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Umfrage: Genderaspekte bei der Geldanlage
# Umfrage: Genderaspekte bei der Geldanlage Wasserzeichen Umfrage Geldanlage 11.03.2021 Meinungsumfrage Christian Jung background hero Frauen legen mehr Wert darauf, dass ich ihre Geldanlage nachhaltig ist. Das zeigt eine Sonderauswertung unserer jüngsten Umfrage zur Geldanlage anlässlich des Internationalen Frauentags. ## Umfrage als PDF. - 107,46 KB PDF - Datei
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Kontakt:
Wirtschaftspolitik aktuell: 24. März 2022 # Konjunkturprognose des Bankenverbandes ◼ Der russische Angriffskrieg und die umfangreichen Sanktionen der westli- chen Staaten werden deutliche Spuren in der Weltwirtschaft, aber auch in Deutschland hinterlassen. ◼ Der Bankenverband hat seine Wachstumsprognose nach unten revidiert und erwartet für Deutschland in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,2 %. ◼ Das Risiko für die Inflationsprognose ist weiterhin deutlich nach oben ge- richtet. Aufgrund struktureller Faktoren wird der Preisdruck auch mittelfris- tig erhöht bleiben. Preisschock bei Rohstoffen setzt Weltwirt- schaft unter Druck Das wirtschaftliche Umfeld hat sich durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und die umfangreichen Sanktionen der westlichen Staa- ten grundlegend geändert. Die Unsicherheit über die Entwicklung des Krieges belastet den wirt- schaftlichen Ausblick, die Rohstoffpreise haben neue Höchststände erreicht und es drohen erneut Lieferengpässe sowie Knappheiten. Das globale Wirtschaftswachstum wird durch die Auswirkungen des Krieges in diesem Jahr ge- bremst. Nachdem zu Jahresbeginn ein kräftiger Wachstumsschub in Folge sinkender Infektions- zahlen ab dem Frühsommer prognostiziert wurde, wird sich diese Erholung nun verschieben und vo- raussichtlich auch schwächer ausfallen. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer stellen die hohen Rohstoffpreise ein besonderes Risiko dar. In der Folge des Krieges wird es zu grundle- genden Anpassungen bei den globalen Produkti- ons- und Lieferketten kommen, um die Abhängig- keiten gegenüber regionalen Störungen zu redu- zieren. Demgegenüber stehen aber auch positive Ent- wicklungsstränge, die das globale Wirtschafts- wachstum in diesem Jahr anschieben dürften. Die Covid-Belastungen der Wirtschaft sollten in den kommenden Monaten weiter zurückgehen und es wird eine große Wahrscheinlichkeit gesehen, dass es im Herbst zu keinen nennenswerten Einschrän- kungen mehr kommen wird. In vielen Industrieländern besteht zudem nach wie vor eine hohe Überersparnis sowie ein damit verbundener Nachfragestau. Auch wenn ein Teil der Überersparnis durch die hohen Inflationsraten „aufgezehrt“ wird, sollte dies tendenziell für wei- terhin solide Perspektiven beim privaten Konsum sorgen. Hinzu kommt, dass in vielen Staaten die Absicht besteht, die Investitionstätigkeit in den kommenden Jahren kräftig anzukurbeln, um den wirtschaftlichen Umbau in Richtung Dekarbonisie- rung und Digitalisierung voranzubringen. Dennoch werden die weltwirtschaftlichen Belas- tungsfaktoren, vor allem durch die sich weiter be- schleunigende Inflation, vorerst ein Übergewicht erhalten. Die Wachstumsprognose für das Ge- samtjahr 2022 wurde nach unten revidiert; aus heutiger Sicht erwarten wir ein globales Wirt- schaftswachstum von rund 4 %. Im kommenden Jahr sollte die Wirtschaftsleistung dann um etwa 3,5 % zulegen. Dämpfer für das Wirtschaftswachstum im Euroraum Noch zu Beginn des Jahres wurde für das Frühjahr eine kräftige Erholung des Wirtschaftswachstums prognostiziert. Mit rückläufigen Infektionszahlen Autorin Friederika Boehme (friederika.boehme@bdb.de) Volkswirtschaft Bundesverband deutscher Banken e. V. www.bankenverband.de Seite 2 / 4 sollte es zu starken Nachholeffekten und einer Wiederbelebung der Wirtschaft im Euroraum kom- men. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat al- lerdings eine neue Realität geschaffen. Die um- fangreichen Sanktionen und die Situation in der Ukraine führen zu Lieferengpässen, Knappheiten und vor allem zu deutlichen Preissteigerungen, die die wirtschaftliche Entwicklung im ersten Halbjahr 2022 belasten werden. Ab dem zweiten Halbjahr sollte es im Euroraum mit einem Abflauen des Infektionsgeschehens vo- raussichtlich zu Nachholeffekten kommen, die die wirtschaftliche Erholung ankurbeln. Der Arbeits- markt entwickelt sich ebenfalls positiv. Die Ar- beitslosenquote (saisonbereinigt) für den gesam- ten Euroraum lag mit 6,8 % im Januar 2022 erst- mal unterhalb der 7 %-Marke. Für den Jahres- durchschnitt 2022 erwarten wir ebenfalls eine Ar- beitslosenquote von 6,8 %. Sollte es im Laufe des zweiten Halbjahres zu ei- nem Rückgang der Rohstoffpreise kommen, wäre für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von rund 3 % möglich. Diese Prognose beruht auf der Annahme, dass es nicht zu einem Importstopp von russischem Erdöl und Erdgas kommen wird. Für das Jahr 2023 wird im Euroraum dann ein Anstieg der Wirtschaftsleistung von rund 2 ½ % erwartet. Wenn die Energiepreise allerdings in Folge des Krieges weiter steigen und sich Knappheiten er- geben, könnte dies zu Produktionsausfällen, In- solvenzen und einer höheren Arbeitslosigkeit füh- ren. In einem solchen Szenario wäre für den Eu- roraum sogar ein deutlicher Rückgang des Wirt- schaftswachstums im zweiten und dritten Quartal dieses Jahres möglich. Inflation auch längerfristig auf einem höhe- ren Niveau Die Inflationsrate im Euroraum ist zuletzt auf ei- nen Rekordwert gestiegen. Der sprunghafte An- stieg der Energiepreise wird den Preisdruck auch in den kommenden Monaten erhöhen, wodurch es zu Inflationsraten von über 7 % kommen kann. Unter der Annahme, dass die Energiepreise im zweiten Halbjahr wieder sinken werden, würde die Inflationsrate im Durchschnitt des laufenden Jah- res im Euroraum rund 6 % betragen. Die um Energiepreise und Nahrungsmittel bereinigte Kernrate sollte mit 2,8 % ebenfalls auf einem deutlich erhöhten Niveau liegen. Die hohe Infla- tion beruht somit längst nicht mehr vorwiegend auf den teureren Rohstoffen und Nahrungsmitteln, sondern wird insgesamt breiter. Auch das Risiko für Zweitrundeneffekte hat deut- lich zugenommen, nicht zuletzt wegen der guten Arbeitsmarktentwicklung. Die Situation am Ar- beitsmarkt dürfte deshalb auch in den kommen- den Jahren zu vermehrtem Preisdruck führen; der demografisch bedingte Fachkräftemangel macht sich bereits bemerkbar. Der Krieg in der Ukraine und die westlichen Sank- tionen werden die nachhaltige Transformation der Wirtschaft aufgrund der Abhängigkeiten von russi- schem Erdöl und Erdgas beschleunigen und somit zu einem Preisanstieg und deutlich höheren Fis- kalausgaben führen - nicht nur für den Umbau der Wirtschaft, sondern auch in der Verteidigungspoli- tik. Um Abhängigkeiten zu verringern, wird es zu einer Neujustierung globaler Lieferketten kom- men, was zu einem zusätzlichen Anstieg der Pro- duktionskosten führt. Die Teuerungsrate wird somit auch in den kom- menden Jahren deutlich über dem Niveau vor der Pandemie liegen. Für das Jahr 2023 erwarten wir im Euroraum eine Inflationsrate von 2,4 %, die Kernrate wird voraussichtlich leicht darüber lie- gen. Die Deflationsrisiken der vergangenen De- kade sind definitiv vorüber. Negative Leitzinsen passen nicht mehr zum veränderten Preisumfeld Der Inflationsausblick verdeutlicht, dass die Nega- tivzinsen der EZB nicht mehr zu dem grundlegend geänderten Preisumfeld passen. Die EZB sollte da- her umgehend einen Fahrplan für ein Ende der Negativzinspolitik noch in diesem Jahr vorlegen. Ansonsten besteht das Risiko, dass auf dem Kapi- talmarkt Risikozuschläge eingepreist werden. Es Bundesverband deutscher Banken e. V. www.bankenverband.de Seite 3 / 4 braucht ein klares Signal der EZB, dass sie das geänderte Umfeld wahrnimmt und entsprechend bereit ist, zu reagieren. Aufgrund des Krieges in der Ukraine bestehen zwar Unsicherheiten hinsichtlich der Entwicklung des Wirtschaftswachstums im Euroraum. Die EZB hat zurzeit aber wirkungsvollere Instrumente, um auf mögliche Verspannungen an den Finanz- und Kreditmärkten zu reagieren. Sie könnte befristete Kaufprogramme starten und auf Sonderkonditio- nen für Langfristtender (TLTROs) setzen. Deutschland: Erholung kommt später und wird deutlich flacher ausfallen Der starke Anstieg der Energiepreise und zuneh- mende Lieferengpässe setzen der deutschen Wirt- schaft besonders zu. Zum einen ist sie im hohen Maße von Energielieferungen aus Russland abhän- gig, die nun zügig substituiert werden sollen. Zum anderen ist die deutsche Industrie besonders eng in globale Produktions- und Lieferketten eingebun- den, was sie in der gegenwärtigen Gemengelage besonders störanfällig macht. Nachdem vor Beginn des Krieges für Deutschland in diesem Jahr noch ein BIP-Anstieg von 3 ½ bis 4 % möglich schien, muss diese Prognose inzwi- schen auf etwas mehr als 2 % (2,2 %) reduziert werden. Eine erhöhte Staatsnachfrage, vor allem im Be- reich der Rüstung, Infrastruktur und Gesundheit sowie die gute Arbeitsmarktsituation sollten das Wirtschaftswachstum in Deutschland dennoch stützen. Hinzu kommt der Nachholkonsum, insbe- sondere im Dienstleistungsbereich, so dass im dritten und vierten Quartal dieses Jahres kräftige Wachstumsraten von jeweils gut 1 % möglich wä- ren. Im Jahresverlauf 2023 sollte sich das Wachstums- tempo wieder „normalisieren“ und auf einer Trendrate von etwa 0,4 bis 0,5 % pro Quartal ein- pendeln. Im Jahresdurchschnitt 2023 würde sich dann ein BIP-Anstieg von knapp 3 % ergeben. Position des Bankenverbandes ◼ Der russische Krieg in der Ukraine hat die wirt- schaftlichen Aussichten grundlegend geändert. Die Wirtschaftsperspektiven werden durch starke Preissprünge und Lieferengpässe deut- lich gedämpft. ◼ Die Negativzinspolitik der EZB passt nicht mehr zum fundamental veränderten Umfeld. Daher sollten die europäischen Währungshüter jetzt einen Fahrplan für ein Ende der Negativzinspo- litik noch in diesem Jahr vorlegen. ◼ Im Falle von massiven Verspannungen auf Fi- nanz- und Kreditmärkten stehen der EZB der- zeit wirkungsvollere Instrumente zur Verfü- gung. So könnte sie befristete Kaufprogramme auflegen und Sonderkonditionen für TLTROs gewähren. Bundesverband deutscher Banken e. V. www.bankenverband.de Seite 4 / 4 Die Konjunkturprognose des Bankenverbands wird halbjährlich durchgeführt und beruht auf einer Um- frage unter den 15 Chefvolkswirten von privaten Banken, die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschafts- und Währungspolitik des Bankenverbands sind. Diese Mitglieder sind: Chefvolkswirt, Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG, Ausschussvorsitzender Chief Investment Officer, H&A Global Investment Management GmbH Chefvolkswirt, IKB Deutsche Industriebank AG Chefvolkswirt, Deutsche Pfandbriefbank AG Chefvolkswirt, NATIONAL-BANK Aktiengesellschaft Chefvolkswirt, ING-DiBa AG Chefvolkswirt, Hamburg Commercial Bank AG Chefvolkswirt Deutschland, UBS Europe SE Chefvolkswirt, M.M.Warburg & CO (AG & Co.) KGaA Chefvolkswirt, COMMERZBANK Aktiengesellschaft Chefvolkswirt, DONNER & REUSCHEL Chefvolkswirt Deutschland, UniCredit Bank AG Chefvolkswirt, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG Chefvolkswirt für Deutschland, DEUTSCHE BANK AKTIENGESELLSCHAFT Senior European Economist and Managing Director, NATIXIS Zweignie- derlassung Deutschland Dr. Holger Schmieding Burkhard Allgeier Dr. Klaus Bauknecht Daniel Bleiberg Dr. Jan Bottermann Carsten Brzeski Dr. Cyrus de la Rubia Dr. Felix Hüfner Carsten Klude Dr. Jörg Krämer Carsten Mumm Dr. Andreas Rees Stefan Schilbe Stefan Schneider Dr. Dirk Schumacher Für den Bankenverband: Dr. Christian Ossig Markus Becker-Melching Volker Hofmann Hauptgeschäftsführer, Bundesverband deutscher Banken Chief Operating Officer, Bundesverband deutscher Banken Leiter Volkswirtschaft, Bundesverband deutscher Banken Prognoseübersicht Deutschland 2021 2022 1) Bruttoinlandsprodukt Konsumausgaben priv. Haushalte 1) 1) Konsumausgaben des Staates 1) Ausrüstungsinvestitionen 1) Bauinvestitionen 1) 1) + 2,9 + 0,1 + 3,1 + 3,4 + 0,7 + 9,9 + 9,3 + 3,1 2,61 + 2,2 + 4,0 + 1,5 + 2,0 + 1,0 + 6,0 + 7,5 + 5,9 2,28 + 2,9 + 2,7 + 2,0 + 6,0 + 2,5 + 4,2 + 4,2 + 2,5 2,20 Exporte Importe Entwicklung der Verbraucherpreise Zahl der Arbeitslosen (Millionen) 2) 1) Euro-Raum Bruttoinlandsprodukt Entwicklung der Verbraucherpreise (HVPI) 2) 2) Prognose 2023 + 5,2 + 2,6 + 1,5 7,7 + 3,0 + 6,1 + 2,8 6,8 + 2,5 + 2,4 + 2,5 6,3 Kernrate Arbeitslosenquote Finanzmärkte und Rohstoffe 22. März 2022 1,10 0,52 113,50 USD/EUR Rendite Staatsanleihen Deutschl. (10 J.) Ölpreis (USD/Barrel) 1,15 0,60 90,00 1,19 0,90 80,00 1) Reale Veränderung in % gegenüber dem Vorjahr. 2) Veränderung in % gegenüber dem Vorjahr im Jahresdurchschnitt.
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North Channel Bank: BaFin hat Entschädigungsfall festgestellt
# North Channel Bank: BaFin hat Entschädigungsfall festgestellt Wasserzeichen Einlagensicherung Einlagensicherungsfonds Bankenaufsicht 25.01.2023 Presseinformation Thomas Schlüter background hero - Einlagen umfangreich geschützt - Entschädigung innerhalb von sieben Arbeitstagen Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 25. Januar 2023 für die North Channel Bank GmbH & Co. KG den Entschädigungsfall gemäß § 10 Absatz 1 Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) festgestellt, da das Institut wegen finanzieller Schwierigkeiten nicht in der Lage ist, die bei ihm unterhaltenen Einlagen zurückzuzahlen. Die North Channel Bank GmbH & Co. KG ist der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) zugewiesen und dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken angeschlossen. Die Einlagen der Kundinnen und Kunden einschließlich auf den Namen lautender Sparbriefe sind im Rahmen des EinSiG von der EdB bis maximal 100.000 Euro pro Einlegerin und Einleger und darüber hinaus vom Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken bis zur Sicherungsgrenze von 3,268 Millionen Euro pro Einleger geschützt. Der Einlagensicherungsfonds wird sich auch im Namen der EdB in Kürze mit den Einlegerinnen und Einlegern in Verbindung setzen, um die Entschädigung vorzunehmen. Im Rahmen der gesetzlichen Entschädigung nach dem EinSiG werden die Einlegerinnen und Einleger innerhalb von sieben Arbeitstagen nach der Feststellung des Entschädigungsfalls entschädigt. Auch der Einlagensicherungs-fonds entschädigt grundsätzlich freiwillig in dieser Frist. Über Wertpapierdepots kann weiterhin verfügt werden, sofern der Bank hieran keine Sicherungsrechte zustehen. Einleger und Einlegerinnen erhalten weitere Informationen online unter edb-banken.de , einlagensicherungsfonds.de oder telefonisch unter + 49 30 5900 1196 0.
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Umfrage: Female Finance 2023
# Umfrage: Female Finance 2023 Wasserzeichen Geldanlage Sparen Altersvorsorge 07.03.2023 Meinungsumfrage Christian Jung Sylvie Ernoult background hero Female Finance: Unsere repräsentative Umfrage zu "Frauen und Geld" zeigt  ein eher ernüchterndes Bild. Noch immer sind Frauen finanziell schlechter gestellt als Männer - mit den entsprechenden Auswirkungen fürs Sparen, Investieren und die Altersvorsorge. ## Umfrage Female Finance als PDF - 398,83 KB PDF - Datei # Umfrage: Das Interesse an nachhaltigen Geldanlagen wächst background hero 24.05.2021 Meinungsumfrage # Umfrage: Genderaspekte bei der Geldanlage background hero 11.03.2021 Meinungsumfrage
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Drei Wege, ein Studium zu finanzieren
# Drei Wege, ein Studium zu finanzieren Wasserzeichen Verbraucher Kredit Zinsen 21.09.2023 Artikel Kathleen Altmann background hero Mit dem Abitur in der Tasche stellt sich für viele Schulabgängerinnen und Schulabgänger die Frage: Wie kann ich mir ein Studium leisten? Schließlich liegen die Lebenshaltungskosten von Studierenden nach Angaben des Deutschen Studentenwerks im Schnitt bei monatlich 850 Euro. Wer wenig oder gar keine finanzielle Unterstützung von den Eltern bekommt, muss also auf andere Geldquellen zurückgreifen. Drei Möglichkeiten kommen hier in Betracht: das BAföG, ein Studienkredit oder ein Nebenjob. # BAföG: Hilfe vom Staat Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) bietet finanzielle Unterstützung für Studierende, deren eigene finanzielle Mittel oder die ihrer Eltern nicht ausreichen, um sich ein Studium leisten zu können. Wohnen Studierende nicht mehr bei den Eltern, gibt‘s monatlich bis zu 812 Euro vom Staat. Dieser Höchstsatz liegt ab 25 Jahren sogar bei 934 Euro. Der Vorteil des BAföGs: Die Hälfte des Zuschusses ist geschenkt, die andere Hälfte wird als zinsloses Darlehen vergeben. Von der Darlehenssumme müssen insgesamt maximal 10.010 Euro zurückgezahlt werden. Zum BAföG können Studierende monatlich bis zu 520 Euro hinzuverdienen, ohne, dass es Abzüge von der BAföG-Förderung gibt. # Studienkredit als Alternative Allerdings: Nicht jeder Studierende, dem das eigene Geld für die Uni oder FH nicht reicht, bekommt tatsächlich auch BAföG. Daher kann man auch auf das Angebot eines Studienkredits von Banken und Sparkassen zurückgreifen. Aber anders als beim BAföG, fallen beim Studienkredit Zinsen an, die man zusätzlich zur Kreditsumme zurückzahlen muss. Wichtig ist, dass der Kredit zur persönlichen Lebenssituation und zu den eigenen Wünschen passt. Empfehlenswert ist es daher, die eigenen Einnahmen und Ausgaben über einen längeren Zeitraum zusammenzustellen, um den tatsächlichen monatlichen Finanzbedarf zu ermitteln. Auf der Suche nach dem passenden Angebot sollte man sich von mehreren Anbietern beraten lassen. Dabei helfen Fragen wie: Wie flexibel ist das Darlehen hinsichtlich eines Fächerwechsels, eines Auslands- oder Urlaubssemesters oder einer Sonderauszahlung? Wie hoch ist der Zinssatz und ab wann muss der Kredit zurückgezahlt werden? Wichtig sind auch eine genaue Kostenaufstellung und die Höhe der gesamten Rückzahlungssumme, einschließlich möglicher Varianten, um das Darlehen zu tilgen. Tipp: An der Uni vor Ort nachfragen – manchmal gibt es hochschulspezifische Angebote. # Nebenjob während des Studiums Viele Studierende in Deutschland jobben neben der Uni, um sich ihre Ausbildung zu finanzieren. Ideal ist ein Minijob. Studierende dürfen dann zwar nur bis zu 520 Euro im Monat verdienen, dafür können sie aber in der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkasse ihrer Eltern kostenlos mitversichert bleiben. Dabei muss berücksichtigt werden, dass auch Sonderzahlungen hinzugerechnet werden. Wer beispielsweise mit Urlaubs- oder Weihnachtsgeld über die Grenze von 520 Euro kommt, gilt nicht mehr als geringfügig beschäftigt. In diesem Fall bietet sich ein Job als Werkstudentin oder Werkstudent an: Bis zu 20 Stunden pro Woche neben dem (Vollzeit-)Studium sind dann erlaubt. Achtung: Wer BAföG bekommt, darf nicht mehr als 6.240 Euro im Bewilligungszeitraum (in der Regel zwei Semester) verdienen, sonst wird der Zuschuss gekürzt. In den Semesterferien ein Jobangebot anzunehmen, ist eine weitere Möglichkeit, sein Studium zu finanzieren Das kann natürlich anstrengend sein und unter Umständen vom Studium ablenken. Aber andererseits können Studierende damit auch schon erste Berufserfahrungen sammeln – und eine Verschuldung vermeiden. Und: Wer auf Darlehen nicht angewiesen ist, muss auch keine Abzüge fürchten; die Höhe des Einkommens oder die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit spielen in dem Zusammenhang keine Rolle.
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Europa braucht ein Ökosystem digitaler Zahlungsmittel
# Europa braucht ein Ökosystem digitaler Zahlungsmittel Wasserzeichen Digitalisierung EZB Digitaler Euro 28.01.2022 Zitat background hero Das Europäische Parlament hat einen Report veröffentlicht, in dem zwei Wissenschaftler die Wichtigkeit des digitalen Euros betonen. Für Tobias Tenner, den Leiter Digitalisierung des Bankenverbands, ist das ein wichtiges Zeichen: „Das Europäische Parlament beschäftigt sich mit dem vorliegenden Report intensiver mit dem digitalen Euro. Das ist aus Sicht der privaten Banken richtig. Allerdings sollte der Fokus nicht allein auf einem digitalen Euro der EZB liegen. Vor allem mit Blick auf die digitale Souveränität Europas braucht es ein Ökosystem digitaler Zahlungsmittel, von dem Verbraucher, Unternehmen und Banken profitieren können. Europa muss die heutigen Geldformen weiterentwickeln, um global wettbewerbsfähig zu bleiben und den Anforderungen der digitalen Ökonomie gerecht werden zu können.“ ## report_digitaler_euro.pdf - 6.156,39 KB PDF - Datei
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Spartipps, die jeder schaffen kann!
# Spartipps, die jeder schaffen kann! Wasserzeichen Sparen Verbraucher Niedrigzinsen 05.01.2023 Artikel Sylvie Ernoult background hero Viele Menschen wollen gerne sparen, doch im Alltag fällt das gar nicht leicht. Wir geben deshalb vier neue Spartipps, die jeder schaffen kann. # Spartipp 1: die 52 Wochen-Challenge Die 52 Wochen-Challenge bleibt eine meiner liebsten Methoden, um spielerisch ein kleines Vermögen anzusparen. Das Prinzip der 52 Wochen-Challenge ist denkbar einfach: Jede Woche wird an einem gleichbleibenden Tag – zum Beispiel am Sonntag – ein Euro mehr in die Spardose geworfen als in der Vorwoche. Das heißt konkret, dass in der ersten Woche ein Euro, in der zweiten zwei Euro, in der dritten drei Euro und am Ende des Jahres, also in der 52. Woche, 52 Euro gespart werden. Wenn dann an Silvester die Spardose ausgeleert wird, sind insgesamt 1.378 Euro zusammengekommen, die zum Beispiel in einen Urlaub fließen können. # Spartipp 2: der Fünf-Euro-Trick Der Fünf-Euro-Trick ist schnell erklärt: Jedes Mal, wenn ein 5-Euro-Schein im Portemonnaie landet, wird dieser aussortiert und in eine Spardose gelegt. Auch wenn dadurch nicht genau klar ist, wieviel Geld am Ende des Jahres im Sparschwein gelandet sein wird, sammelt sich über die Zeit hinweg doch einiges zusammen. Selbstverständlich lässt sich dieser Trick auch auf andere Stückelungen, zum Beispiel 1- oder 2-Euro-Münzen anwenden. # Spartipp 3: Die Konsumdiät Wer kennt das nicht? Black Friday und ständige Sale- sowie Rabattaktionen. Die Verführung zum spontanen Kauf ist allgegenwärtig, langfristiges Sparen fällt schwer. Mit der Konsumdiät kann man sein eigenes Verhalten bewusst hinterfragen und so überflüssige Spontankäufe vermeiden. Die einfache Regel lautet: Alle Wünsche kommen zuerst auf einen Merkzettel und werden nach einem Monat noch einmal angeschaut. Nur wenn der Wunsch dann immer noch besteht, darf man zuschlagen. Ansonsten wird das Geld gespart. Klingt einfach, ist aber wirksam. Das Gute an der Konsumdiät ist, dass sich jeder frei entscheiden kann, worauf er verzichten will. Eine andere Variante der Konsumdiät besteht darin, bereits getätigte Hamsterkäufe erst einmal aufzubrauchen, bevor Neues hinzukommt. So können zum Beispiel Kleidungsstücke neu kombiniert werden. Verbrauchsgegenstände wie Parfum, Haushaltsmittel oder Pflegeprodukte werden konsequent aufgebraucht, bevor neue angeschafft werden. Der Konsumdiät kann man sich natürlich auch im Team stellen. So definiert man gemeinsam mit seinen Freunden, worauf beispielsweise sechs Monate oder ein Jahr lang verzichtet werden soll. # Spartipp 4: Aufrunden zu Ihren Gunsten Jedes Mal, wenn Sie sich etwas gönnen, ganz gleich ob es ein Konsumgut ist oder ob Sie essen gehen, runden Sie den Betrag auf und sparen die Differenz. Wie funktioniert das? Kosten neue Schuhe beispielsweise 75,99 Euro, so rechnen Sie innerlich mit 80 Euro und überweisen sich 4,01 Euro auf ein Tagesgeldkonto. Natürlich können Sie nach Möglichkeit auch großzügiger aufrunden – etwa immer auf die nächsten 50 oder 100 Euro. Kosten die neuen Schuhe 75,99, überweisen Sie sich dann 24,01 Euro. Kosten die Schuhe 155 Euro, so überweisen Sie sich 45 Euro usw. Mit Blick auf die aktuell niedrigen Zinsen sollten Sie jedoch Ihr Geld nicht auf dem Konto versauern lassen. Ist Ihr Tagesgeldkonto gut mit Notgroschen für Unvorhersehbares gefüllt, so sollten Sie das zurückgelegte Geld zum Beispiel in einen Aktienfonds investieren. Dies ist schon für verhältnismäßig kleines Geld möglich. Denn so kann das Geld ohne Zutun weiter „arbeiten“ und sich vermehren. Beim Sparen ist es aber wie bei allen guten Vorsätzen: Durchhalten ist das, was am schwersten fällt. Außerdem ist es nicht in jeder Lebenssituation möglich, Geld beiseite zu legen. Dann bietet es sich an, einen Kassensturz der laufenden Kosten zu machen und zu schauen, ob und wo Einsparungen möglich sind. Von Handyverträgen, Stromkosten bis hin zu Kontoführungsgebühren sollte eine kritische Durchsicht laufender Kosten mindestens einmal im Jahr erfolgen. Letztlich kommt man an einer Wahrheit nicht vorbei: Sparen kann man nur das Geld, das man nicht ausgibt.
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Wirtschaft im Umbruch finanzieren
- Start: 26.05.2023 | 12:00 Uhr - Ende: 26.05.2023 | 12:45 Uhr Sehen Sie hier die Aufzeichnung unserer Diskussion mit Hildegard Müller und Michael Kotzbauer BOS - Wirtschaft im Umbruch finanzieren BOS - Wirtschaft im Umbruch finanzieren . Source: Vimeo # Programm Die deutsche Wirtschaft hat sich in den Krisen der vergangenen Jahre als überaus robust erwiesen. Nun stehen die Unternehmen vor einem Jahrzehnt der Investitionen, um die Transformation zu einer nachhaltigen und digitalen Wirtschaft sowie zur Klimaneutralität zu erreichen. Die hohe Inflation und ein weiterhin angespanntes geopolitisches und makroökonomisches Umfeld fordern Unternehmen samt deren Finanzierung weiterhin heraus. Hierzu diskutieren Hildegard Müller , Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie, und Michael Kotzbauer , Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG und Vorsitzender des Ausschusses für Unternehmensfinanzierung des Bankenverbandes, moderiert von Margaret Heckel . Während der Diskussion haben Sie per Chat die Möglichkeit, Ihre Fragen zu stellen. 14.00 Uhr Begrüßung 14.03 Uhr Einführung 14.10 Uhr Diskussion & Fragen aus dem Publikum - Michael Kotzbauer , Mitglied des Vorstands, Commerzbank AG, sowie Vorsitzender des Ausschusses für Unternehmensfinanzierung des Bankenverbandes - Hildegard Müller , Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie 14.45 Uhr Ende der Veranstaltung Moderation: Margaret Heckel , Journalistin und Autorin Kontakt: anmeldung@bdb.de
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26. Mai 2015 # Positionspapier des Bankenverbandes zur Regulierung von FinTech-Unternehmen ## Aktionsfelder von FinTech-Unternehmen  Der Begriff „FinTech“ setzt sich aus den englischen Wörtern „Financial Services“ und „Tech- nologies“ zusammen. Er bezeichnet Unternehmen, die durch moderne, meist internetbasierte Technologien den Kundennutzen bei Finanzdienstleistungen und finanznahen Dienstleistungen optimieren möchten. Sie agieren hierbei entweder als Bestandteil der Wertschöpfungskette von Finanzdienstleistern oder treten selbst als Anbieter oder Vermittler von solchen Dienst- leistungen gegenüber den Kunden auf.  FinTech-Unternehmen (FinTechs) adressieren somit auch die Geschäftsfelder von Banken, indem sie deren Angebote ergänzen, ersetzen oder sich im Verhältnis Kunde und Bank als Intermediär betätigen.  FinTechs finden sich in der gesamten Bandbreite von Unternehmen  von StartUps bis hin zu etablierten internationalen Großkonzernen. Kundennutzen und Wettbewerb  FinTechs definieren Finanzdienstleistungen häufig neu und fokussieren sich insbesondere darauf, den Kundennutzen auszudehnen und zu verbessern. Zudem werden Kundenwünsche zum Teil erst aus dem Sichtbarmachen und Angebot neuer, meist technikbasierter Kunden- lösungen der FinTechs geschaffen. Teilweise setzen sie dabei mit ihren Angeboten, z. B. im Zahlungsverkehr, auf bestehende Bankeninfrastrukturen auf.  FinTechs treiben deshalb Innovationen voran und fördern den Wettbewerb.  Diese Entwicklungen werden von den privaten Banken positiv aufgenommen  es entstehen Synergieeffekte, Kooperationsmöglichkeiten und Kostensenkungspotenziale. Wettbewerbsbedingungen  Politik und Finanzaufsicht haben sich in den letzten Jahren zurecht für eine strenge Regu- lierung des Bankgeschäfts – insbesondere des Kredit- und Einlagengeschäftes sowie der Anlageberatung – eingesetzt und dessen Risikotragfähigkeit deutlich verbessert. Aufgrund umfangreicher Berichtspflichten und tiefer, auch präventiver Eingriffsrechte der Aufseher hat sich die Finanzmarktstabilität insgesamt erhöht. Seite 3 / 4  Hinsichtlich der FinTechs besteht in Politik und Behörden jedoch noch keine einheitliche und abgeschlossene Auffassung: Bankenregulierer und -aufseher urteilen mit Blick auf die Finanz- marktstabilität eher konservativ, Politik und Kartellbehörden betonen die innovative und wettbewerbsfördernde Komponente.  Aus Sicht der privaten Banken gehen die Optimierung von Kundennutzen und die Innovation von Finanzdienstleistungen einher mit Finanzmarktstabilität, fairer Risikoverteilung, Verbrau- cherschutz und Produktsicherheit. Dieses Spannungsfeld ist von jeder Bank und von jedem Marktteilnehmer fortlaufend zu beobachten, Chancen und Risiken für Marktteilnehmer (Banken, FinTechs und ihre jeweiligen Kunden) sind jeweils unabhängig zu bewerten und abzuwägen. Politik, Finanzaufsicht, Kartellbehörden und Marktteilnehmer müssen hier im Interesse von Kunden, Marktteilnehmern und dem Finanzstandort Deutschland ein gemein- sames Verständnis entwickeln, wie es im engeren Bereich der Bankenaufsicht bereits seit langem besteht.  Etliche Geschäftsmodelle von FinTechs basieren darauf, die von Banken ihren Kunden zur Verfügung gestellte technische Infrastruktur zu nutzen. Sie profitieren damit von einer Platt- form, die höchsten Sicherheitsanforderungen und strengen aufsichtlichen Vorgaben genügt, deren Betrieb aber aufwändig und kostenintensiv ist. Banken ermöglichen somit oft erst bestimmte Geschäftsmodelle von FinTechs. Die Position der privaten Banken  FinTechs beleben mit ihren Ideen und Lösungen den Markt und fördern den Fort- schritt. Die privaten Banken begrüßen diese Impulse zur Entwicklung neuer und Weite- rentwicklung bestehender Finanzdienstleitungen, von denen Kunden, Banken und die Volkswirtschaft insgesamt profitieren können.  Der durch starke Innovation und Dynamik der FinTechs beförderte Wettbewerb bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte und Chancen für alle Seiten. Die privaten Banken sehen FinTechs als Partner für Kooperationen, die zu Innovationen, zum gegenseitigen Vorteil im Bankgeschäft und zum Nutzen der Kunden führen.  FinTechs, die in den Wettbewerb zu tradierten Anbietern und Geschäftsmodellen treten, leisten wichtige Impulse für den hiesigen Wirtschaftsstandort und zur Befriedigung von Kundenbedürfnissen. Neue Geschäftsansätze und -modelle sollten von der Politik und Aufsicht positiv aufgenommen werden, ohne dabei den Schutz der Kunden und die Funktionsfähigkeit der Volkswirtschaft aus dem Auge zu verlieren.  Insgesamt sollte das Chancenpotential von allen Marktteilnehmern, von neuen wie von etablierten Anbietern gleichermaßen, genutzt werden können. Das bedeutet, dass auch Banken nicht per se und ohne Beachtung des betroffenen Geschäfts strenger reguliert oder beaufsichtigt werden als andere Marktteilnehmer. Generell muss gelten: Gleiches Geschäft muss den gleichen Regeln unterliegen („level playing field“), da nur so Chancen und Risiken gleich verteilt werden. Andernfalls finden Innovationen schwerer den Weg in den Markt und es werden auf Disruption abzielende Geschäftsmodelle unangemessen bevorzugt.  Im Interesse der Funktionsfähigkeit der Volkswirtschaft und des Kundenschutzes ist es gleich- zeitig die Aufgabe von Politik und Aufsicht, den Kernbereich des Bankgeschäfts und das damit verbundene Aufsichtsregime zu wahren. Auch FinTech-Unternehmen müssen sich danach richten und mit aufsichtsrechtlicher Genehmigung arbeiten, soweit es ihre Geschäfts- tätigkeit erfordert.  Die Einhaltung allgemeiner Gesetze (zum Beispiel von Verbraucher- und Datenschutz- vorschriften) muss von allen Marktteilnehmern erwartet werden, genauso wie die effektive Durchsetzung geltenden Rechts ihnen gegenüber.  Die privaten Banken sind überzeugt, dass sie mit ihrem auf langfristige Kunden- beziehungen angelegten Geschäftsmodell, das umfassende Dienstleistungen bietet und mit hohen Produkt- und Kundenschutzstandards arbeitet, in einem fairen Wett- bewerb bestehen können. Banken werden auch in Zukunft Innovationen in Produkten, Technik in Kundennutzen umsetzen. Umfassende Aufsicht, gute Kundenbeschwerdemöglichkeiten, langfristige und verlässliche Bereitstellung der Dienstleistungen und hohe Absicherungen sind Vorteile der Banken, die ein hohes Vertrauen der Kunden begründen und im Interesse der Volkswirtschaft insgesamt sind. Mit der Integration von FinTech-Angeboten können sie ihre Kundenbindung erhöhen.
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Recht und Geldwäscheprävention
Die Themengruppe Recht berät den Verband und seine Mitgliedsbanken auf verschiedenen Gebieten des zivilen und öffentlichen Rechts sowie zur Anti-Geldwäsche- und wettbewerbsrechtlichen Compliance. Wichtige Arbeitsschwerpunkte sind die Betreuung der AGB-Banken und verschiedener weiterer Vertragswerke und Standards, die Begleitung der Rechtspolitik und der Rechtsetzung sowie die Analyse der Rechtsprechung auf bankrelevanten Sachgebieten. # Kontakt Wasserzeichen background hero Thorsten Höche Themengruppenleiter, Managing Director +49 30 1663-3100 E-Mail senden background hero Lucas-Michael Beck Associate +49 30 1663 1552 E-Mail senden background hero Jörg Buschan Associate Director +49 30 1663 1579 E-Mail senden background hero Wulf Hartmann Director +49 30 1663 3140 E-Mail senden background hero Dr. Lambert Köhling, LL.M. Director +49 30 1663 3150 E-Mail senden background hero Thomas Lorenz Themengruppenleiter, Director +49 30 1663 3190 E-Mail senden background hero Dr. Elmira Mamedowa-Ahmad Associate +49 30 1663 1543 E-Mail senden background hero Dr. Andreas von Oppen Associate Director +49 30 1663 3125 E-Mail senden background hero Lothar Wand Director +49 30 1663 3130 E-Mail senden background hero Assistant +49 30 1663 3101 E-Mail senden
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Newsroom
# Newsroom In unserem Newsroom finden Journalistinnen und Journalisten die Kontakte unseres Teams Media Relations. Hier gibt es auch die aktuellen Presseinformationen, die nach verschiedenen Themenbereichen gefiltert werden können. Allgemeine Anfragen können Sie an die Kolleginnen in unserem Sekretariat richten. Sie erreichen diese telefonisch unter +49 30 1663 1201, +49 30 1663 1202 und +49 30 1663 1203. # background hero Thomas Schlüter Bereichsleiter Kommunikation, Pressesprecher für Regulierung der Finanzmärkte, Bankenaufsicht, Einlagensicherung +49 30 1663 1230 E-Mail senden background hero Dr. Kerstin Altendorf Pressesprecherin für Nachhaltigkeit im Finanzsystem, Volkswirtschaft und Kapitalmärkte +49 30 1663-1250 E-Mail senden background hero Tanja Beller Pressesprecherin für Unternehmensfinanzierung, Zahlungsverkehr, Banktechnologie und Sicherheit +49 30 1663-1220 E-Mail senden background hero Juliane Weiß Pressesprecherin für Regulierung der Finanzmärkte, Einlagensicherung, Finanzbildung, Steuern, Geldwäsche und Finanzfritzen/Instagram +49 30 1663-1514 E-Mail senden background hero Morgaine Gerlach Pressesprecherin für Digital- und Verbraucherthemen +49 30 1663 1595 E-Mail senden background hero Kathleen Altmann Specialist für Verbraucherthemen +49 30 1663 1286 E-Mail senden background hero Katrin Hoffmann Assistant +49 30 1663 1202 E-Mail senden
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""Wir wollen etwas bewegen"": Social Impact Banking der HypoVereinsbank
# "Wir wollen etwas bewegen": Social Impact Banking der HypoVereinsbank Wasserzeichen Gesellschaft Unternehmen Nachhaltigkeit 20.05.2022 Artikel Irina Detlefsen background hero ESG – diese drei Buchstaben verändern derzeit die Wirtschaft. Sie stehen für Environmental, Social and Governance, zu Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Es geht um die nachhaltige Transformation der Wirtschaft. Die öffentliche Wahrnehmung wird dabei dominiert vom Thema Klimaschutz. Auch bei der HypoVereinsbank, ein Unternehmen der UniCredit Gruppe, spielt der Klimaschutz eine entscheidende Rolle. Gleichzeitig setzen wir uns in der Bank seit Jahren für soziale Inklusion ein. Im Jahr 2019 haben wir unser gesellschaftliches Engagement erweitert und Social Impact Banking erstmals in Deutschland eingeführt. Social Impact Banking umfasst die Unterstützung und Finanzierung von Unternehmen und Organisationen bei Projekten mit messbarer positiver Wirkung für die Gesellschaft sowie die Stärkung des Finanzwissens in der Bevölkerung mit einem breiten Förder- und Trainingsangebot. Hier bieten wir im Bereich Financial Education & Volunteering vielfältige digitale Finanzbildungs- und Mentoring-Formate an. # Benachteiligte Jugendliche im Fokus Unsere Programme zielen darauf ab, die Finanzbildung besonders von benachteiligten Jugendlichen und jungen Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern. Damit wollen wir einen Beitrag dazu leisten die Bildungslücke, die in diesem Bereich oft besteht, zu schließen. Einen elementaren Baustein unseres Angebots bilden dabei Finanz-Workshops, die die HypoVereinsbank mit sozialen Partner-Organisationen wie JOBLINGE oder ArrivalAid seit der Corona-Pandemie ausschließlich digital durchführt. Bis Ende April dieses Jahres haben mehr als 3000 junge Menschen von 210 Finanz-Workshops und anderen Trainingsformaten profitiert. Das ist möglich dank des großen ehrenamtlichen Engagements von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bank, die als HVB Volunteers ihr Wissen und ihre Erfahrungen weitergeben. Drei Workshop-Teilnehmende zeigten sich so sehr von den Finanzthemen begeistert, dass sie sich unmittelbar für eine Ausbildung zum Bankkaufmann bzw. zur Bankkauffrau bei der HypoVereinsbank entschieden. Sehr stolz sind wir auch darauf, dass die HypoVereinsbank im vergangenen Jahr für ihre Financial Education-Maßnahmen als erste Bank in Deutschland mit dem Gütesiegel „Trusted Education“ der Stiftung Finanzbildung ausgezeichnet wurde. # Gründerprogramm „Entrepreneurship Inklusiv“ Unser Flagship-Integrationsprojekt heißt „Entrepreneurship Inklusiv“ – es ist ein Gründer-Mentoring-Programm für inklusive Schülerklassen, das die HypoVereinsbank gemeinsam mit der Stiftung Pfennigparade und der Social Entrepreneurship Akademie initiierte. Wir möchten damit jungen Menschen den Start ins Berufsleben erleichtern und ihnen wichtiges Wissen vermitteln. Die Schülerinnen und Schüler, mit und ohne Behinderung, erlangen in diesem Gründerprogramm Kompetenzen in Social Entrepreneurship und lernen aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen mit unternehmerischem Denken anzugehen. Nach einem Intensiv-Workshop entwickeln sie in rund vier Monaten ihre Geschäftsmodelle – unterstützt durch gezieltes Mentoring der HVB Volunteers. In einer Abschlussveranstaltung präsentieren die jungen Leute ihre Ideen und ausgereiften Modelle einer Jury.  „Entrepreneurship Inklusiv“ wird inzwischen komplett digital durchgeführt; auch die Schülerinnen und Schüler in den Teams haben vor allem digitale Ideen und entwickeln in ihren Projekten auch inklusive und nachhaltige Apps. Vor kurzem endete die dritte Runde „Entrepreneurship Inklusiv 3.0“, in der vier inklusive Schülerteams von je zwei HVB Volunteers begleitet wurden. Unter anderem haben sich die Teams mit einer barrierefreien Planungs-App zur Vereinfachung des Schulalltags sowie mit einem Social Media Kanal zum Thema Lichtverschmutzung beschäftigt. Das Team „Lichtverschmutzung“ wurde jüngst von der Stiftung Finanzbildung im Rahmen von „Jugend wirtschaftet“ für die nachhaltigste Idee und überzeugendste Präsentation ausgezeichnet. Was besonders erfreulich ist: Ein junges Team aus „Entrepreneurship Inklusiv 2.0“ arbeitet auch nach der Abschlusspräsentation weiter an seinem Projekt,  einer CO2-Einspar-App. Diese soll den CO2-Verbrauch ihrer Nutzerinnen und Nutzer über einen längeren Zeitraum messen und Anreize für eine nachhaltigere Lebensweise schaffen. Sie sollen berechnen können, wie der Einkauf bestimmter Waren oder die Wahl eines bestimmten Verkehrsmittels ihren ökologischen Fußabdruck beeinflusst. Der Prototyp der App wurde inzwischen live mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der HypoVereinsbank getestet, das Geschäftsmodell geschärft und weiterentwickelt. Aufgrund der erfolgreichen Umsetzung konnte das Gründer-Mentoring-Programm ausgebaut und weitere soziale Organisationen und Schulen ins Boot geholt werden. „Entrepreneurship Inklusiv 4.0“ startete im April. Beeindruckend sind nicht nur die tollen Ideen der Jugendlichen, sondern auch die Art und Weise, wie sie diese weiterverfolgen. Die begleitenden Pädagoginnen und Pädagogen berichten begeistert, wie sich die Schülerinnen und Schüler im Laufe des Projektes auch persönlich weiterentwickeln. Viele Mentorinnen und Mentoren beobachten ein gestärktes Selbstvertrauen und ein selbstbewussteres Auftreten und Handeln ihrer Schützlinge. Auch das ist uns als Ergebnis des Programms sehr wichtig. # E-Learning-Tools „Start Up Your Life“ und geldwissen2go.de Die HypoVereinsbank bleibt in der Weiterentwicklung ihrer Financial Education & Volunteering-Programme klar auf Digitalisierungskurs. Einige soziale Partner arbeiten bereits mit dem E-Learning-Programm „Start Up Your Life“, mit dessen Hilfe sich Jugendliche in 12 Lektionen selbstständig kompaktes Finanz- und Wirtschaftswissen erarbeiten können. Ein weiteres Plus ist das Abschluss-Zertifikat, das alle Absolvierenden erhalten, und das sie beispielsweise künftigen Bewerbungen hinzufügen können. Auch ein Highlight: Unsere webbasierte App geldwissen2go.de. Mit ihr können Jugendliche neben Infotexten zu relevantem Finanz- und Wirtschaftswissen – inklusive kurzer Wissenstests – ebenso Videos mit aktuellen Informationen etwa rund ums erste Gehalt oder die erste Wohnung abrufen. „Wir wollen Impulsgeber und Förderer von Veränderungsprozessen sein, die unsere Gesellschaft verbessern“ – das ist das Motto und unsere Motivation für alle unsere Aktivitäten des Social Impact Bankings der HypoVereinsbank. Zum Wohle der jungen Menschen, die daran teilnehmen, und der gesamten Gesellschaft.
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23. Oktober 2023 # Eckpunktepapier ## des Bankenverbandes zur Rolle des Bankensektors bei der Erhaltung der Biodiversität Lobbyregister-Nr. R001458 EU-Transparenzregister-Nr. 0764199368-97 ### 1. Was der Verlust an Biodiversität für unser Leben und Wirtschaften bedeutet Der Verlust der biologischen Vielfalt stellt, neben dem Klimawandel, in den nächsten 10 Jahren ein wesentliches globales Risiko für die Menschheit dar. Dies zeigt der Global Risks Report 2023 1 , veröffentlicht vom World Economic Forum. Im Vergleich zum hohen Stellenwert von Klimaschutzaspekten spielt der Schutz von Ökosystemen und Biodiversität in der Wirtschaft allerdings noch eine Nischenrolle. Dies dürfte sich jedoch in absehbarer Zeit ändern, wie zuletzt die UN-Biodiversitätskonferenz im Dezember 2022 in Montreal gezeigt hat, auf der ein neues globales Rahmenabkommen für den Schutz der Biodiversität vereinbart wurde. Dabei werden Unternehmen und Finanzinstitutionen direkt mit in die Zielvorgaben einbezogen, um die Auswirkungen ihrer Tätigkeit auf die biologische Vielfalt und entstehende Risiken in den Blick zu nehmen. Biodiversität bezieht sich auf die Vielfalt des Lebens auf der Erde, einschließlich der Artenvielfalt, der genetischen Vielfalt und der Vielfalt der Ökosysteme. Diese Vielfalt ist stark bedroht. Das Artensterben und der Ökosystemverlust schreiten aktuell in einem nie gekannten Ausmaß voran, was zahlreiche Studien belegen. So ging zum Beispiel der Bestand an Wirbeltierarten zwischen 2 1970 und 2018 um 69 % zurück. Zudem ging allein zwischen 1900 und 2000 rund 75 % der 3 Pflanzenvielfalt verloren. Schätzungen zufolge sind etwa eine Million Tier- und Pflanzenarten vom 4 Aussterben bedroht. Zu den wesentlichen Treibern der Biodiversitätskrise zählen der Klimawandel, die ausgeweitete Nutzung von terrestrischen, maritimen und Süßwasserflächen, die Umweltverschmutzung, die Nutzung und Überbeanspruchung natürlicher Ressourcen und das Ausbreiten invasiver Arten. Hinzu kommen indirekte Treiber wie der demografische Wandel, ökonomisch-technologische Entwicklungen sowie menschliche Verhaltensweisen im Allgemeinen (Ernährungsweisen, etc.). Der fortschreitende Verlust an Biodiversität droht massive Auswirkungen auf unseren Planeten und die menschliche Lebensgrundlage zu haben. Biodiversität ist von entscheidender Bedeutung für das Funktionieren unseres Planeten, da Biodiversität eine Vielzahl von ökologischen Dienstleistungen („Ökosystemdienstleistungen“) bereitstellt. Dazu gehören unter anderem Insektenbestäubung, die Bereitstellung natürlicher Ressourcen (z. B. Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Getreide), Verwendung von Pflanzen im Arzneimittelsektor, Reinigung des Wassers und der Luft, der Schutz vor Naturkatastrophen sowie die Regulierung des Klimas und der 1 2 3 4 WEF (2023), “Global Risks Report 2023”. WWF (2022), “Living Planet Report”. FAO (2020), “Crop biodiversity: use it or lose it”. IPBES (2019), “Global assessment report on biodiversity and ecosystem services”. Wasserqualität. So sind 80 % der Nachhaltigkeitsziele (SDGs) nicht erreichbar, wenn die Biodiversität nicht erhalten und ausreichend geschützt wird. 5 Beispielsweise sind 70 % aller Krebsmedikamente pflanzlichen Ursprungs oder synthetische Nachahmungen biologischer Wirkstoffe. Mit jeder ausgestorbenen Art verliert unsere Gesellschaft eine potenzielle genetische 6 Ressource, die z. B. als Wirkstoff für Medikamente dienen kann. Klimaschutz und Biodiversitätserhalt hängen eng miteinander zusammen. Eine intakte Biodiversität kann zur Verringerung/Speicherung von CO2-Emissionen beitragen und somit einen wichtigen Beitrag zur CO2-Absorption leisten. Gesunde Ökosysteme (z.B. die tropischen Wälder und Moore) sind essenziell, um den Treibhausgasanstieg zu begrenzen, weil sie neben anderen wertvollen Ökosystemleistungen auch als Kohlenstoffsenken dienen können. Gleichzeitig bedrohen aber unter anderem steigende Temperaturen immer mehr Ökosysteme an Land und Wasser. Bemühungen zum Schutz des Klimas und der biologischen Vielfalt begünstigen sich somit gegenseitig. Die Natur ist unser wertvollstes Kapital – ohne sie wäre menschliches Leben und Wirtschaften auf unserem Planeten undenkbar. Studienergebnissen zufolge hängen alle Wirtschaftsleistungen weltweit von der Biodiversität ab, wobei knapp die Hälfte sogar eine moderate bis hohe Abhängigkeit aufweisen. Eine hohe Abhängigkeit wurde insbesondere in der Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Fischerei und dem Aquakultursektor, dem Lebensmittel-, Getränke- und Tabaksektor, der Wärmeversorgung, dem Bauwesen, dem Stromsektor und der Wasserversorgung festgestellt. 7 Wenn wir keine Maßnahmen zum Biodiversitätsschutz ergreifen, drohen der 8 Weltwirtschaft allein bis 2030 jährliche Verluste von 2,7 Billionen US-Dollar. 2. Wie Banken zur Erhaltung der Biodiversität beitragen können Banken und andere Finanzinstitute sind ebenfalls mit dem Thema Biodiversität befasst. Zum einen spielen Banken und Finanzinstitute – wie andere Sektoren auch – eine wichtige Rolle bei der nachhaltigen Transformation, denn sie lenken durch ihre Investitions- und Wirtschaftsaktivitäten. So können nachhaltige Finanzierungstätigkeit Kapitalströme in Finanzinstitute durch die Bereitstellung von Kapital für Projekte und Unternehmen, die auf den Schutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen ausgerichtet sind (z. B. in Form naturbasierter Lösungen), sowie den Einbezug von Umweltkriterien in ihren Investitionsentscheidungen einen positiven Beitrag leisten. Denn wie auch beim Klima klafft in Bezug auf den Erhalt der Biodiversität 5 6 7 8 BMZ (2023), “Agenda 2030 | 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung SDG 15: Leben an Land”. imug rating (2021), “Biodiversität Nischenthema mit hoher Relevanz für Sustainable Finance”. World Economic Forum (2020), “Nature Risk Rising: Why the Crisis Engulfing Nature Matters for Business and the Economy”. World Bank Group (2021), “The Economic Case for Nature”. eine gewaltige Finanzierungslücke, die auf 598-824 Milliarden US-Dollar pro Jahr bis 2030 beziffert 9 wird. Diese wird nicht allein mit öffentlichen Mitteln gefüllt werden können, sodass privates Kapital eine wichtige Rolle spielen muss. Banken können zudem als ein wichtiger Sparringpartner von Unternehmen agieren und den Wandel in der Realwirtschaft begleiten. Im Hinblick auf die Investitionstätigkeit können Banken und Finanzinstitute aktiv zu einem Paradigmenwechsel bei den Anlegern beitragen, indem sie kontinuierlich die Bedeutung naturbezogener Risiken und Chancen für Investitionsentscheidungen betonen und diese beiden (Risiken und Chancen) systematisch in ihre Investitionsprozesse einbeziehen. Zum anderen können Finanzinstitute auch direkt von Risiken in Bezug auf Biodiversität betroffen sein. Ähnlich wie bei Klimarisiken können Biodiversitätsrisiken negative Auswirkungen auf einzelne Unternehmen und auch ganze Volkswirtschaften haben und somit auch Finanzinstitute betreffen. Hier sind in erster Linie physische Risiken, transitorische Risiken und rechtliche Risiken zu nennen, welche sich auf bestehende Risikoarten von Banken wie Kreditrisiken, Marktpreisrisiken und operationellen Risiken (inkl. Reputationsrisiken) auswirken können. • Physische Risiken: Ein Großteil der globalen Wirtschaftsaktivitäten hängt von der Funktionsfähigkeit natürlicher Systeme ab, z.B. von der Stabilität des Klimas und der Gewinnung von Rohstoffen. Physische Risiken entstehen, wenn diese natürlichen Systeme durch die Auswirkungen klimatischer (d. h. extremer Wetterbedingungen) oder geologischer (d. h. seismischer) Ereignisse oder durch weitreichende Veränderungen des Gleichgewichts von Ökosystemen wie der Bodenqualität oder der Meeresökologie beeinträchtigt werden. Physische Risiken können ereignisorientiert oder längerfristig sein. • Transitorische Risiken: Regulatorische oder marktwirtschaftliche Bemühungen zur Bekämpfung von Umweltschäden können sich negativ auf Unternehmen auswirken und zu gestrandeten Vermögenswerten führen, die dann transitorische Risiken darstellen. Zu diesen Risiken gehören zum Beispiel technologische Veränderungen oder plötzliche Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen, Veränderungen in der Verbraucher- oder Investorenstimmung und disruptive Innovationen von Geschäftsmodellen. Transitorische Risiken beziehen sich auf einen Anpassungsprozess hin zu einer naturfreundlichen Wirtschaft. • Rechtliche Risiken: Im Zusammenhang mit Naturschäden können auch Rechtsrisiken steigen, wenn Parteien Schadenersatz einfordern. Bußgelder für Ölverschmutzungen sind ein bekanntes Beispiel. Paulson Institute, The Nature Conservancy & Cornell Atkinson Center for Sustainability (2020), “Financing Nature: Closing the Global Biodiversity Financing Gap”. Für das Risikomanagement von Banken ist es daher unerlässlich, Auswirkungen (Impacts) auf und Abhängigkeiten (Dependencies) von Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen für wirtschaftliche Aktivitäten systematisch zu erfassen. Dafür ist aber die zuverlässige Offenlegung von naturbezogenen Informationen seitens der Realwirtschaft eine unerlässliche Voraussetzung. Banken und Finanzinstitute können Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen nur dann in ihr Risikomanagement einbeziehen, wenn die entsprechenden Unternehmen die Rohdaten zur Verfügung stellen. 3. Wie naturbedingte Opportunitäten entstehen können Neben naturbedingten Risiken gibt es auch naturbedingte Opportunitäten für Unternehmen und Finanzinstitute, die innerhalb der Grenzen der Natur operieren oder sogar eine positive Materialität gegenüber der Natur aufweisen. So kann ein Verständnis der naturbedingten Abhängigkeiten und Auswirkungen sowie der sich verändernden Faktoren auf der Nachfrageseite, wie Verbraucherpräferenzen und Regulierung, nicht nur das Risikomanagement von Unternehmen und Anlegern beeinflussen, sondern auch die Wachstumsstrategie und die Verfolgung wirtschaftlicher Opportunitäten. Naturbezogene Opportunitäten können in den folgenden Fällen auftreten: • Wenn Organisationen naturbezogene Risiken vermeiden, reduzieren, abmildern oder managen, zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Verlust von Natur und Ökosystemdienstleistungen, von denen die Organisation und die Gesellschaft abhängen; Geschäftsmodellen, Produkten, von Umgestaltung strategische die • durch Dienstleistungen, Märkten und Investitionen, die aktiv dazu beitragen, den Verlust der Natur rückgängig zu machen, u. a. durch Wiederherstellung, Regeneration der Natur und Umsetzung naturbasierter Lösungen. Bemühungen zur Schaffung positiver Auswirkungen und/oder zur Risikominderung können die Widerstandsfähigkeit von Organisationen gegenüber naturbezogenen Trends und Veränderungen, einschließlich naturbezogenen Risiken zu verbessern. Während sich aus der Wiederherstellung der Natur und der Minderung bestehender Schäden durch Wiederaufbau- oder Ausgleichsmaßnahmen geschäftliche Opportunitäten ergeben können, sollten geschäftliche Maßnahmen, die negative Auswirkungen auf die Natur vermeiden oder minimieren, Vorrang haben. Die Maßnahmen sollten idealerweise über die Risikominderung hinausgehen und zu einer naturfreundlichen Zukunft beitragen, indem sie die Bedrohungen und Belastungen beeinflussen, die der Verlust und die Degradation der Natur weltweit verursachen. Ein strategischer Wandel kann sich hierbei als wirkungsvoller erweisen als die isolierte Minderung oder Bewältigung von naturbezogenen Risiken. Naturbezogene werden: eingeteilt Kategorien zwei in können Opportunitäten Unternehmensleistung und Nachhaltigkeitsleistung. Opportunitäten im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsleistung führen häufig zu Opportunitäten im Zusammenhang mit der Unternehmensleistung. Beispielsweise kann die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen den Zugang zu neuen Finanzierungsmechanismen ermöglichen (Kapitalfluss und Finanzierung), zu Kosteneinsparungen aufgrund von Ressourceneffizienz führen und die Einnahmen aufgrund eines besseren Rufs steigern (Reputationskapital). Eine Übersicht von naturbezogenen Opportunitäten ist in Tabelle 1 abgebildet. Tabelle 1: Naturbezogene Opportunitäten für Unternehmen und Finanzinstitute Kategorie Märkte 10 Kapitalfluss und Finanzierung Produkte und Dienstleistungen Ressourceneffizienz Naturbezogene Opportunität Veränderte Dynamik an den Märkten insgesamt, wie beispielsweise der Zugang zu neuen Märkten oder Standorten, die sich aus veränderten Bedingungen ergeben (z. B. aus der Nachfrage der Verbraucher oder der Stimmung der Verbraucher und Investoren). Verbesserte im Finanzprodukte oder Finanzierungsbedingungen Zusammenhang mit positiven Auswirkungen auf die Natur oder der Abschwächung negativer Auswirkungen. Nutzenversprechen im Zusammenhang mit der Schaffung oder Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen zum Schutz, zur Bewirtschaftung oder zur Wiederherstellung der Natur, einschließlich technologischer Innovationen. Maßnahmen, die eine Organisation innerhalb ihrer eigenen Betriebsabläufe oder Wertschöpfungskette ergreifen kann, um Auswirkungen und Abhängigkeiten von der Natur zu vermeiden oder zu verringern (z. B. durch den Einsatz von weniger natürlichen Ressourcen) und um gleichzeitig Zusatznutzen wie eine verbesserte betriebliche Effizienz oder geringere Kosten zu erzielen (z. B. Pflanzengesundheit die die Mikrobewässerung, Wasserverbrauch reduziert und die Kosten senkt). Veränderungen in der Wahrnehmung der tatsächlichen oder wahrgenommenen Auswirkungen eines Unternehmens auf die Natur, einschließlich der sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Gesellschaft und das Engagement der Stakeholder. Substitution natürlicher Ressourcen durch recycelte, regenerative, erneuerbare und/oder ethisch verantwortungsvolle organische Rohstoffe. maximiert, den Reputationskapital Nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen 10 Taskforce on Nature-related Financial Disclosures (TNFD), “TNFD's definitions of opportunities”. Schutz, Wiederherstellung und Regeneration von Ökosystemen Aktivitäten, die den Schutz, die Regeneration oder die Wiederherstellung von Lebensräumen und Ökosystemen unterstützen, einschließlich Gebieten innerhalb und außerhalb der unmittelbaren Kontrolle der Organisation. 4. Der Stand der Regulatorik bezüglich Biodiversität Zukünftig werden auch regulatorische Anforderungen und Erwartungen von Stakeholdern eine stärkere Berücksichtigung von Biodiversitätsaspekten für Finanzinstitute unumgänglich machen. Auf globaler Ebene einigten sich auf der 15. Weltnaturkonferenz (COP 15) in Montreal, Kanada im Dezember 2022 fast 200 Länder auf eine Reihe neuer Ziele und Vorgaben, um den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen und umzukehren. Das neue Biodiversitätsabkommen – das Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework (GBF) – definiert vier übergreifende Ziele: (1) das vom Menschen verursachte Aussterben bedrohter Arten einzudämmen und die Aussterberate aller Arten bis 2050 um das Zehnfache zu verringern; (2) die biologische Vielfalt nachhaltig zu nutzen und zu bewirtschaften; (3) die Vorteile aus der Nutzung von genetischen Ressourcen gerecht aufzuteilen; (4) sicherzustellen, dass allen Vertragsparteien, insbesondere den am wenigsten entwickelten Ländern, angemessene Mittel zur Umsetzung zur Verfügung stehen. Das Abkommen umfasst zudem 23 mittelfristige Ziele bis 2030. Insbesondere dem Ziel 30 % der Land- und Meeresflächen unter Schutz zu stellen – unter Wahrung der Rechte indigener Völker und lokaler Gemeinschaften – wird große Bedeutung beigemessen. Einige der mittelfristigen Ziele sehen auch einen Beitrag durch den Finanzsektor vor. So sieht das Abkommen eine erhebliche Aufstockung der Finanzmittel vor. Insgesamt sollen 200 Mrd. US- Dollar pro Jahr aus öffentlichen und privaten Quellen mobilisiert werden. Zugleich beschließt die Staatengemeinschaft den Abbau von schädlichen Subventionen in Höhe von mindestens 500 Mrd. US-Dollar pro Jahr. Darüber hinaus sollen große und transnationale Unternehmen und Finanzinstitute durch politische Maßnahmen zur regelmäßigen Überwachung, Bewertung und transparenten Offenlegung ihrer Risiken, Abhängigkeiten und Auswirkungen auf die biologische Vielfalt verpflichtet werden. Dabei sollen Geschäftstätigkeiten, Liefer- und Wertschöpfungsketten sowie Portfolios mit in die Betrachtung einfließen. Die Staatengemeinschaft nimmt sich zudem selbst in die Pflicht sicherzustellen, dass die besten verfügbaren Daten, Informationen und Kenntnisse den Entscheidungsträgern, Fachleuten und der Öffentlichkeit zugänglich sind. Es ist davon auszugehen, dass die im GBF beschlossenen Ziele und Maßnahmen einen wesentlichen Einfluss auf die europäische und nationale Biodiversitätspolitik in kommenden Jahren haben werden. Auf EU-Ebene ist das Thema Biodiversität schon jetzt in der Regulatorik wiederzufinden beziehungsweise angedacht: • Durch die EU-Biodiversitätsstrategie für 2030, welche die EU-Kommission im Mai 2020 vorgelegt hat, gibt es bereits ehrgeizige Ziele und Verpflichtungen der EU, um gesunde und widerstandsfähige Ökosysteme aufzubauen. Ein zentrales Ziel ist es, bis 2030 mindestens 30 % der Land- und 30 % der Meeresfläche in der EU unter Schutz zu stellen. Die Idee ist es, auf den bestehenden Natura-2000-Gebieten aufzubauen und diese durch nationale Schutzgebiete zu ergänzen. • In der EU-Taxonomie – dem Kernstück der Sustainable Finance-Agenda der EU- Kommission – zielt das Umweltziel 6 auf den Schutz und die Wiederherstellung der Biodiversität und Ökosysteme ab. Biodiversität wird aber auch bei den anderen fünf Klima- und Umweltzielen thematisiert, da eine erhebliche Beeinträchtigung vermieden werden soll („Do No Significant Harm“-Kriterien). • In den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) befassen sich die ESRS E4 mit Biodiversität und Ökosystemen. Es sind unter anderem die Festlegung biodiversitätsbezogener Ziele als Teil einer Strategie und eine Widerstandsfähigkeitsanalyse vorgesehen. Andere Standards beziehen sich auf wesentliche Treiber der Biodiversitätskrise, zum Beispiel Klima, Umweltverschmutzung und Wassernutzung. • In den erweiterten Vorgaben der Finanzmarktrichtlinie MiFID II wird das Thema Biodiversität im Rahmen der Möglichkeiten zur Abfrage von Nachhaltigkeitspräferenzen adressiert. Von Bedeutung ist insbesondere die Offenlegung und Adressierung nachteiliger Nachhaltigkeitsfaktoren der Rahmen im (PAI)) Impacts Adverse (Principal Offenlegungsverordnung (Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR)), die seit März 2021 in Kraft ist. • Auch in der Aufsicht ist Biodiversität schon jetzt ein Thema. So sind Biodiversitätsrisiken im BaFin Merkblatt zu Nachhaltigkeitsrisiken explizit genannt. Auch die thematische Überprüfung zu Umwelt- und Klimarisiken der EZB im Jahr 2022 weist deutlich darauf hin, dass Institute nicht nur Klimarisiken, sondern auch weitere Umweltrisiken in ihre Strategie, Governance und ihr Risikomanagement einbeziehen müssen. • Zudem zeigt der verstärkte Fokus auf Lieferketten, dass eine aktive Befassung mit dem Thema Biodiversität in Zukunft unausweichlich sein wird. So sieht die geplante Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) umfassende Sorgfaltspflichten bezüglich und Umweltschutz- sowie Menschenrechten von Einhaltung der Biodiversitätsaspekten vor. Ebenfalls hat die noch ausstehende Regulierung zu entwaldungsfreien Lieferketten (Deforestation Regulation) einen direkten Bezug auf Biodiversität, da künftig verhindert werden soll, dass Holz, Kaffee, Kakao, Palmöl, Rindfleisch und Soja sowie daraus gewonnene Produkte auf den EU-Binnenmarkt kommen, sofern ihre Herstellung Entwaldung verursacht hat. Auf nationaler Ebene hat das nationale Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) ebenfalls Bezugspunkte zu Biodiversität wie zum Beispiel durch das Verbot der Herbeiführung einer schädlichen Bodenveränderung und Gewässerverunreinigung. Zudem wird derzeit an einer Überarbeitung und Aktualisierung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) gearbeitet, um diese an die Vereinbarungen des Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework anzupassen. Am 15. Juni 2023 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für 11 Naturschutz (BfN) einen Ziele- und Maßnahmenkatalog zur NBS 2030 vorgestellt. Dieser sieht spezifische Anforderungen an Unternehmen und Finanzinstitute vor. Beispielsweise sollen Finanzinstitute laut den Vorschlägen bis 2030 die Auswirkung auf Ökosysteme und Ökosystemleistungen öffentlichen und privaten allen in Entscheidungskriterium transparent machen und berücksichtigen. Finanzentscheidungen als #### 5. Handlungsfelder für Banken In Bezug auf Biodiversität geht es für Finanzinstitute darum, wesentliche Fragen zu klären: Wie können Banken Biodiversität in ihre Prozesse integrieren und messbar machen? Wodurch ergeben sich direkte und indirekte Risiken? Auf welche Weise lassen sich diese Risiken managen? Aber auch, wie lassen sich Chancen nutzen, die durch neue Geschäftsfelder entstehen? Speziell ergeben sich folgende Handlungsfelder für Banken in Bezug auf Biodiversität: Verständnis schaffen, welche Normen und regulatorische Vorschriften bereits Biodiversitätsaspekte berücksichtigen und welche derzeit in Entwicklung sind. Sicherstellung der Compliance mit bereits bestehenden Anforderungen und rechtzeitige Befassung mit neu entstehenden Vorschriften. Die Integration von Umweltrisiken in das Risikomanagement einer Bank (einschl. Materialitäts-Assessment sowie Risiko- und Szenarioanalysen). Erstellen von Leitlinien zur Entwicklung einer eigenen Strategie für biologische Vielfalt und Naturkapital. Diese sollte als Grundlage dienen, um eine dezidierte Strategie mit konkreten Zielen zu dem Thema zu entwickeln. Eingehende Befassung mit verfügbaren Rahmenwerken, Initiativen und Tools für den Umgang mit naturbezogenen Risiken. Bestimmung des eigenen Fußabdrucks und dem des Portfolios sowie Beschäftigung mit Ausgleichsmaßnahmen, die zum Beispiel die Biodiversität in Hot Spots schützen oder auf dem Firmengelände umgesetzt werden können. Abwägung entsprechende Zusagen („Pledges“) zu unterzeichnen (z.B. den Finance for Biodiversity Pledge), um das Engagement des Institutes zu untermauern und öffentlich zu dokumentieren. 11 BMUV (2023), “Ziele- & Maßnahmenkatalog zur NBS 2030“. Schulung von Mitarbeitern und ggf. Einbeziehung externer Expertise. Hierbei sollte insbesondere erörtert werden, wie das Thema Biodiversität den Bankensektor/das einzelne Institut betrifft. Abstimmung interner Prozesse und IT-Infrastruktur. Beispielsweise sollten für die oben genannte Materialitätsanalyse Datenbanken verfügbar sein, anhand denen eine objektive und datenbasierte Materialität festgestellt werden kann. Zudem sollten geeignete Tools getestet werden und Feedback-Prozesse mit Entwicklern etabliert werden. Ausweitung der Investitions- und Finanzierungsprozesse auf Aspekte der biologischen Vielfalt. ##### 6. Besondere Herausforderungen bei der Analyse und Bewertung von Biodiversitätsaspekten Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, benötigen Banken insbesondere geeignete Daten und Metriken, welche die Auswirkungen und Abhängigkeiten ihrer Investments entsprechend 12 abbilden. Problematisch ist hierbei, dass sich im Vergleich zur Klima-Thematik, wo es mit CO2-Äquivalenzen 13 Hinzu eine zentrale Messgröße gibt, Biodiversität nur schwer messen und in Zahlen fassen lässt. kommt, dass Auswirkungen auf und Abhängigkeiten von Biodiversität und Ökosysteme nicht immer nur am Unternehmensstandort auftreten, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungs- oder Produktionskette entstehen können. Dies führt dazu, dass die Einflüsse von Unternehmen auf die Artenvielfalt bislang kaum systematisch erfasst werden. Biodiversitätsdaten sind in der Regel standortbezogen und häufig für Portfolioanalysen nicht verfügbar. In solchen Fällen müssen Proxies auf Länder- oder Sektorebene herangezogen werden, sollten diese vorliegen. Eine internationale das sich dass darin, besteht Herausforderung weitere Biodiversitätsrahmenwerk und die entsprechenden Zielvorgaben noch in Entwicklung befinden. die auch dass verwunderlich, wenig daher ist Es Biodiversitätsaspekten bei Finanzunternehmen noch einen Prozess darstellt. Berücksichtigung 14 von 12 13 Hierzu zählen vor allem Lokationsdaten entlang der Wertschöpfungskette und "dezentrale" Metriken zur Messung von Biodiversität (Wasserverbrauch, Flächenversiegelung etc.). Es gibt erste Ansätze, die versuchen über die Haupttreiber des Biodiversitätsverlusts zu gehen, also z. B. Änderung der Flächennutzung, Umweltverschmutzung und Klimawandel. Solche Ansätze sollten weitergedacht und entwickelt werden. PWC (2022), “Von Net Zero zu Nature Positive – warum sich der deutsche Finanzsektor mit Biodiversität beschäftigen sollte”. 14 ###### 7. Tools und konkrete Hilfestellungen für die Umsetzung von Biodiversitätsanalysen und -bewertungen in der Finanzwirtschaft Auch wenn beim Thema Biodiversität noch viel in Bewegung ist, gibt es schon heute eine Vielzahl von Initiativen und Tools, welche Finanzinstituten bei der Formulierung, Priorisierung und Umsetzung ihrer biodiversitätsbezogenen Ziele helfen können. Initiativen Wie auch im Bereich Klima, bilden sich rund um das Thema Biodiversität verschiedene Initiativen und Kooperationen heraus. Diese haben oft unterschiedliche Schwerpunkte wie beispielsweise die Metriken von Formulierung Offenlegungsstandards. Dazu zählen: und Bewertungsansätzen, Handlungsrahmen, oder • Task Force for Nature-related Financial Disclosure (TNFD): Die TNFD ist eine internationale Initiative, die auf einem von der Taskforce on Climate-Related Financial Disclosures (TCFD) entwickelten Modell aufbaut. Die Initiative zielt darauf ab, Finanzinstituten und Unternehmen ein vollständiges Bild ihrer Umweltrisiken zu vermitteln. Bessere Informationen sollen es diesen ermöglichen, naturbezogene Risiken und Chancen in ihre Entscheidungsprozesse einzubeziehen. So hat die TNFD am 18. September 2023 15 ihre finalen Empfehlungen zur naturbezogenen Finanzberichterstattung veröffentlicht. Zudem hat die TNFD eine Reihe von Handreichungen vorgestellt, unter anderem eine 16 Handreichung für Finanzinstitute. • Science Based Targets Network (SBTN): Um Unternehmen dabei zu helfen, einen Fahrplan für integrierte Maßnahmen im Bereich Natur und Klima zu erstellen, ergänzt SBTN die wissenschaftsbasierten Klimaziele (Science Based Targets Initiative) und baut auf diesen auf, wobei die Schwerpunkte auf Süßwasser, Land, biologische Vielfalt und Ozean liegen. • Finance for Biodiversity Pledge: Der Pledge wurde von einer Gruppe von 26 Finanzinstituten initiiert, die sich verpflichten, die biologische Vielfalt durch ihre Finanzaktivitäten und Investitionen zu schützen und wiederherzustellen. • Partnership for Biodiversity Accounting Financials (PBAF): Der PBAF-Standard ermöglicht es Finanzinstituten, die Auswirkungen und Abhängigkeiten von Darlehen und Investitionen auf die biologische Vielfalt zu bewerten und offenzulegen. • UNEP Finance Initiative/Principles for Responsible Investment (PRI): Die sechs Grundsätze für verantwortungsbewusstes Investment bieten eine Reihe möglicher Maßnahmen zur Einbeziehung von ESG-Aspekten in die Anlagepraxis. Biodiversität ist eines von vielen vorrangigen ESG-Themen, die im Fokus stehen. Die UNEP FI plant zudem eine 15 16 TNFD (2023). “Recommendations of the Taskforce on Nature-related Financial Disclosures”. TNFD (2023). “Additional guidance for financial institutions”. Koalition führender Banken zu gründen, um gemeinsam wissenschaftlich fundierte und solide Leitlinien für die Festlegung von Biodiversitätszielen zu entwickeln. • EU Business@Biodiversity (B@B) Platform: Die Plattform wurde von der Europäischen Kommission eingerichtet, um mit der Wirtschaft zusammenzuarbeiten und dabei zu helfen, den Wert der biologischen Vielfalt zu messen und in die unternehmerische Entscheidungsfindung zu integrieren. • Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES): Die Plattform ist eine zwischenstaatliche Organisation, die eingerichtet wurde, um die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik in Fragen der biologischen Vielfalt und der Ökosystemleistungen zu verbessern. Sie soll eine ähnliche Rolle wie der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) spielen. • Unternehmen Biologische Vielfalt (UBi): Die 2013 seitens BMU, BfN und BMWi gemeinsam mit Wirtschaftsverbänden sowie Naturschutzorganisationen initiierte Aktions- und Dialogplattform "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020 - UBi 2020" wurde gegründet, um die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) zu unterstützen. Dialog und Vernetzung zwischen Wirtschaft, NGOs und Politik sind Schwerpunkte des Projektes. • Network for Greening the Financial System (NGFS): Auch das NGFS beschäftigt sich verstärkt mit dem Thema Biodiversität. So hat das Netzwerk von Zentralbanken und 17 Finanzmarktaufsichtsbehörden am 7. September 2023 einen Report veröffentlich, der den Behörden dabei helfen soll, die relevanten Elemente naturbedingter Finanzrisiken zu berücksichtigen und diesbezügliche Richtlinien und Maßnahmen zu entwickeln. Das Dokument bietet nützliche Anhaltspunkte wie Aufseher die Risiken für das Finanzsystem aktuell einschätzen. • Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD): Die OECD hat am 28. September 2023 ein Rahmenwerk zur Bewertung von naturbezogenen 18 Finanzrisiken für Aufsichtsbehörden und Zentralbanken veröffentlicht. In diesem Papier Aufsichtsrahmen und Zentralbanken der vorgestellt, methodischer ein wird Finanzaufsichtsbehörden dabei helfen soll, biodiversitätsbezogene finanzielle Risiken, Auswirkungen und Abhängigkeiten im Finanzsektor zu bewerten, einschließlich der Übertragungskanäle für physische Risiken und Übergangsrisiken. Tools Die bisher entwickelten Tools zu Biodiversität lassen sich in unterschiedliche Zielkategorien einteilen. Der Fokus liegt dabei entweder auf dem Risiko, Impact, oder liefert umweltbezogene Informationen im Allgemeinen. 17 18 NGFS (2023). “Nature-related Financial Risks: a Conceptual Framework to guide Action by Central Banks and Supervisors”. OECD (2023). “A supervisory framework for assessing nature-related financial risks”. Risikofokussierte Tools • Exploring Natural Capital Opportunities, Risks and Exposure (ENCORE): ENCORE kann Finanzinstituten dabei helfen, die eigenen biodiversitätsbezogenen Risiken zu ermitteln. Das Tool liefert jedoch nicht nur Erkenntnisse zu Abhängigkeiten von der Biodiversität, sondern teilweise auch zu Auswirkungen von finanzierten wirtschaftlichen Aktivitäten auf die Biodiversität. Die EZB empfiehlt die Nutzung im Rahmen der thematischen Überprüfung zu Klima- und Umweltrisiken. • Integrated Valuation of Ecosystem Services and Tradeoffs (InVEST): InVEST bietet eine Reihe von kostenlosen, open-source Modellen, mit denen sich der Wert des Naturkapitals quantifizieren lässt. Nach eigenen Angaben ermöglicht InVEST es Entscheidungsträgern auch, Trade-Offs zu bewerten und Naturschutz sowie menschliche Entwicklung zu integrieren. • SPOTT: SPOTT ist eine kostenlose Online-Plattform, mit dem Ziel den Finanzsektor und Stakeholder in der Lieferkette beim Management von Umwelt-, Sozial- und Governance- Risiken (ESG) zu unterstützen. SPOTT veröffentlicht dazu Transparenzbewertungen für Rohstoffproduzenten und -händler, durch welche die Plattform Anreize für die Umsetzung guter Unternehmenspraktiken schaffen möchte. • WWF Biodiversity Risk Filter: Der Risk Filter ist ein Screening-Tool auf Unternehmens- und Portfolioebene, welches Unternehmen und Investoren dabei helfen soll, Prioritäten zu setzen, um Biodiversitätsrisiken anzugehen und um die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen zu erhöhen. • Integrated Biodiversity Assessment Tool (IBAT): IBAT bietet einen schnellen, einfachen und integrierten Zugang zu drei der weltweit wichtigsten Datensätze zur biologischen Vielfalt (die Rote Liste der bedrohten Arten der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur (IUCN), die Weltdatenbank der Schlüsselgebiete der biologischen Vielfalt und die Weltdatenbank über geschützte Gebiete. • EXIOBASE: Das Ziel von EXIOBASE ist es, ein Tool für globale Umweltanalysen bereitzustellen, insbesondere für die EU-Länder und ihre wichtigsten Handelspartner. Sie basiert auf einer Angebots- und Verwendungstabelle sowie einer Input-Output-Tabelle. Impactfokussierte Tools • Trase: Die Initiative zielt darauf ab, mehr Transparenz in internationalen Agrarlieferketten zu schaffen. Die frei zugänglichen Online-Tools von Trase ermöglichen es Unternehmen, Finanzinstituten, Regierungen und NGOs, praktische Schritte gegen die Entwaldung zu unternehmen. • Biodiversity Footprint Financial Institutions (BFFI): Das BFFI ist ein Instrument, das entwickelt wurde, um die Auswirkungen von Finanzinstitutionen auf die biologische Vielfalt zu messen. Im BFFI wird der Artenreichtum als Indikator für die Artenvielfalt verwendet und der Schaden an der Vielfalt kann als der Anteil der Arten beschrieben werden, der im Vergleich zu einem natürlichen oder ungestörten Gebiet verloren gegangen ist. Corporate Biodiversity Footprint (CBF): Der CBF ist ein Instrument zur Messung des Biodiversitäts-Fußabdrucks. Der CBF wurde entwickelt, um die jährlichen Auswirkungen der Aktivitäten von Unternehmen, Finanzinstituten, Immobilien und öffentlichen Institutionen auf die globale und lokale biologische Vielfalt zu bewerten. Diese Bewertung basiert auf den Auswirkungen, die durch die von den Unternehmen gekauften oder verkauften Produkte in ihrer gesamten Wertschöpfungskette entstehen. Global Biodiversity Score (GBS): Der GBS ist ein Instrument zur Bewertung des Biodiversitäts-Fußabdrucks von Unternehmen. Der Score ermittelt die mittlere Artenvielfalt (Mean Species Abundance) pro km 2 , welche die Unversehrtheit von Ökosystemen in Prozent angibt. Stakeholder können daraus Key Performance Indicators (KPIs) ableiten. Umweltdatenbezogene Tools Integrated Biodiversity Assessment Tool (IBAT): IBAT ist ein „One-Stop-Shop“ für maßgebliche Informationen über die weltweite biologische Vielfalt. Das Ziel von IBAT ist es, Entscheidungsträgern den Zugang zu integrierten kritischen Informationen zu ermöglichen, um Risikobewertungsprozesse, nationale oder regionale Entwicklungsstrategien und die praktische Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen zu unterstützen. Ocean Data Viewer: Der „Ocean Data Viewer“ stellt Daten bereit, die für die Erhaltung der marinen und küstennahen Biodiversität von Bedeutung sind. Das Instrument bietet einfachen Zugang zu einer Reihe von Datensätzen, die heruntergeladen oder online eingesehen werden können. ###### 8. Politische Botschaften Neben zentralen der eine Biodiversität der Schutz der ist Klimawandel dem Herausforderungen unserer Zeit. Das globale Biodiversitätsabkommen (GBF) ist somit ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um auf internationaler Ebene Commitment zu forcieren. Jetzt gilt es, in der praktischen Umsetzung auf nationaler und europäischer Ebene effektive, handhabbare und konsistente Maßnahmen zu treffen. Wie auch für „Net Zero“ sind für das Gelingen 19 von „Nature Positive“ die richtigen Rahmenbedingungen unabdingbar, für welche die Politik sorgen muss. Hierbei gilt zu beachten, dass Regulierung direkt beim Verursacher ansetzen sollte („polluter pays principle“). Nur durch direkte Regulierungsmaßnahmen kann sichergestellt werden, dass die Ursachen des Problems effektiv behoben werden. Die Maßnahmen sollten dabei stets wissenschaftlich fundiert sein. 19 „Nature Positive“ ist der Begriff, der eine Welt beschreibt, in der die Natur – Arten und Ökosysteme – wiederhergestellt wird und sich regeneriert, anstatt abzunehmen. Biodiversität ist auch für den Finanzsektor ein wichtiges Thema. Wie auch bei der Bekämpfung des Klimawandels müssen und wollen Banken ein Teil der Lösung sein, um zum Erhalt der Biodiversität beizutragen. So kommt dem Finanzsektor und insbesondere den Banken bei der Mobilisierung der 200 Mrd. USD pro Jahr, die im Biodiversitätsabkommen für die Finanzierung der biologischen Vielfalt vorgesehen sind, eine wesentliche Rolle zu. Darüber hinaus können Banken als verstärkende Kraft, sowie als Sparringspartner Unternehmen bei der Transformation unterstützen. Dem Risikomanagement – dem Kern des Bankgeschäfts – kommt dabei eine wesentliche Rolle zu: Banken sind stark daran interessiert, dass die Kunden auch in 5, 10 oder 20 Jahren noch tragfähige Geschäftsmodelle haben. Auch gilt es, eigene Risiken zu messen und zu managen. Datenbasierte Materialitätsanalysen sowie eine umfangreiche Risikoanalyse sind hierbei essenziell. Um ihrer Rolle gerecht zu werden, sind Banken dabei auf die Daten ihrer Kunden angewiesen. Es gilt daher für die Überwachung, Bewertung und Offenlegung der Auswirkungen und Abhängigkeiten von Unternehmen auf die biologische Vielfalt ein effektives und praktikables Regelwerk zu schaffen, ohne Unternehmen dabei über Gebühr zu belasten. Die Herausforderungen sind hierbei groß, wie auch schon im Bereich Klima deutlich geworden ist. Wichtig ist nun eine Fokussierung auf Berichtspflichten mit Mehrwert sowie internationale Kompatibilität zu gewährleisten. Der Gesetzgeber sollte zudem Implementierungshilfen für Banken und Unternehmen veröffentlichen. Herausgeber: Bundesverband deutscher Banken e. V. Inhaltlich verantwortlich: Frederik Lange, Associate Sustainable Finance Torsten Jäger, Leiter Sustainable Finance Berlin, Oktober 2023
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17. Oktober 2022 # Positionspapier ## des Bankenverbandes zur Kapitalmarktunion 2022 Lobbyregister-Nr. R001458 EU-Transparenzregister-Nr. 0764199368-97 Einleitung Um ihre globale Wettbewerbsfähigkeit, finanzwirtschaftliche Stabilität und nicht zuletzt ihre wirtschaftliche Souveränität zu sichern, benötigt die Europäische Union dringend einen tiefen und weniger fragmentierten Kapitalmarkt. Dies wird mit jeder politischen Krise und Herausforderung, die meist auch mit einem wachsenden Kapitalbedarf einhergehen, deutlicher – ob Brexit, Klima- wandel, Pandemie, Krieg oder Energiepolitik. Denn klar ist: Investitionen zur Transformation der Wirtschaft lassen sich nicht allein mit Bankkrediten und öffentlichen Mitteln finanzieren, es müssen zugleich enorme Summen über den Kapitalmarkt mobilisiert werden. Voraussetzung hierfür sind ein effizienter EU-Kapitalmarkt und harmonisierte Rahmenbedingungen, mit anderen Worten: eine europäische Kapitalmarktunion. Um diese zu verwirklichen, muss der EU ein bedeu- tender Integrationssprung gelingen. Und wenn nicht jetzt, wann dann? Die privaten Banken weisen auf die Dringlichkeit hin, die Kapitalmarktunion mit höchster Priorität weiterzuverfolgen, und fordern die Politik auf, in den nächsten Monaten zentrale Maßnahmen entlang sinnvoller Leitlinien auf den Weg zu bringen. ### 1. Dringlichkeit  Nie war die Kapitalmarktunion so dringend wie jetzt: Die Ereignisse der letzten Jahre verweisen auf eine globale Dynamik, der die EU nur mit einem Tandem aus starkem Banken- und ebenso starkem Kapitalmarkt gewachsen sein wird.  Zwar funktioniert die Finanzierung sowohl über Bankkredite als auch über Kapitalmärkte EU- weit insgesamt ordentlich und je nach Mitgliedsland, beispielsweise in Deutschland, auch sehr gut. Das vorhandene Potenzial sowohl der Kapitalgeber als auch der Kapitalnehmer wird jedoch nicht ausgeschöpft. Dies aber ist unverzichtbar, um die heutigen und zukünftigen Herausforderungen zu finanzieren und zugleich die Bürger am Wachstum teilhaben zu lassen.  Die Transformation der Wirtschaft verlangt gewaltige Investitionen. Das betrifft Innova- tionen vor allem in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Hinzu kommt die Umstellung auf eine veränderte weltpolitische Lage und das Erfordernis von Unternehmen, die Resilienz des eigenen Geschäftsmodells durch eine stärkere Diversifizierung der Liefer- ketten (v. a. bei Energie und Rohstoffen) und der Absatzmärkte zu erhöhen.  Bei dieser Diversifizierung ebenso wie bei der Modernisierung von Technik und Geschäftsmo- dellen befindet sich die EU im Wettbewerb mit den anderen Regionen der Welt und kann sich keine Verzögerung leisten. Wenn über 90 Prozent des globalen Wirtschaftswachstums heute außerhalb der EU erzeugt werden (und auch in den USA liegt die Wachstumsdynamik höher als in der EU) und dies entsprechend Investoren anzieht, muss die Wettbewerbs- fähigkeit unserer Wirtschaft – und unserer Finanzmärkte – höchste Priorität haben.  Die besonderen Finanzierungsherausforderungen der Transformation sind bekannt: Veränderung und Innovation gehen teilweise einher mit längeren Darlehenslaufzeiten bei gegebenenfalls späterem Return, gegebenenfalls höheren Risiken, anderer Besicherung und insgesamt großen Volumina. Ohne die Ausschöpfung des privaten Kapitals sowohl von europäischen und globalen Investoren als auch von Privatanlegern aus der EU sind die in den kommenden zehn Jahren benötigten Investitionen nicht finanzierbar. Es bedarf eines Dreik- langs aus Bankkredit, öffentlichen Mitteln – und Kapitalmarkt. 2. Leitlinien  Die grenzüberschreitende Integration ist zwingende Voraussetzung für die Kapitalmarktunion. Doch die national gewachsenen Rechtsräume stehen einer vollständigen und schnellen Harmonisierung weiter entgegen. Durch die zielgerichtete Harmonisierung wichtiger Aspekte in bestimmen Rechtsbereichen (etwa im Steuer-, Insolvenz- oder Aufsichtsrecht) kann die EU einen entscheidenden Beitrag zur Überwindung der Fragmentierung leisten.  Die gesetzlichen Vorgaben müssen die Interessen der Emittenten einerseits, die der Anleger/Investoren andererseits ausgewogen berücksichtigen. Nur so können die Stabilität und die Effizienz der Kapitalmärkte sichergestellt werden.  Die Anleger müssen über die nötigen Informationen verfügen, um eigenverantwortlich und frei entscheiden zu können. Zugleich müssen alle Emittenten vergleichbaren Vorgaben unterliegen, um die Integrität des Kapitalmarkts zu sichern.  Auf der Grundlage effizienter, europaweit verlässlicher Rechtsgrundlagen können die Marktteilnehmer diejenigen Lösungen und Produkte entwickeln, die dem Bedarf der Wirtschaft entsprechen und die sich als wettbewerbsfähig erweisen.  Anleger und Emittenten sind in der Regel Kunden von Banken. Die Banken führen die kapitalsuchenden Emittenten und die kapitalgebenden Anleger angemessen zusammen, sie sind Mittler und zentrale Servicedienstleister am Kapitalmarkt.  Die Kapitalmarktunion braucht daher starke Emittenten, starke Investoren und starke Banken. #### 3. Zentrale Maßnahmen  Fortschritte sind nur möglich mit der Unterstützung der Mitgliedstaaten sowie der entsprechenden Nachfrage von Emittenten und Investoren. In diesem Kontext bleibt es Aufgabe der Politik, wichtige Impulse zu setzen und zentrale Maßnahmen voranzutreiben.  Aus Sicht der privaten Banken müssen folgende Vorhaben in den nächsten Monaten mit Ehrgeiz vorangetrieben werden: 3.1. Verbriefungen  Verbriefungen sind das zentrale Instrument, um eine Brücke zwischen der kreditgetriebenen Finanzierung vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen und dem Kapitalmarkt zu schlagen. Damit der europäische Verbriefungsmarkt wieder Fahrt aufnimmt, bedarf es einer zeitnahen Überarbeitung des Verbriefungsrahmenwerkes:  Rekalibrierung zu konservativer Risikogewichte und Floors, insbesondere für risikoarme Seniortranchen.  Beschleunigung und Vereinfachung des Prozesses der Anerkennung des signifikanten Risikotransfers durch Aufseher, der zwingende Voraussetzung für eine Verbriefung ist.  Einstufung bestimmter Verbriefungen in eine höhere Liquiditätsklasse (HQLA) im Rahmen der Liquidity Coverage Ratio.  Entschlackung der Berichtspflichten, sodass keine überflüssigen Berichte erstellt werden müssen.  Darüber hinaus muss unbedingt vermieden werden, dass europäische Verbriefungen als Assetklasse – trotz guter Performance während und nach der Finanzkrise – weiter benach- teiligt werden. Diese Gefahr besteht massiv durch die Auswirkungen des im „Bankenpaket 2021“ angedachten Outputfloors, der die Risikogewichte bestimmter risikoarmer Verbrie- fungen weiter unverhältnismäßig erhöhen würde. Hier bedarf es der Halbierung des sogenannten p-Faktors. Der p-Faktor führt zu einem pauschalen Risikoaufschlag bei Verbriefungen und sollte ursprünglich Risiken abdecken, die mittlerweile bereits durch Maßnahmen des letzten Verbriefungsreviews (z.B. Selbstbehalt) reduziert wurden. Der Faktor wurde jedoch nicht angepasst. Eine Halbierung des p-Faktors wäre eine gute Möglichkeit, um den aus unserer Sicht nicht durchdachten Effekt des Outputfloors auf Verbriefungen zu abzu- mildern. 3.2. CCP-Clearing  Die privaten Banken unterstützen das Ziel der Europäischen Kommission, den EU- Clearingmarkt zu stärken und damit seine Abhängigkeit unter anderem von UK-CCPs zu reduzieren.  Entscheidend ist aber, dass dies nicht durch eine zwangsweise Verlagerung von CCPs zurück in die EU geschieht, etwa durch erhöhte Kapitalanforderungen oder Quotenvorgaben. Solche Maßnahmen schaden lediglich den Instituten aus der EU und schneiden deren Zugang zu internationalen Märkten ab.  Der EU-Markt – die Kapitalmarktunion – bleibt auf den Zugang zu internationalen Märkten, einschließlich der internationalen Clearingmärkte, angewiesen. Maßnahmen müssen daher die Wettbewerbsfähigkeit des EU-Clearingmarktes nachhaltig stärken und diesen – umgekehrt – für internationale Marktteilnehmer attraktiv machen. Die Effizienz des Clearings sowie die Vereinheitlichung der rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedin- gungen für das EU-Clearing müssen weiter vorangetrieben werden.  Viele der aktuell von der Kommission untersuchten Maßnahmen gehen noch in die falsche Richtung (v. a. EMIR-Clearingpflicht, erhöhte Kapitalanforderungen für systemisch relevante Drittstaaten-CCPs, Zielvorgaben für die Positionsreduzierung). Einige der erwogenen Maß- nahmen sind dagegen sinnvoll im Sinne einer Stärkung des EU-Marktes (Erweiterung des Kreises der clearenden Marktteilnehmer um Pensionsfonds, öffentliche Hand, Unternehmen; stärkere ESMA-Rolle bei der Aufsicht über CCPs; gegebenenfalls auch die Unterhaltung „aktiver Konten“ – sofern dadurch schädliche Zwangsmaßnahmen vermieden werden). 3.3. Modernisierung der EU-Kapitalmarkt-Regelungen (MiFIR, CSDR)  Die Kapitalmarktunion steht im globalen Wettbewerb: Zum einen muss der EU-Kapitalmarkt attraktiv sein für außereuropäische Investoren, zum anderen muss der Zugang von EU- Akteuren zu globalen Märkten – inkl. U.K. – wettbewerbsfähig bleiben.  Die Konkurrenzfähigkeit der EU-Märkte hängt von den regulatorischen Rahmenbedin- gungen ab – auch im Vergleich zu internationalen Märkten. Die Regulierung muss die nötigen Leitplanken setzen, darf aber das Geschäft nicht mit unnötiger Bürokratie behindern. Bestehende Regelungen müssen simplifiziert und an den Marktbedürfnissen ausgerichtet werden. Heute weisen viele Regelungen und Meldevorgaben einen zu hohen Komplexitäts- grad und auch Redundanzen auf, was eher zu einem Austrocknen der Märkte oder zur Verlagerung der Geschäfte nach außerhalb der EU oder aber zu unregulierten Bereichen der Finanzmärkte bzw. zu neuen Marktteilnehmern führt.  Die EU darf ihren Kapitalmarkt nicht abschotten. Sie muss daher auch die Kapitalmarkt- regulierung in Drittstaaten, zum Beispiel in U.K., und das Äquivalenzsystem berücksichtigen. Ziel muss eine größtmögliche Kompatibilität mit anderen globalen Rahmenbedingungen sein.  In diesem Sinne muss die Überarbeitung der Verordnungen MiFIR und CSDR genutzt werden:  Die EU-Gesetzgeber müssen bei der Überarbeitung der Vorschriften zur Nachhandels- transparenz im bilateralen Anleihehandel dafür Sorge tragen, dass die Liquidität im Sekundärmarkt erhalten bleibt – und nicht durch die jetzt angestrebte drastische Kürzung der Verzögerungsmöglichkeiten Schaden nimmt. Der bereits von der ICMA erarbeitete „Proposal for a new post-trade transparency regime for the EU corporate bond market“ sollte daher unbedingt umgesetzt werden, denn er berücksichtigt die Bedürfnisse beider Seiten – Käufer und Verkäufer – und ist praxistauglich. Auf dieser Basis kann auch das geplante Consolidated Tape sinnvoll mit Daten gespeist werden. Andernfalls befürchten wir negative Auswirkungen nicht nur auf den Sekundärmarkt, sondern auch auf den Primär- markt und Ausweichreaktionen auf Märkte außerhalb der EU.  Im Sinne des Kleinanlegers/Verbrauchers gilt in der EU – zu Recht – eine grundsätzliche Pflicht für Banken zur bestmöglichen Ausführung von Kundenaufträgen (Best Execution). Bei der Überarbeitung der entsprechenden Reportingpflichten (Best Execution Repor- ting) sollte die EU-Kommission nun solche Vorgaben konsequent streichen, die auf der einen Seite Aufwand verursachen, auf der anderen Seite aber – insbesondere für den Kleinanleger – keinen Mehrwert schaffen.  Die EU-Verordnung über Wertpapierzentralverwahrer (CSDR) reguliert die Handelsab- wicklung durch Zentralverwahrer. Ziel ist unter anderem ein pünktliches und damit effi- zientes Settlement von Wertpapiertransaktionen. Als Maßnahme zur Disziplin wurden unter anderem Zwangseindeckungen („Mandatory Buy-Ins“) verankert. Da Eindeckungen ein Käuferschutzinstrument sind und damit auf die Ebene des Handelsgeschäfts gehören, verursacht die Maßnahme, wenn sie als Zwang bei der Abwicklung ausgestaltet ist, eine Vielzahl von Problemen. Sie ist auch außerhalb der EU nicht gebräuchlich. Käufer von Wertpapieren pauschal zu zwingen, vom Recht auf anderweitige Beschaffung Gebrauch zu machen, ist weder verhältnismäßig noch berücksichtigt es die Interessen des geschädigten Käufers ausreichend. Eine – systemwidrige – Verankerung auf Ebene der Handelsab- wicklung würde zudem negative Auswirkungen auf Marktaktivitäten und Marktliquidität verursachen. Die privaten Banken sprechen sich daher dafür aus, bei Überlegungen zur Verbesserung der Settlement-Effizienz auf Mandatory Buy-Ins zu verzichten. 3.4. Insolvenzrecht  Eine vollständige Harmonisierung des Unternehmensinsolvenzrechts innerhalb der Euro- päischen Union wäre ein extrem aufwendiges und langwieriges Projekt: Das bestehende nationale Insolvenzrecht einschließlich seiner Institutionen wie Insolvenzgerichte, Insolvenz- verwalter etc. ist in den einzelnen Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich ausgestaltet, das gilt auch für die angrenzenden Rechtsgebiete, insbesondere für das Gesellschaftsrecht, das Arbeitsrecht und das Steuerrecht.  Sinnvoller und auch schneller darstellbar wären gezielte Harmonisierungsmaßnahmen zu einzelnen kapitalmarktregulatorischen Aspekten, insbesondere die insolvenzrechtliche Behandlung bestehenden EU-Rechts in Bezug auf Intermediäre; dieses sollte harmonisiert angewendet werden. Auch sollte Netting europaweit anerkannt werden.  Wenn eine weitergehende Harmonisierung des Unternehmensinsolvenzrechts innerhalb der Europäischen Union angestrebt wird, dann ist es wichtig, dass dabei zentrale Eckdaten für ein „gutes Unternehmensinsolvenzrecht“ eingehalten werden. Denn ein schlecht harmo- nisiertes Insolvenzrecht kann deutlich mehr Schaden anrichten als Nutzen stiften, auch im Hinblick auf die europäische Kapitalmarktunion. Ein gutes Insolvenzrecht zeichnet sich dadurch aus, dass es insbesondere die folgenden Elemente angemessen berücksichtigt: Funktion des Insolvenzverfahrens, Insolvenzgrund, Pflicht zur Insolvenzantragsstellung, Begleitung des Insolvenzverfahrens durch Gericht und Insolvenzverwalter, Vermeidung von Massenarmut, Wahrung des Rangverhältnisses der Gläubiger/besondere Stellung der gesicherten Gläubiger, Mitbestimmung der Gläubiger, Fortführung des Unternehmens nach Insolvenz, enge Verwebung des Insolvenzrechts mit angrenzenden Rechtsgebieten sowie schließlich Behandlung marktseitiger Insolvenzthemen, also klare gesetzliche insolvenz- rechtliche Schutzregelungen für Nettingvereinbarungen bzw. für Termingeschäfte. 3.5. EU Green Bonds  Wir unterstützen das Ziel der EU-Kommission, mit dem „EU Green Bond Standard“ das erste rechtliche Rahmenwerk für grüne Anleihen zu schaffen. Die Verknüpfung mit der EU-Taxo- nomie schafft verbindliche Leitplanken für die Begebung von Green Bonds, erhöht das Ver- trauen in grüne Anleihen und reduziert die Suchkosten für Investoren.  Entscheidend ist allerdings, dass der „EU Green Bond Standard“ ein freiwilliger Standard wird, der neben andere international anerkannte Standards (bspw. ICMA GBP) tritt. Emit- tenten benötigen weiterhin den Zugang zu anderen anerkannten Green-Bond-Standards, um Aktivitäten finanzieren zu können, die nach den derzeit bestehenden und in der Entwicklung befindlichen Kriterien der Taxonomie nicht als grün gelten, die aber der Transformation dienen und von den Investoren als nachhaltig angesehen werden.  Anderenfalls würde auch hier die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit europäischer Emit- tenten erheblich beeinträchtigt.
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Positionen & Stellungnahmen
# Positionen & Stellungnahmen Der Bankenverband veröffentlicht regelmäßig Positionspapiere, die die Haltung der privaten Banken zu unterschiedlichsten Themen zusammenfassen. Außerdem beteiligen wir uns durch Stellungnahmen an Gesetzgebungsprozessen. Hier finden Sie alle aktuellen Beiträge aus allen Fachbereichen auf einen Blick.
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Cybersicherheit
# 3 Fragen, 3 Antworten: Cybersicherheit Wasserzeichen background hero 26.10.2023 Artikel André Nash leitet die Themengruppe Banktechnologie und Sicherheit beim Bankenverband. Anlässlich des europäischen Aktionsmonat für Cybersicherheit (European Cyber Security Month, ECSM) haben wir ihn gefragt, wie man sich am besten vor Cyberangriffen schützen kann. 1. Wo liegt die größte Bedrohung... # Corona-Masche: Betrüger wollen Sie per Telefon um Ihr Geld bringen background hero 14.04.2020 Artikel # Cybersicherheit ist Daueraufgabe – nicht nur für Banken background hero 30.09.2019 Artikel
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Sicher im Netz: Vorsicht bei Pop-up-Fenstern
Wer im World Wide Web unterwegs ist, setzt sich stets auch der Gefahr aus, einer der vielfältigen Betrugsmaschen von Internet-Kriminellen auf den Leim zu gehen. Am besten schützen Sie sich, wenn Sie sich der Gefahr bewusst sind, die unterschiedlichen Vorgehensweisen der Betrüger kennen und entsprechend vorsichtig handeln. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich die Masche, über ein Pop-up-Fenster den Kontakt zum potenziellen Opfer zu suchen. Psychologisch ist das nicht ungeschickt. Denn statt Sie mit einem Anruf oder einer Mail direkt und persönlich zu kontaktieren, zielt diese Methode darauf ab, dass Sie selbst aktiv werden sollen. Das vermittelt Ihnen ein Gefühl der Kontrolle und lässt Sie möglicherweise dadurch unvorsichtiger werden. Pop ups sind eigentlich nichts Ungewöhnliches. Sie haben sicher schon oft bemerkt, dass sich meist am unteren Rand Ihres Bildschirms ein kleines Fenster öffnet, das eine Nachricht enthält. Das kann beispielsweise die Aufforderung sein, an einer Umfrage teilzunehmen, Cookies anzunehmen bzw. abzulehnen oder Ähnliches. # Über Warnungen im Pop-up-Fenster zum Kontakt Wenn Sie auf diese Weise aber einen alarmierenden Hinweis erhalten, wonach beispielsweise etwas mit Ihrem Computer nicht in Ordnung sei, die Software mit einem Virus befallen sei oder gar ein Countdown mit der Ankündigung startet, das System würde in Kürze abgeschaltet, samt eingeblendeter Telefonnummer, unter der Sie den „erforderlichen“ Support erhalten, dann sollten Sie in jedem Fall misstrauisch werden. Natürlich setzt diese Masche darauf, dass Sie sich Sorgen wegen des vermeintlich bevorstehenden Systemabsturzes machen. Und ein Countdown setzt Sie zusätzlich enorm unter Zeitdruck. Doch rufen Sie die angegebene Telefonnummer an, haben die Betrüger ihr erstes Ziel bereits erreicht. Denn der „verständnisvolle“ Kriminelle am anderen Ende der Leitung bietet nunmehr seine Hilfe an. Er könne den vermeintlichen Fehler auf Ihrem Computer, Tablet oder Smartphone beheben, müsse dafür aber auf Ihr Gerät zugreifen. Er fordert Sie auf, seinen Zugriff über eine Fernwartungssoftware zuzulassen. Da Sie selbst die Initiative ergriffen und den Anruf initiiert haben, erscheint Ihnen das möglicherweise als der logische nächste Schritt. # Das Ziel: die Freigabe einer Zahlung Ziel der Betrüger ist jedoch regelmäßig, Sie zu einer Zahlung zu bewegen. Entweder indem sie Ihnen ihre „freundliche Unterstützungsleistung“ in Rechnung stellen oder an PIN und TAN herankommen, um unautorisierte Zahlungen auszulösen. Das Geld ist in diesen Fällen unwiderruflich weg. Solchen kriminellen Machenschaften im Netz zu begegnen, können Sie nicht wirklich verhindern. Aber mit einigen Verhaltensregeln und technischen Vorkehrungen lässt sich zumindest das Risiko minimieren, Opfer einer solchen Masche zu werden: ## 1. Installieren Sie einen Pop-up-Blocker! Mit einem Pop-up-Blocker können Sie verhindern, dass Pop-up-Fenster am Bildschirm angezeigt werden. Nur wenn Sie Ihre ausdrückliche Zustimmung geben, werden sie überhaupt angezeigt. ## 2. Recherchieren Sie unabhängig! Vertrauen Sie einer übermittelten Telefonnummer nicht blind, selbst wenn Sie vermeintlich von einem seriösen Unternehmen stammt. Recherchieren Sie beispielsweise auf der echten Unternehmenswebseite, ob die angegebene Telefonnummer tatsächlich stimmt. ## 3. Vorsicht, wenn Fremde auf Ihr Gerät zugreifen wollen! Wenn eine Ihnen fremde Person auf Ihr Gerät zugreifen will, sollten bei Ihnen alle Warnlampen angehen. Denn vordergründig kann es zwar um Hilfe gehen, es könnte tatsächlich aber auch die „feindliche Übernahme“ Ihres Rechners drohen. Natürlich ist nicht jeder Zugriff per Fernwartungssoftware per se unseriös. Aber es schadet nicht, wenn Sie erst einmal auflegen, sich mit Freunden oder Angehörigen austauschen und die Informationen in Ruhe prüfen. ## 4. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen! Egal, welche Szenarien der Anrufer auftischt: Bleiben Sie besonnen! Lassen Sie sich durch keinen Countdown oder sonstige Ankündigung unter Druck setzen. Auch eine sehr freundliche und vertrauensvolle Atmosphäre sollte Sie nicht verleiten, unvorsichtig zu werden. Beenden Sie auch hier im Zweifel einfach das Gespräch. ## 5. Persönliche Daten sind nichts für Dritte! Rufen Sie sich immer wieder in Erinnerung: Ihre persönlichen Daten, vor allem auch Ihre PINs und TANs, gehören nicht in die Hände anderer. Überlegen Sie stets, ob diese Informationen für den beabsichtigten Vorgang überhaupt benötigt werden.
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Konjunkturausblick der privaten Banken: Deutschland am Rande der Rezession – wie geht's jetzt weiter?
# Konjunkturausblick der privaten Banken: Deutschland am Rande der Rezession – wie geht's jetzt weiter? Wasserzeichen bankenPACKED LUNCH Konjunkturprognose Konjunktur Burgstraße 28, 10178, Berlin background hero - Start: 23.09.2019 | 8:00 Uhr - Ende: 23.09.2019 | 8:45 Uhr # Programm Wie geht es weiter mit der Wirtschaft in Deutschland, in Europa und in der Welt? Droht zusätzlich zu den Handelskonflikten nun auch ein offener Abwertungswettlauf? Was sollte die EZB mit ihrer Geldpolitik tun, und wie kann die Politik in Deutschland für mehr Investitionen und Wachstum sorgen? Zu diesen und ähnlichen Fragen erstellt der Bankenverband zweimal jährlich einen Ausblick – gemeinsam mit den Chefvolkswirten der privaten Banken, die im Ausschuss für Wirtschafts- und Währungspolitik vertreten sind. Diese Konjunkturprognose stellen Ihnen der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschafts- und Währungspolitik, Stefan Schneider (Deutsche Bank) und der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, Dr. Christian Ossig, vor. Sie bezogen dabei auch Positionen zu ausgesuchten wirtschaftspolitischen Themen. 12:00 Uhr     Präsentation – Konjunktur und Wirtschaftspolitik 12:30 Uhr     Fragen aus dem Auditorium/Diskussion 12:45 Uhr     Lunchpaket und Ende der Veranstaltung # Konjunkturausblick der privaten Banken: Wirtschaftliche Schwäche im ... background hero 29.03.2023 Veranstaltung
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Finanzpolitische Vorstellungen von CDU/CSU
# Finanzpolitische Vorstellungen von CDU/CSU Wasserzeichen Gesellschaft Zahlungsverkehr Wettbewerb 15.09.2021 Artikel Antje Tillmann background hero Wir erleben bewegte Zeiten. Diese stellen natürlich auch unsere Banken vor große Herausforderungen. Was aber muss getan werden, damit Banken in Deutschland und Europa in Zukunft stabil und wettbewerbsfähig sind? Hier ist auch die Politik gefragt. Für die Union ist klar: Wenn die Zeichen der Zeit jetzt erkannt und die Weichen richtig gestellt werden, dann werden unsere Banken gestärkt in die Zukunft gehen. Wir bleiben bei diesem Weg für sie ein verlässlicher Partner! # Banken stehen vor großen Aufgaben Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre dürfte kaum noch jemand in Frage stellen: Die dynamische Entwicklung der Corona-Pandemie und deren Folgen werden uns mindestens noch bis in das nächste Jahr hinein in einem Krisenmodus halten. Die Auswirkungen des Klimawandels mit einer Häufung und Intensivierung von Naturkatastrophen werden auch in Deutschland und Europa immer stärker spürbar. Humanitäre Not, Zerstörung von Infrastruktur sowie Aufruhr und Migrationsbewegungen als Folge von Dürre und Nahrungsmittelknappheit sind Folgen, auf die wir uns einstellen müssen. Zur Abmilderung des Klimawandels ist ein Transformationsprozess unserer Wirtschaft erforderlich, wie wir ihn seit der Industrialisierung nicht erlebt haben, nur dieses Mal deutlich beschleunigt. Diese Rahmenbedingungen stellen für unsere Banken – wie alle anderen Wirtschafts- und Lebensbereiche – eine große Herausforderung dar. Daneben gibt es aber auch Aufgaben, vor denen speziell der europäische oder auch nur der deutsche Bankensektor steht. Europäische Institute müssen sich im internationalen Vergleich in einem harten Wettbewerb mit Banken aus den USA oder China bewähren. Neue Konkurrenten wie Technologieunternehmen sind auf den Plan getreten und haben sich in klassischen Bankbereichen wie dem Zahlungsverkehr zu starken Konkurrenten entwickelt. In Deutschland befinden sich viele Institute in einem Konsolidierungs- und Umbauprozess. Die Ertragsschwäche deutscher Institute erzeugt einen starken Kostendruck und zwingt zu einer beschleunigten Anpassung der Geschäftsmodelle. Bei der Digitalisierung ist noch deutlich Luft nach oben. Was also ist zu tun? # Die Chancen Europas besser nutzen, nationale Qualitäten bewahren Es ist dringend notwendig, dass wir bei der europäischen Banken- und Kapitalmarktunion vorankommen. Wir müssen schleunigst die Barrieren im Binnenmarkt für Finanzdienstleistungen abbauen, damit europäische Banken im Wettbewerb mit Instituten aus den USA oder China bestehen können. Hier ist der erste Schritt, bei der Risikoreduktion konsequent weiterzumachen und auch mit Blick auf die Corona-Krise klare Zielvorgaben für den Abbau notleidender Kredite zu formulieren. Bei der Durchbrechung des Staaten-Banken-Nexus durch eine Risikobepreisung von Staatsanleihen in den Bankbilanzen müssen wir ebenso Fortschritte erzielen wie bei der Harmonisierung des Insolvenzrechts. Um den schleppenden Verhandlungen auf europäischer Ebene neuen Schwung zu geben, müssen wir noch konsequenter als bisher zwischen grenzüberschreitenden europäischen Banken und rein nationalen oder regionalen Instituten unterscheiden. Wir können die Chancen eines voll-integrierten europäischen Binnenmarkts nur dann wirklich nutzen, wenn wir daneben rein nationale Strukturen bewahren. Nur so gewährleisten wir, dass sich die unterschiedlichen Interessen beider Gruppen nicht gegenseitig blockieren. In Deutschland ist die Bankenlandschaft mit ihren drei Säulen eine Besonderheit. Regionale Privatbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken sichern die Versorgung in der Fläche und waren in der Corona-Pandemie ebenso wichtig wie große Institute, damit finanzielle Hilfen dort ankamen, wo sie benötigt wurden. Aber anders als große europäische Privatbanken haben kleinere, regionale Institute regelmäßig kaum ein Interesse daran, mit ihren Dienstleistungen in das europäische Ausland zu expandieren. Auch konkurrieren sie im Investmentbanking nicht mit internationalen Großbanken. Deshalb müssen wir die Bankenregulierung noch konsequenter nach Proportionalitätsgesichtspunkten ausrichten. Das bedeutet zum Beispiel, dass bei der anstehenden Basel-III-Finalisierung kleinere, regionale Institute vor zusätzlichen regulatorischen Anforderungen so weit wie möglich bewahrt werden sollten. Gleiches gilt für auch, wenn es darum geht, den Green Deal der EU-Kommission in konkrete Regulierungsvorhaben umzusetzen. Natürlich ist es richtig, Klima- und Umweltrisiken besser in den EU-Aufsichtsrahmen zu integrieren. Gleichzeitig ist aber wichtig, dass regionale Privatbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken erhalten bleiben und im ländlichen Raum die Menschen mit Bankdienstleistungen versorgen. Deswegen sind bei allen zukünftigen Regulierungsmaßnahmen die Kriterien der „Small Banking Box“ anzuwenden und Kreditinstitute unterhalb einer Bilanzsumme von 5 Mrd. Euro nicht mit Sonderregulierungen zu belasten. # Innovationskraft und Regulierung ausbalancieren Damit unsere Banken gestärkt aus der Corona-Krise hervortreten und sich in unsicheren Zeiten behaupten können, müssen sie ihre Geschäftsmodelle weiter anpassen. Die Entwicklung innovativer und tragfähiger Geschäftsmodelle ist keine Aufgabe der Politik. Dies ist originäre Aufgabe der Banken selbst. In Zukunft wird es mehr und mehr erforderlich sein, das jeweilige Geschäftsmodell konsequent auf Nachhaltigkeit auszurichten. Schon aus eigenem Interesse müssen Banken z.B. Finanzierungen noch stärker auf ihre Nachhaltigkeit beurteilen und mit einem entsprechenden Risiko gewichten. Bei der Gestaltung von Produkten bieten sich den Banken ebenfalls Möglichkeiten, um am Ende im Nachhaltigkeitswettbewerb die Nase vorn zu haben. Auch im Zahlungsverkehr steckt noch innovatives Potential. Hier sind Technologieunternehmen zu einer starken Konkurrenz der Banken geworden und haben durch ihren von vornherein vollständig digitalen Ansatz die Entwicklungen vorangetrieben. Es ist dringend erforderlich, dass die Kreditwirtschaft die Digitalisierung noch konsequenter und schneller voranbringt, um in Zukunft in vielen klassischen Bankbereichen nicht ins Hintertreffen zu geraten. Für die Union steht fest, dass Innovation nur die eine Seite der Medaille darstellt und die Regulierung diesen Prozess ebenfalls mitgehen muss. Regulierung kann dabei helfen, Entwicklungen zu fördern, weil sie einen klaren Rechtsrahmen vorgibt, in dem sich Wettbewerb bewegen kann. Die Politik muss deshalb darauf achten, dass für unsere Banken in Deutschland und in Europa faire Wettbewerbsbedingungen bestehen. Gleichzeitig muss die Politik aber auch die Risikotragfähigkeit unseres Finanzsystems laufend im Auge behalten und in engem Austausch mit einer starken Aufsicht hierfür sachgerechte Rahmenbedingungen modellieren. Gelingt es uns, die innovative Kraft der Banken durch eine sachgerechte Regulierung zu begleiten, sehe ich den Bankensektor für die künftigen Herausforderungen gut gerüstet.
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Geschäftsbereich Kunden und Märkte
Hier werden die Themengruppen Retail und Verbraucherschutz, Recht und Geldwäscheprävention, Steuern und Beteiligungen, Kapitalmärkte, Unternehmensfinanzierung und Sustainable Finance gebündelt.
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Zinsen
# Warum sind die Zinsen so niedrig? Wasserzeichen background hero 16.01.2018 Artikel Kontroversen über die richtige Höhe des Zinsniveaus bilden den Kern jeder geldpolitischen Debatte. Der „natürliche“ Zins ist kein geeigneter Indikator als geldpolitischer Referenzwert. Die Geldpolitik beeinflusst den Realzins auch langfristig. ...
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Mehr Kapital für mehr Umweltschutz?
# Mehr Kapital für mehr Umweltschutz? Wasserzeichen Taxonomie Klimaschutz Europa 31.05.2023 Artikel Frederik Lange background hero # EU-Taxonomie soll jetzt auch bei vier weiteren Umweltzielen Klarheit schaffen „Gut Ding will Weile haben“… Ob dieses Sprichwort (noch) auf die EU-Taxonomie zutrifft, dürfte zumindest umstritten sein. Gut eineinhalb Jahre später als ursprünglich geplant hat die EU-Kommission am 5. April 2023 ihre Entwürfe zu den technischen Bewertungskriterien für die verbleibenden vier Umweltziele der Taxonomie-Verordnung veröffentlicht. Stakeholder wie zum Beispiel Unternehmen, Finanzinstitute, Verbände, NGOs, öffentliche Einrichtungen sowie Privatpersonen konnten in einer vierwöchigen Konsultation die Vorschläge kommentieren. Der Bankenverband hat sich an der Konsultation über die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) und den Europäischen Bankenverband (EBF) beteiligt. # Um was geht es bei den Entwürfen der EU-Kommission? ## Neue technische Bewertungskriterien zur Klassifizierung von Wirtschaftsaktivitäten Die EU-Taxonomie ist ein Klassifizierungssystem, das definiert, welche Wirtschaftstätigkeiten ökologisch nachhaltig sind. Sie soll nachhaltige Investitionen unterstützen, indem sie gemeinsame Kriterien für Investoren, Unternehmen und politische Entscheidungsträger bereitstellt. Seit Juli 2021 gibt es diese für die zwei Klimaziele „Klimaschutz“ und „Anpassung an den Klimawandel“. Die Bewertungskriterien für die vier Umweltziele „nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen“, „Wandel zu einer Kreislaufwirtschaft“, „Vermeidung von Verschmutzung“ und „Schutz von Ökosystemen und Biodiversität“ fehlen noch. Hier zieht die EU-Kommission jetzt nach. Als Basis dienten dabei die Vorschläge der „EU Platform on Sustainable Finance“ – ein unabhängiges Beratungsgremium der EU-Kommission – vom März und November 2022. Nach einer summarischen Übersicht der deutschen Wirtschaftsprüferkammer enthält die Umwelttaxonomie jetzt Kriterien für: - Sechs neue Wirtschaftsaktivitäten zum Schutz der Wasser- und Meeresressourcen, - 21 neue Wirtschaftsaktivitäten für den Wandel zur Kreislaufwirtschaft, - Sechs neue Wirtschaftsaktivitäten zur Verringerung der Umweltverschmutzung, - Zwei neue Wirtschaftsaktivitäten zum Schutz der biologischen Vielfalt. Darüber hinaus passt die EU-Kommission die Bewertungskriterien im Bereich Klima an, bzw. nimmt neue Aktivitäten mit in die Taxonomie auf: - 18 überarbeitete und 7 neue Wirtschaftsaktivitäten beim Klimaschutz, - 15 überarbeitete und 6 neue Wirtschaftsaktivitäten bei der Anpassung an den Klimawandel. Die zusätzlichen Wirtschaftsaktivitäten im Bereich Klima betreffen vor allem einige Schlüsselkomponenten für kohlenstoffarme Verkehrsmittel und elektrische Geräte sowie einige Übergangstätigkeiten im Verkehrssektor. Hierbei hat insbesondere die Aufnahme von Flug- und Schiffsverkehr in die Taxonomie für Kritik aus verschiedenen Lagern gesorgt. Denn: Investments in Schiffe und Flugzeuge, die mit Antrieben neuester Bauart ausgestattet sind, könnten künftig als klimafreundlich gelten – auch wenn sie mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Dabei sollte generell klar sein, dass die technischen Bewertungskriterien wissenschaftlich fundiert, angemessen und ehrgeizig sein sollten – erst recht, wenn neue Wirtschaftssektoren in die Taxonomie aufgenommen werden. Nur so kann die Taxonomie glaubwürdig sein und bleiben. ## Anpassung der Berichtspflichten Parallel zu den neuen und überarbeiteten technischen Bewertungskriterien hat die EU-Kommission auch Änderungen des delegierten Rechtsakts über die Offenlegung der Taxonomie vorgeschlagen. Diese sollen sicherstellen, dass die Offenlegungsanforderungen entsprechend angepasst werden, die berichtspflichtige nichtfinanzielle Unternehmen und Finanzunternehmen zu erfüllen haben. Gleichzeitig sollen einige technische Fehler korrigiert werden. Laut den Entwürfen sollen nichtfinanzielle Unternehmen für die neuen Umweltziele die Taxonomiefähigkeit ihrer Umsätze, Investitionen und Betriebsausgaben schon ab 2024 und die Taxonomiekonformität ab 2025 offenlegen. Finanzunternehmen müssten die Taxonomiefähigkeit ebenfalls ab 2024 offenlegen und ab 2026 zur Taxonomiekonformität berichten. (Anmerkung: In Artikel 5 der Amendments des Delegierten Rechtsaktes (EU) 2021/2178 sieht die EU-Kommission als Enddatum den 31. Dezember 2024 für die Berichterstattung über die Taxonomiefähigkeit von Finanzunternehmen vor. Wir gehen davon aus, dass es sich hier in Anbetracht des Starttermins 2026 für die Berichterstattung zur Taxonomiekonformität und den Bedarf an Unternehmensdaten mit einem Jahr Vorlauf um einen Fehler handeln könnte und haben dies entsprechend in unserer DK-Stellungnahme angesprochen.) Dass die neuen Berichtspflichten in einem Zeitraum von weniger als einem Jahr eingeführt werden müssen, ist angesichts der Komplexität der Materie sehr ambitioniert. Alle berichtspflichtigen Unternehmen, Finanzinstitute und ihre Daten-/ Softwareanbieter gehen in der Regel von einer Umsetzungsfrist von mindestens 12 Monaten aus. Wir schlagen daher vor, eine Verschiebung aller neuen Berichtsanforderungen für finanzielle und nichtfinanzielle Unternehmen, um ein Jahr in Betracht zu ziehen. ## Neue Online Tools Im Zuge der Konsultation hat die Europäische Kommission auch den EU-Taxonomie-Navigator veröffentlicht. Basierend auf dem bestehenden EU-Taxonomiekompass bietet der Navigator eine Reihe von Online-Tools, die den Nutzern helfen sollen: - die EU-Taxonomie besser zu verstehen, - ihre Umsetzung zu erleichtern - und die Unternehmen bei ihren Berichtspflichten zu unterstützen. Darüber hinaus soll ein „stakeholder request mechanism“ eingeführt werden. Dieser soll Interessengruppen die Möglichkeit geben, Vorschläge zu unterbreiten – etwa zu neuen Aktivitäten, welche in die EU-Taxonomie aufgenommen werden könnten, oder zu möglichen Änderungen der technischen Bewertungskriterien für bestehende Aktivitäten. # Was sind die nächsten Schritte? Die vierwöchige Konsultation der EU-Kommission ist am 3. Mai 2023 abgelaufen. Nach der Prüfung der insgesamt 508 eingegangenen Stellungnahmen wird die EU-Kommission entscheiden, ob sie Änderungen an den Rechtsakten sowie Annexen vornimmt. Eine Verabschiedung der Rechtsakte durch die EU-Kommission wird noch im Sommer 2023 erwartet. Das Europäische Parlament und der Rat haben daraufhin vier Monate Zeit, um die delegierten Rechtsakte zu prüfen. Auf Antrag einer der beiden Institutionen kann diese Frist um weitere zwei Monate verlängert werden. Die beiden Institutionen sind nicht befugt, die delegierten Rechtsakte zu ändern, können jedoch ein Veto einlegen. Sollten keine Einwände gegen einen der delegierten Rechtsakte erhoben werden, werden diese im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und gelten ab dem 1. Januar 2024. # Klima-Ranking: Deutschland kein Musterschüler mehr background hero 06.12.2022 Artikel
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Positionspapier: Finanzstandort Deutschland verbessern
# Positionspapier: Finanzstandort Deutschland verbessern Wasserzeichen Finanzplatz Deutschland Wettbewerb Nachhaltigkeit 07.06.2021 Positionspapier Sarah Schmidtke background hero # Inhalt Einleitung 1. Einheitlicher europäischer Kapitalmarkt und Zugang zu internationalen Kapitalmärkten für institutionelle Kapitalmarktteilnehmer 2. EU-weit einheitliche Spielregeln und Aufsichtspraxis schaffen 3. Rechtsstandort Deutschland verbessern 4. Geldwäschebehörde ansiedeln 5. Emissionsstandort verbessern 6. Steuerrecht wettbewerbsfähig machen 7. Befreiender IFRS-Einzelabschluss 8. Attraktivität für inländische und ausländische Arbeitskräfte erhöhen 9. Finanzbildung ausbauen 10.Bürokratiekosten senken 11. Finanzmarktdialog verbessern # Einleitung Wir wollen, dass Deutschland ein international wettbewerbsfähiger Finanzplatz und der führende Finanzstandort eines immer weiter integrierten Europäischen Finanzbinnenmarktes bleibt. Beide Stoßrichtungen müssen hohe und gleiche politische Priorität genießen – gerade in der Post-Brexit-Zeit: Es gilt, sowohl die Standortbedingungen in Deutschland zu verbessern als auch die Integration des Europäischen Finanzbinnenmarktes voranzutreiben. Letzteres ist vorrangig möglich durch - weitere, engagierte und ambitionierte Schritte in Richtung Bankenunion und Kapitalmarktunion, - die schnelle Verabschiedung des Digital-Pakets der Europäischen Kommission, - die weitere Harmonisierung der Geldwäschebekämpfung und der Kundenidentifizierung, - eine ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie und - eine Modernisierung der europäischen Verbraucherrechterichtlinien. Ein so leistungsfähiger Finanzstandort stellt alle notwendigen Finanzdienstleistungen für die inländischen privaten Kunden und Unternehmen bereit und sichert institutionellen Marktteilnehmern auch den Zugang zum und aus dem internationalen Kapitalmarkt. Er ist Marktplatz für die deutschen, europäischen und internationalen Aktivitäten von Banken, Vermögensverwaltern und weiterer Dienstleister und stellt so durch einen intensiven Wettbewerb ein optimales Angebot bereit. Der Brexit unterstreicht die Dringlichkeit, im europäischen Finanzbinnenmarkt zu Fortschritten zu kommen. Vor allem aber wird die Investitionsoffensive, die wir nach der Corona-Krise brauchen, nur mit leistungsstarken Banken und Kapitalmärkten zu bewältigen sein. Während der Bankenmarkt sowohl wettbewerbsintensiv als auch vielfach effizient ist, besteht bei der Gestaltung des deutschen und europäischen Kapitalmarktes Nachholbedarf. Für den Banken- wie den Kapitalmarkt gilt: eine gute Regulierung und eine leistungsfähige Aufsicht sind Grundvoraussetzungen für den Erfolg. # 1. Einheitlicher europäischer Kapitalmarkt und Zugang zu internationalen Kapitalmärkten für institutionelle Kapitalmarktteilnehmer Der deutsche und europäische Kapitalmarkt muss global ausgerichtet und im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig bleiben. Ein zentrales Element ist die Sicherung des Zugangs zu den internationalen Kapitalmärkten für europäische institutionelle Kapitalmarktteilnehmer auf Grundlage europaweit möglichst einheitlicher, klarer und ausgewogener aufsichtlicher Rahmenbedingungen für das grenzüberschreitende Kapitalmarktgeschäft. - Die aufsichtlichen Rahmenbedingungen für grenzüberschreitende Kapitalmarktgeschäfte zwischen institutionellen Kapitalmarktteilnehmern werden weitgehend durch das deutsche Aufsichtsrecht bestimmt und nur punktuell – soweit Äquivalenzentscheidungen vorgesehen sind - durch europäische Regelungen. Die deutschen aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen sind auch im innereuropäischen Vergleich sehr rigide und komplex. Ein erster kurzfristig umsetzbarer Schritt wäre die grundlegende Modernisierung der aktuellen BaFin-Aufsichtspraxis durch Überarbeitung des BaFin-Merkblattes zur Erlaubnispflicht von grenzüberschreitend betriebenen Geschäften. Der nächste Schritt wäre eine Entschlackung der relevanten KWG- und WpHG-Bestimmungen mit dem Ziel der Schaffung eines klaren und ausgewogenen Rahmens für grenzüberschreitende Kapitalmarktgeschäfte unter institutionellen Kapitalmarktteilnehmern. - Im Interesse eines echten europäischen Kapitalmarkts sollte parallel dazu auf europäischer Ebene auf eine Harmonisierung der entsprechenden nationalen Rahmenbedingungen für grenzüberschreitende Kapitalmarktgeschäfte hingewirkt werden. Ziel muss sein, die Wettbewerbsfähigkeit, Attraktivität und Offenheit des europäischen Finanzmarktes gerade auch gegenüber ausländischen Investoren zu stärken. Dazu gehört es, den Zugang aus der EU zum internationalen Banken- und Kapitalmarkt (und umgekehrt) zu ermöglichen bzw. auszubauen sowie die Kooperation mit Drittstaaten zu vertiefen. Es dürfen keine Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der EU durch uneinheitliche Rahmenbedingungen über nationale Alleingänge (anderer Mitgliedsstaaten) stattfinden. - Hierzu gehören auch möglichst umfassende und dauerhafte europäische Äquivalenzentscheidungen auf Grundlage der europäischen Marktzugangsregelungen. # 2. EU-weit einheitliche Spielregeln und Aufsichtspraxis schaffen Neben der weiteren Integration in Europa durch einheitliche Regeln und deren Anwendung durch alle europäischen Aufsichtsbehörden muss Deutschland konsequent auf die Verschärfung europäischen Rechts im Zuge der nationalen Umsetzung (sog. „Gold-Plating“) verzichten und nationale Regelungen, die nicht mit den europäischen und internationalen Marktstandards und Marktpraktiken vereinbar sind, modernisieren. Hierzu zählen: - Die vollständige und einheitliche Umsetzung von EU-Richtlinien. - Die Anpassung des deutschen Vergütungsregimes. - Die Regeln für Datenschutz und Datenübermittlung. - Die gezielte Überprüfung des EU-Rechtsrahmen für die Finanzmarktregulierung und Nutzung für notwendige Korrekturen (z.B. MIFID II/MiFIR, CSDR, BMR, MAR, Finanzsicherheitenrichtlinie, Finalitätsrichtlinie). - Die Weiterentwicklung standardisierter Abwicklungsprozesse (z.B. bei Kapitalmaßnahmen). - Die Ausschöpfung des Europäischen Rahmens hinsichtlich der Nutzung zusätzlicher Kreditforderungen (Additional Credit Claims, ACCs) als Sicherheiten im Eurosystem. - Die Vereinheitlichung der rechtlichen Rahmenbedingungen zum Schutz von Nettingvereinbarungen als wesentliche Risikosteuerungsinstrumente. Überdies sollte sichergestellt werden, dass EU-weit eine vergleichbare Kontrollintensität gegeben ist. # 3. Rechtsstandort Deutschland verbessern Deutschland muss ein im Wirtschaftsrecht wettbewerbsfähiger Rechtsstandort werden, damit deutsche, europäische und internationale Marktteilnehmer das deutsche Recht und deutsche Gerichte gerne nutzen und Kapitalmarktgeschäfte in deutlich größerem Umfang als bisher auch unter deutschem Recht abgewickelt werden. Dies sichert nicht nur eine größere Konsistenz zwischen Aufsichts- und Vertragsrecht, sondern hat auch Netzwerkeffekte, die wiederum die Qualität des Finanz- und Wirtschaftsstandortes erheblich erhöhen. Zudem reduziert dies die Transaktionskosten für deutsche Unternehmen. Ansatzpunkte sind: - Die Modernisierung des Vertrags- und Handelsrechts: - Ausnahme für Verträge zwischen Unternehmen und Finanzmarktteilnehmern von der für Verbraucher entwickelten gerichtlichen AGB-Inhaltskontrolle bei marktüblichen Regelungen in Verträgen über Kapitalmarktgeschäfte - Beseitigung überflüssiger (Schrift-) Formerfordernisse (z.B. bei Wahldividende) - Überprüfung des Zinseszinsverbotes bei Kapitalmarktgeschäften zwischen institutionellen Kapitalmarktteilnehmern. - Die Internationalisierung der Gerichtsbarkeit: Schaffung bestimmter Zuständigkeiten für kapitalmarktrechtliche Streitigkeiten mit internationalem Bezug und Englisch als optionaler Gerichtssprache durch Änderung des Gerichtsverfassungsgesetzes. - Die Verbesserung insolvenzrechtlicher Rahmenbedingungen für das Kunden-Clearing (z.B. Schutz von Clearingketten bei Ausfall einer zwischengeschalteten Partei). - Die Nutzung der Möglichkeiten der Digitalisierung, insbesondere durch - digitale Geschäftsabschlüsse sowie die - digitale Kundenkommunikation. - Die grundlegende Reflektion des Entwurfs eines Gesetzes zur Stärkung der Integrität in der Wirtschaft vor dem Hintergrund, keine unnötigen Belastungen einzuführen. # 4. Geldwäschebehörde ansiedeln Höchste Standards der Geldwäschebekämpfung sind ein Qualitätsmerkmal für einen Finanzstandort. Auch die EU will die Geldwäschebekämpfung verbessern. Von daher wird auch über Pläne zur Einführung einer einheitlichen EU-Geldwäschebekämpfungsbehörde diskutiert. - Die Bundesregierung soll sich frühzeitig für die Ansiedlung der EU-Geldwäschebekämpfungsbehörde in Deutschland einsetzen. - Eine entsprechende Kampagne hierzu sollte mit Unterstützung des geplanten Sitz-Bundeslandes und der Finanzbranche durchgeführt werden. # 5. Emissionsstandort verbessern Die Bedeutung und Leistungsfähigkeit des Finanzstandortes Deutschland steigt, wenn möglichst viele Emissionen hoher Qualität in Deutschland stattfinden. Dafür müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen verbessert werden. - Modernisierung des Schuldverschreibungsrechts im Hinblick auf internationale Praktiken und Entwicklungen in den Emissionsmärkten, insbesondere durch Einschränkung der AGB-Inhaltskontrolle für Anleihebedingungen, die den internationalen Marktpraktiken entsprechen. - Ausweiterung der Möglichkeit, digitale/elektronische Wertpapiere zu begeben. # 6. Steuerrecht wettbewerbsfähig machen Das deutsche Steuerrecht ist aus internationaler Perspektive vor allem komplexer als das der wichtigsten Wettbewerber – sowohl was die regulative Ausprägung als auch die Prozesse angeht. Steuerliche Vorschriften werden so immer mehr zum Standortfaktor. Ansatzpunkte zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sind: - Wettbewerbsfähige Unternehmensbesteuerung mit einer Gesamtbelastung von nicht mehr als 25 % herstellen. - Abgeltungssteuer erhalten und steuerliche Anreize zur Stärkung der Aktienkultur schaffen. - Keine neuen Belastungen einführen, insbesondere keine finanzmarktschädliche Finanztransaktionssteuer. - Steuerliche Abzugsfähigkeit der Bankenabgabe einführen. - Rechtssicherheit erhöhen und Verfahren beschleunigen und vereinfachen. # 7. Befreiender IFRS-Einzelabschluss Deutschland verlangt, anders als viele andere EU-Mitgliedstaaten, zwingend einen HGB-Einzelabschluss auch von Unternehmen, die gesetzlich nach IFRS bilanzieren müssen. In Deutschland sollte künftig die Option bestehen, einen IFRS-Einzelabschluss mit befreiender Wirkung aufzustellen. Die reduziert bürokratischen Lasten, ermöglicht eine einfache und transparente Kommunikation der Unternehmen, stellt eine Gleichbehandlung deutscher Unternehmen in der EU sicher und verbessert die europäische und internationale Vergleichbarkeit von Unternehmensabschlüssen. # 8. Attraktivität für inländische und ausländische Arbeitskräfte erhöhen Der Kampf um qualifizierte Arbeitskräfte ist zu einem wesentlichen Standortfaktor geworden. Auch hier muss sich die Finanzmarktpolitik erheblich verbessern – sowohl hinsichtlich der Ausbildungs- und Berufswahl inländischer Schülerinnen und Schüler und als auch hinsichtlich der Attraktivität für ausländische Arbeitskräfte. Ansatzpunkte sind: - die aktive Förderung der Ansiedlung von europäischen und internationalen High Potentials. - die Beseitigung von administrativen Lasten beim Zugang von Arbeitskräften aus Nicht-EU-Ländern und - die Stärkung von mathematisch-quantitativen Kapitalmarktaspekten in der universitären Ausbildung. # 9. Finanzbildung ausbauen Ein weiterer Baustein der Standortpolitik muss die Verbesserung der Finanzbildung sein – sowohl um das Verständnis der Bedeutung des Finanzplatzes für die Finanzierung der Wirtschaft zu verbessern als auch die aktive Teilhabe an den ökonomischen Vorteilen des Finanzplatzes für breite Bevölkerungsschichten zu erhöhen. - Finanzbildung der Bevölkerung erhöhen und mehr Verständnis für die Funktionsweise der Banken- und Kapitalmärkte sowie ihrer Bedeutung für die Finanzierung von Unternehmen und privaten Haushalten schaffen. - Durch mehr Finanzbildung ein höheres Verständnis für die Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten im Bereich der Altersvorsorge und die private Vermögensbildung schaffen. - Durch mehr Finanzbildung auch langfristige Beiträge zur Behebung des Fachkräftemangels leisten. # 10. Bürokratiekosten senken Unnötige Bürokratiekosten belasten die Finanzmarktteilnehmer in Deutschland erheblich und sind aktuell ein Standortnachteil. Ansatzpunkte sind: - Die weitestmögliche Begrenzung der Inanspruchnahme von Unternehmen für staatliche Aufgaben - Eine Effizienzerhöhung im Meldewesen von Banken und Kapitalmarktteilnehmern. - In der aktuellen wirtschaftlichen Situation muss sich die Politik zu einem Belastungsmoratorium verpflichten. # 11. Finanzmarktdialog verbessern Zu einem attraktiven Finanzmarkt gehört auch ein intensiver Dialog zwischen inländischen und ausländischen Marktteilnehmern einerseits und Politik und Aufsicht andererseits. Ansätze dafür sind: - Schaffung vielfältiger Austauschmöglichkeiten und deren selbstbewusste Nutzung - Verbesserung bei der Konsultation im Vorfeld der Rechtssetzung; um eine sachgemäße Beteiligung an Konsultationen zu ermöglichen, sollten die Konsultationsfristen in einem angemessenen Verhältnis zur Komplexität und zum Umfang der konsultierten Materie (z.B. Gesetzentwürfe) stehen. # Sarah Schmidtke background hero Geschäftsführerin E-Mail senden # Europas Souveränität stärken background hero 15.03.2021 Positionspapier
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01/09/2024 22:00:57
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Europäische Kapitalmarktunion: dringlicher denn je!
# Europäische Kapitalmarktunion: dringlicher denn je! Wasserzeichen Kapitalmarktunion Unternehmen Kredit 23.07.2020 Artikel Dr. Hendrik Hartenstein Miye Kohlhase background hero Die Europäische Kapitalmarktunion schien in den zurückliegenden Jahren kein Herzensanliegen in Brüssel mehr zu sein. Doch mittlerweile hat das Projekt wieder erheblich an Schwung gewonnen. Der eindringliche Weckruf der Branche, die Auswirkungen der Covid 19-Pandemie und nicht zuletzt die Folgen des Brexits machen klar, wie dringend gerade jetzt Fortschritte für einen einheitlichen und effizienten Kapitalmarkt in der EU sind. Die von der EU-Kommission eingesetzte Expertenrunde „High Level Forum on CMU“ hat kürzlich einen 130 Seiten starken Bericht mit 17 Empfehlungen vorgelegt. Auch das Europäische Parlament dringt auf Fortschritte bei der Kapitalmarktunion und hat in seinem Entwurf für einen Initiativbericht explizit auf den Bericht des High Level Forum Bezug genommen. Und auch die Kommission hat in ihrer Roadmap angekündigt, die Kapitalmarktunion in der laufenden Legislatur ehrgeizig voranzutreiben und noch in diesem Jahr einen neuen Aktionsplan zu veröffentlichen. Europa hat den Anspruch, seine Wirtschaft – gerade wegen und trotz der Covid-19-Krise – international wettbewerbsfähiger, nachhaltig, digital und insgesamt innovativer zu gestalten. Dies lässt sich nur mit Hilfe eines funktionsfähigen Kapitalmarkts finanzieren –denn der massive Einsatz des Staates und die starke Rolle der Banken bei der Kreditvergabe zur Unterstützung von pandemiegeschwächten Unternehmen reichen dazu allein nicht aus. Das Vereinigte Königreich hat Ende Juni 2020 angekündigt, auch bei der Finanzmarktregulierung eigene Wege zu gehen. Damit werden weitgehende Äquivalenzregelungen und ein weiterhin eng verflochtener Finanzmarkt zwischen EU und UK unwahrscheinlicher, die Vertiefung und Stärkung des EU-27-Marktes aber umso wichtiger. Mit Blick auf die Gefahr eines „No-Deal-Brexits“ bedarf es nun großen politischen Ehrgeizes, um das Projekt „Kapitalmarktunion“ zu einem Erfolg zu führen. Der Bankenverband legte bereits im Februar 2020 in einem Positionspapier acht Vorschläge für die Kapitalmarktunion vor. Zudem hat er sich an der Konsultation der Kommission zum HLF-Bericht beteiligt und die einzelnen Vorschläge bewertet ( Stellungnahme ). Die Vorschläge des High Level Forum weisen nach unserer Einschätzung grundsätzlich in die richtige Richtung. Dies gilt insbesondere für - die Überarbeitung der Verbriefungsregulierung, - die Schaffung einer zentralen Zugangsstelle für Unternehmensdaten (European Single Access Point, ESAP), - die Empfehlung, den bestehenden Rechtsrahmen für Finanzdienstleistungen zu analysieren und seine Anwendung auf crypto/digital assets sicherzustellen - die Forderung nach einer einheitlichen Infrastrukturlandschaft für die Abwicklung von Wertpapiergeschäften - einen gezielten Review der Aktionärsrechterichtlinie (SRD2), sofern die neuen Regeln eine Anpassung einzelner Vorgaben erfordern. Bei der weiteren Harmonisierung von Steuer- und Insolvenzrecht kommt es darauf an, sehr gezielt vorzugehen, um noch im Laufe weniger Jahre konkrete Fortschritte zu erreichen. Die Maßnahmen dürfen nicht zu kurz greifen, sollen aber auch nicht an ihrem eigenen Anspruch scheitern. Denn darin sollte man sich nicht täuschen: eine Vollharmonisierung wird gewiss nicht gelingen. ## Stellungnahme englisch als PDF - 154,06 KB PDF - Datei
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01/09/2024 21:59:48
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Initiativbewerbung
# Wann: offen Wo: Berlin oder Brüssel Der Bankenverband mit Sitz in Berlin und einem Büro in Brüssel ist einer der großen Wirtschaftsverbände Deutschlands. Wir vertreten die Interessen der in Deutschland tätigen privaten Banken und FinTechs auf nationaler und internationaler Ebene und sind der führende Verband für die Gestaltung des Wandels der Finanzwirtschaft. Der Bankenverband ist für Sie ein attraktiver Arbeitgeber und Sie möchten gern bei uns arbeiten? Sie haben unsere aktuellen Stellenausschreibungen gesehen, aber es war keine für Sie passende Stelle dabei? Dann senden Sie uns Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen über den Button "jetzt bewerben". Nach dem Eingang Ihrer Initiativbewerbung werden wir prüfen, ob wir Ihnen eine passende Stelle anbieten können. Unabhängig von Ihrer Initiativbewerbung empfehlen wir Ihnen, sich regelmäßig über die aktuellen Stellenausschreibungen auf unserer Webseite zu informieren und sich gezielt zu bewerben. Die von Ihnen zur Bearbeitung Ihrer Initiativbewerbung erhobenen personenbezogenen Daten werden grundsätzlich zum Ende des Kalenderjahres nach Bewerbungseingang gelöscht. Selbstverständlich haben Sie zu jedem Zeitpunkt die Möglichekeit, Ihre Initiativbewerbung zurückzuziehen. Ihre Daten werden dann unverzüglich gelöscht. Für Fragen zur Initiativbewerbung steht Ihnen unsere Ansprechpartnerin zur Verfügung.
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01/09/2024 22:00:42
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Unternehmen investieren zurückhaltend - Kreditangebot ist vorhanden
Die deutsche Wirtschaft ist im zurückliegenden Winterhalbjahr (Oktober 2022 bis März 2023) in eine Rezession gerutscht. Ausschlaggebend war ein kräftiges Minus beim privaten Konsum. Die Investitionen in den Bereichen Bau und Ausrüstung sind – gegenüber dem sehr schwachen Jahresendquartal 2022 – in den ersten drei Monaten dieses Jahres zwar wieder gestiegen. Legt man die konjunkturellen Frühindikatoren zugrunde, dann ist kurzfristig allerdings keine durchgreifende wirtschaftliche Besserung zu erwarten. Die Unsicherheit über die künftige Kosten- und Nachfrageentwicklung ist in der deutschen Wirtschaft weiterhin sehr hoch und führt zu einer abwartenden Haltung bei Investitionen. Viele Betriebe haben Transformations- und Investitionspläne entwickelt – sie setzen sie aber aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – Energiepreise, Arbeitskräftemangel, komplexe bürokratische Auflagen und Prozesse – noch zu wenig um. Erfreulich wäre es, wenn sich das Investitionsvolumen im Bausektor in den kommenden Monaten zumindest stabilisiert und die Ausrüstungsinvestitionen im weiteren Jahresverlauf auf einem Wachstumskurs bleiben. Vor diesem Hintergrund blieb die Nachfrage nach Liquidität im ersten Quartal 2023 verhalten, zugleich wurden auch nur wenige Investitionskredite nachgefragt. Das Gesamtvolumen der ausstehenden Kredite an Unternehmen und wirtschaftlich Selbständige in Deutschland lag im ersten Quartal 2023 laut aktuellen Zahlen der Bundesbank mit rund 1.136 Mrd. Euro nur 0,5 % über dem Wert des Vorquartals. Trotz Finanzierungsangebot ist die Nachfrage also noch verhalten. Die Banken stehen auch zukünftig bereit, ihre Unternehmenskunden bei der Transformation mit Beratung und Finanzierung zu unterstützten. Für Unternehmen, die von einer Verschärfung des Kreditzugangs berichten, ist der erhöhte Zins ausschlaggebend. Die konjunkturellen Perspektiven für Deutschland für den Rest dieses Jahres bleiben verhalten, im Jahresdurchschnitt könnte sich ein Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung um rund ¼ % ergeben. ## Unternehmensfinanzierung aktuell - Mai 2023 - 232,96 KB PDF - Datei
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01/09/2024 22:02:39
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Was ändert sich 2023?
# Was ändert sich 2023? Wasserzeichen Verbraucher Altersvorsorge Sparen 22.12.2022 Artikel Sylvie Ernoult background hero Das Jahr 2022 hat nicht zuletzt wegen der hohen Inflation uns allen viel abverlangt. Die Abschläge für Strom und Gas sind zum Teil massiv angestiegen. Der Gesetzgeber hat reagiert und Maßnahmen ergriffen, sodass wir uns für das Jahr 2023 über Entlastungen freuen dürfen. Wir haben einige Änderungen für Sie zusammengestellt. # Kindergelderhöhung Das Kindergeld steigt zum 1. Januar auf einheitlich 250 Euro pro Monat und Kind. Fürs erste und zweite Kind sind es somit 31 Euro mehr und für das dritte Kind 25 Euro mehr im Monat. # Grundfreibetrag steigt Das zu versteuernde Einkommen, bis zu dem keine Steuern fällig werden (steuerlicher Grundfreibetrag), steigt um 561 Euro auf 10.908 Euro. # Spitzensteuersatz ist später fällig Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent, der aktuell noch ab einem zu versteuernden Einkommen von 58.597 Euro greift, ist im kommenden Jahr erst ab 62.810 Euro fällig. Auch die Progressions­stufen unterhalb dieses Betrages werden angehoben, sodass auch Steuerpflichtige profitieren, die weniger Einkommen erzielen. # Altersvorsorgeaufwendungen abzugsfähig Altersvorsorgeaufwendungen werden ab 2023 in vollem Umfang als Sonderausgaben steuerlich berücksichtigt. # Sparer-Pauschbetrag steigt Ab 2023 steigt der Sparer-Pauschbetrag von 801 auf 1.000 Euro. Bei zusammenveranlagten Ehegatten klettert er von 1.602 auf 2.000 Euro. Kapitaleinkünfte unter dem Sparer-Pauschbetrag bleiben steuerfrei. Kunden, die ihrer Bank einen Freistellungsauftrag erteilt haben, müssen nichts tun. Die Bank passt den Freistellungs­auftrag automatisch an den neuen Sparer-Pauschbetrag an. # Höhere Homeoffice-Pauschale In Zukunft können statt 600 bis zu 1.260 Euro Homeoffice-Pauschale bei der Steuererklärung angesetzt werden. Zudem wird der bisherige Maximalbetrag von 1.250 Euro für ein häusliches Arbeitszimmer in einen pauschalen Jahresbetrag in Höhe von ebenfalls 1.260 Euro umgewandelt. Die Pauschalen zählen zu den Werbungskosten. Hier werden aber allen Steuerzahlenden ab 2023 so oder so 1.230 Euro angerechnet. Nur wer über diesen Betrag liegt, profitiert von den Erleichterungen. # Gas- und Strompreisbremse kommt Ab Januar 2023 wird der Preis für Gas bis Ende April 2024 gedeckelt. Auch wenn die Preisbremse erst ab Anfang März 2023 gelten soll, erhalten Sie für die Monate Januar und Februar 2023 eine rückwirkende Deckelung der Preise. Die Entlastungen für Januar, Februar und März werden dann im März 2023 angerechnet. Konkret erhalten Gaskunden für 80% ihres bisherigen Jahresverbrauchs einen staatlich garantierten Preis von 12 Cent / Kilowattstunde. Für Fernwärme beträgt der gedeckelte Preis 9,5 Cent / Kilowattstunde. Für den restlichen Verbrauch muss indes der aktuelle Marktpreis bezahlt werden, sprich es bestehen weiterhin Anreize zum Energiesparen. Der Staat bezahlt dem Anbieter die Differenz zwischen dem Vertragspreis und der Preisbremse. Beim Strom soll ebenfalls eine Preisbremse greifen. Ein Basisverbrauch soll für private Haushalte günstiger bleiben (40 Cent pro Kilowattstunde). Nur wer mehr verbraucht, müsste dann deutlich mehr zahlen. Auch diese Preisbremse wird ab März 2023 eingeführt und gilt bis Ende April 2024. Im parlamentarischen Verfahren kam außerdem eine konkrete Härtefallregelung für Kundinnen und Kunden mit sogenannten nicht leitungsgebundenen Brennstoffen dazu – also zum Beispiel Öl und Pellets. Die Obergrenze pro Haushalt liegt hier bei 2.000 Euro. # Hinzuverdienstgrenze für Rentnerinnen und Rentner abgeschafft Ab 2023 sollen Rentnerinnen und Rentner unbegrenzt neben der Altersrente dazuverdienen dürfen. Diese Neuregelung, die noch vom Bundestag und Bundesrat bestätigt werden muss, sieht diese Regelung sowohl für die Frührente als auch für die Altersrente vor. Achtung! Bei der Erwerbsminderungsrente gelten eigene Regeln: Bei Bezug einer Rente wegen voller Erwerbsminderung soll ab 1. Januar 2023 eine Hinzuverdienstgrenze von 17.823,75 Euro brutto jährlich gelten. Diese Grenze lag in der Vergangenheit bei 6.300 Euro brutto jährlich. Bei Menschen, die eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung beziehen, beträgt die geplante Hinzuverdienstgrenze 35.647,50 Euro brutto jährlich. # Hartz IV wird durch das Bürgergeld abgelöst Ab Januar 2023 löst das Bürgergeld Hartz IV ab. So bekommt ab Januar 2023 eine einzelne Person als Regelbedarf 502 Euro, ein Paar in einer Bedarfsgemeinschaft 902 Euro. Darüber hinaus werden für ein Jahr die Kosten für Miete oder Eigenheim übernommen, ohne dass geprüft wird, ob die Wohn­kos­ten angemessen sind. Außerdem wird Vermögen bis zu 40.000 Euro pro Person nicht angerechnet und bleibt für das erste Jahr unangetastet. Die Grenze von 40.000 Euro gilt für eine Person im Haushalt, alle weiteren Personen dürfen für das erste Jahr über einen Freibetrag von 15.000 Euro verfügen. Dieses Privatvermögen wird nicht auf das Bürgergeld angerechnet. Die Altersvorsorge ist von dieser Berechnung ausgenommen. Kleiner Tipp: Sollten Sie Haus- oder Wohnungsbesitzer sein, so müssen Sie ihre Grundsteuererklärung bis Ende Januar 2023 abgegeben haben. Ursprünglich war als Frist Ende Oktober 2022 gesetzt. 2023 wird auch das 49€-Ticket kommen. Wann genau, ist derzeit noch offen.
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2. August 2021 # Position des Bankenverbandes zu einer grünen Geldpolitik der EZB ◼ Eine Berücksichtigung von Klimaschutzaspekten in der Geldpolitik der EZB ist richtig und wichtig, da mit dem Klimawandel auch gravierende Risiken für die Finanz- und Preisstabilität verbunden sein können. ◼ Da klimapolitische Ziele in bestimmten Situationen in einen Konflikt mit der Preisniveau- stabilität geraten können, sollte eine grüne Geldpolitik nur im Rahmen eines „Nebenziels“ in der EZB-Strategie berücksichtigt werden. ◼ Nicht dauerhaft angelegte Instrumente, etwa großvolumige Anleihekaufprogramme, sind für eine grüne Geldpolitik nicht sonderlich geeignet, da sich hier im Falle einer restriktiven Geld- politik ein Zielkonflikt zwischen Preisstabilität und Klimaschutz ergeben kann. ◼ Für eine bessere geldpolitische Steuerung sollte sich die EZB bei der Umsetzung ihres klima- bezogenen Maßnahmenplans gezielt auf die Ansätze konzentrieren, mit denen der Sicher- heitenrahmen durch grüne Anleihen erweitert wird. Eine Möglichkeit sind erleichterte Zulassungskriterien für notenbankfähige Sicherheiten auf der Grundlage umweltpolitischer Kriterien. ◼ Durch eine generelle Senkung der Haircuts für grüne Sicherheiten könnte ein zusätzlicher Anreiz für die Hinterlegung dieser Sicherheiten geschaffen werden. ◼ Notwendige Voraussetzung für eine wirksame grüne Geldpolitik ist ein objektiver und einheit- licher Maßstab zur Definition grüner Anleihen und Sicherheiten. Die Bemühungen um einen gemeinsamen Klassifikationsrahmen innerhalb der EU (Taxonomie) sollten deshalb mit Nach- druck – aber auch unter dem Blick einer praktikablen Anwendung – vorangetrieben werden. Nachhaltigkeit wird Element der neuen EZB-Strategie Deutlich früher als erwartet hat die Europäische Zentralbank (EZB) Anfang Juli die Ergebnisse ihrer Strategieüberprüfung veröffentlicht. Neben dem neu definierten Inflationsziel hat der EZB- Rat beschlossen, Klimaschutzaspekte künftig stärker in der Geldpolitik zu berücksichtigen. Dafür wurde ein umfangreiches Maßnahmenpaket erarbeitet. Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass der Klimawandel zu Extremwetterereignissen oder strukturellen Veränderungen führen und so die Preisniveaustabilität im Euroraum gefährden kann. Bei der Umsetzung des beschlossenen klimabezogenen Maßnahmenplans sind der EZB allerdings durch ihr Mandat zur Sicherung der Preisstabilität klare Grenzen gesetzt. Möglichen Zielkonflikten zwischen klimapolitischen Zielen und der Preisniveaustabilität sollte vorgebeugt werden. Mögliche Zielkonflikte Das Mandat und damit das primäre Ziel der EZB ist die Sicherung der Preisniveaustabilität im Euroraum. In dem Maße, wie Klimarisiken das Preisziel gefährden, besteht kein grundsätzlicher Konflikt zwischen Klima- und Preiszielen. Es sind allerdings auch Situationen denkbar, in denen klimapolitische Maßnahmen das Bemühen der EZB um Preisniveaustabilität behindern können. Dies wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn eine mehrstufige CO2-Bepreisung über einen längeren Zeitraum hinweg eingeführt würde. Dann könnten klimapolitische Ziele, denen sich auch die EZB verpflichtet, dem Ziel der Preisniveaustabilität entgegenstehen. Außerdem könnten geldpolitische Maßnahmen, die zur Wahrung der Preisstabilität notwendig sind, klimapolitische Ziele konterkarieren, etwa wenn grüne Anleihen durch die Notenbank verkauft werden müssen. Wegen dieser potenziellen Zielkonflikte muss sich die EZB klar an ihre eigene Vorgabe halten: Sie darf eine grüne Geldpolitik ausdrücklich nur innerhalb ihres Mandats, also als Nebenziel, unter der Voraussetzung, dass die Preisniveaustabilität gewährleistet ist, in ihrer Geldpolitik berücksichtigen. Das Instrumentarium einer grünen Geldpolitik Der Leitzins ist das wichtigste geldpolitische Instrument der EZB. Für eine gezielte grüne Geldpolitik wird er von der EZB aber in ihrem klimabezogenen Maßnahmenplan nicht berücksichtigt. Das liegt vor allem daran, dass nicht geklärt ist, ob ein niedriger oder ein höherer Leitzins klimapolitische Ziele unterstützt. Die EZB hat sich in ihrem Maßnahmenplan daher auf geldpolitische Instrumente konzentriert, von denen sie sich wirkungsvolle Steuerungsmöglichkeiten erhofft. Dies sind insbesondere: ◼ das grüne Quantitative Easing (QE), ◼ klimabezogene Offenlegungsanforderungen und ◼ die Berücksichtigung von Klimarisiken im Sicherheitenrahmen. Verstärkter Ankauf grüner Anleihen Die europäischen Währungshüter planen, ihre Wertpapierankäufe zukünftig unter anderem nach Klimakriterien auszurichten. Im Rahmen ihrer Kaufprogramme wäre die EZB ein großer Nach- frager nach grünen Anleihen, was in diesem Marktsegment tendenziell für höhere Anleihekurse und einen niedrigen Zins sorgen würde. Das gilt erst recht, wenn man bedenkt, dass das Markt- volumen grüner Anleihen – trotz einer dynamischen Entwicklung – gegenwärtig noch relativ gering ist. Bei diesen Überlegungen darf allerdings nicht außen vor bleiben, dass großvolumige Ankauf- programme (Quantitative Easing, QE) kein dauerhaftes Instrument der Geldpolitik sein können. Es wird auch wieder geldpolitische Phasen geben, in denen die EZB die Zentralbankgeldmenge drosseln oder gar zurückfahren muss, um die Preisniveaustabilität zu gewährleisten. Im Falle einer restriktiven Geldpolitik, die den Verkauf von Assets durch die Notenbank erforderlich macht, würde also ein Zielkonflikt zwischen der Wahrung der Preisstabilität und der Klimapolitik entstehen, wenn zuvor verstärkt beziehungsweise ausschließlich grüne Assets erworben wurden. Der bevorzugte Kauf grüner Anleihen als Instrument einer grünen Geldpolitik wäre daher nur effizient, wenn QE-Programme der EZB als „geldpolitische Einbahnstraße“ durchgeführt werden, ein Verkauf der erworbenen Anleihen also faktisch ausgeschlossen wird. Damit würde aber die geldpolitische Reaktionsfähigkeit der EZB ganz empfindlich beschnitten. Ein verstärkter Ankauf grüner Anleihen scheint daher als Instrument einer grünen Geldpolitik nicht sonderlich geeignet zu sein. Klimabezogene Offenlegungspflichten Ein weiterer Vorschlag der EZB umfasst klimabezogene Offenlegungsanforderungen als Zulas- sungskriterien für den notenbankfähigen Sicherheitenrahmen und die Ankaufprogramme der EZB. Eine solche Vorgabe würde den notenbankfähigen Sicherheitenrahmen und die Kauf- möglichkeiten der EZB im Rahmen ihrer QE-Programme jedoch einschränken, mit der Konse- quenz, dass letztlich auch die Wirksamkeit von geldpolitischen Impulsen begrenzt wird. Überzeugender wäre es deshalb, mit klimabezogenen Berichtspflichten positive Anreize zu setzen. Mit Blick auf die zentralbankfähigen Sicherheiten könnte dies etwa durch eine gezielte Ausweitung des Sicherheitenrahmens für grüne Assets geschehen. Grüne Anleihen im notenbankfähigen Sicherheitenrahmen Um Zielkonflikte zu vermeiden und die Wirkung ihrer geldpolitischen Instrumente nicht zu beschneiden, sollte sich die EZB bei der Umsetzung des klimabezogenen Maßnahmenplans klar auf eine dauerhafte Ausweitung des notenbankfähigen Sicherheitenrahmens durch grüne Assets konzentrieren. Wenn Ratingagenturen bei der Bonitätsbewertung konsequent klimabezogene Risiken berücksichtigen, könnte durch erleichterte Zulassungskriterien sogar eine direkte Bevorzugung für grüne Sicherheiten erwogen werden. Solche Überlegungen wären gerecht- fertigt, da grüne Sicherheiten niedrigere klimabezogene Risiken aufweisen, wodurch – unter sonst gleichen Bedingungen – auch ihre Ausfallwahrscheinlichkeit etwas niedriger sein dürfte. Sicherheitenrahmen und Haircuts Für alle Kreditgeschäfte des Eurosystems sind ausreichende Sicherheiten zu hinterlegen. Eine Liste der akzeptierten Sicherheiten wird vom Eurosystem erstellt. Auf den Wert dieser Sicherheiten wird ein Bewertungsabschlag (Haircut) definiert, der als Sicherheitspuffer für Wertverluste und die für den Verkauf von Sicherheiten benötigte Zeit dient. Dieser Abschlag ist abhängig von der Art der Sicherheit, von der Restlaufzeit sowie von Verzinsung und Bonität. Die Berücksichtigung klimabezogener Risiken in den Ratings für Unternehmen würde sich auch auf die Haircuts im Sicherheitenrahmen des Eurosystems auswirken. Darüber hinaus wäre aber auch eine generelle Reduktion der Haircuts für grüne Sicherheiten gerechtfertigt, da genauso wie bei den Überlegungen zu leichteren Zulassungskriterien für grüne Sicherheiten auch bei den Haircuts berücksichtigt werden könnte, dass grüne Anleihen die allgemeinen Klima- und Preis- niveaurisiken reduzieren. Die EZB könnte daher mit einem gezielt um grüne Sicherheiten ausgeweiteten Sicherheiten- rahmen und an einer nachhaltigen Klimapolitik orientierten Haircuts ein gut dosierbares sowie sehr markt- und risikonahes Steuerungsinstrument für umweltpolitische Aspekte nutzen. Bei der Konzentration auf ihre Ankaufprogramme könnte die EZB dagegen schnell an die Grenzen ihres geldpolitischen Mandats stoßen. Insbesondere dann, wenn die aktuell stark ausgeweitete Zentralbankgeldmenge irgendwann einmal wieder gedrosselt werden müsste.
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Kontaktloses Bezahlen
# Wearables: Schnell und unkompliziert bezahlen Wasserzeichen background hero 24.02.2022 Artikel # So funktioniert das kontaktlose Zahlen an der Kasse background hero 29.07.2020 Artikel # Die Krise als Katalysator: Kontaktloses Zahlen auf dem Vormarsch background hero 27.04.2020 Artikel
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Unternehmensfinanzierung AKTUELL - Juni 2022
Die wichtigsten Fakten aus unserem Bericht zur Lage der Unternehmensfinanzierung vorweg: - Der russische Angriffskrieg bedeutet eine geopolitische Wende mit gravierenden Auswirkungen für Europa. Die Unsicherheiten sind hoch, die Aussichten für die Wirtschaft in Deutschland, Europa und weltweit haben sich auch angesichts der jüngsten Inflationsentwicklungen deutlich eingetrübt. Ein erster Zinsschritt der EZB im Juli 2022 wird immer wahrscheinlicher. Eine Leitzinserhöhung um 50 Basispunkte wäre ein wichtiges Signal. - Unternehmen sind durch Krieg, Lieferkettenprobleme und Transformation mehrfach betroffen. Während die Unternehmensinsolvenzen noch auf niedrigem Niveau verharren, blicken Unternehmen zunehmend pessimistisch in die Zukunft. - Den Banken kommt bei der Umsetzung der EU-Sanktionen eine zentrale Rolle zu. Der Gleichlauf im Rahmen der G7, der Umfang und die Geschwindigkeit der Sanktionen setzen ein deutliches Signal. Unklare Formulierungen oder Auslegungen können auf Seiten der Banken zu stärkerer Zurückhaltung führen, um Rechtsrisiken zu vermeiden. - Die Kreditvergabe an Unternehmen ist zuletzt deutlich angestiegen und erreicht neue Höchststände. Parallel hierzu ziehen Kreditstandards leicht an, da Banken zunehmend Risiken einpreisen. - Die Vielzahl der Herausforderungen wirkt sich auch auf die Unternehmensfinanzierung aus. Um die Kreditvergabekapazität der Banken offen zu halten, sind die richtigen Rahmenbedingungen und ein Finanzierungsmix aus privatem und öffentlichem Kapital entscheidend. # Inhalt ## Konjunkturelle Entwicklungen in Deutschland Jahresstart im Stottergang Die prognostizierte Sommererholung fällt aus Prognosen für 2022 im Abwärtstrend Preisdruck bleibt erhöht EZB sollte Negativzinspolitik vor der Sommerpause beenden ## Lage der Unternehmen und deren Finanzierung Betroffenheit der Unternehmen nimmt zu… … auch wenn dies nicht in einem Anstieg der Insolvenzen ablesbar ist Stützungsmaßnahmen sollen das Schlimmste verhindern ## Kreditvergabe und -bedingungen für Unternehmen Nachfrage nach Krediten steigt seitens der Unternehmen # Kurzfassung ## Konjunkturelle Entwicklungen in Deutschland Jahresstart im Stottergang Die deutsche Wirtschaft ist im „Stottergang“ in das Jahr 2022 gestartet. Die Industrieproduktion hat – trotzt spürbarer Materialengpässe – zum Jahresbeginn leicht zugelegt, und das Dienstleistungsgewerbe konnte teilweise von den Lockerungen der Corona-Restriktionen profitieren. weiterlesen Die prognostizierte Sommererholung fällt aus Die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung im weiteren Jahresverlauf haben sich in den letzten Wochen kontinuierlich verschlechtert. In einigen Dienstleistungsbereichen (insbesondere Touristik und Freizeit) wird zwar weiterhin mit gewissen pandemiebedingten Nachholeffekten gerechnet. weiterlesen Prognosen für 2022 im Abwärtstrend Vor diesem Hintergrund wurden die Konjunkturprognosen für das laufende Jahr in den letzten Monaten teilweise kräftig nach unten revidiert. In Deutschland ist aus heutiger Sicht inzwischen nur noch mit einem BIP-Wachstum von 1,5 % bis 2 % zu rechnen. weiterlesen Preisdruck bleibt erhöht Nach einer ersten Schätzung ist die Inflationsrate in Deutschland im Mai 2022 mit 7,9 % auf den höchsten Stand seit mehr als 48 Jahren (Dezember 1973) gestiegen. Im gesamten Euroraum lag sie vorläufigen Zahlen zufolge im Mai 2022 bei 8,1 %. weiterlesen EZB sollte Negativzinspolitik vor der Sommerpause beenden Die EZB hat auf das fundamental geänderte Preisumfeld bislang sehr zögerlich reagiert und an der Negativzinspolitik festgehalten. Das ist nicht ohne Risiko: Es fehlen deutliche Stabilitätssignale für die Tarifparteien und es drohen weitere Risikozuschläge bei den Kapitalmarktzinsen oder beim Wechselkurs. weiterlesen ## Lage der Unternehmen und deren Finanzierung Nicht nur die makroökonomischen Auswirkungen sowohl des Krieges als auch der anhaltenden Corona-Effekte (v. a. China) sind beträchtlich. weiterlesen Betroffenheit der Unternehmen nimmt zu… Auf die von vielen Unternehmen an sich recht solide überstandene zwei Pandemiejahre folgen nun nahtlos die unberechenbaren Effekte des Krieges: steigende Energiepreise, Rohstoffengpässe und zumindest temporär verschlossene Produktions- und Absatzmärkte, gekoppelt mit Unsicherheiten eines drohenden Gas- und Ölembargos bzw. -lieferstopps. weiterlesen … auch wenn dies nicht in einem Anstieg der Insolvenzen ablesbar ist Gleichwohl ist aktuell kein Anstieg von Unternehmensinsolvenzen zu verzeichnen. Im Gegenteil: Nach wie vor liegen bei Unternehmen die Insolvenzen deutlich unter dem Vorkrisenniveau, auch wenn zuletzt (Stand März 2022) ein Anstieg bei den beantragten Regelinsolvenzen zu verzeichnen war. weiterlesen Stützungsmaßnahmen sollen das Schlimmste verhindern Am 8. April 2022 hat die Bundesregierung – parallel zu Entlastungspaketen für Ver-braucher aufgrund hoher Energie- und Benzinkosten – ein Schutzschild für die vom Krieg betroffenen Unternehmen angekündigt, bestehend aus fünf Bausteinen . weiterlesen ## Rolle der Banken bei Sanktionen Als Reaktion auf Russlands Invasion der Ukraine haben die G7 unmittelbar nach Kriegsausbruch weitreiche Sanktionen gegen Russland und auch Belarus vereinbart. Der politische Gleichlauf, der Umfang und die Geschwindigkeit immer weiterer Sanktionen senden ein deutliches Signal an Russland. weiterlesen ## Kreditvergabe und -bedingungen für Unternehmen Pauschal lässt sich aus Befragungen von Unternehmen und Banken zwar ableiten, dass in der ersten Jahreshälfte 2022 mit einer zunehmenden Kreditnachfrage gerechnet wird, doch variieren diese Einschätzungen deutlich und sind gleichermaßen von einer hohen Wachsamkeit bzw. Unsicherheit geprägt. weiterlesen Nachfrage nach Krediten steigt seitens der Unternehmen Unternehmensseitig zieht laut aktueller KfW-ifo Kredithürde insbesondere die mittel-ständische Kreditnachfrage an, wenngleich auf niedrigem Niveau. Große Unternehmen scheinen augenblicklich noch zurückhaltender zu sein, da entweder (noch) keine Liquiditätsengpässe bestehen, andere Instrumente präferiert werden oder aber der Zugang zu Krediten als schwieriger bzw. unattraktiver betrachtet wird. weiterlesen ## Herausforderungen für die Unternehmensfinanzierung Die in den letzten drei Monaten gefällten politischen Entscheidungen (u. a. geplanter vollständiger Verzicht auf russische fossile Energie, Isolation des russischen Import-/Exportmarktes) werden vermutlich zu dauerhaften Veränderungen in der deutschen Wirtschaft – und nicht nur in Bezug auf Russland – führen. weiterlesen - ### Präsentation Bankenpaket 2021 - Auswirkungen 251,49 KB PDF - Datei -
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„Warum Deutschland einen starken Kapitalmarkt braucht“ – BankenDIALOG
# „Warum Deutschland einen starken Kapitalmarkt braucht“ – BankenDIALOG Wasserzeichen Finanzplatz Deutschland Kapitalmarktunion Finanzmarktregulierung 25.11.2022 Artikel Christian Jung background hero # Aufzeichnung der Veranstaltung Zwei Präsidenten, zwei Minister – eine Meinung: „Wir brauchen einen starken Kapitalmarkt und eine europäische Kapitalmarktunion!“ – So könnte das Fazit des gestrigen Bankenverbands-Panels zum „Finanzstandort Deutschland“ lauten, zu dem Bundesbankpräsident Joachim Nagel, der Bankenpräsident und Deutsche Bank-CEO Christian Sewing sowie die hessischen Minister Michael Boddenberg (Finanzen) und Tarek Al-Wazir (Wirtschaft) nach Berlin gekommen waren. Das von der Geschäftsführerin des Bankenverbands Mitte, Sarah Schmidtke, moderierte Panel nutzten die Redner gleichwohl, um unterschiedliche Schwerpunkte zu setzen. So konnten die über 200 Gäste vor Ort und per Livestream eine interessante und facettenreiche Diskussion verfolgen. Finanzstandort Deutschland – warum Deutschland einen starken Kapitalmarkt braucht Finanzstandort Deutschland – warum Deutschland einen starken Kapitalmarkt braucht . # Ohne starken Kapitalmarkt keinen „Green Deal“ „Wir stehen vor der Mammutaufgabe“, sagte Bankenpräsident Christian Sewing, „die gegenwärtige Inflation zu bekämpfen, gleichzeitig aber auch die langfristige Weiterentwicklung unserer Wirtschaft nicht aus den Augen zu verlieren.“ Die enormen Summen, die zur Transformation der Wirtschaft gebraucht würden, erforderten ein Zusammenspiel von privaten und öffentlichen Investoren. „Wir brauchen für die vor uns liegenden Aufgaben viel privates Kapital – nicht nur aus Deutschland und Europa, sondern auch aus anderen Teilen der Welt.“ Das Interesse ausländischer Investoren an Deutschland sei zwar durchaus hoch, doch müssten wichtige Rahmenbedingungen weiter verbessert werden. „Europa ist ein Wachstumsmarkt“, meinte Sewing, doch „ohne Kapitalmarktunion wird der Green Deal nicht funktionieren.“ Gerade beim Ziel, den „grünen“ Finanzplatz Deutschland voranzutreiben, mahnte der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir mehr Tempo an. „Wir haben in der Vergangenheit viel Zeit verplempert“, sagte er. Schließlich sei der Treibhaus-Effekt von wissenschaftlicher Seite schon vor Jahrzehnten vorausgesagt worden; ebenso hätten Weltbankberichte vor Jahrzehnten vor den finanziellen Schäden gewarnt, die nun in Folge von Umweltkatastrophen immer häufiger aufträten. „Wir brauchen ein anderes Mindset“, sagte der Minister, „und wir brauchen viel mehr privates Kapital, weil der Staat auf diesem Gebiet nicht alles allein machen kann.“ # Kein wettbewerbsfähiger Standort ohne starken Finanzstandort Auch Bundesbankpräsident Joachim Nagel unterstrich die Bedeutung des Kapitalmarkts für die Finanzierung künftiger Aufgaben wie die Transformation und Digitalisierung der Wirtschaft. Und er ergänzte aus Bundesbank-Perspektive: „Ein Wirtschaftsstandort, der wettbewerbsfähig sein will, muss auch ein starker Finanzstandort sein. Ein stabiles Finanzsystem, stabile Preise und eine effiziente Bankenaufsicht sind dafür die wichtigsten Stützpfeiler.“ Die Regulierer hätten in den letzten Jahren einen guten Job gemacht, doch müsse weiter auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit geachtet werden. Als konkrete Maßnahme plädierte Nagel dafür, alternative Formen der Finanzierung attraktiver zu machen und beispielsweise den Verbriefungsmarkt wiederzubeleben. Das nach der Finanzmarktkrise in Verruf geratene Finanzinstrument, bei dem Unternehmen ihre Forderungen verbriefen, könne unter anderen Voraussetzungen heute durchaus wieder eine größere Rolle spielen, um den hiesigen Kapitalbedarf zu decken. # Die Stigmatisierung des Kapitalmarkts beenden Der hessische Finanzminister Michael Boddenberg sprach sich dafür aus, der teilweise bestehenden Stigmatisierung des Kapitalmarkts in der Gesellschaft entgegenzutreten. Politik und Finanzmarktakteure müssten besser erklären, warum der Kapitalmarkt für unsere Volkswirtschaft eine wichtige Funktion habe und keineswegs vor allem „zum Zocken“ da sei. Mit Blick auf die privaten Anlegerinnen und Anleger schlug Boddenberg konkret eine „Deutschland-Rente“ vor, für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwei bis drei Prozent ihres Bruttolohns als Altersvorsorge dauerhaft auf dem Kapitalmarkt anlegen sollten. Das würde, so der Finanzminister, die Rente stabilisieren, die Teilhabe der arbeitenden Bevölkerung an der Entwicklung der Realwirtschaft ermöglichen und die Aufmerksamkeit in der Bevölkerung für Kapitalmarktinstrumente erhöhen. # Internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken Auf die nötigen Rahmenbedingungen am Finanzstandort angesprochen, lenkte auch Bankenpräsident Sewing das Augenmerk auf den internationalen Wettbewerb: „Wir müssen uns mit anderen Finanzmärkten, vor allem mit China und den USA messen, und da einiges aufholen, wenn wir in Europa wettbewerbsfähig bleiben wollen.“ Das betreffe zunächst die Regulierung, wobei Sewing in Übereinstimmung mit Bundesbankpräsident Nagel betonte, dass auf diesem Feld in den vergangenen Jahren sehr viel richtig gemacht wurde. „Wir waren davor klar unterreguliert“, meinte Sewing, „sonst hätte die Finanzmarktkrise nicht so stattfinden können, wie sie stattgefunden hat.“ Doch müssten wir heute aufpassen, dass das Pendel nicht zu stark in die Gegenrichtung ausschlage und die Balance zwischen Stabilität auf der einen und Wettbewerbsfähigkeit auf der anderen Seite gefährde. Zudem gelte es, die Attraktivität des Kapitalmarkts gegenüber ausländischen Investoren zu verbessern. Für sie bedeute es ein enormes Hemmnis, innerhalb der EU in 27 unterschiedliche Regelsysteme zu investieren. Schließlich, so Sewing, müssten die Banken selbst ihre Hausaufgaben noch besser erledigen, ihre Eigenkapitalrenditen stärken und auf eine engere Kundenbindung setzen. Das Ziel und die neuen Regeln zur Nachhaltigkeit böten eine große Chance, den Kontakt und das Gespräch mit den Kunden deutlich zu intensivieren. Die Bankberatung, so gab sich Sewing überzeugt, stehe damit vor einer Renaissance. # Die Europäische Kapitalmarktunion voranbringen Es sei gut und von Vorteil, wenn heimische Banken die deutschen Unternehmen bei ihren Finanzgeschäften und Transaktionen ins Ausland begleiten könnten, gab Wirtschaftsminister Al-Wazir zu bedenken. Andererseits müssten viele nationale Vorhalte zugunsten einer stärkeren europäischen Zusammenarbeit aufgegeben werden. Die Verantwortung für einen gemeinsamen Markt bedeute eben gerade, dass man nicht mehr allein bestimmen könne. Ein Aspekt, auf den auch Bundesbankpräsident Nagel einging und dabei die Dringlichkeit einer Europäischen Kapitalmarktunion unterstrich. Die Fragmentierung der Märkte zu überwinden, die Rechtsgrundlagen, etwa beim Insolvenzrecht, zu harmonisieren und Marktintransparenz abzubauen, das seien die wesentlichen Voraussetzungen für einen effizienten und wettbewerbsfähigen europäischen Kapitalmarkt. – Ein Ziel, zu dem sich auch die anderen Teilnehmer des Panels klar bekannten. # Deutsche Kreditwirtschaft unterstützt Ansiedlung europäischer ... background hero 16.06.2022 Presseinformation
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Bankenverband: Finanzierungsbedingungen für Unternehmen sind stabil
- Kreditanforderungen für Unternehmen kaum verschärft - Banken haben Risikovorsorge erhöht und sind robust - Finanzierung der Wirtschaft für Umbau nach Pandemie stärken Die aktuelle Lage der Unternehmen in Deutschland ist zweigeteilt: Während Industrie und große Mittelständler bisher überwiegend ohne einschneidende Beeinträchtigungen durch die Krise gekommen sind, wurden Einzelhandel und Dienstleistungssektor teilweise schwer von dem Lockdown getroffen. Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Monaten noch verstärken. „Die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen haben sich trotz der pandemiebedingten Wirtschaftskrise aber kaum verschärft“, sagte Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes bei der Vorstellung des aktuellen Berichts zur Lage der Unternehmensfinanzierung in Deutschland. Die Nachfrage nach Krediten sei allerdings fast zum Erliegen gekommen. Derzeit bewegten sich die Insolvenzzahlen aufgrund der bis Ende April ausgesetzten Meldepflicht noch auf sehr niedrigem Niveau. „Wir gehen derzeit davon aus, dass sich ein möglicher Anstieg von Unternehmensinsolvenzen über mehrere Jahre hinziehen dürfte“, so Ossig. Dieser könne von den Banken abgefedert werden. Ossig: „Die Banken haben zuletzt ihre Risikovorsorge erhöht und sind auf eine mögliche Zunahme von Insolvenzen zur Jahresmitte hin gewappnet. Wir haben die Risiko-Lage im Griff.“ Laut Bankenverband müsste nach Überwindung der Krise in Deutschland viel stärker in eine nachhaltige und digitale Wirtschaft investiert werden. „Damit wir unseren Unternehmenskunden weiter verlässlich zur Seite stehen und bei der Finanzierung des Strukturwandels unterstützen können, müssen die aktuellen Rahmenbedingungen angepasst werden“, so Ossig. Konkretes Beispiel sei die Bankenabgabe: „Durch den starken - EZB-bedingten - Anstieg der Einlagen werden nach den aktuellen Vorgaben zur Befüllung des einheitlichen Abwicklungsfonds den Banken Milliarden entzogen“, sagte Ossig, „diese fehlen für die Kreditversorgung der Wirtschaft an anderer Stelle.“ Darüber hinaus spielten auch Förderinstrumente bei der Unternehmensfinanzierung eine wichtige Rolle. Hier müsste es ein Umdenken in der Förderpolitik geben. Erfahrungen aus den Corona-Hilfsprogrammen sollten als Vorlage dienen, Schlüsselindustrien bzw. Innovationsbranchen künftig gezielter zu unterstützen.
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Bankenpaket: EU-Ministerrat mit konstruktiven Impulsen für herausforderndes Gesetzgebungsverfahren
# Bankenpaket: EU-Ministerrat mit konstruktiven Impulsen für herausforderndes Gesetzgebungsverfahren Wasserzeichen Deutsche Kreditwirtschaft Regulierung Bankenaufsicht 08.11.2022 Presseinformation Thomas Schlüter Steffen Steudel 4 background hero Der Rat der Europäischen Union hat sich heute auf seine Positionierung zum EU-Bankenpaket verständigt. Diese tiefgreifende Überarbeitung bankaufsichtlicher Anforderungen, in deren Zentrum die finale Umsetzung von Basel III steht, wird den europäischen Bankensektor deutlich belasten. Durch die neuen Regelungen werden die Kapitalanforderungen der Institute erheblich ansteigen; ihre Umsetzung ist darüber hinaus mit hohen administrativen Kosten verbunden. Zu begrüßen ist, dass der Rat, die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Regelungen unterstützt, mit denen negative Auswirkungen des Bankenpakets auf die Finanzierung von Verbrauchern und Unternehmen zumindest abgemildert werden sollen. Damit wird wichtigen europäischen Besonderheiten wie etwa der Bankfinanzierung von Unternehmen, die über kein externes Rating verfügen oder dem geringen Risiko von Wohnimmobilienkrediten Rechnung getragen. Dass sich der Rat darüber hinaus gegen die vorgesehenen Verschärfungen im Bereich der Handelsfinanzierungen oder bei der Finanzierung öffentlicher Kunden stellt, ist aus Sicht der deutschen Banken und Sparkassen richtig. Somit haben wichtige Anliegen Berücksichtigung gefunden, die besonders aus deutscher Sicht bedeutsam sind. Zu bedauern ist hingegen, dass die Verhältnismäßigkeit des Regulierungsrahmens für kleine und mittelgroße Institute nach wie vor noch nicht ausreichend berücksichtigt worden ist. Auch die Behandlung von strategisch-langfristigen Beteiligungen ist weiterhin kritisch zu beurteilen und sollte risikoadäquater ausgestaltet werden. Richtig ist auch die Entscheidung des Rates, sich nicht für zusätzliche Kapitalanforderungen für ESG-Risiken in der Säule 1 auszusprechen. Diese sind weder im internationalen Rahmenwerk noch im Kommissionsvorschlag vorgesehen. Zu Recht vertraut der Rat auf eine weiterhin allein risikoorientierte und datenbasierte Regulatorik und weiß sich hier in weitgehender Übereinstimmung mit der großen Mehrheit der Aufsichtsinstanzen. Die klare Positionierung des Rates setzt somit ein wichtiges Signal mit Blick auf die anstehenden Trilogverhandlungen. Unabhängig vom weiteren Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens bedarf es im Anschluss in jedem Fall einer angemessenen Umsetzungsfrist für die Institute.
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