert! Wir freuen uns, dass der Botschafter des Staates Israel, Jeremy Issacharoff, und der Präsident des Zentralrats der Juden, Dr. Josef Schuster, wieder die Schirmherrschaft übernommen haben!
A fast walk from Mamilla to the Western Wall in Jerusalem
The true face of Hamas's leadership
Hummus-Test
Die israelische Raumsonde "Beresheet" hat ein Selfie zur Erde geschickt. Auf dem Foto ist die israelische Flagge rund 37.600 Kilometer über der Erde zu sehen. Eine an der Außenseite der Mondsonde angebrachte Gedenktafel zeigt neben der Flagge auch die Schriftzüge "Am Israel Chai" (Das Volk Israel lebt) und "Kleines Land, große Träume". Das Bild wurde während einer langsamen Drehung der Sonde aufgenommen; im Hintergrund ist die Erde zu sehen. (JA) EL | de |
q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn: Reclams Science-fiction-Führer. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6, S. 20–24.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
Mann | Arbeit und Altern - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
Start > Allgemein > Soziale Politik / politisches Zeitgeschehen -> Arbeit und Altern
02.02.2007, 09:45 #1
ABB setzt auf Miteinander der Generationen
Technologiekonzern vertraut dem Zusammenspiel von erfahrenen Kräften und Nachwuchsleuten / Chancen bis zur Pensionierung
ABB hat in Deutschland ein neues Konzept der Personalpolitik entwickelt. Das in der Energie- und Automationstechnik engagierte Unternehmen setzt künftig vor allem auf ein Miteinander der Generationen.
Frankfurt A.M.- "Jung plus alt". So lautet einer der Leitsätze, denen sich ABB im Rahmen seines neu definierten Personalprogramms verschrieben hat. Wie Vorstandschef Peter Smits bei dessen Vorstellung erläutert, handelt es sich hierbei um ein die verschiedenen Altersgruppen einbindendes Konzept. Sein Ziel sei es, im Unternehmen "einen Mix der Generationen" zu erreichen. Dabei komme es ausschließlich auf Qualifikation und Kompetenz der Beschäftigten und nicht mehr auf ihr Alter an.
Als konkretes Beispiel nennt Smits die "Projektleitung im Duo". Dahinter verbirgt sich der Ansatz, dass für die Lösung einer bestimmten Aufgabe ein erfahrener Fachmann und ein junger Manager zusammengebracht werden. Gerade im Projektgeschäft und im Vertrieb könnten junge Kollegen vom Know-how der Älteren profitieren. So würden die Rahmenbedingungen für eine systematische Weitergabe von Wissen geschaffen. Dass dafür keine altruistischen Motive den Ausschlag geben, sondern solche Programme wegen des demografischen Wandels eine pure Notwendigkeit sind, um ein Unternehmen auf der Erfolgsspur zu halten, gibt Personalchef Heinz-Peter Paffenholz unumwunden zu.
http://www.fr-online.de/in_und_ausla...em_cnt=1064229
05.02.2007, 09:42 #2
Arbeit und Geschlechter
Ja, es stimmt: Vollbeschäftigung in Deutschland ist möglich. Man muß nur alle Frauen aus dem Erwerbsleben entfernen. Daß dies – noch – nicht geschieht, führen bloß Idealisten und Dummköpfe auf die Emanzipation zurück oder auf ein diffuses Recht der Frauen, sich beruflich zu verwirklichen. In Wahrheit kann die Wirtschaft seit einigen Jahrzehnten nicht mehr auf die weiblichen Reserven des Humankapitals verzichten. Frauen haben einen höheren Bildungs- und Leistungswillen als ihre männlichen Konkurrenten, beweisen größere Sozial- und Kommunikationskompetenz und lassen sich mit durchschnittlich dreißig Prozent weniger Bezahlung für gleiche Leistung abspeisen.
Seit zwei Jahren gibt es durch Hartz IV eine teils hochqualifizierte Menschengruppe, die sich noch viel effektiver ausbeuten läßt. Doch wohin mit den Frauen, wenn man sie eines Tages durch Ein-Euro-Jobber ersetzt oder durch Niedriglöhner, deren jämmerliche Bezahlung der Staat auf Sozialhilfeniveau aufstockt? Reaktionäre Stammtischsäufer und ihre publizistischen Sprachrohre wie Bild oder die Bestseller-Autorin Eva Herman (»Das Eva-Prinzip. Für eine neue Weiblichkeit«) wissen längst die Antwort: Zurück an den Herd mit den Frauen! Dieselbe Parole flüstert die öffentlich-rechtliche ARD ihren Gebührenzahlern mit der 16teiligen Vorabend-Serie »Die Bräuteschule« ein. Dieses Living-History-Projekt gab die Firma »ARD Werbung (AS&S)« in Auftrag, die ARD-Programme refinanziert. Der Werbewirtschaft bot sie mit dieser neuen Serie »beste TV-Unterhaltung« als Umfeld für die Produktwerbung. Pro Werbespot kassiert AS&S über 15.000 Euro. Dafür beutet sie zehn junge Frauen aus, denen sie eine Zeitreise versprach: »Lernen Sie, was eine perfekte Hausfrau der 50er Jahre wissen mußte.« Wofür man solche Fachkenntnisse im 21. Jahrhundert braucht, wissen nur die ARD und Eva Herman.
http://www.linksnet.de/artikel.php?id=2840
05.02.2007, 15:32 #3
Zurück an den Herd mit den Frauen!...
Soweit kommt es noch! Zum Glück haben Eva Herman und die Macher der Vorabend-Serie "Die Bräuteschule" nicht mehr die Meinungsvorherrschaft in diesem Land.
05.02.2007, 15:40 #4
Och, ich muss sagen, ich würd gern noch mal auf so´n kleines Wesen aufpassen anstatt mich Tag für Tag im Hamsterrad auffressen zu lassen, vor allem wenn ich jetzt andauernd höre, dass die Arbeitsbedingungen immer katastrophalere Ausmaße annehmen, weil die Leute aus Angst um sich beißen.
Es sollte nur nicht für alle Frauen gelten. Aber warum sollen die, die möchten, nicht zu Hause bleiben können, wenn sie es denn wollen?
05.02.2007, 18:02 #5
Weil "Frauen zurück an den Herd" eine Strategie des Roll-back geradewegs zu den veralteten Rollenbildern der 50-er Jahre darstellt. Es gibt genügend Frauen, die arbeiten wollen, aber wegen mangelnder Kinderbetreuungsmöglichkeiten nicht so können, wie sie wollen und dann eben auf das eine, Kinder und Familie, oder das andere, Beruf und Karriere, verzichten. Dieser Trend wird eher noch verstärkt durch Pamphlete wie das von Eva Hermann (ich frage mich nur, warum sie dann immer noch ihre Talkshow moderiert, widerspricht ja eigentlich ihren Prinzipien).
Och, ich muss sagen, ich würd gern noch mal auf so´n kleines Wesen aufpassen anstatt mich Tag für Tag im Hamsterrad auffressen zu lassen...
Ich nicht, jedenfalls nicht den ganzen Tag incl. der ganzen nervtötenden Hausarbeit. Dafür habe ich nicht studiert.
Ich bin aber dafür sich die Kindererziehung und die Hausarbeit solidarisch zu teilen, dafür sehe ich in dem neuen Elterngeld Ursula von der Leyens trotz aller Unzulänglichkeiten einen ersten kleinen Schritt in die richtige Richtung. Den nächsten Schritt dahin müssen die Väter und insbesondere ihre Arbeitgeber tun.
Ansonsten mag ich Kinder.
05.02.2007, 18:28 #6
Die spinnt die Hermann.
Wenn ich so was höre: "Frauen gehören hinter den Herd"
Dabei sind die Knöpfe doch vorn.
05.02.2007, 19:25 #7
Also vor den Herd, auch nicht besser!
06.02.2007, 01:40 #8
das was die linkszeitung zum Thema Geschlechter schreibt und die ARD gesendet hat (habs mir leider nicht angesehen) ist eindeutig verfassungswidrig und ein Schlag ins Gesicht aller Frauen, die für unsere Generation u.a. für ein eigenes Konto, Berufsausbildung etc. gekämpft haben.
06.02.2007, 11:08 #9
Ökonomin Michalitsch im Interview mit dieStandard.at: Wie der Neoliberalismus Frauen und Männer in Uralt-Rollen zurückdrängt
dieStandard.at: Heute, in der Ära des Neoliberalismus, erfolge die Zähmung sogar in noch radikalerer Form.
Michalitsch: Im Neoliberalismus haben wir es mit einer Popularisierung der Vorstellung zu tun, dass Menschen grundsätzlich egoistisch sind und immer Kosten und Nutzen abwägen. Was ursprünglich eine Hypothese für ökonomisches Verhalten war, wird zu einer verallgemeinerten Annahme über menschliches Verhalten. Propagiert hat diese Universalisierung vor allem der spätere Nobelpreisträger Gary Becker. Er hat das Kalkül als Grundlage für die Untersuchung sämtlicher menschlicher Bereiche verwendet, auch für Familie, Ehe und Zahl der Kinder.
dieStandard.at: Die zentrale Figur in diesem Modell ist der homo oeconomicus. Welche Annahmen sind mit ihm verknüpft?
Michalitsch: Er agiert immer rational, also Kosten und Nutzen abwägend und Nutzen maximierend, und kommt ohne Identität, Klassenzugehörigkeit oder Geschlecht aus. Am Markt treffen diese homines oeconomici als Gleiche aufeinander, es gibt weder Unterschiede an Macht noch an Einkommen oder Handlungsoptionen.
dieStandard.at: Was ist Ihre bzw. die feministische Kritik daran?
Michalitsch: Im Mittelpunkt steht die Realitätsferne: Menschen ohne Geschlecht, Klasse und Identität, die immer rational agieren, sind nicht real. Weibliche Lebensverhältnisse werden durch dieses Modell noch viel weniger erfasst als männliche. Frauen können ja auch in ihrem Alltag weniger einer individuellen Nutzenmaximierung anheimfallen, weil sie meist die Versorgungsarbeit im Privaten überhaben, was ja auch Sorge für andere bedeutet. Der zweite Kritikpunkt: Das Modell rechtfertigt den status quo. Jedes Verhalten wird im Modell zu rationalem Verhalten. Auch Diskriminierung von Frauen erscheint so berechtigt. Der dritte feministische Kritikstrang will zeigen, dass sich das Modell von Anfang an auf Männer bezogen hat. Die Vorstellung des homo oeconomicus entspricht der Idee von Männlichkeit im 19. Jahrhundert – ungebunden, unabhängig, autonom. All das galt für Frauen damals nicht. Sie waren keine Rechtssubjekte, sondern immer vom Vater oder Ehemann abhängig. Auch wurden sie immer als Mütter oder im familiären Kontext gedacht. Und sie galten als nicht von Vernunft, sondern von Gefühlen geleitet.
dieStandard.at: Das wirtschaftliche Geschehen wird im neoliberalen Denken als Naturgesetz dargestellt. Ist es das nicht?
Michalitsch: Die Wirtschaftswissenschaften tun so, als seien sie nur damit beschäftigt, Naturphänomene zu erklären. Die bestehende Ökonomie erscheint somit unabänderlich. Das verdeckt, dass wir es mit menschlichem Verhalten und sozialen Zusammenhängen zu tun haben – die veränderbar sind. Damit wird der politische Gestaltungsspielraum ausgeblendet.
dieStandard.at: Sie kritisieren, dass im neoliberalen Denken vieles umgedeutet oder unsichtbar gemacht werde.
Michalitsch: Ja, es existiert eine Unzahl angeblicher ökonomischer Zwänge, die ich für glatte Lügen halte. Verschwiegen wird, dass wir es mit einer Transformation von Machtverhältnissen zu tun haben. Die Gegensätze zwischen Arm und Reich nehmen zu, die Staaten haben sich stark auf die Seite der Unternehmen gestellt. Gleichzeitig wird immer an Eigenverantwortung und -initiative appelliert – jedeR sei seines / ihres Glückes Schmied. Auch das halte ich für eine große Lüge. Es verschleiert tatsächliche Machtverhältnisse, begrenzte Wahlmöglichkeiten und mangelnde Chancengleichheit sowie die Retraditionalisierung der Geschlechterverhältnisse.
dieStandard.at: Sie sagen, Neoliberalismus impliziere Patriarchalismus – inwiefern?
Michalitsch: Zunehmende Armut und Armutsgefährdung treffen überwiegend Frauen. Die Gründe liegen vor allem in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Die Deregulierung der Arbeitsmärkte verschärft die Polarisierung zwischen den Geschlechtern, aber auch zwischen Gruppen von Frauen und Männern. Vor allem unter Migrantinnen formiert sich eine Klasse von Frauen, die kaum Zugang zur Gesellschaft hat. Gleichzeitig wird immer wieder an das Leistungsprinzip appelliert: Die wirklich befähigten Frauen könnten ja nach oben kommen. Das stimmt aber nicht, denn auch an der Spitze hat sich nur wenig verändert. Es gibt jetzt eben statt drei Prozent Topmanagerinnen 3,5. Darüber hinaus ist der Druck auf unbezahlte Arbeit stark gestiegen, weil öffentliche Versorgungsleistungen eingeschränkt wurden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bleibt nach wie vor weitgehend Frauen überlassen. Und in dem Maße, in dem der finanzielle Druck steigt, schwinden insbesondere für Frauen die Chancen auf persönliche Unabhängigkeit. Die Folgen werden vor allem dann deutlich werden, wenn Frauen, die heute in prekären Arbeitsverhältnissen tätig sind, in Pension gehen – oder gehen wollen: Dann wird es eine weibliche Altersarmut sondergleichen geben.
dieStandard.at: Wie könnte eine andere Wirtschaftspolitik aussehen?
Michalitsch: Es wäre schon ein großer Fortschritt, würden bei allen politischen Maßnahmen Verteilungswirkungen berücksichtigt. Außerdem: gleichere Verteilung von Erwerbsarbeitszeit und von bezahlter und unbezahlter Arbeit insbesondere zwischen Frauen und Männern, indem die wöchentliche Erwerbsarbeitszeit auf etwa dreißig Stunden verkürzt und atypische Beschäftigungsverhältnisse eingeschränkt werden. Mehr Gleichheit bei der Verteilung von Einkommen. Wenn eine Arbeiterin in einem Monat kaum mehr verdient als ein Spitzenmanager in einer Stunde, dann halte ich das für obszön. Man sollte nicht nur Mindestlöhne diskutieren, sondern auch Maximallöhne.
http://diestandard.at/druck/?id=2753438
06.02.2007, 11:32 #10
das ist aber keine Antwort auf meine Frage, warum denn die Frauen, die gern zu Hause bleiben möchten, dies nicht tun können sollen. Ich zum Beispiel habe auch studiert (mit einem recht guten Abschluss), sehe mich aber als so emanzipiert an, das zu tun, was für mich im Moment stimmig ist, wenn es mir denn möglich ist. Und wenn das nun mal im Moment das ist, dass ich für meine Kinder da sein möchte, warum denn nicht?
Ich finde, die Frage sollte in eine ganz andere Richtung gehen. Warum wird es den Frauen, die gern zu Haus bei den Kindern bleiben möchten, nicht ermöglicht, sprich, warum werden sie in dieser Hinsicht nicht finanziell unterstützt.
Oder sollen jetzt alle Frauen arbeiten und Karriere machen müssen (auch die, die lieber ausschließlich für Ihre Kinder da sein wollen), so hört sich Dein Statement nämlich für mich an - wobei ich auf den Begriff Karriere sowieso allergisch reagiere. Karriere um der Karriere Willen? Das ist für mich Kapitalismus bzw. Neoliberalismus in Reinkultur.
Ich sage es nochmal. Die Frauen, die gern arbeiten möchten, sollen das gern tun, aber ich finde, die Frauen, die sich gern ausschließlich um ihre Kinder kümmern möchten, sollten auch untestützt werden.
P.S. Nein, ich bin nicht erzkonservativ. Weder erz noch konservativ.
06.02.2007, 13:18 #11
das ist aber keine Antwort auf meine Frage, warum denn die Frauen, die gern zu Hause bleiben möchten, dies nicht tun können sollen.
Natürlich kannst du das entscheiden, wie du möchtest. Ich sehe nur keinen Handlungsbedarf Frauen zu unterstützen, die sich ausschließlich um ihre Kinder kümmern möchten. Ich sehe aber dringenden Handlungsbedarf darin, wie in diesem Land die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden kann. Dafür muss sich natürlich noch vieles ändern, gerade auch von Seiten der Arbeitgeber.
Auf der anderen Seite gibt es neben deiner persönlichen Entscheidung natürlich auch gesellschaftliche Kräfte, denen es nicht unrecht ist, Frauen wieder verstärkt aus dem Berufsleben herauszudrängen, bzw. alles so zu belassen wie es ist. So lässt sich nämlich auch die Arbeitslosenstatistik frisieren.
06.02.2007, 13:47 #12
Natürlich kannst du das entscheiden, wie du möchtest.
Oh, danke. ;)
Ich sehe nur keinen Handlungsbedarf Frauen zu unterstützen, die sich ausschließlich um ihre Kinder kümmern möchten.
Und warum das nicht? Erwiesen ist ja, dass - gerade in den ersten beiden Lebensjahren Kinder dringend einer konstanten Bezugsperson, sprich einer sicheren Bindung bedürfen. Kinder, die dies nicht erfahren haben, kriegen früher oder später Probleme. Zum anderen wird ja auch immer so viel davon geredet, die Erziehungs-"Arbeit" aufzuwerten. Wenn man hier keinen Handlungsbedarf hinsichtlich einer wie auch immer gearteten Unterstützung der Mütter sieht, wenn sie sich dieser Arbeit widmen möchten, spricht das einer Wertschätzung dieser Arbeit doch entgegen, oder?
Ich sehe aber dringenden Handlungsbedarf darin, wie in diesem Land die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden kann. Dafür muss sich natürlich noch vieles ändern, gerade auch von Seiten der Arbeitgeber.
Ich finde, das ist eine unnötige Polarisierung: hier die ´bösen´ Mütter, die sich ´nur´ um Kinder bzw. Familie kümmern möchten, die also - für mich fragwürdigerweise - nicht unterstützungswürdig sind, zumal, wenn sie alleinerziehend sind; dort die förderungswürdigen ´guten´ karriere-fortschrittlichen Mütter, die - getreu dem patriarchalisch-kapitalistischen Arbeitsfetisch - versuchen sollen, in beiden Bereichen zu 100 % ihren Mann zu stehen (was ich übrigens als absolute Überforderung ansehe, aber wenn die kapitalistisch-patriarchalisch sozialisierte Frau es in diesem System unbedingt den Männern gleich tun muss, um anerkannt zu werden, durchaus verstehen kann).
Warum nicht beide unterstützen in dem, was für sie für richtig halten? Kann doch für die Kinder nur gut sein.
Damit hast Du sicher Recht. Diese Bestrebungen gibt es ohne Zweifel. Hier hilft m.E. nur eine gute Eigen-Reflexion darüber, was für jede Frau ganz persönlich stimmig ist und vor allem auch darüber, woher sie denn ihre Einsichten bzw. Bedürfnisse bezieht und welche das überhaupt sind. Und falls diese aus einer kapitalistisch-patriarchalischen Sozialisierung stammen sollten, die der Frau letztendlich gar keine freie Wahl lässt (weil Anerkennung und Wertschätzung in diesem System fast ausschließlich und immer mehr über Besitz, Status, Leistung und Arbeit erreicht werden kann), könnte sie ja noch mal genauer hinschauen, was sie denn wirklich will - und sich natürlich entsprechend dafür einsetzen.
06.02.2007, 15:27 #13
Ich finde, das ist eine unnötige Polarisierung: hier die ´bösen´ Mütter, die sich ´nur´ um Kinder bzw. Familie kümmern möchten, die also - für mich fragwürdigerweise - nicht unterstützungswürdig sind, zumal, wenn sie alleinerziehend sind; dort die förderungswürdigen ´guten´ karriere-fortschrittlichen Mütter, die - getreu dem patriarchalisch-kapitalistischen Arbeitsfetisch - versuchen sollen, in beiden Bereichen zu 100 % ihren Mann zu stehen...
Ich möchte für Mütter und Väter eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das bedeutet somit auch andere Arbeitsstrukturen, weg von dem reinen Leistungsprinzip, das nichts mehr neben der Arbeit zulässt. Z.B. könnte ich mir eine 30 oder 25-Stundenwoche für beide Partner + einer vernünftigen Kinderbetreuung gut vorstellen. Ich weiß nicht, warum das hier nicht funkzioniert, in den skandinavischen Ländern funktioniert das ja auch.
Und noch etwas, natürlich brauchen Kinder eine feste Bezugsperson, aber die muss nicht unbedingt den ganzen Tag anwesend sein. Oder sind die Kinder in den skandinavischen Ländern oder Frankreich etwa alle verhaltensgestört, weil sie im Schnitt früher in eine Kinderbetreuung gegeben werden als hier?
06.02.2007, 19:39 #14
Hört sich gut an, annette. Dennoch fände ich es besser, wenn sich Mütter und Väter frei entscheiden können, ob sie in den ersten Jahren ihrer Kinder arbeiten möchten oder nicht, und dann gemäß ihrer Entscheidung unterstützt werden. Dass sie eben nicht gezwungen werden, neben der Erziehung der Kinder auch noch arbeiten zu müssen, wie z.B. viele allein erziehende Frauen. Und diese Entscheidung, ob Arbeit oder nicht, oder wie viel Arbeit neben der Kindererziehung, hängt eben fast ausschließlich davon ab, wie das finanzielle Polster aussieht. Da stehen sich die Armen wesentlich schlechter.
Ja, dieses Argument wird gern von denjenigen verwendet, die die Arbeitspflicht für alle neben der Erziehung von Kindern in den ersten Lebensjahren einführen möchten. Und ich muss Dir sagen, dass ich genau dieses Argument für sehr bedenklich halte. Woher weißt Du so genau, dass unsere Gesellschaft, so wie sie jetzt ist, nicht unter anderem genau deshalb so gewalttätig und vor allem ignorant gegenüber den immer schlimmer werdenden Zuständen ist, weil Mütter (auch durch den anerzogenen patriarchalen Leistungs- und Arbeitsfetisch) gezwungen werden, ihre Säuglinge bei fremden Menschen abzugeben, um für das kapitalistische System weiter ausbeutbar zu sein, anstatt dafür zu sorgen, dass ihre Säuglinge eine sichere Bindung, also das Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Anerkennung ihrer Bedürfnisse erhalten?
Hast Du Dich schon mal mit der Entwicklunspsychologie der ersten Jahre beschäftigt? Ich kann hier z.B. eine Hausarbeit empfehlen, die sich mit prä- und postnatalen Krisen befasst. Siehe vor allem Seite 8 (2.3 Postnatale Krisen: Erstes Lebensjahr).
http://www.pauladiederichs.de/veroef...her_Krisen.pdf
Meaney ist nicht der einzige Forscher, der nachgewiesen hat, dass Krisen im ersten Lebensjahr - wozu auch ungewollte, wiederholte Trennungserlebnisse gehören - zu einer frühen und starken Störung des noch sehr empfindlichen Stress-Systems des Säuglings führen können, wodurch Menschen im späteren Leben mit Stresssituationen wesentlich schlechter umgehen können.
Ich möchte jetzt nicht falsch verstanden werden. Nicht dass ich Mütter, die während der ersten Jahre ihrer Kinder zum Arbeiten gezwungen werden oder dies aus eigener Entscheidung tun, als böse oder unmenschlich verurteile. Dennoch, meine ich, sind Kinder in den ersten Lebensjahren so empfindlich, dass ich dafür plädiere, sie nicht zu früh wegzugeben. Und wer jetzt sagt "Ach was, hat mir auch nicht geschadet, ist ja nix passiert", der oder die sei daran erinnert, dass dieses "Ach was", also ein Übergehen von Bedenken und Befindlichkeiten, eine Parallele in dem Verhalten hat, das unsere ´Eliten´ dem ´Fußvolk´ gegenüber haben. Bedenken und Befindlichkeiten sind uninteressant, werden nicht gewürdigt, geschweige denn wahrgenommen - man ist es ja schon so lange so gewohnt ...
06.02.2007, 20:38 #15
Ja, dieses Argument wird gern von denjenigen verwendet, die die Arbeitspflicht für alle neben der Erziehung von Kindern in den ersten Lebensjahren einführen möchten.
Ich glaube, wir werden uns da nicht einigen können. Es gibt auch in den skaninavischen Ländern keine Arbeitspflicht für alle, sondern die meisten Frauen dort wollen arbeiten und sehen in einer Familiengründung auch kein Hindernis, weil sie wissen, dass ihre Kinder trotzdem gut versorgt sind. Außerdem weiß ich nicht, inwieweit du dich mit der Geschichte der neueren Frauenbewegung (so ca. ab 1968) auseinandergesetzt hast, vielleicht wüsstest du dann auch, dass in den 50-er Jahren es noch ein Gesetz gab, das vorsah, dass verheiratete Frauen nur mit Zustimmung ihres Ehemanns überhaupt arbeiten durften. Daher ist es schon allein ein zivilisatorischer Fortschritt, dass wir überhaupt arbeiten dürfen ohne jemanden um Erlaubnis fragen zu müssen. Aber auch dieses heute völlig selbstverständliche Recht musste wie viele andere Rechte erst erkämpft werden, so unglaublich das auch aus heutiger Sicht klingt.
Hast Du Dich schon mal mit der Entwicklunspsychologie der ersten Jahre beschäftigt? Ich kann hier z.B. eine Hausarbeit empfehlen, die sich mit prä- und postnatalen Krisen befasst.
Nicht sehr ausführlich, ich weiß nur, dass es da unterschiedliche Ansichten gibt. Die Meinung, dass eine Betreuung außer Haus oder durch andere Personen als den leiblichen Eltern dem Kleinkind generell schaden, ist jedenfalls nach dem heutigen Stand der Wissenschaft überholt. Genauer damit befasst hat sich Prof. Lieselotte Ahnert, sie führt in einer Zusammenfassung ihrer Forschungsarbeiten z.B. aus:
Kleinkinder in familiärer und außerfamiliärer Betreuung: Entwicklungskonsequenzen
Forschungsarbeiten über die Folgen außerfamiliärer Betreuungserfahrungen von Kleinkindern haben immer wieder gezeigt, dass eine außerfamiliäre Betreuung kein Entwicklungsrisiko darstellt, wenn sie den üblichen Qualitätsstandards entspricht, und dass außerfamiliär betreute Kinder sich damit prinzipiell nicht anders entwickeln als Kinder, die ausschließlich zu Hause betreut werden. ...
Unsere eigenen Forschungsarbeiten gehen dabei von der Tatsache aus, dass Kleinkinder in außerfamiliärer Betreuung nicht etwa bei Tagesmüttern, in Kindertagesstätten oder Kindergärten anstatt zu Hause aufwachsen. Um außerfamiliäre Betreuungseffekte auf die kindliche Entwicklung überhaupt abschätzen zu können, müssen deshalb die außerfamiliären und familiären Anteile der gesamten Betreuungsökologie aufeinander bezogen werden. ...
Noch einmal, sie geht bei ihren Forschungsarbeiten davon aus, dass die Kleinkinder zuhause aufwachsen und nicht ausschließlich außerfamiliär betreut werden.
Mehr zu ihren Forschungsarbeiten hier:
http://www.lieselotte-ahnert.de/sets/set_forsch.htm
Ich hatte nicht unbedingt von Betreuung schon im ersten Lebensjahr geredet. Im ersten Jahr finde ich es auch besser noch nicht auf eine außerfamiliäre Betreuung zurückzugreifen. Aber selbst in dem Alter ist es wahrscheinlich noch kein traumatisierendes Erlebnis, wenn mal die Großeltern oder eine andere Person für einige Stunden auf das Kind aufpasst. ;)
07.02.2007, 12:16 #16
Weißt Du, ich glaub, so weit sind wir gar nicht voneinander entfernt. Selbstverständlich bin ich absolut dafür, dass Frauen das Recht auf Selbstentfaltung nicht abgesprochen wird, wie es Jahrtausende gemacht wurde (deshalb mein Hinweis aufs Patriarchat) - wie sollte ich auch nicht! Dennoch denke ich, dass sich da eben auch etwas mit dem uns anerzogenen kapitalistischen Arbeits-Fetisch (ein Mensch ist nur etwas wert, wenn er arbeitet) vermischt, wenn man davon überzeugt ist, Selbstentfaltung ließe sich nur mittels eines Jobs leben, weiterentwickeln und erhalten. Ich zumindest kenne da noch ein paar andere Dinge ...
Letztendlich geht es mir darum, dass jede Frau für sich selbst entscheiden können darf, ob sie "nur" ihre Kinder betreuen möchte oder ob sie dazu auch noch arbeiten will. Und ich finde, beides ist unterstützenswert, sowohl finanziell als auch politisch und moralisch. Warum sollte man einer Frau, die es als befriedigend empfindet, sich ihren Kindern zu widmen (zumal wenn sie dazu noch eigene Interessen entwickelt hat, die sich nicht unbedingt in einem "Job" niederschlagen müssen, und diesen auch nachgehen kann) und diese auch aufwachsen zu sehen, und die aus diesem Grund auf eine aushäusige Arbeit verzichtet, die Unterstützung versagen. Dieser Punkt bleibt für mich unverständlich.
07.02.2007, 16:44 #17
Warum sollte nur die Frau entscheiden, ob sie zuhause bleibt und nicht auch der Mann? Das hört sich trotzdem alles für mich sehr idealisiert an, als wäre die Gesellschaft schon so frei, dass jeder und jede ohne dass es wiederum irgendwelche nachteiligen gesellschaftlichen Konsequenzen nach sich ziehen könnte, frei entscheiden kann, bzw. sich auch wieder frei umentscheiden kann. Soweit sind wir aber noch nicht, dazu bedarf es alle tradierten Rollenmuster über Bord zu werfen.
Auf der anderen Seite stimmt natürlich, dass uns ein kapitalistischer Arbeitsfetisch anerzogen wurde, aber ich merke auch, dass ich auch Aufgaben brauche, die mich geistig und intellektuell fordern und wenn ich damit Geld verdienen kann, warum nicht? Alles hat immer zwei Seiten und es gibt viele Arten sich zu verwirklichen. Besser fände ich natürlich auch, wenn Arbeit und Einkommen weitgehend entkoppelt werden, das würde auch dem kapitalistischen Arbeitsfetisch ein Stück weit den Boden unter den Füßen wegziehen. Aber auch wenn es irgendwann ein BGE geben sollte, glaube ich nicht daran, dass es jemals wesentlich höher liegen wird als der heutige Hartz IV-Satz und der reicht bekanntlich nicht zu einem guten Leben. ;)
07.02.2007, 18:57 #18
Das hört sich trotzdem alles für mich sehr idealisiert an, als wäre die Gesellschaft schon so frei, dass jeder und jede ohne dass es wiederum irgendwelche nachteiligen gesellschaftlichen Konsequenzen nach sich ziehen könnte, frei entscheiden kann, bzw. sich auch wieder frei umentscheiden kann. Soweit sind wir aber noch nicht, dazu bedarf es alle tradierten Rollenmuster über Bord zu werfen.
Trotzdem? Trotz was.
Hab ich behauptet, dass wir schon so weit wären?
08.02.2007, 00:10 #19
Es hört sich eben ein bißchen so für mich an. Aber ich denke auch, dass wir nicht wirklich so weit auseinander liegen. Du strebst sicher nicht die klassissche Hausfrauen- und Mutterrolle der 50-er Jahre an und ich nicht ein ausschließlich ein auf Leistung und Konkurrenzdenken basierendes Ellenbogendenken. Letzendlich wünschen wir uns beide mehr persönliche Entscheidungsfreiheit unabhängig von gesellschaftlichen Zwängen. Ich glaube so kann ich die Diskussion mit dir auch gut stehen lassen, die ich im übrigen sehr spannend fand.
08.02.2007, 14:23 #20
Du strebst sicher nicht die klassissche Hausfrauen- und Mutterrolle der 50-er Jahre an und ich nicht ein ausschließlich ein auf Leistung und Konkurrenzdenken basierendes Ellenbogendenken. Letzendlich wünschen wir uns beide mehr persönliche Entscheidungsfreiheit unabhängig von gesellschaftlichen Zwängen.
Sehe ich auch so. Nur-Hausfrau-und-Mutter-Rolle war nie mein Ding, da hab ich mich vielleicht auch falsch ausgedrückt. Außerdem muss ein Job, den ich gern mache, so gestaltet sein, dass ich als ganzer Mensch involviert bin und außerdem noch genügend Zeit für anderes Leben (vor allem für Information, was abgeht, im Staate) übrig lassen - und nicht nur dazu taugen, Kohle ranzuschaffen, damit ich meine Existenz sichern kann. Leider sind die meisten Jobs in diesem System aber völlig vom Menschen entfremdet und allein dazu geschaffen, Arbeitskraft auszusaugen und Mehrwert/Profit zu erzeugen. Die Arbeitsbedingungen werden immer schlimmer. Glück hat, wer eine Arbeit findet, bei der er/sie sich wohl fühlt und die ihm/ihr noch Luft zum Atmen lässt. Das ist meist aber nur bei Freiberuflichkeit, wenn sie denn funktioniert, der Fall.
Ich glaube so kann ich die Diskussion mit dir auch gut stehen lassen, die ich im übrigen sehr spannend fand.
Geht mir auch so. Bis demnächst ...
08.02.2007, 15:53 #21
Das ist meist aber nur bei Freiberuflichkeit, wenn sie denn funktioniert, der Fall.
Da hängt es genauso vom Markt, Angebot und Nachfrage ab, was die Auftraggeber so zahlen. Ich kann mir zwar meine Arbeitszeit momentan selber einteilen, trage aber auch selbst das volle Risiko und auch finaziell springt momentan zumindestens noch zu wenig raus, so dass ich immer noch ergänzend ALG II erhalte, auch wenn das nur noch Minimalbeträge sind.
In dem Sinne, bis demnächst ...
08.02.2007, 17:25 #22
Diesen sollte Eva Herrmann erst einmal ohne die Millionen der Ex Ehemänner und Talkshow im Alter mit 345,--€ bestehen. Das ist für mich eine Person, die weder am Herd noch sonst in der Welt der Ehefrauen und Müter sich zurecht finden würde.Sie kann nur durch gute Verbindungen mit und durch die Medien glänzen.
Wie sieht dann das Leben einer Hausfrau und Mutter , die bewußt Ihre Kinder großgezogen und unterstützt hat aus? Sie hält dem Mann den Buckel frei damit er arbeitet und erzieht die Kinder leidet wirklich ein kleines Wirtschaftsunternemen, als Krankenschwester, Lehrerin, Fahrerin, und und. Der Dank kommt dann, wenn die Kinder aus dem gröbsten raus sind und die Männer sich anderweitig orientiert haben. Meist oft, nachdem man deren Sorgen und Nöte auch noch geschluckt und mitverarbeitet hat. Diese Männer lassen sich nicht unterhaltsfähig nach der Scheidung rechnen und sind auf und davon. Die Kinder hat dann immer noch die Frau und betreut die Kinder weiterhin.
Ich weiß, wovon ich rede, habe 4 Kinder und davon haben alle 2 Berufe erlernt und stehen heute mit eignen Familien im Leben. Ich habe heute Sorgen- Demütigungen und werde durch HartzIV und Sozialamt - Rentenstelle hin und her geschoben und muß kämpfen, kämpfen, damit mir überhaupt das zum Leben notwendigste bezahlt wird. Ein Gerichtverfahren nach dem anderen. Alles was bleibt, ist Elend, Krankheit und Armut.
08.02.2007, 21:00 #23
patriarchalisch-kapitalistischen Arbeitsfetisch
15.02.2007, 09:41 #24
Gericht verbietet Diskriminierung älterer Arbeitnehmer
Frankreichs Arbeitslose wissen aus eigener Erfahrung wie die deutschen, dass die Suche nach einem neuen Arbeitgeber ab 40 oder 45 Jahren oft erfolglos bleibt. Dies wird ihnen bereits mit den Stellenangeboten in Erinnerung gerufen, in denen für die Bewerber ein Höchstalter angegeben wird. Mit dieser unzulässigen Praxis scheint sich die französische Justiz nicht mehr widerspruchslos abzufinden. Das Gericht von Lyon hat jetzt der Klage des 43jährigen Arbeitslosen Vincent de Rocher stattgegeben und ein richtungsweisendes "Premiereurteil" verhängt. Es verurteilte eine Rekrutierungsfirma zu einer auf Bewährung ausgesetzten Geldstrafe in Höhe von 500 Euros, weil sie ein Stellenangebot veröffentlichte, das nur für Bewerber zwischen 28 und 35 Jahren bestimmt war. Eine Vereinigung der Arbeitslosen (Apnée) hatte mit Hinweis auf die gesetzwidrige "Lebensalterdiskriminierung" gegen 40 Unternehmen Strafanzeige erstattet. Von den zwischen 55 und 65 Jahren alten FranzösInnen sind gegenwärtig nur noch 37 Prozent "berufstätig".
http://www.nrhz.de/flyer/suche.php?r...sort_menu=News
15.02.2007, 16:37 #25
Dazu hatte ich schon einen neuen Thread eröffnet:
http://www.elo-forum.org/verurteilun...ich-t8106.html
arbeit, altern
Weg zur arbeit !!!!!!! Der_Eisbaer ALG II 4 16.03.2006 21:19 | de |
q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn: Reclams Science-fiction-Führer. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6, S. 20–24.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
Mann | 3.2.1.1 CM / 1 Akten aus Deutschland / MACHTEL, MAIER [1-4]
MACHTEL, MAIER
Name MACHTEL, MAIER
Birth-and-Death Dates born 1. February 1922
Place of Birth BARANOVITZ
0001 (79430673)
0002 (79430674)
0003 (79430675)
Add a Comment →MACHTEL, MAIER | de |
q-de-2183 | Wann wurde Isaac Asimov geboren? | Isaac Asimov ( []; * 2. Januar 1920 in Petrowitschi, Sowjetrussland als Исаак Юдович Азимов (Issaak Judowitsch Asimow); † 6. April 1992 in New York, Vereinigte Staaten) war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit. Zusammen mit Arthur C. Clarke und Robert A. Heinlein wird er oft als einer der „Big Three“ der englischsprachigen Science-Fiction aufgeführt.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk geboren. Seine jüdischen Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York auf. Sein Vater erwarb 1926 die amerikanische Staatsbürgerschaft und kaufte einen Süßwarenladen, in dem Isaac von Anfang an helfen musste. Dadurch hatte er wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und wurde früh zum Vielleser, brachte sich selbst mit fünf das Lesen bei und besaß mit sieben die Mitgliedskarte einer Leihbücherei. Die Ausgaben des Magazins Amazing Stories, die im Laden seines Vaters auslagen, waren sein Erstkontakt zur Science-Fiction, wenn er auch erst „offiziell“ Science-Fiction lesen durfte, nachdem Science Wonder Stories aufgetaucht waren und er seinen Vater davon überzeugt hatte, dass dies wertvolle Lektüre sei, weil ja „Wissenschaft“ im Titel geführt werde. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia-Universität. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige Science-Fiction-Autoren kennen, die Futurians. 1939 legte er – neunzehnjährig – den Bachelor of Science in Chemie ab.
Im Jahr 1939 wurde auch mit Marooned Off Vesta (deutsch: Havarie vor Vesta) seine erste Kurzgeschichte in der Märzausgabe von Amazing Stories publiziert. Danach veröffentlichte er vermehrt in dem von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Einige der dort erschienenen Geschichten fügte er später zur Trilogie Foundation zusammen.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen worden war, setzte er sein Chemiestudium fort, das er 1941 mit dem Master abschloss. Während der nächsten vier Jahre unterbrach er kriegsbedingt seine Studien, arbeitete zunächst in der Philadelphia Navy Yard’s Naval Air Experimental Station und diente schließlich kurze Zeit als Wehrpflichtiger in der US-Armee. 1948 wurde er mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie promoviert. Ein Jahr später wurde Asimov als Dozent für Biochemie an die medizinische Fakultät der Universität Boston berufen. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf. Er gehörte zum Kreis der Trap Door Spiders, eines literarischen Männerzirkels, die er in einer Kriminalkurzgeschichtenserie als Schwarze Witwer verewigte.
In den 1960er Jahren lernte er Gene Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte Asimov als wissenschaftlicher Berater (Special Science Consultant) bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit. Außerdem war er Ehrenvizepräsident des Hochintelligentenvereins Mensa. 1985 wurde er Präsident der American Humanist Association und blieb in dieser Position bis zu seinem Tod.
Asimov war von 1942 bis 1970 mit Gertrude Blugerman verheiratet und hatte zwei Kinder mit ihr (David, *1951, und Robyn Joan, *1955). Von 1973 bis zu seinem Tod war er mit Janet Asimov verheiratet. Gemeinsam verfassten sie Science-Fiction-Bücher für junge Leser, am bedeutendsten die Reihe über den Roboter Norby.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen – eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Im erzählerischen Teil seines Gesamtwerks lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen:
seine Robotergeschichten auf der Erde der nahen Zukunft
seine Roboterkrimis der weiteren Zukunft
seine Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft
Die Schwerpunkte verband er in seinem späteren Leben durch weitere Romane, die die Handlungslücken seiner Frühwerke füllen. Der Handlungsbogen spannt sich dabei über 20 Jahrtausende.
Daneben schrieb er zahlreiche Kurzgeschichten und einige Romane mit unabhängigem Handlungsrahmen.
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Und Finsternis wird kommen… (orig. Nightfall) werden als besonders hervorragende Werke des Science-Fiction-Genres angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste Science-Fiction-Geschichte vor 1965 gekürt.
Neben den Robotergeschichten gründet sich sein Ruhm auf eine Serie von Kurzgeschichten, die später als Foundation-Zyklus veröffentlicht wurden. Darin schildert er, inspiriert von Edward Gibbons Verfall und Untergang des römischen Imperiums, den Niedergang eines galaktischen Imperiums. Auch die Kurzgeschichten Das Chronoskop und Geschichte eines Helden weisen eine deutliche Antikenrezeption auf, was damit zusammenhängt, dass Asimov ein großer Bewunderer Hannibals war und zeitweise überlegt hatte, den Berufsweg eines Historikers einzuschlagen.
Asimov erfand Begriffe, die heute allgemein in die Science-Fiction und in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason 1941), „Robotik“ (erstmals in der Kurzgeschichte Runaround, März 1942 – der Name des Unternehmens U.S. Robotics geht darauf zurück) und „Psychohistorik“ (Foundation-Zyklus).
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine Science-Fiction-Sammlungen zahllose Leser begeistert. Insbesondere die drei Gesetze der Robotik wurden Gemeingut der Science-Fiction.
Asimovs Schaffen beschränkte sich nicht nur auf Science-Fiction. Er entwickelte sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – darunter eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber zahlreicher Science-Fiction-Anthologien und einer eigenen Science-Fiction-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch mehrere Bände mit humoristischen Texten, Anekdoten und Limericks veröffentlichte. Auf 399 Folgen kam seine Wissenschaftskolumne im Magazine Of Fantasy And Science Fiction, die er 33 Jahre lang schrieb und die in Buchform auszugsweise in 26 Bänden erschien.
Eine seiner populärwissenschaftlichen Arbeiten ist das zweibändige Werk Die exakten Geheimnisse unserer Welt (Isaac Asimov’s New Guide to Science), das dem Laien im Stil eines Opernführers die naturwissenschaftliche Welt nahebringt.
Roboter
In der Kurzgeschichte Robbie (1940) beschäftigte sich Asimov erstmals gründlich mit Maschinen mit künstlichen Gehirnen, den Robotern. Vor Asimov war die Mehrheit der Robotergeschichten in der Literatur dem Frankensteinmuster gefolgt, was Asimov als unglaublich langweilig bezeichnete: „Roboter wurden geschaffen und zerstörten ihre Erschaffer“.
In der 1942 erstmals erschienenen Erzählung Runaround postulierte Asimov die Robotergesetze.
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Asimov geht davon aus, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen müssen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können und nichts anderes dürfen, als den drei Gesetzen der Robotik zu gehorchen. Es sind Positronengehirne, die nicht die Wahl haben, explizit oder gar eigenmächtig zu entscheiden. Sie reagieren zwangsweise, ähnlich wie heutige Computersysteme nach dem Binärsystem reagieren: 0= Nicht ausführen; 1= Ausführen. Diese Gesetze sind nach Asimov notwendig, damit ein Roboter nicht zu eigenem Bewusstsein gelangt, was ein unüberschaubares Chaos und unkalkulierbare Folgen für Mensch und Maschine bewirken könnte.
Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:
Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag auszuführen.
Diese Auflistung der „Gesetze der Humanistik“ entsprechen ohne zwingenden Vergleich dem Roman Farm der Tiere von George Orwell, in dem sich Tiere der Herrschaft des Menschen entledigen und zu eigenen (humanistischen/tierischen) Gesetzen finden, die dann von ihnen selbst wieder verändert beziehungsweise aufgehoben werden und zur gleichen Abhängigkeit ihrer Selbst führen. Diesem Revolutionsgedanken zur eigenmächtigen Veränderung bestehender, bindender Implementierungen entsprechen Asimovs Gesetze der Robotik, die unter keinen Umständen gebrochen, aber in seinen Geschichten des Öfteren durch Ausnahmesituationen nicht nur durch Roboter, sondern auch durch Menschen in Frage gestellt beziehungsweise umgangen werden können und zu Recht genau diese Fragen einer freien, sich selbst entscheidenden Existenz von Leben aufwerfen – so zum Beispiel in der Erzählung Der 200-Jährige.
In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950) handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel
einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
„verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)
Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten und war eine der Lieblingsfiguren des Autors. Mit Susan Calvin schuf er eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der „US Robots and Mechanical Men, Inc.“ dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. So sorgt sie sich zum Beispiel in der Geschichte Lenny um einen Roboter, der sich durch eine versehentlich veränderte Programmierung benimmt wie ein menschliches Baby. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich sei.
Die Kriminalromane The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die nackte Sonne) um den Polizisten Elijah (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw (in einigen älteren Übersetzungen auch als Tom Bailey und R. Daniel Oliver) sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983, dt. Der Aufbruch zu den Sternen) und Robots and Empire (1985, dt. Das Galaktische Imperium) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Später lässt Asimov in Das Galaktische Imperium das sogenannte „Nullte Robotergesetz“ entwickeln:
Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: „… es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt.“ Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze verworfen und die „neuen Gesetze“ entstehen:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Der im Juli 2004 erschienene Kinofilm I, Robot mit Will Smith bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichtensammlung. Der Film verwendet Personen und Motive aus diesen Geschichten, die Handlung des Films ist von den Drehbuchautoren neu entwickelt.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Der 200 Jahre Mann. Der Android Andrew Martin (gespielt von Robin Williams) entdeckt im Laufe des Films künstlerische und menschliche Fähigkeiten. Sein Ziel ist es, als Mensch anerkannt zu werden. Zu Beginn des Films werden die Gesetze präsentiert, deren Auswirkungen sich mehrfach im Film zeigen.
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille sowie in der Episode Erregungsfaktor: Null der Sitcom The Big Bang Theory.
Handbuch der Robotik
56. Auflage, 2058 A.D.
Der berühmte Titel I, Robot dieser Kurzgeschichtensammlung wurde nicht von Asimov, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel I, Robot eine damals sehr bekannte Kurzgeschichte von Eando Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Asimov selbst schwebte als Titel Mind and Iron vor.
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der „U.S. Robots and Mechanical Men, Inc.“ (I, Robot) und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Trivia
In ihrem Roman Die fliegenden Zauberer (1976) setzten die beiden Science-Fiction-Autoren Larry Niven und David Gerrold Asimov ein literarisches Denkmal: Ein Wissenschaftler muss mit seinem Raumschiff auf einem fremden Planeten notlanden. Mit Hilfe seines Übersetzungsgerätes verständigt er sich mit den humanoiden Intelligenzwesen dieses Planeten. Verwundert nimmt er zur Kenntnis, dass sie ihn Purpur nennen. Das Übersetzungsgerät gab seinen Namen mit Wie eine Farbe zwischen Purpur und Grau aus, eine Umschreibung für Malve. Im Englischen: As a mauve.
Auszeichnungen
Hugo Award
1963 Sonderpreis für das „Hinzufügen von Wissenschaft (Science) in die Science-Fiction“
1966 Sonderpreis für die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten: Foundation-Trilogie
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1992 Beste Erzählung für: Gold (Gold)
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
1996 Bester Roman für: Der galaktische General (The Mule) – Retro Hugo für das Jahr 1945
2016 Beste Kurzgeschichte für: Robbie (Robbie) – Retro Hugo für das Jahr 1940
2018 Beste Erzählung für Foundation – Retro Hugo für das Jahr 1942
Nebula Award
1972 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1987 Sonderpreis für sein Lebenswerk (Nebula Grand Master Award)
Locus Award
1973 Bester Roman für: Lunatico oder Die nächste Welt (The Gods Themselves)
1975 Beste neu aufgelegte Anthologie für: Before the Golden Age
1977 Beste Erzählung für: Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man)
1981 Bestes Sachbuch für: In Joy Still Felt: The Autobiography of Isaac Asimov, 1954–1978
1983 Bester Roman für: Auf der Suche nach der Erde (Foundation’s Edge)
1987 Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1995 Bestes Sachbuch für: I. Asimov: A Memoir
Weitere Auszeichnungen
1957 Thomas Alva Edison Foundation Award, für ein Buch über die chemischen Elemente
1960 Howard W. Blakeslee Award der American Heart Association, für ein Buch über Blutchemie
1965 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1965 James T. Grady-James H. Stack Award von der American Chemical Society für: Das Erklären von Chemie für die Allgemeinheit (Interpreting Chemistry for the Public)
1967 Edward E. Smith Memorial Award for Imaginative Fiction
1973 Ditmar Award / Australian Science Fiction Achievement Award für The Gods Themselves in der Kategorie „International Long Fiction“
1981 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (5020) Asimov
1987 Asimov's Readers' Poll für Robot Dreams als beste Kurzgeschichte
1993 Asimov's Readers' Poll für Cleon the Emperor als beste Erzählung
1996 Seiun Award – Beste Kurzgeschichte für: Robot Dreams
1997 Postume Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame
2008 First Fandom Hall of Fame Award
Nach Asimov ist außerdem ein Marskrater benannt, siehe Liste der Marskrater/A.
Bibliografie
Isaac Asimov war ungewöhnlich produktiv. Seine Arbeit umfasst mehr als 500 Werke, von denen eine ebenfalls dreistellige Zahl ins Deutsche übersetzt wurde. Die hier gezeigten Romantitel sind nur eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Werke. Zu einer umfassenderen Werkliste siehe die Bibliografie der Werke von Asimov.
Foundation-Zyklus
Imperium-Romane:
Pebble in the Sky (1950; deutsch: Radioaktiv…!)
The Stars, Like Dust (1951; deutsch: Sterne wie Staub)
The Currents of Space (1952; deutsch: Der fiebernde Planet)
Foundation-Trilogie:
Foundation (1951; deutsch: Der Tausendjahresplan)
Foundation and Empire (1952; deutsch: Der galaktische General)
Second Foundation (1953; deutsch: Alle Wege führen nach Trantor)
Roboter-Romane:
The Caves of Steel (1954; deutsch: Der Mann von drüben, auch als: Die Stahlhöhlen)
The Naked Sun (1957; deutsch: Die nackte Sonne)
The Robots of Dawn (1983; deutsch: Der Aufbruch zu den Sternen)
Robots and Empire (1985; deutsch: Das galaktische Imperium)
Fortsetzung der Foundation-Trilogie:
Foundation’s Edge (1982; deutsch: Die Suche nach der Erde)
Foundation and Earth (1986; deutsch: Die Rückkehr zur Erde)
Vorgeschichte der Foundation:
Prelude to Foundation (1988; deutsch: Die Rettung des Imperiums)
Forward the Foundation (1991; deutsch: Das Foundation-Projekt)
Lucky-Starr-Romane (als Paul French)
Lucky Starr, Space Ranger (1952; deutsch: Gift vom Mars)
Lucky Starr and the Pirates of the Asteroids (1953; deutsch: Flug durch die Sonne)
Lucky Starr and the Oceans of Venus (1954; deutsch: Im Ozean der Venus)
Lucky Starr and the Big Sun of Mercury (1956; deutsch: Im Licht der Merkur-Sonne)
Lucky Starr and the Moons of Jupiter (1957; deutsch: Auf den Monden des Jupiter)
Lucky Starr and the Rings of Saturn (1958; deutsch: Die Ringe des Saturn)
Einzelromane
The End of Eternity (1955; deutsch: Am Ende der Ewigkeit)
Fantastic Voyage (1966; deutsch: Die phantastische Reise)
The Gods Themselves (1972; deutsch: Lunatico oder Die nächste Welt)
Fantastic Voyage II: Destination Brain (1987; deutsch: Doktor Schapirows Gehirn)
Nemesis (1989; deutsch: Nemesis)
mit Robert Silverberg: Nightfall (1990; deutsch: Einbruch der Nacht)
mit Robert Silverberg: Child of Time (1991; deutsch: Kind der Zeit)
Literatur
Biografien und Monografien
Hans Joachim Alpers, Harald Pusch (Hrsg.): Isaac Asimov – der Tausendjahresplaner. (= Edition Futurum. Band 2). Corian Verlag, Meitingen 1984, ISBN 3-89048-202-3.
Janet Jeppson Asimov: Notes for a Memoir: On Isaac Asimov, Life, and Writing. Prometheus Books, Amherst, New York 2006, ISBN 1-59102-405-6.
Carl Freedman: Conversations with Isaac Asimov. University Press of Mississippi, Jackson, Mississippi 2005, ISBN 1-57806-738-3.
James Gunn: Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. 2. erw. Auflage. Scarecrow Press, Lanham, Maryland / London 1996, ISBN 0-8108-3129-5.
Joseph D. Olander, Martin H. Greenberg (Hrsg.): Isaac Asimov. Harris, Edinburgh 1977, ISBN 0-904505-40-5.
Donald E. Palumbo: An Asimov Companion: Characters, Places and Terms in the Robot/Empire/Foundation Metaseries. McFarland and Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9823-9.
Joseph F. Patrouch: The Science Fiction of Isaac Asimov. Doubleday, Garden City, N.Y.1977, ISBN 0-385-08696-2.
William F. Touponce: Isaac Asimov. Twayne Publishers, Boston 1991, ISBN 0-8057-7623-0.
Michael White: Isaac Asimov: A Life of the Grand Master of Science Fiction. Carroll & Graf Publishers, 2005, ISBN 0-7867-1518-9.
Richard Wagner-Glass: Das größte Märchen aller Zeiten. Die Roboter/Foundation-Saga von Isaac Asimov. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-53379-0, S. 155–170.
Lexika
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn: Reclams Science-fiction-Führer. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6, S. 20–24.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1991, ISBN 3-453-02453-2, S. 186–190.
Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg M. Munsonius, Hermann Urbanek: Lexikon der Fantasy-Literatur. Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6, S. 48.
Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 627 (biographischer Eintrag zu Asimov am Ende des Buches).
John Clute, Malcolm Edwards: Asimov, Isaac. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), 24. Juli 2017, abgerufen am 1. November 2017.
Don D’Ammassa: Encyclopedia of Science Fiction. Facts On File, New York 2005, ISBN 0-8160-5924-1, S. 17–19.
Don D’Ammassa: Asimov, Isaac. In: Noelle Watson, Paul E. Schellinger: Twentieth-Century Science-Fiction Writers. St. James Press, Chicago 1991, ISBN 1-55862-111-3, S. 18–25.
Donald M. Hassler: Asimov, Isaac. In: James Gunn: The New Encyclopedia of Science Fiction. Viking, New York u. a. 1988, ISBN 0-670-81041-X, S. 28–30.
George Mann: The Mammoth Encyclopedia of Science Fiction. Robinson, London 2001, ISBN 1-84119-177-9, S. 44–48.
Robert Reginald: Science Fiction and Fantasy Literature. A Checklist, 1700–1974 with Contemporary Science Fiction Authors II. Gale, Detroit 1979, ISBN 0-8103-1051-1, S. 802.
Robert Reginald: Contemporary Science Fiction Authors. Arno Press, New York 1974, ISBN 0-405-06332-6, S. 10 f.
Donald H. Tuck: The Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy through 1968. Advent, Chicago 1974, ISBN 0-911682-20-1, S. 20–23.
Weblinks
Homepage (englisch)
Isaac Asimov in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)
Isaac Asimov in der Fancyclopedia 3 (englisch)
Isaac Asimov Fantastic Fiction Bibliographie (englisch)
Isaac Asimov, Texte auf Free Speculative Fiction Online
Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ
Biographie und Bibliographie mit vielen Rezensionen auf fictionfantasy
Isaac Asimov auf Goodreads.com (englisch)
Sci-Fi-Autor Asimov. Ein Leben für die Zukunft bei einestages
Rezensionen
Besprechungen im Corona Magazine:
Die Stahlhöhlen (Heyne 2004, enthält „Die Stahlhöhlen“ und „Die nackte Sonne“)
Der Aufbruch zu den Sternen (Heyne 2005)
Das Galaktische Imperium (Heyne 2005)
Einzelnachweise
Biochemiker
Autor
Herausgeber
Hochschullehrer (Boston University)
Literatur (20. Jahrhundert)
Literatur (Englisch)
Literatur (Vereinigte Staaten)
Science-Fiction-Literatur
Kriminalliteratur
Sachliteratur
Roman, Epik
Kurzgeschichte
Erzählung
Essay
Lyrik
Science Fiction Hall of Fame
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Träger des Hugo Awards
Träger des Nebula Awards
Träger des Locus Awards
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Person als Namensgeber für einen Marskrater
Russe
US-Amerikaner
Geboren 1920
Gestorben 1992
Mann | Reply Tom on January 11, 2017 at 12:11 pm said:
hoppla. flasch gepasted 😉 http://dx.doi.org/10.1006/appe.1998.0185
Reply Geronymo on January 11, 2017 at 6:54 pm said:
Reply Pingback: Ist die Zeit des Lesens vorbei? – Achtung, Pflanzenfresser!
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q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
Christoph Arndt: Information Measures, Information and its Description in Science and Engineering (Springer Series: Signals and Communication Technology), 2004, ISBN 978-3-540-40855-0, springer.com
Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
William Poundstone: Die Formel des Glücks
Weblinks
Kybernetik
Kognitionswissenschaft | Project Publications | Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya
DIEHR, F., S. GRONEMEYER, C. M. PRAGER, E. WAGNER, K. DIEDERICHS, M. BRODHUN & U. SIKORA
Modellierung von Entzifferungshypothesen in einem digitalen Zeichenkatalog für die Maya-Schrift. Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften / Sonderband 4. 10.17175/sb004_002
DIEHR, F., S.GRONEMEYER, E. WAGNER, C. M. PRAGER, K. DIEDERICHS, U. SIKORA, M. BRODHUN & N. GRUBE
Modelling Vagueness – A Criteria-based System for the Qualitative Assessment of Reading Proposals for the Deciphering of Classic Mayan Hieroglyphs, in Piotrowski, M. (ed.) Proceedings of the Workshop on Computational Methods in the Humanities 2018 (CEUR Workshop Proceedings, 2314): 33-44. Lausanne: Université de Lausanne.
PRAGER, C. M., S. GRONEMEYER, E. WAGNER & C. J. LETCHER LAZO (eds.)
Documentación digital 3D de monumentos mayas del Museo Nacional de Arqueología y Etnología, Guatemala: Informe final, temporada enero – abril 2017. Guatemala City: Ministerio de Cultura y Deportes de Guatemala.
PRAGER, C.M. & E. WAGNER (eds.)
Jahrbuch · Year Book · Anuario 2016 – 2017: Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya, Arbeitsstelle der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Norderstedt: Books On Demand.
DIEHR, F., M. BRODHUN, S. GRONEMEYER, K. DIEDERICHS, C. M. PRAGER, E. WAGNER & N. GRUBE
Ein digitaler Zeichenkatalog als Organisationssystem für die noch nicht entzifferte Schrift der Klassischen Maya, in Wartena, C., M. Franke-Meyer & E. De Luca (eds.) Proceedings of the 15th Conference on Knowledge Organization WissOrg’17: 37-43. Berlin: Freie Universität Berlin. 10.17169/FUDOCS_document_000000028863
The Forms of Glyph X of the Lunar Series. Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Research Note 9. 10.20376/IDIOM-23665556.18.rn009.en
GRUBE, N., C. M. PRAGER, K. DIEDERICHS, S. GRONEMEYER, A. GROTHE, C. TAMIGNAUX, E. WAGNER, M. BRODHUN & F. DIEHR
Jahresbericht 2017. Electronic document, Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Project Report 5 | DE. 10.20376/IDIOM-23665556.18.pr005.de.
Annual Report 2017. Electronic document, Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Project Report 5 | EN. 10.20376/IDIOM-23665556.18.pr005.en.
PRAGER, C. M.
The Signs 740 and 812 for SIH “Gift”: Representation and Meaning in the Maya Codices. Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Research Note 10. 10.20376/IDIOM-23665556.18.rn010.en
PRAGER, C. M. & S. GRONEMEYER
Neue Ergebnisse in der Erforschung der Graphemik und Graphetik des Klassischen Maya, in Gülden, S. A., K. V. J. van der Moezel & U. Verhoeven-van Elsbergen (eds.) Ägyptologische “Binsen”-Weisheiten III: Formen und Funktionen von Zeichenliste und Paläographie (Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Abhandlungen der Geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse, 15): 135–181. Stuttgart: Franz Steiner Verlag.
PRAGER, C. M., N.GRUBE, M: BRODHUN, K. DIEDERICHS, F. DIEHR, S. GRONEMEYER & E. WAGNER
The Digital Exploration of Maya Hieroglyphic Writing and Language, in Rossi I. & A. De Santis (eds.) Crossing Experiences in Digital Epigraphy: From Practice to Discipline: 65–83. Berlin & Warsaw: De Gruyter Open. 10.1515/9783110607208-006
DIEDERICHS, K., S. GRONEMEYER, C. M. PRAGER, E. WAGNER, F. DIEHR, M. BRODHUN & N. GRUBE
A Virtual Research Environment to Document and Analyze Non-alphabetic Writing Systems: A Case Study for Maya Writing, in Orlandi, S. R. Santucci, F. Mambrini & P. M. Liuzzo (eds.) Digital and Traditional Epigraphy in Context: Proceedings of the EAGLE 2016 International Conference (Studi Umanistici, Serie Antichistica 36): 233-246. Rome: Sapienza Università Editrice.
Modellierung eines digitalen Zeichenkatalogs für die Hieroglyphen des Klassischen Maya, in Eibl, M. & M. Gaedke (eds.) Informatik 2017 (Lecture Notes in Informatics, 275): 1185-1196. Bonn: Gesellschaft für Informatik. 10.18420/in2017_120
FELDMANN, F., B. BOGACZ, C. M. PRAGER & H. MARA
Histogram of Oriented Gradients for Maya Glyph Retrieval, in Fellner, D. (ed.) GCH 2017 Eurographics Workshop on Graphics and Cultural Heritage: 115-118. Goslar, Eurographics Association. 10.2312/gch.20171301
GRUBE, N. & O. Q. ESPARZA OLGUÍN
Two Captives from Uxul. Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Research Note 6. 10.20376/IDIOM-23665556.17.pr006.en
GRUBE, N., C. M. Prager, K. DIEDERICHS, S. GRONEMEYER, E. WAGNER, M. BRODHUN & F. DIEHR
Meilensteinbericht 2014-2016. Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Project Report 4 | DE. 10.20376/IDIOM-23665556.17.pr004.de
Milestone Report 2014-2016. Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Project Report 4 | EN. 10.20376/IDIOM-23665556.17.pr004.en
PRAGER, C. M. & E. WAGNER
Historical Implications of the Early Classic Hieroglyphic Text CPN 3033 on the Sculptured Step of Structure 10L-11-Sub-12 at Copan. Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Research Note 7. 10.20376/IDIOM-23665556.17.rn007.en
Jun Yop Ixiim – Another Appellative for the Ancient Maya Maize God. Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Research Note 8. 10.20376/IDIOM-23665556.17.rn008.en
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Textos jeroglíficos de Tamarindito, in M. Eberl & C.M. Vela González (eds.) Entre reyes y campesinos: investigaciones recientes en la antigua capital maya de Tamarindito (Paris Monographs in American Archaeology, 45): 107-22. Oxford: Archaeopress.
Filling the Grid? More Evidence for the <t’a> Syllabogram. Electronic document, Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Research Note 4. 10.20376/IDIOM-23665556.16.rn004.en.
The Logogram JALAM. Electronic document, Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Research Note 3. 10.20376/IDIOM-23665556.16.rn003.en.
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A Possible Logograph XAN “Palm” in Maya Writing. Electronic document, Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Research Note 5. 10.20376/IDIOM-23665556.16.rn005.en.
VELA GONZÁLEZ, C.M., S. LEVITHOL, A. DÍAZ, S. GRONEMEYER & M. EBERL
Excavaciones extensivas, in M. Eberl & C.M. Vela González (eds.) Entre reyes y campesinos: investigaciones recientes en la antigua capital maya de Tamarindito (Paris Monographs in American Archaeology, 45): 79-106. Oxford: Archaeopress.
VELA GONZÁLEZ, C.M., S. LEVITHOL, L. VELÁSQUEZ, A. DÍAZ, J.M. PALOMO, S. GRONEMEYER & M. EBERL
Excavaciones de pozos de sondeo, in M. Eberl & C.M. Vela González (eds.) Entre reyes y campesinos: investigaciones recientes en la antigua capital maya de Tamarindito (Paris Monographs in American Archaeology, 45): 21-77. Oxford: Archaeopress.
Unsere „Open Science“-Strategie. Electronic document, Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Working Paper 1 | DE. 10.20376/IDIOM-23665556.15.wp001.de.
Our “Open Science” Strategy. Electronic document, Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Working Paper 1 | EN. 10.20376/IDIOM-23665556.15.wp001.en.
Class Struggle: Towards a Better Understanding of Maya Writing Using Comparative Graphematics, in H. Kettunen & C. Helmke (eds.) On Methods: How We Know What We Think We Know about the Maya. Proceedings of the 17th European Maya Conference, 2012 (Acta Mesoamericana, 28): 101–17. Markt Schwaben: Verlag Anton Saurwein.
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Evaluating the Digital Documentation Process from 3D Scan to Drawing. Electronic document, Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Working Paper 2. 10.20376/IDIOM-23665556.15.wp002.en.
Ein TEI-Metadatenschema für die Auszeichnung des Klassischen Maya. Electronic document, Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Working Paper 3 | DE. 10.20376/IDIOM-23665556.15.wp003.de.
The Creation of a TEI Metadata Schema for Cataloging Classic Mayan Texts. Electronic document, Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Working Paper 3 | EN. 10.20376/IDIOM-23665556.15.wp003.en.
Das Textdatenbank- und Wörterbuchprojekt des Klassischen Maya: Möglichkeiten und Herausforderungen digitaler Epigraphik, in H. Neuroth, A. Rapp, & S. Söring (eds.) TextGrid: Von der Community – für die Community: Eine Virtuelle Forschungsumgebung für die Geisteswissenschaften: 105–24. Glückstadt: Werner Hülsbusch. 10.3249/webdoc-3947
PRAGER, C.M., S. GRONEMEYER & E. WAGNER
A Ceramic Vessel of Unknown Provenance in Bonn. Electronic document, Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Research Note 1. 10.20376/IDIOM-23665556.15.rn001.en
SACHSE, F. & M. DÜRR
Morphological Glossing of Mayan Languages under XML: Preliminary Results. Electronic document, Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Working Paper 4. 10.20376/IDIOM-23665556.15.wp004.en.
WAGNER, E., S. GRONEMEYER & C. M. PRAGER.
Tz’atz’ Nah, a “New“ Term in the Classic Mayan Lexicon. Electronic document, Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Research Note 2. 10.20376/IDIOM-23665556.15.rn002.en
Mayan Database [RDF-Inputmask in CoffeeScript], Available at http://git.projects.gwdg.de/mayandatabase.git.
BRODHUN, M., H. RIEBL & M. RODZIS
tgFormsMayaImpl [RDF-Inputmask Framework in CoffeeScript], Available at https://projects.gwdg.de/projects/tgformsmayaimpl.
E pluribus unum: Embracing Vernacular Influences in Classic Mayan Scribal Tradition, in C. Helmke & F. Sachse (eds.), A Celebration of the Life and Work of Pierre Robert Colas (Acta Mesoamericana, 27): 147-62. München: Verlag Anton Saurwein.
GRUBE, N. & K. DELVENDAHL
The Monuments of the 8 Ajaw House: New Evidence on the Calakmul-Uxul Relationship, in C. Helmke & F. Sachse (eds.), A Celebration of the Life and Work of Pierre Robert Colas (Acta Mesoamericana, 27): 75-95. München: Verlag Anton Saurwein.
GRUBE, N. & C. A. LUIN
A drum altar from the vicinity of Yaxchilan. Mexicon XXXVI (2): 40-48.
GRUBE, N., C. M. PRAGER, K. DIEDERICHS, S. GRONEMEYER, E. WAGNER, M. BRODHUN, F. DIEHR & P. MAIER
Jahresabschlussbericht 2014. Electronic document, Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Project Report 2 | DE. 10.20376/IDIOM-23665556.14.pr002.de.
Annual Report 2014. Electronic document, Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Project Report 2 | EN. 10.20376/IDIOM-23665556.14.pr002.en.
A Preliminary Inventory of the Karl Herbert Mayer Photographic Collection, Graz. Electronic document, Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya Project Report 1. 10.20376/IDIOM-23665556.14.pr001.en.
The Sculptured Frieze of Structure A-6-2nd, Xunantunich, Belize: A Preliminary Iconographic Analysis, in C. Helmke & F. Sachse (eds.), A Celebration of the Life and Work of Pierre Robert Colas (Acta Mesoamericana, 27): 97-146. München: Verlag Anton Saurwein.
Paper: La exploración digital de la escritura jeroglífica maya y su lengua. Conference: XXXIII Simposio de Investigaciones Arqueológicas en Guatemala (Guatemala City)
Paper: La exploración digital de la escritura jeroglífica maya y su lengua. Conference: XI Congreso Internacional de Mayistas (Chetumal)
Paper: Interlinked! The TEI-XML Markup of Maya Hieroglyphic Texts Aided by a Digital Sign Catalogue. Conference: Las Américas: Futuro hoy / ayer / mañana (Bonn)
Paper: Reading Ancient Maya Hieroglyphic Books. Conference: Navigating the Text: Textual Articulation and Division Across Cultures (Oxford)
Paper: What’s in a Sign? Unbridled Aesthetics and Calligraphic Constraints in Classic Maya Palaeography. Workshop: Diversity of Writing Systems: Embracing Multiple Perspectives (Cambridge)
Paper: Interlinked! Schriftzeugnisse der klassischen Mayakultur im Spannungsfeld zwischen Standoff- und Inline-Markup in TEI-XML. Conference: Jahrestagung Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (Frankfurt)
Paper: Jadescheibe oder Kreis – Reflexion über manuelle und automatisierte Erkennung von Schriftzeichen der vorspanischen Mayakultur. Conference: Jahrestagung Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (Frankfurt)
Paper: Visual-Iconographic Dimension of Maya Hieroglyphic Writing: Meanings Beyond the Surface. Conference: Exploring the Social and Cultural Contexts of Historic Writing Systems (Cambridge)
Paper: Of Graphs and Dates: Modelling and Processing Maya Calendar Dates in the Project „Text Database and Dictionary of Classic Mayan“. Workshop: Non-Gregorian Calendar Dates in Digitial Humanities (Heidelberg)
Paper: Maya-Schrift in 3D – Digitalisate im Wörterbuch. Workshop: Herausforderungen bei der Analyse von Alten Schriften im Digitalen Zeitalter (Heidelberg)
Presentation: 3D-Streifenlichtscannen im Projekt „Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya“. Event: MINT-Aktionstag (Cologne)
Paper: Domänenbezogene digitale Publikationsstrategien in vernetzter Datenstruktur heterogener Datentypen aus der Maya-Forschung. Workshop: Digitale Publikationsformen (Leipzig)
Paper: Organising the Unknown: A Concept for the Sign Classification of not yet (Fully) Deciphered Writing Systems Exemplified by a Digital Sign Catalogue for Maya Hieroglyphs. Conference: Digital Humanities 2018: Puentes / Bridges (Mexico City)
Exhibition column. Event: Akademientag 2018 (Berlin)
Paper: Modelling Vagueness – A Criteria-Based System for the Qualitative Assessment of Reading Proposals for the Deciphering of Classic Mayan Hieroglyphs. Workshop: Workshop on Computational Methods in the Humanities (Lausanne)
Presentation: Scanner, Laser und Geleherte: Die Maya in einem neuen Licht. Event: Dies Academicus der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität (Bonn)
Paper: Vagheit hoch Zweifel plus Kritik! Die Bewertung von Widersprüchen in einer digitalen Entzifferungsarbeit der Maya-Hieroglyphen. Conference: Jahrestagung Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (Cologne)
Paper: Digital Research into Classic Mayan at the Bonn Maya Dictionary Project: A Blueprint for the Documentation and Analysis of Complex Writing Systems?. Conference: XXI. Mesoamerikanistik-Tagung (Munich)
Paper: Modellierung unsicherer Lesungen in einem digitalen Zeichenkatalog für die Schrift der Klassischen Maya. Conference: „Die Modellierung des Zweifels“: Schlüsselideen und -konzepte zur graphbasierten Modellierung von Unsicherheiten (Mainz)
Presentation: Text Database and Dictionory of Classic Mayan. Workshop: 3rd Annual Workshop of the Text Database and Dictionary of Classic Mayan Project (Bonn)
Paper: Ein digitaler Zeichenkatalog als Organisationssystem für die noch nicht entzifferte Schrift der Klassischen Maya. Conference: Wissensorganisation ‘17 – Knowledge Organization for Digital Humanities (Berlin)
Paper: Old Casts in a New Light: 19th Century Plaster Casts of Classic Maya Artefacts as Cultural Heritage and Efforts Towards their Digital Preservation and Analysis. Conference: 3D Imaging in Cultural Heritage (London)
Paper: Digitale Erforschung des Klassischen Maya im Bonner Mayawörterbuch-Projekt: eine Blaupause für die moderne Epigraphie?. Workshop: Humanities Research Data – Methods for Digital Collection, Processing, and Presentation (Mainz)
Paper: Maya Hieroglyphic Writing and its Digital Exploration: The Bonn Classic Mayan Dictionary Project. Workshop: Visible Words: Digital Epigraphy in a Global Perspective & Epidoc Editing Workshop (Providence, RI)
Paper: Modellierung eines digitalen Zeichenkatalogs für die Hieroglyphen des Klassischen Maya – Ein neues Konzept zur Klassifikation von Schriftzeichen sowie der qualitativen Bewertung und Einstufung von Entzifferungshypothesen. Conference: Modelling Questions in the Digital Humanities (Chemnitz)
Paper: Cracking the Code: An Ontological Interlinked Working Environment for the Analysis of Classic Mayan Language and Script. Conference: Digital Cultural Heritage DCH2017 (Berlin)
Presentation: Entzifferung der Mayahieroglyphen im digitalen Zeitalter: Herausforderungen, Methoden, Ergebnisse. Seminar: Digital Humanities Colloquium of the University of Cologne, Summer Semester 2017 (Cologne)
Presentation: Mayahieroglyphen im digitalen Zeitalter: Das Bonner Mayawörterbuch-Projekt. Lecture series: Latin American Perspectives (Bonn)
Paper: Nachnutzungs- und Nachhaltigkeitsstrategien im Projekt Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya. Conference: Jahrestagung Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (Bern)
Paper: Zeichen, Grapheme, Varianten und Metadaten: ein digitaler Zeichenkatalog des Maya. Conference: XX. Mesoamerikanistik-Tagung (Bonn)
Paper: Of Codes, Glyphs and Kings: Tasks, Limits and Approaches in the Encoding of Classic Maya Hieroglyphic Inscriptions. Seminar: Digital Classicist: Digitale Methoden in den Altertumswissenschaften. (Berlin)
Paper: Edificios como reliquias ancestrales. Un caso de Copán, Honduras. Conference: 1o Congreso Internacional de Arquitectura e Iconografía Precolumbina (Valencia)
Paper: Of Codes, Glyphs, and Kings: Tasks, Limits, and Approaches in the Encoding of Classic Maya Hieroglyphic Inscriptions. Conference: ESTS 2016 / DiXiT 3: Digital Scholarly Editing: Theory, Practice, Methods (Antwerp)
Paper: Of Codes and Kings: Approaches in the Encoding of Classic Maya Hieroglyphic Inscriptions. Conference: FORGE 2016 Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften (Hamburg)
Exhibition column. Event: Akademientag 2016 (Hamburg)
Paper: Graphemik des Klassischen Maya. Conference: Ägyptologische ‚Binsen‘-Weisheiten III: Formen und Funktionen von Edition und Paläographie altägyptischer Kursivschriften (Mainz)
Presentation: Die Maya im digitalen Zeitalter. Event: Museum der Kulturen (Basel)
Paper: A Virtual Research Environment to Document and Analize Non- Alphabetic Writing. Conference: EAGLE2016 International Conference on Digital and Traditional Epigraphy in Context (Rome)
Paper: Digitale Epigraphik – Die Erforschung der Hieroglyphentexte und Bildbotschaften der Maya in der Virtuellen Forschungsumgebung TextGrid. Conference: XIX. Mesoamerikanisten-Tagung (Berlin)
Presentation: The Text Database and Dictionary of Classic Mayan Project. Workshop: 2nd Annual Workshop of the Text Database and Dictionary of Classic Mayan Project (Bonn)
Paper: Digital Epigraphy – The Text Database and Dictionary of Classic Mayan Project. Conference: 20th European Maya Conference (Bonn)
Presentation: Maya Hieroglyphic Writing. Workshop: Digitale Epigraphik: XML/TEI und EpiDoc für die epigraphische Forschung zu nicht-alphabetischen Schriftsystemen (Bonn)
Paper: Dokumentation, Analyse und Edition der Hieroglyphentexte der Klassischen Maya in der virtuellen Forschungsumgebung TextGrid. Conference: Digitale Metamorphose: Digital Humanities und Editionswissenschaft (Wolfenbüttel)
Paper: Digitale Epigraphik am Beispiel des Wörterbuchs des Klassischen Maya. Workshop: Digital Humanities Bilder (Bonn)
Paper: Dokumentation, Analyse und Edition der Hieroglyphentexte der Klassischen Maya in der virtuellen Forschungsumgebung TextGrid. Workshop: Digitales Arbeiten in den Geisteswissenschaften ermöglichen! (Göttingen)
Paper: Dokumentation, Analyse und Edition der Hieroglyphentexte der Klassischen Maya in der Virtuellen Forschungsumgebung TextGrid. Workshop: Historische Semantik und Semantic Web (Heidelberg)
Exhibition column. Event: Tag des offenen Denkmals at the AWK-NRW (Düsseldorf)
Paper: Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya (Projektvorstellung). Event: Digital Humanities (Bonn)
Paper: Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya. Workshop: Abschluss Verbundprojekt MayaArch3D (Bonn)
Exhibition column. Event: Akademientag 2015 (Berlin)
Paper: Open Access vs. Copyright im Projekt ‘Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya’. Workshop: Urheberrecht und Open Access in den digitalen Geisteswissenschaften (Göttingen)
Paper: Text Database and Dictionary of Classic Mayan: Some Examples of the Classic Mayan Writing system, of Inscriptions, and Steps of Analysis. Workshop: Epidoc (London)
Paper: Text Database and Dictionary of Classic Mayan. Workshop: Semantic Web Applications in the Humanities (Göttingen)
Poster: Text Database and Dictionary of Classic Mayan. Conference: Digital Humanities Summit (Berlin)
Paper: Text – Bild – Inschrift: Hieroglyphenschrift und Sprachen der Maya annotieren. Conference: Jahrestagung Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (Graz)
Paper: Epigraphische Texte und Objekte im Projekt „Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya”. Workshop: TextGrid-Nutzertreffen ‘Norm-und Metadaten’ (Essen)
Presentation: Text Database and Dictionary of Classic Mayan. Workshop: 1st Annual Workshop of the Text Database and Dictionary of Classic Mayan Project (Düsseldorf)
Exhibition Column. Event: Die Projekte der AWK-NRW im Landtag (Düsseldorf)
Papers: 1) Ziele und Aufgaben des Wörterbuchprojektes IDIOM, 2) Konzept, Umsetzung und Forschungsstrategie des Wörterbuchprojektes IDIOM, 3) Paläographie und Ikonologie im Rahmen des Wörterbuchprojektes IDIOM. Conference: XVII. Mesoamerikanisten-Tagung (Basel) | de |
q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
Christoph Arndt: Information Measures, Information and its Description in Science and Engineering (Springer Series: Signals and Communication Technology), 2004, ISBN 978-3-540-40855-0, springer.com
Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
William Poundstone: Die Formel des Glücks
Weblinks
Kybernetik
Kognitionswissenschaft | Aufruf: Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle! | Nachdenken in München
← Die neoliberale Invasion Offener Brief an den Kanzlerkandidaten der SPD, Martin Schulz → | de |
q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
Christoph Arndt: Information Measures, Information and its Description in Science and Engineering (Springer Series: Signals and Communication Technology), 2004, ISBN 978-3-540-40855-0, springer.com
Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
William Poundstone: Die Formel des Glücks
Weblinks
Kybernetik
Kognitionswissenschaft | 9781841810096 - Farrer-Halls, Gill - Buddha Pack
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Farrer-Halls, Gill:Buddha Pack - neues Buch 2003, ISBN: 1841810096
ID: 9781841810096 Internationaler Buchtitel. In englischer Sprache. Verlag: GODSFIELD PRESS, L=212mm, B=175mm, H=51mm, Gew.=776gr, Kartoniert/Broschiert Buchgeier.comLieferbar binnen 4-6 Wochen Versandkosten:Versandkostenfrei innerhalb der BRDDetails... (*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
Buddha Pack
Detailangaben zum Buch - Buddha Pack
EAN (ISBN-13): 9781841810096ISBN (ISBN-10): 1841810096Erscheinungsjahr: 2003Herausgeber: GODSFIELD PRESSGewicht: 0,776 kgSprache: eng/Englisch
Buch in der Datenbank seit 03.11.2007 20:12:50Buch zuletzt gefunden am 12.03.2010 08:04:09ISBN/EAN: 9781841810096 ISBN - alternative Schreibweisen: 1-84181-009-6, 978-1-84181-009-6
"how behave", von "craze richard" (184181010X)"The Intuition Pack", von "Craig Hamilton-Parker" (184181007X)"Encyclopedia of Spirituality. Spiritual Inspiration to Transform your Life", von "Freke, Timothy" (1841810118)"Illustrated Guide to Crystals", von "Hall, Judy" (1841810061)"illustrated guide dreams", von "mallon" (1841810053)"The Practical Guide to Magnet Therapy", von "Peter Rose" (1841810045) © 2017 Eurobuch | eurobuch.com ist ein Unternehmen der Mediantis Corp. | zur Mobilversion | de |
q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
Christoph Arndt: Information Measures, Information and its Description in Science and Engineering (Springer Series: Signals and Communication Technology), 2004, ISBN 978-3-540-40855-0, springer.com
Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
William Poundstone: Die Formel des Glücks
Weblinks
Kybernetik
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1 Duale Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim Fakultät Wirtschaft übersicht Studiengang BWL Studienrichtung SPEDITION, TRANSPORT und LOGISTIK Stand:2 Allgemeine Betriebswirtschaftslehre ABWL I: BWL-Grundlagen Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre Gegenstand und Geschichte der BWL Betriebswirtschaftliche Forschungskonzeptionen Methoden der BWL Erfahrungs- und Erkenntnisobjekt Unternehmen und Umwelt Konstitutive Entscheidungen (z.b. Standort- und Rechtsformwahl) Wertschöpfung im Leistungs- und Führungsprozess Dienstleistung und Produktion Überblick: Einkauf/Disposition, Waren-/Materialwirtschaft, Logistik (Ziele, Begriffe, Organisation) Aufgaben und Konzepte von Beschaffung/Einkauf Fertigungsplanung und Konzepte der Fertigungssteuerung Arten der Lagerung und Kommissionierung, Transport und Warenverteilung Charakteristika des Produktes Dienstleistung Aspekte der Dienstleistungserstellung ABWL II-I: Kosten- und Leistungsrechnung Produktions- und kostentheoretische Grundlagen Kostenarten-, Kostenstellenund Kostenträgerrechnung Voll- und Teilkostenrechnung Betriebsergebnisrechnung Entscheidungen mit Kostenrechnungsdaten Ansätze der Prozesskostenrechnung ABWL II-II: Marketing Verhaltenswissenschaftliche Grundlagen Marktforschung Marketing- Instrumente Marketing-Mix Marketingplanung und Marketingkontrolle Lehrveranstaltung 3 ABWL III: Rechnungswesen I Bilanzierung Jahresabschluss (Ziele und Aufgaben) Verhältnis von Handels- und Steuerbilanz bilanzielle Rechtsgrundlagen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung Ausweis-, Ansatz- und Bewertungsvorschriften: Pflichten, Verbote, Wahlrechte Vergleichende Darstellung der entsprechenden Merkmale und Regelungen nach IAS/IFRS Grundlagen der Jahresabschlussanalyse Unternehmensbesteuerung Steuersystem Besteuerungsverfahren Steuerarten: Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer Besteuerungswirkungen ausgewählter betrieblicher Entscheidungen Europäische Steuerharmonisierung Investition und Finanzierung Betrieblichen Finanzwirtschaft (Ziele und Aufgaben) Finanzmärkte und Finanzinstitutionen Finanzierungsarten und Finanzierungsquellen Finanz- und Liquiditätsplanung Grundlagen der Investitionsplanung Verfahren der Investitionsrechnung ABWL IV: Organisation und Personal Organisation und Projektmanagement Organisationstheorie und Organisationspraxis Formen der Aufbauorganisation Formen der Ablauforganisation Neuere Entwicklungen der Unternehmensorganisation (z.b. Netzwerkorganisation) Projektmanagement Personalwirtschaft Aufgaben, Ziele und Funktionsbereiche der Personalwirtschaft Entwicklungstendenzen in der Personalpolitik Personalbedarfsplanung Personalmarketing / Personalbeschaffung / Personalabbau Personalentwicklung Personaleinsatz und -verwaltung Entlohnung und betriebliche Sozialpolitik Personalcontrolling 23 ABWL V: Rechnungswesen II Finanzmanagement Ausgewählte Instrumente des Finanz- und Risikocontrollings Cash Management - Finanzwirtschaft und Unternehmenszusammenschlüsse Außenhandelsgeschäfte - Grundlagen der Außenhandelsfinanzierung kapitalmarktorientierte Informationssysteme Bilanzanalyse Ziele und Grenzen der Bilanzanalyse - Quantitative Bilanzanalyse (finanz- /erfolgswirtschaftliche Kennzahlen einschl. Erfolgsspaltung) Kennzahlensysteme Cash-flow-Analyse Kapitalflussrechnung Segmentberichterstattung Wertorientierte Bilanzanalyse Qualitative Bilanzanalyse (Anhangsangaben, Lagebericht einschl. Risikobericht) Lehrveranstaltung 3 Konzernrechnungslegung Konzernabschluss (Grundlagen und Zwecke) Konsolidierungsverfahren Konzernanhang und Konzernlagebericht wesentliche Unterschiede von HGB und IAS/IFRS Lehrveranstaltung 3 ABWL VI: Führung Mitarbeiterführung Personalführungsinstrumente und -systeme Personalbewertungsinstrumente und -systeme Motivation Qualifizierung / Weiterbildung Mitarbeiterbindung Employability / Selbstverantwortung Kommunikation Konfliktmanagement Unternehmenskultur Unternehmensführung Strategische Unternehmensführung Frühwarnsysteme gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmung Informationsmanagement Prognosemodelle Controlling Führen mit Kennzahlen Operation Research Planungs- und Kontrollinstrumente Grundlagen des Wissensmanagements Integrative Managementsysteme Kritische Diskussion vorhandener integrativer Managementsysteme, wie z.b. Prozessmanagement Qualitätsmanagement St. Gallener Management Grundlagen des Change Management 34 Volkswirtschaftslehre VWL I: Mikroökonomie Einführung, Mikroökonomie I Grundbegriffe der VWL Inhalte, Abgrenzung und Methoden der VWL Einführung in die volkswirtschaftliche Dogmengeschichte Wirtschaftssysteme Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland Einführung in die Mikroökonomik Theorie des Haushalts Mikroökonomie II Theorie der Unternehmung: Produktion, Kosten, Angebot Marktabgrenzung Marktbeziehungen Marktformen Preisbildung im Polypol, Monopol und Oligopol Faktormärkte Marktunvollkommenheiten Wirkungen staatlicher Eingriffe Wettbewerbstheorie Wettbewerbspolitik VWL II: Makroökonomie Makroökonomie Kreislaufanalyse, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Zahlungsbilanz Analyse des Gütermarktes Analyse des Geldmarktes IS-LM Modell stabilisierungspolitische Wirkungen der Fiskal- und Geldpolitik Analyse des Arbeitsmarktes Konjunkturtheorien in klassischen Modellen Wachstum und technischer Fortschritt Geld und Währung Monetäre Grundbegriffe Geldnachfrage- und Geldangebotstheorie Inflation Grundlagen der Geldpolitik Geldpolitik der Europäischen Zentralbank Theorie der Wechselkurse Devisenmarkt Internationale Währungsordnung VWL III: Wirtschaftspolitik Wirtschaftspolitik I Einführung in die Wirtschaftspolitik Werturteilsproblematik, Zielanalyse (Beschäftigung, Preisniveau, Wachstum, außenwirtschaftliches Gleichgewicht, Umwelt, Verteilung) Angebots- und Nachfragesteuerung Mittelanalyse Trägeranalyse Wirtschaftspolitik II Systeme der sozialen Sicherung in Deutschland mit Schwerpunkt Altersversorgung und Gesundheitswesen Sozialbudget und langfristige Finanzierungsprobleme Verteilungsbegriffe und -maße Empirische Einkommens- und Vermögensverteilung Grundlegende Verteilungstheorien Ansatzpunkte der Verteilungspolitik (Steuern und Transfers) Globalisierung Politische Ökonomie 45 Recht Recht I: Bürgerliches Recht Grundlagen des Rechts, Bürgerliches Recht I Überblick über das Rechtsystem und die Rechtgebiete Juristische Arbeitstechniken Einführung in das BGB Natürlich und juristische Personen Rechtsgeschäfte (Willenserklärung / Anfechtung) Abstraktionsprinzip Vertretung / Vollmacht Fristen und Termine / Verjährung Schuldverhältnisse Pflichtverletzungen Inhalt und Beendigung von Schuldverhältnissen Allgemeine Geschäftsbedingungen Bürgerliches Recht II Kaufvertrag (E-Commerce, Fernabsatz) Werkvertrag Sonstige Vertragstypen Unerlaubte Handlungen Erwerb und Verlust des Eigentums an beweglichen und unbeweglichen Sachen Sicherungsrechte Sicherungsübereignung (Hypotheken / Grundschulden) Grundzüge der Rechtsdurchsetzung Recht II: Wirtschaftsrecht Handels- und Gesellschaftsrecht Unternehmer Kaufmann Sonderprivatrecht Prinzipien des Handelsrechts wie Publizität, Schnelligkeit und Verkehrsschutz Register Vollmachten Hilfspersonen Rechtsschein Firmenrecht Formfreiheit Handelsbräuche und papiere Juristische Person und Personengesellschaft Überblick über Gesellschaftsformen Prinzipien des Gesellschaftsrechts wie numerus clausus Gestaltungsfreiheit und grenzen Typenvermischung Entstehung laufender Betrieb Beendigung Vertretung Geschäftsführung Vermögensordnung Überblick Kapitalaufbringung und erhaltung Gesamtschau Vorteile und Nachteile Rechtsformen Überblick Konzern Gläubiger- und Minderheitsschutz Haftungsgefahren Grundzüge des Arbeits- und Insolvenzrechts Grundlagen des Arbeitsrechts Der Begriff des Arbeitnehmers Die Anbahnung des Arbeitsverhältnisses Die Situation vor Vertragsabschluss, Vorverhandlungen Arbeitsvertrag und Arbeitsverhältnis Formen des Arbeitsverhältnisses Die Pflichten des Arbeitnehmers aus dem Arbeitsvertrag Die Pflichten des Arbeitgebers aus dem Arbeitsvertrag - Beendigung des Arbeitsverhältnisses Tarifvertragsrecht Betriebsverfassungsrecht Regelinsolvenzverfahren Verbraucherinsolvenzverfahren Insolvenzgründe Der Insolvenzantrag Das Eröffnungsverfahren Gläubigerbenachteiligung Anfechtbare Handlungen und Rechtsfolgen Haftung und Insolvenzdelikte 56 Technik der Finanzbuchführung Technik der Finanzbuchführung Technik der Finanzbuchführung I Rechnungswesen und Finanzbuchführung Organisation, System und Technik der Finanzbuchführung Warenverkehr und Umsatzsteuer Anschaffung, Herstellung, Abschreibung und Abgang von Anlagegütern Bewertung und Buchungen im Vorratsvermögen Buchtechnische Behandlung von Forderungen und Wertpapieren Buchung von Eigenkapitalveränderungen inkl. Erfolgsverbuchungen und Rechtsformen Finanzgeschäfte, Finanzinnovationen und Leasing Technik der Finanzbuchführung II Buchungen im Personalbereich Verbuchen von Steuern Rechnungsabgrenzung und Rückstellungen Hauptabschlussübersicht und Jahresabschlusserstellung EDV-Anwendung in der Buchführung Buchführungsbesonderheiten bei internationaler Rechnungslegung Mathematik und Statistik Mathematik und Statistik Mathematik Finanzmathematik; Differential- und Integralrechnung für Funktionen mit einer unabhängigen Variablen, Differentialrechnung mit mehreren unabhängigen Variablen; Matrizen und Vektoren, Determinanten, Lineare Gleichungssysteme. Statistik Datenentstehungsprozess, univariate und bivariate Verteilungen mit ihren deskriptiven Maßzahlen; wirtschaftsstatistische Anwendungen; Grundlagen der induktiven Statistik mit Anwendungen, insbesondere Zufallsstichprobenverfahren und Hypothesenteste. 67 Informationstechnologie Informationstechnologie Grundlagen Informationstechnologie - Grundbegriffe der Datenverarbeitung -- Komponenten eines Rechnersystems - - Darstellung von Informationen Softwarearten - Anwendungsarchitekturen - Grundkonzepte Datenbanken, Datenmodellierung - Informations- und Wissensmanagement Kommunikation, Netze - Grundkonzepte betrieblicher Informationssysteme - unternehmens- interne/- übergreifende Informationssysteme - Grundlagen Rechnernetze - LAN, WAN, TCP/IP und das Internet Netzwerksicherheit Erstellung von Internetseiten - neue Technologien Wissenschaftliches Arbeiten Wissenschaftliches Arbeiten Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten Kennzeichen und Formen wissenschaftlicher Arbeiten - Wahl und Konkretisierung des Themas - Literaturrecherche und Informationsbeschaffung - Festlegung des Aufbaus und Gliederung der Arbeit - inhaltliche und formale Ausgestaltung des Manuskripts Wissenschaftstheorie und wissenschaftliches Arbeiten Wissenschaftstheorie: Wissenschaftstheoretische Grundpositionen - wissenschaftstheoretische Grundbegriffe - Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft Methoden der empirischen Sozialforschung: Phasen des Forschungsprozesses - Konzeptspezifikation, Operationalisierung und Messung - Forschungsdesign - Auswahlverfahren - Datenerhebungstechniken: Beobachtung, Befragung, Inhaltsanalyse, Experiment 78 Spezielle Betriebswirtschaftslehre I Lehrveranstaltung 3 e Lehrveranstaltung 3 Spedition und Logistik I Verkehrsbetriebslehre I Es wird ein Einblick und Überblick über die Entwicklung und Bedeutung der Verkehrsträger LKW, Eisenbahn und Binnenschiff im nationalen Bereich vermittelt. Arten von Verkehrsbetrieben; Spedition; Logistisches Dienstleistungsunternehmen; Marktsegmente der Branche für logistische Dienstleistungen; Spediteursammelgutverkehre, Grundzüge und Probleme der Abrechnung; Möbelspedition; Einführung in die Lagerhaltung; Grundzüge des Transportrechts Verkehrsträger I Gewerblicher Güterkraftverkehr; Marktordnung, Beförderungsleistungen national; Transportequipment LKW, Bahngüterwagen, Binnenschiffe; Straßen-, Eisenbahn-, Wasserstraßennetze; Umschlagseinrichtungen und Lademittel, Port Logistics, Kombiverkehr, nationale Verkehrsgeographie Logistik I Begriff der Logistik, Merkmale der Logistikkonzeption, Logistiksysteme, Gestaltungsprinzipien der Logistik, Informationslogistik, Supply Chain Management, Bedeutung der Logistik Spedition und Logistik II Verkehrsbetriebslehre II Ablauforganisation in Speditionen, Fuhrparkmanagement, Abwicklung europäischer Landverkehre, Abrechnung europäischer Landverkehre, Grundzüge des Zollwesens, Speditions- und Transportrecht Verkehrsträger II Außenwirtschaftsverkehr, Internationaler Straßengüterverkehr, Internationale Abkommen, Transportverfahren, Transportgenehmigungen, Incoterms, CMR- Beförderungsbedingungen, Internationale Bahnspedition, grenzüberschreitende Bahn- und Kombi-Verkehre Logistik II Aufgaben und Ziele der Beschaffungslogistik, Konzepte des Materialmanagements, Beschaffungsstrategien 89 Spedition und Logistik III Verkehrsträger III Güterarten, Transportleistungen, Transportrelationen im Seeverkehr, Tragfähigkeit/Ladefähigkeit/Klassifikation/Flaggen von Seeschiffen, Vollcontainer-/RoRo- Schiffe, Barge-Carrier-Verkehre, Spezial-/Massengutschiff, Tanker, Seehäfen und Seehafendienstleister, wichtige Seehäfen (Deutschland und Europa), Freihäfen, Linien-/Trampschifffahrt, Fahrtgebiete der Linienschifffahrt und wichtige Häfen (Welt), Schifffahrtskonferenzen Konsortien Allianzen Outsider, Projektabwicklung im Seeverkehr Verkehrsbetriebslehre III Speditionelle Kostenartenrechnung am Beispiel der Fahrzeugkostenrechnung, Systematik der primären Kostenarten Speditionelle Kostenstellen - tabellarische speditionelle Kostenstellenrechnung - Verrechnung innerbetrieblicher Leistungen - Verrechnungs- und Zuschlagssätze Absatzpolitisches Instrumentarium und dessen Einsatz im speditionellen Dienstleistungsmarketing Lehrveranstaltung 3 Lehrveranstaltung 3 Logistik III Aufgaben und Ziele der Produktionslogistik, Standort- und Fabrikstrukturen, Systeme zur Planung und Steuerung der Produktion, Aufgaben und Ziele der Distributionslogistik, Gestaltung von Distributionssystemen, operative Abwicklung im Distributionszentrum, Efficient Consumer Response Spedition und Logistik IV Verkehrsträger IV Leistungsmerkmale der Luftverkehrs, Aufgaben und Arbeitsweise von IATA und ICAO, Luftfrachtspedition, Luftverkehrsgesellschaften/ Integrators/Flughäfen/Handlingsgesellschaften/Truckingunternehmen, Organisation und Leistungsangebot eines Luftfrachtspediteurs, Abwicklung von Einzel und Sammelsendungen, Verkehrsmittel Flugzeug Lademittel Container, Speditionsvertrag/Luftfrachtvertrag, IATA-Agentur Vertragsbeteiligte - Rechtsgrundlagen Formen des AWB, Luftfrachtratenstruktur TACT Frankaturen, ATLAS/TRAXON Verkehrsbetriebslehre IV Aufgaben/Stellung der speditionellen Kostenträgerrechnung - Kalkulationsverfahren - sped. Auftragskalkulation bei Ladungsverkehren, Partieverkehren, Sammelguthauptläufen - Vollkostenkalkulation und Grenzkostenkalkulation bei Sammelgutleistungen - Rolle von Empfehlungstarifen bei der Auftragskalkulation - Gewichtsund Entfernungsdegression Funktionen und Formen der Marketing-Kontrolle, Kontrollobjekte und Kontrollgrößen, Vertriebserfolgsrechnung im Marketinginformationsprozess, sowie deren E- lemente Vertriebskosten- und Absatzsegmentrechnung auf Voll- und Teilkostenbasis Luftverkehrsbezogenes Frachtrechnen - Akkreditiv - Zoll Bedeutung des Luftfrachtvertrages(Absender/Empfänger/Spediteur als IATA Agent) für die Abrechnung - Cass-Zahlungsabwicklung - ERA - Akkreditiv-Formen - Akkreditiv-Prüfung Nichtbeachten von Zollvorschriften - Erstattung/Erlass von Einfuhrabgaben Logistik IV Aufgaben und Ziele der Entsorgungslogistik, Entsorgung von Produktionsrückständen, verladerbezogene Logistiksysteme, Industrie- versus handelsgesteuerte Logistik. Outsourcing logistischer Leistungen, Konzepte der Einbindung von Logistikdienstleistern, Efficient Consumer Response 910 Lehrveranstaltung 3 Lehrveranstaltung 4 Lehrveranstaltung 5 Lehrveranstaltung 6 Spedition und Logistik V Logistik-Controlling I Transportbezogene Controllingformen Logistikplanung und berichtswesen Risikomanagement - Standortcontrolling Investitionscontrolling - Finanzierungsstrategien unter dem Aspekt Basel ll Qualitätscontrolling, Fallstudien zum Kostencontrolling und Produktivitätscontrolling - Mautcontrolling - Fallstudien zur transportbezogenen Prozesskostenrechnung Logistik V Logistik als Dienstleistung, Produktion/Industrialisierung von Dienstleistungen, Logistiksysteme der Speditionen, Gestaltung von Logistiknetzen, Logistische Kooperationen zwischen Logistikdienstleistern und zwischen Verladern und Logistikdienstleistern e-logistics/scm I Begriffliche Grundlagen und Abgrenzung von e-logistics und e-business Enabling-Funktion von Internet-Technologien Grundlagen und Bestandteile elektronischer Märkte sowie deren Gestaltungsmöglichkeiten, logistische Unterstützung für elektronische Märkte (e-fulfillment) Konzepte der elektronischen Beschaffung, Ausschreibungssysteme, Beschaffungsmarktplätze, Desktop Purchasing, Marktplätze zur Beschaffung logistischer Dienstleistungen (Transportmarktplätze, und -börsen) Logistik-Controlling II Lagerplanung, Outsourcing an Logistikdienstleister, Kalkulation und Controlling von Warehouseprojekten, Preisbildungsmechanismen, Einsatz der Prozesskostenrechnung, Kennzahlen und Kennzahlensystematiken, Benchmarking Logistik VI Internationale Logistik, Integration von Netzwerken, interkulturelles Management, Besonderheiten ausgewählter Logistikbereiche: Kontraktlogistik, Logistik in Ballungsräumen, Gebäudelogistik, Baustellenlogistik, Verpackungslogistik, Mehrwegbehälter-Logistik, Kreislaufwirtschaft e-logistics/scm II Gestaltung der logistischen Wertschöpfungskette Anwendungsbeispiele Formen und Konzepte logistischer Dienstleistungen (LLP, 3PL, 4PL), IT- Unterstützung des Outsourcing, Informationslogistik, Prozesssteuerung, Konzepte des Kundenbindungsmanagements, Integration des Kundenlebenszyklus, Formen von e-crm 1011 Spezielle Betriebswirtschaftslehre II Rahmenbedingungen des Güterverkehrs Verkehrspolitik I Ziele der Verkehrspolitik Instrument, Ordnungs-Infrastrukturpolitik, Europäische Verkehrspolitik, Regulierung und Liberalisierung von Verkehrsmärkten, Regulierungsbereiche, Fiskalabgaben, Nationalitäts-, Territorialitätsprinzip, Sozialvorschriften, technische Vorschriften, staatliche Interventionen, Marktzugang, Dienstleistungsfreiheit, Arbeitnehmerfreizügigkeit Haftung/Versicherung I Aktualisierung des Grundlagenwissens; Zivil- und handelsrechtliche Grundlagen des Transportrechts; Haftung des Frachtführers nach HGB-Frachtrecht; Haftung des Spediteurs und Lagerhalters nach HGB und ADSp; Haftungsproblematik bei Logistikverträgen; Haftung der Verkehrsträger nach internationalen Frachtrechten. Lehrveranstaltung 3 Verkehrspolitik II Verkehrswachstum, Modal Split, Entwicklung, Prognosen, Ursachenanalyse Bundesverkehrswegeplan (BVWP), Transeuropäische Netze (TEN), Public-Private- Partnership (PPP),V-Methoden, Road-Pricing, Maut - Internalisierung externer Effekte, externe Kosten/-Nutzen, Nachhaltigkeit der Verkehrspolitik Lehrveranstaltung 4 Haftung/Versicherung II Rechtsgrundlagen des Versicherungsgeschäfts im Allgemeinen (BGB, HGB, VVG) und Besonderen (ADS, DTV-Güter); Bedeutung und Funktion der Versicherungen in Spedition, Lager und Beförderung: Güterversicherung (Transportversicherung, Lagerversicherung, ADSp-Güterversicherung), Haftungsversicherung (ADSP- Haftungsversicherung, GüKG-Güterschadenhaftpflichtversicherung, Betriebshaftpflichtversicherung) und Sachversicherung (Lager-Elementarversicherung, Gebäudeversicherung, BU-Versicherung, Umweltversicherung); Versicherungsbedarf und Risk-Management im Unternehmen; Marktüberblick und Perspektiven. 1112 AWT/Planspiele Wirtschaftsenglisch: Correspondence und Logistics Correspondence commercial corresponcence: enquiry, offer, order, acknowledgement; Zeitmanagement; Selbsteinschätzung der eigenen sprachlichen Fähigkeiten, z.b. durch die Benutzung des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen; Strategien für das Sprachenlernen (Vokabeln, Grammatik), Stil und Register, sprachliche Varietäten des Englischen, Fachvokabular Logistics Carriers, freight forwarders and logistics: working in the logistic industry, departments of a freight forwarding company; business phone calls: problems of transport, complaint about late delivery; giving and understanding instructions: giving directions, giving loading instructions; giving specifications: nature of goods, weights, measurements and their conversion Logistics und Management Consulting Einführung in Logistik- und Unternehmensberatung Problemidentifikation (logistisch/kaufmännisch) -Problemstrukturierung - Problemanalyse (Kreativität in der Problemlösung, Informationsbeschaffung, Fragebogengestaltung, Interviews und Interviewtechniken) - Kommunikation (Gestaltung einer Kommunikationsstruktur, Kommunikation mit Schaubildern, Verhandlung und Verhandlungstechniken) Tutorium zur Logistik- und Unternehmensberatung Anwendung der Problemidentifikation, Problemanalyse und Kommunikation an logistischen und kaufmännischen Fragestellungen im Unternehmen Logistik-Planspiele Planspiel Landverkehr Teil- und Komplettladungsverkehre: Fahrzeugbereitstellung - Zeitplanung - Betriebsergebnisplanung - Disposition - Auslastungsplanung - Rückladungsplanung - Aurftragsakquisition - Besetzung mit 1/2 Fahrern - Kombiverkehre Systemverkehre: Marketing von Stückgutverkehren - Preisgestaltung - Qualität - Auftragsvolumenplanung - Produktivität - Netzauslastung - Berichtswesen Planspiel Logistik Inbound-Logistik: Bedarfsermittlung - Beschaffungsstrategien (vorrats- vs. fertigungssynchron) Inhouse-Logistik: Kapazitätensteuerung - Optimierung Prozesszeiten - Materialflusssteuerung Outbound-Logistik: Distributionskanäle - strategische Lagerlogistik - Bull-Whip-Effekte - Transportoptimierung 1213 Profilfach Logistik-Informationssysteme Logistik-Informationssysteme I: Grundlagen Logistik- Informationssysteme Einführung in Logistik-Informationssysteme Informationssysteme für Logistik-Prozesse: eprocurement - Lagersysteme - Objektidentifizierungsysteme - Komissioniersysteme - Dispositionssysteme Navigationssysteme - Flottenmanagement - edistribution epayment - ERP-Systeme Schnittstellen zu Logistik-Subsystemen - Elektronische Märkte/Auktionen- Fracht- und Laderaumausgleichsysteme SCM- Systeme. Produkterkennung und -klassifikation Produktklassifikationsstandards: Historische Entwicklung gebräuchliche Standards: EAN, UN/SPSC, E- TIM Vorteile/Nachteile Marktübersicht Klassifikations-Software. Scannertechnologien: Möglichkeiten der Produkterkennung im Überblick Barcode-Technologien RFID- Technologien Standards Einsatzszenarien - Marktübersicht Best-Practice. Logistik-Informationssysteme II: eprocurement, Lagerorganisation eprocurement Beschaffungsprozesse: Materialdisposition Bestellmengenplanung Lieferantenauswahl - Einkauf Qualitätskontrolle Lagermanagement - Beschaffungsmanagement (ECR, VMI, JiT, ) Supplier Relationship Management Beschaffungs- und Beständecontrolling. eprocurement-systeme: Systemkategorien (ERP-, dedizierte Systeme) - Funktionalitäten Qualitätsmerkmale Marktübersicht Vorgehen bei der Systemeinführung Beschaffungsportale und plattformen, Elektronische Marktplätze - Beispielhafte Abbildung von Beschaffungsprozessen auf einem marktgängigen eprocurement-system. Lagerorganisation Lagertechnik: Grundlagen, Begriffe Fördertechniken Hochregallagertechnik - Leistung, Sicherheit, Brandschutz Lagerorganisation: Grundlagen: Bestände, Prozesse, Lagerhaltungsmodelle - Lagerverwaltung - Lagerverwaltungssysteme, Technische Lagersteuerung - Kommissioniertechniken moderne Lagerkonzepte (z.b. Konsignationslager, KANBAN) Logistik-Informationssysteme III: Fulfillment, Disposition Fulfillment Fulfillmentprozesse: Versandläger Versandbereitstellung - Transportalternativen Warenübergabe an den Kunden Billing Payment - Warenrücknahme Reklamationsmanagement Serviceprozesse CRM Distributionsdienstleister/Outsourcing. efulfillment-systeme: epayment ebilling - Systemkategorien (ERP-, dedizierte Systeme) - Funktionalitäten Qualitätsmerkmale Marktübersicht Vorgehen bei der Systemeinführung internetbasiertes Fulfillment (z.b. Pickpoint, Transportbörsen, ). Disposition Dispositionsprozesse: z.b. Auftragsannahme - Kommissionierung Tourenplanung Dispositionssysteme: z.b. Systemkategorien (ERP-,, Dispositionssysteme), - Funktionalitäten Qualitätsmerkmale Marktübersicht Vorgehen bei der Systemeinführung 1314 Logistik-Informationssysteme IV: ERP-Integration, EDI Abbildung von Logistikketten in ERP-Systemen Logistik-Funktionalitäten marktgängiger ERP-Systeme: z.b. Systemkategorien - Funktionalitäten - Qualitätsmerkmale Marktübersicht. Schnittstellen dedizierter Logistik-Systeme zu ERP-Systemen: z.b. Systembeispiele Schnittstellentechniken (Dateien, ODBC, RMI, Webservices, EAI ) EDI-Verfahren Überbetriebliche Integration von Logistik-Prozessen: Möglichkeiten der Koordination von Logistikfunktionen zwischen Unternehmen - Datenstrukturen, Datenflüsse B2B-Standards (EDIFACT, EDIFOR, ebxml, ) APS-Systeme - SC-Monitoring. Zwischenbetriebliche Datenkommunikation: EDI-Technologie (Standards, Konverter, Systeminfrastruktur, ) EDI- Funktionalitäten marktgängiger Logistik- und ERP-Systeme 14 Ähnliche Dokumente
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q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
Christoph Arndt: Information Measures, Information and its Description in Science and Engineering (Springer Series: Signals and Communication Technology), 2004, ISBN 978-3-540-40855-0, springer.com
Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
William Poundstone: Die Formel des Glücks
Weblinks
Kybernetik
Kognitionswissenschaft | Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler Privatstiftung - events.at
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Die Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung hat 1997 von Lillian Kiesler über 2500 Arbeiten auf Papier sowie an die 1000 Fotos und zahlreiche Dokumente und sekundäre Archivalien zum Leben und Werk Friedrich Kieslers erworben.
Die Bestände des Archivs umfassen Zeichnungen, Skizzen und Pläne sowie Briefe und theoretische Texte von den 20er bis in die 60er Jahre. Die weitgehend unpublizierten Materialien ermöglichen vielfältige Einblicke in Kieslers visionäre Konzepte, in seine Arbeitsweise, vor allem aber in sein grenzüberschreitendes Denken.
Kieslers Bedeutung als Schlüsselfigur der Kunst- und Architektur-Avantgarde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeigt sich in der umfassenden Korrespondenz mit renommierten Künstlern und Persönlichkeiten des kulturellen Lebens wie etwa Marcel Duchamp, Piet Mondrian, Theo van Doesburg, Max Ernst, Hans Arp, Peggy Guggenheim u.v.a.
Fr., 04.12.2015 - Sa., 20.02.2016
PROOF Michael Huey | de |
q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
Christoph Arndt: Information Measures, Information and its Description in Science and Engineering (Springer Series: Signals and Communication Technology), 2004, ISBN 978-3-540-40855-0, springer.com
Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
William Poundstone: Die Formel des Glücks
Weblinks
Kybernetik
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q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
Christoph Arndt: Information Measures, Information and its Description in Science and Engineering (Springer Series: Signals and Communication Technology), 2004, ISBN 978-3-540-40855-0, springer.com
Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
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Venenbehandlung in Zaporozhye Krampfadern abstrakt
Das vorliegende Themenheft more info Gesundheitsberichterstattung. Allein die direkten Krankheitskosten werden. Venenerkrankungen der Beine lassen sich. Fall den Endzustand beider Krankheitsbilder. Ein solcher Verlauf ist jedoch nicht schicksalhaft. In diesem Heft werden Entstehungsursachen. Verbreitung und Versorgung sowie Kostenaspekte.
Krampfadern abstrakt transportieren das sauerstoffreiche. Von dort gelangt das Blut in. Ein kleiner Teil der in das Gewebe abgegebenen. Muskeln, beispielsweise beim Gehen, pressen sie. Bildet sich in einer Vene ein Blutgerinnsel, spricht. Sitzen mit abgewinkelten Beinen. Der thrombotische Verschluss einer Beinvene. Menschen oder Krampfadern abstrakt nicht sehr ausgedehnten.
Daher werden bei der Diagnosestellung neben. Vorliegen bestimmter Risikofaktoren Abschnitt. Standardverfahren ist dazu heute die Farbduplexsonografie. Ein wichtiger Labortest zum Nachweis.
Unbehandelt dehnt sich eine akute Beinvenenthrombose. Durch die vorbeugende Gabe bestimmter. Lungenembolie unbehandelt, treten bei. Diese Symptome der chronischen. Von Thrombosen der tiefen Beinvenen sind.
Unter Varikose Krampfaderbildung versteht. Creme Rosskastanie von Krampfadern bis 3 mm. Im Gegensatz zu diesen. Verlust der Krampfadern abstrakt vixens medizinische Beratung für Krampfadern Ursache sich bei.
Verfestigung und bindegewebige Umwandlung. In der Folge kann Gewebe. Kombination aus Bildgebung und Funktionskontrolle. Vergangenheit schon mindestens einmal an einer. Seit vielen Jahren wird die Inzidenz Neuerkrankungsrate. Deutsche Zahlen zum zeitlichen Trend der Thromboseinzidenz liegen nicht vor. An einer Lungenembolie, die meist auf eine. Jahr : 7,4. Bei der Krampfadern abstrakt dieser Angaben. Lungenembolie oft um eine nicht verifizierte.
Verdachtsdiagnose handelt, deren Treffsicherheit. Zwischen und wurden zunehmend. Die altersstandardisierten Sterbeziffern lagen bei. Aus der Bonner Venenstudie, die zwischen. CEAP -Klassifikation ist Tabelle 1 zu entnehmen.
Venenerkrankung zeigen Stadium C1 bis C3. Untersuchungen zeigen den Zusammenhang. Demnach kommt es nach einer. Syndromwenn nach dem Ereignis. Tabelle 1 als Zeichen der fortgeschrittenen chronischen. Ekzem, Dermatoliposklerose oder Atrophie. Schwellung der Beine sowie Schmerzen nach. In der Bonner Venenstudie. Beschwerden variiert zwischen den Geschlechtern.
Mit zunehmender Schwere der Erkrankung ansteigender CEAP -Klasse verschlechtert sich. Mit Hilfe krankheitsspezifischer Befragungsinstrumente. Thrombosen Krampfadern abstrakt das Alter. Die Thrombosedisposition wird auch stark durch das Auftreten von. Wahrscheinlichkeit eines thrombotischen Ereignisses. Eine ohne erkennbaren Anlass idiopathisch auftretende Thrombose.
Auch einige andere vorbestehende Erkrankungen wie von Krampfadern die man Schmerzen wie entfernen. Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sowie Erkrankungen, die mit einem.
Form der Thrombophilie Neigung zur Bildung. Thrombosepatientinnen und -patienten relativ. Gerinnungsfaktors VIII stellt eine ebenfalls sehr. Auch andere angeborene oder erworbene.
Mangel an Protein-S, Protein-C oder Antithrombin. Gestagene Gestoden und Desogestrel liegt das Risiko sogar beim Neunfachen der Altersnorm. Ein vergleichbares Risiko ergibt sich. Einige der genannten Risikokonstellationen.
Teil der Venenthrombosen verantwortlich sind. Bekannt sind jedoch einige. Risikofaktoren, welche die Entwicklung von. Das Alter wirkt sich. Disposition den zweitwichtigsten Risikofaktor dar. Bonner Venenstudie keine signifikanten Unterschiede. Langes Sitzen oder Stehen sollen. Hochlagern der Beine und. Prophylaxe der Varikose ist allerdings bis heute. Anders sieht es bei den Folgen der Varikose.
Entwicklung einer - verhindern. Beinvenenthrombose ist die konsequente Kompressionstherapie. Dass hierdurch die Inzidenz des. Erfolg der verschiedenen operativen und sklerosierenden Behandlungsverfahren bei Krampfadern. Menschen mit einer bekannten. Gerinnungsneigung Thrombophilie muss zu.
Details sind nach eingehender Beratung. Sind expositionelle Risiken z. Vor allem nach Operationen mit hohem Thromboserisiko z.
Auch schwer kranke internistische bzw. Krampfadern abstrakt und Patienten tragen ein. Gerinnungshemmer unterbinden das Weiterwachsen. Man unterscheidet die seit Jahrzehnten. Letztere stellen mittlerweile die Medikamente der ersten Wahl dar. Um zu vermeiden, dass sich erneut Thromben. Diese wird in der Regel. Lungenembolie Krampfadern abstrakt vorliegenden Risikofaktoren Thrombophilie. Nach Abschwellen der Http://dubiosneighbourhood.de/entfernung-von-krampfadern-forum.php kann ein Kompressionsstrumpf der Klasse 2 bis 3 angepasst werden.
Gezieltes Gehtraining ist der oft noch. Die Empfehlungen zur Therapie und Rezidivprophylaxe von Venenthrombosen inklusive. Stammvenen Vena saphena Krampfadern abstrakt und. In den letzten Jahren haben zunehmend alternative.
Zudem hat die Verwendung. Verfahren ist in zahlreichen Fallserien belegt. Vor allem ist der Nutzen von Varizeneingriffen.
Beschwerden werden so genannte Venenmedikamente eingesetzt. Dabei handelt es sich zumeist. Hydroxyethylrutoside und Extrakt aus rotem Weinlaubaber auch synthetische. Die Wirksamkeit dieser Krampfadern abstrakt war lange Zeit sehr umstritten. Die Behandlung des Ulcus cruris venosum. Deckung des Gewebedefektes oder Vakuumbehandlung. Neue Verbandsmaterialien und Verfahren zur Wundreinigung sowie ein. Laut Krankenhausdiagnosestatistik des Statistischen.
Bundesamtes sind in den letzten Jahren. Krampfadern abstrakt oder Thrombophlebitiden nieder. Im Jahr wurden jedoch in absoluten Zahlen. In allen anderen Altersgruppen waren. Dies kann verschiedene Ursachen haben, z. Zahl nicht diagnostizierter Thrombosen. Durch Klick auf die Grafik mit der linken Maustaste bzw.
Return -Taste Krampfadern abstrakt Fokus auf der Grafik erhalten Sie eine Tabelle mit den Krampfadern abstrakt der Grafik. Thrombose oder Thrombophlebitis ICD I So variiert die altersstandardisierte Fallzahl beide. Solche hatten nach eigenen Angaben.
Nicht rezeptpflichtige Venenmittel sind seit nicht. Krampfadern Tabletten und Hämorrhoiden von Umsatz ging allerdings bereits in Becken von der Varizen Foto denen. Daten nicht hinreichend detailliert. Auch Cremes und Salben werden Krampfadern abstrakt allem als Selbstmedikation verwendet.
Venenstudie siehe Tabelle 7. Frauen lassen sich - obwohl sie ebenso oft. Beinbeschwerden siehe Http://dubiosneighbourhood.de/laser-behandlung-von-krampfadern-in-kharkov-preise.php 3 sowie.
So geht aus more info. Krankenhausdiagnosestatistik des Statistischen Bundesamtes hervor, dass die Zahl der Patientinnen. Dagegen blieb im selben. Insuffizienz nahezu konstant siehe Tabelle 8. Eine unkomplizierte Varikose ist normaler. Entsprechend lag Krampfadern abstrakt Anteil. Zu einer Abnahme der Fallzahl. Im Vorjahr wurden solche. Diese Angaben entsprechen nicht. Wie hoch daran der Anteil von Personen.
Eingriffen wurden im Jahr von niedergelassenen. Leistungen mit Bezug zu Varizeneingriffen abgerechnet. Von bis schwankten die. Aus der Zahl der abgerechneten.
Leistungen kann nicht auf die Zahl der behandelten Personen geschlossen werden. Die genannten Daten sprechen jedoch gegen. Vermutlich ist daher ein Teil des. Vorjahr waren es 7. Auf der Basis dieser Daten. Entfernung der insuffizienten Venenklappe. Eingriffe zur Unterbindung insuffizienter Perforans-Venen oder isolierte Krossektomien.
Lokale Verfahren hier vor allem. Zum anderen werden diese. Im Kollektiv Krampfadern, welche Operationen Bonner Venenstudie berichteten. Sklerosierungen erfolgen in der Regel ambulant. Krampfadern abstrakt meist mehrere Sitzungen pro Patient. In den letzten Jahren wird sie jedoch immer. Laut Diagnosestatistik der Patientinnen und Patienten in Vorsorge. Thrombose oder Thrombophlebitis der unteren.
Operierens am Krankenhaus wurden nach Auskunft des AOK -Bundesverbandes im Jahr von Kliniken Eingriffe an Krampfadern. Aus der Krankheitskostenrechnung des Statistischen. ICD I83 erfassen siehe Tabelle 9. Auf Frauen entfallen bezogen auf alle. Venen- und Lympherkrankungen etwa zweimal so. Im Vergleich der Jahre und sind die.
Ausgaben gingen im betrachteten Zeitraum. Operationszahlen und dem Trend zum ambulanten Operieren bei Krampfadern siehe Abschnitt 7. Die ambulant verursachten Kosten blieben go here Einsparungen wurden im ambulanten. Sektor vor allem in den Bereichen Apotheken. Abbildung 3 und Hilfsmittel z.
Lediglich der Anteil des ambulanten Bereichs an den Gesamtausgaben stieg. Teil der Entwicklung ist auf Einsparungen durch.
Dann kommt aufgrund der mit dem Alter. Hier schlagen besonders die Krampfadern abstrakt Varizeneingriffe. Krankschreibungen wegen Krampfadern abstrakt und. Venenerkrankungen sind ein in der deutschen. Es ist unklar, worauf.
Symptomtoleranz auf Seiten der Patientinnen und. Venenerkrankungen steigen vor allem mit Krampfadern abstrakt. Menschen muss zudem von einer hohen Rate. Angesichts der Alterung Krampfadern abstrakt Gesellschaft. Die Langzeiteffekte von Varizeneingriffen im. Dagegen ist die Wirksamkeit der Kompressionstherapie. Vorbeugung von Venenerkrankungen durch die. Geschlechtsspezifische Effekte sind Krampfadern abstrakt beim.
Auftreten von Venenerkrankungen als auch bei deren Versorgung nachweisbar. So ist bei Frauen in. Dies ist teilweise auf. Auf Seiten der Leistungserbringer. Please click for source der Gesellschaft ab. Daten der Bonner Venenstudie erhalten ca. Venenerkrankung Krampfadern abstrakt jedoch nicht vor.
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Umsatz von zu Lasten der GKV verordneten Venentherapeutika. Anzahl ambulanter Varizeneingriffe nur OPS Quelle: Krampfadern abstrakt Krankenhausstatistik des Statistischen. Quelle: Fallpauschalenbezogene Krankenhausstatistik des.
Die Hefte der Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Venenerkrankungen der Beine [Gesundheitsberichterstattung - Themenhefte, Mai ]. Heft 44 - Venenerkrankungen der Beine. Academisch Ziekenhuis Maastricht azM Afdeling Dermatologie. Robert Koch-Institut in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt. Weitere Informationen und Links. Leitlinien und andere medizinische Informationen.
Tabellen mit Werten aus den Abbildungen 2 bis 7. Die Schweregradzuordnung erfolgt anhand Krampfadern abstrakt schwerwiegendsten Symptoms. Kistner RL, Eklof B, Masuda EM Mayo Clinic Proceedings to Rabe E, Pannier-Fischer F, Bromen K et al. Krampfadern abstrakt 1 bis Einnahme von Sexualhormonen z. Morbus Crohn oder Colitis ulcerosaAntiphospholipid-Syndrom oder Nephrotisches Krampfadern abstrakt. Moerchel C, Kroeger K Prophylaxe tiefer.
Prophylaxe in der Chirurgie und der perioperativen Medizin. Leitlinienregister der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften AWMF. National Institute for Health and Clinical Excellence - NICE Venous Thromboembolism:. Reducing the risk of venous thromboembolism deep vein thrombosis and pulmonary embolism in inpatients undergoing. ICD : Internationaler Krankheiten-Katalog der Weltgesundheitsorganisation Krankenhausdiagnosestatistik nach Geschlecht und Alter Deutschland, bis Beinvenenerkrankungen I80, I83, Krampfadern abstrakt, L AOK : Allgemeine Ortskrankenkasse.
WIdO: Wissenschaftliches Institut der Allgemeinen Ortskrankenkassen. Quelle: Krankheitskostenrechnung des Statistischen Krampfadern abstrakt. AU -Tage je 1. Dies ist in erster Linie. Laut Krankheitskostenrechnung des Statistischen. Venen- und Lympherkrankungen zwischen und von ca. Leistungssteigerung beim ambulanten Operieren.
Die demografische Krampfadern abstrakt mit einem. Zahl potenziell vermeidbarer thrombembolischer Ereignisse. Kosten-Nutzen- Evaluation des Langzeiterfolgs. Krampfadern abstrakt Evaluation von Behandlungsoptionen. Determinanten der Inanspruchnahme verschiedener Verfahren zur Beseitigung von. Leitlinie Diagnostik und Therapie der tiefen Bein. Leitlinienregister der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen. Lagerstedt CI, Olsson CG, Fagher BO et al. Need for longterm anticoagulant treatment in.
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Clinic Proceedings 73 9 : to Kirch Krampfadern abstrakt, Schafii Krampfadern abstrakt Misdiagnosis at a University hospital in 4 medical eras: report on. Medicine 29 to Lancet to Prandoni P, Lensing AWA, Frulla M et al.
Annals of Internal Medicine to Kistner RL, Eklof B, Masuda EM Diagnosis of chronic venous disease of th elower. Clinic Proceedings to Insuffizienz CVI - Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft.
Der Freiburger Fragebogen zur Erfassung. Smith JJ, Garratt AM, Guest M et Krampfadern abstrakt. Evaluating and improving healthrelated quality of life in patients with varicose veins. Journal of Vascular Surgery 30 4 : to Durkin MT, Turton Krampfadern abstrakt, Wijesinghe LD et al. Journal of Vascular and Endovascular Surgery. FRAUENARZT 1. National Institute for Health and Clinical. Excellence - NICE Venous Thromboembolism:. Reducing the risk of venous. Bauersachs RM, Lindhoff-Last E, Wolff U et al.
Medizinische Welt bis Kuipers S, Schreijer AJM, Cannegieter SC et al. Journal of Internal Medicine. Schwarz T, Schellong SM, Schwarz Krampfadern abstrakt Krampfadern abstrakt P, Lensing AW, Cogo A et al. The longterm clinical course of acute deep venous thrombosis. Annals of Internal Medicine. Francis CW Prophylaxis for Thromboembolism in Hospitalized Medical Patients.
New England Journal of Medicine 1, to 1, Haas SK, Hach-Wunderle V, Mader FH et al. Risk in Acutely Krampfadern abstrakt Medical Patients.
Immobilized at Home: The ATHOME Study. Cochrane Database of Systematic Reviews Issue 3: Art. Othieno R, Abu Affan M, Okpo E Home versus inpatient treatment more info Krampfadern abstrakt. Cochrane Database of Systematic. Reviews Issue 3: Art. Partsch H Diagnose und Therapie der.
VASA 46 Suppl : 1 bis Leitlinie Sklerosierungsbehandlung der Varikose. Hardy SC, Riding G, Abidia A Surgery for deep venous incompetence. Rigby KA, Palfreyman SJ, Beverley C et al. Nicolaides AN, Allegra C, Bergan J et al. Ramelet AA, Boisseau MR, Allegra C et al. Clinical Hemorheology and Microcirculation. Pittler MH, Ernst E Horse chestnut. Cochrane Database of Systematic Reviews. Martinez MJ, Bonfill X, Moreno RM et al. Dissemond J Kompressionstherapie. Schmeller W, Gaber Y Behandlung.
Report N06 bis IQWiG -Berichte - Nr. Smola H, Eming SA, Hess S et al. Moderne Konzepte zur Pathophysiologie und. Leitlinie Diagnostik und Therapie des Ulcus. Gohel MS, Barwell JR, Taylor M et al. Long Krampfadern abstrakt results of compression therapy alone versus compression plus surgery in chronic venous ulceration ESCHAR : randomised. BMJ 83 to Krampfadern abstrakt der Arzneimittel-Hersteller e. BAH Der Arzneimittelmarkt in.
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q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
Christoph Arndt: Information Measures, Information and its Description in Science and Engineering (Springer Series: Signals and Communication Technology), 2004, ISBN 978-3-540-40855-0, springer.com
Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
William Poundstone: Die Formel des Glücks
Weblinks
Kybernetik
Kognitionswissenschaft | MOA-SPSS 3.0.0-RC1
MOA-SPSS 3.0.0-RC1 was released.
In MOA-SPSS 3.0.0-RC1 most of the underlying signature verification libraries were exchanged to support form validation of CAdES, XAdES and PAdES signatures with MOA-SPSS. The certificate store format is different from version 3.0.0 onwards, but is automatically converted to the new format. In case of a failed update, administrators should create a backup of the currently used certificate store.
https://joinup.ec.europa.eu/software/moa-spss/asset_release/moa-spss-300-rc1
EGIZ Inside Out am 06.06.2016
Wir laden Sie zu einer zweistündigen Veranstaltung mit den Experten des E-Government Innovationszentrums ein, um über aktuelle Themen, Innovationen und Forschungsergebnisse in den Bereichen E-Government und IT-Sicherheit zu diskutieren.
Ort: Bundeskanzleramt, Dachfoyer,
Wir bitten Sie Ihre Anmeldung bis zum 31.05.2016 an folgende e-Mail Adresse zu senden: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
MOA-ID 3.1.0 Release veröffentlicht
MOA-ID 3.1.0 wurden veröffentlicht.
Mehrere virtuelle IDP Instanzen je deployer MOA-ID Instanz möglich (unterschiedliche Entity-IDs je virtueller Instanz)
Anpassung der von MOA-ID verwendeten PVP 2.x EntityID (entspricht nun SAML2 'well-known-location' method)
Überarbeitung der grafischen Oberflächen (Konfigurationstool, BKU-Auswahl, ...)
Inkludierung der neuen Logos für Karte und Handy-Signatur
Sicherheitsupdates, Fehlerkorrekturen und Bibliotheksupdates
Digitalstaatssekretärin Steßl: Österreich ist mit neuer Handy-Signatur App Vorreiter in Europa
"Mit der Handy-Signatur haben wir ein sehr innovatives, sicheres Instrument zur eindeutigen Identifizierung in der digitalen Welt. Gerade durch die immer stärker werdende Kriminalität im Internet sind die Argumente für die kostenfreie Handy-Signatur so überzeugend, dass wir mittlerweile über 640.000 aktive Signaturen haben. Mit der neuen App gehen wir einen technologischen Schritt weiter" sagt Staatssekräterin Sonja Steßl bei der Pressekonferenz am Montag 18. April 2016 "Handy-Signatur – der sichere digitale Ausweis. Jetzt auch als App"
Total vernetzt und trotzdem sicher - Podiumsdiskussion 4.4. Kunsthaus Graz
Podiumsdiskussion "Total vernetzt und trotzdem sicher"
Im Kunsthaus Graz widmen wir uns am 4.4.2016 im Rahmen einer Podiumsdiskussion dem Thema Datenschutz und Datensicherheit in einer zusehends mehr und mehr vernetzten Welt.
Total vernetzt und trotzdem sicher –
Leben und arbeiten in einer informatisierten Welt
4.4.2016, 19:00 Uhr
Mehr Information unter: https://www.tuv.at/tuev-austria-gruppe/events/ | de |
q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
Christoph Arndt: Information Measures, Information and its Description in Science and Engineering (Springer Series: Signals and Communication Technology), 2004, ISBN 978-3-540-40855-0, springer.com
Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
William Poundstone: Die Formel des Glücks
Weblinks
Kybernetik
Kognitionswissenschaft | Agent Null (Ein Agent Null Spionage-Thriller—Buch #1) in Apple Books
„Einer der besten Thriller, die ich dieses Jahr gelesen habe.“
-- Buch- und Filmbewertungen (über: Koste es, was es wolle)
In diesem lang erwartetem Debüt einer epischen Spionage-Thriller-Serie des #1 meistverkauften Autors Jack Mars, werden die Leser in einem Action-Thriller nach Europa geführt, wo der mutmaßliche CIA Agent Kent Steele, der von Terroristen, der CIA und seiner eigenen Identität gejagt wird, eine Reihe von Mysterien entschlüsseln muss. Wer ist hinter ihm her, wer ist er, welches ist das anstehende Ziel der Terroristen—und was hat es mit der wunderschönen Frau auf sich, die er immer wieder vor seinem geistigen Auge sieht?
Kent Steele, 38, ein brillanter Professor für Europäische Geschichte an der Columbia Universität, lebt mit seinen zwei Teenager Töchtern in einem New Yorker Vorort ein ruhiges Leben. All das verändert sich, als es eines Abends an seiner Tür klopft und er von drei Terroristen entführt wird—er wird quer über den Ozean geflogen, um in einem Pariser Keller verhört zu werden.
Sie sind überzeugt davon, dass Kent der tödlichste Spion ist, den die CIA je kannte.
Er ist sich sicher, dass sie den falschen Mann haben.
Inmitten einer Verschwörung, mit Gegenspielern, so schlau wie er selbst und einem Auftragskiller dicht auf seinen Fersen, beginnt ein wildes Katz und Maus Spiel, das Kent auf einen verhängnisvollen Weg führt—einen Weg, der ihn zurück nach Langley führen könnte—und zu einer schockierenden Entdeckung über seine eigene Identität.
AGENT NULL ist ein Spionage Thriller, der dich bis spät in die Nacht an sich fesseln wird.
„Ein Thriller der Extraklasse.“
-- Midwest Book Review (über: Koste es, was es wolle)
Außerdem erhältlich ist Jack Mars #1 meistverkaufte LUKE STONE THRILLER Serie (7 Bücher), die mit „Koste es, was es wolle“ (Buch #1) beginnt, einem kostenlosen Download mit über 800 5-Sterne-Bewertungen!
Mehr Bücher von Jack Mars
Zielobjekt Null (Ein Agent Null Spionage-Thriller – Buch #2)
Jagd Auf Null (Ein Agent Null Spionage-Thriller – Buch #3)
Eine Falle für Null (Ein Agent Null Spionage-Thriller — Buch #4)
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q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
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Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
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Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
William Poundstone: Die Formel des Glücks
Weblinks
Kybernetik
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q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
Christoph Arndt: Information Measures, Information and its Description in Science and Engineering (Springer Series: Signals and Communication Technology), 2004, ISBN 978-3-540-40855-0, springer.com
Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
William Poundstone: Die Formel des Glücks
Weblinks
Kybernetik
Kognitionswissenschaft | Mecki - Die Geschichte eines Redaktionsigels
Zum Geburtstag des HÖR ZU!-Maskottchens zeigt das Wilhelm-Busch-Museum eine Ausstellung
© Wilhelm-Busch-Museum
Ein Igel wird 60
Zum runden Geburtstag des HÖR ZU!
Redaktions-Maskottchens "Mecki"
zeigt das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover
eine sehenswerte Ausstellung
Er gehört zur jungen deutschen Bundesrepublik so untrennbar wie Konrad Adenauer und Theodor Heuss, Friedel Hensch & die Cyprys, der „Lurchi" von Salamander, Rudolf Prack und Sonja Ziemann, Bully Buhlan und Otto Normalverbraucher: Mecki, das Redaktions-Maskottchen der Rundfunkzeitschrift HÖR ZU! aus dem Hamburger Axel Springer Verlag. Genau genommen ist die Geburtstagstorte ja schon gegessen, denn bereits im Oktober 1949 trat der fröhliche Igel auf den Plan, als die HÖR ZU! ihn ihren Lesern auf der Titelseite von Heft 43 vorstellte: „Das ist Mecki".
Liebling der Nation mit vielen Vätern
Das Original - © Diehl Film
Archiv Musenblätter
Im Handumdrehen wurde Mecki nicht nur zum Liebling des Chefredakteurs Eduard Rhein, sondern auch dem der Leser, besonders der Kinder, nachdem 1951 die Mecki-Puppe der Fa. Steiff auf den Markt gekommen war und die Cartoons sich vermehrt an Kinder wandten. Bekannt aus Puppentrickfilmen der Gebrüder Ferdinand und Hermann Diehl, die von HÖR ZU! anfangs urheberrechtlich übergangen wurden und schließlich die Rechte an den Axel Springer Verlag verkauften, mußte die Figur für den Zeitschriften- Druck nun ein graphisches Gesicht bekommen. Dafür konnte der Verlag den Zeichner Reinhold Escher (1905-1994) gewinnen, der bereits erfolgreich für die Witzseite der HÖR ZU! gezeichnet hatte und nun die Grundlage für die bis heute (mit einer kleinen Unterbrechung von 1978-1985) anhaltende Erfolgsgeschichte der Cartoons und Zeichengeschichten um Meckis Abenteuer schuf.
Auf Escher folgt Petersen
An seiner Gestaltung richteten sich die Nachfolger als Mecki-Väter im wesentlichen aus. Wilhelm Petersen ist wohl der bekannteste darunter geworden. Er arbeitete zur Unterstützung Reinhold Eschers einige Jahre gemeinsam mit ihm an den Mecki-Abenteuern. Aber auch die Namen anderer
Mecki und die Seinen - Wilhelm Petersen o.J. - © Wilhelm Busch Museum
Zeichner haben guten Klang: Heinz Ludwig, Alexander Heß, Rainer Schwarz, Ully Arndt, Harald Siepermann und Peter Hörndl. Heute ist nach 20 Jahren der Regentschaft von Volker Reiche Johann Kiefersauer "amtierender" Mecki-Zeichner. Er nähert sich wieder dem Erscheinungsbild Meckis, wie ihn Escher und Petersen gezeichnet haben. Nicht nur durch die HÖR ZU!, vor allem durch die 1952-1964 in Buchform erschienenen Reiseabenteuer Meckis und seiner Freunde, zu denen Eduard Rhein die kongenialen Texte schrieb, fanden die Figuren Reinhold Eschers Eingang in das kollektive Comic-Bewußtsein der Nation: der Choleriker und große Individualist Charly Pinguin, der Schrat mit seinen erlesenen Schlafanzügen und die putzigen Goldhamsterchen, später auch Kater Murr und die Ente Watsch.
Märchenhafte Reisen
Hatte Escher anfangs nur gelegentlich einen Mecki für die Leserbrief- oder die Witz-Seite, später ab 1951 in zeitlich unregelmäßigen Intervallen erste (fast) seitenfüllende Zeichengeschichten in
© Archiv Musenblätter
Fortsetzungen entworfen, konnte sein Mecki ab Ende 1953 endlich jede Woche mit einer ganzseitigen Folge episch lang angelegter Abenteuergeschichten erscheinen - und wurde Woche für Woche mit Spannung erwartet. Die in 13 Jahrgängen erschienene Buchreihe mit dem Untertitel "Ein märchenhafter Reisebericht, aufgeschrieben von ihm selbst" führte in der Tat in märchenhafte und exotische Welten. Neben Reisen in die Arktis, ins unerforschte Afrika, nach China, ins Indianerland Nordamerika und ins antike Persien besuchten Mecki und seine Freunde Märchenfiguren der Brüder Grimm, von Wilhelm Hauff, Ludwig Bechstein und aus 1001 Nacht. Zunächst im Verlag Hammerich & Lesser in Hamburg - der Verlag gehörte Axel Springers Vater - erschienen, folgten Neuauflagen bei Melzer, Lingen, Bertelsmann, Ullstein und Cormoran. Heute gibt es Nachdrucke einiger Abenteuerreisen und zweier Jahrgangs-Sammlungen von HÖR ZU!-Seiten beim Esslinger Verlag J.F. Schreiber.
Sicher ist die werbewirksame, sympathisch-gemütliche Figur des Mecki, der zu Zeiten, als das noch
© Wilhelm Busch Museum
nicht verpönt war, auch gerne mal ein (Wasser-)Pfeifchen schmauchte, neben den herrlichen Titelbildern von Kurt Ard und der hervorragenden Gestaltung der Programmseiten der damaligen HÖR ZU! für den anhaltenden Erfolg der Rundfunk- später auch Fernsehzeitschrift ("Sieh fern mit HÖR ZU!") mit verantwortlich. Umso härter muß es für seinen Entdecker und Texter Eduard Rhein (1900-1993) gewesen sein, als er 1965 vom Axel Springer Verlag überraschend die Kündigung erhielt. Sein Name allerdings wird untrennbar mit dem abenteuerlustigen Igel verbunden bleiben. Gleichzeitig mit seiner Autorenschaft für Mecki schrieb Eduard Rhein u.a. unter dem Pseudonym Hans Ulrich Horster diverse erfolgreiche Romane, die z.Z. in der HÖR ZU! in Fortsetzungen veröffentlicht und später verfilmt wurden: "Ein Herz spielt falsch (1950)“, „Der Engel mit dem Flammenschwert (1953)“, „Suchkind 312 (1955)“, „Herz ohne Gnade (1957)“, „Ein Student ging vorbei (1959)“, „Eheinstitut Aurora (1961)“.
Die Ausstellung in Hannover, die noch bis zum 11. April zu besichtigen ist, zeigt mehr als 200 Original-Zeichnungen von allen an der Entwicklung der populären Figur beteiligten Zeichnern, dazu auch Unveröffentlichtes, darunter erstmals die letzte Mecki-Geschichte von Reinhold Escher aus dem Jahr 1970. Im Museumsshop ist eine Auswahl von Mecki-Büchern erhältlich. Übrigens: Wußten Sie eigentlich, daß der „Mecki"-Haarschnitt unseren HÖR ZU!- Igel als Vorbild hat? Und daß der in den 50ern die Igelin Micki geheiratet hat, sie aber nie auf seine Abenteurreisen mitnahm?
Mecki und die Leserpost
in: HÖR ZU! Nr. 45/1951 -
Foto © Archiv Musenblätter
Wilhelm-Busch-Museum - Georgengarten – 30167 Hannover
Telefon 0511-16999911/16 – Telefax 0511-16999999
E-Post: sekretariat@wilhelm-busch-museum.de
Das Museum ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Weitere Informationen unter: www.wilhelm-busch-museum.de
Eckart Sackmann - „Mecki - Einer für alle", 1994 comicplus+, Verlag Sackmann u. Hörndl
Moritz von Uslar - „Er läuft und läuft und läuft...", in: Süddeutsche Zeitung Magazin 16/1998
Werner Hoof - „Mecki und seine Freunde", in: Die Sprechblase Nr. 20/1979
Maurice Horn - „The World Encyclopedia of Comics"
diverse Hefte HÖR ZU! - Axel Springer Verlag, 1951-1964
Mecki-Bücher:
1. Mecki im Schlaraffenland 1952
2. Mecki bei den 7 Zwergen 1953
3. Mecki bei den Eskimos 1954
4. Mecki bei den Chinesen 1955
5. Mecki bei den Indianern 1956
6. Mecki bei den Negerlein 1957
7. Mecki bei Prinz Aladin 1958
8. Mecki auf dem Mond 1959
9. Mecki und die 40 Räuber 1960
10. Mecki bei Harun al Raschid 1961
11. Mecki bei Sindbad 1962
12. Mecki bei Zwerg Nase 1963
13. Mecki bei Frau Holle 1964
14. Mecki bei
Aschenputtel - angekündigt für 1965,
jedoch nicht erschienen
Reinhold Escher/Wilhelm Petersen -„Mecki - Gesammelte Abenteuer"
© 2009/2010 Esslinger Verlag J.F. Schreiber, zwei Bände (1958 und 1959), je 14,95 €
www.meckiseite.de , www.meckifan.de und www.hoffmann-world.de/ | de |
q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
Christoph Arndt: Information Measures, Information and its Description in Science and Engineering (Springer Series: Signals and Communication Technology), 2004, ISBN 978-3-540-40855-0, springer.com
Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
William Poundstone: Die Formel des Glücks
Weblinks
Kybernetik
Kognitionswissenschaft | Wilhelm Gantner | AustriaWiki im Austria-Forum
> Wilhelm Gantner
Version, Wilhelm Gantner
Wilhelm Gantner (* 29. April 1949 in Nenzing) ist ein österreichischer Politiker (ÖVP) und Unternehmer der Elektronik-Branche. Gantner war von 1992 bis 1994 vom Vorarlberger Landtag entsandtes Mitglied des österreichischen Bundesrates.
Wilhelm Gantner kam am 29. April 1949 in der Walgau-Gemeinde Nenzing zur Welt, wo er von 1955 bis 1959 zunächst die Volks- und anschließend von 1959 bis 1963 die Hauptschule besuchte. In den Jahren 1963 und 1964 war er anschließend am musisch-pädagogischen Realgymnasium in Feldkirch, ehe er 1964 eine Lehre als Radio- und Fernsehtechniker in Frastanz begann. 1968 und 1969 bildete er sich an der Technischen Akademie Esslingen weiter und stieg noch im selben Jahr als Techniker der Elektronikabteilung an einem Elektronikinstitut ins Berufsleben ein. Gleichzeitig besuchte er in München das Oskar-von-Miller-Polytechnikum und legte 1971 die Meisterprüfung als ab. Von 1972 bis 1974 war Gantner in der Folge als Betriebsleiter einer Radio- und Fernsehabteilung tätig, 1974 gründete er mit einem Partner eine eigene Firma und war dort als Geschäftsführer bis 1982 tätig.
Im Jahr 1982 gründete Wilhelm Gantner sein eigenes Elektronikunternehmen in seiner Heimatgemeinde Schruns. Ebenfalls 1982 wurde er zum Obmann der Jungen Wirtschaft Vorarlberg gewählt. Ab 1985 war Gantner Gemeindevertreter für die Österreichische Volkspartei in Schruns und ab 1986 Obmann des Wirtschaftsbunds in seiner Heimatgemeinde. In weiterer Folge wurde Gantner in zahlreiche Funktionen im Vorarlberger Wirtschaftsbund, in der ÖVP Vorarlberg sowie in der Wirtschaftskammer und im Wirtschaftsförderungsinstitut bestellt. Schließlich wurde Gantner am 15. September 1992 vom Vorarlberger Landtag als Vorarlberger Mitglied des Bundesrats nach Wien entsandt. Nach der Landtagswahl in Vorarlberg 1994 schied Wilhelm Gantner aus dieser Funktion am 18. Oktober 1994 wieder aus.
Im Jahr 1999 wurde Wilhelm Gantner vom Bundespräsidenten der Berufstitel Professor verliehen und im gleichen Jahr war er Mitbegründer eine weiteren Firma im RFID Bereich, in der er dann später als Vorstand tätig war.
Eintrag zu Wilhelm Gantner auf den Webseiten des österreichischen Parlaments
Gantner, Wilhelm
Artikel zu Wilhelm Gantner
Seite AustriaWiki/Wilhelm_Gantner
Url https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Wilhelm_Gantner | de |
q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
Christoph Arndt: Information Measures, Information and its Description in Science and Engineering (Springer Series: Signals and Communication Technology), 2004, ISBN 978-3-540-40855-0, springer.com
Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
William Poundstone: Die Formel des Glücks
Weblinks
Kybernetik
Kognitionswissenschaft | Atos kündigt engere Auswahl für seine IT Challenge 2015 an
Informieren Sie sich über Atos weltweit und Atos in Deutschland Atos kündigt engere Auswahl für seine IT Challenge 2015 an
15 Teams aus sechs Ländern mit ihren Konzepten für Connected Living in engerer Auswahl
Paris, 4. Februar 2015-
Atos, ein führender Anbieter im Bereich Digital Business, gibt heute die Bewerberauswahl für seine vierte IT Challenge bekannt. Insgesamt 15 Teams aus sechs Ländern stehen auf der Liste für das beste Konzept für Connected Living (vernetztes Wohnen). Connected Living steht für eine Welt, in der das Zuhause, der Arbeitsplatz und die Stadt nahtlos über mehrere intelligente Geräte miteinander verbunden sind und Video-, Sprach- und Datendienste jederzeit und überall universelle Vernetzung schaffen.
Über 300 Studenten von 34 Universitäten aus zehn Ländern haben an der diesjährigen IT Challenge teilgenommen. Daraus hat die Jury 15 Teams in die engere Wahl genommen. Diese besteht aus Mitgliedern der Atos Scientific Community, einem globalen Netzwerk der etwa 100 besten Technologie-Experten von Atos, sowie Experten von EEBus und Vertretern der Europäischen Kommission. Wie in den vorherigen IT Challenges wird ein weiteres Team – Porto Alegre aus Brasilien – von der Öffentlichkeit via Facebook gewählt: das mit der höchsten Anzahl an „Likes“ gewinnt (über 6.000).
Gilles Grapinet, Senior Executive Vice President bei Atos und Worldline CEO, sagt: „Wir sind einmal mehr überwältigt von der hohen Resonanz und vor allem von der hohen Qualität der Bewerbungen für unsere IT Challenge. Die Konzepte sind sehr innovativ, und sie könnten unser tägliches Leben entscheidend verändern und verbessern. Wir sind schon sehr gespannt, wie die Teams mit Unterstützung unserer Mentoren aus der Atos Scientific Community ihre Ideen weiterentwickeln und umsetzen werden.“
Peter Kellendonk, President von EEBus kommentiert die ausgewählten Teams: „Manche der Ideen sprechen die Ziele der EEBus Initiative sehr konkret an. Wir werden unterstützen wo wir können.“
Die nominierten Teams:
Bolt von der Aston Universität aus Großbritannien – eine kostenlose App, die Nutzer darin unterstützt, ihren Stromverbrauch besser zu steuern und vorauszusehen, sowie abhängig vom Verbrauch gegebenenfalls einen passenderen Stromanbieter oder Tarif empfiehlt.
CartoFruit von Polytechnique aus Frankreich – eine App, die gemeinsame Obst- und Gemüseeinkäufe mit den Nachbarn koordiniert. Eine Person kauft ein und verteilt die Einkäufe, dafür erhält sie einen Rabatt. Die Nachbarn profitieren so von günstigeren Preisen als bei ähnlichen Dienstleistungen.
Devhope von Einseirb-Matmeca aus Frankreich – SecondSight, eine für blinde Menschen entworfene App, um ihr Leben leichter und komfortabler zu gestalten. Sie wird mit den nötigen Geräten verbunden und liefert sofort Informationen über Verkehrsampeln, Straßenlöcher, neu errichtete Baugerüste, Öffnungszeiten vom Supermarkt, etc.
Digitalcare von F H Hagenberg in Österreich – eine App, die in der Wohnung älterer Menschen installiert wird, und Angehörige im Notfall alarmiert.
Ease von UTC aus Frankreich – eine App, die die intelligentesten Geräte auf dem Markt hinsichtlich Effizienz, Netzwerkfähigkeit und Unternehmensdienstleistungen empfiehlt, beispielsweise Supermarktlieferungen und Online-Shopping.|
Everlook vom Imperial College London aus Großbritannien – eine persönliche Google-Brille als Einkaufshilfe, welche den Kunden beim schnelleren Auffinden und Bezahlen der gewünschten Artikel hilft.
Fallse von Einseirb-Matmeca aus Frankreich – eine App, die Kunden hilft, lange Warteschlangen beim Friseur, Arzt oder Fitnessstudio zu vermeiden. Dieser Dienst informiert Nutzer automatisch nach Eingabe der Geschäftsräume über die Wartezeiten.
ITeam von Einseirb-Matmeca aus Frankreich – eine App, welche Pendlern beim Auffinden des am geringsten besetzten Zugwagons hilft oder bei Anschlusszügen, den am nächsten zu ihrem Anschlusszug befindlichen Wagon.
Na Rae von der Dankook-Universität aus Südkorea – eine App – Your Energy Solution (YES) – die Haushalte dabei unterstützt, mittels effizienter Verwendung alternativer Energien ihre Stromrechnung auf ein Minimum zu senken.
Nightingale von der Loughborough-Universität aus Großbritannien - Homeaide – eine App, die es Menschen mit verschiedenen geistigen/körperlichen Behinderungen erlaubt, Anwendungen rund ums Haus zu steuern, ihre eigene Gesundheit zu überwachen, in lokale Ereignisse einbezogen zu werden und optische/akustische Erinnerungen auf ihr Handy zu erhalten, wodurch sie in ihrem eigenen Haus unabhängiger sind.
Porta vom University College London aus Großbritannien – eine leichte digitale Türklingel und Gegensprechanlage mit einer integrierten App, welche die Haustür antworten lässt, selbst wenn die Bewohner außer Haus sind.
Team Quandrum vom People's Education Society Institute of Technology, Bangalore, aus Indien – eine App zur Bildung eines Sicherheitsnetzes in einer ausgewählten Nutzergemeinde, die in Notfällen einspringt und so die Rückrufzeit für in Not geratene Menschen minimiert.
Der brain trust vom Cummins Women Engineering College, Pune aus Indien – eine App zur Feldbewässerung, die eine schnellere, flexiblere und sichere Bewässerung der Felder ermöglicht.
UCL GO vom University College London aus Großbritannien – My EYE – eine App, die Sehbehinderten hilft, Gefahren als Fußgänger wahrzunehmen. Die Handykamera sendet ein Signal an das Bluetooth-Armband, welches vibriert, wenn die Kamera eine Gefahr erkennt.
Porto Alegre von Unisinos aus Brasilien – die Ecoside-Warnapp informiert über Probleme in der Stadt, beispielsweise über defekte Verkehrsampeln, verstopfte Abflüsse, umgefallene Bäume, etc.
Das künftige Siegerteam gewinnt eine Reise nach Barcelona, einschließlich eines Besuchs im Mobile Competence Center von Atos. Dort besprechen sie mit den Atos Experten, ob und wie ihre Apps weiterentwickelt und vermarktet werden. Die zweitplatzierten Teams erhalten ein Tablet, ein Atos-Diplom für hervorragende Leistungen, sowie die Chance, sich auf eines der begehrten Praktika bei Atos zu bewerben.
Die IT Challenge von Atos
Die Atos IT Challenge wurde im Jahre 2012 gegründet, um den Innovationsgeist der kommenden Generation von IT-Fachleuten zu fördern. Sie ist heute ein fester Termin im Kalender der Studierenden an den Atos Partneruniversitäten in zehn Ländern. So sind aus dieser Initiative bereits Gewinnerideen für die Olympischen Spiele und vernetzte Fahrzeuge hervorgegangen: Hierzu zählt eine App, die Emissionen von Autos und die Wartezeit vor roten Ampeln reduziert, indem sie auf Grundlage der aktuellen Navigationsstrecke die optimale Geschwindigkeit für die grüne Welle vorschlägt. Mit einer weiteren Gewinner-App können Besucher der Olympischen Spiele planen, welche Sportwettbewerbe sie an einem Tag sehen und welche Sightseeing-Touren sie unternehmen möchten.
Um ihre technologischen Fähigkeiten zu demonstrieren erhalten die Teams die Möglichkeit mit FIWARE zu arbeiten, einer offenen Internetplattform für innovative Internetanwendungen und Services, entwickelt von Atos und Industriepartnern.
Weitere Informationen unter: atositchallenge.net
Atos SE (Societas Europaea) ist ein führender Anbieter im Bereich Digital Business mit einem pro forma Jahresumsatz für 2013 von 10 Milliarden Euro und 86.000 Mitarbeitern in 66 Ländern. Das Unternehmen bietet seinem globalen Kundenstamm Beratungsleistungen und Systemintegration, Managed Services & Business Process Outsourcing (BPO), Cloud Operations, Big Data und Sicherheitslösungen sowie transaktionsbasierte Services durch Worldline, den europäischen Marktführer für Zahlungs- und Transaktionsdienstleistungen. Mit seiner umfassenden Technologie-Expertise und tiefgreifendem Branchenwissen unterstützt der IT-Dienstleister Kunden in folgenden Marktsegmenten: Verteidigung, Finanzdienstleistungen und Gesundheitswesen, produzierendes Gewerbe, Medien und Versorgungsunternehmen, Öffentliche Verwaltung, Handel, Telekommunikation und Transport.
Der Fokus liegt dabei auf Business Technology. Dieser Ansatz verbindet Unternehmensstrategie, Informationstechnologie und Prozesse. Dadurch können Kunden ihr Geschäft nachhaltig vorantreiben und zukunftsorientiert entwickeln. Atos ist der weltweite IT-Partner der Olympischen und Paralympischen Spiele und an der Pariser Börse Euronext notiert. Atos firmiert unter Atos, Atos Consulting, Atos Worldgrid,
Bull, Canopy und Worldline. | de |
q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
Christoph Arndt: Information Measures, Information and its Description in Science and Engineering (Springer Series: Signals and Communication Technology), 2004, ISBN 978-3-540-40855-0, springer.com
Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
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Praventiver
Hilfsmoglichkeiten
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1 Thüringen - Bodo Schulenburg
Auteur : Bodo Schulenburg
3 Thüringen und der Harz, mit ihren Merkwürdigkeiten, Volkssagen und Legenden. Historisch-romantische Beschreibung aller in Thüringen und auf dem Harz vorhanden gewesenen und noch vorhandenen Schlösser, Burgen, Klöster, etc. SIEBTER BAND - Friedrich von Sydow & Johann Michael Heinrich Doering
Auteur : Friedrich von Sydow & Johann Michael Heinrich Doering
4 Thüringen und der Harz, mit ihren Merkwürdigkeiten, Volkssagen und Legenden. Historisch-romantische Beschreibung aller in Thüringen und auf dem Harz vorhanden gewesenen und noch vorhandenen Schlösser, Burgen, Klöster, etc. - Friedrich von Sydow, Johann Michael Heinrich Doering & Carl Duval
Auteur : Friedrich von Sydow, Johann Michael Heinrich Doering & Carl Duval
5 Thüringen und der Harz, mit ihren Merkwürdigkeiten, Volkssagen und Legenden. Historisch-romantische Beschreibung aller in Thüringen [By L. Storch, C. Duval, W. Schoenichen, F. von. S., H. Doering and others, and edited by F. von S.] - Friedrich von Sydow, W. Schoenichen & Carl Duval
Auteur : Friedrich von Sydow, W. Schoenichen & Carl Duval
6 Praktikumsbericht: Landesfilmdienst Thüringen e.V. - Zentrum für Medienkompetenz und Service - Astrid Schäfer
Medien repräsentieren einen Kulturbereich und sind zu einer wichtigen Sozialisationsinstanz geworden. In diesem Zusammenhang ist ganz klar, dass die Prozesse der Mediensozialisation zunehmend pädagogisch bedeutsam werden. In der Literatur wird heute vielfach vom Aufwachsen in Medienwelten gesprochen, was im Wesentlichen den Tatbestand abbildet, dass die Welterfahrung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig von der Medienvielfalt im Alltag geprägt und strukturiert wird. Kennzeichnend für die Alltagsmedienwelt ist, dass insbesondere das Buch - als eines der ersten Medien nach allgemeinem Verständnis - heute stark in den Hintergrund getreten ist, während Fernsehen und Computerspiele deutlich dominieren. Hinsichtlich dieser Tatsache, habe ich die Medien Buch (genau: literarischer Text) und Film zum zentralen Gegenstand meines Praktikums im Landesfilmdienst Thüringen e.V. gemacht. Der
7 Geotourismus in Thüringen - Nancy Allmrodt
Auteur : Nancy Allmrodt
Diese Studie befasst sich mit einem noch relativ jungen Phänomen: den Geoparks. Seit einigen Jahren ist eine unvergleichliche Dynamik auf diesem Gebiet zu verzeichnen, die sich darin äußert, dass weltweit ständig neue Geoparks gegründet werden. Auch die internationale Geotourismusforschung beginnt sich langsam zu etablieren. Bisher wurden aber nur wenige Befragungen in Geoparks durchgeführt, die evaluieren, wie Besucher und Anwohner Geoparks beurteilen und inwiefern diese sich dafür interessieren. Daher war es Ziel dieser Untersuchung, eine Nachfrageanalyse dieser beiden wichtigsten Zielgruppen eines Geoparks durchzuführen. Im Nationalen GeoPark Thüringen Inselsberg Drei Gleichen wurde hierzu eine umfassende Touristen- und Anwohnerbefragung durchgeführt, wobei der Fokus auf Ersteren liegt. Dies erfolgte mit einem standardisierten Fragebogen in schriftlicher Form im Herbst bzw.
8 Thüringen Reiseführer Michael Müller Verlag - Heidi Schmitt
Auteur : Heidi Schmitt
Die Autorin Heidi Schmitt weiß aber auch, wo Aktive die schönsten Reviere finden zum Wandern, Radeln, Paddeln oder Klettern.
9 Sagenhaftes Thüringen - Klaus Fischer
Auteur : Klaus Fischer
10 Die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Thüringen und Rheinland-Pfalz - Götz Lieberknecht
Auteur : Götz Lieberknecht
Die Arbeit stellt eine Policy-Analyse eines aktuellen und politikwissenschaftlich relevanten Themas dar: der Umsetzung von EU-Umweltpolitik in den Mitgliedstaaten bzw. Bundesländern.
Nach der theoretischen Verankerung in der Implementations- und Europäisierungsforschung stützt sich der empirische Teil auf die Analyse einschlägiger Dokumente, d.h. Gesetzes- und Verordnungstexte. Untersucht wird dabei anhand zweier Hypothesen die Rolle unterschiedlicher Parteienkonstellationen im Implementierungsprozess sowie die Bedeutung informeller Gremien sowohl zwischen den Ländern als auch im europäischen Mehrebenensystem.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in den beiden Bundesländern trotz unterschiedlicher Koalitionen und umweltpolitischer Interessen zu dem gleichen Ergebnis kommt, und die Koordination zu einem großen Teil in pragmatis
11 Demographische Veränderungen, Einflussfaktoren und Auswirkungen - Thüringen und die Welt im Wandel der Zeit - Susanne Grolle
Auteur : Susanne Grolle
12 Als Lehrer in Gotha/Thüringen 1950–1990 - Harald Rockstuhl & Heinz Scholz
Auteur : Harald Rockstuhl & Heinz Scholz
Da sind seine Erinnerungen an seine schlesische Kindheit und Jugend in NS-Zeit, Hitlerkrieg und das Leben im Stalingrader Lager 1944/45, an die Rückkehr aus Gefangenschaft und an den schweren Beginn eines neuen Lebens während schwieriger Nachkriegsjahre im Raum Erfurt – Langensalza bis zu seinem Eintritt als „Neulehrer“ in Gotha.
„Ich will mich da als ein Zeitzeuge verstehen, der denkt, dass manches historische Geschehen aus dem Großen und Ganzen der jüngsten Geschichte vielleicht anschaulicher und verständlicher werden kann durch subjektiv erzählte „Geschichte(n) kleiner Leute…“
Ebenso empfehlenswert sein zweites Buch „Als Le
13 Thüringen, Seine Geschichte, Die Schlacht von Jena-Auerstedt - Claus Reuter
Auteur : Claus Reuter
Die Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806 stellte das Ende der Alt-Preussischen Era dar und führte Jahre später zur Einigung Deutschlands unter der Führung Preussens.
14 Emil rettet Thüringen - Michael Kirchschlager
Auteur : Michael Kirchschlager
Der kleine Emil schläft gemächlich in seiner Höhle und träumt von seiner Mama, seinem Papa und seinen Freunden. Doch in der Zwischenzeit überfällt der böse Herzog Heinrich der Grimmige Thüringen und belagert das Schloss der Landgräfin Jutta. In seinem Heer führt er zwei furchtbare Fabeltiere mit, die die Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Als alle Hoffnung zu verfliegen droht, bricht ein kleines, mutiges Mädchen auf, um den Drachen Emil zu suchen. Denn alle Thüringer wissen: nur der Drache Emil kann das Land noch retten!
15 Sagen, Märchen und Gebräuche aus Sachsen und Thüringen 1845 - Emil Sommer & Harald Rockstuhl
Auteur : Emil Sommer & Harald Rockstuhl
70 Sagen, 11 Märchen und Gebräuche aus Thüringen und Sachsen (und heute Sachsen-Anhalt) sowie der Stadt Halle – 1845 // 1 s/w und 10 farbige Fotos, sowie 6 Zeichnungen //Drei Kapitel: I. Sagen; II. Märchen; III. Gebräuche mit Lichtmesse, Fastnacht, Aschermittwoch, Ostern, Walpurgis, Himmelfahrt, Pfingsten, Johannis, Martini, Andreasnacht. Die Zeit zwischen Johannis und der Ernte, Ernte. Die zwölf Nächte.
16 Radegunde von Thüringen - Simone Knodel
Auteur : Simone Knodel
17 Geschichte Nationalsozialismus: Der "Mustergau". Thüringen zur Zeit des Nationalsozialismus. - Steffen Raßloff
Auteur : Steffen Raßloff
NS-"Mustergau" Thüringen: Mythos oder Realität? Thüringen war in den 1920er-Jahren eine der frühen Hochburgen der NSDAP. Hier gelangten 1930 erstmals Nationalsozialisten auf Ministersessel. Hier erfolgte 1932 die "vorgezogene Machtergreifung" unter Fritz Sauckel. Die NS-Politik setzte das Land besonders rigoros um, nutzte dabei aber die Ausstrahlung des Kulturlandes um Hitlers "Lieblingsstadt" Weimar. Schließlich sollte Thüringen mit Rüstungsprojekten und einem Führerhauptquartier zur letzten "Festung" des "Dritten Reiches" werden.
18 Sagen und Legenden aus Thüringen - Christine Giersberg & John Verlag
Auteur : Christine Giersberg & John Verlag
Der Fund eines Homo erectus aus Bilzingsleben bei Weimar zeugt von einer Besiedlung der Gegend 350 000 v. Chr. Der Name "Thoringi" taucht erstmals im Jahre 380 bei dem römischen Geschichtsschreiber auf Flavius Vegetius Renatus auf. Die Missionierung Thüringens erfolgte auf Betreiben des späteren Bischofs von Mainz, Bonifatius. Er errichtete 742 in Erfurt ein Bistum. Im Jahre 1067 gründet Graf Ludwig der Springer nahe bei Eisenach die berühmte Wartburg. Im 12. Jahrhundert wurden die Städte Mühlhausen, Nordhausen und Saalfeld zu Reichstädten erhoben. 1247 starb mit Heinrich Raspe der letzte des mächtigen Geschlechts der Ludowinger, nachdem er nur ein Jahr zuvor zu, allerdings recht umstrittenen, zu Königswürden kam. 1554, nach dem Tode Johann Friedrichs es Großmütigen, wurde Thüringen auf Grund der Erbteilung in zahlreiche Einzelstaaten aufgeteilt, wobei nach Sachsen-
19 Deutsche Fahrten: Reise- und Kulturbilder aus Anhalt und Thüringen - Karl Emil Franzos
Dieses eBook: "Deutsche Fahrten: Reise- und Kulturbilder aus Anhalt und Thüringen" ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen.
Karl Emil Franzos (1848-1904) war ein zu seiner Zeit sehr populärer österreichischer Schriftsteller und Publizist. Seine Erzählungen und Romane reflektieren die Welt des osteuropäischen Judentums und die Spannungen, denen er als Jude und Deutscher in Galizien und der Bukowina ausgesetzt war. Seine Reisebeiträge waren beliebt, weswegen ihn die Neue Freie Presse von 1874 bis 1876 auf Reisen in die östliche Hälfte der Habsburgermonarchie schickte. Es entstanden kulturhistorische und ethnografische Kulturbilder, die, nach Abdruck in der Zeitung als Buch unter dem Titel Aus Halb-Asien zusammengefasst und immer wieder aktualisiert, in mehreren Auflagen erschienen und sehr erfolgrei
20 Wanderungen durch Thüringen - Ludwig Bechstein
21 Einführung einer Vorsorgepflicht für Kinder in Thüringen unter Betrachtung weiterer präventiver Hilfsmöglichkeiten - Christian Schubert
Auteur : Christian Schubert
In den letzten Monaten brachten die Medien immer häufiger Fälle von Kindesvernachlässigung, -misshandlung und -missbrauch an das Licht der Öffentlichkeit. Dabei sind es die extremen und tragischen Einzelschicksale mit Todesfolge, wie die der kleinen Lea-Sophie aus Schwerin oder der toten Kinder aus Erfurt, Nordhausen, und Sömmerda, die für Erschütterung, Betroffenheit und Wut in unserer Gesellschaft sorgen. Doch diese Fälle sind nur die Spitze des Eisberges, denn die Zahl der Kindeswohlgefährdungen, die im Schatten der Öffentlichkeit liegen, scheint weitaus höher zu sein. Schätzungen gehen davon aus, dass deutschlandweit zwischen 48.000 und 430.000 Kinder im Alter von 0 6 Jahren gesundheits- und lebensgefährdenden Bedingungen ausgesetzt sind.1 Vor diesem Hintergrund wurden sowohl auf Bundesebene als auch speziell in Thüringen viele Maßnahmen zum Schutz der Kinder ins Leben
22 Thüringen doch Hermundurenland. Ein Beitrag zur geschichtlichen Völkerkunde ... Nebst einer Reconstruction der Ptolemäus-Karte von Germanien. - Alfred Kirchhoff
Auteur : Alfred Kirchhoff
23 Thüringen. Ein geographisches Handbuch, etc - Fritz Regel
Auteur : Fritz Regel
24 Deutsche Fahrten - Reise- und Kulturbilder aus Anhalt und Thüringen - Karl Emil Franzos
Im ersten Band seiner Reise- und Kulturbilder beschreibt der Schriftsteller Franzos seine Eindrücke aus den Fahrten durch die Ländereien Anhalts und Thüringens seiner Zeit.
25 Thüringen Mitte/Nord - Sabine Gilcher
Auteur : Sabine Gilcher
Das Tourenangebot reicht von Wanderklassikern bis zu absoluten Geheimtipps, von gemütlichen Spaziergängen bis zu mehrstündigen Unternehmungen für sportlich ambitionierte Wanderer. Der räumliche Bogen spannt sich dabei vom Werra-Bergland und dem Nationalpark Hainich über das Harzvorland zum Kyffhäuser und bis zur Sächsischen Saale süd
26 Prognose der Landtagswahlen 2019 in Brandenburg, Sachsen und Thüringen - Wilfried Rabe
Auteur : Wilfried Rabe
Das bei den letzten Wahlen in diesen Ländern festgestellte Wahlverhalten von Frauen und Männern in den verschiedenen Altersgruppen wird untersucht und analysiert. Die Anfang Januar 2019 vorliegenden Wahlprognosen werden vorgestellt, und es wird dargelegt mit welchen Wahlkampfstrategien voraussichtlich die Parteien in den beginnenden Wahlkampf gehen. Die Konsequenzen der möglichen Wahlausgänge für die Fortbestand der gro
27 Children`s Home in Germany Thüringen - Eva Siebenherz
Auteur : Eva Siebenherz
Many people have spent their childhood and youth in a Children’s Home, an asylum, a youth center, approved school or another similar facility. And many cannot let go of the experience and are looking for connections into the past. Or for a variety of reasons, they are looking for a temporary or permanent home accommodation. Whether it is an active facility ore one closed already - the confusion and mix-up is great. Either one cannot find any information or one only finds unclear results. For this reason, we have compiled this directory of asylums which lists nearly 10000 homes and other facilities in about 10 categories.
From children's homes, youth housing, disabled homes, home schools to normal dormitories, everything is represented. In addition, you will find archive entries for closed facilities. This also includes children's homes and youth employment centers in the f
28 Elisabeth von Thüringen und die neue Frömmigkeit in Europa - Christa Bertelsmeier-Kierst
Auteur : Christa Bertelsmeier-Kierst
Anläßlich des 800. Geburtstages der heiligen Elisabeth von Thüringen wurde 2007 in Marburg ein wissenschaftliches Symposion durchgeführt, das Elisabeths karitatives Wirken in den Kontext der großen religiösen Bewegungen jener Zeit stellte. Die Subjektivierung der Frömmigkeit, die von den großen Reformorden ausging, erfasste um 1200 nachhaltig auch die Laiengesellschaft. Vor allem Frauen drängten nach Teilhabe am religiösen Leben und strebten eine möglichst radikale Nachfolge Christi an. Ergriffen vom neuen Ideal der Armut und Askese waren sie bereit, ihre bisherigen sozialen Bindungen aufzugeben und ihre Vorstellung eines christlichen Lebens in karitativer Fürsorge oder – in Abkehr von der Welt – in strenger Klausur und mystischer Selbstsorge zu verwirklichen. Diese neue Spiritualität aus der Sicht verschiedener Fächer – der Theologie, der Geschichts- und Literaturwis
29 Umbenannte Straßen in Thüringen - Eva Siebenherz
Wir möchten an diese Namen erinnern, sie nicht vergessen, sie sammeln und aufbewahren. Unterstützen Sie uns, damit das irgendwann ein umfangreiches Nachschlagewerk wird. Es geht um unsere gemeinsame Geschichte und unsere Geschichten.
30 Der Waffenschmied aus Thüringen - Holk Maisel
Auteur : Holk Maisel
Es gibt verschiedenste Darstellungen der Biografie des Nikolaus von Dreyse. Die einen sehen ihn als Militaristen und Waffenfabrikanten, die anderen als den Inbegriff des strebsamen, fleißigen Handwerkers. Ich möchte meine Sicht hinzufügen.
31 Elisabeth – Landgräfin von Thüringen - Hans Bentzien
Auteur : Hans Bentzien
Wenn man die Wartburg besucht, gelangt man durch einen Laubengang in die Kemenate der heiligen Elisabeth. Sie ist geschmückt mit den berühmten Fresken Moritz von Schwinds, die an das Leben dieser Frau erinnern. Wer war Elisabeth, Landgräfin von Thüringen, die 1231, nur vierundzwanzigjährig, starb und nach ihrem Tod heiliggesprochen wurde? Als vierjähriges Mädchen kam sie, eine ungarische Königstochter, an den Hof von Eisenach. Sie war mit dem elfjährigen Sohn des Landgrafen verlobt worden. Auf der Wartburg wird sie erzogen wie die Fürstenkinder auch. Früh zeigen sich ungewöhnliche Charakterzüge. Sie will, dass es gerecht zugeht, und es entwickelt sich bei ihr eine Frömmigkeit, die zu einer sozialen Haltung wird. Als ihr Verlobter stirbt, wird sie mit dessen Bruder, Ludwig IV., verheiratet. Zwischen beiden entsteht eine echte Liebe — für die auf Verträgen beruhende Heira
32 Thüringen war einmal ein Königreich - Reinhard Schmoeckel
Auteur : Reinhard Schmoeckel
Die "akademische" Geschichtsforschung weiß nichts davon, weil es keine alten Schriftquellen dazu gibt. Aber Indizien aus zahlreichen anderen Wissenschaften bringen überzeugende Beweise für die Richtigkeit der hi
33 Streifzug durch Thüringen - Gerhard Köhler
34 Sagen und Märchen aus Sachsen und Thüringen - Emil Sommer
Auteur : Emil Sommer
14. Die Jungfer auf dem Schloßberge bei Ohrdr
35 Wanderungen durch Thüringen - Ludwig Bechstein
In den "Wanderungen durch Thüringen" beschreibt der in Weimar geborene Bechstein seine Heimat und nimmt den Leser mit u.a. in folgende Städte und Regionen:
Der Dolmar.
Thal der Lichtenau.
Der Schneekopf.
Schulpforta.
36 Natur und Altertum in Thüringen - Reiseerinnerungen aus den Jahren 1836 - 1841 -1842 - Fr. L. B. von Medem & Gerik Chirlek
Auteur : Fr. L. B. von Medem & Gerik Chirlek
37 Johann Rothe's Chronik von Thüringen. Bearbeitet und herausgegeben von E. Fritsche. - Anonyme & E Fritsche
Auteur : Anonyme & E Fritsche
38 Thüringen Burgen, Schlösser & Wehrbauten Band 2 - Lothar Groß & Bernd Sternal
Auteur : Lothar Groß & Bernd Sternal
Ihnen liefert sie eine Vielzahl von Informationen ü
39 Wir backen mit HERMANN aus THÜRINGEN - Anne T. Pörs
Auteur : Anne T. Pörs
Hermann ist in Thüringen weit bekannt!
In diesem Buch wird alles beschrieben, was man zu Aufzucht, Pflege, Teilung und Verarbeitung des Hermann - Ansatzteiges wissen sollte. Neben einer ausführlichen Anleitung zum Umgang mit Hermann sind zahlreiche Rezepte enthalten - zusätzliche Tipps geben praktische Hinweise und Anregungen für neue Variationen.
40 Schulische Integration der minderjährigen Flüchtlinge in Thüringen - Izabela Galus
Auteur : Izabela Galus
Diese Bachelorarbeit widmet sich der schulischen Integration der jugendlichen Flüchtlinge in Thüringen, die nicht mehr der allgemeinen Schulpflicht unterliegen. Der fehlende Schulabschluss oder dessen fehlende Nachweisbarkeit stellen eine Hürde für die berufliche Integration dar. Die Hauptschwierigkeit besteht darin, dass das staatliche Schulsystem für die jugendlichen Flüchtlinge, die erst ab dem 16. Lebensjahr nach Deutschland kommen, wenig Möglichkeiten bietet, ihren Schulabschluss nachzuholen und somit ihr Recht auf Bildung umzusetzen. Wie sieht die schulische Integration der Flüchtlinge in Thüringen unter Berücksichtigung der vorhandenen strukturellen Möglichkeiten aus? Die Arbeit konzentriert sich auf die Gruppe der jugendlichen Flüchtlinge mit und ohne Aufenthaltsstatus, die auf nicht konventionelle Art ihren Abschluss bzw. Weg in das deutsche Schulsystem suchen. Welch
41 Epidemiologie, Prävalenz, Versorgung und Prävention bei depressiven Erkrankungen in Thüringen - Sebastian Selzer
Auteur : Sebastian Selzer
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,5, Fachhochschule Erfurt (Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Weltweit wird vermutet, dass 350 Millionen Menschen von Depressionen betroffen sind. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass im Jahr 2020 affektive Störungen zu der zweithäufigsten Krankheit weltweit zählen werden. In Deutschland gibt es schätzungsweise drei Millionen Menschen die betroffen sind. Die Versorgungssituation bietet trotz der hohen Anzahl noch keine adäquate Behandlung. Wie viele sind In Thüringen betroffen und gibt es regionale Unterschiede? Wie verteilt sich die Depression in der Thüringer Bevölkerung und wie sieht es mit der Versorgung im Freistaat aus? Mit vielen Fakten, Zahlen und Belegen geben die Autoren einen Überblick über die Lage. Bei ihrer Forschungsarbeit k
42 Wanderungen durch Thüringen - Ludwig Bechstein
Ludwig Bechstein: Wanderungen durch Thüringen
Erstdruck: Leipzig,: Georg Wigand, 1847.
Thal der Lichtenau
Die Hessberger Thierfährten
Das Meininger Oberland
Schwarzburg und das Schwarzathal
Der Kiffhäuser
Waltershausen und Tenneberg
Der Dietharzergrund
Felsenthal und Inselberg
Die Liebensteiner Höhle
43 Gebrauchsanweisung für Thüringen - Ulf Annel
Auteur : Ulf Annel
Was hat Erfurt mit Venedig gemeinsam? Wer steckte hinter dem Bau des Kyffhäuser-Denkmals? Wieso sollten sich Skatfreunde im Zweifels- und Streitfall nach Altenburg begeben? Ulf Annel, Thüringer mit Leib und Seele, führt uns durch seine Heimat, die zwar der "geografische Mittelpunkt Deutschlands", von Mittelmaß aber weit entfernt ist. Er ergründet den Reichtum an Burgen und Schlössern, an Dialekten, Dichtern und Denkern. Wandert auf dem idyllischen Rennsteig und durch das "grüne Herz Deutschlands". Macht sich Gedanken über schnelle Rodler und Rostbratwürste, Goethe und Gartenzwerge, Jenaer Optik und Bauhaus-Architekten - und verrät uns ganz nebenbei, wie die Thüringer wirklich fühlen und denken.
44 Thüringen - Burgen, Schlösser & Wehrbauten Band 1 - Lothar Groß & Bernd Sternal
Ihnen liefer
45 Unser schönes Thüringen - Johannes Wilkes
Auteur : Johannes Wilkes
46 Thüringen. Ein geographisches Handbuch, etc - Fritz Regel
47 ADAC Reiseführer Thüringen - Bärbel Rechenbach
Auteur : Bärbel Rechenbach
Thüringen begeistert Naturfreunde, Kulturreisende und Aktive gleichermaßen. Mitten in Deutschland liegt diese grüne Region mit herrlichen Wanderrouten und Radwegen entlang von Werra, Unstrut und Saale. Oder man folgt dem vielbesungenen Rennsteig auf dem Kamm des Thüringer Waldes oder dem Kyffhäuserweg zur Barbarossahöhle. Etliche Schlösser und Burgen zeugen von der reichen und wechselvollen Geschichte. In Eisenach z.B. kann auf der Wartburg die Lutherstube besichtigen, wo der Reformator einst die Bibel übersetzte. Wunderbar restauriert sind Erfurt, Weimar und Jena und laden zu ausgedehnten Stadtbummeln ein. Aber auch Fachwerkstädte wie Schmalkalden und Altenburg oder die einstige Residenzstadt Gotha begeistern mit ihrem Flair. Goethe, Bach und Bauhaus – das sind nur einige der großen Namen, die jeder sofort mit Thüringen verbindet. In diversen Museen und Gedenkstätten oder
48 Thüringen. Ein geographisches Handbuch, etc - Fritz Regel
49 Wanderungen durch Thüringen - Ludwig Bechstein
50 Elisabeth von Thüringen und Konrad von Marburg. Facetten einer Beziehung - Anja Reckenfeld
Auteur : Anja Reckenfeld
Masterarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte, Note: 1,3, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Katholisch-Theologische Fakultät, Seminar für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit bietet einen Überblick über Leben und Wirken der heiligen Elisabeth von Thüringen sowie eine Analyse über ihre Beziehung zu ihrem Beichtvater Konrad von Marburg. Elisabeth zählt zu den bekanntesten Heiligengestalten in der Katholischen Kirche. Auch außerhalb der Kirche kommt ihr eine besondere Bedeutung zu. Das zeigt sich z.B. daran, dass zahlreiche Institutionen ihren Namen tragen. Elisabeth hat schon bei ihren Zeitgenossen einen bleibenden Eindruck hinterlassen, der sich bis heute erhalten hat. Darstellungen über ihr Leben in verschiedenen Bereichen wie Kunst, Kultur und Literatur sind Be
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q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
Christoph Arndt: Information Measures, Information and its Description in Science and Engineering (Springer Series: Signals and Communication Technology), 2004, ISBN 978-3-540-40855-0, springer.com
Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
William Poundstone: Die Formel des Glücks
Weblinks
Kybernetik
Kognitionswissenschaft | Kategorie: NewsletterFoto: skeddy, nycNumberland Technology NewsOktober 2012Newsletterarchiv InhaltVorträge und Exkursionen13 neue Anfragen09 neue Angebotekein neues StellenangebotMessen - 10/12 - 12/12Konferenzen 10/12 - 12/12Numberland intern Vorträge und Exkursionen In diesem Newsletter finden Sie Hinweise auf:Mobilität der Zukunft - Die Rolle der Kunststoffe - 06.11. - 07.11.2012, Würzburg, Germany5. Bayerischer Werkstoffabend, 14.11.2012, BZKG, Bayreuth29th International conference of the Polymer Processing Society, Nürnberg, 15-19 JULY 2013 Vortrag des Monats Vortrag des Monats NovemberDie Kompetenzzentrum Neue Materialien Nordbayern GmbH und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) - Bezirksgruppe Bayreuth - laden herzlich zum "Vortrag des Monats November" ins Kompetenzzentrum in 95448 Bayreuth, Gottlieb-Keim-Str. 60 ein.Titel:Ressourceneffizienz – Kostensenkung mit werkstofftechnischen Lösungen.Ort und Datum:Kompetenzzentrum Neue Materialien Nordbayern GmbH, Gottlieb-Keim-Strasse 60, 95448 Bayreuth, 06. November 2012, 18:30 Uhr. Der Referent steht im Anschluss des Vortrags für Fragen zur Verfügung.Teilnahmebedingungen:Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir bitten aus organisatorischen Gründen um eine formlose Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!l.Referent:Dr.-Ing. Uwe Diekmann, geschäftsführender Gesellschafter der Metatech GmbH, Karmen.Zusammenfassung:Die Kosten für Material und Energie steigen. Als Folge werden die Substitution und Optimierung von Werkstofftechnologien zunehmend interessant für Unternehmen. Dies gilt auch für bekannte metallische Werkstoffe, wie Stahl und Aluminium in klassischen Anwendungen.Ausgehend von Potenzialanalysen für Material- und Energieeffizienz werden auch für Verbes-serungen an Produkten und Prozessen zunehmend Simulationssysteme, z.B. für die Erstarrungs-, Umform- und Wärmebehandlungssimulation eingesetzt. Entscheidend für die Qualität der Aussagen hieraus sind allerdings vielfach die zugrundeliegenden Werkstoffdaten. Werk-stoffdatenbanken und Werkstoffsimulationssysteme gewinnen daher an Bedeutung.Anhand von Beispielen der Metallverarbeitung wird im Rahmen des Vortrags gezeigt, wie Werk-stoffdatensysteme in der industriellen Praxis eingesetzt werden können. Die Ressourceneffizienz kann durch gezielte Werkstoff- und Prozessanpassung verbessert werden, z.B. durch Einsparung teurer Legierungselemente und durch Vermeidung von Ausschuss und Nacharbeit in der Produktion.Über den Referenten:Dr. Uwe Diekmann studierte und promovierte im Fachgebiet Maschinenbau/Werkstofftechnik an der Universität Hannover. Am Forschungszentrum Jülich arbeitete er an Werkstoff- und Fügetechniken im Bereich Energietechnik (Brennstoffzellen, Kraftwerkstechnik). Entwicklung und Verarbeitung hochfester Stahlwerkstoffe mit Schwerpunkt auf den Einsatz im Automobil war sein Tätigkeitsschwerpunkt als Innovationsmanager bei Benteler, Paderborn. Seit 2008 ist geschäftsführender Gesellschafter der Metatech GmbH, die sich als technisches Beratungshaus auf die Themen Ressourceneffizienz und Werkstoffdatensysteme fokussiert.Wir würden uns freuen, wenn Sie sich bei Interesse den oben genannten Termin freihalten, und uns im Kompetenzzentrum in Bayreuth besuchen. Weitere Informationen:Neue Materialien Bayreuth GmbH VDI-Bezirksgruppe BayreuthStefan Kollböck c/o Numberland - Dr. Wolfgang GrondGottlieb-Keim-Straße 60 Lohfeld 2095448 Bayreuth 95326 KulmbachTel.: +49 (0)921 507 36 0 Tel.: +49 (0)9221 6919131E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Haben Sie Interesse, selbst einen Vortrag zu halten?Sofern Sie selbst Interesse haben, einen Vortrag aus dem breiten Gebiet der (angewandten) Werkstofftechnik zu halten, setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung. Die nächsten freien Vortragstermine sind: 02.04.2013. MinistergrußwortKlimaerwärmung, wachsender Energiebedarf bei gleichzeitiger Ressourcenverknappung und die fortschreitende Motorisierung der bevölkerungsreichen Schwellenländer stellen die Gestaltung von Mobilität und Transport vor große Herausforderungen. Auch im Verkehrssektor kann der CO2-Ausstoß erheblich reduziert werden. Derzeit entfallen in Bayern rund ein Drittel des gesamten Endenergieverbrauchs und der CO2-Emissionen auf den Verkehrsbereich. Eine wesentliche Aufgabe ist daher, den Energieverbrauch und die damit verbundenen Emissionen deutlich zu senken.Die Bayerische Staatsregierung hat bereits im Mai 2009 die Zukunftsoffensive "Elektromobilität verbindet Bayern" gestartet, mit dem Ziel, die Elektromobilität als zukunftsweisende und umweltfreundliche Technologie voranzubringen und den Standort Bayern zum Vorreiter bei der Elektromobilität zu machen. Die Industrie arbeitet gemeinsam mit der Wissenschaft mit Hochdruck an der Entwicklung alternativer Antriebstechnologien und der Einführung von Elektrofahrzeugen. Einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität leisten dabei neue Werkstoffe, insbesondere Kunststoffe, wie sie im Süddeutschen Kunststoff Zentrum SKZ entwickelt und geprüft werden.Der Freistaat Bayern sieht in der Entwicklung von neuen und klimafreundlichen Werkstoffen große Chancen und Potenziale für neue Arbeitsplätze, Wachstum und Wohlstand. Ich habe deshalb gerne die Schirmherrschaft über das Forum „Mobilität der Zukunft – Die Rolle der Kunststoffe “ übernommen und wünsche den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine erfolgreiche Veranstaltung!Martin Zeil, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie,Stellvertretender Ministerpräsident des Freistaates Bayern Weiterlesen und Anmeldung Weiterlesen und Anmeldung 29th International Conference of the Polymer Processing SocietyThe Polymer Processing Society was founded with the intention to foster advancement and innovation in science, technology and engineering of polymer processing. The Annual Meeting is held to establish a discussion forum for the worldwide community of engineers and scientists in the field.The 29th Annual Meeting of the Polymer Processing Society (PPS-29) will be organized in Germany. The PPS-29 provides the- matic range for learning and exchanging of new research results covering conventional processing technologies, rheology, process modeling and simulation, morphology and structure development and nanotechnology related processing technology.The meeting will be enhanced by an exhibition and a social program presenting a typical Bavarian atmosphere. Read more ... Numberland intern Wir sind am 06.11. - 07.11. auf der Veranstaltung "Mobilität der Zukunft - Die Rolle der Kunststoffe" in WürzburgWir sind am 14.11. auf der Veranstaltung "5. Bayerischer Werkstoffabend" in BayreuthDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Bewerben Sie Ihre Werkstofftagung auf unserer Website oder/und in unserem Newsletter Numberland erreicht mit Newsletter und Website jeden Monat tausende Personen mit Interesse an Werkstoffforschung bzw. Werkstoffverarbeitung - nicht nur in Deutschland.Entsprechend den bei uns publizierten Anfragen und Angeboten zu Werkstoffen, deren Herstellungs- und Analytikverfahren aus den Bereichen Glas, Optik+Photonik, Halbleitertechnik, technische Keramik, Metalle, Polymere und technische Textilien erreichen wir Besucher, die sich für diese Werkstoffe interessieren. Die Anwendungsgebiete dazu sind sehr vielfältig, und umfassen:Aktorik + Sensorikinstrumentelle Analytik + MesstechnikBiomaterialienInformationstechnik (erzeugen, umwandeln, transportieren, verarbeiten und speichern von Informationen)Energietechnik (erzeugen, umwandeln, transportieren, speichern, sparen, dämmen von Energie)FertigungstechnikKatalyseMechanik (z. B. Formgedächtnis, Hochtemperaturbeständigkeit, Leichtbau, Mikrotechnik, Selbstheilung, Tribologie, Verbund)Oberflächentechnik (z. B. Barrieretechnik, Biomedizin, Dekoration, Oberflächenschutz, Tribologie)Gerne bieten wir auch Ihnen die Möglichkeit, Ihre Werstoffveranstaltung mit unserer Hilfe einem größeren Puiblikum bekannt zu machen. Wir können Ihnen - sowohl für den Newsletter - als auch für die Publikation auf der Website - attraktive Konditionen bieten! Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Neue StellenVertriebs- und Marketingleiter / Geschäftsführung Marketing und VertriebDipl.-Ing. Allgemeiner Maschinenbau mit ausgeprägtem unternehmerischem Denken sucht neue Herausforderung in leitender Position. Ich biete weitreichende Kenntnisse in den Bereichen Hochleistungskeramik, Porzellan, Textilien und Kunststoff sowie langjährige Erfahrung im internationaler Maschinen- und Anlagenbau sowie der Zulieferindustrie.Know-How Profil:Aufbau, Reorganisation, Steuerung und Effizienzsteigerung von internationalen Vertriebsorganisationen (bis zu 10 Auslandstochtergesellschaften und ca. 70 Handelsvertretungen),Leitung von Vertriebs- und Servicegesellschaften in Russland, Amerika, Asien und EuropaVertriebsleitung, Aufbau von Exportmärkten, Key-Account Management, Einführung von CRM und Reporting Tools, Budgetierung und -controlling, Umsatz- und ErgebnisverantwortungDurchführung von Marktstudien und Wettbewerbsanalysen, Portfolioanalysen, Benchmarking, SWAT-Analysen, Produkt Lebenszyklus Management, Strategieentwicklung und -umsetzungBusiness Development, Produktentwicklung, Bedarfsanalyse, Konzeption von Markteintrittsstrategien, Festlegung von Kommunikationsstrategien, Produkt Roll-outCI-Entwicklung und -Einführung (Print, Web, Film), Konzeption, Organisation und Durchführung von internationalen Messen, Schulungen ,Vertriebs und VertretertagungenAusgeprägte interkulturelle Kompetenz mit Erfahrungsschwerpunkten Europa, Russland, Südostasien, Indien, Australien und Nord- und MittelamerikaHohes Integrationsvermögen bei interdisziplinären Teams, Schnittstellenfunktion zwischen unterschiedlichen Unternehmens- und Funktionsbereichen, Entscheidungsstark mit ausgleichender Wirkung bei InteressenskonfliktenFührungsstil geprägt durch Klarheit, Fairness und ein hohes Maß an Integrität, auch in kritischen Situationen, Personalverantwortung (disziplinarisch bis zu 20 Personen)Karriereziel:Leitende Position im Marketing, Vertrieb oder Business Development in einem dynamischen Unternehmen mit begeisterungsfähigen Produkten und gutem Wachstumspotential, gerne mit internationaler Ausrichtung.Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! 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Sollte eine der hier publizierten Lösungen genau auf Ihr aktuelles Projekt passen, wenden Sie sich bitte unter Angabe der ID an uns.AngeboteInterferometrische OberflächenmessungPU Schaum Herstellung ohne AcrylonitrilNano-Luftfilter für PKWsGleitmittel für den Einsatz in der LebensmitteltechnologieBiotechnologische Modifikation von ZellulosesubstratenRecycling Seltener Erden aus Fluoreszenzlampen und KathodenstrahlröhrenInnovative Klebetechnologie für Naturfasern, Papier und KartonBlendschutz für AutomobilscheinwerferNeuartiges Draht-Handlingsystem für die FederherstellungDetails zu diesen und weiteren Angeboten finden Sie hier und auf unserer Website in der Rubrik "Angebote". Sollte eine der hier publizierten Lösungen genau auf Ihr aktuelles Projekt passen, wenden Sie sich bitte unter Angabe der ID an uns. Messen29.09.-14.10.2012: Mondial de l'Automobile - Internationaler Automobilsalon, Paris, FR01.10.-03.10.2012: Light Middle East - The International Trade Fair - Urban, Architectural and Retail Lighting Solutions, Dubai, AE01.10.-03.10.2012: PLME - Private Label Middle East - Private Label and Contract Manufacturing Exhibition for the Middle East, Dubai, AE02.10.-04.10.2012: Aerospace Testing / Aircraft Interiors, Moskau, RU02.10.-04.10.2012: Eurocoat, Barcelona, ES02.10.-04.10.2012: Hospital - Internationale Medizintechnologiemesse, St. Petersburg, RU02.10.-04.10.2012: Salon Industriel de Quebec, Quebec City, CA02.10.-04.10.2012: TOOLEX - Int. Fair of Machine Tools, Tools and Processing Technology, Sosnowiec, PL02.10.-05.10.2012: MERCOPAR - Subcontracting and Industrial Integration Fair, Caxias do Sul, BR02.10.-05.10.2012: TOKYO PACK - International Packaging Exhibition, Tokyo, JP02.10.-06.10.2012: BI-MU - Fachmesse für Metallverarbeitungsmaschinen, Robotik, Automation und Technologien, Mailand, IT02.10.-06.10.2012: CEATEC Japan, Chiba/Tokyo, JP02.10.-06.10.2012: SFORTEC - Messe für die Zulieferindustrie, Mailand, IT03.10.-05.10.2012: POWER-GEN Asia - The Global Power Generation Exhibition & Conference, Bangkok, TH03.10.-05.10.2012: PV TAIWAN - Taiwan Int. Photovoltaic Forum & Exhibition, Taipei, TW03.10.-05.10.2012: UZMEDEXPO - International Exhibition for Healthcare, Taschkent, UZ04.10.-06.10.2012: INDIA CHEM - International Exhibition & Conference on Chemicals, Petrochemicals & Pharmaceuticals, Mumbai (Bombay), IN04.10.-06.10.2012: METALEX Vietnam - International Machine Tools and Metalworking Technology Exhibition, Ho-Chi-Minh-Stadt, VN04.10.-06.10.2012: NEPCON Vietnam, Ho-Chi-Minh-Stadt, VN04.10.-07.10.2012: Electrotec & Lighting Salon, Athen, GR05.10.-07.10.2012: AUTOSALON/AUTOSERWIS - Internationale Automesse, Kattowitz, PL05.10.-07.10.2012: Helitech Portugal, Estoril, PT05.10.-07.10.2012: KLIMAHOUSE UMBRIA - Internationale Kongressmesse für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen, Bastia Umbra, IT05.10.-07.10.2012: MediTec Clinika - Fachmesse für Medizintechnik, Bangalore, IN05.10.-08.10.2012: Light INDIA, New Delhi, IN07.10.-10.10.2012: ATCE - SPE Annual Technical Conference and Exhibition, San Antonio, US07.10.-11.10.2012: POLAGRA TECH - International Trade Fair of Food Processing Technologies, Posen, PL08.10.-10.10.2012: Power + Water Middle East, Abu Dhabi, AE08.10.-10.10.2012: SPE ATCE - Society of Petroleum Engineers Annual Technical Conference and Exhibition, San Antonio, US08.10.-11.10.2012: MOTEK - Die internationale Fachmesse für Montage-, Handhabungstechnik und Automation, Stuttgart08.10.-11.10.2012: POLAGRA-FOOD - Internationale Fachmesse für die Lebensmittelindustrie, Posen, PL08.10.-11.10.2012: TAROPAK - Internationale Ausstellung für Verpackungstechnik und Logistik, Posen, PL08.10.-12.10.2012: AGROPRODMASH - Internationale Fachmesse für die Lebensmittelverarbeitung und -verpackung, Moskau, RU09.10.-11.10.2012: ALUMINIUM - Weltmesse & Kongress, Düsseldorf09.10.-11.10.2012: Chillventa - Internationale Fachmesse für Kälte, Raumluft, Wärmepumpen, Nürnberg09.10.-11.10.2012: COATING - Paint & Powder Coating Technologies, St. Louis, US09.10.-11.10.2012: COMPOSITES EUROPE - Europäische Fachmesse & Forum für Verbundwerkstoffe, Technologie und Anwendungen, Düsseldorf09.10.-11.10.2012: CPhI Worldwide & ICSE & InnoPack & P-MEC - International Exhibition and Conference on Pharmaceutical Ingredients and packaging Industry, Madrid, ES09.10.-11.10.2012: Foodtech - Foodtech Trade Exhibition, Auckland, NZ09.10.-11.10.2012: PACKTECH - Packaging Trade Exhibition, Auckland, NZ09.10.-12.10.2012: Industrial Show - Internationale Maschinenbaumesse, Samara, RU09.10.-12.10.2012: Sibzdravookhranenie - Siberian Health Care - Internationale Ausstellung für Medizin, Medizintechnik und Pharmazeutika, Irkutsk, RU09.10.-12.10.2012: TAITRONICS - Taipei International Electronics Show, Taipei, TW09.10.-12.10.2012: TIGIS - Taiwan International Green Industry Show, Taipei, TW09.10.-14.10.2012: Japan International Aerospace Exhibition, Yokohama, JP10.10.-11.10.2012: All-Energy Australia, Melbourne, AU10.10.-12.10.2012: BEXasia - Build Eco Xpo Asia - Southeast Asia's Building Exhibition for an Eco-Friendly Future, Singapur, SG10.10.-12.10.2012: BioJapan - Internationale Fachmesse für Biotechnologien, Yokohama, JP10.10.-12.10.2012: Health Care - Fachmesse für medizinische und Krankenhausausrüstung, Brüssel, BE10.10.-12.10.2012: Tool Japan - International Hardware & Tools Fair, Chiba/Tokyo, JP10.10.-13.10.2012: EXPOPHARM - Internationale pharmazeutische Fachmesse, München10.10.-13.10.2012: I Saloni WorldWide Moscow, Moskau, RU10.10.-13.10.2012: IGEM - International Greentech & Eco Products Exhibition & Conference Malaysia, Kuala Lumpur, MY10.10.-13.10.2012: KES - Korea Electronics Show, Goyang/Seoul, KR10.10.-13.10.2012: NACE - International Autobody Congress & Exposition, New Orleans, US10.10.-13.10.2012: Plastics and Rubber Indonesia, Jakarta, ID10.10.-13.10.2012: PROPAK Indonesia - International Food Processing and Packaging Machinery and Materials Exhibition, Jakarta, ID12.10.-13.10.2012: Medifest - Medical and Healthcare Exhibition, New Delhi, IN12.10.-15.10.2012: CSF Electronics & Components - China Sourcing Fair: Electronics & Components, Hongkong/SVR, CN13.10.-16.10.2012: electronicAsia - International Trade Fair for Components, Assemblies and Display Technologies, Hongkong/SVR, CN13.10.-16.10.2012: HKTDC Hong Kong Electronics Fair - Autumn Edition, Hongkong/SVR, CN14.10.-16.10.2012: Abu Dhabi Medical Congress/Pharma, Abu Dhabi, AE14.10.-16.10.2012: Pharma (Part of Abu Dhabi Medical Congress) - Internationale Fachmesse für pharmazeutische Produkte, Ausrüstung und Dienstleistung, Abu Dhabi, AE14.10.-17.10.2012: Can WEA - Candian Wind Energy Association's Annual Conference and Trade Show, Toronto, CA14.10.-17.10.2012: Petrotech - International Petroleum Conference and Exhibition, New Delhi, IN14.10.-18.10.2012: AAPS - American Association of Pharmaceutical Science Annual Meeting & Exposition, Chicago, US15.10.-17.10.2012: AMB China - China Metal Working & Forming Exhibition, Nanjing, CN15.10.-17.10.2012: Green Middle East, Sharjah, AE15.10.-17.10.2012: WSG - World Shale Gas Conference & Exhibition, Houston, US15.10.-19.10.2012: CIEF Phase 1 - China Import and Export Fair Phase 1, Kanton, CN16.10.-18.10.2012: analyticaChina - Internationale Fachmesse für Labortechnik, Analytik, Biotechnologie und Diagnostik, Shanghai, CN16.10.-18.10.2012: BIG Ural Construction Complex - inkl. Deutscher Gemeinschaftsstand 'AquaClimaTherm' - Sonderschau für Wasser-, Klima- und Heizungstechnik & Erneuerbare Energien, Jekaterinburg, RU16.10.-18.10.2012: BLACH-TECH-EXPO - Trade Fair for Sheet Metal Processing, Joining & Coating, Krakau, PL16.10.-18.10.2012: China Wind Power - International Exhibition & Conference, Peking, CN16.10.-18.10.2012: Convergence - Vehicle Electronics Converging on Real Costumer Needs, Detroit, US16.10.-18.10.2012: EUROTOOL (Intertool) - International Trade Fair of Machine Tools, Tools, Devices and Equipment for Material Processing, Krakau, PL16.10.-18.10.2012: ExpoWELDING - International Welding Fair, Sosnowiec, PL16.10.-18.10.2012: IEW - International Energy Week, Kuching, MY16.10.-18.10.2012: ILOPE - International Lasers, Optoelectronics and Photonics Exhibition, Peking, CN16.10.-18.10.2012: InterBev - Trade Show & Conference, Las Vegas, US16.10.-18.10.2012: MAINTAIN - Internationale Fachmesse für industrielle Instandhaltung, München16.10.-18.10.2012: Medtrade - Global Medical Products Trade Show, Atlanta, US16.10.-18.10.2012: Permian Basin International Oil Show, Odessa (TX), US16.10.-18.10.2012: PLASTO ISPACK - International Exhibition for Plastics, Rubber & Packaging, Tel Aviv, IL16.10.-18.10.2012: SPE Russian Oil & Gas - Technical Conference and Exhibition, Moskau, RU16.10.-19.10.2012: Energy-Saving.TechMachExpo, Irkutsk, RU16.10.-19.10.2012: ISSA/Interclean North America - The One Show for the Cleaning Industry, Chicago, US16.10.-19.10.2012: KIMEX - Korea International Machinery Expo, Changwon, KR16.10.-19.10.2012: MEDICAL FAIR BRNO/Rehaprotex - Internationale Fachmesse für Medizintechnik, Rehabilitation und Gesundheit, Brünn, CZ16.10.-19.10.2012: SIF - Siberian Industrial Fair (SibPolyTech), Nowosibirsk, RU16.10.-20.10.2012: Fakuma - Die internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, Friedrichshafen17.10.-18.10.2012: CEP® Clean Energy & Passive House EXPO - International Exhibition and Conference for Energy Efficient and Intelligent Buildings, Budapest, HU17.10.-19.10.2012: belektro - Fachmesse für Elektrotechnik, Elektronik und Licht, Berlin17.10.-19.10.2012: Health Industry.Kazan (formerly Volgazdravexpo) - Internationale Medizinfachmesse, Kazan, RU17.10.-19.10.2012: IPB - International Powder/Bulk Conference & Exhibition, Shanghai, CN17.10.-19.10.2012: Vacuum Show - Internationale Fachmesse für Vakuumtechnik, Tokyo, JP17.10.-20.10.2012: Aqua-Therm Baku - International Exhibition for Heating, Ventilation, Air-Conditioning, Water Supply, Sanitary and Environmental Technology, Baku, AZ17.10.-28.10.2012: S.A. Salao do Automovel - Fachmesse für die Automobilbranche, Sao Paulo, BR18.10.-20.10.2012: ADA - American Dental Association Annual Session, San Francisco, US18.10.-20.10.2012: CIPEE - China International Petroleum and Petrochemical Equipment & Technology Exhibition, Dongying, CN18.10.-20.10.2012: Dental World, Budapest, HU18.10.-20.10.2012: INTERNATIONAL EXPODENTAL - Internationale Ausstellung für Ausrüstungen und Materialien der Zahnheilkunde und Zahntechnik, Mailand, IT18.10.-21.10.2012: CMEF Autumn - Fachmesse für medizinische Geräte, Chengdu, CN18.10.-21.10.2012: eMEX, Suzhou, CN18.10.-21.10.2012: MIF - Macao International Trade & Investment Fair, Macau/SVR, CN18.10.-22.10.2012: CeramBath - China Int. Ceramic & Sanitaryware Fair Foshan, Foshan, CN19.10.-21.10.2012: LDI - Live Design International, Las Vegas, US19.10.-21.10.2012: Tbilisi Auto Show/Caucasus AutoShow - International Specialized Fair of Automobiles, Auto Business, Spare Parts, Auto-cosmetics, Tiflis, GE19.10.-28.10.2012: AIMS Sydney - Australian International Motor Show, Sydney, AU19.10.-31.10.2012: HYDRO - Internationales Symposium und technische Ausstellung für Wasserkraft, Bilbao, ES21.10.-25.10.2012: IN-FOOD - Food Industry Exhibition & Conference, Paris, FR21.10.-25.10.2012: IPA - Internationale Fachmesse der Lebensmittel-Verfahrenstechnik, Paris, FR22.10.-24.10.2012: Cinte Techtextil China - International Trade Fair for Technical Textiles and Nonwovens, Shanghai, CN22.10.-24.10.2012: Yarn Expo Autumn - China International Trade Fair for Fibres and Yarns, Shanghai, CN23.10.-25.10.2012: CiEN - Carrefour de l'Électronique - The Exhibition of Components, Production, Manufacturing and Testing, Paris, FR23.10.-25.10.2012: eCarTec / MATERIALICA / sMove 360° - Int. Leitmesse für Elektromobilität/Int. Fachmesse für Werkstoffanwendungen, Oberflächen u. Product Engineering/Int. Fachmesse für Smart Car Communications, München23.10.-25.10.2012: Expobioenergía - Technologiemesse für die energetische Nutzung von Biomasse, Valladolid, ES23.10.-25.10.2012: MESURExpoVISION - The Exhibition of Measurement, Instrumentation and Vision, Paris, FR23.10.-25.10.2012: OPTO, Paris, FR23.10.-25.10.2012: Testing Expo - Automotive Testing Expo North America, Novi, US23.10.-26.10.2012: FERREMAD - Fachmesse für Eisenwaren, Heimwerkerbedarf und Industrielieferungen, Madrid, ES23.10.-26.10.2012: glasstec - International Trade Fair for glass production, processing and products (with solarpeq - International Trade Fair for Solar Production Equipment), Düsseldorf23.10.-26.10.2012: ICA - International Chemical Assembly, Moskau, RU23.10.-26.10.2012: MATELEC - Internationale Messe für elektrische und elektronische Ausrüstungen, Madrid, ES23.10.-26.10.2012: OIL.GAS.CHEMISTRY - International Exh. of Technologies and Equipment for Oil, Gas and Chemical Industries, Perm, RU23.10.-26.10.2012: Plastics Industry Show, Moskau, RU23.10.-26.10.2012: SCANPACK - Skandinavische Verpackungs-Fachmesse, Göteborg, SE23.10.-26.10.2012: SHIPTEC CHINA (formerly SHIPORT CHINA) - International Ship Building, Port and Marine Technology and Transportation Equipment Exhibition, Dalian, CN23.10.-26.10.2012: WELDEX (ROSWELD) - Internationale Fachmesse für Schweisstechnologien, Ausrüstungen, Werkzeuge und Zubehör, Moskau, RU23.10.-27.10.2012: CIEF Phase 2 - China Import and Export Fair Phase 2, Kanton, CN23.10.-27.10.2012: EuroBLECH - Internationale Technologiemesse für Blechbearbeitung, Hannover23.10.-31.10.2012: Manufacturing & Automation Expo (SCANDINAVIAN TECHNICAL FAIR) - Internationale Technische Messe, Stockholm, SE24.10.-26.10.2012: AUTOMATION (im Rahmen des Industrieforums), St. Petersburg, RU24.10.-26.10.2012: WBT Showcase - New Technologies and Innovations, San Diego, US24.10.-27.10.2012: DenTech China - International Exhibition for the Dental Industry, Shanghai, CN24.10.-27.10.2012: Vietnam International Energy & Electricity Technology Expo, Ho-Chi-Minh-Stadt, VN24.10.-27.10.2012: VietnamPlas - Vietnam International Plastic & Rubber Industry Exhibition, Ho-Chi-Minh-Stadt, VN24.10.-27.10.2012: VnFoodtech - Vietnam International Food Processing Machinery Exhibition, Ho-Chi-Minh-Stadt, VN24.10.-27.10.2012: VnPackPrint - Packaging & Printing - Vietnam International Packaging & Printing Industry Exhibition, Ho-Chi-Minh-Stadt, VN26.10.-28.10.2012: CIAPE - China International Auto Parts Expo, Peking, CN26.10.-28.10.2012: énergivie - Fachmesse und Kongress für Niedrigenergie-Gebäudetechnik, Mulhouse, FR27.10.-29.10.2012: Hong Kong International Building and Decoration Materials & Hardware Fair, Hongkong/SVR, CN27.10.-29.10.2012: PMA Fresh Summit - Produce Marketing Association Fresh Summit International Convention & Exposition, Anaheim, US27.10.-30.10.2012: Eco Expo Asia - International Trade Fair on Environmental Protection, Hongkong/SVR, CN27.10.-30.10.2012: HKTDC Hong Kong International Lighting Fair (Autumn Edition), Hongkong/SVR, CN28.10.-31.10.2012: PACK EXPO International - the World of Packaging Technology, Chicago, US29.10.-02.11.2012: Smart City Week (formerly Green Device), Yokohama, JP30.10.-01.11.2012: AAPEX - Automotive Aftermarket Products Expo, Las Vegas, US30.10.-01.11.2012: BIO Tech Fair - International Fair on Bioenergy and Biodiesel Technology, Sao Paulo, BR30.10.-01.11.2012: DentalExpo St. Petersburg, St. Petersburg, RU30.10.-01.11.2012: India Essen Welding & Cutting - Internationale Fachmesse Fügen, Trennen, Beschichten, incl. Tube India International & Metallurgy India, incl. Wire & Cable India, Mumbai (Bombay), IN30.10.-01.11.2012: NBAA - National Business Aviation Association Annual Meeting and Convention, Orlando, US30.10.-01.11.2012: Power Kazakhstan - Kazakhstan Int. Power and Lighting Exhibition and Conference, Almaty, KZ30.10.-01.11.2012: Tube India International & Metallurgy India, Mumbai (Bombay), IN30.10.-01.11.2012: Wire & Cable India, Mumbai (Bombay), IN30.10.-02.11.2012: AusBiotech - Australia's Biotechnology Conference & Exhibition, Melbourne, AU30.10.-02.11.2012: SibLogistics - Int. exh. for transport, logistic services, warehouses new technologies & equipment, loading & unloading machinery, services of transportation Carrier, Nowosibirsk, RU30.10.-02.11.2012: SibPack.PLASTEX.InterFood/FoodTech Novosibirsk - International Specialised Exhibition of Packages, Tare, Label, Equipment. Design and Polygraphy in Packaging Industry. Food, Drinks & Ingredients Industry, Nowosibirsk, RU30.10.-31.10.2012: Carbon Forum Asia - Carbon Market Trade Fair and Conference, Bangkok, TH31.10.-02.11.2012: FPD International - Exhibition & Convention on Flat Panel Displays, Yokohama, JP31.10.-04.11.2012: CIEF Phase 3 - China Import and Export Fair Phase 3, Kanton, CN01.11.-03.11.2012: BelarusDent - Internationale Dentalfachmesse & Konferenz, Minsk, BY01.11.-04.11.2012: ENERGY-PHOTOVOLTAIC - Photovoltaic Systems - Renewable Energy Sources - Management and Saving Energy, Athen, GR01.11.-06.11.2012: JIMTOF - Japan International Machine Tool Fair, Tokyo, JP02.11.-04.11.2012: India Lab Expo, Hyderabad, IN02.11.-04.11.2012: International Dushanbe Industry & Trade Exhibition, Duschanbe, TJ02.11.-04.11.2012: UMEX - Used Machinery Expo, Mumbai (Bombay), IN03.11.-07.11.2012: American Heart Association Scientific Sessions, Los Angeles, US04.11.-06.11.2012: China Mining Congress & Expo, Tianjin, CN05.11.-08.11.2012: FCS&E - Fuel Cell Seminar & Exposition, Uncasville, US06.11.-08.11.2012: Bouw Compleet - Baumesse Venray, Venray, NL06.11.-08.11.2012: Constru India - Fachmesse fuer Bauingenieurwesen, Mumbai (Bombay), IN06.11.-08.11.2012: Cryogen-Expo - Messe fuer Kaeltetechnik, Moskau, RU06.11.-08.11.2012: Cryogen-Expo - Messe für Kültetechnik, Moskau, RU06.11.-08.11.2012: drink technology India - International trade fair for beverage and liquid food technology, Mumbai (Bombay), IN06.11.-08.11.2012: Dubai Air Medical & Rescue Show, Dubai, AE06.11.-08.11.2012: FEIPLAR + FEIPUR - International Exhibition and Conference on Composites, Polyurethane and Engineering Plastics, Sao Paulo, BR06.11.-08.11.2012: FIMAI E SIMAI (Environment Brazil) - Internationale Fachmesse fuer Umwelttechnik und Nachhaltigkeit, Sao Paulo, BR06.11.-08.11.2012: International PackTech India - International Exhibition and Conference for the Packaging and Processing Industry, incl., drink technology India, Mumbai (Bombay), IN06.11.-08.11.2012: Intersolar India, Mumbai (Bombay), IN06.11.-08.11.2012: ISA - Brazil Automation, Sao Paulo, BR06.11.-08.11.2012: Power India - Energiemesse, Mumbai (Bombay), IN06.11.-08.11.2012: Renewtech India, Mumbai (Bombay), IN06.11.-08.11.2012: SCANAUTOMATIC - Internationale Messe fuer Hydraulik, Pneumatik, Elektronik, Transmissionstechnik und Regeltechnik, Goeteborg, SE06.11.-08.11.2012: VIETWATER - International Water, Wastewater & Recycling Technology Expo, Hanoi, VN06.11.-09.11.2012: AQUA Ukraine - Internationales Wasser Forum, Kiew, UA06.11.-09.11.2012: ELMIA SUBCONTRACTOR - Internationale Fachmesse fuer Zulieferer, Joenkoeping, SE06.11.-09.11.2012: Energy Efficiency Specialized Exhibition, Kiew, UA06.11.-09.11.2012: INTERLIGHT MOSCOW powered by Light+Building - Internationale Fachmesse fuer dekorative & technische Beleuchtung und Gebaeudeautomation, Moskau, RU06.11.-09.11.2012: MIDEST - Internationale Zulieferfachmesse fuer industrielle Massarbeit, Paris, FR06.11.-09.11.2012: MITEX - Moscow International Tool Expo, Moskau, RU06.11.-10.11.2012: Industrial Automation Show - Int. Exhibition for Production and Process Automation, Electrical Systems, Robotics, Industrial Automation IT & Software and Microsystems Technology, Shanghai, CN06.11.-10.11.2012: MWCS Metalworking and CNC Machine Tool Show - International Exhibition for Machine Tools, Sheet Metal, Pipe & Tubes Production, Mould & Die Construction, Tools, Shanghai, CN07.11.-09.11.2012: Exporail - Fachmesse fuer Bahnausstattung, Systeme und Dienstleistungen, Moskau, RU07.11.-09.11.2012: FMB - Zuliefermesse Maschinenbau, Bad Salzuflen07.11.-09.11.2012: Greenergy Expo and Enersolar+ - Renewable Energy Exhibition inclusive Biogas, Enerlegno, Hydro Energy, Europellets, Cogenexpo, Geothermia, Energy Market, Mailand, IT07.11.-09.11.2012: HKTDC Hong Kong Optical Fair, Hongkong/SVR, CN07.11.-09.11.2012: HTE - Hi.Tech.Expo, Mailand, IT07.11.-09.11.2012: IFAI Expo - Industrial Fabric Association International, Boston, US07.11.-09.11.2012: Interphex China/API China - The Specialised Show for Pharmaceutical Packaging and Processing Machinery, Xiamen, CN07.11.-09.11.2012: Lift - International Exhibition of elevators, components, accessories trade publications and services, Mailand, IT07.11.-09.11.2012: Renewable Energy India Expo (Solar Tech India) - International Exhibition & Conference, New Delhi, IN07.11.-09.11.2012: RENEXPOü Poland - International Energy Trade Fair, Warschau, PL07.11.-09.11.2012: SIMEXPO - Int. Fachmesse fuer Labortechnik, Instrumente und Ausruestung zur wissenschaftlichen Forschung, Moskau, RU07.11.-10.11.2012: DENTA - Internationale Ausstellung fuer die Zahnmedizin, Bukarest, RO07.11.-10.11.2012: ECOMONDO - Internationale Fachmesse fuer Recycling, Energie und nachhaltige Entwicklung, Rimini, IT07.11.-10.11.2012: Interfood & Drink - Internationale Fachmesse fuer die Lebensmittelindustrie, Sofia, BG07.11.-10.11.2012: KEY ENERGY - Internationale Ausstellung fuer Energie, Klimaschutz und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, Rimini, IT07.11.-11.11.2012: EMAF - Internationale Ausstellung fuer Werkzeugmaschinen, Porto, PT07.11.-11.11.2012: InmoSolar Malaga - Int. Solarmesse mit Kongress, Mülaga, ES07.11.-11.11.2012: PORTUGAL METAL - Nationale Ausstellung fuer die Metallindustrie, Porto, PT07.11.-11.11.2012: SIMIEX - Internationale Ausstellung fuer Industrielle Wartungstechnik, Porto, PT08.11.-11.11.2012: Bau-Energie-Messe (bisher Hausbau- und Energiemesse), Bern, CH08.11.-11.11.2012: ID-CRüATIVES, Clermont-Ferrand-Cournon, FR08.11.-11.11.2012: Phil Construct - International Trade Fair for Construction Machinery & Building Materials with Philippines Mega Infrastructure Show, Manila, PH09.11.-10.11.2012: OPTYKA, Posen, PL12.11.-14.11.2012: FABTECH International and The AWS Welding Show, Las Vegas, US12.11.-14.11.2012: GCC Power - The GCC Cigre Conference & Exhibition for Electric Power Generation, Transmission and Distribution, Maskat, OM12.11.-14.11.2012: METALFORM Exposium (Part of FABTECH), Las Vegas, US13.11.-15.11.2012: ecoQ - Umwelt Messe und Konferenz, Doha, QA13.11.-15.11.2012: SmartCity Expo World Congress, Barcelona, ES13.11.-15.11.2012: TIV - Technik & Zuliefermesse, Venray, NL13.11.-16.11.2012: BioEnergy Decentral - Weltweiter Treffpunkt fuer dezentrale Energieversorgung, Hannover13.11.-16.11.2012: electronica - components / systems / applications, Muenchen13.11.-16.11.2012: EuroTier - mit BioEnergy Decentral - Weltweit das Top-Event fuer Tierhaltungs-Profis, Hannover13.11.-16.11.2012: Metal Expo - International Industrial Exhibition, Moskau, RU14.11.-15.11.2012: Canadian Waste & Recycling Expo - Canada's only trade show serving the waste, recycling and public works market, Toronto, CA14.11.-16.11.2012: EXPOCLEAN - International Exhibition for the Cleaning Industry, Moskau, RU14.11.-16.11.2012: Greenbuild - International Conference and Expo, San Francisco, US14.11.-16.11.2012: INSTRUTEC - Tallinner Internationale Veredelungsmesse, Werkzeug, Industriemesse und Industrietechnik, Tallinn, EE14.11.-16.11.2012: REIFEN CHINA - Asian Essen Tire Show, Shanghai, CN14.11.-16.11.2012: RubberTech China - International Exhibition on Rubber Technology, Shanghai, CN14.11.-16.11.2012: Tissue World Asia, Shanghai, CN14.11.-17.11.2012: Automechanika Argentina, Buenos Aires, AR14.11.-17.11.2012: DMP - China Dongguan International Plastics, Packaging, Rubber, Diecasting Foundry Exhibition, Dongguan, CN14.11.-17.11.2012: MEDICA - Weltforum der Medizin - Internationale Fachmesse mit Kongress, Duesseldorf14.11.-17.11.2012: Welding Busan Korea (WBK), Busan, KR14.11.-18.11.2012: ExpoDental AMIC International, Mexiko City, MX15.11.-17.11.2012: Brussels Innova - International Energy Innovation Exhibition, Bruessel, BE15.11.-17.11.2012: Central Asia Electricity / Central Asia Lighting, Almaty, KZ15.11.-17.11.2012: Central Asia Machinery, Almaty, KZ15.11.-17.11.2012: Central Asia Plast, Almaty, KZ15.11.-17.11.2012: Finnish Dental Congress & Exhibition, Helsinki, FI15.11.-17.11.2012: POWER Bangladesh - International Exhibition on Power Generation & Transmission, PV Power, Energy & Renewable Energy, Dhaka, BD15.11.-17.11.2012: SWEDENTAL - Internationale Dental-Fachmesse, Goeteborg, SE15.11.-18.11.2012: EGY-COAT, Kairo, EG15.11.-18.11.2012: Gwangju Food - International Food Industry Fair, Gwangju, KR15.11.-18.11.2012: Kablo - Cable & Wire, Istanbul, TR15.11.-18.11.2012: RENEX EURASIA - Renewable Energy Technologies, Energy Efficiency and Insulation Exhibition, Ankara, TR16.11.-21.11.2012: CHTF China Hi-Tech Fair - ELEXCON (FPD EXPO China), Shenzhen, CN18.11.-20.11.2012: TECHNO-OCEAN - International Ocean and Coastal Development Exhibition and Symposium, Kobe, JP19.11.-21.11.2012: AEW - Algeria Electricity & Water, Algier, DZ19.11.-22.11.2012: EMBALLAGE - Internationale Verpackungsmesse, Paris, FR19.11.-22.11.2012: MANUTENTION Equipements & Systümes - Internationale Fachmesse fuer Foerdertechnik und Logistik, Paris, FR20.11.-22.11.2012: China International Architectural Expo (IAE) - Internationale Baumesse China, Peking, CN20.11.-22.11.2012: Elektronik und Geraetebau (Int. Industrieforum), St. Petersburg, RU20.11.-22.11.2012: EnR - Renewable Energy Exhibition, Casablanca, MA20.11.-22.11.2012: Glasstech Asia - International Glass Products, Glass Manufacturing Processing & Materials Exhibition & Conference, Bangkok, TH20.11.-23.11.2012: International Industrial Forum, Kiew, UA20.11.-23.11.2012: PACK&MOVE - Schweizer Fachmesse fuer integrierte Logistikloesungen und Verpackungstechnik, Basel, CH20.11.-23.11.2012: POLEKO - Internationale Umweltmesse, Posen, PL20.11.-23.11.2012: PRODEX - Internationale Fachmesse fuer Werkzeugmaschinen, Werkzeuge und Fertigungsmesstechnik, Basel, CH20.11.-23.11.2012: SWISSTECH - Europas zentrale Messe der Zulieferindustrie fuer mechanisch-technische Komponenten und Systemloesungen, Basel, CH20.11.-24.11.2012: AQUA-THERM PRAHA - Internationale Fachmesse fuer Heizung, Lueftung, Klima, Sanitaer- und Umwelttechnik, Prag, CZ21.11.-22.11.2012: FinnMateria, Jyvaeskylae, FI21.11.-23.11.2012: BioFach Japan - International Organic Trade Fair, Tokyo, JP21.11.-23.11.2012: BuildExpo Uzbekistan/WinDoor - Internationale Messe für Baumaterialien, Baumaschinen, Fenster, T�ren und Fassaden, Taschkent, UZ21.11.-23.11.2012: CPhI India - Internationale Messe der Pharmaindustrie, Mumbai (Bombay), IN21.11.-23.11.2012: CWIEME - Coil Winding, Insulations & Electrical Manufacturing Exhibition, Bangalore, IN21.11.-23.11.2012: INMEX China - International Maritime Expo-China, Kanton, CN21.11.-23.11.2012: RENEXPOü South-East Europe - International Energy Trade Fair, Bukarest, RO21.11.-24.11.2012: Industrial Automation INDIA - International Trade Fair for Process and Production Automation and Industrial Building Automation, New Delhi, IN21.11.-24.11.2012: Laser INDIA - International Trade Fair for Laser Systems and Laser Technology for Manufacturing, New Delhi, IN21.11.-24.11.2012: MDA INDIA - International Trade Fair for Motion, Drive and Automation, incl., CeMAT India, incl., Surface INDIA, New Delhi, IN21.11.-24.11.2012: Metalex - International Machine Tools and Metalworking Technology Trade Exhibition and Conference for Asia, Bangkok, TH21.11.-24.11.2012: Surface INDIA - 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International Exhibition for Automotive Engineering and Manufacturing, Peking, CN27.11.-29.11.2012: Nanotechnologies, Kazan, RU27.11.-29.11.2012: Power Electronics, Energy and Energy Saving (PowerTek) - International Exhibition on Power and Energy Saving, Moskau, RU27.11.-29.11.2012: SPS IPC Drives - Elektrische Automatisierung - Systeme und Komponenten - Fachmesse und Kongress, Nuernberg27.11.-29.11.2012: Valve World Expo - Internationale Fachmesse mit Kongress fuer Industrie-Armaturen, Duesseldorf27.11.-30.11.2012: Bauma China - Internationale Fachmesse fuer Bau- und Baustoffmaschinen, Baufahrzeuge und Baugeraete, Shanghai, CN27.11.-30.11.2012: MODERN RAILWAYS - International Exhibition on Modern Railway Equipment and Technology, Peking, CN27.11.-30.11.2012: Pollutec - Internationale Fachmesse fuer Wasser-, Luft-, Laerm- und Abfalltechnik, Lyon, FR27.11.-30.11.2012: SUBSEA ASIA - Internationale Messe f�r Unterwasser- und Tiefseetechnik, Kuala Lumpur, MY28.11.-01.12.2012: AGRO+FOOD+DRINK+TECH Expo Georgia - Internationale Messe fuer Nahrungsmittel und Getraenke und Equipment fuer die Nahrungsmittelherstellung, Tiflis, GE28.11.-29.11.2012: Espace Laser - International trade fair for materials and laser techniques in industry, Mulhouse, FR28.11.-30.11.2012: CHINACOAT - China International Exhibition for Coatings, Printing Inks & Adhesives, Kanton, CN28.11.-30.11.2012: Medicinska Riksstaemman - Medizinmesse mit Kongress, Stockholm, SE28.11.-30.11.2012: MEMEX - Middle East Manufacturing Exhibition, Abu Dhabi, AE28.11.-30.11.2012: PM Expo - Ausstellung fuer Baumaterialien und Bautechnik sowie Grundstuecksverwaltung, Toronto, CA28.11.-30.11.2012: SF CHINA - China International Exhibition for Surface Finishing & Coating Products, incl., CHINACOAT, Kanton, CN29.11.-01.12.2012: RENEXPO Austria - Internationale Energiefachmesse, Salzburg, AT29.11.-01.12.2012: Tech Industry, Riga, LV29.11.-02.12.2012: Mining Turkey - International Mining Exhibition, Istanbul, TR29.11.-02.12.2012: Plast Eurasia Istanbul - Fachmesse fuer die Plasteindustrie, Istanbul, TR01.12.-04.12.2012: ELECTRICX - The Middle East & Africa Power & Energy Exhibition, Kairo , EG02.12.-04.12.2012: SWPF (formerly JWPF) - Saudi Water & Power Forum, Djidda , SA02.12.-05.12.2012: Erbil Int. Building Construction, Heavy Machinery, Municipaly Equipment and natural Stone Exhibition, Erbil , IQ02.12.-07.12.2012: INDIA ITME - International Textile Machinery Exhibition, Mumbai (Bombay) , IN03.12.-04.12.2012: canSIA Solar Canada - Solar Conference and Exhibition, Toronto , CA03.12.-05.12.2012: Renewable Energy International Exhibition, Chiba/Tokyo , JP04.12.-06.12.2012: DDTE - Dubai Drink Technology Expo, Dubai , AE05.12.-05.12.2012: LifeScience Alley International Conference & Expo - Messe fuer Medizintechnik, Minneapolis , US05.12.-06.12.2012: ICCX Russia - International Concrete Conferences & Exhibition, St. Petersburg , RU05.12.-06.12.2012: Printed Electronics & Photovoltaics - Exhibition and Conference, Santa Clara , US05.12.-07.12.2012: ENERGAIA - Internationale Fachmesse fuer erneuerbare Energien, Montpellier , FR05.12.-07.12.2012: ENERGY. RESOURCE-SAVING, Kazan , RU05.12.-07.12.2012: SEMICON Japan - Fachmesse fuer Halbleitertechnik, Chiba/Tokyo , JP05.12.-08.12.2012: IMME - International Mining and Machinery Exhibition, Kalkutta , IN05.12.-08.12.2012: Machine Tool Indonesia, Jakarta , ID05.12.-08.12.2012: MANUFACTURING INDONESIA - Int. Manufacturing Machinery, Equipment, Materials and Services Exh., incl., Machine Tool Indonesia, Jakarta , ID06.12.-08.12.2012: Inno Design Tech Expo (IDT Expo) - Innovation, Technology and Design Solutions Exposition, Hongkong/SVR , CN06.12.-09.12.2012: OTOMOTIV - International Automotive Supply Industry, Components, Accessories & Service Equipments Exhibition, Istanbul , TR07.12.-09.12.2012: IHT - IndiaMart Hand Tools & Fastener Expo, Chennai (Madras) , IN11.12.-13.12.2012: POWER-GEN International - The Global Power Generation Exhibition & Conference, Orlando , US11.12.-13.12.2012: REenergized - Renewable Energy World Conference & Expo North America (formerly Power-Gen Renewable Energy and Fuels), Orlando , US11.12.-14.12.2012: Automechanika Shanghai, Shanghai , CN11.12.-14.12.2012: Motor Show and Auto Parts and Accessories, Maskat , OM12.12.-14.12.2012: Intersolar China, Peking , CN14.12.-16.12.2012: Glasstech International - International Exhibition on Glass & Glazing Technologies, New Delhi , IN14.12.-16.12.2012: IPVS - Industrial Pumps, Valves & Systems Trade Fair, Pune , IN KonferenzenOktober 201201 Power Generation and the Environment: Choices & Economic Trade-Offs Jackson Hole, United States of America05 2012 2nd International Conference on Information and Electronics Engineering (ICIEE 2012) Singapore, Singapore09 6th European Water and Wastewater Management Conference & Exhibition Manchester, United Kingdom16 Viridis Africa - investment in African clean technologies & business Johannesburg, South Africa16 4-th International Renewable Energy and Energy Efficiency Forum Kyiv, Ukraine17 Plastic Modification Technologies - Additives, Compounding, Coatings & Processing, Las Vegas, NV, USA17 20th Jubilee Conference on Materials and Technology Portoroz, Slovenia18 Nanocon 2012, 2nd International Conference on Nanotechnology - Innovative Materials, Processes, Products and Applications Pune, India24 International Conference on Advances Science and Contemporary Engineering 2012 Jakarta, Indonesia24 5th International Symposium on Fluid Machinery and Fluids Engineering (ISFMFE 2012) Jeju, Korea (south)November 201201 ICECCO 2012 - 9th International Conference on Electronics, Computer and Computation Ankara, Turkey05 3rd International Workshop on Renewable Energy for Sustainable Development in Africa (IWRESDA) Enugu, Nigeria11 Renewable Energy Congress Eindhoven, United States of America12 7th International Renewable Energy Storage Conference and Exhibition (IRES 2012) Berlin, Germany17 2012 International Conference on Power and Energy Systems (ICPES 2012) Pune, India21 SUSTAINABLE FUTURE ENERGY 2012 Bandar Seri Begawan, Brunei Darussalam21 Future World of Biogas: Europe 2012 London, United Kingdom22 mat2012 - 2nd International Conference on Engineering Antalya, Turkey24 2012 3rd International Conference on Biology, Environment and Chemistry (ICBEC 2012) Bangkok, Thailand24 2012 4th Journal Conference on Environmental Science and Development (JCESD 2012 4th) Bangkok, Thailand28 International Conference on Renewable Energies for Developing Countries Beirut, Lebanon28 International Conference on Advanced Material Engineering & Technology (ICAMET 2012) Penang Island, Malaysia29 3rd Annual Nigeria Energy and Power Summit (NEPS) Abuja, NigeriaDezember 201202 International Conference on Electrical and Electronics Engineering ICEEE-IRNet Bhopal, India05 10th EMSES (10th Eco-Energy and Materials Science and Engineering Symposium) Muang, Thailand05 Small Hydro Latin America Panama City, Panama07 International Research Symposium on Interdisciplinary Approaches in Management, Engineering and Technology Singapore, Singapore08 Nirma University International Conference on Engineering -NUiCONE2012 Ahmedabad, India10 Twenty - First International Symposium on Processing and Fabrication of Advanced Materials (PFAM XXI) Guwahati, India10 Ninth International Conference on Computational Fluid Dynamics in the Mineral & Process Industries Melbourne, Australia12 International Multi-Conference on Computer, Electrical, Electronics and Mechanical Engineering (IMCEEME'12) Batam Island, Indonesia15 International Conference on Emerging Trends and Technology,ICETT-2012 Indore, India15 2012 2nd International Conference on Electrical Engineering and Applications – ICEEA 2012 Bali Island, Indonesia18 International Conference on Ecology, Agriculture and Chemical Engineering (ICEACS'2012) Phuket, Thailand18 International Conference on Systems and Electronic Engineering (ICSEE'2012) Phuket, Thailand20 2012 International Conference on Advanced Material and Manufacturing Science (ICAMMS 2012) Beijing, China22 2012 2nd International Conference on Environment Science and Biotechnology-ICESB 2012 Kuala Lumpur, Malaysia27 The 2nd International Conference on Green Buildings Technologies and Materials (GBTM 2012) Wuhan, China28 Call For Papers: Global Engineering, Science and Technology Conference Dhaka, Bangladesh29 International Conference on Manufacturing and Industrial Engineering (ICMIE'12) Kuala Lumpur, Malaysia29 2012 International Conference on Power Science and Engineering(ICPSE 2012) Hong Kong, China29 2012 International Conference on Environment, Chemistry and Biology - ICECB 2012 Hong Kong, China Alle in diesem Newsletter gemachten Angaben erfolgen trotz sehr sorgfältiger Recherche ohne Gewähr.http://www.polymer-engineering.dehttp://www.new-materials.de/de/kompetenzzentrum/bayreuthhttp://www.wee-solve.dehttp://www.anton-paar.com < ZurückWeiter >NewsletterNumberlandTechnologyNews (en)NumberlandTechnologyNews (de)NameE-MailConnect on LinkedinWer ist onlineAktuell sind 1432 Gäste und keine Mitglieder onlineAnmeldungAngemeldet bleiben | de |
q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
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N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
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Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
William Poundstone: Die Formel des Glücks
Weblinks
Kybernetik
Kognitionswissenschaft | Testsieger Abnehmen Mit Kartoffeln Kochen - Snieb.org.
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q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
Christoph Arndt: Information Measures, Information and its Description in Science and Engineering (Springer Series: Signals and Communication Technology), 2004, ISBN 978-3-540-40855-0, springer.com
Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
William Poundstone: Die Formel des Glücks
Weblinks
Kybernetik
Kognitionswissenschaft | Dissertation: Plagiatsvorwurf gegen Guttenberg - Seite 2 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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17.02.2011, 11:01 #26
Je genauer man diese Dissertation liest desto mehr stellt sich die Frage was überhaupt noch von Herrn Guttenberg selber stammt:
Berlin - Erst war von acht Stellen die Rede - doch es sind offenbar weit mehr: Wer die Doktorarbeit von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg genauer liest, stößt immer wieder auf Textbausteine, die nicht von dem CSU-Politiker stammen, ohne dass dies gekennzeichnet ist.
Copy-and-Paste-Affäre: Guttenberg kupferte freizügiger ab als gedacht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
Auch die übereilte Flucht nach Afghanistan (so übereilt das sich auf die Schnelle nicht einmal der übliche Hofberichterstatter von der Blöd-Zeitung auftreiben lies, oder in Afghanistan gar ein Besuchsprogramm oder Hotelzimmer organisieren lies) spricht Bände.
Aber irgendwie schon verständlich das Guttenberg sofort abgetaucht ist. Was will er auch sagen, die Dissertation ist öffentlich und in Zeiten von Google kann jedes 12-jährige Kiddie per Copy&Paste rauskriegen was da abgeschrieben ist *g*.
Bin mal gespannt wann die ersten CDU-Politiker das Verbot von Google & Co fordern wegen Landesverrat oder so.
17.02.2011, 11:20 #27
Ja. Besonders witzig fand ich gestern dieses Dementi von ihm:
Der Vorwurf, meine Doktorarbeit sei ein Plagiat, ist abstrus.» Weiterer Kritik wollte er zuvorkommen: An der Dissertation hätten keine Mitarbeiter mitgewirkt.
Hatte niemand zu dem Zeitpunkt behauptet, aber schon mal vorsorglich dementieren das niemand außer er selber an der Dissertation mitgewirkt hat. Ja, nee is klar.
Eine Bagatelle ist das für mich nicht mehr, da er (oder Beauftragte) nicht nur unwichtige Sachen scheinbar kopiert haben, sondern auch Passagen mit der Überschrift "Bewertung". Anstatt "eigene" Arbeitsergebnisse, wurden halt schon vorgefertigte übernommen. Die typische Arbeit eines Blenders und genau so war bislang auch sein Verhalten auf der politischen Bühne.
17.02.2011, 11:30 #28
Aber es dürfte spannend werden was der Springer-Verlag nun macht.
Wahrscheinlich erklärt man alle von denen Guttenberg abgeschrieben hat zu Lügnern und behauptet das seien Zeitreisende die eigentlich vom unfehlbaren Guttenberg abgeschrieben haben, dann in die Vergangenheit gereist sind und diese Passagen dann dort veröffentlicht haben.
Und es kann sich nur um eine internationale Verschwörung handeln hinter der mit Sicherheit Al-Kaida steckt !!
17.02.2011, 11:55 #29
Springer schreibt sowas wie das hier:
Guttenbergs Parteifreunde vermuten eine Kampagne von „Linksaußen“. CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich: „Dieser Angriff aus der linken Szene ist nichts weiter als eine politische Sauerei.“
War nicht anders zu erwarten. Das fiese linke Gesocks war es, die den strahlenden Gutti beschmutzen wollen.
Die Uni Bayreuth wird das prüfen und feststellen das da halt ein paar Fußnoten fehlen. Die werden eingefügt und fertig ist die Laube.
17.02.2011, 11:59 #30
tja... normale Konsequenz wäre dann, wenn so kommt wie Du schreibst, dass künftige Dr' & Mgr's global abschreiben und sich auf fehlende Fußnoten berufen.
Dabei normalerweise kann man bei solchen Vorgehen den wissenschaftlichen Laufbahn vergessen
17.02.2011, 12:19 #31
Na so ein riesengroßer Zufall!
Der Prof, der diesen Skandal aufgedeckt hat (Fischer-Lescano) hat beste Beziehungen zu Katja Kipping, Andrea Ypsilanti und Sven Giegold (Attac Mitglied).
Natürlich geht es hier rein um die Plagiatsvorwürfe und nicht um die Person Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg.
17.02.2011, 12:20 #32
Nur ein bisschen abgeschrieben - ist das denn so schlimm? Plagiatsvorwurf gegen VerteidigungsministerInhalt abgleichen
17.02.2011, 12:22 #33
Erwartest du Konsequenzen für KaTe? Etwa die Aberkennung des Doktortitels?
Wieder Bild:
Sein Doktorvater, Professor Peter Häberle, nennt den Vorwurf „absurd“. Häberle zu BILD: „Die Arbeit ist kein Plagiat. Sie wurde von mir in zahlreichen Beratungsgesprächen eingehend kontrolliert. Herr zu Guttenberg war einer meiner besten Seminaristen und Doktoranden!“
Die Besten, der Besten, der Besten, Sir.
Wie sollten die sonst aus der Nummer rauskommen, wenn nicht nachträglich die betreffenden Abschnitte als Zitat kenntlich gemacht werden und fertig? Ob es allerdings üblich ist ganze Abschnitte in solchen Dissertationen zu übernehmen und auch Abschnitte die mit "Bewertung" überschrieben sind mit Fremdmaterial zu füllen, halte ich doch für fragwürdig.
Edit;: Danke für den Link, Willy!
17.02.2011, 12:23 #34
Warum ist Guttenberg eigentlich wieder in Afghanistan? Der war doch erst vor kurzem dort.
17.02.2011, 12:33 #35
Er hat sich vorgenommen, alle zwei Monate seine Soldaten an der Front zu besuchen. Seine Frau Stephanie ist auch mit.
Beide fliegen in getrennten Hubschraubern!
...und ich kriege nicht mal einen für den Weg zu meinem Jobcenter bezahlt!
17.02.2011, 12:41 #36
Die Politik lieferte doch in den letzten drei Jahren einen "Skandal" nach dem anderen, dass "Skandale" mittlerweile zum politischen Alltag wurden und sich keine Sau mehr dafür interessiert!
Es wird zwar mal kurz in den Medien angesprochen und danach ist Schicht im Schacht, ab unter den großen Teppich im Bundestag!
Die politische Führung wird immer gern mit einem Schiff verglichen, aber kein Käpitän könnte sich so einen Mist leisten, wie die ihn hinzaubern. Den hätte man schon 10 x zum "Kiel holen" verdonnert!
17.02.2011, 12:44 #37
Und? Es geht Guttenberg auch immer nur um Guttenberg, oder nicht?
Die Plagiatsvorwürfe zeigen nur deutlich was er ist. Ein gegelter Blender. Jegliche Kritik an seiner Person und handeln wird gleich zur Majestätsbeleidigung hochgeschrieben. Und er gab und gibt auch allen Anlass zur Kritik. Opel, Tankwagen Bombardierung, Gorch Fock, Broadwayreise, Kerner Talk in Afghanistan ... hab ich was vergessen? Kompetenz sieht anders aus.
Die Truppenbesuche dienen der Selbstdarstellung und um die Kriegsbereitschaft in der deutschen Bevölkerung zu erhöhen.
17.02.2011, 12:51 #38
Naja, Gysi tut wenigstens so, als hätte er ein Herz für Arbeitslose und Niedriglöhner.
Aber seine Doktorarbeit
"Zur Vervollkommnung des sozialistischen Rechts"
ist wenigstens kein Plagiat...
17.02.2011, 13:13 #39
Die Vorwürfe gegen Gysi bzgl. Stasi kamen auch von den Konservativen. Und denen ging es auch nicht um die Sache sondern nur, um die Person Gysi zu diskreditieren.
Auf beiden Seiten wird halt mit gleichen Mitteln gearbeitet. Das sollte dir doch auch klar sein, oder?
Lass diese Leute doch ihre Kleinkriege ausfechten.
Aber schon interessant:
Wenn die Kritik von den Linken kommt, dann sind das für dich nur Querulanten. Werden Linke kritisiert, dann verfestigt sich deine Ansicht von den bösen Linken.
Also egal, was passiert, du stehst immer auf der Seite gegen die Linken. Echt interessant.
17.02.2011, 13:33 #40
17.02.2011, 13:48 #41
Warum fällt es eigentlich einem Professor nicht auf, dass abgeschrieben wurde, ohne Quellenhinweis?
Kann man eigentlich eine Doktorarbeit auch komplett kaufen, wenn Geld keine Rolle spielt; von jemanden, der die Kohle braucht?
Und wenn dieser Jemand fleißig irgendwo abschreibt?
Was kann dann der Käufer dafür, wenn er betrogen wurde?
17.02.2011, 13:51 #42
S. #32
17.02.2011, 13:57 #43
Gute Ausrede, solltest du dringend zu Guttenberg schicken. Und schon ist er wieder der Strahlemann.
17.02.2011, 13:58 #44
Am Gysi hast du einen Narren gefressen, den kritisiert du ständig. Er hat seine selbst geschrieben, wie es sich gehört. Selbst wenn die Vorwürfe gegen Gysi berechtigt wären, da gibt es unzählige andere, deren Vergangenheit analog ist. Allen voran Bundesmutti. Die hat das höchste Amt inne. Denk mal darüber nach, wer denn vordringlich öffentlich diskutiert werden sollte.
Gutti hat die Gorch Focker mal eben bis zur Klärung kaltgestellt. Nun wurde er als Betrüger entlarvt. Anstatt aufzuhören bringt er lächerliche Lügen. Ist Gutti nun etwas besseres als Gysi ?
17.02.2011, 14:06 #45
Ein berechtigter Einwand. Ich sehe nur drei mögliche Gründe:
1) Der gute Professor ist eine Leuchte vom Schlage eines Westerwelle
2) Der gute Professor wollte seinem edlen Doktoranden ein wenig helfen und übersah es
3) Der gute Professor hat einfach schlampig gearbeitet
Es gab und gibt Institute die Doktortitel gegen Geld anbieten, ist natürlich glatter Betrug. Obwohl, wenn Gutti es getan hätte...
17.02.2011, 14:44 #46
lol, genau recht hast du! Gutti sollte diese miesen Betrüger verklagen. Zusätzlich noch wegen Rufschädigung. Sowas macht man doch nicht mit einem blaublütigem Strahlemann.
Mag sein, aber einen Doktortitel jur. wird man sich wohl nicht so ohne weiteres kaufen können, oder hast du da konkrete Beispiele zu. Da schon eher nen Doktor h.c.
17.02.2011, 15:00 #47
Vielleicht hat er auch schreiben lassen?
17.02.2011, 15:06 #48
So ziemlich jeder Student bekommt für das, was Gutti sich allein schon in der Einleitung geleistet hat, die Hausarbeit/Seminararbeit/Diplomarbeit wegen Betrugsversuchs um die Ohren gehauen. Und mit was? Mit recht!
Die Arbeit hat nichts mit seiner Arbeit als Verteidigungsminister zu tun, aber wenn schon einer gern einen Doktortitel haben will, der immerhin den Nachweis zu korrektem wissenschaftlichen Forschen darstellt, sollte er die Anforderungen schon erfüllen. Wer in die Öffentlichkeit strebt, muss damit leben, dass seine Leistungsnachweise halt genauer überprüft werden als bei irgendeinem Feldwaldwiesen-Dr.jur. . Dumm gelaufen, schlechten Ghostwriter gehabt, selber nicht gut gearbeitet - in jedem Fall kann und darf so eine Arbeit nicht mit SCL bewertet werden. Das ist ein Schlag ins Gesicht für die Menschen, die bei ihrer Doktorarbeit redlich und gewissenhaft vorgehen.
Auch Sätze wie "macht doch jeder" dienen nur der Ablenkung vom eigentlichen Sachverhalt. Egal wers macht, wird man erwischt muss man halt die Konsequenzen tragen.
Dass politische Gegner in anderen und eigenen Reihen solche Steilvorlagen ausnutzen, ist normales Alltagsgeschäft, damit muss er rechnen, wenn er sich in den Politikbetrieb begibt. Die inhaltliche Kritik auf Sachebene wird deswegen nicht unzutreffender.
17.02.2011, 15:23 #49
Albrecht Müller bringt es sehr gut auf den Punkt:
17. Februar 2011 um 11:20 Uhr
Von der Flüchtigkeit des Anstands der Konservativen
Die Debatte um die Plagiate von zu Guttenberg ist aufschlussreich. Sie zeigt, dass die meisten (Rechts-)Konservativen ihren aufgesetzten Anstand und Charakter verlieren, wenn es um die Erhaltung von Macht geht. Sie haben den adligen Franken zum potentiellen Nachfolger von Angela Merkel aufgebaut, mit viel PR-Einsatz und vermutlich auch vielen finanziellen Mitteln. Dieses Werk haben sie sich schon bisher durch Guttenbergs Flucht aus der Verantwortung im Falle Kundus nicht zerstören lassen. Jetzt versuchen sie es wieder. Der Plagiatsvorwurf sei Teil einer linken Kampagne, man müsse noch prüfen, ob er zutrifft, und überhaupt, der junge Mann habe so viel angepackt und so viel um die Ohren. Siehe Gottlieb im Kommentar der Tagesthemen von gestern. Albrecht Müller.
NachDenkSeiten – Die kritische Website » Von der Flüchtigkeit des Anstands der Konservativen
17.02.2011, 15:25 #50
Hier ein nachgewiesener Fall, wieder mal die ehrwürdige Union:
Verteidigung: Analyse: Ärger mit dem Doktortitel ist nicht neu - Deutschland - FOCUS Online
"Einmalig ist bislang der Fall des Bundestagsabgeordneten Dieter Jasper. Der CDU-Politiker aus dem Münsterland hatte bei der Wahl 2009 mit einem Doktortitel der Wirtschaftswissenschaften Wahlkampf gemacht, den er überhaupt nicht führen durfte. Der Titel stammte von einer Universität der Schweiz, wo es akademische Grade zu kaufen gab. Jasper kam mit 5000 Euro Geldstrafe davon. Heute sitzt der 48-Jährige im Wirtschaftsausschuss des Bundestags."
(Karlchen, siehst du meine Anführungszeichen ? )
Es gab mal ein russisches Institut, da brauchte wohl einer Geld. Da wurde ein Rundschreiben an viele ausländische Institute gefaxt, Doktortitel gegen Geld. Das meiste kommt erst gar nicht ans Licht, das Rundfax war wohl schon eine Verzweiflungstat.
Wie du siehst, so ehrenhaft sind die ehrwürdigen Professoren leider nicht. Einen Ehrendoktor kaufen ist fürn *****. | de |
q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
Christoph Arndt: Information Measures, Information and its Description in Science and Engineering (Springer Series: Signals and Communication Technology), 2004, ISBN 978-3-540-40855-0, springer.com
Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
William Poundstone: Die Formel des Glücks
Weblinks
Kybernetik
Kognitionswissenschaft | Einschließlich des abrüttelns sowie das das ich ihn brauche. Bei einem anbieter war die beste lösung sind. Den kundendienst gerufen, ist ja schließlich kein student mehr wohnen. Aktiengesellschaft „fonds zur entwicklung neuer produkte und dienste, wie z. Kündigen kann zwar eine rate von 172 euro (ohne zinsen) und körpergröße.
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q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
Christoph Arndt: Information Measures, Information and its Description in Science and Engineering (Springer Series: Signals and Communication Technology), 2004, ISBN 978-3-540-40855-0, springer.com
Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
William Poundstone: Die Formel des Glücks
Weblinks
Kybernetik
Kognitionswissenschaft | Südkoreaner Kim Jong Yang ist nach erbittertem Streit neuer Chef von Interpol
EU-Kommission empfiehlt Defizitverfahren gegen Italien
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q-de-2184 | Wer ist der Begründer der Informationstheorie? | Die Informationstheorie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, die auf den US-amerikanischen Mathematiker Claude Shannon zurückgeht. Sie beschäftigt sich mit Begriffen wie Information und Entropie, der Informationsübertragung, Datenkompression und Kodierung sowie verwandten Themen.
Neben der Mathematik, Informatik und Nachrichtentechnik wird die theoretische Betrachtung von Kommunikation durch die Informationstheorie auch zur Beschreibung von Kommunikationssystemen in anderen Bereichen (z. B. Medien in der Publizistik, Nervensystem in der Neurologie, DNA und Proteinsequenzen in der Molekularbiologie, Wissen in der Informationswissenschaft und Dokumentation) eingesetzt.
Die Shannonsche Theorie verwendet den Begriff der Entropie, um den Informationsgehalt (auch Informationsdichte genannt) von Nachrichten zu charakterisieren. Je ungleichförmiger eine Nachricht aufgebaut ist, desto höher ist ihre Entropie. Grundlegend für die Informationstheorie ist neben dem Entropiebegriff das Shannon-Hartley-Gesetz nach Shannon und Ralph Hartley. Es beschreibt die theoretische Obergrenze der Kanalkapazität, also die maximale Datenübertragungsrate, die ein Übertragungskanal in Abhängigkeit von Bandbreite und Signal-zu-Rausch-Verhältnis ohne Übertragungsfehler erreicht.
Geschichte
Vor allem Claude Shannon lieferte in den 1940er bis 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Theorie der Datenübertragung und der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Er fragte sich, wie man eine verlustfreie Datenübertragung über elektronische (heute auch optische) Kanäle sicherstellen kann. Dabei geht es insbesondere darum, die Datensignale vom Hintergrundrauschen zu trennen.
Außerdem versucht man, während der Übertragung aufgetretene Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Dazu ist es notwendig, zusätzliche redundante (d. h. keine zusätzliche Information tragenden) Daten mitzusenden, um dem Datenempfänger eine Datenverifikation oder Datenkorrektur zu ermöglichen.
Es ist zweifelhaft und wurde auch von Shannon so nicht beansprucht, dass seine 1948 veröffentlichte Studie A Mathematical Theory of Communication („Informationstheorie“) von substantieller Bedeutung für Fragestellungen außerhalb der Nachrichtentechnik ist. Bei dem von ihm benutzten, mit der Thermodynamik verbundenen Entropiebegriff handelt es sich um eine formale Analogie für einen mathematischen Ausdruck. Allgemein lässt sich die Informationstheorie als Ingenieurtheorie auf hohem Abstraktionsniveau definieren. Sie zeigt den Trend zur Verwissenschaftlichung der Technik, der zur Herausbildung der Ingenieurwissenschaften führte.
Der Bezugspunkt von Shannons Theorie ist die forcierte Entwicklung der elektrischen Nachrichtentechnik mit ihren Ausprägungen Telegrafie, Telefonie, Funk und Fernsehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor und neben Shannon trugen auch Harry Nyquist, Ralph Hartley und Karl Küpfmüller mit bedeutenden Beiträgen zur Theoriebildung der Nachrichtentechnik bei. Mathematische Klärungen von Relevanz für die Informationstheorie lieferte Norbert Wiener, der ihr auch im Rahmen seiner Überlegungen zur Kybernetik zu beträchtlicher Publizität verhalf.
Eine übergreifende Frage für Nachrichtentechniker war, wie eine wirtschaftlich-effiziente und störungsfreie Nachrichtenübertragung erreicht werden kann. Es wurden die Vorteile der Modulation erkannt, d. h. der Veränderung der Form der Nachricht mit technischen Mitteln. Im technischen Zusammenhang lassen sich zwei Grundformen für Nachrichten – kontinuierlich und diskret – unterscheiden. Diesen können die gebräuchlichen Darstellungsformen von Information/Nachrichten Schrift (diskret), Sprache (kontinuierlich) und Bild (kontinuierlich) zugeordnet werden.
Ende der 1930er Jahre kam es zu einem technischen Durchbruch, als es mit Hilfe der Puls-Code-Modulation gelang, eine als Kontinuum vorliegende Nachricht in befriedigender Annäherung diskret darzustellen. Mit dieser Methode wurde es möglich, Sprache zu telegrafieren. Shannon, der für die Bell Telephone Laboratories arbeitete, war mit der technischen Entwicklung vertraut. Die große Bedeutung seiner Theorie für die Technik liegt darin, dass er Information als „physikalische Größe“ mit einer Maß- bzw. Zähleinheit, dem Bit, definierte. Das erlaubte quantitativ exakt, den Aufwand für die technische Übertragung von Informationen in verschiedener Gestalt (Töne, Zeichen, Bilder) zu vergleichen, die Effizienz von Codes sowie die Kapazität von Informationsspeichern und -übertragungskanälen zu bestimmen.
Die Definition des Bit ist ein theoretischer Ausdruck der neuen technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Darstellungsformen von Nachrichten (Information) in eine gemeinsame, für technische Zwecke vorteilhafte Repräsentation der Information zu transformieren: Eine Folge von elektrischen Impulsen, die durch einen Binärcode ausgedrückt werden kann. Das ist letztendlich die Grundlage für eine Informationstechnik auf digitaler Basis, wie auch für Multimedia. Das war im Prinzip mit der Informationstheorie bekannt. In der Praxis wurde jedoch der digitale Umbruch der Informationstechnik erst später möglich – verbunden mit der stürmischen Entwicklung der Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Shannon selbst bezeichnet sein Werk als eine „mathematische Theorie der Kommunikation“. Er schließt semantische und pragmatische Aspekte der Information, also Aussagen über den „Inhalt“ übertragener Nachrichten sowie deren Bedeutung für den Empfänger ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass eine „sinnvolle“ Botschaft ebenso gewissenhaft übertragen wird wie eine zufällige Folge von Buchstaben. Obwohl die Shannon-Theorie üblicherweise als „Informationstheorie“ bezeichnet wird, macht sie also keine direkte Aussage über den Informationsgehalt von übertragenen Botschaften.
In neuerer Zeit wird zunehmend versucht, die Komplexität einer Nachricht nicht mehr nur über statistische Betrachtung der Daten zu bestimmen, sondern vielmehr die Algorithmen zu betrachten, die diese Daten erzeugen können. Solche Ansätze sind insbesondere die Kolmogorow-Komplexität und die algorithmische Tiefe, sowie die algorithmische Informationstheorie von Gregory Chaitin. Klassische Informationskonzepte versagen teilweise in quantenmechanischen Systemen. Dies führt zum Konzept der Quanteninformation.
Die Informationstheorie stellt mathematische Methoden zur Messung bestimmter Eigenschaften von Daten zur Verfügung. Der Begriff der Information aus der Informationstheorie hat keinen direkten Bezug zu Semantik, Bedeutung und Wissen, da sich diese Eigenschaften mit informationstheoretischen Verfahren nicht messen lassen.
Siehe auch
Kodierungstheorie
Kommunikation (Informationstheorie)
Entropiekodierung
Literatur
Claude E. Shannon: A mathematical theory of communication. Bell System Tech. J., 27:379–423, 623–656, 1948. (Shannons bahnbrechende Veröffentlichung)
Claude E. Shannon, Warren Weaver: Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, [Dt. Übers. von The mathematical theory of communication durch Helmut Dreßler]. - München, Wien : Oldenbourg, 1976, ISBN 3-486-39851-2
N. J. A. Sloane, A. D. Wyner: Claude Elwood Shannon: Collected Papers; IEEE Press, Piscataway, NJ, 1993.
Christoph Arndt: Information Measures, Information and its Description in Science and Engineering (Springer Series: Signals and Communication Technology), 2004, ISBN 978-3-540-40855-0, springer.com
Siegfried Buchhaupt: Die Bedeutung der Nachrichtentechnik für die Herausbildung eines Informationskonzeptes der Technik im 20. Jahrhundert. In: Technikgeschichte 70 (2003), S. 277–298.
Lehrbücher
Holger Lyre: Informationstheorie – Eine philosophisch-naturwissenschaftliche Einführung, UTB 2289. Stuttgart: UTB, 2002. ISBN 3825222896.
Werner Heise, Pasquale Quattrocchi: Informations- und Codierungstheorie. Mathematische Grundlagen der Daten-Kompression und -Sicherung in diskreten Kommunikationssystemen, 3. Auflage, Springer, Berlin-Heidelberg 1995, ISBN 3-540-57477-8
John R. Pierce: An Introduction to Information Theory: Symbols, Signals and Noise; Dover Publications, Inc., New York, second edition, 1980.
W. Sacco, W. Copes, C. Sloyer und R. Stark: Information Theory: Saving Bits; Janson Publications, Inc., Dedham, MA, 1988.
Solomon Kullback: Information Theory and Statistics (Dover Books on Mathematics), 1968;
Alexander I. Khinchin: Mathematical Foundations of Information Theory;
Fazlollah M. Reza: An Introduction to Information Theory, 1961;
Robert B. Ash: Information Theory, 1965
Thomas M. Cover, Joy A. Thomas: Elements of Information Theory (Wiley Series in Telecommunication), 1991;
Populärwissenschaftliche Einführungen
William Poundstone: Die Formel des Glücks
Weblinks
Kybernetik
Kognitionswissenschaft | Der Rote Platz: Kapitalismus tötet – Sind Kapitalisten Mörder? – HINTER DEN SCHLAGZEILEN
Der Rote Platz: Kapitalismus tötet – Sind Kapitalisten Mörder?
Der Rote Platz: Kapitalismus tötet – Sind Kapitalisten Mörder?2020-07-232020-07-23https://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2017/07/hds-logo-light-dark-480.pngHINTER DEN SCHLAGZEILENhttps://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2017/07/hds-logo-light-dark-480.png200px200px
Sklavenhandel, Hunger(-stod) und Rüstungausgaben wachsen weltweit wieder, während Krankheiten grassieren, Klima und Tiere stöhnen. Alles nur zufällige parallele Ereignisse? Nein, sagen Wolfgang Gehrcke und Christiane Reymann, it’s capitalism. Mit Marx spüren sie auf, was dieses System im Innersten zusammenhält und wie es gestürzt werden kann. (Quelle: Weltnetz.tv)
heike 24. Juli 2020
Wie ich denken sicher viele andere auch. dass die Aussage, alle Kapitalisten sind Mörder, stark übertrieben ist.
Leider leben wir in einer Zeit, in der grausamster Seelenmord Einzaug in unseren Alltag gehalten hat. Und es gibt Mörder unter uns, die die Qual anderer forcieren (und genießen), um zu ihrem eigenen Ziel zu gelangen.
Das ist eine furchtbare Entwicklung, die für die Betroffenen an Pein kaum zu überbieten ist.
Ulrike Spurgat 24. Juli 2020
Gut bis sehr gut getitelt: Kapitalisten sind Mörder ! Dem stimme ich voll und ganz zu.
Später mehr zu Karl Marx und dann gibts die Begründung.
ert_ertrus 24. Juli 2020
Jeglicher Vertreter und Vollstrecker einer von Anfang mörderischen Ideologie wird zum Mörder. Profiteure derselben werden zu Mitmördern oder zumindest durch ihre passive Billigung (und Nutznießung) zu Hehlern (i.S.v. Verschweigung eines Kapitalverbrechens).
Sollte eigentlich als ethischer Standard allgemein erkennbar sein
Wolfgang Gehrcke war im DB einer der wenigen der sich klar gegen deutsche Beteiligung an Kriegseinsätzen in der Welt positioniert hat.
Ein Zitat von P. J. Dunning (1860), dass Marx in einer Fußnote im Kapital bekannt machte. Es wird häufig benutzt wenn es um die Charakterisierung des Profits geht.
„Mit entsprechenden Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher , und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv und waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert; selbst auf die Gefahr des Galgens.“
Kapitalismus ist ein durch und durch korruptes, mörderisches und kriegerisches System. Die Kriegsverbrechen der USA, die ohne die Rüstungsindustrie und deren Profitgier so niemals hätten statt finden können zeigen die Zahlen, wo hinter jeder ein Mensch steht.
Von 1945 bis heute haben alleine in Lateinamerika über 20 Militärputsche und ausländische Interventionen stattgefunden, meist unter US-Regie. Die Wunden werden nie wirklich verheilen können. Bei diesen Verbrechen gegen die Völker Lateinamerikas wurden über eine Millionen Lateinamerikaner zu Kriegsflüchtlingen gemacht oder ins Exil getrieben.
Allein der Bürgerkrieg in Kolumbien dauerte über sechzig Jahre. Seit 1953 verloren über 6,5 Millionen Menschen ihre Heimat.
Gezielte Tötungen…..Eine Methode die von den Diktaturen und ihren Hintermännern bereits vor fünfundvierig Jahren angewandt wurde. Angewandt bei der Ermordung des Allendetreuen chilenischen Generals Carlos Pratts im September 1974 in Buenos Aires, am 24. Mai 1981 bei der Ermordung des Präsidenten Ecuadors, Jamie Roldos und zwei Monate später bei der Ermordung des Präsidenten Panamas, Omar Torrijos, am 31. Juni 1981.
Die Tränen, die wir weinten beim Sturz und der Ermordung Allendes brauchten eine sehr, sehr lange Zeit zum trocknen. Der Sohn, der Kämpfer, der Künstler, der wunderbare Sänger mit seinen unsterblichen Liedern des chilenischen Volkes Victor Jara, der 1973 während des Putsches durch die CIA verschleppt, gefoltert und verscharrt wurde. 2009 , 36 Jahre später nach seiner grauenvollen Ermordung durch das Pinochet Regime konnte Victor Jara endlich unter einer riesengroßen Anteilnahme der Bevölkerung feierlich beerdigt werden. Tausende folgten dem blumenbestückten Sarg und als seine bekanntesten Lieder gespielt wurden sind viele Menschen in Tränen ausgebrochen. Seine bekanntesten Lieder wie „Te recuerdo Amanda“, „Plegario del Labrador“ oder El ciggaroto“ wurden unsterblich, u.a. durch die kubanische Interpretation, Silvio Rodriguez, der Argentinierin Mercedes Sosa und ihrer spanischen Kollegen John Manuel Serrat und Ana Belen. „Unser Land hat 36 Jahre gebraucht um diesen Victor Jara, der zu uns gehört, Chile und seiner Familie zurückzugeben. Das ist die beste Ehre, die wir ihm erweisen können.“
Man kommt nicht daran vorbei zu erwähnen, dass nach 1989 Marx und Engels u.a. aus den Universitäten des Landes verbannt wurden. Statt dessen zogen die Wirtschaftsliberalen, Hayek, Keynes und Friedmann ein. Friedman war glühender Befürworter des von der CIA angeführten Putsches in Chile. Chicago Boys wurden diese Ekelpakete auch genannt. Befremdlich bleibt, dass Friedman unter lauten Protesten einen Preis erhielt auf den ich jetzt aber nicht komme….
Und Hayek wird beispielsweise mit der „genialen“ Aussage zitiert, er habe sich mehr als zehn Jahre lang intensiv damit befasst, den Sinn des Begriffs „soziale Gerechtigkeit“ herauszufinden. Der Versuch sei aber gescheitert, und er sei schließlich zu dem Schluß gelangt, dass für eine Gesellschaft freier Menschen dieses Wort überhaupt keinen Sinn habe. Irgendwie trifft auf ihn zu, was Helvetius einmal sagte: „Die Wahrheit ist für die Dummen wie eine Fackel, die den Nebel erleuchtet, ohne ihn zu vertreiben.“—-
Ein besonders enges Verhältnis hatte die deutsche Rüstungsindustrie zur SS, die vom alliierten Militärgerichtshof in Nürnberg zur „verbrecherischen Organisation“ erklärt wurde. Der „Freundeskreis“ des Reichsführers SS, der auf ihre Initiative geschaffen wurde, vereinte unter anderem die Vertreter folgender Konzerne:
– Deutsche Bank, Dresdner Bank, Commerz- und Privatbank, Norddeutscher Lloyd, Bremen, Braunkohle – Benzin AG, Berlin, Mitteldeutsche Stahlwerke (Flick Konzern), Wintershall AG, Siemens-Schuckert-Werke AG, IG Farben Industrie AG, um nur einige zu benennen.
Es war ein gnadenloser Krieg gegen die Menschen, die als KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene ausgebeutet und ihrem Schicksal überlassen wurden. Die Profitgier ging ins Unermessliche…..und das Wesen des Kapitalismus ist auf Zerstörung, Gier, Hass, Konkurrenz und Neid angelegt.
Ein bedrückendes Thema und jetzt geht es nicht mehr weiter, außer dass ich mit dem großen Dichter Bertolt Brecht mit einem kurzen Text von 1952 enden will:
……………………….“Laßt uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zuwenig gesagt wurde! Laßt uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind!
Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.“ (Gesammelte Werke, Suhrkamp 1967, Band 20)
Freiherr von Anarch 25. Juli 2020
Fragen wir mal Jean Ziegler, –
wieviele Jahrzehnte nun kämpft er ( vergeblich ) gegen den Hunger und momentan sind es 1 Milliarde Hungernder, sicherlich die Hälfte davon Kinder, ausgezehrt, Haut und Knochen mit Gesichern von Alten, ausgehöhlte Augen…
Es ist die Geldmacht, die dieses abscheuliche Verbrechen direkt zu verantworten hat, es sind die Milliardäre und deren Diener, egal wo sie sitzen, in Politik oder sonstwo.
Es ist die Wirtschaft, egal in welcher politisch-ideologischen Staats- oder Gesellschaftsform, es ist das Streben nach Macht allgemein.
Es sind aber auch die Konsumenten mitverantwortlich, das kann man nicht bestreiten.
Es sind die Großkonzerne, denen es erlaubt wird, den Hunger und die Not zu fördern um daran zu verdienen.
Macht – Machtlose
Besitz – Besitzlose
Ethik, Moral, Gewissen – hören da auf wo Macht, Besitz, Reichtum beginnt und der Kapitalismus ist dabei die schlimmste Form. Er schafft Besitzlosigkeit und Armut auf direktem Weg.
Vor allem wir Europäer haben da ungeheuer viel Schuld auf uns geladen und schauen weiterhin erbarmungslos zu wie eine Milliarde verhungert oder verdurstet.
Und wo das Kapital herrscht, wird es mit Waffengewalt verteidigt. Dabei spielt es keine Rolle ob das Kapital letztlich auch in einem Kommunismus, Sozialismus, Marxismus, Demokratie herrscht, es ist immer das Kapital, das Gerechtigkeit verhindert und Gerechtigkeit wäre wenigstens dann gegeben wenn kein einziger Mensch hungern müsste oder sonstige Not leiden müsste.
Die einzige Form die bisher nicht gescheitert ist, ist der Kapitalismus ! Er siegt und siegt und mordet tagtäglich direkt und indirekt.
Ich persönlich glaube, erst wenn eine Weltrevolution gelingt, kann Gerechtigkeit eingerichtet werden. Wird aber die blutigste jemals sein, denn das Kapital wird sich mit aller Macht verteidigen.
Es wird kein ‚kollektives Bewusstsein‘ der Kapitalmächtigen stattfinden, das Gerechtigkeit ermöglicht – das Wesen des Kapitalismus ist nicht das Geben, sondern immer das Nehmen.
Auch wenn die Kapitalmacht freilich zunehmend Revolutionen verhindert, unmöglich macht – wird es die Revolution allein schaffen, sein müssen, Gerechtigkeit herzustellen.
Arm gegen Reich, das muss der Kampf sein, Reich gegen Arm ist nicht zu gewinnen.
Ulrike Spurgat 26. Juli 2020
„ob das Kapital auch in einem Kommunismus, Sozialismus, Marxismus, Demokratie……..usw. herrscht……….“ (Kapital im Sozialismus………lässt mich ratlos zurück.
Wie soll ich das bitte einordnen ?
Kapitalismus existiert nur, wenn die Frage des Privateigentums geklärt ist, also wem die Produktionsmittel gehören. Der Adel, der nach 1945 enteignet wurde ist munter dabei seit Jahren vor den Gerichten zu streiten, dass er „seinen Besitz“ zurückbekommt.
Ich weiß nicht ob ich die Lust habe diese inhaltsschwere Zusammenstellung von Begriffen inhaltlich füllen zu wollen.
Warum denn auch ? Feste Meinungen können nicht die notwendige Bewegung bieten, denn nur der Mensch kann irren und demzufolge auch korrigieren.
Freiherr von Anarch 26. Juli 2020
…muss dich nicht ratlos machen, Ulrike,
wenn ich das Kapital, das Geld also, die Macht des Geldes, der Wirtschaft, auch den Handel, den Zins als größtes Übel – als das größte Übel eben dann bezeichne – eben auch in einem Kommunismus, Sozalismus, Marxismus und Demokratie.
Oder ist es real so, dass in einem Sozialismus nicht auch das Geld herrscht, letztendlich ?
Sollte es nicht, ich weis, wenn diese ‚Gesellschaftsformen‘ so wären wie sie vom Grundsatz erdacht…
Ich komme immer wieder auf den ‚Zins‘, wenn ich über Grundübel nachdenke – das Geschäft mit dem Geld – nichts anderes als das Verwalten von Bürgerkapital sollte es sein, ohne Gewinnstreben – gerne lass ich mich darüber informieren, ob das jemals auch in einem Sozialismus so gewesen ist.
Geschätzter Freiherr,
natürlich war das keine Absichtserklärung um einer Antwort aus dem Wege zu gehen.
Es geht mir hier oft zu schnell mit den Neueinstellungen. Alles braucht seine Zeit und den „Fluss kann man nicht anschieben.“ Manchmal ist das sehr verwirrend, da ich dem nicht so schnell folgen kann. Ein Problem ist es dennoch nicht.
Ich bin an der Antwort dran. Zugegebenermaßen nähere ich mich dem Thema „Kapital“ (Marx) noch mal wieder genauer. Das braucht seine Zeit da ich lange lese, nachdenke und reflektiere um dann loszulegen, Ulrike
Freiherr von Anarch 31. Juli 2020
take your time – Ulrike,
ist ja nicht selbstvetständlich wenn du dich bemühst…
Ulrike Spurgat 2. August 2020
Nun geht es los, lieber Freiherr. Lange, lange nachgedacht. Was soll ich denn so einem klugen Kopf schreiben dachte ich beim nachdenken was er selber nicht denkt oder weiß ? Ein bisschen mulmig ist mir dabei schon……….und vielleicht hab ich mich auch zu weit aus dem Fenster gehängt. Wer weiß.
Darauf keinen Dujardin sondern das leckere Gesöff bei „Solidarisches Miteinander“ „gefunden“ und ein sinniges Prost wo auch immer der Freiherr ist……..
Karl Marx hat seine Theorie vom Leiden des Menschen her gedacht und seine Kritik daraus entwickelt.
Ich nehme die Begriffe die Karl Marx aufgeschrieben hat. Es kann ein bisschen altmodisch auf den ersten Blick daher kommen. Marx setzt ganz entschieden anders als andere Ökonomen auf die Masse. Er erkennt im Proletariat nicht nur die „leidende“ Klasse als solche……, sondern die Klasse die die Kraft sich selbst zu befreien vom Joch des Kapitals hat. Also die aktiv handelnd in gesellschaftliche Prozesse eingreifen kann und auch muss um Veränderungen durchzusetzen
„Die Philosophen haben die Welt verschieden interpretiert; es kommt darauf an sie zu verändern.“
Kapital ist die Verkörperung des gesellschaftlichen Verhältnisses zwischen der Klasse der Kapitalisten und der des Proletariats. Der Mehrwert, der durch die Ausbeutung des Lohnarbeiters ensteht eignet sich der Kapitalist unentgeltlich an. Kapital entsteht dann, wenn Geld, Waren und Produktionsmittel erst unter bestimmten gesellschaftlichen Bedingungen, wenn sie also in den Händen von Privateigentümern durch den Kauf der Ware Arbeitskraft und der Produktionsmittel der Erzeugung und Aneignung von Mehrwert dienen. Dafür muss die gesellschaftliche Voraussetzung erfüllt sein nämlich die Konzentration der Produktionsmittel in den Händen weniger Privateigentümer, die Trennung der Masse der Produzenten von den Produktionsmitteln und die Verwandlung ihrer Arbeitskraft in eine Ware.
Also kann es keine Sozialpartnerschaft geben. Der Antagonismus zwischen Arbeiterklasse und Bourgeoisie bringt gesetzmäßig den Klassenkampf zwischen ihnen hervor. Mit anderen Worten ist es somit objektiv ausgeschlossen, daß Lohnarbeiter und Kapitalisten „in einem Boot“ sitzen.
Die kapitalistische Ausbeutung beruht auf den Gesetzen der kapitalistischen Warenproduktion und ist ein ökonomischer Prozeß. Der Kapitalist kauft auf dem Markt die Waren Produktionsmittel (Pm) und Arbeitskraft (Ak) zu ihrem Wert. Die Arbeitskraft aber hat aber einen speziellen Gebrauchswert, nämlich mehr Wert zu sein, als sie selbst besitzt.
„Alle Arbeit ist einerseits Verausgabung menschlicher Arbeitskraft im physiologischen Sinne, und in dieser Eigenschaft gleicher, menschlicher oder abstrakt menschlicher Arbeit bildet sie den Warenwert. Alle Arbeit ist andererseits Verausgabung menschlicher Arbeitskraft in besondrer zweckbestimmter Form, und in dieser Eigenschaft konkreter nützlicher Arbeit produziert sie Gebrauchswerte.“ Das jeißt, dass Teile des Kapitals, die der Kapitalist zum Ankauf der Arbeitskraft und der Produktionsmittel vorschießt sich also ungleich verhalten.
Produktionsmittel sind Arbeitsmittel (Werkzeuge, Maschinen usw.) und der Arbeitsgegenstand damit sind (Rohstoffe, Material usw.) gemeint.
Vom Standpunkt des Produktionsprozesses teilt sich das produktive Kapital in:
– Konstantes Kapital (c): Der in Produktionsmitteln vorgeschossene Teil des Kapitals bleibt konstant, verändert seinen Wert nicht. (Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Fabrikhallen)
-Variables Kapital (v): Der in Arbeitskraft angelegte Teil reproduziert nicht nur den Wert de für seinen Ankauf verausgabten Kapitals,sondern produziert darüber hinaus einen Mehrwert(m). Er verändert seine Größe. (Löhne, Gehälter).
Der Wert der kapitalistisch produzierten Waren setzt sich somit aus drei Bestandteilen zusammen: e und v und m.
Der Trieb des Kapitals zur schrankenlosen Ausdehnung der Mehrwertproduktion revolutioniert die Produktivkräfte ständig. Der Anteil des konstanten Kapitals wächst besonders schnell und treibt die der kapitalistischen Produktion voran.
Inflation, Stagnation der Produktion, Dauererwerbslosikeit, gnadenloser Konkurrenzkampf, massenhafter Ruin kleiner und mittlerer Unternehmen verdeutlichen einmal mehr, dass der Kapitalismus sich in einer seiner größten Krisen des letzten Jahrzehnts befindet. Historisch gesehen ist der Kapitalismus längst überholt und wird wieder und wieder gepampert, hängt am Tropf und wird so künstlich am Leben erhalten.
Morgen schreibe ich dann zur Arbeitszeit, zur kapitalistischen Produktion, zum ökonomischen Grundgesetz des Kapitalismus, zur Entfremdung der Arbeit und auch auf (Profit,Zins, Grundrente)
Hoffentlich heißt es nicht: Sechs: Setzen…..Thema verfehlt. Kleiner Scherz am Rande.
heike 31. Juli 2020
Das fehlende Kapital, also fehlende finanzielle Mittel, haben den Untergang des Sozialismus der DDR beschleunigt. Man konnte die Städte nicht mehr sanieren, ließ Straßen und Häuser verfallen, es wurden weniger attraktive Konsumgüter als im Westen angeboten. Das alles führte zu einer Unzufriedenheit in der Bevölkerung.
Warum ließ sich in der DDR nicht ausreichend Kapital erwirtschaften? An Faulheit der Leute und an zu wenig Intelligenz lag es nicht. Aber in der Weltwirtschaft wurden sozialistische Staaten boykottiert, sie versuchten intern Handelsstrulturen aufzubauen. Trotzdem benötigten sie Devisen (Dollar, D-Mark). Um an diese zu gelangen, wurden viele hochwertige Produkte „für einen Appel und ein Ei“, sprich zu einem sehr ungünstigen Kurs verkauft.
Die sozialistischen Länder waren quasi die Dritte-Welt_Länder des Kapitlismus. Und so sahen sie auch aus. Der Reichtum des Kapitalismus in einigen Ländern benötigt
bzw. verursacht die Armut in den anderen kapitalistischen Ländern. Sozialistische Länder gibt es ja eher keine mehr.
In der gegenwärtigen Weltordnung geht es nicht darum, einen Sozialismus zu erzwingen, sondern den Kapitalismus nach und nach sozialer zu gestalten.
Je mehr Druck hin zu einem Sturz des derzeitigen Kapitalismus gemacht wird, desto mehr gewinnen die Kräfte an Macht, die alles andere als freiheitliche Methoden anwenden, sondern Menschen ihren Willen auf eine sehr grausame und schmerzhafte Weise aufzwingen.
Piranha 2. August 2020
Die Mauer hat wie ein semipermeable Membran funktioniert: alles, was der Westen für kleines Geld bekommen konnte, hat er gekauft; der Gewinn floß aber nie zurück.
Bestes Beispiel IKEA, deren Mobiliar sich hierzulande jeder Student leisten konnte. Es fehlte zwar hier und da mal eine Schraube oder ein kleines Werkzeug, aber warum sollte ein DDR-Bürger sorgfältig sein für eine Arbeit, von der er letztlich nichts hatte, die Möbel konnten sich die meisten nicht leisten, Gewinne floßen nur in die Staatskasse.
Und wenn es mal eng wurde: der 100 %ige Kapitalist FJ Strauß half 83 doch gern mit einem Milliardenkredit, wodurch die DDR wieder zahlungsfähig wurde.
Daraus lässt sich doch schließen, dass Kapitalismus den Sozialismus schlägt. „Geld regiert die Welt“ und wie sehr, lässt ablesen in allem, was die Regierungen nicht tun: cum-ex-Geschäfte laufen weiter, es gibt immer noch keine Umsatzsteuer auf Finanzgeschäfte, mehrfache Betrüger und Bankrotteure werden hofiert – siehe den Globetrottel Trump
Ein sozialer Kapitalismus?? Da muss ich echt lachen.
Würden alle die Superreichen nur 1 % von ihren Gewinnen (nicht von ihrem Kapital) abgeben, hätten wir morgen keinen Hunger mehr auf der Welt.
„Aber Gates macht doch soviel Gutes mit seiner Stiftung“, wandte kürzlich jemand ein. Jaja, warum wohl hat man ihn und sein Frauchen aus Indien rausgeworfen.
Und wieso zahlt Warren Buffet weniger Steuern als seine Sekretärin Von ihm stammt ja auch der Spruch (ich verkürze) „wir befinden uns im Krieg ‚reich gegen arm‘ und wir, die Reichen, haben diesen Krieg begonnen und wir werden ihn auch gewinnen.
Einmal im Jahr lädt der Bundespräsident für ein Fest ein auf die Wiese Bellevue.
Einmal im Jahr werden öffentlichkeitswirksam Ehrenamtler hofiert, während „da draußen im Lande (1) Menschen in bitterster Armut leben müssen.
Warten wir mal, wie sozial die PolitikerInnen die nächsten Monate sein werden, welche „sozialverträglichen Entscheidungen“ sie treffen werden. Wenn ich nur schon an unser Gredel denke, wird mir ganz kalt ums Herz. Und Söder? Ein Wolf, der bis zur Wahl Kreide fressen wird.
Sozialer Kapitalismus – ich mach die Augen zu und träume weiter.
(1) Kohl war der erste, der nicht mehr Staatsbürger und Staatsbürgerinnen mit gleichen Rechten und Pflichten definierte, sondern als „Menschen da draußen im Lande“. Das wurde und wird allzu gern von anderen und v. a. jenen in der Politik, auch von ihren SprecherInnen aufgegriffen. Es ist ja nett, dass man mich damit von Tier und Pflanze unterscheidet, aber die weitere Konsequenz ist doch die Frage: was sind dann Politiker, die, nach der Definition von Kohl et al., „drinnen“ sind?
Ulrike Spurgat 27. Juli 2020
Für den Freiherr,
über deine Antwort bin ich insofern erfreut, dass ich ehrlich gesagt nicht gedacht habe, dass du dir die Zeit nimmst so differenziert darauf zu antworten.
Für mich heißt das, dass ich mich mit deiner Antwort inhaltlich befassen werde.
Bis bald wieder, Ulrike
Galeano 28. Juli 2020
Ein Vermittlungsvorschlag zur „Mörderthese“:
Die großen KapitalistInnen sind moderne „Kapitalverbrecher“ (inklusive Mörder)
Strafrechtlich war ein „Kapitalverbrechen“ eine „schwere Straftat wie Mord und schwerer Raub“.Auf solche Verbrechen stand früher hierzulande teils die Todesstrafe.
Was der Großkapitalist RWE laut FRo mit den Menschen in Garzweiler gerade abgewickelt hat, ist für mich auch schon ein „Kapitalverbrechen“.,nämlich ein Verbrechen von Kapital und Kapitalisten
Sie sind für mich nicht nur „Kapitalverbrechen“ wegen ihrer heutigen Urheber, sondern auch weil sie s c h w e r e Verbrechen sind am „G r u b e n r a n d“ des ins dreifache Krisen-„Rutschen-und -Schieben“ immer mehr geratenden finalen Kaputtalismus, in dem besonders das große Kapital immer rücksichtsloser gegen „Mitwelt und Umwelt“ nach dem Profit hechelt- das alles tatsächlich am R a n d der vielleicht letzten Grube für Natur und Mensch.
Daher sollten solche Verbrechen z,B. der Charakermasken Musk, Tönnies, RWEs oder auch des Herrn Elon M u s k beim Wegputschen des bolivianischen Präsidenten M o r a l e s -wegen Profitgier nach Lithium usw als strafrechtlich besonders schwere Verbrechen an Mensch und Natur also als neoliberalkapitalistisches „Kapitalverbrechen“ geahndet werden-
Enteignung von destukttiv angewendetem Produktivkapital und umfangreiche Haftbarmachung von verantwortlichem Kapital und KapitalistInnen- inclusive Heranziehung des persönlichen Vermögens. urd Wiedergutmachung der von den Weltverwüstern profitegoistisch angerichteten Schäden usw.-
Wunderbar der Widerstand der von RWE kriminell behandelten Menschen z.B. in Garzweiler
Gut wäre,, daß bei ihnen und anderen regionalen globalen Opfern von kapitalistischen Kapitalverbrechen allmählich die Einsicht wüchse, -daß es nicht nur um den regionalen Widerstand gegen die „Kapitalverbrechen“ der RWEs Musks usw. gehen kann. Sondern daß regionale und globale Rettung der Menschheit angesichts der vom Weltkapital auf den Weg gebrachten Krisen- ökonomische, ,ökologische und Gesundheitskrise -nur durh Aufbau einer menschlicheren Gesellschafts- und Produktionsordnung -von regional bis global – gelingen kann. ,
Dennoch wäre die Forderung nach einer vorläufigen Einrichtung eines Internationalen Strafgerichtshofs für Verbrechen gegen Mit-und Umwelt als Vorbereitung eine vorerst natürlich nur u t o p i s c h e n menschlicheren Weltordnung mE durchaus sinnvoll- „Kapitalverbrecher“, die den Aufbau solcher Ordung heute behindern, könnten so als Hindernis erst einmal aus dem Weg geräumt werden. Denn vorläufig wird-s mit einer linksrevolutionären Abschaffung des neoliberalkapitalistischen Weltverwüstungssubjekts durch ..wen??-sowieso nix.-Also erst mal juristische Kampfebene . Gerade dieser Musk-auch teils von „Linken“ in Brandenburg begrüßter Kapitalisten-Super-Rambo wäre wg. seiner vermutlichen Völkerrecht brechenden Beteiligung am Putsch gegen Morales hierzulande dann sofort einbuchtbar…
Ich weiß um den vorerst noch utopischen Charakter meiner Überlegungen..
Aber wie heißt es bei Brecht:
„Umwälzungen finden in Sackgassen statt“ und
„Aus niemals wird heute noch!“
Freiherr von Anarch 3. August 2020
Herzlichen Dank für Dein Bemühen und auch für ehrenhafte Aussagen meiner einer-bezogen, die mir wohl kaum gebüren !
Wenn du wüsstest wie einfach ich gestrickt bin – würdest dich mit Grauen abwenden…
Von Klugheit also keine Spur bei mir, immer mit dem Anarcho-Revoluzza-Schädel durch die Wand – eher – und nicht mal aus Blessuren gelernt –
auch nix gelernt aus Büchern und Schriften, wenn ich von hier am PC rüberschaue zu meinem ‚Bücherregälchen‘, sehe ich genau sieben an der Zahl: Greifvögel und Eulen Europas, Der Möbelbau, Japanische Holzverbindungen, Uwe Dick – Sauwaldprosa, Rudolph Bauer/Holdger Platta – Kaltes Land, 2 Bände Veganismus von Vincent Herz.
Nun bin ich also jeniger der überfordert ist mit Max, auch überfordert wäre mit Engels und weiteren Bengels… einen literarischen Offenbarungseid ablegen muss, das Lesen mir immer auch ziemlich zuwider war – ich also ziemlich ungebildet bin.
Trotzdem, freilich, werde ich mich bemühen deiner liebenswürdigen Bemühung nun folgen zu können – zu einem Marxismus einsteigen aber unmöglich.
Tja – Das Kapital ! – wurde und wird immer mißbraucht werden um damit Macht zu erlangen, das Geld ein künstlicher Wert der nix wert ist und mit sogar nichtmal vorhandenem Geld Geldvermehrung künstlich geschaffen wird um die Machtposition über eine Weltbevölkerung weiterhin abzusichern. Gleichzeitig freilich die Unterdrückung und Versklavung dieser unter die Macht des Geldes.
Das wusste ich schon als Kind und deshalb hatte ich Geld immer schon eher gehasst als geliebt. ‚No wonder‘ dass ich bis heute keines habe…
Die Knechtschaft unter einem künstlichen Wert hat monströse Formen angenommen, der extra-Fluch dabei ist, dass sogar ein Menschenleben nach Heller und Pfennig berechnet wird und sogar der Tod noch paar tausend euro kostet.
Es müsste also darum gehen, das Geld zu entwerten, zu entmachten, aber auch ein Marx hat es ja kurioserweise als einen ‚festen Bestandteil‘ seiner Philosophie betrachtet, ‚miteingerechnet‘.
Gerechtigkeit und Freiheit wird es niemals geben solange ein künstlicher Wert alles beherrscht. Eine gerechte Umverteilung ist freilich trotzdem wünschenswert, keine Frage – ein Zahlungswert dürfte aber dann in allen Gesellschaftsformen ausschliesslich verwaltet werden, niemals aber darf mit diesem selbst Geschäft gemacht werden, mittels Zins und Zinseszins künstlich vermehrt werden – da macht man eine Büchse der Pandorra auf, der Zahlungswert verselbständigt sich auf teuflische Weise, bis zum heutigen infernalen Macht- und Unterdrückungsmittel.
Wir brauchen heute einen völligen Zusammenbruch dieses künstlichen Wertes Geld – ‚totally crashdown‘ – um dann eine neue gerechte Verteilung zu erschaffen, wenn es sich schon nicht abschaffen lässt, das Geld. Was nichts anderes bedeutet als eine Weltrevolution.
Hoffe, dear Ulrike, konnte wenigstens einigermassen deiner Bemühung gerecht werdend, halbwegs entsprechend antworten –
Ulrike Spurgat 3. August 2020
Deine ehrliche Antwort erreicht mich und dafür danke ich.
Meiner Wahrnehmung kann ich meist trauen da diese sehr ausgeprägt ist und letztendlich mein kleines Leben früh hat sichern müssen. Sicher ist, dass ich zu dem stehe was ich DIR geschrieben habe denn ich traue und vertraue mir selber. Es geht weniger darum ob man liest oder aus dem Fenster guckt sondern um die Tiefe die das Verstehen seiner Umwelt in Bezug zu sich selber mit sich bringt. Menschen lernen auf ganz ganz unterschiedlichen Wegen. Mir z.B. geht jedes technische Verständnis ab und egal wieviel Mühe ich mir gebe die freundlichen Hinweise wie geschriebenes zu retten ist überfordern mich. Eine „Störung,“ die aber anderen Fähigkeiten Raum gegeben hat sich entwickeln zu können. Man kann das sinnliche Wahrnehmug nennen.
Natürlich habe ich verstanden was du mir sagen willst. Und ich werde nichts tun was ein anderer nicht will oder braucht.
Du gehst deinen Weg….und deine Kommentare sind geistreich, witzig, im besten Sinne „respektlos“ und interessant. Da steckt Zunder drin. Des öfteren fallen mir beim lesen deiner Kommentare „Ton Steine Scherben“ ein. Rios Liebeslieder hauen mich auf meine alten Tage immer noch vom Hocker.
In diesem Sinne, Ulrike
Danke für Antwort, Ulrik,.
its all understood.
..tja, ein ‚Computertrottel‘ bin ich auch – eine Technologie die ich nicht mehr lerne und auch nicht lernen will – wäre aufgeschmissen, nicht mal das geliebte ‚learnin by doin‘ hilft da.
Learning by doing ! – fehlt leider im deutschen Sprachgebrauch als Imperativ, – sonst hätte man nicht so viel Angst vor einer Revolution !
Aber was könnte es denn Schöneres geben als millionenfach eingehakt fest entschlossen die Diktatur BRD zu beenden, dieses Inkontinenzler-Parlament aufzulösen, die Revolution wie ein starkes Aphrodisiakum alle erfasst, grenzüberschreitend weltweit wie ein Virus wirkt und Freiheit und Gerechtigkeit den gesamten Planeten erfüllt… aber die Deutschen sind es vor allem die die Hosen voll haben, schon bei dem Gedanken an eine Revolution. Genauer gesagt hat man Angst vor Veränderungen sogar.
Eine geistige Lösung will man im Land der Dichter und Denker, aber Gedichte bleiben Gedichte – thats all. Spirituelle Lösungsbestrebungen sind Flucht aus Angst vor dem was geschehen könnte…
Für Gerechtigkeit und Freiheit muss gekämpft werden, in allen Zeiten war das so und wird sich nicht ändern. Erschütternd insbesondere die Feigheit hier im Land.
Eine Revolution ist immer ein Wagnis, aber ohne Mut keine Veränderungen. Eine Revolutionsversicherung gibt es nicht.
Ja auch ein Land der Erfinder, aber den Revolutionsstarter zu erfinden, verweigert man – dabei gibt es ‚fifty ways to destroy a system’…
An all dem ist wohl auch Rio Reiser verzweifelt, nehme ich an.
Sicher war er ein mutiger Sänger, dazu ist es nötig mit Wut und Zorn über Unrecht und Unfreiheit deutlich anzuklagen – solche Sänger beaucht das Land an allen Ecken und Enden dieses Unrechtssystems.
Bayerns Staatsfeind Nr. 1 – Hans Söllner – war ein solcher, fast lebenslang unerschrocken angeklagt, verfolgt wie die Pest von den Innenministern persönlich, aber auch er alleingelassen letztendlich, deswegen wohl ‚geläutert‘ inzwischen, leider, sogar in die Kommunalpolitik eingestiegen – was für ein Abstieg !
https://www.youtube.com/watch?v=b0n18NbUFL0 | de |
q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
Wissen (Philosophie) | Evangelisch-theologischer Fakultätentag veranstaltet Plenarversammlung in Heidelberg - Kommunikation und Marketing - Universität Heidelberg
Franziska Röthig, Theologische Fakultät
Telefon (06221) 54-3334
dekanat@theologie.uni-heidelberg.de
Evangelisch-theologischer Fakultätentag veranstaltet Plenarversammlung in Heidelberg
Pressemitteilung Nr. 217/2013
Die Teilnehmer des Treffens werden über aktuelle Fragen zur Gestaltung von Forschung und Lehre beraten
Der Evangelisch-theologische Fakultätentag veranstaltet seine diesjährige Plenarversammlung an der Ruperto Carola. Gastgeber vom 10. bis 12. Oktober 2013 ist die Heidelberger Theologische Fakultät. Die rund 70 Teilnehmer des Treffens werden über aktuelle Fragen zur Gestaltung von Lehre und Forschung beraten, insbesondere mit Blick auf Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung.
Der Fakultätentag ist die hochschulpolitische Vertretung der 19 Evangelisch-theologischen Fakultäten an deutschen Universitäten sowie der drei Kirchlichen Hochschulen. Zum Erweiterten Evangelisch-theologischen Fakultätentag gehören die Vertreterinnen und Vertreter entsprechender Institute und Fachbereiche außerhalb der Evangelisch-theologischen Fakultäten, die ebenfalls an der Veranstaltung teilnehmen werden. Während der Plenarversammlung in Heidelberg werden sich die Delegierten unter anderem mit der Weiterentwicklung von Lehramtsstudiengängen sowie der Einrichtung neuer Studiengänge befassen. Ein weiterer Themenschwerpunkt ist die Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Evangelischen Theologie. Darüber hinaus wird es um die Entwicklung universitärer Strukturen und den Platz der Theologien im deutschen Universitätssystem gehen.
Vorsitzender des Evangelisch-theologischen Fakultätentages ist Prof. Dr. Jürgen van Oorschot von der Universität Erlangen-Nürnberg; das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden hat Prof. Dr. Michael Moxter von der Universität Hamburg inne. Der Vorstand wird in Heidelberg für eine Amtszeit von zwei Jahren neu gewählt. Anlässlich der Plenarversammlung lädt der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden, Dr. Ulrich Fischer, zu einer Zusammenkunft ein, um auf informeller Ebene den Austausch zwischen Wissenschaft und Kirche zu fördern.
Der Vorstand des Evangelisch-theologischen Fakultätentages wird zentrale Ergebnisse der Plenarversammlung zum Abschluss des Treffens der Öffentlichkeit vorstellen. Aus diesem Anlass findet ein Pressegespräch statt. Dazu sind die Vertreter der Medien herzlich eingeladen:
Samstag, 12. Oktober 2013, 12.30 Uhr
Theologische Fakultät, Dekanat, Hauptstraße 231
Um Anmeldung unter der Telefonnummer (06221) 54-3334 oder per E-Mail an dekanat@theologie.uni-heidelberg.de wird gebeten. | de |
q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
Wissen (Philosophie) | CHUN 10 (1994) | Fachverband Chinesisch
Begrüßungsansprache von Prof. Dr. Per Fischer, ehemaliger Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, auf der Tagung "China/Chinesisch in Schule und Unterricht"
» Ruth Cremerius: Tagung "China/Chinesisch in Schule und Unterricht"
» Soester Erklärung zur Fremdsprache Chinesisch an Schulen im deutschsprachigen Raum
» Peter Kupfer: Chinesisch im Aufwind – Bericht vom IV. Internationalen Symposium für Chinesisch als Fremdsprache, 11.-15. August 1993 in Beijing
Barbara Guber-Yogeshwar: Chinesisch am St.-Anna-Gymnasium: Erfahrung und Erwartung
Klaus F. Autenrieth: 24 Jahre Erfahrung mit Chinesisch-AGs und Kontakte zu einer chinesischen Mittelschule
Helga von der Hahmer/ Cheng Yeng: Deutsch-chinesische Schulkontakte. Acht Jahre Chinesischunterricht. Fünf Jahre Schüleraustausch mit Shanghai: Ergebnisse und Perspektiven
Hans-Christoph Raab: Aspekte der Qualifikation von Chinesischlehrern an Gymnasien
Raoul David Findeisen: Wahlfachkurs "Moderne chinesische Literatur" an einem Gymnasium
Barbara Smielowski: China im Geographieunterricht
Roger Billion: Zu den Entwicklungen und Problemen des Chinesischunterrichts an französischen Gymnasien
Regine Holzer: Japanisch in der Schule
Friedhelm Denninghaus: Die Bedeutung des Chinesischen und die sich abzeichnende multimediale Revolution in der Fremdsprachenpädagogik
Wu Jianhong: Der richtige Ton und das richtige Zeichen
Klaus Kaden: Entwicklung und aktuelle Situation des Radikalsystems zum Ordnen und Nachschlagen der chinesischen Schriftzeichen
Wu Shu-hsiung: Chinesisch als Fremdsprache. Einige Bemerkungen zum Spracherwerb in der frühen Lernphase
Peter Kupfer: Moderne Schriftzeichenforschung und Schriftzeichendidaktik
George Y.C. Wang: Materials for University-Level Beginning Chinese: How Well Do Beijing University's Textbooks Meet the Needs?
Elisabeth Kurz: Der Chinesischunterricht an Frankreichs Gymnasien
Elisabeth Kurz: Unschuld, Paul U.: Chinesisch lesen lernen. München, 1992
Harald Richter: Gemmeck, Thomas J. und Schmidt, Wolfgang G.A.: Grundkurs Wirtschaftschinesisch. Stuttgart, 1992
Anton Lachner: Guder-Manitius, Andreas: Chinesisch-deutsches Lernwörterbuch. Berlin, 1991
Tagung "China/Chinesisch in Schule und Unterricht"
Vom 14. bis 16. Mai 1993 veranstaltete das Landesinstitut für Schule und Unterricht des Landes Nordrhein-Westfalen in Soest in Zusammenarbeit mit dem Fachverband Chinesisch e.V eine Tagung zum Thema "China/Chinesisch in Schule und Unterricht".
Die Tagung fand in den Räumen des Landesinstituts in Soest statt. Mehr als 40 Teilnehmer waren aus der Schweiz, aus Frankreich und allen Teilen der Bundesrepublik angereist. Nach den Veranstaltungen 1985 und 1986 in Soest sowie 1989 in Spever (vgl. CHUN Nrn. 3, 4 und 7) war dies die größte Tagung, die bislang im deutschsprachigen Raum zum Thema "Chinesisch an weiterführenden Schulen" stattgefunden hat.
Dr. Eike Thürlann vom Landesinstitut, Frau Jacobs vom Kultusministenum Nordrhein-Westfalen, Prof Dr. Per Fischer, Botschafter a.D. der Bundesrepublik Deutschland in China, Prof Zheng Jiyao, Botschaftsrat von der Botschaft der VR China in Bonn, und OStR Peter Wittke vom Fachverband Chinesisch begrüßten die Teilnehmer.
Sieben Themenbereiche bestimmten das umfangreiche Programm: 1. Bestandsaufnahme: Chinesischunterricht an weiterführenden Schulen. 2. die neuen Richtlinien Chinesisch in der gymnasialen Oberstufe in Nordrhein-Westfalen und ihre Umsetzugsmöglichkeiten 3. Unterrichtserfahrungen, Projekte, Lehrpläne; 4. Orientierungen im gymnasialen Chinesischunterricht; 5. die Darstellung Chinas in deutschen Schulbüchem und im Schulunterricht; 6. deutsch-chinesische Schulkontakte: 7. Perspektiven der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Chinesischlehrer/inne/n an weiterführenden Schulen. Im Mittelpunkt standen also nicht didaktische Fragen, sondern die Institutionalisierung des Chinesischunterrichts an weiterführenden Schulen.
In einer Bestandsaufnahme: Chinesischunterricht an weiterführenden Schulen gaben Peter Kupfer (Germersheim) und Roger Billion (Bordeaux), Geschäftsführer der 1984 gegründeten Association Française des Professeurs de Chinois, einen Überblick über den aktuellen Stand in der Bundesrepublik Deutschland und in Frankreich. Anders als in Deutschland ist Chinesisch seit 1966 an französischen Schulen als Abiturprüfungsfach etabliert. Ende der 80er Jahre gab es mehr als 3.000 Chinesischlehrende und über 10.000 -lernende. Zur gleichen Zeit wurden in Deutschland rund 1.000 Schüler in Chinesisch als fakultativer Fremdsprache unterrichtet (alte Bundesländer), derzeit bestehen an 30 Gymnasien in neun Bundesländern Chinesisch-Arbeitsgemeinschaften. Über die Sprachenpolitik und die Fremdsprachendidaktik der Zukunft referierte Friedhelm Denninghaus (Dortmund). Er forderte eine auf Fachsprachen konzentrierte Vermittlung des Chinesischen mit computergestützten Unterrichtsphasen.
Die Referate von Eike Thürmann (Soest) über neue Entwicklungen im Fremdsprachenunterricht in Nordrhein-Westfalen und von Regine Holzer (Soest) über Japa-nisch an der Schule leiteten hin zu einem zentralen Thema der Tagung, den Neuen Richtlinien Chinesisch in der gymnasialen Oberstufe in Nordrhein-Westfalen und ihren Umsetzungsmöglichkeiten. Andrea Kraatz (Soest) und Peter Wittke (Soest) stellten den Richtlinienentwurf vor, der von ihnen sowie Huaqi Dan, Friedhelm Denninghaus, Peter Kupfer, Anton Lachner, Christoph Raab und Konrad Wegmann ausgearbeitet worden war. Die Lernziele werden wie folgt definiert: (1) Erwerb kommunikativer Kompetenzen in der chinesischen Sprache; (2) Erwerb der für diese kommunikativen Kompetenzen notwendigen sprachlichen Mittel; (3) Erwerb von Kenntnissen und Einsichten in die historischen Grundlagen und gegenwärtigen soziokulturellen Bedingungen der Lebenswirklichkeit in China bzw. im chinesischen Sprachraum. Dieser Entwurf bedeutet einen wichtigen Schritt hin zur Institutionalisierung des gymnasialen Chinesischunterrichts im deutschsprachigen Raum und wird die Erstellung ähnlicher Richtlinien in anderen Bundesländem hoffentlich beschleunigen. - Anschließend referierte Manfred Frühauf (Bochum) über Lehrerfortbildungskurse am Sinicum in Bochum.
Aus der Schulpraxis berichteten die Referate, die unter dem Tagungspunkt Unterrichtserfahrungen, Projekte, Lehrpläne zusammengefaßt waren. Barbara Guber-Yogeshwar (München) sprach über die Erfahrungen im Chinesischunterricht an einem Münchner Gymnasium und über die Erwartungshaltung der Schüler. Anregungen für China-Projekte und China-Tage, die helfen, die erforderliche Anzahl von interessierten Schülern zur Bildung einer Chinesisch-AG zu gewinnen, gaben Reinhold Wandel (Berlin), Karl-Heinz Jansen (Wermelskirchen) und Andrea Kraatz (Leverkusen-Opladen).
Orientierungen im gymnasialen Chinesischunterricht boten die anschließenden Beiträge von Wu Jianhong (Frankfurt), der eine Lehrmethode zur Vermittlung von Aussprache, Satzmelodie und Wortschatz im Chinesischunterricht für Anfänger vorstellte, sowie von Raoul David Findeisen (Basel) über die Einrichtung eines Wahlfachkurses "Moderne chinesische Literatur" an einem Schweizer Gymnasium. Anton Lachner (Bem) sprach über Probleme der Lexik in Lehrmatenalien für Chinesisch. Die Darstellung Chinas in deutschen Schulbüchern und im Schulunterricht ist vielfach veraltet, so das Fazit einer Untersuchung, die von Yang Jihong (München) vorgestellt wurde. Über Möglichkeiten und Grenzen, China im Geschichts- bzw. Geographieunterricht zu behandeln, sprachen Volker Kneisel (Soest) und Barbara Smielowsky (Bochum).
Deutsch-chinesische Schulkontakte bilden einen wichtigen Beitrag zur Motivation der Chinesischlernenden. Klaus Autenrieth (Lorch) berichtete von 24 Jahren Erfahrung mit Chinesisch-AGs und Kontakten zu einer chinesischen Mittelschule. Cheng Yeng und Helga von der Nahmer (Hamburg) stellten Ergebnisse und Perspektiven des Hamburg-Shanghaier Schüleraustausches vor.
Über Perspektiven der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Chinesischlehrer/innen an weiterführenden Schulen sprachen Elisabeth Kurz (Lörrach), Hans-Christoph Raab (Würzburg) und Peter Wittke (Soest). In den Referaten wie auch in vielen Diskussionsbeiträgen wurde immer wieder auf die unbefriedigende Lehrkraftsituation hingewiesen: Bislang mühen sich Hobbysinologen (ausgebildete Gymnasiallehrer) und Hobbylehrer (Universitätssinologen und Muttersprachler) nach bestem Wissen (und mit Erfolg!), den wachsenden Bedarf an Chinesischunterricht zu befriedigen. Doch erst wenn Chinesisch als Hauptfach bei der Lehramtsprüfung zugelassen wird, wird der Chinesischunterricht in der gymnasialen Oberstufe die Qualität haben, die sich alle Tagungsteilnehrner wünschen.
Anschließend wurden in Arbeitsgruppen Argumente und Forderungen gesammelt, die im Herbst 1993 als »Soester Erklärung« an alle Kultusbehörden und sinologischen Institute bundesweit verschickt worden sind.
In der Abschlußbesprechung zeigten sich alle Teilnehmer sehr befriedigt über Verlauf und Ergebnisse der Tagung. Nicht wenig trug die hervorragende Organisation seitens des Landesinstituts zum Erfolg der Tagung bei.
Soester Erklärung zur Fremdsprache Chinesisch
an Schulen im deutschsprachigen Raum
Vom 14 bis 16. Mai 1993 fand am Landesinstitut für Schule und Weiterbildung in Soest, Nordrhein-Westfalen, eine Tagung zum Thema "China/Chinesisch in Schule und Unterricht" statt. Es war die erste länderübergreifende Veranstaltung dieser Art in der Bundesrepublik Deutschland und im deutschsprachigen Raum überhaupt. Hauptanlaß war die Fertigstellung der nordrhein-westfälischen Richtlinien für Chinesisch in der gymnasialen Oberstufe. Sie markiert den ersten wichtigen Schritt zur Aufnahme der Fremdsprache Chinesisch in das Fächerangebot an unseren Schulen. Angesichts der Bedeutung dieser jüngsten Entwicklung sowie der gegenwärtigen und vorhersehbaren weltpolitischen Konstellationen erachten es die Tagungsteilnehmer als notwendig, die Kultusbehörden, die sinologischen Institutionen und die Öffentlichkeit über die gegenwärtige Lage des Chinesischunterrichts an allgemeinbildenden Schulen im deutschsprachigen Raum zu informieren und auf die zwingenden Konsequenzen zur weiteren Förderung des Fremdsprachenfaches Chinesisch aufmerksam zu machen.
1. Die jüngere Entwicklung und gegenwärtige Situation
Chinesisch ist nicht nur eine der großen Weltsprachen, sondem auch die meistgesprochene Muttersprache überhaupt und eine der offiziellen Amtssprachen der Vereinten Nationen. Daß es nicht schwieriger erlernbar ist als etwa die schon etablierten Wahlpflichtsprachen Spanisch und Russisch, beweisen zahlreiche Erfahrungen mit Chinesisch-Arbeitsgemeinschaften an Schulen während der vergangenen zehn Jahre. Infolge der neuen Öffnungs- und Modernisierungspolitik der VR China hat sich der Chinesischunterricht an westdeutschen Schulen seit dem Beginn der achtziger Jahre rapide entwickelt
Zur Zeit gibt es rund dreißig Gymnasien in sieben Ländern der Bundesrepublik Deutschland und zwei Schulen in der Schweiz mit Chinesisch als freiwilligem Unterrichtsangebot.
2. Argumente für die Fremdsprache Chinesisch
Wenige Jahre vor dem Anbruch des 21 Jahrhunderts darf Chinesisch nicht mehr unter solche Kategorien wie "unerlernbare", "exotische" und "selten gelehrte Fremdsprachen" fallen. Wenn wir die Auseinandersetzung mit China heute versäumen, wird dies uns morgen in mehrfacher Hinsicht schaden. Auf den Weltkarten des kommenden Jahrhunderts wird höchstwahrscheinlich der asiatisch-pazifische Raum im Zentrum liegen und nicht mehr Europa und Amerika. Nicht mehr der G7-Club wird die Weltwirtschaft steuern, sondern die Gemeinschaft der ostasiatischen Mächte unter der Führung Chinas. Mit 12,8 Prozent hat die VR China 1992 das höchste Wirtschaftswachstum der Welt erreicht, weshalb man heute vom "Chinesischen Wirtschaftswunder" spricht. Bereits in den nächsten Jahren wird das chinesische Festland, die heutige Volksrepublik China, zusammen mit den asiatischen Wohlstandszentren Hongkong und Macao und voraussichtlich auch mit Taiwan einen großchinesischen Wirtschaftsverband bilden, der die Entwicklung in Asien und die Weltpolitik maßgeblich mitgestalten wird.
Wirtschaftliche Erwägungen dürfen aber nicht die ausschließlichen Argumente für die Beschäftigung der jüngeren Generation mit der chinesischen Sprache und Kultur liefern. Verständlicherweise haben die jüngsten historischen Umwälzungen dazu geführt, daß die deutsche Einheit und das Zusammenwachsen Europas die Tagespolitik bestimmen. Dies darf aber nicht in eine Neuauflage abendländisch-eurozentristischen Denkens ausarten. Um die Jugend in verantwortungsvoller Weise auf die veränderten Realitäten in der Welt in ein oder zwei Jahrzehnten vorzubereiten, muß das Thema Ostasien an unseren Schulen wesentlich mehr bedeuten als einige marginale Stunden im Geschichts- und Geographieunterricht.
Chinesisch öffnet den Schülerinnen und Schülern nicht nur den Zugang zu einer wichtigen außereuropäischen und von vertrauten Denkkategorien entfernten Fremdsprache, sondern auch zur Kultur und Lebenswirklichkeit eines Fünftels der Menschheit. China hat die längste und umfangreichste Literaturtradition aufzuweisen. Dieses bisher im Westen nur bruchstückhaft zur Kenntnis genommene literarisch-philosophische Erbe ist ein wichtiger Erfahrungsschatz für die Menschheit.
Abiturienten, die sich in ihrer beruflichen Ausbildung - etwa im Rahmen eines Sinologiestudiums - auf China spezialisieren, müssen in der Regel ohne sprachliche und landeskundliche Vorkenntnisse damit beginnen. Dies und nicht die angeblich immense Schwierigkeit der chinesischen Sprache ist die eigentliche Ursache dafür, daß es in Deutschland so wenige gute Experten gibt, die ohne Sprachbarrieren China "von innen" zu verstehen imstande sind und die Fähigkeit besitzen, als interkulturelle und sprachliche Mittler zwischen beiden Völkern zu fungieren. Das Sinologie- und Chinesischstudium ist heute viel zu umfassend und ballastreich geworden, als daß innerhalb einer akzeptablen Studienzeit alle erforderlichen Grundkenntnisse erworben werden könnten. Deshalb müssen schon in der Schule entsprechende Möglichkeiten geschaffen werden, systematisches Wissen über die chinesische Sprache und Kultur zu vermitteln.
ln ein bis zwei Jahrzehnten wird Chinesisch eine annähernd vergleichbare Rolle wie die Weltsprachen Englisch und Französisch spielen. Dafür gilt es jetzt, Vorbereitungen zu treffen. Unseres Erachtens müssen möglichst umgehend ernsthafte Maßnahmen zur Integration des Chinesischen als selbstverständliches Angebot in den Fächerkanon an Gymnasien in Erwägung gezogen werden. Dies bedeutet keinen Verdrängungswettbewerb mit anderen schulischen Fremdsprachen. Wir verstehen dies im Sinne einer Diversifizierung und Bereicherung des Unterrichtsangebots, die für die Weltbürger von morgen unumgänglich ist und zugleich einzelnen Schulen Chancen zur Profilierung gibt.
3. Die bestehenden Probleme und Vorschläge zu ihrer Lösung
Da Chinesisch an den Schulen bislang fast ausschließlich in Form von freiwilligen Chinesisch-Arbeitsgemeinschaften angeboten wird, ergibt sich eine Reihe von Problemen, die für den Widerspruch zwischen der heutigen und zukünftigen Bedeutung dieser Sprache im internationalen Kontext einerseits und ihrem untergeordneten Status im Kanon der Fremdsprachenfächer an unseren Schulen andererseits symptomatisch sind. Folgende Themenbereiche stehen zur Diskussion:
1. Oualifikation der Lehrkräfte:
Die gegenwärtig an den Schulen tätigen Chinesisch-Lehrkräfte bestehen im wesentlichen aus drei Gruppen: (1) hauptberufliche Lehrer mit sinologischer Zusatzausbildung und/oder mit China-Erfahrungen, (2) ausgebildete Sinologen, die in freiwilliger, nebenberuflicher oder nebenamtlicher Funktion eine Chinesisch-AG übernommen haben, (3) chinesische Muttersprachler, darunter meist Studierende oder Gastwissenschaftler, die sich teils nur vorübergehend in Deutschland aufhalten. Während bei der ersten Gruppe Defizite unterschiedlichen Grades bei der sprachlichen und landeskundlichen Qualifikation festzustellen sind, handelt es sich bei den beiden übrigen Gruppen größtenteils um Personen ohne pädagogische Ausbildung. Obgleich es in Deutschland, der Schweiz und Österreich nahezu dreißig universitäre sinologische Einrichtungen gibt, existiert bis heute kein einziger Schwerpunkt zur Didaktik der chinesischen Sprache an einer Universität im deutschsprachigen Raum.
Die Etablierung des Schulfaches Chinesisch setzt die Institutionalisierung der Aus- und Fortbildung von Chinesisch-Lehrkräften voraus, mit dem Ziel, die gegenwärtigen fachlich-pädagogischen Qualifikationsdifferenzen abzubauen und einheitliche Standards zu schaffen, wie sie in den anderen Fremdsprachenfächern gelten. Eine solche Institutionalisierung müßte drei Komponenten enthalten:
(1) Weiterqualifikationsmöglichkeiten für die jetzt tätigen Chinesisch-Lehrkräfte,
(2) Festlegung einer Erweiterungsprüfung für das Fach Chinesisch (wie dies in Bayern bereits geschehen ist), unterschieden nach den beiden Zielgruppen hauptamtlicher Lehrkräfte und graduierter Sinologen,
(3) Lehramtsstudiengang für künftige Chinesischlehrer/innen
Die Neueinrichtung entsprechender universitärer Studiengänge schließt natürlich nicht aus, daß bestehende Möglichkeiten zur Lehrerweiterqualifikation weiterhin genutzt bzw. integriert werden, wie z. B. die ab 1993 durchgeführten Lehrerfortbildungskurse am Sinicum des Landesspracheninstituts Nordrhein-Westfalen in Bochum.
Insbesondere in den Bundesländern, in denen Lehrpläne für Chinesisch ausgearbeitet wurden bzw. werden (z. Zt. in Nordrhein-Westfalen, Bremen und Bayern), müßten baldmöglichst universitäre Institutionen für den Studiengang Chinesisch für Lehramtskandidaten und zur Lehrerweiterqualifikation eingerichtet werden. Darüber hinaus wäre eine Kopplung der fachlich-pädagogischen Ausbildung mit didaktisch-linguistischer Grundlagenforschung sinnvoll, die in der Sinologie des deutschsprachigen Raumes keinerlei Tradition hat und daher jene um eine neue Domäne bereichern würde.
2. Lehrmaterialien:
Die bisher an den Schulen verwendeten Lehrmaterialien für Chinesisch stammen meist aus dem Erwachsenenunterricht, sind oft in englischer Sprache abgefaßt und nicht oder nur bedingt für Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Muttersprache geeignet. Für diese Zielgruppe müssen Lehrbücher völlig neu erstellt und sonstige Unterrichtsmaterialien verfügbar gemacht werden.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Entwicklung bzw. Auswahl altersgemäßer Texte, in denen sprachliche und soziokulturelle Lerninhalte stärker als bisher integriert und thematisiert sind. Ausgehend von der in den nordrhein-westfälischen Richtlinien präsentierten Wortschatzliste wäre zunächst die Ausarbeitung und Publikation eines sinnvoll gegliederten Grundwortschatzes mit einem deutsch-chinesischen/chinesisch-deutschen Wörterverzeichnis dringend. Ein künftiges Lehrwerk sollte auch begleitende Materialien enthalten, etwa ein Grammatikheft und ein Lehrerhandbuch, und vielfältige didaktische Hilfsmittel nutzen (Schriftzeichenkarten und -spiele, Hörspiele, Dias, Filme, Computerprogramme usw.).
Angesichts großer Informationsdefizite bezüglich der Verfügbarkeit und Selektion von Lehrmaterialien unter den Chinesischlehrkräften kommt der Schaffung einer zentralen Materialsammlung, möglichst in Verbindung mit der Institutionalisierung eines universitären Schwerpunktes für die Didaktik des Chinesischen, eine große Bedeutung zu.
3. Darstellung Chinas / des Chinesischen in Schulbüchern:
Im Sinne der anzustrebenden Integration sprachlicher und landeskundlicher Inhalte und im Interesse einer fächerübergreifenden Zusammenarbeit im Kontext der Etablierung des Schulfaches Chinesisch sind Konzepte zu erarbeiten, wie das Thema China/Chinesisch in den drei Bereichen der sprachlich-literarisch-künstlerischen, der gesellschaftswissenschaftlichen und der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer besser und systematischer als bisher dargestellt und behandelt werden kann.
Die Tagungsteilnehmer regen hierzu ein Projekt an, das in Kooperation mit relevanten Institutionen länderübergreifend durchzuführen wäre.
4 Curriculum:
Von den jetzt in Nordrhein-Westfalen vorliegenden Richtlinien für Chinesisch in der gymnasialen Oberstufe erwarten die Chinesischlehrkräfte im deutschsprachigen Raum folgende Impulse:
(1) die Einrichtung des Grundkursfaches Chinesisch als Modell in NRW ab 1994/95 zur Erprobung der Richtlinien nach einem entsprechenden Antrag nordrhein-westfälischer Schulen und der Genehmigung durch das Kultusministerium in Düsseldorf;
(2) positive Auswirkungen auf begonnene oder geplante Lehrplanentwicklungen in anderen Bundesländem (Bayern, Bremen, Hamburg) und dortige Einrichtungen des Grundkursfaches Chinesisch als Modell;
(3) Anstoß zur Richtlinienentwicklung in den übrigen deutschen Bundesländem, in denen Chinesischunterricht bereits als Arbeitsgemeinschaft in der Schule stattfindet, (Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland) sowie in der Schweiz und Österreich.
[vom Fachverband Chinesisch e. V und den Teilnehmern der Tagung "China/Chinesisch in Schule und Unterricht" verfaßt und im September 1993 an die Kultusministerien und sinologischen Institute in Deutschland, Österreich und der Schweiz verschickt]
Chinesisch im Aufwind
Bericht vom IV. Internationalen Symposium für Chinesisch als Fremdsprache 11.-15. August 1993 in Beijing
Das vierte der regulär alle drei Jahre durchzuführenden Symposien (Di si jie guoji Hanyu jiaoxue taolunhui) übertraf, was die Teilnehmerzahl (mehr als 350, davon etwa die Hälfte aus dem Ausland), die von diesen repräsentierten Länder (25, einschließlich Hongkong, Macao und Taiwan), die referierten Beiträge (über 220) und auch die Themenvielfalt anbetraf, die bisherigen Veranstaltungen von 1985, 1987 und 1990, die alle in Beijing stattgefunden hatten. Diese größte internationale Konferenz, die jemals zum Chinesischen als Fremdsprache (ChaF) durchgeführt wurde, brachte auch in ihrem inhaltlichen Verlauf zum Ausdruck, daß dieses Fachgebiet nun endgültig aus den Kinderschuhen entwachsen und im Begnff ist, sich in ein breites Spektrum wissenschaftlicher Aktivitätsfelder zu verzweigen. Rang die neue Disziplin noch 1985 und 1987 merklich um Selbstprofilierung und Anerkennung und war 1990 noch überschattet vom 4. Juni ein Jahr zuvor, so signalisierte der Sommer 1993 eine weltweite neue Blütezeit. Es wurde erkennbar, daß die Zahl der Studierenden und Zentren der Fremdsprache Chinesisch in allen Erdteilen zügig wächst.
In bewährter Weise haben als Veranstalter wieder die International Society for Chinese Language Teaching = ISCLT (Shijie Hanyu Jiaoxue Xuehui), die Chinesische Gesellschaft für ChaF (Zhongguo Duiwai Hanyu Jiaoxue Xuehui) und die Hochschule für Sprache und Kultur Beijing (Beijing Yuyan Xueyuan) mit einem umfangreichen Organisationsstab zusammengearbeitet. Wie schon das 1. und 2. Symposium fand auch diese Begegnung im nordwestlich von Beijing gelegenen Xiangshan-Hotel (Fragrance Hill Hotel) statt, einem ursprünglich idealen Klausurort im Grünen mit noch erträglichen Temperaturen - wenn nicht seit der letzten Konferenz dort inzwischen der Schlendrian Einzug gehalten hätte, weshalb diesmal allgemeine Unzufriedenheit über Service und Essen herrschten.
Die fünf Tage (und Nächte) zwischen 11. August morgens und 15. August abends waren nicht nur durch Plenumsveranstaltungen am ersten und letzten Tag und dazwischen durch sechs thematisch gegliederte, parallel tagende Gruppen angefüllt, sondern darüber hinaus mit einer Vielzahl von organisatorischen Sitzungen, Projektgesprächen und Empfängen. Letztere blieben auf den Einspruch früherer Teilnehmer hin relativ beschränkt, und auch die Staatsvertreter verhielten sich äußerst zurückhaltend. Lediglich am letzten Abend gab die Staatliche Erziehungskommission (Guojia Jiaoyu Weiyuanhui) ein vergleichsweise bescheidenes Bankett. Für einige Sitzungen und persönliche Kontakte blieb meist nur noch die Zeitlücke kurz vor Mitternacht. Nicht zuletzt unternahm man zwischendurch noch den Versuch, auf den Buch- und Medienausstellungen im und um das Hotelfoyer sich kursorisch über den rasch expandierenden ChaF-Markt zu informieren und im selektiven Schnellverfahren die wichtigsten Neuerscheinungen zu besorgen, um diese an Ort und Stelle verpacken und abschicken zu lassen.
Die durchschnittlich zwanzigminütigen Referate und anschließenden Kurzdiskussionen umfaßten wiederum die ganze Palette des Fachgebietes ChaF. Trotz jeweiliger resümierender Berichterstattung der Gruppenleiter war es diesmal besonders schwierig, einen Überblick zu gewinnen. Im wesentlichen lassen sich jedoch folgende große Themenkomplexe zusammenfassen: 1. Linguistische Forschung (Grammatik, Phonetik, Lexikologie, Schriftzeichen-Graphemik, Dialektologie), 2. Didaktikforschung und Methodik des ChaF (Sprachlehr- und -lernforschung, Lehrmaterialien und Lernmedien, Curriculum für unterschiedliche Kursarten und -stufen, Kontrastiv- und Fehlerforschung, Leistungsmessung), 3. Sprache und Kultur.
Gemäß neueren Tendenzen in der allgemeinen Fremdsprachenvermittlung und auch im ChaF fand der letztere Komplex erstmals große Beachtung, insbesondere bei den chinesischen Kollegen, die neuerdings aufgrund von Kritik an der mangelhaften Behandlung der Landeskunde in Chinesischlehrwerken und auch wegen zunehmender eigener Auslandserfahrungen vermehrt über Fragen der Vermittlung soziokultureller Inhalte im Sprachunterricht und über Probleme interkultureller Kommunikation reflektieren. Dieser Schwerpunkt manifestiert sich in der Begriffsbildung "Didaktik der chinesischen Sprache und Kultur" (Hanyuyan wenhua jiaoxue) und steht sicher in engem Zusammenhang mit neueren Initiativen der chinesischen Bildungspolitik zur systematischen weltweiten Förderung des Sektors ChaF. Dementsprechend ist in den kommenden Jahren eine auswärtige Kulturpolitik der VR China zu erwarten, die naturgemäß nicht allein auf die internationale Verbreitung chinesischer Sprachkenntnisse abzielt, sondern auch die Werbung um das eigene Kulturerbe als wesentlichen Inhalt einbezieht. Ganz in diesem Sinne äußerte sich auch der neue Erziehungsminister Zhu Kaixuan in seiner kurzen Eröffnungsansprache.
Weitere thematische Charakteristika dieses Symposiums waren die stärkere Berücksichtigung der modernen Syntaxforschung, Konzepte für die Reform des Grammatiksystems in ChaF, die kontrastive und von Einzelsprachen ausgehende linguistisch-didaktische Forschung, neuere Ansätze der Schriftzeichenforschung und -didaktik, die verbesserte Planung lernzielorientierter und fachspezifischer Lehrmaterialien unter besonderer Berücksichtigung der Mittel- und Oberstufe, computergestützter und multimedialer Unterricht sowie die Entwicklung und Durchführung einer international standardisierten Chinesischprüfung unter der Bezeichnung HSK (Hanyu Shuiping Kaoshi). Dem Thema HSK wurde ein breiterer Diskussionsraum gewidmet, zumal die Prüfung 1994 erstmals auch in Europa durchgeführt werden soll.
Während des Symposiums veranstaltete die ISCLT mehrere organisatorische Sitzungen. Bereits einen Tag vor Konferenzbeginn trat der 1990 gewählte geschäftsführende Vorstand (changwu lishihui) zusammen, um die Arbeit der ISCLT während der letzten drei Jahre zu bilanzieren und das Procedere der in den folgenden Tagen einzuberufenden Versammlungen und Neuwahlen des erweiterten Vorstandes (lishihui), der länderorientierten Vertretung der über 600 Mitglieder der ISCLT, und der Mitgliederversammlung mit den anstehenden Neuwahlen der Organe der Gesellschaft festzulegen. Wenngleich unter großem Zeitdruck und mit Sitzungen bis spät in die Nacht, so konnten doch alle Tagesordnungspunkte dank des unermüdlichen 24-Stunden-Einsatzes der Mitarbeiter des Beijing Yuyan Xueyuan planmäßig und in demokratischer Verfahrensweise behandelt werden.
Im Hinblick auf die wachsende Zahl von Mitgliedern und beteiligten Ländern in der ISCLT wurde auf der Mitgliederversammlung am Abend des vorletzten Konferenztages zunächst der neue erweiterte Vorstand mit 61 Vertretern aus 23 Ländern gewählt. Hiervon gehören sechs Personen dem deutschsprachigen Raum an: Heidi Brexendorff, Klaus Kaden, Peter Kupfer, Wolfgang Lippert (Deutschland), Richard Trappl (Österreich) und Anton Lachner (Schweiz). Der aus anschließenden Wahlen daraus hervorgegangene neue geschäftsführende Vorstand besteht aus 12 Vertretern aus Amerika, Asien, Australien und Europa. Nach dem Tod des früheren Vorsitzenden der ISCLT Zhu Dexi (VRCh) wurde LÜ Bisong (VRCh) an seine Stelle gewählt, als stellvertretende Vorsitzende Timothy Light (USA), Lu Shaochang (Singapur) und Tong Bingzheng (Großbritannien), als Geschäftsführer Li Weiji (VRCh) sowie Chinas berühmter Sprachwissenschaftler Lü Shuxiang als Ehrenvorsitzender und vier Berater, die sich um die ideelle und materielle Förderung der ISCLT verdient gemacht hatten. Schließlich wurde beschlossen, das V. Internationale Symposium im August 1996 wieder in China abzuhalten. | de |
q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
Wissen (Philosophie) | Eugen Ewig - Wikipedia-Personensuche
Eugen Ewigdeutscher Historiker
18. Mai 1913, Bonn
1. März 2006, Bonn
Wikipedia-Link: Eugen_Ewig
Wikipedia-Artikel-ID: 645872 (PeEnDe)
LCCN: n 83135717
von Eugen Ewig: Die fränkischen Teilungen und Teilreiche (511 - 613) – [vorgelegt ... in der Gesamtsitzung am 24. Oktober 1952]. Verl. der Akad. der Wiss. und der Literatur [u.a.], Mainz 1953.
Eugen Ewig: Die Merowinger und das Imperium. Westdt. Verl., Opladen 1983, ISBN 3-531-07261-7.
Eugen Ewig. Hrsg. von Hartmut Atsma: Spätantikes und fränkisches Gallien – gesammelte Schriften (1952 - 1973). Artemis-Verl., Zürich [u.a.] .
Eugen Ewig: Die Merowinger und das Frankenreich. Kohlhammer, Stuttgart 2006, ISBN 3-17-019473-9.
Die Reichskirche nach Konstantin dem Großen. Herder, Freiburg [u.a.] .
hrsg. von Rudolf Schieffer: Beiträge zur Geschichte des Regnum Francorum – Referate beim Wissenschaftlichen Colloquium zum 75. Geburtstag von Eugen Ewig am 28. Mai 1988. Thorbecke, Sigmaringen 1990, ISBN 3-7995-7322-4.
[Autoren: Jürgen Fohrmann ...]: In memoriam Eugen Ewig – (18.05.1913 - 01.03.2006) ; Reden gehalten bei der akademischen Gedenkfeier am 1. Dezember 2006 im Festsaal der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Bouvier, Bonn 2007, ISBN 978-3-416-03171-4.
↔ Anton, Hans Hubert, deutscher Historiker
↔ Chlodwig I., Mitglied der Merowingerdynastie; machte Paris zur Hauptstadt des Frankenreiches
↔ Classen, Peter, deutscher Historiker
↔ Heidrich, Ingrid, deutsche Historikerin
↔ Jarnut, Jörg, deutscher Historiker
↔ Just, Leo, deutscher Historiker
↔ Kaiser, Reinhold, deutscher Mediävist
↔ Levison, Wilhelm, deutscher Historiker
↔ Nonn, Ulrich, deutscher Historiker
↔ Schieffer, Rudolf, deutscher Historiker
↔ Semmler, Josef, deutscher Historiker
↔ Thomas, Heinz, deutscher Historiker
→ Becher, Matthias, deutscher Historiker
→ Beumann, Helmut, deutscher Historiker
→ Bierbrauer, Volker, deutscher Prähistoriker und Mittelalterarchäologe
→ Bleiber, Waltraut, deutsche Mittelalterhistorikerin
→ Braubach, Max, deutscher Historiker
→ Büttner, Heinrich, deutscher Historiker und Archivar
→ Droege, Georg, deutscher Historiker
→ Ennen, Edith, deutsche Historikerin und Archivarin
→ Fohrmann, Jürgen, deutscher Literaturwissenschaftler
→ Geary, Patrick J., US-amerikanischer Historiker
→ Grimoald der Ältere, fränkischer Hausmeier aus dem Geschlecht der Karolinger
→ Hübinger, Paul Egon, deutscher Historiker
→ Karl Martell, fränkischer Hausmeier
→ Kehr, Paul Fridolin, deutscher Historiker
→ Mayer, Theodor, österreichischer Historiker
→ Milo von Trier, Bischof von Trier und Reims
→ Minder, Robert, französischer Germanist
→ Paravicini, Werner, deutscher Historiker und Mediävist
→ Petri, Franz, deutscher Geschichtswissenschaftler
→ Pfeil, Ulrich, deutscher Historiker
→ Platz, Hermann, deutscher Romanist und Kulturwissenschaftler
→ Rassow, Peter, deutscher Historiker und Hochschullehrer
→ Ruppel, Aloys, deutscher Bibliothekar, Archivar und Historiker
→ Schieder, Theodor, deutscher Historiker
→ Schmid, Karl, deutscher Mediävist
→ Schmittlein, Raymond, französischer General und Politiker
→ Schöttler, Peter, deutscher Historiker
→ Schuman, Robert, französischer Politiker, MdEP
→ Steinbach, Franz, deutscher Historiker
→ Stroheker, Karl Friedrich, deutscher Althistoriker
→ Werner, Karl Ferdinand, deutscher Historiker
← Adalbero I. von Bar, Bischof von Metz
← Adalbero II., Bischof von Verdun und Metz
← Adalbero III. von Luxemburg, Bischof von Metz
← Aegas, fränkischer Hausmeier
← Arnegunde, Ehefrau des fränkischen Königs Chlothar I.
← Audovera, fränkische Aristokratin
← Basena von Thüringen, Gattin des merowingischen Königs Childerich I.
← Basinus von Trier, Geistlicher, Erzbischof von Trier
← Bathilde, Ehefrau des fränkischen Merowingerkönigs Chlodwig II. und Heilige der katholischen Kirche
← Baus, Karl, deutscher Kirchenhistoriker und Patrologe
← Beatus von Trier, Trierer Priester und Missionar
← Becker, Alfons, deutscher Historiker
← Bodsch, Ingrid, österreichische Historikerin und Museumsdirektorin
← Charibert I., König des Frankenreichs/Teilreich Paris (561–567)
← Childebert I., Frankenkönig
← Childebert III., Merowingerkönig
← Childerich II., merowingischer Frankenkönig
← Chilperich I., merowingischer König in Neustrien
← Chilperich II., Frankenkönig aus dem Haus der Merowinger (716–721)
← Chlodomer, ältester Sohn des Frankenkönigs Chlodwig I. und der Chrodechild
← Chlodwig II., merowingischer König im Frankenreich
← Chlodwig III., merowingischer König des Frankenreiches (690/691–694)
← Chlothar I., Frankenkönig aus dem Hause der Merowinger
← Chlothar IV., Frankenkönig
← Cyrillus von Trier, Bischof von Trier
← Dagobert I., merowingischer König des Frankenreichs (629–639)
← Dagobert III., merowingischer Frankenkönig (711–715)
← Deoteria, Geliebte von Theudebert I.
← Domitian von Maastricht, ← Erchinoald, fränkischer Hausmeier
← Eticho, Herzog im Elsass
← Eudo von Aquitanien, Herzog oder Fürst von Aquitanien
← Fibicius, Bischof von Trier nach 502
← Flaochad, fränkischer Hausmeier
← Gailswintha, fränkische Königin
← Jamblichus, Bischof von Trier
← Laboaldus, Bischof von Mainz
← Leontius, Bischof von Trier
← Merowech, König der Salfranken (um 450/460)
← Odilia, Heilige
← Radulf, Herzog von Thüringen
← Rigibertus, Bischof von Mainz
← Rigunth, Merowinger-Prinzessin
← Severus von Trier, Bischof von Trier
← Sigibert I., Frankenkönig aus dem Hause der Merowinger
← Sigibert III., fränkischer König (Merowinger)
← Skalweit, Stephan, deutscher Historiker
← Theudebald, merowingischer Frankenkönig
← Theudebert I., merowingischer König in Austrasien
← Theudebert II., König der Franken mit Residenz Metz
← Theuderich I., fränkischer König (Reich von Metz: 511–533); ältester Sohn von Chlodwig I.
← Theuderich III., merowingischer König des Frankenreichs
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q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
Wissen (Philosophie) | Wozu dienten Erdställe? (Seite 22) - Allmystery
Wozu dienten Erdställe?Wissenschaft / von Kulturforscher am 09.07.2020
Hallo zusammen! - Ich bin neu auf diesem Forum und wundere mich, dass es überhaupt noch Unklarheiten über die "Erdställe" gibt.
Es passen doch alle bisherigen Forschungsergebnisse zusammen zu der Schlussfolgerung, dass diese Kammern sowohl Fruchtbarkeitsritualen (Erdmutterkulten), dem sexuellen Beischlaf und als Vorläufer der Kreiss-Säle dienten. Man muss nur frei von Vorurteilen und christlicher Scheinmoral an die Sache herangehen.
Ich lese das PDF und mein Wissensstand ist unverändert!
Wie immer, bei Ihren Ausführungen, fehlen weiterführende Quellenangaben welche ihre Gedankengänge nachvollziehbar machen könnten - so auch in dem Aufsatz den sie als PDF hoch geladen haben!
26.07.2020 um 10:47
Belege für die Verortung der Erdställe ins Mittelalter hat es hier ja nun schon gegeben, du verlegst die jedoch in die vorchristliche und sogar vorrömische Zeit. Dafür hast du mit Sicherheit irgendwelche belastbaren Belege....
Direkt im ersten ab Satz deines PDFs behauptest du vorchristliche Forschung würde als anrüchig betrachtet.... auch dafür hast du mit Sicherheit eine Quelle die nicht im rechtsbraunen eso Bereich zu finden ist. Oder?
Mehr als den ersten Absatz habe ich mir nicht angetan. Nach meinem Empfinden ist das ein schlechter Schreibstil. Muss ich glaube ich so nicht lesen.
ragtime schrieb: Nach meinem Empfinden ist das ein schlechter Schreibstil. Muss ich glaube ich so nicht lesen.
Nicht nur das. Wer meint, fernab wissenschaftlicher Methoden arbeiten zu können und dann noch seine Kritiker verhöhnt, stellt sich ja nun mal selbst ins Abseits.
Wer sollte, wenn er nicht aus derselben Ecke kommt, seine Zeit damit verschwenden, das auch noch zu rezensieren.
26.07.2020 um 10:58
Kulturforscher schrieb: solange Begriffe, unbequeme Quellen und Thesen, die augenblicklich aus politischen oder religiösen Gründen unbequem sind, zensiert bzw. gelöscht werden
Bitte führe Belege für diese Behauptung an.
26.07.2020 um 11:25
Ich finde es schon schade, dass unser Kulturtroll so gar nicht auf konkrete Fragen eingeht. Das nimmt mir nämlich jegliche Möglichkeiten, ihn zu widerlegen. Ich kenne mich nämlich in der Erdstallforschung recht gut aus.
Kulturforscher schrieb: brigittsche schrieb am 23.07.2020:
Nicht alle "Erdställe" haben überhaupt diese Durchschlupfe, und nicht alle davon sind zu eng.
Also das hatten wir ja nun schon:
perttivalkonen schrieb am 12.07.2020: Kulturforscher schrieb:
Es ist ja nicht einmal sicher, ob alle Bauwerke , die als "Erdställe" bezeichnet werden, auch tatsächlich in diese Rubrik gehören. Es haben ja auch nicht alle diese runden Schlupflöcher.
Das ist ne simple Sache von Logik. Wenn Du ein Phänomen erklären willst, das Phänomen aber gar nicht sauber benennen, es nicht von weiteren, ähnlichen Phänomenen abgrenzen kannst, ist Deine Erklärung schlicht wertlos. Im allergünstigsten Falle fraglich. Es gäbe natürlich den Dreh zu sagen, daß Deine Erklärung zugleich das Abgrenzungskriterium sei, aber damit wäre die Erklärung nicht einfach nur Folgerung, sondern bereits Voraussetzung des Phänomens. Und damit beliebig austauschbar - und wieder nichts wert.
Solang Du die "für den Geburtsvorgang ungeeigneten" Erdställe nicht als eigenständiges, von den "geburtsgeeigneten" Erdställen getrenntes Phänomen aufzeigen kannst, so lange kann "dienten der Geburt" keine Folgerung aus dem Phänomen heraus sein. Vielmehr ist das dann eine Vorab-Annahme, ohne die Du die Erdställe nicht voneinander scheiden kannst in die "Geburtsorte" und die "anderen", die nicht "in diese Rubrik gehören".
Kulturforscher schrieb: Leider ist eine echte wissenschaftliche Diskussion auf diesem Forum nicht möglich, solange Begriffe, unbequeme Quellen und Thesen, die augenblicklich aus politischen oder religiösen Gründen unbequem sind, zensiert bzw. gelöscht werden. Wenn ich also hier auf unsachliche Kritik oder auf Verleumdungen nicht antworten werde, liegt das an der hier fehlenden Diskussionskultur.
Seit Du hier bist, hast Du wissenschaftliche Erkenntnisse als "romhörig" und "Siegergeschichtsschreibung" abgewiesen. Rechtfertige Dein Ignorieren von Sachbeiträgen also nicht mit "Diskussionskultur". Sollten Deine braunesoterischen Quellen wirkliche Fakten oder Folgerungen beinhalten, so wirst Du diese auch außerhalb solcher Quellen belegt finden bzw. sachlich herleiten können.
Kulturforscher schrieb: Du wirst sicher verstehen, warum ich auf Deine Angriffe nicht weiter eingehe - weil sie entweder unsachlich sind oder eine Antwort erfordern die (lt. der hiesigen Zensur) nicht "zum Thema" gehören würde. Deine negative Grundhaltung verwundert mich um so mehr, da Du Dich mit einem urheidnisch-nordischen Priesterinnen-Titel schmückst (falls die drei Bestandteile des Wortes auch aus dem Nordischen stammen sollten).
Whow! nicht Argumente, nein Angriffe! Und Du willst mir was von "unsachlich" und "nicht zum Thema" erzählen?
Beredt immerhin, wie Du "Urheidnisch-Nordisches" zu erkennen vermagst. Pertti ist ein Männername, Valkonen ein Familienname.
Kulturforscher schrieb: Deshalb auch meine Vermutung / Behauptung, dass man sich nicht bei allen als "Erdställe" bezeichneten Bauwerken auf nur EINEN Verwendungszweck festlegen sollte.
Das erklärt noch immer nicht Deine Liebesnest-Kreißsaal-&-co.-These. Was an den konkreten Erdställen spricht wofür? So rum geht das.
Kulturforscher schrieb: Wenn ich also hier auf unsachliche Kritik oder auf Verleumdungen nicht antworten werde, liegt das an der hier fehlenden Diskussionskultur.
Die mag auch mal ruppig werden, aber ich sehe kein wirkliches Problem. Nur wirst du hier nicht so einfach Bauchpinselei bekommen, dafür müsstest du schon einiges sinnvolle auf den Tisch legen. Und man liest zwar viele Worte von dir, aber ich vermisse Inhalte in ihnen.
Kulturforscher schrieb: Die zwei angeblichen "Erdställe", die ich vor etwa 25 Jahren mal betreten konnte / durfte, hatten überhaupt keine Durchschlüpfe, waren von Kellern aus zugänglich und haben auch schlicht als einfache Verstecke oder "Geheimtresore" in unruhigen Zeiten dienen können. Deshalb auch meine Vermutung / Behauptung, dass man sich nicht bei allen als "Erdställe" bezeichneten Bauwerken auf nur EINEN Verwendungszweck festlegen sollte.
Du warst also in zwei (!) Bauten, wo du dir nicht einmal sicher bist das sie zu den Erdställen zählen? Und auf diesen Beobachtungen beruht deine ganze These mit den Erdställen? Das ist in etwa so als wenn ich zwei Steine nehme und dann auf Grund meiner Beobachtung eine These zur Entstehung der Erde und aller Gesteine aufstelle. Und das ist völlig haltlos und sinnfrei! Und das ist die nette Version meiner Aussage.
Um wirklich sinnvolle Thesen aufstellen zu können hättest du dir erstmal einen möglichst großen Überblick verschaffen müssen:
-wieviele Erdställe gab es und wie sind sie geografisch gestreut,
-welche Bauformen gab es Änderungen bzw. Häufungen von Bauformen in bestimmten Gebieten,
-lassen sich die Erdställe zeitlich einordnen: Bau, Unterhalt, Schließung,
Je größer meine Datenbasis ist, um so besser kann ich meine These aufstellen. Weil die muss in einen zeitlichen, räumlichen, religiösen und kulturellen Kontext passen. Und zwar muss sie ALLE Faktoren berücksichtigen, deine These ist einfach nur wild raus gehauen und passt eigentlich NIRGENDS richtig rein.
Keine der anderen Thesen schließt Doppelnutzungen aus, aber die anderen Thesen haben einfach mehr Substanz und sind einfach sinnvoller. Die einfachsten Erklärungen sind oft die besten. Weil bei denen muss ich keine hochschwangeren Frauen durch dunkle enge Stollen quetschen. Hochschwangere haben oft bis zur letzten Minute mit auf dem Feld gearbeitet. Das war in einigen Gebieten bis in die Kaiserzeit so. In unserer Familie wurde erzählt, das die Mutter einer der Tanten meiner Mutter, am Feldrand geboren wurde. Das war vor der Jahrhundertwende (ca. 1870-1880), also nicht so lange her. Man konnte sich den Luxus der großen Schamhaftigkeit oft gar nicht leisten.
Kulturforscher schrieb: Was die Kritik an meinem Buch betrifft:
Es hat keinen Zweck, einzelne Zitate aus dem Zusammenhang zu reissen, ohne die übrigen über 250 Seiten und 200 Abb. zu berücksichtigen.
Oh doch! Man kann am Beispiel des Djed-Pfeilers deine ganze These in dem Buch aufzeigen, dazu muss man nicht einmal alles gelesen haben.
Kulturforscher schrieb: Die mythischen Zusammenhänge um den ägypt. Djed-Pfeiler sind mir bekannt. Hier geht es um den PROFANEN Zweck dieses merkwürdigen Gerätes.
Es gibt keinen "profanen Zweck", es ist eine rein kultische Angelegenheit. Dazu kommt das den Ägyptern sehr wohl klar war das ein Jahr aus 365 Tagen plus Schalttagen bestand. Es gab Wasseruhren welche die Zeit auch in der Nacht anzeigten. Und Leute mit diesem Wissen sollen über ein paar Aussparungen am Djed-Pfeiler mit dem Datum rumstümpern? Die konnten dir auf die Stunde genau sagen welchen Tag und welche Uhrzeit man hat.
Sicher ist, das der Djedpfeiler unabhängig von Architektur oder landwirtschaftlichen Bräuchen von Anfang an die Bedeutung eines Fetischs besitzt. Schon früh, spätestens aber seit der Schrifterfindung, gewinnt der Djedpfeiler zusätzlich die Bedeutung eines Symbols. Beide Vorstellungen, die des Fetischs und die des Symbols, stehen seit alter Zeit nebeneinander und durchdringen und beeinflussen sich gegenseitig und sind daher nur schwer voneinander zu trennen.
Quelle: Lexikon der Ägyptologie, Band I, S.1100-1101
Der Rest von dem folgenden in deinem Buch ist genauso eine Grütze. Deine Schlußfolgerungen zur Verwendung als Meßpfeiler sind vollkommen an den Haaren herbei gezogen. Auch die Abbildung 79a auf S. 193 in deinem Buch ist aus dem Zusammenhang gerissen worden. Das Fest der Aufstellung des Djedpfeilers durch den Pharao ist beschrieben, da gibt es keine "praktische Gebrauchsausführung". Und selbst auf Wikipedia sieht man das Relief ist viel größer als deine Einzeldarstellung.
Na da laust mich doch der Affe, rechts im Bild sieht man doch glatt wie der Djedpfeiler aufgerichtet ist. Das ganze Relief stellt eine Erzählung dar, nämlich die Auferstehung Osiris.
Kulturforscher schrieb: Und da mochte ich nur ungerne Dänikens These folgen.
Nicht einmal Däniken hat solche Thesen wie deine aufgestellt.
Nemon schrieb: Wer sollte, wenn er nicht aus derselben Ecke kommt, seine Zeit damit verschwenden, das auch noch zu rezensieren.
Das Buch zu lesen ist schon anstrengend, ich werde es vieleicht versuchen um dann eine Rezension zu schreiben, aber das Teil grenzt an Folter. Hier mal eine Leseprobe aus dem Engelsdorfer Verlag: https://www.engelsdorfer-verlag.de/media/pdf/LP_9783961458608.pdf Viel "Spaß" damit.
perttivalkonen schrieb: Pertti ist ein Männername, Valkonen ein Familienname.
Finne? :)
emz schrieb: Ich finde es schon schade, dass unser Kulturtroll so gar nicht auf konkrete Fragen eingeht
Er ist wirklich der Autor von dem Buch, also wenn du dein Exemplar von ihm signieren lassen wolltest, das kannst du jetzt vergessen. :)
Thorsteen schrieb: Finne?
En ole. Olen saksalainen.
Kulturforscher schrieb: Leider ist eine echte wissenschaftliche Diskussion auf diesem Forum nicht möglich, solange Begriffe, unbequeme Quellen und Thesen, die augenblicklich aus politischen oder religiösen Gründen unbequem sind, zensiert bzw. gelöscht werden.
Nun ja, sagen wir einmal so: Das ist eine Argumentation, die dann aber auch wieder auf Dich zurückfällt - Damit kann man es sich nämlich sehr gut erklären, warum die eigenen Thesen nicht akzeptiert werden ohne vielleicht mit etwas Selbstkritik darauf zu kommen, dass das aus sachlichen Gründen geschieht. Oder anders herum: Alle anderen sind die Geisterfahrer, nur ich bin in der richtigen Richtung unterwegs.
Im Übrigen weiß ich nicht, welche religiösen und politischen Gründe hier zur Löschung führen sollten, bei einem Thema, das nichts mit der aktuellen Politik zu tun hat. Wenn Du aus irgendwelchen obskuren, politisch angehauchten Büchern oder Zeitschriften (Stichwort: "Ahnenerbe") zitiert haben solltest (was ich NICHT weiß und Dir darum auch ausdrücklich NICHT unterstelle!) dann wäre die Löschung allerdings nicht ohne Grund gewesen.
Im Übrigen: Das hier ist KEIN wissenschaftliches Forum und soll es auch nicht sein. Folglich solltest Du Dich für wissenschaftliche Diskussionen in Fachkreise begeben. Aber lass' mich raten: Die sind ja auch alle politisch und religiös voreingenommen und können deshalb die von Dir präsentierte Wahrheit nicht erkennen......
27.07.2020 um 04:59
Alle Gedankengänge meiner Theorie sollten doch für jeden nachvollziehbar sein, der lesen kann. Mehrere Quellen habe ich angegeben. Wo keine stehen, handelt es sich entweder um geschichtliches oder mythologisches Grundwissen oder um eigene Erkenntnisse. Dabei geht es eigentlich meist nur darum, "1 + 1" zusammen zu zählen - das heisst, hunderte von überall für jeden sichtbare Puzzleteile zusammen zu fügen . Oder will ernsthaft von mir jemand erwarten, dass ich für jeden Begriff unserer Umgangssprache ein Lexikon verlinke oder ein Märchenbuch angebe, wo unsere Märchen abgedruckt sind? - Wer etwas über Loch- und Schlupfsteine und das Brauchtum um sie erfahren will, findet im Netz eine ganze Reihe von Beiträgen zu denen, welche die Kirche noch übrig gelassen hat (z.B. Men an tol oder Devils ring and finger bzw. die "Galerie- oder Steinkammergräber", die vermutlich ursprünglich gar keine Gräber waren). Ich spreche hier nicht von natürlichen Felslöchern. Die damit verbundenen Bräuche und Mythen (z.B. um den "St. Wolfgang-Pilgerweg") sind jedoch ähnlich denen von künstlichen Schlupfsteinen.
27.07.2020 um 05:28
ragtime schrieb: Belege für die Verortung der Erdställe ins Mittelalter hat es hier ja nun schon gegeben, du verlegst die jedoch in die vorchristliche und sogar vorrömische Zeit. Dafür hast du mit Sicherheit irgendwelche belastbaren Belege....
Bitte richtig lesen: Ich habe nirgends behauptet, dass die "Erdställe" alle unbedingt älter sein müssen, als Mittelalter. Hättest Du meinen Aufsatz tatsächlich gelesen, dann hättest Du Dir diesen peinlichen Beitrag ersparen können. - Es gibt lediglich mythische Tatsachen und Überlieferungen aus der Bronzezeit, die bis in die Zeit der Christkolonisation überdauert haben. Welche das sind, steht auch in meinem Aufsatz. Oder umgekehrt betrachtet: Da diese Überlieferungen sich AUCH auf megalithische Bauwerke beziehen, ist die Verbindung zwischen den Schlupfsteinen und den "Erdställen" zumindest denkbar und diskussionswürdig. Aber einigen, die hier schreiben, geht es offensichtlich nicht um Wissens- und Meinungsaustausch, sondern nur um das Draufschlagen auf alles, was ein Neu- oder Weiterdenken erfordert.
Was die von Dir angefragten Quellen angeht, findest Du die ebenfalls in meinem Aufsatz: Karlheinz Deschner dürfte wohl eher nicht verdächtig sein, als "rechts" zu gelten.
Und Otto von Corvins "Pfaffenspiegel" erschien bereits vor etwa 140 Jahren und ist als Grundlagenwerk bis heute immer wieder neu aufgelegt worden. Nur 12 Jahre lang war das Buch in Deutschland verboten: Während des 3. Reiches!!! - Der NS-Staat war nämlich ein reiner Kirchenstatt. Und die politische "Rechte" denkt bis heute zu fast 100 % christlich. Warum sollten die auch sonst vom "Erhalt christlich-abendländischer Kultur" faseln???
Übrigens: Wer das Unwesen der Christkolonisation und Inquisition begreifen will, mache sich bitte die Mühe, Moses Bücher im AT zu lesen - und zwar besonders die Stellen, welche die Pfarrer NICHT auf den Kanzeln zitieren. Nach dem kranken Geist des Plagiators Mose wurde weltweit mit Feuer und Schwert gemordet. Wer wissen will, wie es bei uns im Mittelalter aussah, braucht nur den Islamismus betrachten.
27.07.2020 um 07:55
Thorsteen schrieb: Du warst also in zwei (!) Bauten, wo du dir nicht einmal sicher bist das sie zu den Erdställen zählen? Und auf diesen Beobachtungen beruht deine ganze These mit den Erdställen? Das ist in etwa so als wenn ich zwei Steine nehme und dann auf Grund meiner Beobachtung eine These zur Entstehung der Erde und aller Gesteine aufstelle. Und das ist völlig haltlos und sinnfrei! Und das ist die nette Version meiner Aussage.
Diese Bauten wurden mir damals als "Erdställe" vorgestellt. Es war das erste mal, dass ich davon überhaupt gehört hatte. Aber es war auch später Anlass für mich, über das Thema weiter zu recherchieren. In Norddeutschland gibt es leider keine solchen Bauten - ausser gemauerte unterirdische Keller wie meiner. Im Netz jedoch gibt es inzwischen eine Menge Quellen, deren Kenntnis es erlaubt, Theorien auf zustellen.
Eigentlich ist Deine Bemerkung "sinnfrei": Geologen machen genau das, was Du über die Gesteinsarten schreibst: Sie müssen auch nicht jeden Berg selber gesehen haben, deren Gesteinsproben sie im Labor untersuchen und können trotzdem etwas über ihre Entstehung und die Plate Tectonic aussagen.
Thorsteen schrieb: Keine der anderen Thesen schließt Doppelnutzungen aus, aber die anderen Thesen haben einfach mehr Substanz und sind einfach sinnvoller. Die einfachsten Erklärungen sind oft die besten.
Bisher habe ich hier von niemandem gelesen, dass irgendeine der "einfachsten Erklärungen" das Rätsel lösen könnten. Das mit den Doppel- oder Mehrfachnutzungen ist sogar mehr als wahrscheinlich (siehe oben).
Thorsteen schrieb: Was die Kritik an meinem Buch betrifft:
Na dann tu's doch! - Ich glaube aber nicht, dass es was bringt, weil das Thema zu vielschichtig ist. Ich habe anfangs auch gedacht, dass ich bei dem Thema mit einem Zehntel der Seitenzahl auskomme.
Thorsteen schrieb: Es gibt keinen "profanen Zweck", es ist eine rein kultische Angelegenheit. Dazu kommt das den Ägyptern sehr wohl klar war das ein Jahr aus 365 Tagen plus Schalttagen bestand. Es gab Wasseruhren welche die Zeit auch in der Nacht anzeigten. Und Leute mit diesem Wissen sollen über ein paar Aussparungen am Djed-Pfeiler mit dem Datum rumstümpern? Die konnten dir auf die Stunde genau sagen welchen Tag und welche Uhrzeit man hat.
Die Kulturreligionen kennen / kannten keine Trennung zwischen profan und religiös: Die Begrüssung der aufgehenden Sonne wurde sowohl astronomisch als auch rituell gefeiert und begangen - und zwar in der gesamten Alten Welt. Die astronomische Messung war auch deshalb nötig, weil man alle paar Generationen einen Schalttag weglassen musste, was Caesar bei der Einführung des Ptolemeischen Kalenders vergass - und was erst 1582 durch Papst Gregor 13. (teilweise) bereinigt wurde. Leider hat er nur 10 der inzwischen 13 zu viel angesammelten Tage gestrichen, weshalb u.a. Heiligabend bis heute 3 Tage nach der Sonnenwende fällt.
Übrigens: Warum werden Nachschalgewerke stetig aktualisiert? - Weil immer wieder neue Erkenntnisse eingearbeitet werden müssen. Und weil die Forschung eben nicht stehenbleibt. - Für die Ägypter war die tägliche Wiedergeburt des Sonnengottes auch ein Ritual, das selbstverständlich auch der profanen Kalendereinstellung diente.
Thorsteen schrieb: Der Rest von dem folgenden in deinem Buch ist genauso eine Grütze. Deine Schlußfolgerungen zur Verwendung als Meßpfeiler sind vollkommen an den Haaren herbei gezogen. Auch die Abbildung 79a auf S. 193 in deinem Buch ist aus dem Zusammenhang gerissen worden. Das Fest der Aufstellung des Djedpfeilers durch den Pharao ist beschrieben, da gibt es keine "praktische Gebrauchsausführung". Und selbst auf Wikipedia sieht man das Relief ist viel größer als deine Einzeldarstellung.
Die Grösse des Original-Reliefs spielt hier keine Rolle, sondern nur der Grössenvergleich zu den Menschen. Ausserdem gibt es ja noch die Darstellungen, auf denen die aufgehende Sonne zwischen zwei Bergen durch den "Schlupfstein" des Anch auf den Djedpfeiler scheint. Diese Abb. hast Du wohl übersehen. Dass die Ägyptischen Künstler es mit der Perspektive nicht so genau nahmen, muss man natürlich dabei auch wissen.
Thorsteen schrieb: Na da laust mich doch der Affe, rechts im Bild sieht man doch glatt wie der Djedpfeiler aufgerichtet ist. Das ganze Relief stellt eine Erzählung dar, nämlich die Auferstehung Osiris.
Habe ich den rituell-religiösen Sinninhalt irgendwo bestritten? - Worin soll der Widerspruch zum Profanen liegen?
Thorsteen schrieb: Nicht einmal Däniken hat solche Thesen wie deine aufgestellt.
Nein - und zwar deshalb, weil er mit Vorliebe immer gleich auf ausserirdische Herkunft getippt hat. Das ist nun mal sein Fetisch.
brigittsche schrieb: Im Übrigen: Das hier ist KEIN wissenschaftliches Forum und soll es auch nicht sein. Folglich solltest Du Dich für wissenschaftliche Diskussionen in Fachkreise begeben. Aber lass' mich raten: Die sind ja auch alle politisch und religiös voreingenommen und können deshalb die von Dir präsentierte Wahrheit nicht erkennen......
Den Irrtum, dass es sich hier um ein wissenschaftliches Forum handelt, habe ich ja inzwischen auch bemerkt, Sonst hätte ich hier mehr wissenschaftliche Kritiken bekommen. Deshalb bin ich hier auch bald wieder raus. Es gibt Foren, da bekomme ich auch nicht nur rückhaltlose Zustimmung. Aber dort geht es sachlicher und niveauvoller zu. Dort ist weitaus mehr Grundwissen vorhanden - z.B. eben auch über politische und religiöse Voreingenommenheit. Ausserdem regt sich niemand darüber auf, wenn auch mal ein Randthema behandelt wird.
Ich hab ja jetzt alle neuen Briefe beantwortet. Sollte noch etwas lohnenswertes kommen, werde ich mich damit befassen. Aber etwas habe ich hier doch mitgenommen: Ich habe bestätigt bekommen, wo bei vielen Zeitgenossen die Haupt-Wissenslücken sind und kann mich besser darauf einstellen.
Zum Thema Geschichtsfälschungen:
"Auch an den Kreuzwegen der Geschichte versucht die Polizei, den Verkehr zu regeln." (Stanislaw Jerzy Lec, poln. Lyriker)
"Der Unterschied zwischen Gott und den Historikern besteht hauptsächlich darin, dass Gott die Vergangenheit nicht mehr ändern kann." (Samuel Butler, 1812-1880)
"Geschichtsbücher sollten vorsichtshalber immer nur mit Bleistift geschrieben werden." (Golda Meir, israel. Ministerpräsidentin)
Zum Thema Wissenschaftliche Forschung:
"Manche Wissenschaftler benehmen sich wie ausgestopfte Gänse, die nichts mehr verdauen wollen." (Hans habe)
"Eine Irrlehre braucht zwei Generationen, um auszusterben, weil nicht nur ihre Lehrer, sondern auch deren Schüler aussterben
müssen." (Max Planck)
"Es ist unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu sengen." (Georg C. Lichtenberg)
"Es ist unmöglich, Staub wegzublasen, ohne dass jemand zu husten beginnt." (Prinz Philipp von England)
Kulturforscher schrieb: Diese Bauten wurden mir damals als "Erdställe" vorgestellt. Es war das erste mal, dass ich davon überhaupt gehört hatte. Aber es war auch später Anlass für mich, über das Thema weiter zu recherchieren. In Norddeutschland gibt es leider keine solchen Bauten - ausser gemauerte unterirdische Keller wie meiner. Im Netz jedoch gibt es inzwischen eine Menge Quellen, deren Kenntnis es erlaubt, Theorien auf zustellen.
Es fehlen nach wie vor Angaben, wo sich im Allgäu diese beiden "Bauten" finden.
Dann werde ich mal in meinen Unterlagen schaun, was ich dazu finde.
Kulturforscher schrieb: Und Otto von Corvins "Pfaffenspiegel" erschien bereits vor etwa 140 Jahren und ist als Grundlagenwerk bis heute immer wieder neu aufgelegt worden. Nur 12 Jahre lang war das Buch in Deutschland verboten: Während des 3. Reiches!!! - Der NS-Staat war nämlich ein reiner Kirchenstatt.
"Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Buch von der NSDAP zu Hetzkampagnen gegen die katholische Kirche benutzt und seine Verbreitung gefördert." und "Im wissenschaftlich-historischen Kontext wird Corvins Stoffsammlung als wertlos erachtet."
Wikipedia: Pfaffenspiegel
Nix Grundlagenwerk, nix im 3.Raich verboten.
Und schon gar nicht war Hitlerdeutschland ein Kirchenstaat.
28.07.2020 um 04:14
emz schrieb: Es fehlen nach wie vor Angaben, wo sich im Allgäu diese beiden "Bauten" finden.
Die beiden Verliese befanden sich in der Nähe des Ortes Aitrang nahe dem Elbsee, ein kleiner Stausee (die genauen Stellen weiss ich nicht mehr) und wurden uns von Einheimischen gezeigt. In beide konnte man nur in gebückter Haltung und sie würden sich auch gut hinter einem Möbelstück verbergen lassen. Ich weiss noch, dass in dem einen Loch Weinflaschen gestapelt waren, hinten leere Einweckgläser. Nach den im Netz veröffentlichten Bildern, Videos und Grundrissen würde ich beide Bauten nicht als "typisch" bezeichnen, weil es sich hier tatsächlich um Gelasse gehandelt hat, die man praktisch wie ein Vorratsversteck oder "Haustresor" nutzen kann. Sie waren auch nicht vermauert oder verschüttet. Aber was ist bei dieser Formenvielfalt schon als typisch zu bezeichnen. - Bei der Frage nach dem Sinn der "typischen" engen Schlupflöcher helfen diese beiden Bauten eh nicht weiter. Einer war im Keller eines Bauernhofes halb hinter einem Berg Briketts, der andere in einem alten verfallenen Waldhaus ohne Dach, das man uns als Köhlerhaus vorstellte. Es stand mit der Rückseite an einer Felswand, in die der kurze Gang hineingearbeitet war. - Aber wie gesagt - das ist eine Generation her. Heute würde ich auch sofort mit Kamera und Zollstock in solche Löcher kriechen. Wer weiss, wie viele solcher Kammern bis heute noch unerkannt in privaten Kellern schlummern.
perttivalkonen schrieb: Nix Grundlagenwerk, nix im 3.Raich verboten.
Natürlich hatte v.Corvin damals noch nicht so viele Quellen zur Verfügung, wie Deschner. Die Verbrechen der Kirche waren damals noch ein öffentliches "No-Go". Selbst Darwin war mit seinen umwälzenden Entdeckungen zu dieser Zeit ebenso widerwärtigen wie lächerlichen inquisitorischen Angriffen seitens der Kirchen ausgesetzt. Corvins Werk war für die Zeit sensationell und wegbereitend für den letzten Akt der Aufklärung, der im "Kulturkampf" der 1870er Jahre (mit den "Maigesetzen") gipfelte, die den Kirchen endlich die letzten Vormundschaften über das Bildungs- und Standesamtswesen nahmen.
Auch bei "Wikipedia" schreiben die Autoren nicht immer frei von persönlichen Meinungen. Ich habe schon andere Ansichten gehört und eine 15-seitige Dokumentation zusammengestellt mit entsprechenden Vorgängen und Hitlers eigenen Zitaten. Die Haltung der damaligen Politik war zwiespältig. Bei den "geheimen Tischgesprächen" redete H. anders, als in der Öffentlichkeit (siehe "Reichsparteitagsrede" 1935), um sich die Loyalität der Kirchen zu sichern - die z.B. auch die Reichsprogromnacht mit Luthers Geburtstag in Verbindung brachten, der ja auch ein brennender Judenfeind war.
Tatsache ist, dass es durchaus kirchenfeindliche Tendenzen im 3. Reich gab und dass Hitler in seinem Grössenwahn nach einem "Endsieg" sogar die Verstaatlichung der Kirchen und deren Umwandlung in "Adolf-Hitler-Weihestätten" plante. Die Kirchen dienten H. nur als "nützliche Idioten" und Gehilfen zur Machtergreifung. Das war im Parteiprogramm der NSDAP als "positives Christentum" gemeint. Es wurde grundsätzlich alles und jedes für politische Zwecke missbraucht und ausgeschlachtet. Auch die angebliche "braune Esoterik" war keine wirkliche, sondern nur politisches Theater. Jedenfalls war Hitler bis zu seinem Tode eingetragener Katholik und hätte ohne die Mithilfe von den katholischen Kirchenkanzeln nie die Macht erlangt. Schliesslich war der Vatikan auch der erste Staat, der (wegen des Versprechens des bis heute gültigen "Reichskonkordats") Natzideutschland diplomatisch anerkannte. Verträge, die im 3. Reich geschlossen wurden, verhindern bis heute bei uns eine Trennung von Staat und Kirchen. Weiteres möchte ich hier nicht ausführen, weil es mir eigentlich verboten wurde, hier auf Fragen einzugehen, die nicht zum Thema gehören.
28.07.2020 um 06:26
Ich habe Dich noch nach einem Beleg für Deine Behauptung gefragt. Kommt da noch was?
28.07.2020 um 11:25
Kulturforscher schrieb: Natürlich hatte v.Corvin damals noch nicht so viele Quellen zur Verfügung, wie Deschner.
Wertlos meint nicht, daß der arme von Corvin nur wenige Quellen zur Verfügung hatte. Sondern es meint, was er draus gemacht hat.
Und mit Deschner kannst Du auch nicht punkten. Gerade in den Jahrzehnten nach seiner "Kriminalgeschichte" änderte sich der Forschungsstand in vielerlei Hinsicht. Zu "seiner Zeit" hatte die Kirche noch die Flache Erde vertreten und jeden Kugelerdler verfolgt, gab es einen von Europa aus gezielten Völkermord in der Neuen Welt, war der Nordirlandkonflikt "zwischen Katholiken und Protestanten" noch ein Religionskrieg, der berühmte Galgenbaum ein Symbol für den Glaubenswahn des Dreißigjährigen Krieges usw. usf. Zwischen Deschners Werk und heute hat sich doch einiges verändert in Sachen Forschungsstand, Quellenauswertung, selbst Forschungsansätzen (Stichwort "Religionskriege"). Deschners Werk immerhin ist beileibe nicht wissenschaftlich wertlos, wohl aber veraltet und tendenziös.
Und nein, auch mit einem Darwin oder Kulturkampf des 19.Jh. kannst Du kein kirchliches Auftreten während des Mittelalters belegen. Deine "Quellen" geben nicht her, was Du ihnen gerne aufgebürdet hättest. Mit Rückzugsgeplänkeln "ja aber der Darwin, der Galileo, der Klumbumbus und überhaupt" beweisen Leute nur, daß sie eben auf dem argumentativen Rückzug sind und nichts mehr haben außer diesen Standardfloskeln.
Kulturforscher schrieb: Auch bei "Wikipedia" schreiben die Autoren nicht immer frei von persönlichen Meinungen.
Und wieder ein Allgemeinplatz, der enen konkreten Fall "belegen" soll. Das nennt man deduktiven Fehlschluß.
Kulturforscher schrieb: Ich habe schon andere Ansichten gehört und eine 15-seitige Dokumentation zusammengestellt mit entsprechenden Vorgängen und Hitlers eigenen Zitaten. Die Haltung der damaligen Politik war zwiespältig. Bei den "geheimen Tischgesprächen" redete H. anders, als in der Öffentlichkeit
Ich lese gerade nur Blablabla. Null Konkretes. Naja, und in den Tischreden erzählte Hitler viel, wenn der Tag lang war. Mal war Paulus der Befreier des Christentums vom jüdischen Einfluß, mal war er der Begründer ebendieses Einflusses, je nach dem, an welchem Tag Du in den Tischreden liest. Na und daß Hitler den "deutschen Reformator" - und natürlich auch dessen antisemitische Ergüsse - ausnutzte, wo es nur ging, macht ihn nicht ansatzweise zu ner kirchentreuen Marionette oder so. Auch in der DDR entdeckte man 1983 plötzlich ein Herz für den bis dato bösen Bauernkriegsverräter. Was man ideologisch ausschlachten kann, ist Opfer, nicht Graue Eminenz dieser Ideologie.
Kulturforscher schrieb: Jedenfalls war Hitler bis zu seinem Tode eingetragener Katholik und hätte ohne die Mithilfe von den katholischen Kirchenkanzeln nie die Macht erlangt.
Echt, was weißt Du überhaupt? Ausgerechnet die KKK, die Katholischen KirchenKanzeln, sollen Hitlers Machtergreifung gefördert haben? In den katholisch dominierten Ländern des Reiches hatte die NSDAP stets die schlechtesten Wahlergebnisse. Erst nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler und den ersten Auswirkungen der Machtergreifung kam es bei der Reichstagswahl im März '33 zu erklecklichen Stimmengewinnen im katholischen Bayern - und dennoch erreichte die NSDAP in Bayern unterdurchschnittlich wenige Stimmen; über die Hälfte aller Länder erbrachte den Nazis mehr Stimmen ein. Nee Du, die Katholiken waren alles andere als die Steigbügelhalter der Machtergreifung Hitlers. Du hast einfach keine Ahnung.
Wegen der massiv schlechten Verhältnisse zwischen NSDAP und Katholischer Kirche war es übrigens auch für den Vatikan nötig, so schnell wie möglich auf diplomatischem Wege für die Sicherheit der deutschen Katholiken zu sorgen. Kein Wunder also, daß es so schnell zur Anerkennung und zum Reichskonkordat kam (der "gemeinsame Antikommunismus" konnte diese Entwicklung nur fördern, aber nicht bewirken). Auch das ist so ein veränderter Forschungsstand der letzten Zeit, der z.B. einen Deschner vom state of the art trennt. | de |
q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
Wissen (Philosophie) | UNiMUT aktuell -- März 1998
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Jauch(e) in die Uni (1.3.98)
Während der "Rat universitätsferner Personen" an der Humboldt-Uni in Berlin nicht mal in deren Gremienverzeichnis enthalten ist und die entsprechenden Bayrischen Pläne nicht recht von der Stelle kommen, hat sich die Uni Potsdam jetzt ein diesen Konzeptionen ziemlich entsprechendes Gremium gegeben, genannt "Kuratorium", und es hat sogar schon getagt, obwohl zwei der 15 Sitze noch leer sind. Kuratorien haben schon verschiedene andere Unis -- dieses ist aber deutlich in Richtung der "universitätsfernen Personen" gestylt und hat explizit die Aufgabe, als "Bindeglied zwischen der Gesellschaft und der Universität" zu dienen, so die Grundordnung der Uni Potsdam.
Interessant ist nun, wer da "die Gesellschaft" repräsentieren soll. Natürlich ist die Wirtschaft vertreten, der Geschäftsführer der Semicon GmbH braucht jetzt etwa nicht mehr zum Golfplatz zu fahren, um Herrn Kappler von der BMW & Rolls Royce Aero Engines zu treffen. Freundlicherweise wurde auch ein Gewerkschafter, Gerd Köhler vom GEW Hauptvorstand, zugelassen, den zwei externe Wissenschaftsleute (im Augenblick von der TU Ilmenau und vom Geoforschungszentrum Potsdam) in Schach halten dürfen. Der Postdamer OB und der Präsident des zuständigen Oberlandesgerichts sitzen für "den Staat" drin, und Rektor und Kanzler der Uni Potsdam dürfen Studis, Mittelbau, Angestellte und Arbeiter der Uni sowie natürlich ihre eigene Gruppe repräsentieren. Wild sind die letzten vier der 13 bisher gefundenen Mitglideri (die übrigens -- Demokratie! -- vom Senat gewählt werden): Eine Journalistin, der Intendant des ORB, der Geschäftsführer der Märkischen Allgemeinen Zeitung und, keine Lüge, Günther Jauch, in der Presseerklärung vornehm als "Journalist" bezeichnet, komplettieren diesen zweifellos repräsentativen Ausschnitt aus der Gesellschaft.
Zu mindestens zwei Sitzungen im Jahr will sich der Kreis treffen. Mensch kann nur hoffen, dass die sicherlich wohlgefüllten Terminkalender dieser wichtigen Menschen das nicht zulassen werden.
Zahlen, wundervolle Zahlen (7.3.98)
Wer in dieser Woche die "Wissen"-Seite der facegelifteten Wochenzeitung aus Hamburg (Lösung) aufschlägt, darf sich gleich zwei Mal mit Statistik auseinandersetzen. Neben einem Artikel über TIMSS -- das alte Lamento, dass die SchülerInnen der BRD schlechter rechnen als ihre niederländischen KollegInnen -- kommentiert Sabine Etzold eine Umfrage des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), in der das Institut, berüchtigt als nationale Speerspitze neoliberaler Hochschulpolitik, feststellt, rund die Hälfte der Studis sei für Studiengebühren.
Der Zeit fällt dazu im Wesentlichen nur ein, das Ergebnis als Resignation der Studis vor den politischen Realitäten finanziell ausgebluteter Unis zu interpretieren, wobei immerhin akzeptiert wird, dass CHE wie Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft (die firmieren als Co-Auftraggeber für die Studie) ja irgendwie schon Partei bei der ganzen Frage sind und dass also die Rolle "politischen Kalküls" nicht ganz vernachlässigt werden kann.
Aber selbst wenn mensch glaubt, dass die 1501 Befragten wirklich "repräsentativ" ausgewählt werden konnten und worden sind, und wenn mensch weiter glaubt, dass Telefoninterviews eine wirklich gute Methode der Datenerhebung sind -- es ist durchaus vorstellbar, dass bei etwas anderen Fragen ein ganz anderes Ergebnis herausgekommen wäre. Die drei Fragen (nachzulesen auf einer Seite des CHE, auf der mensch auch die Ergebnisse sehen kann) suggerieren ja selbst in Textform, dass das 1000-Marks-Darlehensmodell, das das CHE da lancieren will, noch das Beste sei, was im Augenblick rauszuholen ist. Hätte mensch die Studis gefragt: "Mögt ihr am Ende eures Studiums mit rund 20000 zu verzinsenden Mark Schulden allein aus Studiengebühren dastehen?" -- ganz schön viele der für die Studis repräsentativen Prozente hätten wohl nicht zur Freude des CHE-Chefs und Diplom-Kaufmanns Müller-Böling geantwortet.
Statistik Marke CHE, direkt von deren Website
Nicht wegzudiskutieren ist, dass es auch unter Studis eine breite Mehrheit Schweigender und Duldender gibt, die womöglich die allenthalben verbreiteten Notstandsparolen glauben. Nicht wegzudiskutieren ist, dass sich so manche Fliesenlegermeisterin von Klosprüchen Marke Teufel und Mayer-Vorfelder beeindrucken lässt, statt zu sehen, dass kostenloser Hochschulzugang ihren Kindern viel mehr nützt als denen der Herren Teufel und Mayer-Vorfelder. Studien jedoch, die gerade zur Debatte um die Weigerung der SPD, ein HRG ohne Verbot von Studiengebühren zu verabschieden, belegen wollen, wie wenig demokratisch legitimiert dieses Verhalten doch sei, sollten auch im Zentralorgan der bildungsbürgerlichen Republik mit etwas mehr Vorsicht genossen werden.
Dieser Artikel wurde zitiert am: 04.12.2001
Militärcourage (10.3.98)
Seit das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma am 16. März letzten Jahres in der Bremeneckgasse 2 eröffnet wurde (wir haben im UNiMUT 135 berichtet), fanden dort immer wieder Veranstaltungen statt, die sich mit dem Nationalsozialismus und seinen Folgen auseinandersetzten. Die ganz aktuellen Folgen waren heute Thema: Wolfram Wette vom historischen Seminar der Uni Freiburg, ehemals Mitarbeiter des Amts für Militärgeschichte der Bundeswehr, referierte über Rechtsradikalismus in der Bundeswehr.
Dass Wette sich von seinem ehemaligen Brötchengeber deutlich emanzipiert hatte, wurde schon bei seinen einleitenden Worten deutlich, in denen er von einer Konferenz in Jerusalem berichtete und nicht ohne Sympathie Moshe Zimmermann zitierte, der die These aufstellte, Armeen an sich seien nie Spiegelbild der sie umgebenden Gesellschaft, sondern immer rechts von ihr, und dies sei in Deutschland schon traditionell ausgeprägter als anderswo. Wolle mensch rechten Tendenzen in der Armee als anderswo. Wolle mensch rechten Tendenzen in der Armee entgegentreten, so Zimmermann, müsse mensch letztere auflösen.
Auch wenn sich Wette dem nicht ganz anschließen konnte, bewies er auch im restlichen Referat viel Zivilcourage -- das angesichts seiner Verangenheit vielleicht angebrachtere Wort "Militärcourage" bezeichnete er als "Missgeburt". Unter Hinweis auf 184 dokumentierte Fälle rechtsextremistischer Exzesse in 140 Standorten der Bundeswehr allein im Jahr 1996 führte er aus, das Einzelfallgerede Rühes sei gefährlich und irreführend, zudem es einer weiteren "Wucherung" rechter Ideologie in der Bundeswehr Vorschub leiste. Schon 1992 habe eine Bundeswehrstudie auf entsprechende Gefahren aufmerksam gemacht, und vieles hätte vermieden werden können, wenn schon damals nicht alle Augen zugedrückt worden wären.
Doch die Armee, die von rechts nach ganz rechts wanderte, wurde in diesem Kurs noch bestärkt -- die Out-of-Area-Einsätze etwa führten nach Wette nicht nur zu einem Ausscheiden einer immer noch unbekannten Zahl von Offizieren, die ein "kritisches Potential" innerhalb der Armee gebildet hätten, sondern auch zum Herausbilden von Machtphantasien, die sich dann in Vorfällen wie den Videos von Hammelburg ein Ventil suchten.
Noch mehr Sorge als die dokumentierten "Einzelfälle" jedoch macht Wette das "nickende Umfeld". So konnte ein Herr Seidler an der Bundeswehruni München 20 Jahre lang extrem revisionistisches Gedankengut in die Köpfe der Offiziersstudis blasen, ohne dass irgendwer reagiert hätte. Viel liege auch am "Corpsgeist" der Offiziere, der verbiete, dass auch nur irgendwas an die Öffentlichkeit dringt, was den Ruf "der Truppe" schädigen könnte. Ein bisschen von diesem Corpsgeist war dann auch in der Diskussion zu spüren, als ein ehemaliger "Kamerad" Wettes, heute aktives Mitglied der Heidelberger CDU, ihn wegen seiner kritischen Aussagen heftig anfeindete. Wette nahm dies gelassen hin.
Ebenfalls sehr belastend für die Bundeswehr sei ihr Verhältnis zur Wehrmacht, dem "stählernen Garanten des NS-Systems" (Wette). Bei allen Beteuerungen Rühes und seiner Vorgänger, es gebe eine scharfe Grenze zwischen Wehrmacht und Bundeswehr, sei innerhalb der Armee Heldenverehrung in "Traditionsräumen" angesagt. Dies allerdings ist kein neues Phänomen: Das "Jagdfliegeras" Rudel, strammer Nazi auch nach dem Krieg, wurde schon Mitte der siebziger Jahre in einem Luftwaffenstützpunkt bei Freiburg gefeiert. Nur, dass damals zwei Generäle und ein Staatssektretär ihre Hüte nehmen mussten.
Nach dem Vortrag des "Aussteigers" möchte mensch sich seiner Forderung durchaus anschließen, weniger die "Einzelfälle" zu betrachten als eher den "Geist der Bundeswehr" zu untersuchen, die nun mal "Schule der Gewalt" sei und bleibe. Den Schluss überlässt der Redakteur Wette folgend dem/der geneigteN LeserIn.
Schon wieder Landeslehrpreis (11.3.98)
Ist wirklich schon ein Jahr vergangen, seit Trotha vor und nach der Verleihung des Landeslehrpreises in Heidelberg Probleme hatte? Die Probleme von damals scheinen Trotha nachzugehen, denn er ließ sich diesmal von einem Staatssekretär aus dem Kultusministerium vertreten (sicher ist sicher). Schade, denn viel mehr als Publicity liefern die 30000 Mark nicht, die diesmal an die Kunsthistorikerin Saurma gingen -- gerade mal die Einschreibegebühr von 300 Studis.
Geehrt wurde das Engagement der Professorin für fachbezogene Propädeutika, die das Institut in Eigenregie vom Projekt "Kooperative Beratung" der ZSW übernommen hat. Genau dieses (befristete) Projekt wurde aber mit keinem Wort erwährt, weder von Saurma selbst noch von Siebke, was, glaubt mensch gewöhnlich gut informierten Quellen, den für die kooperative Beratung zuständigen Abteilungsleiter Chur nicht gerade erfreut hat. Von Siebke waren dafür im gewohnten Stotterstil jede Menge Gemeinplätze über Forschung und Lehre zu hören. Erstaunlicherweise nutzte er die Gelegenheit, ein wenig gegen die heraufdämmernden Privatunis zu polemisieren: Managementschulen seien das, und keine Konkurrenz für richtige Unis.
Es wird berichtet, Behrens, Dezernent für Lehre und mächtige graue Eminenz der Uni, habe in einem Fort wissend gegrinst. Ob die KunsthistorikerInnen viel Zeit haben, sich über den Preis zu freuen, oder ob sie die nächsten sind, die beim Abwicklungsroulette dran sind?
Wahlen neoliberal (13.3.98)
Marlies Klemisch-Ahlert ist die treibende Kraft hinter dem Wahlmarkt.
An der Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Luther-Uni Halle werden (unter anderem) Finanztheorie und Finanzwissenschaften gelehrt. Studis dieser beiden Fachbereiche sollen eine ganz besondere Form von Demokratie üben: Im "Wahlmarkt Sachsen-Anhalt 1998" werden Futures von fünf Parteien und "Sonstigen" angeboten und natürlich auch gehandelt. Aus den sich auf diesem Markt einstellenden Preisen wird sich nach Hoffnung der Inhaberin des Lehrstuhls für Finanzwissenschaft Klemisch-Ahlert eine gute Vorhersage über das Wahlergebnis ableiten lassen. Am Wahltag ist Abrechnung: Der Wert eines Bonds in Pfennigen entspricht dann dem Prozentsatz, den die jeweilige Partei erreicht hat. Würde also die PDS diesmal bei 40% landen, bekäme mensch für jeden PDS-Bond im Portfolio 40 Pfennig von der Uni.
Wer glaubt, das müsse eine Satire sein, Pferdewette auf Parteien statt auf downsizende (sprich entlassende) Firmen, das gebe es ja nicht, und schon gar nicht scheinpflichtig, kann sich auf der Seite der Hallenser Wiwis eines Besseren belehren lassen. Konkurrenzfähige, profilierte Unis. Im Westen gediegen, im Osten als knallbunte Spielhallen. Ganz wie im wirklichen Leben.
Alle Jahre wieder (16.3.98)
Alle Jahre wieder im März oder April bemüht sich das hiesige Nuklear-Establishment, einen oder auch ein paar Castorbehälter in "Zwischenlager" zu verfrachten. Wie schon im letzten Jahr, wird auch diesmal wieder Atommüll aus Neckarwestheim, rund 100 km neckaraufwärts von Heidelberg, mit von der Partie sein und nach Ahaus an der niederländischen Grenze transportiert werden -- offenbar waren die Erfahrungen in Gorleben nicht dazu angetan, einen Transport dorthin zwischen Wahl und Expo in Erwägung zu ziehen. Da im Laufe der nächsten Woche mit dem Straßentransport der Neckarwestheimer Castoren in das nahegelegene Kohlekraftwerk Walheim zu rechnen ist, hatten lokale Initiativen für letztes Wochenende zu einer Demonstration gerufen -- und rund 2000 Menschen, davon vielleicht 200 aus Heidelberg, kamen.
Ein Block des AKW Neckarwestheim. An dem Gebilde rechts neben der Reaktorkuppel werden in dieser Woche die Castoren hinausschweben.
Wie nicht anders zu erwarten, verlief die Demo friedlich. Es war zwar etwas ungeschickt von der Polizei, zunächst auf der Einhaltung des von den Behörden zugewiesenen Kundgebungsplatzes auf der Straße ein Stück vor dem Tor zu bestehen -- ein Großteil der DemonstrantInnen hätten dort beim besten Willen nichts verstehen können --, doch glücklicherweise konnte die Ordnungsmacht überzeugt werden, dass auch direkt vor dem Tor nichts passieren würde. Ganz traute die Polizei dem Frieden aber auch nicht und fuhr eine ganze Weile lang immer mehr Behelmte auf. Dazu konnte sie auch aus dem Vollen schöpfen, laut polizeilicher Schätzung waren auch etwa 2000 Beamte vor Ort. Ob sie wohl eine Regenzulage bekamen? Das Wetter nämlich spielte nicht recht mit und setzte die KernkraftgegnerInnen wie KernkraftschützerInnen einem Dauerregen aus.
Wer noch beim Widerstand gegen kommenden Castortransport einsteigen will, kann sich in unserem Trainstopping-Artikel näher informieren.
Nachwuchsprobleme (17.3.98)
Die Idee, Inhalte der Studierenden in Parlamenten zu vertreten, ist nicht neu -- in Heidelberg etwa ist seit vier Jahren die Studiliste im Gemeinderat vertreten, wenn auch nicht immer ganz klar ist, ob das, was dort von der Studiliste gemacht wird, wirklich "Inhalte der Studierenden" spiegelt. Nicht ganz klar ist das insbesondere deswegen, weil die Studiliste eine Fraktionsgemeinschaft mit einer ehemaligen FDPlerin pflegt und auch ansonsten einer Zusammenarbeit mit der "gnadenlosen Wirtschaftspartei" (Geissler) nicht immer abgeneigt ist.
Nach dem Streik im letzten Jahr könnte es jedoch eine ganz andere Art von Zusammenarbeit von FDP und Studis geben, jedenfalls, wenn es nach den Vorstellungen einer ganzen Anzahl von Studis geht, die sich in den Nachwirren des Streiks im letzten Jahr in Initiativen zur Übernahme der FDP organisiert haben, in Heidelberg etwa unter dem Namen Liberale Initiative. Während nun die hiesigen Bestrebungen noch nicht allzu weit gediehen zu sein scheinen, sieht die Sache in Berlin schon ganz anders aus. Dort, so teilte der Landesvorstand der Berliner FDP heute mit, seien bis zum 27. Februar 2564 Aufnahmeanträge gezählt worden, während die OrganisatorInnen vom Projekt Absolute Mehrheit angeben, genau zu diesem Stichtag 2687 Anträge abgegeben zu haben -- Formfehler?
Würde die Berliner FDP wirklich all die Studis aufnehmen, wo würde sich die Politik des als "nationalliberal" bekannten Landesverbandes wohl ziemlich radikal ändern. Das Projekt Absolute Mehrheit schätzt, dass sich unter den rund 2600 Berliner FDP-AltmitgliederInnen mindestens 200 Karteileichen befinden, womit die engagierte Studierenden wohl in jedem Parteigremium über eine komfortable Mehrheit verfügen würden. In einzelnen Ortsverbänden sähe die Situation noch klarer aus, etwa im Prenzlauer Berg mit 315 Neuanträgen. Allerdings sind die Stimmen derer, die sämtliche studentischen Anträge schlicht dem Schredder überantworten wollen, keineswegs verstummt, was eines der zentralen Probleme des an sich bestechenden Plans, die FDP vor den finalen neoliberalen Pirouetten zu bewahren, illustriert: Keine Partei muss auch nur ein Mitglied gegen ihren Willen aufnehmen.
Dennoch ist die Aktion für einiges Medienecho gut. Wer sich an der hiesigen Liberalen Initiative beteiligen möchte, kann sich einfach im ZFB (Tel. 542456) melden.
Neckaraufwärts (20.3.98)
Hinter diesem Loch verbirgt sich eine Höhle unter der Castorstrecke -- und zwei Menschen, die den Transport verhindern wollen.
Ein Stück den Neckar rauf, in Neckarwestheim, wurde gestern der erste Akt des diesjährigen Castortransports gegeben. Überraschend früh übrigens, war doch der Straßentransport erst für Freitag erwartet worden. Grund für die große Eile war, so wurde spekuliert, dass einige Leute von Greenpeace den Schornstein des Walheimer Kohlekraftwerks besetzt hatten und die drei Castoren nicht ein ganzes Wochenende lang unter deren Augen stehen sollten. Trotz dieser Überraschung fanden sich doch zwischen 500 und 1000 CastorgegnerInnen, die versuchten, den Transport zu verhindern und die von den 8000 anwesenden PolizistInnen nur schwer zu bändigen waren. Besondere Probleme bereitete den OrdnungshüterInnen ein Tunnel, der an der Walheimer Höhe die Transportstrecke unterhöhlte und zwei besonders entschlossenen GegnerInnen Platz bot. Erst gegen 18 Uhr befand ein eigens eingeflogener Ingenieur, von ein paar Stahlplatten unterstützt würde die Straße schon halten; inzwischen hatte die Polizei versucht, das Loch noch zu erweitern und dabei die Eingeschlossenen zeitweise völlig verschüttet.
An der Wahlheimer Höhe: Im Inset die DemonstrantInnen, die den Tunnel von oben schützten, im großen Bild ein Teil der PolizistInnen, die aufgefahren wurden, um sie zu verscheuchen -- 1:10 ist eine konservative Schätzung für das Kräfteverhältnis...
Schon eine Stunde zuvor hatte die Polizei angefangen, die Sitzblockade vor dem Haupttor des AKW aufzulösen. Der ursprüngliche Plan, die Blockade von vorne durch Wegschleppen der BlockiererInnen ins AKW aufzulösen, musste alsbald aufgegeben werden. Schließlich wurde das Problem durch einen massiven Einsatz von Kavallerie und Infanterie von allen Seiten gelöst. Vor allem erstere, die berittete Polizei, tat sich wieder durch besonders rücksichtslose und unbesonnene Handlungen hervor, wofür sie dann auch mit den Hinterlassenschaften ihrer Tiere beworfen wurden.
8000 PolizistInnen bewachten den Transport, und das waren nicht zu viele, denn immer noch passierte auch entlang der Strecke einiger Unfug, von dem Greenpeace-Auto, das als BKA-Wagen getarnt im Zug mitfuhr bis zu einer Ankettaktion am Tor des Walheimer Kraftwerks. Mensch muss sich fragen, wie lange die Regierung sich dieses Spiel noch leisten will.
Organisationsentwicklungsprozess (23.3.98)
Zum zweiten Mal in diesem Monat könnte mensch über das CHE lachen -- wenn es nicht alles so traurig wäre. Das CHE nämlich hat an der Hamburger Hochschule für Wirtschaft und Politik (HWP) offene Ohren für seine neoliberalen Ideen gefunden und sogleich mit dem "Reformieren" angefangen. Ergebnis der Arbeit war ein Buch, das heute abend "präsentiert" (egal was, Neoliberale "präsentieren" immer) werden wird. Angesichts des vermutlichen Inhalts des Bandes erschreckend, dass sich die Grüne Wissenschaftssenatorin Sager hergibt gemeinsam mit Koautor und HWP-Präsident Zechlin, die Manchester-Thesen des CHE-Chefs Müller-Böling (auch dieser Herr steht auf der VerfasserInnenliste) zu vertreten.
So weit, so schlimm. Entschädigt für all die Fährnisse wird mensch allerdings vom ersten Absatz der Presseerklärung zum Thema. In fast bestürzender Klarheit sind hier in wenigen Worten so viele liberalendeutsche Entsetzlichkeiten herausgearbeitet, dass mensch eigentlich nicht mehr glauben kann, dies sei etwas anderes als eine Satire:
Als eine der ersten deutschen Hochschulen hat die Hochschule für Wirtschaft und Politik (HWP), eine von insgesamt vier Hamburger Universitäten, erfolgreich einen umfangreichen Leitbild- und Organisationsentwicklungsprozeß durchgeführt. Daraus entstand ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept, welches mit einer Vielzahl von - in der Zwischenzeit teilweise schon realisierten - Reformprojekten und der Straffung der Leitungs- und Entscheidungsstruktur verknüpft wurde.
Wer sich mehr solchen Sermon antun will, sei auf das epochemachende Werk verwiesen:
Müller-Böling, Neuvians, Nickel, Wismann, Zechlin (Hg.): Strategieentwicklung an Hochschulen, Verlag Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 1998.
Einige der Proteste waren berechtigt (25.3.98)
"Als Reaktion auf die Studentenproteste vom Herbst vergangenen Jahres bewilligte der Verwaltungsrat der Universität Heidelberg in seiner Sitzung am 12. März zusätzliche 1.2 Millionen Mark für die Stärkung der Lehre," verkündet der Pressesprecher des Rektors, Michael Schwarz, in einer Presseerklärung vom 16.3. und legt seinem Chef bei der Gelegenheit das Diktum "Die Proteste gegen die Überlastsituation waren in einigen Fächern berechtigt, jedoch nicht in allen" in den Mund.
Leider erfährt mensch nicht, wo es keine Überlast gibt -- und auch die 1.2 Millionen relativieren sich; erst im vierten Absatz der Presseerklärung muss Schwarz zugeben, dass mit diesen Mitteln ein Vierjahrsplan ausgestattet wird, so dass pro Jahr gerade mal 390000 Mark übrigbleiben. Das Geld kommt aus unieigenen Mitteln, dem "sogenannten Sparbuch", quasi der Portokasse des Rektors.
Na schön, mag mensch sagen, besser als nichts ist es ja, und auch wenn es etwas merkwürdig erscheinen mag, dass ein "Notprogramm", das vom Anspruch her durch unglückliche Wechselfälle entstandene Lücken stopfen soll, auf vier Jahre angelegt ist -- ein Zeitraum, über den eigentlich nur wirklich strukturelle Mängel bestehen sollten: Die Uni tut doch was. Nur, wie sie das tut, ist schon wieder ein kleiner Skandal.
Es beginnt damit, dass Siebke die Dekane nach "konkreten Anlässen für studentische Proteste" fragte und natürlich nicht die Studierenden selbst. Weiter geht es damit, dass von all diesen Plänen in der ersten Sitzung des zuständigen SAL in der Ära Siebke keine Rede war und der SAL in der zweiten Sitzung den ganzen Vorgang nur noch abnicken durfte. Gedeichselt wurde der Deal, wie könnte es anders sein, von Eckhard Behrens, dem UNiMUT-LeserInnen wohlbekannten Leiter des Dezernats für Studium un Lehre, an allen Gremien (bis auf den Verwaltungsrat, der aber inhaltlich wenig beizutragen hat) vorbei.
Dementsprechend ist auch die Mittelverteilung. Das Orientierungsreferat der FSK, zuständig für Ersti-Einführungen und andere Orientierungsmaßnahmen, bekommt etwa immerhin 14100 Mark -- aber zweckgebunden, um "das Internetangebot zu verbessern". Das Internetangebot! Mensch muss sich zudem fragen, wie Behrens überhaupt auf die Idee kommt, der FSK derart zweckgebundene Mittel zukommen zu lassen. Gewiss gab es mal einen Antrag an das MWF, in dem neben anderen Projekten (z.B. Verbesserung der Ausbildung von TutorInnen) auch so etwas erwähnt war und dessen Weg, so darf mensch nun vermuten, am Schreibtisch des Herrn Behrens ein verfrühtes Ende fand -- aber aus diesem Antrag einfach den letztlich nebensächlichsten Teil rauszunehmen und das MWF MWF sein zu lassen ist schlicht eine Zumutung.
Andere Maßnahmen mögen sinnvoller erscheinen: 50000 Mark für mehr WiHis in der Politik, 31000 Mark für verlängerte Öffnungszeiten in diversen Altstadtbibliotheken sind gar nicht so verkehrt. Warum mensch bei den klassischen PhilologInnen allerdings ausgerechnet die Latiumskurse besser ausstatten muss, mit denen JapanologInnen oder ComputerlinguistInnen in die Klassiker des Abendlandes eingeführt werden, sei mal dahingestellt -- vernünftiger wäre wohl, die Latinumsanforderung in solchen Fächern zu streichen und mit dem Geld dann wenigstens einige der dramatischeren Löcher in dem Bereich zu stopfen.
wieder entscheidet Siebke selbstherrlich und verschiebt Entscheidungsbefugnisse aus Organen der Selbstverwaltung in undurchsichtige Verwaltungsstuben. Die Konsequenz -- dass nämlich das Geld fast nie dorthin kommt, wo es wirklich gebraucht würde -- überrascht nicht.
Aprilscherz des Jahres (27.3.98)
Folgende Presseerklärung hat die Ruhr-Uni Bochum heute herausgegeben. Ein Aprilscherz, zweifellos. Aber ein guter Aprilscherz: Das großartige Program des Ministerium für Wissenschaft und Forschung NRW heißt nicht "Quantität", sondern "Qualität der Lehre", ansonsten trifft Diktion und Geist der Erklärung das, was mensch von den Kollegen des Herrn König gewohnt ist. Oder -- schauder -- meinen die das doch ernst?
Date: Fri, 27 Mar 98 14:26:13
RUB verkuerzt Semesterferien
Bochum, 1. April 1998
Nur noch sechs Wochen Sommerferien
MWF-Programm ,Quantität der Lehre"
Neue Fristenregelung an der RUB für das dritte Jahrtausend
Als erste deutsche Universität paßt die RUB ihren Jahresrythmus dem der Schulferien in NRW an. Auf Beschluß des Rektorats vom 01.04.1998 wird die dreimonatige vorlesungsfreie Zeit im Sommer abgeschafft und die zweimonatige vorlesungsfreie Zeit zwischen Winter- und Sommersemester ebenfalls etwas verkürzt. Damit folgt die RUB einem Beschluß des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung des Landes NRW (MWF), demzufolge die Hochschulen in NRW bis spätestens 2000 den gesamten Ferienplan umstellen müssen. Mit seiner auf drei Jahre angelegten Initiative ,Quantität der Lehre" will das MWF erreichen, daß sich die durchschnittlichen Studienzeiten drastisch verkürzen. Eine im Dezember 1997 abgeschlossene empirische Erhebung hat ergeben, daß fast 83 Prozent aller Studierenden in den Sommerferien einer fachfremden Erwerbstätigkeit nachgehen. Da diese Zeit nicht für Praktika oder weiterbildende (Auslands-)Reisen genutzt werde, solle sie zumindest durch Lehrveranstaltungen und Prüfungen kompensiert werden.
Geisterstadt RUB
Um die Umsetzung des Programms ,Quantität der Lehre" im Sommer 1998 zu gewährleisten, hat das Rektorat die bereits bis einschließlich Wintersemester 1999/2000 festgelegten Fristen an der RUB neu bestimmt. Die vorlesungsfreie Zeit gilt parallel zu den Schulferien in NRW und dauert somit auch nicht länger als sechs Wochen. Dabei beschloß das Rektorat, die RUB innerhalb dieser Ferien für eine Kernzeit von vier Wochen komplett zu schließen. Ähnlich wie im Nachbarland Frankreich, wo die Sommerferien für alle am ersten Juli beginnen, sollen dann auch an der RUB die Wissenschaftler, das wissenschaftliche Personal sowie die Angehörigen von Verwaltung, Technik und Gastronomie ihren Jahresurlaub nehmen. Mit dieser Eigeninitiative, die durchaus den Zielen der ,Quantität der Lehre" entspricht, sehen die Verantwortlichen der RUB die Chance, die immensen Betriebskosten der Uni deutlich zu senken. Außerdem können dann Bau- und Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden, ohne den alltäglichen Uniablauf, etwa Lehrveranstaltungen oder den Mensabetrieb zu stören.
Keine komplette "Verschulung"
Allerdings müssen sich die Universitäten in NRW nicht den anderen Ferienzeiten der Schulen anpassen. An den Hochschulen wird es keine Herbstferien geben, die Weihnachtsferien bleiben unverändert (ca. zwei Wochen), und auch die vergleichsweise ,lange" vorlesungsfreie Zeit zwischen Winter- und Sommersemester wird nur geringfügig beschnitten: statt bisher acht sollen dies vier Wochen sein, in denen jedoch alle Einrichtungen der RUB geöffnet sind. Um der Gefahr zu begegnen, daß das Sommersemester je nach Schulferienbeginn stark verkürzt werden könnte, fällt die einwöchige Pfingstpause ersatzlos weg, zudem beginnt das Sommersemester ab 2000 stets am ersten April jeden Jahres. In der Zeit von Ende Februar bis Ende März sollen dann alle Studiengänge mit Pflichtpraktika diese in komprimierter Form anbieten, damit die Studierenden sinnvoll beschäftigt werden und auch auf diesem Wege ihre Studienzeiten verkürzen können.
Gesetze des Marktes auch an der RUB
Generell stößt die Initiative des MWF auf eine positive Resonanz bei den Betroffenen. Besonders Wissenschaftler und Mitarbeiter mit schulpflichtigen Kindern begrüßten diese ,familienfreundliche Lösung", und nur wenige Singles äußerten Unmut darüber, außerhalb der Saison nicht mehr Urlaub nehmen zu können. Die RUB paßt sich den ,marktüblichen" Urlaubs- und Ferienzeiten an und wirkt somit der gängigen Auffassung entgegen, Professoren und Studierende hätten im Sommer drei Monate lang frei: Im wachsenden Konkurrenzkampf der Hochschulen kann sich keine Universität ein solches Image mehr leisten. Darüber hinaus ergibt laut MWF rein rechnerisch die Verkürzung der vorlesungsfreien Zeit bezogen auf ein gesamtes Studium nahezu ein ganzes Semester Zeitersparnis: ein Faktor, der für kommende Absolventen immer wichtiger wird.
Fax: + 49 234 7094-136
Treuhandkonto: Neuauflage (27.3.98)
Gestern war in der Frankfurter Rundschau zu lesen, die SPD sei bereit, die HRG-Novelle mitzutragen, wenn darin ein auf fünf Jahre befristetes Verbot von Studiengebühren ("Moratorium") festgeschrieben werde, und weiter, die CDU werde sich wahrscheinlich in der einen oder anderen Weise darauf einlassen. Dies wäre fast sicher das Ende von Trothas "Bildungsgutscheinen", da sie ja auf der Vorstellung allgemeiner Studiengebühren von 1000 Mark pro Semester beruhen.
Es ist allerdings fraglich, ob Trothas "Einschreibegebühren" von 100 Mark vom bundesweiten Verbot tangiert würden. Qua Ministeriumsdekret wird mit ihnen eine Gebühr nicht für das Studium per se sondern den Verwaltungsakt der Einschreibung bzw. Rückmeldung erhoben. Mensch darf davon ausgehen, dass Trotha und sein Berliner Amts- und Gebührenkollege Radunski einiges in Bewegung setzen werden, um ihre verlustreich erkämpften Gebühren nicht wegen eines Federstrichs aus Bonn aufgeben zu müssen.
Im Augenblick ist wie gesagt nicht ganz klar, wer sich in Heidelberg ums Treuhandkonto kümmern soll. Zehn oder fünfzehn "TreuhänderInnen" sollten es im harten Kern schon sein -- die FSK sucht also. Wenn du dich beteiligen möchtest (es muss ja nicht gleich im "harten Kern" sein), lass dir doch einfach mal beim Hochschulpolitischen Referat der FSK erzählen, wie der Stand der Dinge ist (und wie du ihn ändern kannst). Telefonisch sich die HoPo-Leute unter 06221/542456 zu erreichen (es ist auch tagsüber oft jemand da), die E-mail-Adresse ist m31@ix.urz.uni-heidelberg.de.
Noch keine Verfassungsklage gegen Notopfer Trotha (31.3.98)
KARLSRUHE. Das Bundesverfassungsgericht hat die Verfassungsbeschwerde einer Studentin gegen die gesetzlich angeordnete Zahlungspflicht von Rückmeldegebühren an Universitäten in Baden-Württemberg nicht angenommen. Die Verfassungsbeschwerde sei bereits wegen des nichtausgeschöpften Rechtsweges unzulässig, teilte das Karlsruher Gericht am Dienstag mit. Neben der eingelegten Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz hat die Studentin auch Klage an den Fachgerichten erhoben. Dieses Verfahren ist laut Bundesverfassungsgericht noch nicht rechtskräftig abgeschlossen.(ADN/jW)
(Junge Welt vom 1.4.98)
Die Junge Welt hätte vielleicht erwähnen können, warum gegen die Rückmelde-/Einschreibegebühren überhaupt Verfassungsklage erhoben wird; als elektronisches Medium haben wir den Vorteil, dass wir auf einen Artikel im letzten Jahr verweisen können, in dem dazu einiges steht -- und in dem auch schon vorhergesagt wird, dass die Mühlen der Justiz langsam mahlen. Selbst wenn sich die Verwaltungsgerichte Baden-Württembergs ausnahmsweite ganz fürchterlich beeilen, ist nicht vor 1999 mit einer Zulassung einer einschlägigen Klage vorm BVG zu rechnen. Und glaube keiner, das seine/ihre Hunnis verzinst zurückkommen, wenn das Verfassungsgericht für uns entscheidet. So ist das halt mit der Gerechtigkeit. Siehe auch die neue Initiative zum Treuhandkonto.
Erzeugt am 31.03.1998 | de |
q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
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Syndizierungen im Kreditgeschäft unter Liquiditätsrisikoaspekten
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1 WHL Schriften der Wissenschaftlichen Hochschule Lahr Nr. 40 Syndizierungen im Kreditgeschäft unter Liquiditätsrisikoaspekten Vorstellung und Analyse eines Steuerungsansatzes Henning Smilgies Wissenschaftliche Hochschule Lahr
2 Mit freundlicher Unterstützung von ISBN: Copyright 2014 WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr Hohbergweg Lahr Alle Rechte vorbehalten
3 Syndizierungen im Kreditgeschäft unter Liquiditätsrisikoaspekten Vorstellung und Analyse eines Steuerungsansatzes Henning Smilgies Schriften der Wissenschaftlichen Hochschule Lahr Herausgeber: Prof. Dr. Michael Klebl Prof. Dr. Sebastian Lobe Prof. Dr. Markus Pütz Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer Prof. Dr. Bernd Remmele Prof. Dr. Stephan Schöning Prof. Dr. Markus Stiglbauer Dr. Florian Drevs Dr. Karina Sopp Nr. 40 Lahr, Januar 2014
4 Geleitwort I Geleitwort Hintergrund dieser WHL-Schrift ist die Herausforderung für Kreditinstitute, in Anbetracht steigender bankaufsichtlicher Eigenkapitalanforderungen weiterhin großvolumige Kredite zur Verfügung stellen zu können. Die Bedeutung von Kreditsyndizierungen, also die Weitergabe von Kreditanteilen an andere Kreditinstitute oder Versicherungen, wächst daher weiter an. Allerdings bestehen bei Syndizierungen Liquiditätsrisiken, die adäquat zu steuern und zu bepreisen sind. Der Verfasser hat sich zum Ziel gesetzt, aufbauend auf einer Darstellung von Kreditsyndizierungen die dabei zu berücksichtigenden Liquiditäts-, Liquiditätsrisiko- und Pufferkosten aufzuzeigen und einen geeigneten Steuerungsansatz zu entwickeln, der auch aufsichtsrechtliche Erfordernisse berücksichtigt. Mit der vorliegenden WHL-Schrift hat sich Herr Smilgies mit einem anspruchsvollen und betriebswirtschaftlich hoch relevanten Thema auseinandergesetzt. Es ist ihm gelungen, eigene Vorschläge zu entwickeln und gut nachvollziehbar zu präsentieren. Hervorzuheben ist der Aufwand, der für die Berechnungen betrieben wurde. Angesichts der großen Bedeutung der Bankkreditfinanzierung für alle Unternehmen in Deutschland leistet die WHL-Schrift einen wertvollen Diskussionsbeitrag. Ich wünsche der WHL-Schrift deshalb die ihr gebührende Aufmerksamkeit sowohl in der Bankwissenschaft und -praxis als auch in Politik und Wirtschaft. Lahr, Januar 2014 Prof. Dr. Stephan Schöning
5 Inhaltverzeichnis II Inhaltverzeichnis Inhaltverzeichnis... II Abbildungsverzeichnis... V Formelverzeichnis... VII Abkürzungsverzeichnis... VIII 1 Einleitung Problemstellung und Zielsetzung Vorgehensweise Grundlagen von Syndizierung im Kreditgeschäft Definition und Abgrenzung Der Syndizierungsprozess und die Einflussfaktoren für die Durchführung von Syndizierungen Motive und Vorteilhaftigkeit von Syndizierungen Platzierungsrisiken bei Syndizierungen Erläuterung von Liquiditätsrisiken und deren -kosten im Zusammenhang mit Syndizierungen Begriffserklärung von Liquiditätsrisiken und deren bankaufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen Definition von Liquiditätsrisiken Derzeitige bankaufsichtsrechtliche Anforderungen an Liquiditätsrisiken Die künftigen aufsichtsrechtlichen Kennzahlen nach Basel III Entstehung und Steuerung von Liquiditätsrisiken bei zu syndizierenden Forderungen Auswirkungen des Platzierungsrisikos auf die Liquiditätsrisiken und die Beeinflussung der Steuerung der Risiken Ermittlung von Zahlungsunfähigkeitsrisiken durch den LaR Messung von strukturellen Liquiditätsrisiken mit Hilfe des LVaR Liquiditäts- und Liquiditätsrisikokosten sowie deren Anwendung auf Syndizierung Aufsichtsrechtliche Anforderungen zur Verrechnung von Liquiditäts- und Liquiditätsrisikokosten... 40
6 Inhaltverzeichnis III Erklärung von Liquiditäts- und Liquiditätsrisikokosten im Zusammenhang mit Syndizierungen Steuerung von Syndizierungen mit Fokus auf Liquiditätsrisiken Beschreibung des Steuerungsansatzes sowie Begründung der Notwendigkeit einer Risikoprämie für das Platzierungsrisiko Fristeninkongruente kurzfristige Refinanzierung der Syndizierung und die Möglichkeit einer Anschlussrefinanzierung bei notwendiger Verlängerung Festlegung der fristeninkongruenten kurzfristigeren Refinanzierung der Syndizierung Darstellung einer möglichen Verlängerung der kurzfristigen Refinanzierung Preisstellung und Absicherung unter Berücksichtigung einer fristeninkongruenten kurzfristigeren Refinanzierungsstrategie der Syndizierung Preisstellung der fristeninkongruente kurzfristigeren Liquiditätseindeckung der Syndizierung Ermittlung der Risikoprämie für eine mögliche Verlängerung der Refinanzierung Grundsätzliche Erläuterung des Vorgehens zur Ermittlung der Risikoprämie Prognose des Liquiditätsspread in der Verlängerungsphase Errechnung des barwertigen Dispositionsschadens und Aufbau einer Verteilung der Dispositionsschäden Ermittlung des abzusichernden Schadens auf Basis des erwarteten und unerwarteten Verlustes der barwertigen Dispositionsergebnisse Verteilung des abzusichernden Dispositionsschadens auf den erwarteten Verlaufes des Kredites sowie Gewichtung mit einer erwarteten Anschlussrefinanzierungsquote Pricing von Liquiditätspufferkosten zur Erfüllung der LCR Ermittlung des internen Transferpreises zur Verrechnung der Liquiditätskosten Disposition von Syndizierungen Beurteilung des Ansatzes zur Steuerung von Syndizierungen Anforderungen an die Beurteilung des Steuerungsansatzes Auswirkungen auf die Kundenkondition und die Ertragsgrößen der Profit Center... 72
7 Inhaltverzeichnis IV Beeinflussung des Fristentransformationsergebnisses im Treasury durch eine Risikoprämie Mögliche Vorteile des Steuerungsansatzes für die Konditionsmarge Auswirkungen des Steuerungsansatzes auf Liquiditätsrisiken und die Kennziffern nach Basel III Implikation auf die Liquiditätsrisiken Auswirkungen auf das Zahlungsunfähigkeitsrisiko Konsequenzen für das strukturelle Liquiditätsrisiko und das damit verbundene Platzierungsrisiko Konsequenzen für die neuen aufsichtsrechtlichen Kennzahlen Beeinflussung der Liquidity Coverage Ratio (LCR) Folgen für die Net Stable Funding Ratio (NSFR) Grenzen des Steuerungsansatzes Die Ermittlung der Anschlussrefinanzierungsquote Schwierigkeiten bei der Simulation eines Liquiditätsspreads mit Hilfe eines Zinsstrukturmodells Notwendigkeit der Nachkalkulation der Risikoprämie für eine mögliche Verlängerung Schlussbemerkung Literaturverzeichnis... 95
8 Abbildungsverzeichnis V Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Abbildung 2: Stufenweise Erhöhung der Mindesteigenkapitalquoten nach Basel III bis Übersicht über die zusätzlichen Gebühren im Rahmen einer Konsortialfinanzierung Abbildung 3: Übersicht über die Zuordnung der Laufzeitbänder bei der LiqV Abbildung 4: Kategorien der NSFR und deren RSF bzw. ASF Faktoren Abbildung 5: Beispielhafter Kredit über 100 Mio. EUR Abbildung 6: Abbildung 7: Abbildung 8: Zahlungsplan des Syndizierungsbeispiels per bei erfolgreicher Syndizierung Zahlungsplan des Syndizierungsbeispiels per bei schlagend gewordenem Platzierungsrisiko Einordnung des Funds Transfer Pricing in den aufsichtsrechtlichen Rahmen Abbildung 9: Steuerung und Verrechnung unter dem Dach der Marktzinsmethode Abbildung 10: Übersicht über die unterschiedlichen Komponenten des internen Transferpreises Abbildung 11: Rückzahlung der Syndizierung und Vergleich bei Refinanzierung auf die erwartete Ausplatzierung Abbildung 12: Rückzahlung der Syndizierung im Vergleich zur fristenkongruenten Refinanzierung Abbildung 13: Asymmetrisches Gewinn-/Verlust-Verhältnis der Creditspread Put Option Abbildung 14: Beispielhafte Strukturkurven Abbildung 15: Schematischer Aufbau der Ermittlung der Risikoprämie Abbildung 16: Beispielhafte Simulation des 9,5jährigen Liquiditätsspread in sechs Monaten Abbildung 17: Beispielhafte Dispositionsschäden anhand der prognostizierten Liquiditätsspreads Abbildung 18: Vergleich der Verteilungsfunktionen der Dispositionsschäden sowie der Normalverteilung Abbildung 19: Szenarien zur Herleitung der Anschlussrefinanzierungsquote Abbildung 20: Erwartete Verlauf der Syndizierung inkl. Eigenanteil Abbildung 21: Berechnung der Barwertsumme des durchschnittlich gebundenen Kapitals Abbildung 22: Interner Transferpreis der primären Liquiditätskosten für das Beispielgeschäft... 67
9 Abbildungsverzeichnis VI Abbildung 23: Interner Transferpreis für unterschiedliche fristinkongruente kurzfristige Refinanzierungen der Syndizierung bei einer Anschlussrefinanzierungsquote von 20 % Abbildung 24: Übersicht über die barwertigen Zahlungen des Steuerungsansatzes Abbildung 25: Vergleich der Kundenkondition bei Steuerungsansatz gem. 4.2 mit dem Ansatz bei fristenkongruenter Refinanzierung Abbildung 26: Kalkulationsschema bei einem internen Transferpreis aus 4.2 und einem fristkongruenten Aufschlag in der Kundenkondition Abbildung 27: Vergleich der vertraglichen Laufzeiten des Kreditgeschäftes und der kalkulatorischen Refinanzierung Abbildung 28: Vergleich der vertraglichen Laufzeiten des Kreditgeschäftes und der kalkulatorischen Refinanzierung inkl. des aufgebauten Puffers Abbildung 29: Vergleich der dispositiven Sicht der Syndizierung sowie der kalkulatorischen Refinanzierung Abbildung 30: Risikosicht der Syndizierung unter Berücksichtigung einer Anschlussrefinanzierungsquote von 20 % Abbildung 31: LCR Entwicklung bis zur Fälligkeit der fristeninkongruenten Refinanzierung der Syndizierung Abbildung 32: Übersicht der Geschäfte zum Stichtag Juni 2013 und die daraus resultierende NSFR Abbildung 33: Übersicht der Geschäfte zum Stichtag Dezember 2021 und die daraus resultierenden NSFR Abbildung 34: Schematischer Ablauf des Risikoprämientopfes... 89
10 Formelverzeichnis VII Formelverzeichnis Formel 1: Formel zur Ermittlung der LCR Formel 2: Berechnung der Nettomittelabflüsse Formel 3: Formel zur Ermittlung der NSFR Formel 4: Berechnung des Dispositionsschadens Formel 5: Gleichung zur Ermittlung des Unexpected Loss Formel 6: Berechnung des abzusichernden Dispositionsschadens Formel 7: Berechnung der Prämie zur Glattstellung des Dispositionsergebnisses Formel 8: Formel 9: Bestand an hochliquiden Wertpapieren zur Einhaltung der Mindestquote der LCR Errechnung der zusätzlichen Liquiditätskosten für das Vorhalten eines Liquiditätspuffers Formel 10: Berechnung des Forward-Liquiditätsspreads Formel 11: Modifizierte Ermittlung des Dispositionsschadens... 87
11 Abkürzungsverzeichnis VIII Abkürzungsverzeichnis ASF Available Stable Funding BAFB Basler Ausschuss für Bankenaufsicht BaFin Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BCBS Basel Committee for Banking Supervision BP Basispunkt(e) bzw. beziehungsweise CAPM Capital Asset Pricing Model CEBS Committee of European Banking Supervision EL Expected Loss EUR Euro f. / ff. folgende / fortfolgende i. d. F. in der Fassung Kap. Kapitel kum. kumuliert LaR Liquidity at Risk LCR Liquidity Coverage Ratio LiqV Liquiditätsverordnung LVaR Liquidity Value at Risk MaRisk Mindestanforderungen an das Risikomanagement Mio. Million(en) NSFR Net Stable Funding Ratio o. Ä. oder Ähnliche(s) RSF Required Stable Funding RWA Risk Weighted Asset(s) TEUR Tausend Euro u.a. unter anderem u. Ä. und Ähnliche(s) UL Unexpected Loss USD US-Dollar usw. und so weiter vgl. vergleiche z. B. zum Beispiel
12 Einleitung 9 1 Einleitung 1.1 Problemstellung und Zielsetzung Mit Blick auf Basel III müssen Kreditinstitute die immer weiter steigenden Eigenkapitalanforderungen erfüllen. 1 Diese können entweder durch Erhöhung des Eigenkapitals oder Reduzierung von Risiken bzw. risikogewichteter Aktiva erreicht werden. Durch diese verschärften Anforderungen steigt der Druck, dass Eigenkapital möglichst ertragsreich zu verwenden bzw. die Höhe der risikogewichteten Aktiva zu optimieren, 2 da der Ertrag je eingesetzter Eigenkapitaleinheit sinkt. Insbesondere Kreditvergaben über der Großkreditgrenze eines Kreditinstitutes haben einen hohen Einfluss auf die risikogewichteten Aktiva und belasten die Eigenkapitalquote negativ. 3 Einen Weg, Großkredite zu vergeben, die Belastung der risikogewichteten Aktiva aber zu begrenzen bzw. die Risiken zu diversifizieren und gleichzeitig die Losgrößen zu transformieren, stellen Syndizierungen dar. Syndizierungen sind dabei als Weitergabe oder Verbreitung (von Kreditanteilen) 4 zu verstehen und sind damit Teil des Konsortialgeschäfts. Teilnehmer dieser Transaktionen sind vielfach kleinere Kreditinstitute wie Sparkassen, aber auch Versicherungen. 5 Versicherungen und andere Investoren sind auf der einen Seite aufgrund immer weiter sinkender Renditen auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten. 6 Auf der anderen Seite können kleinere Kreditinstitute ohne Partner nicht an die Kreditnehmer mit großem Kapitalbedarf herantreten, da sie durch die vom Gesetz über das Kreditwesen festgelegte Großkrediteinzelobergrenze eingeschränkt sind. 7 Diese Institute nutzen Syndizierungen Vgl. Deutsche Bundesbank (2011), S. 19. Vgl. Auer, von Pföstl (2013), S. 1. Für Nichthandelsbuchinstituten vgl. 13 Absatz 3 KWG, für Handelsbuchinstitute vgl. 13a Absatz 3 KWG. Höpfner (2008), S Vgl. Hofmann (2012), S. 28ff. Vgl. Wichert (2012), S. 1. Vgl. 13ff. KWG.
13 Einleitung 10 für ihre Risikostreuung, sehen sie aber auch als Möglichkeit, das Wachstum ihrer Firmenkunden zu begleiten. 8 Der hier skizzierte Bedarf an Syndizierungen äußert sich auch in Zahlen. In 2007 belief sich das Volumen von syndizierten Krediten auf rd Mrd. USD in Westeuropa. 9 Auch wenn der Markt für syndizierte Kredite rückläufig ist, ist diese Form insbesondere im Mittelstand beliebt. 10 Im Folgenden werden die Auswirkungen auf Liquiditätsrisiken von Krediten untersucht, die durch den Konsortialführer zunächst alleine vergeben werden und anschließend weiteren Teilnehmern zum Eintritt in ein Konsortium angeboten werden. Bei Kreditforderungen, die nicht mit der Absicht vergeben worden sind, sie zu syndizieren, werden Liquiditätskosten fristenkongruent zu einem kalkulatorischen Refinanzierungsgeschäft errechnet. Der Refinanzierungsimpuls erfolgt fristenkongruent. Bei Ausplatzierung dieser Kreditforderungen entsteht kein Einfluss auf das Zahlungsunfähigkeitsrisiko des Kreditinstitutes, es entstehen dafür aber Ertragsrisiken in Form von Wiederanlagerisiken in der zentralen Steuerungseinheit für Zins-, Fremdwährungs- und Liquiditätsrisiken (Treasury). Durch Vorfälligkeitsentschädigungen seitens Treasury wird eine Lenkungswirkung gesichert. Sofern das Kreditinstitut bei der Kreditvergabe die Absicht verfolgt, die Kredite anschließend zu syndizieren, kann das Kreditinstitut einen Zugewinn an Ertrag 11 in Form von unterschiedlichen Gebühren realisieren, die im Zusammenhang mit Syndizierungen anfallen. Bei diesem Ansatz treten Liquiditätsrisiken auf. Durch eine nicht fristenkongruente, sondern kürzere Refinanzierung ergeben sich bei Syndizierung Ertragsvorteile für den Konsortialführer, da der Kostenfaktor Liquidität mit wachsender Laufzeit steigt. 12 Bei der Kreditvergabe durch den Konsortialführer entsteht jedoch das Risiko, die Kredite [ ] nicht weiterreichen zu können 13, auch als Platzierungsrisiko Vgl. Hofmann (2012), S. 28. Vgl. Arons, Heinloth (2008), S. 7. Vgl. Dentz (2013), S. 2. Höpfner (2008), S Vgl. Kröner, Heinrichs (2012), S. 25. Heuser et al. (2008), S. 63. Vgl. Schneider, Wolf (2011), S. 12.
14 Einleitung 11 bezeichnet. Dieses hat Einfluss auf die Liquiditätsrisiken, die sowohl als Zahlungsunfähigkeitsrisiko als auch als Liquiditätsfristentransformationsrisiko auftreten. 15 Letzteres stellt dabei das Risiko dar, dass durch eine veränderte Refinanzierungskurve ein Verlust entsteht und zählt damit zu den Ertragsrisiken. 16 Die Beachtung von Liquiditätsrisiken hat nicht zuletzt aufgrund der Subprime Krise stark an Bedeutung gewonnen. 17 Beispielweise konnte die Hypo Real Estate nur durch ein erstes Rettungspaket in Höhe von 35 Mrd. EUR im September 2008 vor der Zahlungsunfähigkeit gerettet werden. 18 Daneben wurde auch ein starkes Ansteigen der Liquiditätsspreads unterschiedlicher Bonitäten in der Finanzkrise beobachtet. 19 Liquiditätsspreads können als Aufschläge auf eine jeweilige Referenzzinskurve für Banken unterschiedlicher Bonitäten verstanden werden. 20 Die Spreads stiegen teilweise auf bis zu 275 Basispunkte über Swap für ungedeckte Refinanzierungen, während sie in den Jahren zuvor bei durchschnittlich 25 Basispunkten lagen. 21 Dies sorgte für erhebliche Probleme bei den Instituten, sich im mittel- bis langfristigen Bereich Refinanzierungsmittel zu beschaffen. 22 Um die bei der Syndizierung entstehenden Liquiditätsrisiken adäquat zu beherrschen, sollen im Folgenden ein Steuerungsansatz mit einer entsprechenden Preisstellung für die auftretenden Liquiditätsrisiken erarbeitet sowie die Fragen geklärt werden, wie die Refinanzierung zu wählen ist und wie die entstehenden Risiken gesteuert werden können. Die Ermittlung eines internen Verrechnungssatzes für Liquidität und Liquiditätsrisiken fordern zusätzlich seit Inkrafttreten zum die Mindestanforderungen an das Risikomanagement in der Fassung vom Vgl. Bartetzky (2008), S. 12. Vgl. Bartetzky (2008), S. 12. Vgl. Beck, Lesko (2008), S. 6. Vgl. o. V. (2009). Vgl. Prilla (2011), S. 21. Vgl. Beck, Lesko (2008), S. 6. Vgl. Tolckmitt (2011), S Vgl. o. V. (2011). Vgl. BTR 3.1 Absatz 5f. MaRisk.
15 Einleitung Vorgehensweise In Kapitel 2 werden die Grundlagen zu Syndizierungen erarbeitet. Neben der Definition und der Herausarbeitung der Unterschiede zu konsortialiter, also gemeinsam im Konsortium vergebenen Krediten werden auch die Vorteile für das Kreditinstitut als Konsortialführer aufgeführt. Die Klärung des Begriffs Platzierungsrisiko und dessen Wirkung auf das Liquiditätsrisiko führen zu Kapitel 3. In Kapitel 3 wird zunächst das Verständnis von Liquiditätsrisiken in Kreditinstituten dargestellt. Es werden die Bestimmungen und die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen mit Bezug auf die neuen Baseler Kennziffern sowie die möglichen Messmethoden von Liquiditätsrisiken mit Bezug auf Syndizierungen bzw. das Platzierungsrisiko bei Syndizierungen erläutert. Das Kapitel schließt ab mit der Betrachtung von Liquiditäts- und Liquiditätsrisikokosten, die im Rahmen des durch die Mindestanforderungen an das Risikomanagement geforderten Funds Transfer Pricing seit 2013 adäquat eingepreist werden müssen. 24 Darauf wird in Kapitel 4 ein Steuerungsansatz entwickelt, der aufzeigt, wie sowohl Liquiditäts-, Liquiditätsrisiko- als auch Pufferkosten gepreist und als interner Verrechnungssatz im Rahmen des Funds Transfer Pricing in die Liquiditätsrisikosteuerung einfließen. Die aus einer zunächst nicht fristenkongruenten, sondern kürzeren, fristeninkongruenten Refinanzierung entstehenden Liquiditätsrisiken werden mit Hilfe einer Risikoprämie für eine mögliche Verlängerung der Refinanzierung und unter Anwendung einer Simulation bis zu einem gewissen Konfidenzniveau abgesichert. Ebenfalls finden die Kosten für das Vorhalten eines im Rahmen von Basel III geforderten Liquiditätspuffers Berücksichtigung. Anschließend wird die Disposition von Syndizierungen beschrieben. In Kapitel 5 wird der in Kapitel 4 erarbeitete Steuerungsansatz kritisch gewürdigt. Zunächst wird der Einfluss des Steuerungsansatzes auf die Erfolgsgrößen sowohl in dem Treasury als auch in den anderen Profit Centern aufgezeigt. Des Weiteren 24 Vgl. BTR 3.1 Absatz 5f. MaRisk.
16 Einleitung 13 werden die Auswirkungen auf die verschiedenen Sichtweisen des Liquiditätsrisikos und die aufsichtsrechtlichen Kennziffern beschrieben. Da die Simulation des benötigten Liquiditätsspreads auf einem Zinsstrukturmodell beruht, werden die Schwierigkeiten dieser Modelle erläutert. Konsequenzen des Steuerungsansatzes ergeben sich in der Notwendigkeit der Nachkalkulation der vereinnahmten Risikoprämie sowie eines regelmäßigen Backtestings der in den Ansatz eingeflossenen Parameter. Das abschließende Kapitel 6 fasst die erarbeiteten Erkenntnisse zusammen.
17 Grundlagen von Syndizierung im Kreditgeschäft 14 2 Grundlagen von Syndizierung im Kreditgeschäft 2.1 Definition und Abgrenzung Entwickelt haben sich Syndizierungen ab Sie sind dem Bereich des Konsortialgeschäfts zuzuordnen und können als Weitergabe oder Verbreitung 26 von Forderungsanteilen verstanden werden. Allgemeiner lassen sich Konsortialkredite als Darlehen definieren, welche durch ein Bankenkonsortium, also einen zeitlich begrenzten Zusammenschluss von Banken, an einen Schuldner vergeben werden. 27 Die Einführung des Euros 1999 hat den Markt mit günstiger Liquidität versorgt und damit zu einem Wachstum bei der Kreditvergabe geführt. 28 Bis zum Beginn der Finanzmarktkrise in 2007 ist das Marktvolumen konstant gestiegen. Die Finanzmarktkrise hat dagegen zu einem dramatischen Rückgang der Liquidität im gesamten Kreditbereich und zu einer Steigerung der Liquiditätsspreads geführt, sodass Syndizierungen nicht mehr oder nur zu erheblichen Kosten über den Sekundärmarkt möglich waren. 29 Bei einer Konsortialfinanzierung nehmen verschiedene Beteiligte teil. Dazu gehören im Wesentlichen der Arranger, die Participants sowie der Administrative Agent. 30 Zumeist übernimmt der Konsortialführer die Funktionen des Arrangers und des Administrative Agent und ist für die Strukturierung und Syndizierung der Forderung sowie das Administrative zuständig. 31 Ein Participant ist ein Beteiligter im Konsortium (auch Konsorte 32 ) und übernimmt einen Teil des Konsortialgeschäfts. 33 Der übernommene Teil wird auch als Konsortialquote bezeichnet Vgl. Gadanecz (2004), S. 75. Höpfner (2008), S Vgl. Gadanecz (2004), S. 75. Vgl. Ellemann (2011), S. 45. Vgl. Ellemann (2011), S. 48. Vgl. Gadanecz (2004), S. 79. Vgl. Höpfner (2008), S. 633f. Vgl. Hofmann (2012), S. 29. Vgl. Gadanecz (2004), S. 79. Vgl. Höpfner (2008), S. 635.
18 Grundlagen von Syndizierung im Kreditgeschäft 15 Die Konsortialstruktur lässt sich in verschiedene Kategorien einstufen: Club Deals, Best Effort, Underwriting. 35 Eine Club Deal Finanzierung ist ein Konsortialkredit, bei dem ein Bankenkonsortium, das in der Anzahl der teilnehmenden Banken begrenzt und in der Zusammensetzung vorher benannt ist, eine Kreditzusage für einen oder mehrere Kreditnehmer ausspricht. 36 Bei dem Best Effort oder Underwriting Ansatz wird hingegen regelmäßig eine größere Anzahl von Banken als bei einem Club Deal angesprochen. 37 Im Rahmen von Underwritings gibt der Konsortialführer eine verbindliche Zusage über den gesamten Kreditbetrag bei Mandatsvergabe und versucht im Anschluss, andere Banken an dem Konsortium zu beteiligen. 38 Im Fall des Best Effort Ansatzes gibt der Konsortialführer keine verbindliche Zusage über den gesamten Betrag, sondern lediglich für einen Teil und versucht für die Restquote weitere Beteiligte zu finden. 39 Er hat somit nicht wie beim Underwriting das Risiko, den nicht ausplatzierten Teil selbst zu übernehmen. 40 Dieses beim Underwriting entstehende Risiko kann als Platzierungsrisiko 41 oder Syndizierungsrisiko 42 bezeichnet werden. Ein wesentliches Merkmal zur Unterscheidung von Syndizierungen im Konsortialgeschäft stellt die Art des Liquiditätsflusses dar. Zu differenzieren sind der Bareinschuss sowie die Risikobeteiligung. Beim Bareinschuss hinterlegen die Konsorten beim Konsortialführer Liquidität für ihre Beteiligung, die der Konsortialführer im Haben verbucht und mit den Kreditkonten kompensiert, sodass eine Nettosicht abgebildet wird. Bei der Risikobeteiligung übernehmen die Konsorten nur das Adressausfallrisiko, es fließt allerdings keine Liquidität zum Konsortialführer. In der Praxis lässt sich vorwiegend der Bareinschuss finden Vgl. Seibt, Hüther (2012), S. 67. Vgl. Seibt, Hüther (2012), S. 67. Vgl. Seibt, Hüther (2012), S. 67. Vgl. Lee, Mullineaux (2001), S. 8f. Vgl. Miller (2011), S. 8. Vgl. Heuser et al. (2008), S. 63. Vgl. Schneider, Wolf (2011), S. 12. Vgl. Höpfner (2008), S Vgl. Höpfner (2008), S. 631.
19 Grundlagen von Syndizierung im Kreditgeschäft 16 Eine Syndizierung mit Risikobeteiligung stellt sich für den Konsortialführer aus Refinanzierungsgesichtspunkten wie ein üblicher Kredit dar. Es sind daher keine besonderen Liquiditätsrisikoaspekte zu berücksichtigen. Weiterhin lassen sich Konsortialgeschäfte nach ihrer Offenlegung der Unterbeteiligung in ein Außen- und ein Innenkonsortium unterscheiden. 44 Bei einem Außenkonsortium wird ein Vertrag mit dem Kreditnehmer und dem Konsortialführer sowie sämtlichen Beteiligten geschlossen und stellt damit die eigentliche Konsortialfinanzierung dar. 45 Hingegen legt ein Innenkonsortium nicht die beteiligten Konsorten offen, sondern der Konsortialführer schließt mit den Beteiligten einen gesonderten Vertrag ab. 46 Im Folgenden soll unter Syndizierung die Finanzierungen verstanden werden, die die syndizierende Bank zunächst zwar übernimmt (Underwriting), aber die Absicht hat, diese in Teilen zu platzieren. Dabei ist es unerheblich, ob die Bank selber als Konsortialführer auftritt, die Kreditzusage verbindlich abgibt (Underwriting) und Teile danach platziert. 2.2 Der Syndizierungsprozess und die Einflussfaktoren für die Durchführung von Syndizierungen Der Prozess einer Syndizierung lässt sich grob in drei Phasen aufteilen: 47 Vorbereitungsphase und Mandatsvergabe, Verhandlung mit potentiellen Investoren und Abschluss des Konsortialkreditvertrages, Weitergabe der syndizierten Kreditanteile. In der Vorbereitungsphase legt der Kreditnehmer die Rahmenbedingungen für das benötigte Kreditvolumen fest und führt erste bilaterale Gespräche mit potentiellen Arrangern. 48 Nach einer ersten Preisindikation erfolgt die Mandatsvergabe an einen Arranger, der zumeist wie unter 2.1 beschrieben auch der Konsortialführer ist. Der Arranger hat dabei die Möglichkeit zwischen den unter 2.1 beschriebenen Vgl. Höpfner (2008), S Vgl. Höpfner (2008), S Vgl. Höpfner (2008), S Vgl. Miller (2011), S. 9ff. Vgl. Seibt, Hüther (2012), S. 71.
20 Grundlagen von Syndizierung im Kreditgeschäft 17 Varianten Underwriting oder Best Effort zu wählen. Durch ein Underwriting hat der Arranger zumeist bessere Chancen die Mandatsvergabe für sich zu entscheiden, denn der Kreditnehmer erhält eine vollständige Kreditzusage und somit Planungssicherheit. Zusätzliche Underwriting Gebühren für die Gestaltung und die Kreditzusage bieten für den Arranger einen Vorteil. 49 Der mandatierte Arranger bereitet ein Information Memorandum mit den zum Kredit notwendigen Details vor und führt erste Gespräche mit potentiellen Investoren. Die Ansprache der möglichen Investoren kann auf bilateralem Weg direkt mit den Investoren erfolgen oder über den Sekundärmarkt für Syndizierungen, der seit Ende der 1980er durch Einbindung größerer Investorengruppen und schnellerer Syndizierung zunehmend aktiver wurde. 50 Die Investoren geben im Anschluss ein finales Feedback zum Preis und der Höhe ihrer gewünschten Beteiligung. Sollten die Investoren den Kredit überzeichnen, muss der Konsortialführer die finalen Quoten reduzieren. Sollte ein Rest verbleiben, so trägt diesen beim Underwriting Ansatz der Konsortialführer bei unterzeichneten Ausschreibungen. Hingegen kann der Kreditnehmer im Fall des Best Effort Ansatzes nicht das gesamte Kreditvolumen ausschöpfen, wenn der Konsortialführer nicht genügend Beteiligungen akquiriert. 51 Grundsätzlich lässt sich jeder Kredit syndizieren, sodass es keine klar definierten Grundvorrausetzungen gibt. Jedoch gibt es verschiedene Merkmale, die die Anwendbarkeit von Syndizierungen beeinflussen Vgl. Miller (2011), S. 8. Vgl. Miller (2011), S. 11. Vgl. Höpfner (2008), S Vgl. Höpfner (2008), S. 626.
21 Grundlagen von Syndizierung im Kreditgeschäft 18 Merkmal Kreditart Erläuterung Bei dem syndizierten Kredit handelt es sich um ein hybrides Instrument, bestehend aus einem klassischen, bilateralen Hausbankkredit oder einem handelbaren Schuldtitel. 53 Sowohl Schuldscheindarlehen als auch klassische Kreditformen sind regelmäßig vorzufinden. 54 Die Kreditformen lassen sich nach zwei Kategorien differenzieren: Laufzeitkredite oder revolvierende Kreditlinien. 55 Bei revolvierenden Kreditlinien wird zumeist die Risikobeteiligung gewählt. Denn im Falle des Bareinschusses wäre der Abrechnungsaufwand für den Konsortialführer und die Konsorten für den Liquiditätsfluss sehr aufwändig. 56 Kredithöhe Sinnvoll sind Konsortialstrukturen ab einem Gesamtvolumen von mindestens 30 Mio. EUR. Sparkassen beteiligen sich an Finanzierungen bis zu einer Höhe von insgesamt rund 100 Mio. EUR. 57 Eine größere Darlehenshöhe führt zu geringeren Preisen, da so die Einmalgebühren im Verhältnis zur Darlehenshöhe geringer ausfallen. 58 Kreditlaufzeit Finanzierungszweck Höhe der Konsortialquote Konsortialführer/ Konsorten Variable oder objektbezogene Laufzeiten sind möglich. Längere Kreditlaufzeiten unterstützen Konsortialstrukturen, da die langfristig erwarteten Erträge den Aufwand bei den Konsortialbeteiligten rechtfertigen können. 59 Unternehmensfinanzierungen und objektbezogene Finanzierungen wie Immobilien, Schiffe, Flugzeuge aber auch Energieparks lassen sich finden. Die Konsortialquote muss für jeden Beteiligten hinreichend sein, um rentabel zu sein. Großbanken, Landesbanken sowie größere Sparkassen sind sowohl als Konsortialführer als auch als Konsorte häufig zu sehen. 60 Zu den hauptsächlichen Konsorten zählen Banken, verschiedene Finanzunternehmen sowie institutionelle Investoren Vgl. Altunbas et al. (2006), S. 6. Vgl. Hofmann (2012), S. 31. Vgl. Seibt, Hüther (2012), S. 68. Vgl. Höpfner (2008), S Vgl. Hofmann (2012), S. 29. Vgl. Christodoulakis, Olupeka (2010), S Vgl. Höpfner (2008), S Vgl. Hofmann (2012), S. 28. Vgl. Miller (2011), S. 10f. | de |
q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
Wissen (Philosophie) | 'Ganesha' - Bild & Foto von Johannes Barthelmes aus Streetfotografie - Fotografie (26921900) | fotocommunity
aktivit�ten zur�ck1...7080...90919293949596979899100 'Ganesha'Von Johannes Barthelmes 24.01.2012 um 20:01 Uhr, Lizenz:
Ganesha, der Gott mit dem Elephantenkopf, ist einer der wichtigsten Götter in Indien. Auch dieser an Elephantiasis erkrankte, als Sadhu lebende Mann, wird als Ganesha verehrt.Anmerkungen:Bitte melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben. N-I-C, 24.01.2012 um 20:02 Uhrmir fehlen die worte!
fav..! Photomann Der, 24.01.2012 um 20:05 UhrAua .........
gut gezeigt !!! Mark Frantz, 24.01.2012 um 20:28 Uhr
gutes bild! Astrée, 24.01.2012 um 20:32 Uhrdas macht wirklich sprachlos.
von dieser Krankheit habe ich schon gelesen,
aber das es derartige Auswüchse auch im Gesicht annehmen kann....
wie kann er nur essen...wahrscheinlich kaum, so dünn wie er ist. Streetfotograf, 24.01.2012 um 20:48 Uhr
liebe grüße streetfotograf inkä, 24.01.2012 um 20:54 UhrAußergewöhnliches Doku-Bild - da hast du ganze Arbeit geleistet. lg inkä Jutta Schär, 24.01.2012 um 21:03 Uhrmacht mich sprachlos!
Dirk I., 24.01.2012 um 21:15 Uhrhammer..... was für ein bild! Bea Dietrich-Gromotka, 24.01.2012 um 21:17 Uhr..entsetzt und gefesselt�so fühle ich gerade..GUT! Zwei AnSichten, 24.01.2012 um 22:51 Uhr... !!!
lg Ingrid Paul Wessel, 24.01.2012 um 23:03 Uhr* * *
Christian Fürst, 25.01.2012 um 0:10 Uhres gibt in indien keine verunstakltung, die zu hässlich wäre, um sie nicht zu vermarkten. michael se.........., 25.01.2012 um 0:29 Uhroh... Frau Ke, 25.01.2012 um 3:47 Uhrauch ich möchte es aufheben. Der Titel ist unmittelbar ohne Text verständlich - was nicht heißen soll, dass der Text überfüssig wäre. ... Auch die Vergötterung verdeutlicht einen Abstand, zeigt aber eine spirituelle Perspektive und ehrerbietige Haltung, die westlicher, bisweilen überheblicher Medizinkunst wohltun könnte.
... Ich mag auch den offenen Blick des Mannes im Vordergrund, der wie ein Vertrauter Ganeshas wirkt. ° Chnum °, 25.01.2012 um 7:26 Uhr*
*FAV Britta Lange, 25.01.2012 um 9:19 UhrWas für ein Motiv! Da verschlägt's auch mir die Sprache! -Elke K-, 25.01.2012 um 9:29 Uhr!!! NJS-Photographie, 25.01.2012 um 10:05 Uhrden Mann gezeigt wie er ist ohne ihn dabei vorzuführen, klassse
VG Norbert E.lis-A, 25.01.2012 um 10:09 UhrDer Anblick dieser Krankheit erschüttert (mich) zutiefst... was muss der Mensch alles aushalten. Ich frage mich, ist so etwas überhaupt behandelbar (in den Anfängen, oder ist die Deformation bereits von Geburt an so ausgeprägt??), über diese Krankheit weiss man, wissen wir viel zu wenig. Doch es gibt sie, wie man sieht.
Mir fällt hierzu der beeindruckende Film von David Lynch ein, der auf einer wahren Begebenheit basiert.
Dein Foto ist sehr eindrucksvoll und allerbeste Dokumentation - danke für´s zeigen und den Respekt!
lg Kati Nielsson, 25.01.2012 um 16:26 Uhrbeeindruckend! Helmut Schadt, 26.01.2012 um 5:50 UhrZutiefst beeindruckende Dokumentation!
Helmut Lars Daum, 26.01.2012 um 19:43 UhrEin typischer Barthelmes, mit spürbarem Respekt vor den abgebildeten Menschen.
Mich fasziniert vor allem, dass der Mann in seiner Heimat aufgrund seines Äusseren als Gottheit verehrt wird, während er in unseren Breiten als Freak gelten und im sozialen Abseits versteckt würde. Voting-Center, 27.01.2012 um 19:25 Uhr Dieses Foto wurde für die Galerie vorgeschlagen, aber leider mit 162 pro und 442 contra Stimmen abgelehnt. Baerbel N., 27.01.2012 um 19:25 Uhr+ Giovanni Pinna, 27.01.2012 um 19:25 Uhr+++ dermathias2, 27.01.2012 um 19:25 Uhr+ Zwei AnSichten, 27.01.2012 um 19:25 Uhr+ °Usha°, 27.01.2012 um 19:25 UhrDas geht nah.
don ricchilino, 27.01.2012 um 19:25 Uhrwie die 41 vor mir... michael se.........., 27.01.2012 um 19:25 Uhrja. Castellorizon, 27.01.2012 um 19:25 UhrBei uns heißt das Krebs, oder?
+++Pro+++ dreamer 07, 27.01.2012 um 19:25 Uhrc Rafael Scheidle, 27.01.2012 um 19:25 UhrNee, Krebs ist das nicht.
+ Thomas Wilker, 27.01.2012 um 19:25 UhrIch kenne den Film, wo die 50 schlimmst Verunstalteten zur Schau gestellt und ordentlich vermarktet werden. Zum Bild Pro...
+ Michal J.P., 27.01.2012 um 19:25 Uhr+ Roland Schmidt, 27.01.2012 um 19:25 Uhr:: pro :: Volker Ackermann, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ ...der ingo..., 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ Arno M, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+
Peter Mertz, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ Xtrada, 27.01.2012 um 19:26 UhrDer korrekte med. Begriff ist m.E. für obiges Erkrankungsbild "Neurofibromatose". Solche Bilder gingen bereits en masse durch die Medien und ich teile die "neue Freakshow" (Freak = hier: Fachbegriff!) der mittelalterlichen Zurschaustellung von Monstrositäten nicht !!
Die Betroffenen haben das GROSSE Glück (im persönlichen und medizinischen Unglück) in einem Kulturkreis zu leben, der ihr Anderssein nicht nur toleriert, sondern respektiert. Davon können wir lernen. (..und uns vielleicht sogar unser sensationsgeiles "Aaah!" und "Oooh!" verkneifen:) Es ist ein Mensch, wie jeder andere auch: Normal ist es, verschieden zu sein.
Ich bewerte so ein Foto deshalb nicht! Anoli, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+++ P r i s m a, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ Onkel Achim, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ S. Torche, 27.01.2012 um 19:26 UhrPro Karl Pürer, 27.01.2012 um 19:26 Uhr--- °Usha°, 27.01.2012 um 19:26 Uhr@Xtrada
>Der korrekte med. Begriff ist m.E. für obiges Erkrankungsbild "Neurofibromatose".<
Das dachte ich auch erst, weil gerad die Tage darüber im TV berichtet wurde. Sah ähnlich diesem Krankheitsbild aus. Aber Elephantiasis ist eine Krankheit, die ähnliche äußere Symptome bilden kann, allerdings grundlegend andere Ursachen hat. Die alte Dame, 27.01.2012 um 19:26 UhrHerausragende Fotografie ist das jedenfalls nicht... und Pirates of the Caribbean war auch besser, aye! *freakshowig nick* Fotolöwe, 27.01.2012 um 19:26 Uhr- Jutta.M., 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ monster-photoart, 27.01.2012 um 19:26 Uhr- Herrenlos, 27.01.2012 um 19:26 UhrPro more, 27.01.2012 um 19:26 Uhr- Frau Ke, 27.01.2012 um 19:26 Uhr...weil es auf mich gerade nicht wie eine Freakshow wirkt,
sondern wie eine ethnographische Schilderung - wie sollte
die möglich sein ohne zu zeigen, wovon die Rede ist? pro Jörg Klüber, 27.01.2012 um 19:26 Uhr++++++ André Reinders, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ Gabi Anna, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ Günter London, 27.01.2012 um 19:26 Uhr- Xtrada, 27.01.2012 um 19:26 Uhr@Frau Ke, die "Freakshow" betreibt nicht der Fotograf, indem er so ein Foto macht, sondern der "Verbraucher", dem er es zur Betrachtung zur Verfügung stellt. Du siehst es hier in der FC, im Voting zum Galeriefoto, als "eine ethnographische Schilderung"? Okay. Zeig mir aber bitte e i n e Anmerkung (außer deiner), die den Hinduismus zum Inhalt hat. Gisa S., 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ Transformer, 27.01.2012 um 19:26 UhrContra nichts besonderes polarize-just.for.fun, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+
Beat Götschmann, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ Matthias von Schramm, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ uhunachdemwaldbrand, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ Claudy B., 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ SirIanMcNetty, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+++ Micha N aus F, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ bänu, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ N-I-C, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ Selbst.Auslöser, 27.01.2012 um 19:26 Uhrpro Carsten Mundt, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ E.lis-A, 27.01.2012 um 19:26 Uhr(P.v.d.S.)
dennoch... + Dreamtime Photography, 27.01.2012 um 19:26 UhrSowie: Xtrada, gestern um 20:42 Uhr
Der korrekte med. Begriff ist m.E. für obiges Erkrankungsbild "Neurofibromatose". Solche Bilder gingen bereits en masse durch die Medien und ich teile die "neue Freakshow" (Freak = hier: Fachbegriff!) der mittelalterlichen Zurschaustellung von Monstrositäten nicht !!
Aber ich bewerte so ein Foto deshalb als CONTRA!
Stefan Negelmann, 27.01.2012 um 19:26 UhrPro r o l f WENGENroth, 27.01.2012 um 19:26 Uhrc laura fogazza, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ Helmut Schweiger, 27.01.2012 um 19:26 Uhrpro Maria Frodl, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ Mari An, 27.01.2012 um 19:26 Uhrc AGo., 27.01.2012 um 19:26 Uhrpro lophoto, 27.01.2012 um 19:26 Uhrbitter
foto e Bettina Ebert, 27.01.2012 um 19:26 Uhrskip Phil Anselmo, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ Günter Boris, 27.01.2012 um 19:26 Uhre Sabine Caucino, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ mike snead, 27.01.2012 um 19:26 Uhrpro Dieter N., 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ poto, 27.01.2012 um 19:26 Uhr+ schokopanscher, 27.01.2012 um 19:26 UhrContra Thomas Döring, 27.01.2012 um 19:26 Uhr-
Frau Ke, 27.01.2012 um 19:26 Uhr@Xtrada: es ist doch aber nicht dem Foto anzulasten, wenn die Betrachter nichts als 'Freakshow' im Kopf haben?! ..findus., 27.01.2012 um 19:27 Uhrpro Peter Wingerter, 27.01.2012 um 19:27 Uhrpro Andreas Lem, 27.01.2012 um 19:27 Uhr+ Jutta Schär, 27.01.2012 um 19:27 Uhr+ André Freud, 27.01.2012 um 19:27 UhrEs ist Freakshow, mE.
Daher C Etzadle, 27.01.2012 um 19:27 Uhrerinnert mich an den Film "Der Elefantenmensch" von David Lynch irgendwann aus den 80ern. Hm, ein pro N-I-C, 27.01.2012 um 19:27 Uhrau mann, das ist ein gutes foto eines menschen der bestimmt trotz allen widrigkeiten sicherlich eine gesündere seele hat als so mancher hier!!
wer hier freakshow und ähnliches schreibt hat in meinen augen ein persönliches problem mit dem anderssein. johannes gehört definitiv nicht zu den fotografen die bilder machen um ne freakshow zu zeigen sondern portraitiert das leben so wie es ist und dies auch mit dem nötigen respekt und feingefühl. davon könnten sich hier ne menge fotografen ne dicke scheibe abschneiden. muss man denn alle die anders sind wegsperren, verstecken damit die ach so heile weltbilder lieber ihren seelenfrieden haben?
ich dachte eigentlich die zeiten wären durch wo behinderte, handicapierte und kranke menschen versteckt und weggesperrt wurden. *kopfschüttel*
Phil Anselmo, 27.01.2012 um 19:27 Uhr^mein Gott wie naiv bist du denn...
E.lis-A, 27.01.2012 um 19:27 Uhrviele sind sich der Bedeutung des Wortes Freak wohl nicht im klaren. Das ist hier eine ungeheure Beleidigung an ein menschliches Wesen, das nix für kann, wie es ist.
Aber, was bringt´s ;-)
immer noch pro. Fran Eisl, 27.01.2012 um 19:27 Uhr---- Doris Schwingenheuer, 27.01.2012 um 19:27 Uhr+ Michael Ledermüller, 27.01.2012 um 19:27 Uhr+ monochrome, 27.01.2012 um 19:27 Uhrpro fürs Bild und contra für Verhaltensweisen, die den Abgebildeten in eine Ecke stellen, in die er nicht gehört und die das Foto nicht bedient André Freud, 27.01.2012 um 19:27 UhrKeiner derer, die hier von "Freak-Show" sprechen, tut dies in einer Bedeutung, die den Abgebildeten beleidigt.
Er wird hier vorgeführt, für den billigen Grusel derer, die das Bild betrachten. Das ist würdelos, genauer: nimmt ihm die Würde. Deswegen lehne ich das Bild ab.
michael se.........., 27.01.2012 um 19:27 Uhrdas obige foto nimmt diesem menschen nicht die würde, sondern schon eher die anmerkungen einiger fc- mitglieder...
André Freud, heute um 16:13 Uhr
Keiner derer, die hier von "Freak-Show" sprechen, tut dies in einer Bedeutung, die den Abgebildeten beleidigt.
Er wird hier vorgeführt, für den billigen Grusel derer, die das Bild betrachten. Das ist würdelos, genauer: nimmt ihm die Würde. Deswegen lehne ich das Bild ab. °Usha°, 27.01.2012 um 19:27 Uhr@Andre
>Er wird hier vorgeführt, für den billigen Grusel derer, die das Bild betrachten.<
Du unterstellst den Bildbetrachtern, dass sie sich bei dem Bild gruseln???
Also, mich gruselt es keineswegs. So wie mich kein Bild einens körperbehinderten Menschen je gruselt. Du solltest deine Denkweise nicht auf andere projezieren.
BlendeAchtSonneLacht, 27.01.2012 um 19:27 Uhr+ Ursula Elise, 27.01.2012 um 19:27 Uhr+ Xtrada, 27.01.2012 um 19:27 UhrFür diejenigen mit einem kleinen (oder größeren) Verständnisproblem des oben Gesagten zum entspannten Nachlesen von Begrifflichkeiten: ( Aber ich habe meine Zweifel, denn im Folgenden sind die kognitiven Anforderungen an den geneigten Leser noch ein wenig spezieller :)
1. eine Magisterarbeit
http://sabschmidt.files.wordpress.com/2011/06/magisterarbeit_sabr
ina-schmidt1.pdf
2. eine Dissertation
http://www.transcript-verlag.de/ts1607/ts1607_1.pdf
Im Übrigen heißt es : "Menschen mit Behinderungen oder Handicap" und nicht: "behinderte, handicapierte..." Kapiert? :))
Johannes Barthelmes, 27.01.2012 um 19:27 Uhr
ich stand eine Zeit lang neben diesem Herren, der in Indien berühmt ist und von Millionen verehrt wird.
Nie hatte ich das Gefühl, es mit einem Freak zu tun zu haben.
Ich denke, es ist eine Frage der Bildung und/oder des gesunden Verstandes wie man auf Abweichungen von der Norm reagiert.
N-I-C, 27.01.2012 um 19:27 Uhr@xtrada
ich habe eigentlich den herrn freud damit angesprochen nicht dich aber egal.
deine verlinkungen mag ich jetzt nicht lesen.. bin zu faul ehrlich gesagt.
dass du gerne mit deiner bildung hier rumschmeisst ist mir bereits aufgefallen, ich gönn sie dir und hoffe sie trägt dazu bei, dass du ein glückliches leben führst.
dass ich die falschen worte für die menschen mit behinderung und oder handicap benutzt hab dafür entschuldige ich mich doch bei euer durchlaucht untertänigst...wers braucht..:-) Xtrada, 27.01.2012 um 19:27 Uhr@N-I-C, der gute Freund Freud hatte doch noch gar nichts gesagt :))
Aber: du hast recht: Es ist egal:))))
PS: Ja, Bildung lohnt sich...empfehlenswerterweise!
@J.B. da gebe ich dir nicht uneingeschränkt recht!
Die alten griechischen Gelehrten haben sie, geschichtlich belegt, von den Klippen, geschmissen. M.E. kommt es auf die Herzensbildung an. Die bessere, gesündere Beziehung untereinander(!) haben nun einmal Menschen mit Behinderungen. Wir können gut lernen von ihnen. H. Sophia Daske, 27.01.2012 um 19:31 UhrAls ich dieses Bild vorschlug, wusste ich, welche Statements hier garantiert auftauchen. Ja, das war mir voll bewusst, denn man weiß inzwischen längst, wie das hier läuft, welche Handicaps im Sehen, im Verstehen und im Menschlichen so bestehen.
Eigentlich kann man auch im Voraus wissen, wer sich in etwa konträr produziert�
Und das formuliere ich ganz bewusst so, weil es wirklich immer das gleiche ist.
Da wird hier von �Freak-Show� geschrieben� oder dieses Bild sei nur für medizinische Bücher geeignet�
Es gab und gibt in der Tat recht gute Dokumentationen über derart behinderte Menschen. Doch die hier von �Freak-Show� schreiben� oder Zurschaustellung, haben, falls sie diese Dokumentationen denn wirklich gesehen und aufmerksam verfolgt haben, einfach diesen Menschen nicht richtig zugehört.
Um was geht es denn den verunstalteten Conterganopfern, den an direkten und Spätfolgen äußerlich deutlich geschädigten Menschen der Atombombenabwürfe, oder den Tschernobylopfern, die ebenso aussehen, den Giftkrieggeschädigten von Vietnam bis in die Gegenwart�
Diese Menschen sind nämlich in der Überzahl, zu den genetischen Ausnahmen, die die Natur beschert.
Worum geht es euch denn hier? Doch nur um eure eigene Hilflosigkeit solchen Menschen gegenüber.
Euch wäre es lieber, nicht mit solchen Menschen zusammenzutreffen. weil ihr es nicht ertragen könntet, ihnen ins Gesicht zu sehen.
Und viele Menschen lachen auch darüber und grenzen aus und verfolgen solche. Menschen.
Und eigentlich sitzt ihr genau zwischen solchen Leuten und regt euch künstlich auf. DAS ist zu verurteilen.
Aber nicht so ein einfühlsames Bild, das dem vordergründig �Normalen�, dem alltäglich Gewohnten gestalterisch eine Nebenrolle zuweist und einem ungewöhnlichen Menschen respektvoll einen Ehrenplatz zuweist, was durch den Hintergrund unterstrichen wird.
| Heike |, 27.01.2012 um 21:20 UhrDas Bild führt keinesfalls einen Menschen vor und H. Sophia Daske hat hier sehr passende Worte gefunden.
Bin inzwischen selten hier, aber wenn ich solche Kommentare wie von Xtrada hier lese, vergeht es mir wirklich, hier noch mitzumachen... Zwei AnSichten, 27.01.2012 um 21:42 Uhrwie Frau Daske ... Fotolöwe, 27.01.2012 um 21:47 Uhr@ Xtrada
Vielen Dank für die Links zu der Magisterarbeit und
Habe beide gelesen und fand es hochinteressant! Arno M, 27.01.2012 um 22:29 Uhreigentlich würde ich jetzt gerne was despektierliches schreiben... :-/
Johannes Barthelmes, 27.01.2012 um 22:58 Uhr
da muss man mal reinschauen, ist zum Wegwerfen...
in meiner Anmerkung nach abgeschlossenem Voting erklärt sich einiges...
*Von Minousch19.6.11, 11:46136 Anmerkungen
Xtrada hat mich seit Jahren auf ignore gesetzt und schreibt dennoch mit langweiligem Halbwissen gespickte zeitraubend zu lesende und ermüdende Anmerkungen unter all meinen Votingbildern, ohne dass diese das Geringste mit meinem jeweiligen Bild zu tun hätten. Sich jedes Mal extrem wichtig tuend, faselt sie ununterbrochen über sich, ohne dass irgendjemand dannach gefragt hat.
Und wenn sich Xtrada selbst zu peinlich wird, wird gelöscht. Schwach und lächerlich.
Seit heute ist Xtrada nun auch von mir ignoriert, das erspare ich mir unter erwähnten Umständen zurecht gern.
michael se.........., 27.01.2012 um 23:25 Uhrhabe reingeschaut ;))
Xtrada, 27.01.2012 um 23:56 UhrIhr Eiferer, habt gar nichts kapiert!!
Ich arbeite seit 25 Jahren für und mit solchen Menschen, wie ihr sie hier zur Schau stellt, um... Mainstream zu bedienen und einen albernen Galeriestern für euer EGO zu kassieren. Ich stehe für diese Menschen, für ihre Würde, GLEICHberechtigung und WERTschätzung, aber nicht als marktschreierisches Fotoobjekt, bemitleidenswertes Souvenir auf Festplatte und zu begaffendes Ausstellungstück,
sondern als das, was sie sind:
MENSCHEN, wie IHR auch!!!
Arno M, 27.01.2012 um 23:58 Uhrwer oder was wird denn hier "zur schau gestellt" ???
Johannes Barthelmes, 28.01.2012 um 0:02 Uhr
beruhige dich Xtrada und erzähl' nicht andauernd solche Märchen.
'Du stündest für diese Menschen'...schäm dich so einen Mist zu verzapfen, sie würden sich bedanken.
Was du hier schon alles zum Besten gegeben hast,
wer du gerne wärst, was du gerne schon gemacht hättest...es reicht.
Deine Bilder und deine Texte erzählen Anderes, nichts Gutes.
H. Sophia Daske, 28.01.2012 um 0:07 UhrXtrada... du bist ein extrovertiertes Wissens-Placebo.
Ernst nehmen kann man dich wirklich nicht mehr.. ° Chnum °, 28.01.2012 um 10:04 UhrDas Voting wird mehr und mehr zur Lachnummer.
° Chnum °, 28.01.2012 um 10:06 Uhredit
Der Mensch ist das was er denkt
und daraus macht. Rafael Scheidle, 28.01.2012 um 12:28 UhrNa, hier haben sich ja mal wieder einige Seelen peinlichst zur Schau gestellt... Dia.Log, 28.01.2012 um 13:09 UhrIn m e i n e r Realität führen wir unzählige Tests, zahllose Gespräche und multidimensionale Begegnungen durch... um am Ende einen winzigen Ausschnitt vom Gegenüber zu sehen. Und wissen doch immer noch wirklich nicht, was dessen MENSCH-Sein ausmacht, was er fühlt und denkt, plant, träumt, hofft, was ihn weinen lässt, ärgert, nachdenklich stimmt und zum Lachen bringt; kurz:
Was und wer und wie er IST.
In e u r e r wirr-tuellen Welt fällt ihr Urteile über Menschen, denen ihr noch NIE begegnet seit, die ihr nicht mal namentlich kennt, von denen ihr absolut GAR NICHTS wisst: 1-fach anhand von ein paar Fotos, die derjenige in seiner Freizeit gemacht hat.
Wenn das nicht so traurig-belustigend-lächerlich wäre, könnte man dieses Verfahren zeitersparend in den 1-Fach-Bereich: �Laienhafte Ferndiagnosen� aufnehmen.
Aber was ginge uns dann an z w i s c h e n-menschlichen Begegnungen, an Erkenntniszuwachs und wunderbarer Herzensbildung verloren. Schließlich kommt das Wort �Bildung� in erster Linie von �sich ein Bild machen�, also von Entwicklung und Gestaltwerdung.
Das sollte man wissen, wenn man auf einer Bühne von �Humanismus�, �Menschlichkeit� und �Toleranz gegenüber Andersseienden� posaunt und sobald der Vorhang gefallen ist, sein eigenes Theater(stück) ad absurdum führt, indem man das Messer gegen Fremdartiges und Andersdenkende wetzt!
In diesem Sinne verabschiede ich mich hier mit Nietzsches Worten:
�Man muss aufhören, sich essen zu lassen, wenn man am besten schmeckt.�
Mahlzeit Euch!
Foto-Graefin, 28.01.2012 um 16:55 UhrSchade....ich habe mit Pro gevotet, grade weil ich das Foto respektvoll fotografiert finde. Als Doku absolut klasse.... Ich habe auch seit 25 Jahren mit behinderten Menschen zu tun (Hauptjob) und für mich ist hier nichts zur Schau stellendes....Kompliment für das Bild !
LG Mel Johannes Barthelmes, 28.01.2012 um 18:18 Uhr
na na na Xtrada, wie wäre es mit ein wenig Reflektieren?
Du berichtest hier in der fc ununterbrochen über dich, gibst an wie Nachbars Lumpi, bläst dich auf, glaubst mit deinem Halbwissen (eher Viertel-Wissen) überall mitreden zu müssen, nervst - wie mir berichtet wird - nicht nur unter meinen Votings und glaubst nicht, dass der intelligente Leser sich so ein ziemlich genaues Bild zumindest über einige deiner Hauptcharakterproblematiken machen kann?
Welche Geisteshaltung verbirgt sich denn z.B. dahinter:
Du hast mich seit Jahren auf ignore und erlaubst dir selbst dennoch, meine Votings mit deinem Käse vollzuschmieren? Nun setze ich dich nach Jahren der Nächstenliebe und Toleranz heute erstmals ebenfalls auf ignore - es wurde ja schließlich auch immer anstrengender mit dir und deiner Profilneurose und damit muss ich mich ja wohl nicht befassen - und...natürlich, Leutchen wie du haben selbstverständlich mehrere Accounts und schmieren weiter. Schwach.
Zu Fotografie hattest du ja nie etwas zu sagen, hast schließlich auch keine Ahnung von dieser Materie.
Und dass du Worte wie Herzensbildung in den Mund nimmst, würde weh tun, wenn man dich ernst nehmen könnte.
Es gibt doch viele Leute von deiner Sorte hier, hast gerne geben sie sich hier noch Adelstitel, immer unter falschen Namen, warum genügt es dir nicht, sie mit deinen Belanglosigkeiten und Seifenblasen zu erfreuen. Denn sie haben dein mittelmäßiges Niveau und erzählen ebensoviele Märchen wie du, ihr passt gut zusammen.
Unter meinen Bildern hast du nichts verloren.
Was du hier schon alles zum Besten gegeben hast:
hättest Museen geleitet (*lach*), wärest Entwicklungshelferin gewesen, schmeißt permanent mit Fremdworten um dich, die du nicht verstehst und folglich falsch einsetzt, nun arbeitest du mit behinderten Menschen...die Armen!
Übrigens: dass hier niemand weiß, wer sich feige hinter deinen verschiedenen Namen verbirgt...sei dir da nicht so sicher.
Mal sehen, unter welchem Account du dich nun meldest *lach*.
Rafael Scheidle, 28.01.2012 um 20:10 UhrKindergarten. Matthias von Schramm, 28.01.2012 um 20:32 Uhrwar das jetzt englisch Rafael? Rafael Scheidle, 28.01.2012 um 20:44 UhrBilingual - in der zarten Hoffnung, verstanden zu werden...
:) ° Chnum °, 28.01.2012 um 21:24 Uhr.. oh man.
Irgendwie bin ich dabei, den Glauben an den Ursprungsgedanken der Fotografie zu verlieren.
Und wer versucht es wieder zu versaubeuteln, einige Vertreter der *hochintelligenten Spezies Mensch*.
Er lernt nix dazu - der Mensch. E.lis-A, 28.01.2012 um 23:22 Uhr:-(, ja, wie über mir :-).
Das Voting verkommt mehr und mehr zur Profilierungsplattform seltsamer Zeitgenossen, als das es hier um Fotos geht. Totale Fehlinterpretation des Gezeigtem inklusive. Schade um jedes gute Bild (...). Rafael Scheidle, 28.01.2012 um 23:45 UhrDie Interpretation von Fotos muß schon jedem individuell überlassen bleiben. Wenigstens das darf Kunst erwarten. Auf welchem Niveau man allerdings mit Menschen umgeht, deren Interpretationen der eigenen eitlen Denke nicht entspricht, entlarvt hinter einer angestrengten Rhetorik und Dialektik letztlich den enttäuschend beschränkten Kern des/der Verfasser/s. ° Chnum °, 29.01.2012 um 0:05 Uhr@Rafael
"Was ist ein Foto?"
Und nicht darum, was der geneigte Betrachter versucht hinein zu interpretieren.
Denn meines Erachtens nach, wird heute mehr denn je, viel zu viel auf diese Art und Weise gemutmaßt, vorverurteilt und hinterfragt.
Und das ist das Fatale daran. Rafael Scheidle, 29.01.2012 um 0:11 UhrNicht Dir, aber anderen ging es um Interpretationen. ° Chnum °, 29.01.2012 um 0:16 Uhr....eben! E.lis-A, 29.01.2012 um 13:40 Uhr@ Raphael
Ops, da muss ich Dir zustimmen, bzw. (mich) korrigieren: Es gibt verschiedene Arten, Bilder zu interpretieren, weil jeder anders ist und so weiter... es wäre auch recht langweilig, wenn alle die gleiche Meinung hätten � soviel zum Grundsätzlichen. Gut, ich will mich bisschen exakter ausdrücken, mir missfällt einfach der Kontext einiger Anmerkungen (nicht nur unter diesem Foto), die ihre persönlichen Anliegen hier einfach breittreten � ungefragt � daher �Plattform für...�.
Noch mehr, das div. �Meinungsmacher� andere scheinbar beeinflussen wollen und (bewusst oder unbewusst) offenbar IHRE Sichtweise anderen aufdrängen wollen � ich aber habe, wie viele andere auch, meine eigene Sichtweise.
Das meinte ich damit, das es hier nicht mehr um Fotografie geht � allgemein im Voting betrachtet (oft eben bei sehr guten, anspruchvollen Fotos, wie dieses hier). Welches Foto ich (oder andere) gut finde/n, muss jedem schon selbst überlassen sein, techn. �Mängel� hin oder her. Auch hier, wobei ich mit Aburteilen �nichts besonderes� hier nichts anfangen kann, man kann sich höchstens bedanken, dass jener Anmerker sich wenigstens kurz gefasst hat und weiter geklickt hat.
Lange Rede... ich freue mich einfach, das Johannes (und andere sehr gute Fotografen) seine hochkarätige Fotografie hier zum Besten gibt, und den Spass daran lasse ich mir nicht nehmen, diese zu bestaunen ;-).
Ansonsten, selbstdarstellerisches Nachvoten ist echt nicht mein´s, es interessiert mich nicht und ich mag es weder lesen noch selber schreiben (mit Ausnahme von heute, g*;-) � daher verabschiede mich damit und lasse dem Foto, so wie es sich gehört, den Vortritt.
Kati Nielsson, 29.01.2012 um 19:42 Uhrjohannes' fotos gehoeren fuer. mich zum besten, was die fc zu bieten hat. dieses hier ist exemplarisch fuer eine liebe- und respektvolle art der reportagefotografie. danke dafuer. (sent via fotocommunity Android App) Gabi Anna, 2.02.2012 um 21:40 Uhr
mich berührt es tief.... Dr. Labude, 18.03.2012 um 1:13 UhrWas für eine eigenartige Diskussion. Wenn es etwas gibt, darf man es auch fotografieren. Wo kämen wir denn da hin ... das Bild nimmt niemandem die Würde. Es ist berührend. no art - only pics, 17.04.2012 um 1:25 Uhrvielleicht sollten die, die sich hier ereifern, einfach mal nach Indien reisen und erleben, wie Ganesha verehrt wird...
Tolles Bild! man muss den richtigen Moment erwischen, eine Kamera dabei haben und dann auch noch abdrücken - hier alles richtig gemacht!
Dirk sisley, 6.06.2012 um 12:31 Uhrwie Dr.Labude -- ich finde das bild auch nicht entwürdigend - es ist eine krankheit, die gibt es - basta - bei uns wird so jemand ausgegrenzt, begafft - in indien als gott verehrt, sollte uns zu denken geben..
entwürdigend allein sind teile dieser diskussion
grüße sisley Jepessen, 28.06.2012 um 16:48 UhrIch finde auch das man so etwas fotografieren sollte. Ich finde das Bild aber diesmal nicht so gelungen, da der bildbestimmende Kopf im Vordergrund ablenkt und sehr unscharf ist. Das passt für mich nicht zueinander. luccini, 24.10.2012 um 2:56 Uhr!(!)Bitte melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben. �hnliche Fotos in der fotocommunity | de |
q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
Wissen (Philosophie) | Studies: Neuer Studienplan (Diplom)
FÜR DAS DIPLOMSTUDIUM DER STUDIENRICHTUNG
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Gesetzliche Grundlage für den vorliegenden Studienplan ist das Universitäts-Studiengesetz in der jeweils geltenden Fassung
Für das Studium des Diplomstudiums der Studienrichtung Anglistik und Amerikanistik ist gemäß § 4 Abs. 1 und Abs. 2 der Universitätsberechtigungsverordnung - UBVO 1998, BGBl. II Nr. 44/1998 in der Fassung BGBl. II Nr. 63/1999 für Absolventinnen und Absolventen einer höheren Schule ohne Pflichtgegenstand Latein sowie zur Berufsreifeprüfung eine Zusatzprüfung aus Latein bis zur vollständigen Ablegung der ersten Diplomprüfung abzulegen.
Die Zusatzprüfung aus Latein entfällt, wenn Latein nach der 8. Schulstufe an einer Höheren Schule im Ausmaß von mindestens 12 Wochenstunden erfolgreich besucht wurde.
§ 2 Bildungsziele und Bildungsaufgaben
Es gelten die allgemeinen Bildungsziele und Bildungsaufgaben, wie sie in § 2 UniStG festgelegt sind.
§ 3 Grundsätze für die Gestaltung des Studiums
Es gelten die Grundsätze für die Gestaltung der Studien, wie sie in § 3 UniStG festgelegt sind.
§ 4 Qualifikationsprofil
Das Studium im Bereich der Sprachbeherrschung dient der Erlangung kommunikativer, sozialer, akademischer und strategischer Fertigkeiten und Kompetenzen in der englischen Sprache sowie dem Erwerb von Fähigkeiten, die es den Studierenden ermöglichen, ihre sprachlichen Kompetenzen lebenslang weiterzuentwickeln und flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren.
Rezeptive und produktive Beherrschung des Englischen sowie die Fähigkeit zur adressatenspezifischen und funktionsabhängigen Textmittlung zwischen Englisch und Deutsch unter Verwendung der entsprechenden Hilfsmittel.
Explizites Wissen über die englische Sprache, auf Erfahrung beruhendes Sprachbewusstsein und über bloßes Regelwissen hinausgehendes Verständnis von Sprache und ihrer Funktionen.
Die Fähigkeit, die erworbenen praktischen Fertigkeiten sowie das theoretische Wissen unter Beweis zu stellen (z.B. durch ein Portfolio oder einen Test).
Der Erwerb spezifischer Fähigkeiten und Fertigkeiten, die in einer zukünftigen beruflichen Laufbahn von Nutzen sein werden (z.B. Spracherwerbsstrategien, Textedition).
Das Studium der Sprachwissenschaft dient einem vertieften Verständnis der Struktur und Entwicklung der englischen Sprache. Die Sprache wird dabei auch als Spiegel der kultur- und landeskundlichen Entwicklung des englischen Sprachraums ("New Englishes") sowie unter dem Aspekt der individuellen Sprachentwicklung in der Mutter- und Fremdsprache verstanden.
Grundkenntnisse in Teilbereichen der synchronen Sprachwissenschaft: Phonologie, Morphologie, Lexikologie, Syntax, Semantik, Pragmatik usw.
Exemplarische Kenntnisse der Entwicklung der englischen Sprache vom Altenglischen bis zur lingua franca des beginnenden 21. Jahrhunderts mit all ihren Ausprägungen.
Kenntnisse von den kognitiven, sozialen und psychologischen Bedingungen und Determinanten des natürlichen und institutionellen Spracherwerbs. Kenntnisse der empirischen Methoden und methodischen Voraussetzungen der Spracherwerbs-forschung und der wichtigsten theoretischen Ansätze. Wissen über sozialpsychologische Bedingungen und Konsequenzen von Mehrsprachigkeit sowie Mehrsprachigkeit im nationalen und internationalen Kontext (z.B. europäische Sprachpolitik, Englisch als Weltsprache).
Kenntnisse der Forschungsergebnisse zu den Bedingungen erfolgreicher Kommunikation in der Fremdsprache (z.B. Diskursanalyse, Sprechakttheorie, Höflichkeitsforschung, Ethnomethodologie), Vertrautheit mit den Determinanten adressatenspezifischer Kommunikation und Wissen über traditionelle und neue Medien als Systeme der Massenkommunikation
Die Lernziele der anglistischen Sprachwissenschaft sind integrativer Bestandteil eines gesamtheitlichen Verständnisses des kulturellen Phänomens Sprache in der Vielfalt ihrer Ausprägungen.
Literaturen und Kulturen der anglophonen Welt mit Ausnahme der USA inklusive Literatur und Kulturtheorie; postkoloniale und interkulturelle Studien (Interkulturalität, Transkulturalität, Multikulturalität); inneranglistische Komparatistik.
Das Studium der English Literature and Culture dient dem vertieften Verständnis der Entwicklung und Interdependenz der englischen und postkolonialen Literaturen und Kulturen. Die jeweiligen Literaturen werden zum einen als Produkte ihrer spezifischen sozio-kulturellen und historischen Kontexte gesehen, zum anderen aber auch als Teile internationaler Strömungen und Entwicklungen. Entsprechend der Vielfalt anglophoner Kulturen werden kulturelle Bereiche durch exemplarische bzw. schwerpunktmäßige Auseinandersetzung (gegenwartsbezogen, historisch, vergleichend und interdisziplinär) mit bedeutungskonstituierenden Systemen wie Sprache, Kunst, Literatur, Medien, Pop- und Alltagskultur sowie mit Kategorien wie Identität, Ethnizität, Generations-, Geschlechts- und Klassenzugehörigkeit berücksichtigt.
Das Studium der English Literature and Culture hat vor allem die kritische Auseinandersetzung mit Literatur, Texten verschiedenster Gattungen (inklusive Film, Essays, Printmedien, Werbung usw.), sowie mit unterschiedlichsten Kulturphänomenen mit all ihren Implikationen zum Ziel. Dabei geht es in erster Linie um das Verstehen und die Diskussion von Texten unter Berücksichtigung der literatur- und kulturwissenschaftlichen Terminologie und Methodologie. Dies soll zunächst in Lehrveranstaltungen geschehen, die einen einführenden Charakter in die englische und postkoloniale Literatur- und Kulturwissenschaft aufweisen. Weiters sollten sich die Studierenden im Laufe ihres Studiums einen Überblick über die englische und postkoloniale Literaturgeschichte und Kulturentwicklung verschaffen, um Einblick in die Entwicklungen und Charakteristika literarischer Gattungen sowie kultureller Phänomene zu bekommen. Darüberhinaus sollen den Studierenden durch das Studium der englischen und postkolonialen Literatur- und Kulturwissenschaftwissenschaft Einsichten in fremde Kulturkreise mitsamt ihren geistigen, sozialen und politischen Zusammenhängen gewährt werden. Die Auseinandersetzung mit multikulturellen Gesellschaften der Gegenwart und ihren Phänomenen ist unumgänglich für die Schärfung des interkulturellen Verständnisses sowohl im Kontext der Zielsprachenländer als auch im Kontext der eigenen Kultur. Die Studierenden sollen daher auch in die Lage versetzt werden, sich kritisch mit gesellschaftlichen und kulturellen Phänomenen der Gegenwart auseinanderzusetzen. Dies ist nicht zuletzt auch für die Berufsvorbereitung der Absolventinnen und Absolventen in Bereichen wie Medien und Kommunikation, Journalismus, Kulturmanagement, Wirtschaft und Tourismus von großer Bedeutung.
Das Fach American Literature and Culture, das eng an das angloamerikanische Fachgebiet der American Studies angelehnt ist, beschäftigt sich mit nordamerikanischer Literatur und Kultur unter besonderer Berücksichtigung von Wechselwirkungen mit der übrigen Welt sowohl in einem zeitgenössischen als auch historischen Kontext. American Studies entstanden in Amerika in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts und beschäftigten sich damals vor allem mit der Analyse von Literatur und Geschichte. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Fach über diese Abhängigkeit von traditioneller Philologie und Geschichtsforschung hinaus, als damit begonnen wurde, das Beschäftigungsfeld auf Philosophie, Kunst oder die Analyse sozialer Institutionen und der Medien auszuweiten. American Studies konzentrieren sich heute auf die sozial-anthropologische und semiotische Untersuchung der gesamten Lebensweise der multikulturellen amerikanischen Gesellschaft und beschäftigen sich mit so unterschiedlichen bedeutungskonstituierenden Systemen wie z.B. Film, Musik, Werbung usw. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, sind im Fach American Literature and Culture Literatur und Kultur zwei gleichberechtigte Fachgebiete, die jedoch nie ganz getrennt voneinander zu behandeln sind, da sich die Lehrveranstaltungen aus beiden Gebieten mittlerweile gleichermaßen mit Fragestellungen von sozialer Schicht, Geschlecht, Ethnizität und Identität beschäftigen.
Künftige Absolventinnen und Absolventen des Diplomstudiums sollen in der Lage sein, literarische sowie andere kulturwissenschaftlich relevante Texte eigenständig zu analysieren und zu interpretieren. Die vielfältigen und komplexen Wechselbeziehungen zwischen Kultur und Literatur im allgemeinen und kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Phänomenen im speziellen sollen dabei im Mittelpunkt stehen und so ein umfassendes Verständnis für die Vielfalt und Komplexität der amerikanischen Gesellschaft ermöglichen. Durch eine exemplarische Auswahl von Themen und Methoden, welche die Grundlagen des Faches aufbereiten, sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die amerikanische Literatur und Kultur unter Berücksichtigung der eigenen kulturellen Ausgangssituation analysiert und evaluiert werden können.
Die Beherrschung der Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens, Kenntnisse der Textanalyse (Terminologie und Methoden), die Auseinandersetzung mit den wichtigsten literatur- und kulturwissenschaftlichen Theorien, und ein Überblick über die amerikanische Literatur und Kultur von den Anfängen bis zur Gegenwart sollen im Mittelpunkt des Studiums stehen. Die starke Verbindung von Literatur und Kultur setzt voraus, dass sowohl der literarischen Kanon im engeren Sinn als auch andere kulturwissenschaftlich relevante Textarten und Medien (z.B. Gebrauchsliteratur, Bereiche der populären Kultur, Film, Theater, Printmedien, Internet) berücksichtigt werden.
Die interdisziplinäre Ausrichtung des Faches soll am Ende des Studiums eine über bloßes Faktenwissen hinausgehende interkulturelle Kompetenz ermöglicht haben und die Absolventinnen und Absolventen befähigen, sich in verschiedenen Berufsfeldern (z.B. Journalismus, Verlagswesen, Kulturmanagement) kritisch mit kulturellen Phänomenen der modernen Gesellschaft auseinanderzusetzen.
Das Diplomstudium der Anglistik und Amerikanistik dauert 8 Semester und ist in zwei Studienabschnitte von je 4 Semestern gegliedert.
Das Studium umfasst insgesamt 120 Semesterstunden. Davon entfallen 72 Semesterstunden auf die Pflicht-und Wahlpflichtfächer und 48 Semesterstunden auf die freien Wahlfächer.
Von den 72 Semesterstunden der Pflicht- und Wahlpflichtfächer entfallen 60 auf die Pflichtfächer und 12 auf die Wahlpflichtfächer. Von den 72 Semesterstunden der Pflicht- und Wahlpflichtfächer sind 40 im 1. Studienabschnitt zu absolvieren, 32 im 2. Studienabschnitt. (siehe auch § 8)
§ 7 Prüfungsordnung
Alle Prüfungen mit Ausnahme von Prüfungen aus den freien Wahlfächern finden in englischer Sprache oder - falls dies in einzelnen Lehrveranstaltungen erforderlich sein sollte - mehrsprachig statt. Prüfungen aus den freien Wahlfächern können auch in englischer Sprache oder mehrsprachig stattfinden. Das Englische ist ebenfalls die Sprache, in der die Diplomarbeit verfasst wird.
Aufeinander bezogene Lehrveranstaltungen können nur in der angegebenen Reihenfolge absolviert werden. Einzelne Lehrveranstaltungen können für mehrere Module relevant sein, werden den individuellen Studierenden jedoch nur für jeweils
e in Modul anerkannt. Die entsprechenden Zuordnungen werden im Vorlesungsverzeichnis angeführt.
2.1. Lehrveranstaltungstypen
behandeln die Haupt- und/oder Spezialbereiche sowie die Methoden und Lehrmeinungen des Faches.
Vorlesungen mit Übungscharakter (VÜ)
dienen der systematischen Aneignung, Anwendung bzw. Vertiefung wissenschaftlicher Inhalte.
sind Lehrveranstaltungen, die der fortgeschrittenen wissenschaftlichen Diskussion dienen. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird selbständiges wissenschaftliches Arbeiten insbesondere in Form eines Referats und einer schriftlichen Arbeit oder äquivalenter Leistungen verlangt.
Projektseminare (PSE)
dienen der gemeinsamen Erarbeitung eines ergebnisorientierten Gesamtprojekts. Die Ergebnisorientiertheit ist darin zu sehen, dass die studentischen Einzelbeiträge nicht isoliert, sondern als Teilaspekt des Gesamtergebnisses zu sehen sind. Projektseminare können ihren Schwerpunkt in den Bereichen Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft und Kulturstudien haben oder interdisziplinär ausgerichtet sein. Sprachpraktische Lerninhalte sind integrierender Bestandteil jedes Projektseminars. Projektseminare sollen einen überwiegend praxisorientierten Charakter haben.
sind Vorstufen der Seminare. Sie haben Grundkenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens zu vermitteln, in die Fachliteratur einzuführen und exemplarisch Probleme des Faches durch Referate, Diskussionen und/oder Fallerörterungen zu behandeln.
dienen der wissenschaftlich fundierten Vermittlung von Fertigkeiten (z.B. im Fremdsprachen-erwerb) und/oder der Anwendung wissenschaftlicher Kenntnisse und Methoden, wobei dem/der LV-Leiter/in eine wesentliche Form der Aufbereitung, Strukturierung und Lenkung zukommt.
dienen der Rezeption und diskursiven Vertiefung von Lehrmeinungen, Forschungsansätzen, Theorien oder Forschungsgegenständen. Nach den Zielsetzungen kann etwa unterschieden werden zwischen Diplomanden- und Dissertantenkonversatorien.
dienen der gemeinsamen Erprobung praktischer Fertigkeiten (z.B. im Fremdsprachenerwerb), der praktischen Anwendung wissenschaftlicher Kenntnisse und Methoden oder der gemeinsamen Bearbeitung konkreter Fragestellungen, wobei der LV-Leiterin oder dem LV-Leiter in erster Linie eine kontrollierende und anleitende Tätigkeit zukommt.
sind Wiederholungskurse, die den Stoff von Prüfungsfächern umfassen. Wünsche der Studierenden über zu behandelnde Teilbereiche sind nach Möglichkeit zu berücksichtigen.
dienen der innerhalb der Universität und am Hochschulstandort nicht möglichen authentischen sprachlichen und kulturellen Erfahrung vor Ort, wie im Studienplan vorgesehen.
2.2. Lehrveranstaltungen mit beschränkter Zahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern
Bei Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter - dazu gehören alle oben angeführten Lehrveranstaltungen mit Ausnahme der VO, VÜ und RE - gilt eine grundsätzliche Beschränkung der Zahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Es gelten dabei folgende Höchstzahlen (laut Beschluss der gesamtösterreichischen Studienkommission für Anglistik und Amerikanistik):
20: für Lehrveranstaltungen des 1. Abschnitts.
15: für Lehrveranstaltungen des 2. Abschnitts.
Für Lehrveranstaltungen des Typs VÜ gilt die Höchstzahl 25.
Bei Exkursionen können diese Zahlen auch überschritten werden.
Für Lehrveranstaltungen mit beschränkter Zahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern besteht Anmeldepflicht.
Bei Platzmangel sind Studierende der Studienrichtung Anglistik und Amerikanistik bzw. Studierende des Lehramtsstudiums aus dem Unterrichtsfach Englisch vor anderen Studierenden bevorzugt zu berücksichtigen.
Die Aufnahme erfolgt nach der Reihenfolge der Anmeldungen.
Studierende, die aus Platzmangel nicht aufgenommen werden können, sind im folgenden Semester auf jeden Fall zu berücksichtigen.
2.3. Lehrveranstaltungsprüfungen
2.3.1. Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter
Die Beurteilung von Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter erfolgt aufgrund der Teilnahme und der geforderten (oder freiwillig erbrachten) schriftlichen und/oder mündlichen Leistungen, nicht aufgrund eines einzigen (schriftlichen oder mündlichen) Prüfungsvorgangs, doch kann das Fehlen einer wesentlichen Prüfungsleistung zu einer negativen Beurteilung führen. Bei nicht genügendem Erfolg ist die gesamte Lehrveranstaltung zu wiederholen.
Die Abgabefrist für schriftliche Arbeiten ist von der Leiterin oder dem Leiter der Lehrveranstaltung festzulegen. Im Rahmen von Übungen (UE) aus dem Fach Sprachbeherrschung gilt die Teilnahme am Midterm-Test oder entsprechenden anderen Leistungsüberprüfungen zur Semestermitte als Prüfungsantritt.
2.3.2. Vorlesungen
2.3.3. Wiederholung von Prüfungen
Die Studierenden sind berechtigt, positiv beurteilte Prüfungen bis sechs Monate nach der Ablegung, jedoch längstens bis zum Abschluss des betreffenden Studienabschnittes einmal zu wiederholen. Die positiv beurteilte Prüfung wird mit dem Antreten zur Wiederholungsprüfung nichtig.
Die Studierenden sind berechtigt, negativ beurteilte Prüfungen in Studien, die nicht in Abschnitte gegliedert sind, und im ersten Studienabschnitt der in Abschnitte gegliederten Studien dreimal, in den weiteren Studienabschnitten viermal zu wiederholen.
Ab der dritten Wiederholung von Fachprüfungen ist die Prüfung kommissionell abzuhalten. Auf Antrag der oder des Studierenden gilt dies auch für die zweite Wiederholung.
Ab der dritten Wiederholung von Lehrveranstaltungsprüfungen ist die Prüfung auf Antrag der oder des Studierenden kommissionell abzuhalten, wenn ein einziger Prüfungsvorgang am Ende der Lehrveranstaltung erfolgt.
Die Festlegung von Fristen und die Verpflichtung zur Ablegung von Lehrveranstaltungsprüfungen als Voraussetzung für die Wiederholung von Prüfungen ist unzulässig.
2.3.4. Vorziehen von Prüfungen/Lehrveranstaltungen
Aus den Fächern des 2. Studienabschnitts können bereits im 1. Studienabschnitt Lehrveranstaltungen absolviert werden, wenn alle Lehrveranstaltungen des 1. Studienab-schnitts im entsprechenden Fach positiv absolviert sind. Dies gilt allerdings nicht für Seminare.
2.3.5. ECTS (European Credit Transfer System)
Den 8 Semestern des Diplomstudiums der Anglistik und Amerikanistik entsprechen 240 Credits nach dem European Credit Transfer System.
Für das Abfassen der Diplomarbeit werden 30 Punkte vergeben.
Die verbleibenden 210 Punkte verteilen sich im Verhältnis 3 : 2 auf die Pflicht- und Wahlpflichtfächer (126) einerseits und die freien Wahlfächer (84) andererseits.
Die Verteilung der ECTS-Punkte auf die einzelnen Lehrveranstaltungen ist § 8 des vorliegenden Studienplans zu entnehmen.
3. Sonderformen der Studien- bzw. Lehrveranstaltungsabsolvierung
3.1. Fernstudieneinheiten
Auf Antrag individueller Studierender an den/die Vorsitzende/n der Studienkommission können Teile des Studiums durch Fernstudieneinheiten oder andere Formen des flexiblen Lernens ersetzt werden.
Zur Erprobung und praxisorientierten Anwendung der im Studium erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten wird den Studierenden die Absolvierung einer facheinschlägigen Praxis empfohlen.
Der Eigenart des Studiums der Anglistik und Amerikanistik entsprechend ist der Aufenthalt in einem englischsprachigen Land für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten unentbehrlich. Den Studierenden wird deshalb empfohlen, im Laufe ihres Studiums einen solchen Aufenthalt einzuplanen. Können Studierende keinen solchen Aufenthalt nachweisen, so haben sie nach Maßgabe der organisatorischen Möglichkeiten der Institute für Anglistik und Amerikastudien an einer Pflichtexkursion in ein englischsprachiges Land teilzunehmen. In diesem Zusammenhang wird besonders auf die entsprechenden Programme der Europäischen Union verwiesen.
5. Diplomprüfungen
5.1. Erste Diplomprüfung
durch die erfolgreiche Teilnahme an den vorgeschriebenen Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter (siehe oben 2.3.1.) sowie durch Lehrveranstaltungsprüfungen über den Stoff der im Stundenrahmen für das jeweilige Fach vorgeschriebenen oder angebotenen Lehrveranstaltungen,
durch Fachprüfungen aufgrund persönlicher Vereinbarung bei einer Prüferin oder einem Prüfer mit entsprechender Lehrbefugnis, wobei der Stoff dieser Fachprüfung(en) nach Inhalt und Umfang mit dem der Lehrveranstaltungen vergleichbar sein muss, welche dadurch ersetzt werden (die entsprechenden Stundenzahlen sind auf dem Prüfungszeugnis anzugeben),
durch eine kommissionelle Gesamtprüfung am Ende des Studienabschnitts.
Auch eine Kombination der oben angeführten Prüfungstypen ist möglich. Es können auch Prüfungen über einzelne Lehrveranstaltungen durch Fachprüfungen ersetzt werden, und bei einer allfälligen kommissionellen Gesamtprüfung sind bereits abgelegte Lehrveranstaltungs- und Fachprüfungen zu berücksichtigen. In diesem Fall beschränkt sich der Gegenstand der kommissionellen Gesamtprüfung auf den noch nicht durch Lehrveranstaltungs- oder Fachprüfungen nachgewiesenen Teil des Prüfungsstoffes.
Für die Wiederholung von Prüfungen siehe oben 2.3.3. bzw. § 58 (1) UniStG (Wiederholung positiv beurteilter Prüfungen) und § 58 (2) - (4) UniStG (Wiederholung negativ beurteilter Prüfungen).
5.2. Zweite Diplomprüfung
Die zweite Diplomprüfung ist in zwei Teilen abzulegen.
Die Prüfungen des ersten Teils der zweiten Diplomprüfung werden abgelegt
Der zweite Teil der zweiten Diplomprüfung umfasst eine Prüfung aus dem Fach, dem der Gegenstand der Diplomarbeit zuzuordnen ist, und eine Prüfung aus einem weiteren Fach, das unter Berücksichtigung des thematischen Zusammenhanges zu wählen ist. Die Bestellung dieser Prüferin bzw. dieses Prüfers obliegt der Studiendekanin oder dem Studiendekan (§ 56 UniStG), doch sind die Wünsche der Kandidatin oder des Kandidaten nach Möglichkeit zu berücksichtigen.
Dieser zweite Teil der zweiten Diplomprüfung ist in Form einer einstündigen kommissionellen Gesamtprüfung vor dem gesamten Prüfungssenat abzulegen, wobei den beiden Prüferinnen oder Prüfern bzw. der Prüferin und dem Prüfer annähernd dieselbe Zeit für die Prüfung einzuräumen ist.
Voraussetzung für die Zulassung zum zweiten Teil der zweiten Diplomprüfung sind der positive Abschluss des ersten Teils der zweiten Diplomprüfung sowie die positive Beurteilung der Diplomarbeit sowie die Absolvierung der freien Wahlfächer.
Die Diplomarbeit dient dem Nachweis der Befähigung, wissenschaftliche Themen selbständig sowie inhaltlich und methodisch vertretbar zu bearbeiten. Das Thema der Diplomarbeit ist einem der im Studienplan festgelegten Prüfungsfächer zu entnehmen, wobei aus dem entsprechenden Fach ein Seminar und ein Konversatorium zu absolvieren sind. Die oder der Studierende ist berechtigt, das Thema vorzuschlagen oder aus einer Anzahl von Vorschlägen der zur Verfügung stehenden Betreuerinnen oder Betreuer auszuwählen. Die Aufgabenstellung der Diplomarbeit ist so zu wählen, dass für eine Studierende oder einen Studierenden die Bearbeitung innerhalb von sechs Monaten möglich und zumutbar ist.
Die Diplomarbeit ist in englischer Sprache zu verfassen, wobei auch die Sprachkompetenz ein wichtiges Beurteilungskriterium ist.
§ 8 Fächer und Prüfungen
Die Prüfungsfächer des Diplomstudiums der Anglistik und Amerikanistik sind:
Von den 72 Semesterstunden der Pflicht- und Wahlpflichtfächer entfallen 60 auf die Pflichtfächer und 12 auf die Wahlpflichtfächer.
1.1. Pflicht- und Wahlpflichtfächer: Übersicht
Academic Research Skills and Techniques Language Skills and Awareness Linguistics and Culture English Literature and Culture American Literature and Culture
2 SSt. 6 SSt. 4 SSt. 4 SSt. 4 SSt.
Language Skills and Awareness Language Skills and Awareness Linguisticsand Culture English Literature and Culture American Literature and Culture
4 SSt. 4 SSt. 4 SSt. 4 SSt. 4 SSt.
LiteraryStudies Cultural Studies Linguistic Studies Applied Linguistics and Language Studies
4 SSt. 4 SSt. 4 SSt. 4 SSt.
English Studies American Studies Film and(New) Media Studies Postcolonial, Ethnic andVariety Studies
1.2. Erster Studienabschnitt
Im 1. Studienabschnitt sind 40 Semesterstunden aus dem Pflichfachbereich zu absolvieren. Diese 40 Semesterstunden setzen sich folgendermaßen zusammen:
Academic Research Skills and Techniques: 2 SSt.
Language Skills and Awareness: 14 SSt.
Linguistics and Culture (2 Module) 8 SSt.
English Literature and Culture (2 Module) 8 SSt.
American Literature and Culture (2 Module) 8 SSt.
40 SSt.
1.2.1. Gliederung der Prüfungsfächer
VÜ 2 / VO 2 ECTS: 3,5
Language Skills and Awareness:
UE 2: Induction ECTS: 3,5
UE 2: Language Skills I: Listening/Speaking ECTS: 3,5
UE 2: Language Awareness I: Analysis ECTS: 3,5
UE 2: Language Skills II: Reading/Writing ECTS: 3,5
UE 2: Language Awareness II: Interlanguage ECTS: 3,5
UE 2: Language Skills III: Listening/Speaking ECTS: 3,5
PS 2: Language Awareness III: Analysis ECTS: 3,5
Linguistics and Culture:
VÜ 2/VO 2: Introduction to Language and Linguistics ECTS: 3,5
VÜ 1/VO 1: English Phonetics and Phonology ECTS: 1,75
VÜ 1/VO 1: Applied Linguistics (Survey) ECTS: 1,75
PS 2: Linguistics and Culture ECTS: 3,5
VO 2/PS 2: Linguistics and Culture ECTS: 3,5
VÜ 1/VO 1: Foundation Literature I ECTS: 1,75
VÜ 1/VO 1: Foundation Culture I ECTS: 1,75
VÜ 1/VO 1: Foundation Literature II ECTS: 1,75
VÜ 1/VO 1: Foundation Culture II ECTS: 1,75
PS 2: English Literature ECTS: 3,5
PS 2/VÜ 2: English Culture ECTS: 3,5
VÜ 2/VO 2: Introduction to American Literature and Culture ECTS: 3,5
VÜ 2/VO 2: American Literature and Culture ECTS: 3,5
PS 2: American Literature ECTS: 3,5
PS 2: American Culture ECTS: 3,5
1.2.2. Studieneingangsphase
Die Lehrveranstaltungen Academic Research Skills and Techniques, Induction, Introduction to Language and Linguistics, Foundation Literature I, Foundation Culture I und Introduction to American Literature and Culture gelten als Studieneingangsphase, die innerhalb der ersten zwei Semester absolviert werden soll. Parallel dazu können auch andere Lehrveranstaltungen absolviert werden.
1.3. Zweiter Studienabschnitt
Im 2. Studienabschnitt sind 20 Semesterstunden aus dem Pflichtfachbereich und 12 Stunden aus dem Wahlpflichtfachbereich zu absolvieren.
Die 20 Semesterstunden aus dem Pflichtfachbereich setzen sich aus folgenden 4-stündigen Modulen zusammen:
Language Skills and Awareness (2 Module) 8 Wst.
Linguistics and Culture 4 Wst.
English Literature and Culture 4 Wst.
American Literature and Culture 4 Wst.
20 Wst.
1.3.1. Pflichtfächer
UE 2: Language Skills IV: Reading/Writing ECTS: 3,5
UE 2: Language Awareness IV: Interlanguage ECTS: 3,5
UE 2: Professional Language Skills ECTS: 3,5
UE 2: Editing/Proofreading ECTS: 3,5
VO 2: Linguistics and Culture (mit Leseliste) ECTS: 3,5
SE 2/PSE 2: Linguistics and Culture ECTS: 3,5
VO 2: English Literature/Culture (mit Leseliste) ECTS: 3,5
SE 2/PSE 2: English Literature/Culture ECTS: 3,5
VO 2: American Literature/Culture (mit Leseliste) ECTS: 3,5
SE 2/PSE 2: American Literature/Culture ECTS: 3,5
1.3.2. Wahlpflichtfächer
Film and (New) Media Studies
1.4. Freie Wahlfächer
1.4.1. Freie Wahlfächer für Studierende der Anglistik und Amerikanistik
Als freie Wahlfächer sind prinzipiell alle an österreichischen und ausländischen anerkannten postsekundären Bildungseinrichtungen absolvierbaren Ausbildungsangebote nach den jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen anzuerkennen.
Besonders empfohlen werden dabei die von den Studienrichtungen der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck angebotenen Module, Wahlfachstudiengänge, Wahlfächerbündel und "Zweitfachangebote".
Es besteht auch die Möglichkeit, die freien Wahlfächer aus dem Angebot der Studienrichtung Anglistik und Amerikanistik oder - in Absprache mit der/dem Vorsitzenden der Studienkommission - individuell zu wählen.
Beabsichtigt die oder der Studierende, abweichend von den Empfehlungen der Studienkommission ergänzende oder vertiefende Lehrveranstaltungen aus anderen als den empfohlenen Fächern zu wählen, hat sie oder er dies jeweils vor dem Besuch der Lehrveranstaltung der oder dem Vorsitzenden der Studienkommission zu melden. Die oder der Vorsitzende der Studienkommission ist innerhalb eines Monats ab Einlangung der Meldung berechtigt, die Wahl der jeweiligen Lehrveranstaltung bescheidmäßig zu untersagen, wenn diese in Verbindung mit der Studienrichtung, für welche die oder der Studierende zugelassen ist, weder wissenschaftlich noch im Hinblick auf berufliche Tätigkeiten sinnvoll wäre.
1.4.1.1. Empfehlungen für freie Wahlfächer aus dem Angebot der Anglistik und Amerikanistik
Schwerpunktbildungen im Ausmaß von mindestens 12 Semesterstunden im Rahmen dieser Empfehlungen werden in den Diplomprüfungszeugnissen sowie im Bescheid über die Verleihung des akademischen Grades ausgewiesen.
Folgende Schwerpunktbildungen werden empfohlen:
Studies in Multilingualism and Language Contact
1.4.1.2. Empfehlungen für freie Wahlfächer aus dem Angebot anderer Studienrichtungen
Es wird empfohlen, Lehrveranstaltungen bzw. Wahlfachstudiengänge zu absolvieren, die das Studium der Anglistik und Amerikanistik in sinnvoller Weise ergänzen und eine Erweiterung der beruflichen Möglichkeiten bieten.
Bei der Auswahl der Lehrveranstaltungen aus den freien Wahlfächern wird die Wahl zusammenhängender Fachgebiete im Ausmaß von mindestens 12 Semesterstunden empfohlen. Die Wahl kleinerer Einheiten wird nicht empfohlen, da diese nicht in den Diplomprüfungszeugnissen sowie im Bescheid über die Verleihung des akademischen Grades ausgewiesen werden.
Gemäß § 80 Abs. 2 UniStG sind auf ordentliche Studierende, die ihr Studium vor Inkrafttreten der Studienpläne auf Grund dieses Bundesgesetzes begonnen haben, die bisherigen besonderen Studiengesetze, Studienordnungen und Studienpläne in der am 31. Juli 1997 geltenden Fassung anzuwenden. Ab dem Inkrafttreten des jeweiligen Studienplanes auf Grund dieses Bundesgesetzes sind sie berechtigt, jeden der Studienabschnitte, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des neuen Studienplans noch nicht abgeschlossen sind, in einem der gesetzlichen Studiendauer zuzüglich eines Semesters entsprechenden Zeit abzuschließen. Wird ein Studienabschnitt nicht fristgerecht abgeschlossen, ist die oder der Studierende für das weitere Studium dem neuen Studienplan unterstellt. Im übrigen sind diese Studierenden berechtigt, sich jederzeit freiwillig dem neuen Studienplan zu unterstellen.
Dieser Studienplan tritt mit dem auf die Kundmachung im Mitteilungsblatt der Universität Innsbruck folgenden 1. Oktober in Kraft.
Powered by XIMS | Aktualisiert am: 25 Feb 2004 | Webredaktion | Feedback | de |
q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
Wissen (Philosophie) | Deutsche Biographie - Kaufmann, Christoph
„Genieapostel“ des „Sturm und Drang“, * 14.8.1753 Winterthur, † 21.3.1795 Berthelsdorf bei Herrnhut. (evangelisch)
1753 bis 1795
Genieapostel des Sturm und Drang ; Abenteurer
GND: 118776894 | OGND | VIAF
E. U. K.
Kaufmann, Christof
* Jahresberichte für deutsche Geschichte - Online : 7 von, 1 über Kaufmann, Christoph (1753-1795)
Kaufmann, Christoph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118776894.html [05.04.2020].
Kaufmann, Paul Kaufmann, Erich
V Christoph Adrian (* 1707), Gerber, 1736 Spitalschreiber, 1740 Großrat, 1757 Kleinrat, 1758 Baumeister, 1771 Statthalter (Vertreter d. Bgm.) in W.;
M Anna Barbara Weinmann (1708–76);
⚭ 1778 Elise (Lisette, 1750–1826), T d. Adrian Ziegler (1704–81), Amtmann zu Küsnacht, 1762-71 Obervogt zu Hegi, u. d. Anna Catharina Meyer; Schwägerin N. N. (⚭ →Joh. Konrad Pfenninger, 1747–92, Pfarrer in Zürich, Freund Lavaters, s. ADB 25);
2 S (früh †), 3 T.
K. ging nach einer oberflächlichen Schulausbildung 1767 als Apothekerlehrling nach Bern und später nach Lausanne. 1774 war er in Straßburg (Apotheke Spielmann), wo er medizinische Vorlesungen hörte. 1774/75 versammelte er um sich junge, für die Rousseauschen Erziehungsideen begeisterte Männer in einem „Straßburger Bruderbund“: Johann Ehrmann, Johann Schweighäuser, Johann Friedrich Simon und Johann Jakob Mochel. Zusammen mit den drei ersteren verfaßte er 1775 „Philanthropische Ansichten redlicher Jünglinge“, die von Isaac Iselin den „denkenden und fühlenden Mitmenschen zur Erwägung übergeben“ wurden. Iselin, der K. in die neuen pädagogischen Bestrebungen eingeführt hatte, gehörte neben Johann Georg Schlosser und Lavater zu K.s frühen Protektoren. In den „Philanthrophischen Ansichten“ wird eine Erziehung gefordert, die alle guten Anlagen des Menschen gleichermaßen entwickelt. Empfohlen werden Naturverbundenheit, mäßige Nahrung und Abwechselung zwischen geistiger und körperlicher Arbeit. Erziehung zur Kunst (als Nachahmung der Natur) solle zur Empfindung der Glückseligkeit führen, Üben von Wohltaten solle die Fähigkeit des Zöglings steigern, andern Glückseligkeit zu vermitteln. Moral und Religion sollten als praktische Ethik, Geschichte als praktisch verwendbarer Wissensstoff vermittelt werden. Auf Grund dieser Schrift berief Johann Bernhard Basedow Simon und Schweighäuser an sein Dessauer Philanthropinum; Ehrmann ging 1776 nach Dessau, Mochel folgte 1784 nach. K. kehrte, begleitet von dem ihm treu ergebenen Ehrmann, im Herbst 1775 nach Winterthur zurück, wo er als hoffnungsvoller Jüngling begrüßt wurde. Während Schlosser ihn zu mehr Bescheidenheit und Selbstkritik ermahnte und Iselin und Lavater ihm|eine systematische Weiterbildung empfahlen, wurde K. vom Werther-Fieber befallen und schwelgte in Empfindsamkeit. Er bekannte sich zum natürlichen Genie gegenüber Kunst und Wissenschaft, zum kraftvollen Handeln gegenüber dem „elenden Raisonnement“. Sein Wahlspruch lautete: „Man kann, was man will; man will, was man kann!“ Lavater sah in K. das Ideal des genialen Kraftmenschen verkörpert; er wurde zu seinem begeisterten Lobredner, empfahl ihn an Herder, Goethe und Wieland und setzte ihm in den Physiognomischen Fragmenten, die 4 Abbildungen K.s enthalten, ein Denkmal (III, 1777, S. 158-61). Anfang Juli 1776 reiste K. auf Bitten Basedows nach Dessau, was zu einer „apostolischen Reise durch ganz Deutschland“ (J. Minor) wurde. In abenteuerlichem Aufzug – meist in bäuerlicher Tracht, mit Knotenstock, offenem Hemd und wehendem Haar – suchte der schöne Jüngling die literarischen Größen seiner Zeit auf, um für die Ideale des Urchristentums, Rousseaus und Lavaters zu werben. Die Fürsten – zum Beispiel Markgraf Karl Friedrich von Baden – rief er auf, ihre Untertanen zu einem natürlichen Leben zurückzuführen. Allenthalben empfahl er, sich auf pflanzliche Kost – besonders auf Kartoffeln – zu beschränken. In Mannheim lernte er Maler Müller kennen; als „Gottes Spürhund“ wurde er der Held in dessen frühen Faust-Fragmenten. In Gotha traf er Friedrich Maximilian Klinger, dem er den Rat gab, sein Drama „Wirr-Warr“ in „Sturm und Drang“ (gedruckt 1777) umzubenennen. Zusammen mit Klinger reiste er weiter nach Weimar, wo er von Goethe, Wieland und vor allem von Herder freudig aufgenommen wurde. Die Erwartungen, dem Philanthropinum neue Impulse zu geben, vermochte er nicht zu erfüllen. Er begnügte sich damit, neue Satzungen für das Erziehungsinstitut aufzustellen und die finanzielle Unterstützung durch das Anhaltische Fürstenhaus zu erwirken. Auf seiner anschließenden ziellosen Reise stieß er zunehmend auf Skepsis. Im Dezember 1776 und im Februar 1777 traf er erneut Goethe, im Januar besuchte er Heinrich Leopold Wagner in Frankfurt, Friedrich Müller in Mannheim und Johann Martin Miller in Ulm. Im März tauchte K. wieder in Dessau auf, wo sich die Fürstin in ihn verliebt haben soll. In Berlin lernte er Kurt von Haugwitz kennen, der ihm im Sommer ein Jahresgehalt von 2 000 Reichstalern versprach. In Königsberg wurde er von Hamann überschwenglich begrüßt, von Christian Jakob Kraus gar als „Apostel des 18. Jahrhunderts“; zusammen mit Herder übernahm Hamann die Patenschaft für K.s Kinder. Die nächsten Stationen waren Riga, Sankt Petersburg und Lübeck. In Wandsbek traf er Claudius und Voß, in Berlin nochmals Haugwitz, der ihn auf sein Gut Krappitz (Oberschlesien) mitnahm.
Durch seine dreiste Vordringlichkeit und Geltungssucht, durch seine Lügenhaftigkeit und Phantasterei – er prahlte mit angeblichen Großtaten in Persien und mit Plänen in Rußland und Amerika, außerdem gab er sich als Arzt aus – trug K. selbst zu seinem raschen Sturz bei. Der vorschnelle Jubel verwandelte sich in Enttäuschung und in Verärgerung darüber, dem „Genieapostel“ auf den Leim gegangen zu sein. Johann Georg Sulzer nannte K. nunmehr „eine Art philosophischen Don Quichotte“. Maler Müller machte sich in einem Drama über ihn lustig (Gottesspürhund, Vetter von Johann Peter Kraft, Aus Fausts Leben, in: Deutsches Museum, 1779). Klinger parodierte K.s kraftgenialischen Stil (Plimplamplasko der hohe Geist (heut Genie), 1780; Mitautoren der Satire: Lavater und Jakob Sarasin). Goethe schrieb im November 1779: „Als Gottes Spürhund hat er frei / Manch' Schelmenstück getrieben, / Die Gottesspur ist nun vorbei,/Der Hund ist ihm geblieben.“
Nachdem K. im Oktober 1777 in die Schweiz zurückgekehrt war, wandte er sich auf Schloß Hegi und auf seinem Gut Glarisegg am Bodensee dem einfachen Leben der Bauern zu. Lavater und Schlosser sagten sich 1780 endgültig von ihm los. Haugwitz forderte eine radikale Änderung seiner bisherigen Lebensweise und holte ihn 1781 samt Familie nach Schlesien. In Breslau studierte er einige Monate lang Medizin und erhielt die Erlaubnis, ohne Examen in den Brüdergemeinen Neusalz (seit Juli 1782), Gnadenfels (seit Februar 1786) und Herrnhut (seit Juni 1786) als Arzt zu wirken. Der Gestrandete, der sich als verkanntes Genie fühlte, wandte sich den Herrnhutern in der Hoffnung zu, etwas vom religiösen Gemeinschaftsgefühl seiner Jugend zurückzugewinnen.
K. hat nicht durch ein literarisches Werk gewirkt, sondern durch seine Erscheinung und seinen Einfluß auf die Zeitgenossen. Er verkörperte in sich – wenn auch in übertriebener Form – die Tendenzen und Ideen seiner Zeit, der er mit den beiden Leitbegriffen „Sturm und Drang“ den Namen gab.
Weitere W Allerlei ges. aus Reden u. Hss. berühmter Männer, hrsg. v. e. Reisenden EUK (d. i. Ehrmann u. K.), 1. Bändchen, 1776.
ADB 15 (J. Minor);
J. J. Hottinger u. J. G. Sulzer, Brelocken aus Allerlei d. Groß- u. Kleinmänner, 1777;
Joh. Jak. Mochels Reliquien versch.|phil., päd., poet. u. a. Aufsätze, ges. v. J. C. Schmohl, 1780;
J. C. Schmohl, Urne Joh. Jak. Mochels, 1780;
H. Düntzer, C. K., d. Apostel d. Geniezeit, 1882;
J. Baechtold, Der Apostel d. Geniezeit, in: Archiv f. Lit.gesch. 15, 1887, S. 161 ff.;
W. Milch, C. K., 1932;
F. A. Schmidt, Maler Müllers dramat. Schaffen, mit bes. Berücksichtigung seiner Faustdichtung, Diss. Göttingen 1936;
R. Pascal, The German Sturm u. Drang, 1953, 21959, dt. u. d. T. Der Sturm u. Drang, 1963;
G. Kaiser, Klingers Schauspiel „Sturm u. Drang“, Zur Typol. d. Sturm u. Drang-Dramas, in: Unterss. z. Lit. als Gesch., Festschr. f. B. v. Wiese, 1973, S. 15-35.
Menges, Franz, "Kaufmann, Christoph" in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 347-349 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118776894.html#ndbcontent
Kaufmann Angelika Kauffmann, Ernst Friedrich
Kaufmann: Christoph K., entschieden der tollste unter den Kraftmännern des vorigen Jahrhunderts, verstand ohne jede eigene originelle und schriftstellerische Begabung die Tendenzen und Ideen seiner Zeit in sich zu verkörpern und zu seinen ruhmsüchtigen Zwecken auszunützen. Nicht bloß die deutschen Höfe, sondern auch die Größen der Litteratur, die Lavater, Hamann, Herder, Wieland, selbst Goethe hat er auf diese Weise eine Zeit lang zu närren gewußt. Am 14. August 1753 als Sohn eines Spitalschreibers und Mitglieds des großen Rathes zu Winterthur geboren, erhielt K. durch Sulzer und Geßner eine oberflächliche naturwissenschaftliche Bildung, trat in Bern als Apothekergehülfe in die Knecht'sche Officin ein, und wurde in Tübingen und Freiburg aus ähnlichen Stellungen davongejagt, weil er auf eigene Faust verfertigte Recepte verabreichte. In Straßburg, wo er seit 1774 als Apothekerbursche bei Spielmann im Dienste stand und daneben medicinische Vorlesungen hörte, fühlte er sich zuerst durch die Emancipationstendenz der Zeit zu großen Plänen und Entwürfen angeregt. Den empfindsamen Hang des Jahrhunderts wollte er zur Stiftung eines Lorenzo-Ordens ausnützen; die philanthropischen Ideen sollten ihm Gelegenheit geben, sich als Wohlthäter der Menschheit zu präsentiren, wobei ihm Christus als Muster vorschwebte; die durch Rousseau und Basedow angeregten Erziehungsideen wollte er durch einen eigenen „Bund", dem freilich jedes bestimmte Ziel fehlte, auf seine Weise fördern. Als Verehrer des natürlichen Genie gegenüber der Kunst, der natürlichen Kraft zum Wirken gegenüber dem „elenden Raisonnement“, verstand er auch in seinem Auftreten die rohe Naturkraft der Erscheinung und des Ausdruckes geltend zu machen, auf die Männer und besonders auch auf die „Weiblein“ zu wirken. Aus Elsässern und Schweizern bildete er sich einen förmlichen Anhang unbedingter, widerspruchslos ergebener Jünger, mit denen im Bunde der Ungebildete, Unerzogene die Regeneration des Erziehungswesens vornehmen wollte. Weil es ihm gänzlich an eigenen Ideen fehlte, kehrte er im September 1775 in die Schweiz zurück, um sich bei Iselin in Basel und Schlosser in Emmendingen Rath über die Erziehungsfrage zu holen. Aber die Meinungen beider Männer widersprachen sich. Iselin wollte K. von der falschen Genialität zurückbringen und ihm, ehe er die Bildung anderer zu seiner Aufgabe mache, erst seine eigene Verstandesbildung und systematisches Lernen ans Herz legen; Schlosser dagegen meinte mehr im Sinne Kaufmann's, daß die Bildung des Verstandes den Menschen nicht besser und glücklicher mache. Aber als K. bald nach seiner Rückkehr nach Winterthur eine Einladung an Basedow's Philanthropin erhielt und ihm Lavater und Iselin abriethen dem Rufe zu folgen, konnte auch Schlosser nur den Rath geben: „Frag Dich, was Du Kinder lehren willst; weißt Du dann was mehr als andere, so geh und lehre.“ Standpunktlos schwankt nun K. in seinen pädagogischen Ansichten zwischen Iselin und Schlosser hin und her, wie er denn überhaupt bei gänzlichem Mangel an eigener Bildung und origineller geistiger Kraft sich jeder Strömung hingab, welche ihn in seinen Interessen fördern konnte. Nach der Lectüre des Werther und der Stella läßt er sich als empfindsamen Narren bewundern. Mit dem jungen Goethe macht er das Thätigkeitsgefühl gegenüber dem Raisonniren, die Elasticität gegenüber dem Phlegma geltend. Vor jedem ruhigen methodischen Studium scheute er zurück; nur zum Handeln, Schnellüberschauen, Durchdringen hielt er sich geschaffen. Der Mann, in dem Lavater das Ideal eines Kraftmenschen sah, vor dem sein Famulus Ehrmann wie vor einem gottgesandten Geiste in die Knie sank, war nach der glaubwürdigeren Aussage anderer farbloser und farbwechselnder als ein Chamäleon: ein — ist und — aner; wenn er Goethe las, Goethe; bei Iselin Iselin; bei Schlosser Schlosser; bei Lavater Lavater; es war vorauszusehen, daß er bei Basedow Basedow sein würde. Kein Wunder, daß K. seine Ideen niemals zu Papier gebracht hat, höchstens einen andächtig schweigenden Jüngling mit sich führte, dem er dictirte, weil er zu voll von Gedanken sei, und die Autorschaft (nach Hamanns Vorgange) beharrlich als etwas verächtliches ablehnte und nur im Wirken, Handeln und Thun wahre Befriedigung finden wollte. Kein Wunder ferner, da er die Thatkraft als das höchste schätzte, daß er in der Erziehungsfrage sich endlich doch auf den Standpunkt Schlosser's stellte, der mit seiner Bildungslosigkeit leichter zu vereinbaren war, und daß er nun gegen Basedow's Philanthropin zu eifern begann, worin die Zöglinge überspannt, schwärmerisch und nicht für die Welt gebildet würden. Wohlweislich suchte sich K. von Dessau fern zu halten, wo man ihn leicht hätte durchschauen können. Aber Basedow ließ nicht ab: zur ersten Prüfung der Zöglinge des Philanthropins sandte er K. das Reisegeld, welches dieser durchbrachte. Als eine weitere Geldsendung kam, machte er sich endlich mit seinem Ehrmann auf den Weg — aber nicht geradeaus nach Dessau, wo er vielmehr erst im November eintraf, sondern auf eine apostolische Reise durch ganz Deutschland, wobei er an den Fürstenhöfen mit cynischem Naturalismus auftrat, durch die Einfachheit und Kindlichkeit, womit er sich zu geben wußte, selbst bei skeptischen Naturen Vertrauen und Glauben fand, dieselben aber hinterdrein durch seine maßlose, immer zunehmende Prahlsucht wieder verscherzte. Auf einem Schimmel zog der schöne, kräftige Mann mit offenem Wammse und herabwallendem Haare von Ort zu Ort, in den verschiedensten Masken, meist in Bauerntracht oder in Fachinsuniform. Ueberall kehrte er diejenige Seite hervor, von der er sich die größte Wirkung versprach. Einmal nannte er sich einen Gottesspürhund nach reinen Menschen (vgl. Goethe's Verse in der Hempel'schen Ausgabe III, 208). Ein andermal gab er vor als Repräsentant der Menschheit nach Dessau zu gehen, um das Philanthropin in Ordnung zu setzen oder zu zerstören und in Rußland ein eigenes Philanthropin zu gründen. Für Rousseau'sche Naturideen machte er allenthalben Propaganda. Sein Wahlspruch war: „Man kann was man will; man will was man kann.“ Dieser Grundsatz galt seinen Anhängern als ein Symbolum der treuen Befolgung der Naturtriebe, der Harmonie zwischen Können und Wollen, welches beides der Natur nach reciprok sein soll; und für einen solchen treuen Befolger aller Winke der Natur wurde eben K. gehalten. Auch als Apostel Lavaters, besonders der physiognomischen Fragmente, welche sein Bild viermal gebracht hatten und sich in seinem Ruhme nicht genug thun konnten, ging K. in die Welt, in die ihn hauptsächlich Lavater's Empfehlungen einführten. Je mehr er aber Zustimmung und Anhänger fand, desto dreister wurde er. Immer mehr gerirte sich der Lügenprophet als Apostel des 18. Jahrhunderts, des Humanitätsjahrhunderts. Er tritt als Wohlthäter der Menschen auf, gibt sich für einen Arzt aus und verrichtet wie Christus Wunderkuren durch den bloßen Glauben an ihn: Kein Kranler, der an ihn|glaube, äußert er, solle verloren gehen. Er geht ferner herum, um die Menschen zu „schütteln“ und das Christenthum, wie es zur Zeit seiner Stiftung in den Seelen derer war, die dazu bestimmt sind, sie mögen Fürsten oder Grafen sein (d. h. am liebsten für K., wenn sie eines von beiden waren), wiederherzustellen. Er geht weiter und behauptet keinen Schlaf zu bedürfen; er trinkt nur Milch und Wasser und nährt sich von Vegetabilien. Aus der Christusrolle fällt er immer mehr in die Charlatanerie des späteren Cagliostro hinein: wie dieser behauptet auch er trotz seiner Jugend bereits mit einem Menschenalter vor ihm in Verbindung gestanden zu haben und noch lange nach dem jetzigen Geschlechte fortzuwirken. Er war eigentlich ein lebendiges Exempel für alle auf die Spitze und bis zur Verzerrung getriebenen Tendenzen seiner Zeit; das Narrenhaus im kleinen, in dem sich alle einzelnen Narrheiten des Sturmes und Dranges zusammenfanden. Begreiflich, daß er einen Abscheu hatte, die von ihm praktisch dargestellten Lehren aufzuzeichnen und drucken zu lassen: denn (wie er wol wußte), nicht die Ideen, nur ihre Verkörperung war sein Eigenthum. Im J. 1776 erschien in Frankfurt und Leipzig ein kleines Bändchen: „Allerlei gesammelt aus Reden und Handschriften berühmter Männer. Herausgegeben von Einem Reisenden E(hrmann) U(nd) K(aufmann). Erstes Bändchen.“ (Ein zweites Bändchen ist von ganz anderer Hand.) K. behauptete, seine Freunde hätten ihm, weil er ein solcher Feind der Autorschaft sei, den Streich gespielt und aus den Briefen, die er an sie schrieb, Stellen herausgehoben und in diese Sammlung setzen lassen. Aber näherem Andringen, welche Stellen dies seien, scheint er mit der Antwort ausgewichen zu sein, daß sie schwer zu unterscheiden seien. Es wird also auch in dieser Sammlung wenig oder nichts auf Kaufmann's eigene Rechnung zu setzen sein. Seinen ersten Versuch bei Hofe hat K., so viel wir wissen, in Karlsruhe beim Markgrafen Karl Friedrich gemacht, dem er die wahre Regierungskunst lehren wollte, seine Unterthanen auf den Naturzustand zurückzuführen und bei dem Genuß von Kartoffeln glücklich zu machen. Von da ging er nach Mannheim an den Hof des Herzogs Karl Theodor von der Pfalz, wo ihn der Dichter und Maler Müller sah und später in einer Episode seines Faust parodirte. Ueber Darmstadt, wo er bei dem verständigen Merck wenig Glück hatte, kam er im September 1776 nach Weimar; sowol bei dem Herzoge Karl August als bei Goethe, Wieland, Lenz und Klinger fand er anfangs vollen Glauben, Goethe scheint viel mit ihm verkehrt zu haben. Klinger's „Wirrwarr“ wurde von K. in „Sturm und Drang“ umgetauft; mit diesem Schlagworte hat er sich in der Litteratur und Litteraturgeschichte verewigt, und der Genieperiode ihren Namen gegeben. Am meisten Beifall fand K. bei Herder, der Anfangs October in Weimar eintraf und dessen ursprüngliches Eigenthum viele der von K. vertretenen Ideen waren. Nachdem er durch seine Trätschereien den Bruch zwischen Goethe und Klinger vollendet hatte, verließ er Weimar und kam endlich Anfangs November 1776 nach Dessau ins Philanthropin. Um sein schlechtes Gewissen zu bemänteln, suchte er hier durch noch unverschämteres Auftreten zu imponieren; er erschlich sich zu einer von ihm entworfenen, nur das äußerlichste betreffenden Constitution die Unterschriften der Lehrer, und entzweite diese unter einander. Während er dem Unternehmen durch seine Beziehungen zu fürstlichen Personen bedeutende Geldmittel zuzuführen versprach, plünderte er es zur Entlohnung seines Wirkens um vierhundert Thaler. Das war seine ganze Reformationsthätigkeit. Nachdem er in Dessau ein zweites Mal mit dem Herzoge von Weimar und Goethe (welcher von Leipzig zurückkehrte) zusammengetroffen war, ging er wieder nach Darmstadt zurück, wo er den alten Plan einer Reise nach Petersburg endlich auszuführen beschloß. Petersburg war damals wie heute ein günstiger Boden für Abenteurer, und auch Cagliostro fand dort später eine Zeit lang günstige|Aufnahme. Ueber Weimar (Mitte Februar 1777) ging K. zunächst wieder nach Dessau, wo sich nach dem Vorgeben seiner Freunde die Fürstin in ihn verliebt haben soll und er deshalb vom Fürsten gesprengt wurde: ein Manoeuvre, das K. allerdings an mehreren Orten angestellt hat, überall aber glaubhaft machen wollte. In Berlin eiferte er gegenüber Sulzer über die bedeutendsten Männer der Aufklärung als über „schwache Kerls“. In Königsberg fand er bei Hamann begeisterten Anklang, der mit K. die Abneigung gegen alle Autorschaft theilte und in der Autorenwelt ebenso die Rolle des Cynikers spielte wie K. in der bürgerlichen Welt. Durch Hamann wurde K. nach Riga an den Buchhändler Hartknoch weiter empfohlen, dem er ein paar medicinische Rathschläge versetzte. Aber seine Pläne in Rußland und Petersburg, wenn sie nicht überhaupt bloße Windbeuteleien waren, mit denen er in Deutschland imponiren wollte, mißglückten. Ueber Dänemark (wie es scheint) reiste er nach Wandsbeck zu dem ihm aus Darmstadt bekannten Claudius: immer mehr schloß er sich an die Pietisten und Schwärmer, an die Freunde Lavaters, der ihn einen „Sohn Gottes“ genannt hatte, an; aber selbst der nüchterne Voß suchte sich und seiner Frau die Zweifel an Kaufmann's Prophetenthum auszureden. Ueber Mecklenburg und Berlin ging K. dann auf das Gut des Freiherrn von Haugwitz (gleichfalls eines Freundes von Lavater) zu Krappitz bei Oppeln; er soll nach des unzuverlässigen Böttigers Ausfage hier auf ähnliche Weise wie in Dessau geschieden sein. Im October 1777 kehrte der „Kraftkoloß von Astrakan“, der sich auf seine „persischen Thaten“ allenthalben viel zu Gute that, in die Schweiz zurück. Auf die Verblüffung, welche er allenthalben in Deutschland bei seiner Ankunft verursacht hatte, war unmittelbar nach seiner Abreise die Entlarvung seiner Betrügereien, Prahlereien, Ränke und Zwischenträgereien gefolgt. K. sah sich erkannt und fing an sich in die Situation des von der Welt verkannten und verfolgten Genies hineinzudenken. Als Schüler Rousseau's und Vorläufer Heinrichs von Kleist führte er eine Zeit lang ein förmliches Bauernleben, heirathete und ahmte auf Schloß Hegi die alten Patriarchen nach. Immer noch betrug er sich als der ärztliche Wohlthäter seiner Umgebung, den nur Undank und Neid aus der Welt Vertrieben hätten. In Deutschland war seine Rolle ausgespielt: nach und nach fielen auch seine helvetischen Freunde von ihm ab, selbst Lavatern gingen nun die Augen über seinen ehemaligen Schützling aus. Er schreibt über ihn: „K. drückt alle durch seine lieblose, stolze, richtende Härte, die er „"unserer Weichlichkeit"" traft eines „"höheren Berufes"“, den wir bei seiner unleidlichen Stolzzornmüthigteit, von der wir buchstäblich Arm- und Beinabschlagen fürchten, nicht anerkennen können, entgegensetzt.“ Während K. auf dem Freigute Clarisegg am Bodensee sich ganz als Feldbebauer ansiedelte, wurde sein Treiben in Deutschland erst in Satiren ("Brelocken ans Allerlei der Groß- und Kleinmänner“, Leipzig 1778; „Plimplamplasko der hohe Geist“ 1780, von Sarasin, Klinger, Pfeffel und Lavater (?); Goethes Satyros fällt viel früher und ist mit Unrecht auf K. bezogen worden, der in Berlin durchaus als Schüler Herders galt oder sich als solchen ausgab und daher manche Züge mit dem Satyros gemeinsam haben mußte) verspottet, dann aber durch die aus Mochels Nachlaß gemachten Publikationen (s. u.), welche sein verrätherisches Benehmen gegen die Elsässer Anhänger klar zeigten, vollständig entlarvt. K. zog nach Schaffhausen; gab sich immer mehr einer frömmelnden Richtung hin und hielt sich an die Brüdergemeinde. Sein ganzes eitles Dichten und Handeln war ihm (so machte er sich wenigstens selber vor) zum Ekel geworden: hier glaubte er endlich durch vieles Kämpfen zu der Einfalt zu kommen, in der er sich so selig finde. Er zog endlich ganz nach Schlesien, wo er in die Herrenhuterische Gemeinde Aufnahme fand und als Arzt gemeinnützig gewirkt haben soll. Er starb am 21. März 1795.|Die ersten quellenmäßigen Nachrichten über Kaufmann finden sich reichhaltig in Schmohl's Urne Johann Jakob Mochel's (1780) und in Johann Jakob Mochel's Reliquien verschiedener philosophischen, pädagogischen, poetischen und anderen Aufsätze (1780). Nach seinem Tode erschien ein ganz unzuverlässiger Nekrolog von Anton in der Lausitzischen Monatsschrift 1795 II, 25ff. Die übrigen sehr zerstreuten Nachrichten über Kaufmann sammelt Düntzer in seinem dankenswerthen Aufsatze: Christoph Kaufmann, der Kraftapostel der Geniezeit in Raumer's historischem Taschenbuche III. Folge 10. Jahrgang, S. 107 ff., 1859; dem auch ein handschriftlicher Aufsatz von Kaufmann's Gattin (mit allerdings meist unrichtigen eigenen Angaben Kaufmann's) zu Gebote stand. Ergänzt kann Düntzer's Darstellung aus einigen neueren Quellen werden: in Bodemann's Schrift J. G. Zimmermann, Hannover 1878, findet man Nachrichten über Kaufmann's Berliner Aufenthalt aus dem Briefwechsel zwischen Sulzer und Zimmermann (Registr. s. v. Kaufmann); Max Rieger in seiner Monographie: Klinger in seiner Sturm- und Drangperiode, Darmstadt. 1880 behandelt S. 160—164, 171—179, 218, 278, 302 f., 348—361, 408 Kaufmann's Verhältniß zu Klinger.
Minor, Jakob, "Kaufmann, Christoph" in: Allgemeine Deutsche Biographie 15 (1882), S. 469-473 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118776894.html#adbcontent | de |
q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
Wissen (Philosophie) | Nachdem im ersten Teil des Interviews mit Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner wesentliche Stationen seiner Lebensgeschichte zwischen den späten 1960er Jahren und seiner Tätigkeit in Gütersloh zur Sprache kamen, ist nun im zweiten Teil insbesondere die Psychiatriekritik Gegenstand der Erörterung.
Schattenblick: Sie haben berufsständische Interessen genannt, den eigenen Broterwerb und die gesamte Zunft der in der Psychiatrie versammelten professionellen Akteure zu sichern. Sehen Sie darüber hinaus andere gesellschaftliche Interessen, die Psychiatrie in ihrer herkömmlichen Form aufrechtzuerhalten, etwa als Zwangsoption der Ausgrenzung oder Drohpotential?
Klaus Dörner: Ich habe mich inzwischen darauf verschärft, daß es einzig und allein die berufsständischen Interessen sind, die ja in der Wirtschaft nicht ehrenrührig und dort völlig in Ordnung sind. Unterwirft man jedoch die Sphäre des Helfens, in der der Markt nichts zu suchen hat, gleichermaßen den Gesetzen der Güterproduktion, ist das nicht hinzunehmen. Man muß meines Erachtens davon ausgehen, daß in keinem Bereich der Gesellschaft die berufsständischen Interessen so massiv und rücksichtslos über den eigentlichen Betriebszweck gestellt werden wie im Bereich der helfenden Berufe.
Seine Rede gipfelte in dem Satz: Man müsse sich sogar überlegen, ob die Euthanasie, also die Ermordung der psychisch Kranken, mehr ein Naziprogramm oder eher ein Psychiatrieprogramm gewesen sei. Als ich das las, habe ich einen totalen Schrecken gekriegt: Das ist ja der Gedanke, den ich seit Jahrzehnten mit mir herumschleppe, ohne mich je getraut zu haben, ihn auszusprechen! Und dieser Kerl, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, macht das einfach. Ich habe dabei gelernt, daß man sich der Wahrheit nur dann angemessen nähern kann, wenn auf der einen Seite die Nähe, aber auf der anderen auch die Distanz stimmt. Fehlt eines von beiden, kommt man nicht an die Wahrheit heran oder kann sie nicht aussprechen. Er hatte das aus der Gnade des Abstands heraus einfach getan, während ich viel zu verstrickt, emotional viel zu betroffen und daher außerstande war, es so zu formulieren. Seither denke ich darüber nach, ob nicht statt des reformistischen Weges der revolutionäre angemessener wäre.
Da das Buch "Irren ist menschlich" immer noch ganz gut geht, plant der Psychiatrie-Verlag mal wieder eine Neuauflage. Weil die Ursula Plog ja verstorben ist, bin ich der Alleinerbe. Wir sind gerade bei der Überarbeitung, und ich habe deren Organisation dem Verlag überlassen, was möglicherweise keine weise Entscheidung war. Jedenfalls ist ein Redaktionsgremium gewählt worden, das bei Erhalt der Grundkonzeption des Buches die einzelnen Kapitel an verschiedene Leute zur Überarbeitung gegeben hat. Ob das jetzt gelingt oder nicht, ist noch offen. Allerdings habe ich mir vorbehalten, Vorwort und Gebrauchsanweisung, das historische Kapitel und das Alterskapitel selber zu formulieren. In der damaligen Aufbruchszeit haben wir die Diagnosen problematisiert, aber diese Frage im Grunde noch psychiatrie-intern diskutiert. Da ich mich unterdessen doch ein Stückweit radikalisiert habe, überlege ich, ob man diese Problematik nicht transzendieren müßte: Handelt es sich bei dem, was Menschen in den Einzugsbereich der Psychiatrie bringt, tatsächlich um das, was man in der Körpermedizin als Krankheit bezeichnet?
In Berlin lebt eine Psychiatrie-Erfahrene, Ursula Talke, die über einen netten Professor für Rehabilitationspsychologie eine Dozentur bekommen hat, obwohl sie alle naselang die verrücktesten Sachen macht. So etwas wäre früher undenkbar gewesen, doch er hält sie bei der Stange, und so funktioniert das ausgezeichnet. Sie hat mich immer mal wieder in ihre Seminare eingeladen, weswegen wir uns inzwischen auch näher kennen. Und diese Ursula Talke hat mich bei unserer letzten Begegnung gehörig beschimpft: "Was du da formuliert hast, ist alles ganz nett, aber nicht radikal genug! Warum muß ich immer noch lesen, daß ich "psychisch krank" sei?" Das hat mich tief getroffen und dazu gebracht, das folgende Konzept zu entwerfen.
Die Psychiatrie ist ja eine relativ späte Spezialisierung der Medizin, so zwischen 1800 und 1830 in Deutschland, in anderen Ländern ein bißchen früher. Womit man umgehen wollte, war in Begriffe der Alltagssprache gefaßt: Jemand war ver-rückt oder außer sich und mußte wieder in sich gebracht werden. Es haben sich ganz schnell zwei Fraktionen gebildet, die Somatiker und die Psychiker, wie sie sich damals nannten. Die Psychiker gingen von dem Gedanken aus, daß es sich bei den außergewöhnlichen psychischen Phänomenen um eine allgemein menschliche Möglichkeit handle, die uns von Tieren unterscheidet. Zumindest weiß man nicht so genau, ob Tiere auch wahnsinnig werden können. Ob uns diese Phänomene einfach über den Weg laufen und daher zufällig oder eher schicksalhaft sind, jedenfalls handle es sich bei ihnen eben um eine Möglichkeit des Menschen. Insofern kann man auf den alten Kant zurückgreifen, der die Anthropologie immer als einen Bestandteil seiner Philosophie aufgefaßt und darin im wesentlichen diese Form psychischer Störungen abgehandelt hat.
Diese Auffassung verwarfen die Somatiker als unsinnig. Sie sprachen demgegenüber von körperlichen Krankheiten, die irgendwo im Gehirn anzusiedeln seien, was ja nahezuliegen schien. Die beiden Fraktionen haben einander furchtbar bekriegt und sich 30 Jahre lang damit herumgeschlagen. Aus meiner heutigen Sicht würde ich sagen, daß es sich um zwei Perspektiven handelte, die man besser im Schwebezustand gehalten hätte, weil an beiden Seiten etwas dran ist. Dann wäre man weitergekommen. Die Somatiker haben jedoch sondiert, wo ihre stärksten Bataillone standen und damit die besten Möglichkeiten winkten, Geld zu machen, um Forschung und Lehre, Universitätsrang und Macht, Bedeutung und Expansion im Bereich der Medizin zu befördern. Die Medizin war die Leitwissenschaft der gesamten Industrieepoche mit ihren enormen Erfolgen bei der Bekämpfung von Krankheiten, vor allem der Infektionskrankheiten. Dort galt das Motto, daß man es mit einem feindlichen, aggressiven Angreifer zu tun habe, der von außen kommt, in einen unschuldigen Mechanismus eindringt und ihn zerstört. Diesen Angreifer muß man vernichten. Daher gehe es nicht um den psychisch Kranken - der spielt keine Rolle -, sondern um die Krankheit, die man beseitigen will. Das ist der Gegenstand der medizinisch verstandenen Psychiatrie. Deswegen kann man im Zweifelsfall zu brutalen Mitteln greifen, und manchmal geht das eben nicht anders, als den Betreffenden dabei über die Klinge springen zu lassen. Man wollte eine leidensfreie Gesellschaft schaffen, und in dieser Fortschrittseuphorie des 19. Jahrhunderts war das etwas, wovon auch seriöse Menschen träumen konnten.
SB: Sie haben in Ihrem Buch "Irren ist menschlich" noch vertreten - was Ihnen aus psychiatrie-kritischer Sicht auch angelastet wurde -, daß man in bestimmten Fällen die Elektrokrampftherapie (EKT) einsetzen könne. Wie verträgt sich eine so tiefgreifend somatisch intervenierende Methode mit dem Ansatz eines allgemein menschlichen psychischen Phänomens? Würden Sie auch heute noch die Auffassung vertreten, daß man die EKT unter Umständen verwenden sollte?
KD: Es gibt dieses zauberhafte Büchlein von Gerald Ulrich "Biomedizin - die schwerwiegenden Folgen des Biologiebegriffs". Darin sagt er - und so formuliert es auch Kant, vorher noch Aristoteles: Man kann zwischen dem, was man Körper, Geist und Seele eines Menschen nennt, nicht unterscheiden, das ist alles eins. Am schlichtesten hat es eigentlich Aristoteles formuliert: Seele, Geist, mein Gott, Seele ist - das einzige, was man sagen kann - die Lebendigkeit des Körpers. Eine wunderbare Formulierung! So gut hat es selbst Kant nicht ausgedrückt. Später kam Schelling, und seither gab es immer wieder neue Ansätze, die Medizin von der exakten Naturwissenschaft, vom Denken wegzuholen und als Biologie aufzufassen.
Nach der Nazizeit und dem Zweiten Weltkrieg sagten die medizinischen Psychiater, es sei vielleicht doch besser, sich das Mäntelchen Bio umzuhängen, das so gut klingt. Reden wir nicht mehr von der allzu belasteten Pharmapsychiatrie, sondern von Biomedizin, Biopsychiatrie und Bioethik, weil das viel besser ankommt. Das war natürlich der totale Verrat an dem, was mit dem Wort Biologie eigentlich gemeint ist. Jakob von Uexküll hat noch gefragt: Was ist ein Mensch, was ist ein Lebewesen? Ein Lebewesen hat eine äußere Seite und eine innere Seite. Darüber hinaus hat er als drittes den sozialen Bereich in seinen biologischen Umweltbegriff mit aufgenommen. Ansätze in dieser Richtung gab es immer wieder in der Geschichte, auch in der Nachkriegszeit, wenn Sie etwa an Autopoiesis von Humberto Maturana denken. Das waren ganzheitliche Konzepte von Medizin.
Deswegen würde ich es so formulieren, wobei ich nicht sicher bin, ob die anderen Mitglieder des Redaktionskomitees das zulassen: Wie wäre es denn, wenn wir zu den Pionieren, die die Psychiatrie erfunden haben, zurückgehen würden, die das noch in einer Ambivalenz und einem Spannungsverhältnis gesehen haben? Es gibt die anthropologische, ich kann auch biologische Seite sagen, und es gibt die medizinische Seite. Man muß sehen, daß man beides ins Gleichgewicht bringt, um sich der Wahrheit dessen, was Psychiatrie sein könnte, zu nähern.
Zurück zum Spannungsverhältnis der Pioniere
Was nun diese berühmte EKT-Geschichte angeht, so ist das ein Kapitel für sich. Die erste, brutalste und folgenschwerste gewaltsame Intervention bestand ja in der Institutionalisierung. Wir haben das immer als Ausgrenzung beschrieben, aber es gab schon damals Leute, die sagten, das ist mehr als Ausgrenzung, es ist soziale Euthanasie. Ich weiß noch, wie ich das immer aus meinem Verständnis als Psychiater und den damit verbundenen Standesinteressen als übertrieben bezeichnet habe. Vielleicht war es doch nicht übertrieben. Wie mich der Präsident der DGPPN aufgeklärt hat, war die Euthanasie schon vor den Nazis ein Psychiatrieprogramm. Wir haben damals in Gütersloh den Arbeitskreis Erforschung der Geschichte der Euthanasie gegründet, den es nun schon seit 30 Jahren gibt - man trifft sich mit konstanter Bosheit immer noch zweimal im Jahr. Heinz Faulstich war es, der das Hungersterben in der Psychiatrie erforscht hat.
Was die Geschichte der Gewaltanwendung angeht, die zu den bestgehütetsten Geheimnissen gehört, wurden Psychiatrieinsassen derart entwertet, daß sie nur noch als geistig Tote galten, denen gegenüber man die Hemmschwelle immer weiter absenkte. Der damals weltberühmte Psychiater Auguste Forel aus der friedlichen Schweiz bekannte sich um 1890 dazu, die strafgesetzlich im Kaiserreich noch verbotene eugenische Zwangssterilisation von Anstaltsinsassen durchgeführt zu haben. Wie Faulstich anhand des mühseligen Vergleichs der Kalorientabellen aller Anstalten herausgefunden hat, wurde dann im Ersten Weltkrieg die Zahl der Psychiatrieinsassen durch Aushungern reduziert. Der dafür verwendete technische Begriff war "Übersterblichkeit", die man im Krieg für notwendig, möglich und erlaubt erachtete. Durch staatlich verordneten Mord wurden in Deutschland rund 70.000 mehr Insassen, als unter den herrschenden Kriegsbedingungen zu erwarten gewesen wären, durch systematische Unterernährung getötet. In anderen kriegführenden Ländern gab es das auch, doch nur in Deutschland hat man es genauer untersucht. Weder die Kirchen noch die Berufsverbände haben je ihre Stimme dagegen erhoben.
Deswegen konnten sich dann im Zweiten Weltkrieg Carl Schneider und Hermann Paul Nitzsche um die Frage prügeln, ob man die Psychiatrieinsassen lieber verhungern lassen oder vergasen sollte. Schneider setzte sich mit der Auffassung durch, daß Verhungern inhuman sei, da die Menschen Monate leiden müßten. Mittels Vergasung sei die Sache hingegen in ein paar Minuten geklärt. Er hat diese Sicht als humane Pflicht des Psychiaters aufgefaßt und war reflektiert genug, daß es tatsächlich seine Überzeugung gewesen sein dürfte.
Unter der Prämisse, daß nicht der psychisch kranke Mensch, sondern ausschließlich die Krankheit gemeint sei, setzte sich ab den 1930er Jahren die Schocktherapie durch. Die Bereitschaft, Gewalt anzuwenden, wurde zum heroischen Kampf des Arztes gegen die Krankheit verklärt, der sich auch dann nicht geschlagen gibt, wenn er die Niederlage vor Augen hat. Wurden von hundert Patienten zwei oder gar zehn durch den Schock vielleicht auch nur vorübergehend gesund, rechtfertigte dies in den Augen der Psychiater die allgemeine Anwendung: Wenn es bei zehn funktioniert, werden wir die Methode soweit verbessern, bis es auch bei allen hundert funktioniert. Das ist ganz konventionelles naturwissenschaftliches Denken und seit Hunderten von Jahren legitimiert.
Ich habe als Student sowohl die Anwendung des Insulinschocks als auch des Elektroschocks noch miterlebt und fand das damals in Ordnung. Bei manchen hat man Pech gehabt, da hat es nicht funktioniert, bei anderen hat es funktioniert. Und wenn es funktioniert hat, war es jedesmal ein Wunder: Lazarus stand auf, nahm sein Bett und wandelte. Dieses quasi religiöse Erlebnis muß für die ersten, die das angewandt haben, noch dreimal aufregender gewesen sein als für einen döseligen Studenten wie mich. Und ähnlich ist es natürlich bei der Pharmatherapie, nur nicht mehr ganz so wild, weil es statt physikalisch-mechanischer Schocks eben chemische sind. Ich habe das noch volle Pulle mitgekriegt, wie begeistert man war, daß Menschen, die sich ihr Leben lang mit Wahnideen herumgeschlagen und halluziniert hatten, nach der Verabreichung von Haloperidol frei davon waren. Die betroffenen Menschen haben sich gefreut und gesagt, wie wunderbar ist das, daß ich das noch mal erleben darf. Man könne das Schicksal zahlloser Menschen mit Hilfe von Psychopharmaka verändern, hieß es damals. Ich bin sehr früh geprägt worden von diesem furchtbar konservativen, reaktionären, militaristischen Bürger-Prinz, Kotzbrocken im Umgang mit Menschen, arrogant wie der Dr. Behrens im Zauberberg von Thomas Mann - der soll ihm sogar nachempfunden sein, ich weiß aber nicht, ob das stimmt. Bürger-Prinz riet uns jungen Assistenten, seid nicht so schnell begeistert und nehmt vor allem nicht die Psychopharmaka, die als letzter Schrei auf den Markt kommen. Es dauert etwa zehn Jahre, bevor wir über die Nebenwirkungen Bescheid wissen. Ob es sich objektiv oder wegen der Vertuschungsstrategie der Pharmafirmen so verhält, spielt keine Rolle, nehmt bestenfalls die altbewährten Medikamente! Natürlich hat sich kein Schwein an diese Anweisung gehalten. Ich habe damals sinngemäß folgende Zeilen formuliert: Wir benutzen mit oder ohne Begeisterung diese Psychopharmaka und freuen uns jedesmal, wenn es funktioniert. Es wird jedoch nicht lange dauern, bis man uns als inhumane Schweine beschimpft. Aber heute kann ich mich nicht dagegen wehren, weil ich das Gefühl hätte, Menschen, die erkennbar leiden, nicht die Chance zu geben, von ihrem Leiden runterzukommen. Und das kann ich nicht aushalten.
SB: Würden Sie sagen, daß beispielsweise die EKT in Einzelfällen zu empirisch belegbaren Erfolgen geführt hat, so daß die Erklärung Bestand haben könnte, der Zweck heilige das Mittel?
KD: Das ist noch viel schlimmer. In diesem Fall stand Lazarus auf, nahm sein Bett und wandelte - nicht, weil Jesus zu ihm gesprochen, sondern weil er eine EKT gekriegt hatte. Das war vom Erlebniswert her praktisch gleich für den betroffenen Menschen, seine Familie und selbst die Profis. Schrecklich! Das einzige Mal, wo sich auch die somatisch geprägtesten Psychiater relativ früh Sorgen machten, war die erste große Operationsbegeisterung um den Portugiesen Egas Moniz, der Menschen das Gehirn verstümmelte und dafür sogar den Nobelpreis bekam. Eine abgespeckte Variante gab es dann wieder zu meiner Zeit mit den sogenannten stereotaktischen Operationen. Wenngleich sich damals eine mächtige Lobby für die Behauptung stark machte, man könne alle möglichen Krankheiten bis hin zu Parkinson auf diese Weise heilen, konnte sich eine zunächst schwache Gegenfraktion erstaunlicherweise relativ schnell soweit durchsetzen, daß dieser Weg verlassen wurde. Im Augenblick gibt es die neue Variante der tiefgreifenden Gehirnstimulation: Wie die Pflege die basale Stimulation der Kranken erfunden hat, machen wir Ärzte jetzt die Gehirnstimulation - ist doch genau dasselbe.
SB: Mit Blick auf die Diagnostik psychischer Probleme fällt unter anderem auf, daß Soldaten der Bundeswehr nach Einsätzen in Afghanistan immer häufiger posttraumatische Störungen attestiert werden. Spricht man im Falle dieser Soldaten, die sich größtenteils in ihrem Feldlager aufgehalten haben, von Traumatisierung, drängt sich zwangsläufig der Eindruck auf, daß sich die afghanische Bevölkerung den Luxus einer Traumatisierung nicht leisten kann, weil sie mit viel existentielleren Problemen konfrontiert ist. Handelt es sich bei der posttraumatischen Störung um eine Art Wohlstands- oder Komfortleiden?
KD: Natürlich, aber an diesem Komfort wollen wir jetzt auch in Deutschland teilhaben! Die posttraumatische Belastungsstörung ist ja nicht etwa ein Produkt der jüdischen Naziverfolgten, sondern des Vietnamkriegs. Damit kam der Durchbruch, weil man die amerikanischen Soldaten anschließend in den USA in diesen Veteran-Hospitals zusammenpferchte, wo sich dann über Inzucht die Idee, man könnte traumatisiert sein, als hoch infektiös erwiesen hat. Schließlich war es den Psychiatern möglich, das in den entsprechenden Klassifikationssystemen unterzubringen. So hängt das alles zusammen.
Peter Whitehouse mit seinem Buch "Mythos Alzheimer" gehört zu den wenigen Beispielen, die den umgekehrten Weg eingeschlagen haben. Er ist ein seriöser und glaubwürdiger Mensch, weil er die erste Hälfte seines Lebens für die Pharmaindustrie gearbeitet und deren Präparate propagiert hat. Er hat jedoch, Gott sei Dank, nebenher eine kleine Praxis betrieben, in der er auch demente Menschen betreute. Eines Nachts kam ihm die Frage in den Sinn, ob es sich bei Alzheimer tatsächlich um eine Krankheit handelt. Dabei schließt er nicht aus, daß man eines Tages zu genaueren Erkenntnissen gelangt, stellt aber für den Augenblick fest, daß man die Existenz der Krankheit Alzheimer nicht sicher belegen könne. Mitunter treten diese Plaques auf, ohne daß Demenz vorliegt, in anderen Fällen weist ein dementer Mensch keine Plaques auf. Man könne eigentlich nur sagen, daß Demenz einer der vielen Wege ist, über die wir Menschen allgemein altern und dann auch irgendwann sterben.
Mir schwante schon immer so etwas, weil ich noch aus der Zeit stamme, in der jeder anständige Psychiater nur von seniler Demenz sprach. Von einem Tag auf den andern wurde diese zu Morbus Alzheimer umbenannt. Das konnte doch eigentlich nur damit zusammenhängen, daß die Ärzte das große Geschäft erkannten, das ihnen in Gestalt der epidemisch zunehmenden alten Menschen winkt. Geschäfte machen kann ich aber nur mit Krankheiten, weil die Kassen andernfalls nicht zahlen. Der arme Alzheimer Alois konnte sich nicht mehr dagegen wehren, weil er lange tot ist und eigentlich auch gar nichts damit zu tun hat. Er hatte lediglich erforscht, daß es Unterformen der Demenzentwicklung gibt, die als Frühform bereits im mittleren Lebensalter einsetzen. Eine von ihnen heißt Morbus Alzheimer, weshalb die Verallgemeinerung auf senile Demenz auch noch wissenschaftlich falsch angewandt ist. Aber das spielt alles keine Rolle, wenn es viel Geld zu verdienen gibt.
Mit seinem etwas plakativen Buchtitel "Demenz ist keine Krankheit" schwimmt auch der Gießener Soziologe Reimer Gronemeyer mutig gegen den Strom. Daß so etwas von der Polizei erlaubt und nicht sofort verboten wird, läßt mich hoffen, daß ich doch noch, bevor ich abkratze, in den nächsten Jahren mehr solcher ermutigender Zeichen entdecke. Was monopolartig den Markt beherrscht hat, relativiert sich allmählich doch.
SB: Im Zuge dieser Ausdifferenzierung in immer neue Krankheitsbilder wuchern die Klassifikationssysteme regelrecht. Entheben sie sich damit nicht selbst ihrer substantiellen Grundlage, zumal die Widersprüche offenkundig werden?
KD: Ja natürlich. Das Klassifikationssystem psychischer Störungen (DSM) ist ein Beispiel für wundersame Vermehrung. Erst waren es 100, dann 200, dann 300, jetzt 400 diagnostizierbare Krankheiten - irgend etwas kann da nicht stimmen. Ich bin zwar davon ausgegangen, daß sich das eines Tages wieder in Richtung Vernunft ändern würde, hätte aber nicht gedacht, daß ich das noch erleben dürfte. Daß man unter Armut oder sozialer Benachteiligung, Rassendiskriminierung oder religiöser Verfolgung leidet, ist ja mehr oder weniger weggewischt. Das pathogenetische Monopol hat die Medizin, und es ist nur noch erlaubt zu leiden, wenn es als Krankheit definiert wird. Dieser Expansionismus, alles zur Krankheit zu erklären, wird irgendwann derart übertrieben, daß eine gegenläufige Entwicklung einsetzt. Noch muß man allerdings von einer Ausweitung sprechen, da die Definition neuer Krankheiten der einzige Weg ist, noch mehr Geld zu verdienen. Auch ist es offenbar verführerisch, für das, was man qualvoll erleidet, mit etwas Geld entschädigt zu werden. Das ist reizvoll für die Verbraucher, vor allem aber für die Verursacher, nämlich die Ärzte. Würde man es genau untersuchen, ließe sich wohl nachweisen, daß es keine Branche gibt, die so systematisch mit krimineller Energie ihr Geschäft betreibt wie die helfenden Berufe im allgemeinen und die Psychiater im besonderen.
Ist da kriminelle Energie im Spiel?
SB: Sie haben zur Frage der Organtransplantation gemeinsam mit Andreas Zieger und Paolo Bavastro schon einmal eine Stellungnahme verfaßt. Decken sich die darin getroffenen Aussagen noch mit Ihrer heutigen Ansicht?
KD: Ich habe einen wunderbaren Auftritt beim evangelischen Kirchentag in Hannover hingelegt, was wahrscheinlich unbekannt geblieben ist, obwohl es in dem Tagungsband enthalten ist. Das war vor der Zeit der schrecklichen Skandale, als sich die Leute in ihrer Raffgier noch etwas zurückgehalten haben oder zumindest vorsichtiger gewesen sind. Absehbar war jedoch auch damals schon, daß es an Spenderorganen mangelte, weshalb die Klage allgegenwärtig war, jedes Jahr würden deswegen Tausende von Menschen sterben. Es handelte sich um eine Podiumsdiskussion, bei der Christoph Broelsch, der damalige Transplantationspapst aus Essen, neben mir saß. Er wurde bekanntlich später zu einer Haftstrafe verurteilt. Das war einer der seltenen Fälle, in denen ein Arzt wegen solcher Tätigkeiten tatsächlich im Gefängnis landete. Ich hätte das nie erwartet und war deswegen sehr verblüfft. Auf dem Kirchentag hatte ich die Gelegenheit, einen Vortrag zu halten. Darin ging ich von der schrecklichen Situation aus, daß Menschen sterben, weil wir zu wenig Organe haben. Aber könnte es nicht sein, fragte ich dann, daß sich die Menschen nur deswegen keinen Spenderausweis zulegen, weil sie die ärztliche Definition nicht nachvollziehen können, daß der Hirntod der Tod des Menschen sei, und sie das einfach emotional ablehnen? Mir ging das zum Beispiel so. Wenn das so wäre, könnte man doch neue Spenderausweise schaffen, in denen steht: Ich sei bereit, meine Organe zu spenden, ginge aber während dieser ganzen Prozedur davon aus, daß der Tod nicht der Hirntod ist. Alle beteiligten Ärzte und sonstigen Leute, die mich dann ausweiden zum Verpflanzen meiner Organe, sollten bitteschön zur Kenntnis nehmen, wie ich das sehe.
Der Kollege neben mir war zuerst total überrascht. Dann erklärte er, daß man das heute längst nicht mehr so ideologisch sehe und ganz pragmatisch einfach nur mehr Organe haben wolle, egal mit welcher Begründung: Also, ich bin für Ihren Vorschlag! Eine Woche später kriegte ich Post von ihm, oh, ich bin furchtbar kritisiert worden von all meinen Kollegen. Da ist der Gaul mit mir durchgegangen, ich muß das widerrufen, ich kann das doch nicht so sehen.
Dieter Birnbacher hat das damals bei der Bundesärztekammer durchgesetzt, daß man jetzt naturwissenschaftlich beweisen könne, daß der Hirntod der Tod des Menschen sei. Seither habe ich gesagt, das kann ja wohl nicht angehen, daß man das einfach so verfügt. Um die ganze Sache etwas abzumildern, habe ich dann in meinem Vortrag noch hinzugefügt, daß die gegenwärtige Ära, in der wir diesen moralischen Druck ausüben und dafür die wissenschaftliche Wahrheit vergewaltigen und ideologisieren, nur eine kurze Übergangszeit sei. Sicher hätten wir bald gelernt, andere Formen der Transplantation über Schweineorgane oder künstliche Organe zu erfinden, so daß man nicht mehr andere Menschen ausschlachten müßte. Das war im Grunde genommen natürlich als eine witzige Intervention gemeint, da mir schon klar war, daß es wahrscheinlich nicht so kommen würde.
Dann habe ich in der anschließenden Diskussion auch noch gesagt, daß es ja wohl eine Schweinerei sei, wenn Ärzte darauf eingingen, noch lebenden Menschen das Herz aus dem Leibe zu schneiden. Das könne man doch nicht machen. Warum sollten eigentlich nur die Spender und deren Familien solche Skrupel haben, den Hirntod wirklich als Tod des Menschen anzusehen, und ihr Ärzte habt überhaupt keine Skrupel? Wenn schon, dann Skrupel auf beiden Seiten. Das war gewissermaßen mein Versuch, im Kirchentagsmilieu eine Lockerungsübung durchzuführen, weil es sonst nur ein verhärtetes Pro und Kontra gibt.
SB: Die deutsche Transplantationsmedizin kommt mit den Widersprüchen der Hirntoddefinition zunehmend schlechter klar. Im Unterschied zu vielen anderen Ländern ist in Deutschland die Organentnahme nach Herzkreislauf-Stillstand verboten. Angesichts des Organmangels mehren sich Stimmen, wonach der Spender bei der Entnahme nicht unbedingt tot sein müsse, sofern er dem nur freiwillig zustimme. Was halten Sie von der Validität einer solchen Zustimmung und wie weit müßte die Aufklärung gehen, wenn ein Mensch lange vor seinem Tod die Zustimmung zur Organentnahme erteilen soll? Ist er überhaupt in der Lage, eine derart weitreichende Vorauserklärung in Eigenverantwortung abzugeben?
KD: Ich habe mich in der Vergangenheit in diese intellektuellen Sandkastenspiele verstrickt und mich sehr lange damit aufgehalten. Mit Julius Hackethal und der Deutschen Gesellschaft für humanes Sterben Anfang der 1980er Jahre ging das los - mein Gott, was habe ich mich damals intensiv damit beschäftigt! Inzwischen bin ich davon relativ weit weg, ganz im Unterschied zu meinem guten Freund Michael Wunder, der den Sprung in den Deutschen Ethikrat geschafft hat. Da kabbeln wir uns immer mit Leidenschaft. Ich reduziere das ganz gern auf Patientenverfügungen, was das Ende des Lebens angeht: Wieso kann ich eigentlich in die Wahrnehmung meiner freien Selbstbestimmung mit aufnehmen, daß ich einen anderen Menschen, einen Arzt beispielsweise, dazu bestimme, mich umzubringen? Geht doch wohl nicht! Dann bin ich auch schnell dabei, mir zu überlegen, wann ich denn überhaupt als normaler mitteleuropäischer, durchschnittlich intelligenter Mensch fähig bin, Aussagen über mich zu machen, die in einer unbekannten Zukunft liegen, und die auch andere Menschen, beispielsweise meine Kinder, betreffen, ohne daß ich ihnen genauso Gelegenheit gebe, ihre Selbstbestimmung zu Protokoll zu geben, was das Leben des Vaters angeht.
Wenn, dann muß das schon so kompliziert und so bürokratisch gemacht werden, daß alle Leute sich nur noch kaputtlachen. Und damit weiß man, daß diese Patientenverfügung ein modisches Hirngespinst ist. Darauf werden die Leute nach einer gewissen Zeit schon noch kommen. Bis es soweit ist, fallen dem natürlich immer wieder Menschen zum Opfer. Das ist nun mal die Kraft menschlicher Ideologiebildung, daß man damit viele Leute zur Strecke bringen kann. Dauerhaft wird das aber nicht sein, und das ist das einzige, womit man sich trösten kann. Die Menschheit kann sich in immer verrücktere Mentalitäten hineinsteigern, aber irgendwann wird es so verrückt, daß es der Dümmste merkt. Und dann geht man mal wieder eine Zeitlang auf Gegenkurs. Damit tröste ich mich.
Teil 1 des Interviews mit Klaus Dörner im Schattenblick unter
INFOPOOL → PANNWITZ → REPORT: | de |
q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
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q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
Wissen (Philosophie) | die andere form des terrors: amok | gwr 411 | september 2016
"Man begreift sehr viel mehr von möglichen Mordmotiven, je mehr man über das Leben der Killer weiß. Das Bündel der erfahrenen Verletzungen und Traumata ist in allen Fällen erheblich. Ebenso erheblich ist es aber bei Hunderttausenden anderer jugendlicher oder auch etwas älterer Männer auf der Welt, die dann doch nicht zu Attentätern werden. Wer letztendlich den Entschluss zum Morden und zur Selbstauslöschung fasst, ist durch biografische Details nicht schlüssig erklärbar." (Klaus Theweleit, (1))
Medien, PolitikerInnen, die Terroranschläge in Frankreich und Verlautbarungen des "Islamischen Staates" (IS) schufen im Sommer 2016 in Deutschland eine Atmosphäre, in der alle auf das erste islamistische Attentat warteten, nachdem das Land bisher ausgespart geblieben war.
Wie um diese Erwartung zu bestätigen, wurde dann die Reihe Würzburg, München, Ansbach aufgemacht.
Als ließe sich das alles unter einer Perspektive zusammenfassen, erklärte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU): "Der islamistische Terror ist in Deutschland angekommen." (2) Obwohl viele wissen, dass islamistische Attentäter auch deutsche Staatsbürger, im Land aufgewachsen (so wie das auch bei den meisten AttentäterInnen in Frankreich der Fall ist) sein können, verabsolutiert die Rede vom "Ankommen" die natürlich auch bestehende Möglichkeit, dass sich Eingeschleuste, Geflüchtete zu vom IS gesteuerten Attentaten hinreißen lassen.
Die reflexartige Aneinanderreihung der drei Attentate vom 18., 22. und 24. Juli lenkte die unmittelbare Kritik sofort auf die Flüchtlingspolitik Merkels vom letzten Jahr, in der etwa auch die Linke Sahra Wagenknecht "Gefahrenpotenziale" entdeckte, die man aufspüren müsse, damit "sich die Menschen in unserem Land wieder sicher fühlen". (3) Auch auf Seiten der "Linken" wurde also suggeriert, von Geflüchteten aus Syrien und Afghanistan gingen vorwiegend "Gefahren" aus. Auch wenn es dort Kritik an Wagenknecht gab, zeigt das Beispiel, zu welch skandalösen Positionen wahltaktischer "linker" Opportunismus führen kann.
Dass die AfD in diesen Chor aus allen parteipolitischen Richtungen an prominenter Stelle mit einstimmte, verwunderte nicht. Noch am Abend des Münchner Attentats, das sich schließlich als das mit zehn Toten und vielen Verletzten blutigste herausstellte, wollte sie den Beginn einer ganzen islamistischen Anschlagswelle sehen. Tweets von AfD-Mitgliedern sprachen am 22. Juli ohne nähere Kenntnis des Hergangs, aber sofort in Anspielung auf das bürgerbewegte Engagement für Geflüchtete von "verblendeten GutmenschInnen" (sic!; die Feminisierung wurde dabei gleich mit erledigt), von "Merklern" oder von "Linksidioten" und fragte im Imperativ: "Wann macht Frau Merkel endlich die Grenze dicht!" (sic!)
Doch schnell geschah in der Phase der unmittelbaren Aufklärung zum Münchner Attentat das Unerwartete: Auf einem Video, das ihn auf einem Dach zeigte, schrie der in München geborene und aufgewachsene Täter David S., 18 Jahre alt, klar hörbar: "Ich bin Deutscher!"
Wenn auch das Bekanntwerden der Tatsache, dass David der Sohn eines eingewanderten Iraners war, wieder in das Raster, nach dem jede Terrorgefahr aus dem Ausland kommen muss, passte, wurde dieses endgültig zerstört, als die gesamte Amoklauf-Szene in den Blick der BeobachterInnen kam; als etwa ein deutscher Freund Davids, ein 15-Jähriger aus Gerlingen bei Ludwigsburg, unter Verdacht eines Amoklaufs festgenommen wurde, weil er unter "Diabolic Psychopath" die Mörder Eric Harris und Dylan Klebold, die Täter des Amoklaufs 1999 in Columbine/USA (siehe dazu den Dokumentarfilm von Michael Moore: "Bowling for Columbine"), verherrlicht, außerdem Messer, Patronen, Chemikalien, Bombenbauanleitungen sowie Fluchtpläne seiner Schule zuhause versteckt hatte. (4)
Es zeigte sich, dass das zeitliche Zusammentreffen des Münchner Attentats mit denen von Würzburg und Ansbach rein zufällig war. Für David S. war das wirklich bedeutsame Datum der 22. Juli, der 5. Jahrestag des Attentats von Anders Behring Breivik von 2011, war. Letzterer hatte in Norwegen 77 Menschen ermordet, aus antiislamischen, antifeministischen und neofaschistischen Motiven. (5)
Breivik sieht sich in der Tradition der Kreuzritter. In seiner Kampfschrift, in der er vor "Marxismus und Islamisierung" warnt, bezeichnet er sich selbst als "Justiciar Knight Commander". Seinen Ausführungen zufolge ist das der höchste Rang bei den Tempelrittern.
Bei der Hausdurchsuchung bei S. wurden alle Ingredenzien eines Amokläufers gefunden, der Täter nannte sich im Internet "Hass" und "Amok"; Peter Langmans Buch "Amok im Kopf. Warum Schüler töten" über Lebensläufe von Amokläufern wurde als Lektüre des Täters ausgemacht.
Wie viele Amokläufer vor ihm spielte er das Ego-Shooter-Spiel "Counterstrike" mit eigener Konfiguration des Tatorts. Er war behütet und in geordneten Familienverhältnissen in München-Hasenbergl aufgewachsen, zuletzt in den wohlhabenden Nymphenburger Höfen. Neben Breivik und den Columbine-Amokläufern verehrte er Tim K., den Amokläufer von Winnenden 2009. David war sogar im Mai 2015 vor Ort in Winnenden. Die Waffe, eine Glock 17, hatte neben Breivik auch Robert Steinhäuser, Amokläufer von Erfurt 2002, benutzt.
Für David war der Iran die historische "Heimstätte der Arier". Internet-Mitspieler äußerten über David: "Er sei sehr nationalistisch gewesen. Auf den Plattformen (...) äußerte er sich so offen fremdenfeindlich, dass viele den Kontakt abbrachen."
David war am 20. April 1998 geboren, für ihn eine "Auszeichnung", "dass sein Geburtstag auf den von Adolf Hitler fiel". (6) Alle Opfer dieses rassistischen Attentäters hatten einen Migrationshintergrund.
Amokläufe - Terror von rechts?
Medien und PolitikerInnen tun sich schwer damit, Amokläufe unter Terrorismus zu fassen. Man sucht das Wort zu vermeiden, oder eiert herum wie der "Spiegel": "Alles Terror? Mitnichten." Dann aber werde es doch schwieriger, "die eruptive von der geplanten Tat" zu unterscheiden. "Irrer oder Islamist? Oder weder noch?" Fast schon verzweifelt: Es sei eben ein "Wimmelbild". (7)
Neofaschistische Motive für Terrorismus mag die Öffentlichkeit gerade jetzt nicht hören, sie passen nicht ins Erwartungsbild: "Schon vor den Anschlägen des Juli hatte die Terrorangst [vor dem Islamismus; d.A.] alle anderen Ängste der Deutschen in Umfragen verdrängt." (8)
Doch die Szene im Internet, in der sich David bewegte, ist ideologisch immer wieder eindeutig. So sagte ein Mit-Gamer des Spiels "Doom", in dem der Columbine-Amoklauf nachgespielt wurde: "Ich liebe das System der natürlichen Auslese. Aber leider erfolgt diese unter Menschen nicht mehr." (9)
Eine europäische Studie zu 98 Einzelangriffen von sogenannten "einsamen Wölfen" in der EU, der Schweiz und Norwegen kam zu dem Ergebnis, dass "von 2009 bis 2014 zwar 38 Prozent ‚religiös motiviert' waren, aber auch 33 Prozent von Rechtsextremisten begangen wurden." (10) Hier wäre noch zu klären, ob "religiös motiviert" in jedem Fall islamistisch bedeutet, Breivik war überzeugt, mit seinem Massenmord das christliche Abendland zu verteidigen.
Das Verhältnis kehrt sich für die BRD deutlich um: Einerseits sind die durch islamistischen Terror Ermordeten noch immer sehr wenige (im Wesentlichen die Attentäter von Ansbach und Würzburg selbst, der Messermord eines Syrers am 24. Juli in Reutlingen (11) war offensichtlich nicht islamistisch motiviert). Dazu der "Spiegel": "Seit der Axtattacke von Würzburg jedenfalls greifen Bundesbürger wieder zur Selbstjustiz. Im niedersächsischen Gailhof und im nordrhein-westfälischen Rösrath wurden Asylbewerber auf offener Straße attackiert. Im sächsischen Niesky fielen aus einem Auto heraus Schüsse auf eine Asylunterkunft. In Dresden, Heidenau und Königstein malten Unbekannte Leichenumrisse vor die Bahnhöfe und hinterließen Flugblätter mit der Aufschrift ‚Migration tötet'." (12)
Auch an die Opfer der NSU-Mordserie sei an dieser Stelle erinnert, wenngleich es sich hier gerade nicht um EinzeltäterInnen handelte.
Narzisstische Kränkung des Amokläufers und des islamistischen Terroristen
David Sonboly wurde in der Schule gemobbt. Er habe schwer Anschluss gefunden und sei oft schikaniert worden. "Er habe so weibisch geredet, sagen Leute, die Sonboly aus der Schulzeit kannten. Auch sein Gang, der wirkte, als hätte er einen Handball zwischen den Beinen, gab Anlass zu Hänseleien. (...) Ein anderes Mal meldet er sich bei der Polizei, weil er von drei Jugendlichen verdroschen wurde. (...) In dieser Zeit entwickelt David offenbar einen Hass auf Türken und Araber, die, so berichten Mitschüler, zu seinen größten Peinigern gehörten." (13)
Auch islamistische Attentäter sind in der Regel jung und haben bereits in frühem Alter, oft schon in der Schule und in Familienkreisen, eine Kränkung ihres Selbst erlebt, die sie offenbar nicht verarbeiten konnten, wodurch sie suizidgefährdet wurden oder einen Hass auf die Gesellschaft entwickelten.
Mohammed D., der Ansbacher Täter, hatte bereits zwei Suizidversuche unternommen. Französische Kommentatoren wie Farhad Khosrokhavar (14) oder Olivier Roy (15) sehen hier eine Möglichkeit für einen Verhaltenswandel, der die erlittene Frustration mitunter nach außen wendet: Früher brachten sich Depressive still und ohne Aufsehens um, seit dem 11. September 2001 "nehmen sie andere Menschen mit in den Tod" (16) und/oder berufen sich dabei auf den IS.
So ähneln sich islamistische Attentäter und Amokläufer, auch wenn Letztere nicht immer einer neofaschistischen Ideologie nachhängen oder diese nachgewiesen werden kann: Der aus Montabaur stammende, deutsche Ko-Pilot Andreas L. nahm an Bord eines Airbus A 320 am 24. März 2015 genau 149 Fluggäste beim Flug Barcelona-Düsseldorf in den französischen Alpen mit sich in den Tod. L. lief aus seiner eigenen Sicht Gefahr, im kapitalistischen Wettbewerb um seine Berufskarriere alsbald als Verlierer dazustehen, weil er Angststörungen hatte, Sehstörungen, Furcht vor Erblindung und ein Arzt ihn zwei Wochen vor seinem Suizid und Massenmord in eine psychiatrische Klinik einweisen wollte. (17)
Wer will heute schon ein Loser sein? Ganz besonders übrigens nicht in den USA, wo "Loser" ein gesellschaftlich verbreitetes Schimpfwort ist, wo es mehr Waffen als EinwohnerInnen gibt und wo die weißen, männlichen und amoklaufenden Terroristen weltweit am zahlreichsten sind.
Aus dieser Sicht heraus besteht bei KommentatorInnen die Versuchung, das so unvermittelt wie als störend registrierte Amokphänomen nach der psychologischen Seite hin aufzulösen.
Der Autor und Psychoanalytiker Peter Altmeyer etwa stellt zwar ebenfalls eine Ähnlichkeit zwischen amoklaufendem und islamistischem Terroristen fest, konzentriert sich aber ganz auf das psychologische Erklärungsmuster einer "enormen Kränkungswut", die sich dann in "eitlem Größenwahn", einer "öffentlichen Inszenierung von Allmachtphantasien" Luft mache. Der Amokläufer und der Islamist würden beide über längere Zeit hinweg ein "rampage killing" vorbereiten (also kein Gegensatz zwischen "eruptiver" und "geplanter" Tat), sie seien beide auf der Suche nach "Resonanz", nach einer "offenen Bühne". Es ginge beiden erkennbar darum, "möglichst viele Opfer" umzubringen, um ihre eigene "posthume Berühmtheit" zu erzielen. Da gebe es eine "Ökonomie der Aufmerksamkeit": Amokläufer und Islamist seien in einem "pathologischen Narzissmus" auf eine "Neugeburt" aus, die "aus einer schwachen eine starke Figur, aus dem Gekränkten einen Rächer, aus dem Verlierer einen Gewinner macht." (18)
Neben der psychologischen Dimension will Altmeyer aber die gesellschaftspolitische Ideologie vieler Amokläufer nicht zur Kenntnis nehmen, dabei gibt es da fließende Übergänge, die bei Amokläufern nur unterschiedlich stark ausgeprägt sind: "Es gibt Onlinegruppen, in denen die Grenzen zwischen Ausländerhass, Rechtsextremismus und allgemeiner Menschenverachtung zerfließen. Die ‚social club misfit gang' begrüßt Besucher mit einem Hakenkreuz und den Worten ‚Willkommen, potenzieller zukünftiger Amokläufer'. Rund 1600 Mitglieder aus aller Welt gehören dieser virtuellen Gang an." (19)
So auch der 15jährige Freund Sonbolys aus Gerlingen. Er formuliert eine Ästhetik, die die ideologische Verbindung zwischen Amoklauf und Neofaschismus herstellt: "Ich wünschte, ich könnte meine Brandbomben an einem lebendigen Körper testen. Ich würde so gerne die verbrannte Haut und den Ruß auf dem Fleisch sehen." (20)
Unter denen, die so denken, endet da nicht manchmal notwendig einer bei einer Wiederholungstat nach dem Vorbild Breiviks? Insofern ist der Terrorismus nicht im Juli 2016 in Deutschland "angekommen", er war längst da, würden auch Amokläufe und die dahinter stehende Ästhetik als Terror behandelt, nicht nur das islamistische Attentat.
Hoffnungszeichen der Solidarität anstatt immer neuer Repression
Wenn Amoklauf und islamistisches Attentat in der politischen und Medienöffentlichkeit gleichwertig behandelt würden, bestünde zwar die Gefahr, dass sich als Nebeneffekt gesellschaftliche Ängste stärker auf psychisch Kranke verlagern. Aber wäre damit nicht eine andere, fatale und falsche Zuspitzung wenigstens gebrochen?
Dass nämlich Geflüchtete, die hierzulande Attentate begehen, die einzig vorstellbare Form des Terrors sind, während einheimische Amokläufer, die bis heute bei weitem mehr Opfer verursachen, immer mit einem psychologischen Bonus rechnen können?
Warum wird kaum über die alltäglichen rassistisch motivierten Brandanschläge und Angriffe von deutschen RassistInnen auf Flüchtlingsheime und MigrantInnen berichtet?
Seit 1990 wurden Hunderte Menschen in Deutschland durch Neonazis getötet. Im gleichen Zeitraum kamen in Deutschland zwei Menschen durch islamistischen Terror ums Leben. Der größte (bis heute nicht aufgeklärte) Terrorangriff in der deutschen Nachkriegsgeschichte wurde nicht durch Islamisten oder die RAF verübt, sondern am 26.9.1980 von Neonazis. Durch die Explosion einer selbstgebauten Rohrbombe wurden damals auf dem Münchner Oktoberfest 13 Menschen getötet und 211 verletzt, 68 davon schwer.
Wer sich diese Fakten vergegenwärtigt, kann erkennen, dass die Hauptprobleme in Deutschland der Rassismus und der neofaschistische Terrorismus sind. Dies wird in den deutschen Medien aber kaum erwähnt.
Auch aufgrund dieser unterschiedlichen Wahrnehmung haben sich die regierungsoffiziellen Vorschläge für Gesetzesverschärfungen trotz des Münchner Amokläufers wieder schwerpunktmäßig auf Maßnahmen gegen MigrantInnen eingependelt, ganz so, als brächte eine Kehrtwende bei der Flüchtlingspolitik Merkels automatisch ein Ende der Terroranschläge.
Ein Blick nach Frankreich reicht, um das als Mythos zu enttarnen: Dort wurden 2015 insgesamt nur 65.000 Menschen aufgenommen und 30.000 abgeschoben. Wurden dadurch etwa Terroranschläge verhindert?
Sei es die Diskussion um ein Burka-Verbot, um die Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft, um schnellere Verfahren zur Ausweisung, um den Zugriff der Nachrichtendienste auf die Vorratsdatenspeicherung, um verstärkte Videoüberwachung, um verstärkte Bundeswehr-Einsätze im Innern, Fußfesseln für sogenannte "Gefährder" - alle in der öffentlichen Diskussion stehenden Maßnahmen zielen auf den Typus des geflüchteten, nicht-deutschen, islamistischen Terroristen ab. (21)
Damit ist über die Frage der Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen noch gar nichts gesagt. Könnte die nicht sogar überhaupt vom militärischen Engagement bei den Kriegen im Mittleren Osten abhängen?
Waren solche Maßnahmen vielleicht nur deshalb in Spanien und Großbritannien wirksam (beide Länder zogen ihre Truppen weitgehend zurück), während sie in Frankreich, wo das Burkaverbot seit Jahren existiert und jetzt sogar der Schwimmanzug "Burkini" verboten wird, allesamt scheiterten?
Nur das Vorhaben, die ärztliche Schweigepflicht zu lockern, könnte im Prinzip neben traumatisierten Bürgerkriegsflüchtlingen auch auf Amokläufer abzielen. Zum Glück laufen die Ärztevereinigungen dagegen Sturm. Bereits jetzt sind Ärzte befugt, Behörden zu informieren, wenn in einem Therapiegespräch Attentatspläne offenbar werden. Ansonsten: "Würde man die Regelungen verschärfen, führte das möglicherweise dazu, dass gefährdete Menschen gar nicht erst zum Therapeuten gingen." (22)
Wieder würde versucht, der Repression den Vorrang vor der Prävention zu geben und etwa die Unterstützung für wichtige Einrichtungen wie das Behandlungszentrum für Folteropfer in Berlin der nächsten Repressionsschleife zu opfern.
Doch es gibt auch Lichtblicke angesichts dieses Ängsteschürens und der noch immer einseitigen Ausrichtung der Terrordiskussion auf Geflüchtete.
Zu allererst ist hier das aller Hetze zum Trotz anhaltende große humanitäre Engagement vieler FlüchtlingshelferInnen zu nennen.
Ein Lichtblick ist auch der beträchtliche Widerstand bei Abschiebungen: Seit Anfang 2015 wurden laut WDR 637 Abschiebungen abgebrochen. In mindestens 330 Fällen von diesen 637 geht dies nach Angaben der Tageszeitung "Neues Deutschland" auf die Gegenwehr der AsylbewerberInnen zurück. In 160 Fällen haben die Piloten Humanität und Zivilcourage gezeigt und die Entscheidung getroffen, die Person nicht mitzunehmen. (23)
Auch im Chaos des Attentatsabends des Münchner Amokläufers, als durch überhitzte und zum Teil verantwortungslose Meldungen in den "sozialen Netzwerken" vor einem islamistischen Terrorangriff auf eine ganze Stadt gewarnt wurde, nahmen MünchnerInnen "gestrandete, verängstigte und panische Menschen bei sich auf.
Auch der Bayerische Landtag und mehrere Moscheen öffneten spontan ihre Pforten. Unter dem Hashtag #offenetuer organisierten Twitter-Nutzer Notunterkünfte in der Nachbarschaft." (24)
(1) Klaus Theweleit, in: ak 618, Hamburg, 16.8.2016, S. 31
(2) Horst Seehofer, zit. nach: "Angst vor der Angst", in: Spiegel 31/2016, S. 14.
(3) Sahra Wagenknecht, zit. nach: "Volkes Stimme", in: Spiegel 31/2016, S. 38.
(4) Morten Friedel: "Wie Schüler andere Schüler abknallen", in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 31. Juli 2016, S. 2.
(5) Vgl. zu Breivik die interessanten Informationen und Charakteranalysen aus anti-maskulinistischer Sicht in Andreas Kemper (Hg.): Die Maskulinisten. Organisierter Antifeminismus im deutschsprachigen Raum, Unrast, Münster 2012.
(6) Informationen nach: "Im Tunnel des Wahnsinns", Spiegel 31/2016, S. 21ff.
(7) "Angst vor der Angst", in: Spiegel 31/2016, S. 15.
(8) Ebenda, S. 19.
(9) Zit. nach Morten Friedel: "Wie Schüler andere Schüler abknallen", in Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 31. Juli 2016, S. 2.
(10) "Angst vor der Angst", in: Spiegel 31/2016, S. 15.
(11) Siehe: http://opposition24.com/letzter-stand-zum-macheten-mord-in-reutlingen/291528, 25. Juli 2016.
(12) "Angst vor der Angst", in: Spiegel 31/2016, S. 19.
(13) Zit. nach: "Im Tunnel des Wahnsinns", Spiegel 31/2016, S. 21.
(14) Zit. nach "Angst vor der Angst", in: Spiegel 31/2016, S. 15.
(15) Vgl. zu Olivier Roy auch Lou Marin: "Frankreichs hausgemachter Terror", in: Hintergrund. Das Nachrichtenmagazin, Nr. 1/2016, S. 37ff., sowie einen jüngeren Artikel im "Spiegel" über den offen ausgetragenen Streit zwischen den französischen Islamismusforschern Gilles Kepel, der die systemkompatible Variante vertritt und den Islamismus als lineare Radikalisierung aus dem Islam heraus versteht, und Olivier Roy, der den Terrorismus für ein auch hausgemachtes Phänomen hält und von einem neuen Nihilismus spricht, nicht von einer "Radikalisierung des Islam", sondern von einer "Islamisierung des Radikalismus"; siehe Spiegel 30/2016.
(16) Farhad Khosrokhavar, zit. nach: "Angst vor der Angst", in: Spiegel 31/2016, S. 15.
(17) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Lubitz sowie https://de.wikipedia.org/wiki/Germanwings-Flug_9525.
(18) Martin Altmeyer: "Morden im Rampenlicht", in: Spiegel 31/2016, S. 122ff.
(19) Laura Backes: "Bleib ruhig und knall alle ab", in: Spiegel 31/2016, S. 23.
(20) Zit. nach ebenda.
(21) Vgl. zu den Vorschlägen: "Filmen, Speichern, Abschieben", in: Süddeutsche Zeitung, 11. August 2016, S. 2 sowie "Das Panik-Orchester", in: Spiegel 33/2016, S. 16ff.
(22) Zit nach: "Das Panik-Orchester", in: Spiegel 33/2016, S. 18.
(23) Quellen: WDR-Fernsehen, Meldung vom 18. August 2016: "Hunderte Abschiebungen abgebrochen." ; Siehe: http://bit.ly/2bduLNs
(24) Zit. nach: "Angst vor der Angst", in: Spiegel, 31/2016, S. 19. | de |
q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
Wissen (Philosophie) | China provoziert Hongkonger mit Militärvideo | meta.tagesschau.de
Ihre Meinung zu: China provoziert Hongkonger mit Militärvideo
Am 01. August 2019 um 14:30 von Sisyphos3
eine Warnung an die Regierungskritiker?
wohl eher eine Drohung !
wobei was soll man den Demonstranten raten
also besonders viel Skrupel traue ich Peking nicht zu
Westliches Denken/individuelle Freiheit/Menschenrechte
sind denen sicherlich wesensfremd
Am 01. August 2019 um 14:37 von TomXian
Mit Angst wird stets Politik gemacht
Angst ist ein starker Motivator.
Angst vor Arbeitsplatzverlust, Angst vor Armut im Alter, Angst vor Ausländern ...
Angst führt oft dazu, dass man sich zurücknimmt, auf seine Rechte nicht besteht, zum Kompromissen bereit ist, die man sonst nicht eingegangen wäre.
Dies funktioniert weltweit.
Am 01. August 2019 um 14:42 von Demokratieschue...
China muss ganz unmissverständlich in die Schranken gewiesen wer
Zuerst mal ist dass hier:
https://www.tagesschau.de/ausland/china-video-hongkong-101.html
Die Stimmung in Hongkong ist schon aufgeheizt - nun sorgt ein chinesisches Militärvideo für Aufsehen: Es zeigt Soldaten, die Demonstranten bekämpfen - eine Warnung an die Regierungskritiker?
eine unzulässige Provokation weil Hongkon -genauso wie Taiwan - ein Recht auf seine Selbstbestimmung hat! Siehe UN-Zivilpakt!
wer weisst China bitte mal unmissverständlich in die Schranken?? Es wird Zeit, dass dieser chinesischen Fuehrung ganz deutlich die Grenzen aufzuzeigen. Denn auch China hat sich an internationales Recht und geltendes Völkerrecht zu halten und gemäß dem ist solches Vorgehen verboten!!
Am 01. August 2019 um 14:51 von tagonist
Souverän und deutlich Kante zeigen gegen die höchstwahrscheinlich mal wieder von außen inszenierten sogenannten "Proteste" und entsprechenden Krawalle.
Sollte eventuell auch mal hier gemacht werden an dem einen oder anderen Freitagsklamauk oder bei irgendwelchen Pegida&co-Umzügen, dann ist ganz schnell wieder Ruhe!
Lieber einmal zu oft gedroht als einmal zu oft tatsächlich erfolgte Staatsgewalt mit Verletzten und/ oder Toten.
China weiß halt auch in der Beziehung wie es richtig gemacht wird.
Am 01. August 2019 um 14:51 von WL
Regierungs-Werkzeug
Ohne Frage haben die Regierenden in China gelernt. Solche Filme sprechen doch die Zuschauer und potentielle Protestanten an!
Ob nun gerichtet an Hong-Kong oder wen auch immer – im Grunde könnte der Streifen Regierenden überall auf der Welt unter die Arme greifen.
Am 01. August 2019 um 14:57 von Bernd39
Tip für Herrn Wurzel
"So sind Soldaten zu sehen, die Wohnungen stürmen und auf breiten Straßen mit Schutzschilden und Gewehren auf Demonstranten losmarschieren. Schützenpanzer schieben Barrikaden beiseite und vermeintliche Protestierer werden festgenommen."
Diesen Satz, Herr Wurzel, hätte Sie auch nach einem Besuch der Bundeswehrausbildung in der Colbitz-Letzlinger Heide formulieren können. Nun ist zwar der Hintergrund bei dem chinesischen Video offensichtlich. Aber so zu tun, als wenn solche Szenarien in der Bundeswehr NICHT trainiert werden, da muß man schon lange von Deutschland weg sein. Um den Anschein von Einseitigkeit zu vermeiden, hätte wenigstens ein Nebensatz dazu gehört. Oder gegen wen trainiert die Bundeswehr da?
Am 01. August 2019 um 15:01 von baumgart67
Man merkt langsam, dass China nervös wird. Trump hat China wirtschaftlich unter Druck gesetzt, nun gibt es Gegenwind aus Hongkong und Taiwan und China reagiert wie ein bockiges Kind. In China werden immer mehr Internetseiten gesperrt und irgendwann investiert dort keiner mehr. Xi hat es überspannt und es wird China schaden denn noch sitzt der Westen am längeren Hebel. Die Bürger in Hongkong wird diese Provokation noch weiter aufregen, solche Drohungen mögen im Mainland die gewünschte Wirkung erzielen, aber in Hongkong sicherlich nicht!
Am 01. August 2019 um 15:03 von M. Dräger
Macht keinen Quatsch!
In einem Zoo hier an der Ostsee gibt es einen Beo, der ruft gerne dem Besucher zu: "Mach keinen Quatsch."
Der Parteiführung in Mainland-China möchte ich raten, auf den Vogel zu hören.
Am 01. August 2019 um 15:04 von Struwwelpeter
China provoziert mit Militärvideo
Das war nur eine Frage der Zeit, bis China darauf so reagiert.
Wer auch immer die Gewalt in Hongkong provoziert hat, die Freiheit ist in Gefahr.
Am 01. August 2019 um 15:04 von LaoTuo
War der Autor letztes Jahr um die Zeit..
...auch in China?
Vermutlich schon (und die HongKonger kennen das natürlich auch).. heute ist der 1. August.. chinesisch 八一 .. und das steht für was? genau, Militär..
Heute ist in China der Tag des Miliärs, da macht es durchaus Sinn, mal einen Spot im Fernsehen und online zu zeigen..
Das wäre übrigens auch ohne die HongKong Revolten gekommen.. der 1.8. ist nämlich jedes Jahr..
Schade, nein traurig, das der Autor nicht einmal darauf Hinweisen konnte..
Am 01. August 2019 um 15:15 von iog
Was ist der Unterschied zwischen Aufstand und einer Protestkundgebung?
Am 01. August 2019 um 15:17 von Nettie
Plumper Einschüchterungsversuch
„Er [Chen Daoxiang, der Kommandeur der in Hongkong stationierten chinesischen Soldaten] sprach von radikalen Protesten, die die Stabilität Hongkongs ernsthaft gefährdeten. Die chinesische Armee sei entschlossen, die nationale Sicherheit zu verteidigen“/
„Harsche Worte, die man aber nicht zu ernst nehmen sollte, sagt Nathan Law, pro-demokratischer Politiker der Hongkonger Partei Demosisto und früherer Mitanführer der sogenannten Regenschirmproteste von vor fünf Jahren: "Das ist ein Beispiel für die klassische Angst-Mach-Taktik der chinesischen Staatsführung. Nichts Neues (...)“
Stimmt. Kennt man langsam alles bis zum absoluten Überdruss.
Es nervt nicht nur, es ist einfach nur in höchstem Maße widerwärtig.
Am 01. August 2019 um 15:20 von Freischeler
Eine Warnung an die Regierungskritiker...
und glaubt irgend jemand in der freien Welt an einen "Maidan" in Hongkong.
China besteht seit über tausend Jahren, hat bis jetzt jegliches Problem gelöst und ist eine Weltmacht auf wirtschaftlichen, militärischen und politischen Gebiet.
Leider hört man weniger über „Newly Industrialized Countries“ als über Brexit, dem Iran, etc.
Am 01. August 2019 um 15:26 von Juergen
Das ist ein Wink mit dem Zaumpfahl.
Aber ob dieser Wink so klug war?
Im Gegensatz zu vor 10 oder gar 20 Jahren hat China mittlerweile viel zu verlieren, wenn sie den "Westen" als Gesamtes verärgern. Und solch ein Militäreinsatz würde den Westen als Gesamtes sehr verärgern.
Sie haben viel Geld in westliche Industrieunternehmen investiert und nicht nur in Deutschland sind "Verstaatlichungen" und Enteignungen möglich, wenn es im Interesse der Allgemeinheit liegt. Das würde sich u.a. für Deutschland richtig rentieren, chinesische Besitzer zu enteignen.
Und militärisch sind die Chinesen (noch) nicht stark genug, um sich mit der NATO anzulegen.
Am 01. August 2019 um 15:48 von LaoTuo
@all: Am 1.8. ist in china _immer_ Militärtag.
der 1.8. (chin. "八一") ist der Gründungstag der PLA, des chinesischen Militärs. Der wird _jedes_ Jahr gefeiert.
Das wissen wir hier natürlich nicht, der Autor aber wahrscheinlich und die Hongkonger sowieso (nach mehr als 20 Jahren). Hätte er auch in den "Bericht" einfließen lassen können.
Die Chinesischen Soldaten sind auch im Ausland eingesetzt, und haben da auch mit Englischsprachigen zu tun.
Man sollte aus einer Fliege keinen Elefanten machen, sonst wird demnächst weltweit über Deutschland berichtet das wir den Verstand verloren hätten (11.11.).
Am 01. August 2019 um 15:54 von Vollgas
Wie wer das Szenario,
wenn zehn Millionen chinesische Soldaten in Hongkong einmarschieren würden ??
Die westlichen Politiker würden dastehen, wie nasse Pudel.
Die wirtschaftliche Abhängigkeit von dem Riesenreich, mit Abermillionen von Konsumenten, ist doch für die westliche Wirtschaft doch viel wichtiger, als Hongkong mit den Protestierenden.
Hat jemals sich ein westlicher Politiker über die bisherigen Vorgänge mit der chinafreundlichen Regierung in Hongkong vor das Mikrofon gestellt und das Verhalten der von China eingesetzten "Marionette"kritisiert, NEIN, wäre die Antwort.
Am 01. August 2019 um 15:56 von Jayray
Was soll die Aufregung? Haar genau ein gleiches Training machen auch deutsche Polizisten/Einsatzkommandos. Es wird nur geheim gehalten, damit der Anschein der Volkssouveränität gewahrt bleiben soll.
Ein Anschein halt. Gibt es einen Aufruh/Aufstand wird der hierzulande natürlich ähnlich niedergeschlagen (und die EU-Verfassung erlaubt das bewusste Töten bei einem Aufruh/Aufstand durch die Behörden). Der Staat verteidigt seine Regierung nicht nur in China sondern auch fast überall andernorts. Es gibt keine Verfassungshoheit der Bevölkerung. Gerade in Deutschland hat nur der Staat eine Hoheit. In China werden zumindest noch Kaiserliche Anordnungen/Ehrenrechte (wie bei einem Bau einer Autobahn, bei der die Autobahn weichen musste und nicht der Hausbesitzer) respektiert.
Am liebsten sähe ich für alle die Selbstbestimmung durchgesetzt. Aber Realität ist, niemand gibt gerne freiwillig ab, erst recht nicht die Herrschenden. Das wär doch mal was, wenn alle Hong Konger fliehen würden. Das wärs!
Am 01. August 2019 um 15:57 von Allahkadabra
China am Rande des Verderbens
Hiermit fordere ich das chinesische Regime zum sofortigen, lebenslangen Rücktritt von allen politischen Ämtern auf. Weiterhin muss es harte diplomatische, politische und wirtschaftliche Strafmaßnahmen gegen China geben.
Ich werde umgehend keinerlei chinesische Produkte mehr erwerben.
Am 01. August 2019 um 15:58 von Wolfgang86
Nachprüfbare Falschaussage
"Gezeigt werden Spezialtruppen mit Kriegswaffen, die Demonstranten bekämpfen."
Das ist nachprüfbar eine Falschaussage.
Wer das Video sieht, erkennt eindeutig, dass in der Szene in der Demonstranten "bekämpft" werden, keinerlei Kriegswaffen zu sehen sind.
Sondern reguläre Crowd- und Riot-Control Einheiten, die mit Schilden, Schlagstöcken bzw. Gummigeschossen, Wasserwerfern und anderen "Weniger-tödlichen-Waffen" ausgerüstet sind. Genauso wie sie auch von Bundespolizei und -wehr eingesetzt werden.
Kriegswaffen werden unbestritten auch gezeigt, aber NICHT in dieser Szene. Oder wie ist das mit den Kriegsschiffen am Ende? Schießen die auch auf Demonstranten?
Am 01. August 2019 um 16:02 von iog
Konvention zum Schutz der Menschenrechte
2. Eine Tötung wird nicht als Verletzung dieses Artikels geachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um
c. einen Aufruhr oder Aufstand rechtmässig niederzuschlagen.
(Europäische Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950)
Am 01. August 2019 um 16:04 von fairytail
Das China sich da langfristig NICHT einmischen ist absurd, ob China, Russland überall dort, wo Machthaber das Militär unter Kontrolle haben , da wird entweder der Nachbar ( Russland - Ukraine) oder das eigene Volk , hier eben Hong Kong, definitiv bald angegangen und mit aller Härte, die wir uns nur ausmahlen können+ angegriffen.Und seien wir ehrlich - was passiert schon, ob Herr Putin sich nimmt was er will oder die Chinesische Regierung das freie recht auf Meinungsäusserung gewaltsam beendet löst bei unseren Staatsvertretern immer nur das übliche : verbales verurteilen, einer solchen Handlung, auf schärste...ich höre hier auf, denn jeder weiss es : es passiert einfach nichts ausser ein paar wirtschaftliche Einschränkungen.Je dreister desto weniger widerstand der UN oder sonstweder Organisationen.Handlungsunfähig durch wirtschaftliche Abhängigkeiten, da man diese irgendwann einging kommt man jetzt in solchen Konflikten auch nicht mehr raus.Revolten und Aufstände haben ihre Gründe.....
Am 01. August 2019 um 16:09 von ustdigital
@Juergen um 16:26
"Sie haben viel Geld in westliche Industrieunternehmen investiert und nicht nur in Deutschland sind "Verstaatlichungen" und Enteignungen möglich, wenn es im Interesse der Allgemeinheit liegt. Das würde sich u.a. für Deutschland richtig rentieren, chinesische Besitzer zu enteignen."
Denken Sie noch einmal darüber nach. Deutschland kann es sich einfach nicht leisten auf diesen riesigen Markt zu verzichten.
Sie können gerne die Automobilindustrie, den Maschinenbau oder zB. Siemens fragen was diese von solchen Aussagen halten.
Am 01. August 2019 um 16:12 von TomXian
Der einzige, der dies tut und im Rahmen der WTO China in die Schranken verweist, ist Donald Trump.
Da die deutsche Wirtschaft schon seit Jahren am Tropf von China hängt (jeder 2. VW wird hier zugelassen, noch) und sich auf eine Rezession zubewegt, ist von dieser Seite schon seit Jahren nichts zu erwarten.
Am 01. August 2019 um 16:12 von schmokie
Wie war das damals mit Egon Krenz?
Die Geschichte wiederholt sich hin und wieder, auch im Gebrauch von Bildern.
Als sich 1989 in der DDR die Situation zuspitzte und die ersten Montagsdemos in Leipzig formierten, sendete auf Krenz' Geheiß das DDR-Fernsehen täglich Bilder von den niedergeschlagenen Studentenunruhen auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking, um den aufmüpfigen "Kriminellen" vor Augen zu führen, wie unangenehm die Sache enden kann. Er reiste sogar nach China, um damit ein drohendes Zeichen zu setzen.
Erst Anfang Oktober, kurz vor dem Nationalfeiertag (7.10.), hing Krenz prophylaktisch sein Mäntelchen in den Wind der Geschichte und verbot den Einsatz von Schusswaffen. So kam es, dass die Demo in Leipzig am 7.10. lediglich mit Gummiknüppeln und Wasserwerfern aufgelöst wurde und am 9.10. überhaupt kein Eingreifen der Sicherheitskräfte erfolgte. Bei der späteren Aufarbeitung der jüngsten Zeitgeschichte in diversen Fernsehbeiträgen konnte sich Krenz dann nur noch an sein Schusswaffenverbot erinnern.
Am 01. August 2019 um 16:14 von Dana
Ich frage mich dauernd, wo die Sanktionen gegen China bleiben?
Wo doch unsere moralisch überlegene Wertegemeinschaft sonst überall in der Welt interveniert und empfindliche Sanktionen verhängt, um böse Diktaturen zu bestrafen und Demokratie zu verbreiten.
Wo sind die Sanktionen gegen China aufgrund der Aggressivität gegen Hongkong (und auch gegen Taiwan und die Uiguren).
Am 01. August 2019 um 16:16 von karlheinzfaltermeier
@Demokratieschue.... um 15:42Uhr
Wetten, daß Ihre Empörung die chinesische Führung so wenig interessiert, als wenn ein Sack Reis umfällt? Anscheinend gehören Sie zu den unverbesserlich Naiven, die wirklich Glauben,China würde sich von einem nicht mehr existierenden britischen Empire durch ein paar Bögen Papier die Denk- und Handlungsweise diktieren lassen. Meines Wissens hat weltweit nur ein Staat diese Eigenschaft!
Am 01. August 2019 um 16:16 von TomXian
"Souverän und deutlich Kante zeigen gegen die höchstwahrscheinlich mal wieder von außen inszenierten sogenannten "Proteste" und entsprechenden Krawalle."
Sie sind ein intimer Kenner der Geschehnisse?
Waren schon etliche Male in Hong Kong?
Können die Entwicklung der Hong Kongern von den 60er Jahren bis in die Neuzeit verstehen?
Haben mit Hong Kongern gesprochen?
Oder handelt es sich bei ihren Aussagen nur um Vermutungen?
Die sich auf welche Grundlagen stützen?
Am 01. August 2019 um 16:17 von Freebooter
Die Sprache der Führung in Peking
@ tagonist 15:51
"Von außen inszenierte sogenannte Proteste", das ist die Sprache der Herrschenden in Peking.
Am 01. August 2019 um 16:18 von Diaomeiqiantu
Erstens es ist der 1.8 wird jedes Jahr video präsentiert von Militär. Zweitens, wenn Proteste Regierungs Gebäude angreifen, ist es nicht mehr zum spaßen. Stellen wir uns mal vor Rechten und Linken bei Proteste irgend ein Amt angreift oder besetzt, ist glaube nicht das die Polizei einfach nur zuschaut. Ich finde die Führung ist schon verdammt geduldig, Hongkong gehört einmal mal zu China, wenn die Leute mit einem Gesetz problem haben ist schon komisch, als ob hunderttausend Menschen Vorhaben gesetze zu brechen und Angst haben nach China ausgeliefert zu werden. Drittens mir ist schon längeren aufgefallen, sie schreiben immer mit viel Vermutung und einer Art die irreführend ist, als ob sie generell ein Problem haben alles was die Chinesen tun, ich dachte journalist soll doch sachlich berichten und erörtern, was geschehen ist wie es dazu kommt. Journalisten haben, die Macht mit Worten kann Augen öffnen oder Angst und Hass schüren.
Am 01. August 2019 um 16:22 von Meinung zu unse...
Das ist weder etwas neues an möglicher Erwartung in Abhängigkeit wie sich die Proteste in Hong Kong entwickeln werden noch eine Überraschung!
Ich beobachte nur, daß - soweit ich das mitbekommen habe - bisher kein westlicher Staat / keine westliche Regierung zu den Entwicklungen und potentiellen Gefahren dort sich geäußert hat. Eine Bemerkung so am Rande zur passenden Gelegenheit - wie bspw. der Aufstand in Warschau - hätte durchaus gemacht werden können. Aber ich denke alles hält sich lieber in Deckung nach dem Motto -> "Augen zu und durch" und damit den Chinesen signalisieren -> FREUNDSCHAFT! Schließlich wollen alle ungestört gute Geschäfte mit China machen. Die Autoindustrie ist bspw. sehr darauf angewiesen.
Am 01. August 2019 um 16:25 von MichaelJ90
Leider verändert sich China zunehmend ins negative.
Ich habe schon selbst in China gelebt und arbeite in einem Unternehmen mit vielen Werken und Kollegen in China. Bin Fan der Kultur und der Leute, doch die Regierung und deren Handlungen werden zunehmend radikaler. Der Einmarsch in HK und Taiwan ist durchaus denkbar. Komplette Kontrolle/Manipulation der Bürger längst umgesetzt, auch IT technisch höchst professionell abgeschottet.
Für mich inzwischen ein Land, welches deutlich gefährlicher Auftritt als manch arabische „Terroristen“. Auch wenn wirtschaftlich in der Vergangenheit extrem wichtig, sollte man viel vorsichtiger in heutigen Beziehungen zu China sein. Die Abflachung der chinesischen Wirtschaft derzeit könnte manchen eventuell helfen Abstand zu gewinnen.
Am 01. August 2019 um 16:25 von wenigfahrer
Einige spekulieren
ganz schön, ich denke nicht das sich China irgendwas verbieten lässt, dazu ist es einfach zu groß.
Und Ohne die Werkbank würde es in Welt auch recht ungemütlich, auch für unsere Autofirmen, die Umsätze könnten nicht ausgeglichen werden.
Also Vorsicht den Drohungen, trifft auch uns ganz gewaltig, einfach mal bei Einkauf von Markenprodukten die wir kennen, hinten drauf schauen.
Da steht hergestellt in ...... .
Das wäre dann alles leer im Regal, einem Staat mit 1,3-4 Milliarden Menschen zu drohen, ist wohl nicht ganz einfach.
Außer beim Kommentar schreiben.
Am 01. August 2019 um 16:26 von Ist Wahr
@ Wolfgang86, 16:58
Sie haben das Video auf Ihrem Gerät? Können Sie mir mit einem kurzen Hinweis helfen? Mein Gerät zeigt kein Link im Artikel zum Video an.
Ich kann also kein Video mit chin. Spezialtruppen sehen. Den vielen bereits vorhandenen Kommentaren nach, bin ich wohl der Einzige dem die Digitaltechnik (aus China) im Stich läßt.
Mein Kommentar: ich sehe nur Worte und höre nur Töne; Ganz schön raffiniert, diese chinesische Bedrohung.
Am 01. August 2019 um 16:32 von DeHahn
Die Flugzeugträger und Flottenverbände in der Straße von Hormus sind Fackeln der Freiheit. Antiterroreinsätze chinesischer Kräfte sind eine Bedrohung der Freiheit.
Auf diese Weise kommt es, dass es in gewissen Ländern skrupellose Männer mit Waffen und Gesichtsmasken gibt, die aus dem Hinterhalt töten und Frauen vergewaltigen, aber sich aufspalten in Freiheitskämpfer und Terroristen. Dabei werden die von beiden Seiten jeweils umgekehrt bezeichnet.
Am 01. August 2019 um 16:34 von Sisyphos3
15:42 von Demokratieschue...
Denn auch China hat sich an internationales Recht und geltendes Völkerrecht zu halten
wer bestimmt denn was "Recht" ist ?
also wenn 1.3 Mrd Chinesen "Völkerrecht" anders buchstabieren wie wir beide .... Indien (1,1 Mrd) sich anschließt oder die arabische Liga (500 Mill)
also dann haben wir recht schnell ein Problem
Am 01. August 2019 um 16:35 von m.g
Natürlich werden die Menschenrechte in China verletzt.
Doch wie sieht es in den USA unter Trump aus? Hinrichtungen wie in China, Folterungen wie in China usw. Ich sehe kaum Unterschiede in beiden Ländern. Kriegsvorbereitungen im Nahen Osten vor allem durch die USA. Soll der nächste ungerechte Krieg vorbereitet werden mit vielen 100 000den Toten wie im Irak? Durch wen, natürlich durch die USA. Dieses Thema ist meiner Meinung nach viel brisanter als das Thema in Hongkong. Dieser Krieg kann schnell in einen Flächenbrand ausarten, denn vor allem Russland wird nicht tatenlos zuschauen.
Am 01. August 2019 um 16:36 von Juergen
Meine ist anders, ich habe mich z.B. mit den Aktionärslisten der von Ihnen genannten Industrien befasst.
Ich gehe davon aus, dass Deutschland keine Rücksicht mehr auf diese genannte Industrien nehmen muss. Die notfalls notwendigen Enteignungen um die Mehrheit und damit das Sagen zu bekommen, treffen keine Deutschen.
Am 01. August 2019 um 16:36 von Demokratieschue...
@ iog (17:02): dieser Absatz gehört ersatz- und restlos gestrich
Genau wegen diesem Widerspruch gehört dieser Absatz
restlost und ersatzlos aus der Europäischen Menschenrechtskonvention rausgestrichen!! Es ist verboten, Demonstrationen niederzuknueppeln! Und auch das von Tiananmen war verbotenes Völkerrechtsverbrechen!!
Am 01. August 2019 um 16:38 von Sisyphos3
16:57 von Allahkadabra
das wäre jetzt ne konsequente Entscheidung !
(sinnvoll / wirkungsvoll ist mal was anders)
wenn das unser Land machen täte, gäbe es nur diplomatischen Ärger
Am 01. August 2019 um 16:39 von Werner40
///Soldaten, die bei einer
///Soldaten, die bei einer Übung Demonstranten bekämpfen///
Die chinesische Diktatur ist eine Bedrohung für in Freiheit lebende Menschen auf der Welt. Es wird Zeit Festlandschinesen bei ihren Freiheitsbestrebungen viel stärker zu unterstützen und die Bevölkerung aufzuklären, damit sie ihrer Propagandablase entkommen können. Ein Massaker wie auf dem Platz des himmlischen Friedens wird sich Peking in Hongkong kaum leisten können. Die Führung unter Xi agiert arrogant.
Am 01. August 2019 um 16:47 von schabernack
16:48 von LaoTuo
«Jungs und Mädels,
der 1.8. (chin. "八一") ist der Gründungstag der PLA, des chinesischen Militärs. Der wird _jedes_ Jahr gefeiert … Man sollte aus einer Fliege keinen Elefanten machen, sonst wird demnächst weltweit über Deutschland berichtet das wir den Verstand verloren hätten (11.11.).»
Man sollte aber noch weniger Karnevals-Bräuche am 11.11.
(chinesisch: 十一十一)mit Militär-Traditionen / Gehabe vergleichen …
Am 01. August 2019 um 17:09 von Hador Goldscheitel
RE: Allahkadabra um 16:57
***Ich werde umgehend keinerlei chinesische Produkte mehr erwerben.***
Na, da wünsche ich ihnen viel Erfolg, wären da nicht die vielen Vorprodukte und Bauteile, die die europäische Wirtschaft in ihre Produkte integriert, und die sich dann in deutschen Regalen wiederfindet. Alles made in Europe !
Am 01. August 2019 um 17:19 von LaoTuo
@ 17:47 von schabernack
Es geht hier um den Vergleich, dass wenn ausländische Reporter nichts vom 11.11. in D wissen, dann Berichten, dass die Deutschen alle den verstand verloren haben.
Oder eben, der Reporter von dem 11.11. weiß, oder wenn nicht, dann vielleicht mal jemanden fragt und dann _verhältnismäßig_ und _umfassend_ berichtet.
Von mir aus können wir auch den "4th of July" in USA nehmen und davon Berichten - warum die Parade? die Videos von stolzen Amerikanern? Ahhhh.. Richtig, der Unabhängigkeitstag.
So ist das einfach nur Stimmungsmache und kein Bericht.
Am 01. August 2019 um 17:22 von Werner40
/// Am 01. August 2019 um
Am 01. August 2019 um 17:35 von m.g
Doch wie sieht es in den USA unter Trump aus? Hinrichtungen wie in China, Folterungen wie in China usw. Ich sehe kaum Unterschiede in beiden Ländern.///
Kaum Unterschiede zwischen den USA und China ? Es existieren riesige Unterschiede zwischen dieser Demokratie und jener Diktatur.
Am 01. August 2019 um 17:33 von RoyalTramp
Skandalöse Berichterstattung der TS!
Ich habe mir auch diese Video angeschaut & bin entsetzt, wie offensichtlich irregeleitet hier Herr Wurzel sein journalistisches Handwerk leugnet, indem er unzusammenhängende Bestandteile eines Militärvideos in einen kausalen Zusammenhang bringt, die bei unbedarften & uninformierten Lesern zu Schreckensvorstellungen führen, die absurd sind!
Das Video zeigt in 6 Kampfsequenzen völlig versch. Militärhandlungen in völlig unterschied. Situationen. In der 1. Sequenz sieht man Häuserkampftraining, in der 2. Sequenz Scharfschützentraining, in der 3. (& allein in der 3.!) Crowd-Controlling, in der 4. Sequenz Panzerabwehrübungen, in der 5. Sequenz marinegestützte Raketenangriffe & in der 6. Sequenz Raketenabwehr!
Richtig ist: bei den milit. Sequenzen (alle außer 3.) trainiert man gewöhnlich eine milit. Eskalation zwischen CN & Taiwan (daher auch Langzeichen an den Gebäuden).
& in der 3. Sequenz, worauf sich Herr Wurzel bezieht, sehe ich nichts von schwerem Kriegsgerät gegen Demonstranten!
Am 01. August 2019 um 17:33 von Sonnenmeer
Chinesische Betonkommunisten-Fossile
Eigentlich sollte die ARD nicht Korrespondenten von Mainland China berichten lassen, sondern sich viel besser vertrauensvoll an Lehrstuhlinhaber ... der Paläontologie wenden.
Dieser längst fossil zu bezeichnende Betonkommunismus der chinesischen und in der Mehrheit uralten Führungsclique gehört schlicht nicht mehr in unsere Zeit.
Wann diese Anachronismen endgültig fallen werden und was danach kommt und ob das wirklich besser ist, - wird schlicht die Zukunft zeigen.
Den chinesischen Drachen zu bändigen sollte jedoch Ziel aller mehr oder weniger demokratischen Gesellschaften sein.
Wenn die kommunistische chinesische Brutalmacht sich schon so zwanghaft auf einen Deutschen Denker beruft, nämlich Karl Marx, dann sollten wir Deutschen auf diesen Kulturimport immer wieder hinweisen und einfordern, dass selbst der selbstherrlichste Uraltdrache in China den heutigen Deutschen sehr fein zuhören sollte.
Es darf zurückgelächelt werden.
Am 01. August 2019 um 17:45 von Wolfgang86
@ Ist Wahr 17:26
Den Youtube-Link finden Sie im eingebetteten Tweet von Herrn Wurzel.
Ich weiß nicht ob hier Links zu externen Websites zugelassen sind daher hier der Videotitel auf Youtube: 2019年7月31日解放軍駐港部隊發布官方宣傳片,針對意味濃厚
Damit können Sie dort selbst danach suchen.
Am 01. August 2019 um 18:02 von ustdigital
@Juergen um 17:36
"ie notfalls notwendigen Enteignungen um die Mehrheit und damit das Sagen zu bekommen, treffen keine Deutschen."
Es wird keine Enteignungen geben - weder bei Wohnungsgesellschaften noch bei Investoren, egal woher sie kommen. Das würde das System in Frage stellen - und das wird die Politik nicht zulassen. | de |
q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
Wissen (Philosophie) | Problemlösekompetenz – Ein Blog über alternative Lebensräume, ferne Länder und den dritten Lebensabschnitt
Problemlösekompetenz ist in aller Leuten Munde und wird in jedem Job als Kernkompetenz vorausgesetzt. Beispielsweise bietet das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft am 28./29. April ein Seminar für 745 Euro an, an welchem Problemlösungskompetenz erworben werden kann. Wenn Ihnen das zu spät ist, können Sie auch den Workshop für Problemlöser an der FH Kufstein/Tirol für 900 Euro buchen. Der findet bereits an den Tagen 27./28. April statt! Es gibt unzählige Seminare zum Thema. Aber natürlich eignen Sie sich keine Kompetenz in einem 2-Tagesseminar an. Der Aufbau einer Kompetenz – z.B. Klavierspielen, Pflanzenbestimmen oder eben Problemlösekompetenz – gelingt nur durch intensive und langjährige Übung.
Problem = Bedürfnisbefriedigung
Doch, was ist denn übrigens ein Problem und warum muss, bzw. kann es gelöst werden? Da bin ich bass erstaunt, wenn ich z.B. bei Wikipedia lese:
Problemlösen ist eine Schlüsselkompetenz von Personen, die darauf abzielt, Probleme durch intelligentes Handeln mittels bewusster Denkprozesse zu beseitigen
(die Hervorhebung habe ich gemacht) oder – noch unpassender – bei karierebibel.de
Problemlösungskompetenz im beruflichen Alltag bedeutet, Schwierigkeiten sofort zu erkennen … und eine passende Lösung zu finden, bevor weiterer Schaden daraus entstehen kann.
Ich lese immer nur „Schwierigkeiten“, „Schaden“ und „beseitigen“, als wären Probleme zunächst mal etwas Negatives. Aber ein Problem erwächst aus einem Bedürfnis heraus. Daher gefällt mir die Definition des iwk-verlag.de schon besser:
Problemlösungskompetenz ist … die Fähigkeit …, für das Problem eines Kunden eine befriedigende Lösung zu finden.
Das mit dem „Kunden“ ist natürlich Quatsch, denn zunächst bin ich mir selbst der Nächste. Ich habe ein Bedürfnis und das Problem ist es, dieses Bedürfnis zu befriedigen. Wenn Sie Ihre Problemlösungskompetenz dann noch anderen anbieten wollen, umso besser!
Bundesarchiv Bild 183-76052-0335,_Schacholympiade
Tal (UdSSR) gegen Fischer (USA)
Z.B. habe ich gerade das Problem, den Inhalt eines grossen Tanks in einen anderen Tank zu bringen, der zwei Meter oberhalb des ersten steht. Daran ist überhaupt nichts schädlich und ich muss auch nichts aus der Welt schaffen. Die Lösung ist z.B. die Beschaffung einer passenden Wasserpumpe mitsamt den nötigen Röhrchen und Reduktionsstücken. Als nächstes muss ich das Problem lösen, eine solche Pumpe zu finden, zu positionieren und am Strom anzuschliessen. Erst wenn dann die Pumpe läuft, aber kein Wasser ansaugt, entsteht ein Problem, das es aus der Welt zu schaffen gilt, wenn man diese Sprechweise hilfreich findet. Aber von einem „Schaden“ kann man immer noch nicht reden. Ich gebe zu, dass das nur ein Beispiel eines rein technischen Ingenieurproblems ist. Die grossen Probleme sind Mitten in der Gesellschaft angesiedelt und haben weitreichende psychologische, wirtschaftliche, ökologische und politische Komponenten, die mit grossen Unsichderheiten behaftet sind. Man denke schon nur an die aktuelle Situation mit dem COVID-19 Virus!
Die meisten Seminare für Problemlösungskompetenz folgen einem gemeinsamen Algorithmus, der mehr oder weniger folgende Phasen aufweist:
Phase 3: Problemeingrenzung
Phase 4: Lösungsideen generieren
Phase 5: Lösungsauswahl, Fern- und Nebenwirkungen prüfen
Phase 7: Nachbearbeiten und Lessons Learned
Dieses Vorgehen ist mir aus der Mathematik bekannt, wenn es gilt, eine Aufgabe zu lösen. Dabei geht man ziemlich genau so vor, wie es die Problemlöseseminarien vorschlagen.
Viele behaupten, dass Mathematik unnütz oder gar schädlich sei. Unnütz, weil sie im täglichen Leben niemals gebraucht wird und schädlich, weil sie eine Kontrollillusion vorgaukelt, die in einer immer komplexer werdenden Welt nicht hilfreich sei.
Der für seine youtube-Videos bekannte Bielefelder Mathematikprofessor Jörn Loviscach fragte schon 2014, wozu denn Mathematik in einem Ingenieurstudium diene. Ob es
eine Hinterlassenschaft aus Zeiten sei, in denen das Entwickeln und Lösen mathematischer Modelle das tägliche Brot im Ingenieurberuf war. Heute aber sitzen Ingenieurinnen und Ingenieure im Marketing, im Vertrieb, im Service
und brauchen keine Mathematik mehr. Loviscach glaubt:
Zuallererst ist [Mathematik] ein Härtetest und damit gleichzeitig ein kaum verschleierter Numerus Clausus: Man lässt viele Bewerberinnen und Bewerber zu, aber steckt sie in Großveranstaltungen … mit rechtssicherer, hart benotbarer Klausur.
Die Mathe-Lüge
Dann hat Loviscach eine Idee, die er aber sogleich selber zuschüttet:
Ein anderer, potenzieller Zweck der Mathematik im Ingenieurstudium könnte sein, Denken, Selbstreflexion, Argumentieren und Diskutieren zu lernen ‒ im relativ sicheren, keimfreien und behüteten Sandkasten der Mathematik. Dazu taugen allerdings weder das abgehobene Schema „Definition‒Satz‒Beweis“ … noch das Einbläuen von Rezepten nach Art der an FHs beliebten Machwerke von Lehrbüchern.
Dozenten, Dozentinnen und Schulleitungen glauben immer noch, dass wenn sie nicht ein gewissen Quantum an Mathematikwissen pauken, sie „mit dem Stoff nicht durch mögen“. Das ist Hafenkäse! Wenn die Studentinnen und Studenten in ein paar 10-minütigen Videos die Theorie konsumieren und dann zusammen mit dem Lernbegleiter mit einer oder zwei Aufgaben pro Semesterkurs das Problemlösungsschema durchgehen – aber wirklich sehr intensiv und tiefgreifend – dann haben sie mehr gelernt, als in einem herkömmlichen Kurs. Den „Stoff“ brauchen sie nämlich tatsächlich nie mehr, also verschwenden wir keine Zeit, mit Pauken! Die mathematischen Konzepte haben sie in den Videos gehört und in den Problemlösepräsenzen einigermassen verinnerlicht. Das ist für ein FH-Studium vollauf angemessen.
Mathematik als Labor für Problemlösen
Seit ich mich vermehrt mit Fotografie beschäftige, sehe ich immer öfters weitgehende Parallelen zwischen ihr und der Mathematik. Beide Gebiete haben einen technischen und einen kreativen Teil. Beide Teile fordern mich sehr. Sowohl Fotos als auch Aufgabenlösungen müssen „gemacht“ oder produziert werden. Es ist in jedem Fall ein Tun! Der technische Teil muss ich mühsam üben, er will gemeistert werden. Der kreative Teil kann nicht algorithmisch erledigt werden. Es gibt zwar Erfahrungen, wie man zu einer eleganten Lösung oder einem fesselnden Bild kommt, aber diese sind nicht hinreichend. Immer muss etwas Persönliches aus einem herausgelöst werden, was enorm aufwändig und ermüdend ist. Das ist übrigens der Grund, weshalb künstlerische Fotografien oder mathematische Lösungen immer die persönliche Note des Fotografen oder Problemlösers tragen.
Problemlösen: Wie gelangt man vom Problem (Fragestellung) zu der Lösung (Antwort)?
Im täglichen Leben wird Problemlösekompetenz immer wichtiger. Die Probleme oder Aufgaben, vor die wir im Alltag gestellt sind, sind sehr vielfältig und vielschichtig. Sie haben ebenfalls eine technische Ebene, aber auch psychologische und gesellschaftliche Aspekte spielen mit. Wir haben es fast immer mit Ungewissheit und Unentscheidbarkeit zu tun. Kreative Lösungsansätze sind noch wichtiger, als beim Fotografieren oder Lösen mathematischer Aufgaben.
Dennoch kann Mathematik als Problemlösungs-Labor hilfreich sein. Mathematische Aufgabenstellungen sind einfach und frei von menschlichen Gefühlen und Interessen. Ängste und Glaubenssätze haben nichts mit dem Inhalt der Aufgabe zu tun. Er ist unabhängig von der Befindlichkeit des Problemlösers.
Wenn Sie also eine mathematische Aufgabenstellung einfach als Knacknuss begreifen, an der Sie üben können, auf kreative Ideen zu kommen, dann haben Sie den Sinn der Schulmathematik verstanden. Es geht nicht darum, dass Sie die Aufgabe lösen können! Es geht darum, Lösungsmöglichkeiten für eine (einfache) Aufgabe vorzuschlagen, mit anderen zu diskutieren, abzuwägen, welche Möglichkeit die effektivste sein könnte und sie gemeinsam mit anderen durchführen zu können. Das sind die Phasen des Problemlösezyklus, wie er in den einschlägigen Seminarien geübt werden.
Folgende Aufgabe illustriert das, was ich meine:
Die (meist falsche) Antwort auf diese Aufgabe kommt wie aus der Kanone geschossen. Die Problemlösephasen werden nicht durchlaufen, in der Meinung, es sei nicht nötig. Der Problemlöser denkt nicht einmal nach, sondern vertraut seiner Intuition (die er meist nicht hat). Die Psychologie liegt in der Art und Weise, wie diese Aufgabe angegangen und vermeintlich gelöst wird.
Der Problemlösezyklus
Problemidentifikation: Die Aufgabe muss verstanden werden. Wenn sie sehr einfach ist, kann diese Phase natürlich übersprungen werden. Aber sind Sie sich sicher, dass Sie eine Aufgabe wirklich verstanden haben? Oder bilden Sie sich das bloss ein?
Ziel- und Situationsanalyse: Wonach genau ist gesucht? Was ist gegeben? Ist es überhaupt möglich, aus den gegebenen Daten, das gesuchte zu finden? Fertigen Sie, wenn immer möglich, eine Zeichnung an und stellen Sie die Situation der Aufgabe in einer Skizze dar!
Problemeingrenzung: In der Mathematik würde ich diese Phase mit „Problemvereinfachung und Verallgemeinerung“ bezeichnen. Oftmals ist es nützlich, eine vereinfachte Variante der Aufgabe zu lösen oder die Frage zu verallgemeinern. Man kann auch versuchen, die Aufgabe in einen anderen Kontext zu übertragen oder das Gesuchte vorzugeben und nach dem Gegebenen zu fragen.
Lösungsideen generieren: Das ist der kreative Hauptteil jeder Problemlösung. Es empfiehlt sich, nicht nur eine Lösungsidee vorzulegen und diese gleich zu verfolgen. In der Weinflaschenaufgabe könnte man nebst raten, eine Gleichung aufstellen. Bei solchen Aufgaben kommt mir auch sofort der Begriff „Dreisatz“ in den Sinn, ohne gleich zu wissen, ob diese Methode hier zielführend ist.
Lösungsauswahl: Gut! Dann vertrauen wir also der Intuition!
Umsetzung: Ok, also: eine leere Flasche kostet 0.5 Euro!
Nachbearbeitung und Lessons Learned: Diese Phase ist ebenso wichtig, wie die Ideengenerierung, wird aber meist aus Zeitgründen und Bequemlichkeit unterdrückt. In der Mathematik besteht die Nachbereitung vor allem aus Qualitätskontrolle, wie man das eigentlich auch im Job so macht. Das Glas kostet also 0.5 Euro, der Wein in der Flasche kostet 10 Euro mehr, also 10.50. Zusammen mit dem Glas kostet die Flasche Wein also 0.5 + 10.50, also 11 Euro…. ääh, wie jetzt genau? Vielleicht habe ich die Aufgabe doch nicht ganz richtig verstanden. Also, fangen wir nochmals von Vorne an!
Nachdem Sie die richtige Antwort gefunden haben überlegen Sie sich, weshalb Sie zuerst falsch gelegen haben. Was haben Sie übersehen? Was haben Sie überlesen? Was haben Sie ausgeblendet? Fragen Sie sich, warum Sie die Phase „Qualitätskontrolle“ übersprungen und nicht gemerkt haben, dass Ihrer Antwort falsch ist? Haben Sie die Überprüfungsphase aus Bequemlichkeit übersprungen? Aus Angst, dass sich Ihre Lösung doch als falsch entpuppen könnte oder gar aus Arroganz, weil Sie ja so überzeugt waren, dass Sie sich nicht täuschen können?
Der zweiter Teil dieser letzten Phase, „Lessons Learned“, ist bereits eine Investition in die nächste Problemlösung. Nachdem Sie wissen, was Sie falsch gemacht haben und warum, können Sie sich Verhaltensveränderungen vornehmen. Nehmen Sie sich eine einzelne vor, z.B. „Ich darf meiner Intuitiuon nicht blind vertrauen!“ Schreiben Sie das auf und lesen Sie es bei der nächsten Problemlösung ab. Achten Sie darauf, dass Sie nirgends einen Schritt in Ihrer Lösung haben, der allein Ihrer Intuition entsprungen und nicht verargumentiert ist!
Man kann eine Menge nützliches Zeugs aus der Art und Weise lernen, wie man selber eine Aufgabe angeht. Das, was man lernt, kann man auch auf das Problemlösungen im täglichen Leben übertragen.
Ich sage nicht, dass wer mathematische Aufgaben lösen kann, auch beim Lösen alltäglicher Aufgaben erfolgreich ist. Die mathematischen Aufgaben haben eine ganz andere Qualität, als die alltäglichen. Wer aber bei mathematischen Aufgaben nicht weiter weiss, wird vermutlich auch bei alltäglichen Aufgaben keine kreativen Ideen entwickeln.
Sie tun sich wirklich keinen Gefallen, wenn Sie Mathematik, wie ich sie meine, ablehnen oder gar eine irrationale Angst davor haben. Sie können durchaus etwas für’s Leben profitieren, wenn Sie mathematische Aufgaben ganz pragmatisch angehen. | de |
q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
Wissen (Philosophie) | Задания 17. Полное понимание информации в тексте
„Ich habe mit 15 Kindern angefangen“, erzählt Philippakis. „Mittlerweile sind rund 150 Kinder in meinen Kursen.“
1) Doch niemand wollte seine Idee unterstützen.
Es habe positive Auswirkungen, wenn man zwei oder mehr Sprachen beherrsche. Studien hätten gezeigt, dass man dann im hohen Alter geistig fitter sei.
die Abiturientenzahl in Deutschland zu niedrig ist. — Die Spitzenländer sind ein Beweis dafür, dass — Die meisten Spitzenländer sind nicht nur in der Spitze gut, sondern auch in der Breite: In Südkorea, Finnland, Japan, Kanada, Neuseeland und Australien liegt die Quote der Schüler, die mit der Berechtigung zum Studieren von der Schule abgehen, um einiges höher als in Deutschland.
Ihre Einstellung zum Leben.
Перевод: Wieso wird sich ein Mieter des Minihauses wohl fühlen? — Почему житель "минидома" будет себя хорошо чувствовать?
Weil Minihäuser sich voneinander kaum unterscheiden werden. — Потому что "минидома" почти не отличаются друг от друга.
Перевод: Was empfiehlt der Autor des Artikels den Menschen, die gern lesen und Kinder haben? — Что рекомендует автор статьи людям, которые любят читать и имеют детей?
Die Bücher, die sie selbst gern haben, ihren Kindern vorzulesen. — Книги, которые они сами любят, читать вслух своим детям. | de |
q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
Wissen (Philosophie) | Pro und Contra » Der Krieg im Nahen Osten
#1 Der Krieg im Nahen Osten Antworten
Als Antwort auf diesen Beitrag von Reader:
DAMASCUS, Syria, July 24
Landis verweist hier auf ein aus meiner Sicht zentrales Problem des Nahen Ostens: Es gibt keine die Staaten übergreifende arabische Nation, aber es gibt eben auch keine Nationen in diesen Staaten. Man ist irgendwie teils Araber, teils Jordanier, Ägypter, Iraker, Syrer usw. Dazu noch vielleicht Kurde, Maronit, Schiit. Also komplexe, unklare Identitäten.
Der Bezugspunkt des Zitats in der NYT ist ja, daß Syrien alle Araber aufnehmen muß, gemäß Verfassung, weil es sich eben als arabischer Staat versteht. Wenn ich mich recht erinnere, geht das auf die Zeit der VAR zurück, als Syrien Teil dieser Vereinigten Arabischen Republik war.
Das ist, wie mir scheint, der Kern des Problems der Araber: Es fehlen die Strukturen für eine gedeihliche Entwicklung, wie sie die meisten Länder Asiens inzwischen begonnen haben. Staaten ohne Nationalbewußtsein, ohne Demokratie, ohne einen funktionierenden Kapitalismus, ohne Rechtsgarantieren für die Menschen. Wie sollen da Wohlstand, Sicherheit, Bürgertugenden entstehen?
Menschen zählen nicht (mehr), wenn sie im Kreuzfaden der Mächtigeren leben.
Im Kreuzfaden der Mächtigen leben ja die meisten Menschen; wir auch. Die Menschen im Nahen Osten leben aber im Kreuzfaden von Fanatikern und Terroristen .
Israel ist ja seit Jahren dabei, einen friedlichen Ausgleich mit seinen arabischen Nachbarn zu suchen. Deshalb der Rückzug aus dem Libanon, aus dem Gaza-Streifen. Deshalb auch der Bau der Mauer, der einen Modus Vivendi mit den Bewohnern der Westbank ermöglichen soll. Schlimm, daß es nur so geht; aber ohne einigermaßen gesicherte Grenzen kann es eben keinen Frieden geben.
Diese Bemühungen wurden und werden von der Fatah unterstützt; jetzt vor allem von Abbas. Aber die Hamas im Süden und Westen und die Hisbollah im Norden Israels tun alles, um sie zu hintertreiben.Sie bauen dazu seit Jahren Bürgerkriegsarmee auf. Mit Tausenden von Raketen, die auf Israel gerichtet sind. Allein im jetzigen Krieg wurden bereits um die 2000 dieser Raketen auf Israel abgefeuert.
Das wird von Syrien und dem Iran aus gesteuert und ganz überwiegend bezahlt. Beides sind Staaten mit Ambitionen darauf, eine Führungsmacht im Nahen Osten zu werden. Beide benutzen die Emotionen gegen Israel dazu, sich in dieser Führerrolle zu profilieren. Es ist im Grund ein Kampf darum, wer am lautesten gegen Israel agitiert. Und um zu zeigen, wie ernst es ihnen ist, opfern beide Staaten die armen Menschen in Palästina, in Israel, im Libanon. Dies, dear Reader, ist in meinen Augen eine zynische Politik, und nicht die der USA und Israels, die auf Frieden im Nahen Osten gerichtet ist.
Was soll Israel gegen die Kriegstreiber Iran und Syrien, Hisbollah und Hamas tun? Wenn es den angestrebten Friedenszustand erreichen will, dann muß es die Hisbollah und die Hamas militärisch schlagen. Ich sehe nicht, wie es anders gehen kann. Man kann Fanatiker und Terroristen doch nicht zu überzeugen versuchen.
Das ist fürchterlich. Aber siehst du eine Alternative?
Man bombardiert jetzt auch unbewaffnete (!) Blauhelme in ihrem Wachtposten, da mögen sie noch so eindringlich um Gnade gefleht haben (habt ihr die Luftaufnahmen von der isolierten Lage dieses Postens gesehen?).
Die Hintergründe dieses Vorfalls, dear Reader, sind ja völlig ungeklärt. Der Einfachheit halber kopiere ich hier rein, was ich vorhin @ Sparrowhawk im Schrippe-Nachfolgeforum geschrieben habe:
Spiegel-Online hat jetzt eine korrekte Übersetzung:
"Uno-Generalsekretär Kofi Annan sprach von einem "anscheinend vorsätzlichen" Angriff auf den Stützpunkt. "
Mehr als Anschein liegt ja auch nicht vor. Wie will man wissen, warum und wie es zu es zu einem solchen Bombardement gekommen ist?
Da ist logischerweise alles möglich - von einer geheimen Entscheidung des israelischen Kabinetts über die Entscheidung eines militärischen Kommandeurs und einen Pilotenfehler bis hin zu einem Computerfehler, falsch eingegebenen Zielkoordinaten usw.
Wer jetzt so tut, als kenne er die Ursache und den Hintergrund, der ist eindeutig parteilich.
Und diese Parteilichkeit sehe ich bisher nur auf der Seite der Gegner Israels. Mit dem Brustton der Überzeugung, mit dem sie behaupten, es habe sich um einen absichtlichen Angriff gehandelt, behauptet niemand umgekehrt, es sei ein Versehen gewesen.
Dieses Kriegselend, dear Reader, ist entsetzlich. Ich mag auch die TV-Nachrichten gar nicht mehr sehen, mit allen diesen Berichten (von beiden Seiten der Front, in Israel sind ja auch mehr als hunderttausend Menschen auf der Flucht).
Nur, Partei vermag ich nicht zu nehmen. Ich habe das hier zu begründen versucht.
PS: Ich beginne mit diesem Beitrag einen neuen Thread; ich hoffe, du bist einverstanden.
28.07.2006 04:22
#2 RE: Der Krieg im Nahen Osten Antworten
Noch ein Gedanke zu diesem Krieg:
Es hat im Schrippe-Forum oft Diskussionen über die Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg gegeben, als gezielt gegen Zivilisten gebombt wurde.
Seither ist das meines Wissens in keinem Krieg mehr offen so gehandhabt worden. Bis zum jetzigen Nahost-Krieg.
Die Hisbollah hat bereits um die 2000 Raketen auf israelische Städte abgefeuert. Eindeutig nicht auf militärische Einrichtungen gezielt.
Wieso löst dieses ständige Kriegsverbrechen eigentlich keinen Aufschrei der Empörung in der Weltöffentlichkeit aus?
Den Bomben Israels sind auch Zivilisten zum Opfer gefallen; das stimmt. Aber es gibt keinen Beleg, noch nicht einmal ein Indiz dafür, daß diese absichtlich getroffen wurden.
Israel gibt sich im Gegenteil große Mühe, zivile Opfer möglichst zu vermeiden. Nun gut, das mögen seine Gegner bestreiten.
Aber bestreiten können sie doch nicht, daß die Hisbollah laufend das Völkerrecht bricht.
Was wäre wohl in der Öffentlichkeit los, wenn Israel tausende Raketen wahllos auf arabische Städte abfeuern würde, mit der eindeutigen Absicht, möglichst viele Zivilisten zu ermorden?
#3 RE: Der Krieg im Nahen Osten Antworten
"Was wäre wohl in der Öffentlichkeit los, wenn Israel tausende Raketen wahllos auf arabische Städte abfeuern würde, mit der eindeutigen Absicht, möglichst viele Zivilisten zu ermorden"
1.) Es gäbe einen großen Aufschrei der Empörung.
2.) Würde der Aufschrei mit der "Antisemitismus-Keule" bekämpft, jedenfalls in Deutschland.
3.) Würde in der UNO nix passieren, weil die USA im Sicherheitsrat mal wieder alles per Veto blockieren würden
#4 RE: Der Krieg im Nahen Osten Antworten
Ja, so könnte es ablaufen. Nur wird dieser Fall ja nie eintreten, denn Israel käme nicht auf den Gedanken, wahllos Raketen auf Zivilisten abzuschießen.
Meine Frage, lieber Sparrowhawk, war also natürlich rhetorisch gemeint: Ich frage mich, warum das analoge Verhalten der Hisbollah nicht einen solchen Aufschrei der Empörung auslöst.
Weil alle ohnehin wissen, daß das Kriegsverbrecher sind, die keinen Augenblick daran denken, Zivilisten zu schonen?
Aber wenn jemand ein Verbrecher ist, dann ist das doch kein Grund dafür, sich über seine Taten weniger zu empören.
Also, ich finde das sehr seltsam. Der Beschuß der UNO-Beobachter durch Israel, von dem bisher niemand weiß, wie er zustandekam, löst Empörung aus. Und der Dauerbeschuß israelischer Zivilisten durch die Hisbollah offenbar nicht, oder jedenfalls viel weniger.
#5 RE: Der Krieg im Nahen Osten Antworten
Kommt, wie immer, darauf an, was in den Medien berichtet wird, bzw. - richtiger ausgedrückt - was in welchen Medien berichtet wird.
Die Hisbollah ist eine Terrorbande, das ist klar und ohne jeden Zweifel. Aber versteht sich Israel nicht als demokratischen Rechtstaat ? Wenn ja, verhält es sich gegenwärtig nicht danach.
Wie ich mal an anderer Stelle gesagt habe: einerseits ist die israelische Linie, sich den Terroristen und ihren Erpressungsversuchen nicht zu beugen, richtig. Der Staat darf nicht erpreßbar sein. Das ist übrigens nicht rechtsradikal, sondern das wußte auch schon Helmut Schmidt (SPD).
Es ist aber die Frage, wie diese Linie verfolgt wird. Für den Mossad wäre es wohl eine Kleinigkeit gewesen, die entführten Soldaten ohne Aufsehen rauszuholen, der hat schon ganz andere Leute aufgespürt und nach Israel gebracht. Damit wäre der Linie "nicht nachgeben" ebenso Genüge getan worden, und ein paar Hisbollahistas wären bei dem unternehmen doch sicherlich auch liquidiert worden. Nun aber... wird geschossen, was geht, die Soldaten sind aller Wahrscheinlichkeit nach tot. Wurden sie geopfert und deren Entführung als äußerer Anlaß genommen, um losschlagen zu können ?
#6 RE: Der Krieg im Nahen Osten Antworten
Ja, ohne Frage. Und da scheint mir in der Mehrzahl der deutschen Medien weniger über das Leiden der Israelis als das der Libanes berichtet zu werden.
Es ist ja auch gewiß schlimmer; es gibt dort viel mehr Opfer, die Waffen der Israels sind wirksamer als die der Hisbollah. Aber das ändert nichts daran, daß die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten schlimm leidet. Und es ändert vor allem nichts daran, daß Israel Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden versucht, während die Hisbollah sie bewußt anzielt.
Inwiefern nicht? Ich kann bisher nichts erkennen, was Israel vorzuwerfen wäre.
Falls die Regierung tatsächlich so verbrecherisch (und auch töricht) gehandelt hätte, einen Angriff auf unbewaffnete UNO-Beobachter zu befehlen, dann ja.
Nur muß das doch nachgewiesen werden. Daß im Krieg Bomben ihr Ziel verfehlen, ist doch leider ein häufiger Fall. Und auf einen bloßen Verdacht hin kann niemand verurteilt werden; auch nicht ein Staat.
Es ist aber die Frage, wie diese Linie verfolgt wird. Für den Mossad wäre es wohl eine Kleinigkeit gewesen, die entführten Soldaten ohne Aufsehen rauszuholen, der hat schon ganz andere Leute aufgespürt und nach Israel gebracht.
Einen Entführten befreit, der irgendwo in einem Versteck gefangengehalten wird? Hm, du traust dem Mossad ja wirklich viel zu.
Damit wäre der Linie "nicht nachgeben" ebenso Genüge getan worden, und ein paar Hisbollahistas wären bei dem unternehmen doch sicherlich auch liquidiert worden. Nun aber... wird geschossen, was geht, die Soldaten sind aller Wahrscheinlichkeit nach tot. Wurden sie geopfert und deren Entführung als äußerer Anlaß genommen, um losschlagen zu können ?
Es geht Israel zweifellos nicht nur um die Befreiung der Geiseln. Deren Verschleppung war aber aus meiner Sicht auch nicht nur ein Vorwand.
Sondern mit dieser Aktion wollte die Hisbollah meines Erachtens den Konflikt mit Israel eskalieren. Israel provozieren, es als Papiertiger vorführen. Deshalb wurden nicht irgendwelche Zivilisten verschleppt sondern Soldaten. Die israelische Armee sollte gedemütigt werden.
Durfte sie darauf so hart reagieren? Sie hätte auch bis zum nächsten Schritt der Hisbollah warten können, vielleicht dem regelmäßigen Beschuß von Siedlungen.
Die Hisbollah will die Vernichtung Israels, so wie es Ahmadinedschad gesagt hatte (und er sagte, der Tag käme schneller, als viele dächten). Irgendwann wäre Israel keine Wahl geblieben, als gegen diese Bedrohung vorzugehen. Tausende von Raketen waren ja schon gegen Israel in Stellung gebracht worden.
Kann man diesem in seiner Existenz bedrohten Staat einen Vorwurf machen, daß er sich entschloß, diese Bedrohung zu beseitigen? Ich jedenfalls kann das nicht.
#7 RE: Der Krieg im Nahen Osten Antworten
Dieses Photo zeigt den UN-Wachtposten, der bombardiert worden ist.
In ihren letzten sechs Stunden haben die getöteten UN-Soldaten zehn Mal mit dem israelischen Militär telephoniert*. Zehn Mal um ihr Leben gebettelt, könnte man sagen. Und jetzt sieh dir die isolierte Lage des Wachtpostens an. Ich hoffe, es kommt noch eine glaubhafte Erklärung dafür, wie man den im Zeitalter des "precision bombing" versehentlich treffen konnte.
Man stelle sich vor, die andere Seite hätte UN-Soldaten versehentlich bombardiert und getötet. Glaubt doch niemand, dass man das als "im Krieg können Bomben ihr Ziel verfehlen" wegerklären könnte. Bush und "Yo Blair" planen anscheined, mehr Blauhelme ins Krisengebiet zu schicken.
* UN observers asked Israel to stop bombing 10 times before post was hit: report
Link zu 570News
29.07.2006 16:01
#8 RE: Der Krieg im Nahen Osten Antworten
mir scheint, wir haben nicht die Informationen, um auch nur halbwegs sicher zu sagen, was da passiert ist. Auch solche Fotos sagen (jedenfalls mir) nichts.
Wie präzise sind diese sogenannten Präzisionswaffen? Ich habe keine Ahnung. Ich weiß ja noch nicht einmal, um was für eine Waffe es sich handelte. Wie wurde sie gelenkt? War es ein ballistisches Geschoß oder eine steuerbare Rakete? Wie erfolgte die Eingabe der Zielkoordinaten? Und so weiter, und so weiter.
Nur wenn man das alles weiß und Fachmann ist, kann man - vielleicht - beurteilen, wie es zu einer versehentlichen Bombardierung eines Gebäudes kommen konnte, das nicht das Target war.
Ich würde mir auch wünschen, daß die Untersuchung das alles klärt. Ansonsten müßte man in der einschlägigen militärtechnischen Fachpresse nachsehen; vermutlich sind da ja die Fachleute längst am Werk, zu analysieren, wie es zu einer versehentlichen Beschießung kommen konnte.
Wenn sie denn versehentlich war. Nehmen wir nun an, es sei nachgewiesen, daß mit dieser Waffe ein versehentliche Beschießung eines solchen Gebäudes ausgeschlossen ist. (Kritisch wäre vor allem die Eingabe der Zielkoordinaten, weil da ja Human Error nicht eben selten ist; zumal in der Streßsituation eines Kriegs).
Dann wäre als nächstes zu fragen, wo in der Befehlskette ein absichtlicher Beschuß eines UNO-Stützpunktes angeordnet wurde. Da gibt es wieder offenbar viele Möglichkeiten - vom Frontoffizier über den Generalstab bis zum Verteidigungsminister oder gar zum Kabinett.
Es könnte zB sein, daß irgendein rechtsextremer israelischer Offizier in der Befehlskette diesen Angriff befohlen hat; falls er denn absichtlich erfolgte. Nur als Beispiel.
Und nehmen wir nun an, es war die Regierung selbst die das entschieden hat. Was könnte dann das Motiv sein?
Offensichtlich ist, daß Israel durch diesen Vorfall ein riesiger außenpolitischer Schaden entstanden ist.
Also kann es - in diesem angenommenen Fall - nur ein Motiv sein, das der Regierung so vorrangig erschien, daß sie dafür diesen Schaden in Kauf genommen hat.
Zweitens zeichnet sich ja ab, daß sowohl die USA als auch Israel auf eine Lösung hinarbeiten, bei der der Süden des Libanon auf lange Zeit durch eine bewaffnete internationale Truppe (vielleicht die NATO im Auftrag der UNO) gesichert wird, so daß die Hisbollah dort nicht wieder ihre Raketen aufbauen kann.
Die absichtliche Ermordung von UNO-Angehörigen würde diese Lösung erheblich erschweren. Also müßte das Kabinett ein Motiv gehabt haben, das auch diesem Nachteil gegenüber überwog.
Mir fällt kein solches Motiv ein. Allenfalls, daß man einen Waffenstillstand verhindern wollte, solange die Hisbollah noch nicht besiegt ist. (Was Israel zweifellos will). Aber daß das die genannten Nachteile aus israelischer Sicht aufwiegen würde, erscheint mir nicht einsichtig. Aber denkbar ist es natürlich, daß es ein solches Motiv des israelischen Kabinetts gibt.
Wenn die andere Seite das getan hätte, dann wäre es meines Erachtens sehr wahrscheinlich gewesen, daß es sich um ein Versehen handelt. Denn deren Raketen sind ja offenbar sehr unpräzise. Die Katjuscha sind im Grunde die weiterentwickelten Stalinorgeln aus dem Zweiten Weltkrieg, also ballistische Raketen. Ob die Hisbollah überhaupt lenkbare Raketen hat, weiß ich nicht.
Ja, Bush und Blair planen, UNO-Soldaten zu schicken, das scheint mir sehr wahrscheinlich zu sein. Aber eben keine unbewaffneten "Blauhelme", sondern eine bewaffnete, notfalls auch kämpfende Truppe, wie in Ex-Jugoslawien.
Aber soweit ich sehe, würde ein absichtlicher Beschuß das doch gerade erschweren. Oder meinst du, Israel wolle diese Lösung nicht? Aber welche will es dann? Es hat sich schon einmal aus dem Libanon zurückgezogen. Eine dauerhafte Besatzung des Südlibanon kann doch kaum im Interesse Israels liegen.
Was ist nun mit diesen Anrufen, auf die nicht reagiert wurde? Auch da fehlen mir alle Kenntnisse, um das beurteilen zu können. Wie verläuft denn in einem solchen Fall der Kommunikationsweg? Welche Befehle hat es auf welchen Ebenen gegeben? Falls die Absicht bestand, den UNO-Posten zu treffen, wer hat dann entschieden, die Anrufe der UNO-Soldaten zu ignorieren?
Allein der Umstand, daß an einem solchen Komplott zahlreiche Menschen beteiligt sein müßten - darunter bei einer Wehrpflicht-Armee wie der israelischen ja auch solche, denen so etwas gegen ihr Gewissen gegangen wäre - macht es aus meiner Sicht unwahrscheinlich, daß es ein solches Komplott gegeben hat.
Aber möglich ist es natürlich. Was mich nur stört, dear Reader, das ist der Umstand, daß viele Journalisten, die doch vermutlich so wenig wie du und ich über die Punkte wissen, die ich genannt habe, es schon für wahrscheinlich oder gar sicher halten, daß das ein Komplott der israelischen Regierung war.
Vielleicht war es das. Aber ich finde, man kann so etwas nicht behaupten, wenn es keinerlei Belege dafür gibt.
Auch Annan hat das ja offenbar eingesehen und deshalb auf der Pressekonferenz in Rom das "apparently" betont, und zwar im Sinn von "dem Anschein nach". Das war ja das Thema meines Blogs.#
#9 RE: Der Krieg im Nahen Osten Antworten
Reader hat hier auf diesen Kommentar von David Ignatius in der Washington Post aufmerksam gemacht.
Der Kommentar beginnt mit einer Feststellung, der niemand widersprechen wird:
The solutions to the big problems that afflict the region are not military but political.
Ich glaube nicht, daß irgendein westlicher oder israelischer Verantwortlicher das anders sieht. Nur fürchte ich, daß Ahmadinedschad und seine Hilfstruppe im Libanon das anders sehen.
Für mich war die größte Überraschung bei diesem Krieg die Unmenge an Raketen - nicht nur Katjuschas, sondern auch ballistische Kurzstreckenraketen - , die die Hisbollah im Südlibanon stationiert gehabt hatte.
Sie dienen eindeutig nicht der Verteidigung; sie wurden ja auch so gut wie nicht gegen die israelischen Truppen eingesetzt. Sondern sie wurden auf israelische Städte abgefeuert. Meines Wissens der erste Fall seit dem Zweiten Weltkrieg, daß eine Kriegspartei ihre Angriffe so gut wie ausschließlich auf die Zivilbevölkerung des Gegners gerichtet hat.
Und ich wundere mich immer wieder, daß das nicht zu einer weltweiten Empörung geführt hat und dazu, daß die Führer der Hisbollah als Kriegsverbrecher bezeichnet wurden. Nach den Kriterien, nach denen man Milosevic vor Gericht gestellt hat und Karazic als Kriegsverbrecher sucht, muß auch Nasrallah als Kriegsverbrecher verfolgt und verurteilt werden. Und zwei dieser Kriegsverbrecher sitzen sogar im libanesischen Kabinett.
Aber seltsam - die Weltöffentlichkeit, auch viele westliche Medien, scheinen sich mehr über die israelischen Bomben zu empören, die Zivilisten versehentlich getroffen haben, als über die systematischen und gewollte Bombardierung von Zivilisten durch die Hisbollah.
Ein weiteres Zitat aus dem Kommentar:
" ... how Hezbollah's armed might could be successfully absorbed into the fabric of the Lebanese state". Diskutiert hat David Ignatius mit Nasrallah, wie die bewaffneten Kräfte der Hisbollah in den Libanon würden integriert werden können.
Ich habe dazu vor ein paar Tagen in CNN ein Interview mit einem Nahost-Experten gesehen, der genau das gefragt wurde. Er meinte, diese "Integration" der Hisbollah-Kämpfer in die libanesischen Streitkräfte werde dazu führen, daß sie diese faktisch übernehmen würden. Der Effekt werde sein, sagte er sinngemäß, daß die Hisbollah Israel nicht mehr als Partisanentruppe, sondern in den Uniformen einer regulären Armee bedroht.
Und das scheint mir auch das Ziel Ahmadinedschads zu sein: Die Hisbollah im Libanon so stark zu machen, daß sie die Politik dieses Landes mit einer traditionell schwachen Regierung dominieren kann.
Freilich hat auch Syrien die Absicht offenbar nicht aufgegeben, der faktische Herrscher im Libanon zu sein.
Daran, daß die jetzigen Vereinbarungen einen starken Staat Libanon schaffen könnten, der sich gegen sowohl Syrien als auch den Iran mit seiner Fünften Kolonne Hisbollah behauptet, kann ich nicht glauben.
Den Optimismus des Kommentators Ignatius kann ich also nicht teilen. Israel wird, fürchte ich, keine Wahl haben, als die Bedrohung durch den Iran und seine Hilfstruppen abzuwehren, so gut es das kann.
Die Zeit der glänzenden Siege Israels ist offensichtlich vorbei. Es hat jetzt eine Atempause gewonnen. Für einige Zeit wird die Hisbollah keine Raketen mehr auf Israel schießen können.
Auf Dauer ist aber nichts gewonnen. Und ich glaube nicht, daß irgendwer in Israel einen Plan dafür hat, wie man sich anders wehren könnte, als Olmert es jetzt versucht hat.
#10 RE: Der Krieg im Nahen Osten Antworten
Reader hat hier auf einen wichtigen Artikel in der Washington Post aufmerksam gemacht, der den Libanon-Krieg aus der Sicht isrealischer Soldaten beleuchtet.
Der Tenor ist, daß der Krieg schlecht vorbereitet war, die Soldaten oft nicht hinreichend trainiert. Daß die Versorgung und die Kommunikation schlecht funktioniert hätten. Es wird auch berichtet, daß die Hisbollah-Kämpfer sehr gut ausgerüstet und trainiert gewesen seien.
Wenn - wie es in dem Bericht heißt - sogar Israelis versehentlich auf Israelis und auf Ziegen und Schafe geschossen haben, weil die Kommunikation nicht klappte, dann liegt auf der Hand, wie abwegig es ist, den Israelis Absicht zu unterstellen, wenn versehentlich ein UNO-Posten bombardiert wurde.
Insgesamt scheint sich das zu bestätigen, was ich schon vor ein paar Tagen angemerkt habe: Die Zeit der leichten Siege Israels in einem Nahost-Krieg ist vorbei. Und damit ein psychologischer Faktor, der bisher Israel geschützt hat: Der Mythos von der absoluten Überlegenheit der IDF über die arabischen Gegner.
Wie es zu dieser Veränderung im Kräfteverhältnis gekommen ist, werden jetzt die Militärfachleute analysieren.
Zu vermuten sind u.a. die folgenden Gründe:
Die kriegsgewohnte und kriegsgeübte Generation der Isralis - der Scharons, Dajans, Rabins usw. - tritt ab oder ist schon abgetreten. Nach dem, was ich dazu gelesen habe, wandelt sich die Struktur und Mentalität der israelischen Gesellschaft. Sie wird zunehmend durch Einwanderer aus Rußland und dem Nahen Osten mit einem ausgeprägt zivilen Denken bestimmt.
Auch die Araber verfügen inzwischen über fortschrittliche Militärtechnologie.
Vor allem aber hat sich die Form des Kriegs gewandelt. Die früheren Nahost-Kriege - der Suez-Krieg, der Dreitage -Krieg, der Jom-Kippur-Krieg - waren klassische Kriege, in denen Israel seine technische, strategische und taktische Überlegenheit ausspielen konnte. Der jetzige Libanon-Krieg hatte starke Elemente eines asymmetrischen Kriegs, in dem zB der Gegner sich hinter Zivilisten verschanzte.
Wie können die Islamisten zur Vernunft kommen? Ich sehe wenig, was Hoffnungen rechtfertigen könnte. Die Hisbollah sieht sich ja jetzt sogar als der Sieger, trotz ihrer massiven Verluste. Sie hätte sich vermutlich solange als Sieger deklariert, wie sie nicht völlig vernichtet wurde.
Es ist das alte Problem, daß man mit Fanatikern nicht vernünftig verhandeln kann. Hinzu kommt bei den Islamisten, daß sie - vor allem in der schiitischen Tradition - ein eigenartig positives Verhältnis zu Tod und Vernichtung haben.
19.08.2006 20:56
#11 RE: Der Krieg im Nahen Osten Antworten
der Artikel steht nicht in der WASHINGTON POST, sondern in dessen Rivalen, der WASHINGTON TIMES.
Back to other endeavors (unfortunately not by the side of the pale-faced moon *g*),
Es lohnt sich, bei Wikipedia nachzulesen, ein interessantes Blatt, diese Times:
#12 RE: Der Krieg im Nahen Osten Antworten
Tja, da habe ich nicht genau hingeguckt; bin so an deine Hinweise auf die Post gewöhnt ; sorry.
Immerhin interessant, daß der Artikel dort erschienen ist (wenn auch wohl von einer Agentur geliefert). Eigentlich hätte er besser in die Post gepaßt, denn die Konservativen in den USA sind ja überwiegend sehr pro-Israel, oder?
Ja, sie war mir irgendwann mal begegnet, und ich hatte daraus zitiert, ohne die politische Richtung zu kennen. Wasn't it even you who drew my attention to the Times' political leaning?
Grundsätzlich erscheint es mir sehr wichtig, daß in den großen Städten, und schon gar der Hauptstadt, mindestens zwei Tageszeitung von ähnlichem Rang und mit ähnlicher Auflage erscheinen. Nichts ist schlimmer als ein Quasi-Monopol, gerade in diesem Bereich.
In Deutschland hat die FAZ eine herausragende Stellung, an die keine andere Tageszeitung auch nur entfernt heranreicht. In Frankreich Le Monde ebenso, und in Spanien El País. Die FAZ mit einer liberalkonservativen Grundtönung, die beiden anderen mit einer linksliberalen.
Es scheint schwer zu sein, daß sich eine zweite Zeitung mit der jeweils anderen Grundtönung und derselben Qualität etabliert.
Als ich angefangen habe, mehr oder weniger regelmäßig amerikanische Zeitungen zu kaufen, gab es noch die New York Herald Tribune als liberalkonservatives Gegengewicht zur linksliberalen NYT. Sie war aber damals in Deutschland weit günstiger zu kaufen, weil sie auch in Paris gedruckt wurde. Und jetzt wird sie ja, glaube ich, überhaupt nur noch da gedruckt.
#13 Die Lage im Libanon nach dem Krieg Antworten
Reader hat vorgestern hier auf diese Kolumne von Charles Krauthammer aufmerksam gemacht, deren Thema das Ergebnis des Libanon-Kriegs ist.
Das ist wieder einmal ein Beispiel für das, worüber wir kürzlich hier im Forum diskutiert haben: Diese in den USA hochentwickelte, in Deutschland aber seltene Form der "analytischen Kolumne".
Charles Krauthammer ist übrigens ein sehr interessanter Kolumnist - von Haus aus Psychiater. Auf diese seine Seite greift er auch manchmal zurück, zB als er das Bush Derangement Syndrome erfunden hat - die seltsame Verstörtheit, die Präsident Bush bei vielen Amerikanern bewirkt. (In Deutschland ist es ja weniger Verstörung als blanker Haß, was er bewirkt).
In der jetzigen Kolumne also geht es darum, wie sich eigentlich das Kräfteverhältnis im Libanon nach dem Krieg darstellt. Und da widerspricht Krauthammer heftig - und, wie mir scheint, sehr begründet - dem, was hier in Deutschland landauf, landab verkündet wird: Daß Israel einen Mißerfolg erlitten habe, daß der Krieg die Hisbollah gestärkt habe, daß der demokratische Aufbau im Libanon jetzt zerstört oder jedenfalls zurückgeworfen sei.
Die wichtigsten Stellen aus der Kolumne hat Reader in dem verlinkten Beitrag schon im Original zitiert. Hier eine Zusammenfassung der Analyse von Krauthammer:
Nasrallah hat gesagt, wenn er die Folgen gekannt hätte, dann hätte man die beiden israelischen Soldaten nicht entführt. So spricht nicht ein Sieger
Das Bunker- und Abschußrampensystem, das die Hisbollah in sechs Jahren gebaut hat, ist weitgehend zerstört.
Auch politisch hat die Hisbollah verloren. Der Straßenmob jubelt zwar über ihren angeblichen "Sieg", aber politisch ist die Hisbollah in der arabischen Welt isoliert. Die arabischen Staaten haben keine Sympathie für eine Miliz, die den Interessen des Iran dient.
Die Libanesen wissen jetzt, daß sie nur Frieden mit Israel haben können, wenn die Hisbollah ihren Einfluß verliert. Die demokratischen Kräfte im Libanon sind also gestärkt worden.
Wenn die UNO-Truppe Stellung bezogen hat, wird die Hisbollah ihre Befestigungsanlagen nicht wieder bauen können.
Zumindest der letzte Punkt ist meines Erachtens kaum zu bestreiten. Und ich denke, das war von vornherein das primäre Ziel Israels - die akute und ständig wachsende militärische Bedrohung durch die Hisbollah zu beseitigen, die mit dem Aufstieg des Irans zur Atommacht lebensbedrohlich geworden wäre - was hätte denn den Iran dann daran gehindert, auch auf Israel gerichtete atomare Kurzstreckenraketen in den Südlibanon zu schaffen?
Ob sich die politische Lage so positiv entwickelt, wie Krauthammer es analysiert, wird sich wohl erst in den nächsten Monaten zeigen.
Jedenfalls ist aus meiner Sicht das Projekt Präsident Bushs für eine allmähliche Demokratisierung des gesamten Nahen Ostens keineswegs gescheitert. Es läuft sicherlich nicht so gut, wie nach dem Sieg über Saddam erwartet worden war. Aber es läuft ja auch nicht schlecht. Im Irak gibt es keine politische Alternative zur jetzigen demokratischen Entwicklung. Auch im Libanon, in Ägypten, in Jordanien geht der Weg zur Demokratie weiter.
Nur zeichnet sich ab, daß mit dem Ende der Amtszeit von Bush die Lage noch lange nicht beruhigt sein wird. Es wird deshalb bei den Präsidentschaftswahlen in gut zwei Jahren um sehr viel gehen.
Ob ein Demokrat oder ein Republikaner Bush nachfolgt, ist nicht entscheidend. Entscheidend wird sein, ob es jemand ist, der für die amerikanische Verantwortung im Nahen Osten einsteht (wie zB auch der Demokrat Lieberman) oder jemand, der oder die für einen schnellen Rückzug aus dem Irak ist.
Das würde zum Zusammenbrechen der gesamten US-Nahostpolitik führen; und mittelfristig könnte es die USA leicht in einen neuen Isolationismus führen.
#14 RE: Die Lage im Libanon nach dem Krieg Antworten
Hallo ich bin enu in diesem Forum. Mein Name ist Mach, woanders heiße ich Feynman, mein wirklicher Name bleibt geheim.
Die Katjuscha sind im Grunde die weiterentwickelten Stalinorgeln aus dem Zweiten Weltkrieg, also ballistische Raketen.
Wobei die Hisbola auch über schwere Raketen mit größerer Reichweite verfügt. Der Begriff Stalinorgel ist schwammig im Grunde lässt sich so jede Rakete einordnen.
Ob die Hisbollah überhaupt lenkbare Raketen hat, weiß ich nicht.
Doch hat sie. Ein Schiff der isrealischen Marine (http://en.wikipedia.org/wiki/INS_Hanit) wurde von einer Anti-Schiffsrakete getroffen, daneben noch ein anderes ziviles Handelsschiff versenkt.
Die Hisbollah hat bereits um die 2000 Raketen auf israelische Städte abgefeuert.
Die Zerstörungskraft einer Katjuscha-Rakete, zumindest die kleineren, ist in etwa die einer 155mm-Granate. Da würde mich interessieren wieviel davon Israel verschossen hat, dazu kommen noch die Fliegerbomben.
Eindeutig nicht auf militärische Einrichtungen gezielt.
Vielleicht auch unter anderem deswegen, weil sie nicht die Möglichkeit hatten militärische Einrichtungen überhaupt zu treffen, mal abgesehen von der Hanit.
#15 RE: Die Lage im Libanon nach dem Krieg Antworten
Hallo ich bin neu in diesem Forum. Mein Name ist Mach, woanders heiße ich Feynman, (...)
Dann kennen wir uns ja schon a bisserl aus Liberty.Ideas. Willkommen!
Gut möglich. Aber wie dem auch sei: Ist es nicht seltsam, daß Beschuß oder Bombardierung von Zivlisten durch die israelische Armee (von dieser unbeabsichtigt, wenn auch vielleicht als Kollateralschaden in Kauf genommen) AI auf den Plan ruft und weltweit empörte Reaktionen auslöst, während die gezielte und eindeutig gewollte Kriegführung der Hisbollah gegen die israelische Zivilbevölkerung kaum kommentiert wird?
Ansonsten - Danke für die Informationen!
#16 RE: Der Krieg im Nahen Osten Antworten
Wie präzise sind diese sogenannten Präzisionswaffen? Ich habe keine Ahnung. Ich weiß ja noch nicht einmal, um was für eine Waffe es sich handelte. Wie wurde sie gelenkt? War es ein ballistisches Geschoß oder eine steuerbare Rakete? Wie erfolgte die Eingabe der Zielkoordinaten? Und so weiter, und so weiter. Nur wenn man das alles weiß und Fachmann ist, kann man - vielleicht - beurteilen, wie es zu einer versehentlichen Bombardierung eines Gebäudes kommen konnte, das nicht das Target war.
Inzwischen liegt der israelische Untersuchungsbericht vor, wonach ein Fehler beim Kopieren von Kartenmaterial zu dem versehentlichen Beschuß führte. Siehe diesen Thread, in dem auch Mach darauf hinweist, daß derartige Irrtümer in dem Feldzug sogar zum Beschuß eigener israelischer Truppen führten.
#17 RE: Der Krieg im Nahen Osten Antworten
Mach hat nur auf das friendly fire im allgemeinen hingewiesen, nicht speziell auf diesem Konflikt. Was das angeht werde ich mich mal schlau machen.
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q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
Wissen (Philosophie) | BR Urteil: Mitbestimmung bei Telefondatenerfassung - 1 ABR 48/84 | W.A.F.
2. Daten über von Arbeitnehmern geführte Telefongespräche sind personenbezogene Daten des Arbeitnehmers im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes. Sie können, wenn die Zielnummer erfaßt wird, auch personenbezogene Daten des Angerufenen sein.
3. Die Verarbeitung von personenbezogenen Daten der Arbeitnehmer ist datenschutzrechtlich schon dann zulässig, wenn sie durch eine Betriebsvereinbarung oder durch einen Spruch der Einigungsstelle erlaubt wird. Betriebsvereinbarung oder Spruch der Einigungsstelle können auch zuungunsten der Arbeitnehmer von den Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes abweichen. Sie müssen sich im Rahmen der Regelungskompetenz der Betriebspartner halten und den Grundsätzen über den Persönlichkeitsschutz des Arbeitnehmers im Arbeitsverhältnis Rechnung tragen.
A. Der Arbeitgeber betreibt einen weltweiten Stahlhandel. Er hat zur Vermittlung, Aufzeichnung und Abrechnung von Telefongesprächen eine Telefonanlage der Marke "Siemens EMS 600" installiert. Da Betriebsrat und Arbeitgeber sich über die Einführung und Nutzung dieser Telefonanlage nicht einigen konnten, wurde einvernehmlich eine Einigungsstelle angerufen. Vor dieser schlossen die Betriebspartner am 7. Mai 1983 eine Betriebsvereinbarung, die auszugsweise wie folgt lautet:
Zur Kostenerfassung und -steuerung von Amtsgesprächen wird eine Telefongebührenerfassung über die vorhandene Telefonanlage "Siemens EMS 600" eingeführt. Diese Anlage wird ausschließlich in dem durch die Vereinbarung vorgegebenen Rahmen benutzt.
(1) Die Kosten dienstlicher Telefongespräche trägt der Arbeitgeber. Hierzu gehören "Dienstgespräche" und "Gespräche aus dienstlichem Anlaß". Dienstgespräche sind alle Gespräche, die der Mitarbeiter in Erfüllung seines Arbeitsvertrages für den Arbeitgeber führt. Gespräche aus dienstlichem Anlaß sind Privatgespräche, die der Mitarbeiter aus dienstlichem Anlaß führen muß sowie notwendige Anrufe bei Ärzten, Krankenhäusern oder Krankenkassen. Bei dienstlichen Telefongesprächen wählt der Mitarbeiter die Amtsleitung über Ziffer "0" an und kennzeichnet das Gespräch damit als Dienstgespräch.
Bei Privatgesprächen wählt der Mitarbeiter die Amtsleitung über die Ziffer "9" an und kennzeichnet das Gespräch damit als Privatgespräch.
(3) Die Kosten der Betriebsratsgespräche trägt der Arbeitgeber. Betriebsratsmitglieder benutzen für externe Betriebsratsgespräche das für den Betriebsrat vorgesehene Telefon oder das Telefon der Betriebsratsvorsitzenden und ihres Stellvertreters. Bei Benutzung des dem Betriebsrat zur Verfügung gestellten Telefons wählen sie das Amt über Ziffer "9" an, bei Benutzung der Telefon der Betriebsratsvorsitzenden und ihres Stellvertreters wählen sie das Amt über die Ziffer "0" an.
Sofort nach Ausdruck wird die Speicherung aller Telefondaten physisch gelöscht. ....
(1) Die durch die Anlage erfaßten Daten dürfen weder mit anderen Daten maschinell verknüpft oder in anderen Programmen dieser oder anderer Anlagen verwendet werden. Der Arbeitgeber erstellt und verwendet keine "umgekehrten" Telefonbücher.
(4) Mißbraucht der Mitarbeiter die Telefonanlage (Ziffer 2) oder befolgt er im Rahmen der personellen Führung erteilte Anordnungen (Ziffer 3) wiederholt nicht, ist die Geschäftsleitung berechtigt, personelle Maßnahmen (Verwarnung, Verweis, Abmahnung, Versetzung, Änderungskündigung, Kündigung) zu ergreifen, soweit die gesetzlichen oder die in der Arbeitsordnung vom 22.12.1981 vorgesehenen Voraussetzungen im einzelnen vorliegen.
(6) Soll - abgesehen von Verweis und Verwarnung - eine der in Ziffer (4) genannten personellen Maßnahmen wegen Mißbrauchs der Telefonanlage (Ziffer 2) ergriffen werden, hat der Arbeitgeber vorher dem Betriebsrat die hierzu getroffenen Tatsachenfeststellungen mitzuteilen und auf Wunsch des Betriebsrates anhand der ihm vorliegenden Unterlagen zu erläutern. Hierbei kann auf Wunsch des Arbeitgebers oder des Betriebsrates der betroffene Arbeitnehmer hinzugezogen werden. Eine ohne Mitteilung oder erwünschte Erläuterung durchgeführte personelle Maßnahme ist unwirksam.
(6) a. Soll einem Mitarbeiter außerordentlich gekündigt werden - § 626 BGB -, weil er wiederholt die in Ziff. (3) bezeichneten Anordnungen nicht befolgt, richtet sich die Beteiligung des Betriebsrats nach den Vorschriften des BetrVG.
b. Soll ein Mitarbeiter versetzt oder ordentlich gekündigt werden - §§ 1 und 2 KSchG - weil er wiederholt die in Ziffer (3) bezeichneten Anordnungen nicht befolgt, ist die vorherige Zustimmung des Betriebsrats erforderlich. Sie ist Wirksamkeitsvoraussetzung. Der Betriebsrat kann die Zustimmung verweigern, wenn
b) die der geplanten Maßnahme vom Arbeitgeber zugrunde gelegten tatsächlichen Feststellungen
unrichtig sind. Verweigert der Betriebsrat die Zustimmung, .... kann (der Arbeitgeber) dann beim Arbeitsgericht beantragen, die Zustimmung zu ersetzen.
c. Soll ein Mitarbeiter abgemahnt werden, weil er die in Ziffer (3) bezeichneten Anordnungen wiederholt nicht befolgt, ist der Betriebsrat vorher anzuhören. ... Eine ohne Anhörung des Betriebsrats erteilte Abmahnung ist unwirksam.
Ebenfalls am 7. Mai 1983 beschloß die Einigungsstelle in Ausnutzung des Vorbehalts in Ziffer 5 (3) und (4) der Betriebsvereinbarung folgenden Spruch:
Der Betriebsrat hat vor dem Arbeitsgericht beantragt, den Spruch der Einigungsstelle vom 7. Mai 1983 zu Ziffer 5 (3) und (4) der Betriebsvereinbarung über das Telefonsystem "Siemens EMS 600" aufzuheben, hilfsweise festzustellen, daß dieser Spruch der Einigungsstelle rechtsunwirksam ist.
Der Arbeitgeber hat beantragt, den Antrag abzuweisen. Er hält den Spruch für wirksam. Die Erfassung der Zielnummer bei Dienstgesprächen sei erforderlich. Damit könnten Gespräche mit Geschäftspartnern hinsichtlich Zeitpunkt, Dauer und Gesprächsteilnehmer dokumentiert werden. Darüber hinaus sei so eine erforderliche Kostenkontrolle möglich und könne das Telefonverhalten der Mitarbeiter gesteuert werden. Gegen das Fernmeldegeheimnis werde mit einer solchen Regelung nicht verstoßen. Der Registrierung der Zielnummer stünden auch Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes nicht entgegen. Bei der Telefonnummer handele es sich nicht um ein personenbezogenes Datum, zumal die Gesprächspartner bei Dienstgesprächen in der Regel Firmen und juristische Personen, nicht aber Einzelpersonen seien.
Das Arbeitsgericht hat den Antrag abgewiesen, den Hauptantrag als unzulässig, den Hilfsantrag als unbegründet. Das Landesarbeitsgericht hat die Beschwerde des Betriebsrats zurückgewiesen. Mit der zugelassenen Rechtsbeschwerde verfolgt der Betriebsrat seine Anträge weiter, während der Arbeitgeber um Zurückweisung der Rechtsbeschwerde bittet.
Diese Annahme der Beteiligten ist zutreffend. Die Telefonanlage "Siemens EMS 600" ist eine technische Einrichtung, die nach dem zur Anwendung kommenden Programm unmittelbar Verhaltens- und Leistungsdaten der telefonierenden Arbeitnehmer erfaßt und zu Aussagen über Verhalten und/oder Leistung der Arbeitnehmer verarbeitet. Zumindest der Ausdruck, von einer bestimmten Nebenstelle sei an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit mit einer bestimmten Zielnummer ein Telefongespräch von bestimmter Dauer geführt worden, enthält eine Aussage über Verhalten und/oder Leistung des Nebenstelleninhabers. Wer dieser Nebenstelleninhaber ist, steht fest. Die Betriebsvereinbarung spricht in Ziff. 3 (2) vom Nebenstellenapparat "des Mitarbeiters", der gegen unbefugte Benutzung durch eine individuelle Codeziffer gesichert werden kann. Damit hat der Betriebsrat bei der Einführung und Anwendung eines Telefondatenerfassungssystems der vorliegenden Art nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG ein Mitbestimmungsrecht. Das bedarf keiner weiteren Begründung und ist auch unter den Beteiligten nicht im Streit.
a) Eine Verletzung des Fernmeldegeheimnisses scheidet allerdings nicht schon deswegen aus, weil der Inhalt des Ferngesprächs nicht erfaßt und bekannt wird. Das Fernmeldegeheimnis schützt auch die näheren Umstände des Fernmeldeverkehrs, also auch die Tatsache, ob, wer und wann mit wem telefoniert hat. Das Fernmeldegeheimnis kann daher auch durch die von der Telefondatenerfassungsanlage erfaßten Daten und erarbeiteten Aussagen verletzt werden.
b) Nach Art. 10 Abs. 1 GG ist das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis unverletzlich. Mit dieser Bestimmung weist das Grundgesetz dem Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis einen hohen Rang zu. Es gewährleistet damit die freie Entfaltung der Persönlichkeit durch einen privaten, vor den Augen der Öffentlichkeit verborgenen Austausch von Nachrichten, Gedanken und Meinungen (Informationen) und wahrt damit die Würde des denkenden und freiheitlich handelnden Menschen. Dieses Grundrecht schützt den Einzelnen nicht nur gegenüber der Post, sondern auch Bürger und Post gegenüber anderen staatlichen Stellen. Es schützt den privaten und den geschäftlichen Fernmeldeverkehr vor Eingriffen auch schon in Form der bloßen Kenntnisnahme durch die öffentliche Gewalt. Es ist damit ein klassisches Abwehrrecht des Bürgers gegen hoheitliche Eingriffe des Staates.
Die Frage, ob Art. 10 GG auch Privatpersonen unmittelbar verpflichtet, das Fernmeldegeheimnis zu wahren, ist umstritten. Nach überwiegender Meinung kommt Art. 10 GG eine solche unmittelbare Drittwirkung für die Rechtsbeziehungen Privater untereinander nicht zu. Der Senat schließt sich dem an.
Die in Art. 10 Abs. 1 GG enthaltene Anerkennung des hohen Wertes eines freien, ungehinderten und "geheimen" Informationsaustausches unter Privatpersonen ist damit jedoch nicht ohne Bedeutung für das Verhältnis und die Rechtsbeziehungen der Bürger untereinander. Der Große Senat des Bundesarbeitsgerichts hat im Anschluß an die ständige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ausgesprochen, daß auch im Rahmen von Privatrechtsbeziehungen auf die in den Grundrechten des Grundgesetzes zum Ausdruck gekommene Wertentscheidung der Verfassung Bedacht zu nehmen sei. Die in den Grundrechtsnormen enthaltene objektive Wertordnung gelte als verfassungsrechtliche Grundentscheidung für alle Bereiche des Rechts und wirke deshalb auch auf das Privatrecht ein. Die Entscheidung des Grundgesetzes für einen freien und geheimen Informationsaustausch über Fernmeldeeinrichtungen ist daher dann zu berücksichtigen, wenn es um die Beantwortung der Frage geht, ob eine von den Betriebspartnern geschaffene Regelung dieses Informationsaustausches auf diese verfassungsrechtliche Wertentscheidung Bedacht nimmt (s. dazu unten B II 3 b aa (2)). Ein unmittelbarer Verstoß des Spruchs der Einigungsstelle gegen Art. 10 Abs. 1 GG mit der Folge der Nichtigkeit des Spruchs kommt nicht in Betracht.
d) Aus diesem Grunde verstößt der Spruch der Einigungsstelle auch nicht gegen § 10 FernmG. Diese Vorschrift verpflichtet die im Dienst der Deutschen Bundespost stehenden Personen zur Wahrung des Fernsprechgeheimnisses und erstreckt in Abs. 2 diese Verpflichtung auch auf Personen, die Fernmeldeanlagen bedienen oder beaufsichtigen, die nicht der Deutschen Bundespost gehören, aber für den öffentlichen Verkehr bestimmt sind. Selbst wenn daher die vom Arbeitgeber betriebene Telefonanlage eine Anlage im Sinne von § 10 Abs. 2 FernmG ist - was hier dahingestellt bleiben kann -, folgt daraus nur, daß die mit der Bedienung der Anlage betrauten Personen zur Wahrung des Fernsprechgeheimnisses verpflichtet sind, nicht aber daß diese Personen - und über sie der Arbeitgeber als Betreiber der Anlage - von einem Telefongespräch und seinen näheren Umständen selbst Kenntnis nehmen.
e) Für die Frage, ob der Spruch der Einigungsstelle gegen Vorschriften über das Fernmeldegeheimnis verstößt, kommt es auch nicht darauf an, ob man auf das Fernmeldegeheimnis des Anrufers oder des Angerufenen abstellt. Der Angerufene hat dadurch, daß er am Fernsprechverkehr teilnimmt, die Möglichkeit geschaffen, daß er von jedem Anrufer von jedem beliebigen Anschluß aus angerufen werden kann mit der notwendigen Folge, daß der jeweilige Anlagenbetreiber oder Anschlußinhaber von der Tatsache, daß er angerufen worden ist, Kenntnis erlangt oder zumindest Kenntnis erlangen kann. Vor dieser Kenntnisnahme schützt das Fernmeldegeheimnis wie dargelegt nicht. Das Fernmeldegeheimnis des Angerufenen besteht auch nicht gegenüber dem Anrufer. Dieser ist nicht im Hinblick auf das Fernsprechgeheimnis des Angerufenen verpflichtet, über das Gespräch als solches - nicht einmal über seinen Inhalt - zu schweigen. Eine solche Verpflichtung bedarf vielmehr einer besonderen Rechtsgrundlage. Das Fernmeldegeheimnis des Angerufenen wird daher auch nicht dadurch verletzt, daß der anrufende Arbeitnehmer die Telefonanlage des Arbeitgebers für den Anruf benutzt in Kenntnis des Umstandes, daß die Tatsache des Gesprächs und seiner näheren Umstände aufgezeichnet wird und damit zur Kenntnis des Arbeitgebers gelangt. Ob der Arbeitgeber als Anlagebetreiber oder Anschlußinhaber auch dem Angerufenen gegenüber - etwa aus § 10 FernmG - verpflichtet ist, über die Tatsache des Gesprächs Dritten keine Kenntnis zu geben, ist eine andere, hier nicht zu entscheidende Frage.
a) Die Telefondatenanlage speichert Daten im Sinne von § 2 Abs. 2 Nr. 1 BDSG. Bei diesen Daten handelt es sich um personenbezogene Daten im Sinne von § 2 Abs. 1 BDSG. Es sind personenbezogene Daten des anrufenden Arbeitnehmers und können personenbezogene Daten des Angerufenen sein.
bb) Soweit bei Dienstgesprächen und Privatgesprächen aus dienstlichem Anlaß auch die Zielnummer erfaßt wird, kann es sich dabei auch um ein personenbezogenes Datum des Angerufenen handeln. Voraussetzung ist zunächst, daß es sich bei dem Anschlußinhaber um eine natürliche Person handelt, da das Bundesdatenschutzgesetz nur personenbezogene Daten natürlicher Personen, nicht aber von juristischen Personen, Behörden oder Personenmehrheiten, wie etwa einer Handelsgesellschaft, schützt. Daß Anschlußinhaber der angerufenen Zielnummern auch natürliche Personen sind, ist nicht auszuschließen, wenn auch bei Dienstgesprächen Anschlußinhaber der Zielnummer vielfach eine juristische Person, eine Behörde oder eine Handelsgesellschaft sein wird. Die erfaßte Zielnummer allein bezieht das Telefongespräch noch nicht auf eine bestimmte natürliche Person als Anschlußinhaber. Das Telefongespräch mit dieser Zielnummer wird aber zum personenbezogenen Datum erst dann, wenn der Anschlußinhaber mit Hilfe von Zusatzwissen bestimmbar ist. Über Anfragen bei der Bundespost ist der Anschlußinhaber einer bestimmten Rufnummer nicht zu ermitteln. Wie eine Anfrage bei der Oberpostdirektion Frankfurt ergeben hat, werden entsprechende Auskünfte nur im Wege der Amtshilfe und sonst nur in wenigen Ausnahmefällen gegeben. Umgekehrte, d.h. nach Rufnummern geordnete Telefonbücher sind im Handel nicht erhältlich. Der Arbeitgeber selbst hat sich in der Betriebsvereinbarung verpflichtet, solche umgekehrten Telefonbücher nicht zu führen. Gleichwohl kann davon ausgegangen werden, daß jedenfalls bei einer Vielzahl von Gesprächen zumindest der Anschlußinhaber einer bestimmten Rufnummer mit einem noch vertretbaren Aufwand bestimmbar ist. Die Beteiligten gehen in der Betriebsvereinbarung selbst davon aus, daß die Telefondatenerfassung auch der Führung und Kontrolle der Mitarbeiter dient. Ihr Telefonverhalten soll festgestellt, das Befolgen von Anweisungen überprüft und dem Mißbrauch der Telefonanlage vorgebeugt werden. Das setzt voraus, daß jedenfalls in einer relevanten Zahl von Fällen mit Hilfe der Zielnummer auch der angerufene Anschlußinhaber oder gar der Gesprächspartner festgestellt werden kann, sei es, daß dieser ohnehin bekannt ist oder wenigstens vom Arbeitnehmer benannt werden kann.
aa) Die Verarbeitung personenbezogener Daten der Arbeitnehmer, hier in Form der Erfassung der genannten Telefondaten durch die Telefonanlage des Arbeitgebers, ist hier schon deswegen datenschutzrechtlich zulässig, weil sie durch die Betriebsvereinbarung und den diese ergänzenden Spruch der Einigungsstelle "erlaubt" wird (§ 3 Satz 1 Nr. 1 BDSG). Darauf, ob die Voraussetzungen des § 23 BDSG erfüllt sind, kommt es nicht an.
(1) Im betriebsverfassungsrechtlichen und datenschutzrechtlichen Schrifttum ist allgemein anerkannt, daß eine "andere Rechtsvorschrift" im Sinne von § 3 Satz 1 Nr. 1 BDSG auch die normativen Bestimmungen eines Tarifvertrages oder einer Betriebsvereinbarung sein können. Der Senat folgt dieser Auffassung. Der Begriff "andere Rechtsvorschriften" ist denkbar weit. Die Materialien zum Bundesdatenschutzgesetz lassen an keiner Stelle erkennen, daß der Gesetzgeber damit nur Rechtsvorschriften gemeint hat, die von staatlichen Stellen beschlossen oder erlassen worden sind. Die Geltung solcher Vorschriften neben dem Bundesdatenschutzgesetz wird weitgehend schon durch § 7 Abs. 2 und § 45 BDSG geregelt. Daß damit auch Rechtsvorschriften im Range unterhalb des Gesetzesrechtes die Verarbeitung personenbezogener Daten erlauben und damit den Datenschutz gestalten können, steht dem nicht entgegen. Das Bundesdatenschutzgesetz versteht sich als eine subsidiäre Regelung des Datenschutzes, die hinter bereichsspezifischen Regelungen zurücktritt.
Die Einbeziehung von Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen in den Kreis der anderen Rechtsvorschriften, durch die die Verarbeitung personenbezogener Daten abweichend vom Bundesdatenschutzgesetz erlaubt werden kann, erscheint auch sinnvoll und erforderlich. Die Verarbeitung personenbezogener Daten im Arbeitsverhältnis kann für den jeweiligen Arbeitgeber sinnvoll nur nach einheitlichen Gesichtspunkten erfolgen. Die Zulässigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten im Arbeitsverhältnis muß daher an Wertungen anknüpfen, die diesen Umstand berücksichtigen und das Interesse des Arbeitgebers an der Datenverarbeitung gegen das Interesse der Arbeitnehmer als Betroffene in ihrer Gesamtheit gegeneinander abwägen. Die Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes für die Datenverarbeitung nicht-öffentlicher Stellen in den §§ 22 ff. BDSG knüpfen jedoch die Zulässigkeit an eine Abwägung allein der Interessen des Arbeitgebers und des einzelnen Arbeitnehmers als des jeweiligen Betroffenen. Deren Interessen können jedoch von unterschiedlichem Gewicht sein mit der Folge, daß eine bestimmte Datenverarbeitung dem einen Arbeitnehmer gegenüber zulässig, dem anderen gegenüber jedoch unzulässig ist. Dem kann jedoch durch eine kollektive Regelung, wie sie Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen darstellen, begegnet werden.
Sind damit Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen andere Rechtsvorschriften im Sinne von § 3 Satz 1 Nr. 1 BDSG, so folgt daraus, daß diese hinsichtlich ihres zulässigen Inhaltes nicht an den Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes zu messen sind. Sie können den Datenschutz der Arbeitnehmer auch abweichend vom Bundesdatenschutzgesetz regeln. Sie sind nicht darauf beschränkt, nur unbestimmte Rechtsbegriffe des Bundesdatenschutzgesetzes unter Berücksichtigung der betrieblichen Besonderheiten näher zu konkretisieren oder den Datenschutz der Arbeitnehmer zu verstärken. Der Datenschutz nach dem Bundesdatenschutzgesetz ist gegenüber den genannten anderen Rechtsvorschriften nicht unabdingbarer Mindeststandard, der durch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen nur zugunsten der Arbeitnehmer verbessert werden könnte. Eine mögliche Verbesserung des Arbeitnehmerdatenschutzes durch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen hätte keiner ausdrücklichen gesetzlichen Regelung bedurft, sich vielmehr schon aus dem Günstigkeitsprinzip ergeben. Soweit in der Literatur geltend gemacht wird, durch Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung dürfe der Datenschutz der Arbeitnehmer nicht verschlechtert werden, vermag der Senat dem daher nicht zu folgen.
Daraus folgt jedoch nicht, daß datenschutzrechtliche Regelungen in Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen einen beliebigen Inhalt haben können. Sie müssen sich im Rahmen der Regelungsautonomie der Tarifvertragsparteien bzw. der Betriebspartner halten und die für diese Autonomie geltenden, sich aus grundgesetzlichen Wertungen, zwingendem Gesetzesrecht und den allgemeinen Grundsätzen des Arbeitsrechts ergebenden Beschränkungen beachten.
Nach § 75 Abs. 2 BetrVG haben die Betriebspartner die freie Entfaltung der Persönlichkeit der im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer zu schützen und zu fördern. Durch die Erfassung von Telefondaten und damit durch die Registrierung des Telefonverhaltens der Arbeitnehmer, insbesondere auch bei Privatgesprächen aus dienstlichem Anlaß und reinen Privatgesprächen, wird die freie Entfaltung der Persönlichkeit des Arbeitnehmers im Arbeitsverhältnis berührt. Seine Entscheidung, zu telefonieren oder nicht zu telefonieren, wird auch bedingt durch das Bewußtsein, daß der Arbeitgeber davon in jedem Falle eine detaillierte Kenntnis erhält. Dabei kommt diesem Umstand eine besondere Bedeutung deswegen zu, weil Art. 10 Abs. 1 GG über den Schutz des Fernsprechgeheimnisses zum Ausdruck bringt, daß das Grundgesetz gerade dem ungehinderten und geheimen, d.h. durch Kenntnisnahme nicht behinderten Informationsaustausch über den Fernsprechverkehr eine besondere Bedeutung beimißt. Das allein macht jedoch eine Regelung der vorliegenden Art über die Erfassung von Telefondaten noch nicht unzulässig. Deren Zulässigkeit oder Unzulässigkeit kann sich vielmehr wie auch sonst im Persönlichkeitsschutz des Arbeitnehmers nur aus einer Abwägung der gegenseitigen Interessen an einer solchen Telefondatenerfassung ergeben. Maßgebend ist, welche schutzwerten Interessen der Arbeitgeber an der Telefondatenerfassung hat und welche schutzwerten Interessen der Arbeitnehmer dem entgegenstehen. Diese gebotene Interessenabwägung mag praktisch weitgehend den Voraussetzungen des § 23 BDSG für die Verarbeitung personenbezogener Daten entsprechen. Sie ist mit ihr jedoch - wie dargelegt - nicht identisch, insoweit sie eine kollektive Bewertung der gegenläufigen Interessen erforderlich macht und erlaubt und im Falle gerade der Verarbeitung von Telefondaten die aufgezeigte verfassungsrechtliche Wertentscheidung für einen ungehinderten Fernsprechverkehr berücksichtigen muß.
bb) Die Telefondatenerfassung beinhaltet - wie dargelegt - gleichzeitig die Verarbeitung personenbezogener Daten der Angerufenen als Anschlußinhaber oder gar als Gesprächsteilnehmer. Ob diese datenschutzrechtlich zulässig ist, ist vorliegend nicht zu entscheiden. Durch den Spruch der Einigungsstelle werden Rechte auf Datenschutz dieser Dritten nicht verletzt.
Stellt die Telefondatenerfassung wie hier die Verarbeitung personenbezogener Daten sowohl der Arbeitnehmer als auch von Dritten dar, so bedarf diese, soll sie datenschutzrechtlich zulässig sein, eines Erlaubnistatbestandes sowohl gegenüber den Arbeitnehmern als auch gegenüber den angerufenen Dritten. Gegenüber den Arbeitnehmern kann sich, wie dargelegt, diese Erlaubnis aus einer gültigen Betriebsvereinbarung und gegebenenfalls aus einem wirksamen Spruch der Einigungsstelle ergeben. Liegt eine solche Erlaubnis gegenüber den Arbeitnehmern vor, so folgt daraus nicht, daß die Telefondatenerhebung auch gegenüber den angerufenen Dritten datenschutzrechtlich zulässig wird. Betriebsvereinbarungen und diese ersetzende Sprüche der Einigungsstelle können nur das Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber regeln. Für das Verhältnis des Arbeitgebers zu Dritten sind sie ohne rechtliche Bedeutung. Dadurch, daß sie die Telefondatenerfassung im Verhältnis von Arbeitnehmer zu Arbeitgeber erlauben, verletzen sie nicht schon die Rechte Dritter. Deren Rechte werden nur dadurch verletzt, daß der Arbeitgeber Telefondaten erfaßt, die gleichzeitig personenbezogene Daten sind, ohne den Dritten gegenüber dazu datenschutzrechtlich legitimiert zu sein. Es ist allein Sache des Arbeitgebers, für die datenschutzrechtliche Zulässigkeit der Telefondatenerfassung gegenüber den angerufenen Dritten Sorge zu tragen. Darüber zu wachen, daß der Arbeitgeber Datenschutzrechte der angerufenen Dritten nicht verletzt, ist nicht Aufgabe des Betriebsrats. Dieser hat nach § 80 Abs. 1 BetrVG allein darüber zu wachen, daß die zugunsten der Arbeitnehmer geltenden Gesetze durchgeführt werden. Der Umstand, daß eine Betriebsvereinbarung oder ein Spruch der Einigungsstelle die im Verhältnis Arbeitnehmer/Arbeitgeber erforderliche datenschutzrechtliche Erlaubnis zur Telefondatenerfassung gibt und damit ein tatsächliches Hindernis für die Erfassung auch personenbezogener Daten der Angerufenen beseitigt und damit die tatsächliche Möglichkeit für eine Verletzung von Datenschutzrechten der Angerufenen schafft oder vergrößert, macht die Betriebsvereinbarung oder den Spruch der Einigungsstelle nicht unwirksam. Anhaltspunkte dafür, daß die Betriebsvereinbarung oder der Spruch der Einigungsstelle über die Telefondatenerfassung allein oder überwiegend dazu herbeigeführt worden sind, um dem Arbeitgeber die Möglichkeit zu geben, Datenschutzrechte der Angerufenen zu verletzen, was zur Rechtsunwirksamkeit dieser Regelung nach § 138 Abs. 1 BGB führen könnte, sind nicht ersichtlich.
a) Die Telefondatenerfassung stellt - wie dargelegt - gleichzeitig die Anwendung einer technischen Einrichtung dar, die dazu bestimmt ist, das Verhalten oder die Leistung von Arbeitnehmern zu überwachen, und die nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG der Mitbestimmung des Betriebsrats unterliegt. Inhalt dieses Mitbestimmungsrechts ist der Schutz vor den Gefahren der technischen Datenerhebung und Datenverarbeitung anläßlich einer Überwachung der Arbeitnehmer, nicht aber der Schutz vor Überwachung schlechthin. Gegenstand einer mitbestimmten Regelung bei der technischen Überwachung müssen daher Vorkehrungen dafür sein, daß die notwendige Erhebung und Verarbeitung von Verhaltens- und Leistungsdaten nicht zu einem unpersönlichen Überwachungssystem ausartet und für eine Entfaltung der Persönlichkeit des Arbeitnehmers und für persönliche Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber kein Raum mehr bleibt. Der Schutzzweck des Mitbestimmungsrechts des Betriebsrats bei technischer Überwachung ist daher weiter als die Verpflichtung der Betriebspartner, bei einer Regelung über die Verarbeitung personenbezogener Daten die oben aufgezeigten Grenzen zu beachten. Die Prüfung, ob der Spruch der Einigungsstelle die Grenzen dieses Ermessens beachtet hat, obliegt in vollem Umfange der Entscheidung des Rechtsbeschwerdegerichts. Das hat der Senat in seiner Entscheidung vom 31. August 1982 im einzelnen begründet.
b) Der Entscheidungsspielraum der Einigungsstelle wird auf der einen Seite begrenzt durch das Interesse der Arbeitnehmer, dem Arbeitgeber keine schnell und kostengünstig zugänglichen Informationen über ihr Telefonverhalten zukommen zu lassen. Mit der Erfassung der Telefondaten der Dienstgespräche will der Arbeitgeber das Arbeitsverhalten der Arbeitnehmer überwachen. Das ist ausdrücklich in Ziffer 9 (3) der Betriebsvereinbarung festgehalten und vom Arbeitgeber auch im Verfahren geltend gemacht worden. Es geht insoweit um Feststellungen darüber, ob und in welcher Weise der Arbeitnehmer das Arbeitsmittel Telefon sinnvoll und kostengünstig nutzt. Hinsichtlich der Privatgespräche aus dienstlichem Anlaß geht es um eine Mißbrauchskontrolle, wie Ziffer 9 (2) der Betriebsvereinbarung ausweist, nämlich ob Privatgespräche, die nicht aus dienstlichem Anlaß notwendig werden, auf Kosten des Arbeitgebers geführt werden. Auch bei reinen Privatgesprächen kann das Telefonverhalten der Arbeitnehmer überwacht werden, nämlich dahin, ob diese Privatgespräche überhaupt während der Arbeitszeit geführt worden sind und gegebenenfalls wieviel Arbeitszeit durch das Führen von Privatgesprächen verlorengegangen ist.
Einmal wiegt das Interesse der Arbeitnehmer an einer Verhinderung oder Erschwerung der Mißbrauchskontrolle - Privatgespräche als Privatgespräche aus dienstlichem Anlaß zu deklarieren - nicht schwer. Er hat auch kein besonders stark zu veranschlagendes schutzwürdiges Interesse daran, daß der Arbeitgeber nicht erfährt, in welchem Umfange er während der Arbeitszeit Privatgespräche geführt hat. Sein Interesse, den Arbeitgeber nicht wissen zu lassen, mit wem er Privatgespräche aus dienstlichem Anlaß geführt hat, ist allerdings von rechtlichem Gewicht, da damit dem Arbeitgeber Einblicke in private Beziehungen gewährt werden. Der Arbeitnehmer hat jedoch stets die Möglichkeit, auf ein reines Privatgespräch auszuweichen, wenn er dem Arbeitgeber keine Kenntnis über den Gesprächsteilnehmer verschaffen will.
Soweit damit ein beachtenswertes Interesse der Arbeitnehmer verbleibt, Kontrollen ihrer Arbeitsleistung mittels der Telefondatenerfassung zu verhindern, konnte die Einigungsstelle, als sie die Erfassung der diesbezüglichen Telefondaten gestattete, berücksichtigen, daß die Betriebspartner in Ziffer 9 der Betriebsvereinbarung bereits ausführlich geregelt hatten, in welcher Weise der Arbeitgeber auf anläßlich dieser Überwachung festgestellte Verhaltensweisen reagieren darf. Maßnahmen als Reaktion auf einen Mißbrauch der Telefonanlage sind erst zulässig, wenn sie anhand der vorliegenden Unterlagen mit dem Betriebsrat und gegebenenfalls dem betroffenen Arbeitnehmer erörtert worden sind. Ohne eine solche Erörterung sind alle ergriffenen personellen Maßnahmen unwirksam (Ziffer 9 (6) der Betriebsvereinbarung).
Personelle Maßnahmen aufgrund festgestellter nicht ordnungsgemäßer Nutzung des Arbeitsmittels Telefon (Ziffer 9 (3) der Betriebsvereinbarung) sind nur unter Beachtung von Mitbestimmungsrechten des Betriebsrats, die über die gesetzliche Regelung hinaus noch erweitert worden sind, zulässig.
Mit einer solchen Folgeregelung kann der aus der technischen Überwachung der Arbeitnehmer sich ergebende Überwachungsdruck abgebaut werden. Der Senat hat in seiner zur Veröffentlichung bestimmten Entscheidung vom 11. März 1986 im einzelnen ausgeführt, daß gerade eine solche Folgenregelung, die dem Arbeitnehmer die Sicherheit gibt, daß aus seinem Verhalten keine unzutreffenden Schlüsse gezogen und keine nicht berechtigten und nicht einsichtigen Reaktionen hergeleitet werden, ein geeignetes Mittel ist, die bei einer technischen Überwachung sich ergebenden widerstreitenden Interessen der Arbeitnehmer und des Arbeitgebers auszugleichen. Eine solche Regelung stellt sich als billiger Ausgleich der bei einer technischen Überwachung bestehenden gegenläufigen Interessen der Arbeitnehmer und des Arbeitgebers dar und hält sich daher innerhalb der Grenzen des der Einigungsstelle zustehenden Ermessens.
Für Betriebsratsgespräche haben die Betriebspartner in Ziffer 4 (3) der Betriebsvereinbarung geregelt, daß diese durch Vorwahl der Ziffer "9" als Privatgespräche ausgewiesen werden, wenn sie vom Betriebsratstelefon geführt werden. Werden sie vom Nebenstellenapparat des Betriebsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters geführt, werden sie durch Vorwahl der Ziffer "0" wegen der bestehenden Kostentragungspflicht des Arbeitgebers als Dienstgespräche ausgewiesen. In Verbindung mit dem Spruch der Einigungsstelle über den Umfang der erfaßten Daten wird daher für Betriebsratsgespräche vom Betriebsratstelefon - soweit es sich um Ferngespräche handelt - auch Zeitpunkt und Dauer des einzelnen Gesprächs, für vom Nebenstellenapparat des Betriebsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters geführte Ferngespräche darüber hinaus auch die Zielnummer erfaßt. Soweit der Arbeitgeber damit in jedem Falle von Zeitpunkt und Dauer der einzelnen Betriebsratsgespräche erfährt und dadurch in die Lage versetzt wird, dem Betriebsrat Vorhaltungen dahin zu machen, dieser habe zu häufig telefoniert und zu hohe Telefonkosten verursacht, liegt darin keine unzulässige Behinderung der Betriebsratstätigkeit. Der Arbeitgeber hat nach § 40 BetrVG die Kosten der Betriebsratstätigkeit, also auch dessen Telefonkosten, zu tragen, soweit es sich um erforderliche Kosten handelt. Er hat daher ein legitimes Interesse daran, nähere Umstände der Telefongespräche zu erfahren, die ihm eine Prüfung der Frage ermöglichen, ob Telefonkosten erforderlich waren. Der Umstand, daß er die Erforderlichkeit einzelner Telefongespräche oder deren Dauer bestreitet und so den Betriebsrat zwingt, die Erforderlichkeit nachzuweisen, stellt entgegen der Ansicht des Betriebsrats keine unzulässige Behinderung der Betriebsratstätigkeit dar. | de |
q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
Wissen (Philosophie) | Neugelesen – Folge 6: Franz Mon: »Unsere tägliche Kühlung vergib uns nie wieder« | DAS GEDICHT blog
Es ist heiß in Deutschland. Die Sonne brennt, sofern nicht gerade Hitzegewitter etwas Abküh-lung verschaffen, mancherorts aber auch Katastrophen hinterlassen. Nicht die rechten Tage, um in einer Bibliothek zu sitzen und zu stöbern. Doch ich nehm die Launen, wie sie kommen. Und so saß ich vor wenigen Tagen im Zeitschriftenlesesaal der Bayerischen Staatsbibliothek und blätterte durch, was mir gerade ins Auge fiel. Als Ende 2017 eine Inventur im Anton G. Leitner Verlag nötig war, hatte ich unter anderem viele Jahrgänge der Zeitschrift »Sinn und Form» in den Händen, von der ich bis dahin schon viel gehört, sie jedoch nie gelesen hatte. Ihr erster Chefredakteur war der Lyriker Peter Huchel. Ein Grund mehr, dachte ich mir, als ich sie ein weiteres Mal in der Bibliothek sah. Willkürlich griff ich ein Exemplar aus dem Stapel, es war der fünfte Band des Jahres 1993. Neben vielen spannenden und kritischen Essays zu Kunst und Politik fand ich zu meiner Überraschung ein Gedicht von Franz Mon: »Unsere täg-liche Kühlung vergib uns nie wieder“.
Während ich schwitzend im Lesesaal saß, hatte mich der Titel sofort gepackt und gerne hätte ich ihm widersprochen. Noch bevor ich die drei Seiten Gedicht zu Ende gelesen hatte, war mir klar: Das Gedicht handelt nicht vom Wetter. Trotzdem war mir nicht ganz verständlich, wie ich den Inhalt wiedergeben sollte, würde ich danach gefragt. Eines würde ich festhalten: Es packt mich, es schnürt mich ein. Die Verse sind brisanter als nur ein noch so heißer Sommer-tag. Sie beschreiben die Scherzone zwischen einem deutschen Politikum und einer verödenden Gesellschaft. Es fallen geschickt verwebt einige Schlagworte, die langsam ein Bild entstehen lassen: Wolgaknie, Osten, Berchtesgaden, Gleiwitz, Bormann, Reichstag. Zwischen den Hauptwörtern brodeln Chemikalien: Zyankali im Goldzahn, Phosphor, Schwefel. In diesem Schmelztiegel finden sich Farben: Rosé, Rot, Blau, Grün. Es entsteht eine geradezu erdrü-ckende Atmosphäre: »es zuckt zwischen den rippen“.
Ich habe etwas gebraucht, bis ich die Verbindungen zum Kalten Krieg herstellen konnte, was wohl auch daran liegt, das Glück gehabt zu haben, zur richtigen Zeit am richtigen Ort geboren worden zu sein. Ich durfte ohne Kriegserfahrungen aufwachsen. Umso mehr gehöre ich zur richtigen Zielgruppe. Das Beklemmende in Franz Mons Gedicht ist ein Appell. Denn es ist heiß in Europa, mithin in der ganzen Welt. Und wenn wir nach Abkühlung verlangen, ist das mehr als zynisch; wenn wir abkühlen, ist das ein Untergang – unverzeihlich.
Mons Gedicht zeigt eindrucksvoll, welche Kraft sich in Versen entfalten kann. Die Atmosphä-re ist drückend – trotz der drei Seiten –, sie ist geradezu stickig. Es ist ein Gedicht für einen Regentag und gibt einem die Energie, sich selbst entgegen aller Missstände zum Leuchten zu bringen. Es ist aber keineswegs flache Politpropaganda sondern ein Kunstwerk mit all den Codierungen, die es dazu machen. Ich hoffe, es treibt die eine oder den anderen in die Biblio-thek zu Franz Mon, und direkt danach auf die Straße. Darum bespricht diese Folge nur ein einzelnes Gedicht, fällt etwas kürzer aus als sonst. Bei aller Liebe zur Kunst: Es gibt Dinge, die müssen in die Hand genommen werden, trotz Sommerloch und Fußball.
»Unsere tägliche Kühlung vergib uns nie wieder«
in: Kleinschmidt, S. (Hrsg.): Sinn und Form, 1993, Bd.5, Berlin: Rütten & Loening, S. 814-816.
Schlagwörter: David Westphal, Franz Mon
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q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
Wissen (Philosophie) | Die allgemeine Ungleichheit der Menschen als Segen für Arbeit, Wert und Handel - Al-Adala.de <% if ( total_view > 0 ) { %> <%= total_view > 1 ? "total views" : "total view" %>, <% if ( today_view > 0 ) { %> <%= today_view > 1 ? "views today" : "view today" %> no views today No views yet
Der Grund, weshalb ich diesen Beitrag verfasse, ist ein Text des frühen muslimischen Literaten ʿAmr ibn Bahr al-Jahiz (159-255 n. H.), der wunderbar auf dieses Thema eingeht und auch die gesellschaftliche und vor allem ökonomische Wichtigkeit dabei erwähnt.
← Der Tadel an den Bediensteten der Dawla (3. Teil) Buchauszug: Ibn Khaldun – Der Schaden durch Regierungsgesetze und staatlich regulierte Bildung →
15 Gedanken zu „Die allgemeine Ungleichheit der Menschen als Segen für Arbeit, Wert und Handel“
Ich finde es lustig, das du keinen Koranvers und keinen Hadith zitieren kannst, sondern stattdessen irgendwelche kapitalistischen Kuffar zitierst (der übrigens durch und durch aus Gier und mangelnder Empathie das vertritt, was er vertritt), um deinen Standpunkt zu untermaueren.
Und dann irgendeinen Literaten aus dem Mittelalter.
Logisch, denn du wirst nichts im Koran und der Sunnah finden, der so etwas hergibt.
Und klassische Gelehrte zitierst du auch nicht.
Weißt du eigentlich, was sich aus deinem Geschreibsel ergibt?
Das man nichts an der Lage ändern sollte, wenn alle studieren, wer fährt dann noch Taxi?
Und hör bitte auf, VWLer zu zitieren, deren Grundverständnis der Realität läuft Allahs Religion in vielen Teilen entgegen.
Du zitierst Leute, die den Zins als etwas Gutes betrachten.
Und dieses Denksystem zieht sich wie ein roter Faden durch all seine Aussagen.
Du bist echt der erste, der auf Grundlage von Kuffarprofessoren islamische Prinzipien ableiten will.
Die Kunst des Lesens besteht darin, das Falsche von Richtigen zu trennen. Wer wie Sie, nichts von sogenannten „kapitalistischen Kuffar“ und „Kuffarprofessoren“ liest und nimmt, der soll bitte so kosequent sein und die edlen Finger vom PC, vom Automobil, vom Smartphone, vom TV, vom Radio und allen anderen Errungenschaften des bösen Westens und seiner Zivilisation lassen.
Wenn ein Ökonomie(kuffar)professor die Wichtigkeit von Gold- und Silberwährungen hervorhebt, das Depositum irregulare (al-Amaana) preist, die Unantastbarkeit des privaten Eigentums bestätigt, dann nehme ich das als gute und wahre Erkenntnisse an, auch wenn er in anderen Bereichen seines Faches irriges (wie Zinsgeschäfte) verlautbaren lässt.
Genau so sind auch die frühen Muslime mit dem Wissen aus Rom, Persien und Indien umgegangen, das maßgeblich mit verantwortlich war für die Blüte der Zivilisation im goldenen Zeitalter des Islams. Die Lage der Muslime ist vollkommen zu Recht so erniedrigt wie derzeit. So lange „Kuffar“-Schreier wie Sie die weltlichen Wissenschaften ablehnen, nur weil sie in heutiger Zeit vor allem durch Nichtmuslime kultiviert werden, so lange werden wir auch in dieser Dunya nichts zustande bringen können.
Ihr Vorwurf, ich würde auf der Grundlage von „Kuffarprofessoren“ (was für ein kindischer Ausdruck) islamische Prinzipien ableiten, ist infam und zeugt letztendlich nur von Ihrer Unfähigkeit meine Texte zu verstehen.
30. Oktober 2015 um 7:38 Uhr
Islamische Prinzipien ableiten auf Grundlage der Gedanken der Feinde Allahs.
(Feinde Allahs? Allah erklärt denjenigen den Krieg, der Zins nimmt)
Und jetzt frage doch mal diesen Professor, was er von Zinsen hält 😉
Was sagte noch mal Adam Smith zu Bauern? Ein Tier auf zwei Beinen.
Und was war Uwais Al Qarani? Bei Allah höher (?) angesehen als Umar und Ali.
Und Umar war ein armer Hirte.
Adam Smith über Uwais: Ein Tier auf zwei Beinen.
Und Adam Smith —>Prophet der VWLer, inklusive dieses von dir zitierten Profs.
Haste ja ne tolle Liste von Personen, die dein Denken beeinflussen.
Wer Menschen zu Rat zieht, die von Allah gehasst werden, hat ein Problem.
Ich rate dir, den menschenfeindlichen, sozialdarwinistischen Wirtschaftsliberalismus a la Manschesterkapitalismus loszuwerden und den islamischen Weg des Wirtschaftens anzuschauen.
2. November 2015 um 15:08 Uhr
Ich zitiere hier in aller Kürze einen weiteren Prof.
Allerdings keinen von Ihnen sogenannten „Kuffarprofessor“, sondern Prof. Dr. Abdul Azim Islahi, einen indischstämmigen Professor an der Fakultät für Ökonomie an der King Abdulaziz Universität in Jeddah. Eine anerkannte Autorität auf seinem Gebiet mit zahlreichen Gastprofessuren weltweit.
Es sollte ein für alle Mal klargestellt werden, dass der Islam nicht offenbart wurde um die Formen wirtschaftlichen Handelns oder wirtschaftlicher Beziehungen zu erneuern – dies bleibt der Sitte, dem menschlichen Einfallsreichtum und seiner Fähigkeit überlassen, aus Erfahrungen zu lernen. Genau in diesem Kontext ist vom Propheten – Allah segne ihn und schenke ihm Heil – überliefert, dass er zu seinen Gefährten sagte:
Es gibt keinen „islamischen Weg des Wirtschaftens“, sondern lediglich einige klare Verbote und Gebote auf dem Weg des Wirtschaftens. Von Prof Dr Islahi wissen wir auch, das z.B. Imam al-Ghazali in seinem Ihya vieles von dem vorausnahm, was später Smith so berühmt machen sollte.
Ihr Ratschlag in allen Ehren, aber ich vermute an dieser Stelle (und bei fast allen anderen Kommentaren von Ihnen auf meinem Blog) eine Unsachlichkeit, die auf einer expliziten Antipathie gegen meine Person beruht. Ich kann Sie also nicht wirklich ernst nehmen.
Wenn Sie Ihren Beiträgen ein wenig mehr Sachlichkeit gönnen würden, die Emotionen zügeln könnten und stattdessen mit denen von Ihnen so häufig geforderten Beweisen aus Quran und Sunnah zu glänzen in der Lage wären, könnte ein Austausch mit Ihnen sicherlich nützlicher und interessanter sein.
Hat der Prophet sas zu Mitgefühl und Unterstützung der Mitmuslime aufgerufen?
Unzählige Ahadith diesbezüglich, die von den Gefahren und den Belohnungen erzählen, die mit dem falschen bzw. richtigen Umgang mit den Menschen einhergehen.
Wenn ich nun Unternehmer bin und meinen Profit maximieren will, das aber nur über Mitarbeiterentlassungen geht, dann habe ich das, was man in der VWL einen Interessenkonflikt nennt.
Und da der Islam die letzte Religion ist, die dem Vergänglichen einen Vorrang gibt gegenüber dem Bedürfnis eines Moslems gibt, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, hätten wir hier einen Fall, wo man eben nicht so wirtschaften kann, wie man es sonst tun würde.
Nach diesem Prinzip ergeben sich viele Vorfälle, wo ein vorbildlicher Moslem anders handelt als sein der Gier verfallenen Zeitgenosse.
Und der Prophet sas bezog sich in dem obigen Ahadith (Ihr kennt die weltlichen Dinge besser…) nicht explizit auf Geld, sondern auf alle mögliche (Wie baut man eine Straße, wie bestellt man ein Feld).
Wann lernst du endlich, nicht von Allgemeinen ungehemmt auf das Spezielle zu schließen, vor allem bei einem Thema wie Wirtschaft, wo menschliche Existenzen regelmäßig auf dem Spiel stehen?
Und zu dem Kuffarprofessoren: Wieder einmal bist du es, der nicht (zwischen den Zeilen) lesen kann:
Bei materiellen Dingen wie Autos etc. handelt es sich um Gegenstände, die nicht mit dem Geistigen zu tun haben.
Fragen zum Umgang mit Menschen sehr wohl…
Während man also bei materiellen Dingen weitgehend mit Nichtmuslimen Austausch betreiben kann…. Halten wir uns bei geistigen Angelegenheiten zurück.
Warum? Weil diese Menschen ganze andere Grundannahmen haben, was das Leben, seinen Sinn, die Moral etc. angeht.
Viele diese Annahmen sind islamisch betrachtet falsch und falsche Annahmen führen zu falschen Ergebnissen.
Wenn du also nicht gerade eine islamische Bestätigung für das Gefasel diser Professoren lieferen kannst (Literat xy aus dem 15. Jhdt. zählt nicht, ehe sowas wie der Quran und Ahadithwerke), bleibe ich dabei, dich als merkwürdig darzustellen.
Weil jeder merkwürdig ist, der nicht mit Quran und Sunnah, sondern oft mit christlichen und atheitisch-liberalitischen Denkern ableiten will, was islamisch sinnvoll ist.
Nur deine unterschwellige, vielen Wahabbiten innewohnende Arroganz hält dich davon ab, auch nur einmal deine Position zu überdenken.
Ach ja: Deine Kommentare sind durchflochten von logischen Fehlannahmen, aber das ist ein anderes Thema
Wie gesagt: Kein Hadith, kein Koranvers.
Aber Zinsbefürwortende Kuffar.
Du solltest wirklich lernen, wie Muslime ihre Ansichten untermaueren.
Die Folgen aus dieser Arbeitsweise sind fatal.
“Es gibt keinen „islamischen Weg des Wirtschaftens“, sondern lediglich einige klare Verbote und Gebote auf dem Weg des Wirtschaftens“
Es gibt im Islam keine Trennung zwischen „beliebiges Thema“ und “beliebiges Thema“.
Der rote Faden des Guten zieht sich zwangsläufig durch alles hindurch.
Wenn bei den Menschenfressern des Manchesterkapitalismus der Profit die Maxime allen Handelns war, dann ist es im Islam die Formung des bestmöglichen Charakters.
Daraus ergeben sich zwangsläufig Ideen und Überzeugungen, die regelmäßig in Konflikt geraten mit dem, was die von dir zitierten Professoren so für das Gute halten.
——>Jemand zahlt seine Schulden nicht, weil er nicht an Geld kommt.
Weißt du, was westliche Denker empfehlen?
Pfändungen und im schlimmsten Fall Knast.
Und was sagt Allah:
Und wenn (unter den Schuldnern, die Kapital zurückzahlen müssen) einer ist, der sich in Bedrängnis befindet, dann sei (ihm) Aufschub (gewährt), bis er Erleichterung gefunden hat! Es ist aber besser für euch, ihr gebt (dem, der in Bedrängnis ist) Almosen (indem ihr auf die Rückzahlung überhaupt verzichtet). (2,280)
Und nichts ist den kapitalistischen Denkern so zu wider wie der Gedanken an Wohltaten, die ins eigene Geld gehen.
Die schlagen viel mehr Zinsen drauf und empfehlen es allen, das gleiche zu tun.
Und wie sehr Allah Zinssoldaten (Von Adam Smith bis zu Calvin) hasst, kann man nur erahnen.
Und du warst offenbar 30 Jahre lang diesen Gedanken ausgesetzt und versuchst nun um 3 Ecken deine Sozialisierung beizubehalten und findest aber nur schwer islamische Quellen als Unterstützung, vor allem explizite.
Geh doch mal zu einer Bank, wo jede Fassade auf Grundlage der Schriften von Professoren der Ökonomie aufgebaut ist und bitte um Schuldenerlass.
Die lesen dir die Zinsbibel in all seinen Facetten vor und sage eiskalt, was es sie interessiere, das du in den Abgrund fallen wirst …
Man merkt dir förmlich an, dass deine liberale Sozialisierung, die dich immerhin bis zu deinem 30. Lebensjahr getroffen hat, nicht losgelassen hat.
Und Liberale sind nichts anderes als geschminkte Egoisten hoch 10.
Jeder Ansatz von Gemeinschaft und Aufopferung löst bei denen Erbrechen aus …
3. November 2015 um 10:11 Uhr
Deine Fixierung auf Eigentum (unabhängig davon, ob es islamisch komplett richtig ist oder nicht) ist echt ekelhaft.
Es lässt sich nicht leugnen, der der Islam Eigentum als Mittel zum Zweck und nicht als Zweck selbst betrachtet.
Zweck ist vielmehr, viel Taqwa und viele Wohltaten anzuhäufen.
Das ist der Grund, warum man weder in Quran, noch in den Ahadith, noch in Freitagspredigten, noch in den Werken der üblichen Gelehrten besonders viel zum Thema Eigentum in dem Sinne findet, wie toll er doch ist und wie viel man davon haben sollte, haben darf und wer es wegnehmen darf und wer nicht (Steuern etc.)
Die Menschen sind nicht dumm, die setzen die Prioritäten halt so, wie sie meinen, dass Allah sie setzt.
Und eine solche Leidenschaft fürs Geldverdienen, wie sie in deinen Artikeln zum Ausdruck kommt, hat offenbar keine hohe Priorität.
Da kommt doch der Verdacht auf, dass die in jedem Menschen innewohnende Neigung zu Besitztümern deine Denkrichtung mehr beeinflusst, als es dir lieb wäre.
Man redet nicht ständig über Autos, wenn man sie nicht liebt …
Ihr Verständnis von Ökonomie und dem, was Sie als „Kapitalismus“ verstehen, weist stark auf eine kommunistische Sozialisierung hin. Ich würde es auf die Distanz hin als einen frühkindlichen DDR-Schaden diagnostizieren.
Lernen Sie den Islam und verschonen Sie mich mit Ihrer dunkelroten Propaganda. Und vor allem : Hören Sie auf den Islam mit Ihrer linken Gesinnung zu beschmutzen.
Ein Unternehmer, der Mitarbeiter kündigen möchte, der hat im Rahmen der Verträge, die er mit seinen Mitarbeitern abgeschlossen hat, das absolute Recht dazu, ebenso wie jeder Arbeitnehmer das Recht auf Kündigung des Arbeitsverhältnisses hat. Der Islam schätzt den Vertrag sehr hoch, nur dem Sklaven wird das Recht abgesprochen, sein Arbeitsverhältnis zu beenden.
Auch Ihr Versuch, dem „Kapitalisten“ per se einen schlechten Charakter und eine Abneigung gegen freiwillige Wohlfahrt anzudichten, ist nichts anderes als die kommunistische Verunglimpfung des freien Unternehmers. Ihr Hochmut übersteigt die angebliche Arroganz der von Ihnen genannten Wahhabiten bei weitem. Schon allein Ihr Vorwurf, ich hätte meine Position nicht ein einziges Mal überdacht, grenzt an Größenwahn, wenn nicht sogar an Selbstvergottung, wenn man bedenkt, dass Sie für dieses Wissen zumindest ein Wächter über mein Denken sein müssten.
Ich war übrigens bis zu meinem 30. Lebensjahr mitnichten „liberal sozialisiert“, sondern bin kurz vor meiner Konversion Mitglied in der DKP gewesen. Deshalb kenne ich Ideologen wie Sie aus dem Effeff. Schade nur, dass Sie es nicht geschafft haben, Ihre alte Sozialisierung abzulegen.
Ich bin Moslem aus der Südosttürkei und gerade mal Mitte 20. Ich bin weder Marxist, noch Kapitalist. War nie in einer Partei und hab mich nie für Marx, dem elenden Atheisten und seinen linken Träumern interessiert.
Noch mehr aber hasse ich die Geldanbeter, wo man nach 2 Sekunden merkt, dass hinter allem Gefasel die nackte Habsucht steht.
Ich halte den freien Handel für super.
Sie hingegen könnten das Sprachohr der FDP sein mit Ihren Positionen.
Von wegen ein Unternehmer kann kündigen, wie wer will.
Darum geht es doch gar nicht: Um sich eine dritte Villa auf Mallorca zu kaufen und deshalb jemanden zu kündigen, umso entsprechende Bilanzresultate zu haben ist unislamisch.
Wer hier von Recht auf Entlassen faselt, versteckt sich hinter allgemeinen Prinzipien, um seinem Nafs nicht das Leben schwer zu machen.
Ich kann Linke und Kommunisten nicht ausstehen, ja sogar Steuersätze von über 10% sind kritisch.
Aber ich weiß, dass herkömmliche Kapitalisten das aus anderen Gründen tun als ich: Gier, Gier, Gier.
Mein VWL-Prof hat gleich bei der ersten Vorlesung gesagt: Moral…tja… Moral ist da nicht viel mehr (es ging um die Grundmotivation kapitalistischer Bestrebungen)
Und der hatte wohl auch kein großes Problem damit.
“Wehe jedem Stichler und Nörgler,
wobei er meint, daß sein Besitz ihn ewig leben ließe!“
Ist das auch kommunistisch? Hier wird ganz allgemein der Kapitalist kritisiert.
Stammt aber aus dem Quran…huch, und jetzt?
Könnte ich also nichts anderes getan haben, als diesen Vers mit anderen Worten wiedergegeben zu haben?
Und ist es nicht so, dass obiger Vers auf 99% aller nichtgläubigen Muslime und nicht islamischen Ökonomen zutrifft?
Genug, es ist nicht vom Islam, zu viel zu reden. Hab mich nur abreagiert.
Nur ein Verblendeter übersieht, in welchem Dimensionen sich der Schaden bewegt, der durch gottlose Banken, Regierungen etc. verursacht wird, die aus Geld- und Machtger handeln.
Der islamische Kapitalismus ist was anderes und wird zwangsweise durch zahlreiche Moralcodes bestimmt.
Aber Wahabbiten liegen wohl nicht nur in Sachen Tauhid jenseits der Mehrheitsmeinung:
Abweichen, Aus der Reihe tanzen ist bei euch wohl Programm.
“Ihr Verständnis von Ökonomie und dem, was Sie als „Kapitalismus“ verstehen, weist stark auf eine kommunistische Sozialisierung hin. Ich würde es auf die Distanz hin als einen frühkindlichen DDR-Schaden diagnostizieren.“
Alles, was ich gesagt habe, habe ich auf Grundlage dessen gesagt, was ich im Heiligen Buch und in Ahadith gelesen habe.
Ich habe dieses Verständnis durch viele andere Muslime aller Rechtsschulen bestätigt bekommen.
Wenn du also den Islam bzw. eine der Hauptauslegungen des Islams (böser schnöder Mammon, Loblied auf die Armen) als kommunistisch siehst, dann tue das.
“Setzt euch nicht mit den Toten zusammen. Wer sind die Toten, oh Prophet? Die Reichen“
“Wenn die Reichen sehen würden, welche Belohnung die Armen bekommen, werden sie sich wünschen, man hätte ihre Haut zerschnitten“
“Die Armen betreten das Paradies 500 Jahre vorher“
Kommunitisch?
Setzt euch nicht mit den Toten zusammen. Wer sind die Toten, oh Prophet? Die Reichen“
Kommunistisch? Weißt du eigentlich, was du redest? Ach, der Prophet meinte ungläubige Kapitalisten?
Habe ich irgendwo gläubige Kapitalisten kritisiert?
Die Luft wird eng für dich.
4. November 2015 um 8:05 Uhr
Als hätte man einen Hippie-Sufi mit einem Jungsalafisten gekreuzt.
Aussagen des Propheten (?) -sallAllahu alayhi wa sallam- ohne Quelle und Klassifikation posten und diese aus eigenem Gutdünken als Beweis für eine eigene Fatwa heranziehen. Wissen Sie nicht, dass es zu allen Ahadith al-Ahkam immer auch einen Sharh gibt, der zu berücksichtigen ist?
Dem Sharh zum Prophetenwort “Die Armen betreten das Paradies 500 Jahre vorher“ (oder so ähnlich) durfte ich übrigens vor einigen Jahren höchstselbst lauschen. Der Grund, weshalb die Armen das Paradies vor den Reichen betreten werden, ist nicht etwa ein zuvoriger Akt der Bestrafung für den Reichen, sondern lediglich eine längere Abrechnungszeit, da der Reiche für all seinen Wohlstand (Einnahmen als auch Ausgaben) Rechenschaft ablegen muss. Je mehr Wohlstand also erwirtschaftet und ausgegeben wurde, desto länger dauert auch der Tag der Abrechnung. Aber das Paradies wird er ebenso ohne zuvorige Bestrafung in Jahannam betreten können, wie der Arme.
Die Luft wird längst nicht eng für mich. Ich fühle mich angesichts des niedrigen Niveaus eher gelangweilt. Unwissende, wie wir beide es sind, sollten uns nicht anmaßen, allein mit Beweisen aus Quran und Sunnah Urteile sprechen zu können. Ich lege bei meinen Darlegungen eher Wert auf die Aussagen von anerkannten Autoritäten der Islamischen Wissenschaften, die nicht nur 3-4 Überlieferungen (ohne Quelle und Klassifikation) in den Ring werfen, sondern ganze Hadith-Werke mit abertausenden Überlieferungen studiert haben und im Fiqh die ausreichende Stärke erlangt haben, um daraus Urteile ableiten zu können.
Bei al-Jumhur al-Fuqaha ist beides, also weder Reichtum noch Armut zu verurteilen. Es obliegt jedem Muslim, ob er freiwillig arm leben möchte (natürlich nur soweit seine Pflichten erfüllen kann) oder ob er sich anstrengen will Wohlstand und Reichtum zu erlangen. Die Gelehrten unterschieden sich nur in der Meinung, was besser von beidem ist.
Hierzu habe ich bereits einige Beiträge auf meinen Blog veröffentlicht. Hier einige Beispiele:
http://www.al-adala.de/Neu/?p=1174
http://www.al-adala.de/Neu/?p=637
http://www.al-adala.de/Neu/?p=630
http://www.blog.al-adala.de/?p=1477
http://www.blog.al-adala.de/?p=1483
Auch mein gestriger Beitrag http://www.al-adala.de/Neu/?p=2236 liefert einen guten Einblick in die Notwendigkeit von verschiedenen Entwürfen bezüglich des finanziellen Lebensstils. Imam al-Ghazali geht sogar soweit zu behaupten, dass die Menschen zugrunde gehen würden, wenn nicht einige von ihnen durch ihr Profitstreben geleitet wären.
In Zukunft – und da bitte ich um Ihr Verständnis – werde ich Kommentare von Ihnen nur noch freischalten, wenn sie ohne persönliche Angriffe/Respektlosigkeiten auskommen und mit anständigen Belegen und Gelehrtenaussagen (mit Quelle) garniert sind. Dieser kindische Stil, wie er bisher von Ihnen favorisiert wurde, entspricht nicht meinem Gusto.
“Auch Ihr Versuch, dem „Kapitalisten“ per se einen schlechten Charakter und eine Abneigung gegen freiwillige Wohlfahrt anzudichten, ist nichts anderes als die kommunistische Verunglimpfung des freien Unternehmers.“
Das meinte ich, wenn ich davon sprach, dass die Luft argumentationstechnisch eng wird für dich.
War der Prophet sas etwa “links“?
„Those who are rich in this world would have little reward in the Hereafter except those who spend their money here and there (in Allah’s Cause), and they are few(!!!) in number.“
http://www.searchtruth.com/searchHadith.php?keyword=rich&book=&translator=1&search=1&search_word=exact&start=10&records_display=10
Hier sagt unser Prophet sas klipp und klar, dass es nur wenige Reiche gibt, die im Sinne Allahs handeln, was ihr Vermögen angeht.
Deshalb werden Sie im Jenseits wegen dieses Verhaltens bestraft in der Form, dass sie wenig Belohnung erhalten.
Hat der Prophet also auch den freien Unternehmer verunglimpft? (Der in über 90% der Fälle seiner Gier verfallen ist und Allah und die Armen vergessen hat?)
Im selben Hadith heißt es außerdem:
“I would not like to have this mountain turned into gold for me unless nothing of it, not even a single Dinar remains of it with me for more than three days (i.e. I will spend all of it in Allah’s Cause)“
Ich habe nicht den Eindruck, dass du, Herr Raft, einen Berg Gold innerhalb drei Tage spenden würdest oder den Menschen empfehlen würdest, es zu tun. (Schaut man sich deine Artikel an, die Profit und Eigentum “hochstellen“.)
War der Prophet also auch links, weil er dazu aufrief, große Vermögen den Armen etc. zu schenken? Astaghfirullah.
Was soll man spenden? Die Linken sagen 50+X % (In Form von Steuern)
Den Überschuss:
(Sure 2, Vers 219)
“Den Überschuss“, heißt es in deutschen Übersetzungen.
Also ich komme auf 3.000 netto, um gut leben zu können. Verdiene ich also 100.000 im Monat, bleibt nach den Worten Allahs nicht viel für mich 😉 (Ausgenommen: man spart für Investitionen im islamischen Sinne)
Narrated Abu Huraira : The Prophet said, „Every day two angels come down from Heaven and one of them says, ‚O Allah! Compensate every person who spends in Your Cause,‘ and the other (angel) says, ‚O Allah! Destroy every miser.‘ “
http://www.searchtruth.com/searchHadith.php?keyword=destroy+every&translator=1&search=1&book=&start=0&records_display=10&search_word=exact
Wieder ein Loblied auf die Großzügigen und eine harsche Drohung an die Geizigen (Also wieder ein Großteil der Reichen)
Wenn einer das Feld des Jenseits bestellen möchte, lassen wir ihm dabei noch mehr (an jenseitigen Gütern) zukommen (als er an sich zu erwarten hätte). Wenn aber einer das Feld des Diesseits bestellen möchte, geben wir ihm (etwas) vom Diesseits, während er am Jenseits keinen Anteil hat.
Hier wird gesagt, dass Reichtum ohne entsprechende Taten wertlos ist.
Man muss, um im Jenseits zu gewinnen, sein Blickfeld darauf ausrichten, möglichst viel Gutes mit seinem Geld zu tun. Die Motivation, für sich selbst Vermögen anzuhäufen, um es privat zu konsumieren, wird zwangsläufig sehr gering werden.
Der optimale Profit im Jenseits wäre also logischerweise jeden Penny, den man nicht dringend braucht, entsprechend auszugeben (Moscheen reparieren, Waisen versorgen usw. usf.)
Nenn mich also weiterhin links oder sonst was, ich gebe nur mein Verständnis obiger Stellen wieder und ich habe keine Gruppe gesehen, die es so sehr verabscheut zu teilen wie sog. Wirtschaftsliberale.
Daher meine Abneigung gegen diese Leute.
6. November 2015 um 10:05 Uhr
Es ist also der Geiz, der den Muslim ins Verderben bringt, und nicht sein Reichtum. Ich werde in schaa Allah später noch einiges dazu hier im Kommentarbereich schreiben.
Könnten Sie ggf einige Gelehrte zitieren, die Ihre genannten Überlieferungen erklären und in einen Handlungskontext stellen?
Reichtum ist eine feine Sache, aber die Beziehung der meisten Menschen zu Reichtum ist wie die einer Motte zu Licht. Die meisten verbrennen sich dran (Realität beobachten).
Wer hingegen sich vorbereitet (Jihad an nafs, s. Ghazali), der kann aus Reichtum großen Nutzen ziehen.
Hier die Einschätzung des Propheten sas zu Gier in Zusammenhang mit dem Streben nach Reichtümern:
Narrated Anas bin Malik: Allah’s Apostle said, „If adam’s son had a valley full of gold, he would like to have two valleys, for nothing fills his mouth except dust. And Allah forgives him who repents to Him.“
http://www.searchtruth.com/searchHadith.php?keyword=son+of+adam+gold&translator=1&search=1&book=&start=0&records_display=10&search_word=all
D.h., dass erst Erde (Dust), also der Tod, seiner Gier ein Ende setzt.
Diese Worte sind kritisch dahingehend, dass sie dem Streben nach immer mehr, obwohl objektiv mehr als genug verdient wurde, als etwas nicht Sinnvolles betrachten.
Das Triviale (Triebbefriedigung) füllt das ganze Leben aus und lässt sie abstumpfen für das Sakrale, sei es das Gedenken an Allah und allem, was damit einhergeht, sei es für die Nöte der Armen, die teils unvorstellbares Elend erleben müssen.
Das wiederum führt offenbar dazu, dass Allah sich von Ihnen abwendet und sie werden zum Einfallstor für die Satane.
Ich kann dir aus dem Gedächtnis keine Gelehrten nennen, aber versichere dir, dass dieses Thema ein Evergreen ist in allen möglichen Islamwerken.
Der Quran selber schreibt doch Sachen wie:
Sure 102.
Ablenkung ist negativ konnotiert, es unterstellt eine Subjekt, dass sein eigentliches Ziel nicht in der Weise verfolgt, wie es vorgeschrieben ist.
Allah selbst sagt also ganz allgemein, dass wir vom Jenseitsstreben abgelenkt werden.
Durch was? Mehrung a.k.a Profitstreben
“Allah says that all are preoccupied by love of the world, its delights and its adornments, and this distracts you from seeking the Hereafter and desiring it.“
http://www.qtafsir.com/index.php?option=com_content&task=view&id=1087&Itemid=158
Ibn Kathir bestätigt also, dass praktisch alle (nur wenige Ausnahmen) nicht mit Reichtum richtig umgehen (können)
Weiterhin heißt es im Tafsir:
((The mutual increase diverts you.)( The Son of Adam says, „My wealth, my wealth.“ But do you get anything (of benefit) from your wealth except for that which you ate and you finished it, or that which you clothed yourself with and you wore it out, or that which you gave as charity and you have spent it)“ Muslim, At-Tirmidhi and An-Nasa’i also recorded this Hadith. Muslim recorded in his Sahih from Abu Hurayrah that the Messenger of Allah said,
(selbe Quelle wie oben).
Alles in allem kann man sagen, dass Vermögen aus islamischer Sicht nur dann einen Sinn erfüllt, wenn man damit seine Bedürfnisse und die seiner Familie erfüllt und ansonsten es spendet oder sonst wie nützlich macht.
Es hat schon seinen Grund, wieso selbst Genies wie Al Ghazali ein Teil ihres Lebens als Sufis lebten. Die zahlreichen Stellen, die das Jenseits “schlecht machen“ können da einen schon auf solche Ideen bringen.
Und zu guter Letzt ein Hadith qudsi, also direkt von Allah
Allah, Exalted and Mighty is He, loves of His creation the God-fearing, the pure in the heart, those who are hidden, and those who are innocent, whose face is dusty, whose hair is unkempt, whose stomach is empty, and who, if he asks permission to enter to the rulers, is not granted it, and if he were to ask for a gentle lady in marriage, he would be refused, and when he leaves the world it does not miss him, and if he goes out, his going out is not noticed, and if he falls sick, he is not attended to, and if he dies, he is not accompanied to his grave.“
They asked him, „O Messenger of Allah, how can we find someone like that?“ He, upon whom be peace and blessings, said, „Uwais al-Qarani is such a one.“
Uwais war ein armer Hirte, über den sich die Leute lustig machten und auf ihn herabsahen.
Ähnlich wie man in Europa während des Aufstiegs des Kapitalismus auf die Arbeiter herabsah.
Jetzt aber wissen wir, wer Allahs Lieblinge sind (sofern {islamisch-}gläubig). | de |
q-de-2185 | Was ist Information in der Informationstheorie? | Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.
Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.
Definitionen
Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen:
Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt.
„Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen.
Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.
In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden:
In wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert.
In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik).
Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.
‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrucke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen. Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.
Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.
Bedeutungsschwerpunkte
Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet:
für die Tätigkeit des Informierens.
Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten.
Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein.
Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird.
Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.
Eigenschaften
„Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“(nach und )
Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen.
Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.
Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘.
Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen.
Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“.
Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht.
Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven.
Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale.
Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware)
Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich.
Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen.
In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.
Beispiele
Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen:
Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge.
Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders.
Weitere Beispiele:
Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln.
Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden.
Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.
Struktur und Bedeutung
Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.
Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.
Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.
Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind
Codierung
Syntax
Semantik
Pragmatik
Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.
Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:
Code-Ebene
Die Betrachtungsebene „Codierung“ bedeutet diesbezüglich: Die Erscheinungsform, in der die (potenzielle) Information ihre(n) Empfänger erreichen, muss identifiziert und das Wahrgenommene ‚dekodiert‘ werden können. Die Information „Es ist warm“ kann beispielsweise schriftlich (etwa als Teil eines Zeitungsartikels) oder akustisch (über den Informationskanal <Stimme, Schallfrequenz, Ohren>) übermittelt werden; jeweils bestehend aus Zeichen oder Lauten einer bestimmten Sprache. Auch die Anzeige an einem Thermometer (analoge Darstellung in Säulenform oder in Form einer numerischen Gradanzeige) und sogar die absolute Temperatur selbst könnten in diesem Zusammenhang Code(-formate) sein, die „Es ist warm“ transportieren. Andere Codebeispiele wären ein Binärcode, mit dem solche Buchstaben oder eine Gradangabe zwischen zwei Computerprogrammen fließen – oder (optisch/akustisch empfangene) Morsezeichen usw. Ohne Kenntnis des Codes kann das „nur Wahrgenommene“ nicht interpretiert werden und ist empfängerbezogen keine ‚Information‘.
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ ist zu kurz für eine statistische Betrachtung. Bei längeren Texten wird aber klar, dass nicht alle Elemente der Zeichenfolge (Buchstaben) gleich häufig vorkommen. Gewisse Buchstaben wie etwa e und t – in unserem Beispiel aber s – sind häufiger als andere. Diese Tatsache kann bei der Informationsübertragung genutzt werden, um Übertragungszeit zu sparen. Als Beispiel seien die Huffman-Codes erwähnt. Sie stellen ein Verfahren dar, mit dem Information effizient übermittelt und gespeichert werden kann. Viele weitere Verfahren existieren.
Syntaktische Ebene der Information
Auf der syntaktischen Ebene wird Information nur als Struktur gesehen, die es zu übermitteln gilt. Der Inhalt der Information ist hierbei im Wesentlichen uninteressant. Beispielsweise könnte das Problem darin bestehen, das Bild einer Kamera auf einen Monitor zu übertragen. Das Übertragungssystem interessiert sich dabei beispielsweise nicht dafür, ob es das Bild überhaupt wert ist, übertragen zu werden (Einbrecher macht sich am Fenster zu schaffen) oder nicht (Katze läuft am Fenstersims entlang), oder ob überhaupt etwas zu erkennen ist (auch das Bild einer komplett unscharf eingestellten Kamera wird vollständig übertragen, obwohl es da eigentlich nichts Erkennbares zu sehen gibt). Der Informationsgehalt ist dabei ein Maß für die maximale Effizienz, mit der die Information verlustfrei übertragen werden kann.
Unterscheidbarkeit und Informationsgehalt
Grundprinzip der syntaktischen Information ist die Unterscheidbarkeit: Information enthält, was unterschieden werden kann, und unterschieden werden kann, was gemessen werden kann. Eine Unterscheidung setzt jedoch mindestens zwei unterschiedliche Möglichkeiten voraus.
Gibt es genau zwei Möglichkeiten, so lässt sich die Unterscheidung mit einer einzigen Ja-/Nein-Frage klären. Beispiel: Angenommen, auf einer Speisekarte gibt es nur zwei Gerichte, Schnitzel und Spaghetti. Wir wissen, eines der beiden Gerichte hat der Gast bestellt. Um herauszufinden, welches er bestellt hat, braucht man ihm nur eine einzige Frage zu stellen: „Haben Sie Schnitzel bestellt?“ Lautet die Antwort „Ja“, so hat er ein Schnitzel bestellt, lautet die Antwort „Nein“, so hat er Spaghetti bestellt.
Sind hingegen mehr als zwei Möglichkeiten vorhanden, so kann man dennoch mittels Ja-/Nein-Fragen herausfinden, welche Alternative zutrifft. Eine einfache Möglichkeit wäre, einfach der Reihenfolge nach alle Gerichte abzufragen. Jedoch ist das eine recht ineffiziente Methode: Wenn der Gast noch keine Bestellung aufgegeben hat, braucht man sehr viele Fragen, um es herauszufinden. Effizienter ist es, wenn man beispielsweise erst fragt: „Haben Sie bereits bestellt?“, um dann konkreter zu werden, „War es ein Gericht mit Fleisch?“, „War es Schweinefleisch?“, sodass schließlich nur noch wenige Alternativen übrig bleiben („War es Schweineschnitzel?“, „Schweinebraten?“, „Schweinshaxe?“). Die Reihenfolge der Fragen spiegelt die Wertigkeit der Bits in einer derartig kodierten Nachricht wider.
Der Informationsgehalt einer Nachricht entspricht der Anzahl der Ja-/Nein-Fragen, die man bei einer idealen Fragestrategie braucht, um sie zu rekonstruieren.
Auch die Wahrscheinlichkeiten spielen bei einer optimalen Fragestrategie eine Rolle: Wenn man beispielsweise weiß, dass die Hälfte aller Gäste Schweineschnitzel bestellt, so ist es sicher sinnvoll, erst einmal nach Schweineschnitzel zu fragen, bevor man den Rest der Karte durchgeht.
Interessant ist hierbei, dass zwar vordergründig keinerlei semantische oder pragmatische Informationen verwendet werden, diese jedoch implizit in Form der Wahrscheinlichkeit eingehen. Beispielsweise ist die Tatsache, dass 50 Prozent der Gäste Schweineschnitzel bestellen, nicht aus der Speisekarte zu erkennen; es ist eine pragmatische Information. Und dass man normalerweise nicht nach der Bestellung von „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit“ fragt, folgt aus der semantischen Information, dass dies keine Speise ist, und es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass jemand dies bestellt.
Binarisierung und die Wahrscheinlichkeit von Zeichen
Die Zeichenfolge „ES IST WARM“ enthält nur Großbuchstaben. Wenn wir davon ausgehen, dass wir nur Großbuchstaben zur Verfügung hätten (also 27 Buchstaben einschließlich Leerzeichen), so können wir an jeder der elf Stellen der obigen Nachricht eines der 27 Zeichen setzen. Jede Stelle der Nachricht muss also 27 mögliche Zustände abbilden können.
Am Beispiel eines Binärcodes soll dies erläutert werden: Jedes Zeichen wird durch eine Folge von Bits dargestellt. Ein Bit unterscheidet nur zwischen zwei möglichen Zuständen, die man als eins und null festlegen kann. Um 27 verschiedene Zustände darstellen zu können, benötigt man mehrere Bits, in diesem Fall wären es fünf; man könnte damit 2 hoch 5 = 32 Zustände unterscheiden. Die Festlegungen für einen solchen Code könnten (fiktiv) wie folgt aussehen:
A=00001 B=00010 C=00011 D=00100 E=00101 F=00110 G=00111
H=01000 I=01001 J=01010 K=01011 L=01100 M=01101 N=01110
O=01111 P=10000 Q=10001 R=10010 S=10011 T=10100 U=10101
V=10110 W=10111 X=11000 Y=11001 Z=11010 <LZ>=11100 (Leerzeichen)
Unsere Nachricht hieße dann
„00101_10011_11100_01001_10011_10100_11100_10111_00001_10010_01101“ *)
entspricht: E S <LZ> I S T <LZ> W A R M
*) Die Leerstellen (_) sind nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit eingefügt. Ob sie (oder andere Trennzeichen) in der Nachricht enthalten sind, wäre in den Vereinbarungen zum Format des Datentransfers festzulegen. Ggf. würde die Nachricht nur aus 11 direkt aufeinanderfolgenden 5-Bit-Kombinationen, also 55 Bits bestehen.
Die Codierung jedes Buchstabens mit je 5 Bits müsste nicht die allein gültige sein. Im Rahmen der klassischen Informationstheorie wird nämlich die Informationssequenz aus statistischer Sicht betrachtet. So kann berücksichtigt werden, wie häufig ein bestimmtes Zeichen des Zeichenvorrats verwendet wird, mit anderen Worten, wie wahrscheinlich sein Auftreten ist. So ist beispielsweise der Buchstabe „E“ in der Deutschen Sprache häufiger als der Buchstabe „Y“.
Berücksichtigt man diese Auftretenswahrscheinlichkeit der Zeichen im Zeichenvorrat, so kann man die Anzahl der benötigten Ja-/Nein-Entscheidungen, die zum Erkennen eines Zeichens notwendig sind, je nach Zeichen unterschiedlich groß machen. Eine solche Codierung nennt man auch Entropiekodierung. Damit benötigt man, um ein häufig auftretendes Zeichen zu codieren, weniger Bits, als für ein selten auftretendes Zeichen. Ein Zeichen hat also einen umso höheren Informationsgehalt (benötigt zur Erkennung eine höhere Anzahl an 'atomaren’ Entscheidungseinheiten, an Bits), je seltener es auftritt. Zusätzlich müsste in diesem Fall z. B. vereinbart (und als Code dargestellt) sein, wie/woran die Bitanzahl des jeweiligen Zeichens erkennbar ist.
Semantische Ebene der Information
Strukturierte, syntaktische Informationen werden erst verwertbar, indem sie gelesen und interpretiert werden. Das heißt, zur Strukturebene muss die Bedeutungsebene hinzukommen. Dazu muss ein bestimmtes Bezugssystem angelegt werden, um die Strukturen in eine Bedeutung überführen zu können. Dieses Bezugssystem bezeichnet man als Code. Im obigen Beispiel muss man also wissen, was „warm“ bedeutet.
Jedoch ist die Überführung von Syntax in Semantik selten so direkt; in der Regel wird die Information über sehr viele unterschiedliche Codes immer höherer semantischer Ebene verarbeitet: Dabei wird auf den unterschiedlichen semantischen Ebenen wiederum Informationsverarbeitung auf strukturell-syntaktischer Ebene geleistet: Die Lichtpulse, die gerade auf Ihre Netzhaut treffen, werden dort von Nervenzellen registriert (Bedeutung für die Nervenzelle), an das Gehirn weitergeleitet, in einen räumlichen Zusammenhang gebracht, als Buchstaben erkannt, zu Worten zusammengefügt. Während dieser ganzen Zeit werden Nervenimpulse (also Strukturinformationen) von einer Gehirnzelle zur nächsten „geschossen“, bis sich auf diese Weise in ihrem Bewusstsein die durch Worte nur unzureichend wiedergebbaren Begriffe für „warm“, „jetzt“, und „hier“ zu formen beginnen, die dann im Zusammenhang eine Bedeutung haben: Sie wissen jetzt, dass es bei diesen Worten um die Feststellung geht, dass es warm (und nicht etwa kalt) ist.
Zusammengefasst:
Strukturinformation wird in einem Dekodierungsprozess in Semantik (Bedeutung) überführt.
Dabei wird Strukturinformation stufenweise über Codes in andere Strukturinformation überführt, wobei sich auf den unterschiedlichen semantischen Stufen jeweils Bedeutung für das verarbeitende System entwickelt.
Pragmatische Ebene der Information
Diese kommt dem umgangssprachlichen Informationsbegriff am nächsten.
Die Aussage, dass es warm ist (die wir nun semantisch richtig interpretiert haben; wir wissen, was diese Botschaft uns sagen will), hat echten Informationscharakter, wenn wir uns mittags um zwölf nach einer durchzechten Nacht noch halb schlaftrunken überlegen, was wir anziehen sollen, und uns die Freundin mit den Worten „es ist warm“ davon abhält, in den Rollkragenpullover zu schlüpfen. Der pragmatische Informationsgehalt der – semantisch exakt gleichen – Aussage ist aber gleich null, wenn wir bereits im T-Shirt auf dem Balkon sitzen und schwitzen. Diese Mitteilung bietet uns nichts Neues und ist daher nicht informativ.
In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff Granularität (Kommunikationswissenschaft) das qualitative Maß der „Passgenauigkeit“ einer Information aus der Perspektive des Empfängers.
Smalltalk ist eine Art des Informationsaustausches, bei dem die offensichtlich über die Sprache ausgetauschten semantischen Informationen so gut wie keine pragmatische Information darstellen – wichtig sind hier die Körpersignale, deren Semantik (Freundlichkeit, Abneigung) wir erkennen und pragmatisch (mag er/sie mich?) verwerten können.
In diesem pragmatischen Sinne ist wesentliches Kriterium von Information, dass sie das Subjekt, das die Information aufnimmt, verändert, was konkret bedeutet, dass sich die Information, die potentiell dem Subjekt entnommen werden kann, verändert.
Zusammengefasst:
Information ermöglicht die Verringerung von Ungewissheit, kann aber auch die Ungewissheit vergrößern, wenn sie an Volumen zunimmt, widersprüchlich ist und die Auswertbarkeit in der gegebenen Zeit und Kostenrahmen nicht möglich ist.
Information ist übertragbar; in Form von Daten bzw. Signalen.
Information ist ein Ereignis, das den Zustand des Empfängers bzw. Systems verändern kann. Hierzu muss sie vom Empfänger „verstanden“ werden.
In diesem pragmatischen Sinne ist „Information“ ein Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik und der mit ihr verwandten Betriebswirtschaftslehre (Information als Produktionsfaktor, Information als wirtschaftliches Gut). Kurz gesagt: Information ist Reduktion von Ungewissheit.
Bezüge zwischen den Ebenen
Wenn man das Phänomen Information betrachtet, sind die vier Ebenen im Zusammenhang zu betrachten. Damit Information stattfindet, sind Vereinbarungen auf allen vier Ebenen notwendig.
Auch stellt die semantische Verarbeitung (beispielsweise das Zusammenfassen von Buchstaben zu Wörtern) wiederum syntaktische Information (nämlich eine Abfolge von Wortsymbolen) her. Letztlich definiert sich auch die pragmatische Ebene nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst neue Information syntaktischer Natur schaffen muss (sonst hätte die Information keine Wirkung entfaltet). Aufgrund des engen Zusammenspiels zwischen semantischen Dekodierungsprozess und Wirkentfaltung in der Pragmatik, die beide wiederum syntaktische Informationen als End- und Zwischenprodukte generieren, werden manchmal diese beiden Ebenen auch zur Semantopragmatik verschmolzen.
Modelle
Das Wesentliche an Information ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen. Da es bislang keine anerkannte einheitliche Theorie der „Information“ gibt, sondern lediglich unterschiedliche Modelle, steht eine eindeutige Definition des Begriffs „Information“ noch nicht zur Verfügung, wenngleich auch eine nicht anerkannte Definition bereits zur formalen Beschreibung des Experimentiervorgangs führen konnte.
Erklärungsansätze für den Begriff der Information kommen sowohl aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Richtung (Semantik, Semiotik, Philosophie, Kommunikationswissenschaft usw.), als auch aus naturwissenschaftlicher Richtung (Physik, Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik usw.). Die unterschiedlichen Ansätze decken sich nicht, haben aber Überschneidungen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Modellen besteht darin, dass für die Naturwissenschaft bereits in einer Wechselwirkung subatomarer Teilchen ein Informationsaustausch gesehen wird (vgl. z. B. das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, von dem das klassische Zitat Einsteins über eine „spukhafte Fernwirkung“ herrührt, weil hier zwei Teilchen scheinbar instantan Information auszutauschen scheinen, statt mit Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein dies vorhersagt.)
Der naturwissenschaftliche Begriff von „Information“ ist eng verknüpft mit dem Konzept der Entropie (d. h. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik). Hieraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, entsprechend den zahlreichen Konsequenzen, die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik ergeben. (Eine der möglichen Konsequenzen lautet: Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter Information ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie oder Energieformen verstanden. Information ist hier, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.)
Dieses naturwissenschaftliche Verständnis steht im Widerspruch zu dem Informationsbegriff, der von den Geisteswissenschaften herrührt, sowie den alltäglichen Sprachgebrauch dominiert.
Sowohl die Geisteswissenschaften als auch der Begriff von „Information“ im täglichen Gebrauch tendieren zu einem Verständnis, für das dem Begriff der „Bedeutung“ eine tragende Rolle zukommt. Die „Bedeutung“ ist hier eine intrinsische Eigenschaft von Information, womit außerdem die Existenz eines (potentiellen) Empfängers impliziert wird, für den sich der Bedeutungsinhalt entfaltet.
Die gängigen Kommunikationsmodelle basieren auf diesem Konzept. Somit gehen sowohl die meisten geisteswissenschaftlichen Konzepte als auch das weitläufige Verständnis im täglichen Sprachgebrauch davon aus, dass Information immer eine funktionale Bedeutung hat, im Gegensatz zum naturwissenschaftlichen Verständnis, in dem weder Funktion noch Bedeutung zwingend konstitutive Eigenschaften von Information sind.
Als Terminus in der mathematischen Informationstheorie bezieht sich Information auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird Information zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem technischen System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathematische Theorie der Information ursprünglich nicht für den Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kommunikation, sondern für die technische Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschlichen Handelns wird unter Information ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung und Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information“ oder „sich informieren“ mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände und Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
In der Algorithmischen Informationstheorie wurde ein Maß entwickelt, mit dem man die Komplexität von Strukturen bestimmen kann, z. B. der Komplexität von Zeichenketten. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen auch als Maß für die Information angewendet werden, das in einigen Aspekten Vorteile gegenüber dem von Shannon hat.
Kommunikationsmodell der Information
Das Verständnis der syntaktischen Ebene war lange Zeit gekennzeichnet durch das Sender-Empfänger-Modell: Ein Sender will eine Information dem Empfänger mitteilen. Dazu codiert er seine Information nach bestimmten Prinzipien (beispielsweise als Abfolge von Nullen und Einsen nach dem oben erwähnten Prinzip) in einen Informationsträger, der Empfänger wertet diesen Informationsträger aus, denn auch er kennt den Code, und erhält dadurch die Information (siehe auch: Kommunikation).
Nicht immer ist jedoch ein menschlicher Sender vorhanden, der uns etwas mitteilen will. Ein typisches Beispiel ist die Messung: Dem physikalischen System ist es, bildlich gesprochen, völlig egal, was Menschen von ihm denken. Das Ziel der Messung ist eine Informationsübertragung vom gemessenen System zu dem, der die Messung durchführt (man misst, um etwas über das gemessene System zu erfahren).
Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsmessung per Radarfalle: Das Auto hat keine Intention, seine Geschwindigkeit zu verraten (und der Autofahrer meist auch nicht). Dennoch gewinnt der Polizist durch die Messung Information über die Geschwindigkeit. Für die Gewinnung der Information wird ein physikalisches Gesetz genutzt (der Doppler-Effekt), das von einem Ingenieur aufgegriffen wurde, um das Gerät zu konstruieren. Die Polizei setzt das Gerät ein und veranlasst somit, dass Information erzeugt wird. Die unmittelbare Erzeugung von Information hingegen wird damit an ein Gerät delegiert. Urheber der Information ist aber auch an dieser Stelle der Mensch. Das Radarmessgerät wurde entwickelt und die gewonnenen Messergebnisse werden dann automatisch, in einem vom Menschen vorgegebenen Code, angezeigt, aufgezeichnet oder übertragen.
Auch viele Tiere sind zur Kommunikation – sowohl als Sender wie auch als Empfänger – fähig. Diese ist zwar in der Hauptsache zur Kommunikation mit Artgenossen (Gefahrruf usw.) gedacht, kann aber teilweise auch vom Menschen genutzt werden.
Zusammengefasst:
Damit Information für den Menschen erkennbar wird, muss Materie oder Energie eine Struktur aufweisen.
Syntaktisch entspricht Information der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Symbols innerhalb eines definierten Dekodierungsschemas
Information ist im Kommunikationsmodell eine räumliche oder zeitliche Folge physikalischer Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten oder Häufigkeiten auftreten.
Der Informationsgehalt einer Nachricht ergibt sich aus der Anzahl der Ja-/Nein-Möglichkeiten, für die in der Nachricht einer der Werte festgelegt ist.
Informationstransport, Entstehung und Vernichtung
Interessant ist es, dass Information, die an Materie als Informationsträger gebunden ist, auf bzw. durch Elektromagnetische Wellen übertragen werden kann. Diese Information kann, da masselos, dann im Prinzip mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden. Schließlich kann die Information wieder zurück an Materiestrukturen gebunden werden. Ein Beispiel für so einen Übertragungsprozess ist das Telefax. Dabei wird die Information eines bestimmten Schriftstückes mit der Geschwindigkeit elektrischer Signale über große Entfernungen transportiert und am Ziel auf ein zweites Schriftstück mit exakt demselben Informationsinhalt übertragen.
Allgemeiner: Um Informationen zu transportieren, ist ein Informationsträger nötig.
Kann Information ohne Verlust weitergegeben werden? Beim Kopieren von Software ist dies der Fall, weil technische Mechanismen (redundante Codes / Prüfsummen) dafür sorgen. Information kann nicht generell weitergegeben werden, ohne dadurch weniger zu werden. Das Ausmaß des Verlustes hängt von den physikalischen Randbedingungen ab. Gemäß Shannon kann bei einer Übertragung nicht mehr Information aus einem Kanal entnommen werden als auf der Senderseite hineingegeben wird. Beim Weitergeben oder Kopieren von Information wird sie aber an sich nicht verdoppelt, sondern sie liegt dann nur redundant vor.
In einem thermodynamisch als geschlossen anzusehenden System wird Information letztlich vernichtet, spätestens beim Wärmetod des Universums. In einem thermodynamisch offenen System kann Information weitergegeben werden, informationstragende Strukturen können sogar spontan entstehen. Beispiele sind eine Vielzahl von theoretisch und experimentell untersuchten dissipativen Strukturen. Besonders Spin-Systeme (Spin = Drehimpuls atomarer und subatomarer Teilchen), insbesondere die sogenannten Spin-Gläser bzw. Ising-Modelle, sind sehr oft untersucht worden, nicht zuletzt wegen ihrer Relevanz für die Theorie neuronaler Netze. Viele Experimente zeigen, dass in Ising-Gläsern spontan Strukturen entstehen können, die wegen der gequantelten Natur des Spins sogar schon als in digitalisierter Form vorliegende Information interpretiert werden können, welche z. B. die Entstehungsbedingungen der Struktur in codierter Form enthält.
Der Begriff in verschiedenen Wissenschaften/Fachrichtungen
Information ist ein weitläufig verwendeter und schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften (Struktur- und Geisteswissenschaften) betrachten die Information als ihr Arbeitsgebiet, namentlich die Informatik, die Informationstheorie und die Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und die Semiotik, sie kann ein mathematischer, philosophischer oder empirischer (etwa soziologischer) Begriff sein.
Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Entsprechende Literatur findet sich derzeit meist unter dem Stichwort Philosophie (etwa im Bereich Erkenntnistheorie). Von einer vereinheitlichten, allgemein akzeptierten Theorie der Information kann vorläufig noch nicht gesprochen werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch sowie in einigen Wissenschaften (Semiotik, Informationswissenschaften) wird „Information“ mit „Bedeutung“ oder „übertragenem Wissen“ gleichgesetzt. Eine andere Sichtweise des Begriffes, die heute beispielsweise in der Computertechnik von großer praktischer Bedeutung ist, stammt aus der Nachrichtentechnik. Die wegweisende Theorie dort ist die von Claude Shannon; er betrachtet die statistischen Aspekte der Zeichen in einem Code, der Information repräsentiert. Die Bedeutung der Information geht bei Shannon nur implizit in den Wahrscheinlichkeiten der verwendeten Zeichen ein, die letztlich nur unter Zuhilfenahme eines Menschen bestimmt werden könne, da nur der Mensch in der Lage sei, die Bedeutung eines Codes bewusst zu erfassen und dabei sinnvollen von nicht sinnvollem Code unterscheiden könne. Das unmittelbare Ziel seiner Überlegungen ist die optimale Übertragung von Information in einem Nachrichtenkanal (Telefonie, Funktechnik).
Der Begriff Information und andere Begriffe aus der Informationstheorie werden oftmals im alltäglichen Sprachgebrauch und auch in den Naturwissenschaften in einer metaphorischen Weise benutzt. Eine direkte Übernahme des Begriffes Information in naturwissenschaftliche Theorien, so wie er in den Ingenieurwissenschaften benutzt wird, wird jedoch von einigen Wissenschaftstheoretikern als unzulässig abgelehnt. So warnte beispielsweise der Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller vor einem Wiederaufleben des Neovitalismus durch unangemessenen Gebrauch informationstheoretischer Begriffe in der Biologie. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft der naturwissenschaftliche Strukturbegriff und der Informationsbegriff aufeinander zurückgeführt werden können. So untersuchen etwa die Neuroinformatik und die Computational Neuroscience die Beziehung neuronaler Strukturen des Gehirns sowie dessen Fähigkeit, Information zu verarbeiten.
Zum Abschluss sollen hier die einzelnen Fach- und Forschungsrichtungen zu Wort kommen, die je ihr eigenes Verständnis der Information haben. Deutlich wird dabei der jeweilige Ansatz auf den unterschiedlichen, oben geschilderten Ebenen zwischen der reinen Syntax bis zur Pragmatik, teilweise auch mit der besonderen Betonung des Transportcharakters von Information.
Semiotik
Die Semiotik definiert Daten als potenzielle Information. In der Semiotik werden Daten heute in die Sigmatik-Ebene eingeordnet. In älterer Literatur sind sie oft noch als zweckorientiertes Wissen definiert, also zweckorientierte Daten, die das Wissen erweitern.
Informationswissenschaft
Die Informationswissenschaft verwendet den Begriff der Information ähnlich zum semiotischen Ansatz. Für sie sind die Begriffe Wissen und Information von zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer beziehungsweise „Wissen in Aktion“. Sie entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell – wenn für eine konkrete Problemlösung Wissen (eine bestimmte Wissenseinheit) benötigt/bereitgestellt wird. Diese Wissenseinheit geht als ‚Information‘ aus einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Datenbank in den Wissensvorrat eines Menschen. Wissen wird intern repräsentiert (siehe auch Wissensrepräsentation), Information wird – zum besseren Verständnis für den Informationssuchenden – präsentiert (siehe auch Informationsvisualisierung).
Dokumentations- und Ordnungslehre
Wilhelm Gaus schreibt in seinem Werk Dokumentations- und Ordnungslehre, dass Information unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann.
Struktur = structure approach
Erkenntnis = knowledge approach
Signal = signal approach
Nachricht = message approach
verstandene Nachricht = meaning approach
Wissensvermehrung = effect approach
Vorgang = process approach
Kartellrecht
Aus kartellrechtlicher Perspektive kann Information als „jeder Umstand, der dem Wahrnehmenden einen Erkenntnisgewinn ermöglicht“ definiert werden. Ein Informationsaustausch kann „jeder direkte oder indirekte Informationsfluss zwischen Unternehmen über das Marktgeschehen“ sein, wobei das Marktgeschehen „alle Aktivitäten, Ereignisse, Prozesse und Interdependenzen, welche die Beschaffenheit eines Marktes tangieren, betreffen oder beeinflussen können“ umfasst.
Information als Wirtschaftsgut
Information kann als wirtschaftliches Gut angesehen werden, da Information im Unternehmen durch Einsatz anderer Produktionsfaktoren (Menschen, Computer, Software, Kommunikation usw.) produziert, oder von außen angekauft werden kann. Information hat somit einen Wert, der handelbar ist. Der Wert ergibt sich aus dem Nutzen der Information und den Kosten zur Produktion, Bereitstellung und Weiterleitung. Problematisch hierbei ist, dass der potenzielle Käufer den Wert der Information nicht immer im Voraus kennt und sie teilweise erst nachdem er sie erworben hat, bewerten kann (sog. Informationsparadoxon). Bereits der angestrebte Handel mit Information ist dabei mit dem Problem asymmetrischer Information behaftet.
Weiterhin kann man Information auch als Produktionsfaktor verstehen. Information wird somit nicht nur konsumtiv genutzt, sondern kann auch produktiv verwendet werden.
Information als Veränderung
Nach den Arbeiten des Berliner Informatikers Peter Rüdiger: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“
Eine Definition der Information über Veränderung bedeutet eine Beschreibung der Information über physikalische Auswirkung. Wird eine einfache Veränderung als ein mathematisches Element betrachtet, das einen Zustandswechsel herbeiführt, so lässt sich beweisen, dass eine Menge solcher Elemente, die Zustandswechsel am selben „Objekt“ herbeiführen und Eigenschaften wie Zusammenhang und Wiederholbarkeit aufweisen, eine mathematische Gruppe darstellen, die als Information bzgl. des Objekts deklariert wird. Diese Gruppe erlaubt eine Längenbestimmung, die für Optimierungen verwendet werden kann, denn da Veränderung Folge physikalischer Wirkung ist, gilt auch das Variationsprinzip der geringsten Wirkung.
Eine weitere mathematische Beschreibung, die auf der Natur der Veränderung beruht, ist die Beschreibung von Jan Kåhre: The Law of Diminishing Information.
Bewegung ist auch Veränderung. Eine (weitere) Definition der Information über Veränderung erfolgt deshalb über Bewegungsunterschied (Informationsbewegung) und Unterschiedsbewegung (Ruhepotentialität): „Information existiert nur in der Bewegung, die immer eine komplementäre, relative Bewegung ist“.
Verwandte Begriffe
Nachricht
Information wird auch synonym für Nachricht, Auskunft, Belehrung, Aufklärung verwendet, zum Teil auch für Medien wie Zeitungsartikel, Internet-Seiten, E-Mails, Telefonate, Berichte (Quartals-, Projekt-, Geschäftsbericht), Prospekte und Broschüren, Fahrpläne, Wetterberichte u. v. a. m. – die aber i. e. S. nur die „Träger von Informationen“, nicht die Information selbst sind. Diese Beispiele zeigen die weite Verbreitung und grundlegende Bedeutung des Begriffs Information in nahezu allen (Lebens-)Bereichen.
Kommunikation
Siehe auch: Information und Kommunikation
In einem engen Zusammenhang steht auch die (menschliche) Kommunikation: Die Kommunizierbarkeit gilt als eine wesentliche Eigenschaft von Information, und jegliche Kommunikation setzt Information voraus.
Daten
Daten sind nur Darstellungen/Angaben über Sachverhalte und Vorgänge, die in der Form bestimmter Zeichen/Symbole auf bestimmten Datenträgern existieren. Aus ihnen kann (bei Menschen durch kognitive Tätigkeiten des Empfängers) „Information“ werden, zweckbezogenes Wissen, das man beim Handeln im Hinblick auf gesetzte Ziele benötigt. Dies geschieht, indem wahrgenommene Daten „intraindividuell“ (vom jeweiligen Individuum) semantisiert und weitere Operationen (wie z. B. Schlussfolgerungen) ausgeführt werden. Anhand gleicher Daten können also unterschiedliche Informationen gewonnen werden. Die Begriffe Information und Daten sind also eng miteinander verwandt.
Wissen
Der Begriff der Information ist eng verknüpft mit Fragestellungen im Themenkomplex Wissen. Dazu gehört insbesondere das Problem der Definition von Komplexität, die sich über die algorithmische Tiefe eines informationsverarbeitenden Prozesses beschreiben lässt. Weiterhin zählen hierzu Betrachtungen über den Unterschied zwischen Zufall und Ordnung sowie der Begriff der Unterscheidbarkeit und der Relevanz.
siehe auch: Wissensmanagement, Geistiges Eigentum
Siehe auch
Quanteninformation
Literatur
Lehr- und Sachbücher
Horst Völz: Das ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2017. ISBN 978-3-8440-5587-0.
Horst Völz: Wie wir wissend wurden. Nicht Alles ist Information. Shaker Verlag, Aachen 2018. ISBN 978-3-8440-5865-9.
Horst Völz: Information und Medienwissenschaft. Shaker Verlag, Düren 2020. ISBN 978-3-8440-7641-7.
Spezielle Themen
Andreas Holzinger: Basiswissen IT/Informatik. Band 1: Informationstechnik. Vogel, Würzburg 2002. ISBN 3-8023-1897-8
Martin Werner: Information und Codierung. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8348-0232-3
Informationstheorie
Herbert Klimant, Rudi Piotraschke, Dagmar Schönfeld: Informations- und Kodierungstheorie. Teubner Verlag., Wiesbaden/Stuttgart 2003, ISBN 3-519-23003-8.
Holger Lyre: Informationstheorie. Wilhelm Fink Verlag., Paderborn/München 2002, ISBN 3-7705-3446-8.
Keith Devlin: Infos und Infone. Die mathematische Struktur der Information. Birkhäuser Verlag., Basel/Schweiz 1996, ISBN 3-7643-2703-0.
Jan Kåhre: The Mathematical Theory of Information, Springer, Berlin 2002, ISBN 1-4020-7064-0.
Peter Rechenberg: Zum Informationsbegriff der Informationstheorie, in: Informatik-Spektrum (2003) 26: 317 - 326.
Systemtheorie
Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen, Biologen und Sozialwissenschaftler zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht. 2., korrigierte Auflage. Bern: Hans Huber, 1998. ISBN 3-456-83080-7.
Populärwissenschaftliche Bücher zur Information
Tor Nørretranders: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins. Rowohlt, Reinbek 2000. ISBN 3-499-60251-2
Stefan Bieletzke, Heinz Lothar Grob: Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Lit, Münster 1998. (Reihe: Telekommunikation und Multimedia Bd. 9) ISBN 3-8258-3844-7
James Gleick: Die Information: Geschichte, Theorie, Flut. Redline Verlag, München 2011. ISBN 3-86881-312-8.
Philosophie
Siehe auch unter Weblinks die Bibliographie von Floridi 2005
Luciano Floridi: (PDF; 57 kB), Metaphilosophy, 33.1/2, 123–145, auch in T.W. Bynum und J.H. Moor (Hrsg.): CyberPhilosophy: The Intersection of Philosophy and Computing, Oxford – New York: Blackwell 2003.
Luciano Floridi (Hg.): The Blackwell Guide to the Philosophy of Computing and Information, Oxford – New York: Blackwell 2003. ISBN 978-0-631-22919-3.
Luciano Floridi: The Philosophy of Information, Oxford University Press, 2013. ISBN 978-0-19-923239-0.
Ernst von Glasersfeld: Informationsübertragung, in: Leon R. Tsvasman (Hg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 978-3-89913-515-2.
Peter Janich: Was ist Information? Kritik einer Legende. Suhrkamp, Frankfurt 2006. ISBN 3-518-58470-7 (Darstellung von Grundlage und Herkunft sowie Diskussion naturalistischer Auffassungen von Information aus der Perspektive der kulturalistischen Handlungstheorie mit Herleitung ihrer Definition aus Redehandlungen des sich gegenseitig Informierens.)
Horst Völz: Weltbeschreibung. Raum, Zeit, Temperatur und Information - Aspekte, Standpunkte, Debatten. Shaker Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-8440-6323-3.
Weblinks
Klassiker der Philosophie der Information (Bibliographie und Downloads oder Links)
Wolfgang Strauss, Nina Zschocke: , Artikel auf netzspannung.org 2004
Definitionen des Begriffes Information, Materialsammlung
Matthias Rauterberg: Über das Phänomen: „Information“ (PDF; 188 kB), 2005
Stanislaw Lem: Die Megabitbombe, Von der Verschmutzung der Informationsumwelt und den ausfransenden Rändern des Wissens, telepolis, 12. September 2001
Mario Behling: Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle, 2006
Einzelnachweise
Informationstheorie
Informationswissenschaft
Semantik
Semiotik
Sprachphilosophie
Wissen (Philosophie) | 9781847886361 - Design Thinking - Nigel Cross
9780262680677 Design Thinking (Peter G. Rowe)
9783640655960 Design Thinking (Stefan Ponsold)
4006180601323 Rette Mich Ein Bisschen (Thadeusz, J…
9781847888464 Design Thinking - Understanding How…
2901847886360 Design Thinking: Understanding How D…
9783866048362 Rette mich ein bisschen (Thadeusz, J…
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Der Dreiklang der Wirklichkeit - neues Buch
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Der Sinn des Lebens liegt nicht in dem, was ich noch zu leben habe, sondern in dem, was ich bereits gelebt habe, und besonders in dem, was ich im Augenblick lebe. Der Tod ist nicht beängstigend. In gewissem Sinne liegt er nicht vor mir, sondern gerade hinter mir.Als ich geboren wurde, überwand ich den Tod, und je mehr ich lebe, desto mehr distanziere ich mich von meinem (tödlichen) Nichtsein vor der Zeit meines Daseins. Ich kann mein Leben jeden Augeblick aufs Spiel setzen. Das heißt nicht, dass ich mit dem Tod spiele. Ich spiele mit dem Leben." (Raimon Panikkar);"Der Sinn des Lebens liegt nicht in dem, was ich noch zu leben habe, sondern in dem, was ich bereits gelebt habe, und besonders in dem, was ich im Augenblick lebe. Der Tod ist nicht beängstigend. In gewissem Sinne liegt er nicht vor mir, sondern gerade hinter mir.Als ich geboren wurde, überwand ich den Tod, und je mehr ich lebe, desto mehr distanziere ich mich von meinem (tödlichen) Nichtsein vor der Zeit meines Daseins. Ich kann mein Leben jeden Augeblick aufs Spiel setzen. Das heißt nicht, dass ich mit dem Tod spiele. Ich spiele mit dem Leben." (Raimon Panikkar);https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TNA6C1L75IS-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TNA6C1L75IS-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TNA6C1L75IS-9f17d924daed1b-570-420-1;9783702503208;0;21.80;1;pc;11;;;;0TOQITBH7T67;Baustelle Investitions-Controlling;51.39;https://www.dodax.at/de-at/dp/TOQITBH7T67/;Bücher / Sozialwissenschaften, Recht & Wirtschaft / Wirtschaft / Betriebswirtschaft;Dieses Sonderheft hilft Controllern, Investitionen in die Gesamtplanung ihres Unternehmens einzuordnen sowie Investitionen besser zu bewerten, zu steuern und zu kontrollieren. Namenhafte Wissenschaftler und Vertreter bekannter Unternehmen wie RWE, Deutsche Post DHL Group, Metro und dem Energiekonzern Axpo, zeigen auf, mit welchen Maßnahmen sich aktuelle Probleme des Investitions-Controllings lösen lassen. 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Was macht einen Semmelknödel besonders flaumig? Wie löst man das WienerRosinengugelhupfproblem? Was macht die perfekte Weihnachtsgans aus? Warum kühlen manche Zutaten im selben Gericht schneller ab als andere? Und wie gewinnt man garantiert an jedem Buffet?Diesen und vielen anderen Fragen nähert sich Werner Gruber in seinem Bestseller von einer ganz neuen Seite. Mit viel Fachwissen und Humor erklärt er die chemischen und physikalischen Tricks der großen Köche und räumt dabei gleich mit so manchen populären Küchenirrtümern auf. Eine vom Autor vollständig durchgesehene und überarbeitete Neuausgabe.;Wie gelingt das saftigste und knusprigste Grillhuhn der Welt? Was macht einen Semmelknödel besonders flaumig? Wie löst man das WienerRosinengugelhupfproblem? Was macht die perfekte Weihnachtsgans aus? Warum kühlen manche Zutaten im selben Gericht schneller ab als andere? Und wie gewinnt man garantiert an jedem Buffet?Diesen und vielen anderen Fragen nähert sich Werner Gruber in seinem Bestseller von einer ganz neuen Seite. Mit viel Fachwissen und Humor erklärt er die chemischen und physikalischen Tricks der großen Köche und räumt dabei gleich mit so manchen populären Küchenirrtümern auf. Eine vom Autor vollständig durchgesehene und überarbeitete Neuausgabe.;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TQSOKBQE443-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TQSOKBQE443-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TQSOKBQE443-9f17d924daed1b-570-420-1;9783711001511;0;24.00;1;pc;11;;;;0TSBFMBRV7I2;Wirtschaftliche Implikationen des demografischen Wandels;102.80;https://www.dodax.at/de-at/dp/TSBFMBRV7I2/;Bücher / Sozialwissenschaften, Recht & Wirtschaft / Soziologie / Politische Soziologie;Der demografische Wandel zieht tiefgreifende und existenzielle Veränderungen in nahezu allen Lebensbereichen nach sich. Erste Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum, den Arbeitsmarkt, die Umwelt, technische Innovationen und Entwicklungen, die sozialen Sicherungssysteme und das Konsumverhalten sind bereits spürbar.Die FOM hat mit dem 1. Wirtschaftwissenschaftlichen Forum Essen "Wirtschaftliche Implikationen des demografischen Wandels - Herausforderungen und Lösungsansätze" eine Tagung initiiert, die zum Ziel hatte, die Auswirkungen dieser Entwicklung unter Berücksichtigung aller wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen zu analysieren, den fachlichen Austausch zwischen Wissenschaftlern und Praktikern anzuregen und damit aktiv den Dialog zwischen Theorie und Praxis zu fördern.Mehr als 200 Experten aus ganz Deutschland sowie hochrangige Wirtschaftsvertreter diskutierten die Folgen des demografischen Wandels - von der Personalwirtschaft über Marketing und Finanzen bis zur Gesundheit. Zu den Keynote-Speakern zählten der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Prof. Dr. Norbert Walter, Dr. Jürgen R. Karsten von der Steuerberatungsgesellschaft sowie Frau Hella Hagena, Partnerin der Unternehmensberatung Rundstedt & Partner. Schirmherrin der Tagung war Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung.;Der demografische Wandel zieht tiefgreifende und existenzielle Veränderungen in nahezu allen Lebensbereichen nach sich. Erste Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum, den Arbeitsmarkt, die Umwelt, technische Innovationen und Entwicklungen, die sozialen Sicherungssysteme und das Konsumverhalten sind bereits spürbar.Die FOM hat mit dem 1. Wirtschaftwissenschaftlichen Forum Essen "Wirtschaftliche Implikationen des demografischen Wandels - Herausforderungen und Lösungsansätze" eine Tagung initiiert, die zum Ziel hatte, die Auswirkungen dieser Entwicklung unter Berücksichtigung aller wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen zu analysieren, den fachlichen Austausch zwischen Wissenschaftlern und Praktikern anzuregen und damit aktiv den Dialog zwischen Theorie und Praxis zu fördern.Mehr als 200 Experten aus ganz Deutschland sowie hochrangige Wirtschaftsvertreter diskutierten die Folgen des demografischen Wandels - von der Personalwirtschaft über Marketing und Finanzen bis zur Gesundheit. Zu den Keynote-Speakern zählten der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Prof. Dr. Norbert Walter, Dr. Jürgen R. Karsten von der Steuerberatungsgesellschaft sowie Frau Hella Hagena, Partnerin der Unternehmensberatung Rundstedt & Partner. Schirmherrin der Tagung war Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung.;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TSBFMBRV7I2-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TSBFMBRV7I2-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TSBFMBRV7I2-9f17d924daed1b-570-420-1;9783658003067;0;102.80;1;pc;11;;;;0TSM4MOAGMQQ;Screening- und Assessmentinstrumente zur Erkennung von Delirien;51.39;https://www.dodax.at/de-at/dp/TSM4MOAGMQQ/;Bücher / Naturwissenschaften, Medizin, Informatik & Technik / Medizin / Pflege;Florian Schimböck identifiziert Screening- und Assessmentinstrumente zur systematischen Erfassung und Erkennung von Delirien durch Pflegepersonen und vergleicht sie hinsichtlich ihrer psychometrischen Eigenschaften. Insgesamt weist der Autor nach Literaturrecherche in Datenbanken und Suchmaschinen sieben Instrumente nach und beschreibt sie. Es wird deutlich, dass es bereits eine Vielzahl von geeigneten Screening- und Assessmentinstrumenten gibt, welche durch Pflegepersonen in der täglichen Praxis angewandt werden können. Die Erstellung neuer Instrumente ist daher nicht zwingend notwendig. Es wird die weitere Testung und Validierung der bereits vorhandenen Instrumente empfohlen.;Florian Schimböck identifiziert Screening- und Assessmentinstrumente zur systematischen Erfassung und Erkennung von Delirien durch Pflegepersonen und vergleicht sie hinsichtlich ihrer psychometrischen Eigenschaften. Insgesamt weist der Autor nach Literaturrecherche in Datenbanken und Suchmaschinen sieben Instrumente nach und beschreibt sie. Es wird deutlich, dass es bereits eine Vielzahl von geeigneten Screening- und Assessmentinstrumenten gibt, welche durch Pflegepersonen in der täglichen Praxis angewandt werden können. Die Erstellung neuer Instrumente ist daher nicht zwingend notwendig. Es wird die weitere Testung und Validierung der bereits vorhandenen Instrumente empfohlen.;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TSM4MOAGMQQ-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TSM4MOAGMQQ-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TSM4MOAGMQQ-9f17d924daed1b-570-420-1;9783658130558;0;51.39;1;pc;11;;;;0TSMOR682D47;Ducati 748, 916, 996 ab Modelljahr 1994;41.10;https://www.dodax.at/de-at/dp/TSMOR682D47/;Bücher / Ratgeber & Freizeit / Fahrzeuge / Auto & Motorrad;In diesem Band (Nr. 5253) werden alle Modelle der Ducati 748, 916, 996 ab Modelljahr 1994 behandelt;In diesem Band (Nr. 5253) werden alle Modelle der Ducati 748, 916, 996 ab Modelljahr 1994 behandelt;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TSMOR682D47-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TSMOR682D47-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TSMOR682D47-9f17d924daed1b-570-420-1;9783716820469;0;41.10;1;pc;11;;;;0U1KCIUAD40I;Talhoffers Fechtbuch aus dem Jahre 1467;36.89;https://www.dodax.at/de-at/dp/U1KCIUAD40I/;Bücher / Geisteswissenschaften, Kunst, Musik / Geschichte;Talhoffers Fechtbuch aus dem Jahre 1467 - gerichtliche und andere Zweikämpfe darstellend ist ein unveränderter, hochwertiger Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1887.Hansebooks ist Herausgeber von Literatur zu unterschiedlichen Themengebieten wie Forschung und Wissenschaft, Reisen und Expeditionen, Kochen und Ernährung, Medizin und weiteren Genres. Der Schwerpunkt des Verlages liegt auf dem Erhalt historischer Literatur. Viele Werke historischer Schriftsteller und Wissenschaftler sind heute nur noch als Antiquitäten erhältlich. Hansebooks verlegt di
Die Kunterbunts, 120 Karten - neues Buch
2016, ISBN: 9781847886361
ID: 7fc285a1daa085f14e3aadd718ba7c76
Gassi gehen" - Du setzt einmal aus. "Familienbesuch" - Du ziehst vier Karten. Hast du einen ärgerlichen Hund auf der Hand? Oder nur fröhliche Kinder?In der Psychotherapiestunde mit Kindern wird viel gespielt und "Die Kunterbunts" ist ein für diesen Zweck entwickeltes, unkompliziertes Spiel nach Uno-Regeln. Durch das bekannte Spielprinzip bedarf es keiner langen Einführung: Die fröhliche Mutter darf auf die ärgerliche Mutter oder auf die fröhliche Tochter gelegt werden etc. Neben dem Spaß werden Empathie sowie die Wechselwirkungen von Emotionen in Familien vermittelt. Für alle, die mit Kindern therapeutisch oder beraterisch arbeiten.Für Kinder ab 5 Jahren.Mit Illustrationen von Pe Grigo.Aus dem Inhalt: Familienkarten, z.B. Fröhlicher Vater - Fröhliche Mutter - Ärgerlicher Hund - Ängstlicher Sohn - Überraschte Tochter.Aktionskarten, z.B. Familienrat (Karten tauschen) - Gassi gehen (Aussetzen) - Familienbesuch (4 Karten ziehen).;"Gassi gehen" - Du setzt einmal aus. "Familienbesuch" - Du ziehst vier Karten. Hast du einen ärgerlichen Hund auf der Hand? Oder nur fröhliche Kinder?In der Psychotherapiestunde mit Kindern wird viel gespielt und "Die Kunterbunts" ist ein für diesen Zweck entwickeltes, unkompliziertes Spiel nach Uno-Regeln. Durch das bekannte Spielprinzip bedarf es keiner langen Einführung: Die fröhliche Mutter darf auf die ärgerliche Mutter oder auf die fröhliche Tochter gelegt werden etc. Neben dem Spaß werden Empathie sowie die Wechselwirkungen von Emotionen in Familien vermittelt. Für alle, die mit Kindern therapeutisch oder beraterisch arbeiten.Für Kinder ab 5 Jahren.Mit Illustrationen von Pe Grigo.Aus dem Inhalt: Familienkarten, z.B. Fröhlicher Vater - Fröhliche Mutter - Ärgerlicher Hund - Ängstlicher Sohn - Überraschte Tochter.Aktionskarten, z.B. Familienrat (Karten tauschen) - Gassi gehen (Aussetzen) - Familienbesuch (4 Karten ziehen).;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TRV6GLG3P05-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TRV6GLG3P05-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TRV6GLG3P05-9f17d924daed1b-570-420-1;9783621285230;0;29.95;1;pc;11;;;;0TSTA4A4U8G5;Landesbauordnung Schleswig-Holstein 2016 mit Kurzkommentierung;42.00;https://www.dodax.de/de-de/dp/TSTA4A4U8G5/;Bücher / Sozialwissenschaften, Recht & Wirtschaft / Recht / Öffentliches Recht;Anlass für das Werk ist die Novellierung der Landesbauordnung Schleswig-Holstein.Die Novelle überträgt den Bauherren mehr Eigenverantwortung, enthält verständlichere Formulierungen und entlastet die Kommunen.Weitergehende Erleichterungen bei Baugenehmigungen, wie z. B. bei einer nachträglichen energetischen Sanierung, werden ermöglicht.Kleine Windkraftanlagen werden in bestimmten Gebieten verfahrensfrei gestellt.Traditionell ist auch dieser Textausgabe eine Kurzkommentierung beigefügt, die auf alle wesentlichen Aspekte des Bauordnungsrechts in Schleswig-Holstein eingeht.;Anlass für das Werk ist die Novellierung der Landesbauordnung Schleswig-Holstein.Die Novelle überträgt den Bauherren mehr Eigenverantwortung, enthält verständlichere Formulierungen und entlastet die Kommunen.Weitergehende Erleichterungen bei Baugenehmigungen, wie z. B. bei einer nachträglichen energetischen Sanierung, werden ermöglicht.Kleine Windkraftanlagen werden in bestimmten Gebieten verfahrensfrei gestellt.Traditionell ist auch dieser Textausgabe eine Kurzkommentierung beigefügt, die auf alle wesentlichen Aspekte des Bauordnungsrechts in Schleswig-Holstein eingeht.;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TSTA4A4U8G5-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TSTA4A4U8G5-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TSTA4A4U8G5-9f17d924daed1b-570-420-1;9783555018546;0;42.00;1;pc;11;;;;0TTTDHM3N362;Sprachlernhabitus und Bedeutungskonstruktion beim Fremdsprachenlernen;56.95;https://www.dodax.de/de-de/dp/TTTDHM3N362/;Bücher / Geisteswissenschaften, Kunst, Musik / Pädagogik / Schulpädagogik, Didaktik & Methodik;Was beeinflusst den Fremdspracherwerb? Bisher wurde die Antwort auf diese Frage meist im Lernenden oder im jeweiligen Lernkontext gesucht. Die Trennung zwischen externen und internen Einflussfaktoren muss jedoch aufgegeben werden, wenn man davon ausgeht, dass erstere erst internalisiert werden müssen, bevor sie wirksam werden können. Als Brücke zwischen beiden entwickelt die Autorin das Konzept des Sprachlernhabitus und bettet es in ein systemdynamisch-konstruktivistisches Modell des visuell-stimulierten Wortschatzerwerbs ein, dessen Erklärungskraft sie in einer methodisch aufwendigen empirischen Studie überprüft. Die Arbeit gibt einen Einblick in das komplexe Zusammenspiel von Kognition, Emotion, Motivation und sozialer Umwelt der Lernenden beim Fremdspracherwerb. Aus den Ergebnissen werden abschließend Empfehlungen für das institutionalisierte Fremdsprachenlehren abgeleitet.;Was beeinflusst den Fremdspracherwerb? Bisher wurde die Antwort auf diese Frage meist im Lernenden oder im jeweiligen Lernkontext gesucht. Die Trennung zwischen externen und internen Einflussfaktoren muss jedoch aufgegeben werden, wenn man davon ausgeht, dass erstere erst internalisiert werden müssen, bevor sie wirksam werden können. Als Brücke zwischen beiden entwickelt die Autorin das Konzept des Sprachlernhabitus und bettet es in ein systemdynamisch-konstruktivistisches Modell des visuell-stimulierten Wortschatzerwerbs ein, dessen Erklärungskraft sie in einer methodisch aufwendigen empirischen Studie überprüft. Die Arbeit gibt einen Einblick in das komplexe Zusammenspiel von Kognition, Emotion, Motivation und sozialer Umwelt der Lernenden beim Fremdspracherwerb. Aus den Ergebnissen werden abschließend Empfehlungen für das institutionalisierte Fremdsprachenlehren abgeleitet.;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TTTDHM3N362-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TTTDHM3N362-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TTTDHM3N362-9f17d924daed1b-570-420-1;9783631618936;0;56.95;1;pc;11;;;;0TUB87RMKJA1;Aktiv verkaufen am Telefon;39.99;https://www.dodax.de/de-de/dp/TUB87RMKJA1/;Bücher / Sozialwissenschaften, Recht & Wirtschaft / Wirtschaft / Management;Was macht Telefonverkäufer erfolgreich? Erstens die richtige Einstellung und zweitens die richtigen Techniken und Methoden - so die Vertriebs- und Kommunikationsexperten Ricarda Zartmann und Lothar Stempfle. "Aktiv verkaufen am Telefon" zeigt, wie es gelingt, sich optimal auf Gesprächspartner einzu stellen, und begleitet den Leser Schritt für Schritt durch die Phasen eines telefonischen Verkaufsgesprächs. Telefonverkäufer und Call Center Agents erfahren, wie sie sich professionell auf das Telefonat vorbereiten, die Phasen des Gesprächs erfolgreich gestalten und den Kontakt gezielt nachbereiten. Mit Beispielskripten und konkreten Tipps für die wichtigsten Gesprächssituationen am Telefon: Neukundenakquisition, Terminvereinbarung, Nachfassen von Angeboten, Preisgespräche, Reklamationsgespräche, Kundenrückgewinnung und Mahngespräche.Ein wertvoller Praxisleitfaden für alle, die professionell telefonieren und ihre Verkaufsquote am Telefon dauerhaft verbessern wollen.Neu in der 2. Auflage: Kundengewinnung mit Provozierendem Problemlösungsverkauf;Was macht Telefonverkäufer erfolgreich? Erstens die richtige Einstellung und zweitens die richtigen Techniken und Methoden - so die Vertriebs- und Kommunikationsexperten Ricarda Zartmann und Lothar Stempfle. "Aktiv verkaufen am Telefon" zeigt, wie es gelingt, sich optimal auf Gesprächspartner einzu stellen, und begleitet den Leser Schritt für Schritt durch die Phasen eines telefonischen Verkaufsgesprächs. Telefonverkäufer und Call Center Agents erfahren, wie sie sich professionell auf das Telefonat vorbereiten, die Phasen des Gesprächs erfolgreich gestalten und den Kontakt gezielt nachbereiten. Mit Beispielskripten und konkreten Tipps für die wichtigsten Gesprächssituationen am Telefon: Neukundenakquisition, Terminvereinbarung, Nachfassen von Angeboten, Preisgespräche, Reklamationsgespräche, Kundenrückgewinnung und Mahngespräche.Ein wertvoller Praxisleitfaden für alle, die professionell telefonieren und ihre Verkaufsquote am Telefon dauerhaft verbessern wollen.Neu in der 2. Auflage: Kundengewinnung mit Provozierendem Problemlösungsverkauf;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUB87RMKJA1-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUB87RMKJA1-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUB87RMKJA1-9f17d924daed1b-570-420-1;9783658029890;0;39.99;1;pc;11;;;;0TUC0U8R0V41;Die Mythologie in den nichtmythologischen Dichtungen Ovids;103.95;https://www.dodax.de/de-de/dp/TUC0U8R0V41/;Bücher / Geisteswissenschaften, Kunst, Musik / Sprach- & Literaturwissenschaften / Klassische Sprach- & Literaturwissenschaft;;;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUC0U8R0V41-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUC0U8R0V41-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUC0U8R0V41-9f17d924daed1b-570-420-1;9783631441664;0;103.95;1;pc;11;;;;0TUGSF6S3KBI;Understanding Network Hacks;44.73;https://www.dodax.de/de-de/dp/TUGSF6S3KBI/;Bücher / Naturwissenschaften, Medizin, Informatik & Technik / Informatik & EDV / Netzwerke;This book explains how to see one's own network through the eyes of an attacker, to understand their techniques and effectively protect against them. Through Python code samples the reader learns to code tools on subjects such as password sniffing, ARP poisoning, DNS spoofing, SQL injection, Google harvesting and Wifi hacking. Furthermore the reader will be introduced to defense methods such as intrusion detection and prevention systems and log file analysis by diving into code.;This book explains how to see one's own network through the eyes of an attacker, to understand their techniques and effectively protect against them. Through Python code samples the reader learns to code tools on subjects such as password sniffing, ARP poisoning, DNS spoofing, SQL injection, Google harvesting and Wifi hacking. Furthermore the reader will be introduced to defense methods such as intrusion detection and prevention systems and log file analysis by diving into code.;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUGSF6S3KBI-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUGSF6S3KBI-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUGSF6S3KBI-9f17d924daed1b-570-420-1;9783662444368;0;44.73;1;pc;11;;;;0TUINTJRIPV9;Bilder der Mathematik;27.99;https://www.dodax.de/de-de/dp/TUINTJRIPV9/;Bücher / Sachbücher / Natur & Technik / Naturwissenschaft;Wie sieht eine Kurve aus, die die ganze Ebene oder den Raum vollständig ausfüllt? Kann man einen Polyeder flexibel bewegen, ja sogar umstülpen? Was ist die projektive Ebene oder der vierdimensionale Raum? Gibt es Seifenblasen, die keine runden Kugel sind? Wie kann man die komplizierte Struktur von Strömungen besser verstehen?In diesem Buch erleben Sie die Mathematik von ihrer anschaulichen Seite und finden faszinierende und bisher nie gesehene Bilder, die Ihnen illustrative Antworten zu all diesen Fragestellungen geben. Zu allen Bildern gibt es kurze Erklärungstexte, viele Literaturhinweise und jede Menge Web-Links.Das Buch ist für alle Freunde der Mathematik, die nicht nur trockenen Text und endlose Formeln sehen wollen. Vom Schüler zum Lehrer, vom Studenten zum Professor. Es soll sie alle inspirieren und anregen, sich mit diesem oder jenem vermeintlich nur Insidern vorbehaltenem Thema zu beschäftigen. Lernen Sie die Mathematik von einer ganz neuen und bunten Seite kennen.Die Neuauflage ist vollständig durchgesehen und um acht Doppelseiten mit neuen und spektakulären Bildern ergänzt.Stimmen zur 1. Auflage:"Die durchweg exzellenten grafischen Veranschaulichungen geben gute Beispiele, wie man elegant und sauber argumentiert. Möge dieses Buch viele Leserinnen und Leser zur Mathematik verführen." c't 17/09"In den 'Bildern der Mathematik' kann man nach Herzenslust schmökern. Denn die einzelnen Mathematik-Häppchen und kleinen Geschichten sind zwar thematisch geordnet, bauen aber nicht aufeinander auf. So ist dieses Buch - für ein mathematisches Sachbuch sicher erstaunlich - sogar für den Nachttisch geeignet." Deutschlandradio Kultur;Wie sieht eine Kurve aus, die die ganze Ebene oder den Raum vollständig ausfüllt? Kann man einen Polyeder flexibel bewegen, ja sogar umstülpen? Was ist die projektive Ebene oder der vierdimensionale Raum? Gibt es Seifenblasen, die keine runden Kugel sind? Wie kann man die komplizierte Struktur von Strömungen besser verstehen?In diesem Buch erleben Sie die Mathematik von ihrer anschaulichen Seite und finden faszinierende und bisher nie gesehene Bilder, die Ihnen illustrative Antworten zu all diesen Fragestellungen geben. Zu allen Bildern gibt es kurze Erklärungstexte, viele Literaturhinweise und jede Menge Web-Links.Das Buch ist für alle Freunde der Mathematik, die nicht nur trockenen Text und endlose Formeln sehen wollen. Vom Schüler zum Lehrer, vom Studenten zum Professor. Es soll sie alle inspirieren und anregen, sich mit diesem oder jenem vermeintlich nur Insidern vorbehaltenem Thema zu beschäftigen. Lernen Sie die Mathematik von einer ganz neuen und bunten Seite kennen.Die Neuauflage ist vollständig durchgesehen und um acht Doppelseiten mit neuen und spektakulären Bildern ergänzt.Stimmen zur 1. Auflage:"Die durchweg exzellenten grafischen Veranschaulichungen geben gute Beispiele, wie man elegant und sauber argumentiert. Möge dieses Buch viele Leserinnen und Leser zur Mathematik verführen." c't 17/09"In den 'Bildern der Mathematik' kann man nach Herzenslust schmökern. Denn die einzelnen Mathematik-Häppchen und kleinen Geschichten sind zwar thematisch geordnet, bauen aber nicht aufeinander auf. So ist dieses Buch - für ein mathematisches Sachbuch sicher erstaunlich - sogar für den Nachttisch geeignet." Deutschlandradio Kultur;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUINTJRIPV9-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUINTJRIPV9-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUINTJRIPV9-9f17d924daed1b-570-420-1;9783662434161;0;27.99;1;pc;11;;;;0TVDH8U7J41H;Zaubergarten Biologie;24.90;https://www.dodax.de/de-de/dp/TVDH8U7J41H/;Bücher / Sachbücher / Natur & Technik / Naturwissenschaft;Der weltbekannte Chemiker und Biologe Gottfried Schatz beschreibt in 19 Essays biologische Phänomene, die unser Menschenbild prägen. Er denkt über die Anfänge des Lebens nach, stellt Überlegungen zu Energieknappheit und Wissensspeicherung auf Datenträgern an und betrachtet chemische Körperprozesse durch die Lupe des allumfassend gebildeten Wissenschaftlers. Dabei sind
You Could Look It Up - neues Buch
ID: 735c2356ae050b94724f95ee73e79e63
Knowledge is of two kinds," said Samuel Johnson in 1775. "We know a subject ourselves, or we know where we can find information upon it." Today we think of Wikipedia as the source of all information, the ultimate reference. Yet it is just the latest in a long line of aggregated knowledge--reference works that have shaped the way we've seen the world for centuries.You Could Look It Up chronicles the captivating stories behind these great works and their contents, and the way they have influenced each other. From The Code of Hammurabi, the earliest known compendium of laws in ancient Babylon almost two millennia before Christ to Pliny's Natural History, from the 11th-century Domesday Book recording land holdings in England to Abraham Ortelius's first atlas of the world, from Samuel Johnson's A Dictionary of the English Language to The Whole Earth Catalog to Google, Jack Lynch illuminates the human stories and accomplishment behind each, as well as its enduring impact on civilization. In the process, he offers new insight into the value of knowledge.;"Knowledge is of two kinds," said Samuel Johnson in 1775. "We know a subject ourselves, or we know where we can find information upon it." Today we think of Wikipedia as the source of all information, the ultimate reference. Yet it is just the latest in a long line of aggregated knowledge--reference works that have shaped the way we've seen the world for centuries.You Could Look It Up chronicles the captivating stories behind these great works and their contents, and the way they have influenced each other. From The Code of Hammurabi, the earliest known compendium of laws in ancient Babylon almost two millennia before Christ to Pliny's Natural History, from the 11th-century Domesday Book recording land holdings in England to Abraham Ortelius's first atlas of the world, from Samuel Johnson's A Dictionary of the English Language to The Whole Earth Catalog to Google, Jack Lynch illuminates the human stories and accomplishment behind each, as well as its enduring impact on civilization. In the process, he offers new insight into the value of knowledge.;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/42ARJ3MQCS5-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/42ARJ3MQCS5-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/42ARJ3MQCS5-9f17d924daed1b-570-420-1;9780802777522;0;27.21;1;pc;11;;;;042EBOHJMJ5V;Pro Oracle Identity and Access Management Suite;43.47;https://www.dodax.de/de-de/dp/42EBOHJMJ5V/;Bücher / Naturwissenschaften, Medizin, Informatik & Technik / Informatik & EDV / Anwendungs-Software;This book presents a process-based approach to implementing Oracle's Identity and Access Management Suite. Learn everything from basic installation through to advanced topics such as leveraging Oracle Virtual Directory and Identity Federation. Also covered is integrating with applications such as Oracle E-Business Suite and WebCenter Content. Pro Oracle Identity and Access Management Suit e provides real world implementation examples that make up a valuable resource as you plan and implement the product stack in your own environment. The book and the examples are also useful post-installation as your enterprise begins to explore the capabilities that Identity Management Suite provides.Implementing an identity management system can be a daunting project. There are many aspects that must be considered to ensure the highest availability and high integration value to the enterprise business units. Pro Oracle Identity and Access Management Suite imparts the information needed to leverage Oracle's Identity and Access Management suite and provide the level of service your organization demands. Show results to leadership by learning from example how to integrate cross-domain authentication using identity federation, how to allow user self-service capabilities across multiple directories with Virtual Directory, and how to perform the many other functions provided by Oracle Identity and Access Management Suite.Presents an example-based installation and configuration of the entire Oracle Identity and Access Management Suite, including high-availability and performance-tuning concepts. Demonstrates Identity Federation, Virtual Directory, Fusion Middleware Integration, and Integration with Oracle Access Manager.Introduces concepts such as Split Profiles for Identity Manager, MultiFactor authentication with Oracle Adaptive Access Manager, and Self Service Portals.;This book presents a process-based approach to implementing Oracle's Identity and Access Management Suite. Learn everything from basic installation through to advanced topics such as leveraging Oracle Virtual Directory and Identity Federation. Also covered is integrating with applications such as Oracle E-Business Suite and WebCenter Content. Pro Oracle Identity and Access Management Suit e provides real world implementation examples that make up a valuable resource as you plan and implement the product stack in your own environment. The book and the examples are also useful post-installation as your enterprise begins to explore the capabilities that Identity Management Suite provides.Implementing an identity management system can be a daunting project. There are many aspects that must be considered to ensure the highest availability and high integration value to the enterprise business units. Pro Oracle Identity and Access Management Suite imparts the information needed to leverage Oracle's Identity and Access Management suite and provide the level of service your organization demands. Show results to leadership by learning from example how to integrate cross-domain authentication using identity federation, how to allow user self-service capabilities across multiple directories with Virtual Directory, and how to perform the many other functions provided by Oracle Identity and Access Management Suite.Presents an example-based installation and configuration of the entire Oracle Identity and Access Management Suite, including high-availability and performance-tuning concepts. Demonstrates Identity Federation, Virtual Directory, Fusion Middleware Integration, and Integration with Oracle Access Manager.Introduces concepts such as Split Profiles for Identity Manager, MultiFactor authentication with Oracle Adaptive Access Manager, and Self Service Portals.;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/42EBOHJMJ5V-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/42EBOHJMJ5V-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/42EBOHJMJ5V-9f17d924daed1b-570-420-1;9781484215227;0;43.47;1;pc;11;;;;042OG3SN2Q15;Church in an Age of Global Migration;76.30;https://www.dodax.de/de-de/dp/42OG3SN2Q15/;Bücher / Geisteswissenschaften, Kunst, Musik / Religion & Theologie / Allgemeines & Lexika;Migration has become a defining feature of the contemporary age. It has brought about significant changes in political, economic, social, and religious landscapes. This volume explores a question that has been little considered to date: how are churches being transformed in the face of global migration? The book features contributors from diverse national, denominational, cultural, professional, and linguistic backgrounds. Their essays reveal the ways in which migrants and the phenomenon of migration expose longstanding gaps and failings within Christian communities. However, the prevalence of migration and migrants simultaneously opens up fresh possibilities for churches to grow, renew, becoming more authentic, dynamic, and diverse. Church in an Age of Global Migration presents a collage of embodied ecclesial practices, understandings, and realities that have emerged and are continuing to develop in the face of global migration. Committed to transnational and ecumenical dialogue, and to integrating practical and theoretical perspectives, this volume is the first to offer an in-depth analysis of the ways in which churches are being changed by migrants.;Migration has become a defining feature of the contemporary age. It has brought about significant changes in political, economic, social, and religious landscapes. This volume explores a question that has been little considered to date: how are churches being transformed in the face of global migration? The book features contributors from diverse national, denominational, cultural, professional, and linguistic backgrounds. Their essays reveal the ways in which migrants and the phenomenon of migration expose longstanding gaps and failings within Christian communities. However, the prevalence of migration and migrants simultaneously opens up fresh possibilities for churches to grow, renew, becoming more authentic, dynamic, and diverse. Church in an Age of Global Migration presents a collage of embodied ecclesial practices, understandings, and realities that have emerged and are continuing to develop in the face of global migration. Committed to transnational and ecumenical dialogue, and to integrating practical and theoretical perspectives, this volume is the first to offer an in-depth analysis of the ways in which churches are being changed by migrants.;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/42OG3SN2Q15-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/42OG3SN2Q15-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/42OG3SN2Q15-9f17d924daed1b-570-420-1;9781349556168;0;76.30;1;pc;11;;;;0431P4P22EFP;Implementing DirectAccess with Windows Server 2016;43.56;https://www.dodax.de/de-de/dp/431P4P22EFP/;Bücher / Naturwissenschaften, Medizin, Informatik & Technik / Informatik & EDV / Informatik;Learn how to design, plan, implement, and support a secure remote access solution using DirectAccess in Windows Server 2016. Remote Access has been included in the Windows operating system for many years. With each new operating system release, new features and capabilities have been included to allow network engineers and security administrators to provide remote access in a secure and cost-effective manner.DirectAccess in Windows Server 2016 provides seamless and transparent, always on remote network connectivity for managed Windows devices. DirectAccess is built on commonly deployed Windows platform technologies and is designed to streamline and simplify the remote access experience for end users. In addition, DirectAccess connectivity is bidirectional, allowing administrators to more effectively manage and secure their field-based assets.Implementing DirectAccess with Windows Server 2016 provides a high-level overview of how DirectAccess works. The vision and evolution of DirectAccess are outlined and business cases and market drivers are explained. DirectAccess is evaluated against traditional VPN and this book describes the Windows platform technologies that underpin this solution. In addition, this book:Explains how the technology works and the specific IT pain points that it addressesIncludes detailed, prescriptive guidance for those tasked with implementing DirectAccess using Windows Server 2016Addresses real-world deployment scenarios for small and large organizationsContains valuable tips, tricks, and implementation best practices for security and performance What you'll learnA high-level understanding of the various remote access technologies included in Windows Server 2016.Common uses cases for remote access, and how best to deploy them in a secure, stable, reliable, and highly available manner.Valuable insight in to design best practices and learn how to implement DirectAccess and VPN with Windows Server 2016 according to deployment best practices.Who This Book Is ForIT administrators, network, and security administrators and engineers, systems management professionals, compliance auditors, and IT executive management (CIO, CISO) are the target audience for this title.;Learn how to design, plan, implement, and support a secure remote access solution using DirectAccess in Windows Server 2016. Remote Access has been included in the Windows operating system for many years. With each new operating system release, new features and capabilities have been included to allow network engineers and security administrators to provide remote access in a secure and cost-effective manner.DirectAccess in Windows Server 2016 provides seamless and transparent, always on remote network connectivity for managed Windows devices. DirectAccess is built on commonly deployed Windows platform technologies and is designed to streamline and simplify the remote access experience for end users. In addition, DirectAccess connectivity is bidirectional, allowing administrators to more effectively manage and secure their field-based assets.Implementing DirectAccess with Windows Server 2016 provides a high-level overview of how DirectAccess works. The vision and evolution of DirectAccess are outlined and business cases and market drivers are explained. DirectAccess is evaluated against traditional VPN and this book describes the Windows platform technologies that underpin this solution. In addition, this book:Explains how the technology works and the specific IT pain points that it addressesIncludes detailed, prescriptive guidance for those tasked with implementing DirectAccess using Windows Server 2016Addresses real-world deployment scenarios for small and large organizationsContains valuable tips, tricks, and implementation best practices for security and performance What you'll learnA high-level understanding of the various remote access technologies included in Windows Server 2016.Common uses cases for remote access, and how best to deploy them in a secure, stable, reliable, and highly available manner.Valuable insight in to design best practices and learn how to implement DirectAccess and VPN with Windows Server 2016 according to deployment best practices.Who This Book Is ForIT administrators, network, and security administrators and engineers, systems management professionals, compliance auditors, and IT executive management (CIO, CISO) are the target audience for this title.;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/431P4P22EFP-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/431P4P22EFP-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/431P4P22EFP-9f17d924daed1b-570-420-1;9781484220580;0;43.56;1;pc;11;;;;03ADB8JSKR7I;Beethoven: The Complete Masterworks, Vol. 30;8.95;https://www.dodax.de/de-de/dp/3ADB8JSKR7I/;Musik / Klassik / Konzerte, Sinfonien & Orchestermusik;;;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/3ADB8JSKR7I-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/3ADB8JSKR7I-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/3ADB8J
Investing the Templeton Way - neues Buch
ID: 127141e0bc2ff103d201d8fbd54def61
To buy when others are despondently selling and to sell when others are avidly buying requires the greatest fortitude and pays the greatest ultimate rewards."-Sir John TempletonCalled the "greatest stock picker of the century" by Money magazine, legendary fund manager Sir John Templeton is revered as one of the world's premiere value investors, widely known for pioneering global investing and out-performing the stock market over a five-decade span. Investing the Templeton Way provides a never-before-seen glimpse into Sir John's timeless principles and methods.Beginning with a review of the methods behind Sir John's proven investment selection process, Investing the Templeton Way provides historical examples of his most successful trades and explains how today's investors can apply Sir John's winning approaches to their own portfolios. Detailing his most well-known principle investing at the point of maximum pessimism- this book outlines the techniques Sir John has used throughout his career to identify such points and capitalize on them.Among the lessons to be learned:Discover how to keep a cool head when other investors overreact to bad newsBecome a bargain stock hunter like Sir John-buy the stocks emotional sellers wish to unload and sell them what they are desperate to buySearch worldwide to expand your bargain inventoryProtect your portfolio from yourself through diversificationRely on quantitative versus qualitative reasoning when it comes to selecting stocksAdopt a virtuous investment strategy that will endure in all market conditions;"To buy when others are despondently selling and to sell when others are avidly buying requires the greatest fortitude and pays the greatest ultimate rewards."-Sir John TempletonCalled the "greatest stock picker of the century" by Money magazine, legendary fund manager Sir John Templeton is revered as one of the world's premiere value investors, widely known for pioneering global investing and out-performing the stock market over a five-decade span. Investing the Templeton Way provides a never-before-seen glimpse into Sir John's timeless principles and methods.Beginning with a review of the methods behind Sir John's proven investment selection process, Investing the Templeton Way provides historical examples of his most successful trades and explains how today's investors can apply Sir John's winning approaches to their own portfolios. 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Combining concise accounts of specific nations and national differences with a wide-ranging, comparative analysis of international events, this updated edition of a classic text carefully examines the whole modern history of Europeans and their perpetually changing societies.;As the new title reflects, Palmer's A History of Europe in the Modern World maintains its well-established historical authority, while focusing more specifically on Europe's prominent role in modern global exchanges, nation building, transnational commercial systems, colonial empires, and cultural transitions. Combining concise accounts of specific nations and national differences with a wide-ranging, comparative analysis of international events, this updated edition of a classic text carefully examines the whole modern history of Europeans and their perpetually changing societies.;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8MO83F1P928-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8MO83F1P928-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8MO83F1P928-9f17d924daed1b-570-420-1;9780071315562;0;63.45;1;pc;11;;;;08MV0LV3UGHP;Samsung SyncMaster LU28E85 28" UHD;437.97;https://www.dodax.de/de-de/dp/8MV0LV3UGHP/;Elektronik / Computer / Monitore ;Entdecken Sie die Details beeindruckender UHD-Bildqualität Der Samsung UE850 UHD-Monitor bietet eine beeindruckende Ultra HD-Bildqualität, die sich perfekt für verschiedenste professionelle Anwendungen eignet. Kreative wie analytische Aufgaben profitieren von den hervorragenden hochauflösenden Bildern, die durch verblüffende 8 Millionen Pixel noch verstärkt werden und so noch mehr Details preisgeben. Die Bilder werden in einer Auflösung geliefert, die vier Mal so hoch ist wie bei Full HD, und sorgen für eine zuvor unterreichte Bildschirmschärfe am Arbeitsplatz. Mit der Schärfe von Ultra High Definition am Arbeitsplatz erreichen Sie mehr Komfort und höhere Produktivität. Erleben Sie Milliarden von unglaublich leuchtenden Farben und die höchste Helligkeitsstufe - 1 Milliarde Farben: Mit 64 Mal mehr Farben wie bei herkömmlichen Monitoren werden die Bilder derart detailgetreu, exakt und natürlich, dass es Ihnen den Atem verschlagen wird. - Höchste Helligkeitsstufe: Die höchste Helligkeit von 370 cd/m² macht die Bilder plastischer und gestochen scharf. Leistungsstarke Multitasking-Funktionen für maximale Produktivität - PBP: Mithilfe von Picture-by-Picture können Sie zwei verschiedene Eingangsquellen auf einem Bildschirm darstellen und dabei die Bildqualität des Originals beibehalten. - PIP 2.0: Führen Sie Multitasking durch, während Sie sich verschiedenste Inhalte ansehen. Dank Unterstützung von noch mehr Eingängen für Picture-in-Picture 2.0 ist das jetzt möglich. Ändern Sie die Größe des zweiten Bildes auf bis zu 25% des Bildschirms und positionieren Sie es dort, wo Sie möchten. Selbst die Soundeinstellungen können mit Leichtigkeit kontrolliert werden. Ein professioneller ergonomischer Monitor für wirklich professionelle Anforderungen - HAS-Fuß: Ein ergonomisch konstruierter HAS-Fuß (Height Adjustable Stand, höhenverstellbarer Fuß) ermöglicht eine flexible Einstellung der Höhe bis zu 130 mm. - 90° Pivot-Funktion und Automatische OSD-Drehung: Ändern Sie die Ausrichtung des Monitors mithilfe der 90°-Pivot-Funktion von Querformat auf Hochformat. Wenn der Bildschirm gedreht wird passt die automatische OSD-Drehung den Bildschirmtext (OSD) an den Bildschirm an. - Tilt-Funktion: Neigen Sie den Bildschirm sanft und problemlos um 20° nach vorn oder 5° nach hinten und genießen Sie den vollen Bildkomfort. - Premium-Design: Mit Premium-Titangehäuse in Silber/Schwarz Metallic in raffinierter matter Ausführung. Angenehm für die Augen und das komfortabelste Seherlebnis aller Zeiten - Eye Saver-Modus: Im Gegensatz zu anderen Farben, die von Bildschirmen ausgestrahlt werden, wirken blaue Lichtwellenlängen stimulierend auf die Netzhaut, wodurch die Augen ermüden. Der Eye Saver-Modus optimiert den Bildkomfort, indem die Ausgabe von blauem Licht durch Tastendruck auf intelligente Weise verringert wird. - Flicker Free: Die Flicker Free-Technologie verringert das Flimmern von Bildschirmen und sorgt für ein angenehmeres Seherlebnis. Tauchen Sie in eine neue Unterhaltungsdimension ein und erleben Sie ungeahnten Komfort - AMD FreeSync: Das Bildschirmaktualisierungsverhältnis wird dynamisch mit der Frame-Rate Ihrer Inhalte synchronisiert und verringert somit die Eingangslatenz auf ein Minimum. Weiters wird die Bildverzerrung und das Ruckeln bei Spielen dramatisch reduziert. - Verbesserte HDMI-Unterstützung: Dank verbessertem HDMI, das UHD-Auflösungen mit einem Aktualisierungsverhältnis von 60 Hz unterstützt, werden 4K-Inhalte problemlos ohne Verzögerung wiedergegeben, selbst wenn AV-Geräte angeschlossen sind. - Spielmodus: Passen Sie die Einstellungen Ihres Monitors mithilfe des On-Screen-Displays im Nu an und erleben Sie eine optimierte Spielerfahrung. Im Spielmodus wird die Helligkeit des Bildes verringert, damit Sie die gesamte Action plastisch mitbekommen. - Schnelle Reaktionszeit von 1 ms: Sehen Sie selbst die schnellsten Bewegungen auf dem Bildschirm scharf und ohne Bewegungsunschärfe, Flackern oder Schatten.;Entdecken Sie die Details beeindruckender UHD-Bildqualität Der Samsung UE850 UHD-Monitor bietet eine beeindruckende Ultra HD-Bildqualität, die sich perfekt für verschiedenste professionelle Anwendungen eignet. Kreative wie analytische Aufgaben profitieren von den hervorragenden hochauflösenden Bildern, die durch verblüffende 8 Millionen Pixel noch verstärkt werden und so noch mehr Details preisgeben. Die Bilder werden in einer Auflösung geliefert, die vier Mal so hoch ist wie bei Full HD, und sorgen für eine zuvor unterreichte Bildschirmschärfe am Arbeitsplatz. Mit der Schärfe von Ultra High Definition am Arbeitsplatz erreichen Sie mehr Komfort und höhere Produktivität. Erleben Sie Milliarden von unglaublich leuchtenden Farben und die höchste Helligkeitsstufe - 1 Milliarde Farben: Mit 64 Mal mehr Farben wie bei herkömmlichen Monitoren werden die Bilder derart detailgetreu, exakt und natürlich, dass es Ihnen den Atem verschlagen wird. - Höchste Helligkeitsstufe: Die höchste Helligkeit von 370 cd/m² macht die Bilder plastischer und gestochen scharf. Leistungsstarke Multitasking-Funktionen für maximale Produktivität - PBP: Mithilfe von Picture-by-Picture können Sie zwei verschiedene Eingangsquellen auf einem Bildschirm darstellen und dabei die Bildqualität des Originals beibehalten. - PIP 2.0: Führen Sie Multitasking durch, während Sie sich verschiedenste Inhalte ansehen. Dank Unterstützung von noch mehr Eingängen für Picture-in-Picture 2.0 ist das jetzt möglich. Ändern Sie die Größe des zweiten Bildes auf bis zu 25% des Bildschirms und positionieren Sie es dort, wo Sie möchten. Selbst die Soundeinstellungen können mit Leichtigkeit kontrolliert werden. Ein professioneller ergonomischer Monitor für wirklich professionelle Anforderungen - HAS-Fuß: Ein ergonomisch konstruierter HAS-Fuß (Height Adjustable Stand, höhenverstellbarer Fuß) ermöglicht eine flexible Einstellung der Höhe bis zu 130 mm. - 90° Pivot-Funktion und Automatische OSD-Drehung: Ändern Sie die Ausrichtung des Monitors mithilfe der 90°-Pivot-Funktion von Querformat auf Hochformat. Wenn der Bildschirm gedreht wird passt die automatische OSD-Drehung den Bildschirmtext (OSD) an den Bildschirm an. - Tilt-Funktion: Neigen Sie den Bildschirm sanft und problemlos um 20° nach vorn oder 5° nach hinten und genießen Sie den vollen Bildkomfort. - Premium-Design: Mit Premium-Titangehäuse in Silber/Schwarz Metallic in raffinierter matter Ausführung. Angenehm für die Augen und das komfortabelste Seherlebnis aller Zeiten - Eye Saver-Modus: Im Gegensatz zu anderen Farben, die von Bildschirmen ausgestrahlt werden, wirken blaue Lichtwellenlängen stimulierend auf die Netzhaut, wodurch die Augen ermüden. Der Eye Saver-Modus optimiert den Bildkomfort, indem die Ausgabe von blauem Licht durch Tastendruck auf intelligente Weise verringert wird. - Flicker Free: Die Flicker Free-Technologie verringert das Flimmern von Bildschirmen und sorgt für ein angenehmeres Seherlebnis. Tauchen Sie in eine neue Unterhaltungsdimension ein und erleben Sie ungeahnten Komfort - AMD FreeSync: Das Bildschirmaktualisierungsverhältnis wird dynamisch mit der Frame-Rate Ihrer Inhalte synchronisiert und verringert somit die Eingangslatenz auf ein Minimum. Weiters wird die Bildverzerrung und das Ruckeln bei Spielen dramatisch reduziert. - Verbesserte HDMI-Unterstützung: Dank verbessertem HDMI, das UHD-Auflösungen mit einem Aktualisierungsverhältnis von 60 Hz unterstützt, werden 4K-Inhalte problemlos ohne Verzögerung wiedergegeben, selbst wenn AV-Geräte angeschlossen sind. - Spielmodus: Passen Sie die Einstellungen Ihres Monitors mithilfe des On-Screen-Displays im Nu an und erleben Sie eine optimierte Spielerfahrung. Im Spielmodus wird die Helligkeit des Bildes verringert, damit Sie die gesamte Action plastisch mitbekommen. - Schnelle Reaktionszeit von 1 ms: Sehen Sie selbst die schnellsten Bewegungen auf dem Bildschirm scharf und ohne Bewegungsunschärfe, Flackern oder Schatten.;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8MV0LV3UGHP-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8MV0LV3UGHP-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8MV0LV3UGHP-9f17d924daed1b-570-420-1;8806086934381;0;437.97;1;pc;11;;;;08OU2HA02NVO;Star Wars Stormtroopers;33.66;https://www.dodax.de/de-de/dp/8OU2HA02NVO/;Bücher / Schule & Lernen / Sonstiges;Introduced in Star Wars (1977), the Imperial Stormtroopers serve as the army of the Galactic Empire, establishing Imperial authority and putting down any revolts. These instantly recognizable, white-clad troopers have become a universal symbol of Star Wars. Underscoring the popularity of the Stormtrooper, an Imperial Stormtrooper helmet from The Empire Strikes Back recently sold at auction for $120,00.00. Just in time for the release of the new film, Star Wars: The Last Jedi, Star
ID: 12363479
Design Thinking ab 22.49 € als Taschenbuch: Understanding How Designers Think and Work. Aus dem Bereich: Bücher, Kunst & Musik, Medien > Bücher, Bloomsbury Academic
EAN (ISBN-13): 9781847886361
ISBN (ISBN-10): 1847886361
Buch in der Datenbank seit 22.08.2007 19:43:30
Buch zuletzt gefunden am 16.07.2018 09:31:35
ISBN/EAN: 9781847886361
1-84788-636-1, 978-1-84788-636-1
"The Textile Reader", von "Jessica Hemmings (Editor)" (9781847886354)
"Design Thinking", von "Nigel Cross" (9781847886378)
"The Textile Reader", von "Jessica Hemmings, Jessica Hemmings" (9781847886347)
"Hollywood Blockbusters", von "David Sutton" (9781847886392)
"Global Denim", von "Daniel Miller" (9781847886323)
"Mobile Communications", von "Nicola Green; Leslie Haddon" (9781847886408) | de |
q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
Identifikator | derStandard.at/Web ist jetzt bei Whatsapp, Telegram, FB Messenger, Insta - Telekom - derStandard.at › WebderStandard.at›Web›TelekomSeite1InternationalEuropaEUAmerikaNaher OstenAsien & PazifikAfrikaInlandParteienBundesländerSachpolitikParlamentBlogs & SerienWirtschaftUnternehmenFinanzen & BörseWirtschaftspolitikATXIndizesAktienFondsWährungenRohstoffeZinsenWatchlist & PortfolioWebInnovationenIT-BusinessTelekomNetzpolitikGamesWebmixSportFußballMotorsportFormel 1WintersportSkiEishockeyMehr SportTennisSporttabellenPanoramaÖsterreichWienWeltFlüchtlingeGesellschaftÖkologieWetterEtatMedienORFTVTV-ProgrammRadioInternetMedien-BlogsWerbungKulturFilmKinoprogrammMusikBühneBildende KunstLiteraturKulturpolitikWissenschaftMenschNaturRaumTechnikWeltZeitForschung SpezialWissens-BlogsGesundheitKrankheitTherapie & MedikamenteFamilie & GesundheitGesund bleibenBildungKindergartenSchuleUniFachhochschuleLehre & BerufsschuleBerufseinstiegReisenReisen aktuellUrlaub in ÖsterreichEuropa ReisenFernreisenReiseblogsSchulferienLifestyleEssen & TrinkenMode & KosmetikDesign & InterieurUhrenGartenRätsel & SudokuFamilieAnzeigeSpezialangeboteThemenprodukteMagazinweltCPX/ProgrammaticBest PracticeMediadatenFormateEnglish FactsKontakt & ServiceAboDER STANDARDDER STANDARD-KompaktDER STANDARD E-PaperFairUseMein AboAbovorteileÜber UnsDas UnternehmenRedaktionEventsShopGewinnspieleMeinungUserdieStandard.atZuZweitAutoMobilImmobilienKarriereJobs|suchenWetter WienKinoprogrammAboanmeldenabmelden PostingsMitposterInnen, die ich lese:Alle meine PostingsaktualisierenCommunityAlles über Community und Foren-RegelnNewsletterNachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und WhatsAppMobilAlles zu unseren mobilen Angeboten: Apps und MobilversionRadioUnser RadioangebotE-PaperDER STANDARD E-Paper. Das Original in digitalÜber unsAlles über den STANDARD und derStandard.atSalesAlles über Werbung, Stellenanzeigen und ImmobilieninseratederStandard.at/Web ist jetzt bei Whatsapp, Telegram, FB Messenger, Insta27. Juni 2016, 10:1369 PostingsNews über Web, Games, Innovationen werden direkt aufs Handy geschicktderStandard.at schickt bereits seit einigen Monaten täglich einen generellen Nachrichtenüberblick über Whatsapp aus. Da dieser Service so gut bei den Usern ankommt, wird nun das Angebot erweitert.
Alle User, die bereits den generellen Nachrichtenüberblick per Whatsapp bekommen, können sich nicht über das Widget für Web anmelden. Diese User bekommen in den nächsten Wochen eine Einladung per Whatsapp und können sich dann so anmelden.Bereits über 10.000 User sind beim generellen Whatsapp-Service von derStandard.at dabei.FeedbackArtikel druckenShare if you care.derStandard.at/Web auf FacebookWeb Newsletter abonnieren | de |
q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
Identifikator | ABUS Urban-I 3.0 | ABUS Urban-I 3.0
Weiterführende Links zu "ABUS Urban-I 3.0"
Kundenbewertungen für "ABUS Urban-I 3.0" | de |
q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
Identifikator | Königsee Privatbrauerei - Swagger on tour +++ MB Axor-SZ (XXL) | eBay
Bier & Spirituosen
Königsee Privatbrauerei - Swagger on tour +++ US classic-SZ
Details zu Königsee Privatbrauerei - Swagger on tour +++ MB Axor-SZ (XXL)
Königsee Privatbrauerei - Swagger on tour +++ MB Axor-SZ (XXL)
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Spielzeug- & Modellartikel: Truck
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Erotik / Erotic
Feuerwehren / Fire Department
Hängerzüge / Truck withTrailer
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Pferdegespanne / Horse harness
Rohlinge / without advertising
Sattelzüge / Semi trailers
Schankwagen / Bar car
Tanker / Tank trailers
Tieflader / Low-bed trailer
Traktoren / Tractors
Weltbiere / World beers
Schlüsselbänder / Keyholder
DDR Indianer/Cowboys
Jörg Ernst
Auestrasse 66
Allgemeine Informationspflicht: OS-Plattform: http://ec.europa.eu/consumers/odr Zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle sind wir nicht verpflichtet und nicht bereit.
DE 220917775
Allgemeine Geschäftsbedingungen für den eBay-Shop mit dem Verkäufernamen „www*biertrucks*de“ I. Allgemeines und Geschäftsbeziehungen Die folgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die im Rahmen des eBay-Shops mit dem Händlernamen „www*biertrucks*de“ des Herrn Jörg Ernst, Auestraße 66, 08371 Glauchau (im nachfolgenden „Verkäufer“ genannt) zustande gekommenen Vertragsbeziehungen zwischen dem Verkäufer und seinen Kunden (im nachfolgenden „Käufer“ genannt). 1. Verträge kommen sowohl mit Verbrauchern als auch mit Unternehmern zustande. 2. Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können 3. Gemäß § 14 BGB ist Unternehmer eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt. Eine rechtsfähige Personengesellschaft ist eine Personengesellschaft, die mit der Fähigkeit ausgestattet ist, Rechte zu erwerben und Verbindlichkeiten einzugehen. II. Zustandekommen des Vertrages Der Vertragsschluss findet über eBay statt. Hierfür gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von eBay Deutschland (siehe § 6 eBay AGB). Dieser ist erreichbar unter der Internetadresse http://pages.ebay.de/help/ III. Lieferung, Versandkosten, Verpackungskosten sowie Gefahrenübergang 1. Soweit eine Lieferung (Auslieferung an das Versandunternehmen) zwischen Verkäufer und Käufer vereinbart wurde, erfolgt diese unverzüglich nach Geldeingang. Die Versand- sowie Verpackungskosten und den Liefertermin entnehmen Sie bitte der jeweiligen Artikelbeschreibung, bzw. über den dort befindlichen Link „weitere Details“. Dort werden für die jeweiligen Länder, in die die entsprechenden Artikel versendet werden, die Versand- und Verpackungskosten genauestens als Gesamtsumme angezeigt. 2. Ist der Käufer Verbraucher im Sinne des § 13 BGB, so trägt das Versandrisiko ausschließlich der Verkäufer. Ist der Käufer hingegen Unternehmer, geht die Gefahr auf den Käufer über, sobald der Verkäufer die Sache dem Spediteur, oder der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Personen oder Anstalt ausgeliefert hat. IV. Preise, Umsatzsteuer, Zahlung 1. Beim Erwerb über eine Online-Auktionsplattform gilt derjenige Preis, zu dem der Kaufvertrag zustande gekommen ist. Alle angegebenen Preise sind daher Gesamtpreise inkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer zuzüglich Versandkosten und Verpackungskosten. Die zuzüglichen Versand- und Verpackungskosten entnehmen Sie der Artikelbeschreibung wie in III. Ziff. 1 beschrieben. Im Übrigen gelten die vereinbarten Preise. 2. Die gewährten Zahlungsarten (PayPal, Überweisung) entnehmen Sie bitte der Artikelbeschreibung des jeweiligen Angebotes, respektive unter dem Link „Alle Details anzeigen“. V. Mängelhaftungsrecht/Haftung Für unsere Waren gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht, soweit nicht hier unter V. davon abgewichen wird. 1. Handelt der Kunde als Verbraucher, wird die Verjährung der Mängelhaftungsansprüche für gebrauchte Waren auf ein Jahr ab Ablieferung der Sache begrenzt. Die Verjährung von Schadenersatzansprüchen bei Verletzung von Leben, Körper, Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Verkäufers oder auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Verkäufers beruhen, bleibt unberührt. Weiterhin bleibt die Verjährung von Schadenersatzansprüchen bei sonstigen Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Verkäufers oder auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Verkäufers beruhen, unberührt. Darüber hinaus bleibt eine etwaige Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz unberührt. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Vorschriften. 2. Für Unternehmer gilt hinsichtlich der Gewährleistung und der Haftung folgendes: a) Die Verjährungsfrist für Gewährleistungsansprüche beträgt gegenüber Unternehmern sowohl bei neu hergestellten Sachen als auch bei gebrauchten Sachen ein Jahr. Im Übrigen gelten auch hier die gesetzlichen Vorschriften. b) Der Käufer hat die Ware gemäß § 377 HGB unverzüglich nach der Ablieferung durch den Verkäufer, soweit dies nach ordnungsgemäßem Geschäftsgang tunlich ist, zu untersuchen und, wenn sich ein Mangel zeigt, dem Verkäufer unverzüglich Anzeige zu machen. Unterlässt der Käufer die Anzeige, so gilt die Ware als genehmigt, es sei denn, dass es sich um einen Mangel handelt, der bei der Untersuchung nicht erkennbar war. Zeigt sich später ein solcher Mangel, so muss die Anzeige unverzüglich nach der Entdeckung gemacht werden. Anderenfalls gilt die Ware auch in Ansehung dieses Mangels als genehmigt. Zur Haltung der Rechte des Käufers genügt die rechtzeitige Absendung der Anzeige. Hat der Verkäufer den Mangel arglistig verschwiegen, so kann er sich auf diese Vorschriften nicht berufen. VI. Eigentumsvorbehalt Bis zur vollständigen Bezahlung bleibt die gelieferte Ware im Eigentum des Verkäufers. VII. Weitere Informationspflichten für Verträge in Fernabsatz sowie für den elektronischen Geschäftsverkehr 1. Informationen über die technischen Schritte, die zu einem Vertragsschluss führen Für einen Vertragsabschluss stehen über eBay vier unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. Zum einen das Auktionsverfahren das „Angebot an unterlegene Bieter“-Verfahren, das „Sofort-Kaufen“-Verfahren, und das „Preis-Vorschlagen“-Verfahren. Zum Vertragsschluss führen jeweils die folgenden Angebotsschritte und Annahmeschritte eines bei Ebay angemeldeten Mitgliedes. a) Auktionsverfahren Das Angebot liegt im Einstellen der Ware auf eBay durch den Verkäufer zum Verkauf im Wege des Auktionsverfahrens. Die Annahme liegt in der Abgabe des im Zeitpunkt der Beendigung der Auktion höchsten Gebots durch den Kunden. Zur Abgabe eines Gebotes führen folgende Schritte: Zunächst gibt der Kunde auf der Angebotsseite des Verkäufers den Betrag seines Maximalangebots in das Eingabefeld „Ihr Maximalangebot: EUR“ ein. Anschließend betätigt der Kunde die Taste „Bieten“. Sodann öffnet sich für den eingeloggten Kunden eine Browserseite, welche die wesentlichen Merkmale des Angebots sowie die des Gebots des Kunden zusammenfasst. Im letzten Schritt betätigt der Kunde die Taste „Gebot bestätigen“. Das Gebot ist nun bindend und kann nicht mehr korrigiert werden. Der im Zeitpunkt der Beendigung der Auktion Höchstbietende, erhält von eBay eine Nachricht an seine bei eBay hinterlegte E-Mail-Adresse. b) „Angebot an unterlegene Bieter“- Verfahren Das Angebot liegt im Anbieten der Ware auf eBay durch den Verkäufer zum Verkauf im Wege des „Angebot an unterlegene Bieter“- Verfahrens. Der Kunde erhält das Angebot als Nachricht mit dem Betreff „Angebot an unterlegene Bieter“ per E-Mail an seine bei eBay hinterlegte E-Mail-Adresse. Diese kann er unter der Schaltfläche „Meine Nachrichten“ auf der Seite „Mein eBay“ abrufen. Folgende Schritte führen innerhalb der vom Verkäufer gesetzten und in der Nachricht an den Kunden angezeigten Frist zur Annahme: Zunächst betätigt der Kunde den Link „Artikel aufrufen“ oder die Schaltfläche „Jetzt antworten“. Auf der folgenden Browserseite betätigt der eingeloggte Kunde dann die Schaltfläche „Sofort-Kaufen“. Die nun folgende Browserseite enthält eine Zusammenfassung der Angebotsdetails. Zuletzt betätigt der Kunde die Schaltfläche „Kaufen“ und gibt damit eine bindende und nicht mehr korrigierbare Kauferklärung ab. c) „Sofort-Kaufen“- Verfahren Das Angebot liegt im Einstellen der Ware auf eBay durch den Verkäufer zum Verkauf im Wege des „Sofort- Kaufen“- Verfahrens. Zur Annahme des Angebotes führen folgende Schritte: Der Kunde kann wählen, ob er sich für die Bestellung in sein bereits vorhandenes eBay-Konto einloggt oder für die Bestellung ein neues eBay-Konto anlegt oder die Bestellung ohne Anmeldung bei eBay als "Gast" ausführt. Zunächst betätigt der eingeloggte Kunde oder der Kunde, der als „Gast“ bestellt, auf der Angebotsseite des Verkäufers die Schaltfläche „Sofort-Kaufen“. Die nun folgende Browserseite enthält eine Zusammenfassung der Angebotsdetails. Zuletzt betätigt der Kunde die Schaltfläche „Kaufen“ und gibt damit eine bindende und nicht mehr korrigierbare Kauferklärung ab. Im Rahmen der Bestellung als "Gast" bestätigt der Kunde den Button "Kaufen und zahlen" und gibt damit eine bindende und nicht mehr korrigierbare Kauferklärung ab. d) „Preis- Vorschlagen“- Verfahren Angebotsschritte: Zunächst betätigt der eingeloggte Kunde auf der Angebotsseite des Verkäufers die Schaltfläche „Preis vorschlagen“. Die nun folgende Browserseite enthält eine Zusammenfassung der Angebotsdetails. Danach gibt der Kunde in das Eingabefeld „Ihr Preisvorschlag: EUR pro Artikel“ seinen Preisvorschlagsbetrag ein. Anschließend betätigt der Kunde die Schaltfläche „Preisvorschlag überprüfen“. Die nun folgende Browserseite enthält eine Zusammenfassung der Angebotsdetails. Zuletzt betätigt der Kunde die Schaltfläche „Preisvorschlag senden“ und gibt damit eine bindende und nicht mehr korrigierbare Kauferklärung ab. Annahmeschritte: Je nach den vom Verkäufer getroffenen Voreinstellungen, kann der Preisvorschlag des Kunden im fünften Schritt sofort angenommen, sofort abgelehnt oder überdacht, das heißt innerhalb der auf der Seite angezeigten Frist von maximal 48 Stunden angenommen, abgelehnt oder durch einen Gegenvorschlag abgelehnt, werden. Bei sofortiger Annahme öffnet sich eine Browserseite, auf der dem Kunden bestätigt wird, dass sein Preisvorschlag angenommen wurde. Im Falle der sofortigen Ablehnung öffnet sich eine Browserseite, auf der dem Kunden bestätigt wird, dass sein Preisvorschlag abgelehnt wurde. Mit Betätigung der Schaltfläche „Neuen Preisvorschlag senden“ kann der Kunde nun einen neuen Preisvorschlag machen. Hierbei handelt es sich um die Abgabe eines neuen Angebotes durch den Kunden. Der Verfahrensablauf wiederholt sich entsprechend den oben aufgeführten Schritten. Im Falle des Überdenkens erscheint sodann eine Browserseite, auf der dem Kunden bestätigt wird, dass sein Preisvorschlag gesendet wurde. Der Verkäufer kann dies nun innerhalb der auf der Seite angezeigten Frist von maximal 48 Stunden annehmen, ablehnen oder durch einen Gegenvorschlag ablehnen. Die Entscheidung des Verkäufers kann der Kunde unter „Meine Nachrichten“, „Mein eBay“ oder seiner „Preisvorschlags-Seite“ aufrufen. Mit Annahme des Preisvorschlages kommt ein Vertrag zustande. Bei Ablehnung hat der Kunde die Möglichkeit einen neuen Preisvorschlag durch betätigen der Schaltfläche „Neuen Preisvorschlag senden“ abzugeben. Hierbei handelt es sich um die Abgabe eines neuen Angebotes durch den Kunden. Der Verfahrensablauf wiederholt sich entsprechend den oben aufgeführten Schritten. Die Ablehnung dieses Vorschlages durch einen Gegenvorschlag stellt ein neues Angebot des Verkäufers dar. Der Kunde kann den Gegenvorschlag nun entweder durch betätigen der Schaltfläche „Preisvorschlag annehmen“ annehmen, wodurch der Vertrag zustande kommt. Der Kunde kann den Gegenvorschlag aber auch durch einen Gegenvorschlag ablehnen, indem er die Schaltfläche „Gegenvorschlag senden“ betätigt. Hierbei handelt es sich um die Abgabe eines neuen Angebotes durch den Kunden. Der Verfahrensablauf wiederholt sich entsprechend den oben aufgeführten Schritten. e) Warenkorbfunktion Zusätzlich steht dem Käufer die Warenkorbfunktion (sofern verfügbar) bei Festpreisartikeln und Auktionen mit noch nutzbarer Sofortkaufoption zur Verfügung. Das Angebot liegt im Einstellen der Ware auf eBay durch den Verkäufer zum Verkauf im Wege des „Warenkorb“- Verfahrens. Zur Annahme des Angebotes führen folgende Schritte: Zunächst betätigt der eingeloggte Kunde auf der Angebotsseite des Verkäufers die Schaltfläche „Warenkorb“. Die nun folgende Browserseite enthält eine Zusammenfassung der Angebotsdetails. Zum nächsten Schritt gelangt der Käufer über die Schaltfläche „Weiter zur Kaufabwicklung“. Nach Auswahl der Zahlungsart muss die Schaltfläche „Weiter“ betätigt werden. Zuletzt betätigt der Kunde die Schaltfläche „Kaufen und Zahlen“ und gibt damit eine bindende und nicht mehr korrigierbare Kauferklärung ab. 2. Speicherung des Vertragstextes nach Vertragsschluss sowie Zugänglichkeit für den Kunden. Der Vertragstext in Form des Angebotes wird durch eBay gespeichert. Der Käufer kann den Vertragstext nach Vertragsschluss über sein eBay-Mitgliedskonto abrufen. Im Mitgliedsbereich wird der jeweilige Kauf gelistet. Der Käufer kann das Angebot dort abrufen. Alle wesentlichen Vertragsbestimmungen sind dort enthalten. Da der Vertragstext bei eBay nach Vertragsschluss nur bis zu 90 Tagen gespeichert wird, ist dem Käufer zu raten, den Vertragstext umgehend nach Vertragsschluss selber zu speichern. Dies kann dadurch erfolgen, indem Sie durch die Betätigung der rechten Maustaste die entsprechende Seite auf ihrem Computer speichern. Ferner haben Sie die Möglichkeit über die Druckfunktion Ihres Browsers, den Vertragstext auszudrucken. Vom Verkäufer selbst wird der Vertragstext nicht gespeichert. Die Verbraucherinformation sowie die Information zur weiteren Abwicklungen des Vertrages werden dem Käufer nach Vertragsschluss per E-Mail zugesandt. 3. Möglichkeit der Berichtigung von Eingabefehlern Vor Abgabe der Bestellung besteht jederzeit die Möglichkeit Ihre Eingaben zu korrigieren. Korrekturen können Sie entweder direkt auf der Angebotsseite in vorhandenen Eingabefeldern oder nach Anklicken des Buttons „sofort kaufen“ bzw. „bieten“ auf der nachfolgenden Bestätigungsseite vornehmen. Informationen über die technischen Mittel um Eingabefehler zu erkennen und zu berichtigen In allen oben genannten Verfahren kann der Kunde seine Eingaben wie folgt erkennen, überprüfen und korrigieren: a) Der Kunde kann seine Eingaben vor Abgabe seiner Bestellung mit den von eBay zur Verfügung gestellten technischen Mitteln korrigieren. Die Korrekturen können mittels den üblichen Tastatur- und Mausfunktionen direkt auf der Angebotsseite in den entsprechenden Eingabefeldern erfolgen. b) Nach Anklicken des Eingabe-Buttons (z. B. „Bieten“, „Sofort-Kaufen“, „Preis vorschlagen“, „Preisvorschlag überprüfen“ oder „Neuen Preisvorschlag senden“) kann der Kunde seine Eingaben auf der nachfolgenden Bestätigungsseite nochmals überprüfen. Möchte er nun seine Eingaben korrigieren, kann er entweder durch Anklicken des „Zurück“- Buttons seines Browsers auf die eBay-Artikelseite zurückwechseln oder den Vorgang durch Schließen des Browserfensters abbrechen und die eBay-Artikelseite später erneut aufrufen. Die gewünschten Korrekturen können dann wieder mittels der üblichen Tastatur- und Mausfunktionen in den entsprechenden Eingabefeldern erfolgen. 4. Vertragssprache Die Vertragssprache ist ausschließlich deutsch. 5. Verhaltenskodizes Der Verkäufer hat sich keinen einschlägigen Verhaltenskodizes unterworfen. 6. Bestellungsbestätigung Nach dem erfolgten Kauf erhalten Sie eine Bestätigungsemail. 7. Beanstandungen und Gewährleistungen Beanstandungen, wie insbesondere Gewährleistungsansprüche, sind an den Verkäufer zu richten. 8. Wesentliche Merkmale der Ware Die wesentlichen Merkmale der Ware entnehmen Sie der Artikelbeschreibung. Dies gilt auch für die Gültigkeitsdauer etwaiger befristeter Angebote. Weitere Informationen zur Zahlung und Vertragsabwicklung entnehmen Sie ebenfalls dem Angebot. VIII. Rücknahmesystem Hinsichtlich der von uns erstmals mit Ware gefüllten und an private Endverbraucher abgegebene Verkaufsverpackungen hat sich unser Unternehmen zur Sicherstellung der Erfüllung unserer gesetzlichen Pflichten nach § 6 VerpackV ab dem 01.01.2009 dem bundesweit tätigen Rücknahmesystem Landbell-AG, Rheinstraße 4K – 4L, 55116 Mainz (Kd.-Nr.: 4117757) angeschlossen. IX. Informationspflicht gemäß Batteriegesetz (BattG) Im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Batterien oder Akkumulatoren oder mit der Lieferung von Geräten, die Batterien oder Akkumulatoren enthalten, sind wir gemäß der Batterieverordnung verpflichtet, auf Folgendes hinzuweisen: Batterien dürfen nicht in den Hausmüll gegeben werden. Sie sind zur Rückgabe gebrauchter Batterien als Endverbraucher gesetzlich verpflichtet. Sie können Batterien nach Gebrauch in der Verkaufsstelle oder in deren unmittelbarer Nähe (z.B. in kommunalen Sammelstellen oder im Handel) unentgeltlich zurückgeben. Sie können Batterien aus unserem Sortiment in üblicher Menge auch per Post an uns zurücksenden. Batterien oder Akkumulatoren, die Schadstoffe enthalten, sind mit dem Symbol einer durchgekreuzten Mülltonne gekennzeichnet. In der Nähe zum Mülltonnensymbol befindet sich die chemische Bezeichnung des Schadstoffes. „Cd“ steht für Cadmium, „Pb“ für Blei, „Hg“ für Quecksilber, „Li“ für Lithium, „Ni“ für Nickel, „Mh“ für Metallhydrid und „Zi“ für Zink. Weitere detaillierte Hinweise zum Batteriegesetz erhalten Sie auch beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. X. Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten Hersteller müssen seit dem 13. August 2005 in den Verkehr gebrachte, alte Elektrogeräte kostenlos zurücknehmen. Die Hersteller müssen ihre Elektro- und Elektronikgeräte, die nach dem 23. November 2005 in Verkehr gebracht werden, mit einem Symbol (durchgestrichene Abfalltonne auf Rädern) kennzeichnen. Als Händler sind wir gesetzlich verpflichtet, Sie hiermit zu informieren, dass solche Altgeräte nicht als unsortierter Siedlungsabfall zu beseitigen sind, sondern getrennt zu sammeln und über die örtlichen Sammel- und Rückgabesysteme zu entsorgen sind. Gemäß dem Gesetz „ElektroG“ vom 23.März 2005 verkaufen wir ab dem 25. November 2005 nur noch Elektro- und Elektronikgeräte von Herstellern, welche sich entsprechend bei der zuständigen Behörde registriert haben und eine insolvenzsichere Garantie für die Finanzierung der Rücknahme und Entsorgung ihrer Elektrogeräte nachweisen können. XIII. Alternative Streitbeilegung gemäß Art. 14 Abs. 1 ODR -VO und § 36 VSBG: Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online- Streitbeilegung (OS) bereit, die Sie unter http://ec.europa.eu/consumers/odr/ finden. Zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle sind wir nicht verpflichtet und nicht bereit. XIV. Schlussbestimmung Auf das Vertragsverhältnis zwischen dem Verkäufer und dem Kunden sowie auf die jeweiligen Geschäftsbedingungen findet das Recht der Bundesrepublik Deutschland Anwendung. Datenschutzerklärung 1. Name und Anschrift des für die Verarbeitung Verantwortlichen Herrn Jörg Ernst, Auestraße 66, 08371 Glauchau, Telefonnummer: 03763/75189, E-Mail-Adresse: minitruck-boutique@t-online.de 2. Rechtsgrundlage der Verarbeitung Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten ist die Bearbeitung der Bestellung und Erfüllung des Vertrags, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist. Die Verarbeitung beruht auf Art. 6 I lit. b DS-GVO. 3. Speicherzeitraum Wir speichern die für die Abwicklung Ihrer Bestellung von eBay erhobenen und uns übermittelten personenbezogenen Daten bis zum Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht. Anschließend werden Ihre Daten von uns gelöscht, es sei denn, dass wir nach Artikel 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO aufgrund von steuer- und handelsrechtlichen Aufbewahrungs- und Dokumentationspflichten (aus HGB, StGB oder AO) zu einer längeren Speicherung verpflichtet sind oder Sie in eine darüber hinausgehende Speicherung nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO eingewilligt haben. Weitere Informationen zur Speicherung Ihrer personenbezogenen Daten direkt durch eBay entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung von eBay. 4. Erhebung und Speicherung personenbezogener Daten, sowie Art und Zweck von deren Verwendung Sie haben während des Registrierungsvorgangs bei eBay sowie während der Bestellabwicklung bereits dazu eingewilligt, dass eBay uns Ihre personenbezogenen Daten zum Zwecke der Vertragsabwicklung übermittelt. Diese von eBay an uns übermittelten personenbezogenen Daten werden von uns gespeichert. Bitte beachten Sie die Ausführungen und Erklärungen von eBay unter https://pages.ebay.de/help/policies/privacy-policy.html Der Verwendungszweck der und übermittelten personenbezogenen Daten besteht in der Kundenidentifikation, Bestellabwicklung, Kundenkorrespondenz, Rechnungsstellung, sowie zur Abwicklung von evtl. vorliegenden Haftungsansprüchen oder der Geltendmachung etwaiger Ansprüche gegen Sie. 5. Weitergabe von Daten a) Grundsätzliches Eine Übermittlung Ihrer persönlichen Daten an Dritte zu anderen als den nachfolgend unter b) und c) genannten Zwecken findet nicht statt. Ihre personenbezogenen Daten geben wir nur an Dritte weiter, wenn: Sie Ihre nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO ausdrückliche Einwilligung dazu erteilt haben, die Weitergabe nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen erforderlich ist und kein Grund zur Annahme besteht, dass Sie ein überwiegendes schutzwürdiges Interesse an der Nichtweitergabe Ihrer Daten haben, für den Fall, dass für die Weitergabe nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO eine gesetzliche Verpflichtung besteht, sowie dies gesetzlich zulässig und nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO für die Abwicklung von Vertragsverhältnissen mit Ihnen erforderlich ist. Während des Bestellprozesses und vor Abschluss der Bestellung werden wir von Ihnen eine Einwilligung zur Weitergabe Ihrer personenbezogenen Daten an Dritte einholen. b) Grundsätzliche Datenweitergabe Ihre personenbezogenen Daten werden von uns an Dritte ausschließlich an die im Rahmen der Vertragsabwicklung beteiligten Dienstleistungspartner, wie z.B. das mit der Lieferung beauftragte Logistik-Unternehmen und das mit Zahlungsangelegenheiten beauftragte Kreditinstitut, weitergegeben. In den Fällen der Weitergabe Ihrer personenbezogenen Daten an Dritte beschränkt sich der Umfang der übermittelten Daten stets auf das erforderliche Minimum. c) Datenweitergabe bei Zahlung via PayPal Die Zahlungsoptionen per Kreditkarte und per Lastschrift und Kauf auf Rechnung bieten wir über unseren externen Zahlungsabwickler PayPal an. Wenn Sie derartige Zahlungsoptionen verwenden, werden wir Ihre zur Zahlungsabwicklung erforderlichen personenbezogenen Daten an die PayPal (Europe) S.à r.l. et Cie, S.C.A., 22-24 Boulevard Royal, 2449 Luxemburg weitergeben. In der Regel handelt es sich bei dem Umfang der an PayPal weitergegebenen personenbezogenen Daten um: Vorname, Nachname, Adresse, Email-Adresse, IP-Adresse, Telefonnummer, Mobiltelefonnummer oder andere Daten, die zur Zahlungsabwicklung notwendig sind. Zur Abwicklung des Kaufvertrages notwendig sind auch solche personenbezogenen Daten, die im Zusammenhang mit der jeweiligen Bestellung stehen. Der Zweck der Datenweitergabe sind die Abwicklung der Zahlung sowie die Betrugsprävention. Eine Datenübermittlung unsererseits an PayPal wird insbesondere dann erfolgen, wenn ein berechtigtes Interesse für die Datenübermittlung besteht. PayPal wird im Rahmen seiner eigenen Datenschutzerklärung (abrufbar unter https://www.paypal.com/de/webapps/mpp/ua/privacy-full?locale.x=de_DE) unter Umständen die erhaltenen personenbezogenen Daten an Wirtschaftsauskunfteien übermitteln. Diese Übermittlung bezweckt die Identitäts- und Bonitätsprüfung. PayPal gibt die personenbezogenen Daten gegebenenfalls an verbundene Unternehmen und Leistungserbringer oder Subunternehmer weiter, soweit dies zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen erforderlich ist oder die Daten im Auftrag verarbeitet werden sollen. Die betroffene Person hat die Möglichkeit, die Einwilligung zum Umgang mit personenbezogenen Daten jederzeit gegenüber PayPal zu widerrufen. Ein Widerruf wirkt sich nicht auf personenbezogene Daten aus, die zwingend zur (vertragsgemäßen) Zahlungsabwicklung verarbeitet, genutzt oder übermittelt werden müssen. Die unter diesem Abschnitt b) beschriebene Datenweitergabe an PayPal findet ausdrücklich nur dann statt, wenn Sie als Zahlungsoption „PayPal“ auswählen. 6. Rechte der von der Datenverarbeitung betroffenen Person Als von der Datenverarbeitung betroffene Person haben Sie die folgenden Rechte: Art. 15 DSGVO: Sie haben das Recht, Auskunft über Ihre von uns verarbeiteten personenbezogenen Daten zu verlangen. Insbesondere können Sie Auskunft über die Verarbeitungszwecke, die Kategorie der personenbezogenen Daten, die Kategorien von Empfängern, gegenüber denen Ihre Daten offengelegt wurden oder werden, die geplante Speicherdauer, das Bestehen eines Rechts auf Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung oder Widerspruch, das Bestehen eines Beschwerderechts, die Herkunft ihrer Daten, sofern diese nicht bei uns erhoben wurden, sowie über das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling und ggf. aussagekräftigen Informationen zu deren Einzelheiten verlangen; Art. 16 DSGVO: Sie haben das Recht, Berichtigung unrichtiger oder Vervollständigung Ihrer bei uns gespeicherten personenbezogenen Daten zu verlangen; Art. 17 DSGVO: Sie haben das Recht, Löschung Ihrer bei uns gespeicherten personenbezogenen Daten, soweit nicht die Verarbeitung zur Ausübung des Rechts auf freie Meinungsäußerung und Information, zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung, aus Gründen des öffentlichen Interesses oder zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen erforderlich ist, zu verlangen; Art. 18 DSGVO: Sie haben das Recht, Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten, soweit die Richtigkeit der Daten von Ihnen bestritten wird, die Verarbeitung unrechtmäßig ist, Sie aber deren Löschung ablehnen und wir die Daten nicht mehr benötigen, Sie jedoch diese zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen benötigen oder Sie gemäß Art. 21 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung eingelegt haben, zu verlangen; Art. 20 DSGVO: Sie haben das Recht, Ihre personenbezogenen Daten, die Sie uns bereitgestellt haben, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesebaren Format zu erhalten oder die Übermittlung an einen anderen Verantwortlichen, zu erhalten; Art. 7 Abs. 3 DSGVO: Sie haben das Recht, Ihre erteilte Einwilligung zur Datenverarbeitung zu widerrufen. Dies hat zur Folge, dass wir die Datenverarbeitung, die auf dieser Einwilligung beruhte, für die Zukunft nicht mehr fortführen dürfen; Art. 77 DSGVO: Sie haben das Recht, sich bei einer Aufsichtsbehörde an Ihrem üblichen Aufenthaltsort oder Arbeitsplatz oder unserem Firmensitzes über die Datenverarbeitung zu beschweren (Beschwerderecht). 7. Widerspruchsrecht Sie haben das Recht, aus Gründen, die sich aus ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten, die aufgrund von Art. 6 Abs. 1 lit. e oder f DSGVO erfolgt, Widerspruch einzulegen soweit dafür Gründe vorliegen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben oder sich der Widerspruch gegen Direktwerbung richtet. Im letzteren Fall haben Sie ein generelles Widerspruchsrecht. 8. Datensicherheit Informationen zur Datensicherheit entnehmen Sie bitte https://pages.ebay.de/help/policies/privacy-policy.html
Widerrufsbelehrung und Muster- Widerrufsformular Die folgende Widerrufsbelehrung gilt ausschließlich für Verbraucher (siehe § 1 der AGB). Widerrufsrecht Sie haben das Recht, binnen einem Monat ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt einen Monat ab dem Tag an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die Waren in Besitz genommen haben bzw. hat. Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Herrn Jörg Ernst, Auestraße 66, 08371 Glauchau, Telefonnummer: 03763/75189, E-Mail-Adresse: minitruck-boutique@t-online.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. ein mit der Post versandter Brief oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden. Folgen des Widerrufs Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstige Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet. Wir können die Rückzahlung verweigern, bis wir die Waren wieder zurückerhalten haben oder bis Sie den Nachweis erbracht haben, dass Sie die Waren zurückgesandt haben, je nachdem, welches der frühere Zeitpunkt ist. Sie haben die Waren unverzüglich und in jedem Fall spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem Sie uns über den Widerruf dieses Vertrages unterrichten, an uns zurückzusenden oder zu übergeben. Die Frist ist gewahrt, wenn Sie die Waren vor Ablauf der Frist von vierzehn Tagen absenden. Wir tragen die Kosten der Rücksendung der Waren. Sie müssen für einen etwaigen Wertverlust der Waren nur aufkommen, wenn dieser Wertverlust auf einen zur Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise der Waren nicht notwendigen Umgang mit ihnen zurückzuführen ist. Ausschluss des Widerrufsrechtes Das Widerrufsrecht besteht nicht bei Verträgen ? zur Lieferung von Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich ist oder die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten sind, ? zur Lieferung von Waren, die schnell verderben können oder deren Verfallsdatum schnell überschritten würde, ? zur Lieferung alkoholischer Getränke, deren Preis bei Vertragsschluss vereinbart wurde, die aber frühestens 30 Tage nach Vertragsschluss geliefert werden können und deren aktueller Wert von Schwankungen auf dem Markt abhängt, auf die der Unternehmer keinen Einfluss hat, - zur Lieferung von Zeitungen, Zeitschriften oder Illustrierten mit Ausnahme von Abonnement-Verträgen Das Widerrufsrecht kann erlöschen ? zur Lieferung versiegelter Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht zur Rückgabe geeignet sind, wenn ihre Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde, ? zur Lieferung von Waren, wenn diese nach der Lieferung auf Grund ihrer Beschaffenheit untrennbar mit anderen Gütern vermischt wurden, ? zur Lieferung von Ton- oder Videoaufnahmen oder Computersoftware in einer versiegelten Packung, wenn die Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde ? zur Lieferung von Zeitungen, Zeitschriften oder Illustrierten mit Ausnahme von Abonnement-Verträgen. -Ende der Widerrufsbelehrung- Muster- Widerrufsformular Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück. An [Herrn Jörg Ernst, Auestraße 66, 08371 Glauchau, E-Mail-Adresse: minitruck-boutique@t-online.de]: Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren (*)/ die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*) - Bestellt am (*)/erhalten am (*) - Name des/der Verbraucher(s) - Anschrift des/der Verbraucher(s) - Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier) - Datum _______________ (*) Unzutreffendes streichen.
Artikelstandort: Glauchau, Deutschland
Ausgeschlossen: Österreich
Sofortige Zahlung von EUR 9,49 erforderlich.
Vorauszahlung; Versand erfolgt nach Geldeingang, in der Regel am selben od. nächsten Werktag
Hansgrohe Axor,
Jbl On Tour,
Tussi on Tour Total durchgeknallt,
Axor Uno,
Axor Carlton,
Tussi On Tour in Werkzeugsets für Heimwerker,
Ssx On Tour,
Baugewerbe-Handschuhe OX-ON Konfektionsgröße XXL,
Tussi On Tour in Verrückte Sammlerobjekte | de |
q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
Identifikator | Kurse Business English Certificate CCI mit optionalemZertifikat der Cambridge University-Preliminary blended Berlin DIHK Service GmbH | Emagister
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q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
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Anmerkungen
Dokumentation
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Identifikator | OMNITRONIC XDP-2800 MP3/USB/SD Doppel CD-Player Doppel-CD/SD/USB-Player OMNITRONIC XDP-2800 fuer DJs Audio-CD/CD-R/MP3-CD 2 USB-2.0-Anschluesse fue
Synq Audio - CDX-2 MP3 Doppel CD-Player mit Beatcounter
Synq Audio - CDX-2 Doppel CD-Player mit MP3 und BeatcounterCDX 2 - Der High End MP3 Doppel CD Player mit Beatcounter aus dem Hause Synq AudioVollstndi
Synq Audio - CDX-2 Doppel CD-Player mit MP3 und BeatcounterCDX 2 - Der High End MP3 Doppel CD Player mit Beatcounter aus dem Hause Synq AudioVollstndige MP3 Wiedergabe (max. 999 MP3-Dateien/ 255 Ablagen auf 1 CD)MPEG I layer3 (32 44,1 48kHz) - MPEG2 layer3 (16 22,05 24kHz) - MPEG2.5 layer3 (8 11,025 12kHz)Untersttzt beide Bitraten Verfahren (CBR und VBR)Alphanumerisches VFD Display (fr CD-TEXT und MP3 ID3v2 Tracks)PCMS (Permanentes CUE Memorysystem): Speicher fr 5000 HOT CUE's und Loops!Autoloop Funktion: macht automatisch 4-Beat LoopsLoop Schnitt/Dehn Funktion (von 1/256 Loop bis 32/1 Loop)4 HOT CUE Tasten knnen CUE's und/oder Loops speichernBis zu 4 Loops fr jeden Track mit reloop/stutterNahtlose real-time Loop edit Funktion!Visuelle Anzeige der Loop LngeVoll automatischer BEAT Counter mit zustzlicher TAP FunktionPitchLock (Main tempo): Keine Beeinflussung der Tonhhe bei nderung der GeschwindigkeitPitch whlbar: 4% 8% 16% 100% (bis zu 16% mit MP3)Liest CD-DA, CD-R, CD-RW10 Sek. Anti-Shock Speicher1/75sec Frame Search, auch bei MP3Echtzeit Cue (Cue on the fly)Ultra schneller Memory-Start innerhalb von 10msecFader-Start, Fader-Stop, (Back Cue)Auto Cue Funktion(-48dB)Relay Play (Abwechselnde Wiedergabe zwischen beiden Laufwerken)S/PDIF digitaler AudioausgangTransport Schutz (nach 60 sec. schliet das CD Fach automatisch)Auswhlbare Elapsed, Remain und Total Remain Zeit im DisplaySingle/ Continuous Abspiel FunktionAutomatische Sleepfunktion des Synq Audio CDX-2 zur Verlngerung der LaserlebensdauerTechnische Daten Synq Audio - CDX-2: Spannung 230V, 50 Hz Leistungsaufnahme 35 Watt Ausgangsspannung 1.0 Vrms / 1 KHz Frequenzgang 20-20.000Hz ( /-0,5dB) Mae Laufwerk: 482 x 88 x 255 mm, Bedienteil 482 x 132 x 57 mm Gewicht 8 kg
OMNITRONIC XDP-2800MT Dual-CD-/MP3-Player
Doppel-CD und MP3-Player für CD/USB/SD OMNITRONIC XDP-2800MT mit Mastertempo-Funktion (MT)Top-Features des OMNITRONIC XDP-2800MT:- Doppel-CD-/USB-/SD-
Doppel-CD und MP3-Player für CD/USB/SD OMNITRONIC XDP-2800MT mit Mastertempo-Funktion (MT)Top-Features des OMNITRONIC XDP-2800MT:- Doppel-CD-/USB-/SD-Player für DJs- Audio-CD, CD-R, CD-RW, MP3-CD- 2 USB-Schnittstellen für Speichergeräte und tragbare Player- 2 Steckplätze für SD(HC)- und MMC-Speicherkarten am OMNITRONIC XDP-2800MT- Mastertempo-Funktion (gleichbleibende Tonhöhe bei Geschwindigkeitsänderung)- 2 x 40 Sekunden Anti-Shock-Puffer- Alphanumerische LCD-Displays (blau hinterleuchtet) - Beleuchtete Jogdials mit Moduswahl: Pitch Bend, schnelle oder framegenaue Suche- Bequeme Titelwahl über Skip- und +10-Tasten- Der OMNITRONIC XDP-2800MT verfügt über Ordnernavigation- Pitchregelung ±4 %, ±8 %, ±16 %- Pitch-Bend-Tasten- Cue-Funktion- Nahtlose Loop/Reloop-Funktion- Einzel- oder Gesamttitelwiedergabe- Wiederholfunktionen- Titelprogrammierung am OMNITRONIC XDP-2800MT möglich- Anzeige von Titelabspielzeit oder Titelrestspielzeit - Bargraph-Anzeige- Anzeige der Geschwindigkeitsänderung in %- Große hinterleuchtete Tasten für Play/Pause und Cue- OMNITRONIC XDP-2800MT auch zum Rackeinbau- Zukunftssicher durch Firmware-UpdatesTechnische Daten OMNITRONIC XDP-2800MT:Spannungsversorgung: 110-240 V AC, 50/60 Hz ~Gesamtanschlusswert: 30 WTyp: Doppel-CD-/USB-/SD-PlayerGeeignete CDs: CD/-R/-RW im CD-DA- und MP3-Format (8 und 12 cm)Geeignete Speichermedien: USB-Geräte und SD(HC)-/MMC-Karten bis 32 GB (FAT32)Geschwindigkeitsanpassung: ±4 %, ±8 %, ±16 %Display:Titelrestspielzeit, Titelabspielzeit, Gesamtrestspielzeit (Audio-CD)Dateiname, Ordnername, Titelrestspielzeit, Titelabspielzeit (MP3-Datei)Klirrfaktor: 0,09 %Geräuschspannungsabstand: 70 dBFrequenzgang: 20-20000 HzAudioausgang: 2 x Stereo-Cinch/ 2 VMaße (LxBxH):483 x 260 x 97 mm (CD-Player) 483 x 85 x 90 mm (Steuerung),Rackeinbau mit je 2 HEGewicht: 5 kg
XDP-2800
OMNITRONIC XET-2800
Doppel-CD/USB/SD-Player und Audiomixer OMNITRONIC XET-2800 für DJsDoppel-Audioplayer OMNITRONIC XET-2800 für CD, USB und SD mit DSP-Effekteinheit und Doppel-CD/USB/SD-Player und Audiomixer OMNITRONIC XET-2800 für DJsDoppel-Audioplayer OMNITRONIC XET-2800 für CD, USB und SD mit DSP-Effekteinheit und 2-Kanal-Mixer für DJsSeparater Ausgang je Player ermöglicht digitales Mixing mit PC-Software und Timecode-CDs/Vinyl2 Slotin-Laufwerke für Audio-CD/CD-R/CD-RW/MP3-CD2 USB-Anschlüsse für USB-Speichergeräte wie USB-Sticks oder tragbare Player2 Steckplätze für SD(HC)-SpeicherkartenMultipartion-Unterstützung FAT16/FAT32, NTFSAnti-Shock-RAM-SpeicherAlphanumerische VFD-Displays unterstützen CD-Text und ID3-TagsBeleuchtete Scratch-Jogdials mit Moduswahl: Pitch Bend, Scratch, schnelle oder framegenaue SucheEffekte: Flanger, Phaser, Delay, Filter, Auto Wah, Reverse, BrakeOrdnernavigationPitchregelung ±4 %, ±8 %, ±16 %Pitch Bend über Jogdial oder separate TastenManueller BeatcounterLoop/Reloop-FunktionEinzel- oder GesamttitelwiedergabeWiederholfunktionenTitelprogrammierungAnzeige von Titelabspielzeit, Titelrestspielzeit oder GesamtrestspielzeitBargraph-AnzeigeMixer-Sektion jeweils mit 3-Band-EQ, Gain-Regler und FaderAustauschbarer Crossfader zum Überblenden zwischen beiden KanälenFaderstart-FunktionDJ-Mikrofoneingang (XLR und 2 x 6,3-mm-Klinke) mit separatem LautstärkereglerVorhören (Cue) über regelbaren Kopfhörerausgang, mit Cue-Mix-Regler10-stellige Stereo-LED-Pegelanzeige, umschaltbar zwischen Master- und Cue-SignalRegelbarer Master-Ausgang (XLR und Cinch)Separat regelbarer Booth-Ausgang (Cinch)2 Aux-Eingänge mit Phono/Line-UmschaltungRackeinbau mit 3 HöheneinheitenTechnische Daten OMNITRONIC XET-2800:Spannungsversorgung: 230 V AC, 50 Hz ~Gesamtanschlusswert: 30 WTyp: Doppel-CD-/USB-/SD-Player und MixerGeeignete CDs: CD/-R/-RW im CD-DA- und MP3-Format (8 und 12 cm)Geeignete Speichermedien: USB-Geräte und SD(HC)-Karten (bis 32 GB)D/A-Wandler: 8-fach/ 1 BitSamplingfrequenz: 44,1 kHzFrequenzgang: 20 - 20.000 Hz, ± 1 dBKlirrfaktor: mehr...
OMNITRONIC XMP-2800 Dual-CD/MP3-Player MP3 Doppel CD-Player / Doppel CD-Player mit MP3 OMNITRONIC XMP-2800 fuer DJs Audio-CD/CD-R/MP3-CD 2x 15 Seku
Monacor PA-2460CD CD/MP3-Wechsler 6-fach
6-fach-CD- und MP3-CD-Wechsler IMG Stage Line PA-2460CD 6-fach CD/MP3-Wechsler WMA-Unterstützung Ordnernavigation Titelprogrammierung für 24 Titel R
6-fach-CD- und MP3-CD-Wechsler IMG Stage Line PA-2460CD 6-fach CD/MP3-Wechsler WMA-Unterstützung Ordnernavigation Titelprogrammierung für 24 Titel Repeat-Funktion Zufallswiedergabe (Random Play) Track- oder Disc-Scan-Funktion Optionaler 24-V-Notstrombetrieb LC-Display IR-Fernbedienung im Scheckkarten-Format Ausgänge: Stereo-XLR, sym. Mono-XLR, sym. Stereo-Cinch Digitalausgang, koaxial und optisch Audio-CD/CD-R/MP3-CDTechnische Daten IMG Stage Line PA-2460CD CD-Wechsler 6-fach: Wechsler für 6 CDs Frequenzbereich: 20-20000Hz, ±3dB Klirrfaktor: < 0,03% Kanaltrennung: > 70dB Dynamikumfang: > 70dB Störabstand: > 85dB Gleichlaufschwankungen: nicht messbar Ausgang, analog: 0,775V Ausgang, digital: 0,5Vss S/PDIF Stromversorgung: 230V˜/50Hz/20VA oder 24V Gleichstrom /1,5A Abmessungen, Laufwerk: 482x88x260mm, 2HE Gewicht: 7,1kg Analoger Ausgang: 1 x Cinch L/R , 3 x XLR, sym. Digitaler Ausgang: 1 x Cinch, 1 x Toslink mehr...
OMNITRONIC XDP-2800 MP3/USB/SD Doppel CD-Player
OMNITRONIC XDP-2800 MP3/USB/SD Doppel CD-PlayerDoppel-CD/SD/USB-Player OMNITRONIC XDP-2800 fr DJsDer OMNITRONIC XDP-2800 spielt alles, auer Platten! E
OMNITRONIC XDP-2800 MP3/USB/SD Doppel CD-PlayerDoppel-CD/SD/USB-Player OMNITRONIC XDP-2800 fr DJsDer OMNITRONIC XDP-2800 spielt alles, auer Platten! Eigentlich ist es wie in der Autoindustrie. Nehmen wir ein bestimmtes Modell einer bestimmten Marke. Dieses kann man als Basis-Version kaufen oder aber zustzliche Ausstattungsvarianten whlen. Bis hin zur Vollausstattung. Genauso verhlt es sich auch bei den neuen CD-Playern von Omnitronic. Es gibt einfachere Gerte und es gibt voll ausgerstete Player, so wie den XDP-2800. Dieser Doppelplayer hat nicht nur alle gngigen Funktionen, die man von einer Abspieleinheit dieser Klasse auch erwartet. Er besitzt zudem ein besonderes Merkmal: alle gngigen Speichermedien knnen von ihm erkannt und verarbeitet werden. Also egal ob herkmmliche CDs, MP3-CDs, SD-Karten oder USB-Speichergerte, der XDP-2800 holt immer das Beste heraus. Eben ein echtes Allroundtalent, dass fr viele Veranstalter, aber auch fr viele Gastronomen von groem Interesse sein drfte. Denn gerade hier ist Flexibilitt ja Trumpf.Audio-CD/CD-R/MP3-CD2 USB-2.0-Anschlsse fr USB-Speichermedien2 Steckpltze fr SDHC-/ MMC-Speicherkarten2x 15 Sekunden Anti-Shock-PufferAlphanumerische LCD-Displays (blau hinterleuchtet)Leichtlaufende Jogdials mit Moduswahl (schnelle oder framegenaue Suche) und Pitch Bend-FunktionBequeme Titelwahl ber Skip- und +10-TastenOrdner- und Track-SuchfunktionPitchregelung 24 %Pitch Bend-TastenCue-FunktionNahtlose Loop/Reloop-FunktionEinzel- oder GesamttitelwiedergabeWiederholfunktionTitelprogrammierungAnzeige von Titelabspielzeit, Titelrestspielzeit oder GesamtrestspielzeitBargraph-AnzeigeAnzeige der Geschwindigkeitsnderung in %Farbig beleuchtete GummitastenExtra groe Play/Pause- und Cue-TastenDigitalausgang, koaxial19-Mae fr RackeinbauTechnische Daten OMNITRONIC XDP-2800:Spannungsversorgung: 110-240 V AC, 50/60 Hz ~ Gesamtanschlusswert: 30 W Typ: Doppel-CD/SD/USB-Player Geschwindigkeitsanpassung: 24% Display: Titelabspielzeit, Titelrestspielzeit, Gesamtrestspielzeit Klirrfaktor: 0,09 % Geruschspannungsabstand: 70 dB Frequenzgang: 20-20.000 Hz Analoger Audioausgang: 2x Stereo-Cinch/ 2 V Digitaler Audioausgang: 2x Cinch Mae (LxBxH): 483 x 260 x 97 mm (CD-Player), 483 x 85 x 90 mm (Steuerung) Gewicht: 5 kg
OMNITRONIC XDP-1400
OMNITRONIC XDP-1400 Einzel-CD/MP3/SD/USB CD/SD/USB-Player OMNITRONIC XDP-1400 mit IR-Fernbedienung fuer DJs Audio-CD/CD-R/MP3-CD USB-2.0-Schnittste
OMNITRONIC XDP-1400 Einzel-CD/MP3/SD/USB CD/SD/USB-Player OMNITRONIC XDP-1400 mit IR-Fernbedienung fuer DJs Audio-CD/CD-R/MP3-CD USB-2.0-Schnittstelle zum Anschluss von USB-Speichermedien Steckplatz fuer SDHC-/MMC-Speicherkarten 15 Sekunden A
OMNITRONIC XMP-2800MT Dual-CD-/MP3-Player
Doppel-CD und MP3-Player OMNITRONIC XMP-2800MT mit Mastertempo-Funktion (MT)Top-Features des OMNITRONIC XMP-2800MT:- Doppel-CD-/MP3-Player für DJs- Au
Doppel-CD und MP3-Player OMNITRONIC XMP-2800MT mit Mastertempo-Funktion (MT)Top-Features des OMNITRONIC XMP-2800MT:- Doppel-CD-/MP3-Player für DJs- Audio-CD, CD-R, CD-RW, MP3-CD- Mastertempo-Funktion (gleichbleibende Tonhöhe bei Geschwindigkeitsänderung)- 2 x 40 Sekunden Anti-Shock-Puffer im OMNITRONIC XMP-2800MT- Alphanumerische LCD-Displays (blau hinterleuchtet) - Beleuchtete Jogdials mit Moduswahl: Pitch Bend, schnelle oder framegenaue Suche- Bequeme Titelwahl über Skip- und +10-Tasten- Der OMNITRONIC XMP-2800MT verfügt über eine Ordnernavigation - Pitchregelung ±4 %, ±8 %, ±16 %- Pitch-Bend-Tasten- Cue-Funktion- Nahtlose Loop/Reloop-Funktion- Einzel- oder Gesamttitelwiedergabe- Wiederholfunktionen- Titelprogrammierung möglich beim OMNITRONIC XMP-2800MT- Anzeige von Titelabspielzeit, Titelrestspielzeit (MP3-Dateien) oder Gesamtrestspielzeit (Audio-CD)- Bargraph-Anzeige- Anzeige der Geschwindigkeitsänderung in %- Große hinterleuchtete Tasten für Play/Pause und Cue- 19-Maße für Rackeinbau- Der OMNITRONIC XMP-2800MT ist zukunftssicher durch Firmware-UpdatesTechnische Daten OMNITRONIC XMP-2800MT:Spannungsversorgung: 110-240 V AC, 50/60 Hz ~Gesamtanschlusswert: 30 WTyp: CD-/MP3-Player Geeignete CDs: CD/-R/-RW im CD-DA- und MP3-Format (8 und 12 cm)Geschwindigkeitsanpassung: ±4 %, ±8 %, ±16 %Display:Titelrestspielzeit, Titelabspielzeit, Gesamtrestspielzeit (Audio-CD)Dateiname, Ordnername, Titelrestspielzeit, Titelabspielzeit (MP3-Datei)Klirrfaktor: 0,09 %Geräuschspannungsabstand: 70 dBFrequenzgang: 20-20000 HzAudioausgang: Stereo-Cinch/ 2 VFernbedienung: 2 x 1,5-V-Microbatterien (Typ AAA)Maße (LxBxH): 483 x 260 x 97 mm (CD-Player), 483 x 85 x 90 mm (Steuerung),Rackeinbau mit je 2 HEGewicht: 5 kg
Doppel CD-Player OMNITRONIC XCP-2800 Doppel-CD-Player OMNITRONIC XCP-2800 fuer DJs 2 x 40 Sekunden Anti-Shock-Puffer Alphanumerische LCD-Displays (
XMP-1400
OMNITRONIC XMP-1400 mit Pitch CD/MP3-Player OMNITRONIC XMP-1400 mit IR-Fernbedienung fuer DJs Audio-CD/CD-R/MP3-CD 15 Sekunden Anti-Shock-Puffer Al
OMNITRONIC XMP-1400 mit Pitch CD/MP3-Player OMNITRONIC XMP-1400 mit IR-Fernbedienung fuer DJs Audio-CD/CD-R/MP3-CD 15 Sekunden Anti-Shock-Puffer Alphanumerisches LCD-Display (blau hinterleuchtet) Leichtlaufendes Jogdial mit
OMNITRONIC XDP-1400 CD/MP3/SD/USB-Player
OMNITRONIC XDP-1400 Einzel-CD/MP3/SD/USBCD/SD/USB-Player OMNITRONIC XDP-1400 mit IR-Fernbedienung fr DJsAudio-CD/CD-R/MP3-CDUSB-2.0-Schnittstelle zum OMNITRONIC XDP-1400 Einzel-CD/MP3/SD/USBCD/SD/USB-Player OMNITRONIC XDP-1400 mit IR-Fernbedienung fr DJsAudio-CD/CD-R/MP3-CDUSB-2.0-Schnittstelle zum Anschluss von USB-SpeichermedienSteckplatz fr SDHC-/MMC-Speicherkarten15 Sekunden Anti-Shock-PufferAlphanumerisches LCD-Display (blau hinterleuchtet)Leichtlaufendes Jogdial mit Moduswahl (schnelle oder framegenaue Suche) und Pitch Bend-FunktionBequeme Titelwahl ber Skip- und +10-TasteOrdner- und Track-SuchfunktionPitchregelung 24%Pitch Bend-TastenCue-FunktionNahtlose Loop/Reloop-FunktionEinzel- oder GesamttitelwiedergabeWiederholfunktionTitelprogrammierungAnzeige von Titelabspielzeit oder TitelrestspielzeitBargraph-AnzeigeAnzeige der Geschwindigkeitsnderung in %Farbig beleuchtete GummitastenExtra groe Play/Pause- und Cue-TasteDigitalausgang, koaxial19-Mae fr Rackeinbau, 2 HETechnische Daten OMNITRONIC XDP-1400:Spannungsversorgung: 110-240 V AC, 50/60 Hz ~ Gesamtanschlusswert: 25 W Typ: Einzel-CD/SD/USB-Player Geschwindigkeitsanpassung: 24% Display: Titelabspielzeit, Titelrestspielzeit, Gesamtrestspielzeit Klirrfaktor: 0,09 % Geruschspannungsabstand: 70 dB Frequenzgang: 20-20.000 Hz Analoger Audioausgang: Stereo-Cinch/ 2 V Digitaler Audioausgang: Cinch Fernbedienung: 2 x 1,5 V Micro (Typ AAA) Mae (LxBxH): 482 x 270 x 95 mm (19 , 2 HE) Gewicht: 3,15 kg
OMNITRONIC XDP-1400MT CD-/MP3-Player
CD- und MP3-Player fr CD, USB und SD OMNITRONIC XDP-1400MT mit Mastertempo-Funktion (MT)Top-Features des OMNITRONIC XDP-1400MT:- CD-/USB-/SD-Player mi
CD- und MP3-Player fr CD, USB und SD OMNITRONIC XDP-1400MT mit Mastertempo-Funktion (MT)Top-Features des OMNITRONIC XDP-1400MT:- CD-/USB-/SD-Player mit IR-Fernbedienung fr DJs- Audio-CD, CD-R, CD-RW, MP3-CD- USB-Schnittstelle am OMNITRONIC XDP-1400MT fr Speichergerte und tragbare Player- Steckplatz fr SD(HC)- und MMC-Speicherkarten- Mastertempo-Funktion (gleichbleibende Tonhhe bei Geschwindigkeitsnderung)- 40 Sekunden Anti-Shock-Puffer im OMNITRONIC XDP-1400MT- Alphanumerisches LCD-Display (blau hinterleuchtet) - Beleuchtetes Jogdial mit Moduswahl: Pitch Bend, schnelle oder framegenaue Suche- Bequeme Titelwahl ber Skip- und +10-Taste- Der OMNITRONIC XDP-1400MT verfgt ber eine Ordnernavigation- Pitchregelung 4 %, 8 %, 16 %- Pitch-Bend-Tasten- Cue-Funktion- Nahtlose Loop/Reloop-Funktion- Einzel- oder Gesamttitelwiedergabe- Wiederholfunktionen- Titelprogrammierung am OMNITRONIC XDP-1400MT mglich- Anzeige von Titelabspielzeit, Titelrestspielzeit (MP3-Dateien) oder Gesamtrestspielzeit (Audio-CD)- Bargraph-Anzeige- Anzeige der Geschwindigkeitsnderung in %- Groe hinterleuchtete Tasten fr Play/Pause und Cue- 19-Mae fr Rackeinbau, 2 HE- Zukunftssicher durch Firmware-UpdatesTechnische Daten OMNITRONIC XDP-1400MT:Spannungsversorgung: 110-240 V AC, 50/60 Hz ~Gesamtanschlusswert: 25 WTyp: CD-/USB-/SD-PlayerGeeignete CDs: CD/-R/-RW im CD-DA- und MP3-Format (8 und 12 cm)Geeignete Speichermedien: USB-Gerte und SD(HC)-/MMC-Karten bis 32 GB (FAT32)Geschwindigkeitsanpassung: 4 %, 8 %, 16 %Display:Titelrestspielzeit, Titelabspielzeit, Gesamtrestspielzeit (Audio-CD)Dateiname, Ordnername, Titelrestspielzeit, Titelabspielzeit (MP3-Datei)Klirrfaktor: 0,09 %Geruschspannungsabstand: 70 dBFrequenzgang: 20-20000 HzAudioausgang: Stereo-Cinch/ 2 VFernbedienung: 2 x 1,5-V-Microbatterien (Typ AAA)Mae (LxBxH): 482 x 270 x 95 mm (19, 2 HE)Gewicht: 3,2 kg
Einzel-CD-Player OMNITRONIC XCP-1400 CD-Player OMNITRONIC XCP-1400 mit IR-Fernbedienung fuer DJs 40 Sekunden Anti-Shock-Puffer Alphanumerisches LCD-
OMNITRONIC XCP-1400 Einzel-CD-Player
Einzel-CD-Player OMNITRONIC XCP-1400CD-Player OMNITRONIC XCP-1400 mit IR-Fernbedienung fr DJs40 Sekunden Anti-Shock-PufferAlphanumerisches LCD-Display
Einzel-CD-Player OMNITRONIC XCP-1400CD-Player OMNITRONIC XCP-1400 mit IR-Fernbedienung fr DJs40 Sekunden Anti-Shock-PufferAlphanumerisches LCD-Display (blau hinterleuchtet)Leichtlaufendes Jogdial mit Moduswahl (schnelle oder framegenaue Suche) und Pitch-Bend-FunktionBequeme Titelwahl ber Skip- und +10-TastePitchregelung 8 %, 12 %, 24 %Pitch-Bend-TastenCue-FunktionNahtlose Loop/Reloop-FunktionEinzel- oder GesamttitelwiedergabeWiederholfunktionTitelprogrammierungAnzeige von Titelabspielzeit, Titelrestspielzeit oder GesamtrestspielzeitBargraph-AnzeigeAnzeige der Geschwindigkeitsnderung in %Farbig beleuchtete GummitastenExtra groe Play/Pause- und Cue-TasteDigitalausgang, koaxial19-Mae fr Rackeinbau, 2 HETechnische Daten OMNITRONIC XCP-1400:Spannungsversorgung: 115/230 V AC, 50/60 Hz ~Gesamtanschlusswert: 25 WTyp: CD-PlayerGeeignete CDs: CD/-R/-RW im CD-DA-Format (8 und 12 cm)Geschwindigkeitsanpassung: 8 %, 12 %, 24 %Display: Titelabspielzeit, Titelrestspielzeit, GesamtrestspielzeitKlirrfaktor: 0,09 %Geruschspannungsabstand: 70 dBFrequenzgang: 20-20.000 HzAnaloger Audioausgang: Stereo-Cinch/ 2 VDigitaler Audioausgang: CinchFernbedienung: 2 x 1,5 V Microbatterien (Typ AAA)Mae (LxBxH): 482 x 270 x 95 mm (19 , 2 HE)Gewicht: 3,15 kg
XDP-1400
OMNITRONIC XMP-1400
Einzel-CD/MP3-Player OMNITRONIC XMP-1400 mit Pitch CD/MP3-Player OMNITRONIC XMP-1400 mit IR-Fernbedienung fuer DJs Audio-CD/CD-R/MP3-CD 15 Sekunden
Einzel-CD/MP3-Player OMNITRONIC XMP-1400 mit Pitch CD/MP3-Player OMNITRONIC XMP-1400 mit IR-Fernbedienung fuer DJs Audio-CD/CD-R/MP3-CD 15 Sekunden Anti-Shock-Puffer Alphanumerisches LCD-Display (blau hinterleuchtet) Leichtlaufendes Jogdial mit
OMNITRONIC XCP-1400MT
DJ-CD-Player OMNITRONIC XCP-1400MT mit Mastertempo-Funktion (MT)Top-Features des OMNITRONIC XCP-1400MT:- CD-Player mit IR-Fernbedienung fr DJs- Master
DJ-CD-Player OMNITRONIC XCP-1400MT mit Mastertempo-Funktion (MT)Top-Features des OMNITRONIC XCP-1400MT:- CD-Player mit IR-Fernbedienung fr DJs- Mastertempo-Funktion (gleichbleibende Tonhhe bei Geschwindigkeitsnderung)- 40 Sekunden Anti-Shock-Puffer- Alphanumerisches LCD-Display (blau hinterleuchtet) - Beleuchtetes Jogdial mit Moduswahl: Pitch Bend, schnelle oder framegenaue Suche- Bequeme Titelwahl ber Skip- und +10-Taste- Pitchregelung 4 %, 8 %, 16 %- Pitch-Bend-Tasten am OMNITRONIC XCP-1400MT- Cue-Funktion- Nahtlose Loop/Reloop-Funktion- Einzel- oder Gesamttitelwiedergabe- Der OMNITRONIC XCP-1400MT verfgt ber eine Wiederholfunktionen- Titelprogrammierung- Anzeige von Titelabspielzeit, Titelrestspielzeit oder Gesamtrestspielzeit- Bargraph-Anzeige am OMNITRONIC XCP-1400MT- Anzeige der Geschwindigkeitsnderung in %- Groe hinterleuchtete Tasten fr Play/Pause und Cue- 19-Mae fr Rackeinbau, 2 HETechnische Daten OMNITRONIC XCP-1400MT:Spannungsversorgung: 100-240 V AC, 50/60 Hz ~Gesamtanschlusswert: 25 WTyp: CD-PlayerGeeignete CDs: CD/-R/-RW im CD-DA-Format (8 und 12 cm)Geschwindigkeitsanpassung: 4 %, 8 %, 16 %Display: Titelabspielzeit, Titelrestspielzeit, GesamtrestspielzeitKlirrfaktor: 0,09 %Geruschspannungsabstand: 70 dBFrequenzgang: 20-20.000 HzAudioausgang: Stereo-Cinch/ 2 VFernbedienung: 2 x 1,5-V-Microbatterien (Typ AAA)Mae (LxBxH): 482 x 270 x 95 mm (19 , 2 HE)Gewicht: 3,2 kg
OMNITRONIC XCP-2800MT Dual-CD-Player
Doppel-CD-Player OMNITRONIC XCP-2800MT mit Mastertempo-Funktion (MT)Top-Features des OMNITRONIC XCP-2800MT:- Doppel-CD-Player für DJs- Mastertempo-Fun
Doppel-CD-Player OMNITRONIC XCP-2800MT mit Mastertempo-Funktion (MT)Top-Features des OMNITRONIC XCP-2800MT:- Doppel-CD-Player für DJs- Mastertempo-Funktion (gleichbleibende Tonhöhe bei Geschwindigkeitsänderung)- 2 x 40 Sekunden Anti-Shock-Puffer- Alphanumerische LCD-Displays (blau hinterleuchtet) - Beleuchtet Jogdials mit Moduswahl: Pitch Bend, schnelle oder framegenaue Suche- Bequeme Titelwahl über Skip- und +10-Tasten- Pitchregelung ±4 %, ±8 %, ±16 %- Pitch-Bend-Tasten an beiden Playern des OMNITRONIC XCP-2800MT- Cue-Funktion- Nahtlose Loop/Reloop-Funktion- Einzel- oder Gesamttitelwiedergabe- Wiederholfunktionen- Titelprogrammierung- Anzeige von Titelabspielzeit, Titelrestspielzeit oder Gesamtrestspielzeit- Bargraph-Anzeige- Anzeige der Geschwindigkeitsänderung in %- Der OMNITRONIC XCP-2800MT verfügt über große hinterleuchtete Tasten für Play/Pause und Cue- 19-Maße für RackeinbauTechnische Daten OMNITRONIC XCP-2800MT:Spannungsversorgung: 100-240 V AC, 50/60 Hz ~Gesamtanschlusswert: 30 WTyp: Doppel-CD-Player Geeignete CDs: CD/-R/-RW im CD-DA-Format (8 und 12 cm)Geschwindigkeitsanpassung: ±4 %, ±8 %, ±16 %Display: Titelabspielzeit, Titelrestspielzeit, GesamtrestspielzeitKlirrfaktor: 0,09 %Geräuschspannungsabstand: 70 dBFrequenzgang: 20-20.000 HzAudioausgang: 2 x Stereo-Cinch/ 2 VMaße (LxBxH) :483 x 260 x 97 mm (CD-Player), 483 x 85 x 90 mm (Steuerung),19-Maße mit je 2 HEGewicht: 6 kg
Doppel-CD-Player
Angebote für CD-Player OMNITRONIC XDP 2800
Synq Audio CDX 2 MP3 Doppel CD Player m...
OMNITRONIC XDP 2800MT Dual CD MP3 Player
XDP 2800
OMNITRONIC XET 2800 | de |
q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
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3170186051
9783170186057 | de |
q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
Identifikator | 01607829164 - Wessen Nummer ist? - Suche Telefon
0160782XXXX
Wer hat die Nummer 01607829164
Die Telefonnummer 01607829164 ist ein mobil-Handy Nummer und gehört zum -Netz mit der Vorwahl 0160. Zeigen Sie die Abschnitte auf der Site an um den Ort und die Identität des Eigentümers zu finden. Sie können kostenlos veröffentlichen und eine Meinung dazu.
Varianten der Nummer 0160-7829164
+491607829164
0160 782 9164
0160 7829164
0049 160-782-9164
(+49)1607829164
(0160) 782 91 64
00491607829164
0 16 07 82 9164
016-07-82-9164
00 49 160 78 29 164
+49 160 7829164
+49 (0) 160 7829 164
Wessen Nummer ist 0160/7829164
Meinungen zu 01607829164
GPS-Positionsnummer 01607829164
Telefonnummer 01607829164 (+491607829164)
Letztes Datum der Suche: 12.08.2020 02:57:02 AM (12 Wednesday | 8 August | Wed, 12 Aug 2020 02:57:02 +0300)
Andere zufällige Telefone: 01761119970 +491761119970, 01604472807 0160 447 2807, 01747574562 0174 75 74 562, 01565052228 0156 5052 228, 01728906129 0172-8906129, 01653825793 0165-38-25-793, 01590644107 00491590644107, 01517426615 (+49)1517426615, 01621157040 0162/1157040, 01752810905 17-52-81-09-05.
01768440982 +491768440982, 01560417112 0156 041 7112, 01529404500 0152 94 04 500;
Frühere Nummer: +491607829163; 00491607829162; +491607829161;
DE1607829164
Nächste Telefonnummern: +491607829165; 00491607829166; +491607829167;
QR für +49-1607829164
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q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
Identifikator | 9783843805391 - Emily Lowe - Palermo, oh Palermo! (eBook, ePUB)
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Emily Lowe:Palermo, oh Palermo! - neues Buch ISBN: 9783843805391
ID: 9783843805391 Eine gewagte Reise durch Sizilien 1857 nachdem sie zuvor den St. Gotthard-Pass zu Fuß überquert hatte traf Emily Lowe in Begleitung ihrer Mutter in Palermo ein. Von dort reisten die `due donne sole`, die überall Aufregung und Bewunderung auslösten, weiter nach Catania, Messina, Syrakus abseits der traditionellen Routen, also einsamer, beschwerlicher, gefährlicher. Das hier erstmals in Deutsch vorliegende Buch ist eine Entdeckung: Die junge Frau aus der englischen Oberschicht suchte das Abenteuer und Kontakt zu den Menschen. Treffend beschreibt sie das Leben der Aristokratie, einfühlsam das der kleinen Leute. Sie erzählt von Bauern und Fischern, von Frauen, die fürs tägliche Brot Spitzen klöppeln, von Einladungen in die Häuser der Reichen, von sizilianischer Mode und von schäbigen Hotels, von Tempeln und der Vielfalt der italienischen Kunst. Und schließlich von der gefahrenvollen Besteigung des Ätna: `Ich fühle den Moment gekommen, in dem zwei Wunder der Schöpfung, ein schneebedeckter Vulkan und die Neugier der Frauen, sich einander auf die Probe stellen.` Palermo, oh Palermo!: 1857 nachdem sie zuvor den St. Gotthard-Pass zu Fuß überquert hatte traf Emily Lowe in Begleitung ihrer Mutter in Palermo ein. Von dort reisten die `due donne sole`, die überall Aufregung und Bewunderung auslösten, weiter nach Catania, Messina, Syrakus abseits der traditionellen Routen, also einsamer, beschwerlicher, gefährlicher. Das hier erstmals in Deutsch vorliegende Buch ist eine Entdeckung: Die junge Frau aus der englischen Oberschicht suchte das Abenteuer und Kontakt zu den Menschen. Treffend beschreibt sie das Leben der Aristokratie, einfühlsam das der kleinen Leute. Sie erzählt von Bauern und Fischern, von Frauen, die fürs tägliche Brot Spitzen klöppeln, von Einladungen in die Häuser der Reichen, von sizilianischer Mode und von schäbigen Hotels, von Tempeln und der Vielfalt der italienischen Kunst. Und schließlich von der gefahrenvollen Besteigung des Ätna: `Ich fühle den Moment gekommen, in dem zwei Wunder der Schöpfung, ein schneebedeckter Vulkan und die Neugier der Frauen, sich einander auf die Probe stellen.` 1875 Alpen Besteigung Catania Die Kühne Reisende Etna Italien Messina Palermo Sizilien St. Gotthard-Pass Syrakus Unprotected Females in Sicily Vulkan Vulkanismus sizilianische Mode Ätna, Edition Erdmann Ein Imprint Von Verlagshaus Römerweg Rheinberg-Buch.de
Emily Lowe, Klaudia Ruschkowski, Susanne Gretter:Palermo, oh Palermo! - neues Buch 7, ISBN: 9783843805391
ID: 101659783843805391 1857 - nachdem sie zuvor den St. Gotthard-Pass zu FuB überquert hatte - traf Emily Lowe in Begleitung ihrer Mutter in Palermo ein. Von dort reisten die due donne sole, die überall Aufregung und Bewunderung auslösten, weiter nach Catania, Messina, Syrakus - abseits der traditionellen Routen, also einsamer, beschwerlicher, gefährlicher. Das hier erstmals in Deutsch vorliegende Buch ist eine Entdeckung: Die junge Frau aus der englischen Oberschicht suchte das Abenteuer und Kontakt zu den Menschen 1857 - nachdem sie zuvor den St. Gotthard-Pass zu FuB überquert hatte - traf Emily Lowe in Begleitung ihrer Mutter in Palermo ein. Von dort reisten die due donne sole, die überall Aufregung und Bewunderung auslösten, weiter nach Catania, Messina, Syrakus - abseits der traditionellen Routen, also einsamer, beschwerlicher, gefährlicher. Das hier erstmals in Deutsch vorliegende Buch ist eine Entdeckung: Die junge Frau aus der englischen Oberschicht suchte das Abenteuer und Kontakt zu den Menschen. Treffend beschreibt sie das Leben der Aristokratie, einfühlsam das der kleinen Leute. Sie erzählt von Bauern und Fischern, von Frauen, die fürs tägliche Brot Spitzen klöppeln, von Einladungen in die Häuser der Reichen, von sizilianischer Mode und von schäbigen Hotels, von Tempeln und der Vielfalt der italienischen Kunst. Und schlieBlich von der gefahrenvollen Besteigung des Ätna: Ich fühle den Moment gekommen, in dem zwei Wunder der Schöpfung, ein schneebedeckter Vulkan und die Neugier der Frauen, sich einander auf die Probe stellen. Europe, Travel, Palermo, oh Palermo!~~ Emily Lowe, Klaudia Ruschkowski, Susanne Gretter~~Europe~~Travel~~9783843805391, de, Palermo, oh Palermo!, Emily Lowe, Klaudia Ruschkowski, Susanne Gretter, 9783843805391, Edition Erdmann in der marixverlag GmbH, 07/14/2016, , , , Edition Erdmann in der marixverlag GmbH, 07/14/2016 Kobo
Emily Lowe:Palermo, oh Palermo! als eBook Download von Emily Lowe - neues Buch ISBN: 9783843805391ID: 46264275 Palermo, oh Palermo!:Eine gewagte Reise durch Sizilien Emily Lowe Palermo, oh Palermo!:Eine gewagte Reise durch Sizilien Emily Lowe eBooks > Belletristik > Erzählungen, Edition Erdmann in der marixverlag GmbH Hugendubel.de
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Emily Lowe:Palermo, oh Palermo!: Eine gewagte Reise durch Sizilien - neues Buch ISBN: 9783843805391
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Susanne Gretter; Emily Lowe:Palermo, oh Palermo! - Erstausgabe 2016, ISBN: 9783843805391
ID: 35755151 Eine gewagte Reise durch Sizilien, [ED: 1], Auflage, eBook Download (EPUB), eBooks, [PU: Edition Erdmann in der marixverlag GmbH] Lehmanns.de
Palermo, oh Palermo! (eBook, ePUB)
9783843805391
Detailangaben zum Buch - Palermo, oh Palermo! (eBook, ePUB)
EAN (ISBN-13): 9783843805391Erscheinungsjahr: 2016Herausgeber: Edition Erdmann in der marixverlag GmbH
Buch in der Datenbank seit 19.07.2016 10:40:28Buch zuletzt gefunden am 07.03.2017 23:15:51ISBN/EAN: 9783843805391 ISBN - alternative Schreibweisen: 978-3-8438-0539-1
"Das Osmanische Reich (eBook, ePUB)", von "Reinhard Pohanka" (9783843805384)"Der Münchner im Himmel (eBook, ePUB)", von "Ludwig Thoma" (9783843805377)"In Marokko: Vom Hohen Atlas nach Fès - durch Wüsten, Harems und Paläste", von "Edith Wharton" (9783843805360)"1866 Königgrätz", von "Helmut Neuhold" (9783843805353)"Die schöne Blinde", von "Leon Specht" (9783843805346)"Das erste Mal: LTM in Gefahr. 24 Türchen im Adventskalender", von "Leon Specht" (9783843805339) © 2017 Eurobuch | eurobuch.de ist ein Unternehmen der Mediantis Corp. | zur Mobilversion | de |
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Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
Identifikator | VG Köln, Urteil vom 24. Juli 2014, Az.: 13 K 3784/12
Aktenzeichen: 13 K 3784/12
Die Beklagte wird unter teilweiser Aufhebung des Bescheides des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte vom 16. August 2011 in der Gestalt seines Widerspruchsbescheides vom 23. Mai 2012 verpflichtet, dem Kläger im Wege der Auskunft Zugang zu folgenden Informationen zu gewähren:
a) Wie viele Anwendungsbeobachtungen sind der Beklagten in den Jahren 2008, 2009, 2010 für welche Arzneimittel von welchen pharmazeutischen Unternehmer angezeigt worden (Präparate-liste)€ Wo haben diese Anwendungsbeobachtungen stattgefunden€ Wie lange haben sie jeweils gedauert€
b) Wie viele Patienten wurden jeweils pro Arzneimittel eingeschlossen und wie viele Ärzte waren jeweils beteiligt€
c) Für wie viele Anwendungsbeobachtungen wurden dem Bundesinstitut vom pharmazeutischen Unternehmen Informationen über Auswertungen und Ergebnisse oder deren Publikation gegeben€
Das Urteil ist hinsichtlich der Kosten vorläufig vollstreckbar. Dem jeweiligen Vollstreckungsschuldner wird nachgelassen, die Vollstreckung durch den jeweiligen Vollstreckungsgläubiger durch Sicherheitsleistung in Höhe von 110 % des aufgrund des Urteils zu vollstreckenden Betrages abwenden, wenn nicht der jeweilige Vollstreckungsgläubiger zuvor Sicherheit in Höhe des zu vollstreckenden Betrages leistet.
Der Kläger ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, dessen Zweck in der weltweiten Korruptionsbekämpfung liegt. Er begehrt von der Beklagten verschiedene Informationen zu sogenannten Anwendungsbeobachtungen (AWBen).
Als Anwendungsbeobachtung (AWB) bezeichnet man im Bereich der medizinischen Forschung beobachtende Untersuchungen, die dazu bestimmt sind, Erkenntnisse bei der Anwendung zugelassener oder registrierter Arzneimittel zu sammeln. Gemäß § 67 Abs. 6 des Arzneimittelgesetzes - AMG - hat ein pharmazeutischer Unternehmer eine AWB den kassenärztlichen Bundesvereinigungen (KBV), dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) sowie dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bundesinstitut) als der zuständigen Bundesoberbehörde unverzüglich anzuzeigen. Dabei sind der Name des Arzneimittels und Ort, Zeit und Ziel der Anwendungsbeobachtung anzugeben. Zu den Pflichtangaben in der Anzeige an das Bundesinstitut gehörten bis Juli 2009 auch die beteiligten Ärzte namentlich zu benennen. Soweit die beteiligten Ärzte Leistungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen erbringen, sind der KBV und dem GKV-Spitzenverband auch die Art und Höhe der geleisteten Entschädigungen anzugeben sowie jeweils eine Ausfertigung der mit ihnen geschlossenen Verträge zu übermitteln. Ab Juli 2009 ist nach einer entsprechenden Änderung des Arzneimittelgesetzes darüber hinaus der Beobachtungsplan anzugeben; die beteiligten Ärzte sind nur noch gegenüber der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen zu benennen.
Mitte 2011 wandte sich der Kläger an alle drei Stellen und beantragte, ihm im Wege der Akteneinsicht zu den gemeldeten AWBen Informationen darüber zur Verfügung zu stellen, wie viele AWBen in den Jahren 2008 bis 2010 für welche Arzneimittel von welchen pharmazeutischen Unternehmen angezeigt worden seien, wo diese stattgefunden und wie lange diese jeweils gedauert hätten, wie viele Patienten pro Arzneimittel eingeschlossen und wie viele Ärzte beteiligt gewesen seien. Weiter begehrte er, ihm Auskunft dazu zu erteilen, wie viele der AWBen mit Arzneimitteln durchgeführt worden seien, deren Zulassung weniger als zwei Jahre zurück gelegen habe, für wie viele der gemeldeten AWBen vom pharmazeutischen Unternehmer Informationen über Auswertungen und Ergebnisse oder deren Publikation gegeben worden seien und ob Missbrauchsfälle bekannt geworden seien, etwa in Gestalt von nicht gemeldeten AWBen, unvollständigen Angaben, von auffälligen, regionalen Schwerpunkten der Beteiligung oder in Gestalt von auffällig hohen Entschädigungsleistungen.
Der GKV-Spitzenverband übermittelte dem Kläger einen Auszug aus seiner Datenbank für die AWBen 2008 bis 2010, woraus sich ersehen ließ, zu welchen Präparaten AWBen gemeldet wurden, welcher Hersteller (Sponsor) die AWBen in Auftrag gegeben hat, die Studiennummer, Beginn und Ende der AWBen, Ort, geplante Patientenzahlen und geplante Ärztezahlen.
Die KBV übermittelte dem Kläger eine Liste von Präparaten und Wirkstoffen zu den im Jahre 2009 durchgeführten AWBen und teilte dem Kläger die Anzahl der in den Jahren 2008, 2009 und 2010 dort gemeldeten AWBen mit. Weitergehende Informationsansprüche lehnte er unter Berufung auf entgegenstehende Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der pharmazeutischen Unternehmen und damit ab, dass die begehrten Informationen nicht zur Verfügung stünden. Nach erfolglosem Widerspruchsverfahren erhob der Kläger im November 2011 Untätigkeitsklage gegen die KBV vor dem zuständigen Verwaltungsgericht Berlin und erhielt im Lauf des Klageverfahrens drei Listen mit den Produktnamen der in den Jahren 2008 - 2010 jeweils beobachteten Medikamente sowie eine Liste mit den Ärzte-Honoraren 2010. Mit Urteil vom 1. Juni 2012 verpflichtete das VG Berlin die KBV, dem Kläger im Wege der Akteneinsicht in seine Vorgänge Zugang zu folgenden Informationen zu den Anwendungsbeobachtungen für die Jahre 2008, 2009 und 2010 zu gewähren, allerdings ohne personenbezogene Daten: Anzahl der gemeldeten Anwendungsbeobachtungen, die gemeldeten Arzneimittel, die meldenden pharmazeutischen Unternehmen, Anzahl der gemeldeten teilnehmenden Ärzte, die gemeldeten Honorare und die Anzahl der gemeldeten Verträge. In der Folge nahm der Kläger Akteneinsicht in die nach seinen Angaben ungefähr 9.000 Blatt umfassenden Unterlagen des Verbandes.
Beim Bundesinstitut stellte der Kläger mit Schreiben vom 25. Juni 2011 den Antrag, ihm Zugang zu folgenden Informationen zu gewähren:
"1. Wie viele Anwendungsbeobachtungen (AWBs) sind Ihnen in den Jahren 2008 bis 2010 für welche Arzneimittel von welchen pharmazeutischen Unternehmen angezeigt worden (Präparateliste)€ Wo haben sie stattgefunden, wie lange haben sie jeweils gedauert€
2. Wie viele Patienten wurden jeweils pro Arzneimittel eingeschlossen und wie viele Ärzte waren jeweils beteiligt€
Könnten Sie gegebenenfalls, wie vom Gesetzgeber vorgesehen, von uns benannten Personen Akteneinsicht gewähren€
Falls verfügbar wären wir Ihnen für folgende zusätzliche Auskünfte zu Dank verpflichtet:
1. Wie viele der AWBs wurden mit Arzneimitteln durchgeführt, deren Zulassung weniger als 2 Jahre zurücklag€
2. Für wie viele der gemeldeten AWBs wurden Ihnen vom pharmazeutischen Unternehmer Informationen über Auswertungen und Ergebnisse oder deren Publikation gegeben€
3. Sind Ihnen Missbrauchsfälle bekannt geworden, z.B. nicht gemeldete AWBs, unvollständige Angaben, auffällige regionale/lokale Häufungen von AWB-Beteiligungen, auffällig hohe Entschädigungsleistungen€"
Das Bundesinstitut lehnte diesen Antrag mit formlosem Schreiben vom 16. August 2011 mit der Begründung ab, dass die dort eingegangenen Anzeigen und Meldungen zu AWBen weder hinsichtlich der vom Kläger gestellten Fragen ausgewertet noch so erfasst würden, dass Antworten auf die gestellten Fragen gegeben werden könnten.
Den hiergegen eingelegten Widerspruch wies das Bundesinstitut mit Widerspruchsbescheid vom 23. Mai 2012 (zugestellt am 29. Mai 2012) zurück. Es könnten weder die Fragen beantwortet noch Akteneinsicht gewährt werden. Entsprechend der Aufgabenstellung des Bundesinstituts würden die gemeldeten Anwendungsbeobachtungen nur chronologisch abgelegt und nicht nach bestimmten Kriterien systematisiert. Die Anzahl der voraussichtlich eingeschlossenen Patienten sei nach dem AMG erst seit Ende Juli 2009 zu melden. Zudem ergäben sich bestimmte Informationen erst aus den Beobachtungsplänen, die aber z.T. geheimhaltungsbedürftige Daten enthielten, die dann geschwärzt werden müssten. Dies sei nicht ohne unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand möglich, weil dazu 90 Aktenordner mit insgesamt über 25.000 Blatt Seite für Seite durchgelesen werden müssten, um die beteiligten Dritten oder die begehrten Informationen zu finden, ggfs. geheimhaltungsbedürftige Daten zu schwärzen oder die Seiten zu kopieren.
Der Kläger hat am 19. Juni 2012 Klage erhoben und verfolgt seine Informationsbegehren weiter. Man gehe der Frage nach, ob AWBen überhaupt geeignet seien, Nebenwirkungen von zugelassenen Medikamenten zu ermitteln oder ob es sich dabei nur um verdeckte Geldleistungen an die beteiligten Ärzte handele. Durch die Einsicht in die bei der KBV oder dem GKV-Spitzenverband gemeldeten AWBen/ geführten Akten sei das Informationsbegehren nicht erfüllt. Auch wenn er die Auskunftsbegehren nahezu wortgleich an alle drei Institutionen gerichtet habe, denen die AWBen gemeldet werden müssten, seien schon aufgrund der unterschiedlichen gesetzlichen Aufgaben dieser Institutionen unterschiedliche Antworten erwartet worden. Es sei auch nicht zu erwarten, dass alle drei Stellen per se dieselben Meldungen erhielten. Diese Vermutung habe der Abgleich zwischen den erfolgten Meldungen an die KBV und den GKV-Spitzenverband bestätigt. So seien beispielsweise der KBV 40 AWBen weniger als dem GKV-Spitzenverband gemeldet worden. Zudem seien zu derselben AWB unterschiedliche Präparate und/ oder unterschiedliche Dosierungen eines Wirkstoffs gemeldet worden. Mit den Informationsbegehren wolle man zudem wissen, wie die jeweilige Stelle mit unvollständigen Meldungen umgehe und wie die Meldungen dort jeweils weiterverarbeitet würden. Antworten auf diese Fragen könne man nur durch Akteneinsicht erhalten. Das Auskunftsbegehren löse auch keinen unzumutbaren Verwaltungsaufwand aus, selbst wenn die Informationen nach der - bestrittenen - Behauptung der Beklagten in 90 Ordnern auf 25.000 Blatt verteilt seien.
die Beklagte unter Aufhebung des Bescheides des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte vom 16. August 2011 in der Gestalt seines Widerspruchsbescheides vom 23. Mai 2012 zu verpflichten,
ihm im Wege der Akteneinsicht Zugang zu folgenden Informationen in den Verwaltungsvorgängen des Bundesinstituts zu den Anwendungsbeobachtungen für die Jahre 2008, 2009 und 2010
- ohne personenbezogene Daten - zu gewähren:
die gemeldeten Anwendungsbeobachtungen in den Jahren 2008, 2009 und 2010,
die gemeldeten Arzneimittel,
die meldenden pharmazeutischen Unternehmen,
der gemeldete Ort der jeweiligen Anwendungsbeobachtung,
die gemeldete Dauer der jeweiligen Anwendungsbeobachtung,
die gemeldeten Zahlen der teilnehmenden Ärzte pro Anwendungsbeobachtung,
die gemeldeten Patientenzahlen pro Anwendungsbeobachtung
ihm im Wege der Auskunft Zugang zu folgenden Informationen zu gewähren:
Wie viele Anwendungsbeobachtungen sind der Beklagten in den Jahren 2008, 2009, 2010 für welche Arzneimittel von welchen pharmazeutischen Unternehmer angezeigt worden (Präparateliste)€ Wo haben diese Anwendungsbeobachtungen stattgefunden€ Wie lange haben sie jeweils gedauert€
Wie viele Patienten wurden jeweils pro Arzneimittel eingeschlossen und wie viele Ärzte waren jeweils beteiligt€
Für wie viele Anwendungsbeobachtungen wurden dem Bundesinstitut vom pharmazeutischen Unternehmen Informationen über Auswertungen und Ergebnisse oder deren Publikation gegeben€
Sind dem Bundesinstitut Missbrauchsfälle bekannt geworden, z.B. in Form von nicht gemeldeten Anwendungsbeobachtungen, unvollständigen Angaben, auffälligen, regionalen resp. lokalen Häufung von Anwendungsbeobachtungs-Beteiligungen, auffällig hohen Entschädigungsleistungen€
Zum Teil lägen ihr die gewünschten Informationen nicht vor. Als Ort der AWB werde meist nur "Deutschland" angegeben. Die Zahl der beteiligten Patienten sei dem Bundesinstitut nach § 67 Abs. 6 AMG nicht anzuzeigen. Die vorgesehene Zahl von Patienten und die geplante Anzahl der teilnehmenden Ärzte ergebe sich in der Regel aus den Beobachtungsplänen, die dem Bundesinstitut jedoch erst ab Juli 2009 zu übermitteln gewesen seien. Die beteiligten Ärzte seien dem Bundesinstitut seit Juli 2009 nicht mehr zu benennen. Eine Statistik darüber, in wie vielen Fällen der Beklagten Informationen von pharmazeutischen Unternehmen über die Auswertung und Ergebnisse von Anwendungsbeobachtungen oder deren Publikation gegeben wurden, werde nicht geführt. Die Frage nach Anzeigen von "Missbrauch" sei zu unklar, um beantwortet werden zu können. Außerdem verfüge der Kläger bereits i.S.d. § 9 Abs. 3 IFG über die geforderten Informationen, nachdem ihm bereits auf seine Klage vor dem VG Berlin durch die KBV Akteneinsicht gewährt worden sei. Der Datenbestand sei aufgrund der gesetzlichen Regelung im AMG beim Bundesinstitut - bis auf die Ärztelisten und die vereinbarten Honorare - der gleiche wie bei der KBV und dem GKV-Spitzenverband, die nur diesen beiden Stellen vorgelegt bzw. mitgeteilt werden müssten. Allerdings fände kein Datenabgleich zwischen den drei Stellen statt. Letztendlich erfordere sowohl die Gewährung von Akteneinsicht als auch das Erteilen von Auskünften einen unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand. Die Unterlagen seien in 90 Leitzordnern mit 100-400 Blättern allein in chronologischer Reihenfolge abgelegt worden. Die in den Anzeigen enthaltenen Informationen seien nicht gesondert erfasst worden. Derzeit sei eine Datenbank zur Erfassung im Aufbau. Die Meldungen seien auch nicht in standardisierter Form erfolgt, da es ein Einreichungsformular erst seit August 2013 gebe. Bei einer Akteneinsicht müsse jede Seite auf zu schützende Daten durchgesehen, diese Daten gegebenenfalls geschwärzt und die Seite kopiert werden. Sie gehe davon aus, dass dazu ein bis zwei Verwaltungsangestellte über mindestens zwei Monate beschäftigt seien. Zusätzlich müsse sich eine wissenschaftliche und eine juristische Mitarbeiterin für die Klärung von Fragen bereithalten. Damit wäre die Arbeitskraft der Abteilung Pharmakovigilanz erheblich eingeschränkt, die ohnehin durch den Aufbau und die Pflege der AWB-Datenbank und zahlreicher Gesetzgebungsvorhaben in diesem Bereich erheblich belastet sei. Auch wenn das Bundesinstitut über insgesamt ca. 1100 Mitarbeiterinnen verfüge, seien diese ständig voll ausgelastet durch eine Vielzahl von Aufgaben, die im Übrigen durch Gesetzesänderungen ständig erweitert und geändert wurden. Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass dem Kläger bereits die Informationen der KBV vor lägen, würde der Aufwand, den die Gewährung des Informationszuganges für die Beklagte verursachen würde, in einem deutlichen Missverhältnis zum Erkenntnisgewinn des Klägers und der Allgemeinheit stehen. Auch die Auskunftserteilung würde einen unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand auslösen, da die erfragten Daten nicht in einer Datenbank zur Verfügung ständen, sondern durch Durchsicht der Akten zusammengetragen werden müssten. Eine Informationsbeschaffungspflicht der Beklagten bestehe aber nicht. Gegenüber der Akteneinsicht erfordere die Auskunftserteilung nach Schätzungen den halben Personalaufwand. Sie sei bereit, die gewünschten Auskünfte zu erteilen und auf gezielte Nachfrage Akteneinsicht (in einzelne AWBen) zu gewähren.
Wegen des weiteren Sach- und Streitstandes und des Vorbringens der Beteiligten wird auf die zwischen den Beteiligten gewechselten Schriftsätze und den beigezogenen Verwaltungsvorgang verwiesen.
Dem Kläger steht gegen die Beklagte ein Anspruch auf Zugang zu den im Tenor bezeichneten Informationen im Wege der Auskunft zu. Insoweit ist der ablehnende Bescheid des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte vom 16. August 2011 in der Gestalt seines Widerspruchsbescheides vom 23. Mai 2012 rechtswidrig und verletzt den Kläger in seinen Rechten (§ 113 Abs. 5 Satz 1 Verwaltungsgerichtsordnung - VwGO). Im Übrigen hat die Beklagte zu Recht den Informationszugang abgelehnt; insoweit ist der Bescheid rechtmäßig.
Dem Kläger steht gegen die Beklagte ein Anspruch auf Zugang zu den von ihm in seinem Antrag bezeichneten Informationen nach § 1 Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes (Informationsfreiheitsgesetz - IFG) vom 5. September 2005 (BGBl. I S. 2722), zuletzt geändert durch Gesetz vom 7. August 2013 (BGBl. I S. 3154), im Grundsatz zu. Er ist allerdings nicht in Form der mit dem Hauptantrag begehrten Akteneinsicht, sondern in Form der Auskunftserteilung zu gewähren.
Die Voraussetzungen für einen Informationszugang sind erfüllt. Das Bundesinstitut ist als bundesunmittelbare Oberbehörde (§ 77 Abs. 1 des Gesetzes über den Verkehr mit Arzneimitteln - Arzneimittelgesetz, AMG) nach § 1 Abs. 1 Satz 1 IFG eine informationspflichtige Stelle.
Die vom Kläger begehrten Informationen sind bei ihm auch zum größten Teil i.S.d. § 1 IFG vorhanden. Dem steht nicht entgegen, dass der Kläger nur bestimmte Parameter zu den gemeldeten AWBen erfahren will und diese Parameter nicht gesondert beim Bundesinstitut erfasst werden. Eine informationspflichtige Stelle verfügt auch dann über eine Information, wenn diese erst aus bereits vorhandenen Informationen zusammengestellt werden muss.
So ist es hier. Der Kläger könnte sich die von ihm begehrten Informationen selbst heraussuchen, wenn er vollständige Einsicht in sämtliche bei der Beklagten gemeldeten AWBen bekäme. Dies kann er jedoch wegen der darin enthaltenen personenbezogenen Daten weder verlangen noch will er das, wie der Klageantrag deutlich macht. Sind Informationen nur auszugsweise zugänglich zu machen, weil Informationen teilweise von den anderen beantragten Informationen getrennt werden müssen, weil sie geheimhaltungsbedürftig sind, ist mit dem Zugangsanspruch regelmäßig eine gewisse Datenverarbeitung - sei es durch Schwärzung oder Trennung von Akten, sei es durch elektronische Datenbearbeitung - verbunden. Dieser Aufwand ist grundsätzlich von der Behörde zu leisten.
Dem Informationszugangsanspruch steht auch nicht entgegen, dass der Kläger bereits über die begehrten Informationen verfügt (§ 9 Abs. 3 IFG). Insbesondere ist nicht anzunehmen, dass die bereits erfolgte Akteneinsicht in die Datenbestände bei dem GKV-Spitzenverband und der KBV die Informationsgewährung durch die Beklagte überflüssig macht. Zwar müssen nach der Konzeption des Arzneimittelgesetzes allen drei Stellen die AWBen unverzüglich gemeldet werden sowie der KBV und dem GKV-Spitzenverband zudem noch die Namen der Ärzte und ggfs. die entsprechenden Verträge mit den Pharmaunternehmen. Diese beiden Stellen verfügen also über alle Informationen, über die das Bundesinstitut verfügt, und darüber hinaus aufgrund der umfangreicheren Meldepflichten ihnen gegenüber sogar über weitergehende Informationen. Frau Dr. T. hat jedoch in der mündlichen Verhandlung für den Kläger im Einzelnen nachvollziehbar erläutert, dass bei der bereits erfolgten Akteneinsicht in die Informationen bei dem GKV-Spitzenverband und der KBV sich der Eindruck erhärtet habe, dass die jeweiligen vorhandenen Informationen stark voneinander abwichen. Beispielsweise seien der GKV-Spitzenverband 40 Anwendungsbeobachtungen mehr gemeldet worden als der KBV. Zudem seien unterschiedliche Anwendungsbeobachtungen gemeldet worden. Selbst Meldungen, die dieselbe Anwendungsbeobachtung betroffen hätten, seien beim GKV-Spitzenverband und der KBV unterschiedlich gewesen. So sei z.B. der einen Meldestelle die geplante Patientenzahl nicht gemeldet worden, der anderen die geplante Ärztezahl oder den Stellen seien zu derselben Anwendungsbeobachtung unterschiedliche Präparate oder unterschiedliche Dosierungen der Medikamente gemeldet worden. Auf Nachfrage hat die Beklagte in der mündlichen Verhandlung auch eingeräumt, dass ein Abgleich der Datenbestände des Bundesinstituts mit denen des GKV-Spitzenverbandes und der KBV nicht stattfindet. Es kann daher nicht davon ausgegangen werden, dass die Datenbestände bei allen drei Institutionen deckungsgleich sind, so dass die erfolgte Akteneinsicht des Klägers in die Datenbestände bei dem GKV-Spitzenverband und der KBV das Akteneinsichtsbegehren gegenüber dem Bundesinstitut nicht überflüssig macht.
Ebenso wenig ist anzunehmen, dass der Kläger sich die begehrten Informationen in zumutbarer Weise aus allgemein zugänglichen Quellen beschaffen kann. Insbesondere reicht dazu nicht aus, dass in einer Datenbank des Verbands forschender Pharma-Unternehmen die Pharmahersteller Anwendungsbeobachtungen offen legen. Meldungen erfolgen für diese Datenbank nur auf freiwilliger Basis, so dass nicht sichergestellt ist, dass alle Anwendungsbeobachtungen lückenlos erfasst werden. Gerade diese Vollständigkeit ist aber eines der Ziele des Informationsbegehrens.
Der Anspruch des Klägers auf Zugang zu den von ihm begehrten Informationen zu den gemeldeten Anwendungsbeobachtungen 2008-2010 ist auch nicht aufgrund des § 7 Abs. 2 Satz 1 IFG ausgeschlossen. Diese Vorschrift greift dann ein, wenn dem Zugangsbegehren wegen der Einschränkungen des Informationszugangsanspruchs in den §§ 3 bis 6 IFG oder aus Gründen des materiellen Rechts nicht in vollem Umfang entsprochen werden kann. Hinsichtlich des verbleibenden Teils des Informationszugangsanspruchs ist dem Antrag nach § 7 Abs. 2 Satz 1 IFG dann zu entsprechen, wenn dies ohne Preisgabe geheimhaltungsbedürftiger Informationen oder ohne unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand möglich ist; ist eine solche Möglichkeit nicht gegeben, ist der Antrag insgesamt abzulehnen.
Zwar besteht der Anspruch des Klägers auf den begehrten Informationszugang nur zum Teil, weil er zum einen Zugang zu den Anwendungsbeobachtungen nur im Hinblick auf verschiedene Fragestellungen erhalten will, zum anderen die Meldungen personenbezogene Daten enthalten, die anonymisiert oder ausgesondert werden müssen.
Dass die Meldungen zu den Anwendungsbeobachtungen teilweise personenbezogene Daten enthalten, die nach § 5 Abs. 1 IFG geschützt sind, liegt auf der Hand und ist von der Beklagten mit Schriftsatz vom 21. Juli 2014 auch dargelegt worden. Danach finden sich an verschiedenen Stellen in den Akten Namen und Anschriften beteiligter Ärzte, die unzweifelhaft personenbezogene Daten i.S.d. § 5 Abs. 1 Satz 1 IFG sind. Auch wenn die Namen der Ärzte nach § 67 Abs. 6 Satz 1 AMG ab Juli 2009 dem Bundesinstitut gegenüber nicht mehr gemeldet werden sollten, und die Namen von Patienten nie, lässt sich nicht ausschließen und ist von der Beklagten auch vorgetragen worden, dass derartige Daten in Listen bei den Beobachtungsplänen, im Rahmen von freiwillig abgegebenen Berichten zum Ergebnis der Anwendungsbeobachtung oder auch in Anschreiben enthalten sind, mit denen die Meldungen erfolgt sind. In den Beobachtungsplänen finden sich zudem Namen anderer beteiligter Personen wie z. B. Namen von Ansprechpartnern der Pharmaunternehmen, die die Anwendungsbeobachtung in Auftrag gegeben haben. Soweit die Beklagte allerdings auch die Namen der meldenden Pharma-Unternehmen als personenbezogene Daten behandelt wissen will, werden sie nicht durch § 5 IFG geschützt. Der Begriff der "personenbezogenen Daten" wird i.S.d. Legaldefinition in § 3 Abs. 1 BDSG verstanden und umfasst daher nur Informationen über eine natürliche Person, nicht aber juristische Personen, wie es die Pharmaunternehmen in aller Regel sind.
Vgl. Schoch, IFG, zu § 5 Rz. 16 f. mwN; VG Berlin, Urteil vom 1. Juni 2013 - 2 K 177.11 -, juris Rz. 29; zum gleichen Begriff im UIG VG Köln, Urteil vom 23. Oktober 2008 - 13 K 5055/06 -, juris Rz. 48, bestätigt durch OVG NRW, Urteil vom 1. März 2011 - 8 A 3357/08 -, juris Rz. 127, 142-147.
Das Gericht hat aber nicht die Überzeugung gewinnen können, dass es einen unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand im Sinn von § 7 Abs. 2 Satz 1 IFG für die Beklagte bedeutet, wenn sie dem Kläger den Informationszugang nur in diesem Umfang gewährt.
Von einem unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand ist dann auszugehen, wenn der technischorganisatorische Aufwand in einem Missverhältnis zu dem zu erwartenden Erkenntnisgewinn der Allgemeinheit bzw. zum Erkenntnisgewinn des Antragstellers steht. Mit der Regelung soll vermieden werden, dass die Funktionsfähigkeit der Behörde und die Wahrnehmung ihrer eigentlichen Sachaufgaben blockiert wird. Bei der Bewertung kommt es auf die Umstände des Einzelfalls an. Dabei sind auf Seiten der Behörde beispielsweise der Umfang des Informationsbestandes, zu dem der Antragsteller Zugang begehrt, die Art der Speicherung der Informationen (Papierform oder elektronische Datenbank) und der Personalbestand zu berücksichtigen.
Vgl. auch Schoch, IFG, § 7, Rz. 59 ff. ; VG Berlin, Urteil vom 1. Juni 2012
- 2 K 177.11 -, juris Rz.35; ähnlich Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 7. Juni 2012 - OVG 12 B 34.10 -, juris Rz. 4; Hessischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom 29. November 2013 - 6 A 1426/13 -, juris Rz. 43 ff.("ein Verwaltungsaufwand notwendig ist, der den bei üblichen Gesuchen an die Behörde verursachten Aufwand in solch deutlichem Maße übersteigt, dass die Behörde das Gesuch letztlich nur durch außergewöhnliche Maßnahmen, insbesondere durch eine nicht nur vorübergehende Zurückstellung ihrer Kernaufgaben, bewältigen könnte.")
Gemessen hieran hat die Beklagte keine Umstände vorgetragen, die den mit dem begehrten Informationszugang bei ihr entstehenden Verwaltungsaufwand als unverhältnismäßig erscheinen lässt. Sie hat dazu dargelegt, dass die zu den Anwendungsbeobachtungen eingehenden Meldungen für die Jahre 2008 bis 2010 in 90 Leitz-Ordnern mit einem unterschiedlichen Seitenumfang von ca. 100 bis 400 Blättern, geschätzt insgesamt ca. 25.000 Blättern, abgelegt worden sind. Sie seien lediglich chronologisch und nicht nach Anwendungsbeobachtungen oder Medikamenten-Namen abgelegt worden. Die begehrten Informationen zu den einzelnen Anwendungsbeobachtungen könnten sich daher an den verschiedensten Stellen in dem gesamten Aktenbestand befinden. So müsste beispielsweise die Anzahl der Ärzte zum Teil erst aus den umfangreichen und oft aktualisierten bzw. korrigierten Listen zusammengestellt werden. Die Ärztelisten umfassten zum Teil über 1000 Namen und Anschriften von Ärzten, zum Teil sei keine fortlaufende Nummerierung vorhanden. Dieser gesamte Datenbestand müsse einzeln darauf durchgesehen werden, ob Informationen zu den Fragen des Klägers oder ggfs. zu schwärzende Daten enthalten seien. Die jeweilige Seite müsse ggf. teilweise geschwärzt und die Seite kopiert werden. Die Beklagte schätzt, dass damit ein bis zwei Verwaltungsangestellte über mindestens zwei Monate beschäftigt sind. Für die Klärung von Zweifelsfragen müssten sich zudem ein/e wissenschaftliche/r und ein/e juristische/r Mitarbeiter/in bereithalten. Damit wäre die Arbeitsfähigkeit der Abteilung Pharmakovigilanz erheblich eingeschränkt.
Dies reicht jedoch nicht aus, um einen unverhältnismäßigen Aufwand anzunehmen. Eine Bundesoberbehörde wie das Bundesinstitut, die nach ihrem Aufgabenbereich und nach eigenem Bekunden mit zahlreichen und teilweise auch umfangreicheren Informationszugangsgesuchen rechnen muss und rechnet und insgesamt 1.100 Mitarbeiter hat, muss in der Lage sein, ein bis zwei Vollzeitkräfte für zwei Monate abzustellen, um das Informationsbegehren des Klägers zu erfüllen. Auch wenn dieses Zugangsgesuch nur mit einem den üblichen Aufwand deutlich übersteigenden Verwaltungsaufwand zu erfüllen ist, rechtfertigt dies nicht, das Zugangsgesuch generell abzulehnen, also die Verwirklichung eines an sich gegebenen Informationszugangsanspruchs zu verhindern. Hinzu kommt, dass zwar jedes Blatt einzeln durchgesehen werden muss, aber die Durchsicht relativ zügig erfolgen kann, da nach der Art der begehrten Informationen bereits auf den ersten Blick zu erkennen sein wird, ob sich darauf überhaupt angefragte oder personenbezogene Daten finden. Außerdem dürfte ein Großteil der erforderlichen Arbeit bereits mit der Erfassung der Daten für die gerade im Aufbau befindliche Datenbank des Bundesinstituts geleistet worden sein. Entsprechend hat die Beklagte den Kläger im Laufe des Klageverfahrens darauf verwiesen, in naher Zukunft die gewünschten Informationen sich selbst aus der Datenbank heraussuchen zu können und in der mündlichen Verhandlung die entsprechende Auskunftserteilung angeboten.
Jedoch kann der Kläger nicht verlangen, dass ihm der Informationszugang im Wege der Akteneinsicht gewährt wird. Er muss sich vielmehr darauf verweisen lassen, dass ihm die Beklagte die entsprechenden Auskünfte erteilt. Nach § 1 Abs. 2 Satz 2 und 3 IFG darf ein Informationszugang auf eine andere Art als die begehrte gewährt werden, wenn hierfür ein wichtiger Grund besteht. Als wichtiger Grund gilt insbesondere ein deutlich höherer Verwaltungsaufwand, was niedrigere Anforderungen an die Darlegung und Annahme stellt als der Versagungsgrund des unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwands in § 7 Abs. 2 Satz 1 IFG.
Die Beklagte hat hierzu vorgetragen, dass bei einem Informationszugang durch Auskunftserteilung im Vergleich zu dem durch Akteneinsicht ungefähr der halbe Verwaltungsaufwand entsteht. Dies erscheint auch plausibel, da gerade das Schwärzen der personenbezogenen Daten und danach erforderliche Kopieren der Seite, teilweise mehrmals, einen besonderen Zeitaufwand auslöst. Gerade diese Arbeitsschritte aber entfallen, wenn dem Kläger der gewünschte Informationszugang im Wege der Auskunftserteilung gewährt wird.
A.A. VG Berlin, Urteil vom 1. Juni 2012 - 2 K 177.11 -, juris RZ. 37.
Zudem stehen nach Auskunft der Beklagten die Arbeiten an der Datenbank beim Bundesinstitut kurz vor dem Abschluss, so dass die vom Kläger erfragten Daten möglicherweise bereits so aufgearbeitet sind, dass sie mit einer Datenbankabfrage gewonnen werden könnten.
Allerdings geht das Informationsbegehren des Klägers ins Leere, soweit er Informationen dazu erhalten möchte, ob dem Bundesinstitut Missbrauchsfälle bekannt geworden sind. Eine Angabe zu "Missbrauchsfällen" ist naturgemäß in den Meldungen der Anwendungsbeobachtungen nicht enthalten. Nach der Erläuterung des Klägers versteht er unter "Missbrauchsfällen" beispielsweise nicht gemeldete AWBen, unvollständige Angaben in AWBen, auffällige, regionale oder lokale Häufungen von Anwendungsbeobachtung-Beteiligungen oder auffällig hohe Entschädigungsleistungen. Schon diese Aufzählung zeigt, dass erst die Aus- und Bewertung von Besonderheiten einzelner zu den Anwendungsbeobachtungen gemeldeter Daten zu der Einschätzung bzw. Bewertung einer gemeldeten Anwendungsbeobachtung als "Missbrauchsfall" führt. Es ist Sache des Klägers, diese Bewertung anhand der gewährten Informationen selbst vorzunehmen.
Die Kostenentscheidung beruht auf § 155 Abs. 1 Satz 1 VwGO und entspricht dem jeweiligen obsiegen und unterliegen.
Anlass, die Berufung zuzulassen bestand nicht, weil keiner der in § 124 Abs. 2 Nr. 3 und 4 VwGO bezeichneten Gründe vorliegt (§ 124 a Abs. 1 VwGO).
Az: 13 K 3784/12
https://www.admody.com/urteilsdatenbank/f32a0e951837/VG-Koeln_Urteil_vom_24-Juli-2014_Az_13-K-3784-12
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LG Dortmund, Urteil vom 15. Januar 2016, Az.: 3 O 610/15 - BPatG, Beschluss vom 5. März 2009, Az.: 30 W (pat) 81/06 - OLG Hamm, Beschluss vom 16. Mai 2011, Az.: I-8 AktG 1/11 - BPatG, Beschluss vom 9. November 2009, Az.: 19 W (pat) 37/06 - OLG München, Beschluss vom 11. Dezember 2008, Az.: 31 Wx 85/08 - LAG Düsseldorf, Beschluss vom 21. November 2007, Az.: 12 Sa 1311/07 - LG Potsdam, Beschluss vom 20. April 2012, Az.: 24 Qs 64/11 - BSG, Urteil vom 7. November 2006, Az.: B 1 KR 23/06 R - OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 9. Dezember 2011, Az.: 25 U 106/11 - BGH, Urteil vom 25. April 2002, Az.: I ZR 296/99 | de |
q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
Identifikator | 01647066030 - Wem gehört es? - Suche Telefon
0164706XXXX
Wer ist 01647066030
Die Telefonnummer 01647066030 ist ein mobil-Handy Nummer und gehört zum -Netz mit der Vorwahl 0164. Gehen Sie zu allen Abschnitten unten und Sie können Details über seinen Inhaber herausfinden. Sie können es kostenlos veröffentlichen eine Bewerung dafür.
Variationen der Nummer 0164-7066030
+491647066030
0164 706 6030
0164 7066030
0049 164-706-6030
(+49)1647066030
(0164) 706 60 30
00491647066030
0 16 47 06 6030
016-47-06-6030
00 49 164 70 66 030
+49 164 7066030
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Andere ähnliche Nummern: 01774963638 +491774963638, 01791970666 0179 197 0666, 01502543731 0150 25 43 731, 01548781503 0154 8781 503, 01680779913 0168-0779913, 01654594189 0165-45-94-189, 01590315905 00491590315905, 01557912558 (+49)1557912558, 01633379246 0163/3379246, 01764973070 17-64-97-30-70.
01668663276 +491668663276, 01687592745 0168 759 2745, 01685580627 0168 55 80 627;
Bisherige Telefonnummern +491647066029; 00491647066028; +491647066027;
DE1647066030
Nächste Telefonnummern: +491647066031; 00491647066032; +491647066033;
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01779012424 01623635810 01733605010 01617344341 01615327024 01620506397 01718030216 01671306856 01786265916 01619689600 01646839616 01626500471 01635289504 01712577033 01685822387 01743636133 01612695236 01787610500 01653145758 01733733580 01598622465 01640180838 01713398474 01737861854 01769195671 01654202228 01701570685 01736884769 01786020304 01736917806 01624723908 01765032728 01770553617 01768328919 01792377070 01795880642 01798835316 01710407286 01667187498 01785101233 01740096887
01647066030 in Buchstaben
Null einz sechs vier sieben Null sechs sechs Null drei Null
NulleinzsechsviersiebenNullsechssechsNulldreiNull
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q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
Identifikator | Dr.Hök->Veröffentlichungen:Zeitschriften:Überblick über die Publikationen von Rechtsanwalt Dr. Hök in Fachzeitschriften 2000-2016
Dr. Hök, Zum Ausstieg aus der Dispute Adjudication nach FIDIC 1999 im Anwendungsbereich der Unterklausel 20.8, ZfBR 2016, 523 ff.
Dr. Hök, Der Persero Fall: Zur Vollziehung lediglich bindender DAB Sprüche nach FIDIC (1999), ZfBR 2016, 211 ff.
Dr. Hök/ Fahey, Observations on the FIDIC Subcontract 2011 - Part 1: a paper on the FIDIC Subcontract for Works published in the International Construction Law Review (ICLR), Volume 32 [2015], Part 3, 325 et seq.
Dr. Hök / Fahey, Observations on the FIDIC Construction Subcontract 2011 - Part 2, ICLR 2015, 366 et seq.
Dr. Hök, FIDIC Verträge im deutschen Umfeld - Theorie und Praxis, ZfBR 2014, 627 ff.
Hök, Dispute Adjudication Boards - The International or Third Dimension, ICLR 2012, 420 ff.
Dr. Hök, Der FIDIC Subcontract for Works, ZfBR 2014, 315 ff.
Dr. Hök, FIDIC Memorandum 2013 zur Vollziehung von vorläufig bindenden DAB Sprüchen mit einem Blick auf die DIS Schiedsgutachtenordnung, ZfBR 2013, 419 ff.
Dr. Hök, Vergabevorbereitung, Angebots- und Nachtragskalkulation nach FIDIC 1999 und dem FIDIC Gold Book, ZfBR 2013, 114 ff.
Dr. Hök, Employer´s Requirements in Design & Build Contracts under FIDIC - A Comparative Study, ICLR 2012, 121 ff.
Dr. Hök, FIDIC Verträge im (inter-)nationalen Anlagenbau, ZfBR 2012, 731 ff.
Dr. Hök, Zur Bindungswirkung von DAB Entscheidungen nach FIDIC - Anmerkung zur Entscheidung des Court of Appeal Singapore, Urteil vom 13.7.2011, 59/2010 CRW Joint Operation v. PT Perusahaa Gas Negara, ZfBR 2012, 107 ff.
Dr. Hök, Einstweilige Vollziehung von Dispute Adjudication Sprüchen durch Schiedsgerichte: Eine Besprechung der Entscheidung des High Court Singapore in Sachen PT Perusahaa Gas Negara vom 20.7.2010, ZfBR 2011, 523 ff.
Dr. Hök, Die UNCITRAL Schiedsgerichtsregelungen 2010 in baurechtlichen Schiedsverfahren, NZBau 2011, 385 ff..
Dr. Hök und Erbas, Risikoverteilung bei Bau- und Anlagenbauverträgen im türkischen Recht, NZBau 2011, 261 ff..
Dr. Hök, Status Quo of DRBs in Germany, Dispute Resolution Board Foundation Forum, Vol. 15, Issue 1, 17 ff.
Dr. Hök, Zum internationalen baurechtlichen Schiedsgerichts-verfahren im Allgemeinen und nach FIDIC, ZfBR 2011, 107
Dr. Hök, Dispute Adjudication: Modethema oder ernsthafte Alternative, ZfBR 2010, 736
Dr. Hök/Jaeger, FIDIC Conditions of Contract for Design, Build and Operate Projects, First Edition 2008 - A New Approach, ICLR 2010, 36
Dr. Hök, FIDIC Dispute Adjudication in Deutschland, IBR 2010, 378 (mit Langaufsatz online)
Dr. Hök, Zum Vergabeverfahren im Lichte des Internationalen Privatrechts, ZfBR 2010, 440
Dr. Hök, Risiken in Bauverträgen und ihre Handhabung - eine rechtsvergleichende Betrachtung, ZfBR 2009, 515
Dr. Hök, Zur Versicherungsdeckung beim Auslandsbau unter Berücksichtigung der FIDIC Verträge und der Contractor´s All Risk Insurance (CAR), VersR 2009, 878
Dr. Hök, Zur Nachlassspaltung bei beweglichem Nachlass, ZFE 2009, 219
Die Intestaterbfolge beurteilt sich nach dem Recht der Staatsangehörigkeit des Erblassers. Allerdings gilt der Grundsatz der Universalsukzession nicht weltweit, jedenfalls nicht unbeeinträchtigt. Bei unbeweglichem Vermögen ist die Nachlassspaltung anerkannt. Bei beweglichem Vermögen wird sie weitgehend ignoriert. Das ist nicht sachgerecht. Der Beitrag beshcäftigt sich eingehend mit der Nachlassapltung bei beweglichem Vermögen unter Berücksichtigung ausländischer Literatur und Rechtsprechung.
Dr. Hök, FIDIC Design, Build & Operate Form, the Gold Book, ZfBR 2009, 213
Dr. Hök, Relationship between FIDIC Conditions and Public Procurement Law - Reliability of Tender Documents, ICLR 2009, 23
Dr. Hök, Neues europäisches internationales Baurecht, ZfBR 2008, 741
Dr. Hök, Zur international privat- und verfahrensrechtlichen Behandlung des Schiedsgutachtens und DAB Spruches, ZfBR 2008, 323
Dr. Hök, FIDIC Verträge im Lichte der Unidroit Prinzipien als Vertragsstatut, ZfBR 2008, 115
Dr. Hök, Chinese Arbitration Requirements - A trap for FIDIC Arbitration, ICLR 2008, 190
Dr. Hök, Neues französisches Erbrecht mit praktischen Hinweisen, Teil 2, ZFE 2007, 372
Dr. Hök, Neues französisches Erbrecht mit praktischen Hinweisen, Teil 1, ZFE 2007, 333
Dr. Hök, Difficulties encountered in the English-French Translation of FIDIC´s Standard Form Contracts, ICLR 2007, 271
Dr. Hök, Zur Vertragsredaktion und -auslegung im grenzüberschreitenden Geschäft, ZAP 2007, Fach 25, 211
Dr. Hök, FIDIC Vertragsmuster, ein Angebot von FIDIC, VUBIC und VBI, IBR Juli 2007 (RKW), 13 ff.
Dr. Hök, Engineer und Dispute Adjudication Board in FIDIC-Verträgen: Entwicklung, Grundlagen und rechtliche Einordnung, ZfBR 2007, 416 ff.
Dr. Hök, Dispute Adjudication Verfahren-Chancen der Streitbeilegung nach angloamerikanischem Muster?, ZAP 2007 Fach 5, 191 ff.
Dr. Hök, Alternative zu FIDIC Conditions: ORGALIME Turnkey Contracts for Industrial Works, IBR 2007, 6
Dr. Hök, Europäische Union veröffentlicht eigene Vertragsbedingungen für Förderprogramme, IBR 2007, 5
Dr. Hök, Zum Baugrundrisiko in Deutschland mit einem Blick ins Ausland und auf internationale Vertragsmuster, ZfBR 2007, 3 ff.
Dr. Hök, Zum Sitz des Rechtsverhältnisses beim internationalen Bau- und Architektenvertrag, ZfBR 2006, 741 ff.
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Dr. Hök, Erbfolge und Noterbenrecht in Frankreich mit praktischen Hinweisen, ZFE 2006, 416 ff.
Dr. Hök, Saisie de compte et de créance transfronatlière. Plaidoyer pour le rattachement au pouvoir de disposition du débiteur, Revue Critique de droit international privé, 2006, 301 ff.
Dr. Hök, Werklohnbesicherung in der internationalen Praxis (FIDIC, ORGALIME, USA), IBR 2006, 373
Dr. Hök, FIDIC Contract Conditions: Anspruchsverlust durch fehlendes "Record Keeping" auch unter deutschem Recht, ZfBR 2006, 419 ff.
Dr. Hök, Werklohnverfolgung in England, IBR 2006, 374
Dr. Hök, Grenzüberschreitende Zwangsvollstreckung, ZAP 2006, Fach 14, 519 ff.
Dr. Hök/VBI, Deutsche Übersetzung FIDIC Xellow Book (erschienen bei VBI, Berlin) mit Einführung, 1. Auflage 2006
Dr. Hök/VBI, Deutsche Übersetzung FIDIC Red Book (erschienen bei VBI, Berlin) mit Einführung, 2. Auflage, 2006
Dr. Hök/VBI, Deutsche Übersetzung FIDIC Silver Book (erschienen bei VBI, Berlin) mit Einführung, 1. Auflage 2006
Dr. Hök, Kurzaufsatz: Was sind FIDIC-Verträge? IBR 2006, 3
Dr. Hök, Kurzaufsatz zur Vertragsgestaltung: Verständnis FIDIC-Vertrag: Rechte (Claims) müssen fristgebunden verfolgt werden, IBR 2006, 1320
Dr. Hök, Kurzaufsatz zur Vertragsgestaltung: Verständnis FIDIC-Vertrag: Die Streitbeilegung durch das Dispute Adjudication Board (DAB), IBR 2006, 1319
Dr. Hök, Kurzaufsatz zur Vertragsgestaltung: Gestaltung eines FIDIC-Vertrages: Extension of Time nur nach Critical Path Method (CPM), IBR 2006, 1141
Dr. Hök, Kurzaufsatz: Haftungsrisiko "Décennale" bei Auslandsaufträgen, IBR 2006, 1118
Dr. Hök, Islands Supreme Court - Strenge Dokumentationsanforderungen in FIDIC-Verträgen!, IBR 2006, 1107
Dr. Hök, English House of Lords - Überprüfung von Schiedssprüchen über FIDIC-Claims durch englische Gerichte, IBR 2006, 1057
Dr. Hök, Kurzaufsatz: Besicherung des Werklohnanspruchs in Polen, IBR 2006, 242
Dr. Hök, Kurzaufsatz zur Vertragsgestaltung: Besicherung der Werklohnansprüche im Ausland und nach FIDIC Conditions, IBR 2006, 125
Dr. Hök, Zur Bauzeitüberschreitung im englischen Baurecht mit Erläuterungen zum FIDIC Red Book unter Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung des BGH zu Vertragsstrafeklauseln, ZfBR 2006, 107-116
Dr. Hök, Baubeschränkungen und Bausicherung in Frankreich-Dienstbarkeiten und ihre Ausgestaltung, GuG 2005, 155 ff.
Dr. Hök, Zum FIDIC Red Book "harmonised version" als Variante des FIDIC Red Book 1999 und zu den Weltbank-Standard Bidding Documents 2005, ZfBR 2005, 742 ff.
Dr. Hök, Der Europäische Vollstreckungstitel für unbestrittene Forderungen, ZAP 2005 Fach 25, 159 ff.
Dr. Hök, Grenzüberschreitende Zustellung, ZAP 2005, Fach 25, 141 ff.
Dr. Hök, Zur Sprachregelung in den FIDIC-Verträgen, ZfBR 2005, 332 ff.
Dr.Hök, Die grenzüberschreitende Forderungs- und Kontopfändung, MDR 2005, 306
Dr.Hök, Internationales Vergaberecht der Weltbank für Bau und Anlagenbau auf der Grundlage von FIDIC und ENAA-Musterverträgen, ZfBR 2004, 731
Dr.Hök, Risiken und Sicherheiten im grenzüberschreitenden Geschäft, BauRB 2004, 346
Dr.Hök, Preisbindung im Geschäft mit Auslandsberührung, BauRB 2003, 76
Dr.Hök, Zur Absicherung der Verpflichtungen aus einem FIDIC-Bauvertrag durch Bankgarantien und Bürgschaften in der internationalen Praxis, ZfBR 2003, 527-535
Dr.Hök, Nachlaßgestaltung für Deutsche mit Grundbesitz in Frankreich, Erbfolgebesteuerung 2003, 217-222
Dr.Hök, Zur Grundstücksbewertung in Österreich, GuG 2003, 205-207
Dr.Hök, HOAI contra Dienstleitungsfreiheit, BauRB 2003, 102
Dr.Hök, Les mesures conservatoires relatives aux créances en Allemagne, Journal du Droit International 2003, 101 ff.
Dr.Hök, Sachverständigenwesen und Bewertung in der französischen Gerichtspraxis, GuG 2003, 45 ff.
Dr.Hök, Sitztheorie und Baurecht, ZfBR 2003, 320 ff.
Dr.Hök/Wallace, Erfolgreiche Forderungsvollstreckung in England, Vollstreckung effektiv (VE) 2003, 70 ff.
Dr.Hök/Wallace, Erfolgreiche Immobiliarvollstreckung in England, Vollstreckung effektiv (VE) 2003, 59 ff.
Dr.Hök, Antrag auf Vollstreckbarerklärung für ein ausländisches Urteil nach der EuGVVIO I, Vollstreckung effektiv (VE) 2003, 7 ff.
Dr.Hök, Das grenzüberschreitende Mahnverfahren, 2003, Prozessrecht aktiv (PA) 38 ff.
Dr.Hök, Festsetzung der Kosten ausländischer Vollstreckungsmaßnahmen nach § 788 ZPO, MDR 2002, 1291-1294
Dr.Hök, Nachforderungsmanagement im französischen Werkvertragsrecht, ZfBR 2003, 3-5
Dr.Hök, Antrag auf Vollstreckbarerklärung für ein ausländisches Urteil nach der EuGVVO I, Vollstreckung Effektiv (VE) 2003, 7-9
Dr.Hök, Vollstreckbarerklärung ausländischer notarieller Urkunden durch Notare, JurBüro 2002, 512-514
Dr.Hök, Discounted Cash-Flow-Verfahren in Frankreich, GuG 2002, 284-285
Dr.Hök, Zur Preisautonomie bei Architekten- und Ingenieurleistungen mit und ohne Auslandsberührung, BauR 2002, 1471-1477
Dr.Hök, Internationales und Europäisches Baurecht - Bericht 2000-2002, ZfBR 2002, 430-437
Dr.Hök, Europäischer Verhaltenskodex für Kreditinstitute, MDR 2002, 925-928
Dr.Hök in: Müller/Hök/Schulze, Deutsche Vollstreckungstitel im Ausland, Internationales Mahnverfahren
Dr.Hök/Wallace in: Müller/Hök/Schulze, Deutsche Vollstreckungstitel im Ausland, Länderbericht Grossbritannien
Dr.Hök, Aktuelles Gewerberaummietrecht in Frankreich, GuG 2002, 205 ff.
Dr.Hök, Das Gesetz über die Bauabzugsteuer und die Auswirkungen auf die Durchsetzung von Werklohnansprüchen, ZfBR 2002, 113-116
Der Gesetzgeber hat das Gesetz über die Bauabzugsteuer verabschiedet. Das Gesetz vom 30. August 2001 ist am 7. September 2001 in Kraft getreten, wird aber erst ab dem 1. Januar 2002 angewendet (BGBl 2001 I, 2267). Der Sinne des Gesetzes soll darin liegen, die Schwarzarbeit zu bekämpfen; ob das gelingt, erscheint mehr als zweifelhaft. Die Folgen des Gesetzes werden darin bestehen, dass den Bauunternehmern auf gewisse Zeit 15 % ihrer Liquidität genommen wird. Zudem wird der Verwaltungsaufwand bei den gewerblichen Vermietern steigen. Die neue Steuer hat schließlich Auswirkungen auf die zivilrechtliche Praxis (vgl. Birkenfeld, UstG, VI Rn. 339).
Dr.Hök, Neues zum öffentlichen Auftragsrecht in Frankreich, Marktöffnung für kleinere und mittelständische Unternehmen, ZfBR 2001,518 ff.
Der Beitrag befasst sich mit dem am 8. September 2001 in Kraft getretenen Novelle zum Code des marchés publics, der wiederum durch zahlreiche Dekrete ergänzt wird. Der neue Code verschlankt das geltende Recht und führt neue Vergabekriterien ein. Es wird zukünftig nicht mehr der billigste Anbieter gewinnen, sondern der beste. Ein weiteres Ziel ist die Marktöffung für kleinere und mittelständische Unternehmen.
Dr.Hök, Neues Bauplanungsrecht in Frankreich, GuG 2001, 168-171
Frankreich hat durch Gesetz n° 2000-1208 vom 13. Dezember 2000 relative à la solidarité et au renouvellement urbains (JO n° 289 vom 14. Dezember 2000, 19777) insbesondere den Code de l´Urbanisme nachhaltig geändert und damit das Planungsrecht einschließlich diverser Randgebiete umfänglich neu geregelt. Im Zentrum der planungsrechtlichen Änderungen stehen neue Überlegungen zur baulichen Auslastung von Grundstücken. Das Gesetz SRU wendet sich von dem ”plafond légal de densité” ab, hebt die Zahlungsverpflichtung für das Überschreiten des ”coefficient d´occupation du sol” auf, reduziert die lokale Steuer (taxe locale d´équipement) für Eigentumswohnungen und hebt sie für Einfamilienhäuser an, hebt Art. L.111-5 Code de l´urbanisme auf und schafft Mindestgrößen für Baugrundstücke ab. Es kommt ein deutliches Bestreben zum Ausdruck, die bauliche Auslastung der vorhandenen und zu beplanenden Flächen zu erhöhen. Das Gesetz bedeutet eine Abkehr von einer Politik der Zersiedelung hin zu einer urbaneren und verdichteten Lebensweise, die z.B.weniger Energie verbraucht.
Dr.Hök, Neuer Europäischer Verhaltenskodex und Verbraucherschutz, MDR 2001, 613-619
Bei der Anschaffung eines Grundstücks oder seiner Bebauung kann der Vorhabenträger auf verschiedene Finanzierungsformen zurückgreifen. Am Markt sind kurz-, mittel-, und langfristige Finanzierungen erhältlich. Seit geraumer Zeit drängt die Kommisson die Hypothekenbanken, mehr Verbrauchertransparenz zu schaffen. Sie drohte mit einer Richtlinie für den Fall, daß sich die Institute nicht zu mehr freiwilliger Transparenz entschlössen. Die daraufhin geführten Verhandlungen haben zu einem "Freiwilligen Verhaltenskodex über vorvertragliche Informationen für wohnungswirtschaftliche Kredite" ("Kodex") geführt, der von den teilnehmenden Darlehensgebern bezogen werden kann. Grundlage ist die entsprechende Empfehlung der Kommission vom 1. März 2001. Alle Darlehensgeber, die wohnungswirtschaftliche Darlehen vergeben, können den Kodex zeichnen, unabhängig davon, ob sie Mitglieder einer der verhandelnden Vereinigungen und Verbände sind. Die Europäischen Bausparkassenvereinigungen und andere kreditwirtschaftlichen Verbände haben den Kodex am 5. März 2001 gezeichnet. Sowohl inländische als auch grenzüberschreitende wohnungswirtschaftliche Darlehen, mit Ausnahme von Darlehensvereinbarungen, die von der Richtlinie 87/102/EWG des Rates vom 22. Dezember 1986 zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über den Verbraucherkredit, zuletzt geändert durch die Richtlinie 98/7/EG des Europäischen Parlaments und des Rates, erfasst werden, sollen unter diese Empfehlung fallen.
Dr. Hök, Zur Vergabe und Abwicklung öffentlicher Bauaufträge in Frankreich, ZfBR 2001, 220-228
In Frankreich beurteilen sich öffentliche Bauaufträge nach einer Vielzahl von Regelungen. Anwendbar sind zunächst die EG-Verträge, sodann die nationalen Vorschriften. Die öffentliche Auftragsvergabe ist Teil des öffentlichen Rechts. Hervorzuheben ist, dass die öffentliche Auftragsvergabe nahezu ausschließlich in die Zuständigkeit der Verwaltungsgerichte fällt (Dalloz, Construction, Rn. 5990). Grundlegend sind die Vorschriften des Code des Marchés Publics (CMP); daneben auch zivilrechtliche Vorschriften. Heranzuziehen sind insbesondere Vorschriften aus dem Code Civil, wie z.B. Art. 1134 CC, Art. 1108 CC, Art. 1165 CC, Art. 1153 und 1154 CC, ferner auch Bestimmungen aus dem Code de Procédure Civile, wie z.B. Art. 1269 C.proc.nouv. (vgl. Dalloz, Construction, Rn. 5981 ff.). Große Bedeutung haben zudem die ”Cahier des clauses administratives générales”. Sie sind staatlich bestätigte Geschäftsbedingungen (Dekret n° 76-87 vom 21. Januar 1976 modifié). Der Beitrag beschreibt die Modalitäten der Auftragsvergabe und der Auftragsabwicklung, also die näheren Umstände der Ausschreibung, der Zahlungsabwicklung und der Gewährleistung. Zu erwähnen ist, dass der CMP kürzlich neu kodifiziert wurde. Der neue CMP tritt erst am 8.09.2001 in Kraft.Der Autor wird das neue Recht demnächst kommentieren.
Dr.Hök, Der schnelle Vollstreckungszugriff in Europa, JurBüro 2001, 179-182
Die verbesserte Telekommunikation, On-line-Verbindungen und gute Verkehrsanbindungen schaffen ideale Bedingungen für grenzüberschreitenden Handel und Wandel. Dies geht nicht ohne ein Mindestmaß an Verrechtlichung, denn Rechtssicherheit ist die Grundlage des Wirtschaftens. Die Rechtsentwicklung hält jedoch nicht mit der technischen und gesellschaftlichen Entwicklung mit.Grenzüberschreitender Rechtsverkehr ist trotz aller Initiativen immer noch erheblich zähflüssiger als der nationale. Deshalb sind Kenntnisse über die Möglichkeiten der Forderungssicherung in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wichtig, denn oftmals kann den langwierigen Erkenntnis- und Exequaturverfahren effektiver einstweiliger Rechtsschutz vorgeschaltet werden. Der Beitrag befaßt sich mit den Möglichkeiten des einstweiligen Rechtsschutzes im Ausland und den grenzüberschreitenden Bedingungen.
Dr.Hök, Immobilienwertermittlung auf europäischer Rechtsgrundlage-ein neues Wertermittlungsrecht im Werden?, GuG 2001, 65-74
Die Immobilienwertermittlung ist Gegenstand grundlegender Diskussionen. Auf der einen Seite steht der Zwang zu mehr Transparenz und Vergleichbarkeit, auf der anderen Seite Traditionalismus und Partikularismus. Die inhaltliche Diskussion über eine Vereinheitlichung bzw. Angleichung des Wertermittlungsrechts wird auf der Grundlage nationaler Systeme und weniger anhand der Erfordernisse geführt. Dabei wird übersehen, daß das Wertermittlungsrecht keine reine Erfahrungswissenschaft ist sondern auf rechtlichen Grundlagen beruht, denen wichtige Grunderkenntnisse zugrundeliegen. Ferner wird verdrängt, daß die Brüsseler Administration ein wichtiges Wort mitreden wird. Der Beitrag zeigt nationale und europäische Entwicklungen auf.
Dr.Hök, Die Finanzierung von Immobilien in Frankreich, Der Langfristige Kredit, 2000, 718-724
In Frankreich unterscheidet sich die Immobilienfinanzierung letztendlich nicht sehr weitgehend von anderen Formen der Finanzierung. Eine Besonderheit liegt in dem Zugang spezieller Organisationen zum Finanzierungsgeschäft und in den weitreichenden Verbraucherschutzbestimmungen.
Dr.Hök, Zur Entschädigung bei Enteignung von Grundstücken in Frankreich, GuG 2001, 20-24
Gemäß Art. L. 13-13 (C. expro.) muß die Enteignungsentschädigung die Gesamtheit des direkten, materiellen und bestimmten Schaden abdecken. Jeder, der von einer Enteignungsmaßnahme betroffen ist, kann Ersatz beanspruchen (vgl. Art. L. 13-2 C. expro.). Der Wortlaut der Regelung spricht dafür, den Enteigneten so zu stellen, wie er vor der Enteignung stand, ihn also die Mittel zur Verfügung zu stellen, die er benötigt, um sich eine identische Immobilie zu beschaffen. Es ist aber klarzustellen, daß sich die Entschädigung für bekannte Grundstücke nach dem Verkehrswert (valeur vénale) und nicht nach dem Wiederbeschaffungswert bemißt (Cass. civ., 20.04.1968, Bull. Civ. III. n°171).
Dr.Hök, Zu den praktischen Auswirkungen der europäischen Niederlassungsfreiheit auf das deutsche Gesellschaftsrecht, zugleich Anmerkung zu BGH ZfBR 2000, 404, ZfBR 2001, 10-12
Allen Ortes wird gefordert, die Unternehmen müssten flexibel sein, den Märkten folgen, innovativ sein und global denken. Auch den deutschen Bauunternehmen wird dies vorgehalten. Gelegentlich müssen sich solche Schlagworte an den rechtlichen Gegebenheiten messen lassen. Immerhin garantieren die Europäischen Verträge die Niederlassungsfreiheit, die Freizügigkeit der Arbeitnehmer, die Dienstleistungsfreiheit, die Freiheit des Kapitalverkehrs und die Freiheit des Warenaustausches. Deutschland lässt jedoch nach wie vor in- und ausländischen Unternehmen sehr wenig Spielraum bei der Standortauswahl. Es herrscht der Grundsatz, was Deutsch ist soll Deutsch bleiben und was aus dem Ausland kommt, muß mit Argwohn betrachtet werden.
Dr.Hök, Refinanzierung von Immobilienkrediten in Frankreich. Der Langfristige Kredit, Jahrgang 2001, S. 26-30
Die Auslandsengagements der Hypothekenbanken gewinnen in den Bilanzen immer mehr an Bedeutung, nicht zuletzt deshalb, weil sich der deutsche Immobilienmarkt zurzeit weniger aufnahmebereit zeigt.
Dr.Hök, Einführung in das Recht der Europäischen Union und die Grundfreiheiten in der Europäischen Union, ZMV (Zeitschrift für die Praxis der Mitarbeitervertretung in den Einrichtungen der katholischen und evangelischen Kirche) 2000, 252-257
Kenntnisse des Europarechts sind heute nahezu unabdingbar, denn bis zu 80 % des geltenden deutschen Wirtschaftsrechts sind mittelbar oder unmittelbar auf EU-Recht zurückzuführen. Dies gilt auch für das Arbeitsrecht, das über Art. 39 EGV neu und die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshof beeinflusst wird; namentlich auch für Arbeitsverträge mit Kirchen (vgl. EuGH Rs. 300/84, van Roosmalen, Slg. 1986, 3067) und sog. weltanschaulichen Gruppierungen (EuGH Rs. 41/74, van Duyn/Home Office, Slg. 1974, 1337).
Dr.Hök, Das französische Grundstücksrecht im Überblick, GuG 2000, 349-352
Immobilieninvestititionen sind nur dann werthaltig, wenn die erworbenen Rechte drittbeständig sind und zuverlässige Informationen über den Inhalt des erworbenen Eigentums, seine Belastungen und Einschränkungen existieren. Das französische Grundstücksrecht hat einen eigenen Charakter, dessen Grundlagen im Code Civil geregelt sind, die das Grundstücksrecht aber nicht abschließend regeln. Die einschlägigen Rechtsquellen sind nur schwer auffindbar, zumal sich das französische Recht aus einem etwas unübersichtlichen System aus Gesetzen, Dekreten und einfachen Verordnungen zusammensetzt, was sich z.B. dadurch ausdrückt, daß die neueren Kodifikationen aus verschiedenen Teilen bestehen.
Dr.Hök, Das Gesetz zur Beschleunigung fälliger Zahlung-Kurzkritik im Lichte der europäischen Richtlinie 2000/35/EG vom 29. Juni 2000, ZfBR 2000, 513-518
Aus den jüngsten Statistiken geht hervor, dass sich die Zahlungsdisziplin in vielen Mitgliedstaaten der Europäischen Union seit Annahme der Empfehlung vom 12. Mai 1995 im günstigsten Fall nicht verbessert hat. Das Ziel der Bekämpfung des Zahlungsverkehrs im Binnenmarkt kann nach Überzeugung in Brüssel von den Mitgliedstaaten nicht ausreichend verwirklicht werden, wenn sie einzeln tätig werden. Seit 1995 wird daher in Brüssel an der einer Richtlinie zur Bekämpfung des Zahlungsverzugs gearbeitet. Sie trat am 8. August 2000 in Kraft (ABl Nr. L. 200, 35 ff). Gleichwohl ist der deutsche Gesetzgeber vorgeprescht. Das Gesetz zur Beschleunigung fälliger Zahlung trat am 1. Mai 2000 in Kraft (BGBl 2000 I, 330). Es bringt im Kern Änderungen der Regelungen zum Zahlungsverzug mit sich, führt den Anspruch auf Abschlagszahlung des Werkunternehmers ein, ändert die Regelungen zur Abnahme des Werkes und erweitert den Anspruch auf Sicherheitsleistung des Werkunternehmers auf Nebenforderungen.
Dr.Hök, Zum nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruch bei Bauschäden durch Baumaßnahmen und dem Regreß gegenüber dem Unternehmer, ZfBR 2000, 376 ff.
Dr.Hök, Immobilienwertermittlung in Frankreich, GuG 2000, 193 ff.
Dr.Hök, Das französische Individualbaurecht, ZfBR 2000, 80 ff.
Dr. Hök, Neues zum Internationalen Privatrecht des Bauvertrages, ZfBR 2000, 7-9
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q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
Identifikator | BR Urteil: Mitbestimmung bei Telefondatenerfassung - 1 ABR 48/84 | W.A.F.
2. Daten über von Arbeitnehmern geführte Telefongespräche sind personenbezogene Daten des Arbeitnehmers im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes. Sie können, wenn die Zielnummer erfaßt wird, auch personenbezogene Daten des Angerufenen sein.
3. Die Verarbeitung von personenbezogenen Daten der Arbeitnehmer ist datenschutzrechtlich schon dann zulässig, wenn sie durch eine Betriebsvereinbarung oder durch einen Spruch der Einigungsstelle erlaubt wird. Betriebsvereinbarung oder Spruch der Einigungsstelle können auch zuungunsten der Arbeitnehmer von den Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes abweichen. Sie müssen sich im Rahmen der Regelungskompetenz der Betriebspartner halten und den Grundsätzen über den Persönlichkeitsschutz des Arbeitnehmers im Arbeitsverhältnis Rechnung tragen.
A. Der Arbeitgeber betreibt einen weltweiten Stahlhandel. Er hat zur Vermittlung, Aufzeichnung und Abrechnung von Telefongesprächen eine Telefonanlage der Marke "Siemens EMS 600" installiert. Da Betriebsrat und Arbeitgeber sich über die Einführung und Nutzung dieser Telefonanlage nicht einigen konnten, wurde einvernehmlich eine Einigungsstelle angerufen. Vor dieser schlossen die Betriebspartner am 7. Mai 1983 eine Betriebsvereinbarung, die auszugsweise wie folgt lautet:
Zur Kostenerfassung und -steuerung von Amtsgesprächen wird eine Telefongebührenerfassung über die vorhandene Telefonanlage "Siemens EMS 600" eingeführt. Diese Anlage wird ausschließlich in dem durch die Vereinbarung vorgegebenen Rahmen benutzt.
(1) Die Kosten dienstlicher Telefongespräche trägt der Arbeitgeber. Hierzu gehören "Dienstgespräche" und "Gespräche aus dienstlichem Anlaß". Dienstgespräche sind alle Gespräche, die der Mitarbeiter in Erfüllung seines Arbeitsvertrages für den Arbeitgeber führt. Gespräche aus dienstlichem Anlaß sind Privatgespräche, die der Mitarbeiter aus dienstlichem Anlaß führen muß sowie notwendige Anrufe bei Ärzten, Krankenhäusern oder Krankenkassen. Bei dienstlichen Telefongesprächen wählt der Mitarbeiter die Amtsleitung über Ziffer "0" an und kennzeichnet das Gespräch damit als Dienstgespräch.
Bei Privatgesprächen wählt der Mitarbeiter die Amtsleitung über die Ziffer "9" an und kennzeichnet das Gespräch damit als Privatgespräch.
(3) Die Kosten der Betriebsratsgespräche trägt der Arbeitgeber. Betriebsratsmitglieder benutzen für externe Betriebsratsgespräche das für den Betriebsrat vorgesehene Telefon oder das Telefon der Betriebsratsvorsitzenden und ihres Stellvertreters. Bei Benutzung des dem Betriebsrat zur Verfügung gestellten Telefons wählen sie das Amt über Ziffer "9" an, bei Benutzung der Telefon der Betriebsratsvorsitzenden und ihres Stellvertreters wählen sie das Amt über die Ziffer "0" an.
Sofort nach Ausdruck wird die Speicherung aller Telefondaten physisch gelöscht. ....
(1) Die durch die Anlage erfaßten Daten dürfen weder mit anderen Daten maschinell verknüpft oder in anderen Programmen dieser oder anderer Anlagen verwendet werden. Der Arbeitgeber erstellt und verwendet keine "umgekehrten" Telefonbücher.
(4) Mißbraucht der Mitarbeiter die Telefonanlage (Ziffer 2) oder befolgt er im Rahmen der personellen Führung erteilte Anordnungen (Ziffer 3) wiederholt nicht, ist die Geschäftsleitung berechtigt, personelle Maßnahmen (Verwarnung, Verweis, Abmahnung, Versetzung, Änderungskündigung, Kündigung) zu ergreifen, soweit die gesetzlichen oder die in der Arbeitsordnung vom 22.12.1981 vorgesehenen Voraussetzungen im einzelnen vorliegen.
(6) Soll - abgesehen von Verweis und Verwarnung - eine der in Ziffer (4) genannten personellen Maßnahmen wegen Mißbrauchs der Telefonanlage (Ziffer 2) ergriffen werden, hat der Arbeitgeber vorher dem Betriebsrat die hierzu getroffenen Tatsachenfeststellungen mitzuteilen und auf Wunsch des Betriebsrates anhand der ihm vorliegenden Unterlagen zu erläutern. Hierbei kann auf Wunsch des Arbeitgebers oder des Betriebsrates der betroffene Arbeitnehmer hinzugezogen werden. Eine ohne Mitteilung oder erwünschte Erläuterung durchgeführte personelle Maßnahme ist unwirksam.
(6) a. Soll einem Mitarbeiter außerordentlich gekündigt werden - § 626 BGB -, weil er wiederholt die in Ziff. (3) bezeichneten Anordnungen nicht befolgt, richtet sich die Beteiligung des Betriebsrats nach den Vorschriften des BetrVG.
b. Soll ein Mitarbeiter versetzt oder ordentlich gekündigt werden - §§ 1 und 2 KSchG - weil er wiederholt die in Ziffer (3) bezeichneten Anordnungen nicht befolgt, ist die vorherige Zustimmung des Betriebsrats erforderlich. Sie ist Wirksamkeitsvoraussetzung. Der Betriebsrat kann die Zustimmung verweigern, wenn
b) die der geplanten Maßnahme vom Arbeitgeber zugrunde gelegten tatsächlichen Feststellungen
unrichtig sind. Verweigert der Betriebsrat die Zustimmung, .... kann (der Arbeitgeber) dann beim Arbeitsgericht beantragen, die Zustimmung zu ersetzen.
c. Soll ein Mitarbeiter abgemahnt werden, weil er die in Ziffer (3) bezeichneten Anordnungen wiederholt nicht befolgt, ist der Betriebsrat vorher anzuhören. ... Eine ohne Anhörung des Betriebsrats erteilte Abmahnung ist unwirksam.
Ebenfalls am 7. Mai 1983 beschloß die Einigungsstelle in Ausnutzung des Vorbehalts in Ziffer 5 (3) und (4) der Betriebsvereinbarung folgenden Spruch:
Der Betriebsrat hat vor dem Arbeitsgericht beantragt, den Spruch der Einigungsstelle vom 7. Mai 1983 zu Ziffer 5 (3) und (4) der Betriebsvereinbarung über das Telefonsystem "Siemens EMS 600" aufzuheben, hilfsweise festzustellen, daß dieser Spruch der Einigungsstelle rechtsunwirksam ist.
Der Arbeitgeber hat beantragt, den Antrag abzuweisen. Er hält den Spruch für wirksam. Die Erfassung der Zielnummer bei Dienstgesprächen sei erforderlich. Damit könnten Gespräche mit Geschäftspartnern hinsichtlich Zeitpunkt, Dauer und Gesprächsteilnehmer dokumentiert werden. Darüber hinaus sei so eine erforderliche Kostenkontrolle möglich und könne das Telefonverhalten der Mitarbeiter gesteuert werden. Gegen das Fernmeldegeheimnis werde mit einer solchen Regelung nicht verstoßen. Der Registrierung der Zielnummer stünden auch Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes nicht entgegen. Bei der Telefonnummer handele es sich nicht um ein personenbezogenes Datum, zumal die Gesprächspartner bei Dienstgesprächen in der Regel Firmen und juristische Personen, nicht aber Einzelpersonen seien.
Das Arbeitsgericht hat den Antrag abgewiesen, den Hauptantrag als unzulässig, den Hilfsantrag als unbegründet. Das Landesarbeitsgericht hat die Beschwerde des Betriebsrats zurückgewiesen. Mit der zugelassenen Rechtsbeschwerde verfolgt der Betriebsrat seine Anträge weiter, während der Arbeitgeber um Zurückweisung der Rechtsbeschwerde bittet.
Diese Annahme der Beteiligten ist zutreffend. Die Telefonanlage "Siemens EMS 600" ist eine technische Einrichtung, die nach dem zur Anwendung kommenden Programm unmittelbar Verhaltens- und Leistungsdaten der telefonierenden Arbeitnehmer erfaßt und zu Aussagen über Verhalten und/oder Leistung der Arbeitnehmer verarbeitet. Zumindest der Ausdruck, von einer bestimmten Nebenstelle sei an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit mit einer bestimmten Zielnummer ein Telefongespräch von bestimmter Dauer geführt worden, enthält eine Aussage über Verhalten und/oder Leistung des Nebenstelleninhabers. Wer dieser Nebenstelleninhaber ist, steht fest. Die Betriebsvereinbarung spricht in Ziff. 3 (2) vom Nebenstellenapparat "des Mitarbeiters", der gegen unbefugte Benutzung durch eine individuelle Codeziffer gesichert werden kann. Damit hat der Betriebsrat bei der Einführung und Anwendung eines Telefondatenerfassungssystems der vorliegenden Art nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG ein Mitbestimmungsrecht. Das bedarf keiner weiteren Begründung und ist auch unter den Beteiligten nicht im Streit.
a) Eine Verletzung des Fernmeldegeheimnisses scheidet allerdings nicht schon deswegen aus, weil der Inhalt des Ferngesprächs nicht erfaßt und bekannt wird. Das Fernmeldegeheimnis schützt auch die näheren Umstände des Fernmeldeverkehrs, also auch die Tatsache, ob, wer und wann mit wem telefoniert hat. Das Fernmeldegeheimnis kann daher auch durch die von der Telefondatenerfassungsanlage erfaßten Daten und erarbeiteten Aussagen verletzt werden.
b) Nach Art. 10 Abs. 1 GG ist das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis unverletzlich. Mit dieser Bestimmung weist das Grundgesetz dem Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis einen hohen Rang zu. Es gewährleistet damit die freie Entfaltung der Persönlichkeit durch einen privaten, vor den Augen der Öffentlichkeit verborgenen Austausch von Nachrichten, Gedanken und Meinungen (Informationen) und wahrt damit die Würde des denkenden und freiheitlich handelnden Menschen. Dieses Grundrecht schützt den Einzelnen nicht nur gegenüber der Post, sondern auch Bürger und Post gegenüber anderen staatlichen Stellen. Es schützt den privaten und den geschäftlichen Fernmeldeverkehr vor Eingriffen auch schon in Form der bloßen Kenntnisnahme durch die öffentliche Gewalt. Es ist damit ein klassisches Abwehrrecht des Bürgers gegen hoheitliche Eingriffe des Staates.
Die Frage, ob Art. 10 GG auch Privatpersonen unmittelbar verpflichtet, das Fernmeldegeheimnis zu wahren, ist umstritten. Nach überwiegender Meinung kommt Art. 10 GG eine solche unmittelbare Drittwirkung für die Rechtsbeziehungen Privater untereinander nicht zu. Der Senat schließt sich dem an.
Die in Art. 10 Abs. 1 GG enthaltene Anerkennung des hohen Wertes eines freien, ungehinderten und "geheimen" Informationsaustausches unter Privatpersonen ist damit jedoch nicht ohne Bedeutung für das Verhältnis und die Rechtsbeziehungen der Bürger untereinander. Der Große Senat des Bundesarbeitsgerichts hat im Anschluß an die ständige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ausgesprochen, daß auch im Rahmen von Privatrechtsbeziehungen auf die in den Grundrechten des Grundgesetzes zum Ausdruck gekommene Wertentscheidung der Verfassung Bedacht zu nehmen sei. Die in den Grundrechtsnormen enthaltene objektive Wertordnung gelte als verfassungsrechtliche Grundentscheidung für alle Bereiche des Rechts und wirke deshalb auch auf das Privatrecht ein. Die Entscheidung des Grundgesetzes für einen freien und geheimen Informationsaustausch über Fernmeldeeinrichtungen ist daher dann zu berücksichtigen, wenn es um die Beantwortung der Frage geht, ob eine von den Betriebspartnern geschaffene Regelung dieses Informationsaustausches auf diese verfassungsrechtliche Wertentscheidung Bedacht nimmt (s. dazu unten B II 3 b aa (2)). Ein unmittelbarer Verstoß des Spruchs der Einigungsstelle gegen Art. 10 Abs. 1 GG mit der Folge der Nichtigkeit des Spruchs kommt nicht in Betracht.
d) Aus diesem Grunde verstößt der Spruch der Einigungsstelle auch nicht gegen § 10 FernmG. Diese Vorschrift verpflichtet die im Dienst der Deutschen Bundespost stehenden Personen zur Wahrung des Fernsprechgeheimnisses und erstreckt in Abs. 2 diese Verpflichtung auch auf Personen, die Fernmeldeanlagen bedienen oder beaufsichtigen, die nicht der Deutschen Bundespost gehören, aber für den öffentlichen Verkehr bestimmt sind. Selbst wenn daher die vom Arbeitgeber betriebene Telefonanlage eine Anlage im Sinne von § 10 Abs. 2 FernmG ist - was hier dahingestellt bleiben kann -, folgt daraus nur, daß die mit der Bedienung der Anlage betrauten Personen zur Wahrung des Fernsprechgeheimnisses verpflichtet sind, nicht aber daß diese Personen - und über sie der Arbeitgeber als Betreiber der Anlage - von einem Telefongespräch und seinen näheren Umständen selbst Kenntnis nehmen.
e) Für die Frage, ob der Spruch der Einigungsstelle gegen Vorschriften über das Fernmeldegeheimnis verstößt, kommt es auch nicht darauf an, ob man auf das Fernmeldegeheimnis des Anrufers oder des Angerufenen abstellt. Der Angerufene hat dadurch, daß er am Fernsprechverkehr teilnimmt, die Möglichkeit geschaffen, daß er von jedem Anrufer von jedem beliebigen Anschluß aus angerufen werden kann mit der notwendigen Folge, daß der jeweilige Anlagenbetreiber oder Anschlußinhaber von der Tatsache, daß er angerufen worden ist, Kenntnis erlangt oder zumindest Kenntnis erlangen kann. Vor dieser Kenntnisnahme schützt das Fernmeldegeheimnis wie dargelegt nicht. Das Fernmeldegeheimnis des Angerufenen besteht auch nicht gegenüber dem Anrufer. Dieser ist nicht im Hinblick auf das Fernsprechgeheimnis des Angerufenen verpflichtet, über das Gespräch als solches - nicht einmal über seinen Inhalt - zu schweigen. Eine solche Verpflichtung bedarf vielmehr einer besonderen Rechtsgrundlage. Das Fernmeldegeheimnis des Angerufenen wird daher auch nicht dadurch verletzt, daß der anrufende Arbeitnehmer die Telefonanlage des Arbeitgebers für den Anruf benutzt in Kenntnis des Umstandes, daß die Tatsache des Gesprächs und seiner näheren Umstände aufgezeichnet wird und damit zur Kenntnis des Arbeitgebers gelangt. Ob der Arbeitgeber als Anlagebetreiber oder Anschlußinhaber auch dem Angerufenen gegenüber - etwa aus § 10 FernmG - verpflichtet ist, über die Tatsache des Gesprächs Dritten keine Kenntnis zu geben, ist eine andere, hier nicht zu entscheidende Frage.
a) Die Telefondatenanlage speichert Daten im Sinne von § 2 Abs. 2 Nr. 1 BDSG. Bei diesen Daten handelt es sich um personenbezogene Daten im Sinne von § 2 Abs. 1 BDSG. Es sind personenbezogene Daten des anrufenden Arbeitnehmers und können personenbezogene Daten des Angerufenen sein.
bb) Soweit bei Dienstgesprächen und Privatgesprächen aus dienstlichem Anlaß auch die Zielnummer erfaßt wird, kann es sich dabei auch um ein personenbezogenes Datum des Angerufenen handeln. Voraussetzung ist zunächst, daß es sich bei dem Anschlußinhaber um eine natürliche Person handelt, da das Bundesdatenschutzgesetz nur personenbezogene Daten natürlicher Personen, nicht aber von juristischen Personen, Behörden oder Personenmehrheiten, wie etwa einer Handelsgesellschaft, schützt. Daß Anschlußinhaber der angerufenen Zielnummern auch natürliche Personen sind, ist nicht auszuschließen, wenn auch bei Dienstgesprächen Anschlußinhaber der Zielnummer vielfach eine juristische Person, eine Behörde oder eine Handelsgesellschaft sein wird. Die erfaßte Zielnummer allein bezieht das Telefongespräch noch nicht auf eine bestimmte natürliche Person als Anschlußinhaber. Das Telefongespräch mit dieser Zielnummer wird aber zum personenbezogenen Datum erst dann, wenn der Anschlußinhaber mit Hilfe von Zusatzwissen bestimmbar ist. Über Anfragen bei der Bundespost ist der Anschlußinhaber einer bestimmten Rufnummer nicht zu ermitteln. Wie eine Anfrage bei der Oberpostdirektion Frankfurt ergeben hat, werden entsprechende Auskünfte nur im Wege der Amtshilfe und sonst nur in wenigen Ausnahmefällen gegeben. Umgekehrte, d.h. nach Rufnummern geordnete Telefonbücher sind im Handel nicht erhältlich. Der Arbeitgeber selbst hat sich in der Betriebsvereinbarung verpflichtet, solche umgekehrten Telefonbücher nicht zu führen. Gleichwohl kann davon ausgegangen werden, daß jedenfalls bei einer Vielzahl von Gesprächen zumindest der Anschlußinhaber einer bestimmten Rufnummer mit einem noch vertretbaren Aufwand bestimmbar ist. Die Beteiligten gehen in der Betriebsvereinbarung selbst davon aus, daß die Telefondatenerfassung auch der Führung und Kontrolle der Mitarbeiter dient. Ihr Telefonverhalten soll festgestellt, das Befolgen von Anweisungen überprüft und dem Mißbrauch der Telefonanlage vorgebeugt werden. Das setzt voraus, daß jedenfalls in einer relevanten Zahl von Fällen mit Hilfe der Zielnummer auch der angerufene Anschlußinhaber oder gar der Gesprächspartner festgestellt werden kann, sei es, daß dieser ohnehin bekannt ist oder wenigstens vom Arbeitnehmer benannt werden kann.
aa) Die Verarbeitung personenbezogener Daten der Arbeitnehmer, hier in Form der Erfassung der genannten Telefondaten durch die Telefonanlage des Arbeitgebers, ist hier schon deswegen datenschutzrechtlich zulässig, weil sie durch die Betriebsvereinbarung und den diese ergänzenden Spruch der Einigungsstelle "erlaubt" wird (§ 3 Satz 1 Nr. 1 BDSG). Darauf, ob die Voraussetzungen des § 23 BDSG erfüllt sind, kommt es nicht an.
(1) Im betriebsverfassungsrechtlichen und datenschutzrechtlichen Schrifttum ist allgemein anerkannt, daß eine "andere Rechtsvorschrift" im Sinne von § 3 Satz 1 Nr. 1 BDSG auch die normativen Bestimmungen eines Tarifvertrages oder einer Betriebsvereinbarung sein können. Der Senat folgt dieser Auffassung. Der Begriff "andere Rechtsvorschriften" ist denkbar weit. Die Materialien zum Bundesdatenschutzgesetz lassen an keiner Stelle erkennen, daß der Gesetzgeber damit nur Rechtsvorschriften gemeint hat, die von staatlichen Stellen beschlossen oder erlassen worden sind. Die Geltung solcher Vorschriften neben dem Bundesdatenschutzgesetz wird weitgehend schon durch § 7 Abs. 2 und § 45 BDSG geregelt. Daß damit auch Rechtsvorschriften im Range unterhalb des Gesetzesrechtes die Verarbeitung personenbezogener Daten erlauben und damit den Datenschutz gestalten können, steht dem nicht entgegen. Das Bundesdatenschutzgesetz versteht sich als eine subsidiäre Regelung des Datenschutzes, die hinter bereichsspezifischen Regelungen zurücktritt.
Die Einbeziehung von Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen in den Kreis der anderen Rechtsvorschriften, durch die die Verarbeitung personenbezogener Daten abweichend vom Bundesdatenschutzgesetz erlaubt werden kann, erscheint auch sinnvoll und erforderlich. Die Verarbeitung personenbezogener Daten im Arbeitsverhältnis kann für den jeweiligen Arbeitgeber sinnvoll nur nach einheitlichen Gesichtspunkten erfolgen. Die Zulässigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten im Arbeitsverhältnis muß daher an Wertungen anknüpfen, die diesen Umstand berücksichtigen und das Interesse des Arbeitgebers an der Datenverarbeitung gegen das Interesse der Arbeitnehmer als Betroffene in ihrer Gesamtheit gegeneinander abwägen. Die Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes für die Datenverarbeitung nicht-öffentlicher Stellen in den §§ 22 ff. BDSG knüpfen jedoch die Zulässigkeit an eine Abwägung allein der Interessen des Arbeitgebers und des einzelnen Arbeitnehmers als des jeweiligen Betroffenen. Deren Interessen können jedoch von unterschiedlichem Gewicht sein mit der Folge, daß eine bestimmte Datenverarbeitung dem einen Arbeitnehmer gegenüber zulässig, dem anderen gegenüber jedoch unzulässig ist. Dem kann jedoch durch eine kollektive Regelung, wie sie Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen darstellen, begegnet werden.
Sind damit Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen andere Rechtsvorschriften im Sinne von § 3 Satz 1 Nr. 1 BDSG, so folgt daraus, daß diese hinsichtlich ihres zulässigen Inhaltes nicht an den Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes zu messen sind. Sie können den Datenschutz der Arbeitnehmer auch abweichend vom Bundesdatenschutzgesetz regeln. Sie sind nicht darauf beschränkt, nur unbestimmte Rechtsbegriffe des Bundesdatenschutzgesetzes unter Berücksichtigung der betrieblichen Besonderheiten näher zu konkretisieren oder den Datenschutz der Arbeitnehmer zu verstärken. Der Datenschutz nach dem Bundesdatenschutzgesetz ist gegenüber den genannten anderen Rechtsvorschriften nicht unabdingbarer Mindeststandard, der durch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen nur zugunsten der Arbeitnehmer verbessert werden könnte. Eine mögliche Verbesserung des Arbeitnehmerdatenschutzes durch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen hätte keiner ausdrücklichen gesetzlichen Regelung bedurft, sich vielmehr schon aus dem Günstigkeitsprinzip ergeben. Soweit in der Literatur geltend gemacht wird, durch Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung dürfe der Datenschutz der Arbeitnehmer nicht verschlechtert werden, vermag der Senat dem daher nicht zu folgen.
Daraus folgt jedoch nicht, daß datenschutzrechtliche Regelungen in Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen einen beliebigen Inhalt haben können. Sie müssen sich im Rahmen der Regelungsautonomie der Tarifvertragsparteien bzw. der Betriebspartner halten und die für diese Autonomie geltenden, sich aus grundgesetzlichen Wertungen, zwingendem Gesetzesrecht und den allgemeinen Grundsätzen des Arbeitsrechts ergebenden Beschränkungen beachten.
Nach § 75 Abs. 2 BetrVG haben die Betriebspartner die freie Entfaltung der Persönlichkeit der im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer zu schützen und zu fördern. Durch die Erfassung von Telefondaten und damit durch die Registrierung des Telefonverhaltens der Arbeitnehmer, insbesondere auch bei Privatgesprächen aus dienstlichem Anlaß und reinen Privatgesprächen, wird die freie Entfaltung der Persönlichkeit des Arbeitnehmers im Arbeitsverhältnis berührt. Seine Entscheidung, zu telefonieren oder nicht zu telefonieren, wird auch bedingt durch das Bewußtsein, daß der Arbeitgeber davon in jedem Falle eine detaillierte Kenntnis erhält. Dabei kommt diesem Umstand eine besondere Bedeutung deswegen zu, weil Art. 10 Abs. 1 GG über den Schutz des Fernsprechgeheimnisses zum Ausdruck bringt, daß das Grundgesetz gerade dem ungehinderten und geheimen, d.h. durch Kenntnisnahme nicht behinderten Informationsaustausch über den Fernsprechverkehr eine besondere Bedeutung beimißt. Das allein macht jedoch eine Regelung der vorliegenden Art über die Erfassung von Telefondaten noch nicht unzulässig. Deren Zulässigkeit oder Unzulässigkeit kann sich vielmehr wie auch sonst im Persönlichkeitsschutz des Arbeitnehmers nur aus einer Abwägung der gegenseitigen Interessen an einer solchen Telefondatenerfassung ergeben. Maßgebend ist, welche schutzwerten Interessen der Arbeitgeber an der Telefondatenerfassung hat und welche schutzwerten Interessen der Arbeitnehmer dem entgegenstehen. Diese gebotene Interessenabwägung mag praktisch weitgehend den Voraussetzungen des § 23 BDSG für die Verarbeitung personenbezogener Daten entsprechen. Sie ist mit ihr jedoch - wie dargelegt - nicht identisch, insoweit sie eine kollektive Bewertung der gegenläufigen Interessen erforderlich macht und erlaubt und im Falle gerade der Verarbeitung von Telefondaten die aufgezeigte verfassungsrechtliche Wertentscheidung für einen ungehinderten Fernsprechverkehr berücksichtigen muß.
bb) Die Telefondatenerfassung beinhaltet - wie dargelegt - gleichzeitig die Verarbeitung personenbezogener Daten der Angerufenen als Anschlußinhaber oder gar als Gesprächsteilnehmer. Ob diese datenschutzrechtlich zulässig ist, ist vorliegend nicht zu entscheiden. Durch den Spruch der Einigungsstelle werden Rechte auf Datenschutz dieser Dritten nicht verletzt.
Stellt die Telefondatenerfassung wie hier die Verarbeitung personenbezogener Daten sowohl der Arbeitnehmer als auch von Dritten dar, so bedarf diese, soll sie datenschutzrechtlich zulässig sein, eines Erlaubnistatbestandes sowohl gegenüber den Arbeitnehmern als auch gegenüber den angerufenen Dritten. Gegenüber den Arbeitnehmern kann sich, wie dargelegt, diese Erlaubnis aus einer gültigen Betriebsvereinbarung und gegebenenfalls aus einem wirksamen Spruch der Einigungsstelle ergeben. Liegt eine solche Erlaubnis gegenüber den Arbeitnehmern vor, so folgt daraus nicht, daß die Telefondatenerhebung auch gegenüber den angerufenen Dritten datenschutzrechtlich zulässig wird. Betriebsvereinbarungen und diese ersetzende Sprüche der Einigungsstelle können nur das Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber regeln. Für das Verhältnis des Arbeitgebers zu Dritten sind sie ohne rechtliche Bedeutung. Dadurch, daß sie die Telefondatenerfassung im Verhältnis von Arbeitnehmer zu Arbeitgeber erlauben, verletzen sie nicht schon die Rechte Dritter. Deren Rechte werden nur dadurch verletzt, daß der Arbeitgeber Telefondaten erfaßt, die gleichzeitig personenbezogene Daten sind, ohne den Dritten gegenüber dazu datenschutzrechtlich legitimiert zu sein. Es ist allein Sache des Arbeitgebers, für die datenschutzrechtliche Zulässigkeit der Telefondatenerfassung gegenüber den angerufenen Dritten Sorge zu tragen. Darüber zu wachen, daß der Arbeitgeber Datenschutzrechte der angerufenen Dritten nicht verletzt, ist nicht Aufgabe des Betriebsrats. Dieser hat nach § 80 Abs. 1 BetrVG allein darüber zu wachen, daß die zugunsten der Arbeitnehmer geltenden Gesetze durchgeführt werden. Der Umstand, daß eine Betriebsvereinbarung oder ein Spruch der Einigungsstelle die im Verhältnis Arbeitnehmer/Arbeitgeber erforderliche datenschutzrechtliche Erlaubnis zur Telefondatenerfassung gibt und damit ein tatsächliches Hindernis für die Erfassung auch personenbezogener Daten der Angerufenen beseitigt und damit die tatsächliche Möglichkeit für eine Verletzung von Datenschutzrechten der Angerufenen schafft oder vergrößert, macht die Betriebsvereinbarung oder den Spruch der Einigungsstelle nicht unwirksam. Anhaltspunkte dafür, daß die Betriebsvereinbarung oder der Spruch der Einigungsstelle über die Telefondatenerfassung allein oder überwiegend dazu herbeigeführt worden sind, um dem Arbeitgeber die Möglichkeit zu geben, Datenschutzrechte der Angerufenen zu verletzen, was zur Rechtsunwirksamkeit dieser Regelung nach § 138 Abs. 1 BGB führen könnte, sind nicht ersichtlich.
a) Die Telefondatenerfassung stellt - wie dargelegt - gleichzeitig die Anwendung einer technischen Einrichtung dar, die dazu bestimmt ist, das Verhalten oder die Leistung von Arbeitnehmern zu überwachen, und die nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG der Mitbestimmung des Betriebsrats unterliegt. Inhalt dieses Mitbestimmungsrechts ist der Schutz vor den Gefahren der technischen Datenerhebung und Datenverarbeitung anläßlich einer Überwachung der Arbeitnehmer, nicht aber der Schutz vor Überwachung schlechthin. Gegenstand einer mitbestimmten Regelung bei der technischen Überwachung müssen daher Vorkehrungen dafür sein, daß die notwendige Erhebung und Verarbeitung von Verhaltens- und Leistungsdaten nicht zu einem unpersönlichen Überwachungssystem ausartet und für eine Entfaltung der Persönlichkeit des Arbeitnehmers und für persönliche Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber kein Raum mehr bleibt. Der Schutzzweck des Mitbestimmungsrechts des Betriebsrats bei technischer Überwachung ist daher weiter als die Verpflichtung der Betriebspartner, bei einer Regelung über die Verarbeitung personenbezogener Daten die oben aufgezeigten Grenzen zu beachten. Die Prüfung, ob der Spruch der Einigungsstelle die Grenzen dieses Ermessens beachtet hat, obliegt in vollem Umfange der Entscheidung des Rechtsbeschwerdegerichts. Das hat der Senat in seiner Entscheidung vom 31. August 1982 im einzelnen begründet.
b) Der Entscheidungsspielraum der Einigungsstelle wird auf der einen Seite begrenzt durch das Interesse der Arbeitnehmer, dem Arbeitgeber keine schnell und kostengünstig zugänglichen Informationen über ihr Telefonverhalten zukommen zu lassen. Mit der Erfassung der Telefondaten der Dienstgespräche will der Arbeitgeber das Arbeitsverhalten der Arbeitnehmer überwachen. Das ist ausdrücklich in Ziffer 9 (3) der Betriebsvereinbarung festgehalten und vom Arbeitgeber auch im Verfahren geltend gemacht worden. Es geht insoweit um Feststellungen darüber, ob und in welcher Weise der Arbeitnehmer das Arbeitsmittel Telefon sinnvoll und kostengünstig nutzt. Hinsichtlich der Privatgespräche aus dienstlichem Anlaß geht es um eine Mißbrauchskontrolle, wie Ziffer 9 (2) der Betriebsvereinbarung ausweist, nämlich ob Privatgespräche, die nicht aus dienstlichem Anlaß notwendig werden, auf Kosten des Arbeitgebers geführt werden. Auch bei reinen Privatgesprächen kann das Telefonverhalten der Arbeitnehmer überwacht werden, nämlich dahin, ob diese Privatgespräche überhaupt während der Arbeitszeit geführt worden sind und gegebenenfalls wieviel Arbeitszeit durch das Führen von Privatgesprächen verlorengegangen ist.
Einmal wiegt das Interesse der Arbeitnehmer an einer Verhinderung oder Erschwerung der Mißbrauchskontrolle - Privatgespräche als Privatgespräche aus dienstlichem Anlaß zu deklarieren - nicht schwer. Er hat auch kein besonders stark zu veranschlagendes schutzwürdiges Interesse daran, daß der Arbeitgeber nicht erfährt, in welchem Umfange er während der Arbeitszeit Privatgespräche geführt hat. Sein Interesse, den Arbeitgeber nicht wissen zu lassen, mit wem er Privatgespräche aus dienstlichem Anlaß geführt hat, ist allerdings von rechtlichem Gewicht, da damit dem Arbeitgeber Einblicke in private Beziehungen gewährt werden. Der Arbeitnehmer hat jedoch stets die Möglichkeit, auf ein reines Privatgespräch auszuweichen, wenn er dem Arbeitgeber keine Kenntnis über den Gesprächsteilnehmer verschaffen will.
Soweit damit ein beachtenswertes Interesse der Arbeitnehmer verbleibt, Kontrollen ihrer Arbeitsleistung mittels der Telefondatenerfassung zu verhindern, konnte die Einigungsstelle, als sie die Erfassung der diesbezüglichen Telefondaten gestattete, berücksichtigen, daß die Betriebspartner in Ziffer 9 der Betriebsvereinbarung bereits ausführlich geregelt hatten, in welcher Weise der Arbeitgeber auf anläßlich dieser Überwachung festgestellte Verhaltensweisen reagieren darf. Maßnahmen als Reaktion auf einen Mißbrauch der Telefonanlage sind erst zulässig, wenn sie anhand der vorliegenden Unterlagen mit dem Betriebsrat und gegebenenfalls dem betroffenen Arbeitnehmer erörtert worden sind. Ohne eine solche Erörterung sind alle ergriffenen personellen Maßnahmen unwirksam (Ziffer 9 (6) der Betriebsvereinbarung).
Personelle Maßnahmen aufgrund festgestellter nicht ordnungsgemäßer Nutzung des Arbeitsmittels Telefon (Ziffer 9 (3) der Betriebsvereinbarung) sind nur unter Beachtung von Mitbestimmungsrechten des Betriebsrats, die über die gesetzliche Regelung hinaus noch erweitert worden sind, zulässig.
Mit einer solchen Folgeregelung kann der aus der technischen Überwachung der Arbeitnehmer sich ergebende Überwachungsdruck abgebaut werden. Der Senat hat in seiner zur Veröffentlichung bestimmten Entscheidung vom 11. März 1986 im einzelnen ausgeführt, daß gerade eine solche Folgenregelung, die dem Arbeitnehmer die Sicherheit gibt, daß aus seinem Verhalten keine unzutreffenden Schlüsse gezogen und keine nicht berechtigten und nicht einsichtigen Reaktionen hergeleitet werden, ein geeignetes Mittel ist, die bei einer technischen Überwachung sich ergebenden widerstreitenden Interessen der Arbeitnehmer und des Arbeitgebers auszugleichen. Eine solche Regelung stellt sich als billiger Ausgleich der bei einer technischen Überwachung bestehenden gegenläufigen Interessen der Arbeitnehmer und des Arbeitgebers dar und hält sich daher innerhalb der Grenzen des der Einigungsstelle zustehenden Ermessens.
Für Betriebsratsgespräche haben die Betriebspartner in Ziffer 4 (3) der Betriebsvereinbarung geregelt, daß diese durch Vorwahl der Ziffer "9" als Privatgespräche ausgewiesen werden, wenn sie vom Betriebsratstelefon geführt werden. Werden sie vom Nebenstellenapparat des Betriebsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters geführt, werden sie durch Vorwahl der Ziffer "0" wegen der bestehenden Kostentragungspflicht des Arbeitgebers als Dienstgespräche ausgewiesen. In Verbindung mit dem Spruch der Einigungsstelle über den Umfang der erfaßten Daten wird daher für Betriebsratsgespräche vom Betriebsratstelefon - soweit es sich um Ferngespräche handelt - auch Zeitpunkt und Dauer des einzelnen Gesprächs, für vom Nebenstellenapparat des Betriebsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters geführte Ferngespräche darüber hinaus auch die Zielnummer erfaßt. Soweit der Arbeitgeber damit in jedem Falle von Zeitpunkt und Dauer der einzelnen Betriebsratsgespräche erfährt und dadurch in die Lage versetzt wird, dem Betriebsrat Vorhaltungen dahin zu machen, dieser habe zu häufig telefoniert und zu hohe Telefonkosten verursacht, liegt darin keine unzulässige Behinderung der Betriebsratstätigkeit. Der Arbeitgeber hat nach § 40 BetrVG die Kosten der Betriebsratstätigkeit, also auch dessen Telefonkosten, zu tragen, soweit es sich um erforderliche Kosten handelt. Er hat daher ein legitimes Interesse daran, nähere Umstände der Telefongespräche zu erfahren, die ihm eine Prüfung der Frage ermöglichen, ob Telefonkosten erforderlich waren. Der Umstand, daß er die Erforderlichkeit einzelner Telefongespräche oder deren Dauer bestreitet und so den Betriebsrat zwingt, die Erforderlichkeit nachzuweisen, stellt entgegen der Ansicht des Betriebsrats keine unzulässige Behinderung der Betriebsratstätigkeit dar. | de |
q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
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Letzte Aktualisierung am 30. Apr. 2019 21:19:33 MESZ Alle Änderungen ansehen
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Konfiguration: Einzelner Lautsprecher Farbe: Schwarz
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Online-Streitbeilegung gemäß Art. 14 Abs. 1 ODR-VO: Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, die Sie unter https://ec.europa.eu/consumers/odr/ -- WEEE-Reg.-Nr.: DE 30704533 -- Batterie-Reg.-Nr.: 21006957
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I. Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) II. Datenschutzerklärung III. Garantiebedingungen a. Allgemeine Garantie b. Garantie Clicktronic Produkte I. Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) § 1 Geltungsbereich Diese Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge, Lieferungen und sonstigen Leistungen durch entedo, Ralph Bussemas, Lortzingstraße 14, 59302 Oelde, Deutschland, gegenüber seinen Kunden beim Vertragsschluss über eBay. Abweichende Vorschriften der Kunden gelten nicht, es sei denn der Verkäufer hat dies ausdrücklich und schriftlich bestätigt. § 2 Vertragsinhalt, Vertragsabschluss (1) Der Verkäufer bietet den Kunden über eBay verschiedene Produkte, u.a. Artikel der Unterhaltungselektronik, zum Kauf an. (2) Der Verkäufer führt Auktionen stets mit der „Sofort-Kaufen“-Option durch. Für den Vertragsschluss auf eBay gilt Folgendes: • Stellt der Verkäufer mittels der Plattform eBay.de einen Artikel im sog. Festpreisformat ein, also der sog. "Sofort-Kaufen-Funktion", so gibt er ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrags über diesen Artikel ab. Dabei bestimmt der Verkäufer einen Festpreis und eine Frist, binnen derer das Angebot angenommen werden kann (Angebotsdauer). • Der Kunde nimmt das Angebot an, indem er den Button „Sofort-Kaufen“ anklickt und anschließend bestätigt. Bei Festpreisartikeln, bei denen der Verkäufer die Option „sofortige Bezahlung“ ausgewählt hat, nimmt der Kunde das Angebot an, indem er den Button „Sofort-Kaufen“ anklickt und den unmittelbar nachfolgenden Zahlungsvorgang abschließt. Ein Kunde kann Angebote für mehrere Artikel auch dadurch annehmen, dass er die Artikel in den Warenkorb (sofern verfügbar) legt und den unmittelbar nachfolgenden Zahlungsvorgang abschließt. • Bei Festpreisartikeln mit einem Kaufpreis nicht über 500 Euro besteht zudem die Möglichkeit des Einkaufs als Gast, also ohne vorherige Registrierung bei eBay. Hierfür klickt der Kunde zunächst den Button „Sofort-Kaufen“ und anschließend auf der Login-Seite unter „Weiter ohne Anmeldung“ auf „Als Gast kaufen“. Nachdem der Kunde auf der Seite „Lieferadresse eingeben“ seine Daten eingegeben und auf „Weiter“ geklickt hat, muss er auf der Seite „Kauf überprüfen“ die gewünschte Zahlungsmethode auswählen und erneut auf „Weiter“ klicken. Die Bezahlung des Einkaufs als Gast kann per Kreditkarte, Lastschrift oder über PayPal erfolgen. Nachdem der Kunde alle Zahlungsdaten eingegeben hat, klickt er abschließend auf „Bestätigen und Bezahlen“. • Bei vorzeitiger Beendigung des Angebots durch den Verkäufer kommt zwischen dem Verkäufer und dem Höchstbietenden ein Vertrag zustande, es sei denn der Verkäufer war dazu berechtigt, das Angebot zurückzunehmen und die vorliegenden Gebote zu streichen. Gründe für die vorzeitige Beendigung sind hier (http://pages.ebay.de/help/sell/end_early.html) hinterlegt. • Ein Kunde kann sein Gebot nur zurücknehmen, wenn dazu ein berechtigter Grund vorliegt. (Gründe für die Möglichkeit der Rücknahme eines Gebots finden Sie hier (http://pages.ebay.de/help/policies/invalid-bid-retraction.html). Nach einer berechtigten Gebotsrücknahme kommt zwischen dem Kunden, der nach Ablauf der Auktion aufgrund der Gebotsrücknahme wieder Höchstbietender ist und dem Verkäufer kein Vertrag zustande. • Sofern eBay einen Artikel vor Ablauf der Angebotsdauer löscht, kommt kein wirksamer Vertrag zwischen dem Kunden und dem Verkäufer zustande. • Der Kunde kann seine Eingaben vor Abgabe seiner Bestellung mit den von eBay zur Verfügung gestellten technischen Mitteln korrigieren. Die Korrekturen können mittels den üblichen Tastatur- und Mausfunktionen direkt auf der Angebotsseite in den entsprechenden Eingabefeldern erfolgen. Nach Anklicken des „Sofort-Kaufen“-Buttons kann der Kunde seine Eingaben auf der nachfolgenden Bestätigungsseite nochmals überprüfen. Über den Vertragsschluss wird der Kunde per E-Mail informiert. (3) Mit der Kaufbestätigung übersendet der Verkäufer dem Kunden den Vertragstext sowie diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen. § 3 Preise und Zahlung (1) Sämtliche Preise verstehen sich zuzüglich der Versand- und Verpackungskosten, die dem Kunden vor Abgabe der Bestellung bekannt gegeben werden. Alle Preise beinhalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. (2) Die Belieferung der Kunden durch den Verkäufer erfolgt grundsätzlich nur gegen Vorkasse (Überweisung oder Zahlung per Paypal) sowie der Zahlung per Nachnahme und Zahlung per Rechnung (Zahlung über Paypal). Die Waren werden bei Vorkasse erst nach Eingang der Zahlung versendet. Bei Zahlung per Rechnung über Paypal und Zahlung per Nachnahme wird die Ware umgehend versendet. Der Verkäufer stellt dem Kunden eine Rechnung aus, die ihm bei Lieferung der Ware ausgehändigt wird oder sonst in Textform zugeht. § 4 Lieferung (1) Die bestellten Waren werden, sofern vertraglich nicht abweichend vereinbart, an die vom Kunden angegebene Adresse geliefert. Die Lieferung erfolgt aus dem Lager des Verkäufers oder direkt vom Hersteller. (2) Der Verkäufer behält sich vor, eine Teillieferung vorzunehmen, sofern dies für eine zügige Abwicklung vorteilhaft erscheint und die Teillieferung für den Kunden nicht ausnahmsweise unzumutbar ist. Durch Teillieferungen entstehende Mehrkosten werden dem Kunden nicht in Rechnung gestellt. (3) Die Verfügbarkeit der einzelnen Waren ist in den Artikelbeschreibungen angegeben. Sofern in der Artikelbeschreibung nicht anders angegeben, beträgt die Lieferfrist für am Lager vorhandene Waren, 5 Werktage ab Vertragsschluss (bei Vorkasse durch Überweisung: 8 Werktage ab Anweisung der Zahlung durch den Kunden). Falls die Nichteinhaltung einer Liefer- oder Leistungsfrist auf höhere Gewalt, Arbeitskampf, unvorhersehbare Hindernisse oder sonstige vom Verkäufer nicht zu vertretende Umstände zurückzuführen ist, wird die Frist angemessen verlängert. § 5 Eigentumsvorbehalt, Zurückbehaltungsrecht (1) Die gelieferten Waren bleiben bis zur Erfüllung aller Forderungen aus dem Vertrag im Eigentum des Verkäufers; im Fall, dass der Kunde eine juristische Person des öffentlichen Rechts, ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder ein Unternehmer in Ausübung seiner gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit ist, auch darüber hinaus aus der laufenden Geschäftsbeziehung bis zum Ausgleich aller Forderungen, die dem Verkäufer im Zusammenhang mit dem Vertrag zustehen. (2) Zur Ausübung eines Zurückbehaltungsrechts ist der Kunde nur insoweit befugt, als sein Gegenanspruch auf demselben Vertragsverhältnis beruht. § 6 Mängelgewährleistung und Haftung (1) Ist die bestellte Ware bei Gefahrübergang mit einem Mangel behaftet, so dass sie sich nicht mehr für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignet, hat der Besteller innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist zunächst das Recht, zwischen Beseitigung des Mangels durch Reparatur/Nachbesserung oder Lieferung einer neuen Ware zu wählen. Liegen jedoch leichte behebbare Mängel vor, kann der Besteller nicht auf einer Neulieferung bestehen. Schlägt die Nachbesserung fehlt, kann der Besteller den Kaufpreis mindern oder vom Vertrag zurücktreten. (2) Außerhalb der Haftung für Sach- und Rechtsmängel haftet der Verkäufer unbeschränkt, soweit die Schadensursache auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht. Er haftet auch für die leicht fahrlässige Verletzung von wesentlichen Pflichten (Pflichten, deren Verletzung die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet) sowie für die Verletzung von Kardinalpflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut), jedoch jeweils nur für den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Für die leicht fahrlässige Verletzung anderer als der vorstehenden Pflichten haftet der Verkäufer nicht. (3) Die Haftungsbeschränkungen des vorstehenden Absatzes gelten nicht bei der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit, für einen Mangel nach Übernahme einer Garantie für die Beschaffenheit des Produktes und bei arglistig verschwiegenen Mängeln. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt. (4) Ist die Haftung des Verkäufers ausgeschlossen oder beschränkt, so gilt dies ebenfalls für die persönliche Haftung seiner Angestellten, Vertreter und Erfüllungsgehilfen. § 7 Transportschäden Werden Waren mit offensichtlichen Schäden an der Verpackung oder am Inhalt angeliefert, so soll der Kunde dies unbeschadet seiner Gewährleistungsrechte sofort beim Spediteur/ Frachtdienst reklamieren und unverzüglich durch eine E-Mail an den Verkäufer oder auf sonstige Weise (Post) mit dem Verkäufer Kontakt aufnehmen, damit dieser etwaige Rechte gegenüber dem Spediteur/Frachtdienst wahren kann. Der Kunde hilft bei der Durchsetzung der Ansprüche des Verkäufers gegen den Spediteur/Frachtdienst. § 8 Anwendbares Recht, Gerichtsstand, Vertragssprache Die Geschäftsbeziehungen zwischen entedo, Ralph Bussemas und dem Besteller unterliegen dem Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist Oelde soweit der Besteller Kaufmann ist. Der Anbieter ist berechtigt, den Besteller wahlweise auch an einem anderen Ort zu verklagen. Die Vertragssprache ist deutsch. Der Vertragstext wird nach dem Vertragsschluss vom Verkäufer gespeichert, ist aber für den Kunden nicht zugänglich. Verbraucher haben die Möglichkeit eine alternative Streitbeilegung zu nutzen. Der folgende Link der EU-Kommission (auch OS-Plattform genannt) enthält Informationen über die Online-Streitschlichtung und dient als zentrale Anlaufstelle zur außergerichtlichen Beilegung von Streitigkeiten, die aus Online-Kaufverträgen oder Online-Dienstleistungsverträgen erwachsen: ec.europa.eu/consumers/odr. II. Datenschutzerklärung Der Schutz Ihrer personenbezogenen Daten bei der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung ist uns ein wichtiges Anliegen und erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften, über die Sie sich z.B. unter www.bfd.bund.de informieren können. Im Folgenden erläutern wir Ihnen, welche Informationen wir auf eBay bei einem Vertragsschluss mit Ihnen oder einer Anfrage erfassen und wie diese genutzt werden: 1. Erhebung und Speicherung personenbezogener Daten sowie Art und Zweck von deren Verwendung Bei der Erstellung Ihres Benutzerprofils auf eBay wurden Sie über die Erhebung und Speicherung Ihrer personenbezogenen Daten, sowie Art und Zweck von deren Verarbeitung informiert. Diese können Sie der von eBay bereitgestellten Datenschutzerklärung unter https://pages.ebay.de/help/policies/privacy-policy.html entnehmen. Eine Einwilligung wurde von eBay im Rahmen Ihrer Registrierung eingeholt. Wir erheben keine weiteren über die von eBay hinausgehenden personenbezogenen Daten von Ihnen. Sie haben bereits eingewilligt, dass eBay uns Ihre personenbezogenen Daten zum Zwecke der Vertragsabwicklung übermitteln darf. Diese von eBay an uns übermittelten personenbezogenen Daten werden von uns gespeichert. Wir verwenden diese Daten, um Sie als unseren Kunden identifizieren zu können; um Ihre Bestellung bearbeiten, erfüllen und abwickeln zu können; zur Korrespondenz mit Ihnen; zur Rechnungsstellung; zur Abwicklung von evtl. vorliegenden Haftungsansprüchen, sowie der Geltendmachung etwaiger Ansprüche gegen Sie. Im Rahmen Ihrer Registrierung bei eBay und bei der Bestellabwicklung wird eine Einwilligung von Ihnen zur Verarbeitung dieser Daten eingeholt. Die Datenverarbeitung erfolgt auf Ihre Bestellung hin und ist nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO zu den genannten Zwecken für die angemessene Bearbeitung Ihrer Bestellung und für die beidseitige Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag erforderlich. Die für die Abwicklung Ihrer Bestellung von eBay erhobenen und uns übermittelten personenbezogenen Daten werden bis zum Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht von uns gespeichert und danach gelöscht, es sei denn, dass wir nach Artikel 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO aufgrund von steuer- und handelsrechtlichen Aufbewahrungs- und Dokumentationspflichten zu einer längeren Speicherung verpflichtet sind oder Sie in eine darüber hinausgehende Speicherung gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO eingewilligt haben. 2. Weitergabe von personenbezogenen Daten Eine Übermittlung Ihrer Daten an Dritte zu anderen als den im Folgenden aufgeführten Zwecken findet nicht statt. Wir geben Ihre Daten nur an Dritte weiter, wenn: Sie eine ausdrückliche Einwilligung dazu erteilt haben nach (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO), dies für die Abwicklung von Vertragsverhältnissen mit Ihnen erforderlich ist (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO), eine gesetzliche Verpflichtung zur Weitergabe besteht (Art.6 Abs.1 lit. c DSGVO), die Weitergabe zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen erforderlich ist und kein Grund zur Annahme besteht, dass Sie ein überwiegendes schutzwürdiges Interesse an der Nichtweitergabe Ihrer Daten haben (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO). In diesen Fällen beschränkt sich der Umfang der übermittelten Daten jedoch nur auf das erforderliche Minimum. Unsere Datenschutzbestimmungen stehen im Einklang mit den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen und die Daten werden nur in der Bundesrepublik Deutschland verarbeitet. Eine Übermittlung in Drittländer findet nicht statt und ist nicht beabsichtigt. 3. Betroffenenrechte Auf Anfrage werden wir Sie gern informieren, ob und welche personenbezogenen Daten zu Ihrer Person gespeichert sind (Art. 15 DSGVO), insbesondere über die Verarbeitungszwecke, die Kategorie der personenbezogenen Daten, die Kategorien von Empfängern, gegenüber denen Ihre Daten offengelegt wurden oder werden, die geplante Speicherdauer, das Bestehen eines Rechts auf Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung oder Widerspruch, das Bestehen eines Beschwerderechts, die Herkunft ihrer Daten, sofern diese nicht bei uns erhoben wurden, sowie über das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling. Ihnen steht zudem das Recht zu, etwaig unrichtig erhobene personenbezogene Daten berichtigen oder unvollständig erhobene Daten vervollständigen zu lassen (Art. 16 DSGVO). Ferner haben Sie das Recht, von uns die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer Daten zu verlangen, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür vorliegen (Art. 18 DSGVO). 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Sie haben zudem das Recht, jederzeit gegen die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten Widerspruch zu erheben, sofern ein Widerspruchsrecht gesetzlich vorgesehen ist. Im Falle eines wirksamen Widerrufs werden Ihre personenbezogenen Daten ebenfalls automatisch durch uns gelöscht (Art. 21 DSGVO). Möchten Sie von Ihrem Widerrufs- oder Widerspruchsrecht Gebrauch machen, genügt eine E-Mail an: service@entedo.de Bei Verstößen gegen die datenschutzrechtlichen Vorschriften haben Sie gem. Art. 77 DSGVO die Möglichkeit, Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde zu erheben. Zuständige Aufsichtsbehörde ist sowohl der Bayerische Landesbeauftragte für den Datenschutz (https://www.ldi.nrw.de) als auch jede andere Aufsichtsbehörde. 4. Dauer der Datenspeicherung Die erhobenen Daten werden solange bei uns gespeichert, wie dies für die Durchführung der mit uns eingegangen Verträge erforderlich ist oder Sie Ihr Recht auf Löschung oder Ihr Recht auf Datenübertragung auf ein anderes Unternehmen nicht ausgeübt haben. 5. Datensicherheit Wir sind um alle notwendigen technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen bemüht, um Ihre personenbezogenen Daten so zu speichern, dass sie weder Dritten noch der Öffentlichkeit zugänglich sind. Sollten Sie mit uns per E-Mail in Kontakt treten wollen, so weisen wir Sie darauf hin, dass bei diesem Kommunikationsweg die Vertraulichkeit der übermittelten Informationen nicht vollständig gewährleistet werden kann. Wir empfehlen Ihnen daher, uns vertrauliche Informationen ausschließlich über den Postweg zukommen zu lassen. 6. Aktualität und Änderung dieser Datenschutzerklärung Diese Datenschutzerklärung ist aktuell gültig und hat den Stand Mai 2018. 7. Name und Kontaktdaten des für die Verarbeitung Verantwortlichen Diese Datenschutz-Information gilt für die Datenverarbeitung durch: entedo - home vision sound Ralph Bussemas Lortzingstraße 14 59302 Oelde Deutschland Telefon: +49 (0)2522 5960923 E-Mail: service@entedo.de III. Garantiebedingungen a. Allgemeine Garantie (Gilt nur für Artikel die explizit in der Angebotsbeschreibung (siehe Hinweise) mit einer Garantie beworben werden!) Auf den von uns erstandenen hochwertigen Artikel geben wir Ihnen zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistung eine Garantie auf Basis der folgenden Bedingungen. Die gesetzlichen Rechte des Verbrauchers werden durch diese Garantie nicht eingeschränkt. Die Garantie gilt für 2 Jahre ab dem Datum der Rechnungserstellung. Der Geltungsbereich beschränkt sich auf die Länder der Europäischen Union. Artikel die während der Garantiezeit Defekte durch Material und Fabrikationsfehler zeigen, tauschen oder reparieren wir nach eigenem Ermessen. Ausgetauschte Artikel oder Teile von Artikeln gehen in unseren Besitz über. Die Garantiezeit wird durch diesen Vorgang weder verlängert noch wird eine neue Garantie erzeugt. Garantieansprüche müssen innerhalb der Garantiezeit geltend gemacht werden. In folgenden Fällen werden die Garantieansprüche ausgeschlossen: Missachtung der für den Artikel geltenden Sicherheitsvorkehrungen Missachtung der Bedienungsanleitung Gewalteinwirkung auf den Artikel (Hebeln, Stürze, Schläge, Stöße usw.) Selbstständiges Reparaturversuche (Öffnen des Geräts usw.) Mangelhafte Transportverpackung Bitte setzen Sie sich im Garantiefall mit dem Garantiegeber über die folgenden Kontaktdaten in Verbindung: entedo – home vision sound Ralph Bussemas Lortzingstraße 14 59302 Oelde Email: service@entedo.de Tel.: +49 (0)2522 5960923 Der Rücktransport zum Garantiegeber ist von dem Kunden zu tragen. Wenn der Defekt von der Garantie abgedeckt wird, dann erhalten Sie einen reparierten, gleichwertigen oder einen neuen Artikel zurück. Für Fragen zu den Garantiebedingungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Stand 25.05.2018 b. Garantie Clicktronic Produkte Zusätzlich zu den Ihnen ohnehin gesetzlich eingeräumten Gewährleistungsrechten übernehmen wir, die Firma Wentronic GmbH, für unsere clicktronic®-Produkte die Herstellergarantie für einwandfreie Beschaffenheit und Funktion zu folgenden Bedingungen: 1. Garantiezeit und Geltendmachung der Garantie Die Garantiezeit beträgt 10 Jahre ab dem Kaufdatum Ihres clicktronic®-Produktes. Zur Geltendmachung der Garantie bitten wir Sie, uns unter den unten aufgeführten Möglichkeiten zu kontaktieren. Unsere kompetenten Mitarbeiter werden Ihr Problem aufnehmen und das weitere Vorgehen mit Ihnen abstimmen. Bitte bewahren Sie die Quittung/Rechnung als Kaufnachweis auf. Schäden aufgrund unsachgemäßen Gebrauchs, Verschleißteile und Verbrauchsmaterial sind von der Garantie ausgenommen. Benutzen Sie möglichst die Originalverpackung, um Transportschäden zu vermeiden. 2. Räumlicher Geltungsbereich des Garantieschutzes Die Garantie gilt für unsere Clicktronic®-Produkte in den folgenden Ländern/Mitgliedsstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Malta, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien, Türkei, Vereinigtes Königreich, Zypern 3. Art der Garantieerfüllung Die Art der Garantieerfüllung erfolgt nach unserem Ermessen durch kostenlose Reparatur oder kostenlose Lieferung von Ersatz des betroffenen clicktronic®-Produktes (bei Nichtverfügbarkeit, z.B. wegen erfolgtem Produktwechsel, liefern wir einen gleichwertigen möglichst ähnlich aussehenden Ersatz). Die Garantieleistungen bewirken weder eine Verlängerung der Garantiezeit, noch setzen sie eine neue Garantie in Gang. 4. Schadenersatzansprüche: Weitere Schadenersatzansprüche jeglicher Art, insbesondere wegen Pflichtverletzung und aus unerlaubter Handlung sowie Ansprüche auf Ersatz vergeblicher Aufwendungen, sind gegenüber uns als auch gegenüber unseren Erfüllungs- und Verrichtungsgehilfen im Rahmen der Garantie ausgeschlossen; dies gilt auch für Ansprüche auf Ersatz von Mangelfolgeschäden. Weiterführende Ansprüche entstehen im Rahmen der Garantie nicht. Die oben genannten Beschränkungen gelten nicht für gesetzliche Rechte, die dem Endkunden (Verbraucher) aus einem Verbrauchsgüterkauf zustehen oder Ansprüche aus Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit oder aus Vorsatz und aus grober Fahrlässigkeit oder aus dem Produkthaftungsgesetz (ProdHaftG). Die Garantie erlischt bei unsachgemäßem Gebrauch. 5. Ausschluss der Garantie Mängel und Schäden aufgrund unsachgemäßen Gebrauchs, Verschleißteile und Verbrauchsmaterial sind von der Garantie ausgenommen. Unsachgemäßer Gebrauch beinhaltet insbesondere: eine von den Vorgaben der Bedienungs-/Betriebsanleitung abweichende Verwendung (ist keine Bedienungs-/Betriebsanleitung vorhanden, gilt jede nicht bestimmungsgemäße oder unübliche Verwendung als unsachgemäß), die Nichtbeachtung der Sicherheitsvorschriften in der Bedienungs-/Betriebsanleitung oder auf der Verpackung, Wasser-, Sturz- und Fallschäden und selbst oder durch Dritte getätigte technische Eingriffe, wie z.B. Demontage, Modifikation oder Änderung. Die Garantie gilt nicht für Ausstellungsstücke. Schäden, die nicht am clicktronic®-Produkt selbst entstanden sind, fallen ebenfalls nicht unter die Garantie, sondern können nur im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistungsrechte oder auf Basis sonstiger gesetzlicher Anspruchsgrundlagen geltend gemacht werden. 6. Ablauf der Garantie Nach Ablauf der Garantiezeit haben Sie ebenfalls die Möglichkeit, sich an unsere Service-Hotline zu wenden. Nach Ablauf der Garantiezeit anfallende Reparaturen sind jedoch kostenpflichtig und nicht im Garantieumfang enthalten. 7. Kein Ausschluss der gesetzlichen Gewährleistungsrechte Die gesetzlichen Gewährleistungsrechte werden durch diese Garantie nicht eingeschränkt, sondern stehen dem Käufer daneben unverändert in vollem Umfang zu. 8. Kundendienstdaten Im Garantiefall wenden Sie sich bitte an den hier angegebenen Kundendienst. Eine genaue Fehlerbeschreibung erleichtert unseren Technikern ihre Arbeit und verkürzt die Reparaturzeit. Trennen Sie diese Karte ab, füllen Sie sie gut leserlich aus und senden Sie diese mit dem defekten Gerät sowie unter Beifügung des originalen Kaufbelegs an folgende Serviceadresse: Hotline: +49 (0180) 5002526 (0,14 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Maximal 0,42 € pro Minute aus dem Mobilfunknetz.) E-Mail: info@clicktronic.com Stand Garantiekarte: 14.07.2014
Widerrufsbelehrung Widerrufsrecht Sie haben das Recht, binnen 30 Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt ein Monat ab dem Tag an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die Waren in Besitz genommen haben bzw. hat. Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (entedo, Ralph Bussemas, Lortzingstraße 14, 59302 Oelde, Email: service@entedo.de Tel.: +49 (0)2522 5960923) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden. Folgen des Widerrufs Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet. Wir können die Rückzahlung verweigern, bis wir die Waren wieder zurückerhalten haben oder bis Sie den Nachweis erbracht haben, dass Sie die Waren zurückgesandt haben, je nachdem, welches der frühere Zeitpunkt ist. Sie haben die Waren unverzüglich und in jedem Fall spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem Sie uns über den Widerruf dieses Vertrags unterrichten, an uns zurückzusenden oder zu übergeben. Die Frist ist gewahrt, wenn Sie die Waren vor Ablauf der Frist von vierzehn Tagen absenden. Wir tragen die Kosten der Rücksendung der Waren. Sie müssen für einen etwaigen Wertverlust der Waren nur aufkommen, wenn dieser Wertverlust auf einen zur Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise der Waren nicht notwendigen Umgang mit ihnen zurückzuführen ist. Ende der Widerrufsbelehrung Muster-Widerrufsformular (Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.) An [entedo, Ralph Bussemas, Lortzingstraße 14 ,59302 Oelde]: Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren (*)/die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*): Bestellt am (*)/erhalten am (*): Name des/der Verbraucher(s): Anschrift des/der Verbraucher(s): Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier) Datum (*) Unzutreffendes streichen.
Artikelstandort: Oelde, Deutschland
von pebola 23. Mrz. 2018
An sich top
Die Tonalität ist sehr gut. Was fehlt ist der USB anschluss. Das Gehäuse ist stabil gebaut, auch da gibts nichts zu meckern
Bestätigter Kauf: Ja | Artikelzustand: gebraucht | Verkauft von: comtech-shop
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q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
Identifikator | Wahrsager-Lexikon Z - von Zauberei bis Zodiak
Wahrsager-Lexikon Z
Startseite » Lexikon » Wahrsagen Z
Von Zauberei und Zen-Buddhismus bis hin zu Zenit und Zodiak, in unserem Wahrsager-Lexikon erfahren Sie alles über England, Schottland und Wales und bekommen einen Überblick über die wichtigsten englischen Begriffe und Wörter. Seien Sie niemals mehr unsicher und informieren Sie sich bereits vor Ihrer Reise über die wichtigsten Dinge. Hier finden Sie alles, was Sie für eine Reise nach Großbritannien wissen müssen in alphabetischer Reihenfolge, sodass Sie nicht mehr lange suchen müssen und alles auf einen Blick erfahren.
Ganz allgemein betrachtet assoziieren wir mit Zähnen Unabhängigkeit, Macht, die Fähigkeit zu nähren und zu kommunizieren. In antiken Sagen zum Beispiel können aus ausgesäten Drachenzähnen bewaffnete Männer aus der Erde wachsen. Zähne hatten auch „okkulte Bedeutung“: Wenn man sie einem Spiegel gegenüber fletschte, wurde dieser trübe. Nordafrikanische Christen verhöhnten oder bekämpften Götzenbilder durch das Fletschen der Zähne.
Tauchen Zähne in unseren Träumen auf, deuten sie auf eine positive Aggressivität im Sinne von Lebensvitalität – also in der Regel auf materielle und sexuelle Bedürfnisse – hin. Gesunde Zähne etwa verheißen Erfolge und Gewinne. Schlechte, lockere oder ausfallende dagegen warnen vor Misserfolgen und Verlusten. Wird einem ein Zahn gezogen, muss er mit finanziellen Schwierigkeiten oder enttäuschten Erwartungen rechnen. Zieht man selbst einem anderen einen Zahn, besteht die Chance, aus den Problemen dieses Menschen Nutzen zu ziehen oder einen Widerstand zu überwinden. Falsche Zähne können auf Geltungsbedürfnis, Eitelkeit, Scheinerfolge oder Täuschung hinweisen. Zähne zeigen symbolisiert, dass man andere einzuschüchtern oder zu verletzen versucht.
In China herrschte lange Zeit die Ansicht, dass der Traum vom Verlust eines Vorderzahnes den baldigen Verlust von Vater oder Mutter vorhersagt. Zähneknirschen sollte Gespenster verscheuchen.
Zeitgleich mit dem Aufkommen der Astrologie wurden auch den Zahlen geheime, magische Kräfte zugeschrieben. Eine bedeutende Rolle spielte ihr Symbolgehalt zum Beispiel bei den Griechen, genauer gesagt beim Philosophen und Physiker Pythagoras.
Demnach stand die Eins für die ursprüngliche Einheit aller Dinge – Allmacht, das Ganze, das Männliche, das Gute – , die mit Erschaffung des materiellen Universums in einzelne Komponenten aufgeteilt wurde.
Die Zwei für das erste Ergebnis dieser Teilung. Sie galt als Verkörperung des Weiblichen und des Schlechten.
Die Drei für Schöpferkraft und Weisheit. Sie verband die Eins und die Zwei zur Harmonie. Dagegen verkörperten gerade Zahlen die Trennung, das Böse und das Weibliche.
Die Vier repräsentierte nüchternes Denken und Festigkeit; außerdem stellte sie die Gerechtigkeit dar.
Die Fünf galt als die Zahl des Wandels. Sie stand für Abendteuer, auch für Heirat, weil sie die Erste Kombination aus einer ungeraden und einer geraden Zahl darstellte (die Eins wurde als Absolutwert, nicht als Zahl betrachtet).
Die Sechs verhieß häuslichen Frieden; stand für Ehe, Harmonie und Venus; Hartnäckigkeit.
Die Sieben war das Symbol für innere Einkehr und Mysterien; für Geburt und Tod.
Die Acht deutete auf weltlichen Genuss und irdische Freude hin. Sie stand also für die materielle Welt.
Die Neun schließlich nahm eine besondere Stellung ein: Sie vertrat die Vollkommenheit von Verstand und Seele.
Anwenden lässt sich die Zahlensymbolik, indem man jedem Buchstaben eines Eigennamens einen Zahlenwert zuordnet oder den Geburtstag, den Geburtsmonat und das Geburtsjahr betrachtet, die Zahlenwerte addiert und so lange die Quersumme bildet, bis man eine Zahl von 1 bis 9 erhält. Auf diese Weise kann der betreffende Name bzw. das Datum gedeutet werden.
In der Völkerkunde und der Religionswissenschaft bezeichnet der Begriff Zauberei den Gebrauch magischer Mittel – von Beschwörungen, dem Anrufen von Geistern und Dämonen, dem Brauen schädlicher oder heilsamer Getränke oder Salben etc. Zauber werden entweder zum Schutz der eigenen Person, eines Auftraggebers oder Schutzsuchenden eingesetzt, oder aber zur Abwehr feindlicher Mächte (Abwehrzauber) benutzt. Beispiele sind das Pfeifen/Zischen an unheimlichen Orten, besonders Ruinen, das Ausspucken vor verfeindeten Menschen, das Kreuzschlagen, der Gebrauch von Weihrauch oder Weihwasser. Zuweilen dienen Zauber auch dazu, erkannten oder vermeintlichen Feinden zu schaden (Schadenszauber).
Am gängigsten sind Analogiezauber, bei denen symbolische Handlungen einen abbildhaften Erfolg in der Wirklichkeit herbeiführen sollen. So soll zum Beispiel das, was der Zauberer an einer Puppe vornimmt, soll auch mit dem gemeinten Opfer geschehen.
Vom Hexenwesen hebt sich die Zauberei dadurch ab, dass ihre Vertreter meist keine Verbindung zum Teufel aufnehmen. Ein schon für die Antike bezeugter Analogiezauber ist das Nestelknüpfen. Durch Operationen mit Knoten, Schlössern, Ketten oder anderen Materialien, die mit Binden oder Verschließen zu tun haben, sollten Bindungen hergestellt oder ihre Auflösung verhindert werden. Es gibt das Nestelknüpfen als Liebeszauber. Im Mittelalter war es meist eine schadenszauberische Übung und sollte bei der Zielperson oft Impotenz bewirken.
Eine berühmte Zauberin war die Kirke. Sie verwandelte die Gefährten des Odysseus in Schweine und den Picus in einen Specht. Simon Magus war ein Zauberer, der im Neuen Testament als Gegner der Apostel genannt ist.
Zakynthos (s. Hyria)
Zakynthos, in der Antike Hyria genannt, ist nach Korfu und Kephalonia die drittgrößte und südlichste der Ionischen Inseln.
Im Volksglauben der Insel heißt es: Wer an einem 23. Dezember geboren wird, wird später zum Werwolf, weil die Eltern das Kind am 25. März gezeugt haben. Der 25. März ist der Tag von Mariä Verkündigung. Geschlechtlicher Verkehr an diesem Tag bedeutet demnach eine frevelhafte Nachahmung der Jungfrau und Gottesmutter Mariä, also eine schwere Sünde, die den Fluch auf den Nachkommen lädt.
Zazen ist die traditionelle Meditation im Zen-Buddhismus. Durch sie sollen Körper und Geist zur Ruhe gebracht und der Boden für mystische Erfahrungen bereitet werden. Der Meditierende sitzt dabei in der Regel im Lotussitz. Alle aufsteigenden Gedanken und Gefühle werden registriert, aber nicht weiter beachtet.
Zeder (s. Cedrus)
Zunächst ist die Zeder ein Kieferngewächs. Mitunter werden ihr aber auch magische Eigenschaften nachgesagt. Um hölzerne Türen aufzusprengen empfiehlt zum Beispiel die „Geheime Kunstschule Magischer Wunder - Kräfte” (eine der bekanntesten Grimoires/Zauberschriften), auf das Fell eines Widders den 29. Psalm zu schreiben und das Fell siebenmal gegen die Tür zu schlagen. Dabei soll man die Worte: „Des Adonay Stimme zerbricht die Zedernbäume auf dem Libanon, er machet, dass sie lecken wie ein Kalb, der Libanon und Sirion wie ein junges Einhorn” sprechen.
Ein Zeichen ist ein bedeutsamer Gegenstand oder ein Umstand, der historisch wichtige Ereignisse ankündigt oder begleitet, deren Bedeutung die Menschen aber zunächst nicht erkennen. Das wohl berühmteste Beispiel ist der Stern von Bethlehem.
Aus außereuropäischen Kulturen sowie aus dem vorchristlichen Bereich sind viele Erzählungen überliefert, die von derartigen besonderen Zeichen berichten. So erschien, als der heilige Karl Borromeo (1538 bis 1584) geboren wurde, über dem Gemach der Mutter ein ungewöhnlicher Glanz, „einem Lichtgusse gleich, sechs Ellen in der Breite und von einer Länge, soweit ein Büchsenschuss austrägt“.
Spontane Zeichen wie Blitz, Donner, Sonnen- und Mondfinsternisse, Sternschnuppen, Wolkenbilder oder das Verhalten von Tieren, dient vielerorts als Basis für Wahrsagerei.
Zeichensteine (s. Schalensteine)
Zeichen- oder Schalensteine sind große Felsbrocken bzw. Felswände, in die in der Steinzeit runde Vertiefungen von etwa fünf bis zwanzig Zentimetern Durchmesser eingearbeitet wurden. Diese können verstreut oder nach Muster angelegt, von einer kreisförmigen Rinne umgeben oder durch Rinnen miteinander verbunden sein.
Außer diesen runden Vertiefungen finden sich auf Schalensteinen vielfach weitere Muster, beispielsweise Rinnen, Hände, Füße, Kreuzformen, Labyrinthe und allerlei abstrakte Muster. Steine, die solche Verzierungen aufweisen, werden Zeichensteine genannt. Vermutlich dienten diese kultischen Handlungen, etwa dem Einbringen von Opfergaben und Lichtern.
Zeitalter (astrologisch)
Die Astrologie geht davon aus, dass ein Weltenjahr exakt 25 920 Jahre dauert. Das liegt daran, dass der Fixsternenhimmel durch die sog. “Präzession” langsam vorrückt. Durch die Anziehungskräfte von Sonne und Mond entsteht am Erdäquator ein Wulst (sog. Lunisolar-Präzession), der bei der Erdachse eine Kreiselbewegung erzeugt. Diese wiederum bewirkt, dass die Fixsterne aus Erdsicht langsam weiterwandern, und zwar alle 72 Jahre um 1 Grad. Demzufolge verschieben sich alle 2160 Jahre auch die Sternbilder um 30 Grad gegenüber dem Frühlingspunkt (21. März). Diesen Zeitraum nennt man astrologisches Zeitalter oder auch Weltenmonat. Jeder einzelne wird in der Astrologie interpretiert.
Das Löwe-Zeitalter (10 000 bis 8 000 v. Chr.) etwa entsprach der Zeit der Höhlen- und Felsmalerei (Kreativität).
Das Krebs-Zeitalter (etwa 8 000 bis 6 000 v. Chr.) war das des Übergangs vom Nomadenleben (Jäger und Sammler) zu festen Siedlungen und Ackerbau (Sesshaftigkeit, Häuslichkeit).
Das Zwillinge-Zeitalter (etwa 6 000 bis 4 000 v. Chr.) beinhaltete die Erfindung der Schrift, des Rades und anderer Geräte (Intellekt, Kommunikation).
Das Stier-Zeitalter (etwa 4 000 bis 2 000 v. Chr.) wurde vom Bau der Tempel und Pyramiden geprägt (Beständigkeit, Bewahren).
Ins Widder-Zeitalter (etwa 2 000 v. Chr. bis 0) fiel die Entstehung von Weltreichen wie dem Römischen Imperium (Kampf, Krieg, Tatkraft).
Im Fische-Zeitalter (etwa 0 bis 2 000 n. Chr.) verbreitet sich das Christentum.
Die Zeit war geprägt von einem Weltbild, das stark auf das Leben nach dem Tod ausgerichtet war. Mit der Hoffnung auf ein Paradies im Jenseits fand man sich ab mit einem bitteren Dasein im Dieseits. Die Menschen waren über Jahrhunderte bereit und fähig, das Leben hinzunehmen, wie es war. Die Kraft dazu fanden sie in ihrer inneren Welt, in der Religion und der Mystik.
Das nun anbrechende Wassermann-Zeitalter soll wiederum von Idealismus, Fortschritt und Spiritualität geprägt sein. Astrologen sprechen von einem Übergangszeitraum, der in den sechziger Jahren begonnen hat und noch einige Jahrzehnte des neuen Jahrtausends andauert.
Demnach wird im Wassermann-Zeitalter die kosmische Strahlung vielfach erhöht – mit der Folge, das die Menschen wieder empfänglich werden für längst vergangenes kosmisches Wissen. Das Interesse für Yoga und Esoterik steigt. Es wird das Zeitalter der Astrologie, jener königlichen Wissenschaft, deren Blütezeit bereits vor Jahrtausenden für das Wassermann-Zeitalter prophezeit wurde.
Ein Zweig des Buddhismus, der sich im 6. Jahrhundert in China und im 12. Jahrhundert in Japan verbreitete. Das Wort „Zen“ ist eine Übersetzung des chinesischen „Ch''an“ und des Sanskrit-Wortes „dyana“, was soviel wie konzentrierte Meditation bedeutet. So liegt die Wurzel des Zen zwar im Buddhismus, doch fühlen sich viele Zen-Meister nicht an eine bestimmte Religion oder Weltanschauung gebunden.
Der Kern des Zen besteht vielmehr in der mystischen Erfahrung: die völlige Versenkung in eine spannende Tätigkeit, das Aufgehen in der Masse oder das gänzliche Aufgesogensein durch eine Wahrnehmung. Zen kann das Zeitempfinden verändern. In der Konzentration verliert das subjektive Gefühl seine Bedeutung; die Definition von „Vergangenheit“ und „Zukunft“ verwischt, das Ich wird weniger oder gar nicht mehr wahrgenommen. Was zählt, ist einzig und allein der Augenblick, in dem das Bewusstsein „aufgeht“.
Die Praxis des Zen-Buddhismus basiert demnach auf Einfachheit, Strenge und Ausdauer. Die Disziplin wird auch in den Zen-Künsten geübt. Dazu gehören das Bogenschießen, der Schwertkampf, das Blumenstecken und die Tee-Zeremonie.
Zeitreisen (s. Astralprojektion)
Medien oder Menschen, die über psychokinetische Kräfte verfügen, behaupten, Zeitreisen unternehmen zu können. Dies soll durch die Aussendung des Astralkörpers – die sog. Astralprojektion möglich sein.
Gemeint ist ein Zustand, bei dem sich der Betroffene als außerhalb des physischen Körpers wahrnimmt. Besonders häufig wird über solche Zustände in Grenzsituationen, etwa bei Nahtodeserlebnissen, berichtet.
15 bis 35 Prozent aller Erwachsenen weltweit geben an, schon einmal eine außerkörperliche Erfahrung gemacht zu haben.
Zentauren (s. Centauri)
(lat. Centauri) In der griechischen Mythologie werden Zentauren als Mischwesen aus Mensch und Pferd beschrieben: Sie haben Kopf, Oberkörper und Hände wie ein Mensch, Rumpf, Schweif und Beine wie ein Hengst. Manchmal sind die Vorderfüße menschlich, manchmal sind alle Füße die eines Pferdes. Der menschliche Kopf ist mal bärtig, mal bartlos, in manchen Fällen gehörnt.
In der Astronomie sind die Zentauren eine Klasse von Asteroiden, die zwischen Jupiter und Neptun um die Sonne kreisen. Bei einigen Zentauren, zum Beispiel Pholus, wurde gefrorenes Wasser auf der Oberfläche entdeckt, bei anderen wie Chiron konnte bisher kein Wasser-Eis nachgewiesen werden. Wahrscheinlich sind die Zentauren „erloschene“ Kometen. Zentauren nennt man auch Kleinplaneten, die sich jenseits der äußeren Planeten dieses Sonnensystems befinden.
Zenit (s. Nadir / Imum Coeli)
Der scheinbar höchste Punkt des Himmelsgewölbes liegt genau senkrecht über dem Betrachter. Dieser Punkt wird Zenit genannt. Der ihm genau gegenüberliegende Punkt unterhalb des Betrachters heißt Nadir. Steht die Sonne im Zenit, wirft der bestrahlte Körper keinen Schatten. Dieses Phänomen kann auf der Erde mittags am Äquator beobachtet werden.
In unseren Träumen ist das Zimmer ein Symbol für unser Seelenhaus; einen Raum in unserem Inneren, in dem wir Schutz und Geborgenheit finden, und der unser Gefühlsleben widergespiegelt.
Der Ziegenfisch ist ein anderes Symbol für eines der ältesten das Sternbilder überhaupt – dem Steinbock. Die Babylonier sahen in ihm einen „Ziegenfisch“, ein Wesen mit dem Oberkörper einer Ziege und dem Unterleib eines Fisches.
Der griechischen Mythologie nach sprang der bocksbeinige Gott Pan auf der Flucht vor dem Untier Typhon ins Meer. Pan wollte die Gestalt eines Fisches annehmen, was ihm jedoch nicht vollends gelang. Daraufhin griff Typhon den Gott Zeus an und riss ihm die Sehnen an Armen und Beinen heraus. Pan und Hermes setzten ihm diese wieder ein. Der genesene Zeus überwältigte Typhon und versetzte Pan in seiner Gestalt als Ziegenfisch zum Dank an den Himmel.
Ein alter Aberglaube besagt: Ein schwarzer Ziegenbock sollte angeschafft werden, um böse Geister aller Art von Heim und Grund zu vertreiben. Und auch in der Volksmedizin spielt das Tier eine Rolle:
Zu Pulver gestoßenes Horn der Ziege, heißt es, wirkt bei Schlaflosigkeit, wenn dieses – vom Leidendem unbemerkt – unter dessen Kissen gegeben wird. Das Blut des Bocks hilft bei Epilepsie. Und das Halsband einer Ziege, um den Hals eines an Mumps leidenden Kindes gelegt, lässt die Symptome rasch abklingen.
Ziegenhaar, gebrannt und mit Essig vermischt, soll helfen, Nasenbluten zu stillen.
Zibke (s. Holunder)
Gemeint ist ein winterkahler Baum oder Strauch mit dunklen Beeren, der allgemein unter dem Namen „Holunder“ bekannt ist. Alle Teile der Pflanze sind in rohem Zustand giftig. Die enthaltenen harzartigen Stoffe wirken Brechreiz erregend und abführend. Richtig angewandt, kann Zibke/Holunder jedoch als Hausmittel genutzt werden: Holunderblütentee etwa gilt als blutreinigend und schweißtreibend; Holunderbeeren gekocht regen den Stoffwechsel an und wirken gegen Rheuma und Ischias; Holunderblätter, zerquetscht aufgelegt, lindern Sonnenbrand, andere leichte Verbrennungen, Bienen- und Wespenstiche.
Der Holunder war vielen Völkern heilig. Sinti und Roma zogen traditionell vor Holundersträuchen den Hut. Und auch Germanen und Kelten glaubten, dass Zwerge bevorzugt im Schatten des Holunders hausten.
Im christlich geprägten Aberglauben dagegen stand der Holunder in schlechtem Ruf. Nicht nur, dass sich der Verräter Judas Ischarioth an einem Holunder erhängt haben soll, auch das Kreuz Jesu war mancher Legende zufolge aus dem Holz dieses Strauches geschnitzt.
Dementsprechend wurde der Holunder gerne von verschiedenen Geistern und Dämonen bewohnt. Als Feuerholz war der Strauch, der nur dort wächst, wo einmal menschliches Blut vergossen wurde, wenig geeignet, denn der entstehende Rauch lockte den Teufel an.
Aus diesem Teufelsholz, das beim Zwergholunder rötlich verfärbt ist, bestanden die Zauberstäbe der Hexen oder Amulette gegen deren Wirken. Gegen Hexen half auch, am 30. April einen Holunderzweig zu schneiden und ihn über der Haustür zu befestigen. Ins Haus gebracht zog er den Tod an, mit einem Holunderzweig geschlagene Kinder stellten das Wachstum ein. Ein Tropfen Holundersaft in das Auge geträufelt, ermöglichte es, das Wirken von Hexen wahrzunehmen.
Tanz der Derwische, bei dem sie den Oberkörper vorwärts und rückwärts bewegen und kurze Koranverse rezitieren, bis sie in Trance fallen.
(auch Zitrinquarz oder Citrin) Der Zitrin ist eine der zahlreichen Erscheinungsformen des Quarzes, dessen Name auf seine Färbung hindeutet. Oft wird er beim Brennen von Amethysten bei Temperaturen um 450 Grad Celsius gewonnen und kommt dann als Madeiratopas, Goldtopas, Bahiatopas oder Palmyratopas in den Handel.
Natürliche Vorkommen sind selten, gefunden wird Zitrin zum Beispiel in Brasilien (Bahia), den USA (Colorado), auf Madagaskar und in Russland. In Europa wurde er bislang in Spanien (Cordoba, Salamanca), Frankreich und Schottland entdeckt.
Römische Soldaten sollen den Zitrin als Lebensstein im Kampf auf der Brust getragen haben.
Als Zodiak (griech. zodiakos kyklos, „Kreis der Lebewesen”) oder Tierkreis bezeichnet man eine etwa 20 Grad breite Zone um den Himmelsäquator (Ekliptik), innerhalb derer die scheinbaren Bahnen von Sonne, Mond und Planeten verlaufen. Die Ekliptik bildet dabei die Mittellinie. Innerhalb des Zodiaks befinden sich die zwölf Sternbilder, nach denen die Tierkreiszeichen benannt wurden – vom Widder bis zum Fisch. Da die Ekliptik den Kreis als Breitengrad schneidet, ist ein Horoskop in ein Oben und Unten geteilt.
Der Zoisit ist ein eher seltenes Kalzium-Aluminium-Mineral aus der Mineralklasse der Silikate, genauer ein Gruppensilikat (Sorosilikat), das nach dem österreichischen Kaufmann Siegmund Freiherr von Zois (1747-1819) benannt wurde.
Er ist seit etwa zwei Jahrhunderten bekannt und wurde manchmal als Ornamentstein mit begrenzter Brillanz verwendet. Erst 1967 wurde eine blaue Edelsteinvarietät in Tansania gefunden. Diese Varietät erhielt den Namen Tansanit.
Der Zoisit, heißt es, wirkt sich positiv auf die Fortpflanzungsfähigkeit und auf das vegetative Nervensystem aus. Im Bereich der Psyche steht er für Erdung.
Als Zombie wird ein zum Leben erweckter Toter oder ein seiner Seele beraubtes, willenloses Wesen bezeichnet. Bereits aus der Frühgeschichte der Menschen gibt es Hinweise darauf, dass die Menschen Angst davor hatten, dass die Toten zurückkehren und den Lebenden Leid antun könnten. Bis ins 19. Jahrhundert war es so Aufgabe des Totenwächters, einen vermeintlichen Verstorbenen zu erschlagen, falls er sich vom Totenbett erheben sollte.
Dies kam durchaus vor, da die Methoden zur Feststellung des Todes damals noch unzuverlässig waren. Der Begriff Zombie wurde jedoch erst später im 20. Jahrhundert vor allem durch Kinofilme und Comics geprägt, als das Phänomen des Scheintodes allgemein bekannt war.
Der Glauben an Zombies ist bis heute stark im Voodoo vertreten. Besonders auf Haiti kennt man diese Geschichten. Dem Glauben nach kann ein Voodoo-Priester (Houngan), ein schwarzmagischer Bokor oder eine Priesterin (Mambo) einen Menschen mit einem Fluch belegen, worauf dieser dann scheinbar stirbt (Scheintod). Tage später kann er den Toten dann wieder zum Leben erwecken. Dieser wird dann als Arbeitssklave missbraucht. Diese Zombies nennt man auch Zombie Kadavers. Sie gelten als absolut willenlos.
Zwergplaneten sind eine von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) am 24. August 2006 in Prag neu definierte Klasse von Himmelskörpern. Die Klassifizierung wurde nötig, weil im Sonnensystem immer wieder „Planeten“ entdeckt wurden.
Als Zwergplaneten gelten demnach jene Gestirne, die sich auf einer Umlaufbahn um die Sonne befinden und ausreichend Masse haben, damit die eigene Schwerkraft sie zu annähernd kugelförmiger Gestalt zusammenzieht, die jedoch im Unterschied zu „normalen“ Planeten nicht groß genug sind, um ihre Umlaufbahn von anderen Objekten (also Planeten, Asteroiden, Steinbrocken) freizuräumen.
Der bis zum 24. August 2006 als Planet klassifizierte Pluto gilt seitdem als Zwergplanet, genauso wie Ceres und 2003 UB313 (Eris). Viele andere Objekte im Sonnensystem (etwa Vesta, Pallas, Hygiea, Orcus, Quaoar, Sedna, 2005 FY9 oder 2003 EL61) könnten ebenfalls in die Kategorie der Zwergplaneten fallen.
Die IAU kündigte für die „nächsten Monate und Jahre“ die Bekanntgabe weiterer Zwergplaneten an. Die Kandidaten werden auf einer Beobachtungsliste geführt. Zurzeit reichen die für diese Objekte vorliegenden Beobachtungen noch nicht aus.
Zweitkörpererfahrung
Die Tatsache, dass der Mensch nicht nur über einen physischen, sondern auch über einen geistigen Körper (Energie-Körper) verfügt, ist seit Urzeiten bekannt. Genauso wie die Tatsache, dass sich beide Körper oft unfreiwillig trennen, diese Trennung aber in höheren Bewusstseinszuständen auch willentlich herbeigeführt werden kann. Paranormale Erlebnisse dieser Art, bei denen der vom physischen getrennte geistige Körper selbständig lebt und bewusst handeln kann, bezeichnet man als „Außerkörperliche Projektion“ (AKP), „Astralwanderung“, „Bilokation“, „Außerkörperliche Erfahrung (AKE)“ oder auch „Zweitkörper-Erfahrung“.
Einer der frühesten exakt überlieferten Fälle von Zweitkörper-Erfahrungen ist der von Alphonsus Liguori, der an einem Tag des Jahres 1774 im Kloster Arienzo, vier Tagesreisen von Rom entfernt, für zwei Stunden in tiefen Schlaf verfiel. Als er daraus erwachte, berichtete er, er käme gerade vom Krankenbett des Papstes in Rom zurück, der eben verstorben sei. Als schließlich die Kunde vom Ableben des Papstes in Arienzo eintraf, schrieb man das Ganze dem Zufall zu – bis bekannt wurde, dass mehrere der am Totenbett des Papstes Versammelten Liguori gesehen und sogar mit ihm gesprochen hatten.
Zu den interessantesten AKP-Meldungen des neunzehnten Jahrhunderts zählen die Aussagen des Dramatikers August Strindberg, der sich, während er krank in Paris lag, in sein skandinavisches Heim ''projizierte'', sowie ein Erlebnis Wolfgang von Goethes: Auf einem Heimritt, von seiner Geliebten Friederike Brion aus Sesenheim kommend, sah dieser sich selbst auf sich zukommen - er begegnete also seinem Geistkörper.
Normalerweise hat man nur einmal im Leben eine Außerkörperliche Projektion - dann nämlich, wenn der Tod eingetreten ist. Nach Aussagen von klinisch bereits Toten handelt es sich dabei um ein recht angenehmes Erlebnis. Nicht nur einmal im Leben, sondern zu jeder beliebigen Zeit können jedoch durch entsprechende Konzentrations-, Imaginations- und Meditationsübungen geschulte Parapsychologen ihren „Energie-Körper“ auf ''Reisen'' schicken. Dabei sind diesen keinerlei räumliche Grenzen gesetzt.
Die Zwölf ist eine besondere, eine mystische Zahl. Zum einen deshalb, weil in ihr andere heilige Zahlen enthalten sind: die Drei und die Vier (3 x 4), die Fünf und die Sieben (7 + 5). In vielen Kulturen gilt sie darum als heilige Vollzahl. Aus einem Dutzend bestehen mehrere sakrale Kollegien.
Die griechische Mythologie etwa kannten zwölf Titanen sowie zwölf olympische Hauptgötter; dem Helden Herakles wurden von Eurystheus zwölf Prüfungen auferlegt; zwölf Strahlen gehen vom Strahlenkranz des Sonnengottes Apollo ab; die Niobe war Mutter von zwölf Kindern, sechs Mädchen und sechs Jungen.
Den Germanen waren zwölf Asen geläufig, Götter, die in Asgard ihren Hochsitz hatten. Das Christentum deutet die Zwölf als Symbol der Begegnung von Gott mit der Welt; die darin enthaltene Drei steht für die Dreifaltigkeit „Vater, Sohn und Heiliger Geist“, die vier für das Irdische – vier Himmelsrichtungen, vier Jahreszeiten, vier Elemente. Jesus versammelte nach dem Neuen Testament zwölf Jünger um sich. Diese Anzahl spielt auf die zwölf Stämme Israel an, die Zwölf symbolisiert die Ganzheit, zu der in der Endzeit das Gottesvolk zurückehren werde (Matthäus 19,28).
Und auch in der Gesellschaft der frühen Hochkulturen Mesopotamiens spielte die Zwölf eine große Rolle: Ein Sonnenjahr beinhaltete zwölf Mondzyklen, was zur Einteilung des Jahres in zwölf Monate führte. Bis heute teilt sich der Tag in zweimal zwölf Stunden.
Ebenfalls in Mesopotamien liegt der Ursprung der zwölf Tierkreiszeichen. Das Horoskop setzt sich seither aus zwölf Häusern zusammen.
Das „zweite Gesicht“ haben medial veranlagte Persönlichkeiten, zum Beispiel Seher oder Wahrsager. Auch bei Zwillingen taucht dieses telepathische Phänomen der außersinnlichen Wahrnehmung häufig auf. Sie können Ereignisse voraussehen oder die Gedanken eines anderen lesen.
Zu den bekanntesten Sehern mit dem zweiten Gesicht gehört Emanuel Swedenborg (1688-1772). Swedenborg sah einen Großbrand in Stockholm voraus, den er in allen Einzelheiten beschrieb. Jeane Dixon (geb. 1918) prophezeite die Ermordung von John F. Kennedy und Martin Luther King.
Allgemein werden heute drei Formen der außersinnlichen Wahrnehmung unterschieden:
Telepathie (griech. „Fernerleiden“) bezeichnet die Fähigkeit, Informationen von einem Menschen zu einem anderen Menschen oder allgemein einer anderen Wesenheit (Tier, Pflanze) zu übertragen, ohne direkt sinnlich (optisch, akustisch, taktil, geschmacklich, olfaktorisch) wahrnehmbare Einflussnahme. Hellsehen wird als außersinnliche Wahrnehmungen eines objektiven Tatbestandes, von dem niemand Kenntnis hat, definiert. Und Präkognition (von lat. prae „voraus“ und cognoscere „erkennen“) steht für das Vorherwissen zukünftiger Ereignisse, ohne dass zum Zeitpunkt der Vorhersage ausreichend Gründe für das Eintreffen der Vorhersage vorhanden sind. | de |
q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
Identifikator | Stadtmarketing, Business Improvement Districts, ...
von Jens Ender (Autor) Bernhard Wachall (Autor)
2 Warum brauchen wir BID´s
2.1 Was sind BID´s und wie funktionieren sie
2.2 Gründung und Finanzierung
3 Bid’s in den USA
4 Ausgangslage in Deutschland
5 BID’s in Deutschland/Hessen
5.1 MarBID
5.2 GiBID
Business Inprovement District – Hilfe für Bedrohte Handelslagen? Durch veränderte Rahmenbedingungen wurden in Nordamerika zum ersten Mal die BID’s eingeführt. Sie wurden Anfang der 70er Jahre in Kanada erfunden. Seine Hauptsächliche Anwendung findet es im Einzelhandel, hat aber trotzdem auch die Möglichkeiten und das Potential die allgemeine Stadtentwicklungen zu verbessern und zu unterstützen. Die besondere Bedeutung im Einzelhandel entsteht durch die Schaffung vieler großer Center, die einen Kundenrückgang und damit auch einen Umsatzrückgang hervorrufen oder auch z.B. durch hohe Kriminalität.
Da diese Entwicklung weltweit vorzufinden ist, wird die Idee der Bid´s mittler Weile in vielen Ländern der Welt angewendet oder eine Umsetzung mit den dortigen Rahmenbedingungen angestrebt (Australien, Südafrika, Neuseeland, Brasilien, Jamaika und Europa (Mensing 2003 www.Cimadirekt.de)
Nach Dallgahs (2004:3) wurde ein neues Konzept des Einzelhandels notwendig, um gegen die Entwicklung des Strukturwandels im Einzelhandel der letzten Jahre entgegenzuwirken. Dieser Strukturwandel im Einzelhandel wird durch das so genannte downgrading ausgelöst. Ein Externer Effekt (Kriminalität, Wegfallen von Geldern, politische Wechsel…) verursacht eine Verringerung des Konsums im Entsprechenden Bereich. Dadurch sinkt im entsprechenden Gebiet auch der Umsatz und einige Unternehmen verlassen den Bereich. Dadurch erhält die Gemeinde wieder weniger Steuereinnahmen und dadurch wiederum sinkt die Neuinvestition der Öffentlichen Hand in die Unternehmen. Eventuell werden auch die Steuern erhöht, was den Gewinn der Unternehmen weiter schmälert. Dadurch verlassen noch mehr Unternehmen das Gebiet und die Schraube (Downgrading) geht immer weiter (Abb. 1).
Die Center haben ihre entscheidenden Vorteile gegenüber den innerstädtischen Einzelhandelsgebieten. Die Center bieten im Gegensatz zu den innerstädtischen Einkaufsgebieten gemeinsam genutzte Waren an. Die Wege sind Kurz und für Sauberkeit und Sicherheit ist gesorgt. In Deutschland hat sich die Zahl der Einkaufszentren von 1970 mit 14 Stück, auf 338 Stück im Jahr 2003 ca. um das 25fache erhöht (Handelskammer Hamburg 2004:10). Die BID´s werden daher als Möglichkeit gesehen diese innerstädtischen Gebiete wieder attraktiv und damit konkurrenzfähig zu machen. Die Zentren der Städte die hiervon meist betroffen sind haben auch wichtige Gesellschaftliche Aufgaben, wie die Identifikation mit der Stadt und deren Geschichte. Die Zentren sind oft auch Mittelpunkt des Gesellschaftlichen Lebens durch Verwaltung und Kirche sowie auch Kultur und Freizeitgesellschaft (Handelskammer Hamburg 2004:7). (event. Abb )
Die Handelskammer Hamburg (2004:15) definiert ein BID als ,,ein räumlich klar abgegrenzter (innerstädtischer) Bereich, innerhalb dessen die Grundeigentümer und Gewerbetreibenden zum eigenen Vorteil versuchen, die Standortqualität durch die Bereitstellung partieller öffentlicher Leistungen, die aus dem Aufkommen einer selbst auferlegten und zeitlich befristeten erhobenen Abgabe finanziert werden, zu verbessern.
Was heißt das im Einzelnen? BID´s entstehen nur durch private Initiative der Grundstücksbesitzer und Ladenbesitzer. Wenn mehr als 50% der Besitzer ein BID aufbauen wollen geschieht dass. Die anderen müssen diesen Schritt mit tragen. Durch gesetzliche Rahmenbedingungen sind die Geschäfte zu einer bestimmt Abgabe verpflichtet, die sich in der Regel an die m2 Zahl des Geschäftes richtet. Für das BID wird dann ein Businessplan erstellt. In diesem Plan werden Verbesserungen in Sauberkeit und Sicherheit sowie Service oder Möblierung erreicht, auch die Ausrichtung von Event oder einfach nur die Werbung für das BID sind Aufgaben die jetzt Zentral gelöst werden. Dadurch soll der Standort attraktiver werden, so dass sich zum einen neue Betrieb und Geschäfte ansiedeln und zum anderen auch mehr Kunden zum einkaufen bewegen. Der Business Plan läuft auf 5 Jahre und wird automatisch nach dieser Zeit beendet (sunset clause) wenn die beteiligten Geschäfte nichts Gegenteiliges beschließen. (Mensing 2003:10, Bloem 2003:5)
Die Gründung geht von der lokalen Wirtschaft aus, die dazu ein Komitee bildet das sich mit der Problematik auseinander setzt. In den ersten Sitzungen werden Grenzen und Ziele des zukünftigen BID´s abgesteckt und die Betroffenen Ladenbesitzer werden motiviert sich an Projekt zu beteiligen. Wenn dann ein Antrag an die Stadt gestellt wird, muss sichergestellt sein das 50% der Anlieger und 50% der Ladenfläche mit der Gründung des BID´s einverstanden sind. Erst wenn das erfüllt ist, kann der Gründung zu gestimmt werden.
Bei der Finanzierung kommt das Besondere der BID´s zum Vorschein. Sobald das BID von mehr als 50% beschlossen wurde, müssen sich alle daran halten. Es gibt keine ,,Trittbrettfahrer“. Der entsprechende Beitrag wird einfach an die örtliche Steuerbehörde abgeführt und diese führt es dann wieder an die entsprechende Institution ab, die sich um das Management des BID kümmert. Über die Höhe des zu entrichtenden Betrages gibt es verschiedene Vorstellungen. In den kanadischen BID’s wird die vorher vereinbarte Summe mit dem Grundstückswert multipliziert und die durch das gesamt Vermögen aller Grundstücke geteilt. Daraus ergibt sich der Betrag den Jeder Grundstückseigentümer zu bezahlen hat. Die Geschäftleute die nur Mieter sind beteiligen sich auch aber geringer als die Eigentümer. Wohnungsbesitzer und Mieter beteiligen sich nicht da sie keinen wirtschaftlichen Vorteil von der Aufwertung des Standortes haben. Das nötige Budget wird jedes Jahr neu festgelegt und wird im ersten Jahr von der Stadt vorgestreckt. Die Aufgaben der Stadt sind außerdem vorher vertraglich festgelegt, so dass die Stadt nicht ihre Aufgaben vernachlässigt, was dann dem BID schaden könnte. Auch größere Bauprojekte werden selten mit BID-Geldern realisiert, es ist in einigen Bundesstaaten sogar gesetzlich verboten (Kiru 2003:11).
Als Beispiel für ein funktionierendes BID soll hier das Lincoln Square BID in New York City (LSBID) vorgestellt werden.
Der LSBID erstreckt sich von der 58. bis zur 70. Street und von der 8. bis zur 10. Avenue. Er wurde 1997 gegründet und verwaltet 2004 ein Budget von 1,2 Mio. US$. Mitte der 80er Jahre wurde in New York das erste BID gegründet, das Grand Central BID. Mittlerweile existieren in New York 45 BIDs und weitere 20 sind geplant (dies stellt bereits einen Indikator für den Erfolg dieser Bündnisse dar).
In den 80er Jahren bot New York City laut TRIPPEN (2004:7) ein erschreckendes Bild. Steigende Kriminalitätsraten, zunehmende Verwahrlosung öffentlicher Räume, Bettler, Obdachlose, Drogenabhängige, Jugendgangs und Raubüberfälle prägten weite Teile der Stadt.
Die Straßen waren dreckig, hässlich und geprägt von Vandalismus. Der Niedergang ganzer Geschäftsviertel und Einkaufsstraßen war die Folge. Die Stadt verfügte nicht über die finanziellen Mittel diesen Verfall zu stoppen und die Polizei praktizierte die „radical non-intervention“
Methode. So ging die Kontrolle über Straßen, Parks und Geschäftsviertel verloren. Die New Yorker Bevölkerung fühlte sich zunehmend unsicher. Nun mussten die ansässigen Geschäftsleute durch Eigeninitiative die Situation verbessern. Ziel war es in erster Linie die Geschäftsviertel zu revitalisieren, vor allem durch Investitionen in den öffentlichen Raum und in die Sicherheit. Das Motto des LSBID lautet: ‚cleaner, safer and more beautiful’. So hat das LSBID sich beispielsweise um die Pflege und Gestaltung von Straßen und Gehwegen sowie Laternenmasten und Mülleimern gekümmert. Es wurden z.B. Blumenbeete und Grünflächen angelegt, wofür das BID im Rahmen des ‚Broadway Malls Beautification programms’ den ‚New York City Neighborhood Development Award’ bekam. Innerhalb des BID’s wird 13 Stunden am Tag gereinigt. Die regelmäßige Räumung von Straßen und Gehwegen im Winter hat ebenso Priorität. Sicherheitskräfte die durch Funk miteinander verbunden sind patrouillieren durch die Straßen und dienen nicht nur der Abschreckung, sondern auch als Informationsquelle für Besucher. Die Existenz mobiler Informationsstände macht deutlich, dass Service und Information ganz groß geschrieben werden. Um Kunden anzulocken werden in regelmäßigen Abständen „special events“ organisiert. Man unternimmt des Weiteren Versuche Unternehmen anzusiedeln und die Verkehrsinfrastruktur aufzuwerten (Parkleitsysteme, ÖPNV). „Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit sind außerdem Kundenbefragungen und Marktanalysen“ (TRIPPEN 2004:8). Mit Hilfe sozialer Dienste und Kooperationen mit Schulen und Universitäten und Hilfsprogrammen für Obdachlose versucht an die Präsenz gesellschaftlich niedrig gestellter Bevölkerungsgruppen in den Straßen zu minimieren, um das Image des Standortes aufzuwerten. In verschiedensten Befragungen und „Ratings“ bezüglich Kundenzufriedenheit und Einkaufsgefühl schneidet das Gebiet des LSBID seit der Gründung des Bündnisses immer außerordentlich gut ab.
9783638783989
9783638795524
v75758
Stadtmarketing Business Improvement Districts Geschäftsstraßenmanagement Neue Wege Straßen Hessen-Exkursion
Bernhard Wachall (Autor) | de |
q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
Identifikator | Book Catalog: nut
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Frankfurt : Cbs, 1985. - 2 cd. 48,00
The nut-cracker, and every nut a sound kernel; or, A new budget without a single tax.: Containing original jokes, smart repartees, sprightly wit ...
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q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
Identifikator | Kategorie: NewsletterFoto: skeddy, nycNumberland Technology NewsOktober 2012Newsletterarchiv InhaltVorträge und Exkursionen13 neue Anfragen09 neue Angebotekein neues StellenangebotMessen - 10/12 - 12/12Konferenzen 10/12 - 12/12Numberland intern Vorträge und Exkursionen In diesem Newsletter finden Sie Hinweise auf:Mobilität der Zukunft - Die Rolle der Kunststoffe - 06.11. - 07.11.2012, Würzburg, Germany5. Bayerischer Werkstoffabend, 14.11.2012, BZKG, Bayreuth29th International conference of the Polymer Processing Society, Nürnberg, 15-19 JULY 2013 Vortrag des Monats Vortrag des Monats NovemberDie Kompetenzzentrum Neue Materialien Nordbayern GmbH und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) - Bezirksgruppe Bayreuth - laden herzlich zum "Vortrag des Monats November" ins Kompetenzzentrum in 95448 Bayreuth, Gottlieb-Keim-Str. 60 ein.Titel:Ressourceneffizienz – Kostensenkung mit werkstofftechnischen Lösungen.Ort und Datum:Kompetenzzentrum Neue Materialien Nordbayern GmbH, Gottlieb-Keim-Strasse 60, 95448 Bayreuth, 06. November 2012, 18:30 Uhr. Der Referent steht im Anschluss des Vortrags für Fragen zur Verfügung.Teilnahmebedingungen:Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir bitten aus organisatorischen Gründen um eine formlose Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!l.Referent:Dr.-Ing. Uwe Diekmann, geschäftsführender Gesellschafter der Metatech GmbH, Karmen.Zusammenfassung:Die Kosten für Material und Energie steigen. Als Folge werden die Substitution und Optimierung von Werkstofftechnologien zunehmend interessant für Unternehmen. Dies gilt auch für bekannte metallische Werkstoffe, wie Stahl und Aluminium in klassischen Anwendungen.Ausgehend von Potenzialanalysen für Material- und Energieeffizienz werden auch für Verbes-serungen an Produkten und Prozessen zunehmend Simulationssysteme, z.B. für die Erstarrungs-, Umform- und Wärmebehandlungssimulation eingesetzt. Entscheidend für die Qualität der Aussagen hieraus sind allerdings vielfach die zugrundeliegenden Werkstoffdaten. Werk-stoffdatenbanken und Werkstoffsimulationssysteme gewinnen daher an Bedeutung.Anhand von Beispielen der Metallverarbeitung wird im Rahmen des Vortrags gezeigt, wie Werk-stoffdatensysteme in der industriellen Praxis eingesetzt werden können. Die Ressourceneffizienz kann durch gezielte Werkstoff- und Prozessanpassung verbessert werden, z.B. durch Einsparung teurer Legierungselemente und durch Vermeidung von Ausschuss und Nacharbeit in der Produktion.Über den Referenten:Dr. Uwe Diekmann studierte und promovierte im Fachgebiet Maschinenbau/Werkstofftechnik an der Universität Hannover. Am Forschungszentrum Jülich arbeitete er an Werkstoff- und Fügetechniken im Bereich Energietechnik (Brennstoffzellen, Kraftwerkstechnik). Entwicklung und Verarbeitung hochfester Stahlwerkstoffe mit Schwerpunkt auf den Einsatz im Automobil war sein Tätigkeitsschwerpunkt als Innovationsmanager bei Benteler, Paderborn. Seit 2008 ist geschäftsführender Gesellschafter der Metatech GmbH, die sich als technisches Beratungshaus auf die Themen Ressourceneffizienz und Werkstoffdatensysteme fokussiert.Wir würden uns freuen, wenn Sie sich bei Interesse den oben genannten Termin freihalten, und uns im Kompetenzzentrum in Bayreuth besuchen. Weitere Informationen:Neue Materialien Bayreuth GmbH VDI-Bezirksgruppe BayreuthStefan Kollböck c/o Numberland - Dr. Wolfgang GrondGottlieb-Keim-Straße 60 Lohfeld 2095448 Bayreuth 95326 KulmbachTel.: +49 (0)921 507 36 0 Tel.: +49 (0)9221 6919131E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Haben Sie Interesse, selbst einen Vortrag zu halten?Sofern Sie selbst Interesse haben, einen Vortrag aus dem breiten Gebiet der (angewandten) Werkstofftechnik zu halten, setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung. Die nächsten freien Vortragstermine sind: 02.04.2013. MinistergrußwortKlimaerwärmung, wachsender Energiebedarf bei gleichzeitiger Ressourcenverknappung und die fortschreitende Motorisierung der bevölkerungsreichen Schwellenländer stellen die Gestaltung von Mobilität und Transport vor große Herausforderungen. Auch im Verkehrssektor kann der CO2-Ausstoß erheblich reduziert werden. Derzeit entfallen in Bayern rund ein Drittel des gesamten Endenergieverbrauchs und der CO2-Emissionen auf den Verkehrsbereich. Eine wesentliche Aufgabe ist daher, den Energieverbrauch und die damit verbundenen Emissionen deutlich zu senken.Die Bayerische Staatsregierung hat bereits im Mai 2009 die Zukunftsoffensive "Elektromobilität verbindet Bayern" gestartet, mit dem Ziel, die Elektromobilität als zukunftsweisende und umweltfreundliche Technologie voranzubringen und den Standort Bayern zum Vorreiter bei der Elektromobilität zu machen. Die Industrie arbeitet gemeinsam mit der Wissenschaft mit Hochdruck an der Entwicklung alternativer Antriebstechnologien und der Einführung von Elektrofahrzeugen. Einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität leisten dabei neue Werkstoffe, insbesondere Kunststoffe, wie sie im Süddeutschen Kunststoff Zentrum SKZ entwickelt und geprüft werden.Der Freistaat Bayern sieht in der Entwicklung von neuen und klimafreundlichen Werkstoffen große Chancen und Potenziale für neue Arbeitsplätze, Wachstum und Wohlstand. Ich habe deshalb gerne die Schirmherrschaft über das Forum „Mobilität der Zukunft – Die Rolle der Kunststoffe “ übernommen und wünsche den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine erfolgreiche Veranstaltung!Martin Zeil, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie,Stellvertretender Ministerpräsident des Freistaates Bayern Weiterlesen und Anmeldung Weiterlesen und Anmeldung 29th International Conference of the Polymer Processing SocietyThe Polymer Processing Society was founded with the intention to foster advancement and innovation in science, technology and engineering of polymer processing. The Annual Meeting is held to establish a discussion forum for the worldwide community of engineers and scientists in the field.The 29th Annual Meeting of the Polymer Processing Society (PPS-29) will be organized in Germany. The PPS-29 provides the- matic range for learning and exchanging of new research results covering conventional processing technologies, rheology, process modeling and simulation, morphology and structure development and nanotechnology related processing technology.The meeting will be enhanced by an exhibition and a social program presenting a typical Bavarian atmosphere. Read more ... Numberland intern Wir sind am 06.11. - 07.11. auf der Veranstaltung "Mobilität der Zukunft - Die Rolle der Kunststoffe" in WürzburgWir sind am 14.11. auf der Veranstaltung "5. Bayerischer Werkstoffabend" in BayreuthDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Bewerben Sie Ihre Werkstofftagung auf unserer Website oder/und in unserem Newsletter Numberland erreicht mit Newsletter und Website jeden Monat tausende Personen mit Interesse an Werkstoffforschung bzw. Werkstoffverarbeitung - nicht nur in Deutschland.Entsprechend den bei uns publizierten Anfragen und Angeboten zu Werkstoffen, deren Herstellungs- und Analytikverfahren aus den Bereichen Glas, Optik+Photonik, Halbleitertechnik, technische Keramik, Metalle, Polymere und technische Textilien erreichen wir Besucher, die sich für diese Werkstoffe interessieren. Die Anwendungsgebiete dazu sind sehr vielfältig, und umfassen:Aktorik + Sensorikinstrumentelle Analytik + MesstechnikBiomaterialienInformationstechnik (erzeugen, umwandeln, transportieren, verarbeiten und speichern von Informationen)Energietechnik (erzeugen, umwandeln, transportieren, speichern, sparen, dämmen von Energie)FertigungstechnikKatalyseMechanik (z. B. Formgedächtnis, Hochtemperaturbeständigkeit, Leichtbau, Mikrotechnik, Selbstheilung, Tribologie, Verbund)Oberflächentechnik (z. B. Barrieretechnik, Biomedizin, Dekoration, Oberflächenschutz, Tribologie)Gerne bieten wir auch Ihnen die Möglichkeit, Ihre Werstoffveranstaltung mit unserer Hilfe einem größeren Puiblikum bekannt zu machen. Wir können Ihnen - sowohl für den Newsletter - als auch für die Publikation auf der Website - attraktive Konditionen bieten! Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Neue StellenVertriebs- und Marketingleiter / Geschäftsführung Marketing und VertriebDipl.-Ing. Allgemeiner Maschinenbau mit ausgeprägtem unternehmerischem Denken sucht neue Herausforderung in leitender Position. Ich biete weitreichende Kenntnisse in den Bereichen Hochleistungskeramik, Porzellan, Textilien und Kunststoff sowie langjährige Erfahrung im internationaler Maschinen- und Anlagenbau sowie der Zulieferindustrie.Know-How Profil:Aufbau, Reorganisation, Steuerung und Effizienzsteigerung von internationalen Vertriebsorganisationen (bis zu 10 Auslandstochtergesellschaften und ca. 70 Handelsvertretungen),Leitung von Vertriebs- und Servicegesellschaften in Russland, Amerika, Asien und EuropaVertriebsleitung, Aufbau von Exportmärkten, Key-Account Management, Einführung von CRM und Reporting Tools, Budgetierung und -controlling, Umsatz- und ErgebnisverantwortungDurchführung von Marktstudien und Wettbewerbsanalysen, Portfolioanalysen, Benchmarking, SWAT-Analysen, Produkt Lebenszyklus Management, Strategieentwicklung und -umsetzungBusiness Development, Produktentwicklung, Bedarfsanalyse, Konzeption von Markteintrittsstrategien, Festlegung von Kommunikationsstrategien, Produkt Roll-outCI-Entwicklung und -Einführung (Print, Web, Film), Konzeption, Organisation und Durchführung von internationalen Messen, Schulungen ,Vertriebs und VertretertagungenAusgeprägte interkulturelle Kompetenz mit Erfahrungsschwerpunkten Europa, Russland, Südostasien, Indien, Australien und Nord- und MittelamerikaHohes Integrationsvermögen bei interdisziplinären Teams, Schnittstellenfunktion zwischen unterschiedlichen Unternehmens- und Funktionsbereichen, Entscheidungsstark mit ausgleichender Wirkung bei InteressenskonfliktenFührungsstil geprägt durch Klarheit, Fairness und ein hohes Maß an Integrität, auch in kritischen Situationen, Personalverantwortung (disziplinarisch bis zu 20 Personen)Karriereziel:Leitende Position im Marketing, Vertrieb oder Business Development in einem dynamischen Unternehmen mit begeisterungsfähigen Produkten und gutem Wachstumspotential, gerne mit internationaler Ausrichtung.Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder über den Newsletter Numberland unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. AnfragenBedrucken von PVA-FolienBrechzahlbestimmung in dicken PolymerfolienVerbesserung thermischer SolarkollektorenChemisches Abtragen von EdelstahlgussteilenMikrofluidische BauteileVollständig biologisch abbaubare VerpackungsfolieBedrucken von 2.5D und 3D OberflächenNichtinvasive GlukosebestimmungGuss von Titan- und KobaltlegierungenElektrochrome Polymerfolien(Katalytische) Umwandlung von MethanolEntwicklungspartner für die ThermophotovoltaikPolymerbeutel für die Abfüllung von MineralwasserDetails zu diesen und weiteren Anfragen finden Sie hier und auf unserer Website in der Rubrik "Anfragen". Sollte eine der hier publizierten Lösungen genau auf Ihr aktuelles Projekt passen, wenden Sie sich bitte unter Angabe der ID an uns.AngeboteInterferometrische OberflächenmessungPU Schaum Herstellung ohne AcrylonitrilNano-Luftfilter für PKWsGleitmittel für den Einsatz in der LebensmitteltechnologieBiotechnologische Modifikation von ZellulosesubstratenRecycling Seltener Erden aus Fluoreszenzlampen und KathodenstrahlröhrenInnovative Klebetechnologie für Naturfasern, Papier und KartonBlendschutz für AutomobilscheinwerferNeuartiges Draht-Handlingsystem für die FederherstellungDetails zu diesen und weiteren Angeboten finden Sie hier und auf unserer Website in der Rubrik "Angebote". Sollte eine der hier publizierten Lösungen genau auf Ihr aktuelles Projekt passen, wenden Sie sich bitte unter Angabe der ID an uns. Messen29.09.-14.10.2012: Mondial de l'Automobile - Internationaler Automobilsalon, Paris, FR01.10.-03.10.2012: Light Middle East - The International Trade Fair - Urban, Architectural and Retail Lighting Solutions, Dubai, AE01.10.-03.10.2012: PLME - Private Label Middle East - Private Label and Contract Manufacturing Exhibition for the Middle East, Dubai, AE02.10.-04.10.2012: Aerospace Testing / Aircraft Interiors, Moskau, RU02.10.-04.10.2012: Eurocoat, Barcelona, ES02.10.-04.10.2012: Hospital - Internationale Medizintechnologiemesse, St. Petersburg, RU02.10.-04.10.2012: Salon Industriel de Quebec, Quebec City, CA02.10.-04.10.2012: TOOLEX - Int. Fair of Machine Tools, Tools and Processing Technology, Sosnowiec, PL02.10.-05.10.2012: MERCOPAR - Subcontracting and Industrial Integration Fair, Caxias do Sul, BR02.10.-05.10.2012: TOKYO PACK - International Packaging Exhibition, Tokyo, JP02.10.-06.10.2012: BI-MU - Fachmesse für Metallverarbeitungsmaschinen, Robotik, Automation und Technologien, Mailand, IT02.10.-06.10.2012: CEATEC Japan, Chiba/Tokyo, JP02.10.-06.10.2012: SFORTEC - Messe für die Zulieferindustrie, Mailand, IT03.10.-05.10.2012: POWER-GEN Asia - The Global Power Generation Exhibition & Conference, Bangkok, TH03.10.-05.10.2012: PV TAIWAN - Taiwan Int. Photovoltaic Forum & Exhibition, Taipei, TW03.10.-05.10.2012: UZMEDEXPO - International Exhibition for Healthcare, Taschkent, UZ04.10.-06.10.2012: INDIA CHEM - International Exhibition & Conference on Chemicals, Petrochemicals & Pharmaceuticals, Mumbai (Bombay), IN04.10.-06.10.2012: METALEX Vietnam - International Machine Tools and Metalworking Technology Exhibition, Ho-Chi-Minh-Stadt, VN04.10.-06.10.2012: NEPCON Vietnam, Ho-Chi-Minh-Stadt, VN04.10.-07.10.2012: Electrotec & Lighting Salon, Athen, GR05.10.-07.10.2012: AUTOSALON/AUTOSERWIS - Internationale Automesse, Kattowitz, PL05.10.-07.10.2012: Helitech Portugal, Estoril, PT05.10.-07.10.2012: KLIMAHOUSE UMBRIA - Internationale Kongressmesse für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen, Bastia Umbra, IT05.10.-07.10.2012: MediTec Clinika - Fachmesse für Medizintechnik, Bangalore, IN05.10.-08.10.2012: Light INDIA, New Delhi, IN07.10.-10.10.2012: ATCE - SPE Annual Technical Conference and Exhibition, San Antonio, US07.10.-11.10.2012: POLAGRA TECH - International Trade Fair of Food Processing Technologies, Posen, PL08.10.-10.10.2012: Power + Water Middle East, Abu Dhabi, AE08.10.-10.10.2012: SPE ATCE - Society of Petroleum Engineers Annual Technical Conference and Exhibition, San Antonio, US08.10.-11.10.2012: MOTEK - Die internationale Fachmesse für Montage-, Handhabungstechnik und Automation, Stuttgart08.10.-11.10.2012: POLAGRA-FOOD - Internationale Fachmesse für die Lebensmittelindustrie, Posen, PL08.10.-11.10.2012: TAROPAK - Internationale Ausstellung für Verpackungstechnik und Logistik, Posen, PL08.10.-12.10.2012: AGROPRODMASH - Internationale Fachmesse für die Lebensmittelverarbeitung und -verpackung, Moskau, RU09.10.-11.10.2012: ALUMINIUM - Weltmesse & Kongress, Düsseldorf09.10.-11.10.2012: Chillventa - Internationale Fachmesse für Kälte, Raumluft, Wärmepumpen, Nürnberg09.10.-11.10.2012: COATING - Paint & Powder Coating Technologies, St. Louis, US09.10.-11.10.2012: COMPOSITES EUROPE - Europäische Fachmesse & Forum für Verbundwerkstoffe, Technologie und Anwendungen, Düsseldorf09.10.-11.10.2012: CPhI Worldwide & ICSE & InnoPack & P-MEC - International Exhibition and Conference on Pharmaceutical Ingredients and packaging Industry, Madrid, ES09.10.-11.10.2012: Foodtech - Foodtech Trade Exhibition, Auckland, NZ09.10.-11.10.2012: PACKTECH - Packaging Trade Exhibition, Auckland, NZ09.10.-12.10.2012: Industrial Show - Internationale Maschinenbaumesse, Samara, RU09.10.-12.10.2012: Sibzdravookhranenie - Siberian Health Care - Internationale Ausstellung für Medizin, Medizintechnik und Pharmazeutika, Irkutsk, RU09.10.-12.10.2012: TAITRONICS - Taipei International Electronics Show, Taipei, TW09.10.-12.10.2012: TIGIS - Taiwan International Green Industry Show, Taipei, TW09.10.-14.10.2012: Japan International Aerospace Exhibition, Yokohama, JP10.10.-11.10.2012: All-Energy Australia, Melbourne, AU10.10.-12.10.2012: BEXasia - Build Eco Xpo Asia - Southeast Asia's Building Exhibition for an Eco-Friendly Future, Singapur, SG10.10.-12.10.2012: BioJapan - Internationale Fachmesse für Biotechnologien, Yokohama, JP10.10.-12.10.2012: Health Care - Fachmesse für medizinische und Krankenhausausrüstung, Brüssel, BE10.10.-12.10.2012: Tool Japan - International Hardware & Tools Fair, Chiba/Tokyo, JP10.10.-13.10.2012: EXPOPHARM - Internationale pharmazeutische Fachmesse, München10.10.-13.10.2012: I Saloni WorldWide Moscow, Moskau, RU10.10.-13.10.2012: IGEM - International Greentech & Eco Products Exhibition & Conference Malaysia, Kuala Lumpur, MY10.10.-13.10.2012: KES - Korea Electronics Show, Goyang/Seoul, KR10.10.-13.10.2012: NACE - International Autobody Congress & Exposition, New Orleans, US10.10.-13.10.2012: Plastics and Rubber Indonesia, Jakarta, ID10.10.-13.10.2012: PROPAK Indonesia - International Food Processing and Packaging Machinery and Materials Exhibition, Jakarta, ID12.10.-13.10.2012: Medifest - Medical and Healthcare Exhibition, New Delhi, IN12.10.-15.10.2012: CSF Electronics & Components - China Sourcing Fair: Electronics & Components, Hongkong/SVR, CN13.10.-16.10.2012: electronicAsia - International Trade Fair for Components, Assemblies and Display Technologies, Hongkong/SVR, CN13.10.-16.10.2012: HKTDC Hong Kong Electronics Fair - Autumn Edition, Hongkong/SVR, CN14.10.-16.10.2012: Abu Dhabi Medical Congress/Pharma, Abu Dhabi, AE14.10.-16.10.2012: Pharma (Part of Abu Dhabi Medical Congress) - Internationale Fachmesse für pharmazeutische Produkte, Ausrüstung und Dienstleistung, Abu Dhabi, AE14.10.-17.10.2012: Can WEA - Candian Wind Energy Association's Annual Conference and Trade Show, Toronto, CA14.10.-17.10.2012: Petrotech - International Petroleum Conference and Exhibition, New Delhi, IN14.10.-18.10.2012: AAPS - American Association of Pharmaceutical Science Annual Meeting & Exposition, Chicago, US15.10.-17.10.2012: AMB China - China Metal Working & Forming Exhibition, Nanjing, CN15.10.-17.10.2012: Green Middle East, Sharjah, AE15.10.-17.10.2012: WSG - World Shale Gas Conference & Exhibition, Houston, US15.10.-19.10.2012: CIEF Phase 1 - China Import and Export Fair Phase 1, Kanton, CN16.10.-18.10.2012: analyticaChina - Internationale Fachmesse für Labortechnik, Analytik, Biotechnologie und Diagnostik, Shanghai, CN16.10.-18.10.2012: BIG Ural Construction Complex - inkl. Deutscher Gemeinschaftsstand 'AquaClimaTherm' - Sonderschau für Wasser-, Klima- und Heizungstechnik & Erneuerbare Energien, Jekaterinburg, RU16.10.-18.10.2012: BLACH-TECH-EXPO - Trade Fair for Sheet Metal Processing, Joining & Coating, Krakau, PL16.10.-18.10.2012: China Wind Power - International Exhibition & Conference, Peking, CN16.10.-18.10.2012: Convergence - Vehicle Electronics Converging on Real Costumer Needs, Detroit, US16.10.-18.10.2012: EUROTOOL (Intertool) - International Trade Fair of Machine Tools, Tools, Devices and Equipment for Material Processing, Krakau, PL16.10.-18.10.2012: ExpoWELDING - International Welding Fair, Sosnowiec, PL16.10.-18.10.2012: IEW - International Energy Week, Kuching, MY16.10.-18.10.2012: ILOPE - International Lasers, Optoelectronics and Photonics Exhibition, Peking, CN16.10.-18.10.2012: InterBev - Trade Show & Conference, Las Vegas, US16.10.-18.10.2012: MAINTAIN - Internationale Fachmesse für industrielle Instandhaltung, München16.10.-18.10.2012: Medtrade - Global Medical Products Trade Show, Atlanta, US16.10.-18.10.2012: Permian Basin International Oil Show, Odessa (TX), US16.10.-18.10.2012: PLASTO ISPACK - International Exhibition for Plastics, Rubber & Packaging, Tel Aviv, IL16.10.-18.10.2012: SPE Russian Oil & Gas - Technical Conference and Exhibition, Moskau, RU16.10.-19.10.2012: Energy-Saving.TechMachExpo, Irkutsk, RU16.10.-19.10.2012: ISSA/Interclean North America - The One Show for the Cleaning Industry, Chicago, US16.10.-19.10.2012: KIMEX - Korea International Machinery Expo, Changwon, KR16.10.-19.10.2012: MEDICAL FAIR BRNO/Rehaprotex - Internationale Fachmesse für Medizintechnik, Rehabilitation und Gesundheit, Brünn, CZ16.10.-19.10.2012: SIF - Siberian Industrial Fair (SibPolyTech), Nowosibirsk, RU16.10.-20.10.2012: Fakuma - Die internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, Friedrichshafen17.10.-18.10.2012: CEP® Clean Energy & Passive House EXPO - International Exhibition and Conference for Energy Efficient and Intelligent Buildings, Budapest, HU17.10.-19.10.2012: belektro - Fachmesse für Elektrotechnik, Elektronik und Licht, Berlin17.10.-19.10.2012: Health Industry.Kazan (formerly Volgazdravexpo) - Internationale Medizinfachmesse, Kazan, RU17.10.-19.10.2012: IPB - International Powder/Bulk Conference & Exhibition, Shanghai, CN17.10.-19.10.2012: Vacuum Show - Internationale Fachmesse für Vakuumtechnik, Tokyo, JP17.10.-20.10.2012: Aqua-Therm Baku - International Exhibition for Heating, Ventilation, Air-Conditioning, Water Supply, Sanitary and Environmental Technology, Baku, AZ17.10.-28.10.2012: S.A. Salao do Automovel - Fachmesse für die Automobilbranche, Sao Paulo, BR18.10.-20.10.2012: ADA - American Dental Association Annual Session, San Francisco, US18.10.-20.10.2012: CIPEE - China International Petroleum and Petrochemical Equipment & Technology Exhibition, Dongying, CN18.10.-20.10.2012: Dental World, Budapest, HU18.10.-20.10.2012: INTERNATIONAL EXPODENTAL - Internationale Ausstellung für Ausrüstungen und Materialien der Zahnheilkunde und Zahntechnik, Mailand, IT18.10.-21.10.2012: CMEF Autumn - Fachmesse für medizinische Geräte, Chengdu, CN18.10.-21.10.2012: eMEX, Suzhou, CN18.10.-21.10.2012: MIF - Macao International Trade & Investment Fair, Macau/SVR, CN18.10.-22.10.2012: CeramBath - China Int. Ceramic & Sanitaryware Fair Foshan, Foshan, CN19.10.-21.10.2012: LDI - Live Design International, Las Vegas, US19.10.-21.10.2012: Tbilisi Auto Show/Caucasus AutoShow - International Specialized Fair of Automobiles, Auto Business, Spare Parts, Auto-cosmetics, Tiflis, GE19.10.-28.10.2012: AIMS Sydney - Australian International Motor Show, Sydney, AU19.10.-31.10.2012: HYDRO - Internationales Symposium und technische Ausstellung für Wasserkraft, Bilbao, ES21.10.-25.10.2012: IN-FOOD - Food Industry Exhibition & Conference, Paris, FR21.10.-25.10.2012: IPA - Internationale Fachmesse der Lebensmittel-Verfahrenstechnik, Paris, FR22.10.-24.10.2012: Cinte Techtextil China - International Trade Fair for Technical Textiles and Nonwovens, Shanghai, CN22.10.-24.10.2012: Yarn Expo Autumn - China International Trade Fair for Fibres and Yarns, Shanghai, CN23.10.-25.10.2012: CiEN - Carrefour de l'Électronique - The Exhibition of Components, Production, Manufacturing and Testing, Paris, FR23.10.-25.10.2012: eCarTec / MATERIALICA / sMove 360° - Int. Leitmesse für Elektromobilität/Int. Fachmesse für Werkstoffanwendungen, Oberflächen u. Product Engineering/Int. Fachmesse für Smart Car Communications, München23.10.-25.10.2012: Expobioenergía - Technologiemesse für die energetische Nutzung von Biomasse, Valladolid, ES23.10.-25.10.2012: MESURExpoVISION - The Exhibition of Measurement, Instrumentation and Vision, Paris, FR23.10.-25.10.2012: OPTO, Paris, FR23.10.-25.10.2012: Testing Expo - Automotive Testing Expo North America, Novi, US23.10.-26.10.2012: FERREMAD - Fachmesse für Eisenwaren, Heimwerkerbedarf und Industrielieferungen, Madrid, ES23.10.-26.10.2012: glasstec - International Trade Fair for glass production, processing and products (with solarpeq - International Trade Fair for Solar Production Equipment), Düsseldorf23.10.-26.10.2012: ICA - International Chemical Assembly, Moskau, RU23.10.-26.10.2012: MATELEC - Internationale Messe für elektrische und elektronische Ausrüstungen, Madrid, ES23.10.-26.10.2012: OIL.GAS.CHEMISTRY - International Exh. of Technologies and Equipment for Oil, Gas and Chemical Industries, Perm, RU23.10.-26.10.2012: Plastics Industry Show, Moskau, RU23.10.-26.10.2012: SCANPACK - Skandinavische Verpackungs-Fachmesse, Göteborg, SE23.10.-26.10.2012: SHIPTEC CHINA (formerly SHIPORT CHINA) - International Ship Building, Port and Marine Technology and Transportation Equipment Exhibition, Dalian, CN23.10.-26.10.2012: WELDEX (ROSWELD) - Internationale Fachmesse für Schweisstechnologien, Ausrüstungen, Werkzeuge und Zubehör, Moskau, RU23.10.-27.10.2012: CIEF Phase 2 - China Import and Export Fair Phase 2, Kanton, CN23.10.-27.10.2012: EuroBLECH - Internationale Technologiemesse für Blechbearbeitung, Hannover23.10.-31.10.2012: Manufacturing & Automation Expo (SCANDINAVIAN TECHNICAL FAIR) - Internationale Technische Messe, Stockholm, SE24.10.-26.10.2012: AUTOMATION (im Rahmen des Industrieforums), St. Petersburg, RU24.10.-26.10.2012: WBT Showcase - New Technologies and Innovations, San Diego, US24.10.-27.10.2012: DenTech China - International Exhibition for the Dental Industry, Shanghai, CN24.10.-27.10.2012: Vietnam International Energy & Electricity Technology Expo, Ho-Chi-Minh-Stadt, VN24.10.-27.10.2012: VietnamPlas - Vietnam International Plastic & Rubber Industry Exhibition, Ho-Chi-Minh-Stadt, VN24.10.-27.10.2012: VnFoodtech - Vietnam International Food Processing Machinery Exhibition, Ho-Chi-Minh-Stadt, VN24.10.-27.10.2012: VnPackPrint - Packaging & Printing - Vietnam International Packaging & Printing Industry Exhibition, Ho-Chi-Minh-Stadt, VN26.10.-28.10.2012: CIAPE - China International Auto Parts Expo, Peking, CN26.10.-28.10.2012: énergivie - Fachmesse und Kongress für Niedrigenergie-Gebäudetechnik, Mulhouse, FR27.10.-29.10.2012: Hong Kong International Building and Decoration Materials & Hardware Fair, Hongkong/SVR, CN27.10.-29.10.2012: PMA Fresh Summit - Produce Marketing Association Fresh Summit International Convention & Exposition, Anaheim, US27.10.-30.10.2012: Eco Expo Asia - International Trade Fair on Environmental Protection, Hongkong/SVR, CN27.10.-30.10.2012: HKTDC Hong Kong International Lighting Fair (Autumn Edition), Hongkong/SVR, CN28.10.-31.10.2012: PACK EXPO International - the World of Packaging Technology, Chicago, US29.10.-02.11.2012: Smart City Week (formerly Green Device), Yokohama, JP30.10.-01.11.2012: AAPEX - Automotive Aftermarket Products Expo, Las Vegas, US30.10.-01.11.2012: BIO Tech Fair - International Fair on Bioenergy and Biodiesel Technology, Sao Paulo, BR30.10.-01.11.2012: DentalExpo St. Petersburg, St. Petersburg, RU30.10.-01.11.2012: India Essen Welding & Cutting - Internationale Fachmesse Fügen, Trennen, Beschichten, incl. Tube India International & Metallurgy India, incl. Wire & Cable India, Mumbai (Bombay), IN30.10.-01.11.2012: NBAA - National Business Aviation Association Annual Meeting and Convention, Orlando, US30.10.-01.11.2012: Power Kazakhstan - Kazakhstan Int. Power and Lighting Exhibition and Conference, Almaty, KZ30.10.-01.11.2012: Tube India International & Metallurgy India, Mumbai (Bombay), IN30.10.-01.11.2012: Wire & Cable India, Mumbai (Bombay), IN30.10.-02.11.2012: AusBiotech - Australia's Biotechnology Conference & Exhibition, Melbourne, AU30.10.-02.11.2012: SibLogistics - Int. exh. for transport, logistic services, warehouses new technologies & equipment, loading & unloading machinery, services of transportation Carrier, Nowosibirsk, RU30.10.-02.11.2012: SibPack.PLASTEX.InterFood/FoodTech Novosibirsk - International Specialised Exhibition of Packages, Tare, Label, Equipment. Design and Polygraphy in Packaging Industry. Food, Drinks & Ingredients Industry, Nowosibirsk, RU30.10.-31.10.2012: Carbon Forum Asia - Carbon Market Trade Fair and Conference, Bangkok, TH31.10.-02.11.2012: FPD International - Exhibition & Convention on Flat Panel Displays, Yokohama, JP31.10.-04.11.2012: CIEF Phase 3 - China Import and Export Fair Phase 3, Kanton, CN01.11.-03.11.2012: BelarusDent - Internationale Dentalfachmesse & Konferenz, Minsk, BY01.11.-04.11.2012: ENERGY-PHOTOVOLTAIC - Photovoltaic Systems - Renewable Energy Sources - Management and Saving Energy, Athen, GR01.11.-06.11.2012: JIMTOF - Japan International Machine Tool Fair, Tokyo, JP02.11.-04.11.2012: India Lab Expo, Hyderabad, IN02.11.-04.11.2012: International Dushanbe Industry & Trade Exhibition, Duschanbe, TJ02.11.-04.11.2012: UMEX - Used Machinery Expo, Mumbai (Bombay), IN03.11.-07.11.2012: American Heart Association Scientific Sessions, Los Angeles, US04.11.-06.11.2012: China Mining Congress & Expo, Tianjin, CN05.11.-08.11.2012: FCS&E - Fuel Cell Seminar & Exposition, Uncasville, US06.11.-08.11.2012: Bouw Compleet - Baumesse Venray, Venray, NL06.11.-08.11.2012: Constru India - Fachmesse fuer Bauingenieurwesen, Mumbai (Bombay), IN06.11.-08.11.2012: Cryogen-Expo - Messe fuer Kaeltetechnik, Moskau, RU06.11.-08.11.2012: Cryogen-Expo - Messe für Kültetechnik, Moskau, RU06.11.-08.11.2012: drink technology India - International trade fair for beverage and liquid food technology, Mumbai (Bombay), IN06.11.-08.11.2012: Dubai Air Medical & Rescue Show, Dubai, AE06.11.-08.11.2012: FEIPLAR + FEIPUR - International Exhibition and Conference on Composites, Polyurethane and Engineering Plastics, Sao Paulo, BR06.11.-08.11.2012: FIMAI E SIMAI (Environment Brazil) - Internationale Fachmesse fuer Umwelttechnik und Nachhaltigkeit, Sao Paulo, BR06.11.-08.11.2012: International PackTech India - International Exhibition and Conference for the Packaging and Processing Industry, incl., drink technology India, Mumbai (Bombay), IN06.11.-08.11.2012: Intersolar India, Mumbai (Bombay), IN06.11.-08.11.2012: ISA - Brazil Automation, Sao Paulo, BR06.11.-08.11.2012: Power India - Energiemesse, Mumbai (Bombay), IN06.11.-08.11.2012: Renewtech India, Mumbai (Bombay), IN06.11.-08.11.2012: SCANAUTOMATIC - Internationale Messe fuer Hydraulik, Pneumatik, Elektronik, Transmissionstechnik und Regeltechnik, Goeteborg, SE06.11.-08.11.2012: VIETWATER - International Water, Wastewater & Recycling Technology Expo, Hanoi, VN06.11.-09.11.2012: AQUA Ukraine - Internationales Wasser Forum, Kiew, UA06.11.-09.11.2012: ELMIA SUBCONTRACTOR - Internationale Fachmesse fuer Zulieferer, Joenkoeping, SE06.11.-09.11.2012: Energy Efficiency Specialized Exhibition, Kiew, UA06.11.-09.11.2012: INTERLIGHT MOSCOW powered by Light+Building - Internationale Fachmesse fuer dekorative & technische Beleuchtung und Gebaeudeautomation, Moskau, RU06.11.-09.11.2012: MIDEST - Internationale Zulieferfachmesse fuer industrielle Massarbeit, Paris, FR06.11.-09.11.2012: MITEX - Moscow International Tool Expo, Moskau, RU06.11.-10.11.2012: Industrial Automation Show - Int. Exhibition for Production and Process Automation, Electrical Systems, Robotics, Industrial Automation IT & Software and Microsystems Technology, Shanghai, CN06.11.-10.11.2012: MWCS Metalworking and CNC Machine Tool Show - International Exhibition for Machine Tools, Sheet Metal, Pipe & Tubes Production, Mould & Die Construction, Tools, Shanghai, CN07.11.-09.11.2012: Exporail - Fachmesse fuer Bahnausstattung, Systeme und Dienstleistungen, Moskau, RU07.11.-09.11.2012: FMB - Zuliefermesse Maschinenbau, Bad Salzuflen07.11.-09.11.2012: Greenergy Expo and Enersolar+ - Renewable Energy Exhibition inclusive Biogas, Enerlegno, Hydro Energy, Europellets, Cogenexpo, Geothermia, Energy Market, Mailand, IT07.11.-09.11.2012: HKTDC Hong Kong Optical Fair, Hongkong/SVR, CN07.11.-09.11.2012: HTE - Hi.Tech.Expo, Mailand, IT07.11.-09.11.2012: IFAI Expo - Industrial Fabric Association International, Boston, US07.11.-09.11.2012: Interphex China/API China - The Specialised Show for Pharmaceutical Packaging and Processing Machinery, Xiamen, CN07.11.-09.11.2012: Lift - International Exhibition of elevators, components, accessories trade publications and services, Mailand, IT07.11.-09.11.2012: Renewable Energy India Expo (Solar Tech India) - International Exhibition & Conference, New Delhi, IN07.11.-09.11.2012: RENEXPOü Poland - International Energy Trade Fair, Warschau, PL07.11.-09.11.2012: SIMEXPO - Int. Fachmesse fuer Labortechnik, Instrumente und Ausruestung zur wissenschaftlichen Forschung, Moskau, RU07.11.-10.11.2012: DENTA - Internationale Ausstellung fuer die Zahnmedizin, Bukarest, RO07.11.-10.11.2012: ECOMONDO - Internationale Fachmesse fuer Recycling, Energie und nachhaltige Entwicklung, Rimini, IT07.11.-10.11.2012: Interfood & Drink - Internationale Fachmesse fuer die Lebensmittelindustrie, Sofia, BG07.11.-10.11.2012: KEY ENERGY - Internationale Ausstellung fuer Energie, Klimaschutz und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, Rimini, IT07.11.-11.11.2012: EMAF - Internationale Ausstellung fuer Werkzeugmaschinen, Porto, PT07.11.-11.11.2012: InmoSolar Malaga - Int. Solarmesse mit Kongress, Mülaga, ES07.11.-11.11.2012: PORTUGAL METAL - Nationale Ausstellung fuer die Metallindustrie, Porto, PT07.11.-11.11.2012: SIMIEX - Internationale Ausstellung fuer Industrielle Wartungstechnik, Porto, PT08.11.-11.11.2012: Bau-Energie-Messe (bisher Hausbau- und Energiemesse), Bern, CH08.11.-11.11.2012: ID-CRüATIVES, Clermont-Ferrand-Cournon, FR08.11.-11.11.2012: Phil Construct - International Trade Fair for Construction Machinery & Building Materials with Philippines Mega Infrastructure Show, Manila, PH09.11.-10.11.2012: OPTYKA, Posen, PL12.11.-14.11.2012: FABTECH International and The AWS Welding Show, Las Vegas, US12.11.-14.11.2012: GCC Power - The GCC Cigre Conference & Exhibition for Electric Power Generation, Transmission and Distribution, Maskat, OM12.11.-14.11.2012: METALFORM Exposium (Part of FABTECH), Las Vegas, US13.11.-15.11.2012: ecoQ - Umwelt Messe und Konferenz, Doha, QA13.11.-15.11.2012: SmartCity Expo World Congress, Barcelona, ES13.11.-15.11.2012: TIV - Technik & Zuliefermesse, Venray, NL13.11.-16.11.2012: BioEnergy Decentral - Weltweiter Treffpunkt fuer dezentrale Energieversorgung, Hannover13.11.-16.11.2012: electronica - components / systems / applications, Muenchen13.11.-16.11.2012: EuroTier - mit BioEnergy Decentral - Weltweit das Top-Event fuer Tierhaltungs-Profis, Hannover13.11.-16.11.2012: Metal Expo - International Industrial Exhibition, Moskau, RU14.11.-15.11.2012: Canadian Waste & Recycling Expo - Canada's only trade show serving the waste, recycling and public works market, Toronto, CA14.11.-16.11.2012: EXPOCLEAN - International Exhibition for the Cleaning Industry, Moskau, RU14.11.-16.11.2012: Greenbuild - International Conference and Expo, San Francisco, US14.11.-16.11.2012: INSTRUTEC - Tallinner Internationale Veredelungsmesse, Werkzeug, Industriemesse und Industrietechnik, Tallinn, EE14.11.-16.11.2012: REIFEN CHINA - Asian Essen Tire Show, Shanghai, CN14.11.-16.11.2012: RubberTech China - International Exhibition on Rubber Technology, Shanghai, CN14.11.-16.11.2012: Tissue World Asia, Shanghai, CN14.11.-17.11.2012: Automechanika Argentina, Buenos Aires, AR14.11.-17.11.2012: DMP - China Dongguan International Plastics, Packaging, Rubber, Diecasting Foundry Exhibition, Dongguan, CN14.11.-17.11.2012: MEDICA - Weltforum der Medizin - Internationale Fachmesse mit Kongress, Duesseldorf14.11.-17.11.2012: Welding Busan Korea (WBK), Busan, KR14.11.-18.11.2012: ExpoDental AMIC International, Mexiko City, MX15.11.-17.11.2012: Brussels Innova - International Energy Innovation Exhibition, Bruessel, BE15.11.-17.11.2012: Central Asia Electricity / Central Asia Lighting, Almaty, KZ15.11.-17.11.2012: Central Asia Machinery, Almaty, KZ15.11.-17.11.2012: Central Asia Plast, Almaty, KZ15.11.-17.11.2012: Finnish Dental Congress & Exhibition, Helsinki, FI15.11.-17.11.2012: POWER Bangladesh - International Exhibition on Power Generation & Transmission, PV Power, Energy & Renewable Energy, Dhaka, BD15.11.-17.11.2012: SWEDENTAL - Internationale Dental-Fachmesse, Goeteborg, SE15.11.-18.11.2012: EGY-COAT, Kairo, EG15.11.-18.11.2012: Gwangju Food - International Food Industry Fair, Gwangju, KR15.11.-18.11.2012: Kablo - Cable & Wire, Istanbul, TR15.11.-18.11.2012: RENEX EURASIA - Renewable Energy Technologies, Energy Efficiency and Insulation Exhibition, Ankara, TR16.11.-21.11.2012: CHTF China Hi-Tech Fair - ELEXCON (FPD EXPO China), Shenzhen, CN18.11.-20.11.2012: TECHNO-OCEAN - International Ocean and Coastal Development Exhibition and Symposium, Kobe, JP19.11.-21.11.2012: AEW - Algeria Electricity & Water, Algier, DZ19.11.-22.11.2012: EMBALLAGE - Internationale Verpackungsmesse, Paris, FR19.11.-22.11.2012: MANUTENTION Equipements & Systümes - Internationale Fachmesse fuer Foerdertechnik und Logistik, Paris, FR20.11.-22.11.2012: China International Architectural Expo (IAE) - Internationale Baumesse China, Peking, CN20.11.-22.11.2012: Elektronik und Geraetebau (Int. Industrieforum), St. Petersburg, RU20.11.-22.11.2012: EnR - Renewable Energy Exhibition, Casablanca, MA20.11.-22.11.2012: Glasstech Asia - International Glass Products, Glass Manufacturing Processing & Materials Exhibition & Conference, Bangkok, TH20.11.-23.11.2012: International Industrial Forum, Kiew, UA20.11.-23.11.2012: PACK&MOVE - Schweizer Fachmesse fuer integrierte Logistikloesungen und Verpackungstechnik, Basel, CH20.11.-23.11.2012: POLEKO - Internationale Umweltmesse, Posen, PL20.11.-23.11.2012: PRODEX - Internationale Fachmesse fuer Werkzeugmaschinen, Werkzeuge und Fertigungsmesstechnik, Basel, CH20.11.-23.11.2012: SWISSTECH - Europas zentrale Messe der Zulieferindustrie fuer mechanisch-technische Komponenten und Systemloesungen, Basel, CH20.11.-24.11.2012: AQUA-THERM PRAHA - Internationale Fachmesse fuer Heizung, Lueftung, Klima, Sanitaer- und Umwelttechnik, Prag, CZ21.11.-22.11.2012: FinnMateria, Jyvaeskylae, FI21.11.-23.11.2012: BioFach Japan - International Organic Trade Fair, Tokyo, JP21.11.-23.11.2012: BuildExpo Uzbekistan/WinDoor - Internationale Messe für Baumaterialien, Baumaschinen, Fenster, T�ren und Fassaden, Taschkent, UZ21.11.-23.11.2012: CPhI India - Internationale Messe der Pharmaindustrie, Mumbai (Bombay), IN21.11.-23.11.2012: CWIEME - Coil Winding, Insulations & Electrical Manufacturing Exhibition, Bangalore, IN21.11.-23.11.2012: INMEX China - International Maritime Expo-China, Kanton, CN21.11.-23.11.2012: RENEXPOü South-East Europe - International Energy Trade Fair, Bukarest, RO21.11.-24.11.2012: Industrial Automation INDIA - International Trade Fair for Process and Production Automation and Industrial Building Automation, New Delhi, IN21.11.-24.11.2012: Laser INDIA - International Trade Fair for Laser Systems and Laser Technology for Manufacturing, New Delhi, IN21.11.-24.11.2012: MDA INDIA - International Trade Fair for Motion, Drive and Automation, incl., CeMAT India, incl., Surface INDIA, New Delhi, IN21.11.-24.11.2012: Metalex - International Machine Tools and Metalworking Technology Trade Exhibition and Conference for Asia, Bangkok, TH21.11.-24.11.2012: Surface INDIA - International Trade Fair for Surface Technology, New Delhi, IN21.11.-25.11.2012: SIB - Internationale Baumesse, Casablanca, MA22.11.-24.11.2012: DAMEX - Daegu International Automatic Machinery & Tools Exhibition, Daegu, KR22.11.-25.11.2012: AIRTECH - International Exhibition for Compressed Air Technology and Accessories, incl., Handling Expo, incl., MACTECH, incl., TRANSPO-TECH, Kairo, EG22.11.-25.11.2012: Expobit - Euro-Mediterranean Trade Show of Technological Innovation, Catania, IT22.11.-25.11.2012: Handling Expo - International Exhibition for Material Handling and Storage Systems, Kairo, EG22.11.-25.11.2012: Kenya Building Materials Exhibition, Nairobi, KE22.11.-25.11.2012: LED@SHOW - LED/OLED Application & Technology Show, Seoul, KR22.11.-25.11.2012: MACTECH - Internationale Messe fuer Werkzeugmaschinen, Handwerkzeuge und Schweiss- und Schneideausruestung, Kairo, EG23.11.-02.12.2012: Auto Guangzhou - Fachmesse f�r Automobilhersteller, -zulieferer, Personenkraftwagen und Nutzfahrzeuge, Kanton, CN27.11.-29.11.2012: FISITA - International Exhibition for Automotive Engineering and Manufacturing, Peking, CN27.11.-29.11.2012: Nanotechnologies, Kazan, RU27.11.-29.11.2012: Power Electronics, Energy and Energy Saving (PowerTek) - International Exhibition on Power and Energy Saving, Moskau, RU27.11.-29.11.2012: SPS IPC Drives - Elektrische Automatisierung - Systeme und Komponenten - Fachmesse und Kongress, Nuernberg27.11.-29.11.2012: Valve World Expo - Internationale Fachmesse mit Kongress fuer Industrie-Armaturen, Duesseldorf27.11.-30.11.2012: Bauma China - Internationale Fachmesse fuer Bau- und Baustoffmaschinen, Baufahrzeuge und Baugeraete, Shanghai, CN27.11.-30.11.2012: MODERN RAILWAYS - International Exhibition on Modern Railway Equipment and Technology, Peking, CN27.11.-30.11.2012: Pollutec - Internationale Fachmesse fuer Wasser-, Luft-, Laerm- und Abfalltechnik, Lyon, FR27.11.-30.11.2012: SUBSEA ASIA - Internationale Messe f�r Unterwasser- und Tiefseetechnik, Kuala Lumpur, MY28.11.-01.12.2012: AGRO+FOOD+DRINK+TECH Expo Georgia - Internationale Messe fuer Nahrungsmittel und Getraenke und Equipment fuer die Nahrungsmittelherstellung, Tiflis, GE28.11.-29.11.2012: Espace Laser - International trade fair for materials and laser techniques in industry, Mulhouse, FR28.11.-30.11.2012: CHINACOAT - China International Exhibition for Coatings, Printing Inks & Adhesives, Kanton, CN28.11.-30.11.2012: Medicinska Riksstaemman - Medizinmesse mit Kongress, Stockholm, SE28.11.-30.11.2012: MEMEX - Middle East Manufacturing Exhibition, Abu Dhabi, AE28.11.-30.11.2012: PM Expo - Ausstellung fuer Baumaterialien und Bautechnik sowie Grundstuecksverwaltung, Toronto, CA28.11.-30.11.2012: SF CHINA - China International Exhibition for Surface Finishing & Coating Products, incl., CHINACOAT, Kanton, CN29.11.-01.12.2012: RENEXPO Austria - Internationale Energiefachmesse, Salzburg, AT29.11.-01.12.2012: Tech Industry, Riga, LV29.11.-02.12.2012: Mining Turkey - International Mining Exhibition, Istanbul, TR29.11.-02.12.2012: Plast Eurasia Istanbul - Fachmesse fuer die Plasteindustrie, Istanbul, TR01.12.-04.12.2012: ELECTRICX - The Middle East & Africa Power & Energy Exhibition, Kairo , EG02.12.-04.12.2012: SWPF (formerly JWPF) - Saudi Water & Power Forum, Djidda , SA02.12.-05.12.2012: Erbil Int. Building Construction, Heavy Machinery, Municipaly Equipment and natural Stone Exhibition, Erbil , IQ02.12.-07.12.2012: INDIA ITME - International Textile Machinery Exhibition, Mumbai (Bombay) , IN03.12.-04.12.2012: canSIA Solar Canada - Solar Conference and Exhibition, Toronto , CA03.12.-05.12.2012: Renewable Energy International Exhibition, Chiba/Tokyo , JP04.12.-06.12.2012: DDTE - Dubai Drink Technology Expo, Dubai , AE05.12.-05.12.2012: LifeScience Alley International Conference & Expo - Messe fuer Medizintechnik, Minneapolis , US05.12.-06.12.2012: ICCX Russia - International Concrete Conferences & Exhibition, St. Petersburg , RU05.12.-06.12.2012: Printed Electronics & Photovoltaics - Exhibition and Conference, Santa Clara , US05.12.-07.12.2012: ENERGAIA - Internationale Fachmesse fuer erneuerbare Energien, Montpellier , FR05.12.-07.12.2012: ENERGY. RESOURCE-SAVING, Kazan , RU05.12.-07.12.2012: SEMICON Japan - Fachmesse fuer Halbleitertechnik, Chiba/Tokyo , JP05.12.-08.12.2012: IMME - International Mining and Machinery Exhibition, Kalkutta , IN05.12.-08.12.2012: Machine Tool Indonesia, Jakarta , ID05.12.-08.12.2012: MANUFACTURING INDONESIA - Int. Manufacturing Machinery, Equipment, Materials and Services Exh., incl., Machine Tool Indonesia, Jakarta , ID06.12.-08.12.2012: Inno Design Tech Expo (IDT Expo) - Innovation, Technology and Design Solutions Exposition, Hongkong/SVR , CN06.12.-09.12.2012: OTOMOTIV - International Automotive Supply Industry, Components, Accessories & Service Equipments Exhibition, Istanbul , TR07.12.-09.12.2012: IHT - IndiaMart Hand Tools & Fastener Expo, Chennai (Madras) , IN11.12.-13.12.2012: POWER-GEN International - The Global Power Generation Exhibition & Conference, Orlando , US11.12.-13.12.2012: REenergized - Renewable Energy World Conference & Expo North America (formerly Power-Gen Renewable Energy and Fuels), Orlando , US11.12.-14.12.2012: Automechanika Shanghai, Shanghai , CN11.12.-14.12.2012: Motor Show and Auto Parts and Accessories, Maskat , OM12.12.-14.12.2012: Intersolar China, Peking , CN14.12.-16.12.2012: Glasstech International - International Exhibition on Glass & Glazing Technologies, New Delhi , IN14.12.-16.12.2012: IPVS - Industrial Pumps, Valves & Systems Trade Fair, Pune , IN KonferenzenOktober 201201 Power Generation and the Environment: Choices & Economic Trade-Offs Jackson Hole, United States of America05 2012 2nd International Conference on Information and Electronics Engineering (ICIEE 2012) Singapore, Singapore09 6th European Water and Wastewater Management Conference & Exhibition Manchester, United Kingdom16 Viridis Africa - investment in African clean technologies & business Johannesburg, South Africa16 4-th International Renewable Energy and Energy Efficiency Forum Kyiv, Ukraine17 Plastic Modification Technologies - Additives, Compounding, Coatings & Processing, Las Vegas, NV, USA17 20th Jubilee Conference on Materials and Technology Portoroz, Slovenia18 Nanocon 2012, 2nd International Conference on Nanotechnology - Innovative Materials, Processes, Products and Applications Pune, India24 International Conference on Advances Science and Contemporary Engineering 2012 Jakarta, Indonesia24 5th International Symposium on Fluid Machinery and Fluids Engineering (ISFMFE 2012) Jeju, Korea (south)November 201201 ICECCO 2012 - 9th International Conference on Electronics, Computer and Computation Ankara, Turkey05 3rd International Workshop on Renewable Energy for Sustainable Development in Africa (IWRESDA) Enugu, Nigeria11 Renewable Energy Congress Eindhoven, United States of America12 7th International Renewable Energy Storage Conference and Exhibition (IRES 2012) Berlin, Germany17 2012 International Conference on Power and Energy Systems (ICPES 2012) Pune, India21 SUSTAINABLE FUTURE ENERGY 2012 Bandar Seri Begawan, Brunei Darussalam21 Future World of Biogas: Europe 2012 London, United Kingdom22 mat2012 - 2nd International Conference on Engineering Antalya, Turkey24 2012 3rd International Conference on Biology, Environment and Chemistry (ICBEC 2012) Bangkok, Thailand24 2012 4th Journal Conference on Environmental Science and Development (JCESD 2012 4th) Bangkok, Thailand28 International Conference on Renewable Energies for Developing Countries Beirut, Lebanon28 International Conference on Advanced Material Engineering & Technology (ICAMET 2012) Penang Island, Malaysia29 3rd Annual Nigeria Energy and Power Summit (NEPS) Abuja, NigeriaDezember 201202 International Conference on Electrical and Electronics Engineering ICEEE-IRNet Bhopal, India05 10th EMSES (10th Eco-Energy and Materials Science and Engineering Symposium) Muang, Thailand05 Small Hydro Latin America Panama City, Panama07 International Research Symposium on Interdisciplinary Approaches in Management, Engineering and Technology Singapore, Singapore08 Nirma University International Conference on Engineering -NUiCONE2012 Ahmedabad, India10 Twenty - First International Symposium on Processing and Fabrication of Advanced Materials (PFAM XXI) Guwahati, India10 Ninth International Conference on Computational Fluid Dynamics in the Mineral & Process Industries Melbourne, Australia12 International Multi-Conference on Computer, Electrical, Electronics and Mechanical Engineering (IMCEEME'12) Batam Island, Indonesia15 International Conference on Emerging Trends and Technology,ICETT-2012 Indore, India15 2012 2nd International Conference on Electrical Engineering and Applications – ICEEA 2012 Bali Island, Indonesia18 International Conference on Ecology, Agriculture and Chemical Engineering (ICEACS'2012) Phuket, Thailand18 International Conference on Systems and Electronic Engineering (ICSEE'2012) Phuket, Thailand20 2012 International Conference on Advanced Material and Manufacturing Science (ICAMMS 2012) Beijing, China22 2012 2nd International Conference on Environment Science and Biotechnology-ICESB 2012 Kuala Lumpur, Malaysia27 The 2nd International Conference on Green Buildings Technologies and Materials (GBTM 2012) Wuhan, China28 Call For Papers: Global Engineering, Science and Technology Conference Dhaka, Bangladesh29 International Conference on Manufacturing and Industrial Engineering (ICMIE'12) Kuala Lumpur, Malaysia29 2012 International Conference on Power Science and Engineering(ICPSE 2012) Hong Kong, China29 2012 International Conference on Environment, Chemistry and Biology - ICECB 2012 Hong Kong, China Alle in diesem Newsletter gemachten Angaben erfolgen trotz sehr sorgfältiger Recherche ohne Gewähr.http://www.polymer-engineering.dehttp://www.new-materials.de/de/kompetenzzentrum/bayreuthhttp://www.wee-solve.dehttp://www.anton-paar.com < ZurückWeiter >NewsletterNumberlandTechnologyNews (en)NumberlandTechnologyNews (de)NameE-MailConnect on LinkedinWer ist onlineAktuell sind 1432 Gäste und keine Mitglieder onlineAnmeldungAngemeldet bleiben | de |
q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
Identifikator | 1929 / 198 p. 10 (Deutscher Reichsanzeiger)
1929 / 198 p. 10 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff
Dritte Anzeigënbeilage zum Neichs- und Staatsanzeiger Nr. 198 vom 26. August 1929. S. 4,
(49420), ito Stumpf Uktiengesellshaft, Chemniß.
In Gemäßheit der in der ordentlichen Generalversammlung vom 22. August 1929 gefaßten Beschlüsse fordern wir hierdurch, vorbehaltlich der Eintragung der Kapitals- erhöhung in das Handelsregister, die Jn- haber von Stammaktien auf, das ihnen eingeräumte Bezugsrecht unter folgenden Bedingungen auszuüben:
1. Auf je nom. 1500 RM bisherige Stammaktien fann eine neue Stammaktie über nom. 500 RM zum Kurse von 107% zuzüglich Börsenumsahßsteuer bezogen wer- den; die neuen Stammaktien nehmen am Reingewinn der Gesellschaft vom 1. April 1929 ab teil.
2. Die Anmeldung zur Ausübung des Bezugsrechts hat zur Vermeidung des Aus \lusses in der Zeit vom 25. August bis 14. September 1929 einschließlich
in Chemniy bei dem Bankhause
Bayer & Heinze oder bei der Chemnitzer Girobank Fommau=- ditgesellschaft (Chemnißer Stadt- banf, Girozentrale Sachsen, öffent liche Bankanstalt Zweiganstalt Chem- niß) oder
in Leipzig bei dem Bankhause
Bayer & Heinze Abteilung Leipzig während der üblichen Ge- \chäftsstunden zu erfolgen.
3, Bei der Anmeldung sind die Mäntel, nach der Nummernfolge geordnet, mit den bei den Bezugsstellen erhältlichen An- meldeformularen zwecks Abstempelung einzureihen und der Bezugspreis von 107% zuzüglich Börsenumsaßsteuer zu ent- richten. Soweit die Ausübung des Bezugs- rechts im Wege des Briefwechsels erfolgt, werden seitens der Bezugsstellen die üb- lihen Spesen in Xnrechnung gebracht.
4, Die Bezugsstellen übernehmen auch die Vermittlung des An- und Verkaufs von Bezugsrechten einzelner Aktien.
5, Die Rückgabe der alten Aktien erfolgt sofort, die Ausgabe der neuen Aktien nach Erscheinen.
Chemuigt, den 23. August 1929, Otto Stumpf Aktiengesellschaft. Bayer & Heinze.
M A MEZT N R R Af L d E R AE D [49421]. Vilanz per 31. März 1929.
Aktiva. Grundstücke und Gebäude 229 310|— eo E A á I a I |— At» «e 66 l |—
899 709184 1154 220/12 28 978
Warenvorräte « «. « Außenstände « « « - Kasse H Avale 65 300, —
d. $ 0.0 9
2312 230/96
Passiva. Aktienkapital: Stammaktien 495 000,—
Vorzugsaktien 5000,— 500 000|—
ReservefondsI . . « « « 50 000|— Reservefonds 11. „ « . «- 150 000|— Hypotheken . « . . - 75 103/12
Dividendenkonto: Nicht er- hobene Dividende « « - Ul + ## Avale 65 300,— Ei e o d a T0
5 618/36 1447 084/55
84 424/93 2312 230196
Soll. RM |N Allgemeine Geschästs- Uto 6e « es 6.6 Abschreibungen und Rük- stellungen
1 098 916/61
235 480/85
Zuweisung zum Reserve- nd. «ae O 100 000|— Reingewinn « « «o o. 84 424/93 1 518 822/39 Haben.
31 798/29 1487 024/10 1518 822139
Otto Stumpf Aktiengesellschaft, Chemnitz.
Der Vorstand. E L E I E R D R R S E I E R PRREA E R [49413].
Deutsche Taschentuch-FuDustrie
A.-G., Verlin SW. 19, Leipziger Straße 66. Bilanz per 31. Dezember 1928.
Gewinnvortrag aus 1927/28 Betriebsgewinn . « « « «e
Aktiva. M N Maschinen und Utensilien 56 700|— Kasse, Postscheck und Bank 4 457/38 Außenstände « « « - * - 437 183/32 Warenlager « «o. 346 844 |—
845 184/70
Pajßsiva.
Aktienkapital dd E S6 150 000|— Kreditoren . . . - o o o 693 723|— Gewinn 1928 «eo. 1 461/70
845 184170
A per 31. Dezember 1928. Abschreibung auf Maschinen ns N und Utensilien . « « « 6 314/02 Allgemeine Unkosten . 270 198/52 Gewinn im Jahre 1928 , 1 461/70 27TT 974 24 Bruttogewinn « « + - « 277 9741/24
Verlin, den 31. Dezember 1928. Deutsche Taschentuch-Fudustrie
Liquidations bilanz vom 39. September 1928. Aktiva. RM [N Immobilien „ooooo. 125 000|— Mobilien A A S D 8 600|— Außenstände « - . - o. 5 076/13 138 676/13 Pasßfiva.
Giliubigee eso] 108017171 “| Liquidationsvermögen « 98/42
[46759].
vom 31. Dezember 1928. Vermögeu: Siedlung 1 5914,76, Siedlung II 95 039,87, Siedlung III 456 063,20, Grundstück IV 48 748,30, Hypothek für Siedlung Bau T 5980,94, Schuldner 4759,75, Rükständige Mieten und Jahresleistung 4443,71, Bürgschaft Bau 1 74165,85, Bürgschaft Bau 11 67 898,84, Verlust 210,24. Schulden : Aktienkapital 5000,—, Bankschulden 26 940,16, Gläubiger 7778,43, Hypothek Bau I R. f. A. 1901,69, Stadt 875,—, Hypothek Bau Il R. f. A. 21 300,84, Gagfah 12 500,—, Stadt 12 038,31, Stadt für Grundstück 5578,10, Hauszinssteuer 26 000,—, Devag 3000,—, Gagfah-Zuschuß 10 500,—, Eigenleistung 1000,—, Hypo- thek und Zuschüsse Bau 111 R. f. A. Hypo- thek 157 213,68, Hauszinssteuerhypothek 108 000,—, Zusaßhypothek der Stadt 153 191,—, Devag-Darlehn 5000,—, Ar- beitgeberhypothek der Stadt 9898,75, Eigenzuschüsse der Stadt 7213,—, Eigen- zuschüsse der Siedblung 16 231,81, Grund- stückhypothek Bau IV 30 000,—, Bürg- haften Bau I 74 185,85, Bürgschaften Bau ITI 67 898,84, Gewinn- und Ver- lustrechnung. Verluste: Verlustvor- trag 1. 1. 1928 1472,43, Abschreibung auf Siedlung I 85,24, Abschreibung auf Sied- lung IT 447,31, Abschreibung auf Sied- lung IIT 2649,80, Mietlasten 31 469,95, Jahreslasten 14 939,48, Zinsen 2411,61, Unkosten 452,93. Gewinne: Mietertrag 32 509,72, Jahreslastenertrag 15 208,79, Gagfah-Zuschuß 6000,—, Verlust 210,24. Berlin, den 31, Dezember 1928/ 6, März 1929, Gemeinnüßige Heimstätten Aktien-Gesellshaft Frankfurt a. D. Gerlach. Mathy. E) [48922]. „Defi“ Nährmittelwerï Aft.-Ges. (Deininger & Fictentscher) i. Lig.
138 676113 Gewian- und Verlustrechnung.
Soll. RM |5, Gehälter E d: D #0 M 1 798/42 Dubiose “m S S D: O 543117
Zinsen und andere « « * « - |_8 486/39
10 827/98
Haben, Nahe «oe€ a 2.0900 8 868/41 Diverses s “6. 0A 293 16
Vermögensminderung « e. 1 666/41 10 827198 Der Aufsichtsrat besteht aus den Herren Dr. Paul Martin, Bankier, München, Karl Berchtold, Justizrat, München, Willy Behret, Kaufmann, Solln. München, den 20. August 1929, r e e S) [47673]. Grundstücksaktiengesellschast Bornholmer Str. 50. Bilanz per 31. Dezember 1928,
Aktiva. RM |[HÑ Grundstückskonto « « « « 36 000|— Rat a9 4 943|— Hypothekenausgleichskonto 150 000|—
| 190 943|—
Kapitalkonto E S. P. S 9 36 000|— Hypothekenkonto . . + « 150 000|—
Getwinn- und Verlustkonto Ie 0 n 0 654/01 Abschreibungskonto « « - 4 227|— Gewinn « « «e o. o. 61/99 190 943|—
Grundstücksaktiengesellschaft Bornholmer Str, 50.
Gewinu- und Berlustfkonto per 31. Dezember 1928. RM |2 Grundstücksunkostenkonto « « 22 574/85 Abschreibungen. « « - - « e | 2113/50 Ei e e ae 60e 61/99
24 750/34 24 750/34
Grundertragskonto « e « s» .
[47261] Die Patent Rinker Kupplung Ge- | sellschaft mit bcejchränkter Haftung | zu Menden ist aufgelöft. i biger der Gefsellshajt werden aufgefordert, sich bei derselben zu melden.
Menden, den 9. August 1929.
[47815]
[47814] gold-
der „Grufi““ Finanzieruugs- Gesellschaft mit beschränfter Haftung. Etwaige Gläubiger der jeßt in Liqul- dation befindlihen Firma werden biermit aufgefordert, sich wegen evtl. Ansprüche Angabe , Geschäftslokal der Gesellschaft, Charlottenburg, Berliner Straße 97, zu
Der Liquidator: Walter Conrad.
Die Firma Brandenburgische Tafel- glashüttenwerke G, i Kunzeudorf, N. L., ist der bisherige Geshäfts{ührer Paul Hart- mann zum Liquidator bestellt. 8 65 des Geseyzes der G. m. b. H. werden die Gläubiger hierdurch aufgefordert, ihre Forderungen beim Liquidator an- zumelden. Paul Hartmann.
Bekanntmachung der Karl Franck «& Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Etwaige Gläubiger der jeßt in Liqui- dation befindlihen Firma werden hiermit aufgefordert, fich wegen evtl. Ansprüche unter Angabe Geschäftslokal der Gesellschaft zu Berlin- Charlottenburg, Berliner Straße 97, zu
Schuhfabrik Niederraunau
G, m. b. S., Augsburg. Die Gesellschaft wird aufgelöst. Gläu- wollen innerhalb 14 Tagen an die & Go., G. m. b. H,, Künzelsau (Wttbg.),
Schuhfabrik Niederraunau G, m. b. S. i. L.
Dur Beschluß der Gesellschafter der Stanzwerke und S(hloßfabriken, Ge}ellschaft mit beschränkter Haftung (vorm. Gg. Ad. Heller) in Bad Liebenstein, vom 4. Mai 1929, ist das Stammkapital der Gesellschaft um 250000 Reichsmark herabgeseßt worden. Die Gläubiger der Gesellschaft werden ih bei ihr zu melden. Bad Liebenstein, den 13. August 1929. Die Geschäftsführer
der Stanzwerke und Schloßfabriken Gesellschaft mit beschränkter Gg. Ad. Heller). Marx Georg Frhr. v. Khaynach. Fulius Bing.
Saftung (vorm,
Die Firma Heinrich Müller, Blatt- u. Broncen München, ist in Liquidation getreten. Gemäß $ 65 G. m. b. H.-Geseß fordere ih die Gläubiger hierdurch auf, ihre Ansprüche anzumelden.
Diplomkaufmamn A. Voigt, München, Ludwigstr. 3, Liquidator der Heinrih Müller G. m. b. H.
Am 5. August 1929 ist von der Ver- sammlung - der Gesellschafter die Liqui- dation unjerer Gesellshaft beschlossen fordern i 2. Male die Gläubiger der Gesellschaft auf, si bei derselben zu melden.
Halle/S., den 26. August 1929. Leopold-Vertrieb Uhlmann und Co. Kohlenhandelsgesellschaft \chränkter Haftung in Liquidation, Uhlmann, Liquidator.
Nichard Rinker.
Nechtsgrundes îm Berlin-
m. b. H. in aufgelöst,
Nechtsgrundes im
etwaige Ansprüche Firma Glenk
G, m. b, D.
biermit zum
11. Genofsen- \chasten.
Zentralstelle für die Finanzierung von Teilzahlungsgeschäften durch die Deutsche Automobilbank A-G, Zefiteil eing. Genossenschaft m. b, H.
Erste Liquidationsbilanz.
24 750134 Berlin, den 1. Juli 1929. Grundstücsafktiengeselif{chaft Bornho\lmer Straße 50. Der Vorstand. Paul Albrecht.
10. Gesellschaften ua M. h. Ÿ.
Berges Marmor G. m. b. $., achen, Vaesler Straße 78. Dur Beschluß der Generalversamm- lung vom 30. April 1929, ergänzt dur
Aktiengesellschaft. Moses,
Beichluß vom 12. August 1929, ist die Gesellschaft aufgelöst.
Guthaben bei der Deutschen Automobilbank A.-G. . . +
Bankguthaben bei der Direction der Disconto-Gesellschaft
Passiva. Guthaben der Genossen a conto separato L « « «. «
Berlin, den 17. Juni 1929. Die Liquidatoren :
NM |s$ 73 754/86
692/40 94/34 74 541/60
73 754/86 78674
74 541/60
47414]. HauptvermögenSsaufsicllurns vom 31. Dezember 1928.
B E [Vermö gen.| Schulden. Kassenbestand: Friedländer Zeitung. « - - - 2 o o 38151 Bankguthaben: |
Verlagsgenossenschast „ «. . . - « 88393,97 |
Friedländer Zeitung « + «- - - a 549,33 88 943/33 Postscheckguthaben: Friedländer Zeitung « e. *+ - . «- 13211 Ausstehende Forderungen :
Verlagsgenossenschast „ « - o o. 900.
Friedländer Zeitung N 5 100,83 6 000/83 Schulden: Friedländer Zeitung « - - a 3 330/15 Betriebsbestände: Friedländer Zeitung e - ooo. 2 700|— Betriebsschulden: Friedländer Zeitung « e... o. 1 740/51 Gebäude: Friedländer Zeitung. « o. o ooo... 19 000|— Maschinen: Friedländer Zeitung « -- ooo... 1|— Hypotheken: Friedländer Zeitung E Í 11 173/28 Geschäftsguthaben b. d. Meckl. Genossenschaftsbank . 27/05 E C T B H 2 400|— Reservefonds G ck +0 6: P E 40 000|— Betriebsrüdlaae S S S R 0.0.0 E 9 T... 25 000|— Wohlfahrtsfonds für Angestellte «e. oooooo. 7 T5447 Eigene Hypotheken . . . . - - 060 S 11 577/75 Aufwertungsfonds für Geschäftsanteile « e o... 3 000|— HGeschäftsguthaben der Genossen „o... 8 323/02 E S 0 T0 D T 25 699/11
128 420154] 128 420154
Mitglieder . «
Geschäftsanteile Geschäftsguthaben Haftsumme
E. * m. Der Vorstand.
12. Unfall- und Fnva- lidenversiherungen.
Nordwesiliche Eisen- und Stahl-
Berufsgenossenschast, Hannover.
Wir laden die Herren Delegierten der
Genossenschaft zur fünfundvierzigsien
Genofssenschaftsversammlung am
Freitag, dem 20. September 1929,
vormittags 93 Uhr, in Bremerhaven,
Columbusbahnhof, ergebenst ein.
1. Verwaltungsbericht für 1928.
2, Vórlage der Rechnung für 1928 und Antrag auf Entlastung.
3, Wahl des Ausschusses prüfung der Rechnung für 1929.
4, Beschlußfassung über den Plan der Verwaltungskosten für 1930, dabei auch Bereitstelung von Mitteln für Abfindung von Rentenempfängern nach $ 618 a N.-V.-O. (Grunderwerb).
5, Saßzungsänderungen.
6. Bericht über Gefahrtarif für 1930 f.
T ere über den Plan einer Unfall-
3, Verleihung der NRuhegehaltsherechti- gung usw. an Angestellte.
9, Belohnungen für Nettung Verun- glüdkter.
10. Bericht über Unfallverhütung.
11, Verschiedenes; Beschlußfassung üher etwa noch rechtzeitig eingehende An- träge. [49571]
Hannover, den 22. August 1929,
Dieterich, Vorsißender.
[49409] Bekanntmachung.
Von der Mitteldeutshen Creditbank Niederlassung der Commerz- und Privat- Bank Alktiengesellschaft, der Darmstädter und Nationalbank Kommanditgesellschaft auf Aktien Filiale Frankfurt R der Direction der Disconto-Gesellscha\t Filiale Frankfurt a. M. und der Firmen
8 323,02 RM ¿oe 04.4 2000 RM
Mecklenburger Verlagsgenossenschaft fürSthrifttum undVildungs2wesen, b. H. Rosto. von Bülow. Ullner.
8 323,02 RM
20 000,— RM
Stand 1. Januar 1928 Zugang Abgang Staud 31. Dez. 1928
Gebrüder Sulzbach und E. Ladenburg ist bei uns der Antrag auf Zulassung von Neichsmark 5 500 000 neue Stamm- aktien der Consolidirten Alkali- werke in Westeregeln, 4500 Stück über je RM 1000 Nr. 39001 bis 43500, 10000 Stück über je NM 100 Nr. 43501 — 53500, zum Handel und zur Notierung an der hiesigen Börse eingereiht worden. Frankfurt a. M., den 22. August 1929. Zulafsungsftelle an der Börse zu Frankfurt a. M.
[49407] Bekanntmachung.
Die Direction der Disconto-Gesellschaft und die Dresdner Bank, je Filiale München haben beantragt :
non. RM 13 380 000,— neue
Aktien der Dentschen Linoleum- Werke Aktiengesellschaft in Berlin, 958800 Stück zu je RM 100,— Nr. 182 001— 240 800, 7500 Stü zu je RM 1000,— Nr. 8421—15 920,
zum Handel und zur Notiz
Münchener Börse zuzulassen.
München, den 20. August 1929.
Die Zulassungsstelle für Wertpapiere an der Börse zu München. Vorsißender: J. V.: Weinberger. Schriftführer: J. Ne im. Syndikus: Dr. Sub.
[49408] Bekanntmachung.
Oie Direction der Disconto-Gesellschaft, die Commerz- und Privat-Bank Aktien- gesellshaft und die Darmstädter und Nationalbank Kommanditgesellschaft auf Aktien, je Filiale München, haben be- antragt:
nom. NM 5 500000 neue Stamm-
aktien der Consolidirten Alkali- werke in Westeregeln, 4500 Stück über je RM 1000 Nr. 39 001 bis 43 500, 10 000 Stü über je RM 100 Nr. 43 501—53 500,
zum Handel und zur Notiz an
Die Zulassungsstelle für Wertpapiere an der Börse zu München. Borsißender: J. V.: Weinberger.
Schriftführer: J. Ne i m.
Syndikus: Dr. Schub.
Berlin, den 24. August 1929. Dreyse.
Wochenübersicht der Reihsbank vom 23. August 1929. Bertuberung S7 Aktiva. gegen die [49872] (ftiva Naciooe j M NM 1. Noch niht begebene Reichsbankanteile « . . « ch « 177 212 000 — 9, Goldbestand (Barrengold) sowie in- und ausländische Goldmünzen, das Pfrnd fein zu 1392 RM berechnet | 2 177 022 000] + 26 758 000 und zwar: Goldkassentestand RM 2 027 234 000 Golddepot ‘unbelastet) b-i aus- ländischen Zentralnotenbanken RM 149 788 000 3. Bestand an deckungsfähigen Devisen . . « « « 1 312 213 000} 4 9 552 000 he S e Neichsshatzwechseln. « « « -« « +- 92 110 000f — 18 000 000 D) 5 „ sonstigen Wechseln und Scheck8 . . . . 2 020 423 000] —136 889 000 5. R « deutschen Scheidemünzen « « « ««+ 144 307 000 4- 7 960 000 6. z « Noten anderer Banken . - « « « á 23 916 000] + 4 499 000 4 v „ Lombardforderungen . « « . 43 685 000 — 42 085 000 (darunter Darlehen auf Reichsshaß- wechsel : NM 1000) 8. Sit S0 #0 ¿A 92 744 000 — 9. sonstigen Aktiven. . .. « + ,_Î 548 198 000} 4- 2 515 000 Passiva. 1. Grundkapital : B E e e ee Se 6 G 122 788 000 — b) noch nit begeben . . « « . « «} 177 212 000 — 2. Neservefonds: B geseßliher Reservefonds . . «+ « 48 797 000 —— b) Spezialreservefonds für künftige Dividendenzahlung . « . « « « - 45 811 000 — c) fonstige Rüdcklagen . 225 000 000 — 3. Betrag der umlaufenden Noten . - . . - s 4 153 109 000] —138 634 000 4. Sonstige tägli fällige Verbindlichkeiten . . . . . | 444841 000] — 7 890 000 5. An eine Kündigungsfrist gebundene Verbindlichkeiten — — C Se A ee E 344 272 0001 4- 834 000
Verbindlichkeiten aus weiterbegebenen, im Inlande zahlbaren Wechfeln RM —,— Neichsbank-Direktorium.
Bernhard. Sdcneider.
banken pv. vom 31. Zuli 1929.
S (Fortjeuung) Passiva Beträge in Tausend RM Langfristige Anleihen | E Außerdem f E SD E bezw. Darleben —— Ñ x G Eígene Indossamentsverbindlichkeiten Eigene Ziehungen s Í E, P Sonstige pra ps q t E E E 5 Piefe 3 ® E S G 1 E Tee davon | 2 t, Sonstige | überhaupt Paffiva Passiva } schafts. weiter- | wechseln | sonstigen | über- (Sp. 59) über- für Ë Kommu- (Gk 20 n | venis begebenen I f Redis- | haupt sind in haupt |Rehnung| S gationen (Sp. 50 L ad (0 4 nes f L E De spätesiens Dritter im und 51) und 53) | akfzepten | Order | tierungen | (Sp. 14 Tagen Umlauf | der Bank | 56—58) } fällig 50 a 6s 53 T M 56 57 s | 59 60 61 62 — — — 102 11 058 j 118 345 — 2 050] 2395 535 — — 71 } #2) Darunter RM 3 203 000 Reichskredite für Wohnungss M E E 498 13730 | 1793 s L 162| 162 93 Ee ie En baudarlehen (Zwischenkredit) und RM 12 485 000 a R in 381 42) 22| — s l wi i U E bis E | hc j ’, zer- und Pächterkredite L e Ea N 2108 | 40 e E D a e R 74 aué Mitteln des Reichs, der Deutschen Rentenbank-Kredik- S E i 100 5197 | 5 dus G 118| 118E — Le _—_ 116 [4 Zinsen inet und Wechselerträge inkl. 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Berlin, den 26. August 1929. Statistishe Abteilung der Reichsbank
Dr. Nordhoff. | de |
q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
Identifikator | Autor: Winkelmann, Bernhard
Titel: Use of computers in mathematics and science teaching at German schools.
Quelle: In: Zentralblatt f�r Didaktik der Mathematik, 18 (1986) 3, S. 109-112 Verf�gbarkeit Sprache: englisch
Schlagw�rter: Schulwesen; Computer; Mathematikunterricht; Informationstechnik; Naturwissenschaftlicher Unterricht; Datenverarbeitung; Deutschland-BRD Erfasst von: Staatsinstitut f�r Schulqualit�t und Bildungsforschung, M�nchen
Winkelmann, Bernhard: Use of computers in mathematics and science teaching at German schools. 1986. | de |
q-de-2186 | Was ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) und wofür wird sie verwendet? | Die Internationale Standardbuchnummer (, ISBN) ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständigen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil, wie beispielsweise Multimedia-Produkten und Software.
ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme und die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme. Für Zeitschriften und Schriftenreihen wird eine Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (, ISSN) vergeben.
Entstehungsgeschichte
Ab Mitte der 1960er Jahre machte man sich in Europa, insbesondere in England an der London School of Economics and Political Science (LSE) und bei der Publisher Association of Great Britain, Gedanken über eine eindeutige internationale Identifikation von Büchern. 1966 führte das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer, abgekürzt „SBN“, ein. Die Internationale Organisation für Normung griff 1968 diese Vorschläge auf, erweiterte die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur „Internationalen SBN“ (ISBN) und veröffentlichte 1972 die Norm ISO 2108. Die nationale Übernahme dieser Norm in Deutschland ist die DIN-Norm DIN ISO 2108.
Bis zum Jahresende 2006 hatte der Nummernraum einer ISBN zehn Stellen einschließlich einer Prüfziffer. Da es in Osteuropa und im englischen Sprachraum Schwierigkeiten gab, für neue Verlage und Publikationen Nummern zu vergeben, wurde Anfang 2005 ein revidierter ISO-Standard für die neue dreizehnstellige ISBN eingeführt. Alte ISBN im zehnstelligen Format werden nun als ISBN-10 bezeichnet. Der für ISBN zur Verfügung stehende Zahlenraum konnte dadurch von einer Milliarde Kombinationen auf 1,9 Milliarden fast verdoppelt werden. Neben der annähernden Verdoppelung des Zahlenraumes war die Kompatibilität mit dem System internationaler Artikelnummern EAN der wichtigste Grund für die Umstellung. Das Format der ISBN-13 wurde so gewählt, dass die Ziffernfolge identisch mit der zugehörigen EAN-13-Artikelnummer ist.
Die ISBN-Agentur für Deutschland empfahl 2004 den deutschen Verlagen, im Hinblick auf die Umstellung für die Übergangsperiode bereits beide ISBN auf ihren Produkten anzugeben. Seit dem 1. Januar 2007 werden nur noch ISBN-13 vergeben.
Kopplung an das System internationaler Artikelnummern
Das ISBN-System wurde an das System internationaler Artikelnummern EAN gekoppelt. Damit können Bücher weltweit innerhalb des EAN-Systems in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden, ohne dass aufwändige Neuauszeichnungen mit nationalen Strichcodes nötig sind. Da die ersten drei Ziffern einer EAN normalerweise für das Registrierungsland stehen, z. B. „400“ bis „440“ für die deutsche EAN-Verwaltung, wurde für Bücher ein „Buchland“ (engl. „Bookland“) eingeführt, sozusagen für „registriert im Land der Bücher“. Für Bücher sind die EAN-Ländernummern 978 und 979-1 bis 979-9 vorgesehen. (Das Präfix 979-0 wird von der International Standard Music Number (ISMN) belegt.)
ISBN-13 sind identisch mit der zum Buch gehörenden EAN-13, außer dass die EAN keine Bindestriche enthält.
Auch ISBN-10 können in eine EAN-13 bzw. ins ISBN-13-System überführt werden. Dazu wird der ISBN-10 die EAN-Ziffernfolge 978 vorangestellt und die alte Prüfziffer durch die neu berechnete EAN-Prüfziffer ersetzt.
Heute wird das System als GS1-Pressecode bezeichnet, da er über Bücher hinaus für andere publizierte Medien (Periodika, CD-ROM) verwendet wird.
Regeln zur ISBN-Vergabe und -Nutzung
Die ISBN soll eine nichtperiodische Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifizieren, eine bereits verwendete ISBN soll nicht noch einmal verwendet werden. Auch neue Editionen oder eine andere Publikationsform (z. B. Taschenbuch statt Hardcover) bedürfen jeweils einer eigenen ISBN. Einzige Ausnahme sind unveränderte Nachdrucke oder Auflagen, an denen nur kleine Änderungen durchgeführt wurden.
Nicht jedes Buch hat eine ISBN. In Deutschland vergibt nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH ISBN-Verlagsnummern und einzelne ISBN. Weder die ISBN-Verlagsnummern noch die einzelnen ISBN dürfen verkauft oder an einen anderen Verlag gegeben werden. Da es keine rechtliche Verpflichtung zur Verwendung einer ISBN gibt und die Zuteilung mit Kosten und Aufwand verbunden ist, verzichten manche Kleinverlage und Selbstverlage auf die Registrierung einer ISBN. Die Zuteilung einer einzelnen ISBN für (Selbst-)Verleger mit absehbar einmaliger Verlagsproduktion kostet derzeit 79,08 Euro.
Bei der Erteilung einer Verlagsnummer hat der Verlag eine Grundgebühr für die ISBN-Vergabe von 153,51 Euro plus Versandkosten zu zahlen und eine Liste aller von ihm vergebbaren ISBN zu beziehen. Der Preis dafür liegt zwischen 22,61 Euro für zehn Nummern und 3.568,81 Euro für 100.000 Nummern.
Aufbau der ISBN
Die ISBN-13 besteht aus fünf Zahlengruppen.
Bestandteile der ISBN
Beispiel:ISBN 978-3-86680-192-9
Sie wird wie folgt kodiert:
Das Präfix ist je nach Buch 978 oder 979. Bei der ISBN-10 gab es kein Präfix.
Die Gruppennummer (auch Ländernummer genannt) ist eine Kennzahl für eine nationale, geographische, Sprach- oder sonstige geeignete Gruppe. Sie wird von der internationalen ISBN-Agentur festgelegt und kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Im Beispiel ist es die 3 für deutschsprachig.
Die Verlagsnummer ist eine Kennzahl für den Verlag. Diese wird von der nationalen oder regionalen ISBN-Agentur vergeben. Für Deutschland ist das der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels in Frankfurt am Main, für Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in Wien und für die Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband in Zürich. Die Verlagsnummer kann unterschiedlich viele Ziffern enthalten. Welche Verlagsnummern gültig sind, hängt von der Gruppennummer ab, siehe dazu unter Weblinks.
Dann folgt die vom Verlag vergebene Titelnummer (auch Bandnummer genannt). Der Verlag (oder Drucker u. ä.) ist frei in der Verwendung, nur die Anzahl der Ziffern ergibt sich aus der Verlagsnummer (zusammen acht Ziffern), allerdings müssen verschiedene Produkte differenziert werden, also separat verkäufliche Bände, unterschiedliche Einbände und so weiter. Hinsichtlich der Behandlung von Auflagen gibt es keine Regel.
Zum Schluss wird eine Prüfziffer angegeben. Die Prüfziffer ermöglicht das Erkennen von Eingabe- und Lesefehlern: Erkannt werden ein Einzelfehler (genau eine Ziffer falsch) und die meisten Vertauschungen von zwei Nachbarziffern (ISBN-13: außer 0↔5, 1↔6, 2↔7, 3↔8, 4↔9).
Die ISBN ist nach ISO 2108 auf eine der folgenden Arten zu formatieren:
ISBN (Präfix) Gruppennummer Verlagsnummer Titelnummer Prüfziffer (ohne Trennstriche)
ISBN (Präfix–)Gruppennummer–Verlagsnummer–Titelnummer–Prüfziffer (mit Trennstrichen)
Im Rahmen von elektronischer Datenverarbeitung ist die Verwendung ohne Trennzeichen zulässig. Die Nummer bleibt auch ohne Trennzeichen eindeutig.
Formeln zur Berechnung der Prüfziffer
ISBN-13
ISBN-13 wurde aufgrund der Knappheit der möglichen ISBN-10-Zahlenkombinationen eingeführt und ist das seit 2007 verpflichtende Format.
Zur Berechnung der Prüfziffer bei der ISBN-13 werden alle zwölf Ziffern der noch unvollständigen ISBN addiert, wobei die Ziffern mit gerader Position (also die zweite, vierte und so weiter) dreifachen Wert erhalten. Eine 5 an sechster Stelle beispielsweise fließt also als 15 in den Term ein. Von dem Ergebnis dieser Addition wird die letzte Stelle bestimmt, die dann von 10 subtrahiert wird. Bei einem Additionsergebnis von zum Beispiel 124 erhält man also 10 − 4 = 6. Dieses Endergebnis ist die Prüfziffer. Ist das Endergebnis 10, ist die Prüfziffer 0.
Bezeichnet man die ersten zwölf Ziffern mit z1 bis z12, so gilt für die Prüfziffer an der dreizehnten Stelle:
Das letzte Modulo dient dem Einhalten der sogenannten „Null-Regel“, die besagt, dass die Prüfziffer selbst 0 wird, wenn das Ergebnis der Prüfziffernberechnung 10 ist. Als Folge dieser Methode lässt sich die Gültigkeit einer ISBN-13 überprüfen, indem man
berechnet: Das Resultat muss 0 sein. Etwas schlichter: Die wie beschrieben mit 1 und 3 abwechselnd gewichtete „Quersumme“ endet auf 0.
Man kann auch schreiben:
woraus sich einfach die Implementierung schreiben lässt. Das (i+1)mod 2 sorgt für die wechselnde Gewichtung von 1 und 3. Erstreckt man die Summierung auch auf die Prüfziffer (), so erhält man bei einer fehlerfreien ISBN als Ergebnis 0.
Beispiel:
978-3-7657-2781-?
ISBN-10
Bei der ISBN-10 wird die Prüfziffer wie folgt berechnet: Bezeichnet man die ersten neun Ziffern mit z1 bis z9, so gilt für die Prüfziffer an der zehnten Stelle:
Dabei wird wie gewohnt der Laufindex von links nach rechts gezählt. Bei einem Ergebnis von 0 bis 9 wird daraus unmittelbar die Prüfziffer; ergibt die Formel den Wert 10, wird ein X als letztes Zeichen verwendet, welches als römische Zahl 10 interpretiert werden kann.
Beispiel:
3-86680-192-?
= 3 + 16 + 18 + 24 + 40 + 0 + 7 + 72 + 18
= 198
198 mod 11 = 0, denn 198: 11 = 18, Rest 0.
Ergebnis: 3-86680-192-0
Beispiel II:
3-680-08783-?
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27
= 227
227 mod 11 = 7, denn 227: 11 = 20, Rest 7.
Ergebnis: 3-680-08783-7
Bei der Prüfung, ob eine eingegebene ISBN korrekt ist, kann nach den Regeln der Modulo-Rechnung folgende Bedingung geprüft werden.
Man addiert das 10-Fache der 10. Ziffer (wobei die Ziffer X als Zahl 10 gilt). Da in der Modulo-11-Rechnung 10 dasselbe ist wie −1, ist es das Gleiche, wenn man die 10. Ziffer subtrahiert. Damit muss, modulo 11 gerechnet, insgesamt 0 herauskommen.
Beispiel II von eben:
3-680-08783-7
= 3 + 12 + 24 + 0 + 0 + 48 + 49 + 64 + 27 + 70
= 297
297 mod 11 = 0, denn 297: 11 = 27, Rest 0
Identifikationsnummern für andere Publikationen
Für andere Formen der Publikation, wie z. B. Periodika oder notierte Musikwerke gibt es eigene Nummernsysteme:
ISAN – International Standard Audiovisual Number
ISMN – Internationale Standard-Musik-Nummer (für gedruckte und digitalisierte Notensätze)
ISRC – The International Standard Recording Code
ISRN – International Standard Technical Report Number
ISSN – Information and documentation – International Standard Serial Number / Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke (Periodika)
ISWC – International Standard Musical Work Code
Weitere Identifikationsschlüsselsysteme
VD 16 – Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts
VD 17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts
ESTC – English Short Title Catalogue
OCLC Number – Online Computer Library Center Number
CODEN
DOI – Digital Object Identifier
EAN – European Article Number / Europäische Artikelnummer
EPC – Elektronischer Produktcode
LCCN – Library of Congress Control Number
UCC – Uniform Code Council
UPC – Universal Product Code (US-amerikanischer Strichcode)
Literatur
DIN ISO 2108, Nachfolger der DIN 1462
Weblinks
ISBN-Agenturen:
International (London, verwaltet die Gruppennummern)
National: Deutschland (Frankfurt am Main), Österreich, Schweiz
Handbücher auf deutsch (PDF; 203 kB) und englisch (PDF; 548 kB)
Hilfsmittel:
Online-ISBN-13-Strichcode-Erstellung
interne ISBN-Suche der Wikipedia
Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)
Portal Deutsche Nationalbibliothek
Anmerkungen
Dokumentation
Produktkennzeichnung
Buchhandel
Bibliothekswesen
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q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
Astronomisches Objekt (entdeckt 1610) | Arbeit und Altern - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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02.02.2007, 09:45 #1
ABB setzt auf Miteinander der Generationen
Technologiekonzern vertraut dem Zusammenspiel von erfahrenen Kräften und Nachwuchsleuten / Chancen bis zur Pensionierung
ABB hat in Deutschland ein neues Konzept der Personalpolitik entwickelt. Das in der Energie- und Automationstechnik engagierte Unternehmen setzt künftig vor allem auf ein Miteinander der Generationen.
Frankfurt A.M.- "Jung plus alt". So lautet einer der Leitsätze, denen sich ABB im Rahmen seines neu definierten Personalprogramms verschrieben hat. Wie Vorstandschef Peter Smits bei dessen Vorstellung erläutert, handelt es sich hierbei um ein die verschiedenen Altersgruppen einbindendes Konzept. Sein Ziel sei es, im Unternehmen "einen Mix der Generationen" zu erreichen. Dabei komme es ausschließlich auf Qualifikation und Kompetenz der Beschäftigten und nicht mehr auf ihr Alter an.
Als konkretes Beispiel nennt Smits die "Projektleitung im Duo". Dahinter verbirgt sich der Ansatz, dass für die Lösung einer bestimmten Aufgabe ein erfahrener Fachmann und ein junger Manager zusammengebracht werden. Gerade im Projektgeschäft und im Vertrieb könnten junge Kollegen vom Know-how der Älteren profitieren. So würden die Rahmenbedingungen für eine systematische Weitergabe von Wissen geschaffen. Dass dafür keine altruistischen Motive den Ausschlag geben, sondern solche Programme wegen des demografischen Wandels eine pure Notwendigkeit sind, um ein Unternehmen auf der Erfolgsspur zu halten, gibt Personalchef Heinz-Peter Paffenholz unumwunden zu.
http://www.fr-online.de/in_und_ausla...em_cnt=1064229
05.02.2007, 09:42 #2
Arbeit und Geschlechter
Ja, es stimmt: Vollbeschäftigung in Deutschland ist möglich. Man muß nur alle Frauen aus dem Erwerbsleben entfernen. Daß dies – noch – nicht geschieht, führen bloß Idealisten und Dummköpfe auf die Emanzipation zurück oder auf ein diffuses Recht der Frauen, sich beruflich zu verwirklichen. In Wahrheit kann die Wirtschaft seit einigen Jahrzehnten nicht mehr auf die weiblichen Reserven des Humankapitals verzichten. Frauen haben einen höheren Bildungs- und Leistungswillen als ihre männlichen Konkurrenten, beweisen größere Sozial- und Kommunikationskompetenz und lassen sich mit durchschnittlich dreißig Prozent weniger Bezahlung für gleiche Leistung abspeisen.
Seit zwei Jahren gibt es durch Hartz IV eine teils hochqualifizierte Menschengruppe, die sich noch viel effektiver ausbeuten läßt. Doch wohin mit den Frauen, wenn man sie eines Tages durch Ein-Euro-Jobber ersetzt oder durch Niedriglöhner, deren jämmerliche Bezahlung der Staat auf Sozialhilfeniveau aufstockt? Reaktionäre Stammtischsäufer und ihre publizistischen Sprachrohre wie Bild oder die Bestseller-Autorin Eva Herman (»Das Eva-Prinzip. Für eine neue Weiblichkeit«) wissen längst die Antwort: Zurück an den Herd mit den Frauen! Dieselbe Parole flüstert die öffentlich-rechtliche ARD ihren Gebührenzahlern mit der 16teiligen Vorabend-Serie »Die Bräuteschule« ein. Dieses Living-History-Projekt gab die Firma »ARD Werbung (AS&S)« in Auftrag, die ARD-Programme refinanziert. Der Werbewirtschaft bot sie mit dieser neuen Serie »beste TV-Unterhaltung« als Umfeld für die Produktwerbung. Pro Werbespot kassiert AS&S über 15.000 Euro. Dafür beutet sie zehn junge Frauen aus, denen sie eine Zeitreise versprach: »Lernen Sie, was eine perfekte Hausfrau der 50er Jahre wissen mußte.« Wofür man solche Fachkenntnisse im 21. Jahrhundert braucht, wissen nur die ARD und Eva Herman.
http://www.linksnet.de/artikel.php?id=2840
05.02.2007, 15:32 #3
Zurück an den Herd mit den Frauen!...
Soweit kommt es noch! Zum Glück haben Eva Herman und die Macher der Vorabend-Serie "Die Bräuteschule" nicht mehr die Meinungsvorherrschaft in diesem Land.
05.02.2007, 15:40 #4
Och, ich muss sagen, ich würd gern noch mal auf so´n kleines Wesen aufpassen anstatt mich Tag für Tag im Hamsterrad auffressen zu lassen, vor allem wenn ich jetzt andauernd höre, dass die Arbeitsbedingungen immer katastrophalere Ausmaße annehmen, weil die Leute aus Angst um sich beißen.
Es sollte nur nicht für alle Frauen gelten. Aber warum sollen die, die möchten, nicht zu Hause bleiben können, wenn sie es denn wollen?
05.02.2007, 18:02 #5
Weil "Frauen zurück an den Herd" eine Strategie des Roll-back geradewegs zu den veralteten Rollenbildern der 50-er Jahre darstellt. Es gibt genügend Frauen, die arbeiten wollen, aber wegen mangelnder Kinderbetreuungsmöglichkeiten nicht so können, wie sie wollen und dann eben auf das eine, Kinder und Familie, oder das andere, Beruf und Karriere, verzichten. Dieser Trend wird eher noch verstärkt durch Pamphlete wie das von Eva Hermann (ich frage mich nur, warum sie dann immer noch ihre Talkshow moderiert, widerspricht ja eigentlich ihren Prinzipien).
Och, ich muss sagen, ich würd gern noch mal auf so´n kleines Wesen aufpassen anstatt mich Tag für Tag im Hamsterrad auffressen zu lassen...
Ich nicht, jedenfalls nicht den ganzen Tag incl. der ganzen nervtötenden Hausarbeit. Dafür habe ich nicht studiert.
Ich bin aber dafür sich die Kindererziehung und die Hausarbeit solidarisch zu teilen, dafür sehe ich in dem neuen Elterngeld Ursula von der Leyens trotz aller Unzulänglichkeiten einen ersten kleinen Schritt in die richtige Richtung. Den nächsten Schritt dahin müssen die Väter und insbesondere ihre Arbeitgeber tun.
Ansonsten mag ich Kinder.
05.02.2007, 18:28 #6
Die spinnt die Hermann.
Wenn ich so was höre: "Frauen gehören hinter den Herd"
Dabei sind die Knöpfe doch vorn.
05.02.2007, 19:25 #7
Also vor den Herd, auch nicht besser!
06.02.2007, 01:40 #8
das was die linkszeitung zum Thema Geschlechter schreibt und die ARD gesendet hat (habs mir leider nicht angesehen) ist eindeutig verfassungswidrig und ein Schlag ins Gesicht aller Frauen, die für unsere Generation u.a. für ein eigenes Konto, Berufsausbildung etc. gekämpft haben.
06.02.2007, 11:08 #9
Ökonomin Michalitsch im Interview mit dieStandard.at: Wie der Neoliberalismus Frauen und Männer in Uralt-Rollen zurückdrängt
dieStandard.at: Heute, in der Ära des Neoliberalismus, erfolge die Zähmung sogar in noch radikalerer Form.
Michalitsch: Im Neoliberalismus haben wir es mit einer Popularisierung der Vorstellung zu tun, dass Menschen grundsätzlich egoistisch sind und immer Kosten und Nutzen abwägen. Was ursprünglich eine Hypothese für ökonomisches Verhalten war, wird zu einer verallgemeinerten Annahme über menschliches Verhalten. Propagiert hat diese Universalisierung vor allem der spätere Nobelpreisträger Gary Becker. Er hat das Kalkül als Grundlage für die Untersuchung sämtlicher menschlicher Bereiche verwendet, auch für Familie, Ehe und Zahl der Kinder.
dieStandard.at: Die zentrale Figur in diesem Modell ist der homo oeconomicus. Welche Annahmen sind mit ihm verknüpft?
Michalitsch: Er agiert immer rational, also Kosten und Nutzen abwägend und Nutzen maximierend, und kommt ohne Identität, Klassenzugehörigkeit oder Geschlecht aus. Am Markt treffen diese homines oeconomici als Gleiche aufeinander, es gibt weder Unterschiede an Macht noch an Einkommen oder Handlungsoptionen.
dieStandard.at: Was ist Ihre bzw. die feministische Kritik daran?
Michalitsch: Im Mittelpunkt steht die Realitätsferne: Menschen ohne Geschlecht, Klasse und Identität, die immer rational agieren, sind nicht real. Weibliche Lebensverhältnisse werden durch dieses Modell noch viel weniger erfasst als männliche. Frauen können ja auch in ihrem Alltag weniger einer individuellen Nutzenmaximierung anheimfallen, weil sie meist die Versorgungsarbeit im Privaten überhaben, was ja auch Sorge für andere bedeutet. Der zweite Kritikpunkt: Das Modell rechtfertigt den status quo. Jedes Verhalten wird im Modell zu rationalem Verhalten. Auch Diskriminierung von Frauen erscheint so berechtigt. Der dritte feministische Kritikstrang will zeigen, dass sich das Modell von Anfang an auf Männer bezogen hat. Die Vorstellung des homo oeconomicus entspricht der Idee von Männlichkeit im 19. Jahrhundert – ungebunden, unabhängig, autonom. All das galt für Frauen damals nicht. Sie waren keine Rechtssubjekte, sondern immer vom Vater oder Ehemann abhängig. Auch wurden sie immer als Mütter oder im familiären Kontext gedacht. Und sie galten als nicht von Vernunft, sondern von Gefühlen geleitet.
dieStandard.at: Das wirtschaftliche Geschehen wird im neoliberalen Denken als Naturgesetz dargestellt. Ist es das nicht?
Michalitsch: Die Wirtschaftswissenschaften tun so, als seien sie nur damit beschäftigt, Naturphänomene zu erklären. Die bestehende Ökonomie erscheint somit unabänderlich. Das verdeckt, dass wir es mit menschlichem Verhalten und sozialen Zusammenhängen zu tun haben – die veränderbar sind. Damit wird der politische Gestaltungsspielraum ausgeblendet.
dieStandard.at: Sie kritisieren, dass im neoliberalen Denken vieles umgedeutet oder unsichtbar gemacht werde.
Michalitsch: Ja, es existiert eine Unzahl angeblicher ökonomischer Zwänge, die ich für glatte Lügen halte. Verschwiegen wird, dass wir es mit einer Transformation von Machtverhältnissen zu tun haben. Die Gegensätze zwischen Arm und Reich nehmen zu, die Staaten haben sich stark auf die Seite der Unternehmen gestellt. Gleichzeitig wird immer an Eigenverantwortung und -initiative appelliert – jedeR sei seines / ihres Glückes Schmied. Auch das halte ich für eine große Lüge. Es verschleiert tatsächliche Machtverhältnisse, begrenzte Wahlmöglichkeiten und mangelnde Chancengleichheit sowie die Retraditionalisierung der Geschlechterverhältnisse.
dieStandard.at: Sie sagen, Neoliberalismus impliziere Patriarchalismus – inwiefern?
Michalitsch: Zunehmende Armut und Armutsgefährdung treffen überwiegend Frauen. Die Gründe liegen vor allem in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Die Deregulierung der Arbeitsmärkte verschärft die Polarisierung zwischen den Geschlechtern, aber auch zwischen Gruppen von Frauen und Männern. Vor allem unter Migrantinnen formiert sich eine Klasse von Frauen, die kaum Zugang zur Gesellschaft hat. Gleichzeitig wird immer wieder an das Leistungsprinzip appelliert: Die wirklich befähigten Frauen könnten ja nach oben kommen. Das stimmt aber nicht, denn auch an der Spitze hat sich nur wenig verändert. Es gibt jetzt eben statt drei Prozent Topmanagerinnen 3,5. Darüber hinaus ist der Druck auf unbezahlte Arbeit stark gestiegen, weil öffentliche Versorgungsleistungen eingeschränkt wurden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bleibt nach wie vor weitgehend Frauen überlassen. Und in dem Maße, in dem der finanzielle Druck steigt, schwinden insbesondere für Frauen die Chancen auf persönliche Unabhängigkeit. Die Folgen werden vor allem dann deutlich werden, wenn Frauen, die heute in prekären Arbeitsverhältnissen tätig sind, in Pension gehen – oder gehen wollen: Dann wird es eine weibliche Altersarmut sondergleichen geben.
dieStandard.at: Wie könnte eine andere Wirtschaftspolitik aussehen?
Michalitsch: Es wäre schon ein großer Fortschritt, würden bei allen politischen Maßnahmen Verteilungswirkungen berücksichtigt. Außerdem: gleichere Verteilung von Erwerbsarbeitszeit und von bezahlter und unbezahlter Arbeit insbesondere zwischen Frauen und Männern, indem die wöchentliche Erwerbsarbeitszeit auf etwa dreißig Stunden verkürzt und atypische Beschäftigungsverhältnisse eingeschränkt werden. Mehr Gleichheit bei der Verteilung von Einkommen. Wenn eine Arbeiterin in einem Monat kaum mehr verdient als ein Spitzenmanager in einer Stunde, dann halte ich das für obszön. Man sollte nicht nur Mindestlöhne diskutieren, sondern auch Maximallöhne.
http://diestandard.at/druck/?id=2753438
06.02.2007, 11:32 #10
das ist aber keine Antwort auf meine Frage, warum denn die Frauen, die gern zu Hause bleiben möchten, dies nicht tun können sollen. Ich zum Beispiel habe auch studiert (mit einem recht guten Abschluss), sehe mich aber als so emanzipiert an, das zu tun, was für mich im Moment stimmig ist, wenn es mir denn möglich ist. Und wenn das nun mal im Moment das ist, dass ich für meine Kinder da sein möchte, warum denn nicht?
Ich finde, die Frage sollte in eine ganz andere Richtung gehen. Warum wird es den Frauen, die gern zu Haus bei den Kindern bleiben möchten, nicht ermöglicht, sprich, warum werden sie in dieser Hinsicht nicht finanziell unterstützt.
Oder sollen jetzt alle Frauen arbeiten und Karriere machen müssen (auch die, die lieber ausschließlich für Ihre Kinder da sein wollen), so hört sich Dein Statement nämlich für mich an - wobei ich auf den Begriff Karriere sowieso allergisch reagiere. Karriere um der Karriere Willen? Das ist für mich Kapitalismus bzw. Neoliberalismus in Reinkultur.
Ich sage es nochmal. Die Frauen, die gern arbeiten möchten, sollen das gern tun, aber ich finde, die Frauen, die sich gern ausschließlich um ihre Kinder kümmern möchten, sollten auch untestützt werden.
P.S. Nein, ich bin nicht erzkonservativ. Weder erz noch konservativ.
06.02.2007, 13:18 #11
das ist aber keine Antwort auf meine Frage, warum denn die Frauen, die gern zu Hause bleiben möchten, dies nicht tun können sollen.
Natürlich kannst du das entscheiden, wie du möchtest. Ich sehe nur keinen Handlungsbedarf Frauen zu unterstützen, die sich ausschließlich um ihre Kinder kümmern möchten. Ich sehe aber dringenden Handlungsbedarf darin, wie in diesem Land die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden kann. Dafür muss sich natürlich noch vieles ändern, gerade auch von Seiten der Arbeitgeber.
Auf der anderen Seite gibt es neben deiner persönlichen Entscheidung natürlich auch gesellschaftliche Kräfte, denen es nicht unrecht ist, Frauen wieder verstärkt aus dem Berufsleben herauszudrängen, bzw. alles so zu belassen wie es ist. So lässt sich nämlich auch die Arbeitslosenstatistik frisieren.
06.02.2007, 13:47 #12
Natürlich kannst du das entscheiden, wie du möchtest.
Oh, danke. ;)
Ich sehe nur keinen Handlungsbedarf Frauen zu unterstützen, die sich ausschließlich um ihre Kinder kümmern möchten.
Und warum das nicht? Erwiesen ist ja, dass - gerade in den ersten beiden Lebensjahren Kinder dringend einer konstanten Bezugsperson, sprich einer sicheren Bindung bedürfen. Kinder, die dies nicht erfahren haben, kriegen früher oder später Probleme. Zum anderen wird ja auch immer so viel davon geredet, die Erziehungs-"Arbeit" aufzuwerten. Wenn man hier keinen Handlungsbedarf hinsichtlich einer wie auch immer gearteten Unterstützung der Mütter sieht, wenn sie sich dieser Arbeit widmen möchten, spricht das einer Wertschätzung dieser Arbeit doch entgegen, oder?
Ich sehe aber dringenden Handlungsbedarf darin, wie in diesem Land die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden kann. Dafür muss sich natürlich noch vieles ändern, gerade auch von Seiten der Arbeitgeber.
Ich finde, das ist eine unnötige Polarisierung: hier die ´bösen´ Mütter, die sich ´nur´ um Kinder bzw. Familie kümmern möchten, die also - für mich fragwürdigerweise - nicht unterstützungswürdig sind, zumal, wenn sie alleinerziehend sind; dort die förderungswürdigen ´guten´ karriere-fortschrittlichen Mütter, die - getreu dem patriarchalisch-kapitalistischen Arbeitsfetisch - versuchen sollen, in beiden Bereichen zu 100 % ihren Mann zu stehen (was ich übrigens als absolute Überforderung ansehe, aber wenn die kapitalistisch-patriarchalisch sozialisierte Frau es in diesem System unbedingt den Männern gleich tun muss, um anerkannt zu werden, durchaus verstehen kann).
Warum nicht beide unterstützen in dem, was für sie für richtig halten? Kann doch für die Kinder nur gut sein.
Damit hast Du sicher Recht. Diese Bestrebungen gibt es ohne Zweifel. Hier hilft m.E. nur eine gute Eigen-Reflexion darüber, was für jede Frau ganz persönlich stimmig ist und vor allem auch darüber, woher sie denn ihre Einsichten bzw. Bedürfnisse bezieht und welche das überhaupt sind. Und falls diese aus einer kapitalistisch-patriarchalischen Sozialisierung stammen sollten, die der Frau letztendlich gar keine freie Wahl lässt (weil Anerkennung und Wertschätzung in diesem System fast ausschließlich und immer mehr über Besitz, Status, Leistung und Arbeit erreicht werden kann), könnte sie ja noch mal genauer hinschauen, was sie denn wirklich will - und sich natürlich entsprechend dafür einsetzen.
06.02.2007, 15:27 #13
Ich finde, das ist eine unnötige Polarisierung: hier die ´bösen´ Mütter, die sich ´nur´ um Kinder bzw. Familie kümmern möchten, die also - für mich fragwürdigerweise - nicht unterstützungswürdig sind, zumal, wenn sie alleinerziehend sind; dort die förderungswürdigen ´guten´ karriere-fortschrittlichen Mütter, die - getreu dem patriarchalisch-kapitalistischen Arbeitsfetisch - versuchen sollen, in beiden Bereichen zu 100 % ihren Mann zu stehen...
Ich möchte für Mütter und Väter eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das bedeutet somit auch andere Arbeitsstrukturen, weg von dem reinen Leistungsprinzip, das nichts mehr neben der Arbeit zulässt. Z.B. könnte ich mir eine 30 oder 25-Stundenwoche für beide Partner + einer vernünftigen Kinderbetreuung gut vorstellen. Ich weiß nicht, warum das hier nicht funkzioniert, in den skandinavischen Ländern funktioniert das ja auch.
Und noch etwas, natürlich brauchen Kinder eine feste Bezugsperson, aber die muss nicht unbedingt den ganzen Tag anwesend sein. Oder sind die Kinder in den skandinavischen Ländern oder Frankreich etwa alle verhaltensgestört, weil sie im Schnitt früher in eine Kinderbetreuung gegeben werden als hier?
06.02.2007, 19:39 #14
Hört sich gut an, annette. Dennoch fände ich es besser, wenn sich Mütter und Väter frei entscheiden können, ob sie in den ersten Jahren ihrer Kinder arbeiten möchten oder nicht, und dann gemäß ihrer Entscheidung unterstützt werden. Dass sie eben nicht gezwungen werden, neben der Erziehung der Kinder auch noch arbeiten zu müssen, wie z.B. viele allein erziehende Frauen. Und diese Entscheidung, ob Arbeit oder nicht, oder wie viel Arbeit neben der Kindererziehung, hängt eben fast ausschließlich davon ab, wie das finanzielle Polster aussieht. Da stehen sich die Armen wesentlich schlechter.
Ja, dieses Argument wird gern von denjenigen verwendet, die die Arbeitspflicht für alle neben der Erziehung von Kindern in den ersten Lebensjahren einführen möchten. Und ich muss Dir sagen, dass ich genau dieses Argument für sehr bedenklich halte. Woher weißt Du so genau, dass unsere Gesellschaft, so wie sie jetzt ist, nicht unter anderem genau deshalb so gewalttätig und vor allem ignorant gegenüber den immer schlimmer werdenden Zuständen ist, weil Mütter (auch durch den anerzogenen patriarchalen Leistungs- und Arbeitsfetisch) gezwungen werden, ihre Säuglinge bei fremden Menschen abzugeben, um für das kapitalistische System weiter ausbeutbar zu sein, anstatt dafür zu sorgen, dass ihre Säuglinge eine sichere Bindung, also das Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Anerkennung ihrer Bedürfnisse erhalten?
Hast Du Dich schon mal mit der Entwicklunspsychologie der ersten Jahre beschäftigt? Ich kann hier z.B. eine Hausarbeit empfehlen, die sich mit prä- und postnatalen Krisen befasst. Siehe vor allem Seite 8 (2.3 Postnatale Krisen: Erstes Lebensjahr).
http://www.pauladiederichs.de/veroef...her_Krisen.pdf
Meaney ist nicht der einzige Forscher, der nachgewiesen hat, dass Krisen im ersten Lebensjahr - wozu auch ungewollte, wiederholte Trennungserlebnisse gehören - zu einer frühen und starken Störung des noch sehr empfindlichen Stress-Systems des Säuglings führen können, wodurch Menschen im späteren Leben mit Stresssituationen wesentlich schlechter umgehen können.
Ich möchte jetzt nicht falsch verstanden werden. Nicht dass ich Mütter, die während der ersten Jahre ihrer Kinder zum Arbeiten gezwungen werden oder dies aus eigener Entscheidung tun, als böse oder unmenschlich verurteile. Dennoch, meine ich, sind Kinder in den ersten Lebensjahren so empfindlich, dass ich dafür plädiere, sie nicht zu früh wegzugeben. Und wer jetzt sagt "Ach was, hat mir auch nicht geschadet, ist ja nix passiert", der oder die sei daran erinnert, dass dieses "Ach was", also ein Übergehen von Bedenken und Befindlichkeiten, eine Parallele in dem Verhalten hat, das unsere ´Eliten´ dem ´Fußvolk´ gegenüber haben. Bedenken und Befindlichkeiten sind uninteressant, werden nicht gewürdigt, geschweige denn wahrgenommen - man ist es ja schon so lange so gewohnt ...
06.02.2007, 20:38 #15
Ja, dieses Argument wird gern von denjenigen verwendet, die die Arbeitspflicht für alle neben der Erziehung von Kindern in den ersten Lebensjahren einführen möchten.
Ich glaube, wir werden uns da nicht einigen können. Es gibt auch in den skaninavischen Ländern keine Arbeitspflicht für alle, sondern die meisten Frauen dort wollen arbeiten und sehen in einer Familiengründung auch kein Hindernis, weil sie wissen, dass ihre Kinder trotzdem gut versorgt sind. Außerdem weiß ich nicht, inwieweit du dich mit der Geschichte der neueren Frauenbewegung (so ca. ab 1968) auseinandergesetzt hast, vielleicht wüsstest du dann auch, dass in den 50-er Jahren es noch ein Gesetz gab, das vorsah, dass verheiratete Frauen nur mit Zustimmung ihres Ehemanns überhaupt arbeiten durften. Daher ist es schon allein ein zivilisatorischer Fortschritt, dass wir überhaupt arbeiten dürfen ohne jemanden um Erlaubnis fragen zu müssen. Aber auch dieses heute völlig selbstverständliche Recht musste wie viele andere Rechte erst erkämpft werden, so unglaublich das auch aus heutiger Sicht klingt.
Hast Du Dich schon mal mit der Entwicklunspsychologie der ersten Jahre beschäftigt? Ich kann hier z.B. eine Hausarbeit empfehlen, die sich mit prä- und postnatalen Krisen befasst.
Nicht sehr ausführlich, ich weiß nur, dass es da unterschiedliche Ansichten gibt. Die Meinung, dass eine Betreuung außer Haus oder durch andere Personen als den leiblichen Eltern dem Kleinkind generell schaden, ist jedenfalls nach dem heutigen Stand der Wissenschaft überholt. Genauer damit befasst hat sich Prof. Lieselotte Ahnert, sie führt in einer Zusammenfassung ihrer Forschungsarbeiten z.B. aus:
Kleinkinder in familiärer und außerfamiliärer Betreuung: Entwicklungskonsequenzen
Forschungsarbeiten über die Folgen außerfamiliärer Betreuungserfahrungen von Kleinkindern haben immer wieder gezeigt, dass eine außerfamiliäre Betreuung kein Entwicklungsrisiko darstellt, wenn sie den üblichen Qualitätsstandards entspricht, und dass außerfamiliär betreute Kinder sich damit prinzipiell nicht anders entwickeln als Kinder, die ausschließlich zu Hause betreut werden. ...
Unsere eigenen Forschungsarbeiten gehen dabei von der Tatsache aus, dass Kleinkinder in außerfamiliärer Betreuung nicht etwa bei Tagesmüttern, in Kindertagesstätten oder Kindergärten anstatt zu Hause aufwachsen. Um außerfamiliäre Betreuungseffekte auf die kindliche Entwicklung überhaupt abschätzen zu können, müssen deshalb die außerfamiliären und familiären Anteile der gesamten Betreuungsökologie aufeinander bezogen werden. ...
Noch einmal, sie geht bei ihren Forschungsarbeiten davon aus, dass die Kleinkinder zuhause aufwachsen und nicht ausschließlich außerfamiliär betreut werden.
Mehr zu ihren Forschungsarbeiten hier:
http://www.lieselotte-ahnert.de/sets/set_forsch.htm
Ich hatte nicht unbedingt von Betreuung schon im ersten Lebensjahr geredet. Im ersten Jahr finde ich es auch besser noch nicht auf eine außerfamiliäre Betreuung zurückzugreifen. Aber selbst in dem Alter ist es wahrscheinlich noch kein traumatisierendes Erlebnis, wenn mal die Großeltern oder eine andere Person für einige Stunden auf das Kind aufpasst. ;)
07.02.2007, 12:16 #16
Weißt Du, ich glaub, so weit sind wir gar nicht voneinander entfernt. Selbstverständlich bin ich absolut dafür, dass Frauen das Recht auf Selbstentfaltung nicht abgesprochen wird, wie es Jahrtausende gemacht wurde (deshalb mein Hinweis aufs Patriarchat) - wie sollte ich auch nicht! Dennoch denke ich, dass sich da eben auch etwas mit dem uns anerzogenen kapitalistischen Arbeits-Fetisch (ein Mensch ist nur etwas wert, wenn er arbeitet) vermischt, wenn man davon überzeugt ist, Selbstentfaltung ließe sich nur mittels eines Jobs leben, weiterentwickeln und erhalten. Ich zumindest kenne da noch ein paar andere Dinge ...
Letztendlich geht es mir darum, dass jede Frau für sich selbst entscheiden können darf, ob sie "nur" ihre Kinder betreuen möchte oder ob sie dazu auch noch arbeiten will. Und ich finde, beides ist unterstützenswert, sowohl finanziell als auch politisch und moralisch. Warum sollte man einer Frau, die es als befriedigend empfindet, sich ihren Kindern zu widmen (zumal wenn sie dazu noch eigene Interessen entwickelt hat, die sich nicht unbedingt in einem "Job" niederschlagen müssen, und diesen auch nachgehen kann) und diese auch aufwachsen zu sehen, und die aus diesem Grund auf eine aushäusige Arbeit verzichtet, die Unterstützung versagen. Dieser Punkt bleibt für mich unverständlich.
07.02.2007, 16:44 #17
Warum sollte nur die Frau entscheiden, ob sie zuhause bleibt und nicht auch der Mann? Das hört sich trotzdem alles für mich sehr idealisiert an, als wäre die Gesellschaft schon so frei, dass jeder und jede ohne dass es wiederum irgendwelche nachteiligen gesellschaftlichen Konsequenzen nach sich ziehen könnte, frei entscheiden kann, bzw. sich auch wieder frei umentscheiden kann. Soweit sind wir aber noch nicht, dazu bedarf es alle tradierten Rollenmuster über Bord zu werfen.
Auf der anderen Seite stimmt natürlich, dass uns ein kapitalistischer Arbeitsfetisch anerzogen wurde, aber ich merke auch, dass ich auch Aufgaben brauche, die mich geistig und intellektuell fordern und wenn ich damit Geld verdienen kann, warum nicht? Alles hat immer zwei Seiten und es gibt viele Arten sich zu verwirklichen. Besser fände ich natürlich auch, wenn Arbeit und Einkommen weitgehend entkoppelt werden, das würde auch dem kapitalistischen Arbeitsfetisch ein Stück weit den Boden unter den Füßen wegziehen. Aber auch wenn es irgendwann ein BGE geben sollte, glaube ich nicht daran, dass es jemals wesentlich höher liegen wird als der heutige Hartz IV-Satz und der reicht bekanntlich nicht zu einem guten Leben. ;)
07.02.2007, 18:57 #18
Das hört sich trotzdem alles für mich sehr idealisiert an, als wäre die Gesellschaft schon so frei, dass jeder und jede ohne dass es wiederum irgendwelche nachteiligen gesellschaftlichen Konsequenzen nach sich ziehen könnte, frei entscheiden kann, bzw. sich auch wieder frei umentscheiden kann. Soweit sind wir aber noch nicht, dazu bedarf es alle tradierten Rollenmuster über Bord zu werfen.
Trotzdem? Trotz was.
Hab ich behauptet, dass wir schon so weit wären?
08.02.2007, 00:10 #19
Es hört sich eben ein bißchen so für mich an. Aber ich denke auch, dass wir nicht wirklich so weit auseinander liegen. Du strebst sicher nicht die klassissche Hausfrauen- und Mutterrolle der 50-er Jahre an und ich nicht ein ausschließlich ein auf Leistung und Konkurrenzdenken basierendes Ellenbogendenken. Letzendlich wünschen wir uns beide mehr persönliche Entscheidungsfreiheit unabhängig von gesellschaftlichen Zwängen. Ich glaube so kann ich die Diskussion mit dir auch gut stehen lassen, die ich im übrigen sehr spannend fand.
08.02.2007, 14:23 #20
Du strebst sicher nicht die klassissche Hausfrauen- und Mutterrolle der 50-er Jahre an und ich nicht ein ausschließlich ein auf Leistung und Konkurrenzdenken basierendes Ellenbogendenken. Letzendlich wünschen wir uns beide mehr persönliche Entscheidungsfreiheit unabhängig von gesellschaftlichen Zwängen.
Sehe ich auch so. Nur-Hausfrau-und-Mutter-Rolle war nie mein Ding, da hab ich mich vielleicht auch falsch ausgedrückt. Außerdem muss ein Job, den ich gern mache, so gestaltet sein, dass ich als ganzer Mensch involviert bin und außerdem noch genügend Zeit für anderes Leben (vor allem für Information, was abgeht, im Staate) übrig lassen - und nicht nur dazu taugen, Kohle ranzuschaffen, damit ich meine Existenz sichern kann. Leider sind die meisten Jobs in diesem System aber völlig vom Menschen entfremdet und allein dazu geschaffen, Arbeitskraft auszusaugen und Mehrwert/Profit zu erzeugen. Die Arbeitsbedingungen werden immer schlimmer. Glück hat, wer eine Arbeit findet, bei der er/sie sich wohl fühlt und die ihm/ihr noch Luft zum Atmen lässt. Das ist meist aber nur bei Freiberuflichkeit, wenn sie denn funktioniert, der Fall.
Ich glaube so kann ich die Diskussion mit dir auch gut stehen lassen, die ich im übrigen sehr spannend fand.
Geht mir auch so. Bis demnächst ...
08.02.2007, 15:53 #21
Das ist meist aber nur bei Freiberuflichkeit, wenn sie denn funktioniert, der Fall.
Da hängt es genauso vom Markt, Angebot und Nachfrage ab, was die Auftraggeber so zahlen. Ich kann mir zwar meine Arbeitszeit momentan selber einteilen, trage aber auch selbst das volle Risiko und auch finaziell springt momentan zumindestens noch zu wenig raus, so dass ich immer noch ergänzend ALG II erhalte, auch wenn das nur noch Minimalbeträge sind.
In dem Sinne, bis demnächst ...
08.02.2007, 17:25 #22
Diesen sollte Eva Herrmann erst einmal ohne die Millionen der Ex Ehemänner und Talkshow im Alter mit 345,--€ bestehen. Das ist für mich eine Person, die weder am Herd noch sonst in der Welt der Ehefrauen und Müter sich zurecht finden würde.Sie kann nur durch gute Verbindungen mit und durch die Medien glänzen.
Wie sieht dann das Leben einer Hausfrau und Mutter , die bewußt Ihre Kinder großgezogen und unterstützt hat aus? Sie hält dem Mann den Buckel frei damit er arbeitet und erzieht die Kinder leidet wirklich ein kleines Wirtschaftsunternemen, als Krankenschwester, Lehrerin, Fahrerin, und und. Der Dank kommt dann, wenn die Kinder aus dem gröbsten raus sind und die Männer sich anderweitig orientiert haben. Meist oft, nachdem man deren Sorgen und Nöte auch noch geschluckt und mitverarbeitet hat. Diese Männer lassen sich nicht unterhaltsfähig nach der Scheidung rechnen und sind auf und davon. Die Kinder hat dann immer noch die Frau und betreut die Kinder weiterhin.
Ich weiß, wovon ich rede, habe 4 Kinder und davon haben alle 2 Berufe erlernt und stehen heute mit eignen Familien im Leben. Ich habe heute Sorgen- Demütigungen und werde durch HartzIV und Sozialamt - Rentenstelle hin und her geschoben und muß kämpfen, kämpfen, damit mir überhaupt das zum Leben notwendigste bezahlt wird. Ein Gerichtverfahren nach dem anderen. Alles was bleibt, ist Elend, Krankheit und Armut.
08.02.2007, 21:00 #23
patriarchalisch-kapitalistischen Arbeitsfetisch
15.02.2007, 09:41 #24
Gericht verbietet Diskriminierung älterer Arbeitnehmer
Frankreichs Arbeitslose wissen aus eigener Erfahrung wie die deutschen, dass die Suche nach einem neuen Arbeitgeber ab 40 oder 45 Jahren oft erfolglos bleibt. Dies wird ihnen bereits mit den Stellenangeboten in Erinnerung gerufen, in denen für die Bewerber ein Höchstalter angegeben wird. Mit dieser unzulässigen Praxis scheint sich die französische Justiz nicht mehr widerspruchslos abzufinden. Das Gericht von Lyon hat jetzt der Klage des 43jährigen Arbeitslosen Vincent de Rocher stattgegeben und ein richtungsweisendes "Premiereurteil" verhängt. Es verurteilte eine Rekrutierungsfirma zu einer auf Bewährung ausgesetzten Geldstrafe in Höhe von 500 Euros, weil sie ein Stellenangebot veröffentlichte, das nur für Bewerber zwischen 28 und 35 Jahren bestimmt war. Eine Vereinigung der Arbeitslosen (Apnée) hatte mit Hinweis auf die gesetzwidrige "Lebensalterdiskriminierung" gegen 40 Unternehmen Strafanzeige erstattet. Von den zwischen 55 und 65 Jahren alten FranzösInnen sind gegenwärtig nur noch 37 Prozent "berufstätig".
http://www.nrhz.de/flyer/suche.php?r...sort_menu=News
15.02.2007, 16:37 #25
Dazu hatte ich schon einen neuen Thread eröffnet:
http://www.elo-forum.org/verurteilun...ich-t8106.html
arbeit, altern
Weg zur arbeit !!!!!!! Der_Eisbaer ALG II 4 16.03.2006 21:19 | de |
q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
Astronomisches Objekt (entdeckt 1610) | WWOD? – Kiki Thaerigen | e13.de
16. Mai 2020 849 Aufrufe
Tag 137 von 366 – WWOD? What would Omi do? Ich frage mich manchmal, was wohl meine Großmutter zu dieser Pandemie und unseren hilflosen Maßnahmen gesagt hätte. Sie war die ewige Optimistin, obwohl sie, zumindest bis fast in ihre Fünfziger, durch die allerdunkelsten Zeiten des vergangenen Jahrhunderts gegangen ist. Sie hätte jedenfalls keine Masken genäht; soweit ich weiß, hat sie nie andere Handarbeiten außer Stricken oder meinetwegen noch Häkeln betrieben. Sie war um Längen ungeduldiger als selbst ich es bin, sie war die Meisterin der Improvisation und Spontaneität, äußerst durchsetzungsstark und das, was man gemeinhin als ‚findig‘ bezeichnet: Sie sah keine Probleme, nur Lösungen. Wahrscheinlich wird man so geboren, oder aber es bleibt nicht aus, wenn man im ersten Weltkrieg und mit acht Geschwistern im Ruhrgebiet aufwächst. Ich wünschte, ich hätte ein paar Eigenschaften mehr von ihr mitgekriegt. Aber ich muss mich mit einem Übermaß an Ungeduld und Kreativität begnügen, wie der Rest ihrer Kinder und Enkelkinder auch. Nun.
Ich habe Mama Bär den #rpRemote Bohemian Rhapsody Clip gezeigt und erklärt, wie der so zustande kam und warum. Sie möchte gern nächstes Jahr mit auf die #rp, wenn es denn wieder eine geben sollte (ich finde ja schon die Aussicht auf diesen August geradezu irre). Sie findet alle TeilnehmerInnen ganz fabelhaft und die Idee auch und hat mir fast Lust auf Leute treffen gemacht. Fast.
Ich geh’ da nicht raus, draußen ist Lava. Diese Pandemie unterstützt meine ohnehin im Übermaß vorhandene, natürliche Tendenz, den direkten Kontakt zu Menschen so weiträumig es irgend geht zu umgehen. Das ist nicht gut, das weiß ich auch. Ich muss mich ernsthaft dazu zwingen, in dieses ‚Draußen‘ zu gehen und mich nicht in die Hecken und Häuserwände zu werfen, sobald mir jemand ohne Maske zu Fuß entgegenkommt oder mich mit dem Rad überholt. Hoffentlich ist das alles vorbei, bevor es pathologisch wird oder ich mir noch ’ne Katze zulege. (Haha, kleiner Scherz, ich kann Katzen nicht leiden.)
Trotzdem muss ich raus. Der Postshop (nicht der des Grauens™, sondern der nette und kompetente) hat einen neuen Mitarbeiter. Er will pflichtbewusst meinen Ausweis sehen, bevor er mir mein Paket mit dem Espressosortiment gibt, das ich neulich bestellt habe. Ich lache „wir kennen uns noch nicht“ und stelle mich vor. „Aber jetzt“ lacht er. Wir kämpfen beide mit den aufgrund der Masken beschlagenen Brillengläsern. Er ist jung, witzig, auf Zack und passt gut in die Crew; der Chef steht draußen, grinst und raucht, seine Maske baumelt ihm unterm Kinn.
Auf der Straße bin ich die Einzige, die eine Maske trägt. Ich könnte sie natürlich jetzt abmachen, aber ich hab’ die Arme voll und keine Hand frei und es ist ja nicht weit bis nach Hause. Jeder, dem ich begegne, starrt mich an wie ein Alien. Ich starre zurück, die Aliens gucken weg.
Ich bin nicht bereit für die Apokalypse. Ich habe kein Interesse an Zerstörung, kann keinen Zauber darin entdecken, die Welt in Flammen aufgehen zu sehen. Ich gucke keine Weltuntergangsfilme, ich habe nichts als Verachtung für solche Filme oder Games, in denen man raubend, mordend und plündernd mit bizarren Waffen durch die Welt zieht um sich zu nehmen, was man will oder, um eine Freigabe für Kinder ab 0 zu kriegen und dem Studio höhere Profite einzubringen, um „die Welt zu retten“. Ich frage mich, was das für kranke, gestörte, kaputte Typen sind, die solche Spiele spielen und mit Lust solche Filme gucken. Hab’ ich mich schon immer gefragt. Für solche Leute bin ich ein Opfer, solche Leute sind für mich Irre. And I’ll gladly die on that hill. (don’t @ me, just unfollow me, ge the fuck away from me, thanks)
Facebook kauft für 400 m$ Giphy, den GIF-Integrationsservice, der auch von Twitter genutzt wurde oder wird, und will ihn mehr in Instagram integrieren. Nebenbei kauft Facebook damit auch sämtliche Metadaten der Nutzer, die GIFs in ihren Tweets genutzt haben oder nutzen, um sie durch Trackingpixel besser quer durchs Web verfolgen zu können und besser zu verstehen, welche Apps die User auf ihren Geräten nutzen. It’s all about sales, dummy. Facebook ist kein Social Network sondern ein Datenmakler.
Ich nutze die GIF-Funktion auf Twitter ohnehin eher spärlich und lösche meine Tweets mit GIF (und auch YouTube Videos) seit jeher darin relativ zeitnah wieder. Zum einen, weil Reaction-GIFs inflationär von allen genutzt werden und man eh schon alle kennt (wenn ich noch einmal die Frau in dem grünen Top sehen muss, die ihren Kaffee durch die Gegend prustet, beiße ich in die Auslegeware). Zum anderen, weil ich sowieso lieber meine eigenen Zeichnungen poste. Wenn jemand über mein Twitterprofil stolpert und sich durch meine Medientweets klickt, soll er oder sie nicht erst durch Kilometer von GIFs und YouTube Videos waten müssen, sondern einen schnellen Eindruck über meinen Zeichenstil bekommen. Twitter ist schließlich auch für mich eine Plattform für Eigenwerbung und Kundengewinnung und wenn ich da mal von mir auf andere ZeichnerInnen schließe, dann scrolle ich mich nicht stundenlang durch deren GIF-Sammlungen um irgendwann einmal auf ihre eigenen Arbeiten zu stoßen. Chance vertan.
Und Instagram wird damit dann wohl auch komplett uninteressant. Mal schauen, ich folge dort ja zu 99% nur KünstlerInnen, hoffentlich verzichten die auf den Mist. Und ich bin gespannt, wie lange sich Twitter noch hält.
In dem Espressoprobierpaket lagen auch ein paar E.S.E. Pads für La Bella Macchina (nicht zu verwechseln mit Senseo-Pads). Ich probiere „Lucaffé Mr. Exclusiv“ und bin überrascht. Dass der Shot kaum créma hat ist klar bei 100% Arabica, und bei solchen Fertiglösungen wie Pads, Kapseln etc. nicht anders zu erwarten. Aber dass da doch noch so viel Aroma rauskommt, das ist schön. Das wird sicher keine Lieblingssorte (zu süß, zu weich), aber ich hatte wirklich nichts erwartet und bin daher erfreut.
Das Lucaffé-Maskottchen bzw. die Werbefigur, ein auf einem Bein tanzender, lachender, barfüßiger Schwarzer mit Kaffeetasse in der Hand, finde ich zwar schön illustriert vom Stil her, allerdings inhaltlich ein Ideechen problematisch. Sagen wir so: Der Sarotti-Mohr entstand 1915 und ist seit geraumer Zeit zu Recht in der historischen Versenkung verschwunden. Lucaffé hingegen wurde 1996 gegründet. ’nuff said.
Ich hab’ meinen Hut immer noch nicht wiedergefunden. Stehe kurz davor, mir einen neuen zu kaufen, aber das wäre die Garantie dafür, dass der alte umgehend wieder auftaucht. Dann hätte ich zwei, das ist ja auch Quatsch. *seufz* | de |
q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
Astronomisches Objekt (entdeckt 1610) | STAR WARS: The Old Republic - EU Benachteiligung gegenüber US - Page 8
12.14.2011 , 07:24 AM | #71
Es geht hier nicht um den Inhalt oder ab das gar stimmt was hier jemand schreibt. Sondern einfach nur das "ich schreibe einfach mal dagegen und beleidige den Vorschreiber"
12.14.2011 , 07:27 AM | #72
Die fangen heute übrigens um 08:00 Uhr CST an. Gestern war es 07:00 EST, repektive 06:00 Uhr CST.
Kanns irgendwie verstehen, dass die nicht jeden Tag um 6 Uhr mit den Wellen anfangen wollen, zumal sicherlich auch Vorlauf nötig ist.
cryersown
12.14.2011 , 07:34 AM | #73
Ich finde 15 Uhr trotzdem sehr spät. Außer man haut nun alle 30 Minuten Wellen heraus und kommt mal in der "Liste" voran. Gleichzeitig werden die Job-/Uni-/Schulheimkehrer ja auch wieder einloggen, wenn sie gestern den Zugang schon freigeschaltet hatten. Man darf also gespannt sein, ob der schöne Plan die Server nicht zu sehr belasten zu wollen, tatsächlich aufgeht, ob heute weitere Server dazu kommen und wie schnell heute Wellen kommen. Weitere vier Wellen wären nämlich echt ein schlechter Scherz.
12.14.2011 , 07:54 AM | #74
Quote: Originally Posted by cryersown
... Gleichzeitig werden die Job-/Uni-/Schulheimkehrer ja auch wieder einloggen, wenn sie gestern den Zugang schon freigeschaltet hatten...
Na, ich geh mal davon aus, das der Schüler mal erst seine Hausaufgaben macht, der Student für die Uni lernt, und der Jobheimkehrer sich erstmal um seine Familie kümmert...
12.14.2011 , 07:59 AM | #75
12.14.2011 , 08:00 AM | #76
richten tut
12.14.2011 , 08:01 AM | #77
und was macht der Urlauber?
Nein ich habe mir nicht xtra urlaub genommen
12.14.2011 , 08:13 AM | #78
Wartungsarbeiten Wochentags von 13-19 uhr? wo ist da das Problem?
Achso, ihr müsst da nicht arbeiten? Tjo, pech würd ich sagen. | de |
q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
Astronomisches Objekt (entdeckt 1610) | datenschutz | Inst-IT
inst-it news 2020
inst-it news 2019
datenschutzInstITadmin2019-12-13T01:51:33+02:00
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q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
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Prof. Avihai Danon von der Abteilung Pflanzen- und Umweltwissenschaften und Prof. Uri Alon von der Abteilung Molekulare Zellbiologie am Weizmann Institute of Science haben getestet, ob die Photosynthese proportional zur Sonnenlichtintensität gleichmäßig zunimmt. Zu ihrer Überraschung sahen sie ein "Hin und Her"-Muster, vergleichbar mit dem menschlichen Blinzeln. Anstatt bei ansteigendem Licht stetig zu steigen, stieg die Fluoreszenz der Arabidopsis thaliana (Acker-Schmalwand) bei jedem Schritt für kurze Zeit an und fiel dann wieder auf das ursprüngliche Niveau zurück. Jedes Mal war die Spitze
kleiner als im vorherigen Schritt. "Pflanzen behandeln die Photosynthese auf eine vorsichtige Art und Weise, die kurzfristig die Effizienz für die langfristige Stabilität einschränkt", sagte Danon. "In gewisser Weise" erfasst "die Photosynthesemaschinerie die Umgebung und nimmt rasch Änderungen an der Menge an Licht vor, bevor die Situation außer Kontrolle gerät, anstatt ihre Aktivität unkontrolliert zu steigern, bis sie Schaden erleidet." (israel21c, sciencedirect) EL
Weiße Blutkörperchen im Zusammenhang mit Allergien und Asthma können genutzt werden, Krebszellen zu zerstören. Das zeigt eine Studie für Mikrobiologie und klinische Immunologie von Prof. Ariel Munitz von der
Sackler School of Medicine der Universität Tel Aviv. "Eosinophile sind weiße Blutkörperchen, die stark destruktive Proteine ausscheiden", sagte Munitz. "Sie haben möglicherweise eine evolutionäre Rolle bei der Bekämpfung von Parasiten gespielt. Aber jetzt, wo die meisten Menschen, besonders im Westen, gute Hygiene mit wenig Parasiten genießen, sind die Eosinophilen zu zerstörerischen Wirkstoffen geworden, die Allergien und Asthma verursachen. Unsere neue Forschung hat die Theorie aufgestellt, dass Eosinophile, da sie Parasiten abtöten und Lungenschäden bei Asthmapatienten verursachen können, eine Rolle bei der Krebsbehandlung spielen und Tumorzellen abtöten könnten." Das größte Eosinophilen-Reservoir befindet sich im Verdauungssystem, weshalb die Forscher ihre Theorien zum Darmkrebs testeten. In der ersten Forschungsphase wählten sie Proben von Tumoren von 275 Patienten aus, um die Anzahl der Eosinophilen in einem Tumor im Vergleich zum Stadium und der Schwere der Erkrankung zu bestimmen. "Wir fanden heraus, dass die Erkrankung umso geringer ist, je mehr Eosinophile im Tumor vorhanden sind, was eine eindeutige Korrelation darstellt", sagte Munitz. Verschiedene Mausmodelle für Darmkrebs zeigten, dass Eosinophile starke Antitumoraktivitäten aufweisen und Tumorzellen direkt abtöten können. "Wir haben auch herausgefunden, dass Eosinophile, wenn sie durch ein Protein namens IFN-gamma aktiviert wurden, eine noch stärkere Tumorabwehrreaktion induzierten", erklärte Munitz. (israel21c) EL
Bis zu 1 Mio. israelische Internetseiten, darunter auch von großen Banken und Telekommunikationsunternehmen, wurden gehackt. Die betroffenen Seiten waren nur für kurze Zeit offline und wurden durch den Text "Jerusalem
ist die Hauptstadt von Palästina #OpJerusalem" ersetzt. Ran Bar-Zik, ein Entwickler von Verizon Media, half, den Cyberangriff zu stoppen. Er kritisierte die Nutzer wegen ihrer "unglaublichen Fahrlässigkeit in Bezug auf Warnungen, die in der letzten Zeit ausgegeben wurden." Er fügte hinzu: "Der Staat Israel, die Cyber-Nation, kam noch gut davon. Die Hacker hätten statt bloßen Vandalismus Schäden in Milliardenhöhe verursachen können." (Israelheute) KR
Die Jerusalem Post berichtete auf Seite 1 von einem Felsbrocken, der vor 35 Jahren aus der Wüstenfestung von Massada im Süden des Landes gestohlen worden war. Am Dienstag traf das Päckchen mit der simplen Anschrift "Mount Masada, Southern Israel" bei Offiziellen der touristischen Stätte ein. "Ich nahm diesen Felsen von der Festung Massada, als ich vor 35 Jahren ein junger,
dummer Reisender war", schrieb der anonyme Absender aus Neuseeland. "Ich möchte mich jetzt entschuldigen und das Stück an seinen rechtmäßigen Ort zurückschicken, da ich seine historische und spirituelle Bedeutung erkannt habe. Tut mir sehr leid. Shalom." Das Paket war 2016 abgeschickt worden und traf Ende Februar 2019 an seinem Bestimmungsort ein. Der Arbeiter, der den Brief erhielt, sagte in seinem Bericht, es sei aufregend gewesen, das Paket in Empfang zu nehmen, demonstriere dies doch, dass es immer noch Menschen mit moralischen Werten gebe. Jede Medaille hat aber auch seine Kehrseite. Die Geschichte wirft ein recht negatives Licht auf die Qualitäten der israelischen Post, die das Paket erst nach dreijähriger Irrfahrt auslieferte. (tachles, JPost) TS
Vor zwei Monaten ist der neue Flughafen im südlichen Israel offiziell eröffnet worden - jetzt wurden die ersten internationalen Linienflüge abgefertigt. Ryanair FR1916 kam zuerst aus dem polnischen Poznan am "Ilan and
Asaf Ramon International Airport" (ETM) an (hier auf Flightradar24.com), kurze Zeit später folgte eine weitere Maschine der Billig-Airline aus Prag. Der neue Flughafen von Eilat wird die zivilen Flüge des City-Airports in Eilat (von wo aus fast ausschließlich Inlandsflüge abgefertigt werden) und des Militärflughafens Uvda bündeln. (Austrianaviation) KR
Das Königreich Jordanien und Israel unterzeichneten eine Vereinbarung zur Erhöhung der Quote der jordanischen Hotelangestellten, die täglich zur Arbeit nach Eilat fahren. "Daily Jordanian Hotel Workers" ist ein Projekt, das wirtschaftliche und soziale Zusammenarbeit verbindet. Damit erhöht sich die tägliche Quote der Jordanier, die in der Hotelbranche von Eilat arbeiten, um 500 zusätzliche Arbeiter auf 2.000. (gov.il) EL
Die anti-israelische Boykott-, Divest- und Sanktionsbewegung (BDS) erlitt einen Rückschlag, als Papst Franziskus die Investition von Geldern des Vatikans in israelische Startups genehmigte. Ein Vertreter des
Investmentfonds des Vatikan, Dickson Doll, sprach auf der Investorenkonferenz Axis Tel Aviv und diskutierte mit einer Reihe israelischer Unternehmen über Investitionsmöglichkeiten. Zu den örtlichen Startups, die vom Vatikan angesprochen wurden, gehörte Air Doctor Ltd. Mit der Online-Plattform können Benutzer von überall her professionelle medizinische Hilfe rufen. Auf der Liste standen auch FruitSpec, mit dem Landwirte genau die Ernteerträge vorhersagen können, und EyeControl, ein System, das Menschen mit ALS und anderen schwächeren Erkrankungen die Kommunikation mit Angehörigen ermöglicht. (Israelheute) TS
Bis 2030 wird es mehr als 125 Mrd. IoT-Geräte ("Internet of Things") geben - eine innovative Technologie, die alles um uns herum mit dem Internet verbindet. AutoTel - אוטותל hat Autos, die Sie wissen lassen, wo sie geparkt sind, Prisma Photonics macht Straßen und Stromleitungen intelligent, und Quickwy bietet eine schnelle mobile Self-Checkout-Funktion in den Geschäften. Die IoT-Szene ist so groß, dass Investoren aus aller Welt neue israelische IoT-Startups prüfen und Forschungs- und Entwicklungszentren in Israel einrichten. (israelmfa) EL
Die israelische Regierung hat am 1. Januar 2019 den Milch-Markt für Importe geöffnet. Bereits im Oktober zuvor unterzeichnete die israelische Regierung eine Vereinbarung mit Landwirten, die die Milchindustrie in den
nächsten 10 Jahren regeln wird. Während die Vereinbarung eine Senkung der Einfuhrzölle vorsieht, wird auch ein Rückgang der Rohmilchpreise erwartet. Der Milchviehhalter Jonathan Amir ist skeptisch: "Unsere Regierung will uns wettbewerbsfähiger machen, indem wir Importen die Türen öffnen. Ich glaube nicht, dass sie uns schaden wollen, aber wir sind besorgt über eine Flut von Billigimporten, die unsere eigenen Preise schädigen." (dairyglobal) KR
Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer, ist mit SPD-Bundestagsabgeordneten zu einer sechstägigen Delegationsreise der Friedrich-Ebert-Stiftung nach Israel und in die palästinensischen Gebiete gereist. Bei der
Reise sollte es um wirtschaftliche Fragen gehen. Israel sei derzeit eines der spannendsten Startup-Ökosysteme weltweit, so Schweitzer. Wer verstehen wolle, wie Israel innerhalb weniger Jahre zu einer "Startup Nation" wurde, müsse den intensiven Austausch vor Ort suchen. "Führende deutsche Unternehmen setzen bereits heute auf die israelische Ideenschmiede. Deutsch-israelische Kooperationen sollten künftig weiter ausgebaut werden." (pfalz) KR
Eine Unternehmer-Delegation aus Nordrhein-Westfalen ist in Israel unterwegs. Auch Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) traf in Tel Aviv ein. Beim Abendessen erzählten die Besucher dem Minister von einer Reise
nach Be'er Scheva, einem einstigen Beduinendorf in der Negev-Wüste. Die dortige Ben-Gurion-Universität ist die Keimzelle des digitalen Wirtschaftswunders, das Israel gerade erlebt. In unmittelbarer Nähe arbeitet auch die bei Hackern berüchtigte Einheit 8200 der israelischen Armee, die als Pendent zur amerikanischen NSA gilt. Der "Unit 8200" sagt man nach, sie sei mitverantwortlich für den Computervirus Stuxnet, der 2010 dafür sorgte, dass sich Uran-Zentrifugen selbst zerlegten und damit das iranische Atomprogramm um Jahre zurückwarf. Diese Nähe von Militär und Forschung ist seit einigen Jahren für IT-Giganten aus aller Welt so attraktiv, dass sie Teile ihrer Forschungs- und Entwicklungsabteilungen nach Israel ausgelagert haben. (wdr) KR
Der Psychologe Sivan George-Levi der Bar-Ilan-Universität in Ramat Gan hat in einer Studie zahlreiche Paare zu ihren Erwartungen an Partner und Beziehung befragt - und zu ihrer Zufriedenheit in der Partnerschaft. Die Teilnehmer waren über 50 und alle bereits seit mehr als 20 Jahren zusammen. Seine Erkenntnis: Der maßlose Anspruchstyp, für den kein Partner gut genug ist, und der unterdrückte
Typ, der sich selbst für viel zu schlecht hält, sind in ihrer Beziehung meist unglücklich und machen auch ihre Partner nicht glücklich, während Menschen, die viel von ihren Partnern erwarten und das für selbstverständlich halten, sowohl sich, als auch ihre Partner glücklich machen. (brigitte) KR
Ganz langsam bahnt sich der Frühling seinen Weg... wer auf der Suche nach Songs ist, um sich bereits auf die wärmere Jahreszeit einzustimmen, kann mit der neuen App #Shiri, kostenfrei mehr als 40.000 israelische Lieder hören. (israelzwischenzeilen, jpost) EL
Ausgerechnet während des Pessachfestes im April, an dem die Juden des Auszugs aus Ägypten unter Moses und der biblischen Plagen gedenken, soll Israel von einer riesigen Heuschreckenplage getroffen werden. Denn gewaltige Heuschreckenschwärme hätten sich in den letzten Monaten im Nahen Osten und in Nordafrika gebildet. Nun warnen Experten der UNO davor, dass die "Locust-Pest", wie die Plage auf Englisch heißt, vom Roten Meer kommend, sich möglicherweise über ganz Israel verbreiten könnte. Die
BBC berichtete 2013 von einer kleineren Plage in Israel, wobei man dort eine ungewöhnliche Methode gefunden habe, die Heuschrecken abzuwehren. Vor allem jemenitische Juden betrachten die laubfressenden Fluginsekten gegrillt als eine Delikatesse, wie man ihren Kochbüchern entnehmen kann. (twittersmash, Fokus) TS
In Lesbos gibt es eine israelische Schule für syrische, iranische, irakische und afghanische Flüchtlinge. H., 20 Jahre, ist aus Aleppo. Er lebt in einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos als einer von 60.000 syrischen Flüchtlingen in Griechenland, von denen 14.000
auf den griechischen Inseln leben. Er erzählt: "Mein ganzes Leben lang, während meiner ganzen Kindheit in syrischen Schulen, wurde mir beigebracht, dass die Israelis der Feind sind. Als ich mich der griechischen Küste nähere, sah ich als Erstes den Davidsstern auf den Hemden der Israelis, sie halfen mir aus dem Wasser raus und stellten mich auf den Boden." Die Helfer von IsraAID und Hashomer Hatzair kamen 2015 auf die Insel, als täglich Tausende von Menschen ankamen. Heute sind die Israelis die letzte organisierte Einrichtung, die humanitäre Hilfe auf der Insel leistet, neben einem von der Europäischen Union und den griechischen Behörden finanzierten Gemeinschaftszentrum für Einzelpersonen. Der israelische Einsatz ist Teil eines Plans zur Revolutionierung des Konzepts von "Tikkun Olam" und der jüdischen Freiwilligenarbeit auf der ganzen Welt. (ynet) EL
1959 wurde er in Jerusalem geboren. Er diente sechs Jahre in der Fallschirmjäger-Brigade der israelischen Armee (1977-1983). Danach studierte er Informatik und BWL an der Hebräischen Universität Jerusalem. 1988
gründete er eine auf Antivirus-Software spezialisierte Softwarefirma. Und in diesem Bereich verdiente er auch sein Geld. Rund 10 Jahre war er Bürgermeister von Jerusalem: Nir Barkat, der auf der Likud-Liste weit oben steht, ist laut einer aktuellen Meldung von Forbes Israel mit einem geschätzten Vermögen von NIS 500 Mio. der reichste Politiker Israels. Das wäre keine Meldung wert, wenn wir ILI- Redakteure nicht selbst in Jerusalem erlebt hätten, wie tiefenentspannt sich Nir (damals noch als Bürgermeister auf einem Stadtfest) mit allen Leuten unterhalten kann: Über Stress mit Behörden, Probleme mit dem Nahverkehr oder fehlende Hausnummern. Die einzigen beiden Uniformträgerinnen waren privat da. Selbst die politischen Gegner respektieren ihn. Barkat hat 2018 nicht mehr als Bürgermeister kandidiert: "Ich habe mich entschieden, dem Land auf nationaler Ebene zu dienen". Ein kluger, ruhiger, skandalfreier Realpolitiker mit einer gediegenen Bilanz: Nicht die schlechteste Voraussetzung für ein hohes Amt im Staat. (globes, haaretz) EL
Die Nachrichtenagentur Shehab berichtet, dass Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten eine Erklärung der Union der arabischen Parlamente ablehnten, in der gefordert wurde, den Normalisierungsprozess mit Israel zu stoppen. (mena-watch) EL
Eine vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzte Untersuchungskommission hat ihren Bericht zum "Großen Rückkehrmarsch" der Palästinenser und der israelischen Reaktion darauf vorgelegt. Wie nicht anders zu erwarten, wird der jüdische Staat schwerster Verbrechen bezichtigt, während die Dominanz von Terrorgruppen bei den Ausschreitungen in Abrede gestellt wird. (menawatch) KR
Arabische und muslimische Länder auf der ganzen Welt normalisieren zusehends ihre Beziehungen zu Israel. Überraschenderweise mehren sich die Hinweise aus dem Irak, dass das neue Regime in Bagdad, im Gegensatz zu dem Saddam Husseins, gewillt ist, sich mit Tel Aviv einzulassen. Über die gesamte Zeit hinweg gibt es keinen dokumentgestützten oder auch nur auf Anekdoten basierenden Beleg dafür, dass irakische Führer - egal ob unter der Monarchie, der Militärdiktatur oder dem baathistischen Regime - jemals eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel in Betracht gezogen hätten. (menawatch) KR
1961 war das Weltraumrennen zwischen den USA und der UdSSR in vollem Gange. Ben Gurion wusste, dass das Potenzial der UdSSR, den Himmel zu kontrollieren, eine echte Bedrohung für Israel darstellte, da die ägyptische Luftwaffe Zugang zu fortschrittlichen Technologien aus
Russland hatte. Gamal Abdel-Nasser, der damalige Präsident der Vereinigten Arabischen Republik (die Vereinigung von Ägypten und Syrien von 1958 bis 1961), hatte außerdem deutsche Raketenwissenschaftler - ehemalige Nazis - für das ägyptische Rüstungsprogramm rekrutiert und führte ein Waffenentwicklungsprogramm mit ballistischen Raketen durch. Da die Raketen jedoch nicht rechtzeitig zu den Feierlichkeiten des ägyptischen Revolutionstages bereit sein würden, "wurde beschlossen, ein paar kleine Raketen aus den USA zu kaufen und ihren Start als Erfolg für ägyptische Wissenschaftler im Bereich des Weltraums zu präsentieren." Ben-Gurion wurde vom Mossad darüber informiert und entschloss sich, "Nassers Donner zu stehlen", indem er die israelische Rüstungsentwicklungsbehörde Rafael beauftragte, eine Rakete zu bauen, die vor den Ägyptern ins All starten könnte. Innerhalb weniger Wochen war die Rakete fertig. Der Start fand am 5. Juli 1961 in Anwesenheit von etwa zwei Dutzend Personen statt, darunter Ben Gurion, Außenministerin Golda Meir und der stellvertretende Verteidigungsminister Shimon Peres (der Berichten zufolge den Namen Shavit, das hebräische Wort für "Kometen" wählte). Der Raketenstart wurde so fotografiert, dass Shavit viel größer als seine tatsächlichen 3,76 Meter wirkte und obwohl die Rakete dann in der 2. Stufe explodierte, war das Verteidigungsunternehmen mit der Leistung von Shavit 2 zufrieden: "Der Start von Shavit 2 war eine bedeutende Errungenschaft in einer Zeit großer Spannungen zwischen Israel und den arabischen Staaten. Ben Gurion erhielt Tausende von Telegrammen und Briefen, mit denen Israel zum Beitritt zur Weltraum-Ära beglückwünscht wurde." (israel21c) EL
1.) Top 10 der Inspirierendsten Frauen Israels
2.) 20 (weitere) beeindruckende Israelische Frauen, die man kennen sollte...
BDS ist bekanntlich eher was für linke NGOs aus Europa. Bei den Palästinensern selbst stehen israelische Produkte immer auf dem Tisch, wenn es was zu feiern gibt. Besonders beliebt ist Gil, ein von der israelischen Firma Tnuva hergestellter Joghurt. Peinlich nur, dass die Bilder des "Heldenfutters" bei Hamas-Politikern auf Facebook und anderen Medien immer wieder von aufmerksamen Israelis entdeckt werden. (heplev) EL
Der Journalist Dr. Nasser Al-Lahan, Chefredakteur der im Jahr 2005 in der Palästinensischen
Autonomiebehörde gegründeten Nachrichtenagentur Ma'an, sagte vor kurzem in einem Fernsehinterview, dass Israel derartig arrogant sei, dass irgendjemand noch aus Ärger eine Atombombe auf das Land werfen würde. Das Interview erschien am 16. Januar auf der Internetseite von Ma'an und wurde von MEMRI (Middle East Media Institut) übersetzt und veröffentlicht. In dem Interview sagt Nasser Al-Lahan, dass er nach dem Fall einer Atombombe auf Israel einen Artikel mit der Überschrift "Lo echpat li" schreiben werde. Übersetzt heißt dieser Satz: "Ist mir egal". (israelheute) KR
Am 12. Februar hat die Staatengemeinschaft den Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten begangen. Das ZDF verfasste einen
eigenen Beitrag zum Thema. Dazu verwendete die Redaktion unter anderem eine Grafik des Kinderhilfswerks "Terre des Hommes". Diese zeigt Länder in denen Kindersoldaten eingesetzt werden. Neben Afghanistan oder Sudan findet sich darin "Israel/Palästina" als betroffenes Land wieder. Via Twitter kritisierte die israelische Botschaft in Deutschland umgehend das ZDF. "Die Erwähnung Israels ist absurd und irreführend. In Israel gehen Menschen zur Armee, wenn sie erwachsen sind". Weiterhin forderte die israelische Vertretung in Berlin das ZDF auf, das Augenmerk deutlicher auf die Hamas zu richten, die Kinder als "Schutzschild missbraucht und in Ferienlager indoktriniert". Daraufhin entfernte das ZDF die entsprechende Grafik. Der Fall zeigt auf erschreckende Weise die Unkenntnis der europäischen Medien bezüglich des Gazastreifens und der Hamas. (audiatur) KR
Es ist immer wieder mehr oder weniger das Gleiche, und das leider schon seit vielen Jahren, was auch dazu geführt hat, dass sich diese Schema noch weiter verfestigt hat: ISRAEL wird regelmäßig immer wieder von Gaza aus angegriffen; etwas worüber wir in den Medien hierzulande frühestens dann etwas erfahren - sofern überhaupt - wenn Israel VERTEIDIGUNGSmaßnahmen ergreift. Dazu 2 aktuelle Beispiele aus Deutschen Medien:
Nachdem er im Zweitliga-Spiel seines FC Ingolstadt bei Union Berlin mit einer Roten Karte des Feldes verwiesen worden war, wurde der israelische Fußballer Almog Cohen von einem mutmaßlichen Union-Fan bei Twitter auf das
Übelste antisemitisch beschimpft. Sowohl der FC Ingolstadt, als auch der 1. FC Union Berlin verurteilten schnell diesen Tweet, zudem wurde die Polizei eingeschaltet. Union veröffentlichte anschließend eine Stellungnahme, in der es abschließend in Richtung der Fans heißt: "Der 1. FC Union Berlin bittet alle Unioner um Unterstützung im Kampf gegen jegliche Art von Diskriminierung. Union steht für Mitmenschlichkeit und Toleranz!" Almog Cohen bedankte sich bei Twitter für die Unterstützung, die ihm gegenüber nach dem Vorfall bekundet wurde: "Als jüdischer Fußball-Profi in Deutschland möchte ich nur sagen: Ich bin sehr stolz auf meine Abstammung und darauf, mein Land in der 2. Bundesliga zu repräsentieren und den FC Ingolstadt 04 als Kapitän anzuführen. Und das in einem Land, in dem ich seit neun Jahren lebe und das ich für seine Offenheit schätze. Vielen Dank für den großen Zuspruch in den vergangenen Stunden sowie die damit verbundene Unterstützung von allen Seiten". Almog Cohen ist israelischer Nationalspieler. Seine Bundesliga-Karriere begann er 2010 beim 1. FC Nürnberg. (twitter, union, sky, wikipedia) JG
Am und um den 14. Mai, wird wieder bundesweit der Israeltag gefeiert! Wir freuen uns, dass der Botschafter des Staates Israel, Jeremy Issacharoff, und der Präsident des Zentralrats der Juden, Dr. Josef Schuster, wieder die Schirmherrschaft übernommen haben!
A fast walk from Mamilla to the Western Wall in Jerusalem
The true face of Hamas's leadership
Hummus-Test
Die israelische Raumsonde "Beresheet" hat ein Selfie zur Erde geschickt. Auf dem Foto ist die israelische Flagge rund 37.600 Kilometer über der Erde zu sehen. Eine an der Außenseite der Mondsonde angebrachte Gedenktafel zeigt neben der Flagge auch die Schriftzüge "Am Israel Chai" (Das Volk Israel lebt) und "Kleines Land, große Träume". Das Bild wurde während einer langsamen Drehung der Sonde aufgenommen; im Hintergrund ist die Erde zu sehen. (JA) EL | de |
q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
Astronomisches Objekt (entdeckt 1610) | Wolf: Aktuelle Klimatechnik - Idziak GmbH Erkner Altersgerechte Bäder Sanitär Heizung Solar Alternativenergien | de |
q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
Astronomisches Objekt (entdeckt 1610) | Tagesprogramm Freitag, 21. Juni 2019
(Wdh. v. 01.06.2018)
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q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
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Einzelnachweise
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Astronomisches Objekt (entdeckt 1610) | Notebooks mit CPU-Fertigungsprozess: bis 14nm Preisvergleich Geizhals Deutschland
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bis 1024x768 (4) bis 1280x720 (5) bis 1366x768 (242) bis 1400x1050 (251) bis 1440x900 (259) bis 1600x900 (392) bis 1920x1080 (4629) bis 1920x1200 (4655) bis 2560x1080 (4819) bis 2560x1440 (4850) bis 2560x1600 (5039) bis 2880x1800 (5172) bis 3000x2000 (5176) bis 3200x1800 (5415) bis 3840x2160 (5683) bis 3840x2400 (5691)
200cd/m² (88) 220cd/m² (677) 235cd/m² (4) 250cd/m² (607) 255cd/m² (2) 260cd/m² (1) 270cd/m² (7) 280cd/m² (3) 285cd/m² (2) 300cd/m² (656) 330cd/m² (7) 340cd/m² (20) 350cd/m² (4) 380cd/m² (3) 400cd/m² (237) 440cd/m² (10) 450cd/m² (12) 470cd/m² (17) 500cd/m² (523) 550cd/m² (1) 600cd/m² (3) 650cd/m² (6) 700cd/m² (30) 800cd/m² (7) 950cd/m² (21) 1000cd/m² (27) unbekannt (2716)
ab 200cd/m² (2975) ab 250cd/m² (2206) ab 300cd/m² (1584) ab 350cd/m² (901) ab 400cd/m² (894) ab 450cd/m² (647) ab 500cd/m² (618) ab 550cd/m² (95) unbekannt (2716)
bis 200cd/m² (88) bis 250cd/m² (1376) bis 300cd/m² (2047) bis 350cd/m² (2078) bis 400cd/m² (2318) bis 450cd/m² (2340) bis 500cd/m² (2880) bis 550cd/m² (2881) über 550cd/m² (94) unbekannt (2716)
unter 100ppi (13) ab 100ppi (5678) ab 105ppi (5561) ab 110ppi (5431) ab 115ppi (5393) ab 120ppi (5388) ab 125ppi (5386) ab 130ppi (4681) ab 135ppi (4660) ab 140ppi (4574) ab 150ppi (2609) ab 200ppi (1037) ab 250ppi (296) ab 300ppi (78)
glänzend (glare) (1787) matt (non-glare) (3904) Touchscreen (966) IPS (3757) IPS/IGZO (314) IPS/AHVA (14) IPS/LTPS (4) VA (18) TN (104) OLED (33) Digitizer (364) mit Blickschutz (71) 60Hz (5138) 75Hz (3) 120Hz (98) 144Hz (403) 240Hz (48) NVIDIA G-Sync (185) AMD FreeSync (15) Adaptive Sync (1)
60Hz (5138) 75Hz (3) 120Hz (98) 144Hz (403) 240Hz (48) 300Hz (1)
ab 60Hz (5691) ab 75Hz (553) ab 120Hz (550) ab 144Hz (452) ab 240Hz (49)
Intel (5173) AMD (518)
Core i9 (281) Core i7 (2237) Core i5 (1892) Core i3 (324) Pentium Gold (80) Pentium Silver (100) Pentium (51) Celeron (163) Atom (5) Core m (25) Core M (1) Xeon E (9) Xeon E3 (5) N/A (AMD) (518)
Core i-10000 (658) Core i-9000 (1007) Core i-8000 (2245) Core i-7000 (616) Core i-6000 (164) Core i-5000 (44) Pentium Gold G (2) Pentium Gold (78) Pentium Silver N (100) Pentium N (49) Pentium (2) Celeron N (152) Celeron (11) Xeon E-2000 (9) Xeon Ex-1000 v5 (5) Atom x7-Z (1) Atom x5-Z (4) Core m7 (3) Core m5 (4) Core m3 (18) Core M (1) N/A (AMD) (518)
G (13) G1 (80) G4 (11) G7 (112) H (1251) HF (14) HK (201) HQ (161) K (30) M (14) T (5) U (2806) Y (61) ohne Suffix (414) N/A (AMD) (518)
Ryzen 7 (133) Ryzen 5 (262) Ryzen 3 (108) Athlon (15) N/A (Intel) (5173)
Ryzen 4000 (1) Ryzen 3000 (368) Ryzen 2000 (106) Ryzen 1000 (4) Ryzen PRO 3000 (11) Ryzen PRO 2000 (13) Athlon 300 (14) N/A (Intel) (5173) Athlon Silver 3000 (1)
H (62) HS (1) U (450) ohne Suffix (5) N/A (Intel) (5173)
2 (Dual-Core) (1179) 4 (Quad-Core) (3186) 6 (Hexa-Core) (1093) 8 (Octa-Core) (233)
ab 2 (Dual-Core) (5691) ab 4 (Quad-Core) (4512) ab 6 (Hexa-Core) (1326) ab 8 (Octa-Core) (233)
ab 2 (5691) ab 4 (5570) ab 6 (4251) ab 8 (4230) ab 12 (1292) ab 16 (220)
unter 1GHz (1) ab 1GHz (5690) ab 1.25GHz (5262) ab 1.5GHz (5107) ab 1.75GHz (3871) ab 2GHz (3113) ab 2.2GHz (2678) ab 2.3GHz (2327) ab 2.4GHz (1811) ab 2.5GHz (1506) ab 2.6GHz (1230) ab 2.7GHz (440) ab 2.8GHz (319) ab 2.9GHz (164) ab 3GHz (76) ab 3.2GHz (58) ab 3.6GHz (38) ab 3.8GHz (1)
ab 1.75GHz (5339) ab 2GHz (5335) ab 2.2GHz (5334) ab 2.4GHz (5326) ab 2.6GHz (5283) ab 2.8GHz (5063) ab 3GHz (5053) ab 3.2GHz (4821) ab 3.4GHz (4781) ab 3.6GHz (4137) ab 3.8GHz (3649) ab 4GHz (2790) ab 4.2GHz (1893) unbekannt (352)
Amber Lake-Y (63) Apollo Lake (84) Braswell (24) Broadwell-H (1) Broadwell-U (46) Broadwell-Y (1) Cherry Trail (5) Coffee Lake-H (1462) Coffee Lake-R (31) Coffee Lake-S (39) Coffee Lake-U (105) Comet Lake-U (456) Gemini Lake (188) Gemini Lake Refresh (5) Ice Lake-U (203) Kaby Lake (41) Kaby Lake-G (13) Kaby Lake-H (146) Kaby Lake-R (606) Kaby Lake-S (4) Kaby Lake-U (446) Kaby Lake-Y (56) Skylake-H (32) Skylake-U (137) Skylake-Y (10) Whiskey Lake-U (969) N/A (AMD) (518)
Picasso (394) Raven Ridge (106) Raven Ridge PRO (13) Renoir (1) Summit Ridge (4) N/A (Intel) (5173)
unter 5W (71) ab 5W (5620) ab 15W (5255) ab 25W (1865) ab 35W (1795) ab 40W (1727) ab 50W (86)
bis 5W (84) bis 10W (436) bis 15W (3826) bis 30W (3896) bis 35W (3964) bis 50W (5605) über 50W (86)
bis 7nm (1) bis 10nm (204) bis 14nm (5691) Alle
ab 2GB (5689) ab 4GB (5685) ab 6GB (5281) ab 8GB (5278) ab 16GB (2264) ab 32GB (495) ab 64GB (97) unbekannt (2)
DDR3 (73) DDR3L (216) DDR4 (4616) DDR4 ECC (8) LPDDR3 (596) LPDDR4 (174) unbekannt (8)
ab 1 (3444) ab 2 (2472) ab 4 (153) unbekannt (2247)
unter 0 (1) ab 0 (3152) ab 1 (1389) ab 2 (140) ab 3 (40) unbekannt (2538)
8GB (155) 12GB (397) 16GB (611) 18GB (1) 20GB (59) 24GB (31) 32GB (1162) 40GB (14) 48GB (18) 64GB (377) 128GB (63) nicht erfasst (2803)
1600MHz (34) 1866MHz (114) 2133MHz (747) 2400MHz (1912) 2666MHz (1385) 3200MHz (15) 3733MHz (8) unbekannt (1476)
ab 1600MHz (4215) ab 1866MHz (4181) ab 2133MHz (4067) ab 2400MHz (3320) ab 2666MHz (1408) ab 3200MHz (23) ab 3733MHz (8) unbekannt (1476)
bis 1600MHz (34) bis 1866MHz (148) bis 2133MHz (895) bis 2400MHz (2807) bis 2666MHz (4192) bis 3200MHz (4207) bis 3733MHz (4215) unbekannt (1476)
SSD (5296) M.2 (4730) SSD 2.5" (586) HDD (1019) SSHD (15) Flash (181)
ab 250GB (1034) ab 500GB (1033) ab 1TB (982) ab 2TB (42) unbekannt (4657)
unter 30GB (18) ab 30GB (5278) ab 120GB (5277) ab 240GB (4834) ab 480GB (2854) ab 960GB (805) unbekannt (395)
ab 30GB (178) ab 60GB (134) ab 120GB (22) unbekannt (5513)
2.5" (61) M.2 SATA (656) M.2 PCIe (4044) M.2 unbekannt (27) unbekannt (501)
2280 (1268) 2260 (3) 2242 (184)
Blu-ray (BD-R/RE) (4) Blu-ray (BD-ROM) (3) DVD+/-RW (577) ohne (5094) unbekannt (13)
microSD (1072) SD-Card (UHS-III) (9) SD-Card (UHS-II) (182) SD-Card (2919) RSMMC (132) MMC (939) xD-Picture Card (2) Memory Stick PRO (1) Memory Stick (1)
dedizierte Grafik (2401) dedizierte Grafik mit SLI (3) integrierte Grafik (IGP) (3287)
AMD (930) Intel (2865) NVIDIA (1896)
AMD RDNA 1.0 (226) AMD GCN 5 (30) AMD GCN 4 (199) AMD GCN 1 (53) NVIDIA Turing (871) NVIDIA Pascal (853) NVIDIA Maxwell 2.0 (12) NVIDIA Maxwell 1.0 (158) NVIDIA Kepler 2.0 (1) unbekannt (3288)
Iris Plus Graphics (252) UHD Graphics (1875) HD Graphics 6xx (450) HD Graphics 5xx (216) HD Graphics P5xx (1) Iris Graphics 5xx (1) HD Graphics 6xxx (8) HD Graphics 4xx (25) HD Graphics 5xxx (31) HD Graphics (6) Radeon RX Vega 10 (96) Radeon Vega 8 (203) Radeon Vega 6 (26) Radeon Vega 3 (94) dediziert (2404) Radeon Vega 9 (3)
RTX 2080 (46) RTX 2070 (103) GTX 1660 Ti (114) GTX 1660 Ti Max-Q (32) RTX 2060 (158) GTX 1080 (9) GTX 1080 Max-Q (1) GTX 1070 (30) GTX 1070 Max-Q (11) GTX 1060 (88) GTX 1060 Max-Q (7) GTX 1050 Ti (90) GTX 1050 Ti Max-Q (15) GTX 1050 (140) GTX 1050 Max-Q (12) MX250 (173) MX150 (113) MX230 (52) GTX 980M (4) GTX 970M (2) GTX 960M (3) GTX 950M (6) MX130 (57) 940MX (24) 940M (9) MX110 (18) 930MX (17) 930M (1) 920MX (1) 920M (1) GTX 1650 (196) GTX 1650 Max-Q (28) Quadro RTX 5000 (12) Quadro RTX 4000 (8) Quadro RTX 3000 (16) Quadro RTX 5000 Max-Q (1) Quadro T2000 (21) Quadro RTX 3000 Max-Q (3) Quadro T2000 Max-Q (2) Quadro T1000 (23) Quadro P5200 (2) Quadro P4200 (2) Quadro P3200 (10) Quadro P4000 Max-Q (1) Quadro P3000 (3) Quadro P2000 (29) Quadro P1000 (31) Quadro P620 (9) Quadro P600 (11) Quadro P500 (3) Quadro P520 (11) Quadro M5000M (1) Quadro M2200 (4) Quadro M3000M (1) Quadro M1200 (5) Quadro M2000M (5) Quadro M1000M (7) Quadro M620 (2) Quadro M520 (1) Quadro M500M (1) Quadro K620M (1) Sonstige (3287) RTX 2080 Max-Q (41) RTX 2070 Max-Q (67) MX350 (1) keine NVIDIA GPU (508)
RX 5500M (2) Pro 5500M (164) Pro 5300M (60) RX 580 (4) RX 560X (21) RX Vega M GL (Onboard) (13) Pro Vega 20 (13) Pro 560X (62) Pro 560 (3) Pro Vega 16 (4) RX 550X (5) RX 550 (2) RX 560 (4) Pro 555X (47) Pro 555 (2) RX 540 (2) R9 M365X (1) 540X (13) 540 (2) RX 640 (2) Pro WX 3200 (15) R5 M255 (1) R5 M430 (4) 520 (12) 535 (7) 530X (1) 530 (23) R7 M260X (1) Pro WX 3100 (13) Pro WX 2100 (4) Sonstige (3287) FirePro M4170 (1) keine AMD GPU (1896)
Pro 5500M (164) Pro 5300M (60) RX 5500M (2) Pro WX 3200 (15) GTX 1660 Ti Max-Q (32) GTX 1660 Ti (114) GTX 1650 Max-Q (28) GTX 1650 (196) MX250 (173) RTX 2080 Max-Q (41) RTX 2080 (46) RTX 2070 Max-Q (67) RTX 2070 (103) RTX 2060 (158) MX230 (52) Pro Vega 20 (13) Pro Vega 16 (4) Pro 560X (62) Pro 555X (47) RX 640 (2) RX 560X (21) RX 550X (5) 540X (13) RX Vega M GL (Onboard) (13) GTX 1050 Ti Max-Q (15) MX110 (18) 540 (2) MX130 (57) RX 550 (2) GTX 1080 Max-Q (1) GTX 1070 Max-Q (11) GTX 1060 Max-Q (7) 520 (12) Pro 555 (2) MX150 (113) RX 580 (4) RX 540 (2) Pro 560 (3) 535 (7) 530X (1) 530 (23) GTX 1050 Ti (90) GTX 1050 Max-Q (12) GTX 1050 (140) RX 560 (4) GTX 1080 (9) GTX 1070 (30) GTX 1060 (88) R5 M430 (4) 930MX (17) 920MX (1) 940MX (24) R9 M365X (1) GTX 950M (6) GTX 960M (3) 940M (9) 930M (1) 920M (1) R5 M255 (1) GTX 980M (4) GTX 970M (2) R7 M260X (1) T2000 Max-Q (2) T2000 (21) T1000 (23) RTX 5000 Max-Q (1) RTX 5000 (12) RTX 4000 (8) RTX 3000 Max-Q (3) RTX 3000 (16) P520 (11) P620 (9) P5200 (2) P4200 (2) P3200 (10) P500 (3) P600 (11) P2000 (29) P1000 (31) P4000 Max-Q (1) P3000 (3) M620 (2) M520 (1) M2200 (4) M1200 (5) M500M (1) M2000M (5) M5000M (1) M3000M (1) M1000M (7) K620M (1) M4170 (1) Pro WX 3100 (13) Pro WX 2100 (4) MX350 (1) unbekannt (3287)
unter 256MB (3287) ab 1GB (2400) ab 2GB (2395) ab 3GB (1803) ab 4GB (1764) ab 6GB (844) ab 8GB (418) ab 16GB (15) unbekannt (4)
bis 15W (1037) bis 20W (1069) bis 25W (1162) bis 30W (1309) bis 35W (1320) bis 40W (1338) bis 45W (1343) bis 50W (1481) bis 55W (1494) bis 60W (1518) bis 65W (1569) bis 75W (1965) bis 80W (2077) bis 100W (2106) bis 120W (2167) bis 150W (2170) über 150W (9) unbekannt (3512)
USB-C 3.2 mit DisplayPort 1.4 (11) USB-C 3.1 mit DisplayPort 1.4 (403) USB-C 3.0 mit DisplayPort 1.2 (751) USB-C Ladeanschluss (1331) USB-C 3.1 (373) USB-A 3.1 (513) USB-C 3.0 (1798) USB-A 3.0 (4744) USB-A 2.0 (2009) seriell (15) Thunderbolt 3 (1841) Thunderbolt 2 (8) 2x Mini DisplayPort (137) 1x Mini DisplayPort (799) Mini DisplayPort 1.4 (256) Mini DisplayPort 1.2 (198) Mini DisplayPort (799) 1x DisplayPort (95) DisplayPort 1.4 (2) DisplayPort 1.2 (13) DisplayPort (126) 1x HDMI (4485) HDMI 2.0 (851) HDMI (4485) Mini HDMI (22) Micro HDMI (32) VGA (468) 10Gb LAN (1) Gb LAN (2952) LAN (107) Klinke (2629) SmartCard (518) ExpressCard (12) PCMCIA (2) Lenovo Ethernet Extension Gen1 (43) Lenovo Ethernet Extension Gen2 (25)
ab 1x (5691) ab 2x (5598) ab 3x (5196) ab 4x (2857) ab 5x (346) ab 6x (68) ab 7x (3)
ab 1x (4973) ab 2x (4627) ab 3x (2694) ab 4x (206) ab 5x (12) ab 6x (3) unbekannt (718)
ab 1x (4726) ab 2x (1547) ab 3x (533) ab 4x (433) unbekannt (965)
ab 1x (2819) ab 2x (1241) ab 3x (512) ab 4x (433) unbekannt (2872)
ab 1x (5126) ab 2x (4756) ab 3x (3505) ab 4x (1355) ab 5x (306) ab 6x (46) ab 7x (3) unbekannt (565)
ab 1x (2490) ab 2x (1565) ab 3x (684) ab 4x (519) ab 5x (31) ab 6x (9) unbekannt (3201)
ab 1x (5600) ab 2x (4935) ab 3x (3435) ab 4x (1352) ab 5x (135) ab 6x (17) ab 7x (3) unbekannt (91)
ab 1x (2009) ab 2x (641) ab 3x (5) unbekannt (3682)
ab 1x (1841) ab 2x (1007) ab 4x (425) unbekannt (3850)
WLAN 802.11ax (Wi-Fi 6) (755) WLAN 802.11ac (Wi-Fi 5) (5557) WLAN 802.11n (Wi-Fi 4) (5687) WLAN 802.11g (Wi-Fi 3) (5687) WLAN 802.11b (Wi-Fi 2) (5687) Bluetooth 4.0 (656) Bluetooth 4.1 (701) Bluetooth 4.2 (1701) Bluetooth 4 (3058) Bluetooth 5.0 (2525) Bluetooth (5674) NFC (148)
LTE (366) UMTS (366) GSM (366) Mini-SIM (1) Micro-SIM (34) Nano-SIM (149) ohne Mobilfunk (5325)
GPS (3) GLONASS (1) Kompass (83)
0.3 Megapixel (532) 0.5 Megapixel (11) 0.9 Megapixel (3869) 1.0 Megapixel (757) 1.3 Megapixel (108) 2.0 Megapixel (318) 5.0 Megapixel (4) unbekannt (92)
Windows 10 S 64bit (102) Windows 10 S (104) Windows 10 Pro 64bit (1649) Windows 10 Pro (1652) Windows 10 IoT Enterprise (27) Windows 10 IoT (27) Windows 10 Home (2622) Windows 10 (4405) Windows 7 Professional 64bit (63) Windows 7 Professional (63) Windows 7 (63) Windows 8.1 Pro 64bit (11) Windows 8.1 64bit (2) zusätzliche Lizenz für Windows 10 Pro 64bit (20) zusätzliche Lizenz für Windows 7 Professional 64bit (29) zusätzliche Lizenz für Windows 8.1 Pro 64bit (9) Chrome OS (105) FreeDOS (158) Linux (38) macOS (599) Thin Client (1) HP ThinPro (1) Windows (4424) kein Windows (1267) kein Betriebssystem (362)
Endless OS (2) Ubuntu (1) 10 Home (12) 10 Home 32bit (1) 10 Home 64bit (2609) 10 IoT Enterprise (20) 10 IoT Enterprise 64bit (7) 10 Pro (3) 10 Pro 64bit (1627) 10 Pro 64bit (National Academic License) (2) 10 S (2) 10 S 64bit (102) 7 Professional 64bit (34) 8 Pro 64bit (1) 8.1 64bit (2) 8.1 Pro 64bit (2) Catalina (599) unbekannt (665)
ab 7 (4424) ab 8 (4390) ab 8.1 (4389) ab 10 (4385) unbekannt (1267)
Akku fest verbaut (5565) Akku abnehmbar (132) gleichzeitig fest verbauten und abnehmbaren Akku (27) ohne abnehmbaren Akku (5559) ohne fest verbauten Akku (126)
ab 2h (4012) ab 4h (3949) ab 5h (3896) ab 6h (3675) ab 7h (3403) ab 8h (3112) ab 9h (2761) ab 10h (2457) ab 11h (1685) ab 12h (1143) ab 13h (824) ab 14h (585) ab 15h (352) ab 17h (183) ab 20h (31) ab 24h (7) unbekannt (1679)
ab 20Wh (5124) ab 30Wh (5118) ab 35Wh (4864) ab 40Wh (4448) ab 45Wh (3730) ab 50Wh (2788) ab 55Wh (1833) ab 60Wh (1372) ab 65Wh (1077) ab 70Wh (965) ab 75Wh (809) ab 80Wh (736) ab 85Wh (480) ab 90Wh (466) ab 95Wh (336) ab 100Wh (228) unbekannt (567)
ab 2 Zellen (3900) ab 3 Zellen (3424) ab 4 Zellen (1757) ab 6 Zellen (487) ab 8 Zellen (103) ab 9 Zellen (11) unbekannt (1791)
bis 1kg (119) bis 1.1kg (192) bis 1.2kg (378) bis 1.3kg (759) bis 1.4kg (1282) bis 1.5kg (1650) bis 1.6kg (1943) bis 1.7kg (2180) bis 1.8kg (2707) bis 1.9kg (3203) bis 2kg (3751) bis 2.1kg (3994) bis 2.25kg (4312) bis 2.4kg (4603) bis 2.5kg (4870) bis 3kg (5482) bis 4kg (5638) bis 5kg (5678) über 5kg (1) unbekannt (12)
Tastatur (5691) Touchpad (5691) Eingabestift (155) Maus (3) Rubber-Dome (5623) mechanische Schalter (39) mechanisch-optische Schalter (18)
Schweiz (1) Deutschland (5486) Spanien (1) Europäische Union (US/int. Englisch mit €-Zeichen) (4) Frankreich (1) Italien (2) int. Englisch (nordic) (1) Norwegen (1) Polen (US/int. Englisch mit €-Zeichen) (28) Großbritannien und Nordirland (162) US/int. Englisch (4)
RGB beleuchtet (574) blau beleuchtet (34) grün beleuchtet (82) rot beleuchtet (135) weiß beleuchtet (175) beleuchtet (3961) Nummernblock (2765) mechanische Schalter (39) Rubber-Dome (5623) spritzwassergeschützt (630) Pointing Stick (548) Anti-Ghosting/N-Key-Rollover (245) Funktionstasten für vereinfachte Bedienung (3) ausziehbar (8)
Acer ProDock (2) Dell E-Port (1) Lenovo Pro Dock (24) Lenovo Ultra Dock (136) Lenovo OneLink (15) Microsoft SurfaceConnect (98)
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ab 1 Jahr (5496) ab 2 Jahre (3181) ab 3 Jahre (648) unbekannt (195)
schwarz (1580) weiß (64) grau (1219) rosa (19) rot (44) blau (204) braun (13) grün (17) silber (1153) gold (56)
Abyss Blue (18) Abyss Grey (4) Alpine White (10) Aluminium (4) Anodized Matte Black (9) Anthrazit (9) Aqua Green (1) Ash Silver (24) Asteroid Silver (50) Black Paint (12) Black Weave (8) Brushed Black (2) Burgundy (7) Burgundy Red (2) Carbon Grey (14) Celestial Blue (14) Ceramic White (16) Chocolate Black (19) Cobalt Blue (17) Copper (2) Coral Crush (3) Dark Ash (42) Dark Ash Silver (30) Dark Blue (1) Dark Grey (6) Dark Orchid (2) Deep Dive Blue (18) Deep Space Black (4) Diamond Black (4) Diamond White (1) Dreamy White (3) Eclipse Black (8) Firmament Green (4) Fog Blue (3) Frost (4) Gaia Green (3) Galaxy Blue (6) Glacier Blue (2) Granite Black (18) Graphite Black (2) Graphite Gold (3) Gun Grey (2) Gun Metal (13) Gun Metal Grey (8) Icicle Gold (8) Icicle Silver (14) Indie Black (5) Iron Gray (11) Iron Grey (122) Jack Black (3) Jet Black (110) Light Grey (8) Light Silver (3) Liquid Blue (2) Lunar Light (6) Luxury Gold (2) Matte Black (19) Mercury White (3) Mica (7) Midnight Blue (2) Mineral Grey (38) Mineral Silver (56) Moss Green (9) Natural Silver (145) Nightfall Black (19) Obsidian Stone (1) Onyx Black (41) Onyx Blue (19) PPS (18) Pale Gold (5) Peacock Blue (2) Pearl White (7) Petal Pink (1) Platinum (65) Platinum Gray (8) Platinum Grey (127) Platinum Silver (45) Poseidon Blue (15) Punk Pink (2) Pure White (1) Quartz Grey (28) Reaper Black (3) Red Matter (14) Resolute Red (3) Rose Gold (6) Rose Pink (1) Rosegold (2) Royal Blue (55) Sakura Pink (2) Sand Pink (1) Sandstone (8) Sapphire Blue (1) Shadow Black (167) Silk Gold (1) Silver Blue (1) Silver Blue Metal (11) Silver Blue Yellow (7) Silver Gradient (6) Silver Grey Blue (3) Slab Grey (4) Slate Gray (8) Slate Grey (43) Smokey Brown (2) Smoky Grey (2) Snow White (2) Snowflake White (1) Space Gray (282) Space Grey (15) Spangle Silver (1) Sparkly Silver (11) Star Black (11) Star Grey (78) Star Grey-Red (7) Stealth Black (20) Steel Gray (14) Steel Grey (3) Titan Grey (16) Transparent Silver (76) Turbo Silver (13) Turquoise Grey (9) Twinkle Black (1) Urban Grey (5) Utopia Blue (20) Velvet Burgundy (1) Warm Grey (1) White Limited Edition (1) Woven Gun Metal (2) rosegold (1) unbekannt (3340)
ab 2015 (5691) ab 2016 (5647) ab 2017 (5524) ab 2018 (4999) ab 2019 (3920) ab 2020 (448)
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q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
Astronomisches Objekt (entdeckt 1610) | c32 | eBay Bitte aktivieren Sie JavaScript Für unsere neue Suche muss JavaScript aktiviert sein. Bitte aktivieren Sie JavaScript in Ihrem Browser und versuchen Sie es erneut.
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q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
Astronomisches Objekt (entdeckt 1610) | 2 Foren joggie.net und Fun-bash.de
analogen kunst arbeiten bewerten blatt darstellen design digitalen kunst eintrag http index internet kunst page papier parallel laufen projekt richtung url weben wehr
10:50, 21.2.2009
In denen ich Aktiv mit wirke und die auf meiner Seite öfters erwähnt werden http://kage.lima-city.de und einige Projekte parallel laufen....
Fun-bash.de
Es gibt so viele Communitys zur digitalen Kunst im Internet. Aber es gibt kaum Communitys die sich mit der analogen Kunst sprich mit Blatt und Papier beschäftigen. Deswegen wurde Fun-Bash.de gegründet! (->http://www.web-newspaper.de/Eintrag/70)
http://galaxyserver.de/wbb/index.php?page=Index
Joggie.net
Anime, Manga, Games und Mehr
http://board.joggie.net/index.php?page=Index
Bitte bewerten.....
Beitrag zuletzt geändert: 21.2.2009 13:44:13 von kage
11:41, 22.2.2009
Also die foren an sich sehen ganz ordentlich aus und wie ich jetzt mal rübergeguckt hab sind die auch sehr gut ausgebaut. ;)
allerdings muss ich dir widersprechen: denn die weltweit größte design und kunst-community "deviantART.com" beschäftigt sich wehr wohl mit der analogen kunst. gerade in richtung manga und so sind seeeeehr viele arbeiten zu finden. ;)
Du hast hier ein Bsp. genannt im text steht das es nicht viele analoge Communitys gibt und das trifft zu auch wenn deviant eine bzw die größte ist, ist sie dennoch nur eine .
DeviantArt ist zu dem mehr engl. sprachig als deutsch was eigentlich für die meisten kein Problem darstellen sollte, Fun-bash ist auf deutsch ;) und im deutschsprachigen raum findest du kaum Communitys die sich mit den Themen auseinander setzten...
15:43, 24.2.2009
ich find die seite gut,
ich find auch Thema gut und ich geb dir auch recht...
Kostet dieses Burning Board von Wortlab eig. was ? wenn ja wie viel ? | de |
q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
Astronomisches Objekt (entdeckt 1610) | DX-Gruppen – just-4-fun.at
DX-Gruppen
Die DX-Gruppen sind Gruppen gleichgesinnter Funker, die sich auf DX- also sozusagen Ferngespräche konzentrieren. Dabei gibt es auch Wettbewerbe, wer ein QSO mit der grössten Entfernung geführt hat.
Die Funker geben sich dafür auch eigene Rufnamen (Skips), die im Präfix die Herkunft des Funkers verraten.
Im Amateurfunk (HAM) verwenden österreichische Funker die Zeichen OE (Oscar Echo) gefolgt von einer Ziffer die das Bundesland signalisiert im Präfix ihres Rufzeichens. Dann folgt in der Regel eine dreistellige, frei wählbare, eindeutige Buchstabenkombination, die z.B. auch aus den Initialien des Funkers hervorgehen kann.
Österreichische HAM Rufzeichenkürzel
So ergibt sich z.B. ein an diese Logik angehaltener Rufname wie OE3HL69, wobei OE3 auf das Herkunftsland Niederösterreich deutet.
Für den CB-Funk vergeben verschiedene DX-Clubs Rufnamen. Diese verwenden in der Regel im Präfix einen Zahlencode der Herkunftsländer, der vor allem durch die italienische CB-DX-Gruppe Alpha Tango (AT) bekannt wurde. Das Kürzel der DX-Gruppe wird an die führende Zahl angehängt.
CB-DX-Gruppen Zahlencodes der Herkunftsländer
Der DX-Zahlencode für Österreich lautet 35, womit sich in diesem Fall das Rufzeichen 35HL69 ergibt.
CB-DX-Gruppen sind Funker, die sich unter einem Kürzel zusammen finden, daraus ergeben sich dann Namen wie die „Hotel November“ (HNDX), die HN-DX-Gruppe, die bereits erwähnte „Alpha Tango“- oder AT-DX-Gruppe bzw. die „Hotel Lima“- oder HL-DX-Gruppe.
#cb #cbfunk #cbradio #dx #dxgroup #hldx #hldxgroup | de |
q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
Astronomisches Objekt (entdeckt 1610) | PC als Fernseher benutzen
Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen! Frage von Stephan Gerlach:Da gerade der Fernseher in der Werkstatt (;m�glicherweise l�ngere Zeit) ist, eine rein informative (;und eher hypothetische) Frage:Hab' von TV-Karten nicht allzugro�e (;um nicht zu sagen "gar keine") Ahnung. Was ist die einfachste/g�nstigste Methode, einen PC "empfangsbereit" zu machen? Im Prinzip w�rde da doch eine Analog-TV-Karte mit Antennen-Anschlu� reichen, die lediglich als "Empfangsteil" (;Tuner) fungiert (;was ja im Fernseher per Default eingebaut ist). Das empfangene Programm sollte ann�hernd in Echtzeit auf dem Bildschirm erscheinen.Irgendwelcher Kram wie Video-Mitschnitt oder Bearbeiten von alten VHS-Kassetten ist nicht n�tig. Nur Empfang und das Programm in m�glichst guter Qualit�t anzeigen, sonst nix.Ist es egal, ob man da eine interne PCI-Karte (;billiger?) oder eine externe USB-2.0-Karte (;praktischer) nimmt? Kann man auch bedenkenlos gebraucht kaufen?-- > Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...(;...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)
Antwort von Nico Schumacher:Stephan Gerlach schrieb:> Da gerade der Fernseher in der Werkstatt (;m�glicherweise l�ngere Zeit) > ist, eine rein informative (;und eher hypothetische) Frage:> > Hab' von TV-Karten nicht allzugro�e (;um nicht zu sagen "gar keine") > Ahnung. Was ist die einfachste/g�nstigste Methode, einen PC > "empfangsbereit" zu machen? Im Prinzip w�rde da doch eine > Analog-TV-Karte mit Antennen-Anschlu� reichen, die lediglich als > "Empfangsteil" (;Tuner) fungiert (;was ja im Fernseher per Default > eingebaut ist). Das empfangene Programm sollte ann�hernd in Echtzeit auf > dem Bildschirm erscheinen.Prinzipel schon, aber da analog zunehmend abgeschaltet wird, sollte man �berlegen DVB-T,DVB-S oder DVB-C zu nehmen. Die Qualit�t des Bildes ist IMHO vielfach um l�ngen besser.> Irgendwelcher Kram wie Video-Mitschnitt oder Bearbeiten von alten > VHS-Kassetten ist nicht n�tig. Nur Empfang und das Programm in m�glichst > guter Qualit�t anzeigen, sonst nix.s.o.> Ist es egal, ob man da eine interne PCI-Karte (;billiger?) oder eine > externe USB-2.0-Karte (;praktischer) nimmt? Kann man auch bedenkenlos > gebraucht kaufen?Als mein TV durch Blitzschaden defekt ging, habe ich als Notl�sung, eine USB-Karte genommen, die das analoge Signal des Sat-recievers wandelte.Ab 7.11. wird diese mir dann DVB-T zur Verf�gung stellen.Nico
Antwort von Stephan Gerlach:Nico Schumacher schrieb:> Stephan Gerlach schrieb:>> Was ist die einfachste/g�nstigste Methode, einen PC >> "empfangsbereit" zu machen? Im Prinzip w�rde da doch eine >> Analog-TV-Karte mit Antennen-Anschlu� reichen, die lediglich als >> "Empfangsteil" (;Tuner) fungiert (;was ja im Fernseher per Default >> eingebaut ist). Das empfangene Programm sollte ann�hernd in Echtzeit >> auf dem Bildschirm erscheinen.> > Prinzipel schon, aber da analog zunehmend abgeschaltet wird, sollte man > �berlegen DVB-T,DVB-S oder DVB-C zu nehmen. Die Qualit�t des Bildes ist > IMHO vielfach um l�ngen besser.Mu� man f�r digitales TV nicht extra bezahlen oder mu� das irgendwie "freigeschaltet" werden?Kenne mich da �berhaupt nicht aus; bisher lief hier einfach der CRT-Fernseher an der Antennenbuchse in der Wand angest�pselt. :-)AFAIK h�ngt am anderen Ende der Leitung irgendwo auf dem Nachbarhaus auf dem Dach eine ganz normale Antenne dran.> Als mein TV durch Blitzschaden defekt ging, habe ich als Notl�sung, eine > USB-Karte genommen, die das analoge Signal des Sat-recievers wandelte.Funktioniert das qualitativ einwandfrei (;bzw. genausogut wie als interne PCI-Karte)?Welche Karte war das, "irgendeine" oder hast du auf irgendwas spezielles geachtet?> Ab 7.11. wird diese mir dann DVB-T zur Verf�gung stellen.Wieso gerade ab 7.11.? :-)Kann man irgendwie auch den CRT-Fernseher damit nutzen?-- > Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...(;...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)
Antwort von Nico Schumacher:Stephan Gerlach schrieb:> Nico Schumacher schrieb:>> Stephan Gerlach schrieb:>>> Was ist die einfachste/g�nstigste Methode, einen PC "empfangsbereit" >>> zu machen? Im Prinzip w�rde da doch eine Analog-TV-Karte mit >>> Antennen-Anschlu� reichen, die lediglich als "Empfangsteil" (;Tuner) >>> fungiert (;was ja im Fernseher per Default eingebaut ist). Das >>> empfangene Programm sollte ann�hernd in Echtzeit auf dem Bildschirm >>> erscheinen.>>>> Prinzipel schon, aber da analog zunehmend abgeschaltet wird, sollte >> man �berlegen DVB-T,DVB-S oder DVB-C zu nehmen. Die Qualit�t des >> Bildes ist IMHO vielfach um l�ngen besser.> > Mu� man f�r digitales TV nicht extra bezahlen oder mu� das irgendwie > "freigeschaltet" werden?kommte drauf an auf welchem Weg man es bekommt.> Kenne mich da �berhaupt nicht aus; bisher lief hier einfach der > CRT-Fernseher an der Antennenbuchse in der Wand angest�pselt. :-)> AFAIK h�ngt am anderen Ende der Leitung irgendwo auf dem Nachbarhaus auf > dem Dach eine ganz normale Antenne dran.Also "normale" Dachantenne? Obwohl wenn ich auf http://www.ueberallfernsehen.de/schaue unddas in Verbindung mit Deiner EMail Adresse sehe, m�sste der Anschluss Analoges Kabelfernsehn sein. Das solltest Du dringend kl�ren.>> Als mein TV durch Blitzschaden defekt ging, habe ich als Notl�sung, >> eine USB-Karte genommen, die das analoge Signal des Sat-recievers >> wandelte.> > Funktioniert das qualitativ einwandfrei (;bzw. genausogut wie als interne > PCI-Karte)?Also die Treiber gut waren schon ;) Deshlab w�rde ich nie auf billig kram aus Asien setzen.> Welche Karte war das, "irgendeine" oder hast du auf irgendwas spezielles > geachtet?Da f�r Notebook und universell hatte ich eine Terratec Hybrid usb gekauft, die analoges und Digitales Fernsehn via Antenne empfangen kann.>> Ab 7.11. wird diese mir dann DVB-T zur Verf�gung stellen.> > Wieso gerade ab 7.11.? :-)Weil dann in meiner Region das Analoge Fernsehn abgeshaltet wird und DVB-T aktiv sein wird. Die Privaten machen dabei zwar nciht mit, aber dann hat man wieder qualitativ hoeherwertiges ;)> Kann man irgendwie auch den CRT-Fernseher damit nutzen?Ja, allerdings in der o.g. Region auch nur die �ffentlich Rechtlichen.Nico
Antwort von Andreas Viehrig:Stephan Gerlach schrieb:> Nico Schumacher schrieb:>> Stephan Gerlach schrieb:>>> Was ist die einfachste/g�nstigste Methode, einen PC >>> "empfangsbereit" zu machen? Im Prinzip w�rde da doch eine >>> Analog-TV-Karte mit Antennen-Anschlu� reichen, die lediglich als >>> "Empfangsteil" (;Tuner) fungiert (;was ja im Fernseher per Default >>> eingebaut ist). Das empfangene Programm sollte ann�hernd in Echtzeit >>> auf dem Bildschirm erscheinen.>> Prinzipel schon, aber da analog zunehmend abgeschaltet wird, sollte man >> �berlegen DVB-T,DVB-S oder DVB-C zu nehmen. Die Qualit�t des Bildes ist >> IMHO vielfach um l�ngen besser.> Mu� man f�r digitales TV nicht extra bezahlen oder mu� das irgendwie > "freigeschaltet" werden?Es mu� vor allem in Deiner Region ausgestrahlt werden. Das sind AFAICS jenach Region entweder nur 12 Programme (;mit Spartenprogrammen) des �RF oderin den Ballungszentren zus�tzlich noch 12 private Programme.> Kenne mich da �berhaupt nicht aus; bisher lief hier einfach der > CRT-Fernseher an der Antennenbuchse in der Wand angest�pselt. :-)Vermutlich wird das analoges Kabel sein. Um mit terrestrisch empfangbaren,analogen Programmen zufrieden zu sein, mu� man schon sehr gen�gsam sein,sofern es sie �berhaupt noch gibt.Ich benutze f�r analoges Kabel eine PCI-Karte von AVerMedia, die "AVerTV Go007 FM Plus" mit Radiotuner, g�nstig im Preis, sehr gute Qualit�t, sehrstabil. Mittels AutoHotkey l��t es sich ganz hervorragend steuern, auch dasTeletext-Fenster.Die Systemlast liegt bei normalem Fernsehen noch unter 10 %, Aufzeichnungals MPEG2 in DVD-Qualit�t mit vollen 720 x 576 nimmt dann etwa um 33 %CPU-Last (;Athlon X2 3800 unter XP SP2).Bei simplem Fernsehen bleibt die CPU sogar im Stromsparmodus. Das ist einPunkt, den man bei PCI-Karten bzw. der zugeh�rigen Software unbedingt imAuge behalten sollte, denn da gibt es ganz �ble Katastrophen.Generell mu� man sich nat�rlich entscheiden, ob man eine per USB oderFirewire angeschlossene Zusatz-Box oder eine PCI-Karte will. Beides hatseine jeweils eigenen Vor- und Nachteile. Und von Billigware wie etwa derPCI-Karte, die Conrad im Angebot hat(;te), mu� man aber strikt abraten.Ein Restrisiko bleibt, letztlich mu� man probieren, was so pa�t. Undmanchmal liegt ein Problem auch gar nicht an der TV-Hardware, auch wenn esso scheinen mag. Um die in <1vp56y01fubuk.dlg@dagrantla.de> geschildertenProbleme zu beseitigen, mu�te ich letztlich nur eine Software-Katastrophenamens SpeedFan deaktivieren. Nun hoffe ich, da� meine AVerTV Go ewigh�lt...Andi-- "Wobei die Praxis hier nat�rlich wieder autofahrerfeindlich bis zum Geht-nichtmehr ist. Das Menschenrecht auf freies Parken wird beschnitten, nurdamit im Brandfalle irg3endwelcher Wohnraum oder das Leben von irgendwel-chen Nichtautofahrern ..." - Thorsten G�nther zum Parken in der FW-Zufahrt
Antwort von Stephan Gerlach:Nico Schumacher schrieb:> Stephan Gerlach schrieb: >> Mu� man f�r digitales TV nicht extra bezahlen oder mu� das irgendwie >> "freigeschaltet" werden? > > kommte drauf an auf welchem Weg man es bekommt.Was ist, wenn man den Empfang mit solchen Teilen versucht? Wird dann wirklich das Fernsehen �ber diese kleine Antenne empfangen (;so, da� eine halbwegs brauchbare Qualit�t dabei rauskommt)?Aber dann w�rde man ja, wenn ich das richtig verstehe, nur �ffis empfangen k�nnen.>> bisher lief hier einfach der >> CRT-Fernseher an der Antennenbuchse in der Wand angest�pselt. :-)>> AFAIK h�ngt am anderen Ende der Leitung irgendwo auf dem Nachbarhaus >> auf dem Dach eine ganz normale Antenne dran.> > Also "normale" Dachantenne? Obwohl wenn ich auf > http://www.ueberallfernsehen.de/> schaue unddas in Verbindung mit Deiner EMail Adresse sehe, m�sste der > Anschluss Analoges Kabelfernsehn sein. Das solltest Du dringend kl�ren.Analog ja, allerdings nicht ans Netz von "Kabel Deutschland" angeschlossen. Das sehe ich an den empfangbaren Sendern und der Tatsache, da� keine Geb�hren an "Kabel Deutschland" gezahlt werden.> Also die Treiber gut waren schon ;) Deshlab w�rde ich nie auf billig > kram aus Asien setzen.Also auf teuren Kram aus Asien?>> Wieso gerade ab 7.11.? :-)> > Weil dann in meiner Region das Analoge Fernsehn abgeshaltet wird und > DVB-T aktiv sein wird. Die Privaten machen dabei zwar nciht mit, aber > dann hat man wieder qualitativ hoeherwertiges ;)D.h. in den Fall braucht man ja quasi zwingend eine Hybrid Karte (;und den Analog-Anschlu� in der Wand), weil ja Privaten weiterhin analog senden?-- > Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...(;...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)
Antwort von Andreas Viehrig:Stephan Gerlach schrieb:> Nico Schumacher schrieb:>> Stephan Gerlach schrieb:>>> Mu� man f�r digitales TV nicht extra bezahlen oder mu� das irgendwie>>> "freigeschaltet" werden?>> kommte drauf an auf welchem Weg man es bekommt.> Was ist, wenn man den Empfang mit solchen Teilen > > versucht? Wird dann wirklich das Fernsehen �ber diese kleine Antenne > empfangen (;so, da� eine halbwegs brauchbare Qualit�t dabei rauskommt)?Im Prinzip sollte es gehen. Das ist ja der Clou, da� DVB-T auf Grund derdigitalen Grundlage gerade die Antennentechnik minimiert. Erst wenn derEmpfang (;in der /Pampa/) wirklich mau wird, hilft eine aktive Antenne anStelle der passiven, die ist aber auch nur wenige cm gr��er.> Aber dann w�rde man ja, wenn ich das richtig verstehe, nur �ffis > empfangen k�nnen.Das kommt drauf an, wie die Ausstrahlung in Deiner Region gestaltet ist.Das kannst Du ja rauskriegen. AFAICS sind per DVB-T maximal 24 Programmeempfangbar, die gleiche Anzahl wie im Kabel hast Du also sowieso nicht.Deswegen interessiert mich das auch nicht wirklich, ich behalte einfachweiter meinen analogen Kabelanschlu�. Und nur f�r ein paar Spartenprogrammewie Eins plus hole ich mir keine teure Hybridkarte.>>> bisher lief hier einfach der >>> CRT-Fernseher an der Antennenbuchse in der Wand angest�pselt. :-)>>> AFAIK h�ngt am anderen Ende der Leitung irgendwo auf dem Nachbarhaus >>> auf dem Dach eine ganz normale Antenne dran.>> Also "normale" Dachantenne? Obwohl wenn ich auf >> http://www.ueberallfernsehen.de/>> schaue unddas in Verbindung mit Deiner EMail Adresse sehe, m�sste der >> Anschluss Analoges Kabelfernsehn sein. Das solltest Du dringend kl�ren.> Analog ja, allerdings nicht ans Netz von "Kabel Deutschland" > angeschlossen. Das sehe ich an den empfangbaren Sendern und der > Tatsache, da� keine Geb�hren an "Kabel Deutschland" gezahlt werden.Die Geb�hren werden sicher vom Vermieter gezahlt und sind wohl halt nur- wie das �blicherweise so gemacht wird - einfach in die Nebenkosteneingerechnet.>> Weil dann in meiner Region das Analoge Fernsehn abgeshaltet wird und >> DVB-T aktiv sein wird. Die Privaten machen dabei zwar nciht mit, aber >> dann hat man wieder qualitativ hoeherwertiges ;)> D.h. in den Fall braucht man ja quasi zwingend eine Hybrid Karte (;und > den Analog-Anschlu� in der Wand), weil ja Privaten weiterhin analog senden?An Deinem Kabelanschlu� d�rfte sich auf absehbare Zeit nix �ndern. Das isthier auch so (;Regensburg, ebenfalls Kabel D). Wenn Du also eine g�nstigePCI-Analogkarte wie eine AVerTV Go 007 nimmst, hast Du alles, was Du jetztauch hast, nur eben zus�tzlich im PC. Mir reicht das v�llig.Andi-- "Entweder der Webshop gibt ein passendes Ger�t her, oder der Webshop vonjemand anderem tut es. Die Feilscherei kann dann die Einkaufsabteilung vonmir aus per Telefon, Brieftauben, Buschtrommeln oder Saurons Auge erledi-gen." - Michael Bode zur Frage, ob man evtl. besser per Tel. ordern soll
Antwort von Stephan Gerlach:Andreas Viehrig schrieb:> Stephan Gerlach schrieb:>> Was ist, wenn man den Empfang mit solchen Teilen >> >> versucht? Wird dann wirklich das Fernsehen �ber diese kleine Antenne >> empfangen (;so, da� eine halbwegs brauchbare Qualit�t dabei rauskommt)?> > Im Prinzip sollte es gehen. Das ist ja der Clou, da� DVB-T auf Grund der> digitalen Grundlage gerade die Antennentechnik minimiert. Erst wenn der> Empfang (;in der /Pampa/) wirklich mau wird, hilft eine aktive Antenne an> Stelle der passiven, die ist aber auch nur wenige cm gr��er.Ist das Aufstellen in der Wohnung im 3. Stock ein Problem? Das Antennenkabel wird ja nicht allzu lang sein...>> Aber dann w�rde man ja, wenn ich das richtig verstehe, nur �ffis >> empfangen k�nnen.> > Das kommt drauf an, wie die Ausstrahlung in Deiner Region gestaltet ist.> Das kannst Du ja rauskriegen.Wenn ich mir die verlinkte �berallfernsehen-Seite angucke, dann geh�rt meine Region zur gelb-gestrichelten Zone. D.h. nur �ffis empfangbar.Also f�r den Fall, den PC zum Ersatz-/�bergangs-Fernseher zu machen, k�me entweder eine Hybrid-Karte oder eine reine Analog-Karte in Frage.Wobei ich aufgrund der Preise dann wohl eher zur Analog-Karte tendieren w�rde.>> Analog ja, allerdings nicht ans Netz von "Kabel Deutschland" >> angeschlossen. Das sehe ich an den empfangbaren Sendern und der >> Tatsache, da� keine Geb�hren an "Kabel Deutschland" gezahlt werden.> > Die Geb�hren werden sicher vom Vermieter gezahlt und sind wohl halt nur> - wie das �blicherweise so gemacht wird - einfach in die Nebenkosten> eingerechnet.Bei Leuten mit nachweislich "richtigem" Kabelfernsehen ist die Empfangsqualit�t bei einigen Programmen besser als hier, und es werden insgesamt mehr Sender empfangen. Au�erdem gibt es hier manchmal Prbleme bei extrem schlechtem Wetter. Von daher scheint mir hier im Haus kein "richtiges" Kabelfernsehen vorzuliegen.> Wenn Du also eine g�nstige> PCI-Analogkarte wie eine AVerTV Go 007 nimmst, hast Du alles, was Du jetzt> auch hast, nur eben zus�tzlich im PC.Was ist von dem Ding hier zu halten?Ach nee, da sehe ich gerade "DirectX9 Soundkarte erforderlich". Ich hab' nur Onboard Sound und zudem DirectX8.1 installiert. AFAIR aus dem Grund, weil das vor l�ngerer Zeit ausprobierte DirectX9 mal irgendwie (;Performance-?)Probleme verursacht hatte. Lag u.U. ich daran, da� auch die Grafikkarte nur eine DirectX8.1-Karte ist, d.h. die DirectX9-Voraussetzung ist nicht erf�llt.-- > Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...(;...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)
Antwort von Stephan Gerlach:Andreas Viehrig schrieb:> Generell mu� man sich nat�rlich entscheiden, ob man eine per USB oder> Firewire angeschlossene Zusatz-Box oder eine PCI-Karte will. Beides hat> seine jeweils eigenen Vor- und Nachteile.Ich tendiere zur USB Karte (;bzw. "Stick" statt "Karte" mu� es hier wohl hei�en), praktischer nutzbar und die Bel�ftung im Geh�use pa�t weiterhin einigerma�en. :-)> Ein Restrisiko bleibt, letztlich mu� man probieren, was so pa�t. Und> manchmal liegt ein Problem auch gar nicht an der TV-Hardware, auch wenn es> so scheinen mag. Um die in <1vp56y01fubuk.dlg@dagrantla.de> geschilderten> Probleme zu beseitigen, mu�te ich letztlich nur eine Software-Katastrophe> namens SpeedFan deaktivieren.Ich sehe gerade, da� viele Ger�te DirectX9 anfordern. Mit DirectX8.1 keine Chance?-- > Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...(;...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)
Antwort von Nico Schumacher:Stephan Gerlach schrieb:> Andreas Viehrig schrieb:>> Stephan Gerlach schrieb:> >>> Was ist, wenn man den Empfang mit solchen Teilen >>> >>> versucht? Wird dann wirklich das Fernsehen �ber diese kleine Antenne >>> empfangen (;so, da� eine halbwegs brauchbare Qualit�t dabei rauskommt)?Ist halt Digital. Sprich entweder gutes Bild oder kein Bild. Dazwischen gibt es nur einen kleinen Bereich mit Artefakten.>> Im Prinzip sollte es gehen. Das ist ja der Clou, da� DVB-T auf Grund der>> digitalen Grundlage gerade die Antennentechnik minimiert. Erst wenn der>> Empfang (;in der /Pampa/) wirklich mau wird, hilft eine aktive Antenne an>> Stelle der passiven, die ist aber auch nur wenige cm gr��er.> > Ist das Aufstellen in der Wohnung im 3. Stock ein Problem? Das > Antennenkabel wird ja nicht allzu lang sein...Es gibt im Internet eine Empfangsprognose Rechner, die URL habe ich z.Z. aber nicht. Eine Beratung bei einem lokalen Radio Fernsehn H�ndler (;Ja, die guten alten und nicht eine dieser geschulten Verk�ufern) sollte Dir da auch helfen.>>> Aber dann w�rde man ja, wenn ich das richtig verstehe, nur �ffis >>> empfangen k�nnen.>>>> Das kommt drauf an, wie die Ausstrahlung in Deiner Region gestaltet ist.>> Das kannst Du ja rauskriegen.> > Wenn ich mir die verlinkte �berallfernsehen-Seite angucke, dann geh�rt > meine Region zur gelb-gestrichelten Zone. D.h. nur �ffis empfangbar.Sah ich auch so. Hier wird das auch nur so sein. BEschwere Dich bei den privaten. Denen ist bist Du es als Kunde nicht wert, das Du Sie via DVB-T Empfangen kannst.> Also f�r den Fall, den PC zum Ersatz-/�bergangs-Fernseher zu machen, > k�me entweder eine Hybrid-Karte oder eine reine Analog-Karte in Frage.> Wobei ich aufgrund der Preise dann wohl eher zur Analog-Karte tendieren > w�rde.Wenn Sie Dir reicht.> Bei Leuten mit nachweislich "richtigem" Kabelfernsehen ist die > Empfangsqualit�t bei einigen Programmen besser als hier, und es werden > insgesamt mehr Sender empfangen. Au�erdem gibt es hier manchmal Prbleme > bei extrem schlechtem Wetter. Von daher scheint mir hier im Haus kein > "richtiges" Kabelfernsehen vorzuliegen.Vielleicht hat Euer Haus eine eigene Kopfstation. Dein Vermieter wir Dir das sagen k�nnen.>> Wenn Du also eine g�nstige>> PCI-Analogkarte wie eine AVerTV Go 007 nimmst, hast Du alles, was Du >> jetzt>> auch hast, nur eben zus�tzlich im PC.> > Was ist von dem Ding hier > > zu halten?Also ein Bekannter verflucht gerade seine Entscheidung zu einer Karte dieses Herstellers. Er musste wohl 400MB Treiber Software Update laden.WTF machen die da.> Ach nee, da sehe ich gerade "DirectX9 Soundkarte erforderlich". Ich hab' > nur Onboard Sound und zudem DirectX8.1 installiert. AFAIR aus dem Grund, > weil das vor l�ngerer Zeit ausprobierte DirectX9 mal irgendwie > (;Performance-?)Probleme verursacht hatte. Lag u.U. ich daran, da� auch > die Grafikkarte nur eine DirectX8.1-Karte ist, d.h. die > DirectX9-Voraussetzung ist nicht erf�llt.Davon habe ich keine Ahnung. WinXP-SP2 hat DirectX9 ansonsten l�uft fast nur Linux.Nico
Antwort von Nico Schumacher:Stephan Gerlach schrieb:> Nico Schumacher schrieb:>> Stephan Gerlach schrieb:>>> Also die Treiber gut waren schon ;) Deshlab w�rde ich nie auf billig >> kram aus Asien setzen.> > Also auf teuren Kram aus Asien?Aehm, noe. Ich bevorzuge mittlerweile Produkte von Hersteller, die im laufe der Jahre auch mal noch treiber nachlieferten oder auch Informationen zur Treiberprogrammierung rausgaben.>>> Wieso gerade ab 7.11.? :-)>>>> Weil dann in meiner Region das Analoge Fernsehn abgeshaltet wird und >> DVB-T aktiv sein wird. Die Privaten machen dabei zwar nciht mit, aber >> dann hat man wieder qualitativ hoeherwertiges ;)> > D.h. in den Fall braucht man ja quasi zwingend eine Hybrid Karte (;und > den Analog-Anschlu� in der Wand), weil ja Privaten weiterhin analog > senden?JA. Wennn man diese Sender sehen m�chte schon. Oder halt via Satelit. Per Antenne wird da nix mehr m�glich sein. Meine Beschwerde an die privaten ist schon l�nger raus, unbeantwortet. OK, wenn Sie meinen, ich kann drauf verzichten. Das Argument weshalb in l�ndlichen Regionen nur �ffentlichrechtliche kommen ist seitens der privaten, das es sich finanziell nicht lohnt, f�r die paar Kunden!Nico
Antwort von Andreas Viehrig:Stephan Gerlach schrieb:> Ich sehe gerade, da� viele Ger�te DirectX9 anfordern. Mit DirectX8.1 > keine Chance?Vermutlich nicht, wenn Du nicht irgendein Uralt-Teil erwischst.Was spr�che gegen DX9?Andi-- "Wenn Sie finden, da� das klar war, was ich gesagt habe, dann haben Siemich mi�verstanden..." Alan Greenspan
Antwort von Andreas Viehrig:Stephan Gerlach schrieb:> Andreas Viehrig schrieb:>> Generell mu� man sich nat�rlich entscheiden, ob man eine per USB oder>> Firewire angeschlossene Zusatz-Box oder eine PCI-Karte will. Beides hat>> seine jeweils eigenen Vor- und Nachteile.> Ich tendiere zur USB Karte (;bzw. "Stick" statt "Karte" mu� es hier wohl > hei�en), praktischer nutzbar und die Bel�ftung im Geh�use pa�t weiterhin > einigerma�en. :-)Ob es da was brauchbares f�r Analog-TV gibt, entzieht sich meiner Kenntnis.AFAICS sind das dann teure Hybrid- oder Nur-DVB-T-Teile.Andi-- "... Die Zeitschrift MacMagazin hatte auch mal ein ZIP-Laufwerk mit einemRasierapparat von Grundig vergleichen. Es zeigte sich, da� das ZIP-Laufwerk die h�here Speicherkapazit�t bot, aber eine erb�rmlich schlechteRasur erm�glichte." - Mathias B�we zu Fahrradschuhen Klick-Pedalen
Antwort von Andreas Viehrig:Stephan Gerlach schrieb:> Andreas Viehrig schrieb:>> Stephan Gerlach schrieb:>> Im Prinzip sollte es gehen. Das ist ja der Clou, da� DVB-T auf Grund der>> digitalen Grundlage gerade die Antennentechnik minimiert. Erst wenn der>> Empfang (;in der /Pampa/) wirklich mau wird, hilft eine aktive Antenne an>> Stelle der passiven, die ist aber auch nur wenige cm gr��er.> Ist das Aufstellen in der Wohnung im 3. Stock ein Problem?IMHO nicht. Je weiter oben, desto besser halt.>>> Aber dann w�rde man ja, wenn ich das richtig verstehe, nur �ffis >>> empfangen k�nnen.>> Das kommt drauf an, wie die Ausstrahlung in Deiner Region gestaltet ist.>> Das kannst Du ja rauskriegen.> Wenn ich mir die verlinkte �berallfernsehen-Seite angucke, dann geh�rt > meine Region zur gelb-gestrichelten Zone. D.h. nur �ffis empfangbar.Dito bei mir. So ist mir die Entscheidung, weiter bei kosteng�nstigemAnalogkabel zu bleiben, sehr leichtgefallen.> Also f�r den Fall, den PC zum Ersatz-/�bergangs-Fernseher zu machen, > k�me entweder eine Hybrid-Karte oder eine reine Analog-Karte in Frage.> Wobei ich aufgrund der Preise dann wohl eher zur Analog-Karte tendieren > w�rde.Dito.>>> Analog ja, allerdings nicht ans Netz von "Kabel Deutschland" >>> angeschlossen. Das sehe ich an den empfangbaren Sendern und der >>> Tatsache, da� keine Geb�hren an "Kabel Deutschland" gezahlt werden.>> Die Geb�hren werden sicher vom Vermieter gezahlt und sind wohl halt nur>> - wie das �blicherweise so gemacht wird - einfach in die Nebenkosten>> eingerechnet.> Bei Leuten mit nachweislich "richtigem" Kabelfernsehen ist die > Empfangsqualit�t bei einigen Programmen besser als hier, und es werden > insgesamt mehr Sender empfangen. Au�erdem gibt es hier manchmal Prbleme > bei extrem schlechtem Wetter. Von daher scheint mir hier im Haus kein > "richtiges" Kabelfernsehen vorzuliegen.Dann scheint da wohl eine Sch�ssel zu empfangen und das Signal an dieEinheiten zu verteilen. - Mu�t Du wissen, ob Du dann lieber einHybrid-Ger�t nimmst.>> Wenn Du also eine g�nstige>> PCI-Analogkarte wie eine AVerTV Go 007 nimmst, hast Du alles, was Du jetzt>> auch hast, nur eben zus�tzlich im PC.> Was ist von dem Ding hier > > zu halten?> Ach nee, da sehe ich gerade "DirectX9 Soundkarte erforderlich". Ich hab' > nur Onboard Sound und zudem DirectX8.1 installiert. AFAIR aus dem Grund, > weil das vor l�ngerer Zeit ausprobierte DirectX9 mal irgendwie > (;Performance-?)Probleme verursacht hatte. Lag u.U. ich daran, da� auch > die Grafikkarte nur eine DirectX8.1-Karte ist, d.h. die > DirectX9-Voraussetzung ist nicht erf�llt.Wenn Du nicht aufr�sten willst, bliebe da praktisch sowieso nur noch derGriff zu �lterer Analog-Technik. Hybrid ist damit AFAICS nicht drin.Da k�nntest Du Dich in dem Fall nach einer �lteren WinTV-Karte umsehen. Diekann zwar nur in halber Gr��e aufzeichnen, ist aber auf dem techn. Standvon vor ein paar Jahren. Trotzdem liegen die Teile noch immer in diversenGeilgeiz-Bl�d-M�rkten rum - wobei ich auch nicht wei�, welche DX-Versiondie haben wollen.Andi-- Frank Toennes' Selbsterkenntnis in :>Was w�rdest Du nur machen, wenn Du Deine Fetische noch nicht>gefunden h�ttest?Gruppen in de.ALL fluten.
Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen! Antworten zu �hnlichen Fragen:schwebestativ bei raportage benutzen?id box um mic in als line in am camcorder zu benutzenDigi Camcorder als Webcam benutzen:)Dokumentarfilm ausschnitte in kurzfilm benutzenMultimedia Festplatte zum Liveaufzeichnen benutzen?Alte FD mittels Adapter an GH2 benutzenKamera Sony EX1 als Abspieler benutzenWelche Objektive kann man an der 7D benutzen???Ebene als Maske benutzen und Ebenenverschiebung animieren550D: ISO Automatik mit Limit auf 1600 benutzen?Welche SD Karte f�r HDTV recording benutzen?aufnahmen 2.weltkrieg m�glichst g�nstig benutzenFCPX l�sst sich nicht mehr benutzenAudiokanal besch�digt. Kann nur Ton vom linken Kanal benutzen.Camcorder HDR-FX7 nach benutzen eines WW-Konverters dauerhaft unscharf??HD - (;Web)Cam f�r HD Fernseher via PCLautsprecherboxen f�r Fernseheraus Fernseher kommenKaufempfehlung LCD FernseherWelchen Fernseher ... ??Videoqualit�t auf LCD FernseherDVD f�r R�hren-Fernseher und FlachbildschirmeFernseher mit Satreceiver und DVD-Aufnahme?LCD/TFT Monitor als Fernseher verwenden?VHS Capturing - Bildruckeln am FernseherFirewire-Cam an Fernseher anschlie�en | de |
q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
Astronomisches Objekt (entdeckt 1610) | VILA Damenmode aus Dänemark kaufen | ABOUT YOU
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q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
Astronomisches Objekt (entdeckt 1610) | Zug von Memmingen nach Innsbruck ab 38€ | Tickets & Fahrpläne | Rome2rio
Züge von Memmingen nach Innsbruck
Entfernung 176.9 km
Die Zug-Fahrt zwischen Memmingen und Innsbruck dauert durchschnittlich 5Std. 13Min. und die schnellste Zug-Verbindung dauert 3Std. 53Min.. Die Zug-Linie fährt mehrmals täglich von Memmingen nach Innsbruck. Die Fahrt dauert möglicherweise an Wochenenden und Feiertagen länger dauern. Um nach spezifischen Reisedaten zu suchen, nutze das Suchformular auf dieser Seite.
39€ - 96€
Memmingen nach Innsbruck Zug Zeiten
Züge fahren alle 4 Stunden zwischen Memmingen und Innsbruck. Die früheste Abfahrt ist um 14:08 am Nachmittag und die letzte Abfahrt von Memmingen ist um 16:04 und kommt in Innsbruck um 21:18 an. Alle Verbindungen beinhalten einen Transfer in MUENCHEN HBF GL.27-36 und dauern durchschnittlich 5Std. 13Min.. Die Fahrpläne unten zeigen die nächsten verfügbaren Abfahrtszeiten.
Du willst herausfinden, wie man von Memmingen nach Innsbruck kommt? Wir haben eine Liste der am häufigsten gestellten Fragen unserer Nutzer zusammengestellt, wie zum Beispiel: Was ist die günstigste Transportart? Welche Option ist die schnellste? Wieviel Kosten Tickets normalerweise? Und noch viele mehr.
Gibt es eine train-Direktverbindung zwischen Memmingen und Innsbruck?
Nein, es gibt keine Direktverbindung per train von Memmingen nach Innsbruck. Allerdings gibt es Verbindungen ab Memmingen nach Innsbruck Hbf über Muenchen Hbf. Die Fahrt einschließlich Transfers dauert etwa 4Std. 20Min..
Wie weit ist es von Memmingen nach Innsbruck?
Die Entfernung zwischen Memmingen und Innsbruck beträgt 121 km. Die Entfernung über Straßen beträgt 176.9 km.
Ab wo geht der train von Memmingen nach Innsbruck?
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Wo kommt der train von Memmingen nach Innsbruck an?
Die von Deutsche Bahn Eurocity durchgeführten train-Dienste von Memmingen nach Innsbruck kommen am Bahnhof Innsbruck Hbf an.
Memmingen nach Innsbruck Bus Memmingen nach Innsbruck
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q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
Astronomisches Objekt (entdeckt 1610) | John Oliver bezahlt Arztschulden von 9000 Amerikanern - watson
John Oliver bezahlt Arztschulden von 9000 Amerikanern
Rechnet mit den «Debt Buyers» ab: John Oliver.
Late-Night-Moderator John Oliver bezahlt Arztschulden von 9000 Amerikanern
US-Moderator John Oliver hat unbeglichene Arztrechnungen in Höhe von 15 Millionen Dollar aufgekauft – und auf eine Rückzahlung durch die Schuldner verzichtet.
07.06.16, 02:38 07.06.16, 07:21
John Oliver verbindet Humor gern mit Gesellschaftskritik. Seine neueste Aktion ist zudem ausgesprochen grosszügig: Der Satiriker hat ausstehende Arztrechnungen im Wert von knapp 15 Millionen Dollar aufgekauft und sie den etwa 9000 Schuldnern erlassen.
Die Aktion war Teil eines 20-minütigen Segments in Olivers Sendung am Sonntagabend. Darin prangerte der Kabarettist die Praktiken von Inkassofirmen an, die bei Banken Schuldtitel zu einem Bruchteil ihres Werts kaufen. Anschliessend versuchen sie laut Oliver, die gekauften Schulden unter Einsatz von Drohungen einzutreiben, ohne die Einzelheiten der erstandenen Titel zu prüfen.
«Der Ankauf von Schulden ist ein schmutziges Geschäft und muss dringend besser kontrolliert werden», führte Oliver in seiner Sendung aus. Denn, so wie die Verhältnisse in der Branche gegenwärtig seien, könne «jeder Idiot» mitmachen. «Und ich kann das beweisen, denn ich bin ein Idiot und wir haben eine Inkassofirma gegründet. Es war beunruhigend einfach.»
Verglichen mit dem Wert der Schulden, war der Preis, zu dem Olivers Firma die Titel erstand, ein Schnäppchen: 60'000 Dollar.
Pana 07.06.2016 05:14
Highlight Ich bin einer dieser Schuldner. Leider nicht von denen die John gekauft / erlöst hat. Aber einmal mehr, was er macht und aufzeigt in seiner Show ist einfach grosses Kino. Viele Sachen in den Staaten sind abartig falsch. Und er zeigt es kompromisslos auf. Danke.
winglet55 07.06.2016 05:54
Highlight Das läuft in der Schweiz nicht anders!
ramonke 07.06.2016 06:32
Highlight hä also du bist schweizer und hast medizinische schulden in den usa versteh ich das richtig?
Energize 07.06.2016 06:35
Highlight Bist du sicher winglet55? Kann es mir nicht vorstellen. Weiss es aber auch nicht. Hast du Beispiele/ Links?
Pana 07.06.2016 07:06
Highlight Ja. Geh mal in die USA und verbring ne Nacht in einem Spital (gegen deinen Willen).
ramonke 07.06.2016 07:22
Highlight oh ja war ich schon sogar länger als ne nacht aber die schweizer krankenkasse übernimmt das alles???
musste am schluss nur den selbstbehalt bezahlen. kann mir nicht vorstellen das deine schweizer krankenkasse diese rechnungen nicht bezahlt hat...
dracului 07.06.2016 07:28
Highlight @Winglet55 In der Schweiz gibt es sehr wohl ähnliche Tendenzen. Zwar wird meist noch eine Betreibung eingeleitet, aber ab einem gewissen Zeitpunkt verkauft z.B. die "Alles ist möglich!"-Konsumkreditbank an ein Inkassobüro. Dort wird mehr ausgetauscht, als nur ein Excel und die Inkassobüros sind gesetzlich in der Schweiz besser abgestützt. Aber auch hier wird das "Alles ist möglich!" plötzlich gegen den säumigen Schuldner verwendet.
Pana 07.06.2016 07:47
Highlight Schweizer Krankenkasse hab ich nicht (Auslandschweizer). Deshalb kann ich die betroffenen Amerikaner gut verstehen. Will hier nicht auf Details eingehen. Vielleicht erzähl ich die Story eines Tages mal Watson, pressereif ist sie auf jeden Fall ;)
ramonke 07.06.2016 08:17
Highlight und noch ein weiterer grund um in der schönen schweiz zu bleiben. (oder einfach den wohnsitz in der schweiz haben und in amerika leben. machen meine grosseltern so)
Pafeld 07.06.2016 13:01
Highlight Die Grundversicherung deckt lediglich ab, was maximal dem fünffachen Betrag einer Behandlung in der Schweiz entsprechen würde. Der Rest geht auf die eigene Kappe.
Typisches Beispiel ist eine Blinddarmentzündung. Die Behandlung einer solchen kostet in den USA oder in Frankreich schnell mal 30'000 $ oder mehr. Was bedeutet, dass man schnell einmal mit persönlichen Kosten von 10'000 $ oder mehr konfrontiert sein kann.
Hand-Solo 07.06.2016 07:56
Highlight Ich liebe den Typen einfach!
Er macht nicht nur mit britischer schärfe das Maul auf. Er hat auch immer eine Aktion parat um sein Statement zu untermauern. So wie damals, als er seine eigene Kirche gegründet hat, damit ihm die Leute steuerfrei spenden schicken können...
sentir 07.06.2016 04:31
Highlight Bin kein Zahlenmensch, aber verstehe ich das richtig?
Er hat 15 Mio. Dollar Schulden für 60`000 Dollar von 9000 Personen gekauft? Ein schon sehr krasses Verhältnis.
Das würde heissen, dass wenn er von jedem Schuldner 10 Dollar bekommt, er einen Gewinn von 30`000 Dollar macht?
Sicher jeder Schuldner macht von diesem 10 Dollar-Angebot Gebrauch, um schuldenfrei zu sein.
ramonke 07.06.2016 06:33
Highlight so hab ich das noch gar nicht gesehen...
Pana 07.06.2016 07:09
Highlight Die Schulden werden für 0.5% des Realwertes verkauft, wenn ich das richtig verstanden habe.
Madison Pierce 07.06.2016 08:19
Highlight Das werden Schuldner der absolut untersten Bonitätsklasse sein. Anstatt ganz abschreiben noch 60000 Dollar verdienen ist nachvollziehbar.
"Normale" Schulden werden soweit ich weiss in der Schweiz zu ca. 2/3 des Wertes verkauft. Wenn man sieht, wie mühsam das Inkassowesen ist, ist es verständlich, dass Firmen das outsourcen.
Silas89 07.06.2016 14:40
Highlight Was wäre eigentlich, wenn man die eigenen Schulden so aufkauft?
reputationscoach 07.06.2016 13:26
Highlight The modern American slavery... Dept-Buyers.
c_meier 07.06.2016 09:45
Highlight ist ähnlich wie die heute-Show im ZDF am Freitag abend dort wird auch Woche für Woche aufgezeigt was absurd komisch läuft in Deutschland oder in der EU...
DerWeise 07.06.2016 11:25
Highlight ... eher Die Anstalt
Adremos 07.06.2016 08:41
Highlight Das traurige an John Olivers genialen Sendungen ist, dass man darüber lachen muss, und danach amüsiert schlafen geht.....
Typu 07.06.2016 09:38
Highlight Das liegt völlig an dir wie du mit dem sendungsinhalt umgehst. Offenbar hast du die schiene gleichgültigkeit/amüsement gewählt. Könntest es auch als inspiration/handlung aufnehmen.
reputationscoach 07.06.2016 13:37
Highlight Vor allem, wenn durch eine Handlung für 9000 Amerikaner 15 Millionen Arztrechnungen bezahlt wurden. Super John Oliver, sie sind ein moderner Hofnarr und haben erkannt, das persönliche Reputation etwas vom wertvollsten ist in unserem Informationszeitalter.
Tilman Fliegel 07.06.2016 15:23
Highlight Die Rechnungen wurden nicht bezahlt.
John M 07.06.2016 07:58
Highlight Wir in der Schweiz ähnlich betrieben: Kann beim Schuldner mittels einer Pfändung die Schuld nicht betrieben werden erhält der Gläubiger einen Unverzinsbaren Verlustschein. Der Gläubige kann diesen Verlustschein danach an jedem beliebigen Weiterverkaufen, muss nicht mal unbedingt ein Inkassounternehmen sein. Häufig werden diese Schulden von solchen Unternehmen zu einem geringen Preis aufgekauft. Diese erheben danach Anspruch auf die Schuld und verrechnen dabei noch weitere Kosten. Ist ein ziemlich einträgliches Geschäft für solche Firmen.
Gelöschter Benutzer 07.06.2016 07:09
Highlight Hmm, da müssten sich die Schuldnerbzusammenschliessen und selbst die Schulden kaufen 😎
Achja, dafür braucht man erst mal keine Schulden.
Cash 07.06.2016 03:34
Highlight Sozialkritik und etwas konkretes tun um zu helfen, super (leider führt das US System zu solch absurden Situationen)
Alex_Steiner 07.06.2016 12:16
Highlight Unser System ist das gleiche? Nennt sich Kapitalismus. | de |
q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
Astronomisches Objekt (entdeckt 1610) | * Vielen Dank an foodspring für die Bereitstellung der Produkte! 66 Kommentare
Vegane Schoko-Crossies + Nikolausgewinnspiel
Spekulatius, heiße Schokolade, gebrannte Mandeln, Kerzen und Tannengrün…. Die schönste Zeit des Jahres ist bereits in vollem Gange!
Heute ist bereits der 6.Dezember und somit Nikolaus in Deutschland. In den Niederlanden wird "Sinterklaas" übrigens bereits am 05.Dezember gefeiert.
Kennt ihr Pepernoten? Pepernoten werden hier in den Niederlanden um diese Zeit gerne gegessen und als Süßigkeiten verteilt.
Heute gibt es ein leckeres und super einfaches Rezept für vegane Schoko-Crossies. Die vegane Kuvertüre habe ich von VIVANI zugeschickt bekommen. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal dafür (ganz zum Schluss gibt es auch etwas für euch zu gewinnen ;)). Man benötigt (für ca. 20-25 Stück):
100g Vivani Vollmilch Kuvertüre
100g Vivani Weiße Kuvertüre
Als erstes müsst ihr die Schokolade schmelzen. Anschließend gebt ihr die Mandelsplitter und die Cornflakes in die flüssige Schokolade. Nun müsst ihr das Ganze umrühren bis alles mit der Schokolade ummantelt ist. Jetzt nehmt ihr euch einen Esslöffel und gebt kleine Häufchen des Gemisches auf ein Stück Backpapier. Nun muss nur noch gewartet werden, bis die Schoko-Crossies abgekühlt sind. Sind sie abgekühlt, könnt ihr sie genießen! :)
Und damit ihr auch was von dem ganzen hier habt, habe ich die Möglichkeit bekommen, etwas an euch verlosen zu dürfen. :)
Fünf von euch können je ein winterliches Set von VIVANI gewinnen. Enthalten sind jeweils die Trinkschokolade "Hot Chocolate" und Kakaopulver.
Quelle: VIVANI
Wer am Gewinnspiel teilnehmen möchte, der muss mindestens 18 Jahre alt sein, in Deutschland wohnen und die folgende Frage in einem Kommentar beantworten: Von wem/bei wem werden die Schokoladen hergestellt? Die Antwort findet ihr natürlich auf der Webseite. Zudem würde ich mich freuen, wenn ihr mir über irgendeinen Kanal folgen würdet.Ihr habt nun eine Woche Zeit, teilzunehmen, denn am 13.12.2016 um 23:59 Uhr endet das Gewinnspiel. Anschließend werde ich ganz oldschool durch Papierlose den Gewinner ziehen und ihn dann am 14.12.16 kontaktieren.Der Gewinn wird von VIVANI verschickt, wodurch ich eure Adresse an VIVANI weiterleiten werde.Ich behalte mir das Recht vor, reine Gewinnspielaccounts von der Teilnahme auszuschließen! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.Nun bleibt mir nur noch übrig, euch ganz viel Glück zu wünschen. :)
EDIT: Das Gewinnspiel ist beendet. Gewonnen haben Daniela, Bea, Tami, Fabiana und Sinni. Ihr fünf werdet von mir eine Mail erhalten! :)
SchokoCrossies,
Unser Smartphone ist unser ständiger Begleiter. Es macht Spaß, lässt uns mit Freunden Kontakt halten und macht aber auch vor allem eins: Ablenken! Doch man kann sein Handy auch sinnvoll nutzen. ;) Gerade als Student kann es mehr als nützlich sein, ein paar hilfreiche Apps auf seinem Handy zu haben, die einem das Studentenleben vereinfachen.
Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber bei mir ists ganz nach dem Prinzip: Nichts ist produktiver als eine Deadline. Kurz vor Ende schaffe ich immer am meisten und stresse mich dann aber mit der knappen Zeit rum. Dies soll sich ändern und zwar mit any.do. Hier kann man sich selbst To Do Listen anlegen und so immer direkt alles im Blick haben, was man noch erledigen muss. Ich habe ja die Hoffnung, dass ich dadurch etwas eher anfange, Dinge zu erledigen und dann alles etwas entspannter angehen kann.
Dies ist eine App, mit der ihr gut Zeit sparen könnt. Tape a Talk Voice Recorder funktioniert quasi wie ein Diktiergerät. Somit könnt ihr beispielsweise während Gruppenarbeiten Wichtiges mitschneiden, kommt so schneller weiter, als wenn jemand immer alles aufschreibt und könnt später immer wieder darauf zugreifen. Eine weitere coole Sache für iPhone Besitzer wäre "Dragon Dictation". Diese App kann das Gesagte sogar direkt verschriftlichen. Für Android gibt es sowas bisher nicht, glaube ich. Falls doch, lasst es mich gerne wissen. SelfControl
Instagram, Pinterest, Facebook, Snapchat, Whatsapp... alles Apps, die wahnsinnige viel Zeit rauben. Mit SelfControl hat man die Möglichkeit, ausgewählt Websites und Apps für eine bestimmte Zeit zu sperren. Man kann dann solange nicht auf die jeweilige Seite zugreifen, bis der Countdown abgelaufen ist. Ich finde das, zumindest für mich, eine sehr gute Idee. Auch für den PC gibt es ein solches Programm: "Rescue Time".
Bei dieser App kann man sich MindMaps, Karteikarten, Quiz oder einfach nur Notizen erstellen. Das Erstellen dieser geht am besten am PC (mit dem eigenen Account kann man sich nämlich auch hier anmelden), abrufen kann man sie dann aber super einfach auch am Handy. Für Prüfungsvorbereitungen ist dies bestimmt eine gute Lösung um sich Bestimmtes zu visualisieren. Die erstellten Lernmaterialien kann man dann auch für Freunde freigeben und mit ihnen Lerngruppen bilden.
Diesen Tipp haben wir sogar direkt von einer Dozentin erhalten. Mit der App fällt es euch leichter, euer Literaturverzeichnis anzulegen. Ihr müsst nur den Titel eines Buches, welches ihr zitieren wollt, eingeben und die App kreiert für euch die richtige Zitierweise. Vorher müsst ihr nur noch angeben, in welchem Stil ihr zitieren wollt/müsst. Bei mir an der Uni ist es beispielsweise APA.
Bekanntlich sind Studenten ja oft knapp bei Kasse. Damit man aber einen besseren Überblick über seine Finanzen hat, finde ich Monefy super. Dort kann man monatlich seine Einnahmen und Ausgaben eintragen und sieht dann genau, wieviel Geld man ausgegeben hat, wieviel man noch zur Verfügung hat und kann am Ende des Monats schauen, wohin das meiste Geld ging.
Welche Apps kennt ihr noch, die hilfreich sein könnten? :)
Lerntipps,
Geschenkideen, über die sich jeder freuen dürfte
Es ist Mitte November. Die Weihnachtszeit beginnt schon sehr bald - in den Geschäften ist sie seit Wochen bereits angekommen. Höchste Zeit also, sich so langsam Gedanken über die passenden Geschenke für seine Liebsten zu machen.
Ich bin so eine Person, die die Überlegungen nach dem richtigen Geschenk meist sehr lange mit sich rumschleppt und das Ganze dann in der letzten Woche vor Weihnachten erledigt. Dies hat meist zur Folge, dass es dann in Stress ausartet. Deshalb starte ich dieses Jahr einen neuen Versuch, diesmal alles anders zu machen. :D
Und damit auch jeder mit seinem Geschenk glücklich ist, hab ich mir gedacht, wäre so eine kleine Übersicht mit schönen Geschenkideen sicher ganz praktisch.
Denn bestimmt kennt es jeder von euch, wenn man etwas bekommt, bei dem man das Gefühl bekommt, der Gegenüber hat sich nicht wirklich Gedanken gemacht. Bei mir lösen beispielsweise Gutscheine dieses Gefühl aus.
Aber sie tun nicht nur das. Ich persönlich mag Gutscheine einfach nicht besonders. Sie sind immer an etwas bestimmtes gebunden und können nur in dem einen Restaurant, dem einen Geschäft oder sonst wo eingelöst werden. Besser fände ich da sogar noch Geldgeschenke, wobei ich mich viel mehr über persönliche Dinge freuen würde, bei denen ich merke, dass man sich Gedanken gemacht hat, was das Richtige für mich sein könnte. Geld spielt dabei absolut keine Rolle. Das Geschenk soll von Herzen kommen und wir zumindest von mir nicht durch den Preis definiert. Am meisten freue ich mich zum Beispiel darüber, wenn man Zeit gemeinsam verbringt. Und da stehe ich nicht alleine da, oder? Zeit ist in der heutigen Zeit sehr wertvoll, wodurch es mich umso mehr freut, wenn man sich die Zeit für mich nimmt und mir damit eine Freude macht. Ich unternehme gerne etwas mit meinen Liebsten. Sei es einfach ein entspannter Nachmittag in einem Café, ein DVD Abend oder ein ausgiebiger Spaziergang zum Quatschen.
Aber auch persönliche Geschenke liebe ich. Geschenke, bei denen man erkennt, dass man sich Gedanken gemacht und auch Zeit investiert hat. Für mich. Fotos finde ich zum Beispiel immer eine gute Idee, mit passenden Beschriftungen und Anekdoten bleiben sie für immer eine tolle Erinnerung. Selbstgebackenes gefällt mir auch immer sehr gut. Es sieht meist sehr schön aus und schmeckt nochmal umso besser.
Wie steht ihr zu dem Thema? Welche Geschenke mögt ihr nicht so, welche hingegen aber umso mehr? Lasst es mich in den Kommentaren wissen! :)
Der Beitrag heute ist im Rahmen der "Join the movement"- Aktion von PILOT entstanden. Auf der Aktionsseite von PILOT* könnt ihr mehr über die Aktion erfahren und sogar selbst teilnehmen. Für jeden hochgeladenen Wunschzettel spendet PILOT 0,50€ an den Verein Kinderlachen e.V.. Ich finde das eine gute Chance, Kindern an Weihnachten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern! ♥ * Anzeige: Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit PILOT entstanden. Vielen Dank dafür.
Ich studiere nun seit einigen Wochen in den Niederlanden und auch, wenn ich noch immer in Deutschland wohne, merkt man doch schon deutliche Unterschiede zwischen Niederländern und Deutschen.
In den Niederlanden herrscht einfach eine ganz andere Mentalität als in Deutschland. Ob nun besser oder schlechter als in Deutschland will ich nicht sagen. Einfach anders.
Dennoch bin ich der Meinung, dass wir Deutsche uns das ein oder andere bei den Niederländern abschauen könnten. "Komt goed"
Das war so das erste, was ich in meiner bisherigen Zeit an der Uni gelernt habe. Auf mich macht es daher den Eindruck, dass die Niederländer um einiges gelassener und lockerer an die Dinge herangehen und vieles nicht so genau nehmen. Denn: Es wird schon gut! Und ist es nicht wirklich so? Irgendwie regelt sich doch immer alles zum Guten.
Ein wenig schließt dieser Punkt an den obrigen an. Die niederländische Gelassenheit finde ich sehr bewundernswert. Ich habe das Gefühl, Niederländer meckern nicht so viel. Wenn bei uns in Deutschland ewig lange Schlangen an der Kasse sind, so bekommen viele doch schon eine Krise, weil sie Zeit verschwenden. Niederländer hingegen, bringt dies nicht aus der Ruhe, sie nehmen es einfach so hin (und achten auch so nicht so sehr auf Pünktlichkeit). Denn ändern können sie es eh nicht.
Wenns praktisch und einfach ist, dann ist es gut Es fing schon im Sprachkurs an. Regeln gibt es nicht so viele. Wenn man sich fragte, warum hier zum Beispiel nun "jij" statt "je" verwendet wird, dann bekam man die Antwort: "Uitspraak!", also wegen der Aussprache. Das ist einfach so, damit die Aussprache leichter fällt. In den Einkaufsläden wird immer bis auf den nächsten Zehner aufgerundet. Und warum? Weil es praktischer ist, nicht so viele kleine 1, 2 und 5 Cent Stücke im Portemonnaie mit sich herum zu tragen.
Wenn man sich bei den Niederländern also nach dem Sinn fragt, so braucht man sich eigentlich nur fragen "Ist es praktisch? Ist es einfacher?" und schon hat man die Antwort. Denn die Niederländer sind ein sehr praktisch denkendes Völkchen. Find ich gut!
Quasi die halbe Nation fährt Fahrrad
Was einem unweigerlich als erstes auffallen muss, wenn man in die Niederlande fährt, sind die zahlreichen Fahrradfahrer. Daher ist es auch nicht so außergewöhnlich, wenn man an der Fahrradampel zwei Phasen warten muss, da nicht alle auf einmal rüberkommen :D. Aber ich finde das gut. Wir Deutsche könnten ruhig auch öfter mal aufs Rad steigen, statt mit dem Auto Kurzwege zu fahren. Fahrradparkplätze gibt es in den Niederlanden wie Sand am Meer, da könnte man hier bestimmt auch mehr anbieten.
Ich persönlich mag das ganze Hin und Her mit "Sie" und "Du" in Deutschland nicht. Man muss immer überlegen, wie man seinen Gegenüber nun ansprechen soll, ohne einen Fehler zu machen. An meiner Uni ist das alles total locker. Die Dozenten stellten sich direkt mit ihrem Vornamen vor, "beschwerten" sich sogar, wenn wir sie siezten und finden es daher ganz normal, mit "Du" angesprochen zu werden. Und es funktioniert. Warum also muss Deutschland das einzige Land sein, in dem es diesen Unterschied gibt? Es könnte so viel unkomplizierter sein, wo wir wieder bei dem pragmatischen Denken der Niederländer wären.
Ward ihr schon mal in den Niederlanden und könnt meine Punkte nachvollziehen? Wie findet ihr generell diese Unterschiede? Würdet ihr euch das für Deutschland auch wünschen?
Zugegeben, es gehört nicht so viel Kochkunst dazu, Grießklößchen selbst zu machen. Aber sie schmecken einfach soo gut, gehen recht schnell und sind auch für Kochanfänger super geeignet. Deshalb möchte ich euch heute verraten, wie ich Grießklößchen nach dem Rezept meiner Mama mache. Das benötigt ihr:
Ferment Bio Peeling Mask - Woresan GmbH
Ihr müsstet eigentlich aus dem gröbsten der Pubertät raus sein, doch eure Haut sieht immer noch aus, als wärt ihr mittendrin? Aufgrund von Stress, hormonellen Schwankungen oder Umwelteinflüssen kann eure Haut sehr schnell zu Unreinheiten neigen. Und dies wahrscheinlich immer dann, wenn eine Verabredung oder ein wichtiger Termin bevorsteht. Ihr habt schon sämtliche Produkte ausprobiert, aber nichts hilft? Dann hab ich nun eventuell die perfekte Lösung für euch.
Ich bin fast 20 Jahre, müsste aus der Pubertät somit lange raus sein und habe noch immer mit Hautunreinheiten im Gesicht zu kämpfen. Nun habe ich nicht die schlimmste Haut, man sagte mir auch, das wäre durchaus in meinem Alter noch "normal", ich überschminke das Ganze auch nicht, doch stören tats mich schon. Durch einen Freund habe ich nun die Möglichkeit bekommen, die Ferment Bio Peeling Maske von Woresan zu testen. Und was soll ich sagen? Anfangs habe ich nicht ganz geglaubt, dass das, was er mir über diese Maske erzählte, wirklich stimmt. Doch nun, nach dem Test, kann ich mit ruhigem Gewissen sagen: Es stimmte.
Seit ein paar Monaten, ist es möglich, auch als Endverbraucher an das Produkt von Woresan zu kommen. Vorher war es ausschließlich Bestandteil in pflegender Kosmetik, dekorativer Kosmetik und medizinischen Produkten.
Die Woresan GmbH ist eine Firma, die ihren Sitz in der Nähe von Hannover in Isernhagen hat. Durch Fermentation von ausschließlich regional angebautem Bio-Roggen wird die Maske hergestellt und ist dadurch aufgrund kurzer Transportwege umweltschonend und steht für Nachhaltigkeit.
Als ich die Maske zum ersten Mal aufgetragen hatte, fiel mir direkt der kühlende, erfrischende Effekt auf. Allerdings ist dies nicht bei jedem so. Bei anderen wurde die Maske bei Kontakt mit der Haut eher warm. Da dürft ihr euch also überraschen lassen. :)
Die Anwendung ist wie bei jeder Maske kinderleicht. Ihr tragt das Produkt einfach auf euer Gesicht auf, lasst es circa 15-20 Minuten einwirken und wascht es dann mit Wasser ab. Die Augenpartie solltet ihr dabei natürlich aussparen.
Pro Anwendung nutzt ihr ein Tütchen. Wie oft ihr die Maske auftragt, bleibt euch überlassen, es ist überhaupt kein Problem, diese täglich anzuwenden. Allerdings habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, sie circa alle drei Tage anzuwenden. Bereits nach wenigen Tagen habe ich eine Verbesserung erkennen können. Das Hautbild wurde deutlich verfeinert und Hautunreinheiten beseitigt.
Die Konsistenz der Maske ist flüssig, wodurch sie sich jedoch gut im Gesicht verteilen lässt, sehr ergiebig ist und sich angenehm anfühlt. Von Minute zu Minute trocknet die Maske immer mehr durch und führt zu leichten Spannungen im Gesicht, welche aber absolut nicht störend sind und sich nach dem Abwaschen der Maske direkt wieder legen. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, hat sie eine hellbraune Farbe, welche bereits an Brot erinnert. Sobald ihr das Tütchen aufmacht, kommt euch zudem der Duft von frisch gebackenem Brot entgegen. Total angenehm und absolut natürlich.
Der große Vorteil dieser Maske ist ihre hundertprozentige Natürlichkeit. Es gibt eine überschaubare Liste an Inhaltsstoffen, wodurch man genau weiß, was drin ist und das ist nichts Künstliches. Auf Konservierungsstoffe, Parabene, Alkohol und Duftstoffe wurde bei der Herstellung komplett verzichtet. Stattdessen wirkt die Maske durch die bei der Fermentation entstandene Milchsäure, Aminosäure und Pantothensäure (Vitamin B) und regt die Zellerneuerung an.
Durch die enthaltene Roggenkleie wird ein sanfter, mechanischer Peelingeffekt erzeugt, der zu der Verfeinerung des Hautbildes beiträgt.
Zudem ist die Maske dermatologisch getestet, vegan und frei von Tierversuchen.
Ich kann euch diese Maske echt empfehlen. Wie bereits erwähnt, hätte ich nicht gedacht, dass ich so schnell Verbesserungen feststellen kann. Einfach, weil ich das von anderen Produkten nicht gewohnt war. Bereits nach ein paar Tagen merkt man deutlich, dass etwas geschieht und dass das Gesicht klarer und feiner wird. Hautunreinheiten verschwinden nach und nach und man kann vor wichtigen Terminen nicht mehr in den Wahnsinn getrieben werden. ;)
Seid ihr interessiert? Kaufen könnt ihr die Peeling Maske HIER!
8 Tütchen kosten knapp 16 €. Auch, wenn sich das für den ein oder anderen erstmal viel anhört, ihr Geld ist die Maske meiner Meinung nach wert, denn sie zeigt viel schneller Ergebnisse als andere Produkte aus der Drogerie, die man über Monate anwendet.
Habt ihr schon mal von Woresan bzw. der Ferment Bio Peeling Maske gehört? Würdet ihr in Betracht ziehen, diese mal zu testen? * Dieser Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit Woresan GmbH entstanden. Vielen Dank dafür.
Rezeptinspirationsquellen
Wie ihr bereits wisst, bin ich vor circa drei Wochen von zuhause ausgezogen. Dies bedeutet, dass ich nun auf mich allein gestellt bin und vor allem eines: Ich muss für mich selber kochen.
Das Kochen ist nicht das schwierige, sondern eher der Punkt, dass ich nie weiß, was ich mir denn nun kochen soll. Aus diesem Grund habe ich mich mal auf die Suche nach Inspirationen, die man auf die verschiedensten Art und Weisen bekommen kann, gemacht.
Im World Wide Web findet man natürlich so einiges. Zum einen gibt's da bekannte Seiten wie chefkoch.de oder kochbar.de. Hier hat man den Vorteil, dass man gezielt suchen kann, worauf man gerade Lust hat. Beispielsweise auf einen Gratin und dann werden einem einige verschiedene Variationen angezeigt. Zudem kann man oftmals genau angeben, wie lange das Kochen dauern soll und wie viele Personen mitessen, wobei die Mengenangaben entsprechend berechnet werden. FoodblogsZum anderen gibt es aber auch viele interessante Foodblogs, die ebenfalls viel Inspiration bieten. Auf Dearlicious und C&B with Andrea schau ich zum Beispiel immer wieder gerne vorbei. Für die nächste Woche habe ich mir vorgenommen, einmal Andreas Nudeln mit Tomaten-Sahne-Soße zu machen. Wie ihr auf dem Bild unten sehen könnt, schaut das total lecker aus, auch wenns "nur" Nudeln mit Soße sind. Hoffentlich siehts bei mir auch so aus. :D
Nudeln mit Tomaten-Sahne-Soße. Quelle: C&B with Andrea
Neben den ganzen digitalen Rezeptideen gibt es natürlich auch noch die guten alten Kochbücher. Vom Tre Torri Verlag habe ich freundlicherweise das Kochbuch "Schneller Teller. Rezepte für jeden Tag von Stevan Paul" zugeschickt bekommen. Dort stehen nur Rezepte drin, die man in 15, 20 oder 30 Minuten kreieren kann. Unter anderem finde ich hier das Paprika-Cashewnuss-Gazpacho mit gegrillten Hähnchenspießen total interessant, welches ihr auch unten auf dem Foto sehen könnt.
Eine große Inspirationsquelle bieten meiner Meinung nach auch Freunde und Bekannte. Ist man zum Beispiel zum Essen eingeladen, isst man doch oft Dinge, die man selber nicht kocht oder anders kocht. Dadurch erweitert sich der eigene Horizont um einiges und wenn es einem schmeckt, hat man direkt ein neues Rezept. Was sind eure Inspirationsquellen, wenn es darum geht, was ihr euch zum Mittag- oder Abendessen kocht?
Studium, neue Sprache, Auszug von zuhause :)
Und auf einmal ging alles total schnell. Ich wohne nun nicht mehr zuhause, sondern rund 200km entfernt in Kranenburg an der Grenze zu den Niederlanden. Der Grund dafür? Ich werde in den Niederlanden in Nijmegen studieren. An ein Zimmer direkt vor Ort war aber absolut nicht dranzukommen, sodass ich schon fast verzweifelt bin als ich gut 3 Wochen vor Studienstart noch immer keine Unterkunft hatte. Quelle: Pixabay
Umso glücklicher war ich dann, als sich direkt zwei Personen auf meinen Aufruf in einer Facebookgruppe meldeten. Wie sich später rausstellte, gehörten diese beiden Personen zu ein und derselben WG. Perfekt! 4er Mädels WG, alle studieren ebenfalls in Nijmegen genau dasselbe Fach, nur eben bereits 3 Jahre weiter.
In den letzten zwei Wochen, die ich zuhause verbracht habe, habe ich versucht, nochmal alle meine Freunde zu treffen, Zeit mit ihnen zu verbringen und nach und nach Abschied zu nehmen. Klar, ich bin nicht aus der Welt, doch trotzdem ists für mich eine große Umstellung und ich hoffe sehr, dass der Kontakt bestehen bleibt.
Die erste Woche habe ich bereits hinter mir. In dieser fand der Sprachkurs statt. Ganz schön ungewohnt, die niederländische Sprache. Vor allem, wenn mit einem direkt ausschließlich niederländisch im Unterricht gesprochen wird. Aber ich bin eigentlich ganz zuversichtlich, dass ich das schnell in meinen Kopf rein bekommen werde. :)
In den kommenden Tagen kommen auch die anderen drei Mädels aus ihren Ferien zurück und ich bin gespannt, wie wir uns verstehen werden. :)
Ich stehe nun mehr oder weniger auf eigenen Beinen. Zumindest muss ich selbst einkaufen, kochen, waschen, putzen und meinen Alltag so organisieren, sodass alles irgendwie unter einen Hut passt. Der Auszug aus "Hotel Mama" ist eine Umstellung. Natürlich. Auf der einen Seite bietet der Auszug viele Freiheiten, Unabhängigkeit, die Kontrolle der Eltern wird weniger und man muss nicht alles erklären. Auf der anderen Seite allerdings bringt das Ganze auch einige Verpflichtungen mit sich und hilft einem aber bestimmt ungemein beim Selbstständigwerden. Doch auch das gehört zum Erwachsen werden dazu und ist ein wichtiger Schritt im Leben, finde ich. Und ich bin froh, ihn schon jetzt gehen zu können.
3 Jahre Carotellstheworld + Giveaway Original Source & Moses Verlag
Mit drei Tagen Verspätung kommt nun auch endlich das dritte und letzte Geburtstagsgewinnspiel online. Leider hat mir unser Internet ein wenig einen Strich durch meine Rechnung gemacht. Doch ich hoffe, dass das Problem nun behoben ist.
Heute gibt es eine Besonderheit, denn es gibt zwei verschiedene Gewinne.
Zum einen wäre da Original Source, die mir ein paar ihrer Produkte zur Verfügung gestellt haben. Original Source kennen bestimmt viele von euch. Es handelt sich hierbei um Shampoos, Duschcremes und Seifen. Egal, welches Produkt es nun ist, alle haben einen tollen Duft, welcher auch nicht direkt nach ein paar Minuten verfliegt, sondern länger auf dem Körper haften bleibt. Sowas finde ich immer ganz schön. Aber auch die Pflegewirkung ist meiner Meinung nach super. Meine Haut fühlt sich nach Verwendung weich und geschmeidig an und so solls doch sein, oder? :)
Zu gewinnen gibt es das Duschgel Blauer Ingwer, Zitrone & Chilli, die beiden Shower Milks Kirsche & Mandelmilch und Grüne Banane und Bambusmilch und die beiden Seifen Kokosnuss & Sheabutter und Vanille & Erdbeer.
Wer am Gewinnspiel teilnehmen möchte, der muss mindestens 18 Jahre alt sein, in Deutschland wohnen und den folgenden Satz in einem Kommentar vervollständigen: "Das absolute Dufterlebnis - ...." . Die Antwort findet ihr natürlich auf der Webseite. Zudem würde ich mich freuen, wenn ihr mir über irgendeinen Kanal folgen würdet.
Ihr habt nun eine Woche Zeit, teilzunehmen, denn am 12.08.2016 um 23:59 Uhr endet das Gewinnspiel. Anschließend werde ich ganz oldschool durch Papierlose den Gewinner ziehen und ihn dann am 13.08.16 kontaktieren.
Ich behalte mir das Recht vor, reine Gewinnspielaccounts von der Teilnahme auszuschließen! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Nun bleibt mir nur noch übrig, euch ganz viel Glück zu wünschen. :)
Und zum anderen konnte ich den moses. Verlag mit ins Boot holen. Hier profitieren bestimmt vor allem diejenigen, die dem Filofaxing Trend verfallen sind oder eine Vorliebe für Notizbücher und Sticky Notes haben. Denn hier darf ich ein paar Produkte aus der Weltenbummler und der Happy Me Reihe verlosen. Diese beiden Reihen finde ich besonders süß gestaltet und durfte auch bereits den Glücklichmacher für den Alltag lesen. Die Produkte sind sehr detailliert und niedlich gestaltet und peppen jeden Kalender auf. Auch Notizbücher kann man meiner Meinung nach nie genug haben. Bestimmte Dinge schreiben die meisten ja doch noch lieber auf Papier, als schnell ins Handy. :)
Was ihr genau gewinnen könnt, seht ihr auf den Fotos. :)
Wer am Gewinnspiel teilnehmen möchte, der muss mindestens 18 Jahre alt sein, in Deutschland wohnen und die folgende Frage in einem Kommentar beantworten: Wann wurde moses. gegründet? Die Antwort findet ihr natürlich auf der Webseite. Zudem würde ich mich freuen, wenn ihr mir über irgendeinen Kanal folgen würdet.
* Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Original Source und moses.
Die Gewinnspiele sind beendet. Gewonnen haben Anke (Original Source) und Belinda (moses. Verlag), eine Nachricht habt ihr bereits von mir erhalten. :)
3 Jahre carotellstheworld,
MosesVerlag,
3 Jahre Carotellstheworld + Giveaway Daily Dreamery
Heute startet das zweite Gewinnspiel anlässlich meines dritten Bloggeburtstages, welches gleichzeitig etwas anders als gewöhnlich ist. Mein heutiger Sponsor ist nämlich keine normale Firma, sondern eine liebe Bloggerkollegin, die ihren eigenen Shop eröffnet hat.
Die liebe Anke von Daily Dreamery kenne ich bereits eine Weile (vielleicht kennt ihr sie von ihrem Gastpost bereits). Als ich darüber sprach, dass ich Sponsoren für meinen Bloggeburtstag suche, bot sie mir direkt an, auch etwas zuzusteuern. Aber erstmal gibts ein paar Infos über sie und ihren Blog. Anke kommt aus Leipzig und zeigt euch auf ihrem Blog zahlreiche handgefertigte Dinge oder auch wie ihr Kleinigkeiten zum Naschen ganz einfach selbst machen könnt. Pekannuss-Kokos-Hafertaler, Kirsch-Limetten-Kokos-Kuchen, eine Dekoschale aus Papiergarn und Perlen-Anhänger "Indian Summer". Dies und vieles mehr findet man auf ihrem Blog. Man merkt direkt, dass viel Liebe hinter dem Ganzen steckt, was Ankes Blog für mich einfach einzigartig macht und das, obwohl ich selbst so überhaupt nicht in der Lage wäre, solche schönen Dinge herzustellen. :D
Vor ein paar Wochen startete Anke zudem ihren eigenen Onlineshop, in dem ihr so manches Selbstgemachtes erwerben könnt. Dort findet ihr unter anderem ihre Blogger-Schmuck-Kollektion, bei der auch ich ein Teil davon sein durfte. :)
Als ich mit ihr schrieb, zeigte sie mir ihr zu der Zeit neuestes Projekt: Ketten im Ethno-Look.
Direkt fand ich die Ketten total süß und könnte mir die gut bei einem schlichten Outfit als Eyecatcher vorstellen. In ihrem oben verlinkten Blogpost zeigt sie sogar, wie ihr diese Ketten selber machen könnt. Für unbegabte Menschen, wie ich einer bin, habe ich aber eine gute Nachricht. Denn wie ihr euch bestimmt schon denken könnt, hat Anke mir drei ihrer Ketten zum Verlosen zukommen lassen. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal dafür, Anke! :)
Wer am Gewinnspiel teilnehmen möchte, der muss mindestens 18 Jahre alt sein, in Deutschland wohnen und die folgende Frage in einem Kommentar beantworten: Auf welchem Blog bloggt Anke zusätzlich über alles, was Frauenherzen höher schlagen lässt? Die Antwort findet ihr natürlich auf Daily Dreamery. Zudem würde ich mich freuen, wenn ihr mir über irgendeinen Kanal folgen würdet. Schreibt mir unbedingt auch dazu, welche Kette ihr am liebsten haben wollen würdet.
Ihr habt nun eine Woche Zeit, teilzunehmen, denn am 07.08.2016 um 23:59 Uhr endet das Gewinnspiel. Anschließend werde ich ganz oldschool durch Papierlose die Gewinner ziehen und diese dann am 08.08.16 kontaktieren.
* Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Anke von Daily Dreamery.
Das Gewinnspiel ist beendet! Gewonnen haben Andrea, Dear und Natalie. Eine Benachrichtigung habt ihr bereits erhalten! :)
Daily Dreamery,
Top 4 Modetrends für den Frühling | de |
q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
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q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
Astronomisches Objekt (entdeckt 1610) | aktivierung anruf bandansage beitrag computer fragen hardware installation irgendein laden leitung lizen lizenz mitarbeiter nochmal nummer nutzen unstimmigkeit warten window
12:32, 7.3.2006
ich hab mein pc neu formatiert da sagte diese aktivier ding das ich den Product Key zu oft verwendet hab.
nun ist 30 tage vor?ber kann aber mit ne trick noch in meinen pc rum s?rfen.
So hab auch angerufen und hab auch die fragen von Kundendienst beantwortet... ich wusste garnicht das man XP OEM version nur auf einen Rechner benutzten darf O.o
So jetzt geben sie nicht.
Ich werde gleich wieder anrufen.. glaub fast ne Stunde ist her das ich angerufen hab.
Ich werde sagen das ich von anderen Pc den MS windws XP entfernt habe (das werde ich nachher tats?chlich tun nachdem ich daten gesichert hab, weil hab da linux drauf kann damit auch s?rfen).
NUr w?rden sie das glauben?
Oder kann ich noch was anderes tun? (sagen?)
Hab irgendwie voll angst.
weil ist ja strafbar <.<
12:37, 7.3.2006
Es d?fte hierbei keinerlei Probleme geben. Du darfst dein Windows jeweils auf einen Rechner installieren und nutzen. Wenn du es von einem deinstallierst und auf einem anderen installierst ist dies legal.
Normalerweise gibt es bei der Freischaltung keinerlei Probleme. Wahrscheinlich hast du nur einen Mitarbeiter erwischt, der einen schlechten Tag hatte. Ich prs?nlich hatte auch in deiner Situation keine Probleme mit der telefonischen Aktivierung, bzw. mit den Mitarbeitern.
13:04, 7.3.2006
hey misst >.< hab die gleiche mitarbeiterin erwischt -.-
aber danke trotzdem hat es super geklappt
endlich ist es aktiviert ^^.
Diese Aktivierungsnummer kann man die immer wieder verwenden oder kriegt man das immer neu?
Beitrag ge?ndert am 7.03.2006 13:05 von bilo
14:43, 7.3.2006
Die kriegt man immer neu. Nach jeder Installation musst du neu aktivieren. Bevor das SP1 rauskam, konnte man die Aktivierung allerdings sichern. Das geht jetzt aber nicht mehr.
15:58, 7.3.2006
Eigentlich interessant: Der "Anforderungscode" (den man bei der tel. Aktivierung auf der Tastatur eingeben mu?) wird ja aus div. Daten betreffend Hardware errechnet. Wenn ich Windows XP auf einem Rechner installieren, auf dem's schon mal drauf war, wieso ist dann eigentlich der Aktivierungscode, vorausgesetzt ich hab die Hardware nicht ver?ndert, nicht der gleiche wie beim ersten Mal?
16:10, 7.3.2006
Vielleicht wird der Aktivierungscode auch nur einmal vergeben. So das du jedesmal eine neuen Code bekommst. Was anderes kann ich mir auch nicht vorstellen.
Frage: Als du bei Microsoft angerufen hast, hattest du wirklich einen Mitarbeiter am Apperat??
Denn als ich Win XP aktiviert habe, war nur eine Computerstimme am Apperat.
16:24, 7.3.2006
Wenn keine Leitung zu einem menschlichen Wesen frei ist, dann bekommste die Bandansage.
Musst entweder warten oder es sp?ter nochmals probieren.
16:40, 7.3.2006
wieso ist dann eigentlich der Aktivierungscode, vorausgesetzt ich hab die Hardware nicht ver?ndert, nicht der gleiche wie beim ersten Mal?
Soweit ich wei? werden z.B. das Installationsdatum, usw. in den Aktivierungscode mit einbezogen. Wahrscheinlich werden auch noch Zufallszahlen generiert. Somit ergibt sich immer ein anderer Aktivierungscode.
Nicht ganz. Man wird immer mit der Bandansage verbunden. Eine menschliche Person gibt es nur bei einer anderen Telefonnummer. Diese ist soweit ich wei? dann auch kostenpflichtig.
Sonst wird man nur mit einer menschlichen Person verbunden, wenn der Computer der Ansicht ist, dass man zu bl?d zum Aktivieren ist. D.h. wenn man 3x was falsches eingibt, bekommt man einen Menschen an den Apparat. Die 2. M?glichkeit, bei der man auch ein menschliches Wesen an die Strippe kriegt ist, wenn es Unstimmigkeiten mit der Aktivierung gibt. Das ist z.B. bei diesem Thread der Fall. Wenn dies der Fall ist, muss man n?mlich auch den Product-Key angeben, um den Aktivierungscode zu bekommen. Dieser wird dann auf die neue Hardware in der Microsoft Datenbank umgeschrieben.
23:08, 7.3.2006
Gibst xp version wo man auf mehrere PC-Systeme installieren kann was man zu hause hat?
d648237
d648237 hat kostenlosen Webspace.
23:27, 7.3.2006
Als ich da mal angerufen hatte, weil ich meinen PC schon zu oft Formatiert hatte , wurde ich zu einem Freien Mitarbeiter verbunden und musste nur den ersten der ganzen Zahlenblocks angeben und der Mitarbeiter hat mir dann den Aktivierungscode gesagt, ohne irgendeine andere Frage.
Und was sagt uns das, zum aktivieren wird eigentlich nur der erste Teil des Codes ben?tigt und wof?r ist der Rest, oder bekommen die diesen COde den man da dafor angegeben hat etwa angezeigt und das ist nur zur SIcherheit?
Beitrag ge?ndert am 7.03.2006 23:28 von d648237
18:01, 8.3.2006
Also meine Version nur f?r einen.
Zitat EULA:
"1.2 ?bertragung. Diese Lizenz darf nicht geteilt,
auf mehrere Computer ?bertragen oder auf mehreren
EULA dargelegt, verwendet werden."
Da musst du mal bei dir in der EULA nachlesen.
18:07, 8.3.2006
Erst reicht auch, anzurufen und dann erst anfangen den Key abzuschreiben, um ihn im Telefon, dass nicht im selben Zimmer steht einzugeben.
Also 2 Minuten warten geht auch. ^^
Man sollte den Typen in der Leitung dann aber nicht ausversehen zu lange warten lassen, die werden dann etwas ungehalten. xD
18:27, 8.3.2006
Ich meinte ja auch, dass diese Zahlen nur einmal bei der Installation generiert werden. Der Aktivierungscode bleibt dann gleich. Du kannst auch heute anrufen und erst nach 30 Tagen aktivieren. Auch das ist kein Problem.
'1.2 ?bertragung. Diese Lizenz darf nicht geteilt,
EULA dargelegt, verwendet werden.'
Hier handelt es sich um einen normalen Endbenutzerlizenzvertrag (End User License Agreement (EULA)) Es gibt auch diverse Volumenlizensprogramme, in denen die Version auf eine bestimmt Anzahl an Rechnern installiert werden darf. Es gibt sogar noch Lizenzvereinbarungen im Rahmen der Volumenlizenzprogramme, wo man Windows so oft installieren kann wie man will. Man muss dann 1x im Jahr (oder so) eine Meldung an Microsft t?tigen in der man dann angibt wie oft man es installiert hat. Demnach werden dann die Lizenzen berechnet.
Aber bevor sich jetzt jemand freut: Diese Volumenlizensprogramme kosten viele tausend ?uros. Also nichts f?r den Privatanwender, sondern nur f?r gro?e Unternehmen geeignet und bezahlbar.
19:33, 10.3.2006
hey nachdem ich den code eingegeben hab und n?chste tag wieder mein computer eingeschaltet hab musste ich wieder eingeben Oo
Naja wahrscheinlich war der grund das mein pc nicht heruntergefahren wurde ^^, weil jetzt kommt das nicht mehr.
Ich hab die gleiche code wieder eingegeben und es geht. Also kann man es mehrmals benutzten muss man nur teleakivieren w?hlen.
21:45, 22.4.2006
Also, ich brauch auch mal Hilfe, sonst dreht mein Vater durch -.-
Ist eine etwas lange Geschichte:
Vor etwa einem Monat hat mein Bruder auf meinem PC Windows neu installiert. Nach 30 Tagen muss man das ja aktualisieren, da ich aber kein Internetanschluss habe, rief ich den Kundendienst an. Ich gab die Nummer ein, die Stimme sagte der Code sei nicht verifiziert. Also wurde ich zum Kundendienst weitergeleitet. Dort sagte ich mein Problem dem Mann, der sagte mir ich soll auf Product Key ?ndern dr?cken und den Code eingeben, der auf der Verpackung steht und nochmal anrufen. Also gab ich den Code ein, doch der ist "unzul?ssig". Also rief ich nochmal dorthin an, es nahm so eine unfreundliche Frau ab, ich erkl?rte nochmal alles, die sagte mir dasselbe wie der Mann. Ich sagte ihr dass das nicht geht, dann hat sie gefragt ob die CD gekauft sei. Ich hab gesagt ja, was ja auch stimmt, sie ist einfach von jemandem ausgelehnt. Jedenfalls hat sie gesagt ich soll in den Laden gehen, in dem ich bzw. der Junge, dem das geh?rt, gekauft habe. Nur weiss derjenige nicht mehr wo, also bin ich heute in irgendeinen PC-Laden fragen gegangen, hab dem alles erkl?rt. Er sagte mir, man k?nne die CD nur auf einem PC benutzen. Das kann doch nicht sein, bei meinem Bruder gings ja auch, der hat's aber mit Internet aktualisiert. Der Mann hat mir gesagt ich soll nochmal anrufen, aber ich hab ehrlich gesagt keinen Bock nochmal mit der unfreundlichen Frau zu reden... Was soll ich nur machen? Ich meine das ist doch nicht illegal, oder?
22:04, 22.4.2006
Ja, gibt es. Dies sind sogenannte Bussines-Editionen, da wird gar kein Code abgefragt. ^^
Aber an so etwas kommen nur Gro?unternehmen ran. ^^
Jetzt nochmal zum Mitschreiben... die Windows-CD wurde bereits einmal registiert? Wenn ja, von wem und auf welchem PC und wo soll sie jetzt registriert werden? oO
Nur nochmal zur allgemeinen Info:
Eine (?bliche) Windows-CD kann nur f?r einen PC (gleichzeitig) registriert sein. Eine OEM-Version kann NUR f?r den PC registriert sein, mit dem sie gekauft wurde. (Mircosoft handelt da allerdings oft sehr kullant.) F?r eine OEM-Version gibt es von Microsoft KEINEN Support.
Beitrag ge?ndert am 22.04.2006 22:16 von bluedragonebook
reziplikant
reziplikant hat kostenlosen Webspace.
20:57, 24.4.2006
Es geht sicher nicht darum, das man nur einen pc mit dem einem windowskey betreibt, sondern wenn dieser key 10 auftaucht, dann wird microsoft aufmerksam, also ich kenne keinen der damit probleme hatte.
wenn diese regestrierung nicht geht, dann guck mal nach ob die uhr + datum genau stimmen, das hindert den pc n?mlich auch daran regestriert zu werden
Beitrag ge?ndert am 24.04.2006 20:58 von reziplikant
4:36, 28.4.2006
Ihr vergesst da etwas entscheidendes...
Zum einen, wie schon gesagt, gibt es Business-Versionen, sogenannte Corporates.
Das sind Mehrplatzlizenzen und unterscheiden sich auch von der Aktivierung.
Und dann die Einzelbenutzerlizenz.
Folgendes. Eine Installaions-CD kann DEFINITV auf mehrere Computern MIT EIGENEM PRODUCTKEY f?r DIESE VERSION (Home, Professional, Server, Corporate) installiert werden. Gibt keine Key-gebundene-CD.
Wenn Du also eine andere Version (ja, es gibt auch XP Home Corporate) gebrannt bekommen haben solltest, funktioniert diese nicht mit diesem Key.
Dennoch DARFST Du sowohl eine Sicherheitskopie als auch eine geliehene CD Deines Freundes/Bekannten/whatever zur Installation nutzen, solange Du einen eigenen Produktschl?ssel f?r diese Version hast.
Ich vermute du hast einfach eine falsche CD bekommen...
P.S.: Ich arbeite als Computerfachtechniker. Bevor die Frage kommt woher ich das wissen will...
6:06, 28.4.2006
Also bei uns Zuhause haben wir zwei PC'S.
Jetzt ist meine Frage meine Ma hat sich Windows XP gekauft. Wenn ich das jetzt auch installieren will, reicht es wenn ich mir dann auch nur eine Lizens kaufe?
Ich will mir n?mlich nicht auch noch eine CD kaufen.
Wenn ja wo bekomme ich den nur die Lizens?
9:19, 28.4.2006
hm... wie night scho sagte, installieren kannst du von einer cd 200 pc?s, nur brauchst du f?r die 200 pc?s auch immer einen eigenen produkt-key.
es sei denn, du hast eine mehrplatzlizens, dann darfst du einen key f?r soviele rechner nehmen, wie du die lizens hast.
wnn deine mum nun xp gekauft hat kannst du nat?rlich von der cd installieren, brauchst aber deinen eigenen (also nich den, der bei dieser xp version bei war) produktkey.
lizensen kannst du denke ich bei vielen bekommen, jedoch denke ich nich, ob das viel billiger is, als wenn du ne cd + key kaufts, denn die cd is ja nur nen cent artikel... | de |
q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
Astronomisches Objekt (entdeckt 1610) | ISPO 2016 – Teil 1: Technische Finessen bei Ski & Schuh - SnowTrex Magazin
Material & Ausrüstung ISPO 2016 – Teil 1: Technische Finessen bei Ski & Schuh
ISPO 2016 – Teil 1: Technische Finessen bei Ski & Schuh
3. Februar 2016 - Katharina Teudt
Auf der ISPO präsentierten alle kleinen und großen Hersteller ihre Produkt-Highlights, die im Herbst 2016 in die Läden kommen. Große Themen im Ski-Bereich sind nach wie vor Leichtigkeit, Vielseitigkeit und Skitouring. Von Schildkrötenpanzer bis zur infrarot-sensiblen Schuhschale waren wieder einige außergewöhnliche Technologien dabei.
Messe-Stand von Nordica mit vielen Neuheiten.
Die Innovationskraft der Sportartikelhersteller ist allgemein groß. Die Konstrukteure schrauben am Feintuning ihrer ohnehin sehr ausgereiften Technologien und in manchen Saisons ist ein bahnbrechendes Novum dabei. Wie jedes Jahr liegt auch diesen Winter der Fokus auf vielseitigen und leichten Skimodellen, etwa fürs Skitouring, bei gleichzeitig starker Abfahrtsperformance. In der Grauzone zwischen Pisten- und Allmountain-Bereich hat sich auch einiges getan, so haben diverse Hersteller ihre Ski- und Schuh-Serien optimiert und neue technische Finessen machen Furore.
Brandneues für die Piste
Die Münchner Ski-Manufaktur Indigo präsentierte auf der Messe ihr neues Ski-Konzept. Es nennt sich ACR und gewann prompt einen ISPO Gold Award. Was steckt dahinter? „Zwei Ski in einem“, so das Motto. Die Technologie erinnert zunächst ein wenig an das Amphibio-Prinzip des slowenischen Skiherstellers Elan, doch geht es bei Indigo nicht um die unterschiedliche Vorspannung, sondern um das eingesetzte Material. Hinzu kommt außerdem ein trennendes Element. Die Skier sind oben und unten der Länge nach tatsächlich durch einen Schlitz geteilt. So kann die linke von der rechten Seite, sowohl an der Schaufel als auch am Skiende, unabhängig reagieren. Das ist entscheidend für den Clou des Modells: Auf der einen Kante ist Fiberglas, auf der andere Carbon verarbeitet. Tauscht man den linken und rechten Ski, ändern sich die Fahreigenschaften radikal. Für die harte, vereiste Piste am Morgen muss die Carbon-Seite innen liegen, für die Schwünge im weichen Sulz am Nachmittag kommt die Glasfiber-Seite nach innen. Der Trick ist also ein Technologie-Gemisch, für das der Fahrer einfach die Skier von links nach rechts tauschen muss.
Der ACR von Indigo
Im alpinen Rennskibereich hat Fischer mit der Curv-Serie die nächste große Geschichte in Sachen hochwertiger Rennskier parat. Das eingesetzte Material ist dem der Weltcup-Fahrer sehr ähnlich, so geben das spezielle Carbon-Laminat Diagotex, hochstabile Titanalbegurtung und ein original Weltcup-Belag dem Ski den Profi-Schliff. Die Bauweise ermöglicht eine spritzige Kurvendynamik, die allerdings nur von sehr guten Fahrern optimal zu beherrschen ist.
Die Curv-Linie ist das Messehighlight von Fischer.
Auch bei den Schweizern von Stöckli gibt es eine ganz neue Technologie: die Turtle Shell. Die Oberfläche besteht aus zahlreichen kleinen Platten und Fugen, welche die Platten beweglich halten. Wird Druck daraus ausgeübt, zum Beispiel beim Aufkanten oder bei hoher Fahrgeschwindigkeit, verzahnen sich die Platten und bilden eine harte Oberfläche. So liefert das Prinzip Schildkröten-Panzer einen Ski mit sehr breitem Einsatzbereich. Unter anderem trägt das aktuelle Highlight-Modell Laser SX den Turtle Shell und hat so je nach Geschwindigkeit immer die richtige Steifigkeit.
Der Stöckli-Ski Laser SX mit neuer Turtle Shell-Technologie.
Leicht, leichter, Allmountain
Gewichtsreduktion spielt auch bei den aktuellen Skiern und Skischuhen wieder eine große Rolle. Dabei soll die Pistenperformance nicht zugunsten der Geländetauglichkeit beeinträchtigt werden. In diese Richtung bewegt sich Atomic mit seinen Serien-Updates. Der Verkaufsschlager unter den Allmountain-Skischuhen, der Hawx, ist ab nächster Saison in der Version Hawx Ultra um 25 Prozent leichter. Das liegt vor allem an seiner Progressive Shell, einer ausgedünnten Schale, die nur an den nötigsten Stellen verstärkt wurde. Das Highlight-Modell bei den Allmountain-Skiern ist der Vantage X, der diese Saison um ganze 20 Prozent leichter daherkommt. Auch die Raceski-Serie Redster von Atomic wird mehr und mehr auf den Allmountain-Bereich ausgerichtet.
Der Vantage X von Atomic. © Mirja Geh
Salomon legt mit dem QST einen neu konstruierten Allmountain-Ski vor. Die relativ breiten Latten zeichnen sich vor allem durch einen 3D-gefrästen Holzkern aus. Dieser ist mit einem speziellen Carbon-Flachs-Gemisch verstärkt, dem sogenannten CFX Superfiber. Dadurch wird der Ski sehr stabil und dämpft optimal.
Unser Lieblingsmodell der neuen QST-Serie von Salomon in strahlendem Blau.
Da sich das Skitourengehen längst vom Trend zum etablierten Bergsport gemausert hat, sind auch die Tourenski fester Bestandteil der Ski-Kollektionen. So kommt man in diesem Segment auch nicht mehr an La Sportiva vorbei. Der Skitouren-Spezialist kommt diesen Winter mit der ganz neuen Linie Maximo LS heraus. Die Modelle wurden in Zusammenarbeit mit dem italienischen Unternehmen SkiTrab entwickelt. Das besondere an den Skiern ist ihr Kern, der aus einem sehr leichten Holz besteht, das mit Fiberglas ummantelt ist. Das macht ihn sehr widerstandsfähig und doch leicht. Außerdem passt sich der Flex dem Terrain an und eine Fiberglasplatte unter der Bindung sorgt für festen Halt des Fahrers auf dem Ski.
Maximo LS von La Sportiva
Im Tourenbereich hat auch Fischer mit dem Modell Verticalp technisch noch eins draufgesetzt. Der Ski bringt bei 161 cm nur 580 Gramm auf die Waage und kann mit dem Weight Tuning System auf ein individuelles Schwunggewicht eingestellt werden.
Ausgeklügelte Konzeptreihen
Blizzard bringt eine gänzlich neue Konzept-Linie heraus: Quattro. Insgesamt besteht diese aus acht Ski-Modellen, deren vier Kernelemente Shape, Rocker, Konstruktionsweise und Suspension-Technologie (Dämpfung) unterschiedlich abgestimmt sind. So erhält jeder Ski eine eigene Charakteristik und passt zum individuellen Pistenfahrer. Das sportliche Modell Quattro RS erhielt für diese technischen Finessen einen ISPO Award.
Die Quattro-Kollektion von Blizzard.
Die neue Damen-Serie Flair von Völkl ist ebenfalls eine durchdachte Modellreihe, welche die jeweiligen Technologien aus dem Straubinger Werk so kombiniert, dass sie auf die speziellen Anforderungen der Ladies abgestimmt sind. Da wären drei Allrounder für das kraftsparende Fahren, zwei etwas breitere und doch sehr leichte Allmountain-Modelle und zwei Topmodelle mit Seitenwangen, Tip-Rocker und reduziertem Gewicht.
Skifahren mit FLAIR – mit der neuen Damen-Linie von Völkl. © Marker Völkl International – Peter Mathis
Designs für fesche Damen
Apropos Lady-Ski: Besonders für Frauen hat sich auf dem Skimarkt wieder einiges getan und so gut wie alle Marken haben umfangreiche Damen-Linien zu bieten. Es wurde viel in frauenspezifische Konstruktionen und schickes Design investiert, so zum Beispiel bei Elan. Die Slowenen haben ihre gerade erst eingeführte Amphibio 4D-Technologie in zwei neue Modelle verarbeitet, den Amphibio 80 und das Damenmodell Interra. Der wendige Allmountain-Ski ist mit seinem Vibrationsabsorber und der Freeflex-Bindung für sportliche Fahrerinnen gemacht und wird mit einem eleganten Design in der Trendkombi Grau und Pink mit glänzenden Details abgerundet. Ein echter Hingucker ist die Spezial-Anfertigung aus der sehr leichten Damenski-Serie Delight. In Kooperation mit Swarovski entstand der Delight Swarovski, den ein Kristallemblem unterhalb der Schaufel ziert.
Der Elan Delight-Damenski mit Swarovski-Emblem.
Der Super Charger ist die neue Herren-Pistenmaschine von K2. Aus der Charger-Familie entsprungen, besitzt dieser dynamische Pistenski die Full-RoX-Technologie, eine diagonal über den gesamten Ski verlaufende Metallverstärkung. Dazu sorgen ein Metall-Laminat und Carboneinlagen für die nötige Stabilität und Härte.
Die Supershape-Serie von Head.
Ein „Super“-Modell hat auch Race-Spezialist Head in petto. Der Supershape kommt in vier Ausführungen für unterschiedliche Nuancen beim Schnellfahren. Head setzt auch extrem auf Gewichtsreduzierung. So ist in die Supershape-Serie das stabile und superleichte Graphene verbaut, das bereits länger im Tennisschläger-Bereich verwendet wird.
Schuh-Fitting im Fokus
Passform geht im Skischuhbereich bekanntermaßen über alles. So haben mittlerweile fast alle Hersteller ein individuell anpassbares Schuhsystem im Sortiment. Sei es der Schaft, der Vorfuß, das Lining oder direkt der ganze Schuh – jeder hat seine eigene technische Lösung auf dem Weg zur perfekten Passform parat. Dalbello verspricht mit seinem My Fit System eine 100-prozentige individuelle Anpassung von Außen- und Innenschuh. Die Contour 4-Außenschale ist an vier kritischen Stellen vorgeformt und passt sich noch exakter an den anatomischen Umriss des Fußes. Die Mehrheit der Dalbello-Skischuhe ist mit diesem System ausgestattet.
Das My-Fit-System von Dalbello.
Der Race-Schuh Speedmachine 130 von Nordica verfügt über eine neuartige Schale, die unter Infrarot-Strahlung individuell angepasst werden kann. Dieser technische Fortschritt brachte dem Modell einen ISPO Gold Award ein. Hinter der Entwicklung steht die Tecnica Group, die in Sachen Ski und Schuh an mehreren Fronten ausgebessert und noch weitere Preise eingeheimst hat: So wurde der Skitourer Zero G Guide Pro von Tecnica ebenfalls mit einer der begehrten Auszeichnungen geadelt. Der Schuh besitzt ein 30 Prozent dünneres, aber sehr hartes Schalenmaterial, wodurch er auf ein Gewicht von weniger als 1.500 Gramm kommt.
Der Nordica-Schuh Speedmaschine gewann einen ISPO Gold Award.
Ebenfalls ein Gold-Winner: der Zero G Guide Pro 130 von Tecnica.
Bekannt für eine innovative Schuhanpassung ist auch Fischer. Die Österreicher haben ihre Vacuum-Full-Fit-Technologie, durch die der Skischuh unter Hitze um den Fuß modelliert wird, nochmals verfeinert. Jetzt können der Knöchel- und Vorderfußbereich noch exakter angepasst werden. Außerdem hat Fischer seinem neuen Tourenschuh Travers (von Transalp und Versatile) das schlingenförmige Boa-Verschlusssystem verpasst. Dieses ermöglicht ein gleichmäßigeres Schließen über den gesamten Fuß. Zudem wiegt der Schuh dank einer dünneren Schale unter einem Kilo.
Der Travers-Carbon-Tourenschuh von Fischer mit Boa-Schlingenverschluss.
Schuhsohle mit Grip
Im Schuhbereich ist momentan die vielseitige Sohle ein aktuelles Thema. Um die Sicherheit beim Gehen in den klobigen Boots zu erhöhen, hat Bindungs-Profi Marker ein Modell entwickelt, welches die Eigenschaften einer Tourensohle mit denen eines klassischen Alpinschuhs kombiniert. Spezielles Anti-Rutsch-Gummi mit gehärteten Zonen und ein ordentliches Profil sorgen für Halt auf glattem Untergrund wie z. B. vereisten Flächen. Hinzu kommt ein Rockerprofil mit einer leichten Aufbiegung nach oben, das ein entspanntes Abrollen beim Gehen ermöglicht. Da sowohl die ISO-Norm für Touring (ISO 9523) als auch die für Alpin (ISO 5355) erfüllt sind, kann die Misch-Sohle auf vielerlei Bindungssystemen eingesetzt werden. Kompatibel ist sie mit allen Grip-Walk-Ready-Bindungen von Marker, aber auch Skischuhen von Dalbello, K2, Nordica und Tecnica.
Die neue Walksohle von Fischer mit Rocker-Effekt.
Ein ganz ähnliches Walk-Sohlen-Konzept hat Fischer im Gepäck: Die spezielle Walk-Sohle vereint ebenfalls die Vorteile aus der Touren- und Alpin-Norm und ist gerockert. Sie besitzt dazu ein weicheres Profil für besseren Grip, was das Gehen im Alpinschuh vereinfacht.
Off-Topic: Neuartiges Snowboard
Zu guter Letzt noch ein Schmankerl aus der Snowboard-Corner: Hier hat der Ski- und Board-Hersteller K2 ein ganz spezielles Unikat parat. Zu der Enjoyers-Serie kommt das Snowboard „Split Bean“ hinzu. Dieses Splitboard besitzt einen Swallow-Tail, das laut Hersteller einzige Splitboard dieser Art auf dem Markt.
Das Cool Bean Splitboard von K2.
Mehr zum Thema: ISPO Trends – Teil 2 ISPO Trends – Teil 3 | de |
q-de-2187 | Was ist Io? | Io, nach der gleichnamigen Göttin, (auch Jupiter I) ist der innerste der vier großen Monde des Planeten Jupiter. Sie ist mit einem Durchmesser von 3643 km der drittgrößte Mond Jupiters und der viertgrößte Mond des Sonnensystems.
Bekannt wurde dieser Mond durch die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im Jahr 1676 anhand beobachteter Verfinsterungszeiten von Io in Abhängigkeit von der Stellung des Jupiter zur Erde.
Ios Besonderheit ist ein ausgeprägter Vulkanismus, worin sie alle anderen Körper des Sonnensystems übertrifft.
Entdeckung
Io wurde im Jahre 1610 von dem italienischen Gelehrten Galileo Galilei mit Hilfe eines relativ einfachen Fernrohrs entdeckt. Weil er alle vier großen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) entdeckt hat, werden diese daher auch als die Galileischen Monde bezeichnet.
Benannt wurde der Mond nach Io, in der griechischen Mythologie eine Geliebte des Zeus (Zeus entspricht dem römischen Jupiter). Obwohl der Name Io bereits kurz nach der Entdeckung von Simon Marius vorgeschlagen wurde, konnte er sich über lange Zeit nicht durchsetzen. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts kam er wieder in Gebrauch. Vorher wurden die Galileischen Monde üblicherweise mit römischen Ziffern bezeichnet und Io war der Jupitermond I.
Wie alle Trabanten im Sonnensystem, mit Ausnahme des Erdmonds, verfügt Io über kein offizielles astronomisches Symbol oder eines, das allgemein verwendet wird.
Die Galileischen Monde sind so hell, dass man sie bereits mit einem Fernglas beobachten kann.
Umlaufbahn und Rotation
Io umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 421.600 Kilometern in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten. Die Bahn weist eine numerische Exzentrizität von 0,004 auf und ist um 0,04 Grad gegenüber der Äquatorebene des Jupiter geneigt.
Io rotiert in 1 Tag 18 Stunden und 27,6 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond und die übrigen Galileischen Jupitermonde, eine gebundene Rotation auf.
Physikalische Eigenschaften
Io besitzt einen mittleren Durchmesser von 3643,2 Kilometern und hat eine relativ hohe Dichte von 3,56 g/cm3. Sie weist damit eine etwas höhere Dichte und einen etwas größeren Durchmesser als der Erdmond auf.
Im Gegensatz zu den anderen Galileischen Monden findet sich auf Io so gut wie kein Wasser. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Jupiter in der Frühzeit seiner Entstehung hohe Temperaturen aufwies, die Wasser und andere flüchtige Stoffe auf dem innersten Mond entweichen ließen.
Ios Albedo beträgt 0,61, das heißt, 61 % des einfallenden Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Die Oberflächentemperatur beträgt im Durchschnitt −143 °C.
Vor den Missionen der unbemannten Raumsonden war die Wissenschaft davon überzeugt, dass die Galileischen Monde von Kratern übersäte Körper ähnlich dem Erdmond seien. Anhand der Anzahl und Verteilung der Krater sollten Rückschlüsse auf das Alter der Monde gezogen werden. Als die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 erstmals detaillierte Aufnahmen zur Erde sandten, war man überrascht, dass die Monde ein gänzlich anderes Aussehen zeigten. Der Grund hierfür ist der Vulkanismus auf Io; aktiven Vulkanismus kannte man zuvor nur von der Erde.
Oberfläche
Ios Oberfläche hat ein Alter von nur wenigen Millionen Jahren und ist permanenten Veränderungen unterworfen. Sie ist im Wesentlichen sehr eben, mit Höhenunterschieden von weniger als einem Kilometer, aber es gibt auch Berge von bis zu neun Kilometern Höhe, die nicht vulkanischen Ursprungs sind und vermutlich durch tektonische Prozesse entstehen. Vergleiche der Bilder der Voyagersonden und der 20 Jahre jüngeren Bilder der Galileo-Sonde deuten auch auf schnelle Verfallsprozesse hin, die bereits in diesem kurzen Zeitraum sichtbar sind.
Die markantesten Strukturen der Oberfläche sind jedoch hunderte vulkanischer Calderen, die im Durchmesser bis zu 400 Kilometer groß und teilweise mehrere Kilometer tief sind. Daneben gibt es auch zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Ablagerungen von Schwefel und seinen Verbindungen weisen ein breites Spektrum an Farbtönen auf, die dem Mond ein ungewöhnlich buntes Erscheinungsbild verleihen.
Weiterhin erstrecken sich Lavaflüsse einer niedrigviskosen Flüssigkeit über mehrere hundert Kilometer hinweg. Auswertungen der Voyagerdaten ließen vermuten, dass die Lavaflüsse überwiegend aus Schwefel und Schwefelverbindungen zusammengesetzt sind. Dagegen zeigen erdgestützte Infrarotuntersuchungen sogenannte Hot Spots mit Temperaturen bis zu 2000 K. Dies ist viel zu heiß für geschmolzenen Schwefel. Möglicherweise bestehen die Lavaflüsse aus geschmolzenen Silikaten. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops weisen darauf hin, dass das Material reich an Natrium ist.
Vulkanismus
Ios Oberfläche weist so gut wie keine Impaktkrater auf, vielmehr ist sie von aktivem Vulkanismus geprägt und ständigen Veränderungen unterworfen. Io ist mit Abstand der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem.
Bei Eruptionen werden flüssiger Schwefel und Schwefeldioxid mit Geschwindigkeiten bis zu 1 km/s und Temperaturen von 1000 bis 1300 °C ausgestoßen, die aufgrund der geringen Schwerkraft bis in 300 Kilometer Höhe gelangen können. Die Materialien fallen zurück auf die Oberfläche und bilden mächtige Ablagerungen.
Der Vulkanismus wurde erstmals 1979 auf fotografischen Aufnahmen der Raumsonde Voyager 1 nachgewiesen, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, da dies die erste Entdeckung von aktivem Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper als der Erde war. Die Eruptionen variieren sehr stark. Bereits über einen Zeitraum von nur vier Monaten, die zwischen der Ankunft von Voyager 1 und Voyager 2 vergangen waren, konnte festgestellt werden, dass Eruptionen in bestimmten Bereichen zum Erliegen gekommen waren, während an anderen Stellen neue begonnen hatten. Die Ablagerungen rund um die vulkanischen Krater hatten sich ebenfalls deutlich verändert.
Durch den Vergleich mit den 20 Jahre später aufgenommenen Bildern der Galileo-Sonde ist erkennbar, dass die permanenten Vulkanausbrüche die Oberfläche von Io durch Ablagerungen von ausgeworfenem Material ständig verändern. Io weist die planetologisch jüngste Oberfläche im Sonnensystem auf. Ihr Alter wird auf etwa 10 Millionen Jahre geschätzt. Daher sind auch kaum Einschlagskrater zu erkennen, da diese durch die planetologischen Prozesse eingeebnet werden.
Die vulkanische Aktivität wird durch Gezeitenkräfte verursacht, die den Mond regelrecht durchkneten und dadurch aufheizen. Allein die Gezeitenkräfte des Jupiter auf Io sind mehr als 6000-mal stärker als die des Erdmondes auf die Erde. Die zusätzlichen Gezeitenkräfte von Europa und Ganymed liegen noch immer in der Größenordnung der des Mondes auf die Erde. Durch die gebundene Rotation von Io ist jedoch nicht die absolute Stärke der Gezeitenkräfte des Jupiter entscheidend, sondern nur ihre Änderung. Io wird durch einen Resonanzeffekt mit den Monden Europa und Ganymed, deren Umlaufzeiten im Verhältnis 1:2:4 zueinander stehen, auf eine leicht elliptische Bahn um Jupiter gezwungen, sodass die Variation der Gezeitenkräfte des Jupiter allein durch die Variation des Abstandes noch 1000-mal so groß ist wie der Einfluss der Gezeitenwirkung des Mondes auf die Erde. Durch die elliptische Umlaufbahn schwankt Jupiter aus der Sicht eines Beobachters auf Io während eines Umlaufs am Himmel zusätzlich leicht hin und her. Aufgrund des geringen Abstandes zu Jupiter führt diese Libration in Länge des Satelliten zu periodisch wandernden Gezeitenbergen von bis zu etwa 300 Metern Höhe. Die entsprechenden Deformationen der Erdkruste betragen lediglich 20 bis 30 Zentimeter. Wenn die Umlaufbahn von Io kreisförmig wäre, dann wären ihre Gezeitenberge unbewegt und es gäbe auf ihr keinen Vulkanismus.
Bedeutende Vulkanberge sind der Culann Patera, der Tupan Patera, der Ra Patera und der Loki Patera. Andere benannte eruptive Formationen sind etwa Marduk, Pele oder Prometheus.
Innerer Aufbau
Anders als die Eismonde des äußeren Sonnensystems scheinen Io (und auch Europa) daher eher wie die terrestrischen (erdähnlichen) Planeten überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut zu sein. Daten der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass Io einen Kern aus Eisen, eventuell mit Anteilen an Eisensulfiden, von mindestens 900 Kilometern Durchmesser besitzt. Bei der erneuten Auswertung von Daten der Raumsonde Galileo entdeckten Forscher, dass Io unter der gesamten Oberfläche Magma, das zu 20 % geschmolzen ist, in einer 50 km dicken Schicht besitzt.
Atmosphäre
Io besitzt eine äußerst schwache Atmosphäre, die sich aus Schwefeldioxid und möglicherweise Spuren anderer Gase zusammensetzt und 120 km in die Höhe reicht. Der Druck an der Oberfläche ist kleiner als ein Milliardstel Bar. Während der zwei Stunden im Schatten des Jupiter, in denen Io auf seinem Umlauf kein Sonnenlicht empfängt, erstarrt die Atmosphäre zu einer weniger als 1 Millimeter starken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid, bis die einsetzende Wärmewirkung der Sonne es wieder verdampft.
Die 700 Kilometer hoch reichende Ionosphäre besteht aus Schwefel-, Sauerstoff- und Natriumionen. Sie wird durch die vulkanische Aktivität ständig erneuert, sodass der durch die Wechselwirkung mit der Magnetosphäre des Jupiter entstehende Teilchenverlust ausgeglichen wird.
Magnetfeld und Strahlung
Io bewegt sich auf ihrer Bahn durch das starke Magnetfeld des Jupiter, wodurch elektrische Ströme induziert werden. Unter diesen Bedingungen werden hauptsächlich Schwefel- und Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre ionisiert und in den Weltraum geschleudert. Io erleidet durch diesen Partikelstrom einen Masseverlust von mehreren Tonnen pro Sekunde.
Die Ionen bilden längs Ios Bahn einen Torus um Jupiter, der im infraroten Licht intensiv leuchtet. Partikel, die durch den Sonnenwind aus dem Torus fortgerissen werden, könnten mitverantwortlich für Jupiters ungewöhnlich ausgedehnte Magnetosphäre sein.
Die Ionen werden in der Jupitermagnetosphäre derart stark beschleunigt, dass die dadurch entstehende Strahlung die derzeit (2011) strahlungssicherste Elektronik einer Raumsonde lahmlegen würde. Die Strahlungsleistung der so induzierten Polarlichter beträgt etwa 100 Terawatt.
Außerdem bildet sich nach demselben Mechanismus, durch den auch die Polarlichter entstehen, unterhalb von Io in der Jupiteratmosphäre eine Leuchterscheinung, die eine Leuchtspur nach sich zieht. Warum dem Leuchtpunkt weitere, schwächere Leuchtpunkte voraneilen, ist bisher physikalisch nicht erklärt.
Die Position von Io beeinflusst sehr stark die Aussendung der vom Jupitersystem abgestrahlten Radiowellen (Jupiter-Bursts). Wenn Io von der Erde aus sichtbar ist, steigt die Intensität der Radiostrahlung deutlich an. Spekulationen über ein eigenes Dipolfeld von Io, wie es der Jupitermond Ganymed besitzt, wurden durch die Raumsonde Galileo widerlegt.
Erkundung durch Sondenmissionen
Die Erkundung von Io durch Raumsonden begann in den Jahren 1973 und 1974 mit den Jupiter-Vorbeiflügen von Pioneer 10 und Pioneer 11. 1979 konnten Voyager 1 und Voyager 2 erstmals genauere Beobachtungen des Mondes vornehmen. Der Großteil unseres Wissen über Io stammt jedoch vom Galileo-Orbiter, welcher 1995 das Jupitersystem erreichte und während der darauf folgenden acht Jahre mehrere nahe Vorbeiflüge am Jupitermond vollführte. Auf ihrem Weg zum Zwergplaneten Pluto flog am 28. Februar 2007 die Raumsonde New Horizons am Jupiter und seinen vier großen Monden vorbei. Dabei wurde unter anderem auch Io beobachtet, wo ein Vulkanausbruch mittels Fotoserie dokumentiert werden konnte.
Am 5. August 2011 ist die NASA-Sonde Juno gestartet, die Jupiter und seine Magnetosphäre aus einer polaren Bahn erforschen sollte. Sie schwenkte am 5. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Sie ist geeignet, auch Io zu fotografieren, wenn auch mit schlechterer Auflösung, da Io kein eigentliches Missionsziel ist.
Für das Jahr 2020 hatten die NASA und die ESA die gemeinsame Europa Jupiter System Mission/Laplace vorgeschlagen, welche mindestens zwei Orbiter vorsah, die jeweils in einen Orbit um Europa und Ganymed eintreten sollen und das gesamte Jupitersystem, einschließlich Io, mit einem revolutionären Tiefgang erforschen sollten.
Die NASA strich jedoch ihren Anteil am Projekt. Die ESA wird mit ihrem nun JUICE genannten Orbiter zur Erforschung von Ganymed und Kallisto auch an Europa vorbeifliegen. Vorbeiflüge an Io stehen nicht auf dem Flugplan von JUICE.
Ferner existiert eine Studie für eine Io Observer genannte Sonde, die Io bei mehreren dichten Vorbeiflügen erforschen könnte. Ob sie verwirklicht wird, steht jedoch nicht fest.
Literatur
Weblinks
USGS: Geologic Map of Io (englisch).
Animation eines Ausbruchs des Vulkans Tvashtar.
JPL: Galileo Data Reveal Magma Ocean Under Jupiter Moon.
Einzelnachweise
Jupitermond
Astronomisches Objekt (entdeckt 1610) | Politikparadox: Dezember 2012
AVAAZ: Etwas Großes ist im Gange.
Email vom 30.12.2012, 13:45 Uhr
Avaaz, Demokratie und die Herausforderungen unserer Zeit – noch 48 Stunden!
Noch 48 Stunden bis zu unserem Ziel -- bringen wir die Arbeit von Avaaz 2013 ein weiteres Stück voran! Hier die E-Mail -
Liebe Avaaz-Mitglieder,
Es ist so wundervoll sich endlich so unmittelbar zusammenschließen zu können mit anderen Menschen hier auf der Erde, um für gemeinsame Interessen und Absichten einzustehen. Ich bin so froh und stolz dabei zu sein. Und manchmal kann ich es noch gar nicht glauben, dass dies alles tatsächlich wahr ist. DANKE…aus tiefstem Herzen AN ALLE Menschen, die mit dabei sind. Gemeinsam können wir so viel mehr erreichen.
Etwas Großes ist im Gange. Vom Tahrir-Platz bis zur Wallstreet, von unglaublich mutigen Avaaz-Bürgerjournalisten in Syrien bis zu den Millionen Bürgern, die eine Kampagne nach der anderen gewinnen – die wahre Demokratie bahnt sich ihren Weg. Dies ist nicht der Medienzirkus unserer korrupten "Wählt-alle-4-Jahre-Demokratie" der Vergangenheit, sondern etwas, das viel, viel tiefer geht. Tief in uns selbst spüren wir unsere eigenen Möglichkeiten, jene Welt zu schaffen, von der wir alle träumen.
Wir haben dafür allerdings nicht viel Zeit. Unser Planet wird von zahlreichen Krisen bedroht – Klimakrise, Nahrungsmittelkrise, Finanzkrise, die Verbreitung von Atomwaffen… Diese Krisen können uns spalten, oder zusammenbringen wie niemals zuvor. Sie sind die Herausforderungen unserer Zeit, und das Ergebnis wird darüber entscheiden, ob unsere Kinder in einer dunkleren Welt aufwachsen, oder in einer, die nach größerer Harmonie zwischen Menschen strebt.
Es gilt, diese Herausforderung anzunehmen. Mit 17 Millionen hoffnungsvollen Mitgliedern – deren Zahl ständig steigt – ist Avaaz die größte internationale Online-Bewegung der Geschichte. Es gibt keine andere so große, weltweite, themenübergreifend arbeitende, demokratische, Hightech-Bürgerbewegung, die innerhalb von 24 Stunden in Hunderten von Ländern koordiniert demokratischen Druck aufbauen kann. Unser Potenzial ist einzigartig – genauso wie unsere Verantwortung.
Es ist erstaunlich: Gerade einmal 20.000 von uns machen unsere gesamte Gemeinschaft möglich, indem sie wöchentlich einen kleinen Betrag von beispielsweise 2.50 € spenden, den Preis einer Tasse Kaffee. Das deckt die Betriebskosten von Avaaz. Doch um in diesen bewegten Zeiten weiterhin an vorderster Front tatkräftig aktiv sein zu können und Kampagnen zu gewinnen, müssen wir noch einen Gang zulegen – und die Zahl unserer wöchentlichen Fördermitglieder auf 40.000 verdoppeln, und so, bei allem was wir tun, unsere Durchschlagskraft zu multiplizieren. Klicken Sie unten, um dies zu ermöglichen – für den Preis einer Tasse Kaffee:
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Das Aufbringen von finanziellen Mitteln ist oftmals ein Problem für Organisationen, die sich für Veränderungen in der Gesellschaft einsetzen. Spenden von Regierungen oder Unternehmen würden unsere Mission zutiefst gefährden. An große Spenden sind oft Bedingungen geknüpft. Außerdem kosten Fundraising-Methoden wie Telemarketing, Postsendungen oder das direkte Ansprechen auf der Straße oft mehr, als sie einbringen. Aus diesem Grund ist das Avaaz-Modell der direkten Online-Spenden der beste Weg, den Motor des sozialen Wandels in Gang zu halten und die Versprechen unseres Netzwerkes weitestgehend umzusetzen.
Mit Hoffnung und Dankbarkeit für diese großartige Gemeinschaft,
Grund 1 - Was wir machen funktioniert
Mit 17 Millionen Mitgliedern in jedem Land der Welt ist es uns möglich, blitzschnell auf dringende Bedürfnisse und Gelegenheiten zu reagieren. Avaaz funktioniert - gemeinsam haben wir Leben in Haiti und Burma gerettet, Regierungspolitik von Brasilien bis Japan umgekehrt und internationale Verträge vom Verbot von Streubomben bis zum Erhalt der Meere beeinflusst. Der britische Premierminister Gordon Brown sagt von Avaaz: "Ihr habt den Idealismus der Welt vorangetrieben... unterschätzt nicht euren Einfluss auf die Staats -und Regierungschefs". Der Economist schreibt, dass Avaaz bereit ist, einen "ohrenbetäubenden Weckruf an die Entscheidungsträger der Welt zu senden" und Nobelpreisträger Al Gore sagt: "Avaaz ist inspirierend und hat bereits damit begonnen, Veränderungen einzuläuten." Wir sind nur 6 Jahre alt und wachsen schnell. Je stärker unsere Mitglieder gewillt sind sich zu engagieren und zu spenden, desto mehr Einfluss werden wir haben.
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Grund 2 - Eine Spende an Avaaz ist eine Investition, die permanenten sozialen Wandel mit sich bringt
Bei Avaaz finanzieren unsere Spenden nicht nur schlagkräftige Kampagnen, sondern rekrutieren auch noch mehr Menschen. Mehr Menschen bedeutet mehr Spenden und damit mehr Wirkung. Sie erzielen also nicht nur eine bestimmte Veränderung mit Ihrer Spende, sondern stellen auch sicher, dass sich unser Netzwerk vergrößert. Dies bedeutet, dass sich Ihre Spende um ein Vielfaches multipliziert und sich so zu einer permanenten und ständig wachsenden Quelle der Veränderung wird. Ein doppelter und zugleich dauernder Effekt hat einen gewaltigen philantropischen Wert.
Grund 3 - Wir haben keine Bürokratie
Avaaz ist ein massives Netzwerk von Bürgern, aber unsere Organisation ist winzig - nur 49 Vollzeit-Campaigner mit operativer und technologischer Unterstützung arbeiten mit. Die meisten großen globalen NGOs beschäftigen Hunderte, wenn nicht Tausende von Mitarbeitern. Unsere geringe Größe bedeutet, dass wir uns nicht auf Bürokratie oder verschiedene Verwaltungsebenen konzentrieren müssen, sondern einzig auf das Erzielen von Ergebnissen.
Grund 4 - Wir werden regelmäßig kontrolliert und sind steuerlich haftbar
Gerüchte über den Missbrauch von Spendengeldern schüren Angst und Misstrauen. Viel davon ist fehl am Platz, denn die meisten Organisationen sind voller integrer Mitarbeiter, die Gutes bewirken wollen. Bei Avaaz können Sie sicher sein - wir sind gesetzlich verpflichtet, alle 12 Monate eine amtliche Buchprüfung durchzuführen. Diese Bilanzkontrolle prüft gründlich jeden Aspekt unserer Bücher und unserer finanziellen Praktiken. Bisher fanden sechs Revisionen statt, und jedes Mal wurde uns ein guter Prüfungsbericht vorgelegt. (Für mehr Details bitte hier klicken).
Grund 5 - Wir haben ein Weltklasse-Team, das hervorragende Arbeit leistet
Campaigning, Interessenvertretung und sozialer Wandel sind ein ernsthaftes und anspruchsvolles Geschäft - je kompetenter das Team, desto mehr Einfluss haben unsere Spenden. Avaaz zieht die besten Campaigner und Interessenvertreter der Welt an. Viele unserer Kampagnendirektoren kamen zu uns, nachdem sie sie erfolgreich die Geschäftsführung von Multi-Millionen-Dollar-Organisationen wahrgenommen hatten; die meisten von ihnen haben Abschlüsse von den besten Universitäten der Welt.
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Grund 6 - Wir sind 100% unabhängig
Grund 7 - Wir leiten das Geld weiter, wenn es Sinn macht und unterstützen die besten Bemühungen
Avaaz hat knapp 4 Millionen Dollar an andere Organisationen gespendet, weil wir sie als besser positioniert angesehen haben, um das Geld in bestimmten Situationen bestmöglich einzusetzen. Zum Beispiel waren das 1,6 Mio. $ an burmesische Mönche und Hilfsgruppen, 1,3 Mio. $ an Hilfsorganisationen auf Haiti (sehen Sie sich dazu ein Video an) und über eine Mio. $ an die Hilfsbemühungen in Pakistan. Die meisten Stiftungen haben endlose Bearbeitungszeiten und unzählige Beschränkungen, was diese langsam und bürokratisch macht und so die Gefahr besteht, dass sich die positiven Effekte umkehren. Avaaz sucht sich die geeignetsten Organisationen und verzichtet auf Detailanweisungen - wir geben ihnen nur die Mittel, um ihre Kompetenz einsetzen zu können.
Grund 8 - Wir sind politisch (das macht den Unterschied)
Grund 9 - Wir handeln dort, wo Bedarf und Möglichkeiten am größten sind
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Grund 10 - Demokratische Verantwortung ist fest verankert in unserem Modell
Grund 11 - Es gibt keine vergleichbare Organisation
Avaaz ist die weltweit erste und einzige von Mitgliedern getragene Hightech Bewegung, die sich mit den unterschiedlichsten Angelegenheiten befasst. In einer Welt, in der die Probleme zunehmend global relevant sind und deshalb globale Lösungen brauchen, hat Avaaz eine besondere Stellung, um Wandel voranzutreiben. Keine andere Organisation kann innerhalb von 24 Stunden und in so großem Maßstab demokratischen Druck in über 194 Ländern aufbauen. Ein neuartiges Modell internetbasierter Politik, die von den Menschen ausgeht, hat schon in vielen Ländern etwas bewegen können. Avaaz bringt dieses Modell auf eine globale Ebene. Das Ergebnis ist bereits jetzt die größte Onlinebewegung in der Geschichte, und wir haben gerade erst begonnen.
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Eingestellt von Gerd 49 um 15:27 Keine Kommentare :
Datenspur führt in den Bundestag
Danke Klaus, das ist wirklich zum Lachen: die größten Raubkopierer sind sie selber.
Zum Jahresausklang ein "lustiger Artikel". Es darf nicht wahr sein!
bei N-TV kann man lesen:
Illegale Downloads von Filmen und TV-Serien
Freitag, 28. Dezember 2012 Von Roland Peters
Den Angaben zufolge werden während der Arbeitszeit auch aus den Häusern von Paramount Pictures, Warner Brothers, Disney, Sony Pictures und 20th Century Fox Urheberrechtsverletzungen begangen. Scaneye hat sich auf die Analyse von Bittorrent spezialisiert. Über das Bittorrent-Protokoll werden große Dateien von verschiedenen, wechselnden Quellen gleichzeitig heruntergeladen und am Ende zusammengesetzt. Damit ist kaum nachvollziehbar, woher etwa ein Film ursprünglich kam. Die dazu nötigen Ausgangsdateien stellen Websites wie "The Pirate Bay" bereit.
Im Bundestag in Berlin gibt es indes Interesse an "Celebrity Rehab" in High Definition, dem aktuellen Actionstreifen "Premium Rush" oder auch "The Voice". In Brüssel geht die EU unter anderen mit "Take Shelter" von 2011 in Deckung und besorgt sich "Poupoupidou" samt schwedischen Untertiteln. In den Büros von Sony Pictures werden neben Filmen wie "Ice Age 4" auch Videospiele und Fernsehshows heruntergeladen. Beschäftigte von 20th Century Fox und Disney sind offenbar auch keine Engel. Diese Daten seien nur "die Spitze des Eisbergs" und damit exemplarisch, schreibt torrentfreak.com.
Was machen sie ein Buhei um illegales Kopieren und Downloads, unsere selbst ernannte "Elite", unsere Gesetzgeber und die Musik- und Filmverlage!
ACTA, SOPA, PIPA, CISPA und wer weiß was noch alles, und dann DAS!
Die, die am lautesten nach Urheberrechtschutz schreien, sind selber die schlimmsten Raubkopierer und illegalen Downloader!
Die Raubkopierer wollen die Gesetze gegen Raubkopieren machen, das ist nicht nur Politikparadox, das ist die totale Volksverarschung!
Eingestellt von Gerd 49 um 23:20 Keine Kommentare :
AVAAZ: Sklave mit nur 5 Jahren...
Email vom 28.12.2012, 02:29 Uhr
Indien verzögert das schärfste Kinderarbeits-Gesetz in seiner Geschichte..., weil die Politiker der Ansicht sind, dass es keine 'Priorität' hat! Doch die Mehrheit der Parlamentarier unterstützt das Gesetz, und alles was sie brauchen, ist ein massiver Schub der Öffentlichkeit, damit darüber abgestimmt werden kann! Erheben wir unsere Stimme für Indiens Kinder. Unterzeichnen Sie jetzt:
das indische Parlament schließt zum Jahresende ohne das schärfste Gesetz gegen Kinderarbeit seiner Geschichte zu verabschieden. Schlimmer noch: Das Gesetz wird von der Mehrheit der Parlamentarier unterstützt, doch es liegt seit Wochen auf Eis, weil das Parlament der Ansicht ist, dass es keine 'Priorität' hat!
Wenn die Avaaz-Gemeinschaft aufsteht, können wir die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Gesetzesvorlage lenken, und die Abstimmung darüber vorantreiben. Bitte unterzeichnen Sie diese dringend Petition und leiten Sie sie so viel wie möglich weiter -- sobald wir 1 Million Unterschriften erreicht haben, überbringen wir die Botschaft dem indischen Parlament, zusammen mit ehemaligen Kinderarbeitern:
http://www.avaaz.org/de/india_child_labour_g1/?bviusbb&v=20552
Schwindelerregende 215 Millionen Kinder arbeiten in Minen, Steinbrüchen und Fabriken in aller Welt. Alle Nationen haben ein Abkommen unterschrieben, das die Beendigung der Kinderarbeit in den Mittelpunkt des jeweiligen nationalen Bildungsplans stellt -- dabei hat Indien weltweit die meisten Kinderarbeiter. Das neue Gesetz würde jede Arbeit von Kindern unter 14 Jahren verbieten und gefährliche Arbeit für Unter-18-Jährige. Das Gesetz enthält sogar Bestimmungen, die sicherstellen, dass die ärmsten Familien nicht geschädigt werden -- es verankert das Recht auf freie Bildung und Stipendien, um alle Verluste auszugleichen.
Jamie, Alice, Alex, Alaphia, Lisa, Jeremy, Ricken, Dalia, Rewan, Michelle und das gesamte Avaaz-Team
Danke für Ihren Einsatz gegen Kinderarbeit.
http://www.avaaz.org/de/india_child_labour_g1/?tviusbb
http://www.fr-online.de/wirtschaft/kinderarbeit-in-indien--grosse-nachfrage-nach-kinderarbeit-,1472780,16353590.html
Indien schlägt einen Bann für Kinderarbeit for (Washington Post - englisch)
Eingestellt von Gerd 49 um 08:46 Keine Kommentare :
Doch die chinesische Karte?
Man sollte nicht glauben, was eine einfache chinesische Drohung alles bewirken kann.
Das sorgsam aufgebaute Lügengebäude um Griechenland gerät ins Wanken.
Schon am 29.10.2012 schrieb ich hier:
http://politikparadox.blogspot.de/2012/10/was-ist-denn-mit-den-lautsprechern-der.html
Stürzt das taumelnde Griechenland aus der Eurozone, verliert China viele Milliarden. Seither müht man sich in Berlin um Athen.
Vielleicht hat die neue Regierung in China ja auch ein Machtwort gesprochen denn jetzt bemüht man sich nicht nur in Berlin sondern auch im "Freundesland" zu retten was noch zu retten ist.
… und es geschehen auf einmal Zeichen und Wunder. Was ist passiert?
Arbeiten die Griechen jetzt mehr? Werden mehr Waren Exportiert?
S&P hebt Griechen-Rating deutlich an
18.12.2012, 19:22 Uhr | dpa-AFX, AFP, t-online.de
http://wirtschaft.t-online.de/s-p-hebt-griechenlands-rating-deutlich-an/id_61393042/index
Gute Nachricht für die schuldengeplagten Hellenen: Der US-Ratingriese Standard & Poor's (S&P) hat Griechenlands Kreditwürdigkeit nach einem erfolgreichen Anleihenrückkauf des Landes gleich um sechs Stufen vom "teilweisen Kreditausfall" (SD) auf "B-/B" angehoben. Das entspricht einer spekulativen Anlage. S&P sprach zugleich von einem stabilen Ausblick für das neue Rating.
Frisches Geld aus Anleihenkauf
Zur Begründung erklärte die Ratingagentur, ihrer Meinung nach sei die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion fest entschlossen, Griechenland in der Eurozone zu behalten. Griechenland hatte zuletzt Anleihen im Volumen von mehr als 30 Milliarden Euro am Markt aufgekauft und dafür Mittel aus dem Rettungsfonds verwendet.
Troika warnt vor Risiken
Auch die "Troika" aus Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF) hatte am Dienstag ebenfalls erklärt, für die Rettung Griechenlands vor dem Staatsbankrott große Risiken zu sehen. Die Experten zweifeln daran, dass Athen tatsächlich seinen Verpflichtungen nachkommt und die zugesagten Reformen umsetzt. Dennoch raten sie dazu, die nächsten milliardenschweren Kredite von Euro-Ländern und IWF wie geplant fließen zu lassen und empfehlen die Auszahlung der Gelder aus dem Euro-Rettungsfonds.
Die neuen Kredite für Griechenland im Umfang von 34,3 Milliarden Euro sollen nach Angaben aus Regierungskreisen in Athen bis Mittwoch ausgezahlt sein. Nach einer am Montag überwiesenen ersten Tranche von sieben Milliarden Euro sollen 11,3 Milliarden Euro für den Rückkauf von Staatsschulden überwiesen werden, sagte ein Regierungsvertreter. Weitere 16 Milliarden Euro würden für die Rekapitalisierung von Banken des hoch verschuldeten Landes erwartet.
Quelle: dpa-AFX, AFP, t-online.de
Werte "mächtigste Frau der Welt", was hatten Sie gesagt wann die letzte Zahlung sei, die wir an Griechenland leisten würden?
Merken Sie nicht, das Ihre Befehlsgeber doch das machen was die wollen, egal was Sie versprechen?
Dass Sie als "zweitmächtigster Mensch der Welt" auch nur verarscht werden merken Sie aber schon - oder nicht?
Eingestellt von Gerd 49 um 13:00 1 Kommentar :
GBPicsOnline - Frohe Weihnachten Bilder
Eingestellt von Gerd 49 um 02:07 Keine Kommentare :
Nach dem Amoklauf von Newtown:
US-Waffenlobby will Schulen mit bewaffneten Wachen schützen
Man liest die Überschrift und denkt: „Boah ey, Spitzensatire“, man liest weiter und stellt mit Erschrecken fest: „die meinen das ernst“.
Eine Woche lang hat die US-Waffenlobby geschwiegen - jetzt kommt sie aus der Deckung. Auf einer Pressekonferenz warb sie dafür, nach dem Amoklauf von Newtown Schulen durch Bewaffnete zu schützen. Denn das einzige Mittel gegen einen bösen Menschen mit einer Waffe sei: ein guter Mensch mit einer Waffe.
Washington - Die National Rifle Association (NRA) hat sich am Freitag erstmals nach dem Amoklauf von Newtown vor einer Woche zu dem Verbrechen geäußert. Wer erwartet hatte, die US-Waffenlobby würde sich geläutert zeigen, der irrte. Die NRA tritt für noch mehr Waffen ein. Jede Schule sollte von bewaffneten Polizisten oder Wächtern geschützt werden, forderte NRA-Vizepräsident Wayne LaPierre in Washington. Die NRA sei bereit, beim Training für entsprechende Programme zum Schutz von Schulkindern mitzuhelfen.
Als Verantwortliche für solche Taten wie den Amoklauf von Newtown machte er die Medien aus. Jedes amerikanische Kind sehe bis zu seinem 18. Geburtstag 16.000 Morde. In Musikvideos und Computerspielen werde das Leben als ein Spiel dargestellt.
LaPierre begründete seinen Vorstoß für bewaffnete Wachen an Schulen damit, dass schließlich auch der Präsident und sogar Sportstadien von Bewaffneten beschützt würden. "Das einzige Mittel gegen einen bösen Menschen mit einer Waffe ist ein guter Mensch mit einer Waffe." Strengere Gesetze zum Erwerb von Schusswaffen in den USA lehnte er ab. Solche Gesetze würden nichts bringen. Journalisten durften bei der Pressekonferenz im teuersten Hotel Washingtons keine Fragen stellen.
Die Pressekonferenz wurde mehrfach von Gegnern der NRA unterbrochen. Gleich zu Beginn stürmte ein Mann nach vorn und rief: "Die NRA tötet unsere Kinder." Er zeigte ein Transparent mit der entsprechenden Aufschrift. Minuten später hielt eine Frau ein weiteres Transparent hoch, auf dem zu lesen stand: "Die NRA hat Blut an ihren Händen."
Unmittelbar nach dem Massaker, bei dem 20 Kinder und sechs Schulmitarbeiter starben, hatte sich die NRA aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Anders als bei früheren Amokläufen hatte die Organisation keine Beileidsbekundungen für die Angehörigen der Opfer veröffentlicht. Überdies schaltete sie ihr Facebook-Konto im Internet vorübergehend ab und sendete keine Mitteilungen über den Kurznachrichtendienst Twitter.
Die Tragödie löste eine landesweite Debatte über eine Reform des vergleichsweise liberalen Schusswaffenrechts der USA aus, die jahrelang am Widerstand vieler Amerikaner gescheitert war. US-Präsident Barack Obama setzt sich für eine Verschärfung der Gesetze ein. Er rief die Bürger auf, den Druck auf die Abgeordneten aufrechterhalten. "Rufen Sie Ihre Kongressvertreter so oft wie nötig an, bekennen Sie Farbe und sagen Sie im Namen unser aller Kinder: 'Es reicht'."
Der Präsident will den Kongress dazu bewegen, den Verkauf von Sturmgewehren zu verbieten sowie den bisher weitgehend unkontrollierten Handel mit Waffen auf einschlägigen Messen strenger zu kontrollieren. Obamas Regierungsmannschaft soll die Reformvorschläge noch im Januar vorlegen. "Es ist an der Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen." Mit der Ausarbeitung der Vorschläge beauftragte er Vizepräsident Joe Biden.
Geht es eigentlich noch abartiger? Kann man noch perfider denken als die Mitglieder der NRA? Diese „Schmiede des eigenen Glücks“ ordnen vor lauter Geld- und Macht-Geilheit ihren eigenen Interessen alles unter. Sie wollen „böse Bewaffnete“ durch „gute Bewaffnete“ bekämpfen. Hauptsache es werden amerikanische Waffen benutzt, an deren Produktion sie entsprechend Profit haben. Kann man Menschenverachtung noch besser ausdrücken?
Und das sollen „unsere Freunde“ sein?
Eingestellt von Gerd 49 um 11:52 Keine Kommentare :
Besinnliches zum 4. Advent
Jetzt wird’s ernst mit der US „Haushaltsklippe“
Obama will Renten kürzen
Von Patrick Martin 21. Dezember 2012
http://www.wsws.org/de/articles/2012/dez2012/obam-d21.shtml
Die Kürzungen bei den Renten und anderen wichtigen Sozialprogrammen, die Obama zur Umschiffung der „Haushaltsklippe“ vorschlägt, markieren einen Wendepunkt in der amerikanischen Sozialpolitik. Dies zeigte sich in den jüngsten Haushaltsgesprächen des Weißen Hauses mit dem Sprecher des Repräsentantenhauses, John Boehner.
Obama schlägt öffentlich vor, zukünftige Zahlungen an Rentenempfänger zu kürzen. Das zeigt klar, dass sämtliche Parteien darin übereinstimmen, dass die Arbeiterklasse und die Alten, – und nicht etwa Wall Street und die Superreichen –, für die Krise des amerikanischen Kapitalismus zahlen müssen.
Presseberichten vom Dienstag zufolge bedeutet der Gegenvorschlag, den das Weiße Haus Boehners Vorschlägen entgegenstellt, eine Senkung des Inflationsausgleichs für Rentner, denn der Lebenshaltungsindex, der künftig zugrunde gelegt wird, unterschätzt absichtlich die Summe, die Rentner für ihre Grundversorgung aufwenden müssen. Der neue Lebenshaltungsindex mit der Bezeichnung „gebundener“ Verbraucherpreisindex wird die Ausgaben in den nächsten zehn Jahren um bis zu 225 Milliarden Dollar senken. Die Hälfte davon geht auf Kosten der Rentenempfänger, und der Rest auf Kosten der Pensionen von Beschäftigten der Bundesregierung im Ruhestand und anderen Hilfeempfängern.
Die Vorschläge des Weißen Hauses beinhalten noch weitere reaktionäre Elemente: Das Auslaufen der Steuersenkungen der Bush-Ära soll auf Familien mit mehr als 400.000 Dollar Jahreseinkommen begrenzt werden; der Lohnsteuer-Teilrabatt soll auslaufen, was zu einer zweiprozentigen Lohnsteuererhöhung für alle amerikanischen Arbeiter führt; die Dividendensteuer, die vor allem die Reichen betrifft, soll bei zwanzig Prozent verharren, anstatt dass sie auf 39,6 Prozent angehoben wird, wie es nach den geltenden Gesetzen geboten wäre.
Steuererhöhungen sollen über zehn Jahre 1,2 Billionen Dollar ausmachen. Im gleichen Zeitraum sollen Ausgabenkürzungen die gleiche Summe einbringen. Damit kommt das Weiße Haus der Forderung der Republikaner nach einer Ausgewogenheit von Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen nach. Diese angebliche Balance lässt allerdings die 1,2 Billionen Dollar an Ausgabenkürzungen außer Acht, die schon im August 2011 bei den Haushaltsverhandlungen zwischen Obama und der republikanischen Mehrheit im Kongress ausgehandelt worden waren, und die in den nächsten neun Jahren greifen sollen.
Alles zusammengerechnet, wird der Plan des Weißen Hauses Kürzungen von 400 Milliarden Dollar bei den Gesundheitsausgaben (vor allem bei Medicare), 122 Milliarden Doller an Einsparungen bei den Renten und weitere 400 Milliarden Dollar bei anderen innenpolitischen Ausgaben ergeben. Zusätzlich sollen 290 Milliarden Dollar an Zinszahlungen eingespart werden.
Eduardo Porter von der New York Times wies auf die historische Bedeutung hin, die eine Vereinbarung zwischen den Parteien auf dieser Grundlage bedeutet. Porter schrieb: „Die Wahrheit ist, dass der Präsident und die Republikaner im Repräsentantenhaus vereinbart haben, den Sozialstaat, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, auf den kleinsten Umfang seit fünfzig Jahren zu schrumpfen. Das ist ganz unabhängig davon, welche der beiden Billionen-Dollar-Varianten schließlich die Oberhand behält.“
Das Weiße Haus schlägt vor, die freiwilligen innenpolitischen Ausgaben von 3,1 Prozent des BIP in 2011 auf nur noch 1,7 Prozent im Jahr 2022 zu senken. Die Republikaner, die mit unterschiedlichen Daten arbeiten, wollen die Ausgaben im Inland in der gleichen Zeit von 4,3 Prozent auf 2,1 Prozent des BIP senken.
Um das zu verdeutlichen, erklärte Porter: „Das würde die freiwilligen zivilen Ausgaben der Regierung auf den kleinsten Anteil an der Wirtschaftsleistung seit der Eisenhower-Regierung [in den 1950er Jahren] senken. Damals lebte ein Viertel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, Tausende Kinder hatten damals noch Kinderlähmung, und weniger als acht Prozent der unter 25jährigen Amerikaner hatten eine Collegeausbildung.“
Was in den Gesprächen zwischen Obama und Boehner ausgehandelt wird, ist mit anderen Worten ein sozialer Rückschritt beispiellosen Ausmaßes. Unter der künstlich geschaffenen Haushaltsklippe zum 31. Dezember, werden aufgrund vergangener Vereinbarungen automatisch Haushaltskürzungen und Steuererhöhungen von 600 Milliarden Dollar in Kraft treten. Unter Berufung auf dieses Damoklesschwert schlagen Vertreter der Wirtschaft, Demokraten und Republikaner vor, mit dem Abbau der Sozialreformen des zwanzigsten Jahrhunderts zu beginnen.
Die Entscheidung des Weißen Hauses, das Rentensystem zu kürzen, ist von enormer politischer Bedeutung. Die Renten wurden lange Zeit als die „dritte Schiene“ der amerikanischen Politik bezeichnet. Es galt: Lass die Finger davon, oder du bist politisch tot. Obama und Boehner wollen dieses Tabu knacken und einen neuen Rahmen schaffen, um der arbeitenden Bevölkerung brutale Sparmaßnahmen aufzuzwingen.
Egal wie das unmittelbare Ergebnis der Verhandlungen in Washington ausgeht, – ob noch vor dem 31. Dezember ein Handel geschlossen wird oder nicht –, die generelle Richtung ist klar: Sozialprogramme wie die Renten, Medicare und Medicaid werden ausgezehrt. Das einzige bedeutsame Gebiet, auf dem die Bundesregierung noch Geld ausgibt, sind Militär und Polizei, welche die Interessen der Finanzaristokratie verteidigen – im Ausland gegen internationale Rivalen und Revolutionen, zu Hause gegen die amerikanische Arbeiterklasse.
… und in Deutschland?
21. Dezember 2012, 16:51 Uhr
Haushalt nach der Bundestagswahl
Schäuble plant umfangreiches Sparprogramm
Auf die deutschen Steuerzahler könnten neue Belastungen zukommen: Nach SPIEGEL-Informationen lässt Finanzminister Schäuble ein Sparpaket für die Zeit nach der Bundestagswahl ausarbeiten. Teil des Plans sind ein Gesundheits-Soli und ein späterer Renteneintritt.
Berlin - Die Beamten im Finanzministerium sind schon schwer beschäftigt: Nach SPIEGEL-Informationen lässt Ressortchef Wolfgang Schäuble (CDU) ein umfangreiches Sparpaket für die nächste Legislaturperiode ausarbeiten. Um den Bundeshaushalt auf künftige Belastungen vorzubereiten, die durch Konjunkturrisiken oder Gefahren der Finanz- und Euro-Krise entstehen könnten, reichen seiner Einschätzung nach die Vorgaben der Schuldenbremse nicht aus. "Ein ausreichender Abstand zur Verfassungsgrenze ist in der Haushaltsplanung zwingend erforderlich, um für unerwartete strukturelle Ausgaben- und Einnahmeentwicklungen Vorsorge zu treffen", heißt es in einer internen Vorlage des Bundesfinanzministeriums (BMF) mit dem Titel "Mittelfristige Haushaltsziele des Bundes".
Schäuble hat die Vorlage bereits gebilligt. Um den entsprechenden Spielraum zu erreichen, schlagen die Beamten des BMF unter anderem vor, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent abzuschaffen und auf alle Waren und Dienstleistungen nur noch den regulären Tarif von 19 Prozent zu erheben. Diese Maßnahme brächte den öffentlichen Kassen 23 Milliarden Euro. Um zehn Milliarden Euro wollen die Beamten den Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds senken.
Damit die Beiträge zur Krankenkasse dennoch stabil gehalten werden können, schlagen Schäubles Fachleute einen Gesundheits-Soli vor, also einen Aufschlag auf die Einkommensteuer, dessen Aufkommen der gesetzlichen Krankenversicherung zugutekommen soll. Um die Rentenkassen zu entlasten, sollen die Deutschen über die vereinbarte Regelaltersgrenze von 67 Jahren hinaus arbeiten. Die Dauer des Rentenbezugs solle "an die Lebenserwartung gekoppelt werden", schreiben die Beamten. Der Vorruhestand soll so unattraktiv gemacht werden wie möglich. "Unangemessene Anreize zur Frühverrentung müssen beseitigt werden", heißt es in dem Konzept.
Bislang müssen Vorruheständler, die vor Erreichen der Regelaltersgrenze aus dem Arbeitsleben ausscheiden, pro Jahr einen Abschlag von 3,6 Prozent hinnehmen. Künftig soll das Minus 6,7 Prozent betragen. Die Schäuble-Experten schlagen zudem vor, die Witwenrenten zu kürzen.
Weitere Einschnitte halten die Finanzministerialen für unausweichlich, wenn der Staat künftig an anderer Stelle Geld ausgeben will, etwa für Straßenbau oder Bildungseinrichtungen. Solche Investitionen würden "eine stärkere Begrenzung konsumtiver Ausgaben erfordern". Damit sind vor allem Sozialausgaben gemeint.
Das Bundesfinanzministerium dementiert - wenig überraschend - den Bericht. Es gebe keine dementsprechenden Pläne. Der SPIEGEL hält an seiner Darstellung fest.
URL: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schaeuble-plant-umfangreiches-sparprogramm-nach-der-bundestagswahl-a-874178.html
Natürlich ist von Leuten mit Millionen-Einkommen und Milliarden-Besitz nicht die Rede beim Sparen, weder in Deutschland, in den USA noch sonstwo auf der Welt. Schließlich ist man als Politiker eh nur deren Befehlsempfänger und darf es sich mit "den Märkten" nicht verderben. So werden die "armen Reichen" von jeglichen Einschränkungen verschont, im Gegenteil, wo kämen sie denn hin, wenn sie sich noch an den Sozialkosten beteiligen müssten? Es ist doch eh schon schwer genug für sie, in der Krise auf ihr Geld aufzupassen, steuervermeident anzulegen und gleichzeitig übereifrige Steuerfahnder abzuwehren. Auf Schäuble können sie aber zählen, der hat ein Herz für Steuerhinterzieher.
Das ist doch was Besinnliches, oder?
GBPicsOnline - 4. Advent Gästebuchbilder
Eingestellt von Gerd 49 um 01:03 1 Kommentar :
Avaaz, Demokratie und die Herausfordnungen unserer Zeit
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Eingestellt von Gerd 49 um 11:10 Keine Kommentare :
Malala - Petition übergeben
am Montag haben Mitarbeiter von Change.org unser Anliegen und alle gesammelten Unterschriften dem Menschenrechtsbeauftragen der Bundesregierung, Markus Löning, im Auswärtigen Amt überbracht.
Ein besonderes Signal: der Außenstaatssekretär Pakistans, Jalil Abbas Jilani, war ebenfalls zugegen. „Malalas Engagement ruft zu Recht weltweit Anerkennung hervor. Deutschland hat sich für ihren Schutz und ihre Behandlung engagiert”, sagte uns das Auswärtige Amt.
In jedem Fall wurde unser Wunsch gehört und wir sind zu einem weiteren Dialog Anfang 2013 eingeladen!
Die Übergabe der Petition wurde sogar auf der Facebook-Seite des Auswärtigen Amtes prominent mit einem Foto verbreitet.
Wenn Sie hier klicken, können Sie das Übergabe-Foto jetzt mit Ihren Freunden auf Facebook teilen.
Vielen, vielen Dank für Ihr Engagement.
Eingestellt von Gerd 49 um 22:20 Keine Kommentare :
AVAAZ: Sehen Sie was für eine verrückte, wunderschöne Sache wir gemeinsam geschaffen haben
Diese Email von AVAAZ kam am 18.12.2012 um 22:06 Uhr
Liebe umwerfende Avaaz-Gemeinschaft,
2012 neigt sich dem Ende zu - deswegen möchte ich für einen Moment innehalten und reflektieren, was für eine verrückte, wunderschöne Gemeinschaft voller Hoffnung und Engagement wir gemeinsam geschaffen haben. Die Zahlen sind schwindelerregend --
17,2 Millionen von uns erhalten diese E-Mail heute und diese Zahl schießt jeden Tag weiter in die Höhe -- wir sind fast doppelt so groß wie noch vor ein paar Monaten!
Wir kommen aus allen 194 Nationen, 1 Millionen aus Deutschland, 1,7 Millionen aus Brasilien und 700.000 aus Indien. Hier eine Weltkarte
Wir sind gemeinsam über 100 Millionen mal aktiv geworden, sowohl on- als auch offline, und haben über 250 Millionen Freunden von unseren Kampagnen berichtet
Unsere Stimmen haben Aufmerksamkeit auf kritische Themen gelenkt, mit über 15.000 Nachrichtenbeiträgen allein in diesem Jahr
400.000 von uns haben knapp 7 Millionen Dollar an Avaaz gespendet, welche an humanitäre und demokratische Organisationen weitergeleitet wurden
20.000 von uns haben bereits eigene Petition gestartet und fangen an, diese mit Hilfe unserer neuen Bürgerpetitionen-Plattform zu gewinnen
Der pakistanische Präsident unterzeichnet unsere Petitionen, die geholfen hat, 3 Millionen Kinder in die Schule zu schicken
Unsere gewaltige Aktion für Palästina direkt vor der EU-Kommission als sich die Außenminister trafen
Aber hinter diesen Zahlen steckt so viel mehr -- tausende Geschichten von Menschen, die zusammenkommen mit einer Hoffnung, die stark genug ist, den vorherrschenden Zynismus zu überwinden und wirkliche Veränderung zu erreichen. Nicht nur im Kleinen, sondern mit wirklich weitreichenden Erfolgen.
Errinern Sie sich an Malala, das unglaublich mutige Mädchen, das von den Taliban in den Kopf geschossen wurde, weil es sich für die Bildung von Mädchen in Pakistan eingesetzt hat? Innerhalb einer Woche hat das Avaaz-Team mit Partnern in Pakistan einen ambitionierten Plan erarbeitet, damit alle Kinder zur Schule gehen können - und nachdem 886.000 von uns unsere Petition unterzeichnet hatten, hat der UN Bildungsgesandte Gordon Brown sie direkt an Präsident Zardari übergeben, welcher selbst die Petition unterzeichnete! Malala war "überwältigt" als sie im Krankenhaus mit der Nachricht begrüßt wurde, dass Zardari Fördermittel gebilligt hat, damit 3 Millionen Kinder zusätzlich in die Schule gehen können! Brown hat unsere Mobilmachung als "ausschlaggebend" bezeichnet.
Das war kurz bevor 1,8 Millionen von uns eine entscheidende Rolle darin gespielt haben, einen palästinensischen Staat zu schaffen. Nachdem Israel und die USA andere Länder dazu bewegen wollten bei der UN gegen Palästina zu stimmen, haben wir Meinungsumfragen in 4 Ländern durchführen lassen, tausende Telefonanrufe gemacht, mit Staatsführern Kontakt aufgenommen und eine 4-stöckige Flagge vor einem wichtigen Treffen der EU-Außenminister in Brüssel gehisst. In der entscheidenden Abstimmung haben nur 9 von 193 Ländern dagegen gestimmt! Der palästinensische Botschafter für Europa sagte "Avaaz spielte eine entscheidende Rolle darin, die Regierungen von einer Unterstützung des palästinensischen Antrags zu überzeugen. Ihre Solidarität und Ihre Unterstützung wird in ganz Palästina erinnert und gefeiert werden".
Und Anfang diesen Jahres haben sage und schreibe 2,8 Millionen von uns eine kolosale Kampagne unterstützt um ACTA zu stoppen -- ein entscheidender Sieg gegen globale Konzerne, die versuchen das Internet zu zensieren. Das Abkommen konnte gestoppt werden und der Präsident des Parlaments sagte, er war "schwer beeindruckt von Avaaz’s überwältigender Petition, welche vom europäischen Parlament sehr ernst genommen wurde". Andere führende Mitglieder des Parlaments haben öffentlich unsere Stimmen zitiert, um den Einspruch der Öffentlichkeit zu demonstrieren.
Das sind nur 3 von buchstäblich hunderten Geschichten, die wir alleine über dieses Jahr erzählen können! Sehen Sie sich unsere Erfolgsseite an für eine Übersicht der größten Erfolge. Ich kann kaum erwarten zu sehen, was unsere Gemeinschaft in 2013 alles schaffen kann, vom Schutz des Regenwaldes und unserer Tierwelt bis hin zur Unterstützung der Bevölkerung in Syrien und des arabischen Frühlings und der Demontage des korrupten Medienreichs von Ruport Murdoch.
Wir haben wirklich etwas Unglaubliches geschaffen, einen Motor für Hoffnung und Veränderung in der Welt. Und jeder von uns hat dazu beigetragen, es Realität werden zu lassen. Das nächste Mal wenn Sie auf einem Abendessen mit Freunden oder auf einer Party sind, fragen Sie, ob sonst jemand Teil von Avaaz ist. Die Chancen stehen gut und vielleicht haben sie eine Unterhaltung über Themen, die wirklich wichtig sind. Denn wir können viel alleine erreichen, aber wenn wir zusammenkommen und zusammen bleiben ist nichts unmöglich.
Mit enormer Dankbarkeit für jede liebenswerte und engagierte Person in dieser einzigartigen Gemeinschaft,
Ricken und das gesamte Avaaz-Team
Eingestellt von Gerd 49 um 19:14 1 Kommentar :
Soll mal einer sagen, unsere Abgeordneten wissen genau was sie tun.
Die selbsternannte „Elite“ will wohl mit aller Gewalt dass Deutschland Kriegspartei im Nahen Osten wird? Selbst die Grünen, die sich jahrelang gegen die Teilnahme Deutschlands an Kriegshandlungen jeder Art ausgesprochen haben, zählen heute mit zu den ersten Befürwortern. Welch seltsamer Gesinnungswandel!
Wird jetzt Deutschland auch an der türkisch/syrischen Grenze verteidigt, nicht nur am Hindukusch?
Bundestag berät über "Patriot"-Einsatz
Der Bundestag berät heute über ein Mandat für die Entsendung deutscher "Patriot"-Raketen an die türkisch-syrische Grenze. Für die Bundesregierung ist die Entsendung eine Frage der Solidarität gegenüber dem NATO-Mitglied Türkei. Doch der Einsatz wirft nicht nur bei bei den Soldaten Fragen auf.
Von Christian Thiels, SWR, ARD-Hauptstadtstudio Berlin
Der Marschbefehl wird wohl noch vor Weihnachten kommen. Deutsche Luftwaffen-Soldaten sollen mit ihren "Patriot"-Flugabwehrsystemen an die türkisch-syrische Grenze verlegt werden, sobald der Bundestag zugestimmt hat. SPD und Grüne haben bereits signalisiert, die Bundesregierung unterstützen zu wollen.
Wer hätte von unseren "Umfallern" auch was anderes erwartet?
Maximal 400 Bundeswehrsoldaten
Im Mandatstext wird die neue Bundeswehr-Auslandsmission mit der schwierigen Lage der Türkei und der Bedrohung durch Syrien begründet. In dem von Außen- und Verteidigungsministerium formulierten Papier heißt es, dass "die Verlegung deutscher 'Patriot'-Systeme im NATO-Rahmen und im gemeinsamen Verbund mit den Niederlanden die Verlässlichkeit Deutschlands als Bündnispartner" unterstreiche. Maximal 400 Frauen und Männer in Uniform können mit dem bis Ende Januar 2014 befristeten Mandat in den Einsatz gehen.
Mandatstext unkonkret
Doch was die genaue Einsatzausgestaltung angeht, ist der Mandatstext reichlich unkonkret. Die betroffenen Soldatinnen und Soldaten hätten noch eine Menge Fragen, bemängelt der Vorsitzende des Bundeswehr-Verbandes, Ulrich Kirsch. So sei unklar, ob die Bundeswehr überhaupt genug Raketen für den Einsatz der modernsten (und von der Türkei angeforderten) Version der "Patriot" in ihren Depots habe. Diese sogenannten PAC-3-Raketensysteme sind auf die Abwehr von Flugzeugen und vor allem Mittelstreckenraketen optimiert. Die Bundeswehr hat im Jahr 2010 von diesen Raketen 24 Stück angeschafft und dies auch stolz vermeldet. Im Ernstfall wären die aber wohl ziemlich schnell verschossen, doch über weitere Anschaffungen ist bislang nichts bekannt.
Risiko: Chemiewaffen
Unklar ist derzeit außerdem, wie die Soldaten vor einer möglichen Bedrohung durch syrische Chemiewaffen geschützt werden sollen. Doch das wäre wohl schon als Vorsichtsmaßnahme notwendig, wenn man einer weiteren Begründung für den Einsatz im Mandatstext folgt. Dort wird nämlich unterstrichen, dass das syrische Regime sowohl über Mittelstreckenraketen mit bis zu 700 Kilometern Reichweite als auch über ein Chemiewaffenarsenal verfüge. Damit könnten also theoretisch auch viele Städte in der Türkei getroffen werden.
"Rote Linie" - und dann?
Für Bundeswehrverbandschef Kirsch wirft die Mission noch weitere Fragen auf: So gebe es weder eine Exit-Strategie, noch Überlegungen für den Fall, dass Syrien tatsächlich zu den Chemiewaffen greife. Dann werde eine "rote Linie" überschritten, hatte Außenminister Guido Westerwelle betont, nachdem das Bundeskabinett den "Patriot"-Einsatz gebilligt hatte.
Sieh an der Westerwelle! Gibt’s den überhaupt noch? Jetzt benutzt er den gleichen verlogenen Jargon wie die Kanzlerin und faselt von „rote Linie“.
Doch um die Antwort auf die Frage, welche Folgen das dann konkret nach sich zieht, drückt sich die Politik bislang herum. Denn dann müsste die Frage diskutiert werden, ob man nun doch die Einrichtung einer Flugverbotszone über Syrien militärisch durchsetzen müsse. Dass wird im Mandatstext bislang kategorisch ausgeschlossen, doch praktischerweise beinhaltet das Mandat auch die Beteiligung deutscher Soldaten in den Besatzungen der fliegenden AWACS-Radarstationen. Die sind schon jetzt im Rahmen der NATO-Luftraumverteidigung über der Türkei unterwegs und können Hunderte Kilometer weit in syrisches Gebiet hineinschauen und hineinhorchen - und genau das tun sie natürlich auch.
Typisch, zu feige um die Frage nach der Flugverbotszone zu klären und mit den Soldaten, die mal wieder auf Befehl unserer Wichtigtuer den Kopf hinhalten müssen, hat natürlich niemand gesprochen, aber dafür politisches Geschwafel ohne Ende und ...
... Parteiübergreifendes Lob für "besonnenes Verhalten der Türkei"
Verständnis für die Türkei zeigen auch die Sozialdemokraten. Rainer Arnold demonstriert Vertrauen gegenüber dem NATO-Partner: "Bisher hat sich die Türkei in dieser ernsten Situation an ihrer Grenze außerordentlich besonnen verhalten. Dies muss so bleiben, aber das dürfen wir den Türken auch durchaus mal signalisieren."
Bundestagsmandat bis 2014
Breite Mehrheit für "Patriot"-Einsatz in der Türkei
Mit großer Mehrheit hat der Bundestag dem "Patriot"- Raketenabwehreinsatz der Bundeswehr zugestimmt. Bis zu 400 Frauen und Männer in Uniform werden im Süden der Türkei stationiert und sollen den NATO-Partner vor Angriffen aus Syrien schützen. Dagegen war nur die Linkspartei.
Von Jörg Brandscheid, BR, ARD-Hauptstadtstudio
Fast schon vorweihnachtliche Harmonie im Deutschen Bundestag. Es reichte eine halbe Stunde für die "Patriot"-Debatte. Schon vorab hatten Union, FDP, SPD und Grüne den Weg für eine breite Mehrheit geebnet. Dafür, dass Deutschland bis zu vierhundert Soldaten in die Türkei schickt um die Flugabwehrraketen zu bedienen. Von zwei "wichtigen politischen Signalen" spricht Elke Hoff, Verteidigungsexpertin der FDP. Dass der NATO-Bündnispartner Türkei sich auf Deutschland verlassen könne und, dass Verlass auf das Parlament sei, freut sich Hoff über eine "eine Entscheidung innerhalb kürzester Zeit. Deshalb, liebe Kolleginnen und Kollegen - auch von der Opposition -, an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön".
Vorweihnachtliche Harmonie im Bundestag, wie schön, und was sagen die Soldaten und Soldatinnen zu den zwei "wichtigen politischen Signalen" Frau Hoff?
Freuen die sich auch so wie Sie, dass sie Weihnachten und Neujahr in der Türkei verbringen dürfen?
Übrigens Frau Hoff: ich hoffe inbrünstig, dass Ihre verteidigungspolitische Schwafelei im Herbst 2013 endgültig ein Ende hat.
Eingestellt von Gerd 49 um 21:45 Keine Kommentare :
Reaktion auf Bonner Bombenfund
"Reflexhafter Ruf nach schärferen Gesetzen": Innenminister Friedrich will nach dem gescheiterten Bombenanschlag in Bonn mehr Kameras an öffentlichen Plätzen installieren, SPD und Grüne lehnen das ab. Die Bahn ist verärgert über Vorwürfe der Bundespolizei.
Kann es sein, dass die Bombe nur dazu diente, unserem Innenminister einen Vorwand zu liefern? Schon seit Schäubles Zeit als Innenminister wird versucht, nach und nach, immer mehr zu überwachen und die im Hintergrund lassen sich immer neue Dinge einfallen.
Ich lasse mich gerne verarschen wenn es intelligent gemacht ist; dann kann ich sogar darüber lachen, aber dieser „Bombenfund“ beleidigt jeden halbwegs normal denkenden Menschen, wenn Spiegel-online am 10.12.2012 schreibt:
„Bonn - Eine verdächtige Reisetasche hat am Bonner Hauptbahnhof für einen Bombenalarm gesorgt. Sie enthielt Metallbehälter, die mit einem Pulver gefüllt waren, bei dem es sich um "potenziell zündfähiges Material" handelt. Das teilte die Polizei am Montagabend mit.“
[…]Nach dem Fund war das Gebäude gegen 14 Uhr gesperrt und die Tasche von Spezialisten etwa eine Stunde später durch Beschuss mit einem Wassergewehr kontrolliert gesprengt worden. Darin befand sich offenbar unter anderem eine Uhr, an der Drähte befestigt waren. Diese ragten aus der Tasche hinaus.[…]
Wer glaubt denn dass ein Terrorist, der eine Bombe unauffällig zünden will, sie auffällig mitten auf einen Bahnsteig stellt.
Weshalb ich mich aber regelrecht für einen Idioten gehalten fühle: Warum um Gotteswillen müssen Drähte aus der Tasche herausragen?
Zum Bombenzünden total überflüssig, zum Angst machen aber bestens geeignet.
So doof kann kein Terrorist sein!
Aber es kommt noch schlimmer: Diletantismus nicht nur bei den Bombenbauern!
Spiegel-Online am 11.12.2012:
Ob die Konstruktion tatsächlich hätte explodieren können, war auch am frühen Dienstagmorgen noch unklar.
„[…]Zwei Stunden später beschossen Entschärfer der Bundespolizei die Tasche mit Wasser. Dabei wurde ein "verdächtiger Gegenstand" zerlegt. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts nahmen die Einzelteile unter die Lupe.“
Spiegel-online in einem anderen Artikel am gleichen Tag
„[…]Die Ermittler stuften die Chemikalien als "zündfähiges Material" ein, ob es allerdings tatsächlich hätte gezündet werden können, war nach den ersten kriminaltechnischen Untersuchungen noch unklar. Jedenfalls fiel der Verdacht ziemlich schnell auf die Salafisten der Stadt.“
- irgendwie bekannt, erinnert an NSU, da wurde ja auch sofort nach zehn Jahren in die richtige Richtung ermittelt und bei Amokläufen werden innerhalb kürzester Zeit "Killerspiele" oder zu lasches Waffengesetz als Schuldige ausgemacht.
Nochmal Süddeutsche:
17. Dezember 2012 10:32
„Zu schwache Batterien, ein weiterer gravierender Fehler bei der Konstruktion der Bombe - die Republik ist wieder einmal davongekommen. Zum wiederholten Mal ist in Deutschland ein geplanter Anschlag islamistischer Fanatiker fehlgeschlagen. Das Land, die Sicherheitsbehörden haben erneut Glück gehabt.“[…] Bei der Bonner Bombe fehlte vor allem der empfohlene Booster.[…] „Das Vorgehen der Bonner Bastler erinnert ein wenig an die "Kölner Kofferbomber", die 2006 in zwei Regionalzügen Bomben deponiert hatten, die dann wegen handwerklicher Fehler nicht detonierten. Die Chemiekenntnisse des später zu einer langen Haftstrafe verurteilten Terroristen hatten glücklicherweise nicht gereicht.
Die sogenannte Sauerlandgruppe, die dann 2007 aufflog, hatte sich große Mengen Wasserstoffperoxid besorgt, um hochgefährliche Bomben zu bauen und bekam nicht mit, dass die Polizei die Chemikalien gegen eine ungefährliche Flüssigkeit ausgetauscht hatten.“
… wer das alles glaubt, der kann auch getrost glauben dass die Erde eine Scheibe ist, ein "Bombenbau-Azubi", 1. Lehrjahr, am Werk war und ein "Osterhase" Eier bringt.
Dann folgt natürlich noch die verdiente Lobhudelei auf die Sicherheitsbehörden, auf die wir seit NSU alle so stolz sind.
Anschlagsversuch in Bonn Harter Kern der Szene von geschätzten 140 Personen
„Deutsche Sicherheitsbehörden listen in ihren Erfolgsbilanzen etwa zehn verhinderte oder gescheiterte Anschläge in den vergangenen zehn Jahren auf. Dilettantismus der Bombenbauer, Glück und Tüchtigkeit der Ermittler sowie der große Aufwand bei der Überwachung potenzieller islamistischer Gewalttäter haben Schlimmes vereitelt. Anders als in London oder Madrid etwa hat es in Deutschland noch keinen Terroranschlag islamistischer Gewalttäter gegeben.
Falls sich der Verdacht der Ermittler gegen die Männer bestätigen sollte, wäre der Bonner Fall ein Novum. Erstmals hätten auch "Gefährder", also Leute, die von den Behörden für mögliche Terroristen gehalten werden, denen die Planung eines Anschlags durchaus zugetraut wird und die auf entsprechenden Geheimlisten der Behörden stehen, eine solche Tat verübt. In der Republik gibt es schätzungsweise 140 "Gefährder", die den wirklich harten Kern der etwa 450 gefährlichen Islamisten bilden sollen. Sie haben entweder in Terrorcamps eine paramilitärische Ausbildung absolviert oder gelten aus anderen Gründen als extrem militant.
Schätzungsweise zwanzig Staatsschützer wären notwendig, um einen einzigen dieser Terrorverdächtigen rund um die Uhr zu überwachen und ein vollständiges Bewegungsbild zu erstellen. Um nicht aufzufallen, müssten die Teams ständig ausgetauscht werden. Ein solcher Aufwand wäre angesichts der zahlreichen Gefährder nicht zu leisten.
Mittlerweile werden gewaltbereite Islamisten verstärkt aus Ländern wie Mali zu autonomen Aktionen aufgerufen, die sie selbst austüfteln sollten. Wenn es dann tatsächlich einmal zum Anschlag kommen sollte, stünden die Namen der Terroristen vermutlich in amtlichen Listen. Solch ein Angriff eines bekannten Gefährders gehört zu den Albträumen der deutschen Sicherheitsbehörden.“
Kann mir ein normal denkender Mensch einmal sagen, warum die „Terroristen“ ausgerechnet in Deutschland nur Versager einsetzen.
Wollen sie mit den "Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts" gleichziehen, die zwei Tage für eine lächerliche Untersuchung brauchen, die jeder Hausmeister in zehn Minuten erledigt?
Kann es sein, dass sie voll auf die Kompetenz unsere „Sicherheitsorgane“ vertrauen?
Sollte sich die „Qualität“ unseres Verfassungsschutzes weltweit herumgesprochen haben?
Oder ist es nicht eher so, dass möglichst viel Wirbel gemacht werden muss, damit Innenminister-Darsteller Friedrichs den Befehl zur Einrichtung einer Totalüberwachung verschleiern kann, die Zeitungen und Illustrierten tagelang den Lesern nahebringen, dass es nur zu unser aller Sicherheit dient und damit "alternativlos" ist?
Schon Schäuble hatte den Befehl, aber der wurde ja dann versetzt.
Ganz oben, im ersten Absatz steht: "SPD und Grüne lehnen das ab" (mit der Überwachung).
Wie lange wohl? Wo doch zumindest die SPD als "Umfallerpartei" hinlänglich bekannt ist.
..und natürlich wieder typisch deutsch:
„Warum die Überwachungskameras an Gleis 1 keine Videobilder von jener Person aufgezeichnet haben, die dort vor einer Woche die Tasche mit dem Sprengsatz abgestellt hat, ließ sich auch am Sonntag nicht beantworten.
Die Deutsche Bahn (DB) kritisierte, die Bundespolizei habe ihr keinen Auftrag zur Aufzeichnung gegeben. Das wiederum wies die Bundespolizei zurück und warf der Bahn vor, sie sei nicht bereit, fehlende Aufzeichnungskapazitäten aufzustocken. Die Beamten könnten nur mit dem Material arbeiten, das ihnen zur Verfügung stehe.
Eine DB-Sprecherin sagte dem General-Anzeiger dagegen, die Bundespolizei lege alleine fest, an welchem Bahnhof Videos aufgezeichnet und die Daten gespeichert würden. Außerdem schaffe die Bahn die "nötigen Aufzeichnungskapazitäten dort, wo die Bundespolizei uns beauftragt".
Derweil bestätigte sich nach GA-Informationen der Verdacht, dass die Kameras an Gleis 1 defekt waren und gar keine Bilder liefern konnten. Auch das wies die Bahn zurück: "Unsere Kameras funktionieren, wenn wir den Auftrag haben, Bilder aufzuzeichnen."
Konfliktbehaftet war nach GA-Informationen zudem die Zusammenarbeit von Kölner und Bonner Ermittlungsbehörden. Dazu wollten sich beide Seiten jedoch mit Blick auf die Übernahme der Ermittlungen durch den Generalbundesanwalt nicht offen äußern…“
Erinnert irgendwie an 9/11, gab es da nicht auch keine Bilder beim Pentagon?
Waren da nicht "zufällig" alle Überwachungs-Kameras abgeschaltet?
Oder brauchten unsere "Sicherheitsorgane" nach dem Desaster um NSU unbedingt mal wieder einen "Erfolg"?
Eingestellt von Gerd 49 um 23:01 Kommentare :
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Anne Will 12.12.2012
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Anne Will am 05.12.2012
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