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Hotel "Götz von Berlichingen" Das Hotel zum „Götz von Berlingen“ war ein Hotel in Döse. Das Hotel wurde von einem ehemaligen Steward der Königin Luise betrieben. Jonny Mann, so hieß der Hotelier, betrieb das Hotel im Strichweg 2, welches bis 1946 dem Namen „Zur schönen Aussicht“ trug. Dann wurden auf der gegenüberliegenden Straßenseite Häuser gebaut und die schöne Aussicht zur Elbmündung war nicht mehr vorhanden. Da Jonny Mann nach eigenem Bekunden „Für die Wahrheit in der Werbung“ war, musste er den Namen seines Hotels ändern. Er wählte den Namen „Götz von Berlichingen“. Diesen Namen schrieb er in großen Buchstaben auf die Fassade des Hauses. Der Rat der Stadt Cuxhaven vertrat die Ansicht, dass die Reklame nicht schön wirke. Die Stadtväter genehmigten Jonny Mann trotz ihrer Bedenken den Riesentext in einer Genehmigung auf Widerruf. Dies soll unter anderem im Interesse der Wirtschaft geschehen sein, die nach dem Abzug der Marine und Handelsschifffahrt angeschlagen war. Tatsächlich kamen Gäste, vor allem amerikanische Soldaten, aus dem 40 Kilometer entfernten Bremerhaven, um einmal im Hotel „Götz von Berlichingen“ verkehrt zu haben. Im November 1951 beantragte der Hotelier, sein Hotel neu anstreichen zu dürfen. Das Bauamt nutzte die Gelegenheit, dem Hotelier mit einschlägigen Gesetzesparagraphen die Freude an der Renovierung zu trüben. Mit einem bauaufsichtlichen Bescheid genehmigte die Stadt Cuxhaven am 6. November 1952 die Erneuerung des Hausanstriches in beigefarbenem Ton. Bedingung war, dass die Beschriftung "Hotel zum 'Götz von Berlichingen'" über den Fenstern des ersten Obergeschosses beseitigt werde. Dabei stützte sich die Stadt Cuxhaven auf die "Allgemeine Bauordnung für die Städte und Landgemeinden des Regierungsbezirks Stade" vom 19. Juni 1926, wonach Neuanstriche genehmigungspflichtig sind und die Vorlage entsprechender Gesuchsunterlagen erforderlich ist. Cuxhavens Oberstadtdirektor schrieb an Jonny Mann: "Ich bin trotzdem gern bereit, Ihnen bei der Wahl einer anderen weniger störenden, aber ansprechenden wirkungsvollen Reklamebeschriftung behilflich zu sein." Jonny verzichtete auf diese Hilfe. Der Aufforderung hielt der alte Seemann ein standhaftes "Kehr di an nix" entgegen. Malermeister Bertel bekam Anweisung, sorgfältig um das Firmenband herumzustreichen und den Götz-Text unverändert zu lassen. Seine Begründung: "Um die Änderung der Firmeninschrift habe ich nicht nachgesucht, also lehne ich auch jede Erörterung mit dem Bauamt hierüber ab." Eine Beschwerde Jonny Manns beim Regierungspräsidenten in Stade gegen den Bescheid der Stadt Cuxhaven lehnte dieser ab. Begründung: Der Paragraph 1 der Verordnung über die Baugestaltung vom 10. November 1936 fordere eine "anständige Baugesinnung". Auf weitere Debatten mit der Bauaufsichtsbehörde ließ sich Jonny Mann nicht mehr ein. Er zog mit seinem „Götz von Berlichingen“ vor das Landesverwaltungsgericht Oldenburg, Kammer Stade. Der Hotelier musste sich aber nach einem Lokaltermin von den Richtern der ersten Instanz belehren lassen, dass "nicht die privaten und geschäftlichen Interessen des einzelnen, sondern die der Allgemeinheit den Vorrang haben". Der Schutz des Straßenbildes vor Verunstaltung sei eine "Maßnahme zum Zwecke der Gefahrenabwehr". Das Straßenbild werde durch die Aufschrift in „geradezu grotesker Weise“ entstellt. Damit sei ein "positiv häßlicher Zustand geschaffen, der jedes für eine schönheitliche Gestaltung offene Auge" verletze. Jonny Mann verzichtete auf eine Berufung zum Oberverwaltungsgericht in Oldenburg. Ihm war klar, dass er wieder unterliegen würde. Er machte der Stadt Cuxhaven einen listigen Vorschlag: Unter der Bedingung, dass ihm die Stadt die Beibehaltung des Namenzuges Götz von Berlichingen bis zur nächsten Renovierung des Hotels gestatte, wolle er auf die Berufung verzichten und damit "auch der Stadt Kosten ersparen". Jonny Mann war damals 74 Jahre alt. Ein Gesetz, das ihn zur Renovierung verpflichtete, gab es nicht. Die ihm vorgehaltene "unanständige Baugesinnung" wies Jonny Mann unschuldsvoll mit einem Zitat zurück, das für sein Hotel gelte und in Goethes "Götz von Berlichingen", 1. Aufzug, zu finden sei: "Kommt, setzt Euch, tut, als wenn Ihr zu Hause wärt! Denkt, Ihr seid wieder einmal beim Götz."
Anschrift Gnadenkirche -Kirchenbüro- Pommernstr. 77 Telefon: 04721 - 735912 Gnadenkirche 1960-1961 wurde in einem neu entstehenden Stadtteil die Gnadenkirche gebaut. "Mehr sein als scheinen" war die Devise derer, die sie errichteten. Und so präsentiert sich die Kirche bis heute in einer überzeugenden Schlichtheit. Einen Blickfang für den gesamten Straßenzug bildet der freistehende Glockenturm. Die vier Glocken des Turmes sind, anders als gewöhnlich, von der Straße aus zu sehen. Die kleinste der vier ist die Betglocke. Sie läutet jeden Tag um 08:00 Uhr, um 12:00 Uhr und um 18:00 Uhr und erinnert unaufdringlich an das Gebet. Ihre neun Schläge bedeuten die neun Sätze des Vaterunser-Gebetes, das Jesus seinen Jüngern als Hilfe zum Beten gegeben hat. Einen kleinen "Luxus" haben sich die Erbauer der Kirche doch geleistet. Von unten von niemanden zu sehen, geschweige denn zu lesen, trägt jeder dieser Glocken auf einem Schriftband eine Inschrift mit einem Liedvers. Alle diese Inschriften erinnern an den Namen der Gnadenkirche. So steht zum Beispiel auf der Größten: " Allein Gott in der Höh` sei Ehr` und Dank für seine Gnade." Dieser Liedvers wird fast in jedem evangelischen Gottesdienst gesungen. Gottesdienst Sonntags, 11.00 Uhr
Ernst Gock (* 27. Februar 1869 in Cuxhaven; † 25. April 1957) zählt zu den wichtigsten Künstlern Cuxhavens. 1 Leben und Werk 2 Würdigungen 3 Literatur 4 Weblink Leben und Werk Adolph Wilhelm Ernst Gock wurde als Sohn des Klempnermeisters Heinrich Gock (gest. 1879) und seiner Frau Therese Catharina (geb. Sutor) geboren. Während sein zehn Jahre älterer Bruder dem Vater nacheiferte und die väterliche Klempnerei weiterführte (eines der ältesten Cuxhavener Unternehmen), absolvierte Ernst Gock nach seiner Konfirmation 1884 eine Lehre als Maler, Anstreicher und Dekorationsmaler. Anschließend besuchte er 1888-1889 die Kunstgewerbeschule in Köln und 1889-1890 die Königliche Kunstschule in Berlin, wo er sein Diplom als Zeichenlehrer machte. Zwischen 1890 und 1903 lebte Ernst Gock zeitweise in Cuxhaven bei seiner Mutter (gest. 1928) sowie in Hamburg, wo er kunstgewerblich tätig war. 1903 kehrte er bis 1909 zurück nach Berlin, um an der Königlichen Akademie der bildenden Künste zu studieren. Der mehrfach ausgezeichnete Ernst Gock kehrte anschließend nach Cuxhaven zurück und entschied sich damit gegen eine Professoren-Laufbahn. 1910 stellte Ernst Gock in Cuxhaven seine Werke zum ersten Mal in der Bücherhalle in der Friedrichstraße aus. Die folgenden 18 Jahre gelten als seine bedeutendste Schaffensperiode. Er malte vorwiegend Portraits und maritime Motive im neo-impressionistischen Stil. Er arbeitete von 1910-1912 mit dem Impressionisten Carl Vinnen und 1950-1956 mit der Bildhauerin Doris von Sengbusch-Eckardt zusammen. 1923 entwarf Ernst Gock einen Notgeldschein für Cuxhaven. Der heute zu den bekanntesten einheimischen Künstlern zählende Ernst Gock musste zeitlebens um Anerkennung seines Malstiles kämpfen. Die Ablehnung der Cuxhavener Bürger hat Ernst Gock so sehr getroffen, dass er seine Rückkehr nach Cuxhaven als größten Fehler seines Lebens bezeichnete. Er starb hochbetagt am 25. April 1957 in Cuxhaven an den Folgen eines Schlaganfalles. Würdigungen Ernst Gock wurde mit dem Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Die Stadt Cuxhaven hat Ernst Gock anlässlich seines 75. Geburtstages 1944 mit einem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt und zu seinem 80.Geburtstag 1949 mit der Gründung der Ernst-Gock-Gesellschaft geehrt. Am 18. Februar 1964 wurde ihm zu Ehren eine Straße nach ihm benannt (Ernst-Gock-Weg). Anlässlich seines 100. Geburtstages gab es 1969 eine Ausstellung mit seinen Werken und 1992 eröffnete der Cuxhavener Kunstverein eine Ernst Gock Ausstellung. Literatur Dr. Otto Böttcher: Ernst Gock – Ein Beitrag zur Kunst des 20. Jahrhunderts Peter Bussler: Ernst Gock – Ein Cuxhavener Malerleben, 1993 Peter Bussler: Historisches Lexikon der bildenden Künstler für Cuxhaven und Umgebung: mit 19 gesammelten Künstleraufsätzen des Autors; Heimatbund der Männer vom Morgenstern, 2004 Peter Bussler: Historisches Stadtlexikon für Cuxhaven; Heimatbund der Männer vom Morgenstern; 2002 Weblink Ernst-Gock-Gesellschaft
Auf dem Friedhof Brockeswalde befindet sich eine Gedenkstätte für 440 dort liegende Kriegsopfer, deutsche Militärangehörige und zivile Opfer der Luftangriffe. 1 Gestaltung 2 Lage 3 Kapelle 4 Bilder 5 Gräberfeld für "unehrenhafte" Kriegsopfer 6 Bilder Gestaltung Die Gedenkstätte besteht aus einer Kapelle, einem Gräberfeld und einer Mauer mit Namen von Kriegsopfern. Lage Die Gedenkstätte befindet sich südwestlich der Trauerhalle. Neben dem `Ehrenfriedhof´ gibt es noch einen zweiten räumlich getrennten Platz, die `Ausländerabteilung´ für Zwangsarbeiter/-innen und Kriegsgefangene. Kapelle Die Kapelle ist von der Nord- und der Südseite geöffnet. Das Westfenster erinnert an den Untergang der LICHTWARK am 24. Februar 1946. Das Ostfenster erinnert an den Untergang der ALTENBRUCH am 21. Februar 1945 Bilder Gedenkstätte Gedenkstätte Gedenkstätte Gedenkstein Untergang der "Altenbruch" Gräberfeld für "unehrenhafte" Kriegsopfer Kriegsopferfeld für Ausländer Ein zweites Gräberfeld für Kriegsopfer wurde speziell für "unehrenhafte" Ausländer, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, angelegt. Es befindet sich hinter der Einfahrt links im Feld D. Auch dieses wird in Ehren gehalten, jedoch werden nicht die speziellen Umstände erwähnt. Es ist lediglich ein Gedenkstein aufgestellt mit der Inschrift: Zur Ehre der hier beigesetzen Toten des Krieges 1939 - 1945 Bilder Gedenkstein für Kriegsopfer auf dem Platz für Ausländer Kriegsopferfeld für Ausländer Grabplatten in den Heckenausschnitten
Der Gloria-Palast war ein Kino in der Deichstraße ehemals Cuxhavener Lichtspielhaus 1 Anschrift 2 Beschreibung 3 Das Kino als Baudenkmal 3.1 Bedeutung 3.2 Beschreibung 3.3 Denkmalbegründung 4 Weitere Nutzung 5 Bilder 6 Weblink 7 Fußnoten Anschrift GLORIA-Palast Deichstraße 20 27472 Cuxhaven Telefon: 04721/699 632 Beschreibung Das 1907 eröffnete Kino trug ursprünglich den Namen Central-Theater und hieß ab 1910 Cuxhavener Lichtspielhaus. Dieses Kino wurde ab 1922 von dem jüdischen Besitzer Oskar Dankner[1] betrieben. Anfang März 1933 gab Dankner das Kino ab, dass am 4. März 1933 unter dem Namen "Europa-Lichtspiele" neu eröffnete. Als Direktor des Kinos zeichnete ein gewisser Karl Jung. Am 14. September 1934 übernahm Richard Thode das Kino und gab ihm den alten Namen "Cuxhavener Lichtspiele" zurück, am 15. September 1937 änderte er den Namen jedoch in "Gloria-Palast". Der Gloria-Palast war mit 390 Sitzplätzen das größte Kino Cuxhavens mit einer 72m² großen Leinwand. Es war der letzte große, original erhaltene Kinosaal in Original-Kino-Ausstattung von 1954 aus der großen Kinozeit Norddeutschlands. Das Kino als Baudenkmal Das Gebäude hat den Staus eines Einzeldenkmals (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG) Bedeutung geschichtlich, künstlerisch, städtebaulich Im Denkmalverzeichnis: Ja Objekt-ID: 12086575 Objekt-Nr.: 217 Beschreibung Traufständiger dreigeschossiger Massivbau unter hohem ziegelgedecktem Mansarddach, mit eingeschossigem Saalanbau im hinteren Bereich. Straßenfassade verputzt und symmetrisch aufgebaut, die Mittelachse betont durch eine leichte Rundung, darüber ein korbbogenüberfangenes Zwerchhaus. Vertikale Gliederung durch lisenenartige Putzbänder. Erbaut bis 1910 nach Entwurf von Achmet Steinmetz als erstes Lichtspielhaus in Cuxhaven, die Ausstattung stammt aus den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Denkmalbegründung Das Gloria-Kino Cuxhaven hat eine geschichtliche Bedeutung im Hinblick auf den Zeugnis- und Schauwert durch die beispielhafte Ausprägung eines Gebäudetypus sowie für den besonderen Zeugniswert der Kinoentwicklung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es handelt sich außerdem um das älteste Lichtspielhaus Cuxhavens, weswegen ihm auch eine ortsgeschichtliche Bedeutung zukommt. In künstlerischer Hinsicht ist die gut überkommene Innenraumgestaltung aus den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts bedeutsam. Die Erhaltung des Kinogebäudes mit straßenseitigem Wohn-/Geschäftshaus liegt zudem als Werk des Cuxhavener Architekten Achmet Steinmetz und in städtebaulicher Hinsicht wegen des straßenbildprägenden Zeugniswerts im öffentlichen Interesse. Chronik Jahr Betreiber vor 1908 A. Lütjens 1920 Johannes Wist 1924-1933 Oskar Dankner 1933 - 1980 Waldemar & Richard Thode 1997 - 2000 FTP Kasper seit 2006 Döscher und Mehrhoff GbR seit 2009 geschlossen Weitere Nutzung Im Herbst 2011 bezieht die Buchhandlung Rauschenplat die Räume des Gloria-Palastes. Bilder Datum unbekannt Kinokasse Ausgang zur Annenstraße Der Gloria-Palast als Ausstellungsraum 2011 Weblink Die Homepage des Kinos "www.kino-cux.de" ist geschlossen Fußnoten Hochspringen ↑ Traurige Berühmtheit erlangte Dankner durch ein Bild, dass ihn mit seiner deutschen "Mätresse" zeigt. Näheres unter Dankner, Oskar.
Franz Grabe (*12. März 1843 in Altenbruch, † 30. März 1923 in Lüdingworth) war Heimatdichter in Lüdingworth. Franz Grabe in seinem Garten 1 Leben und Werk 2 Würdigungen 3 Werke 4 Literatur Leben und Werk Franz Grabe wurde im so genannten "Weberschen Haus" am Markt in Altenbruch geboren. Er erlernte ab 1860 in Detmold den Beruf eines Kaufmannes und half anschließend der Mutter in Altenbruch bei der Führung eines Putz- und Manufakturwarengeschäftes. Im Alter von 25 Jahren erwarb er in Lüdingworth ein Wohnhaus mit Laden für Manufakturwaren (nicht mehr existent, heute Werkstattgebäude der ehemaligen Fa. Backschat & Ruks, Jacobistraße.). Hier konnte er seinen Leidenschaften Dichtung und Musik neben dem Beruf des Kaufmanns und der späteren Verwaltung der Kaiserlichen Postagentur nachgehen. Den nicht sonderlich geliebten Laden gab Franz Grabe im Jahre 1902 auf. Kurz nach seinem 80. Geburtstag verstarb Franz Grabe und wurde auf dem Lüdingworther Friedhof beerdigt. Sein Grab soll ein kleiner Gedenkstein geschmückt haben, der aber nicht mehr vorhanden ist. Der Geschichts- und Heimatverein Lüdingworth von 1988e.V. hat daher im Mai 1992 als Ersatz einen schlichten Gedenkstein auf dem Lüdingworther Friedhof aufgestellt. Geburtshaus Franz Grabe Gedenkstein Franz Grabe Einladung zum Franz Grabe-Abend in New York im Jahre 1894 Würdigungen Aus Dankbarkeit für seine Tätigkeit als Korrespondent der New Yorker "Plattdütschen Post" wurde er zu einem Besuch nach Amerika eingeladen. Dort wurde für ihn ein Ehrenabend veranstaltet. 1913 erhielt Franz Grabe das Preußische Verdienstkreuz in Silber. Es wurde ihm im Auftrag Seiner Königlichen Majestät Kaiser Wilhelm II vom Lüdingworther Schultheißen Mohr überreicht. Im Norden Lüdingworths wurde die Franz-Grabe-Straße nach ihm benannt. Werke 1877 Dit un Dat in Hadler Platt (1898 bereits in der 3. Auflage) 1880 Van de Elvkant ut Hadelnland 1886 Ut ole un nee Tieden 1887 Aus einsamen Stunden 1888 Ut`n Volksleben 1894 Ut Marsch un Moor 1927 Ut minen Blomengoarn Literatur Rolf Meyer in: Chronik des Kirchspiels Lüdingworth, hrsg. vom Geschichts- und Heimatverein Lüdingworth von 1988 e.V., 2000
Johan beym Graben (* 7. August 1561 in Lüdingworth; † 10. Mai 1623 in Stade) war ein Schultheiß in Lüdingworth, später Gräfe (oberster Richter) und Stellvertreter des Lauenburger Hofes in Hadeln. Johan beym Graben wurde auf dem väterlichen Hof im Lüdingworther Osterende (heute Osterende 46) geboren. Er wurde durch den ersten evangelischen Pfarrer in Lüdingworth, Johann Blickwedel, erzogen, besuchte das Johanneum in Lüneburg und studierte anschließend an der Universität zu Wittenberg Jura. Im Alter von 24 Jahren kehrte er nach Lüdingworth zurück und übernahm den elterlichen Hof, bis er 1597 von Herzog Franz II. zum Schultheißen von Lüdingworth ernannt wurde. Dieses Amt verwaltete er 18 Jahre. In dieser Zeit wurde er auch Sprecher der Hadler Stände und entwarf unter anderem eine neue Schleusenordnung für die Otterndorfer Schleuse. Im Jahre 1615 bat er den Herzog um seine Entlassung, da ihm viel Neid und Missgunst entgegengebracht wurde. Zwar entsprach der Herzog dieser Bitte, ernannte ihn aber gleichzeitig zum Gerichtsrat und Kanzleiassessor. Als 1617 der bisherige Gräfe des Landes Hadeln auf der Rückreise von der alten Hadler Versammlungsstätte, dem Warningsacker, nach Otterndorf einen Schlaganfall erlitt, übertrug der Herzog Johann beym Graben auch dieses Amt. Als Gräfe war er unter anderem Vermittler der Hadler Stände und führte, wenn der Herzog in Otterndorf weilte, die Verhandlungen. Doch die Intrigen verschiedener Landsleute gingen weiter und so bat er den Herzog erneut um seine Entlassung. Der Herzog entsprach dieser Bitte, jedoch durfte beym Graben alle seine Titel behalten und behielt auch seinen Einfluss auf den Herzog. Als Dank für sein Wirken ernannten ihn seine Landsleute 1619 zum Landeskonsulenten. Bei einem Streit über die Berechtigung zur Berufung und Absetzung der Pfarrer, welcher zwischen den kirchlichen Visitatoren und den Hadler Ständen ausgebrochen war, stellte sich beym Graben auf die Seite der Stände und stimmte für das alleinige Recht der Gemeinden über die Ernennung der Pfarrer. Durch Verleumdungen und falsche Anschuldigungen kam es wegen dieser Angelegenheit zum Bruch mit dem Lauenburger Hof. Im März 1623 verließ beym Graben Lüdingworth und zog nach Stade. Dem Auslieferungsersuchen des Herzogs August wurde seitens des Magistrats der Stadt Stade aber nicht stattgegeben und so beschlagnahmte der Herzog beym Grabens Vermögen in Lüdingworth. Erst nach seinem Tode im Mai 1623 wurde er rehabilitiert und der Herzog gab sein Vermögen wieder frei. Wappen und Namenszug beym Grabens in einer Kartusche an der Kanzel der St.-Jacobi-Kirche Neben seinen Ämtern hat Johan beym Graben den Ausbau und die Ausgestaltung der St.-Jacobi-Kirche maßgeblich beeinflusst. Noch heute findet man seinen Namen und sein Wappen an verschiedenen Stellen in der Kirche. Quelle: Hinrich Gerkens u.a., Chronik des Kirchspiels Lüdingworth, hrsg. vom Geschichts- und Heimatverein Lüdingworth von 1988 e.V., 2000
Graffitis gibt es in Cuxhaven, wie in jeder anderen Stadt auch. Graffiti steht als Sammelbegriff für von privater Hand angebrachte Bilder oder Schriftzüge auf Oberflächen des öffentlichen Raums. Während Graffiti teilweise als Kunstform anerkannt ist, werden Graffitis in der öffentlichen Wahrnehmung oft als Vandalismus betrachtet. Illegal angebrachte Graffiti können als schadenersatzpflichtige Sachbeschädigung geahndet werden. Ebenfalls tummeln sich in Cuxhaven eine Vielzahl unterschiedlicher Aufkleber in der Öffentlichkeit. Diese zählen zumeist wie wildes Plakatieren als Ordnungswidrigkeit und werden auch so geahndet. 1 Graffiti 2 Wandbilder 3 Garagentore 4 Aufkleber Graffiti ehemaliger Güterbahnhof Stellwerk Cuxhaven 2008 Stellwerk 2008 Wandbilder von Andreas Green Garagentore Aufkleber Barkot I <3 Riot Kundenliga Zulu Meine Mama Mosht Verschiedene Aufkleber Engel Küssende Polizisten Verschiedene Aufkleber Vogel am Schild
Die Grandbake, auch Wehrbergsbake oder Duhner Bake genannt, stand auf dem Duhner Wehrberg nahe dem optischen Telegraphen. Vermutlich um 1850 aufgestellt, wurde die 8,90 m hohe Bake 1870 anlässlich des Deutsch-Französischen Krieges, wie alle Seezeichen, niedergelegt, aber bereits im Herbst 1871 in veränderter Form (8,45 m) wieder aufgebaut und 1876 größer (11,70 m) erneuert. Sie wurde 1891 niedergelegt, als die Christian-Görne-Stiftung mit ihrem Hospizneubau die Sicht verdeckte. Die Bezeichnung `Grand´ taucht zuweilen auch in alten Karten für das Watt auf; also möglicherweise übertragen: Wattbake. Vermutlich stand jedoch der kiesdurchsetzte Sand des Wehrbergs Namenspate (Grand = Kies, Grus). Mit ihrer eher bescheidenen Höhe von 11,70 Metern erreichte sie allerdings durch Ihren Standort auf der Düne eine Gesamthöhe von fast 24 Metern über Normalnull. War sie für die Schifffahrt von untergeordneter Bedeutung, wobei ein Artikel des Cuxhavener Tageblattes von 1887 das Gegenteil aussagt, so hatte sie ihre eigentliche Aufgabe als Peilmarke für Strom-, bzw. Seevermessung und das genaue Ausbringen schwimmender Seezeichen. Die Bake lag in einer Linie mit der Neuwerker Ostbake und dem Feuerschiff Elbe 1. 1886/87 wurde sie durch den Neubau des Hospizes der Christian-Görne-Stiftung weitgehend verdeckt. Stattdessen wurde die Stiftung angewiesen, einen mindestens 3 Meter hohen Dachaufsatz zu installieren und diesen schwarz anzumalen und ebenso einzudecken. An den Kosten beteiligte sich die Hamburger Finanzdeputation mit 1.190 Reichsmark. Damit war die Funktion der Bake nicht mehr gegeben. Zwar wurde 1889 noch eine runde Scheibe auf einer Stange an der Bake installiert, ebenso auf der Neuwerker Ostbake, trotzdem wurde sie 1891 abgebaut. Dass dieses eigentlich nicht als endgültig geplant war, geht aus einer Zeitungsnotiz des Cuxhavener Tageblattes vom 27. März 1887 hervor: „die Bake auf dem Wehrberge bei Duhnen, wegen übergroßer Sichtbarkeit von den Schiffern mit Vorliebe als Landmarke benutzt, nach Fertigstellung des in der Nähe der Bake errichteten Hospizes diese Eigenschaft zum Theil eingebüßt; infolgedessen, und um die Marke zu erhalten, soll dieselbe dem Vernehmen nach im Laufe dieses Sommers einem Umbau unterzogen und um zehn Meter höher werden“. Als 1966 die Gebäude der Goerne-Stiftung abgerissen wurden, blieb die Marke unbesetzt. Sie stand auf dem Wehrberg etwa 9 m abseits der Straße Wehrbergsweg und etwa 20 m westlich des Hotels Wehrberg. Bilder Grandbake bis 1870 Grandbake ab 1871 Grandbake ab 1876 Position der Grandbake 1877
Grimmershörnbucht mit Blick zur Kugelbake Die Grimmershörnbucht mit ihrem halbmondförmigen Bogen vom Fährhafen bis zur Kugelbake ist der vielleicht geografisch markanteste Ort in Cuxhaven. Die Bucht in ihrer heutigen Form entstand 1744, als der Deich während einer Sturmflut mehrfach brach. Die alte gerade Deichlinie konnte nicht wiederhergestellt werden und der neue Deich erhielt den heutigen sichelförmigen Verlauf. Dort, wo sich heute das Fahrwasser befindet, befand sich vor 1744 eingedeichtes Grünland mit 15 Bauernhöfen[1]. Noch im Jahre 1618 reichte das zu diesem Zeitpunkt neu eingedeichte Land zwischen Kugelbake und der Alten Liebe rund 2,5 Kilometer weit in die Elbe. Der Name Grimmershörn setzt sich aus dem alten Cuxhavener Familiennamen Grimmer, einer Landwirtsfamilie, die in der Bucht Ländereien besaß, und dem niederdeutschen Wort Hörn (Knick, Vorsprung, Winkel) zusammen. 1845 wurden von Heinrich Hübbe Pläne zum Ausbau der Cuxhavener Hafenanlagen vorgelegt. Nach diesen Plänen sah eine dritte Baustufe den Bau eines zweiten Dockhafens sowie den Bau eines weiteren Tidehafens in der Grimmershörnbucht vor. Die Zufahrt sollte nahe der Kugelbake erfolgen, es sollten rund 140 große Schiffe Platz finden. In der Grimmershörnbucht entstand 1870 die Befestigungs- und Verteidigungsanlage Fort Grimmerhörn (damals ohne "s" geschrieben) und 1882 die Grimmershörn-Militär-Badeanstalt, der schnell ein Familienbad angegliedert wurde. Mit dieser Badeanstalt begann die erfolgreiche Geschichte der Grimmershörnbucht als beliebter Ort für die Cuxhavener und Gäste zur Freizeitgestaltung, was dann später in die Seeterrassen und das Sportbad mündete. Noch heute gehört sie als "Grünstrand" zu den beliebtesten Stränden der Cuxhavener Bevölkerung. Jährlicher Höhepunkt ist der `Sommerabend am Meer´ mit seinem Höhenfeuerwerk. Bilder Spielbassin an der Muschelcke um 1955 Badeinsel des Bojenbades in der Grimmershörnbucht Partie der Grimmershörnbucht, im Hintergrund links neue Seeterrassen Strandpavillons in der Grimmershörnbucht während des "Run to the Sun" 2009 Partie der Grimmershörnbucht während des "Run to the Sun" 2009 Grimmershörnbucht um 2021 - Blick vom Schiff Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. Fußnoten Hochspringen ↑ CN 4.2.2012, Bussler
Carlos Grethe (* 25. September 1864 in Montevideo, Uruguay; † 2. Februar 1913 in Nieuwport, Belgien) war ein bedeutender Maler norddeutscher Motive. Leben Nach der Geburt in Uruguay kam Grethe im Alter von fünf Jahren nach Hamburg, wo er auch seine Ausbildung an der Hamburger Gewerbeschule begann. Danach studierte er an der Großherzoglichen Kunstschule Karlsruhe und an der Académie Julian in Paris. Mit dem Abschluss wechselte er zunächst als Lehrer an die Kunstgewerbeschule Karlsruhe, an der er auch eine Professur erhielt. In Stuttgart lehrte er an der Akademie der bildenden Künste. 1906 siedelte Grethe nach Nieuwport in Belgien um, da er in seiner kunstpolitischen Arbeit mit dem württembergischen König Differenzen hatte. Grethe verlebte seine Sommerurlaube oft an der Niederelbe und im Hamburger Raum. In Karlsruhe war er Mitbegründer des Karlsruher Künstlerbundes, in Cuxhaven gilt er als Mitbegründer der Duhner und Altenwalder Künstlerkolonien. In Cuxhaven wurde der Carlos-Grethe-Weg nach ihm benannt.
Grimmershörn meint einen Deichknick an der Elbe. Aus einer Karte von 1725 ist zu ersehen, dass ein Landwirt Grimmer Land vor dem um 1530 erstellten `Neuen Döser Deich´ zwischen dem Seepavillon und der Kugelbake besaß. Mit der Südverlagerung der Elbe und dem entsprechenden Landverlust ging auch dieser Deich verloren, sodass 1730 eine neue Deichlinie zwischen `Hus op´n Diek´ und dem heutigen Deichknick beim Fort Kugelbake gezogen werden musste. Auch dieser Deich war schon bald nicht mehr zu halten. Im Jahre 1744 wurde aufgrund dessen ab etwa 1/3 der Deichlänge aus Ost ein neuer Deich angesetzt, der in einem großen Bogen landeinwärts am Ende kurz vor dem Knick bei der Kugelbake wieder an den alten Deich anschloss. Dieser neue östliche Deichknick erhielt im Volksmund den Namen `Grimmers Hörn´. `Hörn´ bezeichnet im Niederdeutschen einen Winkel, Knick oder eine Ecke. Aus Grimmers Hörn wurde dann umgangssprachlich `Grimmershörn´. Die neu gebildete Bucht zwischen Grimmershörn und der Kugelbake wurde demnach folgerichtig zur Grimmershörnbucht. Bekannt ist der Bauer und Kornhändler Welken Grimmer, dessen Hof vermutlich um 1800 an der heutigen Deichtrift lag. Der seit Jahrhunderten währende Kampf der Landwirte des Döser Deichvorlandes um eine Entschädigung für ihr verlorenes Land ist bis heute bislang nicht rechtsverbindlich abgeschlossen, auch wenn die meisten Familien seit langem ausgestorben sind oder der Streit in Vergessenheit geraten ist. Als Kuriosum sei noch gesagt, dass das Eckhaus am Grimmershörn, die neuen Seeterrassen, zum Ortsteil Döse gehört, während das benachbarte Haus der DGzRS sowie auf der anderen Seite die Exerzierhalle der ehemaligen Grimmershörnkaserne zu Alt-Cuxhaven gehören. (Im militärischen Sprachgebrauch der Kaiserzeit wurde stets orthografisch korrekt nur vom Grimmerhörn gesprochen.)
Die Grimmershörnkaserne war sowohl eine Kasernenanlage als auch ein Einzelgebäude innerhalb dieser Anlage in Cuxhaven. 1 Bestandteile der Kasernenanlage 2 Geschichte 3 Entstehung der Gebäude 4 Bilder Bestandteile der Kasernenanlage Seedeichkaserne (Bretterkaserne) Exerzierhalle Kaserne "Große Wettern" Kaserne "Kleine Wettern" Grimmershörnkaserne Wirtschaftsgebäude Stabsgebäude Teehaus mit Kegelbahn Arrestgebäude weitere kleinere Gebäude Geschichte Nachdem der Reichstag in Berlin am 7. März 1892 der Errichtung einer Marinegarnison in Cuxhaven zugestimmt hat, rückt am 4. Januar 1893 die 1. Kompanie der IV. Matrosen-Artillerie-Abteilung (MAA) und am 16. November 1893 die 2. Kompanie der MAA in Cuxhaven ein. Die Soldaten werden bei Cuxhavener Bürgern einquartiert, aber es soll "eine einfache, aber gute Baracke" gebaut werden. So wird von Mai bis November 1893 als erster Teil der späteren Grimmershörnkaserne die Seedeichkaserne , in Cuxhaven als "Bretterkaserne" bekannt, erbaut und am 16. November 1893, mit dem Eintreffen der 2. Kompanie der IV. MAA, von beiden Kompanien bezogen. Im Jahre 1895 verlegt ebenfalls das Musikkorps der IV. MAA nach Cuxhaven in die Seedeichkaserne. Um eine angemessene Kasernenanlage einschließlich eines Stabsgebäudes für die Marineangehörigen sicherstellen zu können, werden durch den Reichsmarinefiskus bereits seit 1872 bis zum Jahr 1902 Grundstücke im Bereich der Straßen Neue Reihe, Kasernenstraße, Marienstraße, Strichweg, Batteriestraße und Deichtrift erworben. Im Jahre 1903 erfolgt dann der Baubeginn für die eigentliche Grimmershörnkaserne. Noch während der Bauphase verlegen am 5. Januar 1905 aus Wilhelmshaven das "Kommando der Marine-Artillerie und Minenkräfte", aus Lehe die Stammabteilung der Matrosen-Artillerie-Abteilung Kiautschou und die Stammabteilung des III. Seebataillons Kiautschou nach Cuxhaven. Sie beziehen einen bereits fertiggestellten Teil der Kasernenanlage. Nachdem die 5. Kompanie der IV. MAA ("Wasserkompanie") von der Seedeichkaserne in den Minensucherhafen verlegt hat, belegen die beiden Stammabteilungen, die als Ausbildungsbasis für den Kolonialdienst dienen, auch die Seedeichkaserne. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich außerdem in der Grimmershörnkaserne die Marinegarnisonsverwaltung und das Musikkorps der IV. MAA. Am 16. Juli 1906 ist der Baubeginn für das Stabsgebäude an der Neuen Reihe 33 (mit Teehaus und Garten), nach der Fertigstellung am 23. März 1908 zieht dort zunächst die Geschäftsstelle der IV. MAA ein. Die Einweihung des Marine-Stabsgebäudes mit Offizierskasino erfolgt am 14. Juni 1908 [1]. Ab dem 20. April 1909 werden die Aufgaben für den Kolonialdienst in der Kiautschou-Kaserne wahrgenommen. Nach dem I. Weltkrieg wird Cuxhaven im Jahre 1935 erneut Garnisonsstadt. Die Grimmeshörnkaserne wird belegt durch die 4. Marine-Artillerie-Abteilung und die Marine-Fahrbereitschaft, das Stabsgebäude wird belegt durch den Festungskommandanten, das Flugmeldekommando und den Stab der 5. Sicherungsdivision. Wie alle militärischen Einrichtungen werden auch die Grimmerhörnkaserne und das Stabsgebäude nach dem Ende des II. Weltkrieges von den Besatzungsmächten beschlagnahmt. Nutzer der Kaserne werden das "Office of the Navalofficer-in-Charge Cuxhaven" und der "Frontier Control Service", in das Stabsgebäude zieht die Royal Air Force. Diese Liegenschaften werden am 20. November 1947 bzw. 30. Januar 1948 vom "Property Control Officer –Mil. Government Hannover-" über die "Oberfinanzdirektion Hannover -Abwicklungsstelle für Wehrmachtsvermögen- " dem Finanzamt Cuxhaven zur Verwaltung übertragen. Die Übergabeverhandlung ist gleichzeitig gemäß Erlass der Militärregierung Land Niedersachsen die Freigabeverfügung. Am 26. August 1952 ergeht die Weisung des Bundesministers der Finanzen an die OFD Hannover, die verfügbaren Teile der Grimmershörnkaserne an den Seegrenzschutz zu übergeben. Diese Übergabe der Kaserne an die Schul- und Reparaturgruppe des Seegrenzschutzes erfolgt am 9. September 1952. Die Ausbildungstätigkeit des Seegrenzschutzes in Cuxhaven endet am 3. Juni 1956, am 1. Juli 1956 wird die Kasernenanlage über die damalige Bundesvermögensstelle der Standortverwaltung Cuxhaven übertragen. Aufgrund des "Zweiten Gesetzes über den Bundesgrenzschutz" vom 30. Mai 1956 werden die Beamten des Seegrenzschutzes nach der Aufstellung der Bundeswehr am 1. Juli 1957 vollständig in die Bundesmarine überführt. Das Personal der Seegrenzschutz-Stammabteilung Cuxhaven verbleibt in Cuxhaven und bildet den Stamm für das neue Marinestützpunktkommando Cuxhaven. Gemeinsam mit der Marine-Unteroffizierschule, einem Zug Feldjäger, der Standortkommandantur, der Standortverwaltung und später dem Dezernat IC3 des Marine-Unterstützungskommandos bildet diese Dienststelle diese ersten Nutzer der Kasernenanlage. Nachdem auch die Royal Air Force das Stabsgebäude am 1. Juli 1958 übergeben hat, erfolgt die künftige Nutzung durch das Marine-Stützpunktkommando, den Marine-Fernmeldeabschnitt Nordsee, den Stab 2. Geleitgeschwader (verlegt später in den Minensucherhafen), das Kommando der Minensuchboote, die Versorgungsflottille, die Marine-Fernmeldegruppe Cuxhaven und die Offiziermesse Cuxhaven. Von 1970 bis 1974 ist die Grimmershörnkaserne Zwischenunterkunft für das FlaRakBtl. 37, für das in Altenwalde Neubauten entstehen. Ferner wird am 1. April 1977 die Fachausbildungskompanie des Heeres neu aufgestellt und in der Kasernenanlage stationiert. Diese Einheit wird am 31. Dezember 1994 in die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne verlegt. Nachdem weitere Einheiten bereits vorher aufgelöst worden waren, wird die Grimmershörnkaserne am 2. Juni 1995 von der Standortverwaltung Cuxhaven an das Bundesvermögensamt Cuxhaven übergeben und von diesem weiterer, zum Teil ziviler Nutzung zugeführt. Entstehung der Gebäude Zeitleiste Jahr Gebäude 1892 / 93 Seedeichkaserne 1904 / 05 Große Wetternkaserne 1904 / 05 Kleine Wetternkaserne 1907 / 08 Exerzierhalle 1908 Stabsgebäude 1911 Grimmershörnkaserne 1914 Arrestgebäude Bilder Hochspringen ↑ Cuxhavener Straßennamen
Der Gräfe war im Land Hadeln, zu dem die jetzigen Cuxhavener Ortsteile Altenbruch und Lüdingworth Jahrhunderte gehörten, ein vom Landesherrn eingesetzter Amtsträger. Er ist nicht mit Grafen oder Deichgrafen zu verwechseln. Im Land Hadeln waren die Verwaltungsorgane wie auch die Amts- und Mandatsträger in Justiz und Verwaltung meist identisch. Dies lag daran, dass es seit dem Mittelalter bis zur Neuzeit eine wirkliche Trennung, wie wir sie heute kennen, von Justiz und Verwaltung nicht gegeben hat. Im Bereich der Kirchspiele bzw. Kirchspielsgerichte trifft dieses z. B. auf die Schultheißen und die Schöffen oder Landschöffen zu. Auch die Vertreter des Landesherrn, die Gräfen, hatten gleichzeitig Aufgaben der Verwaltung und der Justiz (Rechtsprechung) wahrzunehmen, oft hatten sie auch militärische Vorgesetztenfunktionen. Der Gräfe im Lande Hadeln als Vertreter des herzoglichen Landesherrn war darüber hinaus Vermittler zwischen dem Landesherrn und den Kirchspielen des Landes Hadeln. Er sollte auch die Anweisungen und Verordnungen des Landesherrn in den Kirchspielen durchsetzen. Als Vertreter des Landesherrn hatte er weiterhin die Aufgabe, den Landesherrn zu repräsentieren. Dies tat er z.B. im Jahre 1614, als er bei der Aufstellung eines neuen Galgens auf dem Medemdeich anwesend war und damit die Zuständigkeit des Herzogs als Gerichtsherr unterstrich. Nicht alle Gräfen waren ausschließlich demütig dem Herzog gegenüber. So wurden im 17. Jahrhundert wegen Differenzen zwischen Gräfen und Herzog Gräfen abgesetzt und teilweise auch enteignet, wie im Fall des Gräfen Johan beym Graben nachgewiesen ist. In der Hadler Chronik von Rüther ist in einer Verordnung des Herzogs Julius Franz[1] vom 6. Januar 1678 nachzulesen, welche Aufgaben die Gräfen wahrnehmen sollten. Beispiele aus dieser Verordnung: das Recht, bei Verwandschaft im dritten Grade das Eheverbot aufzuheben, die Pflicht, ihm alle Ertrunkenen zu melden, um ggf. zu untersuchen, ob ein Verbrechen vorliegt, das Recht, die Schweinetrift auf Kirchhöfen zu verbieten, das Recht, Anordnungen gegen das öffentliche Tabakrauchen zu erlassen. Ein langjähriger Gräfe, Hans Nicolaus Fuchs, dessen Amtszeit 23 Jahre bis 1644 dauerte, liegt in der St.-Jacobi-Kirche zu Lüdingworth begraben. Während das Land Hadeln an Hamburg verpfändet war, wurde der Gräfe auch von den Hamburger Ratsherrn eingesetzt. Sofort nach dem Ende der Verpfändung bestimmte aber der Herzog erneut den Gräfen. Entgegen den Ämtern der Deichgrafen und Schultheißen in Ritzebüttel sowie der Schultheißen in den Kirchspielen des Landes Hadeln, die in abgewandelter Form weiter existieren, hat sich das Amt des Gräfen mit der Trennung von Verwaltung und Justiz aufgelöst. Quelle Hans-Eckhard Dannenberg und Heinz-Joachim Schulze (Hrsg.): Geschichte des Landes zwischen Elbe und Weser, Band II, Mittelalter, Stade 1995, ISBN 3-980 1919-8-2 Fußnoten Hochspringen ↑ Julius Franz von Sachsen-Lauenburg (* 16. September 1641 in Prag; † 30. September 1689 in Reichstadt (jetzt Zákupy im Kreis Česka Lipa in der Tschechischen Republik) nach seinem Tod gelangten seine Ländereien in Besitz der Welfen
Ernst Grimsehl (*6. August 1861 in Hannover, † 30. Oktober 1914 bei Langemarck [1] / Flandern) war ein deutscher Pädagoge und Physiker. 1 Allgemein 2 Schriften (Auswahl) 3 Würdigung 4 Literatur 5 Weblinks 6 Fußnoten Allgemein Nach dem Studium in Göttingen legte Grimsehl im Jahre 1883 die Lehramtsprüfung ab. Danach arbeitete er als Lehrer in Hannover und nach der Militärzeit ab 1885 in Hamburg, wo er im Jahre 1886 zum Oberlehrer befördert wurde. Von hier aus kam Grimsehl nach Cuxhaven und unterrichtete als Physiklehrer von 1892 bis 1900 am heutigen Amandus-Abendroth-Gymnasium. Nach seiner Zeit in Cuxhaven wurde er Direktor des Uhlenhorster Gymnasiums in Hamburg. Grimsehl veröffentlichte als wissenschaftlicher Autor verschiedene Aufsätze aus dem Bereich der Physik sowie im Jahre 1909 das "Lehrbuch der Physik". Seine Bücher wurden bis in die jüngste Zeit an den Schulen verwendet. Grimsehl entwickelte auch den Physikunterricht fort, indem er die bisher üblichen Physikexperimente verbesserte und teilweise durch einsichtigere Versuche ersetzte. Hierfür entwickelte er zahlreiche neue Versuchsapparaturen, die u.a. auch 1910 auf der Weltausstellung in Brüssel gezeigt wurden. Ernst Grimsehl, der von soldatischen Tugenden überzeugt war, fiel als Freiwilliger am 30. Oktober 1914 in der Flandernschlacht bei Langemarck. Schriften (Auswahl) Lehrbuch der Physik (1909) Neubearbeitungen: Lehrbuch der Physik für die Oberstufe höherer Lehranstalt (1937) Lehrbuch der Physik, Bd.1, Mechanik, Akustik, Wärmelehre von Ernst Grimsehl, Walter Schallreuter und K. Altenburg (1991) Didaktik und Methodik der Physik (1911) Physikalische Tabellen zum Gebrauch beim Unterricht und beim physikalischen Praktikum (1916) Würdigung Nach Professor Ernst Grimsehl wurde der Grimsehlweg benannt. Literatur Heinz-Gerd Brüning: Ernst Grimsehls Lehrbücher der Physik in Geschichte und Gegenwart. Franzbecker, Hildesheim 1993, ISBN 3-88120-225-0. Weblinks Literatur von und über Ernst Grimsehl im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Fußnoten Hochspringen ↑ bis 1945 Langemarck, danach Langemark
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Groden Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Diese Seite ist eine Begriffsklärung zur Unterscheidung mehrerer mit dem gleichen Wort bezeichneter Begriffe. Der Begriff Groden ist mehrdeutig. siehe unter Groden, Ortsteil von Cuxhaven siehe unter Neulandgewinnung
Das Haus der Jugend in der Abendrothstraße wurde als erster großer öffentlicher Bau der Nachkriegszeit am 7. Juni 1953 eingeweiht. Das Haus der Jugend wurde je zur Hälfte vom amerikanischen Volk und der Stadt Cuxhaven finanziert. Der damalige Resident, Mr. Collinson, hatte die Stadt darüber unterrichtet, dass Mittel in Höhe von 166.500 DM aus der McCloy-Spende gegeben werden könnten, wenn die Stadt Cuxhaven die gleiche Summe zur Verfügung stellen würde. Bei der Einweihung wies der damalige Bürgermeister Dr. Heinz Wachtendorf auf dieses völkerverbindende Denkmal hin, das sich das amerikanische Volk mit diesem Gebäude gesetzt hat. Konzerte Das Haus der Jugend war eine Zeit lang erfolgreicher Gastgeber von Rockkonzerten, welche von Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen initiiert wurden. Diese Aktivitäten mussten eingeschränkt werden, seitdem bei diesen Konzerten der Ausschank von Bier und alkoholischen Getränken untersagt wurde. Mehrgenerationenhaus Am 21. November 2008 eröffnete die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen im Haus der Jugend das so genannte "Mehrgenerationenhaus". Dieses soll dazu dienen, den Dialog zwischen den Generationen zu fördern und bietet regelmäßig Veranstaltungen wie das Internationale Frauencafé, Frühstück für Seniorinnen und Senioren, den Spieletreff, eine Fahrradselbsthilfewerkstatt, Konzerte und vieles andere mehr. Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Maritimes Sicherheitszentrum Das Havariekommando ist eine gemeinsame Einrichtung des Bundes und der Küstenländer. 1 Anschrift 2 Aufgaben 3 Alltagsarbeit 4 Öffentlichkeitsarbeit 5 Weblink Anschrift Havariekommando Gemeinsame Einrichtung des Bundes und der Küstenländer Am Alten Hafen 2 27472 Cuxhaven Tel: 04721 567-400 Fax: 04721 567-364 Aufgaben Es hat am 1. Januar 2003 seinen Dienst aufgenommen und gewährleistet ein gemeinsames Unfallmanagement auf Nord- und Ostsee. Das Havariekommando bündelt die Verantwortung für die Planung, Vorbereitung, Übung und Durchführung von Maßnahmen zur Verletztenversorgung, zur Schadstoffunfallbekämpfung, zur Brandbekämpfung, zur Hilfeleistung und zur Gefahrenabwehr bezogenen Bergung bei komplexen Schadenslagen auf See sowie einer strukturierten Öffentlichkeitsarbeit. Zur Wahrnehmung dieser breit gefächerten Aufgaben steht dem Kommando z.B. ein Flugzeug für die Wahrnehmung von auf See abgelassenem Öl zur Verfügung. Dieses ist auf dem Marinefliegerstützpunkt Nordholz stationiert und wird im Jahre 2010 ausgewechselt. Alltagsarbeit Das Havariekommando ist im Alltagsbetrieb ein Kompetenzzentrum mit zurzeit fast 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das Maritime Lagezentrum (MLZ) ist im 24-Stunden-Dienstbetrieb mit erfahrenen Nautikern besetzt. Im Maritimen Lagezentrum wird ständig ein aktuelles, maritimes Lagebild vom deutschen Hoheitsgebiet in Nord- und Ostsee erstellt, wobei auch Mitteilungen der Nord- und Ostseeanrainerstaaten einfließen. Dabei werden alle Informationen über Umstände, die für die Bekämpfung einer komplexen Schadenslage erheblich sein können, gesammelt, aufbereitet, bewertet und gesteuert, erforderlichenfalls Alarmierungen ausgelöst und Sofortmaßnahmen eingeleitet. In den Fachbereichen Schadstoffunfallbekämpfung See und Küste, Brandbekämpfung & Verletztenversorgung sowie Bergung zur Gefahrenabwehr werden die jeweils möglichen Teilaspekte einer Havarie konzeptionell bearbeitet und für den Einsatzfall Taktiken und Vorgehensweisen erstellt. Die Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist für die Außendarstellung des Havariekommandos und für die Koordinierung der Öffentlichkeitsarbeit während einer komplexen Schadenslage zuständig. Bei komplexen Schadenslagen wird ein Havariestab einberufen, der das einheitliche und koordinierte Vorgehen aller Einsatzkräfte des Bundes und der Küstenländer ermöglicht. In der Einsatzorganisation besetzen die Mitarbeiter des Kompetenzzentrums den Havariestab. Dieser ist in vier Stabsbereiche (Personal/Innerer Dienst, Lage, Einsatz, Pressearbeit) mit entsprechenden Aufgabenzuweisungen gegliedert. Der Leiter des Havariekommandos übernimmt als Gesamteinsatzleiter auch die Leitung des Havariestabes. Mit dem Havariestab wird die unmittelbare, zielgerichtete und umfassende Bekämpfung der Auswirkungen und Folgewirkungen von maritimen Schadensereignissen unter einer einheitlichen und strukturierten Führung sichergestellt. Das Havariekommando bedient sich dabei aller auf See und im Küstenbereich zuständigen Behörden und sonstiger Einrichtungen des Bundes und der Länder. Öffentlichkeitsarbeit Ob Schulkind, Journalist oder Hochschulprofessorin, wer immer etwas über das Havariekommando erfahren möchte, in der Stabsstelle Presse und Öffentlichkeitsarbeit ist man an der richtigen Adresse. Wir kennen den richtigen Ansprechpartner aus dem Kompetenzteam des Havariekommandos. Regelmäßig informieren wir über die Arbeit des Havariekommandos mit Pressemitteilungen, in Interviews und Pressegesprächen, durch Pressekonferenzen, Vorträge und bei Übungen. Wenn es ein maritimes Schadensereignis auf der Nord- oder Ostsee gibt, dann hat die Öffentlichkeit einen besonderen Anspruch darauf, zeitnah, umfassend und sachlich informiert zu werden. In so einem Einsatzfall unterstützen die Pressestellen der Küstenländer und die Pressestäbe der elf Wasser- und Schifffahrtsämter an der deutschen Küste die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Havariekommandos. Weblink Homepage Havariekommando
Franz Hebold (* 30. Juli 1888 in Ahrensflucht; † 16. Juli 1958 ebenda) war der Begründer der Hebold Apparatebau und Maschinenfabrik GmbH & Co. Franz Hebold kam nach seinen Lehrjahren in Ahrensflucht und seinen Gesellenjahren in Hamburg im Jahr 1908 zur Marine. Die Marine verließ er 1920 mit dem Marine-Ingenieur-Patent. In den Folgejahren war Franz Hebold als Leitender Ingenieur bei den Nordsee-Eiswerken (siehe "Nordsee" Deutsche Hochseefischerei) tätig. Im Jahr 1928 gründete Hebold die Franz Hebold Maschinen- und Eisenbau OHG. Im laufe des Geschäftsbetriebes spezialisierte sich das Unternehmen u.a. auf den Bau von Druckkammern, vor allem für den medizinischen Bereich. Im Mai 2005 hat Geschäftsführung des Unternehmens beim Cuxhavener Amtsgericht Insolvenz beantragen müssen. Der Cuxhavener Traditionsbetrieb an der Grodener Chaussee wurde durch die Van Tongeren Kennemer BV' aus den Niederlanden einerseits und die Firma Haux-Life-Support GmbH andererseits übernommen. Der alte Firmensitz wurde in den Folgejahren abgebrochen, der Betrieb wird als Hebold Systems in der Peter-Henlein-Straße in einem neu errichteten, modernen Betrieb weitergeführt Anekdote Im Lokal "Schwarzer Walfisch" in Cuxhaven war Stimmung. Ratsherr Franz Hebold, 66, Besitzer einer Maschinenfabrik, drosch Skat. Von etlichen "Lütt un Lütt" (Bier und Korn) wurden bald die Karten schwer in der Hand, und man fing an, zu politisieren. Schließlich schlug einer aus der Runde, in der sich auch Polizeikommissar Bastian befand, mit der Faust auf den Tisch und meinte: "Unsere Ratsherren haben doch kein Rückgrat mehr!" Sie seien schläfrig und hätten keine Courage. Das war für Ratsherr Franz Hebold das Stichwort. "Ich werde euch das Gegenteil beweisen", renommierte er und schwankte an den Telephonapparat. Er wählte die Nummer 110 - Überfall - und schrie den Polizeibeamten an, der sich unter dieser Nummer meldete: "Hier ist Franz Hebold. Alarmieren Sie sofort die Cuxhavener und Dösener Feuerwehr. Geben Sie Großalarm. Es brennt im Kesselhaus der Nordheimstiftung." Nun sprach Franz Hebold allerdings so laut in die Muschel, daß der aufnehmende Polizeibeamte rückfragen mußte: "Wo brennt es?" Zur Antwort bekam er nur: "Quatschen Sie nicht so viel - alarmieren Sie! Hier spricht ein Ratsherr!" Während Franz Hebold sich in eine Taxe warf und zur angeblichen Brandstelle raste, überwand der Polizist in der Cuxhavener Hauptwache seine Zweifel an der Echtheit der Brandmeldung. Er drückte - "Besser ist besser" - den Knopf für Feuer-Großalarm. Gleichzeitig setzte er motorisierte Polizeistreifen in Bewegung, die in ganz Cuxhaven nach dem Brandherd Ausschau halten sollten. Mit auf- und abschwellendem Sirenengeheul der Polizeiwagen und dem Dauerton der Feuerwehreinheiten wurde die Cuxhavener Bevölkerung um 21.44 Uhr aus beschaulicher Abendruhe aufgeschreckt. In einer wahren Kettenreaktion wurden außerdem Kriminalpolizei, Experten des Gaswerks und der Überlandzentrale des Elektrizitätswerks sowie Sanitäter auf die Beine gebracht. Sie alle versammelten sich vor der Feuerwache in der Abendrothstraße 18 und warteten in voller Montur darauf, daß ihnen nun endlich jemand sagte, wo was zu löschen sei. Statt dessen aber kehrten die ausgesandten motorisierten Polizeistreifen mit der Meldung zurück: "Wir können nichts finden. Im ganzen Stadtgebiet kein Feuer." Da auch keine weiteren Hinweise aus der Bevölkerung auf einen möglichen Brandherd gekommen waren, machte der Cuxhavener Brandmeister den Vorschlag: "Dann laßt uns man nach Hause fahren." Während sämtliche Wehren wieder abrückten, stand Ratsherr Franz Hebold mutterseelenallein am Kesselhaus der Nordheimstiftung und wartete auf die Feuerwehr. Fast eine Stunde nach seinem ersten Anruf riß ihm schließlich die Geduld, und er rief erneut bei der Polizei an: "Wo bleibt ihr denn? Das ist doch immer dasselbe. Wir sprechen uns noch." Ob er wirklich der Ratsherr Hebold sei, wollte der Beamte wissen. Er erhielt darauf keine Antwort mehr. Hebold hatte eingehängt. Offenbar konnte Franz Hebold aber noch mehr vertragen. Ärgerlich über seinen mißlungenen Alarm trabte er in den "Schwarzen Walfisch" zurück. Kurz vor Mitternacht wurde die Polizei erneut angerufen. Diesmal aber nicht von Franz Hebold, sondern vom Wirt des "Schwarzen Walfisch", der darum bat, den trunkenen Hebold nach Hause zu bringen. Ernüchtert, mußte Hebold am nächsten Tag peinliche Fragen protokollarisch beantworten. Hauptkommissar Schmitz, Chef der Cuxhavener Polizei, hatte schon am Abend vorher erklärt: "Nach unserer Ansicht handelt es sich um groben Unfug." Franz Hebold versuchte nichts zu beschönigen, erklärte aber, nur im Interesse einer ständigen Einsatzbereitschaft der Cuxhavener Feuerwehr gehandelt zu haben. Bis zum Dezember 1953 hatte Franz Hebold als Vorsitzender des Feuerwehrausschusses der Stadt tatsächlich das Recht gehabt, allein über einen Probealarm zu entscheiden. Nach dem neuen niedersächsischen Feuerlöschgesetz mußte er seitdem jedoch derartige Entscheidungen zusammen mit dem Kreisbrandmeister treffen. "Ausgerechnet an jenem Abend habe ich daran nicht gedacht", behauptete Hebold. Benzin- und Ausrückkosten für Polizei und Feuerwehr in Höhe von 191 Mark zahlte er ohne Widerspruch. Und er ging noch einen Schritt weiter. Wenn die Staatsanwaltschaft die Sache nicht weiter verfolgen wolle, habe ja die Polizei das Recht, die peinliche Angelegenheit durch eine Geldbuße aus der Welt zu schaffen. Noch bevor die Staatsanwaltschaft in Stade den Vorgang bis in alle Einzelheiten prüfen konnte, zahlte Franz Hebold schon 200 Mark Bußgeld ein. Cuxhavens Stadtväter und die Feuerwehr verzichteten von sich aus auf eine weitere Verfolgung. Dankbar kündigte Hebold für die aus ihrer Freizeit unnütz aufgeschreckte Freiwillige Feuerwehr Freibier an. Quelle: Der Spiegel
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Heide-Apotheke Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Die Heide-Apotheke ist eine Apotheke in Cuxhaven-Sahlenburg. Adresse Heide-Apotheke Nordheimstraße 60 27476 Cuxhaven Telefon: (047 21) 2 93 22 Öffnungszeiten Montag bis Freitag: 08:30 bis 18:00 Uhr Samstag: 08:30 bis 13:00 Uhr Weblink www.heide-apotheke-cuxhaven.de/
Das Heidehaus ist ein Haus am Sahlenburger Forstweg. Das Heidehaus befindet sich im Besitz der Stadt Cuxhaven. Auf dem Gelände des Heidehauses soll Umweltbildung stattfinden. Deshalb arbeiten hier Schülerinnen und Schüler der Schule am Schillerzentrum an verschiedenen Umweltprojekten. Zu diesen Projekten gehören ein "Insektenhotel", sowie das Anlegen eines Heidegartens. Lage Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Der Heimat- und Bürgerverein Gudendorf e.V. war ein Verein in Gudendorf ehemalige Anschrift Heimat- und Bürgerverein Gudendorf e.V. Vors. Wilhelm Scharpen Südlandstraße 4 27478 Cuxhaven Tel.: 04723 / 2162 Der "Heimat- und Bürgerverein Gudendorf" wurde am 30. Oktober 1992 gegründet und widmete sich vielfältigen Aufgaben im Ortsteil Gudendorf. Unter anderem gehen der Gudendorfer Findling mit dem Ortswappen und die Anlage des Gudendorfer Bürgergartens mit dem Gudendorfer Grab auf seine Initiative zurück. Wegen fehlenden Nachwuchses hat sich der Verein zum 31. Dezember 2013 aufgelöst.
Der Heidehof war eine Gaststätte in Sahlenburg ehemalige Anschrift Gaststätte Heidehof Fam. Grethe Nordheimstraße 177 2190 Cuxhaven / Sahlenburg Der Heidehof stand an der der Ecke Nordheimstraße / Am Flockengrund. Das Gebäude wurde 1988 nach einem Brand abgerissen. Heute befindet sich an gleicher Stelle das Appartementhaus "Land & Meer". Bilder um 1927 Fremdenzimmer 1961 Veranda 1961 Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Ausgabe Nr. 1 des Heimatbriefes von 1942 Der Heimat-Brief war eine Publikation der Kreisleitung der NSDAP. In den Jahren von 1942 bis 1944 gab die Kreisleitung der NSDAP im Kreis Elbmündung, wie andere Kreisleitungen in Deutschland auch, einen Heimat-Brief heraus. Der Untertitel war: „Von der Kugelbake bis zum letzten Dorf“. Diese regelmäßig erscheinende Publikation diente einerseits dazu, den an der Front dienenden Soldaten wie auch zivilen Helfern, z.B. den in den besetzten Gebieten arbeitenden DRK-Schwestern, Informationen aus der Heimat zu liefern, andererseits verfolgte man den Zweck, den Heimatgedanken bei den Soldaten zu verstärken und sie kampfbereiter für den Schutz der Heimat zu machen. Der Inhalt bestand aus Berichten aus den Regionen der Heimat, z.B. über die Ernte, Hochzeiten, Todesfälle und besondere Ereignisse. Dazu kamen Berichte aus den Ortsgruppen Cuxhavens und des Landes Hadeln. Ferner fanden sich Nachrichten über Auszeichnungen, Beförderungen und auch Todesfälle von Soldaten desselben Ortes. Die Verbreitung dieser Publikation wurde im Jahre 1944, wahrscheinlich aus Mangel an Papier, eingestellt. Heimatbriefe sind selten in den Archiven zu finden, da sie an die Front oder in die besetzten Gebiete verschickt wurden und von den Empfängern nur im Ausnahmefall in die Heimat mit zurückgebracht wurden. Der Druck der Heimat-Briefe erfolgte beim "Cuxhavener Tageblatt".
Die Hochseefischerei "Trave" AG war eine 1919 in Lübeck gegründete Reederei. Die Lübecker Reederei befand sich Mitte der 1920er Jahre in Schwierigkeiten. Anfang 1928 übernahm eine Gruppe Cuxhavener Firmen aus der Fischindustrie unter Beteiligung der Stadt Cuxhaven die Aktienmehrheit. Treibende Kraft war der Cuxhavener Fischindustrieelle Karl Schmidt. Sechs Fischdampfer wurden fortan von der Cuxhavener Fischvertrieb Co.Schmidt & Co bereedert. Ab 16. Januar 1928 landeten die Schiffe ihren Fang in Cuxhaven an. Es war eine Umfirmierung in Hochseefischerei Elbe AG geplant. Diese Umbenennung kam durch den plötzlichen Tod von Karl Schmidt am 30. November 1928 nicht mehr zustande. Die Bereederung der Flotte wurde am 30. Dezember 1928 von der W.Busse in Wesermünde, heute Bremerhaven, übernommen.
Der Dichter Heinrich Heine (* 13. Dezember 1797 in Berlin; † 17. Februar 1856 in Paris) war einer der bedeutendsten deutschen Autoren des 19. Jahrhunderts. Er hielt sich mehrfach in Cuxhaven auf und hinterließ Aufzeichnungen seiner Cuxhaven-Besuche. Der am 13. Dezember 1797 als Sohn des jüdischen Kaufmannes Samson Heine geborene Harry Heine studiert Jurisprudenz in Berlin, Bonn und Göttingen. 1825 wechselt er zum evangelischen Glauben über und lässt sich ebenfalls in Göttingen taufen auf den Namen `Christian Johann Heinrich´. Im Mai 1831 verlegt er seinen Wohnsitz nach Paris. 1841 heiratet er seine Frau Mathilde Mirat. Am 17. Februar 1856 verstirbt Heine nach längerer Krankheit und wird auf dem Friedhof Montmartre beigesetzt. Angeblich soll er kurz vor seinem Tod viele seiner Spottschriften verbrannt haben, mit den Worten:"Es ist besser, dass die Schriften brennen als der Schreiber." Auf Beschluss des Rates der Stadt Cuxhaven wird ihm am 4. Juli 1985 eine Straße gewidmet. Sein erstes Gedicht veröffentlicht Heine 1817. Heute, über 150 Jahre später, gehört er zu den bekanntesten, beliebtesten und bedeutendsten Dichtern Deutschlands, während andere der Vergessenheit anheimgefallen sind. Auf seinen Reisen hat er sich auch dreimal in Alt-Cuxhaven und Ritzebüttel aufgehalten. Erstmals, für einen Kuraufenthalt mit dem Schiff von Hamburg kommend, vom 22. Juli bis 2. September 1823. Er logierte zu der Zeit in der Harmonie in Ritzebüttel. Ein zweiter, diesmal 8-tägiger Besuch, fand 1826 statt. Auf dem Weg von Hamburg nach Norderney musste er des schlechten Wetters wegen seiner Schiffsreise unterbrechen und wohnte diesmal im `König von England´, heute `Stadt Hamburg´, im Alten Deichweg. Letztmalig macht er im Sommer 1830 auf seiner Reise von Hamburg nach Helgoland einige Tage Zwischenstopp in Ritzebüttel/Alt Cuxhaven. Cuxhaven/Ritzebüttel und die Küste haben sich auch in seinen Schriften, Reisetagebüchern und Gedichten niedergeschlagen. Hier ein paar Beispiele dazu: Aus den Memoiren des Herren von Schnabelewopski: "Den zweiten Tag gelangten wir nach Cuxhaven, welches eine hamburgische Kolonie ist. Die Einwohner sind Untertanen der Republik und haben es sehr gut. Wenn sie im Winter frieren, werden ihnen aus Hamburg wollene Decken geschickt, und in allzu heißen Sommertagen schickt man ihnen Limonade. Als Prokonsul residiert ein hoch- und wohlweiser Senator. Er hat jährlich ein Einkommen von 20.000 Mark und regiert über 5000 Seelen. Es ist dort ein Seebad, welches unter anderen Seebädern den Vorteil bietet, dass es zu gleicher Zeit Elbbad ist." Während seines ersten Besuches 1823 erlebt er den Besuch des Hamburger Senators und ehemaligen Ritzebütteler Amtmannes Abendroth mit. Er schreibt darüber: "Ich gesteh es, mein Herz pochte, als ich vorig Jahr im Seebad Ritzebüttel zusah, wie die dortigen hanseatisch freien Bürger die Ankunft ihres früheren Amtmannes, des Senators Abendroth, und ihres Hamburger Bürgermeisters, Bartels, so würdig und mit selbstbewußter Würde feierten. Ich erinnere mich, gleichsam ohne Verabredung waren am Abend alle Häuser illuminiert, und die Einwohner standen davor in ihren Sonntagskleidern, und wie die wackern hochweisen Herren anspruchslos und kordial grüßend vorbeigingen, zogen sie alle sehr ehrfurchtsvoll freundlich die Hüte und Mützen und blickten mit besonders herzlicher Liebe auf ihren vorigen Amtmann, der so lange Jahre treu und fleißig für sie gesorgt und ihren Wohlstand geschützt und weidlich befördert. Ich habe viele große Illuminationen gesehen, aber alle mit ihren Transparenten, Pechkränzen, Flammenaltären und Feuerspektakel haben mich nicht so tief angesprochen wie die :ruhigen, bürgerlichen Lichtchen von Ritzebüttel." Aus einem Gedicht, wozu ihn das Werk, die Alte Liebe, inspiriert hat, sind leider nur die Anfangszeilen geblieben. Diese wurden auf einer Tafel mit Bild des Dichters auf der Alten Liebe angebracht. Und ein Gedicht: Wasserfahrt Ich stand gelehnet an den Mast, Und zählte jede Welle. »Ade! mein schönes Vaterland! Mein Schiff, das segelt schnelle!« Ich kam schön Liebchens Haus vorbei, Die Fensterscheiben blinken; Ich guck mir fast die Augen aus, Doch will mir niemand winken. Ihr Tränen, bleibt mir aus dem Aug', Daß ich nicht dunkel sehe. Mein krankes Herze, brich mir nicht Vor allzugroßem Wehe.
Die Hochseefischerei "Trave" AG war eine 1919 in Lübeck gegründete Reederei. Die Lübecker Reederei befand sich Mitte der 1920er Jahre in Schwierigkeiten. Anfang 1928 übernahm eine Gruppe Cuxhavener Firmen aus der Fischindustrie unter Beteiligung der Stadt Cuxhaven die Aktienmehrheit. Treibende Kraft war der Cuxhavener Fischindustrieelle Karl Schmidt. Sechs Fischdampfer wurden fortan von der Cuxhavener Fischvertrieb Co.Schmidt & Co bereedert. Ab 16. Januar 1928 landeten die Schiffe ihren Fang in Cuxhaven an. Es war eine Umfirmierung in Hochseefischerei Elbe AG geplant. Diese Umbenennung kam durch den plötzlichen Tod von Karl Schmidt am 30. November 1928 nicht mehr zustande. Die Bereederung der Flotte wurde am 30. Dezember 1928 von der W.Busse in Wesermünde, heute Bremerhaven, übernommen.
Jürgen Heitmann, d.J. (* zwischen 1600 und 1605 in Wilster, † 1672 in Otterndorf), der sich auch Heidtmann schrieb, war ein Bildschnitzer, der u.a. in der Lüdingworther St. Jacobi-Kirche und der Altenbrucher St. Nicolai-Kirche Kunstwerke geschaffen hat. 1 Leben 2 Werke 3 Bilder aus St. Jacobi zu Lüdingworth 4 Quellen 5 Fußnoten Leben Jürgen Heitmann d. J. war der Sohn Jürgen Heitmanns d. Ä. aus Wilster in der Wilstermarsch. Sein Vater war ebenfalls Bildschnitzer und der Sohn erlernte bei ihm sein Handwerk. Bevor Jürgen Heitmann d.J. etwa im Jahre 1638 nach Heide übersiedelte, da sein ältester Bruder die Werkstatt des Vaters übernahm, arbeitete er in Wilster als Meister. Vermutlich gegen 1660 verlegte er seinen Wohnsitz nach Otterndorf, von wo aus er als erstes einen Auftrag für die Oberndorfer Kirche ausführte. Bis zu seinem Tode war er von Otterndorf aus tätig. Werke Die noch heute prächtig ausgestatteten Kirchen in Hadeln und Wursten, in denen man Heitmanns Kunstwerke findet, zeugen davon, dass es überwiegend die reicheren Gemeinden der Marschen waren, die sich Bildschnitzer wie Heitmann leisten konnten. Als Nachfolger des ebenfalls aus Otterndorf stammenden Michael Ringkmaker (auch „Ringmaker“) sind seine Werke oft parallel zu denen Ringkmakers zu finden, z.B. in der Lüdingworther Kirche. Hier finden sich neben dem Altarretabel [1] aus dem Jahre 1665 zwei Epitaphien[2] der Jahre 1667 und 1668, der Taufdeckel (1668) und ein Tauf- oder Posaunenengel (um 1668). Typisch für die Werke Heitmanns d.J. sind der Ohrmuschel- und der diesem verwandten Knorpelstil. Neben den Werken in Lüdingworth finden sich Werke von ihm auch in Altenbruch, Otterndorf, Ihlienworth, Nordleda und vielen weiteren Orten des Landkreises Cuxhaven. Bilder aus St. Jacobi zu Lüdingworth Taufbecken mit Deckel von Jürgen Heitmann d.J. Epitaph der Familie Tamm Epitaph der Familie Hinrich Kopf Posaunenengel von Jürgen Heitmann d.J. Quellen Rudolf Horstmann: Eine Schnitzer-Familie – Jürgen Heitmann und seine Kirchenkunst; in: Allgemeiner Haushaltungskalender 1985, Stade 1984 Hermann Haiduck: Die mittelalterlichen Kirchen des Landes Wursten und ihr Inventar, herausgegeben vom Heimatbund der Männer vom Morgenstern, Bremerhaven 1975 Fußnoten Hochspringen ↑ Retabel = Altaraufsatz Hochspringen ↑ Epitaph = Gedenktafel mit Inschriften zur Erinnerung an gestorbene Angehörige
Wilhelm Heidsiek (4. Januar 1888 in Preußisch-Oldendorf; † 7. November 1944 in Neuengamme) Verlagsleiter „Alte Liebe“, Politiker, Opfer des Nationalsozialismus Leben und Werk Wilhelm Heidsiek wird am 4. Januar 1888 in Preußisch-Oldendorf als siebtes Kind eines Tischlermeisters geboren. Er macht eine Lehre in Bad Essen als Schriftsetzer und Maschinensetzer und gelangt am 22. Mai 1910 nach Cuxhaven, wo er beim "Cuxhavener Tageblatt" als Maschinensetzer arbeitet. Er wird aktives Gewerkschaftsmitglied und lernt dort Karl Olfers, Heinrich Grube und August Giesen kennen. Die vier Sozialdemokraten träumen davon, eine eigene sozialdemokratische Zeitung zu machen. Vorerst bleibt das ein Traum. Am 20. Januar 1912 verlässt Wilhelm Heidsiek Cuxhaven und geht nach Hamburg. Dort arbeitet er beim "Fremdenblatt" und zieht schließlich in den Krieg. 1919, in den Wirren der Revolution, trifft Wilhelm Heidsiek August Giesen wieder und die beiden nehmen ihre Träume für eine eigene Tageszeitung in Cuxhaven wieder auf. Dabei ist August Giesen derjenige, der die Idee vorantreibt. Wilhelm Heidsiek, der gerade seine Hochzeit mit Martha Wolf plant, fühlt sich in Hamburg viel zu wohl, als dass er in die Cuxhavener Provinz zurückkehren will. Aber August Giesen, der Wilhelm Heidsiek für den richtigen Mann für diese Aufgabe hält, gibt nicht auf. Er holt Karl Olfers, der gerade in die Hamburger Bürgerschaft gewählt worden war, mit in das Boot, um die Träume von der eigenen sozialdemokratischen Zeitung zu verwirklichen. Karl Olfers überzeugt schließlich Wilhelm Heidsiek und dann mit ihm gemeinsam die Hamburger SPD, die das Vorhaben finanziell unterstützen soll. Nach langen Planungen wird schließlich beschlossen, die „Alte Liebe“, wie Cuxhavens dritte Tageszeitung heißen soll, zum einen durch die Ausgabe von Darlehensscheinen in Höhe von 25,- bis 2000,- Mark, an denen sich vor allem die Parteimitglieder beteiligen sollen, und zum anderen mit Darlehen vom sozialdemokratischen „Hamburger Echo“ sowie der Hamburger SPD zu finanzieren. So entsteht am 28. November 1919 die „Cuxhavener Volksblatt GmbH“ mit Wilhelm Heidsiek als Vorstandsmitglied und Redakteur. Drei Tage später ist es dann so weit, am 1. Dezember 1919 erscheint die erste Ausgabe der „Alten Liebe“, bei der Wilhelm Heidsiek nicht nur die Artikel verfasst, sondern auch setzt. Für das Privatleben hat Wilhelm Heidsiek in den nächsten Monaten nicht viel Zeit, aber trotzdem heiratet er am 17. Januar 1920 Martha Wolf. Wenige Monate später wird ihr Sohn Harald geboren. Nach diesem arbeitsreichen Jahr sind die Schulden der GmbH bezahlt und die „Alte Liebe“ hat sich auf dem Cuxhavener Zeitungsmarkt etabliert. Aber Wilhelm Heidsiek schmiedet schon neue Pläne. Bislang wurde die Zeitung in einer kleinen Buchdruckerei im Hafen (Karl Lenk GmbH) gedruckt, doch Wilhelm Heidsiek will, vor allem aus Kostengründen, eine eigene Druckerei. Der Eigentümer der Karl Lenk GmbH (Wilhelm Schulz) macht dem Cuxhavener Volksblatt schließlich das Angebot, sein Unternehmen zu kaufen und am 1. Januar 1921 übernimmt der Verlag „Cuxhavener Volksblatt GmbH“ die Druckerei. Doch jetzt treten neue Probleme auf. Der Weg von der Geschäftsstelle der „Alten Liebe“ zur Druckerei ist zu weit, um beide Unternehmen erfolgreich zu führen. Eine neue Geschäftsstelle muss her. Kurz bevor die Inflation so manches Unternehmen, so auch das „Cuxhavener Tageblatt“, sterben lässt, zieht die „Alte Liebe“ in ihre neuen Räume an der Ecke Poststraße/Hermannstraße(heute Wilhelm-Heidsiek-Straße) in einen ehemaligen Papierladen (heute Cux-Sport) und mit viel Einsatz überlebt die „Alte Liebe“ die Inflation. Privat leidet wieder die Familie. Wilhelm Heidsieks Mutter stirbt und er kann nur noch zu ihrer Beerdigung fahren; es fehlte an Zeit. Ein Jahr nach seinem Sohn wird 1922 die Tochter Astrid geboren und Wilhelm Heidsieks Frau wird so schwer krank, dass man ihr das Bein abnehmen muss. Aber Wilhelm Heidsiek fühlt sich für viele Menschen mitverantwortlich. Deshalb übernimmt er in den nächsten zehn Jahren viele Aufgaben abseits von Familie und Beruf. Er setzt sich z.B. für die Kirche und die Kultur (u.a. als Mitglied des Vorstands des Stadttheaters) ein. Aber vor allem verstärkt er seine politischen Aktivitäten. Er übernimmt Ehrenämter in der SPD (u.a. als Distrikts-Vorsitzender), gehört zu den Gründen des „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund der republikanischen Kriegsteilnehmer“ und wird auch hier Vorstandsmitglied. Schließlich lässt er sich in den Stadtrat wählen und wird sogar Fraktionsvorsitzender. Gemeinsam mit Karl Olfers und den anderen Fraktionsmitgliedern kämpft er im Stadtrat gegen die aufkommenden Nazis, die letztlich jedoch triumphieren. Die „Alte Liebe“ hatte sich in Cuxhaven inzwischen so etabliert, dass ein eigenes Pressehaus gebaut werden konnte. Am 25. Juni 1932 zieht die „Alte Liebe“ an den Kaemmererplatz in das neue Pressehaus (heute Cuxhavener Nachrichten). Doch wenige Monate später vernichten die Nazis das Werk von Wilhelm Heidsiek. Nachdem er am 3. März 1933 über das Verbot des "Hamburger Echo" berichtet, wird die „Alte Liebe“, zwei Tage vor der Kommunalwahl, zunächst für fünf Tage verboten. Am 15. März erscheint die letzte Ausgabe der „Alte Liebe“ und danach wird sie endgültig verboten. Das Vermögen der „Cuxhavener Volksblatt GmbH“, einschließlich des Pressehauses, wird beschlagnahmt. Am 30. März wird Wilhelm Heidsiek für ein paar Stunden verhaftet und so an der Teilnahme an der Ratssitzung gehindert, auf der Bürgermeister Dr. Werner Grube von seinem Amt enthoben wird. Als am 5. Mai der neue Stadtrat in seine Ämter eingeführt wird, ist kein SPD-Mitglied mehr im Rat vertreten. Am 18. Juli 1933 werden alle Parteien außer der NSDAP verboten. Wilhelm Heidsieks politische Arbeit bewegt sich damit ab sofort in der Illegalität. Er wird wiederholt verhaftet und entscheidet sich dennoch, nicht zu emigrieren. Bis 1939 muss er mit Seife, Wasch- und Körperpflegemitteln hausieren gehen, um die Familie zu ernähren. Dann wagt die Zigarren-Großhandlung Müller es, ihn als Buchhalter einzustellen. Nach dem gescheiterten Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 werden in der Aktion „Gewitter“ zahlreiche Menschen verhaftet. Darunter auch Heinrich Grube und Wilhelm Heidsiek. Karl Olfers entgeht der Verhaftungswelle nur durch seine kurz zuvor erfolgte Einberufung zur Wehrmacht. Wilhelm Heidsiek und Heinrich Grube sitzen zunächst einige Wochen in Cuxhaven im Gefängnis. Hier entsteht am 5. Oktober das letzte Lebenszeichen, ein Brief an seine Frau. Dann werden Wilhelm Heidsiek und Heinrich Grube in das KZ Neuengamme abtransportiert. Im Dezember erhält Martha Heidsiek eine Urne mit Asche und die Mitteilung, dass ihr Mann am 7. November 1944 „an Herzschlag gestorben“ sei. Ehrungen Am 4. Juni 1948 beantragt die SPD-Fraktion im Stadtrat die Umbenennung mehrerer Straßen. Mit 16 Ja- gegen 14 Nein-Stimmen wird unter anderem beschlossen, die Hermannstraße, in der Wilhelm Heidsiek jahrelang wirkte, in Wilhelm-Heidsiek-Straße umzubenennen.
Das Heimatmuseum, und damit die heimatkundliche Museumsgeschichte Cuxhavens, ist eng verbunden mit den Namen der drei Cuxhavener Lehrer und Heimatforscher Claus Oellerich, Walter Höpcke und Karl Waller. Am 19. August 1904 beantragt Oellerich als Vorsitzender des Heimatvereins die Bildung eines naturwissenschaftlichen Vereins. Dieses führt zur Gründung des `Natur-und Heimatvereins´. 1910 kommt es dann zu Beratungen über die Einrichtung einer heimatkundlichen Sammlung, die jedoch durch den Ersten Weltkrieg verhindert wird. 1920 nimmt der Verein seine Arbeit wieder auf. Mehrfach werden die Cuxhavener Einwohner im Jahr 1922 zur Spende von museums-relevanten Gegenständen gebeten, was am 24. September d.J. zu einer ersten Ausstellung des Sammlungsbestandes durch den `Heimatverein für das Amt Ritzebüttel´ in der Ritzebütteler Schule führt, in der auch Cuxhavens erste Jugendherberge durch Waller und Höpcke eingerichtet wurde. Die Suche nach geeigneteren Räumlichkeiten führt zum seinerzeit weitgehend stillgelegten Hafenbahnhof auf dem Brunsbüttelhöft. So wird im Jahre 1923 ein Nutzungsvertrag unter Federführung des Reichsbahnmeisters Peters abgeschlossen und in den dortigen Räumen das erste Cuxhavener Heimatmuseum eingerichtet. Die Eröffnung findet am 1. August 1926 statt. Das Museum ist unterteilt in die geologische, die naturkundliche, die prähistorische und die kulturhistorische Abteilung. Dazu kommt noch ein Seewasseraquarium. Verantwortlich waren für die Vor- und Frühgeschichte Karl Waller, für die Stadtgeschichte Walter Höpcke und für die Fischerei-biologische Sammlung der Studienrat Albert Moltzahn (1892 - 1932). 1931 wird der gesamte Bestand neu geordnet. Parallel dazu eröffnet 1928 in Stickenbüttel das `Hirtenhaus-Museum´ als Freilichtmuseum, eine weitere Initiative von Claus Oellerich und Walter Höpcke. In der Hitlerzeit wird Oellerich nach 30 Jahren Vereinsvorsitz von Bürgermeister Klostermann abgelöst. Oellerich wird Geschäftsführer, gibt das Amt aber bereits ein Jahr später an Waller ab. 1935 erfolgt ein Umzug des Museums vom Hafenbahnhof in das requirierte Logenhaus der Freimaurerloge im Grünen Weg. Die Einweihung erfolgt am 23. September 1936. 1937 ändert sich der Vereinsname in `Heimatverein Cuxhaven e.V.´. Am 15. Juni 1938 zieht das Fischereimuseum wieder in den Hafenbahnhof. 1940 geht das Museum auf Beschluss von 1939 in den Besitz der Stadt Cuxhaven über. Aufgrund der Kriegsumstände mit Bombardierung Cuxhavens wird das Museum 1940/1941 geschlossen und der Bestand nach Wanna, Cadenberge und die Höhere Staatsschule ausgelagert. Nach dem Krieg findet eine Teilung des Bestandes statt. Der stadtgeschichtliche Teil wird 1949 aufgrund der Initiative Wallers im ersten Stock des Vorbaues des Schlosses untergebracht, betreut von Walter Höpcke. Die vorgeschichtliche Abteilung wird mit dem Bestand der Sammlung Dr. Reinekes von der Höheren Staatsschule zusammengelegt zum `Museum in der Schule´ und am 11. März 1951 eröffnet. Es ist damit separates Museum für Vor- und Frühgeschichte. 1961 wird das Museum in die ehemalige Seefahrtschule Am Seedeich 23 verlagert und Ostern d.J. eröffnet. 1964 wird es umbenannt in `Karl Waller-Museum für Vor- und Frühgeschichte´. Ein weiterer Umzug mit Eröffnung am 1. Dezember 1973 erfolgt in die Südersteinstraße 38 in das Reyesche Haus, nachdem dort das Möbelhaus Thee die Räumlichkeiten freigegeben hat. Ebenso findet dort die schifffahrtskundliche Abteilung ihren Platz. Mit dem Auszug der Stadtsparkassenfiliale aus dem Untergeschoss kann die Ausstellung 1987 räumlich erweitert werden. Aufgrund der Renovierung und Restaurierung des Schlosses 1987 wird die dortige Ausstellung `Bürgerkultur´ ausgelagert. Ebenso wird die Sammlung `Vor- und Frühgeschichte´ 1992 geschlossen und 1993 ausgelagert. Seit einer Neuordnung des Gesamtbestandes im Jahre 1996 ruht das Cuxhavener Heimatmuseum bis dato in einem traurigen Dornröschenschlaf.
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Hochwasser Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Korrekt: Mittleres Tidehochwasser (MThW), auch Flut genannt.
Am 4. September 1810 gründet der Amtmann Augustus Amandus Abendroth mit der Unterstützung von Johann Gurlitt und dem ersten Rektor Johann Heinrich Dölle die Höhere Bürgerschule zu Ritzebüttel. Die Bürgerschule galt als Kontrapunkt zu den altsprachlichen Gelehrtenschulen und bildete begabte Kinder (zukünftige Bürger) in den Schwerpunkten Naturwissenschaften, moderne Sprachen und anderen praktischen Fächern. Der Besuch dieser Schule in der Westerreihe 13 war für die 20 Schüler ein Privileg, da es erst 1836 eine allgemeine Schulpflicht gab. Rektor Dölle folgten 1827 Dr. C.H.F. Türck und 1831 H.F. Danzel als Rektor an der Bürgerschule. 1832 wird das Schulhaus in der Westerreihe verkauft und ein neues Schulgebäude (Rektorenschule) in der Nordersteinstraße bezogen. 1836, im Jahr der Einführung der allgemeinen Schulpflicht, wird der Bürgerschule eine Navigationsschule angegliedert. 1847 wird eine Elementarklasse eintgerichtet und 1857 wird Dr. PA Brandmann neuer Rektor. Nachdem 1879 die Verwaltung der Schule auf die Gemeinde Cuxhaven überging ist das vorläufige Ende der „Höheren Bürgerschule“ eingeläutet. Sie wird unter dem Rektor C. Schulze an die Gemeindeschule in der Deichstraße angegliedert und am 1. April 1881 offiziell geschlossen. Als 10 Jahre später am 1. Mai 1891 die Staatliche Realschule mit Lateinabteilung zu Cuxhaven (auch als Höhere Bürgerschule mit Lateinabteilungen bezeichnet) eröffnet wird, markiert dies einen weiteren Schritt von der Höheren Bürgerschule über die Höhere Staatsschule (1898), die Staatliche Oberschule für Jungen (1937), das Gymnasium für Jungen (1957) und das Gymnasium Abendrothstraße (1972) zum Amandus-Abendroth-Gymnasium (1985).
Basisdaten Samtgemeinde: Land Hadeln Einwohner 1538 (01.01.2015) Fläche 40,29 km² Bürgermeister Hannelore Blohm Postleitzahl: 21775 Telefonvorwahl: 04755 Adresse der Gemeindeverwaltung: Gemeinde Ihlienworth Hauptstr. 40 21755 Ihlienworth Ihlienworth ist eine dörfliche, auf einer Worth liegende Gemeinde der Samtgemeinde Land Hadeln, die zum 1. Januar 2011 aus der Samtgemeinde Hadeln und der Samtgemeinde Sietland gebildet wurde. Es gehört zum Landkreis Cuxhaven. Ihlienworth besteht aus den Ortsteilen Oster- und Wester-Ihlienworth, Medemstade, Straßdeich und Mislag. Zum Ortsteil Wester-Ihlienworth gehören ferner die Ortsteile Hasendorf, Mittelteil und Westerende. 1 Geschichte 2 St. Wilhadi-Kirche 3 Ausstellungen 4 Weblinks Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung Ihlienworths stammt aus dem Jahre 1139 unter dem Namen Illingstede. Ihlienworth gehörte Jahrhunderte zu den fünf Sietlandsgemeinden des Landes Hadeln und seit dem 16. Jahrhundert zum 2. Stand des Landes Hadeln. St. Wilhadi-Kirche Die wahrscheinlich älteste Kirche des Landes Hadeln aus dem frühen 13. Jahrhundert befindet sich auf einer Worth im Dorfzentrum. Sie ist benannt nach dem Heiligen Willehad, der als Missionar im 8. Jahrhundert in Hadeln gewirkt hat und erster Bischof von Bremen wurde. Ihm ist auch das bedeutendste Kunstwerk der Kirche, der Willehad-Altar gewidmet. Es handelt sich um den letzten erhaltenen Willehad-Altar, der diesem als Bischof und Heiligem gewidmet ist. Ein unbekannter Künstler hat ihn um 1430 geschaffen. Ausstellungen In der Werkshalle eines ehemaligen Kunststoff-Recyclingbetriebes werden seit 2005 alle zwei Jahre internationale Kunstausstellungen gezeigt. Begonnen wurde mit dem Recyclingkunst-Projekt ReArt One (2005), dem die Ausstellungen "Kunst im Klimawandel" (2007), "Arte Sustenibile" (2009), "ARTandVIELFALT" (2011) und RE-ART-t(W)oo (2013) folgten. Im Jahr 2015 wird zum Internationalen Jahr des Bodens die Ausstellung "Boden!Bildung 2015" immer sonnabends und sonntags im Zeitraum vom 27. August - 17. Oktober 2015 präsentiert. Anschrift der Ausstellungshalle: ReArt One Halle Im Schönenfelde 3 21775 Ihlienworth Weblinks Samtgemeinde Land Hadeln Ausstellungen in der RE-ART-Halle
Hummerbuden auf Helgoland Helgoland (niederdeutsch für Heiliges Land, friesisch und Halunder (Deät) Lun bzw. Hålilönj, englisch Heligoland, vermutlich gleicher Wortstamm wie Hallig, bei antiken Schriftstellern Abalus oder Basileia genannt) ist Deutschlands am weitesten vom Festland entfernte Nordsee-Insel in der Deutschen Bucht und die einzige Hochseeinsel Deutschlands. Helgoland ist zwar Teil des deutschen Wirtschaftsgebiets, gehört aber weder zum Zollgebiet der Europäischen Union (Art. 3 Abs. 1 ZK) noch zum deutschen Steuergebiet. 1 Lage 2 Hauptinsel 3 Düne 4 Die Sprengung Helgolands 5 Bilder Lage Helgoland, dessen Hauptinsel zusammen mit der benachbarten „Strandinsel“ Düne eine Gemeinde im Kreis Pinneberg im Bundesland Schleswig-Holstein bildet, stellt innerhalb der Deutschen Bucht die nordwestliche Begrenzung der Helgoländer Bucht dar und liegt etwa 70 km vom Festland entfernt. Beide Inseln liegen im Naturschutzgebiet Helgoländer Felssockel. Helgoland, das aus der rund 1 km² großen Hauptinsel sowie der etwa 0,7 km² großen Düne besteht, liegt etwa 70 Kilometer südwestlich der Südspitze von Sylt, 43 Kilometer westlich der Westküste der Halbinsel Eiderstedt, 62 Kilometer nordwestlich der Elbemündung, 55 Kilometer nordwestlich der niedersächsischen Küste bei Cuxhaven, 43 Kilometer nördlich von Wangerooge, 70 Kilometer nordöstlich von Norderney und 95 Kilometer nordöstlich von Borkum. Die genaue Lage von Helgoland ist 54°11' nördliche Breite und 7°53' östliche Länge. Hauptinsel Die Hauptinsel von Helgoland wird in das Oberland, das Mittelland und das Unterland unterteilt. Sie besitzt im Süden und im Norden einen kleinen Nichtbadestrand und fällt im Norden, Westen und Südwesten in steilen Klippen gut 50 Meter zum Meer hin ab; im Meer fällt das Gelände im Südwesten im Helgoländer Becken bis 56 m unter NN ab. Am Nordwestende der Hauptinsel befindet sich das bekannteste Wahrzeichen Helgolands – die Lange Anna. Düne Die benachbarte Insel Düne befindet sich jenseits der kleinen Meeresstraße Reede, die in Nord- und Südreede unterteilt wird, etwa 1,5 Kilometer östlich der helgoländischen Hauptinsel. Sie wird als Badeinsel bzw. als eine flache Strandinsel bezeichnet und war früher mit Helgoland verbunden. Die Sprengung Helgolands Nach der militärischen Nutzung als U-Boot-Bunker im zweiten Weltkrieg haben die Engländer am 18. April 1947 versucht, Helgoland komplett zu zerstören. Es wurde um 13.oo vom britischen Zerstörer "Lasso" aus die größte nichtnukleare Sprengungen der Geschichte gezündet. Die gigantische Explosion erschütterte die kleine Insel gewaltig. Aber Helgoland trotzte der Kraft von 6700 Tonnen Sprengstoff und Munition. Video bei YouTube: Bilder um 1860 Briefmarke von 2010
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Imbiss Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Gegen den Hunger zwischendurch gibt den Imbiss. 1 Burger King 2 McDonald 3 Pizza 4 Vietnamesischer Imbiss Burger King Grodener Chaussee 56 27472 Cuxhaven 04721 663212 McDonald Papenstraße 145-147 27472 Cuxhaven 04721 714831 Pizza Vietnamesischer Imbiss Saigon Brockeswalder Chaussee 2 27474 Cuxhaven Tel. 04721 / 23812
Die Höheren Töchterschulen in Cuxhaven, die es seit 1816 gab, widmeten sich der Bildung von Mädchen nach dem Besuch der Volksschule bis zum 14. bzw. 16 Lebensjahr. Sie hatten eine allgemeine „geistige Bildung“ zum Ziel, vor allem aber die Vorbereitung der jungen Mädchen auf ihre späteren häuslichen Pflichten als Gattin und Mutter. Es ging damit nicht um eine akademische Bildung, wie es im später eingeführten Lyzeum (Gymnasium) der Fall war. Die privatgeführten Höheren Töchterschulen in Cuxhaven gelten als Vorläufer des heutigen Lichtenberg Gymnasiums. Geschichtlicher Überblick Jahr Höhere Töchterschule Ritzebüttel, später "Auguste-Victoria-Schule" Höhere Töchterschule Cuxhaven, später "Private Töchterschule" 1817 Die Höhere "Töchterschule Ritzebüttel", 1816 von Amtmann Abendroth gegründet, wird Ostern im Nachtigallschen Haus, Am Vorwerk 1, eröffnet, wo sie bis 1898 bleibt. Das Gebäude steht heute nicht mehr. 1849 Mathilde und Pauline Raabe eröffnen am 18. April die 1848 errichtete private "Töchterschule Cuxhaven" am Alten Deich 99 (heute Schillerstraße). 1880 Frl. Marie Cochius folgt am 15. September Frl. Caspar als Leiterin der Höheren Töchterschule "Am Vorwerk 1" in Ritzebüttel nach 1881 Am 1. April wird das Schulwesens im Amt umorganisiert: Beide "Höhere Töchterschulen" werden in die Gemeindeschule unter Rektor Hahn eingegliedert. Übernahme der Höheren Töchterschule "Am Vorwerk" in Ritzebüttel von der Gemeinde Schließung der Höheren Töchterschule am Hafen. 1898 Die Höheren Töchterschulen werden unter Otto Kießner und Marie Cochius reprivatisiert. Die ehemalige Ritzebüttler Töchterschule "Am Vorwerk 1" ist nicht mehr groß genug, deshalb baut Otto Kießner in der Friedrich-Carl-Straße 19 ein neues Gebäude, das am 10. Oktober 1898 als "Auguste-Viktoria-Schule", im Volksmund Kießner-Schule, eingeweiht wird. Neben der Höheren Töchterschule befindet sich im Schulgebäude auch eine Knabenschule. Das Gebäude ist das spätere Polizeirevier. Der Unterricht an der „Privaten Töchterschule“ unter der Leitung von Marie Cochius wird am 13. Oktober im Grünen Weg aufgenommen. 1899 Die Cochius-Schule wird im Mai in der Annenstraße 6 als neunjährige Mädchenschule mit anschließender Seminarklasse sowie mit einer Knabenvorschule und einem angegliederten Kindergarten eingeweiht. 1904 Die Cochius-Schule wird durch das Haus Dorotheenstraße 9 erweitert. 1907 Das Schulunternehmen von Direktor Kießner geht in Konkurs. 1909 Die zwei privaten "Höheren Töchterschulen" von Kießner und von Maria Cochius werden zur "Höheren Mädchenschule Cuxhaven" vereinigt. Sie wird von einem Kuratorium unter Bürgermeister Bleicken geleitet. Als staatliche Schule erhält sie Zuschüsse von der Stadt. 1916 Die Höhere Mädchenschule Cuxhaven erhält den Status eines Lyzeums; sie ordnet sich damit in das weiterführende Schulwesen ein. Aus ihr wird im Laufe der Zeit das Lichtenberg Gymnasium.
Die Helgoländer Torte war eine Spezialität des Cafè Schleyer Bereits in einer Werbeanzeige des Cuxhavener Adressbuches von 1904 wird die Helgoländer Torte zusammen mit der Kioutschou-Torte als Spezialität des Café Schleyer beworben. Kreiert wurde die auch als "Eistorte" bekannte Gaumenfreude durch den Gründer des Cafè Schleyer, den Konditormeister Oskar Schleyer. Dieser hatte von höchster Stelle den Auftrag erhalten, für Kaiser Wilhelm II., der mit seiner Yacht in Cuxhaven weilte, ein besonderes Dessert zu liefern. Die Helgoländer Torte war über fast 100 Jahre der Renner des Café Schleyer. Sie ist patentiert und wird heute hergestellt von der Cuxhavener Bäckerei Itjen.
Helgoländer Börteboote dienen zum Ausbooten von Schiffspassagieren vor Helgoland. Helgoländer Börteboot sind hochseetüchtige ca. zehn Meter lange und drei Meter breite Boote aus massivem Eichenholz. Das Gewicht eines Börtebootes beträgt ca. 8 Tonnen. Es wird zum Personentransport im Sommer („Ausbooten“) zwischen den auf der Helgoländer Reede ankernden Seebäderschiffen und der Landungsbrücke eingesetzt. Dieser außergewöhnliche Personentransport ist notwendig, weil die Seebäderschiffe nicht alle im Helgoländer Hafen Platz zum Anlegen finden würden. Lediglich die MS Funny Girl der Reederei Cassen Eils darf während der Wintersaison in den Hafen von Helgoland einlaufen. Ganzjährig darf nur der Katamaran HSC Halunder Jet im Hafen fest machen. Bestrebungen, die Börte-Pflicht für Seebäderschiffe abzuschaffen, konnten bisher durch die Helgoländer abgewiesen werden, da diese in der Börte eine wichtige Einnahmequelle sehen. Die Helgoländer Börte gehört zu Deutschlands sichersten öffentlichen Verkehrsmitteln. Im Börteboot finden 40–50 Passagiere während der kurzen Fahrt vom Seebäderschiff zur Insel Platz. Des Weiteren werden die Boote auch noch zum Fischen und Hochseeangeln eingesetzt. Die Bauweise der Börteboote ist für Holzboote eine Besonderheit – während die oberen Plankengänge (meist die vier oberen, vom Süllrand nach unten gezählt) in Klinkerbauweise erstellt sind, ist das darunter befindliche Unterwasserschiff in Kraweelbeplankung gebaut. Börteboote haben einen innenliegenden Dieselmotor und sind relativ stark motorisiert. Bilder CLAUDIA HAMBORGER LOCK No.1 No.6 PIRAT RASMUS SEEADLER SELLEBRUNN URANUS
Walter Höpcke (* 20. Juli 1892 in Cuxhaven, † 11. Mai 1978 ebenda) war ein Cuxhavener Lehrer, Heimatforscher und Stadtarchivar. Leben Walter Höpcke wuchs in der Nähe des elterlichen Gärtnereigeschäftes in der Marienstraße auf. Er besuchte ab dem Jahr 1899 die Gemeindeschule an der Deichstraße, die zweite und dritte Klasse besuchte er in der Küver-Schule in der Friedrichstraße. Ab dem vierten Schuljahr besuchte Walter Höpcke die Höhere Staatsschule Cuxhaven. Dort legte er am 26. Februar 1908 das „Einjährige“ mit Erfolg ab. Mit dem Ziel, das Lehramt auszuüben, begann er am 22. April 1908 eine Ausbildung an der Präparandenanstalt in Stade und setzte diese 1909 am Lehrer-Seminar in Stade fort. Da Höpcke gerne Lehrer in Cuxhaven werden wollte, bewarb er sich 1912 um eine Stelle in Cuxhaven und der damalige Cuxhavener Bürgermeister Max Bleicken erteilte ihm eine Zusage. Seine erste Anstellung währte nur kurz. Vom 11. bis zum 30. September 1912 war Höpcke Vertretungslehrer an der Städtischen Mädchenschule, dann begann sein Dienst als Einjährig-Freiwilliger bei der IV. Matrosen-Artillerie-Abteilung in Cuxhaven. Hier war er u.a. auch fünf Monate im Fort Thomsen eingesetzt. Am 30. September 1913 wurde er aus der Kaiserlichen Marine entlassen. Nachdem er sich durch eine Zahlung von 180 Mark aus dem preußischen Schuldienst hatte entlassen lassen, konnte er in den Cuxhavener Schuldienst eintreten, der mit einer Zeit als Junglehrer an der Abendrothschule begann. Während des Ersten Weltkrieges leistete Höpcke zwar Dienst in der Mörserbatterie zwischen Emmastraße und Kugelbake, unterrichtete aber weiter und legte am 15./16. September 1916 erfolgreich seine zweite Lehrerprüfung ab. 1917 wurde er als damals jüngster Lehrer Cuxhavens an der Abendrothschule fest angestellt. Diese verließ er Ostern 1919 und wechselte an die am 1. Oktober 1919 als selbstständige Schule eingerichtete Ritzebütteler Schule an der Grodener Chaussee. Der Namensvorschlag für diese Schule stammt ebenfalls von Walter Höpcke. Als Geschäftsführer der örtlichen DJH-Gruppe richtet Höpcke mit dem Vorsitzenden der Gruppe, Karl Waller, am 18. Juli 1920 im Keller der Ritzebütteler Schule die erste Cuxhavener Jugendherberge mit 20 Betten ein, die 1921 auf eine bis zu diesem Zeitpunkt als Reserve-Feuerschiff dienende Lotsgaliote im Tonnenhafen verlegt wurde. Seine im Jahre 1913 aufgenommenen genealogischen Nachforschungen und die Forschungen zur Heimatgeschichte vertiefte Höpcke nun. Gemeinsam mit dem Cuxhavener Heimatforscher Claus Oellerich kaufte Höpcke in Stickenbüttel eine Bauernkate und richtete darin ein erstes Heimatmuseum, Hirtenhaus genannt, ein, das am 23. September 1928 eingeweiht wurde. Bereits 1922 hatten Walter Höpcke und Claus Oellerich ebenfalls im Keller der Ritzebütteler Schule im Namen des Cuxhavener Heimatvereines ein erstes Heimatmuseum eingerichtet, das am 1. August 1926 in Räumlichkeiten am alten Hafenbahnhof umzog. Hier blieb es bis zum Jahre 1936 und musste dann in das Haus der Johannisloge „Anschar zum Friedenshafen“, Grüner Weg 18, verlegt werden. Seine schulische Laufbahn hatte Höpcke im Jahre 1933 an die Deichschule geführt. Das Heimatmuseum im Logenhaus zog 1945 in das Schloss Ritzebüttel, denn nach Kriegsende erhielten die Freimaurer ihr Logenhaus für eigene Zwecke zurück. Höpcke war seit 1948 auch Vorstandsmitglied des Heimatbundes der Männer vom Morgenstern und sorgte 1949 für die Wiederbelebung der Cuxhavener Ortsgruppe. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass die Cuxhavener Mitglieder auch Mitglied bei den Männern vom Morgenstern wurden. Am 28. Juni 1949 gab Walter Höpcke erstmals den heimatkundlichen Lesebogen "Die Möwe" heraus. Im Jahre 1949 übernahm Höpcke auch die Tätigkeit als Stadtarchivar. In der Folgezeit veröffentlichte er eine Vielzahl heimatkundlicher Arbeiten und baute einen umfassenden Archivbestand auf. Ehrungen 13. Februar 1958: Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande 11. Februar 1967: Verleihung des Hermann-Allmers-Preises des Heimatbundes der Männer vom Morgenstern Quellen Peter Bussler: Walter Höpcke (1892 -1978) – Ein bedeutender Cuxhavener Heimatforscher im Kontext seiner Zeit; in: Jahrbuch 82 der Männer vom Morgenstern, Bremerhaven 2004, ISBN 3-931-771-82-2 Chronik der Ritzebütteler Schule, abrufbar unter folgendem Link: Ritzebütteler Schule
Als Kai bezeichnet man einen durch Mauern befestigten Uferdamm. Die Kaimauer ist eine lotrechte oder fast lotrechte Mauer in massiver oder Pfahlrostbauweise, welche die Belastung durch Uferkräne, Eisenbahnwagen oder gestapelte Ladung tragen kann. Auf bzw. an der Kaimauer befinden sich Poller oder Ringe zum Festmachen der Schiffe. Um mehr Platz für anlegende Schiffe zu schaffen, können die Kais durch Piers und Molen ergänzt werden. Kaianlagen in Cuxhaven
Die Industria Pesca e Sotto-Prodotti war eine in Rom ansässige Reederei Die Industria Pesca e Sotto-Prodotti setzte als ausländische Reederei in den Jahren 1924 bis 1927 Fischdampfer von Cuxhaven aus ein. Die Reederei aus Rom verfügte über 18 Schiffe, die als Reparationsleistung für Italien gebaut worden waren und italienische Fischnamen trugen, wie z.B. ANGUILLA, MERLUZZO, SARDINA und TRIGLIA. Die von diesen Schiffen angelandeten Fischen sollten, so sah es die ursprüngliche Planung vor, auf dem Landweg nach Italien transportiert werden. Auf Grund der unzureichenden Verkehrsverhältnisse und zu langer Transportdauer ließ sich diese Absicht nicht verwirklichen. So blieben die Anlandungen der italienischen Schiffe als willkommene Bereicherung des Angebotes in Deutschland. Quelle: Dr. Joachim Genschow, Cuxhaven und seine Hochseefischerei
Der Kunsterzieher Fritz Höpflinger (* 23. Januar 1902 in Hamburg, † 9. Oktober 1974 in Cuxhaven) war Lehrer an der Staatlichen Oberschule für Jungen (heute AAG). Leben Fritz Höpflinger wuchs in Hamburg auf und studierte von 1920 bis 1925 an der dortigen Kunstgewerbeschule. 1923 machte er sein Staatsexamen als Kunsterzieher. Anschließend folgte eine Ausbildung bei den Professoren Julius Wohlers und Arthur Illies zum Graphiker und Maler. Im Jahre 1934 nahm er in Cuxhaven eine Stelle als Kunsterzieher an der Staatlichen Oberschule für Jungen, dem heutigen Amandus-Abendroth-Gymnasium, an. Fritz Höpflinger, von den Schülern "Höppl" genannt, war bei allen Schülern als Zeichenlehrer sehr beliebt. Ebenso wurden seine Aufführungen mit Schülern der Oberstufe unter dem Thema `Unsere Schattenspiele´, kurz `USCHASPI´, in der Aula der Schule sehr beachtet. Werk Sein Hauptwerk bestand aus Grafiken und Zeichnungen von Landschaften im Raum Cuxhaven. Für begabte Schüler führte er den Werkunterricht ein. Zeichnung: Altenbrucher Kirche USCHASPI-Schattenbild: Vom Fischer und seiner Frau Quelle Enno Kleinert
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Höpcke, Otto Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Otto Höpcke (* 25. April 1866 in Ritzebüttel; † 24. August 1950). Helft cuxpedia zu verbessern („Stub”)
Das Imperatorufer ist das südliche Ufer des Amerikahafens. 1 Geschichte 2 Namensgeber 3 Imperatorkai 4 Weblinks 5 Karte Geschichte Das Imperatorufer, benannt nach den Schiffen der Imperator-Klasse, war bis 2010 eine Böschung zwischen Mützelfeldwerft und der Wasserfläche des Amerikahafens. Ende 2010 wurde die bisherige Ausrüstungsbrücke der Mützelfeldtwerft, die Brücke 2, im Rahmen des Sanierungsprojektes "Imperatorufer" entfernt. Mitarbeiter der Firma Voss zogen mit Hilfe des firmeneigenen Schwimmkrans die rund 100 verbliebenen Betonpfähle aus dem Hafengrund. Anschließend wurde Anfang 2011 die Böschung des Imperatorufers am Ostende durch eine 260 Meter lange ersetzt. Rund 13 Millionen Mark hat das Niedersächsische Hafenamt für den Neubau des Kais aufgewendet. Namensgeber Das Imperatorufer wurde nach den Schiffen der Imperator-Klasse, den größten deutschen Passagierschiffe der HAPAG-Reederei benannt. Imperatorkai Der dortige Imperatorkai ist 260 m lang. Die Wassertiefe beträgt 6 m . Aufgrund seiner Länge erfolgen am Kai auch Reparaturen und andere Arbeiten der Mützelfeldtwerft an größeren Schiffen. Weblinks Stark am Strom Mützelfeldtwerft veredelt Schiffs-Rohlinge Reparaturauftrag für Mützelfeldtwerft Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Die Hermine am Schleusenpriel 2006 Die Hermine ist ein Gaffelschoner am Schleusenpriel. Das Schiff am Schleusenpriel ist der im Jahre 1904 auf der Hamburger Behrens-Werft gebaute Gaffelschoner Hermine. Das Schiff fuhr bis 1934 auf den Küstenrouten an der Nord- und Ostsee, bevor es nach Schweden verkauft wurde. 1981 wurde das Schiff in Schweden wiederentdeckt und sollte als Jugendschoner wieder in Fahrt kommen. Um die Jahreswende 1981/1982 sank das Schiff in der Elbe. Nachdem es im Januar 1982 geborgen worden war, wurde es der Stadt Cuxhaven als Geschenk übergeben. In der Zwischenzeit ist das mittlerweile unter Denkmalschutz stehende Schiff überholt und restauriert worden und schmückt jetzt den Bereich Deichstraße - Schleusenpriel. Geschichte Auftraggeber der HERMINE war 1904 der Fischer Hinrich Bardenhagen, der mit dem Schiff in den Küstenhandel einsteigen wollte. Noch im September des gleichen Jahres lief die Hermine auf der Behrens-Werft in Hamburg-Finkenwerder (ehemals auf dem Boden Lüneburg-Finkenwerder) vom Stapel. Wie damals üblich benannte er das Schiff nach seiner Frau. Es ist der einzige heute noch erhaltene Bau dieser Werft. Von 1904 bis 1907 nutzte Bardenhagen die Hermine im Küstenhandel, verkaufte sie aber nach drei Jahren und blieb an Land. Der neue Eigner gab dem Schiff den Namen seiner eigenen Frau EMMA. Das Frachtschiff wurde weiterhin im Küstenhandel eingesetzt, bis er es 1934 nach Schweden verkaufte. Hier erhielt das Schiff den Namen WEGA. In der Inselwelt des Landes mit seinen vielen kleinen Häfen und ebensolchen Frachten rentierten sich kleinere Schiffe noch längere Zeit. Dabei hatte die WEGA inzwischen einen Hilfsdiesel erhalten und öfter den Besitzer gewechselt. 1962 war die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gesichert, und der inzwischen neunte Eigner, Frank Carlson, verkaufte das Schiff an einen Segelverein auf Öland. 1979 wurde der Jachtschoner in Schweden vom damaligen Schiffshistoriker und Journalisten Joachim Kaiser wieder entdeckt. Der junge Erziehungswissenschaftler Jörg W. Ziegenspeck war auf den Artikel in der Zeitschrift „Yacht“ aufmerksam geworden. Da er nach einem Segelschiff für die sozialpädagogische Gruppenarbeit suchte, initiierte er eine Spendenaktion, um den Rumpf zurück nach Deutschland transportieren zu lassen. Der erforderliche Betrag von 30.000,- DM kam zusammen, sodass die HERMINE, diesen ursprünglichen Namen sollte das Schiff wieder tragen, im Spätsommer 1980 im Laderaum eines Küstenmotorschiffes zurück nach Hamburg transportiert werden konnte. Auf der Werft von Jochen Behrens in Finkenwerder wartete das Schiff auf die Konkretisierung der Pläne zur Restaurierung. Bei näheren Untersuchungen stellte man fest, dass für den originalgetreuen Wiederaufbau des hölzernen Schiffskörpers und die Rekonstruktion der Takelage erhebliche finanzielle Mittel erforderlich wären. Eine große Spendenaktion wurde zwar in Gang gesetzt, aber ein früher Wintereinbruch 1981 mit Eisgang auf der Elbe ließ die Pumpen einfrieren, der Rumpf wurde vom Eis eingedrückt, so dass das Schiff sank. An einen Wiederaufbau war nicht mehr zu denken. Taucher dichteten das Leck notdürftig ab, und das Schiff wurde gehoben. Alle Pläne zur Reaktivierung mussten aufgegeben werden. Das Schiff wurde dem Wrackmuseum in Cuxhaven geschenkt. Hier gelang es mithilfe von berufsqualifizierenden Programmen des Arbeitsamtes, das Schiff als Museumsobjekt zu restaurieren. Inzwischen steht die Hermine als maritimes Denkmal in der Cuxhavener Innenstadt am Schleusenpriel und kann von außen besichtigt werden. Hermine wurde gleichwohl zur Namensgeberin des Lüneburger Vereins Jugendschoner 'Hermine' e. V., der von Jörg W. Ziegenspeck 1981 gegründet und als gemeinnütziger und besonders förderungswürdiger Träger der freien Jugendhilfe vom Kultusministerium des Landes Niedersachsen anerkannt wurde. Einen Tag vor Heilig Abend des Jahres 2022 wurden die Masten und der Klüverbaum des denkmalgeschützten Schiffes entfernt. Ein Gutachten hatte ergeben, dass die Masten und die Takelage der Hermine abgängig sind und eine Gefahr darstellen.
Dr. Gustav Wilhelm Kaemmerer (*21. Juni 1857 † 8. September 1942) Dr. Gustav Kaemmerer war der dritte Amtsverwalter im Amt Ritzebüttel. Er wurde am 19. November 1891 zum Amtsverwalter ernannt und am 4. Januar 1892 in sein Amt eingeführt. In die Amtszeit von Dr. Kaemmerer fielen folgende Ereignisse: 1892 Inbetriebnahme des ersten Fischereihafens 1893 Erhebung der Stadt zur Marinegarnison 1896 Eröffnung der Eisenbahnlinie nach Geestemünde 1896/1897 Inbetriebnahme des Wasserturmes und der Wasserleitung 1902-1902 Eröffnung des HAPAG-Schnelldampferverkehrs nach New York 1904 Bau des Amtsgerichtsgebäudes 1905 Zusammenschluss von Cuxhaven und Döse Dr. Kaemmerer hat durch seinen Einsatz als oberster Aufsichtsbeamter und Verantwortlicher der Verwaltung maßgeblich an der Entstehung des „neuen“ Cuxhavens mitgewirkt. Am 31. Dezember 1909 trat Dr.G.W. Kaemmerer in den Ruhestand.
Info Pavillon und Ausichtsturm 2021 Der Infopavillon Deichbau informiert im Landschaftspark Altenbruch über die Geschichte des Hadeler Deichbaus. Seit 2009 verfolgten der damalige Altenbrucher Ortsbürgermeister Jörg-Heinrich Ahlemeyer und der langjährige Schultheiß Günther Hahl die Idee eines Deichmuseums. Am 7. Dezember 2018 wurde der Infopavillon freigegeben Die Anlage hat rund 150.000 Euro gekostet. Das Geld kam aus Mitteln der Europäischen Union (LEADER), des Hadler Deich- und Uferbauverbandes und der Stadt Cuxhaven. Der auf soliden, feuerverzinkten Stahlrohren ruhende Pavillon befindet sich im Altenbrucher Landschaftspark, am viel befahrenen Elbe-Radwanderweg, nur einen Steinwurf entfernt vom Altenbrucher Hafen Hafen und der Dicken Berta, dicht an der Grenze zum Industriegebiet mit den großen Hallen von Nordmark und Siemens Gamesa. Bevor die Fläche der heutigen Offshore-Basis damals mit Sand aus der Elbe aufgespült und erhöht wurde, waren dort nur Wiesen und der alte Hadeler Seebandsdeich. 19 Kilometer lang war dieser älteste Deichabschnitt des Landes in der Frühzeit, die rund 800 Jahre zurückliegt. Für den Küstenschutz spielte der historische Deich schon lange keine Rolle mehr, nach den großen Sturmfluten war in den 1980er Jahren ein neuer Landesschutzdeich vorgebaut worden. Als die restlichen zwei Kilometer des historischen Seebandsdeiches im Zuge der Erschließung der Offshore-Basis in den Jahren 2008/2009 weichen mussten, hatte Andreas Wendowski-Schünemann den Rückbau archäologisch begleitet. Ein 135 m langes Stück des historischen Deiches bleibt für die Nachwelt erhalten, es befindet als originales Anschauungsobjekt in unmittelbarer des Pavillons. In dem Pavillon geht es neben der Geschichte des Deichbaus in Hadeln und Cuxhaven auch um die Aufgaben der Deichverbände heute und in der Vergangenheit sowie um die Techniken des Deichbaus. Ergänzt werden die insgesamt 16 großen Text- und Fototafeln mit Informationen über Sturmfluten, Klimawandel und Elbvertiefung. Insbesondere Schulklassen sollten diesen außerschulischen Lernort nutzen, um sich über eines der wichtigsten Kapitel der Heimatgeschichte an Ort und Stelle zu informieren. Bilder
Walther Herwig (* 25. Februar 1838 in Arolsen; † 16. Dezember 1912 in Berlin) war ein preußischer Verwaltungsjurist, und der Begründer der deutschen Meeresforschung. 1 Werdegang 2 Bedeutung für die Hochseefischerei 3 Bedeutung für die Meeresforschung 4 Würdigung 5 Literatur 6 Weblinks Werdegang Herwig studierte ab 1856 Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen. Er setzte seine Studien an den Universitäten Leipzig, Freiburg im Breisgau und Berlin fort und trat nach deren Abschluss in den preußischen Verwaltungsdienst ein. Im Jahr 1869 wurde er Kreisamtmann in seiner Heimatstadt Arolsen. 1878 wurde er Landrat in Ahaus und später in Marienwerder. Von 1879 bis 1893 gehörte er dem Preußischen Abgeordnetenhaus an. Bedeutung für die Hochseefischerei Walther Herwig war einer der Gründer des Deutschen Hochseefischereivereins und förderte Ende des 19. Jahrhunderts die Entwicklung der bis dahin nur vor der Küste betriebenen Fischerei. Sie wurde auch auf die fischreichen Gewässer des Nordatlantiks ausgedehnt. Hierzu wurden ab 1880 die ersten deutschen Fischdampfer nach englischem Vorbild gebaut. Herwig setzte sich in dieser Zeit des Aufbaus einer deutschen Hochseefischereiflotte insbesondere für den sozialen Ausgleich gegenüber den Besatzungen der Schiffe ein und erreichte eine angemessene Grundversorgung der Angehörigen der Fischer, die auf See blieben. Bedeutung für die Meeresforschung Walther Herwig begründete die deutsche Meeresforschung und wurde 1902 mit seinem Ausscheiden aus der öffentlichen Verwaltung bis 1908 Mitbegründer und erster Präsident des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) in Kopenhagen. Würdigung Zum ehrenden Gedenken hat die Bundesrepublik Deutschland bislang drei Fischereiforschungsschiffen seinen Namen gegeben. Derzeit befährt die Walther Herwig III für das Johann Heinrich von Thünen-Institut die Gewässer von Nord- und Ostsee sowie den Nordatlantik. Bereedert wird dieses Schiff von der Bundesanstalt für Landwirtschaft unf Ernährung. Der Heimathafen ist Bremerhaven. Im Fischereihafen von Cuxhaven wurde die Präsident-Herwig-Straße nach Walther Herwig benannt. Literatur Weblinks FFS Walther Herwig III
Innungen der Kreishandwerkerschaft Cuxhaven Bäcker-Innung Baugewerke-Innung Dachdecker-Innung Elektro-Innung Fleischer-Innung Friseuer-Innung Innung des Kfz-Handwerks Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Maler- und Lackierer-Innung Metallbauer-Innung Raumausstatter-Innung Tischlerinnung Zimmerer-Innung
Die Kaiser-Apotheke ist eine Apotheke in Cuxhaven-Grimmershörn. 1 Adresse 2 Öffnungszeiten 3 Geschichte 4 Weblink Adresse Kaiser-Apotheke Hamburg-Amerika-Straße 1 27472 Cuxhaven Telefon: (047 21) 56 96-0 Öffnungszeiten Montag bis Freitag: 08:00 bis 13:00 / 15.oo - 18.30 Samstag: 09:00 bis 13:00 Uhr Geschichte Der Hamburger Apotheker Ludwig Boßhard eröffnete die Kaiser-Apotheke am 8. April 1914 als zweite Cuxhavener Apotheke an der heutigen Hamburg-Amerika-Straße. Der Name bestimmte sich durch die Lage der Apotheke direkt vor dem damaligen Kaiserplatz. Als Apotheker Boßhard 1947 starb, hatte er die Apotheke 33 Jahre lang geleitet. Zweiter Kaiser-Apotheker wurde Josef Jakobs aus Panzweiler, der sie am 1. April 1948 von Boßards Erben kaufen konnte. Bereits nach 12 Jahren schied Jakobs aus Altersgründen aus dem aktiven Dienst aus und verpachtete die Apotheke am 1. Oktober 1959 an Hellmut Krahl aus Bremen, der sie später von Jakobs Witwe kaufen konnte. Am 8. April 1964 konnte dann das 50 jährige Jubiläum gefeiert werden. 26 Jahre lang leitete Apotheker Hellmut Krahl die Geschicke der Apotheke bis er sie am 1. Oktober 1985 an seinen, ebenfalls aus Bremen stammenden Neffen Dr. Peter Krahl verpachtete. Weblink Homepage
Der Hof Wolfenbüttel war eine Hofstelle in Groden. Bei der Besiedelung Grodens entstanden sechs Ortsteile, sogenannte "Deele" (Teile). Der Teil zwischen Baumrönne und Ritzebüttel hieß "Uff dem Kleevendeel". In dem Kleevendeel soll der "Hof Wolfenbüttel" bereits vor der Eindeichung des Landes bestanden haben. Die Hofstelle lag auf einer etwa 2 ha großen Wurt. Bei Grabungen kamen hier Tonscherben aus der Zeit der Besiedelung Grodens zum Vorschein. Vermutlich kamen im Zuge der Kolonisierung sogenannte "Lokatoren", auch `Partizipanten´ genannt, ins Land. Dies waren Personen, die im Auftrag des Landesherren den Deichbau und die Erschließungsarbeiten leisteten. Für ihre Arbeit erhielten sie freies Landgut. Häufig waren es aus Holland angeworbene Siedler (Hollerkolonisierung), aber auch besitzlose Geestbewohner. Die Hofstelle ist unter folgenden Namen erwähnt: 1487 Wulffesbüttel 1602 Wulffes Buttel 1756 Wulfsbüttel im 19. Jh Wulfenbüttel Der Name "Wulf" ist abgeleitet vom niederdeutschen "wulfen" = schwer arbeiten. "Büttel" bezeichnet den Besitz oder den Wohnsitz einer Grundherrschaft. Der Hof Wolfenbüttel war bis zum Jahre 1726 im Besitz des alteingesessenen Bauerngeschlechtes Tamm (siehe: Tamms Weg). Dann ging der Hof von Heinrich Tamm auf seinen Schwiegersohn und späteren Schultheißen Wilken von Duhn über. Die Hofstelle bestand aus zwei Höfen, von denen ein Hof 1807 abgebrochen wurde. Der zweite Hof ist am 25./26. August 1907 abgebrannt.
Herrschaftliches Moor ist ein Naturschutzgebiet in Lüdingworth. Mit einer Größe von 40,0 ha gehört das Naturschutzgebiet "Herrschaftliches Moor" in Lüdingworth zu den vier Naturschutzgebieten im Aufgabenbereich der Stadt Cuxhaven als Untere Naturschutzbehörde. Es ist mit dem Kennzeichen NSG LÜ 087 mit Verordnung vom 20. Mai 1983, die am 16. Juni 1983 in Kraft getreten ist, zum Naturschutzgebiet erklärt worden. 37,9 ha des Naturschutzgebietes sind gleichzeitig so genanntes FFH-Gebiet (Gebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie[1]). Dieses Gebiet umfasst die Lüdingworther Naturschutzgebiete Aßbütteler Moor und Herrschaftliches Moor. Das Naturschutzgebiet ist der unkultivierte Restbestand eines ansonsten kultivierten Hochmoores. Fußnoten Hochspringen ↑ Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Die `Jan Molsen´ war als Ausflugschiff eine Cuxhavener Institution wie nachher die `Wappen von Hamburg´. Am 30. Mai 1925 läuft bei der H.C. Stülcken-Werft in Hamburg die `MS Jan Molsen´ vom Stapel. Benannt nach einem Vorstandsmitglied der Hamburger Dampfschiff AG (HADAG) ist sie gebaut als erstes Diesel-Motorgetriebenes Schiff der Reederei und war damit Begründer eines neuen Typs der Klasse der Hafenfähren. Mit ihren 3.000 Passagierplätzen ist sie bis heute die größte Hamburger Hafenfähre. Infolge der seinerzeit schlechten Konjuktur im Hamburger Hafen, und damit schlechter Auslastung muss sie ab 1926 zusätzlich als Ausflugsschiff nach Cuxhaven, Brunsbüttel oder Kiel eingesetzt werden. So chartert das älteste Hamburger Busunternehmen "Jasper" die Jan Molsen, um tägliche Cuxhavenfahrten anbieten zu können. 1929 wandelt sie sich von ehemals grün in weiß mit nur noch einem grünen Rundum-Streifen. Zunehmend wird sie auf der Route Hamburg - Cuxhaven eingesetzt und dafür bis 1939 mehrfach umgebaut. 1935 dann tritt die Jan Molsen in die Politik ein. Adolf Hitler fuhr mit ihr elbaufwärts. Dabei wurde er auf die enge geographische Nachbarschaft zwischen Hamburg und Altona hingewiesen. Angeblich wurde auf dieser Flussfahrt der Keim für das Groß-Hamburg-Gesetz gesät. Nach 1945 ist die Jan Molsen infolge von Kriegsverlusten und Reparationszahlungen Deutschlands größtes und schnellstes verbliebenes Passagierschiff. Täglich fuhr sie zu den Häfen der Unterelbe: "Damals brauchte ich gar nicht achteraus gucken, an uns lief keiner vorbei. Aber unser `Flaggschipp´ roch wie ein Fischdampfer. Wenn 2.000 hungernde Hamsterer ihre Bügeleisen, Operngläser, Briefmarkenalben oder Geigen gegen ein paar Heringe, Fischöl oder Transeife eingetauscht hatten". (Originalzitat Otto Uken, Kapitän (s.u.)) Zu der Zeit machten Handelschiffkapitäne mit Patent als Decksleute Dienst auf der Jan Molsen, da es für sie keine andere Arbeit gab. In einem Neubauprogramm entstanden bis 1962 vierzig Fährschiffe. Auch für Jan Molsen stehen noch verschiedene Umbauten und Modernisierungen an. So z.B. 1948 eine feste Kommandobrücke, Cafeteria und großer Salon. Die Strandung von Ondo und [[Fides bringen ein neues Ziel für Ausflugsfahrten. Im Januar 1962 fuhr mit der `Atlantis´ das erste Ausflugsschiff mit 465 Schaulustigen von Cuxhaven aus zur Strandungsstelle. Mit Jan Molsen und `Wiking´ kamen weitere Ausflugsschiffe hinzu. Fast zwei Jahrzehnte waren die gestrandeten Schiffe das Ziel von Ausflugs- und Kaffeefahrten, bis aus dem Mahlsand nur noch Reste von Mastspitzen herausragten. Am 1. Juli 1967 wird die Jan Molsen, besetzt mit 750 Hafenarbeitern, vor der Altonaer Landungsbrücke von dem Schwedischen Frachter `Santos´ seitlich gerammt und schwer beschädigt. Am 2. November 1967 wird sie an Fratelli Savarese fu Antonio, Castellammare di Stabia, Italien verkauft und umbenannt in `Isola di Capri´. Sie wird eingesetzt zwischen Neapel - Capri. 1988 wird sie im Abwrackhafen von Cantieri die Baia bei Neapel verschrottet. Kapitän Otto `Otsche´ Uken Kapitän der Jan Molsen war bis 23. September 1962 der Finkenwerder Otto `Ootsche´ Uken. Gebürtig aus Marner-Neuenkoogsdeich war er Sohn eines Wattfischers, der zwei Tage nach Ottos Konfimation ertrank und 14 Kinder hinterließ. Etwas 1 Mio. Fahrgäste hat er auf Lust-, Kaffee- und Hamsterfahrten nach Cuxhaven gefahren. Schiffsdaten Name: Jan Molsen Baujahr: 1925 Bauwerft: H.C. Stülcken, Hamburg Reederei: HADAG Tonnage 1294 BRT. Abmessungen in m: 56,6 x 12,7 x 3,35 (L x B x Tiefgang) Antrieb: Dieselmotoren, 2 Schrauben Leistung: 600 PS, später 760 PS Geschwindigkeit: 12 Kn. Bilder MS Jan Molsen im Jahre des Stapelaufes mit grünem Rumpf MS Jan Molsen MS Jan Molsen Isola di Capri vor Neapel Kapitän Otto `Otsche´ Uken
Die Herz Jesu-Kirche ist eine katholische Kirche in Cuxhaven. 1 Anschrift 2 Herz Jesu 3 Ausstattung 4 Geschichte 5 Gottesdienst 6 Bilder Anschrift Herz-Jesu -Pastoralreferent Schillmüller- -Urlauberseelsorger- Strichweg 5 B / Lichtenbergplatz 27472 Cuxhaven Telefon: 04721 - 35965 Herz Jesu Einweihung: Im Jahr 1900 als Michael-Kirche. Da durch den Tod des ersten Pfarrers Heinrich Schlote bald der Name der Kirche vergessen wurde - die Bevölkerung nannte die Kirche nur Garnisonkirche - erhielt sie nach dem Übergang an die Zivilgemeinde 1924 den Namen Herz-Jesu. Der ursprüngliche Name wurde erst 1966 im Reliquiengrab des Altares wiederentdeckt. Ausstattung Altar: Reliquien der hl. Märtyrer Felix und Mansueta Kirchenfenster in der Apsis: Mittelfenster: Jesus rechts: St. Michael links: Hl. Babara (Schutzheilige der Artilleristen) Kreuzweg: erstellt durch die Herren Alfons Blenk und Paul Bail, Cuxhaven Turm: 38 m ca. 150 Sitzplätze (einschl. Empore) 2 Stahlglocken Geschichte Die Herz-Jesu-Kirche wurde 1899 als katholische "Garnisonkirche" von dem Cuxhavener Bauunternehmer Ed. Kock erbaut. Die Grundsteinlegung erfolgte am 4. Juli 1899. Geweiht wurde die Kirche am 18. November 1900 durch den Feldprobst Dr. Aßmann auf den Namen des Erzengels Michael. Der 18.11. wurde als Tag für die Einweihung gewählt, um die Verbundenheit mit der Peterskirche in Rom zu dokumentieren, die an diesem Kalendertag Kirchweihe feiert. Mit der Auflösung der Garnison und damit auch der Marine-Seelsorge im Jahre 1919 wurde der Marinepfarrer Wilhelm Keil der erste katholische Zivilpfarrer in Cuxhaven. Im Zuge der Privatisierung des Bundesvermögens wurde die katholische Gemeinde am 15. Februar 1966 Eigentümer der Herz-Jesu-Kirche; die Bundeswehr darf die Kirche jedoch weiterhin unentgeltlich nutzen. Im gleichen Jahr wurde ein neues Bronzetor mit einer Friedenstaube von Prof. Rotter als Türgriff eingebaut. Im Jahre 1970 wurde der Innenraum der Kirche neu ausgemalt, und im folgenden Jahr wurde eine neue Orgel eingebaut. 1982 erhielt das Gebäude ein neues Kupferdach und eine neue Klinkerfassade. Die ehemalige Pfarrkirche ist heute Filialkirche der Pfarrgemeinde St. Marien. Im Jahre 2008 war die Herz Jesu-Kirche gemeinsam mit der Kapelle St. Willehad von der Profanierung bedroht, konnte dieses Schicksal jedoch, im Gegensatz zu St. Willehad, abwenden. Gottesdienst Samstags 18:00 Uhr Bilder
Das Kalkofenwehl ist ein Wehl in Cuxhaven. In einer Sturmflut 1825 war der östliche Obdeich (heute Kapitän-Alexander-Straße) vom Schleusenpriel her gebrochen und ließ dort das Kalkofen- (Ungefähr beim Schwarzen Weg stand eine Kalkbrennerei, heute steht dort ein Wohnhaus.) oder auch Pudelwehl entstehen. Dieses bildete als Teil das Bahnhofswasserloches den einen Teil des Doppelteiches zwischen Wasserturm und Holstenstraße. Bilder Vorn links die ehem. Kalkbrennerei Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Hoffmann-v-Fallersleben-Str 2009 Die Hoffmann-von-Fallersleben-Straße ist eine Straße im Stadtteil Westerwisch 1 Geographische Lage 2 Herkunft des Namens 3 Geschichte 4 Bebauung 5 Karte 6 Literatur Geographische Lage Gelegen zwischen Haydnstraße und Franz-Rotter-Allee Herkunft des Namens Benannt am 3. November 1994 nach dem Dichter und Texter unserer Nationalhymne, Hoffmann von Fallersleben (1798-1874), der insgesamt dreimal kurz in Cuxhaven Station machte. Geschichte Bebauung Einfamilienhäuser Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. > Literatur Günter Wolter: Die Cuxhavener Straßennamen; ISBN-Nr: 3-928327-51-8
Rolf Hoffmann (* 11. August 1917 in Cuxhaven, † 13. April 2002) war als Vormann verschiedener Seenotrettungsboote vorwiegend in Cuxhaven tätig. Hoffmann begann sein Seefahrerleben mit 14 Jahren als Schiffsjunge auf einem 3-Mast-Segelschoner. Er besuchte die Seefahrtschule und machte unter der Hamburg-Amerika-Linie zwei Weltreisen. Während des 2. Weltkrieges stieg er zum Kapitänleutnant auf und kommandierte verschiedene Schiffe im Raum Norwegen. Im Januar 1946 begann er als Wachleiter bei der DGzRS; zu jener Zeit im ehemaligen Telegraphengebäude in Cuxhaven stationiert [1]. Bereits im selben Jahr tauschte er den Landdienst gegen den Dienst auf See; er wurde Vormann auf dem Rettungsboot `Pellworm´. Das Strand-Rettungsboot war mit freiwilligen Rettungsleuten besetzt und erreichte eine Geschwindigkeit von 8,5 Knoten. Versuchs-Motorrettungsboot `Bremen´ Nach Versuchen mit einem erhöhtem Aussichtsturm und dessen Bewährung wurde ab 1950 die Entwicklung neuer Rettungskreuzer forciert. Als erster Versuchsbau wurde ab 1953 das Motorrettungsboot `Bremen´ in Dienst gestellt. Erstmals war es mit dem heute üblichen Tochterboot im Heck ausgestattet. Als Vormann wurde Rolf Hoffmann mit dem Test des 1931 erstmals als `Konsul Kleienstüber´ in Dienst gestellten Bootes beauftragt. Die hier im Dienst auf der Station Helgoland gesammelten Erfahrungen führten über den ersten Neubau eines Versuchs-Seenotkreuzers, der `Hermann Apelt´, der auch von Hoffmann vor Helgoland eingesetzt wurde, zur ersten ausgereiften Serie von Seenotrettungskreuzern [2] in noch heute verwandter Bauweise. Bei der `Hermann Apelt´ wurde Hoffmann bereits mit der Bauaufsicht betreut. Nach Fertigstellung übernahm er als Vormann auf dem Schiff die Rettungsstation Helgoland. 1958 übernahm er mit Indienststellung des Seenotrettungskreuzers Ruhr-Stahl als Vormann den Rettungsposten Cuxhaven im Kugelbakehafen. Von hier führte er eine Reihe von spektakulären Einsätzen aus, die zum Teil noch heute in Cuxhaven einen Namen haben. So kam es um die Jahreswende 1961/1962 zu einer Ballung von Einsätzen: 6. - 11. Dezember 1961 - Abbergen der Besatzung des Havaristen `Ondo´ (65 Leute), gestrandet auf dem Großen Vogelsand. 10. Dezember 1961 - Bergung eines eingeklemmten Seemannes vom Fischdampfer `Schentine´ nach Nebelkollision. 20. Dezember 1961 - Erfolglose Suche nach drei Verunglückten beim Übersetzen eines Lotsen 20. Januar 1962 - Strandung des Frachters `Fides´ auf dem Großen Vogelsand. 32 Seeleute samt Gepäck werden nach dem Auseinanderbrechen abgeborgen. Am 11. Februar wird die Mannschaft der Ruhr-Stahl, sowie der Seenotarzt der DGzRS auf der Station Cuxhaven, Dr. Meinhard Kohfahl, durch den Direktor und den Deutschland-Repräsentanten der Ondo-Reederei in einer Feierstunde hochgeehrt. Über den Vormann Hoffmann heißt es in der Cuxhavener Zeitung von 12. Februar: "... ein Künstler seines Fachs. ... Was er mit seinem Schiff macht und wie er es in der schweren See manövriert, ist einmalig, bewundernswert und nicht zu überbieten." 1965 wird die Ruhr Stahl gegen die neue `Arwed Emminghaus´ ausgetauscht. Im selben Jahr bekommt er von der DGzRS die `Goldene Medaille für Rettung aus Seenot´ verliehen. Abschleppen des Havaristen Adolph Bermpohl Am 24. Februar 1967 fährt Hoffmann seinen vielleicht schwersten Einsatz. In der einsatzreichen Nacht des 23. Februar, in der mehrere Schiffe scheitern, fährt der Rettungskreuzer `Adolph Bermpohl´ einen Einsatz in schwerer See. Dabei fällt er einer Grundsee zum Opfer, schlägt seitlich um und kippt auf das längsseits liegende Beiboot. Dabei bleiben sowohl die drei geretteten Fischer wie auch die vier Retter auf See. Nach dem Ausbleiben von Funksprüchen und dem vermuteten Unglück bleibt eine großangelegte Suchaktion erfolglos. Am Morgen wird der führerlose Havarist vom Bäderschiff `Atlantis´ unter dem Kapitän `Cassen Eils´ nördlich des `Feuerschiffes `Elbe 1 entdeckt. Hoffmann und der Mannschaft der Emminghaus kommt es zu, den Havaristen nach Cuxhaven einzuschleppen. Monate später werden drei der vier Rettungsmänner aus der See geborgen. Am 26. Dezember 1968 konnte die Arwed Emminghaus im Schneesturm, bei schwerer See, 26 Seeleute von dem auf Scharhörn-Riff aufgelaufenen Motorschiff `Njandoma´ abbergen. 1976 übergibt er den Vormannsposten in Cuxhaven an seinen Sohn Carsten und widmet sich, wie früher bereits, der Bauaufsicht über den Neubau `Wilhelm Kaisen´, drittes Schiff der neuen großen Seenotrettungsboot-Klasse. Mit der Fertigstellung des Schiffes am 6. April 1978 übernimmt er, auch hier als Vormann, gemeinsam mit dem zweiten Boot dieser Baureihe, der `Hermann Ritter´, abwechselnd die Seeposition in der Deutschen Bucht und die Station Helgoland. Einmal führt er noch die Bauaufsicht beim Neubau `Eiswette´, um dann am 31. März 1981 als dienstältester Vormann in den Ruhestand zu treten. Zuvor am 27. März 1981 geehrt mit der `Goldene Rettungsmedaille am Bande´ der DGzRS, erhält er am 23. Mai 1981 das `Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland´, überreicht von Bundespräsident Karl Carstens im Bundespräsidialamt in Bonn. Rolf Hoffmann hat mit seiner Crew im Laufe seiner Tätigkeit als Seenotretter 1.754 Menschen aus Seenot gerettet. Eine lange gemeinsame Zusammenarbeit mit dem Cuxhavener Mediziner Dr. Meinhard Kohfahl, der als erster `offizieller´ Seenotarzt der DGzRS auf der Station Cuxhaven ehrenamtlichen Dienst tat, führte auf Betreiben des Arztes zur Entwicklung und Einführung der Notfall-medizinischen Ausstattung der Rettungsboote, wie sie heute vereinheitlicht üblich ist. Fußnoten Hochspringen ↑ 1945 - 1949 wegen Ausbombung der Bremer Zentrale Hochspringen ↑ Theodor Heuss, Ruhr Stahl, Hamburg, H. H. Meier
Die Hohe Geest ist eine Straße in Franzenburg 1 Geographische Lage 2 Herkunft des Namens 3 Geschichte 4 Bebauung 5 Besonderheit 6 Harte Geographische Lage Die Hohe Geest verbindet die Straßen Karkweg und Kapellenweg in Ost-Westrichtung Herkunft des Namens Mit dem Flurnamen "Die Hohe Geest" wurde um 1880 ein dort gelegenes Stück Weideland bezeichnet. Geschichte Bebauung überwiegend Wohnbebauung Besonderheit Harte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Eingangsbereich der Kammer-Lichtspiele Die Kammer-Lichtspiele waren ein Kino im Alten Deichweg Anschrift KAMMER-Lichtspiele Alter Deichweg 19-20 27472 Cuxhaven Telefon: 04721 699 632 Feste wöchentliche Anfangszeiten in den KAMMER-Lichtspielen bei Filmen mit einer Spiellänge bis ca. 135 Minuten: Täglich um 17:30 und 20:00 Uhr. Die von dem Cuxhavener Architekten Land errichteten Kammer-Lichtspiele wurden am 4. März 1922 von Richard Thode eröffnet und waren damit Cuxhavens erstes eigentliches Kino. Ab dem 1. Oktober 1928 konnten Filme mit zwei Maschinen unterbrechungsfrei vorgeführt werden. Die Stummfilmzeit endete am 27. März 1931, als der erste Tonfilm ("Fra Diavolo" mit dem Sänger Tino Pattiera) vorgeführt wurde. Bis dahin sorgte eine Drei-Mann-Kapelle mit Kapellmeister für die klangliche Untermalung. Das Filmtheater erhielt beim Umbau 1956 ein neues Gesicht. Ein Balkon mit Foyer und Logen wurden damals eingebaut. Die Decke war tiefblau gehalten, Lichtschlitze und Umrahmung waren mit Blattgold belegt. Indirekte Kaiserleuchten an den Seiten und in die Decke eingelassene Linestra-Röhren tauchten den Raum in festliches Licht. Der Vorhang war goldfarben. Das gesamte Haus wurde mit Hochpolsterbestuhlung der 534 Sitzplätze ausgestattet, wobei der Reihenabstand auf dem Balkon fast 1 Meter betrug (für die damalige Zeit sehr komfortabel). Eine Umgestaltung des Hauses im Jahre 1968 glich fast einem Neubau. Das Kino wurde mit 400 Sitzplätzen in den ersten Stock verlegt und im Erdgeschoss, den ursprünglichen Kammer-Lichtspielen, wurde am 12. September 1968 ein Supermarkt eröffnet. Um 1980 wurde der Saal zum Spielsalon umfunktioniert - lediglich der Balkon blieb noch einige Zeit als Kino, zum Schluss als "Schmuddelkino" erhalten.
Die Marke JET wurde 1953 von Bill Roberts in Rotherham, Yorkshire (England) ins Leben gerufen. Die Marke JET erfand Roberts selbst und per Zufall. Es waren die Buchstaben des Nummernschildes seines ersten Tankzuges: JET 855. Anschrift ConocoPhillips Germany GmbH Überseering 27 22297 Hamburg Tankstellen JET Tankstelle Papenstraße 121 27472 Cuxhaven Tel. 68 10 04 JET Tankstelle Westerwisch Westerwischweg 103 27474 Cuxhaven Tel. 6641932 Weblink JET-Tankstellen]
Werner Kammann (* 17. September 1919 in Cuxhaven; † 31. Dezember 1984)war ein Politiker (SPD). Von 1967 bis 1982 war er Abgeordneter im Landtag von Niedersachsen. Leben Werner Kammann absolvierte nach der Schule eine Lehre als Lebensmittelkaufmann. Später wurde er in Hamburg als Filialleiter im Lebensmittelhandel tätig und war anschließend bei der Finanzverwaltung als Betriebsprüfer beschäftigt. Im Zweiten Weltkrieg war er von 1940 bis 1945 als Soldat an der Ostfront schwer verwundet. Nach dem Krieg machte er sich 1946 als Hotelkaufmann in Cuxhaven-Duhnen selbständig. Kammann war verheiratet und hatte zwei Kinder. Politik 1945 trat Werner Kamman der SPD bei wurde ein Jahr später in den Rat von Cuxhaven gewählt, wo er ab 1956 Vorsitzender der SPD-Fraktion war. Er wurde zunächst Senator und war später von 1967 bis 1968 und nochmal von 1972 bis 1976 Oberbürgermeister der Stadt. In der sechsten Wahlperiode wurde Kammann 1967 in den Landtag von Niedersachsen gewählt, dem er bis zum Ende der neunten angehörte. Während dieser Zeit war er vom 14. September 1970 bis zum 20. Juni 1978 Vorsitzender des Ausschusses für Hafen- und Schifffahrt. Ehrungen Werner Kammann war Träger des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und des Verdienstkreuzes des Niedersächsischen Verdienstordens. In Cuxhaven wurde die Werner-Kammann-Straße nach ihm benannt.
Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Die Heuer, Lohn der Seeleute. Arbeit der Seeleute. Ein Seemann bewirbt sich nicht, er heuert an und bekommt dann die Heuer (Arbeitsstelle).
Theodor Herzl (* 2. Mai 1860 in Pest, dem heutigen Budapest; † 3. Juli 1904 in Edlach, Gemeinde Reichenau an der Rax, Niederösterreich), war ein österreichischer Schriftsteller, Publizist, Journalist und zionistischer Politiker. Seine hebräischen Vornamen waren Binyamin Ze'ev. Er schrieb 1896 anlässlich antisemitischer Tendenzen in Paris sein Buch Der Judenstaat, das wesentlich zur Gründung des modernen Staates Israel im Jahr 1948 beitrug. Der Cuxhavener Karl Olfers wurde mit der Theodor-Herzl-Medallie ausgezeichnet.
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Jan Cux als Werbefigur für das Duhner Wattrennen Jan Cux ist eine Werbefigur, die seit dem 13. März 1973 für Cuxhaven wirbt. Das beliebte Maskottchen wurde von Kurt Moldenhauer entwickelt. Im Januar 1972 schmückte dieses Symbol das erste Mal die Fahrzeuge der Cuxhavener Stadtreinigung. Die Cuxhavener schlossen den kleinen Jan sofort in ihr Herz, und auch die Stadtväter erkannten schnell das werbewirksame Potenzial, das in dem smarten Müllmann steckte. Seither prangt der Matrosen-Müllmann als Aufkleber an unzähligen Vitrinen, Ferienhäusern und Autoheckscheiben. Ebenso findet er sich aber auch in Amerika, selbst an der Chinesischen Mauer. Künstlerisch geht Jan Cux auf eine bekannte Cuxhavener Malerin und Schriftstellerin, Magda Roos, zurück. Sie hatte in den 60ern ein Kolumne in den Cuxhavener Nachrichten mit dem Titel "Bürger Cux meint" ähnlich dem heutigen "Strandgut". Jan Cux ist nichts anderes als dieser Bürger Cux. Als weibliches Pendant zu Jan Cux schuf Kurt Moldenhauer im Juli 1973 "Cuxi", eine Blondine in rotem Gewand, die zunächst für die Müllabfuhr den Besen schwang, später als Werbe-Maskottchen für das Veranstaltungszentrum eingesetzt wurde. Abgesehen von seiner Werbewirksamkeit für Cuxhaven wurde er zu echten Divisenbringer. Etwa 250.000 Jan-Cux-Aufkleber bringt die Kurverwaltung jährlich auf den Markt (anno 2000). Der Handel mit Jan-Cux-Artikeln boomt. Und auch die Beliebtheit der "lebendigen" Jan-Cux-Matrosen war ungebrochen. Uwe Beythien war 1975 der erste Jan Cux in natura. Er wurde im Mai mit Hilfe der "Cuxhavener Zeitung" zum lebendigen Werbeträger gekürt und war fortan bei allen öffentlichen Veranstaltungen zugegen. Zuletzt verkörperte der Cuxhavener Jan Enderstein den pfiffigen Matrosen. Er ging im Jahre 2000 "in Rente". Seitdem setzt die Kurverwaltung keine Jan-Cux-Darsteller mehr ein. Neun Jan-Cux-Darsteller waren zwischen 1975 und 2000 als "lebendige" Maskottchen für das Nordseeheilbad im Einsatz. Trotz Einsatzes von Bevölkerung und Gästen, so eine Unterschriftenaktion der Cuxiland-Betreiberin, ließ sich die Stadt nicht umstimmen.
Kampnagel war eine Maschinenfabrik in Hamburg. Kampnagel wurde 1865 als Eisenwerk Nagel & Kaemp gegründet. Das Unternehmen machte sich ab 1875 in erster Linie einen Namen als Hersteller von Schiffs- und Hafenkranen. Das Unternehmen wird international erfolgreich, Krane mit dem Schriftzug Kampnagel an der Rückseite fanden sich in vielen Häfen der Welt. Von 1939 bis 1945 wurde Kampnagel wie viele andere Maschinenfabriken zur Produktion von Rüstungsgütern eingesetzt. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Herstellung der ursprünglichen Produkte, Ladetechnik für Schiffe, wieder aufgenommen. Mit dem Aufkommen der Container im internationalen Warenverkehr sank ab 1968 die Nachfrage für die von Kampnagel hergestellten Stückgutkrane dramatisch. Nach dem Verkauf an den Demag-Konzern wurden bis 1981 Gabelstapler produziert. In Cuxhaven verrichteten drei Kampnagel-Krane am Steubenhöft ihren Dienst, früher waren es drei Krane. Die Säulenlenker-Wippkrane am Steubenhöft, Höhe max. 57 m, Ausladung 5 - 28 m, waren zur Bauzeit 1955 die höchsten Bauwerke Cuxhavens. Ein Kran wurde nach Afrika verkauft, ein zweiter 2010 abgerissen. Der letzte verbliebene Kampnagel-Kran am Steubenhöft im März 2023 demontiert- Zwei weitere Kampnagel-Krane standen am Lentzkai und am Neuen Lentzkai. Auf dem am 17. November 2011 außer Dienst gestellten Tonnenleger JOHANN-GEORG-REPSOLD befand sich Kampnagel-Kran mit 9t Tragfähigkeit. Werbeanzeige der Firma Kampnagel Kran-Abbruch April 2010 Tonnenleger mit Kampnagel-Kran
Helmut Heyne war der erste durch die Bürgerinnen und Bürger in direkter Wahl eingleisige Oberbürgermeister Cuxhavens. Der Amtsantritt Heynes erfolgte am 26. Juni 2000, 2004 beendet Oberbürgermeister Helmut Heyne seinen Dienst bei der Stadt Cuxhaven und wechselt zum Wirtschaftsministerium des Landes Niedersachsen. In seine Amtszeit fällt die erfolgreiche Durchführung der Großveranstaltung The Tall Ships` Race in Cuxhaven, durch die Cuxhaven international bekannter wurde.
Timo Januschewski (* 3. September 1985 in Cuxhaven) ist Sänger, Frontmann und Songwriter der Cuxhavener Rockband Loz Tinitoz. Biografie Timo Januschewski wurde am 03.09.1985 als Sohn eines Klempners und einer Hausfrau in Cuxhaven geboren, welche sich jedoch in den frühen 2000-ern trennten. Er blieb daraufhin, im Gegensatz zu seinem Bruder, bei seinem Vater und besuchte die Süderwischschule, wo er zunächst seinen Hauptschulabschluss machte. Anschließend wechselte er auf eine Berufsbildende Schule, um die Höhere Handelsschule zu absolvieren. Nach dem vollendeten Abschluss der Höheren Handelsschule und dem damit resultierenden Erwerb des erweiterten Realschulabschlusses wechselte er dann auf das Wirtschaftsgymnasium der BBS Cuxhaven, welches er 2006 mit dem Abitur verließ. Direkt im Anschluss leistete er einen 9-monatigen Wehrdienst beim Panzerartilleriebataillon 515 des Heeres in Kellinghusen (Schleswig-Holstein) ab. Darauf folgte dann eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann, welche er erfolgreich abschließen konnte. Dieser Tätigkeit geht er, neben der Musik, nach wie vor nach. Discografie 2009 Loz Tinitoz „Toxine“ (T-Recs Music), 2010 Loz Tinitoz „Herzsucht“ (ESL Entertainment)
Die Hohe Lieth ist ein in Nord-Süd-Richtung verlaufender Geestrücken, der die Landstriche "Land Hadeln" und "Land Wursten" geografisch voneinander trennt. Er erstreckt sich von Cuxhaven-Altenwalde bis Bremerhaven. Östlich der Endmoräne liegen die Hadelner Moore. Der höchste Punkt der Hohen Lieth, die Holter Höhe bei Altenwalde, liegt 30 Meter über NN. Dieser Geestrücken ist vor ca. 100.000 Jahren zum Ende der vorletzten Eiszeit entstanden. Liet(h) ist das alte plattdeutsche Wort für Abhang. Es kommt häufig in Orts-, Flur- und Familiennamen vor.
Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Der Hohlspiegel ist ein schüsselförmiger innenseitig verspiegelter Spezialspiegel; meist verwandt zur strahlförmigen Bündelung des Lichtes einer Lichtquelle (Scheinwerfer). Die verbesserte Ausführung ist der Parabolspiegel aufgrund seines höheren Wirkungsgrades. Dabei entspricht die Form des Hohlspiegels einer Kugelkalotte, also eines Kugelsegmentes, während der Parabolspiegel einer langgezogenen Kugelkalotte, also einer Parabel entspricht.
Die Städtische Bahn Cuxhaven war eine Straßenbahn in Cuxhaven. 1 Geschichte 2 Haltepunkte 3 Die Wagenhalle 4 Bilder 5 Weblink 6 Quelle Geschichte Da sich die Strecke im Besitz der Kriegsmarine befand und vom Hauptbahnhof am Fort Grimmerhörn vorbei zum Fort Kugelbake führte, wurde sie im Volksmund auch als Kanonenbahn bezeichnet. Die offizielle Bezeichnung war `Militär-Verbindungsbahn´. Die Bahn konnte lediglich vier Wochen lang genutzt werden. Die fünf Kilometer lange Strecke zwischen dem Fort Kugelbake und dem Bahnhof in Cuxhaven wurde 1891 zum Transport von Waffen und Munition gebaut. Im Jahr 1911 führte der Magistrat der Stadt erste Gespräche zwecks der Einrichtung einer Straßenbahn auf diesem Streckenabschnitt. 1912 wurden erste Verhandlungen mit der Marine durchgeführt. Da man die Verlegung eigener Gleise und die Einrichtung einer O-Busstrecke als zu teuer ansah, wurde die etwa 5 Kilometer lange Strecke zum Fort immer wieder in Betracht gezogen. Nachdem die Marine 1913 unter gewissen Auflagen gestattete einen Betrieb zuzulassen, beschloss der Magistrat mit großer Mehrheit die Straßenbahn einzuführen. Für den Betrieb waren zunächst gebrauchte Fahrzeuge vorgesehen. Diese Fahrzeuge wurden zwar elektrisch betrieben, waren aber für die Stromversorgung mit einem sogenannten Benzolmotor ausgestattet, welcher mittels eines Dynamos den Strom selbst erzeugte. Diese Art des Antriebs machte eine Oberleitung entbehrlich, wobei später die Möglichkeit bestanden hätte, die Triebwagen mit geringem technischen Aufwand auf Oberleitungsbetrieb umzurüsten. Drei 1912 bei van der Zypen & Charlier gebaute Motortriebwagen waren neu an die Schmöckwitz-Grunauer Uferbahn (bei Berlin) geliefert worden. Von dort aus gelangten sie nach Cuxhaven. Der Preis pro Triebwagen betrug 14.000 Mark. Zusätzlich wurden bei der Straßen-Eisenbahngesellschaft in Hamburg zwei Beiwagen in Auftrag gegeben, die in Falkenried gebaut wurden. Diese kosteten pro Stück 7.000 Mark. Der Benzolmotor des Triebwagens mit 30 PS bei 300 U/min im Leerlauf war direkt mit einer Dynamomaschine gekoppelt. Die maximale Geschwindigkeit betrug 30 km/h, das Höchstzuggewicht lag bei 30t (bei horizontaler Fahrt). Die Belastungskapazität war somit bei etwa 50 Fahrgästen erreicht. Der Bau für eine Wagenhalle wurde am 19. März 1914 ausgeschrieben. Die Genehmigung der Stadt Hamburg wurde am 5. Mai 1914 für eine Dauer von zehn Jahren erteilt. Ende Mai erhielt die Stadt auch die vorläufige Genehmigung durch das Militär. Im Vertrag wurde festgelegt, dass der Betrieb unverzüglich einzustellen sei, sobald die Marine Eigenbedarf anmeldete. Zudem wurde die Stadt verpflichtet die Abstell- und Ausweichgleise auf eigene Kosten zu errichten und die Unterhaltskosten zu 80% zu übernehmen. Die Eröffnung war für den Beginn der Badesaison geplant. Die Fahrzeuge trafen am 17. Juni ein und man begann am 24. Juni mit der Schulung der Fahrer. Die Probefahrt begann am 26. Juni [1]. Am 6. Juli 1914 um 6:22 startete auf einem Abschnitt der Straßenbahnbetrieb. Die Fahrzeit der Bahn betrug zwischen 13 und 15 Minuten. Sie hatte insgesamt 15 Haltepunkte. Am 2. August 1914 kam es bedingt durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges zur Einstellung des Betriebes. Nach Ende des Krieges fanden sich keine Interessenten mehr für die Wiederaufnahme des Betriebes. Am 19. Dezember 1919 wurde auf der Strecke eine Buslinie eingerichtet. Die Wagen wurden 1921 für 300.000 RM an die Moerser Kreisbahn verkauft. Der Motortriebwagen wurde 1952 nach einem Unfall stillgelegt und 1961 verschrottet. Die Bahn hatte in dieser Zeit 6.969,10 Reichsmark eingenommen und damit die Erwartungen übertroffen. Haltepunkte Neufelder Straße (Bahnhof), heute Kapitän-Alexander-Straße Deichstraße Friedrich-Carl-Straße Poststraße Catharinenstraße Marienstraße Grimmershörn Dohrmannstraße Adolfstraße Höpckestraße Prinzessinnentrift Mörserbatterie Kugelbake Die Wagenhalle In dem Buch "Bilder zur Geschichte des hamburgischen Amtes Ritzebüttel und der Stadt Cuxhaven", Ausgabe 1983, schreibt der damalige Stadtarchivar H.Borrmann: " Die Linie (Anm. Der Straßenbahn) begann in der Nähe des Bahnhofes an der damaligen Ostseite, heute Kapitän-Alexander-Straße, an der 25 m langen und 9 m breiten Abstellhalle, die heute noch von der Autofirma Rosener benutzt wird, verlief dann zur Deichstraße ...... Hier ist dem Stadtarchivar ein Fehler unterlaufen. Dieser mutmaßliche Fehler wurde im Laufe der Zeit zu einer unumstößlichen Tatsache. Selbst der namhafte Heimatforscher Peter Bussler hat die Aussagen Borrmanns ungeprüft übernommen. Ein aufmerksamer Leser der cuxpedia hat auf der Diskussionsseite den Anstoß gegeben hier weitere Informationen zu sammeln. Und tatsächlich handelt es sich bei der bisher gezeigten und inzwischen abgebrochenen Halle nicht um das ehemalige Straßenbahn-Depot. Vielmehr handelt es sich um eine Garagenanlage, die anstelle des Straßenbahngebäudes errichtet wurde. In den 1950er und 60er Jahren waren in dem Gebäude die grünen "Ameisen" untergebracht. Elektrisch betriebene Zugmaschinen, die Eis und Fisch durch die Fischhallen transportierten. Das Eiswerk am Alten Fischereihafen wurde in den frühen 1920er Jahren errichtet. Auf einem vom Wasserturm aus aufgenommenen Foto steht an der Stelle des von Borrmann als Straßenbahn-Depot bezeichneten Gebäudes eine im Fachwerk errichte Halle mit zwei hohen Toren. Ein Gleisplan zeigt die Zufahrt zu der Halle, die 1914 der Unterbringung der Straßenbahnfahrzeuge diente. Das Cuxhavener Adressbuch von 1938 bezeichnet das Gebäude als "Autoschuppen der Cuxhavener Fischmehl- und Dampftran-Werke". Gleichzeitig ist hier der Arbeiter Wilh.Strohsal mit Wohnsitz gemeldet. Ein Foto aus dem Ende der 30er Jahre zeigt die vermauerten Tore mit Fenstern. Ganz offensichtlich wurde dieser Fachwerkbau irgendwann zwischen den 1940er Jahren und 1950 abgebrochen und durch die Garagenanlage für die Elektrokarren ersetzt. Beim Abbruch der Garagenanlage im März 2020 war kein Fachwerk zu erkennen. Es kann sich also nicht um einen Umbau der ursprünglichen Halle gehandelt haben. Tatsächliche Straßenbahnhalle um 1920, passend zu dem Lageplan um 1935 um 1940 Lageplan mit Gleisverlauf, noch ohne Eiswerk Bilder Einer der drei Triebwagen in Moers, blau lackiert unter dem Namen ´Tilly´ Einer der Beiwagen in Moers 1947 ... und der zweite 1952 Kilometerstein 0,00 Richtung Kugelbake am alten Bahnhof Verlauf der Bahnstrecke Abzweig mit Weiche am Seedeich Gleise der Kanonenbahn am Haltepunkt Badehausallee Trasse der Kanonenbahn Weblink Geschichte der Städtischen Bahn Cuxhaven Quelle Hochspringen ↑ Zeitreise. 800 Jahre Leben in Cuxhaven Hrsg.: A. Stephainski - Cuxhaven: Cuxhaven-Niederelbe Verlagsgesellschaft, 2017 - 170 S. ISBN 978-3-944480-06-0
Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Der oder das? Hiesel ist eine parallel zum Strand verlaufende Wasserrinne. Will man also ins Watt gehen, so bekommt man zunächst einmal nasse Füße, bevor man auf das dann trockenere Watt gelangt. Der oder das Hiesel ist nicht überall vorhanden und es ist kein Priel.
Der Hochbunker an der Bleickenschule (Rathausplatz ) ist ein Bauwerk, das ursprünglich als Luftschutzbunker errichtet wurde. 1 Geschichte 2 Zukunft 3 Quellen: 4 Fußnoten 5 Karte Geschichte Nach schweren alliierten Luftangriffen während des II. Weltkrieges am 8./9. Mai 1941[1] und 11. Juni 1943 wurde festgestellt, dass man den Luftschutz für die Cuxhavener Bevölkerung bisher vernachlässigt hatte und begann Ende 1943 mit dem Bau des Hochbunkers. Hierfür wurde das "Bunkerprojekt Torfplatz" in Bremerhaven nach Vollendung des Erdgeschosses eingestellt[2] und die Baumaterialien nach Cuxhaven umgeschichtet. Hier wurde nun ein vierstöckiger Hochbunker, genannt "LS-Bunker Nr. 1", errichtet, der Mauerstärken von 200 cm und eine Dicke der Abschlussdecke von bis zu 300 cm aufwies. Ausgelegt war der Bunker für die Aufnahme von 2000 Personen. Die Fertigstellung des Bunkers verzögerte sich bis in das Jahr 1944. Obwohl der Innenausbau noch nicht abgeschlossen war, wurde er bei Luftalarmen von der Cuxhavener Bevölkerung genutzt. Gegen Kriegsende befand sich auch die Luftschutzzentrale in diesem Bunker. Nach dem Krieg diente der Bunker als Unterkunft für männliche Obdachlose, bevor er ca. 1949 entfestigt wurde, d.h., man sprengte u.a. Fensternischen in die Wände. Den Plan, den Bunker im Jahre 1951 zu einem Jugendheim umzubauen, musste man wegen Luftschutzanordnungen des Bundesinnenministeriums wieder fallen lassen. Im Mai 1964 begann man zu Zeiten des Kalten Krieges mit dem Umbau des Bunkers zu einem "Atombunker", der 1500 Cuxhavenern bis zu einem Monat Schutz vor den Folgen eines Atombombenabwurfes bieten sollte. Hierzu wurden auch die eingesprengten Fenster wieder geschlossen und der gesamte Bau verklinkert. Es dauerte aber bis in das Frühjahr 1971, bis das Bundesvermögensamt Cuxhaven (heute: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) das Bauwerk der Stadt Cuxhaven übergeben konnte. Zukunft Der Bunker ist heute in nicht mehr betriebsfähigem Zustand. Da das Gebäude bis zum März 2015 noch der Zivilschutzbindung unterlag und deshalb von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) verwaltet wurde, obwohl es im Eigentum der Stadt stand, hatte man sich entschlossen, zunächst einen Käufer für die Anlage zu suchen, der sie mietete, bis sie entwidmet wurde. Im April 2013 hatte die Fa. Rena Solartechnik & mehr GmbH das Gebäude mit dem Ziel des Eigentumerwerbs gemietet. Nach der Aufgabe der Zivilschutzbindung ist vorgenanntes Unternehmen seit dem 16. März 2015 Eigentümer des Objektes. Ab dem 1. September 2015 soll dort professionell Lagerraum zur Archivierung von Akten und Dokumenten, aber auch zur Einlagerung von Vermögenswerten angeboten werden. Quellen: Gerd Wildfang: Militärische Bauten der Festung Cuxhaven ab 1870 –eine Bestandsaufnahme-, Teil 2, Cuxhaven 2010 Michael Foedrowitz: Bunkerwelten, Luftschutzanlagen in Norddeutschland, Berlin 1998, ISBN 978-3895550621 Fußnoten Hochspringen ↑ Im Buch von Gerd Wildfang (s. Quellen) wird irrtümlich der 11. Mai genannt. Hochspringen ↑ Auf dem verbliebenen Erdgeschoss wurde später die Stadtbibliothek Bremerhaven errichtet. Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Wappen Karte Basisdaten Einwohner 292 - Stand 12.2006 Fläche 410 ha Ortsvorsteher Ernst-Ferdinand Heidtmann Postleitzahl: 27476 Telefonvorwahl: 04721 Holte-Spangen ist ein Ortsteil von Cuxhaven. 1 Lage 2 Geschichte 3 Name 4 Tourismus 5 Artikel der Kategorie Holte-Spangen 6 Bilder 7 Karte 8 Weblinks Lage Der Cuxhavener Ortsteil Holte-Spangen liegt am Ostrand des Endmoränenzuges Hohe Lieth und umfasst eine Fläche von ca. 410 ha. Geschichte Der Ortsname Holte wurde erstmals 1289 urkundlich erwähnt. Der Name Spangen wird erstmals im Jahre 1577 im Einkunftsregister von Heinrich Stange aufgeführt. Natürliche Grenze der beiden Dörfer ist der Spanger Bach, der in die Döser Wettern mündet. Die ersten Höfe siedelten sich in beiden Orten am Rande der etwa 5 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Geest an. Die Höfe standen auf trockenen Baugrund und befanden sich trotzdem in Grundwassernähe. Anfang des 17. Jahrhunderts standen in Spangen drei Höfe, für Holte werden drei Höfe und eine Kate angegeben. Noch bis ins 20. Jahrhundert hinein waren in beiden Orten nur wenige Häuser dazugekommen. Die neueren Ansiedlungen waren auf kleinere, voneinander isolierte Standorte verstreut. Ein Ortskern hat sich in beiden Orten nicht entwickeln können. Im Jahre 1873 haben sich die beiden Orte zum Gemeindeverbund Holte-Spangen vereinigt. Am 1. April 1937 wird Holte-Spangen dem Landkreis Hadeln als eigenständige Gemeinde zugeordnet. Am 1. Juli 1963 vereinigen sich Holte-Spangen und Sahlenburg zu einer Samtgemeinde. Am 4. Dezember 1969 stimmte die Gemeinde Holte-Spangen einem Grenzänderungsvertrag zu, wonach Holte-Spangen in die Stadt Cuxhaven eingemeindet wird. Am 11. Dezember 1969 wurde im Rathaus Cuxhaven der zum 1. Juni 1970 in Kraft tretende Grenzänderungsvertrag unterzeichnet. Seit dem 1. Juni 1970 gehören Holte-Spangen und Sahlenburg zur Stadt Cuxhaven Name Der Name Holte ist eine alte Bezeichnung für Holz bzw. Wald und erinnert daran, dass Holte früher ein großes Waldgebiet umfasste. Der Name Spangen ist dagegen nicht eindeutig geklärt. Am wahrscheinlichsten scheint, dass hierbei das Moor gemeint ist (spange, spang oder spong = Moor, Moder). Tourismus Geruhsamer Ort für Pferdefreunde. Informationen über den Verkehrsverein Holte-Spangen. Artikel der Kategorie Holte-Spangen Artikel und Dateien der Kategorie "Holte-Spangen" Bilder Stürke-Hof Karte Weblinks Homepage Holte-Spangen
Die Kapelle am Dohrmannplatz ist eine evangelische Kapelle in Duhnen. 1 Beschreibung 2 Gottesdienst 3 Bücherschrank 4 Weltladen 5 Karte 6 Quelle und Weblinks Beschreibung Cuxhaven und Umgebung ist eins von sechs Arbeitsgebieten der Hannoverschen Landeskirche, in dem für Urlauber besondere kirchliche Angebote gemacht werden. In Duhnen hat die Urlauber-Seelsorge in der Kapelle am Dohrmannplatz ihren zentralen Ort. Die Kapelle wurde 1953 in dem um ca. 1860 erbauten Diekmannschen Hof errichtet. Das Haus wurde im Jahr 1952 durch die Kirchengemeinde St.-Gertrud von der Witwe des letzten Besitzers Meeks erworben und zum kirchlichen Zentrum Duhnens ausgebaut. Im ehemaligen Vorderteil des Hauses wurde Platz für bis zu 120 Kirchenbesucher geschaffen, während im Hinterhaus 1962 zunächst ein Kindergarten eingerichtet wurde. Nach dessen Umzug 1993 hat hier ein Eine-Welt-Laden sein Domizil. Seit Mitte der 70er Jahre finden während aller Ferienzeiten des Jahres neben Gottesdiensten für Kinder und Erwachsene zusätzliche Veranstaltungen für alle Altersgruppen statt. Vorträge, Meditationen, Spiel- und Kreativangebote für die ganze Familie, Besinnungswege (Kleine Pilgerwanderungen), Gute-Nacht-Geschichten und Feste stehen jedem Interessenten offen. Am Sonntag, dem 5. Juni 2005, wurde mit einem Festgottesdienst bei der Kapelle am Robert-Dohrmann-Platz ein neuer Glockenträger nebst Glocke eingeweiht. Den Glockenträger hatte die Tischlerei Beckmann in Oxstedt hergestellt, und die fast 500 kg wiegende Glocke war aus Sinn in Hessen geliefert worden. Die oberste Beschriftung der Glocke lautet wie folgt: „Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist“. In der Mitte der Glocke steht: „In memoriam Ernst-Otto Metscher“. Auf dem unteren Glockenrand findet sich die Inschrift „Cuxhaven-Duhnen 2005“. Die Arbeit einer evangelischen Urlauberseelsorgerin wird ausgeführt durch Pastorin Maike Selmayr. Sie ist zu erreichen unter: Maike Selmayr Hinter der Kirche 18a 27476 Cuxhaven Tel.: 04721-6642799 mail: Maike.Selmayr@evlka.de Gottesdienst sonntags 11.00 Uhr Bücherschrank Aus dem offenen Bücherschrank vor der Kapelle können Bücher entnommen und nach dem Lesen zurückgestellt werden oder auch gegen andere Bücher durchgetauscht werden. Weltladen Der Eingang zum Weltladen neben der Kapelle Ganzjährig geöffnet: dienstags und mittwochs von 10 - 12 Uhr, donnerstags und freitags von 15 - 18 Uhr. Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. Quelle und Weblinks Die ev.-luth. Kirchen im Kirchenkreis Cuxhaven Urlauberseelsorge in Cuxhaven Programm der Urlauberseelsorge Cuxhaven 2014
Der jazz-circle-cuxhaven war eine Band aus Cuxhaven 1 Geschichte 2 Die Standard-Besetzungen 2.1 1956 „swingtett“ 2.2 1958 „discipuli jazz group“ 2.3 1960 “jazz-circle-cuxhaven“ 3 Plakate 4 Quelle Geschichte Der „jazz-circle-cuxhaven“ entstand 1960 aus dem „swingtett“ und der „discipuli jazz group“. Im Stile der damaligen Jazz-Szene spielten die Gruppen Dixieland nach ihren Vorbildern Chris Barber, Ken Colyer, Acker Bilk u.a. Die jungen Musiker waren zum größten Teil Schüler der Mittelschule und des Gymnasiums, gespielt wurde in traditionellen Besetzungen. Mit den zahlreichen Auftritten aller 3 Gruppen zwischen 1956 und 1963 auf Jazzband-Balls, Schulfesten, Seglerbällen und Riverboat-Shuffles verbinden viele Cuxhavener noch heute selige Erinnerungen an eine bewegte Teenagerzeit. Beliebt waren die Jazzveranstaltungen im „Busch“ (Waldschloß Brockeswalde), in der „ Sonne“ und auf den Fährschiffen „Niedersachsen“ (Elbe-Fähre) und „Seute Deern“. Als Übungsraum diente ein Kellerraum im Haus der Jugend. Die Standard-Besetzungen 1956 „swingtett“ Peter Koj, tp Uwe Haselhorst, cl Oscar Wulf, tb Wolfgang Neupert, g Helmut Schmidt-Sparr, p Ute Ullrich, b Günther Merten, dr. 1958 „discipuli jazz group“ Jens-Peter Riedel, tp Enno Kleinert, cl Manfred Richter, tb Heiner Kück, bj Rainer Raap, b Klaus Meyer, dr. 1960 “jazz-circle-cuxhaven“ Jens-Peter Riedel, tp Enno Kleinert, cl Ed Kröger, tb Ego Blum, bj Peter Locht, p Herbert Manthey, b Heiko Waller, dr. Uwe Haselhorst und Ed Kröger sind 2011 noch als Jazzmusiker aktiv, Ed Kröger hat sich als Jazzposaunist gemeinsam mit seinem Sohn Ignaz Dinné und seinem Quartett bzw. Quintett einen Namen gemacht. Plakate 15. Oktober 1960 7. April 1962 Quelle Enno Kleinert
Der Johann-Elfers-Helgen war eine Werft am Schleusenpriel Die "Johann-Elfers-Helgen" genannte Werft des Schiffszimmerers Johann Elfers befand sich mitten im Schleusenpriel. Sie war über eine Brücke vom Deich der Deichstraße her erreichbar. Hier begann Elfers am 28. August 1802 mit dem Bau von kleineren Schiffen. Der Werftplatz wurde 1816 von J.J. Dürels übernommen und wurde nach wechselvoller Geschichte zur Mützelfeldtwerft.
Am 10. März 1965 beschloß der Rat der Gemeinde Holte-Spangen, in Zukunft ein Wappen zu führen. Der Entwurf für dieses Wappen stammt vom Otterndorfer Heraldiker Prof. Albert de Badrihaye. Das neue Gemeindewappen wurde im Juni 1966 vom Regierungspräsidenten in Stade genehmig. Beschreibung In rot über grünem Schildfuß und silbernen Wellenbalken befindet sich ein aufgerichteter goldener Eichenstumpf mit zwei goldenen Blättern und einer goldenen Eichel. Begründung Rotes Feld und Eichenstumpf weisen auf Heide und Eichen hin, die den Ort Holte-Spangen umgeben. Der Wellenbalken symbolisiert den Spanger Bach, der grüne Schildfuß die Wiesen Wiesen des Ortes.
Unter Hochland versteht man den höher gelegenen Teil einer Fluss- oder Seemarsch. Zu Cuxhaven gehören die Hadeler Hochlandsgemeinden Altenbruch und Lüdingworth. Entstehung Die Gliederung der Marschen in Hochland und Sietland im Lande Hadeln ist die Folge unterschiedlicher Sedimentationsbedingungen. Trat bei Hochwasser bzw. Sturmfluten Wasser über die Ufer der Elbe, so verringerte sich naturgemäß die Fließgeschwindigkeit des Wassers. Sand und andere Partikel, die der Fluss mitgeführt hatte, setzten sich ab. Dort, wo wegen ausgedehnter Röhrichtfelder das Wasser fast zum Stillstand kam, setzte sich auch Ton ab. Vor der Errichtung der Deiche, hier insbesondere des Hadeler Seebandsdeiches, die letztlich diese Prozedur beendeten, erreichte das Hadler Hochland einen bis zu 5 km breiten Hochlandrücken. Dabei erreicht es eine Höhe von bis zu +1,5m NN. Ohne Deich hätte es bis zu +2,5m NN anwachsen können, wie z.B. im Außendeichsbereich von Balje und Krummendeich. Besiedlung Auf dem Hadelner Hochland wurde bereits im 1. bis 5. Jahrhundert eine Reihe von Dorfwurten errichtet, die auf einer Linie von Lüdingworth bis Belum verliefen. Ab etwa dem 8. Jahrhundert konnten auch im Norden dieser Linie auf neu angelandeten Gebieten Wurten besiedelt werden. Es waren die einheimischen Hochlandsiedler, die schließlich damit begannen, die ersten Ringdeiche im Lande Hadeln zu bauen, bevor im 12. Jahrhundert die so genannte „Hollerkolonisation“ begann, d. h., man holte sich mit Deichbau und Entwässerungstechnik erfahrene Holländer als Kolonisten ins Land. Mit der Eindeichung konnten die Wurten verlassen und das Land weitflächig besiedelt werden. In der Literatur ist heute nicht ganz eindeutig, wie die Kolonisation abgelaufen ist. Ein Teil der Forscher geht davon aus, dass die Marsch von der überflutungssicheren Geest aus in Etappen besiedelt worden ist. Andere Wissenschaftler bezweifeln dieses und glauben, die Holländer seien auf dem Wasserwege in das Land Hadeln gelangt und überall dort an Land gegangen, wo das Ufer für eine Besiedelung fest genug war. Dieses kann für z. B. für Altenbruch, Lüdingworth und Nordleda zu treffen, die nicht weit entfernt von alten Prielen liegen. So liegt Altenbruch am Rande des Hochwedelteils am Wedemstrom, Lüdingworth mit der St. Jacobi-Kirche in der Nähe eines Prieles, dessen Oberlauf der Westermoorstrom war und Nordleda in der Nähe eines Stromes, der heute der Oberlauf der Emmelke ist. Trifft diese Hypothese zu, so können diese Hochlandsgemeinden zeitlich parallel entstanden sein. Im Lande Hadeln hat sich früh eine besondere Form der Selbstverwaltung entwickelt. So gab es in jedem Kirchspiel einen Schultheißen, den u. a. Landschöffen bei seiner Amtsführung unterstützten. In dem Dreieck Altenbruch–Lüdingworth–Otterndorf trafen sich die Stände des Landes Hadeln auf dem Warningsacker, um Angelegenheiten des gesamten Landes zu beraten. Den ersten Stand bildeten dabei die Hochlandsgemeinden Altenbruch, Lüdingworth, Nordleda, Neuenkirchen, Westerende-Otterndorf und Osterende-Otterndorf. Diese Stände wurden im Grunde erst 1885 durch den Kreistag ersetzt. Quellen Karl-Ernst Behre: Kleine historische Landeskunde des Elbe-Weser-Raumes, Stade 1994, ISBN 3-980 1919-6-6 Lore Bierwirth: Siedlung und Wirtschaft im Lande Hadeln, Bad Godesberg 1967.
Johs. Oswaldowski war eine Essigfabrik in Cuxhaven. Die 1889 gegründete Firma zur Herstellung von Essig, Senf, Gewürzen, Sauerkraut, Gurken usw. wurde 1923 in die „Johs.Oswaldowski AG“ überführt. Die Cuxhavener Essigfabrik in der Neufelder Straße gehörte zu dem Stammbetrieb in Hamburg Altona. Nach dem ersten Weltkrieg plante Johs. Oswaldowski eine Essigfabrikation in Cuxhaven zu gründen, um dem steigenden Bedarf der damals aufblühenden Cuxhavener Fischindustrie befriedigen zu können. Dabei war die Errichtung eines aus Eisenbeten mit einem Füllvolumen von 450.000 Litern bestehenden Füllraumes vorgesehen. Die Gründung dieser Essigfabrik wurde von den Betrieben der Cuxhavener Fischindustrie begrüßt, weil hier nach Altonaer Vorbild neben dem „normalen“ Essig auch Spezialessige für die Fischverarbeitung hergestellt werden sollten – so zum Beispiel für Bismarckheringe, Bratheringe, Rollmops, Geleeheringe und viele andere. Unmittelbar vor der Grundsteinlegung der neuen Fabrik am 2. März 1924 stirbt Johannes Oswaldowski, die Vollendung seines Werkes bleibt seinen Mitarbeitern vorbehalten. Das Interesse an diesem Essigwerk verdeutlichen zwei Meldungen aus einer Verbandszeitschrift: 16. Mai 1924: Die seit 1889 bestehende bedeutende Essigfabrik Johs.Oswaldowski AG in Altona baut zur Befriedigung des steigenden Essigbedarfes der aufblühenden Fischindustrie in Cuxhaven dortselbst eine moderne Essigfabrik nach neuestem Verfahren.“ 5. Dezember 1924:Mit Rücksicht auf die außerordentliche große Besucherzahl von Interessenten anläßlich der Cuxhavener Eröffnungsfeier sieht sich die Firma genötigt, die Besichtigung auf 2 Tage zu verlegen. Am Freitag, dem 12. Dezember 1924 findet der Besuch der Herren von der Fischindustrie, der Banken, der Behörden und der Presse statt, am Sonnabend, dem 13. Dezember 1924 der Herren von der Essig- und Senfindustrie. Die „Johs. Oswaldowski AG“ wurde 2003 durch die Carl Kühne GmbH & Co. KG übernommen. Nachdem die ehemalige Essigfabrik in der Neufelder Straße lange Jahre leer stand, wurden die Gebäude zum Ende des Jahres 2020 abgebrochen. Bilder Aktie Adressbuch 1954 Firmenansicht Juli 2020 Firmenschild Essig-Anhänger Abbruch 2020
Karpfanger-Denkmal an der Hamburger Kersten-Miles-Brücke Berend Jacobsen Karpfanger (* vermutlich um den 21. November 1622 in Hamburg, † 10. Oktober 1683 vor Cádiz/Spanien) war ein Hamburger Konvoikapitän. Leben Karpfanger wurde 1622 als Sohn eines Hamburger Kapitäns und Reeders geboren. Als Konvoikapitän in Hamburger Diensten war es seine Aufgabe, die hansische Handelsschifffahrt vor Piraterie zu schützen. Zu diesem Zweck führte er zunächst das Hamburger Kriegsschiff "Kaiser Leopoldus". Im Jahre 1678 gelang ihm vor Cuxhaven die Aufbringung von fünf französischen Kaperschiffen. Dieses trug ihm die Ernennung zum Admiral ein. Später übernahm er das Kommando über die 1668 erbaute Fregatte `Wapen von Hamburg´. Sie war eigens erbaut, um den Schutz des Hansehandels auch auf das Mittelmeer ausdehnen zu können, insbesondere zum Schutz vor den Barbaresken (Marokko, Algier, Tunis, Tripolis). Während seiner 11. Konvoifahrt brach während der Liegezeit im Hafen von Cádiz aus ungeklärter Ursache ein Brand im Bug der Fregatte aus, der am 10. Oktober 1683 mit einer Explosion der Pulverkammer endete. Admiral Karpfanger, der sich geweigert hatte, das Schiff zu verlassen, und 64 Mann der 230 Mann Besatzung fanden dabei den Tod. Karpfanger wurden alle Ehren der im Hafen liegenden Schiffe zuteil. Er wurde mit großer Zeremonie auf dem Cádizer Fremdenfriedhof Puntales beerdigt. Würdigungen Zu Ehren Karpfangers ließ König Karl II. von Spanien ein Monument errichten, welches nach 125 Jahren im Jahr 1808 einer Festungserweiterung der Franzosen zum Opfer fiel. In Cuxhaven wurde die Karpfangerstraße nach ihm benannt. Das erste, am 1. Juli 1893 vor Cuxhaven in Dienst gestellte Lotsendampfschiff erhielt den Namen "Capitain Karpfanger".
1 Anschrift 2 Johannes-Kirche 3 Gottesdienst 4 Glockenturm 5 Kletterprojekt Anschrift Johannes-Kirche -Kirchenbüro- Nordheimstraße 26 27476 Cuxhaven-Sahlenburg Telefon: 04721 - 201201 Weblink Johanneskirche Johannes-Kirche Der Anfang der Sahlenburger Kirche war ein Anfang mit Hindernissen. Die Kirche, die ursprünglich nur ein Gemeindehaus mit Gottesdienstraum war, wurde am 12. August 1939 eingeweiht, wenige Tage vor Beginn des 2. Weltkriegs. Schon ein Jahr später wurde der Gemeinderaum von der nationalsozialistischen Organisation Todt beschlagnahmt und genutzt. Erst 1946 konnte ein neuer Anfang gemacht werden. Nach und nach entstanden weitere Räume um die Kirche. 1969 wurde die Sahlenburger Gemeinde selbstständig. Die Besonderheit der Sahlenburger Kirche sind die Teppiche, die an Altar und Kanzlei hängen, die so genannten Antependien. Sie wurden entworfen und handgestickt von Pastor Gunter - Ortwin Kühnel (von 1969 bis 1989 in Sahlenburg). Für alle Feste und Zeiten des Jahres gibt es eigene Antependien in einer traditionellen Farbsymbolik. So hängen zum Beispiel in den Sommermonaten in evangelischen Kirchen Antependien in Grün, der Farbe des Wachsens und Gedeihens. Das weist auf die Bibeltexte jener Sonntage hin, die vom Hineinwachsen ins Vertrauen von Gott erzählen. Die Antependien wollen auf ihre Weise eine Hilfe für das Hören und Erleben des Gottesdienstes sein. Gottesdienst Sonntags, 09.30 Uhr. Glockenturm Nach dem Zweiten Weltkrieg bemühte sich der damalige Pastor H.Buck um eine Glocke und einen Glockenturm für die Kirche seiner Gemeinde. Die erste Sahlenburger Glocke war eine Leihgabe aus Döse: die alte Döser Gebetsglocke war durch einen Orkan herabgestürzt und lagerte ungenutzt in einem Vorraum der Döser Kirche. Diese Glocke wurde 1947in einen einfach gebauten Holzturm gehängt. Es gab eine "Glockenordnung": Jeden Abend um 18 Uhr läutete die Glocke zum Abendgebet, Heimkehrer aus Kriegsgefangenschaft wurden mit einem Glockengeläut um 11 Uhr willkommen geheißen, bei Todesfällen erklang die Glocke um 13 Uhr. Im Jahre 1966 wurde ein neuer Glockenturm in Stahlbauweise errichtet. Die Döser Glocke wurde zurückgegeben. Das neue Geläut besteht aus drei Glocken, von denen die kleinste Glocke durch die Gemeinde selbst bezahlt werden konnte. Zwei größere Glocken erhielten die Sahlenburger als Geschenk von der Martinskirche aus Hamburg-Horn. Die Glockenweihe fand am 3. April 1966 statt. Erster Glockenturm von 1947 Glockenturm 2009 Kletterprojekt Bis zu 75 leichte bis schwere Kletterrouten können an einer besonders hergerichteten Kletterwand innerhalb des Kirchengebäudes begangen werden. Bei entsprechender Witterung wird im Außengelände die Möglichkeit des Kistenklettern, des Begehen einer Slackline und andere Aktivitäten geboten. Die Möglichkeiten der Teilnahme bestehen -nach Voranmeldung- auch für Gruppen. Informationen und Anmeldung über: www.klettern-cuxhaven.de.
Häuser in der Meyerstraße Die Kapitänshäuser sind eine Häuserzeile in der Meyerstraße. Bei der Entstehung des Cuxhavener Seefischmarktes wurden für die Ansiedlung der Fischer aus Hamburg-Finkenwerder Häuser in der Meyerstraße vorgesehen. Das Gelände zum Bau der Einzel- und Doppelhäuser wurde vom Hamburger Staat zu günstigen Bedingungen zur Verfügung gestellt. Da die meisten Finkenwerder Fischer eine Übersiedlung nach Cuxhaven ablehnten, übernahmen nach Cuxhaven übergesiedelte Kapitäne der 1908 gegründeten Cuxhavener Hochseefischerei AG die Häuser in der Meyerstraße.
Mit Kardinalsystem bezeichnet man in der Schifffahrt ein System zur Kennzeichnung von Hindernissen oder Untiefen mittels richtungsbezeichnender Seezeichen. Dabei werden Tonnen (auch Untiefentonnen, Kardinaltonnen, Wracktonnen oder Gefahrentonnen genannt) oder Baken verwendet. Der Bereich um das Hindernis wird in vier Quadranten aufgeteilt, die jeweils einer Himmelsrichtung entsprechen. Der jeweilige Quadrant wird durch eine Kardinaltonne markiert, deren Kennzeichnung angibt, wo das Hindernis relativ zu ihr liegt und an welcher Seite sie also zu passieren ist. In der Praxis ist zu beachten, dass nicht alle vier Quadranten bezeichnet sein müssen. Farbgebung und Toppzeichen Kardinale Seezeichen haben zwei kegelförmige Metallformen als Toppzeichen und sind waagerecht schwarz-gelb gestreift. Norden: schwarz-gelb; beide Kegel zeigen nach oben Osten: schwarz-gelb-schwarz; beide Kegel stehen mit der Basis zueinander Süden: gelb-schwarz; beide Kegel zeigen nach unten Westen: gelb-schwarz-gelb; beide Kegel stehen mit der Spitze zueinander Befeuerung Als Befeuerung können Kardinaltonnen ein weißes Funkellicht mit 60 Blitzen pro Minute (Abkürzung: Q - quick) oder schnelles Funkellicht mit 120 Blitzen pro Minute (Abkürzung: VQ - very quick) tragen. Die Lichtintervalle geben ebenfalls den Quadranten an. Die Kennung der Tonne im Nordquadranten ist ein nicht unterbrochenes Funkellicht. Die Lichtzeichen der Tonnen der übrigen Quadranten entsprechen den Ziffern auf einer Uhr, d. h.: Ost: Gruppen von 3 Blitzen, Süd: Gruppen von 6 Blitzen und ein Blink, West: Gruppen von 9 Blitzen. (Der Kennung für den Südquadranten wird zur Hervorhebung ein zusätzlicher Blink beigefügt.) Zur besseren Unterscheidung werden nahe beieinander liegende Hindernisse abwechselnd mit Q oder VQ befeuert. Siehe auch Die Kennzeichnung von Fahrwassern mit einer seitlichen Betonnung erfolgt nach dem Lateralsystem.
Eduard Wilhelm Karstens (*14. Oktober 1883 in Ritzebüttel, †1961 in Cuxhaven) war Landwirt und Schultheiß. Karstens wurde auf dem Karstenshof, einem ehemaligen Meierhof des Schlosses Ritzebüttel, geboren. Es war eines von drei Vorwerken im Bereich des heutigen Ritzebütteler Marktplatzes. Nach dem Tod seines Vaters im Jahre 1910 wurde er Erbe und letzter Eigentümer des Hofes, der 1955 als letzter der drei eingeebnet wurde. 1927 wurde Karstens als Nachfolger von Richard Tamm (Tamms Hof, Groden) zum Schultheißen von Groden und Ritzebüttel ernannt. Er bekleidete das Amt bis zum Zusammenschluss der örtlichen Deichverbände zum Deich- und Schleusenverband Cuxhaven im Jahre 1958. Nach Karstens ist der Eduard-Karstens-Weg in Groden benannt.
Der Johann-Menke-Stieg ist ein Weg im Wernerwald. 1 Geographische Lage 2 Herkunft des Namens 3 Bebauung 4 Karte 5 Literatur Geographische Lage Der Johann-Menke-Stieg verläuft von der Nord-Ost-Ecke zur Mitte des Wernerwaldes. Herkunft des Namens Benannt nach dem Vorarbeiter während der Aufforstung und späterem Forstaufseher des Wernerwaldes Johann Menke (1856-1940). Bebauung Keine Bebauung, es handelt sich um einen Fußweg durch den Wernerwald. Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. Literatur Günter Wolter: Die Cuxhavener Straßennamen; ISBN-Nr: 3-928327-51-8
Hermann Honnef (* 19. Juni 1878 auf Grafenwerth, einer Rheininsel in Bad Honnef; † 30. Juli 1961 in Rheinbrohl) war ein deutscher Erfinder und Windenergiepionier. 1 Leistungen 2 Würdigung 3 Literatur und Quellen 4 Weblinks Leistungen Honnef projektierte in den 1930er Jahren riesige Windenergieanlagen. Diese sollten bis zu 500 m hoch gebaut werden und 3 gegenläufige Windrotoren von 160 m Durchmesser tragen. Sie sollten eine Leistung von 20 MW bei 15 m/s Windgeschwindigkeit erzeugen. Die Anlagen sollten so hoch gebaut werden, da sich Honnef davon höhere Windgeschwindigkeiten versprach. Gegenläufigen Rotoren sollten durch die höhere Relativgeschwindigkeit zwischen Rotor und "Stator" eine höhere Induktion als bei konventionellen Generatoren erzeugen. Die bei so riesigen Durchmessern einzuhaltenden Toleranzen verdammten diese Idee in den Bereich der Konzepte. Heute baut die Firma Enercon Ringgeneratoren bis zu einem Durchmesser von 7 m, was als gerade noch beherrschbar gilt. Würdigung Für seine Verdienste um die Nutzung der Windkraft zur Energiegewinnung erhält er am 16. Juli 1952 DAS GROSSE VERDIENSTKREUZ des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Honnef ist Namensgeber für die Hermann-Honnef-Straße. Literatur und Quellen Wolfgang Altendorf: Hermann Honnef. Sein Leben. 1986, ISBN 3-92106119-9 Matthias Heymann: Die Geschichte der Windenergienutzung 1890 - 1990. Campus Verlag, Frankfurt 1995 Heiner Dörner: Gutachten über die Windkraftwerke nach Hermann Honnef. Zentralstelle für Luft- und Raumfahrtdokumentation und -information, 1977 Wolfgang Altendorf: Windkraftnutzung mit Getriebeloser Turbine - der Honnef-Ringgenerator'. Technologische Publikationen der Altendorf-Kulturstiftung Freudenstadt Weblinks die ehemalige Versuchsanlage in Bötzow virtuelles Brückenhofmuseum - Hermann Honnef
Seekartennull (SKN), nicht zu verwechseln mit Normalnull (NN), ist die Nullfläche, auf welche die Tiefenangaben einer Seekarte bezogen sind. Bis 2005 niedrigster im normalen Ablauf zu erwartender Wasserstand. Dieser entspricht traditionell dem mittleren Springtiden-Niedrigwasser (MSpNW). Der Höhenunterschied zwischen diesem Normalnull und dem Seekartennull ist entlang der Küste von Ort zu Ort verschieden und liegt für Cuxhaven 2,1 m unter Normalnull. Seit 2005 wurde für mehrere Nordseeanrainer das K. neu definiert. Es bezeichnet seitdem den `niedrigst möglichen Gezeitenwasserstand´ (lowest astronomical tide (LAT)). D. h., es wird nicht mehr das mittlere, sondern der Extremwert des SpNW angenommen.
Johannesbrunnen, Brunnenstube von Westen gesehen Kartenauschnitt der Wingst mit Lage des ehem. Johannesbrunnen Der Johannesbrunnen ist ein ehemaliger in der Wingst gelegener Heilbrunnen. 1613 erwähnt ein Superintendent Rothbart erstmals den westlich am Fuß des Solerberges gelegenen Brunnen, auch Jehannisbrunnen genannt. Seine Wirkung muss weit bekannt gewesen sein, denn er wurde besucht aus Hamburg, Hannover, Celle, Braunschweig, Magdeburg. In der Hauptsache natürlich aus dem Raum Hadeln. Der Dichter Nicolaus Bär (s.u.) erwähnt sogar Kunden aus Holland und England, was aber möglicherweise Dichtung ist. Leider soll auch so mancher durch das Trinken des eiskalten Wassers zu Tode gekommen sein. Dem Wasser wurde Heilung bei leiblicher Krankheit, sowie auch bei Besessenheit durch den Teufel zugesagt; natürlich hauptsächlich in der Johannesnacht. Besonders da war der Andrang teilweise so groß, dass es regelmäßig Verletzte durch Raufereien gab, sodass Nummernkarten ausgegeben werden mussten. Ja es wurde sogar ein Aufseher abgestellt, um für Ordnung und Reihenfolge zu sorgen. Wahrscheinlich war das ganze recht lukrativ. Im Jahre 1712 kosteten "12 Boutiellen einen Schilling und 2 bis 3 Quartier vier leichte Pfennige". Am Brunnen wurde vom Cadenberger Pastor Andacht gehalten. Der letzte soll Pastor Olbers, 1599 - 1616 gewesen sein. Nach 1820 ist der Brunnen versiegt. Man vermutet heute, dass er sich nach der Sturmflut vom 3./4. Februar 1825 gemeinsam mit noch zwei anderen Brunnen in Ellerbruch verabschiedet hat. Vor der Sturmflut hatte es tagelang geregnet. Der Druck dieser Wassermassen auf den durchnässten Boden könnte Erdverschiebungen zur Folge gehabt haben. Vor 1950 war lt. Augenzeugenbericht die Quellfassung gemauert und mit einer hölzernen Überdachung versehen. Heute findet sich die Brunnenstube nur noch als Vertiefung im Gelände, ähnlich einem kleinen Krater. Der Dichter Nicolaus Bär, geboren 1639 in Oppeln, heute Wingst, lebte später in Bremen als Domkantor. Er veröffentlichte 1705 in der "Gottgeheiligten Brunnen-Andacht" unter anderem ein Gedicht über den Johannisbrunnen: Der Brunn im Herzogthum / der in der Wingst entsprungen Ist längst mit seinem Ruhm durch manches Land gedrungen Es ist ein süßer Brunn bey dem ein blinder Mann In heißer Sommer-Zeit die Bet-Stund stellet´ an. Die Predigt / die er hatt´ in Baßbeeck eingenommen Die wiederholet´ er daselbst / zu seinem Frommen Ohn Anstoß hielt er sie / und zwar von Wort zu Wort Samt Disposition, an diesem Brunnen-Ort. Von Holland / England / da kamen Patienten Zu brauchen sich der Cur, des Wassers Elementen Die Krüppel ihre Krück´ am Brunnen ließen stehn Als sie gesund und frisch von dannen können gehn.
Haus Continental mit Penthouse und Restaurant Das ehemalige Hotel Continental ist ein Gebäude auf dem Deich am Ewerhafen. An der Stelle, an der sich heute das Gebäude Haus Continental befindet, stand ursprünglich ein Wirtshaus, Schifferhaus genannt. Im Giebel des Hauses sollen zwei eiserne Kugeln gesteckt haben, die von einer englischen Beschießung im Jahre 1810 herrührten. Bis 1845 wird J.J. Schlehbohm als Besitzer genannt. Ihm folgte 1849 August Dölle und 1873 eine für die Eisenbahn- und Hafenpläne aktive Immobiliengesellschaft. Im Jahre 1884 erwarb der ehemalige Kapitän, Schiffseigner und spätere Gemeindevorsteher Cuxhavens, Sede Balsen, das Haus. Nach dem Abriss des Hauses im Jahre 1886 ließ Sede Balsen das Hotel Continental errichten. Das Haus wurde am 28. September 1886 eingeweiht und bis 1900 von Sede Balsen geführt. Das Hotel Continental war eines der größten am Platze. Es hatte 48 Gastzimmer und war im Sommer meistens bis auf den letzten Platz belegt. Wenn sonntags die Ausflugsdampfer aus Hamburg kamen, hatte Sede Balsen nicht selten 200 bis 300 Personen zu Tisch. Im Februar 1901 verkaufte Sede Balsen das Hotel an einen Herrn Ohlsen aus Helgoland, der das Haus im Jahre darauf mit einer neuen Veranda umgab. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Hotel Continental an die Stadt Cuxhaven verkauft und von dieser an die neu gegründete Siedlungsgenossenschaft Cuxhaven übergeben, welche dort Wohnungen für Fischdampferkapitäne und Lotsenfamilien einrichtete. Die 1902 errichtete Veranda wurde bei dem Umbau wieder beseitigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg verfiel das Gebäude, bis die Siedlungsgesellschaft Cuxhaven AG in den Jahren 2007-2008 das Gebäude grundlegend sanierte, mit einem Penthouse aufstockte und wiederum mit einer Veranda versah, in der ein Restaurant eröffnete. Nunmehr hört das Haus auf den Namen `Haus Continental´. Bilder um 1900
Der Sendemast Holter Höhe 2008 Die Holter Höhe ist mit 29 m über NN die höchste Erhebung der Gemarkung Holte-Spangen und Teil der Hohen Lieth, einem Geestrücken zwischen Cuxhaven und Bremerhaven. Lage Die Holter Höhe liegt im Südosten von Holte-Spangen an der Grenze zur Gemarkung Altenwalde. In älteren Karten bezieht sich der Begriff Holter Höhe auf einen trigonometrischen Punkt, der gleichzeitig Grenzstein zwischen preußischem und hamburgischem Gebiet war. Geschichtliches Während des zweiten Weltkrieges befand sich auf der Holter Höhe ein Scheinwerferstand der Marineflak. Am 1. Juli 1949 richtete die Küstenfunkstelle Elbe-Weser Radio an dieser Stelle eine Peilfunkstelle ein, die sich bis dahin auf der Insel Neuwerk befunden hatte. Diese Peilfunkstelle wurde bereits 1952 in das Pferdemoor ( Marine-Peilfunkstelle Altenwalde ) bei Altenwalde verlegt. Die Küstenfunkstelle Elbe-Weser Radio betreute auch eine Richtfunkanlage für die Insel Helgoland, die in Räumen der ehemaligen Peilfunkstelle auf der Holter Höhe untergebracht worden war. Im August 1959 wurde mit dem Bau eines über 100 m hohen Fernmeldeturms begonnen. Dieser hat am 1. April 1961 den Betrieb für den Seefunkdienst und den Richtfunkdienst aufgenommen. Mit einer zusätzlich montierten Fernsehantenne wurde am 1. April 1963 mit der Übertragung des ZDF begonnen. 1977 erwarb der Nordwestdeutsche Rundfunk eine Teilparzelle aus dem Postgrundstück und stellte dort die Sender für das Erste und Dritte Fernsehprogramm auf. Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Für kurze Zeit fuhr ein Hovercraft von Cuxhaven über die Elbe nach Büsum und Sankt-Peter-Ording. 1965 hat die Cuxhavener Reederei Cassen Eils zusammen mit der HADAG ein Luftkissenboot für den Liniendienst nach Büsum und St.-Peter-Ording gechartert. Das englische Hovercraft fuhr vom 14. Juli bis 14. August 1965 von der Grimmershörnbucht aus über die Elbe. Die Fahrtzeit nach St.-Peter-Ording betrug 25 Minuten. Das Hovercraft "Westland" vom Typ SRN5 konnte bei 11,6 m Länge 17 Passagiere mit einer Geschwindigkeit von bis zu 130 km/h befördern. Kapitän Wilhelm Wohlers hatte eigens für dieses Luftkissenfahrzeug in England einen Pilotenschein erworben. Rund 2.500 Passagieren haben im Juli/August 1965 das völlig neue Fahrgefühl über das Wasser kennengelernt. Das Luftkissenfahrzeug flog dabei quer über das Watt des heutigen Nationalparks Wattenmeer. Nach anfänglicher Begeisterung häuften sich die Beschwerden von Cuxhavener Bürgern und Urlaubern über eine nicht unerheblicheLärmbelästigung (gemessen wurden 106 Phon). Nach dem das Luftkissenboot bei einem Unfall auf Norderney nicht unerheblich beschädigt wurde, rückte Reeder Cassen Eils von seinen Luftkissenboot-Plänen ab. In den 1980er Jahren wurde noch einmal über eine Hovercraft-Fährverbindung zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel diskutiert. Die "British Hovercraft Corporation" (BHC) präsentierte in der Grimmershörnbucht das 80-sitzige Luftkissenboot "RESOLUTION". Das neue Fahrzeug, welches normalerweise zwischen Portsmouth und der Isle of Wight eingesetzt war, war nicht lauter als ein Lastkraftwagen. Mehr als 500 Cuxhavener nutzten die Chance zu einer kurzen Fahrt in die Elbmündung. Zu einer Fährverbindung nach Brunsbüttel mittels Hovercraft kam es jedoch nicht.
Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Diese Seite listet die diversen Cuxhavener Kasernen und die dazugehörigen Einrichtungen auf. Kasernen 1892 Seedeichkaserne, westlicher Gebäudekomplex, so genannte `Bretterkaserne´ 1905 Kleine Wetternkaserne 1906 Große Wetternkaserne, `Minenwerferkaserne´ 1908 Grimmershörnkaserne 1909 Kiautschou-Kaserne 1938 Minensucherkaserne 1956 Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne Bauten und Einrichtungen 1879 Fort Kugelbake 1890 Schießstand Sahlenburg 1898 Militär-Badeanstalt 1900 Kath. Garnisonkirche 1900 Marine-Lazarett 1905 Fort Grimmerhörn 1905 Fort Thomsen 1906 Wirtschaftsgebäude 1908 Exerzierhalle mit Büchsenmacherei zur Grimmershörnkaserne 1908 Minendepot Groden 1908 Stabsgebäude mit Offizierskasino, Kegelbahn und Teehaus am Seedeich 1909 Offiziershäuser zur Kiautschoukaserne 1909 Exerzierhalle zur Kiautschoukaserne 1911 Ev. Garnisonkirche 1911 nördl. Wachhaus am Schießstand Sahlenburg 1913 Unteroffiziers-Wohngebäude zur Grimmershörnkaserne 1914 Arrestgebäude 1935 Minendepot Oxstedt
(Weitergeleitet von Karweel) Bei der Kraweel-, auch Karweelbauweise werden Bretter oder Planken glatt Kante an Kante gesetzt. Gegenstück hierzu ist die Klinkerbauweise, in der die Planken überlappend gesetzt werden, um dann im Querschnitt ein Sägezahnmuster zu ergeben. Außerdem bezeichnet die Kraweel oder Karweel einen Segelschiffstyp, im Spanisch-Portugiesischen Karavelle (Caravelle)genannt. Dieser wurde im Gegensatz zum nordischen klinkerbeplankten Schiff glattwandig, also kraweel beplankt.
a) In den letzten Jahren untergegangene Hallig im Dänischen Wattenmeer im Dreieck zwischen Sylt, Röm und dem Festland. b) Naturschutzverband, hauptsächlich tätig um Deutschen Küstenraum, auf Inseln und Halligen.
Das Hotel Zur Sonne war ein Hotel in der Nordersteinstraße. Im Jahre 1920 erwirbt die Familie Opitz das "Gasthaus zur Sonne" von der Witwe Behncke. 1926 wird es von Josef Donner übernommen und 1927 durch den Architekten Noris erheblich verändert. Die Vorderfront wird etwa 2,5 m zurückverlegt und völlig neu gestaltet. Der große Saal wird vergrößert, es werden Versammlungsräume und Hotelzimmer vorgesehen. Bis zum Zweiten Weltkrieg dient es häufig als Gesellschaftshaus für Versammlungen, Kundgebungen und Veranstaltungen jeder Art. Von 1945 bis 1947 wird es von der Britischen Armee besetzt, anschließend wieder eröffnet. Nachdem am 4. Mai 1949 der Saal abbrennt, wird er neu aufgebaut und das Haus zum Bürohaus aufgebaut, welches 1951 von der Stadt gekauft wird. 1956 wird es nochmals vom Pächter Wilhelm Friedrich renoviert und 1969 dann verkauft und abgerissen. Friedrich Wilhelm war zugleich Pächter vom Strandhaus Döse An seiner Stelle steht heute ein Kaufhaus der Firma Woolworth. Bilder Ende des Hotels "Zur Sonne"
Heinrich Hübbe (* 23. September 1803 in Hamburg; † 1. Juni 1871 ebenda) war ein deutscher Wasserbau-Ingenieur und hamburgischer Baubeamter und als solcher auch für den Cuxhavener Hafen zuständig. Hübbe war Schüler und seit 1837 Nachfolger des Wasserbaudirektors Reinhard Woltman. Ihm verdankt Hamburg die ersten wesentlichen Erweiterungen und Verbesserungen seines Hafens, die Pläne zum Wiederaufbau der im Jahr 1842 durch Brand verwüsteten Stadt und deren Ausführung sowie die Organisation und Hebung seines Wasserbauwesens. Hübbe berichtete 1845 über das Fassungsvermögen der Cuxhavener Hafen. Er stellte fest, dass im Quarantänehafen 17 Schiffe untergebracht werden können. An der Alten Liebe ließen sich zwei Dampfschiffe festmachen und im Haupthafen konnten 30 Schiffe Platz finden. Alles in allem gab es im Cuxhavener Hafen also Platz für knapp 50 Schiffe. Da im Winter deutlich mehr Schiffe Schutz suchten, müsste der Rest unter großen Schwierigkeiten ostwärts des Hafens an Land geholt werden und der Rest auf See kreuzen. Diese Zustände hielt Hübbe für unhaltbar und legte dem Hamburger Senat seine Vorschläge für ein umfangreiches Hafenbauprogramm vor. Sein Plan umfasste drei Ausbaustufen. Als erste Stufe sollte der alte Tidehafen erweitert und verbessert werden, sodass 90 Schiffe hier Platz finden könnten. Kleinschiffe sollten im Spülbassin Platz finden. Die zweite Stufe war ein Dockhafen mit einer Kammerschleuse von 160 x 48 Fuß (ca. 15 m), mit Zufahrt neben der alten Hafeneinfahrt. Als dritte Baustufe sollte ein zweiter Dockhafen und ein weiterer Tidehafen in der Grimmershörnbucht entstehen. Die Zufahrt sollte sich nahe der Kugelbake befinden, der Hafen sollte 140 großen Schiffen Platz bieten.
Das Jugendfreizeitheim Berensch war eine Veranstaltungs-Einrichtung des Landkreises Stade. Anschrift Dünenhof Gruppenhäuser In den Dünen 4 27476 Cuxhaven Tel.: 0 47 23 / 71 23-0 Beschreibung Im Jahre 1961 richtet der Landkreis Stade in den Berenscher Dünen neben dem Posterholungsheim eine Jugendfreizeitstätte ein. Wurden die Kinder und Jugendlichen zunächst bis 1963 in Zeltlagern untergebracht, so entschloss man sich schon bald, feste Bauten als Unterkünfte zu erstellen. Entgegen normaler Gepflogenheiten wurde Bauabschnitt für Bauabschnitt einzeln geplant. Im Mai 1966 hatte man 2,5 Mio. DM verbaut. Entstanden war ein Gemeinschaftshaus mit mehreren verschieden großen Veranstaltungsräumen, sowie einer großen Einganghalle mit fester Bühne, die durch verschiebbare Abtrennungen zu einem geschlossenen Saal umfunktioniert werden kann. Dazu gemütliches Lese- und Kaminzimmer. Des Weiteren finden sich im Keller Werk- und Bastelräume, sowie großzügige Wasch- und Duschräume. Sodann beherbergt das Haus eine Großküche und einen Speisesaal. Dazu die Verwaltungsräume und die Unterkünfte der Mitarbeiter. Die Ausstattung der Besucherräume ist gemütlich und ansprechend, zumeist in Holz gehalten. In der Eingangshalle befinden sich Fellsessel. Neben dem Hauptgebäude wurden sechs Unterkunftshäuser, sowie drei einfache Hütten erbaut. Die Häuser jeweils ausgestattet mit vier Schlafräumen auf zwei Etagen, Wasch- und Toilettenräumen, sowie einem separaten Gruppenleiter-Wohnraum. Im vorderen voll verglasten Teil jedes Hauses ein großer Raum als Gruppenraum. Die Hütten sind ausschließlich als Schlafräume ausgestattet. Insgesamt fassen die Unterkünfte bis 170 Gäste. Abgesehen von der verbindenden Eingangshalle sind die Häuser durchgehend als Nurdachhäuser gebaut, die sich besonders gut in die umgebende Landschaft einpassen. Im vorderen Bereich der Anlage wurde eine Plastik des hamburger Künstlers Arno aufgestellt. Im Außenbereich wurde ein `Betongarten´ mit Springbrunnen und Tischtennisplatte angelegt. Außerdem fehlt natürlich auch der obligate Fußballplatz nicht. Unter der Obhut des Heimelternpaares Wiener findet hier von Anbeginn ein reges Treiben statt. Belegt mit Kindern und Jugendlichen jeden Alters finden hier Veranstaltungen jeglicher Art statt. Angefangen von Kinderlagern über Klassenfahrten und Vereinsfreizeiten bis zu Schulungsveranstaltungen verschiedenster Couleur. Ehemals weitgehend freistehend in der Küstenheide ist es heute von Wald umgeben. Zu Beginn der 1980er Jahre wurde die Anlage abgetreten an die Cuxhavener `Weggemeinschaft e.V.´, die sie als `Dünenhof´ in gleicher Weise unter christlicher Leitung weiterführt. Weblink Homepage Dünenhof
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Hülsmeyer, Christian Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Christian Hülsmeyer (* 25. Dezember 1881 in Eydelstedt, Niedersachsen; † 31. Januar 1957 in Ahrweiler) gilt als der Erfinder des Radars. Die Christian-Hülsmeyer-Straße ist nach diesem Erfinder benannt.
Die Monsterwelle, auch `Freakwave´ oder im nautischen Sprachgebrauch `Kaventsmann´ genannt, ist eine weit überdimensionale Wellen-Einzelerscheinung. 1 Allgemein 2 Erscheinungsformen 2.1 Der Kaventsmann 2.2 Die Drei Schwestern 2.3 Die Weiße Wand 3 Weblinks Allgemein Über Jahrhunderte wurden von Seeleuten `Wellenriesen´ erwähnt, die keine Probleme haben ein komplettes Schiff mit einem Schlag zu zerschlagen oder unter Wasser zu reißen. Noch in den siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts, als 1978 bei einem der bekanntesten deutschen Schiffsunglücke die moderne `MS München´ nahezu schlagartig unterging, hatte man dafür keine Erklärung. Erst massivere Forschungen seit Mitte des letzten Jahrhunderts und Feststellungen an einem gefundenen Rettungsboot ließen eine Erklärungslösung in Richtung Riesenwelle aufkommen. Sie kann auf allen Ozeanen plötzlich auftreten und verschwindet eben so schnell. Besonders häufig treten sie vor der Afrikanischen Süd-Ost-Küste auf. Ihr Entstehen verdankt sie komplexen Ursachen. Vereinfacht erklärt sind es in der Hauptsache Resonanerscheinungen zwischen Wellen normaler Höhe. Es kann sein, dass Longitudinal-Wellen, also Wellen gleicher Richtung unterschiedliche Laufgeschwindigkeiten aufweisen. Dabei kann es dann zum Auftürmen, also zur Adition mehrerer Wellen kommen. Es können aber ebenso Wellen einer Laufrichtung mit Wellen einer anderen Laufrichtung zusammentreffen, die sich gegenseitig überschneiden. Auch hier kann es zu Resonanzerscheinungen kommen, die Wellenberge von 30 und mehr Metern auftürmen. So wurde im Jahre 1934 der Kapitän auf der Brücke der `RMS Majestic´, dem seinerzeit größten Schiff, von einer Monsterwelle schwer verletzt. Die Brücke lag 30 Meter oberhalb der Wasserlinie. Im Kleinen ist dieses zuweilen an der Jütländischen Landspitze Skagen-Grenen zu beobachten, wo sich Wellen der Ostsee mit denen der Nordsee überschneiden. Dabei kann es dann zu meterhohen Sturzseen kommen. Erscheinungsformen Bekannt sind drei Erscheinungsformen der Riesenwelle: Der Kaventsmann Ihn meinen die oben genannten Bezeichnungen. Es ist eine einzelne extrem hohe Welle mit wenigen weit weniger hohen Vor- und Nachwellen. Die Drei Schwestern Es ist eine Erscheinung von drei direkt aufeinander folgenden Riesenwellen. Bei ihr hat ein Schiff mittlerer Größe kaum eine Überlebenschance. Schafft es es, die erste Welle hochzulaufen, so fährt es auf der Wellenrückseite mit geneigtem Bug geradewegs in die ansteigenden Vorderwand des nächsten Wellenberges und verschwindet in ihr. Die Weiße Wand Hier geschieht etwa Gleiches. Die Weiße Wand ist eine einzelne Monsterwelle mit fast senkrechter Vorderseite, die von oben her weiß gischtet. Sie erinnert an die Wellen Hawaiis. Kommt sie auf ein Schiff zu, so fährt es geradewegs unten in die Wellenwand hinein ohne jede Möglichkeit, die Welle abzureiten. Auch hier stehen für ein Schiff mittlerer Größe die Chancen extrem schlecht. Selbst große Schiffe können durch sie in extreme Seenot geraten, da mit diesen Wellen extreme Energien frei werden, die ohne Problem ganze Schiffspartien wegschlagen können. Dieses bekamen 1995 die `QE 2´, wie 2001 die `Bremen´ zu spüren. Dieser wurde in 35 Metern Höhe die Brücke zertrümmert. Die vermutlich größten durch eine Monsterwelle gesunkenen Schiffe waren zwei 170.000 T Massengutfrachter. Eine weitere Gefahr ist, dass das Schiff zerbricht, wenn es sich oben auf dem Wellenberg oder unten im Wellental befindet, da dann u.U. weite Bereiche der Schiffslänge am Schweben sind und es zu starken Verbiegungen bis zum Zerbrechen kommen kann. Ein seitlich getroffenes Schiff dagegen hat beste Chancen zu kentern oder zertrümmert zu werden, da die Wellenenergie die konstruktive mechanische Belastbarkeit des Schiffes um ein vielfaches überschreitet. Eine Monsterwelle hat nichts mit einem Tsunami zu tun. Dieser entsteht durch unterseeische Beben und entwickelt seine Höhe erst im Flachwasser. Weblinks Monsterwelle arte.tv: Monsterwellen