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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
abel_leibmedicus_1699 | 602 | 1,699 | Das hieß ein ſchoͤner Brauch oder Gewohnheit des Schmauſens/ denn auf ſolche Art blieben ſie alle bey ihrer Vernunfft und Geſundheit. | Das hieß ein schöner Brauch oder Gewohnheit des Schmausens / denn auf solche Art blieben sie alle bei ihrer Vernunft und Gesundheit. | de | de | de | 1 | 5.6698 |
abel_leibmedicus_1699 | 603 | 1,699 | Itzund waͤret das Sauffen biß in die finſtere Nacht/ da trinckt man erſtlich aus Durſt/ darnach aus Wolluſt/ denn zur Trunckenheit/ und endlich biß alle Vernunfft gebrochen und man gantz doll worden/ ja dem unvernuͤnfftigen Vieh gleich. | Jetzund wäret das Saufen bis in die finstere Nacht / da trinkt man erstlich aus Durst / danach aus Wollust / denn zur Trunkenheit / und endlich bis alle Vernunft gebrochen und man ganz doll worden / ja dem unvernünftigen Vieh gleich. | de | de | de | 1 | 5.0631 |
abel_leibmedicus_1699 | 604 | 1,699 | Wer das Nachtſchmauſen erſonnen/ iſt gewiß ein Feind geweſen ſeiner eigenen Geſundheit/ weil es den Leib ſchwaͤchet/ den Magen uͤberſchwemmet/ die ſpiritus turbiret &c. | Wer das Nachtschmausen ersonnen / ist gewiss ein Feind gewesen seiner eigenen Gesundheit / weil es den Leib schwächet / den Magen überschwemmet / die spiritus turbieret etc. | de | de | de | 1 | 5.6809 |
abel_leibmedicus_1699 | 605 | 1,699 | Wie oben von der Trunckenheit geſaget. | Wie oben von der Trunkenheit gesagt. | de | de | de | 1 | 4.6893 |
abel_leibmedicus_1699 | 606 | 1,699 | Nur ein weniges von den ſtarcken Nachtſauffen zu gedencken/ ſo iſt daſſelbige ein rechtes Seminarium oder Pflantz-Garte der groͤſten und langwirigſten Kranckheiten; Das Morgen- und Spaͤt-ſaufen iſt der Geſundheit hoͤchſt zuwieder/ die aufloͤſung derſpeiſen und Austheilung des Milchſaffts in den Magen wird verhindert/ d... | Nur ein weniges von den starken Nachtsaufen zu gedenken / so ist dasselbe ein rechtes Seminarium oder Pflantz-Garte der größten und langwierigsten Krankheiten; das Morgen- und Spät-Saufen ist der Gesundheit höchst zuwider / die Auflösung derspeisen und Austeilung des Milchsafts in den Magen wird verhindert / die Natur ... | de | de | de | 1 | 5.0153 |
abel_leibmedicus_1699 | 607 | 1,699 | Wer dieſem nur ferner wolte nachſinnen/ dem wuͤrde vieleicht wohl gefallen/ was jener verſtaͤndige Mann davon judiciret: | Wer diesem nur ferner wollte nachsinnen / dem würde vielleicht wohl gefallen / was jener verständige Mann davon judizieret: | de | de | de | 1 | 5.9228 |
abel_leibmedicus_1699 | 608 | 1,699 | quam turpius igitur, ſpricht er/ ſtudioſa ac literata juventus ſibi filum vitæ præſcindit, dum quilibet glorioſior helluo eſſe cupit, das iſt: | quam turpius igitur, spricht er / studiosa ac literata juventus sibi filum vitae praescindit, dum quilibet gloriosior helluo esse cupit, das ist: | no | la | la | 0 | 5.6419 |
abel_leibmedicus_1699 | 609 | 1,699 | Wie ſchaͤndlich die ſtudirende und Gelehrte Jugend ſich ihren Lebens Faden abſchneidet/ in dem iedweder dahin ſtrebet/ wie er durch praffes Sauffen moͤge einen groſſen Ruhm erlangen. | Wie schändlich die studierende und Gelehrte Jugend sich ihren Lebens Faden abschneidet / in dem jedweder dahin strebet / wie er durch praffes Saufen möge einen großen Ruhm erlangen. | de | de | de | 1 | 6.1743 |
abel_leibmedicus_1699 | 610 | 1,699 | Da gehetes nun gemeiniglich an ein Geſundheits Sauffen/ ſolte es auch aus der Jungfer lincken Schuh geſchehen/ aber darauf folget ſchlechte Geſundtheit/ ſondern es heiſt vielmehr: | Da gehetes nun gemeiniglich an ein Gesundheit Saufen / sollte es auch aus der Jungfer linken Schuh geschehen / aber darauf folget schlechte Gesundheit / sondern es heißt vielmehr: | de | de | de | 1 | 6.5667 |
abel_leibmedicus_1699 | 611 | 1,699 | Grembs arbor. integr. & rum. l. 3. c. 1. §. 27 p. 464. | Grembs arbor. integr. & rum. l. 3. c. 1. §. 27 p. 464. | eb | tr | la | 0 | 5.0685 |
abel_leibmedicus_1699 | 612 | 1,699 | Qui vult alterius Cyathis haurire ſalutem, (ſuam, Ille lucrum referet, perdat ut ipſe | Qui vult alterius Cyathis haurire salutem, (suam, Ille lucrum referet, perdat ut ipse | ia | la | la | 0 | 6.4453 |
abel_leibmedicus_1699 | 613 | 1,699 | oder wer da wil eines andern Geſundheit ſauffen/ der wird den Gewinn davon tragen/ daß er ſeine dargegen verlieret. | oder wer da will eines anderen Gesundheit saufen / der wird den Gewinn davon tragen / dass er seine dagegen verlieret. | de | de | de | 1 | 5.9131 |
abel_leibmedicus_1699 | 614 | 1,699 | Die meiſten haben von dem Alten/ die aber in vielen Stuͤcken wichtig geirret/ dieſes noch ererbet/ daß das Monatliche ordinaire Vollſauffen eine Artzeney ſey zur Reinigung des Magens/ dergleichen Meinung war Avicenna, nicht aber als Hippocrates, der vielmehr das Gegentheil ſtatuiret. | Die meisten haben von dem Alten / die aber in vielen Stücken wichtig geirrt / dieses noch ererbet / dass das Monatliche ordinäre Vollsaufen eine Arznei sei zur Reinigung des Magens / dergleichen Meinung war Avicenna, nicht aber als Hippokrates, der vielmehr das Gegenteil statuieret. | de | de | de | 1 | 5.2425 |
abel_leibmedicus_1699 | 615 | 1,699 | Alleine hie ſoll man wiſſen/ daß ſolches der Vernunfft zuwieder und keines weges nuͤtzlich ſey/ deñ weñ ich mehr einſauffe/ als der Magen annehmen kan/ ſo muß es freylich wieder den Gang gehẽ/ darein es gekommen iſt/ und wird vielmehr das Ubel und die Rohigkeit im Magen ein als ausgewurtzelt/ zu dem ſo machet ja der... | Alleine hie soll man wissen / dass solches der Vernunft zuwider und keines Weges nützlich sei / denn wenn ich mehr einsauffe / als der Magen annehmen kann / so muss es freilich wieder den Gang gehen / darein es gekommen ist / und wird vielmehr das Übel und die Rohheit im Magen ein als ausgewurzelt / zu dem so macht ja ... | de | de | de | 1 | 5.2431 |
abel_leibmedicus_1699 | 616 | 1,699 | Oder wer wolte doch mit ſo ſchrecklicher Suͤnde/ die ex proæreſi und μετα σϖομδῆς (mit Vorſatz) geſchicht/ ſeinen Leib curiren und hingegen die Seel in Gefahr ſetzen/ darzu ſchweiget Lutherus nicht ſtille/ u. wird es auch kein Chriſt billigen. | Oder wer wollte doch mit so schrecklicher Sünde / die ex proaeresi und μετα σϖομδῆς (mit Vorsatz) geschieht / seinen Leib kurieren und hingegen die Seele in Gefahr setzen / dazu schweiget Luther nicht stille / u. wird es auch kein Christ billigen. | de | de | de | 1 | 5.1096 |
abel_leibmedicus_1699 | 617 | 1,699 | Die Erfahrung lehret ſelbſten/ daß denen/ die ſolches thun/ der Rauſch 8. Tage wohl anhaͤnget/ da man weder recht ſchlaffen noch eſſen kan/ der Kopff wil zerſpringen/ der Schwindel haͤlt an/ der Verſtand wird geſchwaͤchet/ und das Zittern giebt ein mercklich Kenn- Zeichen der verderbten Nerven. | Die Erfahrung lehrt selbst / dass denen / die solches tun / der Rausch 8. Tage wohl anhänget / da man weder recht schlafen noch essen kann / der Kopf will zerspringen / der Schwindel hält an / der Verstand wird geschwächt / und das Zittern gibt ein merklich Kenn-Zeichen der verderbten Nerven. | de | de | de | 1 | 5.0621 |
abel_leibmedicus_1699 | 618 | 1,699 | Wil aber iemand ein Brechen gern erwecken/ (welches groſſe Behutſamkeit erfordert) der conſulire einen verſtaͤndigen Medicum, ſo wird ihm ohne Gefahr gerathen und geholffen. | Will aber jemand ein Brechen gern erwecken / (welches große Behutsamkeit erfordert) der consulire einen verständigen Medicum, so wird ihm ohne Gefahr geraten und geholfen. | de | de | de | 1 | 6.0202 |
abel_leibmedicus_1699 | 619 | 1,699 | Rolfinc. Diſſert. de Emctol. p. F. 3. B. &c. | Rolfinc. Dissert. de Emctol. p. F. 3. B. etc. | en | es | ca | 0 | 5.95 |
abel_leibmedicus_1699 | 620 | 1,699 | Das XVI. Capitel. | Das XVI. Kapitel. | de | de | la | 0.667 | 5.7044 |
abel_leibmedicus_1699 | 621 | 1,699 | Vom Lucubriren. | Vom Lukubrieren. | es | de | de | 0.667 | 7.9554 |
abel_leibmedicus_1699 | 622 | 1,699 | NUn kommen wir auch auf den Tyrannen der Geſundheit/ das lucubriren da man ſitzet biß an den lichten Morgen/ ſeiner Natur nicht die Ruh und der Nacht nicht ihr Recht goͤnnen will/ welches ihr doch GOtt in der Schoͤpffung gegeben/ daß ſie erquicken ſoll Menſchen und Vieh. | Nun kommen wir auch auf den Tyrannen der Gesundheit / das lucubriren da man sitzet bis an den lichten Morgen / seiner Natur nicht die Ruhe und der Nacht nicht ihr Recht gönnen will / welches ihr doch Gott in der Schöpfung gegeben / dass sie erquicken soll Menschen und Vieh. | de | de | de | 1 | 4.667 |
abel_leibmedicus_1699 | 623 | 1,699 | Ich ſage/ die Nacht iſt gar nicht bequem zum ſtudiren/ denn da iſt unſere Lufft (athmoſphæra) weit dicker/ truͤber/ (zumahln wer die Oehl- Lampen brennet) ſchaͤdlicher/ und koͤm̃t der weiter/ der die Morgenſtund (quæ Deo & muſis amica) mit zu Huͤlffe nim̃t/ ſeine Sachen u. ſtudia ordentlich tractiret/ denn plus enim or... | Ich sage / die Nacht ist gar nicht bequem zum Studieren / denn da ist unsere Luft (Atmosphäre) weit dicker / trüber / (zumal wer die Oehl-Lampen brennet) schädlicher / und kommt der weiter / der die Morgenstund (quae Deo & musis amica) mit zu Hilfe nimmt / seine Sachen u. studia ordentlich traktiert / denn plus enim or... | de | de | de | 1 | 5.3317 |
abel_leibmedicus_1699 | 624 | 1,699 | Woher kommen die bloͤden Augen/ Schwindel/ Kraͤtze/ Blaßheit ꝛc. als eben daher/ welches keinen Beweiß bedarff/ ſondern das eintzige Ubel/ malum hypochondriacum kan ſolches zur Gnuͤge erweiſen. | Woher kommen die blöden Augen / Schwindel / Krätze / Blassheit etc. als eben daher / welches keinen Beweis bedarf / sondern das einzige Übel / malum hypochondriacum kann solches zur Genüge erweisen. | de | de | de | 1 | 5.2275 |
abel_leibmedicus_1699 | 625 | 1,699 | Wer nun eine feine Ordnung und methode hat/ ſeine Stunden wohl eintheilet/ dem ſchwachen Gedaͤchtnuͤß mit nuͤtzlichen Collectaneis aufhilfft/ der wird und kan gelehrt werden nach dem weiſen Rath jenes gelehrten Frantzoſen/ der alſo ſchreibet: | Wer nun eine feine Ordnung und Methode hat / seine Stunden wohl einteilet / dem schwachen Gedächtnis mit nützlichen Collectaneis aufhilft / der wird und kann gelehrt werden nach dem weisen Rat jenes gelehrten Franzosen / der also schreibet: | de | de | de | 1 | 5.6651 |
abel_leibmedicus_1699 | 626 | 1,699 | Cum tot ubique libri ſemper haberi non poſſint, difficillimumque ſit (ſecundum Comicum) ſitis fauces cum urget, puteum fodere; quintum idcirco ac ultimum generale præſidium in illis actionibus conſtituimus, qui varia ſimul collegerunt materiamque velut in titulos communes hinc & inde repoſuerunt. | Cum tot ubique libri semper haberi non possint, difficillimumque sit (secundum Comicum) sitis fauces cum urget, puteum fordere; quintum idcirco ac ultimum generale praesidium in illis actionibus constituimus, qui varia simul collegerunt materiamque velut in titulos communes hinc & inde reposuerunt. | la | la | la | 0 | 5.8108 |
abel_leibmedicus_1699 | 627 | 1,699 | Ex quibus poſtmodum cæteri in difficillimis aut in præmeditatis actionibus quam plurimum animo libuerit, efformare poſſint, das iſt: | Ex quibus postmodum caeteri in difficillimis aut in praemeditatis actionibus quam plurimum animo libuerit, efformare possint, das ist: | la | la | la | 0 | 5.2232 |
abel_leibmedicus_1699 | 628 | 1,699 | Weil man allezeit ſo viel Buͤcher unmuͤglich haben kan/ auch ſehr ſchwer iſt (nach dem Poeten) alſobald/ wem der Durſt treibet/ einen Brunn zu graben; derowegen habe ich das fuͤnffte und letzte allgemeine Mittel hierinn geſetzet/ welche unterſchiedliche Dinge zuſammen getragen und die Materien unter gemeine Titul gebra... | Weil man allezeit so viel Bücher unmöglich haben kann / auch sehr schwer ist (nach dem Poeten) alsobald / wem der Durst treibet / einen Brunnen zu graben; derowegen habe ich das fünfte und letzte allgemeine Mittel hierin gesetzt / welche unterschiedliche Dinge zusammen getragen und die Materien unter gemeine Titel gebr... | de | de | de | 1 | 5.399 |
abel_leibmedicus_1699 | 629 | 1,699 | Es ſcheinet/ als haͤtten dieſen ſchoͤnen locum die wenigſten geleſen/ ſonſten wuͤrden ſie ja nicht den Handgriff zur Gelehrſamkeit zu gelangen ohne Verluſt der Geſundheit nicht ſo hindanſetzen. | Es scheinet / als hätten diesen schönen locum die wenigsten gelesen / sonsten würden sie ja nicht den Handgriff zur Gelehrsamkeit zu gelangen ohne Verlust der Gesundheit nicht so hintansetzen. | de | de | de | 1 | 6.0417 |
abel_leibmedicus_1699 | 630 | 1,699 | Darum folget noch/ es wird keinen der gelehrt werden wil/ gereuen. | Darum folget noch / es wird keinen der gelehrt werden will / gereuen. | de | de | de | 1 | 5.718 |
abel_leibmedicus_1699 | 631 | 1,699 | Gabriel. | Gabriel. | en | en | cy | 0 | 3.4991 |
abel_leibmedicus_1699 | 632 | 1,699 | Naudæus Bibliograph. | Naudaeus Bibliograph. | en | da | su | 0 | 8.6365 |
abel_leibmedicus_1699 | 633 | 1,699 | Polit. p. 130. | Polit. p. 130. | la | en | sd | 0 | 4.8546 |
abel_leibmedicus_1699 | 634 | 1,699 | Das XVII. Capitel. | Das XVII. Kapitel. | de | de | la | 0.667 | 4.6093 |
abel_leibmedicus_1699 | 635 | 1,699 | Ein guter Rath/ wie man ſol geſund bleiben. | Ein guter Rat / wie man soll gesund bleiben. | de | de | de | 1 | 5.4697 |
abel_leibmedicus_1699 | 636 | 1,699 | WEr nun ſeine Geſundheit lieb hat/ und nicht ſelbſt an ſeinem fruͤhzeitigen Tod Urſache ſeyn wil/ der meyde alle angefuͤhrte Exceſſus und defectus, als welche Thuͤr und Angel zu erzehlten Kranckheiten eroͤffnen/ und bedencken doch/ daß nechſt GOtt auf der Welt die Geſundheit das hoͤchſte Gut ſey/ viro mortali ſanitas o... | Wer nun seine Gesundheit lieb hat / und nicht selbst an seinem frühzeitigen Tod Ursache sein will / der meide alle angeführte Excessus und defectus, als welche Tür und Angel zu erzählten Krankheiten eröffnen / und bedenken doch / dass nächst Gott auf der Welt die Gesundheit das höchste Gut sei / viro mortali sanitas Op... | de | de | de | 1 | 5.9241 |
abel_leibmedicus_1699 | 637 | 1,699 | Ja wenn einer noch ſo gelehrt/ reich und geſchickt waͤre/ darbey aber ſiech und kranck/ worzu wuͤrde es ihme nuͤtzen? | Ja wenn einer noch so gelehrt / reich und geschickt wäre / dabei aber siech und krank / wozu würde es ihm nützen? | de | de | de | 1 | 5.4072 |
abel_leibmedicus_1699 | 638 | 1,699 | Zu dem heiſts ja wohl: ſanitas ſemel amiſſa irreparabile quid eſt, die einmahl verlohrne Geſundheit iſt ein unwiederbringlicher Schade. | Zu dem heists ja wohl: sanitas Semmel amissa irreparabile quid est, die einmal verlorene Gesundheit ist ein unwiederbringlicher Schade. | de | de | de | 1 | 5.8736 |
abel_leibmedicus_1699 | 639 | 1,699 | Derowegen iſt in allen die Mittel-Straſſe die beſte/ und wer eine Maſſe haͤlt/ der trifft das centrum ſeiner Geſundheit; Mediocritas enim eſt vita & anima bonæ valetudinis. | Derowegen ist in allen die Mittelstraße die beste / und wer eine Masse hält / der trifft das centrum seiner Gesundheit; Mediocritas enim est vita & anima bonae valetudinis. | de | de | de | 1 | 6.1535 |
abel_leibmedicus_1699 | 640 | 1,699 | Andern Buchs erſter Theilung. | Anderen Buchs erster Teilung. | en | de | lb | 0.333 | 8.5093 |
abel_leibmedicus_1699 | 641 | 1,699 | Das I. Capitel. | Das I. Kapitel. | de | de | bg-Latn | 0.667 | 5.744 |
abel_leibmedicus_1699 | 642 | 1,699 | Von Kranckheiten insgemein. | Von Krankheiten insgemein. | de | de | de | 1 | 8.8998 |
abel_leibmedicus_1699 | 643 | 1,699 | WAs man ſonſten von dem armen weiblichen Geſchlecht/ welches in allem mehrern Ungemach unterworffen/ als das maͤnnliche/ (denn nach dem Riverio ſind wohl 600. Kranckheiten/ ausgenommen die Mutter-Kranckheiten/ die dem weiblichen Geſchlecht nach dem Leben graſen/) zu ihrem Nachtheil ſaget: mulier omnem bis patitur morbu... | Was man sonsten von dem armen weiblichen Geschlecht / welches in allem mehreren Ungemach unterworfen / als das männliche / (denn nach dem Riverio sind wohl 600. Krankheiten / ausgenommen die Mutterkrankheiten / die dem weiblichen Geschlecht nach dem Leben grasen /) zu ihrem Nachteil sagt: mulier omnem bis patitur morbu... | de | de | de | 1 | 5.8716 |
abel_leibmedicus_1699 | 644 | 1,699 | Denn erſtlich als junge Leutigen/ und denn als Muſarum ſtrenui filii, als wackere Soͤhne der Muſen haben ſie mancherley Zufaͤlle zu gewarten. | Denn erstlich als junge Leutchen / und denn als Musarum strenui filii, als wackere Söhne der Musen haben sie mancherlei Zufälle zu gewarten. | de | de | de | 1 | 5.6245 |
abel_leibmedicus_1699 | 645 | 1,699 | In dieſem andern Buch wollen wir gantz kuͤrtzlich beſchreiben die Jugend-Kranckheiten und denn etwas weitlaͤufftiger von den Special Zufaͤllen der Studenten gedencken/ damit iedweder lerne ſelbige kennen/ was ſie ſeyn und worin ſie beſtehen/ auch wie ein iedweder ſein eigener Medicus theoreticus werden moͤge/ und herna... | In diesem anderen Buch wollen wir ganz kürzlich beschreiben die Jugend-Krankheiten und denn etwas weitläufiger von den Spezial Zufällen der Studenten Gedenken / damit jedweder lerne selbige kennen / was sie sein und worin sie bestehen / auch wie ein jedweder sein eigener Medikus theoreticus werden möge / und hernach de... | de | de | de | 1 | 5.9116 |
abel_leibmedicus_1699 | 646 | 1,699 | Anbey aber recommendire ich in anteceſſum die hoͤchſt noͤthige autopſiam Anatomicam, die innerliche Betrachtung der Menſchlichen Coͤrper/ ohne welche faſt kein Gelehrter ſeyn kan/ wie ſolches Greg. | Anbei aber rekommandiere ich in antecessum die höchst nötige autopsiam Anatomicam, die innerliche Betrachtung der menschlichen Körper / ohne welche fast kein Gelehrter sein kann / wie solches Greg. | de | de | de | 1 | 6.2972 |
abel_leibmedicus_1699 | 647 | 1,699 | Horſtius mit mehrern darthut/ daß kein Theologus, Juriſt noch Philoſophus, viel weniger ein Medicus ſolche entbehren koͤnne/ und muß dieſem dienen wie das rechte Aug/ ſonſt iſt er in allen blind. | Horsttaus mit mehreren dartut / dass kein Theologus, Jurist noch Philosophus, viel weniger ein Medikus solche entbehren könne / und muss diesem dienen wie das rechte Auge / sonst ist er in allen blind. | de | de | de | 1 | 6.0053 |
abel_leibmedicus_1699 | 648 | 1,699 | de quo vid. Exc. D. Veſti Prof. | de quo vid. Exc. D. Vesti Prof. | en | es | la | 0 | 5.4245 |
abel_leibmedicus_1699 | 649 | 1,699 | Erffurt. in Progr. invitat. | Erfurt . in Progr. invitat. | en | en | sl | 0 | 6.2928 |
abel_leibmedicus_1699 | 650 | 1,699 | ad demonſt. | ad demonst. | en | es | zh | 0 | 9.554 |
abel_leibmedicus_1699 | 651 | 1,699 | Anatom. | Anatom. | hu | it | bs | 0 | 6.2426 |
abel_leibmedicus_1699 | 652 | 1,699 | Das II. Capitel. | Das II. Kapitel. | de | de | eu | 0.667 | 5.7194 |
abel_leibmedicus_1699 | 653 | 1,699 | Von ungleicher Meinung der Medicorum in Kranckheiten. | Von ungleicher Meinung der Medicorum in Krankheiten. | de | de | de | 1 | 6.8697 |
abel_leibmedicus_1699 | 654 | 1,699 | NIchts mehr koͤmmt mir wunderlicher vor/ als daß ſo gar keine harmonia wegen Urſachen der Kranckheiten in der Medicin zu finden/ und wie ſehr vor dieſem Argenterius und Fernelius einander zu wieder geweſen/ wegen der Fieber/ ſo ſehr haben ſie doch alle beyde geirret und mit ihnen noch viel andere mehr/ welchen allen ab... | Nichts mehr kommt mir wunderlicher vor / als dass so gar keine harmonia wegen Ursachen der Krankheiten in der Medizin zu finden / und wie sehr vor diesem Argenterius und Fernelius einander zu wieder gewesen / wegen der Fieber / so sehr haben sie doch alle beide geirrt und mit ihnen noch viel andere mehr / welchen allen... | de | de | de | 1 | 5.5482 |
abel_leibmedicus_1699 | 655 | 1,699 | Ich glaube/ daß dieſe diſſonanz auch manchen hat an ſeinen Leben verkuͤrtzet. | Ich glaube / dass diese Dissonanz auch manchen hat an seinen Leben verkürzet. | de | de | de | 1 | 6.4891 |
abel_leibmedicus_1699 | 656 | 1,699 | Diſput. de nova febrium hypotheſi elegantiſſ. | Disput . de nova febrium hypothesi elegantiss. | es | la | ca | 0 | 7.0883 |
abel_leibmedicus_1699 | 657 | 1,699 | Das III. Capitel. | Das III. Kapitel. | de | de | eu | 0.667 | 5.7941 |
abel_leibmedicus_1699 | 658 | 1,699 | Von Nutzen der Kranckheiten. | Von Nutzen der Krankheiten. | de | de | de | 1 | 7.7533 |
abel_leibmedicus_1699 | 659 | 1,699 | MAncher iſt bey ſeiner Geſundheit ſo liederlich/ daß er weder an GOtt noch Erbarkeit gedencket/ da iſt denn die Kranckheit gleichſam der Pfahl im Fleiſch/ der viel gutes wircket. | Mancher ist bei seiner Gesundheit so liederlich / dass er weder an Gott noch Ehrbarkeit gedenkt / da ist denn die Krankheit gleichsam der Pfahl im Fleisch / der viel Gutes wirket. | de | de | de | 1 | 5.1024 |
abel_leibmedicus_1699 | 660 | 1,699 | Um der Suͤnden willen kommen die Kranckheiten/ davon heiſt es: Morbus eſt caſtigatio DEI, ne homo efferetur, die Kranckheit iſt eine Zuͤchtigung GOttes damit nicht der Menſch verwildere. | Um der Sünden willen kommen die Krankheiten / davon heißt es: Morbus est castigatio Dei, ne homo efferetur, die Krankheit ist eine Züchtigung Gottes damit nicht der Mensch verwildere. | de | de | de | 1 | 5.4836 |
abel_leibmedicus_1699 | 661 | 1,699 | It. Rigida DEI juſtitia eſt morbus & venenum in omnibus rebus: | It. Rigida Dei justitia est morbus & venenum in omnibus rebus: | en | la | la | 0 | 5.6614 |
abel_leibmedicus_1699 | 662 | 1,699 | E contra miſericordia DEI in Natura & omnibus rebus eſt Medicina, das iſt: | E contra misericordia Dei in Natura & omnibus rebus est Medicina, das ist: | pt | la | it | 0 | 4.3271 |
abel_leibmedicus_1699 | 663 | 1,699 | Die Kranckheit und der Giffs iſt die ſtrenge Gerechtigkeit GOttes in allen Dingen: Hingegen die Medicin oder Artzeney iſt in der Natur und in allen Dingen die Barmhertzigkeit GOttes. | Die Krankheit und der Giffs ist die strenge Gerechtigkeit Gottes in allen Dingen: Hingegen die Medizin oder Arznei ist in der Natur und in allen Dingen die Barmherzigkeit Gottes. | de | de | de | 1 | 4.6156 |
abel_leibmedicus_1699 | 664 | 1,699 | Oder noch deutlicher: | Oder noch deutlicher: | de | de | de | 1 | 4.0863 |
abel_leibmedicus_1699 | 665 | 1,699 | Omnis morbus eſt piaculum, vel hac divina innata pœna, vindicta & flagello ad vitæ emendationem inpoſterum à juſto judice vocatur. | Omnis morbus est piaculum, vel hac divina innata poena, vindicta & flagello ad vitae emendationem inposterum à justo judice vocatur. | la | la | la | 0 | 4.9772 |
abel_leibmedicus_1699 | 666 | 1,699 | Vel hac viſitatione paterna & impoſita cruce patienter ferenda ſibi & proximo exemplo ſit ad ardentiorem DEI timorem & cultum, quia permittit DEus ſæpe, multas quosdam homines & magnas incidere ægritudines, quibus læta ſanitas carnis cum continuatione peccatorum maximam non ſine æternæ ſalutis jactura intuliſſet ægritu... | Vel hac visitatione paterna & imposita cruce patienter ferenda sibi & proximo exemplo sit ad ardentiorem Dei timorem & cultum, quia permittit Deus saepe, multas quosdam homines & magnas incidere aegritudines, quibus laeta sanitas carnis cum continuatione peccatorum maximam non sine aeternae salutis jactura intulisset a... | la | la | la | 0 | 5.0025 |
abel_leibmedicus_1699 | 667 | 1,699 | Sanitas enim ſine remiſſione peccatorum nil conducit, cum potius ſit condemnario &c. das iſt: | Sanitas enim sine remissione peccatorum nil conducit, cum potius sit condemnario & c. das ist: | la | la | la | 0 | 5.9179 |
abel_leibmedicus_1699 | 668 | 1,699 | Jedwede Kranckheit iſt ein Suͤhn-Opffer oder Buſſe/ entweder der Menſch wird durch dieſe angebohrne Goͤttliche Straffe/ Rache oder Peitſche zur kuͤnfftigen Lebens-Beſſerung von dem gerechten Richter befoͤrdert/ oder es ſoll dieſe vaͤterliche Heimſuchung und aufgelegtes Creutz/ welches er gedultig tragen ſol ihme ſelbſt... | Jedwede Krankheit ist ein Sühnopfer oder Buße / entweder der Mensch wird durch diese angeborene göttliche Strafe / Rache oder Peitsche zur künftigen Lebensbesserung von dem gerechten Richter befördert / oder es soll diese väterliche Heimsuchung und aufgelegtes Kreuz / welches er geduldig tragen soll ihm selbst und dem ... | de | de | de | 1 | 5.0325 |
abel_leibmedicus_1699 | 669 | 1,699 | Denn die Geſundheit ohne Vergebung der Suͤnden nutzet nichts/ ja ſie iſt vielmehr eine Verdamnuͤß. | Denn die Gesundheit ohne Vergebung der Sünden nutzet nichts / ja sie ist vielmehr eine Verdammnis. | de | de | de | 1 | 5.2491 |
abel_leibmedicus_1699 | 670 | 1,699 | Dieſes kan denen Krancken ein Troſt und den Geſunden eine Erinnerung ſeyn. | Dieses kann denen Kranken ein Trost und den Gesunden eine Erinnerung sein. | de | de | de | 1 | 5.22 |
abel_leibmedicus_1699 | 671 | 1,699 | Kranckheiten ſind eine Artzeney der Seelen. | Krankheiten sind eine Arznei der Seelen. | de | de | de | 1 | 4.8955 |
abel_leibmedicus_1699 | 672 | 1,699 | Sie ſind der ſcharffe Eßig/ dadurch die Leibes Feſſel muͤrbe gemacht werden/ damit die Seele ſich deſto ungehinderter zu GOTT ſchwingen kan. | Sie sind der scharfe Essig / dadurch die Leibes Fessel mürbe gemacht werden / damit die Seele sich desto ungehinderter zu GOTT schwingen kann. | de | de | de | 1 | 5.093 |
abel_leibmedicus_1699 | 673 | 1,699 | Crollius l. l. p. 128. ſq. | Crollius l. l. p. 128. sq. | eb | lt | mt | 0 | 5.8507 |
abel_leibmedicus_1699 | 674 | 1,699 | Nun folgen die allgemeinen Jugend Kranckheiten und dero Unterſuchung. | Nun folgen die allgemeinen Jugend Krankheiten und deren Untersuchung. | de | de | de | 1 | 6.8996 |
abel_leibmedicus_1699 | 675 | 1,699 | Das IV. Capitel. | Das IV. Kapitel. | de | de | la | 0.667 | 6.0794 |
abel_leibmedicus_1699 | 676 | 1,699 | Vom Frantzoſen. | Vom Franzosen. | nl | de | sv | 0.333 | 6.5413 |
abel_leibmedicus_1699 | 677 | 1,699 | DAmit ich das wichtigſte zum Anfang ſetze/ ſo reitzet die ſichere Geilheit (damni ſecura libido juxta Claud.) die Jugend am allererſten an/ zumahlen/ wo ſie ſich mit der ſtinckenden Murcia verſchweſtert und treibet ſolche bey Gelegenheit/ (ſolte es gleich wieder das Gewiſſen geſchehen (ϖρὸς τὰ ἀνοητα) zur Unzucht/ davo... | Damit ich das wichtigste zum Anfang setze / so reizet die sichere Geilheit (damni secura libido juxta Claud .) die Jugend am allerersten an / zumal / wo sie sich mit der stinkenden Murcia verschwestert und treibet solche bei Gelegenheit / (sollte es gleich wieder das Gewissen geschehen (pros τὰ ἀνοητα) zur Unzucht / da... | de | de | de | 1 | 5.4256 |
abel_leibmedicus_1699 | 678 | 1,699 | Lues venerea eſt inſignis corruptela ſucci nervei & lymphatici quoad criſin & motum das iſt: die Frantzoſen ſind eine gaͤntzliche Verderbung des Saffts in denen Spann-Adern und des Glieder-Waſſers nach dero innerlichen Bewegung. | Lues venerea est insignis corruptela succi nervei & lymphatici quoad crisin & motum das ist: Die Franzosen sind eine gänzliche Verderbung des Safts in denen Spannadern und des Glieder-Wassers nach deren innerlichen Bewegung. | de | de | de | 1 | 5.8635 |
abel_leibmedicus_1699 | 679 | 1,699 | Sie ſind die allergrauſamſte Kranckheit mit dem Auſſatz/ die nur in der Welt zu finden/ denn ſie kommen her von dem ſtaͤrckeſten ſubtileſten Gifft/ welcher um ſich friſſet und das Blut vergifftet nicht auf einmahl/ wie andere Gifft pflegen/ ſondern es bleibet wie lang bißweilen in den Leib verborgen/ daß mans einem nic... | Sie sind die grausamste Krankheit mit dem Aufsatz / die nur in der Welt zu finden / denn sie kommen her von dem stärksten subtilsten Gift / welcher um sich frisst und das Blut vergiftet nicht auf einmal / wie andere Gift pflegen / sondern es bleibt wie lang bisweilen in den Leib verborgen / dass man es einem nicht leic... | de | de | de | 1 | 4.6946 |
abel_leibmedicus_1699 | 680 | 1,699 | Deſſen Vorboten ſind ferner Heiſcherkeit/ Gonorrhea virulenta & fœtida. | Dessen Vorboten sind ferner Heischerkit / Gonorrhea virulenta & foetida. | de | la | de | 0.667 | 6.3948 |
abel_leibmedicus_1699 | 681 | 1,699 | Es kommen auch bißweilen um ſich freſſende Geſchwaͤrigen/ welche man bey denen honoratioribus und vornehmen Leuten den Scharbock nennet. | Es kommen auch bisweilen um sich fressende Geschwärigen / welche man bei denen honoratioribus und vornehmen Leuten den Scharbock nennt. | de | de | de | 1 | 6.9726 |
abel_leibmedicus_1699 | 682 | 1,699 | It. | It. | en | en | fy | 0 | 5.1763 |
abel_leibmedicus_1699 | 683 | 1,699 | Es gehet voran Traͤgheit/ beſtaͤndige Schmertzen des Haupts und anderer Theile/ zu foͤrderſt an dem membro genitali, bey etlichen kommen Knoͤthigen/ Venus Blaͤttrigen am allermeiſten an denen partibus genitalibus, da die Hoͤllen- Pein erſt recht angehet. | Es geht voran Trägheit / beständige Schmerzen des Haupts und anderer Teile / zu förderst an dem membro genitali, bei etlichen kommen Knotigen / Venus blättrigen am allermeisten an denen partibus genitalibus, da die Höllen-Pein erst recht angehet. | de | de | de | 1 | 5.9593 |
abel_leibmedicus_1699 | 684 | 1,699 | Es findet auch dieſe abſcheuliche Kranckheit ſelten ihren rechten Meiſter/ es bleibet doch der gifftige Character zuruͤck/ und toͤdet endlich einen ſolchen Menſchen jaͤmmerlich und ſchimpflich vor der gantzen Welt. | Es findet auch diese abscheuliche Krankheit selten ihren rechten Meister / es bleibt doch der giftige Charakter zurück / und tötet endlich einen solchen Menschen jämmerlich und schimpflich vor der ganzen Welt. | de | de | de | 1 | 4.7569 |
abel_leibmedicus_1699 | 685 | 1,699 | Ex uno impuro coitu hoc venenum tenue, volatile homini adhæret, ergo vitentur omnes, das iſt: durch eine eintzige unreine Zuſammenhaltung faͤngt der Menſch ſolch leichtes und fluͤchtiges Gifft/ derowegen ſol man ſie alle meyden. | Ex uno impuro coitu hoc venenum tenue, volatile homini adhaeret, ergo vitentur omnes, das ist: durch eine einzige unreine Zusammenhaltung fängt der Mensch solch leichtes und flüchtiges Gift / derowegen soll man sie alle meiden. | de | de | de | 1 | 5.4221 |
abel_leibmedicus_1699 | 686 | 1,699 | Es traͤgt der Hoͤlle und denen medicis das beſte ein/ wie ſolches Capivacceus mit Nutzen erfahren/ welcher uͤber 18000. | Es trägt der Hölle und denen medicis das Beste ein / wie solches Capivacceus mit Nutzen erfahren / welcher über 18000. | de | de | de | 1 | 6.8055 |
abel_leibmedicus_1699 | 687 | 1,699 | Kronen damit verdienet. | Kronen damit verdienet. | de | de | nl | 0.667 | 6.3401 |
abel_leibmedicus_1699 | 688 | 1,699 | Im Augenblick ſage ich/ laͤſt ſich das Gifft fangen/ zumalen durch GOttes Straffe/ da es heiſſet: Motten und Wuͤrmer ſollen denen Hurern zu Theil werden. | Im Augenblick sage ich / lässt sich das Gift fangen / zumalen durch Gottes Strafe / da es heißt: Motten und Würmer sollen denen Hurern zuteilwerden. | de | de | de | 1 | 6.2215 |
abel_leibmedicus_1699 | 689 | 1,699 | Ein gut præſervativ erhellet aus Nachfolgenden/ welches vielleicht nicht vergeblich wird geoffenbahret ſeyn denjenigen/ welche noch ihre geſunde Vernunfft haben. | Ein gut präservativ erhellet aus Nachfolgenden / welches vielleicht nicht vergeblich wird geoffenbart sein denjenigen / welche noch ihre gesunde Vernunft haben. | de | de | de | 1 | 6.597 |
abel_leibmedicus_1699 | 690 | 1,699 | Man ſol der Wolluſt und Geilheit nicht nach dem Angeſicht/ ſondern nach dem Fuͤſſen ſehen/ ſo wird ſich finden/ daß ſie wie die Geſpaͤnſte einen Tollfuß nach ſchleppe/ und einem ungluͤckſeligen Ausgang trage/ ihre Stirne iſt Jungfraͤulich/ das Geſaͤß gleich einem Otter-Schwantz/ wer ihre endliche Wirckung betrachtet/ d... | Man soll der Wollust und Geilheit nicht nach dem Angesicht / sondern nach dem Füßen sehen / so wird sich finden / dass sie wie die Gespenste einen Tollfuß nach schleppe / und einem unglückseligen Ausgang trage / ihre Stirn ist Jungfräulich / das Gesäß gleich einem Otter-Schwanz / wer ihre endliche Wirkung betrachtet / ... | de | de | de | 1 | 5.4702 |
abel_leibmedicus_1699 | 691 | 1,699 | Der ſinnreiche Boccalin beſchreibet/ in der Perſon des weyland beruͤhmten Italieniſchen Medici Johannis Zecca von Bononien der hitzigen und fuͤrwitzigen Jugend eine wohldienliche Artzney wieder das fleiſchliche Geluͤſten/ wenn er dieſe arthliche Relation daher machet. | Der sinnreiche Boccalin beschreibet / in der Person des weiland berühmten Italienischen Medici Johannis Zecke von Bononien der hitzigen und fürwitzigen Jugend eine wohldienliche Arznei wieder das fleischliche Gelüsten / wenn er diese artliche Relation daher macht. | de | de | de | 1 | 6.5771 |
abel_leibmedicus_1699 | 693 | 1,699 | Wolle demnach maͤnniglich ſolches zuwiſſen gethan haben/ damit ein ieder ſich mit derſelben verſehen moͤge/ den Reichen wolle er ſelbige um einen billigen Preiß den Armen aber um ſonſt zukommen laſſen: | Wolle demnach männiglich solches zuwissen getan haben / damit ein jeder sich mit derselben versehen möge / den Reichen wolle er selbige um einen billigen Preis den Armen aber um sonst zukommen lassen: | de | de | de | 1 | 6.5518 |
abel_leibmedicus_1699 | 694 | 1,699 | Es verlangete die ſaͤmtliche Geſellſchafft der Gelehrtẽ (iſt nicht gut) hefftig nach dieſem Recept, als welches in dieſen Zeiten ſehr nothwendig iſt/ und ſolches um ſo viel deſto mehr/ dieweil der Artzt/ wegen ſeiner Geſchickligkeit wohl bekannt waͤre/ indem aber maͤnniglich meinete/ es wuͤrde dieſes Recept, ein koͤſt... | Es verlangte die sämtliche Gesellschaft der Gelehrten (ist nicht gut) heftig nach diesem Rezept, als welches in diesen Zeiten sehr notwendig ist / und solches um so viel desto mehr / dieweil der Arzt / wegen seiner Geschicklichkeit wohl bekannt wäre / indem aber männiglich meinte / es würde dieses Rezept, ein köstliche... | de | de | de | 1 | 5.2004 |
abel_leibmedicus_1699 | 695 | 1,699 | Nemlich alſo: So bald einer vom Huren-Teufel angefochten wuͤrde/ ſolte er dieſes Conterfait herfuͤr langen/ dann/ alle diejenigen/ ſo dieſe Artzeney wohl betrachteten/ anſchauen/ und alſo mit den Augen offtermahls gebrauchen wuͤrden/ gewiß und verſichert waͤren/ dieſe abſcheuliche Kranckheit nimmermehr zu uͤberkommen. | Nämlich also: So bald einer vom Hurenteufel angefochten würde / sollte er dieses Konterfeit herfür langen / dann / alle diejenigen / so diese Arznei wohl betrachteten / anschauen / und also mit den Augen öftermals gebrauchen würden / gewiss und versichert wären / diese abscheuliche Krankheit nimmermehr zu überkommen. | de | de | de | 1 | 6.2036 |
abel_leibmedicus_1699 | 696 | 1,699 | Es wurden etzliche fuͤrwitzige Geſellen gefunden/ die da geſchwinde hinlieffen/ und dieſes Recept probirten, beſtaͤtigten auch/ daß ſie ſolches herrlich gut und probirt erfunden hatten: | Es wurden etliche fürwitzige Gesellen gefunden / die da geschwinde hinliefen / und dieses Rezept probierten, bestätigten auch / dass sie solches herrlich gut und probiert erfunden hatten: | de | de | de | 1 | 5.9193 |
abel_leibmedicus_1699 | 697 | 1,699 | Denn wenn dergleichen Leute in ihrer groͤſſeſten Brunſt dieſes Bildnuͤß wohl anſchaueten/ und betrachteten/ auch ihre Gedancken/ welche in den Unflath fleiſchlicher Luͤſte gantz vertiefft waͤren/ empor hieben/ und gegen der ewigen Schande/ welche ihnen aus Verluſt der Naſen/ die das Angeſicht Zier und Reputation iſt/ h... | Denn wenn dergleichen Leute in ihrer größten Brunst dieses Bildnis wohl anschauten / und betrachteten / auch ihre Gedanken / welche in den Unflat fleischlicher Lüste ganz vertieft wären / empor hieben / und gegen der ewigen Schande / welche ihnen aus Verlust der Nasen / die das Angesicht Zier und Reputation ist / hielt... | de | de | de | 1 | 5.2838 |
abel_leibmedicus_1699 | 698 | 1,699 | Boccalin. | Boccalin. | eo | en | ha | 0 | 7.9826 |
abel_leibmedicus_1699 | 699 | 1,699 | Centur 1. Relat 81. & ex hoc Eraſmi Franciſci Trauer-Saal. part. 3. hiſt. XII. p. 257. | Centur 1. Relat 81. & ex hoc Erasmi Francisci Trauer-Saal. part. 3. hist. XII. p. 257. | en | la | ca | 0 | 6.174 |
abel_leibmedicus_1699 | 700 | 1,699 | Das V. Capitel. | Das V. Kapitel. | de | de | bg-Latn | 0.667 | 6.8339 |
abel_leibmedicus_1699 | 701 | 1,699 | Von der Gonorrhœe. | Von der Gonorrhöe. | de | fr | de | 0.667 | 4.868 |
abel_leibmedicus_1699 | 702 | 1,699 | ETwas geringer zwar iſt die Gonorrhœa, welche aber ein gewiſſer Vorbote iſt der Frantzoſen. | Etwas geringer zwar ist die Gonorrhöe, welche aber ein gewisser Vorbote ist der Franzosen. | de | de | de | 1 | 5.7032 |
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