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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
abel_leibmedicus_1699 | 402 | 1,699 | Was die abſonderliche Urſachen ſeyn der Studenten Kranckheiten. | Was die absonderliche Ursachen sein der Studenten Krankheiten. | de | de | de | 1 | 7.0309 |
abel_leibmedicus_1699 | 403 | 1,699 | BLeich wie die Zufaͤlle des Menſchen ſich aͤndern ratione ætatis wegen des Alters/ deñ iedwedes Alter hat ſeine nachſtellende Kranckheiten; alſo geſchicht auch ſolches ratione vitæ generis, wegen unterſchiedener Art des Lebens/ daß man insgemein ſaget: Studenten und Gelehrter Kranckheiten/ Soldaten und Schiffer Kranckheiten/ da eines iedweden Lebens-Art etwas beſonders beytraͤget. | Bleich wie die Zufälle des Menschen sich ändern ratione aetatis wegen des Alters / denn jedwedes Alter hat seine nachstellende Krankheiten; also geschieht auch solches ratione vitae generis, wegen unterschiedener Art des Lebens / dass man insgemein sagt: Studenten und Gelehrter Krankheiten / Soldaten und Schiffer Krankheiten / da eines jedweden Lebensart etwas besonders beiträgt. | de | de | de | 1 | 5.6658 |
abel_leibmedicus_1699 | 404 | 1,699 | Studentẽ Stand/ ein ſchwerer Stand/ daher die meiſten wieder abſpringen/ weil ſie deſſen Bitterkeit nicht vertragen koͤnnen. | Studenten Stand / ein schwerer Stand / daher die meisten wieder abspringen / weil sie dessen Bitterkeit nicht vertragen können. | de | de | de | 1 | 5.6908 |
abel_leibmedicus_1699 | 405 | 1,699 | Ich rede aber von ſolchen/ die ſtudirens wegen einig und allein auf Univerſitaͤten ziehen/ und die Mittel zu ihrem Zweck ernſtlich ſuchen/ in quorum pedibus plumbum potius, quam plumas, alas aut Mercurium currentem affixum deprehendimus, quique ita ſtudiis & artibus liberalibus ſevera cura præſunt, das iſt/ an dero Beinen mehr Bley als Feder/ Fluͤgel oder lauffendes Queck ſilber anzutreffen/ und welche alſo dem ſtudiren und freyen Kuͤnſten ernſtlich obliegen. | Ich rede aber von solchen / die Studierens wegen einig und allein auf Universitäten ziehen / und die Mittel zu ihrem Zweck ernstlich suchen / in quorum pedibus plumbum potius, quam plumas, alas aut Mercurium currentem affixum deprehendimus, quique ita studiis & artibus liberalibus severa cura praesunt, das ist / an deren Beinen mehr Blei als Feder / Flügel oder laufendes Quecke Silber anzutreffen / und welche also dem studieren und freien Künsten ernstlich obliegen. | de | de | de | 1 | 5.5348 |
abel_leibmedicus_1699 | 406 | 1,699 | Solche haben Tag u. Nacht keine Ruhe noch Schlaff/ arbeitẽ mit dem Kopff/ Augen/ Hertzen und Haͤnden/ dergleichẽ Exempel beym Pontano zufindẽ/ laſſen ſich keine andere Dinge leicht abtreiben/ erwehlen das Sitzen mehr/ als unnuͤtze Bewegungen/ vergeſſen offt der Speiſe/ Trancks und Wartung des Leibes/ lieben Nuͤchterkeit biß zur Mahlzeit/ maceriren ſich etwas rechtſchaffens zulernen ſo ſehr/ daß oͤffters ſie einem blaſſen halbtoden mehr aͤhnlich werden/ als einem geſunden/ fliehen alle auch honnette converſation, leiden Kaͤlte und Froſt/ wollen alſo lieber gelehrt/ als geſund heiſſen/ wie jener thoͤrigte Kauffmann beym Selneccero lieber zeitlebens kranck/ als arm ſeyn wolte/ muſte aber dennoch ſein groſſes Gut ohne Geniß mit Verdruß und in ſtetiger Kranckheit anſehen. | Solche haben Tag u. Nacht keine Ruhe noch Schlaf / arbeiten mit dem Kopf / Augen / Herzen und Händen / dergleichen Exempel beim Pontano zufinden / lassen sich keine andere Dinge leicht abtreiben / erwählen das Sitzen mehr / als unnütze Bewegungen / vergessen oft der Speise / Tranks und Wartung des Leibes / lieben Nüchternheit bis zur Mahlzeit / mazerieren sich etwas rechtschaffen zulernen so sehr / dass öfters sie einem blassen Halbtoden mehr ähnlich werden / als einem gesunden / fliehen alle auch honette conversation, leiden Kälte und Frost / wollen also lieber gelehrt / als gesund heißen / wie jener törichte Kaufmann beim Selneccero lieber zeitlebens krank / als arm sein wollte / musste aber dennoch sein großes Gut ohne Genieß mit Verdruss und in stetiger Krankheit ansehen. | de | de | de | 1 | 5.5272 |
abel_leibmedicus_1699 | 407 | 1,699 | Solche pecciren in ihrer auch guten intention wieder ſich ſelbſten und zwar in defectu. | Solche pekzieren in ihrer auch guten Intention wieder sich selbst und zwar in defectu. | de | de | de | 1 | 6.5803 |
abel_leibmedicus_1699 | 408 | 1,699 | Andere hingegen in exceſſu, zumahln in denen Exercitiis, als tantzen/ fechten/ reiten/ ſpringen und ringen. | Andere hingegen in excessu, zumal in denen Exercitiis, als tanzen / fechten / reiten / springen und ringen. | de | de | de | 1 | 5.4291 |
abel_leibmedicus_1699 | 409 | 1,699 | It. welches wohl zu mercken/ mit uͤberfluͤßigen Schlittenfahren bey groſſer Kaͤlte/ welches ſo ſchaͤdlich/ daß wir billich mit ander Leut Schade und fruͤhzeitigen Tode ſolches meiden lernen uͤm Geld und Geſundheit zu erſparen. | It. welches wohl zu merken / mit überflüssigen Schlittenfahren bei großer Kälte / welches so schädlich / dass wir billig mit ander Leute Schade und frühzeitigen Tode solches meiden lernen um Geld und Gesundheit zu ersparen. | de | de | de | 1 | 6.3617 |
abel_leibmedicus_1699 | 410 | 1,699 | Ferner mit kalten Baͤdern/ ſtarcken Schmauſen/ und am allermeiſten mit gar zu vielen lucubriren, welches ein Grobſchmied iſt aller oder doch der meiſten Studenten Kranckheiten. | Ferner mit kalten Bädern / starken Schmausen / und am allermeisten mit gar zu vielen lucubriren, welches ein Grobschmied ist aller oder doch der meisten Studenten Krankheiten. | de | de | de | 1 | 5.9589 |
abel_leibmedicus_1699 | 411 | 1,699 | Weil nun an itzt gedachtẽ Fehlern das meiſte gelegen/ ſo wollen wir iedwedes beſonders betrachten/ was vor Unheil aus iedem tanquam ex equo Trojano entſpringen koͤnne. | Weil nun an jetzt gedachten Fehlern das meiste gelegen / so wollen wir jedwedes besonders betrachten / was vor Unheil aus jedem tanquam ex equo Trojano entspringen könne. | de | de | de | 1 | 6.6286 |
abel_leibmedicus_1699 | 412 | 1,699 | Attic. bellar. p. 297. | Attic. bellar. p. 297. | en | it | la | 0 | 5.2315 |
abel_leibmedicus_1699 | 413 | 1,699 | Das II. Capitel. | Das II. Kapitel. | de | de | eu | 0.667 | 5.7194 |
abel_leibmedicus_1699 | 414 | 1,699 | Von des Schlaffes Nothwendigkeit. | Von des Schlaffes Notwendigkeit. | de | de | de | 1 | 6.9162 |
abel_leibmedicus_1699 | 415 | 1,699 | WElche demnach ihren Leib ſo gering achten/ daß ſie ihm alle Unterhaltung abziehen/ und der Natuͤrlichen Zuneigungen/ und fuͤr allen des Schlaffs berauben/ die thun wieder ſich ſelbſten. | Welche demnach ihren Leib so gering achten / dass sie ihm alle Unterhaltung abziehen / und der natürlichen Zuneigungen / und für allen des Schlafs berauben / die tun wieder sich selbst. | de | de | de | 1 | 5.3702 |
abel_leibmedicus_1699 | 416 | 1,699 | Die Natur laͤſt ſich nicht zwingen ohne groſſe alteration und einigẽ Verluſt/ Natura non eſt depauperanda ſuo genio, niſi quis illam deſtruere velit, das iſt/ die Natur behaͤlt ihre Gewohnheit und laͤſt ſich davon nicht ohne Verlierung der Geſundheit bringen. | Die Natur lässt sich nicht zwingen ohne große Alteration und einigen Verlust / Natura non est depauperanda suo genio, nisi quis illam destruere velit, das ist / die Natur behält ihre Gewohnheit und lässt sich davon nicht ohne Verlierung der Gesundheit bringen. | de | de | de | 1 | 5.4768 |
abel_leibmedicus_1699 | 417 | 1,699 | Und quod caret alterna requie, durabile non eſt, was nicht ſeine ordentliche Ruhe hat/ das dauret nicht lang. | Und quod caret alterna requie, durabile non est, was nicht seine ordentliche Ruhe hat / das dauert nicht lang. | de | de | de | 1 | 6.0036 |
abel_leibmedicus_1699 | 418 | 1,699 | Hæc reparat vires feſſaque membra levat, | Haec reparat vires fessaque membra levat, | en | la | ca | 0 | 6.7144 |
abel_leibmedicus_1699 | 419 | 1,699 | Das iſt/ | Das ist / | de | qu | la | 0.333 | 7.5934 |
abel_leibmedicus_1699 | 420 | 1,699 | Die Ruhe erſetzet die Kraͤffte/ und erquicket die matten Glieder. | Die Ruhe ersetzet die Kräfte / und erquicket die matten Glieder. | de | de | de | 1 | 4.9263 |
abel_leibmedicus_1699 | 421 | 1,699 | Wie kan doch der jenige geſund ſeyn/ der ihm des Lebens beſte Nahrung entziehet? der Schlaff iſt die beſte innerliche Staͤrckung/ welches wir ſehen bey den Patientẽ/ die lang nicht geſchlaffen/ was fuͤr Perlen Krafft empfinden ſie doch dahero. | Wie kann doch derjenige gesund sein / der ihm des Lebens beste Nahrung entziehet? der Schlaf ist die beste innerliche Stärkung / welches wir sehen bei den Patienten / die lang nicht geschlafen / was für Perlen Kraft empfinden sie doch daher. | de | de | de | 1 | 5.834 |
abel_leibmedicus_1699 | 422 | 1,699 | Vor des Schlaffes Nothwendig und Nutzbarkeit waͤre viel zuſagen/ wo es nicht ieden ſchon bekannt waͤre/ doch weiſe ich/ wer ein mehrers verlanget/ an den Sebizium. | Vor des Schlaffes Notwendig und Nutzbarkeit wäre viel zusagen / wo es nicht jeden schon bekannt wäre / doch weise ich / wer ein mehreres verlanget / an den Sebizium. | de | de | de | 1 | 6.4038 |
abel_leibmedicus_1699 | 423 | 1,699 | Es wollen einige gar/ daß unſer Leben von dem Schlaff heruͤhre/ welches von den maͤßigen natuͤrlichen Schlaff wohl kan geſaget werden. | Es wollen einige gar / dass unser Leben von dem Schlaf herrühre / welches von den mäßigen natürlichen Schlaf wohl kann gesagt werden. | de | de | de | 1 | 5.6748 |
abel_leibmedicus_1699 | 424 | 1,699 | Denn mit ſeiner Anmuͤthigkeit ſchmeichelt er gleichſam unſern Geiſtern/ und deßwegen iſt nichts ſuͤſſers als der Schlaff/ wie ſolches auch der Poet lehret: | Denn mit seiner Anmutigkeit schmeichelt er gleichsam unseren Geistern / und deswegen ist nichts Süßers als der Schlaf / wie solches auch der Poet lehrt: | de | de | de | 1 | 5.6668 |
abel_leibmedicus_1699 | 425 | 1,699 | Pathol. Tom. 2. p. 354. | Pathol. Tom. 2. p. 354. | en | en | hi-Latn | 0 | 5.0425 |
abel_leibmedicus_1699 | 426 | 1,699 | Magirus Phyſ. p. 377. §. | Magiruss Phys. p. 377. §. | en | la | lt | 0 | 7.9714 |
abel_leibmedicus_1699 | 427 | 1,699 | 5. | 5. | en | en | ja | 0 | 2.2841 |
abel_leibmedicus_1699 | 428 | 1,699 | Somme, quies rerum, placidiſſime Somne Deorum, Pax animi, quem cura fugit, tu pectora duriſ Feſſa miniſteriis mulces reparaſq́ labori | Somme, quies rerum, placidissime Somne Deorum, Pax animi, quem cura fugit, tu pectora duris Fessa ministeriis mulces reparasq labori | la | la | la | 0 | 5.3821 |
abel_leibmedicus_1699 | 429 | 1,699 | Das iſt/ | Das ist / | de | qu | la | 0.333 | 7.5934 |
abel_leibmedicus_1699 | 430 | 1,699 | O Schlaff/ du Ruhe aller Dinge/ du angenehmer Schlaff der Goͤtter/ du Friede des Gemuͤthes/ fuͤr dem die Sorge fleugt/ du erquickeſt die ermuͤdeten Glieder und macheſt ſie zur Arbeit wieder tuͤchtig und munter. | O Schlaf / du Ruhe aller Dinge / du angenehmer Schlaf der Götter / du Friede des Gemütes / für dem die Sorge fliegt / du erquickest die ermüdeten Glieder und machest sie zur Arbeit wieder tüchtig und munter. | de | de | de | 1 | 4.8132 |
abel_leibmedicus_1699 | 431 | 1,699 | Er iſt das beſte ſpecificum in allen Kranckheiten/ Somnus eſt arcanum in Medicina ſupra omnes gemmas & lapides pretioſos, & medicus eſt magnifaciendus, qui Naturæ egenti commode applicare poteſt ſomniferum, das iſt/ der Schlaff iſt eine geheime Arzeney uͤber alle Edelſteine zuſchaͤtzen/ und der Medicus iſt hoch zuachten/ der der ſchwachen Natur fuͤglich kan eine Ruhe machen. der Schlaff iſt das Band/ der die Kraͤffte der Seelen bindet. | Er ist das beste Spezifikum in allen Krankheiten / Somnus est arcanum in Medicina supra omnes gemmas & lapides pretiosos, & medicus est magnifaciendus, qui Naturae egenti commode applicare potest somniferum, das ist / der Schlaf ist eine geheime Arznei über alle Edelsteine zuschätzen / und der Medikus ist hoch zuachten / der der schwachen Natur füglich kann eine Ruhe machen . der Schlaf ist das Band / der die Kräfte der Seelen bindet. | de | de | de | 1 | 5.0828 |
abel_leibmedicus_1699 | 432 | 1,699 | Das ſie vereiniget bleiben und nicht ſo leicht zerſtreuet werden. | Das sie vereiniget bleiben und nicht so leicht zerstreuet werden. | de | de | de | 1 | 4.4896 |
abel_leibmedicus_1699 | 433 | 1,699 | Er leget dem leibe Nahrung an und maͤſtet ihn dieſes kan ich mit einem Exempel erweiſſen/ denn als 1690 zu Leipzig ein Studioſus, der dem ſtudiren zu ſehr ergeben war/ und den Schlaff nicht achtete/ und ob Er gleich zuvor wohl ausgefuͤllt/ ſtarck und fett geweſen/ ward er doch ſo mager und hager/ daß ihn iedermann fuͤr einen hecticum hielte/ er auch gantz malat nach und nach ſich befunde/ welchen aber keine obgleich beſte Staͤrckungen und analeptica helffen wolten/ ſondern durch recommendirung gnugſam Schlaffes iſt er wieder dick/ fett und ſtarck geworden/ der mir es noch dieſe Stunde dancket. | Er leget dem Leib Nahrung an und mästet ihn dieses kann ich mit einem Exempel erweisen / denn als 1690 zu Leipzig ein Studiosus, der dem studieren zu sehr ergeben war / und den Schlaf nicht achtete / und ob Er gleich zuvor wohl ausgefüllt / stark und fett gewesen / wurde er doch so mager und hager / dass ihn jedermann für einen hecticum hielte / er auch ganz malad nach und nach sich Befunde / welchen aber keine obgleich beste Stärkungen und analeptica helfen wollten / sondern durch recommendirung genugsam schlaffes ist er wieder dick / fett und stark geworden / der mir es noch diese Stunde danket. | de | de | de | 1 | 5.8236 |
abel_leibmedicus_1699 | 434 | 1,699 | Crollius Baſ. chym. p. 305. | Crollius Bas. chym. p. 305. | en | la | vi | 0 | 6.8323 |
abel_leibmedicus_1699 | 435 | 1,699 | Sponius d. l. p. 283. | Sponius d. l. p. 283. | eb | lt | la | 0 | 5.5221 |
abel_leibmedicus_1699 | 436 | 1,699 | Wer erkennet nun nicht hieraus des Schlaffes Krafft und Eigenſchafft? | Wer erkennt nun nicht hieraus des Schlaffes Kraft und Eigenschaft? | de | de | de | 1 | 6.6225 |
abel_leibmedicus_1699 | 437 | 1,699 | Es entſtehet derſelbe von gelinder Feuchtigkeit/ welches wir ſehen an denen phlegmatiſchen Naturen/ wo nun ſolche durch ſtetiges Wachen verzehret und vertrucknet wird (vigiliæ enim exſiccant,) da muß nothwendig der Schlaff weichen/ und der Leib geſchwaͤchet werden. | Es entstehet derselbe von gelinder Feuchtigkeit / welches wir sehen an denen phlegmatischen Naturen / wo nun solche durch stetiges Wachen verzehret und vertrocknet wird (vigiliae enim exsiccant,) da muss notwendig der Schlaf weichen / und der Leib geschwächt werden. | de | de | de | 1 | 5.3303 |
abel_leibmedicus_1699 | 438 | 1,699 | Noch uͤbler aber thun die jenigen/ welche gern ſchlaffen wolten/ auch darzu geneigt ſeyn/ und brechen doch denſelben ab/ werden bald des Schlaffes Bruder und Geſellen werden. | Noch übler aber tun diejenigen / welche gern schlafen wollten / auch dazu geneigt sein / und brechen doch denselben ab / werden bald des Schlaffes Bruder und Gesellen werden. | de | de | de | 1 | 6.0312 |
abel_leibmedicus_1699 | 439 | 1,699 | Man ſiehet es ja ſchon an denẽ/ die nicht ausgeſchlaffen/ wie ſie ſich denſelben Tag anſtellen. | Man sieht es ja schon an den / die nicht ausgeschlafen / wie sie sich denselben Tag anstellen. | de | de | de | 1 | 4.8746 |
abel_leibmedicus_1699 | 440 | 1,699 | Bedarff alſo keines weitern erweiſens. | Bedarf also keines weiteren Erweisens. | de | de | de | 1 | 5.4636 |
abel_leibmedicus_1699 | 441 | 1,699 | Das III. Capitel. | Das III. Kapitel. | de | de | eu | 0.667 | 5.7941 |
abel_leibmedicus_1699 | 442 | 1,699 | Von vielen wachen und deſſen Schaden. | Von vielen wachen und dessen Schaden. | de | de | de | 1 | 6.5161 |
abel_leibmedicus_1699 | 443 | 1,699 | DAs uͤbrige Wachen verzehret alle Feuchtigkeit/ und trucknet den Leib aus/ es verhindert die Kochung/ nach Hippocratis Meinung/ die alſo heiſt: | Das übrige Wachen verzehret alle Feuchtigkeit / und trocknet den Leib aus / es verhindert die Kochung / nach Hippocratis Meinung / die also heißt: | de | de | de | 1 | 5.8363 |
abel_leibmedicus_1699 | 444 | 1,699 | Vehemens vigilia potus cibosque tum crudos tum incoctiores reddit, das iſt/ ſtarckes Wachen laͤſt Speiß und Tranck ſo wohl roh als auch ungekocht liegen. | Vehemens vigilia potus cibosque tum crudos tum incoctiores reddit, das ist / starkes Wachen lässt Speise und Trank sowohl roh als auch ungekocht liegen. | de | de | de | 1 | 5.8334 |
abel_leibmedicus_1699 | 445 | 1,699 | Es machet den Leib hager/ wie aus den vorhergehenden Exempel zu erſehen/ daraus entſtehet endlich die Schwindſucht/ nach Weiſſagung des Poëten | Es macht den Leib hager / wie aus den vorhergehenden Exempel zu ersehen / daraus entstehet endlich die Schwindsucht / nach Weissagung des Poeten | de | de | de | 1 | 4.9588 |
abel_leibmedicus_1699 | 446 | 1,699 | De Diæta in acut. | De Diaeta in acut. | en | da | nl | 0 | 7.762 |
abel_leibmedicus_1699 | 447 | 1,699 | de quo Spon. d. l. p. 279. | de quo Spon. d. l. p. 279. | eb | es | fr | 0 | 5.2647 |
abel_leibmedicus_1699 | 448 | 1,699 | Ovid. l. 1. de art. am. 737. | Ovid. l. 1. de art. am. 737. | sv | es | ca | 0 | 5.6421 |
abel_leibmedicus_1699 | 449 | 1,699 | Attenuant juvenum vigiles mox corpora noctes Nachtwachen macht junge Leute hager. | Attenuant juvenum vigiles mox corpora noctes Nachtwachen macht junge Leute hager. | fr | de | de | 0.667 | 6.056 |
abel_leibmedicus_1699 | 450 | 1,699 | Verzehret alle Kraͤfften/ alle ßhlicht und fette Theile des Leibes/ darauf folget ein ſtarckes Abnehmen Maraſmus genannt/ deß wegen nennet auch Hippocrates Vigilias voraces. | Verzehret alle Kräften / alle ölig und fette Teile des Leibes / darauf folget ein starkes Abnehmen Marasmus genannt / deswegen nennt auch Hippokrates Vigilias voraces. | de | de | de | 1 | 6.0229 |
abel_leibmedicus_1699 | 451 | 1,699 | Helmontius hat obſerviret/ daß einer durch uͤberfluͤßiges ſtudiren und meditiren kurtz athemicht worden/ welches faſt bey den meiſten Gelehrten zufinden. | Helmontius hat observieret / dass einer durch überflüssiges Studieren und meditieren kurz athemicht worden / welches fast bei den meisten Gelehrten zu finden. | de | de | de | 1 | 6.2093 |
abel_leibmedicus_1699 | 452 | 1,699 | Es verurſachet Melancholey/ und deswegen werden die Vigiliæ genennet deliriorum mater oder eine Mutter der Raſerey/ wie man dergleichen Exempel zur Gnuͤge hat. | Es verursachet Melancholie / und deswegen werden die Vigiliae genannt deliriorum mater oder eine Mutter der Raserei / wie man dergleichen Exempel zur Genüge hat. | de | de | de | 1 | 5.5288 |
abel_leibmedicus_1699 | 453 | 1,699 | Es verurſachet Fieber/ Fluͤſſe/ Verſtopffung des Leibes/ zufoͤrderſt aber vaſorum meſaraicorum oder der Milch und Gekroͤß aͤdrigen. | Es verursachet Fieber / Flüsse / Verstopfung des Leibes / zuvörderst aber vasorum mesaraicorum oder der Milch und Gekröse ädrigen. | de | de | de | 1 | 5.4169 |
abel_leibmedicus_1699 | 454 | 1,699 | (wegen Mangelung der Feuchtigkeit/) Kraͤtze/ (welche Studenten-Bluͤmlein ad differentiam genennet werden.) | (wegen Mangelung der Feuchtigkeit /) Krätze / (welche Studentenblümlein ad differentiam genannt werden.) | de | de | de | 1 | 6.5352 |
abel_leibmedicus_1699 | 455 | 1,699 | Derowegen der Schlaff billich Koͤniglicher Ehre wuͤrdig zuſchaͤtzen. | Derowegen der Schlaf billig königlicher Ehre würdig zuschätzen. | de | de | de | 1 | 8.3697 |
abel_leibmedicus_1699 | 456 | 1,699 | Wedel. Theorem. p. 167. | Wedel. Theorem. p. 167. | en | en | be | 0 | 5.205 |
abel_leibmedicus_1699 | 457 | 1,699 | Pontanus d. l p. 247. | Pontanus d. l p. 247. | eb | lt | id | 0 | 6.7958 |
abel_leibmedicus_1699 | 458 | 1,699 | Das IV. Capitel. | Das IV. Kapitel. | de | de | la | 0.667 | 6.0794 |
abel_leibmedicus_1699 | 459 | 1,699 | Von uͤberfluͤßigen und unzeitigen Schlaff. | Von überflüssigen und unzeitigen Schlaf. | de | de | de | 1 | 6.181 |
abel_leibmedicus_1699 | 460 | 1,699 | NIcht minder verurſachet auch Kranckheiten bey Studirenden der uͤberfluͤßige und unzeitige Schlaff/ welcher an ſich ſchon eine Abbildung des Todes iſt durch dieſen werden alle Feuchtigkeiten des Leibes vermehret/ und wenn ſie nicht beweget werden/ faul und traͤg/ die Geiſter unterdruͤcket und gedaͤmpfft/ unrein und truͤb/ der Leib ſiech und kranck/ das Gehirn kalt und feucht/ der Kopff dumm/ der Verſtand ſchwach/ das Gedaͤchtnuͤß und judicium vergehet/ die Schaͤrffe der Sinnen verliert ſich/ Kopffweh/ truͤbe und bloͤde Augen/ Schwachheit des appetits, eine Cacochymie und endlich ſtelt ſich ein die Waſſer und Schwindſucht/ das Geſicht ſcheint zerdunſtet/ Lungen und Leber werden anbruͤchig und ſterben ſolche Schlaffſuͤchtige vor der Zeit entweder ploͤtzlich an den Schlagfluß oder faulen Fiebern. | Nicht minder verursachet auch Krankheiten bei Studierenden der überflüssige und unzeitige Schlaf / welcher an sich schon eine Abbildung des Todes ist durch diesen werden alle Feuchtigkeiten des Leibes vermehret / und wenn sie nicht beweget werden / faul und träg / die Geister unterdrücket und gedämpft / unrein und trüb / der Leib siech und krank / das Gehirn kalt und feucht / der Kopf dumm / der Verstand schwach / das Gedächtnis und judicium vergehet / die Schärfe der Sinnen verliert sich / Kopfweh / trübe und blöde Augen / Schwachheit des Appetits, eine Cacochymie und endlich stählt sich ein die Wasser und Schwindsucht / das Gesicht scheint dunstet / Lungen und Leber werden anbrüchig und sterben solche Schlaffsüchtige vor der Zeit entweder plötzlich an den Schlagfluss oder faulen Fiebern. | de | de | de | 1 | 4.778 |
abel_leibmedicus_1699 | 461 | 1,699 | Ja alles was ſie eſſen oder trincken/ das wird zur Faͤulung/ und alſo der Zunder zum Boͤſen ſtaͤrcker. | Ja alles was sie essen oder trinken / das wird zur Fäulung / und also der Zunder zum Bösen stärker. | de | de | de | 1 | 5.2671 |
abel_leibmedicus_1699 | 462 | 1,699 | Pfeiffer d. l. p. 779. ſq. | Pfeiffer d. l. p. 779. sq. | eb | no | mt | 0 | 4.9371 |
abel_leibmedicus_1699 | 463 | 1,699 | Das V. Capitel. | Das V. Kapitel. | de | de | bg-Latn | 0.667 | 6.8339 |
abel_leibmedicus_1699 | 464 | 1,699 | Vom ſtetigen Sitzen. | Vom stetigen Sitzen. | de | de | de | 1 | 6.4064 |
abel_leibmedicus_1699 | 465 | 1,699 | DAs ſtetige ſitzen bringet die meiſten uͤm das Leben/ machet ſtets ſiechende Leiber/ (welches an dem Frauen Volck zu erſehen/ die auch deßwegen ſtets bipen/) dadurch werden die Gekroͤß Adrigen verſtopffet/ die Gedaͤrm zuſammen gedruͤckt/ die gedruͤckte u. gepreſte Gallen Blaſſe ſtoͤſt die Gall zur Unzeit und haͤuffiger aus/ das Blut ſchieſt ſtaͤrcker in die Miltz/ (welches ohne diß ſehr viel Aedrigen hat und denen Verſtopffungen unterworffen iſt/) daſelbſt verſauret es und wird zach/ daher kommẽ die Miltz-Beſchwerungẽ/ Scharbock/ Malum hypochondriacum &c. Item. der Stein in Lenden und Nieren/ ſchwartze gelbe Farb des Angeſichts. ja durch ſolch gebucktes ſitzen werdẽ die Gallen zufuͤhrende Gefaͤß verſtopffet/ daß dieſelbe nicht kan recht von dem Blut ſepariret werden/ ſondern wieder zuruͤck trit/ Unruhe und groſſen Schaden verurſachet. | Das stetige Sitzen bringt die meisten um das Leben / macht stets siechende Leiber / (welches an dem Frauen Volk zu ersehen / die auch deswegen stets pipen /) dadurch werden die Gekröse adrigen verstopfet / die Gedärm zusammen gedrückt / die gedrückte u. gepresste Gallen Blasse stößt die Gall zur Unzeit und häufiger aus / das Blut schießt stärker in die Milz / (welches ohne dies sehr viel Äderchen hat und denen Verstopfungen unterworfen ist /) daselbst versauert es und wird zach / daher kommen die Milz-Beschwerungen / Scharbock / Malum hypochondriacum & c. Item . der Stein in Lenden und Nieren / schwarze gelbe Farbe des Angesichts . ja durch solch gebücktes sitzen werden die Gallen zuführende Gefäß verstopfet / dass dieselbe nicht kann recht von dem Blut separieret werden / sondern wieder zurücktritt / Unruhe und großen Schaden verursachet. | de | de | de | 1 | 5.2769 |
abel_leibmedicus_1699 | 466 | 1,699 | Die Gall die zu der balſamiſchen Milchmachung in denen dinnen Gedaͤrmen dienen ſolt/ ſchlaͤgt mit ſeiner ſauren Schaͤrffe den chylum und das beſte darnieder/ daß an ſtatt deſſen eine lautere molckigte Waͤſſrigkeit in die Milch- Gefaͤſſe gehet/ die nieder geſchlagne balſamiſche Theile gerinnen zuſammen und faulen endlich. | Die Gall die zu der balsamischen Milchmachung in denen dienen Gedärmen dienen sollt / schlägt mit seiner sauren Schärfe den chylum und das beste danieder / dass an stattdessen eine lautere molckigte Wässrigkeit in die Milch-Gefäße geht / die nieder geschlagene balsamische Teile gerinnen zusammen und faulen endlich. | de | de | de | 1 | 6.0519 |
abel_leibmedicus_1699 | 467 | 1,699 | Was kan nun gutes oder ſonſt fuͤr Nahrung daraus entſtehen? | Was kann nun gutes oder sonst für Nahrung daraus entstehen? | de | de | gl | 0.667 | 7.1556 |
abel_leibmedicus_1699 | 468 | 1,699 | Hoͤret doch was dort bey dem Plauto, Palinurus der Knecht dem Cappadoci fuͤr ein gut Conſilium medicum giebet/ (vieleicht hat es ihme die Vernunfft und eigene Erfahrung gelehret/) ſagende: Ambula & lieni optimum eſt, das iſt/ gehe herum (und ſitze nicht zu viel) denn das iſt der Miltz zutraͤglich. | Höret doch was dort bei dem Plauto, Palinurus der Knecht dem Cappadoci für ein gut Consilium medicum gibt / (vielleicht hat es ihm die Vernunft und eigene Erfahrung gelehrt /) sagende: Ambula & lieni optimum est, das ist / gehe herum (und sitze nicht zu viel) denn das ist der Milz zuträglich. | de | de | de | 1 | 5.7762 |
abel_leibmedicus_1699 | 469 | 1,699 | Die Glieder Kranckheit folget gemeiniglich auf ſolch ſtetiges Sitzen/ da es in denen Schuldern ziehet nicht anders/ als wenn ein Seul mit einem Stein den Ruͤcken herunter haͤnge mit groſſer Verdruͤßlichkeit/ da die Achſeln und Beine bald auf/ bald nieder gezogen werden/ wie ich ein artlich Exempel weiß an einem numehro vornehmen Manne/ welchem nichts als der Spiritus Tartari volatilis cum Spiritu Cornu Cervi rectif. durch mein Zureden geholffen/ nebſt einer ſonderlichen Thee von nervinis volatiliſchen balſamiſchen Kraͤutern. | Die Glieder Krankheit folget gemeiniglich auf solch stetiges Sitzen / da es in denen Schuldern ziehet nicht anders / als wenn ein Seul mit einem Stein den Rücken herunterhänge mit großer Verdrießlichkeit / da die Achseln und Beine bald auf / bald niedergezogen werden / wie ich ein artlich Exempel weiß an einem nunmehr vornehmen Manne / welchem nichts als der Spiritus Tartari volatilis cum Spiritu Cornu Cervi rectif . durch mein Zureden geholfen / nebst einer sonderlichen Tee von nervinis volatileschen balsamischen Kräutern. | de | de | de | 1 | 5.9809 |
abel_leibmedicus_1699 | 470 | 1,699 | Andere oͤbel mehr zu geſchweigen. | Andere öbel mehr zu geschweigen. | de | de | de | 1 | 7.8479 |
abel_leibmedicus_1699 | 471 | 1,699 | Horſt. de ſcorb. S. 2. §. 9. p. 23. | Horst . de scorb. S. 2. §. 9. p. 23. | en | la | fr | 0 | 5.2916 |
abel_leibmedicus_1699 | 472 | 1,699 | In Curcul. act, 2. p. m. 167. | In Curcul. act, 2. p. m. 167. | en | en | la | 0 | 5.4994 |
abel_leibmedicus_1699 | 473 | 1,699 | de quibus videatur Rolfinc. meth. med. Spec. l. 2. S. 3. c. 5. p. 123. | de quibus videatur Rolfinc. meth. med. Spec. l. 2. S. 3. c. 5. p. 123. | en | fr | la | 0 | 4.703 |
abel_leibmedicus_1699 | 474 | 1,699 | Das VI Capitel. | Das VI Kapitel. | de | de | eo | 0.667 | 9.2146 |
abel_leibmedicus_1699 | 475 | 1,699 | Vom nuͤchtern bleiben. | Vom nüchtern bleiben. | de | de | de | 1 | 8.4961 |
abel_leibmedicus_1699 | 476 | 1,699 | WElche biß zur Mahlzeit nuͤchtern bleiben/ und doch darbey ſtarck ſtudiren/ die wiſſen vielleicht nicht/ daß der Magen ſey ταμεῖ- ον τροϕῆς, cibi promptuarium eine Speiſe-Kammer/ welche/ wenn ſie leer/ ſchlechten Troſt giebet/ denen die ermuͤdet und hungerig ſeyn/ und wo der Magen leidet/ die gantze Natur mit leiden muß. | Welche bis zur Mahlzeit nüchtern bleiben / und doch dabei stark studieren / die wissen vielleicht nicht / dass der Magen sei ταμεῖ- ον τροϕῆς, cibi promptuarium eine Speisekammer / welche / wenn sie leer / schlechten Trost gibt / denen die ermüdet und hungrig sein / und wo der Magen leidet / die ganze Natur mit leiden muss. | de | de | de | 1 | 4.967 |
abel_leibmedicus_1699 | 477 | 1,699 | Durch ſolches Faſten wird das menſtruum ventriculi voracius, acidius & activius der Magen Schleim wird freßhaffter/ ſauerer und ſtaͤrcker/ ſo gar/ daß ſie darnach einen ſtaͤrckern appetit bekommen zum Eſſen/ und wenn ſie denn zu Tiſch kommen/ da gehet es Rips Raps/ qui capere poteſt, capiat; Aber wer nur auch in den Magen Zaͤhne haͤtte/ wie der Krebs (welches artlich zu ſehen.) | Durch solches Fasten wird das menstruum ventriculi voracius, acidius & activius der Magen Schleim wird fresshafter / saurer und stärker / so gar / dass sie danach einen stärkeren appetit bekommen zum Essen / und wenn sie denn zu Tisch kommen / da geht es Rips Raps / qui capere potest, capiat; Aber wer nur auch in den Magen Zähne hätte / wie der Krebs (welches artlich zu sehen.) | de | de | de | 1 | 5.6241 |
abel_leibmedicus_1699 | 478 | 1,699 | Iſt nun in der Eilfertigkeit ein Klumpen ungekaͤuet hinter gefahren/ er wird wohl ſo bleiben/ und dem Magen zu thun genug machen/ den vitium coctionis primæ non corrigitur in ſecunda nec tertia das iſt/ was in der erſten Kochung verſaͤumet wird (nemlich in dem Kanen) das wird die andere oder dritte nicht verbeſſern/ welches ich an einem von meinem geweſenen Commenſali oder Tiſchburſch vor dieſen wahr genommen/ welcher aber immer ausgeſehen/ als ein Jud/ auch fort und fort Verſtopffungen des Leibes und hartes Druͤcken uͤber dem Magen doch darbey ſtarcken aber ungeſunden appetit hatte. | Ist nun in der Eilfertigkeit ein Klumpen ungekäut hinter gefahren / er wird wohl so bleiben / und dem Magen zu tun genug machen / den vitium coctionis primae non corrigitur in secunda nec tertia das ist / was in der ersten Kochung versäumet wird (nämlich in dem Kannen) das wird die andere oder dritte nicht verbessern / welches ich an einem von meinem gewesenen Commensali oder Tischbursch vor diesen wahr genommen / welcher aber immer ausgesehen / als ein Jude / auch fort und fort Verstopfungen des Leibes und hartes Drücken über dem Magen doch dabei starken aber ungesunden appetit hatte. | de | de | de | 1 | 5.5997 |
abel_leibmedicus_1699 | 479 | 1,699 | Es bringet das lange Nuͤchtern ſeyn denen Gelehrten auch Schaden/ weil die Natur geſchwaͤchet wird und ſich ſelbſt verzehret/ es verurſachet Schwindel/ Schwachheit des Haupts und Hertzens/ Hertzklopffen/ Ohnmachten. | Es bringt das lange Nüchtern sein denen Gelehrten auch Schaden / weil die Natur geschwächt wird und sich selbst verzehret / es verursachet Schwindel / Schwachheit des Haupts und Herzens / Herzklopfen / Ohnmachten. | de | de | de | 1 | 5.4476 |
abel_leibmedicus_1699 | 480 | 1,699 | Dahero iſt das Conſilium gut: | Daher ist das Consilium gut: | de | la | la | 0.333 | 4.6484 |
abel_leibmedicus_1699 | 481 | 1,699 | Die leicht ohnmaͤchtig werden/ ſollen nicht lang nuͤchtern bleiben. | Die leicht ohnmächtig werden / sollen nicht lang nüchtern bleiben. | de | de | de | 1 | 6.7553 |
abel_leibmedicus_1699 | 482 | 1,699 | Es wird dadurch bey hitzigen Naturen die Gall ſchaͤrffer und das Gebluͤt erhitzet; drum rathe ich nicht daß einer ſeinen Leib oder Magen mit vielen Faſten von Morgen biß Mittag uͤm 12. und 1. uhr caſteye/ ſonſt wird er aus der Lateiniſchen Garkuͤchen ſich muͤſſen ſpeiſen laſſen. | Es wird dadurch bei hitzigen Naturen die Gall schärfer und das Geblüt erhitzet; darum rate ich nicht dass einer seinen Leib oder Magen mit vielen Fasten von Morgen bis Mittag um 12. und 1. Uhr kasteie / sonst wird er aus der Lateinischen Garküchen sich müssen speisen lassen. | de | de | de | 1 | 5.3176 |
abel_leibmedicus_1699 | 483 | 1,699 | Das VII. Capitel. | Das VII. Kapitel. | de | de | la | 0.667 | 6.183 |
abel_leibmedicus_1699 | 484 | 1,699 | Von der Geſellſchafft. | Von der Gesellschaft. | de | de | de | 1 | 4.5899 |
abel_leibmedicus_1699 | 485 | 1,699 | Die Ermangelung honnetter Converſation thut viel zur Staͤrckung des mali hypochondriaci und Melancholey. | Die Ermangelung honnetter Conversation tut viel zur Stärkung des mali hypochondriaci und Melancholie. | de | de | de | 1 | 5.2462 |
abel_leibmedicus_1699 | 486 | 1,699 | Es iſt ja von Natur nicht gut/ daß der Menſch allein ſey/ ſondern/ daß er ſeines gleichen ſucht und liebe/ darum wird die φιλανϑρωπία oder Leutſeligkeit/ als eine ſchoͤne Tugend bey iederman ſehr gelobet. | Es ist ja von Natur nicht gut / dass der Mensch allein sei / sondern / dass er seinesgleichen sucht und liebe / darum wird die φιλανϑρωπία oder Leutseligkeit / als eine schöne Tugend bei jedermann sehr gelobet. | de | de | de | 1 | 4.3882 |
abel_leibmedicus_1699 | 487 | 1,699 | Durch die Converſation wird des Menſchen Seel und Geiſt geaͤndert mit ergoͤtzlich- und erfreulichen diſcurs, die phantaſia wird aus der Verwirrung in die Ordnung gebracht/ die Seelen-Geiſter durch zulaͤßige und verantwortliche Luſtigkeit aufgemuntert/ formiren eine andere Ideam, und bekommen einen friſchern und hurtigern Lauff/ veraͤndern alſo die gantze Natur/ welches die Erfahrung bezeuget. | Durch die Conversation wird des Menschen Seele und Geist geändert mit ergötzlich- und erfreulichen Diskurs, die phantasia wird aus der Verwirrung in die Ordnung gebracht / die Seelengeister durch zulässige und verantwortliche Lustigkeit aufgemuntert / formieren eine andere Ideam, und bekommen einen frischeren und hurtigeren Lauf / verändern also die ganze Natur / welches die Erfahrung bezeuget. | de | de | de | 1 | 5.1805 |
abel_leibmedicus_1699 | 488 | 1,699 | Hingegen die Einſamkeit betruͤbet ſelbige/ verurſachet mehr Traurigkeit und Melancholey. | Hingegen die Einsamkeit betrübet selbige / verursachet mehr Traurigkeit und Melancholie. | de | de | de | 1 | 5.0126 |
abel_leibmedicus_1699 | 489 | 1,699 | Denn die Seele wird uͤber einem Dinge allein bald ermuͤdet/ und alſo auch die gantze Natur. | Denn die Seele wird über einem Dinge allein bald ermüdet / und also auch die ganze Natur. | de | de | de | 1 | 5.4152 |
abel_leibmedicus_1699 | 490 | 1,699 | NB. | NB. | en | en | fy | 0 | 3.6889 |
abel_leibmedicus_1699 | 491 | 1,699 | Verſtehe aber nicht die gefaͤhrliche Converſation mit unzuͤchtigen Frauen-Volck/ die ihre Schamhafftigkeit an den Nagel gehencket/ von denẽ hat man keine Ehre/ ſondern da heiſt es: inter fœminas qui nutriuntur, non magis ſapere poſſunt, quàm benè olere qui in culina habitant. | Verstehe aber nicht die gefährliche Conversation mit unzüchtigen Frauenvolk / die ihre Schamhaftigkeit an den Nagel gehenkt / von den hat man keine Ehre / sondern da heißt es: inter foeminas qui nutriuntur, non magis sapere possunt, quam bene olere qui in culina habitant. | de | de | de | 1 | 4.7533 |
abel_leibmedicus_1699 | 492 | 1,699 | Auch haben nicht alle das Donum continentiæ Hippolyti, viel weniger des loͤblichen Kaͤyſers Caroli. | Auch haben nicht alle das Donum continentiae Hippolyti, viel weniger des löblichen Kaisers Caroli. | de | de | de | 1 | 6.0541 |
abel_leibmedicus_1699 | 493 | 1,699 | Ovid. Metamorph. l. 15. P. Rho Exemp. virt. p. 33. | Ovid. Metamorph. l. 15. P. Rho Exemp. virt. p. 33. | en | en | bg | 0 | 5.3908 |
abel_leibmedicus_1699 | 494 | 1,699 | Mich. | Mich. | de | de | it | 0.667 | 4.1965 |
abel_leibmedicus_1699 | 495 | 1,699 | Saxo Kaͤyſers Chronick. | Saxo Kaisers Chronik. | en | fi | haw | 0 | 7.5993 |
abel_leibmedicus_1699 | 496 | 1,699 | P. 4. f. 298. ejusd. Alphab. hiſtor. p. 86. ſq. | P. 4. f. 298. ejusd. Alphab. histor. p. 86. sq. | es | vi | az | 0 | 5.1196 |
abel_leibmedicus_1699 | 497 | 1,699 | Das VIII. Capitel. | Das VIII. Kapitel. | de | de | la | 0.667 | 6.087 |
abel_leibmedicus_1699 | 498 | 1,699 | Von den Exercitiis. | Von den Exercitiis. | eo | de | de | 0.667 | 4.6133 |
abel_leibmedicus_1699 | 499 | 1,699 | DIe Exercitia auf Univerſitaͤten haben ihren Nutzen/ ſind auch ſonſt hoͤchſt loͤblich und regaliſch/ machen geſchickte/ diſponirte und geſunde Leiber/ manche Schwermuth wird dadurch vertrieben/ das Gemuͤth erfriſchet/ die Glieder und Kraͤffte aufgemundert/ daß ſie mit Luſt wieder an die ordentliche Arbeit gehen/ ſie erhalten des Leibes vigeur, ſind der Natur und dem Magen eine Medicin, und bringen Appetit zum eſſen. | Die Exercitia auf Universitäten haben ihren Nutzen / sind auch sonst höchst löblich und regalisch / machen geschickte / disponierte und gesunde Leiber / manche Schwermut wird dadurch vertrieben / das Gemüt erfrischet / die Glieder und Kräfte aufgemuntert / dass sie mit Lust wieder an die ordentliche Arbeit gehen / sie erhalten des Leibes vigeur, sind der Natur und dem Magen eine Medizin, und bringen Appetit zum Essen. | de | de | de | 1 | 5.3386 |
abel_leibmedicus_1699 | 500 | 1,699 | Nichts deſto weniger thut mancher darin zu viel/ und ziehet ſich daher groſſen Schaden zu. | Nichtsdestoweniger tut mancher darin zu viel / und ziehet sich daher großen Schaden zu. | de | de | de | 1 | 4.5664 |
abel_leibmedicus_1699 | 501 | 1,699 | Der eine bekoͤmt einen Bruch/ der andere zerreiſſet ſonſten was im Leibe/ zerſchuͤttert ſein Eingeweide und machet ſie gantz krafftloß. | Der eine bekommt einen Bruch / der andere zerreißet sonsten was im Leibe / schüttert sein Eingeweide und macht sie ganz kraftlos. | de | de | de | 1 | 5.2028 |
Subsets and Splits
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