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Landverlust meint an der Küste die Abnahme der Landfläche durch den Einfluss des Meeres. Dieses kann geschehen durch normale Abrasion, d.h., durch fortwährende Ausspülung bzw. Unterspülung des Ufersaumes durch den Wellenschlag des Wassers. Dabei kommt es dann zu so genannten `Abbruchkanten´ des Grünlandes, steilen, ggf. mehrere Meter hohen senkrechten Landkanten, die unvermittelt stückweise ins Meer wegbrechen. Oder es kommt zum Abrutschen von Dünen-, Erd- oder Kreidekliffs. Beispiele sind die Insel Sylt, `Hohes Ufer´ bei Travemünde oder der `Königsstuhl´ auf Rügen. Das losgebrochene Gut wird durch die natürliche Wasserbewegung weggespült und entweder an anderer Stelle oder gleichmäßig im küstennahen Meeresbereich wieder abgelagert. Als Gegenmaßnahmen setzt man hier z.B. Buhnen, Stacks oder Maßnahmen der Landgewinnung ein. An Flüssen kommt es bedingt durch die natürliche Änderung des mäandernden Flusslaufes zu einseitigem Landverlust. Auch hier versucht man an größeren Flüssen primär mit Buhnen gegenzusteuern. Landverlust ist aber gerade an Meeresküsten ein immer wiederkehrendes Ereignis, bedingt durch Sturmfluten. Dieser wird dabei zumeist eingeleitet durch einen Deichbruch und die Überflutung des dahinter liegenden Landes. Hat man heute durch a) die notwendigen technische Möglichkeiten und b) die Hoheit des Küstenschutzes durch den Staat die Möglichkeit, dem schnellstmöglich entgegen zu wirken und das verlorene Land wieder zu sichern und einzudeichen, so war das noch vor hundertfünfzig Jahren oft genug nicht der Fall. Zum einen waren die technischen Möglichkeiten weitaus begrenzter und zum zweiten war Deichschutz zumeist Sache des jeweiligen Deichanliegers, sprich des Bauern, dessen Grund der Deich vorgelagert war, also Privatsache. Damit aber waren größeren Aktionen häufig gar nicht finanzierbar. Ein Ergebnis war vielfach ein Deichbruch mit der darauf folgenden Landüberflutung. Da vielfach Ländereien auf einem Niveau unter dem mittleren Hochwasserspiegel oder sogar noch tiefer lagen, war durch die Deichbruchstelle eine zweimal tägliche Überflutung des Landes mit Meerwasser gegeben, wenn die Bruchstelle nicht schnellstmöglich gesichert werden konnte, was bei großräumigen Brüchen, wie so oft früher, nicht möglich war. Damit war zunächst durch die ständige Salzwasserzufuhr der Boden versalzen und auf Jahre nicht mehr als Nutzland zu gebrauchen. Die nächste Stufe war ein wattähnlicher Zustand, womit das Land praktisch ans Meer verloren war. Nur konzertiertes Vorgehen durch Eindeichung konnte gegen den fast unwiderruflichen Untergang des Landes helfen. Dieses war dann meist gefördert von der jeweiligen Landeshoheit. Sei es, ein Deich konnte wieder instand gesetzt werden oder aber ein bereits verlorenes Landgebiet konnte neu zurückgewonnen werden. Man spricht dann von einem Koog, Groden, Polder oder Neufeld. In ungefähr einhundertfünfzig Jahren hat Cuxhaven im 17. Jahrhundert etwa 900 Morgen Land verloren. Nordfriesland wurde binnen 300 Jahren vom Festland zu weitgehend Wattenmeer und der Westen der Weser bekam den Jadebusen, die Harlebucht, die Leibucht, den Dollart und das Ijsselmeer.
Das Geschlecht der Lappe (vielfach auch "von Lappe") war ein Grundherrengeschlecht im Land Hadeln. Geschichte Das Geschlecht der Lappe ist ab 1315 nachweisbar. Sie waren Lehnsherren des Herzogs von Sachsen-Lauenburg und des Grafen von Sachsen-Bergedorf mit Besitzungen im Lande Hadeln, unter anderem in Nordleda und Sahlenburg. In Sahlenburg soll auf einem von Elmschen Grundstück (heute Am Grooten Kamp 1) die erste (Holz-)Burg der Lappes gestanden haben. Sahlenburg findet als Burg der Herren Lappe 1325 erste urkundliche Erwähnung, es ist jedoch wahrscheinlich, dass die Lappes bereits vor 1300 in Sahlenburg residierten. Ihre Herkunft kann nicht belegt werden, unter anderem wird Westfalen als Ausgangsland diskutiert. In einem Vertrag vom 21. Oktober 1324 verpfändet Erich I. von Sachsen-Lauenburg aus Geldnot die Kirchspiele Groden und Altenwalde (damals noch dem Land Hadeln zugehörig), an Wolderich Lappe, Edelherren zu Ritzebüttel und seine Söhne Johann und Heinrich für einen Betrag von 200 Hamburgische Mark. Die Herzöge von Sachsen-Lauenburg waren jedoch nicht in der Lage, das Pfand wieder einzulösen und so blieben Groden und Altenwalde für die nächsten Jahre im Pfandbesitz der Lappes. Im Jahre 1372, also 48 Jahre später, nehmen die Edelherren Lappe (Wilkin, Wolder und Alverik Lappe) selbst ein Darlehen beim Hamburger Rat auf und verpfänden dafür ihrerseits die beiden oben genannten Kirchspiele für 200 Mark Hamburger Pfennige an den Hamburger Rat. Die Rückzahlung soll in Höhe von 240 Mark Hamburger Pfennige (einschließlich der Zinsen) nach zwei Jahren zu Michaelis[1] erfolgen. Wie bereits vorher waren aber auch die Lappes nicht zur Einlösung des Pfandes fähig, sie bedurften sogar zusätzliche Darlehen der Städte Hamburg und Lübeck. Bereits um das Jahr 1340 hatten die Lappes in Ritzebüttel eine "Steenborgh" [2], den Vorläufer des heutigen Schlosses Ritzebüttel, errichten lassen, in die sie übersiedelten, um Macht und Stärke zu zeigen. Aufgrund finanzieller Misswirtschaft sahen sich die Lappes jedoch bald gezwungen, andere Einnahmequellen als die Abgaben ihrer Untertanen zu erschließen und begannen mit der Piraterie auf der Elbe und in der Elbmündung. Aufgrund von Kämpfen zwischen den Lappes und Herzog Erich IV. von Sachsen-Lauenburg verloren die Lappes1382 ihre Besitzungen in Nordleda, bereits 1390 wurde jedoch Wolder Lappe Vertreter des Grafen in dessen Hadelner Grundherrschaft. 1393 kam es zu einem Zerwürfnis zwischen Hamburg und den Lappes, in dessen Verlauf Hamburg den Lappes vorwarf, den Brand des Turmes auf der Insel O (Neuwerk) verursacht und den Turm damit zerstört zu haben. Hamburg verbündete sich mit den Wurtfriesen (Wurstern) und eroberte in einem blutigen Gefecht das Schloss Ritzebüttel. Im Gefolge dieses Streites werden mit Datum vom 31. Juli 1394 zwei Verträge zwischen den Knappen des Stiftes zu Bremen, Wolder und Alverich Lappe, geschlossen. Mit dem ersten Vertrag geht das Schloss Ritzebüttel, das ihnen in "rechter Fehde" abgenommen wurde, mit den zugehörigen Dörfern Sahlenburg, Duhnen, Steinmarne, Westerdöse, Osterdöse, Nordwisch, Süderwisch, Stickenbüttel und Ritzebüttel an den Hamburger Rat über. Im zweiten Vertrag wird die Abtretung der Kirchspiele Wolde (Altenwalde) und Groden nochmals bestätigt. Zwar wird ein Einlösungrecht vereinbart und auch in einem weiteren Vertrag vom 8. September 1400 bestätigt, es wird jedoch nicht genutzt werden. Letzterer Vertrag stellt nach Ansicht einiger Autoren die Grundlage für die Landesherrschaft Hamburgs in Ritzebüttel dar[3]. Bis zum Jahre 1419 lässt sich die Existenz der Lappes in Ritzebüttel nachweisen, die Verwandtschaft späterer Namensträger mit den Lappes auf Schloss Ritzebüttel ist nicht belegbar. Quellen Peter Niemeyer, Eine unbekannte Landesherrschaft? Das ehemalige Amt Ritzebüttel – Gedanken über eine landesherrschaftliche Besonderheit Hamburgs, in: Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte (ZVHG) 83/1, 1997 Peter Bussler, Historisches Stadtlexikon für Cuxhaven, Cuxhaven 2002, ISBN 3-931771-36-9 Wikipedia: Lappe (Adelsgeschlecht), Link zu Wikipedia, abgerufen am 20.7.2011 Fußnoten Hochspringen ↑ 29. September Hochspringen ↑ Steenborgh = Steinburg. Erste urkundliche Erwähnung: 1342 Hochspringen ↑ z.B. Peter Niemeyer in seinem Artikel "Eine unbekannte Landesherrschaft?" (s. Quellen)
Der Lentzkai ist ein Kai und war eine Straße im Amerikahafen 1 Geographische Lage 2 Herkunft des Namens 3 Geschichte 4 Bebauung 5 Kranbau 1954 6 Bilder 7 Karte 8 Literatur Geographische Lage Westliche Kaimauer des Amerikahafens. Seit 2007 für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Herkunft des Namens Benannt nach dem Amtvorsteher der "Wasserbau-Inspektion Cuxhaven" Bernhard Hugo Lentz (1828-1903). Geschichte Benannt am 8. Dezember 1903. Als erstes Schiff legte der HAPAG-Schnelldampfer "Fürst Bismarck" am Lentzkai an. In den folgenden Jahren war der Lentzkai der ständige Liegeplatz der Jacht "Hohenzollern", die Kaiser Wilhelm II. für seine Nordseefahrten benutzte. Bebauung Lager- und Kühlhallen. Auf der Kaianlage Krähne und Schienenanbindung der Bundesbahn. 1 Wippdrehkräne (3 t), ein zweiter Kran wurde 2008 verschrottet. Kranbau 1954 Bilder Die "Deutschland" am Lentzkai vor 1945 Aufnahmedatum unbekannt Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. Literatur Günter Wolter: Die Cuxhavener Straßennamen; ISBN-Nr: 3-928327-51-8
Bernhard Hugo Lentz, (* 29. November 1828 in Hamburg; † 4. November 1903), war ein Wasserbauingenieur und Leiter der Hafenbauverwaltung im Amt Ritzebüttel Als vierter und jüngster Sohn des Maklers Ernst Constantin Lentz besucht Bernhard die Hamburger Gelehrtenschule, die er in der Tertia verlässt. Er wird für zwei Jahre Lehrling bei einem Hamburger Ingenieur und ist anschließend an Vorarbeiten der Neumünster-Neustädter Eisenbahn beteiligt. Hugo Lentz studierte 1847 - 1850 Bauwissenschaft an der polytechnischen Schule in München. Danach war er bei der Lübeck-Büchener Eisenbahngesellschaft bei Bau der Lauenburger Eisenbahnbrücke tätig, über die er sein Werk `Die Balkenbrücken von Schmiedeeisen´ schrieb. 1853 trat er in den Dienst der Hamburger `Schifffahrts- und Hafendeputation´. In deren Auftrag führte er 1854-55 ein Präzisions-Nivellement von Hamburg nach Cuxhaven durch, um die Pegelnullpunkte auf gleiche Höhe zu bringen. Durch das Nivellement und eine erlebte große Sturmflut wurde Lentz´ Aufmerksamkeit auf die Ebbe- und Fluterscheinungen sowie die Bauart der Uferschutzwerke gelenkt. Von nun an stellte er Untersuchungen über die Gezeiten an, deren Ergebnisse er 1873 in dem Buch `Von der Fluth und Ebbe des Meeres´ niederlegte. Nach den hier aufgestellten Regeln wurden von da ab die Hoch- und Niedrigwasserzeiten für Cuxhaven und Hamburg im voraus errechnet. Es galt jahrzehntelang als Standardwerk. Seine Arbeiten über die Verbesserung der Uferschutzwerke führten zu einem als klassisch zu bezeichnenden Bericht vom Jahre 1866 an die vorgesetzte Behörde. Er beschäftigte sich außerdem mit der Verbesserung des Stromlaufs der Unterelbe. 1858 wird er zum Wasserbau-Inspektor ernannt. Im Juli 1864 übernahm Lentz die Wasserbauinspektion Cuxhaven. Seine ersten Arbeiten waren hier der Neubau der Alten Liebe (1864), der Umbau des Alten Hafens (1865-68) einschließlich des Baus einer Drehbrücke (an der Stelle der heutigen Klappbrücke), sowie Versetzung und Neubau der Kugelbake in ihrer heutigen Form nach eigenen Entwürfen, dazu den Kugelbakedamm (1866-67) sowie das Semaphor (1883). Auf die von ihm 1875 entworfene Zeitballsäulen in Cuxhaven und anderen Orten, erhielt er sogar ein Reichspatent. Nach der Bauart dieser Säulen wurde 1897 der 30 m hohe Leuchtturm in Osterende-Groden, die `Schlanke Anna´ erbaut. Lentz´ größtes Werk war der 1892-95 durchgeführte Bau des ehem. `Neuen Hafens´ in Cuxhaven mit den zum Anlegen der großen Passagierdampfer erforderlichen Landungsanlagen. Leider lag der Neue Hafen nach seiner Fertigstellung viele Jahre verwaist da. Die Bewilligung der Baumittel erfolgte jedoch in erster Linie durch die erklärte Absicht der Hamburg-Amerika-Linie (HAPAG), ihren gesamten Schnelldampferverkehr von Cuxhaven aus abzuwickeln. Lentz war zu Beginn der Arbeiten bereits 62 Jahre alt. Dabei kamen erstmalig bahnbrechende Erneuerungen zum Einsatz, so die sogenannten Cassions (Senkkästen) für die Gründung der Hafenköpfe. Außerdem Betonschürzen unter den Kais, um die Rammpfähle vor dem Bohrwurm zu schützen. Darüber hinaus versorgte ein Elektrowerk den Hafenbereich und Teile Cuxhavens erstmals 1892 mit elektrischem Licht. Erst 1902 begann die HAPAG nach langwierigen Verhandlungen mit dem Staate und nach Fertigstellung des Empfangsgebäudes (HAPAG-Hallen) und des Ausrüstungsschuppens mit der Abfertigung des Schnelldampferverkehrs von hier aus. Die auch bei diesem Hafen quer zum Elbstrom angelegte und bis jetzt beibehaltene Hafeneinfahrt wurde in Schifffahrts- und Hafenbaukreisen vielfach kritisiert. Es ist jedoch bis jetzt nicht gelungen zweckmäßigere Einfahrten für die Hafenbecken zu schaffen. Lentz wurde mit dem 31. Dezember 1902 in den Ruhestand versetzt. Danach beobachtete er intensiv die Flut- und Ebbebedingungen bei Cuxhaven, um die während seiner Dienstzeit verfassten fachwissenschaftlichen Werke zu vollenden. Jedoch berief ihn der Tod bereits am 3. November 1903 ab. Der `Lentzkai´, sowie die vor der HAPAG-Halle entlangführende `Lentzstraße´ sind in Cuxhaven nach dem großen Wasserbauer benannt worden. Verheiratet am 1. Juni 1861 mit der Tochter des Amtmannes auf Schloss Ritzebüttel, Senator Dr. jur. August Christian Theodor Meier, hinterlässt er mit seiner Frau Franzisca 10 Kinder. Bilder Lentz, 20 jährig Lentz mit Frau Franziska Haus der Familie Lentz an der Ostseite 8
Hans Leip * 22. September 1893 in Hamburg; † 6. Juni 1983 in Fruthwilen (Scheiz)) war ein deutscher Schriftsteller. Hans Karl Hermann Gottfried Leip, ev. (Pseud. Li-Shan-Pe), war der Sohn eines Hamburger Hafenarbeiters (Schauermann). Angezogen von der See, die ihm später "Sinnbild für alle Schönheit, Gewalt und Grausamkeit dieser Erde" wurde, wollte er schon als kleiner Junge Seemann werden. Auf Drängen der Mutter absolvierte er dann jedoch ein Lehrerseminar und war bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges noch kurze Zeit als Lehrer tätig. Nach dem Militädienst kehrte in seinen Lehrerberuf zurück, gleichzeitig begann er, in Hamburger Zeitungen Kurzgeschichten zu veröffentlichen. Von Oktober 1917 bis Dezember 1919 schrieb er Kunstkritiken für die Neue Hamburger Zeitung und versuchte sich als Grafiker. 1919 fand die erste Ausstellung von Leips grafischen Arbeiten statt. 1920 erschien Leips erstes Buch, das, wie viele seiner Werke, vom Autor selbst grafisch gestaltet war. Hans Leips literarisches Werk besteht aus Romanen, Erzählungen, Gedichten, Theaterstücken, Hörspielen und Drehbüchern. Vorherrschende Themen sind das Meer und die Seefahrt. Sein Nachruhm beruht allerdings hauptsächlich auf dem Gedicht Lili Marleen, das Leip 1915 verfasste und 1937 in den Gedichtband "Die kleine Hafenorgel" aufnahm; interpretiert von der Sängerin Lale Andersen und verbreitet durch den Soldatensender Belgrad, erlangte das Lied während des Zweiten Weltkriegs eine ungemeine Popularität, nicht nur bei den Angehörigen der deutschen Wehrmacht. In Cuxhaven wurde 1975 die Hans-Leip-Straße nach Hans Leip benannt.
Der Leitdamm ist ein 10,4 km langer Steindamm am Elbe-Fahrwasser. 1 Aufgabe des Dammes 2 Chronologie 3 Daten 4 Zuständigkeit Aufgabe des Dammes Der Leitdamm führt in einem Bogen von der Kugelbake aus 10,4 Kilometer entlang der Elbe in Richtung Neuwerk. Der Damm bewirkt durch Strömungsveränderung eine Vertiefung des Fahrwassers und zum Zweiten verhindert er das Abwandern des Wattsandes in das Außenelbfahrwasser. Da die Elbe eine Ästuarmündung hat, was zu einer verstärkten Versandung führt, erspart der Damm fortwärende hohe Baggerkosten. Chronologie Mit dem Bau des Dammes wurde am 23. Februar 1939 begonnen. Einher damit ging der Bau des Kugelbakehafens ab April 1939, der als Basishafen und Material-Umschlagplatz diente bis zum Ende der Bauarbeiten. Ursprünglich sollte der Damm bis zur Insel Scharhörn reichen. Die Bauarbeiten wurden durch den 2. Weltkrieg unterbrochen und im Jahre 1948 wieder aufgenommen. Ende der 1950er Jahre gab es mehrere Kolkbildungen und Absackungen des Dammes, welche Überlegungen hervorriefen den Bau des Dammes einzustellen. In der Folge dieser Überlegungen wurde der ursprüngliche Plan, den Damm bis Scharhörn zu errichten aufgegeben. Der neue Endpunkt des Dammes war nunmehr der Mittelgrund. Die Fertigstellung des Dammes datiert auf das Jahr 1974. Eine Verlängerung des Leitdammes erfolgte 1975 und 1978. In den folgenden Jahren bis 1988 wurde ein "Feinausbau" vorgenommen, sodass seit 1989 nur noch Erhaltungsarbeiten stattfinden. Heute hat der Leitdamm eine Kronenbreite von 5 m (ehemals 7 m). Die Seitenneigungen betragen elbseitig 1:3 und wattseitig 1:2,5. Der Kern des Dammes besteht aus Ostseefindlingen und schwedischem Granit mit mehreren Tonnen Stückgewicht. Der Leitdamm ist elbseitig mit 14 Stichbuhnen gesichert, deren Kronenbreite 2 m beträgt. Daten Für den Bau des Dammes wurden rund 1,15 Millionen Kubikmeter Sinkstücke und 1,6 Millionen Tonnen Wasserbausteine verbaut. Zuständigkeit Die Außenstelle Cuxhaven des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Elbe-Nordsee ist für den Leitdamm zuständig.
Die Leros war ein griechischer Tanker, der beinahe die erste Ölpest der Geschichte vor Cuxhaven ausgelöst hätte. 1 Das Schiff 2 Geschichte der Havarie 3 Bedeutung für Cuxhaven 4 Literatur 5 Fußnoten Das Schiff Die „Leros“ war ein griechischer Tanker, der mit 5.576 BRT vermessen war. Sie wurde 1918 in New Castle erbaut und fuhr unter der Flagge der Reederei Aron Romanos in Piräus. Während der Unglücksfahrt transportierte sie 8.500 Tonnen Schweröl (Masut) vom Schwarzen Meer in Richtung Stockholm. Die Besatzung bestand aus 25 Mitgliedern. Geschichte der Havarie Kurz nachdem der deutsche Dampfer „Traunstein“ vom Scharhörnriff wieder losgekommen war, lief am Morgen des 4. Januars 1954 die „Leros“ an der Nordkante des Scharhörnriffs, ca. 13 km von Cuxhaven entfernt, auf Sand. Die Geschwindigkeit betrug ca. 8 Meilen, einen Lotsen hatte die „Leros“ nicht genommen. Der griechische Kapitän Nicos Papageorgio lehnte zunächst deutsche Hilfsangebote ab und versuchte, aus eigener Kraft freizukommen. Seine Manöver misslangen jedoch und die Gefahr, dass das Schiff auseinanderbrechen könnte, wurde immer größer. 19 Seeleute verließen das Schiff[1], sechs Seeleute, neben dem Kapitän die Nautischen Offiziere C. Vassilakis und C. Sofras, der Funker A. Gianowlis, der Matrose D. Dimitriades und der Donkeymann[2] C. Vardianos, blieben an Bord. Am Abend des 4. Januar war auch dem griechischen Kapitän klar geworden, dass er fremder Hilfe bedurfte. So waren dem Havaristen inzwischen die Schlepper „Wotan“, „Goliath“, „Möwe“, „Fairplay“, „Jan“ und „Brunshausen“ zur Hilfe geeilt. Sämtliche Schleppversuche in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar scheiterten. Trotz der dringenden Warnungen, das Schiff zu verlassen, blieben der Kapitän und seine Seeleute an Bord. Wegen eines Wassereinbruches und eines Kurzschlusses in der Elektrik war das Schiff antriebslos. In den nächsten Tagen scheitern vier weitere Abschleppversuche, erst dem von Borkum durch den Bergungsinspektor Kapitän Kräft herbeibeordeten Schlepper „Seefalke“ im Verbund mit den schweren Schleppern „Wotan“ und „Danzig“, denen noch je ein Kopfschlepper vorgespannt war, gelang es, den Havaristen kurzzeitig in Bewegung zu versetzen. In der Nacht vom 7. auf den 8. Januar erfolgte der nächste Schleppversuch, nun auch mit Hilfe des aus Hamburg beigeorderten Schleppers „Bugsier 2“. Schließlich wurde die Arbeit der Schlepper doch noch von Erfolg gekrönt und das Schiff kam frei. Zunächst wurde es zum Cuxhavener Steubenhöft geschleppt und dort festgemacht. Die Fahrt endete nach dem Löschen der Ladung in Hamburg auf der Abwrackwerft. Bedeutung für Cuxhaven Erst im Jahr 1952 konnte in Cuxhaven von der ersten Badesaison nach dem Krieg gesprochen werden. Bis dahin war ein Badebetrieb kaum möglich. Dies änderte sich erst, nachdem die deutsch-englischen Minensucher (GMSA) ihre Arbeit erledigt hatten und die Strände wieder hergerichtet waren. Ein Auseinanderbrechen der „Leros“ hätte eine verheerende Ölpest an den Stränden mit Seehund- und Vogelsterben bedeutet und hätte den Badebetrieb zum Erliegen gebracht. Nachdem die „Leros“ am Steubenhöft von zweitausend Schaulustigen in Empfang genommen wurde, begab sich der Cuxhavener Oberbürgermeister Heinz Wachtendorf an Bord und trank mit dem griechischen Kapitän einen Begrüßungsschnaps. Alle Beteiligten erhielten von ihm eine Ehrenkurkarte auf Lebenszeit, weil sie die Cuxhavener Strände gerettet hatten und die erste Ölpest vermieden hatten. Diese zweifelhafte Ehre kommt aber ein Jahr später dem dänischen Tanker „Gerd Mærsk“ zu, der am 16. Januar 1955 vor Cuxhaven festkommt und 7.000 Tonnen Rohöl über Bord pumpen muss. Literatur Tim Schwabedissen: Gestrandet – Schiffsunglücke vor der Nordseeküste, Hamburg 2004, ISBN 3-7822-0893-5 Fußnoten Hochspringen ↑ Sie wurden durch die Seenotrettungsboote „Juist“ und „Hindenburg (III) nach Cuxhaven gebracht. Hochspringen ↑ Seemann, der für den Betrieb des Hilfskessels (Donkeys) zuständig war.
Die Duhner Lesehalle dient dem Tourismus an der Duhner Strandstraße. Bereits vor der jetzigen Lesehalle gab es in Duhnen eine solche, integriert in einen maroden Holzbau des Duhner Familienbades, welcher jährlich im Herbst abgebaut und eingelagert wurde. Seine Reste fanden im Jahre 1938 für den Totalisator des alljährlichen Duhner Wattrennens Verwendung. Im gleichen Jahr wurde eine neue Lesehalle gebaut, die am 10. Juli 1938 durch den Cuxhavener Bürgermeister Wilhelm Klostermann eingeweiht wurde. Es war ein vierflügeliger Flachbau um eine runde Mittelhalle gegliedert, mit Satteldach und einem zentralen Turmzimmer oberhalb des Rundsaales. Die Flügel wares aufgeteilt als zwei Leseräume für Nichtraucher und Raucher, sowie ein Spielzimmer. Im strandabgewandten Flügel waren Toiletten untergebracht. Dazu war eine vorgelagerte Terrasse für kleinere Veranstaltungen im Freien vorhanden. Alle drei relevanten Flügel waren so gelegen, dass die Fensterfronten die Sicht zur See hin ermöglichten. Die neue Lesehalle wurde von den Badegästen sehr gut angenommen. Ein Dachbrand im Jahre 1950 wurde schnellstens wieder behoben. Im Jahre 1951 wurde der westliche Flügel umgebaut als Veranstaltungsraum für Lesungen, Theater, Kino, Vorträge oder später die Sagertsche Puppenbühne. Mit dem Abbruch des ehemaligen Duhner Leuchtfeuers im Jahre 1958 wurde diese Funktion auf die Lesehalle übertragen. Sie bekam oberhalb des Turmzimmers eine Glaskanzel, ausgeführt von der Cuxhavener Firma Hoppe und Krooss, mit umlaufender Brüstung. Das Leuchtfeuer wurde 1980 gelöscht. Seitdem befindet sich in der Kanzel eine kleine Lampe als Reminiszens an das ehemalige Leuchtfeuer. In der Saison 1970 wurde direkt westlich neben dem seewärtigen Flügel eine Kabine für den Bademeister, sowie für das Erste Hilfe-Team des Deutschen Roten Kreuzes aufgestellt. Dazu wurde auf dem Dach eine Großlautsprecheranlage installiert, um Badegäste vor Flut oder Nebel zu warnen oder um die Eltern verlorener/abgegebener Kinder auszurufen. Im Jahre 1980 wurde die Bademeisterstation auf das Dach der Lesehalle verlegt. Man hatte quer zum Ende des seewärtigen Flügels eine Kabine in der Form einer Schiffs-Kommandobrücke auf das Dach gesetzt. So konnte von erhöhter Position aus das gesamte Watt zwischen Döse und Sahlenburg bis nach Neuwerk übersehen werden. Diese Station wurde in der Folgezeit aufgrund ihrer exponierten Lage zur Leitstelle der Cuxhavener Wattaufsicht ausgebaut. Sie wurde mit Funk, Personenradar, sowie einem schwimmfähigen Amphibienwagen ausgerüstet. Bereits seit 1950 war ein Mast vorhanden, an dem bei Einsetzen der Flut oder anderer Gefahren ein roter Signalball hochgezogen wurde. Heute ist die Station ganzjährig besetzt, da sich zu jeder Jahreszeit Gäste finden, die ihrer Gesundheit mit Wattlaufen Gutes tun wollen. Seit 1980 wurden in einem Flügel Zimmer und im Turmzimmer ein Atelier eingerichtet. Hier leben und arbeiten auf Anregung des Cuxhavener Künstlers Prof. Franz Rotter abwechselnd Künstler der Esslinger Künstlergilde. Jeweils eine ihrer Arbeiten geht in den Kunstbesitz der Stadt über. Bilder Lesehalle um 1949 Duhner Lesehalle zwischen 1958 und 1961
Aufgestellt, um die Hafeneinfahrt zu kennzeichnen. Vermutlich älteste Darstellung auf einer Karte von 1721. Der Leuchtenpfahl stand an der Position des späteren Seepavillons. Dort traf der westliche Hafenobdeich mit dem alten Döser Seedeich zusammen, der 1730 auf seine heutige Position zurückverlegt werden musste. Es war eine Laterne auf einem Pfahl. Abhängig vom Wetter wurden darin zwischen November und Februar ein bis drei Kerzen angezündet. Die Leuchtweite soll 1,5 - 2 km betragen haben. Gemeint ist vermutlich die Sichtweite. Verantwortlich für den Betrieb war der Schulhalter, also der Rektor. Dafür durfte er die Stummel behalten. (Man beachte, welchen Wert zu der Zeit Kerzenstummel hatten.) 1799 trat der L. abermals in Erscheinung als Teststandort für den ersten von der Hamburger Admiralität[1] in England gekauften Argand-Leuchtapparat mit Hohlspiegel. Es ist nicht klar, wann der Leuchtenpfahl außer Dienst gestellt wurde. Entweder zur Inbetriebnahme, des Leuchtturms 1805 oder im Jahre 1866, da zu der Zeit auf dem Molenkopf der Alten Liebe ein vermutlich rundes Leuchthäuschen zur Markierung der Hafeneinfahrt in Betrieb genommen wurde. Dieser mit Linsenoptik und rotem Licht. Sein letzter, dann viereckiger Nachfahre schloss im Jahre 1981 seine Augen, als die Alte Liebe erneuert wurde. Auf Bildern aus dem Jahre 1816 ist der Leuchtenpfahl nicht mehr zu sehen. Vermutlich hat er aber noch über Jahre in voller Höhe, aber ohne Laterne als Mastfuß für einen Fahnenmast Dienst getan. Fußnoten Hochspringen ↑ Hamburgische Admiralität: Hamburger Schifffahrtsbehörde; mit der "Admiralitäts-Verfassung" am 12. Februar 1623 gegründet
Leuchttürme sind Seezeichen und dienen der Schifffahrt als Navigationshilfe. Darüber hinaus können sie vor Untiefen warnen oder Fahrwasser markieren. 1 Geschichtliche Entwicklung 2 Technische Entwicklung 3 Leuchtfeueroptiken 4 Leuchttürme im Bereich Cuxhaven 5 Bilder Geschichtliche Entwicklung Wurden zu Beginn der Entwicklung der Leuchtfeuer bzw. Leuchttürme Holz, Öl oder Kohle, auch Kerzen, zur Lichterzeugung genutzt, war es dann später zumeist Strom, selten auch Gas. Oft wurden Leuchtfeuer in offenen Feuerpfannen auf Holz- oder Steingestellen, so genannten Blüsen, betrieben. Ein Nachbau der ehemaligen Neuwerker Blüse stand bis 1994 vor dem Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven. Als Abart der Blüse findet sich im Ostseeraum zuweilen das Wippfeuer, ein an einem langen Wippbalken hängender Kohlenkorb, ähnlich einem Ziehbrunnen. Zur Befeuerung konnte er ganz einfach herunter gelassen werden. Homer erwähnt bereits um 800 v. Chr. Leuchtfeuer in der Nordägäis. Der bekannteste antike Leuchtturm ist der Leuchtturm Pharos auf der gleichnamigen Insel vor Alexandria. Er ist Namensgeber (Far, Faro o.ä.) für zahlreiche weitere Leuchtfeuer in Spanien, Portual, Frankreich usw. Der älteste, in Fragmenten noch erhaltene Feuerturm findet sich in Patara, Türkei (65 v. Chr.). Er wurde im Jahre 2005 ausgegraben. Um die Zeitenwende wurden von den Römern am Atlantik und der Nordsee Leuchtfeuer errichtet. So entstanden Leuchtfeuer bei Katwijk (NL), Boulogne-sur-Mer (F) oder der noch erhaltene Roman Pharos, Dover-Castle, Großbritannien von ca. 50 n. Chr. Spätere Leuchtfeuer wurden zunächst von irischen Mönchen betrieben, z.B. von St. Dubhan um 460 n. Chr. am irischen Hook Head. Karl d. Große förderte später die Einrichtung von Leuchtfeuern, unter anderem nutzte er den bereits unter Kaiser Traianus um 110 n. Chr. errichteten Herkulesturm in A Coruña und den im Jahre 39 n. Chr. erbauten Leuchtturm in Boulogne-sur-Mer, den er im Jahre 911 n. Chr. erweitern ließ. Erster Leuchtturm in der Deutschen Bucht ist der zweite Westturm auf Wangerooge (früher: Wangeroog), der als Seeturm 1597 - 1601 erbaut wurde und als Leuchtturm von 1624 - 1631 in Betrieb war. Das früheste Leuchtfeuer in der Elbmündung war die Neuwerker Blüse (nachzuweisen ab 1644). 1540 wurde nahe des englischen North Shields die erste Richtfeuerlinie der Welt eingeführt. Um einen Weg durch die gefährlichen Sandbänke in der Tyne-Mündung aufzuzeigen, wurden bereits vorhandenen Pfähle mit Laternen unterschiedlicher Höhe aufgerüstet. Technische Entwicklung Offene Leuchtfeuer in Brennpfannen oder Körben waren die ersten Lichtquellen bereits in der Antike. Für kleine Lichtzeichen boten sich an: Öllampen. Sie konnten in geschlossenen Räumen / Laternen verwendet werden, waren aber dunkel und rauchten stark. Kerzen dagegen rauchten weniger, waren aber ebenfalls lichtschwach und brannten in geschlossenen Räumlichkeiten. 1784 entwickelte Français Pierre Ami Argand (1750 - 1803) eine Öllampe mit Runddocht, Doppelluftzug und Zugrohr. Ausgestattet mit einem schlauchförmigen Docht strömt Luft innen und außen am Docht entlang. Dieses ermöglicht eine erheblich bessere Vergasung des Petroleums, was sich in erheblich hellerem Licht bei stark verminderter Rauchentwicklung auswirkt. Eine zusätzliche Verbesserung erbrachte die Verwendung eines Zugrohres, ein Glaszylinder, der über die Flamme gesteckt wurde, um die Strömungswirkung zu verstärken. Als Brennstoff diente zumeist Rüböl (Rapsöl). Dieser Lampentyp setzte sich ab 1800 auf Leuchttürmen durch. War der Hohlspiegel bereits lange bekannt, so fand er bislag hier keine Anwendung, weil er bei Öllampen nach kurzer Zeit durch die Lichter verrußt war. Beim Einsatz von Kerzenfeuern trat zwar weniger Verrauchung auf, aber die Kerze musste, bedingt durch ihren Abbrand, ständig in den Fokus nachjustiert werden. Dieses änderte sich erst mit der Argandschen Runddocht-Öllampe. Hier konnte die Flamme so in den Spiegel installiert werden, dass sich ein verwendbares, sauberes, starkes, gerichtetes Licht erreichen ließ. Die Fresnel-Linse, erfunden um 1822 von dem französischen Physiker Augustin Jean Fresnel, löste den Hohlspiegel wegen ihrer bestechenden Vorteile ab. Sie war dauerhafter, genauer, lichtstärker, geeignet für besondere Lösungen und pflegeleichter. Weitere Verbesserungen der Lichtleistung erbrachten zunächst Gas- oder Öllichtquellen mit Glühstrumpf nach der Art der bekannten Petromax-Lampe. Später fanden dann elektische Lampen Verwendung. Hier ist zunächst die Kohlebogenlampe zu nennen, in der mit zwei Kohlestäben ein Lichtbogen extremer Helligkeit erzeugt wurde. Der Nachteil war der hohe Abbrand der Stäbe, die ständig nachgestellt werden mussten, damit der Lichtbogen nicht abriss. Dieses führte dann zur Einführung der Glühlampe. Kennungen verschiedener Art erreichte man mittels Klappblenden (Otterblenden), Drehblenden, die Optik umlaufend, Farbfilter. Leuchtfeueroptiken Leuchtfeueroptiken sind entsprechend ihrer Brennweite in Ordnungszahlen eingeteilt. Man unterscheidet die folgenden Gruppen: 920,0 mm = Optik 1. Ordnung 700,0 mm = Optik 2. Ordnung 500,0 mm = Optik 3. Ordnung 250,0 mm = Optik 4. Ordnung 187,5 mm = Optik 5. Ordnung 150,0 mm = Optik 6. Ordnung Leuchttürme im Bereich Cuxhaven Dicke Bertha Leuchtturm Großer Vogelsand Kugelbakenlicht Leuchtfeuer Duhnen Leuchtturm an der Alten Liebe (Hamburger Leuchtturm) Leuchtturm Neufeld Leuchtturm Neuwerk Leuchtturm Neuwerk, klein Schlanke Anna Bilder Antiker Leuchtturm Patara/Türkei Antiker Leuchtturm Patara/Türkei Wippfeuer (verkleinerter Nachbau) Feuerkorb (verkleinerter Nachbau)
Bezeichnung für signalgebende Leuchte oder Lichtzeichenanlage. Vom allgemeinen Verständnis her i.d.R. strahlendes, scheinwerferartiges Licht. Häufig wird der Begriff "Leuchtfeuer" in der Seefahrt und im Luftverkehr benutzt. Beispiele: Seefahrt: Leuchtturm, Ober-, Unterfeuer. Luftverkehr: Landeanflugbefeuerung.
Wann immer vom Leuchtturm Neuwerk die Rede ist, ist damit der große Steinturm gemeint, ungeachtet des kleinen Leuchtturmes. Seine Geschichte beginnt am Ende des Mittelalters und ist ebenso sturmumtobt, wie auch abenteuerlich. 1 Geschichte 2 Leuchteinrichtung 3 Daten 4 Turmdaten 5 Nachsatz 6 Bilder 7 Karte Geschichte Aufgrund der gefahrvollen, unübersichtlichen Einfahrt in die Elbmündung, was immer wieder zu Schiffsunglücken mit den zu der Zeit relativ üblichen Verlusten an Ladung und Menschenleben durch Strandraub führte, kam es im Jahre 1246 zu einer Vereinbarung zwischen dem bremischen Erzbischof Gerhard III. (1219 - 1258) und der Stadt Hamburg (und möglicherweise auch Stade, aber nicht sicher) als Hauptnutzer der Elbschifffahrt. Hierin wurde geregelt, dass der Stadt/den Städten die Hälfte der Insel O* und des Fischfangs** zusteht. Als Gegenleistung hatten die Städte einen Leuchtturm zu bauen und zu unterhalten. (*: O = Zu der Zeit häufige Bezeichnung für Insel, auch Og oder Oog. Noch heute in Insel- oder Hallignamen zu finden: Langeoog, Wangerooge (Ostfriesland), Norderoog, Süderoog (Nordfriesland). **: Die damalige Hallig O, später Neuwerk, war seit dem Mittelalter Anlande- und Umschlagplatz für Fisch, hier besonders Heringe). Nachdem im Jahre 1284 die Insel wieder unter bremischer Verwaltung stand (Ursache unbekannt), kam es zu einer zweiten Vereinbarung im Jahre 1286 zwischen den Städten Bremen, Stade und Hamburg, sowie dem Sachsenherzog Albrecht und dessen Neffen als Landesherren von Hadeln. Hier wurde am 14. April neben Regelungen bei Schiffbruch und gegen Strandräuberei erneut vereinbart, "ein beständiges Zeichen am genannten Orte (zu) erbauen mit beständigem Lichte ohne Kosten des Landesherren, damit die Segelnden Tag und Nacht Kunde von diesem Orte haben möchten". Hieraus steht zu vermuten, dass der Vertrag von 1246 kein Ergebnis zeitigte. Wann der aus dem zweiten Vertrag resultierende Turmbau und -betrieb stattfand, möglicherweise in Form einer Blüse, ist nicht belegt. Seine Entstehung wird zwischen 1296 und 1299 gelegen haben. So gibt es einerseits eine Urkunde von 1296, in der Papst Bonifacius VIII das Wirken der Hamburger für die Bergung und Beherbergung Schiffbrüchiger und ihrer Waren lobt. Dieses war aber nur im Turm möglich. Außerdem wird den Wachsoldaten der Turmbesatzung von ihm ein tragbarer Altar zugestanden. Wahrscheinlicher scheint andererseits eine zweite Variante. Eine Urkunde von 1299 gibt Auskunft, dass den Hamburgern zugestanden wird, Felssteine aus dem Hadeler Gebiet zu verwenden, also der Turm zu der Zeit beabsichtigt oder im Bau war. Vermutlich war der Turm dann gegen 1310 fertiggestellt, da zu der Zeit der erste Hamburger Hauptmann und Ratsmitglied Gerhard von Cöln das Kommando mit einer 10-köpfigen Wachmannschaft übernimmt. Zur Sicherung der Finanzierung werden nutznießende Handelsstädte, wie Stade oder Lübeck, an den Baukosten beteiligt. Gesichert ist nur, dass im Jahre 1372 oder 1379 Holzturm und die dazugehörige Burg vermutlich durch Unachtsamkeit der Mannschaft niederbrannten, woraus zu schließen ist, dass es sich um einen Holzturm auf einem Steinsockel gehandelt haben könnte. " ... Um diese Zeit 1379 verbrannte der Turm zum Newenwerke, der merenteils aus Holzwerk gebaut war." Folge davon war der Entschluss Hamburgs, den Turm ganz aus Stein zu erbauen. Dieses führte zum Bau in der noch heute vorhandenen Form: Ein Unterbau aus Felsgestein auf einem kreuzweise verlegten Holzlager aus 30 cm starken Balken, komplett 3 Meter tief im Erdboden. Oben ein massiver Rot-Backstein-Oberbau im Klosterformat. Die Bauform des Turmes könnte lt. Waller vom französischen Donjon-Wohnturm abgeleitet sein, ebenso wie der Ritzebütteler Turm. Die beiden untersten Etagen bestehen aus dreischiffigem Kreuzgewölbe, romanisch. Sie dienten als Warenlager für havarierte Schiffe. Darüber der 4-etagige Wohntrakt mit Holzdecken. Die Gewölbesäle waren früher nicht von außen zu betreten, sodass sich der eigentliche Turmzugang in 8 m Höhe befand. Zur ständigen Trinkwasserversorgung auch bei Belagerung befand sich im Turm ein Behälter, der sog. Wasserstock, der vom Dach her mit Regenwasser versorgt wurde. Zu sagen ist noch, dass das Datum des Erbauens des Steinturmes nicht mit letzter Bestimmtheit festzulegen ist, wie bei vielen Daten aus der Geschichte, da verschiedene Autoren hier verschiedene Daten zugrunde legen. So geht z.B. Obst von nach 1372 aus, andere von 1299 - 1310 als Bauzeit. Fraglich ist nur: Konnte der Turm ohne ein 1372 ausgebranntes Holzskelett überleben, auch wenn lt. Aussage noch im gleichen Jahr die Reparaturarbeiten abgeschlossen gewesen sein sollen. Zu der Zeit war der Turm erster Seeturm in der Deutschen Bucht, gefolgt von Borkum (1576) und Wangerooge (1601); lediglich als Seezeichen, hier aber auch als Schutzturm zu verstehen. Geht man einmal von einer Zahl zu der Zeit von 5.000 - 7.000 Hamburger Einwohnern aus, dann lässt sich die Leistung des Bauwerkes ermessen, für das jedes Bauteil, jeder Stein, per Schiff auf die Insel verbracht und viele Male umgeladen werden musste. Aufgrund der Mächtigkeit und seiner Präsenz auf dem kleinen Eiland wandelte sich folglich der Name der Insel von `O´ über `Nige O´ (lat. `Nova O´ (häufig in Seekarten zu finden)) zu `Nige Wark´ für Neues Werk. Daraus wurde dann im Hochdeutschen `Neuwerk´. Nach seiner Fertigstellung in Ganz-Steinform hat der Turm nicht mehr viele Änderungen erfahren. 1315 schließt Hamburg einen Vertrag mit Wolderich Lappe, in dem er verpflichtet wird gegen einen Jahressalär von 10 Mark die Insel und den Turm zu schützen. 1386 wird im Turm gegen die Brüder Wilken und Wolder Lappe zu Gericht gesessen. Lt. Erich von Lehe werden erst ab 1388 auf dem Turm Messen für die Wachen und Bewohner gelesen und 1390 ein tragbarer Altar aufgestellt. Auch hier wieder differierende Aussagen der Autoren. Eine dritte Aussage datiert den tragbaren Altar auf 1321. 1391 erteilt Papst Bonifacius IX Erlaubnis, dass auch den Neuwerker Einwohnern die Messe am Tragaltar gelesen werden darf. Am 22. Februar 1431 wird Neuwerk von Dithmarschern überfallen und geplündert, die Häuser angezündet. Der Turm kann gehalten werden. 1474 wird das Bleidach gegen ein Kupferdach ausgetauscht. Am 16. August 1536 wird der Turmhauptmann Berend Bräseke hingerichtet, weil er mit drei Mann ein Stader Schiff auf der Neuwerker Reede überfallen, ausgeraubt und deren Mannschaft getötet hat. 1601 besucht Herzog Franz von Sachsen-Lauenburg mit Gemahlin die Insel und den Turm. Am 30. Juli 1626 wird die Insel von Dänemark durch Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg mit 800 Mann gebrandschatzt. Wieder bleibt einzig der Turm bestehen. Am 22. August treffen 42 Schiffe mit 2000 Mann zur Befreiung ein. 1628 ein weiterer Angriff durch Tilly. Wiederum besteht der Turm. Seit 1644 ist auf Neuwerk eine Feuerblüse in Betrieb. Es ist nicht klar, ob der Turm zu der Zeit oder danach noch als Feuerturm diente. Am 7. Oktober 1756 reißt ein Sturm 1300 Ziegel vom Dach. Offensichtlich muss das Kupferdach irgendwann gegen ein Ziegeldach ausgetauscht worden sein. 1773 Besuch durch den Göttinger Professor G. C. Lichtenberg, der auf der Reise nach Helgoland vor Neuwerk notankern muss. Am 24. Juni 1813 kann durch den Einspruch des Maires de Sars die Sprengung des Turmes aufgrund eines Befehls des französischen Kommandanten Davoúst verhindert werden. 1814 dann tritt der Turm in eine neue Phase ein: Am 20. Dezember geht das von J. P. Repsold gebaute und eingerichtete Laternenfeuer in Betrieb. Dazu musste das Walmdach mit einer Laterne mit Abzugsrohr versehen werden. Damit war der bisherige See- und Wehrturm erstmalig zum Leuchtturm avanciert. Nebenher brannte aber noch bis zur Inbetriebnahme des kleinen Leuchtturmes 1815 die Blüse als Seezeichen. Beide zusammen zeigten als Richtfeuerstrecke die Passage über den Vogelsandsteert an. Zum Betrieb beider Türme werden je zwei Leuchtturmwärter auf Nebenverdienst eingestellt. 1842 Besuch durch Hoffmann von Fallersleben. 1862 wird die Leuchteinrichtung mit einer Fresnel-Gürtellinse versehen. 1883 Festanstellung und Beamtung der Lampenwärter. 1892 Löschung des Lichtes von 15. Mai bis 5. September und Umbau des Leuchtapparates. Installation einer Fresnel-Gürtellinse 2. Ordnung und einer 5-dochtigen Petroleumlampe. 1908 wird eine Kennungs-Lichttaktung mittels Otterblenden installiert. 1909 Umbau der Lampe zu einem Petroleum-Glühlicht mit Glühstrumpf. Um 1911 wird für 17.000 RM das Außenmauerwerk des Turmes komplett neu überarbeitet. 1925 wird auf dem Vorwerksgelände ein Schullandheim erbaut, nachdem Hamburger Schulkinder zuvor im Turm untergebracht worden waren. 1926 o. 1929 Das Turmlicht wird auf Elektrizität umgerüstet und zunächst von einem Windgenerator betrieben. 1931 Nur noch ein Leuchtturmwärter. 1942 fester Anschluss an Elektrizität. 1946 wird auf dem Turm eine Vogelschutzstelle der Vogelwarte Helgoland eingerichtet. 1949 wird eine Propangas-Ersatzbeleuchtung mit automatischer Umstellung installiert. Im April 1949 wird im oberen Gewölbe des Turmes die Turmschänke eingerichtet. 1951/52 wird die Turmtreppe bis zum Erdboden verlängert. Es wird ein Fenster zur Turmschänke in das Gemäuer gebrochen. 1971 Anschluss an die Fernüberwachung. Damit endet der Dienst des letzten Leuchtturmwärters Günter Rose. Leuchteinrichtung Das von Repsold 1814 gebaute Reverberen-Leuchtwerk besteht aus 21 ringförmig angeordneten Parabolspiegeln mit Argand-Lampen innerhalb einer ebenfalls von ihm gebauten kupfernen Laterne mit Rauchabzug und, im Gegensatz zur Cuxhavener Laterne, versetzten Scheibenreihen. Eine baugleiche Laterne befand sich auf dem kleinen Neuwerker Leuchtturm. Betrieben wird das Licht mit Rüböl, ab 1870 mit Petroleum, ab 1942 fest mit Elektrizität. Daten Linsendurchmesser: 140 cm Linsenhöhe nach See: 206 cm Aufteilung: 37 prismatische Ringe Signalfarben und Tragweite des weißen Lichtes: weiß/16 Sm/28 km, rot/11 Sm/20 km, grün/12 Sm/20 km übrige Linsenhöhe: 97 cm Brennweite: 700 mm Aufteilung: 17 prismatische Ringe Turmdaten Wurthöhe: 5m Mauerstärke: 2,80 m Turmhöhe: 39 m über Mittelwasser Lichthöhe: 38 m über Mittelwasser Signalart: Quermarkenfeuer Nachsatz Sollte das Leuchtfeuer des Turmes im Jahre 2011 noch in Betrieb sein, so wird er den Cuxhavener Leuchtturm überholt und damit die längste Betriebszeit der deutschen Leuchttürme an der Nordsee haben. Die Auszeichnung für den ältesten noch in Betrieb befindlichen Leuchtturm, sowie das älteste noch erhalten deutsche Seezeichen hat er bereits inne. Zudem ist er nach der Sinstorfer Kirche das zweitälteste Hamburger Gebäude und Hamburgs einziger erhaltener Festungsbau. Seit einigen Jahren kann in dem Turm übernachtet werden. Bilder Zeitgenössische Darstellung des Neuwerker Leuchtturmes im Sturm Leuchtturm 1923 Gebälk des Turmes Leuchtturmwärter Prange auf dem Turmumgang Petroleum-Glühbrenner mit Fresnel-Gürtellinse Wärter Prange am Glühbrenner Leuchtturmwärter-Wohnhaus Leuchtturm im Winter Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Der Leuchtturm Neufeld war ein Leuchtturm im OT-Groden. Gemeinsam mit dem Bau des Leuchtturmes Schlanke Anna in Groden-Osterende wird als Unterfeuer der Richtfeuerstrecke elbabwärts der Neufelder Leuchtturm beschlossen. Er wird auf dem Gelände der ehemaligen Neufelder Schanze, nahe des Grodener Stacks und der Grodener Bake, im östlichen Deichknick des Neufelder Deiches angesiedelt. Am 25. November 1897 nahm er seinen Dienst auf. Es ist ein roter, 12,4 m hoher, drei-etagiger Ziegelsteinbau mit großer Laterne. Am 16. August 1924 werden die Dunkelsektoren des Feuers Neufeld auf ungefähr 53°51´N, 8°45´O beseitigt. Der feste rote Sektor wird bis zur Tonne 15 erweitert und zwischen diesem roten Sektor und dem elbabwärts scheinenden Zweiblitzsektor ein fester weißer Sektor eingelegt. Der feste grüne Sektor wird bis an den elbaufwärts scheinenden Zweiblitzsektor erweitert. Der letzte Leuchtturmwärter, der hier seinen Dienst versah, war Johann Piklaps, der hier noch im Alter von 89 Jahren tätig war. Die Seezeichenverwaltung engagierte ihn, weil aktenkundig war, dass "Piklaps ein arbeitsfreudiger und gewissenhafter Matrose" gewesen ist. Er wurde einer der ältesten Leuchtturmwärter - und zugleich einer der letzten. 1968 wird das Licht mit der Inbetriebnahme des neuen Unterfeuers Baumrönne abgestellt. Von Leuchtturmromatik war im Leuchtturm nicht viel zu merken, das Gebäude besaß weder Trinkwasser- noch Abwasseranschluss. Die Wärter legten zuletzt keinen Wert auf die karge Behausung, zogen aus und überließen die "Romantik" für die letzen 10 Jahre einem Graphiker, der dort sein Atelier einrichtete. 1980 stellte die Deichbehörde wegen dringend notwendiger Deichverstärkung den Antrag auf Abbruch, welcher noch im gleichen Jahr erfolgte. Spuren des Leuchtturmes sind heute keine mehr vorhanden. Der letzte Leuchtturmwärter, Erwin Franke, starb im Alter von 86 Jahren im Juni 2020. Von 1901 bis evtl. 1914 befindet sich hinter dem Leuchtturm eine Begräbnisstätte der Grodener Quarantäneanstalt. Bilder um 1935 Zeitgenössisches Mondscheinbild des Neufelder Leuchtturmes
Georg Christoph Lichtenberg Georg Christoph Lichtenberg (* 1. Juli 1742 in Ober-Ramstadt bei Darmstadt; † 24. Februar 1799 in Göttingen) war ein Schriftsteller und der erste deutsche Professor für Experimentalphysik. Leben Lichtenberg war das 17. und jüngste Kind des protestantischen Pfarrers Johann Christoph Lichtenberg. 1745 zog die Familie nach Darmstadt. Der Sohn litt sein ganzes Leben an einer zunehmenden Kyphoskoliose (Wirbelsäulenverkrümmung), die nicht nur zu einem ausgeprägten Buckel und geringer Körpergröße führte, sondern auch das Atmen immer mehr erschwerte. Er erhielt bis zum zehnten Lebensjahr Privatunterricht in seinem Elternhaus, 1752 wechselte er in die Lateinschule „Darmstädter Pädagog“ . Die Schule schloss er 1761 ab, dank eines Stipendiums des Landgrafen Ludwig VIII. in Höhe von jährlich 200 Gulden konnte er von Mai 1763 bis 1766 an der Universität Göttingen studieren. Seine körperliche Behinderung und seine ständige Anfälligkeit für Krankheiten machten ihn in außergewöhnlichem Maße empfindsam. Seine Beobachtungsgabe richtete er nicht nur auf naturwissenschaftliche Erscheinungen, sondern auch auf die Umwelt und seine Mitmenschen. Nach seinem Studium unternahm er zwei längere Reisen nach England. Auf der ersten Reise 1770 führte er König Georg III. von England und Hannover durch die Sternwarte von Richmond upon Thames, worauf dieser in einem Schreiben die Ernennung Lichtenbergs zum außerordentlichen Professor für Philosophie empfahl. Die zweite England-Reise, auf der er auch Teilnehmer von Cooks zweiter Weltreise kennenlernte, unternahm er von 1774 bis 1775. Bei dieser Gelegenheit begegnete er bekannten Wissenschaftlern wie James Watt oder Joseph Priestley. Diese Reise wurde zu seinem großen Bildungserlebnis. Darüber hinaus hatte er hier Gelegenheit, englische Seebäder kennenzulernen. 1770 wurde Lichtenberg Professor für Experimentalphysik, Mathematik und Astronomie an der Universität Göttingen, 1975 für Naturwissenschaften, doch erst ab 1776 hielt er regelmäßig Vorlesungen. Ab 1780 – bis zu seinem Tod - war er Ordinarius für Physik. Im Oktober 1789 setzten krampfartige Asthmaanfälle ein (eine Folge der Wirbelsäulenverkrümmung), die ihn monatelang ans Bett fesselten. 1793 wurde er zum Mitglied der Royal Society in London ernannt. 1777 machte er die Bekanntschaft von Maria Dorothea Stechardt (1765-1782). Von 1780 bis zu ihrem frühen Tod war die „kleine Stechardin“ Lichtenbergs Lebensgefährtin („ohne priesterliche Einsegnung meine Frau“). 1782 trat Margarethe Elisabeth Kellner in seinen Dienst. 1783 begann ein eheähnliches Verhältnis mit Margarethe Elisabeth Kellner, die er 1789 ehelichte, um ihr und den gemeinsamen Kindern das Erbe zu sichern. Durch seine Krankheit hält er sich mehrfach in Cuxhaven auf, nicht zuletzt auch um seinen ehemaligen Schüler und Freund, den Wasserbau-Fachmann Reinhard Woltman zu besuchen. Gemeinsam entwickeln sie Visionen über ein Seebad, welche Lichtenberg in dem Aufsatz: "Warum hat Deutschland noch kein großes öffentliches Seebad?" zusammenfast. Am 8. November 1792 veröffentlicht Woltman ihn in den `Ham­burger Addreß-Comtoir-Nachrichten´. Am 18. April 1793 beendet Woltman sein Gutach­ten zur Sache. Angeregt durch die wichti­ge Fürsprache Lichtenbergs, beauftragte die `Hamburgische Gesell­schaft zur Beförderung der Künste und nützlichen Ge­werbe´ Woltman und den Ritzebütteler Arzt Neumeister am 26. Februar 1795 mit der Planung eines Seebades. Abendroth nimmt den Aufsatz später unter Kapitel 4 in seinem Buch: `Ritzebüttel und das Seebad zu Cuxhaven´ auf. Er bietet den Anlass, dass Abendroth nach dem Ende der Franzosenzeit 1816 das `Seebad Cuxhaven´ ausruft. Das erlebt der mehrfache Professor und Hofrat Lichtenberg jedoch nicht mehr. Lichtenberg ist Verfasser zahlreicher wissenschaftli­cher und populär-philosophi­scher Aufsätze in seinen Göt­tinger Taschenkalendern. Er galt aber auch als ausgezeichneter Kunstkritiker und Meister des Aphorismus. In Cuxhaven sind das Lichtenberg-Gymnasium und der Lichtenbergplatz nach Georg Christoph Lichtenberg benannt.
Lichtenberg-Gymnasium 2015 Lichtenberg Gymnasium 2006 Das Lichtenberg-Gymnasium Cuxhaven ist ein allgemeinbildendes Gymnasium mit 596 Schülerinnen und Schülern (Stand: 29. August 2013) 1 Namensgebung 2 Geschichte 3 Besonderheiten 4 Weblinks 5 Fußnoten Namensgebung Die Schule wurde 1986 nach Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), dem ersten deutschen Professor für Experimentalphysik und Begründer des deutschsprachigen Aphorismus benannt. Geschichte Im Jahr 1817 wurde die "Töchterschule Ritzebüttel" von Amandus Abendroth gegründet. Der Standort dieser Schule war das Nachtigallsche Haus, Am Vorwerk 1, wo sich die Schule bis zum Jahre 1898 befand. Im Jahr 1849 wurde von Cuxhavener Bürgern die eigene private "Töchterschule Cuxhaven" gegründet. Diese blieb bis zum Jahr 1881 selbständig, als sie gemeinsam mit der Töchterschule Ritzebüttel in die von Rektor Hahn geleitete Cuxhavener Gemeindeschule integriert wurde. Im Jahr 1898 wurde die "Höhere Töchterschule Ritzebüttel" wieder privatisiert und der Leitung von Direktor Kießner übergeben. Dieser errichtet auf eigene Kosten ein neues Schulgebäude in der Friedrich-Carl-Straße 19, welches die nun "Auguste-Viktoria-Schule" genannte Schule bis 1930[1] beherbergen soll. Im Jahr 1909 wird die Auguste-Viktoria-Schule mit der von Maria Cochius geleitete Höheren Töchterschule zur "Höheren Mädchenschule Cuxhaven" zusammengelegt. Die Schule erhält nun städtische Zuschüsse und untersteht einem Kuratorium unter Leitung des Bürgermeisters. Ab 1916 trägt sie den Namen "Lyzeum in Cuxhaven" und ist eine offizielle weiterführende Schule. Im Jahr 1926 wird die Schule als "Staatliche Mädchenrealschule Cuxhaven" vom Hamburger Senat übernommen. Drei Jahre später wird 1929 die Realschule zu einer "Mädchen-Realschule und Realgymnasium für Mädchen" erhoben und bietet damit auch eine gymnasiale Ausbildung an. Am 30. April 1930 zieht die Schule in das heutige Schulgebäude in der Schulstraße 18 ein. 1934 wird die Schule zu einer "Mädchen-Realschule mit dreijähriger Frauenschule". 1937 wird sie von der bisherigen Hamburger Trägerschaft an Preußen übergeben und wird bis 1947 als "Staatliche Oberschule für Mädchen - Hauswirtschaftliche Form" geführt. Im Jahr 1948 erhält die Schule das Anerkennungsabitur der wissenschaftlichen Form mit der "Staatlichen Oberschule für Mädchen - Sprachliche Form". 1949 wird sie um den mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich erweitert. 1954 erfolgen die ersten Reifeprüfungen beider Zweige, ab 1958 dann getrennt nach sprachlichen und mathematisch-naturwissenschaftlichen Klassen. Geschenk des Abgangs-Jahrganges 1997 Ab 1956 wird die Schule offiziell als Gymnasium benannt und heißt nun "Gymnasium für Mädchen Cuxhaven - Sprachliche und mathematisch-naturwissenschaftliche Form". Im Jahr 1957 wird Eleonore Siebrecht Schulleiterin. Kurz nach der 150-Jahr-Feier der Schule im Jahr 1967 wird 1968 das Richtfest eines neuen naturwissenschaftlichen Traktes gefeiert, der 1969 in Betrieb genommen wurde. Im Jahr 1975 übergibt Eleonore Siebrecht die Schulleitung an Hans-Joachim Herzig. 1976 greift die Oberstufenreform, erste Kooperationen mit dem Amandus-Abendroth-Gymnasium werden eingeleitet. Im Jahr 1978 beginnt am bisherigen Gymnasium für Mädchen die erste ungemischte Mädchenklasse, 1979 findet nach dem Kooperationsvertrag mit dem Amandus-Abendroth-Gymnasium das erste gemeinsame Abitur statt. Im gleichen Jahr wird der zweite Erweiterungsbau für den Kunst- und Musikbereich eingeweiht. Im Jahr 1986 erfolgt durch Ratsbeschluss die Umbenennung des bisherigen "Gymnasium Schulstraße" in "Lichtenberg-Gymnasium Cuxhaven". Lichtenberg war einer der ersten, der die Einrichtung eines Seebades im heutigen Cuxhaven empfahl. 1995 übernimmt Bernd Kreft die Schulleitung von Hans-Joachim Herzig. 1996 erhält die Schule im Rahmen des Programmes "Schulen ans Netz" einen Internetanschluss. 1997 wird ein Schüleraustausch mit Krakau begonnen, 1998 besuchen die ersten Krakauer Schüler das Lichtenberg-Gymnasium. Besonderheiten Seit 1976 findet eine Kooperation mit dem Amandus-Abendroth-Gymnasium Cuxhaven statt. So ist der gesamte Unterricht der Abiturjahrgänge schulübergreifend ausgestaltet. Jährlich wird seit 1994 die LiMit (Lichtenberg-Gymnasium Mitteilungen) mit Informationen über das vergangene Schuljahr und Fotos der Klassen und des Lehrerkollegiums herausgegeben. Im Schuljahr 2006/07 wurde LiTuS (Lichtenberg Tutoren-System), eine Form des Förderunterrichts, welche Schüler aus höheren Klassen erteilen, eingeführt. Weblinks Homepage des Lichtenberg-Gymnasiums Fußnoten Hochspringen ↑ Ab 1930 dient das Gebäude als Polizeiunterkunft. Nach dem Neubau eines Polizeigebäudes 1981 wird das alte Schulgebäude abgerissen.
Der Kleine Leuchtturm Neuwerk war ein Unterfeuer auf der Insel Neuwerk. Geschichte Im Oktober 1815 wird hinter dem Neuwerker Norddeich neben der alten hölzernen Feuerblüse, die im gleichen Jahr demontiert wird, der Kleine Neuwerker Leuchtturm gebaut, der zusammen mit dem Großen Leuchtturm eine nordwestliche Richtfeuerlinie ergibt, die die Einfahrt in die Außenelbmündung kennzeichnet. Baulich war es ein achteckiges hölzernes Gerüst, voll holzverkleidet, mit einer geschlossenen, ringsum verglasten Laterne, mit 18 m nicht ganz halb so hoch angesiedelt wie die des großen Turmes (40 m) und von Johann Georg Repsold ausgestattet mit 15 Parabolspiegel-Argand-Laternen. Betrieben wurde der Turm durch zwei Blüsner, für die sich im 3. Geschoss eine Wärmestube befand. Im Jahre 1854 wurde der kleine Leuchtturm mit einem zweites Leuchtfeuer ergänzt, welches die obere Mündung des Südergatts, eines Nebenfahrwassers am Eitzenloch kennzeichnet. Am 4. Juli 1885 wird das Feuer des kleinen Leuchtturmes gelöscht, da sich die Fahrwasserverhältnisse der Elbmündug u.a. durch die Verlagerung des Großen Vogelsandes verändert haben. 1892 diente er nochmal kurzzeitig als Ersatz für den großen Turm, der in der Zeit modernisiert wurde, bis am 5. November 1892 auch dieses Feuer endgültig erlosch. Nach dem Entfernen der Laterne und der Verkleidung diente das Turmgestell unter der Bezeichnung Neuwerk-Bake dann noch über Jahre als Peilmarke für die Verlegung der Fahrwassertonnen. 1909 wird er Turm abgerissen. Das Blüsnerhaus wird ab 1887 als Schulhaus benutzt. 1912 wird auf dem Platz des ehem. kleinen Leuchtturmes ein neues Schulhaus erbaut.
Die LICHTWARK war ein Fährdampfer der HADAG 1 Schiffsname 2 Schiffsdaten 3 Schiffsunglück 4 Gedenkstelle 5 Verbleib 6 Weblink Schiffsname Das Schiff war benannt nach Prof. Dr. Alfred Lichtwark, der 1886 die Hamburger Kunsthalle übernahm und zu einem Institut von europäischem Rang führte. Schiffsdaten Die bei der Stülcken-Werft in Hamburg gebaute "LICHTWARK" (Baunummer 652) war ein Fährdampfer der HADAG. Das Schiff hatte eine Länge von 23,55 m, eine Breite von 6,50 m sowie einen Tiefgang von 2,20 m. Der Stapellauf fand am 22. Mai 1928 statt. Die Ablieferung an die HADAG erfolgte am 31. Mai 1928. Schiffsunglück Am 24. Februar 1946 hatte die "LICHTWARK" ehemalige Marinesoldaten von Hamburg nach Cuxhaven zu transportieren. Trotz widriger Witterungsbedingungen mit hoher Dünung und Nordwestwind der Stärke 9 trat das Schiff auf Befehl der britischen Militärregierung die Fahrt an. Der Bitte des Kapitäns, die Fahrt zu verschieben, wurde nicht stattgegeben. Das für den Hamburger Hafen konzipierte Fährschiff scheiterte in Höhe des Oste-Riffs und kenterte. Von den 110 Menschen an Bord überlebten nur neun das Unglück. Zehn Personen konnten nur noch tot geborgen werden. Ein weiteres Opfer wurde bei der Bergung des Schiffes gefunden. Die restlichen Personen wurden nicht gefunden. Wenige Tage nach dem Unglück ist ein Bergungsschiff mit einem Taucher an der Unglücksstelle, der Taucher kommt aber unverrichteter Dinge wieder hoch, er "konnte den Anblick der vielen Leichen nicht ertragen". Möglicherweise hat er eine Bretterwand am Achterdeck geöffnet, wodurch die Opfer dann dem Tidestrom ausgesetzt waren. Als das Schiff am 9. März gehoben und nach Brunsbüttel gebracht wird, findet sich nur noch ein toter Mann im Schiffsinnern. Die Opfer werden teilweise Wochen, ja sogar Monate nach dem Unglück in den Außendeichsflächen gefunden. Bei Belum werden 13 Opfer angeschwemmt. Sie werden zunächst auf dem Kirchfriedhof von Belum bestattet, später aber auf die Kriegsgräberstätte nach Cuxhaven-Brockeswalde umgebettet. Ein Gedenkstein auf dem Belumer Friedhof erinnert an diese 13 Opfer. Kapitän Krugenberg wird laut Eintrag im Sterbebuch des Standesamtes Cuxhaven neun Wochen nach dem Unglück "in der Einfahrt zum Amerikahafen im Wasser treibend tot aufgefunden". Gedenkstelle Eine Gedenkstelle für die Opfer dieser Schiffskatastrophe befindet sich auf dem Brockeswalder Friedhof in der Kapelle der Grab- und Gedenkstätte für Kriegsopfer. Verbleib Die "Lichtwark" wurde am 11. März 1946 gehoben und repariert. 1957 und 1958 erfolgte ein größerer Umbau bei Pohl & Jozwiak in Hamburg. Das Schiff wurde danach als "Castelo" in Lissabon eingesetzt. Nach 1990 wurde es umbenannt in VISTADOURO und zum Flusskreuzfahrt- und Restaurantschiff umgebaut. 2014 in Porto 2014 in Porto Weblink Castelo
Der zukünftigen Liegeplatz 4 Der Liegeplatz 4 ist ein geplanter Tiefwasser-Liegeplatz an der Elbe. Mit dem Bau des 240 m langen Liegeplatz 4 erhält das Cuxport-Terminal einen neuen, für Einrichterschiffe geeigneten, Liegeplatz sowie 85.000m² zusätzliche Lagerfläche. Die Lagerfläche ist teilweise für sehr schwere Lasten ausgelegt, um dem wachsenden Bedarf an Offshore-Umschlag gerecht zu werden. Auf einem 300 Meter langen Streifen, der parallel zum Ufer verläuft, können direkt an der Kaikante Betriebs- und Lagerflächen entstehen. Die Genehmigungsgrundlagen zum Bau eines Liegeplatzes 4 wurden bereits mit dem Planfeststellungsbeschluss für die Erweiterung des Europakais in Cuxhaven vom 3. April 2012 geschaffen. Für den Bau und die notwendige Geländeerhöhung werden ca. 1,1 Millionen Kubikmeter Sand aus der Außenelbe benötigt. Die Sandentnahme wird querab der Insel Neuwerk erfolgen. Der erste Spatenstich erfolgte im April 2016. Als erstes Schiff machte das 156 m lange Schwergutschiff HAPPY STAR am 14. Juli 2018 fest Die offizielle Eröffnung des Liegeplatzes erfolgte am 19.9.2018 Bilder Baubeginn September 2016 Verfüllung der neuen Hafenfläche 16. März 2017 1. Mai 2017 Stand Juli 2017 Dezember 2017 HAPPY STAR, erstes Schiff am Liegeplatz Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Liegeplatz 9.2 Aufnahme von 2014 Jack-Up an Liegeplatz 9.4 Der Liegeplatz 9 ist der östlichste Liegeplatz der Offshore-Basis Cuxhaven Beschreibung Der Liegeplatz 9 wurde am 15. Oktober 2012 durch den niedersächsische Ministerpräsident David McAllister als Teil der Offshore-Basis Cuxhaven in Betrieb genommen. Der Liegeplatz 9 besteht aus vier hintereinander liegenden Liegeplätzen: von West nach Ost: Liegeplatz 9.1 : Länge: 142m Wassertiefe: 7,40m Liegeplatz 9.2 : Länge: 156m Wassertiefe: 10,60m Liegeplatz 9.3 : Länge: 115m Wassertiefe: 10,60m Liegeplatz 9.4 : Länge: 303m Wassertiefe: 10,60m Unter der Regie der landeseigenen Hafengesellschaft Niedersachsen Ports GmbH & Co KG (NPorts) sind auf einer Fläche von rund zwölf Hektar zusätzliche Liegeplätze errichtet worden. Die Landesregierung hat in den Ausbau insgesamt 65 Millionen Euro investiert. Zusammen mit den Investitionen des Landes Niedersachsen wurde diese Maßnahme aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Dieser östliche Liegeplatz der Offshore-Basis ist mit einer Länge von 300 Metern eine vollwertige Kaianlage für Umschlagzwecke. Sie dient als multifunktionale öffentliche Hafeneinrichtung zum Be- und Entladen von Transportschiffen, Pontons, Hubplattformen, aber auch als Liegeplatz für Schlepper und Schwimmkrane. Schon im Mai 2012 wurde ein Umschlagplatz für Massengut in Betrieb genommen. Dieser Bereich ist ca. 200 Meter lang, hat auf 156 Metern Länge eine hochwassersichere Oberfläche auf NN +6,50 m und eine Wassertiefe von KN -10,6 Metern. Von der Schwerlastplattform bis zum Liegeplatz 9 stehen insgesamt fünf Liegeplätze mit einer Gesamtlänge von fast 900 Metern zur Verfügung. Das ist einzigartig an der deutschen Nordseeküste. Im Bereich des sogenannten Liegeplatzes 9.1. wurden die infrastrukturellen Voraussetzungen für einen weiteren allgemeinen Umschlagkai mit einer Länge von 142 Metern geschaffen. Hier kann kurzfristig und mit geringem finanziellem Aufwand auf einer Fläche von rund drei Hektar Platz für z.B. weitere Offshore-Logistik-Transporte hergerichtet werden. Der Liegeplatz 9.3 wurde nach dem Baubeginn des Siemens-Werkes als öffentliche Rampe für RoRo-Schiffe in 14 Monaten Bauzeit errichtet. Die offizielle Einweihung er Anlage erfolgte am 21. August 2017 durch den niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies. Auf der Landseite sind durch eine Schwerlaststraße alle Liegeplätze in Cuxhaven durchgängig miteinander verbunden. Sie bindet die neue Offshore-Basis über eine 60 Meter breite Schwerlastrampe an das Gebiet des Bebauungsplans 141 und die westlich davon liegenden Betriebe an. Bilder Liegeplatz 9.1 im Bau 2017 Liegeplatz 9.1.im Bau 2017 Liegeplatz 9.2 Liegeplatz 9.3 im Bau 2017 Liegeplatz 9.4 Liegeplatz 9.4 Ende 2017 Karte Die blaue Linie zeigt die ungefähre Lage von Liegeplatz 9 Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Emil Locht als Eisenbahner Emil Locht (20. März 1905 in Wilhelmsburg; † 10. Januar 1950 in Cuxhaven) Leben Geboren als Sohn des Malers Emil Georg Locht und Sophia Locht, geb. Wilroth. Aufgewachsen in Wilhelmsburg, kommt Emil Locht als jugendlicher Arbeiter der Deutschen Reichsbahn (DR) und als Beamtenanwärter nach Cuxhaven. 1933 heiratet er Käthe Bartels, mit welcher er zwei Kinder hatte. Die Familie wohnt von 1934 an für 29 Jahre in Cuxhaven-Döse, Strichweg 37, im Hause des Zigarrenhändlers Kosuph. In jungen Jahren ist Emil Locht in Hamburg im Reichsbahn-Sportverein als Leichtathlet sehr aktiv. Nach seiner Ausbildung arbeitet Emil Locht als Reichsbahnbeamter bei der DR (Fischversand-Bahnhof, Stadtbahnhof, Luftschutzwarnstelle) in Cuxhaven. Am 14.8.1944 wird er zum aktiven Wehrdienst eingezogen. Er gerät in russische Kriegsgefangenschaft in der Nähe von Kiew (Ukraine). Gezeichnet von der Gefangenschaft kehrt Emil Locht am 28. Juni 1947 nach Cuxhaven zurück. Der Dienst bei der Eisenbahn endet nach schwerer Krankheit mit dem Tod am 10. Januar 1950. Emil Locht ist besonders mit dem Kunstmaler Paul Spötter, Catharinenstraße 64, und mit dem Maler und Musiker Alfred Kleinert, Bernhardstraße 8, eng befreundet. Emil Locht spielt Akkordeon. So wird nicht nur gemeinsam gemalt, sondern auch musiziert. Die enge Verbindung zwischen den Familien besteht heute noch. Werk Als Autodidakt -von seinem Freund Paul Spötter beratend unterstützt- widmet sich der in seiner Freizeit aktive bildende Künstler Emil Locht der Ölmalerei ( Malpappen, die er in Kriegs- und Nachkriegszeiten oft selbst herstellt, aufhängbare Wandfliesen) und dem Zeichnen (oft humorvolle Motive, Karikaturen), mit Bleistift, Farbstift und Feder. Auch gestaltet er eigene Laubsägearbeiten farbig. Sein erstes bekanntes Ölgemälde „Geborgen“ stammt als maritimes Motiv von 1934. Weitere zahlreiche Ölgemälde in unterschiedlichen Größen wie Dorfszenen, oft Küsten-Landschaften, Blumen und Blumensträuße. Es gibt ein handgeschriebenes Tagebuch (Kinderzeit) mit eigenen Fotos für Tochter und Sohn. Außerdem fasst Emil Locht seine Erinnerungen an die Kriegsgefangenschaft in einem handgeschriebenen Buch zusammen, das er trotz der belastenden Umstände mit meistens humorvollen kolorierten Zeichnungen versieht. Die Gesamtzahl der Werke von Emil Locht ist nicht bekannt. Der größte Teil dürfte im Umfeld Cuxhavens zu finden sein. Im Besitz der Familie befinden sich u.a. Ölgemälde und Zeichnungen. Werke Altenbruch Frühling Hallig (Ausschnitt) Portrait von Paul Spötter 1944 Wernerwald Feldweg Interieur Aus dem Kriegsgefangen- schafts- und Erinne- rungsbuch Aus dem Kriegsgefangen- schafts- und Erinne- rungsbuch
Jenny Lind (* 6. Oktober 1820 in Stockholm, † 2. November 1887 in London) war eine berühmte, schwedische Opernsängerin. Cuxhavenaufenthalt Im August 1846 weilte die als "Schwedische Nachtigall" bekannt gewordene schwedische Sopranistin als Kurgast in Cuxhaven. Sie krönte ihren Aufenthalt mit einem Konzert, das sie selbst am 29. August 1846 in der Martinskirche gab. Ihrem Wunsch entsprechend wurde der gesamte Erlös des Abends (1707 Mark Courant [1]) für die Armen und Waisen Cuxhavens gestiftet. Ehrung In Cuxhaven wurde die Jenny-Lind-Straße nach ihr benannt. Fußnoten Hochspringen ↑ Mark Courant oder Courantmark war eine Vorgängerwährung der Reichsmark.
Lost Places, verlorene, vergessene Orte, an denen wir noch Reste von Bauten und Objekten finden, die der Allgemeinheit unbekannt sind. Orte, an denen sich "Geschichte vor der Haustür" abgespielt haben kann. Orte, zu denen wir keine konkreten Informationen haben. Zur Unterstützung unserer Arbeit und damit auch dieser Website sind wir auch auf Ihre Mithilfe angewiesen. Vielleicht können genau Sie uns helfen das Geheimnis der verlorenen Plätze zu lüften. 1 Bahnhof Altenwalde 2 Barackenlager Drosselweg 3 Batterie Nordheim 4 Bauhof Sahlenburg 5 Brücke Döser Wettern 6 Friedhof Brockeswalde 7 Haus Nähe Kahler Berg 8 Haus Nähe Schießstand Sahlenburg 9 Beobachtungsturm 10 Pipeline nach Nordholz 11 Schießstand Brockeswalde 12 Seeheim 12.1 Karte 13 Signalmast 14 Strand-Hotel 15 Cafe Opper Bahnhof Altenwalde Ein verrostetes Stationsschild neben der Strecke, abgtrennte Bahngleise neben der Hauptstrecke, vergessene Laternen, ein verfallender Holzschuppen sowie die Reste von Bahnsteigen sind alles was noch an den Bahnhof Altenwalde erinnert. Wir suchen Informationen über diesen vergessenen Bahnhof, den tausende von Bundeswehrsoldaten in Erinnerung haben. mehr... Barackenlager Drosselweg In einem Wäldchen zwischen Drosselweg und Berenscher Weg befand sich südlich des Großen Brinkes bis in die Mitte der 1960er Jahre ein Barackenlager für Kriegsvertriebene. Im Jahr 2009 sind noch vereinzelte Fundamente dieses vergessenen Lagers zu finden. Ein weiteres Lager befand sich südlich der Nordheimstraße gegenüber des von-Elm-Weges. Batterie Nordheim In der Südwestecke des Geländes der Nordheimstiftung befand sich die Batterie Nordheim. Ein Gebäuderest sowie Gräben und Schanzwälle sind in Jahr 2010 noch deutlich zu erkennen. Bauhof Sahlenburg Am Nordrand der Nordheimstiftung lag der Bauhof Sahlenburg. Ursprünglicher Zweck der Anlage unbekannt. In den 1950er und 1960er Jahren war hier ein Außenpunkt des Bauhof Arensch. Beide Bauhöfe waren durch eine Feldbahn verbunden. Anfang der 1960er Jahre landeten hier häufiger Hubschrauber um zur Insel Neuwerk weiterzufliegen. Weitere Nutzung und Auflösung des Bauhofes unbekannt. Brücke Döser Wettern Hinter dem Deich der Grimmershörnbucht verläuft in Höhe der Straße Deichtrift die Döser Wettern parrallel zum Deich, um dann unmittelbar vor dem Deichtrift eine S-förmige Biegung zu vollziehen. Diese Biegung ermöglichte der Cuxhavener Straßenbahn dieWettern über eine Brücke zu überqueren. Bei Unterhaltungsarbeiten der Wettern ist ein lange verdecktes Brückenteil wieder freigelegt worden. Friedhof Brockeswalde Gegenüber der Einfahrt in den Betriebshof liegt auf einer Wiese ein baumumstandenes rechteckiges Areal als ca. 1 Meter erhöhte Fläche. Es ist nicht bekannt, was dieser Hügelplatz bedeutet, noch was sich darunter befindet. Siehe auch... Haus Nähe Kahler Berg In der Sahlenburger Heide finden sich etwa 200m westlich des Kahlen Berges die Reste eines bis in die 1970er Jahre bewohnten Hauses. Baujahr, Nutzung oder Eigentümer des Hauses sind nicht bekannt. Bemerkenswert ist die Betondecke, die heute noch erkennbar mit Eisenbahnschienen verstärkt war. Haus Nähe Schießstand Sahlenburg Bis in die frühen 1970er Jahre stand zwischen der Ortsmitte Sahlenburg und dem Schießstand Sahlenburg ein Gebäude, welches zuletzt militärisch genutzt wurde. Im Jahre 2009 finden sich noch zwei Treppen, sowie ein Kellerniedergang von diesem Bauwerk, dessen Geschichte nicht bekannt ist. Beobachtungsturm Im Süden des Wernerwaldes findet sich Rand des Waldes ein achteckiges Fundament mit einer abwärtsführenden Treppe. Auf dem Rand des Fundamentes sind Eisenteile zu sehen, die wahrscheinlich Reste eines Geländers sind. Es handelt sich hier um das Fundament des Beobachtungsstand "Bertha". Beobachtet wurden hier Schußversuche vom Altenwalde aus ins Wattgebiet vor Arensch. Pipeline nach Nordholz Westlich der Bahnline Cuxhaven - Altenwalde finden sich eine Vielzahl von Betonbauwerken, die teilweise sehr gut erhalten, teilweise aber auch zerstört sind. Es soll sich bei diesen Bauten um Reste einer Treibstoff-Pipeline handeln, die zur Treibstoffversorgung des Flugplatzes in Nordholz diente. Mehr... Schießstand Brockeswalde Im Brockeswald befindet sich ein ehemaliger Schießstand. Ein Teil dieses Schießstandes in unmittelbarer Nähe des jüdischen Friedhofes wird von der Ritzebütteler Schützengilde genutzt. Über den verfallen Rest der Anlage liegen Cuxpedia noch keine Erkentnisse vor. Seeheim Seeheim, ursprünglich als Kinderheim genutzt, wurde 1914 eine Maschinengewehr-Batterie der kaiserlichen Marine. Nach Beschreibungen des dort stationierten Joachim Ringelnatz befand sich Seeheim in etwa dort, wo heute der Marineturm in Sahlenburg steht. Seeheim hatte zwei Steinhäuser, wovon eines den Brunnen und ein Stromagregat beherbergte. Ein Fundament eines solch kleinen Gebäudes mit einer Wandlänge von knapp 3m befindet sich etwas nordöstlich des Marineturms am Rande einer unnatürlich ebenen Fläche in der sonst recht hügeligen Landschaft. Handelt es sich um Seeheim??? Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. Signalmast An der Zuwegung zur Alten Liebe befindet sich gegenüber der Brücke zum Radarturm ein Betonfundament, auf dem ein Anker ruht. Dieses Fundament wurde nicht für den Anker gebaut, sondern trug ehemals den an dieser Stelle stehenden Mast für die Anzeige von Schiffahrtshindernissen. Vor dem Signalmast befand sich an dieser Stelle das Bootsleutehaus, an dessen Seeseite der Mast angebracht war. Strand-Hotel In der Deichstraße, zwischen der Neuen Reihe und der Straße Am Seedeich befindet sich im Jahre 2010 die Fassadenwerbung vom Strand-Hotel Carl Bartels. Die Telefon-Nummer des Hauses war die Nr.9, im Ausschank war Bavaria-Bräu. 2010 befindet sich in dem Gebäude die "Kleine Kneipe" Cafe Opper Reklamefläche an der elbwärts gerichteten Seite des Hauses Neue Reihe 1, in dem sich das Cafe Opper befand.
Im Bereich des Cuxhavener Bahnhofes gab es zwei Lokomotivschuppen Rechts im Bild die Meyerstraße, am Bildrand oben das Minendepot Groden Erster Lokschuppen Ein erster, zweigleisiger Lokschuppen befand sich auf dem Gelände des späteren Fischversandbahnhofes. Dieser Lokschuppen wurde vermutlich abgerissen, als 1934/1935 im Zusammenhang mit dem Bau des Fischversandbahnhofes umfangreiche Veränderungen an den Gleisen des Cuxhavener Bahnhofes vorgenommen wurden. Zweiter Lokschuppen Lokschuppen an der Meyerstraße Ein zwölfständiger Ringlokschuppen mit Drehscheibe befand sich nördlich der heutigen Meyerstraße, etwa auf Höhe der COG -Betriebsstätte. Hier befanden sich auch ein Wasserturm, eine Bekohlungsanlage, Wasserkräne und eine Betriebswerkstatt. Außerdem befand sich hinter dem Lokschuppen ein Übernachtungsquartier für fahrendes Personal. Von dem zwölfständigen Ringlokschuppen wurden um 1960 vier Stände abgetrennt, so dass noch acht Gleise übrig geblieben sind. Mit dem Ende der Dampfloks in den 1960er Jahren wurde die östlich des Ringlokschuppens gelegen Dampflokbehandlungsanlage durch eine Dieseltankstelle für Lokomotiven ersetzt. Der Lokschuppen an der Meyerstraße wurde 1983 abgerissen, die Drehscheibe ausgebaut. Bilder Gleisplan des Bahnbetriebswerkes Cuxhaven 1930 Ansicht Betriebswerk um 1936 V200 im Lokschuppen Ehem. Drehscheibe vor dem Lokschuppen 1981 Dieseltankstelle 2008
Die Linden-Lichtspiele waren ein Kino in Altenbruch-Westerende. Das Kino befand sich im Grodener "Gasthaus zur Linde" und wurde bis 1955 von Herrn Wenzel Neumann, wohnhaft in Ihlienworth, geführt, als Saalkino ohne feste Bestuhlung. Die Anzahl der Plätze betrug ca. 200. Gespielt wurde unregelmäig. Nach Neumann übernahm das Ehepaar Harry und Renate Mrotzeck das Kino. Der Saal wurde völlig umgestaltet u.a. mit der Anbringung von Klappstuhlreihen, Versetzung der Leinwand und Erhöhung des Fußbodens für bessere Sicht auf allen Plätzen. Das schmucke Kino bot nunmehr Platz für 250 Besucher. Die Neueröffnung des Kinos mit der Bezeichnung "Linden-Lichtspiele" fand am 18. Januar 1956 mit dem Film "Der Graf von Monte Christo" statt. Danach wurden wöchentlich 7-8 Vorstellungen angeboten, darunter eine Spätvorstellung und eine Jugendvorstellung. Technisch war das Kino ausgerüstet mit 2 ERNEMANN II 35mm-Kinoprojektoren mit Bogenlicht und Dia-Einrichtung. Zwischen 1957 und 1958 wurde das Kino dann noch auf das Bildsystem Breitwand 1:1,85 umgerüstet. Im Jahre 1960 übernahm Franz Schmidt, der im gleichen Hause als Gastwirt das "Gasthaus zur Linde" betrieb, das Lichtspieltheater. Lage Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
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Lotsentender "Duhnen" im Juni 2008 auslaufend Cuxhaven Reichskriegsflagge der Lotsen Ein Lotse ist in der Seefahrt meist (in Deutschland grundsätzlich) ein erfahrener Nautiker (Kapitän) mit mehrjähriger praktischer Erfahrung, der bestimmte Gewässer so gut kennt, dass er die Führer von Schiffen sicher durch Untiefen, vorbei an Schifffahrtshindernissen und den übrigen Schiffsverkehr geleiten kann. So gesehen üben sie ihre Tätigkeit als Berater des Kapitäns eines Schiffes aus. Mit Lotsenbooten (internationale Aufschrift: "PILOT") oder Hubschraubern werden sie von einem Schiff zum anderen gebracht. Außerdem führen sie Radarberatung durch. Dafür sind entlang der wichtigsten Verkehrswege Radarketten eingerichtet worden. Lotsen in den Revierzentralen beobachten die Radargeräte und beraten Schiffe über Funk. Durch Tidenströmungen und von Flüssen eingebrachte Sedimente ändern sich die Tiefenverhältnisse von Flüssen und Kanälen ständig. Wind, stetig wechselnde Strömungen, andere Ereignisse wie z. B. Nebel, sowie die übrigen Verkehrsteilnehmer beeinflussen die sichere Führung eines Schiffes zu jeder Zeit unterschiedlich. Da die Hauptaufgabe der Lotsen der Schutz von Menschen, Schiff und Umwelt, sowie die Unterstützung einer effizienten Verkehrsführung auf den Wasserstraßen und in den Häfen ist, wird in vielen Gewässern der Welt die Unterstützung durch einen Lotsen auch vorgeschrieben (Lotsenannahmepflicht). Die hierfür fällige Gebühr richtet sich häufig nach der Tonnage des Schiffes. Im Bereich der Ems, Jade, Weser und Unterelbe gilt die Lotsenannahmepflicht seit 2003 insbesondere für Gefahrgut. Für weitere Reviere, wie in der westlichen Ostsee werden weitere Regelungen zur Lotsenpflicht international angestrebt. In Deutschland gibt es See- und Hafenlotsen, welche sich in neun Lotsenbrüderschaften (Körperschaften öffentlichen Rechts) selbst organisieren und die Lotsendienste auf dem jeweiligen Revier für die internationale Seeschifffahrt rund um die Uhr sicherstellen. Diese Lotsen werden von der zuständigen staatlichen Behörde für das bestimmte Revier, für welches sie ausgebildet wurden, nach erfolgreicher Prüfung zugelassen. Grundlage sind die See- bzw. Hafenlotsgesetze. Dem Bund unterstehen die Seelotsen an Elbe (255; Sitz Hamburg), Nord-Ostsee-Kanal I+II/Kieler Förde/Flensburg]] (140 in Kiel, 131 in Brunsbüttel), Lübeck (Trave) (22; Bezirk der Lotsenbrüderschaft NOK II/Kiel/Lübeck/Flensburg), Weser (111 in Bremerhaven, 47 in Bremen), auf Jade und Ems (35, Emden) und an den ostdeutschen Ostseehäfen Wismar, Rostock und Stralsund (30, Sitz in Warnemünde). Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2001. Für den Hamburger Hafen (61 Lotsen) und Bremerhaven (23 Lotsen) gibt es dem jeweiligen Bundesland unterstehende Hafenlotsen. Neben diesen See- und Hafenlotsen findet man den Begriff des Lotsen in der Seeschifffahrt noch für den Überseelotsen sowie in der Binnenschifffahrt für den so genannten Hilfsschiffsführer. Die Überseelotsen unterstützen den Kapitän eines Seeschiffes in der Navigation im freien Seeraum. Im lokalen Sprachgebrauch findet man noch die Begriffe Böschlotsen für die Seelotsen auf der Strecke von Brunsbüttel bis Hamburg oder Flusslotsen auf der Weser von Bremerhaven bis Bremen. Weblinks Bundeslotsenkammer Bundesverband der See- und Hafenlotsen EMPA IMPA Hafenlotsen Bremerhaven Hafenlotsen Hamburg
(Weitergeleitet von Liegeplatz 8) Liegeplatz 8 Aufnahme von 2014 Der Offshore-Basishafen (Liegplatz 8) ist ein Hafenteil in Cuxhaven. Bis dato hat es für den neuen Hafenteil noch keine offizielle Namensnennung gegeben. Momentane Amtsbezeichnung ist Liegeplatz 8. Der Offshore-Basishafen wurde am 23. März 2009 durch den niedersächsischen Wirtschaftsminister Philip Rösler eröffnet, auch wenn der letzte Rammschlag erst am 9. Juni 2009 erfolgte. Das Land Niedersachsen hat rund 48 Millionen Euro in diesen Hafen investiert, der in einer Rekordzeit von nur 12 Monaten gebaut wurde. Der Hafen komplettiert die Offshore Basis Cuxhaven mit ihrer einzigartigen branchenspezifischen Infrastruktur und den Produktionsstätten der Cuxhaven Steel Construction GmbH (CSC) und der Ambau GmbH. CSC baut und montiert Gründungsstrukturen für Offshore-Windenergieanlagen, während AMBAU Offshore-Türme für verschiedene Hersteller von Windenergieanlagen in Serie produziert. Baubeginn war am 12. März 2008 auf einer grünen Wiese im Deichvorland Grodens zwischen Cuxport und Baumrönne. Es wurden 55.000 m³ Deckwerkssteine ausgebaut und weiterverwendet sowie im Mai und Juni 2008 mehr als 600.000 m³ Sand aus der Elbe im Deichvorland aufgespült. Der Neubau des Liegeplatzes 8 in Cuxhaven umfasst eine Hafenfläche von ca. 11,5 Hektar außerhalb des Deiches entlang der Elbe. Die Oberkante des Hafens befindet sich auf 6,50 Meter über Normal Null und damit über dem in Cuxhaven höchsten je gemessenem Hochwasser. Der Hafenneubau unterteilt sich in drei Schiffsliegeplätze: Der Hafenliegeplatz ist 116 Meter lang und 42 Meter breit und präsentiert sich als dreiseitig umschlossenes Hafenbecken. Der rund 100 Meter lange Warteliegeplatz verläuft senkrecht zur Elbe; der 160 Meter lange Stromliegeplatz liegt parallel zum Fahrwasser. Außerdem werden noch zwei Molen mit einer Gesamtlänge von ca. 200 Metern hergestellt. Der gesamte Hafenbereich ist für Lasten von 20 Tonnen pro Quadratmeter ausgelegt; das Hafenbecken sowie die Vorstauflächen südlich davon überspannt ein Brückenkran mit 65 Metern Spurbreite und eine Lastaufnahme von 600 Tonnen. Die Erschließung des Offshore-Basishafens erfolgt über zwei jeweils 40 Meter bzw. 25 Meter breite Deichrampen, die ebenfalls für Schwerlastverkehr konstruiert sind. Als Erweiterung der Offshore-Basis erfolgte am 21. Mai 2010 der erste Rammschlag für den Liegeplatz 9. Bilder Bauschild 2009 Ehem. Grodener Pütten, jetzt Offshore-Basishafen Hafenbecken Brückenkran Video
Das Lotsenviertel ist ein Innenstadtbereich Alt-Cuxhavens mit besonders hoher Lebensqualität. 1 Beschreibung 2 Bilder 3 Karte 4 Weblink Beschreibung Zu den Ursprüngen gibt es zwei Geschichten. Die historische ist entstanden durch die Bestimmungen der Residenzpflicht, der auch die Lotsen unterlagen. Kein Lotse durfte weiter vom Hafen und Alte Liebe, entfernt wohnen als 1 km. Hiermit wurde eine schnelle Einsatzbereitschaft erreicht. Da zwei Drittel der Fläche um die Alte Liebe Wasser und Hafen sind, konnten die Lotsen also nur in einem angrenzenden Viertel wohnen. Hier finden sich auf dem alten Deich von vor 1500 noch heute die Häuser der Lotsen. Dazu gehören die Alte Deichstraße, heute Schillerstraße mit dem sog. Schillerzentrum, die Marienstraße, Neue Reihe, sowie der Lotsengang, den Alteingesessenen besser bekannt als Leberwurstgang. Das heutige Lotsenviertel umfasst den gleichen Bereich. Teilweise werden auch Alter Deichweg, die Heinrichstraße, Friedrichstraße sowie der nördliche Teil des Grünen Weges mit dazu gerechnet. Nur müssen heute dort keine Lotsen mehr wohnen. Der Bereich umfasst liebevoll geführte Einzelhandelsgeschäfte, Handwerksbetriebe, Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe. Die Wohn- und Aufenthaltsqualität ist in diesem Viertel besonders hoch. In einem langjährigen Projekt haben sich die Geschäftsleute des ehem. Schillerzentrums zusammengetan um den alten Namen Schillerzentrum zu ändern. Alles begann mit der Namensänderung und dem Masterplan. Die von Thorsten Larschow eingebrachte Idee, den Einkaufsbereich um die Alte Liebe `Lotsenviertel´ zu nennen, wurde schnell aufgegriffen und hat sich durchgesetzt und seit 2005 verwirklicht. Nach vielen Bürgergespächen und etlichen Sitzungen fanden im Dezember 2010 die umfangreichen Umbaumaßnahmen vorerst ein Ende. Die Schillerstraße hat seitdem eine niveaugleiche Pflasterung aus Granit und Klinkersteinen. Bilder Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. Weblink IG Lotsenviertel Alte Website Schillerzentrum
1 Geographische Lage 2 Herkunft des Namens 3 Geschichte 4 Karte Geographische Lage Der Lübbertkai befindet sich westlich des Steubenhöft und der HAPAG-Hallen an der Ostseite des Vorhafens. Herkunft des Namens Benannt nach dem Hamburger Fischereidirektor, Förderer der Cuxhavener Seefischmarktes und Cuxhavener Ehrenbürger Prof. Dr. med. h.c. Hans Julius Lübbert. Geschichte Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. Günter Wolter: Die Cuxhavener Straßennamen; ISBN-Nr: 3-928327-51-8
Lotsenschoner Nr.2 "Duhnen" Der Lotsenschoner Nr.2 „Duhnen“ war ein von 1924 bis 1936 im Cuxhavener Lotsendienst eingesetzter Schoner. Lotsenschoner Nr. 2 „Duhnen" war das einzige aus Stahl gebaute Schiff der Cuxhavener Lotsenschonerflotte und gleichzeitig auch der letzte hier eingesetzte Schoner. Bis zu seinem Abgang 1936 als reines Segelschiff ohne Hilfsmaschine in Betrieb. „Duhnen" wurde 1912/13 als „Emden" (Baunummer 18) auf den Nordseewerken Emden gebaut. Nach dem 1. Weltkrieg kam das Schiff 1924 im Tausch gegen zwei ältere hölzerne Cuxhavener Lotsenschoner (Nr. 5 „Elbe" und Nr. 6 „Ritzebüttel") als „Duhnen" nach Cuxhaven. Doch die Zeit der segelnden Lotsenschiffe war bereits so gut wie vorbei. Die vier hölzernen Schoner standen 1929 zum Verkauf, nur „Duhnen" blieb als Ausbildungsschiff für den Seelotsennachwuchs zurück. Die letzte Reise mit Lotsenaspiranten fand 1936 statt. Bis 1939 wurde das Schiff dann mehrfach verchartert an die Yachtschule Glücksburg, den Hanseatischen Yachtclub Neustadt und an die Marine-SA. Unter der Flagge der Marine-SA. strandete das Schiff am 18. Januar 1938 bei Marienleuchte/Fehmarn, wobei zahlreiche Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Das Schiff wurde abgeborgen und schließlich am 13. Mai 1939 an die SA-Gruppe Nordmark Kiel für RM 5000,- verkauft. Im zweiten Weltkrieg diente „Duhnen" der Luftwaffe als Schul- und Zielschiff. Nach dem Kriege brachte die britische Royal Air Force das Schiff als Kriegsbeute mit nach England, wo ein amerikanischer Yachtsegler die „Duhnen" zum ersten Mal sah. Der Amerikaner war ein erfahrener Seemann, der seine seemännische Ausbildung auf den Rahschiffen von F. Laeisz erfahren hatte. Er suchte gerade einen Ersatz für sein altes Schiff, mit dem er bereits zwei Weltreisen gemacht hatte und war sofort begeistert von der „Duhnen". Er kaufte das Schiff auf der Stelle und brachte es zum Umbau nach Brixham/Devonshire zu J.W. und A. Upham, einer 150 Jahre alten renommierten Werft für Fischereifahrzeuge. Hier fand im Herbst und Winter 1946/47 ein sorgfältiger Aus- und Umbau statt. Die Takelage wurde erneuert, wobei das Schiff als Brigantine getakelt wurde. Nach mehreren Weltreisen strandete das Schiff am 23. Juli 1964 auf einem Korallenriff vor Rarotonga/Cook-Inseln.
Lüderskoop ist eine Straße in Lüdingworth 1 Geographische Lage 2 Herkunft des Namens 3 Geschichte 4 Besonderheit 5 Karte Geographische Lage Lüderskoop führt vom Köstersweg nach Norden. Herkunft des Namens Lüderskoop ist eine alte Wurtensiedlung in der Marsch. Sie soll schon vor der Eindeichung um 1.100 n.Chr. bestanden haben. Eine Siedlung Luderscope wird erstmalig 1307 urkundlich erwähnt. Sie ist die Keimzelle des Lüdingworther Ortsteiles Köstersweg. Geschichte Die Lüderskooper Kapelle Tom Hilligen Geist soll noch zu Beginn des 16. Jhs. bestanden haben. Nach Plünderungen und Verwüstungen anlässlich einer Fehde zwischen dem Bremer Erzbischof und den Hadlern 1524, sowie nach der Einführung der Reformation 1529 wurden die Überreste des einst katholischen Gotteshauses nach Lüdingworth gebracht. Der sogenannte Lüderskooper Altar, ein Flügelaltar, befindet sich heute in der St.-Jacobi-Kirche in Lüdingworth. Er wurde zwischen 1430 und 1440 angefertigt und um 1520 umgearbeitet. Besonderheit Auf dem Straßenschild heißt die Straße "Zum Lüderskoop". Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Hans Julius Lübbert (* 10. August 1870 in Hamburg; † 22. November 1951 in Hamburg). 1 Leben und Werk 2 Veröffentlichungen 3 Würdigungen 4 Literatur Leben und Werk Nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Kiel und Rom, das er wegen einer schweren Malariaerkrankung aufgeben muss, wird er 1904 in den Hamburger Staatsdienst als Fischerei-Inspektor berufen. Gemeinsam mit dem Altonaer Stadtbaurat Stahl und dem Präsidenten des Deutschen Seefischerei-Vereins Dr. Herwig beginnt er im selben Jahr, die Errichtung eines Fischmarktes in Cuxhaven vorzubereiten. Die ersten Pläne werden 1905 erstellt. 1907 beginnen die Vorarbeiten mit Landankäufen, der Hafenvertiefung, dem Ausbau des Außenhafens sowie dem Bau der ersten beiden Hallen. In die Halle I zieht am 1. Oktober 1907 die neue Cuxhavener Fischerei-Inspektion unter der Leitung von Fischerei-Inspektor F.W.J. Duge. Sie ist der „Deputation für Handel, Schiffahrt und Gewerbe“, unter der Leitung von Fischereidirektor Lübbert, unterstellt. Der Fischmarkt wird schließlich am 23. Februar 1908 offiziell eröffnet. Im Rahmen seiner Arbeit hat sich Lübbert nicht nur für die weitere Förderung des Fischmarktes in Cuxhaven eingesetzt sondern war zudem an der Gründung der „Cuxhavener Hochseefischerei AG“ am 11. Februar 1908 beteiligt. Nach dem 1. Weltkrieg, als Lübbert Beauftragter des Reiches für Nahrungsmitteleinkauf im neutralen Ausland war, beteiligt er sich aktiv an der Gründung und Leitung der „Deutschen Seefischerei AG“ (sie fusioniert 1927 mit der „Cuxhavener Hochseefischerei AG“ zur größten Fischdampferreederei Deutschlands) in Cuxhaven. 1922 wird Lübbert wieder als Fischereidirektor in den hamburgischen Staatsdienst eingesetzt. Er scheidet fast 60-jährig im Juli 1930 aus dem Hamburger Staatsdienst (nach anderen Quellen wird er 1933 zwangspensioniert) und widmet sich vorwiegend der Veröffentlichung seiner wissenschaftlichen Tätigkeit in der Fischbiologie und Meeresforschung sowie der journalistischen Arbeit beim von ihm mitbegründeten „Fischerboten“ und dem „Handbuch der Seefischerei“. 1933 wird ihm, als Sohn eines jüdischen Vaters die Lehrerlaubnis entzogen und er muss vom Verwaltungsrat des Deutschen Fischereivereins zurücktreten. 1936 folgte der Ausschluss aus der Deutschen Wissenschaftlichen Kommission für Meeresforschung und 1938 wird ihm die Verantwortung für das Handbuch der Seefischerei genommen. 1945 wird Lübbert zum Neuaufbau des hamburgischen Fischereiwesens wieder zum Fischereidirektor berufen. Er stirbt am 22. November 1951 im Hamburg. Veröffentlichungen 1925 und 1949: Hamburger Fischerei in Zehn Jahrhunderten (Vom Walfänger zum Fischdampfer); Verl. Ges. d. Freunde d. vaterländischen Schul- u. Erziehungswesens, Hamburg 1926: Beobachtungen über den Plattfischbestand im Amerikahafen zu Cuxhaven im Jahr 1925; O. Salle, Berlin 1927 und 1930: Der Fischmarkt von Cuxhaven; Fischmarkt Cuxhaven G. m. b. H., Cuxhaven 1927: Der staatliche Fischmarkt in Cuxhaven; Völkerbund, Genf 1927: Studienreise der Cuxhavener Fischmarktinteressenten nach England und Schottland; Johs. Kröger, Blankenese 1928: Island und seine Wirtschaft; E. S. Mittler & Sohn, Berlin 1932: Die belgische Seefischerei; Übersetzung des Werkes von Leonce Verbrugghe; Schweizerbart, Stuttgart Würdigungen 1930 ernennt ihn die Universität Hamburg zum Ehrendoktor und nach dem 2. Weltkrieg zum Professor. Die Stadt Cuxhaven hat Prof. Dr. med. h.c. Hans J. Lübbert am 20. August 1950 zum Ehrenbürger ernannt und am 24. April 1963 den Kai und die Straße an der Ostseite des Alten Fischereihafens bei der ehemaligen Fischhalle II nach Lübbert benannt (Lübbertkai, Lübbertstraße) Literatur Peter Bussler; Historisches Stadtlexikon für Cuxhaven; Heimatbund der Männer vom Morgenstern; 2002 taz Nord vom 9.1.2007
Wappen Karte Basisdaten Einwohner 1.721 - Stand 12.2018 Fläche 3.723 ha Ortsbürgermeister Thomas Brunken Postleitzahl: 27478 Telefonvorwahl: 04724 Adresse der Stadtteilverwaltung: Liebfrauentrift 15 27478 Cuxhaven 1 Lüdingworth 2 Nachbargemeinden 3 Herkunft des Namens 4 Geschichte 4.1 Verwaltungszugehörigkeit 5 Verkehr 6 Veranstaltungen 7 Schulen 8 Jugendeinrichtungen 9 Evangelische Kirche 10 Partnergemeinde 11 Personen 12 Lüdingworther Wurten 13 Information für Bauwillige 14 Artikel in Cuxpedia 15 Quelle 16 Weblinks Lüdingworth Lüdingworth (plattdeutsch: "De Worth") als einer der Hauptorte des ehemaligen Landes Hadeln zählt zu den ältesten Gemeinden der Region. Schon 1298 wurde der Ort als Kirchspiel Lüdingworth urkundlich erwähnt. Die Endsilbe »-worth« im Ortsnamen belegt, dass die ursprüngliche Ansiedlung auf Zeiten zurückgeht, in denen die Bevölkerung der Marschgebiete ihre Anwesen auf flutsicheren Hügeln, den sogenannten Wurten, anlegten. Auch heute noch ist die Wurt, auf derem höchsten Punkt die Kirche errichtet ist, gut zu erkennen. Landwirtschaftliche Betriebe prägen bis heute das Ortsbild Lüdingworths. Traditionell zählt Lüdingworth innerhalb des Landes Hadeln zum 1. Stand, den Gemeinden des Hochlandes, also zu den gegenüber dem Sietland wohlhabenderen Gemeinden. Zu Lüdingworth gehören auch die ehemaligen Gemeindeteile Köstersweg mit Lüderskoop, Seehausen und Feuerstätte. Ihre Selbstständigkeit verlor die Gemeinde Lüdingworth, als sie am 1. Juli 1972 mit Einwilligung des Gemeinderates, aber gegen den Willen eines großen Teiles der Bevölkerung nach Cuxhaven eingemeindet wurde. Nachbargemeinden Der Ortsteil Lüdingworth grenzt im Nordosten an die Stadt Otterndorf, im Osten an Neuenkirchen, im Südosten und Süden an Nordleda, im Süden an Wanna und im Südwesten an Nordholz. Im Norden grenzt er an den Cuxhavener Ortsteil Altenbruch, im Westen an die zu Altenwalde gehörenden Ortsteile Franzenburg und Gudendorf. Herkunft des Namens Zur Entstehung des Namens „Lüdingworth“ existieren verschiedene Thesen: Nach dem Hadler Chronisten Daniel Wolderich Bilkau, der in seiner „Hadeleriologia Historica“ von 1722 schreibt: „Lüdingwohrt vor alters her Leidingwohrt strecket sich bei Altenbruch nach der Länge ins Süden her … Diß Kirchspiel hat seinen Nahmen von den herrlichen Grasereyen … und weil daselben viele Wasserleitungen durch gehen...“. Diese Erklärung gibt es in dieser Form nur bei Bilkau. Sie scheint nicht recht glaubwürdig, denn man kann „Leiden“ in diesem Zusammenhang auch nicht mit verlandeten Prielen in Verbindung bringen. Der Lüdingworther Heimat- und Ahnenforscher Gerhard Gerdts gibt eine andere Erklärung. Aus dem plattdeutschen Wort „Worthlüüd“ leitet er die Formulierung „Lüüd op der Worth“ (Leute auf der Worth) ab und glaubt, hieraus habe sich das Wort „Lüdingworth“ entwickelt. Das Neuenwalder Urkundenbuch berichtet aus dem Jahre 1348 über Lüdingworth als „die Worth des Lude“. Das Stader Copiar aus dem Jahre 1420 spricht von "Luddynwordt" (Lude / Luddyn = Ludwig). Hier erkennt man eine personenbezogene Zugehörigkeit. Es ist möglich, das der Namensteil „Lüding-“ von einem Worthenbewohner namens Lüder, Lühr, Lührsen oder Lüding stammt und dieser für den Ort namensgebend wurde. Nach dem langjährigen Lüdingworther Ortsheimatpfleger Hinrich Gerkens gibt es eine weitere Deutung. Er glaubt, dass -resultierend aus dem altsächsischen und altfriesischen Sprachgebrauch- sich die heutige Kirchwurt als „Liudthing" = Leutething(worth) von der unbebauten Seeworth unterscheidet. Hierbei erkennt er auch den Wortteil „thing“ aus dem Germanischen als „Gericht“ bzw. „Stätte der freien Männer“. Welche der Erklärungen der Wahrheit am nächsten kommt, bleibt (noch) dem Urteil des Lesers überlassen. Geschichte Unter Bezugnahme auf die Erforschung alter Marschenhorizonte lässt sich heute erkennen, dass die Ansiedlung Lüdingworths etwa um Christi Geburt ihren Ursprung haben muss. Gleiches gilt für die Besiedlung des heutigen Lüdingworther Ortsteiles Köstersweg, der aus der Siedlung Lüderskoop hervorgegangen ist und etwa gleich alt sein dürfte. Hierzu berichtet uns die so genannte Karlssage, dass Karl der Große im Jahre 797 während der Christianisierung der Wurtfriesen als Dank für die Errettung aus Wassernot die Lüderskooper Kapelle gegründet haben soll. Zu der Wassernot soll es gekommen sein, nachdem die Lüdingworther den Deich an der Norderscheidung durchstoßen hatten. Da aber die Kirchspiels- bzw. Scheidungsdeiche erst im 12. Jahrhundert vor dem Bau des Hadler Seedeiches entstanden, kann dieser Teil der Sage nicht zutreffen. Der Verlauf des Scheidungsdeiches ist jedoch heute noch zu erkennen, daraus folgt auch, dass das südlich des Deiches liegende Lüdingworth älter sein muss als Altenbruch, dass nördlich des Deiches liegt. Da davon auszugehen ist, dass die tiefer liegenden Ländereien der Marschen von der Geest her besiedelt wurden, ist auch dieses ein Indiz für das gleichzeitige Entstehen von Lüderskoop und Lüdingworth. Lüdingworth hatte jedoch den Vorteil der elbnahen Entwässerung durch die Wedem und konnte sich dadurch gegen Lüderskoop behaupten. Mit der planmäßigen Trockenlegung der Marschen konnten die Bewohner dann auch ihre Wurten nach und nach verlassen und das tiefer gelegene Land besiedeln. Hierzu bediente man sich auch der Hilfe der Holländer, wie noch aus dem Begriff "Hollisches Recht" zu erkennen ist. Im Verlaufe der Geschichte des Landes Hadeln haben es die Lüdingworther auch geschafft, sich weder den sächsischen Herzögen noch den Erzbischöfen von Bremen total unterwerfen zu müssen. Hadeln galt wahrscheinlich ursprünglich als freier Reichsboden, den die Herzöge im Namen des Kaisers zu betreuen hatten. Selbstverwaltung und Gerichtsbarkeit nahmen die Bauern wahr. Sie erkannten die Mitwirkung des Landesherrn nur in höchster Instanz an. Als zur Zeit der großen Seeräubereien Hamburg das 1394 erworbene Ritzebüttel ausbaute, wurde das Land Hadeln mit Lüdingworth aufgrund Finanzknappheit der Herzöge nahezu ein Jahrhundert an Hamburg verpfändet. Aber auch zu dieser Zeit ließen sich die Lüdingworther kaum in ihre Angelegenheiten hineinreden. So schuf Lüdingworth gemeinsam mit Altenbruch und Nordleda im Jahre 1439 mit dem so genannten "Weistum" die erste Fassung des späteren Hadler Landrechts. Anders als das Land Wursten, das von Bremer Landsknechten im zweiten Anlauf erobert wurde und noch länger im Katholizismus verhaften musste, ging Hadeln sofort zum Luthertum über. Die Bremer Landsknechte, die versucht hatten, von Wursten aus Hadeln zu erobern, wurden 1541 in der Schlacht in der Hadeler Heide bei Lüdingworth, wo sich die Hadler zuammengeschlossen hatten, vernichtend geschlagen. Bereits vor dem Dreißigjährigen Krieg ließ Herzog Franz im Jahre 1590 die nach ihm benannte Franzenburg am Rande der Geest zwischen Lüdingworth und Altenwalde erbauen. Diese Burg geriet jedoch schnell in fremde Hände und stellte so ein Risiko und eine Bedrohung für das Land Hadeln selbst dar. Zuletzt hatten sich die Dänen in dieser Befestigungsanlage festgesetzt. Als dann im Jahre 1644 ein günstiger Zeitpunkt gekommen war, schleiften die Hadler mit Erlaubnis des Fürsten am 17. Februar die Burg, damit ihnen durch sie kein Schaden mehr zugefügt werden konnte. Der Burgwall ist bis heute erhalten geblieben. Die kirchliche wie politische Leitung der Gemeinde oblag zu diesen Zeiten dem Kirchspielsgericht. Dieses setzte sich aus dem Schultheißen und vier Landschöpfen zusammen. Dieses waren Lüdingworther Einheimische, die diese Ämter lebenslang innehatten. Sie stellten einen Kirchspielsschreiber oder Aktuar ein. Das Kirchspielsgericht war gleichzeitig Gerichts-, Verwaltungs- und Polizeibehörde. Bei wichtigen kommunalen Aufgaben wurden dreizehn Gevollmächtigte hinzugezogen, während bei kirchlichen Angelegenheiten vier Juraten (Kirchengeschworene) und zwei Leviten (Armengeschworene) mit zu Rate gezogen wurden. Diese waren vom Kirchspielsgericht für vier Jahre in ihr Amt gewählt worden. Die Beschlüsse des Kirchspielgerichtes wurden den Einwohnern sonntags nach dem Gottesdienst vor der Kirchturmtür durch den Aktuar mitgeteilt. Die spätere Eingliederung in das Reich Napoleons leitete nach den Befreiungskriegen im Jahre 1848 und dem Übergang des Landes an Preußen 1866 die Veränderungen des folgenden Jahrhunderts ein. Was sich in den Jahrhunderten bis 1945 entwickelt hat, erlebte nach dem Ende des 2. Weltkrieges noch einmal einen außergewöhnlichen Aufschwung, der dann durch eine Umstrukturierung, die viele Landgemeinden traf, beendet wurde. Lüdingworth wurde nach langen Bemühungen Cuxhavens im Jahre 1972 dessen Ortsteil, ein großer Teil der Bevölkerung aber besteht auf Hadler Freiheit und tritt der Stadt Cuxhaven sehr selbstbewusst gegenüber, wie der Kampf um den Erhalt der Lüdingworther Schule gezeigt hat. Verwaltungszugehörigkeit Bis 1810 zum 1. Stand des Landes Hadeln 1810 - 1813 zum Canton Ritzebüttel (Franzosenzeit) 1813 - 1852 zum 1. Stand des Landes Hadeln 1852 - 1885 zum Amt Otterndorf 1885 bis 1972 zum Kreis Land Hadeln Ab 1972 Stadt Cuxhaven, Ortsteil Lüdingworth Verkehr Lüdingworth wird von der Kreisstraße 9 (K9) von Altenwalde in Richtung Neuenkirchen/Otterndorf und von der K5 von Altenbruch in Richtung Wanna durchzogen. Veranstaltungen "Ründ üm de Kark", alle zwei Jahre Ende August / Anfang September Jeweils am 1. Sonntag im Mai: "Worth-Huus-Eröffnung" Schulen Lüdingworther Schule (Grundschule) Klassen 8 - 10 der Altenbrucher Schule (Hauptschule) Jugendeinrichtungen Das Jugendheim der Ev. Kirchengemeinde Lüdingworth ist umbenannt worden in Gemeindehaus. Nach wie vor treffen sich hier aber die Jugendgruppen der Gemeinde. Evangelische Kirche Die Lüdingworther St.-Jacobi-Kirche ist eine der kulturhistorisch bedeutendsten Kirchen Norddeutschlands. Von den vielen Kostbarkeiten des Lüdingworther Gotteshauses ist unter anderem die hervorragend renovierte Wilde- Schnitger-Orgel von 1598 -neben dem Lüderskooper Altar- erwähnenswert. Ein Fries mit 36 Bauernwappen außen an der Chorwand weist auf den Stolz und das Selbstbewusstsein der alten Bauernfamilien hin. Partnergemeinde Die Partnergemeinde Lüdingworths ist die französische Stadt Elven in der Bretagne. Elven hat ca. 3500 Einwohner und liegt etwa 15 km nordöstlich von Vannes, der Partnerstadt Cuxhavens, im Departement Morbihan. Während der Großveranstaltung "Rund um St. Jacobi", die am 27. Juni 1998 aus Anlass der 700-Jahrfeier Lüdingworths stattfand, ratifizierten Lüdingworths Ortsbürgermeister Hartwig Möller und Elvens Bürgermeister Marcel le Boterff den Partnerschaftsvertrag auf der Freitreppe vor dem Kirchturm der St. Jacobi-Kirche. Am 29. August 1998 wurde der Vertrag vor dem Rathaus in Elven von französischer Seite ratifiziert. Personen Carsten Niebuhr, berühmter Geograf und Arabienforscher, Franz Grabe, bekannter Heimatdichter, Prof. Albert Hinrich Hußmann, berühmter Bildhauer und Tierplastiker, Julius Hahlweg, Stifter und Mäzen der Köstersweger Schule Gerhard Gerdts, Heimat- und Ahnenforscher Johan beym Graben, Gräfe und Landeskonsulent des Landes Hadeln. Lüdingworther Wurten Name der Wurt Höhe über NN Größe Kirchwurt Lüderskoop 1,25 m 0,2 ha Kirchwurt St. Jacobi 4,90 m 0,5 ha Seewurt (unbebaut) 4,80 m 1,6 ha Seewurt (Böye) 4,20 m 1,6 ha Seewurt (Kamps) 4,90 m 5,4 ha Seewurt (Döscher) 4,60 m 4,3 ha Information für Bauwillige Bauplätze stehen in Lüdingworth zurzeit Am Südfeld zur Verfügung. Die Kosten hierfür betragen ca. 42,00 €/m² (voll erschlossen). Artikel in Cuxpedia Artikel und Medien, die sich mit Lüdingworth befassen, sind in der Kategorie Lüdingworth aufgelistet. Quelle Hinrich Gerkens u.a.: Chronik des Kirchspiels Lüdingworth, hrsg. vom Geschichts- und Heimatverein Lüdingworth von 1988 e.V., 2000 Weblinks Verkehrsverein Lüdingworth MTV-Lüdingworth
Die Lüdingworther Schule 2010 Die Lüdingworther Schule ist eine Grundschule in Lüdingworth. 1 Anschrift 2 Geschichte 3 Nebenschulen 3.1 Seehausen 3.2 Osterende 3.3 Westerende 3.4 Köstersweg 4 Gegenwart 5 Quelle Anschrift Lüdingworther Schule Schulleiterin: Annkatrin Holländer Liebfrauentrift 15 27478 Cuxhaven Tel: (0 47 24) 2 33 Geschichte Bis zur Reformation fehlen Nachweise über das Schulwesen im Lande Hadeln und Lüdingworth. Die erste Nachricht findet sich in einem Bericht des Herzogs von Sachsen-Lauenburg vom 15. Oktober 1624, der sich auf eine 1622 stattgefundene Kirchenvisitation bezieht und darin alle Winkelschulen (nicht öffentliche, private Schulen) verbietet. Bis etwa zum Jahre 1767 waren die theologisch ausgebildeten Kantoren auch als Lehrer ausgebildet und bekleideten, wie in Lüdingworth, das Amt des Kantoren und des Schulleiters gleichzeitig. Das Kantorenhaus (Kantorenlehn) war gleichzeitig das Schulhaus. Die ältere Geschichte der Lüdingworther Schule wird detailliert dargestellt in der Schulchronik, die 1892 der Lüdingworther Kantor Peter Christian Krönke anlegte. Er geht davon aus, dass wahrscheinlich schon zur Zeit der Reformation im Kirchspiel Lüdingworth eine Dorf- oder Hauptschule vorhanden war. Bis zum Jahre 1802 findet sich jedoch in amtlichen Unterlagen nur der Hinweis auf eine Nebenschule, woraus aber geschlossen werden muss, dass es auch eine Hauptschule gab. Nachdem im Jahre 1842 das alte Kantorenlehn an der Liebfrauentrift abgebrochen und an gleicher Stelle für eine größere Schülerzahl neu errichtet wurde, musste diese Dorfschule bereits 1863 erneut vergrößert werden, um insgesamt 204 Kinder zu unterrichten. 1928 wurde ein weiterer Klassenraum an die Dorfschule angebaut. Die darin untergebrachte II. Klasse wurde am 19. Oktober 1928 in Betrieb genommen. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde in dieser Klasse eine Backstube eingerichtet, während das Hauptgebäude als Unterkunft für einen Wehrmachtstruppenteil diente. Diese Einquartierung wie auch der Lehrermangel ließen für das Schulwesen kaum lösbare Probleme aufkommen. Erst als Anfang September 1945 die Feldbäckerei aufgelöst wurde, fand wieder Unterricht statt. Bedingt durch viele Flüchtlinge reichten die Räumlichkeiten der alten Schule aber nicht aus. Deshalb mietete man einen Saal (Familie Skobjin, heute Jacobistr. 25) an und baute zusätzlich auf den Schulhof eine Baracke. Die Lüdingworther Schule 1950 Mit dem Bau einer neuen Dorfgemeinschaftsschule konnte schließlich am 21. April 1960 begonnen werden. Die Einweihung und Inbetriebnahme des I. Bauabschnittes konnte am 18. Oktober 1961 vorgenommen werden. Die alte Dorfschule wurde mit Ausnahme der II. Klasse abgerissen. Aus diesem ehemaligen Anbau wurde eine katholische Kapelle. Als die katholische Gemeinde diese Kapelle aufgab, erwarb die Stadt Cuxhaven das Gebäude und überließ es dem Geschichts- und Heimatverein Lüdingworth von 1988 e.V. Dieses Gebäude ist heute das Ausstellungs- und Arbeitsgebäude des Vereines, das „Worth-Huus“. Die neue Dorfgemeinschaftsschule konnte 1966 um den II. Bauabschnitt und 1972 um den III. Bauabschnitt ergänzt werden. Seit 1980 ist die Lüdingworther Schule eine reine Grundschule. Ebenfalls seit dem Jahre 1980 befindet sich im Schulgebäude der Lüdingworther Schule eine Außenstelle der Altenbrucher Schule. Hier werden die Klassen 8-10 der Hauptschule Altenbruch unterrichtet. Ein weiterer Meilenstein des Jahres 1980 ist die Einweihung einer neuen Turnhalle, die anstelle einer der Gemeinde Lüdingworth im Eingemeindungsvertrag versprochenen Badegelegenheit errichtet wurde. Nebenschulen Seehausen Die ehemalige Nebenschule in Seehausen Die Nebenschule im Ortsteil Seehausen wurde in den Jahren 1921/22 errichtet. Aufgelöst wurde sie am 9. April 1959. Osterende Die ehemalige Nebenschule im Osterende Die Osterender Schule wurde 1892 erbaut, nachdem der Vorgängerbau zu klein geworden war.Hier fand bis 1961 Unterricht statt. Danach wurde das Gebäude verkauft und in den Jahren 2012/13 abgerissen. Westerende Die Nebenschule im Westerende 1906 Der Neubau der Nebenschule 1922 Die Westerender Schule wurde im Jahre 1922 neu erbaut . Sie wurde 1963 aufgelöst und verkauft (Heute Lüdingworther Str. 30). Köstersweg Nachrichten über eine Nebenschule im Westermoor finden sich erstmals im Jahre 1845. Diese Schule wird durch einen Schulneubau im Jahre 1850 ersetzt. Sie hat Bestand, bis im Jahre 1910/11 eine neue Schule errichtet wird (heute Köstersweg 61). Sie ersetzte 1912 das alte Köstersweger Schulhaus aus dem Jahre 1850, das 1978 dem Bau der Autobahn weichen musste. Der Schulbetrieb an der Köstersweger Schule wurde erst im Jahre 1964 eingestellt. Schule von 1850 im Jahr 1920 Schule Köstersweg 1930 Gegenwart Die Grundschule Lüdingworth war im Jahre 2008 Begierlichkeiten der Stadt Cuxhaven ausgesetzt, die diese Schule aus Wirtschaftlichkeitserwägungen heraus schließen wollte, ohne dabei an das Wohl der Kinder oder die Zukunft Lüdingworths zu denken. Schließlich gelang es dank des Zusammenhaltes der Lüdingworther, dieses Vorhaben zunächst zu verhindern. Danach wurde auch der Förderverein der Lüdingworther Schule e.V. gegründet. Quelle Hinrich Gerkens u.a.: Chronik des Kirchspiels Lüdingworth, hrsg. vom Geschichts- und Heimatverein Lüdingworth von 1988 e.V., 2000
Lotsentender beim Ansteuern eines Containerschiffes Aufgabe des Lotsen ist die Unterstützung von revierunkundigen Kapitänen bei der sicheren Führung von Seeschiffen auf den engen Seewegen der Flüsse und Häfen. 1 Geschichte 2 Allgemeines 3 Die Lotsenschiffe im Elbe-Revier 4 Das Berufsbild des Lotsen 5 Bilder 6 Fußnoten Geschichte Das Lotswesen auf der Elbe kann bis in das 13. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Bevorzugtes Ziel der die Elbe anlaufenden Handelsschiffe, während der Zeit der rasant wachsenden Kauffahrteischifffahrt der Hanse, war der Hamburger Hafen. Aber auch Häfen wie Harburg, Stade, Glücksburg oder andere, die heute eher als historisch zu betrachten, ja teilweise nicht mehr existent sind, nutzten die angebotenen Lotsendienste für die gefährlichen Bereiche der Flussmündungen und Flüsse. Aus dieser historisch gewachsenen Hamburgischen Vorherrschaft und den damit begründeten Interessen im Elberevier ergab sich auch die bis heute bestehende Hamburgische Verantwortlichkeit für die Sicherheit der Flussschifffahrt. Die mit den Strömungsverhältnissen und Untiefen im Mündungsgebiet vertrauten Fischer der Inseln Helgoland und Neuwerk waren die ersten Lotsen auf der Elbe. Aktenkundig wurde das Vorhandensein von Lotsen auf der Elbe im Jahre 1575. Bei der Vermessung der Insel Neuwerk wurden 5 1/2 Morgen Land "...for 2 piloten ab den elvstrom" vorgesehen, Focko Moensen und Harm Meyer, die hier die bis in die Neuzeit als Fischerhäuser bezeichneten Anwesen errichteten. In dem gegen 1600 in der Mündung des Ritzebüttler Schleusenpriels durch Hamburg angelegten Koogshaven, dem späteren Cuxhaven, etablierte sich allmählich das Seelotswesen der Elbe. Im Jahre 1610 verpflichtete Hamburg ihren ersten Piloten "bey der Stadt", den aus Neuwerk nach Cuxhaven verzogenen Carsten Honighold, der dem Rate der Stadt einen Lotseneid schwören musste. 1623[1] wurde mit Gründung des Kollegiums der Admiralität diese zuständig für das Lotswesen und die Seezeichen. Am 26. Oktober 1639 wurde vom Rat der Stadt Hamburg eine Pilotage- und Schragenordnung (Gebührenordnung) für den Hamburger Hafen erlassen. Nach einer Reihe von Schiffsuntergängen auf der Elbe wurde am 10. Juli 1656 die erste Pilotageordnung für diesen Flussbereich erlassen. Dieses Datum kann als Beginn des geregelten Lotswesen auf der Elbe angesehen werden. Wer das Lotsgewerbe ausüben wollte, musste ein Examen ablegen und wurde von der Admiralität vereidigt (Admiralitätslotsen). Die Lotsordnung blieb im Wesentlichen bis zur Auflösung der Admiralität 1810 bestehen und hat in der Fassung von 1750 Auswirkung bis heute. Sie regelte den Lotsbetrieb von Hamburg bis zur Seestation bei der Roten Tonne in der Außenelbe. Führten die Cuxhavener Admiralitätslotsen anfangs die einkommenden Schiffe bis Hamburg, so setzte sich ab 1674 eine gewisse Revierfolge der Lotsen (Bört) durch. Noch heute regelt die Börtordnung - zusammen mit anderen Vorschriften - den Einsatz der Lotsen über die Flusswegstrecke. Die unterelbischen Admiralitätslotsen lotsten nun die Schiffe in der Regel bis Scheelenkuhlen oder bis Glückstadt. Nur in Ausnahmefällen wurden die Schiffe bis Hamburg durchgelotst. Die neu gegründete Bruderschaften der Overlotsen (Obenlotsen) lösten die Admiralitätslotsen ab und fuhren die Schiffe bis Hamburg. Sie hatten sich in Glückstadt, Blankenese, Oevelgönne und dem Stadter Raum gegründet. Am 13. Januar 1745 vereinigten sich die in Oevelgönne und Neumühlen ansässigen Lotsen zu einer Elbelotsenbrüderschaft. Die Brüderschaft führte eine regelmäßige Börtfahrt ein. Die Schiffe wurden von einer bei St. Margarethen gelegenen Station aus besetzt. Diese Böschstation wurde nach einer gegenüberliegenden Sandbank - der Bösch - benannt. Die Lotsen nannten sich entsprechend `Bösch-Lotsen´. [2] Mit dem Abschluss eines Vertrages im Jahre 1865, des `Böschregulativs´, wurde der Ablauf des Versetzdienstes zwischen den Cuxhavener Seelotsen und den fünf Brüderschaften der Oberlotsen geregelt. Abgelöste Cuxhavener Lotsen wurden mit der `Böschjolle´ nach Cuxhaven zurückbefördert. Aus der teilweisen Unzulänglichkeit dieses Lotsentransportes entwickelte sich der zunächst durch die Cuxhavener Lotsen betriebene Fährverkehr zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven. Ab 1882 setzte die Böschstation das erste Dampfschiff gleichen Namens im Versetzdienst ein. 1900 schlossen sich die Cuxhavener Lotsen zum `Verein der Cuxhavener Lotsenschaft´ zusammen. Die ständige Vergrößerung der Segelschiffe machte es notwendig, den Versetzdienst in sicherer Entfernung von den Sänden bereits in der Nordsee durchzuführen. Dazu wurde 1855 der erste Lotsenschoner `Cuxhaven´ in Dienst gestellt. Bis 1893 folgten 6 weitere Schoner, wobei ständig 6 auf See waren. Die Schoner waren in Cuxhaven stationiert und mit je 10 Cuxhavener `Kreuzerlotsen´, einer extra hierfür etablierten Gruppierung, besetzt. Sie kreuzten vor Borkum, Norderney, Helgoland, der Wesermündung und zeitweise im Englischen Kanal vor Dungeness. Ihrer Farbe wegen wurden sie als `die weißen Schwäne der Nordsee´ bezeichnet und waren für ihre Seetüchtigkeit bekannt. Die Kreuzerlotsen führten die Schiffe bis zur Elbmündung (später bis Cuxhaven) und wurden von den Patentlotsen (früher Hauer-oder Admiralitätslotsen) abgelöst. Auch wenn die Kreuzerlotsen nach kurzer Zeit in die Revierlotsen eingegliedert wurden, so wurde das System bis zur zunehmenden Umstellung der Seefahrt auf Motorschiffe um 1930 erfolgreich beibehalten. 1895 brachte die Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Kanals (Nord-Ostsee-Kanal) einige Veränderungen für die Elbe. An den Schleuseneinfahrten wurden zwei Lotsenstationen eingerichtet, eine für die Kaiserlichen Kanallotsen und eine für die Elbelotsen. Seitdem wird der Lotsenwechsel auf der Elbe vor Brunsbüttel statt St. Margarethen durchgeführt. Das 1905 fertiggestellte Lotsenhaus dient heute noch den Elbe - und den Kanallotsen als Einsatzstation. Mit dem Ende des 19. Jahrhunderts war die Schiffsfrequenz auf der Elbe so angestiegen, dass seeseitig neben den Lotsenschonern und dem Lotsen-Stationsschiff bei der Roten Tonne auch die Feuerschiffe Elbe 2 und Elbe 3, bzw. Elbe 4 mit Lotsen besetzt wurden und als Versetzstation dienten. Alle diese Seestationen wurden von Cuxhaven aus mit dem Lotsentender personell versorgt. Der Lotsdienst auf der Elbe sah mithin folgendermaßen aus: Die Cuxhavener Seelotsen lotsten die Schiffe von See bis Brunsbüttel und wurden dort von den Kanal- bzw. den Böschlotsen abgelöst. Schiffe aus dem Kanal nach See wurden ebenfalls von Cuxhavener Seelotsen bedient. Von Hamburg nach See gehende Schiffe unterlagen zunächst keinerlei Regularien und wurden direkt und ohne Lotsenwechsel nach See gebracht. Erst mit Beginn des 18. Jahrhunderts gründeten sich die Bruderschaften der Neben- oder Patentlotsen der fünf Brüderschaften Hamburg, Oevelgönne-Neumühlen, Blankenese, Glückstadt und der Hannoverschen. 1871 schließen sie sich zusammen zur Gruppe der `Vereinigten Elb-Paten-Lotsen´. Nach Bedarf wurden einzelne Lotsen zu den Haupt- oder Böschlotsen übernommen. Am 21. Oktober 1942 erfolgte die Gründung der`Lotsenbrüderschaft Hamburg´. Im selben Jahr folgte die Gründung der `Lotsenbrüderschaft Cuxhaven´. Am 15. November 1957 vereinigten sich die Lotsenbrüderschaften Hamburg und Cuxhaven zur `Lotsenbrüderschaft Elbe´. Verbunden damit ist eine endgültige Reviertrennung bei Brunsbüttel auch für die Abwärtslotsung. Dieses hat zur Folge, dass etwa 2/3 der Cuxhavener Lotsen nach Brunsbüttel versetzt werden. 1967 wird auf der Elbe die Radarkette zwischen der Außenelbe und Hamburg in Betrieb genommen, besetzt von den `Elb-See-Lotsen´. Erstmalig mussten durch die nun mögliche Funklenkung Schiffe ohne eigene Radarmöglichkeit keine nebelbedingten Liegezeiten mehr einlegen. Überdies ergab diese Sicherheit eine erhebliche Senkung der Unglücksrate. Ab 1. April 1999 vereinigte sich die Lotsenbrüderschaft Elbe mit den Cuxhavener Hafenlotsen. Cuxhaven wird seitdem vollkommen von den Elbelotsen mit bedient. Ebenfalls ab 1. April 1999 wurde der erste neue Lotsen-Tender in Dienst gestellt. Im Spätsommer folgte der zweite Tender. Das neue Stationsschiff "ELBE" nahm im August / September 2000 seinen Dienst auf. In Cuxhaven waren die Lotsen zunächst im Lotsenhaus am Ewerhafen stationiert, später im Lotsenhaus am Leuchtturmweg. Der Bootsdienst zwischen der Alten Liebe und den Schiffen wurde zunächst von den Bootsleuten des Bootsmannshauses durchgeführt. Am 1. Januar 1962 wurde der Dienst privatisiert und der Firma Taucher O. Wulf übergeben. Allgemeines Die Mitglieder der Lotsenbrüderschaft Elbe lotsen die Schiffe auf der Elbe von der Leuchttonne `E 3´ in der Deutschen Bucht bis zur Hamburger Hafengrenze. Dabei werden alle Häfen und Pieranlagen an der Elbe bedient. Der einkommenden Schifffahrt werden spezielle Dienste angeboten, die es ermöglichen, dass die Schiffe zu jeder Zeit, auch unter schwierigsten Wetterbedingungen, ihren Liegeplatz erreichen. Die ausgehende Schifffahrt wird auf Wunsch bis zu den Lotsenstationen aller deutschen Reviere beraten. Hierfür stehen der Schifffahrt 250 Seelotsen kontinuierlich zur Verfügung. Die Verkehrszentralen Brunsbüttel und Cuxhaven können ebenfalls jederzeit auf Anforderung mit Seelotsen besetzt werden. Die Seelotsen beraten vom Landradarbildschirm die Kapitäne und Bordlotsen z.B. bei Nebel, Sturm und Eiswetterlagen. Von der "Lotsenbrüderschaft Elbe" werden auf der Elbe derzeit vier Lotsenstationen unterhalten:. Hamburg - Brunsbüttel - Cuxhaven - sowie die Seestation bei der Leuchttonne `Elbe´ . Die Station Hamburg ist die Hauptstation für alle aus Hamburg auslaufenden Schiffe. Die Seestation in der Außenelbe, in der Nähe des Leuchttonne "Elbe" ist die Hauptstation für alle in die Elbe einlaufenden Schiffe. Die Station Brunsbüttel ist die zentrale Wechselstation für alle nach Hamburg und See bestimmten Schiffe sowie für alle Schiffe von und zum Nordostseekanal. Sie koordiniert auch alle Sonderdienste der Brüderschaft. Von hier wird auch der Einsatz der Seelotsen in der Verkehrszentrale Brunsbüttel koordiniert. Von der Station Cuxhaven aus werden auch Seelotsen im Hafen von Cuxhaven sowie in der Verkehrszentrale Cuxhaven eingesetzt. Seelotsen kommen aus allen Bereichen der Schifffahrt, alle Seelotsen sind im Besitz des höchsten nautischen Patents, der überwiegende Teile ist als Kapitän in der weltweiten Fahrt tätig gewesen. Hierdurch fließen alle fachlichen Richtungen der Seefahrt ein, sodass eine größtmögliche Fächerung aller seemännischen Erfahrung vorhanden ist. Die Mitglieder der Lotsenbrüderschaft Elbe unterliegen einer ständigen Schulung in Theorie und Praxis. Die Schulung wurde durch Training an Simulatoren und anderen modernen Systemen erfolgreich erweitert. Die Lotsenbrüderschaft Elbe ist in allen einschlägigen beratenden Fachgremien vertreten. Wie bereits seit 1855 mit den Weißen Schwänen wird noch heute allen Schiffen, die aus nordeuropäischen Häfen oder von Übersee kommend die Elbe ansteuern, angeboten, den Lotsen bereits im Abgangshafen bzw. enroute an Bord zu nehmen. Die Lotsenschiffe im Elbe-Revier Der Elbebereich ist das dynamische Versetzgebiet der Lotsenbrüderschaft Elbe in der Außenelbe. Es beinhaltet die Versetzposition bei der Leuchttonne "Elbe" und den Versetzpunkt in der Deutschen Bucht, ca. 7 sm NNW-lich der Leuchttonne "Elbe" bei der LT "E3". Die Lotsenbrüderschaft Elbe arbeitet seit dem Jahr 1999 mit SWATH-Schiffen. Dieser Schiffstyp zeichnet sich durch hervorragende Seegangseingenschaften aus. Hierdurch wurde der Versetz- und Ausholbetrieb in der Außenelbe erheblich verbessert. Das System besteht aus einem Mutterschiff ( LS "ELBE") und zwei Tendern (LT "DUHNEN", LT "DÖSE") [3]. Die Tender sind die Fahrzeuge, welche die Lotsen versetzen und ausholen. Sie gehen längsseits der zu bedienenden Schiffe. Für kleine Fahrzeuge hat die Seestation zwei schnelle Boote, die den Lotsen an Bord bringen oder abholen. Sie werden in Ruhe vom Stationsschiff an Bord gehievt. Die erste LS ELBE wurde im Jahr 2000 in Dienst gestellt, sie löste die alten Lotsenversetzschiffe nach deren 40-jährigem Dienst ab. Im Jahr 2010 wurde die "ELBE" durch einen modifizierten Nachbau gleichen Namens ersetzt: Stationsschiff "ELBE". Das alte Versetzschiff wurde in `LS HANSE´ umgetauft. Es dient nun als Ablöseschiff für die Seelotsreviere von Elbe und Weser. Die Schiffe befinden sich im Eigentum des Bundes und werden durch den Lotsbetriebsverein bereedert. Der Lotsbetriebsverein hat seinen Sitz in Hamburg unter dem Dach der Bundeslotsenkammer und gliedert sich in vier Außenstellen. Die Außenstelle Cuxhaven ist in der direkten Zuständigkeit für die Schiffe im Bereich der Lotsenbrüderschaft Elbe. Die Zuständigkeit für den Einsatz der Schiffe liegt allein bei der Lotsenbrüderschaft. Das Berufsbild des Lotsen Der Lotse ist qualifizierter Berater des Kapitäns in küstennahen Gewässern, Flüssen, Kanälen und in deutschen Seehäfen. Er - selbst erfahrener Kapitän - ist speziell geschult und trainiert für das Navigieren und Manövrieren der Schifffahrt in seinem Lotsrevier. Der für ein Lotsrevier bestallte Lotse übt seine Tätigkeit als freien, nicht gewerblichen Beruf aus. Er hat im Rahmen seiner Beratung die Sicherheit und Leichtigkeit der Schifffahrt, den Schutz der Umwelt und die Abwehr von Gefahren für Menschen und Sachgüter vorrangig zu berücksichtigen. Wer den Beruf eines Lotsen in einem Lotsrevier ausüben will, bedarf einer Zulassung (Bestallung) durch die zuständige Aufsichtsbehörde. Der Lotse gehört nicht zur Schiffsbesatzung. Die für ein Lotsrevier bestallten Lotsen bilden eine Lotsenbrüderschaft. Die Lotsenbrüderschaften sind Körperschaften des öffentlichen Rechts. Die sieben deutschen Brüderschaften bilden die Bundeslotsenkammer. Bilder Siehe auch Bilder unter Sven-Axel Nilsson Gemälde der Böschstation im ehemaligen Zustand Böschstation 1900 Lotsenstation Brunsbüttel 1938 Lotsenhaus Brunsbüttel aktuell Lotsenhaus Brunsbüttel, Landseite Leitwarte der Lotsenstation Brunsbüttel Altes und neues Lotsenhaus Brunsbüttel von der Elbe gesehen. Mittelalterliche Lotsgalliot Lotsenschoner Lotsenschiff Ditmar Koel dito. Lotsenschiffe Simon von Utrecht und Dietmar Koel Lotsenversetzboot Grimmershörn Stationsschiff ELBE Lotsentender Richtung Cuxhaven Lotsentender auslaufend Fußnoten Hochspringen ↑ Hamburgische Admiralität: Hamburger Schifffahrtsbehörde, am 12. Februar 1623 gegründet Hochspringen ↑ Sie war in einem Wirtshaus eingerichtet worden, welches sich auf einer uralten seit alters her bewohnte Wurt befand. Nach dem Umzug der Lotsen 1895 nach Brunsbüttel wurde das Gebäude nur noch als Gastwirtschaft genutzt. Es brannte am nebligen Morgen des 5. November 1902 ab und wurde nicht wieder aufgebaut. Die Lotsenstation bot bis zu 80 Lotsen Quartier. Die Warft selbst besteht heute noch, sie liegt unmittelbar am Bütteler Außenpriel im Außendeichsland von St. Margarethen. Hochspringen ↑ LS / LT = Lotsenschiff / Lotsentender
Der Löschplatz war der Hafenplatz, an dem primär Schüttgüter gelöscht wurden. Mit dem Aufblühen Cuxhavens als Hafenort und des Schleusenprieles als Hafengewässer im 17. und 18. Jahrhundert situierte sich auch der Frachtverkehr im Cuxhavener Hafen. Nach der Schiffbarmachung des Prieles bis zur Ritzebütteler Schleuse wurde hier ein Löschplatz für schwere Lasten und Schüttgüter eingerichtet. Er befand sich unterhalb der heutigen Deichstraße vor der Schleuse. Dieser war zum Teil durch Vorsetzen zur Wasserseite gesichert und diente als Umschlagplatz für Steine, Kohlen und vermutlich auch für Ziegel der Ziegelei an der Ostseite. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts lässt der Döser Steinmetz Hahl auf dem Platz einen Holzkran errichten, um damit seine schweren Steinblöcke entladen zu können. Er wird gegen 1880 demontiert. Mit der Legung des neuen Schleusendammes für die Kanonenbahn im Jahre 1891 endet die Geschichte des ersten Löschplatzes, da er durch die zu kleine Schleusenöffnung für seegehende Lastewer nicht zu erreichen ist. So wird ein zweiter Löschplatz ebenfalls an der Westseite des Schleusenprieles vor dem Damm eingerichtet. Auch hier wird zunächst nur das südliche Ende durch Vorsetzen gesichert. Später wird die Sicherung weitergeführt. Zum Zu- und Abtransport der Güter wird vor dem westlichen Obdeich ein Fahrweg angelegt, der der Einfachheit halber analog zur `Ostseite´ `Westseite´ genannt wird. Später wird daraus die heutige Straße `Am Schleusenpriel´. Im Jahre 1909 wird der Löschplatz nochmals erheblich nach Norden verlängert. Vorn links letzter Löschplatz, heute Hafenamt Einen weiteren Umzug muss der Platz mit dem Bau des Schleusendammes für die Konrad-Adenauer-Allee zu Beginn der 1980er Jahre hinnehmen. Allerdings war zu der Zeit auch bereits die große Zeit des Löschplatzes abgelaufen. Geschifft wurde jetzt mit größeren Schiffen, die zumeist zu groß für den Priel waren. Außerdem hatte sich der Schüttgutumschlag bereits in den nach dem Kriege freigegebenen Amerikahafen, sowie an den Lübbertkai verlegt, sodass es im Schleusenpriel nur noch zu Gelegenheitsumschlag kam. Geändert hatte sich mit dem jetzigen Löschplatz auch die Uferhöhe. Konnten die bei Ebbe im Schlick liegenden Ewer an den beiden ersten Plätzen noch über ein paar über die Bordwand gelegte Planken gelöscht oder beladen werden, so ist dieses heute aufgrund der Kaihöhe nur noch mit Kran möglich. Grund war hierfür eine gewünschte weitgehende Sturmflutsicherheit. Mit der Ansiedelung des Hafenamtes auf dem Gelände endet die Geschichte des Löschplatzes. Geblieben ist von den alten Löschplätzen nur noch das niedrigere Höhenniveau des Stellplatzes der `Hermine´. Bilder Links Mitte zweiter Löschplatz mit Frachtewern Löschplatz, davor Schleusendamm und Speicherbecken mit Brendels Klause (Ehem. Schutzbunker)
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Das Gebäude "Lüdingworther Straße 13" war ein unter Denkmalschutz stehendes Fachwerkgebäude in Zweiständerbauweise im Ortsteil Lüdingworth. Geschichte Dieses Gebäude wurde im Jahre 1748 von Joachim Hartwig von Seth und seiner Frau Margaretha Rebecca von Sethen -wahrscheinlich als Altenteilerhaus- errichtet. Das Ensemble von Gebäude, Vorfläche und Garten zeigte einzigartig die Besiedlungsstruktur des 18. Jahrhunderts. Obwohl bereits im Rahmen der Dorferneuerungsplanung 1998 dringender Sicherungsbedarf erkannt und die Anlage als "hochgradig ortsbildprägend" eingestuft wurde, war es nicht möglich, das Gebäude zu retten. Die Besitzerin war nicht bereit, dieses Gebäude zu veräußern. Inzwischen ist es komplett abgerissen worden. In Lüdingworth war es auch als "Wackermannsches" Haus bekannt, weil bis 1994 darin der Rentner Hans Wackermann wohnte. Dieser hat mit seinen geringen Mitteln immer wieder versucht, der durch das Reetdach eindringenden Feuchtigkeit Einhalt zu gebieten. Er wohnte in diesem Haus ohne elektrischen Strom und ohne fließendes Wasser. Karte
(Weitergeleitet von Loz tinitoz) LOZ TINITOZ ist eine deutsche Rock-Band, die 2006 in Cuxhaven (Niedersachen) gegründet wurde. Ihr Stil liegt zwischen Rock, Punk und Indie. 1 Besetzung 2 Biografie 3 Discografie 4 Musikstil 5 Bilder 6 Allgemeines 7 Weblinks Besetzung Timo Januschewski (Gesang, Gitarre), Oliver "Olly" Lagemann (Gitarre/Bass), Timo Utermöhle (Schlagzeug) Biografie Loz Tinitoz wurde am 9. Oktober 2006 gegründet. Damals entstand der Entschluss, aus der Cover-Band "Tinitus" eine echte Rock-Band zu formen. Loz Tinitoz wurde als eine 5-Mann Band von Timo Januschewski, Ole Marschall, Robert Thiele, Norman Gerber und Timo "Moe" Utermöhle gegründet. Damals spielte Loz Tinitoz noch Deutschrock. Loz Tinitoz wurde am 9. Oktober 2006 unter Ohrenschmerzen gegründet. Die Idee zum Bandnamen stammte nämlich vom Sänger Timo Januschewski, welcher während eines Urlaubs in Spanien auf die Idee des spanisch klingenden Namens kam, der auf Tinnitus anspielt, da nach den Proben die Ohren der Bandmitglieder rauschten und piepten. Im März 2011 wurde das erste Album namens „Herzsucht“ veröffentlicht, welches mit Markus Geiger (produzierte u.a. „Das Pack“) in Hamburg aufgenommen wurde. 2013 nahm man erneut ein weiteres Album mit ihm auf, welches den Namen „Auf der Suche nach Aletheia“ trug, welches im Februar 2013 erschien. Durch den Song „New York“ gelang es die Band erste Aufmerksamkeit in Mainstreamradio zu erwirken. Das dritte Album „Majestät“ wurde im Juli 2015 veröffentlicht, welche nun mit einem neuen Produzenten zusammenarbeitete. Im Juni 2018 kam dann das wilde und voller Ironie strotzende Album „Kamikazekatze“ ans Licht der Welt. Hier war mittlerweile Oliver Lagemann von Cats TV bereits mit am Start. Discografie 2011: Herzsucht 2013: Auf der Suche nach Aletheia 2015: Majestät 2018: Kamikazekatze Musikstil Die Band ist facettenreich aufgestellt und bewegt sich zwischen Punk-, Indie- und Pop/Rock. Ferner weisen ihre Songs teils auch mit Elektroelementen auf. Der Gesang ist deutsch. Neben dem normalen Rockgesang gibt es hier auch in vielen Songs Sprechgesangselemente. Bilder 2009 2010 Allgemeines Live - Chronik Datum Ort Veranstaltung 10.11.2006 Jugendhaus, Leeste 24.11.2006 Otterndorf Panic Room 26.01.2007 Cuxhaven Rock me Amandeus 30.03.2007 Dorum Rock in der Halle 22.06.2007 Cuxhaven Rock me Amandeus 06.07.2007 Bremerhaven School´s out for summer 13.07.2007 Nordholz HDK Rockt 20.07.2007 Spieka JUZ Rockt beim Wattspektakel 19.08.2007 Cuxhaven Open Ship Festival 24.08.2007 Cuxhaven Deichbrand-Festival 28.03.2008 Otterndorf, JUZ Panic Room 21.08.2008 Cuxhaven,Disco Felix Sturmnacht 13.02.2009 Nordholz, Jugendzentrum Rock im JUZ 17.07.2009 Cuxhaven-Nordholz, Seeflughafen Deichbrand Rockfestival 29.08.2009 Oldenburg, Innenstadt Stadtfest 19.12.2009 Cuxhaven, Phase III Cuxmas Weihnachts-Rock-Festival 29.05.2010 Bremerhaven Kleine Kneipe 24.06.2010 Hamburg, Kaiserkeller Große Freiheit 36 11.12.2010 Cuxhaven, Döser Börse Hard ´N Heavy Night Weblinks Homepage Loz Tinitoz Myspace Loz Tinitoz
Linke Hälfte des Lüderskooper Altars Rechte Hälfte des Lüderskooper Altars Der Lüderskooper Altar ist ein gotischer Flügelaltar in der St.-Jacobi-Kirche in Lüdingworth. Der Altar, der aus der Zeit zwischen 1420 und 1430 stammt, ist der älteste des Hadelner Landes. Er ist das Werk eines bisher unbekannten Künstlers aus dem Hamburger Raum zur Zeit Meister Franckes[1]. Er zeigt als Marienaltar acht Darstellungen aus dem Leben der Maria. Bei einer Gesamtbreite von 4,60 Metern ist der Altar 1,45 Meter hoch. Nachdem die ehemalige katholische Lüderskooper Kapelle aufgrund der durch die Pest ausgestorbenen umgebenden Höfe aufgegeben wurde, gelangte der Lüderskooper Altar in die St.-Jacobi-Kirche, in der er heute an der Nordseite des Chores aufgestellt ist. Neben dem Lüderskooper Altar finden wir in der Mitte des Chores den Hauptaltar. Das Hauptaltarbild mit den geschwungenen Säulen und den reichen Knorpelornamenten stammt aus dem Jahre 1665. Ebenso die drei Epitaphien und der Engel des Jüngsten Gerichtes aus der Werkstatt von Jürgen Heitmann d. J., einem bekannten Bildschnitzer aus Otterndorf. Bilder Fußnoten Hochspringen ↑ Meister Francke (* um 1383, † um 1436) war ein seit ca. 1420 im Hamburger Johanniskloster lebender Maler.
Original Gesellenbrief des Joachim Voss Die Löwen-Apotheke war die erste und älteste Apotheke in Cuxhaven. 1644 taucht erstmals in einer Ritzebüttler Steuerliste der Apotheker Bartholdus Junck Johann auf. Jedoch gibt es keinerlei weitere Angaben zu Art oder Bestehen einer Apotheke. 1696 dann ist ein Apotheker August Joachim Krüger genannt, belegt durch ein (internes Behörden-) Schreiben aus dem Jahre 1716, in dem er beantragt, sein auf 20 Jahre erteiltes Privileg auf Lebenszeit auszuweiten. Wenn man davon ausgeht, dass sein Privileg kurz vor Ablauf war, so kommt man auf das genannte Jahr 1696 für die Erteilung des ersten Privilegs und Eröffnung der privilegierten A. in Ritzebüttel. 1720 kauft der aus Wismar gebürtige Apotheker Joachim Voss die Apotheke der Witwe Krüger in der Hardewiek. Sein Gesellenbrief aus dem Jahre 1711 ist erhalten. Bürgermeister und Rat der Stadt Hamburg ( Ritzebüttel war hamburgisch) waren sich einig, ihm das "Privilegium der Apothec, wie es sein Vorfahr (Vorgänger) gehabt" zu erteilen, damit "er der Concession gemäß die Apothec so viel thunlich, in solchen Stande setze, damit in Zeit der Noth an den gemeinesten (gebräuchlichsten) Mitteln kein Mangel sich eräugne." 1749 verstirbt Joachim Voss. Seine Witwe besaß die Apotheke bis 1751. 1751 dann folgte der Sohn Jacob Heinrich Voss. Er führte die Apotheke bis 1802. Aus der Zeit ist belegt, dass ein gewisser Raue hier in Ritzebüttel minderwertige Arzneimittel ohne Genehmigung verkauft hat. Auszug aus einem Brief, in dem sich der Apotheker beim Amtmann auf dem Schloss darüber beschwert: "Ich will übergehen, wie viele Gefahr und Schaden hieraus für das publicum zu befahren sey, nachdemahlen ich ereweislich zu machn im stande bin, das statt verlangten Saffrans, Pflasters, praeparata von Pech und andern schlechten ingredientzien debitieret sind, welches mit liquida (Flüssigkeiten) ebenmässig geschehen...". Eine weitere Episode: Es hatte wohl einen Giftmord oder einen Giftunfall gegeben; der Stoff kam aus der A.. Daraufhin wurde von der Behörde an den Apotheker ein Befehl gegeben "von denen in seiner Officin vorfindlichen giftigen Waaren, an niemanden als an wohlbekannte unverdächtige hiesige Bürger" abzugeben, und "vor seinen des Apothekers Augen, eigenhändig verzeichne, und mit seinem, des Käufers eigenem Namen unterschreibe" ... "Alles bey Strafe der unfehlbaren augenblicklichen Aufhebung seines Privilegii und Verschließung seiner Officin.." Ebenfalls aus der Zeit: Es gab damals sogenannte "Hand- und Spanndienste", d.h. Bürger mussten bei öffentlichen Aktionen, z.B. Bauwerken, Arbeitsdienst leisten oder sich freikaufen. Die privilegierten Apotheker brauchten das nicht. 1782 kam der Schlachter Nicolaus Matthießen , der wohl von Amts wegen berechtigt war, Leute zu besorgen. In Abwesenheit des Apothekers hat er zu Unrecht 20 Taler eingetrieben, worauf der Herr Voss sich auf acht Seiten darüber beim Amtmann beschwert. 1802 übernimmt Erdmann Wilhelm Voss die A.. 1840 wurde von ihm eine Dispensierstube (Filiale) gegründet, die aber wegen zu geringen Umsatzes nach einem Jahr wieder geschlossen wurde. Ein Ereignis aus seiner Zeit: Am 22. März 1828 verstirbt der Apotheker, nachdem er am 12. d.M. beim Kochen von Oel und Schwefelblume durch die Dämpfe das Bewusstsein verlor und mit dem Gesicht in die kochende Masse fiel. 1839 führt nach seinem Tot seine Witwe die A. bis 1842. 1843, 1. Januar Übernahme durch Eduard Wilhelm Voss. 1886 - 1893 führt seine Witwe die Apotheke. 1893 - 1895 wird die A. verwaltet durch den Schwiegersohn Georg Neumann. 1895 Unter der Regie von Ernst Wilhelm Voss zieht die A. am 10. Juni d.J. von der Kleinen Hardewiek in die Deichstraße 10 in einen repräsentativen Neubau neben der ehemaligen Windmühle. Irrtümlich wird zuweilen angegeben, sie stehe auf dem Mühlenplatz. Möglicherweise trug man mit dem Umzug dem Zusammenschluss Ritzebüttels mit Cuxhaven (1872) Rechnung. Das ehemalige Apothekerhaus in der Hardewiek 105, heute Kleine Hardewiek wird am 6. März 1903 von der Gemeinde gekauft. Im Jahre 1909 muss es dem Neubauvorhaben des Bauvereins weichen. An seiner Stelle verläuft heute die Bauvereinstraße. Der Platz vor der alten A. wurde Voss-Platz oder auch Apotheken-Platz genannt. 1949 verstarb E.W. Voss kinderlos als der letzte der Apotheker-Dynastie. Die A. wurde vererbt an seine Nichte Fr. Neumann. Laut gesetzlicher Vorschrift durfte sie die A. nicht behalten, weil sie keine Apothekerin war. Daher heiratete sie 1949 den Apotheker Heinz Vollstädt (1949-1961). 1962 - 1974 Bruno Weidlich. 1974 - 1975 Unter Verwaltung 1975 dann Friedrich Vorbrodt 2006 Nezhat Seyedan bis 2012. 2012 - 2016 Susanne Lukoschek. Es ist nicht gesichert, wann die `Voss´sche-Apotheke` umbenannt wird in `Löwen-Apotheke´. Eine Quelle nennt das Jahr 1914. Eine andere Aussage nennt das Datum des Umzugs 1895. Ebenso wird auch von der alten Löwen-Apotheke (also vor 1895) gesprochen. Die Löwen-Figur war allerdings schon im alten Haus in der Kleinen Hardewiek über der Tür angebracht. Sie stammt aus der Mitte des 18. Jh. nach einer Vorlage von David Benjamin Opitz aus dem Jahr 1747. Aufgrund der Privilegierung aus dem Jahre 1696 ist die Löwenapotheke Cuxhavens ältester Gewerbebetrieb. Als Apotheke bekam sie erst im Jahre 1914 von der Döser Kaiser-Apotheke am Lichtenbergplatz `Konkurrenz´. Im Jahr 2016 wird die Apotheke aus Altersgründen aufgegeben und die Firma Scribifax verlagert nach Umbau ihre Geschäftsräume in das geschichtsträchtige Haus.
Beschreibung Ein Reiter vor blauem Hintergrund auf einem Dreiberg. Der Reiter mit rotem Überkleid, silbernen Ärmeln und goldenen Stiefeln auf einem silbernen Pferd mit rotem Sattel und Geschirr und goldenen Hufen. In der rechten Hand hält der Reiter einen silbernen Schultheißenstab. Begründung Das Wappen ist dem alten Siegel des Kirchspielgerichtes Lüdingworth nachgebildet. Der Dreiberg im Fuß des Wappens weist auf die große Wurt hin, die den Ortskern trägt.
Luftschutzpfeile haben zur Zeit des WK2 auf Schutzräume hingewiesen. Auch im Jahre 2009 finden sich in Cuxhaven diese weißen Pfeile, die Menschen auf den kürzesten Weg zum nächsten Luftschutzkeller hinweisen sollten. Doch sie sind selten und nur an Fassaden zu finden, die seit damals nicht überstrichen wurden. Auch das Gewölbe des Schlosses Ritzebüttel diente im 2. Weltkrieg als Schutzraum. Luftschutzpfeile 2009 Bahnhof - Wohngebäude Bahnhof - Wohngebäude
Die Lüdingworther Werbegemeinschaft ist eine Vereinigung von Lüdingworther Gewerbetreibenden, die gemeinschaftliche Ziele verfolgen. Anschrift Lüdingworther Werbegemeinschaft Vorsitzender: zurzeit vakant
Jacob Lührs (* 6. März 1865 in Grünendeich/Kr.Stade; † 19. November 1939) war der erste Halleninspektor am Seefischmarkt. Als Cuxhaven im Jahre 1907 in den Rang einer Stadt erhoben wurde, entstand mit dem Bau der Halle I und der Halle II der Cuxhavener Seefischmarkt. Der ehemalige Schiffsführer des Finkenwerder Fischkutters HF164 (Albatros), Jacob Lührs, kam auf Wunsch des Fischereidirektors Lübbert nach Cuxhaven und wurde der erste Hallenmeister am Seefischmarkt.
Evtl. erster Bus der Fa. Maass Maass Reisen ist das älteste noch existierende Linien- und Reisebusunternehmen Cuxhavens. 1919, 9. Dezember Der Gründer der Firma, Wilhelm Maass, meldet ein Gewerbe an. 1927 wird aktenkundig erstmals der Omnibusverkehr zwischen Cuxhaven und Dorum durchgeführt, der 1929 von der Polizeibehörde Hamburg konzessioniert wurde. 1936 erfolgt die Ausdehnung der Verkehrsverbindung nach Wesermünde (heutiges Bremerhaven). Eingesetzt wird ein Bus vom Fabrikat “LEY”, Baujahr 1929 mit 55 PS und 24 Plätzen, der stolze 16.500 RM kostet und das amtliche Kennzeichen HH-2333 trägt. Der damalige Mindestfahrpreis betrug 0,20 Pfennige. Nach Nordholz kostete es 0,80 RPf. 1946 beginnt Wilhelm Maass mit dem Wiederaufbau seines Betriebes. Die erste wieder genehmigte Linie 1 führt von Cuxhaven über Nordholz nach Cuxhaven zurück. 1949 Eine weitere geplante Ausdehnung im Jahre 1947 wird durch die Währungsreform vereitelt und kann erst 1949 umgesetzt werden. Mit der Währungsreform kommen jedoch einschneidende Streckenerweiterungen hinzu: Sahlenburg, Altenwalde, Lüdingworth, Holte Spangen und Otterndorf. 1960 Während das Unternehmen 1952 noch 5 Omnibusse zählt, sind es 1960 bereits 9 Fahrzeuge, sowie 2 Personenanhänger, welche später im Linienverkehr zwischen Nordholz und Cuxhaven eingesetzt werden. 1961 erscheint das erste Reiseprospekt und die blauen Maass-Busse befahren nicht nur die engere Heimat sondern mittlerweile ganz Europa bis nach Marokko. 1964 dann zählt das Unternehmen bereits 12 Omnibusse und auch das Liniennetz wird ständig ausgeweitet. 1983 zählt das Unternehmen 18 öffentliche Linien (13 Stadtlinien; 1 Ortslinie, 3 Überlandlinien und 1 Fernlinie Cuxhaven-Bremerhaven). Zahlreiche Schülerlinien, Berufsverkehre sowie freigestellte Verkehre bieten ein beachtliches Verkehrsaufkommen. Zu diesem Zeitpunkt beträgt der Umsatz des mehr als 60 Jahre ansässigen Unternehmens 4,1 Millionen DM. Erwirtschaftet von einem 50-köpfigen Mitarbeiterstab und 30 Fahrzeugeinheiten. Das Unternehmen wird zu diesem Zeitpunkt bereits vom Sohn des Firmengründers, Herrn Uwe Maass, geführt. 1988 erfolgt die konsequente Ausweitung des Geschäftsbetriebes durch die Übernahme eines Reisebüros in Nordenham, das als eigenständige Firma (Lückemeyer) geführt wird. Gleichzeitig wird ein firmeneigenes Reisebüro in der Nordersteinstraße 10 in Cuxhaven eröffnet. 1989 Mit der Wende 1989 kommt noch einmal eine erhebliche Veränderung auf das Unternehmen zu. Die Firma Maass unterstützt die Berliner Verkehrsbetriebe mit 11 Bussen. Zu diesem Zeitpunkt erreicht die Firma ihren höchsten Mitarbeiterstand (87) und einen Umsatz von 7 Millionen DM. 1990 dann nochmals eine Erweiterung durch die Eröffnung eines Reisebüros in Bremerhaven, Georg-Seebeck-Str., sowie die Einbindung in den Transport von Amerikanischen Truppen für den 2. Golfkrieg, die von Bremerhaven aus verlegt werden. 2000 Ebenso auf dem Highlight des Jahres 2000 der EXPO in Hannover, ist die Firma Maass am Shuttle-Service auf dem Expo-Gelände beteiligt 2004 bedient Maass Reisen GmbH ein Streckenspektrum von 21 Buslinien im Bereich Nordwest-Niedersachsen und bereist mit seinem Reisebusdienst ganz Europa vom Nordkap bis Gibraltar. Kennzeichen des Maass-Reisebusses ist der seitliche Schriftzug `Sturmvogel´, heute zusätzlich auch stilisiert. Früher häufig auch die zusätzlich im Dach angeordneten Panoramafenster, sowie die fehlende Zielanzeige oberhalb der Frontfenster (früher noch mit Kurbel zu bedienen). Bilder Ehemaliges Betriebsgebäude 2009 Ehem. Betriebsgebäude am Kreuzweg in Döse Linienbus vor 1956 Langschnauzer evtl. vor der Schwebefähre Basbeck-Osten MB O 6600-Reisebus mit Anhänger zwischen 1949 und 1956. MB O 321-Reisebus mit Emblem `Sturmvogel´ Flotte zwischen 1956 und 1959 Link Maass Reisen
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Departement der Elbmündung(en) Die "Mairie[1] Ritzebüttel" bezeichnet vom 1. Januar 1811 bis zum 3. Dezember 1813 die französische Verwaltung des Kanton Ritzebüttel, nachdem Hamburg von Kaiser Napoleon zur `bonne ville´, Stadt ersten Ranges des französischen Reiches, ernannt worden war. 1 Umfang der Mairien 2 Verwaltung der Mairien 2.1 Mairie Ritzebüttel (das Amt Ritzebüttel ohne Gudendorf) 2.2 Mairie Altenbruch 2.3 Mairie Lüdingworth (Kirchspiel Lüdingworth einschließlich Franzenburg, aber ohne Feuerstätte, dazu Altenwalde und Gudendorf) 2.4 Hinweis 3 Fußnoten Umfang der Mairien Der Kanton Ritzebüttel umfasste mit der Mairie Ritzebüttel und den "ursprünglichen" Ritzebütteler Gemeinden (Ritzebüttel, Groden, Alt-Cuxhaven, Duhnen, Döse, Stickenbüttel, Sahlenburg, Westerwisch, Holte, Spangen, Berensch/Arensch, Oxstedt, Süderwisch und die Insel Neuwerk) als Hauptort auch die Mairien Lüdingworth, Nordleda, Altenbruch und Wanna mit Feuerstätte. Er gehörte zum Arrondissement Stade, Departement der Elbmündung (s.u.). Die Amtmannschaft unter Abendroth erlosch damit einstweilen und wurde durch einen Stab französischer Beamter ersetzt. Abendroth bekam den Titel einen kaiserlichen provisorischen Polizeikommissars. An der Spitze der "comune de Ritzebüttel" stand der Bürgermeister (Maire): ab dem 10. August 1811 der Wasserbaudirektor R.Woltman und ab dem 15. November 1811 der Kaufmann M.J.A.de Sars. Er wurde von 2 Maire-Adjoints, dem bisherigen Schultheißen von Groden und Ritzebüttel (J.J. Meyn) und dem Kaufmann H.J. Wächter (späterer Schultheiß von Groden und Ritzebüttel), sowie 10 weiteren Bürgern (den Municipalräten), unterstützt. Das Département des Bouches de l’Elbe, kurz Bouches-de-l’Elbe (deutsch: Departement der Elbmündung(en), kurz Elbmündungsdepartement) war ein Département des ersten französischen Kaiserreichs in Deutschland. Es entstand als eines der drei hanseatischen Departements am 1. Januar 1811 in Folge der Annexion des Gebietes durch Frankreich. Aufgeteilt war es in die Arrondissements Stade, Hamburg, Lüneburg und Lübeck. Verwaltung der Mairien Mairie Ritzebüttel (das Amt Ritzebüttel ohne Gudendorf) Maire: Reinhard Woltman, Wasserbaudirektor, nach seiner Versetzung nach Hamburg folgte ihm: Alexandre de Sars, Kaufmann in Ritzbüttel Adjunkt: Johann Joachim Meyn, Landwirt und vorher Schultheiß von Groden-Ritzebüttel Zweiter Adjunkt (seit 1812): Hans Jürgen Wächter, Kaufmann in Ritzebüttel (vorher Municipalrat) Munizipalräte: Michael Brunswyk, Lotsenkommandeur, Hinrich Nikolaus Brandt, Landwirt zu Groden, Johann Peter Schalla, Johann Tamm, Johann Wilhelm Reye und (bis 1812) Hans Jürgen Wächter, Kaufleute zu Ritzebüttel, Johann Schleyer, Landwirt zu Süderwisch und vorher Schultheiß zu Döse-Altenwalde,Erdmann Friedrich Wilhelm Voß, Apotheker zu Ritzebüttel, Claus Hinrich Segelke und Peter Wolf, Kornhändler zu Ritzebüttel. Mairie Altenbruch Maire (westfälisch): Markus Daniel Hackmann, Landwirt und vorher Obergerichtsadvokat, Johann Jacob Böse, vorher Stadtschreiber in Otterndorf (trat 1812 zurück und wurde Übersetzer für Französisch, Joachim Mencking, vorher Schulheiß und danach Munizipalrat. Adjunkten (westfälisch): die ehemaligen Landschöpfen Johann Peter Krohn und Johann Nikolaus Behr. Französischer Adjunkt sollte zunächst Johann Scherder, Kirchspielsschreiber, werden, dieser nahm das Amt jedoch nicht an, so dass Behr wieder Adjunkt wurde. Sekretär (französisch): Johann Scherder. Munizipalräte (französisch): die vormaligen Landschöpfen Peter Hinr. Oelrich, Joh. P. Krohn, Joh. Nik. Behr (bis zur Ernennung zum Adjunkten), der vormalige Schultheiß Mencking ( bis zu seiner Ernennung zum Maire, die vormaligen Gevollmächtigten Jacob Wiemers, Joh. Hin. Steinkampf, Hinr. Christoph beim Graben und Johann Hinrich Pieper, der Kaufmann Matthias Meyer und der Landwirt Nik. Behrens. Mairie Lüdingworth (Kirchspiel Lüdingworth einschließlich Franzenburg, aber ohne Feuerstätte, dazu Altenwalde und Gudendorf) Maire (westfälisch und französisch): Peter Haevesche,Landwirt. Adjunkt (westfälisch): Peter Oest, ehemaliger Schultheiß. Adjunkt (französisch): Bernhard Lafrenz, Kirchspielschreiber. Sekretär (westfälisch): ebenfalls Bernhad Lafrenz. Munizipalräte (französisch): die vormaligen Schultheißen Peter Christian Kopf und Peter Oest, die vormaligen Landschöpfen P. Nik. Crohn und Peter Crohn, die vormaligen Gevollmächtigten Peter Wilh. Kamps, Johann Gerdts und Peter Wilhelm Rancke, der Domänenpächter P. Hinr. Bohln, ferner aus Altenwalde der Landwirt Friedr. Lorenz Persohn und der Gastwirt Hinrich Spitt. Hinweis Ergänzend hierzu siehe auch: Franzosenzeit und Das Land Hadeln und die Franzosenzeit. Fußnoten Hochspringen ↑ Bei einer Mairie handelt es sich um die unterste französische Verwaltungseinheit während der Franzosenzeit
Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Mahlsand ist ein lockerer Sandboden, der durch seine Sättigung mit Wasser wenig Tragfähigkeit besitzt, so daß aufgelaufene Schiffe einsinken. Dieser Vorgang wird durch die am Schiff entstehenden Wasserströme mit Wirbeln (Mahlstrom) verstärkt, so daß die Schiffe sich förmlich fest saugen und oft nur mit fremder Hilfe oder garnicht mehr wieder freikommen können. So geschehen 1961 mit dem Frachter Ondo.
Cuxpedia sucht Bilder aus Ihrem Fotoalbum. Sie können uns helfen. Mehr... Maler- und Lackierer-Innung Aus cuxpedia Wechseln zu: Navigation, Suche Obermeister Jens Husfeldt Grüner Weg 35 27472 Cuxhaven Innungsmitglieder
Peilfunk-Empfänger am Altenwalder Heideweg Die Marinepeilfunkstelle Altenwalde war eine militärische Funkpeilungseinrichtung der Deutschen Wehrmacht am Altenwalder Heideweg. 1 Allgemein 2 Nach dem 2. Weltkrieg 2.1 1. Phase 2.2 2. Phase 3 Lageplan 4 Bilder 5 Fußnoten 6 Karte der Station am Altenwalder Heideweg Allgemein Zu der Marine-Beobachtungsstelle gehörten drei Peilfunkempfänger, einer davon im Altenwalder Pferdemoor, ein weiterer im Wursterheider Waldstück `Kleine Lieth´. Die Lage des dritten Empfängers ist nicht bekannt. Erstellung und Betrieb der Anlage liegen im Dunkel. Vermutlich hatten sie die Aufgabe, die Richtung von Funksprüchen feindlicher Schiffe oder Flugzeuge zu orten. Der Empfänger im Pferdemoor bestand aus vier 50 m hohen Masten, die zu Kriegsende gesprengt wurden. Nach dem 2. Weltkrieg 1. Phase Nach dem Ende wurde die Anlage am Altenwalder Heideweg von britischen Truppen besetzt und als Unterkünfte bezogen. Zum Jahreswechsel 1945/1946 wurden die Baracken von den Einquartierungen geräumt, um dort die Seefunkstelle Elbe-Weser Radio [1], einzurichten, die bis dahin unter unzulänglichen Umständen im Minensucherhafen untergebracht war. Zwischen dem Auszug der Engländer und dem Einzug der Funker hatte die Altenwalder Bevölkerung ausreichend Zeit gefunden, die Baracken restlos auszuplündern und teilweise sogar komplett als Brennholz abzutransportieren. Geblieben waren drei Baracken, die erst wieder mühselig technisch eingerichtet werden mussten. Anbetrachts der nicht vorhandenen Materialien und unendlich komplizierter Beschaffungswege direkt nach dem Kriege, ein aufwändiges Unternehmen. Am 1. April 1946 wurden die Baracken und die Sendestelle bezogen, am 8. April 1946 nahm Elbe-Weser Radio den Betrieb auf. 2. Phase Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt Nach dem Krieg waren die Wasserwege der Außenelbe weitgehend vermint. Frei waren lediglich schmale mittlerweile geräumte Wege, die durch Tonnen gekennzeichnet waren. Für die Schifffahrt war es also überlebenswichtig, die Einfahrten dieser so genannten `Zwangswege´ genau anzufahren, was mit den damaligen Mitteln, besonders bei widrigem Wetter, durchaus zum Glücksspiel werden konnte. Um hier die Sicherheit, nicht zuletzt auch für die alliierte Schifffahrt zu erhöhen, ordnete Ende 1945 die britische Kontrollmission den Aufbau eines Peilnetzes an, genannt `Peilfunknetz Nordsee´. Aufgabe war die Positions-Bestimmung von funksignal-gebenden Schiffen, um ihnen ihre genaue Seeposition mitzuteilen und somit das Navigieren zu erleichtern, aber auch um in Seenot geratene Schiffe anzupeilen und deren Position zu bestimmen. Als Orte für Peilfunkstellen wurden die Insel Norderney, St. Peter-Ording und die Insel Neuwerk bestimmt. Diese waren durch Standleitungen und Funk mit der Leitpeilfunkstelle Elbe-Weser-Radio am Altenwalder Heideweg verbunden. Am 1. September 1946 ging das System unter der Bezeichnung Elbe-Weser-Gonio [2] in Betrieb. Die Neuwerker Station war in einer Holzbaracke einquartiert, die zuvor als Kinderheim hamburgischer Sielarbeiter gedient hatte. Neuwerk hatte zu der Zeit eine Windenergieanlage mit großen Puffer-Batterien. So war die Stromversorgung sicherer als auf dem Festland, bestand jedoch aus 220 V Gleichspannung. Diese musste zunächst in Wechselspannung umgewandelt werden. Die Versorgung führte die Schute `Eitzenbalje´ aus. Kleinere Transporte wurden von der Duhner Wattenpost der Familie Brütt oder dem Motorrettungsboot `Geheimrat Gerlach´ der DGzRS ausgeführt. Weihnachten 1946 brannte das Windrad ab, sodass sofort ein Stromaggregat zur Insel transportiert werden musste, was ebenfalls das Motorrettungsboot unter seinem Vormann Rickmer Bock ausführte. Beschaffung, Transport und Installation gingen so schnell vonstatten, dass es durch die Pufferbatterien zu keiner Unterbrechung kam. Schon bald stellte sich jedoch heraus, dass Neuwerk als Standort, vor allem in der Winterzeit, nur schwer zu versorgen war. So entschloss man sich zum Umzug der Station auf die `Holter Höhe´ bei Altenwalde auf das Gelände eines Scheinwerferstandes der Luftabwehr aus dem WK. II. Mit einen zur Verfügung stehenden Mast konnte ein `Großkreuzrahmen´ erreicht werden. Am 1. Juli 1949 ging die Anlage in Betrieb. Ab 1950 ging die Anforderung von Navigationsunterstützung durch zunehmende Verbesserung der Schiffselektronik zurück. Mithin verlagerte sich das Hauptaufgabengebiet von Elbe-Weser-Gonio auf die Schiffssicherheit und den Seenotdienst. So wurde jede Seenotmeldung gleichzeitig automatisch eingepeilt, um Positionsfehler sofort revidieren zu können. Einer der großen Erfolge war während des Unterganges des argentinischen Fahrgastschiffes `Maipu´ am 4. November 1951, wo binnen 30 Sekunden die korrekte Position übermittelt werden konnte, was zur Rettung von 350 Personen führte. Wegen des großen Personalaufwandes wurden 1950 die alten Handpeiler gegen fernbedienbare Sichtfunkpeiler ausgetauscht. Es handelte sich um Braunsche Röhren, die die Richtung automatisch durch Striche oder schmale Ovale anzeigten, ähnlich den Oszilloskopen. Peilfunk-Empfänger Pferdemoor 1948 wurde durch den Schiffssicherheitsvertrag von Kopenhagen festgelegt, dass Schiffe statt mit den bisherigen Mittelwellensendern der besseren Funkeigenschaften wegen mit Grenzwellengeräten auszurüsten seien. Mithin waren die Peilstellen in Zugzwang, da hierfür komplett neue Anlagen inklusive anderer Antennenanlagen benötigt wurden. Man wählte das nach seinem englischen Erfinder benannte Adcock-System, welches einen hohen Grundwasserspiegel erfordert. Damit war auch ein Umzug nötig. Man zog auf das alte Wehrmachtsgelände ins Pferdemoor. Dort wurden vier Masten aufgestellt mit einer Holz-Peilhütte auf dem Fundament des alten Marinepeilers im Zentrum. 1951 oder 1952 ging das neue System mit einer Frequenz von 410 kHz in Betrieb. 1958 wird die Peilfunk-Zentrale von Altenwalde nach Norden-Norddeich zur Küstenfunkstelle Norddeich-Radio verlegt. Am 6. Juni 1963 brennt die Peilhütte des Adcock-Peilers ab; vermutlich durch Selbstentzündung durch statische Aufladung der Sendeleitungen. Daraufhin wird die Hütte in massiver Bauweise erneuert. Zu der Zeit hatte die Ausnutzung der Anlage bereits aufgrund neuer technischer Möglichkeiten auf den Schiffen abgenommen. So wurde die Peilfunkstelle unter anderem zur Überwachung von "Verklappungen" von säurehaltigen Abfällen der Blexer Firma `Cronos-Titan´ in der Nordsee genutzt. Seit dem 13. Juli 1970 mussten sich die Tankschiffe vor der Verklappung einpeilen lassen, als Nachweis dafür, dass die Verklappung tatsächlich in dem dafür vorgesehenen Gebiet nordwestlich von Helgoland erfolgt. Ab 1973 bezuschusst das Bundes-Verkehrsministerium die Anlage, da sie keine eigenen Einnahmen erzielen kann. 1985 wurde das Peilfunknetz Nordsee mangels Bedarf eingestellt. Am 15. Dezember 1996 wurde Elbe-Weser Radio endgültig geschlossen. Nach der Nutzung durch Elbe-Weser Radio zog in eine der bestehenden Baracken eine Tischlerei ein, die dort bis etwa 2000 eine Holzwerkstatt betrieb. Lageplan Bilder Januar 1940 Peilstelle 1940 Feldbahn Mai 1941 Tischlerei Ortmann Sockel der Langwellenanlage 2011 Fußnoten Hochspringen ↑ Radio = Namenszusatz für Morse- oder Sprechfunk Hochspringen ↑ Gonio = Namenszusatz für Peilfunk Karte der Station am Altenwalder Heideweg <googlemap version="0.9" lat="53.831359" lon="8.667912" zoom="15"> 53.832289, 8.67214, Langwelle ADCOCK 53.833972, 8.670076, Kurzwelle ADCOCK 6#FF758BC5 53.83222, 8.66641 53.833081, 8.668342 53.830548, 8.670359 53.830219, 8.669372 53.832042, 8.666539 </googlemap>
Der Marinefliegerstützpunkt Nordholz (früher: NATO-Marineflugplatz Nordholz) ist ein Flugplatz der Deutschen Marine in Nordholz. 1 Anschrift 2 Vor dem 1. Weltkrieg 3 1. Weltkrieg 4 Zwischen den Kriegen 5 2. Weltkrieg 6 Nach dem 2. Weltkrieg 7 Nutzung durch die Bundeswehr 8 Fußnoten 9 Bilder 10 Karte 11 Quelle Anschrift Marinefliegerstützpunkt Nordholz Peter-Strasser-Platz 1 27639 Wurster Nordseeküste Vor dem 1. Weltkrieg Karte des Luftschiffplatzes vom 19.12.1916 Bereits am 1. April 1910 berichtet das Cuxhavener Tageblatt über die Absicht des Reichsmarineamtes (RMA), bei Cuxhaven ein Luftschiffdock zu errichten. Tatsächlich sucht die Kaiserliche Werft Wilhelmshaven, die mit der Planung beauftragt ist, in den Jahren 1911 und 1912 nach einem geeigneten Standort für einen Luftschiffhafen. Wieder ist es das Cuxhavener Tageblatt, das am 12. Dezember 1912 berichtet: Cuxhaven wird Luftschiffstation. Diese Entscheidung war aufgrund einer "Denkschrift des Werftdepartements über die Anlage von Luftschiff- und Flughäfen" vom 12. Dezember 1912 gefallen. Den Zuschlag für Cuxhaven erteilte der damalige Preußische Staatsminister, Großadmiral Alfred von Tirpitz, mit der Randbemerkung "einverstanden". Am 17. Dezember 1912 entscheidet sich das RMA für Nordholz als günstigsten Standort bei Cuxhaven und genehmigt den Ankauf von Flächen in den Gemarkungen Wanhöden, Spieka, Cappel-Neufeld, Midlum und Deichsende-Nordholz in einer Größe von ca. 800 ha, später 1.000 ha. Von April bis Juni 1913 verlegen Soldaten des Eisenbahn-Regiment No. 2 aus Berlin-Schöneberg ein Gleis vom Nordholzer Bahnhof in den Bereich des Luftschiffhafens. Gleichzeitig beginnen die Bauarbeiten an der Doppeldrehhalle NOBEL, der Gasanstalt, den Unterkünften und der Funkentelegraphie-Station [1]. Am 3. Mai 1913 verfügte Kaiser Wilhelm II. die Aufstellung der Marine-Luftschiff-Abteilung. Im "Kinder-Ferienheim Nordholz", einer seit 1910 nicht belegten Anlage östlich des Nordholzer Bahnhofs, quartiert die Marineverwaltung im Jahre 1914 Soldaten ein. In dieser zunächst angemieteten Anlage werden zeitweise bis zu 1.800 Soldaten untergebracht. Außer dem Hallen Norbert und Nora handelte es sich jeweils um Doppelhallen; die letze wurde 1918 fertiggestellt. In 1916 bekam Nordholz die Luftschifferschule von Hamburg überwiesen. 1. Weltkrieg Luftbild des Zeppelinhafens von 1918 Am 2. August 1914 trifft ein erstes Kontingent Soldaten aus Hamburg zur Bewachung der im Bau befindlichen Drehhalle NOBEL ein. Der erste Teil dieser Halle ist am 20. August 1914 fertiggestellt, am 21. August 1914 dreht sie sich zum ersten Mal. Das erste Marineluftschiff LZ 24 (L 3) [2] trifft am 2. September 1914 zur vorzeitigen Einweihung der Halle Nobel in Nordholz ein. Damit stellt dieses Datum den Beginn des Flugbetriebes auf dem Luftschiffplatz Nordholz dar. Im gleichen Monat ist Baubeginn für die Hallen HINDENBURG (später NORBERT) und NORA. Das Gaswerk produziert inzwischen 10.000 m³ Wasserstoffgas täglich (gegen Ende des Krieges bis zu 30.000 m³). Am 14. Oktober 1914 verlegt der Stab der Marine-Luftschiffabteilung von Hamburg-Fuhlsbüttel nach Nordholz und nimmt hier am 17. Oktober die Arbeit auf. Am 6. November 1914 ist auch die zweite Hälfte der Drehhalle NOBEL fertiggestellt und voll einsatzbereit, inzwischen sind auch die Luftschiffe L 5 und L6 in Nordholz stationiert. Am 25. Dezember 1914 erfolgt der so genannte Weihnachtsangriff, der einzige Luftangriff dieses Krieges auf Cuxhaven. Kurioserweise ging dieser Angriff von See aus und führte über Cuxhaven hinweg auf den Luftschiffhafen Nordholz. Dieser Angriff war auch der erste Angriff von einem "Flugzeugträger" überhaupt. Die beiden auf das Gaswerk abgeworfenen Bomben richteten keinen Schaden an. Dennoch wird zur Sicherung des Luftschiffhafens im Jahre 1915 eine Fliegerstation mit Jagdflugzeugen eingerichtet, Abwehrgeschütze und Maschinengewehre werden aufgestellt. Im Januar und Februar 1915 werden die Einzelhallen NORA und NORBERT mit je 186 m Länge fertiggestellt und belegt. Im August 1915 ist Baubeginn für die Doppelhalle NORMANN (244 m Länge), im folgenden Jahr für die je 260 m langen Doppelhallen NORDSTERN (Fertigstellung 3. März 1918) und NOGAT (Fertigstellung 8. August 1918). Die Halle NORMANN wird am 24. April 1916 fertiggestellt und am 29. April 1916 durch L 23 belegt. Am 30. Mai 1916 wird mit L 30 erstmals ein Großkampfschiff (55.000 m³) in Nordholz stationiert. Es belegt eine Hälfte der Halle NORMANN. An der Überführungsfahrt dieses Luftschiffes nimmt auch Graf Zeppelin teil; es sollte seine letzte Fahrt mit einem Luftschiff sein. Am 6. August 1918 erfolgt der letzte Geschwaderangriff des Krieges von Nordholz aus. Dabei wird das Luftschiff L 70 mit dem Führer der Luftschiffe, Fregattenkapitän Strasser, über England abgeschossen. Das letzte in Dienst gestellte Luftschiff der Marine, L 71, landet am 11. August 1918 in Nordholz und bleibt hier bis zum 3. Oktober 1918 stationiert. Der letzte Kriegseinsatz von Luftschiffen geht durch LZ 110 (L 63) am 12. Oktober 1918 von Nordholz aus. Zwischen den Kriegen Mit dem Kriegsende am 11. November 1918 wurden die fünf in Nordholz verbliebenen Luftschiffe in den Hallen aufgehängt und entgast. "Flugstation wird mit dem 26. April 1919 aufgelöst" meldet das Cuxhavener Tageblatt am 2. Mai 1919. Am 23. Juni 1919, zwei Tage nach dem Untergang der Deutschen Flotte in Scapa Flow zerschnitten die Marine-Soldaten die Halteseile und zerstören die in den Hallen untergebrachten Luftschiffe. Die Meldung der Marine-Luftschiffer-Abteilung: "Luftschiffabteilung ist mit dem heutigen Tag mit Flaggenparade aufgelöst worden" erreicht Berlin am 11. Januar 1920. Im Jahr 1921 beginnen die Abbrucharbeiten an den Hallen, lediglich die Funkstation bleibt noch bis 1936 für die Handelsschifffahrt in Betrieb. In den Unterkünften finden rund 1.200 Vertriebene aus Westpreußen und Posen zunächst eine neue Bleibe. Die Anlage am Feuerweg wird erneut als Kinderheim genutzt. Die freien Flächen des Luftschifferplatzes werden landwirtschaftlich genutzt. Im Jahre 1924 gründen die Siedler mit dem Ende der Abrissarbeiten auf dem Gelände des Luftschiffhafens die Gemeinde Wursterheide und wählen ihren ersten Gemeinderat. Die zivile Besiedlung des ehemaligen Luftschiffhafens endet im Laufe des Jahres 1937. Es beginnt der Aufbau des Luftwaffenflugplatzes Nordholz unter dem Decknamen `Neckar´ und eines Scheinflugplatzes in Midlum-Kransburg. Auch das Kinderheim am Feuerweg wird ab 1939 erneut durch die Marine genutzt. Es beherbergt nun eine Seemaschinen-Inspektion und ein Lazarett. Auch eine Pipeline vom Minensucherhafen in Cuxhaven zum Flugplatz ist inzwischen errichtet worden. 2. Weltkrieg Karte des Flugplatzes 1944 Im September 1939 ist der Flugplatz so weit fertiggestellt, dass die II. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 mit 40 Flugzeugen des Typs Me 109 hier stationiert werden und bei Kriegsausbruch den Flugbetrieb aufnehmen kann. In der Folgezeit wechselt die Belegung des Flugplatzes des öfteren. Bekannt ist, dass zunächst Me 110 des Zerstörergeschwaders 26 "Horst Wessel" (in Nordholz umbenannt in Jagdgruppe 126) bis zum 5. November 1939 in Nordholz stationiert waren. Die folgende Einheit, die Trägergruppe (Jagd) 186 wird in Nordholz umbenannt in II./JG 77. Vom 8. April bis zum 12. April 1940 waren 15 Maschinen vom Typ Heinkel 111 in Nordholz stationiert, von denen man annimmt, dass sie Einsätze gegen Norwegen geflogen haben. Nach der II. Gruppe des JG 1 "Richthofen", die vom 15. März bis zum 10. Mai 1940 in Nordholz stationiert war, folgt eine Zeit, in der anscheinend kein Flugbetrieb stattfand, zumindest nicht mit Jagdflugzeugen. Auf dem Platz waren u.a. stationiert: ein Wachkommando Nordholz, die Flakscheinwerfertransportbatterie 3/112, die 10. Kompanie der Luftnachrichtenabteilung 63, zwei Flugzeuge der Zieldarstellungsstaffel 102 vom Typ Gotha Go 145, Reichsarbeitsdienst und div. Marine-Artillerie-Einheiten. Von März bis Juni 1943 lagen dann wieder Me 109 der III. Gruppe des Jagdgeschwaders 54 "Grünherz" in Nordholz. Teile der Jagdgeschwader 26 und 11, die wochenweise in Nordholz liegen, werden abgelöst von der III. Gruppe des Jagdgeschwaders "Schlageter". Ab Oktober 1943 finden sich zum ersten Mal Nachtjäger vom Typ Ju 88 in Nordholz, und zwar Teile des Nachtjagdgeschwaders 3, ab Januar 1945 ergänzt durch Teile des Jagdgeschwaders 400. Zum Schutz des Platzes wird auf dem Flugplatz ab dem Sommer 1944 auch die 1. Batterie der leichten Flakabteilung 762 stationiert, die zunächst mit 3,7cm-Geschützen, später mit Zwei-Zentimeter-Flugabwehrkanonen ausgestattet ist. Von Nordholz aus findet im April 1945 der einzige Überlandflug des ersten strahlgetriebenen Flugzeuges der Welt, der Me 163, genannt "Kraftei", statt. Dies geschah im Rahmen der Verlegung des Jagdgeschwaders 400 von Nordholz nach Husum. Bereits einen Tag vor der Kapitulation der in Norddeutschland stationierten Streitkräfte der Deutschen Wehrmacht werden am 4. Mai 1945 von der Luftwaffe alle militärisch bedeutsamen Anlagen gesprengt. Nach dem 2. Weltkrieg Der Flugplatz Nordholz auf einer britischen Luftaufnahme vom 7. April 1945. Etwa bei der Gebäudeansammlung in der linken oberen Ecke befindet sich der heutige Haupteingang. Nach kurzer englischer Besetzung wird der Flugplatz am 5. Juni 1945 von amerikanischen Einheiten belegt und instandgesetzt. Unter anderem wird hier die 406th Fighter Group mit Flugzeugen vom Typ "Thunderbolt" stationiert. Das Kinderheim am Bahnhof wird als Quartier für das 311. US-Infanterieregiment genutzt. Diese Einheit räumt das Kinderheim am 18. März 1946. Die Anlage wird an das Deutsche Rote Kreuz übergeben. Im November 1946 gibt die US-Air Force auch den Flugplatz auf, die Startbahn und andere militärische Anlagen werden gesprengt. Im ehemaligen Unterkunftsbereich errichtet das Deutsche Rote Kreuz am 11. Oktober 1947 die "DRK-Krankenanstalten Wursterheide". In den Jahren von 1947 bis 1949 wird das Flugbetriebsgelände in wesentlichen Teilen demontiert und einer landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt. Am 4. Januar 1957 untersucht die Bundesmarine das ehemalige Flughafengelände auf seine Tauglichkeit für Verteidigungszwecke. Diese führt dazu, dass ab 1958 die Gebäude, die vom DRK als Krankenhaus und Lungenheilstätte genutzt werden, frei gemacht werden müssen. Diese Gebäude stehen der Bundeswehr ab dem 1. Februar 1963 zur Verfügung. Auch die auf dem Flugplatz untergebrachten Flüchtlingsfamilien müssen anderweitig untergebracht werden. Am 7. August 1958 wird auch das ehemalige DRK-Krankenhaus Nordholz-Deichsende erneut vom Bund erworben, um in dieser Liegenschaft den abgesetzten "Führungsbereich" für die Marineflieger zu errichten. Im Jahre 1959 beginnen die ersten Baumaßnahmen für den NATO-Marineflugplatz Nordholz. Nutzung durch die Bundeswehr Am 21. März 1963 verlegt das Marinefliegergeschwader 2 von Schleswig nach Nordholz, obwohl das Flugplatzgelände erst am 28. März von der damaligen Bundesvermögensstelle mit einer "vorläufigen" Übergabeverhandlung an die Standortverwaltung Cuxhaven übergeben wird. Der Marinefliegerhorst Nordholz wird dann am 26. April 1963 durch den Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Zenker, in Dienst gestellt. Am 1. Juli 1964 wird die Aufstellung des Marinefliegergeschwaders 3 befohlen. An diese Einheit geht der Marinefliegerhorst offiziell am 15. Januar 1965 über. Nach der Aufnahme des Flugbetriebes mit den Flugzeugmustern "Seahawk" und "Fairy Gannet" landet zum ersten Mal am 15. Juli 1965 ein Flugzeug vom Typ Breguet 1150 Atlantic, noch als Prototyp, in Nordholz, während die erste Maschine dieses Typs mit deutschen Hoheitsabzeichen am 26. Januar 1966 in Nordholz landet. Ab dem 9. Juli 1967 führt das Marinefliegergeschwader 3 den Zusatz "Graf Zeppelin" als Traditionsnamen, verliehen durch Bundespräsident Heinrich Lübke. Vom 1. Juli 1980 bis zum 16. Juni 1982 sind auch amerikanische Soldaten in Nordholz stationiert. Sie betreiben eine provisorische Radarstellung, bis ihre Stellung, der FACP (Forward Air Control Post) Wanna, fertiggestellt ist. Für amerikanische Verstärkungskräfte, die Nordholz als COB (= combat operation base ) nutzen, werden Munitionslagerhäuser und Rollwege einschließlich Flugzeugabstellflächen in den Jahren 1980 und 1981 erbaut. Seit dem 1. Oktober 1981 gehören die Bordhubschrauber "Sea Lynx MK 88" zum Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin". Hierfür ist eine 3. Staffel eingerichtet worden. Ab dem 14. März 1993 werden die so genannten COB-Anlagen durch die US-Streitkräfte nicht mehr benötigt und gehen in die Verfügungsgewalt des Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin" über. Im Jahr 1994 werden die DO-Komponenten des Marinefliegergeschwaders 5 aus Kiel nach Nordholz verlagert. Von zunächst vier Maschinen DO 228 (zwei als Transportmaschinen, zwei als LM-Version) sind bis heute (2010) die beiden LM-Versionen verblieben (LM = System zur Luftgestützten Überwachung von Meeresverschmutzungen). Am 2. Juli 1998 wird mit der Flughafenbetriebsgesellschaft Cuxhaven/Nordholz ein Vertrag über die zivilgewerbliche Mitbenutzung des NATO-Marinefliegerhorstes unterzeichnet. Im Jahr 2006 wird die erste P-3C Orion als Nachfolgerin für die Breguet Atlantic in Dienst gestellt. Die Breguet Atlantic in der Version als Seefernaufklärer (MPA) wird 2007 außer Dienst gestellt, der letzte Flug in der SIGINT-Version findet am 20. Juni 2010 statt. In den Jahren 2011/2012 wurden zwei Flugsimulatoren für Sea-Lynx- und für Sea-King-Hubschrauber installiert, auf denen deutsche, dänische, niederländische und norwegische Piloten geschult werden. Von Juni bis November 2012 wurde das Marinefliegerschwader 5 aus Kiel-Holtenau nach Nordholz verlegt; beide jetzt in Nordholz stationierten Geschwader wurden dem am 8. November 2012 auf dem Marinefliegerstützpunkt aufgestellten Marinefliegerkommando unterstellt. Fußnoten Hochspringen ↑ Nach Erfindung und Einsatz der Röhrentechnik durch Wegfall des Löschfunkensenders nur noch Funktelegraphie genannt. Sie befand sie auf dem Areal des heutigen Aeronauticums Hochspringen ↑ Luftschiffe der Marine hatten zusätzlich eine militär-interne Bezeichnung und Nummerierung: L = Luftschiff. Die Marine hatte ihre Luftschiffe von L1 - L71 duchnummeriert. L72 wurde nicht mehr in Dienst gestellt. Bilder Übersichts-Luftbild des Luftschiffhafens Dreh-Doppel-Luftschiffhalle Nobel dito. Zeppelin beim Ein- oder Ausparken vor der Dreh-Doppel-Halle Nobel Gaswerk des Zeppelinflughafens Ein Gaslager des Zeppelinflughafens Weiteres Luftbild des Flugplatzes 1945 Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. Quelle Hein Carstens: Schiffe am Himmel, herausgegeben von den "Männern vom Morgenstern", Bremerhaven 1989 Jens Zielke: Die Geschichte der Flugplätze in Nordholz Eike Henning: Die Geschichte des Marinefliegerhorst Nordholz
Das Haus Marienstraße 50 wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Beschreibung Schon 1904 war der Bauherr, der Fotograf J.Albert Fick gezwungen, den im Volksmund als "Schloss" bezeichneten Bau wieder zu verkaufen. Die Villa diente dann als Unterkunft für Marinedienststellen. Von 1907 bis 1910 gehörte das Haus dem Kaufmann C.Stoldt. 1911 wird der Kaptitänleutnant August Altvater als Besitzer bezeichnet. 1912 gehört das Gebäude dem Postsekretär Georg Meier, dessen Frau dort ein Töchterpensionat betrieb. Im Jahre 1913 wird daraus das Hotel "Vier Jahreszeiten". Als Privat-Hotel betrieben wurde es im Jahre 1920 von Wilhelm Mauss gekauft und 1928 von Christine Käselau übernommen. Der letzte Hotelier, Bernhard Schmidt, kaufte das Haus 1930. Damals entstand im Keller das Schanklokal "Quelle", dessen Wirt Seekamp hieß. Die Villa wurde nach dem 30.1. 1933 als Kreishaus der NSDAP genutzt und hieß fortan nach dem Hamburger Gauleiter "Karl-Kaufmann-Haus". Nach Kriegende zogen Marinedienststellen sowie das Institut f. Küsten- u. Binnenfischerei (Labor) in das ehemalige Hotel. Die Landeskirche Hamburg hat die Villa am 1. September 1951 erworben. Heute ist dort das Kirchenkreisamt des Ev.-luth. Kirchenkreises Cuxhaven beheimatet. Wie dem Gemeindebrief der ev. luth. Gemeinden Cuxhaven für September bis November 2022 zu entnehmen, sind die bisherigen Nutzer ausgezogen. Das Gebäude steht zum Verkauf. Bilder Hotel "Vier Jahreszeiten" Saal Quellenangabe Quelle: Cuxhavener Nachrichten vom 2.2.2008 pbu
Die Marinesignalstation war eine am 1. Oktober 1901 in Betrieb genommene `Signalstation für den Schiffsmeldedienst´. Sie war der Marine unterstellt und wurde vom Marinesignalgasten betrieben. Der Standort war an der Stelle des heutigen `Minensucher-Ehrenmals´. Aufgaben Signalverkehr mit Schiffen, Beobachtung aller ein- und ausgehenden Schiffe, Beobachtung und Meldung aller wichtigen Vorkommnisse auf dem Wasser, Übermittlung dringender Mittelungen der Hafenbehörden an die Kommandantur (z.B. Unglücksfälle in der Elbmündung), Wetterbeobachtung. Außerdem gemeinsame Ausübung des Schiffsmeldedienstes, der zuvor dem Telegraphenamt allein oblag. Der Seefunkbetrieb erfolgte nach dem Morsesystem. Des Weiteren wurde von hier aus eine Funkverbindung nach Helgoland betrieben. Signaleinrichtungen an der Alten Liebe (1914) 4 1 Leuchtturm 2 Telegraphengebäude 3 Zeitball 4 Marinesignalstation 5 Semaphor 6 Sturmsignal 7 Bootsleutehaus 8 Alte Liebe
Das Minendepot Groden bestand aus Verwaltungs-, Betriebs- und Wohngebäuden. Ferner bestand es aus Kampfmittellager und den Betriebsstätten zur Gebrauchs-Fertigstellung der Sprengwaffen. 1 Geschichte 2 Bilder 2.1 5 Eingangsbereich 2.2 13 Magazin 2.3 15 Magazin 2.4 19 Torpedohalle 2.5 20 Erweiterung 3 Bilder 4 Karte Geschichte Nachdem das Minendepot am Schleusenpriel in Ermangelung von Erweiterungsflächen nicht mehr vergrößert werden konnte, beschloss man ein neues Sperrwaffenarsenal südlich des Amerikahafens zu errichten. Das Gelände, welches heute zum Ortsteil Groden gehört, lag bei der Eröffnung im Jahre 1908 weitab von jeglicher Bebauung. Das Depot bestand aus Verwaltungs-, Wohn- und Betriebsbauten. Ebenso gab es Werkstätten zur Fertigstellung von Sprengkörpern, sowie Lagerhäuser für Kampfmittel. Während des 1. Weltkrieges wurden hier massenhaft Sprengkörper fertiggestellt und an die schwimmenden Verbände überstellt. Mit den hier gefertigten Minen wurden die Mündungsbereiche von Elbe und Weser umfangreich vermint. Nach dem 1. Weltkrieg wurden im Grodener Minendepot Munition und Minen entschärft, wobei es am 11. Juli 1922 zu einer Explosion kam. 7 Tote, 13 Schwer- und 14 Leichtverletzte, sowie 150 beschädigte und 3 abgebrannte Häuser waren die Bilanz dieses Unglücks. Das Minendepot wurde daraufhin nach Stade (Grauerort) verlegt. Auf dem Friedhof Ritzebüttel erinnert eine Gedenktafel an die Opfer des Unglücks. 1937 wurde das Depot durch die Reichsmarine wiederbelebt. Es wurde Marinesperrwaffenarsenal, ehemals Marinesperrzeugamt genannt, zuständig für die Fertigstellung und Lagerung von Seeminen. Gleichzeitig wurde mit dem Bau eines gleichen Arsenals in Oxstedt begonnen. Es unterstand dem Arsenal Groden. Während des 2. Weltkrieges wurden östlich des Minendepots weitere Lagerschuppen errichtet. In den Gebäuden war nach 1945 u.a. dein Lager der Fa. Schmalbach untergebracht. Als letztes verblieben die beiden östlichen Hallen, in denen bis 2014 die Fa. Relectro sowie das Bildungswerk der Nds.VolksHochSchulen (BNVHS) untergebracht waren. Die beiden letzten Schuppen wurden 2016 angebrochen. 1945 - 1947 standen beide Arsenale unter britischer Verwaltung und wurden genutzt für die Minenräumung der Elbe und des Seegebietes durch die German Minesweeping Administration (GMSA), ein durch die Royal Navy aufgestellter deutscher Minensucherverband . Von 1958 bis 1994 stand das Arsenal dann unter Verwaltung der Bundesmarine. Genutzt wurde es allerdings nur noch als Ersatzteil-, Materiallager und Tankumschlagplatz für die Standortverwaltung Cuxhaven. Seitdem wird das Gelände privatwirtschaftlich genutzt. Zum Teil ist es heute frei zugänglich. Der ursprüngliche Zugang zu dem Minendepot befand sich an der Grodener Deichstraße. Die Gebäude des Eingangsbereiches wurden Anfang März 2020 abgebrochen. Bilder 5 Eingangsbereich Der Eingangsbereich des Minendepots befand sich ursprünglich an der Grodener Deichstraße. Die beiden ehemaligen Wach- und Dienstgebäude wurden Anfang März 2020 abgebrochen. Wach- und Dienstgebäude 2008 Abbruch 2020 13 Magazin 15 Magazin 19 Torpedohalle In der Torpedohalle wurden Torpedos in einem großen Tauchbecken geprüft. 20 Erweiterung östliche Erweiterung um 1955 Dezember 2015 Abbruch der letzten Erweiterungsbauten 2016 Bilder Gedenktafel Lagerschuppen Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Diese und die anderen Seiten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dieser Beitrag wird niemals ganz fertig werden. Jeder Leser, der Fotos, Bilder oder Informationen dazu beitragen kann, wird hiermit herzlich gebeten, sich mit cuxpedia in Verbindung zu setzen. Der Marineturm war ein Bauwerk in Sahlenburg. 1 Allgemein 2 Vorgeschichte 3 Zeitungsberichte 4 Bilder 5 Fußnoten 6 Karte Allgemein Der Marineturm in Sahlenburg am Westrand des Wernerwaldes wurde ursprüglich nach dem Zweiten Weltkrieg zum Beobachten von Bombenabwürfen auf dem Knechtsand gebaut. Errichtet wurde das Bauwerk durch die Cuxhavener Firmen Diedrich & Sohn und Ludwig Voss [1]. Dabei wurde auch die Zufahrtsstraße zum Turm angelegt, die auf einem eigens aufgeschüttetem Damm verläuft. Dieser Damm verläuft durch eine Einbuchtung in der Dünenlandschaft. Östlich des Dammes lag das von Joachim Ringelnatz beschriebene Seeheim. Das Richtfest des Turmes fand am 25. Juni 1953 statt. Die ersten Bomben fielen am 22. November um 10.04 Uhr des gleichen Jahres auf den Knechtsand. Nach Einstellung der Bombenabwürfe übernahm die damalige Standortverwaltung Cuxhaven am 6. Mai 1958 den Turm von den Stationierungsstreitkräften und überließ ihn nach Umbau als Sendestelle Sahlenburg der Marinefernmeldegruppe Cuxhaven zur Nutzung. Die kleine, aus sieben Marinesoldaten bestehende Einheit, gehörte ab 1. Juli 1976 als Außenstelle Cuxhaven zur Wilhelmshavener Marinefernmeldegruppe 21. Als die Marinefernmeldegruppe 21 am 30. September 1990 aufgelöst wird, wird die Sendestelle Sahlenburg als unbemannte Richtfunkstation weiterbetrieben. Auch dieser Betrieb wird im Jahre 2000 eingestellt, die Sendestelle wird von der Standortverwaltung Cuxhaven mit Wirkung vom 1. Juni 2000 an das damalige Bundesvermögensamt Cuxhaven zurückgegeben. Nach jahrelangem Leerstand plante die Tourismus GmbH, dort ein Wassersportzentrum zu errichten. Im Februar 2014 wurde der Turm durch die Fa. Bodo Freimuth abgerissen. Im Jahr 2019 beginnen Bauarbeiten zur Errichtung eines Cafés, im Januar 2020 wird das "Kliff" eröffnet. Vorgeschichte Bereits im Jahre 1916 wurde ein Bauantrag für vier Beobachtungstürme am Westrand des Wernerwaldes gestellt [2]. Damals ging es um die Beobachtung von Schießversuchen die vom Schießstand Altenwalde aus in Richtung Watt durchgeführt wurden. An der Stelle, an der sich später der Marineturm befand, wurde damals der Beobachtungsturm "Dora" errichtet [3]. Zeitungsberichte Bilder 1957 Als Postkartenmotiv um 1960 Marineturm Sahlenburg 2006 Abriss der Wohnräume 2014 14. Februar 2014 Nachfolger Februar 2020 Fußnoten Hochspringen ↑ Homepage Fa. Voss Hochspringen ↑ Militärische Bauten der "Festung Cuxhaven" ab 1870 Hochspringen ↑ Zeitzeuge Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Der Marschenrat zur Förderung der Forschung im Küstengebiet der Nordsee e.V. ist ein Verein in Wilhelmshaven. 1 Anschrift 2 Aufgabe 3 Mitglieder 4 Publikationen 5 Weblink Anschrift Marschenrat zur Förderung der Forschung im Küstengebiet der Nordsee e.V. c/o Niedersächsisches Institut für historische Küstenforschung Viktoriastraße 26 / 28 26382 Wilhelmshaven 1. Vorsitzender: Ltd. Wiss. Dir. Prof. Dr. Hauke Jöns Aufgabe Wie aus dem Namen hervorgeht, fördert der Verein die Forschung im Küstengebiet der Nordsee, insbesondere die Forschungsarbeiten des Niedersächsischen Institutes für historische Küstenforschung. Er unterstützt aber neben wissenschaftlichen Instituten auch die Forschungstätigkeit von Laienforschern. Mitglieder Der Verein hat ausschließlich korporative Mitglieder von der niederländischen Grenze bis nach Cuxhaven, und zwar Wissenschaftliche Einrichtungen, Landkreise, Städte und Gemeinden, Landschaften, Heimatvereine, Deichachten und Entwässerungsverbände. Aus dem Bereich Cuxhaven sind als Mitglieder die Stadt Cuxhaven, der Landkreis Cuxhaven sowie der Geschichts- und Heimatverein Lüdingworth von 1988 e.V. vertreten. Publikationen Der Verein gibt jährlich ein Heft namens „Nachrichten“ heraus, in dem die verschiedenen Tätigkeiten des Vereins dargestellt werden. Darüber hinaus wird ein Vortragsverzeichnis veröffentlicht, in dem ein umfangreiches Vortragsangebot für Vereine und andere Institutionen vorgestellt wird. Weblink NIHK
Gertrud Marquard (* 24. Juni 1902 in Cuxhaven; † 28. August 1973 in Cuxhaven) war eine Journalistin und Heimatforscherin in Cuxhaven. Die als einziges Kind des Lehrers Wilhelm Marquard geborene Gertrud hatte sich bereits früh einen guten Namen für ihre heimatkundlichen Beiträge in den Cuxhavener Nachrichten erworben. Gertrud Marquard fand um 1935 eine feste Anstellung bei der Cuxhavener Zeitung. Hier war sie insbesondere für die Sparten Film, Theater und Musik zuständig. Kriegsbedingt wurde die Zeitung im Mai 1941 eingestellt, Gertrud Marquard kehrte nach Kriegsende zurück in ihre Heimatstadt und war eine der ersten Journalistinnen, denen die britischen Militärbehörden eine Erlaubnis zu journalistischen Tätigkeiten erteilte. Fortan wurde sie freie Mitarbeiterin bei Hamburger und Lüneburger Zeitungen. Sie schrieb für die Militärregierung, die "Neue Hamburger Zeitung" und ab August 1949 für die Cuxhavener Presse. Unter Walter Höpcke begann sie eine ehrenamtliche Tätigkeit im Cuxhavener Stadtarchiv, wurde dort zum Juli 1950 als Hilfskraft und Mitte der 1960er-Jahre fest eingestellt. Bis heute liefern die gut recherchierten Zeitungsbeiträge zur Geschichte Cuxhavens viel Wissenswertes für Heimatkundler. Leider -und zu Unrecht- ist der Name Gertrud Marquard heute nahezu vergessen.
Das Marinesperrwaffenarsenal Oxstedt war über Jahrzehnte periodisch Minendepot für die Cuxhavener Minenlegerverbände zur See. Nach der Gründung des Minendepots 1890 am Schleusenpriel und dessen Erweiterung als Marinesperrwaffenarsenal Groden 1908 kam man mit der Aufrüstung in den 1930er Jahren schnell an die Kapazitätsgrenzen. So wurde 1935 das zusätzliche `Sperrzeugamt Oxstedt´ beschlossen. Man einigte sich auf die Oxstedter Heide zwischen Oxstedt und Gudendorf südlich der Verbindungsstraße Oxstedt - Franzenburg. Es war südlich des Marineartillerie-Schießplatzes Altenwalde gelegen und durch Straße und für die Anlieferung wichtige Eisenbahn erschlossen. Am Nordrand des Geländes wurde das so genannte `Heidelager´ eingerichtet, ein Arbeitslager als Unterkunft für Arbeiter und Bedienstete, aber auch Zwangs- und Fremdarbeiter. Es war teilweise mit bis zu 2.000 Personen belegt. Auf dem restliche Gebiet des Areals, also westlich und südlich des Lagers, wurden diverse erdüberdeckte Munitionsbunker errichtet und durch Schmalspurgleise mit einem separaten Verladegleis verbunden. Hiervon ist noch heute die Trasse, sowie die Rampe des Verladetraktes erkennbar. Damit war das Schienennetz des Geländes erheblich umfangreicher als das Straßennetz. Gleichzeitig mit der Errichtung des Depots wurde das gesamte Heidegelände mit Schwarzkiefern bepflanzt, um für ausreichend Deckung zu sorgen. Hieraus ergab sich die spätere Benennungsänderung des `Heidelagers´ in `Kiefernhorst´. Während des 2. Weltkrieges ergab sich jedoch, dass eine zusätzliche Fertigungsstätte nicht mehr erforderlich war, da das Depot Groden bereits den Bedarf abdeckte. So verblieb Oxstedt reines Depot und wurde Groden als Außenlager unterstellt. Gemeinsam mit Groden wurde 1943 die Bezeichnung von `Sperrzeugamt´ in `Sperrwaffenarsenal´ geändert. Nach Ende des Krieges fiel das Lager unversehrt an die britischen Besatzungstruppen, die die Munitions-Lagerstätten 1948 sprengten. Die Hügel der ehemaligen Bunker sind noch heute entlang der Kreisstraße 13 zu finden. Erhalten geblieben ist das nun `Siedlung Kiefernhorst´ genannte Wohnlager, welches als Unterkunft für Vertriebene und Flüchtlinge diente. Mit der Aufstellung der Bundeswehr ging auch wieder ein Sperrwaffendepot für die Marine in Planung. Abweichend vom alten Areal sollte dieses jedoch weiter nördlich gelegen sein. Das südliche, teilweise landwirtschaftlich genutzte Gelände blieb offen. Das nördlich gelegene Waldgebiet incl. des Wohnlagers und der Straße wurde jedoch weitgehend geschlossen; die Lagerbewohner wurden umgesiedelt. Ersatzweise wurde die jetzige Kreisstraße 13 nach Oxstedt angelegt. Am 8. Januar 1963 wurde das Marinemunitionsdepot in Dienst gestellt, am 1. April 1964 als einsatzbereit erklärt. Mit dem Einzug einer Panzergrenadierbrigade in die Altenwalder Kaserne wurde die Anlage mit Lagerstätten für Panzermunition (Standortmunitionsniederlage) erweitert. Damit wurde auch das Heer zum Nutzer. Am 1. April 1968 erfolgte eine Umbenennung von `Marinemunitonsdepot Oxstedt´ in `Marinemunitionsdepot 6´. Zuständig war es mit zwei anderen Lagern für den Munitonsbedarf der Marineeinheiten des Nordseeraumes zur See, zu Land und in der Luft. 1977 wurde ein neuer Verwaltungstrakt an der östlichen Einfahrt errichtet. Damit hatten die Baracken des ehemaligen Kiefernhorstes ausgdient. Mit der Neuordnung der Bundeswehrlogistik im Jahre 2003 wurde das Depot dann am 31. Dezember 2005 aufgelöst. Bilder Areal des neuen Depots, gesperrt Südliches Teilareal des alten Depots, heute offen Rudiment der Verladerampe gesprengte Munitionsbunker südlich des Arsenals
Als Marsch bezeichnet man das Schwemmland der nordwestdeutschen Küsten und Flüsse sowie vergleichbare Landschaftsformen weltweit. 1 Gestalt 2 Entstehung 3 Alte Marsch 4 Nutzung Gestalt Marschen sind generell flache Landstriche ohne natürliche Erhebungen. Sie liegen in etwa auf Höhe des Meeresspiegels landeinwärts des Watts und der Salzwiesen. Entstehungsgeschichtlich gehören sie zu den jüngsten geologischen Formationen: Sie sind nacheiszeitlich. Ausgedehnte Marschgebiete gibt es in Deutschland nicht nur direkt am Meer, sondern beispielsweise auch als Flussmarschen im Gezeiten-Einflussgebiet der Tideflüsse, insbesondere der Elbe, Weser, Eider, Oste und Ems. Entstehung Die Marschen bilden sich durch allmähliche Verlandung der Salzwiesen durch Sedimentation an Pionierpflanzen. Die Sedimentationsrate ist dann am höchsten, wenn die Marschen noch nicht zu hoch über den Meeresspiegel gewachsen sind. Wenn Sturm- und Springtiden die Salzwiesen überfluten, fällt das mitgeführte Material aus, weil die Transportkraft durch die verringerte Geschwindigkeit kleiner wird. So entsteht an der Küste bzw. am Flussufer das sogenannte Hochland aus minerogenen Sedimenten. Landeinwärts findet keine Sedimentation statt, weshalb hier das tieferliegende Sietland entsteht. Dort können sich ausgedehnte Niedermoore entwickeln, welche bei Entwässerung zu Sackungen neigen. Dadurch kann sich der bestehende Höhenunterschied zum Hochland vergrößern, die Oberfläche kann bis unter den Stand des Tiedenniedrigwassers sinken und muss dann kontinuierlich entwässert werden. Zur Urbarmachung bzw. zum Hochwasserschutz wurden die Marschen eingedeicht. Diese durch Fluss- und Seedeiche geschützten Gebiete werden als Koog, Groden, Neufeld oder Polder bezeichnet. Wo kein Schutz durch Deiche vorhanden ist, zum Beispiel auf Halligen, werden Gehöfte und Ansiedlungen wegen der Überflutungsgefahr auf mehreren Meter hohen Warften oder Wurten (niederländisch: Terpen) gebaut. Das Marschland wird durch ein Entwässerungssystem, bestehend aus Gräben, Wettern oder Wetterungen, Pumpstationen und Sielen trocken gehalten. Ohne diese ständige Entwässerung würde die Marsch ein unbewohnbares Moorgebiet werden. Durch das Trockenlegen ist das Land (teilweise unter den Meeresspiegel) abgesackt. Alte Marsch Hierunter versteht man Marschland, welches nicht durch Neuanwachs entstanden ist. Zumeist entstammt es bereits der Zeit vor der letzten Eiszeit. Nutzung Die Marschgebiete sind in der Regel sehr fruchtbar. Neben der Viehzucht werden sie auch für den Ackerbau genutzt. Die Fruchtbarkeit der Marschen beruht auf mehreren Faktoren: So sind die Klei-Böden schwer und durch Schwebstoffe feinkörnig und nährstoffreich. Durch die küstennahe Lage ist das Klima ausgeglichener als im Binnenland, insbesondere sind Fröste seltener. Von besonderer Bedeutung für das Mikroklima sind die zahlreichen Entwässerungsgräben, die sowohl Schutz vor Frost im Frühjahr als auch vor starker Hitze im Sommer geben. Außerdem haben die Marschböden einen hohen Grundwasserspiegel, sodass die Wasserversorgung der Pflanzen weitaus besser gegeben ist, als auf der sandigen, nährstoffarmen Geest.
Peter Martens war von 1755 - 1760 Schultheiß von Groden und Ritzebüttel. Peter Martens bewirtschaftete im Grodener Mittelteil den Hof "Im Felde", der ab 1843 "Arnhausen" hieß. Nach Peter Martens ist der Peter-Martens-Weg in Groden benannt.
Das Marschenfieber (Marschenkrankheit, Drüddendagsfeber, Marschkrankheit, Ernteseuche, Wechselfieber, Dreitagefieber oder Stoppelfieber) ist eine Infektionskrankheit, genannt Malaria, die durch einen einzelligen Blutparasiten verursacht wird , welcher in den Marschen Norddeutschlands vor der Entwässerung endemisch vorkam. Übertragen wurde sie von einer Mücke der Gattung Anopheles atroparvus. 1 Geschichte 2 Erreger 3 Heute 4 Weblinks Geschichte Malaria war in der Vergangenheit auch in Ländern mit gemäßigtem Klima, darunter in Deutschland, verbreitet. Bis zum Ende des Mittelalters waren die Berichte über auftretende Epidemien so ungenau, dass Malaria darin nur schwer von anderen Erkrankungen mit fiebrigem Verlauf zu unterscheiden ist. Als gesichert gilt, dass große Teile Europas in den Jahren 1557/58 unter einer Malariaepidemie litten. Bis ins 18. Jahrhundert gab es zahlreiche derartige Epidemien. Betroffen waren große Teile Deutschlands, vor allem aber die Marschen und Moore an der Küste sowie die Gebiete entlang der großen Flüsse. Nach der Sturmflut von 1825 trat in Norddeutschland eine solche Epidemie im Jahre 1826, als Folge verseuchten Trinkwassers, auf. Man geht davon aus, dass etwa 50% der Bevölkerung von dieser Erkrankung betroffen waren. Nachweislich ging die Bevölkerungszahl des Amtes Ritzebüttel von 5367 auf 4947 Einwohner zurück und lange Zeit war die Zahl der Sterbefälle höher als die Zahl der Geburten. Die Erkrankten litten oft wochenlang an Kreislaufschwäche und Fieberschüben, dies konnte natürlich auch ein Symptom einer anderen Krankheit sein. Erst nach 2 bis 3 Jahren konnte man von einer völligen Heilung ausgehen. Aus diesem Grund ist es auch schwierig die damaligen Opfer des Marschenfiebers von anderen Erkrankten genau zu unterscheiden. Bekannte Cuxhavener Opfer des Marschenfiebers waren: der Rektor der Höheren Bürgerschule Johann Heinrich Dölle die Familie des Amtmannes Martin Hieronymus Schrötteringk In der Folgezeit wurden durch Flussbegradigungen und Moorkolonisierung zahlreiche Brutplätze für Mücken zerstört. Das zum Teil unter Meeresniveau liegende Gebiet an der Nordseeküste Deutschlands wurde mit viel technischem Aufwand bearbeitet. Sinn der Urbarmachung und der Moortrockenlegungen war es, weiteres Acker- und Weideland zu erhalten und durch zuverlässige Entwässerung den Ertrag der Marschflächen zu verbessern. In der entstehenden Kulturlandschaft verdrängte Anopheles maculipennis typicus die fieberübertragende Anopheles maculipennis messeae. Gleichzeitig verbesserte sich die Wohnsituation der Bevölkerung, so dass die Menschen seltener gestochen wurden. Demgegenüber hatten Medikamente oder die Anwendung von Insektiziden für den Rückgang des Wechselfiebers in Deutschland nur geringe Bedeutung. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war das Wechsel- oder Marschenfieber aus Deutschland fast verschwunden, lediglich um Emden und Aurich in Schleswig-Holstein sowie um Breslau, Oppeln und den Landkreis Pleß in Schlesien waren endemische Krankheitsherde übriggeblieben. Nach beiden Weltkriegen flammte die Krankheit kurzzeitig wieder auf, als viele Menschen unter schwierigen hygienischen Bedingungen in Notunterkünften leben mussten. In Emden kam es 1918 zu einer Epidemie mit etwa 4000 Erkrankungsfällen. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg trat das Wechselfieber in Deutschland wieder auf. Es wurde durch die feucht-warmen Sommer 1945 und 1946 und die zahlreichen Mückenbrutplätze in den zerstörten Städten begünstigt. In Berlin wurden bis Ende 1947 651 Fälle gezählt, in Hamburg 88. Erreger Bei dem in Deutschland einheimischen Wechselfieber handelte es sich in den allermeisten Fällen um Malaria tertiana. Die Übertragung von Malaria quartana und Malaria tropica kann im Prinzip auch durch einheimische Stechmücken geschehen, sie ist jedoch weniger wahrscheinlich. Die Entwicklungszeit des Erregers in der Mücke ist stark von der Temperatur abhängig, sie dauert in gemäßigten Breiten länger als in den Tropen. Fieberepidemien traten daher vor allem in heißen Sommern auf, während kalte Sommer sie zum Erliegen bringen konnten. Bei 20 °C benötigt Plasmodium vivax, der Erreger der tertiären Malaria, nur 17 Tage zur Entwicklung. Die Erreger der Malaria tropica brauchen bei derselben Temperatur 23 Tage, die Erreger von Malaria quartana sogar 35 Tage. Pl. vivax und Pl. ovale, die Auslöser der Malaria tertiana können im Gegensatz zu anderen Plasmodien als Hypnozoiten in der Leber eines infizierten Menschen überdauern. Die Erkrankung bricht häufig nicht nach einer kurzen Inkubationszeit von 8 bis 16 Tagen aus, sondern erst nach einer „primären langen Latenz“ von mehreren Monaten. Auf diese Weise konnten die Erreger die „mückenlosen“ Wintermonate überstehen. Über das Jahr betrachtet traten die Erkrankungsfälle mit Wechselfieber vor allem im Frühjahr und im Spätsommer auf. Im Frühjahr waren viele Menschen jahreszeitlich bedingt geschwächt, was das latente Wechselfieber ausbrechen ließ. Im Spätsommer häuften sich die Fälle, in denen die Krankheit nach einer Neuinfektion mit kurzer Inkubation verlief. Heute Im Spätherbst des Jahres 1997 befassten sich der Umwelt- und der Gesundheitsausschuß des Cuxhavener Kreistages auf einer gemeinsamen Sitzung mit dem Thema: „Marschenfieber — Bericht über mögliche Malaria-Risiken in den Marschgebieten“ . Ein Landarzt aus der Wesermarsch sowie eine Landwirtin hatten sich gegen die weitere „Vernässung“ der Moore und Marschen ausgesprochen und einen Antrag gestellt. Hintergrund und Auslöser dieser Diskussion war der Fang einer Mücke der Gattung Anopheles atroparvus, die auch als Überträgerin der Malaria und somit des Marschenfiebers angesehen wird, im Sommer 1997 im Kuhstall der Landwirtin. Durch die fortschreitende Erwärmung Europas wird möglicherweise ein feuchtwarmes Klima geschaffen, das der Verbreitung von Mücken der Gattung Anopheles atroparvus Vorschub leistet. Weblinks Malaria around the North Sea: A Survey Margot Kathrin Dalitz: Autochthone Malaria im mitteldeutschen Raum. Dissertation Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg 2005 Peter Bussler: „Historisches Stadtlexikon für Cuxhaven“; Männer vom Morgenstern; 2002; ISBN 3-931771-36-9
1 Anschrift 2 Martinskirche 3 Gottesdienst 4 Radwegekirche 5 Bilder 6 Lageplan Anschrift Martinskirche Ritzebüttel -Kirchenbüro- Regerstraße 41 27474 Cuxhaven Tel: 04721-663580-0 Fax: 04721-663580-29 Mail: info@kirchenbuero.net Homepage der Martinskirche Martinskirche Nachdem Amtmann Abendroth 1814 nach der Befreiung von den Franzosen aus Hamburg nach Ritzebüttel zurückgekommen war, nahm er trotz der wirtschaftlich schweren Zeit nach der Franzosenzeit alsbald den Bau einer eigenen Kirche für Ritzebüttel in Angriff, denn bis zu diesem Zeitpunkt war der Flecken Ritzebüttel noch immer nach Groden eingepfarrt. Als Vorbild diente ihm die kurz vorher gebaute Kirche zu Wandsbek des Architekten Joh. Aug. Arens. In dessen Geiste baute der dänische Architekt Axel Bundsen (* 28. Januar 1768 in Assens, Insel Fünen, † 2. November 1832 in Hamburg) für 71.000 Mark eine neue Kirche. Die Grundsteinlegung erfolgte am 13. Oktober 1816, der Bau zog sich jedoch hin, weil die nötigen Mittel mühsam beschafft werden mussten. Abendroths Beziehungen ist es zu verdanken, dass der Hamburger Senat für den 4. Mai 1819 eine allgemeine Kirchenkollekte anordnete, die 3.284 Mark für den Kirchbau erbrachte. Kurz vor der Fertigstellung wurden auch die Einzelplätze und Logen der Kirche öffentlich versteigert. Dabei erbrachten die Einzelplätze (unten für die Frauen, oben für die Männer) teilweise bis über 100 Mark, Logen bis zu 2.600 Mark. Selbst Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Friedländer und Brady ersteigerten sich für 257 Mark Plätze. Friedländer hatte für die Kirche auch ein Kruzifix beschafft, für das der Senat 600 Mark bewilligt hatte. Erhebliche Mehrkosten spendete er der Gemeinde. Am 22. August 1819 fand die Weihe der Kirche statt und wurde nach Martin Luther „Martinskirche“ benannt. So hatten die Ritzebütteler endlich ihre eigene Kirche mit 600 Plätzen, jedoch noch ohne Turm. Bevor man an den Bau eines Turmes denken konnte, waren schon 1828 die ersten Sanierungsarbeiten durchzuführen, denn obwohl die Mauern und Pfeiler auf über 200 Rammpfählen gebaut waren, zeigten sich die ersten Senkungen. Am 15. November 1885 konnte der neue Turm, die Glocken und eine neue Orgel eingeweiht werden, zugleich mit außen angebrachten Strebepfeilern, die den Druck des Dachstuhles abfangen sollten. Im Jahre 1906 erfolgte eine Gesamtrenovierung der Kirche, bei der auch die ganze Kirche durch Eisenträger unterfangen wurde, da sich erneut die Rammpfähle als morsch erwiesen hatten. Die seit 1884 bestehende Ofenheizung wurde 1927 durch eine Zentralheizung ersetzt, für die ein eigener Heizraum unter der Kirche geschaffen wurde. Lt. Karl Waller wurden im Rahmen der Ausschachtungsarbeiten zum Heizungskeller der Kirche Brunnenreste, vermutlich aus der Zeit um 1300, gefunden. Gottesdienst Sonntags, 10.00 Uhr. Radwegekirche Der Martinskirche Ritzebüttel ist am 10. Mai 2014 von Landessuperintendent Brandy das Signet als Radwegekirche verliehen worden. Bilder Inneres der Martinskirche 1908 Martinskirche 2008 Lageplan 10 1 Schloss Ritzebüttel 2 Altes Amtsgericht 3 Schlosswache 4 Gärtnerhaus 5 Schweizerhaus 6 Kriegerdenkmal 7 Krähenhofbrücke 8 Freilichttheater 9 Ringelnatz-Museum 10 Martinskirche 11 Krähenhof
"Gasthof zum Schloss Morgenstern" Der Heimatbund der Männer vom Morgenstern gehört zu den wichtigsten heimatkundlichen Vereinigungen in Niedersachsen und Bremen. 1 Geschäftsstelle 2 Geschichte 3 Verbreitung 4 Archäologie 5 Ziele 6 Morgensterner in Cuxhaven 7 Literatur 8 Weblinks Geschäftsstelle Männer vom Morgenstern Heimatbund an Elb- und Wesermündung e.V. Burgstr. 1 27580 Bremerhaven Tel.: 0471-48168449 FAX: 0471-48168449 Mail: Vorstand@m-v-m.de Öffnungszeiten: Dienstag 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr Sonnabend 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr Geschichte Der Name geht auf den ersten Vorsitzenden des Vereins, dem aus Rechtenfleth an der Niederweser stammenden Dichter Hermann Allmers zurück. Er gründete mit einigen Freunden 1882 im Weddewardener Gasthof Schloss Morgenstern, der an der Stelle der 1518 errichteten und zerstörten Burg Morgenstern steht, die gesellige Runde der „Männer vom Morgenstern“. Daraus entwickelte sich der heutige Heimatbund. Verbreitung Der Wirkungsbereich des Heimatbundes erstreckt sich über das ganze Elbe-Weser-Dreieck. Archäologie Nach dem Tod von Hermann Allmers 1902 wandte sich der Heimatbund der Archäologie zu und sicherte zahlreiche Funde der Vor- und Frühgeschichte in dem in Geestemünde eingerichteten Morgenstern-Museum (heute: Historisches Museum Bremerhaven). Durch die seit 1898 erscheinenden Jahrbücher und weitere Buchveröffentlichungen erwies sich der Heimatbund als wichtiger Geschichtsverein im Raum um Bremerhaven und Cuxhaven. Ziele Die Aufgaben des Heimatbundes der Männer vom Morgenstern werden in der Satzung so umrissen: Der Verein will die Heimat, ihre Geschichte und Natur erforschen, die Kultur und Natur der Heimat pflegen und schützen, die niederdeutsche Sprache lebendig erhalten, die familienkundliche Forschung unterstützen, das Schrifttum dieser Bereiche besonders fördern. Morgensterner in Cuxhaven Karl Waller (1892 - 1963) Hinrich Alpers (1893 - 1981) Peter Bussler Literatur Satzung der Männer vom Morgenstern. Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V., in: Jahrbuch. Männer vom Morgenstern, 86, 2007, S. 345-348. ISBN 978-3-931771-86-7 [Stand nach der letzten Änderung vom 17. Juni 2006] Johannes Göhler, Ein Bauernsohn aus Rechtenfleth machte den Anfang. 125 Jahre Männer vom Morgenstern - Heimatbund an Elbe- und Wesermündung. In: Heimat zwischen Elbe und Weser. Jg. 26, Nr. 3, Juli 2007. Heinrich Schmidt, 100 Jahre "Männer vom Morgenstern". In: Jahrbuch. Männer vom Morgenstern, Bd. 62, 1983, S. 11-30. Weblinks Männer vom Morgenstern
Mädchen im Wind ist eine Plastik des Cuxhavener Bildhauers Professor Franz Rotter. Die Plastik wurde Ende der 1960er für die Cuxhavener Filiale der Deutschen Bank am Kaemmererplatz geschaffen. Nachdem die Filialen Bremerhaven und Cuxhaven zusammengelegt wurden, wurde die Plastik von ihrem ursprünglichen Standort am Kaemmererplatz entfernt und gelangte nach Frankfurt in die Kulturstiftung der Deutschen Bank. Im Jahre 2004 hat die Kulturstiftung der Deutschen Bank der Stadt Cuxhaven die Figur als Dauerleihgabe überlassen. Seitdem befindet sie sich vor der Gaststätte "Am Pier", nahe der Alten Liebe.
Der Männer-Turn-Verein Lüdingworth von 1922 e.V. (MTV Lüdingworth) ist ein Sportverein in Lüdingworth. Anschrift MTV Lüdingworth e.V. 1922 Liebfrauentrifft 14 27478 Cuxhaven - Lüdingworth 1. Vorsitzender: z.Zt. nicht besetzt Geschichte Am 7. März 1922 fanden sich in der ehemaligen Gastwirtschaft Harms in Lüdingworth 26 Sportbegeisterte zusammen, um eine Turn- und Sportabteilung zu gründen. Dieses war bereits der zweite Versuch der Gründung eines Sportvereines. Schon am 21. Juni 1866 hatte sich mit der Turnerliedertafel Lüdingworth von 1866 ein Verein gegründet, der neben dem Gesang auch die körperliche Ertüchtigung seiner Mitglieder zum Ziel hatte. Mangels geeigneter Sportstätten hatte der Sportbetrieb jedoch nach kurzer Zeit eingestellt werden müssen. So kam es 56 Jahre später zur Neugründung. Dem Verein wurde im Jahre 1929 eine Damen-, Mädchen- und Kinderriege angegliedert. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg wurde ein neuer Sportplatz am Rande der Seewurt errichtet, im Jahre 1971 wurde eine neue, erweiterte Sportanlage in Betrieb genommen. Die Fahne des Vereines weist symbolhaft auf die Verbundenheit mit der Turnerliedertafel hin. Aus einer gemeinsamen Wurzel erwachsen zwei Vereine. Die Bannerweihe fand am 3. Juli 1932 statt. Leider existiert die Originalfahne nicht mehr, da sie im Jahre 1967 bei dem Brand des Norddeutschen Hofes ein Raub der Flammen wurde. Eine Neuanfertigung ist nach vorhandenen Unterlagen vorgenommen worden. Internet Homepage MTV
Max Bahr war ein Baumarkt in Cuxhaven. Der Baumarkt an der Grodener Chaussee wurde am 21. März 2007 eröffnet. Nach Insolvenz der Baumarktkette schloss die Cuxhavener Filiale im Februar 2014. ehemalige Adresse Max Bahr Grodener Chaussee 55 - 57 27472 Cuxhaven Telefon 04721 / 56 57 90 Telefax 04721 / 56 57 919
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Emblem TMAS Germany - Medico Cuxhaven TMAS Germany - Medico Cuxhaven ist die deutsche funkärztliche Beratungsstelle für Seefahrer. Taglich etwa zweimal wird das Cuxhavener Medico wegen Anfragen von See zu Verletzungs- oder Krankheitsfällen konsultiert; zwischen 1960 und 2005 etwa 42.000 mal. Medico unterstützt das Schiffspersonal der deutschen Schifffahrt weltweit mit standardisierten Behandlungshinweisen. 1 Erreichbarkeit 2 Geschichte 3 Organisation und Ablauf der funkärztlichen Beratung 4 Zuständigkeit und Aufgaben 5 Angebotene zusätzliche Leistungen 6 Maßnahmen zur Anamnese 7 Unterstützung der Sportschifffahrt 8 Partnerschaft 9 Fußnoten 9.1 Quelle Erreichbarkeit Medico-Zentrale im Krankenhaus Cuxhaven TMAS Germany - Medico Cuxhaven ist rund um die Uhr erreichbar über Telefon: +49 4721 78 0 Fax: +49 4721 78 1520 E-Mail: medico@tmas-germany.de Eine Kontaktaufnahme mit Medico Cuxhaven ist zudem jederzeit auch über das deutsche MRCC Bremen der DGzRS möglich: Telefon: +49 421 53 707 300 Darüber hinaus kann TMAS Germany - Medico Cuxhaven weltweit auch über Seefunk erreicht werden (Seefunkgespräche werden von dort in das Telefonnetz vermittelt). Derzeitiger Leiter der Einrichtung Dr. med. Christian W. Flesche Geschichte Die Arbeit von Medico ist nur denkbar unter der Verfügbarkeit von funktechnischen Übertragungsmöglichkeiten. Dabei wurden die funktechnischen Fortschritte von Marconi und Prof. Braun schon früh für den Notfall auf See eingesetzt. Der erste für Deutschland vermerkte Notruf wurde am 29. Oktober 1900 vom Feuerschiff Elbe 2 abgesetzt. Es hatte die Strandung des Viermasters `H. Bischoff´ beobachtet und rief über Funk Hilfe aus Cuxhaven herbei. Auch wenn die medizinische Hilfestellung für fahrende Seeleute schon sehr zeitig in Anspruch genommen wurde, mit Sicherheit nach der Übergabe der Marine-Signalstation an der Alten Liebe an die Deutsche Reichspost und Benennung als `Elbe-Weser Radio´ am 1. April 1912, so ist sie erstmals am 2. Februar 1931 schriftlich belegt in der `Cuxhavener Zeitung´. Mithin wird dieses Datum als Gründungszeitpunkt von Medico Cuxhaven festgesetzt, da frühere Aussagen nicht vorliegen. Praktisch von Anbeginn waren als medizinische Berater Ärzte des Staats-, seit 1937 Stadtkrankenhauses [1] Cuxhaven die Ansprechpartner der Seefahrt bei Verletzungen oder Verdacht auf Krankheiten. Sie führten diesen Servicedienst ehrenamtlich aus. Somit kann Cuxhaven als die deutsche Wiege des medizinischen Partners für die Seefahrt angesehen werden, eine der ersten weltweit, mit einer kurzen Unterbrechung während des 2. Weltkrieges. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Beratungstätigkeit aus verschiedenen Gründen von mehreren Instituten parallel durchgeführt. In Deutschland war nach Kriegsende zunächst die Seefahrt vollständig verboten. Mit der Lockerung dieses Verbotes begannen natürlich auch wieder die medizinischen Anfragen, die aber im Wesentlichen in Englisch gestellt wurden. Wegen häufig auftretender Sprachschwierigkeiten wurde ein formloses Abkommen mit dem Militärhospital der US-Streitkräften in Bremerhaven geschlossen, das sich von da an an der Beratungstätigkeit beteiligte. Die bei Norddeich Radio auflaufenden Gespräche wurden bis 1955 von den Ärzten der Wasser-Schifffahrtsverwaltung in Emden bearbeitet. Nachdem diese Behörde die Beratungstätigkeit einstellte, sprang kurzfristig das Krankenhaus in Norden ein. Kiel Radio nahm seine Funktion im Jahre 1946 wieder auf und wandte sich bei medizinischen Anfragen an die Ärzte der dortigen Wasser- und Schifffahrtsbehörde. Während der gesamten Nachkriegszeit stand weiterhin das Stadtkrankenhaus in Cuxhaven erkrankten Seeleuten auf See mit funkärztlicher Beratung zur Seite, wenn auch in entsprechend eingeschränktem Maße. Ab 1956 wurden dann die Verhältnisse wieder etwas übersichtlicher. Von allen Beratungsstellen blieb im Westen Deutschlands nur Cuxhaven übrig. Zumeist ausgeführt von Internisten [2], übernahm das Stadtkrankenhauses Cuxhaven die gesamte Beratungstätigkeit im Westen Deutschlands. Zusätzlich entwickelte der damalige Assistenzarzt Dr. Kohfahl damals die 1. Checkliste für die funkärztliche Beratung, nach der die Abfrage der Symptome des kranken Patienten erfolgte. Eine Neuerung, die sich als Konsequenz aus Kommunikationsirrtümern und zur Vereinfachung für das Schiffspersonal ergab. Im wesentlichen stellte Norddeich Radio die Verbindung zwischen Cuxhaven und den weltweit fahrenden Schiffen her. Zwischen 1946 und 1964 traten stufenweise Regelungen zur kostenfreien Übertragung der Gespräche zwischen Schiff und Funkstation sowie von dort zum Krankenhaus in Kraft. Ebenso wurde auf Druck der Ärzteschaft eine Vergütung staatlicherseits pro Beratung eingeführt. 1998 wurde die Einzelfallvergütung aufgehoben und statt dessen zwischen Bundes-Verkehrsminsterium und dem Krankenhaus eine Pauschalvergütung vereinbahrt, was eine Übernahme der ärzlichen Leistung in den regulären Krankenhausdienst beinhaltete. `Anleitung zur Gesundheitspflege´ - 1888 1958 legte die ILO (International Labour Organisation) im Übereinkommen 106 die folgenden Forderungen fest: Kostenlose fachlich qualifizierte medizinische Beratung rund um die Uhr, medizinische Behandlungsanweisungen und genormtes Ausrüstungsmaterial an Bord. War das erste ohnehin bereits Brauch, so war das zweite eigentlich bereits seit 1888 Pflicht. Hier hatte das Kaiserliche Gesundheitsamt die `Anleitung zur Gesudheitspflege auf Kauffahrteischiffen´ herausgebracht und pflichtmäßig eingeführt. Mehrfach überarbeitet ist es heute noch Grundlage für die Beratungstätigkeit von Medico. Im Jahre 1987 beschließt die IMO/ILO ( International Maritime Organisation und International Labour Organisation) im Erlass 164 die Forderung, dass seefahrende Nationen eine kompetente medizinische Funkberatung bereitzustellen haben. Deutschland tritt diesem Vertrag 1994 bei und bestätigt 1998 vertraglich das Stadtkrankenhaus Cuxhaven als Sitz der nun international TMAS (Telemedical Maritime Assistance Service] genannten Einrichtung. Damit ist erstmals die Funkversorgung des Seefahrtpersonals nach festlandüblichem Facharztstandard staatlich festgelegt. Erste Telemetrieanlage im Rettungskreuzer `Hermann Ritter´ Natürlich hat es schon vor der Nutzungsmöglichkeit von Funkübertragung medizinische Hilfestellung gegeben. So führt England im Jahre 1855 ein internationales Flaggen-Signalbuch für die Schifffahrt ein. Es enthält etwa 70.000 Signale bei nur 18 unterschiedlichen Flaggen. So bedeutet die Flagge W (Whiskey): Ich benötige medizinische Hilfe. Selbstverständlich ist diese Art der Signalübertragung begrenzt auf Sichtweite, also Küstennähe oder im Bereich anderer Schiffe. 1927 wird auf der Weltfunkkonferenz eine Übertragung auf Funksprüche und Mehrsprachigkeit beschlossen, 1930 fertiggestellt und 1932 von der Madrider Weltfunkkonferenz anerkannt. Verantwortlich hierfür zeichnete die IMCO (International-Governmental Maritime Organisation). Ergebnis war ein auf dem internationalen Buchstaben-Alphabet basierendes Kodesystem von medizinischen Anfragen, Antworten und Anweisungen. Einzelne Körperregionen wurden nummerisch erfasst, um eine irrtumsfrei genaue Spezifizierung der betroffenen Region zu haben. Ebenso wurden Erscheinung, Antwort und Behandlung alphabetisch kodiert. Mit zunehmender Entwicklung der Kommunikationsmöglichkeiten verlagerte sich der Funkverkehr zunehmend über den einfachen Seefunk hin zu Handy-GSM-Netzen, zum weltumspannenden Iridium- und INMARSAT-Satelitenfunk, was zusätzlich die Möglichkeit der schnellen Weiterleitung von Telemetriedaten oder Digitalbildern ans Krankenhaus bietet. Gespräche verlaufen dadurch natürlich mündlich, was zu einer Vereinfachung und schnelleren Präzisierung beiträgt. Als am 1. Januar 2004 das Stadtkrankenhaus von der Röhn-Klinikum AG übernommen wurde, wurden auch alle Verträge bezüglich Medico übernommen, was eine lückenlose Weiterführung ihrer Aufgaben gewährleistete. Organisation und Ablauf der funkärztlichen Beratung Hauptverantwortlich für die Organisation und Durchführung der funkärztlichen Beratung ist die Klinik für Anaesthesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie am Krankenhaus Cuxhaven, jeweils in sehr enger Zusammenarbeit mit den anderen medizinischen Fachabteilungen des Krankenhauses (Innere Medizin, Chirurgie, Urologie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Gynäkologie & Geburtshilfe, Pädiatrie, u.a.). Die TMAS Zentrale selbst befindet sich direkt auf der interdisziplinären Intensivstation des Krankenhauses. Auf diese Weise ist eine ständige Präsenz notfall- und intensivmedizinisch versierter Ärzte für eine sofortige funkärztliche Beratung garantiert. Für den Erstkontakt mit einem hilfesuchenden Schiff steht immer ein in der Anästhesiologie, Notfall- und Intensivmedizin sowie in der maritimen Medizin besonders erfahrener Notarzt zur medizinischen und nautischen Ersteinschätzung der Situation sowie zur ad hoc Beratung bei lebensbedrohlichen Notfallsituationen zur Verfügung. Dieser Arzt wird dann während der weiteren funkärztlichen Beratung, sofern notwendig, einen Arzt der jeweils benötigten spezifischen Fachrichtung (z.B. Kardiologe bei Verdacht auf Herzinfarkt) hinzuziehen sowie ggfs. direkt in Zusammenarbeit mit dem MRCC (Martime Rescue Coordination Center) Bremen [3] oder anderer zuständiger MRCC´s Rettungsmaßnahmen einleiten und abstimmen. Zuständigkeit und Aufgaben Sicherstellung einer weltweiten notfallmedizinischen Hotline zur direkten und sofortigen funkärztlichen Beratung durch in der maritimen Medizin besonders erfahrene Fachärzte im 24 h - Betrieb für: Alle deutschen Handelschiffe weltweit Deutsche Seeleute an Bord ausländischer Schiffe und Auf Nachfrage von MRCC Bremen und offizieller MRCC´s bzw. TMAS Zentren anderer Nationen Angebotene zusätzliche Leistungen Bearbeitung von Evakuierungsmaßnahmen im Notfall Repatriierungs- und medizinisch-/ärztlicher Begleitservice Allgemeiner medizinischer Beratungsservice & Terminorganisation zur Arztkonsultation im Auslandshafen Weltweite Gesundheits-, Impf- und Reisemedizinische Beratung Individuelle Notfallmedizinische Kurse für Laien sowie Medizinlehrgänge für nautische Offiziere (nach STCW). Maßnahmen zur Anamnese Da die Beratungserfolge ganz wesentlich von einer ausreichenden Untersuchung des Patienten an Bord abhängen, ist es günstig, vor einem funkärztlichen Gespräch die Vorgeschichte (Anamnese) festzuhalten und den Erkrankten so gut wie möglich zu untersuchen. Hierfür stellt die Seeberufsgenossenschaft zweisprachige Untersuchungsbögen zur Verfügung. Wird dieser Bogen dann vor einem Medico-Gespräch gefaxt, kann dies eine Hilfe bei der Befunderhebung darstellen und zur Verbesserung der Diagnosefindung beitragen. Zusätzlich steht bei Medico ein Kurzfragebogen bei Zeitknappheit zur Verfügung, der für einen schnellen Überblick die ganz besonders wichtigen Untersuchungsgänge beinhaltet (Dieser Bogen kann bei Medico Cuxhaven angefordert, bzw. über Internet [4] heruntergeladen werden). Eine Digitalkamera an Bord sowie die technischen Voraussetzungen zur Übermittlung von Digitalfotos kann bei einer Vielzahl von Erkrankungen und Verletzungen zusätzlich sehr hilfreich sein und wird heutzutage regelmäßig genutzt. Erstmals wurde 1997 ein Bild per E-Mail übertragen. Unterstützung der Sportschifffahrt Prinzipiell ist eine Nutzung der offiziellen deutschen funkärztlichen Beratungsstelle Medico Cuxhaven auch durch nicht-professionelle Seefahrer (Sportschiffer) besonders bei medizinischen Notfällen möglich und sinnvoll. Die tägliche weltweite Routine und über 70-jährige Erfahrung im Umgang mit medizinischen Problemstellungen in See sowie die direkte Zusammenarbeit mit TMAS Zentren und MRCC´s anderer Nationen kann auch Personen außerhalb der Berufsschifffahrt eine schnellstmögliche Abklärung möglicher Optionen zur Hilfeleistung bieten und ermöglicht zugleich die Mitnutzung bestehender professioneller funkärztlicher Beratungsstrukturen. In diesen Fällen anfallende Kosten einer Inanspruchnahme werden ggf. in Rechnung gestellt, sofern diese nicht von entsprechenden Organisationen (z.B. Trans-Ocean e.V.) für Mitglieder übernommen werden. Partnerschaft Aufgabenbedingt ergibt sich eine enge Zusammenarbeit mit der DGzRS-Zentrale in Bremen und vor Ort direkt mit den Rettungsbooten. Ebenso findet eine Beratung zur medizinischen Ausrüstung der Schiffe statt. Bereits seit den 1970er Jahren sind die Rettungskreuzer mit telemetrischen EKG-Geräten ausgestattet, die das Ergebnis direkt nach Cuxhaven übermitteln. Fußnoten Hochspringen ↑ 1937 geht das Krankenhaus vom Hannoverschen in Cuxhavener Besitz über Hochspringen ↑ damaliger Chefarzt der Inneren Abteilung war Dr. Lessing Hochspringen ↑ Internationale Bezeichnung der DGzRS-Zentrale Hochspringen ↑ http://www.medico-cuxhaven.de/ Quelle Quelle: Medico Cuxhaven
Medemsand-Insel ist eine kleine Insel in der Elb-Mündung an der schleswig-holsteinischen Küste gegenüber von Otterndorf (Niedersachsen), wo der Fluss Medem in die Elbe mündet. Sie hat eine Fläche von ca. 10 Hektar und ist unbewohnt. Der höchste Punkt der Insel liegt 9 Meter über mittleren Hochwasser und ein Anlanden auf der kleinen Insel ist fast nicht möglich - nur bei Ebbe kann man von einem 1200 Meter entfernten Ankerplatz zwischen dem Medemsand und dem Neufelder Watt, im Ostbereich des Klotzenlochs, zur Insel hinübergehen. Mittlerweile liegt der größte Teil der Insel bei mittlerem Hochwasser unter dem Meeresspiegel - nur einige große Steine und Pfähle ragen dann noch heraus. In der Mitte der Insel steht ein 7 Meter hoher Stahlturm auf dem früher ein Leuchtfeuer brannte. Der größte Teil der Insel besteht aus Salzsänden in denen nur Schlickgras und Queller gedeihen. Die Region ist eine Ruhezone für Tiere wie Seehunde in der sehr stark befahrenen Elbmündung in der deutschen Bucht. Obwohl die Insel seit 1952 innerhalb des Nationalparks Wattenmeer liegt, wurde sie bisher bisher nicht in Zone I erhoben, sodass es derzeit noch möglich ist, die Insel zu betreten. Gelegentlich finden touristische Fahrten nach Medemsand statt. Schon um 900 wurde die Insel unter dem Namen Me-Sand von Hamburg annektiert, später aber, als ein großer Teil der Küste unter dänische Herrschaft kam, Schleswig-Holstein einverleibt. Die Medemsand-Insel wurde im zweiten Weltkrieg genutzt, als deutsche Truppen einige Flugabwehr-Stellungen auf der Insel errichteten, um die amerikanischen Flieger, die Hamburg bombardieren sollten, abzufangen. Die Wehrmacht betrieb zwischen 1940 und 1944 eine Funkpeilstation und hatte auch einen Würzburg-Riesen auf der Insel stationiert. Der damalige Leiter dieser Einrichtung war Dr. Wächtler aus Hamburg. Noch heute sind einige der Fundamente der Stellungen zu sehen sowie eine verfallene Blockhütte im östlichen Bereich der Insel. Die Insel gehört zum Landkreis Dithmarschen und wird durch das Wasserwirtschaftsamt Brunsbüttel verwaltet.
Meiers Brunnen Brockeswalde Meiers Brunnen war ein Trinkwasserbrunnen in Brockeswalde Bereits um 1740 hat der Amtmann Barthold Brockes eine unweit des Brockeswaldes gelegene Quelle erstklassigen Wassers in einen Brunnen fassen lassen. Möglicherweise ist er Namensgeber der alten Bezeichnung Barnhope für den Brockeswald - Barn = Born = Quelle. Amtmann Meier ließ genau 100 Jahre später den Quell neu fassen. Die später angebrachte Gedenktafel trägt folgende Inschrift: Zum Andenken an den Stifter des Brunnens, den Senator A.C.T. Meier J.U.Dr. Amtmann auf dem Hause Ritzebüttel von 1834 bis 1840 Der Amtmann Meier hatte sich aktiv für die Verbesserung der Gesundheitsfürsorge in Cuxhaven eingesetzt. Er ließ drei Brunnen bohren, welche die Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser versorgten. Meiers Brunnen ist Namensgeber für den Stickenbütteler Brunnenweg. Bilder Gedenktafel Tafel am Brunnenweg Lage des Brunnens Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Als Meeresleuchten werden Lichterscheinungen im Meer bezeichnet. Meeresleuchten kann sowohl an der Küste wie auch im offenen Meer beobachtet werden. Biologie des Meeresleuchtens Das klassische Meeresleuchten wird durch Ansammlungen von Mikroorganismen erzeugt und gehört damit zum Phänomen der Biolumineszenz. Zu den Meeresleuchten auslösenden Organismen gehören unter anderem Dinoflagellaten, wie etwa Noctiluca scintillans und Pyrocystis noctiluca, die auch an den so genannten Roten Tiden (Red Tide) beteiligt sind. Dinoflagellaten sind Einzeller, die zu den Algen gerechnet werden. Beim Meeresleuchten scheint das Meerwasser blau bis grün zu lumineszieren. Tatsächlich leuchtet aber nicht das Meerwasser selbst, sondern die im Seewasser befindlichen Kleinstlebewesen senden nach Berührungsreiz mehr oder weniger lange andauernde Lichtsignale aus. Dass das Leuchten durch Berührungsreize ausgelöst wird, lässt sich am Strand schön beobachten. Wenn in der Brandung Meeresleuchten zu beobachten ist, kann man es auch im Sand des Strandes hervorrufen, in dem man mit den Händen oder Füßen über den Sand streicht. Die Organismen, die man dabei berührt, werden als kleine leuchtende Punkte sichtbar. Die Arbeitsgruppe um den amerikanischen Biologen Michael Latz am kalifornischen Meeresforschungsinstitut Scripps entwickelt Methoden, um die Biolumineszenz des Meeresleuchtens zur Strömungsforschung, z.B. zur Entwicklung von verwirbelungsarmen Schiffsrümpfen einzusetzen. Meeresleuchten in der fantastischen Literatur Im Kinderbuch 'Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer' von Michael Ende (erschienen 1960) hat das Meeresleuchten eine Schlüsselrolle: Jim Knopf muss helfen das Meeresleuchten zu reparieren um das Reich der Meerjungfrauen und Meermänner zu erleuchten. In Endes Buch entsteht das Meeresleuchten allerdings durch die Zusammenarbeit eines Halbdrachens mit einem Schildnöck in einem magnetischen Berg mit Hilfe des Goromusch-Magneten. Weblinks Aktuelles Forschungsergebnis
Johann Meinken (* 18. Februar 1881 in Bremerhaven; † 29. Januar 1941 in Hamburg-Nienstedten) war ein Fischereidirektor in Cuxhaven. Nach einer seemännischen Ausbildung war Meinken über drei Jahre auf Segelschiffen gefahren, danach als dritter und zweiter Offizier beim "Norddeutschen Lloyd" in der Ostasienfahrt und danach als 1. Offizier auf Schnelldampfern im Hamburg-Nordamerikadienst. Meinken wurde am 15. Juli 1919 Nachfolger des Fischmarktdirektors Friedrich Duge in Cuxhaven. Während seiner Tätigkeit in Cuxhaven (bis Ende 1937) entwickelte sich Cuxhaven zum zweitgrößten Fischmarkt in Deutschland. Meinken setzte sich während seiner Amtszeit in Cuxhaven für die Seefahrtschule und das Cuxhavener Heimatmuseum ein. Von 1938 bis zu seinem Tod war Johann Meinken Direktor der Hamburg-Altonaer Fischmärkte. In Cuxhaven ist der Meinkenkai nach dem ehemaligen Fischereidirektor benannt.
Als Meierei wird gemeinhin das ehemalige Cuxhavener Meiereigebäude bezeichnet, anderswo Molkerei genannt. Die Cuxhavener Meierei-Genossenschaft, Betreiber der Cuxhavener Meierei, wurde am 23. Januar 1884 gegründet. Die Gründung der Genossenschaft erfolgte, um die Stadt Cuxhaven gleichmäßig mit Milch versorgen zu können. Zu diesem Zweck wurde den damaligen Verhältnissen entsprechend (täglicher Milchumsatz ca. 3.000l) ein Meiereigebäude errichtet. Die Einrichtung erfolgte verkehrsgünstig an der Ecke Meyerstraße / Große Hardewiek. Die Umsätze stiegen von Jahr zu Jahr, sodass in den Jahren 1912 und 1934 Betriebserweiterungen vorgenommen wurden. Im Jahre 1957 betrug die Menge 54.000 l Vollmilch täglich. Diese Menge machte einen grundlegenden Erneuerungsbau des Meiereigebäudes erforderlich. Verschiedene Produkte der Cuxhavener Meierei erhielten Auszeichnungen bei den alljährlichen Prüfungen der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft. Das tägliche Fertigungsprogramm der Meierei umfasste: Frischmilch, Buttermilch, Kakaotrunk, Joghurt, Deutsche Markenbutter, Speisequark, Frischkäse und Tilsiterkäse. Am 1. Januar 1975 erfolgte der Zusammenschluss mit der Meiereigenossenschaft-Dorum. Als Folge dieser Vereinigung wurde die Produktion im Meiereigebäude auf dem Gelände Ecke Meyerstraße / Große Hardewiek Anfang 1976 eingestellt. Das Meiereigebäude wurde zum Jahresende hin abgebrochen.
Der Meinkenkai ist ein Kai und eine Fahrstraße im Alten Fischereihafen. 1 Geographische Lage 2 Herkunft des Namens 3 Geschichte 4 Daten 5 Bebauung 6 Bilder 7 Weblinks 8 Literatur Geographische Lage Der Meinkenkai ist die östliche Seite des Alten Fischereihafens. Herkunft des Namens Benannt am 14. März 1950 nach Johann Meinken, Fischerei-Inspektor und Direktor des Seefischmarktes. Geschichte Seit 2007 sind am Meinkenkai die Schiffe der Wasserschutzpolizei stationiert. Bis auf den Anleger für die Wasserschutzpoliei wird der Meinkenkai 2007 wegen baufälligkeit gesperrt, d.h., hier können keine Schiffe mehr anlegen. Daten Länge: 560 m Wassertiefe: 4,50 m Derzeit als Kai gesperrt wegen Baufälligkeit. Bebauung Am Meinkenkai befinden sich die Fischhallen III - VI Halle III Halle IV Halle V Halle VI Bilder Fischdampfer löschen Weblinks Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel. Literatur Günter Wolter: Die Cuxhavener Straßennamen; ISBN-Nr: 3-928327-51-8
Der "Meldorfer Dom", eigentlich St.-Johannis-Kirche, wurde zwischen 1250 und 1300 als Nachfolgebau für eine zwischen 810 und 826 gebaute erste Meldorfer Kirche gebaut. Er lag damals auf einer Geestzunge direkt an der Nordsee, deren Küstenverlauf noch heute an den Kliffs wie z.B. dem Barlter Kleve, verfolgt werden kann. Heute ist die St.-Johannis-Kirche der Sitz des Kirchenkreises Süderdithmarschen. Im Südflügel dieser Kirche befindet sich eine Grabplatte für den Lüdingworther Arabienforscher Carsten Niebuhr, der hier im Auftrag des dänischen Königs als Landschreiber tätig war und am 26. April 1815 im Alter von 82 Jahren starb. Vor dem Dom wurde zu Ehren Niebuhrs eine Büste aufgestellt. Gegenüber der Kirche befindet sich Niebuhrs ehemaliges Wohnhaus, heute die Domgoldschmiede. Bilder Niebuhrs Grabplatte im Meldorfer Dom Niebuhrs Büste vor dem Meldorfer Dom
Johann Menke (*22. Mai 1856 † 16. Oktober 1940) Johann Menke war während der Aufforstungsarbeiten des Wernerwaldes als Forstarbeiter tätig. Später wurde er zum Forstaufseher im Sahlenburger Revier ernannt. Nach ihm ist der Johann-Menke-Stieg benannt, ein Waldweg, der diagonal 1.600m durch den Wernerwald führt. Desweiteren war Menke in den Jahren 1906 - 1910 Ortsvorsteher in Sahlenburg.
Wilhelm Mewing (* 26. Juli 1843 in Altenbruch; † 15. Februar 1941 in Stickenbüttel) Der gelernte Zimmermann Wilhelm Mewing, Sohn eines Dachdeckers aus Altenbruch, hat 47 Jahre lang bis in sein achtzigstes Lebensjahr hinein das Amt des Gemeindeschreibers in Stickenbüttel ausgeübt. Das gleiche Amt übte er 30 Jahre lang auch für Sahlenburg und Duhnen aus. Mewing hatte mit seiner Frau Anna Maria, geb. Bruhns, drei Töchter und einen Sohn. Letzterer wanderte 1890 in die USA aus, wo er im Alter von 21 Jahren an Cholera starb. Als derzeit ältester Stickenbütteler Bürger wurde Wilhelm Mewing 97 Jahre alt. Mewing ist Namensgeber für den Wilhelm-Mewing-Weg.
Mietrad ist eine Fahrradvermietung in Cuxhaven Anschrift Mietrad T. Larschow Schillerstraße 45 27472 Cuxhaven Tel. 04721 - 55 41 00 Fax. 04721 - 55 41 10 info@mietrad.de Beschreibung "Mietrad" ist die größte Fahrradvermietung im Landkreis und der Stadt Cuxhaven. Vielen Gästen ermöglicht der Fahrradverleih die Möglichkeit Cuxhaven kennenzulernen. Die markanten orangen Mieträder beherschen im Sommer das Bild an der Küste und in der Innenstadt und Hafen. Diese Fahrrad Vermietung hält für Kunden Filialen in Duhnen, Döse, Lotsenviertel im Centrum und Sahlenburg bereit. Neben Tourenrädern, Kinderrädern, Kinderanhängern und Sporträdern bietet "Mietrad" seit 2008 auch E-Bikes oder besser Pedelecs der Marke Flyer an. Weblink Internetseite von Mietrad
Mine Möhlmann war um 1900 ein bekanntes Cuxhavener Original. Mine Möhlmann war wohnhaft zwischen der heutigen Lehmkuhle und der Großen Hardewiek, hinter dem Haus von Mine Albers. Mine verkaufte als Kleinhändlerin frischen „Knoot“ und frischen Fisch aus ihrem Kinderwagen zusammen mit dem neuesten Klatsch. Außerdem handelte sie Lebensmitteln aller Art. Den Wagen schob sie bei ihren Gängen „von ne Hardewiek to `n Hoben“ langsam und bedächtig in leicht gebückter Haltung vor sich her. Diverse Anekdoten in den Cuxhavener Tageszeitungen und Skizzen des Hamburger Malers Franz Paul Johann Düyffcke zeugen von ihrer Existenz. Kurz vor Beginn des 1. Weltkrieges sollten in der Großen Hardewiek neue Häuser entstehen. Dabei wurde die alte Behausung von Mine Möhlmann, die im Adressbuch mit „Wilhelmine Mählmann“ geführt wurde, abgerissen. Sie fand eine neue Unterkunft in der Kleinen Hardewiek in Freudens Gang. Als Mine Möhlmann sich nicht mehr alleine versorgen konnte, fand sie Unterkunft im „Städtischen Versorgungsheim“, wo sie um 1924 verstarb. Mine Möhlmann ist bis heute im Stadtbild präsent, denn sie ist auf dem Brunnen am Kaemmererplatz abgebildet.
1 Minendepot am Schleusenpriel 2 Minendepot Groden 3 Bilder vom Minendepot am Schleusenpriel 3.1 Lagerhaus für Öl und Benzin 3.2 Werkstatt 4 Bilder des Minendepots Groden nach der Explosion vom 11. Juli 1922 5 Weblink Minendepot am Schleusenpriel Am 21. März 1888 kaufte die Kaiserliche Marineverwaltung das Gelände der in Konkurs gegangenen Eggers Werft an der Ostseite (heute Kapitän-Alexander-Straße) des Schleusenpriels. Am 28. März 1889 erfolgte die Übernahme des Geländes. Am 1. April 1890 wurde das Cuxhavener Filial-Minendepot aus der bisherigen Geestemünder Zuständigkeit entlassen und selbstständig. Im Jahr 1896 entstanden an der Ostseite die Bauten für das Minendepot am Schleusenpriel. Aufgrund der Verlegung des Minenwesens der Marine von Wilhelmshaven nach Cuxhaven im Jahr 1905 und der damit verbundenen Kapazitätsüberlastung des Minendepots wurde am 1. April 1908 ein zweites Depot in Groden eröffnet. Am 31. August 1920 stellte das Minendepot am Schleusenpriel aufgrund des Abbaus der Garnison seinen Dienst ein. Die Gebäude wurden von Fischverarbeitenden Betrieben genutzt. Minendepot Groden Das Depot Groden bestand aus Verwaltungs-, Betriebs- und Wohngebäuden. Ferner bestand es aus Kampfmittellager und den Betriebsstätten zur Gebrauchs-Fertigstellung der Sprengwaffen. Am 11. Juli 1922 ereignete sich ein Panne bei Munitionsversuchen. Dabei kam es infolge der für heutige Verhältnisse viel zu engen Bauweise der Kampfmittellager zu einer gewaltigen Explosion, bei der es zu 7 Toten, 13 Schwer- und 14 Leichtverletzten kam. Dazu wurden 150 Häuser beschädigt, 3 brannten ab, darunter der Hof des Grodener Schultheißen Richard Tamm. Auf dem Friedhof Ritzebüttel erinnert eine Gedenktafel an die Opfer des Unglücks. Durch die Explosion war die Depotanlage weitestgehend zerstört. Das Arsenal wurde nach Stade-Grauerort verlegt. 1937 wurde das Depot durch die Reichsmarine wiederbelebt. Es wurde Marinesperrwaffenarsenal, ehemals Marinesperrzeugamt genannt, zuständig für die Fertigstellung und Lagerung von Seeminen. Gleichzeitig wurde mit dem Bau eines gleichen Arsenals in Oxstedt begonnen. Es unterstand dem Arsenal Groden. Am 9. Dezember 1944 kam es im Minensperrwaffenarsenal zu einer Explosion, bei der vier Frauen ums Leben kamen. Lt. Sterbebuch starben die Opfer an Lungenrissen und inneren Blutungen. Der Vorfall wurde weitgehend verschwiegen, lediglich vier Todesanzeigen erschienen am 11. Dezember 1944 im Cuxhavener Tageblatt. Die vier getöteten Frauen wurden am 13. Dezember 1944 auf dem Altenbrucher Friedhof bestattet. Die Namen der Frauen: Anneliese Budde Margret Hohscheidt Luise Pätzold Ella Schumacher An dem einzigen erhalten Grab, dem von Anneliese Budde, erinnert seit dem 75. Jahrestag des Unglücks eine kleine Metallplakette an die drei Frauen, deren Gräber verschwunden sind. 1945 - 1947 standen beide Arsenale unter britischer Verwaltung und wurden genutzt für die Minenräumung der Elbe und des Seegebietes durch die German Minesweeping Administation (GMSA), ein durch die Royal Navy aufgesteller deutsche Minensucherverband . Von 1958 bis 1994 stand das Arsenal dann unter Verwaltung der Bundesmarine. Genutzt wurde es allerdings nur noch als Ersatzteil- und Materiallager für die Standortverwaltung Cuxhaven. Seitdem wird das Gelände privatwirtschaftlich genutzt. Zum Teil ist es heute frei zugänglich. Bilder vom Minendepot am Schleusenpriel Die letzten Gebäude des ehemaligen Miniendepots im November 2015. 9 = Werkstatt - 12 = Inventarienlagerhaus - 13 = Bootsschuppen - 18 = Lagerhaus für Öl und Benzin Lagerhaus für Öl und Benzin Werkstatt Werkstattgebäude vor dem Abbruch 2015 Bilder des Minendepots Groden nach der Explosion vom 11. Juli 1922 Weblink Minendepot Groden Minendepot Oxstedt
Neubau von Wohnhäusern 2016 1 Minendepot am Schleusenpriel 2 Bilder 2.1 Luftbild von 2015 2.2 3 Hauptbüro 2.3 9 Werkstatt 2.4 12 Inventarienlagerhaus 2.5 13 Bootsschuppen 2.6 14 Materialien-Lagerhaus 2.7 18 Lagerhaus für Öl und Benzin 2.8 weitere Bilder 3 Karte Minendepot am Schleusenpriel Am 21. März 1888 kaufte die Kaiserliche Marineverwaltung das knapp 5.000m² große Gelände der in Konkurs gegangenen Eggers Werft zwischen der Ostseite (heute Kapitän-Alexander-Straße) und dem Schleusenpriel um dort ein Minenlager anzulegen. Am 28. März 1889 erfolgte die Übernahme des Geländes. Im Jahr 1896 entstanden an der Ostseite die Bauten für das Minendepot am Schleusenpriel. Eine Erweiterung des Geländes um rund 1.200m² erfolgte im Jahre 1907. Aufgrund der Verlegung des Minenwesens der Marine von Wilhelmshaven nach Cuxhaven im Jahr 1905 und der damit verbundenen Kapazitätsüberlastung des Minendepots wurde am 1. April 1908 ein zweites Depot in Groden eröffnet. Am 31. August 1920 stellte das Minendepot am Schleusenpriel aufgrund des Abbaus der Garnison seinen Dienst ein. Die Gebäude wurden von Fischverarbeitenden Betrieben genutzt. Bilder 1 Torpedobatterie-Schuppen 2 Torpedolagerhaus 3 Hauptbüro 4 Abort 5 Feuerlöschgeräte 6 Abnahmegebäude 7 8 Material Prüfraum 9 Werkstatt 12 Inventarienlagerhaus und Wohlfahrtseinrichtung 13 Bootsschuppen 14 1. Materialien-Lagerhaus 17 2. Material-Lagerhaus 18 Lagerhaus für Öl und Benzin 20 Schuppen für Nutzholz Luftbild von 2015 Die letzten Gebäude des ehemaligen Minendepots im November 2015. 9 = Werkstatt - 12 = Inventarienlagerhaus - 13 = Bootsschuppen - 18 = Lagerhaus für Öl und Benzin 3 Hauptbüro um 1960 9 Werkstatt Das Werkstattgebäude wurde im November 2015 abgebrochen. Werkstattgebäude vor dem Abbruch 2015 Innenansicht Innenansicht Innenansicht Innenansicht 12 Inventarienlagerhaus Ansicht von der Straße Ansicht Hofseite 13 Bootsschuppen ehem. Bootshaus aus der Luft Giebel Nordseite Nordseite Giebel Südseite Tor Ostseite 2023, kurz vor dem Abbruch Abbruch im September 2023 14 Materialien-Lagerhaus 1. Materialienlagerhaus 18 Lagerhaus für Öl und Benzin Lagerhaus um 2010 weitere Bilder um 1955 um 1968 1971 Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
Das Minenjagdboot CUXHAVEN (M1078) war ein Boot der Lindau-Klasse. M1078 wurde am 11. März 1959 in Dienst gestellt und trug den Namen "Cuxhaven" bis zur Außerdienststellung am 8. Februar 2000 Technische Daten Länge: 47,70 m Breite: 8,30 m Tiefgang: 2,50 m Verdrängung: 405 t / 465 t Antrieb: 2 Dieselmotoren 4.000 PS Geschwindigkeit: 16,5 Knoten Reichweite: 850 sm Besatzung: 43
In unmittelbarer Nähe zur Alten Liebe befindet sich das Ehrenmal der Minensucher. Das durch die Hamburger Minensuchkameradschaft erbaute Ehrenmal wurde am 9. Juni 1935 (Pfingsten) anlässlich eines Minensuchertreffens eingeweiht. Das Ehrenmal wurde vom damaligen Leiter des Sperrzeugamtes Cuxhaven, Kapitänleutnant Erich Bodanowitz, entworfen. Den Mittelpunkt des Bauwerkes stellt eine echte Seemine aus dem 1.Weltkrieg dar. Das Ehrenmal hat eine Höhe von 4,5 m. Denkmal und Umfassungsmauer stehen im Zusammenhang. Die Umfassungsmauer ist als Brustwehr ausgeführt, womit der Einsatz der Minenabwehrkämpfer (Minensucher) gewürdigt werden soll. Der Eingang zu dem Denkmal ist mit einer eisernen Kette abgeriegelt. Im März 1981 wurde die 80x50 cm große Bronzeplatte des Ehrenmals entwendet. Dieser Diebstahl wurde nie aufgeklärt. Es wurde eine neue Platte angefertigt und befestigt. Sie trägt dieselbe Inschrift wie das entwendete Exemplar: "Wo aus Tiefen der Tod deutsche Kriegsfahrt bedroht, setzen Männer sich ein, daß frei sollten sein die Andern." Ab 2005 wurde das Ehrenmal durch den eigens gegründeten Förderverein [[1]] aufwendig restauriert. Kurz nach der Einweihung 1935
Der Minensucherhafen auf einer britischen Luftaufnahme vom 20. März 1945 Streuminenschiff `Nautilus´ am Lentzkai Der Minensucherhafen war ein Teil des Amerikahafens in Cuxhaven. 1 Vorgeschichte 2 Bau 3 Nach Kriegsende 4 Bilder 5 Literatur Vorgeschichte Empfang der Minensuch-Division in Cuxhaven Bedingt durch die strategisch günstige Lage in der Elbmündung und der Nähe zur Wesermündung gab es bereits Mitte des 18. Jahrhunderts Pläne, in Cuxhaven einen preußischen Kriegshafen anzulegen. Ab 1870 wurden Arbeiten für Küstenbefestigungsmaßnahmen ergriffen, so auch die Arbeiten an der Grodener Schanze. Im Jahre 1888 wurde das Minendepot am Schleusenpriel angelegt und danach ein Teil des Amerikahafens kontinuierlich zu einem Minensucherhafen ausgebaut. Schließlich wurden im Jahre 1905 eine Minenkompanie und die ersten sechs Marinetorpedoboote stationiert. Dieses stellte am 1. April 1905 die erste offizielle Stationierung von Kriegsschiffen in Cuxhaven dar. Im Jahre 1922 explodierte das Minendepot Groden. Bau Der erneute Ausbau des östlichen Teils des Amerikahafens zum Minensucherhafen begann im Jahre 1936. Zu diesem Hafen gehörte auch das Mineralöllager Groden, das den damals im Bau befindlichen „Luftwaffenstützpunkt Nordholz“, den heutigen Marinefliegerstützpunkt Nordholz, über eine Pipeline mit Treibstoff versorgen sollte. Am 1. April 1938 lief die 2. Minensuchflottille in den fertiggestellten Minensucherhafen ein, obwohl die Brücken des Minensucherhafens erst am 1. Juli 1938 eingeweiht wurden. Sie erhielten die Namen: Fölser-Brücke Erich-Köllner-Brücke Königin-Louise-Brücke Weiffenbach-Brücke und Senz-Brücke. Gleichzeitig erfolgte auch die offizielle Umbenennung des bisherigen Marinesuchhafens in Minensucherhafen. Minenräumboote im Minensucherhafen 1946 Nach Kriegsende Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die britische Royal Navy den Minensucherhafen. Mit Hilfe der verbliebenen deutschen Minenräumer wurden unter britischer Regie die Elbe und die Nordsee durch die GM/SA (German Mine-Sweeping Administration) von Minen geräumt. Diese Organisation wurde Ende 1947 aufgelöst. Mit dem Personalbestand der GM/SA wurde am 1. Januar 1948 der Minenräumverband des Zollgrenzschutzes unter Aufsicht des britischen Grenzschutzes (Frontier Control Service) aufgebaut, der aber bereits am 30. Juni 1951 wieder aufgelöst wurde. Legende zur obigen Bestandskarte des Minensucherhafens aus dem Jahre 1957 Gebäude 1: Sperrwerkstatt und Dienstgebäude des Hafenkapitäns Gebäude 2: Feldhäuser Gebäude 3: Wasch-, Dusch-, Bade- und Abortanlagen Gebäude 4: Dienst- und Unterkunftsräume Gebäude 7: Wirtschaftsgebäude und Gorch-Fock-Stuben Gebäude 8: Wasch-, Dusch-, Bade- und Abortanlagen Gebäude 9: Instandsetzungswerkstatt Gebäude 10: Tanklager Gebäude 11: Fassöllager Gebäude 12: E-Zentrale Gebäude 13: Tischlerei, Maler- und Taklerwerkstatt Gebäude 14: Fernmeldezentrum und Diensträume der Versorgungsstelle Gebäude 15: Garagen Gebäude 16: Offizierheim und Garagen Gebäude 17: Unterkunftsgebäude für 2. Geleitgeschwader, 2. KW-Geschwader und 6. MS-Geschwader Gebäude 18: Sportplatz Gebäude 19: Sporthalle Gebäude 20: Fernmeldezentrum Gebäude 21: San-Bereich Gebäude 22: Wache Gebäude 23: Wirtschaftsgebäude Gebäude 23a: Fernsprechvermittlung Gebäude 24: Kesselhaus Am 2. Juli 1956 zog die Bundesmarine wieder in Cuxhaven ein. Der Hafen wurde ausgebaggert und Hafenanlagen und Gebäude saniert. Ein Teil des Minensucherhafens wird von der Royal Navy am 29. Januar 1957 an die damalige Standortverwaltung übergeben, der Rest des Hafens wird am 15. Juli 1957 übergeben. Hiervon ausgenommen sind das Gebäude 13 und die Brücke V, die von der Royal Navy noch bis zum 20. Juni 1958 genutzt werden, obwohl die Roayl Navy Cuxhaven offiziell am 28. Mai 1957 verlassen hatte. Am 1. April 1957 wurden die ersten Einheiten der Bundesmarine im Minensucherhafen der NATO unterstellt. In den Folgejahren war der Minensucherhafen Heimathafen für eine Anzahl von Minensuchbooten, aber von 1963 – 1968 auch von Fregatten. In den Jahren 1962 und 1963 musste die Marine im südöstlichen Bereich des Minensucherhafens die Bauwerke Nr. 17 - 23 wegen der Erweiterung des Neuen Fischereihafens räumen und abgeben. Für einen Teil der Gebäude werden ersatzweise Massivbaracken errichtet, der San.-Bereich wird in die Kaserne "Kleine Wettern" verlegt. Im Laufe der Jahres 1968 und 1969 verließen alle schwimmenden Verbände Cuxhaven, als letzter das 6. Minensuchgeschwader, das am 6. Juni 1969 nach Wilhelmshaven verlegte. Für eine Sanierung des in die Jahre gekommenen Hafens standen keine Haushaltsmittel zur Verfügung und für die Kommunalpolitik in Cuxhaven hatten die Fischindustrie und der Tourismus Vorrang. Am 31. Dezember 1969 wird der Minensucherhafen von der Standortverwaltung Cuxhaven zurückgegeben in das Allgemeine Grundvermögen (Bundesfinanzverwaltung/Bundesvermögensamt Cuxhaven). Das Bundesvermögensamt Cuxhaven gibt den Hafen weiter an die Freie und Hansestadt Hamburg. Nach der Übergabe des hamburgischen Amerikahafens an Niedersachsen am 25. Februar 1992 wurde der völlig verschlickte Minensucherhafen Teil der neuen Hafenanlage `Euro Port´. Bilder ehem. Wachgebäude Literatur Karl B. Kühne: Cuxhaven – Hafen am Meer, Norderstedt 1981, ISBN 3 87321 975 1 Hans-Georg Prager – Manfred Mittelstedt: Gefahr aus der Tiefe, Bremerhaven 2005, ISBN 3-933885-18-3
Die Öllager in einer britischen Bestandsaufnahme aus dem März 1945 Das Mineralöllager Groden war ein Depot, das den Minensucherhafen sowie den Flugplatz Nordholz mit Mineralöl bzw. Treibstoff versorgen sollte. Bau und Aufbau Für den Hafenausbau des Amerikahafens zu einem Minensucherhafen ab dem Jahre 1936 war auch ein Mineralöllager vorgesehen, das den Hafen selbst als auch den zu diesem Zeitpunkt noch in der Planung befindlichen „Luftwaffenstützpunkt Nordholz“ versorgen sollte. Das Mineralöllager Groden wurde vermutlich Ende des Jahres 1939 fertiggestellt, aber auch bis 1942 ausgebaut. Im Osten des Lagers befand sich der Lagertankkomplex, während sich im Westteil der Gebäudekomplex befand. Der Lagertankkomplex bestand aus zwei unterirdischen Tanks mit einem Durchmesser von 20 Metern, vier unterirdischen Tanks mit einem Durchmesser von 50 Metern und einem Pumpenhaus. Am Pumpenhaus abzweigend befanden sich Pipelines zum nordöstlich gelegenen „Osterhöft“, zur Brücke 3 (Königin-Louise-Brücke) des Minensucherhafens und eine Pipeline zum Flugplatz Nordholz. Der Gebäudekomplex bestand neben dem Unterkunftsbereich aus einem Heizwerk und einem Elektrizitätswerk. Nutzung Die Kriegsmarine nutzte das Mineralöllager Groden bis zum Kriegsende, von 1945 – 1948 wurde es noch von der amerikanischen Luftwaffe genutzt, ebenso wie die Pipeline zum Flugplatz in Nordholz und Teile des dortigen Öllagers. Danach war das Gelände ungenutzt, blieb aber im Ressortvermögen des Bundesministeriums der Verteidigung. Dieses gab das Gelände im Jahre 1967 ab. In den 60er Jahren waren bereits bei Deichbauarbeiten die vier großen Tanks abgetragen worden. Der Rückbau der restlichen Infrastruktur des Lagers begann im Jahre 1992. Heute wird das Gelände in erweiterter und ausgebauter Form mit zusätzlichen Stromkajen unter dem Namen Europort als Umschlagplatz für Autos genutzt.
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Der Miniaturgolfplatz Döse befindet sich an der Nordfeldstraße. 1 Geschichte 2 Öffnungszeiten 3 Preise 4 Adresse 5 Karte Geschichte 1968 wurde der Minigolfplatz von Herrn Bernhard Christiansen auf dem ca. 5000 m² großen Gelände an der Nordfeldstraße in Döse angelegt. Im Jahr 2000 erfolgte die Übergabe des Minigolf-Platzes an Frau Anke Kalus. Seit dieser Zeit wurde und wird die Anlage fortlaufend in eine Parkanlage umgestaltet. Ständige Verbesserungen an den Beleuchtungs- und Flutlichtanlagen lassen das Spielen an lauen Sommerabenden zum reinen Vergnügen werden. Öffnungszeiten Die Anlage ist von März bis Oktober geöffnet: Preise Erwachsene: € 3,00 Kinder bis einschließlich 16 Jahre: € 2,00; Langzeitspieler & Gruppen ab 8 Personen : ermäßigte Gebühren Adresse Miniaturgolfpark Döse Nordfeldstraße/Messeplatz 27476 Cuxhaven Telefon: 04721-49759 Fax: 565637 E-mail: info@minigolf-döse.de Karte Der Browser ist nicht mit Google Maps v3 kompatibel.
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Die Mittelplate ist das größte Ölfeld Deutschlands. Es enthält 43% der nationalen Ölreserven. Das Ölfeld zwischen Cuxhaven und Schleswig-Holstein wird von der und Förderinsel Mittelplate A erschlossen. Die Mittelplate ist eine Sandbank nördlich des Elbefahrwassers. Sie ist Namensgeber der Bohr- und Förderinsel. Im Jahr 1985 wurde mit dem Bau der Bohr- und Förderinsel begonnen, nachdem Probebohrungen Ölvorkommen in 2.000 bis 3.000 m nachgewiesen hatten. Seit 1987 wird von Mittelplate A Öl gefördert. Die Lizenz für die Förderung ist 2010 bis zum Jahr 2041 verlängert worden. Es ist eine Ölmenge von über 100 Mio. Tonnen nachgewiesen, von denen 30-35 Mio. Tonnen wirtschaftlich gefördert werden können. Ergänzend zu den bis 2012 bereits geförderten 27 Millionen Tonnen Öl gelten nach derzeitigem Stand noch rund 23 Millionen Tonnen Öl als technisch und wirtschaftlich gewinnbare Reserven. Die Insel wird von der RWE DEA AG (50 %) betrieben. Partner ist die Wintershall Holding GmbH mit 50 % Anteil. Eine größere Zahl von Bohrungen wurde von der Bohr- und Förderinsel Mittelplate niedergebracht. Das so geförderte Nassöl wurde bis 2005 mit Öl-Transport-Schiffen zum Ölhafen in Brunsbüttel gebracht. Im Sommer 2005 wurde nach zehnjähriger Vorbereitungszeit eine 10 km lange Pipeline von der Plattform nach Schleswig-Holstein gelegt. Das bei der Förderung anfallende Ölgas wird auf der Förderplattform selbst in Strom umgewandelt. Bohranlage 2005 wurde auf der Insel eine neue 70 m Meter hohe Bohranlage, die zu den modernsten Europas gehört, installiert, damit jetzt Bohrungen in einem Radius von bis zu 6.000 Meter um die Insel herum niedergebracht werden können. Der bisherige Radius betrug bis zu 2.000 Meter. So lassen sich von der Insel Mittelplate weitere, bisher unerreichte Regionen der Öllagerstätte erschließen.Bei der Bohranlage T-150 handelt es sich um eine der modernsten Bohranlagen Europas, welche die Lagerstätte Mittelplate erschließt. Die insgesamt rund 50 Millionen Euro teure Bohranlage ist durch ihre spezielle Ausstattung auf eine umweltschonende Arbeit im sensiblen Wattenmeer ausgerichtet. Die Gesamtleistung der T-150 beträgt 10.000 PS. Als Bohranlage der neuesten Generation wird sie elektrisch angetrieben und arbeitet deshalb leise und emissionsfrei. Förderung von Land Seit Mitte des Jahres 2000 wird auch durch "weit abgelenkte" Produktionsbohrungen von Land aus Öl aus dem östlichen Teil der Lagerstätte gefördert. Die Förderung wird von der Landstation Dieksand in Friedrichskoog aus gesteuert, aufbereitet und über Rohrleitungen nach Brunsbüttel transportiert. Versorgung Die Versorgung der Bohr- und Förderinsel geschieht von der am 25. Januar 2013 neu eröffneten Landbasis am Helgoländer Kai und Neuen Fischereihafen aus. Der Betrieb der Landbasis erfolgt durch die Cuxhavener Firma "EnTec Industrial Services GmbH und Co. KG", die am "Helgoländer Kai" auch das Ethanol-Lager für die Firma Bacardi betreibt.
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Auf den `Alten Liebe´ angebrachte Schallsignalanlage zur akustischen Markierung der Hafeneinfahrt bei schlechten Sichtverhältnissen. Verschwand mit der Erneuerung der `Alten Liebe´.
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Der Neptunus war die erste in Cuxhaven verfasste und gedruckte regelmäßige Zeitung. Für Cuxhaven, damals noch Amt Ritzebüttel, begann die Zeitungsaera mit der Eröffnung des Seebades im Jahre 1816. Hierfür wurden während der Badesaison Fremdenlisten herausgegeben, gedruckt auf Schloss Ritzebüttel auf einer von Amtmann Abendroth beschafften Druckerpresse. Neben der Bekanntgabe bedeutender Gäste des Seebades erschienen auch Hinweise auf Veranstaltungen und Mitteilungen der Amtsverwaltung. Darüber hinaus wurden Anzeigen, überwiegend gastronomischer Art, veröffentlicht. Aus diesen bei Rauschenplat veröffentlichten "Cuxhavener Fremdenlisten" hervorgegangen, erschien am 17. Juni 1903 erstmals die "Bade-Zeitung für das Nordseebad Duhnen". In der Zeit von Juni bis September eines Jahres wurden hier jeweils mittwochs alle Badegäste veröffentlicht, die sich beim Meldeamt angemeldet hatten. Der täglichen Bedarf an journalistischen Informationen wurde derweil mit hamburgischen Zeitungen abgedeckt. Neptunus Am 6. August 1831 erscheint im Amt Ritzebüttel zum ersten Mal eine Zeitung speziell für das Amt. Sie wurde von Edward Ross, einem Hamburger Verleger, herausgegeben, in Hamburg gedruckt und nach Cuxhaven expediert. Sie erschien bis zum 15. April 1832 nur unregelmäßig. Danach konnte man in Ritzebüttel jeden Sonntag und jeden Mittwoch den "Wöchentlichen gemeinützigen Anzeiger von und für Ritzebüttel, Cuxhaven und Umgegend" mit dem Titel "Neptunus" lesen. Die grafische Gestaltung mit dem auf einem Delphin reitenden Meeresgott und Namensgeber Neptun, der Kugelbake und dem Cuxhavener Leuchtturm, stammte von Johann Eberhard. 1834 übernahm die Firma Kniesch & Rauschenplat den "Neptunus". Gedruckt wurde er in der 1831 gegründete Buchdruckerei F. S. Pforte, welche 1834 von Kniesch & Rauschenplat übernommen worden war. Erdmann Reinhard August Rauschenplat wurde am 1. Oktober 1836 alleiniger Verleger und nannte den "Neptunus" am 1. Januar 1837 "Zeitung für das Amt Ritzebüttel, dessen Hafen und Umgegend". Diesen Namen behielt die Zeitung bis zum 31. Dezember 1872, dann wurde sie in "Cuxhavener Tageblatt und Zeitung für das Amt Ritzebüttel" umbenannt. Cuxhavener Tageblatt Mit dieser Umbenennung am 1. Januar 1873 erschien das Tageblatt dreimal wöchentlich und ab dem 1. Juli 1897 schließlich täglich. Erst am 26. Oktober 1901 bekam das Tageblatt mit der "Cuxhaven-Döser-Zeitung" (ab 15. Juni 1905 "Cuxhavener Zeitung") Konkurrenz. Am 24. November 1918 beschlagnahmte der Arbeiter- und Soldatenrat das Tageblatt und führte es als sein amtliches Organ bis zum 11. Februar 1919 unter dem Titel "Die neue Zeit" weiter. Nach dem Rücktritt des Soldatenrates wurde das Tageblatt wieder an den Verlag Rauschenplat zurückgegeben und bestand noch weitere drei Jahre. Am 31. August 1922 wurde die älteste Zeitung Cuxhavens aufgrund der Inflation eingestellt. Der Name "Cuxhavener Tageblatt" tauchte nochmal von 1933 bis 1945 für die Zeitung der Nationalsozialisten wieder auf. Literatur Peter Bussler: Historisches Stadtlexikon für Cuxhaven. Heimatbund der Männer vom Morgenstern, Bremerhaven 2002. ISBN 3-931771-36-9 Hermann Borrmann: Daten zur Geschichte des Amtes Ritzebüttel und der Stadt Cuxhaven. Verlagsgesellschaft Cuxhaven mbH & Co Cuxhavener Nachrichten KG, 1982. Chronik Rauschenplat
Die NC420 Norderney war ein Fischdampfer der Niedersächsischen Hochseefischerei GmbH Schiffsdaten ex Paul J.Müller In Fahrt 1950 Fischereikennzeichen NC420 Heimathafen Cuxhaven Vermessung 399 BRT Bauwerft Deutschen Werft AG in Finkenwerder Länge 44,05 m Breite 8,22 m Das Schiff wurde 1960 zur Verschrottung in die Niederlande verkauft, wurde dort jedoch nicht abgewrackt, sondern als Piratensender umgebaut. Von September 1964 bis zum 31. August 1974 lag der ehemalige Fischdampfer als Sendeschiff drei Seemeilen vor Scheveningen auf Ankerposition, und löste die „Borkum Riff“ als Offshore-Radioschiff für Radio Veronica ab. Nach dem Ende der Piratensenderzeit vor der niederländischen Küste wurde das Schiff zu einem Restaurantschiff umgerüstet, das danach bei vielen Veranstaltungen in Häfen der Niederlande und in Emden gastierte. Heute liegt das Schiff im Stadthafen von Antwerpen und wird als Cafe genutzt. Am 31. August 2003 bekam die heute legale Veronica Rundfunk-Organisation „VOO“, 29 Jahre nach dem Aus als illegaler Seesender, eine Tageslizenz, um für sechs Stunden von Bord des traditionellen Schiffs ein historisches Radioprogramm senden zu können. Derzeit ist Radio Veronica zweitgrößter Radiosender der Niederlande.
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Möbel Heitzer war ein Möbelhaus in der Segelckestraße. Letzte Anschrift MÖBEL HEITZER GmbH & Co. KG Geschäftsführer: Ulrich Freers Segelckestraße 23 27472 Cuxhaven Handelsregister Tostedt HRA 110422 Handelsregister Tostedt HRA 110094 Geschichte Das Möbelhaus Heitzer wurde im Jahre 1934 von Carl Heitzer gegründet. Die Geschäftsräume befanden sich Am Bauhof 1/ Ecke Poststraße. Die Geschäftsentwicklung nach dem Krieg war sehr stürmisch. Aus diesem Grund wurde der Standort des Unternehmens zur Segelckestraße / Große Hardewiek verlegt.Inzwischen hatte Günther Freers die Geschäftsführung übernommen. Unter seiner Regie wurden vier Erweiterungsbauten und ein großes Lager in der Alten Industriestraße errichtet. Außerdem war er Mitbegründer des Einkaufsverbandes VME mit dem Standort Bielefeld. Dieser Verband, der Vereinigte Möbel-Einkauf (VME) wuchs im Laufe der Zeit mit zu den Großen der Bundesrepublik. Die Firma selbst entwickelte sich zum größten Möbelhaus Cuxhavens. Anfang der 2000er Jahre wurde die Geschäftsführung an Ulrich Freers übergeben, der das Geschäft in vierter Generation, als Fachmann im Bereich Möbel, führte. Um allen Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden, war das Möbelangebot mit den besonders gefragten Mustering-Möbeln ergänzt worden. Zu den besonderen Spezialitäten des Hauses zählte die individuelle Küchenplanung. Zahlreiche Muster-Küchen mit modernen Details konnten besichtigt werden. Sie wurden vom hauseigenen Tischlerteam ausgeliefert und montiert. Nicht zuletzt lud die Boutique mit einer riesigen Auswahl pfiffiger und dekorativer Artikel zu einem kleinen "Schlenker" ins Möbelfachgeschäft Heitzer ein. Das Unternehmen schloss Ende 2015 nach 81 Jahren Geschäftstätigkeit.
Hartwig Möller (* 13. Oktober 1952 in Lüdingworth, † 8. Juni 2007 in Bremen) war langjähriger Ortsbürgermeister von Lüdingworth. Leben Nach dem Abitur am Amandus-Abendroth-Gymnasium studierte Hartwig Möller für das Lehramt an Gymnasien. Nach dem Staatsexamen und dem Referendariat lehrte er am Gymnasium Langen bis zum Oberstudienrat. Seine politische Heimat fand er in der CDU Lüdingworths. Für seine Partei wurde er bereits 1991 Mitglied im Ortsrat Lüdingworth und wurde nach dem plötzlichen Tod des Lüdingworther Ortsbürgermeisters Gert Meyer 1996 dessen Nachfolger. Seit 1996 bis zu seinem Tod war er auch Mitglied im Rat der Stadt Cuxhaven und engagierte sich dort im Sport-, Schul-, Bau- und Verkehrs- sowie Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss. Auch in das Vereinsleben des Ortes war Möller in vielfältiger Weise eingebunden. Er starb unerwartet während eines privaten Aufenthaltes in Bremen.
Werner Möller (* 30. Dezember 1920 in Lübeck; † 13. Juli 2006 in Cuxhaven) war ein Künstler und Galerist in Cuxhaven. Möller verbrachte seine Jugendjahre in seiner Heimatstadt Lübeck. Von 1936 bis 1939 besuchte er dort die Graphische Kunstanstalt unter H. G. Rahtgens. Sein künstlerischer Mentor war der Wiener Professor F. Stansky. Nach dem 2. Weltkrieg ließ sich Möller 1945 in Cuxhaven als freier Graphiker und Maler nieder. Am 9. September 1967 eröffnete er gemeinsam mit seiner Frau Grete die "Galerie Artica" am Westerwischweg mit einer feierlichen Eröffnungsrede von Prof. Gerhard Priesemann. Im Dezember 1981 gründeten Freunde und Besucher der Galerie den "Kulturkreis Artica". Werner Möller war ein vielseitiger Künstler. So entstanden unter seinen Händen Entwürfe für Glasmosaike, Tapisserien, Keramikobjekte und keramische Reliefs, Kirchenfenster, Plakate sowie Kleinplastiken aus Bronze. Ebenso entstanden in Verbindung mit Architekten und Handwerkern zahlreiche Projekte "Kunst am Bau". In den 1950er und 1960er-Jahren unternahm er mehrfach Studienreisen nach Paris und Jugoslawien. Im Laufe seines künstlerischen Schaffens wandelte sich seine Ambition von der anfänglich gegenständlichen Malerei zur abstrakten Kunst, ausgelöst durch Jean Bertholle und Jean le Moal in Paris sowie durch den Baseler Mark Tobey. Bereits ab 1953 war dieser Trend zur Abstraktion in Anfängen zu erkennen. Endgültig trennte Möller sich dann in den Jahren 1956 bis 1958 von der figürlichen Kunst. Ebenso wurde er durch seine Aufenthalte in den "Art-Protis"-Werkstätten in Brno (Jugoslawien) sowie in der Weberei "Dekorativna" in Ljubljana (dito.) beeinflusst. Möller war Mitglied im Bund bildender Künstler sowie aktives Mitglied der "Cuxhavener Kammermusikfreunde e. V.". Den Künstler verbanden zahlreiche Freundschaften mit international bedeutenden Kunstschaffenden wie beispielsweise Karel Zelenko oder George Dannatt. Seine 1967 eröffnete Galerie Artica bestand aus drei großen Ausstellungsräumen. Das Richtfest der zunächst aus einem einzigen Ausstellungsraum bestehenden Galerie hatte im August 1966 stattgefunden. Diese Galerie hatte sich in den Jahrzehnten ihres Bestehens dadurch ausgezeichnet, dass sie nicht nur für bildende Künstler ein wichtiger Begegnungsort geworden war, sondern sich zu einem kulturellen Anlaufpunkt für Keramiker, Glaskünstler und Musiker, darunter zahlreiche internationale Interpreten, entwickelt hatte. Zum breit gefächerten Programmangebot gehörten neben unzähligen großen und kleinen Kunstausstellungen auch Hauskonzerte, Autorenlesungen, Rezensionen sowie Kammermusik- und Vortragsveranstaltungen. Für Werner Möller stand von Anfang an der Wille und die Idee im Vordergrund, einen Bogen zu schlagen zwischen bildender Kunst und Musik ohne dabei den selbstgestellten Qualitätsanspruch und die Internationalität aus dem Auge zu verlieren. Nach dem Tod des Künstlers in 2006 gründete sich 2007 der Verein "Freunde des Malers Werner Möller e.V", der es als Aufgabe sah, das Werk Möllers am Leben zu erhalten. Er erhielt am 21. Juli 2007 den Status eines eingetragenen Vereins. So wurde im November 2007 eine Ausstellung mit frühen Werken Möllers im Schloss Ritzebüttel eröffnet. Quelle Bericht: Cuxhaven Kurier Autor: Peter Bussler
Basisdaten Samtgemeinde: Land Hadeln Einwohner 1425 (31.12..2010) Fläche 19,65 km² Bürgermeister Ingo Tietje Postleitzahl: 21763 Telefonvorwahl: 04751, 04755, 04758 Adresse der Gemeindeverwaltung: Gemeinde Neuenkirchen Dorfstr. 47 21763 Neuenkirchen Neuenkirchen ist eine dörfliche, in der Marsch liegende Gemeinde der Samtgemeinde Land Hadeln, die zum 1. Januar 2011 aus der Samtgemeinde Hadeln und der Samtgemeinde Sietland gebildet wurde. Es gehört zum Landkreis Cuxhaven. Neuenkirchen besteht aus den Ortsteilen Katthusen, Brüninghemm, Pedingworth, Süderende, Hörfelde, Höden und Dörringworth. Mit dem Ortsteil Dörringworth grenzt Neuenkirchen im Westen an den Cuxhavener Ortsteil Lüdingworth. Neuenkirchen wird durchflossen von der Medem. 1 Geschichte 2 Berühmte Persönlichkeiten 3 Gemeindepartnerschaft / Patenschaft 4 Weblinks Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung Neuenkirchens stammt aus dem Jahre 1342 unter dem Namen Nigenkerken, der Ortsteil Dörringworth findet die erste Erwähnung im Jahre 1139. Berühmte Persönlichkeiten Aus Neuenkirchen stammt der erste niedersächsische Ministerpräsident Hinrich Wilhelm Kopf Gemeindepartnerschaft / Patenschaft Seit dem Jahr 1995 besteht eine Gemeindepartnerschaft mit St. Broladre, einer Gemeinde aus dem Nordosten der Region Bretagne in Frankreich. Am 23. April 1999 wurde eine Patenschaft mit der Flugbetriebsstaffel des Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin in Nordholz geschlossen. Weblinks Samtgemeinde Land Hadeln Gemeinde Neuenkirchen