text
string
id
string
dump
string
url
string
date
string
file_path
string
license_abbr
string
license_version
string
license_location
string
license_in_head
bool
license_in_footer
bool
license_parse_error
bool
license_disagreement
bool
language_script
string
language
string
language_score
float64
potential_licenses
dict
Sonnabend, den 15. März 1941 Mein liebes, teures Herz! Meine liebe, liebste [Hilde]! [ Wir fahren, fahren, fahren – nun schon den dritten Tag. Die ersten beiden Teile meines Berichtes schickte ich gestern von einer unterwegs-Station [sic] ab. Hoffentlich hast Du sie erhalten. Immer weiter entführt uns die Bahn der Heimat. Man empfindet es gar nicht so sehr, weil man sozusagen in einer fahrenden Stube sitzt[,] nur die fremde Welt an sich vorbeiziehen läßt. Gleise und Bahndämme und Masten sind mit kleinen Abweichungen fast überall die gleichen. Und so fremd ist die Fremde hier noch gar nicht. Die Landschaft, die Fluren, die Vegetation, sie ist nicht fremd noch, nur daß man schon Maisfelder und Weingärten antrifft. Und die Dörfer tragen ein klein wenig anderes Gesicht. Man sieht Ziehbrunnen. B. [wohl: Budapest] haben wir heute Mittag hinter uns gelassen und jetzt geht es auf das andere B. [wohl: Bulgarien] zu. Kurz vor B. kamen wir zum ersten Male an den vielumwalzten[sic] Strom [wohl: Donau]. Es gab ein paar sehr schöne eindrucksvolle Bilder. Ähnlich wie in N. säumen bewaldete Höhen den imposanten Strom. Viel[e] malerisch gelegene Orte haben an den Ufern Platz gefunden. Sonnenschein ließ alles im schönsten Lichte erscheinen.] [siehe Abbildung] Mein liebes teures Herz!! Geliebte, Holde mein!! Meine [Hilde]!! Es schreibt sich schlecht im Fahren. Der Zug rüttelt. Es sind die Kameraden so dicht um einen. Und so war ich zu dem Schluß gekommen, Dir am glücklichen Ende der Fahrt zusammenhängend Bericht zu erstatten. [ Heute schreiben wir Donnerstag, den 20. März 1941. Und uns[e]re Fahrt ist noch nicht zu Ende. Wann sie zu Ende sein wird, weiß keiner, wenn auch jeder dieses Ende herbeiwünscht. Hör zu! Bis Budapest ging es also sozusagen flott. Aber nun sind wir von den direkten Hauptbahnen abgebogen. Ich sagte Dir doch schon, daß die Reise bis Sofia im Expreßzug kaum länger als 2 Tage dauert. Warum man nun die Transporte über Umwege auf Nebenstrecken leitet? Um die Hauptstrecken zu entlasten vielleicht. Um unser Ziel fahren wir einen großen Bogen. Die verwunderlichen Rüstungen und Umleitungen haben uns das schönste Rätselraten bereitet. Mal waren wir diesem, mal jenem Orte ganz nah, und dann ließen wir ihn doch liegen. Heute z. B. liegen wir dicht am Schw. M. [wohl: Schwarzes Meer], sodaß wir einen der dort befindlichen Häfen als unser Ziel vermuteten. Umso erstaunter schauten wir nun drein, als es hieß, daß S. [wohl: Saloniki] unser Reiseziel ist und bleibt – obwohl wir nun beinahe noch 600 km davon entfernt sind und in einem großen Bogen ihm ausgewichen sind. Diese Ungewißheit mit der Hoffnung wechselnd, macht mürbe und ungeduldig. Viele, viele Transporte anderer Truppenteile begegnen uns, ihnen geht es ebenso. Zermürbender aber sind die mancherlei Begleiterscheinungen dieser Fahrt. 1. Auf großen Umwegen schickte man uns über das Gebirge, die ‚K.‘ [wohl: Karpaten]. Mitten hinein in den Winter fuhren wir mit 30 cm hohem Schnee und bis zu 15° Kälte. Unsere Wagen lassen sich nicht alle gleichgut heizen. Dann denke [ich] an die Leute an den Gulaschkanonen. Auf den Nebenbahnen nun wurde es eingleisig – das Tempo der Fahrt verlangsamte sich. Die kalte Luft hat uns von Lübeck bis in die südlichen Breiten noch nie verlassen. Die Natur ist hier gegen [zu] Hause eher nach [sic]. Vorgestern trübte ein Unfall die Stimmung der Fahrt. Durch kräftiges Bremsen wurde das Gestänge eines Wagens unbrauchbar, sodaß man ihn ausrangieren mußte. Es war gerade mein Wagen. Wir waren gerade über dem Packen – als der Zug ein Stück zurückfuhr, ich hörte ein leises Wimmern – ein Leutnant war zwischen die Wagen getreten, um den Schaden zu besehen – und wurde erquetscht [sic] – furchtbar. Mußt Dir nun die Aufregung vorstellen. Ich kann das nur schildern. Auf der nächstgrößeren Station wurde er aus dem Zuge gebracht. Dieser Zwischenfall verursachte einen Aufenthalt von wenigstens 3 Stunden. Das war ein böser Tag. Das Vorwärtskommen verlangsamt sich mehr und mehr. Heute haben wir etwa nur 100 km geschafft. Große Aufenthalt[e]. Man hat das Gefühl, daß dieser ganze Betrieb mehr oder minder improvisiert ist, vielleicht gar nicht nach einem Fahrplan abläuft. Dazu nur Menschen mit fremden Zungen. Dazu auch eine mehr oder minder [sic] Ratlosigkeit uns[e]rer Transportführer. Sie wissen nur um das Ziel. Ich werde Gott danken, wenn wir gesund und heil an unserem ersten Ziele sind.] Herzlieb! Herzlieb! Ob ich Deiner auch immer denke? Du!! Du!!!!!!!!!!!!!!! Freitag, den 21. März 1941. Frühlingsanfang! Herzallerliebste! Meine liebe, liebe [Hilde]! Eine Weile habe ich gewartet, bis ich dieses Datum mit seinem Wochentag fand. [ Wieder neigt sich ein Tag zum Ende, Geliebte, ein besserer als der gestrige. Weit sind wir heute vorwärtsgekommen. Die bulgarische Bahn ist in Ordnung. Das Trübe des gestrigen Tages wollte sich noch vertiefen. Einen endlos langen Aufenthalt in einem kalten Orte hatten wir, ein kalter Wind blies über die öde Hochfläche. Unser Zug sollte geteilt werden, er war für diese Nebenbahn zu schwer. War das ein umständliches, langwieriges Rangieren. Man fühlte sich so verlassen und verloren. Der Zug konnte hier nicht mehr luftgebremst, sondern handgebremst werden wie bei uns vor 25 Jahren. Ein Streckenstück lag vor uns, auf dem kürzlich ein Militärzug verunglückt war. 2 Lokomotiven lagen rechts, etwa 8 Wagen lagen links der Strecke. Ein Segen, daß man unseren Zug nachts stehen ließ, sodaß ich doch ein paar Stunden Schlaf fand. Heute befinden wir uns wieder auf einer gut ausgebauten Hauptbahn, auf der D–Züge verkehren. Die Aufenthalte sind kurz und pünktlich und man spürt wieder eine Organisation. Wagen und Lokomotiven sind alle deutscher Herkunft. Das bulgarische Land ist ein weites, freundliches Land, mit weiten Ackerflächen – es sieht sauberer aus als in Rumänien, die Männer schauen gut drein – in vielen Strecken wird man an die Heimat erinnert. Obstbäume, viel[e] Obstbäume auch in fachmännischen Kulturen sieht man. Auffällig auch die vielen neuen Schulen, jetzt zum Teil mit rumänischen Soldaten belegt.] Heute nach dem Essen habe ich fest und lieb Deiner denken können. Morgen, so war wohl verabredet, wollen ja Vater und Mutter bei Euch zu Besuch sein. Und nun die Geburtstage! Ich bin ja ganz ratlos! Deinen weiß ich ja nun, aber zu Vaters und Mutters langt es noch nicht. Hoffentlich ist bis zu dem Deinen unser Bote wieder ganz regelmäßig. Ach Herzlieb! Ich denke daran, wieviel Geduld und Kraft es doch kostet, so lange in Ungewißheit zu sein. Herzlieb! Geliebte! Wir bitten Gott darum und hoffen, daß all diese schmerzlichen Stationen der Trennung nun bald die letzten sein werden!!! Wir rechnen schon, daß, wenn die Fahrt weiterhin so flott vonstatten geht, wir übermorgen oder Montag in S. sein können. Dorthin ist all uns[e]re Post geleitet worden – und darunter erhoffe ich auch die lieben Zeichen Deines Gedenkens, die die Brücke zur Heimat sind. Ich weiß, sie werden sich gegen die meinen in jeder Weise stattlich ausnehmen – Herzlieb! – aber meine Sinne und Gedanken sind so von dieser ruhelosen Gegenwart benommen und beansprucht – Du verstehst mich und verzeihst mir. Von der Gegenwart benommen – Herzlieb, Du weißt, all diese Sinne und Gedanken kreisen um Dich und mich, um unser Glück und Hoffen – alles, was ich schaue und wahrnehme, schaue und sehe ich von unser[e]m Einssein her. Ach, Du weißt es! Du fühlst es! Und ich habe Dich doch so lieb!! Du!! So sehr, sehr lieb! Immer und ewig!! Und hier in der Fremde nur desto inniger und tiefer! Du!! Du!!!
<urn:uuid:7cb6fbdf-f914-4e50-bc6e-3af5976dc95b>
CC-MAIN-2019-30
https://info.umkc.edu/dfam/410315-1-1/
2019-07-18T08:02:34Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525524.12/warc/CC-MAIN-20190718063305-20190718085305-00425.warc.gz
by-nc-sa
4.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.999278
{ "abbr": [ "by-nc-sa" ], "in_footer": [ true ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "4.0" ] }
[420302–2-1] Montag, am 2. März 1942. Herzensschätzlein! Mein lieber, guter [Roland]! Hast Du denn Dein Frauchen schon ‚amtlich‘ geseh[e]n? Ich weiß nicht, ob Du soviel Freude an dem Stempel hast wie ich. Weißt, es war schon immer ein ganz besonderes Vergnügen für mich, so einen Stempel draufzudrücken! Nur konnte ich noch niemals einemn mein Eigen nennen. Nun bin ich glücklicher Besitzer! Du! Und ich sehe es schon kommen, Herzelein – nun, wo ich den Stempel habe, brauche ich Dir nicht mehr zu schreiben! Weil Du mir heimkehren wirst!! Gib nur fein acht!! Es wird gewiß so kommen!! Erst, da ich so viele Jahre keinen Stempel hatte, mußte ich Dir immer schreiben – nun kann ich Dir bald, bald alles selber sagen! Ach Du! Bin ich närrisch, so zu denken? Ich weiß nicht was mir ist – ich muß einfach so denken. Nun will ich Dir auch erzählen, was mir den letzten Anstoß dazu gab, einen Stempel bauen zu lassen. Höre: Du weißt doch, daß es schon mal Unstimmigkeiten gab in meinen Briefsachen. Herr U. hatte einen Brief von der Girokasse geöffnet, der mir gehörte. Dieser Tage bemerkte ich an wieder einem so blauen Brief einen ganz plumpen Versuch, Unrecht wieder gutzumachen! Er war oben aufgeschnitten und dann schmal umgekippt, mit einem braunen Klebestreifen zugeklebt. Das war mir denn doch zu toll. Ich überlegte, was zu tun sei. Ich ließ den Brief wie er war und ging zur Girokasse, befragte mich, ob es wohl möglich sei, daß bei dem allgemeinen Papiermangel von ihnen Umschläge in solcher Form benutzt würden, wie eben der meine. Nein. Auf gar keinen Fall, nur ganz einwandfreie Sachen kämen zum Austragen. Ich war nun so ärgerlich, kannst [Du] Dir wohl vorstellen. Also wohnt doch so ein Halunke mit unter unser[e]m Dache, vor dem meine Briefgeheimnisse nicht sicher sind. Ich gab nochmals Anweisung, daß der Girobote künftig nur mir persönlich die Sachen auszuhänd[ig]en soll und vor allem möchte er 1x klingeln wie zu lesen steht. Man versprach es mir. Wer war der Schuldige? U.’s oder B.s? Ich hatte keine Beweise. Die Girobriefe kommen meist nachmittags an und ich kann mir’s nur so erklären, daß der Brief vom Nachmittag bis zum anderen Morgen unbeachtet im Kasten steckte. Ich bin entweder garnicht [sic]herunter gekommen, oder achtlos vorbeigegangen. Ich weiß, daß B.s Schlüssel von ihrem Briefkasten an unser[e]m auch schließt. Und ich kenne ihre Neugierde und das Interesse an meinem Geld, das sie mir mißgönnen. Es ist gut möglich, daß sie die Gelegenheit genutzt haben, sich mal über meine Barschaft zu unterrichten. Oh, ich weiß, wie dreist jene Leute sind! Ist das nicht höchst gemein? Ich war so ärgerlich! Zur Stunde bin ich noch gelaufen nach einem neuen Briefkasten. Vergeblich. Endlich baute mir der Tischler einen, in 4 Tagen hatte ich ihn. Beim Graphiker bestellte ich ein Schild mit unseren Namen: [Laube-Nordhoff]. Nun soll mir noch einmal so eine Schweinerei vorkommen! Ebenso kann sich ja auch mal jemand an einem Deiner Briefe vergreifen, aber dann würde ich nicht nur ruhig meine Konsequenzen ziehen, da ginge ich der Sache auf den Grund um jeden Preis. Nun, da der neue, schöne Kasten unten hängt, hat sich noch niemand von den Herrschaften im Hause sehen lassen vor mir. Wenn man mich hört – bums! die Türe zu. Das ist mir ein beredtes Zeichen, daß ‚man‘ sich getroffen fühlt. Soll man auch! Ich lasse mir nichts gefallen. Den Eltern kommt auch niemand in den Weg. Sie waren auch empört über den Fall. Mutter kann es Herrn U. heute noch nicht verzeihen, daß er ihr damals den geöffneten Brief ohne ein Wort der Entschuldigung zurückgab! Tja Herzelein! Den Haustratsch wollte ich Dir erst garnicht [sic] erzählen, aber nun tu ich’s doch noch. Ärgere Dich nicht – ich habe es genug getan! Dem Fall ist nun die Spitze abgebogen, mein Handeln ist vielleicht beredter als es Worte gewesen wären. Und die Hauptsache aber: als ich unser Namensschild bestellte, sah ich, wie eine Frau solchen Stempel kaufte und da erfüllte ich mir meinen Wunsch! Du! Das ist die Geschichte. Herzelein! Es ist abends, da ich Dir schreibe, die Uhr zeigt 15 Minuten nach 8 Uhr. Ich habe heute Vormittag schnell die tägliche Hausarbeit verrichtet und erst einmal nach K. geschrieben an die lieben Eltern. Vater muß nochmal nach G. alarmieren, weil die letzte Urkunde noch immer nicht da ist! Dein Schulrat wird warten, meinst? Dann schrieb ich dem Siegfried einen Geburtstagsbrief. Mal einen längeren Brief als sonst, [ich] bin in der letzten Zeit nur wenig auf sein Schreiben eingegangen und er nimmt sich so viel Zeit für mich bei seiner wenigen Muße. Das ist beschämend für mich. Ach, da war so rasch Mittag! Und ich kam nicht dazu, vor meinem ‚Dienst‘ an Dich zu schreiben. D[u]! Wenn ich mit Dir rede, will ich mindestens zwei volle Stunden vor mir liegen wissen, Herzelein! Um ½ 3 [Uhr] ging ich zum Schreibdienst, heute war der Pfarrer garnicht [sic] da, verreist auf 4 Tage. Wir waren ganz allein. Frl. S. hatte viel Betrieb in der Bibliothek heute. Ich habe noch 40 Konfirmationsscheine zu schreiben. Was dann kommt, das weiß ich noch garnicht [sic]. Ach Du! Was wirst Du denn nun sagen, daß ich auch Schreiber geworden bin, Du? Wirst Du mir böse sein, daß ich auf eigene Faust einen Dienst im Pfarrhause annahm? Du! Herzlieb!! Du!! Nun sitze ich daheim vor[‘]m Schreibpapier, ach Herzelein! Das ist meine liebste Beschäftigu[n]g am ganzen Tage! Du!! Wenn ich zu Dir kommen darf! Zu Dir! Geliebter! Ach, noch ist es nur auf dem Papier! Aber auch der Tag kommt einmal, da ich leibhaftig zu Dir kommen darf! Oh Du! Herzelein! Du!! Ich muß Dich immer soooooooo lieb, oh sooooooooo lieb haben! Weißt Du es denn noch? Fühlst Du es, mein Herzelein?! Ach Du!! Du!!! Jetzt möchte ich doch gleich bei Dir sein, Dich ganz ganz fest an mich drücken und liebhaben! Oh sooo sehr liebhaben! Herzelein! Ich sehne mich ja heute sooo sehr nach Dir!! Du!! Ganz lieb küssen möchte ich Dich! Ganz fest an mich drücken möchte ich Dich, daß mein Herzschlag dem Deinen gleich ist. Oh, Du mein Geliebter! Wie liebe ich Dich!!! Herzelein! Die Eltern sind schlafen gegangen. Ich habe mich erst einmal mit all Deinen geliebten Boten, die Du mir seit Deiner Ankunft in S.[aloniki] geschrieben hast, in die Sofaecke gesetzt. Ach Du! Nun fühle ich sie wieder so mächtig und so nahe, meine ganze große, heiße Liebe zu Dir! Und fühle den befreiten Strom Deiner großen Liebe in meine Herz strömen. Oh Du! Du!!! !!!!!!!!!! Wie lieb hast Du mich! Mein [Roland]!!! Himmelhoch jauchzen möchte ich vor Glück! Oh Geliebter! Frage nicht, wie Du solches Glück verdienst! Könnte ich mich denn nicht ebenso fragen?! Sei dem Glück aufgeschlossen! Es wartet nicht! Es geht nur ein in geöffnete Herzen! Du!!! Nimm meine Liebe, die Dir so köstlich und wundersam scheint! Nimm sie so ganz! Nimm sie als Gottesgeschenk [sic]. Wie ich die Deine als Gottes Geschenk nehme. Und wüßten wir unser übergroßes Glück nicht in Gottes Liebe geborgen, auf sein Wort gegründet, wie könnten wir einen Tag unbesorgt darum unser Haupt zur Ruhe legen! Oh segne Gott unser Glück! Schenke er uns in Gnaden ein Leben Seit[‘] an Seite! Du!!! An Deiner Seite, Geliebter!! Du!!!!! Bleibe mir gesund und froh! Oh Herzlieb! Wie Du mich fragst! Hatte ich Dich denn immer recht lieb, jetzt im Urlaub? War ich denn auch recht Dein Glück und Sonnenschein? Oh Du!! Du!!!!!!!!!!!!! Ja!!! Oh ja!!!!! Die Sonne Deiner Liebe hat mit der meinen um die Wette gestrahlt, Geliebter! Du! Du kannst mich so ganz erfüllen! Du bist mein ganzes Glück auf Erden. Du bist und bleibst meine einzige große Liebe, Herzelein! Du weißt es ja, Du! Uns[e]re Liebe bleibt uns! In uns leben Vertrauen und Hoffnung! Hoffnung und Vertrauen sind kein Wahn! Und uns[e]re Liebe nährt sie! Du! Rechte Liebe muß hoffen und vertrauen! Gott behüte Dich! Bleibe gesund, Du!!! Ich liebe Dich! Ich küsse Dich! Deine glückliche [Hilde], Dein.
<urn:uuid:d5d47122-e1f7-4475-9311-e3dcfdf7136e>
CC-MAIN-2019-30
https://info.umkc.edu/dfam/420302-2-1/
2019-07-18T07:52:58Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525524.12/warc/CC-MAIN-20190718063305-20190718085305-00425.warc.gz
by-nc-sa
4.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.999717
{ "abbr": [ "by-nc-sa" ], "in_footer": [ true ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "4.0" ] }
Die italienische Region Umbrien ist nicht nur landschaftlich eine Augenweide, das "grüne Herz" Italiens bietet auch für Kunst- und Kultur-Liebhaber, Gourmets und Pilger allerlei Sehenswertes. Bei einem Besuch entpuppt sich Umbrien zudem als wahre Schatzkiste voller spannender Geschichten. Die Spanne reicht von millionenschweren Leckereien, über verfärbte Seen bis hin zu skurrilen Bräuchen. Der Palazzo dei Priori in Perugia - eine mittelalterliche Kombination aus Rathaus, Handelskammer und Börse. Servizio Comunicazione Istituzionale Regione Umbria Etrusker, Mittelalter und Klosterkirchen Servizio Comunicazione Istituzionale Regione Umbria Aber auch an Kultur und Geschichte fehlt es nicht: Die Hauptstadt Perugia gehörte schon vor rund 2.500 Jahren zum Zwölfstädtebund der Etrusker - des geheimnisvollen Volkes, das in dieser Region Italiens schon vor den Römern eine Hochkultur errichtete. Ein Großteil der Altstadt Perugias stammt dagegen aus dem Mittelalter – eine Wanderung durch die Gassen Perugias gleicht daher eine Zeitreise. Gemeinfrei Die engste Gasse Italiens Aber Umbrien hat auch eine skurrile, wenige bekannte Seite: die der Geschichten und Sagen, die sich um diesen Landstrich und seine Bewohner ranken. Hätten Sie beispielsweise gewusst, dass die wahrscheinlich engste Gasse der Welt in Umbrien liegt? Die Vicolo Baciadonne ("Küss die Frau"-Gasse) in der umbrischen Stadt Città della Pieve hat nur eine Breite von 50 bis 60 Zentimetern. Es heißt, sie sei aus einem Nachbarschaftsstreit entstanden: Zwei Hausbesitzer konnten sich nicht ausstehen und wollten auf keinen Fall, dass ihre Häuser sich berühren. Abhilfe sollte die Gasse zwischen den beiden Gebäuden schaffen. Ihren Beinamen „Küss die Frau“-Gasse hat sie, weil sich Paare gern in die Vicolo zurückzogen – um durch sie hindurchzukommen, müssen Mann und Frau schließlich ganz eng zusammenrücken.
<urn:uuid:e814c9f2-6490-47e6-b2db-96699ec56403>
CC-MAIN-2019-30
http://red.wissen.de/umbrien-spannendes-und-skurriles-aus-dem-gruenen-herzen-italiens
2019-07-19T15:15:14Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00025.warc.gz
by-sa
2.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.993432
{ "abbr": [ "by-sa" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "2.0" ] }
Anmelden Wechseln zu: Navigation , Suche Benutzername Passwort Angemeldet bleiben Anmelden Hilfe beim Anmelden Passwort vergessen? Abgerufen von „ http://www.topowiki.de/wiki/Spezial:Anmelden “ Navigationsmenü Meine Werkzeuge Anmelden Namensräume Spezialseite Varianten Ansichten Mehr Suche Navigation Hauptseite Index Blog Themen Vortrag Quellen Zentrale Begriffe Leib Gefühle Situation Raum Ort Sonstiges Letzte Änderungen Zufällige Seite Werkzeuge Spezialseiten Druckversion Datenschutz Über TopoWiki Haftungsausschluss
<urn:uuid:8c7611cb-6c52-468b-8254-3e57b81ce7db>
CC-MAIN-2019-30
http://www.topowiki.de/index.php?title=Spezial:Anmelden&returnto=Hexenposition
2019-07-19T14:31:33Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00025.warc.gz
by-nc-sa
4.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.971057
{ "abbr": [ "by-nc-sa", "by-nc-sa" ], "in_footer": [ false, true ], "in_head": [ true, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag" ], "version": [ "4.0", "4.0" ] }
„Zuviel Zeit mit Studieren verwenden ist Faulheit, es nur als Schmuck zu verwenden – Affektiertheit; nur danach zu urteilen – Gelehrtenwahn.“ In diesem Zitat von Sir Francis Bacon bündeln sich aktuelle Fragen nach dem Wert von akademischer Bildung. Was ist eigentlich der Nutzen eines Studiums? Geht es darum, uns möglichst schnell „fit für den Arbeitsmarkt“ zu machen? Oder ist Bildung ein Wert für sich, der uns zu besseren Menschen macht? Schließlich sind akademische Titel immer noch Statussymbole und Studenten aus bildungsfernen Milieus erleben Ausgrenzung und Habitus-Konflikte. Wir haben beide studiert, und wie sehr wir die Universität liebten, so oft hat sie uns auch enttäuscht, irritiert und vor den Kopf gestoßen. Ein guter Grund, uns ausgiebig über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Studierens zu unterhalten. Intro: Barrio Lindo & Wende Wen – Mosuo (erschienen unter CC-BY NC SA-Lizenz) Links und Hintergründe: - Wikipedia: Educating Rita von Willy Russell auf Youtube - Alexandra über ihren Bildungsweg als Soziologin auf mehralstaxifahren.de - Jahrbuch für historische Bildungsforschung (in der Sendung ging es um Band 13) - Wikipedia: Jeschiwa - Wikipedia: Sieben Freie Künste - Wikipedia: Artistenfakultät - Wikipedia: Geschichte der Universität - Wikipedia: Alain de Botton - The School of Life: Why arts graduates are under-employed - Alain de Botton: Art as Therapy - WiWo: OECD-Bildungsstudie: Die Länder mit der höchsten Akademikerquote - Fernuni Hagen - Coursera - The Great Courses - Khan Academy - Randomhouse: Wer bin ich – und wenn ja wie viele? von Richard David Precht - Suhrkamp: Didier Eribon: Rückkehr nach Reims - Wikipedia: Ulla Hahn - Ulla Hahn: Das verborgene Wort, Aufbruch, Spiel der Zeit, Wir werden erwartet
<urn:uuid:9caf6167-b6d6-4bbe-bef5-d366801813b7>
CC-MAIN-2019-30
https://anekdotisch-evident.de/ae006-studieren/?replytocom=2018
2019-07-19T15:23:45Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00025.warc.gz
by-nc-sa
3.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.976854
{ "abbr": [ "by-nc-sa" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
Viele mögen den Begriff „Big Data“ intuitiv gleichsetzen mit riesigen Datenmengen, die analysiert werden. Es ist zweifellos richtig, dass die absolute Menge an Daten in der Welt in den zurückliegenden Jahrzehnten dramatisch zugenommen hat. Die beste verfügbare Einschätzung geht davon aus, dass sich die gesamte Datenmenge in den zwei Jahrzehnten von 1987 bis 2007 verhundertfacht hat. Die Menge allein macht es nicht Zum Vergleich: Die Historikerin Elisabeth Eisenstein schreibt, dass sich in den ersten fünf Jahrzehnten nach Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern durch Johannes Gutenberg die Menge der Bücher in der Welt in etwa verdoppelte. Und die Zunahme an Daten lässt nicht nach; derzeit soll sich die Datenmenge in der Welt spätestens alle zwei Jahre jeweils verdoppeln. Eine verbreitete Vorstellung ist, dass die Zunahme der Quantität an Daten irgendwann zu einer neuen Qualität führt. Dass aber allein die Datenvermehrung Big Data als Phänomen, das unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft tief greifend verändern soll, ausreichend beschreibt, erscheint zweifelhaft. Der alleinige Fokus auf das absolute Mehr an Daten wird dem Phänomen nicht gerecht. Auch Tempo und Vielfalt entscheiden Um Big Data zu charakterisieren, wurden von vielen Medien häufig die drei „Vs“ herangezogen: Diese stehen für die englischen Begriffe volume, velocity und variety. Auch dabei wird auf die absolute Menge abgestellt, aber dazu noch auf die Geschwindigkeit und die Vielfalt verwiesen. Einsichten schnell aus Daten gewinnen zu können, ist sicherlich von großem Vorteil. Was nützt etwa eine auf großen Datenmengen basierende Vorhersage, wenn die Auswertung so lange dauert, dass sie zu spät kommt? Auch dass die Datenvielfalt zunimmt und im Kontext von Big Data immer öfter unterschiedliche Daten verknüpft werden, steht außer Zweifel. Aber so sehr Geschwindigkeit und Datenvielfalt bei Big Data regelmäßig auftreten, so schwer ist vorstellbar, dass diese beiden Eigenschaften auch konstitutiv sind. Viel wahrscheinlicher sind die drei Vs nur Hinweise auf dahinter liegende, fundamentalere Eigenschaften. Was diese grundlegenden Eigenschaften sind, erhellt sich vielleicht, wenn wir verstehen, dass Big Data uns neue Einsichten in die Wirklichkeit eröffnet. Big Data ist also weniger eine neue Technologie denn eine neue oder jedenfalls signifikant verbesserte Methode der Erkenntnisgewinnung. In Zukunft werden wir relativ zum Phänomen, das wir verstehen wollen, oder der Frage, die wir beantworten wollen, deutlich mehr Daten sammeln und auswerten. Es geht also nicht um die absolute Zahl an Daten, sondern um ihre relative Größe. Viktor Mayer-Schönberger für bpb.de, CC-by-nc-nd 3.0 Stand: 22.06.2018
<urn:uuid:ff60def5-e0b8-499b-9a03-7e93b05fdc6e>
CC-MAIN-2019-30
https://www.scinexx.de/dossierartikel/die-drei-vs/
2019-07-19T14:32:57Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00025.warc.gz
by-nc-nd
3.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.998889
{ "abbr": [ "by-nc-nd" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
Zahlreiche Automobilhersteller bieten in Deutschland ihre Fahrzeuge an. Die Revolution begann mit dem ersten Patent-Motorwagen des Entwicklers Carl Benz. Nachdem seine Frau das Fahrzeug spektakulär für damalige Verhältnisse populär gemacht hat, war der Siegeszug nicht mehr aufzuhalten. Zahlreiche Automarken konkurrieren miteinander, doch die Fahrzeuge made in Germany haben nach wie vor einen guten Ruf. Inhaltsverzeichnis: Automobile aus Deutschland sind begeht in aller Welt Die deutschen Autohersteller bieten Fahrzeuge für jeden Nutzer und für alle Geldbeutel, ganz gleich ob klein oder prall gefüllt. Den wichtigen Trend, ein Markenprodukt herzustellen, gelang den deutschen Autobauern schon seit jeher. Vielen wird der Werbespruch des VW-Käfer immer noch im Ohr klingen: Er läuft und läuft und läuft. Diesem Markenimage wird die Marke VW seit vielen Jahrzehnten auch bei den Neuentwicklungen gerecht. Neben VW, welcher auch Audi und Porsche unter seinem Dach fertigt, beherbergt Deutschland noch viele klingende Namen, allen voran Mercedes, denn schon die Einleitung belegt, hier wurde das Zeitalter der Automobile eingeläutet. Zu den bekannten Automarken gehören auch BWM oder Ford und Opel, wenngleich die letztgenannten längst nicht mehr in deutscher Hand sind. Qualität made in Germany fährt um die Welt Ein guter Ruf eilt auch den neueren Modellen voraus. Wer Luxus und viel PS beim Auto schätzt, findet rasch Gefallen an den neuen Trends. Doch auch bei den Kleinwagen tummeln sich bekannte Namen, die man im Ausland wohl eher mit Luxuskarossen in Verbindung bringt. Deutsche Markenautos gelten als weitgehend mustergültig und die Upperclass auch als unzerstörbar. Die solide Bauweise und auch das stetige Bemühen um CO2-Reduzierungen beim Schadstoffausstoß ist der ganze Stolz der Entwicklungen der deutschen Autohersteller. Rund um den Globus fahren die Autokäufer stolz ihre deutschen Autos und haben damit auch ein Prestigeobjekt in der Garage. Markennamen aus deutscher Produktion sind jedoch noch aus vielen weiteren Gründen, wie ein edles Design und eine solide Produktionsqualität geschätzt und gefragt. Im Sportwagenbereich ist auch der Porsche ungeschlagen bei einer anspruchsvollen Klientel. Bildquelle: pixabay.com, Lizenz: CC0
<urn:uuid:1afe96e8-a6ee-4129-b0e6-d13b1cf03d4b>
CC-MAIN-2019-30
https://www.bikerlinks.de/autohersteller-in-deutschland-kennen-sie-sich-aus/
2019-07-20T20:32:04Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526670.1/warc/CC-MAIN-20190720194009-20190720220009-00185.warc.gz
zero
1.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.998221
{ "abbr": [ "zero" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "1.0" ] }
Rock in Rio Rock in Rio ist ein Rockmusik-Festival, das bisher siebenmal in Rio de Janeiro, siebenmal in Lissabon und dreimal in Arganda del Rey, nahe Madrid, stattfand. Im Mai 2015 feierte das Festival Premiere in Las Vegas. Inhaltsverzeichnis Rock in Rio 1985Bearbeiten Das Musikfestival fand erstmals im Zeitraum vom 11. Januar bis 20. Januar des Jahres 1985 statt und wurde von über 1,3 Millionen Menschen besucht. Damals konnte der Veranstalter Roberto Medina einige der kommerziell erfolgreichsten Rock- und Metal-Bands verpflichten wie beispielsweise Queen, AC/DC, Scorpions, Iron Maiden und Whitesnake. Abgesehen von den genannten Musikgruppen traten auch die Künstler Tina Turner, Ozzy Osbourne, Yes, The B-52’s, Go-Go’s, Nina Hagen, George Benson, James Taylor, Rod Stewart, Al Jarreau sowie zahlreiche brasilianische Acts wie Gilberto Gil und Alceu Valença auf. Rock in Rio II 1991Bearbeiten Nachdem Rock in Rio im Jahr 1985 ein Erfolg war, fand im Jahr 1991 das Musikfestival Rock in Rio II statt. Unter anderen traten diesmal Künstler wie Guns N’ Roses, George Michael, Billy Idol, Queensrÿche, New Kids on the Block und Prince[1] auf; also damit auch Musiker, die nicht primär dem Genre Rockmusik und Metal zuzuordnen sind. Am 26. Januar 1991 spielte die Gruppe a-ha im Maracanã-Stadion vor 195.000 Zuschauern und stellte damit einen Besucherweltrekord für Konzerte in Stadien auf. Dieser wird im Guinness-Buch der Rekorde von 2004 erwähnt. Rock in Rio III 2001Bearbeiten Erst nach zehn Jahren wurde erneut ein Rockfestival in Rio de Janeiro veranstaltet. Das 2001 stattfindende Festival stand unter dem Motto Rock in Rio por um Mundo Melhor („Rock in Rio für eine bessere Welt“). Es bot eine gemischtere Auswahl an Musikacts: Neben Rob Halford, Queensrÿche und Red Hot Chili Peppers nahmen auch Britney Spears, *NSYNC, R.E.M. und Foo Fighters teil. Iron Maiden spielte im Jahr 2001 vor 250.000 Zuschauern, Guns N' Roses konnten jedoch vor noch mehr Zuschauern spielen. Am 12. Januar wurde im Rahmen des Festivals ein landesweites dreiminütiges Schweigen für eine bessere Welt organisiert, an dem sich Fernseh- und Radiostationen beteiligten. Lissabon 2004Bearbeiten 2004 fand das vierte Festival statt. Zum ersten Mal diente jedoch nicht Rio de Janeiro als Veranstaltungsort, sondern Lissabon. Der kommerzielle Trend der vorherigen Festivals wurde fortgesetzt und Headliner waren diesmal unter anderem Metallica, Slipknot, Black Eyed Peas, Britney Spears, Evanescence, Paul McCartney und Peter Gabriel. Mehr als 386.000 Menschen besuchten die City of Rock an den sechs Festivaltagen. Lissabon 2006Bearbeiten Vom 25. Mai bis zum 4. Juni fand die zweite Auflage des Rock-in-Rio-Musikfestivals abermals in Lissabon statt. Diesmal waren erneut die Red Hot Chili Peppers und Guns N' Roses dabei. Aber auch Anastacia, Santana, Shakira und Jamiroquai traten unter anderem auf. Die Red Hot Chili Peppers spielten am 3. Juni vor 76.000 Zuschauern. Lissabon / Madrid 2008Bearbeiten 2008 fand Rock in Rio sowohl in Lissabon (am 30., 31. Mai und 1. Juni, und am 5. und 6. Juni) als auch in Arganda del Rey, nahe Madrid (am 27. und 28. Juni sowie am 4., 5. und 6. Juli) statt. Künstler wie Machine Head, Amy Winehouse, Bon Jovi, Alanis Morissette, Lenny Kravitz, Carl Cox, Ivete Sangalo, James Morrison, Neil Young, The Police, Metallica, Shakira, Alejandro Sanz und Jamiroquai traten auf. Lissabon / Madrid 2010Bearbeiten Im Mai 2010 fand zum vierten Mal das Rock in Rio-Festival in Lissabon statt, das von über 320.000 Zuschauern besucht wurde. Im Juni 2010 fand dann die zweite Auflage von Rock in Rio in Madrid statt, das von mehr als 250.000 Zuschauer besucht wurde. Unter anderem traten Künstler wie Bon Jovi, John Mayer, Paul van Dyk, Shakira, Rihanna, Calle 13, David Guetta, Miley Cyrus, Rage Against the Machine, Tiësto, Metallica, Motörhead sowie Sôber auf.[2] Rock in Rio IV 2011Bearbeiten 2011 wurde das Festival nach zehn Jahren wieder in Rio de Janeiro ausgetragen. Als Termine wurden der 23., 24., 25., der 29. und 30. September ausgesucht sowie der 1. und 2. Oktober 2011. Als Festivalgelände diente ein Platz in Jacarepaguá. Dabei traten unter anderem die Bands Guns N’ Roses, Metallica, Coldplay, System of a Down und Red Hot Chili Peppers auf. Als weitere Künstler nahmen Shakira, Rihanna, John Mayer, Jamiroquai, Elton John, Katy Perry und Snow Patrol teil.[3] Innerhalb von nur vier Tagen wurden alle Eintrittskarten verkauft, somit haben an den sieben Festivaltagen 700.000 Zuschauer teilgenommen. Lissabon / Madrid 2012Bearbeiten 2012 fand das Rock-in-Rio-Festival in Lissabon zum fünften Mal sowie das Rock in Rio in Madrid zum dritten Mal statt. Allein in Lissabon besuchten mehr als 354.000 Menschen die City of Rock. Rock in Rio VII 2017Bearbeiten 2017 fand das Rock-in-Rio-Festival vom 15. bis 24. September 2017 wieder in Rio de Janeiro statt. Die Veranstaltung fand in diesem Jahr im Olympiapark von Rio in Barra da Tijuca statt[4]. Laut dem Unternehmer und Gründer von Rock in Rio, Roberto Medina, könnte die Ausgabe 2017 des Festivals die letzte in Brasilien sein. In einem Interview mit dem Veja Rio Magazin sagte der Präsident des Events, dass er sich in den kommenden Jahren auf Städte wie Las Vegas konzentrieren wird. BedeutungBearbeiten Diverse Bands haben Livealben oder Videos ihrer Rock-in-Rio-Konzerte herausgebracht, darunter Queen, Tina Turner und Iron Maiden, wobei manche Veröffentlichungen bereits Raritäten sind; in Form von Bootlegs sind die Rock-in-Rio-Shows der meisten Bands jedoch häufig zu finden. LiteraturBearbeiten - Uptown: The Vault – The Definitive Guide to the Musical World of Prince: Nilsen Publishing 2004, ISBN 91-631-5482-X EinzelnachweiseBearbeiten - Uptown (2004), Seite 121 - http://www.spanien-bilder.com/lexikon/rock-in-rio-madrid.htm - Archivlink (Memento des Originals vom 30. Januar 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Elton John, Rihanna, Katy Perry und Claudia Leitte treten bei Rock in Rio 2011 auf. - Rock in Rio 2017 será realizado no Parque Olímpico (Rock in Rio 2017 wird im Olympiapark stattfinden)
<urn:uuid:b468fb5c-db37-4f88-9503-ac825c94c2ca>
CC-MAIN-2019-30
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Rock_in_Rio
2019-07-22T02:38:53Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195527458.86/warc/CC-MAIN-20190722010436-20190722032436-00345.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.991572
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true ], "in_head": [ true, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
UNV1404 : Blick aus dem Leitstand einer Lokomotive in der Nähe von Stuttgart, Baden-Württemberg Aufnahmejahr 1990 - Planquadrat - UNV1404, 6 Bilder (Weitere in der Nähe) - Fotograf - K-H Lipp (Weitere in der Nähe) - Klassifikation - Extrabild - Aufgenommen - Mai 1990 (Weitere in der Nähe) - Eingereicht - So, 11. März 2012 - Kategorie - Lokomotive (Weitere in der Nähe) - Koordinaten des Motivs - MGRS 32: UNV 1439 0480 [10m Genauigkeit] WGS84: 48°47'45,70"N 9°11'45,39"O - Koordinaten des Fotografen - MGRS 32: UNV 1436 0469 - Blickrichtung - Nordnordost (etwa 22 Grad) Diesen Ort betrachten: KML (Google Earth), Bing Maps, OSM, Geograph Map (zonenlos), Mehr Links zum Bild
<urn:uuid:c55f66b7-6b9b-4cea-9604-3ca2b0a37820>
CC-MAIN-2019-30
http://geo.hlipp.de/photo/24227
2019-07-15T22:06:37Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195524254.28/warc/CC-MAIN-20190715215144-20190716001144-00129.warc.gz
by-sa
2.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.653895
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, false ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "2.0", "2.0" ] }
Hilfe:Hilfe Aus Kathpedia Version vom 8. März 2006, 16:13 Uhr von Reto ( Diskussion Beiträge ) (Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version ( Unterschied ) | Nächstjüngere Version → ( Unterschied ) Wechseln zu: Navigation , Suche Siehe das Benutzerhandbuch für weitere Hilfe. Von „ http://kathpedia.com/index.php?title=Hilfe:Hilfe&oldid=1366 “ Ansichten Hilfeseite Diskussion Quelltext anzeigen Versionen/Autoren Meine Werkzeuge Anmelden Navigation Hauptseite Letzte Änderungen Zufällige Seite Hilfe Cathopedia englisch spanisch italienisch rumänisch Externe Links Vatikan kath.net Radio kathTube kathTube kathHost stjosef.at DBK ÖBK SBK Suche Werkzeuge Links auf diese Seite Änderungen an verlinkten Seiten Spezialseiten Druckversion Permanenter Link Der Inhalt ist verfügbar unter der Lizenz Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported . Datenschutz Über Kathpedia Impressum
<urn:uuid:e2b5dd3a-2e47-43e7-abdb-1bdc18f5061e>
CC-MAIN-2019-30
http://kathpedia.com/index.php?title=Hilfe:Hilfe&oldid=1366
2019-07-15T22:52:29Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195524254.28/warc/CC-MAIN-20190715215144-20190716001144-00129.warc.gz
by-nc-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.933145
{ "abbr": [ "by-nc-sa", "by-nc-sa", "by-nc-sa" ], "in_footer": [ false, true, true ], "in_head": [ true, false, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0", "3.0" ] }
Visual Library Server 2019 Impressum Datenschutzhinweis © 2019 Universitäts- und Landesbibliothek Münster Visual Library Server 2019 zum Hauptmenü zum Inhalt Digitale Sammlungen de en Letzte Trefferliste Titel Inhalt Übersicht Seite suchen Schnellsuche: Detailsuche Einstieg Westfalen Benelux Fachgebiete Nachlässe, Handschriftliches und Bildmaterial Sammlungen historischer Drucke Historische Bibliotheken in Westfalen Listen Neuzugänge Titel / Beschreibung Autor / Beteiligte Druckorte Drucker / Verleger Jahr Clouds Orte Autoren / Beteiligte Verlage Jahre Startseite Nutzungsgrundsätze Open Digitization Policy Kontakt Titelaufnahme Titel Elemente der Logik : ein Grundriss für akademische Vorlesungen / von Clemens Baeumker Verfasser Baeumker, Clemens Erschienen Münster : Aschendorff, 1890 Ausgabe als Ms. gedr. Umfang 158 S. Online-Ausgabe Münster : Univ.- und Landesbibliothek, 2012 URN urn:nbn:de:hbz:6:1-61607 Dateien Elemente der Logik [44.15 mb] Inhalt Inhalt des Werkes Notiz Klassifikation Fachgebiete → Philosophie Fachgebiete → Pädagogik → Allgemein Links Nachweis Nachweis im ULB-Katalog IIIF IIIF-Manifest Lizenz Public Domain Mark 1.0
<urn:uuid:2ae3aee9-4288-49de-89f2-0caf61986d7a>
CC-MAIN-2019-30
https://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/hd/content/titleinfo/1393429
2019-07-15T22:34:11Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195524254.28/warc/CC-MAIN-20190715215144-20190716001144-00129.warc.gz
mark
1.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.865106
{ "abbr": [ "mark" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "1.0" ] }
Willkommen beim FC Schwabing Aktuelles Generalprobe misslingt vor Saisonauftakt am Freitag in Dornach. 18 mal gelesen am Samstag den 20.07.19 ab 11.00h / Guerickestr. 6 inkl. Einlagespiel der "Creme de la Creme" - das FCS Legenden-Team ... 102 mal gelesen 1.Herren spielt am Sonntag beim SV Aubing (BZL Süd), Anpfiff ist um 15:00 Uhr. 2.Herren beginnt die Vorbereitungsspielphase beim FC Unterföhring II. 104 mal gelesen 3.Testspiel wieder erfolgreich nach 1:0-Niederlage beim SC Oberweikertshofen. 723 mal gelesen Am Dienstag, den 9.7.2019, veranstaltet der FC Schwabing ab 16:00 Uhr ein Sichtungstraining für Kinder des Jahrgangs 2014. 1640 mal gelesen Erneut geht es zu einem Landesliga-Absteiger. Anpfiff ist am Samstag um 16:00 Uhr. 1683 mal gelesen Der FC Schwabing startet am Freitag, den 19.07.2019, um 19:00 beim SV Dornach in die Saison. 2056 mal gelesen Ali Al-Dulaimi trifft doppelt beim Landesligaabsteiger. 2353 mal gelesen Schwabing geht ins 5.Bezirksligajahr. An der Seitenlinie steht wie bereits in der vergangenen Spielzeit Tarik Sarisakal als Head-Coach und Faruk Sarisakal als Torwarttrainer. 2646 mal gelesen Der Euphorie, folgt die Ernüchterung! 5694 mal gelesen
<urn:uuid:81ea6e55-af70-406b-9730-1ea5bd484f87>
CC-MAIN-2019-30
http://fcschwabing.de/home.html?no_cache=1
2019-07-17T03:23:42Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525009.36/warc/CC-MAIN-20190717021428-20190717043428-00289.warc.gz
by
3.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.971861
{ "abbr": [ "by" ], "in_footer": [ true ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
Universität Greifswald erwartet schwedische Königin und deutschen Bundespräsidenten Greifswald (Deutschland), 11.05.2006 – Die Universität Greifswald feiert dieses Jahr 550. Gründungsjubiläum. Aus diesem Anlass erwartet die Uni am 17. Oktober die schwedische Königin Silvia und den deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler. Gefeiert wird mit einem Festakt an der Uni. Beide Staatsoberhäupter haben in dieser Woche ihr Kommen zugesagt. Die Bekanntgabe durch die Uni erfolgte heute. An diesem Oktobertag wird dann die bis dahin frisch sanierte Barock-Aula im Universitätsgebäude für die Öffentlichkeit wieder eröffnet. Vorbild für den Bau der Aula vor 250 Jahren war die Wiener Hofbibliothek. Dass die schwedische Monarchin an dem Ereignis teilnehmen wird, hat damit zu tun, dass Greifswald zwischen 1648 und 1815 unter schwedischer Herrschaft stand. Zu Zeiten des schwedischen Königshauses wurde im Jahr 1750 das Hauptgebäude der Uni eröffnet. Themenverwandte Artikel Quellen - mvregio.de: „Schwedische Königin und Bundespräsident kommen nach Greifswald“ (10.05.2006, 12:50 Uhr)
<urn:uuid:faa0eaf0-19fa-47db-9daa-d7d44b24b6b6>
CC-MAIN-2019-30
https://de.wikinews.org/wiki/Universit%C3%A4t_Greifswald_erwartet_schwedische_K%C3%B6nigin_und_deutschen_Bundespr%C3%A4sidenten
2019-07-18T07:03:10Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525524.12/warc/CC-MAIN-20190718063305-20190718085305-00449.warc.gz
by
2.5
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.987363
{ "abbr": [ "by", "by" ], "in_footer": [ false, true ], "in_head": [ true, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag" ], "version": [ "2.5", "2.5" ] }
1 Hallo Gast | Anmelden Thema: GM-Tochter Saab meldet Insolvenz an Freitag, 20. Februar 2009 16:44 Uhr Ansichtssache Diese Meldung macht mich durchaus glücklich! Ich habe u.a. auch schon Koreaner gefahren. Niedrige Anschaffungskosten, aber horrend teure Ersatzteile, wie bei den Japanern. Ein kleines Beispiel: Das Mittelteil einer Stossstange, ein einfaches - rohes, also nicht lackiertes(!) - U-Eisen für einen 'Starlet' - sollte neu mehr als 600 Franken kosten; und das Ende der 80-er Jahre! Der SAAB hingegen läuft und läuft - ausser Service-Kosten keine weiteren Ausgaben ... Ich habe u.a. auch schon Koreaner gefahren. Niedrige Anschaffungskosten, aber horrend teure Ersatzteile, wie bei den Japanern. Ein kleines Beispiel: Das Mittelteil einer Stossstange, ein einfaches - rohes, also nicht lackiertes(!) - U-Eisen für einen 'Starlet' - sollte neu mehr als 600 Franken kosten; und das Ende der 80-er Jahre! Der SAAB hingegen läuft und läuft - ausser Service-Kosten keine weiteren Ausgaben ... 11 Kommentare · da ja die Schweiz | Querschleeger | Fr, 20.02.09 12:21 | · Das kann nur besser werden | TROLL | Fr, 20.02.09 12:50 | · hoffe ich doch sehr! | Querschleeger | Fr, 20.02.09 15:49 | · Sicher kein Saab | Bandido | Fr, 20.02.09 16:26 | · Ansichtssache | Querschleeger | Fr, 20.02.09 16:44 | · Da gebe ich Dir recht | TROLL | Fr, 20.02.09 19:20 | · Jo, nein, wenn wir schon dabei sind, ... | thomy | Mi, 26.08.09 18:52 | · Einmal Saab - immer Saab | Apachi | Mi, 26.08.09 17:59 | · Ja, aber nicht für Otto-Normalverdiener ... | thomy | Mi, 26.08.09 18:47 | · ein klassisches | Querschleeger | Mi, 26.08.09 18:56 | · Ja, habe ich auch schon gehört ... | thomy | Mi, 26.08.09 19:34 | Mitreden | WIRTSCHAFT: OFT GELESEN - keinschaf aus Wladiwostok 2826 grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05 - Kassandra aus Frauenfeld 1781 Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58 - HentaiKamen aus Volketswil 1 Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13 - keinschaf aus Wladiwostok 2826 sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30 - Kassandra aus Frauenfeld 1781 Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25 - Pacino aus Brittnau 731 Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20 - PMPMPM aus Wilen SZ 235 Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43 - kubra aus Berlin 3232 Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09 Bankgeheimnis Kommission legt Gegenvorschlag zu Bankgeheimnisinitiative vor Bern - Die Wirtschaftskommission des Nationalrates (WAK-N) hat einen direkten Gegenentwurf zur Volksinitiative «Ja zum Schutz der ... Finanzkrise Cameron veröffentlicht nach Offshore-Kontroverse Steuerdaten London - Der durch die «Panama ... Immobilien Im Dübendorfer «NEST» wird in belebten Labors geforscht Zürich - Ein Gebäude, das nie fertig wird: In Dübendorf ZH ist am Montag die Forschungs- und Innovationsplattform «NEST» auf dem Campus von Empa ... Startup News EasyGov.swiss vereinfacht die Bürokratie und die Finanzierung für Startups Viele Gründerinnen und Gründer wünschen sich, dass der Austausch mit den Behörden einfacher und schneller abgewickelt werden ... ETH-Zukunftsblog Ein Schwarm stromproduzierender «Heizungen» für die Energiewende Eine zentrale Herausforderung der Energiewende ist es, die schwankende Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen auszugleichen. Eine ... Reiten Guerdat plus EM-Bronzeteam für CSIO St. Gallen aufgeboten Den Schweizer Springreitern bietet sich beim CSIO St. Gallen die letzte Gelegenheit, sich auf heimischem Boden für Rio 2016 zu empfehlen. Am ... Olympische Goldmedaille für Rafael Nadal Rafael Nadal beginnt seine Regentschaft als Nummer 1 mit einem Ausrufezeichen. Der Mallorquiner, der am Montag Roger Federer nach 237 Wochen ablösen wird, holte ... Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello ... Bühne Salzburger Stier 2017 findet im Stadttheater Schaffhausen statt Bern - Zum krönenden ... Kunst Hodlers «Champfèrsee» wechselt für knapp 2,2 Millionen den Besitzer Bern - Das Gemälde «Der Champfèrsee» von Ferdinand Hodler hat für 2,17 Millionen Franken den Besitzer gewechselt. Bei der Auktion am ... Initiativen/Referenden Gegner der Stiefkindadoption für Homosexuelle drohen mit Referendum Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der ... 3 Whitehouse Über Zaun geworfenes Metallteil löst Alarm im Weissen Haus aus Washington - Ein Metallteil, ... - 00:00 news.ch geht in Klausur - 18:05 Switcher kämpft gegen das Ertrinken - 12:05 Switcher kaum mehr zu retten - 10:30 Hamburg Freezers sind Geschichte. - 09:58 Starker Anstieg der Firmenkonkurse im April - 11:23 Switcher-Gründer beantragte Konkursverfahren - 15:59 Haftstrafe für Mancini gefordert - 11:21 Firmenpleiten in der Schweiz steigen - 17:14 Blackout steht zum Ausverkauf - 14:34 Zelthersteller Spatz hat Produktion eingestellt - Letzte Meldungen - Lehrstelle Kauffrau / Kaufmann EFZ «santésuisse» (E-/M-Profil) Beginn August 2020 Winterthur - Du arbeitest vom ersten Tag an aktiv in den Fachabteilungen mit. Du wirst Kunden empfangen und... Weiter - Ausbildung als Kaufmann/-frau Branche Dienstleistung und Administration Luzern - Ausbildung als Kaufmann/-frau Branche Dienstleistung und Administration in Luzern Mehr als eine... Weiter - Sachbearbeiter Kundendienst/Verkauf (m/w) 100% Heerbrugg - Beraten und Verkaufen von bedarfsgerechten Versicherungslösungen am Telefon sowie am Schalter... Weiter - Assistent Expansionsprojekt Privat- und Geschäftskunden m/w 80 100 % Murten - Sie werden die administrative Führung des Projektes verantworten die Projektdokumente verwalten und... Weiter - Senior Project Manager Open Science & Research Data (m/w) Zürich - Über uns SWITCH steht für mehr Leistung, Komfort und Sicherheit in der digitalen Welt. Als... Weiter - Relationship Manager (100 %) Basel - Arbeitsort: Hauptsitz Basel Stellenantritt: Stellenantritt per sofort oder nach Vereinbarung.... Weiter - Hypothekar - Kundenbetreuer/in / Relationship Manager/in - bilingue D/F Basel - Ihre Hauptaufgaben: Sicherstellung der Erreichung der Ambitionen in allen Bereichen gemäss... Weiter - Sachbearbeiter/in Leistungen Schlieren - Fristgerechte Bearbeitung von Leistungsabrechnungen inkl. Abklärungen bei Leistungserbringer und... Weiter - Lehrstelle Kauffrau / Kaufmann EFZ «santésuisse» (E-/M-Profil) Beginn August 2020 Zürich - Du arbeitest vom ersten Tag an aktiv in den Fachabteilungen mit. Du wirst Kunden empfangen und... Weiter - Firmenkundenberater/in – Freiburg (80-100%) Fribourg - Ihre Rolle Sind Sie kontaktfreudig und haben ein offenes Ohr für die Bedürfnisse von Kunden? Und... Weiter - Über 20'000 weitere freie Stellen aus allen Berufsgruppen und Fachbereichen. Möchten Sie zu diesen Themen eine eigene Internetpräsenz aufbauen? www.beispiel.de www.service-kosten.at www.meldung.ch www.koreaner.org www.mittelteil.info www.ansichtssache.net www.starlet.com www.ersatzteile.de www.anschaffungskosten.at www.u-eisen.ch Registrieren Sie jetzt komfortabel attraktive Domainnamen! Internetpräsenz aufbauen? www.beispiel.de www.service-kosten.at www.meldung.ch www.koreaner.org www.mittelteil.info www.ansichtssache.net www.starlet.com www.ersatzteile.de www.anschaffungskosten.at www.u-eisen.ch Registrieren Sie jetzt komfortabel attraktive Domainnamen! - news.ch geht in Klausur - MIT-Forscher «heilen» defekte Solarzellen mit Licht - Hälfte des Stroms stammt aus Wasserkraft - «Solar Impulse 2» beendet 13. Etappe - Solar Impulse 2 ist zur 13. Etappe gestartet - Flug von Solarflieger von Ohio nach Pennsylvania verschoben - «Solar Impulse 2» auf dem Weg nach Ohio - Letzte Meldungen - CAS Fotografie Abschlussmodul - Projektmanagement Modul 3: Leadership - Les Mills BODYPUMP (Sommerabo) - Kochen: Saisonal und einfach mit Kenwood Cooking Chef Gourmet - Steinbildhauen für Fortgeschrittene - mit Thema - Aktzeichnen für Fortgeschrittene - Sommerkurs - Stand up Paddling (SUP) / Sommerkurs - Intensivkurs (Bootcamp) zum MCSA: Windows 10 - MCSAW10I - Updating Your Skills to SQL Server 2017 - MOC 10998 - Installing and Configuring WIndows 10 - MOC 20697-1 - Weitere Seminare - Gipfeltreffen für Digital Marketing und E-Business - Telefonmuseum Telephonica - Geschichte zum Anfassen - news.ch geht in Klausur - «Commitment Rings» blocken Serien-Fremdgeher - Prothese für High-Heel-Trägerinnen - Asus stellt Haushalts-Roboter vor - Anbieter sollen für langsames Internet zahlen - Letzte Meldungen - Der FC Basel verlängert mit Pululu - Schaffhausen setzt Transferoffensive fort - Der FCB trifft Kader-Entscheidungen - Lugano schnappt sich Marco Aratore - Der FC St. Gallen verpflichtet Lukas Görtler - Valon Behrami ist neuer Sion-Captain - St. Gallen verpflichtet den Brasilianer Fabiano - Mehr Fussball-Meldungen - Was bieten Kreditkarten heute? - Der FC Basel verlängert mit Pululu - Schaffhausen setzt Transferoffensive fort - Tabata. Ein kurzes, hochintensives Intervalltraining für mehr Trainingserfolg - Der FCB trifft Kader-Entscheidungen - Lugano schnappt sich Marco Aratore - KMU online. So funktioniert's - Letzte Meldungen
<urn:uuid:a4f3bf6a-1145-49cc-9577-ae6e634981ab>
CC-MAIN-2019-30
http://www.konkurs.ch/forum/Ansichtssache/373173/post7274.htm
2019-07-19T14:42:31Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00049.warc.gz
by
3.0
a_tag
false
false
false
true
Latn
deu
0.982957
{ "abbr": [ "by", "zero", "zero" ], "in_footer": [ false, false, false ], "in_head": [ false, false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "1.0", "1.0" ] }
Hilfe Seiten, die auf „Ort“ verlinken ← Ort Wechseln zu: Navigation , Suche Links auf diese Seite Seite: Namensraum: alle (Seiten) Diskussion Benutzer Benutzer Diskussion TopoWiki TopoWiki Diskussion Datei Datei Diskussion MediaWiki MediaWiki Diskussion Vorlage Vorlage Diskussion Hilfe Hilfe Diskussion Kategorie Kategorie Diskussion Auswahl umkehren Filter Vorlageneinbindungen einblenden | Links ausblenden | Weiterleitungen ausblenden Die folgenden Seiten verlinken auf Ort : Zeige (vorherige 50 | nächste 50) ( 20 50 100 250 500 ) Hauptseite ( ← Links ) Raum ( ← Links ) Topische Praxis ( ← Links ) Gefühle ( ← Links ) Topischer Raum ( ← Links ) Leib ( ← Links ) Leibesinsel ( ← Links ) Topologie ( ← Links ) Person ( ← Links ) Primitive Gegenwart ( ← Links ) Körperschema ( ← Links ) Aufstellung ( ← Links ) Helmuth Plessner ( ← Links ) Positionalität ( ← Links ) Leiblichkeit ( ← Links ) Subjektivismus ( ← Links ) Verhältnis ( ← Links ) Pantopismus ( ← Links ) Kitarô Nishida ( ← Links ) Basho ( ← Links ) Systemisch ( ← Links ) Kinesphäre ( ← Links ) Haben ( ← Links ) Gehirnmythologie ( ← Links ) Zeige (vorherige 50 | nächste 50) ( 20 50 100 250 500 ) Abgerufen von „ http://www.topowiki.de/wiki/Spezial:Linkliste/Ort “ Navigationsmenü Meine Werkzeuge Anmelden Namensräume Seite Diskussion Varianten Ansichten Lesen Quelltext anzeigen Versionsgeschichte Mehr Suche Navigation Hauptseite Index Blog Themen Vortrag Quellen Zentrale Begriffe Leib Gefühle Situation Raum Ort Sonstiges Letzte Änderungen Zufällige Seite Werkzeuge Spezialseiten Druckversion Datenschutz Über TopoWiki Haftungsausschluss
<urn:uuid:b29908c3-a896-4050-be29-9ffc89308763>
CC-MAIN-2019-30
http://www.topowiki.de/index.php?title=Spezial:Linkliste/Ort&hidetrans=1
2019-07-19T14:29:19Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00049.warc.gz
by-nc-sa
4.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.977699
{ "abbr": [ "by-nc-sa", "by-nc-sa" ], "in_footer": [ false, true ], "in_head": [ true, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag" ], "version": [ "4.0", "4.0" ] }
wir_wollen_gerechtigkeit Was ist Gerechtigkeit? siehe zB. Wikipedia, Google, Bücher usw. in Diskussion: „Chancengerechtigkeit“ (gleiche Lebensgrundlagen?) in Diskussion: gerechte „Verteilung“ in Diskussion: gerechte „Urteile“ in Diskussion: faire Wahlen in Diskussion: (un)gerechter Gewinn … gerechter Preis in Diksussion: gerechte Ordnungen, Gebote, Gesetze in Diskussion: gerechte Steuern (gibt es das überhaupt?) in Diskussion: gerechtes Geldsystem Wie kann Österreich gerechter werden? JM schrieb: BGE in der Höhe von 2.500 Euro für alle Streichung aller Subventionen, Förderungen Reduzierung der Verwaltung auf ein Minimum Transaktionssteuer, Bodensteuer, Maschinensteuer, Kapitalsteuer Schließung der Steuerschlupflöcher Vollgeld Förderung der Gemeinwohlökonomie, usw. …. wir_wollen_gerechtigkeit.txt · Zuletzt geändert: 2018/10/10 14:32 von dokuwikiadmin
<urn:uuid:48a88ec4-e724-4a9b-bb96-f5b8c9418af3>
CC-MAIN-2019-30
http://www.volksinitiative.at/doku.php?id=wir_wollen_gerechtigkeit
2019-07-19T15:14:35Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00049.warc.gz
by-sa
4.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.980322
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ true, true ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "4.0", "4.0" ] }
You are not allowed to add pages [Pforta, 3. Oktober 1859] Liebe Mamma! — Meinem Versprechen zufolge schreibe ich dir heute am Montag. Ich bin gestern Abend eine Stunde zu früh in Pforta angekommen; es waren während dieser Tage hundert abwesend. Nun, das ist der letzte Brief den ich an euch nach Naumburg sende. Ihr dürft aber gar nicht denken daß ich da noch traurig Abschied nehmen will; der Brief würde dir (glaube ich,) dann eher unlieb sein. Ich freue mich nur noch daß wir diese drei Tage zusammen verlebt haben und danke noch viele mal. — Wenn bekomme ich nun meine Kiste? Vergiß nur ja nicht alles hinein zu packen. Heute ist Reception; der Pastor Oßwald ist da und wollte dich besuchen. — Wenn du in Gorenzen angekommen bist, grüße den Onkel viele mal von mir; ich wünsche euch allen eine recht glückliche Reiße, bleibt dort recht gesund und gebt mir häufige Nachricht. Nun lebt recht, recht wohl! Ich habe leider heute Morgen keine Zeit zum langen Briefschreiben. Grüße noch Lisbeht vielemals, Onkel und Tanten! Aber nicht wahr? Sobald ihr dort seid schreibst du mir über den Empfang. Es giebt im Menschenleben Augenblicke Wo wir vergessen daß wir einen Punct Im unermessnen Weltall nur bewohnen. ! Glück zu! Dein FrWN. Schicke mir einen Theelöffel Siegelack-Oblaten Ein Messer Messias Cacao Wäsche. Streichhölzer. Rosenstahlfedern Schlittschuh Back to top | de/nietzsche/briefe/1859/bvn-1859_57.txt · Last modified: 2015/09/02 18:23 (external edit) |
<urn:uuid:cb0cb615-e568-4baf-ba45-3d53c3e01e2b>
CC-MAIN-2019-30
https://aphil.org/wiki/doku.php?id=de:nietzsche:briefe:1859:bvn-1859_57
2019-07-19T14:16:32Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00049.warc.gz
by-sa
4.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.999398
{ "abbr": [ "by-sa" ], "in_footer": [ true ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "4.0" ] }
Oliver von Dobrowolski ist Kriminalhauptkommissar in Berlin und bekannt für seine öffentlichen, konstruktiv-kritischen Äußerungen über die Arbeit und das Verhalten der Polizei in der Begegnung mit der Bevölkerung. Er ist Mitglied von Bündnis 90 / Die Grünen und erster Vorsitzender des Vereins Polizei Grün, der sich als polizeiliche Vertretung der Parteimitglieder und der Partei nahestehender Personen versteht. Nicolas spricht mit ihm über Themen wie Polizeigewalt, rechtsextremistische Tendenzen innerhalb der Polizei und den insgesamt sehr differenzierten Positionen von Dobrowolskis in Bezug auf seinen Beruf.
<urn:uuid:84ddd560-c1a9-4527-b56e-d3bcfdda8f38>
CC-MAIN-2019-30
https://viertausendhertz.de/ef24/
2019-07-19T14:54:03Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00049.warc.gz
by
3.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.996479
{ "abbr": [ "by" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
Open Source Ecology Germany/Werte Technologische Werte Wir verwenden nachhaltige Kriterien für die Entwicklung der Technologien: - Open Source - – wir stellen den ganzen Lebenszyklus jeder Technologie Open Source zur Verfügung - von Forschung und Design über Stücklisten, Fertigung (CAD Zeichnungen, technische Zeichnungen, Explosionszeichnungen, Texte, Bilder, Videos, Animationen, Simulationen), Benutzung, Pflege, Reparatur bis zu Wiederverwendung und Recycling. Diese Informationen kosten uns Geld, aber wir geben sie gerne kostenlos an alle weiter. Dadurch ermöglichen wir jedem die Technologien zu verstehen, zu reproduzieren, anzupassen, zu verteilen, aufzubauen und zu verbessern, und so wird die Innovation exponentiell beschleunigt. Wir mögen freie Inhalte, freie Lernmaterialien, Open Data, Open Source Software, Open Source Technologien und Open Everything. Wir veröffentlichen alle Informationen früh und häufig um die Technologieentwicklung und Kooperation zu fördern. - Reproduzierbarkeit - – die Nutzung von weit verbreiteten natürlichen und veredelten Ressourcen, Standardkomponenten und leicht verfügbaren Werkzeugen ermöglichen die Reproduktion der Technologien. Das Ziel ist es, möglichst viele Menschen in die Lage zu versetzten, die Technologien zu reproduzieren. Die leichte Reproduzierbarkeit ist die wahre Bedeutung der Open Source Technologie. - Modularität - – die Technologien bestehen aus kleineren Modulen, welche separat und parallel gefertigt, getestet, repariert und verbessert werden können. Module sind leichter zu verstehen, zu überwachen, zu pflegen und zwischen verschiedenen Technologien auszutauschen. Dadurch steigt die Produktivität und die Zuverlässigkeit der Technologien, wobei gleichzeitig Kosten und Ressourcen gespart werden. Eine modulare Technologie ist anpassungsfähig für neue Innovationen, verschiedene Kundenanforderungen und Anwendungsgebiete, und schafft ein öffentlich geteiltes Know-how. - Skalierbarkeit - – die Fähigkeit wichtige Technologiekriterien, z.B. Größe, Leistung, Durchsatz und weiteres, leicht für unterschiedliche Anforderungen anzupassen. - Eignung für den Eigenbau - – Wir ermöglichen es jedem, durch Open Source Baupläne, effiziente Lernmaterialien und Praxiskurse, die Technologien selber herzustellen. - Fertigungsgerechte Konstruktion - – Konstruieren für leichtere Fertigung und Montage ist vorteilhaft für den gesamten technologischen Lebenszyklus. Es führt zu geringen Kosten und bessere Qualität, Zuverlässigkeit, Automatisierung und Wartbarkeit. - Sicherheit - – Jeder muss in der Lage sein, die Technologien sicher zu produzieren und auch sicher zu nutzen. - Niedrige Kosten - – die optimale Nutzung der verfügbaren Ressourcen, die gemeinsame Finanzierung und alle andere technologische Grundwerte reduzieren die übliche Kosten und Produktpreise. Modularität ermöglicht die Kosten zwischen unterschiedlichen Technologien zu teilen, was zur drastischen Kostenreduktion führt. Open Source Technologien sind im Durchschnitt zwei bis drei mal kostengünstiger als die proprietären Äquivalente. - Effizienz - – Effizienz soll mit den technologischen, ökologischen und sozialen Aspekten zusammen betrachtet werden. - Ökologisches Design - – Der Zweck der Technologie ist es, den menschlichen Bedürfnissen zu dienen und gleichzeitig die Regeneration der Umwelt zu fördern. Menschliche und organisatorische Werte - Reproduzierbare Unternehmen - – Wir gehen einen Schritt weiter und veröffentlichen unsere Geschäftsmodelle kostenlos, früh und häufig. Wir unterstützen keine Geschäftsgeheimnisse. Unsere Kernbetriebsstrategie ist die offene unabhängige Reproduktion des Unternehmens und helfen anderen reproduzierbare Unternehmen mit praktischer Ausbildung und Kollaboration. - Offenheit und Authentizität - – Offenheit treibt exponentiell die persönliche und gesellschaftliche Entwicklung an. Wir teilen öffentlich und authentisch unsere Entwicklung, Bedürfnisse, Fehlschläge, Erfolge, Kommunikation, Arbeitsprozesse, Forschung, Ergebnisse, Buchführung und mehr - Open Everything. - Kooperation und Verbindung - – Kooperation ist der Kern der menschlichen Entwicklung. Wir verbinden uns bewusst mit gleichgesinnten Menschen, pflegen diese Beziehungen und arbeiten zusammen. Zusammen können wir viel mehr erreichen. - Vielfalt und Respekt - – Vielfalt fördert stabile und gesunde Systeme. Wir respektieren Menschen mit verschiedenen Werten, Identitäten, Meinungen und geben Raum der Entfaltung der Vielfalt. - Ganzheitlichkeit und Entwicklung - – Ganzheitliches Denken und Handeln schaffen langfristige nachhaltige Lösungen für möglichst viele Menschen. Wir betrachten die Situationen ganzheitlich und handeln entsprechend. Wir entwickeln unsere Fähigkeiten in den verschiedenen Aspekten des Lebens. - Verantwortung und Unmittelbarkeit - – Verantwortung ist unmittelbar mit der eigenen Handlung in der Gegenwart verbunden. Jeder von uns übernimmt die volle Verantwortung für die eigenen Handlungen und die individuelle und gemeinsame Entwicklung. - Reichtum und Freiheit - – Durch materiellen und geistigen Reichtum können wir Ressourcenknappheit und geistige Knappheit überwinden und erfüllt mit Freiheit leben. Unser Ziel ist es diesen Reichtum und diese Freiheit für alle Menschen zu ermöglichen.
<urn:uuid:3e5051a4-5254-4188-a436-cf984348a6a4>
CC-MAIN-2019-30
https://wiki.opensourceecology.de/index.php?title=Open_Source_Ecology_Germany/Werte&printable=yes
2019-07-19T14:24:27Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00049.warc.gz
by-sa
4.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.997913
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true, true ], "in_head": [ true, false, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "4.0", "4.0", "4.0" ] }
Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort in das Formular unten ein, um sich anzumelden. Bitte beachten Sie, dass dafür „Cookies“ in den Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers erlaubt sein müssen. hardware/channels/meters/power/edl-ehz/emh-ed300l.txt · Zuletzt geändert: 2018/01/25 15:10 von jau
<urn:uuid:e78a59d1-36af-4b89-9c52-1efa6a4594e3>
CC-MAIN-2019-30
https://wiki.volkszaehler.org/hardware/channels/meters/power/edl-ehz/emh-ed300l?do=login&sectok=
2019-07-19T14:36:42Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00049.warc.gz
by-sa
4.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.99384
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ true, true ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "4.0", "4.0" ] }
Affari vos Liberale Reformen im BildungswesenBearbeiten Die damals noch junge Gemeinschaft der Katholiken in Manitoba konnte sich nicht für eine klare Haltung gegenüber den Reformen des Schulwesens der liberalen Regierung entscheiden. Sie wandten sich mit der Bitte zur Unterstützung an Rom und erbaten die Hilfe des Pontifex. Ausschlaggebend war die Entscheidung der Regierung unter Félix-Gabriel Marchand (1897–1900), die Reformen des Schulwesens voranzutreiben und hierzu ein Bildungsministerium zu schaffen. Hierzu hatte er auch die Kurie in Kenntnis gesetzt, welches zum Erfolg hatte, dass Papst Leo XIII. einen Aufschub des Gesetzes zur Bildungsreform forderte, mit dieser Enzyklika zur Manitoba-Schulfrage hatte er klarmachen wollen, dass man in Rom nicht vorhabe, sich in die religionspolitischen Konflikte in Kanada mehr als nötig einzumischen. Ein Gesetz von 1897 regelte dann erstmals die kostenlose Verteilung von Schulbüchern, gegen den Widerstand eines Teils der Kirche. In der Öffentlichkeit wurde über Kruzifixe in Klassenzimmern und über die von führenden Theologen auf härteste Weise kritisierte Kostenfreiheit der Schule debattiert. Die EnzyklikaBearbeiten In seiner Begrüßungsformel hebt er das Wirken und den Geist des Heiligen François de Montmorency-Laval, dem ersten Bischof von Québec, hervor und lobt dessen religiöse Arbeit. Der Papst betont die bisherige gute Bildungsarbeit seiner Mitbrüder und unterstreicht die hervorragende Qualität in der katholischen Erziehung, er nennt besonders die Universität Laval. Leo XIII. schreibt, dass er der legislativen Aktualität von Manitoba mit viel Interesse folge und zur Kenntnis genommen habe, dass diese Provinz in der Tat ein Gesetz verkündet habe und beabsichtige, katholische Schulen abzuschaffen. Dieses Gesetz halte er für ein schlechtes Gesetz und fordere daher die Beibehaltung der katholischen Schulen, damit die christliche Bildung in Harmonie mit den wissenschaftlichen Studien bestehen bleibe.
<urn:uuid:e9d919b8-e702-4d04-84f3-89c18b001714>
CC-MAIN-2019-30
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Affari_vos
2019-07-20T20:16:52Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526670.1/warc/CC-MAIN-20190720194009-20190720220009-00209.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.998163
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true ], "in_head": [ true, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy. Der neue Support Bereich ist absofort unter community.teklab.de zu finden. Leider bietet das WBB keinen vernünftigen Spamschutz, daher sind Neuanmeldungen gesperrt. Wir werden die nächsten Tage das Handbuch/WIKI im neuen Support Bereich übernehmen. Dieses Forum bleibt jedoch mit seinen bisherigen Beiträgen, für alle die die Suchfunktion nutzen wollen, vorerst erhalten. User die über den Kundenbereich die Zugangsdaten erhalten und Bestandsuser können das Forum weiter nutzen. Jedoch würden wir alle gerne im neuen Support Bereich begrüßen wollen. Anfang Juni wird im Kundenbereich automatisch ein Zugang zum neuen Support Bereich angelegt, ähnlich wie es derzeit für WBB geschieht. Somit entfällt dann die Neuanmeldung. ;) - - 4.68 MB - 83 times downloaded
<urn:uuid:b53d156a-524e-4a0c-a8a5-e7eea04580e8>
CC-MAIN-2019-30
https://teklab.de/forum/filebase/file/15-tekbase-server-api-link/
2019-07-20T20:31:51Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526670.1/warc/CC-MAIN-20190720194009-20190720220009-00209.warc.gz
by-sa
3.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.99962
{ "abbr": [ "by-sa" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
Imre Nagy wurde in Kaposvár geboren. Nach vier Jahren Gymnasium machte er eine Schlosserlehre und leistete zwischen 1914 und 1916 Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg. 1916 geriet Nagy in russische Kriegsgefangenschaft und kam dort zum ersten Mal mit bolschewistischem Gedankengut in Verbindung. Als sowjetischer Bürger kämpft er 1917 für die Rote Armee. 1919 kehrt er nach Ungarn zurück, flüchtete jedoch nach dem Scheitern der kommunistischen Räteregierung erneut in die Sowjetunion. 1921 wieder in Ungarn zurück wurde er Mitglied der Sozialdemokratischen Partei, aus der er jedoch wegen seiner linksextremen Positionen ausgeschlossen wurde. Von 1927 bis 1928 wurde er in Ungarn inhaftiert.1929 emigrierte er wiederum in die Sowjetunion, wurde dort Mitarbeiter Nikolai Bucharins und arbeitet das Agrarprogramm der Kommunistischen Partei aus.Während des Zweiten Weltkrieges arbeitet er in Moskau beim Rundfunk und war dort für Sendungen in ungarischer Sprache verantwortlich. Ende 1944 kehrte er nach Ungarn zurück. 1947 bis 1949 war er ungarischer Parlamentspräsident. 1953 wurde er zum Ministerpräsidenten ernannt und versuchte umfangreiche wirtschaftliche und politische Reformen durchzuführen. 1955 verlor er alle seine Ämter und wurde aus der Partei ausgeschlossen. Am 23. Oktober 1956 kehrte er auf Forderung der Aufständischen in die höchste Führungsebene der Partei zurück und wurde erneut Ministerpräsident. In dieser Funktion versuchte er einerseits, die wichtigsten Ziele der Revolution gegenüber der der Ungarischen Arbeiterpartei (MDP) und der sowjetischen Führung durchzusetzen. Er trat für den Abzug der sowjetischen Truppen, das Mehrparteiensystem und die Neutralität Ungarns ein Am 4. November 1956 fanden er und seine Mitarbeiter in der jugoslawischen Botschaft Zuflucht. Am 22. November wird er entgegen der Zusicherung Kádárs von sowjetischen Beamten verhaftet und nach Rumänien transportiert. Am 12. April wird Nagy in Snagov offiziell verhaftet. Im Juni wird er wieder an die Ungarn ausgeliefert, wo ihm am 15. Juni 1958 der Prozess gemacht wird. Man verurteilte ihn zum Tode und richtete ihn am darauf folgenden Tag hin.
<urn:uuid:a1b35f39-f3b6-456e-97db-76e1277e4097>
CC-MAIN-2019-30
https://ungarn1956.zeitgeschichte-online.de/node/197
2019-07-20T20:51:07Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526670.1/warc/CC-MAIN-20190720194009-20190720220009-00209.warc.gz
by-sa
4.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.997001
{ "abbr": [ "by-sa" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "4.0" ] }
[[ visual-novel.de ]] Das deutsche Visual Novel Wiki Zuletzt angesehen: Medien-Manager Namensräume Namensraum wählen [Wurzel] glossar person planetarian playground projekte tag user vera_blanc wiki Dateiauswahl Dateiauswahl Hochladen Suchen Im Namensraum wiki suchen. Medien anzeigen als Miniaturansicht Medien anzeigen als Listenansicht Sortieren nach Name Sortieren nach Datum Suche nach Datei: Datei Anzeigen Verlauf Versionen von 9zuznc.gif 2018/03/30 17:56 9zuznc.gif manus (aktuell) visual-novel.de.txt · Zuletzt geändert: 2019/05/08 13:13 von 220.127.116.11 Falls nicht anders bezeichnet, ist der Inhalt dieses Wikis unter der folgenden Lizenz veröffentlicht: CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported
<urn:uuid:015a0290-3ee7-4821-ab83-125e10d0bd70>
CC-MAIN-2019-30
http://www.visual-novel.de/doku.php?id=visual-novel.de&tab_files=search&do=media&tab_details=history&image=9zuznc.gif&ns=wiki
2019-07-22T01:14:41Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195527458.86/warc/CC-MAIN-20190722010436-20190722032436-00369.warc.gz
by-sa
3.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.86118
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ true, false ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Soziologen erforschen die Wiedervereinigung Deutschlands auf ihre Folgen hin. Unterbelichtet bleibt die psychologische Dimension und die Rolle von Kränkungen. Kulturphilosophin und Berliner Gazette-Autorin Yana Milev über die grenzüberschreitende Bedeutung von „Wendekränkungen“ vor dem Hintergrund des aktuellen Ukraine-Konflikts. * Mit dem Begriff „Wendekränkungen“ möchte ich ein Phänomen bezeichnen, über das in den letzten 20 Jahren kaum bis gar nicht gesprochen wurde: die systematische Zerschlagung kultureller Orientierungen und die Zersetzung von Identität durch die Medienpolitiken der deutschen Leitmedien Anfang der 1990-er. Der Begriff der Kränkung Der Begriff der Kränkung ist ein psychologischer mit dem die Verletzung eines anderen Menschen in seiner Ehre, seinen Gefühlen, insbesondere seiner Selbstachtung bezeichnet wird. Sigmund Freud prägte den Begriff der Aus der Sicht Freuds ist nicht nur der Anthropos Opfer einer narzisstischen Kränkung, sondern die Menschheit überhaupt Opfer der durch die Wissenschaft verbreiteten Erkenntnisse. In erster Hinsicht hatte dies Konsequenzen auf die Vormacht der Religion in Fragen des Daseins (Kopernikus), der Herkunft (Darwin) und des Subjekts (Freud). Kurzum: die Antworten der Wissenschaft, der Aufklärung und der Psychoanalyse waren eine Kränkung des im christlichen Weltbild geprägten Menschen. Nach wie vor beschäftigt die Philosophen die anthropologische Kränkungs-Frage, die ganz offenbar im Wendekreis des Fortschritts angesiedelt wird. Doch was ist Fortschritt, wer ist der Urheber der Kränkung und darf man als Subjekt oder Kollektiv Kränkungen widerstandslos zulassen? 5 Kränkungs-Typen Für die Wendekränkungen, die Zumutungen und Verletzungen des kulturellen Empfindens durch Medien, Treuhand und Konzerne verursacht, die innerhalb der 1990er Jahre im Wendedeutschland Einzug hielten, möchte ich 5 Kränkungs-Typen vorstellen. Nichtzuletzt gehe ich davon aus, dass es diesen historischen (Wende)Erfahrungen zuzuschreiben ist, weswegen wir dieser Tage auf eine geteilte Meinungslandschaft in Deutschland schauen. Zugegeben wird in einer Umfrage auf Zeit-Online, dass zwar die Mehrheit der Deutschen zunehmend „Moskau für gefährlich“ hält, die Ostdeutschen aber unter den Deutschen eine Ausnahme machen. Genau diese Grobrechnung mit dem beiläufig bagatellisierten Anteil an Ossis die aus der Reihe der deutschen Einheitsmeinung tanzen, gilt es zu dementieren. 1. Die Kränkung der Zerschlagung politischer Orientierung Die in den 1980er Jahren von Michail Gorbatschow mit Perestroika (Umbau) und Glasnost (Transparenz) vorgestellten neuen politischen Perspektiven, haben Opposition und Dissidenten in der DDR beflügelt. Perestroika und Glasnost wurden als politische Programme in Bündnis 90 und Neues Forum positiv aufgenommen, aber auch in vielen nicht organisierten Sub-Szenen und Kreisen. Obwohl die Neuorientierungen aus der Sowjetunion kamen, mussten sie gegen den Staatsapparat verteidigt werden. Die Montagsdemos ab 1989 schienen eine Einigkeit zwischen Volk und Opposition demonstriert zu haben. Am Anfang standen die Montagsdemos, die in Leipzig ihren Ausgang nahmen, noch unter dem Motto „Wir sind das Volk“. Dies hat sich binnen kürzester Zeit zu „Wir sind ein Volk“ gewandelt. Unklar bleibt bis heute: hat das DDR-Volk das BRD-Volk dazu eingeladen an den neuentdeckten politischen Programmen Perestroika und Glasnost gemeinsam teil zu haben und sich für ein neues Deutschland zu engagieren, oder war der Ausruf „Wir sind ein Volk“ ein Aufforderung an eine Totalübernahme? Jedenfalls ist Zweiteres passiert und mit einem Schlag waren Opposition und die Stimmen der Dissidenten vom Tisch gefegt. Es wurde niemand mehr gefragt wie man sich eine gemeinsame Kultur- und Wohnzone vorstellt und gestalten will. Die Treuhand stand vor der Tür oder besser brach durch die Türen, stellte freundlich Ultimaten gegen Entschädigungen in einer Höhe, bei denen die Ostdeutschen große Augen bekamen und sogar freiwillig Hab und Gut verließen, um einen Gebrauchtwagen vom fliegenden Autohändler aus der BRD, die dort nicht mehr durch den TÜF gingen, zu erwerben. Das waren schlechte Deals, denn die Schrottkisten fielen bald auseinander, durch den TÜV kamen sie auch in Neudeutschland nicht und so blieben die Ossis ohne Bleibe, ohne Wagen und ohne Job. Die Landnahme Ost machte den Ostmenschen über viele Jahre betroffen und sprachlos und blieb eine Kränkung auf der emotionalen Ebene. 2. Die Kränkung der habituellen Entwertung Zudem gesellte sich die Kränkung durch die Leitmedien verursacht, die den „Ossi“ definierten und ihre vor allem bis dahin treue Leserschaft aus der BRD ideologisch darauf vorbereiteten, was der Osten war und ist – ein Unrechtsstaat, menschenverachtend und wir die Opfer, die mit Bananen, Danone-Joghurt und Schrottkarren zu befreien sind. Der Westen hat sich als der Freiheitsbringer und Beschenker inszeniert und uns als die Affen im Zoo, Menschen zweiter Klasse. Dieser Wind wehte heftig und hielt noch einige Dekaden an, wenn nicht sogar bis heute, mit etwas abgeflachter Windstärke. Im Ergebnis der Medienwinde konnte sich die BRD wirtschaftlich, politisch und kulturell sanierten. Es war empörend und niederschmetternd in welcher Weise wir, die Ossis, sprachlos und mundtot gemacht wurden, denn auf eine solche Kriegsführung waren wir nicht vorbereitet. Dass wir Identität, Kultur und Alltag hatten wurde geradezu geleugnet, dass über Jahrzehnte eine Opposition gegen einen rigiden, kommunismus- und reformfeindlichen Staatapparat antrat – jawohl die progressive Auseinandersetzung mit dem Kommunismus, später mit den Programmen Perestroika und Glasnost, war staatsfeindlich genug um betraft zu werden – war per se irrelevant, undiskutabel und sogar nicht tragbar. So fand sich der Ossi in einer von Spiegel, Stern, Bild, Süddeutsche, FAZ u.a. moderierten Umgebung wieder, die den Ossi unisono identitätslos, alltagslos, herkunftslos und kulturlos machte und zur desorientierten, entradikalisierten und leichten postkolonialen Beute herabsetzte. Das war eine habituelle Entwertung. 3. Die Kränkung der Kapital-Entwertung Da niemand in der DDR konvertierbares monetäres Kapital besaß, nicht mal die Bonzen nennenswerte Valuta bunkerten, die sich mit dem Kapital eines BRD-Industriellen messen ließe, standen wir über Nacht als Bettler im eigenen Land. Da keine anderen Kapitalsorten gewertschätzt wurden und symbolisches Kapital in der DDR errungen, ebenfalls entwertet und ungültig gemacht wurde, begann die Mehrheit wirtschaftlich bei „0“. Das hieß, dass auch Verdiener, Menschen die 40 Jahre arbeiteten, mit nichts da standen. Währungsreform brachte uns die Westmark, ein Begrüßungsgeschenk und den Status der Insolvenz. Fast ein jeder wurde aus seinem einstigen Berufsfeld gerissen, Werke, Fabriken und Betriebe schlossen aufgrund der Treuhandübernahmen, neue Berufe mussten erlernt werden und jeder Pfennig umgedreht bevor er ausgegeben wurden, denn auch das Sparen begann bei „0“ und den alljährlichen Urlaub in Tschechien oder an der Ostsee konnten sich bald nur noch Wenige leisten. Monetär entmündigt, in die Arbeitslosigkeit geschickt, oder fremdübernommen in ein System der Werteschöpfung (des Geldmachens), zählte nur das Verdienen und der Kontostand, nicht mehr die Leistung, die Bildung und die Erfahrung, in den einstigen Berufen gewonnen. Der Ossi war hier von vornherein unterlegen und es gelang nur einzelnen aus den jüngeren Generationen (zwischen 1960 und 1970 geborenen) Fuß zu fassen. Aus der Soziologie kennen wir den Begriff der Kapitalsorten und wissen, dass es mehrere davon gibt. Wenn monetäres Kapital als moralischer, emotionaler, intellektueller und sozialer Gradmesser gilt, bei gleichzeitiger Entwertung anderer Kapitalsorten wie symbolisches, soziales, oder kulturelles Kapital, wird dieses Vorgehen von denjenigen, die den neuen Messverhältnissen plötzlich ausgeliefert sind, als totalitär erlebt. 4. Die Kränkung der Bildungs- und Wissens-Entwertung In der DDR erworbene Bildung und Wissen wurde ungültig gemacht, nullifiziert. Ingenieure, Akademiker, Lehrer, Wissenschaftler, Ärzte und Arbeiter per Massenentlassungen in die Arbeitslosigkeit geschickt. Wissenschaftliche Institute wurden aufgelöst und mit Westpersonal besetzt, die kamen in Scharen und in ganzen Seilschaften und bekamen zudem noch 10 Jahre lang die berühmte „Buschzulage“, während die DDR-Intelligenz in die Arbeitslosigkeit und später Hartz-IV gedrängt wurde. Zwar boomte die Frauenquote an den Unis aber schaute man genau hin, waren es Akademikerinnen aus der BRD, die eine Stelle an einer ehemaligen Einrichtung in der DDR besetzten. Investoren und Investments haben einen Kahlschlag von Lebens- und Arbeitsräumen auf dem Gewissen, der mit Marketing und Innovation moderiert wurde und als emerging market nur Eigeninteressen diente. 5. Die Kränkung der Alternativlosigkeit Die gesamt DDR-Zone wurde ein prosperierender Markt für Immobilien, Medien, Öffentlichkeit, Kultur, Arbeitslosigkeit und Asylpolitik für Ostdeutsche. Kränkungen und Mehrfachkränkungen, Diskriminierungen und Mehrfach-diskriminierungen prägen die letzten 25 Jahre mehr oder weniger von Menschen in vier Generationen, den zwischen 1940 und 1970 geborenen Ostdeutschen. Dabei ist die Kränkung der Ökonomisierung und Verwertung sämtlicher Lebensbereiche, wie Geschlecht, Erotik, Sex, Beziehung, Familie, Freizeit, Reisen, Ernährung, Kleidung, Wohnen, Bauen, Denken, Sprache, Geburt, Tod u.a.m. eine der schwerwiegendsten weil nachhaltigsten Kränkungen. Denn das schlichte Existieren in sozialen und gesellschaftlichen Kontexten unterlag einer Quadratur der Ökonomisierung bis in die kleinsten Bereiche, feinsten Nuancen, die man Intimität nennt. Mit Vermarktungsstrategien wurde das Innerste nach Außen gekehrt und als solches zur Ware verkehrt. Anpassungsstrategien wie Lifestyle, Meinungs- und Genderstyling inklusive, regierten. Diese Perversion hat Viele krank gemacht. Über die Dunkelziffer der Selbstmordraten wurden noch keine aussagekräftigen Forschungsergebnisse vorgelegt. Das Buch von Vivian Heitmann „Unverbindliche Welten?“ ist eines der wenigen Resultate in dieser Hinsicht. Als Psychologin untersucht sie die Wiedervereinigung aus der Sicht von psychisch Kranken und ihrem sozialen Umfeld. Kurz, es handelte sich im Allgemeinen um einen Werte- und Sinnverlust, der keine Alternative zuließ, weil alle genuinen Alternativen ad hoc verwertet wurden. Deutsche Doppelmoral Es sind in einem Ausmaß Wendekränkungen für die zwischen 1940 und 1970-Geborenen passiert, die von den Betroffenen bitter erlebt wurden. Die letzte, offizielle Volkszählung ergab etwa 17 Millionen Einwohner die in der DDR lebten. Durch Ausreise- und Fluchtwellen, dürften es 1989 noch rund 15 Millionen Menschen gewesen sein. Insgesamt kann davon ausgegangen werden, das auch Viele der 2 Millionen Flüchtlinge kein wesentlich anderes Schicksal im „Westen“ erwartete, als die im neuen Westen verbliebenen Ossis, bedenkt man die Zahlen der Zurückkehrer in den „Osten“ nach 1990. Sprechen wir einfach von einigen Millionen Menschen, ohne genaue Zahlenangabe, die sich schon bald als Wendeverlierer fühlten und mehrheitlich feststellen mussten, dass sie ihrer Lebensgrundlagen beraubt, oder diese zumindest in einer nicht mehr gut zu machenden Weise entwertet wurden (Arbeitslosigkeit, keine gleichberechtigten Karrierechancen, Verlust von Habitus und Gemeinschaft). Westdeutsche bei der Stellenvergabe bevorzugt Wie jüngst publiziert und in die Debatten gebracht, spielen soziale Hintergründe wieder eine Rolle bei akademischen Stellenvergaben. Wenn die Herkunft von akademischen Stellenbewerbern ins Gewicht fällt und bevorzugt der Kandidat mit signifikantem Stammbaum aus westdeutschen Wirtschafts- und Wissenschaftseliten gewählt wird, so ist erfahrungsgemäß ein Migrationshintergrund aus der DDR heute immer noch eine denkbar unvorteilhafte bis chancenlose Ausgangslage, weil dieser symbolisch für die Summe an moderierten Insuffizienzen steht, und somit für die Summe an Entwertungen und Wendekränkungen seit 1989 bis heute. Deshalb auch stehen die Ostdeutschen Merkel und Gauck für ein typisches Phänomen der Überassimilierung an die Werte der „Besatzer“, was Jakob Augstein richtig als Traumatherapie im Regierungskabinett diagnostiziert. Sie versuchen den düpierten Ossi zu ignorieren, ruhig zu stellen und medial zu erziehen. Während der Ostdeutsche Gauck das neoliberale Bewusstsein im Land anheizt und die Kanzlerin mit Obama um die Wette lächelt, wissen beide, dass es nach wie vor zwei Tarifzonen für Erwerbstätige gibt, nämlich Tarifzone Ost und Tarifzone West für gleiche Arbeit, dass gewisse Berufe für Ossis erst gar nicht erst zu haben sind und dass die Ostfrau das Schlusslicht in der gesamtdeutschen Sozialskala abgibt. Wendekränkungen sind überall Sie wissen ebenfalls, dass zwei Drittel der deutschen Gesamtarbeitslosigkeit und der Hartz-IV-Bezüge im Osten statistisch festgeschrieben sind. Wenn ein Land in dieser Weise mit zweierlei Maß misst und der Ostmensch immer noch das Nachsehen hat, dann muss von einer politischen Doppelmoral ausgegangen werden, die den knallharten Kolonialakt von 1989 bis heute permanent zu leugnen und zu übermalen sucht. Das Schicksal der Wendekränkungen ist kein ausschließlich deutsches Schicksal der 1990er Jahre, das versteht sich von selbst. Es wird von mir als erlebtes Beispiel angeführt und steht für weltweite Kriegs-Dynamiken und Annexionen, die in der Konsequenz ähnliche Schicksale hervorbringt: Flüchtlinge, Vertriebene, Arbeitslose, Arme, Benachteiligte, Heimatlose, Migranten, Fremde, Sprachlose, Rechtlose, Geduldete, Abgeschobene, Marginalisierte. Pierre Bourdieu hat sich mit diesem Phänomen zeitlebens als Ethnologe und Soziologe befasst. In dem Band „In Algerien. Zeugnisse der Entwurzelung“ sind seine Fotografien aus dem Algerienkrieg 1954-1962 erste Zeugnisse im soziologischen und politischen Kontext von Entwurzelungen und Wendekränkungen. Anm.d.Red.: Der erste Teil dieses Essays ist unter dem Titel Therapie für Massen? Feindbild-Propaganda, kaum beachtete Demonstrationen und alternative Medien erschienen. Das Foto oben stammt von melquiades 1898 und steht unter einer Creative Commons Lizenz.
<urn:uuid:5b4dadc4-7f17-4d37-8fe6-a0da7284b5ad>
CC-MAIN-2019-30
https://berlinergazette.de/wiedervereinigung-trauma-leitmedien/
2019-07-22T01:10:19Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195527458.86/warc/CC-MAIN-20190722010436-20190722032436-00369.warc.gz
by-nd
2.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.99801
{ "abbr": [ "by-nd" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "2.0" ] }
Anwendungsserver Ein Anwendungsserver, englisch Application Server [ˌæplɪˈkeɪʃn̩ ˈsɝːvɚ], ist im Allgemeinen ein Server in einem Computernetzwerk, der Anwendungsprogramme ausführt. Im engeren Sinne bezeichnet der Begriff eine Software, die spezielle Dienste zur Verfügung stellt, wie beispielsweise Transaktionen, Authentifizierung oder den Zugriff auf Verzeichnisdienste, Webservices und Datenbanken über definierte Schnittstellen. In Bezug mit Java steht die Bezeichnung Application Server meist für ein Rahmenwerk, das die Entwicklung von Webanwendungen erleichtert und einen Server bereitstellt.[1] Gängig und von wesentlicher Bedeutung sind Anwendungsserver beispielsweise in Geoinformationssystemen, wo sie die angefragten Landkarten erzeugen und auch Tracking in Echtzeit ermöglichen.[2][3][4] Dass eine Routenplanung durch Eingabe von Start und Ziel im Browser unverzüglich ein qualifiziertes Resultat erbringt, beruht nicht auf Fähigkeiten des Clients, sondern auf umfangreichen individuellen Ermittlungen durch den Anwendungsserver, der nur sein Ergebnis liefert. Ein Anwendungsserver bietet eine Laufzeitumgebung für den Server-Teil einer Client-Server Anwendung. Zum Beispiel stellt bei einer Webanwendung der Webbrowser den Client-Teil der Anwendung dar. Inhaltsverzeichnis Generelle EigenschaftenBearbeiten Bei einem Anwendungsserver gelten generell explizite und implizite Eigenschaften: expliziten Eigenschaften: - Kapselung von Datenquellen (standardisierte Adapter zu Datenbanken, Message Queueing, Verzeichnis-Diensten, Anwendungen) - Schnittstellen zu höherwertigen Diensten: Asynchrone Kommunikation, Transaktionsverarbeitung, Datentransformation und Persistenz impliziten Eigenschaften: Spezielle EigenschaftenBearbeiten Es gibt viele verschiedene Anwendungsservern die sich durch die speziellen Eigenschaften markanter unterscheiden als bei den generellen Eigenschaften. Viele Anwendungen müssen für einen bestimmten Typ von Anwendungsserver entwickelt werden (Typen sind z. B. Java EE, .NET, SAP Web Application Server). Im Bereich der Anwendungsserver, speziell bei Java-EE-Servern, ist der hohe Anteil an Open-Source-Produkten auffällig. Siehe auchBearbeiten - www.theserverside.com/reviews/matrix.tss Liste der Java-Application-Server mit den zentralen Merkmalen (englisch)
<urn:uuid:841cb73a-dfc5-489f-a357-a590ef6710cf>
CC-MAIN-2019-30
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Application_Server
2019-07-22T01:29:28Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195527458.86/warc/CC-MAIN-20190722010436-20190722032436-00369.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.994971
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true ], "in_head": [ true, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Wintersemester 2015/2016, Theorie und Geschichte ver/s_he/denes Vorträge: Dienstags, 17.00h Hörsaal Sportbuffet: Mittwochs, 18.00h Ort: N.N. 17.11. Theresa Stooß: Medeastatus 404. Mythos (und) Weiblichkeit in Sara Stridsbergs Medealand 18.11. (Zusammen mit dem Sportbuffet) Mittwoch, 18.00h Ort wird noch bekannt gegeben Elfriede Jelinke Das Werk. Eine Aufzeichnung aus dem Akademietheater Wien 2004, Regie Nikolas Stemann 8.12. Lisa Hell und Lara Ledwa: Zwischen Passivität und Perversion. Repräsentation von Weiblichkeiten im Kontext von NS-Verbrechensrezeption 12.1. Dortje Fink: Mehr als lecker - Zur Gestaltung de angerichteten Tellers 20.1.: (Zusammen mit dem Sportbuffet) Mittwoch, 18.00h Ort wird noch bekannt gegeben The Green Wave. Ein Film von Ali Samadi Ahadi, 2011 Die in dem Film mitwirkende Schauspielerin Pegah Ferydoni wird anwesend sein.
<urn:uuid:4f38f30a-4277-4ef6-9e07-4b16cdbb114c>
CC-MAIN-2019-30
https://kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/vers-hedenes-1962.html
2019-07-23T07:51:16Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195529007.88/warc/CC-MAIN-20190723064353-20190723090353-00529.warc.gz
by-nc
3.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.788463
{ "abbr": [ "by-nc" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
Im Mai 1945 befreiten sowjetische Truppen Deutschland von den Nazis. Mit Antifaschismus hatte ihr Krieg nur bedingt zu tun. Unter falscher Flagge. Von Boris Marlow Hektisches Treiben kurz vor der Landung: In der ganzen Stadt ist keine Hakenkreuzfahne vorhanden. Schließlich wird doch noch eine gefunden, im Fundus einer Filmfirma, die auf Antinazifilme spezialisiert ist. Nun weht sie neben Hammer und Sichel auf dem Flugfeld. Derweil übt die Kapelle noch einmal das »Horst-Wessel-Lied«. Als die viermotorige Condor-Maschine aufsetzt, ist alles vorbereitet. Der seltene Gast kann angemessen empfangen werden. Sein Name: Joachim von Ribbentrop, Reichsminister des Auswärtigen, Hitlers Außenminister. Es ist Mittwoch, der 23. August 1939. Wir befinden uns in Moskau, der Hauptstadt der Sowjetunion. Nach einem kurzen Frühstück geht es umgehend in den Kreml, wo Ribbentrop mit seinem sowjetischen Amtskollegen Wjatscheslaw Molotow zusammentrifft. Den ganzen Tag wird verhandelt. Am Ende steht ein Nichtangriffspakt zwischen Hitler-Deutschland und der UdSSR, der in Anwesenheit Stalins unterzeichnet wird. Bei der anschließenden Feier erhebt der Generalsekretär als erster sein Glas: »Ich weiß, wie sehr das deutsche Volk seinen Führer liebt. Ich möchte daher auf sein Wohl trinken.« Ein Pakt aus Machtkalkül Für die Weltöffentlichkeit kam das später als Hitler-Stalin-Pakt bezeichnete Abkommen überraschend. Oberflächlich betrachtet handelte es sich tatsächlich um eine erstaunliche Kehrtwende in der Außenpolitik beider Staaten. Das Nazi-Regime hatte sich immer als Bastion gegen die UdSSR und die Bedrohung durch den Kommunismus hingestellt. Das stalinistische Regime hingegen nahm für sich in Anspruch, der unversöhnliche Feind des deutschen Faschismus zu sein. Doch hinter dem Abkommen steckten eiskalte Machtinteressen: Nur eine Woche später, am 1. September 1939, fielen die Nazis in Polen ein, am 3. September folgte die offizielle Kriegserklärung. Das war der Beginn des Zweiten Weltkriegs in Europa. Er sollte schließlich fünfzig bis siebzig Millionen Menschenleben kosten. Sowjetische Truppen rückten am 17. September 1939 in Ostpolen ein. Für Hitler hatte das Abkommen vor allem einen Zweck: Beim Überfall auf Frankreich im Mai 1940 hielt es ihm den Rücken frei. Die vereinbarten umfangreichen russischen Rohstofflieferungen waren zum Betreiben der deutschen Kriegsmaschinerie unentbehrlich. Großmachtpolitik und interne »Säuberung« Die Interessen Stalins an dem Pakt sind weniger offensichtlich. Einige Historiker haben versucht, das Abkommen als listigen Schachzug Stalins hinzustellen, mit dem er sich Zeit für die Aufrüstung erkaufte. Diese Darstellung ist aber wenig überzeugend, denn Stalin baute zu dieser Zeit keinen Kriegsapparat auf. Im Gegenteil: Er enthauptete sowohl die Armee als auch die für Rüstungsprojekte wichtige technische Intelligenz. Im Jahr 1936 hatte die »Große Säuberung« begonnen – die systematische Auslöschung echter und vermeintlicher Oppositioneller. Im Militär nahm sie monströse Ausmaße an: Neunzig Prozent der Generäle und mehr als sechzig Prozent der Offiziere wurden hingerichtet, oftmals unter der Beschuldigung »faschistische Agenten« zu sein. Diesem Morden fielen auch alle erfahrenen Offiziere zum Opfer, die unter Stalins Gegenspieler Leo Trotzki im Bürgerkrieg (1918-1920) gedient hatten. Die »Säuberungen« gingen bis zum Kriegsbeginn weiter. Als Hitler-Deutschland den Pakt im Juni 1942 brach und die Wehrmacht in die Sowjetunion einmarschierte, war die Rote Armee so schlecht aufgestellt, dass sogar Kommandeure aus dem Gulag an die Front geschickt wurden – wie der spätere Marschall Konstantin Rokossowski, der sein Kommando mit ausgeschlagenen Zähnen und gebrochenen Rippen übernahm. Zum Zeitpunkt des Überfalls der deutschen Wehrmacht hatten nur sieben Prozent der russischen Offiziere eine höhere militärische Ausbildung, 37 Prozent waren noch in der Grundausbildung – ein Umstand, der wesentlich zu den verheerenden Niederlagen der Roten Armee im ersten Kriegsjahr beitrug. Ähnlich war das Bild bei der technischen Intelligenz: Zwischen 1934 und 1941 wurden 450 Flugzeugkonstrukteure verhaftet, davon wurden fünfzig erschossen, hundert starben in Arbeitslagern. Überlebende wie Andrei Tupolev arbeiteten dann im Krieg unter strenger Aufsicht des Geheimdienstes. All dies war kaum die angemessene Antwort auf eine militärische Bedrohung. So war der Hitler-Stalin-Pakt auch keine Kriegslist, sondern profane Großmachtpolitik – Stalin wollte mit Hitler die Interessensphären abstecken: Der Nichtangriffspakt wurde durch ein geheimes Zusatzabkommen ergänzt, das die Teilung Polens und, darüber hinaus, die Aufteilung Osteuropas zwischen den beiden Diktaturen vorsah. Der Sowjetunion wurden Finnland, das Baltikum, ein Großteil Polens und Bessarabien zugesprochen, die vormals zum Zarenreich gehört hatten, dazu die Nord-Bukowina und die Westukraine. Dieser Abgrenzung der Interessensphären folgten alsbald Vereinbarungen über militärische und geheimpolizeiliche Zusammenarbeit und über einen Austausch der Bevölkerung in den besetzten Gebieten. Stalins Außenminister Molotow erklärte noch Jahrzehnte später, dass das wichtigste Ziel der sowjetischen Außenpolitik dieser Zeit gewesen sei, die eigenen Grenzen so weit wie möglich auszudehnen: »Und mir scheint, Stalin und ich haben das ganz gut hingekriegt.« Erst fünfzig Jahre später gab die letzte sowjetische Regierung unter Michail Gorbatschow die Existenz des Zusatzabkommens zu, das die Aufteilung Ost- und Südosteuropas zwischen den beiden Staaten regelte. Verrat an die deutsche Linke Die kommunistische Bewegung stürzte der Hitler-Stalin-Pakt hingegen in völlige Verwirrung. Maurice Thorez, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Frankreichs, forderte beispielsweise seine Regierung auf, gleichfalls ein Bündnis mit Hitler zu schließen. Und die britische KP organisierte im Frühjahr 1940 einen Kongress für Frieden mit Hitler-Deutschland. Die deutschen Kommunistinnen und Kommunisten hingegen waren entsetzt. Fassungslos mussten antifaschistische Widerstandskämpfer mitansehen, wie sich der Mann ihres Vertrauens mit ihrem größten Feind verbündete. Hitler hatte sie verfolgt, Tausende ihrer Genossinnen und Genossen inhaftieren und ermorden lassen. Nun schloss der sowjetische Generalsekretär mit ihm einen Staatsvertrag. Etliche Kommunisten brachen daraufhin mit der Bewegung, darunter der langjährige Kominternfunktionär Willi Münzenberg. Im September 1939 verfasste er einen anklagenden Artikel, in dem es hieß: »Heute stehen in allen Ländern Millionen auf, sie recken den Arm, rufen, nach dem Osten deutend: ›Der Verräter, Stalin, bist du‹.« Wer sich illoyal zeigte und, wie Münzenberg, mit Stalin brach, fiel dessen Killerkommandos zum Opfer. Mehr noch: Um seine Bündnistreue unter Beweis zu stellen, versuchte Stalin nicht einmal, die in Hitlers Gefängnissen und Lagern inhaftierten Kommunisten freizubekommen. Zu Hitlers Überraschung forderte er in den Verhandlungen nicht einmal die Freilassung des KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann, der schon kurz nach der Machtübertragung an die Nazis im Januar 1933 ins KZ verschleppt worden war. Stattdessen ließ Stalin in der Zeit vom Dezember 1939 bis zum April 1941 etwa tausend deutsche Emigranten, die in der Sowjetunion Zuflucht gesucht hatten, an Deutschland ausweisen – und damit direkt in die Hände der Gestapo. Antfaschismus nach sowjetischen Interessen Diese Politik folgte einem Muster: Schon seit Mitte der 1920er Jahre hatte Stalin die Interessen der internationalen Arbeiterbewegung denen der sowjetischen Außenpolitik untergeordnet. Und diese Außenpolitik war konservativ: Anders als in der Zeit nach der Gründung der Kommunistischen Internationalen im Jahr 1919 sollte nicht mehr die Weltrevolution vorangetrieben werden. Vielmehr war es das Interesse der sowjetischen Parteibürokratie, Klassenkonflikte im Ausland zu vermeiden, um so das Risiko einer Intervention des Westens in der Sowjetunion gering zu halten. Dimitri Manuilski, der die Komintern seit 1929 leitete, warnte die KPD-Führung Anfang der 1930er Jahre explizit vor einer Revolution. Diese werde zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen »großen internationalen Kampf nach sich ziehen« und die Existenz der UdSSR gefährden. Wie die Politik einzelner Komintern-Sektionen der russischen Außenpolitik angepasst wurde, verdeutlicht beispielsweise die Mitte der dreißiger Jahre entwickelte »Volksfront«-Politik. In den westlichen Demokratien sollten die kommunistischen Parteien Bündnisse anstreben, die nicht nur Sozialdemokraten, sondern auch konservative und liberale Kräfte einschlossen. Das »entsprach den Augenblicksinteressen der Sowjetdiplomatie«, die das Bündnis mit Großbritannien, Frankreich und den USA suchte, schreibt der Kommunist und Zeitzeuge Theodor Bergmann. Deren Regierungen »mussten die westeuropäischen Kommunisten als brave Demokraten vorgeführt werden, die auf alles revolutionäre Handeln verzichtet hatten.« Auch Stalins Haltung zum Faschismus richtete sich stets danach, wie sie den sowjetischen Interessen dienen könne. Insofern war es konsequent, dass die Komintern nach dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion 1941 erneut ihren Kurs wechselte. Nun rief sie zur »Mobilisierung aller Kräfte in den gegen Hitler in einem Kampf auf Leben und Tod verwickelten Nationen« auf. Hatten sich die britischen und französischen Kommunisten bislang gegen den »imperialistischen Krieg« ihrer Regierungen gegen Deutschland gewehrt, so bezeichneten sie nun den Zweiten Weltkrieg als einen gerechtfertigten Kampf für Demokratie und gegen den Faschismus. Für die Menschen in der Sowjetunion folgte ein grausamer Krieg, dessen Hauptlast sie tragen mussten. Über zwanzig Millionen Opfer hatte das Land zu beklagen – nicht zuletzt weil seine Staatsführung nicht darauf vorbereitet war. Knapp sechs Jahre nach Ribbentrops Landung in Moskau hissen die Sowjets erneut symbolträchtig eine Fahne – diesmal in Berlin: Weltbekannt ist das Bild des russischen Soldaten, der auf dem Dach des zerstörten Reichstages die Hammer-und-Sichel-Flagge über der brennenden Stadt hält. Wir schreiben den 8. Mai 1945, Nazideutschland ist besiegt und der Aufstieg der Sowjetunion zur Weltmacht kann beginnen. Foto: Nickolas Titkov
<urn:uuid:bfc75a74-365d-4f5e-8e77-2cb6c265df07>
CC-MAIN-2019-30
https://www.marx21.de/unter-falscher-flagge/
2019-07-23T07:52:23Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195529007.88/warc/CC-MAIN-20190723064353-20190723090353-00529.warc.gz
by-sa
2.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.998569
{ "abbr": [ "by-sa" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "2.0" ] }
Er war der Held meines ersten Promotionsjahres: Göbel Schickenberge, Laienbruder und Vogt im Augustinerstift Böddeken in Ostwestfalen. Bruder Göbel hat das Rechnungsbuch seines Klosters zu einem Notizbuch für allerlei Begebenheiten und Eindrücke umfunktioniert. Herausgekommen ist ein Selbstzeugnis, das für die Jahre 1519-1532 und 1541-1543 tagesaktuelle Meldungen und deren Deutungen festhält und damit seltene Einblicke in den frühreformatorischen Glaubensstreit auf der Ebene des Gemeinen Manns – und des Gemeinen Mönchs – ermöglicht. Das Buch wurde erst 2005 in einer kommentierten Edition von Heinrich Rüthing der Forschung zugänglich gemacht.1 Göbel stammt vermutlich aus Köln, kommt 1501 nach Böddeken, damals eines der größten Klöster des Alten Reichs, und wird bereits ein Jahr später Vogt. Als solcher muss er Natural- und Kapitalabgaben einführen. Deshalb unternimmt er zahlreiche Reisen in die nähere und weitere Umgebung. Sogar bis nach Rom führen ihn seine Missionen im Namen des Augustinerklosters. 1532 bricht Göbel mitten in der Fastenzeit zu einer Reise nach Dalfsen und Deventer auf, die er ausführlich dokumentiert. Er gibt Dialoge wieder, die er mit Wirtsleuten geführt hat, und erzählt von Begegnungen mit Kaufmännern oder Fuhrleuten. Immer im Mittelpunkt: religiöse Differenzen, deren Entstehung und Aushandlung. Ähnlich wie auf dem Gemälde von Pieter Bruegel d. Ä. (1559) kommt es zu einem Kampf um das Fasten. Göbels Fastenreise 1532. Ein Mönch unterwegs in Norddeutschland weiterlesen → Rüthing, Heinrich (Hg.): Die Chronik des Bruder Göbels. Aufzeichnungen eines Laienbruders aus dem Kloster Böddeken 1502 bis 1543 (Quellen und Forschungen zur Kirchen- und Reformationsgeschichte 7), Bielefeld 2005. Bruder Göbel schreibt in der niederdeutschen Mundart, die damals in Westfalen auch im Schriftverkehr gebräuchlich war. Die Zitate bringe ich deshalb in modernisierter Form sowie in den Fußnoten im Original. [↩] Im Jahr 1532 stehen in Geislingen, einer Gemeinde im Landgebiet der Reichsstadt Ulm, Wahlen an. Die Bürger sollen neue Richter und einen Bürgermeister wählen. Doch die Mehrheitsverhältnisse bereiten Schwierigkeiten. Der Ulmer Rat fürchtet, dass erneut nur altgläubige Kandidaten Erfolg haben, die dann weiterhin das evangelische “Wort Gottes” behindern könnten. In der Folge entspinnt sich ein jahrelanger Konflikt um alte Rechte und alten Glauben. Ein Großteil der Geislinger Bürger wehrt sich mit den politischen Mitteln der Gemeindeverfassung und verteidigt diese in einem Atemzug mit den atlgläubigen religiösen Praktiken gegen die Ulmer Obrigkeit. Ulm hat Ende 1530 die Einführung der Reformation befürwortet. Jetzt soll die evangelische Ordnung auch auf dem Land durchgesetzt werden. Manche Gemeinden nehmen die evangelischen Kulturformen und Wissensordnungen schnell an, andere sträuben sich. Mancherorts formiert sich altgläubiger Widerstand – so interpretieren die Protestanten die Präsenz und die durchaus innovative Aktualisierung alter religiöser Praktiken. Zur Durchsetzung der evangelischen Kultur kommt es besonders auf die Haltung der lokalen Regierungen an. Der Ulmer Rat will deshalb in den Gemeinden seines Landterritoriums durchsetzungsfähige, obrigkeitstreue und evangelische Vögte, Pfleger, Pfarrer, Richter und Bürgermeister. Das ist leichter gesagt als getan. In Geislingen werden auf der Grundlage der Gemeindeverfassung von 1396 die Vögte als lokale Exekutivbeamte vom Ulmer Stadtrat eingesetzt, ebenso die Pfleger, die für die Finanzverwaltung zuständig sind. Wahrscheinlich hat Ulm auch das Patronat über die Pfarrstelle, zumindest kann der Stadtrat dort mitreden oder gegebenenfalls neue, protestantische Prediger einsetzen. Vögte, Pfleger und Prädikanten sind somit der verlängerte Arm der Ulmer Obrigkeit in Geisligen. Dessen Bürgergemeinde wiederum wählt die Richter und Bürgermeister. Das Gericht ist ein zwölfköpfiges Rechtspflege- und Verwaltungsorgan. Drei der Richter haben abwechselnd je für ein Jahr das Amt des Bürgermeisters inne. Sie vertreten die Stadt nach außen und haben nach innen exekutive Funktionen.1 Diese aus dem Spätmittelalter tradierte lokale Verwaltungs- und Organisationsstruktur wird für die Ulmer Obrigkeit seit dem Erlass der Reformationsordnung 1531 zunehmend zum Problem. Besonders vor der Gemeindewahl 1532. Denn Geislingen ist die Hochburg der Altgläubigen im Ulmer Landgebiet auf der Schwäbischen Alb. Viele Männer und Frauen, ja sogar Kinder laufen in Nachbarterritorien und hören dort die Messe, beten noch zu Heiligen und Heiligenbildern (“Götzen”, wie die Protestanten sagen). Manche befürworten das Papsttum und viele boykottieren den evangelischen Prediger. Der Vogt deutet das als Angriff auf die Autorität des Ulmer Rats.2 Der sieht für die anstehenden Wahlen in Geislingen deshalb schwarz – und somit auch für den Fortschritt der Reformation. Bei der Synode Anfang 1532, die eine Art Visitation des Ulmer Territoriums ist, heißt es im Bericht der Visitatoren über Geislingen: “Desgleichen sind die Zustände am Gericht ausführlich besprochen worden: es sei nie kein Evangelischer des Gerichts zu keinem Amt von den Päpstlern genommen worden; wenn man jetzt einen Bürgermeister wähle, werde ein Päpstler gewählt werden, denn die Evangelischen seien mit den Päpstlern übermerdt (majorisiert).” 3 Die Wahl scheint bereits gelaufen. Nur ein altgläubiger Kandidat könne gewinnen. Die religiöse Zugehörigkeit spielt demnach zumindest bei der wahlberechtigten Gemeinde eine so große Rolle, dass nicht-Altgläubige offenbar recht systematisch “übermerdt” werden. Die lokale politische Führung und Verwaltung blieben somit in altgläubiger Hand, was wiederum bedeuten dürfte, dass die Einführung evangelischer Veränderungen deutlich erschwert würde. Ein spätmittelalterliches politisches Selbstverwaltungsrecht wird zur Artikulationsplattform konfessioneller Differenz und in der Konsequenz wohl zu einem wichtigen Mittel, um den lokalen “Raum der Möglichkeiten” (Bourdieu) für religiöse Kulturen zu beeinflussen. Zudem zeigt die Wahlfrage, dass in Geislingen 1532 die verschiedenen sozioreligiösen Strömungen entsprechend der lokalen Konstellationen schon recht (wieder-)erkennbar sind. “Konfessionelle” Zugehörigkeiten haben sich verdichtet durch eine distinktive Neuordnung des religiösen Feldes. Man weiß, wer tendenziell in welches Lager gehört – und wer deshalb (nicht) wählbar ist. Dies wiederlegt auch, zumindest für den Ulmer Raum, die These einer fehlenden “Konfessionalität” der politischen Gemeindestrukturen vor 1650, die David Mayes kürzlich für Nordhessen formuliert hat. Demnach hätten die Gemeindemitglieder in ihrer kirchlichen und politischen Selbstverwaltung konfessionelle Differenzen ausgeklammert. Oft habe es diese auch gar nicht gegeben. Vielmehr sei ein noch sehr integratives und traditionelles Christentum gepflegt worden, das gegen die Obrigkeit zusammenstand.4 Derweil ist für den Ulmer Rat die Situation in Geislingen 1532 unhaltbar. Änderungen müssen her, und neue Mehrheiten in der blockadeanfälligen Geislinger Polit- und Verfassungsstruktur. Deshalb heißt es nach ausführlichen Beratungen in Ulm in einem Befehl wahrscheinlich an den Vogt als oberste Herrschaftsinstitution: “Anweisung: die Wahl, wenn solche Praktik wahrgenommen werde, nicht vor sich gehen zu lassen, allgemein, die, so dem Wort hold, zu den Aemtern zu fördern und die Päpstler zu schupfen.”5 Wenn also erneut nur Altgläubige in die Position von Richtern und Bürgermeistern kommen sollten, dürfe der Vogt diese Wahl nicht vor sich gehen lassen. Was genau das heißt, bleibt unklar. Zudem rechnen die Ulmer Religionsverordneten und Herrschaftspfleger, die sich um die Entscheidung über das weitere Vorgehen gekümmert haben, offenbar nicht damit, dass sich die konfessionellen Verhältnisse in Geislingen in naher Zukunft substantiell verschieben. So bleibt für die örtlichen Evangelischen nur der – vom Ulmer Vogt geförderte – “lange Marsch durch die Institutionen”. So sollen die Päpstler Stück für Stück zurückgedrängt werden. Damit könnte, das dürfte die Idee der Ulmer Herrschaft gewesen sein, die durch die lokalen Institutionen begünstigte Fortdauer altgläubiger Praktiken und Zugehörigkeitsäußerungen bekämpft werden. Die Akten der folgenden Visitation im Jahr 1535 zeigen das weitere Geschehen. Tatsächlich scheint es die Aufgabe des Vogts gewesen zu sein, das alte politisch-gemeindliche System im Namen der “Förderung des Evangeliums” aufzubrechen. Dadurch kam es zu heftigen Konflikten, die sich in der Aussage des Richters Peter Stöcklein niederschlagen: “Der Vogt handelt im Gericht also: so ihm eine Sache nit gefällt, so verschafft er’s gleich anders, schreibt er und der Stadtschreiber etwa hinterrücks des Gerichts hinein [nach Ulm]; bricht auch die Brief allein auf, so an Gericht und Vogt stehen. Er schließt die Tor selber auf wider die alte Ordnung.”6 Der Vogt ignoriert demnach die bisherige politisch-administrative Struktur, verstößt gegen sie und maßt sich eine ihm traditionell nicht zustehende Handlungsmacht an, etwa beim hochsymbolischen Aufschließen der Stadttore. Von konfessionellen Hintergründen dieser Rechtsauseinandersetzung wird 1535 explizit nichts berichtet. Doch dürften diese in Anbetracht der fortdauernden altgläubigen Kulturformen in Geislingen durchaus eine Rolle gespielt haben. So laufen z.B. immer noch 50 Menschen zur Messe nach Eybach aus, andere halten “Privatgottesdienste” in ihren Häusern ab. Vor diesem religiösen Hintergrund greift der Vogt, als Arm der Ulmer Obrigkeit in Geislingen, nach neuen politischen Rechten und Verwaltungspraktiken. Diese Auseinandersetzung ist nicht neu. Bereits 1514 rebellierte Geislingen gegen Übergriffe der Ulmer Herrschaft auf ihre alten gemeindlichen Rechte und Freiheiten. Die neuerlichen Übergriffe des Vogts schreiben sich somit ein in den Konflikt um die Freiheit, die Selbständigkeit und Selbstbestimmung der Gemeinde. Der Widerstand gegen die “neue” Religion und die evangelische Ordnung sowie die Initiativen für die Beibehaltung alter religiöser Praktiken sind auch Teil dieser politisch-verfassungsmäßigen Auseinandersetzung zwischen Geislingen und den Ulmer Herren. Die Verteidigung bzw. die Zurückerlangung alter Verfassungsrechte ist kongruent mit der Verteidigung alter religiöser Praktiken und Wissensordnungen. In Geislingen wird daraus eine Bewegung. Diese Konkordanz rechtlicher und religiöser Bestrebungen auf Gemeindeebene ist in vielem Peter Blickles Konzept der “Gemeindereformation” vergleichbar. Demnach haben sich gemeindliche Rechts- und Freiheitskämpfe gegen die Obrigkeiten vermischt mit der evangelischen Bewegung der frühen Reformation. Bisher wurde für die 1520er und 1530er Jahre nicht gesehen, dass auch altgläubige Kultur- und Widerstandsbewegungen mit den rechtlichen Konflikten des Spätmittelalters verschmelzen konnten. Zeitlich parallel zur evangelischen gab es also auch eine Art “katholische Gemeindereformation”. Hofer, Paul: Die Reformation im Ulmer Landgebiet. Religiöse, wirtschaftliche und soziale Aspekte, Tübingen, 1977, S. 22f.; Trostel, Eugen: Das Kirchengut im Ulmer Territorium unter besonderer Berücksichtigung der Stadt Geislingen. Eine Untersuchung der Verhältnisse vor und nach der Reformation (Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm 15), Stuttgart, Kohlhammer, 1976, S. 15f., 26-28. [↩] Endriß, Julius: Die Ulmer Synoden und Visitationen der Jahre 1531-47. Ein Stück Kirchen- und Kulturgeschichte, Ulm, Karl Höhn, 1935, S. 54f. [↩] Im kommenden Semester geht das interdisziplinäre und alle Epochen einschließende Doktorandenseminar “Sacrés liens! Étudier les liens en sciences sociales des religions” an der École des hautes études en sciences sociales Paris in eine neue, seine zweite Runde. Die Bewerbungsfrist für das Seminar endet am 20. September, Vorschläge können auf Französisch und sicher auch auf Englisch eingereicht werden. Eine schöne Gelegenheit für alle, die sich mit dem Verbindenden und dem Trennenden in religiösen Kulturen beschäftigen. Weitere Informationen gibt es auch auf dem Blog zum Seminar unter http://sacresliens.hypotheses.org/. Der CFP für das kommende Semester mit den Kontaktdaten der Organisator/innen findet sich hier. Die (französische) Beschreibung des Seminars lautet: “Le lien est, au sens propre, ce qui entrave, ce qui contraint, mais c’est aussi ce qui unit, affectivement, moralement, socialement, les individus entre eux. Selon une étymologie controversée, le lien serait à l’origine de la religion (re-ligare). Que ce soit dans le lien à la divinité, à la transcendance, au groupe ou à l’autre, la construction d’une relation constitue un élément essentiel du fait religieux. La diversité des liens développés par les individus appelle donc à s’interroger, dans une perspective pluridisciplinaire et diachronique, sur la façon dont l’individu et le groupe construisent leur rapport à l’objet de croyance. La modernité est parfois définie comme un processus selon lequel l’individu est libéré des liens qui l’enserraient au sein des structures constitutives de l’ordre du monde. Qu’est-ce qui distingue les liens des sociétés hétéronomes de ceux des sociétés autonomes ? Le lien, l’absence de lien, la transformation du lien, peuvent-ils caractériser la modernité ? 1. Le lien au transcendant et à la surnature : La circoncision d’Abraham symbolise l’alliance créée entre Dieu et les hommes. Tant dans les monothéismes que dans les autres formes de croyances, comment la recherche d’élévation spirituelle est-elle révélatrice d’un lien spécifique au divin et au sacré ? Par quels moyens s’effectue-t-elle ? Quels sont les éléments constitutifs de cette relation ? 2. L’ascèse : Génératrice d’un lien social spécifique,elle permet de réfléchir à la place de l’idéalisation et de l’utopie. Cette discipline du corps et de l’esprit constitue un moyen d’atteindre une forme de vérité, de salut et donc de se rapprocher de la divinité. Quels types de liens la quête de perfection religieuse dans ce monde implique-t-elle ? Implique-t-elle du « non-lien » ? 3. Internet, liens et réseaux : Loin de constituer un monde en autarcie, les lieux de socialisation offerts par Internet font apparaître des formes de sociabilité spécifiques s’inscrivant en continuité du monde hors-ligne. Que ce soit par exemple à travers les messes en ligne ou les rituels techno-chamaniques, le champ du religieux et plus largement celui de la croyance se sont emparés de ces outils de communication de diverses manières. Quelles sont les caractéristiques de ces liens virtuels ? Quels impacts ont-ils sur la vie hors-ligne ?” Immer wieder beschäftigt mich die Frage, warum und wie religiöse Differenz überspringt in religiöse Gewalt. Besonders spannend finde ich die Katalysatoren, also die Auslöser, Scharniere und Verstärker des Übergangs. Zu diesen gehören in besonderer Weise Gesang und Musik. Entsprechende Hinweise finden sich im Ägypten des Augusts 2013 und in der europäischen Religionsgeschichte des 16. Jahrhunderts. Gibt es eine anthropologische Konstante von Musik als Gewaltauslöserin? Vor einigen Tagen hat Serge Michel, der Korrespondent der französischen Tageszeitung Le Monde in Ägypten, über die Gründe der Gewaltwelle und der Zusammenstöße zwischen koptischen und anglikanischen Christen und Muslimen berichtet. Der genaue Ort des Geschehens war Bani Ahmad, 270 Kilometer südlich von Kairo gelegen, am Samstag, 3. August. Ein Monat war seit der Absetzung von Präsident Mursi durch die Armee vergangen. Seither droht ein Bürgerkeig zwischen islamistischen Mursi-Anhängern und eher laizistisch orientierten Anhängern der Armee und den “Liberalen”. Der Konflikt zwischen Kopten und Muslimen ist in Ägypten seit jeher Teil der inneren Spannungen des Landes. Doch diese finden nun, vermengt mit dem politischen Bürgerkrieg, einen neuen Kontext und neue Artikulationsformen. Am 3. August sprang die Differenz über in Gewalt. Das Treibmittel dafür war laut Serge Michels Reportage ein Lied. In der ersten Version der Ereignisse spielten ein christlicher und ein muslimischer junger Mann gemeinsam Domino in einem Straßencafé des mehrheitlich christlichen Ostteils von Bani Ahmad. Der Christ ließ auf seinem Smartphone ein armeefreundliches Lied spielen. Ein Gassenhauer der Mursi-Gegner. Der muslimische Jugendliche bat den Christen, damit aufzuhören – doch der weigerte sich. Es kam zur handgreiflichen Auseinandersetzung, in die immer mehr Passanten eingriffen. Andere Zeugen – denen der Journalist eher traut – behaupteten wiederum, der muslimische Besitzer des Cafés habe bei maximaler Lautstärke das Lied “Islameya” – eine Hymne an die Scharia und Mursi – angehört, das im Fernsehen in Dauerschleife lief. Ein 19-Jähriger Christ, der im Nachbarladen einkaufte, forderte offenbar sehr unwirsch, die Musik leise zu machen. Der Sohn des Cafébseitzers und bald auch sein Vater wurden gegen den Jungen handgreiflich. Passanten mischten sich auf der einen oder anderen Seite ein. Die Gewalt weitet sich in der Folge aus. Das Scharnier für die Eskalation der Differenz in Gewalt ist die Musik. Zuvor scheint die soziale Interaktion auch vor dem Hintergrund verschiedener religiöser Zugehörigkeiten noch einigermaßen funktionniert zu haben. Christ und Muslim spielen zusammen Domino oder gehen nebeneinadner auf der selben Straße ihren Geschäften nach. Die Musik lässt das Pulverfass der Gewalt in die Luft fliegen. Analoge Fälle kennen wir auch aus der europäischen Religionsgeschichte des Reformationsjahrhunderts. Schon früh ist da der neue lutherische Gemeindegesang zu einem Differenzmerkmal geworden. Wenn während der katholischen Messe ein Teil der Gemeinde lutherische Lieder zu singen begann, kam es regelmäßig zur physischen Eskalation. In Frankreich wurden hugenottische Psalmengesänge zu einem roten Tuch für viele Katholiken. Das öffentliche Singen der Protestanten wurde deshalb bis ins 17. Jahrhundert zusehends erschwert und auf das Innere ihrer Tempel oder vor die Städte verlagert. Vor allem in Frankreich, aber auch im Alten Reich spielten katholischen Prozessionen und insbesondere der Gesang dabei eine Gewalt auslösende Rolle. Das lässt sich gut anhand der sogenannten Kreuz- und Fahnengefechten in der schwäbischen Reichsstadt Donauwörth zu Beginn des 17. Jahrhunderts zeigen. Am 25. April 1606 zogen die Benediktinermönche und eine Gruppe Katholiken bei der Markusprozession in das nahegelegene Dorf Auchsesheim mitten durch das mehrheitlich protestantische Donauwörth. Im Unterschied zu den Vorjahren schwangen sie dabei aber ihre Fahnen… und sangen lauthals katholisch-gegenreformatorische Lieder. Eine Provokation. Auf dem Rückweg verschloss Donauwörth den singenden Katholiken das Stadttor. Daraufhin kam es zum Handgemenge zwischen katholischen und evangelischen Gruppen. Ein Jahr später, am 25. April 1607, wiederholte sich das Schauspiel. Gesang und Fahnen führten zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die katholischen Teilnehmer wurden aus der Stadt gejagt. Daraufhin verhängte der katholische Kaiser die Reichsacht über Donauwörth, das kurz darauf vom ebenfalls katholischen Bayernherzog militärisch annektiert wurde. In den gezeigten Fällen sind Gesang und Musik die Knöpfe, duch deren Betätigung Gewalt ausgelöst wird. Warum ausgerechnet Gesang? Die Gründe dafür lassen sich recht klar herausarbeiten. Mit Musik und insbesondere Gesang als Form der musikalisch-sprachlichen Kommunikation, wird der Raum akustisch “besetzt”. So können Passanten, Bewohner oder anderweitig Präsente die (scheinbar) dominante Religion des beschallten Gebiets erkennen. Die Einzelpersonen oder Gruppen stimmen zu, machen mit – oder lehnen diese Dominanz ab. Alles eine Frage der Deutung, und die bringen die Akteure aus ihren jeweiligen religiösen Lagern bereits mit. Musik wird zur akustischen Machtsymbolik. Wer die Macht hat, über den Gesang und die Tonlage in einem Raum zu bestimmen, hat auch die dominante Stellung im politisch-religiösen Gefüge. Er oder sie stehen oben im sozialen Feld. Ähnliche Konflikte erleben wir übrigens heute in Westeuropa, wenn es um den Bau von Moscheen und den Ruf des Muezzins auf deren Türmen geht. Morgengebet oder christliche Glocke, das ist die Frage. Andererseits kann Musik im “feindlichen” Raum – einer protestantsichen Reichsstadt oder einem christlichen Viertel in Ägypten – zur (gezielten) Provokoation, zur Artikulation des Eigenen einer Minderheit oder zur Herausforderung der Mehrheit werden. Das gilt um so mehr, als dass Gesang oft im Zusammenhang mit anderen distinktiven oder provokativen Praktiken duchgeführt wird. Gerade in politisch oder religiös angespannten Situationen kann Musik so zur Artikulationsform für tieferliegende Konflikte und Lagerbildungen und zu einem Streichholz am Pulverfass der Gewalt werden. Bestimmte Gesänge werden zum Testfall für die religiöse Dominanz. Sie beantworten die Frage, wie offen oder geschlossen der “Raum der kulturellen Möglichkeiten” (Bourdieu) ist. Gibt es nur protestantischen Kirchengesang, nur katholischen Prozessionsgesang – oder beides? Diese Frage muss dann mitunter gewaltsam “gelöst” werden. Die Reformation und das nachfolgende konfessionelle Zeitalter gelten als Hochzeit der Religion. Gerade Religionshistoriker (von Kirchenhistorikern ganz zu schweigen) machen dabei ihr Forschungsgebiet gerne etwas unreflektiert zum bestimmenden Paradigma einer ganzen Epoche. Tatsächlich treten im 16. Jahrhundert europaweit durch die Glaubensspaltung Differenzierungen und “zcerteilungen” auf, welche die Gesellschaften gründlich umkrempeln und immer wieder zu Gewalt führen. Auch der Alltag, ja das ganze Leben werden vom Glauben und dessen Ritualen eingerahmt. Die reformatorischen Glaubensspaltugen bedeuten somit Differenz und Unsicherheit im Wichtigsten und Ewigen und müssten die Bedeutung der Religion noch weiter vergrößert haben. Dieser “Betriebsblindheit” der Religionshistoriker, die in der Konfessionalisierungsthese der 1980er und 1990er Jahre ihren Höhepunkt erreicht hat, möchte ich in der Folge eine kurze Beobachtung aus meinen aktuellen Forschungen entgegenhalten. Ich werde auf einer bestimmten, aber für die gesellschaftlichen Konflikte der Reformationszeit repräsentativen Plattform das weitgehende Fehlen religiöser Themen nachweisen. Zumindest mich hat dieser Befund etwas verblüfft und zu ein paar Relativierungen und Überlegungen motiviert, die womöglich nicht neu sind, aber im Forschungsalltag zu selten ins Bewusstsein gelangen. Es geht um die Fragen: War das 16. Jahrhundert wirklich eine Epoche der Omnipräsenz des Religiösen? Wurde die Gesellschaft von Religion oder vielleicht gerade vom Nicht-Religiösen verbunden? Im Rahmen meiner Fallstudie zu Ostwestfalen in den 1520er und 1530er Jahren beschäftige ich mich derzeit mit der Grafschaft Lippe (siehe Karte). Dieses kleine Territorium bietet spätestens seit dem Tod des altgläubigen Grafen Simon V. 1536 einen vergleichsweise offenen Raum der Möglichkeiten für verschiedene religiöse Differenzierungsbewegungen. Der Nachfolger Simons ist noch nicht volljährig und in Detmold waltet eine Vormundschaftsregierung. Im Sommer 1538 erlassen die lippischen Stände – angetrieben vom hessischen Nachbarn, der einen starken Einfluss auf die Vormundschaftsregierung ausübte – eine evangelische Kirchenordnung und beginnen mit zaghaften Reformationsschritten.1 Ich untersuche für diese Phase der Differenz und Neujustierung des Religiösen u.a. die Landtagsprotokolle der Grafschaft, die ab 1537 vollständig erhalten sind.2 Auf den Landtagen treffen sich die Verordneten der Stände (Städte und Ritterschaft) zu Beratungen und Beschlussfassungen. In den Protokollen dieser regelmäßigen Zusammenkünfte sind die Diskussionsgegenstände minutiös aufgeführt. Dabei werden auch kleinste lokale Begebenheiten verhandelt. Der Landtag ist eine bevorzugte Bühne für große und kleine Differenzen, Konflikte und Regelungsbedarf. Überraschend selten für eine mutmaßliche Hochzeit der Religion kommen religiöse Themen vor. Insgesamt nicht mehr als durchschnittlich 10-20 Prozent der diskutierten und beschlossenen Fälle bis Anfang 1541 (dem Ende meiner Studie) befassen sich allgemein mit Religion. Nochmals viel geringer ist der Anteil religiöser Differenzfragen. Immerhin: die religionspolitischen Verhandlungen zwischen der Landschaft, der Regierung und den Vormündern stehen bis zum Erlass der Kirchenordnung im September 1538 in der Mehrzahl der Landtagsprotokolle an erster Stelle. Die Frage wird bis dahin auf fast allen Treffen aufgegriffen. Religion erscheint hier unter einem institutionell-verwaltungsmäßigen Gesichtspunkt. Sind diese abgearbeitet, folgen in aller Regel viele Konflikte über Schulden, Herrschafts- und Abgaberechte, Verwaltung und Erbrecht innerhalb der Herrschaft sowie politische, rechtliche und finanzielle Fragen mit den Nachbarn. Explizit religiöse Differenzen kommen zum einen bei den Verhandlungen der Stände mit den Vormündern, dem Stift Paderborn und dem Landgrafen von Hessen, über die evangelische Kirchenordnung vor. Die Verhandlungen betreffen konkret die Ausgestaltung der Kirchenordnung sowie ein kluges Vorgehen bei deren Erlass, um die Altgläubigen unter den Herrschaftsnachbarn nicht zu verprellen. Während die Ritterschaft in der Reformationsfrage nach einer gewissen Zeit auf eine “evangelische Haltung” umschwenkt, spalten sich die Städte in ihren Positionierungen. Detmold, Horn und Blomberg stellen sich eher gegen eine evangelische Verengung des Raums der religiösen Möglichkeiten. Das macht sich in Verfahrenstricks und einer nur zeitlich begrenzten Annahme der Kirchenordnung bemerkbar. Dahingegen sind Uffeln und die bereits seit 1531 reformierte Hansestadt Lemgo für Schritte hin zu einer protestantischen Neuregelung. Nach dem Erlass der Kirchenordnung ist von Religion nur noch in organisatorischen und diplomatischen Fragen die Rede, der Anteil an allen behandelten Themen fällt nochmal drastisch ab. Viele Landtage kommen nun ganz ohne religiöse Verhandlungsfragen aus. Bis Anfang 1541 gibt es unter dieser thematischen Minderheit überhaupt nur vier Fälle, in denen es explizit um sozial-religiöse Differenzen geht. Die Ständekonsultationen vom 11.10.1538 sowie vom 25.10.1538 befassen sich mit gefangenen “wedderdepern” (Täufer) in Lemgo. Die Versammlung vom 25.10. wird sogar nur wegen diesen einberufen – eine absolute Ausnahme.3 Auf dem Landtag vom 7.6.1539 kommt ein kleiner Aufruhr zur Sprache, den ein gewisser Johann Borndeng in Lemgo gegen die Franziskanermönche verursacht habe. Dahinter steckten offenbar die (evangelischen) Predikanten, die Borndeng zur Unruhestiftung – wahrscheinlich durch Predigten gegen die Mönche – gebracht hätten.4 Der vierte Fall schließlich steht beim Landtag vom 28.8.1540 auf der Tagesordnung. Den Mönchen in Blomberg wird untersagt, die Glocken zu läuten und ihr Chorgebet zu singen, während der Pastor predigt und den Gottesdienst feiert. Gleiches wurde dem Pfarrer von Detmold befohlen.5 Der Hinweis steht im Protokoll erst an dritter Stelle. Dennoch sagt er viel über den konkret sehr variablen und situationsgebundenen Einsatz von religiösen Abgrenzungsmechanismen aus. Die Gründe für diese relative Religionsfreiheit können sehr verschieden sein. Die lippischen Ständeprotokolle könnten ein Sonderfall sein, vergleichende Untersuchungen mit anderen Landtagen oder Ratsprotokollen würden hier Aufschluss geben. Weiterhin wurden viele religiöse Differenzen womöglich nicht auf dem Landtag ausgetragen, sondern vor Ort in den Gemeinden oder mit den lokalen Behörden und Herrschaftsträgern ausgehandelt. Dafür habe ich einige Indizien. Bei der Organisation der sowieso situativen und variablen Differenz in der “Koexistenz” ist zudem der weite Raum der religiösen Möglichkeiten in der Region in Rechnung zu stellen. Und dennoch: die Lektüre der Landtagsprotokolle der Grafschaft zur Lippe rückt die Verhältnisse ein wenig zurecht. Religion ist in vielen Bereichen natürlich ein ständiger und unverzichtbarer Begleiter der Menschen der Frühen Neuzeit. Doch Religionskulturen sind stark internalisiert und werden repetitiv reproduziert. D.h., sie sind “normal” und das Normale wird seltener explizit zum Thema. Somit sind es nicht die religiösen Fragen, die bei den Ständetreffen dominieren. Kurz nach dem Erlass der Kirchenordnung ist eines der dominierenden Themen das Verbot der Getreideausfuhr. Im selben Zeitraum sticht die Auseinandersetzung mit dem Grafen von Mansfeld über Schulden ins Auge. Verwaltungs- und Finanzfragen beschäftigen die Stände, die sich bzgl. der Kirchenordnung doch so lange uneins waren. Der niederländische Historiker Willem Frijhoff weist immer wieder darauf hin, dass die Christen der Frühen Neuzeit, bei aller Differenz, über ein gemeinsames religiöses Fundament verfügten. Diese in den Grundlagen gemeinsame Religionskultur habe sie verbunden und Interaktion, Koexistenz und die Verschiebung von konfessionellen Grenzen ermöglicht. Bei der Lektüre der lippischen Landtagsprotokolle scheint mir hingegen, dass es nicht die Religion ist, auch nicht in ihrer von allen geteilten Form, die soziale Interaktion möglich macht. Die Gesellschaft wird vielmehr durch nicht-religiöse Räume in Kultur, Wirtschaft, Recht und sozialem Leben zusammengehalten. Zwar konnten auch diese Felder “konfessionalisiert” werden. Doch boten sie gemeinhin genug Ausweichfläche oder per se unreligiöse Bewegungsräume für Interaktion, Zusammenarbeit und Verständigung. So war es im 16. Jahrhundert womöglich gerade das Nicht-Religiöse, das die europäischen Gesellschaften zusammenhielt. Für einen kurzen Überblick zur Ereignisgeschichte vgl. Böhme, Ernst: Lippe, Schaumburg, in: Schindling, Anton/Ziegler, Walter (Hgg.): Die Territorien des Reichs im Zeitalter der Reformation und Konfessionalisierung. Land und Konfession 1500-1650. Bd. 6, Nachträge, Münster 1996, 152-169. [↩] Frankreich im Jahr 1537. Manche Gegenden sind noch fast unberührt von evangelischen Gemeinschaften und Praktiken.1 Dennoch braut sich etwas zusammen. Flugschriften zirkulieren, vor allem in den Städten.2 Unbekannte Bilderstürmer zerstören in einer Nacht des Jahres 1528 eine Marienstatue in Paris. König Franz I. hält wenige Tages später eine monumentale Resakralisierungs-Prozession ab und stellt eine neue Figur an die Stelle der zerstörten alten.3 Auch in Rouen finden Prozessionen gegen die neue “Häresie” statt.4 Immer wieder tauchen Wanderprediger auf, ziehen die Massen an und polarisieren. Spätestens seit der Plakataffäre 1534 werden die alten Messpraktiken zu einem Unterscheidungsmerkmal für die auseinanderfallenden religiösen Zugehörigkeiten.5 Das religöse Feld in Frankreich pluralisiert sich, der Raum der Möglichkeiten öffnet sich dramatisch und in widersprüchliche Richtungen. Natürlich gibt dabei keine der entstehenden Glaubensgruppen ihren exklusiven Wahrheitsanspruch auf. Für sie kann jeweils nur ein Weg, nämlich der ihre, der allein seligmachende sein. Schließlich geht es um das Innerste, das Ewige, die letzte Wahrheit, die Erklärung der Welt… Himmel oder Hölle. Wie sollen sich die Gläubigen also verhalten in einer Welt der religiösen Differenzen? Gibt es ein richtiges Leben, umgeben vom “Falschen”? Wie verändert sich die Religionskultur angesichts der beginnenden Pluralität – totale Verhärtung oder Relativierung? Eine Flugschriften des altgläubigen Jérôme de Hangest, veröffentlicht im Januar 1537 und heute in der Bibliothèque Mazarine in Paris aufbewahrt, kann Aufschluss über diese Fragen geben.6 Der Titel der Schrift – En controversie voye seure (“Der sichere Weg in der Kontroverse”) – ist Programm. Hangest will seinen Lesern zeigen, wie diese sich in einem kontroversen Umfeld zu verhalten und was sie zu glauben haben, um auf dem sicheren Weg zum Heil zu bleiben. Die Flugschrift richtet sich damit besonders an das gemeine Volk. Bereits in seiner Widmung an François I. de Bourbon, Graf von Saint-Pol und Gouverneur der Dauphiné, macht Hangest deutlich, um was es ihm geht.7 Er wendet sich gegen die Lutherians , eine “unglückliche Bande” (maleureuse bende) von “verrückten Abenteurern” (folz adventuriers). Martin Luther sei Kapitän der Bande und Leutnant des Fürsten Satan (le capitaine Luther lieutenant du prince Satan). Die ketzerischen Abenteurer wollten alles erschüttern und besonders das Volk verführen. Eine nähere Präzisierung, wer und wo genau diese Lutherischen, zumal in Frankreich, sein sollen, unterbleibt leider. Stattdessen macht Hangest klar, dass der lutherische Weg ins Verderben führe. Doch nur mit der der heiligen, von der Kirche befürworteten und bewährten Doktrin, seien die Vorfahren ins Himmelreich gelangt. Jesus werde schließlich auch die neue Ketzerbande zerschlagen und in die Hölle werfen, glaubt Hangest. Die Flugschrift ist in vier Kapitel unterteilt. Jedes behandelt einen Aspekt der Frage, wo der richtige Weg in religiös pluralen Zeiten liegt, wie der Gläubige auf ihm zu wandeln hat und wie er sich zu den “Verführern” am Wegesrand und in Anbetracht der anderen angebotenen Wege verhalten soll. 1. Die Flugschrift beginnt mit der zentralen Frage: wie erkennt der Laie, wer die wahre Lehre predigt? Der sichere Weg zum Heil ist für Hangest der der altkirchlichen Lehrentscheidungen. Die Kirche habe auf Konzilien (der Papst wird in dem gallikanischen Text konsequent ignoriert!) über Auslegungsfragen der Schrift entschieden. Ist eine Entscheidung einmal gefallen, müsse sie für immer gelten. “Wir sind keine kleinen, wankelmütigen Kinder”, sagt Hangest (Ne soyons petiz enfans fluctuans). Die Kirche habe zudem das alleinige Recht, in Glaubensfragen zu urteilen. Ohne diese totale Autorität gibt es in Hangests Gedankensystem keine Einheit, sondern nur unzählige Sekten. Damit wäre die Christenheit am Ende. Die Kirche müsse deshalb Diskrepanz und Abweichung hart bestrafen. Andernfalls würden viele Auseinandersetzungen niemals enden und jeder bestünde auf seiner individuellen Interpretation. Die Frage nach der Entscheidungstotalität ist somit auch eine Friedensfrage für die Christen. 2. Doch es reiche in diesen kontroversen Zeiten nicht, auf dem richtigen Weg zu sein, fährt Hangest fort. Man müsse auf diesem Weg auch das Richtige tun. Um den Gefahren der Zeit Abhilfe zu schaffen, müssten die Christen ihre eigenen Sitten reinigen und für sich selbst, für die Verirrten und für die im Glauben Festen beten. Das (rechtgläubige) Volk müsse die Ketzer, deren Bücher und das Gespräch mit ihnen vermeiden. Es bestehe akute Ansteckungsgefahr (pour crainte de contagieuse seduction fortifiee par suggestion dudiable). Disputationen mit Ketzern sind den Laien von vornherein strikt verboten. Der einfache altgläubige Disputant könnte im Zeichen der Niederlage überlaufen. Dahingegen müsse man selbst bei einer Niederlage weiter beim eigenen, unterlegenen Glauben bleiben. Deshalb solle überhaupt so wenig wie möglich von Glaubensdiskussionen an das Volk gelangen. Gelehrte Kleriker dürfen laut Hangest nicht öffentlich vor dem Volk disputieren, sondern bestenfalls Bücher in Universitäten schreiben.8 Doch öffentliche Disputationen finden in Frankreich zu diesem Zeitpunkt sowieso nicht statt. Viel wichtiger ist die Frage, wie der altgläubige Christ mit den “Verführern” am Wegesrand des Alltags umgehen soll, zumindest wenn es in der sozialen Interaktion um Religion geht. Hangest: Wenn ein Ketzer kommt und von einem Rechtgläubigen z.B. eine Bibelbegründung für die alten Praktiken verlangt, solle der Rechtgläubige den Ketzer zu einem Priester schicken und sich selbst als nicht zuständig für die Begründung erklären. 3. Weiterhin müsse der gemeine Mann nicht alles wissen, was in der heiligen Schrift steht. Vielmehr reiche die Kenntnis einiger zentraler Glaubenssätze. Die Feinheiten sollen Kleriker und Gelehrte unter sich klären und dann vorsichtig der großen Masse darlegen. Das Volk habe weder die intellektuelle Ausbildung, noch die Zeit, um die Bibel selbst auszulegen. Am Ende eines eigenständigen Bibelstudiums durch den gemeinen Mann könne dieser auf die Idee kommen, dass wichtige christliche Praktiken gar nicht in der heiligen Schrift stünden – obwohl die alte Kirche sie befielt. Das würde die Lehrautorität der Kirche insgesamt untergraben. Die Freigabe französischer Bibeln hätte zudem katastrophale soziale Folgen, die Hangest eindrücklich beschreibt: Voyla entre les hommes dangereux debatz, entre les femmes pernicieuse disputation, entre varletz & chamberieres temeraire contrariete, entre ieunes enfans folle vociferation, de chamberiere ou varletz contre leur maistre ou maistresse presumptueuse repugnance, d’enfans contre pere & mere & parentz effrenee discordance, par ladicte liberte de la Bible en vulgaire.9 Die ganze Gesellschaft und deren Ordnung, die sonst maßgeblich durch die gemeinsame Religion zusammengehalten wurden, würden in dieser Perspektive im Zuge der religiösen Diskussion zerfallen. 4. Abschließend wirft Hangest einen Blick auf die laut ihm wahren Motive derer, die sich der lutherischen Bande anschließen. Darunter nennt er die Sehnsucht nach Freiheit von lästigen christlichen Geboten, die Lust auf sinnliche Genüsse sowie Neid und Hass gegen den Priesterstand. Opportunistisch liefen viele über, um im Lager der “Ketzer” zu Posten, Reichtum und Ruhm zu kommen. Andere wiederum ließen sich nur von der falschen Farbe täuschen, die sich die “Sekte” aufgestrichen habe. Hangests Repräsentation der Motivlage der Lutherischen ist zugleich eine Repräsentation des “eigentlichen” Wesens der lutherischen Anderen. Damit versucht der Autor, die Ambition der “Ketzer” zu dekonstruieren. Diesen gehe es letztlich gar nicht um den Glauben oder eine andere Wahrheit. Die von vielen empfundene Glaubensheterogenität ist in dieser Wahrnehmung überhaupt keine. Damit bleiben die alte Wahrheit der alten Kirche und deren Autorität einzigartig und alternativlos. Hangest scheint klar zu sein, dass er in einer Zeit von Aktualisierungen, Neukonfigurationen und Distinktionen lebt. Die spätmittelalterliche Epoche einer Religionskultur, die nur durch lokale Bräuche in einem von fast allen Zeitgenossen als einheitlich wahrgenommenen Varianzraum differierte, ist zu Ende gegangen. Ausgehend von den spätmittelalterlichen Religionsformen entwickeln sich, zusätzlich zu diesen oder mitunter an deren Stelle, Formen religiöser Distinktionen und divergierender Zugehörigkeiten. Im Frankreich des Jahres 1537 handelt es sich dabei vielfach noch um situativ gebundene Divergenzen und Gruppenbildungen, bis zur festen Lagerbildung sollten noch gut 20 Jahre vergehen. Doch erste Spaltungsansätze sind nicht zu übersehen. Die Gewalt in den Worten von Hangest zeugt davon. Wie reagiert also die alte Religionskultur, die nicht mehr von allen als “normal” geteilt und praktiziert wird? Erstmals seit den Häresien des Hochmittelalters werden durch das Auftreten von “Anderen” seit den frühen 1520er Jahren Aspekte der aktualisierten, eigenen und mit dem Hochmittelalter nur noch bedingt vergleichbaren Religionskultur deutlich und herausgestellt. Das zuvor “Normale” wird in bestimmten Situationen und abhängig von diesen distinktiv. Gesamtgesellschaftlich verliert das religiöse Absolute an Absolutheit. Im Jahr 1537 treffen viele Exklusivitäts- und Totalitätsansprüchen aufeinander. Gerade deshalb muss Hangest die Exklusivität des Eigenen um so stärker betonen. Er braucht eine unfehlbare, historisch gestählte Entscheidungsinstanz, die nicht nur heute richtig entscheidet, sondern diese Fähigkeit in ihrer Geschichte immer bewiesen hat. Das Alte darf nicht falsch sein, wenn man dieses in zentralen Positionen verteidigt. Historischer Irrtum würde nur relativieren. Überhaupt darf die Totalität des Eigenen gar nicht erst hinterfragt werden. Relativitätsgefahr in Zeiten beginnender, noch nicht eingeübter und somit vergleichsweiße neuer Pluralität, führt besonders zu Totalität. Andererseits scheint Hangest ein Gespür dafür zu haben, dass Religion immer ein sozialer Konstruktionsprozess ist. Die Glaubenswahrheiten, die er heute verteidigen will, hätten sich erst durch Konzilien gefunden und entschieden werden müssen. Bräuche, die mitunter so nicht explizit in der Bibel stehen, seien mit der Zeit eingeführt und über die Jahrhunderte legitimiert worden. Die Relativitätserfahrung durch Differenz und Wiedersprüchlichkeit ist in Hangests Perspektive für die breite Masse zu gefährlich. Umso klarer sind die Anweisungen an die Laien. Diese sollen sich vom “Anderen” abschotten. Sie bekommen strenge Regeln für die Aneignung von Wissen, die Reflexion von religiösen Wahrheiten und die Lektüre. Die “Ketzer” werden in ihren Motiven und Anliegen nicht auf eine Stufe gestellt mit den Anliegen und der Autorität der alten Kirche. Den “Anderen” gehe es in Wahrheit gar nicht um die Wahrheit – deshalb stellen sie auch keine Gefahr für diese dar. Pluralität kann es in einem legitimen Sinn gar nicht geben. Aufs Ganze gesehen setzen individuelle Religiosität und Gläubigkeit immer die (implizite oder explizite) Empfindung und die Überzeugung voraus, dass das Geglaubte zumindest im Kern absolut richtig ist. Fragen der menschlichen Existenz, von Leben und Tod, wie sie Religionen zu beantworten versuchen, funktionnieren nur bei Unfehlbarkeit. Zumindest dulden sie im Kern keine Uneindeutigkeit. Richtig kann dabei nur ein Weg sein. Mehrere anerkannte Wege führen jede einzelne Glaubenswahrheit ad absurdum und machen letztlich Transzendenz intellektuell unmöglich. Wahre Religion gibt es entweder ganz – oder gar nicht. Im Rouergue etwa erscheint 1532 der erste evangelische Prediger in Villefranche, wird aber schnell zum Schweigen gebracht und eher als einer der vielen Sonderlinge eingeordnet, wie sie die Region im 15. Jahrhundert einige sah. Erst 1554 kommt es zu einer Art Bruch, als der Schulmeister von Villefranche wegen lutherischer Sympathien angeklagt wird. Vgl. Lemaître, Nicole: Le Rouergue flamboyant. Le clergé et les fidèles du diocèse de Rodez, 1417-1563, Paris 1988, 449-455. [↩] Mit der “katholischen” Flugschriftenpublizistik, allerdings nur in deren theologischen Aspekten, hat sich auseinandergesetzt Higman, Francis: Premières réponses catholiques aux écrits de la Réforme en France, 1525-c. 1540, in: Le Livre dans l’Europe de la Renaissance. Actes du XXVIIIe Colloque International d’Etudes humanistes de Tours, hg. v. Pierre Aquilon/Henri-Jean Martin (Histoire du livre), Paris 1988, 361-377. [↩] Christin, Olivier: Une revolution symbolique. L’iconoclasme huguenot et la reconstruction catholique, Diss., Paris 1991, 178ff. Über den kulturellen Vorgang der Sakralitäts-Transmission vom Original auf Substitute vgl. Albert-Llorca, Marlène: Les « vraies » statues et leurs substituts, in: Archives de sciences sociales des religions 161 (2013), 251-268. [↩] Die Teilnehmer der Prozession demonstrieren in dieser Situation ihre Zugehörigkeit zum “alten Glauben”, Nicht-Teilnehmer werden als die “Anderen” entlarvt. Vgl. Nicholls, David: Inertia and Reform in Pre-Tridentine French Church. The Response to Protestantism in the Diocese of Rouen, 1520-1563, in: Journal of Ecclesiastical History 32 (1981), 185-197, hier 191-195. [↩] In der Folge der Plakataffäre arbeiten erneut das Pariser Parlament und die Theologische Fakultät der Universität Paris bei der blutigen Reaktion zusammen. Sehr genau beschrieben wird diese Zusammenarbeit und deren Bedeutung für die religiöse Konstitution Frankreichs im Standardwerk von Farge, James K.: Orthodoxy and Reform in Early Reformation France. The Faculty of Theology of Paris, 1500-1543 (Studies in Medieval and Reformation Thought 32), Leiden 1985. [↩] Hangest, Jérôme de: EN CON//=trouersie voye seure, Paris: Jean Petit 1537 (1536 a.Z.). Bibliothèque Mazarine, Paris, cote: 8° 25543-2 (Rés.). [↩] Wie sehr Hangest, zumindest mit Blick auf das Alte Reich, mit diesen Forderungen an der Realität vorbei zielt, hat Fabrice Flückiger dargelegt. Dire le vrai. L’expérience de la différence religieuse dans les disputes de l’Ancienne Conféderation (1523-1536), in:L’expérience de la différence religieuse dans l’Europe moderne (XVIe-XVIIIe siècles), hg. v. Bertrand Forclaz, Neuchâtel 2013, 67-88. [↩] Durant les premières décennies de la Réforme, l’étaticité fractale du Saint-Empire joue un rôle considérable dans la construction de différentes cultures et appartenances religieuses. Des jeux d’échelles pouvaient faciliter et restreindre les éclatements du corpus christianum. Le cas que je voudrais vous présenter pour illustrer les liens entre l’étaticité fractale et les cultures religieuses de la première moitié du XVIe siècle se situe à Ratisbonne en 1539.1 Un défunt luthérien cherche son dernier repos dans la terre bénite du cimetière. La question de la validité de cette cérémonie traverse toutes les échelles sociopolitiques. Les catholiques refusent l’enterrement. Avec la mort fractale naît alors une nouvelle distinction socioreligieuse. Je vous propose d’abord de porter un regard sommaire au cadre politique, institutionnel et religieux de Ratisbonne au début du XVIe siècle.2 La ville est alors entourée par le territoire du duc de Bavière qui essaye de s’approprier des droits dans la ville et de la contrôler de plus en plus. Ratisbonne se tourne, face à ce défi, vers les Habsbourg et donc l’Empereur, mais ne gagne pas davantage de libertés. Ainsi, la ville doit accepter une grande présence impériale qui se manifeste surtout à travers la figure du « Reichshauptmann ». A l’intérieur de son territoire minuscule, les fractalités institutionnelles, juridiques et politiques sont exceptionnelles. L’organisation de Ratisbonne est divisée et croisée entre le conseil de la ville, l’évêque, le chapitre cathédral et plusieurs autres chapitres collégiaux très puissants. Ratisbonne connaît la montée des pratiques et de cultures évangéliques surtout depuis les années 1530. Le conseil de la ville installe enfin, en 1541, un prédicateur luthérien, et permet officiellement en 1542 la communion sous les deux espèces. Par la suite, la ville introduit – en douceur – la Réforme. Dans ce contexte meurt, fin décembre 1539, Hans Leißner, un bourgeois de Ratisbonne. Un fils du défunt ainsi que Wolf Haberl et Hans Pferinger – probablement des proches ou des membres de famille – vont voir le curé de la cathédrale pour lui demander d’enterrer le corps de Hans Leißner au cimetière de l’église cathédrale. Le curé demande, comme il se doit, si le défunt s’était confessé et avait communié à Pâques. Pferinger, qui mène par la suite l’entretien avec le curé, répond que oui. Leißner aurait bien reçu la communion, mais selon la pratique décrite dans les Évangiles, donc sous les deux espèces (hostie et vin). Dans le contexte socioreligieux de Ratisbonne, cela est clairement identifié comme une pratique luthérienne et le curé – qui se manifeste dans cette situation comme « catholique » – refuse l’enterrement dans le sol bénit. Néanmoins, Pferinger ne se résigne pas. Il se réfère aux décisions de la Diète (sans plus de précisions), selon lesquelles les punitions pour des pratiques religieuse déviantes seraient suspendues jusqu’au concile. Curieusement, le curé, dans sa réponse, se réfère également aux décisions de la Diète (sans d’avantage d’éclaircissements). Mais il les interprète d’une manière complètement différente, voire inverse. Selon le curé, la Diète aurait catégoriquement interdit tout changement de croyance et de pratique jusqu’au concile. Et… tous les deux ont raison.3 Nous sommes confrontés ici au premier jeu d’échelle dans le cadre de l’étaticité fractale : les liens et interdépendances entre le local et l’Empire. La Diète sert, pour les deux parties, comme référence dans leurs argumentations. Le droit d’Empire est tellement ambigu qu’il concilie les deux parties, il est une référence commune. Néanmoins, le droit d’Empire semble contradictoire, vague et laisse le suspens. Ainsi, il crée des conflits d’interprétation. Mais en ce froid décembre 1539 à Ratisbonne, il faut prendre une décision. Les débats entre Pferinger et le curé continuent. Tous les deux proposent de se référer aux autorités concrètes à l’échelle locale pour trouver une solution. Le curé souhaite saisir le pouvoir épiscopal, plus précisément le vicaire de l’évêque. C’est l’instance de qui le curé relève juridiquement et qui représente en même temps le parti catholique dans les conflits religieux qui s’emparent de plus en plus de la ville. Pferinger, à l’inverse, souhaite saisir le conseil de la ville. Il est, comme le défunt, un bourgeois de Ratisbonne et relève par conséquent principalement du pouvoir municipal. Pferinger joue la carte de son appartenance socio-politique (bien sûr sans le dire ouvertement), parce que le conseil est déjà en grande majorité luthérien. C’est enfin le curé qui s’impose, sans doute parce qu’il s’agit d’une pratique religieuse sur le sol de l’Église et exercée par un clerc. Ils vont donc voir le vicaire pour résoudre le conflit. La réponse que donne celui-ci est décevante. Il déclare que le défunt n’aurait pas, de son vivant, reconnu le clergé et l’Église chrétienne (qui devient ainsi une Église particulière, « catholique » dans le sens moderne du terme). Par conséquent, le vicaire se voit incapable de prendre une décision et il faut saisir l’échelle supérieure dans la hiérarchie de l’Église locale : l’évêque de Ratisbonne. Le vicaire prend en charge la mission – signe de l’importance du conflit – et se rend auprès de l’évêque. Il revient après une heure et transmet le message au fils du défunt ainsi qu’à Wolf Haberl, qui avaient attendu. L’évêque aurait été trop occupé pour recevoir son vicaire.4 En considérant l’implication intense de l’évêque dans d’autres cas comparables, on pourrait supposer qu’il aurait voulu éviter une décision trop spontanée. A la place de l’évêque répond finalement le chapitre cathédral. Il décide… de renvoyer la décision au vicaire, donc à l’échelle plus basse. Le vicaire serait, dit le chapitre, assez compétent pour décider dans cette affaire. Le rapport conservé aux archives municipales s’arrête là. Il est probable que le conseil de la ville ait été par la suite saisi de l’affaire après l’absence de décision du côté ecclésiastique. Dans cette perspective, le rapport, qui est en plus essentiellement basé sur le témoignage de Pferinger, pourrait marquer l’entrée du conseil dans l’affaire. Néanmoins, je n’ai pas trouvé de document qui précise la solution ou une décision. Le sort du corps de Hans Leißner n’est pas connu. Le cas que je viens de vous présenter invite à trois constats et réflexions : Les étaticités fractales ont une fonction importante dans la construction des différences religieuses. Les différentes échelles servent de cadre de référence qui peuvent rassembler et diviser en même temps. En 1539, ils ne sont pas confessionnels ou confessionnalisés a priori ; souvent les instances hésitent à prendre des décisions ou sont simplement incapables de décider. En revanche, ils peuvent être employés dans des buts « confessionnels ». Les différentes échelles de l’Empire créent, dans leur ensemble et à travers leurs configurations concrètes, l’espace du possible pour la construction des différences religieuses. La question qui se pose et qui mérite des réflexions supplémentaires est la suivante : L’étaticité fractale, dans son « flou », son jeu des décisions renvoyées et son cadre qui à la fois divise et réunit, provoque-t-elle et renforce-t-elle les différences religieuses – ou, au contraire, les limite et les encadre ? Stadtarchiv Regensburg, Reichsstadt, Ecclesiastica, I., 1, Die ersten Anfänge der allmähligen Einführung von D. Martin Luthers Lehre in Regensburg, 1533 bis 1541, p. 740-747. [↩] Voir, pour la suite, surtout Peter Schmid, Regensburg. Freie Reichsstadt, Hochstift und Reichsklöster, in Anton Schindling/Walter Ziegler (dir.), Die Territorien des Reichs im Zeitalter der Reformation und Konfessionalisierung. Land und Konfession 1500-1650. T. 6, Nachträge (KLK 56), Münster 1996, p. 36-57 ; Eugen Trapp, Das evangelische Regensburg, in Peter Schmid (dir.), Geschichte der Stadt Regensburg. T. 2, Ratisbonne 2000, p. 845-862. [↩] Voir sur les Diètes à l‘époque de la Réforme et les politiques des territoires en matière religieuse Armin Kohnle, Reichstag und Reformation. Kaiserliche und ständische Religionspolitik von den Anfängen der Causa Lutheri bis zum Nürnberger Religionsfrieden (QFRG 72), Heidelberg 2001 ; Eike Wolgast, Die deutschen Territorialfürsten und die frühe Reformation, in Bernd Moeller (dir.), Die frühe Reformation in Deutschland als Umbruch. Wissenschaftliches Symposion des Vereins für Reformationsgeschichte 1996 (SVRG 199), Gütersloh 1998, p. 407-434. [↩] „Mein gnediger herr sey mit nottigen geschafften beladen gewest, hab deß halb zu seinner fürstlichen gnaden nit mögen einkommen.“ Stadtarchiv Regensburg, Ecclesiastica I., 1, p. 744. [↩] Am Sankt-Veits-Tag (15. Juni) findet in Leipheim – einer zur Reichsstadt Ulm gehörenden Kleinstadt im Schwäbischen Donaumoos – die traditionelle Kirchweih zu Ehren des Namenspatrons der Pfarrkirche statt. Teil des Kirchweihfests ist ein Markt, der entweder ganz oder in Teilen ein Geflügelmarkt ist und offenbar im Innenraum der Kirche stattfindet. Bisher war das kein Problem. Doch im Jahr 1529 wird der Hühnermarkt zu einem Kristallisationspunkt religiöser Differenzierung. Widerstand gegen den Kirchweihmarkt kommt vom evangelischen Pfarrer Jakob Ritiman. Der mutmaßliche Zwinglianer – erkennbar an seiner aggressiven Ablehnung der Realpräsenz und der Transsubstantiationslehre – ergreift im Frühjahr 1529 allgemein Maßnahmen zur, wie er betont, langsamen aber zielstrebigen Ausmerzung der “Missstände” in Leipheim. Dazu gehört unter anderem das Einstellen des Glockenläutens vor Feiertagen. Mit dieser Maßnahme beginnt der Pfarrer – symbolisch wichtig – am Vorabend von Fronleichnam. Dabei trifft er wiederum auf den Widerstand seines Messmers, der diese Sache beim Bürgermeister zur Anzeige bringt. Weiterhin versucht Ritiman, das Öffnen der “tafel” in der Kirche zu unterbinden – gemeint ist vermutlich ein Retabel, das z.B. Heiligenrepräsentationen enthalten haben könnte. Das Auftreten und die Maßnahmen Ritimans erregen die Missbilligung des Bürgermeisters, der gemeinsam mit dem Gericht und dem Ulmischen Vogt den Pfarrer befragt, ermahnt und sich anschließend wegen der Folgenlosigkeit seines mahnenden Eingreifens in einem Beschwerdebrief an die Ratsherren von Ulm wendet. Auch Ritiman wendet sich an die Ratsherren. Für den Pfarrer ist der Leipheimer Bürgermeister “ain großer bäbstler”. Durch die Suppliken (Stadtarchiv Ulm, A Ulmensien 279, fol. 51r-54r) sind wir über die Auseinandersetzungen in Leipheim aus dem Jahr 1529 informiert. Von diesen ist die um den Hühnermarkt an Kirchweih besonders interessant. Denn daraus wird ein konfessioneller Distinktions- und Kristallisationspunkt. Bürgermeister und Gericht erklären in ihrer Eingabe , worum sich der Hühner-Streit genau dreht: “Zum drytten hat auch der pfarrer yetz uff zukunftigen Sannt veitz aubent und tag ain jarmarckt die kyrchen zu beschliessen und darein nemalz gaun laussen wollenn. Wie wol er darvon gestanden ist und die kyrchen offen staun laussen will, so will er doch Sant Veitz pfleger nit zugebenn und gestattenn, das sy inder kyrchen nemalz mit Sant Veitz hayltumb bestraichen und von hänen oder anders ain nemen, wie dann von alther her gescheen sey… [Wir werden] im das nit gestatten und neuwerungen laussen machen.” Was der altgäubige Bürgermeister hier präzise anprangert, ist ist die Veränderung eines offensichtlich wichtigen Bestandteils des Kirchweihmarkts. Demnach wollte der Pfarrer die sonst zu diesem Anlass offene Kirche abschließen und den Kirchenpflegern nicht erlauben, eine in der Quelle nicht ganz klare Praktik des Bestreichens mit oder durch die Veits-Reliquie vorzunehmen oder vornehmen zu lassen. Zudem wolle der Pfarrer nicht gestatten, dass die Pfleger, womöglich als traditionelle Vergütung für ihren Dienst, sich ein Huhn oder anderes Geflügel nehmen. Ritiman kann diesen Plan am Ende nicht durchsetzen, wahrscheinlich aufgrund des Drucks der Bevölkerung oder zumindest eines Teils. Der evangelische Pfarrer rechtfertigt das Vorhaben in seinem Brief an den Ulmer Rat: “It[e]m ich hab auch mitt meinem meßmar verschafft, das er uff Sant Veittz tag die kierchen vor unnd nach, so man das wort gottes geprediget hatt, zuschliessen sol. Dann ich wöll nitt haben, das man furterhin mer ain hunermarck[t] da uffricht und also uß dem huß des herren ain kauffhuß mach…” Dass er dies nun doch zugelassen hat, beschwere sein Gewissen “größlich”. Ritiman fokussiert sich ganz auf den Hühnermarkt in der Kirche, den er hier explizit benennt. Bürgermeister und Gericht erwähnten die Präsenz von Hühnern nur in Bezug auf die Pfleger, denen ein Huhn am St.-Veits-Tag zustehe. Die alte Praktik mit der Reliquie erwähnt wiederum Ritiman nicht, vielleicht weil sie selbstverständlicher Bestandteil des Hühnermarkts ist, vielleicht weil der Hühnermarkt in dem Gotteshaus in den Augen der zusehends evangelisch orientierten Ulmer Ratsherren besonders skandalös wirken könnte. Kirchweihfeste mit ihren Märkten und Festivitäten zu regulieren (oder zu versuchen, sie ganz abzuschaffen) war allgemein schnell ein Ziel reformatorischer Pfarrer und Obrigkeiten. In diesem Zusammenhang geht der Leipheimer Seelsorger gegen zwei Aspekte vor, die ihm ein besonderer Dorn im Auge sein müssen. Das Geflügel in der Kirche, zusammen mit der Heiligenfrömmigkeit, gerät nun also in den Mittelpunkt der Auseinandersetzungen um die Religionskultur in der Gemeinde. Schon bei anderen Gelegenheiten haben sich Risse und punktuell divergierende Lagerbildungen in Leipheim gezeigt. Als Ritiman wie berichtet das Glockenläuten vor Feiertagen abschafft, kommt es zu Murren und Widerstand der Päpstlichen. Der Geflügelmarkt in der Pfarrkirche zu Kirchweih provoziert erneut unterschiedliche Haltungen. Der Pfarrer und mit ihm wohl der eher evangelische Teil der Gemeinde, sind gegen diese alten Praktiken. Der Bürgemeister und das Gericht wollen, womöglich stellvertretend für andere Gemeindemitglieder, von diesem alten Brauch hingegen nicht ablassen. So wird die Haltung zu einem Geflügelmarkt in der Kirche zu einem Moment, in dem in der oberschwäbischen Kleinstadt grundsätzlichere religiöse Haltungen und Zugehörigkeiten sichtbar und verstärkt werden. Der Raum des sozial-religiös Möglichen soll deshalb durch den Ulmer Rat neu bestimmt werden. Und bis dahin macht Geflügel Konfessionen. Die Entstehung 'katholischer' Zugehörigkeiten im Alten Reich und Frankreich (1517-1540)
<urn:uuid:7e43863c-de86-4b54-bf13-1e648f061d8a>
CC-MAIN-2019-30
https://catholiccultures.hypotheses.org/category/zugehorigkeiten-zeigen
2019-07-15T22:19:15Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195524254.28/warc/CC-MAIN-20190715215144-20190716001144-00153.warc.gz
by-sa
3.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.955518
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa", "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, false, false, false ], "in_head": [ false, false, false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0", "3.0", "3.0" ] }
(66,4%) (51,7%) (50,7%) (54,7%) (46,3%) (44,1%) (41,0%) Diese Wahlumfrage (Sonntagsfrage) zur Bundestagswahl wurde von GMS in eigenem Auftrag durchgeführt und am 04.01.2016 veröffentlicht. Nach dieser Wahlumfrage würden die Union (CDU/CSU) 39%, die SPD 24%, Bündnis 90/Die Grünen 10%, die AfD 9%, Die Linke 8% sowie die FDP und die sonstigen Parteien jeweils 5% erhalten. Der Bundestag hat mindestens 598 Sitze und wurde zuletzt am 24.09.2017 gewählt. Aktuelle Beiträge zur Bundestagswahl sind auch unter dem Hashtag #btw zu finden. Wahlumfragen sind keine Prognosen für das Wahlergebnis, sondern bilden lediglich die aktuelle politische Stimmung ab. Dabei ist stets ein statistischer Fehler von 1,5 bis 3 Prozentpunkten (Fehlertoleranz) zu beachten, wobei sich die Höhe des statistischen Fehlers an der Höhe der Prozentpunkte einer Partei orientiert. Bei den letzten Wahlen lag die mittlere Abweichung von GMS bei 1,72 Prozentpunkten (Durchschnitt aller Einzeldifferenzen als absolute Beträge), wobei maximal um 4,1 und minmal um 0,1 Prozentpunkte vom Wahlergebnis einer Partei abgewichen wurde. Die Anzahl an Sitzen je Partei (Mandate) im Bundestag wird von uns nach dem Divisorverfahren nach Sainte-Laguë/Schepers errechnet. Für die Sitzverteilung werden alle Parteien einbezogen, die mehr als fünf Prozent haben (Fünf-Prozent-Hürde). Dabei werden keine Überhang- oder Ausgleichsmandate berücksichtigt, da bei der Sonntagsfrage nur die Wahlabsicht zur Zweitstimme ermittelt wird. Deshalb kann die tatsächliche Sitzverteilung selbst bei gleicher Anzahl an Zweitstimmen von der theoretischen Verteilung wegen Überhang- oder Ausgleichsmandaten abweichen. Bei der Betrachtung möglicher Regierungskoalitionen werden alle rechnerisch möglichen Koalitionen von Parteien, die bei einer Parlamentsgröße von mindestens 598 Sitzen zusammen gleich oder mehr als 300 Mandate im Bundestag haben, angezeigt. Daneben zeigen wir ausgewählte Koalitionen von Parteien an, die zusammen mehr als 240, aber weniger als 300 Mandate haben. Die Auswahl umfasst nur solche Koalitionen, die in der Vergangenheit bestanden, gegenwärtig bestehen oder an denen ein gesteigertes Interesse besteht.
<urn:uuid:94f3229d-d276-4db1-a6df-1c7a25e1df4d>
CC-MAIN-2019-30
https://dawum.de/Bundestag/GMS/2016-01-04/
2019-07-15T21:54:07Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195524254.28/warc/CC-MAIN-20190715215144-20190716001144-00153.warc.gz
by-nc-sa
4.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.998132
{ "abbr": [ "by-nc-sa" ], "in_footer": [ true ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "4.0" ] }
Das Schälchen besitzt einen getreppt ansteigenden passigen Stand und einen oval vertieften Spiegel. Das Vorbild für dieses Gefäß finden wir in einer Barock-Saliere aus Silber, entstanden in den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts in Augsburg. Sie erzählt uns von dem Wunsch des Bürgers, sich den Silberglanz einer fürstlichen Tafel mit poliertem Zinn auf den eigenen Tisch zu holen.
<urn:uuid:7d9f47c0-8a02-452e-a817-499963feb6ce>
CC-MAIN-2019-30
https://st.museum-digital.de/index.php?t=objekt&oges=14846
2019-07-15T22:41:20Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195524254.28/warc/CC-MAIN-20190715215144-20190716001144-00153.warc.gz
by-nc-sa
3.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.997531
{ "abbr": [ "by-nc-sa", "by-nc-sa" ], "in_footer": [ false, false ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Abschied von einem Mythos des “Rock Nacional” Argentinischer Musiker Luis Alberto Spinetta gestorben Von Susanne Franz Er war einer der bedeutendsten Vertreter der argentinischen Rockmusik und Gründer so legendärer Bands wie Almendra, Pescado Rabioso, Invisible und Jade: Luis Alberto Spinetta ist kurz nach seinem 62. Geburtstag am Mittwoch in seinem Haus in Buenos Aires gestorben. Ende letzten Jahres war bei dem Musiker Lungenkrebs diagnostiziert worden. Spinetta wurde am Donnerstag auf dem Memorial-Friedhof in Pilar eingeäschert. Liebevoll “El Flaco” (Der Dünne) genannt, brachte der Rockpoet in seinem fruchtbaren, über 40 Jahre währenden Musikerleben 48 Schallplatten heraus. Viele Kritiker betrachten “Artaud” als sein wichtigstes Album. Spinetta schrieb hunderte Lieder, die ganze Generationen argentinischer Rockfans auswendig können, darunter “Muchacha (ojos de papel)” oder “Barro tal vez”. Mit seinem größten Konkurrenten auf dem Rocker-Olymp, Charly García, schrieb Spinetta in den 80ern einen einzigen Song, “Rezo por vos”, ein Hit, der ebenfalls zum kulturellen Erbe der Argentinier zählt. Auch mit Fito Páez brachte Spinetta eine LP heraus, “La la la”. Spinettas innovativer Stil als Sänger und seine Ästhetik als Songschreiber beeinflussten viele junge Musiker und sorgten dafür, dass sein Ruhm nie verblasste. So füllte er noch im Dezember 2009 das Vélez-Stadion bis zum letzten Platz und gab ein Erinnerungskonzert, bei dem er keine seiner Bands ausließ und dem begeisterten Publikum in einem wahren Marathon 50 Songs vortrug. Spinetta hinterlässt vier Kinder, sein ältester Sohn, Dante, ist ebenfalls ein bekannter Musiker.
<urn:uuid:6df7f77b-a5ec-416c-a2e7-198541fa1e99>
CC-MAIN-2019-30
http://www.kunstinargentinien.com/index.php/2012/02/09/abschied-von-einem-mythos-des-rock-nacional/
2019-07-18T08:05:43Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525524.12/warc/CC-MAIN-20190718063305-20190718085305-00473.warc.gz
by-nc
2.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.98689
{ "abbr": [ "by-nc", "by-nc" ], "in_footer": [ false, false ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "2.0", "2.0" ] }
Suchen « Acrylamid Winterpunsch » Nov 08 Allgemein Von Ute Fortsetzung zur besseren Lesbarkeit der Kommentare Zum Artikel Tags: Mikrofrakturierung Zum Kommentar-Formular springen ↓ 3. Juni 2019 um 20:46 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Antworten Hallo Ute, vielen Dank für alle die interessanten und lehrreichen Informationen. Nun zu meiner Krankengeschichte: vor 5 Monaten wurde bei mir eine Microfrakturierung und eine Innenmeniskus-Teilresektion (Lappenriss) am rechten Knie durchgeführt. Zudem wurden die Reste des vorderen Kreuzbandes komplett entfernt (altes Trauma von vor 4 Jahren, damaliger Kreuzbandanriss, der nicht operiert wurde). Femur lateral und medial: Knorpelschaden Grad 4. 6 Wochen keinerlei Belastung, nur passive Bewegung mit Motorschiene. 7 Wochen nach OP erste Physiotherapie, langsamer Belastungsaufbau, mittlerweile 18 Physio-Anwendungen. Fahrrad-Ergometer-Training ohne bzw. mit wenig Widerstand klappte anfänglich gut, meine Physiotherapeutin riet mir, den Widerstand langsam zu erhöhen, was mir mittlerweile Schmerzen bereitet. Sobald ich vom Fahrrad absteige, kann ich keinen Schritt schmerzfrei machen. Seit ca. 6 Wochen habe ich starke, dumpfe Schmerzen an der Knie-Innenseite nach längerem Sitzen oder nach dem Aufstehen, sobald das Knie belastet wird so dass ich die ersten Schritte nicht ohne eine Gehhilfe machen kann. Das Gelenk knackt auch. Nach einer Einlaufphase geht es wieder. Eine Instabilität besteht nach wie vor, besonders nach etwas längeren Spaziergängen. Ich habe in Kürze einen Termin bei dem Operateur. Wodurch werden diese Schmerzen verursacht und was kann ich dagegen tun? Gibt sich das wieder? Danke für eine Info und LG Tanja 5. Juni 2019 um 21:36 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Tanja, Das Kniegelenk ist ein sehr komplexes Gelenk. Nach Deiner umfangreichen OP braucht es im Inneren des Gelenks einen recht langen Heilungsprozess. Du durftest 6 Wochen nicht belasten. Das hat zu einem drastischen Muskelabbau geführt. Auch Bänder und Sehnen müssen erst wieder trainiert werden. Beachte: Zeitangaben sind immer nur eine grobe Orientierung. Da solltest Du auf Deinen Körper hören. Ich meine: beim Ergometer wieder zu Training ohne Widerstand zurückkehren und danach langsam wieder die Belastung aufzubauen, wäre bei Schmerzen vernünftig. Ist die Einstellung (Sitzhöhe etc) in Ordnung? Trainiert werden sollte immer im schmerzfreien Bereich. Die Oberschenkel- Muskulatur ist nach der OP geschwächt und sollte langsam wieder gekräftigt werden, um z.B. die Instabilität (Wegknicken) zu beseitigen. Das könnte sich dann auch positiv auf das Knacken auswirken. Solange das Knacken des Kniegelenks keine Schmerzen verursacht, sagt man, sei es harmlos, da es z.B. durch Lufteinschlüsse im Gelenkgelenk verursacht wird. Andere Ursachen könnten Überlastungen, Sehnen und Bänderprobleme sein. Zur genaueren Abklärung befrage bitte Deinen Operateur. Hast Du jetzt ein Kreuzband-Transplantat? Hast Du Gleichgewichtsprobleme? Ist das Knie dick? Liebe Grüße Ute 9. Juni 2019 um 19:47 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Danke für Deine ausführliche Antwort und für die Tipps! Nein, kein Kreuzband-Transplantat, das vordere Kreuzband ist nicht mehr vorhanden. Gleichgewichtsprobleme habe ich keine und das Knie wird von Zeit zu Zeit dick. Ich bemerke aber, dass es nicht mehr so oft anschwillt, wie vor einigen Wochen. Viele liebe Grüße Tanja 10. Juni 2019 um 13:20 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Tanja, Falls Schmerzen auftreten: http://www.arthrose-blog.de/bei-gelenkschmerzen/ Liebe Grüße Ute 20. Mai 2019 um 11:44 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, nun bin ich etwas verwirrt. Hatte vor 6 Tagen eine Mikrofakturierung innen mit Meniskusteilresektion . Ich soll 3 Wochen mit 20 kg und dann 6 Wochen mit 40 kg belasten. Keine Schiene oder Orthese. Nun habe ich seit 2 Tagen wieder den alten Schmerz innen bei Gerade machen , wenn ich gesessen habe. Phisio schon nach 3 Tagen Op. Hab ich das Ergebniss jetzt schon wieder zerstört? LG Marion 22. Mai 2019 um 13:19 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Marion, Du hast vor der Op eine Schonhaltung eingenommen, es folgte eine Ruhigstellung des Kniegelenks. 1.Schmerzen können durch Verkürzungen der gelenkumgreifenden Strukturen wie Kapsel, Bänder und Sehnen bedingt sein. Dadurch verringert sich der Bewegungsumfang des Gelenks. Durch Physio wird das wieder gedehnt. 2.Narbenbildung, schließlich sind ja Haut, Gewebe und Nerven zerstört worden. Der Körper braucht Zeit. 3.Bei der OP wird Gelenkflüssigkeit ausgespült, die Neubildung dauert ca 3 Wochen. Schon deswegen sollte man zu Beginn nicht überlasten. Das Knie Innenleben „ist trocken“, es läuft nicht rund. Lass das Bein vor dem Aufstehen vorsichtig in der Luft baumeln. Sind Dir die 20kg mit der Waage gezeigt worden? Viele Grüße Ute 9. Mai 2019 um 13:08 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, ich musste mich erstmal durchlesen. Und staune nicht schlecht. Die Pridiebohrung war am 11.04.nicht von Arzt mit mir abgesprochen es sollte nur eine normale Arthroskopie gemacht werden um zu sehen ob ich ein teil oder komplettes neues Knie brauche. Okay nun habe ich den Salat bin schon 4 Wochen nur mit ca 20 kg höchstbelastung unterwegs. In 4 Wochen muss ich dann nochmals zur Kontrolle aber von Physiotherapie kein Wort ich soll in 2 Wochen ohne Krücken wieder anfangen zu laufen was ich mir sehr schwierig vorstelle. Nun bin ich nach all dem was ich hier gelesen habe sehr verunsichert. Stelle mir die Frage ob das alles so richtig ist was mein Arzt da mit mir macht. Klar werde ich ihn beim nächsten Termin auf die Physiotherapie und die Bewegungsschiene ansprechen. Meine Angst ist halt das ich noch länger auf Hilfe angewiesen bin, es war jetzt schon eine Katastrophe, muss dabei sagen ich habe 3 Hunde. Und ich bin trotz meiner Knie Probleme immer aktiv gewesen in meinen Kopf sind so viele Fragen und auch Zukunftsängste plagen mich. Seit 6 Jahren habe ich diese Knie Probleme und alle 2 Jahre wurde eine Arthroskopie gemacht habe in beiden Knie Grad lV. Sorry für den langen Text. 10. Mai 2019 um 08:53 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Eva-Maria, Spreche Deinen Arzt nachdrücklich auf beides an und bestehe unbedingt auf Physio 2*pro Woche. Du benötigst Gangschulung und Mobilisation bis zur Vollbelastung. Ziel: Verbesserung der Beweglichkeit,Kraft- und AusdauerTraining sowie KG am Gerät (z.B. Ergometer) Liebe Grüße Ute 10. Mai 2019 um 15:50 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Vielen Dank für das Mutmachen werde meinen Arzt darauf hinweisen. Noch muss ich 14 Tage entlasten. Ein großes Kompliment dieser Blog hilft ungemein weiter. 12. Dezember 2018 um 14:58 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Wie habt Ihr Treppen geschafft in der Zeit mit „Null“ Belastung? Und Duschen etc? Bin für jeden Tipp dankbar. Unsere Treppe ist in U, also innen sehr eng. 16. Dezember 2018 um 13:16 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Annette, Du solltest im Krankenhaus Gehstützen erhalten und schon vor der Entlassung damit gehen lernen, auch an der Treppe! Am Besten sowohl ohne Belastung als auch mit Teilbelastung des Beins. Wichtig ist, sie richtig einstellen zu lassen. Zuhause ist zunächst Dein Physiotherapeut Dein Ansprechpartner. An welcher Seite ist bei Dir das Geländer etc? Zum Duschen: http://www.arthrose-blog.de/sinnvolle-hilfmittel/ Zunächst bitte nur am Waschbecken waschen. Die Wunde muss erst verheilen. Wird der Verband nass, muss er gewechselt werden. Bedenke: Du kannst ja auch noch nicht beugen. Es besteht Sturzgefahr! Es gibt für später Duschhocker. Ich denke, Du wirst Hilfe brauchen. 22. September 2018 um 10:56 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute! Dein Blog liest sich sehr gut. Bei mir wurde am Montag eine Pridie-Bohrung links, und Innen und Aussenmeniskus gemacht. Mir wurde gesagt das ich 6Wochen das Knie nicht belasten darf, aber nicht inwieweit ich das Knie und Bein bewegen darf. Mein Orthopäde will mir Krankengymnastik erst nach dem Fädenziehen verschreiben. Kann ich draußen bisschen laufen mit den Krücken? Oder besser nicht. Ich finde es traurig wenn einen die Ärzte so in der Luft hängen lassen. Ich möchte ja auch eine gute Heilung haben, denn ein neues Knie möchte ich noch nicht. Glg Nicole 22. September 2018 um 13:08 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Nicole, Ich freue mich, wenn ich durch meine Erfahrungen behilflich sein kann. Es ist richtig, dass die Krankengymnastik erst nach dem Fädenziehen beginnt. Dies findet ca. 7-10 Tage nach der OP statt. Du kannst aber schon jetzt Kontakt mit einem Physiotherapeuten Deines Vertrauens aufnehmen, damit Du einen zeitnahen Termin bekommst. Sinnvoll ist Hausbesuch. Daher würde ich Dir auch davon abraten, jetzt draußen mit den Gehstützen zu laufen. Die Dinger sind dort relativ ungewohnt und Du kannst leicht das Gleichgewicht verlieren. Zu Hause kennst Du Deine Umgebung und hast nicht so ein heftiges Unsicherheitsgefühl.Es ist Schonung angesagt! Ich nehme an, dass Du mit der täglichen Anti-Thrombose-Spritze zurecht kommst. Hab‘ bitte Geduld: Du bekommst noch genug damit zu tun, was Deiner Genesung hilft und warte auf das Rezept des Orthopäden. Wichtig zu lesen: http://www.arthrose-blog.de/sinnvolle-hilfmittel/ 23. September 2018 um 12:40 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute! Danke für deine schnelle Antwort. Und deine Tips helfen echt. Hab mich mal durch einiges durchgearbeitet! Vielen lieben dank! Glg Nicole P.s.: wie geht es dir eigentlich mittlerweile? Kommst du wieder ganz gut zurecht? 25. September 2018 um 19:50 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hey Nicole, Ich habe die Entscheidung zur MF nicht bereut. Ich habe die OP als eine Chance gesehen, etwas in meinem Leben zu verändern. Ich habe meine Ernährung in den letzten Jahren umgestellt und treibe 4* pro Woche Sport, denn angemessene Bewegung ist wichtig. Wir sollten unbedingt den ganzen Körper berücksichtigen. Oft kommen die Probleme mit dem Knie von muskulären Dysbalancen im Körper. Zur effizienten Fitness- und Gesundheitsberatung gehört m.E. auch eine Körperzusammensetzungsanalyse, das ein kompetentes Fitness-Studio anbietet, damit diese erkannt und ausgeglichen werden. Wichtig ist daher regelmäßige Kontrolle durch den Trainer. Außerdem sollten wir auch auf unseren Körper hören, wenn er Ruhe braucht. Liebe Grüße Ute 28. September 2018 um 09:21 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute! Also meine Ernährung muss ich auch umstellen und abnehmen, was leider nicht so einfach ist. Ich habe mich aber jetzt mal mit einer Ernährungsberaterin in Verbindung gesetzt. Ich verbringe fast den ganzen Tag nur auf der Couch, ab und zu ge ich an die Luft mit meinem Partner, allerdings im Rollstuhl.(Aber ich komme mal raus). Aber was ich noch fragen wollte: Das Knie darf man aber immer mal wieder beugen oder? Damit es in Bewegung bleibt und nicht steif wird. Mein Partner sagt immer, dass das nicht gut wäre, da sich der neu gebildete Knorpel sofort wieder abnutzt. Aber man soll doch nur nicht belasten, oder? Ich sitze auch öfters mal auf der Couchkante und lasse die Beine runterhängen. Und im Schlaf liege ich oft auf der Seite und habe die Beine etwas angewinkelt. Das darf man alles oder? Sorry für die vielen Fragen, aber ich möchte nix verkehrt machen, und ich habe erst am Montag wieder nen Termin bei meinem Orthopäden. GLG Nicole 28. September 2018 um 19:31 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Unter 1. in http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/ findest Du Übungen, die Du im Bett machen kannst. Du solltest nicht außerhalb bei Belastung experimentieren! Die reichen erst mal! Wann hast Du denn die ersten Physiostunden? Sinnvoll wäre die CAMOPED Bewegungsschiene, die Dir aber Dein Arzt verordnen muss siehe unter http://www.arthrose-blog.de/sinnvolle-hilfmittel/ Du kannst ihn ja mal darauf ansprechen. Als Seitenschläfer kann man sich ein weiches Kissen zwischen die Knie klemmen, wenn Du da Angst hast. Und hab‘ Geduld und höre auf Deinen Partner. 😉 18. Juni 2018 um 09:56 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, danke für den Blog! Dieser war sehr hilfreich für mich! Nun habe ich jedoch folgende Frage. Eine MF wurde bei mir vor genau einer Woche durchgeführt. Hab einen Knorpelschaden 4. Grades am Oberschenkelknochen. Sie verlief ganz gut, Schmerzen habe ich seit dem §. Tag Post-OP keine mehr. Ich darf für 6 Wochen das Bein nur 60° beugen und zwei Wochen kein Auftreten. Seit 2 Tagen trage ich die Orthese von morgens bis abends. Heut morgen habe ich ein seltsames Gefühl oberhalb der Kniescheibe, es ist, als würde ein Stück Papier zwischen der Kniescheibe und dem Knochen liegen. Es schmerzt nicht, aber fühlt sich seltsam an. Wenn ich mein Bein ohne Orthese leicht anhebe fühlt es sich an, als wäre etwas dazwischen. Ist das normal? Oder habe ich die Orthese einfach zu lange getragen? Wie hast du das gehandhabt? Mich irritiert dieses „störende Gefühl“. Womöglich hängt es ganz harmlos mit der Entlastung der Muskulatur zusammen? Hoffe man kann mir weiterhelfen. Danke vorab! Liebste Grüße! 18. Juni 2018 um 15:00 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Nadine, Mir wurde keine Orthese verschrieben. Noch im KH erlernst Du isometrische Anspannungsübungen und trägst eine Streckschiene. Nach dem Fädenziehen wird die Streckschiene durch eine Orthese ersetzt. Es sollte mit der Physiotherapie begonnen werden, eventuell mit Lymphdrainage. Wenn der Arzt es nicht anders verordnet hat, sollte man die Tragezeit einer Orthese unbedingt langsam steigern! Ob Du sie auch nachts tragen musst, hängt von der Art der Orthese ab und ob Dein Arzt es möchte. Wilde Bewegungen sollen ja während des Schlafes ausgeschlossen werden. Ich kenne es so, dass das Bein auf einer Hochlagerungsschiene ruht und zwischen den Beinen ein Kissen ist. Zu dem Missempfinden: Dein Körper muss sich erst an die Orthese gewöhnen. Möglicherweise stimmt der Sitz (z.B. sind die Gurte zu fest und schneiden ein- sie darf nicht zu Stauungen führen) oder die Größe der Orthese nicht. Dies sollte überprüft werden. Wende Dich bitte an Dein Sanitätshaus oder Deinen Arzt. 2. März 2018 um 19:00 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, auch ich bin begeistert von Deinem Forum, man bekommt mancherlei Anregungen! Mich würde der Erfahrungsaustausch mit dem „reiferen“ Alter interessieren. Mein linkes Knie wird in absehbarer Zeit gegen eine TEP getauscht werden. Das rechte Knie ist dasjenige, dass zur Zeit die meisten Schmerzen bereitet. Knorpelschaden Grad 4, Meniskus intakt, Grad 3 (verkalkt). Jetzt ist eine Arthroskopie geplant. Es wird gehobelt, geglättet, die Kniescheibe eventuell eingekerbt – und eine Mikrofrakturierung vorgenommen (Knorpelschaden nicht durchgehend, sondern fissurartig). Mit fast 60 Jahren ist der Erfolg einer Mikrofrakturierung sehr grenzhaft. Hat jemand diesbezüglich Erfahrungen gemacht? Ich freue mich auf jede Antwort. 9. März 2018 um 20:34 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Wichtiger als das Alter, ist bei der MF (knochenmarkstimulierender Eingriff) die Stelle des Knorpeldefektes im Kniegelenks: Defekte an der Femurkondyle (Oberschenkel) haben eine bessere Prognose als diejenigen im Bereich der Patella(Kniescheiben)-rückfläche oder trochlea oder an der tibialen (Schienbein) Gelenkfläche. Meine MF war vor 10 Jahren und ich habe es noch nicht bereut. Eine Knie-TEP sollte als letzter Ausweg gewählt werden. Sie bleibt ein künstliches Ersatzteil, dessen Haltbarkeit ca 15-20 Jahre beträgt. Bevor man sich dazu entschließt, sollte man immer erst alle konservativen Therapiemaßnahmen und andere Eingriffsmöglichkeiten ausgeschöpft haben, siehe http://www.arthrose-blog.de/die-behandlungsarten/. Siehe hierzu auch unter der Behandlungspyramide ein Überblick über die einzelnen Verfahren. Fragen, die Du Dir stellen solltest: Hast Du Schmerzen im Ruhezustand, ist der Leidensdruck zu groß, hast du Übergewicht? Wie kooperativ bist Du, was REHA und Krankengymnastik betrifft. Was der Arzt beurteilen muss: wie sieht der Zustand Deines Gelenks, Deiner Muskeln, Bänder etc wie der Knochen aus. Welche Art von TEP wird gewählt… usw Viele Grüße Ute 10. März 2018 um 19:48 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, ich bin ebenfalls auf diesen blog gestossen und freue mich über so viel Konstruktives. Ich hatte vor 8 Wochen eine Mikrofrakturierung am Ober- und Unterschenkelknochen und einiges andere (Synovektomie etc.) . Ich habe 10 Tage nur leicht belastet(Gehstützen mit Fusssohlenkontakt) und durfte dann, mit Orthese, voll belasten. Jetzt , nach den 8 Wochen, habe ich immer noch Schmerzen bei jedem Schritt. Die Beweglichkeit ist gut, aber alles ist wacklig und ich knicke häufig um, was vielleicht auch an dem Kreuzbandriss, den ich schon seit über 30 Jahren habe, liegen mag. Muss ich noch weiter Geduld haben, sind die Schmerzen „normal“, und was kann ich zur Unterstützung tun? Ich nutze schon täglich 30 Minuten mein Ergometer. Herzliche Grüße und vielen Dank Annette 11. März 2018 um 21:25 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Annette, Bei einer Synovektomie wird die Gelenkschleimhaut ganz oder teilweise entfernt, um z.B. Entzündungsstoffe zu beseitigen. Wenn Du Schmerzen hast, ist es auch jetzt sinnvoll zu kühlen und das Knie hochzulegen. Du hast nach der OP durch die Gehstützen unbewusst eine Schon- bzw. falsche Körperhaltung eingenommen.Durch das Liegen ist es zu Verhärtungen im Gewebe gekommen. Du solltest die Physiotherapie fortsetzen und dabei nicht nur Aufbau von Kraft oder Ausdauer (Ergometer) bzw. Muskelaufbau der vorderen Bein- und hinteren Oberschenkelmuskulatur (gerade bei Kreuzbandproblemen wichtig), sondern auch Koordinationstraining für die Balance betreiben. Um wieder das Gefühl für den Fuß zu bekommen eignet sich der „Kurzer Fuß nach Janda“. Ziel: u.a Bänder des Fußes stärken. Frage Deinen Physiotherapeuten nach den einzelnen Stufen. Dann sollte auch die Wackligkeit behoben werden können. Noch eine Verbesserung für Dich könnte sich durch das Faszientraining ergeben. 21. Januar 2018 um 00:41 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar HALLO ICH HABE EINE MIKROFRAKTURIERUNG BEKOMMEN. ICH LESE HIER ÜBERALL DAS ICH VOR 6 WOCHEN DAS KNIE NICHT BELASTEN DARF . MEIN ARZT HAT MIR NACH 4 WOCHEN GRÜNES LICHT ZUR VOLLBELASTUNG GEGEBEN UND KANN AUCH NORMAL WIEDER ARBEITEN GEHEN . NACH 3 TAGEN AUF ARBEIT IST MIR DAS KNIE WIEDER ANGESCHWOLLEN UND ICH KANN IMMER SCHLECHTER LAUFEN . GEHE ALSO VON EINER ÜBERBELASTUNG AUS . IST JETZT ALLES ZU SPÄT UND DER EINGRIFF HAT NICHTS GEBRACHT ODER WIRD ES WIEDER BESSER WENN ICH MIR MEHR RUHEZEITEN EINBAUE. ICH HABE 2 MAL REHA AN DEN MASCHINEN BEKOMME : DAS LANGE STEHEN AUF ARBEIT 8 STUNDEN ETWA HABEN MIR DIE SCHMERZEN GEBRACHT UND DAS KNIE IST WIEDER ANGESCHWOLLEN . LIEBE GRÜSSE 21. Januar 2018 um 20:01 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Henri, Zeitangaben sind immer nur eine grobe Orientierung. Jeder Körper reagiert nach der OP anders. Die Zeit des Nichtbelastens ist abhängig vom Befund (z.B. Ort,Tiefe und Größe des Knorpeldefekts, Alter und Gewicht des Patienten). Normalerweise geschieht der Übergang zur Vollbelastung langsam. Hilfreich wäre es, nochmals unterstützend Physiotherapie mit Lymphdrainage, Gerätetraining und Muskelaufbau (Quadrizepstraining) sowie Ergometertraining zu erhalten. Tipp: u.U mit Bandage zur Arbeit gehen und in den Arbeitspausen die Venenpumpe aktivieren: http://www.arthrose-blog.de/venenpumpe/ Versuche, soweit möglich, Ruhezeiten einzubauen. Gegen Schwellungen hilft abends Ruhigstellen, Hochlagern und Kühlen mit Quarkwickeln : http://www.arthrose-blog.de/bei-gelenkschmerzen/ Viele Grüße Ute 25. Dezember 2017 um 18:31 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, Auch ich hatte eine Mikrofrakturierung im Knie. Das ist jetzt zwei Monate her. Nach 6 Wochen kompletter Entlastung dürfte ich im Anschluss auf Teilbelastung übergehen für 2 Wochen. Eigentlich verlief alles gut. Erste Übungen in der Physiotherapie mit Vollbelastung gingen auch gut. Aber jetzt habe ich starke Schmerzen.erzen beim Gehen. Das Knie ist auch wieder leicht angeschwollen. Wenn ich mit Krücken gehe, ist alles gut. Aber ohne tut jeder Schritt weh. Mehr als vor der OP. Da stimmt doch was nicht, oder was sind Eure Erfahrungen? Viele Grüße Heidi 27. Dezember 2017 um 19:12 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Heidi, Das heißt für mich, dass es mit der Vollbelastung noch zu früh war. Die Zeitangaben sind immer nur eine grobe Orientierung, die Schmerzfreiheit geht vor! Du wirst sicher noch Physio benötigen, denn Dein Bewegungsablauf ist „eingerostet“. Teile bitte Deinem Arzt Deine Probleme mit. Liebe Grüße Ute 7. Dezember 2017 um 22:50 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, ich hatte am 11.9. eine Mikrofrakturierung (Kiss), Knorpelglättung, Beseitigung freier Gelenkkörper am linken Knie. Ich hatte jede erdenkliche Art an Physiotherapie, sogar eine dreiwöchige Reha mit täglicher Behandlung. Nichts hat geholfen: ich kann quasi keine Treppen steigen, habe ununterbrochen Schmerzen, bin seit drei Monaten krankgeschrieben und mit den Nerven am Ende. Ich weiß nicht, was ich noch tun könnte. Mein Arzt will mich weiter punktieren und Hyaluron spritzen, aber ich hab jetzt ziemlich Angst, dass ich mir noch einen Keim einfange. Ich würde so eine Operation nie mehr machen. Ich weiß nicht weiter… 8. Dezember 2017 um 15:33 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Janis, Leider schreibst Du nichts über die Größe+Tiefe Deines Knorpeldefekts. Kissing lesions bedeutet, dass der Knorpelschaden auch an der direkt gegenüberliegenden Knorpelfläche vorliegt. Damit braucht m.E. auch der Mobilisationsprozeß länger. Darfst Du denn überhaupt schon voll belasten bzw. die Treppe gehen? Eine Punktion geschieht unter sterilen Bedingungen. Sie nimmt den Druck vom Gelenk und lindert so Schmerzen. Über die Nadel kann der Arzt dann sowohl Medikamente (Kortison, Hyaluronsäure) spritzen als auch Flüssigkeit ablassen (beziehungsweise mit einer Spritze absaugen). Man kann diese punktierte Flüssigkeit z.B. auch nach Farbe, Klarheit und Zähigkeit auf mögliche Ursachen analysieren. Sie ist also ein wertvolles diagnostisches Mittel. Empfehlung: Geduld und Vertrauen in das Vorgehen des Arztes haben. 9. Dezember 2017 um 18:56 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, Danke für deine Antwort. Der Knorpelschaden ist vierten Grades, das abgebrochene Stück war so groß wie ein Fünfmarkstück. Ja, die Kniescheibe wurde 10 mal angebohrt. Ich habe Angst vor der Punktion, weil ich 1. auf Reha einige Leute mit Keim im Knie kennenlernte ( einem müsste das Bein amputiert werden) u ich 2. von der Acp Behandlung in der Achillessehne eine Gewebezerstörung davongetragen habe. Kann ich denn auch ohne Spritzen wieder gehfähig werden? Mir reichts so. Ich mache Magnetfeldtherapie. Gerade ignoriere ich die Schmerzen u versuche auf normal zu machen. Was ich darf, weiß ich nicht genau, ich mach jetzt, was mein Kopf will. (Eigentlich Marathon. …) 11. Dezember 2017 um 18:56 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Wann ist denn Dein nächster Kontrolltermin? Du brauchst vom Arzt einen individuellen Belastungs- und Behandlungsplan! Du willst das Risiko einer bakteriellen Infektion minimieren und suchst daher äußerliche Anwendungen. Lies bitte http://www.arthrose-blog.de/die-behandlungsarten/ und klicke hier auf die Behandlungsartenpyramide. Unter dem Stichpunkt „Konservative Therapie“ findest Du unter „Physikalischer Therapie“ einige Möglichkeiten aufgelistet: z.B. Phytotherapie, Thermo/Kryotherapie, Ultraschalltherapie, Tens. Warme Auflagen und Bäder helfen im chronischen Stadium einer Arthrose. Mir tat damals Wassergymnastik gut. Kälteanwendungen tun bei akuten Knieschmerzen mit Entzündung gut. Bei Gelenkschmerzen helfen Quarkwickel http://www.arthrose-blog.de/bei-gelenkschmerzen/ Ergänzend zur Physiotherapie sollte Dir eine sanfte Manuelle Lymphdrainage helfen, den Lymphabfluss anzuregen und Stauungen abzubauen. Reizstrom und Ultraschall können die Muskelanspannung um das Knie herum senken und so zu einer Schmerzlinderung beitragen. Sie wirken schmerzlindernd, durchblutungsfördernd, muskelentspannend und lösen Verklebungen. Die Pulsierende Magnettherapie stimuliert den Stoffwechsel und wird ebenfalls bei Schmerzen angewendet. Mit der Triggerpunkt-Therapie findet man den Auslöser für den Schmerz und die Bewegungseinschränkung. Du siehst, da lässt sich noch Einiges tun! 2. Dezember 2017 um 23:40 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo. Ich hatte am 3.11. eine Knie-Arthroskopie mit Mikrofrakturierung. Ich bin etwas erstaunt über die langen Reha-Zeiten, die ich im Internet und hier im Blog finde. Der Operateur setzte 1-2 Wochen Gehhilfen an, danach Aufbau bis zur Vollbelastung. Nach einer Woche habe ich mit KG und Lymphdrainage angefangen. Nach 2 Wochen habe ich die Krücken ins Eck gestellt. Das Gehen war noch etwas unrund, hat auch manchmal geschmerzt. Nach 2 Wochen bin ich auf den Ergometer, geringe Belastung. Ich habe mich von 50 min auf 90 min gesteigert. Außerdem gehe ich noch schwimmen und mache Aquajogging. Schwimmen anfangs nur mit Pullboy, seit heute auch ohne, ein leichter Abstoß bei der Wende ist auch schon drin. Mein Operateur meinte sogar, dass mein Langlauf-Urlaub, 5 Wochen nach der OP, vielleicht machbar wäre. Habe ich zwar abgesagt, aber so wie es mir jetzt geht, ist Langlauf 6-8 Wochen nach der OP realistisch. Für Januar plane ich meinen ersten Wettkampf. Ach ja, zur Unterstützung mache ich noch eine Lasertherapie, ist echt sinnvoll. Viele Grüße Annette 4. Dezember 2017 um 20:13 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Annette, Welchen zeitlichen Behandlungsplan der Arzt verordnet, ist u.a. von der Größe und dem Ort des Knorpeldefizits abhängig. Es fließen aber auch Alter, BMI, individuelle Fähigkeiten und Lebensumstände des Patienten mit ein – ganz abgesehen von Begleiterkrankungen. So werden feste Zeitangaben für den Genesungsprozess nur eine grobe Orientierung sein. Die orthopädische Soft-Lasertherapie wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und verbessert die Wundheilung. Viele Grüße Ute 3. November 2017 um 16:26 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Vielen Dank für die Tips ich werde mich mit Sicherheit danach richten …L.g.Birgit 28. Oktober 2017 um 21:28 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute ich bin durch verschiedene Fragen die ich nach einer Mikrofrakturierung aufgrund eines Knorpeschaden 4 ten Grades an Google gestellt habe immer wieder auf deine Seite gestoßen und hab hier erstmals einige Antworten gefunden .Allerdings schwirren immer noch tausend Fragen in meinem Kopf herum auf die anscheinend weder mein Hausarzt noch der behandelnde Chirurg Antworten haben .Am 9 August bin ich am linken Knie ambulant operiert worden nach 6 Wochen an Krücken habe ich Pysotherapie bekommen und 8 Wochen nach der Op wieder angefangen als Verkäuferin zu arbeiten …natürlich nur Stundenweise. …Inzwischen arbeite ich wieder seit 3,5 Wochen und habe seit einigen Tagen Stiche im Knie aber vor allem starke Schmerzen in der linken Ferse ich möchte zu gerne wissen ob das normal ist oder ob vielleicht sogar irgendwas bei der Op nicht geklappt hatt …Das Knie ist auch immer noch dick und ich kann es nicht grade machen …Langsam macht mich das ganze verrückt ..L.g Birgit 30. Oktober 2017 um 19:24 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Birgit, Bespreche bitte beides mit einem Orthopäden. Ich kann hier nur von meinen Erfahrungen ausgehen. Der Schmerz in der linken Ferse kann seine Ursache in Schonhaltungen bzw. falschen Abrollbewegungen in der nach-operativen Phase haben. Wann genau tritt der Schmerz auf (Anlaufschmerz oder eher nach Überlastung) ? Kannst Du den Schmerz beim Heranziehen der Zehen reproduzieren? Meine Empfehlungen: -In einem Sanitätsgeschäft eine Podometrie/ Pedobarographie im Stehen und Gehen vornehmen lassen. -Physiotherapie mit Spiraldynamik -zu Hause viel barfuß laufen Auch beim Knieschmerz solltest Du Dir bewusst machen, wann er genau auftritt (siehe oben, auch nachts?). Wo sticht es genau? Ist ein Bluterguss sichtbar? -Ursache könnte eine noch vorhandene Muskelverkürzung sein, -die Schmerzen können auf Verklebungen der Wunde zurückzuführen sein. -Überlastung Meine Empfehlungen http://www.arthrose-blog.de/bei-gelenkschmerzen/ Ergometerfahren, Rückenschwimmen, Aquagymnastik sind zur Wiedererlangung der Beweglichkeit und Muskelaufbau sehr gut. Physiotherapie mit Wärmebehandlungen zu Beginn verschreiben lassen Liebe Grüße Ute 28. September 2017 um 11:05 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo zusammen, habe gerade den Blog gefunden und bin total schockiert, nicht ber den Blog, aber über meinen Arzt. Am 31.08.2017 wurde bei mir eine Mikrofrakturierung des linken Knies durchgeführt 3×3 cm und die Patella geshaved. Nach der OP wurden mir die Krücken ans Bett gestellt und ich durfte – nachdem ich vollends wach war – nach Hause. Keiner hat mir den Umgang mit Krücken gezeigt und ich musste erstmal Google fragen, wie man Treppen steigt. Einen Tag später kam die Drainage raus und nach 7 Tagen die Fäden. Instruktionen vom Arzt: Thrombosespritzen und Krücken mit Teilbelastung für 4 Wochen. Sonst nichts…… Heute 28.09.2017, also genau 4 Wochen nach der OP war ich nochmal beim Arzt, um die weitere Vorgehensweise zu erfahren. Er tatschte ein wenig mein Knie an und dann kam das „Heureka!“ – sie sind geheilt, dürfen ab sofort die Krücken in die Ecke stellen und alles tun, was sie wollen. (wunderbar, dann kann ich ja ab heute wieder mit dem Kickboxen anfangen!!) Ich fragte noch nach Krankengymnastik, denn ich komme im Moment weder in die Hocke, noch kann ich ohne Krücken Treppen laufen…..die Antwort war: Sie sind noch 2 Wochen krank geschrieben, bis dahin haben sie wieder alles im Griff. Wenn ich hier lese, dass fast jeder Krankengymnastik hatte und auch größtenteils eine Schiene verwendet wurde, bin ich fast ein wenig wütend…… Sollte ich einen anderen Arzt fragen? Grüße und danke für diese wundervolle Seite, ich habe mir die Seite mit den Übungen schon ausgedruckt……muss ja irgendwas tun jetzt. Liebe Grüße Simone 28. September 2017 um 14:50 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Simone, Das liest sich so, als hättest Du das Vertrauen in den Arzt verloren. Wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich mich an meine Krankenkasse wegen eines Arztwechsels bzw. ärztlichen Zweitmeinungsverfahren wenden. Wurde die OP ambulant gemacht? Ich kenne es so,dass man die Gehstützen nicht von einem Tag zum anderen in die Ecke stellt! In mir bekannten Fällen, wurden zur Vermeidung von Fehlern die einzelnen Teilbelastungs-Schritte mit der Waage unter physiotherapeutischer Anleitung durchgeführt. Diese Teilbelastung soll dann langsam bis zur Vollbelastung gesteigert werden . Liebe Grüße Ute 28. September 2017 um 15:10 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, danke für die schnelle Antwort. Operiert wurde ich ambulant. 13:45 wurde ich schlafen gelegt und um 16:30 mir Krücken entlassen. Ich habe heute Mittag mit meinem Hausarzt telefoniert und werde da morgen mal vorbeischauen. Er war auch über die fehlende physiotherapeutische Behandlung verwundert. Grundsätzlich war die Operation in Ordnung, der operierende Arzt war vor der OP bei mir und hat alle einzelnen Schritte erklärt und was gemacht wird. Die Wochen nach der OP habe ich mich allerdings vollkommen alleingelassen gefühlt. Ich war froh, für heute einen Termin bekommen zu haben, weil ich mich am Montag ein wenig verdreht habe und seitdem das Gefühl eines Fremdkörpers im Knie habe. Das habe ich meinem Arzt auch gesagt, aber er hat mich eben als „erfolgreich abgeschlossen“ entlassen und den Fremdkörper mit dem Satz „Da kann nichts drin sein, weil ich alles raus habe“ abgetan. Ich weiß nun nicht wirklich, wie ich weiter vorgehen soll. Weiterhin mit 2 Krücken laufen und immer ein bisschen mehr belasten oder nur noch eine Krücke verwenden? Was soll ich vermeiden und was ist fördernd für die Genesung? Hab gerade echt keine Ahnung und Google mich so durchs Netz. Aber danke, dass ihr hier seid 28. September 2017 um 23:32 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Simone, Der Gang zum Hausarzt ist eine sehr gute Idee. Er wird Dir weiterhelfen.Vielleicht kann er Dir KG mit Lymphdrainage verschreiben. Gehstützen werden zur Entlastung des operierten Knies eingesetzt. Solange dein Gangbild nicht sicher und flüssig aussieht, solltest Du unbedingt mit 2 Gehstützen laufen. Nur eine Gehstütze zu benutzen, verursacht beim Laufen ein instabiles Gewackel, Du läufst dann schief. Es erscheint vielleicht nützlich, verzögert aber den Übergang zum geraden „humpelfreien“ Gang. Also nutze besser noch einige Zeit länger zwei Gehstützen und sichere dir somit einen leichteren Übergang zum freien aufrechten Gang. Beachte: Beim Gehen nach vorne schauen, nicht nach unten. 29. September 2017 um 08:11 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Guten Morgen Ute, recht vielen Dank für Deine Hilfe und die unterstützende Seite hier im Netz. Dieser Blog sollte eigentlich von jedem Arzt als Empfehlung mitgegeben werden. Ich werde mich nicht stressen lassen und viele Tipps Deiner Seite beherzigen. Danke und mach weiter so 3. November 2017 um 13:40 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar ich habe deinen Beitrag und diverse andere Beiträge auf der Seite gelesen. Ich habe ähnliche Erfahrungen mit meinem Operateur gemacht. Ich bin Mitte 20 und habe einen Knorpelschaden 4. Grades von 2×3 cm im Knie und wurde ähnlich beraten von meinem Operateur, der einzige Unterscheid war, dass mir nach 6 Wochen nach der Mikrofrakturierung gesagt wurde: „Sie können jetzt wieder ohne Krücken laufen“. Bei mir ist die OP jetzt über 5 Monate her. Wichtig ist, dass du dir jetzt in den nächsten Wochen Anwendungen für Physiotherapie von deinem Hausarzt verschreiben lässt. Am meisten hat mir Lymphdrainage und manuelle Bewegung durch den Physiotherapeuten geholfen. Nach 9 Wochen hat mir die Bewegung auf dem Ergometer sehr weitergeholfen und du wirst definitiv eine Verbesserung deiner Situation erfahren. Viele Grüße und gute Besserung 7. Juni 2017 um 15:54 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, ich heiße Bärbel und bin 51Jahre alt. Am 05.05.2017 hatte ich aufgrund von Knorpelschäden lll-lV Grades eine Mikrofrakturierung sowie eine Plica Resektion, Teilsynovektomie und Knorpelglättung am linken Knie. Seit dem laufe ich nur mit Sohlenkontakt an Gehstützen. Bis letzte Woche war das Knie immer wieder stark angeschwollen. Der Orthopäde hat schon 3mal punktiert (jeweils ca. 50 ml) und bei der Physiotherapie erhielt ich Massagen und Kinesio-Lymph-Taping. Seit Anfang dieser Woche sieht das Knie deutlich besser aus, aber jetzt ist der Knöchel deutlich dicker, als am rechten Bein. Außerdem ist das gesamte Bein schon seit Tagen kälter als das andere (auch nach dem Duschen oder beim Sitzen in der Sonne wird es nicht richtig warm). Ich habe übermorgen meinen nächsten Arzttermin, wollte aber hier schon einmal nachfragen, ob es einem von Euch auch so ergangen ist bzw. ob es durch das „Nichtbelasten“ zu geringerer Durchblutung kommt. Ich setze mir täglich eine Thrombosespritze, habe aber ein wenig Sorge, dass es vielleicht durch eine Verstopfung der Gefäße zu der Kälte im Bein kommt. Mein zweites Problem ist mein rechtes Knie: das hat vorher nie Probleme gemacht. Seit ca. einer Wiche ist es jetzt dicker als das operierte Bein, schmerzt und knackt wie verrückt. Vom Arzt habe ich erst einmal Schmerztabletten bekommen, denn das Bein muss ja noch eine Weile durchhalten. Hat jemand von Euch auch durch die Überbelastung des „gesunden“ Beins Probleme bekommen und wenn ja: wie lange sollte nach der OP warten, bevor man das zweite Knie machen lässt, denn die Belastung für das erste Bein wird ja danach auch wieder recht hoch sein. Ich möchte auf keinen Fall den Erfolg der Sache aufs Spiel setzen. Freue mich auf Eure Erfahrungen und Tipps. Habe hier schon viele hilfreiche Beiträge gelesen. Lieben Gruß Bärbel 12. Juni 2017 um 19:51 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Bärbel, Eine Ursache für die Gefühlsstörungen kann die längere Bewegungseinschränkung sein. Verklebungen oder Verwachsungen lösen sich mit der Zeit. Das Knacken des rechten, eigentlich doch gesunden Kniegelenks kann auf Überlastung zurückzuführen sein und ist daher eher vorübergehend. Bevor Du da an eine OP denkst, solltest Du erst noch abwarten bis Du das linke Bein wieder belasten darfst und Du in Deinen normalen Bewegungsablauf zurückgefunden hast. Besteht es dennoch langfristig, könnte eine Arthroskopie bei der Ursache helfen. Vorübergehend kannst Du es mit einer Bandage stützen. Zwangsläufig ist es nicht notwendig das andere Kniegelenk auch operieren zu lassen. Welche Antworten hast Du bei Deinem Kontrolltermin erhalten? 13. Juni 2017 um 13:52 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, Danke für die Antwort. Tolle, sehr hilfreiche und informative Seite! Auch der Orthopäde und die Physiotherapeutin sind der Meinung, dass die geringere Durchblutung die Kälte verursacht. Thrombose wurde (u.a. durch Ultraschall) ausgeschlossen. Knöchelschwellung geht langsam zurück und ich darf jetzt mit 20kg belasten. Habe einige Übungen für zu Hause gezeigt bekommen und denke, das operierte Bein wird so langsam. Das andere Bein wurde punktiert (auch hier war 40ml Flüssigkeit drin). Seit dieser Druck weg ist, geht es etwas besser. Außerdem habe ich noch eine Spritze (ich glaube Cortison) bekommen. Mit 2xtäglich Ibu 600 ist das „Rumhumpeln“ jetzt erträglich. Der Arzt hat mir auch gesagt, dass jetzt erst einmal das operierte Bein wieder in Ordnung kommen muss, bevor irgendetwas an dem anderen Bein gemacht wird. Bei anhaltenden Beschwerden dann MRT und mal sehen…??? Hätte nicht gedacht, dass das Ganze so langwierig ist. Eine weitere OP und wiederum eine so lange beruflich Auszeit (bin Lehrerin) möchte ich unbedingt vermeiden. Was hälst du von Hyaloronspritzen? Lohnt es sich, das zur „Vorbeugung“ am nicht-operierten Bein mal auszuprobieren? LG Bärbel 14. Juni 2017 um 22:49 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Man sollte unterscheiden zwischen Symptom und Ursache. Symptom: Gelenkschmerzen, z.B. Anlauf-, Nacht- oder Ruheschmerz, Schmerzen bei Be- oder Überlastung Ursache: z.B. Entzündung (Arthritis), Verschleißerscheinung des Gelenks Symptome sind nur Auswirkungen von Ursachen. Daher kann die HYI, es gibt davon auch mehrere Arten, auch nur kurzfristig an den Symptomen, wie Schmerzen ansetzen, da sie sich wieder abbaut. Die eigentliche Ursache wird damit nicht behoben. Ich halte es sogar für ein Problem, wenn versucht wird, das Symptom zu unterdrücken statt die eigentliche Ursache zu beheben. Eine Arthrose (Ursache für das Symptom) kann damit u.U. verlangsamt werden, wenn die Ursache genau und vor allem früh genug bekannt ist. Dies komplexe Thema hat mich dazu bewogen, demnächst im blog einen Beitrag über HYI, PRP und Kortikoid-Injektionen zu eröffnen. Bis dahin bitte zur Vorbeugung, schon an der Basis beginnen, denn auch damit kann man eine bereits vorhandene Arthrose/Arthritis (Gelenkentzündung) positiv beeinflussen: http://www.arthrose-blog.de/ernahrungsregeln/ http://www.arthrose-blog.de/arthrosegerechte-bewegung/ 26. Mai 2017 um 14:06 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Zusammen, ich bin Adrian, 27 Jahre alt und würde mich als ziemlich sportlich bezeichnen. Durch volleyball erlitt ich einen Knorpelschaden 3-4 Grades zentral hinter der Kniescheibe, sonst keine weiteren Probleme im Knie bekannt. Ich hatte deshalb eine Mikrofrakturierung am 6. Februar 2017. Soweit hatte ich keine Komplikationen und komme mit dem Muskelaufbau relativ gut voran. Jetzt zu meiner Frage bzw. Befürchtung. Das schmerzempfinden ist stand jetzt, viel größer als zuvor. Ich kann nicht richtig Treppen steigen und hinab gehen, was vorher ohne Probleme ging. Jegliche Belastung in gebeugter Stellung ist eine Qual. Dies war vorher zumindest bedingt möglich. Rennen/joggen ist auch nicht mehr möglich was vorher auch noch funktioniert hat. Ich habe das Gefühl das der „ersatz“ Knorpel nur gering oder gar nicht vorhandene ist, kann das sein? Auf Nachfrage beim Arzt meinte dieser, sollte es auch nach 6 Monaten noch so sein, muss man ein erneutes MRT machen und ggf. eine ACT vornehmen. Diese wurde mir im Vorfeld verfährt weil der Schaden zu klein gewesen sei und deshalb die Krankenkasse keine ACT bezahlt. Ich weiß aktuell nicht weiter und weiß nicht was ich machen soll… Im jetzigen Staus kann ich lediglich Fahrrad fahren und das auch nur im sitzen. Selbst schwimmen geht nicht schmerzfrei, was auch vorher ging. Habt ihr irgendwelche Tipps für mich? 27. Mai 2017 um 19:13 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Adrian, Mir fehlen Infos darüber, wie groß der Knorpeldefekt war. Ich glaube, Du versuchst das Gelenk zu früh zu stark zu belasten, weil Du möglichst schnell an Deine früheren sportlichen Möglichkeiten anknüpfen willst. Du solltest Dich behutsam und vorsichtig beanspruchen und langsam steigern. Dabei sollte Dir Dein Physio helfen! Überlege: Beim Joggen/Rennen ist der Druck im Gelenk das 6-fache des Körpergewichts. Besser wäre es, Nordic Walking zu versuchen. Die Gelenkbelastung ist geringer und hier sind auch noch Stöcke dabei. Motto: „Bewegen ja, aber wenig belasten“. Auch beim Schwimmen ist Rücken- und Kraulschwimmen wegen des Beinschlags (keine Beinschere) besser als Brustschwimmen! Treppensteigen kann noch dauern. Beim Treppab gehen kommt es zu einer stoßartigen Belastung: der Druck im Gelenk beträgt ca. das 3 ½ fache des Körpergewichts. Das sollte mit dem Physio geübt werden. Durch Verkürzungen der Bänder und Sehnen verringert sich der Bewegungsumfang des Gelenks. Das Gangbild verändert sich durch den Muskelabbau. Es kommt zu Fehlbelastungen und Schmerzen. -Du kannst im Sanitätshaus eine Lauf- und Ganganalyse durchführen lassen. -Wie sieht es hier aus: Schuhe mit weichen Sohlen,Einlagen? -Triggerpunkt-Therapie wäre ein weiterer Vorschlag von mir und -Aqua-Gymnastik 29. Mai 2017 um 18:49 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar vielen Dank für deine Antwort. Laut OP-Informationen war die Fläche 1,5 cm² groß. Ja ich weiß dass ich nicht gleich wieder an meine alte Leistung anknüpfen darf, was aufgrund der schmerzen auch garnicht möglich ist. Mit dem Joggen wollte ich nur sagen was vorher ging und jetzt z.B. Meilen weit weg ist. Ja meine Physio hat mir viele Möglichkeiten gezeigt wie ich mit gestrecktem Bein etwas Muskeln aufbauen kann. Desweitern fahre ich nun viel Fahrrad für die Gelenkbewegung. Wir haben uns mein Gangbild genau angeschaut und hier bin ich schon wieder auf dem Stand von vor der OP. Meine Beweglichkeit ist voll gegeben (Steckung und Beugung). Einlagen besitze ich schon seit Jahren. Eine Fehlstellung der Beine konnte bei mir auch ausgeschlossen werden. Ja, Schwimmen(Kraulen & Rücken) habe ich auch schon versucht, aber hier sind die Schmerzen auch noch zu stark! Was genau meinst du mit Triggerpunkt-Therapie? Wie Sinnvoll hälst du Glucosamine-Präperate? Gibt es eine Fausformel, ab wann sich „Ersatz“ Knropel nach einer Mikrofrakturierung gebildet haben soll? 31. Mai 2017 um 09:56 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Eine sinnvolle Kontrolle ist frühestens nach 6 Monaten im MRT möglich. Zu Deiner Frage nach Nahrungsergänzungsmitteln siehe: http://www.arthrose-blog.de/nahrungserganzungsmittel/ Triggerpunkte sind spürbare Verhärtungen/Verspannungen zwischen Muskulatur und Sehnen, deren Ursache z.B. durch Verkürzungen, Fehlbelastungen oder Schonhaltungen wie etwa nach OPs entstanden sind. Ein in dieser Triggerpunkte-Therapie ausgebildeter Physio erreicht durch Druckmassage eine bessere Durchblutung dieser Knoten und löscht das „Schmerzgedächtnis“ an der Schmerzstelle. Die Behandlungsorte sind nicht identisch mit dem Schmerzort! So können Schmerzen im Knie etwa von einem Triggerpunkt in Deinem Oberschenkel kommen. 21. Mai 2017 um 08:16 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo , mein Name ist Antje. Ich bin 48 Jahre alt und hatte am 17.5 . eine kniespiegelung. Im Vorfeld wurde beim MRT eine Arthrose 3. Grades festgestellt. Nach ca. 5 Jahren Schmerzen und Physiotherapie mit Schmerzmittelunterstützung wurde nun endlich gespiegelt . Um 6 Uhr früh musste ich in der Klinik sein und 17 Uhr war ich , fix und fertig, wieder zu Hause . Eine Stunde vorher wurden mir die Krücken an das Bett gestellt , mit dem Hinweis, daß ich das linke Bein jetzt 6 Wochen nicht mehr benutzen darf. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, wie verwirrt ich dann erstmal war. Irgendwann kam dann noch mal eine Ärztin mit meinen Papieren und die hat mir dann erklärt , daß auf einem Quadratzentimeter ein geschulterter Defekt vorlag und man jetzt eine Mikrofrakturierung medialer Femurkondylus vorliegen hat . FERTIG. … Meine Frage jetzt. ….wie um alles in der Welt läuft man auf Krücken ohne sich selbst zu erschlagen. …ich darf 6 Wochen nur mit 10 Kilo belasten …..aber wie soll das gehen . Das ganze Haus ich voller Treppen …ich bin vollkommen verzweifelt weil mir niemand so richtig sagt , wie es jetzt weitergeht . Kann mir bitte jemand helfen? LG, Antje 21. Mai 2017 um 13:17 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Antje, Dein linkes Bein darf für 6 Wochen nicht oder nur mit 10kg belastet werden. Ablauf mit Gehstützen: Dein linker Fuß ist in der Luft ! Dein rechtes Bein befindet sich am Boden 😉 beide Stützen , nicht zu weit, nach vorne vorsetzen mit dem rechten Bein nach vorne hüpfen und weiter… beide Stützen vor, dann mit rechts vor hüpfen usw Dabei Oberkörper gerade lassen! Versuche nicht zu verkrampfen. Jemand neben Dir wäre hilfreich! Das Gefühl für die 10kg erhältst Du mit Hilfe einer Waage. Deine Gehstützen müssen unbedingt richtig eingestellt werden. Das Benützen sollte eigentlich vorher geübt werden. Du solltest vom KH einen Belastungsplan sowie ein Rezept für Physiotherapie erhalten haben. Der Physio sollte Dir zeigen, wie man mit den Gehstützen geht, speziell Treppauf und – ab, denn das ist eine Herausforderung. Ebenso den Belastungstest mit 10kg. 21. Mai 2017 um 16:06 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Ute , vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Die Links zu YouTube sind Gold wert. Heute schmerzt meine Kniekehle sehr , aber sobald es geht , werde ich es versuchen. Morgen früh muss ich zur Blutkontrolle, da heißt es 10 Stufen nach unten …..da graut mir jetzt schon vor . Aber es geht nicht anders . Aber mal ehrlich, wenn Ruhe nach einer solchen Op so wichtig ist, warum lässt man die Patienten nicht eine Woche im Krankenhaus? Und übt dann mit den Ungeschulten wie mir nicht die Benutzung der Gehilfen ? Bei Ungeübten kann ja so ziemlich alles schief gehen. So ganz komme ich ohne das linke Bein nicht aus……wie steht man mit einem Bein von der Toilette auf? Aber die Frage konnte mir auch mein Doktor nicht beantworten. Er will es am Wochenende selbst mal probieren ☺. Vielen lieben Dank erstmal für Deine schnelle Hilfe. LG, Antje 21. Mai 2017 um 19:14 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Ich kann Dir nur recht geben: das ist schwierig. Für die Übergangszeit ist u.U. ein erhöhter WC-Sitz empfehlenswert. Das operierte linke Bein nach vorne strecken. Jemand hier im blog hatte sich für die Übergangszeit einen Rollstuhl ausgeliehen. Frage bitte Deinen Arzt und Krankenkasse danach. Weitere Hilfen siehe: http://www.arthrose-blog.de/sinnvolle-hilfmittel/ 16. April 2017 um 11:17 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo zusammen, ich habe interessiert diesen Blog gelesen. Hoffe auch auf ein wenig Hilfe. Ich bin 49 Jahre alt, habe vor 30 Jahren einen schweren Autounfall gehabt bei dem die Hauptverletzung am Knie war. So aus der Erinnerung raus hieß es damals Kniescheibenquetschung mit Knorpelablösung. Therapie gab es keine, War damals nach ca. 3 Monaten wieder fit. Dann für ca. 20 Jahre Ruhe. Seit ca. 8 Jahren dann leichte Probleme, gelegentliche Schmerzen und seit ca. 5 Jahren kontinuierliche Beschwerden. Immer geschwollenes Knie, beim wandern langer Strecken Schmerzen, welche allerdings nach ca. 3 Tagen verschwunden waren. Habe das immer noch toleriert und die Schmerzen waren akzeptabel. Seit Februar diesen Jahres dann nach einem 12! km Walk Schmerzen (3 Tage später) die so schlimm waren, dass ich kaum mehr laufen konnte. In die Hocke zu gehen war unmöglich. Bin zum Arzt und der ordnete dann Röntgen und MRT an. Diagnose: Chondropathie 3. und 4. Grades (hinter der Patella). Bänder und Menisken nicht auffällig. Außerdem habe ich noch eine Bakerzyste welche wohl rupturiert ist. Des Weiteren wurde per Zufall noch am unteren Teil des Femurs ein Tumor (wahrscheinlich Enchondrom) festgestellt. Mein Arzt überwies mich dann ans Krankenhaus wegen einer Athroskopie. Ich habe jetzt den OP Termin am 8. Mai. Es soll erst mal eine tatsächliche Bestandsaufnahme stattfinden, (da der Chirurg meinte am MRT ist nicht alles richtig zu sehen und er muss reingucken) und dann entsprechend auch repariert werden. Ich weiß also noch nicht genau was genau in der ASK gemacht wird. Mikrofrakturierung (event. mit AMIC) werde ich beim Vorbereitungstermin am 5. Mai ansprechen. Habe mir bereits einen großen Zettel mit Fragen gemacht. Zusätzlich wird das Enchondrom entfernt und der Bereich mit Knochen aus dem Beckenkamm aufgefüllt. Diese OP ist nicht zwingend notwendig wurde mir aber von den Ärzten empfohlen um eine mögliche Entartung auszuschließen. Dieses ist mir wichtig, da ich seit 3 Jahren weiß, dass ich an CLL (Chronisch Lymphatische Leukämie – zur Zeit nicht behandlungsbedürftig da im Anfangsstadium) erkrankt bin. Auch ein Hirntumor (gutartig) habe ich zu verkraften. Aufgrund dieser ganzen „wait and watch“ Problematik wollte ich nicht noch eine „Baustelle“ die regelmäßig untersucht werden muss und das Bangen bis zum Ergebnis ist doof. Außerdem dachte ich da ich eh schon Probleme mit dem Knie habe sowie Schmerzen und Bewegungseinschränkung lass ich gleich alles in einer OP machen. Jetzt meine Frage: Wie lange werde ich im KH bleiben müssen und wie lange werde ich zusätzlich durch die Tumorentfernung und die OP am Beckenkamm ausfallen. Komme ich hier mit den 6 Wochen wegen ASK und eventueller Mikrofrakturierung hin? Wann werde ich wieder Auto fahren können? Bin hier ziemlich aufs Auto angewiesen. Bin im Moment alleinerziehend und habe 3 Kinder. Ich will gar nicht gleich Sport machen und kann mir auch vorstellen noch mit Gehhilfen zu laufen und auch eingeschränkt zu sein, nur Auto fahren ist wichtig. Ich bin in Teilzeit als kfm. Angestellte tätig und kann mir die Arbeit ein wenig einteilen. Bein hochlegen usw.. Nur zur Arbeit muss ich Auto fahren. Kann mir nicht erlauben länger als 6 Wochen (und das ist schon lang) krankgeschrieben zu sein. Ich hoffe es war nicht zu lang. Bin noch mit soviel Fragen im Kopf und der nächste Termin beim Arzt im KH ist erst der Freitag vor der OP. Hoffe auf ein paar Antworten. Viele Grüße Heike 17. April 2017 um 13:22 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Heike, Zusammenfassung der vorgesehenen Operation: -Arthroskopie Knie wegen Knorpelschadens 3./4. Grades hinter der Kniescheibe ( Defektgröße noch nicht bekannt ) -Evtl. Behandlung des Knorpeldefektes mit: AMIC = MF + Kollagen – Membran-Abdeckung mit Fibrinkleber siehe http://www.arthrose-blog.de/die-behandlungsarten -Bakerzyste-Entfernung, da wohl Gelenkschmiere in Unterschenkel-Muskulatur ausgetreten -Enchondrom am Femur: Ausräumung + Spongia-Entnahme vom Beckenkamm KH-Aufenthalt vielleicht max. 1 Woche, wenn die OP komplikationslos verläuft ( bitte Arzt fragen ). Entscheidend ist die Zeit nach der OP! Hier ist Physiotherapie gemeint (Beweglichkeit erarbeiten etc ) 6 Wochen reichen normal weder bei der AMIC noch beim Enchondrom aus. Über die Regenerationszeit/Nichtbelastungszeit entscheidet der operierende Arzt, der den tatsächlichen Defekt gesehen hat. Je ausgedehnter der Knorpeldefekt und das Enchondrom, desto länger ist der Zeitraum der Ruhigstellung/Schonung nach der Operation. Frage Deine KK nach einer Haushaltshilfe. Setze Dich auch schon mit einer Physio in Verbindung, die zu Dir nach Hause kommt. Frage den Arzt nach einer REHA-Möglichkeit. 17. April 2017 um 17:53 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Ute, erst einmal vielen lieben Dank für deine schnelle Antwort. Die Zusammenfassung ist korrekt, sorry ich war nicht so strukturiert bei der Beschreibung. Ich werde am 5. Mai die Ärzte fragen. Werde mir alle Fragen notieren. KK wegen HH werde ich kontaktieren. Noch eine Frage zur Reha. Meinst Du das ich das ich eventuell sogar eine stationäre Reha bekommen könnte oder ist in dem Falle eher ambulant gemeint? Hoffe ich kann mich bei Fragen nochmal melden! Bis dahin liebe Grüße und vielen Dank. Heike 17. April 2017 um 17:59 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Bitte kläre das bei Deinem nächsten Arztgespräch. Ich würde mich freuen, wieder von Dir zu lesen. 7. April 2017 um 18:56 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, liebe Ute. Es ist echt interessant, wie unterschiedlich alle Ärzte bei Mikrofrakturierungen Entlastung anordnen. Bei mir wurde vor 5 Wochen ein Teil des Außenmeniskus entfernt und der Oberschenkelknochen auf ca 1 QCN angebohrt. Einen Tag später, nach entfernen der Drainage würde ich entlassen, Anweisung Teilentlastung bis Max 20 kg. Hatte bisher 6 KG-Termine. Beugung bis gut 90 Grad läuft wieder. Heute Nachkontrolltermin beim Orthopäden O-Ton „sieht Spitze aus, ab Donnerstag können Sie selbstständig schrittweise aufbelasten über die Osterfeiertage, danach steht arbeiten nix mehr im Wege. Für längere Strecken sollten Sie aber evtl die Krücken noch zur Hilfe nehmen“ Auf meine Frage, wie ich schrittweise aufbelaste, kam dann nur „Die merken das schon“ Hab zwar weitere KG verschrieben bekommen, aber natürlich auch die ersten Termine erst NACH Ostern. Genau wie beschrieben, steht mir natürlich diese dämlich Kopfblockade im Weg. Gibt es Tipps, wie ich dagegen ankomme? 7. April 2017 um 21:09 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Marion, Wichtig ist es, vom Arzt einen Nachbelastungsplan zu erhalten – auch für den Physiotherapeuten. Ohne physiotherapeutische Anleitung empfiehlt es sich nicht, eigenständige Versuche mit der Belastungssteigerung zu machen. Zunächst Entlastung, dann ab Woche 5 Teilbelastung mit ca. 15-20kg (leichter Sohlenkontakt), danach pro Woche 10kg mehr erhöhen (also „schrittweise aufbelasten“). Steigerungen bitte immer erst nach Rücksprache mit Deinem PT vornehmen. Je nach Körpergewicht können insgesamt 10-12 Wochen bis zur Vollbelastung vergehen. Vollbelastung bedeutet=ohne Gehstützen dauerhaft (!) gehen. Wer arbeitet wird häufig schneller ins Berufsleben „eingegliedert“. Überbrücke die physiofreie Zeit mit den Übungen, die Dir der Physiotherapeut gezeigt hat oder z.B. mit meinen http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/ Mit jedem bewusst gemachtem Genesungsfortschritt, daher auch mein Vorschlag ein Tagebuch zu führen, wird die Blockade im Kopf geringer. 29. März 2017 um 18:23 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo.. Ich bin neu hier und suche antworten.. Und zwar wurde ich am 20.02 am rechten knie operiert.. Es wurde ein offenes Release, Arthroskopiert und es wurde eine mikrofrakrierung gemacht. So nun meine Frage: ich habe jetzt 6 Wochen teilbelastung mit 10 kg hinter mir.. Und heute hat mein HA gesagt, das ich ab Freitag voll belasten soll.. Aber ist das denn richtig? Ich meine erst nur mit 10 kg und dann gleich voll belasten.. Ich hoffe es kann mir hier das beantworten.. Liebe grüße Tanja 31. März 2017 um 13:24 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Tanja, Meine Annahme: Es kam durch eine Kniescheibenausrenkung oder-schieflauf bereits zu Schädigungen des Gelenkknorpels. Ursache kann z.B. sein, dass das außen liegende Halteband einengt und die Kniescheibe nach außen zieht. Durch ein Release=Entlastung/Lockerung des Ansatzes der Kniescheibensehne will man erreichen, dass der Kniescheibenlauf im Gleitlager bleibt. Gleichzeitig können dann, wie bei Dir, Arthroskopie und MF vorgenommen werden. Sechs Wochen nach der Operation sollte der Erfolg der OP durch erneutes Röntgen festgestellt werden. Bei dieser Kontrolle z.B. empfiehlt es sich dem Orthopäden Deine Frage zu stellen. Sinnvoll ist es sicher, bei den Belastungen langsam und schrittweise vorgehen. Was steht denn auf dem Entlassungsbrief des Krankenhauses? Liebe Grüße Ute 4. Januar 2017 um 13:11 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar auch ich möchte hier meine Erfahrung meiner Operation am Knie teilen teilen um Interessierte zu informieren und die ein oder andere Angst zu nehmen. Durch eine Verletzung im jungedlichen Alter hat sich mein Knie nicht so entwickelt und erholt wie man es erhofft hatte. Es besteht eine 4.gradige Arthrose in der tibialen Belastungszone, eine 2. gradige Arthrose hinter der Kniescheibe sowie eine 3.gradige Arthrose in einer medialen Belastungszone. Zudem war der Innen- sowie Außenmeniskus ausgerissen, desweiteren bestand eine Lateralisierungstendenz der Patella sowie eine Vergrößerung des Hoffer-Körperchens. In der Summe also einiges. Nach intensiver Diagnostik (Untersuchung, Röntgen, MRT) kam die Entscheidung und dringliche Empfehlung, eine Operation durchzuführen. In einer Athroskopie wurde der Hoffer-Körper verkleinert, die Mensiken geglättet und 4 Mikrofrakturierungen durchgeführt. Zudem wurde ein laterales Release durchgeführt mit einem offenen Schnitt, um der Lateralisierungstendez entgegenzuwirken. Die Operation wurde nach einem wirklichen tollen Vorgespräch und auf meinen unbedingten Wunsch ambulant durchgeführt. Unmittelbar nach dem Aufwachen aus der Narkose verspürte ich recht starke Schmerzen die auch anfänglich nicht mit Schmerzmitteln zu beherrschen waren. Die Hoffnung nach Hause zu gehen verschwand somit recht schnell. Eine zweite Gabe von Schmerzmedikamenten brachten dann jedoch endlich Besserung des Schmerzzustandes und mit Hilfe habe ich es geschafft, aufzustehen! Aufgrund der Mikrofrakturierung galt folgendes Schmema der Nachsorge für mich: Woche 1+2: 30 Grad Beugung erlaubt, komplette Entlastung des Knies mit zwei Gehstützen (Lymphdrainage + Manuelle therapie) Woche 3: 30 Grad Beugung, leichter Fußsohlenkontakt beim Gehen, maxx 10kg Belastung (Manuelle Therapie) Woche 4+5: 60 Grad Beugung, 25KG Teilbelastung (Manuelle Therapie) Woche 6: 90 Grad Beugung + 50KG Teilbelastung (Manuelle Therapie + erste aktive Übungen wie Fahrrad 5 Minuten) Ab Woche 7: Frei, (Langsame aktive Bewegungen wie Beinpresse, Fahrrad, Koordination) Ich möchte euch sagen, die ersten beiden Wochen sind wirklich nicht toll, ich hatte starke Schmerzen und die Einschränkung der Bewegung behindert massiv den Alltag zuhause. Mein Arzt (Sportmediziner aus der Bundesliga) verzichtete auf eine Drainage im Knie um ausreichend Blut in der Gelenkkapsel zu haben, sodass sich die mikrofrakturierten Stellen optimal versorgen können. Berg auf ging es ab Woche 6, anfänglich war eine 90Grad Beugung, obwohl diese erlaubt war, überhaupt nicht durchführbar. Die Flexoren an der Oberschenkelrückseite machten mir mächtig Probleme, zudem habe ich noch heute einen Erguss im Knie. Bis dieser komplett abgebaut ist, wird es weitere 2-4 Wochen dauern. Erste aktive Bewegungen gehen jetzt in der 7. Woche soweit sehr gut, Beinpresse und Fahrrad waren mit wenig Gewicht und Watt schon machbar, das Feetback des Knies war unglaublich gut. Trotz Erguss fühlt es sich freier und leichter an. Die Muskelatrophie des Oberschenkels ist natürlich heftig und nicht zu vermeiden, dieser muss im nächsten viertel Jahr wieder auftrainiert werden. Eine optische Differenz der Muskeldicke kann aber auch noch nach bis zu einem Jahr bestehen. Setzt euch hier nicht unter Druck und arbeitet am Muskelaufbau konsequent. Bedenkt dazu, dass nicht nur das Training eine wichtige Rolle spielt sondern auch die Ernährung. Für Rückfragen stehe ich euch sehr gerne zur Verfügung, viele Grüße Marc 7. November 2016 um 15:37 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo. Ich hatte vor 2 Wochen die Op gemacht bekommen . Mein orthopäde sagte mir gleich das ich das Bein die ersten 6-7 Wochen nur mit max. 20kg belasten solle da die Op sonst umsonst war. Es soll sich ganz Knorpel bilden und das funktioniert nicht wenn man das Bein zu 100% belastet. 7. November 2016 um 15:51 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Torsten, Gerade zu Beginn kann man viel falsch machen: daher halte Dich an die Anweisungen Deines Orthopäden und erarbeite den Belastungsaufbau mit Deinem Physiotherapeuten. Viele Grüße Ute 27. Oktober 2016 um 12:52 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo zusammen 🙂 Durch stöbern bin ich auf diese Seite aufmerksam geworden. Vielen Dank erstmal das du dir so viel Mühe gegeben hast 🙂 Ich bin mittlerweile leider sehr verunsichert. Ich bin 27 und würde am 23.9 .2016 operiert. Hatte einen Knorpelschaden 4 Grades (ungefähr so groß wie ein 5 Mark Stück) weshalb eine mikrofrakturierung vorgenommen wurde und eine offene ossikel Entfernung an der patellasehne. Ich durfte direkt nach der OP das Bein im gestreckten Zustand 100% Belasten(laufe aber dennoch mit Krücken da es mir mehr sicherheit gibt) und das Bein schmerzabhängig bis 90° Ohne Belastung anwinkeln. Nun habe ich seit letzter Woche Kg und bin total fertig… das die dort darauf aussind das man das Bein wieder Winkeln kann ist mir klar aber es geht kaum da ich das Gefühl habe es reißt etwas im Knie. Soviele Tränen wie dort hab ich lange nicht mehr gelassen.nun bin ich am Überlegen meine Arzt wegen einer Reha zu fragen weiß nur nicht ob mir die überhaupt genehmigt werden würde… Habe einfach Angst das die OP nichts brachte 🙁 Liebe Grüße und Danke für das offene Ohr Kathrin 1. November 2016 um 20:12 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Kathrin, Du solltest auch in den folgenden Wochen noch weiter Gehstützen zur Entlastung benutzen. Bisher warst Du noch in der ersten Phase Deiner Genesung „Regeneration“-Heilung des Gewebes. Was Dir hilft ist Ruhigstellung,Pausen,Kühlen,Entlastung mit Gehstützen. Lies bitte http://www.arthrose-blog.de/bei-gelenkschmerzen/ Durch die Physiotherapie sollst Du jetzt langsam mobilisiert werden. Es ist wichtig sich langsam an die Schmerzgrenze heranzutasten. Durch die OP sind Vernarbungen im Knie entstanden, die Blockaden beim Beugen verursachen können. Die Muskeln sind verkürzt, Dein Physio sollte die Bänder dehnen, u.U. ist ein Gelenkerguss hinderlich. Gerne wird Lymphdrainage eingesetzt oder zunächst eine Wärme-Anwendung, danach erst die manuelle Therapie. Hilfreich ist auch eine Motorschiene, die Du Dir vom Arzt verordnen lassen kannst. Übungen siehe: http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/ Liebe Grüße Ute 2. November 2016 um 09:53 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Lieben Dank für die Antwort 🙂 Eine Motorschiene findet mein Arzt überflüssig aber bei der ambulanten Reha steht er voll hinter mir. Ich werde die Übungen aufjedenfall mal ausprobieren 🙂 Liebe Grüße Kathrin 18. September 2016 um 22:45 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar vielen Dank erstmal für diesen tollen Blog. So viele gute Infos – v.a. zur Ernährung und auch zu den Eingriffen. Ich habe meine Ernährung (u.a. Arthrose im Knie) umgestellt und habe deutlich weniger Beschwerden. Jetzt steht mir Anfang des Monats noch eine Microfrakrurierung ins Haus und ich bin schon sehr gespannt. Besonders auf die Zeit nach der OP. Wie hast du durchgehalten? Ich finde diese 6 Wochen plus x echt wahnsinnig lang und hoff, ich schaff das praktisch (mit 2 Kids) und auch moralisch. Hast du gute Tipps? Liebe Grüße, Katrin 20. September 2016 um 13:26 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Katrin, Wie wichtig die Bewältigung hauswirtschaftlicher Tätigkeiten ist, merkt man gerade,wenn die „haushaltsführende Person“ krank ist. Die KK unterstützt Dich bei einer Haushaltshilfe durch eine Zuzahlung, wenn mindestens 1 Kind unter 12 Jahre alt ist und sonst niemand die Arbeit im Haushalt übernehmen kann. Also dort anrufen! Die KK vermittelt dann eine Haushaltshilfe oder einen Ambulanten Pflegedienst. Sie übernimmt auch die Betreuung und Beaufsichtigung der Kinder. Dein Arzt kann da auch förderlich sein. Es fällt pro Tag eine gesetzliche Zuzahlung in Höhe von zehn Prozent der Kosten an. Dabei beträgt die tägliche Zuzahlung mindestens 5 Euro, jedoch maximal 10 Euro. Tipps zunächst mal… 1.Physiotherapie und 2.CAMOped Bewegungsschiene für zu Hause verschreiben lassen im Gegensatz zur CPM (motorisiert), wird hier auch das gesunde Bein aktiv mit trainiert, was u.a. Muskelschwund verringert Was Du zu Hause haben solltest: Magerquark im Kühlschrank für Quarkwickel für Kompressionsstrümpfe sinnvoll: – eine Strumpfanziehhilfe oder Sockenanzieher einen langen Schuhlöffel Duschstuhl Es gibt auch einen Beinhochlagerungskeil aus Schaumstoff fürs Bett kleinen Rucksack Kühltasche Bücher gegen den Lagerkoller 😉 und… verständnisvolle Kiddies! Liebe Grüße Ute 13. Juni 2016 um 11:59 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, ich heiße Steffi und bin 47 Jahre alt… erstmal ein Riesen Lob an Ute für diesen tollen Blog. Ich bin schon seit 1 Jahr immer mal am Lesen und heute möchte ich mal meinen Krankheitsweg erzählen: Letztes Jahr im Juni wurde ich wegen eines Knorpelschadens Grad 3-4 operiert. Es wurde eine Mikrofrakturierung gemacht. Die OP fand ambulant statt. Nach 2,5 Monaten hielt ich es nicht mehr zuhause aus und bin wieder arbeiten gegangen, obwohl ich nicht richtig laufen konnte. Mein Problem: Ich konnte mein Bein im Stand nicht gerade machen. Das Gefühl war, als würde im Knie alles auseinander reiße, außerdem war mein Knie stark geschwollen. Mein damaliger Arzt sagte mir sowas wie –Das wird schon… und haben Sie Geduld-… Ich entschied mich Anfang des Jahres zu einem anderen Arzt zu gehen. Dieser stellte nach dem MRT fest, dass der Schaden Grad 4 ist und kein Knorpel nachgebildet wurde. Er sagte, dass er mit einer erneuten OP noch warten würde. Nachdem ich im März immer noch die Probleme hatte, entschied der Arzt sich zur OP. Diagnose: Chondrophatie IV°mediale Femurkondyle bei Z.n. ASK mit Pridiebohrung und Abrasionsarthroplastie (extern). Therapie: Diagnostische ASK, Abrasionsarthroplastie, Pridiebohrung an der vollständigen Knorpeldefektzone medialer Femurkondylus und Implantaion einer AMIC. Die OP fand am 08.04.16 statt und ich war 6 Tage im Krankenhaus. Diesmal wurde auch ein großer Schnitt am Knie gemacht. Ich habe alles soweit überstanden und es heilt soweit auch gut.6 Wochen lang hatte ich eine Orthese um das Bein ruhig zu halten. Krankengymnastik habe ich 3 Mal die Woche und meine Therapeutin ist total zufrieden. Ich habe nur immer noch das Problem, dass mein Bein im Stand nicht gerade geht. Schmerzen habe ich zwar noch, aber für mich ist die Beweglichkeit das was mir Angst macht. Mittlerweile habe ich solche Angst, dass ich nicht mehr richtig laufen kann oder dass auch diese OP nicht richtig gefruchtet hat. Bin ich vielleicht noch immer zu ungeduldig? Ich habe am kommenden Montag wieder einen Termin bei meinem Arzt und bin gespannt, was er sagt. Der Arzt sagte damals schon, dass ich mindestens 3 Monate ausfalle. Dadurch dass es das 2. Mal in einem Jahr ist, bin ich langsam sehr nah am Wasser gebaut. Vielleicht gibt es hier ja ein paar Tipps für mich. Vielen Dank und liebe Grüße aus dem Norden Steffi 14. Juni 2016 um 17:23 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Steffi, Erklärung: ASK=Arthroskopie AMIC=Autologe Matrixinduzierte Chondrogenese Diese knochenmarkstimulierende Methode stellt eine Kombination aus Mikrofraktuierung oder bei Steffi Pridiebohrung und einer Kollagenauflage über dem Knorpeldefekt dar, die quasi als Schutz bzw. zur Intensivierung der Entwicklung von Knorpelzellen (Befestigung mit Fibrinkleber) dient. Ich würde mich freuen, wenn hier ein Erfahrungsaustausch der AMIC-Patienten stattfinden würde. Viele Grüße Ute 29. Mai 2016 um 20:58 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Ein dickes Lob für diesen tollen Blog. Ich hab seit der OP am 8.4.16 sehr viel hier gelesen. Ich bin erst 29, habe Arthrose im 4. Grad und hoffe echt die OP hat was genutzt. Bin zwischenzeitlich ohne Krücken unterwegs. Habe aber noch große Probleme beim Treppensteigen. Ist das noch normal? Und was darf ich denn jetzt im Alltag wieder alles? In die Knie gehen?… Ich bin jetzt noch eine Woche krank geschrieben und beginne dann eine Wiedereingliederung mit 2 Wochen 4 Stunden und in der 3. Woche 6 Stunden. Nach 4 Wochen dann wieder voll (arbeite in einer Kinderkrippe). Gibt es hier was was ich besonders beachten sollte? Viele liebe Grüße Ines 30. Mai 2016 um 16:19 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ines, Alles was Dir keine Schmerzen bereitet, ist erlaubt. Taste Dich langsam an Deine Grenzen heran. Das Problem beim Treppensteigen wird sich geben. Was ist schwieriger- hoch oder runter? Übe das mit Deinem Physio. Vermeide Folgendes: Kinder auf den Arm hochnehmen, führe sie stattdessen an der Hand Achte darauf, dass sie Dich nicht vor Freude umwerfen Gehe nicht in die Knie oder zu Boden Stehe nicht zu lange…Überlege Dir Spiele im Sitzen Lerne das den Kindern, es hilft auch Dir ;-): Dynamisches Sitzen Hampeln,Strecken,Lümmeln im Sitzen Dynamisches Stehen übe Kniefreundliches Aufstehen aus dem Stuhl:Beine hüftbreit auseinander, Hände in der Seite,Brust leicht nach vorne,Rücken gerade Vielleicht kannst Du auch Deine Physio-Übungen mit den Kindern machen? Nimm unbedingt Kühlkompressen für Dich mit,ca. 10 min kühlen-Pause-10 Minuten kühlen Sicherlich wirst Du erschöpft zu Hause sein. Dann bitte Beine hochlegen, kühlen Liebe Grüße Ute 20. Mai 2016 um 14:09 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute! Erstmal ein ganz dickes Lob an diese tolle Webseite! Ich bin wirklich sehr froh, Deinen Blog gefunden zu haben 🙂 Bei mir (36) wurde vor 3 Tagen eine Arthroskopie am rechten Knie durchgeführt. Es wurden zwei freie Knorpelstücke aus dem Gelenkspalt geborgen, der Knorpel meiner Patella geglättet und am Oberschenkelnochen eine Mikrofrakturierung durchgeführt. Erstmal so weit so gut. Die Schwellung ist nun zunehmend rückläufig und auch mit den Schmerzen geht es. Allerdings beschäftigen mich da ein paar Dinge, und die Tatsache, dass ich selbst Ärztin bin, macht es leider nicht besser, im Gegenteil. Wenn ich selbst nach medizinischen Informationen suche, werde ich immer mehr verunsichert. Ich bin selbst nicht operativ tätig, meine orthopädischen/chirurgischen Kenntnisse sind daher nicht so super aktuell. Zum Einen die Frage der Thromboseeprophylaxe. Ich habe über 3 Tage 1xtäglich Clexane 40 gespritzt und bekomme nun 1xtäglich Clexane 20 bei 75 kg. Ist das eine gängige Dosierung nach Mikrofrakturierung? Finde dazu keine einheitlichen Empfehlungen und wollte mal hören wieviel es bei den anderen Patienten so war/ist. Ich habe nämlich ziemlich viel Respekt vor einer Thrombose und kann nicht einschätzen, ob meine aktuelle Mobilität (immer mal auf Gestützen durch die Wohnung, Waden-und Oberschenkelmuskeln anspannen, Füße bewegen) damit dann ausreicht. Zudem soll ich das Bein wickeln, wobei ich aber wahrscheinlich eher auf einen Thrombosestrumpf zurück greifen werde. Zum Anderen das Thema Entlastung. Ich habe mich natürlich auch schon auf die Waage gestellt und geschaut wieviel Gewicht auf dem Knie ist wenn ich mich an den Gehstützen abstütze. Trotzdem finde ich es echt extrem schwierig, das dauerhaft zu kontrollieren. Gerade Treppe verunsichert mich da sehr. Und wieviel Belastung durftet Ihr am Anfang? Die Ansage von meinem lieben Kollegen war nur „Entlastung für 6 Wochen“. Auf die Frage, ob es ok ist, den Fuß beim 3-Punkt-Gang an Gestützen abrollen zu dürfen: Ja, das sind ja dann höchstens 15 kg. ??? Wie war das bei Euch/Dir? Vielen Dank und viele Grüße, Marie 20. Mai 2016 um 20:55 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Marie, Vielen Dank für Dein Lob! Die Anti-Thrombose Spritze Clexane wird meist folgendermaßen verordnet: 20mg bei Patienten mit niedrigem oder mittlerem Thromboserisiko in der Allgemeinchirurgiebzw. 40mg bei Patienten mit niedrigem oder mittlerem Thromboserisiko in der Orthopädie-Chirurgie. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass zu Beginn bei strenger Bettlägerigkeit die 40mg, dann später die 20mg Heparin-Spritze „ausreichend“ ist. Bei mir (mit MF) zumindest waren es 3 Wochen lang 40mg. Ein Kompressionsstrumpf wird schon vom Krankenhaus angepasst – so kenne ich das. Er wird bis zur Vollbelastung getragen. Was die erste Belastung anbetrifft, bin ich zurückhaltend. Mein Motto ist: lieber später. Ich kenne auch die Größe und Lage Deines Knorpel-Defektes nicht. Was auch heißt, dass Du es nicht selbst an der Waage ausprobieren solltest. Das und Dein Übungsprogramm wirst Du Dir zusammen mit dem Physiotherapeut langsam erarbeiten. Venenpumpe, Waden-und Oberschenkelmuskeln anspannen etc kennst Du bereits. Die ersten Übungen könnten so aussehen: http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/ Man könnte Deine Genesung in 3 Phasen einteilen: -Phase 1 „Regeneration“ – Heilung des Gewebes Ruhigstellung/über Herzniveau lagern, gleichzeitig Kühlen,Entlastung mit Gehstützen, Geduld haben 😉 nach ca. 7-14 Tagen: Fäden werden gezogen -Phase 2 „Mobilisation“ – Funktionswiederherstellung des Gelenkes ca. ab dem 9. Nach OP-Tag Motorschiene und Krankengymnastik, Lymphdrainage, Narbenmassage, schrittweise Belastung an 2 Gehstützen 15kg= wie- als wenn Du ein rohes Ei unter dem Fuß hättest=sehr wenig! -Phase 3„Rekonvaleszenz“ – Rückgewinnung der Stabilität, Kraft und Leistungsfähigkeit Woche 6-8 Krankengymnastik bis zur Vollbelastung, Treppe gehen üben (gesundes Bein geht hoch,krankes geht runter), Ergometerfahren, -ab Phase 4 Vollbelastung Beugung ist erlaubt Schwimmen, Aqua-Gymnastik, Übungen selbstständig weiter durchführen, Hilfen wie z.B. Einlagen,Tapes Kontrolltermine immer einhalten Dies kann nur eine grobe Orientierung sein. Genaueres bestimmt der Arzt und vor allem Dein Körper! Liebe Grüße Ute 23. Mai 2016 um 08:51 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Ute! Vielen Dank für Deine Antwort! Bezüglich der Thromboseprophylaxe denke ich nun auch dass es hoffentlich mit den 20 mg am Tag ausreichend ist. Zumal ich von Anfang an aufstehen durfte und brav ohne Belastung Bewegungen im Sprunggelenk und der Hüfte sowie vorsichtiges Beugen/Strecken im Kniegelenk durchführe. Der Arzt hat mir Entlastung des Knies bei voller Beweglichkeit vorgegeben, entsprechend bekomme ich auch seit Tag 3 nach OP Physiotherapie. Mein Knorpeldefekt ist ca. 1×2 cm groß, liegt am medialen Kondylus und zum Teil im Bereich der Hauptbelastungszone, der Rest an der hinteren Wand. Wahrscheinlich ist der Defekt auf ein früheres Trauma zurück zu führen, da scheinbar auch das vordere Kreuzband mal angerissen war. Kannst Du nochmal grob sagen, was Du in der ersten Phase der Mobilisierung durftest? Ich habe zum Beispiel keine Schiene zur Streckung bekommen und übe nun (6 Tage nach OP) selbstständig die Streckung (In den nächsten Tagen wird auch Anhebung in Streckung ein Ziel sein). Da habe ich auch etwas unterschiedliche Meinungen gehört. Hier ist wahrscheinlich auch Lage und Größe des Defektes ausschlaggebend bezüglich der Vorgaben? Viele Dank und viele Grüße, Marie 28. Mai 2016 um 17:53 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Marie, Ebenso wie Du hatte ich damals keine Schiene. Meine Übungen zu Beginn findest Du hier: http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/ Sie wurden immer mehr erweitert, die Wiederholungen gesteigert. Mein Physiotherapeut legte wert auf langsame und genaue Ausführung. Später folgten auch Übungen mit dem Gymnastikball: z.B. in Rückenlage, Ferse drückt in Ball,kreist den Ball in beiden Richtungen, rollt weg und wieder ran ohne den Ball zu verlieren etc Wann beginnt Dein Arbeiten mit dem Physiotherapeut? Die Ausführungen Deiner Übungen sollten unbedingt kontrolliert werden. Viele Grüße Ute 23. Mai 2016 um 18:08 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo ihr lieben! Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich diesen Blog gefunden habe und erhoffe mir Anregungen …Ich war bis letztes Jahr Juli sportlich sehr aktiv und eine gute Halbmarathon-Läuferin. Kniebeschwerden kannte ich schon, aber sie nahmen so arg zu, dass ich im Januar diesen Jahres um eine Spiegelung mit Microfrakturierung nicht herum kam. Ich habe die sechs Wochen brav ruhig gehalten, nicht belastet, Physio nach Plan etc. Ich habe aber nun wieder genau so große Schmerzen, hinknien geht gar nicht, gehen nur wenige Meter schmerzfrei, an Sport ist gar nicht zu denken, selbst Fahrrad fahren …einen neuen Termin habe ich erst in sechs Wochen bekommen können, vorher war nichts frei.Wie sind eure Erfahrungen, bzw liebe Ute, hast du schon „Mitleidende„ kennen gelernt/was hat geholfen?? Ganz liebe Grüße und schon einmal danke fürs Lesen und Antworten Katrin 28. Mai 2016 um 20:08 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Katrin, Du solltest das Knien unterlassen, da u.a. der Anpress-Druck auf Kniescheibe zu groß ist und Schmerzen verursacht. Später kannst Du als Polster eine Gymnastikmatte mit Spezialschaumstoff 1 cm dick verwenden. Lerne kniefreundlich zu Boden zu gehen und aufzustehen: mit einer Hand auf dem gesunden Knie abstützen, mit der anderen auf einem Hocker. http://www.arthrose-blog.de/bewegung-bei-arthrose/ Der Ergometer sollte richtig eingestellt werden; fahre zu Beginn ohne Widerstand. Für gelenkschonendes Fahrradfahren ist eine korrekte Sitzposition Voraussetzung. Lasse Dich im Fachgeschäft beraten! Absolviere Dein Übungs-Programm unbedingt weiter! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Zeit braucht bis sich die Gelenkschmiere nach der Operation wieder bildet. Sanfte Bewegung und Geduld helfen ;-). Liebe Grüße Ute 6. Mai 2016 um 09:32 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar vorab ein Riesenkompliment an dich für diesen Austausch in deinem Blog. Ich habe sehr viele Einträge genau gelesen und Bewunderung mit wie viel Geduld du auf uns Geplagte eingehst. Danke dafür! Zu mir selbst und meiner Frage: Ich fasse kurz zusammen. Arthroskopie am 28.4. in der Knorpel geglättet, partiell Außenmeniskus entfernt (erneuter Riss), Verknöcherung an der lateralen Femurkondyle entfernt und Mikrofrakturierung an eben dieser Stelle. Mündlich habe ich erfahren, dass das Innenband gedehnt wurde, auf der beilegenden Skizze steht der Begriff „needling“, der mir nicht ganz klar in der Bedeutung ist. Der Vollständigkeit halber: Vor 22 Jahren riss das vordere Kreuzband (KEIN Ersatz), Innen- und Außenmeniskus. Der Chirurg empfahl folgende Weiterbehandlung (neben Thromboseprophykaxe etc): – Teilbelastung an Unterarmgehstützen (20kg) für 3 – 5 Tage – Kältepackungen mehrfach täglich für eine Woche – Physiotherapie und Lymphdrainage ( je 6 x) – Frühzeitige passive und aktive Mobilisierung des Knies (ich habe ein Blatt mit abgebildeten Übungen bekommen) – M4 Orthese frei für 6 Wochen – 3 Wochen Entlastung und Training mit CamoPed – Schiene. Für mich bestand jetzt ein Widerspruch in Teilbelastung (s.o.) und drei wöchiger Entlastung und habe dann gleich einen Tag nach der OP nachgefragt. Das wurde dann als Fehler erkannt, ich soll 3 Wochen teilentlasten, d.h. zwei Stützen und ganz leicht abrollen, was ich auch mache. Nun habe ich sehr viel im I Net über Mikrofrakturierung und Heilungsdauer/Therapie etc gelesen und immer wieder den Hinweis 6 Wochen zu entlasten bzw gar nicht aufzutreten. Genau dahin zielt jetzt meine Frage: Sollte ich doch noch einmal den Arzt zur Belastung befragen, der das Knie operiert hat? So weit ich weiß ginge das schriftlich. Oder warten bis am Montag die Physio beginnt? Ganz platt gefragt: Kann ich nach 3 Wochen, je nach Schmerzempfinden dann einfach die Gehstützen in die Ecke stellen und lostapsen? Ich bin wirklich verunsichert über die gravierenden Unterschiede in der Nachbehandlung und mir ist der Erfolg dieser OP selbstverständlich wichtig, fühlte mich auch in wirklich guten Händen. Ergänzend vllt dazu: Außer, dass das Knie noch arg geschwollen ist und ein wenig brennt geht es wirklich gut. Ich habe keinerlei weitere Schmerzmittel gebraucht – da war es oftmals vorher schlimmer. Liebe Grüße, Doris 6. Mai 2016 um 18:32 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Doris, Zunächst gilt: Um die Schwellung zu behandeln: bitte kühlen (4-5*/Tag),hochlagern und lesen: http://www.arthrose-blog.de/bei-gelenkschmerzen/ und einen Gang zurückschalten.Gerade zu Beginn kann man viel falsch machen, z.B. wenn Du unter Belastung beugen würdest. Du erarbeitest Dir mit dem Physio den Belastungsaufbau, also gedulde Dich. Zunächst Sohlenkontakt(„rohes Ei“) , dann Teilbelastung bis zur Vollbelastung. Da Du 2 Problemstellen hast (MF und Meniskus) und gerade wegen Deiner Meniskus-Vergangenheit und dem Needling solltest Du nicht zu früh zu viel verlangen. Needling=Methode den eingerissenen Meniskus zu behandeln. Zuerst wird eine Anfrischung/Anrauhung der Risszone mit Hilfe von Nadeln o.ä. Instrumenten durchgeführt, wodurch die Durchblutung in diesem Bereich verbessert und die Heilung gefördert wird (sozusagen eine MF des Meniskus ;-)) – und dann werden die Meniskusteile genäht. Ob Du in 3,4,oder erst 7 Wochen voll belasten kannst, siehst Du dann. Hab‘ Geduld! Wichtig ist, dass Du ein schmerzfreies Gangbild erreichst. Liebe Grüße Ute 6. Mai 2016 um 18:48 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, ganz lieben Dank für deine informative Antwort. Geduldig bin ich auf jeden Fall, ich möchte schon ein möglicherweise gutes Ergebnis der OP auf keinen Fall gefährden. Huch, Meniskusnaht? Na, dann werde ich den Doc wohl nochmal interviewen. Nochmals vielen Dank, Doris 10. Mai 2016 um 06:35 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Am besten den Operateur fragen, mit wieviel kg belastet werden soll und das dann auf der Waage ausprobieren, indem du das betroffene Bein allein auf die Waage stellst. 10. Mai 2016 um 20:11 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Andi, Zur Vermeidung von Fehlern sollten die einzelnen Teil-Belastung-Schritte mit der Waage unter physiotherapeutischer Anleitung durchgeführt werden. Viele Grüße Ute 14. Januar 2016 um 20:58 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, Am 03.12.15 wurde bei mir eine Microfrakturierung, die zweite innerhalb von einem Jahr durchgeführt aufgrund eines Knorpelschadens 4. Grades. Nach der Op wurde vergessen mir eine Schiene anzulegen und ich hab das Knie ausversehen öfters leicht angewinkelt. Nach 5 Tagen durfte ich die Krücken in die Ecke stellen und hab keine Physiotherapie verschrieben bekommen. Als die Fäden gezogen wurden, wurde festgestellt das eine Naht geplatzt war und sich eine Entzündung gebildet hatte. Mitlerweile gehe ich seit einer Woche wieder arbeiten (bis zu 12 h stehen und laufen ) und muss sagen das die Mikrofrakturierung letztes Jahr besser gelaufen ist wie die jetzige, denn letztes Jahr war ich direkt nach der Op beschwerdefrei und jetzt hab ich das Gefühl das die letzte Op umsonst war weil ich die gleichen Schmerzen und den Druck hab wie davor 18. Januar 2016 um 12:43 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Carolin, Du solltest Dich nochmals bei Deinem Op-Arzt/Hausarzt vorstellen, Deine Probleme beschreiben und Dir ein Rezept für Physiotherapie ausstellen lassen. Frage nach, ob Dir eine Bandage oder Tapes im Arbeitsleben helfen können. Vielleicht ist bei Dir auch die Möglichkeit für Rehasport/Funktionstraining, Trocken/Wassergymnastik gegeben. http://www.arthrose-blog.de/arthrosegerechte-bewegung/ Wann immer es Dir möglich ist, lege das Bein hoch und kühle es. Liebe Grüße Ute 25. September 2015 um 18:27 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar hatte am 5.8.15 OP mit Mikrofrakturierung rechtes Knie. Schäden lagen bei Grad 3 und 4. Danach 6 Wochen null Belastung, aber nach 10 tagen konnte Physio zuhause beginnen. Bin Kassenpatient ! Physio mit Bewegungsübungen, Lympfdrainage, Reizstrom, Tens-Gerät zum Muskelaufbau. Habe nun in Woche 8. mit 20 kg Belastung aufs Bein angefangen. Ansonsten trage ich noch eine Orthese-Schiene. Seit Woche 8. ohne Gradreduzierung. Auch ich habe in den 6 Wochen mit Null-Belastung diesen Scheinschritt von der Physio gezeigt bekommen.Wir rollen den Fuß über ein rohes Ei und fangen das Gewicht mit den Gehhilfen ab. Die Gehhilfen benutze ich noch immer. Laut Chirurg ist mit mindestens 12 Wochen bis zu 6 Monaten Arbeitsunfähigkeit zu rechnen? Habe einen Büroarbeitsplatz und sollte mich jetzt zur Wiedereingliederung beim Arbeitgeber erklären. Bin weiter bis 15.10. krankgeschrieben und denke das dass auch bis Mitte November so bleibt. Physio geht 3 x die Woche bis dahin weiter. Kann man den Heilungsprozess mit Medikamenten wie z.B. Dona beschleunigen oder Ernährungsumstellung oder so? Lohnt sich die Anschaffung von einem Minifahrrad? Hab zuhause nur ne Vibrationsplatte bisher. Oder was kann ich sonst noch tun? Muss spätestens ab 09.11.15 wieder voll arbeiten, da ich noch eine nebenberufliche Weiterbildung habe. Ansonsten ist es mit den Schmerzen nach der OP zum aushalten. Bei mir ist noch der Innenmeniskus mit beschädigt oder verdickt oder so. Teils blockiert aber das Knie und fühlt sich dann wie steif an. 25. September 2015 um 19:59 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Angelika, Meine Meinung zu den Nahrungsergänzungsmitteln findest Du hier: http://www.arthrose-blog.de/nahrungserganzungsmittel/ Ich möchte durch meinen Blog zu einer langfristigen Ernährungsumstellung anregen. Grundlagen werden zusammenfassend hier: http://www.arthrose-blog.de/top-10-der-ernahrung/ dargestellt. Parallel möchte ich zu einer gelenkfreundlichen regelmäßigen Bewegungsart (z.Bsp. Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking) motivieren s.a. meine Bewegungspyramide hier http://www.arthrose-blog.de/arthrosegerechte-bewegung/ Bitte lies auch http://www.arthrose-blog.de/bewegung-bei-arthrose/ Die Anschaffung eines Ergometers (!) ist eine sinnvolle Sache, gerade wenn es um die Verbesserung der Beweglichkeit des Kniegelenks geht, sei es jetzt in der Heilungsphase als auch für später. 21. Juli 2015 um 12:14 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo liebe Ute, zuerst einmal vielen Dank für die tolle Seite, die ich mit großem Interesse heute morgen durch gelesen habe. Meine Mikrofrakturierungs-OP ist jetzt 4 Wochen her. Ich habe nach 2 Wochen mit Physik angefangen, deine Übungen sind seitdem, obwohl vorher unbekannt, Bestandteil meines täglichen Trainingsprogramms. Zusätzlich trete ich meinen Heimtrainer mindestens 45 Min. täglich in den untersten 4 Stufen. Belastung bis 20 kg seien lt. Doc ok. Überlege gerade ob das evtl. zuviel ist? Wie merke ich eine Überbelastung? Mein Knie ist nicht geschwollen und schmerzt nur sehr wenig. Allerdings ist es häufig wärmer als das nicht operierte Knie. Auch interessieren würde mich, wann so allgemein wieder mit dem Auto fahren angefangen wird, ich möchte gerne nach 5-6 Wochen wieder meinen Bürojob ausüben, aber Hinkommen muss ich ja auch. Meine OP war leider rechts. Sommerlich Grüsse Heike 22. Juli 2015 um 10:47 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Heike, Vielen Dank für Dein Lob 😉 Man könnte Deine Genesung in 3 Phasen einteilen: Phase 1 „Regeneration“ – Heilung des Gewebes Ruhigstellung,Kühlen,Pausen Entlastung mit Gehstützen, Geduld haben 😉 Phase 2 „Mobilisation“ – Funktionswiederherstellung des Gelenkes Motorschiene und Krankengymnastik, Lymphdrainage, langsame Belastung. Dein Arzt hat Dir nur 20kg erlaubt. Stelle das linke Bein auf gleicher Höhe neben die Waage, gehe dann mit dem rechten Bein auf die Waage. Jetzt lese 20kg ab. So erhältst Du ein Gefühl dafür! Der Fußsohlendruck von 20 kg ist nicht viel! Zu Deinem Training auf dem Ergometer: Ist die Einstellung des Ergometers (Sattelhöhe und -Neigung) und Deine Haltung durch Physio überprüft worden? Wichtig ist es, mit möglichst wenig Widerstand gleichmäßig radzufahren! Wie lange, sagt Dir Dein Arzt. Möglicherweise trainierst Du zu heftig. Bei Gelenkschmerzen empfehle ich Dir Quarkwickel http://www.arthrose-blog.de/bei-gelenkschmerzen/ Phase 3„Rekonvaleszenz“ – Rückgewinnung der Stabilität, Kraft und Leistungsfähigkeit Krankengymnastik bis zur Vollbelastung, Ergometerfahren, Hilfen wie z.B. Einlagen,Tapes Erst nach der Vollbelastung, wenn Gehstützen nicht mehr gebraucht werden, solltest Du ans Autofahren denken. Dein Arzt legt den Zeitpunkt fest. Das Knie sollte reiz- und schmerzfrei sein.Tipp: Erst vorher trocken üben, wie Du ins Auto ein/aussteigen und die Bremse treten kannst. Vermeide es, schwere Lasten zu tragen. Kannst Du bei Deiner Arbeit auch mal die Beine hochlegen und kleine Übungen machen? 31. Juli 2015 um 17:46 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar mittlerweile habe ich nach deinem Rat alle Punkte abgeklärt. Ergometer und Training waren gut. Die Physiotherapeutin hat mir Anleitungen zur weiteren Nutzung der Gehstützen bei steigender Belastung gegeben. Versuche alle Anweisungen gut zu befolgen. Klappt ganz gut. Meine Büroarbeit nehm ich nächste Woche wieder auf. Vielen Dank für deine Tipps und alles Gute. 4. Juli 2015 um 14:14 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, bei der Suche nach Problembeseitigung an meinem Knie, bin ich bei Deinem Blog gelandet. Wenn ich mir die Erfahrungsberichte durchlese, habe ich das ungute Gefühl, dass hier nur Privatpatienten :-)) berichten, oder ich habe den falschen Arzt. Bin Mitte Mai ins Krankenhaus gegangen, mit der Diagnose Innenmeniskus glätten. Aus dem KH gegangen bin ich mit einer MF und danach 6 Wochen gehen an Krücken, ohne das Knie zu belasten. Der Knorpelschaden wurde weder beim MRT, noch beim Röntgen vorher festgestellt. Der OP Bericht ist vom Krankenhaus immer noch nicht geschrieben worden, so dass ich auch bisher keine genauen Einzelheiten der MF weiß. Mein Problem ist: Während der 6 Wochen „Krücken gehen“ habe ich keine Behandlung!!! egal welcher Art bekommen, da es der Arzt nicht für notwenig hielt. Pendelbewegungen könnte man auch allein zu Hause machen. Nun nach den 6 Wochen habe ich mit gutem Zureden ein Rezept über 6 x KG bekommen. Während der 6 Wochen hatte ich am Knie selbst keine Schmerzen, jetzt aber weiß ich nicht wie ich gehen soll, weil ich nicht nur Schmerzen im Knie, sondern auch im Oberschenkel und Hüfte habe. (Oberschenkel und Hüfte beide Beine)Beim Aufstehen, nach sitzen, habe ich das Gefühl als wenn das Knie blockiert. Brauche ich Geduld? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, ich bin ein wenig mutlos, weil es mir vor der OP besser ging. (Sport/Schmerzgels bringen keine Linderung) Viele Grüße Brigitte 4. Juli 2015 um 21:11 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Brigitte, Im Patienten-Arzt-Gespräch sollten Diagnostik-Ergebnis von Röntgen und MRT, weitere Vorgehensweise, wie Op-Verlauf+Verhalten nach der OP (Kühlen,Hochlagern), Zeitpunkt des Fädenziehens, Dauer des Gehens mit Stützen,Physiotherapie-Beginn, nächster Kontrolltermin usw. verständlich erklärt werden. Knorpeldefekte zeigen sich beim Röntgen nur, wenn es bereits eine Gelenkspaltverschmälerung gab, die Arthrose bereits fortgeschritten ist. Im MRT dagegen ist der Knorpelschaden u.a. gut zu erkennen. Der Chirurg wird sich jedoch auf das verlassen, was er bei der Arthroskopie sieht und hat neben der Meniskusglättung noch eine MF bei Dir vorgenommen. Meistens führt ein Meniskusschaden zu einer Arthrose. Du solltest von Deinem Hausarzt den Entlassungsbrief vom Krankenhaus anfordern lassen, um Klarheit zu bekommen. Du hast das Knie während dieser 6 Wochen nicht belastet. Die Gelenkschmiere wird sich erst langsam aufbauen.Deine Oberschenkel-Muskulatur hat nachgelassen und nicht nur Dein Knie wird in der Beweglichkeit eingeschränkt. Dein Gangbild verkrampft sich. Durch Muskelaufbau-Training, auch am Ergometer, wird sich das wieder verbessern! Wichtig für Dich ist jetzt die Arbeit mit Deinem Physio und der Arztbrief. 4. Juli 2015 um 22:08 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, vielen lieben Dank für Deine schnelle und ausführliche Antwort. „Denke positiv und verliere nicht den Mut“ werde ich mir merken. Den von Dir beschriebenen „Robotergang“ habe ich auch und man fühlt sich um Jahre gealtert vor allem, wenn Geduld nicht zu den persönlichen Stärken zählt. Weiterhin viel Erfolg bei Deinem tollen, informativen Blog. 17. Mai 2015 um 19:35 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar :-)Hallo Ute, leider hat sich nun ein Knochenmark ödem gebildet. Hatte meine Mikrofrakturierung im Dezember 14. Muss nun nach Magdeburg in die Uni Klinik. Sie wollen jetzt den Knochen anbohren. Hat schon mal jemand so etwas gehabt? Ist erstmal nur ne Untersuchung. So schnell lass ich mich nicht operieren. Lg Sabine 16. April 2015 um 10:40 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Und hat das mit Funktionstraining geklappt? 22. April 2015 um 21:38 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Maryna, Kaum jemand ist so selbstständig, motiviert und erfahren, dass er ein Heim-Übungsprogramm auf Dauer durchführt. Daher ist jede verordnete langfristige Behandlungsart zu begrüßen, die den Patient zur Bewegungsverbesserung, Alltagsbewältigung und Muskelaufbau führt. http://www.arthrose-blog.de/arthrosegerechte-bewegung/ Liebe Grüße Ute 27. Februar 2015 um 13:57 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, meine mikrofrakturierung ist nun schon fast 3 Monate her. So habe ich keine schmerzen, nur beim gehen sticht und zieht es bei jedem schritt sodas ich gezwungen bin zu humpeln. Das ganze geht schon ein paar Wochen so. Habe nächste Woche einen Termin beim orthopäden. Das kann doch nicht normal sein. Man muss ja auch mal wieder Arbeiten gehen. Oder ist das normal und ich bin zu ungeduldig? LG Sabine 27. Februar 2015 um 15:53 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hey Sabine, Ursache Deines Humpelns könnten Verklebungen um die Wunde herum sein. Dadurch ist Deine Beweglichkeit eingeschränkt. Die Ultraschalltherapie löst durch Gewebemassage diese Vernarbungen und wirkt auch gegen Schmerzen. Was Dir auch helfen könnte, ist Manuelle Therapie in Verbindung mit Fangopackungen (dehnt und entspannt die Muskulatur und wirkt auch durchblutungsfördernd) oder Faszientherapie. Liebe Grüße Ute 28. Februar 2015 um 10:35 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Vielen lieben Dank Ute, könnte sein da ich ja die ersten wochen null Therapie hatte wegen der Feiertage. Werd das mal mit meinem orthopäden besprevhen. LG Sabine 30. Januar 2015 um 21:04 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, leider muss ich mich noch mal an Dich wenden. Bin total gefrustet, habe den Arzt gewechselt und bin nun bei einem Kniespezialisten. Der hat laut den direkten OP-Bildern festgestellt, dass mein Operateur Murks gemacht hat…… 1. Meniskusteilresektion nicht sauber ausgeführt 2.Knorpelfetzten nicht sauber gemacht und nicht an den schlimmsten Stellen sauber gemacht und 3. in die nicht sauberen Stellen an der falschen Stelle die Mikrofrakturierung gemacht…….. Was sagt man dazu….. Schmerzen wie vorher, dazu Spannung im Knie, weil leicht entzündet und leichter Erguss und ein weiter knirschendes Knie….. Nun muss wohl nochmal alles gemacht werden, die Frage ist, ob ich das vor einem geplanten Urlaub der im Juli geplant ist machen sollte? 30. Januar 2015 um 21:20 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Elisabeth, Das hängt von Deinem persönlichen Schmerzempfinden ab. Die Dauer der postoperativen Genesungs-Phasen musst Du mit Deinem Arzt klären. Ebenso solltest Du Deine Urlaubspläne bzw. welche Art von Urlaub Du planst mit ihm besprechen. Viele Grüße Ute 29. Januar 2015 um 06:36 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, hatte am 10.12. Mikrofakturierung und Innenmeniskus-Teilentfernung. Operateur hatte mir 6 Wochen Scheinschrittbelastung und für 4 Wochen eine CPM verordnet. Seit einer Woche habe ich nun angefangen das Knie beim Gehen mit den Gehstützen zu belasten. Seitlich schmerzt es noch, wenn ich es zu stark belaste. Außerdem ist immer noch eine leichte Schwellung, hauptsächlich Knieinnenseite, vorhanden, die sich gefühlt nicht mehr gross verändert. Wann sollte die Schwellung abgebaut sein? Bzgl. Belastung hat mir mein Orthopäde, wie üblich, Belastung bis zur Schmerzgrenze erlaubt um die Vollbelastung zu erreichen. Was sagst du dazu? Gruß Rolf 29. Januar 2015 um 14:59 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Rolf, Du hast zwei Probleme: Mikrofrakturierung und Innenmeniskus-Teilresektion. Zu 1. lies bitte http://www.arthrose-blog.de/mikrofrakturierung/ Hattest Du während der vergangenen 6 Wochen eine totale Entlastungsphase (ohne Physio), abgesehen von der CPM ? Steht Dir jetzt ein Physiotherapeut zur Seite, der die allmähliche kg-Belastung und die Abrollbewegung des Fußes kontrolliert? Wann die Schwellung abgebaut ist, ist individuell verschieden. Meist bis der normale Bewegungsablauf wieder stattfindet. Auch Lymphdrainage hilft hier weiter. Ergänzend zur Vermeidung von Schwellungen helfen Kühlung des Gelenks und Hochlegen. Es ist wichtig, dass Du selbst ein Mittelmaß zwischen Aktivität und Ruhepause findest und Dich an Deine Schmerzgrenze langsam (!) heran tastest. Weiter unten findest Du meine Antworten an Sabine und Patrick u.a.. Damit Deine Muskelkraft nicht zu sehr nachlässt, ist Dir sicher Physiotherapie verordnet worden Sinnvoll sind hier isometrische Übungen für die Oberschenkelmuskulatur und Ergometertraining . Entscheidend ist Dein Körpergefühl,Deine Schmerzgrenze. Frage: was ist eigentlich „Scheinschrittbelastung“ ? 4-5 kg? 29. Januar 2015 um 21:36 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, Physio habe 10 mal gehabt seit Wheihnachten, allerdings sehr wenig gemacht da ich mir kurz vor Sylvester einen Hexenschuss zugezogen hatte, der mich über 2 Wochen sehr stark behindert hat. Abrollbewegung ging gleich recht gut. Heute habe ich die 2. KG angefangen. Physiotherapeut hat mit mir knapp 20 kg trainiert. Scheinschrittbelastung war so definiert, das ein Knäckebrot nicht kaputt geht wenn man drauf tritt. . 30. Januar 2015 um 11:13 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Rolf, Der Begriff ist für mich ein Widerspruch, deshalb habe ich nochmal nachgefragt. Ich dachte eher, es wäre „ohne Bodenkontakt“, wie bei der MF postoperativ auch erwünscht. Physio und CPM ergänzen sich sinnvoll,da die CPM eine passive Bewegungsschiene ist, die zwar die Muskeln nicht aktiviert, aber u.a. gegen Gelenksteifigkeit hilft. Liebe Grüße Ute 8. Januar 2015 um 14:35 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, Ich habe jetzt angefangen mit Kg. Nichts schlimmes. Das was du auch machst. Nun habe ich voll die schmerzen im knie und es ist dick angeschwollen. Ist das normal? Lg Sabine 8. Januar 2015 um 20:43 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Sabine, Bei der Schwellung kann es sich um Lymphflüssigkeit handeln. Nach der Op können die Lymphwege überlastet sein. Die Lymphflüssigkeit staut sich im Knie. Abhilfe: Gelenk hochlagern und kühlen sowie viel trinken (2-3 Ltr). Du musst dem Körper die Möglichkeit geben, über Flüssigkeit die Abbau- und Entzündungsstoffe wieder auszuscheiden. Vielleicht verträgst Du Lymphdrainage. Quarkwickel am Knie anwenden: kühlen Magerquark dick auf eine Kompresse auftragen. Kompresse drüber, einwirken lassen. Die Feuchtigkeit des Quarks verdunstet. Wird der Quark warm (nach 10 Minuten), erneuern. Bei Bedarf mehrmals hintereinander wiederholen. Der Wickel ist abschwellend, entzündungshemmend, schmerzlindernd und angenehm kühlend. Quark ist die beste Kühlung, besser als Eis. Liebe Grüße Ute 8. Januar 2015 um 22:51 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Danke, meine physioterapeutin meinte auch das wir mal lymphdrainage machen sollten. Lass ich mir Montag vom arzt verschreiben. Das mit dem Quark ist eine gute Idee. Lg Sabine 29. Dezember 2014 um 10:48 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, Vor den Feiertagen war mein Knie richtig gut. Bis 120 Grad bewegen, keine Schmerzen. Seit 3 Tagen ist jedoch nicht mehr so gut. Das beugen fällt mir etwas schwer, die Narben schmerzen wenn ich seitlich schlafen will. Insgesamt kommt mir das Knie etwas steif vor. Auch die Kapsel vorne in der Mitte der Kniescheibe schmerzt etwas mehr. Nun ich habe während den Feiertagen mein Training etwas schleifen lassen, aber ich fühle mich 3 Wochen zurückversetzt. Kann sowas auch am Wetterumschwung liegen? Ich hatte mal einen Schien-u Wadenbeinbruch. Da habe ich das Wetter länger gemerkt. Hattest Du auch sowas wie ein Rückschritt? Vielen Dank für Deine Tipps im Voraus. Grüsse Melanie 29. Dezember 2014 um 14:43 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Mel, Ja, das kenne ich noch heute. Jetzt müsste ich wissen, was Du genau meinst: Muskel-,Gelenk-, (was hilft: Vitamin E http://www.arthrose-blog.de/nusse/ Mandeln und Leinöl) oder Narbenschmerzen. (Sanddornöl). Sicher ist es eine Kombination von allem. Stabiles warmes und trockenes Wetter ist für uns günstiger als Nässe, Kälte,Wind bzw. Luftdruckänderungen. 1.Temperatur geringe Temperatur/Kälte Bei geringer Temperatur verdickt sich die Gelenkschmiere und es kommt auch zu Durchblutungsstörungen. Das ist das, was Du jetzt zusätzlich mit Verspannungen spürst, weil Du weniger „trainiert“ hast. Also tut Bewegung Not! Hohe Temperatur/Hitze Ähnliches gilt wohl auch für das Saunieren. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass ich die Biosauna (bis 60°C) sehr gut vertragen habe- im Gegensatz zur Finnischen Sauna (bis zu 100°C), was auch an der dort herrschenden Luftfeuchtigkeit liegt. 2. Luftfeuchtigkeit Biosauna ( bis 55%), Finnische Sauna nur 5%. 3.sinkender Luftdruck (Hier auch wieder die Veränderung des Luftdrucks) Eine Abnahme deutet auf eine Wetterveränderung hin (vom Hochdruck zum Tiefdruck). Die Gelenke können dadurch anschwellen, was die umgebenden Nerven beeinflusst und zu Schmerzen führt. 4.Kombination aus Temperatur und Luftdruck Sehnen-, Muskel-, Knochen- und Gelenkgewebe dehnen sich unterschiedlich aus, da sie verschiedene Gewebedichten haben. Sie arbeiten gegeneinander und das kann zu Schmerzen führen. Da gibt es sicher noch mehr Ursachen. Egal, was es ist, da müssen wir durch und Bewegung hilft. 25. Dezember 2014 um 23:40 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, Meine OP ist nun 3 Wochen her. Da Weihnachtszeit ist hab ich lediglich einen Zettel mit Úbungen bekommen. In der Luft Radfahren…… nun zieht es manchmal im Knie. Ist das normal? Das Bein ist auch immer noch sehr angeschwollen und spannt sehr unangenehm. Der Operateur sagte ich darf 6 Wochen nicht belasten und mein orthopâde sagte ich soll so belasten wie ich mich fúhle. Tolle Aussage. Was ist nun richtig? Meine kg fängt erst am 5 Januar an. Hat vielleicht noch jemand eine Idee wie ich die Heilung bis dahin optimieren kann. Lg Sabine 26. Dezember 2014 um 13:13 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Sabine, Halte Dich an die Aussage Deines Operateurs. Er hat Dein Knie von innen gesehen. Hier findest Du noch weitere Übungen aus meiner früheren Physiotherapie: http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/ Bei Schmerzen kannst Du äußerlich das Gelenk mild kühlen oder einen Quarkwickel (feucht-kühl) anlegen und innerlich z.B. Sanddornöl,Ingwer (auch als Tee),Apfelessig mit Wasser und Honig oder Brennesselsaft versuchen. Parallel kannst Du mit einer Ernährungsumstellung beginnen http://www.arthrose-blog.de/ernahrungsregeln/ Liebe Grüße Ute 28. Dezember 2014 um 14:02 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Dankeschön fur die guten Ratschläge. Das baut einen wieder auf… 24. Dezember 2014 um 08:06 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Ich möchte euch heute erzählen wie es mir ergangen ist nach meiner Mikrofrakturierung bei Knorpelschaden 4. Grades, Kreuzbandbefestigung und Innenmeniskusnaht. Vielleicht hat noch jemand Tips was gut ist und hilf und kann mir die Frage nach einer Reha beantworten. Wie sinnig ist eine Reha und hat man bei dieser Op überhaupt die Möglichkeit das der Antrag nicht gleich abgeschmettert wird. Ich bin am 12.11.2014 mit einer Arthroskopie operiert worden, geplant war nur der Innenmeniskus 8-O, naja – am nächsten Tag wurde mir der Schlauch gezogen ( voll Easybeasy ) dann durfte ich auch schon nachhause. Von da an hieß es viel hochlegen, kühlen, ruhen und sofort bewegen. Die ersten 5 Tage keinerlei Belastung. Ab dem 6. Tag als ich meine DonJoy Schiene bekam (mit keinerlei Gradeinschränkung) bis max 10 kg Belastung und dies für die nächsten 4 Wochen. Gesagt getan 4 Wochen Gehhhilfen 🙁 . Physiotherapie hatte ich gleich ab dem 6. Tag zuhause, dies nun immer 1 bis 2 mal pro Woche. Ich übte und bewegte daheim sehr viel und hielt mich an die Vorgaben. Ab der 5. Woche durfte ich bereits anfangen meine Gehhilfen abzutrainieren. Nun ist der ganze Zauber bereits 6 Wochen her und ich bin sehr zufrieden, ich darf seid gestern ohne Gehhilfen rumgurken und auch wieder Autofahren. Was ich noch sehr merke ist wenn der Fuß bzw. das Knie viele Std in Bewegung bzw in abgewinkelter Form ist, das er aufschwillt und schmerzt. Die Schiene wird wohl noch ein paar Wochen mein Begleiter bleiben, der Arzt hat mich auch nochmals 5 Wochen krankgeschrieben ( ich arbeite im Kindergarten). Hat aber gemeint ich dürfe ich in 2 bis 3 Wochen langsam versuchen ohne Schiene zu laufen. vereinzelt probiere ich das bereits zuhause ;o), in kleinen und wenigen Schritten funktioniert es wunderbar. Meine Beweglichkeit ist fast vollkommen hergestellt Streckung komplett und Beugung fehlen noch ca. 10 bis 20 grad. Was ich Anfangs nicht dachte das es eine so langwierige Sache ist. Aber ich bin guter Dinge das ich Anfang Februar wieder arbeiten gehe. Diese Hyaloronspritzen werde ich nicht machen, da ich es sehr umstritten finde was man so liest. Ich habe mich dagegen für eine ganzheitliche Behandlung bei einer Heilpraktikerin und Osteopathin entschieden. Hoffe das euch meine Schilderung weiterhilft, dies waren viele fragen die ich mir stellte. Wobei man ja auch immer sagen muss das jeder Mensch und Körper anders ist. Lg Susanne 19. Dezember 2014 um 09:34 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, ich bin zufällig aus lauter Verzweiflung im Netz auf diesen Blog gestoßen und finde es sehr gut. Ich fange mal an mir den Frust von der Seele zu schreiben. Ich habe im Sommer bei einem Benefizspiel Fußball gespielt und zum Ende des Spiels nach 2×20 Minuten, und keiner sehr großen Belastung, gemerkt das etwas mit meinem Knie nicht in Ordnung ist. Bei jedem Schritt knirschte es an der Kniescheibe. In der Nacht wurde es trotz kühlen dick. Am Tag darauf ging ich zum Sportarzt, der mir das Knie punktiert hat, so dass ich wieder gehen konnte. Das Knirschen war aber immer noch nach einer Weile sehr extrem und er überwies mich zu einem Chirurgen mit Verdacht auf Knorpelschaden. Nach einigen Wochen bekam ich den Termin beim Chirurgen und er empfahl mir eine Arthroskopie. Ich fragte ihn ob dieses auch zu einem späteren Termin möglich wäre, da ich kurz vor dem Urlaub stand und das Knie zwar extrem knirschte, ich aber normale Sachen im Alltag erledigen konnte und von der Arbeit schlecht fern bleiben konnte. Am 13. November ließ ich mich dann operieren. Nach der OP teilte mir der Chirurg im Aufwachraum kurz mit das ich einen Knorpelschaden 4. Grades außen hinter der Kniescheibe habe und das er eine Mikrofrakturierung durchgeführt habe. Er gab mir einen kurzen Bericht plus Krankengymnastik Rezept mit und sagte, dass mein behandelnder Arzt am anderen Tag alles weiter erklären würde. In dem Bericht stand: Diagnose: 4. Grad Chondromalazie lat. Femurkondyle + femoropatellares Gleitlager 1,5 – 2cm Am anderen Tag bin ich mit dem Bericht zum Arzt und mir wurde der Wundschlauch gezogen. Nach ein paar Tagen bin ich zur Kontrolle hin und fragte wann ich mit der Physio beginnen soll. Er sagte sofort. Bei der Physio sollte ich mich auf die Liege setzen und meine Beine hingen 90 Grad herunter. Ich sollte versuchen vorsichtig das operierte Bein nach vorne zu strecken. Dabei stellte ich fest, dass es sehr stark knirschte und ich starke Schmerzen rund um die Patella hatte. Ich bin dann direkt wieder hin und habe dem Arzt das ganze mitgeteilt und meine Vermutung geäußert das ich das Gefühl habe das etwas nicht in Ordnung sei und ob es seien kann das etwas mit der Patella vorne oder der Sehne wäre, da das Knirschen immer noch genau wie vor der OP da ist. Der Arzt punktierte nach einer Woche das Knie, weil es trotz Kühlens und Stilllagerung immer noch sehr dick war. Der Physio hat nur noch massiert und Lymphdrainage unternommen. Nach wiederum einer Woche wurde mein Knie nochmals punktiert und das Blut wurde zum Untersuchen eingeschickt. Das Ergebnis habe ich bis heute nicht, da es anscheinend verschwunden ist!!! Der Arzt sagte mir, dass er für mich einen Termin beim Chirurgen macht und mit ihm telefoniert. Einen Tag später bekam ich einen Termin bei dem Chirurgen. Als erstes fragte er mich warum ich meine Donjoy Schiene nicht tragen würde die er mit in den Bericht geschrieben hätte. Ich schaute ihn mit großen Augen an und sagte, dass dort nichts von einer Schiene stand. Er schaute nach und sagte dass er es wohl nicht mit drauf geschrieben hätte, es aber nicht so tragisch wäre, und ich dann jetzt eine bekommen würde! Ja ne is klar!!!!! Nach zwei Wochen plötzlich???? Dann sagte er, dass der behandelnde Arzt nicht hätte punktieren sollen. Als ich ihm sagte, dass es warm war und ich Schmerzen hatte, sagte er es sei dann doch ok gewesen. Er zeigte mir Bilder und meinte das ich für mein Alter (40) einen sehr ausgeprägten Knorpelschaden hätte und ich geduldig sein muss. Ich fragte auch ihn ob etwas auf der Patella seien könnte da sie bei der kleinsten Muskelbewegung des vorderen Oberschenkelmuskels knirscht. Er meinte nein und es käme von dem Schaden hinter der Patella. Gut dachte Ich und bin gefahren und glaubte ihm einfach mal. Im Sanitätshaushaus wurde dann meine Donjoy Schiene, die er mir ja jetzt verschrieben hat auf 40 Grad eingestellt. Zwei Wochen später wurde sie dann beim Arzt auf 60 Grad eingestellt. Heute ist die OP genau fünf Wochen her. Ich belaste seit fünf Wochen mit 20kg, so wie er es im Bericht geschrieben hat. Morgen früh muss ich zum Arzt, denn laut dem Bericht soll ich bis fünf Wochen nach der OP teil belasten. Ich habe immer noch genau die gleichen Schmerzen rund um die Patella sobald ich das Bein anfange leicht zu strecken und das Knirschen ist nach wie vor! Ich habe mir in den letzten fünf Wochen nichts vorzuwerfen, habe regelmäßig meine drei Kühlpacks verwendet, meinen Tag auf dem Sofa verbracht und meine verschriebenen Voltaren Tabletten gegen Entzündung morgens und abends genommen! Was mich am meisten wundert und echt stört sind die extremen Schmerzen rund um die Patella, die auch schnell wieder verschwunden sind, die ich aber vor der OP überhaupt nicht hatte! Ich bin ein bisschen ratlos. Gruß Patrick 19. Dezember 2014 um 10:59 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Patrick, Mich wundert, dass vor der OP kein MRT vorgenommen wurde. Die Schwellung sollte Dich nicht wundern: Dein Knie hat außer der OP selbst noch andere Probleme (Einblutungen,Punktierungen) zu überstehen gehabt. Es ist nicht damit getan, diesen Erguss x-mal zu mindern, sondern man sollte auch die Ursache dafür kennen- sonst wird er sich immer wieder von neuem bilden. Dabei hat man mehrere Untersuchungsmöglichkeiten. Schon Farbe, Klarheit und Viskosität der Flüssigkeit liefern eine diagnostische Orientierung. Man unterscheidet zwischen blutigen und unblutigen Gelenkergüssen – das heißt die Gelenkflüssigkeit kann mit Blut vermischt beziehungsweise frei davon sein. Beim gesunden Gelenk ist die entnommene Flüssigkeit – das Punktat – klar und leicht zähflüssig (viskös). Es wäre daher schon gut gewesen, das Ergebnis des Labors zu kennen. Man sollte auch wissen, dass die Gelenkflüssigkeit sinnvollerweise dazu da ist, das Gelenk zu schmieren und den Knorpel mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Nimmt man das dauernd weg, kann ein chronischer Reizzustand entstehen. So früh nach der OP eine Punktion durchzuführen, ist eine zusätzliche Reizung für das Knie. Nun wird dem (wunden) Gewebe schon eine Lymphdrainage zugemutet. Das ist im Prinzip eine gute Sache, aber das reizt Dein Knie noch mehr- so meine eigene Erfahrung. Auch dass man Dich schon den Fuß nach so kurzer Zeit belasten lässt, wenn auch nur mit 20kg, verwundert mich sehr. Normalerweise ist bei diesem Knorpelschaden eine völlige Entlastung für mdst. 6-8 Wochen angesagt, erst danach beginnt die zunehmende Belastungsphase! Wer drängt da zur Eile? Hast Du Gehhilfen? Zum Knirschen Dir fehlt zur Zeit nach Synovialflüssigkeit und Dein Knie ist gereizt. Bei der OP wurde auch eine Lavage gemacht, das entzündete Gelenk wird ausgespült, dabei wird auch die Gelenkschmiere mit ausgespült. Es wird dauern bis sie sich wieder von alleine gebildet hat. Das geschieht z.B. auch durch Bewegung, die Du ja zunächst noch nicht ausführen darfst. Vielleicht hilft Dir die CAMOped-BewegungsSchiene. Treten gleichzeitig auch Schmerzen auf? Viele Grüße Ute 19. Dezember 2014 um 12:17 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, Vielen Dank für das super schnelle Feedback. Heute Morgen war ich nun wieder beim Arzt und ich habe ihn mit einigen Fragen konfrontiert. Die Ergebnisse vom punktieren sind jetzt auch mal aufgetaucht. Der Arzt sagte das Knie sei rein und es wären keinerlei Anzeichen auf Bakterien gewesen. Er hat damals beim punktieren jeweils 60ml reines Blut rausgezogen. Heute hat er sich nach meinem Nachfragen die Patellasehne via Ultraschall angesehen und festgestellt, dass sie leicht geschwollen und wohl entzündet ist. Wenn ich versucht habe das Knie aus der 90 Grad Beugung zu strecken und er an die Sehne gefasst hat, schmerzte es extrem und ich konnte das Bein gerade einmal auf ca. 70 Grad strecken. Es war nach kurzer Zeit wieder weg. Da ich mich ja schon seit Beginn damit rumquäle und immer wieder darauf hingewiesen habe das ich nicht glaube das es mit dem Knorpelschaden zu tun hat, fragte ich ob es sinnvoll wäre mal ein MRT von der Patella zu machen. Er sagte, dass es nach er OP noch zu früh sei. Er war der Meinung mir etwas an die Sehne zu spritzen und meinte das die Schmerzen in den nächsten sieben Tagen um 50% reduziert seien müssten. Dann könnte man auch ausschließen, dass es vom Knorpelschaden kommt. Ins Gelenk hat er auf alle Fälle nichts gespritzt. Die Donjoy Schiene wurde auf 90 Grad eingestellt. Ich bin jetzt erstmal weiter bis zum 09.01. krankgeschrieben und soll weiterhin mit den Gehilfen laufen, jedoch anfangen mehr zu belasten. Wie Du merkst bin ich sehr verunsichert. War es richtig, dass er mir etwas an die Sehne gespritzt hat? Gruß Patrick 19. Dezember 2014 um 14:16 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Patrick, Dein Arzt wird Dir eine entzündungshemmende oder schmerzstillende Injektion verabreicht haben. U.U. wird er das nochmals einsetzen. Die Diagnose „Patellasehnenentzündung“ solltest Du Deinem Physio sagen.Daher kamen die Schmerzen bei der Streckung, die Du oben beschrieben hast. Er kann u.a. Dehn-und Kräftigungssübungen der vorderen, aber auch hinteren Oberschenkelmuskulatur mit Dir machen. Mehr belasten, heißt auch mehr Druck;geh das sanft an. Vergiss nicht: Hochlegen,kühle Kompressen.Keine übermäßige Beugung, daher wäre eigentlich die COMOped Schiene gut. Tapen- kann aber nur ein Physio mit Zusatzausbildung. Viele Grüße und geruhsame Feiertage wünscht Dir Ute 17. Dezember 2014 um 19:19 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, vielen Dank für Deine Nachricht. Ich habe vom Arzt noch andere bekommen die den Knorpelauf unterstützen. Grünlippenmuscheln sind mehr zur Vorbeugung. Ich habe noch eine Frage. Wie lange ging es ungefähr bis ihr wieder 100% belasten könntet? Beste Grüsse Melanie 7. Dezember 2014 um 11:26 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, bin am 4.12 operiert worden. Knorpelschaden 4 grad. Tags darauf hat mein Hausarzt den wundschlauch gezogen. Nun ist Wochenende und ich habe einen Kompressionsverband. Muss morgen wieder hin. Wie geht es weiter? Mein operateur sagte keine Physiotherapie andere wiederum doch ….weiss nicht was ich machen soll…. 7. Dezember 2014 um 13:40 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Sabine, Bitte lies zunächst http://www.arthrose-blog.de/mikrofrakturierung/ Man kann die Genesung nach der OP in 4 Phasen einteilen. Wie lange die einzelnen Phasen dauern, kann man nicht genau festlegen. Phase 1 Schwellung lindern=kühlen,hochlagern, Fäden ziehen, Physiotherapiebeginn (Zeitpunkt bestimmt der Arzt) im Bett http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/ CAMOped Bewegungsschiene unterstützend zur Physio. Vielleicht Lymphdrainage Phase 2 Von der Nicht-Belastung zur Vollbelastung,Das Abrollen des Fußes,Gehen wieder erlernen,Muskelaufbau Phase 3 verstärkte Physiotherapie (Konditionsaufbau),u.U. Ergometerfahren Phase4 Ausdauer,Vertrauen in seine Fähigkeiten erlangen Geduld haben und den Mut nicht verlieren! Liebe Grüße Ute 7. Dezember 2014 um 14:28 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Vielen lieben Dank! Wurde Ambulant gemacht. Da sitzt man dann zu Hause und nichts geht mehr. Man kommt ins grübeln ob das alles seine Richtigkeit hat…. Freut mich diesen Blog gefunden zu haben. Wünsche dir noch einen schönen 2 AdventLG Sabine 1. Dezember 2014 um 09:20 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, habe dein Blog gelesen der mir sehr hilfreich ist.Habe am 12.11 auch eine Microfrakturierung gemacht bekommen, bin jetzt zuhaue bis 30.12. krank geschrieben.Mein Arzt hat mir auch empfohlen 4 Wochen nicht aufzutreten, wie ich aber gelesen habe ist es besser wenn man sich noch länger Zeit lässt, wozu ich auch bereit bin. Nur habe ich Angst was danach kommt wenn ich wieder auftreten kann und ob mir der Physiotherapeut mir es dann richtig beibringen kann. Mein Arzt hat mir auch empfohlen diese Spritzen zu nehmen Hyaluron -spritzen , ob das gut ist ? habe bis jetzt bei niemanden gelesen die diese Spritzen nach Mikrofrakturierung bekommen haben. Wie war es bei dir? Liebe Grüße Maria 1. Dezember 2014 um 13:45 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Maria, Ich habe damals keine Hyaluronspritzen bekommen. Die Verabreichung kann einmal oder auch mehrmals (meist 5*) im Abstand von einer Woche erfolgen. Die Spritzen werden allerdings nicht von der Krankenkasse übernommen und können ca. 300€ kosten. Bei geringem Arthrosegrad kann die Hyaluronsäure als „Schmiermittel“ helfen; sie hat aber nur eine begrenzte Wirkungsdauer, da sich die Hyaluronsäure im Körper wieder abbaut. Die Spritzen-Therapie kann aber wiederholt werden. Ich finde es immer besser, sich bei der Genesung Zeit zu lassen. Also besser 1 Woche länger als zu kurz. Dein Physio wird Dich langsam an die Vollbelastung heranführen. Ich habe mir immer die einzelnen Übungen aufgeschrieben und dann regelmäßig „trainiert“, wenn ich mal keine Physio hatte. Was mir auch geholfen hat, ist ein Tagebuch führen. So kann man sich die einzelnen Erfolge bewusst machen und auch dem Physio besser erklären, wo es noch nicht so klappt. Bitte lass Dich nicht entmutigen: das wird schon. Liebe Grüße Ute 18. November 2014 um 07:29 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, bei mir ist am 07.11.2014 eine Mikrofrakturierung mit innen Meniskus Entfernung durchgeführt worden. Am Tag 7 nach der OP sagte mir der Orthopäde ich könne den Fuß nun mit 20 kg belasten, was ich allerdings noch nicht gemacht habe. Was ich so lese ist das doch zu früh oder? Ferner habe ich eine Knieorthese medi M4 OA erhalten gegen O-Beine, was sie aber meiner Meinung nach nicht macht. Die drückt so weit ich das beurteilen kann nur den Knochen unterhalb des Knies weg. Die Schiene sollte am rechten Bein eine X Stellung ausführen, damit sich auf der Knieinnen Seite der Knorpel besser bilden kann. Wie weit seid Ihr den nach einer OP auf Krücken schon gegangen wenn man leicht den Fuß aufsetzt? Wie liegt Ihr denn im Bett, und wie lagert Ihr euer Bein? Wenn Ihr auf einen Stuhl sitzt, wie lange sollte man das längstens machen? Mein Orthopäde meint nämlich nicht zu lange sitzen. VG Franz 18. November 2014 um 20:49 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Franz, Mit der 4-Punkt Hartrahmenorthese M.4®s OA zur Entlastung und Stabilisierung des Kniegelenks habe ich keine Erfahrung. Vielleicht solltest Du den Sitz überprüfen lassen. Da man zu Beginn recht lange braucht, um wieder das Gefühl für den Fuß zu bekommen, war es für mich nur eine kurze Distanz. Koordination mit den Stützen und fehlendes Körpergleichgewicht haben es mir schwer gemacht. Dein Orthopäde hat recht. Wenn Du sitzt, dann aktiv. Dynamisches Sitzen= Recken+Strecken! Du solltest die Beine nicht anwinkeln, sondern ausstrecken. Aktiv mit den Beinen pendeln oder die Venenpumpe http://www.arthrose-blog.de/venenpumpe/ machen. Zu Beginn habe ich mein Bein auf einer Hochlagerungsschiene gelagert. Später seitlich mit einem Seitenschläferkissen zwischen den Knien. 12. November 2014 um 11:58 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Bin letzte Woche mit stützen gefallen( leider wurde mein Kommentar nicht im blog gedruckt). Ist aber alles gut gegangen. Hab jetzt die 5. Woche nach OP hinter mir. Nächste Woche ist Termin b.Orthopäden. Hoffe dann,dass ich wieder voll belasten darf. Mache bei KG leichten Muskelaufbau mit 15 Kg. Zu Hause gehe ich 2x aufs fitnessfahrrad. Geht ziemlich gut,alles ohne schmerzen. Weiß jemand,wie oft man ein Rezept für KG bekommt? Oder ist dann eine Reha besser. Nur ob das meiner psyche jetzt gut tut,bezweifle ich. Man ist doch oft niedergeschlagen nach so langer Zeit, ich zumindest. Da hilft das austauschen untereinander mit anderen gleichgesinnten viel. Liebe Elisabeth,wünsche dir alles gute. Heidi 18. November 2014 um 20:09 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Heidi, Die Verordnungsmenge der KG richtet sich nach den medizinischen Erfordernissen des Einzelfalls. Vor Folgeverordnungen prüft der Arzt erneut den Zustand des Patienten. Das könnten 3-5*6 Behandlungen sein- abhängig von Krankheit, vom Arzt, von der Krankenkasse; genaueres kann ich Dir leider nicht sagen. Verordnungen außerhalb des Regelfalls sind möglich. Dann ist für längere Zeit stopp. Erkundige dich am besten bei Deiner Krankenkasse . Dein Arzt muss die medizinische Notwendigkeit einer Rehabilitationsmaßnahme feststellen. Er hilft Dir auch beim Ausfüllen der Antrags-Formulare. 19. November 2014 um 17:32 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hab jetzt die 6. Woche nach OP hinter mir u.war gestern b.Orthopäden. Ich soll jetzt Knie nach und nach voll belasten. Versuche nun,kleine Wege ohne stützen zu gehen,fällt mir noch sehr schwer. Einerseits hab ich b.gehen schmerzen und fühle mich auch sehr unsicher ohne Unterstützung. Bei Physiotherapie mach ich jetzt mehr Muskelaufbau, Therapeut meint,dass ich noch wohl ein paar Rezepte f.KG brauch. Der Arzt hat mir rehasport verordnet. Nur ist an meinem Wohnort eine Gruppe,die alles,sprich Knie und rücken, abhandeln. Wäre training an Geräten nicht effektiver,als Übungen in Turnhalle? Wer hat Erfahrung damit? Sind Übungen im Wasser auch alternative? LG Heidi 19. November 2014 um 19:55 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Zu REHA Sport und Funktionstraining (Trocken- und Wassergymnastik) siehe hier: http://www.arthrose-blog.de/arthrosegerechte-bewegung/ Der Arzt verordnet die notwendige Maßnahme (Antrag auf Kostenübernahme).Man legt den Antrag der Krankenkasse vor, die dann prüft und ggf. die Kosten übernimmt. Rehasport/Funktionstraining wird auf die individuellen körperlichen und gesundheitlichen Bedürfnisse abgestimmt (Ziel wird bestimmt). Beim Rehasport handelt es sich um 50 Stunden über einen Zeitraum von 18 Monaten. Der Arzt bestimmt die empfohlene REHA-Sportart,z.Bsp. Gymnastik, auch im Wasser. Er legt auch die wöchentliche Anzahl der Übungseinheiten fest. Funktionstraining ist Trockengymnastik oder Wassergymnastik, meist über die Dauer von 12 Monaten verordnet. Die Übungen finden in einer Gruppe statt. Soweit mir bekannt ist, enthält die Maßnahme kein Gerätetraining. Wassergymnastik ist eine sinnvolle Ergänzung. Der Arzt hat die Möglichkeit dies anzukreuzen. Liebe Grüße Ute 20. November 2014 um 12:39 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Heidi, Ute hat schon recht mit dem REHA-Sport.Ich hatte wg. der Schulter auch schon REHA-Sport, zuerst war es an Geräten, aber dann durfte die Praxis es von der Kasse aus nur noch in Gruppen machen. Dabei haben sie halt alle Muskelgruppen/ Erkrankungen mitgemacht. Das war manches mal besonders für ältere Mitpatienten nicht leicht. Aber die Therapeutin ist recht gut eingegangen auf alle und so hat es doch was gebracht. Wassergymnastik war da aber leider nicht dabei, auch weil diese Praxis kein Becken hat. Aber wenn Du das bekommst nach der Physio selber, ist es sicher noch gut. Rezeptmäßig hatte ich bei der Schulter keine Probleme, das waren bestimmt 6-8 Rezepte gewesen damals, aber wie es beim Knie ist, keine Ahnung. Viel Erfolg!! 7. November 2014 um 23:16 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo zusammen, meine Mikrofakturierung ist nun seit 9 Wochen her. Die ersten 4 Wochen durfte ich nur bis 20 kg belasten und das auf max. 30 Grad beugen, ab der 4. Woche auf 60 Grad und nach 6 Wochen erfolgte keine Beschränkung mehr. Die Schwellung ist fast weg und bei der Kniebeuge schaffe ich es auf 100 Grad. Leider haben sich nach dem Weglassen der Gehhilfen in der 7. Woche massive Rückenschmerzen im Lendenwirbel eingestellt. Ich schätze, das kommt von der Schonhaltung. Beim Treppenaufsteigen habe ich im Knie noch ziemliche Schmerzen auf der Innenseite. Die Oberschenkelmuskulator ist ziemlich schlaff und das Knie knickt manchmal beim Laufen weg. Ich war auf diese OP nicht vorbereitet, da der Operateur nur eine Gelenkinnenhautentfernung geplant und sich dann während der OP kurzentschlossen für die Mikrofakturierung entschlossen hatte. Bislang hatte ich 18 Physio-Einheiten. Leider hat meine Therapeutin nur die isometrischen Übungen in Rückenlage durchgeführt und mich nicht auf das Laufen ohne Gehhilfen vorbereitet. Irgendwie bin ich verzweifelt, weil es nicht so richtig rund läuft. Am 20.11. muss ich wieder zur Vorstellung beim Chirurgen. Bin ich zu ungeduldig? LG Sonja 18. November 2014 um 20:07 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Sonja, Das läuft doch recht gut bei Dir. Deine Physio sollte Dich aber auf das Laufen mit Gehstützen vorbereitet haben. Wichtig ist auch, dass sich das Gefühl für Deinen Fuß und Dein gesamtes Körper-Gleichgewicht wieder einstellt. Unbewusst belastet man das gesunde Bein nämlich mehr und geht Schmerzen aus dem Weg. Durch die ungewohnte Belastung mit Stützen kommt es häufig zu Rückenschmerzen oder Verhärtungen im Schulterbereich. Das hatte ich auch. Da helfen Rückenmassagen, vorher mit Wärme-Anwendungen. Wenn Dir das Treppensteigen Schmerzen bereitet, solltest Du ruhig noch die Gehstütze benutzen. Das bedeutet, dass Du noch nicht genug Muskulatur gebildet hast. Ich konnte es damals besser hoch als runter. Das hängt auch von der Treppe selbst ab. Das schaffst Du schon noch! Sind Deine Physio-Einheiten beendet oder hast Du noch welche verordnet bekommen? Wenn nicht, würde es sich sicher lohnen noch welche selbst zu bezahlen. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Nachricht: * Name: * E-Mail: * Webseite: Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden. © 2012-2019 - Ute Steiner Wenn nicht anders definiert, ist der Inhalt dieser Seite unter Creative Commons Licence: by-nc-nd lizenziert. Powered by WordPress und Graphene-Theme.
<urn:uuid:26e2d743-5678-4ac3-80f1-a4adb263990c>
CC-MAIN-2019-30
http://www.arthrose-blog.de/mikrofrakturierung-2/?replytocom=16594
2019-07-19T15:19:45Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00073.warc.gz
by-nc-nd
3.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.997527
{ "abbr": [ "by-nc-nd" ], "in_footer": [ true ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
In Bezug auf den amerikanischen Herrn mit der orangefarbenen Fluglandebahn auf dem Kopf zitiere ich mich einmal selbst. Wen der […] Reblogged – Keep on rockin‘ in the free world Auf den Punkt gebracht: „Als Neil Young Ende 1989 seine Single (Keep on) Rockin’ in the free world rausbrachte, war […] Fact follows fiction – Philip Roth – Verschwörung gegen Amerika – The Plot against America Die folgende Inhaltsangabe des Romans ist Wikipedia entnommen. Das Buch von Philip Roth habe ich 2006 gelesen. Im Roman geht […] Annus horribilis – Ilse Aichinger zum Geleit Dir, Paulus Wäre es nicht besser, deine hochfahrenden Lettern zu löschen; dich zum Schweigen zu bringen, an Stelle derjenigen, die […] So long, Leonard Cohen The Ghost of Tom Joad – Bruce Springsteen Springsteen’s Tom Joad, dessen Geist er in seinem Song auf dem gleichnamigen Album von 1995 besingt und beschwört, ist der […] Letzte Sätze 17 – J.L.Carr – Ein Monat auf dem Land „Wir können noch so bitten und flehen, aber wir werden das, von dem wir einst glaubten, es würde uns auf […] William Shakespeare – Die Fremden Thomas Morus zu den Bürgern: „Sagt, welches Land – im Ansehn eurer Schandtat – böt euch denn Schutz? Ob Frankreich […] Totenmeer Das Meer ist die Enge, in die man stirbt. Untiefen, die vom versinkenden Mund ein ungläubiges Raunen rauben, finalen […] Bob Dylan – Nobelpreis für Literatur 2016 Er ist im Besitz der Ehrendoktorwürde und eines Oscars für den Song „Things Have Changed,“ den er für den Film […] Mengenlehre der Demokratie Habe ich da ein Ermächtigungsgesetz verpasst, mit dem sich das Pack als Volk ausgeben und verraten fühlen darf? Höchste Zeit, […] Herbst – Autumn – Freiburg All pictures © Achim Spengler Click on picture to open gallery Glimpses – Augenblicke All pictures © Achim Spengler Click on picture to open gallery Lake District – Rain, Fog and Mist Agnes Obel – Katie Cruel Lyrics When I first came to town, They called me roving jewel; Now they’ve changed their tune, Call me Katy […] Weniger und Mehr Das Mehr mit dir war jetzt das Weniger mit mir. Davor gab es keine Stille, auf deren Schwingen die Einsamkeit […] Emily Brontë – Die Erde, der Himmel und der große Rest Kommt es diesen köstlichen Wesen nie in den Sinn, daß ihre kleinen Finger geschaffen wurden, damit sie geküsst und nicht […] Letzte Sätze 16 – Emily Brontë – Wuthering Heights Mein Heimweg wurde durch einen Abstecher in der Richtung der Kirche verlängert. Als ich neben ihren Mauern stand, sah ich, […] Blackwell House – Arts & Crafts – Windermere – Lake District Blackwell House ist an den Ufern des Lake Windermere gelegen, in der Nähe von Bowness-on-Windermere, einer idyllischen Kleinstadt im Lake […] Salva Venia – Chuzpe und Plagiate Eine bis dato von meiner Seite auch bissig ausgetragene, inhaltliche Auseinandersetzung mit Artikeln des Bloggers Salva Venia, endete heute mit […] Sting – The Snow It Melts The Soonest Sting – A Winter’s Night – Live From Durham Cathedral 2009 Lyrics: Oh, the snow it melts the soonest when […] Letzte Sätze 15 – Tomas Espedal – Wider die Natur Montag, 31. Mai Passiert es so: Das Alter kommt eines Nachts, wenn du allein im Bett liegst, auf einmal, […] Brexit Das sind die Gesichter , die die Zukunft von Generationen auf dem Schafott des populistischen Revanchismus meuchelten. Die vom Independance […] Letzte Sätze 14 – Jack Kerouac – On the Road (Unterwegs) Und wenn in Amerika die Sonne untergeht und ich auf dem alten ver- rotteten Pier am Fluß sitze und […] We come from chaos, you cannot change us (Un)verschämte Lieder, die man teilen mag, mit Pagophila von Cool Pains. Der Song von Public Image LTD ist Musik, die die […]
<urn:uuid:9685f665-b5ce-4cea-8404-f959b5ae3c83>
CC-MAIN-2019-30
https://achim-spengler.com/page/5/
2019-07-19T14:40:07Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00073.warc.gz
by
4.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.987062
{ "abbr": [ "by", "by" ], "in_footer": [ true, true ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "4.0", "4.0" ] }
Hanse Zur Navigation springen Zur Suche springen Hanse (Deutsch )[Bearbeiten] Substantiv, f[Bearbeiten] Singular Plural ---|---|---| Nominativ | die Hanse — Genitiv | der Hanse — Dativ | der Hanse — Akkusativ | die Hanse — Worttrennung: - Han·se, kein Plural Aussprache: Bedeutungen: - [1] Geschichte: Bund deutscher Städte im Mittelalter zur Förderung ihrer Interessen, vor allem des Handels Herkunft: - mittelhochdeutsch „hans(e)“, althochdeutsch „hansa“ "Gruppe, Gefolge, Schar". Das Wort ist seit dem 9. Jahrhundert belegt.[1] Beispiele: - [1] Die Hanse war vor allem im Ostseeraum aktiv. - [1] „Sie essen überhaupt gut bei der Hanse und trinken behaglich den warmen südlichen Rotspon wie das eigene kühle Bier.“[2] Wortbildungen: Übersetzungen[Bearbeiten] - [1] Wikipedia-Artikel „Hanse“ - [1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Hanse“ - [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Hanse“ - [1] canoonet „Hanse“ - [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Hanse“ - ↑ Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, , Stichwort: „Hanse“, Seite 391. - ↑ Ulrike Bresch: Blaßblauer Himmel, rotbraune Backsteine und ein Hauch von Hanse. In: Konturen. Magazin für Sprache, Literatur und Landschaft. Nummer Heft 2, 1993, Seite 27-34, Zitat Seite 31.
<urn:uuid:24906e67-b7f0-4b08-af1e-ed825a1c380f>
CC-MAIN-2019-30
https://de.wiktionary.org/wiki/Hanse
2019-07-19T14:42:26Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00073.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.80825
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true ], "in_head": [ true, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Über diese Seite Die hier veröffentlichten Fotos entstehen allesamt beim Spazierengehen. Sie zeigen zufällig in mein Blickfeld geratene und mit der Kamera festgehaltene Motive. Es geht mir bei diesen Augenblicksaufnahmen um eine Zwiesprache mit dem Sichtbaren, in der etwas scheinbar Vertrautes und Alltägliches ins Befremdliche oder Überraschende kippen kann. Alle Besucher sind herzlich eingeladen, ihre eigene deutende Fantasie tätig werden zu lassen und die Fotos zu kommentieren.Kategorien - Neueste Beiträge Neueste Kommentare - Tagwolke Abstrakt Being Blue Blätter Brache City Nord Fabelwesen Fundstücke Jahreszeiten Mauern Menschenbilder Nachtbilder Natur/Landschaft Oberflächen Reise-Bilder Räume Schatten Schattenfotograf Schwarzweisheiten Selbste Singles Spiegelungen Stadtraum Stillleben Unschärfe Wahn-Zettel Wasser Wände Archive Meta
<urn:uuid:3f6f1778-17d0-44f8-b5ea-8c69ce96fbd0>
CC-MAIN-2019-30
https://spazierensehen.de/2019/06/26/spion/
2019-07-19T14:51:47Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00073.warc.gz
by-nc-sa
3.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.995031
{ "abbr": [ "by-nc-sa", "by-nc-sa" ], "in_footer": [ true, true ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Weitere Informationen: Format: JPEG Hersteller der Kamera: NIKON CORPORATION Modell der Kamera: NIKON D5500 Belichtungszeit: 0.001s (10/10000s) Öffnung: f/11.0 (110/10) ISO: 800 Brennweite: 300mm Brennweite in 35mm Film: 450mm Kontrast: Normal Sättigung: Normal Schärfe: Hoch Farbe: Vollfarbe Farbraum: sRGB Aufnahmeart: Standard Bildqualität: 300 Punkte pro Zoll Belichtungsmodus: Manuelle Belichtung Belichtungsprogramm: Manuell Weissabgleich: Automatischer Weissabgleich Belichtungsmessmodus: Muster Komprimierung: JPEG (alter Stil) Orientierung: Normal Bildregelung: Niedrige Bildaufhellung Abtastmethode: Fläche mit einem Chip-Farbbereich Belichtungsausgleich: 0EV (0/6EV) Datum der Aufnahme: 2019:06:24 19:33:50 Schlüsselwörter: groß, Detail, Lampe, Reflektor, Wolke, blauer Himmel, Kabel, Bau, Gerät, Elektro Pixel: 24000000 (≈24.4 MP) Blitz genutzt: Automatikmodus Druckgrösse des Bildes in Zoll und Zentimetern: Druckgrösse bei niedriger (72), mittlerer (200), hoher (300), ultra (450), super (600) und extra Qualität (900) DPI - Punkte pro Zoll. Niedrig: 83.3″ × 55.6″ 211.7cm × 141.1cm Mittel: 30″ × 20″ 76.2cm × 50.8cm Hoch: 20″ × 13.3″ 50.8cm × 33.9cm Ultra: 13.3″ × 8.9″ 33.9cm × 22.6cm Super: 10″ × 6.7″ 25.4cm × 16.9cm Extra: 6.7″ × 4.4″ 16.9cm × 11.3cm - Nutzung des Bildes: Bild ist in Public Domain, urheberrechtsfrei, keine Rechte vorbehalten, frei für jegliche Nutzung. Sie können das Bild für private und kommerzielle Zwecke ohne vorherige schriftliche Zustimmung und kostenlos und verbindungslos nutzen.
<urn:uuid:da27b79e-867f-4253-b3fd-78b6934fbf6e>
CC-MAIN-2019-30
https://pixnio.com/de/media/gros-detail-lampe-reflektor-wolke
2019-07-20T19:57:06Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526670.1/warc/CC-MAIN-20190720194009-20190720220009-00233.warc.gz
cc-unknown
null
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.687862
{ "abbr": [ "cc-unknown", "cc-unknown" ], "in_footer": [ false, false ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ null, null ] }
Copyright (c) 2016 Wolfram Nitsch Dieses Werk steht unter der . Wolfram Nitsch http://romanistik.phil-fak.uni-koeln.de/21790.html Universität zu Köln Deutschland Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft Die PDF-Datei, die Sie ausgewählt haben, sollte hier geöffnet werden, wenn für Ihren Webbrowser ein PDF-Lese-Plug-In installiert ist (zum Beispiel eine aktuelle Version des Adobe Acrobat Reader). Falls Sie mehr Informationen über das Drucken, Speichern und Arbeiten von und mit PDF-Dateien erhalten möchten, bietet Highwire Press hilfreiche Frequently Asked Questions about PDFs. Alternativ können Sie die PDF-Datei direkt auf Ihren Computer laden, von wo aus sie in einem PDF-Leseprogramm geöffnet werden kann. Um die PDF-Datei herunterzuladen, klicken Sie auf den Download-Link unten.
<urn:uuid:4b43126e-a3a2-4272-9c8f-8a1aa3247c01>
CC-MAIN-2019-30
http://www.romanischestudien.de/index.php/rst/article/view/68/445
2019-07-22T01:19:06Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195527458.86/warc/CC-MAIN-20190722010436-20190722032436-00393.warc.gz
by
4.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.989809
{ "abbr": [ "by", "by" ], "in_footer": [ false, false ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "4.0", "4.0" ] }
Pränatal: Unterschied zwischen den Versionen Zeile 29: | Zeile 29: | || Das Gegenteil von pränatal ist [[postnatal]]. | Das Gegenteil von pränatal ist [[postnatal]]. | || − | ||| − | ||| − | ||| − | ||| − | ||| − | ||| − | ||| − | ||| [[Kategorie:Gesundheit]] | [[Kategorie:Gesundheit]] | Aktuelle Version vom 26. August 2012, 17:33 Uhr Pränatal heißt "vor der Geburt" Gleiche Wörter[Bearbeiten] Vor der Geburt präpartal Genaue Erklärung[Bearbeiten] Ärzte benutzen das Wort pränatal Sie meinen damit alles was vor der Geburt ist. Beispiel: Eine schwangere Frau hat ein Baby im Bauch. Der Arzt untersucht das Baby. Dann sagt man, das ist eine pränatale Untersuchung. Das genaue Wort dafür ist pränatale Diagnostik. Das Gegenteil von pränatal ist postnatal.
<urn:uuid:2dcd320c-3153-47ec-985b-16c4e3822c30>
CC-MAIN-2019-30
https://hurraki.de/w/index.php?title=Pr%C3%A4natal&diff=9301&oldid=3607
2019-07-22T01:26:30Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195527458.86/warc/CC-MAIN-20190722010436-20190722032436-00393.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.850504
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true ], "in_head": [ true, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Dies bedeutet für Deutschland: Es werden weitere Millionen muslimische Migranten nach Deutschland kommen. Von MICHAEL STÜRZENBERGER | Die „Flüchtlings“-Fetischisten im Europa-Parlament haben im November allen Ernstes beschlossen, dass die Eindringlinge künftig nicht mehr wie nach bisheriger Dublin-Regel dem Land zugeordnet werden, in dem sie zuerst europäischen Boden betreten, sondern sich eines aussuchen dürfen, in dem schon Bezugspersonen leben. Dazu soll nach dem Willen der Invasions-Kollaborateure in der Brüsseler Umvolkungsbehörde die bloße Behauptung eines Vesorgungssuchenden reichen, er hätte dort Angehörige. Wolfgang Hübner und Alster haben diesen Skandal zwar schon am Samstag in ihren Schulz-Bericht zur sperrangelweit offenen „Obergrenze“ eingebaut, aber dieser absolute Wahnsinn ist so schwerwiegend, dass sich ein extra Artikel lohnt. Zumal die CSU bei diesem irren Beschluss kräftig mitmischte. Jedem auch nur halbwegs klar denkenden Menschen ist klar, was das bedeutet: Die Flutung nach Deutschland wird sich vervielfachen, denn natürlich wählt jeder der Völkerwanderer das Land mit der fettesten Geldversorgungsmaschinerie: Germoney, wo die Euronen für „Asyl“-Schreiende nur so vom Himmel regnen. Der Spiegel berichtete am Samstag, dass die dramatischen Folgen dieses katastrophalen EU-Beschlusses in Deutschland doch tatsächlich auch einigen Nicht-AfD-Politikern klar werden: Besondere Sorge bereitet den Innenexperten, dass nach den Parlamentsvorschlägen „faktisch die bloße Behauptung einer Familienverbindung ausreichen“ soll: „Im Ergebnis wäre ein Mitgliedstaat, in dem sich bereits zahlreiche ‚Ankerpersonen‘ befinden, für weitreichende Familienverbände zuständig“, heißt es in dem Papier, das dem SPIEGEL vorliegt. Die komplette Unfähigkeit dieser Brüsseler linksgrüngestörten Quasselbude zeigt sich in dem entlarvenden „Argument“, dass sich Asylbewerber, die bereits Angehörige in der EU hätten, am Ende ohnehin nicht davon abhalten lassen würden, dorthin zu reisen. Dann könne man Familien auch gleich zusammenführen, was am Ende effektiver und weniger kostspielig sei. Natürlich nicht für den deutschen Steuerzahler, denn der wird durch diesen wahnsinnigen EU-Beschluss noch kräftiger bluten müssen. Eine für Deutschland geradezu suizidäre (selbstmörderische) Verordnung der EUdSSR-Diktatatoren. Die EU-Versager haben sich hiermit den Wünschen der Versorgungssuchenden [muslimischen Flüchtlingen] vollständig unterworfen und sind eindeutig nicht willens, die gigantische Völkerwanderung nach Europa mit strengen Maßnahmen zu unterbinden. Dies erkennt auch der eine oder andere Unionspolitiker, der sich noch einen Rest von realitätsbezogenem gesunden Menschenverstand bewahrt hat: Die angedachten Regelungen konterkarieren [widerstreben, unterwandern] die Bemühungen der Union, im Rahmen der Koalitionssondierung einen Kompromiss mit der SPD zu finden, um den Familiennachzug zu begrenzen. „Wenn jeder der über 1,4 Millionen Menschen, die seit 2015 in Deutschland Asyl beantragt haben, zur Ankerperson für neu in der EU ankommende Schutzsuchende wird, reden wir über ganz andere Größenordnungen als bei der Familienzusammenführung“, sagt der parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Ole Schröder (CDU). Auch EU-Parlamentarier der CDU/CSU und der FDP haben diesem kompletten Irrsinn zugestimmt. Darunter auch meine frühere Chefin in der Münchner CSU, Strauß-Tochter Monika Hohlmeier, die dafür von ihrem Vater – Gott hab ihn selig – vermutlich eine saftige Trumm Schelln [Ohrfeige] eingefangen hätte, wenn er noch leben würde: Pikanterweise haben auch Politiker von Union und SPD im Europaparlament den Vorschlägen zugestimmt. Monika Hohlmeier, die für die CSU im Innenausschuss sitzt, erklärt dies damit, dass die umstrittenen Änderungen bei der Dublin-Reform und ähnlich strittige Punkte, wie ein neuer erweiterter Familienbegriff in der sogenannten Qualifikationsrichtlinie, gemeinsam im Paket mit anderen für die Union wichtigen Änderungen verabschiedet worden seien. Dieses ganze Paket habe man am Ende nicht aufhalten wollen. „Wir setzen darauf, dass der Rat vor allem beim Familienbegriff noch Änderungen durchsetzt“, sagt Hohlmeier. Die FDP-Europapolitikerin Nadja Hirsch betont, es gehe um eine faire Lastenverteilung in der EU und um eine „humane Lösung“ für die Flüchtlinge. [1] [1] Versteht die Lady unter einer "humanen Lösung" den inhumanen Untergang Europas und unter einer "fairen Lastenverteilung" die gleichmäßige Islamisierung ganz Europas? Sind die Politiker zu dumm, die Folgen ihrer Politik abzusehen? Oder sind sie einfach nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht? Sind sie geistig so verblödet, dass sie die Realität und die Gefahr einer Islamisierung Europas nicht sehen oder nicht erkennen? Wer hat denen nur so ins Gehirn…. Sie bereiten in Europa einen Völkermord, einen Massenmord an europäischen Bürgern, den Suizid Europas vor. Wir werden von total korrupten und verantwortungslosen Idioten regiert. Und wer wählt diese Idioten? Unter diesem idiotisch-gutmenschlichen Vorwand der vermeintlichen „Humanität“ werden nun die Schleusen komplett geöffnet. Wenn sich dieser Beschluss in Afrika und Arabien herumspricht, werden sich die moslemischen Raubnomaden in einer Größenordnung in Bewegung setzen, die die bisher erlebte Invasion weit in den Schatten stellt. Zwar muss noch der Europäische Rat zustimmen, aber das Wissen über den Willen zur kompletten Unterwerfung seitens der EU-Irren wird schon jetzt ein massenhaftes Kofferpacken auslösen. Die kriminellen Schleuserbanden dürften sich über die Idioten der EU diebisch freuen, denn die Kassen werden jetzt noch lauter klingeln. Diese volksverratenden Parteien müssen jetzt vom Wähler an der Urne die knallharte Quittung bekommen – als nächstes bei der bayerischen Landtagswahl am 14. Oktober. Weitere Wahlkampfmunition lieferte das wohl schon leicht senil gewordene Auslaufmodell der CSU: Horst Seehofer hatte nach der Rückkehr von den Groko-Sondierungsgesprächen in München im Kreis seiner Parteikollegen doch tatsächlich erzählt: „Sie glauben gar nicht, wenn man jeden Tag direkt neben Angela Merkel am Tisch sitzt, verliert man alle Eigenschaften eines bayerischen Löwen. Man wird wirklich zahm“ Damit erweist er sich vollends als Bettvorleger und Vollstreckungsgehilfe der islamkollaborierenden Völkerwanderungs-Kanzlerin [Zusammenarbeit mit Muslimen], der schlechtesten, die Deutschland seit 1949 erdulden musste. Das zahnlose Kuschelkätzchen Drehhofer [Seehofer] dürfte in seiner Eigenschaft als CSU-Vorsitzender seiner noch-Volkspartei in Bayern die nächste verheerende Wahlkatastrophe bescheren. Assistiert von einem neuen Ministerpräsidenten Markus Söder, dem wir nicht vergessen haben, dass er 2012 der DITIB ganz tief in den Hintern kroch und in einem Nürnberger Türken-Festzelt unterwürfig versicherte: „Der Islam ist ein Bestandteil Bayerns.“ Danach brach er, wie passend, zu einem Urlaub in die Türkei auf. All das ist scharfe Wahlkampfmunition für die bayerische AfD, die damit im Oktober mit Wucht ins Maximilianeum [Sitz des bayrischen Landtags] hineinstoßen dürfte. Die Anmerkungen in eckigen Klammern sind vom Admin. Der GroKo-Betrug mit dem Asylrecht: Europa-Abgeordnete wollen Millionen Flüchtlinge nach Deutschland holen Während die Große Koalition sich auf eine Zuwanderungsobergrenze von 220.000 Migranten jährlich geeinigt hat, die wahrscheinlich bei näherer Betrachtung keine Grenze nach oben hat, arbeiten dieselben Parteimitglieder von CDU, CSU, SPD und FDP im Europaparlament daran, Europa mit Millionen Migranten zu fluten. Wahrscheinlich schaffen sie nicht einmal die Zuwanderung von 220.000 Migranten jährlich, denn dies bedeutet, man müsste jedes Jahr eine Großstadt wie Freiburg mit allem Drum und Dran, mit Wohnraum, Krankenhäusern, Schulen, öffentlichen Verkehrsmitteln, Polizeistationen, Kindergärten, Freizeitanlagen, Sportplätzen, Sozialämtern und dem dazugehörigen Personal, aus dem Boden stampfen. Und woher wollen die Helden all das Geld, die Ingenieure, Ärzte, Polizeibeamten, Lehrer, Architekten, Städteplaner und die Arbeitskräfte nehmen? Diese EU-Parlamentarier bürden Deutschland eine Last auf, die garantiert im blutigen Chaos enden wird. Wie will man erst mit Millionen Migranten fertig werden? Oder will man statt dessen Millionen Europäer vertreiben und ermorden, denn genau darauf läuft diese Invasion hinaus? Ansgar Neuhof weist in einem Artikel darauf hin, dass die Rückkehr, insbesondere der syrischen Flüchtlinge, so gut wie gar nicht stattfindet, sondern auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben wird. Sie bleiben also erst einmal in Deutschland. Neu hinzu kommen nun dank der EU-Verordnung weitere Millionen Migranten „Gerade erst habe ich in dem Artikel „Flüchtlingskrise beendet´ – nächster Rechtsbruch gestartet“ beschrieben, dass eine Rückkehr von Flüchtlingen in ihre Heimat nicht dem politischen Willen der Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD entspricht und sie daher mit einem rhetorischen Trick eine etwaige Rückkehr insbesondere der syrischen Zuwanderer auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschiebt. Da meldet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe, dass alles noch sehr viel ärger und verlogener ist. Denn bereits im November 2017 haben die Europaabgeordneten von CDU/CSU und SPD (und man darf annehmen auch von FDP, Linke und Grüne) im Europaparlament eine Änderung der Asylbestimmungen beschossen. Nachzulesen im Original hier.” Ansgar Neuhof geht davon aus, dass seit 2015 etwa 1,4 Millionen Migranten nach Europa eingewandert sind. Das Statistische Bundesamt geht dagegen von über 2 Millionen Migranten aus. Mit anderen Worten, es gibt zukünftig 1 bis 2 Millionen "Ankerpersonen", auf die sich weitere Millionen "Schutzsuchende", von denen die meisten Wirtschaftsflüchtlinge (Sozialschmarotzer) sein dürfen, berufen können. Wer kann und will das im Einzelfall überprüfen? Die Bundesregierung hat bei der Masseneinwanderung seit 2015 auch vollkommen versagt. Und Deutschland zahlt die Zeche. Wie wird dies Deutschland verändern und wie lange werden die Sozialsysteme diese Last tragen können? „Was das bedeutet, ist klar und laut Spiegel auch dem Bundesinnenministerium nicht verborgen geblieben: Dadurch müsste Deutschland erheblich mehr Asylsuchende aufnehmen, und Obergrenzen würden zunichtegemacht. Innen-Staatssekretär Ole Schröder sagte: „Wenn jeder der über 1,4 Millionen Menschen, die seit 2015 in Deutschland Asyl beantragt haben, zur Ankerperson für neu in der EU ankommende Schutzsuchende wird, reden wir über ganz andere Größenordnungen als bei der Familienzusammenführung.“ Überdies entfiele für die EU-Erstaufnahmestaaten und Transitländer jeglicher Anreiz für einen wirksamen Grenzschutz.” Dann weist Ansgar Neuhof auf ein wörtliches Zitat der damaligen CDU-Bundestagsabgeordnete Kordula Kovac aus Baden-Württemberg am 05.04.2017 im "Schwarzwälder Boten" hin. Dort wurde in einem Villinger Forum für Migration über die weltweite Migration diskutiert. Dabei ging man davon aus, dass heute etwa 65 Millionen Menschen auf der Flucht sind. Dort schrieb sie: „Wir können nicht alle aufnehmen. 20 Millionen mehr Menschen, das muss eine Demokratie aushalten". Sind dies die Vorstellungen unserer Politiker? Gab es innerhalb der EU nicht sogar einmal den Wunsch, oder war es eine Forderung, man solle Europa mit 30 Millionen Afrikanern besiedeln? Angela Merkel hofft auf eine Zuwanderung von 12 Millionen Migranten in Deutschland. Ansgar Neuhof schreibt: „Mit den geplanten EU-Asylrechtsänderungen könnte diese Zielmarke erreicht werden. Wie auch immer man solche Zahlen bewertet: Dieser Vorgang zeigt ein weiteres Mal, dass alle politischen Beteuerungen einer Zuwanderungsbegrenzung aus den Reihen von CDU/CSU nichts als verlogenes Gerede sind." Hier der ganze Artikel von Ansgar Neuhof: Der GroKo-Betrug mit dem Asylrecht Meine Meinung: Holen wir, um es einmal mit den drastischen Worten Donald Trumps zu zitieren Millionen Afrikaner und Muslime aus ihren Drecksloch-Ländern nach Europa, um eine europäische Stadt nach der anderen in eine islamische Mördergrube zu verwandeln, wie dies zur Zeit mit der britischen Hauptstadt London geschieht, in der die Rate von Totschlag insgesamt um mehr als 27 Prozent und die Tötungsdelikte von Jugendlichen sogar um 70 Prozent zugenommen hat und dank des muslimischen Bürgermeisters, Sadiq Khan, heute die gefährlichste Stadt der Welt ist. Noch ein klein wenig OT: Video: Dr. Nicolaus Fest zur Agenda 2018: Die Entdeckung der Realität (04:09) In ihrer Neujahrsansprache sagt Kanzlerin Merkel, dass wir auch in 15 Jahren gut, sicher und gerecht leben wollen. Aber was wir dafür tun müssen, das sagte sie nicht. Weil sie all das, was dafür nötig wäre, in den letzten 12 Jahren versäumt hat. Deshalb lassen sie es mich sagen. 1. Wirtschaft: Deutschland lebt von seiner Wirtschaft. Sie finanziert den Sozialstaat, ohne sie sind Renten, Schulen, Kitas nicht bezahlbar. Erfolgreiche Wirtschaften leben von Innovationen. Für Innovationen braucht man allerdings keine Sozialtherapeuten, Genderprofessoren oder Gleichstellungsbeauftragte. Sondern Ingenieure, Techniker, Naturwissenschaftler. Daraus folgt: Deutschland muss in technische Bildung investieren. Und wir brauchen Top-Kräfte, nicht solche, die gerade so durchrutschen. Belügen wir uns also nicht: Nur Leistung schafft Wohlstand und Leistung führt zu Unterschieden. Die müssen wir akzeptieren. Wir können nicht jeden durchschleppen, wir müssen die Spreu vom Weizen trennen. Wenn wir jetzt nicht die Ingenieure, Techniker und Top-Wissenschaftler der Zukunft formen, wird das Deutschland, in dem wir gut und gerne leben, Vergangenheit sein. Weiter im Video von Dr. Nicolaus Fest. Dr. Nicolaus Fest in Minute 01:45: “Das Rentensystem ist kaputt. Wer heute 30 ist und in die Rentenkasse einzahlt, wird davon keinen Cent wiedersehen. Und in zehn Jahren gehen die geburtenstarken Jahrgänge in Rente. Hunderttausende, die jetzt noch in die Rentenkasse einzahlen, werden dann Rentenempfänger. Deshalb müssen wir jetzt über ein neues Rentensystem nachdenken. Andere Länder zeigen wie es geht.” In Minute 02:15: “Wir sind kein reiches Land. Deutschland ist mit mehreren Billionen Euro verschuldet. 50 Jahre Blütenträume von SPD, Grünen und schließlich von Frau Merkel, haben Deutschland finanziell ruiniert. Die Steuereinnahmen waren 2017 auf Rekordhöhe, aber nicht einmal dann schaffte die CDU mehr als eine Schwarze Null. Statt solide zu wirtschaften, verballert man Geld für Deals mit Erdogan, für Flüchtlinge, für den Berliner Flughafen BER. Solide Finanzpolitik sieht völlig anders aus.” Siehe auch:
<urn:uuid:6ebfc30f-bec7-4981-a651-18e7cb078070>
CC-MAIN-2019-30
https://nixgut.wordpress.com/tag/naturwissenschaftler/
2019-07-22T02:36:06Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195527458.86/warc/CC-MAIN-20190722010436-20190722032436-00393.warc.gz
by
2.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.997514
{ "abbr": [ "by" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "2.0" ] }
Beiträge Gastbeitrag Der Trend Enterprise Filesharing-Lösungen: Sicherheit… Interview TREND REPORT sprach mit Uwe Rühl, Founder der Rucon… Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.
<urn:uuid:f27817a3-e861-4d70-abbc-136d1115c0c7>
CC-MAIN-2019-30
https://trendreport.de/tag/privacy-by-default/
2019-07-23T06:56:10Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195529007.88/warc/CC-MAIN-20190723064353-20190723090353-00553.warc.gz
by-sa
4.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.997337
{ "abbr": [ "by-sa" ], "in_footer": [ true ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "4.0" ] }
This is another episode from our coverage of the Barcamp Open Science. In this episode Konrad talked with Bianca Kramer from the Utrecht University Library about the session she held at the barcamp. In her session Bianca provided a hands on experience on a new OpenCitations Index – CROCI, the Crowdsourced Open Citations Index – and discussed several aspects of it with the session participants. Viele andere Dinge fordern gerade unsere Aufmerksamkeit, von daher haben wir etwas gebraucht um mal wieder eine Episode aufzuzeichnen. Das bringt auch uns hin und wieder zum Nachdenken warum man das hier macht und wie man es am besten machen könnte. Vielleicht könnt Ihr als Hörer ja ein paar Punkte davon verstehen, oder zumindest nachvollziehen. Abseits von Metathemen gibt es noch ein/zwei Newsmeldungen und im Nachgang zu dieser Episode gibt es noch ein paar Veröffentlichungen von Gesprächen die Konrad auf der WikiCite 2017 führte. Viel Spaß!
<urn:uuid:b4f35d0c-4ebb-482f-8781-9bfef727d621>
CC-MAIN-2019-30
http://www.openscienceradio.org/tag/open-citations/
2019-07-15T22:07:52Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195524254.28/warc/CC-MAIN-20190715215144-20190716001144-00177.warc.gz
by
4.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.976595
{ "abbr": [ "by" ], "in_footer": [ true ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "4.0" ] }
Unvergesslich! ein Essen mit Familie oder Freunden auf einer riesigen Terrasse betrachten den Sonnenuntergang auf Cavaleria, die den Fornells Turm... beleuchtet den Ton auf das nahe Meer, das macht dich dünn eintauchen 3 Schlafzimmer 4 zimmerWohnfläche : 90m² - Ausblick : Panorama, freier, Meer/Ozean, Swimmingpool, Garten/Park, spektakulärer Sonnenuntergang - Kinderfreundlich - Rahmen : Paradiesisch, Beruhigend - Sandstrand in 1,5km - Golf, Festival, Reiten, Kultur, Angeln - Tiere erlaubt - Ausrichtung : Norden Bewertung der Anzeige 57527 Anzeigendetails 57527 7 Personen 3 Zimmer auf 2 Ebenen mit Bad/Dusche und WC auf der Etage. Eine riesige Terrasse am Meer, Fornells Turm, der Leuchtturm von Cavaleria zu bewundern. Privater Zugang zum Strand oder den Pool der Residenz. Gute Anbindung an das Haus, sein Auto zu entladen. Am Ende des Wohnsitzes, der Berg gelehnt: Ruhe und Gelassenheit. Ein Solarium Private nicht übersehen! Extras Apartment Interieur Duplex mit Ausblick: Panorama, freier, Meer/Ozean, ... Exterieur Ferienwohnung in Rahmen: paradiesisch, beruhigend Tarife Kalender Verfügbarkeiten Ferienwohnung in Es Mercadal Jahreszeiten & Verfügbarkeiten Duplex in Es Mercadal Tarife Duplex in Es Mercadal Service Praktische Infos Buchungskonditionen Freizeitaktivitäten, Umgebung, Lokalisierung Apartment 57527 Naturschutzgebiet, Wandern auf den Cami de Cavalls, Golf Son Bou, Website talayotischen Schönheit der 2 wichtigsten Städte Hstoriques in der Nähe von Ciutadella und Mahon geschützt... Menorca, das Juwel der Balearen! Lokalisierung AnfahrtApartment Es Mercadal Am Ende östlich von Playa de Fornells, in der Höhe, lehnt sich an die Hügel mit Blick auf die Residenz. Kleiner Weg leicht zu die Rennen zu entladen.
<urn:uuid:479d9f23-637c-4692-a6a2-8ddebad0f4bc>
CC-MAIN-2019-30
https://www.iha.com.de/apartment-mieten-es-mercadal_57527&r=K:
2019-07-15T22:08:11Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195524254.28/warc/CC-MAIN-20190715215144-20190716001144-00177.warc.gz
by
4.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.987494
{ "abbr": [ "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by" ], "in_footer": [ false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false ], "in_head": [ false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0" ] }
15 / 207 Anzeigen Haus Freistehend, 1 Stockwerk, eigener Eingang, in einem Park ab 34€/Nacht (Tarife) 6 Personen 4 Erwachsene(r), 2 kinder 2 Schlafzimmer 3 zimmerWohnfläche : 100m² 2 Schlafzimmer 3 zimmerWohnfläche : 100m² Parkplatz - Ausblick : Landschaft - Kinderfreundlich - Rahmen : Naturbelassen, Still - Kultur, Angeln - Ausrichtung : Süd-Westen URLAUB MEER Anzeige Nr. 54004 Praktische Infos Per Telefon Kontakt aufnehmen Per E-Mail Kontakt aufnehmen Aus Sicherheitsgründen und für Qualitätskontrolle empfehlen wir Ihnen dringend den Eigentümer über IHA Holiday Ads zu kontaktieren. SICHER Bewertung der Anzeige 54004 Geben Sie die erste Bewertung ab! Parco Valle VerdeAnzeige 54004Case del Conte - Provinz Salerno - Italien Anzeigendetails 54004 Extras Haus Parkplatz : Unüberdachter Parkplatz : 2 reservierte(r). Interieur Haus mit Ausblick: Landschaft Maximalbelegung : 6 Person(en) (4 Erwachsene(r), 2 Kind(er)) Wohnfläche : 100m² Raumaufteilung : 3 Zimmer, 2 Schlafzimmer, 2 Waschraum/-räume, 2 WC, Wohnzimmer 30m², Salon, Kochecke, Esszimmer, Essbereich, Kaminecke, Fernsehzimmer, Veranda Schlafplätze : 1 Doppelbett(en), 1 Sofabett(en) 2 Personen, 1 Stockbett(en), 1 Klappbett(en) 1 Person Komfort : TV, Antennenanschluss, Kleiderschrank, Garderobe, Radiowecker, Föhn, Rollos, ferngesteuertes Eingangstor Haushaltsausstattung : Geschirr/Besteck, Kaffeebereiter, Toaster, Gasherd, Kühlschrank, Gefrierschrank, Waschmaschine, Bügeleisen Exterieur Ferienwohnung in Rahmen: naturbelassen, still Grundstücksfläche : < 100m² Außenanlage : Terrasse 32m², überdachte Terrasse 25m² Äußerer Rahmen : Privater Hof 30m², Garten 10m² Außenausstattung : Grill, Gartentisch(e), Gartenstuhl/-stühle, Sonnenschirm, 3 Liegestuhl/-stühle, Hollywoodschaukel, Außendusche, Außentoilette Tarife Kalender Verfügbarkeiten Ferienwohnung in Case del Conte Jahreszeiten & Verfügbarkeiten Haus in Case del Conte Tarife Haus in Case del Conte Saison Nacht Wochenende Woche 2 Wochen Monat Nebensaison - - - 500€1000€ Übergangssaison - - - 750€1500€ Hauptsaison - - - 1200€2000€ Feiertagsangebot - - - - - Sondersaison - - - - - Service DienstHäufigkeitInklusive / InklusiveGegen AufpreisTarife Wäsche Bettdecke(n) Kissen Haus Endreinigung30€ Parkplatz Praktische Infos Informationen : Kinderfreundlich Keine Haustiere Mobilfunknetz Eigenes Transportmittel empfehlenswert Wasser : heiß/kalt Stromspannung : 220-240V / 50Hz Stromversorgung : Netz Buchungskonditionen Buchung : Bezahlung bei Buchung : 100% des Mietbetrags Vermietung : Inkl. Nebenkosten Endreinigungspauschale extra : 30€ Akzeptierte Zahlungsarten : Banküberweisung Freizeitaktivitäten, Umgebung, Lokalisierung Haus 54004 Besondere Aktivitäten vor Ort oder weniger als 5 km/3 Meilen entfernt : ANGELN Kampanien KULTUR Kampanien Aktivitäten weniger als 20 km /12 Meilen entfernt : Baden, Tretboot, Schnorcheln, Banana-Boat, Wasserski, Wellenreiten, Windsurfen, Segeln, Kanu/Kajak, Wandern, Mountainbike (Strecke), Fischen Betreute Aktivitäten : Segelschule, Tauchschule, Tennisschule Attraktionen und Entspannung : Bar/Pub, Nachtclub, Restaurant, Karaoke, Park und Garten, historische Sehenswürdigkeit, Kunsthandwerk URLAUB MEER Örtlichkeit : Meer/Ozean Sandstrand FKK-Strand Felsbucht Windsurf-Spot Surf-Spot Annehmlichkeiten : Bushaltestelle Supermarkt Post Apotheke in 100m Lokalisierung AnfahrtHaus Case del Conte Adresse Via Arena 84040 Case del Conte KampanienGPS Koordinaten der Stadt Breitengrad 40°14'22.992"N Längengrad 14°57'53.82"O Anfahrtsmöglichkeiten Ferienwohnung 54004 in 43km / 30min. Autobahn (Ausfahrt) Salerno Reggio Calbria Eboli, Provinz Salerno, Kampanien, Italien in 20km / 20min. Bahnhof Agropoli Castellabate Agropoli, Provinz Salerno, Kampanien, Italien Nahe gelegene Städte Castellabate (5km) Pollica (10km) Agropoli (13km) In der Nähe Fiume Tanagro, Capo Palinuro, Stazione di Paestum, Stazione Policastro Bussentino, Fiume Calore, Fiume Picentino, Fiume Bussento, Fiume Palistro, Fiume Bianco, Monte Bulgheria, Velia, Porto degli Infreschi, Valle Sciarapatamo, Sella di Corticato, Cilento, Stazione di Albanella, Stazione di Sicignano, Fiume Solofrone, Fiume Alento, Monte Chianiello, Piana di Salerno Lokalisierung Nahe gelegene Städte Orte in der Nähe Fotos Haus 54004 Fassade, Haus in Case del Conte - Anzeige 54004 @cc Haus in Case del Conte - Anzeige 54004 @cc Kochecke, Haus in Case del Conte - Anzeige 54004 @cc Fernsehzimmer, Haus in Case del Conte - Anzeige 54004 @cc Raumaufteilung, Haus in Case del Conte - Anzeige 54004 @cc Raumaufteilung, Haus in Case del Conte - Anzeige 54004 @cc Schlafzimmer, Haus in Case del Conte - Anzeige 54004 @cc Kinderzimmer, Haus in Case del Conte - Anzeige 54004 @cc WC, Haus in Case del Conte - Anzeige 54004 @cc Überdachte Terrasse, Haus in Case del Conte - Anzeige 54004 @cc Äußerer Rahmen, Haus in Case del Conte - Anzeige 54004 @cc Privater Hof, Haus in Case del Conte - Anzeige 54004 @cc Sandstrand, Haus in Case del Conte - Anzeige 54004 @cc Überdachte Terrasse, Haus in Case del Conte - Anzeige 54004 @cc Äußerer Rahmen, Haus in Case del Conte - Anzeige 54004 @cc Garten, Haus in Case del Conte - Anzeige 54004 @cc Äußerer Rahmen, Haus in Case del Conte - Anzeige 54004 @cc Einrichtungsgegenstände, Haus in Case del Conte - Anzeige 54004 @cc Zurück zur Liste d. FerienwohnungenKontaktieren
<urn:uuid:a97db8a6-dbd0-450e-ac7a-a1b4617438cd>
CC-MAIN-2019-30
https://www.iha.com.de/haus-mieten-case-del-conte_54004&r=Sj&dm=map
2019-07-15T22:13:22Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195524254.28/warc/CC-MAIN-20190715215144-20190716001144-00177.warc.gz
by
4.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.887089
{ "abbr": [ "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by" ], "in_footer": [ false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false ], "in_head": [ false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0" ] }
Die drei Musketiere (1961) Filmdaten | | ---|---| Deutscher Titel | Die drei Musketiere | Originaltitel | Les Trois Mousquetaires | Produktionsland | Frankreich, Italien | Originalsprache | Französisch | Erscheinungsjahr | 1961 | Länge | 186 Minuten | Altersfreigabe | FSK 12 | Stab | | Regie | Bernard Borderie | Drehbuch | Bernard Borderie, Jean-Bernard Luc | Produktion | Films Borderie, Fono Roma | Musik | Paul Misraki | Kamera | Armand Thirard | Schnitt | Christian Gaudin | Besetzung | | Die drei Musketiere (Originaltitel: Les Trois Mousquetaires) ist ein französisch-italienischer Film des Regisseurs, Drehbuchautors und Produzenten Bernard Borderie, der 1961 seine Adaption des klassischen Abenteuerromans seines Landsmanns Alexandre Dumas dem Älteren auf die Leinwand brachte. Das Drehbuch des am 4. Oktober 1961 in Frankreich uraufgeführten Films verfasste er mit Jean-Bernard Luc in enger Anlehnung an die Romanhandlung. Der Film besteht aus zwei Teilen.[1] Sie wurden in Deutschland unter den Titeln Haudegen der Königin und Ohne Furcht und Tadel veröffentlicht. Inhaltsverzeichnis Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Der junge D’Artagnan soll Musketier des Königs werden. Der Vater gibt ihm für die Reise nach Paris ein Pferd und dazu den Rat, unterwegs kein Duell auszulassen. Als er unterwegs bemerkt, dass er wegen seines Pferdes von einem Edelmann names Rochefort verspottet wird, fordert er ihn daher ohne Zögern zum Duell. Er kann seine Fechtkünste zeigen und dominiert den Kampf, aber er hat sich unwissentlich mit Spionen des Kardinal Richelieu angelegt. Milady de Winter, ebenfalls in den Diensten des Kardinals, beendet den Kampf, indem sie eine Gruppe von Männern dafür bezahlt, d'Artagnan während des Duells von hinten zu überrumpeln. Der Held wird niedergeknüppelt und ausgeraubt. Planchet rettet ihm das Leben, indem er den Angreifern weismacht, dass d'Artagnan bereits tot sei. Er bringt ihn in Sicherheit und schließlich nach Paris. Dort verschafft er d'Artagnan neues Startkapital, indem er sein Pferd verkauft. Dann stellt d'Artagnan sich wie geplant beim Hauptmann der Musketiere vor, wo er die titelgebenden drei Musketiere kennenlernt, mit denen er schließlich diverse Abenteuer erlebt. Außenaufnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Für die beeindruckenden Außenaufnahmen des Films nutzte man den Bois de Boulogne, ein Schloss im Département Seine-et-Marne und den kleinen Ort Semur-en-Auxois. Ergänzend dazu sind aufwendige, detaillierte Kulissen und Kostüme zu sehen.[2] Der Regisseur und seine Filmcrew bewiesen hier bereits die Fähigkeit zur farbenprächtigen Umsetzung historischer Stoffe, die später auch in seiner fünfteiligen Filmserie um die Romanheldin Angélique zum Tragen kam. Actionszenen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Gerard Barray, der im selben Jahr mit “Fracass, der freche Kavalier” bereits einen Mantel-und-Degen-Film gedreht hatte, ist hier bei Fechtszenen in langen Einstellungen selbst zu sehen. Dabei kämpft er oft gegen eine Überzahl. Wenn er sich erfolgreich gegen mehrere Gegner verteidigt, lässt der Regisseur das dadurch plausibel erscheinen, dass die Angreifer in ihrem Übereifer ungeschickt agieren und dabei manchmal sogar stolpern, ausrutschen oder sich aus Versehen untereinander behindern. Somit erweist sich der Film als überlegen gegenüber zahlreichen späteren Action-Streifen, in deren allzu offensichtlich choreographierten Prügelszenen die Angreifer oft erkennbar mit ihren Attacken warten, bis sie “dran” sind. Gerard Barray als d'Artagnan nutzt bei seinen Kämpfen alles, was die jeweilige Umgebung an potentiellen Überraschungsmöglichkeiten zu bieten hat, genau wie man es später auch in den Filmen von Jackie Chan sehen konnte. Bei einem von d'Artagnan ausgetragenen Faustkampf, in dem er Madame Bonacieux gegen Entführer verteidigt, lässt Borderie die Hiebe des Helden explosiver wirken, indem er jeweils einige Frames entfernt und die Trefferwirkung durch Soundeffekte betont. Bernard Borderie zeigt hier die Erfahrung, die er bei den Actionszenen seiner erfolgreichen Filmserie mit Eddie Constantine als Lemmy Caution gewonnen hat. Hintergrundinformationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Mylène Demongeot war später die weibliche Hauptdarstellerin in den drei Fantômas-Filmen von André Hunebelle (dem Regisseur der Verfilmung von Die drei Musketiere des Jahres 1953) und spielte dort als gefühlsbetonte und temperamentvolle Freundin des Journalisten „Fandor“ (Jean Marais) eine völlig andere Rolle. Jean Carmet, der hier als „Planchet“ d'Artagnans Leben rettet und sich auch darüber hinaus als sehr gewitzt erweist, spielte später in Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh den besten Freund des Helden. Der Film gewann einen Silbernen Bären bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin 1973[4] und hatte wegen des großen Erfolges auch eine Fortsetzung, in der Carmet dieselbe Rolle spielte. Überdies gewann Carmet dreimal einen César. Guy Delorme spielte zwei Jahre später in einem weiteren Film von Bernard Borderie den Bösewicht: Zum Nachtisch blaue Bohnen. - 1. Teil: Haudegen der Königin in der Internet Movie Database (englisch) - 2. Teil: Ohne Furcht und Tadel in der Internet Movie Database (englisch) Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] - Les Trois Mousquetaires (2 époques) (Bernard Borderie, 1961): on ne présente plus l’œuvre d’Alexandre Dumas, ici adaptée en deux films. Abgerufen am 16. September 2011. - A fine supporting cast,historically accurate costumes and beautiful scenery. Abgerufen am 16. September 2011. - 1966 - SURCOUF, LE TIGRE DES SEPT MERS (Surcouf, l'eroe dei sette mari), de Sergio Bergonzelli. Abgerufen am 16. September 2011. - Berlinale 1973: Prize Winners. In: berlinale.de. Abgerufen am 29. Juni 2010.
<urn:uuid:d75e1b56-08dd-437b-b21e-ad69409805db>
CC-MAIN-2019-30
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_drei_Musketiere_%281961%29
2019-07-17T03:36:52Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525009.36/warc/CC-MAIN-20190717021428-20190717043428-00337.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.9878
{ "abbr": [ "by-sa" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ true ], "location": [ "link_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
Histon Histone sind basische Proteine, die im Zellkern von Eukaryoten vorkommen. Sie werden außerdem in bestimmten Archaeen, insbesondere Euryarchaeota und Proteoarchaeota gefunden.[1] Sie sind als Bestandteil des Chromatins für die Verpackung der DNA (es sind Spulen, um welche sich die DNA windet), aber auch für die Expression mancher auf ihr codierten Gene von essentieller Bedeutung (Epigenetik). Um das große Genom der Eukaryoten im Zellkern unterbringen zu können, ist es nötig, die DNA besonders zu verpacken. Bei Eukaryoten geschieht dies in Chromosomen, deren kleinste Verpackungseinheit ein Nukleosom ist. Als Nukleosom bezeichnet man die Einheit von DNA und einem "Histonoktamer", das aus acht Histonen besteht: je zwei Kopien der Histone H2A, H2B, H3 und H4. Die DNA ist 1,65-mal um das Histonoktamer gewickelt, was einer DNA-Länge von 146 Basenpaaren entspricht. Die nicht assoziierte DNA, die benachbarte Nukleosomen verbindet, wird Linker-DNA genannt. Das Histon H1 bindet DNA direkt neben Nukleosomen und erlaubt die nächsthöhere Verpackungseinheit der DNA. Histone bestehen aus einem globulären Zentrum und flexiblen endständigen Armen (englisch histone tails), die viele basische, also positiv geladene Aminosäuren besitzen. Die DNA ist hingegen negativ geladen, so dass eine elektrostatische Anziehung besteht. Inhaltsverzeichnis Entdeckung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Die Histon-Proteine wurden 1884 vom deutschen Mediziner und Physiologen Albrecht Kossel entdeckt. Der Begriff Histon lässt sich aus griechisch histanai oder histos herleiten. Bis in die frühen 1990er Jahre wurden Histone als reines Packmaterial nukleärer DNA verkannt. Erst in den letzten beiden Jahrzehnten konnte ihre Bedeutung für epigenetische Mechanismen beschrieben werden.[2] Histonklassen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Beim Menschen sind fünf Haupt-Histon-Proteine (Histone-Klassen, englisch histone families) bekannt: Überfamilie superfamily | Familie family | Unterfamilie subfamily | ---|---|---| Linker (Gerüst) | H1 | H1F | H1H1 | || Core (Spule) | H2A | H2AF | H2A1 | || H2A2 | || H2B | H2BF | | H2B1 | || H2B2 | || H3 | H3A1 | | H3A2 | || H3A3 | || H4 | H41 | | H44 | Die Histonproteine H2A und H2B lagern sich zu Dimeren zusammen. Dasselbe gilt für H3 und H4. Zwei H3/H4-Dimere lagern sich zu einem Tetramer zusammen, an das wiederum zwei H2A/H2B-Dimere angelagert werden. Dadurch entsteht der oktamere Nukleosomenkern (englisch core particle), um den sich die DNA in ca. zwei großen linksgängigen Windungen legen kann. Das fünfte Histon, H1, wird möglicherweise benötigt, um eine 30-nm-Faser zu bilden – eine übergeordnete Struktur, die einer Helix aus Nukleosomen entspricht. Dadurch wird die DNA Packung weiter verstärkt. Die Komprimierung des DNA-Moleküls beträgt ohne H1 Faktor 7 und wird mit H1 auf Faktor 40–50 erhöht, d. h. ein unkomprimierter DNA-Strang enthält 3 Mio. Nukleotide/mm, komprimiert ohne H1 20 Mio. Nukleotide/mm und mit H1 120 Mio. Nukleotide/mm. Neben den oben genannten Histonproteinen gibt es außerdem Varianten, die sehr spezifische Funktionen bei der Regulation der Genexpression und der Strukturierung der Chromosomen übernehmen. Ein Beispiel ist Makro-H2A, welches das Histon H2A partiell auf dem inaktivierten X-Chromosom von weiblichen Säugern ersetzt. Ein anderes Beispiel ist CENP-A, eine Variante des Histons H3, die nur im Bereich des Zentromers zu finden ist und für die spezifische Struktur dieser Chromosomenregion essentiell ist. Im Großen und Ganzen sind die Core-Histone H2A, H2B, H3 und H4 in der Evolution streng konserviert worden. Lediglich das Histon H1 ist in seiner Struktur sehr variabel, wie der Vergleich unterschiedlicher Organismen zeigt. Bei der Bäckerhefe (Saccharomyces cerevisiae) fehlt dieses Histon sogar völlig. Die Bindung der DNA an die Histone kann die Transkription positiv oder negativ beeinflussen. Für die Vorgänge der Transkription, Replikation und DNA-Reparatur müssen die Histone von der DNA gelöst oder auf dem DNA-Strang verschoben werden – ein Vorgang, den man als Nukleosomenremodelling bezeichnet.[3] Die Histone der Archaeen enthalten nur eine H3-H4-ähnliche dimere Struktur, die aus demselben Protein besteht. Solche dimeren Strukturen können sich zu einer großen Superhelix (‚Supernukleosom‘) stapeln, auf der sich die DNA ähnlich wie bei den Spulen der Nukleosomen aufwickelt.[4] Nur einige archaeale Histone haben endständige Arme.[5] Histonmodifikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Das N-terminale Ende eines Histons kann von Enzymen modifiziert werden. Diese Histonmodifikationen können Methylierung, Phosphorylierung, Sumoylierung, Ubiquitinylierung und Acetylierung sowie deren Rückreaktionen umfassen. Hieraus ergibt sich der spezifische Histon-Code einer Zelle. Diese Modifikationen haben Einfluss auf das Chromatingerüst des Zellkerns und somit auf die Genregulation.[6][7][8][9][10][11] Die Funktion der Methylierung von Histonen wird derzeit intensiv erforscht und steht überwiegend in Beziehung zur epigenetischen Inaktivierung von Genen. So kann eine regionale Trimethylierung des Lysinseitenrestes (K9) am Histon 3 eines Promoters zu einer Kondensierung der Chromatinstruktur in diesem Bereich führen, dies hat dann eine Inaktivierung der Genexpression des auf diesem Abschnitt liegenden Gens zur Folge. Darüber hinaus existieren Verbindungen zum inaktivierenden Prozess der DNA-Methylierung. Die Phosphorylierung von Histonproteinen erhöht in den meisten Fällen die Zugänglichkeit der DNA und spielt unter anderem eine wichtige Rolle bei der Regulation der Transkription während der Mitose und Meiose. Die Acetylierung setzt, wie die Phosphorylierung, in den meisten Fällen die Bindefähigkeit der Histone für die DNA herab, indem die Ladung der Histone negativ wird und sich die negative DNA abstößt. Sie ist deshalb Voraussetzung für die Transkription der mit Histonen assoziierten DNA.[12][13] Histongene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Histone sind offensichtlich evolutionär sehr alte und sehr bedeutende Moleküle, sodass sie hoch konserviert sind. Sie gehören zu den am stärksten konservierten Proteinen in Eukaryoten, was ihre wichtige Rolle in der Biologie des Zellkerns unterstreicht.[14]:939 Histongene sind S-Phase-abhängig, werden also nur exprimiert, wenn neue DNA gebildet wird, und zwar dann extrem stark. Die Histongene liegen ähnlich wie die rDNA häufig in Clustern wiederholt vor, sind also gekoppelt, sie besitzen jedoch jeweils einen eigenen Promotor. Die Zahl der Wiederholungen kann recht stark schwanken (Saccharomyces cerevisiae hat 2 Cluster, der Grüne Wassermolch hat 700, beim Menschen sind es 10–24). Die Reihenfolge der einzelnen Histongene im Cluster ist recht unterschiedlich, teilweise sind die Gene zudem gegenläufig, teilweise auch in gleicher Richtung angeordnet. In jedem Cluster jedoch sind alle 5 Histone vorhanden. Die Histongene selbst haben zudem eine regelrecht altertümliche Struktur. Sie besitzen weder Introns, noch erhalten sie nach der Transkription einen poly(A)-Schwanz. Der 3'-UTR ist sehr kurz und enthält zwei gegenläufig gerichtete Wiederholungseinheiten (inverted repeats). Diese bilden eine Haarnadelstruktur aus, was man ansonsten nur von Genen von Prokaryoten kennt. Die Haarnadelstruktur ist für die koordinierte Reifung der Histon-mRNA und für die Regelung ihrer Lebenszeit in der S-Phase wichtig. Bei Säugetieren und Vögeln sind die Cluster nicht repetitiv angeordnet, sondern etwas verteilt. Einige Histongene sind S-Phase-korreliert und liegen recht nahe beieinander. Sie entsprechen vom Aufbau her den „normalen“ Histongenen. Andere hingegen sind sogenannte Ersatzhistongene, die defekte Histonproteine ersetzen können, auch außerhalb der S-Phase. Diese liegen abseits der Histoncluster und besitzen lange 3'-UTRs und einen poly(A)-Schwanz. Entwicklungsgeschichte der Histone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Wie bereits erwähnt, finden sich Histone in den Kernen eukaryotischer Zellen und in bestimmten Archaeen – bei Proteoarchaea und Euryarchaea, (bis auf H1, s. u.) aber nicht in Bakterien.[1] Die bei Archaeen gefundenen Histone scheinen den evolutionären Vorläufern eukaryotischer Histone sehr ähnlich sein.[1] Diese Ergebnisse stützen moderne Varianten der Eozyten-Theorie (die Ursprünge der Eukaryoten sind unter den Proteoarchaeota zu suchen), und damit einen zentralen Aspekt der Endosymbiontentheorie. Im Gegensatz dazu finden in reife Samenzellen hauptsächlich Protamine Verwendung, um Kern-DNA zu packen. Dies liegt höchstwahrscheinlich daran, dass dadurch eine noch höhere Packrate erreicht werden kann.[15] Eine Zeit lang wurde angenommen, dass Dinoflagellaten die einzigen Eukaryoten sind, denen Histone völlig fehlen.[16] Spätere Studien zeigten jedoch, dass ihre Kern-DNA immer noch Histon-Gene enthält.[17] Histonähnliche Proteine bei Bakterien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] In Bakterien findet man keine Core-Histone (mit Ausnahme des Lysin-reichen H1, auch als Nukleoprotein HC1/HC2 bezeichnet).[18] Stattdessen ist bei Bakterien und DNA-haltigen Organellen wie Mitochondrien und Plastiden (insbesondere Chloroplasten) die DNA normalerweise in Nuceloiden (Kernäquivalenten) verdichtet, wofür so genannte ‚histonähnliche Proteine‘ (HLPs, nach englisch histone like proteins, auch Bacterial DNA binding proteins) sorgen. Diese sind untereinander homolog, zu den echten Histonen im Zellkern der eukaryotischen Zellen (Euzyten) aber nur funktionell ähnlich (analog).[19][20] Die Bezeichnungen sind: - HU in Bakterien (mit Beispiel H-NS) - Abf2 in Mitochondrien - HC (englisch histone-like protein of chloroplast) in den Chloroplasten von Rotalgen wie Cyanidioschyzon merolae (Cyanidiales).[21][22] Diese Beziehungen der Histone und HLPs unterstützen ebenfalls die Endosymbiontentheorie. Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] - Epigenetik – Rolle von Histonmodifikationen bei der Regulation des Genoms - Nukleosom – der Komplex, den die Histone mit der DNA bilden - Histon-Code - Histon-Deacetylase - Sirtuine - Imprinting - Transkription (Biologie) Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] - M. G. Goll, T. H. Bestor: Histone modification and replacement in chromatin activation. Genes Dev 16(14): S. 1739-1742 (2002) PMID 12130533 - P. A. Grant: A tale of histone modifications. Genome Biol 2(4):REVIEWS0003 (2001) PMID 11305943 - J. M. Eirín-López, L. J. Frehlick, J. Ausió: Protamines, in the footsteps of linker histone evolution. J Biol Chem 281(1): S. 1-4 (2006) PMID 16243843 - S. Inouye, F. I. Tsuji: Monitoring gene expression in Chinese hamster ovary cells using secreted apoaequorin. Anal Biochem 201(1): S. 114-118 (1992) PMID 1621948 - C. Weiller C, F. Chollet, K. J. Friston, R. J. Wise, R. S. Frackowiak: Functional reorganization of the brain in recovery from striatocapsular infarction in man. Ann Neurol 31(5): S. 463-472 (1992) PMID 1596081 - M. Hampsey, D. Reinberg: Tails of intrigue: phosphorylation of RNA polymerase II mediates histone methylation. Cell 113(4): S. 429-432 (2003) PMID 12757703 - B. M. Turner: Cellular memory and the histone code. Cell 111(3): S. 285-291 (2002) PMID 12419240 - A. J. Bannister, R. Schneider, T. Kouzarides: Histone methylation: dynamic or static? Cell 109(7): S. 801-806 (2002) PMID 12110177 - P. Cheung, C. D. Allis, P. Sassone-Corsi: Signaling to chromatin through histone modifications. Cell 103(2): S. 263-271 (2000) PMID 11057899 - C. L. Peterson, M. A. Laniel: Histones and histone modifications. Curr Biol 14(14): S. R546-51 (2004) PMID 15268870 - S. Belikov, V. Karpov: Linker histones: paradigm lost but questions remain. FEBS Lett 441(2): S. 161-164 (1998) PMID 9883876 - C. Von Holt, W. N. Strickland, W. F. Brandt, M. S. Strickland: More histone structures. FEBS Lett 100(2): S. 201-218 (1979) PMID 378692 - Y. Shi, J. R. Whetstine: Dynamic regulation of histone lysine methylation by demethylases. Mol Cell 25(1): S. 1-14 (2007) PMID 17218267 - Video: Der molekulare Aufbau eines Histonoktamers (Animation). Institut für den Wissenschaftlichen Film (IWF) 2007, zur Verfügung gestellt von der Technischen Informationsbibliothek (TIB), doi:10.3203/IWF/C-13106. Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] - B Henneman, C van Emmerik, H van Ingen, RT Dame: Structure and function of archaeal histones.. In: PLoS genetics. 14, Nr. 9, September 2018, S. e1007582. doi:10.1371/journal.pgen.1007582. PMID 30212449. PMC 6136690 (freier Volltext). - Informationen der Nobelstiftung zur Preisverleihung 1910 an Albrecht Kossel (englisch). - Kamakaka RT, Biggins S: Histone variants: deviants?. In: Genes Dev.. 19, Nr. 3, Februar 2005, S. 295–310. doi:10.1101/gad.1272805. PMID 15687254. - F Mattiroli, S Bhattacharyya, PN Dyer, AE White, K Sandman, BW Burkhart, KR Byrne, T Lee, NG Ahn, TJ Santangelo, JN Reeve, K Luger: Structure of histone-based chromatin in Archaea.. In: Science. 357, Nr. 6351, 11. August 2017, S. 609–612. doi:10.1126/science.aaj1849. PMID 28798133. PMC 5747315 (freier Volltext). - Alva V, Ammelburg M, Söding J, Lupas AN: On the origin of the histone fold. In: BMC Structural Biology. 7, März 2007, S. 17. doi:10.1186/1472-6807-7-17. PMID 17391511. PMC 1847821 (freier Volltext). - Bártová E, Krejcí J, Harnicarová A, Galiová G, Kozubek S: Histone modifications and nuclear architecture: a review. In: J. Histochem. Cytochem.. 56, Nr. 8, August 2008, S. 711–21. doi:10.1369/jhc.2008.951251. PMID 18474937. PMC 2443610 (freier Volltext). - Eberharter A, Becker PB: Histone acetylation: a switch between repressive and permissive chromatin. Second in review series on chromatin dynamics. In: EMBO Rep.. 3, Nr. 3, März 2002, S. 224–9. doi:10.1093/embo-reports/kvf053. PMID 11882541. PMC 1084017 (freier Volltext). - Zhang Y: Transcriptional regulation by histone ubiquitination and deubiquitination. In: Genes Dev.. 17, Nr. 22, November 2003, S. 2733–40. doi:10.1101/gad.1156403. PMID 14630937. - Mersfelder EL, Parthun MR: The tale beyond the tail: histone core domain modifications and the regulation of chromatin structure. In: Nucleic Acids Res.. 34, Nr. 9, 2006, S. 2653–62. doi:10.1093/nar/gkl338. PMID 16714444. PMC 1464108 (freier Volltext). - Suganuma T, Workman JL: Crosstalk among Histone Modifications. In: Cell. 135, Nr. 4, November 2008, S. 604–7. doi:10.1016/j.cell.2008.10.036. PMID 19013272. - Weake VM, Workman JL: Histone ubiquitination: triggering gene activity. In: Mol. Cell. 29, Nr. 6, März 2008, S. 653–63. doi:10.1016/j.molcel.2008.02.014. PMID 18374642. - Cloos PA, Christensen J, Agger K, Helin K: Erasing the methyl mark: histone demethylases at the center of cellular differentiation and disease. In: Genes Dev.. 22, Nr. 9, Mai 2008, S. 1115–40. doi:10.1101/gad.1652908. PMID 18451103. PMC 2732404 (freier Volltext). - Zhang Y, Reinberg D: Transcription regulation by histone methylation: interplay between different covalent modifications of the core histone tails. In: Genes Dev.. 15, Nr. 18, September 2001, S. 2343–60. doi:10.1101/gad.927301. PMID 11562345. - Michael Cox, David R. Nelson, Albert L Lehninger: Lehninger Principles of Biochemistry. W.H. Freeman, San Francisco 2005, ISBN 978-0-7167-4339-2. - H. J. Clarke: Nuclear and chromatin composition of mammalian gametes and early embryos. In: Biochemistry and Cell Biology. 70, Nr. 10–11, 1992, S. 856–866. doi:10.1139/o92-134. PMID 1297351. - P. J. Rizzo: Those amazing dinoflagellate chromosomes. In: Cell Research. 13, Nr. 4, August 2003, S. 215–217. doi:10.1038/sj.cr.7290166. PMID 12974611. - P. B. Talbert, S. Henikoff: Chromatin: Packaging without Nucleosomes. In: Current Biology. 22, Nr. 24, 2012, S. R1040–R1043. doi:10.1016/j.cub.2012.10.052. PMID 23257187. - HAROLD E. KASINSKY, JOHN D. LEWIS, JOEL B. DACKS, JUAN AUSIÓ: Origin of H1 linker histones. In: The FASEB Journal. 15, Nr. 1, Januar 2001, S. 34–42. doi:10.1096/fj.00-0237rev. PMID 11149891. - Drlica K, Rouviere-Yaniv J: Histonelike proteins of bacteria. In: Microbiological Reviews. 51, Nr. 3, September 1987, S. 301–19. PMID 3118156. PMC 373113 (freier Volltext). - Pettijohn DE: Histone-like proteins and bacterial chromosome structure. In: The Journal of Biological Chemistry. 263, Nr. 26, September 1988, S. 12793–6. PMID 3047111. - T. Kobayashi, M. Takahara, S. Y. Miyagishima, H. Kuroiwa, N. Sasaki, N. Ohta, M. Matsuzaki, T. Kuroiwa: Detection and Localization of a Chloroplast-Encoded HU-Like Protein That Organizes Chloroplast Nucleoids. In: The Plant Cell Online. 14, Nr. 7, 2002, S. 1579–1589. doi:10.1105/tpc.002717. PMID 12119376. PMC 150708 (freier Volltext). - Biology, 8th Edition, Campbell & Reece. Benjamin Cummings (Pearson), 2009, ISBN 978-0-321-54325-7, S. 516.
<urn:uuid:09b1fe40-fb79-4458-9ccf-304a6dbce06e>
CC-MAIN-2019-30
https://de.wikipedia.org/wiki/Histon
2019-07-17T03:52:19Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525009.36/warc/CC-MAIN-20190717021428-20190717043428-00337.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.848889
{ "abbr": [ "by-sa" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ true ], "location": [ "link_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
Änderungen an Seiten, die von „Diskussion:Weser“ verlinkt sind Diese Spezialseite listet die letzten Änderungen an den verlinkten Seiten auf (bzw. bei Kategorien an den Mitgliedern dieser Kategorie). Seiten auf deiner Beobachtungsliste sind fett dargestellt. Im ausgewählten Zeitraum wurden an den verlinkten Seiten keine Änderungen vorgenommen.
<urn:uuid:c3d60b51-0005-47c9-a34e-7edf9c9c5561>
CC-MAIN-2019-30
https://klexikon.zum.de/index.php?title=Spezial:%C3%84nderungen_an_verlinkten_Seiten&limit=100&target=Diskussion%3AWeser
2019-07-18T06:43:39Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525524.12/warc/CC-MAIN-20190718063305-20190718085305-00497.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.996936
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true ], "in_head": [ true, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Suchen « Acrylamid Winterpunsch » Nov 08 Allgemein Von Ute Fortsetzung zur besseren Lesbarkeit der Kommentare Zum Artikel Tags: Mikrofrakturierung Zum Kommentar-Formular springen ↓ 3. Juni 2019 um 20:46 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Antworten Hallo Ute, vielen Dank für alle die interessanten und lehrreichen Informationen. Nun zu meiner Krankengeschichte: vor 5 Monaten wurde bei mir eine Microfrakturierung und eine Innenmeniskus-Teilresektion (Lappenriss) am rechten Knie durchgeführt. Zudem wurden die Reste des vorderen Kreuzbandes komplett entfernt (altes Trauma von vor 4 Jahren, damaliger Kreuzbandanriss, der nicht operiert wurde). Femur lateral und medial: Knorpelschaden Grad 4. 6 Wochen keinerlei Belastung, nur passive Bewegung mit Motorschiene. 7 Wochen nach OP erste Physiotherapie, langsamer Belastungsaufbau, mittlerweile 18 Physio-Anwendungen. Fahrrad-Ergometer-Training ohne bzw. mit wenig Widerstand klappte anfänglich gut, meine Physiotherapeutin riet mir, den Widerstand langsam zu erhöhen, was mir mittlerweile Schmerzen bereitet. Sobald ich vom Fahrrad absteige, kann ich keinen Schritt schmerzfrei machen. Seit ca. 6 Wochen habe ich starke, dumpfe Schmerzen an der Knie-Innenseite nach längerem Sitzen oder nach dem Aufstehen, sobald das Knie belastet wird so dass ich die ersten Schritte nicht ohne eine Gehhilfe machen kann. Das Gelenk knackt auch. Nach einer Einlaufphase geht es wieder. Eine Instabilität besteht nach wie vor, besonders nach etwas längeren Spaziergängen. Ich habe in Kürze einen Termin bei dem Operateur. Wodurch werden diese Schmerzen verursacht und was kann ich dagegen tun? Gibt sich das wieder? Danke für eine Info und LG Tanja 5. Juni 2019 um 21:36 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Tanja, Das Kniegelenk ist ein sehr komplexes Gelenk. Nach Deiner umfangreichen OP braucht es im Inneren des Gelenks einen recht langen Heilungsprozess. Du durftest 6 Wochen nicht belasten. Das hat zu einem drastischen Muskelabbau geführt. Auch Bänder und Sehnen müssen erst wieder trainiert werden. Beachte: Zeitangaben sind immer nur eine grobe Orientierung. Da solltest Du auf Deinen Körper hören. Ich meine: beim Ergometer wieder zu Training ohne Widerstand zurückkehren und danach langsam wieder die Belastung aufzubauen, wäre bei Schmerzen vernünftig. Ist die Einstellung (Sitzhöhe etc) in Ordnung? Trainiert werden sollte immer im schmerzfreien Bereich. Die Oberschenkel- Muskulatur ist nach der OP geschwächt und sollte langsam wieder gekräftigt werden, um z.B. die Instabilität (Wegknicken) zu beseitigen. Das könnte sich dann auch positiv auf das Knacken auswirken. Solange das Knacken des Kniegelenks keine Schmerzen verursacht, sagt man, sei es harmlos, da es z.B. durch Lufteinschlüsse im Gelenkgelenk verursacht wird. Andere Ursachen könnten Überlastungen, Sehnen und Bänderprobleme sein. Zur genaueren Abklärung befrage bitte Deinen Operateur. Hast Du jetzt ein Kreuzband-Transplantat? Hast Du Gleichgewichtsprobleme? Ist das Knie dick? Liebe Grüße Ute 9. Juni 2019 um 19:47 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Danke für Deine ausführliche Antwort und für die Tipps! Nein, kein Kreuzband-Transplantat, das vordere Kreuzband ist nicht mehr vorhanden. Gleichgewichtsprobleme habe ich keine und das Knie wird von Zeit zu Zeit dick. Ich bemerke aber, dass es nicht mehr so oft anschwillt, wie vor einigen Wochen. Viele liebe Grüße Tanja 10. Juni 2019 um 13:20 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Tanja, Falls Schmerzen auftreten: http://www.arthrose-blog.de/bei-gelenkschmerzen/ Liebe Grüße Ute 20. Mai 2019 um 11:44 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, nun bin ich etwas verwirrt. Hatte vor 6 Tagen eine Mikrofakturierung innen mit Meniskusteilresektion . Ich soll 3 Wochen mit 20 kg und dann 6 Wochen mit 40 kg belasten. Keine Schiene oder Orthese. Nun habe ich seit 2 Tagen wieder den alten Schmerz innen bei Gerade machen , wenn ich gesessen habe. Phisio schon nach 3 Tagen Op. Hab ich das Ergebniss jetzt schon wieder zerstört? LG Marion 22. Mai 2019 um 13:19 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Marion, Du hast vor der Op eine Schonhaltung eingenommen, es folgte eine Ruhigstellung des Kniegelenks. 1.Schmerzen können durch Verkürzungen der gelenkumgreifenden Strukturen wie Kapsel, Bänder und Sehnen bedingt sein. Dadurch verringert sich der Bewegungsumfang des Gelenks. Durch Physio wird das wieder gedehnt. 2.Narbenbildung, schließlich sind ja Haut, Gewebe und Nerven zerstört worden. Der Körper braucht Zeit. 3.Bei der OP wird Gelenkflüssigkeit ausgespült, die Neubildung dauert ca 3 Wochen. Schon deswegen sollte man zu Beginn nicht überlasten. Das Knie Innenleben „ist trocken“, es läuft nicht rund. Lass das Bein vor dem Aufstehen vorsichtig in der Luft baumeln. Sind Dir die 20kg mit der Waage gezeigt worden? Viele Grüße Ute 9. Mai 2019 um 13:08 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, ich musste mich erstmal durchlesen. Und staune nicht schlecht. Die Pridiebohrung war am 11.04.nicht von Arzt mit mir abgesprochen es sollte nur eine normale Arthroskopie gemacht werden um zu sehen ob ich ein teil oder komplettes neues Knie brauche. Okay nun habe ich den Salat bin schon 4 Wochen nur mit ca 20 kg höchstbelastung unterwegs. In 4 Wochen muss ich dann nochmals zur Kontrolle aber von Physiotherapie kein Wort ich soll in 2 Wochen ohne Krücken wieder anfangen zu laufen was ich mir sehr schwierig vorstelle. Nun bin ich nach all dem was ich hier gelesen habe sehr verunsichert. Stelle mir die Frage ob das alles so richtig ist was mein Arzt da mit mir macht. Klar werde ich ihn beim nächsten Termin auf die Physiotherapie und die Bewegungsschiene ansprechen. Meine Angst ist halt das ich noch länger auf Hilfe angewiesen bin, es war jetzt schon eine Katastrophe, muss dabei sagen ich habe 3 Hunde. Und ich bin trotz meiner Knie Probleme immer aktiv gewesen in meinen Kopf sind so viele Fragen und auch Zukunftsängste plagen mich. Seit 6 Jahren habe ich diese Knie Probleme und alle 2 Jahre wurde eine Arthroskopie gemacht habe in beiden Knie Grad lV. Sorry für den langen Text. 10. Mai 2019 um 08:53 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Eva-Maria, Spreche Deinen Arzt nachdrücklich auf beides an und bestehe unbedingt auf Physio 2*pro Woche. Du benötigst Gangschulung und Mobilisation bis zur Vollbelastung. Ziel: Verbesserung der Beweglichkeit,Kraft- und AusdauerTraining sowie KG am Gerät (z.B. Ergometer) Liebe Grüße Ute 10. Mai 2019 um 15:50 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Vielen Dank für das Mutmachen werde meinen Arzt darauf hinweisen. Noch muss ich 14 Tage entlasten. Ein großes Kompliment dieser Blog hilft ungemein weiter. 12. Dezember 2018 um 14:58 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Wie habt Ihr Treppen geschafft in der Zeit mit „Null“ Belastung? Und Duschen etc? Bin für jeden Tipp dankbar. Unsere Treppe ist in U, also innen sehr eng. 16. Dezember 2018 um 13:16 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Annette, Du solltest im Krankenhaus Gehstützen erhalten und schon vor der Entlassung damit gehen lernen, auch an der Treppe! Am Besten sowohl ohne Belastung als auch mit Teilbelastung des Beins. Wichtig ist, sie richtig einstellen zu lassen. Zuhause ist zunächst Dein Physiotherapeut Dein Ansprechpartner. An welcher Seite ist bei Dir das Geländer etc? Zum Duschen: http://www.arthrose-blog.de/sinnvolle-hilfmittel/ Zunächst bitte nur am Waschbecken waschen. Die Wunde muss erst verheilen. Wird der Verband nass, muss er gewechselt werden. Bedenke: Du kannst ja auch noch nicht beugen. Es besteht Sturzgefahr! Es gibt für später Duschhocker. Ich denke, Du wirst Hilfe brauchen. 22. September 2018 um 10:56 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute! Dein Blog liest sich sehr gut. Bei mir wurde am Montag eine Pridie-Bohrung links, und Innen und Aussenmeniskus gemacht. Mir wurde gesagt das ich 6Wochen das Knie nicht belasten darf, aber nicht inwieweit ich das Knie und Bein bewegen darf. Mein Orthopäde will mir Krankengymnastik erst nach dem Fädenziehen verschreiben. Kann ich draußen bisschen laufen mit den Krücken? Oder besser nicht. Ich finde es traurig wenn einen die Ärzte so in der Luft hängen lassen. Ich möchte ja auch eine gute Heilung haben, denn ein neues Knie möchte ich noch nicht. Glg Nicole 22. September 2018 um 13:08 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Nicole, Ich freue mich, wenn ich durch meine Erfahrungen behilflich sein kann. Es ist richtig, dass die Krankengymnastik erst nach dem Fädenziehen beginnt. Dies findet ca. 7-10 Tage nach der OP statt. Du kannst aber schon jetzt Kontakt mit einem Physiotherapeuten Deines Vertrauens aufnehmen, damit Du einen zeitnahen Termin bekommst. Sinnvoll ist Hausbesuch. Daher würde ich Dir auch davon abraten, jetzt draußen mit den Gehstützen zu laufen. Die Dinger sind dort relativ ungewohnt und Du kannst leicht das Gleichgewicht verlieren. Zu Hause kennst Du Deine Umgebung und hast nicht so ein heftiges Unsicherheitsgefühl.Es ist Schonung angesagt! Ich nehme an, dass Du mit der täglichen Anti-Thrombose-Spritze zurecht kommst. Hab‘ bitte Geduld: Du bekommst noch genug damit zu tun, was Deiner Genesung hilft und warte auf das Rezept des Orthopäden. Wichtig zu lesen: http://www.arthrose-blog.de/sinnvolle-hilfmittel/ 23. September 2018 um 12:40 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute! Danke für deine schnelle Antwort. Und deine Tips helfen echt. Hab mich mal durch einiges durchgearbeitet! Vielen lieben dank! Glg Nicole P.s.: wie geht es dir eigentlich mittlerweile? Kommst du wieder ganz gut zurecht? 25. September 2018 um 19:50 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hey Nicole, Ich habe die Entscheidung zur MF nicht bereut. Ich habe die OP als eine Chance gesehen, etwas in meinem Leben zu verändern. Ich habe meine Ernährung in den letzten Jahren umgestellt und treibe 4* pro Woche Sport, denn angemessene Bewegung ist wichtig. Wir sollten unbedingt den ganzen Körper berücksichtigen. Oft kommen die Probleme mit dem Knie von muskulären Dysbalancen im Körper. Zur effizienten Fitness- und Gesundheitsberatung gehört m.E. auch eine Körperzusammensetzungsanalyse, das ein kompetentes Fitness-Studio anbietet, damit diese erkannt und ausgeglichen werden. Wichtig ist daher regelmäßige Kontrolle durch den Trainer. Außerdem sollten wir auch auf unseren Körper hören, wenn er Ruhe braucht. Liebe Grüße Ute 28. September 2018 um 09:21 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute! Also meine Ernährung muss ich auch umstellen und abnehmen, was leider nicht so einfach ist. Ich habe mich aber jetzt mal mit einer Ernährungsberaterin in Verbindung gesetzt. Ich verbringe fast den ganzen Tag nur auf der Couch, ab und zu ge ich an die Luft mit meinem Partner, allerdings im Rollstuhl.(Aber ich komme mal raus). Aber was ich noch fragen wollte: Das Knie darf man aber immer mal wieder beugen oder? Damit es in Bewegung bleibt und nicht steif wird. Mein Partner sagt immer, dass das nicht gut wäre, da sich der neu gebildete Knorpel sofort wieder abnutzt. Aber man soll doch nur nicht belasten, oder? Ich sitze auch öfters mal auf der Couchkante und lasse die Beine runterhängen. Und im Schlaf liege ich oft auf der Seite und habe die Beine etwas angewinkelt. Das darf man alles oder? Sorry für die vielen Fragen, aber ich möchte nix verkehrt machen, und ich habe erst am Montag wieder nen Termin bei meinem Orthopäden. GLG Nicole 28. September 2018 um 19:31 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Unter 1. in http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/ findest Du Übungen, die Du im Bett machen kannst. Du solltest nicht außerhalb bei Belastung experimentieren! Die reichen erst mal! Wann hast Du denn die ersten Physiostunden? Sinnvoll wäre die CAMOPED Bewegungsschiene, die Dir aber Dein Arzt verordnen muss siehe unter http://www.arthrose-blog.de/sinnvolle-hilfmittel/ Du kannst ihn ja mal darauf ansprechen. Als Seitenschläfer kann man sich ein weiches Kissen zwischen die Knie klemmen, wenn Du da Angst hast. Und hab‘ Geduld und höre auf Deinen Partner. 😉 18. Juni 2018 um 09:56 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, danke für den Blog! Dieser war sehr hilfreich für mich! Nun habe ich jedoch folgende Frage. Eine MF wurde bei mir vor genau einer Woche durchgeführt. Hab einen Knorpelschaden 4. Grades am Oberschenkelknochen. Sie verlief ganz gut, Schmerzen habe ich seit dem §. Tag Post-OP keine mehr. Ich darf für 6 Wochen das Bein nur 60° beugen und zwei Wochen kein Auftreten. Seit 2 Tagen trage ich die Orthese von morgens bis abends. Heut morgen habe ich ein seltsames Gefühl oberhalb der Kniescheibe, es ist, als würde ein Stück Papier zwischen der Kniescheibe und dem Knochen liegen. Es schmerzt nicht, aber fühlt sich seltsam an. Wenn ich mein Bein ohne Orthese leicht anhebe fühlt es sich an, als wäre etwas dazwischen. Ist das normal? Oder habe ich die Orthese einfach zu lange getragen? Wie hast du das gehandhabt? Mich irritiert dieses „störende Gefühl“. Womöglich hängt es ganz harmlos mit der Entlastung der Muskulatur zusammen? Hoffe man kann mir weiterhelfen. Danke vorab! Liebste Grüße! 18. Juni 2018 um 15:00 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Nadine, Mir wurde keine Orthese verschrieben. Noch im KH erlernst Du isometrische Anspannungsübungen und trägst eine Streckschiene. Nach dem Fädenziehen wird die Streckschiene durch eine Orthese ersetzt. Es sollte mit der Physiotherapie begonnen werden, eventuell mit Lymphdrainage. Wenn der Arzt es nicht anders verordnet hat, sollte man die Tragezeit einer Orthese unbedingt langsam steigern! Ob Du sie auch nachts tragen musst, hängt von der Art der Orthese ab und ob Dein Arzt es möchte. Wilde Bewegungen sollen ja während des Schlafes ausgeschlossen werden. Ich kenne es so, dass das Bein auf einer Hochlagerungsschiene ruht und zwischen den Beinen ein Kissen ist. Zu dem Missempfinden: Dein Körper muss sich erst an die Orthese gewöhnen. Möglicherweise stimmt der Sitz (z.B. sind die Gurte zu fest und schneiden ein- sie darf nicht zu Stauungen führen) oder die Größe der Orthese nicht. Dies sollte überprüft werden. Wende Dich bitte an Dein Sanitätshaus oder Deinen Arzt. 2. März 2018 um 19:00 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, auch ich bin begeistert von Deinem Forum, man bekommt mancherlei Anregungen! Mich würde der Erfahrungsaustausch mit dem „reiferen“ Alter interessieren. Mein linkes Knie wird in absehbarer Zeit gegen eine TEP getauscht werden. Das rechte Knie ist dasjenige, dass zur Zeit die meisten Schmerzen bereitet. Knorpelschaden Grad 4, Meniskus intakt, Grad 3 (verkalkt). Jetzt ist eine Arthroskopie geplant. Es wird gehobelt, geglättet, die Kniescheibe eventuell eingekerbt – und eine Mikrofrakturierung vorgenommen (Knorpelschaden nicht durchgehend, sondern fissurartig). Mit fast 60 Jahren ist der Erfolg einer Mikrofrakturierung sehr grenzhaft. Hat jemand diesbezüglich Erfahrungen gemacht? Ich freue mich auf jede Antwort. 9. März 2018 um 20:34 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Wichtiger als das Alter, ist bei der MF (knochenmarkstimulierender Eingriff) die Stelle des Knorpeldefektes im Kniegelenks: Defekte an der Femurkondyle (Oberschenkel) haben eine bessere Prognose als diejenigen im Bereich der Patella(Kniescheiben)-rückfläche oder trochlea oder an der tibialen (Schienbein) Gelenkfläche. Meine MF war vor 10 Jahren und ich habe es noch nicht bereut. Eine Knie-TEP sollte als letzter Ausweg gewählt werden. Sie bleibt ein künstliches Ersatzteil, dessen Haltbarkeit ca 15-20 Jahre beträgt. Bevor man sich dazu entschließt, sollte man immer erst alle konservativen Therapiemaßnahmen und andere Eingriffsmöglichkeiten ausgeschöpft haben, siehe http://www.arthrose-blog.de/die-behandlungsarten/. Siehe hierzu auch unter der Behandlungspyramide ein Überblick über die einzelnen Verfahren. Fragen, die Du Dir stellen solltest: Hast Du Schmerzen im Ruhezustand, ist der Leidensdruck zu groß, hast du Übergewicht? Wie kooperativ bist Du, was REHA und Krankengymnastik betrifft. Was der Arzt beurteilen muss: wie sieht der Zustand Deines Gelenks, Deiner Muskeln, Bänder etc wie der Knochen aus. Welche Art von TEP wird gewählt… usw Viele Grüße Ute 10. März 2018 um 19:48 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, ich bin ebenfalls auf diesen blog gestossen und freue mich über so viel Konstruktives. Ich hatte vor 8 Wochen eine Mikrofrakturierung am Ober- und Unterschenkelknochen und einiges andere (Synovektomie etc.) . Ich habe 10 Tage nur leicht belastet(Gehstützen mit Fusssohlenkontakt) und durfte dann, mit Orthese, voll belasten. Jetzt , nach den 8 Wochen, habe ich immer noch Schmerzen bei jedem Schritt. Die Beweglichkeit ist gut, aber alles ist wacklig und ich knicke häufig um, was vielleicht auch an dem Kreuzbandriss, den ich schon seit über 30 Jahren habe, liegen mag. Muss ich noch weiter Geduld haben, sind die Schmerzen „normal“, und was kann ich zur Unterstützung tun? Ich nutze schon täglich 30 Minuten mein Ergometer. Herzliche Grüße und vielen Dank Annette 11. März 2018 um 21:25 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Annette, Bei einer Synovektomie wird die Gelenkschleimhaut ganz oder teilweise entfernt, um z.B. Entzündungsstoffe zu beseitigen. Wenn Du Schmerzen hast, ist es auch jetzt sinnvoll zu kühlen und das Knie hochzulegen. Du hast nach der OP durch die Gehstützen unbewusst eine Schon- bzw. falsche Körperhaltung eingenommen.Durch das Liegen ist es zu Verhärtungen im Gewebe gekommen. Du solltest die Physiotherapie fortsetzen und dabei nicht nur Aufbau von Kraft oder Ausdauer (Ergometer) bzw. Muskelaufbau der vorderen Bein- und hinteren Oberschenkelmuskulatur (gerade bei Kreuzbandproblemen wichtig), sondern auch Koordinationstraining für die Balance betreiben. Um wieder das Gefühl für den Fuß zu bekommen eignet sich der „Kurzer Fuß nach Janda“. Ziel: u.a Bänder des Fußes stärken. Frage Deinen Physiotherapeuten nach den einzelnen Stufen. Dann sollte auch die Wackligkeit behoben werden können. Noch eine Verbesserung für Dich könnte sich durch das Faszientraining ergeben. 21. Januar 2018 um 00:41 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar HALLO ICH HABE EINE MIKROFRAKTURIERUNG BEKOMMEN. ICH LESE HIER ÜBERALL DAS ICH VOR 6 WOCHEN DAS KNIE NICHT BELASTEN DARF . MEIN ARZT HAT MIR NACH 4 WOCHEN GRÜNES LICHT ZUR VOLLBELASTUNG GEGEBEN UND KANN AUCH NORMAL WIEDER ARBEITEN GEHEN . NACH 3 TAGEN AUF ARBEIT IST MIR DAS KNIE WIEDER ANGESCHWOLLEN UND ICH KANN IMMER SCHLECHTER LAUFEN . GEHE ALSO VON EINER ÜBERBELASTUNG AUS . IST JETZT ALLES ZU SPÄT UND DER EINGRIFF HAT NICHTS GEBRACHT ODER WIRD ES WIEDER BESSER WENN ICH MIR MEHR RUHEZEITEN EINBAUE. ICH HABE 2 MAL REHA AN DEN MASCHINEN BEKOMME : DAS LANGE STEHEN AUF ARBEIT 8 STUNDEN ETWA HABEN MIR DIE SCHMERZEN GEBRACHT UND DAS KNIE IST WIEDER ANGESCHWOLLEN . LIEBE GRÜSSE 21. Januar 2018 um 20:01 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Henri, Zeitangaben sind immer nur eine grobe Orientierung. Jeder Körper reagiert nach der OP anders. Die Zeit des Nichtbelastens ist abhängig vom Befund (z.B. Ort,Tiefe und Größe des Knorpeldefekts, Alter und Gewicht des Patienten). Normalerweise geschieht der Übergang zur Vollbelastung langsam. Hilfreich wäre es, nochmals unterstützend Physiotherapie mit Lymphdrainage, Gerätetraining und Muskelaufbau (Quadrizepstraining) sowie Ergometertraining zu erhalten. Tipp: u.U mit Bandage zur Arbeit gehen und in den Arbeitspausen die Venenpumpe aktivieren: http://www.arthrose-blog.de/venenpumpe/ Versuche, soweit möglich, Ruhezeiten einzubauen. Gegen Schwellungen hilft abends Ruhigstellen, Hochlagern und Kühlen mit Quarkwickeln : http://www.arthrose-blog.de/bei-gelenkschmerzen/ Viele Grüße Ute 25. Dezember 2017 um 18:31 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, Auch ich hatte eine Mikrofrakturierung im Knie. Das ist jetzt zwei Monate her. Nach 6 Wochen kompletter Entlastung dürfte ich im Anschluss auf Teilbelastung übergehen für 2 Wochen. Eigentlich verlief alles gut. Erste Übungen in der Physiotherapie mit Vollbelastung gingen auch gut. Aber jetzt habe ich starke Schmerzen.erzen beim Gehen. Das Knie ist auch wieder leicht angeschwollen. Wenn ich mit Krücken gehe, ist alles gut. Aber ohne tut jeder Schritt weh. Mehr als vor der OP. Da stimmt doch was nicht, oder was sind Eure Erfahrungen? Viele Grüße Heidi 27. Dezember 2017 um 19:12 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Heidi, Das heißt für mich, dass es mit der Vollbelastung noch zu früh war. Die Zeitangaben sind immer nur eine grobe Orientierung, die Schmerzfreiheit geht vor! Du wirst sicher noch Physio benötigen, denn Dein Bewegungsablauf ist „eingerostet“. Teile bitte Deinem Arzt Deine Probleme mit. Liebe Grüße Ute 7. Dezember 2017 um 22:50 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, ich hatte am 11.9. eine Mikrofrakturierung (Kiss), Knorpelglättung, Beseitigung freier Gelenkkörper am linken Knie. Ich hatte jede erdenkliche Art an Physiotherapie, sogar eine dreiwöchige Reha mit täglicher Behandlung. Nichts hat geholfen: ich kann quasi keine Treppen steigen, habe ununterbrochen Schmerzen, bin seit drei Monaten krankgeschrieben und mit den Nerven am Ende. Ich weiß nicht, was ich noch tun könnte. Mein Arzt will mich weiter punktieren und Hyaluron spritzen, aber ich hab jetzt ziemlich Angst, dass ich mir noch einen Keim einfange. Ich würde so eine Operation nie mehr machen. Ich weiß nicht weiter… 8. Dezember 2017 um 15:33 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Janis, Leider schreibst Du nichts über die Größe+Tiefe Deines Knorpeldefekts. Kissing lesions bedeutet, dass der Knorpelschaden auch an der direkt gegenüberliegenden Knorpelfläche vorliegt. Damit braucht m.E. auch der Mobilisationsprozeß länger. Darfst Du denn überhaupt schon voll belasten bzw. die Treppe gehen? Eine Punktion geschieht unter sterilen Bedingungen. Sie nimmt den Druck vom Gelenk und lindert so Schmerzen. Über die Nadel kann der Arzt dann sowohl Medikamente (Kortison, Hyaluronsäure) spritzen als auch Flüssigkeit ablassen (beziehungsweise mit einer Spritze absaugen). Man kann diese punktierte Flüssigkeit z.B. auch nach Farbe, Klarheit und Zähigkeit auf mögliche Ursachen analysieren. Sie ist also ein wertvolles diagnostisches Mittel. Empfehlung: Geduld und Vertrauen in das Vorgehen des Arztes haben. 9. Dezember 2017 um 18:56 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, Danke für deine Antwort. Der Knorpelschaden ist vierten Grades, das abgebrochene Stück war so groß wie ein Fünfmarkstück. Ja, die Kniescheibe wurde 10 mal angebohrt. Ich habe Angst vor der Punktion, weil ich 1. auf Reha einige Leute mit Keim im Knie kennenlernte ( einem müsste das Bein amputiert werden) u ich 2. von der Acp Behandlung in der Achillessehne eine Gewebezerstörung davongetragen habe. Kann ich denn auch ohne Spritzen wieder gehfähig werden? Mir reichts so. Ich mache Magnetfeldtherapie. Gerade ignoriere ich die Schmerzen u versuche auf normal zu machen. Was ich darf, weiß ich nicht genau, ich mach jetzt, was mein Kopf will. (Eigentlich Marathon. …) 11. Dezember 2017 um 18:56 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Wann ist denn Dein nächster Kontrolltermin? Du brauchst vom Arzt einen individuellen Belastungs- und Behandlungsplan! Du willst das Risiko einer bakteriellen Infektion minimieren und suchst daher äußerliche Anwendungen. Lies bitte http://www.arthrose-blog.de/die-behandlungsarten/ und klicke hier auf die Behandlungsartenpyramide. Unter dem Stichpunkt „Konservative Therapie“ findest Du unter „Physikalischer Therapie“ einige Möglichkeiten aufgelistet: z.B. Phytotherapie, Thermo/Kryotherapie, Ultraschalltherapie, Tens. Warme Auflagen und Bäder helfen im chronischen Stadium einer Arthrose. Mir tat damals Wassergymnastik gut. Kälteanwendungen tun bei akuten Knieschmerzen mit Entzündung gut. Bei Gelenkschmerzen helfen Quarkwickel http://www.arthrose-blog.de/bei-gelenkschmerzen/ Ergänzend zur Physiotherapie sollte Dir eine sanfte Manuelle Lymphdrainage helfen, den Lymphabfluss anzuregen und Stauungen abzubauen. Reizstrom und Ultraschall können die Muskelanspannung um das Knie herum senken und so zu einer Schmerzlinderung beitragen. Sie wirken schmerzlindernd, durchblutungsfördernd, muskelentspannend und lösen Verklebungen. Die Pulsierende Magnettherapie stimuliert den Stoffwechsel und wird ebenfalls bei Schmerzen angewendet. Mit der Triggerpunkt-Therapie findet man den Auslöser für den Schmerz und die Bewegungseinschränkung. Du siehst, da lässt sich noch Einiges tun! 2. Dezember 2017 um 23:40 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo. Ich hatte am 3.11. eine Knie-Arthroskopie mit Mikrofrakturierung. Ich bin etwas erstaunt über die langen Reha-Zeiten, die ich im Internet und hier im Blog finde. Der Operateur setzte 1-2 Wochen Gehhilfen an, danach Aufbau bis zur Vollbelastung. Nach einer Woche habe ich mit KG und Lymphdrainage angefangen. Nach 2 Wochen habe ich die Krücken ins Eck gestellt. Das Gehen war noch etwas unrund, hat auch manchmal geschmerzt. Nach 2 Wochen bin ich auf den Ergometer, geringe Belastung. Ich habe mich von 50 min auf 90 min gesteigert. Außerdem gehe ich noch schwimmen und mache Aquajogging. Schwimmen anfangs nur mit Pullboy, seit heute auch ohne, ein leichter Abstoß bei der Wende ist auch schon drin. Mein Operateur meinte sogar, dass mein Langlauf-Urlaub, 5 Wochen nach der OP, vielleicht machbar wäre. Habe ich zwar abgesagt, aber so wie es mir jetzt geht, ist Langlauf 6-8 Wochen nach der OP realistisch. Für Januar plane ich meinen ersten Wettkampf. Ach ja, zur Unterstützung mache ich noch eine Lasertherapie, ist echt sinnvoll. Viele Grüße Annette 4. Dezember 2017 um 20:13 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Annette, Welchen zeitlichen Behandlungsplan der Arzt verordnet, ist u.a. von der Größe und dem Ort des Knorpeldefizits abhängig. Es fließen aber auch Alter, BMI, individuelle Fähigkeiten und Lebensumstände des Patienten mit ein – ganz abgesehen von Begleiterkrankungen. So werden feste Zeitangaben für den Genesungsprozess nur eine grobe Orientierung sein. Die orthopädische Soft-Lasertherapie wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und verbessert die Wundheilung. Viele Grüße Ute 3. November 2017 um 16:26 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Vielen Dank für die Tips ich werde mich mit Sicherheit danach richten …L.g.Birgit 28. Oktober 2017 um 21:28 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute ich bin durch verschiedene Fragen die ich nach einer Mikrofrakturierung aufgrund eines Knorpeschaden 4 ten Grades an Google gestellt habe immer wieder auf deine Seite gestoßen und hab hier erstmals einige Antworten gefunden .Allerdings schwirren immer noch tausend Fragen in meinem Kopf herum auf die anscheinend weder mein Hausarzt noch der behandelnde Chirurg Antworten haben .Am 9 August bin ich am linken Knie ambulant operiert worden nach 6 Wochen an Krücken habe ich Pysotherapie bekommen und 8 Wochen nach der Op wieder angefangen als Verkäuferin zu arbeiten …natürlich nur Stundenweise. …Inzwischen arbeite ich wieder seit 3,5 Wochen und habe seit einigen Tagen Stiche im Knie aber vor allem starke Schmerzen in der linken Ferse ich möchte zu gerne wissen ob das normal ist oder ob vielleicht sogar irgendwas bei der Op nicht geklappt hatt …Das Knie ist auch immer noch dick und ich kann es nicht grade machen …Langsam macht mich das ganze verrückt ..L.g Birgit 30. Oktober 2017 um 19:24 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Birgit, Bespreche bitte beides mit einem Orthopäden. Ich kann hier nur von meinen Erfahrungen ausgehen. Der Schmerz in der linken Ferse kann seine Ursache in Schonhaltungen bzw. falschen Abrollbewegungen in der nach-operativen Phase haben. Wann genau tritt der Schmerz auf (Anlaufschmerz oder eher nach Überlastung) ? Kannst Du den Schmerz beim Heranziehen der Zehen reproduzieren? Meine Empfehlungen: -In einem Sanitätsgeschäft eine Podometrie/ Pedobarographie im Stehen und Gehen vornehmen lassen. -Physiotherapie mit Spiraldynamik -zu Hause viel barfuß laufen Auch beim Knieschmerz solltest Du Dir bewusst machen, wann er genau auftritt (siehe oben, auch nachts?). Wo sticht es genau? Ist ein Bluterguss sichtbar? -Ursache könnte eine noch vorhandene Muskelverkürzung sein, -die Schmerzen können auf Verklebungen der Wunde zurückzuführen sein. -Überlastung Meine Empfehlungen http://www.arthrose-blog.de/bei-gelenkschmerzen/ Ergometerfahren, Rückenschwimmen, Aquagymnastik sind zur Wiedererlangung der Beweglichkeit und Muskelaufbau sehr gut. Physiotherapie mit Wärmebehandlungen zu Beginn verschreiben lassen Liebe Grüße Ute 28. September 2017 um 11:05 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo zusammen, habe gerade den Blog gefunden und bin total schockiert, nicht ber den Blog, aber über meinen Arzt. Am 31.08.2017 wurde bei mir eine Mikrofrakturierung des linken Knies durchgeführt 3×3 cm und die Patella geshaved. Nach der OP wurden mir die Krücken ans Bett gestellt und ich durfte – nachdem ich vollends wach war – nach Hause. Keiner hat mir den Umgang mit Krücken gezeigt und ich musste erstmal Google fragen, wie man Treppen steigt. Einen Tag später kam die Drainage raus und nach 7 Tagen die Fäden. Instruktionen vom Arzt: Thrombosespritzen und Krücken mit Teilbelastung für 4 Wochen. Sonst nichts…… Heute 28.09.2017, also genau 4 Wochen nach der OP war ich nochmal beim Arzt, um die weitere Vorgehensweise zu erfahren. Er tatschte ein wenig mein Knie an und dann kam das „Heureka!“ – sie sind geheilt, dürfen ab sofort die Krücken in die Ecke stellen und alles tun, was sie wollen. (wunderbar, dann kann ich ja ab heute wieder mit dem Kickboxen anfangen!!) Ich fragte noch nach Krankengymnastik, denn ich komme im Moment weder in die Hocke, noch kann ich ohne Krücken Treppen laufen…..die Antwort war: Sie sind noch 2 Wochen krank geschrieben, bis dahin haben sie wieder alles im Griff. Wenn ich hier lese, dass fast jeder Krankengymnastik hatte und auch größtenteils eine Schiene verwendet wurde, bin ich fast ein wenig wütend…… Sollte ich einen anderen Arzt fragen? Grüße und danke für diese wundervolle Seite, ich habe mir die Seite mit den Übungen schon ausgedruckt……muss ja irgendwas tun jetzt. Liebe Grüße Simone 28. September 2017 um 14:50 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Simone, Das liest sich so, als hättest Du das Vertrauen in den Arzt verloren. Wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich mich an meine Krankenkasse wegen eines Arztwechsels bzw. ärztlichen Zweitmeinungsverfahren wenden. Wurde die OP ambulant gemacht? Ich kenne es so,dass man die Gehstützen nicht von einem Tag zum anderen in die Ecke stellt! In mir bekannten Fällen, wurden zur Vermeidung von Fehlern die einzelnen Teilbelastungs-Schritte mit der Waage unter physiotherapeutischer Anleitung durchgeführt. Diese Teilbelastung soll dann langsam bis zur Vollbelastung gesteigert werden . Liebe Grüße Ute 28. September 2017 um 15:10 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, danke für die schnelle Antwort. Operiert wurde ich ambulant. 13:45 wurde ich schlafen gelegt und um 16:30 mir Krücken entlassen. Ich habe heute Mittag mit meinem Hausarzt telefoniert und werde da morgen mal vorbeischauen. Er war auch über die fehlende physiotherapeutische Behandlung verwundert. Grundsätzlich war die Operation in Ordnung, der operierende Arzt war vor der OP bei mir und hat alle einzelnen Schritte erklärt und was gemacht wird. Die Wochen nach der OP habe ich mich allerdings vollkommen alleingelassen gefühlt. Ich war froh, für heute einen Termin bekommen zu haben, weil ich mich am Montag ein wenig verdreht habe und seitdem das Gefühl eines Fremdkörpers im Knie habe. Das habe ich meinem Arzt auch gesagt, aber er hat mich eben als „erfolgreich abgeschlossen“ entlassen und den Fremdkörper mit dem Satz „Da kann nichts drin sein, weil ich alles raus habe“ abgetan. Ich weiß nun nicht wirklich, wie ich weiter vorgehen soll. Weiterhin mit 2 Krücken laufen und immer ein bisschen mehr belasten oder nur noch eine Krücke verwenden? Was soll ich vermeiden und was ist fördernd für die Genesung? Hab gerade echt keine Ahnung und Google mich so durchs Netz. Aber danke, dass ihr hier seid 28. September 2017 um 23:32 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Simone, Der Gang zum Hausarzt ist eine sehr gute Idee. Er wird Dir weiterhelfen.Vielleicht kann er Dir KG mit Lymphdrainage verschreiben. Gehstützen werden zur Entlastung des operierten Knies eingesetzt. Solange dein Gangbild nicht sicher und flüssig aussieht, solltest Du unbedingt mit 2 Gehstützen laufen. Nur eine Gehstütze zu benutzen, verursacht beim Laufen ein instabiles Gewackel, Du läufst dann schief. Es erscheint vielleicht nützlich, verzögert aber den Übergang zum geraden „humpelfreien“ Gang. Also nutze besser noch einige Zeit länger zwei Gehstützen und sichere dir somit einen leichteren Übergang zum freien aufrechten Gang. Beachte: Beim Gehen nach vorne schauen, nicht nach unten. 29. September 2017 um 08:11 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Guten Morgen Ute, recht vielen Dank für Deine Hilfe und die unterstützende Seite hier im Netz. Dieser Blog sollte eigentlich von jedem Arzt als Empfehlung mitgegeben werden. Ich werde mich nicht stressen lassen und viele Tipps Deiner Seite beherzigen. Danke und mach weiter so 3. November 2017 um 13:40 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar ich habe deinen Beitrag und diverse andere Beiträge auf der Seite gelesen. Ich habe ähnliche Erfahrungen mit meinem Operateur gemacht. Ich bin Mitte 20 und habe einen Knorpelschaden 4. Grades von 2×3 cm im Knie und wurde ähnlich beraten von meinem Operateur, der einzige Unterscheid war, dass mir nach 6 Wochen nach der Mikrofrakturierung gesagt wurde: „Sie können jetzt wieder ohne Krücken laufen“. Bei mir ist die OP jetzt über 5 Monate her. Wichtig ist, dass du dir jetzt in den nächsten Wochen Anwendungen für Physiotherapie von deinem Hausarzt verschreiben lässt. Am meisten hat mir Lymphdrainage und manuelle Bewegung durch den Physiotherapeuten geholfen. Nach 9 Wochen hat mir die Bewegung auf dem Ergometer sehr weitergeholfen und du wirst definitiv eine Verbesserung deiner Situation erfahren. Viele Grüße und gute Besserung 7. Juni 2017 um 15:54 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, ich heiße Bärbel und bin 51Jahre alt. Am 05.05.2017 hatte ich aufgrund von Knorpelschäden lll-lV Grades eine Mikrofrakturierung sowie eine Plica Resektion, Teilsynovektomie und Knorpelglättung am linken Knie. Seit dem laufe ich nur mit Sohlenkontakt an Gehstützen. Bis letzte Woche war das Knie immer wieder stark angeschwollen. Der Orthopäde hat schon 3mal punktiert (jeweils ca. 50 ml) und bei der Physiotherapie erhielt ich Massagen und Kinesio-Lymph-Taping. Seit Anfang dieser Woche sieht das Knie deutlich besser aus, aber jetzt ist der Knöchel deutlich dicker, als am rechten Bein. Außerdem ist das gesamte Bein schon seit Tagen kälter als das andere (auch nach dem Duschen oder beim Sitzen in der Sonne wird es nicht richtig warm). Ich habe übermorgen meinen nächsten Arzttermin, wollte aber hier schon einmal nachfragen, ob es einem von Euch auch so ergangen ist bzw. ob es durch das „Nichtbelasten“ zu geringerer Durchblutung kommt. Ich setze mir täglich eine Thrombosespritze, habe aber ein wenig Sorge, dass es vielleicht durch eine Verstopfung der Gefäße zu der Kälte im Bein kommt. Mein zweites Problem ist mein rechtes Knie: das hat vorher nie Probleme gemacht. Seit ca. einer Wiche ist es jetzt dicker als das operierte Bein, schmerzt und knackt wie verrückt. Vom Arzt habe ich erst einmal Schmerztabletten bekommen, denn das Bein muss ja noch eine Weile durchhalten. Hat jemand von Euch auch durch die Überbelastung des „gesunden“ Beins Probleme bekommen und wenn ja: wie lange sollte nach der OP warten, bevor man das zweite Knie machen lässt, denn die Belastung für das erste Bein wird ja danach auch wieder recht hoch sein. Ich möchte auf keinen Fall den Erfolg der Sache aufs Spiel setzen. Freue mich auf Eure Erfahrungen und Tipps. Habe hier schon viele hilfreiche Beiträge gelesen. Lieben Gruß Bärbel 12. Juni 2017 um 19:51 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Bärbel, Eine Ursache für die Gefühlsstörungen kann die längere Bewegungseinschränkung sein. Verklebungen oder Verwachsungen lösen sich mit der Zeit. Das Knacken des rechten, eigentlich doch gesunden Kniegelenks kann auf Überlastung zurückzuführen sein und ist daher eher vorübergehend. Bevor Du da an eine OP denkst, solltest Du erst noch abwarten bis Du das linke Bein wieder belasten darfst und Du in Deinen normalen Bewegungsablauf zurückgefunden hast. Besteht es dennoch langfristig, könnte eine Arthroskopie bei der Ursache helfen. Vorübergehend kannst Du es mit einer Bandage stützen. Zwangsläufig ist es nicht notwendig das andere Kniegelenk auch operieren zu lassen. Welche Antworten hast Du bei Deinem Kontrolltermin erhalten? 13. Juni 2017 um 13:52 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, Danke für die Antwort. Tolle, sehr hilfreiche und informative Seite! Auch der Orthopäde und die Physiotherapeutin sind der Meinung, dass die geringere Durchblutung die Kälte verursacht. Thrombose wurde (u.a. durch Ultraschall) ausgeschlossen. Knöchelschwellung geht langsam zurück und ich darf jetzt mit 20kg belasten. Habe einige Übungen für zu Hause gezeigt bekommen und denke, das operierte Bein wird so langsam. Das andere Bein wurde punktiert (auch hier war 40ml Flüssigkeit drin). Seit dieser Druck weg ist, geht es etwas besser. Außerdem habe ich noch eine Spritze (ich glaube Cortison) bekommen. Mit 2xtäglich Ibu 600 ist das „Rumhumpeln“ jetzt erträglich. Der Arzt hat mir auch gesagt, dass jetzt erst einmal das operierte Bein wieder in Ordnung kommen muss, bevor irgendetwas an dem anderen Bein gemacht wird. Bei anhaltenden Beschwerden dann MRT und mal sehen…??? Hätte nicht gedacht, dass das Ganze so langwierig ist. Eine weitere OP und wiederum eine so lange beruflich Auszeit (bin Lehrerin) möchte ich unbedingt vermeiden. Was hälst du von Hyaloronspritzen? Lohnt es sich, das zur „Vorbeugung“ am nicht-operierten Bein mal auszuprobieren? LG Bärbel 14. Juni 2017 um 22:49 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Man sollte unterscheiden zwischen Symptom und Ursache. Symptom: Gelenkschmerzen, z.B. Anlauf-, Nacht- oder Ruheschmerz, Schmerzen bei Be- oder Überlastung Ursache: z.B. Entzündung (Arthritis), Verschleißerscheinung des Gelenks Symptome sind nur Auswirkungen von Ursachen. Daher kann die HYI, es gibt davon auch mehrere Arten, auch nur kurzfristig an den Symptomen, wie Schmerzen ansetzen, da sie sich wieder abbaut. Die eigentliche Ursache wird damit nicht behoben. Ich halte es sogar für ein Problem, wenn versucht wird, das Symptom zu unterdrücken statt die eigentliche Ursache zu beheben. Eine Arthrose (Ursache für das Symptom) kann damit u.U. verlangsamt werden, wenn die Ursache genau und vor allem früh genug bekannt ist. Dies komplexe Thema hat mich dazu bewogen, demnächst im blog einen Beitrag über HYI, PRP und Kortikoid-Injektionen zu eröffnen. Bis dahin bitte zur Vorbeugung, schon an der Basis beginnen, denn auch damit kann man eine bereits vorhandene Arthrose/Arthritis (Gelenkentzündung) positiv beeinflussen: http://www.arthrose-blog.de/ernahrungsregeln/ http://www.arthrose-blog.de/arthrosegerechte-bewegung/ 26. Mai 2017 um 14:06 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Zusammen, ich bin Adrian, 27 Jahre alt und würde mich als ziemlich sportlich bezeichnen. Durch volleyball erlitt ich einen Knorpelschaden 3-4 Grades zentral hinter der Kniescheibe, sonst keine weiteren Probleme im Knie bekannt. Ich hatte deshalb eine Mikrofrakturierung am 6. Februar 2017. Soweit hatte ich keine Komplikationen und komme mit dem Muskelaufbau relativ gut voran. Jetzt zu meiner Frage bzw. Befürchtung. Das schmerzempfinden ist stand jetzt, viel größer als zuvor. Ich kann nicht richtig Treppen steigen und hinab gehen, was vorher ohne Probleme ging. Jegliche Belastung in gebeugter Stellung ist eine Qual. Dies war vorher zumindest bedingt möglich. Rennen/joggen ist auch nicht mehr möglich was vorher auch noch funktioniert hat. Ich habe das Gefühl das der „ersatz“ Knorpel nur gering oder gar nicht vorhandene ist, kann das sein? Auf Nachfrage beim Arzt meinte dieser, sollte es auch nach 6 Monaten noch so sein, muss man ein erneutes MRT machen und ggf. eine ACT vornehmen. Diese wurde mir im Vorfeld verfährt weil der Schaden zu klein gewesen sei und deshalb die Krankenkasse keine ACT bezahlt. Ich weiß aktuell nicht weiter und weiß nicht was ich machen soll… Im jetzigen Staus kann ich lediglich Fahrrad fahren und das auch nur im sitzen. Selbst schwimmen geht nicht schmerzfrei, was auch vorher ging. Habt ihr irgendwelche Tipps für mich? 27. Mai 2017 um 19:13 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Adrian, Mir fehlen Infos darüber, wie groß der Knorpeldefekt war. Ich glaube, Du versuchst das Gelenk zu früh zu stark zu belasten, weil Du möglichst schnell an Deine früheren sportlichen Möglichkeiten anknüpfen willst. Du solltest Dich behutsam und vorsichtig beanspruchen und langsam steigern. Dabei sollte Dir Dein Physio helfen! Überlege: Beim Joggen/Rennen ist der Druck im Gelenk das 6-fache des Körpergewichts. Besser wäre es, Nordic Walking zu versuchen. Die Gelenkbelastung ist geringer und hier sind auch noch Stöcke dabei. Motto: „Bewegen ja, aber wenig belasten“. Auch beim Schwimmen ist Rücken- und Kraulschwimmen wegen des Beinschlags (keine Beinschere) besser als Brustschwimmen! Treppensteigen kann noch dauern. Beim Treppab gehen kommt es zu einer stoßartigen Belastung: der Druck im Gelenk beträgt ca. das 3 ½ fache des Körpergewichts. Das sollte mit dem Physio geübt werden. Durch Verkürzungen der Bänder und Sehnen verringert sich der Bewegungsumfang des Gelenks. Das Gangbild verändert sich durch den Muskelabbau. Es kommt zu Fehlbelastungen und Schmerzen. -Du kannst im Sanitätshaus eine Lauf- und Ganganalyse durchführen lassen. -Wie sieht es hier aus: Schuhe mit weichen Sohlen,Einlagen? -Triggerpunkt-Therapie wäre ein weiterer Vorschlag von mir und -Aqua-Gymnastik 29. Mai 2017 um 18:49 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar vielen Dank für deine Antwort. Laut OP-Informationen war die Fläche 1,5 cm² groß. Ja ich weiß dass ich nicht gleich wieder an meine alte Leistung anknüpfen darf, was aufgrund der schmerzen auch garnicht möglich ist. Mit dem Joggen wollte ich nur sagen was vorher ging und jetzt z.B. Meilen weit weg ist. Ja meine Physio hat mir viele Möglichkeiten gezeigt wie ich mit gestrecktem Bein etwas Muskeln aufbauen kann. Desweitern fahre ich nun viel Fahrrad für die Gelenkbewegung. Wir haben uns mein Gangbild genau angeschaut und hier bin ich schon wieder auf dem Stand von vor der OP. Meine Beweglichkeit ist voll gegeben (Steckung und Beugung). Einlagen besitze ich schon seit Jahren. Eine Fehlstellung der Beine konnte bei mir auch ausgeschlossen werden. Ja, Schwimmen(Kraulen & Rücken) habe ich auch schon versucht, aber hier sind die Schmerzen auch noch zu stark! Was genau meinst du mit Triggerpunkt-Therapie? Wie Sinnvoll hälst du Glucosamine-Präperate? Gibt es eine Fausformel, ab wann sich „Ersatz“ Knropel nach einer Mikrofrakturierung gebildet haben soll? 31. Mai 2017 um 09:56 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Eine sinnvolle Kontrolle ist frühestens nach 6 Monaten im MRT möglich. Zu Deiner Frage nach Nahrungsergänzungsmitteln siehe: http://www.arthrose-blog.de/nahrungserganzungsmittel/ Triggerpunkte sind spürbare Verhärtungen/Verspannungen zwischen Muskulatur und Sehnen, deren Ursache z.B. durch Verkürzungen, Fehlbelastungen oder Schonhaltungen wie etwa nach OPs entstanden sind. Ein in dieser Triggerpunkte-Therapie ausgebildeter Physio erreicht durch Druckmassage eine bessere Durchblutung dieser Knoten und löscht das „Schmerzgedächtnis“ an der Schmerzstelle. Die Behandlungsorte sind nicht identisch mit dem Schmerzort! So können Schmerzen im Knie etwa von einem Triggerpunkt in Deinem Oberschenkel kommen. 21. Mai 2017 um 08:16 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo , mein Name ist Antje. Ich bin 48 Jahre alt und hatte am 17.5 . eine kniespiegelung. Im Vorfeld wurde beim MRT eine Arthrose 3. Grades festgestellt. Nach ca. 5 Jahren Schmerzen und Physiotherapie mit Schmerzmittelunterstützung wurde nun endlich gespiegelt . Um 6 Uhr früh musste ich in der Klinik sein und 17 Uhr war ich , fix und fertig, wieder zu Hause . Eine Stunde vorher wurden mir die Krücken an das Bett gestellt , mit dem Hinweis, daß ich das linke Bein jetzt 6 Wochen nicht mehr benutzen darf. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, wie verwirrt ich dann erstmal war. Irgendwann kam dann noch mal eine Ärztin mit meinen Papieren und die hat mir dann erklärt , daß auf einem Quadratzentimeter ein geschulterter Defekt vorlag und man jetzt eine Mikrofrakturierung medialer Femurkondylus vorliegen hat . FERTIG. … Meine Frage jetzt. ….wie um alles in der Welt läuft man auf Krücken ohne sich selbst zu erschlagen. …ich darf 6 Wochen nur mit 10 Kilo belasten …..aber wie soll das gehen . Das ganze Haus ich voller Treppen …ich bin vollkommen verzweifelt weil mir niemand so richtig sagt , wie es jetzt weitergeht . Kann mir bitte jemand helfen? LG, Antje 21. Mai 2017 um 13:17 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Antje, Dein linkes Bein darf für 6 Wochen nicht oder nur mit 10kg belastet werden. Ablauf mit Gehstützen: Dein linker Fuß ist in der Luft ! Dein rechtes Bein befindet sich am Boden 😉 beide Stützen , nicht zu weit, nach vorne vorsetzen mit dem rechten Bein nach vorne hüpfen und weiter… beide Stützen vor, dann mit rechts vor hüpfen usw Dabei Oberkörper gerade lassen! Versuche nicht zu verkrampfen. Jemand neben Dir wäre hilfreich! Das Gefühl für die 10kg erhältst Du mit Hilfe einer Waage. Deine Gehstützen müssen unbedingt richtig eingestellt werden. Das Benützen sollte eigentlich vorher geübt werden. Du solltest vom KH einen Belastungsplan sowie ein Rezept für Physiotherapie erhalten haben. Der Physio sollte Dir zeigen, wie man mit den Gehstützen geht, speziell Treppauf und – ab, denn das ist eine Herausforderung. Ebenso den Belastungstest mit 10kg. 21. Mai 2017 um 16:06 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Ute , vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Die Links zu YouTube sind Gold wert. Heute schmerzt meine Kniekehle sehr , aber sobald es geht , werde ich es versuchen. Morgen früh muss ich zur Blutkontrolle, da heißt es 10 Stufen nach unten …..da graut mir jetzt schon vor . Aber es geht nicht anders . Aber mal ehrlich, wenn Ruhe nach einer solchen Op so wichtig ist, warum lässt man die Patienten nicht eine Woche im Krankenhaus? Und übt dann mit den Ungeschulten wie mir nicht die Benutzung der Gehilfen ? Bei Ungeübten kann ja so ziemlich alles schief gehen. So ganz komme ich ohne das linke Bein nicht aus……wie steht man mit einem Bein von der Toilette auf? Aber die Frage konnte mir auch mein Doktor nicht beantworten. Er will es am Wochenende selbst mal probieren ☺. Vielen lieben Dank erstmal für Deine schnelle Hilfe. LG, Antje 21. Mai 2017 um 19:14 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Ich kann Dir nur recht geben: das ist schwierig. Für die Übergangszeit ist u.U. ein erhöhter WC-Sitz empfehlenswert. Das operierte linke Bein nach vorne strecken. Jemand hier im blog hatte sich für die Übergangszeit einen Rollstuhl ausgeliehen. Frage bitte Deinen Arzt und Krankenkasse danach. Weitere Hilfen siehe: http://www.arthrose-blog.de/sinnvolle-hilfmittel/ 16. April 2017 um 11:17 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo zusammen, ich habe interessiert diesen Blog gelesen. Hoffe auch auf ein wenig Hilfe. Ich bin 49 Jahre alt, habe vor 30 Jahren einen schweren Autounfall gehabt bei dem die Hauptverletzung am Knie war. So aus der Erinnerung raus hieß es damals Kniescheibenquetschung mit Knorpelablösung. Therapie gab es keine, War damals nach ca. 3 Monaten wieder fit. Dann für ca. 20 Jahre Ruhe. Seit ca. 8 Jahren dann leichte Probleme, gelegentliche Schmerzen und seit ca. 5 Jahren kontinuierliche Beschwerden. Immer geschwollenes Knie, beim wandern langer Strecken Schmerzen, welche allerdings nach ca. 3 Tagen verschwunden waren. Habe das immer noch toleriert und die Schmerzen waren akzeptabel. Seit Februar diesen Jahres dann nach einem 12! km Walk Schmerzen (3 Tage später) die so schlimm waren, dass ich kaum mehr laufen konnte. In die Hocke zu gehen war unmöglich. Bin zum Arzt und der ordnete dann Röntgen und MRT an. Diagnose: Chondropathie 3. und 4. Grades (hinter der Patella). Bänder und Menisken nicht auffällig. Außerdem habe ich noch eine Bakerzyste welche wohl rupturiert ist. Des Weiteren wurde per Zufall noch am unteren Teil des Femurs ein Tumor (wahrscheinlich Enchondrom) festgestellt. Mein Arzt überwies mich dann ans Krankenhaus wegen einer Athroskopie. Ich habe jetzt den OP Termin am 8. Mai. Es soll erst mal eine tatsächliche Bestandsaufnahme stattfinden, (da der Chirurg meinte am MRT ist nicht alles richtig zu sehen und er muss reingucken) und dann entsprechend auch repariert werden. Ich weiß also noch nicht genau was genau in der ASK gemacht wird. Mikrofrakturierung (event. mit AMIC) werde ich beim Vorbereitungstermin am 5. Mai ansprechen. Habe mir bereits einen großen Zettel mit Fragen gemacht. Zusätzlich wird das Enchondrom entfernt und der Bereich mit Knochen aus dem Beckenkamm aufgefüllt. Diese OP ist nicht zwingend notwendig wurde mir aber von den Ärzten empfohlen um eine mögliche Entartung auszuschließen. Dieses ist mir wichtig, da ich seit 3 Jahren weiß, dass ich an CLL (Chronisch Lymphatische Leukämie – zur Zeit nicht behandlungsbedürftig da im Anfangsstadium) erkrankt bin. Auch ein Hirntumor (gutartig) habe ich zu verkraften. Aufgrund dieser ganzen „wait and watch“ Problematik wollte ich nicht noch eine „Baustelle“ die regelmäßig untersucht werden muss und das Bangen bis zum Ergebnis ist doof. Außerdem dachte ich da ich eh schon Probleme mit dem Knie habe sowie Schmerzen und Bewegungseinschränkung lass ich gleich alles in einer OP machen. Jetzt meine Frage: Wie lange werde ich im KH bleiben müssen und wie lange werde ich zusätzlich durch die Tumorentfernung und die OP am Beckenkamm ausfallen. Komme ich hier mit den 6 Wochen wegen ASK und eventueller Mikrofrakturierung hin? Wann werde ich wieder Auto fahren können? Bin hier ziemlich aufs Auto angewiesen. Bin im Moment alleinerziehend und habe 3 Kinder. Ich will gar nicht gleich Sport machen und kann mir auch vorstellen noch mit Gehhilfen zu laufen und auch eingeschränkt zu sein, nur Auto fahren ist wichtig. Ich bin in Teilzeit als kfm. Angestellte tätig und kann mir die Arbeit ein wenig einteilen. Bein hochlegen usw.. Nur zur Arbeit muss ich Auto fahren. Kann mir nicht erlauben länger als 6 Wochen (und das ist schon lang) krankgeschrieben zu sein. Ich hoffe es war nicht zu lang. Bin noch mit soviel Fragen im Kopf und der nächste Termin beim Arzt im KH ist erst der Freitag vor der OP. Hoffe auf ein paar Antworten. Viele Grüße Heike 17. April 2017 um 13:22 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Heike, Zusammenfassung der vorgesehenen Operation: -Arthroskopie Knie wegen Knorpelschadens 3./4. Grades hinter der Kniescheibe ( Defektgröße noch nicht bekannt ) -Evtl. Behandlung des Knorpeldefektes mit: AMIC = MF + Kollagen – Membran-Abdeckung mit Fibrinkleber siehe http://www.arthrose-blog.de/die-behandlungsarten -Bakerzyste-Entfernung, da wohl Gelenkschmiere in Unterschenkel-Muskulatur ausgetreten -Enchondrom am Femur: Ausräumung + Spongia-Entnahme vom Beckenkamm KH-Aufenthalt vielleicht max. 1 Woche, wenn die OP komplikationslos verläuft ( bitte Arzt fragen ). Entscheidend ist die Zeit nach der OP! Hier ist Physiotherapie gemeint (Beweglichkeit erarbeiten etc ) 6 Wochen reichen normal weder bei der AMIC noch beim Enchondrom aus. Über die Regenerationszeit/Nichtbelastungszeit entscheidet der operierende Arzt, der den tatsächlichen Defekt gesehen hat. Je ausgedehnter der Knorpeldefekt und das Enchondrom, desto länger ist der Zeitraum der Ruhigstellung/Schonung nach der Operation. Frage Deine KK nach einer Haushaltshilfe. Setze Dich auch schon mit einer Physio in Verbindung, die zu Dir nach Hause kommt. Frage den Arzt nach einer REHA-Möglichkeit. 17. April 2017 um 17:53 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Ute, erst einmal vielen lieben Dank für deine schnelle Antwort. Die Zusammenfassung ist korrekt, sorry ich war nicht so strukturiert bei der Beschreibung. Ich werde am 5. Mai die Ärzte fragen. Werde mir alle Fragen notieren. KK wegen HH werde ich kontaktieren. Noch eine Frage zur Reha. Meinst Du das ich das ich eventuell sogar eine stationäre Reha bekommen könnte oder ist in dem Falle eher ambulant gemeint? Hoffe ich kann mich bei Fragen nochmal melden! Bis dahin liebe Grüße und vielen Dank. Heike 17. April 2017 um 17:59 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Bitte kläre das bei Deinem nächsten Arztgespräch. Ich würde mich freuen, wieder von Dir zu lesen. 7. April 2017 um 18:56 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, liebe Ute. Es ist echt interessant, wie unterschiedlich alle Ärzte bei Mikrofrakturierungen Entlastung anordnen. Bei mir wurde vor 5 Wochen ein Teil des Außenmeniskus entfernt und der Oberschenkelknochen auf ca 1 QCN angebohrt. Einen Tag später, nach entfernen der Drainage würde ich entlassen, Anweisung Teilentlastung bis Max 20 kg. Hatte bisher 6 KG-Termine. Beugung bis gut 90 Grad läuft wieder. Heute Nachkontrolltermin beim Orthopäden O-Ton „sieht Spitze aus, ab Donnerstag können Sie selbstständig schrittweise aufbelasten über die Osterfeiertage, danach steht arbeiten nix mehr im Wege. Für längere Strecken sollten Sie aber evtl die Krücken noch zur Hilfe nehmen“ Auf meine Frage, wie ich schrittweise aufbelaste, kam dann nur „Die merken das schon“ Hab zwar weitere KG verschrieben bekommen, aber natürlich auch die ersten Termine erst NACH Ostern. Genau wie beschrieben, steht mir natürlich diese dämlich Kopfblockade im Weg. Gibt es Tipps, wie ich dagegen ankomme? 7. April 2017 um 21:09 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Marion, Wichtig ist es, vom Arzt einen Nachbelastungsplan zu erhalten – auch für den Physiotherapeuten. Ohne physiotherapeutische Anleitung empfiehlt es sich nicht, eigenständige Versuche mit der Belastungssteigerung zu machen. Zunächst Entlastung, dann ab Woche 5 Teilbelastung mit ca. 15-20kg (leichter Sohlenkontakt), danach pro Woche 10kg mehr erhöhen (also „schrittweise aufbelasten“). Steigerungen bitte immer erst nach Rücksprache mit Deinem PT vornehmen. Je nach Körpergewicht können insgesamt 10-12 Wochen bis zur Vollbelastung vergehen. Vollbelastung bedeutet=ohne Gehstützen dauerhaft (!) gehen. Wer arbeitet wird häufig schneller ins Berufsleben „eingegliedert“. Überbrücke die physiofreie Zeit mit den Übungen, die Dir der Physiotherapeut gezeigt hat oder z.B. mit meinen http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/ Mit jedem bewusst gemachtem Genesungsfortschritt, daher auch mein Vorschlag ein Tagebuch zu führen, wird die Blockade im Kopf geringer. 29. März 2017 um 18:23 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo.. Ich bin neu hier und suche antworten.. Und zwar wurde ich am 20.02 am rechten knie operiert.. Es wurde ein offenes Release, Arthroskopiert und es wurde eine mikrofrakrierung gemacht. So nun meine Frage: ich habe jetzt 6 Wochen teilbelastung mit 10 kg hinter mir.. Und heute hat mein HA gesagt, das ich ab Freitag voll belasten soll.. Aber ist das denn richtig? Ich meine erst nur mit 10 kg und dann gleich voll belasten.. Ich hoffe es kann mir hier das beantworten.. Liebe grüße Tanja 31. März 2017 um 13:24 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Tanja, Meine Annahme: Es kam durch eine Kniescheibenausrenkung oder-schieflauf bereits zu Schädigungen des Gelenkknorpels. Ursache kann z.B. sein, dass das außen liegende Halteband einengt und die Kniescheibe nach außen zieht. Durch ein Release=Entlastung/Lockerung des Ansatzes der Kniescheibensehne will man erreichen, dass der Kniescheibenlauf im Gleitlager bleibt. Gleichzeitig können dann, wie bei Dir, Arthroskopie und MF vorgenommen werden. Sechs Wochen nach der Operation sollte der Erfolg der OP durch erneutes Röntgen festgestellt werden. Bei dieser Kontrolle z.B. empfiehlt es sich dem Orthopäden Deine Frage zu stellen. Sinnvoll ist es sicher, bei den Belastungen langsam und schrittweise vorgehen. Was steht denn auf dem Entlassungsbrief des Krankenhauses? Liebe Grüße Ute 4. Januar 2017 um 13:11 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar auch ich möchte hier meine Erfahrung meiner Operation am Knie teilen teilen um Interessierte zu informieren und die ein oder andere Angst zu nehmen. Durch eine Verletzung im jungedlichen Alter hat sich mein Knie nicht so entwickelt und erholt wie man es erhofft hatte. Es besteht eine 4.gradige Arthrose in der tibialen Belastungszone, eine 2. gradige Arthrose hinter der Kniescheibe sowie eine 3.gradige Arthrose in einer medialen Belastungszone. Zudem war der Innen- sowie Außenmeniskus ausgerissen, desweiteren bestand eine Lateralisierungstendenz der Patella sowie eine Vergrößerung des Hoffer-Körperchens. In der Summe also einiges. Nach intensiver Diagnostik (Untersuchung, Röntgen, MRT) kam die Entscheidung und dringliche Empfehlung, eine Operation durchzuführen. In einer Athroskopie wurde der Hoffer-Körper verkleinert, die Mensiken geglättet und 4 Mikrofrakturierungen durchgeführt. Zudem wurde ein laterales Release durchgeführt mit einem offenen Schnitt, um der Lateralisierungstendez entgegenzuwirken. Die Operation wurde nach einem wirklichen tollen Vorgespräch und auf meinen unbedingten Wunsch ambulant durchgeführt. Unmittelbar nach dem Aufwachen aus der Narkose verspürte ich recht starke Schmerzen die auch anfänglich nicht mit Schmerzmitteln zu beherrschen waren. Die Hoffnung nach Hause zu gehen verschwand somit recht schnell. Eine zweite Gabe von Schmerzmedikamenten brachten dann jedoch endlich Besserung des Schmerzzustandes und mit Hilfe habe ich es geschafft, aufzustehen! Aufgrund der Mikrofrakturierung galt folgendes Schmema der Nachsorge für mich: Woche 1+2: 30 Grad Beugung erlaubt, komplette Entlastung des Knies mit zwei Gehstützen (Lymphdrainage + Manuelle therapie) Woche 3: 30 Grad Beugung, leichter Fußsohlenkontakt beim Gehen, maxx 10kg Belastung (Manuelle Therapie) Woche 4+5: 60 Grad Beugung, 25KG Teilbelastung (Manuelle Therapie) Woche 6: 90 Grad Beugung + 50KG Teilbelastung (Manuelle Therapie + erste aktive Übungen wie Fahrrad 5 Minuten) Ab Woche 7: Frei, (Langsame aktive Bewegungen wie Beinpresse, Fahrrad, Koordination) Ich möchte euch sagen, die ersten beiden Wochen sind wirklich nicht toll, ich hatte starke Schmerzen und die Einschränkung der Bewegung behindert massiv den Alltag zuhause. Mein Arzt (Sportmediziner aus der Bundesliga) verzichtete auf eine Drainage im Knie um ausreichend Blut in der Gelenkkapsel zu haben, sodass sich die mikrofrakturierten Stellen optimal versorgen können. Berg auf ging es ab Woche 6, anfänglich war eine 90Grad Beugung, obwohl diese erlaubt war, überhaupt nicht durchführbar. Die Flexoren an der Oberschenkelrückseite machten mir mächtig Probleme, zudem habe ich noch heute einen Erguss im Knie. Bis dieser komplett abgebaut ist, wird es weitere 2-4 Wochen dauern. Erste aktive Bewegungen gehen jetzt in der 7. Woche soweit sehr gut, Beinpresse und Fahrrad waren mit wenig Gewicht und Watt schon machbar, das Feetback des Knies war unglaublich gut. Trotz Erguss fühlt es sich freier und leichter an. Die Muskelatrophie des Oberschenkels ist natürlich heftig und nicht zu vermeiden, dieser muss im nächsten viertel Jahr wieder auftrainiert werden. Eine optische Differenz der Muskeldicke kann aber auch noch nach bis zu einem Jahr bestehen. Setzt euch hier nicht unter Druck und arbeitet am Muskelaufbau konsequent. Bedenkt dazu, dass nicht nur das Training eine wichtige Rolle spielt sondern auch die Ernährung. Für Rückfragen stehe ich euch sehr gerne zur Verfügung, viele Grüße Marc 7. November 2016 um 15:37 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo. Ich hatte vor 2 Wochen die Op gemacht bekommen . Mein orthopäde sagte mir gleich das ich das Bein die ersten 6-7 Wochen nur mit max. 20kg belasten solle da die Op sonst umsonst war. Es soll sich ganz Knorpel bilden und das funktioniert nicht wenn man das Bein zu 100% belastet. 7. November 2016 um 15:51 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Torsten, Gerade zu Beginn kann man viel falsch machen: daher halte Dich an die Anweisungen Deines Orthopäden und erarbeite den Belastungsaufbau mit Deinem Physiotherapeuten. Viele Grüße Ute 27. Oktober 2016 um 12:52 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo zusammen 🙂 Durch stöbern bin ich auf diese Seite aufmerksam geworden. Vielen Dank erstmal das du dir so viel Mühe gegeben hast 🙂 Ich bin mittlerweile leider sehr verunsichert. Ich bin 27 und würde am 23.9 .2016 operiert. Hatte einen Knorpelschaden 4 Grades (ungefähr so groß wie ein 5 Mark Stück) weshalb eine mikrofrakturierung vorgenommen wurde und eine offene ossikel Entfernung an der patellasehne. Ich durfte direkt nach der OP das Bein im gestreckten Zustand 100% Belasten(laufe aber dennoch mit Krücken da es mir mehr sicherheit gibt) und das Bein schmerzabhängig bis 90° Ohne Belastung anwinkeln. Nun habe ich seit letzter Woche Kg und bin total fertig… das die dort darauf aussind das man das Bein wieder Winkeln kann ist mir klar aber es geht kaum da ich das Gefühl habe es reißt etwas im Knie. Soviele Tränen wie dort hab ich lange nicht mehr gelassen.nun bin ich am Überlegen meine Arzt wegen einer Reha zu fragen weiß nur nicht ob mir die überhaupt genehmigt werden würde… Habe einfach Angst das die OP nichts brachte 🙁 Liebe Grüße und Danke für das offene Ohr Kathrin 1. November 2016 um 20:12 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Kathrin, Du solltest auch in den folgenden Wochen noch weiter Gehstützen zur Entlastung benutzen. Bisher warst Du noch in der ersten Phase Deiner Genesung „Regeneration“-Heilung des Gewebes. Was Dir hilft ist Ruhigstellung,Pausen,Kühlen,Entlastung mit Gehstützen. Lies bitte http://www.arthrose-blog.de/bei-gelenkschmerzen/ Durch die Physiotherapie sollst Du jetzt langsam mobilisiert werden. Es ist wichtig sich langsam an die Schmerzgrenze heranzutasten. Durch die OP sind Vernarbungen im Knie entstanden, die Blockaden beim Beugen verursachen können. Die Muskeln sind verkürzt, Dein Physio sollte die Bänder dehnen, u.U. ist ein Gelenkerguss hinderlich. Gerne wird Lymphdrainage eingesetzt oder zunächst eine Wärme-Anwendung, danach erst die manuelle Therapie. Hilfreich ist auch eine Motorschiene, die Du Dir vom Arzt verordnen lassen kannst. Übungen siehe: http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/ Liebe Grüße Ute 2. November 2016 um 09:53 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Lieben Dank für die Antwort 🙂 Eine Motorschiene findet mein Arzt überflüssig aber bei der ambulanten Reha steht er voll hinter mir. Ich werde die Übungen aufjedenfall mal ausprobieren 🙂 Liebe Grüße Kathrin 18. September 2016 um 22:45 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar vielen Dank erstmal für diesen tollen Blog. So viele gute Infos – v.a. zur Ernährung und auch zu den Eingriffen. Ich habe meine Ernährung (u.a. Arthrose im Knie) umgestellt und habe deutlich weniger Beschwerden. Jetzt steht mir Anfang des Monats noch eine Microfrakrurierung ins Haus und ich bin schon sehr gespannt. Besonders auf die Zeit nach der OP. Wie hast du durchgehalten? Ich finde diese 6 Wochen plus x echt wahnsinnig lang und hoff, ich schaff das praktisch (mit 2 Kids) und auch moralisch. Hast du gute Tipps? Liebe Grüße, Katrin 20. September 2016 um 13:26 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Katrin, Wie wichtig die Bewältigung hauswirtschaftlicher Tätigkeiten ist, merkt man gerade,wenn die „haushaltsführende Person“ krank ist. Die KK unterstützt Dich bei einer Haushaltshilfe durch eine Zuzahlung, wenn mindestens 1 Kind unter 12 Jahre alt ist und sonst niemand die Arbeit im Haushalt übernehmen kann. Also dort anrufen! Die KK vermittelt dann eine Haushaltshilfe oder einen Ambulanten Pflegedienst. Sie übernimmt auch die Betreuung und Beaufsichtigung der Kinder. Dein Arzt kann da auch förderlich sein. Es fällt pro Tag eine gesetzliche Zuzahlung in Höhe von zehn Prozent der Kosten an. Dabei beträgt die tägliche Zuzahlung mindestens 5 Euro, jedoch maximal 10 Euro. Tipps zunächst mal… 1.Physiotherapie und 2.CAMOped Bewegungsschiene für zu Hause verschreiben lassen im Gegensatz zur CPM (motorisiert), wird hier auch das gesunde Bein aktiv mit trainiert, was u.a. Muskelschwund verringert Was Du zu Hause haben solltest: Magerquark im Kühlschrank für Quarkwickel für Kompressionsstrümpfe sinnvoll: – eine Strumpfanziehhilfe oder Sockenanzieher einen langen Schuhlöffel Duschstuhl Es gibt auch einen Beinhochlagerungskeil aus Schaumstoff fürs Bett kleinen Rucksack Kühltasche Bücher gegen den Lagerkoller 😉 und… verständnisvolle Kiddies! Liebe Grüße Ute 13. Juni 2016 um 11:59 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, ich heiße Steffi und bin 47 Jahre alt… erstmal ein Riesen Lob an Ute für diesen tollen Blog. Ich bin schon seit 1 Jahr immer mal am Lesen und heute möchte ich mal meinen Krankheitsweg erzählen: Letztes Jahr im Juni wurde ich wegen eines Knorpelschadens Grad 3-4 operiert. Es wurde eine Mikrofrakturierung gemacht. Die OP fand ambulant statt. Nach 2,5 Monaten hielt ich es nicht mehr zuhause aus und bin wieder arbeiten gegangen, obwohl ich nicht richtig laufen konnte. Mein Problem: Ich konnte mein Bein im Stand nicht gerade machen. Das Gefühl war, als würde im Knie alles auseinander reiße, außerdem war mein Knie stark geschwollen. Mein damaliger Arzt sagte mir sowas wie –Das wird schon… und haben Sie Geduld-… Ich entschied mich Anfang des Jahres zu einem anderen Arzt zu gehen. Dieser stellte nach dem MRT fest, dass der Schaden Grad 4 ist und kein Knorpel nachgebildet wurde. Er sagte, dass er mit einer erneuten OP noch warten würde. Nachdem ich im März immer noch die Probleme hatte, entschied der Arzt sich zur OP. Diagnose: Chondrophatie IV°mediale Femurkondyle bei Z.n. ASK mit Pridiebohrung und Abrasionsarthroplastie (extern). Therapie: Diagnostische ASK, Abrasionsarthroplastie, Pridiebohrung an der vollständigen Knorpeldefektzone medialer Femurkondylus und Implantaion einer AMIC. Die OP fand am 08.04.16 statt und ich war 6 Tage im Krankenhaus. Diesmal wurde auch ein großer Schnitt am Knie gemacht. Ich habe alles soweit überstanden und es heilt soweit auch gut.6 Wochen lang hatte ich eine Orthese um das Bein ruhig zu halten. Krankengymnastik habe ich 3 Mal die Woche und meine Therapeutin ist total zufrieden. Ich habe nur immer noch das Problem, dass mein Bein im Stand nicht gerade geht. Schmerzen habe ich zwar noch, aber für mich ist die Beweglichkeit das was mir Angst macht. Mittlerweile habe ich solche Angst, dass ich nicht mehr richtig laufen kann oder dass auch diese OP nicht richtig gefruchtet hat. Bin ich vielleicht noch immer zu ungeduldig? Ich habe am kommenden Montag wieder einen Termin bei meinem Arzt und bin gespannt, was er sagt. Der Arzt sagte damals schon, dass ich mindestens 3 Monate ausfalle. Dadurch dass es das 2. Mal in einem Jahr ist, bin ich langsam sehr nah am Wasser gebaut. Vielleicht gibt es hier ja ein paar Tipps für mich. Vielen Dank und liebe Grüße aus dem Norden Steffi 14. Juni 2016 um 17:23 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Steffi, Erklärung: ASK=Arthroskopie AMIC=Autologe Matrixinduzierte Chondrogenese Diese knochenmarkstimulierende Methode stellt eine Kombination aus Mikrofraktuierung oder bei Steffi Pridiebohrung und einer Kollagenauflage über dem Knorpeldefekt dar, die quasi als Schutz bzw. zur Intensivierung der Entwicklung von Knorpelzellen (Befestigung mit Fibrinkleber) dient. Ich würde mich freuen, wenn hier ein Erfahrungsaustausch der AMIC-Patienten stattfinden würde. Viele Grüße Ute 29. Mai 2016 um 20:58 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Ein dickes Lob für diesen tollen Blog. Ich hab seit der OP am 8.4.16 sehr viel hier gelesen. Ich bin erst 29, habe Arthrose im 4. Grad und hoffe echt die OP hat was genutzt. Bin zwischenzeitlich ohne Krücken unterwegs. Habe aber noch große Probleme beim Treppensteigen. Ist das noch normal? Und was darf ich denn jetzt im Alltag wieder alles? In die Knie gehen?… Ich bin jetzt noch eine Woche krank geschrieben und beginne dann eine Wiedereingliederung mit 2 Wochen 4 Stunden und in der 3. Woche 6 Stunden. Nach 4 Wochen dann wieder voll (arbeite in einer Kinderkrippe). Gibt es hier was was ich besonders beachten sollte? Viele liebe Grüße Ines 30. Mai 2016 um 16:19 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ines, Alles was Dir keine Schmerzen bereitet, ist erlaubt. Taste Dich langsam an Deine Grenzen heran. Das Problem beim Treppensteigen wird sich geben. Was ist schwieriger- hoch oder runter? Übe das mit Deinem Physio. Vermeide Folgendes: Kinder auf den Arm hochnehmen, führe sie stattdessen an der Hand Achte darauf, dass sie Dich nicht vor Freude umwerfen Gehe nicht in die Knie oder zu Boden Stehe nicht zu lange…Überlege Dir Spiele im Sitzen Lerne das den Kindern, es hilft auch Dir ;-): Dynamisches Sitzen Hampeln,Strecken,Lümmeln im Sitzen Dynamisches Stehen übe Kniefreundliches Aufstehen aus dem Stuhl:Beine hüftbreit auseinander, Hände in der Seite,Brust leicht nach vorne,Rücken gerade Vielleicht kannst Du auch Deine Physio-Übungen mit den Kindern machen? Nimm unbedingt Kühlkompressen für Dich mit,ca. 10 min kühlen-Pause-10 Minuten kühlen Sicherlich wirst Du erschöpft zu Hause sein. Dann bitte Beine hochlegen, kühlen Liebe Grüße Ute 20. Mai 2016 um 14:09 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute! Erstmal ein ganz dickes Lob an diese tolle Webseite! Ich bin wirklich sehr froh, Deinen Blog gefunden zu haben 🙂 Bei mir (36) wurde vor 3 Tagen eine Arthroskopie am rechten Knie durchgeführt. Es wurden zwei freie Knorpelstücke aus dem Gelenkspalt geborgen, der Knorpel meiner Patella geglättet und am Oberschenkelnochen eine Mikrofrakturierung durchgeführt. Erstmal so weit so gut. Die Schwellung ist nun zunehmend rückläufig und auch mit den Schmerzen geht es. Allerdings beschäftigen mich da ein paar Dinge, und die Tatsache, dass ich selbst Ärztin bin, macht es leider nicht besser, im Gegenteil. Wenn ich selbst nach medizinischen Informationen suche, werde ich immer mehr verunsichert. Ich bin selbst nicht operativ tätig, meine orthopädischen/chirurgischen Kenntnisse sind daher nicht so super aktuell. Zum Einen die Frage der Thromboseeprophylaxe. Ich habe über 3 Tage 1xtäglich Clexane 40 gespritzt und bekomme nun 1xtäglich Clexane 20 bei 75 kg. Ist das eine gängige Dosierung nach Mikrofrakturierung? Finde dazu keine einheitlichen Empfehlungen und wollte mal hören wieviel es bei den anderen Patienten so war/ist. Ich habe nämlich ziemlich viel Respekt vor einer Thrombose und kann nicht einschätzen, ob meine aktuelle Mobilität (immer mal auf Gestützen durch die Wohnung, Waden-und Oberschenkelmuskeln anspannen, Füße bewegen) damit dann ausreicht. Zudem soll ich das Bein wickeln, wobei ich aber wahrscheinlich eher auf einen Thrombosestrumpf zurück greifen werde. Zum Anderen das Thema Entlastung. Ich habe mich natürlich auch schon auf die Waage gestellt und geschaut wieviel Gewicht auf dem Knie ist wenn ich mich an den Gehstützen abstütze. Trotzdem finde ich es echt extrem schwierig, das dauerhaft zu kontrollieren. Gerade Treppe verunsichert mich da sehr. Und wieviel Belastung durftet Ihr am Anfang? Die Ansage von meinem lieben Kollegen war nur „Entlastung für 6 Wochen“. Auf die Frage, ob es ok ist, den Fuß beim 3-Punkt-Gang an Gestützen abrollen zu dürfen: Ja, das sind ja dann höchstens 15 kg. ??? Wie war das bei Euch/Dir? Vielen Dank und viele Grüße, Marie 20. Mai 2016 um 20:55 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Marie, Vielen Dank für Dein Lob! Die Anti-Thrombose Spritze Clexane wird meist folgendermaßen verordnet: 20mg bei Patienten mit niedrigem oder mittlerem Thromboserisiko in der Allgemeinchirurgiebzw. 40mg bei Patienten mit niedrigem oder mittlerem Thromboserisiko in der Orthopädie-Chirurgie. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass zu Beginn bei strenger Bettlägerigkeit die 40mg, dann später die 20mg Heparin-Spritze „ausreichend“ ist. Bei mir (mit MF) zumindest waren es 3 Wochen lang 40mg. Ein Kompressionsstrumpf wird schon vom Krankenhaus angepasst – so kenne ich das. Er wird bis zur Vollbelastung getragen. Was die erste Belastung anbetrifft, bin ich zurückhaltend. Mein Motto ist: lieber später. Ich kenne auch die Größe und Lage Deines Knorpel-Defektes nicht. Was auch heißt, dass Du es nicht selbst an der Waage ausprobieren solltest. Das und Dein Übungsprogramm wirst Du Dir zusammen mit dem Physiotherapeut langsam erarbeiten. Venenpumpe, Waden-und Oberschenkelmuskeln anspannen etc kennst Du bereits. Die ersten Übungen könnten so aussehen: http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/ Man könnte Deine Genesung in 3 Phasen einteilen: -Phase 1 „Regeneration“ – Heilung des Gewebes Ruhigstellung/über Herzniveau lagern, gleichzeitig Kühlen,Entlastung mit Gehstützen, Geduld haben 😉 nach ca. 7-14 Tagen: Fäden werden gezogen -Phase 2 „Mobilisation“ – Funktionswiederherstellung des Gelenkes ca. ab dem 9. Nach OP-Tag Motorschiene und Krankengymnastik, Lymphdrainage, Narbenmassage, schrittweise Belastung an 2 Gehstützen 15kg= wie- als wenn Du ein rohes Ei unter dem Fuß hättest=sehr wenig! -Phase 3„Rekonvaleszenz“ – Rückgewinnung der Stabilität, Kraft und Leistungsfähigkeit Woche 6-8 Krankengymnastik bis zur Vollbelastung, Treppe gehen üben (gesundes Bein geht hoch,krankes geht runter), Ergometerfahren, -ab Phase 4 Vollbelastung Beugung ist erlaubt Schwimmen, Aqua-Gymnastik, Übungen selbstständig weiter durchführen, Hilfen wie z.B. Einlagen,Tapes Kontrolltermine immer einhalten Dies kann nur eine grobe Orientierung sein. Genaueres bestimmt der Arzt und vor allem Dein Körper! Liebe Grüße Ute 23. Mai 2016 um 08:51 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Ute! Vielen Dank für Deine Antwort! Bezüglich der Thromboseprophylaxe denke ich nun auch dass es hoffentlich mit den 20 mg am Tag ausreichend ist. Zumal ich von Anfang an aufstehen durfte und brav ohne Belastung Bewegungen im Sprunggelenk und der Hüfte sowie vorsichtiges Beugen/Strecken im Kniegelenk durchführe. Der Arzt hat mir Entlastung des Knies bei voller Beweglichkeit vorgegeben, entsprechend bekomme ich auch seit Tag 3 nach OP Physiotherapie. Mein Knorpeldefekt ist ca. 1×2 cm groß, liegt am medialen Kondylus und zum Teil im Bereich der Hauptbelastungszone, der Rest an der hinteren Wand. Wahrscheinlich ist der Defekt auf ein früheres Trauma zurück zu führen, da scheinbar auch das vordere Kreuzband mal angerissen war. Kannst Du nochmal grob sagen, was Du in der ersten Phase der Mobilisierung durftest? Ich habe zum Beispiel keine Schiene zur Streckung bekommen und übe nun (6 Tage nach OP) selbstständig die Streckung (In den nächsten Tagen wird auch Anhebung in Streckung ein Ziel sein). Da habe ich auch etwas unterschiedliche Meinungen gehört. Hier ist wahrscheinlich auch Lage und Größe des Defektes ausschlaggebend bezüglich der Vorgaben? Viele Dank und viele Grüße, Marie 28. Mai 2016 um 17:53 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Marie, Ebenso wie Du hatte ich damals keine Schiene. Meine Übungen zu Beginn findest Du hier: http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/ Sie wurden immer mehr erweitert, die Wiederholungen gesteigert. Mein Physiotherapeut legte wert auf langsame und genaue Ausführung. Später folgten auch Übungen mit dem Gymnastikball: z.B. in Rückenlage, Ferse drückt in Ball,kreist den Ball in beiden Richtungen, rollt weg und wieder ran ohne den Ball zu verlieren etc Wann beginnt Dein Arbeiten mit dem Physiotherapeut? Die Ausführungen Deiner Übungen sollten unbedingt kontrolliert werden. Viele Grüße Ute 23. Mai 2016 um 18:08 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo ihr lieben! Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich diesen Blog gefunden habe und erhoffe mir Anregungen …Ich war bis letztes Jahr Juli sportlich sehr aktiv und eine gute Halbmarathon-Läuferin. Kniebeschwerden kannte ich schon, aber sie nahmen so arg zu, dass ich im Januar diesen Jahres um eine Spiegelung mit Microfrakturierung nicht herum kam. Ich habe die sechs Wochen brav ruhig gehalten, nicht belastet, Physio nach Plan etc. Ich habe aber nun wieder genau so große Schmerzen, hinknien geht gar nicht, gehen nur wenige Meter schmerzfrei, an Sport ist gar nicht zu denken, selbst Fahrrad fahren …einen neuen Termin habe ich erst in sechs Wochen bekommen können, vorher war nichts frei.Wie sind eure Erfahrungen, bzw liebe Ute, hast du schon „Mitleidende„ kennen gelernt/was hat geholfen?? Ganz liebe Grüße und schon einmal danke fürs Lesen und Antworten Katrin 28. Mai 2016 um 20:08 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Katrin, Du solltest das Knien unterlassen, da u.a. der Anpress-Druck auf Kniescheibe zu groß ist und Schmerzen verursacht. Später kannst Du als Polster eine Gymnastikmatte mit Spezialschaumstoff 1 cm dick verwenden. Lerne kniefreundlich zu Boden zu gehen und aufzustehen: mit einer Hand auf dem gesunden Knie abstützen, mit der anderen auf einem Hocker. http://www.arthrose-blog.de/bewegung-bei-arthrose/ Der Ergometer sollte richtig eingestellt werden; fahre zu Beginn ohne Widerstand. Für gelenkschonendes Fahrradfahren ist eine korrekte Sitzposition Voraussetzung. Lasse Dich im Fachgeschäft beraten! Absolviere Dein Übungs-Programm unbedingt weiter! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Zeit braucht bis sich die Gelenkschmiere nach der Operation wieder bildet. Sanfte Bewegung und Geduld helfen ;-). Liebe Grüße Ute 6. Mai 2016 um 09:32 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar vorab ein Riesenkompliment an dich für diesen Austausch in deinem Blog. Ich habe sehr viele Einträge genau gelesen und Bewunderung mit wie viel Geduld du auf uns Geplagte eingehst. Danke dafür! Zu mir selbst und meiner Frage: Ich fasse kurz zusammen. Arthroskopie am 28.4. in der Knorpel geglättet, partiell Außenmeniskus entfernt (erneuter Riss), Verknöcherung an der lateralen Femurkondyle entfernt und Mikrofrakturierung an eben dieser Stelle. Mündlich habe ich erfahren, dass das Innenband gedehnt wurde, auf der beilegenden Skizze steht der Begriff „needling“, der mir nicht ganz klar in der Bedeutung ist. Der Vollständigkeit halber: Vor 22 Jahren riss das vordere Kreuzband (KEIN Ersatz), Innen- und Außenmeniskus. Der Chirurg empfahl folgende Weiterbehandlung (neben Thromboseprophykaxe etc): – Teilbelastung an Unterarmgehstützen (20kg) für 3 – 5 Tage – Kältepackungen mehrfach täglich für eine Woche – Physiotherapie und Lymphdrainage ( je 6 x) – Frühzeitige passive und aktive Mobilisierung des Knies (ich habe ein Blatt mit abgebildeten Übungen bekommen) – M4 Orthese frei für 6 Wochen – 3 Wochen Entlastung und Training mit CamoPed – Schiene. Für mich bestand jetzt ein Widerspruch in Teilbelastung (s.o.) und drei wöchiger Entlastung und habe dann gleich einen Tag nach der OP nachgefragt. Das wurde dann als Fehler erkannt, ich soll 3 Wochen teilentlasten, d.h. zwei Stützen und ganz leicht abrollen, was ich auch mache. Nun habe ich sehr viel im I Net über Mikrofrakturierung und Heilungsdauer/Therapie etc gelesen und immer wieder den Hinweis 6 Wochen zu entlasten bzw gar nicht aufzutreten. Genau dahin zielt jetzt meine Frage: Sollte ich doch noch einmal den Arzt zur Belastung befragen, der das Knie operiert hat? So weit ich weiß ginge das schriftlich. Oder warten bis am Montag die Physio beginnt? Ganz platt gefragt: Kann ich nach 3 Wochen, je nach Schmerzempfinden dann einfach die Gehstützen in die Ecke stellen und lostapsen? Ich bin wirklich verunsichert über die gravierenden Unterschiede in der Nachbehandlung und mir ist der Erfolg dieser OP selbstverständlich wichtig, fühlte mich auch in wirklich guten Händen. Ergänzend vllt dazu: Außer, dass das Knie noch arg geschwollen ist und ein wenig brennt geht es wirklich gut. Ich habe keinerlei weitere Schmerzmittel gebraucht – da war es oftmals vorher schlimmer. Liebe Grüße, Doris 6. Mai 2016 um 18:32 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Doris, Zunächst gilt: Um die Schwellung zu behandeln: bitte kühlen (4-5*/Tag),hochlagern und lesen: http://www.arthrose-blog.de/bei-gelenkschmerzen/ und einen Gang zurückschalten.Gerade zu Beginn kann man viel falsch machen, z.B. wenn Du unter Belastung beugen würdest. Du erarbeitest Dir mit dem Physio den Belastungsaufbau, also gedulde Dich. Zunächst Sohlenkontakt(„rohes Ei“) , dann Teilbelastung bis zur Vollbelastung. Da Du 2 Problemstellen hast (MF und Meniskus) und gerade wegen Deiner Meniskus-Vergangenheit und dem Needling solltest Du nicht zu früh zu viel verlangen. Needling=Methode den eingerissenen Meniskus zu behandeln. Zuerst wird eine Anfrischung/Anrauhung der Risszone mit Hilfe von Nadeln o.ä. Instrumenten durchgeführt, wodurch die Durchblutung in diesem Bereich verbessert und die Heilung gefördert wird (sozusagen eine MF des Meniskus ;-)) – und dann werden die Meniskusteile genäht. Ob Du in 3,4,oder erst 7 Wochen voll belasten kannst, siehst Du dann. Hab‘ Geduld! Wichtig ist, dass Du ein schmerzfreies Gangbild erreichst. Liebe Grüße Ute 6. Mai 2016 um 18:48 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, ganz lieben Dank für deine informative Antwort. Geduldig bin ich auf jeden Fall, ich möchte schon ein möglicherweise gutes Ergebnis der OP auf keinen Fall gefährden. Huch, Meniskusnaht? Na, dann werde ich den Doc wohl nochmal interviewen. Nochmals vielen Dank, Doris 10. Mai 2016 um 06:35 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Am besten den Operateur fragen, mit wieviel kg belastet werden soll und das dann auf der Waage ausprobieren, indem du das betroffene Bein allein auf die Waage stellst. 10. Mai 2016 um 20:11 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Andi, Zur Vermeidung von Fehlern sollten die einzelnen Teil-Belastung-Schritte mit der Waage unter physiotherapeutischer Anleitung durchgeführt werden. Viele Grüße Ute 14. Januar 2016 um 20:58 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, Am 03.12.15 wurde bei mir eine Microfrakturierung, die zweite innerhalb von einem Jahr durchgeführt aufgrund eines Knorpelschadens 4. Grades. Nach der Op wurde vergessen mir eine Schiene anzulegen und ich hab das Knie ausversehen öfters leicht angewinkelt. Nach 5 Tagen durfte ich die Krücken in die Ecke stellen und hab keine Physiotherapie verschrieben bekommen. Als die Fäden gezogen wurden, wurde festgestellt das eine Naht geplatzt war und sich eine Entzündung gebildet hatte. Mitlerweile gehe ich seit einer Woche wieder arbeiten (bis zu 12 h stehen und laufen ) und muss sagen das die Mikrofrakturierung letztes Jahr besser gelaufen ist wie die jetzige, denn letztes Jahr war ich direkt nach der Op beschwerdefrei und jetzt hab ich das Gefühl das die letzte Op umsonst war weil ich die gleichen Schmerzen und den Druck hab wie davor 18. Januar 2016 um 12:43 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Carolin, Du solltest Dich nochmals bei Deinem Op-Arzt/Hausarzt vorstellen, Deine Probleme beschreiben und Dir ein Rezept für Physiotherapie ausstellen lassen. Frage nach, ob Dir eine Bandage oder Tapes im Arbeitsleben helfen können. Vielleicht ist bei Dir auch die Möglichkeit für Rehasport/Funktionstraining, Trocken/Wassergymnastik gegeben. http://www.arthrose-blog.de/arthrosegerechte-bewegung/ Wann immer es Dir möglich ist, lege das Bein hoch und kühle es. Liebe Grüße Ute 25. September 2015 um 18:27 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar hatte am 5.8.15 OP mit Mikrofrakturierung rechtes Knie. Schäden lagen bei Grad 3 und 4. Danach 6 Wochen null Belastung, aber nach 10 tagen konnte Physio zuhause beginnen. Bin Kassenpatient ! Physio mit Bewegungsübungen, Lympfdrainage, Reizstrom, Tens-Gerät zum Muskelaufbau. Habe nun in Woche 8. mit 20 kg Belastung aufs Bein angefangen. Ansonsten trage ich noch eine Orthese-Schiene. Seit Woche 8. ohne Gradreduzierung. Auch ich habe in den 6 Wochen mit Null-Belastung diesen Scheinschritt von der Physio gezeigt bekommen.Wir rollen den Fuß über ein rohes Ei und fangen das Gewicht mit den Gehhilfen ab. Die Gehhilfen benutze ich noch immer. Laut Chirurg ist mit mindestens 12 Wochen bis zu 6 Monaten Arbeitsunfähigkeit zu rechnen? Habe einen Büroarbeitsplatz und sollte mich jetzt zur Wiedereingliederung beim Arbeitgeber erklären. Bin weiter bis 15.10. krankgeschrieben und denke das dass auch bis Mitte November so bleibt. Physio geht 3 x die Woche bis dahin weiter. Kann man den Heilungsprozess mit Medikamenten wie z.B. Dona beschleunigen oder Ernährungsumstellung oder so? Lohnt sich die Anschaffung von einem Minifahrrad? Hab zuhause nur ne Vibrationsplatte bisher. Oder was kann ich sonst noch tun? Muss spätestens ab 09.11.15 wieder voll arbeiten, da ich noch eine nebenberufliche Weiterbildung habe. Ansonsten ist es mit den Schmerzen nach der OP zum aushalten. Bei mir ist noch der Innenmeniskus mit beschädigt oder verdickt oder so. Teils blockiert aber das Knie und fühlt sich dann wie steif an. 25. September 2015 um 19:59 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Angelika, Meine Meinung zu den Nahrungsergänzungsmitteln findest Du hier: http://www.arthrose-blog.de/nahrungserganzungsmittel/ Ich möchte durch meinen Blog zu einer langfristigen Ernährungsumstellung anregen. Grundlagen werden zusammenfassend hier: http://www.arthrose-blog.de/top-10-der-ernahrung/ dargestellt. Parallel möchte ich zu einer gelenkfreundlichen regelmäßigen Bewegungsart (z.Bsp. Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking) motivieren s.a. meine Bewegungspyramide hier http://www.arthrose-blog.de/arthrosegerechte-bewegung/ Bitte lies auch http://www.arthrose-blog.de/bewegung-bei-arthrose/ Die Anschaffung eines Ergometers (!) ist eine sinnvolle Sache, gerade wenn es um die Verbesserung der Beweglichkeit des Kniegelenks geht, sei es jetzt in der Heilungsphase als auch für später. 21. Juli 2015 um 12:14 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo liebe Ute, zuerst einmal vielen Dank für die tolle Seite, die ich mit großem Interesse heute morgen durch gelesen habe. Meine Mikrofrakturierungs-OP ist jetzt 4 Wochen her. Ich habe nach 2 Wochen mit Physik angefangen, deine Übungen sind seitdem, obwohl vorher unbekannt, Bestandteil meines täglichen Trainingsprogramms. Zusätzlich trete ich meinen Heimtrainer mindestens 45 Min. täglich in den untersten 4 Stufen. Belastung bis 20 kg seien lt. Doc ok. Überlege gerade ob das evtl. zuviel ist? Wie merke ich eine Überbelastung? Mein Knie ist nicht geschwollen und schmerzt nur sehr wenig. Allerdings ist es häufig wärmer als das nicht operierte Knie. Auch interessieren würde mich, wann so allgemein wieder mit dem Auto fahren angefangen wird, ich möchte gerne nach 5-6 Wochen wieder meinen Bürojob ausüben, aber Hinkommen muss ich ja auch. Meine OP war leider rechts. Sommerlich Grüsse Heike 22. Juli 2015 um 10:47 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Heike, Vielen Dank für Dein Lob 😉 Man könnte Deine Genesung in 3 Phasen einteilen: Phase 1 „Regeneration“ – Heilung des Gewebes Ruhigstellung,Kühlen,Pausen Entlastung mit Gehstützen, Geduld haben 😉 Phase 2 „Mobilisation“ – Funktionswiederherstellung des Gelenkes Motorschiene und Krankengymnastik, Lymphdrainage, langsame Belastung. Dein Arzt hat Dir nur 20kg erlaubt. Stelle das linke Bein auf gleicher Höhe neben die Waage, gehe dann mit dem rechten Bein auf die Waage. Jetzt lese 20kg ab. So erhältst Du ein Gefühl dafür! Der Fußsohlendruck von 20 kg ist nicht viel! Zu Deinem Training auf dem Ergometer: Ist die Einstellung des Ergometers (Sattelhöhe und -Neigung) und Deine Haltung durch Physio überprüft worden? Wichtig ist es, mit möglichst wenig Widerstand gleichmäßig radzufahren! Wie lange, sagt Dir Dein Arzt. Möglicherweise trainierst Du zu heftig. Bei Gelenkschmerzen empfehle ich Dir Quarkwickel http://www.arthrose-blog.de/bei-gelenkschmerzen/ Phase 3„Rekonvaleszenz“ – Rückgewinnung der Stabilität, Kraft und Leistungsfähigkeit Krankengymnastik bis zur Vollbelastung, Ergometerfahren, Hilfen wie z.B. Einlagen,Tapes Erst nach der Vollbelastung, wenn Gehstützen nicht mehr gebraucht werden, solltest Du ans Autofahren denken. Dein Arzt legt den Zeitpunkt fest. Das Knie sollte reiz- und schmerzfrei sein.Tipp: Erst vorher trocken üben, wie Du ins Auto ein/aussteigen und die Bremse treten kannst. Vermeide es, schwere Lasten zu tragen. Kannst Du bei Deiner Arbeit auch mal die Beine hochlegen und kleine Übungen machen? 31. Juli 2015 um 17:46 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar mittlerweile habe ich nach deinem Rat alle Punkte abgeklärt. Ergometer und Training waren gut. Die Physiotherapeutin hat mir Anleitungen zur weiteren Nutzung der Gehstützen bei steigender Belastung gegeben. Versuche alle Anweisungen gut zu befolgen. Klappt ganz gut. Meine Büroarbeit nehm ich nächste Woche wieder auf. Vielen Dank für deine Tipps und alles Gute. 4. Juli 2015 um 14:14 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, bei der Suche nach Problembeseitigung an meinem Knie, bin ich bei Deinem Blog gelandet. Wenn ich mir die Erfahrungsberichte durchlese, habe ich das ungute Gefühl, dass hier nur Privatpatienten :-)) berichten, oder ich habe den falschen Arzt. Bin Mitte Mai ins Krankenhaus gegangen, mit der Diagnose Innenmeniskus glätten. Aus dem KH gegangen bin ich mit einer MF und danach 6 Wochen gehen an Krücken, ohne das Knie zu belasten. Der Knorpelschaden wurde weder beim MRT, noch beim Röntgen vorher festgestellt. Der OP Bericht ist vom Krankenhaus immer noch nicht geschrieben worden, so dass ich auch bisher keine genauen Einzelheiten der MF weiß. Mein Problem ist: Während der 6 Wochen „Krücken gehen“ habe ich keine Behandlung!!! egal welcher Art bekommen, da es der Arzt nicht für notwenig hielt. Pendelbewegungen könnte man auch allein zu Hause machen. Nun nach den 6 Wochen habe ich mit gutem Zureden ein Rezept über 6 x KG bekommen. Während der 6 Wochen hatte ich am Knie selbst keine Schmerzen, jetzt aber weiß ich nicht wie ich gehen soll, weil ich nicht nur Schmerzen im Knie, sondern auch im Oberschenkel und Hüfte habe. (Oberschenkel und Hüfte beide Beine)Beim Aufstehen, nach sitzen, habe ich das Gefühl als wenn das Knie blockiert. Brauche ich Geduld? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, ich bin ein wenig mutlos, weil es mir vor der OP besser ging. (Sport/Schmerzgels bringen keine Linderung) Viele Grüße Brigitte 4. Juli 2015 um 21:11 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Brigitte, Im Patienten-Arzt-Gespräch sollten Diagnostik-Ergebnis von Röntgen und MRT, weitere Vorgehensweise, wie Op-Verlauf+Verhalten nach der OP (Kühlen,Hochlagern), Zeitpunkt des Fädenziehens, Dauer des Gehens mit Stützen,Physiotherapie-Beginn, nächster Kontrolltermin usw. verständlich erklärt werden. Knorpeldefekte zeigen sich beim Röntgen nur, wenn es bereits eine Gelenkspaltverschmälerung gab, die Arthrose bereits fortgeschritten ist. Im MRT dagegen ist der Knorpelschaden u.a. gut zu erkennen. Der Chirurg wird sich jedoch auf das verlassen, was er bei der Arthroskopie sieht und hat neben der Meniskusglättung noch eine MF bei Dir vorgenommen. Meistens führt ein Meniskusschaden zu einer Arthrose. Du solltest von Deinem Hausarzt den Entlassungsbrief vom Krankenhaus anfordern lassen, um Klarheit zu bekommen. Du hast das Knie während dieser 6 Wochen nicht belastet. Die Gelenkschmiere wird sich erst langsam aufbauen.Deine Oberschenkel-Muskulatur hat nachgelassen und nicht nur Dein Knie wird in der Beweglichkeit eingeschränkt. Dein Gangbild verkrampft sich. Durch Muskelaufbau-Training, auch am Ergometer, wird sich das wieder verbessern! Wichtig für Dich ist jetzt die Arbeit mit Deinem Physio und der Arztbrief. 4. Juli 2015 um 22:08 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, vielen lieben Dank für Deine schnelle und ausführliche Antwort. „Denke positiv und verliere nicht den Mut“ werde ich mir merken. Den von Dir beschriebenen „Robotergang“ habe ich auch und man fühlt sich um Jahre gealtert vor allem, wenn Geduld nicht zu den persönlichen Stärken zählt. Weiterhin viel Erfolg bei Deinem tollen, informativen Blog. 17. Mai 2015 um 19:35 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar :-)Hallo Ute, leider hat sich nun ein Knochenmark ödem gebildet. Hatte meine Mikrofrakturierung im Dezember 14. Muss nun nach Magdeburg in die Uni Klinik. Sie wollen jetzt den Knochen anbohren. Hat schon mal jemand so etwas gehabt? Ist erstmal nur ne Untersuchung. So schnell lass ich mich nicht operieren. Lg Sabine 16. April 2015 um 10:40 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Und hat das mit Funktionstraining geklappt? 22. April 2015 um 21:38 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Maryna, Kaum jemand ist so selbstständig, motiviert und erfahren, dass er ein Heim-Übungsprogramm auf Dauer durchführt. Daher ist jede verordnete langfristige Behandlungsart zu begrüßen, die den Patient zur Bewegungsverbesserung, Alltagsbewältigung und Muskelaufbau führt. http://www.arthrose-blog.de/arthrosegerechte-bewegung/ Liebe Grüße Ute 27. Februar 2015 um 13:57 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, meine mikrofrakturierung ist nun schon fast 3 Monate her. So habe ich keine schmerzen, nur beim gehen sticht und zieht es bei jedem schritt sodas ich gezwungen bin zu humpeln. Das ganze geht schon ein paar Wochen so. Habe nächste Woche einen Termin beim orthopäden. Das kann doch nicht normal sein. Man muss ja auch mal wieder Arbeiten gehen. Oder ist das normal und ich bin zu ungeduldig? LG Sabine 27. Februar 2015 um 15:53 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hey Sabine, Ursache Deines Humpelns könnten Verklebungen um die Wunde herum sein. Dadurch ist Deine Beweglichkeit eingeschränkt. Die Ultraschalltherapie löst durch Gewebemassage diese Vernarbungen und wirkt auch gegen Schmerzen. Was Dir auch helfen könnte, ist Manuelle Therapie in Verbindung mit Fangopackungen (dehnt und entspannt die Muskulatur und wirkt auch durchblutungsfördernd) oder Faszientherapie. Liebe Grüße Ute 28. Februar 2015 um 10:35 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Vielen lieben Dank Ute, könnte sein da ich ja die ersten wochen null Therapie hatte wegen der Feiertage. Werd das mal mit meinem orthopäden besprevhen. LG Sabine 30. Januar 2015 um 21:04 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, leider muss ich mich noch mal an Dich wenden. Bin total gefrustet, habe den Arzt gewechselt und bin nun bei einem Kniespezialisten. Der hat laut den direkten OP-Bildern festgestellt, dass mein Operateur Murks gemacht hat…… 1. Meniskusteilresektion nicht sauber ausgeführt 2.Knorpelfetzten nicht sauber gemacht und nicht an den schlimmsten Stellen sauber gemacht und 3. in die nicht sauberen Stellen an der falschen Stelle die Mikrofrakturierung gemacht…….. Was sagt man dazu….. Schmerzen wie vorher, dazu Spannung im Knie, weil leicht entzündet und leichter Erguss und ein weiter knirschendes Knie….. Nun muss wohl nochmal alles gemacht werden, die Frage ist, ob ich das vor einem geplanten Urlaub der im Juli geplant ist machen sollte? 30. Januar 2015 um 21:20 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Elisabeth, Das hängt von Deinem persönlichen Schmerzempfinden ab. Die Dauer der postoperativen Genesungs-Phasen musst Du mit Deinem Arzt klären. Ebenso solltest Du Deine Urlaubspläne bzw. welche Art von Urlaub Du planst mit ihm besprechen. Viele Grüße Ute 29. Januar 2015 um 06:36 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, hatte am 10.12. Mikrofakturierung und Innenmeniskus-Teilentfernung. Operateur hatte mir 6 Wochen Scheinschrittbelastung und für 4 Wochen eine CPM verordnet. Seit einer Woche habe ich nun angefangen das Knie beim Gehen mit den Gehstützen zu belasten. Seitlich schmerzt es noch, wenn ich es zu stark belaste. Außerdem ist immer noch eine leichte Schwellung, hauptsächlich Knieinnenseite, vorhanden, die sich gefühlt nicht mehr gross verändert. Wann sollte die Schwellung abgebaut sein? Bzgl. Belastung hat mir mein Orthopäde, wie üblich, Belastung bis zur Schmerzgrenze erlaubt um die Vollbelastung zu erreichen. Was sagst du dazu? Gruß Rolf 29. Januar 2015 um 14:59 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Rolf, Du hast zwei Probleme: Mikrofrakturierung und Innenmeniskus-Teilresektion. Zu 1. lies bitte http://www.arthrose-blog.de/mikrofrakturierung/ Hattest Du während der vergangenen 6 Wochen eine totale Entlastungsphase (ohne Physio), abgesehen von der CPM ? Steht Dir jetzt ein Physiotherapeut zur Seite, der die allmähliche kg-Belastung und die Abrollbewegung des Fußes kontrolliert? Wann die Schwellung abgebaut ist, ist individuell verschieden. Meist bis der normale Bewegungsablauf wieder stattfindet. Auch Lymphdrainage hilft hier weiter. Ergänzend zur Vermeidung von Schwellungen helfen Kühlung des Gelenks und Hochlegen. Es ist wichtig, dass Du selbst ein Mittelmaß zwischen Aktivität und Ruhepause findest und Dich an Deine Schmerzgrenze langsam (!) heran tastest. Weiter unten findest Du meine Antworten an Sabine und Patrick u.a.. Damit Deine Muskelkraft nicht zu sehr nachlässt, ist Dir sicher Physiotherapie verordnet worden Sinnvoll sind hier isometrische Übungen für die Oberschenkelmuskulatur und Ergometertraining . Entscheidend ist Dein Körpergefühl,Deine Schmerzgrenze. Frage: was ist eigentlich „Scheinschrittbelastung“ ? 4-5 kg? 29. Januar 2015 um 21:36 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, Physio habe 10 mal gehabt seit Wheihnachten, allerdings sehr wenig gemacht da ich mir kurz vor Sylvester einen Hexenschuss zugezogen hatte, der mich über 2 Wochen sehr stark behindert hat. Abrollbewegung ging gleich recht gut. Heute habe ich die 2. KG angefangen. Physiotherapeut hat mit mir knapp 20 kg trainiert. Scheinschrittbelastung war so definiert, das ein Knäckebrot nicht kaputt geht wenn man drauf tritt. . 30. Januar 2015 um 11:13 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Rolf, Der Begriff ist für mich ein Widerspruch, deshalb habe ich nochmal nachgefragt. Ich dachte eher, es wäre „ohne Bodenkontakt“, wie bei der MF postoperativ auch erwünscht. Physio und CPM ergänzen sich sinnvoll,da die CPM eine passive Bewegungsschiene ist, die zwar die Muskeln nicht aktiviert, aber u.a. gegen Gelenksteifigkeit hilft. Liebe Grüße Ute 8. Januar 2015 um 14:35 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, Ich habe jetzt angefangen mit Kg. Nichts schlimmes. Das was du auch machst. Nun habe ich voll die schmerzen im knie und es ist dick angeschwollen. Ist das normal? Lg Sabine 8. Januar 2015 um 20:43 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Sabine, Bei der Schwellung kann es sich um Lymphflüssigkeit handeln. Nach der Op können die Lymphwege überlastet sein. Die Lymphflüssigkeit staut sich im Knie. Abhilfe: Gelenk hochlagern und kühlen sowie viel trinken (2-3 Ltr). Du musst dem Körper die Möglichkeit geben, über Flüssigkeit die Abbau- und Entzündungsstoffe wieder auszuscheiden. Vielleicht verträgst Du Lymphdrainage. Quarkwickel am Knie anwenden: kühlen Magerquark dick auf eine Kompresse auftragen. Kompresse drüber, einwirken lassen. Die Feuchtigkeit des Quarks verdunstet. Wird der Quark warm (nach 10 Minuten), erneuern. Bei Bedarf mehrmals hintereinander wiederholen. Der Wickel ist abschwellend, entzündungshemmend, schmerzlindernd und angenehm kühlend. Quark ist die beste Kühlung, besser als Eis. Liebe Grüße Ute 8. Januar 2015 um 22:51 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Danke, meine physioterapeutin meinte auch das wir mal lymphdrainage machen sollten. Lass ich mir Montag vom arzt verschreiben. Das mit dem Quark ist eine gute Idee. Lg Sabine 29. Dezember 2014 um 10:48 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, Vor den Feiertagen war mein Knie richtig gut. Bis 120 Grad bewegen, keine Schmerzen. Seit 3 Tagen ist jedoch nicht mehr so gut. Das beugen fällt mir etwas schwer, die Narben schmerzen wenn ich seitlich schlafen will. Insgesamt kommt mir das Knie etwas steif vor. Auch die Kapsel vorne in der Mitte der Kniescheibe schmerzt etwas mehr. Nun ich habe während den Feiertagen mein Training etwas schleifen lassen, aber ich fühle mich 3 Wochen zurückversetzt. Kann sowas auch am Wetterumschwung liegen? Ich hatte mal einen Schien-u Wadenbeinbruch. Da habe ich das Wetter länger gemerkt. Hattest Du auch sowas wie ein Rückschritt? Vielen Dank für Deine Tipps im Voraus. Grüsse Melanie 29. Dezember 2014 um 14:43 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Mel, Ja, das kenne ich noch heute. Jetzt müsste ich wissen, was Du genau meinst: Muskel-,Gelenk-, (was hilft: Vitamin E http://www.arthrose-blog.de/nusse/ Mandeln und Leinöl) oder Narbenschmerzen. (Sanddornöl). Sicher ist es eine Kombination von allem. Stabiles warmes und trockenes Wetter ist für uns günstiger als Nässe, Kälte,Wind bzw. Luftdruckänderungen. 1.Temperatur geringe Temperatur/Kälte Bei geringer Temperatur verdickt sich die Gelenkschmiere und es kommt auch zu Durchblutungsstörungen. Das ist das, was Du jetzt zusätzlich mit Verspannungen spürst, weil Du weniger „trainiert“ hast. Also tut Bewegung Not! Hohe Temperatur/Hitze Ähnliches gilt wohl auch für das Saunieren. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass ich die Biosauna (bis 60°C) sehr gut vertragen habe- im Gegensatz zur Finnischen Sauna (bis zu 100°C), was auch an der dort herrschenden Luftfeuchtigkeit liegt. 2. Luftfeuchtigkeit Biosauna ( bis 55%), Finnische Sauna nur 5%. 3.sinkender Luftdruck (Hier auch wieder die Veränderung des Luftdrucks) Eine Abnahme deutet auf eine Wetterveränderung hin (vom Hochdruck zum Tiefdruck). Die Gelenke können dadurch anschwellen, was die umgebenden Nerven beeinflusst und zu Schmerzen führt. 4.Kombination aus Temperatur und Luftdruck Sehnen-, Muskel-, Knochen- und Gelenkgewebe dehnen sich unterschiedlich aus, da sie verschiedene Gewebedichten haben. Sie arbeiten gegeneinander und das kann zu Schmerzen führen. Da gibt es sicher noch mehr Ursachen. Egal, was es ist, da müssen wir durch und Bewegung hilft. 25. Dezember 2014 um 23:40 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, Meine OP ist nun 3 Wochen her. Da Weihnachtszeit ist hab ich lediglich einen Zettel mit Úbungen bekommen. In der Luft Radfahren…… nun zieht es manchmal im Knie. Ist das normal? Das Bein ist auch immer noch sehr angeschwollen und spannt sehr unangenehm. Der Operateur sagte ich darf 6 Wochen nicht belasten und mein orthopâde sagte ich soll so belasten wie ich mich fúhle. Tolle Aussage. Was ist nun richtig? Meine kg fängt erst am 5 Januar an. Hat vielleicht noch jemand eine Idee wie ich die Heilung bis dahin optimieren kann. Lg Sabine 26. Dezember 2014 um 13:13 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Sabine, Halte Dich an die Aussage Deines Operateurs. Er hat Dein Knie von innen gesehen. Hier findest Du noch weitere Übungen aus meiner früheren Physiotherapie: http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/ Bei Schmerzen kannst Du äußerlich das Gelenk mild kühlen oder einen Quarkwickel (feucht-kühl) anlegen und innerlich z.B. Sanddornöl,Ingwer (auch als Tee),Apfelessig mit Wasser und Honig oder Brennesselsaft versuchen. Parallel kannst Du mit einer Ernährungsumstellung beginnen http://www.arthrose-blog.de/ernahrungsregeln/ Liebe Grüße Ute 28. Dezember 2014 um 14:02 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Dankeschön fur die guten Ratschläge. Das baut einen wieder auf… 24. Dezember 2014 um 08:06 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Ich möchte euch heute erzählen wie es mir ergangen ist nach meiner Mikrofrakturierung bei Knorpelschaden 4. Grades, Kreuzbandbefestigung und Innenmeniskusnaht. Vielleicht hat noch jemand Tips was gut ist und hilf und kann mir die Frage nach einer Reha beantworten. Wie sinnig ist eine Reha und hat man bei dieser Op überhaupt die Möglichkeit das der Antrag nicht gleich abgeschmettert wird. Ich bin am 12.11.2014 mit einer Arthroskopie operiert worden, geplant war nur der Innenmeniskus 8-O, naja – am nächsten Tag wurde mir der Schlauch gezogen ( voll Easybeasy ) dann durfte ich auch schon nachhause. Von da an hieß es viel hochlegen, kühlen, ruhen und sofort bewegen. Die ersten 5 Tage keinerlei Belastung. Ab dem 6. Tag als ich meine DonJoy Schiene bekam (mit keinerlei Gradeinschränkung) bis max 10 kg Belastung und dies für die nächsten 4 Wochen. Gesagt getan 4 Wochen Gehhhilfen 🙁 . Physiotherapie hatte ich gleich ab dem 6. Tag zuhause, dies nun immer 1 bis 2 mal pro Woche. Ich übte und bewegte daheim sehr viel und hielt mich an die Vorgaben. Ab der 5. Woche durfte ich bereits anfangen meine Gehhilfen abzutrainieren. Nun ist der ganze Zauber bereits 6 Wochen her und ich bin sehr zufrieden, ich darf seid gestern ohne Gehhilfen rumgurken und auch wieder Autofahren. Was ich noch sehr merke ist wenn der Fuß bzw. das Knie viele Std in Bewegung bzw in abgewinkelter Form ist, das er aufschwillt und schmerzt. Die Schiene wird wohl noch ein paar Wochen mein Begleiter bleiben, der Arzt hat mich auch nochmals 5 Wochen krankgeschrieben ( ich arbeite im Kindergarten). Hat aber gemeint ich dürfe ich in 2 bis 3 Wochen langsam versuchen ohne Schiene zu laufen. vereinzelt probiere ich das bereits zuhause ;o), in kleinen und wenigen Schritten funktioniert es wunderbar. Meine Beweglichkeit ist fast vollkommen hergestellt Streckung komplett und Beugung fehlen noch ca. 10 bis 20 grad. Was ich Anfangs nicht dachte das es eine so langwierige Sache ist. Aber ich bin guter Dinge das ich Anfang Februar wieder arbeiten gehe. Diese Hyaloronspritzen werde ich nicht machen, da ich es sehr umstritten finde was man so liest. Ich habe mich dagegen für eine ganzheitliche Behandlung bei einer Heilpraktikerin und Osteopathin entschieden. Hoffe das euch meine Schilderung weiterhilft, dies waren viele fragen die ich mir stellte. Wobei man ja auch immer sagen muss das jeder Mensch und Körper anders ist. Lg Susanne 19. Dezember 2014 um 09:34 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, ich bin zufällig aus lauter Verzweiflung im Netz auf diesen Blog gestoßen und finde es sehr gut. Ich fange mal an mir den Frust von der Seele zu schreiben. Ich habe im Sommer bei einem Benefizspiel Fußball gespielt und zum Ende des Spiels nach 2×20 Minuten, und keiner sehr großen Belastung, gemerkt das etwas mit meinem Knie nicht in Ordnung ist. Bei jedem Schritt knirschte es an der Kniescheibe. In der Nacht wurde es trotz kühlen dick. Am Tag darauf ging ich zum Sportarzt, der mir das Knie punktiert hat, so dass ich wieder gehen konnte. Das Knirschen war aber immer noch nach einer Weile sehr extrem und er überwies mich zu einem Chirurgen mit Verdacht auf Knorpelschaden. Nach einigen Wochen bekam ich den Termin beim Chirurgen und er empfahl mir eine Arthroskopie. Ich fragte ihn ob dieses auch zu einem späteren Termin möglich wäre, da ich kurz vor dem Urlaub stand und das Knie zwar extrem knirschte, ich aber normale Sachen im Alltag erledigen konnte und von der Arbeit schlecht fern bleiben konnte. Am 13. November ließ ich mich dann operieren. Nach der OP teilte mir der Chirurg im Aufwachraum kurz mit das ich einen Knorpelschaden 4. Grades außen hinter der Kniescheibe habe und das er eine Mikrofrakturierung durchgeführt habe. Er gab mir einen kurzen Bericht plus Krankengymnastik Rezept mit und sagte, dass mein behandelnder Arzt am anderen Tag alles weiter erklären würde. In dem Bericht stand: Diagnose: 4. Grad Chondromalazie lat. Femurkondyle + femoropatellares Gleitlager 1,5 – 2cm Am anderen Tag bin ich mit dem Bericht zum Arzt und mir wurde der Wundschlauch gezogen. Nach ein paar Tagen bin ich zur Kontrolle hin und fragte wann ich mit der Physio beginnen soll. Er sagte sofort. Bei der Physio sollte ich mich auf die Liege setzen und meine Beine hingen 90 Grad herunter. Ich sollte versuchen vorsichtig das operierte Bein nach vorne zu strecken. Dabei stellte ich fest, dass es sehr stark knirschte und ich starke Schmerzen rund um die Patella hatte. Ich bin dann direkt wieder hin und habe dem Arzt das ganze mitgeteilt und meine Vermutung geäußert das ich das Gefühl habe das etwas nicht in Ordnung sei und ob es seien kann das etwas mit der Patella vorne oder der Sehne wäre, da das Knirschen immer noch genau wie vor der OP da ist. Der Arzt punktierte nach einer Woche das Knie, weil es trotz Kühlens und Stilllagerung immer noch sehr dick war. Der Physio hat nur noch massiert und Lymphdrainage unternommen. Nach wiederum einer Woche wurde mein Knie nochmals punktiert und das Blut wurde zum Untersuchen eingeschickt. Das Ergebnis habe ich bis heute nicht, da es anscheinend verschwunden ist!!! Der Arzt sagte mir, dass er für mich einen Termin beim Chirurgen macht und mit ihm telefoniert. Einen Tag später bekam ich einen Termin bei dem Chirurgen. Als erstes fragte er mich warum ich meine Donjoy Schiene nicht tragen würde die er mit in den Bericht geschrieben hätte. Ich schaute ihn mit großen Augen an und sagte, dass dort nichts von einer Schiene stand. Er schaute nach und sagte dass er es wohl nicht mit drauf geschrieben hätte, es aber nicht so tragisch wäre, und ich dann jetzt eine bekommen würde! Ja ne is klar!!!!! Nach zwei Wochen plötzlich???? Dann sagte er, dass der behandelnde Arzt nicht hätte punktieren sollen. Als ich ihm sagte, dass es warm war und ich Schmerzen hatte, sagte er es sei dann doch ok gewesen. Er zeigte mir Bilder und meinte das ich für mein Alter (40) einen sehr ausgeprägten Knorpelschaden hätte und ich geduldig sein muss. Ich fragte auch ihn ob etwas auf der Patella seien könnte da sie bei der kleinsten Muskelbewegung des vorderen Oberschenkelmuskels knirscht. Er meinte nein und es käme von dem Schaden hinter der Patella. Gut dachte Ich und bin gefahren und glaubte ihm einfach mal. Im Sanitätshaushaus wurde dann meine Donjoy Schiene, die er mir ja jetzt verschrieben hat auf 40 Grad eingestellt. Zwei Wochen später wurde sie dann beim Arzt auf 60 Grad eingestellt. Heute ist die OP genau fünf Wochen her. Ich belaste seit fünf Wochen mit 20kg, so wie er es im Bericht geschrieben hat. Morgen früh muss ich zum Arzt, denn laut dem Bericht soll ich bis fünf Wochen nach der OP teil belasten. Ich habe immer noch genau die gleichen Schmerzen rund um die Patella sobald ich das Bein anfange leicht zu strecken und das Knirschen ist nach wie vor! Ich habe mir in den letzten fünf Wochen nichts vorzuwerfen, habe regelmäßig meine drei Kühlpacks verwendet, meinen Tag auf dem Sofa verbracht und meine verschriebenen Voltaren Tabletten gegen Entzündung morgens und abends genommen! Was mich am meisten wundert und echt stört sind die extremen Schmerzen rund um die Patella, die auch schnell wieder verschwunden sind, die ich aber vor der OP überhaupt nicht hatte! Ich bin ein bisschen ratlos. Gruß Patrick 19. Dezember 2014 um 10:59 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Patrick, Mich wundert, dass vor der OP kein MRT vorgenommen wurde. Die Schwellung sollte Dich nicht wundern: Dein Knie hat außer der OP selbst noch andere Probleme (Einblutungen,Punktierungen) zu überstehen gehabt. Es ist nicht damit getan, diesen Erguss x-mal zu mindern, sondern man sollte auch die Ursache dafür kennen- sonst wird er sich immer wieder von neuem bilden. Dabei hat man mehrere Untersuchungsmöglichkeiten. Schon Farbe, Klarheit und Viskosität der Flüssigkeit liefern eine diagnostische Orientierung. Man unterscheidet zwischen blutigen und unblutigen Gelenkergüssen – das heißt die Gelenkflüssigkeit kann mit Blut vermischt beziehungsweise frei davon sein. Beim gesunden Gelenk ist die entnommene Flüssigkeit – das Punktat – klar und leicht zähflüssig (viskös). Es wäre daher schon gut gewesen, das Ergebnis des Labors zu kennen. Man sollte auch wissen, dass die Gelenkflüssigkeit sinnvollerweise dazu da ist, das Gelenk zu schmieren und den Knorpel mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Nimmt man das dauernd weg, kann ein chronischer Reizzustand entstehen. So früh nach der OP eine Punktion durchzuführen, ist eine zusätzliche Reizung für das Knie. Nun wird dem (wunden) Gewebe schon eine Lymphdrainage zugemutet. Das ist im Prinzip eine gute Sache, aber das reizt Dein Knie noch mehr- so meine eigene Erfahrung. Auch dass man Dich schon den Fuß nach so kurzer Zeit belasten lässt, wenn auch nur mit 20kg, verwundert mich sehr. Normalerweise ist bei diesem Knorpelschaden eine völlige Entlastung für mdst. 6-8 Wochen angesagt, erst danach beginnt die zunehmende Belastungsphase! Wer drängt da zur Eile? Hast Du Gehhilfen? Zum Knirschen Dir fehlt zur Zeit nach Synovialflüssigkeit und Dein Knie ist gereizt. Bei der OP wurde auch eine Lavage gemacht, das entzündete Gelenk wird ausgespült, dabei wird auch die Gelenkschmiere mit ausgespült. Es wird dauern bis sie sich wieder von alleine gebildet hat. Das geschieht z.B. auch durch Bewegung, die Du ja zunächst noch nicht ausführen darfst. Vielleicht hilft Dir die CAMOped-BewegungsSchiene. Treten gleichzeitig auch Schmerzen auf? Viele Grüße Ute 19. Dezember 2014 um 12:17 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, Vielen Dank für das super schnelle Feedback. Heute Morgen war ich nun wieder beim Arzt und ich habe ihn mit einigen Fragen konfrontiert. Die Ergebnisse vom punktieren sind jetzt auch mal aufgetaucht. Der Arzt sagte das Knie sei rein und es wären keinerlei Anzeichen auf Bakterien gewesen. Er hat damals beim punktieren jeweils 60ml reines Blut rausgezogen. Heute hat er sich nach meinem Nachfragen die Patellasehne via Ultraschall angesehen und festgestellt, dass sie leicht geschwollen und wohl entzündet ist. Wenn ich versucht habe das Knie aus der 90 Grad Beugung zu strecken und er an die Sehne gefasst hat, schmerzte es extrem und ich konnte das Bein gerade einmal auf ca. 70 Grad strecken. Es war nach kurzer Zeit wieder weg. Da ich mich ja schon seit Beginn damit rumquäle und immer wieder darauf hingewiesen habe das ich nicht glaube das es mit dem Knorpelschaden zu tun hat, fragte ich ob es sinnvoll wäre mal ein MRT von der Patella zu machen. Er sagte, dass es nach er OP noch zu früh sei. Er war der Meinung mir etwas an die Sehne zu spritzen und meinte das die Schmerzen in den nächsten sieben Tagen um 50% reduziert seien müssten. Dann könnte man auch ausschließen, dass es vom Knorpelschaden kommt. Ins Gelenk hat er auf alle Fälle nichts gespritzt. Die Donjoy Schiene wurde auf 90 Grad eingestellt. Ich bin jetzt erstmal weiter bis zum 09.01. krankgeschrieben und soll weiterhin mit den Gehilfen laufen, jedoch anfangen mehr zu belasten. Wie Du merkst bin ich sehr verunsichert. War es richtig, dass er mir etwas an die Sehne gespritzt hat? Gruß Patrick 19. Dezember 2014 um 14:16 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Patrick, Dein Arzt wird Dir eine entzündungshemmende oder schmerzstillende Injektion verabreicht haben. U.U. wird er das nochmals einsetzen. Die Diagnose „Patellasehnenentzündung“ solltest Du Deinem Physio sagen.Daher kamen die Schmerzen bei der Streckung, die Du oben beschrieben hast. Er kann u.a. Dehn-und Kräftigungssübungen der vorderen, aber auch hinteren Oberschenkelmuskulatur mit Dir machen. Mehr belasten, heißt auch mehr Druck;geh das sanft an. Vergiss nicht: Hochlegen,kühle Kompressen.Keine übermäßige Beugung, daher wäre eigentlich die COMOped Schiene gut. Tapen- kann aber nur ein Physio mit Zusatzausbildung. Viele Grüße und geruhsame Feiertage wünscht Dir Ute 17. Dezember 2014 um 19:19 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, vielen Dank für Deine Nachricht. Ich habe vom Arzt noch andere bekommen die den Knorpelauf unterstützen. Grünlippenmuscheln sind mehr zur Vorbeugung. Ich habe noch eine Frage. Wie lange ging es ungefähr bis ihr wieder 100% belasten könntet? Beste Grüsse Melanie 7. Dezember 2014 um 11:26 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, bin am 4.12 operiert worden. Knorpelschaden 4 grad. Tags darauf hat mein Hausarzt den wundschlauch gezogen. Nun ist Wochenende und ich habe einen Kompressionsverband. Muss morgen wieder hin. Wie geht es weiter? Mein operateur sagte keine Physiotherapie andere wiederum doch ….weiss nicht was ich machen soll…. 7. Dezember 2014 um 13:40 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Liebe Sabine, Bitte lies zunächst http://www.arthrose-blog.de/mikrofrakturierung/ Man kann die Genesung nach der OP in 4 Phasen einteilen. Wie lange die einzelnen Phasen dauern, kann man nicht genau festlegen. Phase 1 Schwellung lindern=kühlen,hochlagern, Fäden ziehen, Physiotherapiebeginn (Zeitpunkt bestimmt der Arzt) im Bett http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/ CAMOped Bewegungsschiene unterstützend zur Physio. Vielleicht Lymphdrainage Phase 2 Von der Nicht-Belastung zur Vollbelastung,Das Abrollen des Fußes,Gehen wieder erlernen,Muskelaufbau Phase 3 verstärkte Physiotherapie (Konditionsaufbau),u.U. Ergometerfahren Phase4 Ausdauer,Vertrauen in seine Fähigkeiten erlangen Geduld haben und den Mut nicht verlieren! Liebe Grüße Ute 7. Dezember 2014 um 14:28 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Vielen lieben Dank! Wurde Ambulant gemacht. Da sitzt man dann zu Hause und nichts geht mehr. Man kommt ins grübeln ob das alles seine Richtigkeit hat…. Freut mich diesen Blog gefunden zu haben. Wünsche dir noch einen schönen 2 AdventLG Sabine 1. Dezember 2014 um 09:20 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Ute, habe dein Blog gelesen der mir sehr hilfreich ist.Habe am 12.11 auch eine Microfrakturierung gemacht bekommen, bin jetzt zuhaue bis 30.12. krank geschrieben.Mein Arzt hat mir auch empfohlen 4 Wochen nicht aufzutreten, wie ich aber gelesen habe ist es besser wenn man sich noch länger Zeit lässt, wozu ich auch bereit bin. Nur habe ich Angst was danach kommt wenn ich wieder auftreten kann und ob mir der Physiotherapeut mir es dann richtig beibringen kann. Mein Arzt hat mir auch empfohlen diese Spritzen zu nehmen Hyaluron -spritzen , ob das gut ist ? habe bis jetzt bei niemanden gelesen die diese Spritzen nach Mikrofrakturierung bekommen haben. Wie war es bei dir? Liebe Grüße Maria 1. Dezember 2014 um 13:45 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Maria, Ich habe damals keine Hyaluronspritzen bekommen. Die Verabreichung kann einmal oder auch mehrmals (meist 5*) im Abstand von einer Woche erfolgen. Die Spritzen werden allerdings nicht von der Krankenkasse übernommen und können ca. 300€ kosten. Bei geringem Arthrosegrad kann die Hyaluronsäure als „Schmiermittel“ helfen; sie hat aber nur eine begrenzte Wirkungsdauer, da sich die Hyaluronsäure im Körper wieder abbaut. Die Spritzen-Therapie kann aber wiederholt werden. Ich finde es immer besser, sich bei der Genesung Zeit zu lassen. Also besser 1 Woche länger als zu kurz. Dein Physio wird Dich langsam an die Vollbelastung heranführen. Ich habe mir immer die einzelnen Übungen aufgeschrieben und dann regelmäßig „trainiert“, wenn ich mal keine Physio hatte. Was mir auch geholfen hat, ist ein Tagebuch führen. So kann man sich die einzelnen Erfolge bewusst machen und auch dem Physio besser erklären, wo es noch nicht so klappt. Bitte lass Dich nicht entmutigen: das wird schon. Liebe Grüße Ute 18. November 2014 um 07:29 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo, bei mir ist am 07.11.2014 eine Mikrofrakturierung mit innen Meniskus Entfernung durchgeführt worden. Am Tag 7 nach der OP sagte mir der Orthopäde ich könne den Fuß nun mit 20 kg belasten, was ich allerdings noch nicht gemacht habe. Was ich so lese ist das doch zu früh oder? Ferner habe ich eine Knieorthese medi M4 OA erhalten gegen O-Beine, was sie aber meiner Meinung nach nicht macht. Die drückt so weit ich das beurteilen kann nur den Knochen unterhalb des Knies weg. Die Schiene sollte am rechten Bein eine X Stellung ausführen, damit sich auf der Knieinnen Seite der Knorpel besser bilden kann. Wie weit seid Ihr den nach einer OP auf Krücken schon gegangen wenn man leicht den Fuß aufsetzt? Wie liegt Ihr denn im Bett, und wie lagert Ihr euer Bein? Wenn Ihr auf einen Stuhl sitzt, wie lange sollte man das längstens machen? Mein Orthopäde meint nämlich nicht zu lange sitzen. VG Franz 18. November 2014 um 20:49 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Franz, Mit der 4-Punkt Hartrahmenorthese M.4®s OA zur Entlastung und Stabilisierung des Kniegelenks habe ich keine Erfahrung. Vielleicht solltest Du den Sitz überprüfen lassen. Da man zu Beginn recht lange braucht, um wieder das Gefühl für den Fuß zu bekommen, war es für mich nur eine kurze Distanz. Koordination mit den Stützen und fehlendes Körpergleichgewicht haben es mir schwer gemacht. Dein Orthopäde hat recht. Wenn Du sitzt, dann aktiv. Dynamisches Sitzen= Recken+Strecken! Du solltest die Beine nicht anwinkeln, sondern ausstrecken. Aktiv mit den Beinen pendeln oder die Venenpumpe http://www.arthrose-blog.de/venenpumpe/ machen. Zu Beginn habe ich mein Bein auf einer Hochlagerungsschiene gelagert. Später seitlich mit einem Seitenschläferkissen zwischen den Knien. 12. November 2014 um 11:58 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Bin letzte Woche mit stützen gefallen( leider wurde mein Kommentar nicht im blog gedruckt). Ist aber alles gut gegangen. Hab jetzt die 5. Woche nach OP hinter mir. Nächste Woche ist Termin b.Orthopäden. Hoffe dann,dass ich wieder voll belasten darf. Mache bei KG leichten Muskelaufbau mit 15 Kg. Zu Hause gehe ich 2x aufs fitnessfahrrad. Geht ziemlich gut,alles ohne schmerzen. Weiß jemand,wie oft man ein Rezept für KG bekommt? Oder ist dann eine Reha besser. Nur ob das meiner psyche jetzt gut tut,bezweifle ich. Man ist doch oft niedergeschlagen nach so langer Zeit, ich zumindest. Da hilft das austauschen untereinander mit anderen gleichgesinnten viel. Liebe Elisabeth,wünsche dir alles gute. Heidi 18. November 2014 um 20:09 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Heidi, Die Verordnungsmenge der KG richtet sich nach den medizinischen Erfordernissen des Einzelfalls. Vor Folgeverordnungen prüft der Arzt erneut den Zustand des Patienten. Das könnten 3-5*6 Behandlungen sein- abhängig von Krankheit, vom Arzt, von der Krankenkasse; genaueres kann ich Dir leider nicht sagen. Verordnungen außerhalb des Regelfalls sind möglich. Dann ist für längere Zeit stopp. Erkundige dich am besten bei Deiner Krankenkasse . Dein Arzt muss die medizinische Notwendigkeit einer Rehabilitationsmaßnahme feststellen. Er hilft Dir auch beim Ausfüllen der Antrags-Formulare. 19. November 2014 um 17:32 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hab jetzt die 6. Woche nach OP hinter mir u.war gestern b.Orthopäden. Ich soll jetzt Knie nach und nach voll belasten. Versuche nun,kleine Wege ohne stützen zu gehen,fällt mir noch sehr schwer. Einerseits hab ich b.gehen schmerzen und fühle mich auch sehr unsicher ohne Unterstützung. Bei Physiotherapie mach ich jetzt mehr Muskelaufbau, Therapeut meint,dass ich noch wohl ein paar Rezepte f.KG brauch. Der Arzt hat mir rehasport verordnet. Nur ist an meinem Wohnort eine Gruppe,die alles,sprich Knie und rücken, abhandeln. Wäre training an Geräten nicht effektiver,als Übungen in Turnhalle? Wer hat Erfahrung damit? Sind Übungen im Wasser auch alternative? LG Heidi 19. November 2014 um 19:55 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Zu REHA Sport und Funktionstraining (Trocken- und Wassergymnastik) siehe hier: http://www.arthrose-blog.de/arthrosegerechte-bewegung/ Der Arzt verordnet die notwendige Maßnahme (Antrag auf Kostenübernahme).Man legt den Antrag der Krankenkasse vor, die dann prüft und ggf. die Kosten übernimmt. Rehasport/Funktionstraining wird auf die individuellen körperlichen und gesundheitlichen Bedürfnisse abgestimmt (Ziel wird bestimmt). Beim Rehasport handelt es sich um 50 Stunden über einen Zeitraum von 18 Monaten. Der Arzt bestimmt die empfohlene REHA-Sportart,z.Bsp. Gymnastik, auch im Wasser. Er legt auch die wöchentliche Anzahl der Übungseinheiten fest. Funktionstraining ist Trockengymnastik oder Wassergymnastik, meist über die Dauer von 12 Monaten verordnet. Die Übungen finden in einer Gruppe statt. Soweit mir bekannt ist, enthält die Maßnahme kein Gerätetraining. Wassergymnastik ist eine sinnvolle Ergänzung. Der Arzt hat die Möglichkeit dies anzukreuzen. Liebe Grüße Ute 20. November 2014 um 12:39 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Heidi, Ute hat schon recht mit dem REHA-Sport.Ich hatte wg. der Schulter auch schon REHA-Sport, zuerst war es an Geräten, aber dann durfte die Praxis es von der Kasse aus nur noch in Gruppen machen. Dabei haben sie halt alle Muskelgruppen/ Erkrankungen mitgemacht. Das war manches mal besonders für ältere Mitpatienten nicht leicht. Aber die Therapeutin ist recht gut eingegangen auf alle und so hat es doch was gebracht. Wassergymnastik war da aber leider nicht dabei, auch weil diese Praxis kein Becken hat. Aber wenn Du das bekommst nach der Physio selber, ist es sicher noch gut. Rezeptmäßig hatte ich bei der Schulter keine Probleme, das waren bestimmt 6-8 Rezepte gewesen damals, aber wie es beim Knie ist, keine Ahnung. Viel Erfolg!! 7. November 2014 um 23:16 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo zusammen, meine Mikrofakturierung ist nun seit 9 Wochen her. Die ersten 4 Wochen durfte ich nur bis 20 kg belasten und das auf max. 30 Grad beugen, ab der 4. Woche auf 60 Grad und nach 6 Wochen erfolgte keine Beschränkung mehr. Die Schwellung ist fast weg und bei der Kniebeuge schaffe ich es auf 100 Grad. Leider haben sich nach dem Weglassen der Gehhilfen in der 7. Woche massive Rückenschmerzen im Lendenwirbel eingestellt. Ich schätze, das kommt von der Schonhaltung. Beim Treppenaufsteigen habe ich im Knie noch ziemliche Schmerzen auf der Innenseite. Die Oberschenkelmuskulator ist ziemlich schlaff und das Knie knickt manchmal beim Laufen weg. Ich war auf diese OP nicht vorbereitet, da der Operateur nur eine Gelenkinnenhautentfernung geplant und sich dann während der OP kurzentschlossen für die Mikrofakturierung entschlossen hatte. Bislang hatte ich 18 Physio-Einheiten. Leider hat meine Therapeutin nur die isometrischen Übungen in Rückenlage durchgeführt und mich nicht auf das Laufen ohne Gehhilfen vorbereitet. Irgendwie bin ich verzweifelt, weil es nicht so richtig rund läuft. Am 20.11. muss ich wieder zur Vorstellung beim Chirurgen. Bin ich zu ungeduldig? LG Sonja 18. November 2014 um 20:07 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar Hallo Sonja, Das läuft doch recht gut bei Dir. Deine Physio sollte Dich aber auf das Laufen mit Gehstützen vorbereitet haben. Wichtig ist auch, dass sich das Gefühl für Deinen Fuß und Dein gesamtes Körper-Gleichgewicht wieder einstellt. Unbewusst belastet man das gesunde Bein nämlich mehr und geht Schmerzen aus dem Weg. Durch die ungewohnte Belastung mit Stützen kommt es häufig zu Rückenschmerzen oder Verhärtungen im Schulterbereich. Das hatte ich auch. Da helfen Rückenmassagen, vorher mit Wärme-Anwendungen. Wenn Dir das Treppensteigen Schmerzen bereitet, solltest Du ruhig noch die Gehstütze benutzen. Das bedeutet, dass Du noch nicht genug Muskulatur gebildet hast. Ich konnte es damals besser hoch als runter. Das hängt auch von der Treppe selbst ab. Das schaffst Du schon noch! Sind Deine Physio-Einheiten beendet oder hast Du noch welche verordnet bekommen? Wenn nicht, würde es sich sicher lohnen noch welche selbst zu bezahlen. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Nachricht: * Name: * E-Mail: * Webseite: Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden. © 2012-2019 - Ute Steiner Wenn nicht anders definiert, ist der Inhalt dieser Seite unter Creative Commons Licence: by-nc-nd lizenziert. Powered by WordPress und Graphene-Theme.
<urn:uuid:fd790cba-e6c3-469d-a510-2be9dde46843>
CC-MAIN-2019-30
http://www.arthrose-blog.de/mikrofrakturierung-2/?replytocom=13258
2019-07-19T14:24:42Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00097.warc.gz
by-nc-nd
3.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.997527
{ "abbr": [ "by-nc-nd" ], "in_footer": [ true ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
Tag-Cloud von edutags Zusätzlich zur Suche über das Suchfeld können Sie die folgende Tag-Cloud nutzen, um den Lesezeichenbestand in edutags nach häufig genutzten Schlagworten zu durchsuchen. Je dunkler die einzelnen Schlagworte in der Tag-Cloud, desto häufiger wurden diese Schlagworte bisher auf edutags genutzt. Berufliche Schulen Berufsschule Bildung Bildungsplan Bildungsserver BK Deutsch Deutschunterricht Didaktik Geographie German literature Gymnasium Internet Kompetenzen Lehrer Lehrplan OER Politik Politikunterricht Pragmatik Projekte Prüfungen Schule Schüler Sek 1 Sekundarstufe Sekundarstufe II Studenten Universität Unterricht Mehr Tags NEU: Tag-Cloud „Kompetenzen in der digitalen Welt“ Seit neuestem haben Sie die Möglichkeit, Lesezeichen bei edutags über das Bookmarklet den Kompetenzen des Kompetenzrahmens „Bildung in der digitalen Welt“ der Kultusministerkonferenz (KMK) zuzuordnen. Über die folgende Tag-Cloud finden Sie alle Lesezeichen, die den einzelnen Kompetenzen dieses Kompetenzrahmens bereits zugeordnet wurden. Mehr Infos zum KMK-Kompetenzrahmen und dazu, wie Sie edutags hierfür nutzen können, finden Sie hier. 1.1 Suchen und Filtern 1.2 Auswerten und Bewerten 1.3 Speichern und Abrufen 2.1 Interagieren 2.2 Teilen 2.3 Zusammenarbeiten 2.4 Umgangsregeln kennen und einhalten (Netiquette) 3.1 Entwickeln und Produzieren 3.2 Weiterverarbeiten und Integrieren 3.3 Rechtliche Vorgaben beachten 4.1 Sicher in digitalen Umgebungen agieren 4.2 Persönliche Daten und Privatsphäre schützen 4.3 Gesundheit schützen 5.1 Technische Probleme lösen 5.2 Werkzeuge bedarfsgerecht einsetzen 5.3 Eigene Defizite ermitteln und nach Lösungen suchen 5.4 Digitale Werkzeuge und Medien zum Lernen, Arbeiten und Problemlösen nutzen 5.5 Algorithmen erkennen und formulieren 6.1 Medien Analysieren und bewerten 6.2 Medien in der digitalen Welt verstehen und reflektieren
<urn:uuid:72618f05-8c5c-4475-8d77-7d92df627435>
CC-MAIN-2019-30
https://www.edutags.de/browse?tags=15584%2C6733%2C22374%2C22541%2C19910
2019-07-20T19:44:02Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526670.1/warc/CC-MAIN-20190720194009-20190720220009-00257.warc.gz
by-sa
3.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.995357
{ "abbr": [ "by-sa" ], "in_footer": [ true ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Kommentar Name * E-Mail * Website
<urn:uuid:83a3b0dc-6a40-4194-8485-08312abcd078>
CC-MAIN-2019-30
http://valentineswelt.de/wpid-wp-1409303870022-jpg/
2019-07-22T01:07:01Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195527458.86/warc/CC-MAIN-20190722010436-20190722032436-00417.warc.gz
by-nc-sa
4.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.986788
{ "abbr": [ "by-nc-sa", "by-nc-sa" ], "in_footer": [ true, true ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "4.0", "4.0" ] }
Informationen zu „Shapeoko 2“ Basisinformationen Anzeigetitel | Shapeoko 2 | Standardsortierschlüssel | Shapeoko 2 | Seitenlänge (in Bytes) | 17.682 | Seitenkennnummer | 2783 | Seiteninhaltssprache | Deutsch (de) | Seiteninhaltsmodell | Wikitext | Indizierung durch Suchmaschinen | Erlaubt | Anzahl der Seitenaufrufe | 35.270 | Anzahl der Weiterleitungen zu dieser Seite | 0 | Gezählt als eine Inhaltsseite | Ja | Unterseiten dieser Seite | 1 (0 Weiterleitungen; 1 Unterseite) | Seitenschutz Bearbeiten | Alle Benutzer | Verschieben | Alle Benutzer | Bearbeitungsgeschichte Seitenersteller | Felicitus | Datum der Seitenerstellung | 01:40, 12. Sep. 2014 | Letzter Bearbeiter | Felicitus | Datum der letzten Bearbeitung | 13:12, 8. Okt. 2017 | Gesamtzahl der Bearbeitungen | 87 | Gesamtzahl unterschiedlicher Autoren | 4 | Anzahl der kürzlich erfolgten Bearbeitungen (innerhalb der letzten 8 Tage und 18 Stunden) | 0 | Anzahl unterschiedlicher Autoren der kürzlich erfolgten Bearbeitungen | 0 | Seiteneigenschaften Eingebundene Vorlagen (3) | Folgende Vorlagen werden auf dieser Seite verwendet: |
<urn:uuid:161e61c8-c697-4627-a43a-579f533ce3eb>
CC-MAIN-2019-30
https://wiki.raumzeitlabor.de/index.php?title=Shapeoko_2&action=info
2019-07-22T01:48:23Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195527458.86/warc/CC-MAIN-20190722010436-20190722032436-00417.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.855215
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true ], "in_head": [ true, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Beschreibung Beschreibung: | Stadtplan Burgk Oberes Revier | Datum: | 2015-03-08 19:17:06 | Quelle: | Bedeutende Schächte und Stollen im Burgker Revier Grundlage www.stadtplan.de, bearbeitet Silvio Stute | Urheber: | stadtplan.de bearbeitet durch Silvio Stute | Lizenz Sie können diese Datei unter folgenden Bedingungen weiterverwenden: Die Datei wurde unter der Lizenz „Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen“ in Version 4.0 (abgekürzt „CC-by-sa 4.0“) veröffentlicht. CC-by-sa 4.0 Es ist Ihnen gestattet, - das Werk zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich zugänglich zu machen sowie - Abwandlungen und Bearbeitungen des Werkes anzufertigen, sofern Sie folgende Bedingungen einhalten: - Namensnennung: Sie müssen den Urheber bzw. den Rechteinhaber in der von ihm festgelegten Weise, die URI (z. B. die Internetadresse dieser Seite) sowie den Titel des Werkes und bei einer Abwandlung einen Hinweis darauf angeben. - Weitergabe unter gleichen Bedingungen: Wenn Sie das lizenzierte Werk bearbeiten, abwandeln oder als Vorlage für ein neues Werk verwenden, dürfen Sie die neu entstandenen Werke nur unter dieser oder einer zu dieser kompatiblen Lizenz nutzen und weiterverbreiten. - Lizenzangabe: Sie müssen anderen alle Lizenzbedingungen mitteilen, die für dieses Werk gelten. Am einfachsten ist es, wenn Sie dazu einen Link auf den Lizenzvertrag (siehe oben) einbinden. Bitte beachten Sie, dass andere Rechte die Weiterverwendung einschränken können. Klicke auf einen Zeitpunkt, um diese Version zu laden. | Version vom | Vorschaubild | Maße | Benutzer | Kommentar | aktuell | 20:25, 8. Mär. 2015 | | 1.504 × 1.118 (250 KB) | Peter Pfitzenreiter (Diskussion | Beiträge) | User created page with UploadWizard | Die folgende Seite verwendet diese Datei:
<urn:uuid:a666b77d-3c6d-4f30-84cd-bcb266a3a526>
CC-MAIN-2019-30
http://stadtwiki.fuer-freital.de/index.php?title=Datei:Stadtplan_Burgk_Oberes_Revier.jpg
2019-07-23T09:37:35Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195529175.83/warc/CC-MAIN-20190723085031-20190723111031-00017.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.991444
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa", "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true, true, false ], "in_head": [ true, false, false, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0", "3.0", "4.0" ] }
Tochter von Berta Cáceres gibt nicht auf Die Tochter der ermordeten Aktivistin Berta Cáceres, Olivia Zuñiga, hat am 05. März 2019 öffentlich bekannt gegeben, dass ihr persönlicher Kampf für soziale und ökologische Ziele weitergehen wird. „Es hat gerade erst begonnen. Wenn wir etwas gegen diese mächtigen Politiker und Funktionäre in Honduras ausrichten wollen, müssen wir zusammenhalten. Denn die Wahrheit ist am Ende immer stärker“, sagte sie gegenüber der Presseagentur EFE. Die Worte Zuñigas haben sowohl in Lateinamerika als auch international für großes Aufsehen gesorgt. Der öffentliche Auftritt der jungen Frau wird besonders vor dem Hintergrund des Schicksals ihrer Mutter in zahlreichen internationalen Medien als herausragend bezeichnet. Berta Cáceres wurde im März 2016 ermordet in ihrem Haus aufgefunden. Erst nach guten zwei Jahren Ermittlungen durch die Polizei, sowie unterschiedliche internationale Kommissionen und Menschenrechtsorganisationen konnte nachgewiesen werden, dass sowohl Politiker als auch Mitarbeiter internationaler Konzerne in die Tat involviert gewesen waren. In diesem Zusammenhang betrachtet die 25-jährige Olivia Zuñiga ihren Widerstand gegen die Zerstörung der Natur in ihrem Heimatland, sowie das Erhalten des kulturellen Erbes der indigenen Gemeinden in Honduras, als das Wahren des Erbes ihrer Mutter. Laut der BBC kann sie sich der Unterstützung zahlreicher anderer Aktivisten auf der ganzen Welt sicher sein. (aj)
<urn:uuid:c60761d4-c6b0-4ded-8f15-5cf224143631>
CC-MAIN-2019-30
https://blickpunkt-lateinamerika.de/artikel/tochter-von-berta-caceres-gibt-nicht-auf/
2019-07-23T09:22:48Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195529175.83/warc/CC-MAIN-20190723085031-20190723111031-00017.warc.gz
by
2.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.998254
{ "abbr": [ "by" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "2.0" ] }
Wer mich länger liest, dürfte wenig davon überrascht sein, dass ich Trumps Entscheidung zum überhasteten Rückzug aus Syrien für katastrophal halte. Ich habe in der Vergangenheit darüber geschrieben, dass Interventionen zwar falsch sein können, dass es aber auch dramatisch negative Folgen haben kann, wenn sie unterbleiben. Hier soll es jedoch um die gerade ständig zu hörende Aussage gehen, was denn nur 2.000 Soldaten ausrichten sollen. Kurz gesagt: alles! Diese 2.000 Soldaten haben selbst noch nicht einmal gegen den IS gekämpft und entsprechend auch nur vier Gefallene in 2 Jahren zu beklagen gehabt. Sie waren dort, um einheimische Kräfte auszubilden und zu koordinieren. Und um sie in Gefechten gegebenenfalls mit Artillerie und Luftangriffen zu unterstützen. Dies erhöht die Schlagkraft von lokalen Kräften um ein Vielfaches. Es waren kurdische und mit diesen verbündete arabische Kräfte, die mit US-Unterstützung den Großteil des IS-Gebietes im Norden Syriens befreit haben. Die US-Truppen leisteten dabei Feuerunterstützung und koordinierten die Kräfte, was den Ausschlag gab. 2.000 Mann sind mehr als genug um Einfluss zu nehmen und die kurdische Selbstverwaltungszone zu halten, wenn sie einheimische Milizen koordinieren, ihnen mittels Artillerie und Luftwaffe beistehen. Dazu fungieren sie als Stolperdraht. Sind irgendwo Soldaten mit Stars and Stripes auf dem Oberarm, so weiß der Angreifer, dass ein Angriff auf diese Truppen einen Gegenschlag der stärksten Militärmacht der Welt wahrscheinlich macht. Sollten iranische Truppen also diese 2.000 Mann angreifen und tatsächlich überwältigen können, was angesichts der Stärke der US-Luftwaffe, auch in der Region, alles andere als wahrscheinlich ist, so wüsste der Iran, dass er im Persischen Golf und aus der Luft über dem Iran eine Antwort erhalten würde. Eine Antwort, die so schmerzhaft wäre, dass ein möglicher Sieg über US-Truppen in Syrien es nicht wert wäre. (Siehe auch Die Ökonomie des Krieges) Pro-Assad Kräfte haben es übrigens einmal zusammen mit russischen Söldnern versucht, die US-Kräfte in Syrien anzugreifen. Sie wurden aufgerieben. Darüber hinaus sind die Truppen in Syrien ein Faustpfand, das den USA ein Mitspracherecht garantierte. Trump kritisierte Obama für seine Schwäche dem Iran gegenüber und wegen seiner fehlenden Unterstützung Israels. Er selbst wird Israel ein Syrien in iranischer Hand mit iranischen Terrorgruppen am Golan hinterlassen. Mit US-Truppen im Rojava hätte Trump sein angebliches Verhandlungsgeschick nutzen können, um nicht nur die eigenen kurdischen und arabischen Verbündeten vor Ort nicht den Türken und Assad ans Messer zu liefern, sondern auch, um einen Abzug der iranischen Truppen und Milizen und eine Pufferzone zum Golan auzuhandeln. Stattdessen hinterlässt er Israel ein Syrien, das gefährlicher für es ist, als unter Obama. Und wer glaubt, eine fehlende US-Einmischung würde Friede, Freude, Eierkuchen bringen, verkennt die Realität. Es gibt keine Welt ohne Hegemon. Ein Rückzug der USA aus dem Nahen Osten hinterlässt ein Vakuum, das andere aufzufüllen suchen und werden. Diese werden darum kämpfen, was wir ja bereits seit Jahren beobachten können, und sich ihre lokale Vorherrschaft mit Hilfe russischer oder chinesischer Oberherrschaft sichern. Zu glauben, eine Welt mit russischem oder rotchinesischem Hegemon sei besser, als eine mit US-amerikanischem, kann wohl kaum jemand ernsthaft glauben, der Westliche Werte schätzt. Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann speichern Sie sich diesen Link hier als Lesezeichen für Ihre Einkäufe auf Amazon ab, um mich künftig mit etwa 5% Ihrer Einkaufssumme zu unterstützen – ohne Mehrpreis für Sie! Folgen Sie mir hier auf Facebook, Gab.ai, Twitter und tragen Sie sich hier in meinen Newsletter ein, um mehr von mir zu hören. Mit steigender Informationslage wird immer deutlicher, dass es bei dem amerikanischen Angriff auf die Shayrat-Luftwaffenbasis weniger um einen militärischen Nutzen, als um Show ging. Dazu passt, dass Trump seinen rotchinesischen Amtskollegen Xi-Jinping beim Schokoladenkuchen zusammen mit der chinesischen Führungsriege über den Angriff informierte. Die militärischen Zusammenhänge In einer Diskussion auf Facebook noch vor dem amerikanischen Militärschlag hatte ich argumentiert, dass ein Ausschalten der syrischen Luftwaffe nur mit Flugzeugen der amerikanischen Streitkräfte, nicht aber mit Marschflugkörpern gehe. Mindestens 16 Luftwaffenbasen sind aktuell durch die SAAF in Gebrauch, mit mindestens 355 befestigten Sheltern für Flugzeuge, Dazu noch sieben weitere zivile Flughäfen, von denen mehrere ebenfalls militärisch genutzt werden und nicht von Luftwaffenbasen aus operierenden Hubschraubern. Indem Trump einen Einsatz von BGM-109 Tomahawk wählte, nutzte er eine Waffe, die inhärente Vor- und Nachteile hat. Der offensichtliche Vorteil ist, dass abgeschossene Flugkörper nicht zu gefallenen US-Soldaten oder gar propagandistisch auszuschlachtenden Gefangenen führen können. Gleichzeitig sind Marschflugkörper durch ihre Bauweise jedoch nur mit einer beschränkten Schlagkraft ausgestattet. Die Tomahawk kann zwar weit und sehr tief fliegen, was einerseits das Risiko der abschießenden Plattform (also hier des die Tomahawk startenden Schiffes) verringert und andererseits ein Abfangen erschwert. Gleichzeitig opfert die Tomahawk damit aber kinetische Schlagkraft, weil sie in nur Unterschall fliegt und auch nur wenig kinetische Energie in einem Stürzen auf das Ziel aufnehmen kann, wie auch Sprengkraft durch ihre beschränkte Größe. Damit wird der Flugkörper vor allem gegen ungepanzerte oder leicht gepanzerte Ziele effektiv. Dies erklärt, wieso weit weniger Ziele getroffen wurden, als Flugkörper abgeschossen, weil möglicherweise einzelne Ziele von gleich mehreren Flugkörpern angegriffen wurden. Es erklärt aber auch, wieso Bilder aufgetaucht sind, die scheinbar völlig unbeschädigte Flugzeuge in HAS (Hardened Aircraft Shelter; Flugzeugbunker) nach dem Angriff auf dem Gelände fotografiert wurden. Während ungeschützte Gebäude von den Flugkörpern pulverisiert werden konnten, wäre dies bei geschützten Zielen schon merklich schwerer. Militärschlag auf Sparflamme Indem die USA Russland vorwarnten, konnte Russland sein Personal und Material abziehen, was einen unmittelbaren militärischen Konflikt mit Russland vermeiden half. Um aber eine Evakuierung der russischen Soldaten zu ermöglichen, muss die Vorwarnung mindestens eine Stunde, eher mehrere Stunden vorher erfolgt sein. Dies musste zwangsläufig die Effektivität des Einsatzes massiv beschränken, da Russland die syrische Regierung natürlich umgehend informiert hat. Diese hatte damit nicht nur Zeit, ihr (wertvolles) Personal weitgehend in Sicherheit zu bringen, sondern auch alles mobile wertvolle Material. Jedes bedingt startbereite, nicht einmal einsatzbereite, syrische Flugzeug dürfte entsprechend vorher abgehoben haben, wenn sich ein Pilot dafür gefunden hat. Hochwertiges Gerät und Material dürfte, sofern mobil, entweder von der Basis entfernt oder zumindest verstreut oder in Bunker gebracht worden sein. Während also von 20 zerstörten Flugzeugen die Rede ist, dürften die meisten davon Wracks oder nicht flugfähig gewesen sein, zumal die Bilder vom Flughafen ja unbeschädigte Flugzeuge in den HAS zeigen. Somit wurden entweder nicht alle HAS angegriffen oder aber nur die im Freien stehenden Flugzeuge zerstört. Die Flugzeuge, die das Giftgas abgeworfen haben, sind somit ziemlich sicher nicht zerstört worden. Doch damit nicht genug. Die amerikanischen Kriegsschiffe haben zwar 59 Flugkörper abgeschossen, jedoch keineswegs ihre Magazine damit geleert. Während also einige Gebäude zerstört wurden, deren Wert ich ohne geheimdienstliche Informationen unmöglich einschätzen kann (theoretisch könnten es auch nur leere Lagerhäuser gewesen sein), war der Angriff ganz bewusst auf Sparflamme gehalten. Die Gebäude können durchaus wichtige Werkstätten und Ersatzteillager enthalten haben, die schwer ersetzlich sind und künftige Einsätze massiv erschweren. Allerdings verzichtete das US-Militär nicht nur bewusst auf einen Beschuss von Gebäuden, die Chemiewaffen enthalten könnten, sondern auch auf eine Zerstörung der Luftabwehr auf dem Gelände. Noch nicht einmal die Startbahnen und Taxiways wurden zerstört. Gerade für die letzten beiden Dinge sind die Marschflugkörper aber hervorragend geeignet, um nicht zu sagen: dafür sind sie eigentlich da. Tatsächlich wurde aber nicht ein Marschflugkörper eingesetzt, der die betonierten Startbahnen dank Submunition mit Kratern überzieht, weshalb binnen 24 Stunden schon wieder Einsätze der SAAF von dem Flughafen geflogen wurden. Auch die Luftabwehr wurde unangetastet gelassen, was völlig untypisch für so einen Angriff ist. Normalerweise wären Startbahn und Luftabwehr Ziele mit hoher Priorität, weil sie die Flugzeuge vor Ort halten, aus der Luft angreifbar und damit in einem zweiten Schlag sicher zerstörbar machen würden. Eine ausgeschaltete Luftabwehr würde einen solchen zweiten Angriff dann auch ermöglichen. Würde man es also ernst gemeint haben, so hätte man zumindest die Voraussetzungen schaffen müssen, um anschließend die Arbeit mit Flugzeugen zu vollenden. Diese sind im Gegensatz zu Marschflugkörpern nämlich in der Lage, schwere panzerbrechende Bomben einzusetzen, die HAS samt Inhalt zuverlässig pulverisieren. Wäre es den USA tatsächlich um eine Zerstörung des Angriffspotentials mit Chemiewaffen von diesem Flughafen gegangen, hätten sie jedoch Flugzeuge einsetzen müssen, womit sie mit den B-2 Tarnkappenbombern das richtige Gerät haben. Ein Angriff durch sie hätte auf der Luftwaffenbasis keinen Stein auf dem anderen gelassen. Darauf wurde jedoch verzichtet. Es ging um Show Indem der Militärschlag also mit einer Hand auf dem Rücken geführt wurde und dazu auf eine wirkliche Ausschaltung des Flughafens, auch nur für kurze Zeit, verzichtet wurde, stellt sich die Frage: Wieso? Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt hier fast nur eine Antwortmöglichkeit: Es ging um die Show, nicht um den tatsächlichen militärischen Effekt. Es ging darum, der Welt und dem eigenen Land zu zeigen, dass man bereit ist, das Militär einzusetzen. Gleichzeitig wollte man aber, so paradox das klingen mag, ganz offensichtlich so wenig wie möglich zerstören. Man hätte nämlich erheblich größeren Schaden anrichten können. Von Seiten der USA hatte man jedoch offensichtlich nicht vor, den Flughafen dauerhaft oder auch nur für ein paar Tage wirklich auszuschalten. Man hatte möglicherweise (hier fehlen mir schlicht noch alle nötigen Informationen über den genauen Wert der zerstörten Gebäude) noch nicht einmal die Absicht, die syrische Luftwaffe nennenswert zu schwächen. Es war, so wenig mir das persönlich gefallen mag, wohl nur ein großer Zirkus. Darauf deutet zumindest für mich alles hin. Doch wieso? Erklären kann ich mir das nur, und hier geht es ins völlig Spekulative, mit Trumps Charakter. Würde man mich fragen, was ihn ausmacht, so würde ich sagen: „Die pompöse Show und die Überzeugung, alles hervorragend aushandeln zu können.“ Indem die syrische Luftwaffe möglicherweise nicht nennenswert geschwächt wurde, hat er ihre Fähigkeit den IS zu bekämpfen, wo er laut eigener Aussage in der Vergangenheit ja das Hauptverdienst der syrischen Streitkräfte sah, nicht verringert. Indem er Russland vorgewarnt hat, hat er einen unnötigen Konflikt mit Putin vermieten. Indem er angegriffen hat, hat er seine prinzipielle Bereitschaft zu Militärschlägen der Welt und den eigenen Kritikern gegenüber bewiesen. Damit hat er seine Verhandlungsposition gestärkt, ohne gleichzeitig zu viel Porzellan zu zerschlagen, was spätere Verhandlungen erleichtert. Gleichzeitig hat er sich der Welt gegenüber als starker Mann präsentiert. Das könnte zumindest die Logik dahinter gewesen sein. Andere werfen Trump vor, er habe den Luftschlag nur durchgeführt, um von den innenpolitischen Problemen abzulenken, vor denen er steht. So ist seine Einreisebeschränkung gleich mehrfach von Gerichten kassiert worden und Obamacare wurde bislang nicht ersetzt. Der Angriff war nicht ohne Kosten Ob Trump allerdings die Spielregeln nach eigenem Gusto bestimmen darf, wird sich noch zeigen müssen. Tatsächlich hat Russland bereits drastisch reagiert. Es hat angekündigt, Syrien mit moderner Luftabwehr beliefern zu wollen, es hat den „heißen Draht“ zur Vermeidung von Konflikten im Luftraum über Syrien abgeschaltet und es droht im Falle weiterer Luftschläge mit militärischen Konsequenzen durch die russische Luftabwehr in Syrien. Von Syrien selbst darf nun nicht mehr erwartet werden, dass es seine Luftabwehr inaktiv lässt, wenn alliierte Kampfflugzeuge über seinem Territorium aktiv sind. Bislang sind die syrischen Kapazitäten noch beschränkt, aber auf Dauer kann dies dennoch nicht nur zu einzelnen Abschüssen führen, es würde auch die Kosten massiv erhöhen. Wenn alliierte Flugzeuge künftig Geleitschutz brauchen und Raketen gegen Luftabwehr mitführen müssen, verringert dies die Kapazität an Bomben, die die jeweiligen Flugzeuge gegen den Islamischen Staat zum Einsatz bringen können und erfordert daher mehr Einsätze oder mehr Flugzeuge. Beides würde die Kosten des Einsatzes merklich erhöhen. Ob es angesichts dieser Reaktionen nicht sinnvoller gewesen wäre, die angerichteten politischen Konsequenzen wenigstens durch einen stärkeren militärischen Nutzen, also einen tatsächlich wirklich effektiven Militärschlag, zu rechtfertigen, muss als berechtigte Frage gelten. Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Informationslage aufgrund der zeitlichen Nähe beschränkt ist und der Artikel daher spekulativer Natur ist. Ich schließe es keineswegs aus, dass mir völlig widersprechende Tatsachen noch ans Licht kommen. Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann können Sie mich auf Patreon (hier klicken) unterstützen oder speichern Sie sich diesen Link hier als Lesezeichen für Ihre Einkäufe auf Amazon ab, um mich künftig mit etwa 5% Ihrer Einkaufssumme zu unterstützen – ohne Mehrpreis für Sie! Folgen Sie mir hier auf Facebook und tragen Sie sich hier in meinen Newsletter ein, um mehr von mir zu hören. Trump könnte hier dank Mattis das Konzept anwenden, von dem ich das erste Mal vor etwa 10 Jahren geschrieben habe, als sich die Intervention im Irak als sehr problematisch erwies, um es vorsichtig zu sagen. Nämlich einen Rückgriff auf die Geschichte in Form einer Strafexpedition. Mattis ist bekanntermaßen ein extremer Vielleser, der weit über 5.000 Bücher verschlungen haben soll und der seinen Offizieren Leselisten gegeben hat, die diese abzuarbeiten hatten. Seiner Aussage nach wiederholt sich im Krieg alles, es gebe nichts neues. Caesar würde vom Widerstand im Irak nicht überrascht sein, war meines Wissens eine Aussage von ihm. Die Strafexpedition scheint den heutigen Umständen besser zu entprechen Wenn man in einen Konflikt eingreifen oder mit dem Fehlverhalten einer Diktatur unzufrieden ist, bieten sich natürlich wirtschaftliche Optionen, aber eben auch militärische. Hier ist die Invasion keineswegs die einzige Option. Erst Recht nicht, wenn man eben nicht in der Lage ist, sie bis zum Ende durchzuziehen, weil einem der Willen oder die Mittel dazu fehlen. Früher hat man beim Fehlverhalten von Staaten oder Stämmen daher das Mittel der Strafexpedition angewandt. Man demonstrierte dem Gegner die überlegene eigene Militärmacht, um ihn damit sowohl für Fehlverhalten zu bestrafen, als auch um ihn damit einzuschüchtern und zu Zugeständnissen zu bewegen. Syrien ist im Moment tatsächlich ein völliges Chaos, das ohne massives Truppenaufgebot von außen nicht zu beheben ist. Übrigens auch dann nicht, wenn man nicht anschließend bereit ist, längere Zeit im Land zu bleiben und währenddessen Verluste durch Terroristen oder Guerilla zu akzeptieren. Die USA sind, erst Recht unter Trump, nicht dazu willens. Von den Arabern kann man momentan ebenfalls nicht erwarten, dass beispielsweise der GCC 200.000 oder mehr Soldaten bereitstellt um das Land zu befrieden. Also ist das bestmöglich machbare, den Beteiligten zu vermitteln, dass Handlungen durch sie zu Kosten führen können, die sie nicht bereit sind zu bezahlen. (Siehe dazu „Die Ökonomie des Krieges“ von mir). Wenn der Angriff mit Marschflugkörpern jetzt, sagen wir mal, 20 Flugzeuge und große Vorräte an Munition, Treibstoff und sonstigem Material zerstört hat, dann weiß Assad ab sofort, dass der Einsatz von Chemiewaffen zu Kosten führt. Kosten, die ihm angesichts des Nutzens des Einsatzes zu hoch sein sollten. Womit er künftige Angriffe unterlassen sollte. Auf diese Art und Weise kann man Diktaturen oder nichtstaatliche Akteure immer wieder mit steigender Eskalation unter Druck setzen, bis sie ihr Verhalten angepasst haben. Die USA selbst haben erfolgreiche Strafexpeditionen durchgeführt Die USA selbst haben solche Einsätze gleich zu Beginn ihrer Geschichte bereits durchgeführt – und das erfolgreich: Die Barbareskenkriege. Dies waren, ohne jetzt nachzuschlagen, meines Wissens die ersten Auslandseinsätze der US-Streitkräfte überhaupt. Nachdem der erste Barbareskenkrieg nicht ausreichend erfolgreich war, klärte der Zweite die Frage, ob man amerikanische Schiffe überfallen und ihre Besatzung und Passagiere versklaven dürfe dauerhaft. Man durfte es nicht. Ein solches Verhalten würde ich mir übrigens auch von Deutschland wünschen. Wenn ich lese, dass Deutschland der Terrororganisation Islamischer Staat Geld gibt, damit eine Geisel freikommt, dann drehen sich mir die Zehennägel auf. Zwar wird die eine Person befreit, gleichzeitig aber vermittelt, dass sich die Geiselnahme von Deutschen finanziell lohnt. An sich müsste auf solche Geiselnahmen ein Einsatz des KSK erfolgen, der in einer Art Strafexpedition in einem gezielten Angriff dem IS derart großen materiellen und personellen Schaden zufügt, dass dieser künftig um Deutsche einen Bogen macht. Denn, wie in „Die Ökonomie des Krieges“ erklärt, jede Handlung in einem Konflikt folgt einer Kosten-Nutzen Rechnung. Wenn die Kosten hoch genug sind, dass der erworbene Nutzen sie nicht mehr rechtfertigt, unterlässt man die Aktion. Man müsste dazu kein Gebiet besetzen, sondern lediglich nachts einfliegen, entsprechend viele Kämpfer töten und entsprechend viel Material zerstören, um sich anschließend zurückzuziehen. Ich bin gespannt, ob Trump das künftig öfter machen wird und wie es sich bewährt. Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann können Sie mich auf Patreon (hier klicken) unterstützen oder speichern Sie sich diesen Link hier als Lesezeichen für Ihre Einkäufe auf Amazon ab, um mich künftig mit etwa 5% Ihrer Einkaufssumme zu unterstützen – ohne Mehrpreis für Sie! Folgen Sie mir hier auf Facebook und tragen Sie sich hier in meinen Newsletter ein, um mehr von mir zu hören. Von Seiten der Assad- und Putin-Apologeten läuft gerade wieder die Propagandamaschinerie oder zumindest die Tastatur heiß. Sie erklären, dass Assad ja keinen Nutzen von einem Angriff mit Chemiewaffen habe, diese nichts bringen, er ohnehin gerade am gewinnen sei und es daher die Rebellen gewesen sein müssten. Das ignoriert völlig den Nutzen solcher Einsätze für die Assad-Regierung. Genug Terror bricht Widerstand Martin van Creveld hat erläutert, dass es zum Brechen einer Widerstandsbewegung zwei erfolgreiche Methoden gibt. Die nordirische und die syrische: Die nordirische ist, mit genügend Soldaten ins Land zu gehen und dort einfach so lange zu bleiben, und so lange Verluste zu akzeptieren, bis den Widerständlern die Geduld ausgeht und sie sich zu einer friedlichen Lösung bringen lassen. Die syrische Methode wurde 1982 in Hama praktiziert. Als die Muslimbruderschaft einen Aufstand gegen die Regierung von Hafiz al-Assad, den Vater von Bashar al-Assad, begann, schlug er mit seltener Brutalität zu. Bis zu 40.000 Menschen wurden getötet, unter anderem mit Luftangriffen und Artillerie. Anschließend war der Widerstand der Muslimbruderschaft über Jahrzehnte gebrochen. Wenn van Creveld gerade Syrien anführt, so darf davon ausgegangen werden, dass die syrische Regierung aus dieser erfolgreich praktizierten Methode zur Niederschlagung von Aufständen gelernt hat. Bashar al-Assad wendet „Hama-Methoden“ seit Jahren an Dies erklärt die vorrangige Bombardierung von nicht verteidigten Wohnvierteln, Märkten und Krankenhäusern. Mit einer Terrorkampagne soll nicht nur der Widerstand gebrochen werden, sie verfolgt auch einen anderen Zweck: Den Zivilisten wird gezeigt, dass sie nur in dem Gebiet sicher sind, das von der syrischen Regierung kontrolliert wird. Dort finden ja keine Luftangriffe statt, aber auch keine Angriffe mit Chemiewaffen. Mit genügend Terror lässt sich also die Hoffnung begründen, nicht nur lokal einen Widerstand zu brechen, sondern den Gegnern die Basis ihres Widerstands zu entziehen, was noch immer die erfolgreichste Voraussetzung für die Niederschlagung eines Aufstandes ist. Chemiewaffen haben einen militärischen Nutzen, weil sie in Bunker, Gräben, Keller etc. eindringen können, in denen man vor Artillerie und Bomben geschützt ist. Dies im Besonderen, wenn der Einsatz selten und ein Schutz daher nicht vorhanden oder nicht bereit ist. Natürlich werden aber 70 Tote Assad den Krieg nicht gewinnen. Allerdings haben die Waffen jedoch einen dramatischen psychologischen Effekt, den wir gerade ja weltweit sehen können. So zynisch es klingen mag: Wenn Asssad 400.000 seiner „eigenen Leute“ mit Raketen, Bomben, Granaten und Kugeln tötet, jammert die Welt vielleicht ein wenig, „aber das ist halt eben so.“ Wenn er dagegen 70 mit Chemiewaffen tötet, ist die Empörung groß. Die bisherigen syrischen Einsätze von Chemiewaffen haben, im Vergleich mit dem großen Ganzen, numerisch praktisch keine Todesopfer verursacht. Aber sie haben enorme moralische Auswirkungen, weshalb die USA jetzt eingegriffen haben. Dieser moralische Effekt wirkt jedoch nicht nur auf westliche Journalisten und Staatschefs. Er wirkt auch auf die Betroffenen. Es ist in höchstem Maße furchteinflössend. Kugeln und Granaten sind schlimm, aber normal. Gas ist etwas anderes, weil man es nicht sehen kann und es heimtückischer wirkt. Das ist das Gleiche, wie mit Fukushima. Strahlung wirkt auch ganz besonders böse, völlig egal ob sie überhaupt jemanden tötet. Wenn das Regime grausam genug ist, darf Assad hoffen, dass die Zivilisten nicht nur die Rebellen nicht mehr unterstützen, sondern sie im Ernstfall sogar verjagen und Regierungstruppen zum Einmarsch auffordern, um kein Ziel mehr zu werden. Darüber hinaus ist der Kampf einer Widerstandsbewegung noch nicht einmal durch eine Kontrolle des Gebietes zu brechen, wie man zuletzt anschaulich im Irak zur Zeit der amerikanischen Besatzung sehen konnte. Eine Widerstandsbewegung besiegt man, indem man ihr die Ressourcen entzieht oder ihren Willen bricht. Mit einem Einsatz von Giftgas könnte Assad zeigen, dass den Rebellen niemand helfen wird und er tun und lassen könne, was er will. Dies würde seine Wirkung nicht verfehlen, da es den Rebellen und den sie unterstützenden Zivilisten in aller Deutlichkeit sagen würde, dass es keine Hoffnung gibt. Dies könnte ein großer Schritt hin zum Sieg sein. „Warum gerade jetzt?“ stellt sich nicht „Warum gerade jetzt?“, kann man bei den Apologeten lesen. Ganz einfach: Weil erst vor wenigen Tagen der Außenminister der USA die Position der Regierung Trump dargelegt hat, wonach Assad im Amt bleiben könne. Dass direkt danach Giftgas eingesetzt wurde, wurde Trump entsprechend auch unmittelbar von Außenpolitikern vorgeworfen. Schließlich habe er mit dem Kommentar seines Außenministers zu Assad diesem praktisch grünes Licht gegeben. Doch nicht nur das. Trump hatte schon während seines Wahlkampfes Diktatoren wie Assad oder Saddam Hussein als Bollwerke gegen den Terrorismus gepriesen. Während des Bürgerkriegs, noch vor seiner Präsidentschaft, hat er sich immer wieder gegen eine Intervention ausgesprochen. Er hatte sogar explizit darauf hingewiesen, dass die Rote Linie von Barack Obama falsch gewesen sei und eine mögliche Intervention nach deren überschreiten unterbleiben sollte. „The only reason President Obama wants to attack Syria is to save face over his very dumb RED LINE statement. Do NOT attack Syria,fix U.S.A.“ Noch einmal zum Mitschreiben: Er sagte ganz ausdrücklich, dass auch nach dem erfolgten Giftgasangriff in Ghouta 2013 mit bis zu 1.729 Toten kein Militärschlag erfolgen solle!Immer wieder schrieb er, Syrien sei nicht das Problem der USA und man solle sich daraus fernhalten. Dies ist der Assad-Regierung natürlich bekannt. Fassen wir also zusammen: Der gegenwärtige Präsident hat 2013 immer wieder erklärt, eine Intervention sei falsch, man solle Syrien abschreiben, aus Syrien fernbleiben. Er hat erklärt, das Ziehen einer roten Linie beim Einsatz von Chemiewaffen sei falsch und auch bei deren Überschreitung und erfolgten Angriffen mit Massenvernichtungswaffen solle keine militärische Intervention erfolgen. Im Wahlkampf hat er das Assad-Regime gelobt. Sein Außenminister hat erklärt, dass Assad im Amt bleiben könne. Wieso sollte also Bashar al-Assad Hemmungen haben, diese Waffen einzusetzen? Aus welchem Grund sollte er nicht wissen, dass aus Washington keine ernstzunehmende Reaktion erfolgen würde? Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann können Sie mich auf Patreon (hier klicken) unterstützen oder speichern Sie sich diesen Link hier als Lesezeichen für Ihre Einkäufe auf Amazon ab, um mich künftig mit etwa 5% Ihrer Einkaufssumme zu unterstützen – ohne Mehrpreis für Sie! Folgen Sie mir hier auf Facebook und tragen Sie sich hier in meinen Newsletter ein, um mehr von mir zu hören. Die New York Times meldet, Russland habe einen langfristigen Vertrag für seine Marinebasis in Tartus und einen Militärflughafen in Syrien unterzeichnet. Zum gleichen Zeitpunkt wurde bekannt, dass der stellvertretende türkische Premierminister Mehmet Simsek die Akzeptanz seines Landes für ein Verbleiben von Bashar al-Assad in Aussicht gestellt habe. Damit scheint Assads Verbleib in seinem Amt gesichert und sein Sieg im Bürgerkrieg nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Am Ende werden mehr als 500.000 Menschen getötet worden sein. Millionen wurden vertrieben und sind geflohen, das Land ist zerstört. Die Lehre daraus könnte sein, aber das hätte man auch schon vorher wissen können, dass man nur in Ländern interveniert, in denen man die Intervention auch zu Ende bringen kann und will. Ob man nun selbst in solche Staaten einmarschiert oder die Opposition nur ermutigt und mit Waffen beliefert. Hätte Obama den Oppositionellen von Anfang an gesagt, dass die USA ihnen nicht helfen und dabei zusehen werden, wie man sie abschlachtet, wäre das Ganze vermutlich weitaus unblutiger ausgegangen, wie im Iran 2009. Denn am Ende steht auch jetzt wieder die Assad-Diktatur. Nur dass sie jetzt zwischen Leichenbergen steht. Die Millionen Menschen, die das Land verlassen haben, werden sich wohl auf viele Jahre nicht zurück trauen. Obama sei Dank. Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann können Sie mich auf Patreon (hier klicken) unterstützen oder speichern Sie sich diesen Link hier als Lesezeichen für Ihre Einkäufe auf Amazon ab, um mich künftig mit etwa 5% Ihrer Einkaufssumme zu unterstützen – ohne Mehrpreis für Sie! Folgen Sie mir hier auf Facebook und tragen Sie sich hier in meinen Newsletter ein, um mehr von mir zu hören. Die für Assad kämpfenden Truppen haben Aleppo nach mehreren Jahren erobert. Nun gilt seit wenigen Tagen in weiten Teilen Syriens ein Waffenstillstand. Mit Russlands Hilfe hat sich das Regime Assad nicht nur stabilisiert, sondern seine Kontrolle über das Land wieder ausgeweitet. Schon im Herbst 2011 war Assads Regime nicht mehr zu retten und Obama und Merkel forderten ihn zum Rücktritt auf. 2013 war man sich einig, dass Assad weg müsse und noch im Herbst 2015 erklärte Obama, dass Assad nicht „zurückkehren dürfe“. Beim Aushandeln des Waffenstillstands waren die USA nun gar nicht mehr beteiligt. Was zum einen eine blamable Desavouierung der USA durch ein viel schwächeres Russland ist, hat seine Wurzeln nicht zuletzt auch in der mangelhaften Unterstützung der syrischen Opposition. Der Grund hierfür ist einfach: die Angst vor Islamisten. Zunehmend weitere Teile der Öffentlichkeit und Entscheider halten Assad für das kleinere Übel, im Vergleich zur Islamistischen Opposition. Damit geht Assads Plan vollständig auf. Für das Assad-Regime war es von Beginn des Konfliktes klar, dass ein Sieg im Kampf gegen die Aufständischen im eigenen Land vor allem auch auf der Propaganda-Front erreicht werden musste. Gaddafis Versuch, die Aufstände in seinem Land rein militärisch niederzuschlagen, endete bekanntlich mit einem Eingreifen eines Militärbündnisses unter Führung Frankreichs und Großbritanniens. Wenn sein Regime also ein fremdes Eingreifen verhindern wollte, dann musste es sicherstellen, dass die Rebellen als schlechtere Alternative zu dem Assad-Regime dastehen. Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann können Sie mich auf Patreon (hier klicken) unterstützen oder speichern Sie sich diesen Link hier als Lesezeichen für Ihre Einkäufe auf Amazon ab, um mich künftig mit etwa 5% Ihrer Einkaufssumme zu unterstützen – ohne Mehrpreis für Sie! Folgen Sie mir hier auf Facebook und tragen Sie sich hier in meinen Newsletter ein, um mehr von mir zu hören. Der frühere russische Vize-Premier Alfred Koch glaubt, der jüngste russische Abzug aus Syrien hänge damit zusammen, dass die Rebellen nun über „Stinger“ (gemeint waren wohl MANPADS im Allgemeinen) verfügten. Die Diskussion auf dem Profil des Journalisten Boris Reitschuster zeigte, dass die Allgemeinheit beschränkte Kenntnisse über dieses Waffensystem verfügt. Was sind MANPADS? Durch einzelne Personen tragbare Waffensysteme zum Abschuss von Flugobjekten werden MANPADS, also „Man Portable Air Defense System“ genannt. Mit einem einfachen Visier auf dem tragbaren Startgerät werden die Waffen auf das Luftziel ausgerichtet, bis der in der Rakete befindliche Sensor das Ziel erfasst hat. Dann feuert der Schütze die Rakete ab, die aus dem Abschuss- und Transportbehälter ausgestoßen wird. Nach wenigen Metern zündet ein Raketentreibsatz, der die Luftabwehrrakete beschleunigt, aber wegen der geringen Größe der Rakete schon nach wenigen Sekunden wieder ausgebrannt ist. Dabei kann die Luftabwehrrakete eine Geschwindigkeit von Mach 2 bis Mach 2,5 erreichen. Mit ihrem Infrarotsensor (es gibt auch andere Systeme, die jedoch für untrainiertes Personal völlig ungeeignet sind) erfasst die Rakete dabei das Ziel und ist in der Lage Kurskorrekturen selbständig vorzunehmen, um das Ziel zu verfolgen. Erreicht sie das Ziel, zündet der Aufschlagzünder und eine kleine Sprengladung beschädigt das Flugzeug im Idealfall schwer genug, dass es abstürzt. Was leicht klingt, ist in der Realität jedoch merklich anders. Wie effektiv sind MANPADS? Was sich in obiger Beschreibung wie ein perfektes System anhört, ist in der Realität deutlich weniger furchteinflößend. Das hat mehrere Gründe: Reichweite: Der Laie liest beispielsweise bei Wikipedia, dass die FIM-92A Stinger eine Reichweite von 6 Kilometer und eine Bekämpfungshöhe von 3,5 Kilometer habe. Dabei ignoriert er gerne, dass das „maximal“ nicht grundlos davor steht. Während er sich die Reichweite einer solchen Rakete wie eine Walze vorstellt, entspricht sie vielmehr einem Kegel. Einem sehr flachen Kegel. Die abgefeuerte Rakete hat nur einen kleinen Treibsatz, der ihr nur eine beschränkte Energie für die Fortbewegung verleiht. Ist der Treibsatz ausgebrannt fliegt sie noch ein paar Sekunden weiter, Kraft ihrer Massenträgheit. Gleichzeitig fällt jedoch auch die Geschwindigkeit rapide ab, nicht zuletzt wegen des enormen Luftwiderstands bei Überschallgeschwindigkeit. Je höher die Rakete aufsteigen muss, desto weniger weit reicht sie aber auch. Ein weiterer Faktor ist, dass jede Kurskorrektur der Rakete ebenfalls gewaltige Energiemengen frisst. Das heißt, ihre „maximale Bekämpfungshöhe“ erreicht die Rakete überhaupt nur, wenn sie fast senkrecht nach oben geschossen wird und einfach nur aufsteigen kann. Ihre maximale Reichweite erreicht sie nur, wenn sie einer sehr flachen Flugbahn direkt auf das Ziel zufliegt. Schon einen Kilometer vom Abschussort entfernt ist die maximale Bekämpfungshöhe um hunderte Meter niedriger. Das Ziel ist keine einfache Beute: Besonders effektiv sind solche Waffen nur, solange sich der Gegner noch nicht darauf eingestellt hat. Dann gelingt der Hisbollah schon auch einmal ein Treffer mit einer ASM auf einem israelischen Kriegsschiff, weil dieses seine Abwehr gegen Flugkörper überhaupt nicht eingeschaltet hatte. Dies geschieht beispielsweise, weil man nicht das Risiko eingehen will, versehentlich eigene Flugzeuge abzuschießen. Täuschkörperwerfer sind mitunter abgestellt, weil man keine Bedrohung am Boden erwartet, die Täuschkörper auch Geld kosten und zudem am Boden Gebäude und Felder in Brand stecken können. Hat sich der Gegner jedoch auf die neue Bedrohung eingestellt, kann er ihre Gefährlichkeit merklich reduzieren. Mit Störkörpern und aktiven Abwehrsystemen IRCM (Infrared Countermeasure) und DIRCM (Directional Infrared Counter Measures) können Flugzeuge und Hubschrauber die Erfassung verhindern oder bereits abgeschossene Raketen täuschen. Abwehrmanöver können im Verbund mit bordeigenen Gegenmaßnahmen die Rakete zum Abreißen der Zielerfassung bewegen, eine mit den Abwehrmanövern verbundene Beschleunigung des Flugzeugs kann dieses auch schlicht aus der Reichweite der Rakete bringen. Mit anderen Flugprofilen kann eine Erfassung durch den Schützen verhindert werden, weil dieser für die Zielerfassung qualvolle Sekunden braucht. Bricht dabei der Sichtkontakt ab, muss er von vorne anfangen, wenn das Ziel wieder ins Blickfeld kommt. Wird die Hitzesignatur beim Anflug aus der Sonne heraus oder durch die Tragflächen ausreichend verdeckt, kann der Schütze das Flugzeug erst beim Abflug erfassen, während es Sekunde um Sekunde die Distanz erhöht und damit die Effektivität der Rakete verringert. Andere Flugtaktiken können auch die Zeit im gefährdeten Luftraum verhindern, beispielsweise durch hohen Anflug, Verringern der Flughöhe direkt über dem Ziel und anschließendem sofortigen Wiederaufstieg. Hubschrauber und langsam fliegende Flugzeuge haben oft auch Schützen mit schwerem Maschinengewehr in der geöffneten Heckklappe sitzen, der einen potentiellen MANPADS-Schützen visuell ausmachen und umgehend mit Unterdrückungsfeuer/Deckungsfeuer belegen kann, damit er nicht zielen kann. Der Schütze: Selbst ein geübter Schütze braucht etwa eine halbe Minute, bis er die Rakete abgefeuert hat. Diese Zeit über muss er sich ein Stück weit exponieren und zudem das Ziel visuell in direkter Linie erfassen können. Die Exponierung kann aus der Luft (oder über Schützen auf dem Boden) zur Bekämpfung des MANPADS-Schützen genutzt werden, während die visuelle Erfassung durch Flugprofile und gewählte Tageszeiten und Wetterumstände ebenfalls beeinflusst werden kann. Ein Jet im Tiefstflug mit hoher Geschwindigkeit ist so nur sehr schwer zu bekämpfen, weshalb auch die Sowjets in Afghanistan so zu fliegen begannen. Die Waffenwirkung: Da die Rakete nur einen kleinen Sprengsatz in sich trägt, können durch MANPADS beschädigte Flugzeuge oft genug noch kontrolliert landen und sind dabei mitunter sogar noch reparabel. Entsprechend ist die tatsächliche Effektivität dramatisch geringer, als es sich Manche vorstellen oder als ich es auch selbst beispielsweise noch in meinen Schulbüchern über den Afghanistankrieg lesen konnte. Die Kampfjet-Verluste der Sowjetunion in Afghanistan waren auch nach dem Auftauchen der Stinger nämlich keineswegs verheerend. Tatsächlich verlor die deutsche Bundesluftwaffe im gleichen Zeitraum mehr Flugzeuge beim Training, als die Sowjets durch Feindeinwirkung in Afghanistan! MANPADS sind so etwas wie Panzerfäuste gegen Flugzeuge, weshalb sie in Deutschland auch Fliegerfaust genannt werden. Die Effektivität ist dabei vergleichbar. In der Theorie nicht schlecht und eine gute Waffe, in der Praxis aber nur ein Notbehelf mit beschränkter Nützlichkeit, wenn der Gegner sich darauf einstellt und seine Taktiken entsprechend anpasst. Einen Luftraum „sperren“ können MANPADS daher mitnichten. Gerade weil Jets zu schnell aus dem Wirkungsbereich von MANPADS fliegen können, sind sie daher nur ordentlich effektiv gegen tief und nah am Schützen fliegende Helikopter, langsame und tief fliegende Flugzeuge sowie startende und landende Flugzeuge, unter deren Flugschneise der Schütze sehr nah am Flugplatz ist. IRCM und DIRCM verringern jedoch auch hier die Effektivität. Es hat schon seinen guten Grund, warum Streitkräfte zur Luftabwehr auch noch über andere Waffen als MANPADS verfügen. Kurzum: Es gibt kein perfektes Waffensystem. Es gibt nur Waffensysteme, die die „Kosten“ erhöhen. Also den Aufwand, den Materialeinsatz und die Verluste. Kann man diese „Kosten“ schultern, weil das zu erreichende Ziel als wichtig genug eingesetzt wird, dann wird man mit ausreichendem Materialeinsatz auch dann noch sein Ziel erreichen. Zieht sich Russland wegen MANPADS zurück? Kurz: Nein, garantiert nicht! Wenn die Rebellen signifikante Mengen an MANPADS erhalten, wird der Tiefflug für die Russische Luftwaffe gefährlicher, aber keineswegs unmöglich. Für CAS (Close Air Support), den Russland in Syrien typischerweise mit Mi-24 Hubschraubern und Su-25 Flugzeugen geflogen ist, wird es gefährlicher. Allerdings sind beide Systeme auch schon heute erheblich durch die überall in Syrien und dem Irak verfügbaren ZU-23-2 (Flugabwehr-Maschinenkanonen) verwundbar, mit denen der IS die irakischen Kampfhubschrauber bereits 2014 dramatisch dezimiert hatte. Auch überschwere Maschinengewehre sind für beide Fluggeräte nicht ungefährlich. Während also CAS gefährlicher wird, aber auch dort Technik und Taktik die Gefährdung beschränken können, sind höher fliegende Flugzeuge überhaupt nicht betroffen. Wie bislang auch könnten die russischen Su-30, Su-35, Su-34, Su-24, Tu-160 und Tu-22M3 aus mittlerer bis großer Höhe ihre Bomben abwerfen. Smartbombs kann die russische Luftwaffe ebenfalls problemlos oberhalb der Reichweite von MANPADS ausklinken und selbst seine Eisenbomben kann die russische Luftwaffe dank des SVP-24-Systems (das an Bord des Flugzeugs anhand einer Vielzahl von Daten den perfekten Abwurfzeitpunkt errechnet und die Bombe dann automatisch ausklinkt um sie mit größtmöglicher Genauigkeit abzuwerfen) mit akzeptabler Genauigkeit einsetzen. „Close“ Air Support, also der Beschuss von Stellungen die beispielsweise nur 50 Meter vor den eigenen Truppen liegen, wird damit ohne Smartbombs schwieriger, aber auch nicht unmöglich. Erst recht nicht, wenn Russland im Fall einer zu kurz geflogenen Bombe keine eigenen Soldaten tötet, sondern „nur syrische“ und daher weniger sorgsam agiert. Smartbombs können ohnehin weiter eingesetzt werden. Ebenfalls verhindern MANPADS nicht, dass Artillerie weiter in die Kämpfe eingreift, auch um kämpfende Truppen direkt zu unterstützen. Artilleriebeobachter oberhalb der Reichweite der MANPADS, sei es in Flugzeugen, Hubschraubern oder Drohnen können diese Raketen genauso wenig verhindern, wie eine Feuerleitung vom Boden oder die Artilleriegranaten selbst. Wollte also Russland der syrischen Regierung weiter helfen, so könnte es dies problemlos. Auch militärisch. Zumal MANPADS keineswegs perfekte Systeme sind und es unwahrscheinlich ist, dass Russland keinerlei Verluste zu akzeptieren bereit ist. Im Gegenteil. Sein militärisches Engagement in Georgien, der Ukraine und Syrien zeigt ja gerade, dass es sehr wohl bereit ist, mit Blut für seine Ziele zu bezahlen. Übrigens: Die ersten FIM-92 Stinger sind in Syrien bereits 2012 in Rebellenhand aufgetaucht. Der Islamische Staat hatte spätestens im Sommer 2014 auch moderne MANPADS aus syrischen Beständen erbeutet. Das Auftauchen von MANPADS ist also keineswegs etwas Neues. Dazu kommt, dass eine allzu großzügige Lieferung sehr unwahrscheinlich ist. Sie würde praktisch garantieren, dass ein Teil der Systeme im Untergrund verschwinden und schon in nächster Zukunft außerhalb Syriens und des Iraks auf Passagierflugzeuge abgefeuert werden würden. Das will jedoch keiner der Waffenlieferanten für die syrische Opposition leichtfertig riskieren. Der wahrscheinliche Grund Höchstwahrscheinlich hat Russland einfach seine Ziele erreicht. Assads Herrschaft ist bis auf Weiteres gesichert, Russland hat nicht nur seinen Marinestützpunkt in Tartus gesichert, sondern verfügt nun sogar auch noch über eine Luftwaffenbasis in Syrien. Obama hat unterdessen aufgegeben, Assads Abdankung als Bedingung für einen Frieden in Syrien zu stellen. Warum also sollte sich Russland unnötig weiter engagieren? Zumal die russischen Regierungsmedien melden, dass die russischen Luftstreitkräfte sehr wohl weiter Luftangriffe fliegen. Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie mich doch bitte auf Patreon (hier klicken) oder speichern Sie sich diesen Link hier als Lesezeichen für Ihre Einkäufe auf Amazon ab, um mich künftig mit etwa 5% Ihrer Einkaufssumme zu unterstützen – ohne Mehrpreis für Sie! Folgen Sie mir hier auf Facebook und tragen Sie sich hier in meinen Newsletter ein, um mehr von mir zu hören. Auch wenn der Hinweis auf die „Flüchtlingswaffe” vor allem von rechtsextremen und verschwörungstheoretischen Seiten kommt, so wäre es falsch, eine Nutzung der Einwanderungswelle nach Europa als Waffe a priori auszuschließen. Nicht nur, dass Griechenlands Verteidigungsminister im März 2015, also noch Monate vor Beginn des Massenansturms, offen damit gedroht hatte, „Flüchtlinge” mit Reisepapieren auszustatten, damit sie nach Deutschland könnten, um so Druck im Streit um die griechischen Schulden auszuüben. Im März 2016 tat es ihm Frankreich nach, als der französische Wirtschaftsminister damit drohte, den im „Dschungel von Calais” befindlichen „Flüchtlingen” die Weiterreise nach Großbritannien zu ermöglichen, sollte sich das Land für einen Austritt aus der EU entscheiden. Doch während eine Nutzung der „Flüchtlinge” als politisches Druckmittel damit belegt ist, ist es keineswegs so, wie es die üblichen Verdächtigen der Verschwörungstheoretiker wieder einmal sehen, nämlich dass die USA dahinter stehen. Spätestens seit dem Spätsommer 2015 steckt nämlich Russland dahinter. Russland führt mit Flüchtlingen Krieg gegen Europa. Dass die aktuelle Regierung in Griechenland, gebildet aus Rechts- und Linksradikalen, ein gutes Verhältnis zu Russland hat, ist bekannt. Schon im Januar 2015 schrieb Benjamin Prüfer, dass Putin Griechenland zur Spaltung der EU nutzen würde. Nach der russischen Aggression gegen die Ukraine hatte auch die EU Sanktionen gegen Russland verhängt, die der russischen Wirtschaft inzwischen massiv schaden. Dabei wirken bislang auch Staaten mit russlandfreundlichen Regierungen wie Ungarn oder Griechenland im Rahmen einer gemeinsamen Wirtschaftspolitik der EU mit. Spätestens seitdem die wirtschaftliche Macht der EU in Russland so sichtbar geworden ist, ist auch die Spaltung der EU zu einem strategischen Ziel des russischen Machthabers geworden, der sich zuvor wegen der militärischen Impotenz der EU mehr auf das Militärbündnis NATO konzentriert hatte. Seither nutzt Russland seine aus Medien, Politikern und Parteien bestehende „Fünfte Kolonne” innerhalb der EU, um ihren Zusammenhalt zu schwächen. Dabei werden gerne auch mal Millionenkredite an Europakritische Parteien wie die Front National in Frankreich vergeben, die als Nationalisten überraschenderweise kein Problem damit haben, sich aus dem Ausland finanzieren zu lassen. Mit der seit dem Sommer 2015 anlaufenden Flüchtlingskrise ist auch der Zusammenhalt innerhalb der EU massiv gefährdet worden, wie in meinem in Kürze erscheinenden Buch zur Flüchtlingskrise gezeigt werden wird. Dazu war auch Merkels Amt als Bundeskanzler zwischenzeitlich massiv gefährdet, auch wenn sie im Moment wieder etwas Luft zu bekommen scheint. Angela Merkel sei der einzige Regierungschef, den Putin respektiere. Im September 2015 hat Russland mit einer militärischen Intervention in Syrien begonnen. Dabei führte seine Luftwaffe nicht nur Luftnahunterstützung für die syrischen Regierungstruppen durch, vor denen die meisten Syrer fliehen, sondern auchFlächenbombardements, deren militärische Nutzen sehr beschränkt ist und bestenfalls im Verbreiten von Terror gegenüber der Zivilbevölkerung liegt. Dabei wird Russland aber auch vorgeworfen gezielte Bomben einzusetzen, beispielsweise gegen Krankenhäuser. Die Offensiven der syrischen Regierungstruppen und ihrer Verbündeten, aber auch die gewaltigen Bombardements durch russische Luftstreitkräfte führen inzwischen zu Massen an neuen Flüchtlingen. Im Besonderen die Regierungsoffensive in Richtung Aleppo hat dabei Zehntausende Menschen in die Flucht geschlagen. All diese Menschen erzeugen einen weiteren Migrationsdruck in Richtung EU, der die EU-kritischen bis EU-feindlichen Parteien innerhalb der EU weiter stärkt, den „Brexit”, also den Austritt Großbritanniens aus der EU, wahrscheinlicher Macht und letztendlich auch an Merkels Stuhl wackelt. Sollte Merkel unter der Flüchtlingskrise stürzen, würde Putin den einzigen Gegenspieler verlieren, den er respektiert. Bei einem Nachfolger könnte er dann wohl alsbald auf ein Ende der Sanktionen hoffen. Während mit Hilfe von russischen Waffen so neue Flüchtlinge geschaffen und auf den Weg geschickt werden, steuert die staatsnahe und in Staatshand befindliche russische Presse zugleich die Stimmung der Russlanddeutschen in der Bundesrepublik. Als die russische Presse eine erfundene Vergewaltigung eines russlanddeutschen Mädchens durch Migranten verbreitete, die angeblich nicht durch die Polizei verfolgt würde, fanden sich Russlanddeutsche bundesweit zu Demonstrationen zusammen, um ihre Kinder zu schützen. Indem die von Russland gesteuerte Presse so mit Lügen die Russlanddeutschen gegen die Regierung aufbrachte, steigerte sie zugleich die Gefahr von Vigilantismus durch ebendiese. Dass Russland die Flüchtlinge als politische Waffe gegen die EU einsetzen würde, davor hatte bereits im Oktober 2015 der ukrainische Ministerpräsident gewarnt. Inzwischen sagt auch der NATO-Oberbefehlshaber für Europa, General Philip Breedlove das Gleiche. In der Tat hat Russland wesentliche Zügel für die „Flüchtlingskrise” in der Hand. Seine Waffenlieferungen haben das Regime in Damaskus, vor dem die meisten außer Landes geflohenen Syrer flüchten, über Jahre an der Macht gehalten. Russlandfreundliche Politiker sitzen in Griechenland in der Regierung und führen dort kein Grenzregime, das die Flüchtlinge am Betreten oder Verlassen Griechenlands in Richtung EU hindern würde. EU-kritische und Zuwanderung ablehnende Parteien innerhalb der EU erhalten Unterstützung durch Russland und russische Bomben bringen weitere Flüchtlingsstrome auf den Weg. Es ist hier schlicht offensichtlich, dass es wenigstens ein angenehmer Nebeneffekt der russischen Politik in Syrien ist, dass die EU und Merkels Kanzlerschaft durch sie gefährdet wird. Die Art der Bombardements und die zivilen Ziele machen den Vorwurf einer dahingehenden russischen Absicht praktisch belegbar. Dass inzwischen auch Menschen aus Russland selbst über die Grenze nach Europa geschickt werden, ist nur noch ein weiterer Mosaikstein im ganzen Bild. Dabei muss es keineswegs endgültig erfolgreich sein. Auch ohne einen fertig abgeschlossenen Erfolg erlangt Russland eine starke Verhandlungsposition, wenn es um ein Ende der Sanktionen gegen seine Wirtschaft geht. „Entweder ihr hebt die Sanktionen auf oder ich schicke noch einmal 500.000 Syrer zu Euch.” Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie mich doch bitte auf Patreon (hier klicken) oder speichern Sie sich diesen Link hier als Lesezeichen für Ihre Einkäufe auf Amazon ab, um mich künftig mit etwa 5% Ihrer Einkaufssumme zu unterstützen – ohne Mehrpreis für Sie! Folgen Sie mir hier auf Facebook und tragen Sie sich hier in meinen Newsletter ein, um mehr von mir zu hören. Es wird heiß in Syrien. Nach noch unbestätigten Berichten hat jetzt die türkische Artillerie eingegriffen und syrische Kurden nahe Aleppo beschossen. Diese wurden zuletzt von der russischen Luftwaffe unterstützt. Damit rückt die massive Ausweitung des Konflikts näher. Eine sunnitische Militärintervention wird denkbar Nachdem die russische Luftwaffe mit massiven Bombardements zugunsten der syrischen Regierungstruppen und ihren verbündeten schiitischen Milizen eingegriffen hat, steht Aleppo vor einer Einkreisung. Sollte die Stadt fallen, wäre dies ein dramatischer Schlag gegen die Moral der nicht-IS Rebellen und würde für Syrien das von mir 2014 und 2015 skizzierte Szenario eintreten lassen, wonach sich der Bürgerkrieg, wie durch Assad geplant, nach der Niederlage der (moderaten und islamistischen) Rebellen zu einem Krieg zwischen der Assad-Diktatur und dem IS verwandeln würde. Da Syrien hierbei auf die Sympathie oder gar die Unterstützung anderer Staaten zählen könnte, würde am Ende das inzwischen völlig von Teheran abhängige Regime den Sieg davontragen. Dies würde den Schiitischen Halbmond vollständig und sicher unter iranische Kontrolle bringen. Die schiitisch-persische Regionalmacht, die sich inzwischen damit brüstet vier arabische Hauptstädte (Bagdad, Damaskus, Beirut und Sanaa) in ihren Händen zu haben, hätte damit ihren Einfluss in dem von amerikanischen Einfluss zunehmend verwaisten Nahen Osten massiv ausgeweitet. Damit wäre nicht nur die Türkei von den sunnitischen Kernländern, auf die sie Einfluss auszuüben versucht, abgetrennt, Saudi-Arabien wäre zugleich eingekreist. Dazu kommt, dass der inzwischen zum Erzfeind der meisten sunnitischen Staaten gewordene alawitische Assad an der Macht bleiben würde, obwohl beide Staaten seine Entmachtung mit ihrer Hilfe für die syrischen Rebellen vorangetrieben haben. Dass dazu eine Konsolidierung der kurdischen Herrschaft der „syrischen PKK“ der PYD auch in Syrien für die Türkei völlig inakzeptabel ist, erklärt sich dazu von selbst. Die Türkei bezeichnet sie als Terroristen. Aktuell haben die kurdischen Truppen der YPG/YPJ in Syrien jedoch weitestgehend einen Waffenstillstand mit der Assad-Regierung, dazu kommt eine Kooperation mit Russland. Dass die syrischen Kurden sich daher längst eine Anerkennung ihrer Autonomie von der Regierung Assad ausbedingt haben, darf man wohl als sicher annehmen. Damit wären aber die türkischen Kurdengebiete von der iranischen Grenze bis zum Mittelmeer an Gebiete angrenzend, die in kurdischer Hand sind, was dem Separatismus in der Türkei enormen Aufwind verschaffen wird. Während man sich in der Türkei an die kurdischen Autonomiegebiete im Irak inzwischen gewöhnen konnte, sähe die Türkei eine von der PKK/PYD gehaltene Region an ihrer Grenze als nicht akzeptable Bedrohung. Kommt dazu eine Einkreisung Aleppos, wird die Situation für die sunnitischen Regionalmächte noch unerträglicher. Dies nicht zuletzt auch, da eine Einkreisung aller Wahrscheinlichkeit eine Wiederholung des bereits mehrfach in Syrien praktizierten Aushungerns der Bevölkerung bedeuten würde. Diese ist nicht nur klar ein Kriegsverbrechen, es wäre gerade für die Türkei auch nicht akzeptabel zuzusehen, wie hunderttausende Menschen nur rund 30 Kilometer Luftlinie von der türkischen Grenze entfernt vom Hungertod bedroht sind. Verschärft würde die Lage dazu dadurch, dass eine Belagerung von Aleppo aller Wahrscheinlichkeit nach durch eine anhaltende Bombardierung mit Artillerie und der russischen Luftwaffe begleitet wäre. Die Russen sehen diese als ein Erfolgsrezept, das sie unter der Verursachung von zehntausenden zivilen Opfern in nur wenigen Wochen Grozny hat erobern lassen, während die syrischen Streitkräfte nicht genug Mannstärke haben, um einen anhaltenden Häuserkampf riskieren zu wollen. Während ihnen die Soldaten fehlen, sind jedoch mehr als ausreichend schwere Waffen zur Verfügung. Wenn es also dazu kommt, dass die syrische Opposition in wenigen Tagen vor einer strategisch entscheidenden Schlacht steht, wird eine Militärintervention sunnitischer Staaten zunehmend wahrscheinlicher. Offiziell vermutlich gegen den IS gerichtet, um allen Beteiligten eine Wahrung des Gesichts zu ermöglichen, würden die Interventionstruppen ihre Hauptaufgabe jedoch in der Erhaltung der mehrheitlich sunnitischen Opposition gegen Assad sehen. Wie auch für alle anderen Beteiligten in Syrien, wäre der IS nur völlig zweitrangig, weil man sich von jeder Seite sicher zu sein glaubt, dass man ihn relativ einfach überwinden wird, ist erst der international akzeptable Gegner, also die Rebellen oder die syrische Regierung, erledigt. Saudi-Arabien hat bereits seine Bereitschaft zur Intervention erklärt, die Türkei scheint aktuell noch auf eine amerikanische Führung einer Intervention zu warten. An einer solchen wird sich die Türkei jedoch beteiligen, so Erdogan. Russland wird nicht tatenlos zusehen Wenn tatsächlich eine Militärintervention zur Unterstützung der syrischen Opposition erfolgt, werden Russland und der Iran nicht tatenlos zusehen können. Wenn die Opposition durch sunnitische Truppen stabilisiert wird, stehen diese in direkter Konfrontation mit syrischen Regierungstruppen, iranischen Revolutionsgarden und russischen Truppen. Dazu kommen natürlich noch die hier irrelevanten mit der syrischen Regierung verbündeten Milizen und Terrororganisationen wie der Hisbollah. Kommt es nach einer Intervention nicht zu einem raschen Waffenstillstand, auf den eine Machtübergabe der Regierung Assad folgt, so sind direkte militärische Auseinandersetzungen zwischen den Truppen der beteiligten Nationen nur noch eine Frage der Zeit. Putin wird es sich schon alleine innenpolitisch nicht leisten können, als Verlierer dazustehen. Der Iran hat dagegen bereits zu viel investiert, um das so hart „erarbeitete“ einfach so aufzugeben. Ohne ihn gäbe es Assad ja schon seit Jahren nicht mehr und der Bürgerkrieg wäre längst vorbei. Damit droht eine direkte militärische Auseinandersetzung zwischen dem nuklear hochgerüsteten Russland und der Türkei, die Teil der NATO ist. In diesem Zusammenhang sind auch die militärischen Großübungen Russlands zu sehen, die das Land im Südwesten, also durch die der Türkei am nächsten stehenden Truppen, durchgeführt hat. Auch dass russische Bomber inzwischen mit ASM (Anti-Schiff-Raketen), die gegen die syrische Opposition und den IS völlig nutzlos sind, gefilmt wurden, passt in dieses Bild. Putin scheint ernsthaft gewillt zu sein, zumindest einen großen militärischen Konflikt glaubhaft anzudrohen. Russlands strategischen Vorteile Russland hat dabei durchaus strategische Vorteile. Während seine Truppen in Syrien abgeschnitten wären, da kein Nachschub mehr durch den Bosporus käme und eine Luftversorgung durch die Türkei bedroht werden würde, hat er dennoch noch einige Asse im Ärmel. Sollten nämlich russische Truppen in Syrien gegen türkische Soldaten kämpfen, so wäre die Frage tatsächlich gerechtfertigt, ob dies überhaupt einen Bündnisfall bedeuten würde. Solange die Türkei auf ihrem Territorium selbst nicht angegriffen würde, sondern nur Truppen von ihr außerhalb von Nordamerika und Europa, wäre Artikel 5 wohl tatsächlich nicht anwendbar. Dazu könnte die Türkei nur wenige Truppen in Richtung Syrien schicken, weil sie die Grenze in Richtung Armenien, Iran und Georgien vor einem möglichen russischen Angriff schützen müsste. Ergänzend käme die Drohung mit dem enormen russischen nuklearen Arsenal, die wohl die meisten NATO-Staaten schon aus purer Angst von einem Anerkennen des Bündnisfalles abhalten würden. Wird die Türkei jedoch so alleine gelassen, wird der Bündniszusammenhalt der NATO als Ganzes geschwächt, was für Russland inzwischen ein strategisches Ziel ist. In diesem Zusammenhang muss noch nicht einmal erwähnt werden, dass Russland in so einem Szenario enormen Druck ausüben kann, indem es die baltischen Staaten bedroht. Diese sind militärisch binnen weniger Tage zu überrennen, wonach die NATO kaum noch Optionen hätte, die neben einem monatelangen Krieg auch einen Einsatz russischer Nuklearwaffen nicht als wenigstens potentielle Option bedeuten. Dass Russland erhebliche Vorteile in einem selektiven Einsatz derselben sieht, habe ich bereits in der Vergangenheit erklärt. Der Einsatz russischer Nuklearwaffen und auch ein Angriff konventioneller russischer Truppen auf das Baltikum wäre dabei jedoch einfach zu verhindern. Es müsste lediglich ein Präsident im Weißen Haus sein, der keinen Zweifel daran ließe, dass er den Knopf drücken würde. Denn so, und nur so, funktioniert die nukleare Abschreckung. Nur wenn die Gegenseite felsenfest davon überzeugt ist, dass sie bei einer eigenen Aggression im Feuer der nuklearen Sonnen verglüht, bleibt die Aggression aus. Dieses zynische System hat den ganzen Kalten Krieg über die Front zwischen NATO und Warschauer Pakt friedlich gehalten. Ob der bislang völlig unglaubwürdige Barack Obama in seinem letzten Amtsjahr dazu jedoch plötzlich im Stande wäre, darf mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Was passieren wird, ist völlig unklar Was in den nächsten Tagen und Wochen passieren wird, ist völlig unklar. Der Einsatz türkischer Artillerie gegen syrische Kurden, die mit russischerLuftunterstützung vorgerückt waren und zusammen mit Assads Truppen kurz davor sind Aleppo einzuschließen, ist de facto bereits eine Intervention. Ob und wann die Truppen der Türkei, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Bahreins und vielleicht auch Ägyptens (das sich inzwischen weitgehend saudischen Initiativen anschließt) syrischen Boden betreten, ist ebenfalls unklar. Die syrische Regierung hat zumindest bereits angekündigt, die Soldaten würden nur in Särgen nach Hause kommen. Dass sich Russland bei einer solchen Intervention zurückzieht, scheint unwahrscheinlich. Ob sich dann auch iranische reguläre Truppen beteiligen macht wohl keinen großen Unterschied mehr. Denn wenn nicht umgehend ein Friedensschluss erfolgen würde, der aktuell völlig unwahrscheinlich ist, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis es zu offenen Kriegshandlungen der Beteiligten kommen würde. Dass diese auf Syrien isoliert blieben, dürfte ein frommer Wunsch bleiben. Die arabischen Golfanreiner haben alle noch Rechnungen mit dem Iran offen, darunter auch territoriale Dispute, die so zu regeln wären. Ein Krieg wäre zu verhindern gewesen Dabei wäre dieses Szenario leicht zu verhindern gewesen. Hätte Obama seine Truppen nicht vorschnell und gegen den Ratschlag seines eigenen Militärs aus dem Irak abgezogen, gäbe es den IS heute nicht. Hätten die USA der Regierung Assad mit einer Intervention gedroht, sollte sie nicht einen Übergang ermöglichen, wäre der Bürgerkrieg vermutlich nie eskaliert. Bei einem glaubwürdigen Präsidenten hätte Assad ein luxuriöses Exil immer dem Galgen vorgezogen. Denn wenn ein glaubwürdiger Präsident der USA droht, dann retten Diktatoren in der Regel lieber ihre eigene Haut. So war es auch 2003, als die USA unter George W. Bush den Irak befreiten, nachdem sie Saddam Hussein vorwarfen an Massenvernichtungswaffen zu arbeiten. Von der Entschlossenheit der USA beeindruckt, gab Gaddafi noch im gleichen Jahr sein eigenes Waffenprogramm auf. Die Aussicht irgendwann einmal die Bombe zu haben war es schlicht nicht wert, eine Invasion durch die USA zu riskieren. Stattdessen gibt es heute einen US-Präsidenten, der Angst vor der eigenen Courage hat und glaubt, alles Übel komme von den USA selbst. Der rote Linien zeichnet, nur um sie dann selbst zu ignorieren, wurden sie überschritten. Auch der inzwischen immer stärker aufflammende innerislamische Bürgerkrieg zwischen Sunniten und Schiiten wurde in seiner jetzigen Größenordnung erst durch den Rückzug der USA aus dem Nahen Osten ermöglicht, der ein Machtvakuum geschaffen hat, das nun eine ganze Reihe regionaler Mächte auszufüllen versucht. Dabei hätte man es auch hier besser wissen können. Eine Region ohne Hegemon gibt es nie. Wenn sich der etablierte Hegemon daher zurückzieht, muss er für eine sichere Nachfolge sorgen, soll kein großer Kampf um die Krone ausbrechen. Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie mich doch bitte auf Patreon (hier klicken) oder speichern Sie sich diesen Link hier als Lesezeichen für Ihre Einkäufe auf Amazon ab, um mich künftig mit etwa 5% Ihrer Einkaufssumme zu unterstützen – ohne Mehrpreis für Sie! Folgen Sie mir hier auf Facebook und tragen Sie sich hier in meinen Newsletter ein, um mehr von mir zu hören. Mit Hilfe von Schiitischen Milizen und schweren russischen Bombardements konnte die Assad-Regierung in den letzten Tagen ihre territoriale Kontrolle um Aleppo herum weiter ausdehnen und ist praktisch kurz davor, die in Aleppo befindlichen Zivilisten und Aufständischen einzukesseln. Ein Sieg in Aleppo würde die Opposition wohl weitgehend zerschlagen und nur noch den Islamischen Staat und Assad übrig lassen. Damit würde genau das passieren, was der syrische Diktator so geplanthatte. Putinfreunde in Deutschland halten das Ganze vermutlich für einen großartigen Plan. Doch während die gleichen Menschen zumeist auch möglichst keine Flüchtlinge in Deutschland haben wollen, sollten Sie sich des Umstands bewusst sein, dass ein Assad-Sieg nur noch mehr Syrer in Deutschland bedeuten wird. Und das dazu auf sehr lange Sicht. Die Syrer fliehen vor Assad Tatsächlich fliehen nicht nur die meisten Syrer vor Assad und seinen Bombenangriffen, inzwischen aber auch vor den russischen Flächenbombardements, die Mehrheit sieht ein Ende der Assad-Diktatur auch als Bedingung für ihre Rückkehr an. Angesichts der Brutalität des Regimes müssen dazu hunderttausende Aktivisten und Widerstandskämpfer das Schlimmste befürchten, sollte Assad den Krieg gewinnen und ihr aktuell befreites Territorium wieder erobern. In diesem Fall würden nicht nur hunderttausende Menschen zusätzlich fliehen, sehr viele der Geflohenen würden sich auch schlicht nicht mehr nach Syrien zurück trauen. Ein Sieg der Diktatur würde Deutschland und Europa also nicht nur weitere hunderttausende Flüchtlinge bescheren, es würde eine Rückkehr vieler bislang Gekommener verunmöglichen, nicht zuletzt weil die deutsche Gesetzgebung diesen Geflüchteten dann auch einen dauerhaften Aufenthalt ermöglichen würde. Dies übrigens sogar richtigerweise, denn Syrern zuzumuten von einer siegreichen Assad-Regierung nach der Ankunft verhaftet und gefoltert zu werden, ist nicht tragbar. Wer jedoch von solchen Repressalien tatsächlich bedroht ist, wird weder durch die Bundesregierung herausfindbar sein, noch werden die Betroffenen es oftmals selbst wissen. Assad muss besiegt werden Viele der jetzt hier Befindlichen haben aufrichtige Angst um ihr Leben und wollen in einem System wie dem von Assad nicht mehr leben. Nicht selten sind ihre Häuser zerstört oder für das Aufbringen der Schlepper-Kosten verkauft worden. Die Menschen haben also nicht einmal mehr Besitz, zu dem es sich zurückzukommen lohnt. Haben sie dazu auch in einem nicht mehr im Bürgerkrieg befindlichen Syrien Angst um ihr Leben, ihre Gesundheit und ihre Freiheit, so werden sie hier bleiben. Verhindern ließe sich dies nur, wenn auch Assad beseitigt wird. Wer also nicht dauerhaft hunderttausende Syrer in Deutschland haben möchte muss erkennen, dass Assads Niederlage eine conditio sine qua non dafür ist. Dass aber ein nicht-Assad Syrien seine Alawitische Diktatur nicht durch eine fundamentalistisch-sunnitische ersetzt, ist keineswegs gewiss. Es ließe sich jedoch beeinflussen. Dazu müsste man aber auch bereit sein, dass sich Deutschland dahingehend engagiert. Mit Isolationismus, Nichtinterventionismus und Putin-Lobpreisungen wird sich nichts an der Situation verbessern und die syrischen Flüchtlinge werden dauerhaft in Deutschland bleiben.
<urn:uuid:deda2b5d-4357-4aa8-8bb5-380677e09921>
CC-MAIN-2019-30
https://torstenheinrich.online/category/blog/deutsch/sicherheitspolitik/syrien/
2019-07-23T09:05:26Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195529175.83/warc/CC-MAIN-20190723085031-20190723111031-00017.warc.gz
by-sa
3.0
a_tag
false
false
false
true
Latn
deu
0.99893
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa", "by-nc-nd" ], "in_footer": [ false, false, false ], "in_head": [ false, false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0", "2.0" ] }
Kairo (Fides) – Anlässlich ihrer zweimal jährlich stattfindenden Vollversammlung werden sich die katholischen Patriarchen und Bischöfe Ägyptens auch mit den von Kämpfern des Islamischen Staates (IS) verübten und durch makabre Videoaufnahmen dokumentierten jüngsten Morde an äthiopischen Christen befassen. In dem Video, werden die Opfer als Mitglieder der “feindlichen äthiopischen Kirche” bezeichnet. Unterdessen wurde die Identität der Opfer bisher nicht bestätigt. Wahrscheinlich handelt es sich um äthiopische Migranten, die über Libyen nach Europa auswandern wollten. “Der äthiopisch-orthodoxe Patriarch Mathias I.”, so der koptische Bischof von Guizeh, Antonios Aziz Mina, “hatte einen Besuch in Ägypten geplant, von wo aus er zusammen mit dem koptischen Patriarchen Tawadros II. nach Jerewan weiterreisen Wollte, um dort an den Gedenkfeiern des armenischen Genozids teilzunehmen. Nun musste er dieses Vorhaben im letzten Moment absagen. Er entschuldigte dafür, betonte aber, dass er in Äthiopien bleiben müsse. Die Geschichten der Märtyrer von gestern überkreuzen sich mit den Geschichten der Märtyrer von heute”. Im April vergangenen Jahres war Patriarch Mathias im Rahmen eines historischen Besuchs in Ägypten auch vom ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al Sisi mit allen Ehren empfangen worden. “Es ist beeindruckend”, so Bischof Aziz Mina “dass die äthiopische Kirche als ‘feindlich’ bezeichnet wird… Dies zeigt, dass die Dschihadisten sich nicht mit den politischen Auswirkungen von Begegnungen zwischen den Kirchen befassen. Doch trotz großer Schmerzen betrachten wir diese Ereignisse mit den Augen des Glaubens. Die Kette der Märtyrer reißt nicht ab und sie werden die Geschichte bis zu ihrem Ende begleiten. Die Christen streben nicht nach dem Martyrium, sondern sie wollen glücklich und in frieden Leben. Doch wenn es zum Martyrium kommt, dann ist es tröstlich zu sehen, dass man dies mit demselben Frieden akzeptieren kann, mit dem dies die koptischen Gläubigen getan haben, die den Namen Christi aussprachen und sich zu ihm bekannten, bevor sie hingerichtet wurden. Die Kirche hat nie über das Martyrium geklagt, sondern die Märtyrer stets als jene gefeiert, die gerade weil sie ermordet werden, den Sieg Christi bezeugen”. (GV) (Fides 20/4/2015).
<urn:uuid:21530ad7-b364-420a-bdcf-45be0c5b31f3>
CC-MAIN-2019-30
http://www.fides.org/de/news/35961-AFRIKA_AeGYTEN_Bischof_Antonios_Aziz_Mina_zum_Mord_an_aethiopischen_Christen_Maertyrer_bezeugen_den_Sieg_Christi
2019-07-15T22:55:45Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195524254.28/warc/CC-MAIN-20190715215144-20190716001144-00201.warc.gz
by
4.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.993958
{ "abbr": [ "by", "by" ], "in_footer": [ true, true ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "4.0", "4.0" ] }
Wie in einem Rollenspiel (oder vielleicht besser: ähnlich wie in der Heroes of Might&Magic-Serie) führen Helden eure Truppen an. Die Heroen können Erfahrungspunkte gegen spezielle Fähigkeiten oder Zaubersprüche eintauschen. Jeder Held soll seine eigene Hintergrundgeschichte und Moralvorstellung haben. Der Rollenspiel-Aspekt geht aber noch weiter, so werdet ihr im Verlauf des Spiels mit "ritterlichen Aufgaben" konfrontiert. Das sind Kurzgeschichten, an deren Ende ihr eine Entscheidung treffen müsst. Manche Entscheidungen führen dabei zu Echtzeitschlachten auf speziellen Karten. Während die Kampagnenkarte mit seiner topografischen Ansicht Realismus vorgaukelt und auch die Physik realistisch sein soll, sind es einige der Truppentypen eindeutig nicht: Ihr schickt Einheiten wie die Unseelie Archers oder die Winterbreed (Winterbrut) in den Kampf. Und auch die Magie kommt nicht zu kurz -- und wieso auch nicht? König Arthur (oder Artus) ist eine Sagengestalt, keine historische, auch wenn die Sage auf einem tatsächlichen Anführer der Briten beruhen mag. Also darf auch King Arthur die bekannte Vorlage rund um Artus, Camelot und den runden Tisch nehmen -- und daraus ein spannend klingendes Medieval-Derivat mit deutlich größerem Rollenspiel-Aspekt machen! Das unten eingefügte Developer-Video ist schon älter, zeigt aber einige Szenen aus dem Spiel.
<urn:uuid:efe4623a-8c2f-4cab-8bb7-70b87003c023>
CC-MAIN-2019-30
https://www.gamersglobal.de/news/12834
2019-07-15T22:30:34Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195524254.28/warc/CC-MAIN-20190715215144-20190716001144-00201.warc.gz
by-sa
3.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.996094
{ "abbr": [ "by-sa" ], "in_footer": [ true ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
Google hat eine neue Webtechnik namens Portals für seinen Chrome-Browser vorgestellt. Sie ähnelt den bisher genutzten Iframes und erweitert deren Konzept um neue Funktionen. Die beiden Techniken - Iframe und Portals - eint, dass diese dazu genutzt werden können, um bestimmte, vor allem externe Inhalte einfach in die eigene Webseite zu integrieren. Wie Google in seiner Ankündigung zu den neuen Portals schreibt, könnten diese - anders als die bisherigen Iframes - durch den Nutzer "aktiviert" und so die eigentlich eingebetteten Inhalte zur neuen Hauptseite gemacht werden. Dies ermögliche einen unmittelbaren Übergang zwischen den beiden Bestandteilen und damit auch zwischen Webseiten. Die Portals, die als Web-API umgesetzt sind, sollen die geringe Komplexität bisheriger Multi-Page-Applications mit jenen nahtlosen Übergängen vereinen, die Single-Page-Applications üblicherweise bieten, schreibt Google zur Erklärung. Bei der bisher üblichen Navigation im Web sehen Nutzer beim Wechsel von einer Webseite zur anderen außerdem zunächst eine leere Seite des Browsers, während der Inhalt lädt. Die Portals sollen dieses Nutzererlebnis durch eine Animation verbessern. Zusätzlich wird der Inhalt der Portals schon vorher gerendert. Erstmals vorgestellt hatte Google seine Ideen zu den Portals bereits im vergangenen Herbst auf seinem Chrome-Dev-Summit. Interessierte Nutzer wie auch Entwickler können die Funktion nun in den aktuellen Canary-Builds des Chrome-Browsers über das Flag chrome://flags/#enable-portals aktivieren und testen. Weitere Details zur Verwendung und Programmierung der Portals für Webentwickler liefert der Web-Dev-Blog von Google.
<urn:uuid:0db2cbd4-1fcc-445d-b3c3-6dfac525d32a>
CC-MAIN-2019-30
https://www.golem.de/news/chrome-browser-google-will-mit-portals-das-iframe-tag-ersetzen-1905-141182.html
2019-07-15T23:14:47Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195524254.28/warc/CC-MAIN-20190715215144-20190716001144-00201.warc.gz
by
2.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.998866
{ "abbr": [ "by" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "2.0" ] }
Die Monêtier-Bäder: schöne Wohnung im Chalet 2 Schlafzimmer 4 zimmerWohnfläche : 80m² - Ausblick : Panorama, freier, ohne Visavis, Gebirge, Wald, Fluss - Kinderfreundlich - Rahmen : Bergig, Sportlich - Dorfzentrum in 2km - Thermalbad, Reiten, Kultur, Ski, Angeln - Ausrichtung : Süd-Westen Bewertung der Anzeige 11893 Anzeigendetails 11893 Komplett renovierte Wohnung in authentischen Dorf, sehr ruhig komfortabel, eingerichtet im alten Lärchenholz. Außergewöhnliche Ansichten über Gletscher der Bänder und der Ecrins-Park, Langlaufloipen Pass vor der Hütte und den Skiliften der schneefront sind eine 5-minütige Fahrt. Können Sie von großen Parkplätzen vor der schneefront leicht zu parken. Immer in der Nähe der Schnee vorne große Monêtier Bäder wurden komplett renoviert, um zu empfangen Sie in einer natürlichen Warmwasser von 40 Grad, mit Betreuung durch Fachkräfte, hat unterschiedliche Temperaturen Teiche, Brunnen, Whirlpool, freundlichen Raum mit bar, ein Restaurant... etc.. Extras Apartment Interieur Apartment mit Charme mit Ausblick: Panorama, freier, ohne Visavis, ... Tarife Kalender Verfügbarkeiten Ferienwohnung exklusiv & mit Charme in Serre Chevalier 1500 (Le Monêtier-les-Bains) Jahreszeiten & Verfügbarkeiten Apartment mit Charme in Serre Chevalier 1500 (Le Monêtier-les-Bains) Tarife Apartment mit Charme in Serre Chevalier 1500 (Le Monêtier-les-Bains) Service Praktische Infos Buchungskonditionen Freizeitaktivitäten, Umgebung, Lokalisierung Apartment mit Charme 11893 Alle Schnee und Schiebe Sport sind für alle Ebenen in diesem außergewöhnlichen Tal Serre Chevalier praktikabel. Lokalisierung AnfahrtApartment Serre Chevalier 1500 (Le Monêtier-les-Bains) Finden Sie auf der Straße durch den Col de Lautaret in aus dem Norden und Aix-Marseille Süd-Autobahn.
<urn:uuid:cf22abbd-9992-4f17-b8e6-e53b86d2764b>
CC-MAIN-2019-30
https://www.iha.com.de/apartment-mieten-serre-chevalier-1500-le-monetier-les-bains_11893&r=p
2019-07-15T22:46:59Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195524254.28/warc/CC-MAIN-20190715215144-20190716001144-00201.warc.gz
by
4.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.975654
{ "abbr": [ "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by", "by" ], "in_footer": [ false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false ], "in_head": [ false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0", "4.0" ] }
Willkommen zur zweiten “Staffel” Enby Q&A. Wir veröffentlichen hier jeden Mittwoch eine Frage und Antwort (“Q&A”) zu Nicht-Binären (“Enby”) Geschlechtern. Unser_e Gastautor_in ist Sasha. Es ist nichtbinär, das bedeutet, dass es weder männlich noch weiblich ist. Zu diesem Thema erreichen es immer wieder Fragen, die wir hier mitsamt den Antworten veröffentlichen dürfen. Sasha betreibt außerdem die Webseite https://geschlechtsneutral.wordpress.com Wie kann eins cis Menschen irgendwie erklären, was enby sein bedeutet? Daaaas frag ich mich auch immer wieder 😀 Irgendwann war ich so verzweifelt, dass ich eine ganze Webseite darüber gemacht hab: http://geschlechtsneutral.wordpress.com/ Wenn es schnell gehen muss, breche ich es manchmal darauf runter: Du weisst dass es Menschen gibt, deren Geschlechtsidentität anders ist als das was ihnen aufgrund ihres Körpers zugewiesen wurde. Und es gibt Menschen, deren Körper nicht eindeutig männlich oder weiblich zugewiesen werden kann. Bei denen kannst du dir vermutlich vorstellen, dass manche eine dazu passende Geschlechtsidentität haben. Also warum sollte es nicht auch Menschen geben, deren Geschlechtsidentität unabhängig vom Körper nicht eindeutig in männlich und weiblich eingeteilt werden kann? Denn die meisten Leute haben zumindest irgendeine grobe Vorstellung von diesen Konzepten, auf denen sich aufbauen lässt. Meistens sind viele viele Falschinfos dabei, weil die Aufklärung in der Gesellschaft über diese Themen furchtbar ist. Aber es ist ein Anfang. Und naja, in aller Regel sind solche Erklärungen wirklich nur der Anfang. Danach trauen sich die Leute, Fragen zu stellen, woran ich erkennen kann, was für ein Konzept von Geschlecht und welches Vorwissen sie eigentlich im Kopf haben. Der Hauptteil von erklären besteht dann darin, auf diesem Konzept aufbauend Fragen zu beantworten und Irrtümer aufzuklären. Und das ist halt super individuell – und für mich auch immer total spannend! Ich finde es sehr interessant, dadurch immer wieder neu zu lernen was Leuten beim Thema Geschlecht wichtig ist, und was es da so für Gedanken zu gibt! ..wenn auch manchmal echt anstrengend ^^
<urn:uuid:1bc45ee0-cbfb-4112-a080-7666bcf0a242>
CC-MAIN-2019-30
https://queer-lexikon.net/2019/02/20/enby-qa-19/
2019-07-17T03:12:04Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525009.36/warc/CC-MAIN-20190717021428-20190717043428-00361.warc.gz
by-nc-nd
3.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.990822
{ "abbr": [ "by-nc-nd" ], "in_footer": [ true ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
Am 10. Juli 1856 erblickte der Erfinder Nikola Tesla das Licht der Welt - ihm verdanken wir zahlreiche Neuerungen in der Elektrotechnik und damit irgendwie auch den Rock'n'Roll. Was wäre Rock ohne Strom? Gut - die Unplugged-Konzerte unserer Lieblingsrockstars sind durchaus schön und bereiten Gänsehaut, aber Jimi Hendrix ohne E-Gitarre, Lemmy ohne zu laut aufgedrehten Marshall-Verstärker... nein nein, wir wollen es uns nicht vorstellen, was uns ohne die Elektrizität entgangen wäre. Am 10. Juli 1856 kam ein Mann zur Welt, der auf dem Gebiet der Elektrotechnik durchaus als revolutionär bezeichnet werden kann: Nikola Tesla! Seine Entdeckungen führten zum Beispiel zur Erfindung des Radios - das entsprechende Patent zur drahtlosen Energieübertragung reichte er 1900 ein. An dieser Stelle: "Danke" aus der ROCK ANTENNE Hamburg-Redaktion. Alle seine 280 Patente auszuformulieren, die er zeitlebens erhalten hatte, würde einige Tage in Anspruch nehmen und daher sehen wir an dieser Stelle davon ab. Dafür schauen wir auf die Entdeckungen der Rock-Geschichte, die wir vor allem Teslas Vermächtnis zu verdanken haben. Vom Gitarrenverzerrer bis zum Heavymetal - in unserer Bildergalerie zum Durchklicken.
<urn:uuid:e439ea47-4824-4a44-b109-ddc61f62ad1a>
CC-MAIN-2019-30
https://rockantenne.hamburg/musik/specials/die-groessten-entdeckungen-der-rock-geschichte
2019-07-17T03:09:15Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525009.36/warc/CC-MAIN-20190717021428-20190717043428-00361.warc.gz
by
2.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.996665
{ "abbr": [ "by" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "2.0" ] }
Technik Wiki:Gemeinschaftsportal Technik Wiki ist ein Gemeinschaftsprojekt, welches komplett von Freiwilligen getragen wird, um Informationen zum Spiel zur Verfügung zu stellen. Unsere Gemeinschaft ist offen für jeden. Wenn Ihr ein Teil davon werden wollt: Curse Wiki Mitarbeiter[Quelltext bearbeiten] Administratoren[Quelltext bearbeiten]
<urn:uuid:0e7f4b55-e82b-454f-a3eb-372113378763>
CC-MAIN-2019-30
https://technik-de.gamepedia.com/Technik_Wiki:Gemeinschaftsportal
2019-07-17T02:59:31Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525009.36/warc/CC-MAIN-20190717021428-20190717043428-00361.warc.gz
by-nc-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.991643
{ "abbr": [ "by-nc-sa", "by-nc-sa", "by-nc-sa" ], "in_footer": [ false, true, true ], "in_head": [ true, false, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0", "3.0" ] }
Neu bei Wikitravel? Bitte lies dir kurz unsere Einsteigertipps durch. | Europäische Atlantikküste Leert den Cache einer Seite und erzwingt die Anzeige der aktuellen Version. | Neu bei Wikitravel? Bitte lies dir kurz unsere Einsteigertipps durch. |
<urn:uuid:97a2f22c-1f0e-4b6a-8bf8-8bc9e8df8c38>
CC-MAIN-2019-30
https://wikitravel.org/wiki/de/index.php?title=Europ%C3%A4ische_Atlantikk%C3%BCste&action=purge
2019-07-17T02:24:47Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525009.36/warc/CC-MAIN-20190717021428-20190717043428-00361.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.974215
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true ], "in_head": [ true, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Beschreibung Bilder Hilfreiches Cache-Empfehlungen von Benutzern, die diesen Geocache empfohlen haben: alle Suche Caches im Umkreis: alle - suchbare - gleiche Cacheart Download als Datei: GPX - LOC - KML - OV2 - OVL - TXT - QR-Code Mit dem Herunterladen dieser Datei akzeptierst du unsere Nutzungsbedingungen und Datenlizenz. Logeinträge für Pfelders 5x 0x 0x 07. Juni 2017, 15:15 Schnullebacke hat den Geocache gefunden Diesen Cache machten wir auf dem Rückweg von der Lazinser Alm nach Pfelders. Wir haben extra diesen Umweg genommen, damit wir auch noch diesen alten Cache finden konnten. Nach einer Weile Suchen entdeckte Herr Schnullebacke das Spoilerbild und kurz darauf wurde auch die Dose gefunden und wir konnten uns in das alte Logbuch eintragen. Gleichzeitig wurden auch noch Coins getauscht. Vielen Dank für diesen Oldie auf unserer heutigen Runde und liebe Grüße an den Owner von Schnullebacke aus Marbach am Neckar 21. Juli 2012 Ulböhi hat den Geocache gefunden Auf dem Weg zur Oberkaser Alm bei miesem Wetter gefunden. Ein schöner Weg, wenn es nicht regnet. Ein schöne große Kiste. Danke 05. Oktober 2011 herbi49 hat den Geocache gefunden Im Abstieg nach Pfelders diesen Cache noch schnell geloggt. Dfdc 04. August 2009 SaLyDa hat den Geocache gefunden Als Nachmittagsspaziergang war der Cache schon recht anstrengend, da ich auf der halben Strecke die Karte (mitsamt der Cachelistings) verloren hatte und den Weg im Eiltempo nochmal zurück mußte [:(]. Es ist eine sehr schöne Gegend, schade dass wir nicht länger Urlaub haben. vielen Dank für die schöne Wanderung. #109# 26. Juni 2005 KingfisherTeam hat den Geocache gefunden Wir haben den Cache sehr schnell gefunden. Die Ameisen haben den Winter auch sehr gut überstanden und sind sehr aggressiv [:D] Eigentlich wollten wir bei dieser Hitze den Sessllift auf die Grünbodenalm benutzen, und dann Richtung Faltschnalalm spazieren, aber leider ist der Lift ausser Betrieb. So sind wir eben zu Fuss hoch und über Lazins nach Pfelders zurück. In: Malbuch mit Farben Out: Einstein-Münze Danke für den Cache, Kingfisherteam
<urn:uuid:ea1a3059-dcac-46d4-9720-31524c62eadf>
CC-MAIN-2019-30
https://www.opencaching.de/viewcache.php?cacheid=103425
2019-07-18T07:36:42Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525524.12/warc/CC-MAIN-20190718063305-20190718085305-00521.warc.gz
by-nc-nd
3.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.996684
{ "abbr": [ "by-nc-nd", "by-nc-nd" ], "in_footer": [ false, false ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Dangers | Infrastructure | Time | Seasonal | Persons | Description Utilities Log entries for Das vergessene Gartenhaus 4x 0x 3x 17 May 2019, 11:32 TuttiNovi found the geocache Nach unserem Besuch am TB Hotel gleich weiter zum vergessenen Gartenhaus. Schön verwunschen und verwildert hier. Danke für das Zeigen! # 27 Vielen Dank an mohnstollen für das Legen und Pflegen. Schöne Grüße aus Oberfranken vom Team TuttiNovi. 17. Mai 2019 09:43 20 January 2019, 11:21 mohnstollen wrote a note Neue Dose platziert. Cache kann also wieder gefunden werden. 22 July 2017 Doc Cool found the geocache #11864 Dies war mein 6. von 29 Funden heute, mein 554. Fund dieses Jahr und mein 860. Fund in den letzten 365 Tagen. Es war mein 3026. Mystery, 1367. D2½, 3286. T2, 368. D2½/T2 und 4124. Small. Und es war mein 1. gefundener Cache vom Owner mohnstollen. Heute ging es in die Gegend zwischen Neuhaus und Hausen, zwei gut bewertete Multis und die neue Magic-Runde machen. Hier war aber auch schon länger keiner mehr. Total eingewuchert. Fast wie Dornröschens Schloss ;) Der Deckel war leider nicht mehr auf der Dose und das Logbuch ist durch Feuchtigkeit aufgequellt, aber dank der Trockenheit der letzten Tage auch wieder getrocknet. Hab's wieder ein bisschen gerichtet. Tagesstatistik 2017-07-22: · Strecke zu Fuß zurückgelegt ........... 16,5 km · Zeit zu Fuß in Bewegung ................. 8:41 h · Ø Gehgeschwindigkeit ..................... 4,4 km/h · Höhenmeter zu Fuß zurückgelegt .... 927 hm · · davon aufwärts ............................... 305 hm · · davon abwärts ................................ 622 hm · min. Höhe ......................................... 268 hm · max. Höhe ........................................ 668 hm · max. Höhenunterschied ................... 400 hm Cachestatistik für Das vergessene Gartenhaus: · Suchzeit im Umkreis der Dose ......... 4 Min. · der Dose angenähert auf .................. 10,23 m · gem. Höhenmeter an der Dose ......... 309 m · Entfernung der Dose zum Wohnort ... 27 km Vielen, lieben Dank an den Owner für den Cache und schöne Grüße aus Zirndorf bei Nürnberg Dr.Cool __________ Meine Funde, meine Statistiken, Mystery-Lösungshilfe MysteryMaster, innovativer Geochecker 14 August 2014 punica found the geocache Gefühlt liegt die Lösung dieses Mysteries schon eine kleine Ewigkeit hier herum. Heute waren wir endlich mal in der Gegend. Die größte Schwierigkeit war dabei, die Zufahrt zu finden. Eine schöne Location ist es allemal, vielen Dank fürs Zeigen. TFTC Team punica 20 August 2011 mohnstollen wrote a note Cachekontrolle, alles ok. 15 January 2011 Grauloewe found the geocache Meine heutige Cachetour gleich so geplant, dass ich mit dem neuen alten Gartenhäuschen beginnen konnte. Ist ja wirklich ein kleiner Lost Place Problemlos gefunden, nur der Weg dorthin ist ziemlich feucht (wie im Moment fast überall). IN: TB I love you / OUT: Geokret Danke für den schönen neuen Rätselcache! Grauloewe
<urn:uuid:b8836105-2d82-4331-a7c5-2c3a62e583a7>
CC-MAIN-2019-30
https://www.opencaching.de/viewcache.php?wp=OCBAF6&log=A&locale=EN
2019-07-18T06:55:57Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525524.12/warc/CC-MAIN-20190718063305-20190718085305-00521.warc.gz
by-nc-nd
3.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.992285
{ "abbr": [ "by-nc-nd", "by-nc-nd" ], "in_footer": [ false, false ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Dolby Dolby Laboratories, Inc. ---|---| Rechtsform | Corporation | ISIN | US25659T1079 | Gründung | 1965 | Sitz | San Francisco, Vereinigte Staaten | Leitung | Mitarbeiterzahl | 1.867[1] | Umsatz | 970,64 Mio. USD[1] | Branche | Audiotechnik | Website | www.dolby.com | Stand: 25. September 2015 | Dolby Laboratories, Inc. ist ein Unternehmen, das früher Kompandersysteme zur Rauschverminderung im analogen Audiobereich entwickelt hat und mittlerweile auf digitale Mehrkanal-Tonformate spezialisiert ist. Es wurde 1965 von Ray Dolby in England gegründet, 1976 verlagerte er es in die Vereinigten Staaten von Amerika. Inhaltsverzeichnis Analoge Kompressoren (Rauschverminderungsverfahren)Bearbeiten Bei den analogen Dolby-Verfahren werden leise Töne bei der Aufnahme in der Lautstärke angehoben und bei der Wiedergabe um den gleichen Betrag wieder abgesenkt. Dadurch wird das Bandrauschen mit abgesenkt. Das hat nichts mit der statischen Prä- und Deemphase zu tun. Dolby A und Dolby SR werden vor allem im professionellen Bereich eingesetzt, zum Beispiel beim analogen Lichttonverfahren. Das verbreitetste Dolby-Verfahren bei handelsüblichen Kassettenrekordern heißt Dolby B. Dieses wird in höherwertigen Geräten, die früher zum Standardumfang einer Stereoanlage gehörten, durch die Weiterentwicklung Dolby C und manchmal Dolby HX Pro ergänzt. Dolby S, erschienen zu Beginn der 1990er-Jahre, sollte als Ergänzung zu B und C der Standard für höherpreisige HiFi-Tapedecks im Heimbereich werden. Durch den Siegeszug der Digitaltechnologie brach dieses Marktsegment jedoch weitgehend weg, so dass Dolby S keine nennenswerten Marktanteile mehr erreichen konnte. Dolby ABearbeiten Dolby A ist das erste von Dolby entwickelte Kompressionssystem für Studio-Magnettonbandgeräte von 1966. Es besteht aus vier voneinander unabhängig arbeitenden Kompressoren. Kompressor 1 arbeitet unterhalb von 80 Hz, Kompressor 2 zwischen 80 Hz und 3 kHz und Kompressor 3 oberhalb von 3 kHz. Kompression ist 10 dB. Der vierte Kompressor arbeitet oberhalb von 8 kHz und liefert in diesem Frequenzbereich zusätzliche 5 dB. Dolby B, Dolby „NR“Bearbeiten Das 1968 auf den Markt gebrachte Dolby B wirkt im oberen Frequenzbereich ab etwa 1 kHz (beim von JVC entwickelten, Dolby-kompatiblen ANRS ab 500 Hz) bis in den Höhenbereich. Während der Aufnahme wird das Signal frequenz- und pegelabhängig verstärkt auf das Tonband aufgespielt und bei der Wiedergabe möglichst exakt spiegelbildlich um den gleichen Betrag abgeschwächt. Bei der Wiedergabe wird so auch das hinzugekommene störende Bandrauschen mit vermindert. Das Rauschverminderungssystem muss sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Wiedergabe eingeschaltet sein. Frequenz- und pegelabhängige Komprimierung und Expandierung bedeutet, dass der Grad der Bearbeitung im Frequenzbereich direkt oberhalb 1 kHz geringer und im oberen Hochtonbereich stärker ausgeprägt ist. Diese Veränderungen finden nur bei mittleren bis kleinen Pegeln statt. Besonders wichtig ist bei Dolby B, dass sich die Frequenzgrenze, oberhalb der eine Absenkung stattfindet, dynamisch verschiebt (sliding-band). Das verbessert die Absenkung des durchhörbaren Rauschens bei gleichzeitig geringen Störeffekten deutlich. Andere Systeme verändern nur die Stärke der Beeinflussung in einem gleichbleibenden Frequenzbereich. Das wiederum erzeugt leichter Pumpen und/oder Rauschfahnen, oder erfordert (um eben das zu vermeiden) zwingend eine aufwändige Bearbeitung in mehreren Frequenzbereichen. Spiegelbildliches Arbeiten erfordert eine Kalibrierung. Bei vielen Kassettengeräten ist zur Kalibrierung auf der Aussteuerungsanzeige ein Dolby-Zeichen (Doppel-D-Symbol) angebracht. Dolby besteht darauf, dass das System nicht einfach als Dolby, sondern als Dolby NR (NR für Noise Reduction) bezeichnet wird. Da Kompaktkassetten auch unter Dolby-B-NR nicht die Qualität von guten Spulengeräten erreichten, und später die Einführung der CD die Hi-Fi-Qualitätsansprüche nochmals anhob, verstärkte sich die Forderung nach einer Weiterentwicklung dieses Rauschverminderungsverfahrens. Auch wenn das Sliding-band-Prinzip bei Dolby B Rauschfahnen weitgehend verhinderte, war die Rauschverminderung insgesamt nicht ausreichend. Das besonders, wenn wegen der Hochtonprobleme bei der Kompaktkassette nur moderat ausgesteuert wurde. Der erste Nachfolger war Dolby C. Jedoch erreichte keiner der Nachfolger eine so weltumspannende Nutzung wie Dolby-B-NR. Wohl auch deshalb, weil im Handel erhältliche, bereits bespielte Musikkassetten (als Alternative zu Schallplatten) fast immer Dolby B verwendeten. Eine besondere Verwendung des Dolby-B-Verfahren erfolgte im UKW-Rundfunk. Dolby FM mit 25 µs Präemphase und angepasstem Kompander-Frequenzgang wurde ab 1971 von einer Reihe UKW-Rundfunkstationen in den USA eingesetzt.[3] Dazu gab es Empfänger mit Dolby-B-Expandern sowie Kassettenrekorder, deren Dolby-B-Schaltung in einer „Pass-Through“-Betriebsart dafür extern nutzbar gemacht werden konnte. Schon 1974 wurde das System praktisch wieder aufgegeben. Dolby CBearbeiten Dolby C ist eine 1980 der Öffentlichkeit vorgestellte Weiterentwicklung von Dolby B. Es arbeitet mit zwei kaskadierten Kompressoren sowie einer Antisättigungsschaltung. Der erste Kompressor entspricht genau dem Dolby-B-Kompressor. Der zweite arbeitet bei 20 dB geringeren Pegeln mit einem Einsatzpunkt, der reichlich zwei Oktaven tiefer liegt (5-dB-Punkt: 200 Hz statt 1 kHz). Das Antisättigungsnetzwerk verbessert die Höhenaussteuerbarkeit bei 10 kHz um etwa 4 dB und verhindert bei kurzzeitig auftretenden zu hohen Pegeln eine Übersättigung des Bandmaterials durch übermäßige Aussteuerung des Nutzsignals, indem es die Pegel leicht reduziert. Dolby SBearbeiten Dolby S ist eine einfachere Version des professionellen Dolby SR, des Dolby-A-Nachfolgers. Es verfügt über drei Kompressorstufen und wirkt gegenüber Dolby B und C zusätzlich auch im Bassbereich. Außerdem sind die drei Frequenzbänder so aufgeteilt, dass mit Dolby S erstellte Aufnahmen auch auf Geräten mit Dolby B in akzeptabler Qualität wiedergegeben werden. Die ersten Geräte mit Dolby S erschienen 1990 auf dem Markt. Dolby-Pegel, Dolby-KalibrierungBearbeiten Die einfache Idee der Komprimierung und Expandierung ist die Stärke der Dolby-Rauschverminderung und auch gleichzeitig ihre Schwäche: Voraussetzung für ein einwandfreies Funktionieren des Systems ist die exakt spiegelbildliche Arbeitsweise bei Aufnahme und Wiedergabe. Hierzu ist es nötig, dass alle Kompressoren und Expander einen Pegel gleich einstufen. Darüber hinaus ist eine genaue Kalibrierung auf das verwendete Bandmaterial notwendig. Weiterhin ist es wichtig, den Tonkopf exakt rechtwinklig auf den Bandlauf auszurichten (Azimut), auch die Vormagnetisierung (Frequenzgang) und besonders der Aufsprechpegel müssen genau eingestellt sein. Damit ist nicht nur die Grobeinstellung auf die verwendete Bandsorte Normal, Chromdioxid oder Metall gemeint, denn auch innerhalb dieser Klassen gibt es herstellerbedingt Unterschiede. So kann ein mit 0 dB aufgenommener Pegel je nach Empfindlichkeit des verwendeten Tonbandmaterials bei der Wiedergabe schwächer oder stärker als 0 dB sein. Dadurch kommt es in der Signalverarbeitung des Dolby-Systems zu Ungenauigkeiten, die sich meist durch eine dumpfe, in selteneren Fällen auch zu helle Wiedergabe der Höhen und leichten Pumpgeräusche äußern können. Aufgrund dieser Problematik hat die Dolby-Licensing-Corporation bei der Einführung von Dolby S besonders strikte Lizenzbedingungen vorgegeben. Kassettengeräte, die Dolby S einsetzen wollen, müssen einen exakt ausgerichteten Tonkopf und eine von außen zugängliche Vormagnetisierungseinstellung haben. Um einen Austausch der Kompaktkassette zu gewährleisten, müssen alle Geräte auf denselben Pegel kalibriert sein. Hierzu hat Dolby einen Testton mit spezifizierter Bandmagnetisierung festgelegt. Dolby HX ProBearbeiten Dolby HX Pro (HX steht für „Headroom eXtension“) ist per se kein Rauschverminderungssystem wie Dolby A, B, C und S, sondern eine Einrichtung, die die Höhenaussteuerbarkeit erweitert. Mittelbar wird dadurch auch die Hörbarkeit des Rauschens verringert. Entwickelt und vorgestellt wurde es 1982 von Bang & Olufsen, ein Jahr später von Dolby als HX Pro vermarktet (Dolby hatte vorher bereits eine einfachere Schaltung entwickelt: Dolby HX). Funktion: Ein normales Kassettendeck besitzt einen Wahlschalter für bis zu vier Bandsorten. Dieser Schalter stellt (unter anderem) die Vormagnetisierung in groben Stufen passend für diese Bandsorten ein. Nun wirken laute Töne im aufzunehmenden Musiksignal mit starkem Hochtonanteil ebenfalls wie eine Vormagnetisierung. Diese addiert sich zur ursprünglichen Vormagnetisierung. So wird das Band nicht optimal ausgenutzt (zu viel Vormagnetisierung verschlechtert die Aufnahmequalität im Hochtonbereich deutlich, andererseits erhöht zu wenig die Verzerrungen im unteren und mittleren Frequenzbereich). Ein HX-Schaltkreis misst nun ständig die Hochtonpegel im Signal des Aufnahmekopfes. Steigt der Anteil von hohen Frequenzen im Signal, wird die Vormagnetisierung angepasst (Dolby HX). Bei Dolby HX Pro wird die gesamte wirksame Vormagnetisierung laufend auf einen Sollwert geregelt, was zu deutlich zuverlässigeren Ergebnissen führt als beim einfachen HX. Die dynamische Vormagnetisierung verbessert die Hochtonaussteuerbarkeit enorm. Im gesamten Frequenzspektrum sind Verbesserungen möglich.[7] Besonders wichtig ist HX bzw. HX PRO bei geringen Bandgeschwindigkeiten (kleinen Wellenlängen) wie Kompaktkassetten. So erhöht HX Pro die Dynamikbandbreite von Kassetten und ermöglicht damit klarere Aufnahmen.[8] Im Abspielgerät ist keine Zusatzschaltung notwendig, der Vorteil wirkt bei jeder Wiedergabe. Play TrimBearbeiten Zusammen mit NAD entwickelte Dolby die Play-Trim-Regelung, mit deren Hilfe ein fehlerhafter Hochtonfrequenzgang Dolby-codierter Kassettenbänder vor (wichtig!) der Dynamikexpansion näherungsweise korrigiert werden kann, so dass auch solche Bänder passabel klingen. Ein fehlerhafter Hochtonfrequenzgang kann durch falsche Vormagnetisierung oder Frequenzgangentzerrung, Übersteuerung bzw. Nichtverwendung von HX Pro, Bandalterung oder Azimutfehler zwischen Aufnahme und Wiedergabe und/oder schlechte Kompaktkassette entstehen. Dolby SRBearbeiten Dolby SR ist ein seit 1987 gebräuchliches Rauschverminderungsverfahren für die Tonaufzeichnung für analogen Lichtton auf 35-mm-Film und auf analogen Tonbändern. SR steht für spectral recording und heißt so, weil es eine an das Gehör angepasste spektrale Kompressorfunktion besitzt. Das Verfahren ist das am höchsten entwickelte Audio-Rauschverminderungsverfahren und markiert vermutlich auch den Abschluss der Entwicklung dieser Verfahren, da für digitale Systeme keine Rauschverminderung mehr benötigt wird. Der mit dieser Technik erzielbare Dynamikbereich entspricht rechnerisch in etwa dem einer 16-bit-Digitalaufnahme, in der Praxis sind aufgrund der Eigenschaften analoger Aufnahmetechnik sogar noch bessere Werte möglich. Analoge Mehrkanal-TonformateBearbeiten - Dolby Stereo 6-Track: 6-Kanal-Magnetton bei 70-mm-Kinofilmen (wird nicht mehr hergestellt) - Dolby Stereo A: Professionelles Kinotonsystem mit vier matrizierten Kanälen und Dolby-A-Rauschverminderung - Dolby Stereo SR: Matrizierung wie Dolby Stereo A, aber mit verbesserter Dolby-SR-Rauschverminderung - Dolby Surround: Heimanwender-Pendant zu Dolby Stereo - Dolby Pro Logic: Wie Dolby Surround, aber verbesserte En- und Dekodiertechniken (Erweiterungen: Pro Logic II, Pro Logic IIx und Pro Logic IIz) Digitale Mehrkanal-TonformateBearbeiten VideoBearbeiten LiteraturBearbeiten - Gustav Büscher, Alfred Wiegelmann: Kleines ABC der Elektroakustik. (= Radio-Praktiker-Bücherei. Bd. 29/30a). 6., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Franzis, München 1972, ISBN 3-7723-0296-3. - Roland Enders: Das Homerecording-Handbuch. Der Weg zu optimalen Aufnahmen. 3., überarbeitete Auflage, überarbeitet von Andreas Schulz, Carstensen, München 2003, ISBN 3-910098-25-8. - Hubert Henle: Das Tonstudio-Handbuch. Praktische Einführung in die professionelle Aufnahmetechnik. 5., komplett überarbeitete Auflage, Carstensen, München 2001, ISBN 3-910098-19-3. EinzelnachweiseBearbeiten - Dolby Laboratories 2015 Form 10-K Report (Memento des Originals vom 20. November 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. , abgerufen am 19. November 2016 - latimes.com: Dolby acquires Doremi Labs - C. P. Gilmore: Look and Listen. In Popular Science. Bd. 199, Nr. 3, September 1971, S. 38. - IRT (30. Dezember 1981). IRT Technical Report 55/81. Prüfung eines modifizierten HIGH COM-Kompanders für den Einsatz bei der RF-Übertragung im UKW-Hörfunk. - Ernst F. Schröder: Die Geschichte von HIGH COM. - E.-J. Mielke: Einfluß des Dolby-B-Verfahrens auf die Übertragungsqualität im UKW-Hörrundfunk. In: Rundfunktechnische Mitteilungen. Bd. 21, 1977, , S. 222–228. - Some Not Well Known Aspects of Analog Tape. – betreffend Dolby HX/HX Pro, AES Montreux 1990 March, Arndt Klingelnberg - The Audio Professional von Bang und Olufsen, 1982 - Dolby Debuts New Video Technologies at International CES 2008. Dolby press release. Archiviert vom Original am 17. April 2008. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Abgerufen am 28. März 2008. - Dolby Vision – Mehr Farbe und Kontrast auch bei 4k bzw. UHD. Ben Mueller. Abgerufen am 17. Februar 2014.
<urn:uuid:2d7cbb52-58de-4c14-b236-3b405a3133e1>
CC-MAIN-2019-30
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dolby
2019-07-19T15:23:16Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00121.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.995485
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true ], "in_head": [ true, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Okay, viele von euch waren nicht so ganz zufrieden mit dem lezten Kartenupdate, und das wohl zurecht. Ich hab es einfach zu schnell mit zu wenig ueberpruefen durchgepusht, und das Ergebniss war einfach nicht stimmig. Ich hoffe dass dieser Makel mit den heutigen Updates beseitigt ist. Die Karten routen nun phantastisch im Gebirge, zumindest wenns sogut gemapped ist wie in der Region Garmisch-Partenkirchen bis Kempten. Der große Unterschied ist, dass ich nun pro Wegtyp etwa 150 Kombinationen an zuesaetzlichen Keys abpruefe um bestmoegliches Routing zu erhalten, und das scheint sich auszuzahlen. Die Abhaengigkeit von Fahrradwegen und Routen ist nun auf ein ertraegliches Maß gesunken, und trotzdem funktioniert das Routing tendenziell ueber etwas laengere Distanze, ohne wie andere Karten sich in die Naehe von Primaries, Secondaries oder Tertiaries zu begeben (was echt hart ist so einzuprogrammieren, da Garmin GPS Straßen ohne Kurven lieben ohne Ende). Auch andere Strecken die ich frueher hauefig gefahren bin, und die ich jetzt einfach mal ausprobiert hab wo es mich denn langfuehren wuerde, kamen phantastisch heraus, haeufig meiner Ansicht nach besser befahrbar, als wie ich es jahrelang mit dem Radel gefahren bin. In wirklichen Großstaedten wie Wien oder Berlin, hakts aber noch ein […]
<urn:uuid:f0ee5e13-f9b6-4d91-a98b-af501d176f10>
CC-MAIN-2019-30
https://openmtbmap.org/de/tag/mtb/
2019-07-19T15:03:06Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00121.warc.gz
by-sa
2.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.996955
{ "abbr": [ "by-sa" ], "in_footer": [ true ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "2.0" ] }
Dezember 2018 Termin: 15. Dezember 2018, 19 Uhr - Ort: Rosi`s Bar & Restaurant, Martha-Brautzsch-Str. 10, Halle/Saale - Thema: Islay Whisky Dinner mit 3-Gang Menü - Eintritt: 59,00 €/Person - Anmeldung & Karten: per Email unter email@example.com, oder direkt im Rosi`s Bar & Restaurant Februar 2019 Termin: 22. Februar 2019, 19 Uhr - Ort: Gaststätte Felsenblick, Zum Saaleblick 11, 06114 Halle - Thema: Whisky Weltreise mit Buffet - Eintritt: 55,00 €/Person - Anmeldung & Karten: per Email unter firstname.lastname@example.org oder per Tel. unter +4915208649244 Termin: 23. Februar 2019, 18:30 Uhr - Ort: Kornhaus Dessau, Kornhausstr. 146, Dessau - Thema: Whisky Dinner mit 3-Gang Menü und Whiskies aus Deutschland - Eintritt: 60,00 €/Person - Anmeldung & Karten unter www.kornhaus-dessau.de März 2019 Termin: 01.03.2019, 19 Uhr - Ort: Rosi`s Bar & Restaurant, Martha-Brautzsch-Str. 10, Halle/Saale - Thema: Rum Tasting & Dinner mit 3-Gang Menü - Eintritt: 65,00 €/Person - Anmeldung & Karten: per Email unter email@example.com, oder direkt im Rosi`s Bar & Restaurant Weitere Termine folgen in Kürze… Die gemütliche und einladende Pub-Atmosphäre des Rosi`s Bar & Restaurant in der Martha-Brautzsch-Straße 10 in Halle wird erneut Veranstaltungsort für ein außergewöhnliches Whisky-Tasting sein. - Irish Whiskey Distilleries, Bildquelle: www.jar.ie Nach dem die letzte Veranstaltung, eine Whisky-Weltreise mit 3-Gang Menü, restlos ausverkauft war, kehren wir am 27.04.18 zurück in eines der großen Whiskyländer, nach Irland. Der Whisky-Boom der in den letzten Jahren weltweit festzustellen ist, zeigt besonders positive Auswirkungen auf der “Grünen Insel”. Irish Whiskey ist im Kommen! Davon zeugen die vielen neuen Brennereien die bereits in Irland entstanden sind, bzw. noch in Planung sind. So sind in den letzten, bzw. werden in den nächsten Jahren bis zu 30 neue Whiskey Destillerien in Irland entstehen. Das freut nicht nur viele Menschen in Irland, die neue Jobs in der Whiskey-Industrie und dem damit verbundenen Tourismus antreten können, es freut vor allem uns Liebhaber des “Wasser des Lebens”. Und so erwartet Sie am 27.04.18 nicht nur ein spannendes Whisky Tasting mit Whiskey aus alt bekannten und neuen Brennereien, sondern auch 3 auf die Whiskies abgestimmte Gänge für das leibliche Wohl. Ein perfekter Start in den Frühling und ideal als Ostergeschenk. Bis dahin wünsche ich einen Happy St. Patrick`s Day! - Termin: 27.04.2017, 19 Uhr - Ort: Rosi`s Bar & Restaurant, Martha-Brautzsch-Str. 10, Halle/Saale - Thema: Irish Whiskey Dinner mit 3-Gang Menü - Eintritt: 49,00 €/Person - Anmeldung & Karten: per Email unter firstname.lastname@example.org, oder direkt im Rosi`s Bar & Restaurant Bildquelle “Map of Irish Whiskey Distilleries”: www.jar.ie Es erwartet Sie ein Abend mit Whiskies aus 5 verschiedenen Regionen Schottlands – dem Whiskyland Nr.1. Perfekt umrahmt wird das Tasting durch ein großartiges 3-Gänge-Menü. Das stimmungsvolle Ambiente des “Rosi´s – Bar und Restaurant” sorgt schließlich für einen Abend zum Genießen, am besten mit lieben Freunden. Preis p.P. 45,00 €. Anmeldung und Kartenverkauf ab sofort unter: Email: email@example.com Mobil: 0152-08649244 29.09.17, 18:30 Uhr – 21:30 Uhr Martha-Brautzsch-Str. 10 06108 Halle (Saale) Achtung: Der Termin ist bereits AUSVERKAUFT! Es gibt aber einen zweiten Termin am gleichen Ort: Freitag, 05.05.17, 19 Uhr Für alle die noch ein schönes Weihnachtsgeschenk suchen und natürlich für alle Whiskyliebhaber, gibt es eine gute Nachricht: Am 24.02.2017 wird es in der renovierten Gaststätte “Felsenblick” in Halle/Saale ein Whiskytasting mit leckerem Buffet geben. Neben 6 zu verkostenden Whiskies, Informationen und Geschichten rund um das Thema Whisky, Bildern der Regionen und Destillerien, ist also auch für das leibliche Wohl gesorgt. Thema der Whiskyverkostung ist eine Whisky – Reise durch Schottland, mit Whiskies aus 6 verschiedenen Regionen Schottlands. Der Preis für das Tasting inkl. Buffet liegt bei 45,00€ pro Person, der Beginn ist 19 Uhr. Tickets und/oder Gutscheine gibt es ab sofort unter firstname.lastname@example.org ODER 0152-08649244. Es erwartet Sie ein Abend mit außergewöhnlichen Whiskies, denn alle Whiskies die am heutigen Abend probiert werden sind mindestens 20 Jahre alt. Wir ergründen also die Besonderheiten dieser langen Lagerzeit. Perfekt umrahmt wird das Tasting durch ein großartiges 3-Gänge-Menü. Ein Abend zum Genießen, am besten mit lieben Freunden. Preis p.P. 60,00 €. Anmeldung und Kartenverkauf ab sofort im Kornhaus - 12.11.16, 18:30 Uhr Kornhaus Dessau Kornhausstr. 146 06846 Dessau-Roßlau Thema: Whiskies ab 20 Jahre und älter, inkl. 3-Gänge-Menü Preis: 60€/Person Anmeldung & Infos: 0340-65019963 oder email@example.com Januar 2016 - 22.01.16 Volkshochschule Merseburg Am Saalehang 1, Merseburg 18 Uhr Thema: Whisky und Schokolade - 29.01.16 Volkshochschule Merseburg Am Saalehang 1, Merseburg 18 Uhr Thema: Whisky und Schokolade Februar 2016 - 13.02.16, 19:30 Uhr Whiskykeller Merseburg W.-Buschpassage / Gotthardstr. 34 06217 Merseburg Thema: Irish Whiskey – Whiskey von der “Grünen Insel” Preis 33€/Person Anmeldung unter: 03461 – 2606379 oder firstname.lastname@example.org - 26.02.16, 19 Uhr Weinhaus Vogler Coppistr. 97 04157 Leipzig Thema: Whisky aus Schottland und Irland Preis: 39,50€/Person inkl. Brot, Schinken und Käse Anmeldung: 0341 46376732 oder email@example.com - 27.02.16, 19:30 Uhr “Die Blechtrommel” Haldensleben Bülstringer Str. 20 39340 Haldensleben Thema: Schottischer Whisky – Eine Rundreise inkl. Buffett Preise, Infos und Anmeldung unter: 03904-485211 oder 0160-4649008 und per Email: firstname.lastname@example.org März 2016 - 05.03.16, 19:30 Uhr Whiskykeller Merseburg W.-Buschpassage / Gotthardstr. 34 06217 Merseburg Thema: Whisky Weltreise Preis 40€/Person Anmeldung unter: 03461 – 2606379 oder email@example.com April 2016 - 09.04.16, 19:30 Uhr Whiskykeller Merseburg W.-Buschpassage / Gotthardstr. 34 06217 Merseburg Thema: Scotch Single Malt Whisky Preis 40€/Person Anmeldung unter: 03461 – 2606379 oder firstname.lastname@example.org - 15.04.16, 18:30 Uhr Kornhaus Dessau Kornhausstr. 146 06846 Dessau-Roßlau Thema: Whisky Weltreise inkl. 3-Gänge-Menü Preis: 60€/Person Anmeldung & Infos: 0340-65019963 oder email@example.com - 29.04.16, 19 Uhr Weinhaus Vogler Coppistr. 97 04157 Leipzig Thema: Whisky aus Schottland und Irland Preis: 39,50€/Person inkl. Brot, Schinken und Käse Anmeldung: 0341 46376732 oder firstname.lastname@example.org - 30.04.16, 19:30 Uhr “Die Blechtrommel” Haldensleben Bülstringer Str. 20 39340 Haldensleben Thema: Whisky aus aller Welt – Japan, Schweden, Frankreich, Indien, Taiwan Preise, Infos und Anmeldung unter: 03904-485211 oder 0160-4649008 und per Email: email@example.com Mai 2016 - 21.05.16, 19:30 Uhr Whiskykeller Merseburg W.-Buschpassage / Gotthardstr. 34 06217 Merseburg Thema: Whisky Weltreise Preis 40€/Person Anmeldung unter: 03461 – 2606379 oder firstname.lastname@example.org Weitere Termine in Kürze… - 14.11. 2015, Samstag, 19:30 Uhr Thema: Deutsche Whisky Destillerien Auch in Deutschland gibt es inzwischen zahlreiche Brennereien die ausgezeichnete Arbeit leisten. Grund für uns, einige Whiskies aus deutschen Brennereien zu verkosten. Der Preis liegt bei 47€ pro Person. - 05.12. 2015, Samstag, 19:30 Uhr Thema: Schottland – Die Speyside Sanfte Hügel, mildes Klima – das ist die Speyside. Eine Region mit über 40 Whiskybrennereien. Zur Verkostung stehen heute 6 verschiedene Whiskies – mit dabei ist der streng limitierte Glen Grant 1990-2014 “World Cup Edition”. Abgefüllt wurde dieser Whisky am Tag des WM – Titels der Fußball Nationalmannschaft. Infos und Kartenverkauf unter: Tel. 03461-2606379 und email@example.com Irish Whiskey Abend mit 3-Gänge-Menü Das Kornhaus Dessau richtet auch in diesem Herbst wieder ein Whisky-Dinner mit LIVE-MUSIK, erlesenen Irish Whiskey und tollem 3-Gänge-Menü aus. Bereits im Frühjahr war diese Veranstaltung ein voller Erfolg, und so bietet sich eine Wiederholung geradezu an. Mit dabei ist natürlich auch wieder die Irish Folk Band Tunichtgut aus Sangerhausen. Und hier die wichtigsten Infos: - Irish Whiskey Dinner mit Live Musik - Freitag, 13.11. 2015, 18:30 Uhr - 5 Whiskies & 3 – Gänge – Menü - Live Musik von Tunichtgut aus Sangerhausen Anmeldung ab sofort unter: firstname.lastname@example.org oder 0340-65019963 Und so finden sie den Weg zum Tasting: Kornhaus Dessau Kornhausstr. 146 06846 Dessau-Roßlau (Karte) Die Domholzschänke im Auenwald bei Schkeuditz bietet im Herbst/Winter wieder Whisky-Dinner im Kaminzimmer an. Im Wechsel werden erlesene Premium – Whiskies und Gerichte nach schottischen und irischen Rezepten gereicht. Insgesamt können so 5 verschiedene Whiskies aus Irland und/oder Schottland probiert werden. Der erste Termin findet bereits am 16. Oktober um 18 Uhr statt. Der Preis beträgt pro Person 39,95€. Und das sind die Termine für 2015 im Überblick: - 16.10. 2015, 18:00 Uhr - 27.11. 2015, 18:00 Uhr - 11.12. 2015, 18:00 Uhr Anmeldungen sind ab sofort in der Domholzschänke unter 034205-41061, oder dem Kontaktformular auf dieser Seite möglich. Und jetzt fehlt nur noch die Adresse der Domholzschänke, damit Sie auch wohlbehalten zu Ihrem Tasting kommen: Domholzschänke Domholz 1 04435 Schkeuditz (Karte)
<urn:uuid:3acbcb66-6789-4e39-a8af-433c0698deb6>
CC-MAIN-2019-30
http://www.whiskyverkostung.com/tag/whiskyverkostung
2019-07-20T20:20:33Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526670.1/warc/CC-MAIN-20190720194009-20190720220009-00281.warc.gz
by-nc-sa
2.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.960384
{ "abbr": [ "by-nc-sa" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "2.0" ] }
Zuletzt aktualisiert am 21. März 2017 um 9:26 „HIV? Ist doch kein Thema mehr!“ Ein Satz, der zunehmend zu hören ist. Wirksame Pillen, keine Infektiosität von Positiven bei effektiver Therapie, ein vergleichsweise ’normales‘ Leben von HIV-Positiven. Ja, die Realitäten des Lebens mit HIV haben sich für HIV-Positive wie auch für Ungetestete oder HIV-Negative verglichen mit Mitte der 80er bis Mitte der 90er sehr verändert. Aber: Ist HIV deswegen gleich wirklich „kein Thema mehr“? Vor über 30 Jahren fing der Albtraum an, aus dem wir erst seit einigen Jahren wieder zu erwachen beginnen. Insbesondere in den ersten 15 bis 20 Jahren verwüstete die Aids-Krise schwules Leben, schwule Beziehungen und Infrastrukturen, wurde das Leben vieler Schwuler sowie männlicher und weiblicher Drogengebraucher, Hämophiler und Migranten traumatisiert. Statt optimistischer Zukunftsplanung wurden Sterben, Trauer und Gedenken notgedrungen unsere Themen. Inzwischen hat sich die Realität des Lebens mit HIV im Vergleich zum „Jahrzehnt des Todes“ verändert. Wirksame Medikamente ermöglichen vielen ein weit „normaleres“ Leben, als noch vor 15 Jahren denkbar schien. Selbst eine Heilung scheint inzwischen denkbar. Aids-Organisationen feiern ihr 30-jähriges Bestehen, so auch die Deutsche AIDS-Hilfe in diesem Jahr. Aids ist in der Phase der geschichtlichen Aufarbeitung angekommen – Veranstaltungen befassen sich bereits rückblickend mit Aids und Aids-Aktivismus. Aber trifft die These „HIV ist doch durch…“ wirklich zu? Oder geht sie mutig an der Wahrheit vorbei? Welche Perspektiven ergeben sich für die Zukunft? Werfen wir beispielhaft einen Blick auf vier Themen. Medizin: Wirksame Pillen, aber reicht das? Die Situation zu Beginn der Aids-Krise war gekennzeichnet von Verzweiflung. Selbst als mit der Entdeckung von HIV die Ursache von Aids erkannt war, fehlten lange Jahre jegliche Möglichkeiten, aktiv einzugreifen. Medikamente waren nicht verfügbar. Ab 1987 kamen mit AZT & Co erste Aids-Medikamente in die Praxis. Therapien scheiterten jedoch oft bereits nach kurzer Zeit an Resistenzen und Unverträglichkeiten. Erst das Aufkommen von Dreier-Kombinations-Therapien mit Proteasehemmern ab der Aids-Konferenz von Vancouver 1996 brachte den Durchbruch. Medizinisch wird die HIV-Infektion heute oft als chronische und oftmals gut therapierbare Infektionskrankheit betrachtet. Allerdings zu hohen Preis: Die Medikamente müssen lebenslang eingenommen werden, von Langzeit-Nebenwirkungen, Spätfolgen der HIV-Infektion etc. einmal ganz abgesehen. Doch idealerweise müsste ein Zustand entstehen „wie vor Aids“. Also nicht nur Therapie, sondern Heilung. Zwar arbeiten inzwischen zahlreiche Forscher-Teams an verschiedenen Ansätzen einer Heilung von der HIV-Infektion. Aber was wollen HIV-Positive? Reichen, wie gelegentlich, so jüngst auf dem Europäischen Aids-Kongress zu hören, uns die Pillen eigentlich auch? Eine „funktionale“ Heilung, bei der HIV im Körper bleibt? Oder wollen wir eine „echte“ Heilung, mit einer vollständigen Entfernung aus dem Körper? In einigen Ländern steht die Kombi-Therapie zudem nur Reichen zur Verfügung. Müssten wir nicht auch für diese Leute kämpfen? ACT UP und Aktivismus: Ab ins Museum damit? Niemand kümmert sich um uns – wenn wir es nicht selbst machen. Dieser Impuls prägte die frühe Auseinandersetzung mit Aids in Deutschland, Europa und den USA. ACT UP und andere Formen des Aids-Aktivismus waren Ende der 1980er und bis Mitte der 1990er Jahre auch in Deutschland sehr wirkungsvolle und erfolgreiche Formen der Selbstäußerung und des aktiven Engagements (überwiegend) HIV-Positiver und Aids-Kranker. Doch ACT UP ist lange her – aber war und ist es die einzige Form von Aktivismus von Menschen mit HIV? Ab ins Museum damit? Wann waren Aids-Aktivismus und Therapie-Aktivismus erfolgreich, und aus welchen Gründen? Wann scheiterten sie, und warum? Geschichten der Vergangenheit? Oder können wir für heute und morgen aus ACT UP und Aids-Aktivismus lernen? Trauer und Gedenken: Wieder zurück ins Konventionelle und Private? Im Verlauf der ersten 15 Jahre der Aids-Krise entwickelten überwiegend schwule Männer eigene Formen von Trauerkultur – weil sie sich und ihre Lebens- wie auch Sterbensrealitäten in den vorgefundenen Formen nicht wiederfanden. Bunt bemalte Särge, Trauerfeiern auf denen auch wirklich gefeiert wurde, Gräber die individuell gestaltet wurden, Gemeinschaftsgräber, Traueranzeigen und Trauerreden, die weder Aids noch Schwulsein verschwiegen. Formen, die über die individuelle Bedeutung hinaus auch gesellschaftlich den Umgang mit Sterben und Trauer beeinflussten. Seit einigen Jahren sind Sterben und Trauer wieder wesentlich mehr ins Private zurückgezogen, viele Formen der Trauer wieder „konventioneller“ geworden. Ähnlich sieht es mit öffentlichen Formen von Aids-Gedenken aus. Gedenkstelen und Mahnmale werden heute – zudem mit oft wesentlich niedrigeren Teilnehmerzahlen – meist nur noch im Umfeld des Welt-Aids-Tags wahrgenommen. Was führte zur Entwicklung spezifischer Formen einer Aids-Trauerkultur? Warum sind sie weitgehend wieder verschwunden? Und wird heute so getrauert, so an die an Aids Verstorbenen erinnert und gedacht, wie wir es wollen – oder welche Formen von Trauer und Gedenken wünschen wir uns, für jetzt und perspektivisch für die Zukunft? Auch: Welchen Raum hat Trauer in meinem Leben gehabt und hat sie heute? Hat sie meine Biographie beeinflusst? Schuld und Stigmatisierung: Alles vorbei, alles fein? Blickt man zurück auf die frühen Aids-Jahre, wird schnell offensichtlich: Die Aids-Krise war von Beginn an begleitet von Schuldzuweisungen, Stigmatisierung, Diskriminierung. Ob Versuche, Tätowierungen HIV-Positiver zu begründen, Schließung von schwulen Treffpunkten oder Verfolgungs- und Aussonderungs-Szenarien: Oft ging es darum, „Schuldige“ zu finden, auf die man zeigen, die man absondern, von denen man sich reinigen kann. Und auch die Kriminalisierung von Menschen mit HIV ist keine Erscheinung der jüngsten Zeit, begann vielmehr früh – bereits 1986 wurde in Nürnberg der schwarze, schwule US-Amerikaner Linwood B., der nachweislich niemanden mit HIV infiziert hatte, wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt, im November 1987 zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Beschimpfungen als „Desperados“ oder „Biowaffen“ – ist das wirklich lange her? Alles vorbei? Es ist noch nicht lange her, als eine bekannte Pop-Sängerin unfreiwillig als HIV-positiv geoutet wurde. Die Verurteilungen von HIV-Positiven – wirklich alles vorbei? Im Gegenteil, die Zahl der Ermittlungsverfahren und Prozesse gegen und Verurteilungen von HIV-Positiven war in den vergangenen Jahren besonders hoch. Und warum haben viele Positive heute noch Bauchschmerzen, vor Freuden oder Arbeitskollegen offen HIV-positiv zu sein? Hat die hochwirksame Therapie, die Erkenntnis, dass HIV-Positive mit erfolgreicher Therapie sexuell nicht infektiös sind, wirklich zu deutlich weniger Stigmatisierung und Diskriminierung geführt? Und selbst wenn es eine Heilung gäbe – wäre damit auch jegliche Stigmatisierung, jegliche Diskriminierung automatisch vorbei? HIV ist doch durch – oder? Ist HIV also „durch“ oder nicht? Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo zwischen beiden Polen. Ja, wir haben (in Deutschland, in Europa) eine gute und erfolgreiche HIV-Prävention, gemessen z.B. an den in Deutschland vergleichsweise niedrigen HIV-Neudiagnose-Zahlen. Wer HIV-positiv ist, hat in der Regel (so er nicht im Knast, Asylbewerber, mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus etc. ist) eine gute und ausreichende medizinische Versorgung. Einige Themen, um die Schwule, um die Menschen mit HIV und Aids sich einst große Sorgen machen mussten, sind mehr oder weniger „durch“. Andere aber, das zeigen schon die zahlreichen Fragen in den vier ausgewählten Themen wie auch hier noch nicht behandelte Fragen, sind alles andere als gelöst. HIV ist nicht durch – noch lange nicht, leider. . Mit der Frage „HIV ist doch durch, oder? – 30 Jahre, und wie weiter?“ beschäftigt sich auch die „Positiven-Universität“, eine besondere Form des Bundesweiten Positiventreffens, vom 9. bis 12. Januar 2014 in der Akademie Waldschlösschen bei Göttingen. Informationen finden sich dazu hier. . .
<urn:uuid:c34a6c0e-7b03-4432-9db7-c81a053bf8fb>
CC-MAIN-2019-30
https://www.2mecs.de/wp/2013/11/ist-hiv-wirklich-kein-thema-mehr/
2019-07-20T20:41:40Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526670.1/warc/CC-MAIN-20190720194009-20190720220009-00281.warc.gz
by
4.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.997241
{ "abbr": [ "by", "by" ], "in_footer": [ true, true ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "4.0", "4.0" ] }
Die moderne Garten- und Terrassengestaltung gilt heutzutage als ein Muss für das moderne Design des Außenbereichs. Aus diesem Grund sind jedes Jahr die Innovationen und Trends immer wieder ganz überraschend. In dem Artikel geht es um eine einzigartige Alternative zu Echtholzdielen. Dafür sind die BPC- und WPC Terrassendielen sehr beliebt in der Außengestaltung. BPC-Dielen (Bambus-Polymer-Composite) Diese Art von Terrassendielen sind in der Regel sehr praktisch, weil für die Verlegung der Konstruktion keine Spezialwerkzeuge notwendig sind. Das splitterfreie Material ist absolut passend für den Außenbereich. Grund dafür ist, dass die Dielen wasserabweisend und unempfindlich gegen Rissbildung und Insektenfraß, und damit ist die Langlebigkeit der Konstruktion lange gesichert. Sie bestehen aus Holzfasern und Additiven. Neben den vielen Vorteilen gelten die Terrassendielen als 100% recyclingfähig, was heutzutage besonders wichtig für den Umweltschutz ist. Aus einem anderen Grund liegen aber die Holzdielen im Trend, und das ist deren Optik. Diese ideale Lösung für den Außenbereich fügt sich optisch ansprechend in den Garten ein und damit schafft eine stimmungsvolle Atmosphäre. Die Farbe können Sie nach Ihrem eigenen Geschmack auswählen 60 Prozent des BPC-Produkts besteht aus Bambus, was in dem Gartenbau ein wesentliches Gestaltungselement ist. Der Bambus wurde in den letzten Jahren immer beliebter, denn er ist perfekt geeignet für Gärten, die kurzzeitig Temperaturen bis -20 ° verkraften müssen. Ein weiterer Vorteil der BPC-Dielen ist, dass die extrem pflegeleicht und formstabil sind. Mit der richtigen Instandhaltung bleibt die Konstruktion jahrelang konstant und haltbar. Die große Farb- und Auswahlpalette hilft bei der richtigen Gestaltung für Ihren Außenbereich. Es gibt Varianten, die beidseitig verwendbar sind. Das heißt, dass die Oberfläche auf der einen Seite grob und auf der anderen fein geriffelt ist. Darüber hinaus gelten die Terrassendielen als eine personalisierte Garten- und Terrassengestaltung, die sehr leicht nach Ihrem eigenen Geschmack zu gestalten ist. Stabilität und Eleganz in Einem Unterschied zu WPC-Terrassendielen Die BPC und WPC Terrassendielen heißen übersetzt Bambus-Polymer-Composite und Wood-Polymer-Composite. Bei den WPC-Terrassendielen besteht die Mischung aus Biomaterialien wie zum Beispiel Holzmehl und Holzfasern. Diese Art von Dielen gehören zu den Biowerkstoffen und deren Holzanteil liegt bei mindestens 50 Prozent. Die Gemeinsamkeit der WPC- und BPC Terrassendielen ist, dass spezielle Additive beide widerstandsfähig machen. Beide Arten sind in der Regel ein ökologisches Produkt. Die WPC-Terrassendielen sorgen für einen natürlichen Look im Garten Terrassendielen richtig pflegen Wie bereits erwähnt, gelten die beiden Gruppen von Materialien als sehr pflegeleicht. Im Gegensatz zum Holz sind Verunreinigungen von allen Arten noch zu retten, was bei den Holzdielen fast unmöglich ist. Die robuste Oberfläche spielt eine große Rolle und man kann sehr leicht Flecken von Regenwasser, Verunreinigungen und sogar Kratzer entfernen. Unser Tipp ist zuerst mit Schleifpapier vorzugehen und sehr vorsichtig die auffällige Stelle von der Oberfläche zu entfernen. Mit der richtigen Instandhaltung bleiben die Dielen jahrelang konstant Wählen Sie eine multifunktionale Farbpalette aus
<urn:uuid:c39e5b0a-5a6c-4e7e-b67f-308bddf55a41>
CC-MAIN-2019-30
https://alleideen.com/bpc-dielen-und-wpc-terrassendielen/
2019-07-22T02:13:22Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195527458.86/warc/CC-MAIN-20190722010436-20190722032436-00441.warc.gz
by-nd
2.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.99856
{ "abbr": [ "by-nd" ], "in_footer": [ true ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "2.0" ] }
Ich glaube zwar nicht aber falls sich jemand fragt wieso Seeräuber in einem Blogbeitrag von mir? – Es geht nicht um Seeräuber es geht um die Piratenpartei. Lizenz: CC BY SA 2.0 Am Sonntag (17.10.2010) Abend war ich das erste mal auf dem „Örtlichen“ Stammtisch der Piraten – also in Augsburg. Ich muss sagen es hat mich schon sehr gereizt endlich mal Teilzunehmen, nachdem man ja im Netz einiges darüber ließt und hört und und und. Außerdem ist mein Bruder eh schon „Pirat“ daher hatte ich auch die nötigen Lokalen Infos wo und wann was stattfindet. Persönlich finde ich die Piratenpartei schon sehr interessant da dort Menschen in der Politik aktiv sind die sich endlich mal im Netz auskennen. Ganz im Gegensatz zu unseren „Lieblingspolitikern“ wie #Zensursula oder Frau Zypries. Außerdem werden in der Piratenpartei auch Themen zu Kernthemen die für Leute wie mich interessant sind bzgl. (z.B.) Patentwesen, Transparenz des Staatswesens, Privatsphäre und Datenschutz. Das gesamte Parteiprogramm gibt es hier nachzulesen. Ebenso sind die Ziele der Piraten doch sehr passend für jeden der sich im Netz unterwegs ist und selbst Privatkopien erstellt zur eigenen Verwendung. Lizenz: CC BY SA 2.0 So jetzt mal ein bisschen genauer zum Eindruck von mir nach meinem persönlich ersten „Besuch“ beim Stammtisch. Bis auf die Tatsache das eine ausschweifende „Diskussion“ über innerparteiliche Kleinigkeiten am Ende geführt wurden war es ein sehr informativer Abend. Die aktuellen Themen waren u.a. AKWs und BGe. AKW Laufzeitverlängerung Ich weiß zwar nicht 100prozentig wie die Einstellung der Partei zur AKW Laufzeitverlängerung ist aber sowie ich das aufgefasst habe, ist die Art und Weise wie es umgesetzt wird bzw. wurde einfach nur ungut von der Regierung. Ich persönlich sehe durch diese Verlängerung der Laufzeiten zwar nicht die Entwicklung besserer (effizienterer) erneuerbare Energiequellennutzung blockiert aber zumindest finde ich es fragwürdig warum bereits beschlossene Abschaltdaten (Plural von Datum) jetzt wieder verändert werden. Wenn bereits die Planung und die Umsetzung beschlossene Sache ist kann es ja quasi nicht wegen einer Versorgungslücke in X Jahren liegen oder? Naja zu diesem Thema mehr Infos gibt es u.a. Bedingungsloses Grundeinkommen Lizenz: CC BY SA 2.0 Es gibt im Moment viele verschiedene Stimme zu diesem Thema, auch in unserer kleinen Runde saßen Befürworter wie „Gegner“ dennoch haben wir uns nicht wirklich lange darüber unterhalten. Das BGE wird aktuell von der Partei „Die Linken“ stark vorangetrieben und ist meiner Meinung nach in der Realität nicht umsetzbar und somit einfach nur Unrealistisch auch wenn hier zum Beispiel das Gegenteil meiner Meinung versucht wird zu untermauern. Aber mal ganz ehrlich wenn man von der potenziellen Gefahr für ein Inflationschaos absieht (was sich ja dank € schnell über Europa (und darüber hinaus) verbreiten würde) bleibt immer noch der Gedanke – Wieso Arbeiten wenn es auch ohne Arbeit problemlos so weiter gehen kann? – Die Feldversuche die es bisher gab sind veraltet und nicht mehr mit dem aktuellen Gesellschaftlichem Bild vergleichbar, meiner Meinung nach würde es Heutzutage viel mehr Menschen geben die das Grundeinkommen ausnutzen würden und sich nicht einmal Kreativ verwirklichen wollten. Falls es aber eine Ausnutzungsschutzregelung bei einem Modell gäbe wäre ich auf alle Fälle für ein solches Modell und sofort auf der Seite der Befürworter. So wie es aber aktuell aussieht muss der Begriff Bedingungslos wegfallen um es Umsetzbar zu machen. Weitere Infos zum Thema BGE gibt es z.B. hier: So was halte ich also von den Piraten? Erstmal bin ich mir ziemlich sicher das ich zu größten Teilen auch einer bin. Die aktuellen Parteiinternen Diskussionen im Raum Augsburg finde ich Aktuell erst einmal total fehl am Platz. (Ist schon interessant das alle Fälle des Innerparteilichen Schiedsgerichts Bayerns bisher den Bezirksverband Schwaben betrafen und das die Fälle zu zwei dritteln im Raum Augsburg entstanden sind….) Quelle: http://wiki.piratenpartei.de/Bayerisches_Schiedsgericht Noch ein sehr interessanter (also zumindest für mich) Punkt wurde kurz angesprochen – Hyperlinks sind nicht mehr Verboten – Okay das war extrem überspitzt ausgedrückt dennoch wurde heise online abgemahnt (ja ich weiß vor über 5 Jahren) weil sie angeblich Anstiftung zur Raupkopiererei gemacht haben (ja, auch überspitzt ausgedrückt). Indem sie Links auf slysoft.com veröffentlicht haben. Der Blog 11k2 hat diesen Umstand mal genauer erläutert. Bundesgerichtshofs-Kino: Der Heise-Verlag hat in letzter Instanz durchgesetzt, dass er in Berichten und Nachrichten Links auf Webseiten wie etwa des in Antigua und Barbados ansässigen Kopiersoftwareanbieters („AnyDVD“) Slysoft verlinken darf. 11k2 Eigentlich ist es die extremste Frechheit gewesen, nicht verbotene Software nicht verlinken zu dürfen. Die Doku zum Fall gibt es bei Heise.de Es hat über 5 ein halb Jahre gedauert bis der BGH endlich gesagt hat das es nicht sein kann das die Content-Mafia recht hat ;). Seit 2005 läuft der Rechtsstreit Heise vs. Musikindustrie. Zuletzt hatte das Oberlandesgericht München Ende 2008 das Link-Verbot gegen Heise bestätigt. In der Revision vor dem Bundesgerichtshof entschieden die Richter des BGH nun aber zugunsten des Heise Zeitschriften Verlags.heise.de So jetzt verbleib ich mal mit viel Spaß beim Backgroundinfos lesen. Sméagol PS: Alle Logos und sonstigen Bilder von den Piraten stehen unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Deutschland License.
<urn:uuid:3cd17da9-2c06-41d1-89de-1855d60a9ca6>
CC-MAIN-2019-30
https://www.smeagol.de/die-piraten-und-ich/1013/?replytocom=19
2019-07-23T09:29:54Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195529175.83/warc/CC-MAIN-20190723085031-20190723111031-00041.warc.gz
by-sa
2.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.998122
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, false ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "2.0", "2.0" ] }
Obstblüte und Schnee: ein echter April-Scherz. Den einen Tag 25 Grad, dann Schnee und am Tag darauf wieder 20 Grad. Erst rieselten die Kirschblütenblätter, dann die Schneeflocken. Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. AkzeptierenDetails ansehen
<urn:uuid:5540b5e3-7924-4490-89e2-3c2b8f01e484>
CC-MAIN-2019-30
https://www.sylviaknittel.de/tag/apfelbluete/
2019-07-23T10:09:44Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195529175.83/warc/CC-MAIN-20190723085031-20190723111031-00041.warc.gz
by-nc-sa
4.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.994652
{ "abbr": [ "by-nc-sa", "by-nc-sa" ], "in_footer": [ false, false ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "4.0", "4.0" ] }
Schlagwort-Archive: Texas Es ist eine beeindruckende, mutige und tief bewegende Rede, die Joel Burns über die Verfolgung von homosexuellen Jugendlichen in Texas gehalten hat – einige davon haben sich in ihrer Verzweiflung umgebracht, wurdem in den Tod getrieben. Dann erzählt Joel Bunrs auch über sein Coming-out, seine Familie, seine Eltern, sein Glück. Und er sagt den Kiddis: Es geht auch anders, habt Mut, überlebt! Thank you so much, Joel Burns! Weiterlesen
<urn:uuid:09f3d278-4be4-4a21-88ce-5f699fd140a9>
CC-MAIN-2019-30
https://hermanitou.com/tag/texas/
2019-07-17T03:14:53Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525009.36/warc/CC-MAIN-20190717021428-20190717043428-00385.warc.gz
by-nd
3.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.997443
{ "abbr": [ "by-nd" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
jump to main-menu jump to main content Home Contact us Policy Title Overview Page search Quicksearch: Search Details Collections Gutenberg Capture Archivalien Autographen und Urkunden Urkunden Autographen Druckwerke Handschriften Inkunabeln Provenienzen Sammlung Rotbuch-Verlagsarchiv Themen Lists All Titles Title / Description Author / Recipient Place Printer / Publisher Year Clouds Places Author / Recipients Publishers Bibliographic Metadata Title Ein Beweis daß mir dein Brief erfreulich und nicht langweilig war, wir du vermuthest ist- daß ich so schnell antworte. Authors Arnim, Bettina von Recipient Mereau, Sophie Place and Date of Creation Frankfurt: 01/05/1805 - 30/09/1805 Description 1 Bl.,2 S. ; 4° Annotation mit maschinenschriftlicher Abschrift Language German Holding Sammlung Familie Clemens Brentano/2. Dokumente zu Bettina von Arnim/2.2. Briefe und sonstige Autographen von Bettina von Arnim Document-Type Letter Shelf mark Ms 89-1 URN urn:nbn:de:hebis:77-vcol-620 Links DFG View in DFG-Viewer Download Ein Beweis daß mir dein Brief erfreulich und nicht langweilig war wir du vermuth [2.39 mb] Reference Kalliope Verbundkatalog Classification Autographen Brentano → 2. Dokumente zu Bettina von Arnim → 2.2 Briefe und sonstige Autographen von Bettina von Arnim License Creative Commons Public Domain Mark 1.0 International License
<urn:uuid:b0f709b5-f5fd-4a16-87e5-abb74fc97f56>
CC-MAIN-2019-30
https://visualcollections.ub.uni-mainz.de/autographen/content/titleinfo/2008?lang=en
2019-07-17T03:13:07Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525009.36/warc/CC-MAIN-20190717021428-20190717043428-00385.warc.gz
mark
1.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.685797
{ "abbr": [ "mark" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "1.0" ] }
Schlagwort-Archive: Venezuela Der militärisch-industrielle Komplex, der im eh schon bis über beide Ohren hochgerüsteten Westen die NATO beherrscht und die Welt mit seinem propagierten Feindbild Russland in immer neue Rüstungswettläufe treibt, ist sich offensichtlich nicht zu blöde, dieses Feindbild in immer neuen Propagandakampagnen zu vertiefen. Weiterlesen …Dann stelle ich mir vor, was wohl passiert, wenn die hiesigen Protagonisten der Volksverarmung und Verelendung, die Retter der Banken und die Euroanbeter, die Arbeitsplatzvernichter und Staaten-in-den-Bankrott-Sparer, die, die der Jugend Europas die Perspektiven rauben und die Alten ins Elend stürzen, die die Welt für eine Aktiengesellschaft halten, in der mit allem, auch mit Lebensmitteln spekuliert und gepokert werden darf, sterben…. Weiterlesen
<urn:uuid:4be1c9da-23f8-48f3-8d5b-e15d0c995b07>
CC-MAIN-2019-30
https://hermanitou.com/tag/venezuela/
2019-07-18T06:57:40Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525524.12/warc/CC-MAIN-20190718063305-20190718085305-00545.warc.gz
by-nd
3.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.996331
{ "abbr": [ "by-nd" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
Aktuelle Beiträge Archiv Lizenz Dieses Werk bzw. Inhalt steht unter einer . Werbeanzeigen Archäologie und Denkmalpflege auf der Insel Rügen Die Denkmale der kleinen Landstadt Garz auf Rügen thematisieren ausschließlich militärische Ereignisse des 19. und 20. Jahrhunderts. In der Parkanlage am Fuß des slawischen Burgwalls erinnern sie an den Preußisch- Österreichischen Krieg, den Deutsch- Französischen Krieg und die beiden Weltkriege. Am nördlichen Rand der Gemarkung, in der Nähe des Ortes Kowall, stifteten Garzer Patrioten ein weiteres Denkmal mit der Aufschrift: Kaiser Wilhelm dem Grossen gewidmet am 2. September 1909 Der 2. September war der Sedantag, der an den Sieg der Deutschen über die Franzosen im Deutsch- Französischen Krieg erinnerte. Nach dem Verbot der Sedanfeiern am 27. August 1919 geriet das Garzer Denkmal in Vergessenheit. Die Aufzeichnungen und Skizzen Friedrich von Hagenows vom Anfang des 19. Jahrhunderts galten bis heute als die einzigen bildlichen Darstellungen der neolithischen Großsteingräbergruppe bei Krakow östlich der ehemaligen Kreisstadt Bergen auf Rügen (H. Berlekamp, Nachrichten über zerstörte Großsteingräber der Insel Rügen. Greifswald-Stralsunder Jahrbuch 2, 1962, 9-15). Zusammen mit Beschreibungen von L. Th. Kosegarten (1782) und J. J. Grümbke (1819) lassen sie aber nur ein undeutliches Bild von der großartigen Nekropole entstehen, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts von Steinschlägern zerstört wurde. 2009 entdeckte ich im Ernst-Moritz-Arndt Museum Garz ein Skizzenbuch des Lehrers Paul Grützmacher, der Ende des 19. Jahrhunderts an der Schule in Bergen als Konrektor unterrichtete. Auf Seite 3 ist ein Hügelgrab in einer ungewöhnlichen Setzung aus mindestens 13 stelenartigen Steinblöcken dargestellt. Die Beischrift gibt Auskunft über das Motiv: „früheres Hügelgrab bei Krakow“. Das Skizzenbuch soll in der Schriftenreihe der Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft veröffentlicht werden. Für das Bild: „Garz, Landkreis Vorpommern-Rügen. Bergener Straße 23. Ehemaliges Beamtenwohnhaus der Kleinbahn“ erreichte „RügenSommer“ Platz 41 im internationalen Wettbewerb „Wiki Loves Monuments 2012“. Wikimedia Commons berichtete auf seiner Internetseite, dass der erstmals im vergangenen Jahr (2011) durchgeführte Wettbewerb inzwischen durch Guinness World Records mit etwa 168.000 hochgeladenen Lichtbildern als größter Fotowettbewerb anerkannt wurde. Mit etwa 366.000 in diesem Jahr (2012) hochgeladenen Fotos, wurde die Zahl noch einmal mehr als verdoppelt.
<urn:uuid:da12c647-d37c-498e-84f9-724d9bcc6ae8>
CC-MAIN-2019-30
https://bodendenkmal.wordpress.com/tag/garz/
2019-07-19T14:06:20Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00145.warc.gz
by-nc-sa
3.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.990016
{ "abbr": [ "by-nc-sa", "by-nc-sa" ], "in_footer": [ false, false ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Der Taufstein in St. Peter und Paul August von Kreling[1] schuf 1859/60 bei der großen Kirchenrenovierung und -umgestaltung der Poppenreuther Kirche St. Peter und Paul auch einen Taufstein. Dieser ist durch neugotische Formensprache gekennzeichnet. Im laufenden Spruchband des oktogonalen, steinernen Taufbeckens heißt es: Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden. Inhaltsverzeichnis Neugotischer Taufstein mit mittelalterlicher Zahlensymbolik[Bearbeiten] Mit der oktogonalen Form, die in der Basis eine Fortführung findet, greift Kreling die alte Zahlenmystik des Mittelalters auf. Schon in vorchristlicher Zeit stand die Zahl "Acht" als Zeichen für die Ewigkeit und für die Vollendung. Die Ogdoas (griechisch ογδοάς)[2] hob für die Pythagoreer alle Siebener-Zyklen des Weltkosmos auf und auch die kreisenden sieben Planetensphären ruhen im achten Fixsternhimmel. Die Bibel nimmt Zahl "Acht" als Offenbarung eines Neuanfangs, der unzerstörbar und ewig währt, auf. So werden in der Arche Noah acht Menschen vor dem Untergang der alten und verderbten Menschheit gerettet. Diese acht begründen die neue Menschheit nach der Sinflut. Der erste Petrusbrief nimmt diese acht als Vorbild für die Taufe.[3] Die Zahl "Acht" erinnert nun daran, dass die Welt zwar in sieben Tagen geschaffen wurde, aber noch nicht vollendet ist. Dies geschieht erst am achten Tag, dem Vollendungstag. An dieser ewigwährenden Vollendung hat jeder schon Anteil, der in diesem oktogonalen Becken getauft wird. Die "Acht" gilt also seit alters her als eine der Taufe zugeordnete symbolische Zahl.[4] Die mittelalterliche Zahlenmystik wäre mit einem viereckigen, quadratischen Schaft, der das achteckige Taufbecken hält, perfekt aufgenommen. Darin versteckte sich nämlich der Hinweis, dass in der Taufe zuerst einmal der sündige Mensch - also der "alte Adam" - ersäuft wird. Die Vier-Zahl, gegeben durch die vier Seiten der Basis, deuten nämlich u. a. auch auf die vier Himmelsrichtungen hin. - A: Anatolä (griech. ανατολή): ist der Osten und der Morgen - D: Dysis (griech. δΰσις): ist der Westen und der Abend - A: Arktis (griech. άρκτος): ist der Norden und die Nacht - M: Mesembria (griech. μεσημβρία): ist der Süden und der Mittag Jeweils den Anfangsbuchstaben gelesen ergibt sich also aus den vier Himmelsrichtungen das Wort "ADAM". Wenn dieser aus dem Taufwasser - und damit aus dem achteckigen Taufbecken - heraus gehoben wird, dann kommt der neue christliche Mensch, der an Jesu Auferstehung Anteil hat und damit vollendet ist, zum Vorschein. Beckenschlägerschüssel um 1500 als Poppenreuther Taufschale[Bearbeiten] Die ins steinerne Taufbecken einzusetzende Taufschüssel aus Messing ist nicht nur um einiges älter als der Stein, sondern auch als das Stiftungsjahr vermuten lässt. Sie gehört zu den ersten Anschaffungen nach den Verwüstungen und Plünderungen des Dreißigjährigen Krieges. Als Beckenschlägerschüssel wurde ihr Ornament im Boden über einer Model, also einer negativen Form „geschlagen“. Eine Beckenschlägerschüssel ist gewissermaßen ein Abdruck. Diese Technik war im Nürnberger Raum um das Jahr 1500 sehr verbreitet. Zu den häufigsten Darstellungen jener Beckenschlägerschüsseln gehört das Motiv von Adam und Eva. Seltener findet sich eine Abbildung der sogenannten „Traubenträger“ (also Josua und Kaleb), bzw. von der Verkündigung Mariens - wie im Fall der Poppenreuther Taufschüssel.[5] Die Model, auf der das Bildmotiv getrieben wurde, gab die Größe der Schale vor. Diese konnte nur variieren, wenn das runde Zentralmotiv um einen Ring vergrößert wurde. Dieser Ring ist bei der Poppenreuther Taufschale ein gotisch erscheinendes Schriftband in Majuskelform[6] - eine rein ornamentale Kalligraphie ohne jegliche Aussage. Darum umläufig findet man noch Zierpunzen, die von der Schauseite her eingeschlagen worden sind. Der äußerste Ring eines getrieben Ornamentes geht nicht auf. Er wirkt auf der linken unteren Seite „zusammengepfuscht“. Damit verrät er etwas über die Herstellungsweise: Die Modelvorlagen wurden in Form von Segmentbögen zusammengestellt, bis sie halbwegs einen Kreis ergaben. Die runde Bildszene zeigt links den Engel Gabriel mit weitgeöffneten Flügeln. In seiner linken Hand hält er den Botenstab mit einer Kreuzesdarstellung. Es ist ein Symbol für den Opfertod Jesu und weist damit auf den Ausgang der Geschichte hin. Gabriel erhebt die rechte Hand zum Redegestus, deutet dabei auf Maria und beginnt mit der Verkündigung „Ave Maria, gratia plena ...“. Die Szene findet im Freien statt, in einem Garten. Der eingezäunte Garten, der „hortus conclusus“, gilt als Symbol für die Jungfräulichkeit Mariens. Im Hintergrund zwischen Maria und dem Engel steht ein großes Henkelgefäß mit blühenden Blumen. Die Blüten werden manchmal als die mystische Rose Marias gedeutet, die mit ihren sechs Blättern vollkommener war als die übliche Rose mit ihren fünf Blättern.[7] Maria sitzt vor ihrem Schreibpult auf dem ein großes Buch, das Alte Testament oder das Buch Jesaia, aufgeschlagen liegt. Damit soll gezeigt werden, dass die Mutter von Jesus eine gebildete und fromme Frau ist und die heiligen Schriften kennt. Vom Pult hängt eine verzierte Decke herunter, ähnlich den Paramenten an Altar oder Kanzel in einer Kirche. Oberhalb von Maria ist die Heilig-Geist-Taube mit Heiligenschein dargestellt. Dies ist Symbol für die Gegenwart des göttlichen Willens. Die Strahlen, die von der Taube in Richtung Maria ausgehen, zeigen die Verbindung von himmlischem und irdischem Geschehen. Als szenische Vorlage der Treibarbeit auf der Beckenschlägerschüssel könnte das Tafelgemälde der Meister der Münchner Marientafel gelten.[8] Die Stiftung dieser Taufschüssel im Jahr 1661 markiert damit für Poppenreuth eine erste Konsolidierungsphase nach den Drangsalen des Dreißigjährigen Krieges. Am umgeschlagenen Rand der Poppenreuther Taufschüssel findet sich nicht nur das Datum 1661, sondern sind auch die Namen der Stifter und des amtierenden Pfarrers Christian Kettwig eingraviert. Einzelnachweise[Bearbeiten] - August von Kreling wurde 1853 durch König Maximilian II. von Bayern zum Leiter der Kunstgewerbeschule Nürnberg - dem Vorläufer der heutigen Akademie der Bildenden Künste - berufen. Siehe auch Wikipedia - Zu Achtheit und Ogdoas: siehe auch Anthrowiki - 1. Petrusbrief 3,20-22 - Manchmal wird die "Achtzahl" auch als Anspielung auf die Beschneidung Jesu, die nach jüdischem Brauch am achten Tag nach der Geburt erfolgte, gedeutet. - Die biblische Grundlage für diese Szene findet sich im Evangelium Lukas 1, 26 - 38 - Schreibweise, in der alles in Großbuchstaben verfasst wird - im Gegensatz zu „Minuskel“ - In spätgotischer Zeit dienen Pflanzen vermehrt der visuellen Erklärung einer mystischen Kraft- bzw. Tugend-Deutung - ein Tafelgemälde um 1450 aus einem Altarbild der Frauenkirche. Heute findet sich dieses im Kunsthaus Zürich - online
<urn:uuid:8b4a7eab-47d8-4528-a7f7-5c2d0a6aee2d>
CC-MAIN-2019-30
https://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php?title=Der_Taufstein_in_St._Peter_und_Paul&amp;curid=20106&amp;diff=0&amp;oldid=264803
2019-07-19T14:57:12Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00145.warc.gz
by-sa
4.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.995417
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true, true ], "in_head": [ true, false, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "4.0", "4.0", "4.0" ] }
Hinweis: Du bearbeitest gerade die grundständige Anleitung, die du eben angeschaut hast. Alle Änderungen, die du vornimmst, betreffen alle 4 Anleitungen, die diesen Schritt beinhalten. Schritt 5 übersetzen - Lay the display back down into its tray. - Remove the final Phillips screw securing the metal tray to the rear panel.
<urn:uuid:9bff914e-0f8b-48aa-83bc-5aeb0eda5f3a>
CC-MAIN-2019-30
https://de.ifixit.com/Anleitung/%C3%9Cbersetzen/1131/5963/de
2019-07-20T19:51:51Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526670.1/warc/CC-MAIN-20190720194009-20190720220009-00305.warc.gz
by-nc-sa
3.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.943827
{ "abbr": [ "by-nc-sa" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
Jana: Social Media, VoSi Einladung, letzte VoSi, Arbeitstreffen Udo: Überweisungen, letzte VoSi, Bytespeichervorstellung, Arbeitstreffen, CDU-Vorstellung, Präsentation erstellt, Gemeinnützigkeit Thomas: Satzung auf Website aktualisiert, SMV-GO auf Website (in der Satzung verlinkt), Registrierungsprozess umgestellt, Registrierungen bearbeitet, LQFB aktualisiert, Webmontagvorstellung 3 von 3 Vorstände beschließen “TOP 7 – Feedback” einzufügen TOP 5 – aktuelle Kennzahlen Kontostand: 106,27 € Mitglieder: 17 Mitglieder, davon 1 juristische Person TOP 6 – Wiedervorlage Schriftgröße LQFB: sobald das neue Frontend genutzt wird gibt es größere Schrift Ticketsystem: Philipp muss sich kümmern Forum: Thomas macht Sprechende Themen: teilweise implementiert, kommt noch Pledge: Christian schreibt da mal was; Zelt → Pledge 20 Personen á 15 € TOP 7 – Feedback Der Invite-Code ist zu komplex. Die Zeichen werden weniger Sonderzeichen in Zukunft enthalten TOP 8 – Öffentlichkeitsarbeit PMs zu SMV: Astrid hat angefangen Dinge zu tun “neuer” Gliederung für Einwohner*innen Initiativen: ! Müssen uns zusammensetzen und Öffentlichkeitsarbeitskonzept erarbeiten (Workflow) –> auf Arbeitstreffen irgendwann TOP 9 – Anträge an den Vorstand Kontaktaufnahme mit den 12 Accounts im Liquid die sich noch nie eingeloggt haben obwohl sie teilweise schon mehrere Monate existieren → Andrea macht das “Vor der Veröffentlichung von Blog-Einträgen ist mindestens die Zustimmung zwei weiterer Vereinsmitglieder einzuholen. Das genaue Procedere und die genutzten Werkzeuge werden gemeinsam festgelegt, wenn diese Initiative eine Mehrheit erreicht.” 3 von 3 dafür TOP 10 – Gastbeiträge keine TOP 11 – Sonstiges “Wir sind im Testbetrieb” Diskussion ob Testbetriebstreifen bleiben soll oder nicht Streifen kann eigentlich weg –> Testbetrieb beendet, aber weiter Arbeit an Plattform ist weg TOP 12 – nächste Vorstandssitzung Dienstag, 19.08.2014 15:00 Uhr Ende: 19:24 Uhr protokolle/vosi/2014-07-06.txt · Zuletzt geändert: 04.10.2016 15:02 von Christian Beuster
<urn:uuid:8c45a819-aa60-480d-8f5b-7914bd26ad9d>
CC-MAIN-2019-30
https://wiki.demokratielabor.net/protokolle:vosi:2014-07-06
2019-07-20T20:43:23Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526670.1/warc/CC-MAIN-20190720194009-20190720220009-00305.warc.gz
zero
1.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.989511
{ "abbr": [ "zero", "zero" ], "in_footer": [ true, true ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "1.0", "1.0" ] }
Foto: Michael Schmaus Das Bild zeigt den Vorstand für 2018. Von links Eckart Pradel, Viktor Rotärmel (Vorstandsvorsitzender), Lina Reitz, Dr. Elke Mayer (Past President), André Hintz und Lutz Florian Weber. Bonn. Viktor Rotärmel (Einkauf Produktmanagement bei Rewe Group – toom Baumarkt GmbH) ist auf der vergangenen Mitgliederversammlung zum neuen Vorsitzenden der Wirtschaftsjunioren Bonn/Rhein-Sieg e. V. gewählt worden. Er folgt auf Dr. Elke Mayer (Rechtsanwältin bei dhpg Rechtsanwälte Wirtschaftsprüfer Steuerberater), die auf ein ereignisreiches Jahr zurückblickt und das nächste Jahr als „Past President“, den neuen Vorsitzenden und den Vorstand unterstützen wird. Neu im Vorstand sind Eckart Pradel (Inhaber von Markler-Pradel), Lina Reitz (Business Relationship & Networking bei PRG Projekt Rheinland AG), André Hintz (Geschäftsführer bei Global Steuerberatungsgesellschaft mbH) und Lutz Florian Weber (Steuerberater bei dhpg Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Bonn). Die Geschäftsführung liegt bei Michael Schmaus (nicht im Bild), Leiter des Bereichs Wirtschaftspolitik, Volkswirtschaft und Metropolenentwicklung bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg. Aus dem Amt ausgeschieden sind Dr. Tobit Esch, Severine Profitlich, Eduardo Radigewski und Florian A. Gloßner. An dieser Stelle ein großes „Dankeschön“ an Tobit, Severine, Eduardo und Florian für eurer enormes Engagement. . Wir, die Wirtschaftsjunioren Bonn/Rhein-Sieg, engagieren uns als Stimme der jungen Wirtschaft in unserer Region. Mit vielfältigen Veranstaltungen und Projekten, auch im sozialen Bereich, gestalten wir aktiv und ehrenamtlich das Leben in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis mit. Wer bei uns mitmacht, engagiert sich im Beruf – will aber auch darüber hinaus etwas bewegen. . Um immer auf dem Laufenden zu bleiben, folgen Sie uns einfach auf Facebook.
<urn:uuid:6111a562-9ad1-432b-8820-0fb7adee0d10>
CC-MAIN-2019-30
http://www.wj-bonn.de/neuer-vorstand-2018-4293/allgemein/
2019-07-22T01:17:28Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195527458.86/warc/CC-MAIN-20190722010436-20190722032436-00465.warc.gz
by-nc-sa
4.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.984074
{ "abbr": [ "by-nc-sa" ], "in_footer": [ true ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "4.0" ] }
Grünkernküchle aus dem Koch-Wiki (kochwiki.org) Grünkernküchle | | ---|---| Zutatenmenge für: | 4 Personen | Zeitbedarf: | 1 Stunde | Hinweise: | | Schwierigkeitsgrad: | | Zutaten[Bearbeiten] - 250 g Grünkernschrot - frisches Semmelmehl oder ein Fertigprodukt aus dem Handel - 750 mlMilliliter Rinder-, Gemüse- oder Würfelbrühe - 1–2 Eier - 2 Schalotte - 1 ELEsslöffel (15 ml) Butter - 2 ELEsslöffel (15 ml) Butterschmalz - fein gewiegte glatte Petersilie - 1 Prise getrockneter Majoran alternativ Kochgeschirr[Bearbeiten] Zubereitung[Bearbeiten] - Die Brühe zum Aufkochen bringen und den Grünkernschrot einrieseln. - Den Schrot auf kleinster Flamme aufquellen lassen (rühren nicht vergessen), bis sich die Masse vom Topf lösen lässt und diese dann abkühlen lassen. - Währenddessen die fein gewiegten Schalotten in Butter weich dünsten, die Pfanne vom Herd ziehen und die fein gewiegte Petersilie unterrühren. - Unter die Grünkernmasse die Eier, die Gewürze, den abgekühlten Pfanneninhalt rühren und mit Semmelmehl (bei Bedarf) diese zu einem festen Teig verarbeiten. - Die Grünkernmasse abschmecken. - Die Küchle (Frikadellen) aus der Masse formen und diese in Butterschmalz knusprig ausbraten.
<urn:uuid:df0cbdb9-2154-4401-91c9-9007481fce9b>
CC-MAIN-2019-30
https://kochwiki.org/wiki/Gr%C3%BCnkernk%C3%BCchle
2019-07-23T09:32:13Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195529175.83/warc/CC-MAIN-20190723085031-20190723111031-00065.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.981406
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true ], "in_head": [ true, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Lehnwappen Das Lehnwappen (auch Lehnswappen, Lehenwappen, teilweise [veraltet] Helmlehn genannt) ist in der Heraldik - im Mittelalter ein an bestimmte Lehen (Land, Landschaft, Stadt, Herrschaft, Grundstück, Gut, Recht ...) gebundenes Wappen: Lehnwappen „x“ = das Wappen des Lehen „x“ - eine Art „geliehenes Wappen“, das durch den Wappenführenden beziehungsweise seinen Eigentümer (Lehnsherr, Lehnsgeber, dominus feudi, senior) unter der Bedingung gegenseitiger Treue in den nutzbaren, oft auch vererbbaren Besitz des Vasallen (Lehnsmann, Lehensempfänger, Lehensträger, vassus, vassalus) unter dem Vorbehalt des Anheimfalls an sich selbst übergeben wurde: Lehnwappen „N. N.“ = ein Wappen, das vom Lehnherrn an den Lehnmann „N. N.“ verliehen wurde. Beide Bedeutungen gehen ineinander über und sind in der Literatur meist nicht scharf voneinander getrennt. Inhaltsverzeichnis Abgeleitete Wappenarten Je nach Nutzung leitet man aus den Lehnwappen weitere Arten von Wappen ab, zum Beispiel: Im 18. Jahrhundert ist der Ausdruck Lehnwappen teilweise uneinheitlich gefasst: „Lehnwappen, (insignia domanii) die den Besitz einer Herrschaft, Rechts und so fort anzeigen.“ „Die Lehnwappen sind diejenigen, welche die Fürsten, und Prinzen führen, wie zum Beispiel der König von Frankreich die Wappen von Frankreich und Navarra führet.“ Beziehung zwischen Lehnwappen und dem Führungsberechtigten Ursprünglich war die Vergabe eines Lehen ein lebenslanges Treueverhältnis. Ein Lehensmann führte das an das Lehen gebundene Lehnwappen solange, wie er das Lehen innehatte. Beendete sein Tod das Treueverhältnis, fiel das Lehnwappen heim an den Lehnsherrn („an-/heimgefallenes Wappen“). Wurde ein neuer Lehensmann für dieses Lehen bestimmt, ging das Wappen an den neuen Lehensmann, der aus einer ganz anderen Familie stammen konnte, über. Die Geschichte von Lehnwappen ist naturgemäß eng verbunden mit der Entwicklung des Lehenswesen und des Gebrauchs von Zu-/Nachnamen der Lehensmänner nach ihren Lehengütern. Im Jahre 1037 erklärte Konrad II. in der Constitutio de feudis, daß der Grundsatz der Erblichkeit für Lehen des hohen und des niederen Adels gelte. Dieses Prinzip der Erblichkeit von Lehen wurde im weiteren Verlauf der Geschichte auch für Lehenwappen angewendet. Lehenwappen gingen nach dem Tod auf die jeweils noch lebenden (meist agnatischen) Nachkommen des ersten Lehnerwerbers über und wurden damit zu Familien-/Geschlechterwappen. Diese Art der Lehnwappen, gleichermaßen Familien-/Geschlechterwappen waren, bezeichnet man erst „anheimgefallen“, wenn mit Erlöschen des Letzten eines Stammes das Lehenwappen zur Neuvergabe anstand. Allerdings wurde ein Lehnwappen erloschner Geschlechter nicht notwendig anderweitig weiterverliehen. Wenn weder Lehnsherr noch der Letzte des Lehnsgeschlechts die Führungsberechtigung des Lehnwappens auf eine andere Familie als Empfänger ausgedehnt hatten, zeigte man das Erlöschen der Familie zum Beispiel durch ein gestürztes Wappen oder ein zerbrochenes Wappen (das man mit in der Sarg gab) oder ähnliches an. Nach dem Adelsaufhebungsgesetz vom 3. April 1919 sind sowohl Lehnwappen als auch heimgefallene Wappen in Deutschland nicht mehr statthaft. Eines der letzten Lehen wurde 1835 im Zusammenhang mit Graf Friedrich Wilhelm von Schlitz (genannt von Görtz) vergeben; letzte, noch im 20. Jahrhundert bestehende Lehen, hob der alliierte Kontrollrat 1947 per Kontrollratsgesetz auf. Lehnbücher mit Lehnwappen In vielen Lehnbüchern (zu denen teilweise auch Mannbücher gezählt werden) erscheinen neben anderen Informationen über gehaltene Lehen sowie die Dienste, Leistungen und Abgaben, wozu der Lehensmann verpflichtet war[5], manchmal auch handgemalte Wappendarstellungen von Lehnwappen. „Die Lehnbücher kommen im 13. Jahrhundert auf. Die meisten erhaltenen Lehnbücher stammen aus dem 14. und 15. Jahrhundert.“[5] Als Beispiele für Lehnbücher mit Lehnwappen seien hier nach Oswald genannt[1]: - 1441: Lehnbuch des Bistums Basel: 95 Vollwappen, sowie die Wappen verschiedener süddeutscher und österreichischer Dynasten und schweizerischer, burgundischer und elsässischer Geschlechter - 1465: Lehnbuch des Bistums Speyer: 72 Wappen der Lehensträger des Bistums - 1476-1503: Lehnbuch des Grafen Kraft VI. von Hohenlohe: Auf 84 Pergamentblättern diverse in Gold und Silber gemalte württembergische und hohenlohische Wappen - 1471: Lehnbuch des Kurfürsten Friedrich von der Pfalz: Auf 369 Blättern zahlreiche Vollwappen von Fürsten, Grafen pfälzischen Lehensleuten von den Vogesen bis zum Böhmerwald, von der Ortenau bis Westfalen Wappenlehen „(..) das von dem Lehnsherrn seinen Vasallen verliehene Recht, ein bestimmtes Wappen zu führen.“ Einzelnachweise - Frei zitiert nach: Oswald, Gert: Lexikon der Heraldik. Mannheim, Wien, Zürich. 1984. S. 251. - Frei zitiert nach: Pierer's Universal-Lexikon: Lehnwappen. Band 10. Altenburg 1860. S. 232. - Floegel, Carl-Friedrich: Einleitung in die Erfindungskunst. Verlag Joh. Ernst Mayer. 1760. S. 128. § 143. - Halle, Johann Samuel: Kleine Encyclopedie, oder Lehrbuch aller Elementarkenntnisse: Worinnen die Hauptbegriffe von allen Wissenschaften, von allen nützlichen Künsten, und von allen Dingen gegeben werden, die auf die bürgerliche Gesellschaft einen Einfluß haben. Band 2. Decker 1780. S. 356. - Caenegem, R. C. van; unter Mitarbeit von Ganshof, F. L.: Kurze Quellenkunde des westeuropäischen Mittelalters. Göttingen. 1964. S. 94. - Krünitz, J. G.: Wappenlehen. In der Oeconomischen Encyclopädie. 1773-1858.
<urn:uuid:cf03eefb-7188-4fbf-999e-f171c1c9b06d>
CC-MAIN-2019-30
https://www.heraldik-wiki.de/wiki/Lehnwappen
2019-07-23T08:53:24Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195529175.83/warc/CC-MAIN-20190723085031-20190723111031-00065.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.984958
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true, true ], "in_head": [ true, false, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0", "3.0" ] }
Dünger Dünger kann man in der Gärtnerei kaufen, sobald das Home Center die finale Ausbaustufe erreicht hat. Mit Dünger lässt sich die Chance auf Blumenzüchtungen und 1a-Früchte erhöhen: Blumenzüchtungen: Täglich können normalerweise nur 2 Blumenkreuzungen in der gesamten Stadt entstehen 1). Mit Dünger kann eine weitere Kreuzung erscheinen. Wird der Dünger mit der Goldschaufel vergraben, steigt die Chance auf 2 weitere Kreuzungen. 1a-Früchte: 1a-Früchte an normalen Fruchtbäumen sind sehr selten und wachsen einmal, wenn der Baum das erste mal Früchte trägt. Wenn du den Baumsetzling düngst, erhöht sich die Chance, dass er eine 1a-Frucht trägt. Das funktioniert natürlich weiterhin nur mit deiner Stadtfrucht. Verwelkte Bäume: Der Dünger heilt verwelkte Baumsetzlinge und verwandelt tote 1a-Bäume in normale Obstbäume. 2) Um ihn zu verwenden, musst du den Dünger in einem benachbarten Feld zum Baum oder zur Blume eingraben, die gedüngt werden soll. Er wirkt dann über die Nacht und ist am nächsten Tag verschwunden. Beachte, dass bei Blumenzüchtungen noch Platz für die neue Blume auf dem Boden ist. acnl/duenger.txt · Zuletzt geändert: 02.07.2018 10:59 von nmh
<urn:uuid:5dd49c3b-9ab8-478c-b4b7-0306c601ed57>
CC-MAIN-2019-30
https://animalcrossingwiki.de/acnl/duenger
2019-07-15T22:47:58Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195524254.28/warc/CC-MAIN-20190715215144-20190716001144-00249.warc.gz
by-sa
4.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.995828
{ "abbr": [ "by-sa" ], "in_footer": [ true ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "4.0" ] }
Schwierige Woche in der Apotheke? Fehlt die Motivation? Brauchst Du etwas Abwechslung? Dann habe ich genau das richtige für Dich: Apotheken (Bullshit-) Bingo Angeregt durch Guru Lorenz habe ich mich daran gemacht auch für die Apotheke ein „Bullshit-Bingo“ zu erstellen. Okay – das ist nicht alles Bullshit … aber sicher Dinge, die wir häufiger zu hören bekommen. Hier sind die Felder-Inhalte: (und wo das herkommt) - Ich vertrage keine Generika! - Ist das schon wieder teurer geworden? - Ich brauche keine Beratung. - Jedes Mal müssen Sie etwas bestellen! - Quittung? Brauche ich nicht. Kann ich ja nirgends abziehen. - Ich bin allergisch gegen Penicillin – ich bekomme davon Durchfall - Ist das auch ganz sicher dasselbe? - Ich nehme lieber das, was meine Nachbarin empfohlen hat. - Ich will aber nicht zum Arzt deswegen! - Da ist aber kein Kortison drin, oder? - Nützt’s nichts, schadet’s nichts. - Kann ich das Rezept nachliefern? - Ich habe meine Versicherungskarte nicht dabei. - Ich hätte gerne meine Tabletten. Die kleinen weissen. - Dass Sie das lesen können! - Ich brauche das gleich, ich gehe morgen in die Ferien! - Schauen sie mal! Ist das … (Läuse, Nagelpilz, Ausschlag auf dem Hintern …)? - Ich habe da nur schnell eine Frage … - Es ist nicht für mich. - Aspirin. (oder andere Ein-Wort-Bestellungen) - Aber ich brauche das! - Zahlt das die Krankenkasse? - Hat das irgendwelche Nebenwirkungen? - Ich bin doch nicht süchtig! - Der Arzt hat gesagt, er faxt das Rezept gleich - Das letzte Mal habe ich … bezahlt - Moment! (Telefon) - Das ist rezeptpflichtig? - Wer kommt denn um diese Zeit noch etwas holen? - Draussen ist übrigens schönes Wetter! - Apothekenpreise! Wer sich damit (randomisierte) Bingo Karten für die Apotheke ausdrucken will, kann das hier: http://print-bingo.com/ nicht so hübsch, aber funktionell. Nur: Bitte nicht Vor den Kunden spielen! Und? … Was hört ihr denn so?
<urn:uuid:0d23aaaa-34e3-4ca5-9a61-7f7fa62a8c2b>
CC-MAIN-2019-30
https://pharmama.ch/2014/04/07/apotheken-bingo/?like_comment=39369&_wpnonce=8001b660d5
2019-07-15T22:16:08Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195524254.28/warc/CC-MAIN-20190715215144-20190716001144-00249.warc.gz
by-nc-nd
3.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.999892
{ "abbr": [ "by-nc-nd", "by-nc-nd" ], "in_footer": [ true, true ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Bereits im Frühjahr haben wir an dieser Stelle über die Vorbereitungen der Jugendbegegnung zwischen Vereinen aus Bonn und Kryoneri bei Korinth berichtet. Anfang September 2017 war es soweit und die zehn deutschen Jugendliche trafen auf junge Griechen – und hatten eine Begegnung der besonderen Art. Zeitreise nach 1943. Rifka, ein sechs Jahre altes Mädchen aus Volos in Thessalien, findet Zuflucht in einer Höhle nahe des Dorfes Kryoneri. Sie muss sich verstecken vor den Nazis und die griechischen Partisanen helfen ihr dabei. Zwischen Oktober 1943 und Oktober 1944 sind ein Wohnhaus und die Höhle im Wald ihre Zuflucht. Die Dorfbewohner bringen sie und andere dorthin, wann auch immer sich die deutschen Streitkräfte der Gegend nähern. Nach Ende der Nazibesatzung, geht sie mit ihrer griechisch-jüdischen Familie nach Israel. 74 Jahre später, am 6. September 2017, kehrt Rifka zurück. Mit dabei hat sie 70 Angehörige, Kinder, Enkelkinder und Freunde aus Israel, denen sie den Ort zeigen will. Rifkas Kinder waren es, die die mehr über die Familiengeschichte erfahren wollten. Sie suchten das griechische Dorf bei Korinth und machten sich kurzerhand im Juni 2016 auf die Reise dorthin. Dabei entschied sich die Familie, dass es an der Zeit sei, den Dorfbewohnern etwas zurückzugeben: Zusammen mit den lokalen Behörden sorgten sie dafür, dass das Amphitheater renoviert wird, damit es als kultureller Anker wieder fest im Dorf verwurzelt ist. Eine Geste des Dankes. Jugendgruppen machten Weg zur Höhle begehbar Damit Rifka die versteckte Höhle ihrer Familie zeigen konnte musste der verwucherte Pfad der vom Dorf in den Wald führte von Gestrüpp und kleinen Bäumen befreit werden. Griechische und deutsche Jugendliche, die für die Jugendbegegnung des Vereins Lucky Luke e.V. Bonn-Buschdorf und vom griechischen Partner Filoxenia in Kryoneri zusammen gekommen waren, sorgten gemeinsam dafür, dass der Weg begehbar wurde. Auf Hochtouren arbeiteten die zehn deutschen Jugendlichen und die griechischen Jugendlichen außerdem an einem Mosaik an der Außenwand des Begegnungszentrums im Dorf – extra vom Schulunterricht befreit für die Jugendbegegnung wurden fünf Jugendliche des Tannenbusch Gymnasiums Bonn. Schon im Vorfeld der Begegnung hatten die Jugendlichen Gelegenheit gehabt, Kontakt miteinander aufzunehmen. Sie hatten von sich Kurzbeschreibungen angefertigt. Mit zwei Vorbereitungstreffen bereiteten sich die Bonner Jugendlichen intensiv auf die Reise nach Griechenland vor: Ein Treffen fand in der Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus statt. Astrid Mehmel, die Leiterin der Gedenkstätte, erläuterte den Jugendlichen dabei, wie die Bonner der Opfer der NS-Zeit gedenken. Den Blick nach vorne gerichtet Auf dem Peloponnes angekommen, sprachen die Jugendlichen über die aktuelle Situation im Land und in ganz Europa und entwickelten ihre Visionen. Themen waren natürlich die Krise in Griechenland und die hohe Jugendarbeitslosigkeit: Trotz deutlich weniger Verdienst sind die Lebenshaltungskosten in Griechenland nicht niedriger als in Deutschland – das wurde bei einer Ortserkundung im Minimarkt und beim Metzger deutlich sichtbar. Auch das Thema Reparationsleistungen und der Umgang mit der Zwangsanleihe wurden diskutiert. Wichtig war den Jugendlichen, dass diese Diskussionen, die geführt werden müssen, nicht die Austauschprogramme und Begegnungsmöglichkeiten verhindern. Auch sollte etwas konkretes, etwas sichtbares aus der Jugendbegegnung entstehen: Schnell gelang es, sich auf ein Mosaikmotiv zu verständigen, das auf der Außenwand des Begegnungszentrums in Kryoneri entstand: Der Stier, mit „Europa“ auf den Hörnern, wurde das gemeinsame Motiv, angelehnt an die griechische Mythologie. Abdou Diatta, Projektleiter der Jugendbegegnung, setzte die Unterglasmalerei als Technik aus dem Senegal ein, um das Mosaik herzustellen. Mit Hilfe der ganzen Gruppe gelang es, das Kunstwerk in nur drei Tagen fertigzustellen – dabei wurde kein Halt gemacht vor der mittäglichen Sonnenhitze. Neben all der Arbeit an dem Kunstwerk und dem historischen Besuch blieb auch Zeit für die Besichtigung von Akrokorinth und einen Ausflug nach Athen – und natürlich zur Entspannung am Meer. Abends gab es dann jeweils einen deutschen und einen griechischen Abend und auch danach saß man noch lange zusammen und brachte sich gegenseitig Spiele und die jeweils andere Sprache bei. Schon in den deutschen Herbstferien findet dann die Rückbegegnung in Bonn statt. Finanziell unterstützt wurde die Jugendbegegnung durch Sondermittel des BMFSFJ und von der Stadt Bonn; der Bonner Verein für Jugendförderung hat die Beantragung des Jugendaustauschs übernommen. Text: Lisa Brüßler und Martin Hermann Fotos: Lucky Luke e.V. Bonn Video: Florian Onderka Mehr dazu: Το άρθρο στα ελληνικά εδώ Bericht von Felina Lottner zum vorangegangenen Fachkräfteaustausch im Mai 2015 auf Agorayouth hier Kurzes Interview vom 2. Deutsch-Griechischen Jugendforum mit Martin Hermann und Panos Poulos hier Die entstandene Stierskulptur: Europa Stier Video zum zweiten Teil der Begegnung in Bonn-Buschdorf (30.10.-05.11.2017). Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.
<urn:uuid:21c09c39-f1bc-41f1-9953-eb2988f0388f>
CC-MAIN-2019-30
https://agorayouth.com/2017/09/29/eine-besondere-begegnung/
2019-07-18T09:27:47Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525587.2/warc/CC-MAIN-20190718083839-20190718105839-00009.warc.gz
by-nc-sa
3.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.994824
{ "abbr": [ "by-nc-sa" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
Benjamin Adrion Benjamin Adrion (* 31. März 1981 in Stuttgart) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und Initiator des Hilfsprojektes Viva con Agua de Sankt Pauli. Sein Vater ist der Fußballtrainer Rainer Adrion. Benjamin Adrion | || Benjamin Adrion (2006) Personalia | || ---|---|---| Geburtstag | 31. März 1981 | | Geburtsort | Stuttgart, Deutschland | | Größe | 178 cm | | Position | Mittelfeld | | Junioren | || Jahre | Station | | VfB Neckarrems | || SpVgg Unterhaching | || –2000 | VfB Stuttgart | | Herren | || Jahre | Station | Spiele (Tore)1 | 2000–2003 | VfB Stuttgart II | 71 (6) | 2003–2004 | Eintracht Braunschweig | 15 (1) | 2003–2004 | Eintracht Braunschweig II | 5 (0) | 2004–2006 | FC St. Pauli | 37 (0) | 2007–2008 | FC St. Pauli II | 15 (4) | Nationalmannschaft | || Jahre | Auswahl | Spiele (Tore) | 1996–1997 | Deutschland U-15 | 6 (0) | 1997–1998 | Deutschland U-16 | 4 (0) | 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | Inhaltsverzeichnis WerdegangBearbeiten Der Mittelfeldspieler Adrion begann in der Jugend beim VfB Neckarrems das Fußballspielen und wechselte über die SpVgg Unterhaching zur Jugend des VfB Stuttgart. In der Saison 2000/01 wurde Adrion in die Regionalligamannschaft des VfB berufen, für die er in zwei Spielzeiten 50 Einsätze bestritt und fünf Treffer erzielte. Im Sommer 2002 rückte er in die erste Mannschaft des VfB auf, bestritt jedoch kein Spiel und wechselte nach einer Spielzeit im Sommer 2003 zum Regionalligisten Eintracht Braunschweig. Adrion absolvierte für die Niedersachsen in der Saison 2003/04 14 Spiele und erzielte einen Treffer. Nach einer Spielzeit wechselte Adrion zum FC St. Pauli, von dem er 2006 keinen neuen Vertrag erhielt und seine Karriere beendete. Im Januar 2007 wurde er vom sportlichen Leiter Holger Stanislawski für die zweite Mannschaft des FC St. Pauli reaktiviert und beendete dann im Sommer 2008 endgültig seine Karriere. Viva con Agua de St. PauliBearbeiten Zusammen mit der Welthungerhilfe rief Benjamin Adrion 2005 das Projekt Viva con Agua de St.Pauli ins Leben, nachdem er im Wintertrainingslager auf Kuba die Verhältnisse vor Ort selbst gesehen hatte. Ziel dieses Projektes ist die Verbesserung der Trinkwasserversorgung, insbesondere von Kindergärten und Schulen, in Entwicklungsländern. Gestartet wurde dieses Projekt in Havanna, wo bereits in mehr als 150 Kindergärten Wasserspender zur Versorgung mit sauberem Trinkwasser aufgestellt wurden. Am 5. Oktober 2009 wurde Benjamin Adrion für sein Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande[1] ausgezeichnet, obwohl er zum Zeitpunkt der Verleihung das normalerweise erforderliche Mindestalter von 40 Jahren noch nicht erreicht hatte. - Benjamin Adrion in der Datenbank von fussballdaten.de - Benjamin Adrion in der Datenbank von weltfussball.de - Interview mit Benjamin Adrion: „Es ist wie bei Forrest Gump“. EinzelnachweiseBearbeiten - vivaconagua.org:Wir sind Bundesverdienstkreuz! (Memento vom 13. April 2014 im Internet Archive) - Ex-Fußball-Profi räumt in ARD-Show ab und spendet alles. In: welt.de, 11. November 2018. Personendaten | | ---|---| NAME | Adrion, Benjamin | KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballspieler | GEBURTSDATUM | 31. März 1981 | GEBURTSORT | Stuttgart, Deutschland |
<urn:uuid:320116d7-396b-4ed9-9245-df2c4aeaef32>
CC-MAIN-2019-30
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Adrion
2019-07-19T15:33:55Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00169.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.888574
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true ], "in_head": [ true, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Themen der Sendung: - Anti-AKW-Proteste am 25.04.2011 im Dreyeckland und der BRD - Radioaktivität weht 'nur' auf den Pazifik... . Über die historische und mediale Ignoranz gegenüber den Bewohner_innen der Pazifikregion, deren Widerstand(smöglichkeiten) und den Auswirkungen der Atomkatastrophe spricht Karl Rössel - Focus News vom 25.04.2011
<urn:uuid:c46b3871-b358-4935-9909-0b70d6f07041>
CC-MAIN-2019-30
https://rdl.de/beitrag/focus-europa-montag-25042011
2019-07-19T15:25:58Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00169.warc.gz
by-nc-sa
2.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.945747
{ "abbr": [ "by-nc-sa" ], "in_footer": [ true ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "2.0" ] }
Jerusalem Jerusalem | ||| ---|---|---|---| Basisdaten | ||| hebräisch: | ירושלים | || arabisch: | القدس | || Staat: | Israel | || Bezirk: | Jerusalem | || Koordinaten: | ||| Fläche: | 125,2 km² | || Einwohner: | 901.302 (Stand: 2017)[1] | || Bevölkerungsdichte: | 7.199 Einwohner je km² | || – Metropolregion: | 1.700.000 (2018) | || Gemeindecode: | 3000 | || Zeitzone: | UTC+2 | || Telefonvorwahl: | (+972) 02 | || Postleitzahl: | 91000–91999 | || Gemeindeart: | Großstadt | || Bürgermeister: | Mosche Lion | || Website: | ||| Jerusalem (hebräisch , Jeruschalajim [jeʁuʃa'lajim]; arabisch القدس al-Quds ‚die Heilige‘; altgriechisch Ἱεροσόλυμα Hierosólyma [n. pl.], oder Ἰερουσαλήμ Ierousalḗm [f., indecl.]; lateinisch Hierosolyma [n. pl. oder f. sg.], Hierosolymae [f. pl.], Hierusalem oder Jerusalem [n., indecl.]) ist eine Stadt in den judäischen Bergen zwischen Mittelmeer und Totem Meer mit rund 882.000 Einwohnern. Der politische Status der Stadt ist international umstritten und Teil des Nahostkonflikts. Jerusalem wurde von Israel, das das gesamte Stadtgebiet kontrolliert, als seine Hauptstadt deklariert, aber als solche bislang nur von den USA und Honduras anerkannt. Der Staat Palästina beansprucht Ost-Jerusalem als seine Hauptstadt. In Jerusalem befinden sich der Sitz des Staatspräsidenten, die Knesset und das Oberste Gericht als Teil des politischen Systems Israels, die 1918 gegründete Hebräische Universität sowie die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem und der Israel National Cemetery. Ostjerusalem, das bedeutende religiöse Stätten des Judentums, Christentums und des Islam beherbergt, wird von gemäßigteren Palästinenser-Organisationen jedoch als Hauptstadt eines zukünftigen palästinensischen Staates beansprucht, während radikalere Palästinenser-Organisationen die gesamte Stadt als Hauptstadt fordern. Inhaltsverzeichnis Name Die Stadt trug historisch verschiedene Namen. In ägyptischen Ächtungstexten aus dem 19. und 18. Jahrhundert v. Chr. erscheint erstmals die Buchstabenfolge Ꜣw-šꜢ-m-m als Name dieser Stadt. Sie wurde vermutlich (j oder u)ruschalimum ausgesprochen. In den Amarna-Briefen aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. ist ú-ru-sa-lim belegt, in den assyrischen Annalen des Sanherib, der die Stadt im 8. Jahrhundert v. Chr. belagerte, ur-sa-li-im-mu. Die im Hebräischen und Aramäischen gebräuchlichste und auch älteste Form ist yrwšlm, jeruschalem, daneben ist eine Kurzform yršlm und noch kürzer šlm, schalem belegt. Die Bedeutung des Namens ist wahrscheinlich „Gründung (yru) des [Gottes] Schalim“ oder eventuell „Palast/Stadt (ūru) des Schalim“. Schalim war die kanaanitische Gottheit der Abenddämmerung, möglicherweise der Patron der Stadt.[2] Die von den Rabbinen gegebene, nach wie vor populäre Deutung des Namens als „Stadt des Friedens (šalom)“ ist eine Volksetymologie. Danach soll die Kurzform des Stadtnamens Salem (שלם šhālêm) (Gen 14,18 EU) mit dem hebräischen Wort Schalom (שלום = „Frieden, Heil“) verwandt sein. Der heute übliche hebräische Name Jeruschalajim ist eine feierliche Dualform und kam erst in der Zeit des zweiten Tempels auf. Diese Form wurde später von den Masoreten nachträglich als biblische Lesart festgelegt.[3] Geschichte Frühzeit Die ältesten bisher nachgewiesenen Spuren menschlicher Besiedlung des heutigen Stadtgebiets sind keramische Ausgrabungsfunde des Chalkolithikums (um 5700–3700 v. Chr.) auf dem Berg Ophel. Dort wurden Jerusalems Vorläufer erbaut. In der Frühen Bronzezeit II (um 3050–2900 v. Chr.) wurden die ersten Häuser und in der Mittleren Bronzezeit II (um 1800 v. Chr.) die erste Stadtmauer errichtet. Die ältesten literarischen Angaben zu Jerusalem stammen aus dem Tanach, der hebräischen Bibel. Für sie fehlt oft eine außerbiblische Bestätigung, auch archäologischer Art, und sie entstanden in der heute überlieferten Form erst Jahrhunderte nach den beschriebenen Begebenheiten. Nach Ri 1,21 EU und Jos 15,63 EU gehörte die Stadt zur Zeit der Landnahme Kanaans (etwa 1200–1000 v. Chr.) den Jebusitern, in deren Nachbarschaft die Israeliten vom Stamm Benjamin und Juda siedelten. Der Ort hieß damals auch Jebus; die Israeliten bezeichneten ihn als Jebusiterstadt oder „Stadt der Fremden“ (Ri 19,10ff. EU). Deren Könige bildeten nach Jos 10 EU und Jos 18,16 EU mit anderen Gegnern der Zwölf Stämme Israels Kriegskoalitionen. Nach Ri 1,8 EU eroberte und zerstörte der Stamm Juda die Stadt als Auftakt zur Eroberung Kanaans. Diese Angabe widerspricht Ri 1,21 EU, wonach die Benjaminiter die Jebusiter nicht vertrieben, sondern friedlich neben ihnen wohnen blieben, und 2 Sam 5,6ff. EU wonach erst König David Jerusalem von den Jebusitern eroberte. Ri 1,8 gilt daher als ahistorische, später vorangestellte redaktionelle Notiz.[4] David eroberte Jerusalem laut 1 Sam 16ff. EU erst, nachdem er seinen Vorgänger König Saul entmachtet, die Nachbarvölker der Amalekiter und Philister besiegt hatte und dann auch von den daran unbeteiligten Stämmen der Israeliten als ihr König anerkannt worden war (2 Sam 5,1-5 EU). Daraufhin soll er seinen Regierungssitz um 1000 v. Chr. von Hebron nach Jerusalem verlegt haben, das etwa in der Mitte zwischen Norden und Süden Israels lag und auf das bisher kein Stamm der Israeliten Besitzansprüche erhoben hatte. Er nannte die Stadt fortan die „Davidsstadt“. So machte er Jerusalem zur Hauptstadt seines Großreiches. Indem er die Bundeslade, die als beweglicher JHWH-Thron die früheren Feldzüge der Israeliten begleitet hatte, dorthin überführt haben soll, wurde die Stadt auch zum religiösen Mittelpunkt seines Reichs. Damals befand sich das Stadtzentrum südlich der heutigen Altstadt im Hinnomtal, der Platz des späteren Tempels auf einer Anhöhe nördlich der damaligen Stadt. Zeit des ersten Tempels Davids Sohn Salomo (um 969–930) erbaute laut 1 Kön 8 EU einen Palast und den ersten Tempel für JHWH, den David geplant hatte. Als Ort des Tempels entwickelte sich Jerusalem von da an zum Zentrum des Judentums in und außerhalb Israels. Nach Salomos Tod (als Sterbejahr wird 926 v. Chr. angenommen) und der Spaltung des Königreichs in die Staaten Juda (Süden) und Israel (Norden) wurde Jerusalem die Hauptstadt des Südreiches Juda. Königin Atalja (845–840) soll den Baalskult im Tempel eingeführt haben. Unter König Ahas (741–725) wurden vielleicht auch assyrische Götter verehrt. Erst Hiskija (725–697) weihte laut dem biblischen Bericht den Tempel wieder JHWH, sicherte die Stadt durch Mauern und ihre Wasserversorgung durch den Hiskija-Tunnel. Joschija machte 628 v. Chr. Jerusalem wohl zur alleinigen legitimen israelitischen Kultstätte, indem er die übrigen Heiligtümer zerstören ließ. Im Nordreich Israel wurde der Jerusalemer Tempelkult abgelehnt: Unter den Omriden war Israel mit dem Zentrum in Samaria wirtschaftlich und militärisch dem Südreich überlegen. Es ist anzunehmen, dass zu dieser Zeit der später in der Bibel behauptete Alleinstellungsanspruch Jerusalems als hervorragendes oder sogar einziges politisches und geistiges Zentrum der Israeliten noch nicht umgesetzt war. Nebukadnezar II. eroberte Jerusalem erstmals 597, nochmals 586 v. Chr.;[5] beim ersten Mal führte er die jüdische Oberschicht in Gefangenschaft (babylonisches Exil) und setzte Zedekia als Vasallenkönig ein. Nach dessen Bruch mit den Babyloniern ließ Nebukadnezar 586 v. Chr. Jerusalem und seinen Tempel zerstören und führte die Reste der Führungsschicht, darunter Zedekia, ins Exil.[6] Zeit des zweiten Tempels (538 v. Chr. – 70 n. Chr.) Nach der Einnahme Babylons erlaubte der persische König Kyros II. mit dem Kyros-Edikt den dort exilierten Juden 538 v. Chr. die Heimkehr und den Wiederaufbau ihres Tempels, der mehrere Jahrzehnte dauerte. Dabei trennten sich die Judäer von den Samaritanern, die sie als mit den Nachbarn blutvermischt und häretisch ansahen. Daraufhin bauten diese sich ihr eigenes Heiligtum auf dem Garizim. Unter römischer Herrschaft wurde der von Herodes dem Großen ausgestattete zweite Tempel im Jahre 70 n. Chr. am Ende des Jüdischen Krieges durch Titus zerstört. Die Römer und Byzantiner, sechshundert Jahre die Herrscher über Palästina, machten Caesarea zur Hauptstadt. In jener Zeit entstanden die sogenannten Teiche Salomos. Unter Rom und Byzanz Hadrian verbot nach dem Bar-Kochba-Aufstand Juden unter Androhung der Todesstrafe den Zutritt zur Stadt und benannte sie in (Colonia) Aelia Capitolina um, wobei Aelius Hadrians Mittelname war und sich Capitolina auf den römischen Kapitolhügel bezog, das Zentrum der Verehrung des römischen Hauptgottes Jupiter. Auf dem Tempelberg wurde ein Jupitertempel errichtet. Die jüdischen Bewohner emigrierten in die jüdische Diaspora rund ums Mittelmeer, viele wanderten ins Perserreich aus. Nach der Reichsteilung von 395 fiel Jerusalem an das Oströmische Reich. Die Stadt durchlebte unter oströmischer („byzantinischer“) Herrschaft eine anhaltende Friedensperiode, so dass der Übergang von der Spätantike zum Mittelalter (wie im Osten generell) sehr viel bruchloser verlief als im lateinischen Europa. Unter den Sassaniden (614–629) Der Sassaniden-Herrscher Chosrau II. drang um 613 während des Römisch-Persischen Kriegs (602–628) nach Palästina vor. Die palästinischen Juden begrüßten die Sassaniden als Befreier und vollzogen einen Aufstand gegen Byzanz.[7] Im Juli 614 eroberten die Sassaniden Jerusalem nach 21-tägiger Belagerung mit Hilfe jüdischer Verbündeter. Laut Theophanes sollen die Juden dabei bis zu 90.000 christlichen Stadtbewohnern ermordet haben. Opferzahlen und jüdische Initiative sind wegen unsicherer Quellen fraglich. Edward Robinson (1838) entnahm die Zahl 90.000 von Theophanes, die jüdische Initiative von Eutychios von Alexandria und fügte hinzu, vermutlich seien auch „Sarazenen oder Araber“ an Kirchenzerstörungen, Plünderungen und Ermordungen von Christen beteiligt gewesen.[8] Archäologische Funde von zwischen 600 und 650 zerstörten Kirchen und Synagogen Jerusalems lassen sich laut Günter Stemberger nicht genau genug auf Einzelereignisse datieren. Ein christliches Massengrab beim Mamillateich bestätige eventuell die Massaker.[9] Die Eroberer billigten diese und verschleppten viele weitere Christen nach Persien, darunter den Patriarchen Zacharias.[10] Möglicherweise standen die Unruhen im Zusammenhang mit der Ermordung des jüdischen Milizenführers und Messiasanwärters Nehemia ben Huschiel,[11] unter dem es nach der persischen Eroberung zu Plänen für einen Tempelneubau, eventuell sogar zur Wiederherstellung des Opferkultes gekommen sein könnte.[7] Jedenfalls wurde es den Juden unter den Sassaniden anfangs wieder gestattet, sich in Judäa und Jerusalem anzusiedeln. 617/18 verboten die Sassaniden den Juden jedoch wieder das Betreten Jerusalems, möglicherweise wegen anhaltender Probleme mit aufrührerischen Gruppen[9] oder infolge einer strategischen Umorientierung der sassanidischen Eroberungspolitik, die wieder eine stärkere Anlehnung an Byzanz suchte.[11] Eroberung durch die Araber Im Zuge der Islamischen Eroberung der Levante gelangten Armeen des wenige Jahre zuvor begründeten Islams nach Palästina. Im Jahre 637 belagerte eine arabische Armee unter dem General Abū ʿUbaida ibn al-Dscharrāh im Auftrag des Kalifen Umar die Stadt und konnte sie nach sechs Monaten durch die Kapitulation der byzantinischen Verteidiger einnehmen. Dem Patriarchen von Jerusalem Sophronius (560–638) war zugesichert worden, dass die christliche Bevölkerung der Stadt diese verlassen durfte, auch wenn dies tatsächlich nur wenige taten. Den Juden wurde nach der arabischen Eroberung die Ansiedlung in Jerusalem wieder gestattet, was die praktisch 500 Jahre währende Phase jüdischer Vertreibung aus der Stadt endgültig beendete. Die auf die Eroberung Jerusalems folgende Ära muslimischer Herrschaft bis zu den Kreuzzügen ist nicht als ungebrochene Phase stabiler politischer Verhältnisse vorzustellen, vielmehr lösten sich verschiedene, miteinander verfeindete und religiös in Anhänger der Sunna und der Schia gespaltene muslimische Machthaber ab. Die Stadt wurde häufig belagert und wechselte mehrfach den Besitzer. Unter den Umayyaden Im ersten Jahrhundert der islamischen Herrschaft wurde Jerusalem von der Dynastie der Umayyaden kontrolliert, die seit 639 die islamischen Statthalter Syriens stellte und in den Wirren nach dem Tod des ersten umayyadischen Kalifen Uthman mit dem 660 in Damaskus proklamierten Kalifen Muawiya das erbliche Kalifat begründete. Muawiya verlegte die Kalifenresidenz in die syrische Hauptstadt Damaskus. Unter seinen Nachfolgern aus der umayyadischen Seitenlinie der Marwaniden verlagerte sich der Schwerpunkt des Umayyadenreiches um 680 endgültig nach Syrien und Palästina. Unter ihrer Ägide entstanden die wichtigsten islamischen Sakralbauten in Jerusalem. Auf dem Tempelberg ließ Kalif Abd al-Malik um 692 den Felsendom fertigstellen und anstelle eines unmittelbar nach der Eroberung entstandenen hölzernen Vorgängerbaus die unter seinem Sohn vollendete al-Aqsa-Moschee erbauen. Durch die Verknüpfung des Felsendoms mit der Legende von der Himmelfahrt Mohammeds erhielt Jerusalem in dieser Zeit auch für die Muslime eine besondere religiöse Bedeutung. Es gibt auch Anhaltspunkte dafür, dass in der Zeit al-Maliks islamische Riten an dem Felsen vollzogen wurden, die ansonsten nur an der Kaaba in Mekka stattfinden. Abd al-Malik schuf damit in Jerusalem ein religiöses Gegengewicht zum mekkanischen Kalifat unter ʿAbdallāh ibn az-Zubair mit dem er sich im Bürgerkrieg befand. Jerusalem wurde unter den Umayyaden Iliya (إلياء) genannt. Der Name Iliya leitet sich von der römisch antiken Bezeichnung Aelia Capitolina ab. Unter den Abbasiden Im Jahr 750 kam es zum Sturz der Umayyaden, die von den als religiös asketischer geltenden Abbasiden verdrängt wurden. Der einzige den Sturz seines Hauses überlebende Umayyadenprinz Abd ar-Rahman flüchtete über Jerusalem nach Nordafrika und errichtete 755 in Spanien das unabhängige Emirat von Córdoba. In den folgenden zwei Jahrhunderten wurde Jerusalem von abbasidischen Statthaltern regiert. In dieser Zeit wechselten Phasen mit explizit christen- bzw. judenfeindlicher Politik mit Phasen der Toleranz gegenüber jüdischen und christlichen Bewohnern und Pilgern. Im Rahmen des über jüdische Fernhändler vermittelten Gesandtenaustauschs der Karolinger mit den Abbasiden und mit den Patriarchen von Jerusalem wurde Karl der Große zu Beginn des 9. Jahrhunderts nach dem Zeugnis fränkischer Chronisten vom muslimischen Herrscher Harun ar-Raschid als formeller Beschützer der christlichen heiligen Stätten anerkannt, was als ein Affront gegenüber Byzanz zu werten ist. Innerhalb der islamischen Welt besaß Jerusalem zu dieser Zeit keine zentrale Bedeutung, da Palästina außerhalb des abbasidischen Kerngebietes lag und Jerusalem auch kein überregionales Ziel islamischer Pilger war. Die religiöse Bedeutung der Stadt spielte damals wohl nicht mehr als eine lokale Rolle, was sich unter den nachfolgenden schiitischen Fatimiden verstärkte, die andere palästinische Stätten wie Ramla oder Tiberias bevorzugten und Jerusalem auch nicht mit dem Ausgangsort der im Koran erwähnten Himmelsreise des Propheten identifizierten. Erst in der Kreuzfahrerzeit begann der christliche Nimbus Jerusalems als der „heiligen Stadt“ stärker auf die islamische Sichtweise abzufärben. Auf einer Kupfermünze aus der Zeit des abbasidischen Kalifen al-Ma'mūn (813–833) befindet sich die Inschrift al-fils bi’l-Quds (Münze vom Heiligtum), wobei mit al-Quds (Heiligtum) der Felsendom bezeichnet wurde. Daraus leitet sich der arabische Name al-Quds für Jerusalem ab. Unter den Fatimiden Im Jahre 979 wurde Jerusalem von den ägyptischen Truppen der schiitischen Dynastie der Fatimiden erobert, die in Ägypten die Macht errungen und ihr Kalifat, das in Konkurrenz zum sunnitischen Abbasidenkalifen von Bagdad stand, in Kairo errichtet hatten. In der Stadt kam es nach der Eroberung zu einem Blutbad, dem nicht nur Anhänger des sunnitischen Kalifats zum Opfer fielen, sondern das auch christliche und jüdische Bevölkerung betraf. Die Grabeskirche wurde gebrandschatzt und zahlreiche Synagogen und Kirchen wurden im Verlauf der Eroberung beschädigt oder zerstört. 30 Jahre später wurde die Grabeskirche 1009 auf Befehl des Fatimiden-Kalifen al-Hakim abgerissen. Mit einem Pogrom gegen Juden und Christen begann eine fünf Jahre andauernde Verfolgung der „Ungläubigen“. „Er … führte die diskriminierenden Kleidervorschriften wieder ein, nach denen die Juden z. B. eine Glocke um den Hals tragen mussten, ja er verbot den Muslimen jeden geschäftlichen Verkehr mit ihnen, zog die Besitzungen aller Kirchen und Synagogen ein und ließ mehrere von ihnen zerstören, ja sogar Hand an die Kirche des Heiligen Grabes legen“.[14] Christen und Juden wurden unter fatimidischer Herrschaft auch nach dem Ende der Verfolgungen noch systematisch benachteiligt. So durften Christen weiter kein Pferd besteigen, kein Schwert oder eine sonstige Waffe führen, keinen Turban und keine landesüblichen Schuhe tragen. Sie mussten sich an der Stirn scheren und an einem Gürtel und zwei gelben Stoffbändern an der Schulter erkennbar sein. An der Haustür mussten sie die hölzerne Darstellung eines Dämons anbringen. In den 1020er und 1030er Jahren wurde die fatimidische Herrschaft in Palästina und Syrien durch Aufstände beduinischer Stammesverbände und ein erstarkendes Byzantinisches Reich unter Kaiser Basileios II. bedroht. Nach der erfolglosen Belagerung Jerusalems durch ein Heer der Oströmer im Jahre 1030 ließ der fatimidische Kalif die Stadt mit einer Mauer schützen, zu deren Bau auch das Material abgerissener Kirchen und Klöster verwendet wurde. Anschließend kam es zu einer Phase intensiver Kontakte und Verhandlungen zwischen Kairo und Byzanz, in deren Verlauf der Kalif az-Zahir (1021–1036) 19 Jahre nach der Zerstörung der Grabeskirche deren Wiederaufbau durch griechische Architekten gestattete und die Auflagen für die Nichtmuslime lockerte, nachdem der byzantinische Kaiser Romanos III. dem Bau einer Moschee in Konstantinopel zugestimmt hatte. Unter den Seldschuken 1071 fiel Jerusalem praktisch kampflos in die Hand sunnitischer Seldschuken, geführt von Emir Atsiz ibn Uwak von Damaskus, der die Wirren einer inneren Krise des Fatimidenreiches dazu nutzte, Syrien und Palästina zu unterwerfen. Wenige Jahre darauf kam es 1076 zu Unruhen und Straßenkämpfen zwischen verfeindeten Sunniten und Schiiten. Letztere waren unter der fast 100 Jahre andauernden Herrschaft der Fatimiden die dominierende Bevölkerungsgruppe gewesen, während die Sunniten den Abbasidenkalifen anerkannten und den türkischen Besatzern nahestanden. Sie richteten ein entsetzliches Blutbad unter den Schiiten an (die Rede ist von 3000 muslimischen Opfern), während es in den christlichen Vierteln offenbar ruhig blieb. Juden lebten zu dieser Zeit kaum in der Stadt. Christliche Pilgerfahrten ins Heilige Land wurden wegen der andauernden Kriege zwischen Seldschuken und Byzanz fast unmöglich. Zwar blieb die Grabeskirche auch unter türkischer Herrschaft Christen zugänglich, doch verboten die Seldschuken die Reparatur der in den Unruhen beschädigten Kirchen. Auch die blutigen Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten und die generell unsichere politische Lage in Nordpalästina und Syrien, wo häufig nur formell von Bagdad abhängige beduinische Kleinemirate die Herrschaft ausübten und sich gegenseitig bekämpften, erschwerten den Zugang zu den heiligen Stätten. Im August 1098 stießen die Fatimiden unter dem Kommando des Wesirs al-Adfal erneut gegen Jerusalem vor und eroberten die Stadt mithilfe moderner Kriegsmaschinen in sechswöchiger Belagerung zurück. Sie nutzten dabei den Umstand, dass die Seldschuken unter anderem durch den Vormarsch des Kreuzfahrerheeres in Syrien und dem Libanon, aber auch aufgrund innerer Zwistigkeiten zwischen den Emiren geschwächt waren. Den beiden seldschukischen Gouverneuren und ihren Soldaten gewährte man freien Abzug nach Damaskus und Diarbekir, die sunnitische Anhängerschaft in der Bevölkerung wurde zu großen Teilen aus der Stadt vertrieben, zum Teil auch getötet. Kreuzzüge und Mamlukenzeit Nur wenige Monate später standen die Kreuzritter vor Jerusalem und begannen ihrerseits mit der Belagerung der Stadt. Da sie nicht über schweres Kriegsgerät und Belagerungstürme, ja nicht einmal über genügend Pferde verfügten und der fatimidische Kommandant Iftikhar ad-Daula die Stadtmauer nach den Schäden des Vorjahres gerade erst ausgebessert und erneuert hatte, schien ihre Lage zunächst wenig aussichtsreich. Auch waren kampffähige orientalische Christen im Vorfeld von den fatimidischen Militärführern der Stadt verwiesen worden, weil man befürchtete, sie könnten mit den Kreuzfahrern sympathisieren. Nachdem es dem Kreuzfahrerheer jedoch gelungen war, sich mit frisch angeliefertem Holz drei Belagerungstürme zu bauen, eroberten die Kreuzritter am 15. Juli 1099 unter Gottfried von Bouillon und Raimund von Toulouse die „heilige Stadt“ Jerusalem. Nachdem die Kreuzfahrer die äußeren Mauern überwunden hatten und in die Stadt eingedrungen waren, wurden nach neuesten Erkenntnissen ca. 3.000 Einwohner der Stadt getötet. Die in der Vergangenheit verwendeten Quellen zu den Folgen der Eroberung für die Einwohner Jerusalems, die von wesentlich höheren Opferzahlen ausgingen, werden in der neueren Forschung in Zweifel gezogen. Einerseits bauen die meisten christlichen Quellen auf der Gesta Francorum auf, die jedoch nicht als Augenzeugenbericht, sondern als ein mittelalterliches Epos im Stile des Rolandslieds zu sehen ist. Andererseits wurden die ersten moslemischen Quellen (am bekanntesten ist Ibn al-Athīrs „Vollständige Geschichte“) erst ab den 1150er Jahren und damit Jahrzehnte nach der Eroberung Jerusalems erstellt.[15] Daher ist auch die historische Akkuranz der von blutrünstiger Brutalität strotzenden Darstellungen der Einnahme Jerusalems zweifelhaft. Vielfach ist die Übertreibung offensichtlich, etwa in der Beschreibung des Augenzeugen Raimund von Aguilers (der seinen Bericht auf der Gesta Francorum aufbaute): „In allen Straßen und auf allen Plätzen waren Berge abgeschlagener Köpfe, Hände und Beine zu sehen. Die Menschen liefen über die Leichen und Pferdekadaver. Aber ich habe bis jetzt nur die kleineren Schrecken beschrieben […] beschreibe ich, was ich tatsächlich gesehen habe, würdest du mir nicht glauben […] So reicht es aus zu berichten, daß in dem Tempel Salomons und dem Säulengang Kreuzfahrer bis zu den Knien und den Zäumen ihrer Pferde im Blut ritten.“[16][17] Aus den Übertreibungen sowohl christlicher als auch moslemischer Quellen kann man schließen, dass im Mittelalter die Vorstellung von der Brutalität der Kreuzfahrer auf beiden Seiten des Konflikts ein Gegenstand von Manipulation und Übertreibung gewesen ist.[15] Nach der Eroberung von Jerusalem gründeten die Kreuzritter das christliche Königreich Jerusalem und bauten eine Reichsverwaltung auf. Die kirchliche Hierarchie des Heiligen Landes lag mit der Neugründung des Patriarchats von Jerusalem in der Hand von lateinischen Bischöfen und wurde neu organisiert; allerdings blieb diese Struktur eine Parallelorganisation, an der nur die römisch-katholischen Christen teilhatten, während die einheimische christliche Bevölkerung ihre orientalischen und orthodoxen Kirchenorganisationen beibehielt. Sie war im Verwaltungsalltag oft benachteiligt. In Jerusalem entstanden zu dieser Zeit außerdem die geistlichen Ritterorden, insbesondere die Hospitaliter (benannt nach dem Pilgerspital, in dem der Orden ursprünglich als Krankenpflegerbruderschaft begonnen hatte) und die Templer (benannt nach ihrem Hauptquartier in einem Flügel des in der Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg untergebrachten ersten königlichen Palastes der Kreuzritter). Der Deutsche Orden fasste erst gegen Ende des 12. Jahrhunderts Fuß im Heiligen Land. Nach der vernichtenden Niederlage der christlichen Ritter in der Schlacht bei Hattin im Jahre 1187 gelang es Saladin (arabisch Salah ad-Din Yusuf ibn Ayub), der die Fatimiden gestürzt und als Sultan von Ägypten die Herrschaft der Dynastie der Ayyubiden in Ägypten, Palästina und Syrien begründet hatte, Jerusalem nach kurzer Belagerung zu erobern. Er ließ nach Einnahme der Stadt das von den Kreuzfahrern errichtete goldene Kreuz auf der Kuppel des Felsendoms (der den Kreuzfahrern neben der Grabeskirche als Hauptkirche gedient hatte und von ihnen Templum Domini genannt wurde) und die Marmorverkleidung des Felsens samt Altar entfernen. Im Verlauf des dritten Kreuzzuges plante der englische König Richard Löwenherz nach seinem Erfolg bei der Belagerung von Akkon (1189–1191) und der Wiederbesetzung der meisten Küstenstädte auch die Rückeroberung Jerusalems, führte den Feldzug aber wegen militärischer Aussichtslosigkeit nicht mehr aus. Hauptstadt des Königreiches Jerusalem war von nun an Akkon. Während des Kreuzzugs von Damiette in Ägypten ließ der ayyubidische Herrscher von Syrien al-Mu'azzam im Frühjahr 1219 die Stadtbefestigungen von Jerusalem bis auf den Davidsturm niederreißen und die umliegenden Burgen schleifen, weil man eine Übergabe an die Kreuzfahrer befürchtete und ihnen keine verteidigungsfähige Stadt überlassen wollte. Von da an bis zum Bau der neuzeitlichen Stadtmauer unter den Osmanen (1537–40) blieb Jerusalem für ca. 300 Jahre unbefestigt. Kurzzeitig gelangte Jerusalem noch einmal in den Besitz der Kreuzfahrer, als Kaiser Friedrich II. die Stadt 1229 gegen den Widerstand des mit ihm verfeindeten Papstes Gregor IX. durch Verhandlungen mit dem Ayyubidensultan al-Kamil ohne militärische Aktionen gewann und sich zum König von Jerusalem proklamierte, aber nur wenige Monate im Heiligen Land blieb. Er stützte seine Herrschaft vornehmlich auf den ihm ergebenen Deutschen Orden, während die anderen Ritterorden und der einheimische Kreuzritteradel in eine päpstliche und eine kaiserliche Partei gespalten waren. Nach seiner Rückkehr nach Italien stand Jerusalem bis zur unerwarteten Eroberung durch marodierende ägyptische Söldner im Jahre 1244 unter der Verwaltung wechselnder Kreuzfahrerbaillis. Im August 1244 eroberten choresmische Söldner ohne ausdrücklichen Auftrag des ägyptischen Sultans as-Salih die nur schwach verteidigte Stadt und plünderten sie. Nach der Niederlage der Kreuzritter und ihrer syrischen Verbündeten in der Schlacht von La Forbie zwei Monate später war eine christliche Rückeroberung ausgeschlossen. 1260 wurde die Ayyubiden-Dynastie in Ägypten von dem Mamluken-General und anschließenden Sultan Baibars gestürzt, der in der Schlacht bei ʿAin Dschālūt erstmals die Mongolen besiegt und ihren Einfall nach Syrien und in den Nahen Osten zurückgeschlagen hatte und danach ganz Syrien und Palästina unter ägyptische Herrschaft brachte. 1291 vertrieb der Mamlukensultan Kalil nach der Eroberung von Akkon die letzten Kreuzritter aus Palästina. Jerusalem, das damals weniger als 10.000 Einwohner und keine politische Bedeutung hatte, blieb bis zur osmanischen Eroberung Anfang des 16. Jahrhunderts unter ägyptisch-mamlukischer Verwaltung. Während es unter ayyubidischer und christlicher Verwaltung im 13. Jahrhundert für die Bewohner und besonders für das Pilgerwesen in der Praxis kaum einen Unterschied gemacht hatte, welcher Machthaber die Stadt besaß, galten unter mamlukischer Herrschaft nur Muslime als vollgültige Bürger. Christen und Juden mussten sich durch ihre Kleidung kenntlich machen. Sie durften ihre Religion als Anhänger einer Buch-Religion zwar ausüben, wurden aber rechtlich in fast allen Lebensbereichen diskriminiert und mussten eine Zusatzsteuer zahlen. Dennoch existierten im 14. und 15. Jahrhundert weiterhin ein christliches und ein jüdisches Viertel in der Stadt und der Strom christlicher Pilger riss keineswegs ab. Die ausführliche Schilderung einer spätmittelalterlichen Jerusalempilgerfahrt enthält der Reisebericht des Zürcher Dominikaners Felix Faber, der 1483 nach Jerusalem pilgerte und die Heiligen Stätten besichtigte. Unter den Osmanen (1516 – 1917) Im Jahre 1516 besiegte die Osmanische Armee unter der Führung Sultan Selim I. (1470–1520) die Mamluken in Syrien. In weiterer Folge wurde Ägypten und Arabien durch die Osmanen erobert. Jerusalem wurde zum Verwaltungssitz eines osmanischen Sandschaks (Regierungsbezirk). Die ersten Jahrzehnte der türkischen Herrschaft brachten Jerusalem einen deutlichen Aufschwung. Nach 1535 ließ Sultan Süleyman I. (1496–1566) die Befestigungen der Stadt in zum Teil veränderter Linie erneut errichten, so wie sie gegenwärtig zu sehen sind. Durch diese Mauern erhielt die Altstadt ihre heutige Struktur. Die viel zu großen neuen Mauern um den heiligen Symbolort sollten für die neue Herrschaft ein Zeichen setzen. Jerusalem gewann in der Folgezeit viel an Bedeutung. Die osmanische Verwaltung war sich uneinig in ihrer Haltung gegenüber den Juden sowie Christen und schwankte zwischen Gewaltherrschaft und Toleranz. Die verarmten Juden und Christen lebten überwiegend vom Pilgergewerbe. Der Besitz der Heiligtümer Jerusalems war wegen der damit verbundenen Almosen eine lebenswichtige Einnahmequelle. Aus diesem Grund kam es damals teilweise zu erbitterten, manchmal gewaltsamen Konflikten unter den Kirchen um einzelne Besitzrechte. Schon ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, also noch vor den vom Zionismus geprägten Alijot (Einwanderungswellen) ab 1882, kamen immer mehr Juden in die Stadt, und es wurden erste Wohngebiete[18] außerhalb der Stadtmauern gegründet (beginnend mit Moses Montefioris Mishkenot Sha’ananim/später Yemin Moshe (1857/1860)[19], gefolgt von Mahane Yisrael (1867), Nahalat Shiv’a (1869), Mea Shearim (1874[20]), Even Yisrael (1875), Mishkenot Yisrael (1875), Shimon HaZadiq (1876), Beit David (1877) und Beit Ya'aqov (1877)). Um 1880 war etwa die Hälfte der rund 30.000 Einwohner Jerusalems jüdisch.[21] Am 9. Dezember 1917 marschierten britische Truppen unter General Edmund Allenby in die Stadt ein, nachdem der osmanische Gouverneur diese auf Befehl der Führung der osmanischen Streitkräfte übergeben hatte. Die kampflose Übergabe sollte eine mögliche Beschädigung der historischen Stätten durch etwaige Gefechte um die Stadt bzw. in dieser verhindern. Britische Mandatszeit Nach dem Ersten Weltkrieg unterstand Jerusalem dem Völkerbundsmandat für Palästina und wurde Sitz des Hohen Kommissars und der britischen Mandatsverwaltung. In dieser Zeit entwickelte sich Jerusalem in herausragendem Maße (Errichtung der Hebräischen Universität, Bau des King David Hotels usw.), und die damaligen Bestimmungen zum Stadtbild sind bis heute in Kraft geblieben. Sir Ronald Storrs, erster britischer Gouverneur Jerusalems, erließ ein Gesetz, wonach die Häuser der Hauptstadt des Mandatsgebiets nur aus Jerusalemer Stein erbaut werden dürfen. Im April 1920 kam es zu einem mehrtägigen Angriff der arabischen Bevölkerung auf die jüdische Bevölkerung Jerusalems. Bei den Nabi-Musa-Unruhen kamen sechs Menschen ums Leben und es gab über 200 Verwundete.[23] UN-Teilungsplan Seit Beginn des Nahostkonflikts war Jerusalem zentraler Streitpunkt. Vertreter beider Gruppen beanspruchen die Stadt oder zumindest Teile davon als Hauptstadt Israels beziehungsweise Palästinas. Deshalb sah der Teilungsvorschlag der Vereinten Nationen von 1947 vor, auf dem Gebiet des heutigen Israel einen vorwiegend jüdischen und einen palästinensischen Staat zu schaffen und Jerusalem unter internationale Verwaltung zu stellen. Die Stadt sollte als corpus separatum von den UN durch einen Treuhänderrat und einen Gouverneur regiert werden. Lokaler Gesetzgeber sollte ein Rat sein, den die Stadtbewohner nach den Regeln der Verhältniswahl wählen sollten. Gegen seine Entscheidungen – sofern sie den Status der Stadt beträfen – behielten sich die UN ein Vetorecht vor. Die Stadt sollte demilitarisiert, neutral und von einer aus ausländischen Truppen rekrutierten Polizei geschützt werden. Sie sollte Teil eines gemeinsamen Handelsraums sein, den Bürger beider Staaten betreten und bewohnen durften. So sollte der gleichberechtigte Zugang zu den heiligen Stätten der drei Weltreligionen gesichert werden. Am 29. November 1947 nahmen mehr als zwei Drittel der UN-Vollversammlung mit der Resolution 181 diesen Plan an. Es folgten die Resolutionen 194 vom 11. Dezember 1948 und 303 vom 9. Dezember 1949.[24] Der Teilungsplan wurde jedoch nie umgesetzt: Die arabischen Staaten betrachteten ihn als unzumutbaren Verzicht auf einen Teil des „Dar al Islam“. Bis 1952 versuchten die Vereinten Nationen mehrmals ergebnislos, den Status Jerusalems zu klären. Unabhängigkeitskrieg Die Israelische Unabhängigkeitserklärung von 1948 erwähnte Jerusalem nicht, versprach aber, dass Israel die heiligen Stätten aller Religionen beschützen werde. Am Folgetag griffen die arabischen Staaten Israel an. Im Israelischen Unabhängigkeitskrieg eroberten die israelischen Streitkräfte große Gebiete des Landes, verloren jedoch das jüdische Viertel der Altstadt und den Osten Jerusalems an die Arabische Legion Jordaniens. Die Stadt blieb deshalb bis 1967 in das israelische Westjerusalem und das jordanische Ostjerusalem geteilt. Dessen jüdische Bevölkerung wurde vertrieben, das jüdische Viertel in der Altstadt zerstört, und der Zugang zur Klagemauer, dem heiligsten Ort des Judentums, blieb Juden fortan versperrt. 1948 erließ der israelische Verteidigungsminister eine Verordnung, dass im Westen der Stadt wie in jedem Teil Palästinas, den er als von israelischen Truppen gehalten erkläre, israelisches Gesetz gelte. Ende 1949 erklärte Premierminister David Ben-Gurion vor der Knesset Jerusalem zum untrennbaren Teil Israels und seiner ewigen Hauptstadt. Diese Position bestätigte das Parlament. Erklärung zur Hauptstadt Israels Am 4. Januar 1950 erklärte Israel die Stadt zu seiner Hauptstadt.[25] Der endgültige Status von Jerusalem ist im Rahmen von Endstatusverhandlungen festzulegen. Infolgedessen wird Jerusalem bis heute nicht einheitlich und international nicht als alleinige Hauptstadt Israels anerkannt.[26] König Abdallah ibn Husain I. von Jordanien annektierte daraufhin das von seinen Truppen eroberte Westjordanland und Ostjerusalem. Nur Pakistan erkannte dies an, Großbritannien erkannte nur die Annexion des Westjordanlandes an. Seit 1952 akzeptierte die internationale Staatengemeinschaft die De-facto-Anwendung israelischen Rechts in Westjerusalem. Die Forderung, die Stadt zu internationalisieren, war immer weniger mit der Realität zu vereinbaren und wurde deshalb im Laufe der Zeit nicht mehr von den UN erhoben. Die israelische Position besagt, dass der Westen der Stadt ohne Souverän gewesen sei, als sich Großbritannien 1948 aus seinem vormaligen Mandatsgebiet zurückgezogen hatte, und Israel so in einem Akt der Selbstverteidigung gegen die angreifenden arabischen Armeen die rechtmäßige Souveränität über das Gebiet erhalten habe. Die Position der israelischen Regierung, dass Jerusalem als Ganzes rechtmäßiger Teil Israels und dessen Hauptstadt sei, wird international nur von sehr wenigen Staaten geteilt. Am 6. Dezember 2017 sprach US-Präsident Donald Trump die offizielle Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA aus. Er kündigte in der Folge den Umzug der US-amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem an.[29] Die linksgerichtete Partei Meretz, die Vereinte Liste sowie selbst einige israelische Diplomaten lehnen die Verlegung der Botschaft nach Jerusalem derzeit ab.[30] Der französische Diplomat Marc Pierini erklärte am 10. Dezember 2017, dass die EU in der Jerusalem-Frage nicht mehr einig sei. Einige osteuropäische Staaten haben in der Frage der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels „Sympathien für Israels Standpunkt“[31] gezeigt. Bereits am Jerusalemtag 2017 hatte das Parlament der Tschechischen Republik Jerusalem als die Hauptstadt Israels anerkannt. Der tschechische Staatspräsident Miloš Zeman hat die Haltung der Europäischen Union zur Jerusalem-Frage als „feige“ kritisiert.[32] Ungarn stoppte am Mittwoch, dem 6. Dezember 2017, eine beabsichtigte gemeinsame EU-Verurteilung (joint declaration) der Pläne von Trump für die Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels per Veto. Ungarn hält eine Verurteilung für nicht notwendig.[33] „Osteuropäische Länder scheren aus“[34] in der Jerusalem-Frage. Sie erwägen auch einen Umzug ihrer Botschaften nach Jerusalem. Mit Hilfe des mit Benjamin Netanjahu „befreundeten“[35] litauischen Außenministers Linas Antanas Linkevičius kam das Treffen der EU-Außenminister zustande, an dem Netanjahu teilnahm. Es war das erste Mal seit 22 Jahren, dass wieder ein israelischer Ministerpräsident die EU aufsuchte. Linkevičius fungierte dabei als „Türöffner“[36] und erklärte, dass die EU eine aktivere Rolle im Nahost-Konflikt spielen sollte. Linkevičius erklärte: „Aber das ist unmöglich ohne direkten Kontakt.“[36] Als Reaktion auf diese Erklärung trafen am 13. Dezember 2017 auf einem Sondergipfel in Istanbul Staats- und Regierungschefs aus über 20 islamischen Ländern (darunter Afghanistan, Iran, Indonesien, Somalia sowie Jordaniens König Abdullah II. und die Emire von Katar und Kuwait) zusammen. Auf dem Treffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit, das vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan initiiert worden war, erklärten sie, Ost-Jerusalem als Hauptstadt Palästinas anzuerkennen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gab an, die USA als Vermittler im Nahostkonflikt nicht mehr anzuerkennen und eine UN-Vollmitgliedschaft Palästinas anzustreben.[37] Nachdem eine völkerrechtlich bindende Resolution im Sicherheitsrat am Veto der USA gegen die Stimmen aller übrigen 14 Ratsmitglieder gescheitert war, brachte die Türkei als amtierende Vorsitzende der Organisation für Islamische Kooperation (OIC) einen Resolutionsentwurf[38] in die Generalversammlung der Vereinten Nationen ein. Eine große Mehrheit von 128 Staaten stimmte der Resolution A/ES-10/L.22 am 21. Dezember 2017 zu; 35 Staaten enthielten sich, 21 waren nicht anwesend, neun stimmten dagegen, unter ihnen Israel und die USA. Darin heißt es, dass der endgültige Status der Stadt durch Verhandlungen in Einklang mit einschlägigen UN-Resolutionen verhandelt werden müsse.[39] Einige Tage später kündigte der guatemaltekische Präsident Jimmy Morales an, ebenfalls die Botschaft seines Landes nach Jerusalem verlegen zu lassen. Guatemala gehörte zu den neun Staaten, die gegen die Resolution votiert hatten und sich damit auf die Seite der USA stellten. Trump hatte mit der Kürzung von finanziellen Zuwendungen gedroht, sollten andere Länder gegen die USA stimmen.[40] Zum 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels, also am 14. Mai 2018, wurde die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika nach Jerusalem verlegt. Zwei Tage darauf verlegte auch Guatemala seine Botschaft nach Jerusalem.[41] Paraguay folgte als dritter Staat am 21. Mai 2018.[42] Sechstagekrieg und die Folgen Im Sechstagekrieg 1967 war die Strategie der israelischen Armee ursprünglich rein defensiv. Israel wollte Jordanien aus dem Krieg heraushalten, auch noch nachdem das jordanische Militär am Morgen des 5. Juni mit dem Artilleriebeschuss Westjerusalems begonnen hatte. Erst nachdem Jordanien das neutrale Hauptquartier der Vereinten Nationen erobert hatte, entschloss man sich zu handeln. In den nächsten drei Tagen wurde erst das UN-Hauptquartier, dann der jordanische Militärstützpunkt auf dem Giv’at HaTahmoschet („Munitionshügel“) und schließlich die Altstadt erobert. Dabei verzichteten die israelischen Streitkräfte zur Schonung von Moscheen und Kirchen auf den Einsatz schwerer Waffen und nahmen dafür erhebliche Verluste in Kauf: Von insgesamt rund 800 israelischen Kriegstoten fielen 183 in Jerusalem. Erstmals seit der Staatsgründung konnten Juden fortan an der Klagemauer beten. Anders als die arabische Seite 1949 den Juden verweigerte Israel den Muslimen nicht den Zugang zu ihren heiligen Stätten, sondern unterstellte den Tempelberg einer autonomen muslimischen Verwaltung (Waqf). Nach dem Ende des Krieges verabschiedete die Knesset das Law-and-Administration-Ordinance-Gesetz, das es der Regierung erlaubte, das israelische Gesetz, Israels Jurisdiktion und Verwaltung auf alle Gebiete des ehemaligen Mandatsgebiets auszuweiten. Gleichzeitig wurde die Gemeindeverwaltungsordnung geändert, wodurch es möglich wurde, die Verwaltungsgrenzen Jerusalems auf den Osten der Stadt auszuweiten. Das Stadtgebiet wurde im Süden, Osten und Norden erheblich erweitert, im Norden bis an die Grenze von Ramallah einschließlich des Flughafens Kalandia (siehe Karte). Allerdings wurden bestimmte gesetzliche Arrangements zugunsten der arabischen Bewohner der Stadt beschlossen, die im Legal and Administrative Matters (Regulation) Law von 1970 festgeschrieben sind. Die arabischen Stadtbürger wurden auch nicht automatisch Israelis, es wurde ihnen jedoch ermöglicht, recht unkompliziert die israelische Staatsbürgerschaft zu erwerben, wovon allerdings nur wenige Gebrauch machten. Der Außenminister Israels, Abba Eban, erklärte daraufhin in einem Brief vom Juli 1967 an den UN-Generalsekretär, dass Israel Ostjerusalem nicht annektiert, sondern nur verwaltungstechnisch integriert habe. Trotzdem wurde dieser Schritt von UN-Einrichtungen kritisiert. In der Resolution 242 des UN-Sicherheitsrates wird Jerusalem nicht explizit erwähnt. Die Position der israelischen Regierung ist, dass weder Jordanien noch ein anderer Staat außer Israel jemals Souveränität über die Stadt erhalten habe. Jordanien habe Jerusalem 1948 in einem Akt der Aggression unter seine Kontrolle gebracht, wogegen Israel 1967 in Selbstverteidigung gehandelt habe und schon deshalb bessere Ansprüche geltend machen könne. Die israelische Position besagt, dass die Resolution 181 der Vollversammlung als völkerrechtlich nicht bindendes Dokument keine Gültigkeit besitze und aufgrund der arabischen Ablehnung niemals relevant gewesen sei, weshalb Jerusalem als abgetrennte Einheit unter internationaler Treuhandschaft (Corpus Separatum) obsolet geworden sei. Darüber hinaus gebe es weder einen völkerrechtlichen Vertrag dahingehend, noch sei der Status Jerusalems als corpus separatum Völkergewohnheitsrecht. Bezüglich der heiligen Stätten wurde von der Knesset 1967 das Preservation of the Holy Places Law erlassen, das den freien Zugang zu diesen und deren Schutz vor Entweihung gewährleistet. In Berufung auf dieses Gesetz verhindert die israelische Polizei, um die öffentliche Ordnung und die Sicherheit zu gewährleisten, dass nationalreligiöse Juden wie die in der Nationalist Groups Association organisierten auf dem Tempelberg öffentliche Gottesdienste abhalten. Siedlungsbau Um Platz für den Sicherheitszaun östlich von Jerusalem zu schaffen, wurden einige zuvor bewohnte Häuser abgebrochen. Im Jahr 2012 startete die israelische Regierung neue Siedlungsprojekte in dem im Südwesten von Jerusalem gelegenen Wohnquartier Gilo. Geplant ist, in Gilo 940 Wohnungen zu errichten.[44] Camp-David-Abkommen Im Camp-David-Abkommen von 1978 wurde Jerusalem ausgeklammert. In den beigefügten Briefen an den Gastgeber von Camp David, den Präsidenten der Vereinigten Staaten, Jimmy Carter, erklärte Menachem Begin für Israel, dass Jerusalem die unteilbare Hauptstadt Israels sei. Sadat erklärte, dass das „arabische Jerusalem ein integraler Teil des Westjordanlands“ sei und „unter arabischer Souveränität stehen“ solle. Er sprach sich jedoch gleichzeitig dafür aus, bestimmte Funktionen der Stadt einem gemeinsamen Rat zu überantworten. In diesem Sinne solle die Stadt ungeteilt sein, schrieb Sadat. Jerusalemgesetz Das Jerusalemgesetz vom 30. Juli 1980 fasste beide Stadtteile und einige Umlandgemeinden zusammen und erklärte die Stadt zur untrennbaren Hauptstadt Israels. Darin sieht die palästinensische Seite ein Haupthindernis auf dem Weg zum Frieden. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erklärte das Jerusalemgesetz für nichtig (UN-Resolution 478 vom 20. August 1980).[45] Die Resolution fordert alle Staaten, deren Botschaften ihren Sitz in Jerusalem hatten, auf, diese aus Jerusalem abzuziehen.[46] Zu diesem Zeitpunkt hatten von 45 Staaten 13 den Sitz ihrer Botschaften in Jerusalem: Bolivien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, die Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Haiti, die Niederlande, Panama, Uruguay und Venezuela. Alle anderen Botschaften hatten ihren Sitz in Tel Aviv. Alle 13 betroffenen Staaten folgten der Resolution. 1982 verlegten zwei Staaten, Costa Rica und El Salvador, ihre Botschaften zurück nach Jerusalem, revidierten diese Entscheidung im Spätsommer 2006 jedoch wiederum und verlegten ihre Botschaften erneut zurück nach Tel Aviv. Es befinden sich Generalkonsulate von Griechenland, Großbritannien, Frankreich und den USA in Jerusalem. Erklärung zur Hauptstadt Palästinas 1988 gab Jordanien seinen Anspruch auf Souveränität über das Westjordanland und damit auch auf Ostjerusalem auf. Im selben Jahr rief die PLO den Staat Palästina aus und erklärte Jerusalem zu seiner Hauptstadt, was zu diesem Zeitpunkt – obwohl diese Unabhängigkeitserklärung von vielen arabischen Staaten anerkannt wurde – reine Fiktion war. Völkerrechtlich müssen neben der Ausrufung eines Staates vier Voraussetzungen erfüllt sein, um einen Staat entstehen zu lassen: Es muss ein Staatsgebiet sowie ein Staatsvolk geben, über die es eine effektive Regierung und Kontrolle gibt. Außerdem muss der neue Staat die Fähigkeit besitzen, internationale Beziehungen einzugehen. Die PLO war zu diesem Zeitpunkt weit davon entfernt, effektive Kontrolle über irgendeinen Teil der umstrittenen Gebiete auszuüben. Oslo-Prozess In der Prinzipienerklärung über die vorübergehende Selbstverwaltung, die Israel und die PLO am 13. September 1993 unterzeichneten, wird die palästinensische Selbstverwaltung, wie sie in zwei Formen für das Westjordanland festgeschrieben wurde (Gebiete A und Gebiete B), für keinen Teil Jerusalems bestimmt. Der Endstatus der Stadt soll im Zuge des Oslo-Friedensprozesses in einem endgültigen Vertrag bestimmt werden. Die Declaration of Principles erlaubt es den palästinensischen Bürgern Jerusalems, nach einem Abkommen zwischen den beiden Seiten an den Wahlen zur Palästinensischen Autonomiebehörde teilzunehmen. Am 9. August 2001 starben bei einem Selbstmordanschlag in der Pizzeria Sbarro 16 Menschen, darunter sieben Kinder und eine Schwangere, 130 weitere wurden verletzt.[47][48] Am 1. Dezember 2001 sterben bei drei Attentaten, davon zwei in der Ben-Jehuda-Straße zehn Menschen, mehr als 180 wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.[49] Bei einem Selbstmordattentat einer palästinensischen Frau an der Straßenkreuzung Jaffa/King George-Street wurde am 27. Januar 2002 ein Israeli getötet, mehr als 150 Menschen wurden verletzt oder erlitten einen Schock.[50] Anerkennung als Hauptstadt und Botschaftsverlegung Im April 2017 gab Russland bekannt, Westjerusalem als Hauptstadt Israels zu betrachten. Mit dieser Sichtweise ist Russland der erste Staat weltweit, der Westjerusalem als Hauptstadt des jüdischen Staates bestätigte.[51] Der US-Kongress beschloss 1995, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, da Israel – wie alle Staaten – das Recht habe, seine Hauptstadt selbst zu bestimmen. Am 6. Dezember 2017 kündigte Präsident Trump die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem an.[29] Diese wurde am 14. Mai 2018 vollzogen; zwei Tage später folgte Guatemala und am 21. Mai 2018 zunächst auch Paraguay mit dem Umzug der Botschaft.[52] Unter dem neuen Staatspräsidenten Mario Abdo Benítez verlegte Paraguay aber im September 2018 seine Botschaft wieder zurück nach Tel Aviv.[53] Vom 30. Juli 2018 bis 2. August 2018 fanden in Jerusalem die International Children’s Games, einem offiziellen Olympia-Ableger statt. Rund 1.500 Nachwuchssportler zwischen 12 und 15 Jahren konkurrieren in insgesamt neun Sportarten.[54][55] Tempelberg Der Tempelberg ist heute dem islamischen Waqf unterstellt, Ausgrabungen sind dort nicht möglich. Der Waqf erstellte in den vergangenen Jahren eine neue Moschee in den sogenannten Ställen Salomos, was wegen der möglichen unbemerkten Zerstörung von Resten der beiden jüdischen Tempel auf israelische Ablehnung stieß. Allerdings dürfte bereits der Bau des herodianischen Tempels zu einer weitgehenden Beseitigung früherer Spuren geführt haben. Ebenso dürften dessen nochmalige Zerstörung, die Errichtung eines römischen Heiligtums und schließlich die islamischen Bauarbeiten wenig Überreste früherer Zeiten übrig gelassen haben. Klima Jerusalem | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| ---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---| Klimadiagramm | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Jerusalem Quelle: Israel Meteorological Service Einwohnerentwicklung 1979 lebten bereits 50.000 Juden in Ostjerusalem, 1993 waren es schon 160.000. Heute leben 497.000 jüdische Israelis in Jerusalem, davon mehr als 200.000 auf besetztem palästinensischen Gebiet.[56] Der Anteil der jüdischen Bewohner im gesamten Jerusalem lag im Jahre 2015 bei 63 %,[57] der muslimische Anteil bei 35 % und der christliche Anteil bei 2 %.[58] Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Religionen Heilige Stadt für Juden, Christen und Muslime Jerusalem wird von Christen, Juden und Muslimen als heilige Stadt angesehen. Für alle drei abrahamitischen Religionen ist Jerusalem als Wirkungsstätte verschiedener Patriarchen, Propheten, Priester, Könige und Heiliger wie Abraham, Melchisedek, David, Salomon, Zacharias, Jesus von Nazaret und anderer bedeutend. Das statistische Jahrbuch von Jerusalem listet 1204 Synagogen, 158 Kirchen und 73 Moscheen im Stadtgebiet.[59] Orte, wie der Tempelberg, sind seit je umstritten und Ursache für Konflikte. Seit dem 10. vorchristlichen Jahrhundert ist Jerusalem den Juden als Ort des zuerst unter König Salomo errichteten jüdischen Tempels heilig. Im Tanach wird die Stadt 632-mal erwähnt. Immer wieder steht Jerusalem im Mittelpunkt der Heils- und Gerichtsankündigungen des biblischen Gottes, so vor allem bei den Propheten Daniel, Jeremia, Jesaja, Ezechiel, Sacharja und den Psalmen. - Beispiele - „So spricht Gott der Herr: Das ist Jerusalem, das ich mitten unter die Heiden gesetzt habe und unter die Länder ringsumher! Ez 5,5 EU“ - „Und ihr sollt’s erfahren, dass ich, der Herr, euer Gott, zu Zion auf meinem heiligen Berge wohne. Joel 4,17 EU“ - „Vergesse ich dich, Jerusalem, so verdorre meine Rechte. Ps 137,5 EU“ Sowohl die Stadt Jerusalem als auch das Land und Volk Israels stellt die Bibel als Gottes besonderes Eigentum dar. Bedeutsam ist hier etwa die literarische Darstellung Jerusalems als Findelkind, das von Gott aufgezogen wird (Ezechiel 16), sowie die Zusagen Gottes an die Stadt in den Psalmen, die wie Eheversprechen formuliert sind. Heute ist die Klagemauer, die westliche Umfassungsmauer des Tempelbezirks, ein heiliger Ort für Juden, nur der Tempelberg selbst übertrifft ihn an Bedeutung.[60][61] Weltweit befindet sich der Toraschrein von Synagogen traditionell an der Wand, die Jerusalem zugewandt ist.[62] Der Ort des Toraschreins der in Jerusalem gelegenen Synagogen richtet sich nach dem Allerheiligsten des salomonischen Tempels. Wie in der Mischna beschrieben und im Schulchan Aruch kodifiziert, werden die täglichen Gebete im Judentum in Richtung auf Jerusalem und den Tempelberg verrichtet. Jerusalem ist die wichtigste der vier Heiligen Städte im Judentum, zusammen mit Hebron, Tiberias und Safed.[63] Den Christen ist Jerusalem heilig, da es der Ort der Leidensgeschichte, Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi ist. Über 100-mal wird Jerusalem im Neuen Testament erwähnt, nach der Bibel wurde Jesus kurz nach seiner Geburt in die Stadt gebracht, hier hat er Opfertierhändler und Geldwechsler aus dem Tempel vertrieben, hier fand das Abendmahl statt. Gleich außerhalb der Stadt soll Jesus gekreuzigt und begraben worden sein. Der wahrscheinliche Ort liegt heute innerhalb der Stadtmauern. Im Gegensatz zur jüdischen und christlichen Bibel erwähnt der Koran Jerusalem kein einziges Mal namentlich, die Stadt gilt aber trotzdem traditionell als die drittheiligste des Islam (nach Mekka und Medina).[64] Bevor in Richtung der Kaaba in Mekka gebetet wurde, war zu Lebzeiten des Propheten Mohammed für kurze Zeit Jerusalem Richtungsort des Gebetes.[65] Die Frage der Gebetsrichtung wurde im Zusammenhang mit dem Bau der al-Aqsa-Moschee thematisiert, da ihr Standort auf dem Tempelberg von der Richtung abhängt, in die sich Mohammed beim Gebet wendete. Moslems glauben, dass der Prophet in einer nächtlichen Reise auf dem Ross Buraq von Mekka aus zu einer weit entfernten „Kultstätte“ (al-aqsa) gereist ist, wo er in den Himmel aufstieg, um sich mit anderen Propheten des Islam zu treffen. Der Ort dieses Heiligtums wird nicht explizit genannt, im sunnitischen Islam jedoch traditionell mit dem Felsendom identifiziert. Zur Zeit der syrischen Umayyadenkalifen, die das Felsenheiligtum auf dem Jerusalemer Tempelberg besonders förderten, entstand eine islamische Literatur über die „Vorzüge Jerusalems“, die sich im 10. und 11. Jahrhundert verbreitete und die zunächst nur lokal anerkannte Bedeutung der Stadt für den Islam unterstrich. Konfessionen In Jerusalem findet sich eine große Anzahl von Religionen und religiösen Bewegungen. Die wichtigste religiöse Gruppierung in der Stadt ist das Judentum. Stärker als in anderen Landesteilen Israels sind die ultraorthodoxen nicht-zionistischen Juden und die orthodoxen zionistischen Juden in der Stadt vertreten. Es gibt außerdem noch eine Gemeinde von Drusen. Vom Islam sind Sunniten, Schiiten und Alawiten vertreten. Zum Christentum in Jerusalem gehören Griechisch-Orthodoxe, Russisch-Orthodoxe, Georgisch-Orthodoxe, Syrisch-Orthodoxe, Griechische Katholiken, Altkatholiken, Römische Katholiken, Lutheraner, Anglikaner, Armenier und Äthiopier. Kultur und Sehenswürdigkeiten Museen In Jerusalem befindet sich die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem. Historische Museen sind unter anderem das Israel-Museum mit dem „Schrein des Buches“ und dem Modell Jerusalems zur Zeit Jesu,[66] das Bible Lands Museum, das Tower of David-Museum of the History of Jerusalem,[67] das Ariel-Center for Jerusalem in the First Temple Period,[68] der archäologische Park „Durch die Zeiten“ unter der Erlöserkirche und das Rockefeller Museum für Archäologie. Museen, die Ausgrabungen aus der biblischen Antike zeigen, sind das Burnt House,[69] die City of David,[70](ältester Teil Jerusalems, auch vorisraelitisch) der Jerusalem Archaeological Park,[71] (südlich der Altstadtmauer beim Dungtor) The Israelite Tower,[72] und das Wohl-Museum.[73] Weiterhin gibt es das Naturhistorische Museum und das Bazabel-Museum für Volkskunst und Folklore. Museen zur Geschichte und Vorgeschichte des modernen Staates Israel sind das Ammunition Hill Museum,[74] das Herzl Museum,[75] das Old City-Museum,[76] das Menachem Begin Heritage Center,[77] und die Mount Zion Cable Car.[78] Bauwerke Die Altstadt von Jerusalem wurde 1981 von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt. Sie ist seit dem Mittelalter in das armenische Viertel im Südwesten, das christliche im Nordwesten, das jüdische im Südosten und das muslimische Viertel im Nordosten unterteilt und wird von einer aus dem 16. Jahrhundert stammenden, fast vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben. Die Mauer der alten Stadt Davids umfasst mehrere Türme sowie ursprünglich sieben Tore, davon drei große und vier kleine, und wurde 1889 durch ein achtes ergänzt. Im christlichen Teil der Altstadt befindet sich das Neue Tor, an der Grenze zum armenischen Teil das Jaffator und zum muslimischen Teil das Damaskustor. In den muslimischen Teil führen das Herodestor, Goldene Tor (durch die Türken versiegelt) und das Stephanstor. Im jüdischen Teil steht das Zionstor und das Dungtor. Südwestlich davon erhebt sich der Berg Zion mit dem mutmaßlichen Grab König Davids. Östlich der Altstadt liegt der Ölberg mit dem Garten Getsemani. Wichtige christliche Stätten sind die auf den Grundmauern einer Basilika aus dem 4. Jahrhundert erbaute Grabeskirche und die Via Dolorosa. Die circa 400 Meter lange, von den Juden „Westliche Mauer“ genannte Klagemauer ist ein Teil der Stützmauer des Plateaus, auf dem der große Tempel Herodes des Großen stand. Wichtige muslimische Bauwerke auf dem Tempelberg sind heute der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee. Nahe der südwestlichen Ecke der Altstadtmauer befindet sich an der Fußgängerbrücke ein berühmtes Friedensdenkmal, auf dem der bekannte biblische Satz aus Jesaja 2,4 („Schwerter zu Pflugscharen“) modern dargestellt wird.[79] Im Norden, Westen und Süden der Altstadt breitet sich die Neustadt von Jerusalem aus, die sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt hat. Sie erstreckt sich über die umliegenden Hügel und weiter bis in das wüstenhafte Umland der Stadt. Die modernen Wohn- und Geschäftsgebäude und die breiten Straßen der Neustadt bilden einen starken Kontrast zu den ärmlichen Behausungen und engen Gassen der Altstadt. In der Neustadt befinden sich die Knesset (das israelische Parlament), die Synagoge des Hadassa-Klinikums mit ihren Chagallfenstern und zahlreiche bedeutende staatliche Einrichtungen. Dazu gehören unter anderem das Finanzministerium, das Außenministerium, das Innenministerium und der Sitz des Premierministers. Musikleben Jerusalem ist unter anderem Sitz des Jerusalem Symphony Orchestra. Stadtviertel - Abu Tor - Altstadt - At-Tur - Atarot - Bab a-Zahara - Baka - Bayit VeGan - Beit HaKerem - En Kerem - French Hill (auch Giv'at Shapira) - Gilo - Giva Ram - Har Choma - Har Nof - Mea Shearim - Mishkenot Sha’ananim - Nof Zion - Pisgat Ze`ev - Ramat Eshkol - Ramat Rachel - Rechavia - Scheich Dscharrah - Silwan - Talpiot - Ost Talpiot - Umm Tuba - Yemin Moshe Wirtschaft und Infrastruktur Das wirtschaftliche Leben der Stadt Jerusalem basiert zum überwiegenden Teil auf ihrer religiösen und kulturellen Bedeutung sowie auf ihrer Funktion als Verwaltungszentrum. Der Dienstleistungssektor ist dementsprechend gut ausgebaut. Viele Bewohner von Jerusalem sind in der staatlichen und städtischen Verwaltung sowie im Bildungswesen beschäftigt. Eine eher untergeordnete Rolle spielt demgegenüber das produzierende Gewerbe. Die Industriebetriebe der Stadt stellen unter anderem Glas-, Metall- und Lederwaren, Druckerzeugnisse, Schuhe und Zigaretten her. Die Produktionsbetriebe sind vorwiegend in den äußeren Bezirken von Jerusalem angesiedelt. Der Tourismus ist jedoch der mit Abstand bedeutendste Wirtschaftsfaktor, da die Altstadt ein bedeutendes Ziel für Touristen ist. Die Entwicklung des jüdisch-israelischen und des arabisch-palästinensischen Teils der Stadt ist sehr unterschiedlich: Obwohl die Palästinenser ein Drittel der Stadtbevölkerung stellen, kommt ihnen nur ein Zehntel der Ausgaben für öffentliche Dienstleistungen zugute, was sich erheblich auf die städtische Infrastruktur auswirkt.[80] Verkehr Wegen der Berglage liegt Jerusalem abseits der wichtigsten Verkehrsströme Israels, die vor allem in der Küstenebene und dem dahinter liegenden Landstreifen fließen. Innerhalb der Stadt muss sich die Straßenführung der hügeligen Landschaft anpassen. Der öffentliche Verkehr von Bussen und Eisenbahn ruht von Freitagmittag bis Samstagabend auf Grund des Schabbat. Straßenverkehr Die zentrale Straßenverbindung Jerusalems ist die Autobahn, auf der man in rund einer Stunde nach Tel Aviv gelangt. In andere Richtungen bestehen Landstraßen. Besonders bemerkenswert ist die Straße zum Toten Meer, die auf ihrem Weg durch das Westjordanland 1200 Höhenmeter abfällt. Busverkehr Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt in erster Linie durch die genossenschaftliche Busgesellschaft Egged. Schienenverkehr Die Israelische Eisenbahn hatte lange eine nur untergeordnete Bedeutung. Die historische, gebirgige Bahnstrecke nach Tel Aviv über Bet Schemesch wurde seit Juli 1998 saniert, und nach sieben Jahren Unterbrechung verkehren seit April 2005 wieder Züge bis Jerusalem. Die Fahrzeiten über diese Strecke sind im Vergleich zur Straße nicht attraktiv, die beiden noch betriebenen Jerusalemer Bahnhöfe (Biblischer Zoo und Malcha) liegen mehrere Kilometer vom Stadtzentrum entfernt im Süden der Stadt. Der historische, stadtnähere ehemalige Endbahnhof der Strecke wird nicht mehr angefahren. Der Bahnhof Jerusalem Malcha ist die Endstation der Strecke und erhielt eine neue, sehr moderne Anlage. 2001 haben die Bauarbeiten für eine neue Strecke zwischen Jerusalem und Tel Aviv begonnen, bei der eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h vorgesehen war. Dadurch verkürzt sich die Reisezeit auf 30 Minuten. Die Strecke, deren Bau in die Kritik geraten war, weil sie an zwei Stellen durch die West Bank führt,[82] wurde im September 2018 zunächst abschnittsweise zwischen Jerusalem und dem Flughafen Ben Gurion nahe Tel Aviv eröffnet. Der neue Endbahnhof in Jerusalem befindet sich unterirdisch in der Nähe des zentralen Busbahnhofs. Stadtbahn Die Stadtbahn Jerusalem wurde von den Unternehmen Alstom und Connex erbaut und am 19. August 2011 eröffnet. Sie besteht aus einer einzigen Linie (L1) zwischen Pisgat Ze'ev und Herzlberg, mit einer Länge von 13,8 Kilometern und 23 Haltestellen. Wahrzeichen der Strecke ist die vom spanischen Architekten Santiago Calatrava erbaute 118 Meter hohe Calatrava-Brücke. Diese Hängebrücke, genannt Weiße Harfe, wurde bereits drei Jahre früher, am 25. Juni 2008, eingeweiht und ist für die Straßenbahn und die Fußgänger reserviert. Flugverkehr Nördlich der Stadt befindet sich der Flughafen Atarot, der nur für Inlandflüge vorgesehen war und seit 2001 geschlossen ist. Der internationale Flughafen Israels ist der Flughafen Ben Gurion rund 60 Kilometer nordwestlich. Innerstädtischer Verkehr Die bedeutendste innerstädtische Straße ist die Jaffastraße. Sie führt vom Jaffator zum zentralen Busbahnhof und ist eine wichtige Einkaufsstraße. Von ihr zweigen einige Fußgängerzonen ab, darunter die Ben-Jehuda-Straße. Die Stadtbahn Jerusalem wurde als erste Straßenbahnlinie in Jerusalem am 19. August 2011 mit 14 Zügen und einem 12-Minuten-Takt in Betrieb genommen. Erste Versuchsfahrten für diese Linie hatten am 24. Februar 2010 stattgefunden.[83] Die Strecke sollte noch im Jahr 2010 in Betrieb gehen, der Termin wurde wegen des schleppenden Baufortschritts allerdings mehrfach, zuletzt auf den 19. August 2011 verschoben.[84] Obwohl zu diesem Zeitpunkt noch technische Probleme innerhalb der Kontroll- und Steuerungssysteme bestanden, konnte die beschränkte Betriebsaufnahme für die Öffentlichkeit freigegeben werden, die jedoch ohne offizielle Eröffnungsfeierlichkeiten stattfand.[85] Inwieweit geplante Erweiterungen des Netzes, z. B. zum Mount Scopus (dem Universitätscampus) oder nach Givat Ram (dem Regierungsviertel) stattfinden, ist heute noch nicht absehbar. Bildung Zu den bekannten Bildungseinrichtungen in der Stadt gehören die 1918 eröffnete Hebräische Universität von Jerusalem, die 1959 gegründete Israelische Akademie, das Planetarium, das Zionistische Zentralarchiv, die Gulbenkian-Bibliothek und die Jüdische National- und Universitätsbibliothek. In der Stadt befinden sich zahlreiche religiöse Lehr- und Forschungsinstitute. Dazu gehören unter anderem die 1890 eröffnete École Biblique et École Archéologique Française, das 1927 gegründete Päpstliche Bibelinstitut und das 1963 eröffnete Institut der Jüdischen Religion. Bürgermeister Mandatszeit (1920 – 1948) - 1920 – 1934 Raghib al-Nashashibi - 1934 – 1937 Husayn al-Khalidi - 1937 – 1938 Daniel Auster - 1938 – 1944 Mustafa al-Khalidi - 1944 – 1945 Daniel Auster - 1945 – 1948 Städtisches Komitee Ostjerusalem (1948 – 1967) - 1948 – 1950 Anwar Khatib - 1950 – 1951 Aref al-Aref - 1951 – 1952 Hannah Atallah - 1952 – 1955 Omar Wa'ari - 1955 – 1957 Städtisches Komitee - 1957 – 1967 Rouhi Al-Khatib Westjerusalem (1948 – 1967) - 1948 – 1950 Daniel Auster - 1950 – 1952 Zalman Schragai - 1952 – 1955 Yitzhak Kariv - 1955 – 1959 Gerschon Agron - 1959 – 1965 Mordechai Isch Schalom - 1965 – 1967 Teddy Kollek Wiederveinigtes Jerusalem (seit 1967) Söhne und Töchter der Stadt Städtepartnerschaften Jerusalem unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften: Galerie Panorama Siehe auch Literatur Monographien - Michael Bade: Jerusalem: Die heilige Stadt. Ein Lesebuch. Herder, Freiburg 2009, ISBN 978-3-451-06058-8. - Simon Goldhill: Jerusalem: City of Longing. Harvard University Press, Bonn 2008, ISBN 0-674-02866-X (Auszug in der Google-Buchsuche). - Helmut Hubel, Tilman Seidensticker (Hrsg.): Jerusalem im Widerstreit politischer und religiöser Interessen. Die „Heilige Stadt“ aus interdisziplinärer Sicht. Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-631-51057-8. - Gerhard Konzelmann: Jerusalem. 4000 Jahre Kampf um eine heilige Stadt. erweiterte Auflage. dtv, München 1998, ISBN 978-3-423-10738-9. - Max Küchler: Art. Jerusalem. In: Manfred Görg, Bernhard Lang (Hrsg.): Neues Bibellexikon Band II H–N. Benziger, Zürich und Düsseldorf 1995, ISBN 3-545-23075-9, Sp. 294–314. - Gil Yaron: Jerusalem: ein historisch-politischer Stadtführer. 3., erw. und aktualisierte Auflage. C.H. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64956-1. - Simon Sebag Montefiore: Jerusalem. Die Biographie. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-10-050611-5. - Guy Delisle: Chroniques de Jérusalem, Delcourt; dt. Aufzeichnungen aus Jerusalem. Reprodukt, 2011, ISBN 978-3-943143-04-1. - Karl Johann Ball: Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand. Nebst e. Grundr. von Jerusalem. Hassel, Elberfeld 1843 (Digitalisat) Artikel - Sehenswürdigkeiten in Jerusalem Interaktive Karte zu mehr als 2000 Bilder auf theologische-links.de Einzelnachweise - Locality File. (PDF; 0,4 MB) Israel Central Bureau of Statistics, 2017, abgerufen am 21. November 2018. - Eckart Otto: Das antike Jerusalem: Archäologie und Geschichte. C.H. Beck, 2008, ISBN 978-3-406-56881-7, S. 46 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 19. Juni 2015]). - Max Küchler: Jerusalem. In: Manfred Görg, Bernhard Lang (Hrsg.): Neues Bibellexikon. Band II. Benziger, Zürich 1991, S. 294–295. - Werner H. Schmidt: Alttestamentlicher Glaube in seiner Geschichte, 4. Auflage 1982, S. 216. - Eckart Otto: Jerusalem. In: Evangelisches Kirchenlexikon, Bd. 2, Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1989, Sp. 810. - Siehe Fritz Rienecker: Lexikon zur Bibel. Brockhaus, Wuppertal 2001, ISBN 3-417-36076-5, S. 683. - Shmuel Safrai: Das Zeitalter der Mischna und des Talmuds (70–640). (1969; deutsch 1978/1995) In: Hayim Hillel Ben-Sasson (Hrsg.): Geschichte des jüdischen Volkes: Von den Anfängen bis zur Gegenwart. 5., um ein Nachwort erweiterte Sonderauflage, München 2007, S. 444–446. - Edward Robinson: Palästina und die südlich angrenzenden Länder. Tagebuch einer Reise im Jahre 1838. Band 2, Halle 1841, S. 234 - Günter Stemberger: Juden und Christen im spätantiken Palästina. Berlin 2007, S. 69 f. - Elliott Horowitz: Reckless rites. Purim and the legacy of Jewish violence. Princeton University Press, Princeton 2006, ISBN 0-691-12491-4, S. 213–247; Karl-Leo Noethlichs: Die Juden im christlichen Imperium Romanum: 4.-6. Jahrhundert. Berlin 2001, S. 47−49. - Gil Yoran: Jerusalem: ein historisch-politischer Stadtführer. 2. erweiterte und aktualisierte Auflage, München 2009, S. 44−47 - Clive Foss: Arab-Byzantine Coins, Dumbarton Oaks Byzantine Collection Publications, Harvard University Press, 2008, ISBN 978-0-88402-318-0, S. 69. - Inschrift Vorderseite: la ilah illa / Allah wahdahu / la sherikh lahu (Es gibt keinen Gott, außer Allah, es gibt keinen neben Ihm); Inschrift Rückseite, im Kreisfeld: Muhammad / rassul / Allah (Mohammed ist der Prophet Gottes); darunter: bakh (gut); am Rand: bism Allah zarb haza al-fils bi’l-Quds sanat seb’ ‘ashrat wa mi’atain (Wurde geprägt als Fals [arabische Kupfermünze] von al-Quds im Jahr neun zehn und zweihundert). Siehe auch Stephen Album: A Checklist of Popular Islamic Coins, Stephen Album Rare Coins, 3. Auflage, November 2011, ISBN 978-0-96360-240-4, Nr. 291, S. 61. - Claude Cahen: Der Islam. Vom Ursprung bis zu den Anfängen des Osmanenreiches. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-596-60014-6, S. 265. - Thomas S. Asbridge: Die Kreuzzüge. 7. Auflage. Klett-Cotta, 2016, S. 117 (google.at). - Dieter H. Wolf: Internationales Templerlexikon. ISBN 978-3-902509-39-0, S. 165 - Raimund von Aguilers: Die Geschichte der fränkischen Eroberer Jerusalems. (manfredhiebl.de [abgerufen am 19. Juli 2017]). - Carta’s Historical Atlas of Israel. 2. Aufl., Jerusalem 1996, ISBN 965-220-342-4, S. 22. - Michael Krupp: Zionismus und Staat Israel. Ein geschichtlicher Abriss. 3. Auflage, Gütersloh 1992, S. 20 - Wolfgang Scheel: Lexikon biblischer Ortsbenennungen im modernen Israel. 3. Aufl., Hammerbrücke 2003, ISBN 3-933750-32-6, S. 102. - Israel von A–Z. Daten, Fakten, Hintergründe. Neuhausen-Stuttgart 1993, S. 24; Benny Morris: Righteous Victims – A History of the Zionist – Arab Conflict, 1881–2001. Vintage Books, New York 2001, S. 6. - Filmsequenz von 1896 (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. - Mordecai Naor: Eretz Israel. Das 20. Jahrhundert. Könemann, Köln 1998, ISBN 3-89508-594-4, S. 93. - Resolutionen der Generalversammlung der Vereinten Nationen sind im Unterschied zu Resolutionen des Sicherheitsrats nicht verbindlich. - Von der Tschechischen Republik, Taiwan, Vanuatu und den Vereinigten Staaten anerkannt. - Nach Trumps Jerusalem-Entscheidung: Deutschland steht zur Zwei-Staaten-Lösung. Auswärtiges Amt, 7. Dezember 2017, abgerufen am 6. Dezember 2017. - Russland erkennt West-Jerusalem als Israels Hauptstadt an. In: haOlam.de. 7. April 2017, abgerufen am 25. Dezember 2017. - Foreign Ministry statement regarding Palestinian-Israeli settlement. In: The Ministry of Foreign Affairs of the Russian Federation. 7. April 2017, abgerufen am 25. Dezember 2017 (englisch). - Trump’s Speech Recognizing Jerusalem as the Capital of Israel. In: New York Times Online. 6. Dezember 2017, abgerufen am 8. Dezember 2017 (englisch). - Tsafrir Cohen: Israels progressive Kräfte verurteilen Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem. In: Rosa-Luxemburg-Stiftung Israel Office. 7. Dezember 2017, abgerufen am 27. Dezember 2017. - Stefan Grobe: Netanjahus „Weckruf“ an die Europäer. In: euronews.com. 11. Dezember 2017, abgerufen am 20. Dezember 2017. - Tschechiens Präsident kritisiert EU wegen Haltung zu Jerusalem-Frage als „feige“. In: Welt Online, 9. Dezember 2017. - Max Holscher: Netanyahu fordert von EU Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt. In: Spiegel Online. 11. Dezember 2017, abgerufen am 20. Dezember 2017. - Markus Becker, Matthias Gebauer, Peter Müller: Trumps Jerusalem-Initiative spaltet die EU. In: Spiegel Online. 9. Dezember 2017, abgerufen am 20. Dezember 2017. - Markus Becker: Jerusalem-Streit, Spiegel Online, 10. Dezember 2017. - Markus Grabitz: Spannung in Nahost: EU lässt Netanjahu abblitzen. In: Lausitzer Rundschau (online). 11. Dezember 2017, abgerufen am 20. Dezember 2017. - Islamische Staaten erkennen Ost-Jerusalem als Hauptstadt Palästinas an, in: Süddeutsche.de, 13. Dezember 2017, abgerufen am 14. Dezember 2017. - United Nations: General Assembly, Res. A/ES-10/L.22 vom 19. Dezember 2017. - Jerusalem-Entscheidung: UN-Vollversammlung erklärt Trump-Entscheidung für „null und nichtig“, Zeit Online, 21. Dezember 2017. - Streit um Jerusalem: Guatemala will Botschaft verlegen, tagesschau.de, 25. Dezember 2017. - Guatemala folgt Amerikas Vorbild, FAZ, 16. Mai 2018. - Paraguay eröffnet Botschaft in Jerusalem, Vatican News, 21. Mai 2018, abgerufen am 28. Mai 2018. - Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 16. August 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. - Johannes Korge: Siedlungsbau: Israel plant tausend neue Wohnungen in Ost-Jerusalem, Spiegel Online, 25. Dezember 2012, abgerufen am 20. Februar 2013. - Vgl. auch Res. 476 vom 30. Juni 1980, Ziff. 3, 4. - Resolutionen und Beschlüsse des Sicherheitsrates 1980 - Offizielles Protokoll: Fünfundreissigstes Jahr (Deutsch, PDF) Vereinte Nationen. S. 34. 1982.: „[der Sicherheitsrat] fordert alle Staaten, die in Jerusalem diplomatische Vertretungen unterhalten, auf, diese Vertretungen aus der Heiligen Stadt abzuziehen“ - Israel schließt das Orient-Haus In: Kölner Stadt-Anzeiger.de, 10. Juli 2001, abgerufen am 2. August 2018. - Chronology of Terrorist Attacks in Israel, Part VII: 2001 In: Johnstonsarchive.net, Englisch, abgerufen am 2. August 2018. - Drei Attentate erschüttern Jerusalem - Zehn Tote, 180 Verletzte In: Israelnetz.de, 2. Dezember 2001, abgerufen am 31. Juli 2018. - "Krieg gegen Israel": Attentat in Jerusalem - 1 Toter, 150 Verletzte. In: Israelnetz.de. 28. Januar 2002, abgerufen am 27. Januar 2019. - Russland akzeptiert Westjerusalem. In: Israelnetz.de. 7. April 2017, abgerufen am 6. Januar 2019. - Tagesschau 21. Mai 2018 - Spiegel Online: Paraguay verlegt Botschaft zurück nach Tel Aviv. 5. September 2018. - „International Children's Games“ in Jerusalem In: Israelnetz.de, 26. Juli 2018, abgerufen am 1. August 2018. - Nachwuchssportler aus aller Welt bei Wettkämpfen in Jerusalem In: Israelnetz.de, 7. August 2018, abgerufen am 9. August 2018. - Yonatan Mendel: New Jerusalem. In: New Left Review 81 (Mai/Juni 2013), S. 35–56, hier S. 43. - Maya Choshen, Michal Korach: Jerusalem: Facts and Trends 2017. The State of the City and Changing Trends. Jerusalem Institute for Policy Research, Jerusalem 2017, S. 15 (online). - Maya Choshen, Michal Korach: Jerusalem: Facts and Trends 2017. The State of the City and Changing Trends. Jerusalem Institute for Policy Research, Jerusalem 2017, S. 16. - David E. Guinn: Protecting Jerusalem's Holy Sites. A Strategy for Negotiating a Sacred Peace. Cambridge University Press, Cambridge 2006, 142. ISBN 0-521-86662-6. - מהו הכותל המערבי – הקרן למורשת הכותל המערבי – What is the Western Wall? In: english.thekotel.org. Abgerufen am 21. Dezember 2016. - Facts and Figures. In: english.thekotel.org. Abgerufen am 21. Dezember 2016. - Schechter Institute of Jewish Studies (Memento vom 31. Januar 2008 im Internet Archive) - PALESTINE, HOLINESS OF:. Jewish Encyclopedia. Abgerufen am 18. November 2018. - Jerusalem. Encyclopædia Britannica. Abgerufen am 18. November 2018. - Anthony H. Cordesman: The Final Settlement Issues. Asymmetric Values & Asymmetric Warfare. in: The Israeli-Palestinian War. Escalating to Nowhere. Praeger Security International, Washington 2005, 62. ISBN 0-275-98758-2. - Model of Jerusalem of Second Temple period (Memento vom 16. Februar 2015 im Internet Archive) - Tower of David-Museum of the History of Jerusalem Tower of David (Memento vom 27. April 2015 im Internet Archive) - Ariel-Center for Jerusalem in the First Temple Period (Memento vom 28. Februar 2015 im Internet Archive) - Burnt HouseBurnt House (Katres House) (Memento vom 9. Oktober 2015 im Internet Archive) - City of DavidThe City of David (Memento vom 6. September 2015 im Internet Archive) - Jerusalem Archaeological Park (Memento des Originals vom 3. Juli 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. - The Israelite Tower (Memento vom 6. September 2015 im Internet Archive) - Wohl Archaeology Museum (Memento vom 27. April 2015 im Internet Archive) - Ammunition Hill MuseumAmmunition hill museum (Memento vom 16. Februar 2015 im Internet Archive) - Herzl MuseumThe Herzl Museum (Memento vom 6. September 2015 im Internet Archive) - The Last Battle for the Old City-MuseumThe Last Battle for the Old City Museum (Memento vom 6. September 2015 im Internet Archive) - The Menachem Begin Heritage Center Museum (Memento vom 16. Februar 2015 im Internet Archive) - Mount Zion Cable Car (Memento des Originals vom 13. August 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. - Der Online-Israelreiseführer mit besonderer Berücksichtigung der biblisch-religiösen Thematik - Juliane von Mittelstadt: Ein privater Dschihad. In: Der Spiegel 30, 21. Juli 2008, S. 107. - Gil Zohar: Bet your bottom dollar?, The Jerusalem Post. 28. Juni 2007. Archiviert vom Original am 3. Februar 2008. Abgerufen am 10. Juli 2007. - Juliane von Mittelstaedt: Shortcut Through the West Bank: German Rail Under Fire for Controversial Israeli Project, in: Spiegel Online vom 19. November 2010. - HaRakevet Nr. 88 (2010), S. 9f; Eisenbahn-Revue International 5/2010, S. 244, gaz: Erste Fahrten bei der Jerusalemer Stadtbahn. - Eisenbahn-Revue International 5/2010, S. 244, gaz: Erste Fahrten bei der Jerusalemer Stadtbahn. - Gerhard Beckendorff: Stadtbahn Jerusalem in Betrieb. In: Stadtverkehr. Fachzeitschrift für den öffentlichen Personennahverkehr auf Schiene und Straße. Heft 10/2011, S. 43. - Asociation de Agencias de Turismo del Cusco: Ciudades hermanas
<urn:uuid:f0f3ec89-3a06-474b-8142-0382d16dc369>
CC-MAIN-2019-30
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Jerusalem
2019-07-20T20:35:34Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526670.1/warc/CC-MAIN-20190720194009-20190720220009-00329.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.989971
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true ], "in_head": [ true, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Artikelinhalt Universitäten sehen sich einer größeren Anzahl von Studienanfängerinnen und ?anfängern gegenüber und haben die Herausforderung, diese für das Lernhandeln an der Universität zu sensibilisieren. Peer-Learning-Maßnahmen haben hier Potentiale, da sie auf einem aktiven und kollaborativen Lehr-/Lernverständnis basieren, was Studienanfängerinnen und ?anfängern Orientierung beim Studieneinstieg geben und ihre Lernfähigkeiten fördern kann. Am Beispiel wirtschaftwissenschaftlicher Studiengänge soll die didaktische Gestaltung und Implementation zweier Peer-Learning-Maßnahmen vorgestellt und darauf basierend deren Wirkung auf das Lernhandeln empirisch illustriert werden. Es zeigen sich dabei Hinweise, dass die Kommunikation der Angebote, eine dezentrale Organisation sowie kohärente Implementation in einem Studienprogramm relevante Gestaltungsfaktoren darstellen. 19.12.2014 | Karl-Heinz Gerholz (Paderborn) Artikeldetails Lizenz Grundsätzlich ist die Urheberin / der Urheber, also die Autorin / der Autor eines jeden Beitrags Inhaberin / Inhaber der Verwertungsrechte. Überlässt eine Autorin / ein Autor der ZFHE einen Artikel zur Publikation, räumt sie/er der ZFHE die Nutzungsrechte an dem jeweiligen Beitrag ein und zwar auch dann, wenn kein schriftlicher Vertrag vorliegt, denn urheberrechtliche Verträge können mündlich und auch konkludent geschlossen werden. Autorinnen und Autoren, die in der ZFHE publizieren möchten, stimmen den folgenden Bedingungen zu: - a. Die Autorinnen/Autoren behalten das Urheberrecht und erlauben der ZFHE die Veröffentlichung unter der Creative Commons-Lizenz "Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Österreich", die es anderen erlaubt, die Arbeit unter Nennung der Autorenschaft und der Publikation zu verwenden. - b. Die Autorinnen/Autoren können zusätzliche Verträge für die nicht-exklusive Verbreitung der in der ZFHE veröffentlichten Version ihrer Arbeit unter Nennung der Publikation in der ZFHE eingehen. - c. Die Autorinnen/Autoren werden dazu ermutigt, ihre Arbeit parallel zur Einreichung in der ZFHE online zu veröffentlichen (z.B. auf den Homepages von Institutionen oder auf ihrer eigenen Homepage), weil so produktive Austauschprozesse wie auch eine frühe und erweiterte Bezugnahme auf das veröffentlichte Werk gefördert werden (siehe The Effect of Open Access). - d. Aus der Herausgeberschaft entsteht eine Urheberschaft der jeweiligen Ausgabe der ZFHE.
<urn:uuid:4351ebfa-5b3c-4ad1-b781-95f948d64e71>
CC-MAIN-2019-30
https://www.zfhe.at/index.php/zfhe/article/view/753
2019-07-22T01:25:50Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195527458.86/warc/CC-MAIN-20190722010436-20190722032436-00489.warc.gz
by-nc-nd
3.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.995549
{ "abbr": [ "by-nc-nd", "by-nc-nd", "by-nc-nd" ], "in_footer": [ false, false, false ], "in_head": [ false, false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0", "3.0" ] }
Theodor Storm, einer der großen Erzähler des 19. Jahrhunderts, verbindet man mit Novellen wie „Immensee“ und „Der Schimmelreiter“ und mit eindrücklichen Schilderungen der nordfriesischen Küstenlandschaft. Seine besondere Begabung, eine Landschaft mit wenigen Worten dem Leser bildhaft vor Augen zu führen, beschränkte sich aber nicht auf seine friesische Heimat: In der Novelle „Eine Malerarbeit“ schildert Storm in der ihm eigenen, prägnanten Form mit wenigen Federstrichen eine Landschaft des Mittelgebirges und skizziert Ablauf und Stimmung einer für das 19. Jahrhundert typischen Landpartie in einer Weise, dass der Leser meinen könnte, er sei selbst dabei. Im Mittelpunkt der Novelle steht der körperlich beeinträchtigte Maler Edde Brunken. Er ist gemeinsam mit anderen Freunden des Hauses vom Vater der jungen Getrud, die ihm Modell saß, zu einer Landpartie auf die Teufelskanzel im Brocken-Gebirge eingeladen. Munter und beschwingt geht es – zunächst im Wagen, dann zu Fuß – nach oben. Ebenso leicht fließen die Worte in Storms Schilderung der Szenerie: „Am andern Tage leuchtete der hellste Sonnenschein. Zu Leiterwagen, in denen man sich auf langen Brettern gegenübersaß, ging es die erste Meile durch den Wald; alle Altersklassen waren vertreten, Gertrud hatte sogar ein ganzes Rudel Kinder mit zu verpacken gewußt. Unter der Direktion des lebenslustigen Onkels ging dergleichen immer vortrefflich, und so war denn auch heute alles guter Dinge, und die Drosseln im Tannicht sangen nicht heller, als das junge Volk auf den Leiterwagen. Zumal mein kleiner Brunken war heiterer, als ich ihn lange gesehen; wenn die anderen schwiegen, sang er mit seiner starken, aber freilich etwas scharfen Tenorstimme holländische Volkslieder, die er von der Antwerpener Akademie mitgebracht hatte. Er war in solchen Dingen unerschöpflich. Endlich langte man in einem Dorfe unterhalb des Gebirges an, von wo aus es zu Fuße nach der Teufelskanzel hinaufgehen sollte, einem breiten Felsenvorsprung, zu dem ein ziemlich steiler Weg etwa eine Stunde lang durch niedriges Gebüsch hinaufführte. Die Sonne brannte, und da ich das Bergsteigen unter solchen Umständen für meinen Freund nicht rätlich hielt, so bestieg er eines unserer Wagenpferde, einen alten mageren Urhengst, und diesen Reiter in der Mitte, zog nun die lustige Schar in der Bergschlucht aufwärts; zwei Bauerburschen folgten mit wohlgepackten Körben, die ein gutes Frühstück am Ziele alles Mühsales verhießen.“ (Theodor Storm, Eine Malerarbeit, Erstdruck in „Westermanns Illustrierte deutsche Monatshefte“ Nr. 23, 1867/1868, Seiten 1 bis 17; Neuausgabe mit Biografie, herausgegeben von Karl-Maria Guth, Sammlung Hofenberg, Berlin 2013, Seite 56 f.; der Text folgt: Theodor Storm: Sämtliche Werke in vier Bänden, herausgegeben von Peter Goldammer, 4. Auflage, Aufbau Verlag, Berlin und Weimar 1967). Nach kurzem Halt mit erquickender Trinkpause erreicht die Gesellschaft das Ziel: „Endlich war die Teufelskanzel erreicht. Sie war nicht unbefugt, diesen Namen zu führen; lotrecht schoß der Fels über hundert Klafter in die Tiefe, wo sich unten im Sonnenglanz die lachendste Landschaft ausbreitete. Durch grüne Wiesen, an Dörfern und Wäldern vorbei, floß in vielen Krümmungen ein glänzender Strom, dessen Rauschen in der Mittagsstille zu uns heraufklang, und drüber her, in gleicher Höhe mit uns, standen die Lerchen flügelschlagend in der Luft und mischten ihren Gesang in die Musik der Wellen. Wer dessen noch fähig war, der mußte hier von Lebens- und Liebeslust bestürmt werden. Brunken, dessen Mähre einem der Bauerburschen zur Obhut übergeben war, stand neben mir und starrte wie verzaubert in die Tiefe. »Arnold«, sagte er und drückte mir die Hand, »das Leben ist doch schön!« Nach dem Frühstück stieg der Assessor mit einigen anderen Herren auf einem Umwege den Berg hinab, um eine von unten heraufschimmernde Marmorader zu untersuchen; die übrigen blieben noch auf der Lagerstelle; Brunken und ich schlenderten in den Wald hinein. Während ich mich hier an einer freien Stelle ins Moos warf, befiel ihn die Kletterlust seiner Jugend; ich sah ihn über mir an einer jungen Buche wie eine große Spinne von Ast zu Ast hinaufrücken, und nicht lange, so schaukelte er sich im höchsten Wipfel und sang laut über den Wald hinaus.“ (Theodor Storm, Eine Malerarbeit, herausgegeben von Karl-Maria Guth, aaO, Seite 57). „Eine Malerarbeit“ – Leben und Leiden des Malers Edde Brunken Die beschriebene Land- und Bergpartie markiert den Höhe- und Wendepunkt in Storms Novelle „Eine Malerarbeit“: Der körperlich beeinträchtigte, lebensmutige und tatendurstige Maler Edde Brunken verliebt sich in die ebenso hübsche wie unbeschwert leichtlebige Gertrud, während diese für ihn Modell sitzt. Schmerzlich verspürt er, dass seine Liebe nicht zuletzt aufgrund seiner Behinderung unerwidert bleiben wird und bringt dies in einer „Studie zur Selbsterkenntnis“ bildlich zum Ausdruck: In einem sonnigen altfranzösischen Park steht ein „verkrüppelter Mann[es]“ vor einer Marmorstatue der Liebesgöttin Venus und betrachtet diese sinnierend, während sich auf einem sonnigen Laubweg im Hintergrund „im traulichsten Behagen ein Liebespaar entfernt[e]“. Das Paar steht sinnbildlich für die für ihn unerreichbare Gertrud und deren Verehrer, einem vom Maler wenig geschätzten Assessor, mit dem er sich unlängst sogar wegen eines Wortgefechtes ein – glimpflich ausgegangenes – Pistolenduell geliefert hatte. Nach und trotz dieser „Selbsterkenntnis“ fasst der Maler Hoffnung, als der Vater Gertruds „eines Tags in der schönen Junizeit auf Gertruds Antrieb eine Wald- und Bergpartie veranstaltete“. Mit jedem Schritt des Aufstiegs, den der Maler hoch zu Ross absolviert, steigt die Gemüts- und Stimmungslage. Der auf der zwischenzeitlichen Rast genossene Rotwein befeuert die Hochstimmung: „Aber wer konnte so lange dursten! Auf der Mitte des Weges wurde Halt kommandiert; die Mädchen schenkten Wein, alles trank, und auch dem Maler wurde von Getrud ein großer Humpen hinaufgereicht. – Man mußte es sehen, wie die kleine Gestalt mit dem rauhen, mächtigen Kopf auf der hochbeinigen Mähre huckte, wie er das Glas emporhob, daß die Sonne durch den roten Wein funkelte, und mit den scharfen schwarzen Augen danach hinblinzte. »Flüssiger Rubin!« rief er. »Auf das Wohl aller schönen Erdenkinder!« Und dabei goß er den roten Wein hinab. »Seht da, der Herr des Gebirges!« rief Gertrud. »Nur der Kobold, schöne Dame!« entgegnete der Maler und setzte seinem Hengst die Fersen in die Weichen. (Theodor Storm, Eine Malerarbeit, herausgegeben von Karl-Maria Guth, aaO, Seite 57). Auf der Teufelskanzel – Euphorie und Ernüchterung Oben auf der „Teufelskanzel“ angekommen, ist der Maler eins mit sich und der Natur: Der Aufstieg ist geschafft, die verehrte Gertrud dabei, der Wein wirkt und die ringsum sich entfaltende Landschaft lässt ihn seine körperlichen Gebrechen und die Unerfüllbarkeit seiner Liebe vergessen: „Das Leben ist doch schön!“. Von 79.214er – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36518319 Noch auf der Teufelskanzel jedoch beginnt die Wendung: Auf einer schönen bemoosten Lichtung erzählt der Maler den Umstehenden, darunter Gertrud, eine mystische Geschichte von einem ungeschlachten Ungeheuer, welches ein reizendes Fräulein raubt. Je weiter die Geschichte gedeiht und je konkreter sich Gertrud im Entführungsopfer wiederfindet, desto unangenehmer wird ihr die Situation, der sie schließlich entflieht. Im anschließend vom Maler belauschten Gespräch zwischen Gertrud und ihrem Cousin – dem fiktiven Erzähler der Geschichte – kommt es zum Bruch: Gertrud entdeckt dem Cousin, dass sie sich von der offenbar gewordenen Zuneigung des Malers bedrängt fühlt und sich – trotz moralischer Bedenken – nicht in der Lage sieht, diese Gefühle zu erwidern: „Sie sah mich eine Weile unentschlossen an, dann mit einer raschen Bewegung zu mir tretend, brachte sie den Mund dicht an mein Ohr und rief mit einem Ton des Abscheues: »Der Bucklige!« »Mein armer Freund!« Ich wußte weiter nichts zu sagen, obgleich es mir seit der letzten halben Stunde nichts Neues war, was ich erfuhr. Gertrud nickte. »Er hat so gute Augen!« sagte sie. »Oh, ich weiß es ja, es ist so schlecht von mir!« und dabei fing sie bitterlich zu weinen an. Nachdem ich sie etwas beruhigt hatte, bat ich sie noch ein paar Augenblicke hier zu verweilen; ich wollte, ehe sie dorthin zurückkehrte, den kleinen Maler aus dem Kinderkreise zu entfernen suchen. Gertrud war damit einverstanden. Als ich aber kaum ein paar Schritte in die Bäume hinein getan hatte, sah ich nicht weit von mir eine arme gebrechliche Gestalt an einen Baum gelehnt.“ (Theodor Storm, Eine Malerarbeit, herausgegeben von Karl-Maria Guth aaO, Seiten 60 f.). Damit endet der Aufenthalt auf der Teufelskanzel und es beginnt – auch im übertragenen Sinne – der Abstieg. Der Maler entzieht sich der für ihn unerträglichen Situation und verlässt die Stadt. Erst nach Jahren entdeckt ihn der Erzähler wieder. Im gemeinsamen Haushalt mit seiner Schwester und deren Tochter hat er in neuem, doch vertrautem Umfeld Ruhe und darüber hinaus Erfüllung gefunden: Er darf dem Sohn des Nachbarn, einem vierschrötigen Bauern, dessen Talent er erkannt und dem zunächst widerwilligen Vater vor Augen geführt hat, Malunterricht erteilen. Er hat nun gleichsam einen geistig-künstlerischen Ziehsohn gefunden und kann so in familiärer Atmosphäre ganz seiner Kunst leben und sein Talent weitergeben. Storms Erzähltechnik – „Geschichte in der Geschichte“ Storm wählt für seine „Malerarbeit“ die Technik einer fiktiven Erzählung innerhalb der Novelle: „Wir saßen am Kamin, Männer und Frauen, eine behagliche Plaudergesellschaft. Der Mensch gab wie immer den besten Unterhaltungsstoff, und endlich waren wir bei einem abwesenden Bekannten angelangt, der aus Mißfallen an seiner übrigens frei gewählten Gattin sein Familienleben fast eigensinnig zu zerstören schien. Es wurde hin und wider gesprochen und Partei genommen. »Mit der ist nicht zu leben«, riefen einige, »man kann’s ihm nicht verdenken!« Der bisher schweigsame Hausarzt, der sich erst seit einigen Jahren in unserem Städtchen niedergelassen, räusperte sich und nahm eine Prise. »Man muß sein Leben aus dem Holze schnitzen, das man hat«, sagte er, »und damit basta!« »Wenn’s aber nichts taugt?« wurde dagegengesprochen. »Und wenn es krumm und knorrig wäre!« erwiderte er.“ Mit dieser Einleitung holt Storm – ähnlich wie im „Schimmelreiter“, in dem er diese Technik noch um eine weitere Stufe ergänzt – gleichsam mit in die „Plaudergesellschaft“. Man wähnt sich als Teilnehmer, der nun ebenfalls gespannt ist, welche Geschichte der Hausarzt erzählen wird: „»Doktor«, rief die jugendliche Hausfrau, »ich merke schon, dahinter steckt wieder eine Geschichte, aber die Contes moraux sind aus der Mode gekommen.« »Nun«, versetzte er, »Sie wissen, wir Ärzte liegen oft im Streite mit dieser Göttin.« »Laßt unsern Doktor erzählen«, entschied eine junge Dame. »Wenn’s nur eine Geschichte ist; es kommt auf die Moral nicht an!« »Erst ein paar Scheite noch in den Kamin!« sagte der Doktor. »So! – und nun – ich weiß nicht, ob einer der verehrten Anwesenden den kleinen Maler Edde Brunken kennt?«“ Wie kaum einem anderen gelingt es Storm, den Leser in die erzählte Situation und die umgebende Landschaft hinein zu nehmen. In wenigen Worten lässt er dem Leser die Szenerie bildhaft vor Augen treten. Lautmalerisch vermittelt Storm Atmosphäre: Der körperlich beeinträchtigte Brunken sitzt nicht und hockt auch nicht auf seinem Pferd, sondern er „huckt“ auf der „hochbeinigen Mähre“. Storm lässt den Maler auch nicht einfach durch das Weinglas in die Sonne blicken oder blinzeln: „Man mußte es sehen, wie […] er das Glas emporhob, daß die Sonne durch den roten Wein funkelte, und mit den scharfen schwarzen Augen danach hinblinzte.“ Thomas Man schrieb 1930 in seinem Essay über Storm: „Er ist ein Meister, er bleibt.“ (Karl Ernst Laage, An’s Haff nun fliegt die Möwe, Auf Theodor Storms Spuren, Ellert & Richter Verlag, Hamburg 2010, Seite 7.) Der Dichterjurist Theodor Storm – Anwalt, Richter und Erzähler Theodor Storm wurde am 14. September 1817 in Husum geboren, die durch ihn als „graue Stadt am Meer“ literarische Berühmtheit erlangte. Als Sohn eines Rechtsanwaltes oder – eines wie Storm selbst schreibt „Advokaten und Notar[s]“ sollte Storm später selbst Jura studieren und damit zu einem der vielen „Dichterjuristen“ werden. Seine Liebe und sein Talent für das Erzählen wurde früh geweckt: Regelmäßig hörte er als Junge in Husum der Bäckerstochter Lena Wies zu, die ihn, wie er selbst sagte, in die „Kunst des Erzählens“ einführte. Offenbar war sie eine begnadete Erzählerin, die den Kindern die Atmosphäre, nicht zuletzt die feierliche, mystische-gespenstische Stimmung einer nebligen oder nächtlichen Küstenlandschaft, einer heraufkommenden Sturmflut oder eines sonst bevorstehendes Unglücks eindrücklich vermittelte und erlebbar machte. Eine mystisch-düstere, latent unheilvolle Atmosphäre ist vielen Novellen Storms spürbar. Nach Besuch des berühmten Gymnasiums Katharineum in Lübeck studierte Storm Jura in Kiel und Berlin. Von seiner Berliner Studentenzeit erzählt er in der Novelle „Auf der Universität“. Zurückgekehrt an die Universität Kiel schloss Storm Freundschaft unter anderem mit dem späteren Historiker Theodor Mommsen (1817 – 1903) und dessen Bruder, dem späteren Alt-Philologen Tycho Mommsen. Dieser Kreis entdeckte und verehrte Eduard Mörike als „lyrisches Genie“. Nach Aufnahme eines Briefwechsels besuchte Theodor Storm Mörike 1855 in Stuttgart und erhielt dabei wertvolle Anregungen für seine weitere Tätigkeit. Die Begegnung mit Mörike in Stuttgart beeindruckte Storm so stark, dass er noch auf der Rückfahrt Mitte August im Eisenbahnwagen von Stuttgart nach Heidelberg seine wesentlichen Eindrücke notierte. Hierauf konnte er zurückgreifen, als nach Mörikes Tod aufgefordert worden war, einen Nachruf zu schreiben, den er schließlich im Januar 1877 in Westermanns Monatsheften veröffentlichte. Von Unbekannt – uploader was Hajotthu at de.wikipedia, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38491941 Rechtsanwalt in Husum Zwischenzeitlich hatte Storm nach Abschluss seines Studiums in seiner Heimatstadt Husums in der Kanzlei seines Vaters den Beruf des Rechtsanwalts aufgenommen. Bald eröffnete er eine eigene Anwaltspraxis, wobei er zur Unterscheidung von der Kanzlei seines Vaters seinen zweiten Vornamen „Woldsen“ dem Nachnamen „Storm“ hinzufügte. So firmierte er als Anwalt unter „Woldsen Storm“. Neben seiner Anwaltstätigkeit war Storm erzählerisch und lyrisch tätig. Im berühmten Gedicht „Die Stadt“ beschreibt er seine Heimatstadt Husum und die Atmosphäre der schleswig-holsteinischen Westküstenlandschaft (Karl Ernst Laage, An’s Haff nun fliegt die Möwe, Auf Theodor Storms Spuren, Ellert & Richter Verlag, Hamburg 2010, Seiten 39 f.): Die Stadt Am grauen Strand, am grauen Meer Und seitab liegt die Stadt; Der Nebel drückt die Dächer schwer, Und durch die Stille braust das Meer Eintönig um die Stadt. Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai Kein Vogel ohn Unterlaß; Die Wandergans mit hartem Schrei Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei, Am Strande weht das Gras. Doch hängt mein ganzes Herz an dir, Du graue Stadt am Meer; Der Jugend Zauber für und für Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir, Du graue Stadt am Meer. Bekannt wurde Storm vor allem durch seine Novellen, namentlich durch die zu seinen Lebzeiten populäre Erzählung „Immensee“, die 1849 in erster Fassung erschien. Bis heute bekannt ist das Kindermärchen „Der kleine Häwelmann“ aus dem gleichen Jahr. Amtsrichter und Landvogt Nachdem die von Storm unterstützte schleswig-holsteinische Freiheitsbewegung gescheitert und er sich Repressalien des dänischen Königs ausgesetzt sah, wurde Storm 1853 Gerichtsassessor in Potsdam und damit preußischer Beamter. Nach drei Jahren wechselte er als Kreisrichter – vergleichbar dem heutigen Amtsrichter – nach Heiligenstadt. Dort lernte er das Mittelgebirge kennen, was ihn sicherlich zur Landschaftsschilderung in der „Malerarbeit“ inspirierte. Nachdem die dänische Herrschaft in Schleswig Holstein beendet war, wurde Storm zum Landvogt gewählt und trat aus Pflichtgefühl dieses Amt und zugleich das Amt des Amtsrichters in Husum an. So war er von 1864 bis 1880 wieder als Richter, dieses Mal am Amtsgericht in seiner Heimatstadt tätig. Er versah seine Ämter mit Fleiß und Umsicht, immer auch das Recht und die Sorgen der „kleinen Leute“ im Auge, mit deren Milieu er trotz seiner bürgerlichen Herkunft von klein auf vertraut war. Nach seiner Pensionierung siedelte Storm auf seinen Alterssitz in Hademarschen über, wo er sich eine Villa mit Garten bauen ließ. Dort schrieb er sein letztes und vielleicht größtes Werk, die 1888 erschienene Novelle „Der Schimmelreiter“. Am 4. Juli 1888 starb er in Hademarschen. Auch in seinem berühmten „Schimmelreiter“ beschreibt Storm Berge – allerdings anderer Natur: „ – Nur Berge von Wasser sah er vor sich, die dräuend gegen den nächtlichen Himmel stiegen, die in der furchtbaren Dämmerung sich übereinanderzutürmen suchten und übereinander gegen das feste Land schlugen. Mit weißen Kronen kamen sie daher, heulend, als sei in ihnen der Schrei alles furchtbaren Raubgetiers der Wildnis. Der Schimmel schlug mit den Vorderhufen und schnob mit seinen Nüstern in den Lärm hinaus; den Reiter aber wollte es überfallen, als sei hier alle Menschenmacht zu Ende; als müsse jetzt die Nacht, der Tod, das Nichts hereinbrechen.“ Katrin von Mengden-Breucker & Marius Breucker
<urn:uuid:16f029d9-e1d7-4141-93c3-18f898e4c5b3>
CC-MAIN-2019-30
http://www.bergzitat.de/category/zitate/
2019-07-23T09:26:54Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195529175.83/warc/CC-MAIN-20190723085031-20190723111031-00089.warc.gz
by-sa
3.0
a_tag
false
false
false
true
Latn
deu
0.996854
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa", "by-sa", "by-sa", "by" ], "in_footer": [ false, false, false, false, false ], "in_head": [ false, false, false, false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0", "3.0", "2.5", "3.0" ] }
Vorlesen Weihnachtsmarkt auf Burg Olbrück Aus AW-Wiki Wechseln zu: Navigation , Suche Der jährliche Weihnachtsmarkt auf Burg Olbrück ... Siehe auch Burg Olbrück Abgerufen von „ https://www.aw-wiki.de/w/index.php?title=Weihnachtsmarkt_auf_Burg_Olbrück&oldid=223792 “ Kategorien : Hain Weihnachtsmarkt Bilderwunsch Navigationsmenü Ansichten Seite Diskussion Quelltext anzeigen Versionsgeschichte Meine Werkzeuge Benutzerkonto erstellen Anmelden Suche Navigation Hauptseite Letzte Änderungen Zufällige Seite Hilfe Hilfe Hilfe zum Vorlesen Sandkasten Werkzeuge Links auf diese Seite Änderungen an verlinkten Seiten Spezialseiten Permanenter Link Seiteninformationen Seite zitieren googleadsensesidebar Drucken/exportieren Buch erstellen Als PDF herunterladen Druckversion Diese Seite wurde zuletzt am 16. Februar 2019 um 14:33 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher 565 mal abgerufen. Der Inhalt ist verfügbar unter der Lizenz Creative Commons „Namensnennung 2.0 Deutschland“ (Bilder ausgenommen) , sofern nicht anders angegeben. Datenschutz Über AW-Wiki Impressum Mobile Ansicht
<urn:uuid:1f48756c-9c2e-4ee9-ba1b-b9a8c0008f4a>
CC-MAIN-2019-30
https://www.aw-wiki.de/index.php/Weihnachtsmarkt_auf_Burg_Olbr%C3%BCck
2019-07-15T22:46:00Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195524254.28/warc/CC-MAIN-20190715215144-20190716001144-00273.warc.gz
by
2.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.982364
{ "abbr": [ "by", "by", "by" ], "in_footer": [ false, true, true ], "in_head": [ true, false, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "2.0", "2.0", "2.0" ] }
Feigenblatt englisch: Vine-leaf; französisch: Feuille de vigne; italienisch: Foglia di fico. Elke von Schulz (1979) RDK VII, 1056–1060 F. nennt man das Blatt, das zur Bedeckung der menschlichen Blöße dient, gleichgültig, ob es sich um ein Blatt der Feige, dem eines anderen Gewächses (vorrangig des Weines) oder um ein botanisch nicht bestimmbares handelt. Die Benennung bezieht sich auf 1. Mos. 3, 7: nach dem Sündenfall erkannten Adam und Eva ihre Nacktheit und verbargen ihre Scham unter F. Darstellung oder Anbringung eines F. ist eine unter mehreren Möglichkeiten, bei Wiedergabe nackter Menschen deren Scham zu bedecken. Nur bei den (hier nicht behandelten) Darstellungen Adams und Evas ist die Verwendung des F. attributiv (vgl. Sp. 1038f. und RDK I 139). Meist erhielten Männer F. Erörterungen der Frage, ob die menschliche Scham wiederzugeben sei oder nicht oder ob sie, falls dargestellt, bedeckt werden solle (s. Nacktheit), sind auch auf den Gebrauch des F. zu beziehen. Zuerst äußerte sich 1435 hierüber Alberti: „Le parti brutte a vedere del corpo et l'altre simili quali porgano poca gratia si cuoprano col panno, con qualche fronde et con la mano“ (Della pittura II: ed. Luigi Mallè, Florenz 1950, S. 92f.; ed.princ. Basel 1540 [lat.]; die Stelle zit. u. a. von Giov. Domenico Ottonelli und Pietro Berettini da Cortona, Trattato della Pittura e Scultura, uso et abuso, Florenz 1652, S. 143). Auch in der nach dem Tridentinum – jetzt allerdings aus moralischen Gründen – lebhaft diskutierten Frage wird das F. nicht ausdrücklich genannt (vgl. z. B. Paola Barocchi, Trattati d'arte del Cinquecento fra Manierismo e Controriforma, Bari 1960 bis 1962, Bd. 3 S. 672 s. v. „nudità“, „nudo“; Paolo Lomazzo, Trattato dell'arte de la pittura, Mailand 1584 [Nachdr. Hildesheim 1968], S. 366; Federico Borommeo, De pictura sacra [1624]: ed. Carlo Castiglioni, Sora 1932, S. 65f.). F. können zum ursprünglichen Bestand der Darstellung gehören (1) oder nachträglich hinzugefügt worden sein (2). 1. In der chr. K. kommt das F. so gut wie nie vor. Ausnahme ist die um 1420 entstandene Muttergottes, die sich ehem. in der Slg. Herm. Schwartz, Mönchengladbach, befand: hier hat das Christkind ein F. (Aachener K.bll. 21, 1961, 19 Nr. 31, Taf. 23). Hauptsächlich findet es sich bei mythologischen Personen. Die ältesten Beispiele stammen aus dem 2. Dr. 15. Jh. (grammatisch-mnemonische Gestalt mit F. als Ill. zu Jacobus Publicus, De arte memorativa, London, Brit. Mus., Add. Ms. 28 805, dat. 1460: Ludw. Volkmann, Jb. der khist. Slgn. in Wien N. F. 3, 1929, 146, Abb. 144), häufiger sind Beispiele erst seit dem 18. Jh. (Abb. 2), aber auch dann ist Canova, der fast alle seine nackten männlichen Figuren mit F. versah, die Ausnahme. Da in den Jhh. der Neuzeit grundsätzlich alle nackt dargestellten männlichen Personen des Mythos mit einem F. wiedergegeben werden konnten, erübrigt sich deren Aufzählung. Seltener wurden Frauen mit F. versehen, so z. B. Kleopatra (ital. Bronzestatuette, E. 15. Jh.: Yvonne Hackenbroch, Bronzes, other Metalwork and Sculpture in the Irwin Untermyer Coll. [New York], London 1962, Taf. 32 Abb. 35), Fortuna (Dan. Hopfer zugeschr. Zchg., A. 16. Jh. [?]: Städelsches K.inst. Ffm., Kat. der dt. Zchgn., Alte Meister, Mchn. 1973, Nr. 119), Voluptas (Gem. von Lucas Cranach d. Ä., nach 1537: Max J. Friedländer und Adolf Rosenberg, Die Gem. von L. C, Bln. 1932, Abb. 328) und Dejanira (Stich von Allaert Claesz, wohl 2. V. 16. Jh.: Hollstein, Dutch Fl. Engr., Bd. 4 S. 105). Selbst Wilde Männer (Abb. 1) und Gaukler bekamen gelegentlich F. (ital. Bronzestatuette, 1. H. 16. Jh.: Wilh. Bode, Kgl. Mus. zu Bln., Die ital. Bronzen, Bln. 1904, Nr. 389, Taf. 8). Auffällig ist das zeitliche Zusammentreffen aller genannten Beispiele. Als eigene Gruppe sind Nachbildungen meist antiker Bildwerke anzusehen, die – im Gegensatz zu den Vorbildern – ein F. besitzen. Im 16. Jh. sind Beispiele hierfür anscheinend noch relativ selten (z. B. florentinische Bronzestatuette, 1. H. 16. Jh., freie Nachbildung nach einem verschollenen hellenistischen Bildwerk: W. Bode a.a.O. Nr. 250, Taf. 7), sie mehren sich in den folgenden Jhh. (ital. Bronzestatuetten, 17. Jh., nach Venus Medici und Antinous: Weihrauch, Bronzestatuetten Abb. 50; florentin. Bronzestatuette, um 1700, nach Silen mit Bacchusknaben aus dem Umkreis des Lysipp: Ders., Die Bildwerke in Bronze und in anderen Metallen. Mit einem Anhang: Die Bronzebildwerke des Residenzmus. [= Kat. des Bayer. Nat.mus. 13, 5], Mchn. [1956] Nr. 281 Abb. S. 224 – die gleiche Statuette jeweils ohne F. im Mus. du Louvre, Paris und im Kh. Mus. Wien; Antoine Coysevox, Marmornachbildung der sog. Ildefonso-Gruppe, Versailles, Park, zw. 1685 und 1712: Georges Keller-Dorian, A. G, Bd. 2, Paris 1920, S. 69 Nr. 89, Taf. 138; Biskuitporzellan, 1804, nach Wandgem. in Herculaneum: Ausst.Kat. „The Age of Neoclassicism“, London 1972, Nr. 1470, Taf. 124a). Bei Bernard de Montfaucon, L'Antiquité expliquée et représentée en figures, Paris 1719–1757, sind fast alle abgebildeten nackten Figuren – auch solche auf Münzen und kleinen Reliefs – mit F. oder Blattschürzen versehen. In der 2. H. 18. Jh. wurden Serien von Gipsabgüssen mit F. aufgestellt, z. B. in englischen Landsitzen (so in Syon House, Middlesex [1762–um 1770], Newby Hall, Yorkshire [um 1765], Kedleston Hall, Derbyshire [um 1761–1770]: Christopher Hussey, Engl. Country Houses, Mid Georgian, 1760 to 1800, London 1956, S. 91, 146, und 73, Abb. 166, 292 und 133, vgl. auch Damie Stillman, The Decorative Work of Rob. Adam, London 1966, Abb. 18 und 21). Zur gleichen Zeit erhielt auch der Abguß des Bacchus von Michelangelo für die Serie in Syon House ein F. (Ch. Hussey a.a.O. S. 91 Abb. 166). Im Schloß Tegel in Berlin wurden 1824 die (seit 1802 angefertigten) Gipsabgüsse antiker Statuen aufgestellt, alle Aktfiguren haben F. 2. Nachträglich angebrachte F. finden sich am häufigsten an antiken Statuen. Genaue Datierung der Anbringung ist vielfach schwierig, selbst datierte graphische Wiedergaben einer Skulptur mit F. scheinen nicht immer den bestehenden Befund getreu abzubilden, und auch innerhalb einer Sammlung konnte die Anbringung zu verschiedener Zeit erfolgen. Etwas genauer bestimmbar sind folgende Beispiele: Rom, Rossebändiger vom Montecavallo, F. zw. 1584 und 1589 (Ant. Lafrerius, Speculum Romanae Magnificentiae, Rom 1541–93, Taf. 94: dat. 1584, ohne F.; Taf. 95: nach der 1589 abgeschlossenen Wiederherstellung unter Sixtus V., mit F.); München, Glyptothek, Barberinischer Faun, F. zw. 1624/1628 (Auffindung) und 1642 (Hieron. Tetius, Aedes Barberinae descriptae, Rom 1642, S. 215, Abb. nach Rest., mit F.; vgl. Kchr. 25, 1972, 90–93); Versailles, Park, Apollo sowie „römischer Kaiser“, beide mit F. aus den 80er Jahren 17. Jh. (Simon Thomassin, Recueil des Figures, Groupes, Thermes, Fontaines, Vases, Statues et autres Ornemens de V., Bd. 1, Paris 1695, Taf. 17 und 21; vgl. dazu Jules Guiffrey, Comptes des Bâtiments du Roi sous le Règne de Louis XIV, Paris 1881–1901, Bd. 2 Sp. 1116: 1687 erhielt der Bildhauer Fontelle „pour les feuilles de sculpture qu'il a mis devant les nuditez des figures du jardin de Versailles ... 37H“; ebd. Bd. 3 Sp. 249: 1689 wurden an Bertin 234 Livres bezahlt „pour draperies et feuilles de vigne“); Rom, „Lucius Verus“ aus den Mattei-Gärten und Hirtenknabe aus dem Pal. Altemps, F. vor 1704 (Paolo A. Maffei und Dom. De Rossi, Raccolta di Statue antiche e moderne ..., Rom 1704, Taf. 106 und 126); München, Glyptothek, Silen mit dem Bacchusknaben, F. des Silen zw. 1812 (Erwerbung) und 1835 (Darstellung nach der Rest. auf einer 1835 dat., von Max Auer bemalten Vase des sog. Onyx-Service in der Münchner Residenz (Ausst.Kat. „The Age of Neoclassicism“, London 1972, Nr. 1444, Taf. 123). Selten nur wurde nichtantiken Bildwerken ein F. hinzugefügt, so dem Neptun, einer Brunnenfigur von Giov. Montorsoli in Messina, 1557 voll. (Bertha Harris Wiles, The Fountains of Florentine Sculptors and Their Followers from Donatello to Bernini, Cambridge, Mass. 1933, Abb. 88), urspr. ohne F. (vgl. die Montorsoli zugeschr. Zchg.: ebd. Abb. 91), 1824 aber mit einem solchen versehen (Jakob Ignaz Hittorf und Ludwig Zanth, Architecture moderne de la Sicile, Paris 1835, Taf. 25). Erst in der 2. H. 19. Jh. wurde die Anbringung von F. in großen europäischen Sammlungen antiker Bildwerke zur Regel. Zu den Abbildungen 1. Lucas Cranach d. Ä., Bildnis des Kg. Christian II. von Dänemark. Holzschnitt, 25,1 × 17,2 cm. Dat. 1523. Nach Geisberg, Einblattholzschnitte Bd. 24 Nr. 13. 2. Burkard Zamels (zugeschr.), Personifikation der Liebe und der Treue. Sandstein. Pommersfelden, Schloß Weißenstein, Hofseite des Mittelpavillons. Um 1718/20. Fot. Helmut Kobler, Landshut.
<urn:uuid:224611c2-1063-4e61-a1f7-a8cb2f7f1ac8>
CC-MAIN-2019-30
http://www.rdklabor.de/wiki/Feigenblatt
2019-07-18T09:11:28Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525587.2/warc/CC-MAIN-20190718083839-20190718105839-00033.warc.gz
by-nc-nd
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.732163
{ "abbr": [ "by-nc-nd", "by-nc-nd", "by-nc-nd", "by-nc-nd" ], "in_footer": [ false, true, false, false ], "in_head": [ true, false, false, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0", "3.0", "3.0" ] }
Alltagsroutine der stationären Aufnahme eines Patientens auf der orthopädischen Station, wie ich sie in den letzten 15 Wochen beinahe täglich mehrfach durchlief. Die Sätze sind eingebrannt und werden jedes Mal beinahe wortwörtlich abgespult. Wie eine Schallplatte. Mit wechselnden Empfängern. Ich suche mir das Zimmer, in dem der Patient sein Bett bezogen hat und, sollte ich Glück haben und gerade keine Pflegekraft deren Aufnahme mit ihm machen oder ihm Blut abzapfen, er bei der Prämedikation der Anästhesie oder sonstwo sitzen, mache ich mich auf den Weg zum Zimmer. Klopf, Klopf. Eintreten. Guten Morgen/Tag/Abend, ich suche Herrn/Frau XYZ. Ah, das sind Sie?! Orthopaedix mein Name. Ich müsste Sie noch untersuchen, auf Herz, Lunge und Bauch hören und das Gelenk* (*Hüfte, Schulter, Knie, Wirbelsäule…) untersuchen, damit Sie offiziell auf Station aufgenommen sind. Wollen Sie mir dazu bitte in das Untersuchungszimmer folgen? Haben Sie eine Liste mit den Medikamenten, die Sie regelmäßig nehmen? Die könnten Sie mitnehmen, dann kann ich sie abschreiben… ach, die Pflege hat die bereits geklaut? Dann werde ich das von der Pflege abkopieren. Wir marschieren los, je nach Distanz bis zum Untersuchungszimmer folgen diese Sätze incl. der ersten Musterung des Gangbildes und sonstiger Auffälligkeiten Beim Narkosearzt waren Sie schon? Die Pflege war auch schon bei Ihnen? Ah, man siehts, Blut haben die Vampire auch schon abgezapft. Das geht hier heute Schlag auf Schlag, Langeweile wird nicht aufkommen! Das Untersuchungszimmer betretend… So, da sind wir. Nehmen Sie Platz, die Liege ist Ihre. Sie dürfen noch Sitzen, ich habe noch ein paar Fragen vorweg. Ich setze mich an den PC und habe das Aufnahmeformular vorbereitet. Nach den ersten Wochen lief die „Anamneseerhebung“ dann in gekürzter Version. Es geht bei Ihnen um (Blick auf den OP-Plan)…. das rechte Knie, die linke Hüfte, linke Schulter…?! Schonmal richtig. Hat sich denn seit dem letzten Mal in der Sprechstunde noch irgendwas verändert an den Beschwerden? Schlimmer geworden? Zusammenfassend aus dem kopierten Sprechstundenbericht… Es sind also immer noch Schmerzen vor allem bei Belastung, in Ruhe weniger und Sie können im Alltag noch maximal 300m gehen? Ok, gut, das habe ich so notiert. Dann geht es nahtlos in die Fragenrunde über, die ich im Aufnahmeformular ankreuzen muss. Hatten Sie in den letzten 4 Wochen einen Infekt? Husten, Schnupfen, Fieber, Grippe? Hatten Sie schon mal eine Thrombose oder Embolie? Ist bei Ihnen eine Blutungsneigung bekannt? Also, dass Sie stark bluten, wenn Sie sich schneiden oder irgendwo anstoßen sofort große blaue Flecken entstehen? Nehmen Sie blutverdünnende Medikamente wie Aspirin, Marcumar oder Plavix? Haben Sie Allergien? Haben Sie eine Infektion wie Hepatitis A, B, C oder HIV? Wie groß sind Sie? Wie schwer? Rauchen Sie? Wie viele und wie lange schon? (–> siehe „pack years„) Trinken Sie Alkohol? Wie viel? Welche Medikamente nehmen Sie regelmäßig? So, dann haben wir schon alle Fragen, jetzt würde ich auf Herz, Lunge und Bauch hören und dann haben wir es gleich geschafft. Weiterlesen
<urn:uuid:9f2d924b-e17a-40b6-b844-f455f9a85e5d>
CC-MAIN-2019-30
https://arztanbord.wordpress.com/tag/untersuchung/
2019-07-18T09:00:20Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525587.2/warc/CC-MAIN-20190718083839-20190718105839-00033.warc.gz
by-nc-nd
3.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.998393
{ "abbr": [ "by-nc-nd" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
Menü Deine Einstellungen Deutsch English Español Français Italiano Nederlands Português Pусский Türkçe 中文 日本語 한국어 Abbrechen Erhalte schnellen Zugriff auf Anleitungen, Ersatzteile und Antworten für deine Geräte Dein Warenkorb scheint leer zu sein Bevor diese Anleitung als vollständig übersetzt gilt müssen alle grundständigen Anleitungen übersetzt werden. MacBook Pro 15" Unibody Mitte 2009 unteres Gehäuse austauschen MacBook Pro 15" Unibody Mitte 2009 Akku austauschen MacBook Pro 15" Unibody Mitte 2009 optisches Laufwerk austauschen Beschreibe das genaue Ersatzteil oder den Bestandteil des device an dem du arbeitest. Bsp. Akku Einen Titel erstellen. Diese kurze Zusammenfassung aus 1-2 Sätzen wird in den Suchergebnissen angezeigt. Gebe Hintergrundinformationen, bevor der Leser mit der Anleitung beginnt. 1. Schritt Ziehe das Kabel zum optischen Laufwerk gerade vom Laufwerk weg und trenne es ab. 2. Schritt Entferne die beiden schwarzen Kreuzschlitzschrauben #0, mit denen die kleineMetallhalterung befestigt ist. Übertrage diese Halterung auf dein neues optisches Laufwerk oder den Festplattenkäfig. Deine Beiträge sind lizenziert unter der Open-Source Creative Commons Lizenz.
<urn:uuid:989b0d3c-1c2e-49fe-aaa9-a696c1f31959>
CC-MAIN-2019-30
https://de.ifixit.com/Anleitung/%C3%9Cbersetzen/1728/de
2019-07-18T09:38:06Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525587.2/warc/CC-MAIN-20190718083839-20190718105839-00033.warc.gz
by-nc-sa
3.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.986636
{ "abbr": [ "by-nc-sa" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "3.0" ] }
Vorlesen Annegret Neiß Aus AW-Wiki Wechseln zu: Navigation , Suche Annegret Neiß aus Dernau war in der Saison 1983/84 Gebietsweinkönigin des Weinanbaugebiets Ahr . Siehe auch Portal "Ahrwein" Weinkönigin Abgerufen von „ https://www.aw-wiki.de/w/index.php?title=Annegret_Neiß&oldid=223011 “ Kategorien : Dernau Person Weinkönigin Zäsur 1983 Bilderwunsch Navigationsmenü Ansichten Seite Diskussion Quelltext anzeigen Versionsgeschichte Meine Werkzeuge Benutzerkonto erstellen Anmelden Suche Navigation Hauptseite Letzte Änderungen Zufällige Seite Hilfe Hilfe Hilfe zum Vorlesen Sandkasten Werkzeuge Links auf diese Seite Änderungen an verlinkten Seiten Spezialseiten Permanenter Link Seiteninformationen Seite zitieren googleadsensesidebar Drucken/exportieren Buch erstellen Als PDF herunterladen Druckversion Diese Seite wurde zuletzt am 16. Februar 2019 um 13:43 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher 1.134 mal abgerufen. Der Inhalt ist verfügbar unter der Lizenz Creative Commons „Namensnennung 2.0 Deutschland“ (Bilder ausgenommen) , sofern nicht anders angegeben. Datenschutz Über AW-Wiki Impressum Mobile Ansicht
<urn:uuid:3de383c8-d26f-4860-a8be-e061aa3148d2>
CC-MAIN-2019-30
https://www.aw-wiki.de/index.php/Annegret_Nei%C3%9F
2019-07-19T14:26:11Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00193.warc.gz
by
2.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.977067
{ "abbr": [ "by", "by", "by" ], "in_footer": [ false, true, true ], "in_head": [ true, false, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "2.0", "2.0", "2.0" ] }
Tracking-Apps können deine Motivation steigern, oder lassen deine Kontrollzwänge aufleben. Aber was passiert mit den Daten, steuern wir auf eine Verstärkung des Zweiklassensystems im Gesundheitssystem zu und wer profitiert von gesunden Menschen? von Amina Günter Kurz noch die Joggingrunde und den letzten Kilometer beenden, die Augen auf dem Handy, die Zeit geht kaum vorbei, schmerzende Oberschenkel, Schnappatmung aber das Wochenziel (den Vorsatz vom 1. Januar 2017) muss durchgehalten werden. Die Sekunden vergehen zäh, ich hasse meinen Körper. Dann endlich ist die Marke geknackt. Erschöpft bleibe ich stehen, ich soll meinen Lauf beschreiben: Das Wetter war okay, bewölkt, ich benote den Lauf mit einem neutralen Smiley. Es war nicht die Hölle, aber auch kein großer Erfolg, wie mir meine gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit anzeigt. Aber ich habe durchgehalten, das ist alles was zählt. Ich habe schlechte Laune, ein kurzer Blick auf meine Zyklus-App bestätigt mir auch warum, PMS-Time. Juhu, geht mir aber durch die Tatsache besser, dass ich Bescheid weiß. Das lässt auch den semiguten Lauf erklären, bestimmt! (Dass ich Joggen generell hasse vergessen wir hier mal). Ich mache noch ein Bild vom Sonnenuntergang an der Dreisam, ganz nett, Naturbilder kommen immer gut an. Ein paar Hashtags dazu #justdoit #workhard #nopainnogain #motivation, über die ich mich lustig mache und fertig ist mein Post. Müde stecke ich mein Handy in die Tasche und laufe erschöpft nach Hause, während die ersten bestärkenden Kommentare eingehen von Nutzer*innen aus der ganzen Welt. Meine Laufapo aktualisiert derweil meine Statistik, Google Maps schlägt mir vor, ob ich denn nicht das indische Restaurant, die Tankstelle und den Drogeriemarkt bewerten möchte, an denen ich vorbeigelaufen bin und mein Schrittzähler hat die 15.000 Schritte Tagesziel eingespeichert. Alles erledigt für heute oder? Ach nein, ich habe vergessen mein Abendessen einzutragen. Sehr schön, ein Kaloriendefizit von 400 Kalorien, das bedeutet morgen beim täglichen Wiegen werde ich rund 60 Gramm Fett abgenommen haben… Wenn es nicht dokumentiert oder getrackt wurde, ist es nicht passiert. Fitnessarmbänder, Kalorien Tracking Apps, Schrittzähler… Ich bin mir sicher fast jede*r hat eine dieser Apps auf seinem Smartphone, wissentlich oder unwissentlich. Du kannst alles tracken, deine Schritte,dein Gewichtsverlauf, deine Nahrungsmittelaufnahme, Wassertrinken und der Verlauf des Zyklus. Bei vielen Smartphones sind bestimmte Tracker wie beispielsweise diese, die die Schrittanzahl messen, bereits integriert. Ein Drittel der Deutschen benutzen Tracking-Apps. Doch was macht das mit uns? Zum einen gibt es zunächst das Gefühl produktiv zu sein, du hast Zahlen und Statistiken, die dir direkt vor Augen führen, was du getan hast. Zum anderen setzt genau das unter Druck alles zu dokumentieren, ganz nach dem Motto: Wenn es nicht dokumentiert oder getrackt wurde, ist es nicht passiert. Kontrollzwänge lassen sich durch Tracking-Apps ganz gut ausleben. Das Phänomen der Entfremdung des Körpers wird unter dieser Technologie weiter verstärkt. Hinzu kommt die immer fragwürdige Datennutzung, von Dritten, diesem Risiko ist man immer ausgeliefert. Auf einmal werden auf Facebook die neusten Sporthosen von diversen Marken angezeigt oder Nahrungsergänzungsmittel empfohlen. Undpersonalisierte Werbung ist wahrscheinlich noch das harmloseste. Unabhängig davon, dass dritte Nutzer*innen die Daten verwenden können für Werbezwecke etc., gibt es Tendenzen der Beurteilung der Menschen hinsichtlich der Präventivmaßnahmen, die von jedem Individuum geleistet wird. Vor allem aus wirtschaftlichen Interesse sind diese Apps für viele Unternehmen und Krankenkassen attraktiv. Unsere Gesellschaft möchte gesunde und vor allem funktionierende Körper. Rein aus präventiven Gründen sind die Daten interessant, da Unternehmen sehr an der Gesundheit ihrer Mitarbeiter*innen interessiert sind. Denn wenn du gesund bist, bist du ein*e sichere*r Arbeitnehmer*in und zu mehr Leistung fähig. Und du liegst dem Staat nicht auf der Tasche. Das bedeutet viele Menschen schlagen Profit aus der Gesundheit der Menschen, denn unsere Gesellschaft möchte gesunde und vor allem funktionierende Körper. Ilona Kickbusch beschäftigt sich schon länger mit der Gesundheitsgesellschaft. Sie ist Politikwissenschaftlerin und vor allem bekannt für ihre Beiträge zur Gesundheitsförderung und Weltgesundheit. Die Megatrends der Gesundheit und deren Konsequenz für Politik und Gesellschaft, was gleichzeitig auch der Titel ihres Buchs darstellt. Darin beschreibt sie, dass Gesundheit und Krankheit zu einem wichtigen Markt geworden sind. Gesundheit ist jetzt ein Teil der Lebensqualität, das war nicht immer so. Es fand ein normativer Umbruch statt, denn in modernen Gesellschaften sind die Menschen dem Schicksal von Gesundheit nicht nicht mehr ganz so wehrlos ausgeliefert, das beinhaltet auch Krankheiten. Sie beschreibt vier Maxime der Gesundheitsgesellschaft: Gesundheit ist, grenzenlos, überall, machbar und jede Entscheidung ist eine Gesundheitsentscheidung. Die neuste Gesundheitsrevolution beinhaltet die Förderung der Gesundheit in vielfältigen Lebenswelten im modernen Alltag. Die Lebenswelt und Lebensweisen sind bestimmend für die Gesundheit der Menschen. Die WHO hat deswegen eine internationale Kommission eingesetzt, die soziale Faktoren der Gesundheit herausfinden soll. Es gibt soziale und personale Faktoren und Faktoren, die mit dem jeweiligen Gesundheitssystem zusammenhängen. Kampagnen werden gestartet, damit die Menschen gesünder leben. Es geht nicht mehr nur um Verhaltensänderungen eines Einzelnen, sondern die Kampagnen richten sich auch an die soziale Umwelt. Teil dieser Kampagnen beinhalten Tracking-Apps. Vor allem Krankenkassen sind daran interessiert an gesunden Menschen und an deren Daten durch Tracking-Apps. Durch die Überwachung des Körpers können frühzeitig Krankheiten entdeckt werden oder präventiv eingegriffen werden. Das spart den Kassen natürlich viel Geld. Aber wo führt das hin? Bedeutet das in Zukunft, dass sich die Zweiklassenteilung im Gesundheitssystem, die schon deutlich besteht, weiter auseinander klafft? Es gibt bereits jetzt Tendenzen dazu, dass wenn Menschen nicht vorbeugen, sie später aufgrund dessen in der Gesundheitsversorgung diskriminiert werden. Die individuelle Schuldzuweisung an einer Krankheit aufgrund fehlender Präventivmaßnahmen im Lebenslauf ist ein weiteres Phänomen, dass bereits jetzt schon eintritt. Es gibt bereits jetzt Tendenzen dazu, dass wenn Menschen nicht vorbeugen, sie später aufgrund dessen in der Gesundheitsversorgung diskriminiert werden. Ein mögliches Zukunftsszenario könnte also sein: „Du hast keine zwanzig Jahre drei mal die Woche Sport gemacht, wir unterstützen deine Bandscheiben-OP nicht, die Kosten musst du selber tragen.“ Aktuell werben die gesetzlichen Krankenkassen mit Boni, sie bezahlen teilweise Fitness-Apps oder beteiligen sich finanziell an Kursen. Private Krankenkassen unterscheiden allerdings jetzt schon deutlich zwischen Menschen, die Sport machen und Menschen, die nicht Sport machen. Der Versicherungstarif der Krankenversicherung wird anhand der Gesundheitsdaten individuell angepasst. In Planung ist zudem, dass sportliche und gesunde Menschen sich einen finanziellen Vorteil durch das Bonisammeln erarbeiten können. Wer also nicht in seinen Körper nach gewissen Maßstäben investiert, zieht den Kürzeren.
<urn:uuid:d4e9555b-a8d4-480e-96b2-a64c753870af>
CC-MAIN-2019-30
https://berta.stura.org/vermessungstechnik-am-menschen
2019-07-23T10:31:24Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195529175.83/warc/CC-MAIN-20190723085031-20190723111031-00113.warc.gz
cc-unknown
null
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.997474
{ "abbr": [ "cc-unknown" ], "in_footer": [ false ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ null ] }
Gestern sprang mir aus dem TV das Leben entgegen. Weil Stars offenbarten, wie sehr auch sie Mensch bleiben und stets damit konfrontiert sind, Lösungen für den Umgang mit sich selbst zu finden. Genau so wie Du und ich. Im Dok-Film über eines der besten Tennis-Matches, die je gespielt wurden, offenbarte Rafael Nadal, wie sehr er in allem Erfolg stets voller Zweifel bleibt. Und wie er damit umgeht, diesen Zweifel zum Antrieb nimmt, um noch einen Erfolg zu erringen – und den Zweifel doch zu behalten. Dieses Leben kennt viel Adrenalin, scheint aber auch ziemlich ruhelos zu sein. Und wie bei seinem Kontrahenten Federer helfen in all diesen Spannungsfeldern allgemeine Werte weiter: Bescheidenheit, Respekt, Anstand. Ein grosser Film über irgendwie ganz normale Menschen, die womöglich mehr getrieben sind als Du und ich. Strokes Of Genius auf SRF – aus der CH online noch ein paar Tage zu sehen: Link Und dann schalte ich um in die Gegenwart… und sehe, wie Serena Williams 23malige Grandslam-Gewinnerin, beim vergeblichen Versuch, den 24. grossen Titel zu erringen, komplett die Nerven verliert, ihrer Gegnerin damit die Freude am Erfolg nimmt und selber so sehr neben den Tennisschuhen steht, wie sie es sich selbst ganz sicher nicht wünschte. Und doch geschieht es. Die Nerven liegen nicht zum ersten Mal blank. Auch hier sucht jemand den Ausgleich, die Balance mit dem inneren Antrieb, und die Tatsache, dass es auf einer entlarvenden, weil so grossen offenen Bühne geschieht, sollte uns nicht dabei Halt machen lassen, einfach den Kopf zu schütteln. Ganz eindeutig hilft alle Anerkennung über Erreichtes nicht entscheidend weiter bei der Aufgabe, mit sich selbst im Hier und Jetzt ins Reine zu kommen – und akzeptieren zu können, was aktuell geschieht. Aber genau darin können wirklich grosse Champions sehr irdische Vorbilder werden: In der Art und Weise, wie sie Rückschläge akzeptieren, Gegner und Umstände, eigenes Versagen. Denn es wird immer mal wieder geschehen. Kein Titel, keine scheinbare Grösse hilft dabei, Grenzen zu akzpetieren. Und die gibt es für uns Alle. So ist das Leben angelegt. Und das sollte demütig machen und wirkliche Stärke erzeugen: Jenseits allen Ehrgeizes wartet das Ich. Und damit das wirkliche Bild auf sich selbst. Hoffentlich mit Liebe betrachtet.
<urn:uuid:72251330-2ef2-4fdd-8623-3c02b516b6b8>
CC-MAIN-2019-30
https://thinkabout.ch/2018/09/09/der-genius-und-das-ich/
2019-07-23T09:23:17Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195529175.83/warc/CC-MAIN-20190723085031-20190723111031-00113.warc.gz
by-nc-sa
4.0
a_tag
false
true
false
false
Latn
deu
0.995931
{ "abbr": [ "by-nc-sa" ], "in_footer": [ true ], "in_head": [ false ], "location": [ "a_tag" ], "version": [ "4.0" ] }
Jordi Burillo Jordi Burillo | ||||| Nation: | Spanien | |||| Geburtstag: | 7. Dezember 1972 | |||| Größe: | 188 cm | |||| Gewicht: | 85 kg | |||| 1. Profisaison: | 1991 | |||| Spielhand: | Rechts | |||| Trainer: | Jordi Arrese | |||| Preisgeld: | 1.198.126 US-Dollar | |||| Einzel | ||||| Karrierebilanz: | 92:129 | |||| Karrieretitel: | 1 | |||| Höchste Platzierung: | 43 (22. April 1996) | |||| Doppel | ||||| Karrierebilanz: | 31:43 | |||| Karrieretitel: | 1 | |||| Höchste Platzierung: | 100 (2. Februar 1998) | |||| Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks) | Inhaltsverzeichnis LebenBearbeiten Burillo wurde 1991 Tennisprofi und erreichte beim ATP Challenger Turnier in São Paulo das Doppel-Finale. Im darauf folgenden Jahr schlug er Boris Becker in der zweiten Runde des ATP Turniers von Barcelona und gewann als Qualifikant 1993 seinen einzigen Einzeltitel beim Turnier in Bologna. Zudem stand er im Finale von Florenz, wo er Thomas Muster unterlag. 1995 gewann er durch einen Finalsieg über Carlos Moyá das Challenger-Turnier von Barcelona, zudem stand er im Finale von Palermo, welches er knapp gegen Francisco Clavet verlor. Nachdem er 1996 wegen einer Operation am Sprunggelenk hatte pausieren müssen, gewann er im Jahr darauf an der Seite von Alberto Berasategui seinen einzigen Doppeltitel auf der ATP World Tour. Seine höchste Notierung in der Tennis-Weltrangliste erreichte er 1995 mit Position 43 im Einzel und 1996 mit Position 100 im Doppel. Burillo spielte 1994 zwei Einzelpartien für die spanische Davis-Cup-Mannschaft. Bei der Viertelfinalbegegnung gegen Deutschland verlor er sein erstes Einzel gegen Michael Stich in vier Sätzen. Sein zweites Einzel gegen Marc-Kevin Goellner konnte er in zwei Sätzen zwar gewinnen, es war jedoch bedeutungslos, da Spanien bereits uneinholbar zurücklag. Nach dem Ende seiner Profikarriere war Burillo Trainer von Julián Alonso. TurniersiegeBearbeiten Legende | Grand Slam | Tennis Masters Cup | ATP Masters Series | ATP International Series Gold | ATP International Series (2) | EinzelBearbeiten Nr. | Datum | Turnier | Belag | Finalgegner | Endergebnis | 1. | 17. Mai 1993 | Bologna | Sand | Andrei Tscherkassow | 7:6, 6:7, 6:1 | DoppelBearbeiten Nr. | Datum | Turnier | Belag | Partner | Finalgegner | Endergebnis | 1. | 14. April 1997 | Barcelona | Sand | Alberto Berasategui | Pablo Albano Àlex Corretja | 6:3, 7:5 | - ATP-Profil von Jordi Burillo (englisch) - ITF-Profil von Jordi Burillo (englisch) - Davis-Cup-Statistik von Jordi Burillo (englisch) Personendaten | | ---|---| NAME | Burillo, Jordi | ALTERNATIVNAMEN | Burillo Puig, Jordi (vollständiger Name) | KURZBESCHREIBUNG | spanischer Tennisspieler | GEBURTSDATUM | 7. Dezember 1972 | GEBURTSORT | Barcelona, Spanien |
<urn:uuid:d05f03ae-f057-4b62-a4fe-5fc391817f85>
CC-MAIN-2019-30
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Jordi_Burillo
2019-07-18T09:36:12Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195525587.2/warc/CC-MAIN-20190718083839-20190718105839-00057.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.697572
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true ], "in_head": [ true, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum. Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ... Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten) | Robinson Crusoe Robinson Crusoe [r'ɔbɪnsn kr'u:sou] ist ein Roman von Daniel Defoe, der die Geschichte eines Seemannes erzählt, der mehrere Jahre auf einer Insel als Schiffbrüchiger verbringt. Das Buch erschien 1719 und gilt als der erste englische Roman. Das literarische Motiv des Eingeschlossenseins auf einer Insel bezeichnet man nach ihm auch als Robinsonade. Der vollständige Titel des englischen Originals lautet: The Life and Strange Surprizing Adventures of Robinson Crusoe of York, Mariner: Who lived Eight and Twenty Years, all alone in an un-inhabited Island on the Coast of America, near the Mouth of the Great River of Oroonoque; Having been cast on Shore by Shipwreck, wherein all the Men perished but himself. With An Account how he was at last as strangely deliver'd by Pirates. Written by Himself. („Das Leben und die seltsamen überraschenden Abenteuer des Robinson Crusoe aus York, Seemann, der 28 Jahre allein auf einer unbewohnten Insel an der Küste von Amerika lebte, in der Nähe der Mündung des großen Flusses Oroonoque; durch einen Schiffbruch an Land gespült, bei dem alle außer ihm ums Leben kamen. Mit einer Aufzeichnung, wie er endlich seltsam durch Piraten befreit wurde. Geschrieben von ihm selbst.“) Der große Erfolg des Buches – nach der Erstveröffentlichung am 25. April 1719 erschienen noch selbigen Jahres drei weitere Auflagen – führte zur Fortsetzung The Farther Adventures of Robinson Crusoe vom 20. August 1719 und einem eigentümlichen Nachklapp unter dem nunmehr eingeführten „Markennamen“ Serious Reflections during the Life and Surprising Adventures of Robinson Crusoe, with his Vision of the Angelick World. Written by himself (6. August 1720).[1] Zu den bekannten Illustratoren des Buches gehört Walter Paget. Inhaltsverzeichnis Inhalt Robinson Crusoe, Sohn eines nach England ausgewanderten Bremer Kaufmanns mit dem ursprünglichen Namen Kreutznaer, wird 1632 in York geboren. Sein Vater schärft dem jungen Robinson ein, er gehöre in den Mittelstand, und warnt ihn eindringlich davor, zur See zu gehen, dort würde er seinen Untergang finden. Robinson Crusoe missachtet diese Ermahnungen und wird auf einer seiner ersten Fahrten vor der Küste Nordafrikas von Piraten überfallen und versklavt. Erst nach zweijähriger Gefangenschaft in der marokkanischen Hafenstadt Salé gelingt ihm zusammen mit dem ebenfalls versklavten Jungen Xury die Flucht; beide segeln entlang der afrikanischen Atlantikküste nach Süden. Schließlich werden sie von einem portugiesischen Kapitän auf hoher See aufgenommen. Er bringt sie über den Ozean nach Brasilien; Robinson verkauft Xury an den Kapitän, lässt sich von ihm aber schriftlich zusichern, dass Xury nach zehn Jahren Dienst, wenn er ein Christ geworden ist, die Freiheit erhalten soll. In Brasilien kommt Robinson durch Geschick im Handel schnell zu Geld. Er erwirbt eine eigene Zuckerplantage und bewirtschaftet sie so gut er es vermag. Um schwarze Sklaven für seine und andere Plantagen aus Guinea zu holen, geht er wieder zur See. Auf dieser Fahrt erleidet er bei einem Sturm in der Karibik Schiffbruch, den er als einziges Mitglied der Besatzung überlebt. Er strandet an einer abgelegenen Insel im Mündungsgebiet des Orinoco. Crusoe kann an den folgenden Tagen mit einem selbstgebauten Floß noch verschiedene Ausrüstungsgegenstände aus dem Schiffswrack retten, bevor er eines Morgens feststellen muss, dass es nach einem weiteren Sturm verschwunden ist. Robinson baut sich eine kleine Festung, in deren Schutz er lebt. Er beginnt, Getreide anzubauen, zu jagen und Kleidung aus den Fellen wilder Ziegen herzustellen. Etwa am zwölften Tag nach seiner Landung errichtet er ein großes Kreuz, in das er den 30. September 1659 als Datum seiner Ankunft auf der Insel einritzt, und beschließt, fortan jeden Tag eine Kerbe in das Kreuz zu ritzen. Auch führt er ein Tagebuch, bis ihm schließlich die Tinte ausgeht. Seine Festung rüstet er mit vom Schiff geretteten Musketen aus. All dies tut er mit äußerster Vorsicht, da er sich auf der Insel nicht sicher fühlt. Crusoe erkrankt ernsthaft. Im Fieber erscheint ihm ein Mann, der von einer schwarzen Wolke auf einer großen Flamme herabsteigt und ihm sagt, dass sein Leben ihn noch nicht zur Reue gebracht habe. Robinson wird letztlich wieder gesund. Zuvor nicht religiös, erstarkt er zunehmend im Glauben an Gott, dem er sein Leben und alles zu verdanken glaubt, was er auf der Insel besitzt. So liest er jeden Morgen in einer Bibel, die er vom Schiff bergen konnte. Abseits seiner Festung errichtet sich Crusoe noch eine Laube. Bei einer Expedition zum Westende der Insel macht er in der Entfernung im Ozean Land aus. Auf der Insel gefangene Ziegen verwendet er zur Zucht und gelangt so zu einer eigenen Ziegenherde. Eines Tages entdeckt er im Sand einen Fußabdruck, der größer ist als sein eigener. Zwei Jahre später findet er am Strand die Überreste eines Kannibalengelages. Die Insel wird offenbar bisweilen von Kannibalen besucht, die dort ihre Festmähler abhalten. Eines Nachts träumt Robinson, dass Kannibalen die Insel, auf der er lebt, mit einem Opfer aufsuchen, das jedoch entkommt und zu Robinson läuft. Tatsächlich erscheinen anderthalb Jahre später wieder „Wilde“ auf der Insel, und eines ihrer vorgesehenen Schlachtopfer läuft, von zwei Kannibalen verfolgt, auf Robinsons Versteck zu. Robinson und dem Verfolgten gelingt es, die beiden Kannibalen zu töten. Den zu ihm geflohenen Wilden, der später sein Freund und Diener wird, nennt Robinson Freitag zur Erinnerung an den Tag, an dem er ihm das Leben gerettet hat. Er bringt Freitag die englische Sprache bei, macht ihn mit der europäischen Lebensweise vertraut und führt ihn an die christliche Lehre heran. Bevor Robinson nach 28 Jahren schließlich gerettet wird, gelingt es ihm und Freitag, einen schiffbrüchigen Spanier und einen anderen Eingeborenen aus den Klauen der Kannibalen zu befreien, die wieder einmal einen Festschmaus auf Robinsons Insel abhalten wollen. Der gerettete Eingeborene stellt sich als Freitags Vater heraus, während der Spanier berichtet, dass weitere mit ihm zusammen gestrandete Spanier auf Freitags Heimatinsel ein bedauernswertes Dasein führen. So wird beschlossen, dass Freitags Vater mit dem Spanier losfahren soll, um die anderen Europäer zu Robinsons Insel zu bringen. Während die beiden noch unterwegs sind, ankert eines Tages ein englisches Schiff vor der Insel, dessen Mannschaft gemeutert und beschlossen hat, den Kapitän und noch zwei Unglückliche auf der scheinbar unbewohnten Insel auszusetzen. Nach harten und verlustreichen Kämpfen mit den Meuterern gelingt es Robinson, das Schiff zurückzuerobern. Nun werden die überlebenden Rädelsführer der Meuterei auf der Insel ausgesetzt, und Robinson fährt am 19. Dezember 1686 nach England zurück, wo er am 11. Juni 1687 nach 35 Jahren Abwesenheit eintrifft. Von dort schifft er sich mit Freitag nach Lissabon ein, wo er den alten portugiesischen Kapitän wiedertrifft, der ihm Rechenschaft über seine Pflanzungen in Brasilien gibt. Robinson erfährt, dass er während seiner Abwesenheit zu einem wohlhabenden Mann geworden ist, da seine Plantage inzwischen ein kleines Vermögen eingebracht hat. Für die Rückkehr nach England benutzen Robinson und Freitag zunächst den Landweg, auf dem sie Abenteuer mit Wölfen und einem Bären bestehen. Zurück in England verkauft Robinson seine Pflanzungen in Brasilien, legt das Geld an und heiratet. Nach dem Tod seiner Frau besucht er die Insel erneut und lässt sich von den Bewohnern ihre Geschichte berichten. Die Spanier haben sich nach zunächst heftigen Kämpfen mit den Meuterern geeinigt, da die Insel von Kannibalen angegriffen wurde. Die Bewohner bilden inzwischen eine friedliche Kolonie, zu der Robinson bei späteren Besuchen sogar Neuansiedler bringen kann. Hintergrund der Geschichte Die Geschichte von Robinson Crusoe kann auf das Leben des Abenteurers Alexander Selkirk zurückgeführt werden. Dieser gehörte zur Mannschaft des Freibeuters William Dampier und wurde 1704 nach einem Streit mit seinem Kapitän auf der zum Juan-Fernández-Archipel gehörigen Insel Mas a Tierra, die heute Robinsón Crusoe heißt, ausgesetzt.[2] Selkirk blieb vier Jahre und vier Monate auf der Insel, bis er am 2. Februar 1709 gerettet wurde.[3] Nach seiner Rückkehr nach England zeichnete Richard Steele Selkirks Geschichte auf und veröffentlichte sie 1713 in seiner Zeitschrift „The Englishman“. Durch diesen Text ließ sich Daniel Defoe vermutlich zu seinem Roman Robinson Crusoe anregen. Angeblich soll Defoe Selkirk auch in einem noch heute existierenden Pub (Llandoger Trow) in Bristol getroffen haben. Steeles Bericht über Selkirks Abenteuer und Defoes Fantasie vereinten sich zu einem Werk, das heute zu den Klassikern der Weltliteratur gehört. Dieser Klassiker wurde bereits kurz nach seinem Erscheinen auf einen Abenteuerroman reduziert – Defoes Original ist eigentlich eine zweiteilige Gesellschaftskritik, bei der nur der erste Teil von Robinsons Zeit auf der Insel handelt. Rezeption im deutschsprachigen Raum Schon im Jahr nach Erscheinen der Originalausgabe des Werks waren in Deutschland vier verschiedene Übersetzungen erhältlich, ab 1722 folgte dann eine bedeutende Zahl von mehr oder weniger originellen deutschsprachigen Bearbeitungen des Stoffs. Zu den bedeutendsten unter diesen Robinsonaden zählen Johann Gottfried Schnabels Insel Felsenburg sowie der Schweizerische Robinson von Johann David Wyss. Eine der ersten Rezensionen mit Abbildung des Buchhelden im Holzschnitt fand sich 1720 in der Zeitschrift Remarquable Curiosa.[4] Die Robinsonaden orientierten sich teils mehr an der belehrenden, teils mehr an der abenteuerlichen Seite des Originals. Oft wurde im Titel der Name Robinson, sowie zur Unterscheidung von der Konkurrenz, der Beruf oder die Herkunftsregion des Helden genannt – letzteres insbesondere in Österreich. Österreichische Robinsonaden erschienen zahlreich ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und zeichneten sich in der Regel dadurch aus, dass sie Robinsons Gefährten Freitag durch eine weibliche Person ersetzten. Der ungarische Robinson Andreas Jelky von Ludwig Hevesi beruhte auf wahren Begebenheiten, ebenso wie der autobiographische kärntnerische Robinson von Leonhard Eisenschmied. Karl Temlichs österreichischer Robinson (1791) Andreas Geißler aus Wien ist dagegen ebenso fiktiv wie die meisten anderen. Auch der steirische Robinson (1793) und der Robinson aus Böhmen (1796) haben sich bis heute erhalten. Schließlich erschien 1802 Robinson der Ober-Österreicher, eine fiktive Autobiografie von Johann Georg Peyer. Verfilmungen Die Geschichte von Robinson Crusoe wurde seit der Stummfilmzeit vielfach verfilmt. 1946 erschien die russische Fassung Robinzon Kruzo, mit Pawel Kadotschnikow als Crusoe und Juri Ljubimow als Freitag. Dieser Film wurde als 3D-Film in Farbe gedreht und als erster Spielfilm auf einer Drahtraster-Leinwand vorgeführt. Dies ermöglichte es, ihn räumlich ohne die sonst üblichen 3D-Brillen anzusehen. Für die Reihe der Abenteuervierteiler des ZDF wurde die Geschichte von Robinson Crusoe 1964 als erster Stoff ausgewählt (Die seltsamen und einzigartigen Abenteuer des Robinson Crusoe aus York, von ihm selbst berichtet). Die Titelrolle spielte der bis dahin unbekannte Robert Hoffmann, den Freitag spielte Fabian Cevallos. Diese Fassung gilt als die bisher werkgetreueste Verfilmung. Beachtung fand auch die von Jack Gold 1975 realisierte Verfilmung unter dem Titel Freitag und Robinson (Man Friday) mit Peter O’Toole (als Robinson) und Richard Roundtree (Freitag) in den Hauptrollen. Jack Gold hielt sich an die Geschichte, benutzte sie jedoch gleichzeitig dazu, die damaligen Vorstellungen vom „zivilisierten weißen Mann“ zu karikieren und somit gleichzeitig harsche Kritik an Kolonialismus, Missionierung, Rassismus und ähnlichen Erscheinungen zu üben. 1976 drehte Sergio Corbucci mit Robinson jr. (auch Robinson Junior genannt) eine in der Gegenwart angesiedelte Parodie auf den Defoe-Stoff, in der ein luxusverwöhnter Mailänder Modedesigner (Paolo Villaggio) auf eine einsame Insel gespült wird und später einen weiblichen Freitag (Zeudi Araya) zur Seite bekommt. 1981 wurde von Krátky Film in Prag ein aufwendig produzierter Puppentrickfilm, mit Zeichnungen als Rückblenden, fertiggestellt. Dieser wurde in Deutschland 1983 als Die wundersamen Abenteuer des Robinson Crusoe (tschechischer Originaltitel: „Zivot a podivuhodna dobrodruzstvi Robinsona Crusoe namornika z Yorku“) erstmals aufgeführt.[5] 1988 gab es eine Fassung aus Großbritannien von Caleb Deschanel, in der Hauptrolle Aidan Quinn, Originaltitel Crusoe, deutscher Titel Robinson Crusoe – Reise ins Abenteuer. Die Filmmusik wurde von Michael Kamen komponiert. In den USA gab es 1997 eine weitere Verfilmung mit Pierce Brosnan als Robinson Crusoe und William Takaku als Freitag, die jedoch der Originalerzählung nicht so nah ist wie die anderen. Die Regie führten George Miller und Rodney K. Hardey. 2002 drehte Thierry Chabert einen französischen Fernseh-Zweiteiler im Format 16:9 (Originaltitel: L'île de Robinson und Robinson et Vendredi, deutsche Titel: Die Insel des Robinson und Robinson und Freitag) mit Pierre Richard als Robinson (ca. 190 Min). Auch diese Fassung ist gesellschaftskritisch. So verlangt Robinson von seinem Diener Freitag zivilisiertes Verhalten und begründet es als Fortschritt gegenüber Freitags Volk, den Wilden. Jedoch zeigen sich die zivilisierten Europäer in diesem Film häufig als Feiglinge, Lügner und Mörder, wohingegen Freitag (Nicolas Cazalé) als Wilder eher die typischen Tugenden wie Mut, Charakterstärke, Treue und Ehrlichkeit aufweist. Abweichend von der Romanfassung begleitet Freitag Robinson am Ende zu seiner Plantage zurück und erlebt dort die Unterdrückung und Ausbeutung der Sklaven. Als Dunkelhäutiger wird er von den Weißen nicht respektiert. Sowohl Robinson als auch Freitag versuchen die Sklaven zu beschützen. Die anderen Plantagenbesitzer zünden daraufhin Robinsons Haus an. Robinson und Freitag flüchten nach Europa. Dort will Robinson die Idee verbreiten, dass alle Menschen gleich sind. Das Motiv der Geschichte bildet die Basis für weitere Filme. So weist unter anderem Robert Zemeckis Film Cast Away – Verschollen, mit Tom Hanks als Verschollenem, unverkennbare Parallelen zur Darstellung des Crusoe auf. In Deutschland sind ferner einige Hörspiele und Lesungen erschienen. Besonders erwähnenswert sind hierbei eine Lesung von Rufus Beck, erschienen bei Hörbuch Hamburg, und ein Hörspiel in der Bearbeitung und unter der Regie von Sven Stricker, erschienen 2005 beim Münchner Hörverlag, das auf der Urfassung des Stoffes basiert. 2008/2009 wurde bei NBC eine TV-Serie Namens Crusoe ausgestrahlt. Dort hat der Gestrandete Robinson, gespielt von Philip Winchester, bereits eine Familie und zwei Kinder, die er auf der Flucht vor falschen Anschuldigungen verlassen musste, und will nichts sehnlicher als zu ihnen zurück. Er rettet Freitag Tongayi Chirisa und lebt mit ihm fortan auf der Insel, auf der der technisch und handwerklich begabte Crusoe schon einiges gebaut hat. Bedeutung für die phantastische Literatur Stärker als z. B. in Edgar Allan Poes Seltsame Erlebnisse des Arthur Gordon Pym aus Nantucket (1838) und anders als in Herbert Georges Wells' Die Zeitmaschine (1895) tritt in Robinson Crusoe der Mensch in die Ödnis des Raumes, der Zeit und der Ewigkeit. Dadurch kann die den Menschen bedrückende Einsamkeit ganz in ihrer Schwere empfunden werden und hat der Roman bedeutenden Einfluss auf die Science-Fiction genommen.[6] Neben weiteren ungezählt-unterschiedlichsten Anregungen – wie etwa auf den Titel The Life and Opinions of Tristram Shandy, Gentleman (1759–1767) von Lawrence Sterne – liefern The Life and Strange Surprizing Adventures of Robinson Crusoe of York, Mariner Vorlage wie Hintergrund von The Lord of the Flies (1954), für den William Golding 1983 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde. Sonstiges Einzelnachweise - „Anhang: Entstehungsgeschichte und Quellen der Romane“ in: Norbert Miller (Hrsg.), Daniel Defoe. Romane. Erster Band. 2., veränderte Auflage München: Carl Hanser Verlag 1974, S.732 ff. - Oliver Zelt: Gemein, brutal und lasterhaft. Die echten Piraten alten Schlages waren ganz anders als die in Hollywood-Filmen. In: Berliner Zeitung. 24. Mai 2007, Vermischtes S. 32. - Marco Evers: Gestrandet im Paradies. In: Der Spiegel. Nr. 6, 2009, S. 130–131 (2. Februar 2009, online). - Poliander: Remarquable Curiosa, Erfurt 1720, Acta Publica S. 314-319, mit Holzschnittdarstellung - Walter Wehner: Defoe, Daniel. (Bibliografie) - Michael Salewski: Zeitgeist und Zeitmaschine. Science Fiction und Geschichte. Dtv, München 1986, S. 9–12. Literatur - Constantin von Wurzbach: Jelky, Andreas. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. Band 10. Verlag L. C. Zamarski, Wien 1863, S. 134–136. - Hermann F. Wagner: Robinson in Oesterreich. Ein Beitrag zur Geschichte der Deutschen Robinson-Litteratur. Salzburg 1886. - Hermann F. Wagner: Robinson und die Robinsonaden in unserer Jugendliteratur. Literaturgeschichtliche Studie. In: Jahresbericht der k. k. Franz Joseph-Realschule. Wien 1903, Band 28, S. 3–20. - Ian Watt: >Robinson Crusoe, Individualismus und der Roman<. In: Willi Erzgräber (Hrsg.): Interpretationen Band 7 · Englische Literatur von Thomas Morus bis Laurence Sterne. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. et al. 1970, S. 227-260. Der Klassiker selbst ist in verschiedenen Ausgaben im Buchhandel erhältlich. Hier eine Auswahl: - Daniel Defoe: Robinson Crusoe. AREA Verlag, ISBN 3-89996-145-5. - Daniel Defoe: Robinson Crusoe. Arena, ISBN 3-401-00256-2. - Daniel Defoe: Robinson Crusoe. Carl Ueberreuter Verlag ISBN 3-8000-2014-9. - Daniel Defoe: Robinson Crusoe. Hase und Igel Verlag - Daniel Defoe: Robinson Crusoe, Für den Schulgebrauch gekürzter Abenteuerroman. Hamburger Lesehefte Verlag (Heft 116), ISBN 3-87291-115-5. - Daniel Defoe: Robinson Crusoe. Manesse-Verlag, ISBN 3-7175-1092-4. - Daniel Defoe: Robinson Crusoe. Erster und zweiter Band, Patmos Verlag, ISBN 3-491-96082-7. - Daniel Defoe: Robinson Crusoe. Tosa Verlag, ISBN 3-85001-020-1. - Daniel Defoe: Robinson Crusoe. Winkler Dünndruckausgabe, ISBN 3-538-05029-5. - Daniel Defoe: Robinson Crusoe. cbj-Verlag, ISBN 3-570-12992-6. Neu übertragen und für die Jugend bearbeitet von Marianne Wagner: - Daniel Defoe: Leben und Abenteuer des Robinson Crusoe, Zeichnungen von Gerhard Oberländer. dtv junior, München 1972. ISBN 3-423-07064-1. Literarische Bearbeitungen - Johann Karl Wezel: Robinson Krusoe. Rütten & Loening, Berlin 1990, ISBN 3-352-00199-5. - Michel Tournier: Freitag oder Im Schoss des Pazifik. 1968. - András Dékány: Die letzten Abenteuer Robinson Crusoes. Aus dem Ungarischen, 1970. - Robinson Crusoe im Literaturnetz (deutsche Übersetzung von Carl Altmüller) - Robinson Crusoe (London: W. Taylor, 1719)., englischer Text nach der ersten Auflage mit Kommentar und Begleitmaterialien. - http://www.digbib.org/Daniel_Defoe_1661/Robinson_Crusoe – Englischer Text mit unklarer Herkunft und nicht originaler Kapiteleinteilung - http://www.digbib.org/Daniel_Defoe_1661/The_Further_Adventures_Of_Robinson_Crusoe (engl.) Text der Fortsetzung, die Defoe noch 1719 anhängte - Verfilmungen (IMDb) - Die Insel des Robinson Crusoe. In: Innsbrucker Nachrichten, 4. August 1877, S. 21 (Online bei ANNO) Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Robinson Crusoe aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar. |
<urn:uuid:394fc405-4bc9-4459-9a39-41f91777d1d6>
CC-MAIN-2019-30
https://www.jewiki.net/wiki/Robinson_Crusoe
2019-07-19T14:16:02Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195526254.26/warc/CC-MAIN-20190719140355-20190719162355-00217.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.98653
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa", "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true, true, false ], "in_head": [ true, false, false, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag", "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0", "3.0", "3.0" ] }
Wer hier schon länger mitliest, hat sich vielleicht schon gefragt, was daraus geworden ist. Ich habe in den letzten Wochen immer wieder mal von meinem Data Warehouse (DWH)-Rechner aus versucht, ob ich vielleicht wieder instante Messages nutzen kann. Aber immer ohne Erfolg. Durch Zufall ist mir gestern in der Produktionsumgebung aufgefallen, dass das Instant Messaging dort funktioniert. Also habe ich gleich mal wieder ausprobiert, ob ich das auch hinkriege. Nein, kriege ich nicht. Ich bin angeblich nicht zum Zugriff auf den Server berechtigt, warum auch immer. So leicht gebe ich mich aber nicht geschlagen: Ich habe einfach mal auf meinem Java-PC Notes gestartet, und da eine Anmeldung am Instant Messaging ausprobiert. Überraschenderweise hat das auf Anhieb funktioniert. Jetzt rätsele ich zwar, warum mein DWH-REchner das nicht hinbekommt, aber im Prinzip kann es mir auch egal sein, weil ich die Aufgaben (und wahrscheinlich auch den Rechner) nicht mehr lange habe. Im Moment sieht es dann allerdings so aus, dass ich auf dem einen (DWH-) Rechner arbeite, und zum Mails lesen auf den anderen (Java-) Rechner umschalten muss. Das fällt dann wohl in die Kategorie 'Nicht schön, aber selten'. Ich hatte es fast vergessen zu erwähnen, aber das Instant Messaging funktioniert immernoch nicht. So langsam beschleicht mich das Gefühl, dass das so schnell nicht funktionsfähig gemacht ewerden wird... Es war mal wieder so weit: Die Instant- Messaging- Funktion ging heute mal wieder. Bis 8:30. Dann war wieder Stille. So langsam wird's ja zu einer liebgewonnenen Angewohnheit, dass das nicht funktioniert. Nächsten Montag kann ich das garnicht testen, da bin ich auf Schulung. Wahrscheinlich funktioniert's dann aber vor lauter Bosheit Es gibt mal wieder etwas neues zum Instant Messaging in der Firma. Heute früh funktionierte das System mal wieder, aber nur für wenige Stunden, dann war plötzlich wieder Funkstille. Ich habe dann mal unsere Notes-Entwickler gefragt, und die waren total überrascht, dass das überhaupt funktioniert hat, weil sie noch auf einen Patch vom Hersteller warten. Jetzt darf mal gerätselt werden, warum das Teil heute überhaupt mal funktioniert hat, wann es denn wieder 'richtig' aktiviert wird, und bei der Gelegenheit, wie lange es dann aktiv bleibt... Ich werde es mir jedenfalls nicht nehmen lassen, dann wieder darüber zu berichten. Heute gab es Neues von den gestrigen NeuigkeitenDie Last auf den (Windows Terminal) Servern war angeblich zu hoch, wegen eines Fehlers im Instant Messaging. Eigentlich hätte das Problem im Test aufgefallen sein sollen. Warum da niemand bemerkt hat, dass da was nicht so funktioniert wie erwartet, kann ich auch nur raten. Es werden Wetten angenommen, wie lange es dauert, bis die IM-Funktion wieder aktiviert wird (falls überhaupt). Der Rest der Firma erholt sich noch von der großen Umstellung am Wochenende (auf die Terminalserver). Dankenswerter Weise bin ich bisher von 'Support'-Anrufen verschont geblieben Seit heute ist eine neue Version von Lotus Notes im Einsatz. Die 'tollste' Neuerung dabei: Instant Messaging. Ich hätte ja nicht gedacht, dass wir so einfach einen offiziellen Chat bekommen würden. Naja, lange hat das Teil nicht gehalten. Seit dem Vormittag ging da nichts mehr... Aber das hat bestimmt nichts damit zu tun, dass da vielleicht einem Firmen-Oberen aufgefallen ist, dass da ein Chat aktiviert wurde, oder?
<urn:uuid:b46127b7-2ef7-4c64-9925-4af9359915f4>
CC-MAIN-2019-30
https://compyblog.de/index.php?/plugin/tag/Instant+Messaging
2019-07-22T01:47:14Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195527458.86/warc/CC-MAIN-20190722010436-20190722032436-00537.warc.gz
by-nc
3.0
a_tag
false
false
false
false
Latn
deu
0.999049
{ "abbr": [ "by-nc", "by-nc" ], "in_footer": [ false, false ], "in_head": [ false, false ], "location": [ "a_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }
Basisinformationen Anzeigetitel | Datenschutzerklärung (Online) | Standardsortierschlüssel | Datenschutzerklärung (Online) | Seitenlänge (in Bytes) | 13.624 | Seitenkennnummer | 3131 | Seiteninhaltssprache | Deutsch (de) | Seiteninhaltsmodell | Wikitext | Indizierung durch Suchmaschinen | Erlaubt | Anzahl der Seitenaufrufe | 3.382 | Anzahl der Weiterleitungen zu dieser Seite | 1 | Unterseiten dieser Seite | 0 (0 Weiterleitungen; 0 Unterseiten) | Seitenschutz Bearbeiten | Alle Benutzer | Verschieben | Alle Benutzer | Bearbeitungsgeschichte Seitenersteller | Blabber | Datum der Seitenerstellung | 06:12, 24. Mai 2018 | Letzter Bearbeiter | TabascoEye | Datum der letzten Bearbeitung | 18:00, 29. Mai 2019 | Gesamtzahl der Bearbeitungen | 4 | Gesamtzahl unterschiedlicher Autoren | 2 | Anzahl der kürzlich erfolgten Bearbeitungen (innerhalb der letzten 8 Tage und 18 Stunden) | 0 | Anzahl unterschiedlicher Autoren der kürzlich erfolgten Bearbeitungen | 0 |
<urn:uuid:67b8ebeb-a4a2-4523-87db-188e838be624>
CC-MAIN-2019-30
https://wiki.raumzeitlabor.de/index.php?title=Datenschutzerkl%C3%A4rung_(Online)&action=info&mobileaction=toggle_view_mobile
2019-07-22T02:02:31Z
s3://commoncrawl/crawl-data/CC-MAIN-2019-30/segments/1563195527458.86/warc/CC-MAIN-20190722010436-20190722032436-00537.warc.gz
by-sa
3.0
link_tag
true
false
false
false
Latn
deu
0.805733
{ "abbr": [ "by-sa", "by-sa" ], "in_footer": [ false, true ], "in_head": [ true, false ], "location": [ "link_tag", "a_tag" ], "version": [ "3.0", "3.0" ] }